Die Mission
Sünden der Vergangenheit
Kapitel 121
Die Mission
Gähnend kratze sich Radditz den Hinterkopf und lies den vollen Seesack auf den Boden plumpsen.
Es war für seine Verhältnisse noch viel zu früh am Morgen, und selbst das Frühstück hatte ihn noch nicht wirklich munter gemacht.
Die Nacht war mehr als kurz gewesen weil er absolut kein Auge zubekommen hatte.
Zum einem wegen dem Gespräch mit diesem Saiyajin und zum anderen weil er aufgeregt war. Dies war seine dritte Mission und jedes Mal war er aufgeregt als wäre es seine erste.
„Hey Haarmatte.“, begrüßte ihn ein Kamerad beschwinglich und legte ihm einen Arm um die Schulter.
„Wir waren schon lange nicht mehr zusammen auf einer Mission. Das muss ewig her sein. Aber das wird wieder ein mordsspass werden, da bin ich mir sicher.“
Ein Brummen war das einzige was Radditz als Antwort sagte.
Er war absolut noch nicht in rede Laune.
Und diese war alles andere als gut.
„Wo es wohl dieses Mal hin geht?“
Radditz war es ehrlich gesagt ziemlich egal.
Eigentlich dachte er es wäre eine einzel Mission, aber eine Gruppen wäre ihm auch recht. Könnte er sich zumindest gut ablenken.
Schnaubend sah er sich um wer noch alles dabei war.
Es waren mindestens 20 Saiyajins die sie begleiten würden.
Als ihn ein besonderer ins Auge stach.
Aomori. Ausgerechnet der. Auf ihn hatte er absolut keine Lust.
Das spiegelte sich auch auf seinem Gesicht wieder.
Welches der andere erst erwiderte ehe es ernst wurde. Als dieser ihn erblickte und langsam auf ihn zukam.
Als plötzlich ein lautes gebrülltes: „Achtung. Soldaten verneigt euch!“ ertönte.
Sogleich drehte sich Radditz zur Stimme um und ging sofort in die Knie.
Dies bedeutete das ein Mitglied der königlichen Familie auf dem Start und Landeplatz erschienen war, und er diesem seinen Respekt sollen musste.
Auch wenn es ihm mehr als zuwider war.
Sich feste auf die Unterlippe beißend wagte er einen kleinen Blick nach oben und biss sich diese direkt auf.
Vor ihnen stand der Prinz höchstpersönlich mit seinen Leibwächtern und er war in der königlichen Missions Rüstung gekleidet. Sowie auch die anderen beiden. Nappa und…. zu seinem Missfallen auch Iwate.
Was bedeutete das Sie diese Mission gemeinsam antreten würden!
Konnte der morgen noch schlimmer anfangen?
~*~
Doch wurde er. Denn der Prinz hielt eine Ansprache, sodass Radditz noch nicht einmal fliehen konnte, um aus diesem zusammentreffen raus zu kommen.
„Soldaten hergehört!“, sagte Vegeta lauter um die Aufmerksamkeit der Saiyajins zu bekommen.
Und das hatte er nun weswegen er fortfuhr.
„Soldaten. Unser Raumschiff wird uns zu dem Planeten Sunev bringen. Unsere Aufgabe wird es sein, diesen Planeten zu erobern. Sollten die Bewohner nicht kooperieren, nehmen wir den Planeten mit Gewalt an uns. Wir werden in etwa 1 Jahr brauchen um diesen zu erreichen.“
Und ebenso lange würden sie für die Heimreise zurück brauchen wenn sie den Planeten erobert und für einen guten Preis verkauft hatten.
Während Vegeta redete, wehte sein roter Umhang im Wind, der seine goldene Rüstung umschmeichelte und seine Hände hingen locker zu Fäusten geballt an seiner Seite.
Nappa und Iwate standen rechts und links neben ihm, die Arme auf den Rücken verschränkt die teils von ihren blauen Umhängen verhüllt wurden, und farblich gut zu ihren schwarz-roten Brustpanzern passten.
Mit einer ausgesteckten Handbewegung brachte Vegeta seinen Umhang zum wehen, trat Vorwärts und lief auf das Raumschiff zu. Gefolgt von seinen Wächtern.
Als er auf der Rampe angekommen war, sah er leicht über seine Schulter.
Ja jeder dieser Saiyajins kniete vor ihm nieder. Was ihm ein überhebliches kleines Grinsen auf die Lippen zauberte.
Als er einen langen wilden Haarschopf erspähte.
Sich wieder zurück drehend trat der Prinz der Saiyajins in das Raumschiff.
Hörte wie sein General ein. „Erhebt euch, und dann rein mit euch.“, den Soldaten zu brüllte.
„Jawohl!“, erklang es im Chor, und der Prinz hörte wie das Gepäck raschelte als sich seine Soldaten in Bewegung setzten.
~*~
Wochen vergingen, und nun waren sie schon ein halbes Jahr unterwegs.
In diesem halben Jahr hatten sie Zwischenstopps eingelegt um neue Vorräte und Proviant zu besorgen.
Sowie auch jetzt.
Als ihr Raumschiff gelandet war, öffnete sich langsam die Luke und die Saiyajins traten hinaus.
Ehrfürchtig und ängstlich wichen die Anwohner zurück, während andere sie aus misstrauischen Augen ansahen.
Ja man kannte ihre Rasse nur zu gut.
Doch kümmerte es Vegeta wenig auch wenn ein kaum unmerkliches Lächeln seine Lippen zierten.
Er nickte einen seiner Soldaten zu.
„Such uns eine Unterkunft. Aber sehe zu das es keine schebiege Bruchbude ist.“
Und wenn sie alle anderen raus schmeißen würden müssen damit sie alle unterkamen.
„Jawohl Hoheit.“, salutierte der angesprochene Soldat und machte sich auf den Weg.
Schnaubend verschränkte der Prinz die Arme vor der Brust und wartete bis der Soldat zu ihm zurückkehren würde.
~*~
Und nun saß Radditz hier und schwenkte sein Getränk mit einer undefinierbaren Flüssigkeit hin und her.
Auf diese verdammte Mission hatte er schon gar keine Lust mehr, die ihn eigentlich ablenken sollte.
Schon gar nicht wenn er an das zurück dachte was er beobachtet hatte.
// Sie waren vor ein paar Stunden in diese Unterkunft eingezogen. Hatten ihre Sachen verstaut, einige hatten sich direkt daran gemacht etwas zwischen ihre Zähne zu bekommen und andere hatten sich ausgeruht und zurückgezogen. Letzteres hatte er bevorzugt nur mit dem unterschied das er dies besser an einer Bar mit Alkohol und guten Essen konnte. Und diesen Alkohol hatte er sich direkt zu Mund geführt, während er hinter sich Schritte seiner Mitstreiter hörte.
Neugierig sah er über seine Schulter welche der Saiyajins es gewesen war. Als ihn beinahe die Galle hochgekommen war, als er Aomori entdeckt hatte gefolgt von Iwate.
Anscheinend suchten beide einen Tisch um endlich etwas essen können. Suchend blickte sich Aomori um während Iwate gelangweilt drein sah.
„Lass uns einfach diesen nehmen.“, grummele der jüngste und setzte sich in Bewegung während der andere nickte und seine suchenden Augen auf ihm hängen blieben. Sich dessen Augenbrauen verängten, zu einem wütendem Gesicht und bedrohlich auf Radditz zukam.
Sogleich stand dieser knurrend auf und ballte die Hände zu Fäusten.
Wollte er ihn herausfordern? Gut konnte er haben, wäre wenigstens mal etwas los hier.
Doch wurde Aomori in der Bewegung gestoppt, als sich Iwates Hand zwischen sie schob und sich auf seine Brust legte.
„Lass ihn.“, dabei sah er seinen Kameraden warnend an.
Knapp sah Aomori zu ihm herunter, ehe er das Gesicht arrogant verzog.
„Stimmt, dieser Unterklasse Abschaum ist es nicht wert!“
Ergriff ihn an der Hüfte und zog ihn zu sich, ehe er sich mit ihm zum gehen wandte.
„Lass uns lieber etwas essen. Schließlich will ich noch etwas von meinem Abend haben ~.“
Ein knapper Schulterblick genügte, um Radditz sich auf die Unterlippe beißen zu lassen. //
Und er war auf diese provokantion angesprungen.
Sein Glass in einem Zug leehrend, knallte Radditz dieses auf den Tisch.
„Schlechten Tag gehabt?“
Ohja.
Jetzt war er definitiv noch am schlechtesten.
„Hm.“, murrte Radditz seinem Prinzen als Antwort zu der sich neben ihm gesetzt hatte.
„Ist der gut?“, fragte der Adlige und zeigte auf das leere Glas.
„Ja kann man trinken.“
Was das einzige was er sagte.
Vielleicht hatte er Glück und der Prinz würde sein Getränk nehmen und wieder verschwinden.
Doch war der Gegenteil der Fall. Der Prinz trank zwar sein Getränk blieb aber neben ihm sitzen.
Und nun hatte er diesen an der Backe.
Ohne ein Wort mit ihm zu wechseln, bestellte sich Radditz ein neues Getränk.
Ja Alkohol war heute definitiv die beste Lösung und mit etwas zu essen dabei sowieso.
„Es tut mir leid, was mit deinem Bruder passiert ist.“, sprach Vegeta ihn wieder an, bevor er von seinem Getränk genippt hatte und dieses auf dem Tresen abstellte.
Gerade wollte Radditz sich wieder einen Schluck genehmigen, als er das Glas in seiner Hand so fest zudrückte das es fast platzte.
„Sicher tut es euch das!“, sprach der Hüne ironisch.
„Einen Scheiß tut es euch!“
Wahrscheinlich tat es ihn nur aus einem Grund leid, das er niemanden mehr zum Vögeln hatte.
Damit knallte der langhaarige das Glass auf den Tisch und stand auf.
Er brauchte frische Luft.
Sofort lief er zur Tür und stieß diese auf ehe er die frische Luft tief in seine Lungen einzog.
Immer wieder und wieder um sich zu beruhigen.
Als er plötzlich am Arm gepackt wurde, und herum gedreht wurde.
„Was glaubst du eigentlich mit wem du sprichst?“, knurrte Vegeta wütend.
„Ich spreche mit euch wie es mir passt, Hoheit.“
Knurrte Radditz zurück, denn den Respekt vor dem kleineren hatte er schon lange verloren.
„Euch tut es doch nur leid, das ihr keinen Schosshund mehr habt, der euch hinterher läuft. Und alles für euch macht!“
Eine Zornes Ader bildete sich auf Vegetas Stirn.
„Besonders die Beine breit macht nicht wahr?“
Sofort glitt der Mund des Prinzen einen Spalt auf.
„Ja. Ich weiß von euch und meinem Bruder! Er hatte keine Geheimnisse vor mir.“
Er hatte ihm immer alles anvertraut.
„Aber kaum ist dieses Schoßhündchen nicht mehr da, könnt ihr ja machen was ihr wollt. Und mit wem ihr wollt!“
Er lies Vegeta überhaupt keine Zeit zu antworten.
Denn der Alkohol hatte seine Zunge gelockert.
„W… was meinst du damit?“, fragte der kleinere vorsichtig nach.
„Ihr wisst ganz genau, was ich damit meine.“
Er sollte sich nicht dumm stellen.
„Ich….“, setzte Vegeta an, als er erstarrte.
Denn just in dem Moment trat Iwate zusammen mit Aomori hinaus.
„Ah sie an. Kaum spricht man über ihn, taucht er plötzlich auf. Oder hattest du Sehnsucht nach eurer Hoheit?“, höhnte Radditz.
Wütend zog Iwate die Augenbrauen zusammen.
„Rede keinen Unsinn.“
„Ich rede keinen Unsinn. Ihr beide habt euch ja prächtig verstanden, als ihr zusammen in der Kiste wart.“
Fassungslos rissen Vegeta und Iwate gleichzeitig die Augen auf.
Er … hatte sie etwa gesehen?
Und Radditz stellte fest das beide wohl verstanden hatten, worauf er anspielte.
„Radditz… wir ich….“
Mit einem Blick brachte dieser den Zopf Träger zum schweigen.
„Sparre es dir. Ich habe es dir schon einmal gesagt. Lass mich endgültig in Ruhe und verschwinde aus meinem Leben.“
Er hatte genug von dessen Ausreden und Entschuldigungen.
„Ihr beide wiedert mich einfach nur an.“
Von Iwate war er ja schon einiges gewöhnt aber vom Prinzen nicht.
„Ganz besonders ihr, Hoheit.“, strotzte seine Stimme nur so vor Ekel.
Hätte sich sein Bruder nur niemals auf ihn eingelassen würde er jetzt vielleicht noch leben.
Die Hände zu Fäusten ballend, löste sich Radditz und ging an den abwesenden vorbei ehe er neben dem Prinzen zum stehen kam.
„Ich wünschte mein Bruder wäre euch nie begegnet, dann wäre er jetzt noch hier.“
War alles was er sagte ehe er zurück in die Kneipe ging, um sich in seinem Zimmer zurückziehen.
Sich einen auf die Lippen beißenden Iwate, und Fäuste ballenden Vegeta zurücklassend.
Und die Frage in der Luft hing, wie sie diese Mission nun zusammen unter diesen Umständen durchführen sollten!?
