Von kristalleblauen Augen, desapperiteten Zauberern und dem Crucio-Fluch
„Verehrte Insassen und Insassinnen
Sie wurden auserwählt, an einer revolutionären Rehabilitationsmaßnahme teilzunehmen.
Wie Ihnen allen, unabhängig vom Zeitraum ihres Aufenthaltes, bekannt sein sollte, hat die international gesuchte Hexe, welche unter dem Pseudonym JKR bekannt ist, die detaillierten Biographien des goldenen Trios zu kommerziellen Zwecken unter der nicht-magischen Bevölkerung vertrieben und somit die unsere Welt in Gefahr gebracht. Zu unserem Glück wurden diese Werke überwiegend als Fiktion aufgefasst – doch nun entdeckte ein Mitarbeiter des Ministeriums auf einer technologischen Plattform namens „Internet“ Schriftstücke, welche die Biographien in abgeänderter, abstruser, für die Betroffenen oftmals verunglimpfender und kaum leserlicher Form wiedergeben oder fortführen. Des weiteren ist es JKR und ihren Anhängern gelungen, diese sogenannten „Badfics“ derart zu manipulieren, dass es Hexen und Zauberern nicht möglich ist, besagte literarischen Ergüsse ohne schwerwiegende gesundheitliche Folgen zu lesen. Glücklicherweise ist es den Mitgliedern unserer Forschungsabteilung gelungen, die Werke mit einem Gegenfluch zu belegen: Das vollständige Lesen und korrigieren einer Badfic führt zu ihrer sofortigen Löschung.
Die aktuelle Situation gebietet es, dass das Zaubereiministerium Häftlinge aus Askaban zur Bewältigung gegebener Problematik rekrutiert. Ihre Aufgabe besteht nun darin, sich einem dieser Schriftstücke anzunehmen. Sollte Ihre Mission erfolgreich sein, so erhalten sie als Gegenleistung eine Ermäßigung ihrer Haftzeit von einem Monat pro Badfic.
Sie befinden sich nun in einem Raum der Wünsche, an einem der Öffentlichkeit unbekannten Ort. Die Beschaffenheit dieser Räumlichkeit sollte ihnen bei Ihrer Aufgabe eine Unterstützung sein.
Hochachtungsvoll,
Kingsley Shacklebolt (Zauberreiminister)“
Die vier Gefangenen, welche gerade erst zu sich gekommen sind, bemühen sich die Informationen, die ihnen der Heuler soeben vermittelt hat, zu verarbeiten. Um sie herum türmen sich unheilvoll Berge von digital bedrucktem Papier. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich hierbei um die besagten Badfics. Unschlüssig blicken die Insassen einander an.
Zara: -ist entsetzt- „Gefangene rekrutieren? Revolutionäre Rehabilitationsmaßnahmen? Und dann noch nichtmal näher auf die angeblichen gesundheitlichen Folgen eingehen? Ist das überhaupt legal?“
Shawn: -lacht- „Es ist legal uns wegen Kleinigkeiten in siffige Kerker, die von irgendwelchen Viechern bewacht werden, die alles Glück aus dir raussaugen, zu sperren und den Schlüssel wegzuwerfen – da können sie uns auch ein paar Dokumente wälzen lassen.“
Mona: „Stellt sich die Frage, was schlimmer ist. Wir haben keine Ahnung, was da auf uns zu kommt und, wie Blondie-“
Zara: „Ich heiße Zara.“
Mona: „...wie Zara schon meinte, wissen wir nichts über die gesundheitlichen Folgen. Und die müssen schon schwerwiegend sein, wenn sie das nicht mal ihren Auroren zumuten wollen, sondern Häftlinge dazu verdonnern.“
Shawn: „Auch wieder wahr. Aber vielleicht handelt es sich auch nur um eine Nichtigkeit, mit der man keinen von denen aufhalten will; eine Aufgabe, die selbst Laien wie wir erledigen können...“
Während die drei noch diskutieren, entschließt sich der vierte im Bunde dazu, einen Stapel genauer zu betrachten. Er nimmt sich ein Blatt – welches sich in kürzester Zeit auf das zwanzigfache seiner Größe streckt, in die Mitte des Raumes schwebt und dort in der Luft verweilt. Die Buchstaben verblassen, bis lediglich noch die erste Zeile zu erkennen ist. Mit einer Mischung aus Angst und Faszination wenden sich die Gefangenen der papierenen Leinwand zu ...
Prolog: Severus Leben
Mona: -bekommt einen irren Glanz in den Augen- „Eine Biographie von Severus Snape, über seine traumatische Jugend, seine unerwiderte Liebe zu Lily Evans und sein Werdegang vom Todesser zu Dumbledores Vertrautem?!“
Shawn: -grinsend- „Sieht so aus, als hätten wir ein Fangirl unter uns.“
Zara: „Sie sollte sich nicht zu früh freuen. Schließlich ist das hier eine … Badfic.“
Severus Sicht:
Mona: -quietscht-
Shawn & Zara: -seufzen-
Ich ging mit schnell schritte zum Haus, in dem meine Freundin lebt, ich bin so froh das sie kein Problem damit hat das ich ein Todesser bin.
Mona: „Seine … waaas?“ -ist am Boden zerstört-
Zara: -reicht ihr eine Packung Taschentücher- „Seine - scheinbar super-tolerante – Freundin.“
Shawn: „Na den hat's ja echt gut getroffen. Manche lassen ihren Macker noch nicht mal feiern gehen... Und er darf sogar zu Todessertreffen.“
Louis: -mit sehnsüchtigem Unterton- „Und unschuldige Menschen töten.“
Mona, Zara & Shawn: -rücken ein Stück von ihm ab-
Naja am anfang schon aber sie hat verstanden, das ich sie so schützen kann.
Mona: -rotzt geräuschvoll in ihr Taschentuch- „Schützen? Wovor?“
Shawn: „Vor den gemeingefährlichen Muggeln natürlich, die ihr Partner beruflich eliminiert.“
Zara: „Das macht Sinn. Ich würde mich mit einem Todesser an meiner Seite auch bedeutend sicherer fühlen... Nicht.“
Louis: -grinsend- „Vor allem mit Snape. Man denke nur an den Schicksal seiner ersten Liebschaft...“
Mona: -wirft ihm giftige Blicke zu-
Ich schloss die Tür auf und schon hatte ich sie im Arm.
Shawn: -skeptisch- „Also hat sie die ganze Zeit an der Tür auf ihn gelauert?“
Louis: „Nein, ich glaube das ist mehr so wie mit Hunden. Die kommen direkt angelaufen, wenn der Schlüssel sich im Schloss umdreht.“
Zara: „...und dann springen sie dich an. Stimmt.“
Ihr langes blondes Haar feht ihr in den Rücken. Schnell zog sie mein Geschicht zu ihrem um ihre Lippen an meine zu pressen.
Louis: „Ich dachte schon, sie wollte ihn beißen.“
Zara: „Oder ihm das Gesicht ablecken.“
Mona: -sich immernoch die Tränen von den Wangen tupfend- „Oder ihm einen liebevollen Willkommenskuss geben.“
Shawn: -kopfschüttelnd- „Was für abwegige Überlegungen.“
An diesem Abend wollten wir uns nur im Arm haben. Weder frag sie ob ich heut jemanden Töten musst, noch wie es mir geht.
Louis: „Wie unhöflich.“ -massiert sich die Schläfen- „Bereitet dieses haben im ersten Satz euch auch solche Kopfschmerzen?“
Zara: „Irgendwie schon. Das müssen dann wohl die ersten gesundheitlichen Folgen sein.“ -wünscht sich eine Aspirin und ein Glas Wasser herbei-
Mona: -endlich wieder gefasst- „Was haben die beiden eigentlich für abartige Begrüßungsrituale?“
Shawn (als Freundin von Severus): -springt ihrem Freund euphorisch ins Gesicht sobald dieser die Tür öffnet- „Na Schatz, wie geht’s denn so? Heut' schon wen gekillt?“
Ihrer kristalleblaunen Augen strahlten zu mir hoch. Ich schallte den Fernseher an und starrte in die Nachrichten.
Shawn: „Snape setzt Ultraschall ein! Fernseher ist verwirrt!“
Louis & Mona: „Huh?“
Zara: „Wie auch immer. Benehmen hat der Gute wohl selbst keins. Seine Freundin liegt ihm in den Armen, schaut zu ihm auf, sogar mit, eh, kristalleblaunen Augen – und er starrt erstmal die Glotze an.“
Ich spürte wie auch meine Freundin in den Fernseher starrte.
Zara: „Es hätte vollkommen gereicht, auf den Bildschirm zu starren – aber nein, sie steckt gleich ihren Kopf in den Kasten.“ -entschließt sich dazu den Rest Aspirin aus der Palette zu drücken-
Mona: -fröhlich- „Hoffentlich bekommt sie 'nen Stromschlag.“
Shawn: „Frauen und Technik...“
Louis: „Zu ihrer Verteidigung sei gesagt, dass sie auch ihren Kopf hineinsteckt, das heißt, Snape tut es ihr gleich...“
Stumme Tränen liefen ihr über die Wangen.
Mona: -grinst diabolisch vor sich hin-
Louis: -stimmt mit ein- „Stumme? Schade, dass ihre Tränen nicht gequält aufschreien.“
Shawn: „Oder who let the dogs out singen.“
Zara: „...tja, man kann nicht alles haben.“
Die Nachricht war : "Seltsame Todesfälle. Eine junge Familie wurde Tod in ihrem Haus aufgefunden. Die Frau war 25, der Mann war 26."
Louis: „Welch Übermaß an Detail und Information.“
Shawn: „Aber wirklich seltsam diese Todesfälle... Wieso trugen die beiden Sensenmannkostüme?“
Zara: „Ehrlich Leute? Wir würden es uns bedeutend leichter machen, wenn wir endlich aufhören würden nach Sinn und Logik zu suchen.“ -schmeißt sich die nächste Tablette ein-
Shawn: -wirft ihr einen besorgten Blick zu-
Natürlich wusste ich wer es getan hatte. Lord Voldemort.
Shawn: „Sieht so aus als wäre Severus bald arbeitslos.“
Mona: „Wie kommst du denn dadrauf?“
Shawn: „Na lies doch mal - der dunkle Lord legt jetzt selbst Hand an und schaut persönlich bei seinen Opfern vorbei.“
Ich strieh beruhigten über den großen Bauch meiner Freundin.
Shawn: „Ist seine Freundin ein Pferd oder warum striegelt er sie?“
Louis: „Das würde zumindest den großen Bauch erklären.“
Mona: „Ach Quatsch, die ist bestimmt nur fett.“
Zara: -grinst dreckig „Scheint so als hätte Severus ein paar exotische Fetische von denen wir noch nichts wussten...“
Mona: „Fresse, Blondie.“
Zara: -wirkt beleidigt-
Ja, ich würde Vater, einer Tochter und ich freute mich.
Mona: „...“
Shawn: -piekt sie an- „Alles klar?“
Mona: -dreht sich mit ausdrucksloser Mine zu ihm um- „...“
Shawn: -versucht vor ihr zurückzuweichen und stößt dabei gegen Louis-
Louis: -grinst diabolisch-
Shawn: -hyperventiliert-
Zara: -seufzt- „Hätte der ihr bloß keinen Braten in die Röhre geschoben...“
"Schalt den Fernseher aus, bitte Schatz." Ich tat was sie wollt.
Shawn: -wünscht sich einen Wall aus Kissen zwischen sich und Louis herbei und atmet erleichtert auf-
Zara: „Gut zu wissen, wer in dieser Beziehung die Hosen an hat.“
Mona: -mit emotionsloser Stimme- „Das zählt nicht, sie musste betteln.“
Louis: -seufzt- „Es gab mal eine Zeit, da nannte sich soetwas eine höfliche Bitte...“
Danach ging wir in unser Schlafzimmer.
Shawn: „Bin ich der Einzige der jetzt das Bild von einer Hochschwangeren beim--“
Mona und Zara: -verstört- „Ja!“
Am nächsten Morgen
Louis: -grinsend- „Das dunkle Erwachen...“
Zara: „Da bekommt der Begiff Morgengrauen eine ganz neue Bedeutung.“
Ich musste früh aufstehen. Noch einmal ging ich mit dem Blick durch den Raum, bevor ich nach unten ging.
Shawn (als Severus): -hat zwei Augäpfel an einer Leine befestigt und führt diese im Schlafzimmer seiner Freundin Gassi-
Als dann auch meine Freundin nach unten kam, ging ich schnell zu ihr und küsste sie. "Wir sehen uns später". sagte ich ihr ins Ohr. Sie nickte.
Zara: „Er flüstert nicht, nein, er spricht ihr ins Ohr.“
Mona: -feixend- „Vielleicht ist sie ja schwerhörig?“
<Was sie, gott sei dank nicht weiß, war das ich ein Doppelagent bin.> schoss es mir durch den Kopf.
Shawn: „Doppelagent 007 – Severus Snape sein Name! Er ist gerührt und nicht geschüttelt!“
Mona: „Ich glaube es handelt sich um eine Anspielung darauf, dass Severus ein Spion des Phönixordens ist.“
Shawn: „Spielverderber.“ -.-
Ein Jahr war vergangen
Zara: „Verspürt noch jemand ein leichtes Schwindelgefühl?“ – wünscht sich ein weiteres Pillendöschen herbei – „Das liegt bestimmt an den Zeitsprüngen.“
Mona: „Natürlich. An den Zeitsprüngen…“
Ich rannte zu mir nach Hause und fand das vor was ich nicht wollte,
Shawn: -feixend- „Ein Kind?“
Louis: „Man sollte nicht von sich auf andere schließen.“
Zara: -skeptisch- „Du hättest also gerne ein Kind?“
Louis: -lächelt- „Selbstverständlich. Ich mag Kinder sehr, allerdings schaffe ich es nicht, ein ganzes zu verspeisen. Ihr wisst, der Babyspeck…“
Rest: -starrt ihn mit einer Mischung aus Fassungslosig- und Ungläubigkeit an-
Louis: -seufzt- „Mein Versuch mich durch primitiven Humor eurem Sozialverhalten anzupassen ist hiermit gescheitert.“-wendet sich wieder der Leinwand zu-
alles war zerstört.
Mona: „Ich glaube, das möchte niemand vorfinden.“
Shawn: „Außerdem ist ja wirklich alles zerstört. Da wurden keine Schränke ausgeräumt oder Möbel zerstört, nein, scheinbar wurden sogar die Wände niedergerissen und das Fundament pulverisiert.“
Louis: -emotionslos- „Wie überaus tragisch.“
Ich drehte mich um und sah Lucius Malfoy. "Hallo Severus." Er packte mich am Arm und desapperitet. Wir waren im Hauptquartier vom Lord Voldemort.
Shawn: „Tjaja, das Hauptquartier vom guten, alten Lord Voldemort.“
Louis: *ihn ignorierend* „Seit wann wohnt Severus im Hauptquartier des dunklen Lords?“
Mona: -erneut mit irrem Glitzern in den Augen- „Vielleicht war die Toleranz seiner Freundin erschöpft und sie hat ihn rausgeschmissen.“
Zara: „Auf die Gefahr hin, eure Wahnvorstellungen zu zerstören – Ich glaube die beiden sind in der vorherigen Zeile dorthin disapperiert.“
Er sah mich an.
Mona: „Wer jetzt?“
Zara: „Na, der-in-dessen-Hauptquartier-Lucius-und-Severus-desapperitet-sind. Steht doch da.“
Sofort war ich, natürlich, auf den Knien, als meine Freundin rein gebracht wurde.
Shawn: -grinsend- „Spätestens jetzt sollte jedem klar sein, wer in dieser Beziehung die Hosen an hat.“
Mona: –widersteht dem Drang, ihm einen Stoß mit dem Ellebogen zu versetzen-
"Na na, wen haben wir denn da ein Mitgield des Phönix Orden was?" Die Stimme des Dunkeln Lord war fast schon ein Schlag für mich.
Zara: „Na na?”
Louis: „Der dunkle Lord hat die Ausdrucksweise eines Antagonisten aus billigsten Schundromanen adoptiert. Wie beschämend.“
Ich wollte zu ihr doch Lucius Malfoy hielt mich fest. Sie wurde mit dem Crucio fluch getroffen wurde. Ich wollte nicht das sie stribt aber ich hörte ihre Schreie, als der Fluch sie foltert.
Zara: -verspürt einen stechenden Schmerz in der Magengrube- „Der… Zweite… Satz…“
Shawn: -tätschelt ihr unbeholfen den Rücken- „Mich interessiert viel mehr, warum er nicht will, dass sie stript.“
Mona: „Er will nicht, dass sie stirbt. Aber das verstehe ich auch nicht…“
Louis: „Mal ganz davon abgesehen, dass ich noch nie etwas vom Cruciofluch gehört habe. Ich kannte bisher nur den Cruciatusfluch und dieser treibt seine Opfer lediglich in den Wahnsinn…“
Aber Lucius Malfoy ließ mich nicht zu ihr er hielt mich fest damit ich sah wie meine Liebe starb. Dann hörte ich wie in Trance. " Avada Kedavra." Ihr toter Körper fiel auf den Boden....
Louis: „Na also.“
Mona: -erfreut- „Endlich!“
Ich saß aufrecht in meinen Bett. Schon wieder hatte ich von Leandra geträumt, schon wieder musst ich mit ansehen wie sie starb, ich konnte nicht mehr.
Mona: „Awwww…“
Shawn: -sie ignorierend- „Wer zur Hölle ist denn jetzt Leandra?“
Zara: „Seine ehemalige Freundin, die hier zum ersten Mal namentlich erwähnt wird?“
Louis: „Das macht Sinn… Aber irgendwie auch nicht.“
Eine Träne lief über mein Geschicht.
Mona: „Geschicht?“
Shawn: -skeptisch- „Vielleicht hat er eine Schicht Make-Up im Gesicht?“
Louis: „Es zeugt nicht wirklich von unerträglichem inneren Schmerz, wenn ihm nur eine Träne über’s Gesicht … läuft?“
Zara: „Also meine Tränen fließen.“ –reibt sich die tatsächlich tränenden Augen- „Wir sollten eine Pause einlegen.“
Tatsächlich erscheint kein weiterer Text auf dem Pergament. Die Gefangenen beschließen, ein paar herbeigewünschte Snacks zu sich zu nehmen, solange der Appetit ihnen noch nicht vollkommen vergangen ist …