Nightwish...nicht mehr allein
Ich war allein.
So war es schon seit ich denken konnte.
Obwohl behütet und geliebt aufgewachsen und erzogen….war ich jemand der man nicht gerne über den Weg lief.
Ich konnte nicht sagen warum das so war oder was an mir die anderen so abschreckte…
Aber ich war mir sicher dass da irgendwas sein musste.
Mein Vater hieß Sharan.
Er war ein starker großer Wolf in den Farben des Nachthimmels und mit den Augen des klaren Wassers unserer Wälder.
Meine Mutter, Tunica, hell wie der Horizont am Tage und dem Haar der warmen strahelenden Sonne war eine liebende gutherzige Wölfin die mich stets vor allem Unheil bewahrte.
Jedoch war es kein vollkommendes Glück.
Meine Eltern lebten nicht mehr Seite an Seite.
So blieb mir zum größten Teil nur meine Mutter, da mein Vater nur selten zu Besuch war.
Freunde waren Mangelwahre….und ich verbrachte viel Zeit mit mir allein.
Bis…ich Nightwish traf.
Es geschah am See im Wald.
Ich lief am Ufer auf und ab und beobachtete die silbern schillernden Fische die in heller Aufregung auf und ab schwammen.
Dabei sah mir mein Spiegelbild entgegen… das Gesicht einer jungen Bläulichen Wölfin mit Augen die die Farbe der Mittagssonne trugen.
Sah ich so scheußlich aus das keiner mit mir was zu tun haben wollte? … nein…daran konnte es nicht liegen.
Ich schüttelte den Kopf.
Es lohnte sich nicht sich darüber den Kopf zu zerbrechen.
Ich trabte weiter…bis ich einen Schrei hörte.
Eine schwarze Wölfin schwamm auf der anderen Seite träge im Wasser und sah dabei nicht gerade Glücklich aus.
Eine rosane Wölfin und eine Schwarz Rote standen am Ufer und lachten sich einen ab während die schwarze sich aus den Fluss hievte.
„Ihr seid so blöd!“ Fluchte sie und schüttelte sich.
Erst jetzt konnte ich erkennen dass sie sie die anderen beiden Wölfe um einen guten halben Kopf überragte…. (Großes Tier)
Die rosane dagegen war sehr klein…reichte der rot-Schwarzen gerade bis zu den Schultern.
„Selbst Schuld Schwester“ lachte die rot-schwarze. „Solltest mich beim nächsten mal nicht herausfordern“
Die schwarze schien zunehmend unzufrieden.
„Ihr könnt mich alle mal“ knurrte sie und trottete davon.
„Nightwish….komm.. das war doch nur Spaß!“ schrie ihr die kleine hinterher.
„Lass sie….das ist besser“ erwiderte die größere und wandte sich ebenfalls zum gehen…. Jedoch in eine andere Richtung.
Die Kleine seufzte und folgte ihr kurz darauf.
Die schwarze ging nicht weit.
Als sie bemerkte das die anderen beiden verschwanden blieb sie am Ufer sitzen und betrachtete, wie ich vorher, ihr Spiegelbild.
Nun war es um mich geschehen…alle natürliche Vorsicht vor Fremden vergessend stieg ich in das Wasser und lief bis meine Beine keinen Grund mehr spüren konnten.
In dem Moment als ich das paddeln Anfing bemerkte mich die dunkle Wölfin und entfernte sich ein paar Schritte vom Ufer.
„Wer bist du?“ Schrie sie mir entgegen.
Doch ich antwortete nicht….es war mir peinlich zu sprechen während mir dabei das Wasser ins Maul schwappte.
Es schien mir unendlich lang…doch bald war ich bei ihr und stieg aus dem Wasser.
„Hallo…ich hab euch beobachtet. Haben die beiden dir was getan?“
Erst sah sie mich verwirrt an, schüttelte dann aber den Kopf.
„Nein…haben sie nicht. Es war ein Spiel“
Ihre Stimme klang wie ein sanfter Nachtwind.
„Oh.na dann. Verzeih die Störung“
Ich wollte mich abwenden…doch sie hielt mich zurück.
„Warte.wie heißt du?“
„Nowaki…und du?“
Sie lächelte….allem Anschein freute sie sich über unser treffen.
„Nightwish^^“
„Nightwish?“
„Das ist ein hübscher Name“
Sie lächelte und rückte ein wenig näher an mich herran.
Ihre blauen Augen leuchteten wie die tiefen eines Sees in ihren Lila umrandeten Höhlen.
„Ich habe dich hier schon mal gesehen. Du bist auch vom Schattenrudel“
Sagte sie und beäugte mich ein wenig genauer.
„Ja. Ich lebe mit meiner Mutter und meinem Stiefvater nahe den Klippen“
Ich konnte es nicht glauben....
Ich sah diese Wölfin zum ersten Mal und erzählte ihr sofort wer ich war und wo ich lebte.
Ich hatte mich bis jetzt immer total auf mein Gefühl verlassen können, und dass war das erste mal, das ich kein Misstauen einer Fremden gegenüber entfand.
Sie erzählte mir das ihre Familie (Bestehend aus zwei Brüdern, ihrer Großmutter, Mutter und ihrer Schwester) etwas abseits des eigentlichen Reviers des Schattenrudels lebte.
In diesem Moment klärte sie mich auch über den Zwischenfall von eben auf, in dem es um einen kleinen Wettkampf mit ihrer Schwester ging, die sie daraufhin kurzerhand in den See beförderte.
Fire Sun, hieß sie.
Sie war mir in diesem Moment total unsympatisch.
Nightwish war nett, aufgeschlossen und schien immer fröhlich.
Zeiten des Zorns hielten bei ihr kaum mehr als ein paar Minuten und sie schien nie Nachtragend zu sein.
Seit diesem Tag am See, trafen wir uns fast jeden Tag.
Ihr äußeres Erscheinungsbild wirkte auf die meisten im ersten Moment einschüchternd und hielt meine Feinde großteils von mir fern während wiederum andere begannen mich freundlich zu behandeln da Night ein gutes Ansehen bei ihnen genoss und niemand es wagen wollte sie zu verärgern.
Sie war der Anfang, der wirkliche Anfang meines Labens. Die Zeit davor schien ins vergessen zu geraten. Es war als würde ich jetzt erst beginnen die Welt um mich herum wahr zu nehmen und ich bin ihr bis heute dankbar dass es sie gibt.
Nightwish... dieses erste Kapitel ist dir gewidmet^^
Mal schauen was meine Leser sagen. wenn wollt ihr als nächstes Näher kennen lernen?