Zum Inhalt der Seite

Daily Drabble März

von

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

Seite 1 / 1   Schriftgröße:   [xx]   [xx]   [xx]

01. März -First Contact/Erster Kontakt

Auch heute noch konnte sich Dr. Samantha Carter gut daran erinnern, wie es war, das erste Mal auf eine fremde Spezies zu treffen.

Dass es jedoch ausgerechnet die Goa'uld sein mussten, war eine andere Sache. Diese Wesen waren böse und brauchten menschliche Körper, um zu überleben, da sie nur eine parasitäre Lebensform waren.

Für die Astrophysikerin und Luftwaffenpilotin war es ein Schock gewesen, ihnen gegenüberzutreten. Aber zum Glück hatten sie Freunde und Verbündete, die ihnen zur Seite standen. Sam seufzte leise und blickte wieder auf ihren Computer, um die nächste Sequenz zu entschlüsseln. Es gab noch mehr Wesen im Weltall.

02. März - Sternentor

Das Sternentor, oder auch Gate, war eine der besten – und gleichzeitig gefährlichsten – Erfindungen, die es je gegeben hatte.

Mit dieser gewaltigen, ringförmigen Vorrichtung, die das Reisen durch künstlich erzeugte Wurmlöcher zu fremden Planeten ermöglichte, war die Erde längst kein isolierter Außenposten mehr. Sie war Teil eines Universums geworden, das größer, älter und deutlich feindseliger war, als man es sich je vorgestellt hatte.

Lieutenant General Jack O’Neill war es im Grunde egal, wer das Gate ursprünglich gebaut hatte.  Im Hintergrund begann das Gate zu erwachen. Chevron für Chevron rastete ein, metallisches Krachen hallte durch den Raum. Dann – das bekannte, donnernde Aufblitzen.

3. März - Red Shirt

Dr. Elizabeth Weir liebte ihren Job – zumindest meistens. Es war aufregend, in Atlantis zu sein, die Geheimnisse der Antiker zu erforschen und zu erleben, wovon sie ihr Leben lang geträumt hatte.

Doch das Leben hier hatte auch seine Schattenseiten. Eine davon war, Familien darüber informieren zu müssen, dass ihre Töchter, Söhne oder Väter bei einem Einsatz verstorben waren.

Vor ihr lag eine Liste mit Namen, und Elizabeth rieb sich müde über die Augen. Ob sie sich je daran gewöhnen würde? Es waren alles tapfere Männer und Frauen gewesen. Dennoch würde sie es tun. Es war ihre Pflicht und sie stand dazu.

04. März - grüner Nebel

„Was soll das?“ Aufgebracht senkte Jack seine Waffe. Dass er auf den grünen Nebel nicht schießen konnte, war ihm klar – dennoch ärgerte es ihn.

Der Nebel waberte vor ihnen. Dicht und grün. Er kroch nicht wie Rauch nach oben, sondern hielt sich in Form. Als hätte er einen eigenen Willen.

„Ich weiß es nicht, Sir“, gab Sam zurück, ohne den Blick von der Erscheinung zu nehmen. Ihre Stimme war angespannt, kontrolliert. „Aber wir sollten ihm nicht zu nahekommen.“ Sie tippte auf einem ihrer Geräte und hoffte, dass er nicht giftig war. Schön sah es ja schon aus, wie Sam fand.

05. März - Todesstern

Das Raumschiff der Wraith flog über ihnen wie ein Todesstern – riesig, bedrohlich, lebendig. Sein organisches Äußeres pulsierte schwach im Orbit von Atlantis, als würde es atmen.

Im Kontrollraum herrschte Alarmstufe Rot. Soldaten bezogen Stellung, das leise Klicken entsicherter Waffen mischte sich mit dem durchdringenden Heulen der Warnsysteme.

„Schilde bei 93 Prozent!“, rief jemand von der unteren Konsole.

Rodney tippte hektisch auf seinem Laptop herum, seine Finger flogen über die Tasten. „Wir brauchen mehr Energie! Wenn die uns noch einmal treffen, sind wir Geschichte!“ Es musste jetzt schnell gehen, aber er würde es schaffen. Noch ein Klick und die Stadt sank.

06. März - Kometenschauer

Der Anblick war schön, anders konnte man es nicht nennen. Schon der Erde hatte John Sheppard es genossen. Nun gut, damals als Kind hatte er nicht erwartet, einmal ins All zu fliegen.

Sie waren auf einem Planeten, dessen Namen John schon wieder vergessen hatte.

Der Kometenschauer schien kein Ende zu nehmen. Sie leuchteten regelrecht am Himmel und ließen ihn schimmern.

Aiden trat neben ihn und grinste. „Schön, oder?“, fragte er.

„Oh ja, das ist es. So etwas würde ich gerne öfter sehen. Besser als der Krieg.“ Dem konnte Aiden nur zustimmen. Selbst Rodney blickte in den Himmel und nicht auf sein Tablet.

 

07. März - der blaue Planet

Wenn er es recht bedachte, konnte Jack gut verstehen, was die Aliens hier wollten. Für die Goa’uld waren die Menschen nichts weiter als Wirtskörper. Andere hatten es schlicht auf die Rohstoffe abgesehen, die dieser blaue Planet zu bieten hatte. 

Der Ausblick, der sich ihm bot, als er auf dem Schiff von Thor stand, war gewaltig und ehrfurchtgebietend, wie er fand. Bis jetzt hatte er immer nur Bilder gesehen – jetzt stand er wirklich hier. „Wir werden euch helfen. Soweit es in meiner Macht steht“, sagte Thor.

Die Asgard waren Freunde der Erde, auch wenn sie ungewöhnlich aussahen. Jack mochte sie trotzdem.

08. März - Men in Black

Einen schwarzen Anzug konnte man immer tragen, auch wenn John sich etwas Besseres – oder zumindest Bequemeres – hätte vorstellen können. Der Stoff kratzte leicht am Kragen, und die Krawatte fühlte sich an wie eine höfliche Form der Strangulation. Trotzdem stand er ruhig vor dem Spiegel und strich die Jacke glatt. Manchmal verlangte das Leben eben nach einem Anzug. So wie heute auch, auch wenn der Grund, die Beerdigung seines Vaters, keine angenehme Sache war.

Zum Glück war er nicht alleine, denn Ronon würde ihn begleiten. Es war ja nicht so, dass er sich gut mit seiner Familie verstand. John seufzte ergeben.

09. März - Im Weltraum hört dich niemand schreien

Dr. Rodney McKay war zum Schreien zumute, oder zum Heulen. Beides gleichzeitig, wenn man es genau nahm. Leider wusste er als Wissenschaftler sehr genau, dass ein emotionaler Ausbruch keinerlei messbaren Einfluss auf die aktuelle Situation hatte.

Er atmete tief durch und bereute es sofort. Der sterile Geruch der Luftschleuse erinnerte ihn daran, was als Nächstes kam.

Raumanzug. Vakuum. Lebensfeindliche Umgebung.

„Großartig“, murmelte er. „Ein weiterer Tag, an dem ich mein brillantes Gehirn riskiere.“

Er überprüfte noch einmal die Anzeigen. Sauerstoff, Druck, Temperatur waren im grünen Bereich.

Was natürlich bedeutete, dass draußen garantiert etwas schiefgehen würde.

Mit einem Seufzen griff er nach dem Helm. 

10. März - Sternenstaub

„Ich sage, das ist Dreck.“

Jack nahm einen Schluck von seinem Kaffee.

„Nein, das nennt man Sternenstaub, Sir“, hielt Sam dagegen.

„Was soll daran besonders sein?“ Jack verstand es immer noch nicht.

„Unsere Erde – und auch wir Menschen – sind zum Teil aus diesem kosmischen Material entstanden“, erklärte Sam geduldig.

Jack verzog das Gesicht, während Daniel leise lachte.

„Na toll“, murrte Jack und sah in seine Tasse. „Jetzt schmeckt der Kaffee gleich viel weniger appetitlich.“

Teal’c hob eine Augenbraue. „O’Neill, Ihr Kaffee bestand bereits zuvor aus einer Vielzahl fragwürdiger Bestandteile.“

Daniel konnte sich ein breiteres Grinsen nicht verkneifen.

„Danke, Teal’c“, brummte Jack trocken. „Genau das wollte ich hören.“

11. März - Laserschwert

Endlich gab es ein wenig Ruhe, und das Team rund um John Sheppard saß zusammen im Aufenthaltsraum. Nach Tagen voller Missionen, Gefahr und viel zu wenig Schlaf fühlte sich dieser Moment fast unwirklich an. Popcorn wanderte von Hand zu Hand, dazu gab es kaltes Bier. Selbst Teyla probierte vorsichtig einen Schluck und verzog kurz das Gesicht, bevor sie lächelte.

„Als Kind wollte ich immer ein Laserschwert haben“, sagte John plötzlich.

McKay schnaubte. „Natürlich. Weil echte Waffen ja nicht cool genug sind.“

Teyla blinzelte. „Ein Schwert aus Licht?“

John nickte begeistert. „Das wäre doch großartig.“

„Gefährlich“, meinte McKay trocken.

John grinste. „Genau deshalb.“

12. März - Kraterlandschaft

Schon von Weitem erkannte man die Kraterlandschaft des Planeten. Jack sah aus dem Fenster des Tel’tak. Das Frachtschiff war nicht groß, aber es reichte für ihre Zwecke.

„Sieht aus, als hätte jemand mit einem riesigen Hammer darauf eingeschlagen“, murmelte er.

Daniel trat neben ihn und blickte hinaus. „Meteoriten. Vielleicht vor tausenden Jahren.“

Jack verschränkte die Arme. „Na toll. Ein ganzer Planet voller Löcher.“

„Das kann archäologisch sehr interessant sein.“

Jack verdrehte die Augen.

„Natürlich“, sagte er trocken. „Du siehst Krater und denkst sofort an alte Ruinen.“

Daniel lächelte.

„Genau deshalb bin ich hier.“

Jack seufzte. „Genau deshalb bin ich nervös.“

13. März - Weltraumschrott

„Ich sehe da etwas“, meinte Ronon.

„Da kommt etwas auf uns zu. Zumindest glaube ich das – wenn ich es besser sehen könnte“, murmelte er.

Die Alarmsignale im Jumper piepten auf, als die Sensoren schließlich etwas erfassten.

„Ist das ein anderes Schiff?“, fragte Teyla und trat näher.

Nun kam auch Rodney nach vorn und beugte sich über die Konsole, um hinauszusehen.

„Das ist kein Schiff“, erklärte der Wissenschaftler schließlich. „Oder zumindest kein intaktes. Ich würde eher auf Weltraumschrott tippen.“

Er verschränkte die Arme und verzog das Gesicht.

„Genau wie auf der Erde. Überall lassen sie ihren Müll einfach liegen.“

Rodney war zwar kein Umweltfanatiker, aber selbst ihm missfiel diese Art von Verschmutzung.

14. März - Interstellarer Lieferdienst

Im Kontrollraum starrte Rodney McKay auf das blinkende Signal.

„Das ergibt keinen Sinn“, murmelte er. „Da kommt etwas durchs Stargate.“

Ein metallischer Container fiel aus dem Ereignishorizont und rutschte über den Boden direkt auf sie zu.

„Ist das eine Bombe?“, fragte John Sheppard verwundert.

„Nein“, sagte Rodney nach einem Blick auf das Display. „Es ist … eine Lieferung.“

„Eine was?“ Der Deckel sprang auf. Darin lag ein kleiner Zettel.

Sheppard las laut: „Interstellarer Lieferdienst. Bestellung: dreihundert Energieriegel.“

Er sah Rodney an. „Du hast Essen durchs Stargate bestellt?“

Rodney verschränkte die Arme. „Technisch gesehen“, sagte er würdevoll, „nennt man das effiziente Logistik.“

 

15. März - schwerelos

Daniel Jackson liebte das Reisen durch das All. Jedes Mal, wenn sich das Stargate öffnete, kribbelte Vorfreude in seinem Bauch. Neue Welten, neue Sprachen, neue Geschichten warteten dahinter. Doch diesmal gab es ein Problem: Schwerelosigkeit. Langsam trieb er durch den Raum der Daedalus, während Notizen, Stifte und eine Tafel mit alten Symbolen um ihn herum schwebten. „Das ist wissenschaftlich faszinierend“, murmelte er und versuchte, ein Blatt einzufangen. Es glitt ihm wieder davon. Hinter ihm lachte jemand. Daniel seufzte. Er konnte antike Dialekte entschlüsseln, verlorene Kulturen verstehen und uralte Rätsel lösen. Aber gegen fliegende Zettel im All war selbst er machtlos.

16. März - Weltraumpiraten

So recht konnte es Rodney nicht glauben, doch die Fesseln sagten ihm, dass es wahr war.

Jemand hatte ihn und Teyla entführt.

Teyla zerrte an den Metallbändern um ihre Handgelenke, schaffte es jedoch nicht, sie zu lösen.

„Was sind das für Leute?“, fragte Rodney nervös.

„Weltraumpiraten“, antwortete sie ruhig.

Rodney starrte sie an.

„Weltraumpiraten“, wiederholte er. „Natürlich. Warum auch nicht?“

Die Tür öffnete sich zischend. Ein großer Mann trat herein.

„Willkommen“, knurrte er. „Ihr seid jetzt unsere Gäste.“

Rodney hob eine Augenbraue. „Gäste?“, murmelte er. „Mit Fesseln. Das ist wirklich schlechter Service.“

Der Pirat blinzelte irritiert, während Teyla lächelte und Rodney redete.

17. März - Zwischen den Sternen

Zwischen den Sternen herrschte eine Stille, die selbst John Sheppard nachdenklich machte.

Der Jumper glitt lautlos durch das dunkle Meer aus Licht.

Neben ihm saß Rodney und tippte auf seinem Tablet herum.

„Wissen Sie“, sagte Sheppard schließlich, „man vergisst leicht, wie groß das alles ist.“

Rodney sah kurz auf.

„Das Universum ist ungefähr neunzig Milliarden Lichtjahre breit. Schwer zu vergessen.“

Sheppard grinste.

Hinter ihnen betrachtete Teyla schweigend die Sterne.

„Auf meiner Welt“, sagte sie leise, „glaubten wir, zwischen den Sternen lebten die Geschichten unserer Vorfahren.“

Sheppard nickte langsam. „Dann haben sie eine verdammt gute Aussicht.“

Der Jumper flog still weiter.

18. März - auf dem Dach

Jack O'Neill stand auf dem Dach und sah hinauf in den dunklen Nachthimmel.

Früher hatte er dort nur Sterne gesehen.

Jetzt wusste er, was sich wirklich zwischen ihnen verbarg – fremde Welten, Feinde und Dinge, die besser niemals gefunden worden wären.

Eines wusste er ganz sicher: Friedlich war das Universum ganz und gar nicht. Aber dennoch hatte es nicht seinen Reiz verloren. Er würde sich immer wieder für seine Arbeit entscheiden.

„Hey Jack, wir sind da“, rief Daniel und winkte. Jack seufzte und stieg hinab. Sein Team, seine Freunde und auch seine Familie waren hier. Zusammen würden sie den Abend genießen.

19. März - Area 51

Area 51: Wie oft war Sam schon hier gewesen? Sie konnte sich kaum daran erinnern und es spielte auch keine Rolle.

Sie folgte Jack und dem Colonel. Man hatte etwas in der Wüste gefunden und nach Area 51 geschafft. Bis jetzt wusste niemand, worum es sich dabei handelte. Alle Hoffnungen ruhten auf Sam, um es herauszufinden.

Sie betraten einen kleinen, fensterlosen Raum. Bis auf einen Tisch und zwei Stühle war er leer. Jack rümpfte die Nase, sagte aber nichts.

Auf dem Tisch lag ein Kasten, in dem sich eine schwarze Masse befand. Sie schien sich zu bewegen. „Igitt“, sagte er.

20. März - am zweiten Stern rechts

„Denken Sie daran, dass es der zweite Stern rechts ist – und dann immer geradeaus“, meinte Rodney und schwankte leicht hin und her.

Teyla schmunzelte belustigt. So hatte sie den Wissenschaftler noch nie erlebt.

„Rodney“, sagte sie ruhig, „ich bezweifle, dass wir auf diese Weise unser Ziel erreichen.“

Rodney hob einen Finger, als wollte er eine wichtige wissenschaftliche Erklärung abgeben, musste sich dabei jedoch kurz am Tisch abstützen.

„Ich habe das… vollkommen unter Kontrolle“, murmelte er. John lehnte sich grinsend zurück. „Sicher, McKay. Absolut überzeugend.“

Rodney wollte etwas erwidern, doch stattdessen verlor er kurz das Gleichgewicht. Zu viel Alkohol war nicht gut.

21. März - Supernova

Die Warnanzeigen heulten auf, als die Sensoren ausschlugen.

„Das ist unmöglich“, flüsterte Rodney und starrte auf die Daten.

„Was ist los?“, fragte John.

Rodney schluckte. „Der Stern, er kollabiert. Das wird eine Supernova.“ Teyla trat näher. „Wie viel Zeit bleibt uns noch?“

„Minuten“, antwortete er tonlos. Angst lag in seinen Zügen. Das Licht draußen veränderte sich bereits, wurde heller, gleißender.

John sah zu seinen Leuten hinüber. „Dann verschwinden wir. Sofort.“

Rodney blieb einen Moment stehen, gefangen von der Schönheit des Untergangs.

Ein ganzes Sonnensystem – ausgelöscht in einem einzigen Atemzug.

„Rodney!“, rief John. Er blinzelte, drehte sich um – und rannte los.

22. März - Akte X

Früher hatte er Akte X nur für eine Fernsehserie gehalten. Zumindest bis er das erste Mal durch ein Stargate gegangen war.

Dieses Erlebnis hatte ihn, Jack, für immer verändert. Mittlerweile wusste er, was es da draußen alles gab, und es war nicht immer gut.

Dennoch freute er sich, dass heute im Fernsehen wieder diese alte Serie lief. Er war auch nicht alleine, denn Sam und Daniel waren bei ihm. Genau wie  Teal’c. Sie saßen zusammen und aßen Pizza. Genauso sollte ein freier Abend sein.

So sehr er Abenteuer mochte, ein wenig Ruhe war eben auch schön. Man wurde

nicht jünger.

23. März - Im Sternenlicht

Eine andere Welt oder besser eine andere Galaxie war unbeschreiblich.

John stand auf einem der Balkone von Atlantis und sah nach oben. Das Sternenlicht war warm und fühlte sich gut an. Kein Wind regte sich über der schwimmenden Stadt.

So durfte das Leben gerne sein. Die Sterne hier waren ganz anders, und wahrscheinlich würde Rodney jeden einzelnen benennen können. Aber hatten die Sternbilder hier überhaupt Namen? Das wusste er gar nicht.

„Eine schöne Nacht, oder?“, fragte eine Stimme. Überrascht wandte sich John um. Hinter ihm stand Dr. Weir. „Ich liebe es, nachts hier zu stehen und die Sterne zu bewundern.“

24. März - großer Bär

„Das ist ein Bär.“

„Das ist kein Bär, McKay.“

„Doch! Schauen Sie doch hin, Sheppard! Großer Bär! Klassische Konstellation!“

Ronon verschränkte die Arme. „Sieht aus wie ein kaputter Speer.“

„Ein Speer?!“ McKay fuchtelte wild mit dem Tablet. „Das ist Astronomie, keine Improvisation!“

„Auf Athos nennen wir diese Sterne die sieben Reisenden“, meinte Teyla.

McKay starrte sie an. „Das ergibt doch – sieben? Das sind neun!“

„Zwei sind schwach sichtbar“, sagte sie.

„Also ein Bär mit versteckten Bonus-Sternen?“, grinste John.

Ronon nickte ernst. „Gefährlich.“

„Ich arbeite mit Idioten zusammen", murmelte Rodney genervt "Aber mit gutem Geschmack in Sternbildern“, gab Sheppard zurück.

25. März - Space Dinos

„So etwas wie Space-Dinos gibt es nicht“, knurrte Rodney. Verärgert über diese alberne Frage, wandte er sich wieder seinen Unterlagen zu. „Und warum gibt es sie nicht?“, fragte Aiden Ford. Das hier ist kein Science-Fiction-Film, sondern die reine Realität. Im Film oder in Büchern mag es vielleicht Space-Dinos geben, aber nicht in unserer Welt.“ Er schüttelte den Kopf. Wie konnte man nur solche Fragen stellen? „Was ist, wenn es auf einem Planeten doch Dinosaurier gibt?“, hielt Aiden dagegen.

Rodney knallte das Tablet auf den Tisch. „Dann hoffe ich, sie fressen Sie, damit ich meine Ruhe habe.“

26. März - Kann man/mich das essen?

Jack langweilte sich fürchterlich. Er war Soldat – kein Babysitter. Im Moment kam er sich allerdings genauso vor.

Daniel hatte irgendein Relikt entdeckt und war nun zusammen mit Sam völlig darin vertieft. Die beiden redeten in einer Geschwindigkeit, bei der Jack schon nach drei Sekunden ausgestiegen war.

Also sah er sich in der Gegend um.

Dabei stieß er auf eine kleine Kugel. Er hob sie auf und drehte sie in der Hand. Mit ein wenig Fantasie sah sie aus wie eine Orange.

„Ob man das essen kann?“, murmelte er. Zögerte aber, es zu kosten. Vielleicht sollte er doch Daniel danach fragen.

27. März - Marsmenschen

Jack glaubte an viele Dinge – aber an Marsmenschen konnte er beim besten Willen nicht glauben.

Natürlich gab es Leben in der Milchstraße. Das war längst kein Geheimnis mehr. Aber auf dem Mars? Nein.

„Dort gibt es kein Stargate“, erklärte Sam geduldig.

„Wir sind uns immer noch nicht ganz sicher, wie die Zeichen genau zu den Planeten gehören, aber der Mars ist nicht dabei.“

Jack seufzte enttäuscht. „Wie schade.“

Daniel sah von seinen Notizen auf. „Du klingst, als würdest du dich wirklich darauf freuen.“

Jack zuckte mit den Schultern. „Na ja, kleine grüne Männchen wären schon eine Sensation.“ Sam lächelte dünn.

28. März - auf zu unerklärlichen Orten

Warum mussten die Planeten immer so eigenartige Namen und Nummern haben? Aber Daniel sollte es recht sein. Ihr Ziel war ein Planet, auf dem eine fremde Zivilisation gelebt haben musste. Es gab immer noch Überreste von alten Bauwerken, und er freute sich schon darauf, sie sich anzuschauen und zu untersuchen.

Wer wusste schon, was er dann alles finden würde? „Bereit für ein neues Abenteuer?“, fragte Jack. Er trat zusammen mit Sam und Teal’c in den Gateraum. „Ja, ich bin gespannt, wie alt die Gebäude sind und welche Geheimnisse sie uns verraten“, gab er zurück. Jack seufzte und setzte seine Brille auf.

29. März - Magnetfeld

Der Jumper vibrierte leicht und einige Instrumente flackerten. „Das ist nicht gut“, murrte John. „Was ist das?“

„Ein planetarisches Magnetfeld“, erklärte Rodney hastig. „Aber völlig instabil!“

„Was heißt das?“

„Heißt, es zieht uns an!“

John zog am Steuer, aber nichts geschah. „Ich fliege schon dagegen an!“ Teyla hielt sich fest. „Können wir entkommen?“

„Natürlich“, sagte Rodney. „Vielleicht.“ Das Schiff ruckte stärker. „Rodney!“

„Ich arbeite daran!“ Ein greller Blitz erschien und dann herrschte angespannte Stille. Langsam öffnete John die Augen.

„Status?“ Rodney starrte auf die Anzeigen. „Wir leben noch. Genau wie das Magnetfeld.“ John seufzte. „Na toll.“ Immer wieder das Gleiche.

30. März - rote Sterne

Der Anblick war wunderschön – und gleichzeitig tödlich.

„Ich kann nicht näher ran“, sagte John ruhig.

Er hielt den Jumper stabil in der Luft, die Hände fest an den Kontrollen, während draußen das Phänomen pulsierte.

Rodney dagegen lehnte sich so weit nach vorne, als könnte er es mit bloßem Blick besser analysieren. „Das ist unglaublich.“

John warf ihm einen kurzen Blick zu. „Das ist auch gefährlich, nur so als Erinnerung.“

„Ja, ja, natürlich“, murmelte Rodney abwesend.

Draußen glühten die roten Sterne, seltsam nah beieinander, als würden sie ein eigenes Muster bilden.

„Die gibt es nur in der Pegasus-Galaxie“, sagte Rodney leise.

31. März - Gegenerde

Jack setzte seine Brille ab und blinzelte. „Das ist die Erde.“

„Nein“, erwiderte Carter. „Es ist eine Gegenerde.“ Jack sah erneut durch das Fenster. Alles sah bekannt aus. Er sah auch nur eine Sonne.

„Unsere Erde.“

„Eine andere Version davon“, korrigierte sie.

Daniel blätterte aufgeregt in seinen Notizen. „Vielleicht eine alternative Entwicklungslinie!“

„Mit anderen uns?“, fragte Jack. „Möglich.“

Jack verzog das Gesicht. „Ich hoffe, ich bin da General.“

In diesem Moment öffnete sich die Tür.

Ein Mann in Uniform trat ein. Sein Gesicht war vertraut.

Jack erstarrte. Der andere Jack musterte ihn kurz.

„Oh nein“, sagte er trocken. „Noch so einer.“



Fanfic-Anzeigeoptionen

Kommentare zu dieser Fanfic (0)

Kommentar schreiben
Bitte keine Beleidigungen oder Flames! Falls Ihr Kritik habt, formuliert sie bitte konstruktiv.

Noch keine Kommentare



Zurück