Ein Regentropfen fiel vom Rand meiner Kapuze und traf meine Nasenspitze.
Trotz des Regenmantels aus dickem Stoff war ich durchnässt bis auf die Haut.
Meine Kleidung klebte unangenehm an meinem Körper und das Gepäck, das ich in einem Rucksack auf meinem Rücken trug, drückte unangenehm auf Schulter und Rücken. Mein Fächer rutschte immer wieder aus seiner Halteschlaufe und jedes Mal, wenn ich ihn erneut schulterte, wurde er schwerer. Meine nassen Haare klebten mir im Gesicht und ich zitterte vor Kälte.
Wenigstens ging es meinem Begleiter nicht besser. Er hatte seine Kapuze tief ins Gesicht gezogen und verdeckte so sein strenges, vernarbtes Gesicht. Wortlos eilte er vor mir her durch die herbstlichen Wälder des Feuerreichs.
Wenige Stunden nachdem wir die Grenze zum Hi-no-Kuni überschritten hatten, hatte der Himmel beschlossen meine Laune auf einen neuen Tiefpunkt sinken zu lassen und öffnete seine Schleusen.
Jetzt regnete es schon seit zwei Tagen unablässig. Allmählich ging mir das ewige Tropfen und kalte Platschen gehörig auf die Nerven. Wir wateten seit mehreren Stunden durch knöcheltiefen Schlamm, weil die Straße von Fuhrwerken aufgerissen und durchwühlt war. Immerhin zeigte uns dies, dass Konoha-gakure nicht mehr weit sein konnte.
Menschen waren uns bisher keine begegnet, was bei diesem Sauwetter nicht weiter verwunderlich war.
Gelbe Blätter säumten den Wegesrand und klatschten nass in mein Gesicht, wenn der Wind die Bäume durchfuhr.
Mit einem schmatzenden Geräusch zog ich meinen Stiefel aus dem Morast, nur um beim nächsten Schritt wieder ebenso tief einzusinken.
Tatsuko, mein Begleiter, machte keinerlei Anstalten mir zu helfen.
Überhaupt war er sehr schweigsam und betrachtete mich meist mit kritisch zusammengezogenen Augenbrauen.
Der Regen fiel noch immer gleichmäßig als es dunkel wurde.
In den Wäldern wurde es früh dunkel; wahrscheinlich war es gerade erst 17 Uhr.
Erschöpft wischte ich mir meine Haare aus dem Gesicht.
Tatsuko blieb stehen und wartete bis ich zu ihm aufgeschlossen hatte.
„Konoha-gakure ist nicht mehr weit. Wir sollten keine Rast mehr einlegen“, sagte er, wartete nur mein knappes Nicken ab und ging weiter.
Normalerweise dauerte die Reise von Suna bis nach Konoha drei Tage. Durch den Regen hatten wir bereits einen gesamten verloren. Wir mussten das Dorf in wenigen Stunden erreichen.
Der Gedanke an ein warmes und trockenes Bett gefiel mir, machte das Tropfen um mich herum, aber nicht erträglicher.
„Eure Einreisebescheinigung?“, der groß gewachsene Ninja nahm unsere Pässe entgegen und unterzog Tatsukos Einladung zum Kongress einer flüchtigen Untersuchung.
Der Raum war klein. Ein breiter Schreibtisch und ein paar Stühle waren das einzige Mobiliar.
Die Tür war nur angelehnt und von draußen war das Rauschen des Regens zu hören. Wir befanden uns in einem Häuschen, das sich an das große Tor Konoha-gakures lehnte und nur aus einem einzigen Raum bestand. Eine Neonröhre unter der niedrigen Decke verbreitete ihr kaltes Licht und verlieh dem Konoha-Ninja eine ungesunde Hautfarbe.
Nach dieser kurzen Überprüfung wurden wir zu unserer Unterkunft geführt.
Es war eine pechschwarze Nacht. Weder Mond noch Sterne waren durch die Wolkenschicht zu sehen.
Tatsuko erinnerte mich an die Eröffnungssitzung am folgenden Morgen und dann war ich endlich allein.
Ich verteilte meine nasse Kleidung im Badezimmer und badete ausgiebig bevor ich mich in das warme Bett kuschelte.
Ein entferntes Läuten löste Unruhe im Saal aus.
„Wir machen nach der Pause weiter“, der alte Mann, der die Sitzung leitete, unterbrach damit den Monolog des Abgeordneten aus Amegakure und ließ mich aus meinen Tagträumen aufschrecken. Stühle rückten und Stimmengemurmel hob an. Ich beeilte mich meinen Regenmantel überzuwerfen und folgte Tatsuko und den anderen Abgeordneten hinaus.
Schon seit zwei Tagen verbrachte ich jede Minute des Tages in dem großen Versammlungssaal mit dem runden Tisch. Zu Beginn des Kongresses war ich neugierig gemustert worden; ich war mit Abstand die jüngste, wenn auch nicht die einzige Frau. Die Themen waren langweilig. Wäre ich nicht Gaara zuliebe hier gewesen, hätte ich mir nach der ersten Sitzung ein Kopfkissen mitgenommen, aber so harrte ich aus und lauschte den Diskussionen über Handelsabkommen und der Unterzeichnung von Anträgen für irgendwas. Wenigstens spürten wir nichts von den Herbststürmen, die noch immer über Konoha-gakure tobten. Nur wenn wir in die Pausen gingen, so wie jetzt, fiel der Regen über uns her.
Ich verließ das Gebäude als letzte und trat hinaus auf die Brücke, die den Ratsaal, welcher im ersten Stock eines großen runden Hauses lag, mit den restlichen Verwaltungsgebäuden im Herzen Konohas verband. Die Brücke war nicht überdacht und so zerrte der Wind an mir und trieb mir den Regen ins Gesicht.
Ich hasste dieses Wetter.
Am Ende der Brücke hatte ich die Gruppe eingeholt und trat neben Tatsuko, der mich missachtete.
Was für ein eingebildeter alter Sack!
Der Weg nach unten, wo sich im Hauptgebäude ein Café befand, führte über einen Arkadengang, der sich außen am Gebäude ohne Stufen nach unten schraubte. Hier war die Witterung nicht besser zu ertragen; der Gang war auf der äußeren Seite geöffnet.
„Welches Thema behandeln wir heute Nachmittag Tatsuko?“, erkundigte ich mich um wenigstens einen Funken von Interesse zu zeigen.
„Es geht um die Verlängerung des Bündnisses mit Takigakure, und für Euch bin ich noch immer eine Respektperson, also bleibt bei Tatsuko-sama.“ Ich unterdrückte das Bedürfnis ihn zu schlagen und grub meine Fingernägel in meine Haut. In meinem Kopf tauchte das breite Grinsen von Kankuro auf.
Wieso musste ich mich immer mit den unerträglichen Typen herumschlagen?
Wütend wandte ich mich von Tatsuko ab und atmete zischend aus. Ich machte einen zornigen Schritt nach vorne, prallte gegen Jemanden und verlor das Gleichgewicht. Reflexartig krallte ich mich an meinem Gegenüber fest und riss ihn mit zu Boden.
Ein pochender Schmerz in meinem Hinterkopf und kalte Regentropfen auf meinem Gesicht brachten mich nach wenigen Augenblicken Bewusstlosigkeit in die Wirklichkeit zurück.
Hatte sich die ganze Welt gegen mich verschworen?
Jemand lag auf mir und machte keine Anstalten aufzustehen.
Verdammt was sollte das?
„Kannst du von mir runtergehen?“, vor Wut klang meine Stimme ganz schrill. Er richtete sich langsam auf, blieb aber auf meinen Beinen sitzen. Mit einer Hand hielt er sich genervt den Kopf und blickte auf mich hinab.
„Mensch bist du anstrengend! Du hast mich doch mitgerissen.“ Ich versuchte mich von ihm wegzurollen, doch er bewegte sich keinen Zentimeter. Erst als ich mit der geballten Faust nach ihm schlug verlagerte er sein Gewicht und fing den Schlag mühelos ab. Seufzend erhob er sich und streckte mir seine Hand entgegen.
„Komm schon, oder willst du dir aus Eitelkeit eine Erkältung holen?“, er klang genervt und als täte er dies nur weil es dem guten Ton entsprach. Beinahe wäre ich aus Trotz liegen geblieben, aber dann ergriff ich ohne ihn anzusehen seine Hand. Er zog mich auf die Beine und fragte knapp: „Alles okay?“
Ich nickte und versuchte meine Wut so weit in den Hintergrund zu drängen, dass ich mich entschuldigen konnte. Der Junge musterte mich. Plötzlich stutzte er.
„Du bist Temari, oder?“
Woher kannte er meinen Namen?
Verwirrt blickte ich auf.
Oh nein! Warum ausgerechnet dieser anstrengende Typ?
„Hallo Shikamaru“, ich seufzte leise.
Wir hatten uns nie besonders gut verstanden. Während der Chu-Nin-Prüfung hatte er mich besiegt und gab trotzdem auf. Dafür hasste ich hin. Kurze Zeit später musste ich ihm das Leben retten. Wir hatten uns ausschließlich gestritten. Er mochte keine Mädchen.
Ich wappnete mich für unfreundliche Bemerkungen. Doch stattdessen verschwand der genervte Ausdruck aus seinem Gesicht.
„Was machst du hier?“
„So’n blöder Kongress wegen außenpolitischen Beziehungen“, ich war etwas verwirrt.
„Wie lange?“
„Noch zwölf Tage.“
Was wurde das? Ein Verhör?
„Na dann; man sieht sich“, er versenkte seine Hände in den Hosentaschen und ging. Ich blieb stehen und starrte ihm verwundert hinterher.
Eine kalte Böe lies mich frösteln und ich machte mich langsam auf den Weg nach unten.
Es hatte tatsächlich aufgehört zu regnen als die Sitzung abends beendet wurde. Der Wind hatte jedoch nicht nachgelassen, eher legte er noch ein wenig an Geschwindigkeit zu.
Die Straßen Konohas waren wie leergefegt, obwohl es noch vor acht Uhr war. Doch die Menschen waren nicht zu Hause. Alle Kneipen, Restaurants und Clubs waren hell erleuchtet und aus ihrem Inneren drang gedämpftes Gelächter.
Die Abgeordneten waren ebenfalls geschlossen in eine Bar aufgebrochen.
Ich hatte mich gedrückt und wanderte nun allein durch die Stadt. Der Wind zerrte an meinen Haaren und fuhr mir durch die Kleidung. Ich schloss die Augen und genoss den Wind, der nach nassen Blättern roch.
Eine kleine Gruppe von Leuten, die etwa in meinem Alter sein mussten, bog in die leere Straße ein. Einzelne Gesprächsfetzen wehten zu mir herüber.
„Ach, komm schon! Du drückst dich doch sonst immer, da kannst du auch einmal mitgehen“, vernahm ich plötzlich die laute Stimme eines Mädchens. Die Gruppe kam auf mich zu und ich erkannte, dass das Mädchen und ein rundlicher Junge einen zweiten Jungen energisch mit sich zogen. Der Junge schien die Gegenwehr aufgegeben zu haben und spähte genervt zu mir herüber.
„Hey, Temari!“, im gleichen Moment als Shikamaru mich rief hatte ich ihn erkannt. Das Mädchen und der Junge warfen mir verwunderte Blicke zu, als Shikamaru sich aus ihrem Griff befreite und zu mir trat.
„Hast du frei?“, fragte er lässig.
„Natürlich. Die Abgeordneten sind alle älter als ich und müssen früh ins Bettchen“, antwortete ich zynisch und beobachtete wie Shikamaru mich einen Moment verwirrt anstarrte. Das blonde Mädchen lachte. Sie warf Shikamaru einen kurzen Blick zu, dann fragte sie:
„Willst du nicht mitkommen? Wir treffen uns mit den anderen in einer Bar.“ Ich wog die Möglichkeiten ab: allein im Hotelzimmer sitzen oder mit einer Gruppe junger Menschen sich einen lustigen Abend machen.
„Okay, danke für die Einladung!“
„Super! Dann beeilt euch mal! Wir sind bestimmt wieder die Letzten!“
Wir waren tatsächlich die Letzten, wie Ino vorhergesagt hatte. Kaum hatten wir die gefüllte Bar betreten wurden wir mit großem Hallo von den Mädchen und Jungen begrüßt. Die meisten kannte ich von der Chu-Nin-Prüfung, wie mir auffiel, als ich mich auf die bequeme Eckbank, die drei Seiten des Tisches umlief, setzte.
Keiner störte sich an meiner Anwesenheit. Ich wurde einfach in den Trubel der Gruppe miteinbezogen.
Als mir jemand ein Bier zuschob entdeckte ich, dass die Kneipe eine kleine Karaokebühne besaß und ich musste nicht lange warten bis die ersten Gäste der Kneipe dort ihren Gesang zum Besten gaben.
Choji, der rundliche Junge, stieß mit mir an. Das Bier war kühl und erfrischend.
Ich warf einen Blick in die Runde. Choji, der zu meiner rechten saß, stieß gerade mit einem dunkelhaarigen Mädchen an. Gegen Tenten hatte ich in der Vorrunde der Chu-Nin-Prüfung gekämpft. Sie war stark. In der Ecke saß der schweigsame Sasuke Uchiha. Ich war überrascht, als ich entdeckte, dass er seinen Arm um Sakuras Hüfte gelegt hatte. Die Rosahaarige lehnte an seiner Schulter und alberte mit Ino herum, die neben ihr saß.
Shikamaru hielt sich aus dem Chaos heraus, dass seine Tischnachbarn verursachten. Kiba und Naruto hatten Hinata in ihre Mitte genommen und waren die Lautesten am Tisch. Das Gesicht des Hyuga-Mädchens lief den gesamten Abend im Sekundentakt rot an, wenn die beiden ihre Späße machten.
Irgendwann sprangen Sakura und Ino auf und stürmten die Karaokebühne. Die beiden konnten ganz gut singen und die Kneipenbesucher applaudierten.
Danach gab es am Tisch kein Halten mehr: Tenten sang eine Ballade, Kiba und Choji grölten mehr als sie sangen, Naruto zog Hinata zu einem Duett auf die Bühne und ich wartete auf den Moment, in dem diese in Ohnmacht vor Nervosität fallen würde. Dann wieder Sakura, Kiba zusammen mit Tenten, Naruto mit Sakura, Choji mit Ino.
So viel Spaß hatte ich selten mit einer Gruppe von Leuten gehabt.
Irgendwann versuchte Ino Shikamaru zu einem Duett zu überreden, doch der wehrte sich standhaft. Ino schien tatsächlich für einen Moment verletzt und während sie alleine auf der Bühne stand fragte ich mich in welchem Verhältnis sie zu ihm stand. Es kam mir so vor, als suche sie den Blickkontakt mit ihm.
„Und jetzt du, Temari!“, Ino stand vor mir und streckte mir das Mikro entgegen. Überrascht über den kühlen Ton in ihrer Stimme sah ich sie an. Doch einen Augenblick später strahlte sie wieder über das ganze Gesicht.
Auch die Anderen forderten jetzt, dass ich singen sollte und so gab ich nach. Ich wählte ein Lied, dass ich gut kannte und holte tief Luft.
Normalerweise hatte ich keine Probleme vor Leuten zu sprechen oder zu singen, aber aus irgendeinem Grund wollte ich mich nicht blamieren.
Ich versuchte zu vergessen, dass mich alle anstarrten und sang einfach.
Erst beim zweiten Refrain blickte ich hinunter zu den Lauschenden. Mein Blick traf Shikamarus und blieb dort. Er hatte schöne braune Augen.
Erst als der Applaus einsetzte realisierte ich, dass das Lied vorüber war und wandte meinen Blick ab. Beinahe fluchtartig verließ ich die Bühne. Verwirrt nahm ich zur Kenntnis, dass die Anderen mich umarmten und mich lobten. Irgendwer drückte mir ein neues Bier in die Hand. Wie in Trance setzte ich mich wieder.
Verstohlen sah ich zu Shiakamaru hinüber. Ino saß neben ihm und redete auf ihn ein.
Wenn er nur noch einmal zu mir herübersehen würde…
Was war los mit mir?
Ich nahm einen tiefen Schluck aus meinem Bierglas und war erleichtert, als die Kühle die Verneblung in meinem Gehirn für einen Augenblick aufhob.
Es war spät als beschlossen wurde zu gehen.
Ich fühlte mich leicht berauscht von dem Bier, doch als wir hinaus in die Kälte der Nacht traten war ich schlagartig wieder nüchtern.
Die gesamte Gruppe machte sich geschlossen auf den Heimweg.
Ich hielt mich so weit wie möglich weg von Shikamaru. Die Gefühle, die ich hatte, als ich ihm in die Augen geblickt hatte, verwirrten mich zutiefst. Außerdem hatte Ino sich bei ihm eingehakt und lief neben ihm her.
Ich war die erste, die einen anderen Weg nehmen musste. Die Anderen verabschiedeten mich überschwänglich. Naruto hätte mich im Rausch wohl geküsst wenn ich den Kopf nicht zu Seite gewandt hätte. Sakura bat mich sich der Gruppe doch anzuschließen wenn in wenigen Tagen das Herbstfest stattfand. Ich versprach es mir zu überlegen.
„Ich begleite sie“, Shikamaru hatte sich von Ino befreit und war neben mich getreten.
Bitte nicht!
„Es ist nicht weit“, wehrte ich ab.
„Genau, Shikamaru komm mit uns!“, mischte Ino sich energisch ein. Shikamaru schüttelte den Kopf.
„Na dann, bis Morgen“, die Anderen verabschiedeten sich. Nur Ino blieb stehen und ihr Blick wanderte von Shikamaru zu mir. Unbehaglich wandte ich mich ab um ihr die Möglichkeit zu geben sich zu verabschieden anstatt mich zu erwürgen. Tatsächlich folgte sie den Anderen nach wenigen Sekunden.
„Wo musst du lang?“, fragte Shikamaru in die Stille hinein. Ich ging los ohne ihn anzusehen, oder eine Antwort zu geben.
„Sie steht auf dich, oder?“, fragte ich plötzlich.
„Mmh.“
Was war das denn jetzt wieder für eine Antwort?
Ich beschloss nichts weiter zu sagen, sondern schlang meine Arme enger um den Körper und schob meine kalten Hände schützend unter meine Oberarme.
Schweigend erreichten wir das Hotel und ich drehte mich im Licht, das aus der schwach erleuchteten Empfangshalle durch die Glastür fiel, zu ihm um.
Er wirkte verloren, wie er außerhalb des Lichtkreises stand und mich ansah. Ich wich seinem Blick aus.
„Gute Nacht“, ich kam schon wieder aus dem Konzept. Das Beste würde sein wenn ich so schnell wie möglich von hier verschwand.
„Soll ich dich abholen wenn wir auf das Herbstfest gehen?“, er versuchte lässig zu klingen, doch ich hörte deutlich, dass er nervös war.
Aus irgendeinem Grund freute ich mich über sein Angebot.
„Gerne“, ich lächelte. Er grinste verlegen.
„Okay. Bis dann. Gute Nacht“, einen verrückten Augenblick hatte ich den Eindruck er würde mich umarmen, doch er vergrub seine Hände in den Hosentaschen und blickte zu Boden.
„Ja, bis dann“, ich flüchtete durch die Tür in das Hotel und warf nur einen flüchtigen Blick zurück.
Shikamaru stand einen Moment unschlüssig. Dann trat er nach einem Stein und ging.
Ich lief die Treppe zu meinem Zimmer hinauf und lehnte mich von innen gegen die geschlossene Tür.
Was war nur los mit mir? Das war doch nicht ich, die sich so verhielt!