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S.D.C. - Die unbesiegbare Schöne

War doch klar!
von

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Kapitel 1

1.1 Falscher Alarm

Die Flying Lamb und ihre Crew war auf der GrandLine unterwegs auf die nächste Insel zu. Ruffy, Lysop und Chopper amüsierten sich mit einigen von Robins Händen, Nami sass in der Küche und arbeitet an einer Karte während Sanji kochte. Robin aalte sich in der Sonne und Zorro war im Tiefschlaf auf Deck an den Mast gelehnt.

Plötzlich begann Chopper wie wild zu schnuppern.

"Ist was?" fragte ihn Ruffy.

"Ich glaube da ist jemand an Bord der nicht zu uns gehört." sagte er vorsichtig.

"Und wo?" fragte Lysop.

"Moment, ich versuche grad es herauszufinden." sagte er und schnupperte weiter.

Er ging in Richtung der Tür zur Küche und blieb einen kurzen Moment stehen. Dann kam er wieder zurück.

"Falscher Alarm. Sanji ist nur am Kochen." sagte er dann erleichtert.

"Echt? Sanji!" schrie Ruffy.

"Was ist denn?" sagte er und kam aus der Küche an Deck.

"HUNGER!" schrie er.

"Vielfrass." sagte Nami und kam ebenfalls auf Deck.

"Essen!" rief Sanji und trat Zorro in die Seite damit er aufwachte.

Ruffy versuchte sofort den ganzen Fisch zu schnappen, aber Sanji war schneller als er und gab ihm zusätzlich noch einen Tritt. Sie assen, wobei es wie immer nicht ganz ruhig zuging. Nach dem Essen waren alle satt, bis auf Ruffy.

"Gibt's noch mehr? Ich hab immer noch Hunger." sagte er.

"Hör auf Ruffy. Du hast doch alleine die Hälfte gefuttert." sagte Nami.

Zorro hatte sich längst wieder an den Mast gelehnt und döste weiter. Robin lag wieder in der Sonne und Nami leistete ihr Gesellschaft. Ruffy, Lysop und Chopper spielten Karten und Sanji machte das Geschirr. Es war ganz ruhig und nur die drei Jungs machten Lärm.
 

1.2 Wiedersehen auf Hoher See

Ein kleines Boot kam auf die Flying Lamb zu. Es war ein kleines Segelboot und einige Leute sassen darin. Das Boot legte an der Flying Lamb an und zwei Männer kamen an Bord.

"Leute, lange nicht gesehen!" rief einer von ihnen.

"Mann, das sind ja Yosaku und Johnny. Was macht ihr denn auf der GrandLine?" fragte Ruffy.

"Tjaha, wir haben sozusagen gezwungenermassen auch die Fronten gewechselt." sagte Johnny.

"Verstehe, die Marine hat geglaubt, weil ihr mit uns unterwegs wart, wärt ihr auch Piraten!" sagte Nami.

"Nicht ganz..." sagte Yosaku.

"Ist ja auch egal! Das wird gefeiert! Sanji mach essen!" schrie Ruffy.

"Wir haben grad gegessen, du Vollidiot!" sagte Lysop.

"Wer ist denn da bei euch?" fragte Johnny.

"Die sind neu in der Mannschaft. Ihr kennt die beiden noch nicht." sagte Zorro der wieder wach war.

"Der Elch heisst Chopper und die Lady da oben ist Robin!" stellte Sanji die beiden vor.

"Und wer hat sich bei euch angehängt?" fragte Lysop.

"Also...um genau zu sein...wir haben uns bei ihnen angehängt." stotterte Yosaku.

"Ja, genau." fügte Johnny hinzu.

"Ja, so ist es und wir haben den beiden gezeigt was es heisst richtige Piraten zu sein.!" rief ein Mädchen mit schwarzen Haaren das gerade auf die Reling gesprungen war.

"Ich bin Lilian, ehemalige Piratin der Crew von Drin K. Tea! Man nennt mich Lilly!" sagte sie.

Ein zweites Mädchen sprang neben sie auf die Reling. Diese war Blond.

"Mein Name ist Cristina, ehemalige Piratin der Crew von Drin K. Tea! Man nennt mich Cris!" sagte sie.

"Wahnsinn!" rief Sanji und rauchte Herzchen.

"Gezwungenermassen? Ihr seid total belämmert!" sagte Zorro.

"Nein, das war auch nicht der Grund, warum wir jetzt Piraten sind." sagte Yosaku verlegen.

"Genau. Die sind nämlich nur der Grund, warum wir uns nicht dagegen gewehrt haben!" grinste Johnny.

"Und was ist dann der Grund?" fragte Lysop.

"Das bin wohl ich!" rief ein drittes Mädchen, das jetzt plötzlich auch auf der Reling stand.
 

1.3 Wer bist du?

Das Mädchen stand im Schatten des Mastes und man konnte nur ihre Gestalt erkennen.

"Diese Stimme..." sagte Zorro leise und aggressiv.

Das Mädchen trat langsam aus dem Schatten. Sie war rothaarig und ihre Haare waren mit einer Haarspange befestigt, aber trotzdem reichten ihr die Haare bis über die Schultern. Sie trug schwarze Jeanshosen mit leichtem Schlag und ein rotes ärmelloses Shirt mit einem Jolly Roger aufgedruckt. An ihren Handgelenken trug sie zwei weisse Pulswärmer auf denen auch je ein Jolly Roger aufgenäht war.

"Man kann dir ansehen das du 'ne Piratin bist." sagte Robin.

"Ja, nicht wahr." sagte sie grinsend.

Sie sprang von der Reling und ging auf die anderen zu. Ihr Kopf war nach unten geneigt so, dass ihr Gesicht noch nicht zu erkennen war.

"Wer bist du?" fragte Ruffy freundlich. Sie blieb vor ihm stehen.

"Die sieht nicht gefährlich aus." sagte Lysop zu Ruffy.

"Ist sie aber!" schrei Zorro.

"Kennst du sie?" fragte Chopper verängstigt.

"Und ob. Sie gehört zu den gefährlichsten Piraten der Welt. Sie ist über 200 Mille Wert." sagte er.

"WAAAAAS??? 200 Mille?" schrie Ruffy.

"Woher kennst du die denn?" fragte Nami zitternd und versteckte sich mit Lysop, Robin und Chopper hinter Sanji und Ruffy.

"Auf dem EastBlue hat sie sich vor etwa zwei Jahren rumgetrieben." sagte Zorro.

"Ist sie echt so gefährlich?" fragte Ruffy.

"Ja, sie ist sehr gefährlich. Arlong, Don Creek und sogar das Krokodil sind nichts gegen sie. Nicht mal Falkenauge kommt an sie ran." sagte er.

"Cool! Aber sie ist bestimmt nicht so cool wie Shanks." sagte Ruffy begeistert.

"Niemals! Keiner ist so cool wie er. Es wäre ein Verbrechen cooler zu sein als der rote Shanks!" sagte sie und blitzte ihn mit ihren grünen Augen an.

"Wie heisst du eigentlich?" fragte Ruffy.

"Cherry. Das ist Cherry!" sagte Zorro.
 

1.4 Wertsteigerung

"Nie gehört!" meinte Ruffy.

"Halb so wild. Ich will euch eh nichts tun." sagte Cherry und drehte sich weg.

"Was willst du dann von uns?" fragte Nami.

"Das wir euch treffen ist Zufall!" sagte Yosaku.

"Nein, ist es nicht!" sagten Cris und Lilly gleichzeitig.

"Bei Cherry gibt es keine Zufälle!" sagte Zorro.

"Beruhig dich. Du solltest sowieso zuerst deine Infos auffrischen bevor do mich angreifst." sagte Cherry und hielt ihm ein Fahndungsplakat hin.

Darauf war Cherrys Foto abgedruckt. Zorro nahm es vorsichtig an sich und las was darauf stand. Er liess das Plakat fallen und ging auf die Knie. Er liess seinen Kopf hängen.

"So ein Mist." sagte er zu sich.

"Zeig mal her." sagte Nami und hob es auf.

"Unglaublich!" sagten Sanji, Lysop und Robin gemeinsam.

Chopper nahm das Plakat und auch er war verdutzt.

"Was steht drauf?" fragte Ruffy.

"GESUCHT! NUR LEBENDIG! 300 MILLIONEN FÜR SHANKS D. CHERRY!" las Chopper vor.

"Shanks D. Cherry? Wer bist du? Seine Schwester, seine Frau?" fragte Ruffy ungläubig.

"Nicht ganz! Ich bin seine Tochter!" sagte Cherry und grinste.
 

1.5 Hallo Freund

Sie starrten Cherry ungläubig an. Als erste von ihnen sammelte sich Robin.

"Wieso bist du so viel Wert? Und warum nur lebendig? Bist du ein Lockvogel für deinen Vater?" fragte Robin.

"Nein, ist sie nicht." sagte Zorro.

"Ganz recht, bin ich nicht!" stimmte Cherry zu.

"Du musst sehr stark sein!" meinte Ruffy etwas eifersüchtig.

"Nein, sie ist weder stark noch hat sie Teufelskräfte!" sagte Zorro und stand wieder auf.

"Genau. Das braucht sie nicht." sagte Lilly.

"Sie ist auch so die Beste!" stimmte Cris zu.

"Cool!" riefen Lysop, Chopper, Ruffy, Sanji und Nami gleichzeitig. Cherry ging auf Chopper zu und hob ihn hoch. Sie lächelte ihn an.

"Du bist ja niedlich. Wie ein kleines Kuschelbärchen, nur als Elch." sagte sie. Chopper wurde rot und verdrehte seine Augen.

"Sie ist toll." sagte er schwärmend zu den anderen.

"Und bestimmt reich!" sagte Nami und ihre Augen begannen zu glänzen.

"Und sie ist absolut die schönste!" säuselt Sanji vor sich hin.

"Sie ist gar nicht angsteinflössend." sagte Lysop mutig.

"Sie ist freundlich, aber geheimnisvoll." sagte Robin in ihrer ruhigen Art.

"Sie ist Shanks' Tochter!" meinte Ruffy stolz.

"Zum tausendsten Mal: Sie ist gefährlich!" sagte Zorro und machte sich bereit zu kämpfen.

"Ja, aber nur manchmal." fielen Yosaku und Johnny ein.

"Im Moment ist sie ganz friedlich." sagte Cris.

"Glaub mir, sie ist absolut nicht dazu aufgelegt zu kämpfen." fügte Lilly hinzu.

"Man Zorro beruhig dich mal. Sie ist ja nur ein Mädchen und sie sieht tatsächlich nicht so aus als wär sie 300 Mille Wert." sagte Nami.
 

1.6 Ich kenne euch alle

"Wahnsinn, dreimal soviel wie Ruffy!" sagte Lysop der aus einer Art Trance erwachte.

"Dank an dich Nami." sagte Cherry.

"Nichts zu danken." sagte sie.

"Du bist Nami und kommst aus Kokos. Deine Schwester heisst Nojiko und deine Mutter hiess Bellemere. Du warst Mitglied in Arlongs Bande, aber nur um dein Dorf von ihm freizukaufen. Du bist die Navigatorin." sagte Cherry.

"Woher weisst du das?" fragte Nami verwirrt.

"Ich hab doch gesagt sie ist gefährlich!" rief Zorro.

"Du bist Lysop, der Lügner und Yasopps Sohn. Du hast mit Ruffy gegen Käpt'n Black gekämpft und dein Dorf und Miss Kaya vor ihm gerettet. Du bist der Scharfschütze!" sagte sie und zeigte auf Lysop.

"Wahnsinn!" rief Chopper beeindruckt.

"Tony Chopper. Ehemaliger Lehrling von Doc Bader und ehemaliger Lehrling von Doc Kuleha. Du bist ein Elchmensch und mit dem Rumbleball unterstützt du deine Verwandlungen. Zusammen habt ihr Drumm befreit. Du bist der Schiffsarzt." sagte sie.

"Voll Korrekt!" sagte er.

"Sanji, geboren im NorthBlue. Du hast bei Rotfuss Jeff gearbeitet. Du hast bei ihm gelernt zu kochen und zu kicken. Du kämpfst nicht gegen Frauen. Du bist der Smutje." sagte sie und schickte ihm einen Schmetterlingskuss zu.

"Und jetzt ich!" schrie Ruffy dazwischen.

"Monkey D. Ruffy, der Käpt'n! Du hast Shanks getroffen als du noch klein warst. Von ihm hast du deinen Hut. Puma D. Ace ist dein Bruder. Er ist Vize in Withebeards Bande und hat die Kräfte der Feuerfrucht. Du selbst hast die Kräfte der Gum-Gum-Frucht. Du willst um jeden Preis versuchen der König der Piraten zu werden." sagte Cherry.

"Kennst du Ace?" fragte Ruffy.

"Schon möglich!" sagte sie kurz.

"Was weisst du über mich?" fiel Robin in ihr Wort ein.

"Vieles, Nico Robin. Du wirst schon seit 20 Jahren gesucht. Du bist eigentlich Archäologin und auf der Suche nach der Wahrheit. Du hast dir Sir Crocodile als Beschützer ausgesucht, im Gegenzug solltest du ihm verraten wie die mächtigste Waffe der Welt funktioniert. Ihr wolltet Alabasta stürzen und dann wollte er die Weltherrschaft an sich reissen. Du suchst nach dem Rioporneglyph. Ruffy hat dich gerettet und jetzt bist du in seiner Bande. Du hast die Kraft der Flora-Flora-Frucht." sagte sie.

"Unglaublich!" sagte Ruffy.
 

1.7 Die Vergangenheit holt dich ein

"Hör auf damit! Es reicht!" schrie Zorro.

"Mach mich nicht wütend Junge!" sagte Cherry laut.

"Der hat doch nur Schiss. Hat der Hund Angst, so bellt er!" sagte Cris.

"Mach dir mal nicht in die Hosen. Wir haben doch gesagt wir sind friedlich!" sagte Lilly.

"Hunde die bellen, beissen nicht, oder was? Er hat keine Angst. Er ist verzweifelt und weiss nicht mehr was tun!" sagte Cherry überlegen.

"Verzweifelt? Wieso?" fragte Sanji.

"Das geht euch alle nichts an. Ich werde euch nicht darüber berichten wenn Zorro es nicht getan hat oder tun wird." sagte Cherry streng und blitzte mit ihren inzwischen wütenden Augen.

"Zorro, sagst du uns worum es geht?" fragte Lysop.

"NEIN!" rief er.

"Wuähh, war doch nur 'ne Frage!" sagte Lysop verängstigt und versteckte sich hinter Sanji.

"Was war denn los, als ihr euch getroffen habt." fragte Nami.

"Hört auf zu fragen!" zischte Zorro.

"Es scheint ihm unangenehm zu sein, also lassen wir das besser." sagte Chopper.

"Es hat einen speziellen Hintergrund. Johnny und Yosaku scheinen auch nichts davon zu wissen." sagte Sanji.

"Da hat er allerdings recht." sagte Yosaku.

"Ja, und ich kapiere auch grad nichts." sagte Cris.

"Um was geht es?" riefen Nami, Sanji, Lysop, Cris, Johnny, Yosaku und Lilly.

"Zorro, sie geben keine Ruhe bis du es erzählst! Gib lieber gleich auf. Sonst hast du sie noch tagelang auf der Pelle." sagte Cherry.

"Niemals! Das nehme ich in Kauf!" sagte Zorro.

"Warum will er es nicht verraten?" fragte Robin.

"Es ist sehr peinlich!" sagte Cherry.

"Wie peinlich?" fragte Nami.

"Nur für einen Jungen!" sagte Cherry grinsend.

"Was ist peinlich für Jungs?" fragte Nami die Jungs.

Sanji, Lysop, Johnny und Yosaku fingen an zu überlegen.

"Es gibt verschiedene Sachen die peinlich sind für Jungs." sagte Sanji nach einer Weile.

"Und welche?" fragten Nami und Robin.

"Das ist egal! Es gibt nämlich nur eine Sache die Jungs absolut nicht abgehen können und wenn es ihnen passiert ist es das schrecklichste, was geschehen kann." sagte er düster.

"Und was? Sag's endlich!" flehte Nami.

"Eine Kampfwette gegen ein Mädchen zu verlieren!" sagte Johnny.

"Was ist eine Kampfwette?" fragte Cris.

"Ein Kampf der mit einer Wette verbunden ist. Der Gewinner gewinnt nicht nur den Kampf sondern auch die Wette und den Einsatz." sagte Lysop.

"Ja, und es ist so, dass einer den Kampf gewinnen kann und der andere die Wette. Falls das passiert steht Gleichstand und es gibt eine zweite Wette." sagte Yosaku.

"Was hast du eingesetzt, Zorro?" fragte Robin.

"Haltet endlich die Klappe!" schrie er sie an.

"Es war eine Kampfwette!" nickten die anderen.

"Genau, und er hat sie verloren!" fügte Cherry hinzu.

"Was war sein Einsatz und um was genau ging es?" fragte Nami Cherry.

"Nein, sag es nicht!" schrie Zorro.

"Im Kampf ging es darum, dass er mich mit seinen drei Schwertern besiegt, auch wenn ich keine Waffen trage." sagte Cherry.

"Und er hat verloren?" fragte Chopper.

"Ja, das hat er." lachte sie fies.

"Sei endlich still!" schrie Zorro und ging in die Knie.

"Um was ging es bei eurer Wette?" fragte Cris.

"In der Wette ging es um etwas anderes. Etwas ganz anderes. Ich war ja damals schon Piratin. Anfangs wussten sie es noch gar nicht, die drei Piratenjäger. Es war ganz lustig ihnen dabei zuzusehen, wie sie versuchten Eindruck zu schinden." sagte Cherry.

"Moment mal, alle drei?" fragte Sanji.

"Jepp!! Rate mal, wer am meisten!" grinste Cherry frech.

"Voll korrekt!" riefen Yosaku und Johnny.

Die anderen fingen an zu kichern und Zorro versuchte seinen roten Kopf so gut es ging zu verbergen.

"Um was geht's grad?" fragte Ruffy der grad nichts kapierte.

"Tut mir ja leid, Zorro, aber du weisst ja, alles kommt irgendwann ans Licht." hauchte Cherry.

"Ja, jetzt ist es wohl soweit." sagte er ruhig.

"Erzähl weiter!" rief Ruffy.

"Nun, wie schon gesagt, ich war damals schon Piratin und die Jungs haben es gar nicht gewusst. Ich habe mich dann bei ihnen eingeschlichen und mit ihnen zusammen für einige Wochen ein paar Piraten erledigt. Irgendwann ist dann einem von ihnen mein Fahndungsplakat in die Hände gefallen und hat sich mit mir angelegt. Zorro hat gar nicht verstanden, warum ich mich als normales Mädchen ausgegeben habe. Yosaku und Johnny haben es später verstanden." sagte Cherry.

"Ihr wisst warum?" fragte Zorro.

"Klar doch. Erinnere dich mal an unser erstes Treffen mit ihr." sagte Johnny.

"Wir haben einen Piraten erledigt, der gerade sie erledigen wollte." sagte Yosaku.

"Ja, und?" sagte Zorro.

"Aus dank, Idiot!" riefen Sanji, Ruffy, Lysop, Nami, Cris, Lilly, Robin und Chopper.

"Nicht nur. Eher wohl daraus niemandem schaden zu wollen." sagte Cherry.

"Häh?" fragten die anderen.

"Hätte ich die Wahrheit gesagt, hätten sie mich doch auch noch angegriffen. Aber weil sie mich gerade um einen Verfolger erleichtert hatten tat ich's nicht, sonst wären sie jetzt tot." sagte Cherry.

"Ach so!" sagte Zorro verwundert und liess sein Schwert ein Stück sinken.

"Also doch aus Dank!" sagte Nami.

"Ein bisschen schon." sagte Cherry.

"Und was ist jetzt mit der Wette?" fragte Ruffy.

"Die Wette haben wir abgeschlossen, als er es herausgefunden hatte. Er war ziemlich wütend und enttäuscht. Der Einsatz war sein Leben gegen meines. Hätte er den Kampf und die Wette gewonnen, wäre ich freiwillig mit ihm zum Marinehauptquartier gegangen. Er hätte dann mein Kopfgeld vollkommen für sich alleine gehabt. Damals waren es ja auch schon beeindruckende 230 Mille." sagte Cherry.

"Wahnsinn, damals schon?" fragte Lysop.

"So viel Geld?" sagte Nami und ihre Augen glitzerten.

"Und was war sein Einsatz?" fragte Robin.

"Wie schon gesagt, sein Leben! Er setzte sein Leben ein. Ich darf jetzt mit ihm machen was ich will. Ich habe grad keinen Bock ihn zu töten, also ist er bis dahin mein Sklave." grinste Cherry.

"Ich will auch einen Sklaven!" rief Ruffy.

"Hör auf mit dem Blödsinn, Ruffy." sagte Nami.

"Was war die Wette?" fragte Sanji.

"Die Wette? Ach ja, das war ja erst der Einsatz. Also bei der Wette ging es darum, dass ich dem geschlagenen Zorro gesagt habe, dass er nach spätestens zwei Jahren auch ein Pirat sein würde. Er hat es mir nicht geglaubt. Dann hab ich ihm vorgeschlagen aus dem Kampf eine Kampfwette zu machen. Er war damit einverstanden und hat tatsächlich geglaubt gegen mich eine Chance zu haben. Wie man sieht habe ich die ganze Sache gewonnen und jetzt gehört er mir!" sagt Cherry mit einem höhnischen Lachen.

"Schräge Sache, man!" sagten Johnny und Yosaku.

"Aber total!" stimmten die anderen erstaunt zu.
 

1.8 Wie gut bist du?

"Mir ist egal ob Zorro dein Sklave ist. Ich will endlich wissen warum du so viel Wert bist!" schrie Ruffy.

"Wie gut bist du?" fragte Cherry unvermittelt.

"Was?" fragte Ruffy verständnislos.

"Ich würde gerne sehen wie gut du bist. Dabei kann ich dir zeigen warum ich so viel Wert bin." sagte sie und sah ihn gespannt an.

"Ein Kampf meinst du? Klar, immer!" grinste Ruffy.

"Ruffy, das kannst du nicht machen. Cherry ist ein armes, kleines, verwundbares Mädchen!" jammerte Sanji.

"Halt den Rand, Koch." sagte Cherry böse.

"Wie bitte?" fragten Sanji und Lysop verwirrt.

"Ich bin nicht klein oder verwundbar. Und ein armes Mädchen bin ich auch nicht. Ich drücke mich nicht vor Kämpfen die ich selbst in gang setze." sagte Cherry wütend.

"Ruffy du darfst nicht gegen sie kämpfen! Sie ist gefährlich und sie ist unbesiegbar. Teufelskräfte nützen nichts, weil sie selbst keine hat. Ihre Kräfte sind nirgends aus der Natur zu gewinnen. Es sind andere Kräfte. Du wirst sterben wenn du sie angreifst." sagte Zorro.

"Das nicht, aber du wirst nicht heil aus diesem Kampf hervorgehen!" meinte Cherry mit einem fiesen Lächeln.

"Das ist egal. Ich kämpfe gegen dich. Und ich werde dich besiegen. Und wenn ich dich besiegt habe, ist Zorro wieder frei." sagte Ruffy.

"Cherry, das kannst du nicht tun." rief Zorro und flehte sie an.

"Keine Angst, es passiert ihm nichts." beruhigte ihn Lilly.

"Ja, sie wird ihn verschonen." sagte Cris.

"Es soll so sein, wie du vorgeschlagen hast Käpt'n Ruffy. Falls du aber verlierst, gehört mir auch dein Leben!" rief Cherry herausfordernd.

"Na klar doch!" sagte Ruffy siegessicher.

Kapitel 2

2.1 Ein verwirrender Kampf

Cherry stellte sich auf dem Schiff in eine freie Position. Um sie herum war viel Platz und Ruffy stellte sich ihr gegenüber auf. Cherry schloss ihre Augen und senkte ihren Kopf. Sie legte ihre Handflächen vor ihrer Brust aufeinander. Ruffy ging in Angriffsposition und griff sie gleich an.

"Gum-Gum-Bazooka!" schrie er.

Er holte zum Schlag aus und zielte auf sie. Seine Arme schossen ihn ihre Richtung, doch Cherry bewegte sich kein Stück und Ruffys Angriff traf sie nicht im Geringsten. Er hatte sie verfehlt. Ruffy blieb verdutzt stehen. Er versuchte erneut einen Angriff.

"Gum-Gum-Kalaschnikov!" schrie er.

Auch dieses Mal blieb Cherry ganz still stehen und vollkommen unberührt. Ruffy gab nicht auf und machte weiter. Sein nächster Angriff folgte im Bruchteil einer Sekunde.

"Gum-Gum-Netz!" schrie Ruffy und versuchte Cherry damit einzufangen.

Cherry ihrerseits öffnete nun ihre Augen und sah ihm direkt in seine. Sie hebte ihren Kopf und folgte mit ihren Augen seinen Händen und Fingern, die auf einmal einen anderen Weg einschlugen. Es war so als gäbe sie ihnen den Befehl sofort wieder in eine andere Richtung zu wandern. Ruffy wurde unruhig und rannte auf sie los.

"Ich krieg' dich noch!" schrie er ihr zu.

Doch Cherry lächelte nur als Ruffy an ihr vorbei und in ein paar leere Fässer rannte. Er blieb kurz liegen bis er die Situation begriffen hatte und stand dann wieder auf.

"Idiot. Wieso bist du an ihr vorbei gerannt?" riefen die anderen.

"Sie hat es ihm befohlen!" sagte Zorro geheimnisvoll.

"Was?" fragten sie ungläubig.

"Ich konnte nicht anhalten. Es ging nicht. Ich hab es versucht aber es ging nicht!" schrie Ruffy entsetzt. Sie starrten ihn an.

"Wie ist das möglich?" fragten alle.

"Sie macht das." sagten Zorro und Ruffy gleichzeitig.
 

2.2 Unglaubliche Kraft

Alle standen gebannt und vollkommen ruhig an Deck. Sie sahen zu Cherry, die sich immer noch konzentrierte. Nach einiger Zeit, die ihnen wie lange Minuten vorkam, bewegte sich Cherry endlich. Sie hob ihren Arm und zeigte auf Ruffy.

"Der Kampf ist noch nicht vorbei!" rief sie.

Ruffy ging in Angriffsposition, doch schon nach wenigen Sekunden griff Cherry an. Sie rannte auf ihn zu, an ihm vorbei und stellte sich hinter ihn. Ruffy bewegte sich nicht. Sie versetzte ihm einen Schlag mit ihrer flachen Hand in den Nacken. Ruffy ging zu Boden und war bewusstlos.

"Wie hat sie das gemacht." fragte Lysop und versteckte sich hinter Sanji.

"Er hat sich ja nicht einmal gewehrt!" sagte Chopper heulend.

"Er konnte nicht!" murmelte Zorro.

"Warum denn nicht? Sie war doch gar nicht so schnell!" sagte Nami.

"Das nicht, aber sie hat ihn dazu gezwungen sich nicht zu bewegen." erklärte Zorro.

"Ach ja? Und wie soll sie das gemacht haben, du Oberschlauer?" fragte Sanji.

"Mit ihren Gedanken!" sagte Zorro leise und wütend.

"Aber das geht doch nicht!" rief Nami beunruhigt.

"Was glaubt ihr denn, warum hat sie noch nie jemand besiegt? Sie hat jeden ihrer Gegner entweder Wahnsinnig gemacht, ihn sich unterworfen, ihn gelähmt oder ihn sich selbst verletzen lassen." sagte Zorro.

"Und das alles mit ihren Gedanken." flüsterte Robin bewundernd.

"Ja, alles mit den Gedanken." bejahte Cherry.

"Was ist jetzt mit Ruffy?" fragte Lysop.

Cherry sah auf Ruffy herab. Sie stiess ihn leicht mit ihrem Fuss an, so dass er zur Seite rollte. Er schnarchte laut.

"Ihm geht's gut. Er schläft jetzt ein Weilchen und wenn er aufwacht wird er Hunger haben." sagte Cherry lächelnd.

"Hunger als Folge von deinem Schlag?" fragte Sanji.

"Nein, Hunger weil er doch sowieso immer Hunger hat." grinste sie.
 

2.3 Sklave wider Willen

Am nächsten Morgen wachte Ruffy endlich auf. Das erste wonach er schrie, war Sanji und Essen. Als er das Deck betrat lagen Nami, Robin und Cherry in der Sonne und redeten. Ruffy verdrückte sein Frühstück und ging dann zu Lysop und Chopper, die sich mal wieder mit Robins Händen vergnügten.

"Sag mal Lysop wieso ist Cherry immer noch hier? Ich dachte die ist mit Yosaku, Johnny und den anderen beiden Mädels wieder weg." sagte er mampfend.

"Nee, die sind alle noch hier irgendwo auf dem Schiff verteilt. Das kleine Boot auf dem sie gekommen sind haben wir hinten angetaut und ziehen es hinter uns her weil das Segel kaputt ist." sagte Lysop.

"Hey Ruffy, die sind total cool! Als du geschlafen hast mussten wir das Segel einholen, weil zu viel Wind aufkam. Dann hat ich das Segel verheddert und Cris ist ohne mit der Wimper zu zucken den Mast nach oben geklettert. Ich hab noch nie so akrobatische Menschen gesehen." erzählte Chopper aufgeregt.

"Was meinst du?" fragte Ruffy.

"Die ist da hoch geschlängelt um den Mast herum. Dann hat sie das Segel mit einem Ruck befreit, ohne dass es zerrissen ist." ergänzte Lysop und versuchte Cris nachzumachen.

"So ist die da hoch? BOAH!" sagte Ruffy begeistert.

Er rannte sofort zu Robin, Nami und Cherry. Mit grossen Augen sah er sie an.

"Wo ist Cris? Sie soll das mit dem Mast noch mal machen! Ich will das sofort auch sehen!" rief er aufgeregt.

"Sie ist im Mädchenzimmer, aber sie wird es nicht machen!" sagte Cherry ohne ihn anzusehen.

"Wieso nicht?" fragte Ruffy.

"Sie ist nicht in Stimmung. Heute den ganzen Tag nicht." sagte Cherry und drehte sich auf den Bauch.

Ruffy verzog sein Gesicht und war beleidigt. Er stapfte enttäuscht zu den anderen zurück, da kam ihm Zorro entgegen und trug auf einem Tablett drei grosse Eisbecher zu den Mädels. Er blickte düster in die Welt und Flucht leise vor sich hin.

"Hey Zorro, schlechte Laune?" fragte Ruffy.

"mmmrbbl...hmm...ja...hrrmm...Miststück...murrr..."murmelte er vor sich hin und ging weiter.

"Da ist ja endlich mein Sklave mit dem Eis! Komm her und küss' meine Füsse!" rief Cherry ihm zu und lachte.

"Wie kann man sich auch nur so einwickeln lassen?" fragte Lysop und schüttelte den Kopf.

"Willste eine aufs Maul?" schrie Zorro ihn an.

"Ahhhhh!!!!! MAMIIII!!!" schrie er und versteckte sich hinter Ruffy. Alle fingen an zu lachen und Zorro wurde rot und wäre am liebsten im Boden versunken. Er stellte das Tablett hin und ging zurück in die Küche.

"Ach ja, fast vergessen, Ruffy, du bist ja eigentlich auch mein Sklave, aber ich bin gnädig und lass dich frei ziehen." lachte Cherry.

"Zu Gütig, Herrin!" antwortete er.

Cris und Lilly kamen aus dem Mädchenzimmer um zu sehen was los war und sahen nur noch wie Zorro verschwand.

"Was haben wir denn jetzt verpasst?" fragte Lilly.

"Nicht viel, nur einer von Cherry besten Sprüchen bisher!" grinste Nami.

"Sagt mal, wann kommen wir denn wieder auf eine Insel? Unser Segel muss so schnell wie möglich repariert werden damit wir weiter können." sagte Lilly besorgt. Cherry setzte sich auf und sah sie beunruhigt an.

"Das ist wahr, wir müssen uns beeilen." sagte sie.

"Hier in der Nähe gibt es eine kleine Insel wo man gut Einkaufen kann. Sie heisst Bubble." sagte Robin.

"Da gehen wir hin! Nami wo geht's lang?" fragte Ruffy.

"Da muss ich erst nachsehen, du Idiot!" sagte Nami gereizt.

"Wieso folgen wir nicht dem Lockport?" fragte Chopper.

"Euer Lockport zeigt auf Pistol-City! Eine ganz kleine Insel auf der es kaum Piraten gibt, weil die Einwohner sich von denen nichts gefallen lassen." erklärte Cherry.

"Und wo gehen wir jetzt hin? Da ist es zu Gefährlich für unsere Situation, Cherry." sagte Cris besorgt.

"Wir gehen nach Bubble! Dort kauft ihr euch ein neues Segel und wir gehen dann alleine weiter nach Pistol-City!" sagte Nami.

"Das ist wohl das Beste!" sagte Lysop.

"Hey, ich bin der Käpt'n! Ich will nach Pistol-City und zwar gleich!" rief Ruffy.

"Nein, wir fahren nach Bubble!" sagt Cherry laut und blickt Ruffy böse an!

"Na gut!" sagte Ruffy und murrte.
 

2.4 Helft mir!

Als sie in Bubble in den Hafen der Stadt Wedge einliefen, hatten sie ihre Piratenflagge nicht mehr gehisst. Cherry hatte gebeten sie herunter zu holen. Sie verliessen zusammen das Schiff, gingen danach aber getrennt ihre Wege durch die Stadt. Lilly und Yosaku holten Stoff für ein neues Segel, Cris, Johnny, Sanji und Lysop kauften Vorräte ein. Nami, Robin und Chopper gingen Shoppen.

"Was machen wir jetzt? Nur warten bis die anderen wieder da sind?" fragte Ruffy gelangweilt.

"Wir haben zu tun." sagte Cherry bestimmend und geht vom Schiff.

"Und was?" fragte Zorro mürrisch.

"Mein Leben retten!" sagte Cherry traurig.

"Wie?" riefen Ruffy und Zorro gleichzeitig. Cherry sah Ruffy in die Augen. Sie hatte einen angstvollen Blick. Sie kam wieder an Bord, nahm beide an einer Hand und zog sie mit sich. Ein Stück vom Schiff entfernt riss Zorro seine Hand aus ihrer.

"Was soll das heissen? Du bist niemals in Gefahr. Du lügst doch!" schrie er.

"Sie lügt nicht!" sagte Ruffy mit ernster Miene.

"Das ist wahr, ich lüge nicht. Auch ich bin nicht ganz unbesiegbar. Ich hab auch meine Schwachstellen!" sagte sie leise.

"Was ist los? Wovor hast du solche Angst?" fragte Ruffy.

"Ich werde von einem Mann gesucht, der gegen meine Kräfte immun ist. Er ist im Auftrag von zwei anderen Männern unterwegs." erzählte Cherry fast weinend.

"Wieso suchen die dich? Was hast du gemacht?" fragte Zorro zweifelnd.

"Ich hab nichts gemacht. Aber sie wollen mich trotzdem..." Cherry unterbrach sich selbst.

"Was? Was wollen sie?" fragte Zorro.

"Ich muss so schnell wie möglich herausfinden wo mein Vater sich aufhält! Deshalb muss ich in die Marine Hauptwache hier, die wissen wo er ist. Ich muss zu ihm, mit ihm sprechen können!" sagte Cherry. Sie sah Ruffy und Zorro angsterfüllt an. In ihren Augen waren Tränen zu erkennen.

"Bitte helft mir!" flehte sie flüsternd und begann zu weinen. Ruffy stellte sich selbstbewußt hin. Er ging mit einem ernsten Gesicht an Cherry vorbei.

"Wo willst du hin?" fragte Zorro.

"Wir haben zu tun. Wir müssen zur Marine Hauptwache von Wedge!" rief Ruffy und geht weiter. Zorro folgte ihm seufzend.

"Danke." flüsterte Cherry weinend.
 

2.5 Auf der Flucht.

Ruffy und Zorro versuchten mit Cherry unerkannt in die Marine Hauptwache zu kommen. Cherry suchte nach Informationen über ihn. Zorro und Ruffy hielten wache während sie sich bis ins Archiv schleichen konnte. Sie sagte den beiden genau voraus, wann sie ihren Standort wechseln mussten um nicht entdeckt zu werden.

Sie kam wieder und die drei gingen wieder nach draussen. Cherry hatte sich Notizen auf einem Papier gemacht. Als sie durch das Haupttor gingen erschrak Cherry. Sie drehte sich um und nur wenige Sekunden später ertönte der Alarm. Einige Soldaten rannten auf sie zu.

"Schnappt sie! Das sind Monkey D. Ruffy und Lorenor Zorro. Gesuchte Piraten. 100 und 60 Millionen Berry wert!" schrie ein Hauptmann.

"Oh kacke, die haben uns entdeckt!" rief Zorro.

"Wartet!" schrie ein zweiter Hauptmann.

"Was ist denn jetzt los?" fragte Ruffy verwirrt.

"Sie wissen wer ich bin." lächelte Cherry gequält.

"Das Mädchen! Ihr müsst euch das Mädchen schnappen! Das ist Shanks D. Cherry, 300 Millionen für die kleine!" schrie er.

"Die machen wir alle!" schrie Ruffy und grinste.

"Nein! Lasst sie. Kommt mit!" bestimmte Cherry.

Sie rannte voraus und Ruffy und Zorro folgten ihr. Sie rannten durch die Seitenstrassen, bis sie zu einem grossen Platz kamen. Sie rannten Quer darüber, aber die Marine blieb ihnen auf den Fersen. Wieder rannten sie in eine Seitenstrasse. Hier warteten jedoch schon einige Soldaten auf sie.

"Sag mal, Cherry, hast du nicht gewusst, dass die hier warten?" fragte Zorro erschüttert.

"Ich kann mich nicht konzentrieren. Ich weiss aber nicht wieso! Es geht halt manchmal nicht!" rief sie beleidigt. Die Soldaten griffen an. Ruffy und Zorro erledigten sie kurzerhand, doch durch einen von Ruffys Schlägen flogen einige Bretter und Steine durch die Luft. Einer der Steine fiel geradewegs in Cherrys Richtung. Ruffy war aber schnell genug um sie weg zu schubsen. Unabsichtlich jedoch, prallte Cherry an eine Wand. Sie schlug mit ihren Kopf an und war bewusstlos.
 

2.6 Es geht nicht mehr

Cherry wachte erschöpft und mit starken Kopfschmerzen auf. Sie lag in Namis Bett und Chopper sass auf einem Stuhl und kümmerte sich um sie. Cherry setzte sich auf, ihre Kopfschmerzen waren aber so stark, dass sie es nicht schaffte aufzustehen.

"Wie geht's dir? Du warst ziemlich lange bewusstlos." sagte Chopper leise.

"Was ist denn passiert? Ich kann mich kaum noch erinnern. Nur dass sie uns angegriffen haben weiss ich noch, dann nichts mehr." flüsterte Cherry. Zorro trat von hinten im Raum nach vorne. Er setzte sich auf ihr Bett.

"Du hast deinen Kopf angeschlagen und warst weg. Ruffy und ich haben dich dann wieder zum Schiff gebracht." erzählte er.

"Ja, und während du bewusstlos warst, hast du gesagt, dass wir sofort ablegen müssten, weil sie uns sonst kriegen. Zum Glück waren alle schon wieder zurück auf der Flying Lamb." sagte Chopper.

"Auch meine Leute?" fragte Cherry.

"Ja, sie haben das Segel und sind dabei es gerade auszuwechseln." sagte Zorro.

Nami kam ins Zimmer. Sie setzte sich zu Cherry und fühlte ihre Stirn.

"Hallo Nami, was ist?" fragte sie unsicher.

"Zum Glück, du hast nur eine kleine Beule." sagte sie dann beruhigt.

"Warum meinst du?" fragte Cherry. Zorro fing an zu grinsen. Er ging in Richtung Tür und drehte sich um.

"Unsere liebe Nami wäre ohne deine Hilfe jetzt total aufgeschmissen. In der Stadt hat sie nämlich..." begann Zorro.

"Halt die Klappe!" schrie Nami ihn an.

"...den Lockport kaputt gemacht." rief er und lachte lauthals los. Nami stand auf und nahm sich eines von den Kissen und schleuderte es ihm in sein Gesicht. Er lachte jedoch weiter und ging nach draussen.

"Der Lockport ist kaputt?" fragte Cherry.

"Ja, leider." sagte Nami und sah verschämt zum Boden.

"Darum wollte sie dich fragen in welcher Richtung denn nun Pistol-City liegt." erklärte Chopper schüchtern.

"Ich...äh...ich weiss es nicht!" sagte Cherry erschrocken nach dem sie sich konzentriert hatte.

"Aber du kannst doch sehen wohin wir fahren, oder?" fragte Nami.

"...nein, es geht nicht." sagte Cherry und legte ihren Kopf in ihre Hände.

"Es geht nicht?" rief Chopper verwirrt.

"Es...es geht...einfach nicht! Ich kann es nicht sehen. Ich kann nichts sehen." sagte Cherry.

"Du meinst, du kannst nicht..." flüsterte Nami.

"Ich kann nichts mehr aus der Zukunft sehen. Gar nichts!" schrie sie.

"Was ist los?" fragte Ruffy der zusammen mit Lysop herein gestürmt kam.

"Cherry! Sag dass das nicht wahr ist!" flehte Cris ,die mit den anderen hinterher kam. Cherry stiegen Tränen in die Augen. Sie fing an zu weinen.

"Neeeiiin!!!!!!!" rief sie verzweifelt als letztes bevor sie wieder bewusstlos vor Kopfschmerzen zusammen brach.
 

2.7 Das Mundgeruch-Monster

Cherry wachte endlich wieder auf. Chopper und Robin sassen an ihrem Bett und wachten über sie. Robin las und Chopper arbeitete an einer Medizin. Als sie sich aufsetzte, sah Robin von ihrem Buch hoch in dem sie gerade las. Sie stand vom Stuhl auf und kam zu ihr. Chopper drehte sich um und merkte jetzt auch, dass sie wieder wach war. Er kam auch zu ihr und setzte sich auf ihr Bett.

"Geht's dir wieder besser?" fragte Robin leise und lächelte.

"Ein Bisschen. Mein Kopf tut nicht mehr so weh wie vorhin." antwortete Cherry.

"Vorhin? Das Vorhin, das du meinst, ist schon zwei Tage her." grinste Chopper.

"Ich hab zwei Tage geschlafen? Warum habt ihr mich nicht geweckt?" fragte Cherry und machte grosse Augen.

"Du hast nicht geschlafen. Du warst bewusstlos." sagte Robin. Sie öffnete die Tür und ging nach draussen. Als sie aus der Tür war, streckten Ruffy und Lysop ihre Köpfe nach Innen.

"Sie ist wach!!" schrie Ruffy und stürmte herein.

"Hallo Leute! Na, hab ich viel Umstände gemacht?" fragte Cherry verschämt.

"Eigentlich nicht. Du hast ja eh nur gepennt." sagte Zorro der auch hereintrat.

"Und ich war es der die meiste Zeit an deinem Bett verbracht hat! Ich habe zu dem noch das grösste Ungeheuer, das ich je gesehen habe, erledigt. Es war soooo gross und hatte ekligen Mundgeruch und ohne zu zögern hab ich dich verteidigt. Das Ding wollte dich nämlich Fressen. Und ich hab ihm ganz tief in die Augen gesehen und gesagt: Hau ab sonst mach ich Burger aus dir! Und es ist soooo erschrocken, dass es sich mit seinen Drachenflügeln auf den Weg gemacht hat und Verstärkung geholt hat. Aber auch die fünfzig anderen Monster hab ich ganz alleine besiegt. Die anderen haben das nämlich auch alles nicht mitgekriegt weil sie auch gepennt haben!" erzählte Lysop stolz.

"......" kam nur von Cherry.

"Ja, echt wahr?" fragte Chopper naiv!

"....." kam wieder von Cherry.

"Glaubst du mir etwa nicht?" fragte Lysop aufbauschend.

"Du bist der grösste Lysop!" rief Ruffy total begeistert.

"!!!!!!" kam von Cherry.
 

2.8 C ya und Goodbye

Nachdem Cherry wieder auf den Beinen war, teilte sie den anderen eine wichtige Entscheidung mit. Sie waren alle an Deck versammelt und Cherry setzte sich auf ein Fass.

"Was ist los? Gibt's Probleme?" fragte Nami.

"Nein, bisher nicht. Es ist nur..." begann sie und brach dann ab.

"Was denn? Wenn du hier nur herum stammelst, kommen wir nicht weiter." murrte Zorro genervt.

"Pass auf, was du sagst!!!" sagte sie energisch.

"Aber er hat doch recht. Sag endlich was los ist." sagte Cris gelassen.

"Also, es ist so: Ich hab ziemlich Probleme wie ihr ja wisst. Ich möchte deshalb, dass Cris, Lilly, Johnny und Yosaku alleine weiter fahren und dass ihr mich für eine Weile mitnehmt!" sagte sie gefasst. Sie sahen sie unverständlich an.

"Was soll das bringen?" fragte Nami verständnislos.

"Ganz einfach, wenn meine Crew mit meinem Boot weiterfährt und die Marine das mitkriegt, denken die, dass ich auch dabei bin, logisch oder? Aber wenn ich dann nicht dabei bin sondern bei euch, könnt ihr mich zu meinem Vater bringen, ohne dass die es wissen." erklärte sie.

"Das macht Sinn. Aber wie soll die Marine denken, dass du noch dabei bist?" fragte Lysop.

"Ich mach das schon! Ich bin eine Künstlerin. Ich kann mich mit kleinen Tricks in jeden Menschen verwandeln, in den ich will!" sagte Cris mit einem glitzern in den Augen.

"Man, du bist bestimmt Bon Curry!!!" schrie Ruffy freudig.

"Idiot! Das ist doch Cris. Sie ist nicht Mr.2, du Affe!" rief Nami und zog ihm eine über.

"Ist ja gut! Ich hab's kapiert." jammerte Ruffy mit Beule. Sie machten das kleine Boot bereit, um so schnell wie möglich abhauen zu können. Cris verkleidete sich als Cherry und als ein Marineschiff in der Nähe war, zog Sanji die Piratenflagge der Flying Lamb auf den Mast. Das Schiff drehte ab und kam mit hoher Geschwindigkeit auf sie zu. Das kleine Boot hatte das Segel gehisst und kam bei dem starken Wind, der ging gut voran. Cherry winkte ihrer Crew unauffällig hinter her. Das Marine Schiff drehte wieder ab und folgte nun dem kleinen Boot. Ein zweites Marineschiff kam auf die Flying Lamb zu. Bevor es jedoch genug nahe war, um auf sie zu Schiessen, wurden die Segel gesetzt und auch die Flying Lamb machte sich mit dem Wind auf und davon.

Cherry sass seelenruhig auf der Reling, doch in ihren Augen war ein leichter Wasserschleier zu erkennen. Eine Träne für jeden rollte über ihre roten Wangen. Sie winkte dem kleinen Boot noch ein letztes Mal hinter her, das gerade dabei war am Horizont als kleiner Punkt im roten Nebel der Abendsonne zu verschwinden.

Kapitel 3

3. Kapitel
 

3.1 Keine Ruhe

Seit über einer Woche schiffte die Flying Lamb ohne das kleine Beiboot über die GrandLine. Den Lockport konnten sie zum Glück noch in Wedge ersetzen. Auch die Nadel dieses Lockports zeigt unaufhörlich in die gleiche Richtung: nach Pistol-City.

Als sie endlich auf Pistol-City angekommen waren, war das erste was sie sahen, dass auch die Marine hier war. Sie holten den Jolly Roger herunter und liefen in den Hafen ein. Nach nur einer Stunde war der Lockport aufgeladen und zeigte bereits wieder die nächste Insel an.

Der einzige der sich von Bord wagte, war Zorro. Er wollte sich wegen eines Schwertes umsehen. Da am Hafen einige Läden waren, hoffte er hier einen Schwertladen zu finden. Was er auch tat. Er öffnete langsam die Tür und trat ein. Bevor er etwas sagen konnte, fand er sich schon Tashgi gegenüber wieder.

"Lorenor Zorro? Was hast du hier zu suchen? Ich werde dich verhaften!" schrie sie und zückte ihr Schwert. Zorro rannte ohne zu überlegen aus dem Laden und in Richtung Flying Lamb.

"Hey Ruffy, wir müssen ablegen. Die Marine hat uns entdeckt!" schrie er und lief vor Tashgi davon.

"Bleib' stehen du Pirat!" schrie Tashgi noch immer.

"Ich bin doch nicht blöd! (Ich glaub er kauft bei Media Markt XDD)Lass mich endlich in Ruhe!" rief er zurück.

"Man Zorro, du kannst echt nicht auch nur eine Minute unbeaufsichtigt gelassen werden." rief Lysop und löste das angetaute Schiff.

"Ja!!! Leinen los. Es geht weiter!" schrie Ruffy und sass noch immer auf dem Lammkopf.

Cherry half Sanji das Segel zu setzen und das Schiff setzte sich sofort in Bewegung.

Tashgi ihrerseits rannte was das Zeug hielt hinter Zorro her und als sie merkte, dass sie ihn nicht erwischen konnte, rannte sie schnurstracks auf ihr eigenes Schiff zu. Es war zwar ein Marineschiff, aber kaum grösser als eine Nussschale. Sie rannte ohne Unterbruch in Smokers Kabine und klärte ihn über die Lage auf. Dieser gab den sofortigen Befehl hinterher zu fahren.

"Was suchen die denn auf Pistol-City?" fragte Smoker verblüfft.

"Käpt'n Smoker, ich habe auf dem Schiff ein Mädchen gesehen, das beim letzten Mal noch nicht dabei war. Ob sie wohl neu in der Stohhutbande ist?" sagte Tashgi.

"Kann sein. Irgendwie müssen wir mehr über sie erfahren. Ist dir sonst noch etwas aufgefallen?" fragte Smoker.

"Ja Käpt'n. Auf dem Schiff befindet sich ebenfalls..." begann sie.

"..Nico Robin, nicht wahr?" beendete Smoker ihren Satz.

"Woher weisst du das?" fragte sie verdutzt.

"Sie war nach der Sache in Alabasta nicht aufzufinden. Das liess darauf schliessen, dass sie sich ihm angeschlossen hat." raunte er.
 

3.2 Wer bin ich?

Auf offenem Meer hatte das kleine Marineschiff die Flying Lamb schnell eingeholt. Tashgi und Smoker waren die einzigen an Bord. Tashgi sprang über auf die Flying Lamb und Smoker hielt mit seinen Rauchschwaden die Crew in Schacht. Cherry konnte sich von Smokers Rauchattake fernhalten und stellte sich Tashgi gegenüber.

"Was soll das? Wieso greifst du uns an?" fragte Cherry böse.

"Ich bin von der Marine und die Stohhutbande ist hiermit festgenommen." sagte Tashgi streng.

"Ich kenne dich. Wie ist dein Name?" fragte Cherry.

"Ich bin Leutnant Tashgi und wie ist dein Name?" fragte Tashgi zurück.

"Dein Name ist doch gar nicht Tashgi. Du lügst ja! Sag mir sofort wie du wirklich heisst!" forderte Cherry sie auf.

"Was soll das? Natürlich heisse ich Tashgi!" rief sie verdutzt.

"Tashgi, lass dich von ihr nicht einwickeln!" rief Smoker ihr zu.

"Smoker, heisse ich wirklich Tashgi?" fragte sie nach.

"Natürlich! Wie denn sonst?" rief Smoker. Cherry blitzte Robin mit ihren Augen an. Sie teilte ihr über ihre Gedanken etwas mit und Robin fing sofort an zu Schauspielern.

"Ich kriege fast keine Luft mehr. Bitte lass uns los. Wir laufen bestimmt nicht davon!" rief sie Smoker wimmernd zu.

"Ich mach Mund zu Mund Beatmung. Ich kann das! Komm her ich zeig es dir!" säuselte Sanji.

"Da soll ich drauf reinfallen? Denkt euch was besseres aus." rief Smoker.

"Smoker, lass sie los! Sie laufen nicht weg!" sagte Tashgi gefasst.

"Hör auf mit dem Unsinn, Tashgi! Sie will dich doch nur einwickeln." sagte Smoker angriffig.

"Legt euer Leben in Lysops Hände, dann werdet ihr gerettet! Ich bin Käpt'n Lysop und werde alle auf diesem Schiff beschützen!" quälte er aus sich heraus und wurde Ohnmächtig mit Schaum vor dem Mund.

"Unglaublich! Ich wette der behauptet auf seinem Sterbebett dann, dass er die Welt gerettet hat." sagte Nami gelangweilt.

"Lysop, nicht sterben! Du bist doch mein Freund!" schrie Chopper mit Tränen in den Augen.

"Smoker, lass sie los!" rief Tashgi so laut sie konnte.

"Spinnst du total? Wofür sind wir denen um die halbe Welt gefolgt? Um sie laufen zu lassen? Den Teufel werd ich tun!" schrie Smoker sie an. Tashgi drehte langsam ihren Kopf zu Smoker. Ihr Blick war entschlossener denn je und ihre Augen funkeln vor Wut. Smoker erschrak an diesem Blick und beugte sich Tashgis Wunsch.

"Was weisst du über mich?" fragte Tashgi angriffig.

"Ich weiss wer du wirklich bist! Dein Name ist nicht Tashgi." sagte Cherry entschlossen.
 

3.3 Ich und du und du und ich

"Mein richtiger Name ist nicht Tashgi, das ist wahr, aber was weisst du sonst noch?" fragte sie.

"Warte mal, wenn das nicht dein Name ist, wie heisst du dann?" fragte Zorro verwirrt.

"Tashgi, erklärst du mir das mal?" rief Smoker angesäuert.

"Sie heisst nicht Tashgi, sondern Shori." sagte Cherry gefasst.

"Shori?" hauchte Cherry über ihre Lippen.

"Nein, du heisst Tashgi, das ist ein Trick!" schrie Smoker.

"Nein, Smoker, sie hat recht! Mein Name ist Shori. Tashgi ist der Name eines anderen Mädchens, das ich mal gekannt habe." flüsterte sie.

Ruffy und Co. standen zwar wieder auf ihren Beinen, trauten sich aber nicht sich zu bewegen. Robin stellte sich neben Smoker und spielte einen Schwächeanfall vor. Er fing sie auf und war dadurch abgelenkt. Er achtete nicht mehr auf Cherry und Tashgi.

"Dein Name ist Shori?" schrie Zorro wütend.

"Mein Name ist Shori, das ist das einzige, was ich noch weiss. An alles andere kann ich mich nicht erinnern, es ist zu lange her." sagte sie.

"Du kannst dich nicht erinnern, wer du bist?" fragte Zorro.

"Doch, sie ist Shori. Sie hat alles vergessen, aber es ist Shori." sagte Cherry ruhig.

"Und du kennst sie also?" fragte Nami verwirrt.

"Ja, ich kann mich sehr gut an sie erinnern. Sie war meine Freundin." sagte Cherry.

"Und was ist geschehen? Warum ist sie jetzt bei der Marine und du Piratin?" fragte Sanji.

"Sie hat uns alle verraten." sagte Cherry.

"Sag doch nicht so etwas!" flüsterte Shori.

"Aber es ist die Wahrheit! Du hast uns alle belogen. Ich dachte du wärst tot!" schrie Cherry den Tränen nahe.

"Ich bin nicht tot! Ich lebe! Ich lebe seit Jahren ohne zu wissen wie meine Vergangenheit aussieht! Ich will wissen was war, bevor ich dieses zweite Leben begonnen habe! Sagt es mir!" schrie Shori und rüttelte Cherry. Sie weint und ihr Blick war verzweifelt. Cherry starrte sie entsetzt an. In Shoris Blick sah sie so viele schmerzvolle Dinge. Es blieb ihr nichts anderes übrig. Sie beendete Tashgis Geschichte wieder und holte in Shori alle Erinnerungen zurück die sie verloren hatte. Sie setzte sich mit Shori auf den Boden und hielt ihre Hand.

"Ich kann dir nur erzählen, was ich in deinen tiefsten Erinnerungen gesehen habe. Willst du es wirklich wissen?" fragte Cherry leise.

"Ja, bitte sag mir wer ich bin!" flehte Shori. Cherry sah zu den anderen. Sie nickten stumm und setzten sich zu ihnen.

"Ich weiss, dass Shori nicht gestorben, sondern verschwunden ist. Sie fiel von einer Klippe ins Meer. Ihre Leiche haben wir nicht gefunden und wir haben angenommen, dass sie tot sei. Wir haben ihr ein Grab gemacht, aber ich habe im tiefsten Herzen gewusst, dass du noch am Leben bist, Shori. Du hast all die Jahre nicht aufgegeben und bist immer auf der Suche nach dir gewesen, genau wie ich auch. Shori ihrerseits wurde aus dem Meer gefischt und da sie nur noch ihren Namen wusste, begann sie ein neues Leben. Sie versuchte sich bei der Marine, wofür sie sich den Namen Tashgi gab. Das war nämlich der Name des Mädchens, das sie gerettet hatte." Cherry erzählte und Shori klammerte sich an ihr fest. Smoker nahm Shoris Hand und legte sie in seine.

"Sag mir die Wahrheit. Bist du nicht Tashgi?" fragte er voller erwarten und sah ihr tief in ihre Augen.
 

3.4 Lieben heisst Leiden

Alle stahlen sich davon. Smokers Augen waren nur noch auf Shori gerichtet. Er sass mit Cherry an Deck. Seine Gedanken waren wirr und der Grund dafür schien diese genauso verwirrte junge Frau zu sein die mit ihm arbeitete.

"Bist du das mit deiner Gedankenkontrolle?" fragte Smoker.

"Ich habe fast vier Jahre lang auf den Tag gewartet, an den ich meine beste Freundin endlich wieder finde. Warum sollte ich jemanden den ich nicht kenne, mit meinen Fähigkeiten dazu bringen zu glauben diese Person zu sein? Das bringt mir nichts. Ich tue nur Dinge die mir etwas bringen, von denen ich mir einen Vorteil verschreiben kann." erklärte Cherry gefasst.

"Ich habe nicht gewusst, dass Tashgi gar nicht Tashgi ist." sagt Smoker leise. Cherry konzentrierte sich und sah seine Gedanken. Sie konnte sich ein Lachen kaum verkneifen und prustete los.

"Pfffihihi...du hast dich in sie verknallt!" grinste sie.

"Das ist nicht zum Lachen! Dann bist du das gar nicht?" fragte Smoker verunsichert und kratzte sich am Kopf.

"Nein, ich bin nicht für alles was dir widerfährt verantwortlich. Manchmal gibt's auch Schicksal, Zufall und solche Dinge." grinste Cherry. Smoker wurde rot und drehte sich verschämt zur Seite. Er sah Shori an.

Sie schluchzte und weinte verzweifelt was das Zeug hielt. Ihr Schwert lag neben ihr auf dem Boden und sie krümmte sich. Ihre Tränen machten ihn traurig und er wollte ihr helfen, doch er wusste nicht wie.

"Gibt es einen Weg wie ich ihr helfen kann?" fragte Smoker leise. Cherry sah weg.

"Sie kann sich nicht selbst helfen, ich kann ihr nicht helfen, wie solltest du ihr da noch helfen können?" fragte sie ironisch. Smoker blickte traurig zu ihr.

"Du bist nicht mehr wie früher. Du hast eine Fähigkeit verloren, nicht wahr?" sagte er. Cherry nickte und schaute zu Boden.

"Aber auch wenn ich eine Fähigkeit verloren habe, so ist mir das Glück widerfahren, eine andere, eine neue Fähigkeit zu erlangen.
 

3.5 Schüchterne Annäherungen und wilde Küsse

Zorro sass neben Nami in der Küche. Seine Gedanken waren wirr und auch Nami schien nicht vollkommen klar zu sein, was gerade geschehen war. Nach langem stillsitzen und schweigen, bekam Zorro die Situation unter Kontrolle.

"Ich würde gerne wissen ob sie wirklich eine andere ist. Ich habe mich irgendwie total vor ihr gefürchtet." sagte er leise.

"Ich denke, dass Cherry nicht lügt." antwortete sie.

"Und was wenn?" flüsterte Zorro wieder und sah sie von der Seite an. Sie sassen ganz nah beieinander und schwiegen sich an. Minuten vergingen, ohne dass einer von ihnen sich traute, auch nur im geringsten eine Bewegung zu tätigen. Seine Hand suchte die ihre. Sekunden schweiften vorbei und danach Minuten, ohne dass von ihnen eine Regung zu erkennen wäre. Sie sassen einfach nur so da, Hand in Hand.

"Wieso bewegen die sich nicht?" fragt Ruffy nach einer Weile, der mit Robin durch einen Türspalt schielte.

"Das ist die Romantik des Moments. Das muss so sein!" seufzte Robin mit einem Lächeln. Cherry blinzelte ebenfalls durch den Türspalt. Zorro überwand seine Scheu und versuchte ein Gespräch anzuzetteln.

"Das Wetter ist gut heute, nicht?" stammelte er.

"Oh je..." flüsterte Cherry sich selbst zu. Ihre Augen fixieren die beiden. Sie sah der spannenden Szene zu. Nami nickte und ihre Wangen erröteten leicht. Ihren Kopf lehnte sie an seine Schulter. Sein Arm wanderte langsam um ihren Rücken herum und legte sich auf ihre Schulter. Sie drehte ihren Kopf in seine Richtung und sah in seine Augen. Er lehnte sich langsam zu ihr hinunter und sie schloss ihre Augen. Sanft und vorsichtig trafen ihre Lippen aufeinander. Nami legte ihre Hand auf Zorros Wange und zog ihn näher zu sich. Jetzt legte er auch seinen zweiten Arm um sie. Nami lehnte sich zurück und lag auf der Bank. Sie zog Zorro über sich. Sie küssten sich wild und irgendwann wälzten sie sich küssend auf dem Boden und berührten sich gegenseitig am ganzen Körper. Nach einer Weile wurde Nami klar was sie taten. Sie schubste Zorro von sich weg und stand auf. Sie zupfte wortlos ihre Sachen zurecht und setzte sich wieder hin. Zorro war verwirrt und sah sie verdutzt an.

"Was hast du?" fragte er und setzte sich neben sie.

"Ich weiss nicht recht. Ich meine, bisher haben wir uns nicht mal verstanden, und jetzt..." stockte sie. Zorro nickte. Er rieb sich seine Stirn und fuhr durch seine Haare.

"Vielleicht sollten wir das was gerade passiert ist einfach wieder vergessen." sagte er und ging zur Tür. Cherry und Robin zogen Ruffy von der Tür weg um nicht erwischt zu werden. Sie versteckten sich hinter einer Ecke und hielten Ruffy den Mund zu. Als Zorro an ihnen vorbei gegangen war, blickte Cherry Ruffy böse an.

"Wenn du auch nur ein Wort darüber verlierst, was du gerade gesehen hast, dann bist du geliefert." drohte sie ihm. Ruffy schluckte leer und nickte. Cherrys Drohung verfehlte ihre Wirkung nicht. Robin grinste und lächelte dann zu Cherry.
 

3.6 Ich bin Pirat

Smoker sass immer noch an derselben Stelle, wo Cherry ihn alleine gelassen hatte. Shori sass ein Paar Meter von ihm entfernt und hatte sich langsam beruhigt. Sie weinte nicht mehr und hatte sich ihre Tränen abgewischt. Smoker rutschte zu ihr und hielt ihr ein Taschentuch hin. Shori sah ihn verweint an und bedankte sich bei ihm.

"Warum hast du das nicht gesagt?" fragte er leise.

"Ich hatte Angst. Ich wusste doch gar nicht wer ich bin." sagte sie und putzte sich die Nase. Smoker kam noch etwas näher zu ihr.

"Wir wissen doch alle nicht wer wir wirklich sind und müssen uns zuerst selbst finden. Und wenn wir alles vergessen können wir noch Mal von vorne Anfangen." sagte er und schaute in den Horizont.

"Was meinst du damit, Smoker?" fragte Shori leise und blickte ihn an.

"Ich weiss nicht ob ich der bin für den ich mich halte." sagte er.

"Ich verstehe dich nicht." sagte sie.

"Ich habe bei Gol D. Rogers Tod in der Menge vor dem Schafott gestanden und seit diesem Tag habe ich es mir zu der Aufgabe gemacht, die Piraten denen ich begegnete zu verhaften. Ich glaubte alle Piraten seien schlechte Menschen und habe versucht mir einzureden, dass ich sie alle bekämpfen muss. Aber jetzt erst wird mir klar, dass es auch Piraten gibt, die nicht wahllos und willkürlich Menschen töten und ausrauben. Schon oft bin ich solchen Piraten begegnet, aber ich habe sie mir nicht wirklich angesehen. Ich habe ihnen nicht zugehört und ihnen nicht geglaubt. Aber seit ich dem Strohhut begegnet bin, weiss ich, dass ich falsch gelegen habe. Er hat mir das Leben gerettet, er hat das Krokodil besiegt und einem ganzen Königreich den Frieden zurückgegeben den es über drei Jahre nicht wiedergefunden hatte. Sein Herz ist nicht nur gross und ehrlich, sondern er steht auch dafür ein woran er glaubt. Alles was er will, ist das One Piece zu finden." sagte Smoker und sah wieder zu Shori. Sie blickte in die Ferne, dahin wo Smoker geschaut hatte.

"Du fühlst es also auch." sagte sie. Smoker nickte.

"Ja, ich kann es spüren." sagte er zustimmend.

""Dann sind wir wohl Verräter, nicht wahr?" fragte Shori schüchtern.

"Nein, wir sind keine Verräter. Wir sind Piraten!" sagte er entschlossen und stand auf. Die Nussschale in der er und Shori gekommen waren war am Schiff angetaut und wurde von der Flying Lamb gezogen. Er ging hinunter und holte das Segel mit dem Marineemblem ein. Er nahm es mit sich wieder an Bord der Flying Lamb und ging in die Küche. Sanji hatte sich dort eingefunden um zu kochen. Um Smoker und Shori hatte sich niemand mehr gekümmert, da Cherry gesagt hatte von den beiden gehe keine Gefahr mehr aus. Smoker streckte Sanji das kleine Segel hin und sah ihn an.

"Was soll ich mit dem Tuch?" fragte er.

"Verbrenne es. Meine Zeit ist vorbei, ich bin jetzt Pirat." sagte Smoker und ging wieder nach draussen. Nami und Sanji sahen ihm nach.

"Was hat der denn?" fragte Sanji und sah zu Nami. Sie zuckte nur mit den Schultern. Sanji faltete das Tuch auseinander und sah das Emblem. Nami kam auf ihn zu.

"Sanji, bitte verbrenne es so schnell wie möglich." sagte sie forsch und ging. Sanji tat, was sie gesagt hatte und stopfte das Segel in den Ofen. Es brannte schnell und lichterloh. Jetzt waren Smoker und Shori zwei neue Mitglieder in der Stohhutbande.

Kapitel 4

4. Kapitel
 

4.1 Wilde Wellen

Einige Tage später am Vormittag, alle hatten sich an die neue Konstellation der Bande gewöhnt, wurde das Meer unruhig. Und je unruhiger das Meer wurde um so unsicherer wurde Cherry. Es ging kaum Wind, aber die Wellen wurden höher und schlugen stark an die Flying Lamb. Nami stand an der Reling und sah auf das Meer hinaus. Sie wunderte sich über das seltsame Verhalten des Wassers.

"Stimmt etwas nicht?" fragte Zorro der sich zu ihr gesellte. Nami warf ihm nur einen kurzen Blick zu.

"Das Meer ist wirklich seltsam auf der GrandLine." sagte sie.

"Es ist doch nur etwas unruhig heute." meinte Zorro verwundert.

"Ja, aber es geht kein Wind und es gibt auch keine Wolken, so dass man sagen könnte es zieht ein Sturm auf." sagte sie und blickte in den Himmel. Zorro setzte sich auf den Boden und lehnte sich an.

"Mach dir mal nicht ins Hemd. Ist doch egal, wenn es Mal anders ist als du es kennst." sagte er und schloss die Augen. Nami sah ihn nachdenklich an und ging weg.

Shori sass mit Robin in der Küche und redete mit ihr über ihre Vergangenheit, jedenfalls über alles an was sie sich noch oder wieder erinnerte. Langsam konnte sie sich an den Gedanken gewöhnen, nicht Tashgi zu sein. Sie war nicht mehr bei der Marine sondern, war jetzt selbst eine Piratin. Wenigstens hatte Smoker sie nicht alleine gelassen. Das gab ihr halt. Sie vertraute ihm weil er wie ein Bruder für sie war. Smoker versuchte mit Sanji das Segel einzuholen. Nami hatte befürchtet, dass die Wellen noch höher werden würden und Wind aufkommen könnte der das Segel zerfetzte. Ohne gesetztes Segel fuhr die Flying Lamb ohne Kurs auf dem Meer. Zur Sicherheit. Ruffy sass auf seinem Lieblingsplatz, dem Schafskopf. In der ferne sah er einen Fleck, der sehr schnell auf sie zuzukommen schien. Ruffy stand auf und ging zu Zorro und weckte ihn. Er hatte ein flaues Gefühl im Magen und holte auch Sanji und Smoker zum Bug um für einen Kampf bereit zu sein. Als sich der Fleck noch weiter näherte erkannten sie Ace. Er war auf dem Weg zu ihnen und er sah nicht sonderlich fröhlich aus. Ruffy beruhigte sich wieder und freute sich seinen Bruder zu sehen. Cherry hingegen wurde noch unruhiger und so wurde es auch das Meer. Die Wellen schlugen über den Bug und Wasser floss über die Füsse der Crew. Cherry versuchte sich zu entspannen, aber als Ace an Bord kam brach in ihr eine Angst aus die sie sich nie Vorzustellen gewagt hätte. Ace kam schnurstracks auf sie zu und griff nach ihr. Cherry wich aus und rannte vor ihm weg. Ace' Blick wandelte sich von ernst in wütend.

"Komm her, Cherry." sagte er laut.

"Bitte nicht. Ich will nicht zurück!" flehte sie, als sie sich vor ihm versteckte. Ace kam ihr nach und Cherry lief wieder davon. Ohne zu verstehen was los war ging Smoker dazwischen.

"Sie hat gerade gesagt, dass sie nicht weg will." sagte er und stiess Ace zurück. Ace sah ihn böse an.

"Es geht euch alle nichts an. Ich bin nur hier um Cherry dahin zu bringen, wohin sie gehört." sagte er und ging an allen vorbei. Cherry schreckte auf.

"Du weist selbst gar nicht worum es geht!" schrei sie ihn an.

"Nein, aber es interessiert mich auch nicht. Du hast mich fast vier Monate lang zum Narren gehalten. Immer wieder hast du es geschafft vor mir weg zu laufen. Ich bin sogar darauf hereingefallen als du Cris und Lilly alleine hast ziehen lassen. Jetzt hast du keine Möglichkeit mehr wegzulaufen. Oder willst du schwimmen?" rief er. Cherry stand auf die Reling. Sie sah verwirrt zu Ace.

"Was wenn ich es tue? Ich werde es niemals schaffen bis zu einer Insel zu schwimmen. Ich würde vorher ertrinken." sagte sie.

"Keine Angst, ich würde dich vorher aus dem Wasser ziehen." sagte Ace. Die Wellen schlugen gegen das Schiff und Cherry war vollkommen durchnässt. Ihr Stand war nicht mehr sicher und sie drohte weg zu rutschen. Nami ging vorsichtig auf Cherry zu und streckte ihr Hand aus.

"Tu das nicht Cherry! Das ist doch dumm." rief sie. Cherry nahm ihre Hand und blickte sie voller Angst an. Nami atmete erleichtert aus und entspannte sich. Doch eine Welle schlug direkt unter Cherry an das Schiff und sie fiel. Nami hielt ihre Hand und versuchte sie auf das Schiff zu ziehen, doch sie war nicht stark genug. Cherry zog Nami mit sich.

"Nami! Cherry!" schrien die anderen. Zorro sprang hinter ihnen her. Die Wellen schlugen noch höher als zuvor und sie versuchten sich festzuhalten. Shori konnte gerade noch Smokers Hand erfassen bevor er von Bord rutschte. Durch den wilden Wellengang wurde die Flying Lamb durchgerüttelt und war dem kentern nahe. Zorro versuchte Nami und Cherry zu erreichen, doch die Wellen schlugen ihn immer wieder zurück. Cherry und Nami wehrten sich so gut es ging gegen die Wellen und die Wassermassen unter denen sie immer wieder begraben wurden. Alle wurden schwächer und gaben schon fast die Hoffnung auf. Plötzlich beruhigte sich das Wasser und die Wellen verschwanden. Das Schiff und die Crew lagen und sassen erschöpft an Deck und konnten sich kaum noch auf den Beinen halten. Sanji kroch zur Reling und suchte im Wasser nach den anderen. Alle suchten das Wasser um die Flying Lamb nach Zorro, Nami und Cherry ab. Nach einer Weile konnte Robin erkennen wie sich etwas im Wasser langsam auf das Schiff zu bewegte. Es waren Zorro und Nami. Sie schleppten die bewusstlose Cherry mit sich. Sie brauchten alle ihre Kräfte und erreichten endlich das Schiff. Zorro kletterte mit Cherry auf dem Arm an Bord und legte sie hin. Chopper, Robin und Shori kümmerten sich weiter um sie. Nami versuchte sich hoch zu ziehen, doch sie war zu schwach und bevor sie ihre Hand nehmen konnten, wurde sie ohnmächtig und fiel wieder ins Meer. Zorro ruhte sich nicht aus und sprang gleich wieder hinter her. Er tauchte und suchte nach Nami. Er sah sie und kam auf sie zu. Er tauchte auf mit ihr und kletterte wieder an Bord. Nami hatte zum Glück kein Wasser geschluckt, im Gegensatz zu Cherry. Sie versuchten sie wiederzubeleben, doch sie kam nicht zu sich. Irgendwann fing sie an das Wasser aus ihren Lungen auszuspucken.
 

4.2 Du kannst nicht alles haben

Sie brachten Nami und Cherry schnell ins Mädchenzimmer und legten sie hin. Cherry war wieder zu sich gekommen, doch Nami war noch nicht aufgewacht. Zorro hatte sich ein Tuch um gewickelt und sass an ihrem Bett. Er hielt die ganze Zeit ihre Hand. Sanji verliess das Zimmer und ging in die Küche. Robin ging ihm nach. Sie setzte sich zu ihm. Sanji würdigte sie keines Blickes.

"Du wirst es überleben." sagte sie. Sanji sagte nichts. Robin nahm seine Hand und hielt sie fest.

"Wieso er?" fragte er. Er war gefasst und weinte nicht. Robin lächelte ihm zu.

"Ich weiss es nicht." sagte sie. Sanji schüttelte den Kopf.

"Du kannst nicht alles haben, was du willst. Manchmal musst du auf etwas Verzichten was dir sehr viel bedeutet." erklärte sie ihm. Sanji nickte. Er stand auf und ging.

"Ich hab ja immer noch dich!" grinste er gequält als er noch mal zurück sah. Robin stand auf und legte ihre Arme um ihn. Sie legte ihren Kopf auf seine Schulter und drückte ihn an sich.

"Ich verspreche dir, dass ich bei dir bleibe." sagte sie leise und schloss ihre Augen. Sanji war verwundert darüber, dass sie ihn so sehr herzte und begriff erst nach einiger Zeit wie sehr er sich auch zu Robin hingezogen fühlte. Er legte seine Arme auch um sie und drückte sie fest. Ehe er sich versah war er dabei sie zu küssen und zu liebkosen. Robin legte ihre Hände auf seine Wangen und hielt sein Gesicht nah bei sich. Seine Zunge umspielte ihre und Sanji vergass den Schmerz den er vor wenigen Minuten hatte vollkommen. Sie legte ihre Arme und seinen Nacken und Sanji presste ihre Hüften nahe an seine.

Ruffy sah dem treiben in der Küche durch ein kleines Fenster zu. Er grinste und schmunzelte über die beiden.

"Na, der hat Nami ja schnell überwunden." sagte er und ging.
 

4.3 Ich lasse sie nicht gehen

Ruffy ging zu Ace, der es sich auf dem Sonnendeck gemütlich gemacht hatte, und setzte sich neben ihn. Ace blickte Ruffy nur kurz an und wandte seinen Blick wieder auf das Meer hinaus.

"Was willst du von Cherry?" fragte er.

"Ich soll sie nach hause bringen." antwortete Ace kurz und bündig.

"Sie will doch sowieso zu Shanks." sagte Ruffy. Ace setzte sich auf und drehte sich zu ihm.

"Ich soll sie aber nicht zu ihm bringen, sondern nach hause." sagte er. Ruffy sah ihn verwundert an.

"Und wo ist sie zu hause?" fragte er dann.

"Das kann ich dir nicht sagen, kleiner Bruder. Aber es ist nicht bei Shanks." sagte er und stand auf. Ruffy stellte sich ihm in den Weg und sah ihn ernst an.

"Cherry will nicht nach hause. Sie will zu Shanks und ich werde alles dafür tun, dass sie zu ihm hin kommt, wo immer er auch ist." sagte er und blickte Ace böse an.

"Du weisst nicht auf was du dich einlässt, Ruffy." sagte Ace und ging an ihm vor bei.

"Ich werde Cherry beschützen und ihr helfen, selbst wenn es bedeuten sollte, dass du dann mein Gegner bist." rief er ihm hinter her. Ace hielt inne und drehte sie wieder um. Jetzt war er es der einen wütenden Blick aufgesetzt hatte.

"Ruffy, lass mich meine Arbeit machen, dann geschieht keinem von euch was." sagte er und griff Ruffy am Kragen. Er wehrte sich nicht und in seinen Augen wurde es kalt. Seine Augen waren voller Verachtung für Ace. In ihm entflammte eine riesige Wut und ein Hass auf Ace, seinen Bruder, den er bisher so bewundert hatte. Ace liess Ruffy wieder los, als er erkannte was Ruffy fühlte. Er würde, auch wenn Ace sein Feind war, für einen Freund sogar in den Tod gehen, ganz besonders für Cherry. Diese Ernsthaftigkeit hatte Ruffy sich erst vor kurzem zugelegt, das spürte Ace. Langsam wurde auch Ruffy erwachsen und verantwortungsvoll, obwohl er immer noch zu einem Teil ein Kind war.

"Was soll das bringen Ruffy? Willst du etwa wirklich, dass ich dich töte, wenn ich Cherry mitnehmen will." fragte er ironisch.

"Es gibt keinen anderen Weg. Ich werde alles für sie tun." antwortete Ruffy. Ace sah ihn verständnisvoll an. Er drehte sich wieder weg und ging, dabei schüttelte er den Kopf.

"Ich liebe sie." flüsterte Ruffy sich selbst zu und setzte sich wieder hin. Er stützte seine Ellbogen auf seine Knie, liess den Kopf hängen und fuhr sich durch die Haare.
 

4.4 Liebe, liebe, liebe

Einige Stunden später sassen Shori, Smoker und Cherry in der Küche. Sie spielten Karten und warteten auf den Abend. Sanji lehnte sich an eine Wand und sah zum Fenster hinaus. Nami hatte sich erholt und stand mit Zorro an der Reling. Sie schmusten herum und beschäftigten sich nur miteinander. Robin lag in der Sonne und liess ihre Haut bräunen. Sie war verträumt und lächelte ununterbrochen. Lysop und Chopper spielten ebenfalls miteinander. Ruffy hatte sich auf den Lammkopf verzogen und dachte nach. Seit dem Gespräch mit Ace gingen sich die beiden Brüder aus dem Weg. Er wusste nicht wie er Cherry beichten sollte, dass er sie mochte und er wusste nicht wie er Ace erklären sollte, was er für Cherry empfand. Ace sass an Deck und sah der Sonne zu, wie sie langsam hinter dem Horizont verschwand. Er dachte ebenfalls nach. Er konnte sich nicht erklären warum Ruffy für eine so aufmüpfige Person wie Cherry, die nie darauf hörte, wenn ihr jemand etwas sagte, Gefühle romantischer Art entwickeln konnte. Er sah Ruffy, wie er seinen Kopf hängen liess und sein Blick sorgenvoll und verstört wirkte. Sie waren Brüder und er brachte es nicht übers Herz seinem Bruder, das zu nehmen, was ihm so viel bedeutete. Er wusste ja nicht einmal warum er Cherry nach hause bringen sollte. Sie war friedlich und voller Lebensfreude, wenn sie ihre Freiheit hatte. Er war wütend auf sich selbst. Sein Bruder war der letzte Mensch auf der Welt dem er hätte weh tun wollen. Er stand auf und trat an Ruffy heran. Er würdigte ihn keines Blickes.

"Ich möchte mit dir reden Ruffy." sagte Ace leise und legte seine Hand auf dessen Schulter.

"Es gibt nichts mehr zu bereden. Warum bist du überhaupt noch hier?" sagte er und stiess seine Hand von seiner Schulter. Ace steckte seine Hände in die Hosentaschen. Er senkte seinen Kopf schuldbewusst.

"Lass sie gehen, bevor du sie nicht mehr gehen lassen kannst." sagte Ace. Ruffy drehte sich um und ging an ihm vorbei in die Küche. Er packte Cherry am Handgelenk und zerrte sie hinaus. Sie war verwirrt und erschrocken als er sie Ace gegenüberstellte.

"Wenn du sie jetzt mitnimmst und sie nach hause bringst, dann lass dich hier nie wieder blicken! Ich werde dich töten wenn du mir noch einmal unter die Augen trittst." sagte Ruffy streng und sah Ace voller Wut an. Alle erstarrten als Ruffy diese Worte sprach. Keiner wagte es sich zu bewegen. Cherry drehte sich zu Ruffy um und sah ihn in die Augen. Er blickte starr zu Ace und würdigte sie keines Blickes. Sie konnte in seinen Augen kleine Tränen erkennen. Die Anspannung und die Gefühle wühlten Ruffy zu sehr auf. Sie wusste er würde jeden Augenblick in Tränen ausbrechen. Endlich liess er ihre Hand los und Cherry warf sich ihm um den Hals. Sie brach in Tränen aus und zitterte am ganzen Körper. Ruffys Anspannung verflog und er legte seine Arme um sie. Er schloss seine Augen und vergrub sein Gesicht in ihren Haaren. Die angespannte Lage auf dem Schiff entspannte sich und die anderen trauten sich langsam wieder sich zu bewegen. Robin schmiegte sich Schutz suchend an Sanji. Er nahm sie in seine Arme und küsste sie hingebungsvoll. Auch Nami liess sich in Zorros Arme nieder um ihm nahe zu sein. Smoker suchte scheu Shoris Hand und zog sie zu sich. Ruffys Kraft verliess ihn und er und Cherry sanken in die Knie. Noch immer klammerte sie sich an ihn und weinte schluchzend. Lysop und Chopper zogen sich verängstigt ins Jungszimmer zurück. Ruffys Aktion verunsicherte die beiden und sorgte dafür, dass sie sich ihm für den Rest des Tages nicht mehr näherten.

Minutenlang sassen Ruffy und Cherry da und hielten sich fest. Sie konnten ihre enge Umschlungenheit nicht aufgeben, keiner von beiden wollte auf diese Nähe verzichten und beide fühlten die gleiche wohlige Wärme, die im anderen ruhte. Gegenseitig winkten sich die anderen zu, die beiden sich selbst zu überlassen. Sie entfernten sich von den beiden und liessen sie auf Deck alleine.

"Bitte geh nicht weg." flüsterte Ruffy ihr zu. Sie löste sanft ihre Umarmung und sah in seine Augen. Sie waren voll von Zuneigung, Liebe, Angst und Verzweiflung. Cherry dachte nicht darüber nach und handelte nach Gefühl. Ihre Tränen waren verflossen und ihr Zittern war weg. Sie presste ihr Lippen auf seine. Sie küsste ihn leidenschaftlich und mit einem riesigen verlangen nach ihm. Er kippte sie hintenüber und legte sie auf den Rücken. Er erwiderte ihre Küsse und begann mit ihrer Zunge zu spielen. Er kniete über ihr und konnte von ihren Küssen nicht genug bekommen. Er küsste ihren Hals und ihre Schultern. Er fühlte ihren Körper so nahe und wollte ihr noch näher sein als bisher. Sie umschlang ihn und versuchte ihn noch fester an sich zu drücken. Ruffy hörte auf sie zu küssen und legte sich auf sie. Er rollte sich zur Seite und lag mit ihr im Arm auf dem Boden. Sie lagen einfach da und hielten sich fest, solange bis die Sonne gänzlich verschwunden war und die Abenddämmerung sich in tiefe, dunkle Nacht verwandelt hatte. Als es kälter wurde kuschelte sich Cherry im Halbschlaf enger an Ruffy heran. Irgendwann wurde es selbst für Ruffy zu kalt. Er wollte aufstehen und bemerkte, dass Cherry in seinen Armen eingeschlafen war. Er trug sie ins Mädchenzimmer und legte sie ins Bett. Er deckte sie zu und setzte sich zu ihr. Er küsste sie und legte seinen Kopf auf ihren Bauch. Ihre Wärme tat ihm gut und er schlief langsam ein.

Als Ruffy am nächsten Morgen erwachte, lag er neben Cherry im Bett. Sie lag in seinen Armen und atmete langsam und tief. Er schloss seine Augen und drückte sie sanft an sich. Er roch an ihren Haaren und versankt in Träumen. Cherry wachte langsam auf und strich mit ihrer Hand über Ruffys Brust. Er öffnete seine Augen und lächelte sie an. Sie legte ihre Hand auf seine Wange und zog sein Gesicht näher zu ihrem. sie küsste ihn lange und liebevoll. Sie löste sich von ihrem Kuss und sah direkt in Ruffys Augen.

"Ich liebe dich." flüsterte sie ihm lächelnd zu. Ruffy strahlte. Er war in diesem Moment so glücklich.

"Ich liebe dich auch." flüsterte er zurück und drückte Cherry einen Schmatzer auf. Er blieb bei ihr liegen und schon bald schlief er wieder ein.
 

4.5 Die ganze Wahrheit für Ace

Als Cherry aufgestanden war ging sie in die Küche. Es war noch früh und außer ihr schien auf dem ganzen Schiff nur Ace wach zu sein. Sie setzte sich hin und schloss ihre Augen.

"Willst du wissen warum ich nicht mit dir kommen kann?" fragte sie leise. Ace setzte sich neben sie und nickte.

"Mein Vater hat mich verraten." sagte sie Ernst. Ace horchte auf.

"Warum? Weil er fand, dass es für dich das Beste wäre bei Withebeard zu bleiben?" fragte er unsicher. Cherry schüttelte den Kopf.

"Ich sollte nicht bei Withebeard bleiben, Ace." sagte sie ruhig. Ace war sehr verwirrt.

"Er und Withebeard haben beschlossen, dass ich bei dir in besten Händen wäre." erzählte sie weiter.

"Bei mir? Wie meinst du das?" fragte Ace. Cherry sah ihn wütend an.

"Ich hätte dich heiraten sollen! Warum sonst wäre ich wohl weggelaufen. Ich hätte jede andere Erniedrigung erduldet, aber nicht, dass man mir vorschreibt, wen ich zu lieben habe. Sie hätten mich verkaufen können oder der Marine ausliefern. Das alles wäre im Vergleich zu dieser Entscheidung lächerlich gewesen." schrie sie als ihre Tränen ihre Wangen hinunter kullerten und ging zur Tür hinaus.

Draussen stiess sie mit Ruffy zusammen. Er stand wie versteinert da und bewegte sich nicht. Er hatte alles gehört und seine Augen zeigten eine tiefe leere.

"Ruffy?" fragte sie aus ihrem verheulten Gesicht. Er legte seine Arme um sie und zog sie nahe zu sich. Sie klammerte sich an ihn fest und liess ihre Tränen weiter kullern.

"Bitte lass sie bei mir" sagte Ruffy leise und vergrub sein Gesicht in ihren Haaren. Er drückte sie sanft aber doch bestimmt an sich. Ace' Gedanken waren in seinem Gesicht lesbar. Bei allem Vertrauen, das Withebeard in ihn setzte, er konnte Cherry nicht nach hause bringen. Sie gehörte zu Ruffy und er wollte sie doch gar nicht, daran hätte er niemals Gedacht. Er senkte seinen Kopf und schritt langsam an den beiden vorbei. Er taute seinen Gleiter los und machte sich davon. Das Meer war sanft und der Wind strich linde über das Deck, blies das Segel auf und trieb das Schiff vorwärts. Weit hinten am Horizont sah Ruffy seinem Bruder nach. Er verschwand in den leichten Zuckerwattewolken, die sich durch die Morgensonne rosa färbten und überliess die Flying Lamb dem friedlichen Meer, das sich über unendliche Weiten auf dem Erdball ausstreckte und noch viele Abenteuer für die Crew bereithielt.
 


 

Der letzte Satz ist doch ein Monstrum!

Ich bin froh dass ich die Story endlich fertig hab, ich hab schliesslich vor über 1 1/2 Jahren angefangen. Ich hoffe euch sagt sie zu und wenn ihr unbedingt eine Fortsetzung wollt, dann schreibt ENS oder E-mail: johnny_johanna@yahoo.de
 

Wir sehn uns!!

woop



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Kommentare zu dieser Fanfic (4)

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Bitte keine Beleidigungen oder Flames! Falls Ihr Kritik habt, formuliert sie bitte konstruktiv.
Von: abgemeldet
2008-11-27T20:32:41+00:00 27.11.2008 21:32
:D zorro hätte ich auch gerne als sklaven!ich bin ja mal gespannt auf ihre kräfte...sehr coole geschichte!
Von: abgemeldet
2005-03-11T10:55:44+00:00 11.03.2005 11:55
*smile* Hoffentlich gehts bald weiter!
Greetings Anarchiel, alias Karen Silver!
Von: abgemeldet
2005-02-03T13:55:52+00:00 03.02.2005 14:55
echt gut! schreib bidde schnell weiter!
Von: abgemeldet
2005-01-31T22:29:45+00:00 31.01.2005 23:29
Nicht schlecht aber der plötzliche Sinneswandel von Chris kommt mir komisch vor. Aber da wirst du dir schon was einfallen lassen.


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