Without you i feel broke
"Jeder Einzelne von euch kommt da jetzt sofort rauuus!", schrie eine vor Wut schäumende Big Mom und bestieg die Festung "Big Father", die Bege kurz zuvor errichtet hatte um seiner Allianz einen Rückzugsort zu ermöglichen.
Sie schlug auf den Hauptturm, der durch ihre bloße Kraft erheblichen Schaden erlitt.
Dieser Zerstörung hatte auch auf den inneren Capone Auswirkungen und er krümmte sich vor Schmerzen, während er sich seitlich das Ohr mit der Hand zu hielt, als wolle er das Blut stoppen. Seine Frau schrie nach ihm, während seine Crew sich besorgt um ihren schlauen Captain versammelten und auch Ruffy beugte sich besorgt zu seinem Alliierten.
"Strohhut ihr müsst euch was überlegen...", keuchte Bege angestrengt und versuchte dem Wüten Big Moms immer noch stand zu halten, "...sonst werde ich sterben. Wie erwähnt, die Festung ist stabil, aber Big Mom wird sie in wenigen Minuten zerlegt haben und dann werdet ihr draußen in eurer persönlichen Hölle sein!"
Die Vinsmokes standen seitlich in dem großen Raum und waren selbst noch mit der Situation beschäftigt, schnauften durch, während Sanji gegenüber stand und an seiner neu angezündeten Zigarette zog. Im Augenwinkel beobachtete er Ruffy und Capone, während er sein Hauptaugenmerk auf seine sogenannte Familie legte.
Er hatte soeben seine Familie gerettet und er war froh, dass es seiner Schwester Reiju gut ging, aber seine Brüder und sein Vater? Hatten sie überhaupt kapiert, dass er, den sie als Looser abstempelten, ihnen gerade dass Leben gerettet hatte? Würden sie ihm danken? Unwahrscheinlich. In ihm fing es wieder an zu brodeln, doch versuchte er sich zu beruhigen. Sein Blick hätte so gut wie Jeden eingeschüchtert.
Als er Capone hörte, wie er von der Hölle sprach, weckte das in ihm selbst eine Erinnerung in seinen zwei Jahren Training. Es wurde Zeit, dass sie die Hölle über Big Moms Crew brachten!
"Ruffy...", sprach der blonde Smutje seinen Captain an, der daraufhin von Capone aufblickte und ernst in Sanjis entschlossenen Augen starrte.
"...es bleibt uns keine Wahl mehr, wollen wir hier aus der Sache raus kommen.", erklärte er so ernst wie nur er es konnte und drehte sich ganz zu seinem Captain, während er seine Hände in die Hosentaschen steckte um so wieder seinen lässigen Stil zu zeigen. Ruffy erkannte sofort den Ernst der Lage und schob sich seinen Strohhut noch tiefer, sodass man seine Augen nicht mehr sehen konnte.
"Du hast wohl Recht...", antwortete er mit einer genauso harten Ernsthaftigkeit, dass es einigen das Blut in den Adern gefrieren ließ und erst Recht als er dann Sanjis ungezähmten Blick genauso mit einer Wildheit erwiderte.
Er drehte sich nun wieder zu Capone um und lächelte ihm freundlich zu.
"Dein Plan war gut, doch nun sind wir an der Reihe!", wieder stand er auf und wendete sich dem Ausgang zu als plötzlich Capone erneut zu sprechen begann.
"Warte Strohhut, sie hat abgelassen. Sie sagt sie gibt uns zehn Minuten Zeit um heraus zu kommen. Freiwillig zu unserer Hinrichtung.", erklärte er schwer atmend und stand wieder auf, während er von seinem Schiffsarzt untersucht wurde und zumindest den Capone im Inneren verarzte.
Wortlos hatten Nami und der Rest der Allianz das ganze Chaos verfolgt, aber Nami konnte sich keine Sorgen um die derzeitige Bedrohung machen, geschweige denn selbst einen Plan austüfteln. Sie machte sich Gedanken zu dem was gerade eben Sanji sagte, dass Ruffy und ihm nun keine Auswahlmöglichkeiten mehr blieb.
Sie starrte zum blonden, gut aussehenden Koch, der sie gerade erst vor fünf Minuten vor der Festung vor einem Sturz bewahrt hatte, in dem er sie in der Luft auf fing und sich sofort zum Schlosseingang aufmachte. Als sie erkannte, dass sie in Sanjis Armen gelandet war und er ihr sofort ein beruhigendes, liebendes Lächeln schenkte, schlug sofort ihr Herz bis zum Hals und sie freute sich wie ein kleines Kind. Sie war so froh von ihm gefangen zu werden, denn dass war wirklich der Beweis, dass er sie nicht verlassen hatte.
Auch war sie ganz froh, dass sie nicht heiße Wangen bekam, da sich die kleine Tatsache, dass Sanjis rechte Hand sich gefährlich nahe an ihren Brüsten befand, irgendwo im Unterbewusstsein ihres Köpfchens breit machte. Stattdessen schenkte sie ihm ein genauso aufrichtiges und glückliches Lächeln, wie er es ihr gab.
Doch nun stand wieder diese zweifellos geheimnisvolle Anmerkung zu Ruffy im Raum und sie würde lügen, wenn sie behauptete, sie würde sich keine Sorgen um Sanji machen. Sie wollte geradewegs auf ihn zu gehen und zur Rede stellen, als plötzlich Reiju auf Sanji zu hielt, der sie nicht kommen sah. Nami hielt sich zurück.
Der Smutje drehte sich und konnte nur noch sehen wie Reiju ihn umarmte und eine schon fast aufgelöste Stimme neben seinem Ohr flüstern hörte.
"Du hast uns gerettet, obwohl ich dir sagte, du solltest mit deinen Freunden verschwinden."
Sanji erwiderte die Umarmung, denn sie war die Einzige die er überhaupt als ein Familienteil betitelte und liebte.
"Ich konnte dich nicht sterben lassen Reiju. Wäre ich einfach weg gegangen, dann...", antwortete er, während seine Schwester die Umarmung löste und sich die aufkommenden Tränen weg wischte. Reiju lächelte ihn überglücklich an und beendete dabei Sanjis unvollendeten Satz, "...dann hättest du dir das niemals verziehen! Oh Sanji...!", diesmal wurde Sanjis Blick ganz sanft und schenkte ihr dabei ein beruhigendes Lächeln.
"Du bist doch meine Schwester!"
"Was wird hier gespielt? Reiju was soll das? Sag bloß, dass du alles wusstest und dass wir es Sanji zu verdanken haben, dass wir gerettet wurden?", polterte Jajji los und sowohl Sanjis, als auch Reijus Blick wurde hart.
Die Älteste der Geschwister drehte sich zornig um und schenkte ihrem Vater einen angeekelten Blick. Die Zeit war vorbei ihnen was vor zu spielen.
"Ja ich wusste, dass Big Mom uns eine Falle gestellt hatte und ich habe Sanji gesagt er solle mit seinen Freunden verschwinden und uns sterben lassen. Und ja, nur wegen ihm und seinen Freunden leben wir noch!", obwohl keine körperliche Anstrengung vor lag, schnaufte Reiju als hätte sie den bevorstehenden Kampf schon hinter sich. Jajji erstarrte auf die Worte seiner eigenen Tochter.
"Das glaube ich nicht, dass gerade der Looser unserer Familie uns gerettet hat.", höhnte Niji los und bekam grinsende Zustimmung durch Ichiji und Yonji.
Was jetzt geschah lief in einer so hohen Geschwindigkeit ab, dass sogar Jimbei sich genau konzentrieren musste um die Bewegungen zu erkennen. Ruffy, der selbst wutverzerrt die Vinsmokes anstarrte und drauf und dran war ihnen höchst persönlich eine Abreibung zu verpassen, beruhigte sich, als er die Bewegungen Sanjis wahr nahm. Er grinste und auch Jimbei verschränkte seine Arme und ließ geschehen was geschehen musste.
Reiju konnte hinter sich nur noch das wutverzerrte Flüstern "Looser..." hören als es dann los ging und sie mit überraschten Augen dem kleinen Kampf zusah.
Sanji raste auf seine Familie zu, die sich allesamt auf den Kampf vorbereitete und noch immer höchst arrogant Sanji angrinsten.
Als er sie erreichte, verschwand er auf der Stelle und keiner wusste wo er war, als er plötzlich mit ausgestrecktem Bein neben Yonji stand, der seinen Blick wendete und genau zwei Zentimeter vor sich die Schuhsohle Sanjis anstarrte. Er weitete geschockt seine Augen, während Niji angriff und Sanji abermals verschwand und diesmal auf seinen Händen stützend unter Niji auftauchte und auch hier seine Schuhsohle zwei Zentimeter unterhalb Nijis Kinn verweilte.
Alle wussten was Sanji damit bezwecken wollte. Er zeigte endlich seiner arroganten Familie, dass der sogenannte "Fehlschlag", wie sein eigener Vater ihn nannte, stärker war als die vier zusammen!
Yonji und Niji standen erschrocken da und konnten nicht glauben, dass sie die Schnelligkeit ihres Bruders nicht ausmachen konnten.
Sanji wendete sich nun seinem Vater zu, der ihn zähneknirschend ansah. Wieder verschwand Sanji und tauchte in der Luft auf Kopfhöhe Jajjis auf, trat zu und hielt sich diesmal nicht zurück. Jajji taumelte benommen des Treffers auf seinen Hinterkopf zurück und der Smutje wollte ihm einen weiteren Tritt verpassen, als plötzlich Ichiji auftauchte und den Tritt abwehrte. Beide landeten auf dem Boden und gaben sich einem Schlagabtausch hin und als Ichiji vermeintlich einen Treffer landete, verschwand Sanji wieder. Er tauchte diesmal wieder frontal vor Ichiji auf und trat mit einer gewaltigen Kraft zu. Der rothaarige Vinsmoke riss zähneknirschend die Hände hoch und konnte den Tritt gerade noch abwehren, schlitterte aber durch die Wucht auf den Knien einige Meter weit nach hinten. Er sah den vermeintlichen Looser seiner Familie zähneknirschend an und fragte: "Seit wann bist du so stark geworden?"
Sanji zog an seiner Zigarette, bließ den Rauch aus und blickte seine Familie reihum entschlossen und mit einem "Badass-Blick" an.
"Seit ich euch verlassen habe und unsere Mutter meine Emotionen gerettet hat!"
Während die Brüder ihn nur ausdruckslos anstarrten, quittierte Jajji die Bemerkung mit weit aufgerissenen Augen. Sanji verließ die Kampfhaltung und steuerte auf die Ausgangshalle zu.
"Ruffy, ich bin hier fertig! Ich warte in der Halle auf dich! Erzähl den Anderen was wir vorhaben. Wir brauchen alle Kämpfer und versuch meine arrogante Familie davon zu überzeugen mit uns zu kämpfen!" Er verschwand hinter der Tür und in der Halle selbst herrschte eine Totenstille, da alle noch zu sehr überrascht von der Geschwindigkeit Sanjis waren.
Reiju stemmte die Hände in die Hüften und starrte ihren Vater streng an. Nami selbst hörte gar nicht mehr zu, denn sie setzte sich in Bewegung und wollte zu Sanji. Sie wollte ihn trösten, wollte bei und für ihn da sein, wollte ihm sagen, dass er keine Schuld für so eine grausame Familie hatte. Hätte sie das alles nur früher gewusst! Aber sie verstand ihn warum er nie etwas über seine Familie berichtete. Keiner stellte sich ihr in den Weg, als sie Sanji nach eilte und sie konnte bevor sie die Tür zur Ausgangshalle erreichte nur noch Reiju schimpfend hören.
"Siehst du Vater, was du getan hast? Dein sogenannter Fehlschlag ist nicht nur stärker, sondern hat dich und uns gerettet!"
Nami glitt durch das Tor und befand sich nun in der Eingangshalle dieser unglaublichen Festung. Nur noch das Haupttor trennte sie von Big Moms grausamer Crew. Sanji stand an der mit Steinbrocken gemauerten Wand, die nur durch einige Fackeln erhellt wurde.
Sein Jackett flatterte ihm um die hängenden Schultern und gab ihm dieses prinzenhafte Aussehen, dass ihn unglaublich sexy machte. Sie kam einfach nicht umhin zu sagen, dass Sanji wahnsinnig gut aussah, wie er es aber immer tat.
Trotz allem machte sie sich Sorgen um seinen derzeitigen Zustand. Nicht um seinen körperlichen Zustand, sondern mehr um sein seelisches Befinden. Nami hatte mittlerweile bemerkt, dass Sanjis Familie ein sehr heikles Thema war und die vergangene Darbietung bestätigte das nur. Sie spürte wie Sanji sich wegen seiner Familie noch immer fertig machte.
Jetzt stand sie hier, beobachtete wie sich sein Körper durch sein schweres Atmen hob und senkte, wollte eigentlich so viel wissen und für ihn da sein, bekam aber kein Wort über ihre zitternden Lippen. Was hatte er da mit Ruffy vor? War er in Gefahr? Wie ging es ihm jetzt? Zu oft wollte er sich für seine Freunde - für sie aufopfern, machte sich gerade um ihretwegen Sorgen, ob sie sauer auf ihn war, weil er sie so grausam behandelt hatte, als sie ihn endlich gefunden hatten. Ja, sie war sauer, aber auch sie hatte sich nicht vorstellen können, dass Sanji aus freien Stücken handelte. Jetzt machte sie sich Sorgen um ihn!
Sanji gab die lehnende Haltung an der Wand auf und hatte noch nicht bemerkt, dass er nicht allein war. Nami konnte sehen wie sich Sanji mit dem Unterarm wohl über die Augen fuhr und in diesem Moment zerriss es ihr Herz. Hatte sie den Smutje je so verletzt gesehen?
Bevor der Smutje einen Schritt gehen konnte, umschlangen zwei zierliche Hände seinen Körper und spürte eine angenehme Wärme an seinem ganzen Rücken.
Nami umarmte ihn so fest, als ob sie ihn nicht mehr los lassen wollte, vergrub ihr Gesicht in seinem Nacken, während ihr eine einsame Träne die Wangen herunter lief.
"Sanji-kun... es tut mir so Leid!", flüsterte sie leise und spürte wie Sanji sich wieder anspannte. Er verfiel wieder in seinen undurchschaubaren Gemütszustand!
"Nicht... schließ mich nicht aus.", flehte sie ihn mit brüchiger Stimme an und Sanji riss überrascht die Augen auf. Nami dankte Gott, als sie spürte, dass Sanji sich entspannte und mit hängenden Schultern sich in der Umarmung zu ihr drehte.
Er lächelte sie beruhigend und traurig zugleich an, während sie sofort ihren Kopf in seiner Halsbeuge vergrub. Er erwiderte ihre Umarmung und streichelte ihr sanft über den Rücken. Ihre körperliche Wärme beruhigte ihn ungemein.
Er wagte es einen Kuss auf ihren orangenen Schopf zu setzen und freute sich, dass Nami es zuließ. Sie war wohl noch immer rein emotional zu sehr in Aufruhr.
"Nami-san, du brauchst dich nicht für meine verkorkste Familie zu entschuldigen, wegen der ich dich in Lebensgefahr gebracht habe!", antwortete er und Nami spürte das sein Körper kurz zitterte.
"Weißt du meine Mutter nahm, als sie mit uns schwanger war, eine Droge um die Genmanipulation zu verhindern, die unser Vater mir und meinen Brüdern verabreichen wollte...", er legte sein Kinn auf ihren orangenen Schopf und entspannte sich wieder ein wenig, während er den leicht zitternden Körper in seinem Armen beruhigend massierte. Er musste es ihr erzählen, "...und meine Mutter schaffte es mir meine Emotionen zu erhalten, während meine Brüder weniger Glück hatten. Sie starb aufgrund der Nebenwirkungen der Droge. Meine Brüder können also irgendwie nichts dafür. Sie haben mich als kleines Kind immer geärgert und verprügelt, bis ich dann die Chance ergriff und floh. Meine Schwester half mir dabei, denn sie war die Einzige die selbst noch Emotionen besaß und mir im Verborgenen vor meinem Vater half. Er ist an allem Schuld und nur er allein!"
Die Navigatorin hatte ihm aufmerksam zugehört und freute sich, dass er sich ihr so offenbarte. Allerdings spürte sie wie schwer diese Last auf ihm lag und drückte ihn deshalb noch fester an sich. Seine Mutter musste ein wunderbarer Mensch gewesen sein, so liebend eine Mutter eben sein konnte. Sie musste direkt an Bellemere denken.
Sie konnte seinen Schmerz in jeder Hinsicht nachempfinden und auch verstand sie die Vorwürfe die sich Sanji im Bezug auf seine Mutter machte. Sie war plötzlich so sauer, dass sie am Liebsten zurück zu den Anderen gegangen wäre und Jajji eigenhändig den Kragen umgedreht hätte, für dass was er seinen eigenen Kindern angetan hatte.
Sie fing leicht an zu schluchzen und konnte sich nur noch fester in Sanjis Jackett krallen, während sie ein wenig den Kopf schüttelte.
"Sanji-kun, du hast so gelitten unter deiner Familie., aber das war nicht deine Schuld!Das tut mir alles so Leid, ich... ich... es tut mir auch so weh, dich verletzt zu sehen!", ihr schlich ein leichter Rotschimmer in die Wangen und Sanji war ihrer Aussage wegen überaus überrascht, aber auch sehr erheitert. Sie machte sich also so sehr Sorgen um ihn.
Wieder nuschelte sie was in seine Halsbeuge, die nun feucht vom Weinen war, was ihm aber nichts ausmachte.
"Und was hättest du mir nur angetan, wenn du dich für uns geopfert hättest! Was hast du jetzt mit Ruffy vor? Willst du wieder irgendetwas versuchen, dass einer Aufopferung gleich kommt? Hast du mal daran gedacht?", redete sich die junge Schönheit in Rage und schnitt auch sofort ihre aktuelle Sorge an.
Sanji war so verwundert, so erfreut, wie sie sich sorgte, dass auch ihm leichte Wärme in die Wangen schoss. Sein Herz flatterte wie wild umher und eine Gänsehaut jagte ihm über den Körper.
Nami beruhigte sich ein wenig und versuchte ihr schnell schlagendes Herz unter Kontrolle zu bekommen. Sie spürte wie seine rechte Hand von ihrem Rücken langsam zu ihrer Wange wanderte - mit dem Daumen hin und her strich. Seine linke Hand blieb an ihrer Hüfte haften und mit leichtem Druck veranlasste er, dass sie sich weider etwas nach hinten beugte und ihm somit in die Augen blicken musste. Sie konnte Sanjis rote Wangen erkennen und war froh darüber, dass nicht nur sie eine solche Hitze in ihren Wangen vor zu weisen hatte.
Dann sah sie in seine schwarzen Augen und konnte Leidenschaft, Dankbarkeit und ein Auflodern von Verlangen erkennen. Sein Mund war leicht geöffnet und sie selbst verlor sich in seinen Augen. Ihr Herz hatte sich mit einem Mal so verschnellert, dass sie Angst hatte, dass Sanji es hören könne und doch konzentrierte sie sich nur auf seine Augen, verlor auch irgendwie den Bezug zur Realitität. Sein sanfter Blick hatte eine so intensive Wirkung auf sie, dass sie für den Moment alle Sorgen und bestehenden Gefahren vergaß.
Auch Sanji hatte sich nicht nur in den Weiten ihrer schokoladen-braunen Augen verloren, sondern auch jegliches Zeitgefühl. Es ergriff ihn ein Zauber, der alles außer Nami, die mit leicht geöffnetem Mund vor ihm stand, ausblendete. Der Smutje erkannte ihren ebenso fragenden Blick und auch ihre schnelle Atmung, die sanft sein Gesicht umspielte. Da erkannte er, dass die Luft um sie nur so vor Leidenschaft prickelte, dass sich dieser Moment komplett verändert hatte. Plötzlich fühlte er sich unglaublich zu ihr hingezogen. Sein Körper stand unter Strom.
Vielleicht war es diese ganze verrückte, derzeitige Geschichte um sie herum. Sanjis Ritterlichkeit - seine Familie - seine Aufopferung - ihre Sorge um ihn - ihre Erkenntnis, dass Sanji sie nicht verlassen hatte - die Erkenntnis, dass alles was er sagte tatsächlich, wie Ruffy ihm nach schrie, nur gespielt war, um sie alle zu schützen - die Freude die sie spürte und die Freude als er sie auffing, als sie drohte zu stürzen und jetzt in diesem ruhigen Moment prasselten diese gesamten Gefühle auf Beide in ihrer trauten Zweisamkeit ein.
Nami bekam einen leicht, verhangenen Blick des Ganzen und ihr Atem war schwer, während sich ihr Kopf in ihren Nacken legte um ihm einen besseren Winkel zu bieten. Ein raues, heißeres Flüstern entkam ihrer Kehle, dass schon fast flehend klang.
"Sa...Sanji-kun...!"
Sanji schon lange nicht mehr Herr seiner selbst, genauso von der Leidenschaft gepackt, wie die wunderschöne Frau in seinen Armen, erwiderte ihre Bewegung mit undurchsichtigem Blick. Sein Herz klopfte wie wild und dass nur für die Navigatorin, die sich ihm so bereitwillig hingab.
Auch seine Stimmbänder konnten nur ein heißeres Flüstern produzieren, da er zu verglühen drohte.
"Nami-san...!"
Gerade als die letzte Silbe gesprochen war, seufzte Nami geschlagen auf und Sanji überbrückte die mittlerweile nur noch Millimeter entfernte Vereinigung. Seine Lippen legten sich sanft auf ihre bebenden Lippen und sofort passten sie sich perfekt und flächig aufeinander an, während Sanji seinen Kopf etwas neigte, damit ich ihre Nasen nicht im Weg standen. Die Augen waren nun vollends geschlossen und sie gaben sich dem explodierenden Gefühl einfach nur hin. Sanji umschloss mit seiner linken Hand komplett ihren Rücken, während seine rechte Hand weiter an ihrer Wange verweilte.
Sie krallte sich weiter in sein Jackett, versuchte dort Halt zu finden und war froh, dass Sanji sie fest in seinem Griff hatte. Sie hätte nicht mehr stehen können!
Seine Lippen massierten ihre so überaus sanft, dass ihr ein Stöhnen entwich - ließ ihre Wangen geradezu vor Hitze glühen. Ihre Hände umschlossen nun seinen Nacken und sie drückte sich nur noch mehr an ihn, weil sie seine geborgene Wärme verinnerlichen wollte.
Sanjis Hände hatten sich längst über ihrem Po platziert und drückte sie so noch näher an sich. Ihre Lippen vereinnahmten ihn komplett und er konnte kaum glauben, dass seine Nami - seine so unnahbare und unantastbare Nami - ihn voller Leidenschaft zurück küsste. Diese Chance wollte er in vollen Zügen genießen.
Dieser Kuss war das Schönste was die Beiden seit jeher erlebt hatten und auch wenn die Situation alles Andere als sicher war, so fühlte es sich so unendlich gut an. Nach schier endloser Zeit trennten sie sich der Luftknappheit langsam wieder voneinander und Sanji konnte sehen, wie Nami leicht aufstöhnte und mit immer noch geschlossenen Augen sich leicht über die bebenden Lippen leckte.
Dann öffnete sie ebenfalls die Augen und schaute ihm hochrot um die Wangen in die Augen, während Sanji sie glücklich an lächelte. Er berührte mit seiner Stirn ihre und verweilte dort, während er ihr wieder über die Wangen streichelte und sie ihm durchs Haar fuhr. Sie sah immer noch besorgt aus.
"Sanji-kun... bitte versprich mir, dass wir da alle zusammen heil raus kommen!", flüsterte sie mit rauer Stimme und versuchte die Antwort aus seinen Augen zu lesen.
"Wenn du mir versprichst, dass wir hiervon...", er gab ihr wieder einen kurzen Kuss auf die Lippen, den sie sofort erwiderte, der auch der Hauptbestandteil des Versprechens war, "...mehr haben!? Wenn alles vorbei ist?" Er lächelte sie dabei sanft an, dass ihr deutlich zu verstehen gab, dass dies nur ein Wunsch war, aber nicht ausschlaggebend, dass er heil aus der ganzen Geschichte raus kam.
Namis Herz machte dabei einige Hüpfer und doch verstand sie ihn. Sie erwiderte sein Lächeln und nun war sie es, die ihm einen Kuss auf seine weichen Lippen setzte und wieder ihre Stirn gegen seine lehnte. Sie hatte wieder winzige Tränen in den Augen.
"Ja!"
Gerade wollte Sanji glücklich einen weiteren Kuss setzen, als sie plötzlich eine Stimme vernahmen.
"Das würde ich zu gerne auch noch mal sehen!", Reiju stand grinsend in der Tür, gefolgt von allen Anderen.
"Das hat aber gedauert, jetzt müssen wir nur noch Big Mom verdreschen und dann können wir das alle nochmal sehen!", gab Ruffy grinsend hinzu.
"So etwas Kitschiges in meinem Schloss!", kommentierte Capone nur.
Sanji und Nami fuhren erschrocken auseinander und ihre Wangen machten plötzlich starke Konkurrenz mit der Haarfarbe Ichijis.
Alle waren da und grinsten sie an, sogar die Vinsmoke Familie betrachtete das Bild interessiert. Anscheinend hatte Reijus Standpauke gesessen und als dann alle bereit im Raum versammelt waren, ergriff Sanji die Initiative und packte sanft Namis Hand und verschränkte ihre Finger mit Seinen.
Er lächelte sie an und die Navigatorin erwiderte fast schüchtern das Lächeln.
"Dann lasst uns der Crew des Yonkous mal kräftig einheizen! Ruffy wir Beide gehen vor und dann werden sie ihre Hölle erleben!", wieß Sanji an und Ruffy knackte nur mit seinen Fäusten und rief: "Auf gehts!"
Sanji und Ruffy traten vor und strahlten vor Glück. Gerade als sie die Tür aufstoßen wollten, konnte Sanji Nami hinter sich quengeln hören.
"Für Jeden der das gesehen hat, also ALLE, macht das 50.000 Berry! Reiju für dich ist das kostenlos!"