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Alles aus Liebe

von

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Ruhig angehen

Hey,
 

hier nun das erste Kap.

Vielleicht erratet ihr ja, wer sich hinter den beiden verbirgt^^
 

eure Kaia-chan1

______________
 

Kapitel 1 – Ruhig angehen
 

„Du sollst deinen nächsten Lieben und deinen Feind hassen. Doch in der Bibel steht geschrieben du sollst auch deine Feinde lieben.“

Den Spruch hatte er schon oft gelesen und gehört. Nie hätte er sich träumen lassen, dass dieser Spruch, auf sein Leben bezogen, wahr werden würde.

Ein Rascheln weckte seine Interesse und zog es auf die Person, die neben ihm, in die Decke eingekuschelt, lag. Ausgeblichenes blondes Haar lugte unter der Decke hervor.

Ganz vorsichtig ließ er seine Hand unter die Bettdecke wandern und streichelte über den Rücken seines Geliebten. Ein tiefes Brummen erklang unter der Decke und sein Gegenüber dreht sich, mit dem Gesicht zu ihm, um.

Lächelnd beobachtete er dieses: kleine Falten zierten es, die Augen friedlich geschlossen und die Haare am Ansatz dunkelbraun. Gedankenverloren strich er mit seiner freien Hand über die Wange, mit der anderen stützte er sich auf seinen angewinkelten Arm ab. Langsam wurde sein Gegenüber wach und müde Augen blickten ihn an.

„Morgen.“ sagte dieser lächelnd und zog den Größeren zu sich. Ein forderndes und leidenschaftliches Zungenspiel entbrannte. Doch die Hände des Jüngeren unterbanden den Versuch, dass er weitergehen konnte.

„Nicht jetzt. Ich muss gleich weg.“ Enttäuscht ließ sein Gegenüber von ihm.

„Immer wenn´s gerade heiß wird, musst du weg. Zu deiner ach so tollen Band.“ Das letzte Wort spuckte er aus wie eine Krankheit.

„Du kannst dich auch nicht gerade rühmen. Immerhin bist du derjenige, der nie abnimmt oder nie aufzufinden ist.“ Empört drehte sich der Kleinere weg. Warme Hände suchten sich den Weg unter sein Kinn und hoben es hoch, so dass er in die graugrünen Augen schauen konnte.

„War doch nicht böse gemeint. Ich beeile mich mit wieder kommen, ok?“ Er küsst seinen Freund ehe er sich erhob und im Bad verschwand.

Sie waren schon ein merkwürdiges Paar. Außenstehende würde nie glauben, dass diese beiden Personen je eine Liebesbeziehung führen. Im Bad hörte er das Wasser rauschen. Grinsend schloss er die Augen und stellte sich den Anblick vor, welcher sich jetzt in der Dusche böte.

Das warme Wasser, welches über seinen perfekten Körper lief, seine Augen genießerisch geschlossen und seine Hände, Seife über den Körper verteilend.

Ja, er liebte diesen Mann, er verehrte ihn und am Schlimmsten, er war ihn hemmungslos verfallen. Dieser kam gerade aus dem Bad, mit einem Handtuch um die Hüfte und betrachtete seinen Freund lächelnd, welcher mit geschlossenen Augen dort auf dem Bett lag und vor sich hin grinste.

Vorsichtig beuge er sich über ihn und hauchte einen Kuss auf die leicht geöffneten Lippen.

„Mhh....mehr.“ verlangte der unter ihm liegende. Mit einer gekonnten Beinbewegung saß er auf seinen Freund und spürte dessen harte Errektion an seinem Po.

Grinsend über diese Tatsache knabberte er an seinen Hals. Biss hier und da mal leicht hinein und leckte danach versöhnend wieder drüber. Wohliges Stöhnen drang aus der Kehle des Kleineren. Gerade wollte der Größere den freien Oberkörper verwöhnen, als ein Klingeln die Ruhe zerriss.

„Hallo.“ sagte dieser fröhlich trällernd hinein.

„Wo bist du, verdammt nochmal? Wir warten auf dich.“ erklang eine genervte und wütende Stimme am anderen Ende.

„Sorry, hab mich irgendwie in der Zeit geirrt. Komme so schnell wie möglich.“ versuchte er sich zu entschuldigen, was nur einen Seufzer am anderen Ende brachte.

„Mach dich fertig, ich hole dich ab.“ Dankend legt er auf und erhob sich.

„Wer war denn dran? Wo willst du hin?“ fragte der Ältere enttäuscht.

„Ich muss zum Proben und werde gleich abgeholt.“ rief er aus den begebaren Kleiderschrank.

Viele Klamotten besaß er zwar nicht, aber trotzdem bestand er auf eben diese. Es wunderte ihn immer noch, dass der Jüngere einen solchen „Schrank“ besaß. Ihm wurden seine Klamotten unsanft ins Gesicht geworfen und betrachtete fragend seinen vollkommen angezogenen Freund.

„Du solltest dich auch bald anziehen, wenn du die Probe noch schaffen willst.“ sagte dieser lachend. Stimmt, er hatte ja heute auch noch Probe. Mist, wie konnte er das nur vergessen? In Windeseile war auch er vollkommen angekleidet und zupfte sich gerade seine Haare zurecht. Als hätte er es geahnt trällerte sein Handy los. War ja klar, dass die ihn auch noch anrufen würden.

„Hm.“ Eine Begrüßung war nicht nötig, da die andere Person eh schon auf 180 war. Also warum dann noch freundlich sein?

„Beweg deinen verfuckten Arsch in den nächsten 10 Minuten hier her oder du überlebst den Tag nicht mehr.“ Aufgelegt. Dass konnte ja noch heiter werden.

„Vermissen sie dich schon?“ fragte sein Freund lachend.

„Mehr als das. Mache mich dann mal los, sonst überleb ich den Tag wohl nicht mehr.“ Murrend zog er seine Schuhe an. Wieso eigentlich immer er? Sein Freund stellte sich neben ihn und tat es ihm gleich.

„Das war´s wohl dann mit gemeinsamen Frühstück.“ murrte der Kleinere.

„Vielleicht haben sie ja Mitleid und lassen dich dann noch was essen.“

Bevor er aus der Tür ging, wurde er zurück und in einen leidenschaftlichen Kuss gezogen.

„Ruf mich an, wenn ihr fertig seid, dann machen wir da weiter wo wir vorhin aufgehört habe.“ hauchte er ihm ins Ohr.

„Wenn ich vorher nicht schon selbst Hand anlege.“ grinste er, küsste ihn kurz, ehe er das Haus verließ. Gerade noch rechtzeitig bog er um die Ecke, denn schon im nächsten Augenblick fuhr ein Auto in die Einfahrt. Keiner sollte etwas von ihrer Beziehung wissen, noch nicht.
 

Grinsend begrüßte er den Älteren, der gerade aus seinem Auto stieß.

„Na, Großer. Das erste Mal, dass du die Zeit verschläfst.“ sagte er lächelnd.

„Tja, Wunder gibt es immer noch, Felse. Weißte doch.“ Breit grinsend ging er auf den Kleineren zu und umarmte ihn zur Begrüßung.

„Komm, wir sind eh schon spät dran. Unser Quotenchilene ist eh alles andere als handzahm.“
 

Als er ihren Proberaum ereichte hörte er schon laute Musik, die größtenteils von der Tür zurückgehalten wurde.

„Na, auch schon da?“ sagte der Sänger, als er ihn bemerkte.

„Sorry Leute, hab die Zeit vergessen.“ sagte er verlegen lächelnd und ging zu seinem Bass.

„Da wir nun endlich komplett sind, können wir auch anfangen.“ sagte der Gitarrist mürrisch und brachte sich in Position.

„1,2 – 1,2,3,4.“ zählte der Kleinste im Bunde, hinterm Schlagzeug, ein.

Schnell war alles vergesen, denn sie waren Freunde und Freunde erzählten sich alles, oder...?

Wir bleiben stumm

Hey,
 

vielen Dank für die ersten Kommis.

Freu mich, dass euch meine FF gefällt.

Hier is nun das zweite Kap, wann ich das nächste mal eines hochlade, weiß ich noch net, mal schauen wie es mit der zeit klappt.

Danke, AlyciaJayne89, ich werde mich anstrengen bei den Prüfungen.

So genug gelabert, viel spaß beim lesen.
 

eure Kaia-chan1

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Kapitel 2 – Wir bleiben stumm
 

Die Musik verstummte und freundschaftlich klatschte man sich auf die Schulter.

„Super gemacht, Leute. Wenn wir diesen Sound auf der Bühne bringen, drehen die Leute völlig durch.“ Total verschwitzt und ausgelaugt setzte sich der Sänger auf einen der Stühle und nahm einen tiefen Schluck aus der Wasserflasche.

„Was´n los, Campi? Wirste doch alt?“ scherzte Kuddel.

„Alt noch nicht, nur weise.“ erwiderte er grinsend.

„Hey guys, did I get a waterbottle, too?“ grinsend setzt sich auch VOM in den Kreis und fing die verlangte Flasche auf, die ihn Andi zuwarf.

„Und nun erzähl mal Andi, was dich denn heute früh daran gehindert hat, dass du unsere Probe vergessen hast.“ fragte Breiti, der erwartungsvoll zu ihrem Bassisten schaute.

„Mein Wecker hat zwar seinen Dienst erfüllt, doch mein warmes Bett wollte ich nicht verlassen und dann hat die böse Uhr nicht mal auf mich gewartet. Das Bett war so verführerisch und mein Augen so schwer, da konnte ich nicht widerstehen.“ erklärte dieser.

„Einmal noch und du bezahlst die Getränke bei unserer nächsten Feier und die wird nicht klein ausfallen.“ ermahnte Campino und hob den Zeigefinger.

„Wird nicht nochmal vorkommen, Mama. Aber jetzt erstmal frühstücken.“
 

In einem anderen Proberaum trafen nun endlich auch die beiden letzten ein. Der Jüngste im Bunde hat sich das lange Warten mit komponieren von neuen Liedern beschäftigt.

„Du bist zu spät und das weißt du genau. Dein Wecker machte heute früh blau. Dein Bett hat dich gefangen genommen und so konnteste net kommen.“ sang der Blonde als er den Raum betrat und die Musik vernahm.

„Ach auch schon da?“ fragte der Bassist grinsend, zog ihn aber dann in eine freundschaftliche Umarmung.

„Wenn ihr beide schon zu spät gekommen seid, bin ich ja jetzt dran.“ grinste Jan zurück.

„Na los, Dornröschen. Wir haben schon genug Zeit vergeudet. Ab an deine Gitarre, damit wir anfangen können.“ sagte Dirk und trat hinter sein Schlagzeug. Auch Rod machte sich bereit. Erwartungsvoll wurde er angeschaut.

„Ja, ja, Jungs. Ick mach schon hinne. Alta Mann is keen Deezug.“ grinsend begab auch er sich endlich zu seiner geliebten Black Hawk.
 

Allmählich leerte sich der Raum, bis auf Campino und ihn. Der Sänger wollte noch etwas mit ihm ausprobieren, ein neues Lied, eine neue Idee, keine Ahnung.

Gedankenverloren spielte er auf seinen Bass und bemerkte, dass sich in seinem Spiel das Lied von Jan einschlich. 'Atem', es war das erste, was ihm auf Anhieb gefiel. Schön ruhig und mit viel Liebe. Er liebte die Lieder seines Gitarristen. Der größere bemerkte nicht, dass er von Campino gemustert wurde. Er hatte in letzter Zeit oft bemerkt, dass Andi öfters Lieder von Farin spielte. Klägliche Versuche scheiterten es einfach zu überhören, doch dann lauschte er den Klängen des Bass. Vielleicht war er der Einzigste, der es bemerkt hat. Die anderen machen sich darüber keine Gedanken, wer was spielt. Der Blonde beobachtete seinen Gegenüber:

Dieser hatte ein entspanntes Gesicht, seine Augen waren geschlossen. Sich voll auf die Musik konzentrierend saß er da.

„Das ist eines der besten Lieder von ihm.“ sagte er, als der Bass verstummte. Eigentlich machte er sich nix aus der Konkurrenz, doch Farin und Bela waren eine Ausnahme. Besonders Farin faszinierte ihn mit seinen Texten, immer etwas neues und es wird nie langweilig.

„Du hast es mitbekommen?“ wurde er verwirrt gefragt.

„Irgendwer muss doch auf dich aufpassen, dass du keine Dummheiten machst.“ Grinsen ging er auf den Bassisten zu und setzte sich neben ihn.

„Wie lange geht das schon?“ fragte er und blickte in die grünen Augen seines Gegenübers.

„Was meinst du?“ Er konnte und wollte es nicht zugeben. Irgendwann,aber nicht jetzt.

„Du weißt genau was ich meine. Also seid wann?“ bohrte der Sänger weiter.

„Ich wüsste nicht, was dich mein Privatleben angeht.“ Andi stand auf, wollte weg. Weg von hier, weg von Campino, einfach weg von allem. Doch eine Hand hielt ihn auf.

„Seid Wochen kommst du zu unseren Proben zu spät und so ganz nebenbei hörst und spielst du Lieder von Farin. Denkst du wir sind blöd? Denkst du, wir können eins und eins nicht zusammenziehen? Glaubst du´s?“ Der Größere senkte seinen Kopf, doch kein Wort kam über seine Lippen. War ja klar, dass Campino es raus kriegen musste, immerhin sind sie beste Freunde, doch die anderen hatten noch nix gemerkt, sonst hätten sie ihn schon längst drauf angesprochen. Doch auch das würde sich bald ändern.

„Also Ja. Ich dachte wir sind deine Freunde, doch da habe ich mich wohl getäuscht.“ schrie der Kleinere ihn entgegen.

„Ihr seid meine Freunde, aber...“ seine Stimmte versagte. Seid wann ließ er sich so von den Sänger unterbuttern?

„Aber was? Na los, spuck´s schon aus, Meurer!“ Ganz nah trat Campino an Andi heran. Doch er schwieg.

„Wenn du endlich den Mut hast, es uns zu sagen, du weiß ja, wo du uns finden kannst.“ Der Sänger versuchte ruhig zu klingen, doch die Wut konnte er nicht verstecken. Mit gleichgültigen Blick dreht er sich um und verließ den Raum. Zurück blieb der Bassist. Er konnte es immer noch nicht fassen. Er hatte seinen besten Freund verloren und bald folgten auch noch seine anderen Freunde. Seid er mit dem blonden Gitarristen zusammen war, ging alles schief.

Wie würde die Zukunft aussehen? Er liebte Jan und will bei ihm bleiben, doch auch seine Freunde will er nicht verlieren.

Seufzend stütze er den Kopf in die Hände. Campinos wutverzerrtes Gesicht tauchte immer wieder vor seinen inneren Auge auf. Eine einsame Träne lief über seine Wange.
 

Ein plötzlicher Anruf und Rod musste weg. Die beiden übrigen saßen schweigend gegenüber. Der Blonde in Gedanken versunken. Der Schwarzhaarige seinen besten Freund musternd. Seid Wochen war er nicht bei der Sache, doch er zeigte es nicht. Ihren „Kleinen“ konnte er täuschen, doch ihn nicht, dafür kannten sie sich zu lange. Ihn bedrückte irgendwas, was er nicht sagen konnte oder wollte?

„Jan.“ Der Angesprochene hob den Kopf.

„Ja?“ Was wollte der Kleiner von ihm? Hat er was mitbekommen?

„Was hast du? Was bedrückt dich?“ Keine Antwort. Bedrückende Stille.

„Was verschweigst du uns?“ bohrt er weiter. Es schien zu wirken. Überraschend hob Jan den Kopf.

„Was meinst du?“ fragte dieser unsicher.

„Keine Ahnung, sag du´s mir.“ Auffordernd sah der Kleiner seinen Gegenüber an.

„Es ist wirklich nix. Du interpretierst da zu viel hinein.“ log er.

„Lüg mich nicht an. Ich kenne dich lang genug.“ Leider, denn Dirk konnte in seinen Augen lesen, wie ein offenes Buch.

„Jan, ich bin dein bester Freund und das seid über 20 Jahren. Wieso kannst du es mir verdammt nochmal nicht sagen?“ Die Geduld des Kleineren konnte man sehr schnell strapazieren und der Punkt wurde gerade erreicht.

„Ich kann nicht. Es würde alles kaputt machen.“ sagte der Blonde leise, den Kopf immer noch gesenkt gehalten.

„Was würde kaputt gehen?“ Leicht schüttelte er seinen Freund an der Schulter, doch sein Kopf blieb immer noch gesenkt. Dirk hockte sich vor ihm hin und hob sein Gesicht an. Zwei weinerliche Augen blickten ihn ängstlich an.

„Jan...“ hauchte er. Sein Gegenüber wollte sich aus dem Griff befreien, doch der Drummer blieb eisern.

„Nein, ich lass dich nicht eher los, ehe du mir sagst, was du mir verschweigst! Was würde alles kaputt machen? Sag es mir!“ Ohne das er es mitbekommen hatte, wurde er am Ende immer lauter.

„Unsere Bands würden kaputt gehen.“ flüsterte Jan.

„Welche Bands?“ Jan schaute Dirk nun direkt in die Augen. Erklären konnte er die Beziehung zwischen ihnen nicht. Sie waren wie Brüder. Jeder wusste was der andere dachte.

„Sag dass DAS nicht war ist.“ Fassungslos schaute er seinen Freund an.

„Und wer ist es von den 5 Idioten?“ fauchte er den Blonden an, welcher etwas zurückwich.

„Ist es Campino? Der Hutträger?“ Der Drummer musterte ihn genau.

„Der kleine Drummer oder der Glatzenheini?“ Jan verzog keine Miene.

„Oder ist es doch der Bassist?“ Unbewusst schluckte Jan. Ein Fehler! Dirk kam wieder auf ihn zu.

„Das ist nicht dein Ernst, oder? Wir stecken mitten in den Proben und du hast nichts besseres zu tun als mit unserer Konkurrenz rumzuvögeln. Sag mal, hast du da oben noch alle beisammen?“ Jetzt reichte es auch Jan. Lange blieb er ruhig, doch wenn es zu viel wurde, dann wurde auch er lauter.

„Du bist zwar mein bester und längster Freund, aber dich geht es einen feuchten Dreck an, was ich in meiner Freizeit mit wem veranstalte. Du bist nicht mein Vormund und hast auch nicht zu entscheiden mit wem ich was mache!“ schrie er.

„Mir ist es egal was du in deiner Freizeit machst, aber wenn du etwas mit unserer Konkurrenz zu schaffen hast, geht es mich sehr wohl was an!“ schrie Dirk zurück und kam gefährlich nahe auf den Gitarristen zu.

„Aber wenn du irgendwelche Groupies oder Moderatorinnen abschleppst, geht das in Ordnung, oder was?“

„Jan, das ist nicht so schlimm wie die eigene Konkurrenz.“

„Was soll daran nicht so schlimm sein? Moderatorinnen können dich auch nur ausnutzen um erfolgreich zu sein.“

„Versteh doch endlich, dass es verdammt nochmal nicht geht, wenn du etwas mit der Konkurrenz hast. Wäre es wenigstens eine Band, die uns nicht gefährlich werden kann, könnte ich das noch ein bisschen akzeptieren, aber die Hosen? Was hast du dir dabei gedacht?“

„Was ich mit dabei gedacht habe? Gar nichts. Liebe passiert einfach, aber das kennst du ja nicht. Für dich sind das alles nur Bettgeschichten. Du hast doch bisher gar keine Liebe erlebt. Du weißt gar nicht, wie man liebt!“ Dirk brachte kein Wort heraus. Er hatte recht, doch sein Stolz ließ es nicht zu ihm recht zu geben.

„Ach da verstummt der Herr. Na hat´s dir die Sprache verschlagen?“ Keine Antwort.

„Bin ich es dir nicht Wert eine Antwort zu erhalten?“ Wieder keine Antwort. Jan drehte sich um und schnappte sich seine Jacke.

„Dann ist dies hier für mich beendet.“ Seine Stimme war kalt. Der Schwarzhaarige hob noch einmal seinen Kopf und sah, wie die Tür hinter Jan mit einem lauten Knall ins Schloss viel. Dann machte sich Stille breit und nahm den ganzen Raum ein. Ein stilles Schluchzen erklang...

Der Grund

Hey,
 

endlich mal wieder ein neues Kap.

Da ich mein Abi bestanden habe, bemühe ich mich in regelmäßigen Abständen und so schnell wie möglich neue Kaps hochzuladen, aber nun viel spaß bei diesen.
 

eure Kaia-chan1.

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Kapitel 3 – Der Grund
 

Ziellos lief er durch die Straßen. Nachdem Jan aus dem Raum gelaufen war, nahm auch er seine Jacke und verschwand in der Dunkelheit der Nacht.

Nach einem Streit brauchte er immer frische Luft, um nachzudenken, sich abzulenken, oder wie jetzt eine Bar aufzusuchen.

Ja, er brauchte auch die Bars um sich abzulenken, einer seiner negativen Eigenschaften. Die warme, rauchige Luft umfing ihn, als er die Bar betrat. Sei Blick schweifte durch dieses und blieb an einen blonden Mann hängen. Gelassen schlenderte er zu diesem und ließ sich neben ihm nieder. Überrascht und doch gleichgültig haftete eine Blick auf den Schwarzhaarigen.

„Hey.“ Kam die ebenso gleichgültige Begrüßung.

„Hey.“ Eine Kellnerin kam lächelnd auf ihn zu und fragte nach seiner Bestellung.

„Das Gleiche wie er.“ Er deutete auf Campino, welcher ihn immer noch musterte.

„Was machst du hier?“ Grinsend dreht sich Campino zu dem Drummer.

„Wahrscheinlich das Gleiche wie du.“ Dieser drehte sich wieder um und starrte sein Glas an.

„Hat er es dir auch gesagt.“ fragte er, ohne von seinem Glas aufzuschauen.

„'Auch'? Die wurde das große Geheimnis auch verraten?“ Der Drummer wusste, dass Andi der beste Freund von Campino war, wie Jan sein bester Freund war.

„Scheint so, aber dir ist schon bewusst, dass diese Beziehung unsere Karriere zerstört. Wenn rauskommt, dass dein Andi Jan verführt hat, dann haben wir die Kacke am Dampfen.“ Der Drummer versucht seine Wut zu unterdrücken. Noch hatten die andere Anwesenden, die beiden Rockstars nicht erkannt, doch durch einen Wutausbruch Campinos würden alle die beiden erkennen, vielleicht das eben Gehörte an die Presse verkaufen und dann hätten sie ein noch größeres Problem.

„Mein Andi hat ihn gar nicht verführt. Wohl eher war Jan notgeil und weil Andi so ein großes Herz besitzt, hat er sich ihn angenommen.“ Unbemerkt wurde der Sänger lauter und zog somit alle Blicke auf sich.

Bela drückte ihn wieder auf seinen Stuhl und winkte die Kellnerin heran. Sie mussten so schnell wie möglich hier raus, sonst würden sie morgen wirklich auf Seite 1 irgendeiner dämlichen Zeitung stehen. Das Campino leicht zu reizen war, wusste er, aber das der Sänger so schnell an die Decke ging, hätte er nicht gedacht.

„Zahlen. Beides Zusammen.“ Ehe der größere das eben Geschehene realisieren konnte, wurde er am Arm gepackt und aus der Bar gezogen. Der Schwarzhaarige zerrte ihn weiter in einen nahegelegenen Park, welcher schwach beleuchtet war.

„Spinnst du? Beinahe hätten sie uns erkannt, nur weil du deine verdammte Fresse nicht halten kannst.“ schrie Bela ihn an.

„Ach jetzt bin ich schuld? Wer hat denn angefangen? Du!!“ Du hast doch angefangen mich zu provozieren.“ Konterte Campino.

„Ich habe dich nicht provoziert, wenn du dein Temperament nicht unter Kontrolle hast, ist das dein Problem und nicht meins.“ schrie der Drummer.

„Ich habe mein Temperament unter Kontrolle! Du... ach vergiss es, mir ist das zu blöd.“

Der Größere drehte sich um und wollte gehen, doch eine Hand hielt ihn zurück.

„Jetzt komm mal wieder runter. Eigentlich wollte ich mit dir über die Zukunft unser beider Bands sprechen. Immerhin hängt alles an Jan und Andi. Bleiben sie zusammen, gehen unsere Bands den Bach runter.“ sagte Bela leise. Einen Streit wollte er jetzt vermeiden, immerhin war Campino der einzigste, außer ihm, der noch davon wusste und ihm dabei helfen konnte den Untergang ihrer Bands zu verhindern.

„Was hast du vor?“ Misstrauen lag in der Stimme des Sängers.

„Die beiden auseinanderbringen.“ Fassungslos wurde er angestarrt.

„Das ist jetzt nicht dein Ernst? Die beiden werden uns hassen.“

Ein Arm legte sich um seien Schulter und warmer Atem streifte sein Ohr.

„Für eine bessere Zukunft muss man auch mal Opfer bringen.“ hauchte Bela. Eine wohlige Schauer durchfuhr den Körper des anderen ehe er sich dem Arm entzog.

„Was ist los? Wolltest du nicht eben noch die Zukunft unserer Bands wahren?“ Wieder ging er den Sänger zu.

„Ich habe nie gesagt, dass ich dir helfen werde. Mit ist meine Freundschaft wichtiger.“

„Du willst doch auch das Beste für Andi, oder?“ Ein Nicken.

„Und ich will auch nur das Beste für Jan und wenn es nur diese eine Lösung gibt, dann müssen wir eben mit den Opfern leben. Also was sagst du?“ Auffordernd streckte er ihn seine Hand entgegen. Nach kurzem Zögern ergriff Campino diese.

„Einverstanden, doch wenn diese Sache gegessen ist, gehen alle ihre Wege.“ sagte er ernst.

„Gerne, aber nun zum Plan:

Wir erzählen den beiden, dass der andere ihn nicht mehr liebt und auch nicht mehr sehen will.“ Zweifelnd wurde der Drummer angeschaut.

„Und das soll funktionieren.“ So richtig glaubte er nicht daran, dumm waren beide nicht, sie würden das schnell durchschauen.

„Ja, vertrau mir.“ Siegessicher grinste der Kleinere.

„Wenn du meinst. Ich muss jetzt auch mal los. Andere Menschen müssen morgen noch arbeiten.“

Damit drehte er sich um und war im Inbegriff zu gehen.

„Nasebohrn und Eier schaukeln kann jeder.“ Der Sänger stoppte in seiner Bewegung und funkelte den Kleineren böse an.

„Ich dachte du wolltest gehen? Du brauchst doch deinen Schönheitsschlaf, bei den Falten.“ Doch Campino ignorierte den Spruch und ging entgültig.

Er hing seinen eigenen Gedanken hinterher. War es richtig was er gemacht hatte? Seinen Freund verraten? Seinen besten Freund. Nie hatte sich Andi über die Freundinnen ausgelassen, die er immer mitbrachte. Zwar hielten diese Beziehungen nie lange, doch er hatte nie ein Wort verlauten lassen.

Nun hatte Andi die große Liebe gefunden, doch leider fiel diese auf die Konkurrenz. Doch er war auch nicht besser, verbündet sich mit eben jener Konkurrenz um seinen Andi zu verletzten - Ja, sein Andi. Schon früh hatte er sich geschworen, seinen Freund zu beschützen und ihn nie zum weinen zu bringen.

Was war er doch für ein schöner Freund....

Traurig ging er nach Hause, morgen musste er wieder früh aufstehen, dafür brauchte er Schlaf und einen klaren Kopf.
 

~~~
 

Genervt ging der Gitarrist im Proberaum auf und ab. Die Anderen beiden musterten ihn.

„Jetzt setz dich doch mal hin. Er kommt schon noch, hat bestimmt nur wieder verschlafen.“ redete Kuddel ruhig auf Breiti ein. Der größere machte ihn noch wahnsinnig.

VOM saß hinter seinem Schlagzeug und versuchte einige neue Beats. Doch dann hörte er auf und sah zu den beiden Gitarristen.

„Where are Andi and Campi?“ fragte er. Kuddel zuckte mit den Schultern.

„We don´t know. certainly they have overslept.“ antwortete Breiti und widmete sich seiner Gitarre. Plötzlich öffnete sich die Tür und ein erschöpfter Sänger trat ein.

„Na gaben wa die Zeit vergessen oder hat der Wecker Urlaub?“ fragte der Schwarzhaarige gereizt.

„Nerv nicht rum und lass uns endlich anfangen.“ motzte er zurück.

„Und was ist mit Andi? Wir können doch nicht ohne ihn anfangen.“

„Der kommt noch. Also los....VOM!“

„1, 2, 3, 4!“
 

Schach Matt!

Guten Tag!

Es ist alles in Ordnung,

ihr könnt' aufwachen,

wir sind wieder da,

wir sind außer uns,

und außer Rand und Band,

und wir haben keine Zeit für Schlaf.
 

Hört her und öffnet eure Ohr'n!

Wir sind zurück wie neu gebor'n!
 

Dieses Lied hier ist unser Werk

und es ist geschrieben mit unser'm Blut,

wir bluten und wir hören nicht auf,

bis das der allerletzte Tropfen kommt.
 

Wir schwitzen Lärm aus uns heraus!

Und jeder Ton frisst euch mit auf!
 

Und alles steht unter Strom!

Vom ersten bis zum letzten Ton!

Und alles steht unter Strom!

Vom ersten bis zum letzten Ton!
 

Die Musik verstummte.

„Ohne Andi klingt das nicht. Da fehlt was.“ sagte Kuddel und stellte seine Gitarre in die Halterung.

„Dann spiel du ihn doch. Wofür kannst du denn so viele Instrumente spielen?“ antwortete Campino gereizt und nahm einen kräftigen Schluck von seinem Bier.

„Jetzt kommt mal wider runter. Es bringt rein gar nichts wenn ihr jetzt streitet!“ Breiti ging auf die beiden zu und stellte sich zwischen sie.

„Misch dich da nicht ein, Breitkopf! Das ist eine Sache zwischen Holst und mir!“ Der Sänger machte Anstalten auf den Gitarristen loszugehen, doch Vom stellte sich vor ihm.

„Hey, get easy, Campi. Sit down and drink your beer.“ sagte er ernst. Campino ging an ihn vorbei, setzte sich wieder und schaute stur aus dem Fenster.

Breiti setzte sich auf den Sessel und fischte sein Handy aus der Jackentasche.

„Willste Andi anrufen?“ fragte Kuddel. Der Schwarzhaarige nickte und wählte die Nummer.

„Der gewünschte Teilnehmer ist zur Zeit nicht erreichbar.“ erklang die monotone Computerstimme.

„Er hat sein Handy aus.“

„Vielleicht ist er ja gar nicht zu Hause.“ rätselte Kuddel.

„Vielleicht ist er auch einfach nur in ein Funkloch hineingeraten.“ meldete sich der Sänger zu Wort.

„Aber was ist, wenn ihm irgendwas zugestoßen ist?“ In Kuddels Stimme war Sorge zu hören. Sie machten sich alle Sorgen um Andi – berechtigt. Seufzend fasste Campino einen Entschluss.

„Er kommt nicht mehr wieder.“ sagte er leise

„Was?“ entsetzt sah Kuddel ihn an.

„Er kommt nicht mehr wieder.“ sagte er mit Nachdruck.

„Hast du was damit zutun? Du warst immerhin der letzte, der ihn gesehen hat.“

Der Blonde saß mit gesenkten Kopf da und antwortete nicht. Langsam ging Kuddel auf ihn zu und zog ihn am Kragen nach oben.

„Was hast du gemacht?“ zischte er gefährlich. Campino sah ihn kühl an.

„Ich habe ihn die Wahrheit gesagt und ihn vor die Wahl gestellt.“ antwortete er.

„Vor welche Wahl? Welche Wahrheit?“ Er schwieg.

„Was verheimlicht ihr uns?“ Der Sänger riss sich los und betrachtete die anderen.

„Unser kleiner Bassist ist mit Farin zusammen, wenn das rauskommt ist das das Ende unserer Bands. Er hatte nicht mal den Mut es uns zu sagen, obwohl wir seine Freunde sind. Wann hätte er es uns denn sagen wollen? Wenn alles rauskommt und es zu spät ist?“ sagte er kalt. Ein brennender Schmerz durchfuhr seine rechte Wange.

„Du verdammtes Arschloch. Wieso kannst du dich nicht einmal freuen, wenn dein Kumpel die große Liebe findet?“ schrie Kuddel und sah ihn wütend an.

„Man, kapierst du es nicht? Farin gehört zu unserer Konkurrenz. Das gibt nur Probleme.“ schrie der Sänger zurück.

„ Die Probleme entstehen nur, weil du nicht einsiehst, dass er glücklich ist.“ Breiti trat zwischen die beiden um schlimmeres zu verhindern. Denn bei den beiden wusste man nie, wie weit ihr Streit ging.

„Jetzt seid ihr alle beide still! Unseren Freund geht es schlecht und ihr habt nix besseres zu tun als euch zu streiten!“ Campino schnaufte und nahm sich seine Jacke.

„Ein schöner Freund ist er, wenn er uns das verheimlicht!“ Dann viel die Tür ins Schloss.

Zurück blieben 3 ratlose Musiker...



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Kommentare zu dieser Fanfic (3)

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Von:  cooking_butty
2010-04-23T12:53:41+00:00 23.04.2010 14:53
Wah, ich könnt mich grad über Campino und Bela aufregen! Hallo? Ihre besten Freunde sind glücklich, das ist alles, was zählen sollte, aber NEIN, die Karriere ist da wichtiger.

Na, hoffentlich haben Farin und Andi genug Kraft, um das alles zu überstehen. Ihre Beziehung vor ihren "Freunden" verteidigen zu müssen, wird bestimmt nicht einfach

bin ja gespannt, was die anderen Bandmitglieder zu deren Beziehung sagen - hoffentlich freuen sie sich für sie.
Von: abgemeldet
2010-04-18T00:36:01+00:00 18.04.2010 02:36
Sehr vielversprechender Anfang. Ich steh im Moment eh auf Ärzte-Hosen-Crossover und deine Geschichte beginnt wirklich gut und macht mich sehr neugierig, wie es jetzt weitergeht. Du beschreibst die beiden sehr gut und ich hoffe, dass es jetzt nicht allzu lange dauert, bis es weitergeht (auch wenn ich natürlich vollstes Verständnis dafür hab).

Lg und viel Glück bei den Prüfungen
Von:  cooking_butty
2010-04-09T14:21:18+00:00 09.04.2010 16:21
hui, das ist ja mal ein interessantes Pairing! Aber ich bin schonmal gespannt, wie sich das Ganze hier entwickelt. Was werden die anderen wohl sagen, wenn's rauskommt? Kommt's überhaupt raus? Wissen ihre Freunde, dass sie homosexuell sind? Wenn nein: Was wird sie mehr schocken: dass ihr Freund auf nen Mann steht, oder dass dieser Mann Mitglied einer "feindlichen" Band ist? Wie ist das Verhältnis zwischen Hosen und Ärzte?
Fragen über Fragen, auf deren Auflösung ich schon seeehr gespannt bin :)

Leider hab ich mir beim ersten Absatz manchmal schwer getan, herauszufinden, von wem jetzt die Rede ist (also, nicht, dass es X und Y sind (ich will ja die Anonymität der beiden Hauptcharaktere noch lassen, auch wenns sonnenklar ist^^ (du hast sie noch nicht beim Namen genannt, also machs ich auch nicht)) sondern wann welche Person was macht (verstanden?)) - vielleicht find ich das nur jetzt so und wenn ichs ein zweites Mal lese, dann komm ich drauf, who knows?
aber ich find's super, wie du so explizit verhinderst, die beiden als X und Y erkenntlich zu machen - so lernt man die Unterschiede zwischen den beiden kennen, obwohl man noch gar nicht so richtig weiß, wer sie sind - und man kann sich selbst schon Gedanken machen, wer sie sind uns so - herrlich!

weiter so
lg

aber sag mal: hast du das schon mal wo hochgeladen? Kommt mir irgendwie bekannt vor...


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