Zum Inhalt der Seite

7 Freunde - 7 Wege - 1 Wahrheit

von

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

Seite 1 / 1   Schriftgröße:   [xx]   [xx]   [xx]

Nami - Liebe in 10 Schritten

Diese Geschichte ist aus einer kreativen Phase heraus entstanden und ich musste sie direkt hochladen. Ich hoffe sie gefällt euch. Sie ist nur etwas für Zwischendurch. Über einen Abschlusskommentar würde ich mich sehr freuen.
 

-+-+-+-+-+-+-
 

Kapitel 1: Nami – Liebe in 10 Schritten (oder wie man einen Koch knackt)
 

Zorro stand stocksteif auf dem Deck der Sunny, das Katana halb aus der Scheide gezogen – aber nicht, um zu kämpfen. Nein, diesmal war der Schwertkämpfer einem weit gefährlicheren Gegner begegnet: seinen Gefühlen.
 

„Das kann nicht wahr sein…“, murmelte er, während Sanji gerade elegant durch die Kombüse wirbelte, ein Gericht zaubernd, das nicht nur köstlich roch, sondern auch aussah, als wäre es für ein romantisches Dinner zu zweit bestimmt. Leider nicht mit Zorro.
 

„Du starrst wieder“, sagte eine bekannte Stimme neben ihm. Nami lehnte sich grinsend an die Reling, einen Drink in der Hand. „Willst du endlich mit ihm reden oder soll ich ihm sagen, dass du seine Kekse in Herzchenform nicht hasst, sondern sie heimlich sammelst?“
 

Zorro knurrte. „Sag bloß nichts. Ich versuch… ihn zu vergessen.“
 

Nami lachte. „Zorro, du bist schlechter im Lügen als Lysop im Armdrücken gegen Franky.“
 

„Was soll ich denn tun?! Der Typ flirtet mit allem, was Brüste hat – ich hab keine Chance.“
 

„Unsinn“, sagte Nami, schnippte ihm gegen die Stirn und zauberte plötzlich ein kleines, knallbuntes Notizbuch hervor. Auf dem Cover prangte in glitzernden Buchstaben: „Nami’s 10 Schritte zum Liebesglück – garantiert erfolgreich (oder du gibst mir 1.000 Berry)!“
 

Zorro starrte das Buch an, als hätte sie ihm gerade ein rosa Einhorn angeboten.
 

" Warum soll ICH dir 1.000 Berry bezahlen, wenn es nicht funktioniert? Sollte das nicht eigentlich dann andersrum sein?" fragte Zorro skeptisch.
 

„Schritt 1: Mach ihn eifersüchtig“, sagte Nami triumphierend, als hätte sie diesen Einwand nicht gehört. „Sanji hasst es, wenn jemand anderem mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird als ihm. Du brauchst… einen falschen Verehrer.“
 

„Ich bring jeden um, der das macht“, sagte Zorro düster. Er wollte keinen anderen Kerl und hast recht keinen Pseudoverehrer. Er wollte nur den Einen... so unfassbar, das auch immer noch für ihn war.
 

„Dann eben Schritt 2: Lass ihn für dich kochen. Sag ihm, nur sein Essen bringt dir Energie für’s Training.“
 

„Das mach ich sowieso.“
 

„Aber diesmal mit Blickkontakt. Und du lobst ihn. Mit Worten. Laut. Und vielleicht einem Hauch von… Sehnsucht.“
 

Zorro wurde rot.
 

„Oder Schritt 3: Tu so, als würdest du dich für Romantik interessieren. Frag Robin nach einem Buch über Liebesgeschichten, stell es so hin, dass Sanji es sieht – der wird denken, du wirst weich. Das wird ihn verwirren. Verwirrung ist der erste Schritt zur Zuneigung.“
 

Zorro seufzte, aber ein Funken Hoffnung glomm in seinem Blick auf.
 

„Und wenn das alles nicht hilft?“, fragte er.
 

Nami grinste. „Dann kommt Schritt 10. Aber der ist streng geheim. Du musst dich erstmal hocharbeiten.“
 

„…Was ist Schritt 10?“
 

„Sag ich nicht. Erst wenn du durch die Hölle der Gefühle gegangen bist – und Sanji dich aus dem emotionalen Fegefeuer rettet.“
 

Zorro schüttelte den Kopf, aber ein kleines Lächeln spielte auf seinen Lippen.
 

„Na schön. Was war nochmal Schritt 2…?“

Lysop – Liebe, Lügen und Lichtblitze

Kapitel 2: Lysop – Liebe, Lügen und Lichtblitze
 

Zorro stand vor Lysops Werkstatt wie vor einem Hinrichtungsraum. Im Inneren explodierte gerade etwas, gefolgt von einem fröhlichen „Ohohoho, das war knapp!“
 

Er klopfte – oder eher: Er trat die Tür mit einem knappen „Brauche deinen Rat“ auf.
 

Lysop drehte sich um, trug eine Schutzbrille, hatte Öl im Gesicht – und sah Zorro an, als hätte ihm gerade ein Dinosaurier ein Liebesgeständnis gemacht.
 

„Du? Einen Rat? Von mir? Ist dir die Sonne zu Kopf gestiegen oder hat Sanji dein Gehirn weich gekocht?“
 

Zorro verdrehte die Augen. „Es geht um… Sanji.“
 

„…Ah.“
 

„Ich bin… vielleicht… ein kleines bisschen… in ihn verliebt.“
 

Stille.
 

Dann: ein lauter Knall. Lysop hatte seine neueste Erfindung fallen gelassen.
 

„WAS?! Aber... ihr streitet doch andauernd?! Obwohl, wenn ich es mir recht überlege... hatten diese ganze Streitereien schon immer diesen erotischen Touch. Dieses elektrisierende Knistern zwischen euch. Du verstehst?“
 

Zorro grunzte und wurde wieder rot „Hilfst du mir oder nicht?“
 

Lysop rieb sich das Kinn, dann huschte ein schelmisches Grinsen über sein Gesicht.
 

„Natürlich helf ich! Aber auf meine Weise.“
 

Zorro bereute es sofort.
 

„Ich nenne es: Operation Herzblitz! Du brauchst Drama. Action. Einen Moment, in dem du Sanjis Leben rettest – heldenhaft. Ideal mit Lichtblitz im Hintergrund.“
 

„Was?“
 

„Stell dir vor: Du stürzt dich in ein scheinbar tödliches Schwert – nur um Sanji zu schützen. Blut. Rauch. Du flüsterst: Ich hab’s für dich getan, Koch… Und dann: ohnmächtig. Zack!! Liebe entfacht.“
 

Zorro starrte ihn an. „Das ist dein Plan? Mich fast umbringen?“
 

„Pff, fast. Ich übe mit Theaterblut. Das wirkt echt. Und ich bau dir ein kleines Rauchmodul, mit Fernzünder. Ich hab sogar Blinklichter für dramatische Effekte. Er wird denken, du stirbst, dabei bekommst du nur ein bisschen Nasenbluten. Perfekt!“
 

„Ich… denke drüber nach.“
 

Lysop grinste. „Oder Plan B: Sag ihm, dass du einen Fluch hast, der dich dazu bringt, ihn zu lieben. Tragik zieht immer!“
 

Zorro stand wortlos auf.
 

„Warte, warte! Ich hab auch einen Umhang für den dramatischen Effekt! Schwarz mit rotem Innenfutter! Willst du den auch?!“
 

Zorro knurrte: „Nein.“
 

„Okaay… aber du wirst’s bereuen, wenn er nicht weint, wenn du angeblich stirbst!“
 

Zorro ging.
 

Lysop rief ihm hinterher: „Und vergiss nicht: Lichtblitz ist Liebe!!“

Brook – Balladen, Blicke und ein bisschen Tod

Kapitel 3: Brook – Balladen, Blicke und ein bisschen Tod
 

Zorro fand Brook am Bug der Sunny, die Gitarre in der Hand, das Skelettgesicht dem Sonnenuntergang zugewandt. Der Anblick war fast poetisch – oder gruselig, je nach Perspektive.
 

„Brook“, begann Zorro, etwas widerwillig, „ich brauch deinen… musikalischen Rat. Ich... ich möchte meine Gefühle für Sanji...naja...sagen?“
 

Brook drehte sich um, seine Augenhöhlen leuchteten förmlich. „Ohhh! Geht es etwa um Liebeslieder? Ich wusste es! Du willst für Sanji spielen! Oder… ihn damit ausziehen? Liebeslieder der Extase! Yohohohoho!“
 

Zorro zog sein Schwert nur leicht aus der Scheide. „Sag das nochmal.“
 

„Schon gut, schon gut!“ Brook kicherte. „Aber wirklich jetzt: Liebe und Musik sind eins! Du brauchst keine Worte. Du brauchst Emotionen in Melodie!“
 

Zorro seufzte. „Ich kann nicht singen.“
 

„Perfekt! Dann ist es authentisch! Der raue Krieger, gebrochen vor Gefühl, singt mit kratziger Stimme ein Lied, das ihm aus dem Herzen reißt! Es ist tragisch, es ist schön, es ist… romantisch leidend!“
 

Zorro starrte ihn an. „Ich will keine Oper. Ich will… dass er mich sieht. Wirklich.“
 

Brook wurde ernst – so ernst, wie ein skelettierter Musiker eben sein kann.
 

„Dann schreib ihm ein Lied. Oder besser: Ich helf dir dabei. Wir nennen es 'Feuer unter der Pfanne’ – ein stilles Lied, das ich abends spiele, wenn er kocht. Er wird sich fragen, woher es kommt. Wieso es sich anfühlt, als würde es nur für ihn gespielt.“
 

Zorro runzelte die Stirn. „Und wenn er nichts merkt?“
 

Brook grinste. „Dann bring ich den Song auf die Bühne. Ich streu Hinweise. Kleine Textzeilen wie: 'Grüner Blick, wie ein Sturm, und doch – ich würd ihn lieben, auch ohne Form.’ Yohoho! Wortspiel! Kein Körper!“
 

„…Ich geh Robin um Rat fragen.“
 

„Oh, warte! Plan B! Du forderst ihn zu einem Musikduell heraus! Du spielst schlecht Gitarre – er verliert aus Mitleid sein Herz! Oder, noch besser, Tanzduell!“
 

Zorro stand auf, fluchend.
 

Brook winkte ihm nach. „Wenn du willst, komponier ich dir auch ein Hochzeitslied! Ich hab schon einen Titel: ‘Sous-Chef meines Herzens’! Yohohohoho!“
 

Zorro war da schon weg.

Robin – Subtext, Sarkasmus und Shakespeare

Kapitel 4: Robin – Subtext, Sarkasmus und Shakespeare
 

Die Bibliothek der Sunny war leise wie ein Grab – oder wie Robin, wenn sie etwas plante oder las. Zorro betrat den Raum vorsichtig, als könne er durch einen falschen Schritt einen literarischen Fluch auslösen.

Trotzdem sie mittlerweile alles über Robin wussten, war diese Frau noch immer unheimlich. Selbst für jemanden wie Lorenor Zorro
 

Robin saß auf einem Sofa, umgeben von alten Folianten und einer dampfenden Teetasse. Sie sah auf, als er näherkam, ihre Augen blitzten wie immer – irgendwo zwischen Ironie und Abgrund.
 

„Zorro…“, sagte sie gelassen. „Das ist eine Überraschung. Verirrt in den Irrgarten der Worte? Oder bist du hier, um dein Schicksal zu suchen?“
 

„Ich… brauch Hilfe. Mit Sanji.“
 

Robin hob eine Augenbraue. „Ah. Das Theater beginnt.“
 

Zorro setzte sich – steif wie ein Brett. „Nami hatte Pläne. Brook ein Tanzduell, Lysop hatte… Explosionen. Ich dachte, du hast vielleicht etwas… Intelligentes.“
 

Robin schmunzelte. „Charmant wie immer. Aber gut. Du suchst nicht nach einem Plan. Du suchst nach Text unter dem Text. Nach… Subtext.“
 

„Ich suche nach einem Weg, ihn nicht mehr zu ignorieren, während er in der Kombüse stöhnt, wenn er Fisch filetiert.“
 

„Verständlich.“ Sie nahm einen Schluck Tee. „Dann schlage ich folgendes vor: Du trittst in ein sprachliches Duell mit ihm. Eine Art… intellektuelles Vorspiel.“
 

Zorro sah aus, als hätte sie vorgeschlagen, mit Enel Schach zu spielen.
 

„Ich geb dir Textbausteine“, fuhr sie fort. „Zitate. Anspielungen. Sprüche, die zweideutig sind, aber gerade noch harmlos genug, dass er nicht sicher ist, ob du flirtest… oder nur seltsam bist.“
 

„Zum Beispiel?“
 

Robin schlug ein Buch auf. Shakespeare – Die Tragödien.
 

„Sagt er etwas Romantisches zu Nami, wirfst du ihm ein ‘I would not wish any companion in the world but you’ zu. Mit leichtem Lächeln. Er wird rot. Oder läuft schreiend davon.“
 

Zorro murmelte: „Und wenn er nichts versteht?“
 

Robin legte das Buch zur Seite. „Dann nimm Plan B. Du schreibst ihm einen Brief. Altmodisch. Geheimnisvoll. Kein Name, nur Worte. Lass ihn raten, von wem er ist. Ich helf dir beim Formulieren. Poesie ist eine Waffe, Schwertkämpfer.“
 

Zorro dachte kurz nach. „Könnte funktionieren.“
 

„Oder Plan C…“, sagte Robin leise und beugte sich näher. „Du sagst ihm einfach die Wahrheit. Ehrlich. Direkt. Ohne Umweg.“
 

Zorro wurde still.
 

„…C klingt gefährlich.“
 

Robin lächelte. „Dann fang mit Shakespeare an. Und heb dir den Mut für den letzten Akt auf.“

Chopper – Liebe, Medizin und seltsame Diagnosen

Kapitel 5: Chopper – Liebe, Medizin und seltsame Diagnosen
 

Zorro hatte noch nie einen Arzt gebraucht, um sein Herz zu retten – jedenfalls nicht so. Doch da saß er jetzt, im Krankenzimmer der Sunny, während Chopper ihm mit großen, besorgten Augen das Stethoskop an die Brust hielt.
 

„Hm… schneller Puls… leicht gerötete Haut… Konzentrationsschwierigkeiten…“, murmelte Chopper.
 

„…Klingt das nach einer Krankheit?“, fragte Zorro hoffnungsvoll.
 

„Klingt nach Verliebtheit im fortgeschrittenen Stadium. Du hast ein akutes Sanji-Syndrom!“
 

Zorro seufzte. „Ich brauch keine Diagnose. Ich brauch… Rat.“
 

Chopper sprang auf einen Hocker, ganz der kleine Mediziner im Superhelden-Modus. „Dann brauchst du Therapie. Und zwar in drei Schritten: Erkenntnis. Aktion. Heilung.“
 

Zorro runzelte die Stirn. „Heilung klingt… falsch.“
 

„Weil du noch in Phase eins steckst! Du verdrängst. Du lenkst dich ab. Du trainierst wie ein Wahnsinniger, statt ihm zu sagen, was du fühlst.“
 

„Trainieren ist meine Sprache der Liebe.“
 

„Toll, dann wundert mich, dass du ihn nicht schon mal mit einem Liebes-Hieb KO geschlagen hast“, murmelte Chopper.
 

Zorro ignorierte das. „Was schlägst du vor?“
 

Chopper holte einen Klemmbrett-Zettel hervor. „Ein kontrolliertes Liebes-Experiment. Du nimmst ein harmloses Szenario – sagen wir: Du verletzt dich leicht beim Training. Ich verarzte dich – und Sanji bringt dir Suppe. Dann… du stöhnst ein bisschen… greifst seine Hand… und sagst etwas wie: Du bist das Einzige, was mir gerade hilft, Koch…“
 

Zorro starrte ihn an. „…Du bist schlimmer als Lysop.“
 

„Oder –“, Chopper lächelte stolz, „– du gibst ihm ein Placebo-Geständnis. Sag ihm, du liebst JEMAND wie ihn. Und beobachtest die Reaktion. Ist er nervös? Irritiert? Oder beleidigt? Alles Daten!“
 

„Ich wollte Gefühle zeigen, nicht ein Psychogramm erstellen!“
 

Chopper kicherte. „Du kriegst beides. Und notfalls kann ich dich mit einem pflanzlichen Beruhigungsmittel sedieren, falls du's wirklich durchziehen willst.“
 

Zorro stand auf. „Ich überlege es mir.“
 

„Vergiss nicht: Die Liebe ist wie ein Virus – sie braucht nur den richtigen Wirt! Und Sanji hat definitiv kein Immunsystem gegen Dramatik!“
 

Zorro ging wortlos. Vielleicht war er krank. Aber nicht im medizinischen Sinn.

Franky – Liebe, Laser und Liebesbotschaften mit Raketenantrieb

Kapitel 6: Franky – Liebe, Laser und Liebesbotschaften mit Raketenantrieb
 

Wenn man Zorro fragt, was er unter „diskreter Hilfe in Liebesdingen“ versteht, dann sicher nicht: Eine Liebeserklärung in drei Meter hohen Neonbuchstaben, die auf der Bordwand der Sunny blinkt.
 

Aber genau das schlug Franky vor.
 

„SUPEEEER LIIIIIEBE“, rief er mit funkelnden Augen und einem Plan auf dem Bildschirm, der eindeutig zu viele Flammen, Herzchen und Sprengstoffsymbole enthielt. „Zorro, Bruder, du willst nicht einfach nur Gefühle zeigen – du willst sie in die Welt SCHREIEN!“
 

Zorro starrte ihn an, völlig überfordert. „Ich… will keine Explosion. Ich will keine Sirene. Ich will, dass er mich ernst nimmt.“
 

Franky grinste. „Und was sagt mehr Ernsthaftigkeit als ein selbstgebauter Liebes-Roboter mit Sprachmodul, der Sanji beim Kochen einflüstert: ‘Zorro denkt, du bist heißer als dein Chili.’?“
 

„Franky. Nein.“
 

Franky verschränkte die Arme. „Okay, okay. Dann Plan B. Du kriegst einen Super-Geheimkanal! Ich bau dir einen Mini-Kommunikator, codiert, versteckt in deinem Katana-Griff. Du drückst zweimal – und Sanji bekommt eine Nachricht über Lautsprecher. Ich hab da was vorbereitet: ‘Du bist der Pfeffer in meinem Leben.’“
 

Zorro zog sein Schwert ein Stück – in der leisen Hoffnung, das Problem auf altmodische Weise zu lösen.
 

Franky lachte. „Schon gut! Ich versteh schon. Du willst was… Edles. Was Klassisches. Was, das Eindruck macht.“
 

„Ja“, murmelte Zorro.
 

Franky holte einen Bauplan raus. „Gut. Dann bauen wir dir… eine Liebes-Geste. Etwas, das er sieht, aber nicht gleich versteht. Zum Beispiel: Du schmiedest ihm ein neues Küchenmesser. Mit deinem Wappen. Sagst nichts weiter. Er wird tagelang darüber nachdenken. Männer wie er… lieben Bedeutung, die sie nicht einordnen können.“
 

Zorro wurde still.
 

„Und wenn er fragt, sagst du einfach: Es sollte scharf sein… wie du.“
 

Zorro seufzte. „Du bist schlimmer als Robin.“
 

Franky grinste. „Dann tu’s. Sag nichts. Bau was. Liebe ist auch Handwerk, Bruder.“

Ruffy – Gummi, Gefühle und völliges Chaos

Kapitel 7: Ruffy – Gummi, Gefühle und völliges Chaos
 

Zorro war nicht sicher, ob das eine gute Idee war. Aber nach Nami, Lysop, Brook, Robin, Chopper und Franky hatte er das Gefühl, er sei schon zu tief im Kaninchenbau, um noch umzukehren.
 

Ruffy saß auf dem Kopf des Löwenkopfs der Sunny, die Beine baumelnd, eine halbe Banane im Mund, die andere Hälfte bereits gegessen. Als Zorro sich zu ihm setzte, sah er ihn an, kaute langsam und sagte schließlich:

„Du siehst aus, als würdest du gleich einen Fisch verprügeln.“
 

Zorro verschränkte die Arme. „Ich bin… genervt. Von mir. Von Sanji. Von… Gefühlen.“
 

Ruffy blinzelte. „Du willst ihn küssen?“
 

Zorro rutschte fast vom Schiff.
 

„…WAS?“
 

„Na, alle sagen, du bist verliebt in Sanji. Brook hat schon ein Lied geschrieben. Franky hat ein Messer graviert. Robin liest Shakespeare. Und Lysop hat mir erzählt, dass du fast gestorben wärst, um ihn zu beeindrucken. Also?“
 

Zorro sank in sich zusammen. „Ich wollte mit dir reden, nicht ausgeliefert werden.“
 

Ruffy grinste breit. „Zorro. Ich versteh zwar nix von Liebe, aber ich weiß eins: Wenn du was willst – dann nimm es dir. So mach ich’s mit Fleisch. Und Piratenschätzen. Und mit… eigentlich allem.“
 

„Sanji ist kein Schatz und kein Stück Fleisch.“
 

„Aber er kann kochen wie ein Schatz. Und du siehst ihn an wie ich einen Braten. Also…“ – Ruffy beugte sich vor, seine Gummistirn ganz nah – „…was hält dich auf? Hast du Angst?“
 

Zorro presste die Zähne aufeinander. „Vielleicht.“
 

Ruffy wurde ausnahmsweise ernst. „Dann mach's trotzdem. Mut ist nicht, keine Angst zu haben – Mut ist, trotzdem den Mund aufzumachen. Und dann… kannst du ja gucken, ob er dich auch mag. Und wenn nicht… dann bleibt er trotzdem unser Koch. Und du unser Schwertidiot.“
 

Zorro blinzelte. „Das war… weiser, als ich erwartet hab.“
 

Ruffy kratzte sich am Kopf. „Nami hat mir das vorher gesagt. Ich sollte dir das in meinen Worten sagen. Und ich krieg dafür morgen ein Extra-Dessert.“
 

Zorro lachte kurz.
 

„Danke. Echt jetzt.“
 

Ruffy grinste. „Kein Ding. Sag's ihm. Oder schlag ihn. Oder beides. Ich guck zu!“

Das Geständnis – mit Herz, Katana und Tomatensuppe

Kapitel 8: Das Geständnis – mit Herz, Katana und Tomatensuppe
 

Zorro hatte vieles getan in seinem Leben: Schwerter geführt, gegen Dämonen gekämpft, aufrecht im Angesicht des Todes gestanden.

Aber nichts, nichts, hatte ihn so nervös gemacht wie die Vorstellung, sich heute in die Kombüse zu schleichen und Sanji die Wahrheit zu sagen.
 

Er hatte sich nicht für Lysops Theater entschieden.

Nicht für Robins Brief.

Nicht für Choppers Experiment oder Brooks Lied.

Und ganz sicher nicht für Frankys Laser-Liebes-System.
 

Er ging mit seinem Schwert. Seinem Blick. Und einem einzigen Satz, den Ruffy ihm gestern in die Hand gedrückt hatte wie ein Schatz:

„Sag, was du willst – nicht was du solltest.“
 

Als er die Tür zur Kombüse öffnete, war Sanji wie immer in Bewegung – rotierende Löffel, brodelnde Töpfe, elegantes Fluchen. Er bemerkte Zorro kaum.
 

„Wenn du nichts zum Essen willst, verpiss dich, Marimo.“
 

Zorro blieb stehen. „Ich hab was anderes.“
 

Sanji drehte sich halb um. „Was denn? Ne neue Beleidigung? Oder willst du mich beim Kochen mit deinem Katana einschüchtern?“
 

Zorro atmete tief ein. Und dann sagte er es:
 

„Ich bin in dich verliebt.“
 

Stille.
 

Sanji blinzelte. Der Löffel in seiner Hand bewegte sich nicht mehr. Die Tomatensuppe blubberte beleidigt weiter vor sich hin.
 

„…Was?“
 

Zorro trat näher. „Ich weiß, du bist der Typ, der Frauen vergöttert, alles charmant weglächelt. Aber ich… ich seh dich. Und ich fühl was. Und ich hab’s satt, so zu tun, als wär’s nicht da.“
 

Sanji starrte ihn an, völlig fassungslos. Dann: ein nervöses Lachen.
 

„Das ist ein Scherz. Oder irgendein psychologischer Trick, den Robin dir aufgeschwatzt hat. Oder—"
 

Zorro packte ihn am Handgelenk. Fest, aber nicht grob.
 

„Es ist kein Trick. Wenn du drüber lachen willst – okay. Aber ich sag’s nicht nochmal.“
 

Sanji sagte lange nichts. Er sah auf die Hand, dann in Zorros Gesicht.
 

Und dann sagte er ganz leise:
 

„…Ich hätte schwören können, ich bin der Einzige, der heimlich glotzt, wenn du trainierst.“
 

Zorro blinzelte. „Was?“
 

Sanji drehte sich rot wie eine Paprika weg. „Verdammt. Du hast alles ruiniert, du Idiot. Ich hatte nen Plan! Ich wollte subtil sein!“
 

„Du? Subtil?“
 

„Okay, nein, aber—! Ich… vielleicht steh ich auch auf dich. Vielleicht schon länger.“
 

Stille. Nur die Suppe machte noch Geräusche.
 

Dann sagte Sanji:

„Wenn du mich jetzt küsst und dabei diese Tomatensuppe anbrennen lässt, bring ich dich um. Aber… wahrscheinlich mit einem Lächeln.“
 

Zorro grinste. Und diesmal: kein Zögern.
 

Die Suppe war später ungenießbar.

Die Küche roch nach Verbranntem.

Lysop heulte vor Freude, als er es erfuhr.

Brook schrieb drei neue Lieder.

Ruffy schlief während der Hälfte der Geschichte ein.
 

Und Zorro?

Zorro hatte endlich sein Ziel gefunden.

Und Sanji war nicht nur sein Gegner – sondern sein verdammter Schatz.

Oder sein Braten...je nachdem.
 

Ende.

Epilog: Die Offenbarung – Chaos, Kichern und eine umfallende Sunny

Epilog: Die Offenbarung – Chaos, Kichern und eine umfallende Sunny
 

Es war ein ganz normaler Morgen auf der Thousand Sunny.

Bis Ruffy die Bombe platzen ließ.
 

Mit vollem Mund, einem Frühstücksbrot in jeder Hand, plapperte er los:
 

„Sanji und Zorro küssen sich jetzt, oder so. Die Suppe war total verbrannt, voll romantisch!“
 

Stille.

Totenstille.

Selbst das Meer machte kurz Pause.
 

Nami ließ ihren Kaffee fallen – und fing ihn mit letzter Millisekunde auf. „Was hast du gerade gesagt?!“
 

Lysop verschluckte sich am Toast. „Waaas?! Ich dachte, das war alles nur Theater! Ihr habt das wirklich durchgezogen?! Ich… ich war Regisseur dieser Tragödie! Oder war es eine Komödie?!“
 

Chopper quietschte und rannte im Kreis. „Ich hab’s diagnostiziert! Ich war der Erste! ICH WAR DER LIEBENSARZT!!“
 

Franky sprang auf den Tisch, breit grinsend. „SUUUPER! Ich hab da noch die Laserherzen vorbereitet, falls ihr ne Show wollt! Oder ein Hochzeitskanonenfeuerwerk!!“
 

Robin nippte völlig unbeeindruckt an ihrem Tee. „Ich hatte recht. Wie immer.“

Dann, mit einem sanften Lächeln: „Habt ihr euch schon auf ein gemeinsames Schlafzimmer geeinigt, oder führt ihr erstmal eine stählerne Trainingsbeziehung?“
 

Brook warf sofort die Gitarre um die Schulter. „Darf ich einen Song schreiben? Ich hab schon einen Reim auf ‘Mosshead’ und ‘Lovebed’! Yohohohoho!“
 

Sanji, der gerade die Küche betreten hatte, blieb abrupt stehen, als alle ihn gleichzeitig anstarrten.
 

„…Ruffy?! DU HAST WAS GEMACHT?!“
 

Zorro folgte ihm, wirkte wie immer ungerührt – bis man genauer hinsah.

Sein Ohr war rot.

Sehr rot.
 

„Ich hab’s gesagt“, meinte Ruffy und biss in sein Brot. „War lecker. Die Info, nicht die Suppe.“
 

Sanji knurrte: „Ich bring dich um.“
 

„Zu spät“, warf Nami ein. „Wir organisieren bereits das erste ‘Date oder Duell?’-Wettspiel. Mit Wetteinsätzen.“
 

Zorro seufzte. „Können wir wenigstens ein paar Tage so tun, als wären wir diskret?“
 

Die Crew lachte.
 

Dann warf Brook Konfetti (niemand weiß, woher).

Franky drehte die Musik auf.

Ruffy forderte Sanji zu einem „Liebes-Koch-Kampf“ heraus.

Lysop hielt eine Oscar-Rede.

Chopper holte das „Zorro-liebt-Sanji“-Erste-Hilfe-Kit.

Robin reichte Zorro einen Band mit „Paartherapie in 50 Schritten“.

Und Sanji? Der holte den guten Rum.
 

Und so feierte die Strohhut-Crew wie immer: laut, verrückt – und mit offenem Herzen.

Denn wenn zwei ihrer eigenen Freunde einen Schatz gefunden hatten, dann war das kein Geheimnis.
 

Sondern Grund zur Freude.
 

-+-+-+-+-+-+-+-

Die Muse hatte mich heute geküsst und ich musste diese Story einfach direkt veröffentlichen. Ich hoffe sie gefällt euch und ihr habt Spaß daran gehabt. Über ein kleines Feedback würde ich mich mega freuen.



Fanfic-Anzeigeoptionen

Kommentare zu dieser Fanfic (3)

Kommentar schreiben
Bitte keine Beleidigungen oder Flames! Falls Ihr Kritik habt, formuliert sie bitte konstruktiv.
Von:  dasy
2026-02-08T13:39:26+00:00 08.02.2026 14:39
Boa ist die Geschichte niedlich.
Und so nah an "das könnte wirklich so sein.
Danke fürs mit uns Teilen!
Von:  Chaoskid
2026-01-11T06:04:22+00:00 11.01.2026 07:04
Ruffy... Ich mag ihn. Er ist schlauer als man denkt. Ehrlich und absolut gut mit Essensmetaphern.
Wirklich.
Die ganze Story ist so... Ich find gar kein passendes Wort dafür.
Passend. Süß. Witzig. Originell.
und vor allem: Mal wieder wunderbar formuliert.

Danke für die Kurzweil.
Ich bleibe dein Fan. 😉

Lg Chaos
Von:  Chaoskid
2026-01-11T05:52:26+00:00 11.01.2026 06:52
Weiter bin ich noch nicht, aber du kriegst ganz sicher auch noch ein Abschlusskommi.
Ich muss nur leider eine kurze Pause machen, weil ich vir Lachtränen nichts mehr sehe.
1. Keiner ist überrascht. Also vermute ich mal Sanji weiß es eh schon...
2. Es passt einfach alles so schön. Jeder Rat den Zorro bisher bekommen hat passt genau zu dem Ratgeber und die Art wie du es hinbekommst das rüber zu bringen ist einfach fantastisch.

Das jeder seiner Freunde Zorro auf seine Art helfen will wird vermutlich in einer Katastrophe enden, die dann wiederum ein Happy End hat. Und ich freue mich auf jedes weitere Wort.Lg Chaos


Zurück