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FA Referenzbeispiele [Diskussion]

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Referenzen und Abgezeichnete Bilder

Referenzen

Unter einer "Referenz" versteht man alle Arten von Vorlagen, die zur Hilfestellung beim Zeichnen verwendet werden. Das kann von einer Farbtafel, bis zu eurer Hand im Spiegel oder einem Foto gehen. Referenzen zu verwenden, ist absolut legitim und macht grad beim Zeichnenlernen viel Sinn.

Referenzen dienen nicht dazu ein Bild zu kopieren, sondern als Hilfestellung zu fungieren um ein komplett eigenes Artwork zu erschaffen. Beispiele dafür könnt ihr weiter unten nachlesen.

Die Referenzangabe ist freiwillig und unterliegt einzig eurem Gewissen.

Abgezeichnet

Die Grenzen zum "Abzeichnen" ist leider nicht immer so offensichtlich, wie man es gerne hätte. Wenn der größte Teil eures Bildes nur aus Referenzarbeiten besteht - also ihr Bilder nahezu 1 zu 1 kopiert - solltet ihr darüber nachdenken, es doch als "Abgezeichnet" zu kennzeichnen. Das ist oft der Fall, wenn viele Bestandteile eines Originals übertragen wurden (Kleidung, Pose, Hintergrund, Farben, usw...).

Grundlegend lässt sich Folgendes merken:
Gleiche Pose + Gleiche Kleidung -> Abgezeichnet
Gleicher Charakter + Gleiche Pose -> Abgezeichnet

Abgezeichnete Bilder müssen entsprechend markiert werden.
Sollte die Markierung fehlen, gilt dies als Betrugsversuch und kann entsprechend mit einer Verwarnung geahndet werden.


Wir bedanken uns bei allen Zeichnern, die uns ihre Beispielbilder zur Verfügung gestellt haben.


Beispiele für die Benutzung von Referenzen.
Bild:Referenz3.jpg
Komplett eigenes Bild

Das ist die klassischste aller Referenzen. Ein Originalbild wird verwendet, um daraus ein komplett eigenes Bild zu erstellen: Eigene Pose, Idee, Kompositionen, usw.

Für gewöhnlich wird so gearbeitet, um das Original auch korrekt darzustellen. Einige "Auftragszeichner", die nicht wissen wie die zu zeichnende Person aussieht, arbeiten genauso. Man kann nichts zeichnen, wenn man nicht weiß wie es aussieht.

Sehr klassisch :)

Bild:Referenz4.jpg
Komplett eigenes Bild - Part II

Ähnlich wie das erste Beispiel, nur mit mehr Referenzmöglichkeiten. Kleidung, Farben und Raumausstattung wurden übernommen.

Trotzdem ist es auch hier ein komplett eigenes Artwork, in dem versucht wurde dem Film an sich möglichst nahe zu kommen. Das ist es, was man gut und gerne ein "Fanart" nennt. Es liegt keinerlei blinde Kopie vor.

Bild:Referenz7.jpg
Orientierung an der Pose

Eine weitere Möglichkeit von Referenzen, ist die alleinige Orientierung an Posen. In diesem Beispiel wurde die Körperhaltung und Fingerstellung lediglich grob übernommen, um ein ungefähres Gefühl für das fertige Bild zu erhalten.

Trotz dessen besitzt das Bild nahezu 100% eigene Elemente und die Pose wurde nicht exakt übernommen. Weiterhin handelt es sich um komplett eigene Charaktere und eine Verbindung zum Original ist nur sehr schwer zu ziehen.

Bild:Referenz5.jpg
Orientierung an der Pose - Part II

Ein weiteres Beispiel für die Orientierung an einer Pose. Der Charakter ist keine blinde Kopie des Originals, sondern wurde in eine andere Perspektive gesteckt. Offensichtlich ist z.B. die Orientierung an der Form der Pfoten.

Insgesamt lässt sich, wie auch im vorherigen Beispiel, kein Zusammenhang zum Original ziehen. Der Stil an sich wurde zwar auch teilweise übernommen und erinnert leicht an "König der Löwen", trotzdem steckt eine nahezu 100%ige eigene Leistung dahinter.

Wichtig: Auch wenn der Zeichenstil perfekt kopiert worden wäre, gälte es noch immer als Referenz, so lange es keinem Originalbild in seiner Pose ähnelt. Hierbei muss aber vorausgesetzt werden, dass dieser Zeichenstil antrainiert wurde und ohne jegliche Vorlage von der Hand geht.

Bild:Referenz2.jpg
Kompositionen und Colorationsstile

Die Orientierung an Colo-Stilen und Kompositionen, eignet sich besonders um den eigenen Stil zu verbessern und diverse Techniken zu verfeinern.

In diesem Beispiel ist die Übernahme außerordentlich geglückt: Das Fanart würde als "Abgezeichnet" gelten, wenn die gleiche (oder stark ähnelnde) Person abgebildet worden wäre. Zu sehen ist allerdings ein offensichtlich weitaus jüngerer Charakter, der aus einer komplett eigenen Leistung heraus entstand. Auch der Stil des Originals musste, da es sich um ein anderes Gesicht handelt, ganz neu angewandt werden (zudem stecken auch noch eigene Elemente in der Coloration drin).

Bild:Referenz1.jpg
Echte Menschen als Comicfigur

Manche Zeichner nehmen sich gerne Fotos von echten Menschen und verwandeln sie in Comic-, oder Mangafiguren. Das ist eine durchaus legitime Art der Referenz.

Es sollte nur darauf geachtet werden, dass nicht einfach nur das Original blind kopiert und dann nur große Augen verpasst wurden. Wie bei jeder Referenz, wird eine enorme Menge an Eigenleistung erwartet. Es sollte also zu sehen sein, dass es dein Bild ist und du dir eigene Ideen gemacht hast.

Bild:Referenz6.jpg
Grenzwertigkeit

Zuletzt noch eine Grenzwertigkeit. Hier wurden Kompositionen, Posen und größtenteils die Kleidung übernommen. Ebenso sehen sich die Charaktere recht ähnlich.

Einen möglichen Aufschlag bietet, dass die Farben neu gewählt wurden, der Hintergrund nahezu neu entstand, Frisuren neu sind und die Kleidung des Mädchens größtenteils verändert wurde. Zuletzt besteht auch noch ein Ersteindruck, als wäre es ganz offensichtlich nur eine Referenz (womöglich, weil die Zeichnung so aussieht, als wären es Animefiguren).

Nach längerem Betrachten lässt sich das Original trotzdem sofort erkennen, was eher für "Abgezeichnet" spräche.

In solchen Fällen solltet ihr euch überlegen, euer Fanart nicht vielleicht doch als "Abgezeichnet" zu kennzeichnen. Wundert euch also nicht, wenn die Freischaltung in euren Augen willkürlich handelt, wenn derartige Grenzwertigkeiten vorliegen.




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