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Chaosschatten

wo Zweifel wohnen
von

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Chapter 01

Auf Zimmerlautstärke hallte der Fernseher aus dem Zimmer, wo eine Frau auf einem Bett saß und auf ihren Laptop starrte, während sie noch Kopfhörer trug, welche Musik abspielten. Jeder andere wäre wahrscheinlich davon schon längst verrückt geworden oder hätte sich für eins von beiden entschieden. Jedoch wirkte die Frau eher konzentriert, ausgeglichen und fokussiert. Andere wiederum könnten sich wenig bis gar nicht konzentrieren. Umso interessanter war für Noc die Beobachtung, als er die junge Frau beobachtete. Er genoss diesen Anblick, den er da sah, da er wusste, dass seine Kollegin mehr oder weniger ihren eigenen Einklang wiedergefunden hatte und wohl wieder an einem ihrer Texte arbeitete. Lächelnd ging Noc zwei Schritte zurück, als er von der Frau bemerkt wurde. Lächelnd stoppte sie den Film, wobei der Fernseher verstummte.
 

„Ist irgendwas Bestimmtes noch?“ Fragte sie verwundert und stellte sich selber die Frage, seit wann Noc wohl da stehen würde. Noc hingegen schüttelte nur den Kopf, ohne selber ein Wort zu sagen. Seine giftgrünen Haare wehten hin und her und der Mantel, den er trug, machte ihn nur noch anmutiger, als seine Ausstrahlung schon vermuten ließ.
 

„Nein, ich wollte nur schauen, wie es dir geht und vielleicht, wo dieser Krach herkam“, sagte er mit einem leichten Lächeln auf seinen Lippen. während er sein Gegenüber wieder anfing zu mustern Der Frau gefiel das nicht, sagte aber erstmal nichts und schaute wieder auf den Monitor und dann wieder zu ihm rüber, als würde sie über etwas nachdenken.
 

„Na, ok. Bevor du mich noch weiter so anschaust: Ich habe auf einen unserer Songs geantwortet. Nun komm her und gib mir deine Meinung dazu.“ Sagte sie und schaute zu Noc und klopfte neben sich auf die Bettkante.
 

„Also hat unsere Chrissy doch wieder mal an einem ihrer Songs gearbeitet und wollte dabei einfach wieder alles, was Krach macht, aufdrehen, nur um uns andere zu nerven oder von ihrem wohlverdienten Schlaf abzuhalten?“ Neckte Noc drauf los, als er zu Chrissy ging, um zu sehen, was sie da wieder gequatscht hatte. Chrissy hingegen überhörte seine Worte, sondern schaute ihn mit einer Mischung aus „Ach halt doch dein Maul“ und „Ist das dein Ernst?“ an. Noc's Gang war eher ein Dahingleiten, so als würde er über den Boden schweben. Seine elegante Kleidung stützte diese Illusion nur noch mehr. Schwarzer Ledermantel, der über den Boden schwebte, machte seinen Gang noch eleganter. Gepaart mit dem schwarzen edlen Hemd als Oberteil dazu machten dann noch die schwarzen Lackhosen sein düsteres Outfit nur noch runder.
 

Noch setzte sich neben Chrissy aufs Bett und konnte sich ein kurzes Lachen nicht verkneifen. Den er hatte schon gemerkt, wie er beobachtet wurde von seiner Kollegin. Er sagte jedoch nichts. In der Hand trug er seine Maske, die er neben sich legte, und blickte auf den Laptop, der auf dem Schoß von Chrissy lag. Er überflog den Text und überlegte kurz. An sich hatte der Text, den er da las, was, aber er konnte ihn nicht, noch nicht wirklich, einordnen.
 

„Also, wie findest du den Text, Noc?“ Fragte Chrissy nach einigen Minuten des Schweigens Noc schwieg noch einen Moment, bevor er seine Maske wieder in die Hand nahm und diese anschaute:
 

„Also, an sich könnte man aus dem Text was machen, jedoch wäre die Frage, für was genau du ihn nutzen möchtest.“ Beantwortete er ihre Frage kurz und setzte dann wieder an. Also auch im Duett finde ich den Song nicht passend. Auch würde ich kaum glauben, dass er zu unserer Musik passt, die wir vorhaben, zu machen. Wie wäre es, wenn du versuchst, daraus einfach einen Akustik-Song zu machen?“ Fragte er daraufhin Chrissy und warf noch mal einen Blick auf den Laptop, um den Text noch einmal zu überfliegen. Chrissy schaute vom Laptopbildschirm zu ihm, dann auf die Maske in seiner Hand und wieder zu dem jungen Mann, der im selben Augenblick zu ihr schaute.

„Hmm, ich bin unschlüssig, aber an sich könntest du recht haben.“ sprach Chrissy und schaute dabei in die momentanen waldgrünen Augen von Noc.
 

„Sag mal, habe ich dich geweckt oder warum bist du noch wach? Es ist doch schon spät und du hast doch morgen was vor? Fragte Chrissy dann, die bei dem Blick in die Augen sah, wie müde ihr Gegenüber eigentlich sein musste.
 

„Sagen wir mal so: Ich bin grad heimgekommen. Ich war noch mit Sel und den anderen in der Bar gewesen, um wegen morgen noch mal was zu besprechen. An sich war ich ja auch auf dem Weg ins Bett, aber hier feiert ja wieder jemand eine Party mit seinem TV, also dachte ich, ich schau noch mal kurz vorbei, was hier los ist.“ Antwortete Noc kurz und knapp und konnte sich dabei wieder ein kleines Lächeln nicht verkneifen, bevor er gähnte.
 

„Aber was hat mich wieder verraten, dass ich eigentlich ins Bett sollte, Miss Party?“ Er konnte es einfach nicht unterlassen, Chrissy zu necken, auch wenn er wusste, dass es eigentlich ein Spiel mit dem Feuer war, grade wenn sie an irgendwas arbeitete.
 

„Deine Augen haben dich verraten, Rabenjunge. Sie sind wieder waldgrün und haben wieder ihre leicht schwarzen Akzente und sind nicht so smaragdgrün wie sonst. Sie verraten dich immer, wenn du müde bist“, sagte sie mit einem leisen Lachen in der Stimme. Noch musterte sie, dann stand sie auf und ging zum Spiegel.
 

„Stimmt, du hast recht, meine Augen verraten mich wirklich. Ich werd mich gleich hinlegen. Sag mal, wie sieht es aus? Bleibt die Playlist mit den Songs oder schmeißt du sie wieder über Nacht um, so dass wir morgen nochmal, wenn wir in der Location sind, nochmal umändern müssen wegen der Instrumente und Co.? Die Frage war nicht unbegründet, denn in den vergangenen Tagen hatten die beiden schon des Öfteren sich gestritten, weil Chrissy die Playlist umgeworfen hatte, weil ihr ein Song nicht mehr gefiel, oder dann Songs einfach getauscht oder gar gestrichen hatte.
 

Chrissy schaute ihn kurz an und zuckte dann mit den Schultern. „Ich glaube nicht, dass ich was umwerfen werde. Aber gegen Frage bleibt es bei der Idee, dass wir mit einem auf zwei Akustiksongs anfangen und danach die Bude versuchen, abzufackeln?“ Fragte Chrissy im Gegenzug und rief die Playlist für den Auftritt am nächsten Abend auf. Beide schauten noch mal auf die ausgewählten Songs. Noc überlegte kurz und schaute dann zu Chrissy.
 

„Also, wir starten mit Underdogs oder womit? Fragte er unsicher und musterte Chrissy kurz, welche mit dem Kopf schüttelte.
 

„Also ursprünglich dachte ich, wir fange mit einem meiner Akustik Lieder an, welches, weiß ich ehrlich noch nicht, und dann gehen wir über zu Dämonenherz. Hier kommst du, so wie der Rest, nach und nach auf die Bühne, um im Ruhigen dann das Konzert zu beginnen …“ Begann Chrissy, vorzuschlagen, brach aber ab, als sie sah, dass Noc eine Idee hatte.
 

„Aber scheinbar hast du eine etwas andere Idee. Möchtest du mir die vielleicht mitteilen?“ Sie beobachtete Noch ein wenig abwesend mit dem Finger über die Songtitel fuhr und dabei gedankenverloren dreinschaute.
 

„Also, wie wäre es, wenn wir mit Fäden der Dunkelheit anfangen, in der Urversion? Also, du und die anderen seid auf der Bühne und ich bleibe erstmal hinter der Bühne. Danach gehen wir über zu Synthetic Masquerade, wo ich rauskomme? Und ab da ballern wir den Abend mit weiteren drei oder vier Songs durch, bevor wir dann die Bühne für die anderen räumen?“ Schlug er Chrissy vor, wobei er mehr laut mit sich selber als mit ihr sprach.
 

„Das wäre eine Idee, aber gegen Vorschlag: Was wäre, wenn wir mit Kalte Großstadtnarben anfangen, indem ich erst rauskomme und du dann die zweite Strophe von Chemy übernimmst und du dann mit auf der Bühne bleibst oder kurz verschwinden kannst? Wir dann zu Synthetic Masquerade übergehen, dann Schattentanz, wo wir dann auch die Dudelsäcke live ausprobieren können, wie sie ankommen für die Zukunft. Von da aus gehen wir zu „Kein Ziel“ über und schlussendlich als großes Finale könnten wir „Ich will raus“ spielen.“ Schlug Chrissy vor und schaute dabei einen nachdenklichen Noc an.
 

„Ja, also wenn wir Schattentanz nehmen, könnte man fragen, ob wir die Nebelmaschinen nutzen könnten, um den Übergang dramatischer zu machen. Wenn die Dudelsäcke aufhören und wir mit dem eigentlichen Song knall artig beginnen. Aber ist der Text nicht noch mehr oder weniger in den, wie nennst du, Demo-Schuhen, Chrissy?“ Chrissy nickte und rief den Song auf dem Laptop auf.
 

„Ja, wir könnten ihn in der Demoversion vortragen, als eine Art Test, um zu sehen, wie der Song ankommt, und einfach verschweigen, dass es eine Demo ist. Aber wir können doch eh nur gewinnen, oder?“ Entgegnete Chrissy und schrieb die Setlist noch mal um.“
 

„Ok, also zeitmäßig haben wir noch Zeit für einen oder zwei Songs und da habe ich ne grandiose Idee“, begann Noc und lächelte dabei seine Kollegin an, die etwas ratlos drein schaute. Also wir gehen alle von der Bühne und warten erstmal, wie das Publikum auf den Abend reagiert, und dann halten wir uns diese Zugabe offen. Sprich, wir entscheiden das spontan, was wir spielen.“ Während er weiter sprach, musterte er Chrissy noch genauer, die etwas ratlos reinschauen, aber mit den Schultern zuckte.
 

„Na gut, ich vertrau dir, du wirst schon wissen, was du vor hast“, sprach sie und klappte den Laptop zu. Noc lächelte und tippte währenddessen an die anderen, schreib, was sich grade ergeben hatte, damit sie sich auf die Änderungen vorbereiten konnte. Des Weiteren schrieb er Karel noch, dass er doch bitte das Akkordeon mitnehmen sollte.
 

Für Noc war somit alles geplant und besprochen. Kurz schaute er noch mal zu Chrissy, die den Laptop zur Seite legte.

„Also Noc, somit steht der Auftritt für den morgigen Abend. Das heißt, du gehst nun schlafen und ich geh duschen und versuch dann auch, ein paar Stunden Schlaf zu bekommen.“ Mit den Worten erhob sich Chrissy und verließ das Zimmer und verschwand im Bad.

Chapter 02

Chrissy stand noch lange nachdenklich unter der Dusche und überlegte, ob der Auftritt wirklich noch etwas zu früh für sie und die anderen war. Denn eigentlich war sie weder mit ihren Texten zufrieden, noch war es für sie der richtige Zeitpunkt, sich auf eine Bühne zu wagen. Im Gegensatz zu Noc und den anderen in der Band war sie es nicht gewohnt, auf großen Bühnen vielen Menschen zu stehen. Klar war sie dankbar, als Lupin und die anderen von Rock the Wild auf sie zukamen und ihnen das Angebot als Vorband für ihr Konzert unterbreiteten, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Musik vorzuführen. Doch für Chrissy war es etwas anderes. Während Noc, Kael und Lumy aus früheren Zeiten gewohnt waren, auf Bühnen zu stehen, war es für sie und Orin etwas völlig Neues. Generell war für die junge Frau noch recht alles ungewohnt und wirkte surreal. Vor ein paar Wochen noch hatte sie nur mit einer Gitarre mehr oder weniger auf der Straße gesessen und ihre Songs vorgetragen. Nun saß sie in einem Haus, das sie mehr als eine Villa ansah.
 

Ok, man konnte Nocs Haus auch als Villa ansehen. Mit seinen vielen Zimmern auf zwei Stockwerken verteilt, dazu noch die drei Badezimmer, die nicht gerade klein waren, und dazu noch der Riesen Pool im Garten, ließ es für Chrissy alles so wirken, wie sie es momentan empfand. Sie kannte so viel Luxus nicht, daher er drückte sie alles, nur mehr, als dass sie sich darüber freuen konnte. In ihren Augen war das alles unverdient und es kam ihr mehr wie eine Art Gefängnis vor, auch wenn es keins war.

Lange schaute sie in den Spiegel und ging in Gedanken noch mal alles durch, was gerade besprochen worden war, bevor sie sich einen Bademantel anzog, der ihr definitiv etwas zu groß war. Sie schritt den marmorierten Flur entlang in Richtung Wendeltreppe, die sie hinunterging. Ihre Schritte waren leise und sie war auch bedacht darauf, so wenig Lärm wie möglich zu erzeugen, denn sie wollte Noc nicht aufwecken. Im Erdgeschoss angekommen nahm sich Chrissy ihre schwarze Akustikgitarre, die mit einem goldenen Totenkopf verziert war, und setzte sich auf die Terrasse. Es war eine sternenklare Nacht und die Sterne funkelten hell, selbst der große Vollmond zeigte sich in seiner prachtvollen Rundung. Chrissy musste bei dem Anblick leicht schmunzeln.
 

„Eigentlich sollte ich doch froh über das alles hier sein, oder nicht? Nicht, dass ich das hier nicht wertschätze oder genießen würde, wie sich das Ganze entwickelt hat, aber doch geht alles so schnell. Ich soll morgen das erste Mal vor einer Bühne stehen, vor ka wie viel hundert Leuten, und da ein Konzert mit Noc und den anderen abfeuern! Ich selber bin doch nur eine kleine Hobbyautorin, die Gedichte und Songtexte schreibt. Aus Spaß und der Freude habe ich auf der Straße zwei meiner Texte vorgespielt.

"Also wie kommt Noc darauf, dass ich in diese Band reinpassen könnte“, sprach Chrissy zu dem Mond und den Sternen und erschrak, als sie eine Antwort erhielt.

„Nun ja, an sich magst du recht haben, kleine Chrissy! Du magst vielleicht nur Gedichte und Songs schreiben, aber dafür, dass du dieses nur aus Spaß mal versucht hast, heißt das doch nicht, dass andere Potenzial in deinen Texten oder deiner Performance sehen, oder irre ich mich mit meiner Meinung da genauso wie Noc?“ ertönte eine raue, aber auch harmonie geladene Stimme aus einer der nicht beleuchteten Ecken des großen Gartens.

Chrissy schaute nachdenklich vom Mond in die Richtung, wo die Stimme herkam, und erkannte einen Mann mit grauen Haaren. Sie musste noch einmal genauer hinsehen, bis sie Kael erkannte.
 

„Kael, wir sollten dich den Mann der Schatten nennen. Deine Kunst, dich anschleichen, ist jedes Mal ein Erlebnis der anderen Art“, lachte Chrissy auf einmal. Der Schreck, den sie hatte, weil sie plötzlich eine Antwort bekommen hatte, war schnell wieder verflogen.

Kael schritt zu Chrissy und setzte sich ihr auf dem Boden gegenüber.

„Weißt du, Chrissy, du magst es vielleicht noch nicht verstehen, was wir in dir sehen, und ich meine das nun nicht böse oder so. Jedoch hast du Talent, und das nicht zu knapp. Du solltest an dich glauben und dich einfach etwas mehr aus dir raus trauen. Deine Songs sind teils echt Hammer und sie haben Potenzial. Wenn du Schiss vor morgen hast, dann sag Noc das einfach, er wird es verstehen. Für dich sollte der erste Auftritt etwas Besonderes sein und du sollst ihn genießen, wenn du bereit bist“, sprach Kael in ruhiger und besonnener Stimme zu Chrissy. Die Worte hatten schon etwas Wahres an sich. Sie selber fand sich noch nicht bereit, aber wie sollte sie das Noc beibringen, der sich auf morgen schon freute. Ratlos schaute Chrissy wieder zu den Sternen hoch und verlor sich in ihren Gedanken.
 

Kael beobachtete Chrissy noch einige Augenblicke und nahm Chrissys Gitarre in die Hand und spielte ein paar Akkorde darauf. Chrissy schaute auf Kael und dann auf ihre Gitarre. Eigentlich mochte sie es nicht, wenn man ihre Sachen einfach benutzte, aber bei Kael war ihr das irgendwie egal. Sie ließ ihn spielen und lauschte seinem Gitarrenspiel.

„Weißt du, Kael, mein Problem ist das alles hier! Alles ist neu, ungewohnt und es erschlägt mich. Ihr kennt euch zum Teil alle schon über Jahre und ich habe euch kennenlernen können, ihr habt zusammen geprobt. Ihr habt euch Bühnen geteilt und was weiß ich nicht noch alles“, erklärte Chrissy und seufzte kurz.

Kael nickte nur bei den Worten, weil er verstanden hatte, was Chrissy etwas zum Nachdenken gab, aber schwieg erst mal. Er wollte, dass die Kleine sicher erst mal alles von der Seele reden konnte, was sie belastete.
 

„Vor fünfzehn Monaten habe ich angefangen, Songs zu schreiben, um meine Gedanken zu ordnen oder einfach nur, um am Schreiben dranzubleiben, weil ich an meinen Geschichten nicht weiterkam oder mir keine Gedichte mehr einfielen. Hätte mir damals jemand gesagt, in zwei Jahren bist du Teil einer Band, die du indirekt mit gegründet hast, den würde ich für verrückt halten. Und doch sitzen wir nun hier und haben morgen unseren ersten Auftritt. Klar fühle ich mich nicht bereit, bin aufgeregt und würde gerne wegrennen, aber Kael, würde ich euch dann nicht im Stich lassen? Ich möchte niemanden verärgern oder enttäuschen“, sprach Chrissy weiter und beobachtete dabei Kael, der sie sehr gut verstehen konnte.

„Also erstens, auch wenn ich mich nun wiederhole, du kleine Chrissy bist hier bei uns, weil du es verdient hast. Deine Songtexte sind hier und da noch nicht perfekt in deinen Augen, aber wir und andere sagen dir nicht umsonst, lass die Texte so“, sprach Kael mit voller Überzeugung und konnte sehen, wie sein Gegenüber kurz rot wurde und lächelte.

„Ich mache dir ein Angebot. Ich werde die Brücke sein. Ich rede morgen mit Noc und den anderen und erkläre ihnen, dass du für sie gerne den Auftritt machen würdest, aber noch nicht bereit bist. Wir beide werden aber im Gegenzug uns zusammensetzen und auf kleineren Bühnen wie Open Mics oder Ähnlichem deine Musik unter die Leute bringen, in der Musikrichtung, wie du sie fühlst und dich wohlfühlst. "Auch wenn ich dafür wieder mehr Akkordeon üben muss“, schlug Kael lachend vor und hoffte, dass Chrissy auf das Angebot einging.

Chrissy nickte nur verlegen und kam sich dennoch wie das fünfte Rad am Wagen vor.
 

„An sich braucht keiner mehr mit mir reden“, sprach Noc, der aus dem Haus auf die Terrasse kam.

„Ich habe euer Gespräch mitbekommen und ich kann Chriss und ihre Bedenken verstehen. Kael, denk doch mal daran, als ich damals meinen ersten Auftritt hatte, damals bei den Knockhops. Hättest du mir nicht den Mut gemacht und hättest mich motiviert, dann hätte ich die Flucht ergriffen. Also verstehe ich es voll und ganz, dass unsere Chrissy Bedenken hat und dass es vielleicht nach den letzten Wochen noch zu früh ist.“

Noc lächelte sie sanft und strich Chrissy durch ihre eisblauen Haare.

„Kael, ich finde deine Idee mit den Open Mic Abenden richtig gelungen und ich glaube, für den Anfang wäre es echt die beste Idee, sich so an Publikum zu gewöhnen“, fügte Noc noch hinzu, bevor einer der anderen beiden das Wort ergreifen konnte.



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Kommentare zu dieser Fanfic (2)

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Bitte keine Beleidigungen oder Flames! Falls Ihr Kritik habt, formuliert sie bitte konstruktiv.
Von:  Ayaka-Higurashi
2026-01-25T16:40:45+00:00 25.01.2026 17:40
Kael als "Gruppenopi" bzw. Mentor ist mega knuffig. Wobei auch Noc cool ist.
Ich muss bei Noc nur etwas an Nótt (oft als Nott geschrieben) denken. Die in der nordischen Mythologie die
Personifikation der Nacht ist. Nur eben weiblich und nicht männlich. ^^
Von:  Ayaka-Higurashi
2026-01-25T16:31:13+00:00 25.01.2026 17:31
Und jetzt noch wissen ob der Auftritt dann letztlich auch so gelaufen ist oder ob Chrissy dann doch alles noch mal umgeworfen hat. :)


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