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Pastellkreide/Ölpastellkreide [Diskussion]

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Pastellkreide
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Was ist Pastell- und Ölpastellkreide?

Das sind kleine eckige oder runde Kreidesticks, die manchmal an Tafelkreide erinnern. Nur ist sie viel feiner und hat kräftigere Farben. Pastellkreide kennt man seit Mitte des 15ten Jahrhunderts. Sie wurde zuerst als Rötel- und Weißkreide von italienischen Künstlern benutzt für Skizzen und Studien. Später kamen die restlichen Farben hinzu. Der Name Pastellkreide kommt wahrscheinlich vom italienischen "pasta" (Teig), denn die Kreiden werden zuerst aus einem Teig geknetet und zum Trocknen auf ein Blech gelegt.
Pastellstifte sind noch recht jung, die ersten wurden in den dreißiger Jahren als "fettfreie" Künstlerstifte in den Farben weiß und rötel verkauft. Später kamen auch hier die restlichen Farben hinzu. Sie haben meist die gleichen Eigenschaften wie die Kreiden.
Ölpastellkreiden gibt es seit dem 20sten Jahrhundert und sind im Gegensatz zu "normalen" Pastellkreiden absolut staubfrei, da sie, wie der Name schon sagt, Öl enthalten, das als "Klebemittel" für die Farbe fungiert, sie also auf dem Papier festklebt.

Wie benutze ich Pastellkreide?

Pastellkreiden werden einfach auf Papier aufgetragen wie Tafelkreide auf die Tafel. Das sieht im ersten Moment ziemlich daneben aus, bis man es verwischt. Experten empfehlen, zum Verwischen immer den Finger zu benutzen, weil Taschentücher und Wattestäbchen zu viel Farbe aufnehmen, die dabei verloren geht. Allerdings gibt es auch Leute, die nie wirklich trockene Finger haben (angeboren), denen ist es lieber zu raten, Taschentücher und Wattestäbchen zu nehmen. Ich persönlich nehme letzteres auch, wenn ich mit dem Finger verwische, wird alles ungleichmäßig. Es gibt spezielle Verwischstifte, die kann man auch dafür gebrauchen, allerdings habe ich damit keine Erfahrung und kann nichts Weiteres dazu sagen.
Wie bei Farbstiften trägt man bei Pastellkreiden eine dunklere Farbe auf die Hellere auf, wenn man schattieren will. Auch Pastellkreiden sind "semiopak", was halbdurchsichtig bedeutet. Das heißt, dunklere Farben sind dominant und nicht mit helleren Farben aufzuhellen. Man kann nicht wirklich mehr als eine Farbe über eine andere legen, die nächsten Farben halten nämlich nur schwer. Wenn man die vorhandenen Farben fixiert, kann man allerdings wieder mehr Farben rüberlegen, weil die Kreide dann wieder genug Haftung hat.
Mischen sollte man mit Pastellkreiden nicht, da die Mischergebnisse grau und fade werden. Daher braucht man viele verschiedene Farben. 36 Stück sind für den Anfang zu empfehlen.
Wenn man sein Bild fertig hat, sollte man es mit einem Fixierspray besprühen, da sonst die Farbpigmente wieder vom Blatt abgehen können. Mehr zum Fixierspray siehe weiter unten.

Was ist der Unterschied zwischen Pastell- und Softpastellkreiden?

Pastellkreiden sind härter als Softpastellkreiden und lassen sich auch für Zeichnungen verwenden, bei denen sie nicht verwischt werden sollen. Softpastellkreiden sind schon dem Namen nach weicher und dafür gedacht, komplett verwischt zu werden. Zudem sind sie auch leichter zu verwischen. Dennoch ist nicht unbedingt von normalen Pastellkreiden abzuraten, denn auch im Verbrauch unterscheiden sie sich: Softpastellkreiden nutzen schneller ab als normale Pastellkreiden.

Wie benutze ich Ölpastellkreide?

Ölpastellkreide kann man nicht mit Pastellkreide vergleichen. Pastellkreide ist fettfrei, Ölkreide enthält eine Menge Fett, daher haben sie verschiedene Eigenschaften. Es läßt sich damit ebenfalls zeichnerisch und malerisch arbeiten, aber eben anders.
Verwischen lassen sich Ölpastellkreiden nicht wirklich, das könnte man wohl eher "verschmieren" nennen und diese klaren leuchtenden Farben wie Pastellkreide haben sie auch nicht, da das Papier weniger durchschimmert. Ölpastellkreiden lassen sich gut für Hintergründe verwenden, allerdings eher weniger gut für Anime-Bilder, da sie nicht diese feinen genauen Übergänge wie Pastellkreiden ermöglichen. Am Ende müssen Ölpastellbilder nicht fixiert werden.

Wie benutze ich Pastellstifte?

Pastellstifte sind die Pastellkreiden in Stiftform. Allerdings brauchen Pastellstifte eine höhere Bruchfestigkeit, dadurch weichen ihre Eigenschaften leicht von den normalen Kreiden ab.
Die Pastellstifte von Stabilo sind die weichesten, allerdings haben sie dafür auch einen hohen Abriebsfaktor und müssen oft gespitzt werden. Die Faber-Castell Pastellstifte liegen in etwa in der Mitte und haben einen etwas kratzigeren Auftrag als Polychromos Pastellkreiden, lassen sich aber genau so gut verwischen. In den Faber Castells ist in der Mine Quarzpulver eingearbeitet worden, daher können sie nicht mit einem Anspitzer angespitzt werden, weil die Klinge schon nach wenigen Umdrehungen furchtbar stumpf wird. Daher ist ein Bastelskalpell zum Anspitzen geeigneter. Die härtesten und damit sparsamsten Pastellstifte sind von Conté und Derwent, die sich allerdings nur schwer verwischen lassen, was der typischen Pastelltechnik nicht wirklich entgegenkommt.
Am Ende sollte das Bild mit einem Fixierspray behandelt werden.

Was brauche ich noch zum malen?

Knetradiergummi: Er eignet sich gut für Korrekturen, wenn man sich beispielsweise übermalt hat.
Fixierspray: Dafür kann man handelsübliches Haarspray nehmen oder ein speziell entwickeltes Fixativ. Allerdings ist es ratsam dies außerhalb des Hauses/der Wohnung zu benutzen oder man legt großzügig Zeitungspapier aus. Zumal der Sprühfilm etwas klebrig ist und durch den Geruch kann es unter Umständen zu Kopfschmerzen führen.
Papier: Da kann man so gut wie jedes Papier verwenden, ob buntes, glattes, rauhes oder gar Copicpapier sind möglich auch wenn man mit dem speziellen Pastellpapier die besten Ergebnisse erzielt. Also heißt es hier nur: Ausprobieren und der Phantasie freien lauf lassen.

Wieviel kostet sowas?

Pastellkreide:

Modell Preis Anmerkungen
Faber-Castell Polychromos Pastellkreiden ca. 1,40 €/Stück eckige Form, 123 Farbtöne, lichtbeständig, kräftige Farben
Faber-Castell Studio Softpastellkreiden 12 Stück für 7,99 € in ganzer Länge,
24 Stück in halber Länge zum gleichen preis
eckige Form, leichter Abrieb, gut verwischbar, 72 Farbtöne in halber Länge, 70 Farbtöne in ganzer Länge
Cretacolor Pastellcarré 1,- €/Stück 72 Farbtöne, viereckige Form, brilliante Farben, feine Pigmentierung
Schmincke Pastelle Sorte 17 ca. 1,79 €/Stück sehr weicher Auftrag, feine Pigmente, sehr gut verwischbar, enthalten ein Minimum an Bindemittel, runde Form
Talens Rembrandt Pastelle ca. 1,40 €/Stück feine Pigmente, lichtbeständig, runde Form, 106 Farbtöne
Jaxell Pastelle - Carré ca. 0,80 €/Stück hohe Farbkraft, lichtecht, wasservermalbar, 72 Farbtöne, eckige Form
Lukas Soft Pastell 25er Set für ca. 38,- € lichtecht, hohe Farbleuchtkraft, runde Form, 38 Farbtöne


Ölpastellkreide:

Modell Preis Anmerkungen
Faber-Castell Studio Oillpastels 36 Stück für ca. 12,- € 36 Farben, runde Form
Jaxon Ölpastellkreide ca. 0,35 €/Stück 74 Farbtöne, Bestnote von Ökotest (also gesundheitlich vollkommen unbedenklich), farbenprächtig und lichtecht
Reeves Ölpastel 48er Set für ca. 10,- € runde Form, verschiedene Sortimente, klare leuchtende Farben


Pastellstifte:

Modell Preis Anmerkungen
Faber-Castell PITT Pastel ca. 1,10 €/Stück 60 Farbtöne, gut verwischbar, nicht mit einem Anspitzer anspitzbar
Stabilo Carb Othello ca. 1,- €/Stück hervorragend verwischbar, wasservermalbar
Derwent 38 Stifte für ca. 52,95 $ geringer Abrieb, 90 Farben
Conté Pastel Pencil 1,81 $/Stück 48 Farbtöne
Cretacolor Fine Art Pastell 1,15 €/Stück 72 Farbtöne
Preisangaben ohne Gewähr.


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