01. Mai - wie Unkraut
Die neuen Bedrohungen schossen wie Unkraut aus dem Boden, wenn man Buffy Summers fragte.
Dabei wünschte sich die junge Frau etwas Ruhe. Nur mal einen Tag für sich. Aber sie wusste auch, dass dies nicht möglich war. Immerhin war sie die Jägerin, die Auserwählte, und hatte eine Pflicht zu erfüllen.
Mit dem Pflock in der Hand wanderte sie über den Friedhof und suchte nach einem Vampir. Ein wenig Bewegung tat gut und sie musste sich abreagieren.
Ihr Weg führte zu einem alten Mausoleum. Dort wuchs Unkraut und ein paar Gestalten hielten sich dort auf. Sie hob ihren Pflock, bereit zuzustoßen.
02. Mai - Efeuvorhang
„Meine Haare sehen aus wie Efeu“, jammerte Buffy. Sie stand vor dem Spiegel in der Bibliothek und strich sich durch die Haare.
„Dafür hast du die Vampire vernichtet. Das ist wichtiger als das Aussehen“, gab Giles zurück. Er sah nicht einmal auf.
Entrüstet stemmte Buffy die Hände in die Hüften. „Das Äußere ist aber wichtig und ich sehe schrecklich aus. Wer soll mich denn so ansehen?“ Kurz dachte sie an Angel und spürte, wie sie rot wurde. Was sollte er nur von ihr denken, wenn er sie so sah? Das war ja peinlich. Giles achtete dabei gar nicht auf sie.
03. Maii - Chiliwald
Xander Harris fühlte sich fehl am Platz. Während Buffy, Willow und Anya begeistert ihr Chili aßen, kämpfte er mit jeder Gabel. Allein der Geruch ließ seine Augen tränen. Vorsichtig stocherte er in seinem Essen herum, als könnte es ihn angreifen wie ein tollwütiger Vampir.
„Ähm, Leute, meint ihr das nicht ernst mit dem scharfen Zeug?“, fragte er unsicher.
Willow sah überrascht auf. „Aber das schmeckt doch. Außerdem ist Chili gesund.“
Buffy grinste nur, während Anya zustimmend nickte.
Xander seufzte, nahm einen Bissen und bereute es sofort. Sein Mund brannte höllisch.
„Gesund vielleicht“, keuchte er, „aber ich sterbe davon. Zu scharf.“
04. Mai - Rosenkranz
Die Nonne umklammerte den Rosenkranz fester, während sie immer weiter zurückwich. Ihre Lippen bewegten sich in einem stummen Gebet. Der Dämon lachte nur und hob spöttisch die Hand, als wolle er ihre Angst verspotten.
„Damit beeindruckst du mich nicht“, sagte er kalt.
Seine Schritte hallten über den Steinboden, langsam, sicher, unerbittlich.
„Dann hast du eben Pech gehabt“, erklang plötzlich eine Stimme.
Buffy Summers trat aus dem Schatten, ein entschlossener Blick in ihren Augen.
„Ich hoffe, meine Waffen beeindrucken dich.“
Der Dämon grinste noch – doch dann blitzte Metall auf, und sein Lachen verstummte abrupt. Sie war eben die Jägerin und dies ihr Job.
05. Mai - mein kleiner, grüner Kaktus
Angel hatte noch nie mit Pflanzen Glück gehabt. Da brachte es auch nichts, dass Buffy ihm einen kleinen grünen Kaktus geschenkt hatte.
Sicher, er sah hübsch aus und er bewunderte ihn, aber dennoch würde auch er eingehen.
Wie oft musste er denn gießen? Denn das waren alles Dinge, die er nicht wusste. Brauchte er denn auch Dünger?
„Ich sollte mir ein Buch dazu holen“, sagte er zu dem Kaktus. Fast hätte Angel ihn getätschelt. Nun gut, den Schmerz würde er wohl nicht spüren.
Etwas sagte ihm deutlich, dass er sich darum kümmern musste. Schon alleine, weil er von Buffy war.
06. Mai - Kaktusstacheln
Der Kaktus hatte mehr Stacheln, als Angel gedacht hatte. Warum musste es nur so etwas geben? Wer braucht einen Kaktus mit Stacheln?
Es war ja schon ein Wunder, dass er noch lebte. Bis jetzt hatte er nie Glück damit gehabt.
„Was treibst du da?“, fragte Spike und sah ihm über die Schulter. Angel seufzte, denn den anderen Vampir konnte er jetzt nicht gebrauchen. „Ich habe mich am Kaktus gestochen“, antwortet er.
„Aha, und warum das? Wir sind Vampire, schon vergessen?“ Es war nicht zu überhören, dass Spike mehr als nur gelangweilt war.
„Er ist aber von Buffy“, knurrte Angel genervt.
07. Mai - Samen der Hoffnung
Den kleinen Kasten fest an die Brust gedrückt, rannte Buffy durch das nächtliche Sunnydale. Sie konnte es nicht glauben, aber in diesem Kasten sollte der Same der Hoffnung sich verbergen.
Was es genau war, wusste sie nicht, aber die Vampire und Dämonen waren hinterher – also musste er sehr wertvoll sein. Sie würde es zu Giles bringen. Er würde wissen, was zu tun war.
„Schnappt sie euch!“, donnerte eine Stimme. Ohne sich umzudrehen, rannte Buffy schneller. Sie musste zur Schule. Wenn es Hoffnung gab, dann musste sie diese auch bewahren. Egal, was der Preis dafür war. Immerhin war sie die Jägerin.
08. Mai - Kräutergarten
Schon immer hatte Willow von einem eigenen Kräutergarten geträumt. Zwischen Lavendel, Salbei und Rosmarin wollte sie Zauber vorbereiten, Tränke brauen und einfach zur Ruhe kommen. Nun stand sie summend im Garten hinter Buffys Haus und betrachtete das verwilderte Beet vor sich. Überall wucherten Unkraut und vertrocknete Pflanzen, doch in ihren Augen steckte darin pures Potenzial. Vorsichtig kniete sie sich hin, strich mit den Fingern über die Erde und lächelte. Sie konnte die Kräuter beinahe schon riechen. Natürlich würde die Arbeit anstrengend werden, aber das machte ihr nichts aus. Für Willow fühlte sich dieser kleine Garten wie ein neues Zuhause an.
09. Mai - Mirabellentage
Tara stellte den Korb mit Mirabellen vorsichtig auf dem Küchentisch ab und rief nach Willow. Sofort kam die Hexe neugierig herüber, strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und blieb begeistert stehen.
„Sind das etwa Mirabellen?“ fragte sie mit leuchtenden Augen. Tara nickte lächelnd. Gemeinsam begannen sie, die kleinen Früchte zu sortieren. Der süße Duft erfüllte schnell die Küche. Willow erzählte begeistert von Marmelade, Kräuterrezepten und alten Zaubern, in denen Mirabellen verwendet wurden. Tara hörte ihr lächelnd zu. Sie liebte diese Momente – das gemeinsame Arbeiten, das leise Reden und dieses warme Gefühl von Zuhause mitten zwischen Magie und Alltag dort.
10. Mai - Blütenstaub
Der Blütenstaub juckte Xander in der Nase, als er mit Buffy durch den nächtlichen Park ging. Konnte es nicht besser werden in der Nacht?
„Ich muss schon wieder niesen“, grummelte er.
„Das solltest du dann besser lassen, wenn wir auf Vampire treffen. Damit verrätst du uns nur“, gab Buffy zurück.
Xander nieste als Antwort und blickte sie an. „Ich kann doch nichts dafür. Scheinbar bin ich allergisch dagegen.“ Wieder musste er niesen. „Ich bin doch keine Hummel“, knurrte er.
„Das nächste Mal nehme ich Willow mit und nicht dich“, antwortete Buffy und seufzte. Das konnte ja eine lange Jagd werden.
11. Mai - ein Dorn im Auge
Die Gefühle, die Spike für die Jägerin hatte, waren ihm schon lange ein Dorn im Auge. Er war ein Vampir und er hatte sie töten wollen. Und was wollte er jetzt? Darüber durfte er gar nicht nachdenken. Denn am liebsten hätte er die geküsst.
Kein blutiger Kuss, sondern ein Kuss aus Liebe und Zuneigung.
War das verrückt? Natürlich war es das.
Spike blies den Rauch seiner Zigaretten in den dunklen Nachthimmel und lehnte den Kopf gegen den Stamm des alten Baumes.
Hinter dem Fenster war sie – Buffy, die Jägerin. Er konnte ihre Silhouette sehen und am liebsten wäre er zu ihr gegangen.
12. Mai - Kaffeebohnen
Als Buffy die Augen öffnete, duftete es bereits nach frischem Kaffee. Seitdem Willow und Tara hier wohnten, gab es immer frischen Kaffee aus Kaffeebohnen. Zuerst hatte sich Buffy darüber lustig gemacht, aber mittlerweile mochte sie es gerne und zudem roch es besser.
Ob Kaffee wohl auch hier wuchs? Vielleicht konnten sie so eine Pflanze im Garten anbauen? Verwundert über sich selber und ihre Gedanken ging sie ins Bad.
Als sie später die Küche betrat, saßen Willow und Tara an dem kleinen Küchentisch. „Hier für dich, ganz frisch und stark, wie du es magst“, sagte Willow.
Dankbar nahm Buffy die Tasse entgegen.
13. Mai - Nachtschattengewächs
Die meisten Dämonen und auch Vampire waren nichts anderes als Nachtschattengewächse. Manchmal wünschte sich Buffy Summers nichts anderes, als dass diese Wesen auch am Tag herauskamen. Denn dann könnte sie die Monster auch am Tag vernichten. Allerdings gab es natürlich auch die Wesen, die auch am Tag ihr Unwesen trieben. Im Großen und Ganzen waren die Gedanken mühsam, aber sie war nun eben die Jägerin und Beschützerin. Gelangweilt sah sie aus dem Fenster und hoffte, dass der Unterricht bald zu Ende war. Es war schwer, sich auf den Geschichtsunterricht zu konzentrieren, wenn man wusste, was nachts durch die Straßen wanderte.
14. Mai - Blumenmeer
Die Nacht senkte sich über Sunnydale und Buffy freute sich bereits, dass die Sonne unterging. Denn dann würde sie sich mit Angel treffen.
Ihr Freund hatte ihr heute einen Spaziergang durch den Park versprochen.
Am Tag davor war sie bereits einmal dort gewesen und hatte das Blumenmeer betrachtet. Es war ein willkommener Ausgleich zu ihrer normalen Tätigkeit. Im Park blühen unzählige Rosen in den verschiedensten Farben.
„Hallo Buffy“, begrüßte Angel.
Lächelnd wandte sich Buffy um und reichte ihrem Freund die Hand. „Hallo Angel.“
Zusammen gingen sie in den Park und Buffy hatte das Gefühl, dass die Blumen nur für sie blühten.
15. Mai - Korallengarten
„Oh ja, das wäre sicher schön. So einen Korallengarten hätte ich aber auch gerne. Da muss man sich nur für genug Wasser sorgen“, meinte Xander Harris.
Verwundert blickte Willow ihn an, bevor sie einen Schluck Tee trank.
„Denkst du? Ich stelle es mir wie ein Aquarium vor, nur eben ohne Fische. Du kennst ja meine Goldfische. Ob es dann aber nur mit Korallen auch schön wäre? Die wachsen langsam und begegnen sich nicht“, gab sie zurück.
„Na, das wäre doch auch perfekt. Solange man sie nie füttern muss. Das vergesse ich doch immer.“ Xander lachte und Willow schüttelte den Kopf.
16. Mai - Tulpenfieber
Wenn es um Blumen ging, die Buffy liebte, dann waren es Tulpen. Egal in welchen Farben oder Formen, Tulpen waren immer schön.
Summend arrangierte sie den neuen Blumenstrauß in einer Vase.
Ihre Mutter hatte Tulpen in mehreren Farben gekauft, die sie nun miteinander mischte.
„Du bist ja wirklich im Tulpenfieber“, lachte Joyce. Böse konnte sie Buffy deswegen aber nicht sein. Immerhin sah es sehr schön aus. „Du hast ein Händchen dafür“, fügte sie hinzu.
„Danke Mum, es macht mir aber auch Spaß und es sieht so schön aus. Von mir aus könnte es das ganze Jahr über frische Tulpen geben.“
17. Mai - Tränendes Herz
Ihr Herz blutete. Es lag in Trümmern vor ihr. Wie konnte es nur dazu kommen? Aus Angel war Angelus geworden. Ein gefährlicher Vampir, der sie töten wollte.
Buffy seufzte ergeben und wischte sich mit einer Hand über die Augen. Warum nur war die Welt so ungerecht?
Sie hatte mit Angel eine wunderschöne gemeinsame Nacht verbracht. Das Erwachen dagegen war schrecklich. Nicht einmal die Tulpen konnten sie trösten.
Eine Träne rann über ihre Wange und tropfte auf den Boden. Sie würde alles tun, um Angel zurückzubringen oder eben aufzuhalten. Zudem hatte er ihre Familie bedroht und das würde sie nie akzeptieren.
18. Mai - Totenblumen
Als Buffy Summers über den nächtlichen Friedhof wanderte, ließ sie den Blick über die beiden frischen Gräber schweifen.
Dort lagen mehrere Kränze und auch Blumensträuße aus Calla und Lilien.
Diese Blumen waren schön, aber es machte sie sehr traurig, dass sie fast jede Woche ein neues Grab auf dem kleinen Friedhof in Sunnydale erblickte.
Sie mochte die Blumen sehr, aber dennoch ärgerte sie sich jedes Mal darüber, wenn es hier neue Gräber gab. Immer wieder sah sie Totenblumen auf den Gräbern von viel zu jungen Menschen.
Buffy atmete tief durch. Das nächste Monster würde es verdammt schwer mit ihr haben.
19. Mai - Schlingpflanzen
„Nein“, rief Buffy und wand sich nach links. Ihre beste Freundin Willow wurde von einer Schlingpflanze festgehalten. Panisch sah sie sich um, um etwas zu finden, um der Freundin zu helfen. Unterdessen ruderte Willow wild mit den Armen und versuchte sich zu befreien. „Warte, ich habe eine Idee“, schrie Buffy. An der Wand lehnte eine Axt, und ohne weiter darüber nachzudenken schnappte sich die Jägerin diese. Sie wechselte einen Blick mit Willow, bevor sie begann, auf die Pflanze einzuhalten.
Zuerst geschah nichts, dann gab die Pflanze eine Art Schrei von sich und die Umklammerung löste sich. Willow war endlich frei.
20. Mai - Laubhaufen
Mittlerweile wusste Buffy, dass überall Gefahr lauern konnte. Vampire und andere Wesen konnten sich überall verstecken. Es war egal, ob sie aus dunklen Eingängen oder hinter dem Gartenzaun vorsprangen. Sie lauerten überall, selbst im Untergrund. Aber wenn sie ehrlich war, konnte sie damit umgehen. Womit sie nicht umgehen konnte, weil der Laubhaufen in ihrem Garten lag. Ihre Mutter Joyce hatte sie gebeten, sich darum zu kümmern. Aber selbst mit Handschuhen bewaffnet, ekelte sich Buffy davor, was alles in dem Laubhaufen versteckt sein könnte. Sicher, dies waren nur Käfer und andere Krabbeltiere, aber sie kämpfte lieber gegen Vampire und andere Wesen.
21. Mai - Unter Fichten versteckt
„Was hat der Typ da eben noch gesagt?“, fragte Xander.
Willow warf ihm einen Blick zu und deutete schließlich auf den Wald. „Er sagte, wir finden das, was wir suchen, unter Fichten versteckt. Da es hier nur einen Ort gibt, wo Fichten wachsen, müssen wir dort in den Wald.“
Der Freund seufzte ergeben. „In den Wald? Muss das sein?“
Es war kein Geheimnis, dass Xander Harris den Wald nicht mochte. „Dann sollten wir Buffy anrufen und mitnehmen. „Nicht, dass es dort auch Vampire gibt.“ Er schüttelte sich und Willow verdrehte die Augen. „Das schaffen wir auch ohne Buffy“, sagte sie bestimmt.
22. Mai - Dornenkrone
Mit der Axt in der Hand stand Buffy da und starrte den Vampir an, der auf den Stufen stand. Er sah aus wie eine schräge Karikatur von Jesus. Das lange Haar hing ihm wirr um den Kopf. Auf seinem Haupt saß eine Dornenkrone.
„Ich werde euch alle töten, denn ich bin der Jesus der Vampire“, knurrte der Blutsauger und bleckte die Zähne.
„Es gibt hier keinen Jesus, und wenn, dann werde ich dich töten.“ Damit schwang Buffy ihre Axt. Soweit kam es noch, dass sich jeder anschickte, Jesus zu sein. Ihm würde sie schon zeigen, wie es hier in Sunnydale lief.
23. Mai - Belladonna
Xander Harris beugte sich neugierig über den kleinen Kräutertopf auf dem Tisch. Die dunklen Beeren glänzten beinahe verführerisch im Kerzenschein. Ob man sie essen konnte?
„Was ist das? Die ist hübsch“, meinte er und streckte sofort die Hand danach aus.
„Nicht anfassen!“, rief Willow Rosenberg erschrocken.
Xander zuckte zusammen. „Wow. Ich mache es nicht kaputt.“
Willow schob den Topf schnell weiter weg. „Das ist Belladonna. Hochgiftig.“
„Und warum besitzt du sowas überhaupt?“
Willow grinste leicht. „Für Zauber. Manche Zutaten sind gefährlich.“
Xander betrachtete die Pflanze nun mit deutlichem Abstand.
„Okay“, murmelte er. „Erinnere mich daran, niemals deinen Tee zu trinken.“
24. Mai - Maislabyrinth
Das Maislabyrinth war der perfekte Ort für Vampire und andere Wesen der Nacht, um sich zu verstecken und um auf Beute zu warten.
Buffy schlich, gefolgt von ihren Freunden, durch die Reihen. „Nehmt euch in Acht“, warnte sie die anderen. Man konnte nie wissen, wer alles vor einem auftauchen würde.
Willow umklammerte ihren Pflock und nickte tapfer.
Langsam schlichen sie weiter, bis ein leiser Schrei ertönte. Sofort rannte Buffy los. Die anderen folgten ihr. Sie preschte um eine Ecke und stürzte auf den Vampir zu. Dieser bemerkte nicht einmal, wie ihm geschah, bevor er auch schon zu einer Staubwolke verpuffte.
25. Mai - Irrgarten
„Ich bin noch nie in einem Irrgarten gewesen“, sagte Buffy. Sie und Angel hatten heute eine Verabredung und er führte sie in einen Irrgarten. „Ich dachte mir, es wäre eine gute Idee, und es sollte dir ja auch gefallen. Früher gab es sehr viele solcher Gärtner und man konnte sich dort auch recht gut verlaufen“, gab Angel zurück. Die Jägerin drehte den Kopf und lächelte ihn an. „Wirst du mich denn dann beschützen?“ Natürlich wäre die Frage nur Spaß, denn sie brauchte keinen Schutz. „Natürlich werde ich das“, antwortete er und meinte es auch so. Glücklicher konnte man nicht sein.
26.Mai - Zitronenduft
Buffy liebte den Duft von frischen Zitronen. Vielleicht roch es deswegen an diesem Morgen in der Küche der Summers nach Zitrusfrüchten. In einer Zeitung hatte Buffy gelesen, dass man sich ein Körperpeeling selber machen konnte. Dafür brauchte man nichts weiter als Zucker und Zitronen sowie ein ätherisches Öl nach Wahl. Den Zucker hatte sie bereits abgemessen und nun rief sie die Schale der Zitrone ab, um diesen mit dem Zucker zu vermischen. Sofort nahm der Duft zu und Buffy seufzte. Ab sofort würde sie nur noch damit duschen gehen. Immerhin war Körperpflege wichtig und sie wollte für Angel gut riechen.
27. Mai - Hinter der Hecke
Er war es so leid, aber dennoch konnte er nicht anders. Wie schon die Nächte zuvor stand Spike hinter der Hecke und schaute hinauf zu dem Fenster, in dem jetzt Licht brannte. Dort hinter dem Fenster befand sich Buffy. Was sie wo gerade tat? Diese Frage war so unnötig, aber dennoch konnte der Vampir nicht anders. Er mochte die Jägerin, auch wenn er es ungern zugab. Er sehnte sich danach, sie zu berühren, aber auch ihr Blut zu trinken. En war dies normal? Nein, sicherlich nicht.
Dennoch stand er hinter der Hecke und beobachtete ihr Fenster. Eine ganz lästige Eigenschaft.
28. Mai - Balkondschungel
Es war müßig, sich durch den Balkondschungel zu kämpfen. Aber zum Glück konnte sie sehen, wo das Monster lang gerannt war. Die Zweige vor ihr waren zum Teil alle abgeknickt und einige Blätter lagen auf dem Boden.
Buffy hastete dem Wesen hinterher, dabei wusste sie nicht einmal, was sie erwartete.
Aber was immer es auch war, sie würde es besiegen.
Der Pflock in ihrer Hand gab ihr Kraft, und zudem wusste sie, dass ihre Freunde in der Nähe waren. Auf diese konnte sich die Jägerin nämlich immer verlassen. Die Pflanzen mochten ja schön sein, aber sie behinderten sie im Moment sehr.
29. Mai - Die erste Ernte des Jahres
Warum nur konnten Menschen nicht ebenfalls auf Bäumen wachsen? Diese Frage war mühsam, aber dennoch hat das Bike im Moment nichts anderes zu tun.
Er hatte Hunger und sehnte sich nach Blut. Im Grunde konnte er einfach nur einen Menschen töten und ihn vorher aussaugen. Aber was würde dann Buffy denken? Dies beschäftigte ihn mehr, als er dazugeben wollte.
Danach hatte er in diesem Jahr noch keinen Menschen getötet. Daher fand er, es würde Zeit, es endlich nachzuholen. Welche Rolle spielte da auch Buffy? Spike trat aus seiner Gruft und suchte sich den ersten Menschen, den er in diesem Jahr austrinken wollte.
30. Mai - Pollenalarm
„Geht es dir gut, mein Schatz?“, fragte Buffy besorgt.
Erneut war ein Niesen zu hören und die Jägerin runzelte fragend die Stirn. Könnten Vampire denn tatsächlich allergisch sein? Und das vor allem auch noch auf Pollen? So recht konnte sie es selbst gar nicht glauben.
Angel schniefte und putzte sich schließlich die Nase.
„Ich hatte schon als Mensch Probleme mit den Pollen, und als Vampir hat es sich leider nicht geändert“, antwortete er schließlich. „Wer hätte gedacht, dass es mich so mitnimmt.“ Zu Buffys Erstaunen hatte Angel eine rote Nase. Etwas doch sehr Ungewöhnliches für einen Vampir wie Buffy fand.
31. Bohnenkraut und Thymian
Willow und Tara hatten sehr viele Kräuter in dem Garten der Summers angepflanzt. Dazu gehören noch Bohnenkraut und Thymian. Beide Kräuter waren gesund und man konnte sie nicht nur in der Magie einsetzen. Aus Thymian konnte man sogar einen guten Tee kochen, der bei Erkältung half.
Vor sich hin summend erntete Tara die ersten frischen Kräuter der Saison. „Schau mal, Willow. Der Thymian bekommt sogar schon Blüten.“
Ihre Freundin kam näher und lächelte, als sie in den Korb blickte. „Wenn dann die anderen Pflanzen blühen, werden sich die Bienen sicherlich freuen. Dann gibt es auch wieder frischen Honig“, antwortete Willow.