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Faltenwurf [Diskussion]

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Faltenwurf
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Falten

Falten können verschiedene Ursachen haben: Druck oder Zug, entweder ist etwas zu viel (Stoff) oder zu wenig vorhanden. Zugfalten sind (im Prinzip) senkrechte Falten (Hängefalten), Druckfalten sind waagerechte Falten.

Es gibt Falten,

  • die entstehen infolge von Kräften, die auf einen Stoff einwirken,
  • die aus der Bewegung des Trägers resultieren oder solche,
  • die aus dem Schnitt der Kleidung selbst herrühren.

Dazu kommen mit Absicht eingelegte Falten, die entweder der Bewegungsfreiheit/ Bequemlichkeit dienen oder rein dekorativ sind.

Falten aller Art können sich kreuzen, verstärken, aufheben.

Jeder Stoff hat eine charakteristische Art und Weise, wie er Falten wirft: dünnes Leder wird weiche Falten zeigen, die sich auch bei längerer Nutzung (Knickfalten ins Schuhen und Stiefeln z.B.) eindrücken und nicht wieder verschwinden.

Brokat wird steife Falten werfen, mehr Druck- als Hängefalten.

Seide wird schimmernde Falten werfen, die sich stets verändern und fließen, mehr Hänge- als Druckfalten.


Hängefalten

Nach ein wenige Nachdenken denke ich, dass ich als erstes "Hängefalten" behandeln sollte, denn diese sind wohl die einfachsten.

Hängefalten entstehen immer dann, wenn (tada,wie orginell) Stoff hängt. Man kann grundsätzlich zwei Arten von Hängefalten unterscheiden.

  • Hängefalten, die von einem "Fixpunkt" nach unten fallen.

Sie verlaufen vertikal abwärts, reihen sich wie Orgelpfeifen aneinander und öffnen sich nach unten hin ein wenig.

haengefalten01.jpg

Dann gibt es noch:

  • Hängefalten, die von zwei Punkten aus durchhängen. Die Form dieser Falten entspricht einer Reihe von immer tiefer werdenden Bögen. Allerdings ist es gut möglich, dass nur die obersten Falten so klar ausgeprägt sind. Es können sich auch unvollständige Falten bilden, die sich ineinander schieben.

haengefalten02.jpg

Beispiel für Hängefalten

Zug- und Beugefalten

Zugfalten kann man in verschiedene Gruppen einordnen.

  • Die erste Sorte entsteht, wenn von außen auf das Gewebe Zug ausgeübt wird.
Diese Falten bündeln sich in dem Punkt, sind dort am engsten, an dem der Zug ausgeübt wird (z.B. dort, wo eine Hand anpackt). Sie laufen von dort aus strahlenförmig auseinander, folgen mit ihrem Verlauf der ausgeübten Kraft. (Das für die Physiker unter uns

Beispiel für Zugfalten

  • Eine weitere Sorte Falten bildet sich, wenn von innen gegen das Gewebe gedrückt wird, zum Beispiel am Ellenbogen (siehe die Figurine unten) oder am Knie. Auch von diesem Punkt aus breiten sich die Falten sternförmig aus, am Besten ist das zu sehen, wenn das Knie oder der Ellenbogen frontal abgebildet werden.
  • Die letzte (und häufigste) Sorte Zugfalten entsteht, wenn auf das Gewebe eine Kleidungsstücks aufgrund der Haltung oder der Bewegung des Träger "Zug" ausgeübt wird.

Diese Falten bilden sich bei manchen Kleidungsstücken einfach schon aufgrund des Zuschnittes (s.u.). Die typischen Stellen hierfür sind die Achseln (je nach Schnitt entstehen die Zugfalten wenn der Arm gehoben oder wenn er gesenkt wird) und der Schritt.

zugfalten01.jpg

Im Schritt muss die Hose das "Kunststück" vollbringen", eine Verbindung zwischen "Front" und "Rückseite" zu schaffen - und dabei noch die Bewegung zu ermöglichen.

zugfalten02.jpg

Zugfalten diese Art gehen immer strahlenförmig von ihrem Ursprung aus. Je stärker der Zug ist, desto enger liegen die Falten beieinander und desto grader sind sie.

  • Zugfalten, die nach was aussehen, sollten man immer möglichst ohne Rundungen zeichnen. Nur da, wo der Stoff sehr weich ist und sehr füllig, kann man einmal eine Ausnahme machen. Im Verlauf eines weichfallenden Hosenbeines können die Falten sogar leicht "spiralförmig" wirken, allerdings ist das etwas, was vom Auge in den seltensten Fällen nur wahrgenommen wird.
  • Fast immer gehen mit den Zugfalten aufgrund von Bewegung auch Beugefalten einher. Werden der Ellenbogen oder das Knie gebeugt, wird der Stoff in diesen Zonen zusammengepresst. Diese Falten stellt man am besten als flachgedrückte Pakete dar
  • Das Knie (oder der Ellenbogen) zeichnen sich unter dem Stoff ab und geben die Richtung der Bewegung vor (grüner Pfeil), dieser Richtung folgen (s.o.) die Zugfalten, in entgegen gesetzer Richtung entwickeln sich die Beugefalten.

Man kann also, mit ein bisschen Abstraktion, ein "Zick-Zack-Muster" erkennen. Die Dreiecke der Faltentäler (dunkler zu zeichnen) weisen mit den Spitzen in Richtung der Hauptrichtung, die schmalen, spitzen Dreiecke der Faltenberge (heller) weisen von Knie oder Ellenbogen weg.

zugfalten03.jpg

PS: das Hochladen der Bilder auf Animexx funktionierte nicht



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