Anfang
Rei war sich völlig darüber im Klaren, dass es nicht unbedingt etwas zu bedeuten hatte. Es war nicht das erste Mal, dass sie Judai um den Hals gefallen war. Zugegeben, das erste und einzige Mal davor war für ein Foto gewesen und Judai hatte doch etwas erschrocken gewirkt.
Diesmal gab es kein Foto, einfach nur Freude über seine Rückkehr.
Es ging nicht darum, diesen Augenblick festzuhalten – nur darum, Judai festzuhalten, ihm ganz nahe zu sein und zu spüren, dass er wirklich hier war, dass alles überstanden und er sicher zurück gekehrt war.
Diesmal erschrak er kaum, auch wenn sie spürte, wie er kurz zusammenzuckte, nur um sich wieder zu entspannen, als er sie erkannte. Ein sanftes Lächeln erschien auf seinem Gesicht und seine Augen sprachen von so vielen Gefühlen… Erleichterung, Dankbarkeit, aber auch Müdigkeit. Er hatte genug durch gestanden und war einfach froh, Wärme zu bekommen.
Was auch immer die Gründe waren, Judai unternahm nicht den geringsten Versuch, sich aus ihrer Umarmung zu befreien. Er erwiderte sie nicht, aber er akzeptierte sie.
Vermutlich hatte das nicht viel zu bedeuten, aber Rei war es egal.
Es war immerhin ein Anfang.