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Unter gefleckter Flagge

In der Gewalt des Leoparden
von

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Kapitel 1

Ein Seufzer entweicht dem Bürgermeister von Water Seven, als er vor einem seiner Schiffe auf Dock 1 stehen bleibt. Es ist bereits Dunkel und alle seine Mitarbeiter sind bereits zu ause oder in der Kneipe. Naja, alle bis auf einem! „Pauly!“ manchmal fragt er sich, ob sein Schützling überhaupt noch nach Hause geht. Seit dem Vorfall hat sich der Blonde stark verändert. Er häuft keine Schulden an. Ist kaum noch mit Kollegen unterwegs und er verbringt die meiste Zeit auf dem Dock. Herr Eisberg hat den Sky-Brillen träger sogar schon dabei erwischt, wie er an seinem Arbeitsplatz schläft! Zwar hat Pauly immer gute Laune und lacht sehr viel, doch der Bürgermeister ist sich sicher, dass sein Schützling irgendwas vor ihm verbirgt. „Pauly!“ ruft er erneut und wartet darauf, dass der genannt auf dem Schiff auftaucht. Doch für wenige Minuten hört man nur den Wind.

Dann hört man es knarren und klappen, ehe auf dem Deck des Schiffes, ein Schatten auftaucht. Erneut knarrt das Holz unter dem Gewicht der Person, ehe ein etwas Staub aufgewirbelt wird, als genannte Person neben dem Schiff landet und sich den Staub von den Klamotten klopft. Dann schreitet der Raucher auf seinen Lehrmeister zu und verschränkt die Arme hinterm Kopf „Herr Eisberg, warum müssen sie mich immer wieder von der Arbeit abhalten! Wenn sie mir erlauben würden, weiter zu arbeiten, dann könnten wir das Schiff viel schneller fertig bekommen!“. Es ist nicht das erste Mal, dass Pauly seinen Vorgesetzten darum bittet länger arbeiten zu dürfen. Es ist sogar schon vorgekommen, dass ihm sein Chef erlaubt hat, die Nach durch zu machen. Wobei er den Tag nach der Nacht das frei gehabt hätte. Doch Pauly kann sich derzeit einfach nicht von seinem Job trennen!

„Pauly! Du gehst jetzt nach Hause! Und legst dich auf Ohr! Wenn ich dich morgen auf dem Dock erwische, dann erteile ich dir Zwangsurlaub! Es kann nicht sein, das du mich jeden Tag fragst, ob du länger arbeiten darfst!“ kurz seufze der Bürgermeister und reibt sich über die Stirn. Dieser Junge macht ihm einfach nur Kummer! „Dein Körper braucht Ruhe und die solltest du ihm geben. Es bringt dir und mir und vor allem deinen Kollegen nichts, wenn es dich irgendwann umhaut, weil du dich überforderst. Und jetzt Hau ab!“ die letzten Worte brüllt der Violett haarige, damit sein Schützling auch versteht, das er es ernst meint.

Doch der Blonde wirkt wenig begeistert und bleibt an Ort und Stelle stehen. Er weiß was er seinem Körper zumuten kann! Er weiß wie viel er aushält! Und er weiß, dass es einfach nicht genug ist! Er ist schwach und hilflos! Pauly will stärker werden! Besser werden! Und dazu muss er einfach mehr leisten! Doch wenn ihn alle bei seinem Vorhaben aus bremsen… wird er nie sein Ziel erreichen können. „Aber Herr Eisberg! Ich will arbeiten! Lassen sie mich doch einfach!“ kommt es nun von dem Jüngeren, welcher den Blick auf seinen Lehrmeister gerichtet hat und die Hände zu Fäusten ballt. Warum kann ihn keiner verstehen?!

„Pauly!“ der Bürgermeister mustert den Jüngeren mit einem strengen Blick „Wenn du morgen noch einen Job haben willst! Dann verschwinde jetzt!“. Aufmerksam beobachtet der Ältere, wie der Blonde langsam den Blick sinken lässt, ehe er sich tatsächlich in Bewegung setzt und an seinem Chef vorbei geht. Allerdings stört Herr Eisberg diese Reaktion irgendwie „Pauly… Du würdest doch zu mir kommen, wenn dich irgendwas bedrücken würde?“. Der Bürgermeister muss sich nicht umdrehen um zu sehen, dass Pauly stehen geblieben ist. Allerdings, als sich der Ältere zu seinem Schützling umdreht, hört er nur noch, wie sich schritte immer schneller von ihm entfernen.
 

Schnell schließt der Raucher die Tür hinter sich, ehe er seine Stiefel in irgendeine Ecke feuert. Seine Jacke wirft er einfach über den Stuhl im Wohnzimmer, ehe sein weg weiter zum Badezimmer führt. Schnell hat er sich von seinen restlichen Klamotten befreit und springt unter dir Dusche um sich wenige Minuten später auch schon wieder ab zu trocknen. Der Blonde legt sich das Handtuch um die Hüfte, ehe er seinen Weg weiter geht, bis er schließlich in seinem Schlafzimmer ankommt. Allerdings kommt ihm bereits beim Betrachten dieses Zimmers, etwas seltsam vor. Er kann sich nicht daran erinnert, das er jemals sein Bett frisch gemacht hat. Seufzend reicht er sich durchs Haar, vielleicht hat Herr Eisberg recht… vielleicht ist er schon so erschöpft, das er sich nicht mal daran erinnern kann, das er mal sein Bett gemacht hat. Der Raucher hat diesen Gedanken gerade zu Ende geführt, da schüttelt er bereits den Kopf und klatscht sich selber gegen die Wange „Na ganz toll! Jetzt rede ich mir das auch schon selber ein!“. Aus dem Kleiderschrank entnimmt er sich frische Socken, ne Short und schließlich ein frisches T-Shirt. Nach dem er sich angezogen hat, besorgt er sich ein Bier in der Küche, weshalb er erneut durch Wohnzimmer läuft und irgendwie hat er ein seltsames Gefühl. Mit dem Bier in der Hand, schaut er sich nun genauer um und bemerkt, dass seine Stiefel sauber im Schuhregal liegen und seine Jacke, diese hängt tatsächlich bei den anderen Jacken. Dabei ist er sich sicher, dass er sie über den Stuhl gelegt hat. Leicht kratzt er sich am Kopf und betrachtet kurz die Flasche in seiner Hand. Doch er hatte noch nicht mal einen Schluck genommen, also hat der Alkohol schon mal nichts damit zu tun. Allerdings wird er dem Rätsel auch erst mal nicht mehr auf die Schliche kommen. Denn da spürt er bereits einen Schlag auf den Kopf, ehe alle um ihn herum schwarz wird.
 

Ein knarren verleitet den Blonden dazu, sich das Kissen neben sich zu schnappen und sich dieses auf Ohr zu drücken. Doch das knarren lässt nicht nach und dann sind da auch noch die Wellen, die gegen den Rumpf des Schiffes schlagen! Wie soll man da nur schlafen?! Warte… Wellen?

Mit einem Schlag ist der Raucher hellwach. Das erste was er sieht, ist die Holzdecke über dem Bett, in dem er sich befindet. Leicht dreht er seinen Kopf zur Seite und erblickt die Kapitäns Kajüte. Weshalb er gleich weiß, dass sie dem Kapitän gehört. Das ist ganz gut an der großen Fensterfront zu erkennen, welche einen wunderschönen Blick aufs Meer abgibt.

Langsam richtet sich der Zimmerer auf und schaut sich vorsichtig im Raum um, doch außer ihm scheint keiner hier zu sein, weshalb er es wagt, nun auch aufzustehen. Und tatsächlich, nach genaueren betrachten der Kajüte, stellt er fest, das wirklich keiner hier ist. Dafür hört das Gentrampel von Schuhen auf dem Deck.

Auf einem Stuhl, nicht weit vom Bett weg, findet er seine Stiefel, Jacke und Hose, welche er sogleich anzieht. Doch irgendwie vermisst er etwas. Wo ist nur seine Brille? Sein Blick wandert erneut durch den Raum und schließlich entdeckt er sie auf dem Navigationstisch, ok, ob dieser Tisch wirklich dazu genutzt wird, kann er eigentlich nicht behaupten aber es liegt eine Karte darauf. Und schließlich seine Sky-Brille, welcher er sich auch gleich um den Kopf schnürt.

Dann lässt er sich einfach in den Kapitänsstuhl fallen und betrachtet aufmerksam die Karte, doch er findet nichts, was ihm sagen könnte, wo er jetzt ist. Weshalb er sich dazu entschließt, aus dem Fenster zu schauen. Doch leider kann er keine Insel sehen, weshalb er seufze und die Schultern hängen lässt. Doch dann hört er etwas, was ihm sehr wohl bekannt ist! Ein tüten oder Pfeifen, wie man es auch nennen möchte, kann nur von einem Seezug kommen! Und wenn es hier einen Seezug gibt. Dann kann er nicht so weit weg sein, von zu hause!

Der Raucher reibt sich über den Kopf und erinnert sich an einen Schlag auf den Hinterkopf. Doch leider sagt ihm das nicht, wer ihn diesen schlag verpasst hat! Weshalb er nicht weiß, wer sich auf dem Deck befindet! Und so wirklich will er das auch nicht herausfinden. Doch irgendwie muss er hier Weg kommen!


Nachwort zu diesem Kapitel:
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Um Pauly braucht nun eure Hilfe, da er nicht weiß, was er machen soll! Komplett anzeigen

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