Eine neue Insel
Legende: "....." = Gesprochenes
<....> = Gedachtes
1.Kapitel: Eine neue Insel
"Könnte vielleicht einmal jemand anderes Ausguck spielen? Ich sitz da jetzt schon den ganzen Vormittag! Meine Gelenke sind schon steif.", Nami streckte sich ausgiebig und sah erwartungsvoll in die, in der Küche versammelte, Runde. "Du brauchst dich gar nicht so aufzuregen! Immerhin zählst auch du zu dieser Mannschaft!", Zorro würdigte die Navigatorin keines Blickes, sonder schliff stattdessen eines seiner Schwerter weiter. "Zorro du Rohling! So behandelt man doch keine Dame!" Sanji kam gerade aus der Vorratskammer und schwenzelte um Nami herum. "Na und?", meinte Zorro auf dessen Vorwurf hin, "Ist mir doch egal, ob sie nun eine Frau ist oder nicht. Sie kann genauso gut am Schiff mitanpacken. Viel macht sie ja ohnehin nicht." Sofort bekam er eine von Sanji gescheuert. "Red' gefälligst nicht so abfällig über mein Nami-Schätzchen! Sie ist doch diejenige, der wir es zu verdanken haben, dass wir uns immer auf dem richtigen Kurs befinden und heil ein Unwetter überstehen." "Ist ja schon gut.", Zorro rieb sich den Kopf. "Hirnloser Topflappen! Mach das nicht noch 'mal oder du kannst dein Testerment schreiben!" "Willst du mir etwa drohen Schwerthenne?", Sanji, erfreut über einen Streit mit Zorro, stellte sich in Kapfposition. Ihm gleich tat es der grünhaarige Schwertkämpfer.
"Jungs! Hört auf! Lasst den Quatsch!", Nami hatte keine Nerven für ein neuerliches Gezancke der beiden. Sie konnte diese Feindschaft zwischen ihnen noch nie besonders leiden, besonders in letzter Zeit versuchte sie verstärkt ihre Streitigkeiten zu verhindern. Warum wusste sie nicht. Wenn Lysop und Ruffy stritten, machte ihr das nicht besonders viel aus, aber bei Sanji und Zorro?
"Ich hab' doch jedeglich gefragt, wer weiter Ausschau halten möchte. Deswegen braucht man sich doch nicht gleich in den Haaren liegen." Sie sah abwechlsend zu Zorro und zu Sanji. Doch sie erwiderten nichts, sondern starrten sich weiter feindselig an. "Na schön. Wenn keiner von euch gehen möchte, dann frag ich halt einen der anderen.", seufzte die Navigatorin und schritt zum Küchentisch, andem Lysop mit irgendwelchen Basteleien beschäftigt war, Chopper in seinen Büchern las und Ruffy den Kühlschrank hypnotisierte. "Aber nicht doch Nami-Liebling! Ich mach es doch gerne für dich." Sanji schwärmte zu der Orangehaarigen. "Pah! Weiberheld! Der muss auch jeder Person mit Kurven hinterherlaufen. Selbst Lysop hätte Chancen bei dem, wenn er sich in ein Kleid zwängen würde.", dachte Zorro laut und steckte sein Schwert zurück in die Scheide. "Willst du damit sagen ich wäre oberflächig?", Sanji hatte den Schwertkämpfer gut genug gehört, um sich angegriffen zu fühlen. Daraufhin grinste Zorro. Irgendwie ging ihm ein, auf Wolke Sieben schwebender Sanji, wie er um einen weiblichen Lysop herumschwenzelte, nicht aus dem Kopf.
Im letzten Moment fing Nami Sanjis Arm ab. Er wollte sich gerade, mit einem Schlag, bei Zorro, wegen dessen beleidigenden Worten, rächen. "Wie wär's? Willst du mir nicht etwas zu Trinken holen?", die Navigatorin ließ von der Hand des Koches ab und lächelte in an. Dieser schmolz sofort dahin und machte sich Richtung Kühlschrank auf. Nami wusste dass sie den kleinen Streit nicht verhindern konnte, nur mit einigen Tricks umgehen. Froh setzte sie sich neben Lysop auf einen freien Stuhl. Zorro folgte ihr und ließ sich verdattert neben der Navigatorin nieder. "Warum hast du das getan? Ich wäre auch alleine mit ihm klar geworden." Er setzte eine etwas wütende Miene auf. "Tut mir Leid, wenn ich deine Kämpferehre verletzt haben sollte. Doch wenn ihr zwei streitet, geht immer irgendwas kaputt.", meinte Nami, in einem etwas übertiebenen Tonfall. Doch da sie nicht genauer auf dieses Thema eingehen wollte, fragte sie, nun bereits zum dritten Mal: "Was ist nun? Wer geht jetzt?"
Zorro stach Lysop leicht mit seiner geschützten Schwertklinge in die Seite. "Die Langnase natürlich!" Dieser schreckte durch den Stich von seinem Experiment auf. "Erstens besitze ich die schönste Nase auf der Welt und zweitens kannst du selber ja auch gehen!", regte sich Lysop empört auf, rückte mit seinem Stuhl etwas von dem Schwertkämpfer weg und wand sich wieder seinen Erfindungen zu. Zorro machte es nichts aus gelegentlich übersehen zu werden, immerhin hatte er dann seine Ruhe, doch einfach ignoriert zu werden reizte ihn. Zudem noch von so einem Angsthasen wie Lysop. "Du gehst!", sprach er noch vorwarnend, dann packte er Lysop von hinten und zerrte ihn nach drausen. "Kinder!", schüttelte Nami genervt den Kopf. <Werden die nie ihre Probleme anders lösen können?>
"Da vorne ist Land!", schrie Lysop aufgebracht und kletterte vom Krähennest aufs Deck hinab. Unten hatte sich bereits die ganze Mannschaft an der Reling versammelt und blickte angestrengt gegen Horizont. Vor ihnen nahm eine kleine, hügelige und grünbewachsene Insel allmählich Gestalt an und von der Ferne konnte man besonders die zwei großen Bergspitzen erkennen. "Was is' das für 'ne Insel Nami?" ,fragte Ruffi die Navigatorin neugierig. "Keine Ahnung...", hektisch suchte Nami auf der Seekarte, die sie aufgerollt vor sich hielt, nach irgendwelchen Anhaltspunkten, doch sie schien keine zu finden, "..auf der Karte ist sie auf jeden Fall nicht eingezeichnet." "Cool!! Eine unbekannte Insel!", freute sich der Kapitän und schwang sich auf die Galeonsfigur der FlyingLamp. "Was heißt hier "cool"? Diese Insel könnte von grausamen Monstern nur so wimmeln oder eine Naturkatastrophe hervorbringen oder...", doch weiter kam der bereits eingeschüchterte Lysop mit seinen Katastrophenausmalungen nicht, da er sich eine Kopfnuss von Nami einfing. "Aua, das hat wehgetan!", beleidigt und mit beiden Händen den Kopf reibend, zog er ab. "Sag' mal Ruffy..." "Jaaa?" "...Hast du vor dort an Land zu gehen ?", meldete sich nun Zorro. " Na klaro!" "Dann is' ja gut.", damit gab sich der Schwertkämpfer zufrieden und machte sich auf die Suche nach einem geeigneten Schlafplätzchen. " Nami-Schätzchen!!!" " Was ist Sanji?" "Wie lange werden wir denn noch brauchen bis zur Ankunft?", wollte der Schiffskoch wissen. "Schwer zu sagen.... Wenn wir den Kurs beibehalten und der Wind so bleibt.... etwa ein bis zwei Stunden." "Waaas? Dann muss ich mich aber beeilen, damit ich noch 'was Gutes zur Stärkung zaubern kann." ,und schon war er in der Kombüse verschwunden. " Ich werd' auch noch mal in meinen Büchern nachschlagen, ob es mögliche Krankheiten gibt vor denen wir uns hüten sollten.", meldete sich Chopper zu Wort, der bisher noch gar nichts gesagt hatte, und ging unters Deck. "Na dann, mach ich mich auch 'mal bereit...", murmelte Nami mehr zu sich selbst als zu Ruffy und begann ihre Karte wieder einzurollen. Doch Ruffy schien es trotzdem gehört zu haben und meinte nur ohne sich umzudrehen: "Geh' ruhig. Ich sag' euch schon Bescheid wenn's soweit ist." < Der kann es kaum noch erwarten anzukommen.>, stellte Nami schmunzelnd fest und begab sich auf ihr Zimmer. Dort angekommen setzte sie sich an ihren Schreibtisch, kramte ein Tintenfass und ihre Zeichenfeder hervor und begann ihre Seekarte zu korrigieren.
In ihre Arbeit versunken merkte Nami nicht wie die Zeit verging, denn kurz nachdem sie ihre Ausbesserungen und Zufügungen an ihrer Karte beendet hatte schrie Sanji bereits die gesamte Mannschaft zum Essen. Schnell, aber dennoch sorgfältig räumte sie ihre fertiggestellte Seekarte und ihre Utensilien bei Seite und machte sich auf den Weg zur Schiffsküche. Bevor sie diese jedoch betrat, blickte sie noch kurz zu ihrem Ziel. <Ich muss wirklich lange beschäftigt gewesen sein. Die Insel ist schon ziemlich nah. Höchstwahrscheinlich nur mehr eine knappe halbe Stunde bis zur Landung.> mit diesen Gedanken trat sie ein. Der Rest der Crew war schon am Tisch versammelt und nach den etwas wütenden Blicken von Ruffy und Lysop zu urteilen, hatte es ihnen Sanji anscheinend verboten, ohne Nami mit dem Essen zu beginnen. "Na endlich! Ich kipp vor Hunger gleich aus den Latschen!", mit diesen Worten bestätigte Ruffy Namis Lagepeilung. Diese ließ sich mit einem kleinen Grinsen im Gesicht auf den letzten freien Stuhl nieder. Schon war ein, im siebentem Himmel schwebender Sanji zu ihr geeilt und brachte ihr ihre Essensportion. "Hier mein Engelchen, lass es dir schmecken." "Danke Sanji, das werd ich." Sanji wartete trotz der netten Worte bis sein Liebling einen Bissen zu sich nahm und ihm bestätigte wie lecker es doch sei. Mit Herzchenaugen schwirrte er zu seinem Platz zurück. "Tja, mein Nami-Mäuschen hat halt einen guten Geschmack". " Verliebter Kochlöffel!" , murmelte Zorro, der rechts zu Nami saß, "da wird einem ja schlecht." und schenkte dem Smutje einen angewiderten Blick. Dieser schien es jedoch nicht bemerkt zu haben und somit begann auch Zorro zu essen, da er befürchtete es würde ihm nichts übrigbleiben. <So wie sich Ruffy und Lysop die Köpfe um etwas zum Beißen einrennen, wär's ja kein Wunder> stellte er besorgt fest. Was Zorro nicht mitbekam war, dass ihn eine, nun lächelnde, Nami gehört hatte. < Klingt fast als wäre er eifersüchtig. Aber na ja, so rührend wie Sanji sich doch um mich kümmert, kann mir das eigentlich egal sein.> Nach Namis Erkenntnis über ihre eigenen, eben stattgefundenen Gedankenszüge und nach der Feststellung, dass wirklich sie diejenige war, die das gedacht hatte, verschwand ihr Lächeln blitzartig und sie schüttelte ungläubig den Kopf.
Nach dem Essen bestimmte Sanji, dass diesmal der kleine Elch ihm beim Abwasch helfen musste und so hatte Nami noch genügend Zeit sich ihren Stock aus ihrem Zimmer zu holen. <Man weiß ja nie...> sorgte sie sich. Ruffy, Lysop und Zorro machten derweilen das Schiff landebereit.
Nach einigen vergangenen Minuten war die ganze Piratenbande an Deck versammelt und wartete ab, bis die FlyingLamp auf der Sandbank, der fremden Insel zum vollkommenen Stillstand kam. Als es endlich soweit war, schmiss Zorro noch schnell den Anker ins Wasser, denn er wollte den ohnehin bereits quengelnden Ruffy nicht noch weiter strapazieren. Danach begaben sich alle von Board, ihnen voran natürlich Ruffy. " Wow!! Is' das irre hier!" freute sich der Kapitän der Strohhutbande über den Anblick der sich ihm da bot.
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Hoffe es ist mir einigermaßen gelungen. bd, chô
Die Inselerkundung beginnt
2.Kapitel: Die Inselerkundung beginnt
Links und rechts von ihm breitete sich ein atemberaubend hellgelber, fast weißer Sandstrand aus, soweit er nur blicken konnte. Dahinter wurde die Landschaft hügeliger. Allmählich begann saftiges, grünes Gras zu gedeihen, weiteres folgten kleinere Gewächse bis hin zu großen Bäumen, die dann so dicht wuchsen, dass Ruffy einen gewaltigen Dschungel erblickte. Strahlend und in allen nur möglichen Facetten von Grün, leuchtete er dem Strohhutjungen entgegen. Inmitten dieses Urwaldes ragten deutlich erkennbar die zwei Bergspitzen, die die Piratenbande bereits von vorhin, auf der FlyingLamp, kannten, hervor. Jetzt wirkten sie jedoch noch massiger als zuvor.
"Dann mal los Leute!", befahl der junge Kapitän und wollte schon freudig davoneilen, hätte ihn nicht eine wütende Navigatorin am Kragen seines Shirts gepackt und zurückgehalten. "Spinnst du? Du kannst doch nicht dir nichts mir nichts losstürmen!", schrie sie ihn an. "Warum denn nicht? Sieht doch ohnehin nicht aus als wäre es hier gefährlich und leben tut hier sowieso keiner.", entgegnete Ruffy ohne sich seiner Schuld bewusst. "Ja, aber... du könntest dich verlaufen oder verletzen, oder.. Ach was weiß ich! frag doch Lysop, der kann dir da so einiges aufzählen!", die Navigatorin zeigte auf den Kanonier der FlyingLamp, der sich bei ihren Worten beleidigt zur Seite gedreht hatte. "Nami hat Recht.", mischte sich Zorro ein, " Einfach so drauflos eilen wäre nicht nur äußerst dämlich, sondern auch zu unvorsichtig!" "Ja, aber...", Ruffy wusste nicht was er anstatten tun sollte. "Na gut. Dann wart' ich eben auf euch.", meinte er etwas enttäuscht, da er sich ohnehin dachte, wie langsam er mit seiner Mannschaft vorankommen würde. Doch er wurde eindeutig überstimmt, als dass er einfach alleine losrennen durfte.
"Darum geht's nicht Ruffy. Wir sollten uns lieber aufteilen und diese Insel in kleinen Gruppen erkunden." <Kam diese Idee wirklich von Zorro oder hab' ich mich eben verhört? Hätte eigentlich gedacht er würde am liebsten alleine losziehn...> grübelte Nami, doch war ihm innerlich dankbar, dass sich wenigstens einer auf ihre Seite schlug. "Außerdem sollten wir uns auch ausmachen wann wir uns wo wieder treffen!", warf nun der kleine Chopper ein. "Von mir aus. Aber macht schnell!", drängte Ruffy ungeduldig.
Schließlich wurde entschieden, dass sie sich alle wieder zur Abenddämmerung bei der FlyingLamp treffen sollten und dass immer zwei und zwei gemeinsam gingen. Für die Zusammenstellung der Paare ließen die Freunde kurzerhand das Los entscheiden. Dafür kletterte Nami zur Graslandschaft hoch, riss sechs Grashalme ab und kehrte zu den anderen zurück. "Jeweils zwei Halme sind gleich groß. Zwei kurze, zwei mittlere und zwei lange. Je nachdem wer welche Länge zieht bildet mit demjenigen ein Team, welcher dieselbe Länge gezogen hat. Einverstanden?" Ruffy, Lysop und Chopper war es egal mit wem sie zusammen sein sollten und hatten somit nichts dagegen einzuwenden. Nur Zorro und Sanji befürchteten Schlimmes, doch sie benickten, trotz ihrer Zweifel, Namis Vorschlag. Somit wurde gezogen. Zuerst Ruffy, dann Lysop, Zorro, Sanji, Chopper und Nami nahm was übrig blieb.
"Paar Nummer eins bilden Lysop und Chopper." , verkündete die Navigatorin. Chopper zeigte keine Reaktion, Lysop hingegen murmelte still vor sich hin, was für ein Pech er doch hätte: "Ich bin sicher ein gefundenes Fressen für die wilden Tiere da draußen. Warum konnte ich nicht mit Zorro oder Sanji gehen? Mit Chopper hab ich keine Chance zu überleben.", doch er machte keine Anstalten sich bei Nami zu beschweren, da er ohnehin wusste, dass es ihm außer einer zusätzlichen Ohrfeige nichts brachte. "Paar Nummer zwei sind Zorro und Sanji.", erklärte diese weiter, "und ich gehe mit Ruffy." Der Schwertkämpfer und der Smutje starrten fassungslos auf ihre Halme. Zorro zerdrückte seinen indem er wütend die Faust ballte. <Na toll, den Nachmittag kann ich vergessen>, war alles was Zorro dazu einfiel. Sanji jedoch schmiss sein Stückchen Gras sofort bei Seite und zündete sich lieber eine Zigarette an. Nami schien es als einzige von den anderen Teams bemerkt zu haben, dass die beiden Jungen mit dem Ergebnis alles andere als zufrieden waren. <Hoffentlich geht das gut und die kommen beide noch lebend zurück.... Andererseits,... vielleicht tut ihnen das sogar gut und sie hören endlich auf sich gegenseitig fertig zu machen.> "NAMIIIII!!!!!! Wo bleibst du denn?", mit diesen Worten wurde das Mädchen aus ihren Gedanken gerissen. Ruffy stand bereits auf einem kleineren Hügel und blickte ziemlich sauer drein. Natürlich wollte Nami ihren Kapitän nicht noch länger warten lassen und setzte sich in Bewegung. Plötzlich wurde sie von jemandem zurückgehalten.
Es war Sanji. Überrascht sah sie ihn an. "Ich wollt' mich nur noch von meinem Engelchen verabschieden, bevor ich mit diesem rohen Klotz los muss." Bei seinen letzten Worten machte er eine abfällige Handbewegung Richtung Zorro, der darauf genervt die Augen verdrehte. "Mach's gut mein Schatz!", sagte Sanji und gab der verblüfften Nami einen Handkuss, worauf diese leicht rot anlief und verlegen grinste. Das war zuviel! Zorro packte Sanji von hinten und zerrte ihn in die entgegengesetzte Richtung. " Lass sie doch in Ruhe du verknallter Koch! Das hält doch keiner aus!" "Lass mich los du dämlicher Schwertkämpfer! Ich kann alleine laufen!" "Du meinst wohl eher davon schweben, dummer Gemüseputzer!".....
Nun wurde es Zeit für Nami zu verschwinden, bevor sie die beiden Streithähne auch noch voneinander trennen musste. Außerdem schrie ein völlig verzweifelter Ruffy nach ihr.
Während Nami und Ruffy nördlich, also geradeaus zum Dschungel, maschierten, machten sich Lysop und Chopper nach Osten und Zorro und Sanji sich nach Westen auf. Natürlich verging bei den beiden Streitenden nicht eine Minute in der nicht mindestens eine Beleidigung fiel....
Wasserspiele
3.Kapitel: Wasserspiele
Nami und Ruffy marschierten schon eine ganze Weile durch den gigantischen Dschungel. Es war finster und feucht, die Luft war stickig und außerdem roch es überall nach modrigem Holz. Die Navigatorin musste sich eingestehen, dass Ruffy mit seiner Vermutung Recht behielt.<Diese Insel schaut wirklich nicht aus, als wäre sie von Menschen bewohnt. Eigentlich schade, wir müssten nämlich mal wieder unsere Proviante auffüllen und sonstige Kleinigkeiten besorgen. Vor allem unser Schiff sieht an einigen Stellen schon ziemlich mitgenommen aus... Aber das wohl Wichtigste ist, dass sich unser Trinkwasservorrat langsam dem Ende zuneigt. Und wir können ja schlecht Meerwasser zu uns nehmen.> Nami blickte zu Ruffy, der zu ihrer Rechten ging. < Ruffy hat's gut, er macht sich nie um solche Sachen Sorgen. Irgendwie weiß er anscheinend immer, dass es einen Ausweg gibt. Er ist echt zu beneiden.> Der Strohhutjunge schien wirklich anderes im Kopf zu haben. Er genoss jedeglich die wärmenden Sonnenstrahlen auf seiner Haut, die durch Lücken in den Baumkronen fielen.
Chopper war mit Lysop bisher nicht weit gekommen, da die Langnase ständig schreckliche Ungeheuer befürchtete, wenn auch nur irgendwo ein Ast knarrte oder Blätter raschelten. Chopper ging das schon ganz schön auf die Nerven, da immer er derjenige war, der nachschauen musste was sich hinter dem nächsten Baum befand. Wo ihm dieser Urwald doch selbst nicht so ganz geheuer war. <Wenn Lysop nicht bald damit aufhört, dann werd ich noch verrückt!>, gestand sich der kleine Elch ein.
Sanji und Zorro hatten, wie Nami und Ruffy, bereits eine beachtliche Strecke zurückgelegt. Beide waren stets darauf bedacht immer einen Schritt schneller als der jeweils andere zu gehen. So führte einmal der Eine und dann wiederum der Andere. Größtenteils jedoch liefen sie auf Gleichschritt neben einander und das stimmte sie nicht gerade glücklicher. Jeder von den Beiden wollte ein Stück besser als sein Rivale sein, auch wenn es nur um Kleinigkeiten ging. Dabei ließen sich natürlich die alltäglichen Sticheleien nicht vermeiden. "Dämlicher Smutje!" "Roher Klotz"! "Bekloppter Kartoffelschäler!"....
"Nami! Sieh mal! Da vorne ist ein See!", schrie Ruffy aufgebracht. "Waaaas? Mitten im Dschungel?", Nami lief zu ihrem Kapitän und blickte in die Richtung, in die er zeigte. <Tatsächlich!> Schnell ging sie zu dem fremden Gewässer und kniete sich ans Ufer. Sie formte ihre Hände zu einer Schale und trank ein paar Schlückchen Wasser. "Super, das ist Trinkwasser! Jetzt können wir immerhin unsere Flaschen auffüllen.." Und schon packte sie ihre und Ruffys Wasserflasche und füllte sie voll. Als sie gerade dabei war die Zweite sorgfältig zu verschließen und bei Seite zu legen, sprang plötzlich jemand neben ihr in den See.
"Ruffy!", schrie die nun wütende Navigatorin den Jungen an, als er mit einem breiten Grinsen im Gesicht wieder auftauchte. "Hättest du mich nicht vorwarnen können? Sieh mich nur an! Du hast mich völlig nass gespritzt!" Nami stand völlig geschockt da und starrte ihre nasse Hose und ihr feuchtes Shirt an. Einzelne Haarsträhnen hingen ihr ins Gesicht. Doch Ruffy kam nicht auf die Idee sich zu entschuldigen, im Gegenteil. Er wollte, dass sich seine Freundin auch einmal eine Pause gönnte und etwas Spaß hatte. Sie sollte endlich die vielen Sorgen, die sie stets beschäfigten, vergessen. Auch wenn nur für kurze Zeit. So packte er sie kurzerhand am Arm und zog sie mit einem Ruck ins kühle Nass.
Nami wusste nicht wie ihr geschah und als sie kaum im See gelandet war, war sie auch schon wieder heraußen. Nun lag ihre Kleidung völlig eng an ihrem Körper an. Ihre Haare hingen schlaff herunter, ließen ab und zu kleine Wassertropfen zu Boden fallen und wenn sie ein paar Schritte ging, spritzte Wasser aus ihren Sandalen. Ruffy lachte sich halb tot, über seine etwas hilflos dreinblickende Navigatorin. "Du siehst aus wie ein begossener Pudel!", höhnte er und hielt sich vor Lachen den Bauch.
<Na warte! Dir werd ich's zeigen!> und schon hatte Nami ihre Schuhe ausgezogen, schmiss sie neben Ruffys und begab sich ins Wasser. Langsam schritt sie auf den Jungen, ihr gegenüber, zu. Diesem verging allmählich das Lachen. <Oh,oh! Wird Zeit dass ich hier wegkomme!> Schnell drehte er sich um und wollte zurück an Land flüchten, doch zu spät. Nami hatte ihn bereits von hinten gefasst und tauchte ihn rasch unter Wasser. <Tja, mein Lieber. Hättest du dich nur nicht mit mir angelegt.> Plötzlich fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. <Ruffy kann ja nicht schwimmen!!> Blitzschnell ließ sie von ihm ab und zerrte ihn wieder an die Oberfläche. "Tu...tut mir Leid! Ich hab total vergessen, wie aufgeschmissen du im Wasser bist.", stammelte das junge Mädchen leise und hielt ihren Kopf gesenkt. Ruffy jedoch starrte sie erstaunt an, als wäre nie etwas passiert.
Als Nami merkte, dass ihr Gegenüber nichts erwiderte, blickte sie zu ihm hoch. <Gott sei Dank!>, schoss es ihr durch den Kopf, < Ihm ist nichts passiert.> Allerdings wurde sie auch ein wenig nachdenklich: <Wieso ist er denn eigentlich in den See gehüpft, wo er doch im Wasser nicht überleben kann?> Mit prüfendem Blick suchte sie den Jungen nach einer Antwort ab. < Das gibt's nicht!> Erst jetzt bemerkte sie, dass ihr und ihm das Wasser nur bis zum Bauchnabel reichte. <Er kann ja gemütlich in diesem See stehen! Er hat es gewusst. Mit Sicherheit!> Diese Erkenntnis erleichterte Nami und sie schenkte Ruffy ein freudiges Lächeln. Doch schon wieder, brachte er sie zum Grübeln. <Was macht er denn für ein seltsames Gesicht? Sieht lustig aus. Wie ein Hamster. Diese aufgeblasenen Wangen und die zusammengepressten Lippen...> "Nein Ruffy! Tu das ja nicht!", langsam dämmerte es ihr, was der Junge vorhatte. Sie wollte sich noch schnell ducken, doch sie bekam trotz ihres Fluchtversuches einen gehörigen Strahl Wasser ab. "Das kriegst du zurück!" Und mit diesen Worten begann eine turbulente Wasserschlacht. Ruffy und Nami spritzten sich, mit Einsatz ihrer Hände, gegenseitig mit Wasser ab. Beide hatten sichtlich Spaß daran und lachten ausgiebig. Vor allem Ruffy war damit zufrieden, dass er erreicht hatte, was er wollte.
Derweilen bei Chopper und Lysop: "Ch...Ch..Chopper!!!! HILF MIR !!!!! Dieses Vieh will mich auffressen!!! Tu doch was!!" Chopper drehte sich genervt zu Lysop um. Er wollte ihn gerade anschreien, er solle endlich aufhören überall Gespenster zu sehen, als er vor Lachen nicht mehr zu bremsen war. " Lach nicht so dämlich, sondern mach 'was!" schrie die Langnase verzweifelt. " Dieses Biest pickt mich sonst noch zu Tode und ich bin wirklich nicht scharf drauf schon so früh zu sterben!" Ein kleiner Vogel, nicht größer als Choppers Hufe, hatte es sich auf Lysops Schulter bequem gemacht und tippte ihn sanft mit seinem Schnabel an. Dieser wiederum lief panisch im Kreis herum und flehte Chopper um Hilfe an. "Lysop, der tut dir ja nichts! Der ist total harmlos, glaub mir.", versuchte der Elch Lysop zu beruhigen. Doch Lysop hatte keine Lust Ruhe zu bewahren und jammerte stattdessen weiter. "Nimm ihn weg! Nimm ihn weg!! NIMM IHN WEG!!!"....
Sanji und Zorro hatten andere Probleme: "Dämmlicher Schwertfuchtler!" , "Eingebildeter Schnitzelklopfer!" "Idiot!"......
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Der Kampf
4.Kapitel: Der Kampf
Langsam begann die Sonne hinter den Bergen zu verschwinden, auf der Insel war bereits später Nachmittag hereingebrochen. Lysop hatte es in der Zwischenzeit, ohne Choppers Hilfe, geschafft den Vogel loszuwerden. Was dem Elch natürlich eine weitere Lachmöglichkeit bot, da sich der Kanonier der FlyingLamp dabei nicht besonders geschickt anstellte. Nun war die Langnase nicht nur stinksauer auf seinen Gefährten, sondern zusätzlich noch ziemlich gekränkt. Doch das alles war schnell vergessen, als in seiner Nähe ein Busch zu rascheln begann. Sofort wurde Lysop unruhig und bekam es mit der Angst zu tun, doch er wusste dass er sich nicht wie vorhin benehmen durfte, ansonsten würde er die Lachnummer des Tages sein und das wollte er nicht. Schon gar nicht, wenn es Chopper den anderen erzählen würde. <Sanji und Zorro würden mich ewig deswegen aufziehen. Und was sollten bloß Ruffy und Nami von mir halten?> Lysop ist zwar ein Angsthase, aber auf keinen Fall dumm. Er glaubte auch schon eine gute Idee zu haben, wie er Chopper dazu bringen konnte, mit ihm bereits früher zum Schiff zurückzukehren.
Nami und Ruffy saßen schon seit einiger Zeit wieder am Ufer und ließen nur mehr ihre Beine ins Wasser baumeln. Jeder von ihnen war von der Wasserschlacht zu erschöpft um ein Gespräch aufrecht zu erhalten und so gingen sie ihren Gedanken nach. Plötzlich vernahm Nami ein langgezogenes Knurren und schaute erschrocken um sich. "Das war ich.", sagte Ruffy, um seine Partnerin nicht noch weiter zu beunruhigen. Diese blickte ihn erstaunt an: "Du?" "Ja, ich hab Hunger!", erklärte er mit gequälter Stimme und deutete auf seinen Bauch. "Achso, dann lass uns lieber wieder zum Strand gehen, bevor du mir noch vor Hunger stirbst.", grinste Nami als sich Ruffys Magen ein zweites Mal bemerkbar machte. Ruffy setzte sich zunächst einmal seinen Strohhut auf, dann zogen sie beide ihre Schuhe an, nahmen ihre Wasserflaschen und machten sich auf den Weg.
Sanji und Zorro sprachen schon ziemlich lange kein Wort miteinander, höchstwahrscheinlich deswegen weil ihnen keine neuen Beschimpfungen mehr einfielen. So gingen sie still nebeneinander her. Plötzlich vernahm Zorro wie Sanji leise vor sich hinmurmelte. So leise, dass der Schwertkämpfer nur einige Wörter und Phrasen verstand: "Nami-Schätzchen"..... "bald geht die Sonne unter"... "dann seh' ich dich wieder" Nun bemerkte Zorro auch wie abgetreten Sanji dabei war, völlig vertieft in seine Schwärmereien um Nami. " Was ich nicht alles für dich tu'"... "Namilein" "mit diesem dummen Schwertkämpfer"..... "wenn ich wieder an Board bin, werd ich dir 'was leckeres kochen".... Nun konnte es sich Zorro nicht verkneifen, den abwesenden Sanji zu ärgern. "Huhu! Nami-Liebling! Ich liege dir zu Füßen. Ich, dein bekloppter Sanji.", witzelte er mit verstellter Stimme. Sanji wurde hellhörig und erwachte aus seiner Trance. Es dauerte zwar eine Weile bis er realisierte was Zorro gesagt hatte, aber dann musste er siegessicher lächeln und zündete sich eine neue Zigarette an. "Tja, Zorro, altes Haus. Du musst nicht eifersüchtig sein, wenn dich die Frauen nicht so anbeten wie mich. Dir wurde diese Gabe nun mal nicht in die Wiege gelegt." Zorro brauchte mindestens genauso lange, wie Sanj vorhin, um diese Aussage zu verdauen. "Was heißt hier eifersüchtig? Wer ist hier eifersüchtig? Ich? Auf dich? Nicht mal in deinen kühnsten Träumen, du Angeber!" "Und wie du eifersüchtig bist! Aber das musst du nicht! Du hast ohnehin keine Chance bei Nami." "Wer sagt denn auch, dass ich auf so eine habgierige Zicke, wie die steh'?", kaum hatte Zorro diese Worte ausgesprochen, taten sie ihm auch schon Leid. Damit belog er sich nicht nur selbst, sondern beschimpfte in seinem Zorn auch noch jemanden der es nicht verdient hatte. "Nenn' sie nie wieder so!" und schon bekam er von Sanji die Faust ihn den Bauch. "Das ist nämlich nicht wahr!" <Verdammt bin ich ein Idiot! Warum muss auch nur immer ich, der sein, der so viel Blödsinn daherlabert. Das wollt ich nicht, aber immer wenn ich an sie denke handle ich unüberlegt.> Damit ließ Zorro Sanjis Schlag als gerecht gelten und schlug nicht zurück. Gleichzeitig wunderte er sich, dass Nami ihn so verunsicherte, aber wollte sich nicht eingestehen, dass er sich ihretwegen so eigenartig verhielt. Tja, und wenn Nami nichts dafür konnte, wie er meinte, somit gab er Sanji die Schuld, dass er sich in letzter Zeit oft daneben verhielt.
"Nami ist ein wunderbares Geschöpf, du Schwerterheini. Nur weil du bei ihr nicht ziehst, brauchst du sie noch lange nicht so schlecht zu machen. Sie steht nun mal nicht auf solche Vollidioten wie dich, sondern auf Typen wie mich! Jungen die einem Mädchen jeden Wunsch von den Lippen ablesen können." Das hat gesessen. Nun war Zorro nicht mehr zu halten. "Achja, du Casanova? Du bist doch derjenige, der jeder weiblichen Person nachlauft! Sie ist viel zu gut für dich!" "Halts Maul! Elender Idiot!" Sanji war wütend und kickte Zorro mit einem Fußtritt gegen den nächsten Baum. Dieser sprang schnell wieder auf und zog zwei seiner drei Schwerter: "Das wirst du büßen!" Sanji freute sich, dass er seinen Wegbegleiter so in Fahrt gebracht hatte und erwiderte: "Komm nur, wenn du dich traust! Wenn du unbedingt um Nami kämpfen willst, dann bin ich gern dabei. Schon einmal deswegen, weil du verlieren wirst!"
"Chopper! Hast du das gehört? Ich glaub Nami hat nach uns gerufen. Vielleicht sollten wir besser umkehren und zur FlyingLamp zurückkehren. Bestimmt hat Sanji schon 'was gutes für uns gekocht und wir wollen ja nicht, dass Ruffy alles alleine futtert." Lysop hielt sich wegen diesem Einfall für den Allergrößten und grinste verschämt. < Nicht einmal richtig lügen kann der mehr, wo das doch bisher das einzige war, was er halbwegs beherrschte.> Chopper wusste genau, dass sein Freund wieder zum Schiff wollte, doch auch ihm wurde es langsam zuviel in diesem Dschungel. Die Dämmerung machte den Urwald nämlich noch finsterer und unheimlicher. So stieg der Elch in Lysops Annenmärchen ein und machte sich mit ihm auf den Rückweg. Dabei gab er ihm zwar einen Grund sich noch besser zu fühlen, aber das störte ihn nicht besonders. Hauptsache sie würden endlich hier wegkommen.
"Ohh! Ich hab so einen Hunger!" "Jetzt steh schon auf und jammer' nicht so viel herum, sonst sind wir auch noch übermorgen nicht bei unserem Schiff!", verzweifelt versuchte Nami den hungrigen Ruffy zum Weitergehen anzuspornen, doch ohne Erfolg. So blieb ihr nur eine einzige Möglichkeit: "Mhmmm! Ruffy, riechst du das? Ich glaub' Sanji ist schon eifrig dabei das Abendessen zu kochen." "Essen? Wo? Was stehst du noch so faul herum Nami? Das Essen wartet auf uns." Namis Trick zeigte Wirkung. Doch eines hatte sie dabei nicht bedacht. Beim Wort "Essen" war Ruffy nicht nur mehr zu bremsen, sondern auch nicht mehr unter Kontrolle zu halten. Rasch packte der Hungernde seine Navigatorin am Handgelenk und rannte mit ihr den Weg zum Strand zurück. "Nicht so schnell Ruffy!!!", bettelte Nami, doch der Strohhutjunge hörte nicht auf sie.
"Du irrst dich Lachsröllchen! Du wirst verlieren!" und schon ging Zorro zum Angriff über. Blitzschnell stürmte er auf Sanji zu und ließ einen Schauer von Schwerthieben auf ihn niederprasseln. Der Smutje wich jedem seiner Hieben gekonnt aus, ohne auch nur den kleinsten Kratzer abzubekommen. Deshalb legte der Schwertkämpfer an Schnelligkeit zu und, auch wenn er Sanji nicht traf, so stellte er zufrieden fest, dass er ihn immer weiter nach hinten drängte. Der Schiffskoch wehrte nun einige der Schläge mir seinen Füßen ab, wobei seine Hose natürlich darunter leiden musste. Doch was interessierte ihn seine Hose? Es tat ihm gut zu sehen, wie er gegen seinen Rivalen ankam. Plötzlich stürzte er rückwärts über eine freiliegende Baumwurzel. Zorro nutzte diese Gelegenheit und stieß mit dm Schwert, in seiner Rechten, auf Sanji zu. Dieser rollte sich im letzten Augenblick zur Seite, spürte jedoch wie die Klinge seinen rechten Arm streifte und verpasste dem Grünhaarigen einen Tritt in den Rücken. Doch schon war Zorro wieder auf den Beiden und stellte sich Sanji gegenüber. Er band sich sein Kopftuch um und zog nun auch sein drittes Schwert und klemmte es sich zwischen die Zähne.
Sanji wusste, dass es jetzt schwieriger wurde ihn zu besiegen, aber zweifelte nicht an seinem Können.. Und schon stürmte sein Gegenüber ihm entgegen, die drei Klingen auf ihn gerichtet. Sanji, blieb stehen und wartete auf ihn. Zorro kam immer näher und näher. Kurz bevor sein Gegner ihn erreichte, rollte sich der Koch auf den Rücken, ergriff Zorro an beiden Handgelenken und stieß ihn, mit einem Tritt, über sich selbst hinweg. Nun knallte der Schwertkämpfer bereits zum zweiten Mal gegen einen Baum. Er war wütend und wollte es auf keinen Fall zu einem dritten Mal kommen lassen. Er stürzte zu Sanji, tauchte seitlich durch sein, zur Verteidigung aufgerichtetes Bein, hindurch, drehte sich um und schlug zu.
Sanji, der bemerkt hatte, dass Zorro an ihm vorbeilief, hatte sich ebenfalls gewendet, doch eine Spur zu langsam. Denn schon spürte er den Schmerz auf seiner Brust. Instinktiv griff er zu der Stelle und bemerkte, dass sein Angreifer ihn leicht verletzt hatte. Jedeglich ein, zwar längerer aber nicht zu tiefer, Schnitt und ein zerschnittenes Hemd waren das Ergebnis. Nun war er sauer. <Das hat er mit Absicht gemacht!> "Du Feigling! Warum hast du das gemacht? Nur ein Kratzer! Du hattest Zeit genug, mir mehr anzutun! Nimmst du diesen Kampf nicht ernst oder was? Kämpf' gefälligst richtig!", schrie er den Schwertkämpfer an. Dieser grinste erfreut: "Wie du willst." <Jetzt kann ich's dir endlich zeigen!> "Aber denke nicht, dass ich dich ein zweites Mal verschone!" Und schon war er wieder an Sanji dran. Dieser versuchte so gut es ging auszuweichen. <Mist! So wird das nie was! Ich muss es anders versuchen, mit drei Schwertern ist es zu schwierig.> Plötzlich sprang er hoch, über Zorro hinaus, trat ihm in die Seite und kam auf der anderen Seite zum Stillstand.
Zorro hatte sich sofort wieder gefangen und blickte zu Sanji. Aber Sanji war weg. Der Schwertkämpfer drehte sich suchend im Kreis. Nichts. Nirgends war auch nur eine Spur von seinem Gegner zu sehen....
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Die Suche beginnt
5.Kapitel: Die Suche beginnt
"Ruffy, ich kann nicht mehr! Können wir nicht eine kurze Pause einlegen?" Zögernd ließ der Kapitän der Strohhutbande von Namis Arm ab. "Danke." Die Navigatorin stützte ihren Oberkörper ab, indem sie ihre Arme durchstreckte und auf ihre Knie drückte. Zunächst musste sie nach dieser Hetzjagd einmal tief ein- und ausatmen. "Komm ich trag dich.", schlug Ruffy Nami vor, als er sah dass sie kaum noch stehen konnte. Diese nahm dankbar an und kletterte auf seinen Rücken. "Gut festhalten! Jetzt geht's ab!" und schon war der Junge wieder auf Fahrt.
Lysop und Chopper hatten endlich den Dschungel verlassen und konnten schon von weiten die FlyingLamp sehen. Beide waren sichtlich erleichtert, dass sie es nicht mehr weit hatten.
Zorro hingegen blickte noch immer verwirrt um sich. <Wo steckt er nur?> Langsam fühlte er sich verarscht. "Ich dachte du wolltest richtig kämpfen und jetzt versteckst du dich vor mir?" Er wollte Sanji wütend machen, damit er sich verriet. Doch er erhielt keine Antwort. "Wenn das so ist, dann hab ich schon gewonnen, Feigling!" "Du wirst sicher nicht gewinnen!", hörte er Sanjis Stimme. <Das kam aus der Richtung.> und schon lief Zorro auf einen großen Busch zu, was sich jedoch als Fehler erwies, als Sanji neben ihm, aus dem Schatten zweier Bäume hervortrat. Zu spät bemerkte Zorro wie er ihm sein Bein stellte. Er stürzte der Länge nach auf den Boden und schrie auf. Sanji war ihm kräftig auf seine linke Hand getreten. Somit gab er unfreiwillig eines seiner Schwerter frei. Der Koch der FlyingLamp nahm es schnell an sich und entfernte sich ein paar Schritte, von, dem noch immer am Boden liegendem, Zorro.
Mühsam richtete sich der Schwertkämpfer auf und blickte finster zu seinem Gegenüber. <Wie konnte ich nur so unvorsichtig sein!> warf er sich vor. <Jetzt hat dieser Koch tatsächlich eines meiner Schwerter!> Innerlich bebte der Grünhaarige vor Zorn, doch er wusste, er durfte es Sanji nicht zeigen. Ansonsten hätte der Smutje ein leichtes Spiel mit ihm. "Was glaubst du denn, was dir das bringt, wenn du eines meiner Schwerter in den Händen hältst? Du kannst doch sowieso nicht damit umgehen, lahmes Lachsröllchen!" Zorro probierte eine neue Taktik, indem er versuchte seinen Gegner zu verunsichern, doch dieser umklammerte den Griff des Schwertes nur noch fester. "Du magst vielleicht Recht haben, dass ich dir in Sachen Schwertkunst nicht das Wasser reichen kann, aber jetzt hast du immerhin nur mehr Zwei. Selbst du weißt, was das zu bedeuten hat!" Sanji hatte anscheinend die selbe Idee wie Zorro. <Wenn ich mit seinem eigenen Schwert gegen ihn antrete, lässt er sich bestimmt aus der Fassung bringen. Das wird nicht leicht, aber einen Versuch ist es wert.> Ohne Vorwarnung stürmte Sanji, mit hocherhobenen Schwertes, auf seinen Rivalen zu. <Der will es einfach nicht kapier'n!>, kopfschüttelnd stellte sich Zorro wieder in Position und wartete auf das Zusammenbersten der drei Klingen.
"Jipiiiieee! Wir sind da!" Ruffy bremste so scharf vor der FlyingLamp ab, dass sich kleine Sandberge vor seinen Füßen bildeten. <Wie gut, dass wir endlich am Ziel sind. Lange hätt' ich das sowieso nicht mehr durchgehalten.> Nami rieb sich mit beiden Händen ihren schmerzenden Hintern. <Warum kann Ruffy auch keinem einzigen Hindernis ausweichen?> Die Navigatorin zweifelte bereits daran, dass sie jemals wieder richtig sitzen konnte und warf ihrem Begleiter einen wütenden Blick zu. Doch dieser blickte mindestens genauso sauer zurück. "Was ist denn?" fragte Nami. "Ich hab' Hunger!" "Ich weiß! Du hast die letzten fünfzig Minuten von nichts anderem mehr gesprochen!" "Du hast mich angelogen!" "Was hab' ich?" "Mich angelogen! Du hast gesagt, Sanji habe schon gekocht!" "Ähhh...", Nami suchte verzweifelt nach einer guten Erklärung, als ihr wieder eingefallen war, wie sie Ruffy dazu gebracht hatte, so schnell zur FlyingLamp zurückzukehren. Aber Ruffy ließ sie erst gar nicht zu Wort kommen: "Sanji ist gar nicht da, geschweige denn, etwas zu Beissen! Obwohl es doch schon fast finster ist..." Er hatte Recht. Erst jetzt bemerkte Nami, dass sie die Ersten waren. Suchend blickte sie in die beiden Richtungen, in die die anderen Teams aufgebrochen waren. Bei der einen, war niemand zu sehen, bei der anderen konnte sie eine dürre Gestalt mit langer Nase und eine kleinere mit Geweih ausmachen. "Lysop und Chopper! Schau' Ruffy! Da vorne kommen Lysop und Chopper! "
"Siehst du Chopper! Ich hab' dir doch gesagt die anderen sind schon längst da und suchen nach uns!", stolz erklärte Lysop dem Elch, dass er richtig gelegen hatte. Chopper hingegen erwiderte nichts, sondern verdrehte genervt die Augen. "Hallo Leute! Wo seid ihr denn gewesen? Was habt ihr den ganzen Nachmittag so gemacht?" Ruffy setzte sich voller Erwartung, dass er eine spannende Geschichte zu hören bekam, auf einen kleineren Felsen. Chopper grinste breit auf diese Frage und wollte gerade mit allen Einzelheiten, Lysops Kampf mit dem kleinen Vogel, schildern, als die Langnase ihn von hinten packte und das Maul zuhielt. "Nö, Ruffy. Wir hatten keine besonders tolle Erlebnisse, wir sind nur gelangweilt durch die Gegend gelaufen.", log er und sah wie enttäuscht sein Kapitän war. "Aber was ist mit euch? Warum seid ihr denn so nass?" Erst jetzt bemerkten Nami und Ruffy, dass sie noch immer in feuchten Klamotten rumliefen.
"Also das war so: Nami war gerade dabei unsere Wasserflaschen bei einem See aufzufüllen, als ich..." Ruffy konnte sich vor Begeisterung nicht mehr halten. Freudig begann er über seinen heutigen Tag zu erzählen und vergaß sogar dass er Hunger hatte. "Ich geh' mir mal 'was trockenes anzieh'n. In der Zwischenzeit könnt ihr ja auf Sanji und Zorro warten.", unterbrach ihn Nami, musste aber mit einem Schmunzeln feststellen, dass keiner der drei Jungs sie mehr beachtete. Alle waren in Ruffys Geschichte vertieft und so ging sie ohne weitere Erklärungen in ihr Zimmer.
Eisen prallte auf Eisen. Das Klirren der Schwerter hallte im Dschungel wieder und schrak kleinere Tiere und Vögel auf. Die beiden Kämpfenden waren so verbissen in ihre Auseinandersetzung vertieft, dass sie von ihrer Umwelt nichts mitbekamen. Unter größten Anstrengungen versuchten sie den jeweils anderen in die Knie zu zwingen. Jeder wollte gewinnen, keiner verlieren. Wegen ihres Siegeswillen, vergaßen sie sogar ihre Verletzungen. Sanji hatte zu seinen feinen Schnittwunden an Arm und Brust, nun auch noch eine tiefere am Bein, die ihm zum humpeln brachte. Zorro hatte einen einzigen Schnitt an seinem rechten Handgelenk. Sie war etwas schlimmer als Sanjis Beinverletzung, weshalb er sein Schwert nur mit schwersten Bemühungen, unter Kontrolle halten konnte. Zudem hatten beide Platzwunden und Prellungen am ganzen Körper verteilt. Natürlich konnte der Schwertkämpfer mehr blaue Flecken als sein Mitstreiter vorweißen, da der Koch hauptsächlich mit Einsatz seiner Beine kämpfte.
"Gib' auf! Du kannst nicht gewinnen!" schrie Sanji Zorro an. "Du irrst dich! Du bist der, der verlieren wird! Mich stören die paar Kratzer, die du mir zugefügt hast nicht, aber sieh dich 'mal an! Du kippst ja gleich um!" "Von wegen! Mir geht's blendend!" und schon bekam Zorro einen Tritt in die Magengegend und einen Schlag auf die bereits verletzte Hand. Ersteres machte ihm nicht viel aus, doch bei Nachfolgendem verzog er vor Schmerzen das Gesicht. "Wie war das? Nur ein Kratzer? Für einen Kratzer jammerst du aber ziemlich viel, Schwächling." Sanji gab seine Taktik nicht auf. "Ist doch irgendwie deprimierend Zorro. Von seinem eigenen Schwert so verletzt zu werden, noch dazu durch die Hand eines unerfahrenen Koches, wie mir. Und du willst der beste Schwertkämpfer der Welt werden? Das ich nicht lache! Dir sollte man Zahnstocher und keine Schwerter geben."
"Halt's Maul, elender Smutje!" Sanji hatte es geschafft. Zorro war wütend. <Wenn er wütend ist, dann wird er auch unvorsichtig und dann hab' ich ihn!> Der Schiffskoch der FlyingLamp sah sich bereits als Gewinner.
Nami kam frisch geduscht, und mit neuen Klamotten angezogen, an Deck. Überrascht stellte sie fest wie schnell die Nacht hereingebrochen war. Zufrieden sah sie zum schwarzen Himmel, wo Tausende von Sternen um die Wette leuchteten. Dieser Anblick beruhigte sie, worauf sie in ihre Gedanken verfiel. Doch bereits nach kurzer Zeit wurde sie von Gelächter in die Wirklichkeit zurückgeholt. Sie beugte sich, neben der Galeonsfigur der FlyingLamp, über die Reling und sah die Umrisse von Ruffy, Lysop und Chopper in der Finsternis. <Diese Kinder.> dachte sie verträumt, als sie ihnen zuhorchte. "Und dann begann Nami mich mit Wasser voll zu spritzen, was ich ihr natürlich nicht einfach so durchgehen lassen konnte.", hörte die Navigatorin den Strohhutjungen erzählen. <Ruffy ist so süß wenn er sich 'mal für etwas begeistert hat. Mit seiner Naivität bringt er mich immer wieder dazu, dass es mir gut geht und die Welt um mich herum vergesse.> "Danke Ruffy!", hauchte sie leise zu ihm hinunter. "Danke für diesen schönen Tag."
Nami stand noch so eine Weile weiter da und genoss den Klang der Wellen, wenn sie an den Bug des Schiff schlugen, zum Strand zuflossen und dort schäumend versiegten. Da fiel ihr auf, dass die Mannschaft noch immer nicht vollzählig war. Zwei fehlten. "He, Jungs!" , schrie Nami zu den Umrissen nach unten. "Sind unsere zwei Vermissten noch nicht zurückgekehrt?" "Welche zwei Vermissten?", fragte Ruffy neugierig. "Na, Zorro und Sanji!" Beim Namen "Sanji" bemerkte Ruffy seinen Hunger wieder. "Oh, nein!", brüllte er verzweifelt. "Was ist?", fielen sich die anderen drei, gegenseitig ins Wort. "Wir haben unseren Schiffskoch verloren! Was sollen wir nur ohne ihn tun! Ich werd' noch vor Hunger umkommen!" "Flipp' nicht gleich aus Ruffy! Die beiden sind sicher gleich hier.", versuchte Lysop den Hungernden zu beruhigen. Doch dieser hörte nicht auf ihn: "Wir müssen Suchtrupps ausschicken bevor noch 'was passiert!"
Nami, Chopper und Lysop versuchten alles in ihrer Macht stehende, doch er war nicht mehr zu halten. Schließlich gaben sie nach. "Okay, Ruffy. Wir werden sie suchen gehen." Mit dieser Aussage Namis, ließ sich der Junge zufriedenstellen und hörte auf zu schreien und wild im Kreis herumzulaufen. Nami war ihm deswegen dankbar und musste sich somit nur noch mehr mit Lysop herumschlagen, denn dem, gefiel der Vorschlag, der Navigatorin, überhaupt nicht. "Wir können sie nicht suchen gehen. Es ist doch schon dunkel, da seh'n wir ohnehin nichts. Und Zorro und Sanji wollen sicher nicht, dass wir uns unnötig in Gefahr begeben.", stammelte dieser hilflos. Doch auch dieses Problem war zu Namis Überraschung schnell gelöst. Es genügte jedeglich ein Grinsen von Chopper und ein Pfiff, der einem Vogel ähnelte und schon beugte sich Lysop der "Gewalt" seiner Freunde. Nun waren alle einverstanden und sie machten sich auf die Suche.
Als sie beim Dschungel ankamen, trennten sie sich und liefen in verschiedene Richtungen davon.
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Lebenszeichen
6.Kapitel: Lebenszeichen
"Zorro!! Sanji!! Wo seid ihr?", Nami suchte nun schon eine kleine Ewigkeit nach den zwei fehlenden Crewmitgliedern. Doch bis jetzt hatte sie nicht einmal eine Spur von den beiden entdeckt. Was zu verstehen war, weil sie sich in der Dunkelheit kaum zurechtfinden konnte.
Ruffy ging es nicht anders, als der Navigatorin. Er konnte sich einfach nicht erklären wo seine Freunde geblieben waren. Hoffnungsvoll zog er seinen Hals meterhoch, bis über das Blätterdach des Dschungels, um sich so einen besseren Ausblick zu verschaffen. <Niete! Das Blätterwerk ist zu dicht. Da seh' ich nicht hindurch.> enttäuscht ließ er seinen Hals wieder zurückschnalzen.
An Lysops Suche schien etwas schief gegangen zu sein. Nicht nur, dass er bereits zum dritten Mal an ein und demselben Baum vorbeigelaufen war, so fand er sich nach bereits einer halben Stunde am Strand wieder. Dabei ließ sich aber nicht feststellen, ob er das mit Absicht machte oder nicht.
Chopper hingegen hatte es durch seine Elchaugen leichter, als die anderen und Dank des Rumbleball(schreibt man das so?) lief er auf vier Hufen durch den Urwald. Das beschleunigte die Suche immerhin.
"Gib auf, bevor du's bereust!", Zorro hatte es geschafft Sanji in die Mangel zu nehmen. Dieser bemerkte erst jetzt, dass sein Gegner ihn langsam zu einer gewaltigen Felswand drängte.
Zorro und Sanji hatten während ihrem Kampf nicht mitbekommen, wie sie sich immer mehr den zwei Bergen, der Insel, näherten. Doch Zorro, der es als Erster realisierte, wusste wie er seinen Vorteil gegenüber Sanji nutzen konnte. Er hatte schon dafür gesorgt, dass dem Koch nur mehr eine einzige Fluchtmöglichkeit übrig blieb, doch selbst die, so war sich der Schwertkämpfer sicher, würde sein Rivale nicht annehmen.
"Wer ist da?" Nami fuhr erschrocken zusammen, als sie ein Rascheln vernahm. Instinktiv holte sie ihren Stab unter ihrem Shirt hervor und klappte ihn auseinander. "Ich fragte wer ist da?" schrie Nami laut in die Richtung, aus der das Rascheln kam, als ihr keine Antwort gegeben wurde. "Zeig dich!", mit diesen Worten stellte sie sich in Kampfposition.
"Beruhig' dich Nami! Ich bin's doch nur." Chopper kam aus einem, der vielen Gebüsche, hervor. "Achso du, Chopper! Hast du mir vielleicht einen Schrecken eingejagt.", erleichtert senkte die Navigatorin ihre Waffe. "Tut mir Leid, das wollt' ich nicht." "Ach, ist schon gut. Vergiss es einfach.... Sag mal... Hast du schon 'was von Sanji und Zorro entdeckt? Irgendeinen Hinweiß oder so?" "Nein, leider nicht. Ich wundere mich schon die ganze Zeit, wie weit die gekommen sind." , musste Chopper seine Freundin enttäuschen. "Bis ans andere Ende der Insel vielleicht?", Nami versuchte die Situation mit einem gespielten Lächeln aufzulockern, doch es schien ihr nicht so recht zu gelingen. Sie wusste, dass der Elch die selben Befürchtungen hatte wie sie. <Sie können doch nicht einfach so verschwunden sein. Was, wenn ihnen was zugestoßen ist?> die Orangehaarige fühlte, dass etwas nicht stimmte. Ihr war ganz unbehaglich zu Mute.
Plötzlich horchte Nami auf. "Hast du das auch gehört, Chopper?" "Ja, sogar ganz deutlich. Es klang wie das Zusammentreffen von Schwertklingen in einem Kampf." <Zorro>, Nami fiel ein Stein vom Herzen. "Das ist bestimmt Zorro!" < Das kann nur Zorro sein!>, das Mädchen war sich ihrer Erkenntnis absolut sicher. <Aber mit wem kämpft er? Ich dachte diese Insel ist unbewohnt. Und wo ist dann Sanji, wenn die beiden doch zusammenbleiben sollten?>, sie konnte es sich nicht erklären. "Von welcher Richtung kam das, Chopper?" "Nordwestlich." "Dann lass uns schau'n ob wir da hin kommen." und schon lief die Navigatorin davon. "Warte Nami!", Chopper hatte sie bereits eingeholt und galoppierte neben ihr her. "Was ist?" "Ich bin viel schneller. Komm spring auf!" Nami sah ein, dass sie so, viel eher bei Zorro waren und ihm, wenn nötig, helfen konnten. So sprang sie auf den Rücken des Elches, umklammerte mit beiden Händen sein Geweih und los ging's.
Mit rasanter Geschwindigkeit pirschte Chopper, mit Nami, durch den Dschungel, Nami selbst, stets darauf bedacht nicht das Gleichgewicht zu verlieren.
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Die Zeit läuft
7.Kapitel: Die Zeit läuft
"Das gibt's nicht! Schon wieder dieser verflixte Baum!" Lysop war nun schon zum fünften Mal an dem riesigen Affenbrotbaum vorbeigelaufen. (also war es nicht absichtlich) <Ich geb's auf. Sollen doch die anderen weitersuchen. Ich, für meinen Teil, kehr' lieber zum Schiff zurück. Dort verirre ich mich wenigstens nicht. Außerdem muss doch jemand auf die FlyingLamp aufpassen.> Nun läuteten bei Lsyop die Glocken. "Ja, genau. Das ist es! Jemand muss auf unser Schiff Acht geben. "Lysop, was bist du nur für ein cleveres Kerlchen", die Langnase freute sich über ihren genialen Einfall und überschüttete sich selbst mit Komplimenten.
"Sanji!!!!! Wenn du dich nicht bald meldest, dann kannst du was erleben!!!!" Ruffy war stinksauer auf den Koch der FlyingLamp, weil dieser ihn so lange auf die Folter spannte. <Es hätte schon längst Abendessen geben müssen. Langsam schwinden meine Kräfte und mein Magen hört einfach nicht auf, zu knurren.> Plötzlich blieb der Strohhutjunge vor einer großen Palme stehen und starrte begierig nach oben. "Kokosnüsse! Mmmhhhh, lecker! Die kommen mir gerade Recht." Ruffy dehnte seine Arme, holte sich eine der köstlichen Früchte herunter und begann sie herzhaft zu verschlingen. An seine Aufgabe dachte er schon gar nicht mehr.
Sanji suchte verzweifelt nach einem Ausweg, aus der misslichen Lage, in der er sich befand. Doch Zorros Grinsen verriet ihm, dass er keine Chance hatte. Er konnte nur mehr eines tun. Über den Schwertkämpfer hinwegspringen. <Das schaff' ich nicht. Mit meiner Beinverletzung kann ich ja kaum mehr gerade steh'n, geschweige denn, springen.> Sanji wusste nun auch, dass es aussichtslos war. <So ein Mist! Ich sitz' in der Falle!>
"Schneller Chopper! Was ist wenn sich Zorro in Gefahr befindet? Wir müssen ihm helfen!" Nami wollte es nicht wahrhaben, dass sie selbst, nichts zu Zorros Rettung beitragen konnte. Zumindest nicht im Moment. "Ich lauf doch schon so schnell ich kann! Ehrlich Nami, schneller geht's nicht.", Chopper glaubte vor Erschöpfung fast zusammenzubrechen, doch er durfte nicht aufgeben. Nicht wenn es um seine Freunde ging!
"Der tapfere Kä'pten Lysop verteidigt furchtlos, sein Schiff gegen Angreifer!" Lysop war wieder bei der FlyingLamp angekommen und posierte nun heldenhaft auf der Galeonsfigur. Nach einigen Drohungen die er in die Nacht hinausrief, wie "Kommt nicht näher, oder ihr werdet Kä'pten Lysop kennenlernen!" oder "Jeder der dieses Schiff auch nur anfassen sollte, wird von mir, Kapitän Lysop, höchstpersönlich, bestraft!", begann er auch noch zu singen: "Kapitän Lysop und seine Mannschaft befahren die See. Ruffy mit dem Strohhut und Chopper das Reh." <Tut mir Leid Chopper, aber das reimt sich nun einmal auf "See"> entschuldigte sich der Lügenpirat, in Gedanken, bei seinem Freund.
"Man, bin ich satt. Dieser kleine Snack hat mir gut getan! Jetzt nur mehr ein kurzes Schläfchen und schon bin ich wieder fit." Ruffy ging es nach der zehnten Kokosnuss endlich besser und beschloss sich eine Runde auf's Ohr zu hau'n. Er machte es sich am Fuße der Kokosnusspalme bequem, zog seinen Hut tief ins Gesicht und schlief ein.
"Ahhh!", der Schmerzensschrei des Schwertkämpfers hallte im Dschungel wieder. Sanji hatte es geschafft Zorro ein zweites Mal, auf seine verletze Hand, zu schlagen. Doch er musste mit Enttäuschung feststellen, dass ihm das, nicht sonderlich viel brachte, denn Zorro fing sich rasch. Zu schnell für Sanjis Geschmack, denn dieser konnte sich dadurch nicht aus Zorros Falle befreien. Das einzige was sich durch diesen Schlag änderte, war, dass Zorro an Schnelligkeit zulegte und ihn immer mehr nach hinten drängte.
"Chopper! Hör mal! Das Schwertgeklirre wird immer lauter, wir sind bald da!" "Du hast Recht Nami. Das heißt wir befinden uns auf dem richtigen Weg! Lange kann es nicht mehr dauern."
"Hoho, drei Schwerter für Zorro und Sanji ist auch mit von der Partie." Lysop fing immer lauter an, sein "ach so tolles" Lied zu singen und hüpfte vergnügt im Kreis. Ob er wohl "tanzen" darunter verstand?
Ruffy war in der Zwischenzeit endgültig im Land der Träume angelangt: "RRRRRRRRRzzzzzzzzzzzzzzzzRRRRRRRRRRRRzzzzzzzzzzzz"
Sanji spürte bereits wie der kalte Stein hinter ihm lauerte. Allmählich wurde es knapp für ihn. Seine einzige Hoffnung, diesen Kampf heil zu übersteh'n bestand darin, wenn er kapitulierte.
"Kannst du schon 'was erkennen, Chopper?" Auf Namis Frage hinauf, kniff der Elch die Augen zu feinen Schlitzen zusammen, um so, besser sehen zu können. "Nein Nami, tut mir Leid." "Schade.", enttäuscht senkte die Navigatorin den Kopf. "Oder.... Wart 'mal." Blitzartig blickte das Mädchen wieder geradeaus. "Da Vorne!" Chopper schien etwas entdeckt zu haben. "Ja? Sag' schon! Was siehst du?" "Schatten!"
"Dann kommt noch die schöne Nami, denn sie ist uns're Navigatorin. Und ich der tapf're Käp'ten..."
"RRRRrrrrrrrrzzzzzzzzzzzrrrrrrrzzzzzzzzzzzzRRRrrrZZZZZZzzz"
<Aufgeben? Ich soll gegenüber Zorro aufgeben?>
"Schatten?" "Ja, dunkle Umrisse mit schnellen Bewegungen. Menschliche Umrisse! Soweit ich es erkennen kann, dürften es zwei Männer sein." "Bitte Chopper! Bitte streng dich an! Ist einer der beiden Zorro oder Sanji?"
"....schlag' jeden Feind k.o."
"zzzzzzRRRRzzzzzzzzzzzzzzzzzzzrrrrrZZZZzzzzzz"
"Nicht nur einer der beiden. ES SIND BEIDE!" "Waaaas?", Nami konnte nicht begreifen was sie da eben gehört hatte. "B..B...BEIDE?! Wie ist das möglich? Sie können doch nicht.... Sie dürfen doch nicht....... Das kann nicht sein!" "Ich muss dich enttäuschen Nami. Sanji und Zorro kämpfen wirklich gegeneinander. Meine Augen belügen mich nicht."
Für Nami brach eine Welt zusammen. <Wie können sie nur....? Warum...? Wesshalb...?>
<Das kann ich nicht...., Nami, wenn du wüsstest...> Es war soweit. Das, wovor sich Sanji die letzten Minuten gefürchtet hatte, hatte sich bewahrt. Hilflos stand er an der Felswand an. Konnte nicht zurück und nicht nach vorne. Schon stand Zorro vor ihm und hielt ihm seine Schwertklinge an die Kehle.
"Lalalalala Lalala"
"zzzzzzzRRRRRRzzzzzzzz"
<Warum musstest du Recht haben, Chopper. Warum nur?> Nun konnte auch Nami die beiden Kämpfenden sehen. Den einen, starr an einer Wand anstehend, den anderen, siegessicher ein Schwert, auf sein Gegenüber, richtend. "Chopper!!!!! SCHNELLER!!!"
"Ich sag's zum letzten Mal! Gib auf!!!!" < Nein.... Ich kann nicht... Ich will nicht... Verzeih' mir Nami!> Sanji rang mit sich selbst. "GIB AUF!!!!" "NEIIIIIIIIN!!!! NIEMALS!!" "Wie du meinst.." Zorro holte zum Schlag aus.....
"LALALA"
"RrrzzzRrzzzz"
" Nicht Zorro!!! SANJI!! ZORRO!! HÖRT AUF!" Nami und Chopper durchbrachen das letzte Dickicht vor den beiden Kämpfern.
....und schlug zu. Da stellte sich ihm Nami in den Weg. Mit beiden Händen ihren Stab umklammert, stand sie schützend vor Sanji. Doch es war zu spät. Zorro konnte die Wucht des Schlages nicht mehr rechtzeitig aufhalten. So kam, was keiner wollte, dass es geschah.
"NAMIIIIII!!!!!", die Schreie der drei Jungs dröhnten einige Zeit durch den gesamten Dschungel, bis sie schließlich verstummten.
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Zeitlos
8.Kapitel: Zeitlos
Alles ging so verdammt schnell. Viel zu schnell....und doch....
....waren die nächsten paar Sekunden für alle, wie ein Alptraum, denn sie hatten kein Gefühl mehr, für Zeit und Raum. Sie nahmen das, was sich vor ihrem Auge abspielte, wie im Zeitlupentempo war. Für sie dauerte dieser eine kurze Moment, wie mehrere Stunden. Zu lang. Viel zu lang. Es war so viel Zeit in diesem Augenblick verpackt, dass jedem einzelnen hunderte von Gedanken auf einmal durch den Kopf schwirrten. <Was hab ich getan?>..... <Namiii!!>..... <Oh, nein! Wie konntet ihr zwei, ihr das nur antun.>........
Klappernd fiel Namis Stock zu Boden, wurde durch den Aufprall einige Zentimeter wieder in die Luft gehoben und kam schließlich liegend zum Stillstand. Chopper sprang in ihre und Zorros Richtung. Sanji ließ Zorros Schwert ebenfalls fallen. Klirrend kam es auf der harten Erde auf und blieb liegen. Zorro stand mit seinen Schwertern wie erstarrt da. Eines der Klingen wies helle Blutspuren auf. Da riss Chopper, der sich in einen Halbmenschen verwandelt hatte, den Schwertkämpfer zu Boden, um so Nami zu retten. Doch diese sackte bereits auf die Knie, den Kopf gesenkt. Die linke Hand presste sie auf die rechte Seite ihrer Taille und mit der Rechten stützte sie sich am Boden ab, um nicht umzukippen. Alle Auge waren auf sie gerichtet. Die von Sanji, der hinter ihr stand, die von Zorro, der seitlich vor ihr lag und die von Chopper, der auf Zorro lag. Und dann war da noch dieses Gefühl. Dieses Gefühl wie die Zeit verging. Minuten verstrichen. Keiner bewegte sich. Stunden vergingen. Keiner hatte mehr Gedanken. Und schließlich blieb die Zeit ruckartig stehen. Alle waren zu Säulen erstarrt. Keiner zeigte auch nur das geringste Anzeichen auf Leben, sie wagten es nicht einmal mehr zu atmen. Stille. Selbst der Dschungel um sie herum schien so unwirklich. So leise. Sogar der Wind hatte aufgehört durch die Bäume zu wehen, um die Blätter zum Tanzen zu bringen. Wo waren die Sterne geblieben? Dunkelheit...... oder?........Oder war es nur Einbildung? Keiner vermochte mehr zwischen Traum und Realität oder einfach nur Zeitlos und leerem Raum zu unterscheiden. Stille. Dunkelheit. Leblosigkeit.
"......."
*hüstel* "......." *hüstel* *hüstel* Sanji, Zorro und Chopper wurden in die Wirklichkeit zurückgeholt. In die Wirklichkeit, in der Zeit existierte. Sie weiteten ihre Augen und warteten weiter ab. Noch immer auf Nami starrend. Diese hatte leicht zu Husten begonnen und ihre linke Hand zusammengekrampft. Ihr weißes T-schirt, darunter, färbte sich dunkelrot. Die Navigatorin biss sich auf die Unterlippe, um nicht vor Schmerzen loszuschreien.
Da zeigte endlich einer der drei anderen Reaktion. Sanji ließ sich hinter Nami auf die Knie fallen, den Blick zu Boden haltend. Er konnte sie nicht anschauen, er konnte sie nicht ansprechen, nein, er konnte sie nicht einmal berühren. Da ließ Chopper von Zorro ab, nahm seine normale Gestalt wieder an und kniete sich vor seine Freundin. Der Schwertkämpfer selbst, richtete sich langsam auf, den Rücken zu den anderen gewandt, und suchte seine Schwerter zusammen. Auch er konnte Nami nicht unter die Augen treten.
"Nami?", Chopper sprach als Erster. Jedoch leise. So als glaubte er, wenn er lauter fragen würde, dann würden sie alle wieder in diesen zeitlosen Raum zurückfallen. "Nami? Was ist mit dir? Sag' doch was...bitte.." Nami richtete ihren Oberkörper leicht auf und lächelte dem kleinen Elch ins Gesicht. Chopper war verwirrt. War es ein trauriges Lächeln, ein gequältes oder ein ausdrucksloses? Vielleicht von jedem etwas? Er wusste es nicht zu deuten. Plötzlich tastete Nami, mit ihrer rechten Hand, den umliegenden Erdboden ab. Sie schien auf der Suche nach etwas zu sein. <Ihr Stab! Chopper ihr Stab!> Sanji bekam alles aus den Augenwinkeln mit, konnte sich aber nicht bewegen. Oder wollte er nicht? Doch Chopper war von allein darauf gekommen und schob der Navigatorin ihre Waffe zu. Dankbar, mit einem weiteren Lächeln zu Chopper, nahm sie ihn an sich und stellte ihn neben sich auf. Nach einem weiteren kleinen Hustenanfall, der Chopper, Sanji und Zorro zusammenzucken ließ, versuchte sie, an ihrem Stab abgestützt, aufzustehen.
Sanji lief eine Träne, die linke Wange hinab, fiel zu Boden und versickerte in der Erde. <Wie tapfer sie doch ist....> Er konnte Namis Anblick nicht ertragen. Nicht nachdem was passiert war.
Nami fiel zu Boden. Chopper wollte ihr zu Hilfe eilen, doch sie winkte ab: "Ich schaff' das schon." Sie gab nicht auf und probierte es ein zweites Mal. Ihre Knie bebten unter der Anstrengung und ihre Wunde schmerzte höllisch. Doch sie zeigte keine Schwäche. Da! Sie hatte es geschafft! Sie stand. Zwar etwas zittrig und nicht ganz aufrecht, aber das war ihr egal.
Chopper, Sanji, ja selbst Zorro, der sich noch immer nicht umgedreht hatte, warteten was nun geschehen würde. Vor allem die Beiden, die sich gerade noch duelliert hatten, fühlten die Angst, die in ihnen hochstieg. Die Angst vor dem Bevorstehenden.
Nami wollte ein paar Schritte in die Richtung machen, aus der Chopper und sie gekommen waren. Sanjis und Zorros Angst um Nami stieg weiter, sie hatten es befürchtet, dass sie so reagierte. Ohne ein Wort zu sagen. Einfach davonzulaufen. Doch das Mädchen musste vor Schmerz innehalten. Sie verkrampfte ihre Hand, an der nun auch Blut klebte, immer mehr. So als könne sie Schmerz mit Schmerz besiegen. Chopper entging das natürlich nicht und bemerkte erst jetzt, dass sie verletzt war. "Nami, was...? Lass mich mal seh'n!", er wollte gerade Namis Hand wegnehmen, als diese seiner Bewegung auswich. "Nein, Chopper.", sagte sie kaum hörbar, mit schüttelndem Kopf. "Aber Nami, du.." Doch sie unterbrach den Elch, mitten im Satz: "Ich sagte NEIN!" Das war zuviel für Zorro: "Jetzt hör schon auf ihn!" brüllte er, ohne sich umzudrehen. Nami fuhr erschrocken zusammen."Du sollst auf ihn hören!", Zorro warf den Kopf in den Nacken und blickte zum Himmel empor, "Verdammt Nami, du bist verletzt!" <Ich muss es ja wissen. Ich hab es gespürt. Es war schließlich meine Klinge!>
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Freunde?!
9.Kapitel: Freunde?!
"Sag' du mir nicht was ich zu tun habe!", schrie Nami zurück. Zorro drehte sich erschrocken zu ihr um. "Aber Nami, mein Engelchen Zorro hat..." Sanji hatte sich endlich gefasst und blickte zu Nami empor. "Klappe Sanji! Er weiß doch gar nicht was richtig ist! Und du genauso wenig! Ansonsten hättet ihr beiden Vollidioten erst gar nicht zu kämpfen begonnen!"
Sanji und Zorro wussten nicht, warum sich die Navigatorin auf einmal so aufregte. Weil Zorro sie verwundet hatte? Das wär' ihr gutes Recht, sich darüber zu beschweren, aber gleich so auszuflippen, nur weil sie gekämpft hatten? "Was geht dich das überhaupt an? Du kannst uns nicht verbieten zu streiten!" Zorro hat sich von Namis Gebrülle mitreißen lassen, doch schon kamen ihm Zweifel auf, ob es richtig war sie so anzufauchen. <Mist! Schon wieder rast' ich ihr gegenüber aus. Sie kann doch nichts dafür. Warum muss ich nur immer so überreagieren?> Nami kam so richtig in Fahrt: "STREITEN? Das nennst du "streiten"? Kapiert ihr zwei denn noch immer nicht was hier fast passiert wäre?" "Misch dich nicht ein Nami! Das geht dich nichts an!" <Verdammt! Ich kann mich ihr gegenüber einfach nicht beherrschen.> "Ich soll mich nicht einmischen? Einer muss euch, zwei Trotteln, doch die Augen öffnen! Zorro, Sanji, ihr hättet euch fast gegenseitig umgebracht!!"
<Das meinte sie also.> Zorro und Sanji fühlten sich, als hätten sie eben einen Schlag auf den Hinterkopf bekommen, der ihr Gehirn blitzartig wieder zum Laufen brachte. So hatten sie ihren Kampf noch nicht betrachtet. Beide blickten sich betreten an. <Sie hat Recht! Was hätt' ich nur fast getan?>, der Schwertkämpfer sah seinen Fehler ein. Auch Sanji bekam nun endlich den Überblick: < Wenn sie sich nicht dazwischengestellt hätte, dann wär' ich jetzt......> Weiter wollte er nicht denken.
Nami liefen einzelne Tränen übers Gesicht. Hörbar leiser sprach sie weiter: "Wir sind doch eine Mannschaft. Ein Team. Freunde. Und Freunde bringen sich doch nicht um, oder?" Die beiden Jungs benickten ihre Frage stumm. "Na seht ihr! Egal über was ihr gestritten habt, es kann doch nicht so wichtig sein, dass ihr euch auf einmal so hasst. Es darf einfach nicht so wichtig sein!" Nami begann leise zu weinen. Wie gerne würde sie jetzt von jemandem im Arm gehalten und getröstet werden! Doch es war keiner da, der das im Augenblick für sie tun konnte. <Warum musstet ihr euch so zanken? Gerade ihr beiden. Warum macht ihr es mir so schwer? Warum nur?> Immer mehr Tränen rollten ihre Wangen hinab.
< Ach, Nami, wenn du wüsstest....> Zorro war sich nicht sicher, ob er wegen Liebe gleich so auf einen Freund losgehen durfte. <Moment 'mal! Liebe? Ich....? Ich...? Ich empfinde für Nami?> fassungslos stand er da. Das war viel zu viel auf einmal für ihn. Sein Kopf dröhnte bei der großen Menge an Gedanken. Doch er wusste es. <Ja.> Endlich gestand es sich Zorro ein, dass er Gefühle für die Navigatorin hegte. Aber was ist mit ihr? Hatte er überhaupt noch eine Chance bei ihr? Nach allem was geschehen war?
"Wisst ihr...?", begann Nami von neuem, kaum noch Kraft in ihre Stimme legend. "Wisst ihr eigentlich....?" Zorro und Sanji hatten das Gefühl, die Navigatorin wollte ihnen etwas wichtiges mitteilen. Etwas, was ihr am Herzen lag. Geduldig warteten sie bis Nami ihren Satz zu Ende gesprochen hatte, aber sie tat es nicht. Stattdessen drehte sie sich um, sagte: "Lasst uns zum Schiff zurückkehren." und begann, noch immer fest ihren Stab umklammert, zurück zur FlyingLamb zu gehen.
Zorro, Sanji und Chopper blieben zurück. Der Schwertkämpfer und der Smutje waren etwas enttäuscht über den nicht vollendeten Satz und wussten nicht was sie jetzt tun sollten.
Sekunden verstrichen. Schließlich folgte Zorro Nami und auch Chopper wollte sich gerade dazu aufmachen, als ihn Sanji bittend ansah. "Könntest du vielleicht....." Doch der Elch verstand bereits, verwandelte sich wortlos in einen Halbmenschen und half Sanji auf die Beine. Den Koch stützend, machten er sich nun auch auf den Weg. So schnell es Sanjis Beinverletzung zuließ.
Zorro hatte Nami bereits eingeholt, was ja kein Wunder war, da sie ohnehin nicht so schnell vorwärts kam. Ohne etwas zu sagen, nur manchmal einen Blick auf ihre Wunde werfend, ging er neben ihr her.
"Nanu? Wo bin ich den hier?" Ruffy erwachte endlich aus seinem Schläfchen, unwissend was davor geschehen war. "Hhhhhm? Was mach ich hier eigentlich?" Verwirrt rückte er seinen Hut zurecht, stand auf und sah sich um. Dabei entgingen ihm die am Boden liegenden Kokosnussschalen natürlich nicht. <Welcher Fresssack hat den die gegessen?> meinte er kopfschüttelnd über die beachtliche Menge zu seinen Füßen. "War irgendetwas was ich zu tun hatte? Naja, es fällt mir sicher schon wieder ein." und so marschierte er, ohne auch nur die leistete Ahnung zu haben, in welche Richtung er laufen musste, durch den Dschungel.
Gespenstisch lag die FlyingLamb am Sandstrand der Insel auf. Wobei die ruhige und schwarze Nacht dazu beitrug die Gegend zu verfremden. Lysop hatte es in der Zwischenzeit aufgegeben weiter zu singen und zu tanzen. Angsterfüllt ließ er seine Blicke über den Strand und den Urwald wandern. <Da ist nichts Lysop.>, versuchte er sich selbst zu beruhigen, doch er zog es trotzdem vor unter Deck zu gehen. <Man kann ja nie wissen.>
"Nami? Du,.... ich....." "Sag' jetzt bitte nichts Zorro." Nickend blickte der Schwertkämpfer wieder zu Boden. <Ich wusste es. Sie ist wütend auf mich. Sie wird höchstwahrscheinlich nie wieder ein Wort mit mir sprechen.>
Auch bei Chopper und Sanji herrschte bedrückte Stimmung. Seit sie aufgebrochen waren, hatten sie kein Wort mehr miteinander gewechselt. Beide starrten schweigsam Namis und Zorros Umrissen hinterher.
Ruffy lief noch immer vergnügt durch die Dunkelheit. Als sich plötzlich sein Magen meldete. "Ohhh! Hab' ich einen Kohldampf!" Mit leidender Gesichtsmiene hielt er sich den Bauch. <Hunger..... Sanji.......Abendessen....> <Hä? Sanji?> Langsam dämmerte dem Strohhutjungen was er im Dschungel zu suchen hatte. <Stimmt ja! Ich muss Sanji und Zorro finden!>, gleichzeitig schlug er sich mit der Handfläche auf den Kopf.
<Ja, und was mach' ich jetzt? Ich weiß' doch nicht einmal genau wo ich eigentlich bin. Egal, probier ich's halt mal mit rufen.> Und schon schrie er los. "SANJI! ZORRO! WO SEID IHR?" Er hielt kurz inne, um auf eine Antwort zu warten. Als er keine bekam, fuhr er fort: "MELDET EUCH DOCH! ZORRO!!! SANJI!!!" Wieder ein kurzer Moment der Innehaltung. "SANJI!!!!!!!!!" "Brüll' hier nicht so rum!!" Nami war hinter Ruffy hervorgetreten, dichtgefolgt von Zorro. "Nami!!" Und zu Zorro gewandt. "ZORRO!! Da bist du ja endlich. Weißt du eigentlich, dass wir dich schon die ganze Zeit suchen?" Zorro wusste es nicht. Aber wenn er so zurückdachte wurde ihm klar, dass Nami und Chopper nicht zufällig in der Nähe sein konnten, als sie den Kampf unterbrachen. Da erinnerte er sich an das, was Nami gesagt hatte: <Freunde halten zusammen. Sie helfen einander.>
"Sagt 'mal. Wo ist den Sanji? Hast du ihn etwa nicht gefunden, Nami?" "Doch hat sie." Chopper trat nun ebenfalls mit Sanji zu den drei anderen. "Sanji! Was hast du?" Erst jetzt bemerkte Ruffy in welch' schlechter Verfassung sich seine Mannschaft befand. "Wie seht ihr denn überhaupt aus? Was habt ihr gemacht?" Keiner antwortete. Schließlich ging Nami, ohne ein Wort zu erwidern, an Ruffy vorbei und setzte ihren Weg fort. Der Kapitän der Strohhutbande blickte ihr irritiert hinterher. Dann, zu den anderen gewandt, fragte er: "Was hat sie denn?"
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Eine wütende Navigatorin?
10.Kapitel: Eine wütende Navigatorin?
"Lass sie in Ruhe, Ruffy. Am besten du sprichst sie heute nicht mehr an." musste Zorro den Strohhutjungen enttäuschen. "Aber..." "Nein Ruffy. Tu das, was Zorro gesagt hat." Sanji stimmte dem Schwertkämpfer zu und selbst Chopper wich Ruffys fragenden Blicken aus. Der Kapitän der FlyingLamb wusste nun, dass er lieber schweigen sollte. <Irgendetwas muss geschehen sein. Sie benehmen sich so eigenartig. Was kann das nur gewesen sein?> Mit diesen Gedanken trottete er hinter den anderen her, bis sie schließlich bei ihrem Schiff angelangt waren. Nami schien bereits unter Deck zu sein, denn sie konnten weit und breit nichts von ihr erkennen.
Und tatsächlich. Die Navigatorin ging gerade den Flur zu ihrem Zimmer entlang, als ihr Lysop über den Weg lief. Er war dabei das Jungenzimmer zu verlassen, da er Schritte an Board gehört hatte. Freudig wollte er Nami erzählen, wie tapfer er das Schiff bewacht hatte, doch diese hatte zur Zeit keine Nerven mehr dafür. Noch während Lysop in seine Erzählungen vertieft war, betrat sie ihr Zimmer und verschloss die Tür. Die Langnase war dadurch ziemlich eingeschnappt und zog beleidigt Richtung Küche ab. Als er die Kombüse erreichte, waren die anderen bereits versammelt. Chopper war gerade dabei, Sanji loszulassen und seine ursprüngliche Gestalt anzunehmen, während sich dieser auf einem Stuhl, gegenüber Zorro, niederließ. Ruffy stand, in seine Gedanken versunken, mitten im Raum herum.
"Hallo Leute! Da seid ihr ja endlich! Wisst ihr was mit Nami los ist? Ich war gerade dabei ihr etwas zu erzählen, doch sie ist wortlos an mir vorbei gegangen.", fragte Lysop in die Runde. Doch niemand schien sich sonderlich für ihn zu interessieren, was ihn nur noch beleidigter stimmte.
Nami hatte ihr blutverschmiertes Shirt bereits ausgezogen und machte sich daran, ihre Wunde zu reinigen. Zorro hatte sie übel erwischt. Ein tiefer Schnitt zog sich, schräg unter ihrer rechten Brust, bis hinunter zu ihrer Taille. Die Verletzung schmerzte höllisch und brannte beim Reinigen. Nami konnte sich kaum mehr aufrecht halten und so lies sie sich, nach dem Säubern, auf ihr Bett nieder. Sie zeriss eines ihrer sauberen T-shirts, verband sich damit ihren Bauch, so gut es ging, und zog ein "heilgebliebenes" Hemd darüber. Sie wusste, dass sie das nicht öfters machen durfte, aber im Moment blieb ihr nichts anderes übrig, denn sie wollte keinem von der Crew unter die Augen treten. Irgendwann würde sie sich schon Verbandszeug von Chopper holen, so war sie sich sicher.
Plötzlich klopfte jemand an ihre Tür. Nami fuhr erschrocken zusammen. "Wer ist da?" "Ich bin's Nami, Chopper. Könntest du mir vielleicht bei etwas helfen?" "Wobei?" "Nunja, ähem, ich weiß du möchtest zwar nicht....", Chopper versuchte um den heißen Brei zu reden, was ihm aber Nami nicht durchgehen ließ. Genervt fragte sie ein zweites Mal: "WOBEI?" "Beim Verarzten von Sanji und Zorro." "Ruffy und Lysop sind auch noch da. Frag' doch die!" Warum war sie nur so schroff zu dem kleinen Elch? Er konnte ja nun wirklich nichts dafür! "Schon, aber das ist doch das Problem. Es sind RUFFY und LYSOP. Verstehst du was ich meine?" Nami verstand. "Alleine schaff' ich das nicht. Bitte." Die Navigatorin verspürte nicht den Drang danach ihr Zimmer zu verlassen, aber sie konnte es Chopper nicht antun, die Probleme der ganzen Mannschaft auf sich zu nehmen. So schloss sie wiederwillig ihre Zimmertür auf und folgte ihm zur Küche. Auf dem Weg dorthin fragte sie aber noch: "Warum brauchst du mich eigentlich dafür? Du hast es ja sonst auch immer alleine geschafft." "Es ist so, es geht nicht direkt übers Verarzten, sondern darüber sich verarzten zu lassen." Letzteres betonte er besonders sorgfältig und schenkte Nami einen sorgsamen Blick. Nami wusste was Chopper damit ausdrücken wollte. "Zorro hat mich doch nicht so schlimm erwischt, wie's aussah. Der kleine Kratzer verheilt schnell.", log sie und sah das Chopper davon nicht so Recht überzeugt war. Doch er erwiderte nichts. Er kam nur auf Sanji und Zorro zurück. "Weißt du Nami, die beiden machen sich schreckliche Vorwürfe dir gegenüber. Und sie sind nun mal so stur und lassen mich nicht meine Arbeit machen." "Und was kann ich daran ändern?" "Ich glaube auf dich hören sie." "Wie du meinst, ich kann's ja 'mal versuchen. Aber versprechen kann ich dir nichts". Danach traten Nami und Chopper ein.
Alle, in der Kombüse versammelten, Crewmitglieder sahen neugierig zu ihrer Navigatorin. Diese jedoch blieb kurz nach der Tür stehen und wich ihren Blicken aus. <Jetzt reiß dich zusammen Nami! Du hast Chopper gesagt du würdest ihm helfen! Warum lässt du dich dann von den Jungs so verwirren? Das war dir doch sonst auch egal!> Nami wusste nicht warum sie ihre Freunde nicht anblicken konnte. Erst jetzt fiel ihr auf, dass sie sich seit geraumer Zeit irgendwie anders verhielt. Vor allem Sanji und Zorro gegenüber. Bei Ruffy wusste sie, dass es nur Freundschaft war. Genauso wie bei Lysop und Chopper, aber bei den anderen beiden? Verwirrt schüttelte sie den Kopf, sie hatte keine Ahnung was mit ihr nicht stimmte.
"Nami könntest du mir bitte helfen?", Chopper riss die Navigatorin aus ihren Gedanken. Etwas überrascht blickte sie zu ihm. "Ähm...ja, klar." Zuerst einmal schob sie Ruffy und Lysop aus dem Raum, denn sie standen eigentlich nur im Weg. Dann wandte sie sich Chopper zu. Dieser hatte bereits seine Medizintasche geholt und fischte daraus Verbände, Desinfektionsmittel und anderes Zeug heraus.
Als erster wurde Sanji versorgt. Was nicht so leicht war, weil er, wie Chopper bereits gesagt hatte, sich nicht verarzten lassen wollte. Da Nami, keine Lust dazu hatte, unnötige Minuten in der Küche zu verharren, nahm sie Chopper kurzerhand den Verband aus der Hand, kniete sich vor Sanji auf den Boden und begann sein Bein damit zu umwickeln. "Lass das Nami. Es ist nicht so schlimm, du brauchst das nicht machen.", wollte sie der Smutje abwimmeln, doch Nami zog als Antwort, den Verband nur noch enger, wobei der Koch vor Schmerz laut aufschrie und sie weitermachen ließ. Als die Navigatorin damit fertig war, übernahm Chopper Sanjis andere Verletzungen und sie selbst wandte sich nun Zorro zu. Als dieser sah, wie Nami, mit einer weiteren Rolle Verband, zu ihm schritt, stand er auf und wollte die Kombüse verlassen. Das Mädchen warf ihm darauf einen wütenden Blick zu: "Setz' dich wieder hin!" "Nein!" und damit war er zur Tür hinausgeeilt. Nami folgte ihm nach einiger Zeit der Überwindung.
Zorro stand an der Reling, den Blick zum Wasser gewandt.
Als er Nami, stehend hinter sich, bemerkte, meinte er nur, ohne sich zu ihr umzuwenden: "Verschwinde! Lass mich in Ruhe." Die Navigatorin konnte es nicht bergreifen, wie man nur so stur sein konnte: "Nein, ich werde sicher nicht gehen. Chopper hat mich extra wegen euch beiden um Hilfe gebeten. Nur weil ihr zwei Dickschädel ihn nicht seine Arbeit machen lasst." Erstaunt drehte sich Zorro nun doch zu ihr um: "Hat er das wirklich gesagt?" "So waren zumindest seine Worte." "Dieser kleine Elch...", murmelte der Schwertkämpfer leise zu sich. Aber Nami verstand es trotzdem. "Was meinst du damit? Stimmt es etwa nicht, was er gesagt hat?" "Nunja, uns hat er erzählt er würde zuerst noch nach dir und deiner Wunde sehen. Und als er dann mit dir zurück gekehrt ist, waren wir zwar froh, dass er es geschafft hatte, doch es wunderten uns, dass du dabei warst. Wir dachten du wärst gekommen, um mit uns zu reden. Wir wollten dir so vieles sagen, aber du hast uns dann nicht einmal angesehen und nur stumm Sanjis Verletzung verbunden. Wir waren ja bereit, dass Chopper uns versorgte, doch wir wollten nicht vor dir, und erst recht nicht von dir, verarztet werden. " Zorro lief ein wenig rot an. Schnell sprach er weiter, um nicht erklären zu müssen warum Sanji und er, sich Nami gegenüber, so eigenartig verhielten: "Er hat dich doch verarztet? Oder?" Nami war ihn ihre Gedanken versunken und antwortete deshalb mit etwas Verzögerung: "Ähm, ja... Natürlich." Sie wollte Zorro nicht beunruhigen und schon gar nicht wollte sie, dass er sich um sie Sorgen machte. <Chopper hat mich also angelogen. Er wollte nur, dass ich mich mit Sanji und Zorro ausspreche. Deshalb brauchte er meine Hilfe.> Die Orangehaarige wusste nicht was sie von dem Verhalten des Elches denken sollte.
Nami und Zorro sprachen eine Weile nichts miteinander. Keiner wusste so recht was er sagen sollte und das, was sie sagen wollten, konnten sie einfach nicht. Schließlich fasste sich die Navigatorin der FlyingLamb ein Herz und nahm Zorros Hand. "Was..?", der Schwertkämpfer versuchte sich aus ihrer Umklammerung zu befreien, doch das Mädchen, ihm gegenüber, hielt ihn fest. "Wenn ich schon da bin, kann ich ja gleich deine Hand versorgen." Und schon schlang sie den Verband um Zorros Handgelenk. Dieser hielt ohne weitere Fluchversuche still und sah ihr dabei zu.
"So. Fertig.", sprach Nami, als sie ihre Arbeit beendet hatte. "Danke.", mehr fiel Zorro dazu nicht ein, gleichzeitig bemerkte er, dass er sich noch nie bei der Navigatorin für etwas bedankt hatte. Auch Nami wurde das gerade in diesem Moment klar: <Hätte nie gedacht, dass ich das noch von ihm höre.> Dabei huschte ein Lächeln über ihr Gesicht. Doch es blieb nicht lange. <Über was haben die zwei eigentlich gekämpft? Was konnte sie so wild machen?> Nami wollte es wissen, vielleicht verstand sie die beiden Jungen so eher. "Du Zorro,..", begann sie. Der Schwertkämpfer blickte ihr tief in die Augen. "...worüber habt ihr, Sanji und du, vorhin eigentlich gekämpft? Was war der Auslöser dafür?" Traurig wandte Zorro nun den Blick von ihr ab. <Warum will sie das wissen? Wenn ich es ihr sage, wird sie mich womöglich nie wieder ansehen können.> Entschlossen sagte er zu ihr, ohne sie anzublicken,: "Frag das nicht Nami." "Warum nicht? Was ist so schlimm daran?" "Du darfst mich das nicht fragen! Bitte tu mir das nicht an! Ich kann es dir nicht sagen." "Ich werde es schon verstehen, glaub mir." "Nein, das wirst du nicht. Mit Sicherheit." "Woher willst du das wissen?", Nami wurde zornig. Zorro sprach ruhig weiter: "Ich weiß es eben!" "Nein! Du weißt gar nichts! Was weißt du schon über mich? Nichts!", damit lief Nami weinend davon. Zorro blickte ihr traurig hinterher. <Was weißt du schon über mich?>, die Worte der Navigatorin hallten in seinen Gedanken wieder.
Nami warf sich schluchzend auf ihr Bett. <Warum sagt er es mir nicht? Warum vertraut er mir nicht? Warum ist er immer so abweisend mir gegenüber? WARUM?> Sie begann immer mehr zu weinen. Sie konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. Sie konnte ihre Gefühle nicht mehr zurückhalten. Sie konnte nicht mehr. Sie wollte nicht mehr. War sie wirklich wütend auf Zorro? Oder auf Sanji? Oder auf alle beide? <Warum muss ich auch nur immer so ausrasten?> War sie wütend auf sich selbst? <Warum bin ich nicht geblieben und habe mich ihm gestellt?...... Weil er mich womöglich nicht verstehen würde......> Nein, sie war nicht wütend. Auf keinen.
Sie war traurig. Traurig und verzweifelt.
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Natürlich dürft ihr Fehler anpreisen. Ich bin ja nicht perfekt! Die Fehler kommen meistens dann, beim Eintippen. Denn ich bin kein Tastaturprofi und da lass ich dann schon das ein oder andere Zeichen aus oder verdrücke mich. Tut mir Leid. Aber ich sag's lieber gleich, dass ich nicht alles ausbessern werde. Nur gröbere Fehler die beim Lesen stören, denn ansonsten würd' ich die ganze Zeit vorm PC hängen... ^^
chô
Aussprache mit Missverständnissen
11.Kapitel: Aussprache mit Missverständnissen
<Was ist passiert? Bin ich etwa eingeschlafen?> Nami wachte nach zwei Stunden wohltuendem Schlaf wieder auf. Es war nun mitten in der Nacht und jeder der Strohhutbande war in seinem Bett. So schien es zumindest.
Die Navigatorin schlich sich leise ins Bad und wusch sich ihr Gesicht, um halbwegs klar denken zu können. <Da war dieser Streit mit Zorro... und wie ich weinend im Bett lag... und dann, bin ich wohl eingeschlafen.> Was kein Wunder war, nach einem so anstrengenden Tag.
Nami wusste, dass sie nicht mehr weiterschlafen konnte, dazu war sie viel zu aufgewühlt nach all' den Erlebnissen. So beschloss sie an Deck zu gehen und über einiges nachzudenken. Die frische Luft würde ihr sicher gut tun.
Im Zimmer der Jungs schliefen alle tief und fest. Moment einmal. Alle? Nein. Einer nicht. Dieser lag, mit hinter dem Kopf verschränkten Armen und offenen Augen, noch hellwach in seiner Hängematte.
Nami saß bei ihren Orangenbäumen, den Kopf zum schwarzen Himmel gerichtet, die Augen geschlossen und ließ sich die kühle Meeresbrise ins Gesicht wehen. Einzelne Haarsträhnen wogen sich im Wind. Für einen kurzen Moment wollte sie die Stille genießen und an nichts denken, ehe sie sich um andere Dinge Sorgen machen musste. Plötzlich setzte sich jemand neben sie. Nami schlug die Augen auf und erblickte Zorro, wie er die funkelnden Sterne beobachtete. "Ich kann nicht schlafen.", erklärte er, als die Navigatorin ihren Blick nicht von ihm ließ, "Und du?" "Ich auch nicht."
Da Zorro nichts auf Namis Antwort erwiderte, zog sie es vor, lieber wieder in ihr Zimmer zu gehen. Sie stand bereits, als..... "Warte Nami! Bleib hier." Zorro sah noch immer zum Himmel, Nami, ihm den Rücken zugewandt, hielt inne. "Warum?" "Ich finde.....Du hast ein Recht darauf ...." Zorro wusste nicht wie er anfangen sollte. "Ich muss mich bei dir entschuldigen.", sagte er schließlich. Damit sprach er ein ganz anderes Thema an, als er eigentlich wollte. "Es tut mir Leid, dass ich dich verwundet habe. Das wollte ich nicht."
<Ich könnte dir nicht wehtun. Niemals. Aber wie es scheint, hab ich dich vorher, als du mir die Hand verbunden hast, mehr verletzt als mit meinem Schwert.> Bei diesen Gedanken fuhr er sich über sein verletztes Handgelenk. Nami, voller Hoffnung, dass er ihr den Kampf erklärte, schloss enttäuscht die Augen. <Er kann es nicht sagen. Warum will er nicht?> "Ist schon gut Zorro. Ich spür' es kaum mehr." Eigentlich schmerzte ihre Wunde ziemlich stark, doch innerlich litt sie mehr. "Nein, das ist nicht gut!" Zorro war entschlossen ihr die Wahrheit zu sagen. "Nami, du hättest eigentlich nie mitbekommen dürfen wie Sanji und ich uns stritten. Das war nie unsere Absicht. Und dann, als du dich dazwischengestellt hattest, da....." Zorro stand auf und stellte sich hinter Nami, die noch immer die Augen geschlossen hielt. "Da traf es uns wie ein Blitz, als wir merkten was wir durch unseren Streit verursacht hatten. Wir wollten auf keinen Fall, dass jemand darunter zu leiden hat. Am wenigsten du." Letzteres brachte der Schwertkämpfer nur schwer über seine Lippen. Nami gab es einen Stich in ihr Herz, sie glaubte zu wissen, warum das alles geschehen war. Die Navigatorin drehte sich um und blickte erwartungsvoll in die Augen ihres Gegenüber: "Warum habt ihr gekämpft Zorro?" "Ich ... Wir...", der Grünhaarige konnte ihrem Blick nicht standhalten und sah zur Seite. "Warum?" Nami wusste wie sehr sie ihn damit quälte, doch sie musste es wissen. "Worüber Zorro?" Schließlich gab er leise nach: "Um dich."
Alles um Nami herum schien zusammenzubrechen. Ihre Welt zersprang bei diesen Worten. Sie war Schuld, dass die Mannschaft zeriss und sich Freunde bekämpften. Sie hatte an allem Schuld. Es war ihre Schuld. "Nami? Was ist mit dir?", Zorro blickte zu dem geschockten Mädchen, ihm gegenüber, "Sag doch was!" "Es ist meine Schuld." sagte Nami leise, den Kopf zu Boden gerichtet. Dann lief sie davon. "Nein Nami! Das ist nicht wahr! Lass mich doch erklären!" Zorro wurde klar, was er angerichtet hatte und folgte der aufgelösten Navigatorin.
Nami lief in ihr Zimmer, dicht gefolgt von Zorro, schlug die Tür zu und sperrte ab. Zorro hämmerte wild dagegen, und schrie ohne darauf zu achten, dass sie nicht die einzigen an Board waren: "Nami bitte! Mach auf und lass es mich dir erklären." Nami brüllte zurück, den Tränen wieder nahe: "Verschwinde! Du brauchst mir nichts zu erklären!!" Sie wollte nicht nochmals heulen, nicht wegen ihm, nicht wegen Sanji und erst recht nicht wegen sich selbst, doch sie konnte es nicht verhindern. Weinend sank sie zu Boden. Zorros Schläge, auf der anderen Seite, wurde leiser, langsamer, unregelmäßiger und verstummten schließlich ganz. "Nami!", damit drehte er sich um und ließ sich, den Rücken an die Holztür gelehnt, auf dem Flur nieder. <Was hab ich nur getan?!> Nun lief auch ihm, ihm Zorro der Schwertkämpfer, eine verlassene Träne übers Gesicht. Plötzlich wurde die Tür des Jungenzimmer aufgerissen und Sanji trat heraus. "Was hast du getan?", fragend sah er, den am Boden sitzenden, Zorro an.
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Tage ohne Hoffnungen
12.Kapitel: Tage ohne Hoffnungen
"Ich frage dich jetzt ein letztes mal! WAS HAST DU GETAN?", Sanji war wütend, da es den Anschein hatte, dass Zorro an Namis Verhalten Schuld war. "Ich habe ihr die Wahrheit gesagt.", mit diesen Worten stand er auf und ging zurück ins Jungenzimmer, noch bevor er darin verschwand meinte er zu Sanji, der gerade an Namis Tür klopfen wollte,: "Lass es. Es hat keinen Sinn. Nun weiß sie es und glaub mir, es ist nur besser so. Sie wird sich schon wieder beruhigen."
Doch Zorro sollte sich irren..........
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Nami weigerte sich ihr Zimmer zu verlassen. Seit Tagen hatte sie sich darin eingeschlossen und war bisher nur ein einziges Mal herausgekommen. Dieses eine Mal war der Tag darauf, als Zorro ihr den Grund für den Kampf zwischen ihm und Sanji gesagt hatte. Ruffy hatte nämlich riesigen Hunger und, da Sanji verletzt war und Chopper ihn zur Ruhe befohlen hatte, gab sie sich einen Ruck und kochte für die gesamte Mannschaft. Ließ sich aber bei keinem blicken, nicht einmal als sich die Crew dafür bedanken wollte.
Nach diesem ungewollten Freigang blieb sie in ihrem Zimmer und kam selbst zu den Essenszeiten nicht heraus. Hin und wieder aß sie ein Wenig von den Mahlzeiten die Sanji ihr vor die Tür schob. Doch meistens blieben die Teller unangerührt. Außerdem sprach sie mit keinem ein Wort und ließ ihre Wunde, die von Tag zu Tag mehr schmerzte, nicht verarzten. Schließlich drohte Zorro eines Tages ihre Tür aufzubrechen, in der Hoffnung sie würde sich wenigstens darüber aufregen, doch Nami sagte nichts. Sie schwieg weiterhin. So beließ es Zorro dabei, ohne die Tür zu beschädigen. Lysop versuchte die Navigatorin aus ihrem Schlupfloch herauszulocken, indem er wie am Spieß um Hilfe schrie. Doch ohne Erfolg. <Die würd' mich eiskalt umkommen lassen.>, war das einzige was er sich dabei dachte. Selbst Chopper versuchte sein Glück, aber auch ihm blieb die Tür des Mädchens verschlossen. Ruffy war bisher am nähersten an Nami herangekommen. Er probierte es mit dem Kommentar, was eigentlich der Wahrheit entsprach, dass er und die anderen sie selbst dann brauchten, wenn sie sich weigerte mit ihnen zu sprechen. Als Navigatorin. "Nami bitte. Du weißt doch wie aufgeschmissen wir ohne dich sind. Wir kommen sicher vom Kurs ab, wenn einer von uns ans Ruder geht." Daraufhin schloss Nami ihre Zimmertür auf und drückte dem siegessicheren Ruffy ihren Log Pass in die Hände und verschwand wieder in ihrem Schlafraum. Pech gehabt. Auch der Kapitän, der Piratenbande musste scheitern.
Auf der FlyingLamb war eine bedrückte Stimmung eingekehrt. Irgendwie vermied es jeder dem anderen über den Weg zu laufen und gesprochen wurde ohnehin nur mehr das Nötigste. Ruffy saß jetzt fast den ganzen Tag über allein auf dem Kopf der Galeonsfigur, Lysops Weg bestand darin, vom Ruder bis zum Krähennest zu laufen und wieder zurück und Chopper las die meiste Zeit seine Bücher über gefährliche Krankheiten. Wenn er einmal nicht mit Lesen beschäftigt war, so versorgte er Sanjis und Zorros Wunden, bei Namis Verletzung konnte er nichts tun, da sie ihn ja nicht anhörte. Sanji und Zorro erholten sich gut. Der Koch hinkte kaum mehr merklich und der Schwertkämpfer konnte seinen Arm bereits wieder leicht belasten, doch beide waren auffallend still und gingen ihren gewöhnlichen Beschäftigungen nicht nach. Mit Ausnahme von dem Smutje, denn der musste die Mannschaft mit Essen versorgen. Aber selbst da war er nicht richtig bei der Sache. Die Mahlzeiten gelangen ihm oft nicht, schmeckten nicht besonders und öfters viel auch einmal eine aus. doch im Grunde störte dass nicht wirklich jemanden. Sie alle vermissten Nami und bemerkten erst jetzt wie sehr sie sie ins Herz geschlossen hatten. Die fünf Jungs dachten oft an zusammen durchgestandene Erlebnisse zurück und wenn sie sich wirklich jemals gestritten hatten, so tat ihnen das nun Leid. Besonders Zorro plagte ein schlechtes Gewissen. Wie oft hatte er nicht die Navigatorin beschimpft, geärgert oder andere gemeine Dinge getan? Auf jeden Fall mehr als jeder andere von der Crew. Aber wie sollte er sich für all' das entschuldigen, wenn sie ihn nicht einmal sehen wollte?
Je länger Nami in ihrem Zimmer war, umso mehr konnte sie sich für alles verantwortlich machen. Sie gab sich die Schuld an allem und wollte keinem der Strohhutbande wiedersehen. Obwohl, "wollen" ist das falsche Wort. Sie konnte nicht. Zumindest redete sie sich das ein. Immer öfters drängte sich ihr der Gedanke auf, was sie jetzt nur tun sollte. Aber so oft sie auch darüber nachdachte, ihr fiel einfach keine Antwort dazu ein.
Namis Wunde sah schlimm aus. Irgendwie verheilte sie nicht richtig und sie schmerzte an einigen Tagen so stark, dass die Navigatorin unfähig war sich zu bewegen. Selbst das Atmen wurde ihr, deswegen, manchmal zur Qual. Aber sie war zu stur um sich von jemandem helfen zu lassen. Sie brauchte keine Hilfe. Sie hatte noch nie welche benötigt und würde jetzt auch nicht damit anfangen. Bisher ist sie auch immer ganz gut alleine zurecht gekommen.
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Sturmnacht
13.Kapitel: Sturmnacht
Dieser Tag hatte beängstigte Ähnlichkeit mit der Laune der Piratenbande. Es war kalt, düster und nebelig. Seit dem frühen Morgen nieselte es bereits vor sich hin und die Sonne war von dunklen, grauen Wolken verhängt. Selbst das Meer brachte kleine Wellengänge mit sich. Das einzig gute bei der Sache war, dass der Wind großzügig wehte und die FlyingLamb dadurch gut in Fahrt war. So holte die Crew wenigstens verlorengegangene Zeit wieder auf.
Mittlerweile war es Abend geworden. Die Mannschaft selbst lief, bis auf Nami, die sich noch immer nicht aus ihrem Zimmer heraustraute, in Regenmänteln umher. Sie waren alle eifrigst damit beschäftigt, halbwegs den Kurs einzuhalten und das Ruder und das Segel so für die Fahrt auszurichten, dass sie den Wind optimal nutzen konnte. Doch fünf Jungs, die in der Navigation nicht gerade beheimatet waren, waren gerade fünf zu viel unerfahrene Navigatoren. Jeder gab seine Meinungen zu diesem Thema ab und wie heißt es nicht so schön? Viele Köche verderben den Brei! "Wir müsse nach Osten fahren!" "Lysop, dreh das Ruder mehr nach Backboard!" "Aber dann sind wir ja in die entgegengesetzte Richtung unterwegs!" "Stimmt, jetzt sind wir auf direktem Kurs nach Westen!" ..... "ES REICHT!!!", Ruffy war der Geduldsfaden gerissen. Wütend baute er sich vor seinen Freunden auf. "Ich werde jetzt Nami holen! Sie kann einfach nicht den Rest ihres Leben in diesen vier Wänden verbringen!" "Aber Ruffy, das nützt doch ohnehin nichts. Sie wird dir ja höchstwahrscheinlich nicht einmal zuhören.", Lysop glaubte bereits nicht mehr daran, dass die Orangehaarige jemals wieder mit ihnen sprechen würde. "Sie wird! Immerhin ist sie Navigatorin dieses Schiffes und sie kann uns nicht einfach in unser Verderben hineinfahren lassen!" Ruffy stampfte zur Tür hinaus, ihm hinterher blickten vier kopfschüttelnde Personen. Lysop, Chopper, Sanji und Zorro.
"NAMI!!!!! DU MACHST JETZT SOFORT DIE TÜR AUF!!!!!!", der Strohhutjunge hämmerte wie wild gegen die Holztür. Keine Antwort. "NAMI!!!!!!!" Wieder keine Antwort. "Verdammt, Nami! Du hast immer noch eine Aufgabe auf diesem Schiff und die kannst du nicht einfach so nach Lust und Laune vernachlässigen!!" "Verschwinde!", Nami reagierte auf Ruffys Rufe. <Na immerhin lebt sie noch!>, dachte dieser. "Ich soll verschwinden?? Nein! Das werde ich sicher nicht machen!! Du kommst jetzt auf der Stelle 'raus!!", sein Gebrülle wurde immer lauter. "Ich hab' gesagt du sollst mich in Ruhe lassen!" "Nami! Ich..." "Ruffy komm 'mal schnell! Sieh dir das an!", unterbrach Zorro ihn, der gerade vom Deck herab nach dem Strohhutjungen schrie. Wiederwillig folgte Ruffy ihm nach oben.
An Deck waren bereits Sanji und Chopper am Bug des Schiffes versammelt und blickten gegen Himmel, ihnen voraus. Lysop stand im Krähennest und sah durch sein Fernrohr. Ruffy gesellte sich zu den anderen an die Reling: "Was gibt's denn?" Sanji zeigte geradeaus, auf ein besonders schwarzes und ziemlich großes Wolkengebilde. Die Augen des Kapitäns weiteten sich, doch bevor er noch etwas sagen konnte, kam ihm Lysop bereits zuvor: "Oh du meine Güte!!!! EIN GEWITTER!!"
Sofort war jeder auf seinem Posten. Zorro und Sanji versuchten verzweifelt das Ruder umzureißen, damit sie das Gewitter umfahren konnten. Lysop und Ruffy machten sich daran, dass Großsegel einzuholen und Chopper, der sofort seine Halbmenschform eingenommen hatte, versuchte währenddessen das kleine, gestreifte Segel zu bändigen.
Innerhalb kürzester Zeit verdunkelte sich der Himmel, was in der Nacht ohnehin schwierig war. Und doch wurde es noch finsterer als es ohnehin schon war. Der Wind nahm gefährlich an Stärke zu, der Nebel verzog sich und es begann in Strömen zu regnen. Der Wellengang wurde heftiger und an der Wolkendecke zuckten bereits einige Blitze.
Nami hatte die Unruhe an Deck bemerkt und sah aus ihrem Fenster. Da weiteten sich ihre Augen. <Das ist ja ein Gewitter!! Wenn die Jungs darauf weiterhin zusteuern, überleben wir das niemals!!!> Der Navigatorin war es im Moment egal, dass sie ihr Zimmer verlassen musste und so hundertprozentig jemanden über dem Weg lief. Sie musste etwas unternehmen! Ansonsten würde noch jemand zu Schaden kommen. Eilig stürmte sie hinaus auf den Flur. Kurz bevor sie die Tür zum Deck erreichte, hallte ein ohrenbetäubender Krach zu ihr nach unten und versetzte die gesamte FlyingLamb zum schaukeln. Vor Schreck blieb die Orangehaarige stehen und wurde von dem plötzlichen Geruckel fast zu Boden gerissen. Sie schaffte es gerade noch sich an der Wand abzufangen. <Was war das? Was ist passiert?>, Nami konnte sich das alles nicht erklären, <Oh, Nein! die Jungs!> Mit den letzteren Gedanken stieß sie die Tür auf und stürmte hinaus.
<Das darf nicht wahr sein! Bitte lass dass nur einen Alptraum sein!>, die Navigatorin hielt sich verzweifelt ihre Hände vors Gesicht. Mit angsterfüllter Miene verfolgte sie das Geschehen, das sich nun vor ihr abspielte: Das gesamte Deck war durch den Regen zu einer einzigen glitschigen Rutschbahn geworden. Die beiden Segeln flackerten wild im Wind und drohten zu reißen. Lysop, kurz unterhalb des Krähennest hängend, versuchte hoffnungslos mit einer Hand eines der Segeltaue, das sich bei dieser Windstärke um den Mastbaum gewickelt hatte, zu entwirren. Ruffy stand unten, auf dem nassen Holzboden, keinen sicheren Stand darauf findend, und hielt ein anderes Tau in den Händen. Er drückte seinen ganzen Körper nach hinten und versuchte so, dass Segel unter Kontrolle zu halten. Chopper hatte es geschafft das kleine Segel einzuholen und eilte den Beiden zu Hilfe. Plötzlich bemerkte Nami, den rötlichen Schein der das Deck überflutete. Und es roch so nach.....<Feuer!> die Navigatorin hatte sich bei diesem Gedanken rasch umgedreht und blickte zu ihren Orangenbäumen nach oben. Einer von ihnen brannte! Zorro und Sanji standen um ihn herum und versuchten ihn verzweifelt mit Decken zu löschen. Ein Blitz hatte darin eingeschlagen und konnte, trotz des Regens, ein Feuer entfachten. Nun drohte es auf einen nahegelegenen Baum überzugreifen. Nami stand das Entsetzten ins Gesicht geschrieben. Ohne nachzudenken lief sie zu ihren Bäumen, um sie vor dem Schlimmsten zu bewahren. Sie durften nicht einfach so abbrennen. Sie hatte doch Noshiko und Bellemere so vieles versprochen! Doch plötzlich blieb die Navigatorin kurz vor den Pflanzen stehen. Sie hatte das unüberwachte Ruder gesehen und wie es bei dem Sturm hin- und hergerissen wurde. Da verfiel sie in einen tranceartigen Zustand.
Langsam sah sie sich noch einmal um und überblickte das Geschehen, dass sie nur mehr in gähnender Geschwindigkeit wahr nahm. Da war Ruffy und wie es schien, dass er den Kampf gegen das Segel verlieren würde. Chopper. Er verlor gerade ein Tau aus den Händen und schon flackerte das Segelende, an dem das Tau angebracht war, wild in Windrichtung. Lysop. Er zog sich mit größter Anstrengung auf den Mastbaum, um so das Seil leichter zu entknoten zu können. Und schließlich Zorro und Sanji bei den Orangenbäumen. Bei NAMIS Orangenbäumen. Sie hatten es geschafft, ihre Bäume zu retten. Das ungebändigte Ruder. Sanji und Zorro. Und wieder das Ruder. <Sie haben meine Bäume gelöscht, obwohl ich sie nicht darum gebeten habe. Sie müssten sich um das Ruder kümmern, oder um das Segel. Wie können die bei so einer Gefahr nur an meine Bäume denken?!> Nami wusste nun was sie zu tun hatte. Sie lief zu den beiden Jungs, hielt vor ihnen inne und.....
.... schlug zu. Sie verpasste jedem eine Ohrfeige und brüllte die beiden an: " Seid ihr vollkommen übergeschnappt? Warum tut ihr das? Ihr solltet euch lieber am Ruder zu schaffen machen!" Sanji fasste sich als Erster von den beiden überraschten Jungen: " Aber Nami, mein Liebling. Diese Bäume bedeuten dir doch so viel! Wir konnten doch nicht einfach so zusehen, wie sie zu Grunde gehen, wo sie dir doch so am Herzen liegen!" Doch Nami schrie weiter: "Ich habe euch nicht darum gebeten!" Nun griff Zorro ein: "Das ist wieder einmal typisch du! Da will man dir helfen und du beklagst dich nur darüber!" "Zorro du Vollidiot! Vergiss endlich meine Bäume!", Nami trat eine Träne aus dem rechten Auge, die sofort vom Regen weggespült wurde, "Wie könnt ihr hier nur so stehen und diese Bäume löschen, während wir uns in einem Sturm befinden?! In einem Nachtsturm der Grand Line!! Verdammt noch 'mal Zorro! Sicher bedeuten mir sie mir etwas! Aber nicht so viel wie euer Leben! Ihr solltet lieber den anderen helfen! Das hier hat doch keinen Sinn!" Zorro und Sanji sahen sie verwirrt an. Sanji stellte die Frage, die ihnen beiden auf der Zunge lag, als Erster: "Wie meinst du das? Das mit dem mehr bedeuten?" Die Navigatorin blickte ihn traurig an, nun musste sie mit der
Wahrheit herausrücken. Und das viel früher, als sie eigentlich wollte.
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Danke an alle die mir nach all' den Turbulenzen noch weiter treu geblieben sind! *g* Ich werde nicht mehr versuchen igrendetwas zu verändern, sonder einfach meine FF weiterschreiben. (so kann ich wenigstens nichts anstellen *g* )
bussi an alle, eure (etwas komplizierte) chô
Opfer?
14.Kapitel: Opfer?
"Nami?" Zorro sah die Navigatorin besorgt an, als sie auf Sanjis Frage keine Antwort gab. Sie stand da und hielt den Kopf gesenkt. "Nami? Wie hast du das gemeint gerade?" Nami blickte auf und sah ihm fest in die Augen: "Wisst ihr eigentlich noch, wie ich euch nach eurem Kampf, auf dieser Insel, versucht hatte etwas zu sagen? Es aber nicht geschafft hatte?" Nun sah sie Sanji genauso entschlossen an. Der Koch nickte leise. Er hatte es nicht vergessen. Zorro genauso wenig: "Du hattest deinen Satz mit den selben drei Wörtern wie eben begonnen." Der Schwertkämpfer erinnerte sich ganz genau daran. Nami stimmte stumm zu und fuhr fort: "Es ist so....Also ich...." Die Navigatorin wusste nicht genau wie sie es Zorro und Sanji sagen sollte. Schließlich beschloss sie es ohne weiteren Ausmalungen zu erklären. Einfach auf dem direkten Weg. "Ihr beide bedeutet mir viel." Der Schwertkämpfer und der Koch sahen sie freudig an. Doch auch ein wenig traurig. Sie sahen es dem Mädchen an, dass es eine große Last für sie war und sie nicht damit umzugehen zu wusste: "Es ist nicht nur wie bei Ruffy, Lysop und Chopper, die ich als Freunde in mein Herz geschlossen habe. Nein, es ist mehr als Freundschaft..." , Nami wurde klar, dass sie es den beiden Jungs damit nicht gerade einfacher machte, aber sie musste es ihnen sagen. Doch Zorro und Sanji verstanden sie bereits. Nun standen sie beide etwas unschlüssig da und hatten keine Ahnung was sie Nami erwidern sollte. Plötzlich schrie jemand nach ihnen: "Hört endlich auf mit eurem Plauderstündchen und helft uns lieber!!" Es war Ruffy. "Wenn ihr noch weiter so unbeholfen in der Gegend rumsteht, dann überleben wir das niemals!"
Nami, Zorro und Sanji realisierten erst jetzt wieder, in welcher Gefahr sie sich befanden. Das Gewitter, der Sturm, der hohe Wellengang, wie sie alle schon total durchnässt waren und Ruffy, Lysop und Chopper.
Die Navigatorin stürmte als Erster los. Sie ließ Zorro und Sanji hinter sich und eilte zum Ruder. Packte es, brachte es zum Stillstand und versuchte es nach links zu drücken. Mit aller Kraft, die sie aufbringen konnte, stemmte sie sich dagegen, doch es nützte nichts. Alleine schaffte sie es sicher nicht. Sie wollte gerade um Hilfe schreien, als genau in diesem Augenblick, Sanji und Zorro das Ruder erfassten. "Geh' unter Deck Nami! Das hier ist viel zu gefährlich für dich!", befahl der Schwertkämpfer. Die Navigatorin wurde wütend. Wie konnte er sie auf einmal nur so ausgrenzen? Immerhin zählte sie auch zur Crew und würde genau wie die anderen diesen Sturm durchstehen! "Ich geh' nirgendwo hin! Schon gar nicht, weil du es mir befehlst und erst Recht nicht, weil ich ein Mädchen bin und du mich wahrscheinlich als schwach ansiehst!" "Sei nicht so stur! Du weißt dass ich das nicht so gemeint habe!" "Es ist mir egal was du meinst! Ich bleibe auf jeden Fall!" "Wie du meinst.", mit diesen Worten stieß Zorro Nami vom Ruder weg. <Es ist nur zu deinem Besten.> Die Orangehaarige konnte ihre Wut nun kaum mehr zurückhalten. <So ein Idiot! Wie kann er mir das nur antun?> Doch sie wusste, dass das der falsche Zeitpunkt war um nachtragend zu sein. Sieh sah wie es Sanji und Zorro geschafft hatten das Ruder umzureißen, es aber nicht lange halten könnten. So rannte sie unter Deck, Zorros siegessicheren Blick im Nacken. <Endlich hört sie 'mal auf mich.>
"Geschafft!", Lysop war es endlich gelungen das Tau zu entwirren. Er nahm es fest in die Hand und ließ sich zu den anderen herab, um endlich dieses verflixte Segel einzuholen. Doch als er unten ankam, verlor Ruffy, neben ihm, das Gleichgewicht und rutschte auf dem nassen Boden aus. Lysop gelang es gerade noch Ruffys Tau zu fassen und hielt es fest. Aber Ruffy konnte er nicht helfen. Dieser versuchte bei dem Geruckel des Schiffes und dem Regen irgendwie Halt zu finden. Verzweifelt dehnte er seine Arme aus, um so den Mast zu erreichen, doch ohne Erfolg. Bei der folgenden Welle wurde er zur Reling gedrängt und hielt sich verzweifelt daran fest. "Hilfeeeee!"
In diesem Augenblick trat Nami wieder aufs Deck. Zorro starrte sie fassungslos und ziemlich wütend an. In der Hand hielt das Mädchen ein zusammengerolltes Seil. Nur deshalb war sie weggelaufen. Nicht wegen Zorros Befehl. Sie hatte es geholt, damit sie das Ruder festbinden konnte. Doch nun sah sie Ruffy und wie er ins Wasser zu stürzen drohte. Sie war seine einzige Hilfe, das wusste sie und genau deswegen reagierte die Navigatorin schnell. Zuerst warf sie Sanji und Zorro das Seil zu: "Befestigt es so, dass das Ruder in die richtige Richtung steht und dann helft den anderen!" Dann lief sie zu Ruffy. Mühsam, genau auf ihn zusteuernd, schleppte sie sich vorwärts. Da es nicht gerade einfach war, gerade zu laufen. Ständig schlug eine neue Welle gegen den Rumpf der FlyingLamb und brachte diese zum Beben. Von einer wurde Nami zu Boden gerissen. Auf allen Vieren versuchte sie nun zu ihrem Kapitän zu gelangen. Der nasse Boden verschlimmerte die Sache zusätzlich. Doch schließlich kam sie bei Ruffy an, packte ihm beim Arm und zerrte ihn mit sich.
Zorro und Sanji hatten es geschafft das Ruder zu bändigen und eilten nun zu Lysop und Chopper. Gemeinsam schafften sie das Segel einzuholen. Nun musste nur noch jemand hinaufklettern und es befestigen. Dieser jemand war Sanji. Schnell war er oben angelangt und machte sich an die Arbeit. Lysop blieb beim Segel um Sanji vom Deck aus zu helfen. Ständig schrie er Anweisungen nach oben, denn Sanji konnte bei diesem Wetter nicht den Überblick behalten. Zorro und Chopper machten sich auf, Nami und Ruffy zu helfen. Diese hatten es geschafft einen sicheren Abstand zwischen sich und die Reling zu bringen. Mühsam kämpften sie sich vorwärts. Plötzlich krachte es. Sanji bekam noch im letzten Augenblick den Rand des Krähennestes zu fassen und zog sich hinein. Lysop sprang vom Mast weg und schrie noch "ACHTUNG!!", doch das Großsegel riss bereits vom Mast ab und flog auf Nami und Ruffy zu. Reflexartig stieß die Navigatorin Ruffy von sich weg. Dieser landete dadurch außer Reichweite des Segels. Sofort wurde er von Chopper auf die Beine gerissen und sah nur mehr wie das Segel Nami unter sich begrub. Zorro stürmte an Chopper und Ruffy vorbei, doch er hatte die Orangehaarige aus den Augen verloren. Er erblickte einzig und allein das weiße Segel, dass auf dem Deck aufgeprallt war.
"Zorro! Im Wasser! Nami ist ins Meer gestürzt!", Sanji hatte alles aus dem Krähennest beobachten können. Zorro sah verzweifelt über die Reling: "Ich kann sie nirgends sehen! Bist du dir sicher Sanji?" "Verdammt du Idiot! Natürlich bin ich mir sicher! Und jetzt beeil dich endlich!" Zorro reagierte. Schnell warf er seine drei Schwerter bei Seite, packte ein, vom Segel abgerissenes, Tau, band sich das eine Ende um den Bauch und warf das andere Chopper zu. "Bind' es am Mast fest!" Mit diesen Worten sprang der Schwertkämpfer ins Wasser. Chopper tat wie im befohlen und knotete das Seil fest. Ruffy, Lysop und Chopper versuchten währenddessen etwas von Nami oder Zorro auszumachen. Aber sie konnten keinen von den Beiden erkennen.
Zorro entfernte sich immer mehr von der FlyinigLamp. Der Wind blies im ins Gesicht und die Wellen versuchten in unterzutauchen. Ständig bekam er Wasser in die Lungen und musste nach Luft ringen. "Nami!!! Wo bist du?" Verzweifelt blickte der Schwertkämpfer um sich. Doch er konnte nur die Weiten des Ozeans sehen. Die vielen Wassererhebungen die in alle Richtungen zerbarsten. Schließlich tauchte er auch einige Male nach Nami. Jedoch erfolglos. Es war zu dunkel. Mitten in der Nacht und dann noch dieser Sturm! "NAMI!!!" Zorro kämpfte mit aller Kraft gegen, die auf ihn zukommenden, Wellen an, spukte Wasser, rang nach Luft, tauchte ab und schrie weiter nach der Navigatorin. Er war bereits mit seiner Hoffnung am Ende sie jemals finden zu können, als er etwas hinter einer Welle verschwinden sah. Zorro blickte genauer hin. Die Welle verschwand und da war. "Nami!" der Schwertkämpfer konnte sie sehen. Sie trieb in einiger Entfernung von ihm, mit dem Kopf unter Wasser, was zu bedeuten hatte, dass sie bewusstlos war. Nun musste sich Zorro beeilen. So schnell er konnte kämpfte er sich zu ihr. Zwanghaft fixierte er seinen Blick an ihr. Entschlossen sie nie wieder aus den Augen zu verlieren, krauelte er vorwärts. Noch etwa zwanzig Meter trennten ihn von dem Mädchen......sechzehn Meter......zwölf Meter.....acht....... vier..... "Verdammt!", Zorro riss an dem Tau. Er war bereits zu weit von der FlyingLamb weggeschwommen und nun reichte es nicht mehr aus. Doch so sehr er auch daran zerrte, es half nichts. Schließlich drehte er sich um und winkte nach den anderen: "Gebt mir mehr Seil!!!! Macht schon! Beeilt euch!" Doch keiner der restlichen Crew wusste Zorros Gesten zu deuten und verstehen konnten sie ihn aus dieser Entfernung und bei dem Wind nicht. So blieb Zorro nichts anderes übrig, als sich loszubinden. Rasch trennte er sich von dem zu kurzem Tau, schwamm zu Nami, drehte sie auf den Rücken, packte sie bei der Taille und zog sie mit sich. Er schwamm zurück zum Seil, nahm dieses und zog, so fest er nur konnte daran.
"Seht 'mal! Das Tau! Es droht zu reissen!", Ruffy war auf das zuckende Seil aufmerksam geworden. "So ein Quatsch! Das kann nicht so einfach abreißen!", Lysop glaubte nicht an Ruffys Aussage. Doch bevor er noch etwas weiteres sagen konnte, schrie Chopper und zeigte aufs Meer hinaus: "Da! Dort treiben Nami und Zorro! Ich kann sie sehen! Zorro hat Nami gefunden!" Nun verstand Sanji. Er stürmte zum Seil und band es los. "Spinnst du? Willst du Nami und Zorro umbringen?", Ruffy war völlig aufgebracht von der Aktion des Koches und wollte ihm gerade eine verpassen, als ihn Lysop daran hinderte. "Lass das! Sanji macht das Richtige. Wir müssen Nami und Zorro zurück zum Schiff ziehen!" Lysop wusste was Sanji vorhatte. Nun war auch Chopper zu Stelle, packte das Tau und half Sanji. Ihm gleich taten es Ruffy und Lysop.
"Helft ihnen hoch!", befahl Sanji der mit Chopper weiterhin das Seil fest hielt. Sie hatten es geschafft Nami und Zorro zur FlyinngLamp zurück zu ziehen. Nun versuchte Zorro, mit einer Hand fest das Tau haltend, im anderem Arm Nami schützend, irgendwie an Board zu gelangen. Da eilten ihm Ruffy und Lysop entgegen, nahmen die bewusstlose Navigatorin aus seinem Griff und legten sie auf den Boden des Deckes. Er selbst versuchte aus eigener Kraft die Reling zu erklimmen.
Ruffy und Lysop knieten neben Nami und als Zorro halbwegs sicher die Reling zu fassen bekam stürmten auch Chopper und Sanji zu ihnen. Vorsichtig richtete der Koch die Navigatorin auf und sprach zu ihr: "Nami mein Liebling. Wach auf. Du hast es überstanden." Doch Nami rührte sich nicht. "Sie atmet nicht mehr!", stellte Chopper mit Entsetzen fest. Plötzlich schlug Ruffy der Navigatorin mit der Faust auf den Rücken. Sofort bekam er ein lautes "RUFFY!" zu hören. Doch dieser blickte die drei Jungen mit unschuldiger Miene an: "Was habt ihr den? Was hab ich falsch gemacht?" Lysop konnte es nicht glauben wie ahnungslos Ruffy manchmal war: "Du kannst sie doch nicht einfach so schlagen!" "Warum denn nicht? Es hat doch bestens funktioniert!", freudig zeigte der Strohhutjunge zu der Navigatorin. Diese hatte wild zu husten begonnen, spuckte Wasser und rang nach Luft. Sanji half ihr, indem er sie etwas mehr nach vorne beugte.
Zorro hatte sich in der Zwischenzeit an Deck gezerrt, lehnte nun mit dem Rücken an der Reling und versuchte sich von den Anstrengungen zu erholen. Den Blick dabei nicht von Nami lassend.
Nami hatte sich endlich beruhigt und starrte den ihr am nähehesten in die Augen und dies war Sanji, der sie noch immer festhielt. Glücklich lächelte sie ihn an, viel ihm schließlich um den Hals und hauchte ihm ein erschöpftes "Danke!" ins Ohr. Dieser war von der plötzlichen Umarmung erst einmal etwas überrascht. Er war Nami noch nie so nahe gekommen. Er hatte es sich zwar schon des öfteren gewünscht, doch dass bei ihm auf einmal dabei so wärmende Gefühle in ihm hochstiegen überraschte ihn. Verwirrt darüber wusste er nicht was er nun machen sollte. Zaghaft löste er seine Hände von Namis Schultern und umschloss ihre Taille. Er erwiderte ihre Umarmung. Doch sofort ließ er los, als Nami plötzlich aufschrie. Sie löste sich von ihm und hielt sich die rechte Seite ihres Bauches. Diesen Griff kannte Sanji. "Chopper! Ihre Verletzung!", mit diesen Worten drückte der Koch Nami wieder leicht zurück zu Boden, nahm ihren Kopf auf seine Knie und versuchte die Navigatorin festzuhalten, während Chopper ihre Wunde betrachtete. Doch das war nicht nötig. Nami wehrte sich nicht gegen Chopper. Sie ergriff nur Sanjis Hand und drückte sie fest. Vor ihren Augen begann alles zu verschwimmen. Sanji verstand, dass es nicht gut um Nami stand. Er sah es ihr an und auch Choppers Blick verriet Schlechtes. So beugte sich der Smutje zu der Navigatorin herab und versuchte sie bei Bewusstsein zu behalten. "Alles wird gut, Nami! Chopper kriegt dich schon wieder auf die Beine. Das wird schon wieder. Und wenn du wieder gesund bist, dann koch' ich dir dein Lieblingsgericht. Na, was halltest du davon?" Nami blinzelte angestrengt und lächelte Sanji schwach an. Allmählich verdunkelte sich ihr Blick. Sanji bemerkte dass Nami ihm nicht richtig folgen konnte. "Nein Nami! Du musst wach bleiben! Hörst du? Du darfst jetzt nicht aufgeben.", der Koch suchte ihren Blick. "Sag' mir Nami. Was ist denn dein Lieblingsgericht? Weißt du das noch?" Sanji gab nicht auf, er musste die Navigatorin wach behalten. "Nami! WAS IST DEIN LIEBLINGSGERICHT?", sprach er langsam zu ihr. Diese versuchte ihm zu antworten: Pfann... ..Pfann.. ..Pfannkuchen." "Genau! Du weißt es noch! Aber wie hast du sie denn gerne? Womit isst du sie?" Nami sah Sanji nur mehr schwach und hörte seine Stimme, als wenn sie meterweit entfernt wäre. "Nami! Womit isst du deine Pfannkuchen immer?", Sanji schüttelte sie leicht, "WOMIT, NAMI?" "Mit Oran....Orangen..." "Ja, mit Orangen. Aber wie zubereitet. Mach schon Nami. Du schaffst das! Bald hast du's. Orangen....?" "Orangensirup" "Richtig! Pfannkuchen mit Orangensirup!" Nami drehte den Kopf zur Seite. Vor ihr wurde alles schwarz. Die Stimmen ihrer Freunde klangen aus großer Entfernung wieder. Doch sie verstand sie nicht. Sie konnte nicht hören, was sie zu ihr sagten.
"Nein! Nami, nicht! Bleib bei uns! Bleib wach! NAMI!", Sanji schrie nach der Navigatorin und schüttelte sie etwas kräftiger, doch es half nichts. Schließlich wurde Nami, trotz allem, bewusstlos.
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Erklärungen
15.Kapitel: Erklärungen
"Oh, mein Kopf! Was ist passiert?", Nami richtete sich auf, die rechte Hand auf die Stirn legend, doch sank durch die Schmerzen an ihrer Taille wieder zurück in ihr Bett. <Was? Mein Bett?> Die Navigatorin sah sich überrascht um. Sie befand sich in ihrem Zimmer, in ihrem Bett, von mindestens drei Decken eingewickelt. Licht fiel durch das Fenster, wonach es aussah, als wäre bereits Mittag vorbei. Auch das Wetter war so schön wie lange nicht mehr. Der Sturm hatte sich verzogen und selbst das einst so tobende Meer, brachte die FlyingLamb nur mehr sanft zum Schaukeln. Allmählich fasste die Orangehaarige wieder einige klare Gedanken. Sie erinnerte sich an die vergangenen Erlebnisse und an ihre Freunde. Sie zog ihr Hemd hoch und betrachtete ihren verbundenen Bauch. <Also hab' ich das alles also doch nicht geträumt.> Etwas traurig darüber drehte sie sich nach links und......
......und wäre vor Schreck fast aus dem Bett gefallen. Sie war nicht allein in ihrem Zimmer. Vor ihr kniete Sanji, die Hände auf Namis Bett legend und den Kopf darin vergruben. Er schlief noch. Nami lächelte. <War er die ganze Zeit über bei mir geblieben und hat auf mich aufgepasst? Wie lieb von ihm.>, gedankenverloren strich sie ihm sanft durch seine blonden Haare. Plötzlich schrie jemand: "He, Jungs! Nami ist endlich aufgewacht!" Ruffy stand freudig an der Türschwelle und schrie nach Lysop, Zorro und Chopper. Erst jetzt bemerkte Nami, dass die Tür die ganze Zeit geöffnet war. Doch sie war Ruffy nicht böse, sie freute sich ihn zu sehen. Genauso wie die anderen, die eben vom Deck herab gepoltert kamen. Bei dem Lärm wurde Sanji wach. Verschlafen streckte er sich und rieb sich die Augen. Dann sah er zu Nami, die gerade von einem überglücklichen Ruffy und Chopper fast erdrückt wurde. "Nicht so stürmisch!", versuchte Nami die beiden, nach einiger Zeit, lächelnd abzuwimmeln. Dann schenkte sie auch Lysop, der rechts zu Ruffy und Chopper stand, Sanji, der sich bereits aufgerichtet hatte, und schließlich auch Zorro, der mit vor der Brust verschränkten Armen, bei der Tür stehen geblieben war, ein bezauberndes Lächeln. Doch Zorro starrte daraufhin etwas finster bei Seite, ehe er gänzlich aus dem Raum verschwand. "Was hat er denn?", fragte Nami ein wenig gekränkt. "Ach, der hat sich nur wahnsinnig viele Sorgen um dich gemacht. Und wie wütend der ist, weil du nicht auf ihn gehört hast!", Lysop setzte eine grimmige Miene von Zorro auf, die ihm auch recht gut gelang, und brachte die anderen damit zum Lachen.
<Wenn der wüsste!>, dachte Zorro auf Lysops Kommentar. Der Schwertkämpfer hatte sich jedeglich auf den Gang gestellt und hatte noch alles mitbekommen. <Die haben doch keine Ahnung!>, wütend zog er Richtung Deck ab. Irgendetwas schien ihn zornig zu machen. Auf jeden Fall etwas anderes, als das, was Lysop gesagt hatte.
"Sagt mal Jungs. Ist die FlyingLamb schwer beschädigt worden bei dem Sturm? Können wir ohne Bedenken weiterfahren oder müssen wir bei der nächsten Insel Reparaturen durchführen?", Nami sah die anderen der Reihe nach an. Irgendwie schienen sie ziemlich überrascht über das, was Nami gesagt hatte. Doch schließlich fasste sich Lysop als Erster: "Achso, das kannst du ja nicht wissen. Während du im Koma lagst, hatten wir bereits eine Insel gefunden und das Großsegel reparieren können..." "Was? Ich lag im Koma? Und das Großsegel wurde beschädigt?", die Navigatorin wusste nicht recht ob Lysop nur wieder eine seiner Lügenmärchen erzählte, oder das tatsächlich passiert war. "Beschädigt worden? Du bist ja gut!", Ruffy rollte mit den Augen, "Es ist vom Mast abgerissen!" Nami saß nun geschockt in ihrem Bett. "Abgerissen? Das ganze Segel?" "Naja, wie viele Großsegel haben wir denn? Weißt du das denn nicht mehr?" "Nein. sollte ich?" "Aber Nami-Häschen. Wegen diesem Segel, wärst du fast ums Leben gekommen!", Sanji sah die Orangehaarige besorgt an.
"Ach, das war das!" "Was war was?", Ruffy wurde neugierig. "Nunja, ich kann mich nur mehr daran erinnern, wie Lysop "Achtung" schrie und ein riesiger Schatten auf mich und Ruffy zukam. Ich stieß Ruffy von mir weg und wollte ihm nach, als mir ein gellender Schmerz durch den ganzen Körper fuhr und dann....dann......", Nami sah zu Sanji, "Dann hab ich nur mehr mitbekommen wie mich Sanji in den Armen gehalten hatte und zu mir sprach. Ehe sich alles verdunkelte und.... und..... ja und nichts mehr. Weiter weiß ich nicht was geschehen war." "Heißt das, du hast keine Ahnung, dass dich das Segel ins Meer gestoßen hatte?", Chopper war etwas überrascht das Nami so wenig mitbekommen hatte. "Nein.", Nami schüttelte traurig den Kopf. "Nicht einmal, dass du jetzt beinahe fünf Tage im Koma lagst und nur etwa ein, zwei 'mal durch deine Fieberfantasien aufgewacht bist?" "Fünf Tage? War ich wirklich so lange nicht bei Bewusstsein?" "Bis auf die beiden Male nicht. Und wie's scheint weißt du selbst von denen nichts. Obwohl es so aussah, als wenn du uns wenigstens zugehört hättest." "Tut mir Leid Chopper. Ich hab' absolut keine Ahnung davon." "Naja, macht ja nichts. Hauptsache du bist jetzt endlich aufgewacht. Wir hatten solche Angst um dich. Ständig hielt wer anderes Wache an deinem Bett. Vor allem Sanji war die meiste Zeit über bei dir.", augenzwinkernd verschwand der kleine Elch aus dem Zimmer.
"Ist das wahr?", Nami sah Sanji an, der bei Choppers Worten etwas rot angelaufen war. "Ach, na ja, es hat sich halt so ergeben.", antwortete er verlegen. "Komm 'mal her!", befahl Nami lächelnd und mit dem Finger winkend. Sanji beugte sich zu ihr herab. "Danke.", sagte die Navigatorin leise und gab dem überraschten Koch einen Kuss auf die Stirn. "He! Und was ist mit mir? Ich will auch 'nen Kuss!", Ruffy zog eine beleidigte Miene, ehe er von einem grinsendem Lysop mit nach draußen gezerrt wurde. Sanji richtete sich schnell wieder auf und war nun noch röter als vorher. Er wusste nicht was er jetzt tun oder sagen sollte. So eine Situation kannte er bisher nicht. <Verdammt. Was mach' ich nur jetzt? Sie bringt mich total aus der Fassung.> Nervös kramte er in seinen Hosentaschen nach einer neuen Zigarette, doch schien keine zu finden. So sah er auf sein Handgelenk, meinte es wäre Zeit Essen zu kochen und verschwand. Nami blickte ihm lächelnd hinterher und ließ sich wieder in ihr Bett sinken. <Dummerchen. Du besitzt doch gar keine Uhr, die du um den Arm tragen könntest.>
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Puh, endlich ist es freigschalten worden... Hab' schon gedacht das passiert gar nicht mehr. *g*
bye,bye eure chô
Sorgen
16.Kapitel: Sorgen
"Und Chopper? Wie geht's ihr?", Sanji hatte die lange Warterei satt. Stürmisch empfing er den kleinen Elch, der kaum noch bei der Tür zur Küche hereingekommen war. "Nun ja, ich hab sie 'mal gründlich untersucht...." "Wir wissen was du gerade bei ihr gemacht hast, aber sag uns endlich wie verletzt sie wirklich ist. Bisher hat sie uns doch immer nur angelogen.", ungeduldig schob der Koch Chopper einen freien Stuhl hin. "Danke.", sagte Chopper leise und setzte sich. Dann begann er von Namis Behandlung zu berichten.
"Also, was ihre Verletzung angeht, so hat sie Zorro ziemlich übel erwischt.", er suchte den Blickkontakt zu dem Schwertkämpfer, musste aber enttäuscht feststellen, dass nur Sanji, Lysop und Ruffy anwesend waren. "Der Schnitt ist tief und da sich Nami nicht von mir behandeln ließ, konnte er auch nicht gut verheilen. Im Gegenteil. Dass sie ihre Wunde selbst "versorgt" hatte, hat alles noch viel schlimmer gemacht. Dazu kommt, dass sie sich nicht geschont hat und allen möglichen Belastungen ausgesetzt war. Und dann war da noch der Sturm....", Chopper sah kurz auf. Doch bei den besorgten Gesichtern ihm gegenüber, sprach er schnell weiter: "Bei diesem Sturm, hat ihre, ohnehin bereits entzündete, Wunde frisch angefangen zu bluten. Wie Nami das ausgehalten hat ist mir ein Rätsel.", stumm schüttelte er den Kopf, "Sie muss ziemliche Schmerzen erlitten haben."
"Naja, das ist mein Nami-Liebling. Stark und tapfer.", meinte Sanji stolz, doch er hätte sein Kommentar lieber für sich behalten sollen. Chopper rastete nämlich ziemlich aus, als er das zu hören bekam: "Tapfer? Das war nicht tapfer! DAS WAR DUMM UND BLOßE STURHEIT! Man kann von Glück reden, dass sie sich zumindest jetzt behandeln lässt, denn so rosig sieht's nicht gerade für sie aus." "Was meinst du damit?", Lysop und Ruffy trugen nun auch etwas zu diesem Thema bei. "Sie mag euch zwar noch so gesund vorkommen, doch das ist alles gespielt! Sie will keinen von uns beunruhigen und schon gar nicht möchte sie, dass sich jemand um sie sorgt. Sie kann einfach keine Hilfe annehmen. So ist sie eben. Genauso stur wie Zorro. Nami gehört nicht zu denen Leuten die im Bett liegen bleiben, wenn sie krank sind, sich auskurieren und sich von anderen Leuten versorgen lassen. Das kann und will sie nicht. Außerdem ist es nicht nur diese Verletzung, die sie so schwächt. Sie hat sich auch noch einen Virus zugezogen. Und ich bin überzeugt davon, dass sie sich ihn von dem vergangenen Sturm eingefangen hat. Der Wind und das kalte Wasser haben ihr eben nicht gut getan.", Chopper blickte die drei Jungs durchdringend an. "Sie hat hohes Fieber und gefährlichen Husten. Ich bin mir fast sicher, dass sie mir noch etwas verschweigt. Vielleicht Schwindelanfälle oder so. Aber die kann ich durch eine einfache Behandlung nicht feststellen. Das Virus muss sich erst entfalten und da kann noch weitaus Schlimmeres auf sie zukommen. Sie ist noch immer gefährdet ohnmächtig zu werden. Sie darf auf keinen Fall ihr Bett verlassen und irgendwelchen Aktivitäten nachgehen! Ihr müsst auf sie aufpassen, hört ihr?", der kleine Elch blickte seine Freunde der Reihe nach an. Jeder nickte stumm und auch etwas bedrückt.
"Ruffy? Kommst du 'ne Weile ohne deine Navigatorin aus?" "Denke schon.... Lysop?", der Strohhutjunge sah seinen Kanonier an. "Aber klaro, Ruffy! Das schaffen wir schon irgendwie. Die letzten paar Tage ging's ja auch. Solange wir nicht wieder in einen Sturm gelangen, müsste es eigentlich hinau'n.", pflichtete die Langnase bei. Nun blickte Chopper zu Sanji: "Ähm, und du? Ach, du weißt ohnehin was du machen kannst." "Aber sicher. Ich koche für mein Nami-Schätzchen die besten Speisen, damit sie schnell wieder fit ist. Wenn du willst sorge ich auch dafür, dass mein Mäuschen pünktlich ihre Medizin einnimmt." Daraufhin sah Chopper bedrückt zu Boden.
"Chopper? Was ist denn?", Sanji glaubte er habe etwas falsches gesagt. "Natürlich kannst du ihr auch die Medizin geben. Du bist ja immerhin der Arzt auf diesem Schiff.", der Koch versuchte seinen kleinen Freund etwas aufzumuntern. "Nein, Sanji. Das ist es nicht. Ich hab' nur keine Ahnung was ich ihr verabreichen könnte.", gestand der Elch traurig. "WAS?", die drei Jungs wurden hellhörig. "Ihr habt richtig gehört. Ich weiß nicht was man ihr geben könnte, weil ich noch nicht einmal weiß welchen Virus genau sie in sich trägt. Ich hab' bereits in allen meinen Büchern über Krankheiten, mit den selben Symptomen wie Nami sie hat, nachgeschlagen. Nichts. Nicht einmal der kleinste Hinweiß ist mir aufgefallen. Bei diesem Virus muss es sich um einen ziemlich seltenen handeln. Einen, den es höchstwahrscheinlich nur auf der GrandLine gibt."
Für einen Augenblick herrschte bedrückende Stille. Schließlich fasste sich Sanji: "Und was können wir jetzt tun?" "Macht ihr nur was ich euch gesagt habe. Und ich suche weiter. Vielleicht hab' ich ja nur etwas übersehen.", mit diesen Worten stand Chopper auf und ging zur Tür. Kurz davor trete er sich nochmals um und meinte noch: "Und sagt Zorro auch, er solle Nami nicht unnötig aufregen. Obwohl, so wie's aussieht hat er Nami ohnehin nichts zu sagen." Letzteres betonte er kaum hörbar für sich selbst und verschwand aus der Küche.
Nach ein paar vergangenen Minuten, die Ruffy, Lysop und Sanji nur mit hinterher starren Choppers verbrachten, suchte sich jeder der dreien eine Beschäftigung. Ruffy verzog sich auf sein Lieblingsplätzchen, Sanji begann mit dem Abwasch, heute einmal auf zusätzliche Hilfe verzichtend, und Lysop wandte sich seinen Erfindungen zu. Als er gerade dabei war, irgendwelches Zeug zusammenzutragen, lief ihm Zorro über den Weg. Oder besser gesagt Lysop lief Zorro über den Weg, den dieser war mit größter Mühe darauf aus, keinem zu begegnen. Doch als er Lysop sah konnte er ja schlecht einfach auf dem Absatz kehrt machen und zurück ins Jungenzimmer latschen, aus dem er ja gerade gekommen war. So musste er wohl oder übel an der Langnase vorbei, hoffend dass er nicht von Lysop aufgehalten wurde. Aber wie's das Schicksal will, fielen dem Lügenpirat genau zu diesem Zeitpunkt Choppers Worte wieder ein: <Und sagt Zorro auch, er solle Nami nicht unnötig aufregen.> "He, Zorro! Wo warst du die ganze Zeit? Wir hatten gerade 'ne Krisensitzung in der Küche und du warst nicht da." "Ach, halt's Maul Lysop und lass mich in Ruh'!", erwiderte dieser im vorbeigehen. "Nicht so schroff du Schwerterheini! Ich hab' dir nichts getan!" meinte Lysop verärgert. Doch der Schwertkämpfer blieb nicht stehen und so vermied die Langnase weitere Sticheleien und rief dem Grünhaarigen nur noch hinterher: "Nami ist schwerkrank! Also verschon sie mit irgendwelchen schlechten Nachrichten oder schwerer Arbeit!", ehe Zorro wortlos an Deck verschwand. <Man. Was hat denn den gezwickt?> Und so ging Lysop kopfschüttelnd wieder seiner Betätigung nach.
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näherkommen?
17.Kapitel: näherkommen?
<Verdammt ist das hier langweilig! Dauernd nur im Bett rumliegen und warten bis man vollkommen gesund ist.> Namis Laune war in den Keller gerutscht, seitdem sie ihr Bett nicht verlassen durfte. <Und dann noch diese Verschwörung von Sanji, Ruffy und Lysop. Die hängen ja wie die Wachhunde vor meiner Zimmertür. Ich weiß gar nicht was die haben. So schlecht geht's mir doch gar nicht. Ich fühl mich zwar etwas matt und diese Verletzung schmerzt auch noch immer, aber das liegt nur daran dass ich nicht raus darf. Ohne Bewegung wird man halt faul. Kann ich was dafür, wenn die mich hier so einsperren?> Etwas enttäuscht über sich selbst, erinnerte sie sich an einige vergangene Fluchtversuche ihrerseits. An einige fehlgeschlagene Fluchtversuche ihrerseits. <Naja, mir fällt sicher noch etwas ein wie ich hier für ein paar Minuten abhauen kann.>, verbissen überlegte die kranke Navigatorin über weitere Pläne nach. <Dabei sollte doch gerade Chopper wissen was gut für seine Patienten ist! Jeder normale Arzt zwingt einen gerade dazu, an die frische Luft zu gehen und 'nen Spatziergang einzulegen. Aber Chopper ist nun 'mal kein normaler Arzt. Vom Aussehen einmal abzusehen.>
"Ich hab's!", stolz schrie Chopper in die stille Runde, die in letzter Zeit nur mehr aus ihm, Ruffy, Lysop und Sanji, wenn er nicht gerade bei Nami war, bestand. Denn Zorro war nur mehr auf sein Training konzentriert. Tag für Tag schob er zusätzliche Stunden ein, um sich "körperlich fit zu halten", so wie er es nannte. Keiner der anderen Jungs wusste woher der plötzliche Sinneswandel kam.
"Was hast du?", Ruffy wurde neugierig und sah ausnahmsweise einmal von seinem Abendessen auf. Lysop und Sanji schlossen sich ihm an. "Na, ich weiß endlich woran Nami erkrankt ist. Ich hab die Viren ausfindig machen können. Es handelt sich um einen grippalen Infekt." "Einen gripp.. Was?" , Ruffy verstand wie üblich nur Bahnhof. "Grippe Ruffy!", half Lysop kopfschüttelnd, seinem unwissendem Kapitän nach. "Achso, Grippe! Das hatte ich als Kind auch einmal. Da bekommt man überall diese lästigen, juckenden Punkte." "Das sind die Windpocken Ruffy, nicht die Grippe!", Lysop verdrehte genervt die Augen. "Wind.. Wie?" "Ach, vergiss es. Sagen wir einfach Nami hat Fieber und Husten. Okay!" Ruffys Gesicht hellte sich etwas auf, da er nun endlich etwas von der gesamten Unterhaltung mitbekam, doch Chopper warf ihm schon ein neues Wort an den Kopf. "Nicht mehr NUR Husten! Nami ist bereits in eine weitaus gefährlichere Stufe übergetreten. Lungenentzündung." "Lungenentzündung?", Ruffy blickte nachdenklich in die Luft. "Achso! Du meinst bestimmt Halsweh!" "Ja, Ruffy, genau, Chopper meinte Halsweh. Und nun iss weiter, bevor dein Fleisch kalt wird. Du weißt ja, noch einmal wärm ich's dir nicht mehr auf.", Sanji hatte es satt, dass Chopper immer von Ruffy unterbrochen wurde und er so nichts von seiner Geliebten erfuhr.
"Also, Chopper. Sprich weiter. Was wolltest du uns sagen?" "Ähm,.... Achja. Namis Infektion. Nunja, ich weiß zwar jetzt welche Art von Krankheit sie in sich trägt, aber die genaue Spezie weiß ich leider noch nicht" Beim Wort "Spezie" sah Ruffy wieder misstrauisch auf. Sofort ermahnte Sanji ihn: "Dein Essen Ruffy!" Und sogleich legte der Strohhutjunge an Essensgeschwindigkeit zu. Nun fuhr Chopper fort: "Ja, ich wollt euch eigentlich nur sagen, dass ich mich auf der richtigen Spur befinde. Vielleicht weiß ich's bald, wie man ihr helfen könnte.", mit diesen Worten stand er auf und zog sich zu seinen Büchern zurück. Auch Sanji machte sich auf, Nami ihr Abendessen zu bringen. Mit einem letzten Befehl zu Ruffy und Lysop gewandt: "Den Abendabwasch macht ihr zwei. Ich bring unserem Engelchen ihr Essen und passt mir auf, dass ihr ja nicht so viele Teller runterhaut wie gestern!", dann verschwand er. Ruffy blickte auf die noch schwenkende Tür, ehe er zu Lysop meinte: "Glaubst du wenn ich mir Flügel mache, dann bekomm ich mehr zu Essen von ihm?" "Hä? Warum denn das?", Lysop verstand nicht, was sein heutiger Abwaschpartner meinte. "Naja, Sanji hat doch gesagt er bringt Nami ihr Essen und das sie ein Engel wäre." "Ach, Ruffy! Nami hat doch auch keine Flügeln, wie sollen die dann bei dir was bringen?" "Hast Recht.", Ruffy sah Lysops Kommentar ein und schlang den letzten Bissen Fleisch hinab.
Auf dem Weg zu Namis Zimmer bemerkte Sanji, wie die Sonne gerade am Horizont verschwand und die Nacht hereinbrach. <Das hätte Nami sicher auch gefallen.>, besorgt dachte er darüber nach, wie lange Nami wohl noch nicht aufstehen durfte.
"Guten Abend, Nami-Schätzchen. Wie geht es dir denn?", Sanji kam mit einer heißen Suppe zu der gelangweilten Navigatorin, die sich bereits über jeden Besuch und Abwechslung freute. "Hallo Sanji. Danke, mir geht's schon ziemlich gut. Ich fühl bereits wieder fit fürs Navigieren." Mit diesen Worten richtete sich die Orangehaarige auf und schwang ihre Beine aus dem Bett. "Nichts da! Der Trick zieht bei mir nicht. Du legst dich sofort wieder zurück in dein Bett!", Sanji wusste genau dass Nami so auf seine Frage reagieren würde. "Ach, Sanji. Jetzt sei nicht so knausrig. Ich verrat's auch Chopper nicht! Versprochen!", das Mädchen versuchte alle Tricks um aus dem Zimmer zu gelangen und setzte zusätzlich noch einen bittenden, ja fast flehenden, Blick dazu. "Du weißt genau dass ich nur das Beste für dich will und das ist nun einmal, dass du das Bett hütest. Und jetzt ab zurück!" Nami gehorchte wiederwillig und schlüpfte wieder unter ihre Decken. Wie ein kleines, beleidigtes Kind, das nicht bekam was es wollte, sah sie Sanji an. "Spielverderber.", murmelte sie leise. "Das hab' ich gehört!", Sanji lächelte auf Namis Unvernunft hin. "Na und?", entgegnete diese trotzig. "Wenn du nicht willst dass ich traurig werde, dann solltest du besser tun was ich sage.", konterte sie zusätzlich. "Ja, das würde dir so passen! Aber nichts da mein Engelchen. Sonst kann ich dir noch lange nicht deine Leibspeise kochen, weil du noch kranker wirst." Wie als wäre es geplant gewesen, fing Nami auf einmal schwer zu Husten an.
"Siehst du was ich meine?" Sanji stellte das Tablett mit der Suppe auf dem Bett ab, schnappte sich einen Stuhl, setzte sich und sah die Navigatorin besorgt an. "Ach, du wirst schon sehen. Ich bin so schnell wieder vollkommen gesund, dass du dich mit meinen Pfannkuchen beeilen musst, damit sie dir nicht anbrennen.", schwichtigte Nami ihren Hustenanfall ab, schnappte sich den Löffel und begann die wohltuende Suppe zu essen. "Mmmh, schmeckt gut." Sie begann Sanji schon wieder zu schmeicheln, aber sie befürchtete dass ihr das nicht helfen würde. "Freut mich.", sagte dieser und mit einem Grinsen im Gesicht: "Aber du kommst trotzdem nicht hier raus." Daraufhin streckte Nami ihm frech die Zunge raus, während Sanji es ihr gleichtat. Beide mussten über ihre Albernheiten lachen. <Ach wie süß sie doch ist. Selbst wenn sie krank ist.> Sanji fiel erst jetzt auf wie wunderschön die Navigatorin doch eigentlich war. Auch eine Krankheit konnte sie nicht stören, dass sie ihn, wie schon so oft, verzauberte. <Ach, es ist schön wider einmal so richtig lachen zu können. Das tut gut. Er entlockt mir auch in jeder Situation ein Lächeln.> Nami war froh, dass Sanji bei ihr war. Er war der einzige an Board mit dem sie sich halbwegs gut unterhalten konnte. Ruffy war zu kindlich, als dass sie mit ihm ein längeres Gespräch aufrecht erhalten konnte. Bei Lysop würde sie wahrscheinlich überhaupt nicht zu Wort kommen, da er die ganze Zeit nur über sich selbst und seine Heldentaten Quatschen würde. Chopper war etwas zu unerfahren und schüchtern und Zorro. Naja, Zorro lag Reden nun mal nicht. Ja, Nami war froh, dass sie Sanji hatte.
Langsam verstummte das unbeschwerte Lachen der beiden und sie sahen sich eine Weile lang einfach nur an. Ehe sich Sanji leicht zu ihr nach vorne beugte. Er strich der Navigatorin ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht und sah sie genau an. Ihre Krankheit schuf ihr eine helle Blässe auf der Haut und lies ihren zarten Mund dadurch etwas hervorheben. Ihre Wangen waren durch das Fieber gerötet. <Sie sieht aus wie eine Porzellanpuppe. So zerbrechlich und wunderschön.> Sanji spürte wie dieses wohltuende Gefühl in ihm aufstieg, wenn er Nami nur ansah. Diese blickte in seine herrlich tiefblauen Augen und verlor sich darin. <Sie sind so endlos und weit. Wie der Ozean.> Verwirrt schreckte sie aus ihren Gedanken hoch, als sich Sanji mit seinem Kopf noch näher zu ihr begab. <Was hat er vor?> Sein Gesicht war nun nur noch einige Millimeter von dem ihrem entfernt, doch er dachte noch immer nicht daran sein Näherkommen zu stoppen. <Er wird doch nicht?> Sie konnte bereits seinen warmen Atem auf ihren Lippen fühlen. <Was mach ich nur jetzt?> Hilflos blickte sie wieder in die Augen des Koches. Sie erwischte sich selbst dabei wie sie ihm langsam immer näher und näher kam. Sie hatte die Kontrolle über sich selbst verloren. Gleich war es soweit. Gleich würde er sie...
"Autsch, verdammt!" Nami hatte die heiße Suppe verschüttet und sich dabei die Finger verbrannt. Sogleich war Sanji von ihr zurückgezuckt. "Ist das heiß." Das Mädchen schüttelte ihre Hand in der Luft. In ihren Gedanken warf sie sich selbst so einiges vor: <Ich Tollpatsch. Jetzt hab' ich alles vergeigt.> Doch Sanji nahm das Tablett mit der Suppe bei Seite und stellte es auf den Boden. Dann wandte er sich wieder Nami zu. Er nahm ihre, durch die Suppe, nun leicht gerötete Hand in seine beiden und blies sie sanft an. Nami genoss dies, verschloss ihre Augen und vergaß den Schmerz. "Ist halb so schlimm.", hörte sie Sanji sprechen. "Chopper verpasst dir einen kalten Wickel und morgen ist bereits alles vergessen." Nami schlug ihre Augen wieder auf und lächelte ihn dankbar an. Sanji lächelte zurück, stand auf, schnappte sich die Suppe und schritt, als wäre nie etwas geschehen, zur Tür. Noch auf dem Absatz drehte er sich um und meinte neckisch: "Wie du siehst' hatte ich Recht mit den Pfannkuchen. Auf die musst du noch 'ne Weile warten, du Unglücksvogel." Doch er hätte es lieber lassen sollen, denn schon flog ein Kissen nach ihm. Der Koch machte grinsend einen großen Schritt zur Seite, wackelte leicht, versuchte so wenig wie nur möglich zu verschütten, fasste sie schließlich und verschwand mit einem: "Wünsche dir noch eine gute Nacht." aus dem Zimmer der Navigatorin.
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Mondschein
18.Kapitel: Mondschein
"Nami? Nami, wach auf." Die Navigatorin blinzelte schläfrig und blickte in die Dunkelheit vor ihr. Ihre Augen brauchten eine Weile, ehe sie sich an die nächtliche Finsternis gewöhnt hatten. "Schaffst du es aufzustehen?" Vor dem Bett der Orangenhaarigen stand Sanji und lächelte sie an. "Ich denke schon. Warum?", Nami richtete sich auf, sank aber durch den Schmerz an ihrer Taille geschlagen wieder zurück. "Macht nichts. Dann werd ich dich eben tragen.", hörte sie den Smutje sprechen und schon hatte er sie auf seine Arme gehoben. "Geht's?", fragte er besorgt und sah seinem Liebling ins Gesicht. Nami biss sich gequält auf die Unterlippe, um so ihre, sich ständig meldende, Verletzung zu verdrängen und nickte zustimmend. Ahnungslos, was Sanji so spät in der Nacht vorhatte, schlang sie ihre Arme um seinen Nacken und hielt sich an ihm fest. "Was...?", versuchte sie den blonden Koch zu fragen, doch dieser unterbrach sie leise. "Das wirst du schon sehen."
Sanji schritt, mit Nami im Arm, aus dem Zimmer der Navigatorin und betrat das Deck. Nun dämmerte es dem Mädchen was er vor hatte. War nicht sie selbst es gewesen, die sich bei ihm beschwert hatte, weile er sie nicht aus dem Bett ließ? War nicht sie es gewesen, die versucht hatte aus ihren vier Wänden auszureißen? War nicht sie es, die unbedingt wieder das Meer sehen wollte? Die, die frische Luft schnappen wollte? Die, die den Klang der Wellen hören wollte? Ja.
Sie hatte Sanji gerade dazu angestachelt, gegen Choppers Verbot zu verstoßen um sie aus ihrem Zimmer zu bringen. Dankbar legte sie ihren Kopf an seine Brust und starrte verträumt aufs Meer hinaus. Es war ruhig in dieser Nacht. Kein pfeifender Wind. Kein heftiger Seegang. Nur sanfte Wellen, die ab und zu gegen den Rumpf des Schiffes schlugen. Der Mond leuchtete so klar und hell, wie Nami ihn schon lange nicht mehr zu Gesicht bekommen hatte. Es war Vollmond und seine beeindruckende Größe und Leuchtkraft wurde von keiner einzigen Wolke verhängt. Sein Schein überflutete das ganze Deck und übertrumpfte mit spielender Leichtigkeit das Funkeln Millionen von Sternen.
Sanji trat mit Nami an die Reling. "Hast du dir das gewünscht?", er selbst konnte seinen Blick von dem rabenschwarzen Himmel mit allen seinen Leuchtkörpern nicht wenden. "Ja.", antworte Nami so leise, als würde sie die Stille dieser Nacht nicht stören wollen. "Danke. Es tut gut wieder etwas Vertrautes zu Gesicht zu bekommen." Sie schloss ihre Augen und ließ sich den sanften, kühlen Wind entgegenblasen.
Sanji stand mit Nami im Arm noch eine Weile lang einfach so dar und genoss mit ihr die Stille und den Anblick des Mondes, ehe er fühlte wie Nami leicht zu zittern begann. Es war etwas abgekühlt und allmählich wurde es frisch. Es wurde Zeit wieder zurückzugehen. Sanji schritt mit Nami wieder in ihr Zimmer zurück, legte sie sanft in ihr Bett und deckte sie behutsam zu. "Danke Sanji." Sanji lächelte, machte eine kurze Geste. "Steht's zu Diensten.", und verschwand aus dem Zimmer der Navigatorin. Diese schmunzelte über seine Albernheit, bevor sie nach kurzer Zeit einschlief.
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Bleib bei mir!
19.Kapitel: Bleib bei mir!
Nami schlief in dieser Nacht ziemlich schlecht. Ihre Körpertemperatur, die bereist auf ein gefährliches Maß von 41 Grad gestiegen war, machte ihr schwer zu schaffen. Sie fühlte sich, als würde sie von innen heraus verglühen. Jegliche Farbe war bereits aus ihrer Haut gewichen, was übrig blieb war weiße Blässe. Nur ihre Stirn und Wangen waren durch das Fieber mit Röte gekennzeichnet. Ihre Augen waren gläsrig und ihre Lippen ausgetrocknet. Ihre Verletzung schmerzte höllisch und setzte bei der kleinsten Bewegung noch zusätzlich an Schmerz zu. Die Navigatorin fühlte sich nicht im Stande ihren Körper zu kontrollieren. Unfähig sich zu Bewegen. Ihr Hals und ihre Lunge brannten bei jedem Atemzug und der Husten, der nun immer öfters auftrat, machte das Mädchen halb wahnsinnig.
Was war nur mit ihr los? Sie versuchte schon seit geraumer Zeit gegen ihre Krankheit anzukämpfen, doch ihr Körper rebeliierte jedes Mal und die Strafe war ein neuerlicher Anschwall an Schmerzen, die Nami halb um den Verstand brachten. Versuchte sie zu schlafen, so wachte sie bereits nach einigen vergangenen Minuten wieder schweißgebadet auf. Versuchte sie wach zu bleiben, so verlor sie durch die Schmerzen manchmal das Bewusstsein. Es war nicht zum Aushalten. Sie atmete schwer und unregelmäßig. Ihre Schnittwunde pochte unter dem dicken Verband. Einzig und allein der kalte Umschlag von Chopper linderte ihre Schmerzen bei ihrer Verbrennung. Doch gänzlich verschwanden sie nicht.
Sie wusste nicht ob sie lieber leben oder sterben wollte. Es war ihr im Augenblick auch ziemlich egal. Einige Haarsträhnen klebten ihr im Gesicht und sie selbst konnte kaum einen geordneten Gedanken fassen. Sie wollte einfach nur vor Schmerz losschreien. Den Virus anschreien, er solle aus ihrem Körper verschwinden, doch selbst dazu fühlte sie sich zu schwach. Hilflos sah sie durch ihre geöffnete Zimmertür auf den Flur. Sie wusste nicht was sie sich dadurch erhoffte. Vielleicht dass jemand zu ihr kam? In ihr Zimmer? An ihr Bett? Einfach nur bei ihr war? Nami fühlte sich so alleingelassen. Allein mit ihrer Krankheit, die allmählich die Überhand gewann. Allein mit ihrem Schmerz, der sie zu denken beraubte. Allein mit dem Fieber, das ihr ihren Willen raubte. Und allein mit dieser unheimlichen Stille, die sich in ihrem Zimmer breit machte. Diese verdammte Stille die sie noch zusätzlich belastete. Die sie sich auf sie legte, wie ein dicker Nebelschleier. Die sie versuchte zu erdrücken.
Nami konnte nicht mehr. Sie wollte nicht mehr. Alleine sein war das Schlimmste, was sie sich nur vorstellen konnte. Sie war bereits schon so lange in ihrem Leben allein gewesen. Sie wollte diese Art von Schmerz einfach nicht noch einmal erfahren müssen. Nie wieder. Aber was konnte sie in ihrem derzeitigen Zustand auch schon dagegen unternehmen? Plötzlich hörte Nami das leise Knarren einer Tür. <Die Tür der Jungs.> Und schon sah sie eine Gestalt, vor ihrer eigenen Tür, vorbeischleichen. "Zorro!", Nami hatte den Schwertkämpfer sofort erkannt und rief ihm seinen Namen, so laut sie nur konnte, hinterher. Und das war nicht viel mehr, als ein etwas lauterer Flüsterton. Doch die Gestalt am Flur hielt trotzdem inne. Zorro hatte Namis Ruf gehört. "Bitte bleib bei mir. Ich möchte nicht so allein sein. Allein mit dieser Stille.", sprach Nami weiter. Nun folgte ein Augenblick der Stille, den die Diebin so verabscheute, ehe sich der junge Mann von ihr und ihrer Bitte abwendete und aufs Deck verschwand. Auf der FlyingLamb herrschte zwar eine alles verschluckende Dunkelheit, doch Nami konnte Zorros kalten Blick spüren. <Was hat er nur? Seit Tagen spricht er kein Wort mehr mit mir. Er kommt mich auch nicht besuchen. Bin ich ihm egal? Er scheint mich aufs Größte zu ignorieren. Was habe ich getan, dass er so wütend ist?> Zu allem Überfluss, plagte die Orangehaarige jetzt auch noch eine grausame Ratlosigkeit.
<Warum bittet sie mich so etwas? Weiß sie denn nicht was sie mir angetan hat? Ist es ihr egal?>, Zorro war an der Reling angelangt und schlug, seine Hand zu einer Faust geballt, zornig auf das Holz. <Warum quält sie mich so? Verspürt sie dabei etwa noch Vergnügen? Spielt sie mit mir?> Er blickte erbost auf die ruhige See hinaus. <Schmeißt sich so an den Topflappen ran! Vor meinen Augen! Tut so, als wäre nie etwas geschehen und bittet mich bei ihr zu bleiben! Und ich Trottel bleibe dann auch noch stehen!> Zorro fühlte den innerlichen Schmerz und Zorn in sich aufsteigen. "ICH KANN NICHT MEHR!", brüllte er wütend den Sternen entgegen. <Ich kann es nicht mehr mit ansehen, wie dieser Idiot von Koch um sie herumwuselt. Ich kann es nicht mehr mit ansehen, wie sie ihn dann auch noch anlächelt. Und schon gar nicht, kann ich mit ansehen, wie sie ihm um den Hals fällt!> Er dachte dabei insbesondere an den Tag, an dem er Nami das Leben gerettet hatte.
"Was kannst du nicht mehr?"
Erschrocken drehte sich Zorro um. Nami, angestrengt darauf bemüht einen sicheren Stand zu wahren, stützte sich mit beiden Armen an der Wand, nahe der Tür zu den Schlafräumen, ab und sah ihn fragend an. "Nichts.", der Schwertkämpfer beharrte seine Kühlheit. "Also nach nichts hat sich das aber nicht angehört, wenn man dich bis hinunter zu unseren Zimmern schreien hört.", die Navigatorin versuchte ein Lächeln auf ihre Lippen zu zaubern, doch es gelang ihr nicht recht. Mühevoll fand sie an der Reling Halt und schleppte sich zu Zorro. Dieser verfolgte ihr Näherkommen misstrauisch aus den Augenwinkeln. "Seit diesem Sturm verhältst du dich mir gegenüber so eigenartig. So gehässig. Was habe ich dir angetan, dass du meinen Anblick nicht mehr ertragen kannst? Sag es mir!" Nami blieb vor dem Schwertkämpfer stehen und blickte zu ihm auf. <Hat sie etwa keine Ahnung? Ist es möglich, dass sie nicht weiß was geschehen war? Habe ich wieder überreagiert und sie zu Unrecht verurteilt?> Selbstzweifel traten in Zorro auf und stimmten ihn nur noch zorniger sich selbst gegenüber. "Was ist mit dir los? Was hab' ich getan?" <Sie weiß es nicht.>, Zorros Zorn für die Navigatorin verblasste. <Sie hat keine Schuld an meinem Verhalten. Ich Idiot kann mich schon wieder einmal ihr gegenüber nicht beherrschen!> "Es ist nichts. Du hast nichts getan.", sagte er, entschlossen ihr noch eine Chance zu geben. Entschlossen sich selbst noch eine Chance zu geben. Doch Nami überzeugte seine Antwort nicht. "Lüg mich nicht an!", allmählich wurde sie wütend über seine Sturheit. "Ehrlich Nami es ist nichts. Ich reagiere in letzter Zeit etwas über. Mehr nichts." Nami hob ihre Stimme unter Schmerzen etwas mehr an: "Spiel mir jetzt nicht die heile Welt vor!" Sie merkte wie ihre Knie, unter der Anstrengung stehen zu wollen, rebellierten. "Erst bist du wütend auf irgendetwas und dann streitest du alles ab! WARUM?" Das Mädchen zitterte und verlor den Halt unter ihren Füßen. Zorro reagierte schnell und fing sie auf, stellte sie wieder auf die Beine, ohne sie dabei loszulassen, und sah ihr ernst in ihre Augen. "Es ist wirklich nichts. Nicht mehr." Er lächelte. Nami war die Sache etwas unangenehm. Wie sollte sie Zorro böse sein, wenn sie sich noch nicht einmal alleine auf den Beinen halten konnte? So erwiderte sie erst mal nicht und blieb ruhig. Die Zeit verging, ohne dass einer von beiden sprach.
Schließlich fasste sich Zorro: "Da wir das nun geklärt hätten, müssen wir 'mal schauen wie wir dich am Besten wieder in dein Bett bekommen. Denn wie ich dich kenne, gehst du dorthin nicht mehr freiwillig zurück." Ganz Recht. Nami wollte nicht wieder in ihre Krankenzelle. Sie dachte gar nicht erst daran! Zorro setzte sein typischen Grinsen auf, wenn er etwas im Schilde führte. Doch Namis schaltete zu spät, als dass sie sich noch von ihm wegstoßen hätte können, denn schon hob er sie hoch und nahm sie in seine Arme. Das einzige was die Navigatorin noch herausbrachte war: "Lass mich los!" und ein Schlag in Zorros Seite, der ihm aber nichts ausmachte. Zielstrebig trug er, die sich wehrende und wiederwillige, Nami in ihren Schlafraum, legte sie sachte in ihr Bett und deckte sie vorsorglich zu.
Nami war wütend auf seine Aktion und meinte: "Das nennt man Beraubung der Willenskraft einen anderen!" Doch Zorro verlor sein Grinsen nicht: "Und was willst du jetzt machen? Mich der Marine ausliefern?" "Vielleicht. Mit der Summe, die auf dich ausgesetzt ist, könntest du immerhin deine Schulden bei mir bezahlen!" Nun grinste Nami ebenfalls. "Aber, du könntest deine Schulden auch anders abarbeiten.", fügte sie mit einem siegessicheren Lächeln hinzu. "Achja, und wie?", Zorro lächelte die Orangehaarige an. "Bleib einfach bei mir.", mit diesen Worten fasste Nami Zorros Hand und hielt sie fest.
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Mir ist da 'was eingefallen. Ich schreib am Schluss jedes Chaps den Titel des nächsten Kapitel hin. So als kleine Vorfreude...
chô
***nächstes Chap: shifts (Schichtdienste)***
Schichtdienste
20.Kapitel: Schichtdienste
Zorro wartete geduldig bis Nami eingeschlafen war, löste sich dann aus ihrem Griff und begab sich leise wieder in seine Hängematte zurück. Dort verschränkte er seine Arme hinter seinem Kopf und schlief zufrieden ein.
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Am nächsten Morgen kam Chopper mit zersaustem Fell und geschwollenen Augen in die Küche, wo die anderen Jungs, einschließlich Zorro, bereits zum Frühstück versammelt waren. "Chopper! Wie siehst du denn aus?", lautete die erste Frage Lysops, dem kleinen Elchen zugewandt. Dieser schwang sich auf seinen Platz und schüttete sich gleich zwei Tassen Kaffee auf einmal ein. "Ich war ganze Nacht damit beschäftigt Namis Krankheit und ein Mittel dagegen herauszufinden und habe daher nichts geschlafen." Er nahm einen großen Schluck Kaffe, stellte die Tasse wieder bei Seite und meinte: "Aber immerhin hat es sich gelohnt." Das Geklappere von Geschirr und Besteck verstummte und alle Blicke waren auf den Elch, mit der blauen Nase, gerichtet. "Und das heißt?", fragte Sanji. "Das heißt ich weis endlich wie wir Nami helfen können.", erklärte Chopper bestimmt. "Nami ist an einer äußerst seltenen Tropenkrankheit erkrankt, die es nur auf der GrandLine gibt. Wie ihr sicherlich schon bemerkt habt, durchfahren wir zur Zeit warme Gewässer und die beiden letzten Inseln die wir besucht haben, waren Sommerinseln, in tropischen Klimazonen. Wobei die eine, die wir vor dem Sturm betraten, sogar einen gewaltigen Dschungel vorweisen konnte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich Nami auf dieser Insel den Virus einfing.", er nahm einen zweiten Schluck zu sich, "Ich weiß auch schon die passende Medizin für Nami. Leider braucht die Zubereitung dafür ziemlich lange. Durch das rasten und ständige umrühren, damit sich die Wirkstoffe entfalten können, brauche ich mindestens drei weitere Tage. Wenn nicht sogar mehr. Das Mittel ist überaus kompliziert und schwer herzustellen. Wenn ich auch nur einen Tropfen zu viel von der falschen Zutat nehme...", Chopper schüttelte den Kopf und sah in die beängstigten Gesichter seiner Gegenüber. "Unsere Navigatorin wird bald wieder fit sein. Jedoch,...", seine Gesichtszüge wurden ernster und besorgter. "Jedoch müssen wir Nami erst einmal über den Berg schaffen, damit sie es überhaupt noch schafft dieses Medikament einzunehmen. Und dabei müssen wir verdammt vorsichtig sein. Sie ist ohnehin schon geschwächt und darf sich auf gar keinem Fall noch irgendwie weiter anstrengen! Ihr Zustand ist kritisch und gefährlich. 42 Grad Fieber und eine schwere Verletzung sind kein leichtes Spiel. Sie braucht absolute Ruhe! Am besten wir sagen ihr erst gar nichts wie gefährlich dieser Virus wirklich ist." Er blickte seine vier Freunde der Reihe nach an.
"Wir dürfen Nami auch nicht mehr alleine lassen. Nicht über Nacht und genauso wenig über Tag. Es ist zu gefährlich, dass sie uns noch einmal in ein Koma fällt. Denn wenn wir Pech haben, wacht sie uns daraus nicht mehr auf. Wir werden uns abwechseln und schichtweiße auf sie aufpassen. Und zwar alle!" Letzteres betonte der kleine Elch besonders vorsorglich und sah dabei finster zu Zorro, der ja in letzter Zeit nie anwesend war, wenn sie etwas wichtiges besprochen hatten. "Wie wir das machen ist mir egal. Hauptsache gerecht und gut eingeteilt. So wird Sanji sicher nicht zwei Nachtschichten hintereinander einlegen, denn wenn er das Essen für Nami verhaut dann ist das nicht gerade besonderes gut für sie." Empört darüber, dass Chopper ihm vorwarf er würde schlecht kochen, ohne genügend Schlaf zu haben, und Nami, seine Nami, sein Engelchen, dadurch gefährden, räusperte sich Sanji beleidigt. Sagte aber nichts weiteres. Gleichzeitig traurig darüber, dass er seinen Schatz nicht so lange behüten durfte, wie er es eigentlich wollte.
"Ruffy wird höchstens Tagsüber Wache halten und Lysop dafür nur Nachts.", erklärte Chopper weiter. "Denn Lysop brauchen wir am Tage als Namis Ersatz für die Navigation." Ruffys Tageseinsatz musste Chopper nicht extra erklären, denn Sanji, Zorro und Lysop verstanden auch so, dass es für Nami zu gefährlich war, Nachtgesellschaft von ihrem Kapitän zu erhalten. Als Nami einmal Fieber hatte, ist er regelrecht über sie hergefallen. Hat sie vollgequatscht und an den Wangen gezogen, damit sie aufwachte. Außerdem, wenn Ruffy in der Nacht einpennen sollte, so weiß niemand genau wie er sich dann verhält. Zu oft hatte er sich bereits in seinen Träumen an Lysop geklammert und ihn halb erstickt. Oder auf Essenssuche schlafgewandelt. Nein, Ruffy war nachtsüber einfach zu gefährlich. Chopper neigte sich etwas zu Lysop und meinte leise: "Wirf ein Auge auf Ruffy, wenn er seine Schicht hat. Sicher ist sicher." Die Langnase stimmte zwar zu, war aber nicht gerade begeistert davon, dass immer er das Unglückslos zog.
"Ja und was mich betrifft...", Chopper trank die letzte der beiden Tassen leer "....so werde ich keine Schicht schieben, sondern nur ab und zu bei Nami vorbeischauen. Weshalb versteht sich von selbst." "Warum?", kam es sogleich von Ruffy geschossen, was seine vier Freunde fast vom Hocker riss. "RUFFY!" Alle sahen ihn böse an. Doch dieser verlor seine Unschuldsmiene nicht und fragte gelassen: "Was habt ihr denn? Warum regt ihr euch denn so auf?" Lysop stieß ihn in die Seite: "Chopper muss doch Namis Medizin zubereiten! Das beansprucht genügend Zeit. Hast du denn überhaupt nicht zugehört gerade?" "Nö. Hätte ich etwa sollen? Gab's was wichtiges?" "Wenn du willst das Nami wieder gesund wird, dann schon!", Lysop versetzte dem Strohhutjungen einen leichten Schlag auf dessen Hinterkopf.
"Na, schön. Ich mach mich dann 'mal wieder an die Arbeit. Bis später.", Chopper verabschiedete sich für den nächsten halben Tag und verschwand aus der Kajüte. Die, in der Küche, Übriggebliebenen sahen sich gegenseitig an. Wie sollten sie ihre Schichten gut einteilen? Als hätte Sanji die Gedanken der anderen erraten, erhob er sich von seinem Stuhl und holte zwei Blätter Papier und einen Stift. Auf eines der beiden Blätter zeichnete er eine Tabelle der nächsten Tage. Genauer gesagt sieben Tage, also eine ganze Woche. Chopper wusste es immerhin ja selbst nicht, wie lange es dauern würde, Namis Medikament zuzubereiten. Das andere Stück Papier zeriss der Koch in drei gleichgroße Stücke, kritzelte etwas hinauf, faltete sie und hielt sie, alle in einer Hand haltend, Ruffy zum Ziehen hin. "Was steht da drauf?", fragte dieser neugierig. "Unsere Namen.", bekam er als Antwort und wollte schon einen Zettel anpeilen, als er von Zorro unterbrochen wurde: "Warum nur "DREI"? Wir sind doch zu "VIERT"!" "Tja, ganz einfach.", Sanji setzte ein breites Grinsen auf, "Chopper hat Ruffy, Lysop und mir strenge Richtlinien gegeben und dir nicht. Was soviel heißt, dass du für jede Schichtart geeignet bist. Du dienst also als "Füllmaterial". Du wirst das nehmen was übrig bleibt, Stopfmittel." Normalerweise wäre Zorro aus der Haut gefahren, wenn man ihn als "Füllmaterial" oder "Stopfmittel" bezeichnet hätte, doch dieses Mal blieb er ruhig. Sehr zur Verwunderung und Enttäuschung von Sanji.
"Darf ich jetzt endlich ziehen?", Ruffy wurde langsam, aber sicher, ungeduldig. Kaum hatte Sanji ihm als Antwort zugenickt, hatte er auch schon einen Zettel herausgefischt. "Ruffy", las er begeistert vor. Sanji trug den Namen seines Käp'ten in die Spalte des heutigen Tages, unter TS ein. Tagschicht. Darunter setzte er Zorros Namen für NS. Nachschicht. Ruffy zog weiter. "Lysop". Lysops Name kam unter NS für den kommenden Tag. TS wurde mit Zorro gefüllt. Der Name was übrig blieb, war der, des Koches. Sogleich stand "Sanji" unter TS für den darauffolgenden Tag und der grünhaarige Schwertkämpfer bekam wieder NS. So wurde der Plan weiter ausgefüllt und an die Küchenwand gepinnt. Damit jeder nachschauen konnte, wann er an der Reihe war.
"Tja, Freundchen.", Sanji klopfte Zorro aufmunternd auf die Schulter, da dieser am öftesten "Dienst" hatte. "Werden ein paar anstrengende Tage für dich. So ganz ohne deine, sonst so alltäglichen, Schläfchen." Doch der Blondschopf war auch etwas eifersüchtig auf ihn, da der Schwertkämpfer mehr Zeit mit Nami verbringen durfte als er selbst.
"Was ist Ruffy? Warum stehst du noch hier rum? Deine Schicht hat bereits begonnen. Beweg dich endlich!", Sanji schob den Strohhutjungen bei der Küchentür hinaus. Einige Zeit verging, als der Gummijunge seinen Kopf wieder hereinstreckte und fragte: "Und was soll' ich jetzt machen?" "RUFFY!"
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Hoppla. Ich hab wohl vergessen, dem 19ten Chapter einen Titel zu verpassen... *zerstreutbin* XD Naja, das wird sofort ausgebbesssert. Tja, und was gibts sonst noch neues. Achja, ich hab endlich ne Woche Ferien und viiiel Zeit zum Weiterschreiben....
chô
***nächstes Chapter: TS 1: Ruffy***
TS 1: Ruffy
21. Kapitel: TS 1: Ruffy
Nachdem Ruffy endlich verstanden hatte, was er tun sollte, begab er sich zu Nami ins Zimmer und an ihr Bett. Er rückte einen Stuhl zurecht und beobachtete seine Navigatorin beim Schlafen. Plötzlich klatschte er einmal in die Hände und als er sich sicher war, dass Nami es nicht bemerkt hatte und aufgewacht wäre, zog er sich seinen Strohhut tief ins Gesicht und entschied, ebenfalls ein kleines, erholsames, Schläfchen zu tätigen.
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"Ruffy. Ruffy wach auf! Verdammt RUFFY! Jetzt hör schon auf zu pennen!", Lysop versuchte den Strohhutjungen seit geschlagenen zehn Minuten zu wecken. Bisher leider ohne Erfolg. "Bitte Ruffy! Wach auf!", er rüttelte seinen Kapitän an der Schulter, "Zorro wird gleich für seine Schicht hier sein. Wenn er mitbekommt, dass du die ganze Zeit geschlafen hast, anstatt auf Nami aufzupassen, kannst du sicher mit Ärger rechnen!" Verzweifelt versuchte die Langnase alles was ihm im Moment einfiel. Ruffy schütteln, zwicken, eine Ohrfeige und Kopfnuss verpassen, ihn hoch zu zerren. Ja selbst mit einem Glas Wasser, dass er seinem Freund über den Kopf geleert hatte, hatte er es probiert. Erschöpft ließ sich Lysop neben Ruffy auf den Fußboden nieder. Was sollte er denn noch alles machen? Anschreien durfte er ihn schon einmal nicht. Die Gefahr war zu groß, dass Nami, die doch noch immer schlief, aufwachen könnte. Aber was dann? Lysop hatte keine Ahnung. Die Furcht vor Zorro saß ihm im Nacken und zu allem Überfluss, hörte er bereits die Schritte des Schwertkämpfers, wie er gerade dabei war unter Deck zu kommen.
Plötzlich vernahm Lysop ein leises Knurren, was ihm im ersten Moment sofort zusammenzucken ließ und ihn dazu brachte, das Schlimmste zu befürchten Doch dann wurde dem Lügenpirat klar, dass es nur Ruffys Magen war. "So ein Vielfraß! Dass der auch immer Hunger haben muss! Sanji kann einem richtig Leid tun, dass er für Ruffy immer zusätzlich Essen kochen muss.", murmelte Lysop, in Gedanken versunken, leise vor sich hin. Doch das Wort "Essen" genügte und schon war Ruffy hellwach und wieder auf den Beinen. Mit beiden Armen in die Seiten gestemmt stand er vor Lysop und blickte verwirrt in alle möglichen Richtungen: "Essen? Wo? Wer hat da was gerade von "Essen" gesagt? Wo gibt's was zu mampfen? " Dass er nass war, bekam er im ersten Moment gar nicht erst einmal mit.
Lysop, der als Ruffy so rasch aufgesprungen war, fast vor Schreck umgefallen wäre, ging ein Licht auf: <Was bin ich nur für ein Trottel! Darauf hätte ich eher kommen können. Ruffy aufzuwecken ist im Prinzip doch ganz einfach.> verwundert darüber, dass er es sich immer so schwer machte, wenn es doch einfacher ging, stand er vom Boden auf. Sofort darauf sprang er Ruffy an die Gurgel und hielt ihm den Mund zu, da dieser soeben laut zu schreien begonnen hatte. "Spinnst du! Du weckst uns ja noch Nami auf!", fuhr er ihn sogleich an und ließ von ihm ab. Der Kapitän der Piratenbande vergewisserte sich ob Nami noch schlief und meinte dann zu Lysop gewandt: "'tschuldigung. Hab' total vergessen, was ich hier eigentlich mache." "Schon gut jetzt. Aber lass uns schnell verschwinden, Zorro wird gleich hier sein." Lysop hörte den Grünhaarigen immer näher kommen. Er fasste Ruffy am Arm und zerrte ihn mit sich Richtung Tür. Doch da bog gerade Zorro zu ihnen ein: "Deine Schicht ist vorüber du kannst gehen.", erklärte er zu Ruffy gewandt, mit einer kurzen Handbewegung über seine Schulter hinweg. Sehr zur Beruhigung Lysops, denn der hatte schon eine mordsmäßige Szenerie vor sich gesehen: <Puh. Glück gehabt. Er hat nichts bemerkt.> Schließlich richtete sich Zorro an beide: "Sanji wartet schon mit dem Abendessen. Wer nicht rechtzeitig kommt muss nehmen was übrig bleibt." Mit einem Grinsen sah er der Staubwolke Ruffys uns Lysops hinterher. "Fresssäcke.", murmelte er ihnen kopfschüttelnd hinterher, zugleich verwundert über Ruffys tropfende Haare. <Was die wohl wieder gemacht haben?> Dann machte er es sich neben Nami auf dem, zur "Wache" bereit gestellten, Stuhl bequem.
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Yuhu! Bald hab ich's. Dauert nicht mehr lange und es geht endlich weiter... Freut ihr euch schon? *hoffentu*
Dann bis zum nächsten Mal *winkewinke*
lg, eure chô
***nächstes Chap: NS 1: Zorro ***
NS 1: Zorro
22.Kapitel: NS 1: Zorro
Zorro saß schon seit einigen Stunden bei Nami. In der Zwischenzeit war bereits die Nacht hereingebrochen und ein heller Schein des Mondlichtes fiel durch das Bullauge, ins Zimmer der Navigatorin. So still und friedlich die Atmosphäre auf der FlyingLamb auch scheinen mochte, Zorro war seit geraumer Zeit in Sorge um Nami. Sie schlief zwar immer noch, aber bei weitem nicht mehr so ruhig, als noch vor einer halben Stunde. Sie atmete schwer und unregelmäßig. Durch das hohe Fieber war sie schweißgebadet. Ihre Haare klebten ihr im Gesicht und hin und wieder versuchte sie sich anders hinzulegen, schien aber durch ihre Verletzung nie die Richtige Liegeposition zu finden. Das Husten überhörte Zorro schon längst, viel mehr beunruhigte ihn zu sehen, wie Nami manchmal ihren Kopf zur Seite wendete und ihre Gesichtzüge sich vor Schmerzen verkrampften. Zorro hätte ihr so gerne einen Teil ihrer Last abgenommen, doch er konnte es nicht. Nami musste es alleine durchstehen, er würde sie nur so gut es ginge dabei unterstützen. Aber die Krankheit besiegen konnte nur sie. Innerlich verbannte sich der Schwertkämpfer selbst, denn Namis Schnittwunde, an der er ja Schuld war, war nur eine zusätzliche Belastung für das Mädchen vor ihm. Es wäre nicht notwendig gewesen, dass sie das auch noch auf sich nehmen musste.
Zorro stand auf und ging ins Badezimmer. Er nahm ein Tuch, legte es zusammen und machte es unter dem Wasserhahn nass. Er quirlte es aus, so dass das überschüssige Wasser austropfen konnte, und begab sich wieder zu der kranken Navigatorin. Vorsichtig legte der Schwertkämpfer das feuchte Tuch Nami auf die Stirn und setzte sich wieder zu ihr. "Das schaffst du schon. Ich glaub an dich. Du wirst gegen diese verdammte Krankheit gewinnen!", Zorro strich Nami sanft ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht. "Du wirst wieder gesund. Das verspreche ich dir." Zorro redete leise mit der Orangehaarigen. Er versuchte ihr Mut zu machen, obwohl sie ihn nicht hören konnte. Der Schwertkämpfer wollte jedeglich, dass Nami wusste dass sie nicht alleine war. Dass er bei ihr war und auf sie aufpassen würde. Zorro wusste nicht ob es Einbildung war oder nicht. Auf jeden Fall glaubte er, ein Lächeln über die Lippen der schlafenden Navigatorin gehuscht, zu sehen.
"Wie geht es ihr?" "Schlecht. Ihre Krankheit schwächt sie immer mehr.", Zorro antwortete ohne sich um zu drehen. Er wusste auch so, dass es Chopper war, der nach dem Rechten sah. "Sie ist stur. Sie wird es schaffen, dessen bin ich mir sicher." Zorro spürte wie sich der Elch neben ihn gestellt hatte, zaghaft stimmte er seinem kleinem Freund zu: "Du hast Recht. Nami ist eine Kämpferin. Sie gibt nicht so schnell auf." Der Schwertkämpfer hätte gerne mehr Vertrauen in seine Worte gelegt, doch aus irgendeinem Grund war er nicht wirklich von ihnen überzeugt. Schnell verdrängte er seine Zweifel und sagte noch einmal, dieses Mal mit mehr Kraft in seine Stimme legend: "Sie wird wieder gesund."
Chopper blieb eine Weile bei Zorro. Eigentlich sah er nach Nami, doch dann entschied er sich, dem besorgten Schwertkämpfer noch ein wenig Gesellschaft zu leisten. Er hatte schon seit Längerem bemerkt wie Namis Krankheit die gesamte Mannschaft mitnahm. Es war so still auf der FlyingLamb geworden. Kein fröhliches Lachen, kein Nachrennen Lyspos oder Ruffys, keine gemeinsamen Erlebnisse mehr. Ja selbst Sanji war es leid Ruffy anzubrüllen, wenn er sich wieder einmal etwas zum Futtern aus dem Kühlschrank stahl. Sie alle vermissten Nami. Ohne sie fühlte jeder, dass es ihnen an etwas fehlte. Sie alle waren ihren gemeinsam durchgestandenen Abenteuern eng zusammen gewachsen. Wenn einer fehlen würde.... Keiner könnte und schon gar nicht wollte sich das vorstellen. Sie sahen alle über die Wahrheit hinweg, redeten gelassen über Nami und meinten nur, dass alles in Ordnung sei und Nami bald wieder bei ihnen wäre. Doch im Moment war nichts in Ordnung. Gar nichts. Nami war nicht an einer einfachen Erkältung erkrankt, sondern an einem ernst zu nehmenden Virus. Der unter Umständen sogar zum... Nein, soweit wollte keiner denken. Ihnen allen saß die Frucht um Nami im Nacken, doch sie blieben optimistisch. Zumindest versuchten sie es.
Chopper blieb ungefähr eine Stunde, ehe er sich zurück zu Namis Medizin begab und Zorro wieder mit der Navigatorin alleine ließ.
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Der Countdown läuft: ^^ Nur mehr 3 Kapiteln! (glaub ich zumindestens *g*) Nein, das passt schon so.
lg, chô
***nächstes Chapter: TS 2: Zorro***
TS 2: Zorro
23. Kapitel: TS 2: Zorro
Nami blinzelte und sah in Zorros grinsendes Gesicht: "He! Schon wach?" Die Navigatorin streckte sich und gähnte herzhaft. Sie versuchte sich aufzurichten, doch wurde sogleich, sachte von Zorro wieder zurück ins Bett gedrückt. "Bleib liegen. Du kannst ja doch nicht sitzen." Sein Grinsen wurde immer breiter. Er genoss es Nami herumzukommandieren und ein Wenig aufzuziehen, während sie nichts dagegen ausrichten konnte. Sonst war er immer der Dumme gewesen und musste den Kürzeren ziehen, wenn er sich mit der Orangehaarigen gestritten hatte. Doch nun war sie auf ihn angewiesen und das machte ihn ein wenig stolz. Er würde sich auch nicht mehr so oft von ihr verwirren lassen, wie es bisher geschehen war, dessen war er sich sicher. "Wie spät ist es?.", fragte Nami den Schwertkämpfer, nachdem sie sich den Schlaf aus den Augen gerieben hatte. "Fünf Uhr Morgens. Die anderen werden erst in 'ner Stunde aufstehen. Zu mindestens unser blonder Kochlöffel, denn der muss ja Essen machen. Gut geschlafen?" "Naja, geht so. Aber du hattest sicher keine ruhige Nacht!", sie lächelte Zorro an, "Du siehst müde aus." "Naja, wenn du einem auch so auf Trab hältst.", der Grünhaarige konnte es nicht lassen das kranke Mädchen zu necken. "Wieso das denn?", Nami sah ihn verwundert an. Erst jetzt viel ihr auf, dass Zorro bei ihr am Bett saß. Dessen war sie sich vor kurzem noch nicht bewusst gewesen.
<Die Jungs passen ja wohl doch nicht auf mich auf? Oder etwa doch?> "Ihr passt aber doch nicht etwa..." "Doch genau das machen wir!", fiel ihr der Schwertkämpfer rasch ins Wort. Er wusste dass sie es nicht wollte, wenn jemand auf sie aufpasste. "Anordnung von Chopper. Jeder hat eine andere Schicht. Und du brauchst gar nicht erst versuchen ihn oder einen von uns umzustimmen. Das klappt nämlich nicht." "Wenn ihr meint. Tut was ihr nicht lassen könnt.", Nami versuchte gleichgültig zu wirken, doch Zorro durchschaute ihren Plan schnell: "Auch umgekehrte Psychologie wird dir da nichts helfen." Nun war die Navigatorin etwas beleidigt, dass ihr der Schwertkämpfer jedes Wort schon in der Luft zeriss. Sie hasste es hilflos zu sein. Das wurde ihr jetzt klar. Doch sie wusste sich auch in einem schlechten Zustand zu helfen und konterte geschickt: "Dann werd' ich eben Sanji fragen. Der weiß immerhin wie man eine Dame behandelt." "Eine Dame vielleicht, aber mit einer frechen Göre kommt unser Schnitzelklopfer sicher nicht zu Recht." Oh! Das ließ Nami natürlich nicht auf sich sitzen und schon flog ein Kissen nach Zorro. Die Navigatorin traf den Schwertkämpfer am Kopf. "Tja, mein Lieber. Aber du kommst mit der frechen Göre noch weniger zu Recht." "Das werden wir ja noch sehen." Zorro hob den Polster auf und legte ihn wieder aufs Bett. "Wenn du erst einmal wieder gesund bist, wird sich schon herausstellen, wer da mit wem nicht klar kommt."
"Wie ist es eigentlich so da draußen?", Nami sah sehnsüchtig zum Bullauge, durch das die ersten Sonnenstrahlen fielen und ihr Zimmer in ein facettenreiches Glutrot und Gold tauchte. Sie liebte diesen Moment. Früh am Morgen. Wenn noch alles still war und sich die Sonne leise an den Himmel stahl. "Ich meine was geschieht außerhalb meiner vier Wände?" Zorro sah dem Mädchen an, dass sie das Meer vermisste. "Naja, eigentlich wie immer. Die See ist ruhig, der Wind bringt uns gut in Fahrt und wir durchfahren gerade eine tropische Klimazone.", Zorro wusste dass er nicht besonders gut im Beschreiben von Dingen oder Zuständen war. Seine Informationen waren spärlich für die neugierige Navigatorin, doch sie fragte nicht weiter, sondern lächelte nur der Dankbarkeit halber.
Eine unangenehme Stille trat ein. Keiner von beiden wusste was er sagen sollte. Es war beinahe ein peinlicher Moment. Nami war noch nie mit Zorro alleine in einem Raum gewesen, geschweige denn dass sie keine Worte ihm gegenüber fand. Zorro ging es ähnlich. Noch die Nacht zuvor, hatte er der kranken Navigatorin Mut gemacht, doch jetzt wo sie wach war, da wusste er nicht genau was er machen sollte. "Welche Schicht ist heute?", Nami versuchte das Thema zu wechseln. "Meine.", antwortete ihr Gegenüber. Damit hatte sie nicht gerechnet. Dass Zorro zwei Mal hintereinander bei ihr war. So würde diese unwohle Situation vielleicht noch weiter andauern.
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Wem's aufgefallen ist, die einzelnen Kapiteln sind jetzt auf Deutsch. *stolzsei* Hab' ich mich ebdlich dazu durchgerungen.... *g*
chô
***24.Kapitel: Der erste Kuss ***
Der erste Kuss
24.Kapitel: Der erste Kuss
"He, Lysop! Komm gefälligst her und hilf mir beim Abwasch!", brüllte Sanji der Langnase hinterher, die gerade dabei war sich als letzte aus der Küche zu schleichen. "Warum immer ich? Du könntest es doch auch Ruffy machen lassen!", Lysop hatte echt keinen Bock mit dem Koch der FlyningLamp Geschirr zu waschen. "Ich sagte aber, DU sollst mir helfen und nicht Ruffy!", Sanji war sauer, dass er immer alles dreimal sagen musste, bevor es Lysop oder Ruffy auch wirklich taten, "Außerdem hat mir Ruffy in letzter Zeit zu viele Teller zerbrochen."
Schließlich war es Zorro, der das Schweigen unterbrach. Er sah es Nami an, dass ihr diese Situation genauso unwohl wahr wie ihm selbst. "Naja, kann ich noch etwas für dich tun?", fragte der Schwertkämpfer, um rasch das Thema zu wechseln. "Ähm,....", Nami suchte verzweifelt nach einer Ausrede, obwohl sie nicht wirklich etwas benötigte. "Ja. Du könntest mir...äh, dieses Buch da geben.", log sie rasch und zeigte auf das Bücherregal, gegenüber dem Fußende ihres Bettes. "Das grüne?", Zorro stand unschlüssig vor verschiedenen Büchern über die Navigation. "Ähh, ja. Das grüne." Nami war es eigentlich egal welches er ihr brachte, sie hatte ohnehin nicht vor etwas zu Lesen. Der Schwertkämpfer nickte und zog ein dickeres Buch, welches in dunkelgrünes Leder gebunden war, aus der Latte. "Navigation für Anfänger.", stand in goldenen Lettern darauf. <Für Anfänger? Was möchte sie mit einem Buch für Anfänger?>, verwirrt über Namis Wahl, brachte der Grünhaarigen der Navigatorin wonach sie verlangt hatte. "Danke.", Etwas rot angelaufen über den Titel, nahm es Nami entgegen, als es ihr Zorro hinstreckte.
"Du Lysop?" "Was ist?" "Könntest du mir einen Gefallen tun?" "Einen Gefallen?", Lysop sah über einen Stoß Teller hinweg zu Sanji, der sich gerade die Hände an seiner Schürze abtrocknete. "Lass mich deine Schicht übernehmen.", Sanji zündete sich eine Zigarette und lehnte sich an eine Holzkommode. "Warum sollte ich?", Lysop wurde neugierig. Er war zwar nicht gerade scharf drauf, Nachschicht zu schieben, aber es interessierte ihn trotzdem warum es Sanji unbedingt machen wollte. Obwohl er bereits glaubte zu wissen warum. Der Blondhaarige nahm einen tiefen Zug, verweilte einen Augenblick so und blies den Rauch genussvoll wieder aus. "Ich möchte bei Nami sein." <Also, doch.> Lysop hatte es geahnt. Sanji gefiel es nicht, dass Zorro gleich zwei Mal hintereinander bei der kranken Navigatorin war. "Sanji, ich glaube das ist keine so gute Idee.", meinte Lysop schließlich.
"Ich dachte du wolltest das Buch lesen?", fragte Zorro, mit einem Grinsen ihm Gesicht. "Ähm,...ja.. Natürlich.", riss es Nami aus ihren Gedanken. Abwesend schlug sie das Buch einfach auf irgendeiner Seite auf und tat als würde sie lesen. Doch in Wirklichkeit schwirrten ihr zu viele Gedanken durch den Kopf, als dass sie in Ruhe in einem Buch schmökern hätte können. Zorro setzte sich zurück auf den Stuhl, verschloss die Arme vor der Brust und schloss die Augen. Für Nami sah es aus als würde er schlafen, doch nicht nur die Orangehaarige wusste sich aus einer Sache herauszuschwindeln. Auch dem Schwertkämpfer gelang das ziemlich gut. Wobei schlafend stellend, einer seiner leichtesten Übungen war.
"Und warum bitteschön, findest du das nicht so gut?" Sanji war nun etwas überrascht über Lysops Reaktion. "Hör zu Sanji.", der Kanonier der Flying Lamp, stellte zwei fertig abgetrocknete Gläser bei Seite. "Mir ist es egal, warum du dich mit Zorro auf Kriegsfuß befindest. Ich will es ehrlich gesagt gar nicht so genau wissen. Auf jeden Fall weiß ich, dass da was nicht stimmt. Mit dir nicht. Mit Zorro nicht. Und auch nicht mit Nami." "Ja und? Dass kann dir doch egal sein!", nun wurde Sanji allmählich sauer, da es den Anschein hatte, als würde Lysop ihn nicht zu Nami lassen wollen.
Nami war froh, dass Zorro ein "Schläfchen tätigte". So musste sie immerhin nicht mit ihm reden, denn dazu fühlte sie sich nicht gerade in der Lage. Es wäre ohnehin nur alles auf Sanji hinausgelaufen und über ihn wollte sie nun schon gar nicht sprechen. Sie hatte keine Lust irgendetwas erklären zu müssen. Nicht hier. Nicht jetzt. Und schon gar nicht, wenn sie krank im Bett lag.
"Nein, dass kann mir nicht egal sein. Hör' mal. Wenn du heute Nacht, statt mir, zu Nami gehst, dann wird das Zorro sicherlich auffallen. Er ist nun ' mal nicht bescheuert. Und dann wird er sich natürlich auch fragen, warum ich nicht gegangen bin." "Ach, dann lass dir doch ne Ausrede einfallen! Das kannst du doch ohnehin so gut!", der Koch setzte ein schämisches Grinsen auf und sah Lysop durchdringend an. "Nein!", antwortete Lysop entschieden. "Du und Zorro. Ihr beide führt euch dann sicher wie die größten Idioten auf und Nami muss darunter leiden. Tut mir Leid, such dir wen anderes, der dir hilft gegen Zorro anzukommen. Aber mich nicht! Vergiss es!" Mit diesen Worten band sich Lysop die Schürze ab und machte sich auf nun, endlich die Küche zu verlassen.
"Du bleibst gefälligst hier!" Sanji ergriff Lysop und drückte ihn an die Wand. "Lass mich los!", brüllte dieser sein Gegenüber an. "Erst wenn du mich zu Nami lässt!" "Nein! Das endet nur mehr in einem Streit zwischen dir und Zorro." "Das kannst du doch gar nicht wissen!" "Ach nein? Bist du eigentlich blind oder was? Bemerkst du denn gar nicht wie unsere Mannschaft langsam zerfällt?"
<Mhmm. Irgendwie niedlich. Sie ist so zerstreut, dass sie sogar verkehrt herum liest>. Zorro hatte seine Augen zu feinen Schlitzen geöffnet und amüsierte sich schmunzelnd, über den Anblick der sich ihm bot. Nami saß, halbwegs aufrecht, in ihrem Bett, mit dem Rücken ans Kopfende gelehnt und starrte in ihr Buch. An und für sich nichts ungewöhnliches, wenn die Navigatorin nur nicht, das Buch auf den Kopf gestellt, in den Händen hielt.
"Na gut. Von mir aus. Dann mach du eben die Schicht.", Sanji ließ von Lysop ab und machte einen Schritt zurück. "Danke.", verärgert stampfte Lysop zur Tür hinaus, ehe ihm der Koch noch ein weiteres mal zu rief. "Lysop. Da wär' noch etwas." Die Langnase, noch in der Türangel stehend, verspürte einen Schmerz am Hinterkopf und schon färbte sich vor ihm alles in ein tiefes Schwarz.
Der Schwertkämpfer stand auf und schritt zu Nami. Blieb vor ihr stehen und nahm ihr das grüne Buch aus der Hand. "So ist es richtig.", Zorro gab es der, nun etwas rotangelaufenen, Navigatorin, richtig herum, zurück und konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. "Ähm, ja,...danke." Die Orangehaarige konnte sich nicht erklären warum sie auf einmal so durcheinander war. Lag es an Zorro oder an ihrer Krankheit?
Sie wusste es nicht genau. Dass einzige was sie bemerkte war, wie ihr plötzlich so komisch zu Mute wurde, als sich Zorro zu ihr, auf den Bettrand, setzte. Die Navigatorin konnte dieses Gefühl nicht so Recht beschreiben. Sie hatte es auch noch nie zuvor verspürt. Sie verspürte keine Schmerzen oder ähnliches. Irgendwie war es ein schönes, ja, sogar angenehmes Gefühl. Das sanfte Kribbeln in ihrem Bauch und ihr Herzschlag der aufgeregt pochte.
Zorro sah Nami direkt in die Augen. Ohne Reaktion. Einfach nur in dem tiefen Dunkelbraun versunken. Nami hingegen blickte nervös in seine Augen zurück, dann wiederum hastig auf seine Hände als, der Schwertkämpfer ihr das Buch ein zweites Mal, aus den Händen nahm, doch dieses Mal bei Seite legte.
<So, nun störst du mich zumindest für 'ne Weile nicht.> Sanji hatte den ohnmächtigen Lysop, ins Krähennest gebracht. "Tut mir Leid. Aber wie heißt es nicht so schön: "Liebe kennt keine Grenzen."
Nami wusste nicht wie ihr geschah, als sie plötzlich von Zorro geküsst wurde. Nicht, dass es ihr unangenehm gewesen wäre, jedoch hatte sie in solcherlei Sachen keinerlei Erfahrung. Instinktiv schloss sie ihre Augen, als Zorros Lippen die ihren berührten, und schlang ihre Hände um den Nacken des Schwertkämpfers. Ihr Herz schlug immer schneller und schneller und das fremde Gefühl in der Magengegend verstärkte sich. Nun legte Zorro vorsichtig seine Hände, um die Taille der Navigatorin und sogleich verschwanden Namis Zweifel. Es war immerhin auch Zorros erster Kuss und demnach konnte sie nicht weniger falsch machen, als er. So verstärkte sie den Druck auf seine Lippen, um ihm so zu zeigen dass sie seinen Kuss erwiderte. Sie fühlte sich glücklich. Seit langem wieder einmal so richtig glücklich. Selbst ihre Schmerzen, die sie in letzter Zeit Tag für Tag und Nacht für Nach erleiden musste, vergas sie. Einfach alles um sie und Zorro herum, verschwand in Vergessenheit. Es existierte nichts mehr. Nur sie beide, sonst nichts.
"He Zorro! Wenn du Hunger hast, dann sag's doch Sanji und mach dich nicht über Nami her!" Die Navigatorin wurde aus ihrer Traumwelt gerissen und Zorro lies daraufhin sofort von Nami ab und wirbelte herum. Ruffy stand mit seinem üblichem unschuldigen Gesichtsausdruck im Zimmer der Navigatorin. "Verschwinde!", schrie der Schwertkämpfer, nach einer kurzen Fassungsminute, den Strohhutjungen an. Dieser nichts wissend, was er getan hatte. Zorro stand auf und selbst Ruffy kapierte, dass es jetzt besser an der Zeit war zu verschwinden. Bei Zorro konnte man ja nie wissen. Dieser wollte seinem Kapitän gerade hinterher jagen, als er jedoch von der nun grinsenden Nami am Arm erfasst wurde. Rasch zog sie ihn wieder zu sich herunter und gab ihm einen zärtlichen, langanhaltenden Kuss. "Ignorier ihn einfach. Es ist doch nur Ruffy. Er hat doch sowieso keine Ahnung davon." "Wovon habe ich keine Ahnung?", der Strohhutträger streckte neugierig den Kopf wieder zur Tür herein. Das reichte.
So lieb ihn Nami auch anschauen mochte, Zorro fühlte sich mit einem spannenden Ruffy sichtlich unwohl. "Ich lass dich 'mal alleine. Ruh du dich besser wieder aus, damit du endlich wieder gesund wirst.", mit diesen Worten eilte der Schwertkämpfer aus dem Zimmer hinaus. Einen quiekenden Ruffy verfolgend.
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Dieses Kapitel widme ich meiner lieben Ela. *dichganzfestdrück* Ich bin noch immer traurig, dass du nicht mehr kommen kannst. *bussigib*
deine chô
Der Hauch des Todes
25.Kapitel: Der Hauch des Todes
"Chopper! Wie weit bist du mit Namis Medezin?", Sani stürzte in den Steuerraum, wo Chopper immer seine Medikamente zubereitete. Dieser fuhr, geschockt über den überfallsartigen Eintritt des Koches, erschrocken zusammen. "Warum fragst du? Stimmt etwas nicht?" "Du musst schnell kommen. Nami geht es ziemlich schlecht. Sie ist am Rande ihrer Kräfte. Lange wird sie diese Krankheit nicht mehr durchstehen.!" "WAAAS? Aber heute morgen ging es ihr doch wieder einigermaßen.", doch der kleine Elch wollte nicht unnötige Zeit vergeuden, wenn es stimmte was Sanji berichtete und es wirklich so schlecht um Nami stand. Schnell folgte er dem Blondhaarigen ins Zimmer der Navigatorin.
Nami verkrampfte sich vor Schmerz und schrie vor Qualen auf. Als Sanji und Chopper zu ihr ins Zimmer eilten, war sie nicht mehr Recht bei Bewusstsein. Eher in einer Art Übergansphase. Der Virus beraubte sie ihrer Sinne und des klaren Denkens. Sie war schweißgebadet, ihre Wangen und Stirn rot gezeichnet und ihre Geschichtszüge gequält verzogen. "Verdammt! Ihr Fieber ist gestiegen! Sie befindet sich in äußerster Lebensgefahr!", entfuhr es Chopper als er Namis Stirn abfühlte und ihren Puls maß. "Dann unternimm doch was!", Sanji hasste es tatenlos zuzusehen, während Nami litt. "Aber was denn?", der Elch war ratlos. "Wie du weißt es nicht? Du bist doch hier der Arzt. Was weiß ich! Gib ihr doch diese Medezin!" "Aber ich weiß nicht ob es klappt!" "Wie bitte?", der Koch der FlyingLamb glaubte nicht was er da zu hören bekam.
Sollte etwa alles umsonst gewesen sein? Sollte Nami umsonst so lange gekämpft haben? Muss sie sterben? "Verdammt Chopper!" "Aber Sanji! Jede Krankheit bringt ein Risiko mit sich! Man weis nie ob man das passende Medikament dazu findet." "Und was bitteschön hast du die letzten Tage und Nächte gemacht? Däumchen gedreht?" "Nein! Die Medizin zubereitet!" "Und warum gibst du sie ihr dann nicht, wenn du sie bereits fertiggestellt hast?" "Na weil sie noch nicht lang genug gerastet hat! Wer weiß ob sich die Wirkstoffe richtig entfalten konnten?! Du als Koch müsstest dass doch verstehen. Das ist wie wenn man einen Kuchen zubereitet." "Du kannst doch Nami nicht mit einem Kuchen vergleichen!", Sanji war wütend, dass sie rein gar nichts für die Navigatorin tun konnten und über Torten zu plaudern fand er im Moment nicht gerade als wirklich angebracht. Trotzdem fiel ihm doch noch etwas dazu ein. "Wenn ein Kuchen fertig ist, weiß man auch nie ob er gelungen ist, bevor man ihn nicht probiert hat! Also gib Nami das Medikament!" "Das ist zu riskant! Was, wenn sie erst gerade deswegen ihrer Krankheit erliegt. Wenn es als eine Art Virenunterstützer funktioniert!" "Verdammt! Du musst das Risiko einfach eingehen! Es geht nicht anders! Wenn du's nicht machst, stirbt sie vielleicht!" Schließlich war es Namis erneuter Aufschrei, der den Elchen umstimmte. "Na gut. Es geht wohl nicht anders. Wir müssen es versuchen." Chopper eilte aus dem Zimmer der Navigatorin. Dicht gefolgt von Sanji, der jedoch am Gang von Zorro gepackt wurde: "Was ist los? Warum seit ihr so aus der Fassung!" "Verdammt du Idiot! Nami liegt ihm Sterben! Hättest du nur aufgepasst, dann hätten wir früher handeln können!" Der Blondhaarige riss sich von dem Schwertkämpfer los und lief Chopper hinterher. Zorro blieb geschockt am Gang stehen.
<Was habe ich nur getan? Warum bin ich nicht bei ihr geblieben?!>, er rannte zu Nami ins Zimmer und nahm sie in seine Arme. "Nami! Nami nicht! Wach auf!", er rüttelte die bereits halb ohnmächtige Navigatorin, um sie so bei Bewusstsein zu halten. Er wusste noch was Chopper ihm und den anderen verschärft gesagt hatte: < Wir dürfen Nami auch nicht mehr alleine lassen. Nicht über Nacht und genauso wenig über Tag. Es ist zu gefährlich, dass sie uns noch einmal in ein Koma fällt. Denn wenn wir Pech haben, wacht sie uns daraus nicht mehr auf.> "Nami! Komm zurück!", Zorro versuchte ihr verzweifelt zu helfen. Doch Nami reagierte nicht auf ihn. Der Schwertkämpfer spürte ihren schwachen und vom Fieber erhitzten Körper in seinen Armen. "Komm zurück zu mir! Du darfst jetzt nicht aufgeben! Ich liebe dich!" Zorro lief eine Träne über die Wange. Sachte drückte er Nami an sich. Er wollte sie nicht verlieren. Nicht jetzt, wo er allmählich seine Gefühle überwinden konnte.
"Geh bei Seite!", Chopper war zurückgekommen und scheuchte Zorro von Nami weg. Es gelang ihm Nami halbwegs wach zu bekommen, gerade so, dass sie tat was er von ihr verlangte. Die Medizin zu schlucken. Chopper hielt der Navigatorin ein Glas mit einer dickflüssigen, cremefarbenen Mixtur an die Lippen und diese tat wie ihr befohlen. Sie trank es bis auf den letzten Schlucken leer. Chopper half ihr, sich wieder hinzulegen, ehe sie das Bewusstsein endgültig verlor. Was den Elch noch besorgter stimmte. Dann wandte er sich zum Rest der Crew. Denn auch Ruffy, der so wie er erzählte, Lysop im Krähennest gefunden hatte, und Lysop selbst, sich den Kopf reibend und einen Bösen Blick zu Sanji werfend, waren im Zimmer angekommen. Sie hatten aufgeregte Stimmen und lautes Fußgetrampel gehörten und wurden so aufmerksam. "Jetzt hilft uns nur mehr hoffen.", meinte Chopper zu den vier Jungs, sah jedoch beängstigt zu Nami. "Hoffen dass das Medikament wirkt und sie durchkommt. Ihr Leben hängt nun im wahrsten Sinne des Worte am seidenen Faden. Nur noch Millimeter trennen ihr Leben vom Tod.", er senkte den Kopf und fügte nochmals, dieses Mal sehr leise, hinzu: "Ja, Hoffen ist das einzige was Nami noch helfen kann."
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Jippie!! Geschafft!! Endlich habe ich alle Überarbeitungen durch!! *freu* Alte Chaps wegkicken und Platz machen für die neuen. Jaja, ihr habt richig gehört. Das war das letzte Chpater, nun geht's endlich im Programm weiter. Ob sich Nami schon im nächsten Kapitel entscheidet? Naja, dass müsst ihr schon selber lesen.
viel Spaß wünscht euch chô
Liebe ist schwer
26. Kapitel: Liebe ist schwer
Chopper war sehr zufrieden mit Nami. Ihr ging es von Tag zu Tag besser und endlich, eines Abends, konnte er die anderen Crewmitglieder beruhigen, dass sie über'm Berg war. Dass sie es geschafft hatte, den Virus besiegen konnte und sich nun außer akuter Lebensgefahr befand. Ihre Verletzung durch Zorro war beinahe gänzlich verheilt, ihr Fieber gesunken und die Lungenentzündung bestand nur mehr aus leichtem Husten. Ja, er war zufrieden mit der Navigatorin. Zufrieden dass sie eine starke Willenskraft und Durchsetzungsvermögen besaß. Sie war eben eine richtige Kämpfernatur. Zudem war er auch stolz auf sich. Er hatte noch nicht viele Patienten gehabt und Nami, schwer erkrankt an einem seltenem Virus, durchzubringen, war für ihn ein gutes Gefühl. Doch so sehr ihn Namis Besserung erfreute, da war immer noch etwas was ihn besorgt und traurig stimmte. Nami lag noch immer im Koma. Viel länger als bei ihrem letzten Vorfall. Ständig war einer der Jungs bei ihr und passte auf sie auf, insbesondere Zorro, der sich an Namis Bewusstlosigkeit die Schuld zuschrieb, wich nicht von ihrer Seite. Er schlief nicht in ihrer Gegenwart und kam auch nicht zu den Essenszeiten. Hätte sich Sanji nicht seiner erbarmt und ihm seine Portionen nach unten gebracht, wäre er mit Sicherheit schon verhungert. Doch auch Sanji war neben Zorro jemand, der oft bei der Navigatorin blieb. Meistens sogar mit dem Schwertkämpfer gemeinsam, da er seit diesen einem Vorfall ihm nicht mehr richtig vertraute. Aber beide wussten, Zorro genauso wie Sanji, dass sie nicht rund um die Uhr bei dem krankem Mädchen bleiben konnten. Auch sie mussten einmal schlafen, essen und ihre Pflichten an Board erfüllen. So blieben sie wenigstens bei ihren Schichten nahe bei Nami und verlegten Hunger und Müdigkeit stets auf den darauffolgenden Tag.
Sanji hielt nun seit fast einer halben Stunde alleine Wache, da Zorro Lysop beim Steuern helfen musste. Anscheinend gab es ein kleines Hindernis, doch immerhin groß genug, dass Lysop es nicht alleine umfahren konnte. Seit Nami krank wurde, lag es an ihm die FlyingLamb heil durch die Gewässer zu manövrieren. Was ihm aber anscheinend nicht immer gelang.
So saß Sanji dicht bei Namis Bett und hoffte das sie aufwachen würde. Seit geraumer Zeit hatte er schon den unruhigen Schlaf der Navigatorin bemerkt und dachte nun es wäre bald soweit. Sie würde aus dem Koma erwachen.
In dieser Nacht hatte Nami einen seltsamen Traum. Darin waren keinerlei materielle Dinge oder Lebewesen. Sie verspürte nur eine gellende Angst und sah eine hoffnungslose Dunkelheit vor sich. Schwach konnte sie ein oranges Licht ausmachen. Wie es hin und her flackerte, ständig die Richtung änderte, einmal stärker und einmal schwächer leuchtete. Dann auf einmal konnte sie zwei andersfarbige Lichter ausmachen. Ein grünes und ein gelbes. Sie waren nicht so unentschlossen wie das orangene. Beide Lichter bewegten sich schnurgerade und je näher sie dem orangenem Lichtschein kamen, umso verwirrte wurde dieses. Hin und her gerissen. Nicht wissend ob sie dem Grünem oder doch lieber dem Gelben entgegnen sollte. Schließlich begann es sich wild im Kreis zu drehen. Immer schneller und schneller. Wie ein Kreisel nahm es an Geschwindigkeit zu. Es wollte sich einfach nicht mehr aufhören zu drehen. Schneller. Flinker. "Zorro!" Nami erwachte schweißgebadet, die Augen vor Furcht aufgerissen, aus ihrem Traum und warf sich Sanji um den Hals. Sie atmete unruhig und hastig. Ihr Oberkörper bewegte sich bei jedem Atemzug zitternd auf und ab, während sie selbst stumm und verängstigt zu weinen begann. "Ist schon gut. Das war nur ein Traum. Du brauchst dich nicht mehr zu fürchten.", sprach Sanji in einem beruhigend gleichmäßigen und leisen Tonfall zu der Navigatorin, drückte sie schützend an sich und strich ihr mit einer Hand durch ihr schulterlanges feines Haar. Nami, der der Schock und die Furcht noch in den Knochen saß, verschloss ihre Augen, sich noch nicht ganz sicher ob nicht doch noch dieses Licht vor ihr erschien.
Nein, ein Licht erschien nicht, aber jemand anderes betrat das Zimmer der Navigatorin. Es war kein anderer als Zorro, der es nicht weiter als kurz über die Türschwelle schaffte, als er Nami, in den Armen Sanjis, erblickte. Sofort begann die Wut, die er einst unterdrückt hatte, in ihm, noch stärker als zuvor, hochzusteigen. In diesem Moment schlug Nami ihre Augen wieder auf und sah den völlig verstörten Zorro vor sich. Wie er am Absatz Kehrt machte und davon eilte. "Zorro warte!", Nami ließ von Sanji ab und stürmte aus ihrem Zimmer. Kurz danach folgte ihr auch Sanji mit ans Deck.
Der Schwertkämpfer stieß die Tür gewaltsam auf, so dass sie an die Wand knallte, knarrte und ächzte. Zornig betrat er das Deck und trat gegen den Hauptmast. "Es ist nicht so wie du denkst." Nami trat neben Zorro. "Achja? Und wie denke ich?", fauchte dieser zurück. "Naja, dass ich was mit Sanji hätte.", meinte die Navigatorin kleinlaut und sank den Kopf. "Oh nein. Falsch gedacht! Das denke ich nicht, das weiß ich sogar!", der Schwertkämpfer konnte seine Wut nicht mehr zügeln. "Lass Nami in Ruhe! Oder du bekommst es mit mir zu tun!" Sanji stellte sich hinter Nami und legte seine Arme schützend auf ihre Schultern. "Dieser verdammte Koch!" Zorro meinte es nicht zu Sanji, sonder richtete seine ganze Wut auf Nami. "Schwänzelt tagein tagaus um dich herum und verspricht dir die Welt. Und was macht er wirklich? Nichts! Und was bekommt er? Alles!" Nami sah verwirrt zu Zorro auf, welcher vor ihr nicht mehr ruhig stehen bleiben konnte. Stattdessen schritt er wie ein Löwe, in einem Käfig, auf- und ab. "Ich hab dich aus dem Wasser gefischt und du bist ihm um den Hals gefallen! Ich habe mein Leben für dich eingesetzt! Ich bin Tage und Nächte bei dir gesessen und du umarmst ihn! Ich habe dich geküsst und du machst dich an ihn ran!" <Er hat mich gerettet? Das wusste ich nicht.> "Nami was redet er da? Wann hat er dich geküsst? Ich dachte du wolltest mich küssen?" Sanji ließ von Nami ab und sah sie nichtswissend an. "Sanji bitte lass das jetzt.", die Navigatorin wollte nicht, dass Zorro von diesem Beinahe-Kuss erfuhr, doch zu spät. Zorro hatte es sehr wohl gehört. "Du hast ihn geküsst?" Nami antwortete nicht. "HAST DU IHN GEKÜSST?" Nami sah zur Seite. "Also doch.", sagte Zorro leise zu sich. "Aber nur fast!", warf Nami sich rechtfertigend ein. "Das ändert nichts. Du wolltest ihn küssen!" "Eigentlich wollte er mich küssen!"
Sanji verlor den Überblick. Er sah abwechselnd zu Nami und Zorro, ehe er sich zu Nami wandte. "Aber es machte nicht den Anschein als hättest du etwas dagegen gehabt." "Sanji, bitte!", die Navigatorin fühlte sich mit zwei wütenden Jungs aufeinmal überfordert.
"Du bist und bleibst eine Diebin! Eine habgierige Zicke, die nie genug bekommen kann!" Zorro ließ seiner Wut freien Lauf. "Erst klaust du Geld und nun sind es Herzen! Zwei auf einmal! Reicht dir eines nicht? Musst du gleich zwei von uns um den Finger wickeln? Gefällt es dir mit uns zu spielen?" Der Schwertkämpfer sah das Mädchen vor sich fragend an. Doch dieses blickte ihn nicht an. "Sieh' mich gefälligst an wenn ich mit dir spreche! Willst du uns beide gleichzeitig in den Abgrund stoßen? Hast du Spaß daran uns zu quälen?" "Nein." Nami fasste sich endlich wieder. Kaum hörbar, aber immerhin. "Und warum macht du das dann? Du kannst nicht alles haben was du willst! Liebe ist kein Spiel! Liebe ist schwierig! Eine Falle mit Problemen gespickt! Du musst dich entscheiden!" "Das kann ich nicht." "Was heißt du kannst es nicht? Du willst vielleicht nicht! Du hast Angst vor der Verantwortung die deine Entscheidung mit sich bringt! Doch der kannst du nicht entkommen! Du musst dich ihr stellen!" "Zorro hat Recht! Du kannst uns nicht beide haben!", nun meldete sich auch Sanji zu Wort. "Du musst dich entscheiden für einen für uns! Für ihn ODER für mich!"
"Ich...ich.. Ihr könnt mich nicht dazu zwingen! Macht es mir doch nicht so schwer! ICH KANN MICH NICHT ENTSCHEIDEN! Nicht hier und nicht sofort auf Kommando! Wähle ich den einen von euch, muss ich den anderen auch als Freund aufgeben. Ich würde diese Mannschaft zerreisen! DAS KANN ICH NICHT!", daraufhin lief Nami weinend in ihr Zimmer davon. "Nami! Warte!", Sanji wollte der aufgelösten Navigatorin hinterher, doch Zorro hielt ihn zurück. Der Schwertkämpfer musste nichts sagen, Sanji verstand auch so und nickte zustimmend.
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Na, wie war's? Das erste neue. Endlich. Das Teil heißt genauso wie die ganze FF. (fall's jemanden nicht aufgefallen sein sollte) Also, ich bin irgendwie toal gut darauf im Moment. Jetzt kann ich endlich weiterschreiben. Leider, kann das auch bedeuten, dass ich nicht mehr jeden Tag mehrere Chaps hochladen kann. *snief* Aber ich bemüh mich das ganze so regalmäßig wie nur möglich zu machen!
chô
***nächstes Kapitel: Namis Entscheidung*** (oho! *g*)
Namis Entscheidung
27. Kapitel: Namis Entscheidung
Nami kam wieder einmal nicht zum Essen. Verwirrt saßen Ruffy, Lysop und Chopper beim Frühstück und wunderten sich warum. <Es schien ihr doch wieder besser zu gehen.> Nur Sanji und Zorro beunruhigte Namis Fehlen nicht, sie wussten genau warum sich die Navigatorin nicht blicken ließ und waren ehrlich gesagt ziemlich wütend auf diese. Zudem befürchteten sie Namis Entscheidung, da beide nicht gedacht hätten, dass es so schwer für das orangehaarige Mädchen sein würde. Ihnen war demnach der jeweils andere ein ernst zunehmender Gegner.
Nach dem Frühstück machten sich Sanji und Lysop an den Abwasch, Zorro widmete sich ganz und gar dem Polieren seiner Schwerter und Chopper trug irgendwelche Erkenntnisse, über Namis Krankheit, in ein kleines rotes Notizbüchlein. Nur Ruffy verschwand aus der Küche und machte es sich auf seinem Lieblingsplatz gemütlich. Plötzlich stellte sich Nami neben ihm an die Reling und sah auch zur See hinaus. Es schien als hätte sie nur darauf gewartet, Ruffy alleine anzutreffen. "Wir werden bald auf eine neue Insel stoßen.", begann sie, ohne Ruffy dabei anzusehen, ihren Blick weiter auf den Horizont vor ihnen fixiert. Normalerweise würde Ruffy sich über die Neuigkeit freuen, doch an Namis Art wie sie im Moment sprach, befürchtete er noch etwas anderes. Ihre Stimme klang irgendwie traurig. Besorgt sah er zu ihr hinüber, doch sie bemühte sich, ihn immer noch nicht anzublicken. "Es wird noch ein Wenig dauern. Etwa drei bis vier Stunden". Sie setzte eine Pause ein bevor sie mit bedrückter Stimme weitersprach. "Diese Insel ist bewohnt. Nicht von vielen Leuten, jedeglich ein kleines Dorf, aber sie ist ein wichtige Hafeninsel auf der GrandLine. Es werden viele Schiffe und Gäste dort sein. Wenn wir dort ankommen,...", Nami stockte. "Ruffy kann ich dich etwas fragen?", sie blickte zu ihrem Kapitän auf und nun wusste der Strohhutjunge genau, dass etwas nicht stimmte.
"Juhu! Wir sind endlich da! Los Leute, beeilt euch! Ich will endlich los!", Ruffy stand schon kurz danach, als die FlyingLamb an einem Steg der neuen Insel zum Stillstand gekommen war, am Festland. Ungeduldig wie immer wartete er bereits darauf, dass er endlich los gehen konnte. "Nicht so schnell, Ruffy! Nami ist noch nicht da.", Sanji stand noch an Deck des Schiffes und sah bittend zur Tür, die zu den Schlafräumen führte. "Sie kommt nicht mit. Wir sollen ohne sie gehen.", schrie Ruffy zu ihm hoch, ohne dabei besorgt oder fröhlich zu klingen. Er wusste immerhin, dass Nami ihre Gründe dafür hatte. "Aber,..", warf Sanji ein, doch Zorro hielt ihm am Arm zurück, bevor er noch zum Zimmer der Navigatorin gehen konnte: "Lass sie in Ruhe. Sie hat es im Moment nicht leicht. Nami braucht etwas Zeit für sich." Der Koch nickte zustimmend und verließ nach dem Schwertkämpfer als Letzter die Lamb.
Dieser Inselbesuch war ohne Nami ein recht eigenartiger. Die einzigen, die sich amüsieren konnten, waren Ruffy, Lysop und Chopper. Sanji und Zorro hatten keine Lust irgendetwas zu unternehmen. Sie schlossen sich keiner Rauferei Ruffys an, tranken nichts und Sanji ließ es sogar aus, den hübschen Mädchen des Dorfes hinterher zuschwärmen. Lag es daran, dass beide für Nami Gefühle hegten?
Trotz der schlechten Laune Sanjis und Zorros verbrachte die Piratenbande den ganzen Tag auf dem kleinen Festland. Spät am Abend kehrten sie zu ihrem Schiff zurück und Ruffy schwang sich gleich zuerst auf die Galeonsfigur der FlyingLamb. Sanji beschloss derweilen nach Nami zu sehen. Doch kaum war er für einige Minuten unter Deck verschwunden kam er hastig wieder hoch gestürmt: "Sie ist weg!" Zorro, Lysop und Chopper rissen verwirrt die Köpfe in seine Richtung. "Nami ist weg! Und einige ihrer Sachen fehlen auch.", stammelte er aufgebracht. "Was heißt sie ist weg? Wo soll sie denn sein?", Zorro kam ihm entgegengelaufen. "Keine Ahnung. Sie ist auf jedem Fall nicht mehr in ihrem Zimmer." "Und in der Küche auch nicht.", fügte Lysop hinzu, der in der Kombüse nach der orangehaarigen Navigatorin gesucht hatte. "Vielleicht ist sie entführt worden.", befürchtete er sofort. "Lass den Quatsch! Wer sollte Nami entführen? Außerdem weiß sie sich in so einer Situation zu helfen.", schnauzte Zorro den Lügenpiraten an. "Aber wo könnte sie sonst sein?", fragte Chopper und hielt Lysops Annahme für gar nicht so undenkbar.
"Sie ist gegangen.", mischte sich nun Ruffy leise ein, ohne sich zu seinen Freunden umzudrehen. Schlagartig wurde es still. Alle sahen nichtsahnend zu ihrem Kapitän. Dieser seufzte, stand auf und hielt ihnen einen Brief entgegen. Keiner musste fragen von wem er war, sie kannten alle die grausame Antwort. Sanji nahm den Umschlag, riss ihn auf, faltete, das sich darin befindende Stückchen Papier auseinander und laß leise vor:
"Wenn ihr diesen Brief lest, dann werde ich bereits nicht mehr zu eurer Mannschaft zählen. Ich habe schon seit langem darüber nachgedacht und nun weiß ich, dass es besser ist wenn ich gehe. Durch mich habt ihr alle in letzter Zeit nur Probleme bekommen und ich möchte nicht noch für weitere Schwierigkeiten sorgen. Wegen mir würde die Freundschaft, die diese Crew, zusammenhält, zerreißen und das möchte ich nicht verantworten. Es ist mir klar, das ich nicht nur als Freundin sondern auch als Navigatorin gegangen bin und ich euch demnach im Stich lasse.
Lysop. Nun liegt es an dir, die FlyingLamb heil durch eure weiteren Abenteuer zu bugsieren. Auf meinem Schreibtisch findest du den Eternel Port und noch einige wichtige Karten der GrandLine. Ich überlasse sie dir und hoffe du wirst mit deiner neuen Aufgabe gut zurecht kommen.
Chopper. Ich danke dir für meine Heilung und für alles andere was du bereits für mich getan hast. Ich weiß du hattest nie deine Ruhe und genügend Platz deinen Forschungen nachzugehen, deshalb überlasse ich dir mein Zimmer.
Zorro. Du hast mir das Leben gerettet. Dafür werde ich dir für immer dankbar sein.
Sanji. Du hast immer zu mir gehalten und mich unterstützt. Mich beschützt und immer aufgepasst das es mir gut ginge. Auch dir möchte ich das nie vergessen.
Ruffy. Ich danke dir, dass du immer ein offenes Ohr für mich hattest. Mich respektiert und aus Arlongs Gefangenschaft befreit hast. Dass du mich in deine Mannschaft aufgenommen hast, war für mich der wohl glücklichste Moment in meinem Leben. Danke.
Ich werde die Zeit die wir alle miteinander verbracht haben nie vergessen. Die gemeinsam durchgestandenen Abenteuer und Kämpfe werden für immer in meinem Gedächtnis bleiben. Aber es ist trotzdem nur gut für uns alle, dass ich von nun an meinen Weg alleine fortsetzte. Ich hoffe ihr versteht dass." Nami
Sanji sah von dem Brief auf und musste erst einmal realisieren, was er da gerade gelesen hatte. Zorro brauchte nicht so lange wie er. Sein Zorn überrannte ihn wiedereinmal. Er riss dem Smutje das Stück Papier aus der Hand, zerdrückte es und schmiss es soweit weg, wie er nur konnte. Dann drehte er sich um und schritt auf Ruffy zu. "Du!", schrie er ihn an. "Du hast es gewusst! Du hast gewusst, dass sie gehen wird! Sie hat mit dir darüber gesprochen! Habe ich nicht Recht!" Ruffy drehte sich von Zorro weg und setzte sich wieder auf die Galeonsfigur. Es senkte den Kopf zum Wasser und begann leise zu sprechen: "Es war ihre Entscheidung."
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Haha. Reingefallen! :P Dachtet ihr wirklich ich würde schon aufhören zum Schreiben und sagen wen sich Nami krallt? Nein, nein. Pech gehabt. Ihr müsst wohl oder übel weiterlesen. XD
eure (etwas gemeine) chô
***nächstes Kapitel: "Ich lasse dich nicht einfach gehen!" ***
"Ich lasse dich nicht einfach gehen!"
28. Kapitel: "Ich lasse dich nicht einfach gehen!"
"He! Bleib stehen! Was willst du jetzt tun?" Sanji fasste Zorro am Arm und hielt ihn davon ab, einfach in der Küche zu verschwinden. "Lass los!", knurrte dieser ihn an. "Erst wenn du mir sagst was du jetzt vor hast zu unternehmen." "Nichts." "Nichts? Was heißt "NICHTS"? Willst du Nami etwa nicht hinterher?" "Nein.", der Schwertkämpfer riss sich von seinem Gegenüber los. "Wenn sie so feig ist und sich ihrer Verantwortung nicht stellt, dann kann ich auch nichts mehr für sie tun." Sanji starrte den Grünhaarigen fassungslos an. "Wie...wie kannst du so etwas sagen? Ich dachte du liebst Nami?" "Aber Liebe beruht auf Gegenseitigkeit.", Zorro wandte sich von dem Smutje ab. "Das glaub ich einfach nicht!", brüllte ihm dieser hinterher. "Wie kannst du sie einfach gehen lassen?" Zorro antwortete nicht. So fuhr Sanji wütend fort. "Du bist es nicht wert, dass Nami wegen dir ihr Träume aufgibt. Du liebst sie nicht." Zorro hielt inne, doch Sanji dachte nicht daran aufzuhören: "Nami ist viel zu gut für dich. Du verdienst sie nicht! Was mich anbelangt,..." Sanji stellte sich zur Reling, mit einem letzten Blick zu Zorro gewandt, der ihm immer noch den Rücken zukehrte, "...ich werde Nami nicht einfach aufgeben!" Mit diesen Worten schwang er sich über die Reling und eilte den Steg entlang zurück ins Dorf. "Du Narr.", Zorro schüttelte den Kopf und verschwand in der Küche.
Eine junges Mädchen, auf dem Rücken einen braunen Lederrucksack geschultert, betrat die kleine Ortschenke. Niemand der anderen Gäste beachtete sie oder wunderte sich über ihren Besuch. Es kamen oft fremde Leute und rasteten auf ihrer Insel, ehe sie in den frühen Morgenstunden wieder aufbrachen. Das junge Mädchen strich sich eine orangene Haarsträhne aus ihrem Gesicht und setzte sich an die Bar. Ihr Blick streifte über die einzelnen Männer und Frauen, die meisten bereits sturzbetrunken, ehe sie mit einer kurzen Handbewegung den Barmann zu sich winkte.
"Was kann ich für sie tun, Fräulein?" "Wissen sie welcher dieser Leute als nächstes diese Insel verlässt?" Der Mann runzelte die Stirn. "Brauchen sie eine Mitfahrgelegenheit?" Das Mädchen nickte: "So schnell, wie nur irgendwie möglich." "Mhm,...", der Barmann überflog der Reihe nach diverse Leute. "Wohin genau?" Die Orangehaarige stockte. Darüber hatte sie noch gar nicht nachgedacht. "Egal wohin. Nur so schnell wie möglich, weg von hier.", drängte sie schließlich. Der Mann sah sein Gegenüber skeptisch an, anscheinend hatte es die junge Frau ziemlich eilig. "Fragen sie einmal dort nach. Den Kerl mit dem Vollbart.", er zeigte auf einen kleinen Tisch in einer schummrigen Ecke. "Danke.", das Mädchen bedankte sich hastig und stand wieder auf.
Sanji lief schon seit einer ganzen Weile die engen Straßen des kleinen Dorfes ab. Am Hafen hatte er bereits nach Nami gesucht, doch weit und breit hatte niemand etwas von einer orangehaarigen Navigatorin gehört oder gesehen. "Nami! Nami, wo bist du?", hastig bog er in eine schmale Seitengasse ein. <Wo könnte sie nur sein?> Da fiel ihm eine kleine Schenke am Ende der dunklen Gasse auf. <Dort könnte ich nachfragen. Vielleicht weiß doch jemand etwas von ihr.>
Sanji trat ein und schritt sofort zu dem Barmann, der gerade dabei war ein Glas abzutrocknen. Erstaunt blickte dieser hoch, als er von Sanji angesprochen wurde. "Wissen sie wo ich ein junges Mädchen mit glatten, schulterlangen orangenen Haaren finde?" "Ein Mädchen, welches unbedingt von dieser Insel weg möchte?", der Mann wusste von wem der fremde Junge sprach. "Ich nehme an. Ja.", Sanji dachte nicht dass es Nami so ernst wäre. Der Barmann nickte. "Sie war vor kurzem hier." "Wirklich? Und wo wollte sie hin?" "Das wusste sie selbst nicht so genau. Auf jeden Fall ist sie jetzt auf dem Weg zum Hafen. Dort läuft jeden Moment ein Schiff aus." "Was?", Sanji stürzte ohne ein Wort des Dankes aus der Tür und schlug den Weg zum Hafen ein. Jetzt musste er sich wirklich beeilen, wenn er Nami noch zurückhalten mochte.
Nami schritt langsam hinter dem Mann her, den sie in der kleinen Schenke um eine Mitfahrmöglichkeit gebeten hatte. Er hatte ihr gesagt, er könne jeden Moment auslaufen, wenn er das wollte. Daraufhin hatte ihm die Navigatorin einen Beutel Berry auf den Tisch geknallt und befohlen er solle sie mitnehmen und sein Schiff sofort startbereit machen. Er war gerade dabei die Taue zu lösen, als Nami eine leise Stimme wahrnahm. Sie klang von einiger Entfernung zu ihr. Zuerst dachte sie, sie hätte sie sich nur eingebildet, doch dann verstand sie was nach ihr gerufen wurde. Ihr Name. Die Navigatorin drehte sich nicht um, sie bat nur den Kapitän des Schiffes sich zu beeilen. "Nami! Nami warte doch!" Nami kannte die Stimme. Es war Sanji der nach ihr rief, doch sie wollte ihn nicht hören. "Nami bitte!", Sanji stürmte den Steg entlang zu dem kleinen Schiff, dessen Segel bereits gespannt waren.
Nami griff energisch zu einem weiteren Tau und band es los. Sanji rief noch immer nach ihr. "Verschwinde!", rief sie ihm schließlich entgegen. Sie wollte ja selbst nicht gehen, doch es war besser so. Für alle. "Du kannst mich nicht zurückhalten!" Sie kämpfte gegen ihre Tränen an. Nie wieder würde sie weinen. Für keinen und auch nicht für sich. "Nami, bitte.", Sanji ergriff sie am Armgelenk und hielt sie fest. "Sieh mich an und sag mir das du es so willst. Dann werde ich gehen und dich ziehen lassen." Sanji wusste, dass er Nami zu nichts zwingen konnte, aber er musste es einfach von ihr hören. Er wollte die Bestätigung, aus ihrem Munde hören. "Ich..ich...", stammelte Nami, doch sah Sanji dabei nicht an. "Es... es ist besser für alle, wenn... wenn ich gehe." Sanji hob ihr Gesicht hoch, so dass er ihr in die Augen blicken konnte. "Ich möchte nicht wissen, was das Beste für alle ist. Ich möchte wissen, ob du das wirklich so möchtest." Nami antwortete nicht. Sie wusste nicht was sie sagen sollte. Sie wollte ja nie ihre Crew verlassen. Sanji bemerkte Namis Unentschlossenheit und atmete auf. Er hob ihr Kinn noch etwas hoch, um sie noch besser sehen zu können. Eine verlassene Träne rollte ihr über die Wange, als sie ihn ansah. Sanji legte seine Hand an ihre Wange und wischte die Träne mit seinem Daumen weg, dann drückte er seine Lippen auf ihre.
Nami riss die Augen auf. Wie konnte er das nur tun? Sie wusste, dass sie nicht mehr standfest bliebe wenn sie jemand aus der Mannschaft zurückgeholt hätte. Wie konnte er sie dann nur küssen? Jetzt konnte sie auf keinen Fall mit dem fremden Mann mitfahren. Nami gab es auf. Sie gab es auf gegen sich selbst, ihre Tränen und ihre Unentschlossenheit anzukämpfen. Sie ließ einfach alles geschehen. Das Sanji sie küsste, das ihr die Tränen in die Augen stiegen und wie er sie wahrscheinlich wieder zur Lamb zurückbringen würde. Sie wollte keine Entscheidungen mehr treffen. Sie überließ es Sanji. Ob er sie gehen lassen würde oder nicht lag nun einzig und allein bei ihm. Doch Nami wusste auch so, wofür er sich entscheiden würde.
Sanji ließ wieder von Nami ab und sah ihr tief in die Augen. "Dachtest du wirklich ich würde dich einfach so gehen lassen?" Er lächelte sie an und wisch ihr eine weitere Träne aus dem Gesicht. Dann nahm er sie bei der Hand und sagte zu dem Mann, welcher mit seiner Arbeit innegehalten hatte, als er Sanji den Steg entlang eilen gesehen hatte: "Sie können losfahren." Nami schreckte auf. Ließ er sie wirklich ziehen? "Aber ohne mein Engelchen.", Sanji lächelte Nami ein weiteres Mal an und verließ dann mit ihr das Schiff.
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Ähm, ja. Was soll ich jetzt sagen? Vielleicht besänftige ich zuerst einmal alle NamixZorro Fans. Also, keine Panik! Die Story ist noch nicht aus. Es kann noch genug passieren. Möglicherweise wird keiner der Beiden Nami bekommen.... wer weiß.... ^^
chô
***nächstest Kapitel: Namis Platz ist die Navigation! ***
Namis Platz ist die Navigation!
29. Kapitel: Namis Platz ist die Navigation!
"Ruffy? Ist mein Platz als Navigatorin noch frei?" Ruffy drehte sich verwundert um und sah wie Nami hinter ihm stand und ihn anlächelte. "Aber natürlich!", sofort sprang er von seinem Lieblingsplatz auf und fiel der orangehaarigen Navigatorin um den Hals. "He, Leute! Nami ist zurück!", schrie er nach dem Rest der Mannschaft. Sofort kamen Lysop und Chopper aus der Küche gestürmt und schlossen sich ihrem Kapitän an. "Bleibst du nun endgültig bei uns?", Chopper sah Nami bittend, ja beinahe flehend an. "Wenn ich mein Zimmer wieder zurückbekomme?", grinste diese und fuhr dem kleinen Elch durch sein Fell. Glücklich musste der Arzt der Flying Lamb sie gleich ein zweites Mal umarmen. "Hier, dein Eternel Port.", Lysop hielt Nami erfreut, dass sie ihre Meinung doch noch geändert hatte, den kleinen Kompass hin. "Danke, Lysop.", lächelte sie den Kanonier an und nahm das kleine Teil, dankbar, dass ihre Freunde ihr nicht böse waren, entgegen. "Nami? Wo soll's als nächstes hingehen?" "Auf jeden Fall wieder auf's Meer!", befahl diese entschlossen und begann jedem Anweisungen zuzuteilen. Alle waren sie freudig bei der Sache und machten dass Schiff zum Auslaufen bereit. Jeder einzelne von ihnen war glücklich, dass sie ihre Navigatorin wieder zurückbekommen hatten.
Als Nami es auch noch geschafft hatte, das Schiff sicher aus dem Hafen zu bugsieren und alle Unklarheiten bezüglich ihr beseitigt waren, beschlossen sie sich endlich schlafen zu legen. Es war schon ziemlich spät geworden und nach all' den Aufregungen brauchten sie wirklich einmal eine Pause um sich zu erholen. Sanji ergriff Namis Hand und führte sie zu ihrem Zimmer hinab. Dort wünschte er ihr noch eine schöne Nacht, drückte ihr einen weiteren Kuss auf und verschwand ins Jungenzimmer. Nami schloss hinter ihm die Tür und lies sich erschöpft auf ihr Bett fallen. Sie wusste, dass noch lange nicht alles zwischen ihr, Sanji und Zorro geklärt war, doch auf jedem Fall war sie nun entschlossen sich jedem Problem zu stellen. Auch wenn die Freundschaft zwischen ihnen auf die Probe gestellt werden sollte.
Zorro war erst nachdem Lysop und Chopper aus der Kombüse geeilt waren, an Deck getreten. Zuerst hielt er sich im Schatten der Nacht verborgen und lauschte den Worten seiner Freunde. Als er sich angehört hatte, was Nami zu sagen gehabt hatte, wollte er zu den anderen nach unten schreiten und die Navigatorin willkommen heißen. Doch dann sah er wie Sanji Namis Hand fasste und sie sich nicht dagegen werte. Da wusste er, dass es zu spät war. Nami hatte sich entschieden. Warum war er nur so stur und war beim Schiff geblieben, anstatten auch nach der Navigatorin zu suchen? Vielleicht hatte sie ja gerade dass damit bezwecken wollen? Ihn und Sanji getestet wem sie wirklich am Herzen lag. Wer sich Gedanken um sie macht und sie zurückholen würde. Nun wusste Zorro, dass er gegen Sanji verloren hatte.
Wütend auf den Koch und noch wütender auf sich selbst, stampfte Zorro zum Hauptmast hinab und legte sich dort auf dem Boden. Er würde die Nacht hier verbringen. Würde er ins Jungenzimmer gehen, so würde er in Sanjis Gegenwart halb wahnsinnig werde, das wusste er nur zu genau. So blieb er an Deck der Flyiing Lamb und versuchte Schlaf zu finden.
"Nami-Liebling. Wach auf. Frühstück ist fertig." Die Navigatorin blinzelte zaghaft und blickte in Sanjis fröhliches Gesicht. "Ich hab dir deine Leibspeise zubereitet. Pfannkuchen mit Orangensirup. Wie ich's dir versprochen habe." Nami gähnte herzhaft und setzte sich in ihrem Bett auf. Sanji hatte ihr das Frühstück direkt ans Bett gebracht und sah ihr nun überglücklich zu, wie sie seit langem wieder ordentlich aß. Durch ihre Krankheit war sie etwas abgemagert, doch er war sich sicher er würde sie wieder aufpäppeln.
Er gab ihr einen Kuss auf die Wange und verabschiedete sich mit der Erklärung, dass er noch Frühstück für die anderen machen musste, von ihr.
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Entschuldigt, dass dieses Chap so waaaaaaaaaaaaahnsinnig kurz geworden ist, aber mir ist dazu überhaupt nichts gutes eingefallen. So hab ich mich wenigstens zu einem kurzen "Lückenfüllchapter" gezwungen, damit ich nicht zu unübersichtlich weiter schreibe. ^^
chô
***nächstes Kapitel: steht noch nicht fest (könnte auch passieren, dass ich's erst nach dem Wochenende zum hochladen schaffe. sorry)***
Ps: Danke für die vielen Kommis!!!!! (schon über 100 *freu*) *euchabknuddle*
Zorros Eifersucht
30.Kapitel: Zorros Eifersucht
Nami war nun endlich wieder kerngesund und genoss ihre "Freiheit" in vollen Zügen. Sie verabscheute es in ihr Zimmer zu gehen und war größtenteils an Deck anzutreffen, wo sie mit Freuden ihrer Arbeit nachging oder einfach ein Wenig auf Ruffys Lieblinsplatz saß uns sich den Fahrtwind, der wieder einmal sehr großzügig blies, ins Gesicht wehen ließ. Wie sehr hatte sie das alles doch vermisst.
Als sie gerade die Augen geschlossen hatte und ihr Gesicht dem Wind entgegenhielt, spürte sie wie ein warmer Atem ihren Nacken kitzelte und wie sie sanft von hinten geküsst wurde. "Wie geht es dir mein Liebling?", Sanji setzte sich hinter Nami auf die Galionsfigur und drückte sie in einer Umarmung näher an sich heran, so dass ihr Kopf auf seiner Brust lag. "D.., danke. Gut.", stammelte Nami kurz nachdem sie die Augen wieder aufgerissen hatte und Sanji verspürte wie sie sich auf einmal in seinen Armen versteifte, doch trotzdem blieb sie sitzen und streifte seine Umarmung nicht ab. <Mit der Zeit wird sie damit umzugehen wissen.>, beruhigte sich der Smutje selbst. Er wusste, dass die Navigatorin nicht mit ihren Gefühlen umzugehen wusste und drückte Nami deshalb noch ein weniger enger an sich. Er war froh, dass sie sich für ihn und nicht für Zorro entschieden hatte.
"Sag, 'mal, Lysop. Was machen die da?", Ruffy stand mit Lysop vor der Küche, stupste dem Lügenpiraten unsanft in die Seite und deutete auf Nami und Sanji hinab. "Na was wohl?", Lysop verdrehte über die Ahnungslosigkeit seines Kapitäns genervt die Augen. "Das sieht man doch. Die sind beide bis über die Ohren verknallt."
"Werdet ihr gefällig aufhören so dämlich zu grinsen und unser Liebespaar in Ruhe lassen!", schimpfte Chopper sie und scheuchte die zwei maulenden Jungen mit sich in die Küche.
<Pah! Liebespaar. Dieser Trottel von Koch weiß doch gar nicht was das ist.>, Zorro lag im Schatten der Orangenbäume und versuchte ein Nickerchen zuhalten. Zumindest sollte es so aussehen. In Wirklichkeit beobachtete er schon seit Tagen wie sich Sanji an Nami ran machte. Er hatte so eine ungebändigte Wut auf den Smutje, dass er ihm am liebsten gleich den Hals umdrehen könnte. Doch eigentlich wollte er sich nur nicht eingestehen, dass er neidisch auf den Smutje war. Warum hatte er nicht Nami zurückgeholt? Dann würde er vielleicht jetzt an Sanjis Stelle sein. Aber er war zu stur gewesen. Wie immer hatte in sein Dickschädel überrannt. Jetzt hat er zum zweiten Mal einen Kampf verloren. Und dann auch noch gegen eine Ölsardine von Koch. Er hasste es gegen Falkenauge verloren zu haben, aber eine Niederlage gegenüber diesem blonden Suppenhuhn war eindeutig zu viel! Wie niedrig war er doch nur gesunken, wenn er nicht einmal mehr gegen Sanji ankam? Zudem musste er sich auch noch ansehen, wie dieser seit Tagen an Nami klebte. Sie umarmte, abknutschte und täglich ihr Lächeln zu Gesicht bekam. Ihr verdammtes süßes Lächeln, das sie immer hatte, wenn sie wieder einmal neckisch war. Zorro kannte es gut. Bisher hatte war er es gewesen, der diese Lächeln von Nami geschenkt bekam, wenn sie ihn wiedereinmal auf die Palme gerbacht hatte. Doch diese Zeiten waren endgültig vorbei. Zuerst musste die orangehaarige Navigatorin so viel Leid ertragen, dass sie zu Lächeln vergaß und jetzt hatte sie ja Sanji.
Zorro blickte gequält zu Sanji, der Nami zu sich umgedreht hatte und ihr, wie so oft in letzter Zeit, einen Kuss auf die Lippen drückte. Es war widerlich den Koch so zu sehen. Die Augen geschlossen und mit der ganzen Welt zufrieden. Und Nami erst! Sie... sie, ja sie. Zorro sah genauer zu Nami. Sie hatte die Augen geöffnet und blickte an Sanji vorbei ins Meer. Sie hatte keinerlei Ausdruck und schien auch nicht Sanjis Kuss zu erwidern. Bildete er sich das nur ein oder war Nami wirklich desinteressiert an dem Kuss des Smutje? Doch dagegen zu wehren schien sie auch nicht.
Zorro schüttelte den Kopf. <Das bilde ich mir nur ein. Das ist das was ich sehen möchte, nicht das, was wirklich ist.> Er stand auf und machte sich auf dem Weg ins Jungenzimmer. Wenn er noch weiter hinsehen würde, dann würde er ganz bestimmt die Beherrschung verlieren und diesem Grillspieß tatsächlich an die Gurgel springen.
Am späteren Abend wurde die gesamte Mannschaft von Ruffy aufs Deck geschrieen. Er hatte ein Feuerwerk bemerkt und sich sofort freudig ins Krähennest geschwungen um eine bessere Aussicht zu genießen. Schon nach kurzer Zeit standen alle an der Reling und beobachten staunend das Geschehen. "Wie es aussieht werden wir bald eine neue Insel erreichen.", meinte Nami, als sie in der Ferne ein Rakete beobachtete wie diese in hunderte von kleinen klitzernden Goldteilchen zerprang. Sanji stand, wie immer, bei ihr und hatte seine Hände um die Taille der Navigatorin geschwungen. Er hatte nur Augen für sie und nicht für dieses dämliche Feuerwerk.
Lysop war dabei Ruffy auf dem Ausguck Gesellschaft zu leisten. Auch er wollte mehr von den Raketen sehen und kletterte deshalb zu seinem Kapitän nach oben. Chopper blieb lieber unten an Deck und lugte durch die Latten der Reling hindurch. Feuerwerke hatten ihm schon seit jeher Angst eingejagt.
Zorro stand wiedereinmal etwas abseits und schien sich ebenfalls nicht für das Spektakel am Himmel zu interessieren. Grimmig verfolgte er jede Bewegung des Smutjes. Wie dicht er bei Nami stand, durch ihr Haar fuhr und ihr des öfteren einen Kuss "aufdrückte", so wie Zorro es sich einbildete. <Ist dieses Lachsröllchen wirklich so bescheuert, dass er nicht einmal merkt wie Nami ihre Aufmerksamkeit auf das Feuerwerk gerichtet hat und nicht auf ihn?> Allmählich bezweifelte er wirklich, ob Sanji auch tatsächlich "verliebt" war oder dieses Wort genauso ein Begriff in dessen Wortschatz war wie "Rollbraten". Er hielt noch immer daran fest, dass Sanji keine Liebe verspüren kann, sondern einfach jedem Rockzipfel hinterher schwärmte.
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Sorry, das ihr soooo lange auf dieses Chap warten musstet, aber ich hatte in letzter Zeit einiges um die Ohren. Als Gruppenleiter hat man es nun einmal nicht immer leicht. XD
Hoffe es hat euch gefallen und ihr schreibt mir viel Kommentare. *bettel* Immerhin ist es auch schon mein 30.tes Kapitel!!! *stolzbin* ^^ Ein Runder sozusagen. *g*
Und weil ich das feiern möchte kommt hier einmal ein persönliches Dankeschön an alle die mir regelmäßig schreiben.
Danke an:
ela: die erste die mir ein Kommi verpasst hat und meine FF immer noch liest
*freu* hdl *knuddelganzfest*^^ *bussigib*
peggi: also du bist sicher die Ungeduldigste von allen ^^ Freut mich aber, dass
du willst das ich ja weiterschreibe^^ *knuddel*
file-gril: keine Sorge, ich hab's gecheckt^^ und danke für das Kompliment
*bussigib*
kira-chan: ist zwar kein Missverständnis aber auf jeden Fall die falsche
Entscheidung, wirst schon noch sehen ^^ *knuddeldichauch*
Amfa: danke für das Kompli und ich finds super, dass du dich schon immer auf die
nächsten chaps freust ^^ *knuddel*
tooloose: du musst mich nicht bitten um weiterzuschreiben ^^*lach*, das mach
ich doch auch so, weil ich ja weiß das ihr sie lest *knuddel*
ein weiteres Dankeschön an: Alle die diese FF lesen. *euchalleknuddel*
Lg an: Biz Eine liebe Freundin von mir, von der ich erst seit kurzen erfahren habe, das sie meine FF liest. *knuddeldichauch* ^^
*winkewinke* chô
PS: an ela: vor kurzem habe ich "etwas gewissen" bekommen^^ und "etwas anderes gewisses" ist bereits auf dem Weg zu dir^^
Zweifel
31.Kapitel: Zweifel
Schon in den frühen Morgenstunden hatten die Crew der Flying Lamb die neue Insel erreicht, die Nami noch am Abend zuvor angekündigt hatte. Ruhig ankerte das Schiff an einem Steg im Hafen der fremden Insel und die Mannschaft war gerade dabei noch ihr Frühstück zu genießen. Sie hatten beschlossen erst nach dem Essen ihre Besorgungen zu tätigen.
"Hier mein Liebling, extra für dich.", Sanji stellte der orangehaarigen Navigatorin ihren Teller auf den Platz und gab ihr einen Kuss auf die Wange. Dann setzte er sich neben sie auf einen Stuhl und legte den Arm um sie. "Danke.", meinte Nami, zwang sich zu einem freudigen Lächeln und begann lustlos in ihrem Essen herumzustochern. Nun war sie schon seit Tagen mit Sanji zusammen und doch schien es ihr nicht besser zu gehen. Jedes Mal wenn er sie küsste spürte sie eine innige Abneigung gegen ihn und jedes Mal wenn er sie umarmte wurde ihr Körper zu einem Stück leblosen Stein. Was hatte sie sich nur erwartet? Dass Sanji ihr ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit geben konnte? Dass sie sich geliebt fühlte? Dass sie glücklich war? Das musste es sein. Sie wollte endlich wieder von freiem Herzen lachen. Glücklich sein und das Leben genießen können und vor allem nicht alleine sein. Sie verspürte diese Leere in sich und wie Sanji sie nicht füllen konnte. Und trotzdem wand sie sich nicht von ihm ab. Sie ließ alles geschehen was er machte und tat so als wäre sie fröhlich. Sie hatte eine Maske aufgesetzt. Eine Maske die sie vor der Wahrheit schützen sollte. In Wirklichkeit benutzte sie Sanji nur, doch sie wollte es sich nicht eingestehen, dass es keinen Sinn hatte weiter nach ein Wenig Annerkennung zu suchen. Es gab niemanden der ihr womöglich helfen konnte. Zorro hatte sich von ihr abgewendet und Sanji gegenüber hatte sie sich verschlossen.
Namis Augen waren mit einer unheimlichen Leere gekennzeichnet. Sie passten so gar nicht zu dem heiteren Lächeln das sie aufgesetzt hatte. In letzter Zeit wirkte irgendwie alles nicht so real wie sie aussah oder wie sie handelte. Sie ließ sich von Sanji die schönsten Komplimente machen, ließ sich Küssen und Umarmen und doch gab sie Sanji nie das zurück was er ihr gab. Sie erwiderte keine Küsse, Umarmungen und Komplimente und tat auch nie den ersten Schritt. Sie entfernte sich zwar nicht von dem Smutje doch sie entgegnete ihm auch nicht. Sie sah für die anderen glücklich und zufrieden aus, aber im Inneren war sie das komplette Gegenteil. Doch wenn sie für Sanji nichts empfand, warum blieb sie dann bei ihm?
"Nami-Schätzchen geht es dir nicht gut?" Sanji griff nach der Hand der Navigatorin. Diese wurde damit aus ihren Gedanken gerissen und fuhr erschrocken zurück. Der blonde Koch sah sie nun besorgt von der Seite an. "Ähm...nein...es ist nichts. Mir geht's gut.", wiedereinmal setzte sie dieses falsche Lächeln auf und zwang sich nicht ein weiteres Mal von Sanjis Berührung zurückzuweichen, als dieser ihre Hand erneut ergriff. <Ob er etwas gemerkt hat?", fragte sie sich unsicher. Zugleich ratlos warum sie sich so verstellte, wenn sie selbst Angst hatte wenn Sanji sie nur berührte. Angestrengt versuchte sie auch die Blicke der anderen zu ignorieren, die sie verwirrt aus den Augenwinkel musterten. Doch keiner sagte etwas, sondern aßen in aller Ruhe ihr Frühstück. Es war wahrscheinlich eines der stillsten Frühstücke die Nami je mit ihren Freunden erlebt hatte. Selbst Ruffy und Lysop ließen es aus sich um das Essen zu streiten.
Sanji rückte näher zu der Navigatorin und strich ihr ihr schulterlanges glattes Haar hinter ihr Ohr. Dann beugte er sich noch näher zu ihr und flüsterte ihr dieselben Worte wie jedes Mal zu. Wie schön sie doch sei und wie sehr er sie doch liebte. Nami hörte nicht hin, nahm seine Worte nicht wahr. Sie spürte die Rebellion ihres Körper etwas weiter weg von Sanji zu rücken, doch sie unterdrückte den Zwang wie schon so oft und erstarrte wie immer zu Stein. Noch immer mit dem falschen verliebten Lächeln im Gesicht.
<Ist das widerlich. Müssen die ihre Turtelein auch noch zu den Essenszeiten anhalten?> Zorro war bei Sanjis und Namis Anblick der Appetit vergangen. Er hatte immer noch diese ungebändigte Wut auf beide und besonders auf sich. Als er dann auch noch mit ansah wie Sanji Nami küsste stand er auf und eilte aus der Küche. Er konnte diesen Anblick nicht länger ertragen. Er musste irgendetwas dagegen unternehmen bevor er noch wahnsinnig werden würde. Aber nur was? Auf jeden Fall konnte es nicht so weitergehen.
Als Nami bemerkt hatte wie Zorro wütend und ohne ein Wort zu sagen aufs Deck geeilt war, hatte sie den Kopf gewendet und ihm nachgesehen. Sanji war dies aufgefallen und ihm beschlich ein leises Gefühl der Vorahnung, das er schon lange in sich trug. Trotzdem drehte er Nami wieder zu sich um und küsste sie ein weiteres Mal.
Nach dem Frühstück machte sich die Piratencrew endlich in die Stadt auf um das eine oder andere zu erledigen. Dort angekommen schlugen sie alle andere Richtungen ein, nur Sanji und Nami gingen gemeinsam.
Zorros erster Weg war in die nächstbeste Kneipe. Er musste sich erst einmal ein Bier bestellen und über die momentane Lage nachdenken. Mit einem Krug in der Hand setzte er sich an den hintersten Tisch in einer dunklen Ecke. Es dauerte nicht lange und aus diesem einem Bier wurden drei, dann fünf und schließlich acht. Eine Lösung auf seine Probleme hatte er immer noch nicht gefunden und doch trank er weiter. War etwa das seine Art Probleme zu lösen? Sich zu besaufen? Er wusste es nicht, auf jeden Fall wirkte es und er bemerkte wie er sich immer freier fühlte. Seine Sorgen vergaß und einfach weiter trank. Ihm war alles egal. Einfach alles. Sollte Nami doch mit diesem Grillspieß glücklich werden. Was interessierte ihn das? Es war egal. Einfach nur egal. Plötzlich fiel sein Blick auf eine Wand, die über und über mit Steckbriefen voll behangen war.
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Öhm,..... irgendwie ist das ein totales Depri-Chap geworden. (mir fällt anscheinend auch nichts besseres mehr ein XD) Nein, natürlich hab ich noch eine Menge Stoff zum Weiterschreiben, womit edamsen's Frage beantwortet wäre.^^ Es folgen noch einige Chaps, aber wenn ihr nicht so ein Fan von langen Stories seid, dann kann ich dies Sache natürlich auch verkürzen. Wie ihr wollt...
*knuddeleuchalle* eure chô
PS: Danke für die vielen Reviews. *nochmalknuddel* ^^
Zorros Rückfall
32.Kapitel: Zorros Rückfall
Zorro musterte sie genauer. Es waren Dutzende von Steckbriefen mit weniger oder höheren Kopfgeldern, mit dem ein oder anderem bekannten Gesicht, selbst Ruffys Visage grinste ihm entgegen. Nicht weit davon entfernt prangte sein eigenes Abbild, mit dem selben kalten Ausdruck wie er ihn immer und auch im Moment hatte.
Der Schwertkämpfer blickte weiter und entdeckte einen weiteren Steckbrief, welcher ein Wenig von anderen, wichtigeren Briefen überhängt war. Die darauf Abgebildete kannte er gut. Sie war immerhin diejenige die ihn in letzter Zeit so leiden ließ. <Nami>. Zorro verweilte einen Augenblick bei der orangehaarigen Navigatorin, ehe er den Blick wieder von ihr abwand. Es tat weh sie anzusehen.
Dann überflog er noch einige weitere Steckbriefe der Reihe nach. Einige der Gesuchten kannte er noch von früher, als er mit Johnny und Yosaku auf dessen ausgesetzten Geldern aus war. Die Zeit als Kopfgeldjäger war wahrlich keine schöne Erinnerung. Doch damals war er frei, konnte Handeln wie er wollte und jetzt saß er in einem Käfig fest. In einem Käfig den Nami für ihn erschaffen hatte. Plötzlich pinnte der Barmann einen weiteren Piraten an die Wand. Zorro wurde aufmerksam und betrachtete den aktuellsten Steckbrief und die darauf ausgesetzte Belohnung. Klar, sie übertraf Ruffys Summe nicht im Geringsten, doch so schlecht war sie nun auch wieder nicht.
Schnell trank er seinen letzten Krug auf Ex leer und stand auf. Geistesabwesend heftete sich sein Blick noch einmal auf Namis Steckbrief, da fiel ihm ungewollt ein, dass er auch noch gesetzlich, also rechtlich, von ihr abhängig war. Er schuldete ihr noch eine Menge Geld, selbst wenn er nichts mehr mit der Navigatorin zu tun haben wollte, so musste er zumindest seine Schulden bei ihr begleichen. Dann könnte er machen was er wollte.
Sanji spazierte mit Nami die Straßen entlang. Er nahm sie an der Hand und zog sie zu dem ein oder anderem Geschäft, doch Nami selbst hatte keine Lust zum Einkaufen. Trübsal blasend ließ sie sich von dem blonden Koch mitzerren und erwies sich jedes Mal als geschickte Lügnerin. Da ein Lächeln und dort ein nettes Wort für den Smutje, doch im allgemeinem blieb sie wortkarg und mied seine fragenden Blicke, die sie bis tief in ihr Inneres zu durchlöchern schienen.
Zorros Entschluss stand fest. Er musste ein für alle Mal Schluss machen und Nami aus seinen Gedanken verdrängen. Er schritt näher zur Theke heran. Wenn er sich von der Crew trennte und wieder alleine losziehen würde wären alle Probleme beseitigt. Für immer. Wenn Nami schon nicht gegangen war, so musste er.
Auch wenn sich Nami in Sanjis Gegenwart unwohl fühlte, so musste sie sich traurigerweise eingestehen, dass Sanji wirklich verliebt zu sein schien. Er blickte keiner anderen Frau hinterher. Machte keinem anderen Mädchen ein Kompliment. Er hatte nur Augen für Nami und diese fühlte sich durch diese bedrückende Tatsache noch schuldiger dem Koch gegenüber. Sie benutzte ihn doch eigentlich nur.
Nach einer Weile, des Begutachten der Steckbriefe, griff Zorro auf die Objekte seiner Wahl. Piraten mit hohen Summen, die sich gut für seinen Zweck eigneten und riss deren Briefe rücksichtslos von der Wand. Dann betrachtete er sie genauer und befragte einige Gäste der Kneipe wo seine "Opfer" zu finden seien. Er hatte ohnehin nur Piraten gewählt die sich auf dieser Insel aufhielten um so sein Vorhaben zu vereinfachen und zu beschleunigen. Klar, am leichtesten wäre es, wenn er Ruffy der Marine ausliefern würde, doch das konnte er seinem Freund nicht antun. Wo dieser doch schon so viel für ihn getan hatte.
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Kurz, kürzer am kürzesten. XD Ja, ich weiß, wenig. *drop* Aber keine Sorge, sie werden jetzt wieder allmählich länger. Versprochen!^^ Allerdings hab ich auch eine schlechte Nachricht. *seufz* Ich hab dummerweise Net-Verbot bekommen und kann für dieses Monat nichts mehr hochladen. Tut mir Leid. *um Verzeihung fleh*^^
Lg, an euch alle
eure chô
"Lieben" bedeutet auch "gehen lassen" können
33.Kapitel: "Lieben" bedeutet auch "gehen lassen" können
"Nami?", Sanji fasste die Navigatorin sachte am Arm und hinderte sie daran einfach unter Deck zu verschwinden. Beide waren gerade erst zur Flying Lamb zurückgekehrt, viel früher als sonst üblich. Keiner der restlichen Crew war schon da, nur sie und das auch nur, weil Nami darauf bestanden hatte.
Als Sanji versucht hatte einen Arm um ihre Taille zu legen, war sie, schlecht geschauspielert, vor ihm zurückgewichen und auf seinen fragenden Blick gemeint, sie fühle sich nicht so gut und sie würde gerne wieder zur Lamb zurückgehen.
Natürlich hatte ihr Sanji diesen Wunsch nicht abgeschlagen und sich sofort mit ihr auf den Rückweg gemacht, aber er war auch kein Idiot um nicht zu merken was wirklich los war. Er wusste es schon seit geraumer Zeit, doch wollte es nicht wahr haben. Dachte es wäre nur für eine Weile und er würde es schon schaffen es zu ändern. Namis Gefühle ihm gegenüber zu ändern. Doch nun musste er sich eingestehen, dass er kläglich versagt hatte. Dass es vorbei war, er keine Chance mehr hatte.
Nami hielt zaghaft inne. "Wir sollten reden.", meinte Sanji leise. Nami schloss traurig die Augen. Sanji ließ sie los. Er wusste, dass es nun an der Zeit war, der Wahrheit ins Auge zu blicken. Die ganze Sache endlich zu klären und sich und Nami nicht mehr leiden zu lassen.
Nami wusste worüber er sprechen wollte. Schon seit Wochen wusste sie, genauso wie Sanji, dass dieser Moment kommen würde. Zulange hatten sie sich schon gegenseitig belogen und jetzt, wo es so weit war, wusste Nami nicht warum es ihr so schwer fiel. Am liebsten wäre sie weggelaufen, doch das zu tun hatte sie sich selbst gegenüber abgeschworen. Sie würde sich der Verantwortung stellen!
Vorsichtig drehte sich die orangehaarige Navigatorin zu dem blonden Koch um. Nach einigen vergangenen Herzschlägen wagte sie es sogar zu ihm aufzublicken. Sie erwartete sich von ihm, dass er wütend wäre. Zornig weil sie ihn ausnützte, doch er lächelte nur. Ein trauriges Lächeln, dass nichts auszudrücken vermochte, doch seine Augen erzählten soviel mehr als Nami verstehen würde. Sie sah die Sehnsucht ihn ihm, dass er sie wirklich liebte und es waren nicht nur Worte. Keine Silben die er jeder halbwegs schönen Frau erzählte, als hätte er jedes einzelne auswendig gelernt ohne ihre wahre Bedeutung, die dahinterstecke, zu kennen.
Nein. Es wahr wirklich ehrlich. Nami konnte es fühlen. In seinen Augen spüren. Und man sah ihm an, dass das alles schwer über seine Lippen kam. Er quälte sich regelrecht dazu: "Nami, wir sollten endlich über deine Zukunft sprechen." Alleine das Wort "deine" war eine Welt für sich. Er hätte genauso gut "unsere" sagen können, doch das hatte er nicht getan. Es war Absicht.
Nami erwiderte nichts. Blieb still und hörte aufmerksam zu. Ließ ihn zuerst sprechen, sie wollte wissen was genau er ihr zu sagen hatte. Sanji war dies nur Recht. Ein Wort von Nami und er hätte einen Rückzieher gemacht und alles bereut. Er atmete scharf durch, ehe er weitersprach: "Nami, du weißt dass ich immer nur das Beste für dich wollte." Nami blieb reaktionslos. "Das war immer so, ist noch so und wird es auch immer bleiben. Ich... ich möchte", er griff nach Namis linker Hand und legte sie auf seine Brust. An die Stelle, an der sich bei jedem Menschen sein Herz verbarg. Sie konnte fühlen wie es pochte. Wild und unregelmäßig. Sanji war nervös. Oder ängstlich?
Namis Gefühl war wieder da. Der Zwang sich von Sanji loszureißen, doch da musste sie jetzt durch. Komme was wolle. Sie würde nicht zurückweichen!
Uns sie tat es auch nicht. Sie verstand was Sanji dadurch auszudrücken versuchte, seine nachfolgenden Worte waren überflüssig: "Nami. Ich habe dich immer geliebt und ich werde es mit Sicherheit auch immer tun." Die Navigatorin wusste, dass er es ernst meinte und auch das es die Wahrheit war. Doch gerade diese Wahrheit machte alles so schwer.
"Doch", Sanji ließ Nami wieder los. "Doch ich weiß auch, dass man Liebe nicht erzwingen kann. Und das werde ich auch nicht machen." Auf dem Gesicht der Navigatorin machte sich ein fragender Blick breit, doch innerlich kannte sie die Antwort. "Nami. Wie sehr hätte ich mich gefreut, wenn du dich für mich entschieden hättest.", er senkte seine Stimme. "Aber Sanji." Der blonde Koch zuckte innerlich zusammen. Es war schon schlimm genug, wenn er die Navigatorin ansah, doch zusätzlich noch ihre Stimme zu hören... dieses Gefühl, es war zerreißend... ihre Worte.. sie taten weh.. Alleine das "aber" war ein Stich in seinem Herzen.
<Aber Sanji.> "Ich habe mich doch nicht entschieden, für keinen. Ich hatte nie auch nur ein Wort darüber verloren." "Du hast Recht." Sanji unterbrach sie. Es würde qualvoll sein, wenn sie weitersprechen würde. Nami versuchte jedem alles Recht zu machen. Doch in solchen Angelegenheiten war sie machtlos. In der Liebe konnte man nur "Einen" wählen. Und den anderen zu vertrösten brachte nichts. "Vertröstung" war wahrlich das Letzte, was Sanji jetzt gebrauchen konnte.
"Du hast nie gesagt für wen du dich entschieden hast, geschweige denn, dass du dich entschieden hast. Aber wenn du genauer darüber nachdenkst, weißt du, dass du bereits eine Entscheidung getroffen hast." Nami sah ihn durchdringend an. Wusste sie es wirklich? Hatte sie sich bereits für Sanji oder Zorro entschieden? Wenn ja, wie konnte es dann sein, dass Sanji schon darüber Bescheid wusste? Er gab doch selber zu, dass sie nie darüber gesprochen hatte.
"Du hast dich für ihn entschieden." Sanjis Stimme klang traurig und enttäuscht, vielleicht auch ein wenig verletzt, doch auf jeden Fall nicht wütend. Kann sein, dachte Nami, nein, mit Sicherheit, war er eifersüchtig, aber nicht zornig. Nicht auf sich, nicht auf Nami und auch nicht auf Zorro. Er respektierte den Sieg des Schwertkämpfers, er war ein guter Verlierer.
Natürlich hatte Nami diese Antwort vorhergesehen, aber in ihrem Gewissen nagten immer noch diese Zweifel ob es richtig war. Richtig, dass sie sich in den grünhaarigen Schwertkämpfer verliebt hatte. "Weißt du Nami.", Sanji drängte sich zu einem Lächeln. "Irgendwie habe ich es gewusst. Schon seit Tagen, vielleicht sogar die ganze Zeit über, doch ich wollte es mir nicht eingestehen.", er legte eine kurze Pause ein, ehe er weitersprach. "Ständig, wenn ich mit dir zusammen war, hattest du dich von einem Moment in den anderen verändert. Wenn ich mit dir sprach, hast du nur gelächelt, wenn ich dich berührt hatte, hast du dich versteift. Du bist mir nie entgegengekommen, tatest nie den ersten Schritt." Sanji sprach aus, was Nami schon lange aufgefallen war. "Als ich dich davon abhielt, die Crew zu verlassen, warst du auch nicht gerade glücklich. So, als hättest du es lieber gehabt, wenn Zorro dich zurückgeholt hätte. Nami musste nachdenken. War es wirklich so? "Heute, beim Frühstück, hast du dich nach Zorro umgewandt und ihm nachgeblickt. Und, vor einigen Wochen, als du noch krank im Bett gelegen bist, bist du, nach einem Alptraum, von deinem Koma erwacht und das Erste was du getan hast, war nach Zorro zu rufen." Jetzt brauchte Nami ein Wenig länger um nachzuvollziehen, was Sanji meinte. Das sie sich nach Zorro umgewendet hatte, war ihr gar nicht bewusst, auch nicht ihr Ruf nach dem Schwertkämpfer. Sie konnte sich nur an den Traum erinnern und verstand was er zu bedeuten hatte. Diese Lichter. Es waren sie drei. Zorro, Sanji und sie selbst, Nami.
Aber sie vertraute Sanji. Er würde sie nicht anlügen. Er hätte vielleicht einen Grund dazu, aber er war fair. Fair und ehrlich, was ihm die orangehaarige Navigatorin hoch anrechnete und zu schätzen wies.
"Nami, bitte geh." Nami sah auf. Was meinte Sanji? Sollte sie sich von der Mannschaft trennen? Aber er selbst war es doch gewesen, der sie gerade daran gehindert hatte. "Sanji, was...?" "Geh!", nun unterbrach er sie bereits zum zweiten Mal. Er hatte keinen Ausdruck im Gesicht, keine Reaktion aus der Nami etwas schließen hätte können. Verriet nicht wie er sich momentan fühlte. "Geh und hol Zorro zurück." Er lächelte.
Nami brauchte eine Weile, ehe sie realisierte was Sanji gerade zu ihr gesagt hatte. Vielmehr was er ihr "befohlen" hatte. Und dann, ganz plötzlich, keiner von Beiden wusste wie es ihm geschah, warf sich Nami stürmisch dem blonden Koch um den Hals und begann einige Freudentränen zu vergießen. "Danke.", schluchzte sie Sanji ins Ohr. "Danke für alles."
Sanji lächelte und legte seine Arme schließlich um Nami. Es würde wohl die letzte Umarmung sein. "Geh und hol dir diesen Sturkopf zurück!" Er lachte wieder. Nami umarmte ihn noch ein Wenig fester. Sie war glücklich. Glücklich einen solchen Freund zu haben.
"Na, los. Geh schon!" Sanji löste Namis überraschende Umarmung und sah ihr fest in die Augen. "Ehe ich es mir anders überlege." Er zwinkerte ihr auffordern zu und wischte der Navigatorin eine Träne aus dem Gesicht. Nami nickte. Sanji war ein fairer und ehrlicher Verlierer und ein wahrlich guter Kamerad.
Nami wollte schon von der Flying Lamb eilen, ehe sie es sich kurzweilend anders überlegte. Rasch drehte sie sich um und drückte Sanji noch einen Kuss auf die Wange. <Danke> Dann sprang sie vom Schiff und lief den Steg entlang zurück zur Stadt. Sanji blickte ihr glücklich hinterher. <Wenigstens sie findet ihr Glück.>
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Los Nami!!! Schnapp dir Zorro!! XD
Na?????? Was sagt ihr jetzt??? *neugierig bin* ^^ War das nicht ein schönes Chap? *hoffen tu* ^^ Ich hab es sogar hingekriegt, dass Sanji nicht als "der Böse" abgestempelt wird ^^
Auf jeden Fall ist es endlich (!) XD wieder länger geworden. *stolz bin* XD
Hoffe ihr schreibt mir viele Kommis^^ *bettel* XD
ganz ganz liebe Grüße
eure chô
2 Sturköpfe
34.Kapitel: 2 Sturköpfe
Nami irrte nun bereits seit mehr als einer halben Stunde durch die fremde Stadt. Erst jetzt fiel ihr auf wie groß sie doch war, was ihr vorhin, mit Sanji, gar nicht aufgefallen war. Die Häuser waren hoch und die Straßen breit. Zwischen den Gebäuden verliefen enge, verwinkelte Gassen. Einige führte noch weiter ins Stadtinnere, einige aufs freie Land, außerhalb der Bewohnungen, und wieder welche zu anderen Stadtvierteln. Die Navigatorin hatte es bereits aufgegeben nach Anhaltspunkten zu Suchen, sie hatte ohnehin schon die Orientierung verloren. Hin- und wieder sprach sie einige der vielen Menschen nach dem Weg an, die sie überall in Massen antraf. Wie viele von ihnen wohl tatsächlich Einwohner waren? Denn die Stadt, so hatte Nami bereits erfahren, wurde während der Sommermonate geradezu von Touristen überschwemmt.
Hoffnungslos lief sie an den vielen Geschäften, Verkaufständen und jeweiligen anderen Bauten vorbei und wusste schon gar nicht mehr wo sie nach Zorro suchen sollte. Ihre strategische Überlegung zuerst in den Kneipen und Waffenläden nachzuschauen, erwies sich als Reinfall, da sie nirgends auf den grünhaarigen Schwertkämpfer antraf.
Plötzlich, ohne darauf zu achten wo sie hin lief, stieß sie mit jemanden zusammen und fand sich sogleich auf dem Boden liegend wieder. "Wohin so eilig Nami?", hörte sie eine bekannte Stimme fragen. Die Navigatorin rempelte sich wieder hoch, hob Ruffys Strohhut vom Asphalt auf und reichte ihn wieder ihrem Kapitän, den sie in ihrer Eile niedergestoßen hatte. Dieser stand nun auch von der Straße auf und nahm ihr seinen Hut ab. "'tschuldige Ruffy, das wollt ich nicht.", erklärte Nami hastig und fügte rasch hinzu: "Hast du vielleicht Zorro irgendwo gesehen?" "Zorro?", Ruffy musterte sie aus fraglichen Augen heraus, zugleich ratlos was sie von dem Schwertkämpfer wollte, da er dachte sie wären zerstritten. "Ähm, ja.", riss er sich selbst aus seinen Gedanken. "Der ist mir vor kurzem begegnet." "Wirklich?", Nami hätte den Strohhutjungen für diese Antwort küssen können, beherrschte sich jedoch: "Und wo wollte er hin?" "Keine Ahnung.", Ruffy zuckte mit den Schultern. "Als ich ihn getroffen hab', da war er ziemlich wütend und hat mich total ignoriert.", der Gummijunge kratzte sich fragend am Kopf. "Ja, und weiter?", drängte ihn Nami. "Er hat so einen eigenartigen Beutel mit sich getragen und ist in diese Richtung weitergestampft.", er zeigte auf eine schmale Straße, die außerhalb der Stadt zu den Feldern führen durfte. "Danke, Ruffy.", verabschiedete sich die Navigatorin von ihrem Kapitän, lief in die angegebene Richtung davon und ließ ihn hinter sich zurück. Ruffy blickte ihr nachdenklich hinterher: <Heute sind alle verrückt.> Kopfschüttelnd marschierte er weiter.
Nami lief die Straße entlang, bis außerhalb der Stadtgrenze. Zu beiden Seiten erstreckten sich nun weite Felder und Ackerböden, jedoch keine Spur von Zorro. Ihr fiel auf, dass diese ganze Anbauflächen viel höher lagen als die Stadt selbst. Wahrscheinlich der höchste Punkt auf der gesamten Insel. Und tatsächlich. Nach einigen weiteren vergangenen Minuten fand sie sich auf einem Hügel wieder und wie sie sich dem Abgrund näherte, bemerkte sie wie steil und tief es von dort geradeaus hinab ging.
Die Navigatorin trat wieder einige Schritte zurück. Nein, da wollte sie wahrlich nicht hinunterstürzen. Immer mehr drängte sich ihr der Gedanke auf, warum sich Zorro so weit von der Stadt entfernte.
Zorro marschierte gedankenverloren die Straße entlang und warf schließlich einen Weg querfeldein in die Richtung eines naheliegenden Waldes ein. Im Moment beschäftigten ihn so viele Sachen auf einmal, dass er erst einmal etwas Zeit für sich brauchte. Zeit zum Nachdenken.
Nami lief den Weg weiter. Es dämmerte bereits und allmählich begann die Nacht hereinzubrechen. <Na toll.>, dachte sie insgeheim. <Wenn es stockfinster ist, dann finde ich Zorro sicher nie. Zudem auch noch auf einer Insel, die ich nicht kenne.> Sie beschleunigte ihren Schritt, begann nach Zorro zu rufen.
Nach einer weiteren vergangenen halben Stunde, gab es Nami auf, sinnlos in der Gegend herumzuschreien. Auch wenn Zorro sie womöglich hörte, so antwortete er nicht. Bereits völlig außer Atem, nur mehr im Laufschritt vorankommend, blickte sie sich um. Plötzlich konnte sie jemanden in der Ferne erkennen. <Zorro> Nami erkannte den Schwertkämpfer. Er saß, mit dem Rücken zu ihr gewandt, in der Nähe eines Waldes, an einer Klippe, ließ die Füße über den Abgrund hängen, die Hände hinter sich am Boden abgestützt, und sah in die untergehende Sonne hinein. <Zorro>, dachte Nami nochmals und begann den Weg, den Zorro vorhin eingeschlagen hatte, entlang zu rennen.
"Da bist du ja.", die Navigatorin stoppte einige Meter hinter dem Schwertkämpfer ab. Ich suche dich schon seit einer halben Ewigkeit.", keuchend rang sie sich zu einem aufmunterndem Lächeln, doch ließ es rasch bleiben. Zorro hatte sich nicht zu ihr umgewandt, sondern starrte weiterhin starr geradeaus, obwohl die Sonne längst verschwunden war und sich die ersten Sterne auf dem Himmel auszubreiten begannen.
"Zorro?", Nami machte zaghaft und vorsichtig einen Schritt in seine Richtung. Dann noch einmal, sie fragte ganz leise und sichtlich irritiert von dem Verhalten des grünhaarigen Schwertkämpfers: "Zorro?" "Was willst du hier?" Nami fuhr durch die kalten abweisenden Worte ihres Gegenüber innerlich zusammen. Sie wagte es nicht ihm noch näher zu kommen. "Ich..ich.." "Was ist?", Zorro sprach in einer solchen Gleichgültigkeit mit Nami, wie sie ihn schon lange nicht mehr reden gehört hatte, immer noch den Rücken zu ihr gewandt. "Ich wollte mit dir sprechen.", erklärte die orangehaarige Navigatorin vorsichtig. "Worüber?" "Über uns." Zorro hielt einen Moment inne, ehe er weitersprach. "Über uns gibt's es nichts mehr zu besprechen. Ich weiß ohnehin schon alles, was es zu wissen gibt. Nimm das und wir sind quitt.", er zeigte auf einen großen braunen Lederbeutel. Er war Nami vorhin gar nicht aufgefallen. Der Beutel war einen Spalt weit geöffnet und, wie die Navigatorin feststellen konnte, mit Berrys überfüllt. Nami verstand nicht was los war. Nicht worüber Zorro eigentlich sprach und was er von ihr wollte. Besonders wunderte sie sich woher er auf einmal so viel Geld her hatte. <Er ist doch nicht wieder zum Kopfgeldjäger geworden?> "Bist du wieder Kopfgeldjäger?" Sie erwartete eigentlich keine Antwort auf ihre absurde Frage, da für sie das alles keinen Sinn ergab. Warum sollte Zorro wieder seiner Beschäftigung als Kopfgeldjäger nachgehen? Hatte er sich von der Crew getrennt? Was hatte das für einen Sinn? Und warum sollte sie dieses Geld nehmen?
Zorro zog seinen Arm wieder zurück. Allmählich wurde Nami wütend. Er gab ihr keine Antworten auf ihre Fragen, hörte sich nicht an, was sie zu sagen hatte und wandte ihr immer noch den Rücken zu. In allen seinen Gesten verspürte sie eine kalte Abweisung und in seiner Stille das Gefühl wieder alleine zu sein. Dieses Gefühl, welches sie so verabscheute.
"Nimm das Geld und werde mit deinem Märchenprinz glücklich.", sprach Zorro abfällig, "Damit begleiche ich meine Schulden bei dir."
In Nami kroch eine ungebändigte Wut hoch. Wie konnte Zorro so abfällig über sie sprechen? Dachte er wirklich, dass sie so oberflächlich war, dass sie nur auf Geld aus war? Dass sie die ganze Zeit über nur seine Berrys wollte? Und warum sah er sich nicht nach ihr um, blickte ihr fest in die Augen und sagte ihr das alles nicht mitten ins Gesicht? War er wirklich so ein Feigling?
"ICH WILL DEIN GELD NICHT!", Nami trat mit ganzer Kraft gegen den Lederbeutel. Dieser fiel durch die Wucht um und einige der Berrys rollten über das Gras. Einer von ihnen kam sogar neben Zorro zum Stillstand, kippte um und blieb liegen. Zum ersten Mal zeigte Zorro eine Reaktion. Er blickte überrascht auf die Münze.
"Eigentlich bin ich gekommen um dir zusagen, dass es mit Sanji aus ist.", sprach Nami, etwas beruhigter, weiter. "Dass da nie etwas mit Sanji war und ich nie gesagt habe, dass ich mich für einen für euch entschieden habe.", sie lockerte ihre Hände wieder etwas, die sie vorhin aus Zorn zur Faust geballte hatte. "Ich wollte dir jedoch sagen, dass ich jetztendlich eine Entscheidung getroffen habe. Ich wusste es schon die ganze Zeit über, Zorro.", sie hielt kurz inne. "Doch ich wollte mir nicht eingestehen, dass ich mich in den berüchtigten Schwertkämpfer Lorenor Zorro verliebt habe." Zorro horchte auf. "Aber wenn du so stur bist und dir das alles sowieso egal ist...", weiter sprach Nami nicht, ihr liefen bereits die ersten Tränen über die Wangen, schon zum zweiten Mal heute. Sie drehte sich um und rannte den Weg zurück, aus dem sie gekommen war. Sie hasste es wenn sie weinte. Wenn sie weinte, dann war sie jemand anderes. Nicht mehr die ehrgeizige Navigatorin, die ihr Ziel nie aus den Augen verlor, sondern jemand anderes. Wenn sie weinte, fühlte sie sich schwach und schwach wollte sie nicht sein. Irgendwie war die ganze Sache doch seltsam. Beinahe albern. Sie brach Sanji das Herz, Zorro brach ihr das Herz. Warum war Liebe eigentlich nur so schwer? Würde sie es jemals verstehen können?
Diese Worte waren zuviel. Alles was Nami in den letzten paar Sekunden gesagt hatte, war zuviel für Zorro. Sie kamen zu plötzlich, zu überraschend. <...dass ich mich in den berüchtigten Schwertkämpfer Lorenor Zorro verliebt habe> Damit hatte er nun am Wenigsten gerechnet. Er war sich beinahe nicht einmal mehr sicher, ob er wirklich "Lorenor Zorro" hieß, ob er wirklich der berüchtigte Schwertkämpfer war. Zorro griff ins Gras. Hob seine Hand, zu einer Faust geballt, wieder hoch, öffnete sie und starrte ausdruckslos auf die glänzende Oberfläche des Goldstückes darin. Langsam sickerten Namis Worte in sein Bewusstsein durch. Er verstand ihre Bedeutung. <Wie stur, kann ein Mensch eigentlich sein?>, drängte sich ihm die Frage auf. Wenn er ehrlich war, so konnte er trainieren und stärker werden und es letztendlich mit Falkenauge aufnehmen. Doch wie viel kann man in der Liebe trainieren? Konnte man überhaupt etwas üben? Einen Schwertkampf verlor er nie, aber in solchen Angelegenheiten war er wirklich unbeholfen. Ständig überrannte ihn eine Niederlage nach der anderen und er konnte nichts dagegen tun. "Nein!", Zorro warf die Münze wutentbrannt wieder zurück ins Gras. Er konnte etwas dagegen tun! Und er würde etwas dagegen tun! Jetzt lag es an ihm, endlich über seinen eigenen Schatten zu springen. Er würde nie wieder den Fehler machen, Nami laufen zu lassen, nie wieder.
Zorro stand auf, drehte sich um, ließ das Geld hinter sich zurück und lief zurück zur Flying Lamb. Lief Nami hinterher.
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Oje, ihr Armen. *tätschel* Da habt ihr euch anscheinend ein klein Wenig zu früh gefreut. Sorry. *dackelblick*
Aber keine Sorge, das war wirklich das allerletzte Mal, dass ich die Beiden aneinander "vorbeilaufen" gelassen habe! Mit der Zeit wird's auch wirklich anstrengend mit zwei solchen Dickschädeln "zusammenzuarbeiten" XD (ich red' heute wieder so einen Blödsinn XD)
Na dann, bis zum nächsten Chap^^
*knuddel euch alle*
eure chô
Gespräche
35.Kapitel: Gespräche
Jetzt war endgültig die Nacht über die Insel hereingebrochen. Sanji war gerade dabei, die Lamb zu verlassen um Ruffy, Chopper und Lysop "einzusammeln", als Nami, völlig aufgelöst, an Deck stürmte und an ihm vorbei in ihr Zimmer rannte. <Oh, nein.>, dachte er stirnrunzelnd, <Was hat diese unbeholfene Schwerthenne jetzt schon wieder angestellt?> Er zog es vor, Nami erst einmal alleine zu lassen, damit sie sich wieder etwas beruhigen konnte, doch da schoss gerade Zorro an ihm vorbei. Im letzten Augenblick bekam er den Schwertkämpfer am Ärmel zu fassen. "Lass mich los!", knurrte dieser. "Ich hab' jetzt keine Zeit um mich mit dir zu streiten!" "Was hast du Trampel jetzt wieder gemacht, damit sie so zerstreut ist?", langsam ließ der den Grünhaarigen wieder los. "Das falsche, wie üblich.", im Normalfall wäre dieses "Geständnis" dass er Mist gebaut hatte, ganz gegen seinen Strich gegangen, schon alleine wenn er eine Niederlage gegenüber Sanji zugab, aber im Moment war es Zorro sowieso egal. Viel gab es ja nicht mehr, was schief laufen konnte.
Sanji schüttelte den Kopf. "Du bist wahrlich ein Sonderfall." "Hältst du mich nur auf um mich zu beleidigen?", Zorro wollte schon weiterlaufen, als ihn Sanji abermals zurückhielt. "Hör zu Zorro.", zu Zorros Überraschung klang Sanji nun ziemlich ernst. "Tu ihr nicht weh, okay?" Zorro sah sein Gegenüber verblüfft an, nickte jedoch. "Na dann,", Sanji grinste wieder, "Schau dass du's dieses Mal nicht verhaust." Zorro grinste zurück und machte sich nun endlich zu Nami auf.
Sanji sah dem Schwertkämpfer nach, bis dieser unter Deck verschwunden war. <Dann werde ich einmal dafür sorgen, dass die Beiden ihre Ruhe haben.> Er beschloss sich nun dafür, zwar wie vorhin in die Stadt zu gehen und seine drei Freunde zu suchen, jedoch nicht um sie zurückzubringen, sondern um sie von der Lamb fern zu halten.
Zorro klopfte an Namis Tür. "Nami? Darf ich reinkommen?" Keine Antwort. Vorsichtig drückte er mit der geöffneten Handfläche gegen die Holztür und bemerkte, dass sie nicht abgeschlossen war. Nami durfte es in der Eile völlig vergessen haben.
Zorro trat in das Zimmer der Navigatorin, drückte die Tür hinter sich wieder zu und sperrte anstatt von Nami ab.
Nami saß auf ihrem Bett, die Beine angewinkelt und ihre Arme darum verschränkt. Sie starrte Zorro aus leeren Augen an und biss sich insgeheim selber auf die Zunge, als Strafe dafür, dass sie vergessen hatte abzuschließen. Doch sie sagte nichts. Sie hatte längst aufgehört zu weinen. Langsam wurde sie ohnehin schwach. Sie verspürte nicht einmal die Kraft zu weinen.
Zorro setzte sich neben sie ans Bett, strich Nami eine Haarsträhne aus dem Gesicht. "Warum bist du gekommen?", die Navigatorin zog den Kopf von ihm zurück. Zorro ließ seine Hand sinken. "Um mich bei dir zu entschuldigen." Nami nickte. <Also nur deshalb.> "Du brauchst dich nicht zu entschuldigen.", sagte sie mit schwacher Stimme. Zorro sah sie überrascht von der Seite an. "Es gibt nichts wofür du dich entschuldigen könntest." "Aber ich,..." "Nein, Zorro. Du brauchst dich für nichts zu entschuldigen. Wirklich.", <Wenn, dann müsste ich mich.> "Und nun geh bitte." Der Schwertkämpfer blickte sie fassungslos an. Er glaubte nicht so Recht was er zu hören bekam. War Nami es nicht gewesen die mit ihm sprechen wollte? Wollte sie nicht, dass er zu ihr kam? Warum sagte sie auf einmal er solle sie allein lassen? Hasste sie es nicht allein zu sein? Zorro verstand die Welt nicht mehr. Nami war einfach zu stolz um jetzt einen Fehler zuzugeben. Sie konnte es einfach nicht.
"Nami.", Zorro legte der Navigatorin vorsichtig eine Hand auf ihre Schulter. Nami wirbelte herum. "Geh bitte!" Sie wusste dass sie wieder "schwach" werden würde, wenn er sich noch länger mit ihr im Zimmer aufhielt und sie wollte nicht schwach werden. Doch Zorro blieb sitzen. "Verschwinde!", Nami holte mit einer Hand aus, doch Zorro fing sie leicht ab. Sie kämpfte mit sich selbst. Natürlich würde sie nie wollen, dass dem Schwertkämpfer etwas zustieß, doch sie musste es tun. Um beider Willen. Es war besser so.
"Lass mich los!" Nami versuchte sich nun auch mit der anderen, freien, Hand zu wehren, doch Zorro fing sie wieder ab. Nami schaute ihm nicht in die Augen, hielt den Kopf gesenkt. "Bitte geh.", bat sie mit leiser Stimme, beinahe flehend. "Ich gehe nirgendwo hin.", hörte sie Zorro, doch blickte nicht auf zu ihm. Nun wurde Nami wild und begann, auch wenn sie es in Wirklichkeit nicht wollte, nach Zorro zu treten und versuchte sich aus seinem Griff zu befreien. "Lass mich los!" "Hör du mir zuerst zu!" "Nein! Hau endlich ab!" Zorro drückte beide Handgelenke von Nami gegen die, hinter dem Bett anstehende, Holzwand und hielt sie fest. Nami war wütend über ihre Niederlage und sträubte sich gegen Zorros festen Griff.
Zorro blickte von oben auf Nami herab. "Sieh mich bitte an, wenn ich dir etwas zu sagen versuche!" "Verschwinde!" "Gut, du willst es ja nicht anders.", Zorro zog Namis Arme hoch, verschränkte sie über ihrem Kopf und hielt sie mit einer seiner Hände fest. Mit der anderen versuchte er Namis Kopf hochzudrücken, damit sie ihn endlich ansah. Nami wehrte sich, doch konnte Zorro nichts entgegensetzten und musste ihren Kopf, unfreiwillig auf seine Höhe heben. Ihr gegenüber sah sie siegessicher an, doch Nami kniff die Augen zusammen. Eine überaus kindische Aktion, das wusste sie, aber immerhin wirkte sie. Zorro war machtlos. Dachte sie jedenfalls. Plötzlich spürte sie einen leichten Druck auf ihren Lippen und sie riss, völlig überrascht von Zorros Aktion, die Augen wieder auf.
Nami hörte auf sich zu wehren. Sie spürte wie Zorro den Griff um ihre Handgelenke lockerte und ließ ihre Arme sinken. Es war einfach unfair, schoss es ihr durch en Kopf, dass Zorro sie küsste. Unfair dass sie nun klein bei geben musste.
Zorro löste sich wieder von Nami und grinste sie stolz, was er bewirkt hatte, an. "Können wir jetzt reden?", fragte er erleichtert. "Nur, wenn du aufhörst so siegessicher zu grinsen.", konterte Nami trotzig. Sie hatte keine Lust alles zu vergessen was geschehen war, nur weil Zorro sie plötzlich geküsst hatte. Ein Kuss konnte vieles verändern, das wusste sie, jedoch konnte ein Kuss nichts ungeschehen machen.
"Nami.", begann Zorro vorsichtig, "Ich muss mich bei dir entschuldigen, dass in den letzten Monaten und besonders in letzter Zeit so vieles schief gegangen ist." Er blickte ihr fest und entschlossen in die Augen. "Es tut mir Leid, dass ich dich damals, bei dem Kampf mit Sanji, verletzt habe. Es tut mir Leid, dass ich während dem Sturm nicht besser auf dich aufgepasst habe. Es tut mir Leid, dass ich dich während einer meiner Schichten alleine gelassen habe und du ins Koma gefallen bist. Es tut mir Leid, dass ich dich aus Zorn so angeschrieen habe. Es tut mir Leid, dass ich dich nicht zurückgeholt habe, also du beschlossen hattest die Crew zu verlassen. Es tut mir Leid, dass ich dir vorhin nicht zugehört habe. Es tut mir Leid, dass..", weiter kam Zorro nicht, da ihm Nami einen Finger auf die Lippen gelegt hatte. Lächelnd sah sie ihn an: "Zorro, es passieren so viele Dinge für die keiner etwas kann. Auch du nicht. Du konntest nichts dafür, dass ich bei eurem Kampf verletzt wurde. Ich hätte mich ja nicht dazwischen stellen müssen, aber ich habe es getan. Das ist der springende Punkt und niemand kann mehr daran etwas ändern.", Nami hob ihren Finger wieder von Zorros Mund. "Du trägst keine Schuld, an gar nichts." "Ach, Nami.", Zorro wusste nicht wie ihm geschah und umarmte die Navigatorin einfach für ihre Verständigkeit. "Es tut mir einfach so vieles Leid." "Ich weiß.", Nami legte ihren Kopf auf Zorros Schulter. "Mir tut ja auch so vieles Leid, aber wir können beide nichts dafür." Hätte Nami noch Kraft zum Weinen gehabt, dann wäre jetzt der passende Moment dafür gewesen, doch sie war es müde zu weinen und so blieb der Augenblick tränenlos.
"Zorro?" "Ja?" "Ich würde mich gerne bei dir bedanken." "Wofür?" "Dafür, dass du mir bei dem Sturm das Leben gerettet hast.", Nami zog ihre Hände, die sie unter Zorros Schulterblätter geschlossen gehalten hatte, hoch bis auf seine Schultern und ließ sie dort ruhen. "Danke" Es war kaum mehr als ein Flüstern. "Danke." "Hab ich doch gerne getan." Zorro lächelte und zog Nami noch ein wenig näher an sich heran.
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Oh.... Ist das süß... //Chô reiß dich zusammen! Du musst noch weiterschreiben!// Okay, dann heb' ich mir halt etwas fürs nächste Chap auf. ^^
*knuddel*
eure chô
endlich
36. Kapitel: endlich
Dieser eine Augenblick hätte für Nami noch eine Ewigkeit andauern können. Sie fand es schön, Zorro so nahe zu sein. Es war angenehm, sie fühlte sich geborgen. Einfach ein irrsinnig schönes Gefühl, das sie nicht genau zu beschreiben wusste. Zorros Hände waren noch immer um ihre Taille geschlossen, die ihren und ihr Kopf ruhten noch immer auf seinen Schultern. Sie hielt die Augen geschlossen und genoss den Moment. Es war still. Keiner von beiden hatten in den letztem paar Minuten gesprochen. Zorro hielt seine Wange an Namis Kopf gelehnt und hatte ebenfalls die Augen geschlossen. Er wollte Nami nicht loslassen, genauso wenig wollte er, dass irgendetwas diesen ruhigen Moment störte. Nicht jetzt, wo er endlich begann zu verstehen, was Liebe bedeutete. Vorsichtig lehnte er sich zurück, fand an der Wand Halt. Noch immer mit der orangehaarigen Navigatorin im Arm.
Nami konnte fühlen wie Zorro atmete. Ruhig und regelmäßig. Konnte seinen sanften Atem in ihrem Haar spüren, wie den ihren Zorro in seinem Nacken fühlte. Zorro spürte ihren gleichmäßigen Herzschlag. Das sanfte Heben und Senken ihres Oberkörpers beim Atmen und die angenehme Wärme ihres Körpers.
"Zorro?" Zorro schlug die Augen auf: "Ja?" "Ich liebe dich.", Nami drückte sich noch ein kleines Bisschen fester an den Schwertkämpfer heran.
Eigentlich hätte Zorro über diese drei Wörter von Nami glücklich sein sollen, doch plötzlich drängten sich ihm unwillkürlich diese nagenden Zweifel auf, die er schon lange in sich trug. "Nami, ich muss dir etwas sagen." Nami, glücklich über die momentane Situation, beunruhigten Zorros Worte. Sie ließ den Schwertkämpfer los und sah ihn mit besorgten Augen an. "Ich wollte dir es schon lange sagen.", Zorro blickte der Navigatorin zögernd in die Augen, "Ich möchte dass du weißt, dass ich nie so sein werde wie Sanji." <Wie Sanji?> "Was meinst du damit?", Nami sah ihm traurig in die Augen. Dachte Zorro etwa, er wäre die Ausgangslösung, weil es mit Sanji nicht geklappt hat? Aber sie hatte ihm doch erklärt, dass nie etwas mit dem Koch war, dass sie sich in ihn, Lorenor Zorro, verliebt hatte. "Sanji,", begann Zorro. "Er hat dich immer vergöttert. Dir die schönsten Komplimente gemacht und dir diese Kosenamen gegeben." Nami atmete auf. <Das meint er also.> "Ich kann nicht so offen über meine Gefühle sprechen wie er und...", er legte eine kurze Pause ein, "Und ich fürchte ich werde das auch nie können."
Nami lächelte ihn liebevoll an. "Das musst du auch nicht.", sie legte ihm eine Hand auf seine Wange. "Ich weiß, dass du es tief in deinem Inneren fühlst. Ich weiß, dass du mich liebst, nur das zählt. Du musst mir nicht die Welt versprechen und anfangen ein Autor für Liebesgedichte zu werden.", sie lächelte. "Ich liebe dich so wie du bist, nicht wie ich dich gerne haben möchte." Zorro legte seine Hand auf die von Namis an seiner Wange und nickte dankbar. Dieses Mädchen, ihm gegenüber, überraschte ihn immer aufs Neue.
"Ich möchte es trotzdem versuchen." Nami blickte überrascht auf. Zorro lächelte sie an. "Kannst du dich noch an den Abend, nach dem Kampf zwischen Sanji und mir, erinnern? An den Moment als du mir draußen an Deck das Handgelenk verbunden hast?" Nami nickte. "Weißt du noch was du mir damals an den Kopf geworfen hast?" "Zorro. Vergiss das einfach. Ich hab' das nicht so gemeint, ich war in dem Augenblick nur so wütend auf dich und Sanji, dass mir das so rausgerutscht ist.", Nami erinnerte sich genau an die Frage, die sie Zorro gestellt hatte: <Was weißt du schon über mich?> "Egal ob es unabsichtlich war oder nicht. Seit du mich das gefragt hast, ging es mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Ich habe mir ständig darüber Gedanken gemacht." "Zorro, bitte.", flehte Nami. "Du musst das nicht beantworten." "Ich will es aber.", sagte der Schwertkämpfer entschlossen. "Tust du mir den Gefallen und hörst mir zu?" Nami wollte etwas erwidern, als sie jedoch sah, wie ernst Zorro diese Sache war, nickte sie zustimmend.
"Nami.", Zorro nahm ihre Hände fest in seine. "Ich weiß über deine Vergangenheit Bescheid, die schwere Kindheit die du hattest. Ich kenne auch deine Gegenwart. Ich weiß, welche starke Persönlichkeit du in dir trägst. Du bist entschlossen, willenstark und wenn du dir einmal etwas in den Kopf gesetzt hast, kann dich niemand mehr davon abhalten.", beide mussten lächeln. "Du verlierst nie dein Ziel aus den Augen, bist ausdauernd und du besitzt ein bewundernswertes Durchhaltevermögen. Du bist selbstbewusst und hältst stets zu deinen Freunden.", Zorro drückte Namis Hände noch ein Wenig fester, sah ihr entschlossen in die Augen. "Nami. Für mich bist du soviel mehr als eine ausgezeichnete Navigatorin", er strich ihr eine Haarsträhne aus ihrem zarten Gesicht. Nami lächelte. Zorros Worte, sie machten sie glücklich. "Ich bewundere dich, wie du die verzwicktesten Situationen zu meistern weißt und auch, dass du so verständnisvoll bist und immer versuchst jedem zu helfen. Auch wenn du es manchmal nicht kannst." "Das reicht jetzt aber", lächelte Nami und legte dem Schwertkämpfer bereits zum zweiten Mal ihre Finger auf die Lippen. "Du willst doch nicht, dass ich jetzt zum Heulen anfange und schwach werde?" Zorro lächelte zurück. Und dann, ganz vorsichtig, drückte Nami ihre Lippen auf die des Schwertkämpfers und schlang ihre Arme um seinen Nacken. Sie fühlte sich glücklich. Endlich. So richtig glücklich.
Als sich Nami wider ein wenig von Zorro distanzierte, legte der Schwertkämpfer seine Stirn an ihre und sah ihr in ihre wunderschönen kastanienbraunen Augen. Nami lächelte und er begann hinterlistig zu grinsen. "Was ist denn?", fragte Nami, sichtlich überrascht, was den Schwertkämpfer auf einmal so erheiterte. "Weißt du", begann Zorro neckisch. "Ich weiß sogar über deine Zukunft Bescheid." "Ach ja? Weißt du das wirklich?", konterte Nami geschickt. "Was weißt du denn darüber?" "Ganz einfach", lächelte Zorro. "Du wirst sie mit mir verbringen." "Na wenn du da 'mal nicht so falsch liegst, Freundchen!" Nami lächelte und gab Zorro einen weiteren sanften Kuss.
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Verdammt!!! *ärger* Warum ist das Chap schon wieder so kurz geworden??? *heul* Naja, kleine Tröstung: Weil im nächsten Kapitel noch viel passieren muss... *hinterlistig guck* XD
hel, eure chô ^^
"Ich liebe dich"
Zur Abwechslung geb' ich meinen Mist einmal an dieser Stelle ab, damit ich euch nicht die Stimmung versau. *nach unten deut* ^^ Ich hab' mir wahnsinnig (!) viel Mühe für dieses Chap gegeben (Das könnt ihr mir glauben ! XD) und hoffe natürlich, dass es euch gefällt.
viel Spaß beim Lesen noch,
eure chô
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37.Kapitel: "Ich liebe dich"
Zorro streichelte mit seinen Fingerspitzen sanft über Namis Gesicht, strich ihr eine Haarsträhne hinter ihr Ohr und küsste sie wieder. Mit viel Gefühl. Seine Lippen strichen über ihre und bereitwillig öffnete sie ihren Mund. Er hatte die Augen geschlossen. Namis Herz pochte so heftig, dass sie glaubte, er müsste es spüren, wie es gegen seine Brust klopfte. Seine Hände streichelten über ihren Hals und ihre langen Stirnfransen kitzelten auf seinem Gesicht. Nami schmiegte sich an ihn und genoss die wohlige Wärme. Sie spürte etwas in ihrem Bauch. Es waren die berühmten Schmetterlinge, dieses prickelnde Gefühl der Verliebtheit.
Zorros Hände wanderten zitternd Namis Arme hinab, bis hinunter zu ihrer Taille. Vorsichtig schob er sie unter ihr Shirt und streichelte ihren Bauch entlang. Fühlte ihre nackte weiche Haut, ihren warmen Körper. Nami war unter Zorros zaghaften Berührungen zuerst ein wenig zusammengezuckt. Seine Hände waren kalt und als er ihren Bauch entlang fuhr, machte sich eine Gänsehaut auf ihrem Rücken breit. Sie löste sich von Zorro und sah lächelnd in seine wunderschönen grünen Augen. Ihre Fingerkuppen strichen über seine Wange, bis zu seinen Lippen, wo sie einen Moment lang verharrten. Dann gab sie ihm einen zärtlichen Kuss auf den Mund. Zorro verschloss seine Arme hinter Namis Rücken, noch immer unter ihrem Shirt verweilend, und erwiderte ihren Kuss mit einer solchen Intensivität, dass sich Nami bereits nach kurzer Zeit von ihm lösen musste. Mit einem verstohlenen Blick glitt sie seinen Körper hinab und löste, mit geschickten und flinken Finger, seine drei Schwerter von seinem Gürtel und stellte sie vor das Fußende ihres Bettes. Nami lächelte und drückte sich wieder an den warmen Oberkörper des Schwertkämpfers. Zorro löste seine Arme und streichelte über den Rücken der Navigatorin. Küsste dabei scheu ihren Hals entlang. Nami konnte seinen sanften Atem in ihrem Nacken spüren, wie er ihre Haut kitzelte und lehnte ihren Kopf gegen seinen. Vergrub das Gesicht in seinen Haaren.
Sie spürte wie Zorros Hände ihren Rücken wieder hinabfuhren und wie er sie dann ganz aus ihrem Shirt nahm. Nur um kurze Zeit später, ihr Hemd am unteren Saum zu erfassen und es langsam nach oben zu ziehen. Seine Hände zitterten und Nami fühlte seine zaghaften Berührungen. Sie ließ ihn los, schauten in sein Gesicht. Er grinste. Dieses verdammt süße und schüchterne Grinsen, dass die Navigatorin so an ihm mochte. Zorro zog ihr vorsichtig ihr Shirt über den Kopf und ließ es fallen. Insgeheim war Nami froh, dass in ihrem Zimmer ein entspanntes Halbdunkel herrschte. So konnte Zorro immerhin nicht ihren roten Schimmer auf den Wangen erkennen. Denn, wenn sie ehrlich war, war es doch eine ungewohnte Situation für sie. Ganz allein mit Zorro. Zwar ein schöner Moment, aber auch solche Augenblicke hatten ihre Ängste. Was wenn sie Zorro nicht gefiel? Wenn sie sich irgendwie dumm anstellte? Es war immerhin das erste Mal, dass sie einem Jungen so nah war wie gerade eben.
Zorro zog sein Hemd über den Kopf und ließ es zu Namis Shirt am Boden fallen. Die Navigatorin hatte zwar schon immer gewusst, dass er muskulös und gut gebaut war, aber als die sanften Mondstrahlen, die durch das Bullauge fielen, seinen Oberkörper schwach bestrahlten, hob sich jeder einzelne Muskel noch etwas mehr hervor. Zögernd griff Zorro nach Nami um sie noch ein bisschen näher zu sich zu ziehen. Nahm sie in den Arm und küsste sie erneut. Nami hielt ihre Augen geschlossen, genoss Zorros Zärtlichkeit, dabei ruhten ihre Hände auf seiner nackten Brust. Die Navigatorin konnte das plötzliche unregelmäßige Atmen des Schwertkämpfers spüren und musste lächeln. Wie leicht Zorro doch nur schon bei so sanften Berührungen aus der Ruhe zu bringen war. Seine Hände wanderten zu ihrem BH nach hinten und versuchte ihn nervös zu öffnen. Nami fühlte sich glücklich. Insgeheim musste sie jedoch auch wieder lächeln, während sie fühlte wie ungeschickt Zorro an ihrem Oberteil hantierte. Es war zu erwarten, dass ein so berüchtigter Schwertkämpfer, welcher kaum einen Kampf verlor, in solchen Sachen zum Scheitern verurteilt war. In den scheuen Berührungen Zorros schöpfte sie neuen Mut, die Zweifel verschwanden. Zorro war genauso unerfahren wie sie. Es kostete ihn sicherlich einiges an Überwindung sich Nami zu öffnen und hinzugeben. Nami hatte sich entschlossen. Zorro verdiente es, dass auch sie einmal den ersten Schritt wagte.
Sie löste sich von ihm und sah ihm schüchtern in die Augen. Dann hob sie ihre Arm an, strich sich ganz langsam die Träger ihres BHs ab. Zuerst den rechten, dann den linken. Dann streckte sie ihre Hände nach hinten und mit wenigen Griffen hatte sie das Teil geöffnet und abgestreift. Zorro, anfangs verblüfft wie einfach es Nami geschafft hatte sich ihres Oberteiles zu entledigen, überriss erst nach wenigen Sekunden, dass die Navigatorin nun schon halb nackt vor ihm saß. Der zierlichen Körper, die schmale Taille. Nun wirkte sie noch schwächer, noch zerbrechlicher, noch verletzbarer. Zorro schüttelte innerlich den Kopf. Nein, er würde sie nie wieder verletzten.
Nami kam langsam auf den Schwertkämpfer zu und drückte ihn mit einem sanften Kuss, überraschend in die Kissen. Zorro konnte fühlen wie wild ihr Herz gegen seinen Oberkörper hämmerte. Er stemmte sich auf einen Ellbogen und stützte sich mit der anderen Hand neben ihrem Kopf ab, sodass er halb über ihr lag. Und küsste sie wieder. Besonders gefühlvoll und vorsichtig. "Nami.", Zorro löste sich widerwillig von der wunderschönen Navigatorin. Er sprach leise und sah Nami dabei fest in die Augen. "Ich liebe dich." Nami fühlte sich unendlich glücklich. So schöne Worte hatte sie noch nie von dem Schwertkämpfer gehört. Sie wusste auch, dass er so etwas nicht öfters über seine Lippen bringen könnte. Liebevoll schlang sie ihre Arme um seinen Nacken und zog ihn, für einen erneuten zärtlichen Kuss, zu sich herunter.
Abschied
38.Kapitel: Abschied
Und noch einmal verewige ich mich hier oben.^^ Diesmal aus einem ganz einfachen Grund: Ich bringe Abschiede nur schwer übers Herz. *snief* Ja, ihr habt richtig gelesen. Das ist das letzte Kapitel meiner FF. *traurig guck* Aber kein Grund zur Sorge.^^ Ich hab euch doch Zusatzchaps versprochen.^^ Und ich halte natürlich mein Wort.^^ Allerdings verpacke ich sie in eine eigene FF und ich sage gleich, dass sie höchstwahrscheinlich nicht so lange wird wie diese hier. *euch nicht beunruhigen will*^^ Aber nun zum finalen Kapitel. Viel Spaß beim Lesen, eure chô
PS: Danke, für die vielen Kommis.^^ *freu* *jeden einzelnen ganz fest knuddel*^^
Extra Dank an alle regelmäßigen Kommischreiber:
ela
Kira--Chan
Amfa
peggi
zorro_chan
Bizmaschin
smallAngel
ChrissyM
-RanKudo-
*euch alle extra knuffl* ^^
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38.Kapitel: Abschied
Zorro spürte die regelmäßigen Atemzüge Namis, ihren warmen Körper an seiner Brust. Sie schlief noch. Er selbst wusste nicht genau, wie lange er eigentlich schon wach war. Im Moment durfte es gerade zwei oder drei Uhr morgens sein. Es war stockfinster im Zimmer. Überall lagen seine und Namis Kleidungsstücke verstreut. Er dachte an die gestrige Nacht zurück, starrte zur Decke hinauf und strich Nami dabei durch ihr feines Haar. Die Navigatorin lag neben ihm, ihr Kopf ruhte auf seiner Brust, sie hatte die Arme um ihm geschlungen, so wie er einen Arm locker um ihre Taille gelegt hatte. Er dachte nach. Über so viele Dinge. Es war ein schönes Gefühl neben Nami aufgewacht zu sein, es wahr überhaupt ein irrsinniges Gefühl mit ihr zusammen zu sein.
Aber trotzdem. Es gab so einiges was ihn traurig stimmte, er dachte schon seit einer halben Ewigkeit darüber nach. Doch so krampfhaft er auch versuchte eine Lösung für seine Überlegungen zu finden, immer mehr kam er auf ein und dieselbe Tatsache hinaus. Es würde nicht leicht sein, mit Nami zusammen zu sein und dabei auch noch mit der restlichen Crew die Grand Line zu besegeln. Nicht dass einer der Mannschaft ihn daran hindern könnte mit Nami seine Zeit zu verbringen, aber es würde wirklich schwierig werden. Nami und er, sie hatten beide ihre Ziele, ihre Träume, ihren Schwur sich etwas zu erfüllen. Er musste Falkenauge besiegen und sie die beste Weltkarte zeichnen. Zorro befürchtete, dass Nami wegen ihm ihren Traum aufgeben könnte. Denn eines Tages würde der Tag kommen, und das mit bedrückender Gewissheit, an dem er sich von der Strohhutbande trennen musste. Das wusste jeder der Mannschaft. Und wofür würde sich Nami dann entscheiden? Für ihn oder ihren Traum? Er konnte sie nicht vor eine solch' teuflische Wahl stellen, das konnte er ihr nicht antun.
Zorro stand lautlos auf, zog sich seine Hose an und ging dann aufs Deck hinauf. Noch immer funkelten die Sterne mit dem Mond um die Wette. Das Meer war ruhig.
Der Blick des Schwertkämpfer wanderte über den Hafen. Sie würden heute ablegen, das wusste er, und auch nicht so schnell wieder Land zu sehen bekommen. Er stellte sich an die Reling und sog die kühle Nachtluft ein. Dann nickte er. Sein Entschluss stand fest. Er würde Nami nicht ihren Traum stehlen, nicht dessen Platz einnehmen. Nicht, nach all dem, was die junge Navigatorin bereits dafür geleistet hatte.
Zorro schritt wieder zurück in das Zimmer der Navigatorin, sah sie schlafen. <Wie ein Engel.> Er lächelte. Dann begann er leise seine Sachen zusammen zupacken. Zog sich an und beobachtete Nami dabei stets aus den Augenwinkeln. Wie schön sie doch war. Er kniete sich zu ihr ans Bett und strich ihr eine ihrer orangenen Haarsträhnen hinters Ohr. Sie lächelte selbst im Schlaf. War sie glücklich? Zufrieden?
Zorro fuhr mit seinen Fingerkuppen Namis warme Wange abwärts, bis hin zu ihren Lippen, wo er sie einen kurzen Moment verweilen lies und die Navigatorin einfach nur ansah. Sich ihr Gesicht genauestens einprägte. Er lächelte und küsste sie sanft. "Ich komme zurück.", er stand auf. "Das verspreche ich dir." Zorro deckte Nami sachte zu und griff dann nach seinen Schwertern. Band sich die zwei verfluchten Klingen an seinen Gürtel, ehe er nach Kuinas Schwert fasste. Er hielt es einen kurzen Moment in den Händen, strich über die blanke, silberne Klinge. Dann stellte er es an die Wand zurück und verlies, mit einem letzten Blick auf Nami werfend das Zimmer. "Ich liebe dich."
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Die junge Navigatorin wurde bereits mit den ersten schwachen Sonnenstrahlen wach gekitzelt. Sie gähnte herzhaft, streckte sich kurz und griff verträumt auf die andere Seite ihres Bettes. Plötzlich schlug sie die Augen auf. In ihren Händen fühlte sie den kalten Stoff eines ihrer Kissen. Beunruhigt starrte sie auf die leere Betthälfte, wo, nachts zuvor noch, Zorro gelegen hatte. Er war anscheinend bereits aufgestanden. Schon etwas länger, dem kühlen Kissen nach zu schließen. Nami richtete sich auf, blickte durch ihr Zimmer. Zorros Sachen waren weg, nur sein Schwert lehnte einsam an einer Wand.
Die Navigatorin winkelte die Füße an, schlang ihre Arme um ihren Körper und eine einzelne Träne fand ihren Weg abwärts über ihre Wange. Zorro war gegangen, endgültig. Nami sah schweigsam zu der Waffe des berüchtigten Schwertkämpfer Lorenor Zorro und weinte leise.