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Mitternachtspicknick

[Nami & Sanji]
von

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§ Part One §

Träge schaukelte die Thousand Sunny zwischen den Wellen hin und her. Nami genoss es, das weiche Gras unter ihren nackten Fußsohlen zu spüren, als sie das Deck des Schiffes erreichte. Sorgfältig faltete sie eine braune Decke über einem kleinen Teil des Bodens aus. Ehe sie sich darauf niederließ, strich sie noch die letzten Falten des samtigen Stoffes glatt und betrachtete eingehend den Nachthimmel. Die Sterne strahlten leuchtend hell am dunklen Firmament und die blasse Mondsichel ließ alles auf dem Schiff in fahlem Licht erscheinen. Der friedliche Anblick faszinierte die Navigatorin immer wieder aufs Neue. Gemütlich mit dem Rücken an die Außenwand der Kajüte gelehnt, saß sie einfach nur da.

„Ich hoffe, du wartest noch nicht lange.“ Sanjis wohlklingende Stimme zauberte Nami ein Lächeln auf die Lippen.

„Keine Sorge, ich habe mich auch eben erst aus dem Bett geschlichen. Dabei würde ich darauf wetten, dass Robin längst Bescheid weiß.“

„Höchstwahrscheinlich.“ Der Smutje nickte bestätigend. Anschließend stellte er einen zierlichen Picknickkorb vor ihr ab.
 

„Du überrascht mich immer wieder“, flüsterte Nami und öffnete neugierig die beiden Klappen des Korbes. Ein herrlich süßer Duft stieg ihr in die Nase und ihre Finger fischten als Erstes eine weiße Schüssel mit saftigen Orangenstückchen heraus. Sanji ließ sich derweil geschmeidig neben Nami auf der Decke nieder, streckte seine langen Beine aus und zog ein metallenes Töpfchen hervor.

„Jetzt schließ die Augen und öffne den Mund“, kam es auffordernd vom Smutje und sein Gegenüber warf ihm einen skeptischen Blick zu.

„Vertrau mir einfach, Nami.“ Er konnte ihr ansehen, dass sie es nach wie vor nicht mochte, nicht ganz Herr der Lage zu sein. Sachte strichen seine Finger über ihre Wange und sie tat schließlich was er verlangte. Die Navigatorin hörte ein leises Klappern, gefolgt von einem kurzen, undefinierbaren Laut und spitzte daraufhin gespannt die Ohren. Mit einem Mal schmeckte Nami die herbe Süße von dunkler Schokolade mit einer feinen Orangennote, als etwas über ihre Lippen strich und ein wohliger Seufzer entfloh ihr.

„Ich liebe Schokolade.“ Erfreut betrachtete sie die flüssige Köstlichkeit, schnappte sich nun selbst ein Stück Orange und ließ es bis zur Hälfte in die Schokolade eintauchen. Da verschwand die Leckerei auch schon in ihrem Mund. Sanji förderte noch zwei weitere Schüsseln zu Tage, eine gefüllt mit Erdbeeren, die andere mit dünnen Bananenscheiben.

„Sind das etwa Chilischoten?“ Nami schnappte hörbar nach Luft, als noch ein viertes Gefäß seinen Weg auf die Decke fand.

„Du weißt genau, dass ich mir nicht so viel aus dem süßen Zeug mache.“ Er war schließlich nicht Ruffy oder einer der anderen, die sowieso alles in sich hineinstopften, ganz gleich, was es war und wonach es schmeckte.

„Schön, wenn du darauf bestehst, dann die pikante Version für dich.“ Geschickt fassten ihre Finger nach einer der roten Schoten und glitten anschließend in die Schokolade, um sie dann einladend vor Sanjis Mund zu halten.
 

Sanft schloss sich sein Mund um den Leckerbissen und Namis Fingerspitzen durchlief ein Kribbeln, da seine Zunge flink die verbliebenen Tropfen der dunklen Soße ableckte.

„Du unablässiger Verführer.“ Seine Arme schlangen sich um ihre Taille und er zog sie an sich.

„Mag sein. Und funktioniert es?“, raunte er dicht an ihrem Ohr, während er sie mit weiteren, versüßten Obststücken fütterte.

„Schon möglich ….“ Nami drückte ihm einen langen, innigen Kuss auf die Lippen, wo sie noch die Chilischärfe schmeckte.

Dank der lauen Sommernacht kühlte die Schokosauce erst ab, nachdem bereits die Hälfte der Früchte verzehrt war. Sie ließ eben eine letzte Schokoerdbeere auf ihrer Zunge zergehen, schmiegte sich in seine Arme und bettete den Kopf an seiner Brust. Sanji stieg ihr unverwechselbarer Duft in die Nase, so sinnlich, dass er sie gar nicht mehr loslassen wollte.

Gemeinsam blickten sie hinauf zum Himmel, das Rauschen des Meeres klang wie eine leise Melodie und es war einer dieser wenigen Augenblicke, die sie gemeinsam genießen konnten. Auf einmal erklang ein lautes, kratziges Geräusch und Nami verkniff sich ein Lachen.

„Zorro liegt im Ausguck und schnarcht lautstark.“

Sanji seufzte genervt auf. Der verdammte Schwertschwinger schaffte es doch tatsächlich auch unbewusst einen romantischen Moment zu zerstören ...



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Kommentare zu diesem Kapitel (2)

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Von:  ItachiUchih4
2017-06-04T22:45:13+00:00 05.06.2017 00:45
Oh man nur ein Kommentar zu diesem wahnsinnig berauschenden OS!

Das ist so gut getroffen und mehr und mehr frage ich mich, ob Nami wirklich so sein konnte!^^
Halt doch eine Frau mit dieser romantischen Ader, da sie sich sonst immer so unnahbar gibt in der One Piece Story!
Ich glaube jedenfalls dass sie einen weichen Kern hat und Sanji sie genauso mit einem Picknick verführen könnte.

Einfach toll geschrieben und am Ende musste ich schmunzeln über Zorros Schnarchen! :)

Im Moment bin ich im SaxNa Lesefieber!^^

Grüße
Von:  OnepieceSanjixNami
2015-03-12T20:18:04+00:00 12.03.2015 21:18
Cool! Schön! Wunderbar! Mach auf jeden Fall weiter so! Du schreibst richtig gute fanfics!
Antwort von: Kassiopeia
12.03.2015 21:20
Hallo OnepieceSanjixNami!^^

Vielen Dank für das Kompliment, freut mich, dass dir meine Geschichten gefallen.

Lg


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