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Between Loving and Fighting

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A cold shiver at a dark place.

Hallo, alle zusammen ;) Da nun endlich offiziell für mich die Sommerferien beginnen, möchte ich zur Feier aufgrund der fröhlichen Nachricht, endlich nicht mehr die Schulbank für über sechs Wochen drücken zu müssen, das erste Kapitel meiner neuen FF Between Loving and Fighting hochladen! Hier möchte ich auch kurz anmerken, dass ich erst einmal weiterhin eine Pause bei meiner anderen Harry/Draco FF (As a proof of my friendship) einlegen werde, ich aber dafür jetzt hier erst einmal regelmäßig Hand anlegen werde ;) Also ihr wisst, dass ich für Fragen und Tipps auch immer offen bin und mich auch über konstruktive Kritik freue! Aber jetzt möchte ich euch erst einmal viel, viel Spaß mit dem ersten Kapitel wünschen!
 


 


 

Between Loving and Fighting
 


 

Kapitel 1: A cold shiver at a dark place.
 


 

Es war eine kalte Oktobernacht, als eine neue Geschichte begann. Der Wind tobte über die Ländereien des alten Schlosses, das geheimnisvoll im Mondlicht schimmerte. Sehr vereinzelt oder selten sah man noch Licht durch eines der großen Schlossfenster sickern, das die Schüler noch angelassen hatten.
 

Ja, das neue Jahr in Hogwarts war schon längst wieder voll im Gange. Die neuen Schüler hatten sich schon gut eingelebt und die alten hatten sich eh so gefühlt, als wären sie in ihr zweites zu Hause zurück gekehrt. Es war also alles so wie immer. Die Welt war über die Sommerzeit friedlich und wieder schön geworden, keine düsteren und angsterfüllten Bedrohungen hatten stattgefunden. Die Menschen der Zauberwelt wussten und ahnten zwar, dass die Bedrohung der dunklen Mächte gar nicht so fern war, wie es sich in der letzten Zeit angefühlt hatte. Doch die Zauberwelt hatte teilweise sogar schon vergessen, dass der, den sie gefürchtet "Du-weißt-schon-wer" nannten, nur auf den richtigen Moment für die Ausführung seiner finstersten Pläne wartete. Es war einfach zu lange schon nichts mehr Erschreckendes passiert, als dass man sich gerade jetzt auf eine Gefahr einstellen wollte.
 

So waren in den letzten Monaten eine friedliche und etwas zu sorglose Stimmung entstanden. Und niemand ahnte, dass eine erneute Veränderung schon längst die Türschwelle überschritten hatte, das Grauen unter ihnen herrschte und die Menschen in seinen Bann zog.
 


 

Es war bereits schon sehr, sehr spät als Harry der Gedanke kam, seine Zimmergenossen mit einem Kissenzauber zu ersticken. Ächzend drehte er sich von der einen Seite auf die andere und zog dabei sein eigenes Kopfkissen über die Ohren, um das laute Schnarchen und Gebrabbel seiner schlafenden Freunde abzudämpfen. Bei Merlin, er lag schon seit geschlagenen zwei Stunden wach in seinem sonst so kuscheligen Himmelbett. Aber nicht nur, dass seine Freunde ihn um den Verstand brachten, nein, sein Bett fühlte sich heute an, wie eine Steinplatte. Er hasste solche Nächte. Überhaupt wenn am nächsten Tag wieder Schule bis zum Umfallen anstand.
 

Hatte er seinen Freunden eigentlich schon einmal mitgeteilt, dass sie ihm wenigstens die Ehre erweisen könnten, ihn schlafen zu lassen? Schließlich hatte er schon sehr viel für sie im Bezug auf Voldemord getan und gewagt, da könnten sie sich auch einmal als gnädig erweisen und nicht nur an ihr eigenes Wohl denken. Aber schließlich war er Harry Potter, der Außerwählte. Der brauchte natürlich keinen Schlaf.
 

Mit einem Grummeln schoss Harry nach oben und griff nach seiner Brille. "Denken die ich bin Superman, oder was?", motzte er leise vor sich hin, während er seine zweiten Augen auf der Nase platzierte. Leise, um nicht zu viel Krach zu machen zog er die Schublade seines Nachttisches auf und holte seinen Zauberstab hinaus.
 

Er überlegte für einen Moment ernsthaft, wie noch einmal der Zauberspruch für das Ersticken durch Kissen ging, als er Neville leise vor sich im Schlaf hinmurmeln hörte. "Mum, Dad! Passt auf da ist...er wird euch was schlimmes antun.." Leise verstummte die Stimme, als Neville sich die Decke höher zog.
 

Harry lies langsam wieder seinen Zauberstab sinken und sich ins Kissen zurückfallen. Leise atmete er einmal tief durch. Er hatte sich schon zu sehr an die friedliche Atmosphäre der letzten Zeit gewöhnt. Neville hatte ihn gerade daran erinnert, wie sehr doch alle die Ruhe genossen. Letztes Jahr hatten seine Freunde nicht so ruhig in ihren Betten gelegen und so tief geschlafen. Sie waren immer lange aufgeblieben und hatten über die Taten und das Vorgehen von Voldemord diskutiert. Doch seit das letzte Schuljahr vorbei war, so hatten auch die öffentlichen Auftritte der Todesser aufgehört und somit war erst einmal Ruhe eingekehrt. Harry hatte zwar durchaus immer gewusst, dass Voldemords Angriffe noch lange nicht zu Ende waren, doch auch er hatte sich von der Laune der anderen anstecken lassen.
 

Erst jetzt wurde ihm wieder bewusst, dass es vielleicht nicht mehr lange dauern könnte, bis die Ruhe in Hogwarts vorbei war. "Bis dahin sollte ich sie vielleicht weiter so unbesorgt schlafen lassen. Auch...wenn sie mir dadurch etwas auf die Nerven gehen", dachte Harry schmunzelnd.
 

Er wollte gerade wieder seinen Zauberstab in die Schublade legen, als der Mondschein auf ein zusammengefaltetes Blatt Pergament darin fiel. "Die Karte des Rumtreibers...ich hab sei schon lange nicht mehr in den Händen gehalten." Langsam und vorsichtig nahm er sie und legte sie auf seinen Schoß. Noch einmal glitt sein Blick über seine schlafenden Zimmergenossen, bevor er leise den Spruch murmelte.
 

"Ich schwöre feierlich, dass ich ein Tunichtgut bin." Und auf dem Pergament begann sich eine Schrift, sowie die Wege Hogwarts, zu formen. Harry hatte die Karte des Rumtreibers schon lange nicht mehr benutzt, weil es einfach keinen nötigen Grund dafür gegeben hatte. Aber da er ja jetzt eh nicht schlafen konnte und wohl auch nicht so schnell damit belohnt werden würde, konnte er ja noch ein bisschen die Karte beobachten.
 

Er gluckste, als er mal wieder sah, dass Dumbledore wild in seinem Zimmer umher stiefelte. Dieser Mann schien wohl auch nur sehr selten zu schlafen. Harrys Blick glitt schnell über die einzelnen Gänge, doch er konnte keinen Namen entdecken. Alle, sogar die Lehrer, schienen sich schon nicht mehr auf den Gängen rumzutreiben. Er seufzte leise. Nicht einmal die Karte des Rumtreibers konnte ihn heute Abend also noch unterhalten.
 

Gerade wollte er die Karte wieder zusammenfalten, als er plötzlich etwas sah. Seine grünen Augen weiteten sich überrascht, als sich zwei Namen nähe der Eingangshalle bildeten.
 

"Peter Pettigrew und....Draco Malfoy?!"
 

Harrys Blick verfinsterte sich auf Anhieb. Er hatte ja schon immer behauptet, dass Malfoy mit den Todessern zu schaffen hatte. Kein Wunder bei so einem Vater. Aber auch mit...Peter Pettigrew? Wurmschwanz? Die Schlange, die seine Eltern verraten hatte...befand sich gerade im Schloss!
 

So schnell wie er konnte sprang er leise aus dem Bett, schlupfte in seine Schuhe und kramte seinen Tarnumhang unter dem Bett hervor, den er sich schnell überwarf. So gerne er noch Verstärkung bei sich gehabt hätte, aber er konnte Ron und die Anderen nicht in eine so gefährliche Situation mit hineinziehen. Niemand merkte es schließlich als das Portal der Gryffindors leise aufging und sich wieder schloss, als ein unsichtbarer Harry aus dem Turm eilte.
 

"Was tut dieser Mörder plötzlich hier? Und was hat Malfoy damit zu tun?! Planen die Todesser etwa einen Angriff auf die Schule?", schwirrten Harry die Fragen im Kopf herum. Er schaute zwischendurch immer wieder auf die Karte, um sicher zu sein, dass Wurmschwanz und Malfoy nicht abhauten. Aber wie waren die beiden nur so plötzlich aufgetaucht? Ihre Namen waren urplötzlich einfach erschienen. Er konnte sich keinen Reim darauf machen.
 

Leise schlich er die Treppe hinunter, die zur Eingangshalle und somit auch zu dem Platz führte, an dem die Namen auf der Karte erschienen waren. Er blieb stehen und drückte sich mit dem Rücken an die Wand, als er leise Stimmen hörte. Obwohl er die Personen nicht sah, konnte er genau hören, dass es sich um Pettigrew und Malfoy handelte, von dem aber nicht viel kam, außer stockende Sätze, die er nicht verstand.
 

Harry hob gerade seinen Zauberstab kampfbereit hoch, als er einen leisen Knall hörte. Schnell schaute er noch einmal auf die Karte und er stockte überrumpelt. Wurmschwanz war verschwunden! Das konnte doch nicht möglich sein...
 

Schnell stieß er sich von der Mauer ab und rannte, immer noch bereit sich zu duellieren, um die Ecke. Doch tatsächlich, Pettigrew war weg. Aber Malfoy stand noch genau an seinem Fleck und starrte in seine Richtung. Harry riss die Augen auf, als er Malfoy sah. Er lehnte völlig geschwächt an der Mauer und sein Gesicht war entstellt von Wunden und Blut, weswegen er das Gesicht schmerzvoll verzog.
 

"Wer ist da?!"
 

Malfoy stieß sich von der Wand ab und taumelte ein paar Schritte auf Harry zu, während dieser nichts anderes tun konnte als ihn entsetzt anzustarren. Malfoy blieb kurz vor Harry stehen und hob den Kopf an. Harry zuckte zusammen, als er ihm direkt funkelnd in die Augen sah und die Hand nach seinem Umhang ausstreckte. Langsam zog der Blonde an Harrys Tarnumhang, der schließlich leise raschelnd zu Boden sank und Harry offenbarte. Trotz das Harry wusste, dass er sich hätte Schützen müssen, konnte er nichts in dem Moment tun und stand wie erstarrt.
 

Malfoy fing schwach an zu grinsen. "Potter...Hab ichs mir doch gedacht..." Doch bevor der Slytherin noch mehr sagen konnte, krümmte er sich schmerzvoll zusammen und sackte bewusstlos zu Boden. Harry blieb währenddessen noch für ein paar Sekunden, wie angewurzelt stehen und starrte auf den verletzten Körper vor ihm.
 

Doch dann ging er plötzlich auf die Knie und rüttelte an Malfoys Schulter. "Malfoy, verdammt! Wach auf!!" Als der blonde Slytherin keine Reaktion zeigte, knurrte Harry einmal kurz, bevor er seinen Tarnumhang aufhob und Malfoy auf seinen Rücken hiefte. Er hatte wohl keine andere Wahl, außer ihn zum Krankenflügel zu bringen, wenn er Antworten von ihm wollte.
 

"Mist, er ist voll mit Blut. Ich muss mich beeilen!"
 

Was war wohl mit Malfoy passiert? Er war mit Wurmschwanz ins Schloss gekommen, anscheinend zusammen, denn ob sie sich einfach nur getroffen hatten stand außer Frage. Und wenn Malfoy etwas mit den Todessern und somit auch mit Voldemord zu tun hätte, wieso hatte man so etwas mit ihm getan?
 

Schon nach den ersten paar Gängen, musste Harry schwer aufatmen. Malfoy war verdammt schwer, auch wenn er nicht so aussah. Aber er musste es schaffen ihn in den Krankenflügel zu bringen. Harrys Augen fingen gefährlich an zu funkeln, als er daran dachte, dass Malfoy ihm nun etwas schuldig war.
 

Zum Glück hatte sich kein anderer Schüler auf den Gängen aufgehalten, denn das hätte böse enden können. Schließlich schreckte Wurmschwanz genauso wenig vor Mord zurück, genauso wie Voldemord, auch wenn Pettigrew ein verdammter Feigling war. In Gedanken musste Harry schließlich doch seinen Freunden dafür danken, dass sie ihn solange wach gehalten hatten. Ohne sie hätte er dieses ganze Spektakel gar nicht erst mitbekommen und Malfoy wäre höchstwahrscheinlich erst morgenfrüh aufgefunden worden. Und zwar tot.
 

Als er schließlich beim Krankenflügel ankam, beeilte er sich in den langen Saal zu kommen und Malfoy auf ein Bett zu legen, der sofort rote Flecken auf dem weißen Bettlaken hinterließ. So schnell wie er konnte rannte er zu Madam Pomfreys Zimmer, dass sich direkt neben dem Krankenflügel befand. Wie wild hämmerte er gegen die Tür und rief aufgebracht: "Los! Bitte wachen sie schon auf!" Nach kurzer Zeit öffnete sich die Tür ruckartig und Madame und eine ältere Frau im Nachthemd baute sich vor ihm auf. "Potter! Was veranstalten sie zu dieser späten Stunde noch so einen Radau?!", zischte sie ihn an. Doch Harry hatte keine Lust sich mit ihr zu streiten und versuchte ihr die Lage so schnell wie möglich zu erklären. "Ein Schüler ist verletzt, es ist Draco Malfoy! Los sie müssen sich beeilen! Ich weiß nicht, was genau er hat, aber er hört nicht auf zu bluten!"
 

Madame Pomfreys Gesicht nahm einen erschütternden Ausdruck an und sie folgte Harry sofort zu dem Bett, auf dem Draco immer noch bewusstlos lag. Die Schulkrankenschwester beugte sich über Malfoy und schaute sich schnell seine Wunden an. Es dauerte einen Moment bis sie sich wieder aufrichtete. Schließlich sah sie Potter ernst an, worauf er erst einmal schlucken musste.
 


 

"Holen sie sofort Dumbledore, Potter.
 

Mister Malfoy ist verflucht."
 


 


 

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So, das war jetzt erst einmal das erste Kapitel! ;) Ihr dürft euch auf jedenfall schon auf das zweite freuen *g*
 

liebe grüße, Schnubbi

Seeing you weakly is strange.

Hallo alle miteinander ^^

So nun folgt das zweite Kapitel! Ich hoffe es findet gefallen!
 

Seeing you weakly is strange.
 

Kapitel 2: Seeing you weakly is strange.
 

Harry bemühte sich so leise wie möglich zu Dumbledores Büro zu kommen. Es wäre nicht klug gewesen, wie ein Irrer durch die Gänge zu rennen, um dann vielleicht Snape, den Nachtwandler, auf sich aufmerksam zu machen. Das hätte nur alles zu viel Zeit gekostet. Er musste Dumbledore so schnell wie möglich holen, bevor es vielleicht zu spät war. Er konnte nicht zulassen, dass Malfoy starb, so schwer ihm dieser Gedanke auch auf den Magen drückte. Im Normalfall hätte er Luftsprünge vollbracht, wenn er, wie die ganzen anderen Schüler am nächsten Morgen, erfahren hätte, dass Malfoy sie nicht länger mit seiner bloßen Anwesenheit belästigen würde.
 

Aber diese Situation war etwas ganz anderes. Er hatte zwar nicht mitbekommen, ob Pettigrew ihn erst im Schloss so zugerichtet, oder ihn schon so hergebracht hatte. Die Sache war einfach nur in soweit kompliziert, da er nun mit drin steckte. Auch wenn es Malfoy gewesen war, der regungslos vor ihm auf dem Boden gelegen hatte...Er hätte es niemals mit seinem Gewissen vereinbaren können jemanden vor seinen Augen einfach so sterben zu lassen.
 

Außerdem hatte er noch andere Gründe gehabt ihn zu retten. Harry hatte nun mit seinen eigenen Augen gesehen, dass Malfoy mit den Todessern zu schaffen hatte, was er natürlich schon längst gewusst hatte. Schließlich war Malfoys Vater einer und mit diesem hatte er sich schon auseinander setzen müssen. Ja sogar Malfoys "Freunde" Crabbe und Goyle hatten Todesser als Väter. Da konnte also eigentlich von Anfang an kein Zweifel bestanden haben bei so einer Gesellschaft. Da er Malfoy nun also erwischt hatte, war seine Tarnung eines normalen und arroganten Schülers völlig aufgeflogen. Zumindest voll und ganz für Harry. Und Malfoy wusste, dass Harry ihn nun gesehen hatte. Er hatte also keine Chance mehr sich rauszureden und Harry würde auch Antworten verlangen, wenn der Slytherin wieder wach war. Denn nur er konnte ihm jetzt wichtige Informationen über Voldemord geben, die er gegen ihn verwenden konnte.
 

Das Einzige, was Harry an seiner Planung störte war, dass er Malfoy nicht auffliegen lassen durfte, so gern er es auch getan hätte. Würden die Lehrer und ganz besonders Dumbledore von dem heutigen Vorfall erfahren, dann hätten sie Malfoy ganz für sich und ihre Fragen beansprucht und er konnte seinen gesamten Plan vergessen. Deswegen durfte er Dumbledore nichts erzählen, wenn er diesen gleich antraf. "Nur das nötigste und sonst nichts...", dachte sich Harry. Dumbledore war zu klug und weise, als dass er einfach eine neue Geschichte erfinden konnte. Der alte Mann merkte einfach immer, wenn man ihn belog.
 

Harry bog gerade in den Gang ein, der zu dem große Steinadler, dem Eingang von Dumbledores Büro, führte, als er überrascht stehen blieb und seine Gedanken fürs erste lahmgelegt wurden. Der Eingang öffnete sich noch im selben Moment und Dumbledore kam mit wehendem Schlafmantel und einem ernsten Gesicht Harry entgegen geeilt.
 

Harry wusste nicht, wie dieser Mann das immer machte. Er tauchte immer dann auf wenn man ihn brauchte...oder aber auch nicht.
 

"Professor Dumbledore, Malfoy ist-" "Ich weiß, Harry", sagte Dumbeldore mit ernster Stimme. Und somit war das Gespräch für den restlichen Weg zum Krankenflügel beendet. Aber Harry konnte es nur recht sein, er fand es besser wie pausenlos ausgefragt zu werden und alles mit Ausreden schmücken zu müssen.
 

Harry hatte Dumbledore nicht oft so schnell und hastig gehen sehen. Normalerweise strahlte er immer eine Ruhe und Kraft aus, doch in diesem Moment war er wie ausgewechselt. "Würde ich das Hermine und Ron erzählen, die würden mir das nicht glauben...", dachte er sich. Aber seine Freunde würden vorerst eh nichts über die ganze Sache erfahren. Er wollte sie nicht unnötig mit hineinziehen.
 

Als sie schließlich im Krankenflügel ankamen gingen sie sofort zu dem Bett in dem Draco lag, wo Madame Pomfrey schon dabei war sich um Malfoy zu kümmern.

"Es wird Zeit, dass sie kommen Professor. Ich versuche schon seit Potter ging ihn zu heilen, aber es will einfach nichts helfen! Keiner meiner Zauber konnte die Wunden auf seinem Körper verschließen oder verschwinden lassen", sagte sie mit einem verzweifelten Gesichtsausdruck. "Ich habe zwar bewirkt, dass er nicht mehr so stark blutet, aber wenn wir die Wunden nicht bald schließen, dann sieht es nicht gut aus."
 

Dumbledore beugte sich über Draco und schaute sich die Wunden näher an, während Harry nur gespannt und mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend am Ende des Bettes stand. Wer außer Dumbledore sollte ihn denn sonst heilen können? Wenn er es nicht schaffte, wer denn dann?
 

"Mister Malfoy wurde mit schwarzer Magie verflucht, es wundert mich nicht, dass sie darauf nicht vorbereitet waren", murmelte der Schulleiter und sah Madame Pomfrey mit einem besorgten Lächeln an. "Schwarze Magie?! Aber...wie und wer konnte so etwas tun?", fragte sie mit hoher Stimme. Dumbeldores Blick streifte Harry für einen Augenblick, der kurz aber kaum merklich zusammen zuckte. "Das werden wir wohl erst rausfinden können, wenn Mister Malfoy sein Bewusstsein wieder erlangt."
 

Harry brauchte einen Moment bis er sich wieder gefangen hatte und sich die Frage nicht verkneifen konnte. "Aber sie schaffen es doch ihn zu heilen, oder Professer?" Dumbledore schaute ihn wieder kurz an. "Ich hoffe es doch, Harry. Aber wir werden es gleich sehen."
 

Dumbledore holte seinen Zauberstab aus dem Schlafmantel und wartete einen Moment. Harry fand, dass es fast so aussah als würde er seine Kräfte sammeln. Wie gebannt schaute er zu, als der alte Mann seinen Zauberstab langsam über Malfoys Körper schweben lies und dabei angestrengt etwas murmelte, dass er nicht verstehen konnte. Der Krankenflügel wurde plötzlich leicht von einem weißen Licht erhellt, als ein heller Strahl aus dem Zauberstab züngelte und über Malfoys Körper glitt. Sobald der Zauber die Wunden berührte, begannen sie langsam zu verschwinden. Harry konnte wieder einmal nur über Dumbeldores Macht staunen, wusste er doch, dass er es schaffen würde. Madame Pomfrey und Dumbledore selbst begannen erleichtert zu lächeln, als Draco vollkommen geheilt war.
 

"Bitte holen sie ihm einen Erholungstrank. Er muss unglaubliche Schmerzen gehabt haben, schließlich waren die Wunden sehr tief. Mister Malfoy sollte sich noch ein paar Tage hier im Krankenflügel erholen, bevor wir ihn einer Befragung unterziehen können." Madame Pomfrey nickte und beeilte sich den Trank zu holen. Währendessen wendete sich Dumbledore an Harry, der schon ahnte, dass er nun doch nicht das Glück hatte schweigen zu dürfen. "Und du Harry musst mir versprechen, dass du kein Wort von dem heutigen Vorfall an deine Freunde oder sonst jemanden verlierst. Es soll keine Unruhe entstehen, womöglich würden sonst bald wieder ein paar Plätze in der großen Halle frei werden, wenn die Eltern wieder ihre Besorgnis walten lassen." Harry schaute ihn überrascht an und nickte dann ebenfalls. "Ich werde weder Ron und Hermine etwas sagen, noch sonst irgendjemandem. " Dumbeldore schaute ihn zufrieden an. "Gut, ich vertraue dir. Und nun..." Dumbledore kramte kurz in seiner linken Manteltasche und zog etwas hinaus. "....nimm ein Zitronenbonbon zur Beruhigung. Das alles hier muss dich ja auch ziemlich aufgeregt haben." Harry griff lächelnd, aber auch dankbar zu. Dumbledore, war eben einfach Dumbledore.
 

Als Madame Pomfrey zurück kam, versicherte sie, dass sie nun allein zurecht käme. "Nun gut, dann werde ich jetzt mal ins Bett gehen. Und du Harry machst mir keine Umwege mehr bis zum Schlafsaal", meinte Dumbledore als er schon halb wieder aus der Tür war. Harry schüttelte nur kurz lächelnd den Kopf, drehte sich dann aber noch einmal zu Malfoy um. Dieser schien nun beruhigt zu schlafen. Jemand anderes hätte wahrscheinlich nicht glauben können, dass er vor wenigen Momenten noch blutüberströmt gewesen war. Als Harry sich umdrehte und aus dem Krankenflügel schritt nahm er sich vor Malfoy morgen einen Besuch abzustatten.
 

Er musste ihm unbedingt ein paar Fragen beantworten.
 


 

--
 

Draco wurde von einem hellen Licht, dass sein Gesicht streifte geweckt. Blinzelnd öffnete er seine Augen und hob sich dann einen Arm vors Gesicht.
 

"Wo bin ich denn gelandet? Bin ich etwa tot? Wenn dass so ist, wieso bei Salazars Zauberstab tut mir dann alles so verflucht weh? Ich dachte immer man hätte seine Ruhe wenn man stirbt und keine Schmerzen."
 

Aber als Draco leicht den Kopf drehte und das helle Licht aus seinem Gesicht verschwand, da erkannte er den vertrauten Krankenflügel und stöhnte kurz auf, weil seine Gedanken zunichte gemacht wurden. Er war also nicht tot.
 

Draco musste für einen Moment überlegen, was an jenem Abend genau passiert war, als er zurück ins Schloss kam. Da war dieser kleine Bastard von Wurmschwanz gewesen...diese unglaublichen Schmerzen...und danach? Grüne Augen. Er schlug sich die Hände aufs Gesicht.
 

"Scheiße, Potter!"
 

"Anwesend."
 

Dracos Blick glitt erschrocken auf die linke Seite seines Bettes, wo Potter doch tatsächlich in aller Ruhe auf einem Stuhl saß und ihn anstarrte. Innerlich bereute er seine schnelle Bewegung, als sich ein dröhnendes Klopfen in seinem Kopf ausbreitete.
 

"Du solltest keine allzu hastigen Bewegungen machen. Du warst immerhin volle zwei Tage weggetreten."
 

"Schreib mir nicht vor, was ich zu tun habe, Potter." Ächzend setzte er sich auf. Ganze zwei Tage?
 

"Wie du willst."
 

Langsam fing Potter wieder an ihm gewaltig auf die Nerven zu gehen.
 

"Was hast du hier eigentlich verloren? Machst du jetzt Anstandsbesuche, oder wie soll ich das bitte verstehen?"
 

Er hasste es, wenn Potter anfing so überlegen zu grinsen. Er war ihm niemals überlegen. Das ging schon allein vom Prinzip her nicht. Draco war Slytherin.
 

"Ich glaube, du weißt ganz gut, wieso ich hier bin."
 

"Ja, und du kannst auch gleich wieder gehen. Dein Besuch ist völlig unnötig."
 

Harry verdrehte genervt die Augen. Wieso musste er sich nur mit so jemandem abgeben müssen?
 

"Ich statte dir keinen Besuch ab, Malfoy. Und ich werde es auch niemals vorhaben."
 

"Du kriegst es trotzdem nicht."
 

"Was krieg ich nicht? Von was redest du eigentlich schon wieder?" Harry verlor langsam seine Geduld. Es wunderte ihn schon gar nicht mehr, dass das in Malfoys Gegenwart in Rekordzeit passieren konnte.
 

"Na, ein Dankeschön." Gott, wie blöd konnte sich dieser gryffindorische Idiot eigentlich noch geben?
 

Harry seufzte erschöpft aus. "Deswegen bin ich auch nicht hier. Von dir kann man ja sowas auch gar nicht erst erwarten."
 

Lächelnd zog Malfoy eine Augenbraue hoch. "Ach wirklich?"
 

"Ja."

"Wow so viel Ehrlichkeit sollte mich normalerweise umbringen. Aber du irrst dich."
 

Misstrauisch verzog Harry sein Gesicht. Er wusste, gleich würde seine Geduld überstrapaziert werden.
 

"Schau. D-a-n-k-e."
 

"Ach, leck mich, Malfoy und halt die Klappe."
 

"Nein, keine Lust. Aber du kannst mir gerne sagen, wieso du mich sogar schon am frühen Morgen im Krankenflügel belästigen musst."
 

"Erstens Malfoy: es ist schon längst wieder Mittag. Zweitens: ich wäre liebend gern wo anders, aber es gibt einen Grund wieso ich hier bin."
 

"Ach ja?"
 

"Ich will antworten."
 

Dracos Gesichtsausdruck verdunkelte sich plötzlich um einige Züge.

"Da bist du bei mir bei der falschen Adresse, Potter. Von mir erfährst du nichts."

Und Harrys Geduld war nun endgültig zu Ende.
 

"Hör mir zu, Malfoy. Ich hab ja schon immer gewusst, dass du ein kleiner scheiß Todesser bist und nun kannst nicht einmal mehr du es vor mir verheimlichen. Also komm mir nicht mit so einer dämlichen Antwort! Du bist mit dieser kleinen dreckigen Ratte wieder im Schloss aufgetaucht und sagst jetzt zu mir ich sei bei dir an der falschen Adresse? Eins sag ich dir, Malfoy, wenn du mir nicht erzählst, was da vor zwei Nächten passiert ist, dann kannst du mir glauben, dass es das letzte Mal ist, dass du wegen mir im Krankenflügel gelandet bist."
 

Lächelnd lies sich Draco zurück in sein Kissen sinken.

"Weißt du, Potter. Es ist nicht immer alles so einfach wie du es dir vorstellst. Was würde es dir nützen, Informationen von mir zu erhalten? Rein gar nichts."
 

"Rein gar nichts? Rein gar nichts?! Malfoy bist du eigentlich so bescheuert wie du aussiehst?!"
 

Hey, dass war unter der Gürtellinie. Er sah immer blendend aus, egal in welchem Zustand.

"Es liegt nicht daran, dass ich dir nicht erzählen könnte, was passiert ist. Aber ich weiß keine Informationen über den dunklen Lord, die dir von Nutzen sein könnten."
 

Harry stand mit geballten Fäusten auf.

"Hör zu, es ist ganz einfach. Entweder du sagst es mir, oder nicht. Und wenn nicht, dann garantiere ich dir, dass Dumbledore diese nette kleine Geschichte, die ich da mitangesehen habe, schneller erfahren wird als es dir lieb ist."
 

Draco verstand nicht. "Der Alte, weiß gar nicht, was passiert ist?"
 

"Ich sah kein Grund ihm irgendwas zu erzählen."
 

Draco war verwirrt. Wieso sollte gerade Potter ihn nicht verpfeifen? Natürlich war er nur auf Informationen aus, aber er konnte es sich einfach nicht vorstellen.
 

"Also, Malfoy. Entweder du überlegst dir das noch einmal mit dem Schweigen, oder du weißt wie die Sache ausgeht. "
 

"Potter, hör endlich auf mir zu drohen. Du kannst das einfach nicht richtig."
 

Harry schnaubte aus und schaute ihn wütend an, während Malfoy kurz erschöpft die Augen schloss.

"Du bist mir was schuldig, Malfoy. Und das weißt du."
 

Ha, als ob er schon jemals Schulden beglichen hätte! Er kannte dieses Wort nicht einmal, aber Potter war wohl nicht mehr von seiner Idee abzubringen. Und sollte der alte Knacker wirklich erfahren, was sich zugetragen hatte, dann würde er sich von Hogwarts verabschieden können. Und das wollte er nicht.
 

"In Ordnung, Potter."
 

Harry blinzelte überrascht. Draco gab tatsächlich mal auf. Der Draco Malfoy! War ja was ganz Neues.

"Weißt du, Malfoy...ich glaube du wirst mir wieder etwas besser gefallen, wenn du wieder fit bist. Dich in so einem Zustand und so schwach zu sehen ist irgendwie seltsam. Da lernt man dich irgendwie von ganz anderen Seiten kennen."
 

Er wagte es doch tatsächlich!!! draco konnte es nicht fassen. Harry wich schnell einem Kissen aus, das Malfoy wutentbrannt nach ihm schleuderte.
 

"Pass bloß auf, Potter! Nächstes mal wird es nicht das Kissen sein, klar?!"
 

"Jaja..."
 

Draco schnaufte einmal kurz zur Beruhigung und fasste sich dann wieder.
 

" Also, wenn du wirklich alles erfahren willst, musst du dich aber noch etwas gedulden. Hier werde ich es dir garantiert nicht erzählen, wenn diese vermaledeite Krankenschwester in der Nähe ist. "
 

"Ok, Zeit und Ort können wir noch bestimmen. Erst einmal musst du wissen, wie du dich bei Dumbledore rausreden kannst. "
 

Malfoys Augen verengten sich aufgrund einer bösen Vorahnung und Harry fing schadenfroh an zu grinsen.
 

"Wie meinst du das jetzt schon wieder?
 

"Naja, Dumbledore wird dich auf jeden Fall noch über den Vorfall ausfragen, da wäre es ja nicht schlecht zu wissen wie du dich aus diesem Schlamassel rausreden kannst. "
 

"Aha. Und wie?" Konnte diese Brillenschlange eigentlich mal Klartext reden?
 

"Na vielleicht solltest du wissen, was sich die Schüler so erzählen... es wäre nicht schlecht, wenn du Dumbledore vielleicht erzählen würdest, dass du nachts aus dem Schlafsaal geschlichen bist, um dir ein paar Tropfen von dem Felix, dass Snape in seiner Vorratskammer aufbewahrt, abzukratzen, um vielleicht bei dem nächsten Spiel gegen Gryffindor eine bessere Chance zu haben als sonst. Naja...aber auf deinem Weg dorthin wurdest du von irgendjemandem verhext, der dich dann so zugerichtet hat."
 

Malfoys Augen hatten sich mit jedem Wort, dass Harry gesagt hatte, mehr und mehr geweitet. Sein Ruf! Sein schöner Ruf, als eiskalter, schöner Slytherin war zerstört! Er hätte doch sterben sollen...
 

"Potter, du glaubst doch selber nicht, dass ich diese bescheurte Geschichte noch bestätigen werde! Und außerdem hat diese nette kleine Geschichte viel zu viele Lücken! Das kauft der mir doch niemals ab!"
 

"Naja, dass kommt ganz drauf an, wie sehr du dir Mühe beim Erzählen gibst." Harry konnte sich ein Kichern nicht mehr verkneifen. Er liebte es einfach Malfoy zu verarschen.
 

"Potter, wer hat sich diese bescheuerte Tratschgeschichte eigentlich ausgedacht?!" Oh ja, diese Person würde sterben. Ganz langsam und qualvoll, das hatte er schon längst beschlossen.
 

Aber als Potters Grinsen noch dämlicher wurde, da konnte er nichts mehr denken.
 

"Du warst das?"
 

"Gegenfrage: Wer denn sonst?"
 

Dracos Gedankengänge waren leer. Er überlegte nicht einmal mehr als er sich die Blumenvase auf seinem Nachttisch schnappte. Harry dagegen wich mit erhobenen Händen zurück.
 

"Malfoy, du wirst mir noch danken, du wirst seh-"
 

"VERPISS DICH, POTTER!!"
 

Und Harry eilte schnell möglichst mit einem Lachkrampf aus dem Krankenflügel,

als eine fliegende Blumenvase auf dem Boden zerschellte.
 

Kurz darauf kam Madame Pomfrey aus ihrem kleinen Büro gerannt, angelockt von dem lauten Krach. "Um Gottes willen Mister Malfoy! Sie sind ja endlich wieder wach, welch eine Freunde! Aber was ist gerade eben geschehen? War etwa jemand bei ihnen?! Sie dürfen sich doch nicht zu sehr aufregen!"
 

Draco lächelte zufrieden. Soso, Potter war also unangemeldet hier gewesen, was hieß, dass er selbst eigentlich keinen Besuch empfangen durfte. Ein einziges Wort hallte durch seine Gedankengänge. Rache.
 

"Mrs. Pomfrey?", fragte er zuckersüß.
 

"Ja, mein Lieber?"
 

"Sorgen sie dafür, das Potter Besuchsverbot bekommt!"
 

Die Krankenschwester nahm daraufhin einen sehr wütenden Ausdruck an. "War dieser Halunke etwa schon wieder hier? Ich hab ihm doch gesagt, wenn er noch einmal herkommt, dann werde ich dafür sorgen, dass er eine Strafarbeit bekommt...aber der wird schon noch sehen!", murmelte sie schnaubend vor sich hin, als sie zurück in ihr Büro stampfte.
 

Draco atmete letztendlich gestresst aus, als er sich zurück in sein Kissen lehnen konnte. Was hatte sich Potter nur dabei gedacht ihn zur Witzfigur der ganzen Schule zu machen? Aber er würde schon noch sehen, wohin ihn das geführt hatte. Er konnte nur hoffen, dass sein Vater nichts von dieser Sache erfahren würde...dann wäre es endgültig aus.
 

Als ihm die kalten Augen seines Vaters ins Gedächtnis zurückgerufen wurden, schauderte er.
 

Gott sei Dank lebte er. Er war wieder in Hogwarts.
 

Er musste vorerst nicht mehr zurück.
 

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Bis zum nächsten Mal ;)

Why is it so hard to speak with you?!

Juhuu das neue kapitel ist da!^^ Viel Spaß damit~~
 


 

Kapitel 3: Why is it so hard to speak with you?!
 


 

Sein Blick war auf den Boden geheftet und er merkte wie sich seine Fingernägel in die Handflächen bohrten, als der alte Mann wieder anfing zu sprechen.
 

"Und sie sind sich da in ihrer Sache ganz sicher, Mister Malfoy?" Dumbledore lehnte sich mit einem nichtssagenden Ausdruck im Gesicht zurück in seinen riesigen Sessel und starrte Draco aus glasigen Augen an. "Ja, ich habe ihnen alles erzählt, woran ich mich noch erinnern kann." Draco wich dem Blick des alten Schulleiters aus, er hatte ihm noch nie lange ins Gesicht sehen können. Er hatte dabei immer das Gefühl, als ob Dumbledore direkt in sein Inneres blicken konnte und alles sehen könnte, was sich in ihm abspielte. Schon als er das erste Mal die große Halle betreten hatte und sich den sprechenden Hut aufsetzen lies, hatte er ein Schaudern verspürt als er Dumbledore kurz ins Gesicht sah.
 

"Draco...seien wir mal ganz ehrlich unter uns beiden. Du weißt selber ganz gut, dass ich dir gerade nicht glauben kann, dass diese Geschichte, die sich da so lauthals rumgesprochen hat, der Wahrheit ganz entspricht. Außerdem warst du noch nie wirklich jemand, der so ein Risiko der Bloßstellung freiwillig auf sich ziehen würde. Dafür seit ihr Slytherins doch viel zu eitel."
 

Draco konnte nicht verhindern, dass seine Gesichtszüge einen Tick von der aufkommenden Peinlichkeit verändert wurden, als er Dumbledore kurz zwinkern sah. "Sir, ich-" Dumbledore unterbrach ihn, indem er kurz die Hand hob.
 

"Ich weiß aber auch, dass du mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht die völlige Wahrheit erzählen möchtest, weil dich vielleicht irgendwas daran hindert...und ich das vorerst akzeptieren werde. " Draco schaute überrascht auf, konnte er doch nicht glauben, dass der alte Mann ihm plötzlich so vertrauen sollte. Trotzdem nickte er erleichtert kaum merklich.
 

"Aber Draco, ich muss dir noch einen Rat geben. Du kannst jederzeit zu mir kommen und mir erzählen, was in jener Nacht passiert ist. Es tut nicht gut, seine Probleme ganz allein für dich zu behalten. Ich kann dir helfen, egal was du angestellt hast oder was jemand anderes getan hat, dafür bin ich ja als Vertrauensperson da." Und Draco schaute ihn mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend ins Gesicht. Er war nun ganz kurz davor, die ganze Sache zu erzählen, denn Dumbledore machte es ihm so schwer alles für sich zu behalten. Doch Draco riss sich zusammen und wendete sich wieder von dem nun traurigen Gesicht des Direktors ab.
 

"Danke, Professor. Ich weiß ihr Angebot zu schätzen, aber ich denke, dass es nicht nötig sein wird. Ich glaube ich komme nun ganz gut alleine zurecht." Draco versuchte seiner Stimme wieder mehr Halt zu geben. Als er diese kleine nette Geschichte von Potter Dumbledore erzählen musste, war seine Stimme so zittrig geworden vor Wut und Scham, dass ihm dass jetzt noch mehr als peinlich war. Noch niemals in seinem Leben hatte er sich so vor jemandem bloßstellen müssen.
 

"In Ordnung, Draco. Ich werde dich wohl gerade nicht umstimmen können." Draco atmete erleichtert aus, als Dumbledores Satz ihm signalisierte, dass er nun aufstehen durfte. "Aber bevor du gehen darfst muss ich dir leider noch einen Termin bei Professor Snape machen." Der junge Slytherin, der schon halb wieder im gehen war drehte sich fragend um. Das Grinsen, dass sich in das Gesicht des alten Mannes geschlichen hatte, machte ihn plötzlich nervös.
 

"Na, du wolltest im nächsten Quiddich Spiel ja angeblich schummeln. Das ist leider nicht genehmigt und deswegen muss ich dir eine Strafarbeit geben." Dumbeldore funkelte ihn lächelnd an, worauf Draco sofort wieder seine normale Attitüde aufnahm und ihn herablassend betrachtete. "Und wann, soll ich sie bei Snape abhalten ….Sir?" "Professor Snape, Draco. Und über den Termin werde ich dir noch im Laufe der Woche bescheid geben. Du kannst nun gehen, wenn du möchtest. Deine Freunde erwarten dich schon bestimmt beim Essen."
 

Draco drehte sich, noch ohne ein Wort an Dumbledore zu verlieren, um und ging mit geballten Fäusten aus dem Büro. Als er wieder auf dem Gang war blieb er fluchend stehen und lockerte seine Krawatte.
 

"Dieser blöde, senile, alte....das ist alles nur Potters Schuld! Nicht nur, dass mein Ruf jetzt wahrscheinlich schon zerstört ist, nein, jetzt wird das ganze Haus Slytherin wahrscheinlich auch noch von meiner Strafarbeit bei Snape erfahren." Er hatte Dumbledore noch nie ausstehen können. Das lag nicht nur daran, dass Draco die helfende Art seines Schulleiters verabscheute, sondern auch wohl hauptsächlich darin, dass ein gewisser 'Junge-der- verdammt-noch eins-immer noch lebte-' der absolute Liebling des alten Tattergreises war.
 

Mit stampfenden, aber doch eleganten und geschmeidigen Schritten, machte er sich schließlich auf den Weg in die große Halle. "Das wird Potter noch büßen.." Seine Freunde würden ihn wegen der kleinen Geschichte auslachen, wenn sie ihn wieder sehen würden! Seufzend fuhr er sich mit der Hand über sein Gesicht. Sein Leben war doch ein einziger Beschiss. Überall machte ihm Potter einen Strich durch die Rechnung, er war der Grund allen Übels. Potter hier, Potter da, er war nicht mal ansatzweise der überaus gute Superheld...alles Verhohnepiepelei. Potter war ein Arsch.
 

Es gab wohl einige Leute, die er auf seine meist gehasste Leute-Liste setzen konnte, aber Potter nahm immer einen der obersten Plätze ein. Schon immer, seit er ihn kannte. Er wusste ja, dass seine Streitereien mit ihm manchmal wirklich zu weit gingen und schon an kindische Handlungen grenzten, aber bei ihm konnte Draco sich einfach nicht beherrschen, auch wenn er es versuchte. Die Blumenvase im Krankenflügel wurde ihm ins Gedächtnis gerufen und er fing an zu knurren. Wie hatte er wohl dabei ausgesehen? Bestimmt wie eine wilde, hyperaktive Furie. Wütend strich er sich eine blonde Strähne aus dem Gesicht.
 

Draco schüttelte den Kopf, als ihm klar wurde, dass es langsam zu Ende mit seinem super ausgetüftelten Ruf ging. Und wer war wieder schuld? Potter, das Aas.
 

Als Draco auf das Tor der großen Halle zuging, atmete er noch einmal tief durch. Er wusste, dass sich alle Augen nun gleich auf ihn richten würden. Nach anderen Umständen hätte er das als toll empfunden, doch jetzt fühlte er sich unwohl, was er auf keinen Fall zeigen durfte. Das Letzte, was er jetzt noch zeigen durfte war Schwäche, sonst würde er untergehen. Er nahm eine sichere Körperhaltung an und setzte seinen typischen Malfoy Ausdruck auf.
 

Mit erhobenem Haupt und festem, kühlen Blick, betrat er die große Halle und ging zielstrebig auf den Slytherintisch zu, ohne sich umzusehen. Erst recht vermeidete er es von den Gryffindors Kenntnis zu nehmen. Die Schüler an ihren Tischen begannen nach und nach an zu tuscheln, sobald sie den Slytherin erblickten. Draco verzog keine Miene, als er jemandem vom Tisch Ravenclaw rufen hörte und es plötzlich sehr still wurde. "Hey, Malfoy! Hast du dich wieder von deinem unheimlichen Angreifer erholt?! War wohl nichts mit dem nächsten Quiddichsieg!" Einige fingen verhalten an zu kichern, aber Draco ignorierte sie.
 

Als er an seinem Tisch angelangt war, konzentrierte er sich zum ersten Mal, seit er die halle betreten hatte auf die Ausdrücke seiner Hauskameraden. Und musste schlucken. Dreiviertels des Tisches sahen ihn aus kalten Augen an und verzogen keine Miene. Er hatte schon geahnt, dass das gesamte Haus Slytherin ihn nun hassen würde, kaum wunderlich nach der erniedrigenden Geschichte, die sich da herumgesprochen hatte....naja, anscheinend sollte ihn aber trotzdem nicht das ganze Haus Slytherin hassen, denn-
 

"Draaaaaaayyyyyyy!!!!!!" Hörte er es gerade noch laut rufen, bevor er von irgendjemandem angehopst wurde, den er auf der Stelle in seinen Gedanken tötete, als er von der Wucht nach hinten kippte. Draco wusste natürlich sofort, von welchem Depp er wieder einmal bedrängt wurde. Knirschend schloss er die Augen als sein Kopf gegen einen Ellbogen knallte.
 

Als er schließlich lautes Lachen von den anderen Tischen hörte, schubste er den Übeltäter wütend von sich herunter uns strafte ihm mit einem seiner Todesblicke, dieser jedoch konnte ihn nur aus großen Augen und mit einem breiten Grinsen ansehen. "Blaise, wenn du das nochmal machst dann-"
 

"Draaaaaaacyyyyyy!!!!!!" Gerade noch so konnte er seine beiden Hände hochheben und somit Pansy Parkinson abwehren, die ihn ebenso leidenschaftlich begrüßen wollte, wie sein bester Freund. Er fand es ja wirklich reizend, natürlich waren Dracos Gedanken dabei voller Ironie, wie seine beiden Freunde ihn begrüßten, aber hatte er nicht schon genug erleiden müssen?! War er denn nur noch gestraft in dieser Welt?!
 

"Hört auf ihr beiden Idioten und kommt mit!" Knurrte er verhalten, als er sich seinen Umhang glatt strich und sich in alter Malfoy Manier auf seinen Platz am Tisch setzte. Er nickte Theo, der kurz lächelnd die Hand zur Begrüßung hob, zu und war wenigstens diesem wirklich dankbar, dass er ihn nicht wie ein Hund zur Begrüßung angesprungen hatte.
 

"Draco wir sind ja so froh, dass du endlich wieder da bist. Ohne deine Meckereien hat uns wirklich was gefehlt", hörte er Blaise neben sich kichern, als dieser sich neben ihn setzte. Draco schwieg. "Blaise hat da ganz recht! Unsere Pansy ist uns ja schon halber verrückt geworden, weil sie dich nicht besuchen durfte!", lachte Theo und nahm sich noch etwas Kartoffelpüree.
 

"Natürlich hab ich mir Sorgen gemacht!" Pansy zog zickig die Augenbrauen zusammen. "Das, was mit Draco passiert ist, ist auch nichts harmloses gewesen, nicht wahr Dracy?" Und Draco musste sich mal wieder zusammen reißen, um seine Freunde nicht auf den Mond hexen zu wollen. Als er Blaise jedoch schnauben hörte schaute er ihn fragend an.
 

"Pansy nicht hier, okay? Draco wird uns schon erzählen, was passiert ist." Draco war durchaus überrascht, als er Blaise das flüstern hörte. Dieser Heini konnte ja auch mal richtig ernst sein, wenn er wollte und Draco war ihm für diesen Moment sogar etwas dankbar.
 

Schließlich nahm er sich etwas von den reichlich gedeckten Tabletten und Schüsseln auf seinen Teller und merkte, dass er einen Bärenhunger hatte. Wie lang hatte er wohl nichts mehr Anständiges gegessen? Als er sich jedoch gerade genussvoll die Gabel in den Mund schob, fiel sein Blick plötzlich auf einige seiner Mitschüler. Und sein Appetit war verschwunden.
 

Gregory Goyle und Vincent Crabbe schauten ihn aus herablassenden Augen an, die mehr als nur Bosheit ausstrahlten. Draco hatte keinen Zweifel daran, dass die beiden wussten, was in Wirklichkeit geschehen war. Nachdem, was sich vor drei Nächten zugetragen hatte, hätte er wissen müssen, dass ihm Crabbe und Goyle nun das Leben schwer machen würden.
 

Schließlich bemerkte Blaise neben ihm, dass er nicht mehr ganz im Hier und Jetzt war und folgte seinem Blick, worauf auch er sein Besteck senken lies. „Weißt du Draco….in den letzten Tagen hat sich einiges hier in Slytherin verändert, seit das…mit deinem Unglück passiert ist. Und die größte Veränderung sind wahrscheinlich diese zwei Idioten da.“ Blaise Blick wurde plötzlich so verachtend, wie es Draco nur selten von ihm zu Gesicht bekam. „Wieso, was haben sie gemacht?“ Theo beugte sich darauf leicht über den Tisch. „Seit du nicht mehr anwesend warst, haben sie plötzlich alle unter ihrer Fuchtel. Gleich am nächsten Tag nachdem du…naja du weißt schon….haben sie angefangen alle gegen uns aufzuhetzen! Sie wissen alle, dass in der Nacht etwas anderes geschehen sein muss.“ Nun mischte sich auch noch Pansy mit ein, was natürlich voll in ihrer Natur lag. „Wir haben keine Ahnung wieso sich diese zwei Hornochsen plötzlich so benehmen! Natürlich wissen wir alle, dass sie sich seit dem letzten öffentlichen Angriff des dunklen Lords nicht mehr mit uns abgeben, weil wir sie nicht unterstützt haben, doch so offensiv haben sie uns noch nie angegriffen…“
 

Draco zog nachdenklich die Augenbrauen zusammen. „Moment mal….wenn ihr sagt sie hetzen alle gegen uns auf….was meint ihr damit?“ Beunruhigt nahm er wahr, wie sich seine Freunde wissend in die Augen schauten. „Draco sie erzählen allen Slytherins, dass wir nicht zu unseren Aufgaben stehen…besonders haben sie es wohl auf dich abgesehen, da dein Vater ja-“ Blaise stoppte überrascht als Draco leise zu kichern anfing. „Alles in Ordnung mit dir?“
 

Und der Blonde antwortete mit einem Grinsen, dass seine Freunde misstrauisch und etwas beunruhigt schauen lies, doch auf eine wirkliche Antwort konnten sie nicht aus sein. Draco nahm immer noch grinsend wieder seine Gabel in die Hand und begann zu essen. Und damit war das Gespräch beendet.
 

Er konnte nicht glauben, dass Crabbe und Goyle wirklich vorhatten alle gegen ihn zu wenden. Das würden sie niemals schaffen. Sie waren schon immer völlige Idioten gewesen. Sie hatten zwar recht damit, dass er nicht wirklich das Tat, was er tun sollte, doch glaubten sie ernsthaft ihn damit einschüchtern zu können? Noch einmal schüttelte er lächelnd den Kopf.
 

Als es jedoch wieder sehr still in der Halle wurde, hob er kauend den Kopf und blickte wie alle anderen zum Lehrertisch vor, an dem nun Dumbledore eingetroffen war, der sich erwartend vor die Schülermenge stellte. Draco wusste, was jetzt kommen würde und schaute desinteressiert wieder auf seinen Teller.
 

„Meine lieben Schüler und Schülerinnen. Nach allem, was in den letzten Tagen geschehen ist, möchte ich , da wir nun endlich wieder alle vollständig hier sitzen, euch über das Vergangene aufklären.“ Draco seufzte leise auf.
 

„Der Täter, der in einer der letzten Nächte sich hier in unserem Schloss befand, und einen Schüler überwältigte, konnte noch nicht gefasst, oder identifiziert werden. Wir wissen leider auch noch nicht, wie er sich ohne weiteres in das Schloss hineinschleichen konnte, ohne entdeckt zu werden und aus welchem Grund er hierher kam. Schließlich wissen wir alle, dass wir hervorragende Sicherheitsvorkehrungen haben. Jedoch möchte ich euch bitten, jetzt nicht in Unruhe zu verfallen, denn wir werden weitere Maßnahmen ergreifen, um für eure Sicherheit zu sorgen, sodass sich der Vorfall der vergangenen Nächte nicht noch einmal wiederholen wird. Ich möchte euch jetzt schon mal ein paar neue Regeln verkünden, die ab sofort gelten bis der Täter gefunden wird.“ Einige der Schüler fingen jetzt schon an zu stöhnen, weil sie wussten, was ungefähr kommen würde.
 

„Es herrscht Ausgangssperre nach zehn Uhr und alle Schüler müssen in Gruppen von mindestens zwei Leuten unterwegs sein. Ich bitte euch inständig diese Regeln einzuhalten, auch wenn ich weiß, dass dies für einige sehr schwer zu befolgen sein wird. Doch, das war es erst einmal, ich bitte euch nun weiterzuessen.“
 

Draco reagierte nicht, als er seine Mitschüler leise um sich herum maulen hörte, sondern heftete seinen Blick auf jemanden, der ihm erst gerade wieder in Gedanken gekommen war. Potter saß mit dem Rücken zu ihm, hatte sich jedoch während Dumbledore zu Ende gesprochen hatte, fast vollständig zu ihm umgedreht und starrte ihn mit wissendem Blick an. Mit einem leisen Kopfnicken deutete Harry ihm an, ihm zu folgen, als dieser plötzlich aufstand, kurz ein Wort mit seinen Freunden wechselte und schließlich aus der Halle marschierte.
 

Draco nahm sich Zeit in Ruhe seinen Teller leer zu essen und auf das Gerede seiner Freunde mit einzusteigen. Es wäre auffällig gewesen Potter direkt nach seinem Abgang zu folgen. Als er fertig war sagte er leise: „Ich geh jetzt wohl mal in den Schlafsaal.“ Seine Freunde akzeptierten das mit einem Nicken, weil sie dachten Draco wäre noch etwas erschöpft. Bedacht darauf nicht zu schnell zu gehen verschwand auch er schließlich aus der Halle.
 

Als er die Schulgänge erreicht hatte, schaute er sich schnell und aufmerksam um, doch Potter war nirgends zu sehen. Er lief einige Schritte den Gang weiter hinunter und zischte: „Potter verdammt, wo bist du?!“ nach einem kurzen Moment, hörte er „Na hier, du lahme Ente.“ Ruckartig drehte er sich um und entdeckte Potter halb im Dunkeln an der Wand lehnend. „Du hättest dich ruhig ein wenig beeilen können. Viel länger hätte ich nicht mehr gewartet.“ Harry löste sich von der Wand und ging langsam mit den Händen in den Umhangtaschen auf Draco zu, der ihn funkelnd anschaute. „Du bist wirklich bescheuert! Die hätten das doch alle sofort gemerkt, wenn ich dir so schnell hinterhergelaufen wäre!“ Harry antwortete darauf nicht, weil er wusste das Draco Recht hatte.
 

„Wie auch immer, Malfoy.“ Harry hasste es in Malfoys Nähe sein zu müssen. Aber es war wieder einmal nötig. Seine Freunde hatten ihn in der Halle schon gar nicht mehr wirklich gefragt, wo er hinging, sie hatten sich schon daran gewöhnt, dass er in den letzten paar Tagen immer mal wieder verschwand. Doch besonders bei Ron schien er es sich damit etwas unbeliebt zu machen, da er ziemlich gereizt auf ihn im Moment reagierte.
 

„Also, Potter, was willst du?! Da folge ich dir extra und dann schweigst du dich aus. Dann kann ich ja auch wieder gehen.“ Natürlich wusste Draco, was Potter von ihm wollte, aber er ging ihm gerade gehörig auf den Keks mit seiner Ignoration.
 

Harry fing sich wieder. „Hör zu, Malfoy. Ich hab dir gesagt ich möchte Antworten von dir.“ Draco verdrehte genervt die Augen. „Dann frag doch.“ „Kannst du nicht selber anfangen zu erzählen?!“ „Potter, warum ist kommunizieren mit dir immer nur so schwer?“ Harry hörte wohl nicht recht. „Mit mir schwer?! Verdammt, wenn du einfach sagen würdest, was ich hören möchte, dann wäre alles schon längst geklärt.“ „Du hast mir noch nicht mal gesagt, was du wissen willst, Potter, also spiel dich nicht schon wieder so auf.“
 

Harry schloss kurz genervt die Augen. Wie konnte man nur so begriffsstutzig sein? „Ich will alles wissen, Malfoy. Alles! Da gibt es keine Details, die du mir vorenthalten sollst, denn alles ist wichtig, verstanden?“ Draco lies ein herablassendes Zischen von sich. „Du spinnst doch, Potter. Alles, werde ich dir ganz sicher nicht erzählen, denn größtenteils geht dich das alles eigentlich gar nichts an.“
 

Dieser Dummkopf verstand es einfach nicht, dachte Harry. „Mich nichts angehen?! Malfoy, ich hab dir im Krankenflügel schon erklärt, dass das bei mir nicht zieht. Und dass du ein kleiner Todesser bist, was ich übrigens schon immer gewusst habe.“
 

Und plötzlich…konnte Harry nicht einmal mehr so schnell gucken, da hatte Draco ihn am Kragen seine Umhangs gepackt und gegen die Wand gepresst. Nur aus Reflex hatte er seinen Zauberstab so schnell ziehen können, dass er ihn gegen Malfoys Kehle drücken konnte.
 

„Du hast NULL Ahnung von mir, Potter! Du kennst mich nicht mal ansatzweise und brüllst solche Vorurteile über mich rum?!“ Harry war erschrocken über die heftige Reaktion von ihm, aber noch mehr darüber, dass Malfoy in diesem Moment so fertig aussah, wie er ihn noch niemals zuvor gesehen hatte.
 

„Die Welt teilt sich nicht immer nur in Gute und Todesser auf! Aber das scheint in dein mickriges Gehirn wohl nicht ganz reinzugehen.“ Harry bekam eine Gänsehaut als er die kalte Wand durch den Umhang hindurch spüren konnte. „Was…soll das heißen, Malfoy? Dass du gar kein Todesser bist?! Das glaub ich dir nicht, nach allem, was du schon getan hast-“ Harry stockte kurz der Atem als Dracos Gesicht sich plötzlich zu einem kleinen Lächeln verzog und er ihn loslies.
 

„Potter, es gibt vieles, was du glaubst zu wissen. Nur leider ist das nicht immer ganz richtig.“ Als Draco seinen linken Arm zu ihm hinstreckte und langsam seinen Umhang beiseite zog, um sein Handgelenk zu zeigen, streifte Harry ein kalter Luftzug, der ihn erschaudern lies.
 

Harry war nicht im Stande irgendetwas zu sagen. Als er hörte wie sich die große Halle zu lehren begann, sagte Draco mit Spott in der Stimme: „Lass mir eine Nachricht zu kommen, sobald du dich entschieden hast, wo du mich verhören willst, Potter!“ Und damit lief Draco den Gang hinunter und wurde von der Dunkelheit verschluckt.
 

Harry nahm einen tiefen Atemzug und stieß sich von der Wand ab, um wieder vor zur großen Halle zu gehen, wo seine Freunde auf ihn warteten.
 

Was sollte denn wohl noch alles geschehen? Erst der Vorfall vor drei Nächten und nun das! Harry schüttelte fassungslos den Kopf als er mit Hermine und Ron zu den Schlafsälen hochging.
 


 

Auf Dracos Arm war nichts zu sehen gewesen.
 


 

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Bis zum nächsten Chap :D



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Kommentare zu dieser Fanfic (2)

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Bitte keine Beleidigungen oder Flames! Falls Ihr Kritik habt, formuliert sie bitte konstruktiv.
Von:  ZachariaSlytherin
2009-11-09T01:02:03+00:00 09.11.2009 02:02
klasse!
dein stil ist fantastisch!
spitze!
weiter so !!!!

die vase ist klasse!!!!
hast n neuen fan !!! *g*
Von:  LadyNymeria
2009-08-20T19:00:43+00:00 20.08.2009 21:00
schön schön schön ^^
gefällt mir gut
ist gut zu lesen
freu mich schon auf weiteres :D


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