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Inazuma - Die Inseln der Ewigkeit

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Yoimiya schaute nun ebenfalls raus aus dem Meer und begutachtete das dortige fahrende Schiff. Sie kannte die Crux in und auswendig, denn es kam sehr oft nach Inazuma, um die Inseln Waren zu beliefern. Es kamen zwar auch andere Schiffe, aber die lagen teilweise tagelang im Hafen, da diese die nötigen Papiere noch nicht hatten, um die Waren einzuführen. Diese bekam man auch erst hier vor Ort und das dauerte eben ein wenig. Sie schaute nun wieder zu Thoma hoch.

„Sag mal… hast du diesmal die Papiere dabei? Das letzte mal hast du sie vergessen und ich musste mich mit Sara und ihren Fragen rumschlagen. Das war nicht lustig, obwohl sie genau weiß, dass ich die Materialien gebraucht hatte,“ meinte sie seufzend zu ihm.

„Ja, ich habe sie diesmal dabei, keine sorge. Für mich gab es danach auch Ärger, da Ayaka schon leicht entsetzt war, dass du solche Probleme bekommen hattest,“ erwiderte er und schüttelte den Kopf.

„Ach wirklich? Na das freut mich. Da muss ich mich mal bei Ayaka wieder bedanken,“ grinste sie darauf hin ziemlich frech und kicherte süffisant. Sie wollte sich sowieso demnächst wieder mit ihr treffen, da die junge Dame ein anderes Fest andeutete, wo es auch wieder Feuerwerk geben sollte. Aber darum würde sie sich erst später kümmern und zu dem Satz sagte Thoma erstmal gar nichts mehr.
 

Das Schiff kam immer näher und man konnte bereits sehen, dass es die Crux war, was beide sehr erfreute. Yoimiya stand auf, zog sich wieder ihre Schuhe an und ging ein paar Schritte zurück, da dass Schiff genau an dem Platz anlegen sollte, wo sie gerade standen. Nach einer weile legte das Schiff auch an und ein Steg zum runter gehen wurde abgelassen und die ersten Crewmitglieder gingen von Bord. Als letztes kamen Beidou und Kazuha vom Schiff runter und Yoimiya lächelte beide an.

„Da wären wir wieder. Ich habe deine bestellten Materialien aus Liyue dabei. Habt ihr die Papiere dabei, oder hat Thoma sie wieder vergessen,“ sagte sie und grinste zum Schluss ihn an.

Die Feuerwerkerin sah kurz zu ihm, welcher sich gerade mit Kazuha unterhielt und schüttelte schmunzelnd den Kopf.

„Dieses mal hat er sie nicht vergessen. Er vergisst manchmal seinen Kopf. Aber ich bin froh, dass ihr da seid, dann kann ich gleich mit den Vorbereitungen weiter machen, da das Fest bereits morgen abend ist.“

„Oh… wirklich? Dann bleiben wir und sehen es uns wieder an. Ich kann mich nicht an deinem Feuerwerk satt sehen. Ich liebe es einfach. Wo findet es denn wieder statt?“

„Morgen findet es in Konda statt, da dort der Dorfälteste Geburtstag hat. Ich hab aber auch einige Feuerwerkskörper, die nach Liyue müssen, da du mir ja letztens eine Karte von Ningguang gegeben hattest,“ antwortete die blonde zu ihr und blickte hoch. Sie hat bisher die Herrscherin von Liyue noch nicht getroffen, aber sie bestellte immer bei ihr, wenn es auf dem Festland zu einem Fest kommt.
 

Nun kamen zwei Matrosen mit den Kisten vom Schiff und stellten diesen vor Yoimiya hin, während Thoma ihnen die Mora für diese gab. Natürlich musste sie diese auf die Vollständigkeit überprüfen und das tat sie direkt auch, denn sie hatten ja ein Vertrag abgeschlossen. Nach einer weile sagte sie: „Sehr gut ich freu mich, es scheint alles da zu sein. Nun müssen Thoma und ich zur Grenze und die Ware einführen. Wir kommen dann später mit dem fertigen Feuerwerk wieder und dann können wir weiter reden.“ Sie hob die obere Kiste an und trug diese langsam über den Steg, während Thoma ihr mit der anderen folgte. Nach einer weile kamen sie bei dem Grenzbeamten an, wo sie die Kiste hinstellte und Thoma ihr die Einfuhrpapiere gab, welches sie schließlich dem Mann vor sich gaben. Dieser laß es sich durch und blickte auf die Kisten und danach zu den beiden und gab schließlich sein Einverständnis, in dem er nickte. „Mir tut die Überprüfung auch immer leid, aber dass ist nun leider mein Job hier… aber ich freue mich, wenn ich dein Feuerwerk morgen wieder sehen kann,“ meinte er lächelnd zu ihr und ließ sie vorbei.

„Ich komme nachher wieder mit einer Kiste voller Feuerwerk vorbei, welche nach Liyue müssen. Die Papiere sind diesbezüglich auch schon fertig,“ sagte sie ebenfalls lächelnd und hob die Kiste wieder an und trug sie weiter.
 

So gingen sie wieder zurück über den Strand und Konda direkt zu sich nach Hause. Doch auf dem Weg zwischen Konda und Inazuma wurden sie dann plötzlich und unerwartet von mehreren Hilichurlen gestoppt, welche das Electro-Element aufwiesen. Diese zeigten auf beide Kisten, als wollten sie diese haben, währenddessen sah Yoimiya kurz zu Thoma und seufzte leicht, während sie ihre Kiste auf den Boden stellte.

„Ich dachte, dass heute ein entspannter Tag sein könnte, ohne ein Kampf vom Zaun zu brechen. Aber sie werden es wohl nie verstehen. Lass mich das machen, geh du schon mal vor, ich komm dann nach,“ sagte sie dann etwas ernster zu Thoma. Da hatte Yoimiya aber noch nicht bemerkt, dass ein Mitachurl mit einer Axt von hinten auftauchen, den nur ihr Begleiter sah, da dieser sich umdrehte.

„Nein. Ich helfe dir. Ich würde mich sonst schuldig fühlen, dich alleine gelassen zu haben,“ widersprach er ihr und stellte ebenfalls seine Kiste ab und begab sich in Kampfstellung. Er hatte vor allem Angst, dass Ayaka ihn sonst die Hölle heiß machen könnte, sollte ihr dabei was passieren. Beide beschwörten ihre Waffen und Yoimiya ging in ihre Niwabi Fire-Dance-Phase über, da sie es schnell hinter sich bringen wollte. Während Thoma mit seiner Waffe und seinen Skills Unterstützung leistete, feuerte Yoimiya ihre Pfeile auf die Feinde, wobei sie darauf achtete, nicht die Kisten zu treffen. Nach einem langen Kampf gingen dann beide siegreich hervor, während sich ihre Feinde in Luft auslösten und verschwanden. „Gut gekämpft Yoimiya. War nicht anders zu erwarten von dir,“ sagte er erschöpft und sank auf den Boden. Er holte zwei Wasserflaschen raus und gab ihr eine.

Sie öffnete diese, trank erstmal daraus und streckte sich danach. „Danke schön. Diese Hilichurle sind aber auch extrem nervig. Die tauchen hier leider immer wieder auf,“ gab sie seufzend von sich und hob ihre Kiste wieder an. Sie wollte jetzt so schnell wie möglich nach Hause, nicht, dass sie dann nochmal angegriffen werden. Sie liefen schon fast zu Yoimiyas Haus und kamen auch relativ zügig dort an. Sie stellten die Kisten in ihr Arbeitszimmer und die junge Frau sah nach dem fertigen Feuerwerk, welches in der nähe stand.
 

„Um das Feuerwerk für morgen kümmere ich mich nachher. Ich will diese Kiste erstmal zurück zu Beidou bringen. Dann hätten wir das auch erstmal erledigt. Außerdem will ich gern Neuigkeiten aus den anderen Ländern hören,“ sagte sie schließlich zu ihm und suchte auch die Papiere für diese Kiste und fand diese auf dem Stapel für den Export. Sie hinterließ alles in ihrem Arbeitszimmer sehr ordentlich, worüber sie sehr stolz war. Schließlich verließen sie wieder das Haus in Richtung zum Hafen und dort kamen sie nach einer weile ohne besondere Vorkommnisse wieder an. Sie berichteten Beidou, dass sie auf dem Hinweg angegriffen worden waren, den Kisten aber nichts passiert war. „Ohje… ja die Hilichurle können schon manchmal sehr aggressiv sein, besonders dann, wenn sie von Mitachurlen oder den Abyss Mages angeführt werden. Das macht auch mir ziemlich große Sorgen,“ gab sie seufzend zu und schaute die beiden vor sich an.
 

Nun sprachen sie über die Vorkommnisse in Mondstadt und das eine Reisende aus einer anderen Welt die Stadt gerettet habe, da dort Dvalin gewütet habe und dass alles, ohne ein Göttliches Auge zu haben, so zumindest die Gerüchte. Genau das aber ließ vor allem Yoimiya erstaunen. Sie konnte es nicht glauben, sowas zu hören. Thoma hingegen wollte genau das Ayaka erzählen und hoffte, dass sie davon auch begeistert sein würde.

„Sie hat kein Göttliches Auge, konnte aber Mondstadt retten? Wie denn das? Ich würd sie ja gern kennen lernen,“ sagte Yoimiya dann und begann wieder zu lächeln.

„Vielleicht kommt sie ja irgendwann mit Paimon hierher, wer weiß das schon. Laut den Gerüchten ist sie auf der Suche nach ihrem Bruder, aber genaueres weiß ich auch nicht. Und wie sie den Wind kontrollieren kann würd ich auch gern wissen, aber das werden wir hoffentlich bald erfahren“, erwiderte die Captain und sah auf das Meer hinaus.
 

Ihre Mannschaft brachte derweil das Feuerwerk unter Deck, währenddessen machten sich Yoimiya und Thoma wieder auf den Weg zurück in die Stadt, doch auf dem halben Weg trennten sie sich, denn er ging zurück zum Kamisato-Anwesen, um Ayaka von den neuen Neuigkeiten zu berichten. Yoimiya hingegen ging zurück zu ihrem Haus und setzte sich schließlich davor hin und begann, weiter an dem geplanten Feuerwerk zu arbeiten, welches morgen abend endlich gezündet werden sollte. Sie brauchte dafür mehrere Stunden, wobei ihr Vater dabei zusah, denn sie arbeitete mittlerweile sehr viel besser als er daran und das erfüllte ihn mit viel stolz. Am späten Abend wurde sie schließlich mit allem fertig und stellte es gesichert an einen speziellen Platz im Haus.
 

Sie würde es morgen früh direkt nach Konda bringen.



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