Regulus
Regulus betrachtet das silbern glänzende Medaillon, hebt es auf und lässt es durch seine Finger gleiten. Es fühlt sich angenehm kühl an.
„Regulus! Was machst du mit meinem Weihnachtsgeschenk?“
„Das ist nicht deins! Onkel Alphard hat gesagt, dass ich das auch haben darf!“
„Gib es mir!“
„Da kannst dus haben, wenn es dir so wichtig ist!“ Wütend wirft Regulus den schweren metallenen Gegenstand grob in Richtung Sirius. An der Tatsache, dass er den Kopf seines Bruders mit erstaunlicher Präzision trifft, können auch seine Unschuldsbeteuerungen nichts mehr ändern. Große Brüder haben eben immer Recht.
Zumindest, wenn sie neun Jahre alt sind.
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Regulus lächelt. Früher hatte der große Bruder Recht. Jetzt geht der nach Hogwarts ins falsche Haus und hat sich die falschen Freunde gesucht. Schön für Regulus. Der hat von nun an bei Auseinandersetzungen die Eltern auf seiner Seite.
Regulus lächelt. Er ist der Stolz der Familie Black. Während sein älterer Bruder weiterhin in Hogwarts kindische Streiche spielt, kämpft Regulus längst in einem revolutionären Krieg.
Regulus lächelt. Nach Kreachers Erzählung weiß er, was zu tun ist. Er wird das Zimmer seines Bruders betreten und etwas mitnehmen. Stehlen kann mans nicht nennen.
Onkel Alphard hat schließlich gesagt, dass er’s auch haben darf.
