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Love me, Baby

...please...
von

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Träume

OMG, nach schier endloser Zeit geht es weiter, ich hoffe, dass es noch irgendjemanden gibt, der das hier ließ, es würde mich zumindest unendlich freuen!! ^.^
 

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Etwas daneben sah der Schwarzhaarige zu, wie Farin einfach das Auto auf den Seitenstreifen lenkte und dort den Motor abschaltete. Warum tat er das denn nun plötzlich??

War seine Antwort etwa so wichtig, dass er es ihm nicht beim Fahren einfach sagen konnte??

Er schluckte schwer und sah seinen besten Freund an, der einen Moment schwieg, sich im Sitz zu ihm drehte und dann tief durchatmete. Bela machte sich mental schon einmal auf etwas bereit, dass ihn sicherlich überfordern würde, wenn Farin sich schon so verhielt.

Zwar lächelte der Blonde, aber er wusste ja, dass er bei dem Anderen nicht immer darauf vertrauen konnte.

„Absolut ernst!“ antwortete der Blonde dann schließlich auf seine Frage und Bela saß dam als wäre er von allen guten Geistern verlassen worden. Er hatte keine Ahnung wie er darauf reagieren sollte, geschweige denn wie sich das jetzt in seine Gedanken eingliedern ließ. Er war total überfordert und das schien auch Farin zu bemerken.
 

„Ok, Bela... ich hab gesagt, dass ich will, dass du nur mich küsst und... dass du nur mir gehörst.

und das stimmt auch, aber...“

Der Blonde stockte und erst in diesem Moment traute sich der Drummer seinen Blick zu heben und zu seinem besten Freund zu sehen. Wow...dass das wirklich stimmen sollte, es kam ihm so unrealistisch vor. So seltsam das zu hören.

„Weißt du, ich kann damit leben wenn es nicht so ist. Wie bisher auch. Nur weil ich es jetzt ausgesprochen habe, soll das nichts bedeuten.“ sprach Farin ruhig und sah ihn dabei direkt an. Das sollte nichts bedeuten??

War das gerade sein ernst??

Natürlich war er damit auch schon die ganze Zeit klar gekommen, Bela hingegen lebte besser mit so einer Sache, wenn er nichts von ihr wusste. Da war er ganz ehrlich. Er würde da lieber angelogen werden, als mit so was konfrontiert zu werden.

„Wir können genauso gut beste Freunde bleiben wie bisher und ich akzeptiere wenn du nicht so für mich fühlst. Das ist schon ok. man kann ja nichts erzwingen. Ich will nur nicht, dass du dich nun von mir abwendest, ja?

Ich bin schließlich noch ich und ich werde mich dir gegenüber nicht anders verhalten als sonst.

denn ... genau diese Gefühle waren schon immer da, nur dass du nichts von ihnen wusstest...“

Farin senkte nun auch den Kopf und Bela konnte ihn weiterhin nur ungläubig ansehen.

Eben er hatte nichts davon gewusst. Und nun??

Er war sich sicher, dass er nun jeden Moment darüber nachdachte, wie Farin sich wohl gerade fühlte, wenn er irgendetwas tat. Er würde ab nun immer darüber nachdenken müssen, wie er sich am besten verhalten würde – auch wenn der Andere das nicht wollte.
 

Er schluckte und musste sich davon überzeugen, dass er zu diesem Thema unbedingt etwas sagen sollte. Ein schweigen kam ihm unhöflich vor, denn gerade hatte der Größere ihm seine Liebe gestanden. Aber konnte er das erwidern??

Sein Herz schlug ihm bis zum Hals und er legte unsicher eine Hand darüber. Was hatte das alles nur zu bedeuten??

Resignierend schloss der Schwarzhaarige die Augen, öffnete sie wieder und sah zu Farin auf, der schon wieder besorgt in Richtung seines Herzens blickte.

„Ich würde mich niemals von dir abwenden. Du bist doch mein bester Freund und auch wenn ich mir nicht sicher bin...“ er stockte und schluckte einen Frosch um Hals unter. Aber es brachte nichts, kurz darauf war er wieder, als ob er ihn davon abhalten wollte weiter zu sprechen.

„...auch wenn ich mir nicht sicher bin...ich glaube...in letzter Zeit spüre ich auch etwas mehr...in deiner Gegenwart, als...“ wieder musste der Kleinere abbrechen. Der Andere würde schon wissen was er meinte – obwohl er das alles nicht einmal selbst wirklich verstand. Bildete er sich das nur ein, weil die Situation so schrecklich falsch war, wen er es anders sehen würde??

Er wüsste es nicht, aber es bereitete ihm sorgen.

Der Blonde lehnte sich ein wenig vor, hauchte dem Drummer einen Kuss auf die Wange und strich ihm kurz durch die Haare, bevor er ihn verständnisvoll ansah.

„Das ist süß von dir, Dirk. aber du musst das nicht sagen um mir 'nen Gefallen zu tun.

ich glaube du interpretierst da ein wenig zu viel rein. Dir ging es in der letzten zeit nicht gut und wahrscheinlich waren deine 'Gefühle' eher die Vorboten deines Zusammenbruch...“ versuchte Farin das alles vielleicht logisch zu erklären.

Aber für Bela klang das alles andere als auch nur irgendwie logisch, was hatte denn ein Zusammenbruch mit seinen Gefühlen gegenüber Farin zu tun??

Das erschloss sich ihm nicht wirklich, aber vielleicht hatte der Andere trotzdem recht. Immerhin war er kein Profi in Sachen Gefühle. Er verdrängte sie gerne, oder ignorierte sie, wenn sie ihm gerade nicht in den Kram passten.

„Schlaf ein paar Nächte darüber, dann wird es sicherlich verschwinden!“ - „Wenn du meinst!“
 

Das sollte der letzte Wortwechsel zwischen ihnen sein für eine verdammt lange Heimfahrt.

Immer wieder sah der Blonde zu seinem besten Freund hin und seufzte leise. So wirklich ernst nehmen konnte er das halbe Liebesgeständnis des Anderen nicht. Er traute es Bela absolut nicht zu, dass er sich ausgerechnet in ihn verliebt haben könnte. Aber das war in Ordnung. So lange sie Freunde bleiben konnte, war er absolut glücklich.

Nun war es also raus!!

Wieder schielte er zu dem Kleineren und schnell wieder auf die Straße. Und wie niedlich er reagiert hatte!!

Natürlich konnte er nicht in Bela rein sehen und natürlich wäre es absolut wunderbar, wenn er ebenfalls etwas für ihn empfinden würde. Aber Bela schien komplett überfordert mit der Situation zu sein. Und selbst einfach zu viel zu unsicher. Nun...vielleicht konnte der Blonde in den nächsten Tagen noch etwas Überzeugungsarbeit leisten..und wenn diese nicht ankam. Dann konnte sich Bela – und er damit auch – sicher sein, dass es einfach nicht funktionieren sollte.
 

Nachdem er sich Stunden den Kopf darüber zerbrochen hatte kamen sie endlich an Belas Wohnung an und er sah den Kleineren an.

„So da wären wir, Trinkgeld für den Fahrer??“ fragte er amüsiert, doch der Drummer schien viel zu seit weg mit seinen Gedanken zu sein, als dass er auf dieses Spielchen eingehen würde. Er nickte nur, nuschelte etwas von 'Ach ja' und 'Danke' ehe er einfach ausstieg. Hoffentlich würde er sich wieder ein bekommen!!

Er stieg ebenfalls auf und während Bela aufschloss, nahm er dessen Koffer aus dem Kofferraum und folgte ihm schließlich in dessen Wohnung. Als sie ankamen blinzelte er erst einmal.

„Das selbe Chaos wie immer...“ murmelte er daneben und schüttelte den Kopf. Bela war wirklich einer der unordentlichsten Menschen, die er kannte. Aber er schien sich dabei auch noch wohl zu fühlen.

„Wäre aber auch schlimm, wenn sich das ändern würde..“ grinste der Gitarrist nun und Bela drehte sich schmunzelnd um.

„Ich hatte eben keine Zeit vor der Tour aufzuräumen!“ rechtfertigte der Kleinere sich und Farin konnte nur Grinsen. Das tat er immer wieder, dabei machte er ihm ja absolut keine Vorwürfe. Er machte ja nicht in seiner Wohnung so ein Durcheinander.

„So und nun legst du dich schön hin, ich mach dir einen Tee!“ bestimmte der Größere und schob Bela mit einer Hand Richtung Wohnzimmer, während er die Tasche im Flur abstellte. Der sollte sich nun ruhig hinlegen und keinen Stress machen.

Bela rutschte dann mit einem ironischen: „Ja Mama!“ ins Wohnzimmer, um sich dort hoffentlich hinzulegen. Er wusste ja, dass der Andere ungerne Tee trank und nur welchen hier hatte, falls er zu Besuch kam. Aber das musste nun einfach sein und da er sich hier schon auskannte, bereitete er ihm wenigstens einen schönen Früchtetee zu. Besser als etwas bitteres – was er meistens bevorzugte.

Er machte sich einfach Sorgen um Bela, der kleinere war wirklich noch nie zusammengebrochen.

Zumindest nicht nüchtern und clean!!

Als er dann fertig war stelzte er mit der Tasse in der Hand über die Unordnung vor Belas Sofa und setzte sich zu diesem auf die kannte. Der Schwarzhaarige beäugte die Tasse skeptisch, die er ihm schließlich hinhielt.

„So, du solltest versuchen noch ein wenig zu schlafen, ich bleibe auch hier...nur wenn was sein sollte!“ lächelte er, während er wieder aufstand und dabei zusah, wie Bela einen kleinen Schluck trank. Aber er war wohl noch zu heiß, der Tee.

„In Ordnung...“ meinte der Schlagzeuger daraufhin und legte sich wieder in die Polster. Farin nickte und war drauf und dran den Raum zu verlassen, als er noch einmal nach hinten sah.

„Und wehe du trinkst den Tee nicht!“
 

Damit ging er dann in die Küche und unbeschäftigte sich mit einer Zeitung, die dort lag. Sie war zwar sicherlich schon mehr als nur ein paar Wochen veraltet, aber besser als gar nichts zu tun zu haben. Und sonstige Beschäftigungsmöglichkeiten hatte er nicht.

Nach einigen Stunden entschloss er sich dann noch einmal nach seinem besten Freund zu sehen.

Er ging zurück ins Wohnzimmer und setzte sich abermals auf die Sofakante.

Er lugte zu dem Tee, der natürlich nicht ausgetrunken war. Allerdings wurde die Tasse unglaublich schnell unwichtig, als Bela anfing unruhig zu werden. Zwar schlief er, aber anscheinend nicht wirklich gut. Ob er schlecht träumte?

Wirklich wach machen wollte er ihn aber nicht, nun wo er einmal schlief.

„Jan...“ die leicht ängstliche Stimme des Drummers ließ ihn sofort hinab sehen. Doch, die Augen des Anderen waren immer noch geschlossen. Träumte er etwa wirklich von ihm??

Er schluckte und war ein wenig gerührt, wenn er ehrlich sein sollte. Abwesend blickte er den Anderen an, bis dieser ruckartig die Augen öffnete und dabei aussah, als hätte er einen wahrhaftigen Geist gesehen.

Unsicher sah er ihn an und überlegte was er nun tun sollte, als Bela das schon übernahm und ihm panisch um den Hals viel. Erschrocken legte er die Arme um den Anderen, strich sanft durch seine Haare.

„Shhht...hey was ist los, hast du schlecht geträumt??“ fragte er leise und senkte seinen Blick etwas.

„Ich will dich nicht verlieren Jan!“ keuchte der Ältere und sein Herz fing darauf hin an, wie wild zu schlagen. Eine weile schwieg er dazu, bevor ihm klar wurde, dass er ihn vielleicht ein wenig beruhigen sollte. Zumindest sollte er es versuchen.

„Hey beruhig dich...die Wahrscheinlichkeit dass du mich verlierst...ist wirklich gering!“ musste er dann dich mal sagen. Er glaubte nicht, dass Bela ihn überleben würde. Nicht wenn es so weiter ging mit den Anderen und dessen Alkoholexzessen.

„Ich...es war so dunkel und ich hab dich schreien hören...und...dann war da überall Blut...“ schluchzte der Schwarzhaarige und das versetzte ihm einen Stich ins Herz. Bela sollte nicht weinen, nicht wegen ihm!!

Unsicher drückte er ihn ein wenig von sich und musterte ihn kurz.

Verdammt...

„Sogar wenn du weinst bist du noch wunderschön...“ hauchte er leise und konnte im selben Moment kaum fassen, dass er das wirklich laut gesagt hatte. Aber es war so. Seine auch so schon wunderschönen Augen glänzten einfach so viel belebter.

„Es ist doch alles gut Dirk..ich bin doch da, bitte wein nicht mehr!“ flüsterte er leise und beugte sich langsam vor, um ihm sanft die Tränen von den Wangen zu küssen. Dass er unter seinen Lippen zusammenzuckte spürte er ganz deutlich. Allerdings wunderte er sich wenig darüber.

Er lehnte sich wieder zurück und er sah dem Drummer durchaus an, dass er versuchte seine Tränen für ihn zurück zu halten.

„Der Traum ist doch lange vor und wenn du aufhörst zu weinen...“ hauchte er leise und beugte sich wieder vor, um seine Stirn gegen die des Kleineren zu legen, der ihn mit großen Augen ansah.

„...dann können wir anfangen die Realität wunderschön zu gestalten...“ und mit diesen Worten überbrückte er den kleinen Abstand, der sie noch getrennt hatte und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen.



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