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Welcome in a nightmare!

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Dover Castle - The End starts

Welcome in a nightmare!
 

Zeit: heutige Zeit

Ort: England; Dover Castle

Idee: Bei Dover Castle Besichtigung

Autor: Heidrun Wittich
 

So hier kommt ein kurzer Panik FF. Er ist frei erfunden und ich habe mir lediglich die Charas „ausgeliehen“. Er ist, so finde ich, auch nicht allzu anspruchsvoll. ^^“ So und nun viel Spaß mit meinen FF.

Achja es kommt ein Vampyr vor, darunter verstehe ich: Vampyre saugen ihre Opfer aus und knabbern sie nicht an wie Vampire. Nur mal so nebenbei, damit alle das gleiche Bild haben. ^^
 

1. Kapitel: Dover Castle - The End starts
 

“Wir sind endlich da!”, schrie eine männliche Stimme durch die Fähre.

Murmelnd wachte ein dunkelblonder Junge auf. Er befand sich auf einer Rundsitzecke und streckte sich nun ausgiebig.

„Sei nicht immer so laut, Linke.“, murrte er.

„Sorry, Jan, aber im Gegensatz zu dir, hab ich die Überfahrt nicht verpennt. Beweg deinen Arsch, die Fähre legt gleich an.“, erklärte der Schwarzhaarige beleidigt.

Langsam richtete er sich auf und rieb sich die Augen. Jan war nicht der Einzige, der von Linke unsanft aus dem Schlaf gerissen worden war. In seiner unmittelbaren Nähe bewegten sich nun auch noch vier weitere, schlaftrunkene, Personen. Auch sie schienen nicht allzu begeistert von Linkes Weckruf gewesen zu sein.

Jan hatte sich nun gänzlich aufgerappelt und sah aus dem Fenster der Fähre. Vor ihm baute sich der Hafen von Dover auf und die anderen Menschen an Bord machten sich auf den Weg zu den Ausgängen, um zu ihren Fahrzeugen zurück zu kehren.

Wenige Minuten später, befanden sich die sechs wieder im Bus, der nun langsam von Bord rollte. Bis auf Linke wirkten alle ziemlich verschlafen und starrten nur in der Gegend herum. Ab und an gähnte auch einer von ihnen.

Linke jedoch stand leicht hyperaktiv vorne beim Busfahrer und sah durch die große Scheibe, wie sich Dover vor ihm aufbaute. Nur noch wenige Minuten, dann hatten sie ihren ersten Haltepunkt erreicht: Dover Castle.

„Sag mal, Linke, hast du eigentlich mal geschlafen auf der Fähre?“, fragte David, der auf einmal neben ihm stand und ihn beobachtend musterte.

„Nein, ich war viel zu aufgekratzt um zu schlafen.“, log dieser.

„Du hast wohl eher deinen Müdigkeitspunkt überschritten, sodass du die Müdigkeit nicht mehr mitbekommst. Ich sage dir, das ist nicht gut.“, sagte der Gitarrist besorgt.

„Hey keine Bange Davi, ich schlaf nach der Besichtigung, versprochen.“

Der Bassist hob lächelnd die Hand und machte das Peace-Zeichen.

„Gut, wie du meinst.“

Der Schwarzhaarige zuckte mit den Schultern und ging zurück zu den anderen Vieren.
 

Nach wenigen Minuten hielt der Bus vor einer alten Burg, die mit ihren Mauern, Türmen und Umgebung, eine unglaubliche Ausstrahlung besaß. Langsam stieg der Bassist aus.

Seine Augen huschten erst schnell und dann noch mal langsamer über die alten Mauern.

„Wunderschön.“, wisperte er leise und bemerkte nicht wie Jan neben ihn trat.

„Na da scheint einer ja voll verliebt zu sein. Kein Wunder, dass du keine Freundin hast, wenn du nur alte Gemäuer als schön bezeichnest.“

Er klopfte seinem Kumpel sanft auf die Schulter.

„Möchtest du es heiraten?“

Die Anderen hinter den Zweien lachten laut.

„Haha, sehr witzig.“, sagte Linke und verdrehte säuerlich die Augen.

„Ach komm schon…“

Doch Jans Versuch der Beschwichtigung scheiterte kläglich, denn Linke ging ohne einen weiteren Blick durch den Eingangsbereich und verschwand hinter diesem.

„Oha, da ist jetzt aber einer sauer.“, meinte Juri und kratzte sich am Kopf.

„Ach der ist nur übermüdet Jungs. Der kommt bald wieder zur Vernunft.“, erklärte der Gitarrist und folgte seinem Bassisten.

Die Anderen zuckten nur kurz mit den Schultern bevor sie den Zweien folgten.
 

Linke fühlte sich wie in einem Traum. Diese Burg war so bezaubernd. Sie inspirierte ihn so sehr und irgendwie machte sie ihn auch schwermütig.

„Hey ho, Linke, gefällt die Wand echt so gut oder träumst du?“, fragte Timo und stupste ihn an.

„Ich träume nicht, ich bewundere die Architektur.“, sagte der Angesprochene beleidigt und schritt nun wieder weiter.

„Cool und zickig wie eh und je.“, lachte Timo und beschloss dann mit David weiter zu gehen.

Doch Linke war gar nicht so cool im Inneren. Er fühlte sich schlapp, müde, ausgelaugt. Die Anderen hatten keine Ahnung von seiner derzeitigen Schlafstörung. Sie dachten er würde nur gern früh aufstehen. Aber so war es nicht, die letzten zwei Nächte hatte er wach gelegen.

Der Bassist hatte alle Tricks ausprobiert, von warmer Milch bis zum Schafe zählen. Nachdem das zweitausendste Schaf über den imaginären Zaun gesprungen und er nach fünf Gläsern warmer Milch zum X-ten Mal zur Toilette gelaufen war, hatte er die Tricks als gescheitert betrachtet.

Den Anderen hatte er davon nichts erzählt, sie sollten sich keine Sorgen machen. Er hatte mit seiner Schwester gesprochen, diese hatte gemeint, dass sich der Körper irgendwann den Schlaf schon holen würde.

Linke war froher Hoffnung gewesen, doch nun nach zwei schlaflosen Nächten, war diese am Ende. Genauso auch wie seine körperliche und geistige Verfassung. Dennoch konnte er seine Fassade gegenüber den Anderen aufrecht erhalten.

Jedoch fühlte er sich jetzt so richtig mies. Ihm war schwindelig und die Augen brannten wie Feuer. Er konnte kaum einen klaren Gedanken fassen, im Prinzip träumte er also doch.

Vorhin auf der Fähre war es anders, dort war er wach gewesen, durch die Luft. Doch das war immer nur für kurze Zeit, denn nach kurzer Zeit war er wieder völlig am Ende.

„Linke hier lang!“, rief eine Stimme hinter ihm.

Er verkniff sich ein Gähnen und drehte sich zu Jan um.

„Sorry.“, meinte er nur.

„Geht es dir gut? Du siehst blasser aus als vorhin.“

„Ja mir geht’s…“

Doch weiter kam Linke nicht, denn plötzlich wurde ihm schwarz vor Augen.
 

„Linke, Linke! Verdammt, wach doch auf!“

Der Schwarzhaarige hörte die Stimme und versuchte Kontrolle über seinen Körper zu bekommen. Es dauerte einige Minuten, dann begann er zu blinzeln. Zuerst sah er alles verschwommen, doch dann wurde alles klarer und Konturen erkennbar.

„Jan? Was ist passiert?“, fragte der Bassist verwirrt und richtete sich langsam mit Hilfe der Anderen, die, wie er feststellte, um ihn standen, auf.

„Das wissen wir auch nicht so genau, du bist einfach umgefallen eben. Gott sei dank hast du keine starken Verletzungen, wie es aussieht.“

„Wir sollten zum Bus zurück gehen.“, schlug David vor.

Die Anderen halfen Linke auf und gingen zum Bus zurück. Doch dieser stand nicht dort, wo sie ihn zurück gelassen hatten.

„Das darf doch nicht wahr sein! Wieso ist der Typ mit diesem Kackbus nicht da, wo wir es vereinbart haben. Er sollte doch hier warten.“, wetterte Timo los.

Linke sah, wie David dem Sänger beruhigend eine Hand auf die Schulter legte und auf ihn einredete.

Franky und Juri sahen sich in der Gegend um, in der stillen Hoffnung, dass sie dort den gewünschten Bus finden würden.

Linke hatte sich auf die kleine Steinmauer gesetzt, die zum Eingang der Burg führte.

Die Sonne schien warm von oben und er betrachtete seinen langgezogenen Schatten. Jan stand in seiner Nähe vor ihm und die Anderen suchten den Bus.

Plötzlich gesellte sich ein zweiter Schatten zu Linkes.

Der Bassist sah auf und erblickte einen gut gekleideten Mann mit mittellangen, gut frisierten Haaren und einer Brille.

Linke zuckte zusammen.

„Oh entschuldige. Hab ich dich erschreckt? Das wollte ich nicht.“, sagte der Mann, den Linke auf Mitte dreißig schätzte.

„Ach nicht so schlimm.“, erwiderte Linke.

Der Ältere blickte verwirrt zu den anderen Jungs herüber.

„Wir suchen unseren Bus, aber der scheint weg zu sein.“, klärte er ihn auf.

Der Ältere nickte langsam.

„Und nun kommt ihr nicht weg.“, schlussfolgerte er.

„Stimmt genau.“, sagte Jan, der den Anderen nun auch bemerkt hatte, „Wer sind Sie?“

„Entschuldigung, wo bleiben meine Manieren. Ich bin Lyserk Harrington, der Direktor vom Dover Castle Museum.“, stellte sich der Ältere vor.

„Tag, Herr Harrington.“

Jan hielt dem Anderen die Hand hin, doch in seinem Blick lag ein gewisses Misstrauen, welches Linke schon oft bei Jan gesehen hatte.

„Wenn ihr wollt, könnt ihr im Dover Castle übernachten, sollte euer Bus nicht mehr kommen. Wir haben einige gut restaurierte Räume, die sind zwar nicht dafür gedacht, aber besser, als hier auf der Straße zu sitzen.“, schlug Lyserk vor.

„Hm, mal sehen. Es ist erst 16 Uhr vielleicht kommt noch ein Stadtbus vorbei.“, sagte Jan

„Nein, wohl eher nicht, der Letzte fährt immer gegen 15.50 Uhr und das ist bereits vorbei.“

„Schitte.“, brummelte Jan.

Die Anderen waren nun hinzugekommen und hatten die Suche aufgegeben.

„Ist doch eine gute Idee, lasst uns hier übernachten.“, sagte Timo, welcher noch leicht gefrustet war.

„Na dann folgt mir.“, sagte Lyserk und stieg zur Burg wieder hinauf.
 

„Uff, ein Bett.“

Timo ließ sich auf dieses fallen. Linke belächelte es.

„Runter da Timo, dass ist das Bett von Henry II. und dort soll Linke liegen. Er muss sich ausruhen.“, meckerte David ihn an und zog den Sänger vom Bett.

„Manno~ soll ich etwa im Stuhl schlafen?“

„Wäre eine Möglichkeit.“, lächelte David und verfrachtete mit Jan zusammen Linke ins Bett.

Das Bett fühlte sich komisch an und es roch modrig, es war halt nicht sein eigenes. Linke war sich nicht sicher, ob er in diesem überhaupt zur Ruhe kommen würde.

„Echt nett von diesem Harrington uns hier zu übernachten lassen.“, zwitscherte Franky und ließ sich in eine Ecke nieder.

Juri lehnte an der Eichentür, die mächtig und massiv wirkte.

Jan und David saßen auf dem Bett mit drauf und blickten besorgt zum Bassisten.

„Ja, ich schlaf ja schon.“, sagte dieser und drehte sich zur Seite.

Er schloss die Augen und versank ins dunkle Nichts.
 

Ein lautes Krachen ließ Linke hochfahren. Etwas Nasses tropfte dann auf seinen Kopf.

Er sah zur Decke und entdeckte, dass es ein Loch in dort gab.

„Alles okay?“, fragte Jan.

„Ja.“, erwiderte Linke.

Bei einem erneuten Krachen zuckte er zusammen.

„Was war das?“

„Wir befinden uns mitten in einem Gewitter.“, sagte Timo, welcher sich mit David von einem Stuhl erhob.

Sein Gesicht sah genervt aus und auch er sah finster zur Decke hinauf, die weiterhin fröhlich vor sich hinzutropfen schien und dies an mehreren Stellen im Raum.

„Was schönes hat Lyserk uns hier angedreht.“, bemängelte David.

„Stimmt. Wir können hier nicht bleiben, wir holen uns ja den Tod, in dem wir entweder erfrieren oder absaufen.“

„Dann suchen wir einen neuen Raum, der besser ist, Timo. Aber einer bleibt bei Linke. Denn der darf nicht aufstehen, das verbiete ich, er muss sich ausruhen.“, bestimmte David.

„Dann bleibe ich bei ihm.“ bot sich Jan an.

Die Anderen nickten und gingen aus dem Raum.

Linke sah ihnen nach. Er fühlte sich immer noch komisch. Schlapp, müde… und auf einmal bemerkte er einen ekelhaften Geruch, doch er konnte nicht lokalisieren woher dieser kam.

Der Bassist blickte sich hektisch im Raum um.

„Was hast du?“ fragte Jan, der ihn beobachtet hatte.

„Riechst du das nicht?“

„Was soll ich riechen?“

„Na diesen Gestank, im ganzen Raum. Der ist widerlich.“

Linke hielt sich die Nase zu und verzog angewidert das Gesicht.

Jan schnüffelte geräuschvoll umher.

„Bist du sicher, dass es dir gut geht? Ich riech nämlich nichts.“, gestand der Dunkelblonde.

„Mir geht’s gut. Ich bilde mir doch diesen Geruch nicht ein.“

„Okay, okay. Ich guck mal unters Bett und so.“, meinte Jan und ließ sich vom Bett hinab.

Der Schwarzhaarige sah dem Anderen nach und sah sich dann erneut im Raum um. Sein Blick blieb bei einem älteren Gemälde hängen, auf dem ein Blonder älterer Mann zu sehen war in einer staatlichen Robe. Henry II. vermutete der Bassist.

Mit einem Mal passierte jedoch etwas Mysteriöses. Die vorher normal wirkenden gemalten Augen leuchteten rot auf.

Verschreckt ließ sich Linke ins Bett fallen.

„Also ich hab nichts gefunden, ich weiß nicht was hier stinken soll.“, sagte Jan, als er sich auf Linkes Bett wieder setzte.

Dieser zog erneut Luft ein.

„Jetzt stinkt es auch nicht mehr.“, stellte er verwundert fest.

„Hm, dann haste es dir doch nur eingebildet.“

„Wahrscheinlich.“, sagte Linke leicht geistesabwesend, „Ich… ich bin müde.“

Er schloss die Augen begann zu schlafen. Sein vorherigen Schlaf war kurz gewesen, aufgrund des Gewitters, und traumlos. Jetzt störte ihn das Gewitter nicht mehr und sein Schlaf war durch einen Traum bereichert worden.
 

Linke sah vor sich Lyserk, der ihn sanft anlächelte. Sie waren in einem Raum.

Alleine.

Lyserks Lächeln wurde breiter und zwei lange Eckzähne waren zu erkennen.

Der Bassist hatte Angst, doch er konnte sich nicht bewegen im Traum. Lyserk kam immer näher und biss dann in Linkes Hals. Ein grauenvoller Schmerz durchzuckte seinen ganzen Körper. Zu erst dachte er, Lyserk wäre ein Vampir und würde nur etwas von ihm nehmen, so wie es in vielen Büchern beschrieben war. Doch der Blonde hörte nicht auf zu saugen. Auch über so was hatte Linke etwas gelesen. Man bezeichnete solche Wesen als Vampyre.

Er öffnete den Mund und schrie, doch seine Schreie klangen wie aus weiter Ferne.
 

Schweißgebadet wachte Linke im Bett von Henry II. auf. Er war durch seine eigenen Schreie wach geworden. Jan, welcher sich auf einem Stuhl neben das Bett gesetzt hatte, hatte den Kopf auf die Bettdecke gelegt und schlief seelenruhig.

Der Bassist wischte sich den Schweiß von der Stirn. Es war ein Traum, ein Albtraum.

Er rieb sich die Augen und blickte zu Jan hinab.

Dann sah der Schwarzhaarige zum Fenster, es war Nacht geworden und die Anderen waren immer noch nicht zurück.

Wieder schweifte sein Blick zu Jan. Wie friedlich er da lag und schlief.

Wie weiß seine Haut war.

Linke lauschte Jans entspanntem Atem. Mit den Fingern strich er über die Wange des Anderem und glitt zu dessen Hals hinab, wo er den Puls spürte.

Er spürte wie das Blut, durch die Halsschlagader, durch Jans Körper gepumpt wurde. Das reine, unberührte Blut.

Plötzlich bekam Linke den Drang Jan zu beißen, von dessen Blut zu probieren. Er erschrak vor sich selbst und schüttelte energisch den Kopf. Es wurde für kurze Zeit besser, doch kaum sah er erneut zu Jan, begannen die gleichen Gedankengänge, die gleichen Bewegungen abzulaufen.

Wieder schüttelte sich Linke und sprang dann aus dem Bett. Er durfte Jan nicht weh tun. Er musste raus. Weg von hier. An die frische Luft, um wieder einen klaren Gedanken fassen zu können, beschloss er und verschwand durch die Tür.



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