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Copic Marker [Diskussion]

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Copic-Marker
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Was sind Copics?

Das sind professionelle Designer-Filzstifte auf alkoholbasis, d. h. sie trocknen schnell und verwischen nicht. Sie werden vorwiegend für schnelle Skizzenkolorierungen wie Architektur-, Innenarchitektur-, Modedesignentwürfe, Storyboards etc. verwendet. Aber in Fanart- und Mangaka-Kreisen werden sie auch gern für vollwertige Artworkarbeiten benutzt.
Mit den Copics sollte man annähernd gleichmäßige und streifenfreie Farbaufträge erzielen können. Sie sind wahlweise mit einer breiten und einer feinen oder einer breiten und einer pinselartigen Spitze verfügbar.
Es gibt auch Marker von anderen Herstellern wie z.B. Neopiko Marker von Deleter, speziell für Mangas in fast 150 verschiedenen Farben.

Welche Unterschiede gibt es zwischen den Copics?

Modell Aussehen/Anmerkung Handhabung
Copic Marker der Klassiker mit breiter und dünner Spitze, eckige Form, 214 Farben, nachfüllbar, viel Zubehör ähnelt vom Malgefühl her dem Edding, für exakteres malen
Copic Sketch der Pinselmarker mit breiter und flexibler pinselartigen Spitze, ovale Form, 358 Farben, nachfüllbar, viel Zubehör mit dem Copic kann man recht weiche Pinselstriche erzeugen,deswegen ist er manchmal beliebter als der normale Copic Marker
Copic Ciao preiswerter Einsteigercopic, runde Form, 180 Farben wie Copic Sketch
Copic Wide sehr, sehr breite Spitze, 36 Farben, nachfüllbar zum Anlegen von großen Flächen
Copic Various Ink die ökonomischen Nachfüllflaschen für die Copics. Es gibt davon entsprechende Leerflaschen und Copic Leermarker (nur Marker und Sketch), mit denen kann man eigene Mischfarben erstellen kann. Befüllt die Stifte: Marker: 9 Mal, Sketch 12 Mal, Ciao 15 Mal, Wide 7 Mal, Näheres siehe weiter unten

Welche von denen ist besser?

Probier sie aus und entscheide selber, welcher von den Copics dir eher liegt. Manche mögen den Marker, weil man damit recht exakt malen kann, manche den Sketch, weil man damit weichere Konturen hinbekommt, und wiederum andere den Ciao, weil er recht günstig zu haben ist und trotzdem einen Sketch ähnelt. Von daher gibt es kein "besser".

Welche Farben brauche ich?

Such dir die aus, die dir am besten gefallen. Es ist fast unmöglich zu sagen, welche Farben (bis auf die Hautfarbe) generell zu empfehlen wären, da jeder z. B. den einen Rot-Ton schöner findet als den anderen. In den meisten Künstlerhandlungen liegt etwas Papier zum testen bereit, was die einfachste und beste Möglichkeit wäre um deine Lieblingsfarben auszusuchen.
Falls du nur online die Möglichkeit hast Copics zu kaufen und daher nicht ausprobieren kannst, solltest du dir vom Händler eine Farbpalette oder gleich einen Katalog zu kommen lassen. Damit hättest du zumindest einen etwaigen Überblick über die Copic-Farben und kannst danach deine Favoriten auswählen. Leider kann es bei manchen Fabrikaten zu Farbverfälschungen kommen, d. h. das sie meist auch technischen Gründen nicht ganz original Farbgetreu abgedruckt werden können. Aber man kann die Farbpalette auch online bei Transotype oder Neopiko Farben einsehen.
Für den Anfang sollten etwa zwölf Copics reichen, die einer Grundfarbpalette ähneln - also ein Gelb, ein Rot, ein Grün etc. und Schwarz. Später kannst du immer noch dein Farbsortiment um diverse Farbnouanchen erweitern. Was allerdings zu empfehlen wäre ist "Milky White" (E 51) oder "Skin White" (E 00) als Hautfarbe und wahlweise "Bareley Beige" (E 11) oder das etwas dunklere "Brick Beige" (E 31) als Schattenfarbe.

Was ist ein (Colorless-)Blender? Wie benutze ich ihn?

Ein farbloser Stift mit dem man Farben aufhellen und Farbverläufe erstellen kann. Jedoch ranken um dessen richtige Anwendung etliche Mythen und Legenden.
Die eine ist, dass man angeblich die Farben wieder aufhellen kann, wenn damit drüber malt. Aber das ist wohl nur ein Legende. Fakt ist, dass dadurch die Farbe meistens kläglich verhunzt wird. Es ergeben sich häßlich ausgerissende Ränder und richtig schön aufhellen läßt sich damit nicht.
Brauchbarer dagegen ist diese Methode: Halte jeweils die breiten Spitzen vom Blender und Farb-Copic gegeneinander und streiche ein paar Mal mit der Farbe über die Blenderspitze drüber. Mit der aufgesogenen Farbe kann man dann mit den Blender auf den Papier Verläufe malen. Jedoch erfordert es ein recht viel Übung bis man den richtigen Dreh raus hat.
Eine weitere Möglichkeit wäre, dass man die Fläche mit den Blender richtig dick benäßt und dann mit den Farbstift recht zügig einmalt. Das ist vergleichbar mit der Nass-in-Nass-Technik vom Aquarell. Aber dies funktioniert eigentlich nur gut mit den hellen Farben, einer nicht allzu großen Fläche und mit dem Copic Sketch.
Soviel zu den Mythen und Legenden, die du gern ausprobieren kannst, wenn du möchtest. Aber im Grunde genommen braucht man den Blender nicht wirklich zum Malen. Viele kommen ohne auch ihn sehr gut zurecht.

Wie fülle ich Copics nach?

Beim Marker und Sketch ziehst du mit einer Pinzette die breitere Spitze aus den Schaft. Vom Various Ink nimmst du die Kappe ab, führst diese zum Schaft hin und tröpfelst vorsichtig etwa 3 bis 5 ml in den Copic rein. Beim Wide gibt es eine spezielle Aussparung, was das gleichmäßige Nachfüllen gewährleistet, ohne die sehr breite Spitze entfernen zu müssen.
Praktischerweise ist die Flasche mit einer Messanzeige an der Seite geprägt, was das Abschätzen der Füllmenge sehr erleichtert. Mit den Ink kannst du etwa sieben bis 15 Mal deine Copics nachfüllen. Das hängt vom Modell ab, ein Sketch hat beispielsweise einen kleineren Fülltank als der Marker.

Welches Papier brauche ich?

Für die Copics gibt es spezielles Copic Papier. Die sind so beschichtet, dass die Farben schön gleichmäßig verlaufen und nicht ausbluten. Außerdem wird gleichzeitig verhindert, dass die Farbe nicht auf das darunterliegende Papier oder Unterlage durchschlägt. Dabei sollte beachtet werden, dass man auf der "richtigen" Seite arbeitet, also so wie die Blätter im Block drin liegen. Ansonsten würde der Farbauftrag so merkwürdig blass und lasierend sein.
Jedoch sollte es dich nicht davon abhalten andere Papiersorten zu probieren. Manche kommen mit einen einfachen Kopierpapier besser zurecht als mit diesem hier. Es können auch verschiedene Farbpapiere benutzt werden. Dies beeinträchtigt allerdings die Farbqualität der Copics. Speziell für Layoutmarker gibt es alternativ auch noch "Canson" Papier für Illustration, BD, Manga und Comics. Das Papier ist sehr stark (250 g/m2) und so beschichtet, dass es den Marker nicht aussaugt, was meistens das größte Problem bei stärkeren Papieren ist.

Was für ein Stift brauche ich für die Outlines?

Für die Copics gibt es speziell entwickelte Pigment-Stifte genannt "Copic Multiliner". Diese sind sechs verschieden Strichstärken und zwei Pinselstiften erhältlich und so beschaffen, dass auch nach mehrmaligen drübermalen nicht ausbluten und kaum verschmieren, wobei letzteres bei den Pinselstiften nicht wirklich eintritt. Liegt wohl daran, dass sie recht viel Farbe abgeben und auch nach längerer Zeit nicht so recht austrocknen (wollen ;_;).
Von daher sind bei den Stiften die Strichstärken 0,05 mm und 0,1 mm recht empfehlenswert und sie gibt es in den Farben schwarz und sepia (ein Braun-Ton). Die Sepia-Stifte sind dazu gedacht, wenn man möchte, dass die Lineart eher unauffällig bleiben soll. Dies ist hilfreich bei zarten Wesen, z.B. Engeln.
Alternativ kann man auch einfache schwarze Tusche mit Feder oder Tuschestifte (Rapidograph) nehmen. Diese sollte zunächst ein Weile antrocknen lassen, bevor man sich mit den Copics über das Outline-Bild hermacht. Tusche ist richtig tief schwarz und die Feder reisst quasi eine sehr dünne Linie in das Papier, wo sie die Tusche eingibt, dadurch ist die Tusche nach dem Zeichnen sogut wie nichtmehr entfernbar. Man sollte vorallem daraufachten eine "S"-Feder im Idealfall zu benutzen, da alle anderen Federn eine unerwünschte Breite zeichnen oder nicht geeignet sind um Bögen zu zeichnen. Rapidographen sind sehr teuer aber am besten geeignet für Outlines (wobei sie bei Bögen auch oft Probleme machen können, wenn man die Outlines zu schnell nachzieht). Es gäbe ja auch die Copic Multiliner SP, diese gibt es mit breiten von 0,03 bis 0,7 und nicht zu vergessen auch mit Brush(also Pinselspitzen). Die Spitzen 0,3 und die Pinselspitzen gibt es auch in verschiedenen Farben zu kaufen: Cobalt, Sky Blue, Purple, Yellow, Orange, Wine, Turquoise, Olive, Pink, Red, Sepia und Cool Gray sind auf jedenfalls erhältlich wie es nun mit anderen Farben steht weiß ich nicht (sry^^'). Der Vorteil bei den Multilinern SP ist sie sind Resistent beim Übermalen mit COPICs und auch Kostengünstig durch Nachfüllpatronen und Ersatzspitzen.

Wie male ich mit Copics?

Im Prinzip Learning by doing. Aber eine kleine Einsteighilfe gibt es dennoch.

Vorgehensweisen:
Die simply-life-jedoch-mit-Papierverschleiß-verbunden-Methode: Du zeichnest mit Bleistift dein Bild auf den Copic-Papier, fahre die Outline mit dem Multiliner oder Tusche nach, radierst vorsichtig die Bleistiftskizze wieder raus und färbst dann mit den Copics dein Bild ein.
Die etwas-kompliziert-aber-erspart-das-radieren-Methode: Du zeichnest dein Bild auf ein normales Papier, legst darüber ein Tranzparentpapier, fährst die Outline mit Multiliner oder Tusche nach, paust diese wiederum auf das Copic-Papier mit den entsprechenden Stiften natürlich und färbst dann dein Bild ein.
Die noch-kompliziertere-und-mit-Jogging-Einlage-aber-absolut-unverschmiert-Methode: Zeichne dein Bild, legst Transparentpapier darüber, tuschst das nach, rennst mit Outline-Bild und Copic-Papierblock bewaffnet in den Copyshop, fragst einen Zuständigen (alternativ auch vorher per Telefon), ob dieses beschichtete Copic-Papier für die Kopierer verwendet werden darf (manche kriegen davon Blähungen ^_-) und legst das Papier unter der technischen Beratung des Verkäufers mit der "richtigen" Seite in den Kopierer ein. Es ist wichtig, dass die Qutlines auf der "richtigen" Seite bedruckt werden, denn sonst können die Farben später sehr blass und lasierend wirken und die ganze Lauferei war umsonst. Das hat den Vorteil, dass der schwarze Kopier-Toner sozusagen auf das Papier eingebrannt wird und dadurch kommt es zu keinen Verschmierungen. Nach getaner Arbeit kann es endlich losgehen mit den bunten Bildern.

So aber jetzt wirklich, wie malt man damit?
Mal mit der breiteren Spitze die Fläche mit kleinen aber recht schnellen Kreisbewegungen ein. So sollte der Farbauftrag relativ gleichmäßig werden. Eine praktische Eigenschaft der Copics ist, dass beim mehrmaligen drübermalen die Farbe dunkler wird. Dadurch kannst du sehr gut die Schatten zeichnen, und es wäre ratsam von hell nach dunkel zu arbeiten. Falls du ein paar Glanzpunkte haben möchstest, dann kannst du dafür Deckweiß oder ähnliches nehmen.

Wieviel kostet das alles? Woher bekomme ich Copics?

Die Copics gibt es in jeden größeren und gut sortieren Künstlerladen/Zeichnergeschäft oder in Online-Shops. Preislich gesehen gibt es zwischen den Händlern zuweilen massive Unterschiede. Hier ist eine kleine Übersicht der Preise und eine Händlerliste Zeichenbedarf zu finden.

Modell Preis/Stift in Eur Anmerkung
Copic Marker
Copic Sketch
zwischen 3,50 und 6,- bei manchen Händlern gibt es auch Mengenrabatt, was die Sache noch etwas günstiger macht
Copic Ciao zwischen 2,50 und 4,-
Copic Wide zwischen 5,50 und 8,-
Various Ink zwischen 6,- und 9,-
Copic Multiliner: Strichbreiten (0,05 bis 1,0 mm): je zwischen 2,30 bis 3,-


Pinselbreiten (Brush M und S): je ca. 2,80 bis 3,50

Copic Papier DIN A4 Block ca. 6,-
Din A3 Block ca. 10,-

Din A2 Block ca. 16,-

Preisangaben ohne Gewähr.


Wie schaffe ich weiche Farbübergänge?

  • Je öfter man mit einer Farbe über die gleiche Stelle malt, desto kräftiger wird diese. Daher vorher ausloten, wie die Farbverläufe sein sollen und die Anzahl der Malstriche anpassen. Auch den Stiftdruck berücksichtigen und darauf achten, dass die Farbe weniger intensiv ist, je schneller man mit dem Marker über´s Papier gleitet.
Beispiel Übergänge
  • Man stelle sich Alkohol aus der Apotheke daneben (in einem kleinen Becherchen) mit samt Pinsel und kann, falls die Farbe noch nicht trocken ist mit einem in Alkohol (bitte nur synthetische Pinsel verwenden, da die teuren aus Tobolsky-Kolinsky nur austrocknen und brechen würden) getränkten Pinsel ( nicht zu feucht bitte) Übergänge gut verwischen.

Wie verdunkle ich einen zu hellen Farbton?

Nicht mit derselben Farbe zig Mal über dieselbe Stelle malen, weil das Ergebnis sonst fleckig wird. Lieber einen dunkleren Ton nehmen und damit weiterarbeiten.

Wie male ich große Flächen aus?

Die Fläche mit einem Copic Blender bearbeiten und danach die Farbe darüber auftragen. Sollte man hässliche Ränder bekommen, noch mal mit dem Blender darüber malen.

Warum verschmiert meine Coloration mit Copics?

Liegt oftmals daran, dass neben Copics, die auf Alkoholbasis funktionieren noch wasserlösliche Materialien verwendet werden. Alternativ dazu lieber Multiliner oder Pigmenttusche verwenden.



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