Leiser Monolog der jungen Mireille
Monolog der jungen Mireille, welche,
nachdem ihre Familie sie verbannten nun
in einem Frauenhaus lebt und dort des nachts
dem Engel Mithrandír begegnet...
Lange lag ich wach auf meinem Kissen,
sah hinauf zum Gestirn,
grübelte und vergaß die Zeit
als ein helles Licht erschien
und du leise an meine Seite tratst.
Voller Anmut waren deine Bewegungen,
mit fließender Bewegung liesst du dich neben mich sinken,
hauchtest mir einen Kuss auf die Lippen,
sahst mich voller Liebe an.
Du streiftest mir die Klamotten vom Leibe
küsstest mich überall,
berührtest mich, ließest mich
vor Lust leise aufstöhnen.
Sanft drücktest du mich zurück auf das Bett
und küsstest meinen Hals,
nein nicht nur dort,
einfach überall.
Deine kräftigen Hände streichelten meine Haare,
glitten nach unten,
du steicheltest meine Brüste,
meinen Bauch,
streicheltest meine Schenkel.
Wir liebten uns lange.
Ich vergaß alles um mich herum.
Mein Kopf, bis zu deinem Erscheinen,
gefüllt mit schwerlichen Gedanken
war wie leer gefegt.
Ich versank in deinen Armen
schloß die Augen,
genoß den Moment.
So plötzlich wie du kamst
warst du wieder hinfort,
hinfort von mir,
ich war wieder alleine.
Doch du hattest mir meinen Frieden wieder gegeben.
Ich fand neuen Mut.
Du gabst mir neue Hoffnung.
Es haftete dir etwas himmlisches an,
etwas reines, etwas sinnliches.
Kaum waren meine Gedanken wieder geordnet
fühlte ich mein Herz laut schlagen.
ich dachte an deine Berührungen,
wie gut es tat,
von dir geliebkost zu werden.
Doch nun vermisse ich dich.
Sag spürst du die warme Umarmung meiner ewigen Liebe?
Danke Dir für den inneren Frieden in meiner Seele.
Sag hörst du mein stilles Gebet, das der Wind leise zu Dir trägt?
Sag spürst Du mein Licht, mein Licht der Hoffnung,
wenn ich meine Hand sanft auf Dein Herz lege?
Jede Nacht erwartete ich dein Erscheinen,
doch nie sah ich dich wieder.
Mein Herz, es litt unter
der Sehnsucht,
ich wollte dich wiedersehen.
Mein Leben nahm seinen Lauf,
doch vergessen konnte ich dich nie.
Nie mehr konnte ich einen anderen Mann lieben,
es gab nur noch dich in meinem Leben,
dich, den Unerreichbaren.
Erst am Tage meines Todes sah ich dich wieder.
Du knietest neben meinem Bett,
du warst keinen Tag gealtert.
Du warst immer noch so schön wie damals.
Du nahmst meine Hand
und küsstest sie sanft,
lächeltest mich an.
Mit leiser Stimme batst du mich um Verzeihung,
dass du erst jetzt erschientest.
Ich nickte nur,
zum redenw ar ich zu schwach,
doch stark genug war ich,
um mit meinem Lächeln
dir zu zeigen, dass ich dich noch immer liebte.
Wieder küsstest du mich.
Dein Kuss,
er hatte etwas befreiendes an sich,
etwas leichtes, etwas ewiges.
Voller Anmut waren deine Bewegungen,
mit fließender Bewegung ließt du dich neben mich sinken,
nahmst mich in den Arm.
Ich starb in deinen Armen,
glücklich und zufrieden,
Spürte die warme Umarmung deiner ewigen Liebe.