Seeing you weakly is strange.
Hallo alle miteinander ^^
So nun folgt das zweite Kapitel! Ich hoffe es findet gefallen!
Seeing you weakly is strange.
Kapitel 2: Seeing you weakly is strange.
Harry bemühte sich so leise wie möglich zu Dumbledores Büro zu kommen. Es wäre nicht klug gewesen, wie ein Irrer durch die Gänge zu rennen, um dann vielleicht Snape, den Nachtwandler, auf sich aufmerksam zu machen. Das hätte nur alles zu viel Zeit gekostet. Er musste Dumbledore so schnell wie möglich holen, bevor es vielleicht zu spät war. Er konnte nicht zulassen, dass Malfoy starb, so schwer ihm dieser Gedanke auch auf den Magen drückte. Im Normalfall hätte er Luftsprünge vollbracht, wenn er, wie die ganzen anderen Schüler am nächsten Morgen, erfahren hätte, dass Malfoy sie nicht länger mit seiner bloßen Anwesenheit belästigen würde.
Aber diese Situation war etwas ganz anderes. Er hatte zwar nicht mitbekommen, ob Pettigrew ihn erst im Schloss so zugerichtet, oder ihn schon so hergebracht hatte. Die Sache war einfach nur in soweit kompliziert, da er nun mit drin steckte. Auch wenn es Malfoy gewesen war, der regungslos vor ihm auf dem Boden gelegen hatte...Er hätte es niemals mit seinem Gewissen vereinbaren können jemanden vor seinen Augen einfach so sterben zu lassen.
Außerdem hatte er noch andere Gründe gehabt ihn zu retten. Harry hatte nun mit seinen eigenen Augen gesehen, dass Malfoy mit den Todessern zu schaffen hatte, was er natürlich schon längst gewusst hatte. Schließlich war Malfoys Vater einer und mit diesem hatte er sich schon auseinander setzen müssen. Ja sogar Malfoys "Freunde" Crabbe und Goyle hatten Todesser als Väter. Da konnte also eigentlich von Anfang an kein Zweifel bestanden haben bei so einer Gesellschaft. Da er Malfoy nun also erwischt hatte, war seine Tarnung eines normalen und arroganten Schülers völlig aufgeflogen. Zumindest voll und ganz für Harry. Und Malfoy wusste, dass Harry ihn nun gesehen hatte. Er hatte also keine Chance mehr sich rauszureden und Harry würde auch Antworten verlangen, wenn der Slytherin wieder wach war. Denn nur er konnte ihm jetzt wichtige Informationen über Voldemord geben, die er gegen ihn verwenden konnte.
Das Einzige, was Harry an seiner Planung störte war, dass er Malfoy nicht auffliegen lassen durfte, so gern er es auch getan hätte. Würden die Lehrer und ganz besonders Dumbledore von dem heutigen Vorfall erfahren, dann hätten sie Malfoy ganz für sich und ihre Fragen beansprucht und er konnte seinen gesamten Plan vergessen. Deswegen durfte er Dumbledore nichts erzählen, wenn er diesen gleich antraf. "Nur das nötigste und sonst nichts...", dachte sich Harry. Dumbledore war zu klug und weise, als dass er einfach eine neue Geschichte erfinden konnte. Der alte Mann merkte einfach immer, wenn man ihn belog.
Harry bog gerade in den Gang ein, der zu dem große Steinadler, dem Eingang von Dumbledores Büro, führte, als er überrascht stehen blieb und seine Gedanken fürs erste lahmgelegt wurden. Der Eingang öffnete sich noch im selben Moment und Dumbledore kam mit wehendem Schlafmantel und einem ernsten Gesicht Harry entgegen geeilt.
Harry wusste nicht, wie dieser Mann das immer machte. Er tauchte immer dann auf wenn man ihn brauchte...oder aber auch nicht.
"Professor Dumbledore, Malfoy ist-" "Ich weiß, Harry", sagte Dumbeldore mit ernster Stimme. Und somit war das Gespräch für den restlichen Weg zum Krankenflügel beendet. Aber Harry konnte es nur recht sein, er fand es besser wie pausenlos ausgefragt zu werden und alles mit Ausreden schmücken zu müssen.
Harry hatte Dumbledore nicht oft so schnell und hastig gehen sehen. Normalerweise strahlte er immer eine Ruhe und Kraft aus, doch in diesem Moment war er wie ausgewechselt. "Würde ich das Hermine und Ron erzählen, die würden mir das nicht glauben...", dachte er sich. Aber seine Freunde würden vorerst eh nichts über die ganze Sache erfahren. Er wollte sie nicht unnötig mit hineinziehen.
Als sie schließlich im Krankenflügel ankamen gingen sie sofort zu dem Bett in dem Draco lag, wo Madame Pomfrey schon dabei war sich um Malfoy zu kümmern.
"Es wird Zeit, dass sie kommen Professor. Ich versuche schon seit Potter ging ihn zu heilen, aber es will einfach nichts helfen! Keiner meiner Zauber konnte die Wunden auf seinem Körper verschließen oder verschwinden lassen", sagte sie mit einem verzweifelten Gesichtsausdruck. "Ich habe zwar bewirkt, dass er nicht mehr so stark blutet, aber wenn wir die Wunden nicht bald schließen, dann sieht es nicht gut aus."
Dumbledore beugte sich über Draco und schaute sich die Wunden näher an, während Harry nur gespannt und mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend am Ende des Bettes stand. Wer außer Dumbledore sollte ihn denn sonst heilen können? Wenn er es nicht schaffte, wer denn dann?
"Mister Malfoy wurde mit schwarzer Magie verflucht, es wundert mich nicht, dass sie darauf nicht vorbereitet waren", murmelte der Schulleiter und sah Madame Pomfrey mit einem besorgten Lächeln an. "Schwarze Magie?! Aber...wie und wer konnte so etwas tun?", fragte sie mit hoher Stimme. Dumbeldores Blick streifte Harry für einen Augenblick, der kurz aber kaum merklich zusammen zuckte. "Das werden wir wohl erst rausfinden können, wenn Mister Malfoy sein Bewusstsein wieder erlangt."
Harry brauchte einen Moment bis er sich wieder gefangen hatte und sich die Frage nicht verkneifen konnte. "Aber sie schaffen es doch ihn zu heilen, oder Professer?" Dumbledore schaute ihn wieder kurz an. "Ich hoffe es doch, Harry. Aber wir werden es gleich sehen."
Dumbledore holte seinen Zauberstab aus dem Schlafmantel und wartete einen Moment. Harry fand, dass es fast so aussah als würde er seine Kräfte sammeln. Wie gebannt schaute er zu, als der alte Mann seinen Zauberstab langsam über Malfoys Körper schweben lies und dabei angestrengt etwas murmelte, dass er nicht verstehen konnte. Der Krankenflügel wurde plötzlich leicht von einem weißen Licht erhellt, als ein heller Strahl aus dem Zauberstab züngelte und über Malfoys Körper glitt. Sobald der Zauber die Wunden berührte, begannen sie langsam zu verschwinden. Harry konnte wieder einmal nur über Dumbeldores Macht staunen, wusste er doch, dass er es schaffen würde. Madame Pomfrey und Dumbledore selbst begannen erleichtert zu lächeln, als Draco vollkommen geheilt war.
"Bitte holen sie ihm einen Erholungstrank. Er muss unglaubliche Schmerzen gehabt haben, schließlich waren die Wunden sehr tief. Mister Malfoy sollte sich noch ein paar Tage hier im Krankenflügel erholen, bevor wir ihn einer Befragung unterziehen können." Madame Pomfrey nickte und beeilte sich den Trank zu holen. Währendessen wendete sich Dumbledore an Harry, der schon ahnte, dass er nun doch nicht das Glück hatte schweigen zu dürfen. "Und du Harry musst mir versprechen, dass du kein Wort von dem heutigen Vorfall an deine Freunde oder sonst jemanden verlierst. Es soll keine Unruhe entstehen, womöglich würden sonst bald wieder ein paar Plätze in der großen Halle frei werden, wenn die Eltern wieder ihre Besorgnis walten lassen." Harry schaute ihn überrascht an und nickte dann ebenfalls. "Ich werde weder Ron und Hermine etwas sagen, noch sonst irgendjemandem. " Dumbeldore schaute ihn zufrieden an. "Gut, ich vertraue dir. Und nun..." Dumbledore kramte kurz in seiner linken Manteltasche und zog etwas hinaus. "....nimm ein Zitronenbonbon zur Beruhigung. Das alles hier muss dich ja auch ziemlich aufgeregt haben." Harry griff lächelnd, aber auch dankbar zu. Dumbledore, war eben einfach Dumbledore.
Als Madame Pomfrey zurück kam, versicherte sie, dass sie nun allein zurecht käme. "Nun gut, dann werde ich jetzt mal ins Bett gehen. Und du Harry machst mir keine Umwege mehr bis zum Schlafsaal", meinte Dumbledore als er schon halb wieder aus der Tür war. Harry schüttelte nur kurz lächelnd den Kopf, drehte sich dann aber noch einmal zu Malfoy um. Dieser schien nun beruhigt zu schlafen. Jemand anderes hätte wahrscheinlich nicht glauben können, dass er vor wenigen Momenten noch blutüberströmt gewesen war. Als Harry sich umdrehte und aus dem Krankenflügel schritt nahm er sich vor Malfoy morgen einen Besuch abzustatten.
Er musste ihm unbedingt ein paar Fragen beantworten.
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Draco wurde von einem hellen Licht, dass sein Gesicht streifte geweckt. Blinzelnd öffnete er seine Augen und hob sich dann einen Arm vors Gesicht.
"Wo bin ich denn gelandet? Bin ich etwa tot? Wenn dass so ist, wieso bei Salazars Zauberstab tut mir dann alles so verflucht weh? Ich dachte immer man hätte seine Ruhe wenn man stirbt und keine Schmerzen."
Aber als Draco leicht den Kopf drehte und das helle Licht aus seinem Gesicht verschwand, da erkannte er den vertrauten Krankenflügel und stöhnte kurz auf, weil seine Gedanken zunichte gemacht wurden. Er war also nicht tot.
Draco musste für einen Moment überlegen, was an jenem Abend genau passiert war, als er zurück ins Schloss kam. Da war dieser kleine Bastard von Wurmschwanz gewesen...diese unglaublichen Schmerzen...und danach? Grüne Augen. Er schlug sich die Hände aufs Gesicht.
"Scheiße, Potter!"
"Anwesend."
Dracos Blick glitt erschrocken auf die linke Seite seines Bettes, wo Potter doch tatsächlich in aller Ruhe auf einem Stuhl saß und ihn anstarrte. Innerlich bereute er seine schnelle Bewegung, als sich ein dröhnendes Klopfen in seinem Kopf ausbreitete.
"Du solltest keine allzu hastigen Bewegungen machen. Du warst immerhin volle zwei Tage weggetreten."
"Schreib mir nicht vor, was ich zu tun habe, Potter." Ächzend setzte er sich auf. Ganze zwei Tage?
"Wie du willst."
Langsam fing Potter wieder an ihm gewaltig auf die Nerven zu gehen.
"Was hast du hier eigentlich verloren? Machst du jetzt Anstandsbesuche, oder wie soll ich das bitte verstehen?"
Er hasste es, wenn Potter anfing so überlegen zu grinsen. Er war ihm niemals überlegen. Das ging schon allein vom Prinzip her nicht. Draco war Slytherin.
"Ich glaube, du weißt ganz gut, wieso ich hier bin."
"Ja, und du kannst auch gleich wieder gehen. Dein Besuch ist völlig unnötig."
Harry verdrehte genervt die Augen. Wieso musste er sich nur mit so jemandem abgeben müssen?
"Ich statte dir keinen Besuch ab, Malfoy. Und ich werde es auch niemals vorhaben."
"Du kriegst es trotzdem nicht."
"Was krieg ich nicht? Von was redest du eigentlich schon wieder?" Harry verlor langsam seine Geduld. Es wunderte ihn schon gar nicht mehr, dass das in Malfoys Gegenwart in Rekordzeit passieren konnte.
"Na, ein Dankeschön." Gott, wie blöd konnte sich dieser gryffindorische Idiot eigentlich noch geben?
Harry seufzte erschöpft aus. "Deswegen bin ich auch nicht hier. Von dir kann man ja sowas auch gar nicht erst erwarten."
Lächelnd zog Malfoy eine Augenbraue hoch. "Ach wirklich?"
"Ja."
"Wow so viel Ehrlichkeit sollte mich normalerweise umbringen. Aber du irrst dich."
Misstrauisch verzog Harry sein Gesicht. Er wusste, gleich würde seine Geduld überstrapaziert werden.
"Schau. D-a-n-k-e."
"Ach, leck mich, Malfoy und halt die Klappe."
"Nein, keine Lust. Aber du kannst mir gerne sagen, wieso du mich sogar schon am frühen Morgen im Krankenflügel belästigen musst."
"Erstens Malfoy: es ist schon längst wieder Mittag. Zweitens: ich wäre liebend gern wo anders, aber es gibt einen Grund wieso ich hier bin."
"Ach ja?"
"Ich will antworten."
Dracos Gesichtsausdruck verdunkelte sich plötzlich um einige Züge.
"Da bist du bei mir bei der falschen Adresse, Potter. Von mir erfährst du nichts."
Und Harrys Geduld war nun endgültig zu Ende.
"Hör mir zu, Malfoy. Ich hab ja schon immer gewusst, dass du ein kleiner scheiß Todesser bist und nun kannst nicht einmal mehr du es vor mir verheimlichen. Also komm mir nicht mit so einer dämlichen Antwort! Du bist mit dieser kleinen dreckigen Ratte wieder im Schloss aufgetaucht und sagst jetzt zu mir ich sei bei dir an der falschen Adresse? Eins sag ich dir, Malfoy, wenn du mir nicht erzählst, was da vor zwei Nächten passiert ist, dann kannst du mir glauben, dass es das letzte Mal ist, dass du wegen mir im Krankenflügel gelandet bist."
Lächelnd lies sich Draco zurück in sein Kissen sinken.
"Weißt du, Potter. Es ist nicht immer alles so einfach wie du es dir vorstellst. Was würde es dir nützen, Informationen von mir zu erhalten? Rein gar nichts."
"Rein gar nichts? Rein gar nichts?! Malfoy bist du eigentlich so bescheuert wie du aussiehst?!"
Hey, dass war unter der Gürtellinie. Er sah immer blendend aus, egal in welchem Zustand.
"Es liegt nicht daran, dass ich dir nicht erzählen könnte, was passiert ist. Aber ich weiß keine Informationen über den dunklen Lord, die dir von Nutzen sein könnten."
Harry stand mit geballten Fäusten auf.
"Hör zu, es ist ganz einfach. Entweder du sagst es mir, oder nicht. Und wenn nicht, dann garantiere ich dir, dass Dumbledore diese nette kleine Geschichte, die ich da mitangesehen habe, schneller erfahren wird als es dir lieb ist."
Draco verstand nicht. "Der Alte, weiß gar nicht, was passiert ist?"
"Ich sah kein Grund ihm irgendwas zu erzählen."
Draco war verwirrt. Wieso sollte gerade Potter ihn nicht verpfeifen? Natürlich war er nur auf Informationen aus, aber er konnte es sich einfach nicht vorstellen.
"Also, Malfoy. Entweder du überlegst dir das noch einmal mit dem Schweigen, oder du weißt wie die Sache ausgeht. "
"Potter, hör endlich auf mir zu drohen. Du kannst das einfach nicht richtig."
Harry schnaubte aus und schaute ihn wütend an, während Malfoy kurz erschöpft die Augen schloss.
"Du bist mir was schuldig, Malfoy. Und das weißt du."
Ha, als ob er schon jemals Schulden beglichen hätte! Er kannte dieses Wort nicht einmal, aber Potter war wohl nicht mehr von seiner Idee abzubringen. Und sollte der alte Knacker wirklich erfahren, was sich zugetragen hatte, dann würde er sich von Hogwarts verabschieden können. Und das wollte er nicht.
"In Ordnung, Potter."
Harry blinzelte überrascht. Draco gab tatsächlich mal auf. Der Draco Malfoy! War ja was ganz Neues.
"Weißt du, Malfoy...ich glaube du wirst mir wieder etwas besser gefallen, wenn du wieder fit bist. Dich in so einem Zustand und so schwach zu sehen ist irgendwie seltsam. Da lernt man dich irgendwie von ganz anderen Seiten kennen."
Er wagte es doch tatsächlich!!! draco konnte es nicht fassen. Harry wich schnell einem Kissen aus, das Malfoy wutentbrannt nach ihm schleuderte.
"Pass bloß auf, Potter! Nächstes mal wird es nicht das Kissen sein, klar?!"
"Jaja..."
Draco schnaufte einmal kurz zur Beruhigung und fasste sich dann wieder.
" Also, wenn du wirklich alles erfahren willst, musst du dich aber noch etwas gedulden. Hier werde ich es dir garantiert nicht erzählen, wenn diese vermaledeite Krankenschwester in der Nähe ist. "
"Ok, Zeit und Ort können wir noch bestimmen. Erst einmal musst du wissen, wie du dich bei Dumbledore rausreden kannst. "
Malfoys Augen verengten sich aufgrund einer bösen Vorahnung und Harry fing schadenfroh an zu grinsen.
"Wie meinst du das jetzt schon wieder?
"Naja, Dumbledore wird dich auf jeden Fall noch über den Vorfall ausfragen, da wäre es ja nicht schlecht zu wissen wie du dich aus diesem Schlamassel rausreden kannst. "
"Aha. Und wie?" Konnte diese Brillenschlange eigentlich mal Klartext reden?
"Na vielleicht solltest du wissen, was sich die Schüler so erzählen... es wäre nicht schlecht, wenn du Dumbledore vielleicht erzählen würdest, dass du nachts aus dem Schlafsaal geschlichen bist, um dir ein paar Tropfen von dem Felix, dass Snape in seiner Vorratskammer aufbewahrt, abzukratzen, um vielleicht bei dem nächsten Spiel gegen Gryffindor eine bessere Chance zu haben als sonst. Naja...aber auf deinem Weg dorthin wurdest du von irgendjemandem verhext, der dich dann so zugerichtet hat."
Malfoys Augen hatten sich mit jedem Wort, dass Harry gesagt hatte, mehr und mehr geweitet. Sein Ruf! Sein schöner Ruf, als eiskalter, schöner Slytherin war zerstört! Er hätte doch sterben sollen...
"Potter, du glaubst doch selber nicht, dass ich diese bescheurte Geschichte noch bestätigen werde! Und außerdem hat diese nette kleine Geschichte viel zu viele Lücken! Das kauft der mir doch niemals ab!"
"Naja, dass kommt ganz drauf an, wie sehr du dir Mühe beim Erzählen gibst." Harry konnte sich ein Kichern nicht mehr verkneifen. Er liebte es einfach Malfoy zu verarschen.
"Potter, wer hat sich diese bescheuerte Tratschgeschichte eigentlich ausgedacht?!" Oh ja, diese Person würde sterben. Ganz langsam und qualvoll, das hatte er schon längst beschlossen.
Aber als Potters Grinsen noch dämlicher wurde, da konnte er nichts mehr denken.
"Du warst das?"
"Gegenfrage: Wer denn sonst?"
Dracos Gedankengänge waren leer. Er überlegte nicht einmal mehr als er sich die Blumenvase auf seinem Nachttisch schnappte. Harry dagegen wich mit erhobenen Händen zurück.
"Malfoy, du wirst mir noch danken, du wirst seh-"
"VERPISS DICH, POTTER!!"
Und Harry eilte schnell möglichst mit einem Lachkrampf aus dem Krankenflügel,
als eine fliegende Blumenvase auf dem Boden zerschellte.
Kurz darauf kam Madame Pomfrey aus ihrem kleinen Büro gerannt, angelockt von dem lauten Krach. "Um Gottes willen Mister Malfoy! Sie sind ja endlich wieder wach, welch eine Freunde! Aber was ist gerade eben geschehen? War etwa jemand bei ihnen?! Sie dürfen sich doch nicht zu sehr aufregen!"
Draco lächelte zufrieden. Soso, Potter war also unangemeldet hier gewesen, was hieß, dass er selbst eigentlich keinen Besuch empfangen durfte. Ein einziges Wort hallte durch seine Gedankengänge. Rache.
"Mrs. Pomfrey?", fragte er zuckersüß.
"Ja, mein Lieber?"
"Sorgen sie dafür, das Potter Besuchsverbot bekommt!"
Die Krankenschwester nahm daraufhin einen sehr wütenden Ausdruck an. "War dieser Halunke etwa schon wieder hier? Ich hab ihm doch gesagt, wenn er noch einmal herkommt, dann werde ich dafür sorgen, dass er eine Strafarbeit bekommt...aber der wird schon noch sehen!", murmelte sie schnaubend vor sich hin, als sie zurück in ihr Büro stampfte.
Draco atmete letztendlich gestresst aus, als er sich zurück in sein Kissen lehnen konnte. Was hatte sich Potter nur dabei gedacht ihn zur Witzfigur der ganzen Schule zu machen? Aber er würde schon noch sehen, wohin ihn das geführt hatte. Er konnte nur hoffen, dass sein Vater nichts von dieser Sache erfahren würde...dann wäre es endgültig aus.
Als ihm die kalten Augen seines Vaters ins Gedächtnis zurückgerufen wurden, schauderte er.
Gott sei Dank lebte er. Er war wieder in Hogwarts.
Er musste vorerst nicht mehr zurück.
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Bis zum nächsten Mal ;)