Die Artemis Akten, Teil VI
Die Artemis Akten, Teil VI
Miss Tokyo
- von Warlock, the wolf in human guise -
Der Himmel lag über der Stadt wie zwei Artisten nach einer mißglückten Panzerrolle.
Ich weiß, ich sollte nicht so reden, da ich noch nie eine Panzerrolle vermasselt hatte, denn ich habe noch nie eine gemacht.
Artemis ist mein Name, aber ich gebe nichts darauf. Sie hoffentlich auch nicht, denn ich bin ein Mann. Obwohl, sprechender, weißer aus dem Mondkönigreich wiedergeborener Kater würde es eher treffen. Auf jeden Fall, es war wieder einer dieser Tage. Es war Herbst, und es war kalt.
Minako wußte das natürlich auch, weswegen sie mich nicht im warmen Zimmer ließ, sondern mich, immer modebewußt, als Pelzstola zweckentfremdete. Die Schals, die sie hatte, waren ihr nicht chic genug, so daß ich mich um ihre Hals legen mußte. Bewegen durfte ich mich natürlich nicht, und wehe, ich zitterte. Daran, daß auch ich menschliche Bedürfnisse habe, wie zum Beispiel auf's Klo gehen, dachte sie wie üblich nicht, als sie die Beweglichkeit meiner Wirbelsäule wie jedes Jahr an die Belastungsgrenze brachte und mich um ihren Hals wand.
Manchmal fragte ich mich, ob ich ihr nicht sagen sollte, daß sie mich vielleicht so um ihren Hals binden sollte, daß mein Bauch zu jenem zeigte. Die Ringerbrücke in der Horizontalen, die ich nämlich jetzt vollführte, war nicht nur etwas unbequem, sondern setzte auch meine Weichteile der unbarmherzigen Kälte oder den unbarmherzigen Tritten von Minakos kampfsportelnden Mitschülern aus. Wenn sie mich andersrum rumgebunden hätte, wären zwar meine Pfoten immer noch verknotet gewesen, aber wir hätten beide was davon gehabt.
Übrigens war ich früher mal gefeierter Kraftdreikämpfer, aber seit Minako mich um ihre Hals band, hatte ich einen so schlechten Rücken, daß ich von Kniebeugen und Kreuzheben mit Gewichten über 2 Gramm nur träumen konnte.
Aber es hatte nicht nur Schlechtes: So konnte ich zum Beispiel mit ansehen, was alle männlichen Bewohner Tokyos für abenteuerliche Verrenkungen machten, wenn Minako an ihnen vorbei war. Gesten und temporäre geistige Retardierung waren eindeutig - man konnte froh sein, daß es nicht Sommer war. Im Sommer mußte Minako laut Staatsbeschluß einen Umweg zur Schule machen, da der normale Weg sie an einem Altersheim vorbeiführte, und die Herzanfall-Rate der nicht mehr ganz vitalen Greise in aufsehenerregende Höhen schoß.
Aber wie gesagt, es war Herbst und kalt und regnerisch. Während ich die Tropfen zählte, die auf meinen entblößten Bauch fielen, und betete, daß wir in der Nähe einen guten Tierarzt hatten, und daß mir meine Prostata keine Probleme machen würde, hüpfte Minako zur Schule. Sie hatte, dank ihrer Schuluniform, schon recht abgehärtete Haxen.
Und schließlich kamen wir dann auch in die Schule, wo es gottseidank etwas wärmer war, und betraten das Klassenzimmer, das für den heutigen Tag unser Heim und Schlachtfeld sein würde. Der einzige Lichtblick heute war Usagi, deren niedliche Dummheit wie immer mein Herz erwärmte. Außerdem legte mich Minako ab, und mit einem Knacken bog ich meine Wirbelsäule wieder in die richtige Form zurück. Gut, daß ich viel Milch trank, denn so waren meine Knochen immer gut drauf.
Und da erhob sich auch schon ein Schatten, der das Licht meiner in der Wärme des Zimmers und der Nähe der Senshi wie eine gewässerte Semmel aufgeqollenen Wonne sofort wieder verdeckte. Es waren besser gesagt drei Schatten, nämlich die von Seiya, Yaten und Taiki.
"Halooo-hooo!" riefen Minako und Usagi wie aus einem Mund.
Ich fragte mich, was die beiden an diesen drei Provinzschwucken fanden, aber naja, Usagi fand ja auch Mamoru attraktiv.
Ich rollte mich, wie ich es in der Schule zumeist tat, um Minakos Beine, da ich so meinen Schlaf nachzuholen gedachte, den Minako mir mit ihren Schnarchattacken geraubt hatte.
Aber es sollte wohl nicht sein.
"He, Kater." Redete mich Seiya an.
"Ja, meine Kleine?" dachte ich, aber sagte "Miau."
Ich sagte das müde und gelangweilt, denn vielleicht würde er so verstehen, daß er mir endlich aus den heute ohnehin spärlich gesähten Sonnenstrahlen gehen sollte, aber wie man bei jemandem mit einem Ziegelstein als Hirn nicht anders erwarten konnte, verstand er die leichte Andeutung in meiner Stimme nicht.
"Lass' uns etwas Spaß haben."
Er zog ein Wollknäuel aus der Tasche.
"Laß' uns etwas Whiskey haben. Du zahlst." Dachte ich, aber sagte: "Miau."
Er ließ das Knäuel vor meinen Augen herumhüpfen, als wäre es einer der Three Lights beim Tanzen.
"Ja, schön. Soll ich dich jetzt damit aufhängen oder was?" dachte ich, aber sagte "Fauch!"
"Schlecht gelaunt, was?" meinte er etwas enttäuscht und steckte das Knäuel wieder ein.
"Artemis...." meinte Minako vorwurfsvoll.
Nun, ich machte jetzt meine Augen zu und versuchte, einzunicken.
Ich erwachte wieder von einem rüden Fußtritt in die Magengrube. Für einen Moment dachte ich an meinen ersten Tag im Gefängnis, wo man mich verdroschen hatte, da ich den anderen ihren Spaß lassen wollte. Sie hatten genau 20 Sekunden, um sich daran zu erfreuen, daß ich am Boden lag, denn kurz danach lagen sie alle auf der Krankenstation. Bis auf Freezy Jimmy, der mit der Weisheit eines Exiljamaikaners darauf verzichtet hatte, einen Fremdling aus Nirgendwo zu vermöbeln, und Ice Tea, den Rapper, der mich als "Weißen Brother" ansah, da ich ihn unter den Tisch saufen konnte und ihn im Basketball geschlagen hatte.
Und da ich mich so daran erinnert fühlte, biß ich herzhaft in den Fuß, da ich heute auch noch kein Frühstück gehabt hatte.
"AAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!" brüllte Minako als wäre jemand dabei, ihr eine Brustwarze abzunagen.
"WAS IS' LOS?!" überbrüllte der Lehrer sie noch.
Und dann sah er mich.
Sofort fing er an, zu schimpfen, wie ein Waschweib, daß man keine Tiere mit in die Schule nehmen dürfte, und wie schlecht die Welt im Allgemeinen und Minako im Besonderen seien. Ich gähnte herzhaft, und zum Dank wollte er an mir am Ende der Rede ein Exempel statuieren.
Er griff mich und war im Begriff, mich aus dem Fenster zu schmeißen.
"NEEEEIIIIIIIN!" rief Minako.
Gut, daß sie auch mal aus ihrem gottgegebenen Phlegma erwachte.
Taiki schaltete schnell.
"Ich geb' ihnen 12 Mille, wenn sie ihn mir geben!" rief er, um bei Mina durch Errettung ihres treuen Haustiers Punkte zu sammeln.
Alle Mädchen in der Klasse sahen ihn verträumt an.
"Na gut. Aber dann bleibt er bei dir, klar?!" knurrte der Lehrer.
Taiki kam mit offenen Armen auf mich zu.
Ich sprang in die Tiefe.
******
"He!" rief Aluminium Siren nach ihrem Füller.
Nicht daß das wen interessiert hätte, denn sie "He!"te heute schon den ganzen Tag durch das Bürogebäude und verhinderte so sowohl mit ihrem Aussehen, als auch mit ihrer Stimme, die geregelte Arbeit der männlichen Belegschaft.
"HALT DIE FOTZE, DU XXXXXXXXX!" brüllte Lead Crow aus ihrem Büro.
Stille. Dann Schluchzen.
Lead Crow ging um die Ecke und sah, daß dort Siren kniete und todtraurig auf einem Taschentuch herumkaute. Sie heulte wie ein Schoßhund.
"Du magst mich nihihicht....." schniefte sie, und Sturzbäche, die den Marianengraben hätten füllen können, entströmten ihren Augen.
"Ich hab's nicht so gemeint." seufzte Lead Crow und umarmte sie.
Inzwischen hatten Iron Mouse und Nyanko ihre Arbeitsplätze verlassen, um nach dem Ursprung der Geräusche zu suchen.
Nyanko fand die beiden als Erste.
"Ooooohhhhh!" rief sie verzückt "Auf DAS steht ihr also!"
Und schmiß sich gleich dazu.
"He, runter von mir!" rief Lead Crow "Haaaaahhhh..... nimm' deine Hand da weg!"
"Uiui!" grinste Siren "Lass' deine Hand, wo sie ist, Lead Crow!"
Besagte Dame zog ihre Hand sofort wieder weg. Und da kam auch schon Iron Mouse des Weges.
"Ich will's ja eigentlich nicht wissen..... aber was macht ihr da eigentlich?" fragte sie.
"Girl Action!" rief Tin Nyanko und versuchte, Crow's Oberteil aufzuknöpfen.
"Gar nichts!" knurrte Lead Crow und versuchte, Nyanko's Hände von ihren Knöpfen fernzuhalten.
"Jaaaaaa....." seufzte Siren und hielt Crow's rechte Hand unter ihrem Rock fest.
"Willst du mitmachen?" fragte Tin Nyanko.
"HE, SEHT EUCH DAS AN!" rief ein Angestellter, der verpickelte Utsude Hiroshi aus Büro 223 "GIRL ACTION!"
Nach ca. 10 Minuten war das Schauspiel vorbei, Nyanko und Siren lagen lächelnd auf dem Boden, Lead Crow hatte feuchte Hände, was zusammen mit ihrer hitzigen Natur in Dampf resultierte, und Iron Mouse stand mit einem seltsamen Gesichtsausdruck daneben.
Schließlich entlud sich das, was sich in ihr angestaut hatte:
"WÄÄÄÄÄÄH! HIROSHI HAT MIR AN DEN HINTERN GEFASST!"
Um einen kreativen Hänger des Autors zu vertuschen, wehte ein Stück Papier durch ein Fenster herein. Selbige hatten sich automatisch geöffnet, da die männlichen Angestellten in Situationen wie der vorherigen zu übermäßiger Schweißbildung neigten.
Es wehte in Iron Mouse's Gesicht.
"Gib' mal her!" keifte Lead Crow und schnappte sich den Wisch.
"Hmmmm..... Miss Tokyo....... 1. Preis 100.000 US $ !!!!"
"Wowie!" rief Siren "Mit soviel Geld könnten wir unseren eigenen Sender aufmachen!"
Jede der anderen sah sie ob dieses plötzlichen Geistesblitzes geschockt an.
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"...... 100.000 US DOLLAR!" hörte ich Minako rufen.
Der Geschmack von Geld in meinen Ohren weckte mich wieder auf, und so wurde mir bewußt, daß ich in einer Stellung gelandet war, die für Wesen aus dieser Dimension nur mit einer vorherigen Schädigung der Wirbelsäule einhergehen kann.
Ich lag unter einer Linde, soweit ich sah, und versuchte, mich zu erheben. Das klappte ganz gut, aber mein Rücken hatte nun Ähnlichkeit mit dem eines Dackels. Es fühlte sich an, als wäre meine Wirbelsäule an einem Punkt zwischen den Schulterblättern einmal um 180 Grad gedreht, halb abgerissen und dann so gelassen worden.
"Miaooooo." Klagte ich.
"Hallo, Artemis!" grinste Minako.
Ich grinste zurück, aber mit mehr Sarkasmus.
"Sieh' mal!" sie hielt mir einen Zettel vor die Nase "Ich habe gerade beschlossen, Miss Tokyo zu werden!"
"Schön, aber haben da nicht auch einige Schiedsrichter mitzureden?" fragte ich, während ich meinen Unterleib in Gegenrichtung auf die Fahrbahn einer Dampfwalze legte und mich mit den Vorderpfoten unter dem Pausenbrot des Klassenfettsacks verkeilte. Eine Minute und ein unheimliches Knacken später waren meine Wirbel wieder normal. Dann rannte ich volle Wucht gegen den Klassenfettsack, bzw. sein Hinterteil, um meine Wirbel wieder zusammenploppen zu lassen. Bis heute hat es gehalten, aber seitdem kann ich, wenn ich meine Ohren nach außen drehe, einen rumänischen Polkasender empfangen.
So schleppte ich mich also zu Minako, wobei ich allerdings vergessen hatte, daß sie mich wieder als Schal zweckentfremden mußte, der Mode zuliebe, und so meinen Rücken erneut auf's Mieseste strapazierte.
Natürlich gab ich keinen Laut von mir, denn wenn ich eins gelernt hatte, dann, daß man vor Minako keine Schwäche zeigt. Es nützt nichts.
Die Schule war inzwischen aus, so daß Minako schnurstracks zu dem Büro ging, wo man sich zur Wahl der Miss Tokyo bewerben konnte.
Dort erlebten wir eine Überraschung: Offenbar hatten die anderen Senshi die selbe Idee gehabt, um an Ruhm, Reichtum und Männer zu gelangen.
Sie begrüßten sich herzlich, obwohl sie ja technisch gesehen Gegnerinnen waren.
Meiner unmaßgeblichen Meinung hatten die Fünf beste Chance auf den Sieg. Der Rest der hier anwesenden Wesen ging kaum als Menschen durch, geschweige denn als holde Weiblichkeit. Gut, einige angenehme Ausnahmen waren schon vertreten, aber ich wollte jedenfalls nicht mit den Schiedsrichtern tauschen. Ich mag nämlich keine Orangenhaut.
Während die Senshi schnatterten, benutzte ich meine neu erworbene Fähigkeit und lauschte rumänischer Polkamusik. Die war zwar nicht gut, aber besser als Frauenthemen. Vor allem ist es ja bei Damengesprächen peinlich, als Mann dann über seine Meinung gefragt zu werden. Entweder man hat keine Ahnung, um was es eigentlich geht, oder aber man wählt von zwei, drei Sachen die falsche Möglichkeit und gilt als verrohter Erbe der Vandalen.
Also hörte ich Musik.
"Geh'n wir, Artemis!" meinte Minako, nachdem sie sich angemeldet hatte und trat mir in den Rücken, um jene Forderung zu verstärken.
Dadurch hatte meine Wirbelsäule nun endgültig die alte Form wieder. Den Polkasender konnte ich aber immer noch hören.
Der Weg nach Hause verging wie im Flug, da wir ja nur 3 Blocks weiter wohnen.
"Mami, ich bin wieder daaahaaaa!" rief Minako.
Keine Antwort, aber am Spiegel hing ein Zettel, auf dem irgendwas von Essen im Kühlschrank und Liebe, Mami stand.
Minako ging also in die Küche, und ich folgte ihr, da mein Magen nicht auf die allmorgendliche Visualisierung eines Frühstücks hereingefallen war und knurrte wie der Nachbarshund.
Minako war offenbar etwas aufgeregt, da sie heute nur drei Portionen zu sich nahm. Vielleicht täuschte sie aber auch nur Appetitlosigkeit vor. Jedenfalls konnte ich so die restlichen vier Portionen für mich beanspruchen.
"Arteeeeeemis....." quengelte Minako.
"Oh Gott, warte doch wenigstens, bis ich fertig gegessen habe." Dachte ich, aber sagte: "Miau."
"Ich bin zu häßlich für diesen Wettbewerb!" heulte sie.
Natürlich wollte sie jetzt, was typisch für Frauen ist, etwas hören wie "Nein, du bist wunderhübsch!", oder "Gegen dich verblassen sogar Venus und Freya, wenn sie übereinander gestapelt in einer Hentai-Szene vorkommen!". Hüten sollte man sich als Mann allerdings vor einem durchschnittlichen "Du siehst gut aus.", denn bei Frauen ist es wie bei Köchen: Alles, was an Lob ankommt und weniger als extradimensional magnifiziös ist, ist bestenfalls durchschnittlich. Deswegen kaufen Frauen auch immer die teuersten Kleider. Bei durchschnittlichen Komplimenten, die das weibliche Wesen nicht auf mindestens die selbe Stufe wie eine Göttin stellen, denkt jenes weibliche Wesen. man will ihr nicht sagen, daß sie häßlich wie die Nacht ist, weswegen man es in höflicheren Wendungen verpackt - genau so wie wenn sie zu einem Mann sagen, er wäre nett. Auf jeden Fall, wir Männer sind da um einiges verträglicher, nicht zuletzt, weil wir gewöhnt sind, daß man an uns rummeckert, seien es nun Freunde in freundschaftlicher Beleidigung, der Boss oder gar die Freundin höchstselbst.
Aber zurück zur Geschichte.
"Du bist nicht zu häßlich, nein du bist wunderschön, so wie Venus! Wenn du bei diesem Wettbewerb mitmachst, fällt die Jury von den Stühlen, geblendet von deiner Anmut, Grazie und deiner Figur!" sagte ich aufmunternd
"Danke, Artemis." Sagte Minako und küßte mich auf die Schnauze.
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"Ich mach' bei der Miss Tokyo mit, ich mach' bei der Miss Tokyo mit!" sang Fischauge.
"Mir ist schlecht." Murmelte Tigerauge.
Falkenauge sah ihn mitleidig an.
"Nun komm' schon, alter Freund. Nimm' dir Fischauges Schwulitäten nicht so zu Herzen."
Er klopfte ihm auf die Schulter, die breite.
"Wegen ihm haben meine Magengeschwüre Magengeschwüre!" greine Tigerauge "Ich laß' mich versetzen!"
"Etwa nach Beteigeuze zu Rehauge und Holzauge?" fragte Falkenauge.
"Stimmt - da überleg' ich's mir noch mal." Schauderte Tigerauge.
"Was denn, was denn!" protestierte Fischauge "Die Beiden waren doch immer sehr nett."
"Ja, in dieser bestimmten Weise, in der auch du nett bist." Knurrte Tigerauge.
"Du findest mich also nett?" fragte Fischauge und kam näher.
Tigerauge fiel zitternd zu Boden, wo er sich in Fötalstellung begab und hin und her wippte. Dabei sang er ein Kinderlied.
"Tigerauge! Tiger...." versuchte Falkenauge "Keine Reaktion. Es hat ihn wohl wirklich erwischt."
Da flog auch schon Zirkon herfür, um dem Trio, oder besser gesagt, den beiden ansprechbaren Mitgliedern des Trios, Zirkonias Wahl des nächsten Opfers mitzuteilen.
"Na, wen haben wir denn da?" fragte Falkenauge und grapschte sich das Foto.
Es zeigte ein junges Mädchen mit grauem Haar, grauen Augen und einer Sonnenbrille, das einen etwas deplaziert aussehenden Nadelstreifenanzug und einen dazu passenden Hut trug.
"Das ist ja wohl eher was für Tigerauge!" meinte Falkenauge fast angeekelt.
"Die ist mindestens 20." Platzte Fischauge nach einem kurzen Blick heraus.
"Ach ja? Und woher nimmst du diese Gewissheit?" meckerte Falkenauge.
"Weibliche Intuition."
Dagegen konnte der Muskelmann mit der rosa Dragonball - Frisur nicht viel sagen, also sagte er auch nichts.
Tigerauges Anfall endete circa zwei Minuten später.
"Da. Neues Futter." Sagte Falkenauge lapidar und schmiß ihm das Foto hin.
"Zirkonia scheint langsam mal Geschmack zu bekommen - die ist ja richtig knuffig." Grinste Tigerauge, während ihm ein Sabberfaden aus dem Mundwinkel troff "Honto! Honto!"
"Du bist ekelerregend!" würgte Falkenauge "Mach dich lieber auf die Socken, anstatt hier alles vollzusabbern!"
Tigerauge sah seinen Kumpan nur abschätzig an und verflüchtigte sich dann mittel Salto Mortale durch ein Dimensionstor.
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"Tut mir leid, wir brauchen keine Zwölfjährigen." meinte der Schreiberling nüchtern, kalt und emotionslos, während er seine Zigarette ausdrückte.
"Häh?!" fragte Iron Mouse "Ich bin eine erwachsene Frau!"
"Ja, ja, Kind. Geh' wieder spielen."
"Jetzt hör'n sie mal!" Lead Crow schlug mit den Knöcheln auf den Tisch, daß sich dieser bog "Auf dem Personalausweis steht's, auf dem ärztlichen Attest steht's, und sie wollen allen Ernstes behaupten, daß Nezu keine 18 ist?!"
"Passen sie doch auf ihren Blutdruck auf, Teuerste!" meinte eine alte, dicke Frau, die sich für ihre 83 noch sexy genug vorkam, bei einer Miß-Wahl mitzumachen.
"Passen Sie lieber auf, sonst gibt's eine auf die Knackwurst!" tobte die Rothaarige weiter "Und überhaupt, für welche Wahl tragen Sie sich überhaupt ein?! Für die zur Miß Geburt?!"
Mit einem indignierten Laut verschwand die ältliche Dame.
Lead Crow wandte sich mit dem Lächeln einer Gewinnerin wieder dem Schreiberling zu.
"Sie nehmen SIE ja auch, obwohl sie das Hirn einer 5-Jährigen Topfpflanze hat - ohne Topfpflanzen beleidigen zu wollen!"
Sie zeigte auf Siren, die nichts hörte, da sie mit einem JoJo beschäftigt war.
"Na gut, na gut. Aber hören Sie bitte auf, hier herumzubrüllen."
"ICH BRÜLLE NICHT! SIE WOLLEN GAR NICHT WISSEN, WAS PASSIERT, WENN ICH BRÜLLE!" zeterte Lead Crow.
Eingeschüchtert schrieb der Schreiberling auch noch Nezu auf die Teilnehmerliste. Er fragte sich, ob dieses Monster da vor ihm einen Freund hatte, denn wenn ja, hätte er ihn bemitleiden müssen. Wahrscheinlich war er Schuhverkäufer.
Das Team von Galaxia verließ das Gebäude.
"Wow, Lead Crow, dem hast du's ja ganz schön gegeben." Meinte Nyanko anerkennend.
"Naja...." lächelte Lead Crow etwas verschüchtert.
"Gibst du's mir a-hauch?" fragte Nyanko mit einem entzückenden Augenaufschlag, worauf Lead Crow etwas erbleichte, von Iron Mouse, die alles mitgehört hatte, ganz zu schweigen.
"ICH STEH' NICHT AUF SO WAS!" knurrte Lead Crow.
"Wie willst du das wissen, wenn du's noch nie probiert hast?" hielt Nyanko dagegen.
Doch bevor etwas Ernstes passieren konnte, zum Beispiel, daß Lead Crow die Hand ausrutschte - ihr stählerner rechter Haken war im ganzen Sender berüchtigt, seit sie den Wettermann (ehemaliger Weltmeister im Halbschwergewicht) niedergeschlagen hatte - entschärfte Siren die Situation.
"Geh'n wir ein Eis essen?" fragte sie.
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"Wo sind wir hier?" fragte Tigerauge.
"Keine Ahnung!" fauchte Falkenauge, der sich entschlossen hatte, seinem Compadre zu folgen, da man den ja nicht alleine rumlaufen lassen konnte "Unser Teleport hat wohl wieder Mist gebaut!"
Die beiden standen in einem mittelgroßen Raum mit Bänken und Tischen an den Wänden, einem großen Tisch halbrechts und einer Couch vor diesem.
Außerdem war hier noch eine Bühne, auf der sich vier auf KISS geschminkte Typen die Seele aus dem Leib spielten.
Naja, "spielten" war übertrieben, sagen wir lieber, sie schrabbten und prügelten. Allerdings entlockten sie ihren Instrumenten doch einige rockende Akkorde, aber die Soli, die der von der Bemalung offenbar von Alice Cooper kopierte Leadsänger seiner Fender entlockte, waren erbarmungswürdig, genauso wie sein Verzerrer und seine Vocals.
"Mann, sind die scheiße!" lachte Falkenauge.
Aber naja, KISS waren eigentlich auch scheiße, seit 20 Jahren, und daran störte sich keiner - lag es vielleicht an der Schminke?
Tigerauge antwortete übrigens nicht; er hatte gerade einen Hippie mit regenbogenfarbigem Poncho und einen Glatzkopf, der aussah, wie aus so 'nem neumodischen MTV-Video, von der Tanzfläche geschubst und headbangte.
Dann war der Song plötzlich zuende. Sofort hechtete ein dünner, großer, blonder, aber nicht besonders holder, Jüngling von der Couch zum Mischpult, um diverse Einstellungen daran vorzunehmen.
Die anderen Leute auf und um die Couch - zwei Mädels, die Falkenauge nicht alt genug waren, ein großer Typ, der aussah wie Mamoru, und ein unrasierter Typ mit einer ungesunden Körperhaltung - trugen einen Gesichtsausdruck, der zwischen "Das kann doch nicht wahr sein!" und "Oh Gott, es ist wahr!" schwankte.
Eine Gruppe von halbseiden aussehenden Individuen an einem Tisch hinter Falkenauge machte sich offenbar über die Band lustig. Zwei von den Typen, die da saßen, hatte er schon mal mit Fischauge zusammen schäkern gesehen, wenn er sich nicht irrte.
Sodann schepperte der breite Drummer sein noch breiteres Drumsolo herunter, und dann folgte noch ein Song.
Daß der blonde Jüngling sich vorher mit dem Mischpult abgequält hatte, hatte offenbar nichts gebracht, denn die Grunzvocals des Sängers gingen in einem Brei aus Bass und Gitarre unter (Nicht daß es besonders schade gewesen wäre), und der Keyboarder hätte ebensogut sein Instrument einfach ausstecken können.
Aber mein Gott, so war das nun mal live.
Falkenauge empfand fast Mitleid mit den vier auf der Bühne.
Als sie dann noch in eine etwas zu schräge Version des Wizard von Uriah Heep einstimmten, kräuselten sich Falkenauges Zehennägel und er schnappte sich Tigerauge.
"Laß' uns gehen." Meinte er lapidar und zog ihn durch ein neues Teleportloch.
(Anm. d. Autors: Weitere Highlights des Abends und darauffolgenden Tages: Meine H-Saite ist gerissen, wir spielten mit dem Gedanken, Sebastian Beck in der Mitte zu zerbrechen, unsere drei improvisierten Songs waren besser als die Sachen, die wir geprobt hatten, schlechter Singtag, schlechter Haartag, Tracklist vergessen, sturzbesoffen auf Whiskey, leichte Alkoholvergiftung, ganze Nacht am Reihern....... aber verdammt, ich würd's wieder tun! Und dafür, daß wir erst 13mal zusammen geprobt haben, war's ganz passabel!)
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"A E I O U."
Minako übte deutliche Aussprache und grazile, gerade Haltung, indem sie mit einem Stapel Bücher auf dem Kopf vor mir herumstolzierte und ständig irgendwelchen Schwachsinn intonierte.
Währenddessen klang, als eine Art "Training Montage" für Arme, "I was made for loving you" von KISS aus dem Boxen des CD-Players, was alledem eine etwas surreale Atmosphäre gab.
Um mich dieser nicht ganz zu ergeben, las ich mir durch, was alles von den Teilnehmerinnen erwartet wurde.
"Hmmmmm..... Bikinirunde - schon gewonnen." Hakte ich geistig den ersten Punkt ab "Urks....... Allgemeinbildung - schon verloren....."
Und so ging ich Punkt für Punkt durch, bis ich mir sicher war, daß gutes Aussehen heutzutage kein Garant mehr für Erfolg war.
"Minako, du weißt schon, daß du die Grundzüge deiner Muttersprache, sowie das kleine Einmaleins beherrschen mußt?" fragte ich etwas verunsichert.
Minako schaute mich giftig an.
"Schon gut, war nur 'ne Frage." Zuckte ich mit den nicht vorhandenen Schultern.
Und weiter ging's mit dem Training: Nun übte Minako den AEH (Aufmerksamkeits-Erheischenden-Hüftschwung), und das Gehen mit Stilettos - nein, keine Messer, hochhackige Schuhe.
Ich tat mir das nicht weiter an, sondern ging nach unten, um mir einen Cognac einzuschenken, mir einen Borschtsch zu kochen, und meine Lieblingssendung im Fernsehen anzusehen.
Den Borschtsch kochte ich nach dem selben Rezept, nach dem wir kurz nach dem 2. Weltkrieg irgendwo in der Kosakei da hinten, Sibirien glaub' ich, unseren Kumpanen Ivan, einen Pelzwilderer und Schwarzbrenner aus Omsk, zubereitet hatten, da wir nix zu essen hatten, außer eingeschmuggelten Jeans und Tigerfellen. Ivan hatte nämlich die Karte falsch herum gehalten, wir hatten uns verirrt, und naja, er mußte halt dran glauben, so wie es im Vertrag stand.
Auf jeden Fall kochte ich also das rote Zeugs, ohne Ivan, aber dafür mit einer Pulle Wodka und viel Rindfleisch, so daß ich innerhalb von einer halben Stunde ein leckeres Fresschen zusammenhatte - fast Fast-Food. Dann noch den Dreiviertelliter Cognak auf ex runtergeschüttet, und schon machte mir der Herbsttornado da draußen, der wohl schon die ersten Todesopfer, darunter Godzilla (der flog grade am Fenster vorbei... vielleicht war's aber doch nur der Cognak), auf der Kappe hatte, gar nichts mehr aus.
Und während Al Bundy seinen Lieben mal wieder die Schlechtigkeit der Welt im Allgemeinen und seiner Lieben im Besonderen erklärte, aß ich Borschtsch ohne Russisch- aber mit Schwarzbrot, und erfreute mich meines farbenprächtigen Rausches, den ich wohl wieder über der Kloschüssel ausschlafen durfte.
"Arrrrrrtemis........." hörte ich da eine bekannte Stimme verstohlen schnurren.
Sofort klingelten alle noch nicht alkoholgetränkten Synapsen meines Hirnes auf Hochtouren, was meinen Rausch vertrieb.
Müde und zitternd drehte ich mich gen Tür, wovon ich die Stimme vernommen.
Da stand Minako am Türpfosten, fest an jenen geklammert, und das in einer Weise, daß man es nicht beschreiben kann, jedenfalls nicht, wenn man nicht mindestens 12 Helle inne hat.
Sie war überschminkt und trug einen weißen Bademantel. Ob da noch was drunter war, war mir im Moment unklar. Der Borschtsch lief mir nur so aus den Mundwinkeln, wie jedem männlichen Wesen in der Nähe: Der steinalte Goldfisch (nein, nicht Adolf, der andere), der schon hier gelebt hatte, als das Haus gebaut worden war (Er war ein Meister der Kampfkunst, weswegen er noch kein Gastspiel in meinem Magen gehabt hatte) fiel nämlich mit Herzinfarkt um.
Minakos Parfüm ließ in mir schwermütige Gedanken an jene Dinge aufkommen, die ich verpaßt hatte, als ich mit Johnny wegen unsittlicher Schlägerei im Karzer saß. Da war nämlich gerade Damenabend gewesen, und selbst Pa "Pferdegebiß" Hunshock, ein südtexanischer Bluegrass-Musiker von 890 Jahren und einer atemberaubenden Häßlichkeit, die jeder Beschreibung spottete, bekam noch eine ab.
"Und? Bin ich lasziv genug?" fragte Minako.
"Äh-häh....." nickte ich, da mein Gehirn nicht mehr richtig funktionieren wollte.
Ja, ja, niedergestreckt von weiblicher Tücke, kennt man ja. Konnte man auch von dem Goldfisch sagen.
Aber wer wollte schon mit einem Goldfisch verglichen werden, auch wenn dieser ein Meister der Kampfkunst war? Ich ganz bestimmt nicht. Also erholte ich mich schnell wieder.
Minako grinste mich an.
"Ich wage zu bezweifeln, daß die da Türstöcke rumstehen haben." Gab ich zu bedenken und löffelte meinen Borschtsch weiter.
"Das nicht, aber goldene Stangen!" sagte Minako mit einem verschwörerischen Augenaufschlag.
"Klar!" grinste ich sarkastisch.
"Neee, echt! Ich hab' mich schon davon überzeugt!"
"Öh? Wirklich?"
"Ja, wenn ich's dir doch sage!" nickte Minako energisch "Das ganze findet sowieso in einem ehemeligen Lokal statt, Golden.... Golden....... emmmm........"
"Golden G-String?" half ich.
"Ja! Woher weißt du das?"
"War mal Stammkunde. Aber als der Türsteher angefangen hat, die Möbelei aufzufressen, auch wenn noch Leute draufsaßen, wurde es leicht ungemütlich da drin."
"Wieso hat er das gemacht?" fragte Minako.
"Hatte was mit 'ner Wette zu tun. War viel Geld und die Yakuza mit im Spiel. Ähem......... Schon mal Borschtsch gegessen?"
"Also, eigentlich würde mich die Yakuza mehr interessieren...."
"ÄHEM, also der Borschtsch, ja der Borschtsch, also der.... der ist echt gut!"
******
"Wo ist sie denn nur, diese Nezu?" weinte Tigerauge und ließ sich an einem Laternenpfahl nieder.
"Laß' dich nicht so gehen!" fauchte Falkenauge "Die Leute halten dich noch für einen Penner."
"Aber einen gutaussehenden!"
"Penner bleibt Penner!"
"Ach, laß' mich doch in Ruhe!"
Tigerauge dreht sich herum und schmollte.
"Hey, Tigerauge!" rief Falkenauge "Da - da hinten! Da geht sie!"
"Was? Wo?"
Und tatsächlich! Da hinten lief das Mädel rum! Zusammen mit drei anderen wohlgeformten Damen!
"Falkenauge...." grinste Tigerauge.
"Tigerauge....." grinste Falkenauge.
"Denkst du das, was ich denke?"
"Jau - laß' uns etwas Ramba-Zamba machen, bevor wir unsere Mission erfüllen!" Falkenauge machte eine rüde Geste.
"Kann uns ja auch niemand verdenken - wir sind so lange mit Fischauge zusammen, daß unsere Männlichkeit gelitten hat!"
"Püh, vielleicht deine."
"Grrrrr." Knurrte Tigerauge.
"Aber laß' uns jetzt nicht streiten. Für die da langt's noch allemal, oder ich will ab jetzt Usagi heißen!" grinste Falkenauge.
Und so stiefelten die beiden den Angestellten von Galaxia hinterher, immer jedwege Deckung wie Mülltonnen, Bäume und parkende Autos ausnutzend. Dabei entwickelten sie ein derartiges Talent für Verrenkungen, daß selbst ein Kinderwagen als Deckung herhielt.
"Ich fühl' mich so beobachtet." Murmelte Lead Crow.
"Klar - Nyanko starrt auch schon die ganze Zeit auf deinen Hintern." Meinte Siren.
"WAAAAAAAS?!" keifte Lead Crow und fing sofort an, zu fluchen wie ein Kutscher.
"Whoa! Kennt die dreckige Wörter!" flüsterte Falkenauge und erbleichte.
"Nun ja. Im Bett ist das ja nicht schlecht." zuckte Tigerauge mit den Schultern.
Und dann kam die Mutter des Baby's im Kinderwagen und verscheuchte die beiden.
"Dabei war das Mädchen so niedlich." Seufzte Tigerauge.
"Jetzt reicht's aber! Du bist ja fast so schlimm, wie der Franzose da drüben!" schimpfte Falkenauge und zeigte auf einen schnurrbärtigen Typen, der gerade versuchte, ein Schulmädchen zu bestechen.
"Iesch bin kein Franßos'! Iesch bin Belschiér!" schallte es zurück.
"Was auch immer. Auf jeden Fall solltest du unser Ziel nicht aus den Augen verlieren!" belehrte Falkenauge seinen Freund.
"Okay. Die Blauhaarige und Nezu für mich, die Beiden anderen für dich." Sagte dieser nach kurzem Überlegen.
"Hm. Einverstanden. Wie packen wir's an?" fragte Falkenauge "Auf die Harte?"
"Nö, die Menschen sind da immer soooo empfindlich." Meinte Tigerauge und tippte sich gegen die Lippen "Wir müssen uns irgendwas anderes einfallen lassen. Hörst du mir überhaupt zu?"
"Wenn ich ehrlich sein soll, nein. Ich starre gerade auf den Hintern von der Rothaarigen, also stör' mich jetzt bitte nicht. Ich träume." Sagte Falkenauge und leckte sich über die Lippen.
"Du kleines Ferkel!" grinste Tigerauge.
"Da redet der Richtige!"
"Ach ja! Wer gräbt denn hier immer Mumien aus?" keifte Tigerauge.
"Wiegenräuber!"
"Ödipus!"
"Kinderschreck!"
"Altenheim - Spanner!"
Beide blickte zufällig nach rechts, wo die Mädels nun NICHT mehr waren.
"Sie entwischen uns! Sie entwischen uns!" kreischten beide wie kleine Mädchen und liefen ihnen affektiert nach.
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"Welchen Badeanzug soll ich nehmen, Artemis? Oder doch lieber den String?" fragte mich Minako unentschlossen.
"Miau." antwortete ich.
"Was heißt hier Miau?! Das ist doch wieder typisch Mann!" schmollte sie "Na los! Ich will eine Antwort, sonst gibt's heute abend keine Streicheleinheiten!"
"Miau heißt hier und heute im speziellen, daß ich besser nicht antworte, weil wir auf der belebtesten Einkauf- und Vergnügungsmeile von Tokyo sind, und nicht jeder Depp wissen soll, daß ich ein wiedergeborener Mondkater bin." Lächelte ich charmant und neben uns fiel die Verkäuferin in Ohnmacht.
"Oh, äh....." machte Minako.
Wir waren gerade dabei, Minako ein komplett neues Outfit zu verpassen, da ihr altes nicht lasziv genug war. Sagte sie jedenfalls. Für Schuljungen und alte Männer hatte es gereicht, aber ob es die Jury beeindrucken würde, war wahrlich fraglich.
"Oh Mann!" meine Hausblondine klatschte sich gegen die Stirn "Ich hab' ganz vergessen, daß ich heute Volleyballtraining hab'!"
Und das nahm sie immer sehr genau. Also, alle zur Auswahl stehenden Anzüge gekauft (mit Mamis und meiner Kreditkarte, denn Mamis war nach dem ersten Badeanzug erschöpft) und nach hause gewetzt. Dort erhielt ich den ehrenvollen Auftrag, Mutters Kreditkartenrechnung über Internet zu frisieren, während Minako dasselbe tat (sich frisieren), und dann ihre Sportel-Kluft in ihre Tasche schmiß. Dann noch schnell mich, Glücksbringer und Maskottchen, gepackt und ab ging's ins Tokioter Sportzentrum, wo man alles von Atemi bis Zulu Schlammcatchen lernen konnte, also auch Volleyball.
Die U-Bahn war heute mal wieder so überfüllt, daß ich mir vorkam, wie ein Blatt Papier ganz unten in der HP Deskjet-Packung, aber alles hatte ein Ende, also auch diese Fahrt, und nachdem Minako rituell begrapscht worden war, verließen wir die dunklen Hallen dieses typisch japanischen Dungeons.
Ich kenne mich übrigens noch heute nicht da unten aus und verlasse mich auf Minako, die einen erstaunlichen Orientierungssinn hat.
Also, wir betraten das Tokioter Sportzentrum. Es war ein wahrhaft gigantischer Komplex, nach Vorlagen von Masamune Shirow gebaut, und erfüllte mich immer mit Ehrfurcht wenn ich dorthin ging. Außerdem gab es viel nacktes Fleisch zu sehen, da mich Minako immer mit in die Umkleide nahm, so daß ich mich an schlanken Frauenkörpern sattsehen konnte. Diesmal war sogar Makoto in der Umkleide, denn sie wollte ein Match gegen den Besten des hiesigen Karate-Clubs bestreiten.
Schließlich kamen wir dann in die Volleyballhalle, zwanzig Minuten zu spät.
Während Minako ihren fuchtigen Trainer beruhigte, beobachtete ich die wippenden Oberweiten der andere Volleyballschülerinnen. Ich kann ihnen sagen, wenn sie ein kleines, knuffiges Tier sind und irgendwann nach Tokyo kommen, dann sehen sie sich diese Show an.
Allerdings gab es auch hier einen Tropfen Wermut, der meine kochenden Hormone in die Arktis schickte: Brünhilde von Bismarck, deutsche Austauschschülerin und häßlich wie die Nacht. Das affenartige Gesicht einer Angehörigen der arischen Herrenrasse schweifte müde und mit dem Blick einer Totgeborenen, um nach ihrer Lieblingsgegnerin, meiner Minako, Ausschau zu halten.
"Frrrrräulein Minako." rief sie so abgehackt wie mein Herzschlag "Spielt gegen mich!"
Dabei rollte sie mit den Augen, daß einem Angst und Bange wurde. Das Licht spiegelte sich auf ihrer dank DNP (Anm.d.Autors: Droge, die den Fettverbrauch durch Ankurbelung des Kreislaufes hochtreibt. Nachteil: Es besteht eine große Chance, daß man von innen raus verbrennt. Wird übrigens auch als Insektenvertilgungsmittel und als Grundstoff für TNT verwendet. Dachte nur, ich kläre euch auf.) schweißnassen, von Adern überzogenen, hochroten Stirn, kurz unter ihrem 3-Millimeter-Haarschnitt, den sie sich Gerüchten zufolge mit der Heckenschere selber machte. Außerdem brachte er ihre Überaugenwülste a la Guile gut zur Geltung.
Während mein Magen nun heftigst gegen dieses Wesen vor mir rebellierte, nahm Minako wie jedesmal die Herausforderung an, und wie jedesmal würde sich auch verlieren.
Ich blickte schnell auf Akiko, Himeko und Asako, die drei Mädchen mit dem größten Brustumfang im Raum (nach Minako natürlich), um mich von dem Bullen in Mädchengestalt da abzulenken.
Meine Befürchtungen, daß Minako verlieren würde, bestätigten sich auch, und das, obwohl Brünhilde zweifellos die Böse war: Nach einem auf den Körper gezielten Schmetterball, der diese Bezeichnung auch verdiente, galt für Minako der technische KO: Sie konnte dem Ball zwar ausweichen, wurde aber von der Druckwelle gegen die nächste Wand geworfen.
Man kam sich vor wie im zweiten Weltkrieg.
Ich schlich zu Minako um ihr als Geste des Mitleids das Gesicht zu lecken, wie wir Haustiere es ja gemeinhin machen. Ich hätte ja gern was anderes geleckt, was ihr sicher besser getan und gefallen hätte, aber es waren ja noch andere Leute da und es mußte nicht jeder wissen, daß hinter der Stirn mit dem Halbmond ein hochintelligenter Geist seine Kommentare von sich gab.
"Ach danke, Artemis." Schniefte Minako.
"Ha-ha-ha!" lachte Brünhilde abgehackt, und in diesem Moment hätte ich diesem Produkt von Bruder und Schwester was wichtiges abgehackt, aber mein Katana war daheim in der Prunk-Saya. Ich hatte es vom Kaiser wegen wichtiger Verdienste um seine Familie erhalten, und ich konnte auch damit umgehen.
Der Rest der Volleyballstunde verging eher weniger actionreich, bis auf das Match Minako vs. Mila. Letztere war eine großäugige, offenbar magersüchtige und deshalb eher unattraktive Tussi aus Kyoto, doch Minako zeigte ihr, wo der Hammer hing, und warum Tokyoter Volleyball als härteste kontaktlose Sportart bezeichnet wird, bis auf Tennis.
Also, danach ging es wieder in die Umkleide, wo ich nun die schweißnassen, trainerten, gerundeten Körper der Spielerinnen beim Duschen, scherzen, und, naja, eben Umkleiden beobachten konnte. Dann aber steckte mich Minako in ihre Sporttasche und lief nach Hause.
"Oh Gott! Sportsocken" dachte ich und hielt mir die Nase zu.
Minako roch zwar nicht so penetrant nach Männerschweiß wie Brünhilde (außer nach einer Nacht, in der sie mal wieder weggeblieben war), aber Frauenschweiß war schlimm genug, und ich bekam auch eine volle Ladung ab. Dazu kam die brütende Hitze in der Tasche. Ich fiel hin, während mein Hirn "Living in the Past" von Jethro Tull abspielte, und sich vor meinem geistigen Auge Minako, Usagi und Makoto auszogen, Hasch rauchten und sich dann miteinander vergnügten, das ganze vor quietschgrünen, saftigen Straßenlaternen und auf rosarotem Sträußelkuchen. Ich fiel und fiel, und lag schließlich in Minakos BH (den sie hier gelagert, aber nie angezogen hatte), um mein altes leben auszuhauchen. Wär' sicher ein schöner Tod gewesen, aber dann holte mich Minako doch wieder an die frische Luft. Das Licht der Abendsonne blendete mich etwas, aber ich erholte mich schnell wieder.
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"So und was nun?" fragte Tigerauge "Sie arbeiten beim Fernsehen!"
Die beiden standen vor einem leicht heruntergekommenen Gebäude an dem "Ginga TV" stand.
"Schön - die sollen besonders schamlos sein." Grinste Falkenauge und rieb sich die Hände.
Da tauchte plötzlich Zirkon auf und übermittelte ein holographisches Bild von Zirkonia.
"WAS MACHT IHR DENN?!" rief diese "LOS! HURKHA! ARBEIT! HOLT MIR PEGASUS, ABER FLOTTIKOWSKI!"
"Halt's Maul....." wisperte Tigerauge.
"Na primstens!" knurrte Falkenauge "Jetzt dürfen wir wieder unsere Männlichkeit hinten anstellen."
Tigerauge schmollte nur.
"Also, geh'n wir rein..... wir erwischen sie garantiert noch." Falkenauge wank seinem Genossen und beide gingen in das Gebäude.
"Biddä?" fragte der unglaublich asoziale Portier.
"Wir, äh, wir..... wollen Nezu ins Bett kriegen." druckste Falkenauge herum.
Tigerauge schob ihn weg.
"Was dieser VÖLLIG FREMDE hier sagen will, ist, daß wir für den Abenteuerfilm...ähm..... der "Tiger von Baghdad...."
"Du siehst zu viele Eroll Flynn-Filme!" zischte Falkenauge.
"Ha! So ein Film wird gar nicht gedreht!" rief der Portier, sprang hinter seinem Tresen hervor und zog eine abgesägte Elefantenflinte.
"Aber BITTE...." meinte Tigerauge.
"STERBT, PACK!" rief der Portier und schoß.
Nur den durch jahrelange Zirkusakrobatik geübten Reflexen verdankten es die Beiden, noch mit heiler Haut davon zu kommen.
"Tora Sho!" rief Tigerauge und leitete den Gegenangriff mit einem Tiger Uppercut ein.
Der Portier wurde zurückgeworfen.
"Hunting Hawk!" rief Falkenauge, sprang von der Wand ab und trat den Portier feste, als dieser noch in der Luft war und deshalb nicht blocken konnte.
"Ein Bundy-Schwur auf unsere Juggle-Combos." Meinte Tigerauge.
"Heeeeeeyyyyy....... Juggle-Combos!"
Und dann enterten sie das Treppenhaus. Jenes erinnerte frappierend an ein inzwischen indiziertes Spiel (namens Resident Evil). Inzwischen kam der Portier KO geschlagen wieder auf dem Boden auf.
"Gruselig hier drin." sagte Falkenauge erbleichend.
"Aber am Ende warten die Tussis." Grinste Tigerauge furchtlos und schritt voran.
"Stimmt - manchmal muß ein Mann eben tun, was ein Mann tun muß." Sagte Falkenauge zu sich selbst und folgte dem blondgelockten Schönling.
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"Puuuh, bin ich geschafft! Jetzt nur noch schlafen." Sagte Minako.
Das war etwas seltsam, da sie ja schon die ganze Schulzeit über geschlafen hatte, aber naja, es war ja Minako. Lag wohl auch daran, daß in jeder Schule Leute vom Königreich des Dunklen sitzen, die den Schülern die Energie absaugen.
(Anm. d. Autors: Bei uns ist es der Kunstlehrer - und wir haben Beweise! Ich sage es mal mit Faust: "Was hinkt der Kerl auf einem Fuß?")
Minako warf also ihre Kleidung in die Abgründe ihres Wandschrankes und balancierte dann durch die Schutthaufen in ihrem Zimmer. Schließlich war sie an ihrem Bett angekommen und schmiß sich hinein, daß die Federn perverse Geräusche von sich gaben.
"Artemis, komm, kuscheln!" befahl sie.
Im Herbst und Winter war ihr nämlich meistens kalt. Das konnte durchaus daran liegen, daß sie nur im Sommer Schlafanzüge trug...... aber wer wollte ihr das schon sagen? Etwa die Spanner, die allabendlich unser Haus belagerten und eine Lungenentzündung riskierten? Oder ich, der ich dann immer an ihrer Brust schlafen durfte, um sie zu wärmen? Machen Sie sich nicht lächerlich.
So war es auch diese Nacht. Wir wärmten uns gegenseitig. Naja, eigentlich wärmte nur ich, und zwar mich und wie gesagt gleichzeitig auch Minako.
Und so schliefen wir also ein. Und es dauerte nicht lange, als uns ein Geräusch in der Gasse unter uns weckte.
"Heda, Ruhe!" rief Minako schlaftrunken und schmiß als Drohung noch ihr Schmusekissen aus dem Fenster.
Kurz darauf hörten wir vertrautes Fluchen.
"Mamoru?" fragte Minako mißtrauisch und machte das Fenster auf. Da sie ja nix anhatte, pfiff ihr der kalte Nachtwind nur so um die Lenden. Mir war Mamoru wutzegal, so daß ich noch im warmen Bettchen lag,
"Was ist denn los? Bist du besoffen und findest den Weg nach hause nicht mehr?" fragte Minako nach unten.
"Also, Usagi und Rei haben mich aus meiner Wohnung geschmissen, um, wie sie es ausdrücken, ihre Freundschaft zu vertiefen."
Aua.
"Und nun wollte ich, wie jedesmal, wenn das passiert, auf euer Dach klettern, um dort zu schlafen. Und besoffen bin ich auch. Und die Leute des Wirtes sind hinter mir her, weil ich die Zeche nicht bezahlen konnte."
"Wir leiden mit dir." Murmelte ich ungehalten.
"Und warum willst du ausgerechnet auf unser Dach?" fragte Minako mißtrauisch.
"Weil man von da in die Umkleidekabine eines Striplokales schauen kann. Außerdem ist die Luft da oben gut."
"WAAAAS?!" rief Minako "Ich muß auf's Dach! Ich muß auf's Dach!"
"Wegen der Luft?" fragte Mamoru.
"Nein, du Dummerl! Wegen des Striplokales!"
"Da strippen aber nur Frauen." Nuschelte Mamoru.
"Ja und?" fragte Minako verständnislos.
Da ich jetzt sowieso nicht mehr schlafen konnte, folgte ich den beiden anderen auf's Dach, wo es zwar saukalt, aber dafür ruhig war.
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"VERDAMMT!" fauchte Tigerauge "Seit Stunden krauchen wir hier rum, und finden nicht mal den zweiten Stock!"
"So langsam krieg' ich Hunger." Maulte Falkenauge.
"Und ich muß schon seit Stunden mal für kleine Unterendgegner." Knurrte Tigerauge.
"Da hinten ist ein Fenster." Grinste Falkenauge hilfreich.
"He, manchmal bist du gar nicht so blöd." Lächelte Tigerauge und näherte sich dem Fenster.
"HEY! Du willst doch nicht da raus schei.........?!"
"Nein, natürlich nicht. Aber wir könnten uns doch als Fassadenkletterer betätigen." Grinste der Blonde.
"Oho. Du bist doch kein blondes Dummchen."
"Danke."
"Bitte, bitte." Winkte Falkenauge ab.
Und so kraxelten die Beiden aus dem Fenster und hingen nun an der Fassade von Ginga TV, die dank des Zustandes des Gebäudes genug Griffmöglichkeiten bot. Die Sterne wandten sich mit Abscheu ab, als das Amazonenduo nun in spastischer Weise dem Gipfel entgegenklomm.
"Brrrrr....." sagte Tigerauge "Frisch hier draußen. Und dann noch mein kurzes Leiberl!"
"Wir ham's ja gleich geschafft."
Und wahrlich! Sie erreichten den zweiten Stock. Tigerauge schlug das Fenster ein, beide sprangen hinein, und nachdem der große Blonde mit den schwarzen Schuhen sich die Glassplitter aus dem Arm gepflückt hatte, ging's auch schon weiter.
"Hmmmm.... eigentlich hat es ja wohl nicht mehr viel Sinn, hier bei Nacht und Nebel umherzuschleichen." Meinte Tigerauge.
"Ach Quatsch! Ich kannte mal einen Typen, der hat auch beim Fernsehen gearbeitet. Und der hat die Nächte immer durch gemacht." erwiderte Falkenauge.
"Ahhhhh so. Und du hast daheim mit dem Essen auf ihn gewartet und dir deine Falkenaugen ausgeweint, wenn er nicht kam." Grinste Tigerauge.
"Du hast gleich zwei BLAUE Augen!" knurrte Falkenauge und schwang seine Faust.
Plötzlich ertönte ein Klacken. In einem montonen Rhythmus, der Falkenauge an den Rande des Wahnsinns gebracht hätte, wenn der nicht an seine eigenen Pömps gewöhnt gewesen wäre.
"Wa.....was ist das?" fragte Tigerauge, der dieses Glück nicht hatte und der nur von seiner Willenskraft davon abgehalten wurde, durchzudrehen und einen Ententanz aufzuführen.
"Das sind..... Frauenschuhe." Meinte Falkenauge nach kurzem hinhören "Pfennigabsätze."
"Mit anderen Worten, da kommt eine Frau." Schloß Tigerauge und schlug sich in die Hand.
"Äh, nicht unbedingt. Ich trag' ja auch Frauenschuhe."
"Aber es gibt nur einen Falkenauge. Und kein Zufall kann so dumm sein, dein Gegenstück aus einer Paralleldimension gerade jetzt gerade hier abzuladen!" nickte Tigerauge.
"Wahrscheinlich hast du recht..... also, machen wir uns bereit, vielleicht ist es ja diese Nezu!" murmelte Falkenauge.
Die Beiden stellten sich strategisch genial auf, so daß sie die Pfennigabsatzträgerin von zwei Seiten schnappen konnten.
"Weißt du Falkenauge, ich habe nachgedacht..... haben wir ein Schicksal? Hat das Universum ein Schicksal?" fragte Tigerauge philosophisch.
"PSCHT!" hallte und spritzte es ihm entgegen "Da kommt se!"
Und als sich eine Silhouette mit gerundeten Formen zwischen sie begab, sprangen die Beiden sie an.
"HEEEEEEE!" brüllte Lead Crow "Ihr beiden Tunten! Habt ihr'n Schatten?! Runter, Himmel, ArXXX und Leistenbruch!"
"Die Falsche!" winselte Tigerauge "Verdammt, verdammt, verdammt!"
"Oh, cool!" rief Falkenauge "Es ist die Rothaarige! Tigerauge, das heißt, daß ich zuerst dran bin!"
"Ja, laß' es dir einrahmen." Maulte Tigerauge.
"Ich zuerst! Ich zuerst! Näh, näh, näh, näh-näh, näh!" feixte Falkenauge gehässig.
Dann wandte er sich wieder ihrem Opfer zu.
"Du zuerst?! Siehst ja noch schwuler aus, als der Andere! Was willste überhaupt von mir!"
"Ich, meine Dame bin a)tens nicht schwul, und b)tens, daß ich zuerst dran bin, heißt, daß, äh, ähm....." fing Falkenauge an "Ach, fangen wir einfach an."
Tigerauge drehte sich als höflicher Mensch, dem Privatsphäre kein Fremdwort war (dank Fischauge hatte er nämlich keine), um und schloß die Augen.
Zuerst hörte er das wohlige Geräusch von sich öffnenden Knöpfen, dann das noch wohligere eines sich öffnenden BHs und dann ein lautes, ungesundes "FLATSCH!", direkt neben sich.
"Hä?" machte er und öffnete die Augen.
In der nächsten Sekunde sah sein rechtes Auge einen gegen die wand gedepperten Falkenauge mit einem Veilchen. Sein linkes nahm gerade noch einen linken Schwinger wahr, und dann wurde es Nacht.
"He, Sie! Erst Hiebe, dann Liebe, oder was?" fragte Falkenauge.
"Nur Hiebe!" erwiderte Lead Crow "Dein Kumpel scheint ja nicht viel auszuhalten!"
"Vorsicht! Ich habe den schwarzen Gürtel in Shuri-Te, den zweiten Meistergrad in der Vogelform des Shaolin Kung Fu, und außerdem bin ich gut beieinander!" Falkenauge spannte seine mächtige Muskulatur an.
"Und ich bin auch wieder da!" Tigerauge sprang auf die Füße und renkte sich seinen Kiefer wieder ein.
"Ha! Sehen wir mal, wie eure Chop Suey Moves sich gegen gutes altes Boxen ausnehmen!"
"Aber.... aber, wir können doch keine Frauen schlagen!" protestierte Tigerauge.
"Gut, es macht noch mehr Spaß, Wehrlose zu vermöbeln."
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Plötzlich spürte ich etwas - drei große Kampfgeister, dich sich auf einen Kampf vorbereiteten.
"Artemis, ist was?" fragte Minako.
Das hörte ich allerdings kaum, da sich meine Ohren mit epischer Schlachtenmusik füllten, wie üblich wenn zwei aufeinander losgingen, die auch was draufhatten. Manchmal kam ich mir vor wie der Highlander, aber das wäre schlecht gewesen: Ich hätte ja dann dieses Leben bis in alle Ewigkeit führen müssen, denn wer außer Ozzy Osbourne köpft schon kleine, pelzige Viecher? Viel lieber war mir ein Heldentod, oder wenigstens einer in den Armen einer schönen Frau. Aber bis dahin muß ich mich noch ein Weilchen gedulden, denn mein Herz tut es immer noch.
"Ich muß weg." Sagte ich so pathetisch wie möglich, denn ein solches Bonbon an erlesenen Kampftechniken, wie sie wohl gerade gegeneinander abgefeuert wurden, wollte ich mir nicht entgehen lassen.
So rannte ich also los. Das Gefühl war aus der Westside gekommen, woher auch sonst, und die war bei Nacht sicherer als bei Tag, denn bei Nacht trieben sich nur 4 große Gefahren herum: Die Zombiearmee von der 45., dieser grünlich-schwarze Magier namens Faust von Münchhausen, ein Typ, der aussah wie M. Bison nach einer Abmagerungskur und der den Friedhof eines gewissen Masakado suchte, und dann noch jene, die aus den verschiedensten Gründen diese drei besiegen wollten.
Ich lief also vorbei an einem Typen mit punkiger schwarzer Frisur, der gerade gegen einen cyberpunkig aussehenden Herren (weiße Haare, Nußknackergesicht, Holzbein) mit "Suikakujyu" auf der Lederjacke kämpfte, wobei mir irgendwelche Geistergestalten und Feuerbälle um die Ohren flogen, die der Typ mit den schwarzen Haaren mit den Worten "Kamehame-Ha!" gleich im Dutzend losließ.
Vorbei ging es auch an einer Abenteurergruppe, die die Zombiehorden herausgefordert hatte. Ich legte eine kurze Pause ein, um die Magierin vor einem Ogerskelett zu beschützen, was mir 920 Erfahrungspunkte einbrachte.
Trotzdem - keine von diesen hyper-pathetisch-epischen Schlachten hatte meinen Kampfsinn so klingeln lassen wie weiland Minakos Wecker (Sie hat jetzt übrigens einen Neuen: Er heißt Stalin und ist Kommunist).
Da bemerkte ich ein Feuerwerk aus Chi und Blut, das von einem Fernsehsender namens Ginga TV emporloderte.
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"Tora Sho!" rief Tigerauge verzweifelt.
"Tornado Crow Upper!"
Lead Crow hielt mit ihrem eigenen Dragon Punch - Verschnitt, der durch einen Tornado a la Joe Higashi verstärkt wurde, und Tigerauge nur so durch die Luft sausen ließ.
Falkenauge machte einen Diving Hawk, doch Lead Crow konnte ausweichen und klopfte ihm auf die Nieren, aber da auch die muskulös waren, tat es ihm nichts.
"Wir sollten endgültig abtreten, Falkenauge. Wir werden von einer FRAU fertig gemacht!" weinte Tigerauge.
"Noch sind wir nicht besiegt!" rief Falkenauge "Juggle Combo!"
Da Lead Crow keine Beat 'em Ups spielte, und daher nicht wußte, was dieser Ausdruck bedeutete, traf sie der nächste Angriff unvorbereitet. Tigerauge schlitterte ihr in Beine, und während sie flog setzte Falkenauge einen Spiraling Hawk (aka Hurricane Kick) hinterher.
Die Übungsstunden bei Heihachi hatten sich doch bezahlt gemacht.
Übrigens achteten beide peinlich darauf, ihre Gegnerin nicht ins Gesicht zu treffen. Gentlemen, wahre Gentlemen.
Die Beiden hatten sich etwas Zeit erkauft, während Lead Crow durch die Luft segelte.
"Was machen wir eigentlich hier?" fragte Falkenauge "Wir wollten doch diese Nezu haben!"
"Also, ich geh' und such' sie - du hältst dieses Mannweib auf!" keuchte Tigerauge und hüpfte spastisch die Treppe nach unten hinunter.
Im Erdgeschoss traf er auf Artemis.
"Hi, Tigger." Sagte dieser "Was geht?"
"Ich such' eine Tussi namens Nezu und oben prügelt sich Falkenauge mit einer Rothaarigen. Aber sonst geht's eigentlich ganz gut!" grinste Tigerauge.
Er zeigte Artemis das Foto.
"Hast du sie irgendwo gesehen?"
"Nö." Sagte Artemis.
"So, ich muß weiter!" grinste Tigerauge und lief los.
"Ich sollte meine Saufkumpane vorsichtiger aussuchen." Seufzte Artemis und verzog sich wieder.
Inzwischen bekam Falkenauge von Crow die Hucke vollgehauen. Es setzte links-rechts Kombinationen, wie sie Mike Tyson nicht besser hingekriegt hätte. Falkenauge hatte es nur seiner Nehmerqualitäten und der schlechten Technik von Lead Crow zu verdanken, daß er noch stand. Schließlich aber traf ihn ein mächtiger Uppercut, der ihn auf schnellstem Wege nach unten beförderte.
"So, jetzt aber ins Bett." Sagte Lead Crow "Muß ja mit Nezu zum Schönheitswettbewerb - da darf mein Teint nicht leiden."
Falkenauge hörte das übrigens noch, bevor alles schwarz um ihn wurde.
Als er seine Augen wieder aufmachte, fand er sich in einer dreckigen Straße wieder. Seine Geldbörse war futsch und er hatte eine Tätowierung auf seinem Hintern. Außerdem fühlte er sich, als wäre er unter eine Planierraupe gekommen.
Andererseits wußte er, daß Nezu bei einem Schönheitswettbewerb eingeschrieben war. Es bestand nun die Chance, daß es der selbe war, bei dem auch Fischauge sein gräßliches Haupt erheben würde. Aber um sicher zu sein, brauchte er erstmal die Teilnehmerliste.
So stand er also auf, ignorierte die Schmerzen, die ihm das bereitete, und humpelte zur nächsten U-Bahn-Station.
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"Gibt's was Neues?" fragte ich Minako, als ich gähnend die Treppe herunterkam.
"Ja..." sie blickte von der Zeitung auf "Der Typ, der die Mitgliederliste für den Schönheitswettbewerb aufbewahrt hat, ist von drei Tunten brutal zusammengeschlagen und ausgeraubt worden."
Irgendwas klingelte in meinem Kopf, aber ich schob das auf den Fusel, den ich mir gestern nacht noch gegeben hatte. Ich trottete zum Kühlschrank, wo mich eine Überraschung erwartete: Er war nämlich nur halbleer.
"Mina, bist du krank oder so was?" fragte ich "Da ist ja noch was zum essen drin!"
"Ich muß abnehmen." Kam die Antwort.
Ach ja. Klar.
Mal ganz abgesehen davon, daß Minako bei ihrer Kerntemperatur von mindestens 50 Grad sowieso alles verbrannte, bevor es überhaupt in den Magen gelangte, war eine Abmagerungskur auch deswegen nicht ratsam, weil man erfahrungsgemäß nur an den falschen Stellen abnimmt, das kann ihnen jede(r) erzählen, der/die es schon mal versucht hat.
Also lag es wieder an mir, dem treuen Hauskater/Kuscheltier/Personal Trainer/Futterneider/Mentor/Advocatus Diaboli Minakos, ihr das wieder auszutreiben.
"Hier." Sagte ich und stellte ihr einen Teller mit Curry hin "Essen."
Minakos Blick nahm eine erschreckende Gelbfärbung an und ihre Eckzähne verlängerten sich, wie immer, wenn sie mit ihrer Leib- und Magenspeise konfrontiert wurde. Sie konnte da so wenig widerstehen wie Dracula bei frisch gewaschenen Jungfrauenhälsen.
Das Gemetzel tat ich mir aber nicht an. Ich ging ins Wohnzimmer, wo Mutter gerade ihre Müdigkeit mit Kaffee zum Aufgeben brachte. Ich nutzte die Gelegenheit, unserer Ernährerin meine Gunst zu beweisen.
Mit anderen Worten, ich strich lasziv schnurrend, wie wir Katzen es gemeinhin tun, um den Menschen das Gefühl zu geben, sie hätten bei uns etwas zu melden, um Mutters Beine. Diese waren schlank und haarlos, so daß es mir nicht mal unangenehm war, ganz anders als bei dem Frauen-Rugby Club in der West Side, wo sich alle Tussis alle 2 Stunden rasieren mußten. Allerdings bekam ich dort immer ein ganzes Steak, so daß ich es manchmal auf mich nahm, um die Brückenpfeiler, die diese Frauen (?) Beine nannten, zu streichen.
"Hallo, Artemis." Lächelte sie müde und setzte mich auf ihren Schoß, wo ich anfing, mich zu verhalten, als wäre ich gerade 3 Tage alt, mit anderen Worten, so süß und niedlich wie ich konnte.
Bei uns war es so etwas wie eine Symbiose: Mir brachte es regelmäßiges Futter ein, und bei Minakos Mutter, deren Namen ich mir bis heute nicht merken kann, baute es den Streß ab, den ihre Tochter bei ihr verursachte, und rettete sie so vor einem zu baldigen Ende durch Herzanfall oder so. Ja, ich bin schon ein toller Hecht.
"Mami, hab' ich dir schon erzählt...." fing Minako an, und Mutters Hände verkrampften sich.
Eine solche Einleitung lief nämlich fast hundertprozentig darauf hinaus, daß irgendwas Unangenehmes kam. Trotzdem schaffte es Mutter immer wieder, wenigstens ihr Gesicht nicht zu einer Grimasse des Schreckens zu verziehen, sondern ruhig zu blicken. Andererseits drückte sie mir gerade die Luft ab. Ich nahm ihr das nicht übel, denn wer mit Minako zusammenlebte konnte gar nicht so dickfellig sein, daß er oder sie keine Psychosen davontrug.
Oder würden Sie mich etwa normal nennen?
"Ich mach bei einem Schönheitswettbewerb mit!"
Sofort lockerte sich Mutters Griff, kurz bevor mein Kehlkopf bleibenden Schaden genommen hätte. Mutter atmete hörbar auf - wenigstens war das nichts, was uns wieder die Polizei auf den Hals hetzte, die bei uns fast Stammgäste waren, da Minako es weder für nötig befand, wenigstens alle 48 Stunden etwas von sich hören zu lassen, noch, geltende Gesetzte und Moralkodices zu beachten. Aber, mein Gott, die eigene Familie konnte man sich nicht aussuchen, und ich durfte mich gar nicht aufregen, da ich mehr oder weniger freiwillig hier war. Und ohne Minako würde mein Leben, glaube ich, so langweilig und farblos sein, daß es gar nicht mehr lebenswert wäre.
"Schön, Schatz." Sagte Mutter eine typische Mutter-Alliteration "Wann denn?"
"Nächste Woche!" grinste Minako "Ich bin ja so aufgeregt!"
Mutter allerdings grinste nicht. Denn wenn Minako ihr so etwas sagte, folgte 100%ig gleich darauf irgendwas, was sie von ihr wollte.
"Was willst du?" fragte Minakos Mutter professionell-ruhig, mit steinernem Gesichtsausdruck.
"Dein kurzes, blaues Kleid." Sagte Minako im selben Ton, mit dem selben Gesichtsausdruck.
"1000 Yen Leihgebühr am Tag." Sagte Minakos Mutter, immer noch emotionslos.
"Keine Leihgebühr. Ich mach' für 2 Wochen den Abwasch." erwiderte Minako in der gleichen Weise.
Minakos Mutter sah mich fragend an.
"Na los, na los! Nimm an!" zischte ich.
"Gut." Sagte Minakos Mutter während sie mich streichelte.
"Dann ist es also abgemacht." Sagte Minako.
Und ich kam mir vor wie ein Mafia-Kater.
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"Ja, wo zum Rambo ist die Liste!" fluchte Falkenauge.
"Du solltest nicht mehr so viele Kriegsfilme sehen." Meinte Tigerauge "Ich mache mir etwas Sorgen um dich, seit du mit Dreck verschmiert einen Hinterhalt für Pallapalla gelegt und ihr das Messer an den Hals gesetzt hast. Und dann hast du sie angeschnauzt, wo ihr Kommandant wäre. Die Arme hat vor Angst geheult."
"Bäh." Falkenauge streckte ihm beleidigt die Zunge raus.
"Versteh' mich nicht falsch: Ich meine, gut gemacht, aber deine Rambo-Imitation ist unter aller Kanone."
"Wie auch immer, wo ist die Liste?" Falkenauge wummerte seine Faust auf den Tresen "Ich hab' sie HIER hingelegt!"
"Vielleicht hat sie Fischauge." Sagte Tigerauge.
Und wie auf Kommando trat besagter Herr ein. Er war angezogen, nun ja, wie.... also, äh.... er trug:
- ein schenkellanges, beiges Kleid
- Overknees und Turnschuhe
- Zuviel Schminke
"Ha!" rief er "Diese Tussis bei der Schönheitskonkurrenz haben KEINE Chance gegen mich! Alle totaaal unattraktiv."
Er wedelte die Liste in seiner Hand herum.
"Gottseidank ist die Jury nicht homo...." murmelte Falkenauge und griff sich das Papier "So, mal sehen...... he, die Sailor Senshi machen mit!"
"Oooooh....." murmelte Tigerauge "Hoffentlich tragen sie Miniröcke!"
"Du, ich glaube die tragen ausschließlich Miniröcke - steht hier in den Regeln!" grinste Falkenauge nach einem kurzen Blick auf die Rückseite.
Da schwirrte auch schon Zirkon herbei und wie immer konnte sich Falkenauge gerade noch beherrschen, ihn nicht zwischen seinen Händen zu zerpatschen.
Ein Hologramm von Zirkonia erschien auf dem Tresen, direkt in einer Whiskeylache.
"Habt ihr Pegasus schon gefunden?" kreischte sie.
"Ist der Abstürz-Bildschirm von Windows 95 grün?" fragte Tigerauge.
"Äh, nein."
"Na, sehen Sie."
Zirkonia stand offenmündig da, während sich das Trio scheckig lachte.
"Der war doch gut, oder?" fragte Tigerauge schallend.
"Ja, da fallen selbst Zirkonia die Runzeln runter!" wieherte Falkenauge.
"Seid ihr auf LSD, oder was?" röhrte die Angesprochene "Jetzt hört mal zu, ihr Provinzschwuchteln, wenn ihr euch noch einen Fehlschlag erlaubt, dann könnt ihr mit Jimi Hendrix Murmeln spielen! Haben wir uns verstanden?"
"Sie waren.... nicht zu überhören." Gähnte Tigerauge.
"Ja, ja, was immer Sie sagen." Fischauge feilte sich seine Nägel.
"Hat da wer was gesagt?" fragte Falkenauge, der an einer Salzstange knabberte "Ich dachte, ich hätte meinen Namen gehört."
Zirkonias rechtes oberes Augenlid zuckte gefährlich.
"Gehen Sie mal zum Arzt. Könnte Parkinson sein." Grinste Tigerauge gemein.
"Übrigens, der Urlaub, den ihr euch letztens genommen habt.... den werde ich von eurem Gehalt abziehen."
"Aber... wir kriegen kein Gehalt!" sagte Fischauge.
"So? Dann werde ich wohl die Bar pfänden müssen....."
Stille.
Fischauge fing leise an, zu weinen.
"Sie sind das bösartigste Geschöpf unter der Sonne. Unter jeder beliebigen Sonne." Spuckte Tigerauge.
"Ich weiß." Grinste Zirkonia böse "Over and out."
"Sie wird das doch nicht wirklich tun, ich meine, die Bar pfänden?" fragte Falkenauge ängstlich.
"Hey, bangemachen gilt nicht!" rief Tigerauge.
"Ich hab' euch ja gesagt, diese Weltenrettung kommt uns noch mal teuer zu stehen." Schluchztre Fischauge.
"Hatten wir denn eine Wahl?" fragte Tigerauge.
"Und noch wichtiger: Interessiert das Zirkonia?" fragte Falkenauge.
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"Artemis, hier oben kneift's so!" quengelte Minako.
"Ich hab' dir ja gesagt, daß du noch im wachsen bist! Aber du hörst ja nicht auf mich." Rief ich "Und jetzt haben wir den Dreck im Schachterl!"
Makoto lag derweilen in einer Badewanne, in der auch Usagis Teddybär und eine kleine SD-Ami mit Taucherbrille schwammen. Alle drei sangen Banana Boat. Und zum Schluß kamen noch Mamoru und Seiya ins Zimmer und verkündeten ihre Heiratspläne, woraufhin Usagi ihre Verlobung mit Setsuna auflöste. Haruka stand grinsend in der Ecke und las eine Fernsehzeitschrift, an deren einem Eselsohr Chibi Usa aufgehängt war, und....."
"ARTEMIS!" brüllte man mir da sanft ins Ohr.
"Oh, wie, was, wer und vor allem wieso?" fragte ich.
Ich hatte mich total in Minakos Bettzeug verwurschtelt und konnte mich nicht mehr bewegen. Es war ungefähr 1 Uhr früh und Minako sah mich genervt an.
"Du gebärdest dich wie ein Stier beim Kastrieren." sagte sie vorwurfsvoll und das saß "Und ich kann da einfach nicht schlafen, dabei muß ich doch morgen in Topform sein!"
Ich machte drei Kreuze, daß das eben nur ein Traum gewesen war und schwor mir, nie wieder ein ganzes Steak mit Röstkartoffeln und Speck vor dem Schlafengehen zu essen.
"Ich verspreche, mich zu bessern." Lächelte ich schamhaft "Kannst du mich jetzt wieder auspacken?"
"Ich will's versuchen." Sagte Minako sanft und zog vorsichtig an einer Ecke der Decke, worauf sie mir die Luft abschnürte.
"Oh, sorry!" lächelte sie.
Und schließlich, um 5 Uhr früh, lagen wir wieder neben einander und versuchten, einzuschlafen. Nur leider hatte uns das (Ent-)fesselungsspielchen so erhitzt, daß das nicht so einfach war. Minako strampelte sich frei. Dann war es ihr wieder zu kalt und sie zog die Decke wieder hoch. Dann war es ihr wieder zu heiß und, na, Sie wissen ja, wie das so vonstatten geht.
Aber wir hatten wohl doch etwas geschlafen, sonst hätte uns das extra schrille Klingeln des Weckers nicht so unvorbereitet getroffen.
Minako brummte und drehte sich auf die andere Seite.
"Es hilft nichts, Mina.... du mußt raus...:" sagte ich, fand aber nicht mehr die Kraft, an ihr zu rütteln.
"Mag net." War ihr einziger Kommentar.
Doch wir hatten ja noch den Notfallplan.
"Minako, Seiya steht vor der Tür und trägt nichts außer einem Kondom!" rief Minakos Mutter von unten.
Ich spürte nur noch einen Windhauch, und dann, daß ich allein im Bett lag.
"Alle Achtung..... eine Viertelsekunde." Hörte ich Mutters leicht sadistische Stimme sagen.
"Gemein.... nur ein Trick...." Minako klang, als hätte sie sich das Herz gebrochen.
"Na hör mal - gestern hast du mir gesagt, ich solle dich so wecken!"
"Trotzdem gemein!"
Ich legte mich wieder auf's Ohr und träumte süß.
Gerade, als ich dabei war, Honig von einer mir bis dato unbekannten Rothaarigen zu lecken, wurde ich allerdings wieder schamlos geweckt. Minako war nämlich dabei, ihr Outfit für die Konkurrenz zusammenzustellen, und daß man dabei nicht leise sein kann, versteht sich ja wohl von selbst.
"Gutes Timing...." knurrte ich, war aber wenigstens halbwegs wach.
"Hmmmm?" machte Minako, mal wieder nix gecheckt.
Sie hatte eine Käsesemmel im Mund, also verstand ich nichts von dem Lied das sie in der alten Tradition der Arbeiterklasse beim packen sang. So hörte es sich irgendwie pakistanisch mit einem Einschlag italienisch an, aber das konnte schlecht sein, da Minako weder das eine noch das andere phonetisch kannte, geschweige denn Volkslieder der jeweiligen Sprache singen konnte.
Schließlich war alles handlich verpackt und es ging zum Schlachtfeld. Natürlich mußte ich mit, obwohl mir das Bett jederzeit lieber war als leichtbekleidete Tussis, ob als Ablenkungsobjekt, wenn Mina beim Singwettbewerb die falsche Note traf, als Bestechung für den sodomistischen Preisrichter, als Notration für die große Pause, als Schmerzmittel bei Nervosität (einfach zerdrücken und in Wasser auflösen) oder als Knutschtier (zum Herzen im Falle eines Sieges), ich wußte es nicht und hatte das Gefühl, daß das auch besser so war.
Und so stapfte Mina entschlossen aus dem Haus, die Sporttasche und mich unter'm Arm, die Tonband-Fanfaren, die Mutter abspielte, im Hintergrund.
******
In der Umkleidekabine ging es zu, wie bei einem Bierfest: Es wurde, gelacht, gescherzt, gedrängelt, gegrabscht und weiß der Geier was sonst noch, was ich nicht mitbekam.
Es war bisher ganz gut gelaufen: Man hatte Minako noch nicht rausgeschmissen und wir hatten sogar die Örtlichkeiten des Wettbewerbs gefunden. Und nun saß ich mit den Senshi von 5 Spiegeln, während sich alle schön machten, auf daß den Kampfrichtern die Augen rausfallen würden.
"Artemis, ich bin aufgeregt...." sagte Minako.
"Ach Gott, du bist doch eh die Schönste...." sagte ich aufmunternd "Gut, Makoto hat vielleicht Größere, aber das ist ja nicht alles."
"Was is'?" fragte Makoto.
"Ach nichts!" sagte ich ganz schnell.
Sie sah mich drohend an und ich versteckte mich unter Minakos Stuhl.
Die erste Runde war die Bikini-Runde, und meiner Ansicht nach hatte Minako da die besten Chancen, ihre Punkte in unmenschliche Höhen zu schleudern. Schließlich hatte sie den AEH seit ihrer Kindheit perfektioniert. Da konnten die anderen einfach nicht gegen anstinken.
Nach einiger zeit kam ein Typ herein, schwuler als das Amazonen Trio, ja sogar noch schwuler, als der Modedesigner, den Sailor Moon mal gerettet hatte. Mich schauderte.
"Mädchens, Mädchens, es geht looo-hoooos!" gackerte er in einer Tonlage, die bei mir wichtige Teile schmerzen ließ.
Dann scheuchte er sie auf die Bühne.
Und wupps war ich ganz allein. Ich hatte nicht mal was zu essen, auf's Klo konnte ich auch nicht, da die Türklinke zu hoch war, aber wenigstens lag noch ein Flachmann herum, von einem Mädchen, das sich noch etwas Mut antrinken wollte, bevor es losging. Leider war er leer, aber das bedeutete nur, daß Minako schon mal eine ernstzunehmende Konkurrentin weniger hatte.
Ich tat, in Ermangelung von etwas Besserem, das, was jedes Haustier in dieser Situation getan hätte: Ich schlich im Kreis herum, als hätte ich Leibgrimmen, dabei war ich nicht mal nervös. Aber irgendwie mußte ich ja die Zeit rumbringen.
Schließlich, ich weiß nicht, wieviel zeit vergangen war, aber ich hatte schon einen kleinen Graben in den Fußboden gewalkt, kamen die Mädchen zurück.
Die Senshi auch, und alle blickten böse auf Makoto, die selbstsicher lächelnd zu ihrem Platz stolzierte.
"Wer hat denn gewonnen?" flüsterte ich in Minakos Ohr.
"Makoto." Knurrte diese "Sie hat sich einfach vorne auf die Bühne gestellt und ist auf und ab gesprungen. Die Jury meinte erst, sie bräuchten gar keine Andere mehr sehen, die Siegerin stehe schon fest, aber der zweite und dritte Platz mußten ja auch noch ausgelost werden."
"Und?" fragte ich hoffungsvoll.
"Ja, ja, ich bin Nummer 2." Winkte sie ab "Und Rei Nummer 3."
"Makoto, schäm' dich." Zischte ich, als ich an ihr vorbeikam.
"Tja, ich hab' eben Talent!" grinste sie.
"Was kommt eigentlich als Nächstes?" fragte Usagi.
"Durch eine hochkomplizierte Apparatur wird der Sex Appeal gemessen." Sagte der Schwule, während er ihre Haare machte.
Tja, das würde wohl ein Duell zwischen Rei und Minako werden, wobei ich Rei allerdings keine Chancen einräumte. Aber bei der Bikinirunde hatte ich mich ja auch getäuscht. Jetzt hieß es nur, zu hoffen, daß die Allgemeinbildungsrunde ausfiel.
Und schon ging's wieder los. Diesmal ging ich aber mit, da ich keine Lust hatte, wieder so lange zu warten.
"Nummer 1: Aino Minako." Sagte eine ätherische, körperlose Stimme.
Sobald Minako auf die Bühne kam, erhob sich ein wüstes Pfeifkonzert, aus dem man einige undeutliche Anmachen heraushören konnte. Einige hielten Plakate hoch, wie: "Minako 3:16", "Minako, sei die Mutter meiner Kinder" und "Steve Austin is God."
Naja, der Letzte hatte sich wohl in der Veranstaltung vertan.
Minako wurde unter eine goldene Kuppel geführt, das Ding, das den Sex Appeal messen sollte.
Man schaltete das Teil an.
Es machte einen kurzen Pfeifton und das Maschinchen fing an, zu rauchen. Dann flogen einige Funken.
"Mehr als 76.000 kriegt das Ding nicht hin." Sagte einer resignierend und ein weißgekleideter Wissenschaftler, offenbar der Erfinder, lief auf die Bühne und stieß Minako beiseite.
"Mein Baby!" heulte er wie eine Banshee "Was haben Sie dir angetan?"
"Also, was is' jetzt?" rief einer aus dem Publikum.
"Naja, meine Damen und Herren...." schwitzte der Moderator, ein pickeliges Monster aus der Hochschule "Eigentlich ist die menschenmögliche Punktzahl bei 10.000....... Halbgötter kommen nach unseren Berechnungen höchstens auf 40.000....."
Minako riß ihm das Mikro aus der hand.
"Und ich bin Minako Aino, die Göttin der Liebe! Hahahahahaha!" lachte sie ins Mikro.
"MI-NA-KO! MI-NA-KO! MI-NA-KO!" rief das Publikum wie in Trance.
Es erinnerte mich an eines dieser Sektentreffen. Zu allem Überfluß fiel nun noch ein Lichstrahl durch das Deckenfenster und tauchte Minakos Anlitz in güldene Flammen.
Sie wurde dann von der Bühne geholt, als die Typen in der ersten Reihe anfingen, auf die Knie zu gehen und irgendwelche Gesänge anzustimmen.
"Tja, die Runde geht wohl an dich." Grinste ich.
******
"UWWWWWÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄHHHHHIÄÄÄÄÄÄÄÄÄHHHHHH!"
"Jetzt hör schon auf zu heulen, Fischauge!" keifte Falkenauge zornig, worauf Fischie tatsächlich still war.
"Daß du bei der Bikinirunde disqualifiziert wirst, hättest du dir gleich denken können!" zischte Tigerauge giftig.
"Du hast da halt nix." Falkenauge tippte ihm an die Brust "Wenn ich mir dagegen diese Makoto ansehe..... das ist ein Prachtweib! Dagegen kommst du halt nicht an, sieh es ein!"
"Ihr seid so lieb." Knurrte Fischauge.
"Ja, schlag' mich, wenn ich falsch liege!" zuckte Tigerauge mit den Schultern "Jetzt laßt uns lieber diese Nezu suchen, sonst pfändet Zirkonia tatsächlich noch unsere Bar."
Die drei schlichen sich - in menschlicher Verkleidung, in der sie aber noch genug auffielen - in die Umkleidekabine.
Keiner da.
"SUUUUPER!" lachte Tigerauge so leise es ging "Endlich klappt mal was!"
"Tja, das wird Zirkonia so gut gefallen, daß sie uns Urlaub gibt!" meinte Falkenauge.
"Urlaub hatten wir ja erst. Und ihr wißt, was da so alles von der Bühne ging." sagte Fischauge finster.
"Ach, jetzt schmoll' nicht!" Falkenauge zog ihm die Mundwinkel nach oben "So ist's besser, sonst blickst du ja trüber als ein Faß Guiness."
"Wir verstecken uns da in dem Schrank." Tigerauge zeigte auf ein Designermöbel "Und warten bis Nezu vorbeikommt."
"Und dann schlagen wir ZU!" Falkenauge schlug sich in die Hand "Genial."
Und so quetschten sich die Drei in ihr abenteuerlich geformtes Versteck.
"AHHHH!" kreischte Tigerauge, als sie endlich drin waren "Falkenauge, nimm deinen Finger aus meinem Auge."
"Gerne, wenn du deine Hand zwischen meinen Beinen wegnimmst."
"Das bin ich nicht!"
"FISCHAUGE!" röhrten beide.
"'Tschuldigung!"
"Still jetzt, da kommt wer!" zischte Tigerauge.
Dem Getrappel draußen nach zu urteilen, was da eine ganze Kolonne Weiblichkeit unterwegs, die sich sogleich auch schnatternd und gackernd niederließen.
"Ist das heiß hier drin...." stöhnte Tigerauge leise.
"Ich hab Atemnot...." weinte Falkenauge vor sich hin.
"Fischauge, siehst du was?"
"JAAAAA!" Fischauge hampelte etwas herum "Da steht sie, direkt vor uns! Wir können sie gar nicht verfehlen!"
"Dann los, auf drei!" Tigerauge zitterte vor Aufregung.
"Beeil' dich mit dem Zählen, ich ersticke!" gab Falkenauge zu bedenken.
"Meine Herren! Eins, zwei.... DREI!"
Die Schranktür ging auf.
Nichts bewegte sich, aber das Amazonentrio sah in mindestens 2 Dutzend verdutzte Gesichter. Sie steckten fest.
"Scheiße!" fluchte Tigerauge "Der ganze Überraschungseffekt im Eimer!"
"Laßt mich raus! Laßt mich raus!" Fischauge versuchte, sich durch die Schranktür zu zwängen.
"Das war wirklich eine tolle Idee, das mit dem Schrank." Giftete Falkenauge "Ich würde klatschen, aber ich weiß nicht, wo meine Hände sind."
"Kann ich helfen?" fragte Nezu, die in einem lilanen Badeanzug vor ihnen stand.
"Oh Gott, ist das peinlich!" jammerte Falkenauge.
"Ja, zieh' uns raus!" brüllte Tigerauge.
Nezu zog an Fischauges Arm und mit einem Ploppen kamen sie frei.
"Wurde auch Zeit!" rief Tigerauge "Und jetzt werfen wir einen Blick in deinen schönsten Traum!"
******
"UNOS..... DUOS..... TRES!" hörte ich eine mir wohlbekannte, schwule Stimme rufen.
Ich und die Senshi, wir blickten uns um.
Ja, da war das Amazonentrio. Und sie guckten sich gerade wieder einen Spiegel an, den einer niedlichen grauhaarigen Zwölfjährigen.
Ich lief hin.
"Also, das sind alle möglichen Leute drin...." sagte Falkenauge, der sich den Traum gründlich besah "Eine Schwarzhaarige mit Katzenohren, ein blauhaariges Dummchen und diese rothaarige Husche.... aber leider kein Pegasus."
"Püh!" machte Tigerauge "Da haben wir uns ganz umsonst angestrengt."
"Hallo, Babies!" rief da eine Rothaarige hinter ihnen.
"He, Leute, was geht ab?" fragte ich, als ich nahe dran war.
"Hallo, Artemis." Sagte Fischauge, während hinter ihm seine Freunde von der Tussi mehr als nur ein bißchen vermöbelt wurden.
"Na, Fischie." Sagte ich "Wieder kein Pegasus?"
"Naja...." lächelte er und wurde rot.
"Jetzt reicht's mir aber!" knurrte Tigerauge hinter ihm "Falkenauge, mir schwant langsam, daß DIES überhaupt keine Dame ist!"
"Recht hast du." Sagte Falkenauge und spuckte einen Zahn aus "Also dürfen wir richtig zuschlagen."
"Nach dir, alter Freund." Tigerauge ließ dem anderen den Vortritt.
"Macht mich hier mal einer los?" brüllte die Grauhaarige.
"Mir gefällst du so eigentlich...." grinste eine Schwarzhaarige mit Katzenohren "Siren, hilf mir mal."
Eine Blauhaarige kam und die Beiden schleppten Holzwand und Niedliche in ein Hinterzimmer. Dann schmissen sie die Tür zu.
Ach ja, die Rothaarige war inzwischen KO.
"Fischauge, ab nach Hause." zischte Tigerauge.
"Na, ein andermal." Zuckte der Blaue mit den Schultern und warf mir einen Kuß zu, dem ich gekonnt auswich.
Und dann verschwanden die Drei mal wieder per Rückwärtssalto.
"War was?" fragte Minako, als ich wieder zurückkam.
"Nichts, was der Rede wert wäre...." winkte ich ab.
Und so ging es in die nächste Runde.
Auf der Bühne wurden die Teilnehmerinnen durchgezählt.
"Da fehlen 4?!" rief der Zähler ungläubig.
"Hm?" machte einer aus der Jury "Also, wenn die keine Lust haben, hab' ich auch keine Lust mehr."
Er stand auf und ging.
Die anderen Jury-Mitglieder sahen uns an, als hätten wir etwas furchtbar falsch gemacht - und gingen auch. Nur die Zuschauer blieben bei uns. Sie kamen mit langen Zähnen auf Minako zu, und Mako mußte sie erst vom Eingang wegprügeln, ehe wir gehen konnten.
Und dann kam da noch der Spießrutenlauf zur nächsten U-Bahn Station - heute war, oh großes Glück, der Wandertag der Realschule für Gangsta aller Art, die sich natürlich über unsere Senshi hermachen wollten. Allerdings machte sich dann Makoto über sie her. Ich wüßte manchmal wirklich nicht, was wir ohne sie täten.
"So ein Mist." Sagte Rei, als wir in der U-Bahn saßen "Ich hätte so gern das Geld gewonnen. Außerdem haben sie unsere Kleidung versteckt."
"He, glotzen Sie nicht so, sonst drück' ich Ihnen die Augen raus!" brüllte Mako einen Typen an, der die Vier Grazien sabbernd betrachtete.
Einige ältere Herren packten schnell wieder ihre Fotoapparate weg.
"Also, ich find' diese Unterwäsche ja total chic." Meinte Usagi.
"Ja, war bestimmt sauteuer." Grinste Minako.
"Es sind Bikinis, mein Gott, keine Unterwäsche!" rief ich.
"Ach, ist doch eh alles das Selbe!" winkte Usagi ab.
- THE END -
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Special Thanks to:
Armadeus (Falkenauge / "Woooow, Mimi, Baby!" / "ICH BIN NICHT SCHWUL!"), Frankie (Fischauge - leider verhindert! / "Der war sooooo süß!"), Basti (Der Türöffner / "Das muß LEICHT aussehen!"), Gonzo (Der Chauffeur / "Ja, mäh, wenn ma scho mit langen Haaren rumläuft..."), Helmut (SFX-Mann / "Ich hab denen FÜNFMAL gesagt, sie sollen auf Loop stellen!"), Doris (Die Schminkerin), Manni (Der Statist / "Alle Mädchen in blauen Kostümen sehen geil aus!" / "Wir ham' 'n Gonzo verloren!"), Matze (Tücher-Trockner/ "Ey, Gonßo, waß gibt'ß 'n ßu ßaufen?!!"), Jacob, Etti (Nach dem Genuß von "In 80 Träumen um die Welt": "Wem fällt denn SO was ein?! Ist ja abartig!"), Sascha (Zirkonia für zwei Sätze/ "Pressen!"), Nina ("Das Amazonentrio hat jetzt, in dieser Sekunde, einen Auftritt!" - hat wohl trotz der sexy Stimme keinen interessiert. Banausen!), Lars ("Macht's einfach, was ihr wollt. Ich harre dann der Dinge, die da kommen mögen."), Steffi ("Fragt mal den Lars.") und dem Rest des Animagic-Organisationsteams, Janina, Miriam, Birte (Fischauge für gefährliche Szenen / "Wir schaffen das schon - notfalls müssen wir eben improvisieren." So ein Gottvertrauen möchte' ich auch haben.) und all' die anderen auf der Animagic, die ich vergessen hab': Sorry, es waren einfach zu viele! ^_^;;