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Ach, ähm, Miss Menno?

Taifun?
von

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Never mind

"Tsuruga-san, Sie müssen doch etwas essen. Wie können Sie denn so etwas nur vergessen?" Die Schülerin zog verärgert und verwirrt die Augen zusammen.

„Ich denke einfach nicht an so etwas, Mogami-san.“

„Dann essen Sie wenigstens jetzt noch was essen.“

Als Antwort steckte er sich mit den Stäbchen ein Reisbällchen in den Mund um sie zu besänftigen. Sie hingegen beobachtete ihn immer noch immer etwas verstimmt und kaute gedankenverloren weiter.

Es blieb still, liefe nicht der Fernseher, wo gerade der Wetterbericht von den Abendnachrichten verkündet wurde.

„… und wer heute Abend nicht unbedingt noch raus muss um nach Hause zu fahren, sollte es auch lieber lassen. Die Ausläufer des Taifuns fegen noch bis 130 km/h heute Abend und morgen noch über unsere Stadt. Also bleiben sie lieber im Haus bis alles vorbei ist. Am Donnerstag…“

„WAS? Ein Taifun? Oh nein, ich muss nach Hause!“

Die Panik stand der 16-jährigen ins Gesicht geschrieben.

„Aber du hast die Frau doch gehört. Man sollte nicht mehr rausgehen oder mit dem Auto fahren bei dem Wetter.“

Entschuldigend hob der Braunhaarige die Hände.

„Dann fahre ich eben mit der Bahn.“

Schon war die Jungschauspielerin aufgesprungen um die Wohnung zu verlassen, doch er griff nach ihrem Arm um sie zurückzuhalten.

„Mogami-san, es ist viel zu kalt draußen und ich denke nicht, dass die Bahnen noch fahren. Du kannst doch hier bleiben und im Schlafzimmer schlafen. Ich bleibe hier auf der…“ Bevor er allerdings zu Ende sprechen konnte, unterbrach sie ihn: „Sie können doch nicht in Ihrer eigenen Wohnung auf der doch schlafen, das kann ich doch nicht zulassen.“

„Gut dann schlaf du hier, wenn es dich glücklich macht. Aber ich möchte nicht, dass du mitten in der Nacht verschwindest.“

Da fiel ihr etwas ein, dass ihr Röte ins Gesicht trieb.

„Aber ich habe keinen Schlafanzug oder Kleidung zum Wechseln.“ Ihre Stimme war kleinlaut.

„Wenn es nur darum geht, kannst du auch Sachen von mir anziehen, obwohl sie dir wahrscheinlich viel zu groß sind.“

In der Stille, in der sie sich ihre Antwort überlegte, klingelte plötzlich das Telefon.

Mit einem kurzen Blick auf sein Gegenüber, erhob sich Ren und hob den Telefonhörer ab.

„Yashiro? … Ja, hab ich grade gesehen. … Ach das hat er? … Ah okay, ja Mogami-san ist bei mir. … Danke. Ihnen auch eine gute Nacht.“

„War das Yashiro-san?“

„Ja, er fühlt sich irgendwie nicht gut, deswegen geht er jetzt schon ins Bett. Ogata-kun hat ihn benachrichtigt, dass die morgigen Dreharbeiten ausfallen wegen des Taifuns. Meine anderen Jobs wurden auch auf Eis gelegt für morgen. Tja da hab ich ja wohl Mal einen freien Tag.“ Aus seiner Mine war nicht zu erkennen, ob er sich über diese Nachricht freute oder nicht.

„Tja, dann hab ich wohl auch frei.“ Siedend heiß fiel ihr ein, dass sie den gesamten nächsten Tag mit Tsuruga-san verbringen würde, da sie ja jetzt nicht nach Hause kam.

Oh großer Gott! Ausgerechnet mit Ihm. Die Röte fuhr ihr wieder mit einem Schlag ins Gesicht, was ihr einen verwirrten Blick von ihm einbrachte.

„Ich hoffe Mal die Sachen, dass die du gekauft hast auch noch für morgen reichen“, meinte er spielerisch und lächelte.

Allerdings sein Presselächeln für die Kameras, das jeder so liebte, nicht das warme Lächeln, dass sie manchmal zu sehen bekam. Deswegen schlug ihre Stimmung schlagartig in das genaue Gegenteil um. Das bleib nicht von ihm unbemerkt und er beugte sich hinunter um zu sehen was los war.

„Mogami-san? Was ist denn los?“

Als sie ihm in die Augen sah war ihr klar, dass nur sehr wenig Raum zwischen ihnen war, aber das interessierte sie nicht.

„Lächeln Sie noch Mal richtig.“, forderte sie ihn auf.

Konfus blickte er in ihre Augen, lächelte dann aber schließlich doch.

„Nein, nicht so. Anders.“

Unentschlossen blickte er ihr Gesicht. Was sollte das jetzt?

„Erst wenn du aufhörst so traurig zu schauen“, erwiderte er.

Nun war es an ihr, verwirrt zu gucken und wie sie es gewollt hatte, lächelte er für sie, warm und liebevoll.

Wie in Trance legte sie ihre rechte Hand an seine Wange. Eine Art Reflex, über die er zuerst überrascht, dann allerdings äußerst angenehm.

Noch immer benommen presste sie ihre Lippen zuerst gegen seine Wange und als weiteres Mal federleicht auf seinen Mund. Und das war beinahe zu viel. Sein Herz setzte zuerst aus, flatterte dafür danach umso schneller. Ihr schien immer noch nicht bewusst zu sein, was sie da gerade getan hatte. Immerhin hatte sie gerade den beliebtesten Schauspieler und Junggesellen Japans geküsst.

Als sie gerade zum ungefähr zum 300 Mal an diesem Abend blinzelte, wurde es ihr anscheinend doch schlagartig bewusst.

Der Hammer schlug ihr mit voller Wucht ins Gesicht und als sie ihre Hand sah, fing sie beinahe an zu schreien.

„Kyoko-chan? “ Die Stimme des Schauspielers war leise und geschmeidig. Das gab ihr den Rest. Ruckartig sprang sie auf und rannte zur Tür.

Ren war viel zu perplex als dass er schnell genug hätte folgen und sie hätte aufhalten können. So riss sie die Tür auf, ließ sie offen und rannte runter nach draußen auf die Straße. Das Wetter war schon beinahe genauso wie im Wetterbericht angekündigt; stürmisch, regnerisch und sehr kalt. Nach nicht einmal einer halben Minute war sie bis auf die Haut durchnässt und nicht einmal 100 Meter laufen können.

Inzwischen war Ren ihr gefolgt und schrie nach ihr, auch wenn sie ihn nur sehr schlecht hören konnte. Aber sie kam nicht voran, der Sturm drückte sie zur Seite und ließ sie kaum noch einem Schritt grade aus tun.

Es dauerte nicht lange bis er sie eingeholt hatte. Dass sie keine Ahnung hatte was sie sagen sollte, war beiden völlig egal in diesem Moment egal, da in diesem Moment eine Unterhaltung völlig unmöglich war.

Sobald er eine Hand um einen ihrer Arme geschlossen hatte, zog er sie mit sich wieder zurück ins Haus hinauf zu seiner Wohnung. Das Wasser rann an ihren beiden Körpern entlang und tropfte auf seinen Teppich. Noch immer sagte keiner der beiden ein Wort. Die Schülerin stand einfach nur da und starrte ins Leere.

„Mogami-san, geh ins Bad und trockne dich ab. Ich hole dir inzwischen was zum Anziehen, damit du dich nicht erkältest.“ Schon war er verschwunden und ließ die Schülerin mit ihren Gedanken allein. Zögerlich setzte sie einen Fuß vor den anderen in Richtung Badezimmer. Dort angekommen stand sie noch immer zögernd vor dem Regal mit den Handtüchern und wusste nicht was sie tun sollte. Schließlich schälte sie sich langsam aus ihren Sachen und legte sie auf einen Fleck bevor sie eins der Handtücher aus einem der Stapel zog und anfing sich die Haare trocken zu reiben.

Es klopfte leise an der Tür und Rens Stimme war leise zu hören. „Mogami-san, ich lasse die Kleidung vor der Tür liegen, in Ordnung?“

Sie brauchte einige Sekunden um zu antworten: „In Ordnung, vielen Dank.“

Vor der Tür konnte sie noch seine Schritte hören, bevor sie sich weiter die Haare trocknete. Obwohl schon das letzte bisschen Nass von ihrer Haut gerieben hatte, behielt sie das Handtuch noch immer um ihren Körper gewickelt und starrte unentschlossen in den Spiegel. Das Gesicht gehörte nicht zu ihr meinte sie. Das war sie doch gar nicht.

Ein leises Klopfen ließ sie zur Tür blicken.

„Mogami-san, darf ich kurz reinkommen? Ich glaube mein Handy liegt noch irgendwo dort.“

„In Ordnung.“ Sehr einfallsreich, Kyoko.

Den Blick starr auf ihr Spiegelbild gerichtet, versuchte sie Ren zu ignorieren, der sich eindeutig ein frisches Hemd angezogen hatte. Das andere war ja auch klatschnass. Verdammt, jetzt starrte sie ihn doch an!

Leider war das dem großgewachsenen Schauspieler nicht entgangen und er erwiderte ihren Blick. Ihre Hände krampften sich um das Handtuch, als er näher kam. Dieses Mal war sie nicht in Trance, es war alles ganz klar und trotzdem wollte oder konnte sie sich nicht bewegen. Seine Hände fanden den Weg von alleine in ihr Gesicht, verhinderten, dass sie sich eventuell doch abwenden sollte.

Schließlich nach einigen Sekunden neigte er den Kopf und legte seine Lippen sanft auf ihre.

Und ließ sie lange dort.

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„Miss Menno?“

Verzagt wartete sie auf die genervte Antwort ihrer Freundin.

„Ja?“

„Ich und …äh… Tsuruga-san und ich, wir …“

„Komm zum Punkt, ich muss gleich zu einem Job.“ Nervös sah sie auf die Uhr.

„Ich habe mit ihm… Wir haben miteinander geschlafen“, nuschelte Kyoko in ihren nicht vorhandenen Bart.

Etwa zwei Sekunden brauchte die Information um in Kanaes Gehirn anzukommen und verarbeitet zu werden. Ihre Augen wurden tellergroß, von ihrem Mund gar nicht zu sprechen. Und jetzt war sie wirklich sprachlos angesichts der hochroten Kyoko, die auf ihre Füße starrte.

„Miss Menno?“

Schweigen.

„Was soll ich jetzt machen?“

Schweigen. Also schloss sich, die in einem Gefühlschaos befindende, Kyoko dem Schweigen an.



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Kommentare zu diesem Kapitel (4)

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Von:  Coppelius
2009-06-06T20:54:03+00:00 06.06.2009 22:54
das war echt ein tolles kappi^^
und richtig schön geschrieben^^
aber ich finde es schon scheiße,dass es ein OS ist und nich weitergeführt wird...
Von:  hinata-ni
2009-03-27T20:13:33+00:00 27.03.2009 21:13
Is ja lustig, wirklich klasse.
Schreibst du noch ein Kapi in dem dann rauskommt, was Kanae Kyoko antwortet. ^.^
Oh mann dieser Ren. Hihi.

たなヒ

P.S. Natürlich haben meine Vorgänger nicht ganz unrecht. *zwinker*
Von: abgemeldet
2008-12-13T18:49:38+00:00 13.12.2008 19:49
Super cooler One-Shot.
Aber ich schließe mich ma der Kyoko-Hizuri an und wünschte mir mehr von der Nacht.So kuscheln und was man noch danach macht.Oder wie der Atem auf der Haut ist.Ach du weißt schon wie ich das meine ,oder?*grins*
Aber es war ein schönes Kap und ich freu mich auf deine Nächsten.
Bis die Tage.
Gruß Angel ^-^

Von:  Kyoko-Hizuri
2008-12-13T10:36:30+00:00 13.12.2008 11:36
cool^^
super idee
aber ich hätte mir gewünscht, wenn du wenigstens das nach dem Kuss ein bisschen mehr beschrieben hättest^^
aber sonst ein super schönes One-Shot, freue mich schon auf die nächsten...*grins*
Kyo-Hizu


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