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Ein neues Turnier

von

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Die Sonne stand hoch über Domino City und warf ihr warmes Licht auf die Straßen, die schon früh am Morgen voller geschäftiger Menschen waren. Seto Kaiba saß in seinem Auto, die Hände fest am Lenkrad, während sein Blick starr nach vorn gerichtet war. Neben ihm saß Joey Wheeler, der nervös auf seinem Sitz hin und her rutschte, und versuchte, seine Aufregung hinter einem Grinsen zu verbergen.

„Ich kann nicht glauben, dass wir wieder in so einem Amateurturnier landen“, sagte Seto, ohne seinen Blick von der Straße zu lösen. „Wenn du versuchst zu gewinnen, Wheeler, solltest du wenigstens ein bisschen vorbereitet sein.“

Joey seufzte. „Hey, ich hab geübt! Okay, vielleicht nicht so viel wie du, aber… ich habe geübt!“

Seto ließ ein scharfes Lächeln aufblitzen. „Das werden wir sehen.“

Mai Valentine, die leicht verspätet ankam und sich lässig auf das Autodach stützte, warf den beiden einen spöttischen Blick zu. „Immer noch so ernst, Kaiba? Es ist nur ein Turnier. Spaß sollte im Vordergrund stehen.“

Seto sah sie einen Moment lang an, bevor er sich wieder auf die Straße konzentrierte. „Spaß? Wenn du Spaß hast, während ich gewinne, dann ist das… akzeptabel.“

Sie lachten alle, und die Spannung löste sich ein wenig. Das Turniergelände war inzwischen sichtbar, ein weitläufiges Gebäude mit Bannern, die die bevorstehenden Duelle ankündigten. Spieler aus allen Teilen der Stadt versammelten sich, die Luft war erfüllt von Vorfreude und dem leisen Knistern von Karten, die in Hüllen raschelten.

Gerade als sie ausstiegen, bemerkte Seto eine neue Teilnehmerin, die sich mühelos durch die Menge bewegte. Sie war jung, ihre langen schwarzen Haare glänzten in der Sonne, und ihre Augen funkelten vor Selbstvertrauen. Ohne zu zögern, setzte sie sich an einen der Übungstische und begann ein Duell gegen einen der erfahrenen Spieler – und gewann in wenigen Zügen.

Joey stieß einen bewundernden Pfiff aus. „Wow… wer ist das?“

Seto betrachtete sie einen Moment länger, die Stirn leicht gerunzelt. „Sie scheint… talentiert zu sein. Sehr talentiert.“

Mai lächelte verschmitzt. „Vielleicht wird das dieses Turnier etwas interessanter machen.“

Ein leises Gefühl der Vorahnung machte sich in Seto breit. Er spürte, dass diese Duellantin nicht nur eine Herausforderung sein würde – sondern vielleicht etwas verändern könnte, das er nicht erwartet hatte.

Und so begann das Turnier.
 

Xenia Fukuda schlug die Tür ihrer kleinen WG hinter sich zu, den Rucksack locker über der Schulter hängend. Der Duft von frisch gebrühtem Kaffee und Erinas selbstgebackenem Kuchen empfing sie, und für einen Moment spürte sie, wie sehr ihr dieses Zuhause noch fremd, aber gleichzeitig vertraut war.

„Du bist spät dran!“ rief Erina aus der Küche, ihre Haare zu einem lockeren Dutt gebunden. „Ich hab schon gedacht, du verpasst das Training fürs Turnier!“

Xenia ließ sich auf das Sofa fallen und zog die Beine an. „Es ist nur… schwierig, alles unter einen Hut zu bekommen. Und außerdem habe ich heute in der Stadt geübt. Diese neuen Kartenkombinationen sind… tricky.“

Erina grinste. „Tricky oder spannend?“

„Beides.“ Xenia lachte leise, aber dann wurde ihr Blick ernst. „Weißt du, ich habe das Gefühl, dass dieses Turnier… anders wird. Ich meine… die Gegner sind stärker, die Strategie komplizierter. Ich will wirklich mein Bestes geben.“

Erina stellte die Tasse Kaffee neben Xenia ab und setzte sich zu ihr. „Und du wirst es. Du hast hart gearbeitet. Außerdem… hey, du bist nicht allein. Wir sind ein Team.“

Xenia lächelte, und ein kleiner Funke von Vorfreude mischte sich mit der Nervosität. „Danke, Erina. Ich weiß, dass ich das manchmal vergesse.“

Nach einer kurzen Pause zog Xenia ihre Duellkarten aus dem Rucksack und begann, ihre Decks durchzugehen. Jede Karte, jede Kombination war das Ergebnis unzähliger Stunden Training, und sie fühlte sich bereit, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

„Also gut“, sagte Erina und verschränkte die Arme. „Zeig mir, dass all die Übungsstunden sich gelohnt haben.“

Xenia nickte, stand auf und breitete das Duellfeld auf dem kleinen Couchtisch aus. Die Karten funkelten im Licht der Lampe, und für einen Moment war sie einfach nur Xenia – keine Angst, keine Zweifel, nur die reine Leidenschaft für das Spiel, das sie liebte.

„Bereit?“ fragte Erina, ein verschmitztes Lächeln auf den Lippen.

„Immer“, antwortete Xenia.

Und so begann nicht nur ein neues Kapitel in Xenias Leben als Duellantin, sondern auch ihr Weg in eine Welt voller Herausforderungen, Freundschaften und Begegnungen, die sie nie vergessen würde – angefangen mit diesem Turnier, das alles verändern sollte.
 

Die Halle des Domino City Grand Duell Centers war größer, als Xenia es sich vorgestellt hatte. Überall standen Duellplattformen, elektronische Anzeigen blinkten im Takt der Spannung, und die Luft war erfüllt von einer Mischung aus Nervosität und Vorfreude.

Xenia zog ihren Rucksack enger auf die Schulter und atmete tief durch. Mit 20 Jahren war sie keine Schülerin mehr, kein Mädchen, das sich hinter Erwachsenen versteckte. Sie war hier, um zu zeigen, was sie konnte. Neben ihr ging Erina, die schon seit Wochen ihr Trainingspartner war, lächelnd durch die Menge.

„Sieh dich um“, sagte Erina. „Das hier ist kein Amateurfeld. Viele der Duellanten sind Profis. Aber du gehörst auch dazu.“

Xenia nickte, während ihr Blick über die Plattformen glitt. Genau in diesem Moment betrat ein bekanntes Duo die Halle: Seto Kaiba und Joey Wheeler. Seto, wie immer elegant in seinem langen Mantel, wirkte konzentriert und selbstsicher, während Joey hektisch umherblickte, offensichtlich aufgeregt, aber kaum bereit, es sich einzugestehen.

Xenia spürte, wie ihr Herz einen kleinen Schlag aussetzte. Die Geschichten über Seto Kaiba waren legendär – seine Duelltechnik, sein Ehrgeiz, seine kalte Perfektion. Joey hingegen wirkte freundlich, impulsiv und unberechenbar. Beide waren absolute Schwergewichte, und nun standen sie nur wenige Meter von ihr entfernt.

„Na, das wird interessant“, murmelte Xenia leise zu sich selbst.

Erina stieß sie leicht an. „Lass sie nicht einschüchtern. Du bist genauso gut vorbereitet wie sie.“

Seto Kaiba hatte Xenia inzwischen bemerkt. Sein kühler Blick glitt über sie, prüfend, analytisch. „Du bist… die neue Duellantin, von der sie alle sprechen“, sagte er knapp. „Mal sehen, wie gut du wirklich bist.“

Xenia erwiderte seinen Blick ohne zu zögern. „Ich hoffe, Sie unterschätzen mich nicht.“

Joey, der das Geschehen beobachtete, grinste und klopfte Xenia leicht auf die Schulter. „Keine Sorge, Kaiba kann hart sein, aber meistens ist er einfach nur… na ja, Kaiba.“

Xenia musste lachen, und zum ersten Mal fühlte sie, dass sie hier nicht nur auf Gegner, sondern auch auf Gleichgesinnte traf.

„Das Turnier beginnt in fünf Minuten“, ertönte eine Stimme über die Lautsprecher. „Alle Duellanten, bitte begeben Sie sich zu Ihrer ersten Plattform.“

Xenia sammelte ihre Karten, ließ die Aufregung kurz auf sich wirken und trat dann entschlossen vor. Das war ihr Moment, ihr neuer Lebensabschnitt, und sie war bereit, sich der Herausforderung zu stellen.

Die Bühne war bereitet. Die Duelle würden beginnen – und mit ihnen eine Reihe von Begegnungen, die ihr Leben verändern sollten.

Xenia stand auf der Duellplattform, die Lichter über ihr blinkten in rhythmischen Mustern, während das Publikum gespannt flüsterte. Vor ihr stand ihr Gegner, ein erfahrener Duellant, der bereits einige Siege im Turnier vorweisen konnte. Xenia spürte, wie ihre Hände leicht zitterten – nicht vor Angst, sondern vor Adrenalin.

„Bereit?“, fragte Erina von der Seitenlinie, die Augen voller Vertrauen in ihre Freundin.

„Immer“, antwortete Xenia und legte ihre Hand auf das Duellfeld. Sie zog ihre erste Karte, blickte auf das Spielfeld und konzentrierte sich.

Der Gegner lächelte selbstsicher. „Ich hoffe, du bist bereit, junge Dame. Ich zeige dir, wie man wirklich spielt.“

Xenia nickte nur und ließ die Karten sprechen. Jeder Zug war präzise, wohlüberlegt und zeugte von unzähligen Stunden Training. Ihr Deck war auf Geschwindigkeit und strategische Kontrolle ausgelegt – und ihr Gegner konnte kaum Schritt halten.

Am Rande der Plattform standen Seto Kaiba und Joey Wheeler, die das Geschehen beobachteten. Seto verschränkte die Arme, seine Stirn leicht gerunzelt. „Interessant… sie denkt wirklich mehrere Züge voraus.“

Joey grinste breit. „Sieht so aus, als hätten wir eine neue ernsthafte Konkurrentin. Nicht schlecht!“

Zurück auf dem Feld konzentrierte sich Xenia. Mit einem geschickten Zug konnte sie den gegnerischen Angriff abwehren und selbst den entscheidenden Schlag ausführen. Die Menge stieß einen überraschenden Jubel aus. Der Gegner starrte sie ungläubig an, dann nickte er anerkennend.

„Beeindruckend“, murmelte er, bevor er seine Karten ablegte.

Xenia lächelte leicht, ein Gefühl der Erleichterung und des Stolzes durchströmte sie. Als sie das Duell beendete, atmete sie tief durch und spürte, wie sich ihre Anspannung langsam löste.

Seto trat einen Schritt vor. „Du hast Talent“, sagte er nüchtern, doch in seinen Augen lag ein Funke von Interesse. „Sehr präzise Züge. Du solltest dein Deck weiterentwickeln.“

Xenia erwiderte seinen Blick ruhig. „Danke. Ich arbeite daran.“

Joey klopfte ihr begeistert auf die Schulter. „Hey, ich hab’s dir doch gesagt! Du rockst das! Und wenn du willst, können wir später ein Freundschaftsduell machen.“

Xenia musste lachen. „Deal.“

Als sie die Plattform verließ, spürte sie, dass dieses Turnier nicht nur ein Wettbewerb war. Es war der Anfang von etwas Neuem – Freundschaften, Rivalitäten und vielleicht sogar einer Verbindung, die sie nicht erwartet hatte.

Für Xenia begann hier eine Reise, die weit über das Gewinnen von Duellen hinausging.
 

Nach ihrem ersten Duell verließ Xenia die Plattform, die Hände noch leicht zitternd vor Adrenalin. Das Publikum applaudierte ihr, und Erina wartete schon ungeduldig am Rand. „Das war großartig!“, rief sie, ihre Augen leuchteten. „Du hast ihn völlig überrascht!“

Xenia atmete tief durch, schob sich eine Strähne aus dem Gesicht und nickte. „Ja, aber es war nur der Anfang. Ich muss mich auf die nächsten Duelle konzentrieren. Jeder hier ist stark, und ich darf keinen einzigen Fehler machen.“

Neben der Plattform beobachteten Seto Kaiba und Joey Wheeler die Szene aus einer erhöhten Zuschauerlounge. Seto verschränkte die Arme, die Augen hinter seinen kühlen Lidern scharf auf Xenia gerichtet.

„Sie hat Technik, Timing… Präzision. Sehr interessant“, murmelte Seto. Er konnte nicht genau erklären, warum, aber etwas an ihr Spiel ließ ihn aufmerksam werden. Nicht nur ihre Duelltechnik, sondern auch die Art, wie sie ruhig blieb, selbst unter Druck. Es erinnerte ihn an sich selbst – zumindest in Teilen. Doch da war auch etwas anderes… ein Funken, der seine übliche Gleichgültigkeit durchbrach.

Joey, der neben ihm stand, grinste breit. „Wow. Die Neue ist echt gut! Ich meine, ich hab’s dir ja gesagt, Kaiba, du musst sie im Auge behalten. Ich glaube, die wird noch für richtig Chaos sorgen.“

Seto warf Joey einen scharfen Blick zu. „Chaos? Sie ist fokussiert. Präzision ist kein Chaos.“

Joey zuckte mit den Schultern, konnte sich ein Lachen aber nicht verkneifen. „Na gut, Präzision. Sieht trotzdem so aus, als würde sie dich herausfordern.“

Seto runzelte die Stirn und wandte den Blick wieder Xenia zu. Er beobachtete, wie sie mit Erina zurück in die Trainingszone ging, ihre Karten überprüfte und neue Strategien überlegte. Xenia schien jeden Zug durchzuspielen, mögliche Szenarien abzuwägen, während ihr Gesicht eine Mischung aus Konzentration und Freude zeigte.

„Sie denkt mehrere Züge voraus… und sie lernt schnell“, murmelte Seto leise, mehr zu sich selbst als zu Joey. „Das ist selten. Sehr selten.“

Xenia merkte gar nicht, dass sie beobachtet wurde. Sie sprach leise mit Erina über ihr Deck, analysierte mögliche Schwächen und überlegte, wie sie ihre Gegner überraschen konnte. „Wenn ich ihre Strategien vorhersehe, kann ich die Kontrolle über das Spiel behalten“, sagte sie. „Aber Seto Kaiba… er spielt anders. Er wird nicht auf die gleiche Weise reagieren wie mein letzter Gegner.“

Erina nickte zustimmend. „Dann trainiere genau das. Beobachte, analysiere, lerne. Ich weiß, dass du das kannst.“

Währenddessen fühlte Seto etwas Seltsames – ein Interesse, das über das reine Duell hinausging. Es war nicht romantisch, zumindest wollte er es sich nicht eingestehen, aber eine unbewusste Neugier ließ ihn jeden ihrer Schritte verfolgen. Jede Bewegung, jeder Blick, jedes kleine Lächeln, das sie zeigte, wurde in seinem Kopf gespeichert.

Joey, der Setos Blick bemerkt hatte, stupste ihn an. „He, Seto… du glotzt sie an, wie… na ja, wie du es sonst nie tust.“

Seto fuhr herum, seine Miene kalt. „Ich analysiere nur ihr Duellverhalten.“

„Sicher, sicher…“ Joey grinste breit und schüttelte den Kopf. „Du und dein ‚Analyse‘. Aber hey, ich sag dir eins: Sie wird noch sehr wichtig werden. Für dich… vielleicht mehr, als du willst.“

Xenia, ahnungslos über die Beobachtungen, zog sich in eine ruhigere Ecke der Halle zurück und begann, ihre Karten neu zu ordnen. Sie dachte an Seto Kaiba – der Mann mit der perfekten Strategie, die kühlen Augen und das arrogante Auftreten. Und sie konnte nicht leugnen, dass sein Spiel sie beeindruckte. „Er ist… schwer zu lesen“, murmelte sie. „Aber genau das macht ihn interessant.“

Erina legte eine Hand auf ihre Schulter. „Na, hör mal, das klingt fast wie… Bewunderung.“

Xenia errötete leicht, aber sie schüttelte den Kopf. „Nein, das ist nur… Respekt. Pure Analyse.“

Doch tief im Inneren spürte sie ein warmes Ziehen, das sie nicht ganz erklären konnte. Dieses Turnier war nicht nur eine Prüfung ihrer Fähigkeiten, sondern auch ein Ort, an dem unerwartete Gefühle langsam keimen würden – und Xenia wusste noch nicht, wie sehr sie sich darauf einlassen wollte.

Die Sonne begann langsam durch die Fenster der Halle zu fallen, und die ersten Abendlichter blinkten über den Duellplattformen. Xenia nahm ihre Karten wieder auf, bereit für die nächsten Herausforderungen. Seto und Joey verließen die Zuschauerlounge, jeder mit seinen eigenen Gedanken, während die Spannung in der Luft wuchs – ein Turnier voller Strategien, Rivalitäten und vielleicht auch erster Funken zwischen zwei Duellanten, die auf ihre eigene Art miteinander verbunden werden sollten.

Die Halle war inzwischen voll in Bewegung: Spieler eilten zu ihren Plattformen, Schiedsrichter gaben letzte Anweisungen, und das Publikum murmelte gespannt über die bevorstehenden Duelle. Xenia stand nervös an ihrer Duellplattform, ihre Karten fest in der Hand. Vor ihr wartete ein Gegner, der für seine unberechenbaren Züge berüchtigt war – jemand, der sie schnell aus der Ruhe bringen konnte.

Erina klopfte ihr ermutigend auf die Schulter. „Du kannst das. Denk daran, ruhig bleiben, jede Entscheidung zählen lassen und auf deine Intuition vertrauen.“

Xenia nickte, atmete tief durch und trat auf die Plattform. „Okay… konzentrier dich.“

„Du wirst es bereuen, mich unterschätzt zu haben“, sagte ihr Gegner mit einem selbstgefälligen Lächeln. „Bereit?“

„Immer“, erwiderte Xenia, und ein Schimmer von Entschlossenheit blitzte in ihren Augen auf.

Das Duell begann, und sofort wurde klar, dass ihr Gegner aggressiv spielen würde. Er setzte auf schnelle Angriffe und riskante Kombinationen, um Xenia unter Druck zu setzen. Doch Xenia blieb ruhig, analysierte jede Karte, berechnete mögliche Züge und reagierte präzise.

Am Rande der Plattform standen Seto und Joey wie Schatten. Seto beobachtete jede Bewegung, seine Augen funkelten vor Interesse. „Beeindruckend“, murmelte er. „Sie behält die Kontrolle, selbst wenn der Gegner das Tempo vorgibt.“

Joey schüttelte ungläubig den Kopf. „Sie ist wirklich gut… ich hätte nicht gedacht, dass sie schon so stark ist.“

Xenia spielte eine Karte, die das Duell komplett drehte. Ihr Gegner stolperte, und die Menge stöhnte überrascht auf. Sie konnte ein leises Grinsen nicht unterdrücken – dieser Moment, in dem Strategie und Instinkt perfekt zusammenkamen, war ihr persönlicher Triumph.

„Nicht schlecht“, sagte ihr Gegner schließlich und warf ihr einen anerkennenden Blick zu. „Du bist stärker, als ich dachte.“

Xenia nickte, atmete schwer und legte die letzte Karte aus, die den Sieg entschied. Die Menge applaudierte, und einige Zuschauer riefen ihren Namen.

Seto trat nach vorne, seine Augen hinter der kühlen Fassade jedoch neugierig und aufmerksam. „Sehr sauber gespielt“, sagte er. „Du hast eine gute Balance zwischen Risiko und Strategie gefunden.“

Xenia blickte ihn an und spürte erneut dieses seltsame Ziehen in ihrer Brust. „Danke. Ich habe viel geübt. Es ist nicht einfach, alles unter Kontrolle zu halten.“

Joey grinste breit. „Wow, Kaiba… du musst zugeben, das war cool! Aber ich wette, du würdest auch gerne gegen sie antreten, oder?“

Seto ignorierte den Scherz und wandte seinen Blick wieder Xenia zu. „Vielleicht… irgendwann.“

Xenia errötete leicht, spürte aber gleichzeitig eine unerwartete Wärme. Dieses Duell war mehr als ein Test ihrer Fähigkeiten – es war ein Moment, in dem sie auf Augenhöhe mit jemandem stand, der sie respektierte, aber auch eine Herausforderung darstellte, die sie neugierig machte.

Als sie die Plattform verließ, klopfte Erina ihr auf die Schulter. „Das war fantastisch. Du hast gezeigt, dass du bereit bist, in diesem Turnier zu bestehen.“

Xenia nickte, das Herz noch immer schnell schlagend. „Ja… aber ich weiß, dass noch größere Herausforderungen kommen. Seto Kaiba… ich muss mich auf ihn vorbereiten.“

Seto beobachtete sie noch einen Moment länger, bevor er sich abwandte. Doch tief im Inneren wusste er, dass diese Begegnung nicht die letzte sein würde – und dass dieses junge Talent, das so selbstbewusst und doch fokussiert war, mehr als nur ein Duellant für ihn werden könnte.

Die Sonne sank langsam hinter die Fenster der Halle, die Lichter blinkten über den Plattformen, und das Turnier nahm Fahrt auf – voller Spannung, Strategie und vielleicht dem Beginn von etwas, das weder Xenia noch Seto ganz begreifen konnten.
 

Nach ihrem letzten Duell atmete Xenia tief durch und ließ sich auf das Sofa in der WG fallen. Erina war bereits dabei, Kaffee aufzubrühen, und der Duft von frischem Gebäck erfüllte die kleine Küche. Es war ein Moment des normalen Alltags, fernab von Turnierbühnen und applaudierenden Zuschauern – und genau das fühlte sich überraschend beruhigend an.

„Du hast heute wirklich gut gespielt“, sagte Erina, während sie zwei Tassen auf den Tisch stellte. „Aber du siehst erschöpft aus. Willst du nicht erst etwas essen?“

Xenia nahm eine Tasse, erwiderte ein schwaches Lächeln und nippt daran. „Ja… ich glaube, ich brauche etwas Energie. Die nächsten Duelle kommen schnell.“

Gerade als sie sich entspannen wollte, vibrierte ihr Handy. Auf dem Display erschien ein Bild von Seto Kaiba, der ihr eine Nachricht geschickt hatte: Du spielst gut. Aber deine Technik ist noch nicht ausgereift. Du solltest dich nicht zu früh auf deinen Erfolg verlassen.

Xenia runzelte die Stirn. Seine Worte waren kühl, abweisend – und gleichzeitig… Seto. Sie konnte nicht genau sagen, warum, aber ein merkwürdiges Ziehen breitete sich in ihrer Brust aus. Es war Frustration, vielleicht Respekt, und ein Hauch von Neugier zugleich.

„Er ist so… Seto“, murmelte sie zu sich selbst. „Kalt, arrogant, abweisend… und trotzdem kann ich nicht aufhören, an seine Worte zu denken.“

Erina setzte sich neben sie und lächelte schelmisch. „Tja, das klingt fast wie… Faszination.“

„Nein!“, protestierte Xenia schnell, während ihr ein leichtes Erröten über die Wangen lief. „Ich respektiere ihn nur. Punkt.“

Am nächsten Morgen begann der Alltag wieder. Xenia ging zum kleinen Markt in der Nähe, um Vorräte für die WG zu holen, während Erina in der Küche das Frühstück vorbereitete. Es war ein Moment der Normalität: Menschen, die durch die Straßen gingen, Kinder, die auf den Gehwegen spielten, und die ruhigen Geräusche einer Stadt, die in Bewegung war.

Plötzlich tauchte Seto Kaiba auf, wie aus dem Nichts. Er trug seine typische, makellose Kleidung, die Haare perfekt gestylt, und seine Augen funkelten mit kühler Bestimmtheit.

„Fukuda“, sagte er knapp, die Hände hinter dem Rücken verschränkt. „Du solltest deine Strategie noch einmal überdenken. Dein letzter Sieg war… glückhaft.“

Xenia, die gerade frische Äpfel in ihren Rucksack packte, sah auf und verschränkte die Arme. „Glück? Ich denke, es war Präzision und Planung. Aber danke für deine Meinung, Kaiba.“

Er zog eine Augenbraue hoch, als würde er überlegen, ob er sich über ihr Selbstbewusstsein ärgern sollte. „Du bist ehrgeizig. Gut. Aber du bist noch nicht auf meinem Niveau.“

Ein kleiner, fast provokativer Funken funkelte in Xenia. „Vielleicht nicht – aber ich arbeite daran. Also unterschätze mich besser nicht.“

Seto schnaubte leise, die Lippen zu einem arroganten Lächeln verzogen. „Mal sehen, wie weit du kommst.“ Und ohne ein weiteres Wort drehte er sich um und verschwand wieder zwischen den Marktständen.

Xenia konnte nicht leugnen, dass sie kurz innehielt, nachdem er verschwunden war. Er war kalt, arrogant, abweisend – und doch ließ er sie nicht kalt. Es war eine Mischung aus Nervenkitzel, Respekt und… etwas, das sie noch nicht ganz benennen konnte.

Später am Tag, wieder in der WG, kochten Xenia und Erina gemeinsam das Abendessen. Die Gespräche waren locker, Alltagsszenen, kleine Scherze und Lachen füllten die Küche. Doch in Xenias Gedanken schwebten immer noch Setos Worte, seine kühle Präsenz. Sie schüttelte leicht den Kopf, nahm einen tiefen Atemzug und versuchte, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren.

„Du denkst wieder an ihn, oder?“, fragte Erina lächelnd.

„Ich… vielleicht ein bisschen“, gab Xenia zu. „Aber nur, weil ich verstehen will, warum er so ist. Und wie ich mich auf die nächsten Duelle vorbereiten kann.“

Erina nickte, ahnte aber, dass die Wahrheit noch komplexer war. Seto Kaiba war nicht nur ein Gegner oder ein Mentor – irgendwie spürte sie, dass er eine Rolle in Xenias Leben spielen würde, die über das Turnier hinausging.

Die Sonne sank hinter den Häusern der Stadt, die Straßen wurden ruhiger, und die kleine WG füllte sich mit dem beruhigenden Duft von Essen und frischem Kaffee. Für Xenia war es ein Moment der Normalität – und doch war sie sich bewusst, dass die Begegnungen mit Seto Kaiba, so kühl und abweisend sie auch waren, etwas in ihr bewegten, das sie nicht ignorieren konnte.

Der Morgen begann ruhig in der kleinen WG. Sonnenstrahlen fielen durch die Vorhänge und tauchten das Wohnzimmer in ein warmes Licht. Xenia saß am Couchtisch, Karten sortierend, während Erina bereits das Frühstück zubereitete. Die kleine Küche war erfüllt vom Duft frisch gebackener Brötchen und starkem Kaffee – ein Alltag, der sich fast zu normal anfühlte für jemanden, der gerade noch vor Hunderten von Zuschauern auf einer Turnierplattform gestanden hatte.

„Du siehst konzentriert aus“, bemerkte Erina, als sie Xenia die Tasse Kaffee reichte. „Fast so, als würdest du schon wieder in die Duellzone zurückkehren.“

Xenia lächelte leicht und nahm einen Schluck. „Ich muss mich vorbereiten. Jeder Gegner wird härter. Ich darf keinen Fehler machen.“

Erina nickte, verstand sie. „Dann lass uns trainieren. Ich will sehen, wie du die neuen Kombinationen ausprobierst.“

Xenia legte die Karten auf das Duellfeld, ihre Augen funkelten vor Entschlossenheit. Jede Bewegung war präzise, jede Karte durchdacht. Sie probierte neue Strategien, testete seltene Kombinationen, die sie in den letzten Wochen perfektioniert hatte. Erina beobachtete aufmerksam und gab gelegentlich Tipps, während Xenia jede Kritik ernst nahm.

„Nicht schlecht, aber denk daran, deine Angriffe zu verteilen. Wenn du zu vorhersehbar bist, kann dich ein cleverer Gegner leicht auskontern“, sagte Erina und zeigte auf eine bestimmte Karte.

„Verstanden“, antwortete Xenia. „Ich will, dass mein Spiel dynamisch bleibt. Überraschung ist genauso wichtig wie Stärke.“

Inzwischen hatten Seto Kaiba und Joey Wheeler beschlossen, die Trainingshalle der Turnierzentrale zu besuchen. Seto stand etwas abseits, die Arme verschränkt, und beobachtete Xenia aus der Ferne. Er wirkte wie immer kühl, arrogant und abweisend – kein Lächeln, keine emotionale Regung – doch sein Blick war scharf und aufmerksam, jedes Detail ihres Spiels wurde von ihm registriert.

Joey, der neben ihm stand, schüttelte ungläubig den Kopf. „Kaiba, du starrst sie schon wieder an. Du weißt schon, dass das ungesund aussieht?“

Seto ließ einen kühlen Blick auf Joey fallen. „Ich beobachte nur. Analyse. Und vielleicht erkenne ich, dass sie noch nicht bereit ist, gegen mich anzutreten.“

Joey lachte. „Klar, ‚Analyse‘. Du willst nur sehen, wie sie sich anstrengt, weil du… tja, weil du immer wissen willst, wer gut spielt.“

Seto drehte den Kopf weg, ignorierte das Grinsen von Joey und fixierte wieder Xenia. Sie wirkte völlig unbeeindruckt, völlig konzentriert, und das irritierte ihn mehr, als er zugeben wollte.

Zur selben Zeit ließ sich Xenia nach einer Stunde Training auf das Sofa fallen, die Hände auf den Karten ruhend, und atmete tief durch. „Das ist… anstrengender, als ich dachte“, murmelte sie zu Erina.

„Es ist Training. Du wirst stärker, und jede Stunde zahlt sich aus“, antwortete Erina. „Aber geh nicht zu hart mit dir ins Gericht.“

Xenia nickte, ließ sich aber nicht von der Anspannung lösen. Sie wusste, dass sie sich noch verbessern musste. Besonders Seto Kaiba war ein Gegner, der sie niemals unterschätzen würde – und vielleicht war gerade diese Tatsache es, die sie immer wieder aufwachen ließ, bereit, jede Strategie neu zu überdenken.

Am Nachmittag entschieden sie sich, eine kurze Pause einzulegen. Joey hatte sie zufällig in der Nähe der Trainingshalle gefunden und schloss sich ihnen mit einem breiten Grinsen an. „Hey, ihr zwei! Ich dachte, ich bringe ein bisschen Chaos in euren Trainingsplan.“

Erina verdrehte die Augen. „Chaos? Joey, das brauchen wir gerade nicht.“

„Ach, komm schon! Ich will nur sehen, ob Xenia auch außerhalb der Plattform so cool bleibt“, sagte Joey, während er sich auf die Couch setzte.

Xenia lachte leise, die ersten Momente des entspannten Alltags mischten sich mit dem Ehrgeiz und der Spannung des Turniers. „Vielleicht… aber du wirst dich trotzdem nicht so leicht schlagen lassen.“

Seto, der in einiger Entfernung stand, beobachtete weiterhin stumm. Jede Interaktion, jedes Lachen, jede Geste wurde von ihm registriert. Sein kühler, abweisender Ausdruck verriet nichts, doch innerlich musste er zugeben, dass diese neue Duellantin mehr Aufmerksamkeit verdiente, als er es normalerweise zuließ.

Als der Abend näher rückte, kehrte Ruhe in die kleine WG zurück. Xenia und Erina kochten zusammen, Joey half mehr schlecht als recht, und die Routine des Alltags mischte sich mit der Anspannung des Turniers. Für Xenia war es eine Balance zwischen Normalität und Herausforderung, zwischen Training und Beobachtung – und tief in ihr spürte sie, dass Seto Kaibas kühle Präsenz sie nicht nur als Duellantin, sondern auch als Person beschäftigen würde.

Da klingelte es an der Wohnungstür. Xenia ging zur Tür und öffnete sie. Vor ihr stand Yugi. „Hallo Yugi“, begrüßte sie ihn. „Schön dass du uns wieder besuchst.“ Sie gingen ins Wohnzimmer wo Erina auf dem Sofa saß. „Hey Yugi. Lange nicht gesehen.“

Xenia stellte sich neben Yugi, der gerade gedankenverloren am Rand des Platzes stand. Sein Blick ruhte auf den Bannern des neuen Duel-Turniers, die im Wind flatterten.

„Yugi?“, fragte sie vorsichtig. „Warum machst du eigentlich nicht beim neuen Turnier mit? Alle fragen sich das.“

Yugi lächelte leicht, aber es lag etwas Nachdenkliches in seinem Ausdruck.

„Es ist nicht so, dass ich keine Lust hätte“, sagte er. „Aber… dieses Turnier hat eine andere Atmosphäre. Es geht den Veranstaltern mehr ums Spektakel als um das Herz des Duellierens. Und ohne das… fühlt es sich nicht richtig an.“

Xenia verschränkte die Arme. „Aber du bist Yugi Muto. Wenn jemand zeigen kann, worum es beim Duellieren wirklich geht, dann du.“

Er senkte den Blick auf seine Deckbox, die er locker in der Hand hielt.

„Vielleicht“, antwortete er ruhig. „Aber manchmal ist es besser, anderen die Bühne zu überlassen. Ich muss nicht jedes Turnier gewinnen. Es gibt neue Duellanten, die ihren eigenen Weg gehen müssen.“

Xenia trat einen Schritt näher. „Oder du hast einfach keine Herausforderung mehr“, stichelte sie mit einem kleinen Grinsen.

Yugi lachte leise. „Oh, Herausforderungen wird es immer geben. Ich habe beschlossen, eine Pause einzulegen. Ich möchte mich ein wenig auf andere Dinge konzentrieren… und ehrlich gesagt, ein bisschen Abstand vom Wettbewerb tut manchmal gut.“

Erina, die auf der Couch saß und gerade ein Kartendeck sortierte, hob eine Augenbraue. „Abstand? Von Duellen? Das ist fast so, als würdest du aufhören zu atmen.“

Xenia lachte leise. „Er meint es ernst, Erina. Vielleicht möchte er einfach mal ganz normale Tage erleben, ohne Karten, ohne Turniere, einfach nur… leben.“

Yugi nickte. „Genau. Und außerdem wollte ich sehen, wie es euch geht. Es ist schon eine Weile her, dass wir uns richtig unterhalten haben.“

Xenia lachte wieder. „Du bist hier willkommen, Yugi. Ob du nun kämpfst oder nicht, das WG-Leben wartet nicht auf Turniere.“

Yugi lächelte dankbar. „Danke, das bedeutet mir viel.“

Xenia legte ihre Duel Disk an. „Wie sieht es aus, Yugi? Lust auf ein Duell?“

Der Bunthaarige nickte. „Ja lass uns loslegen.“
 

Die beiden schalteten ihre Duel Disk ein. „Zeit für ein Duell!“

Lebenspunkte:

• Xenia: 4000 LP

• Yugi: 4000 LP

Der Beginn des Duells

Yugi zieht zuerst. Mit einem ruhigen Atemzug legt er „Exodia, die Verbotene“ als Schlüsselkarte auf die Hand, aber er speichert sie für den entscheidenden Moment. Stattdessen beschwört er „Magischer Elf“ in Angriffsposition. Er aktiviert keine Fallen in diesem Zug, nur ein vorsichtiges Herantasten.

Xenia lächelt kalt und zieht ihre Karte. Sofort legt sie „Spiegelkraft“ verdeckt in die Zauber- und Fallzone. Dann beschwört sie „Feuerdrache“ in Angriffsposition (1900 ATK). Sie überlässt Yugi die Initiative, sicher in ihrem Vorteil.

Yugi zieht erneut. Er spielt „Schwarzer Magier“ aus seiner Hand in Angriffsposition (2500 ATK) – sein Standardangreifer, bereit für ein starkes Manöver.

Kampfphase:

• „Schwarzer Magier“ greift den „Feuerdrachen“ an.

• 2500 (Schwarzer Magier) – 1900 (Feuerdrache) = 600 Schaden an Xenia.

• LP Xenia: 3400

Xenia reagiert schnell und aktiviert „Spiegelkraft“, wodurch „Schwarzer Magier“ zerstört wird, bevor er den Angriff vollendet. Die Fallenkarte richtet keinen Schaden an, aber das Duell ist nun offiziell eröffnet.

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Erina saß auf dem Sofa und beobachtete gespannt. „Ich liebe es, euch beiden zuzusehen. Es ist wie ein Schachspiel, nur mit Karten und Monstern.“

Xenias Zug:

Sie zieht und beschwört „Schwarzer Ritter“ (2000 ATK). Zusätzlich legt sie „Macht der Verbannung“ verdeckt. Sie will Yugi unter Druck setzen, aber sie merkt, dass seine Strategie vorsichtig und defensiv ist.

Yugis Zug:

Yugi zieht, sein Blick wird ernst. Er aktiviert „Dunkler Magier Zauberkraft“, um einen Zauber von Xenia zu negieren, falls sie ihn angreift. Dann beschwört er „Kuriboh“ in Verteidigungsposition. Er sieht sich die Felder an und erkennt, dass Xenia aggressiv spielt.

Kampfphase:

• „Schwarzer Magier“ greift den „Schwarzen Ritter“ direkt an.

• 2500 (Schwarzer Magier) – 2000 (Schwarzer Ritter) = 500 Schaden an Xenia.

• LP Xenia: 2900

Xenia grinst und kontert: Sie aktiviert ihre verdeckte „Macht der Verbannung“, um den „Schwarzen Magier“ aus dem Spiel zu verbannen. Yugi verliert seinen wichtigsten Angreifer, aber er lächelt ruhig.

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Der Wendepunkt:

Yugi zieht seine nächste Karte: „Mächtiger Verteidiger des Lichts“. Mit einem geschickten Plan stellt er sich auf, um die nächste Offensive von Xenia abzufangen. Xenia setzt ihr ganzes Vertrauen in „Feuerball der Zerstörung“, eine Zauberkarte, die Schaden direkt an den Gegner anrichtet. Doch Yugi kontert mit „Magisches Reflektierfeld“, das den Schaden zurück auf Xenia wirft.

• Xenia erleidet 1200 Schaden.

• LP Xenia: 1700

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Finale Züge:

Xenia verzweifelt, ihre letzten Monster auf dem Feld sind „Schwarzer Ritter“ (1500 ATK) und „Feuerdrache“ (1900 ATK). Sie greift Yugi mit beiden an, in der Hoffnung, ihn zu besiegen.

• „Feuerdrache“ (1900) + „Schwarzer Ritter“ (1500) = 3400 Angriff.

• Yugi blockt mit „Mächtiger Verteidiger des Lichts“ (2800 ATK), nimmt aber 600 Schaden.

• LP Yugi: 3400

Im Gegenzug zieht Yugi die letzte entscheidende Karte: „Exodia, die Verbotene“. Mit einem gezielten Zug legt er alle fünf Teile auf die Hand. Ein strahlendes Licht umhüllt das Feld, die Macht von Exodia wird entfesselt.

• Automatischer Sieg!

Endstand:

• LP Yugi: 3400

• LP Xenia: 1700

• Gewinner: Yugi Muto
 

Er grinste zufrieden. „Ich glaube, das war’s.“

Xenia seufzte, dann lachte. „Gut gespielt, Yugi. Du hast gewonnen.“

Erina klatschte begeistert in die Hände. „Wow! Ich wusste, dass du es schaffen würdest, Yugi! Aber das war knapp!“

Yugi lächelte bescheiden. „Danke, Erina. Aber das Wichtigste ist, dass wir Spaß hatten.“

Xenia nickte. „Absolut. Und wer weiß… vielleicht bist du ja beim nächsten Turnier wieder dabei.“

Yugi schmunzelte geheimnisvoll. „Vielleicht… wer weiß?“

„Du hast uns erzählt, dass Weevil deine Exodiakarten über Bord geworfen hat", sagte Erina. „Wie kommt es dass sie in deinem Deck sind?"

„Ich habe mir neue Exodiakarten besorgt", antwortete Yugi. „Es war nicht einfach jemanden zu finden der diese Karten besitzt."

Die Nacht senkte sich über Domino City, die Straßen waren ruhig, und die Lichter der WG erleuchteten den Raum, in dem Xenia ihre Karten noch einmal überprüfte. Die Herausforderung lag nicht nur im Turnier, sondern auch in der ständigen Beobachtung durch Seto Kaiba und dennoch konnte sie nicht aufhören, sich auf das nächste Zusammentreffen zu freuen.
 

Xenia saß auf dem Sofa in ihrer WG und überprüfte ihr Deck ein letztes Mal. Die Sonne fiel warm durch das Fenster und warf lange Schatten auf den Holzboden. Erina räumte gerade den Frühstückstisch ab und warf ihr gelegentlich aufmunternde Blicke zu. „Du siehst konzentriert aus. Bereit für dein nächstes Duell?“

Xenia nickte und legte die Karten ordentlich auf den Tisch. „Ja. Ich will keine Fehler machen. Jeder Zug zählt.“

„Keine Sorge“, sagte Erina, „du hast die Technik und das Wissen. Jetzt geht es nur noch darum, ruhig zu bleiben.“

Gerade als sie die Tasche für das Turnier packte, klingelte ihr Handy. Es war eine Nachricht von Seto Kaiba: Du solltest deine Taktik überdenken, Fukuda. Der nächste Gegner ist kein Anfänger. Sei vorbereitet.

Xenia spürte ein leichtes Ziehen in der Brust – seine Worte waren kühl, arrogant und abweisend, wie immer. Doch irgendwie motivierten sie sie. „Gut. Dann wird er sehen, dass ich mich nicht einschüchtern lasse“, murmelte sie leise.

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Die Turnierhalle war inzwischen voller Spieler und Zuschauer. Auf der Plattform stand ihr Gegner bereits bereit: ein Duellant, der für seine aggressiven, schnellen Angriffe bekannt war. Xenia trat ruhig vor, legte ihr Feld aus und begann das Duell.

Von der Seitenlinie beobachteten Seto und Joey. Seto wirkte wie immer kühl und abweisend, die Arme verschränkt. „Seine Strategie ist aggressiv. Sie darf keinen Fehler machen. Wenn sie unvorbereitet ist, verliert sie sofort.“

Joey grinste breit. „Seto, du bist ja fast ein bisschen… nervös. Ich meine, sie ist gut, klar, aber entspann dich mal.“

Seto drehte seinen Blick kaum merklich zu Joey, die Augen scharf. „Ich entspanne mich nie, wenn sie spielt. Beobachten ist nötig.“

Xenia begann mit ihren Karten, reagierte präzise auf jeden Angriff und konnte durch geschickte Kombinationen den Spielfluss ihres Gegners kontrollieren. Die Zuschauer jubelten bei jedem überraschenden Zug. Doch Xenia spürte die ständige Präsenz von Seto, der jedes Detail ihres Spiels analysierte.

„Sie bleibt ruhig“, murmelte Seto, „auch unter Druck. Interessant… sie könnte mehr als nur Talent haben.“

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Nach dem Duell verließ Xenia die Plattform, ihre Hände zitterten leicht vor Adrenalin. Erina stürzte auf sie zu. „Das war unglaublich! Du hast ihn komplett überrascht!“

Xenia atmete tief durch. „Ja… aber Seto Kaiba wird immer noch eine ganz andere Herausforderung sein.“

Joey tauchte plötzlich auf und riss die Arme hoch. „Hey! Ich hab’s euch gesagt, sie ist eine Naturgewalt! Ihr müsst mal sehen, wie sie das Feld beherrscht.“

„Joey…“, begann Erina, wollte ihn zurückhalten, aber Xenia lachte nur leise. „Schon gut. Ich weiß, dass du es gut meinst.“

Seto beobachtete die Szene aus der Distanz, sein Gesichtsausdruck unverändert kühl und abweisend. „Zu viel Ablenkung ist gefährlich. Aber…“, er hielt inne, „sie bewahrt trotzdem die Kontrolle. Das ist selten.“

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Zurück in der WG kochten Xenia und Erina später gemeinsam das Abendessen. Joey hatte sich wieder eingeschlichen, diesmal mit der Idee, die Küche „effizienter“ zu machen, was in mehreren verschütteten Zutaten und Lachen endete.

Xenia schüttelte leicht den Kopf. „Du bist unmöglich, Joey.“

„Unmöglich? Nein, ich bin charmant und unerwartet! Das ist das gleiche wie in einem Duell, nur anders“, grinste Joey und hob ein Ei triumphierend hoch.

Erina verdrehte die Augen, während Xenia leise lachte. Doch in ihrem Kopf spukten immer noch Setos Worte und sein kühler Blick. „Er ist so… abweisend, arrogant, und trotzdem…“, murmelte sie zu sich selbst, „irgendwie motivierend.“

Die Nacht senkte sich über Domino City, die Straßen waren still, und die WG leuchtete warm in der Dunkelheit. Xenia spürte die Balance zwischen Alltagsmomenten, Training und der Spannung des Turniers. Jeder Tag brachte neue Duelle, neue Herausforderungen – und die unerklärliche Präsenz von Seto Kaiba, die sie gleichzeitig einschüchterte und faszinierte.

Die Morgensonne fiel durch das große Fenster der WG und tauchte das Wohnzimmer in warmes Licht. Xenia saß am Couchtisch, Karten sortierend, während Erina bereits das Frühstück vorbereitete. Die Routine half ihr, die Nervosität vor dem nächsten Turnierduell zu vertreiben.

„Du siehst heute besonders konzentriert aus“, bemerkte Erina. „Fast so, als würdest du jeden Zug schon im Kopf durchspielen.“

Xenia nickte, die Augen auf ihre Karten gerichtet. „Ich will keine Fehler machen. Seto Kaiba ist ein Gegner, den man nicht unterschätzen darf. Und selbst wenn er nicht heute auftaucht, muss ich bereit sein.“

Während sie sprach, klingelte ihr Handy. Es war eine Nachricht von Mai Valentine: „Hey Xenia, wir sehen uns beim Turnier. Ich habe gehört, du bist die Neue, die alle überrascht. Ich bin gespannt, wie du spielst.“

Xenia lächelte leicht. Mai war immer charmant, elegant und selbstbewusst – eine Mischung aus Ernsthaftigkeit und spielerischem Flirt, die jede Begegnung mit ihr interessant machte. „Das wird spannend…“, murmelte Xenia und tippte eine Antwort zurück: „Freue mich auf ein Duell mit dir.“

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Später, auf dem Weg zur Turnierhalle, stießen sie tatsächlich auf Mai. Sie stand mit einem eleganten Mantel, die langen Haare perfekt gestylt, und hielt ihr Duelldeck locker in der Hand.

„Ah, Xenia“, sagte Mai mit einem leichten Lächeln. „Du bist also die Neue. Ich habe schon einiges über dich gehört.“

Xenia erwiderte den Blick und nickte höflich. „Danke, Mai. Ich hoffe, ich enttäusche nicht.“

Mai lachte leise. „Oh, du wirst überraschen. Und ich liebe Überraschungen.“

Während die drei zusammen zur Duellplattform gingen, bemerkte Xenia Seto Kaiba, der bereits am Rand stand, seine Arme verschränkt und der Blick kühl und abweisend auf sie gerichtet. Er zeigte keine Regung, doch sie spürte den Druck seiner Beobachtung.

„Keine Ablenkung zulassen“, murmelte Xenia zu sich selbst, während Mai neben ihr einen charmanten Kommentar über das Turnier machte. „Aber er ist schwer zu ignorieren“, fügte sie leise hinzu.

Mai grinste verschmitzt. „Kaiba? Oh, der ist immer so. Lass ihn reden, wir konzentrieren uns auf die Duelle.“

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Das nächste Duell begann, und Xenia musste gegen einen geschickten, schnellen Gegner antreten. Sie setzte auf ihre neu entwickelten Kombinationen, reagierte blitzschnell auf die Angriffe ihres Gegners und konnte die Kontrolle über das Spiel behalten. Mai, die zuschaute, klatschte leicht in die Hände und nickte anerkennend.

Seto Kaiba, wie immer kühl und abweisend, verschränkte die Arme und beobachtete jedes Detail ihres Spiels. Kein Wort, kein Lächeln, nur die scharfen Augen eines Duellanten, der jede Schwäche registrierte.

Joey, der irgendwo am Rand lachte und scherzte, konnte nicht anders, als laut zu rufen: „Hey, sie rockt das Feld! Seto, gib’s zu, sie beeindruckt dich!“

Seto drehte den Kopf nicht einmal. „Beeindruckt? Ich analysiere nur.“

Xenia spürte ein Ziehen in ihrer Brust. Kalt, arrogant, abweisend – Seto Kaiba hatte nicht einmal gelobt, aber trotzdem… motivierte er sie mehr als jeder andere.

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Nach dem Duell setzten sich Xenia, Erina und Mai in eine ruhige Ecke der Halle, um Karten auszutauschen und Strategien zu besprechen. Mai, charmant wie immer, erklärte ihre Taktiken, während Xenia aufmerksam zuhörte, Notizen machte und gelegentlich nachfragte.

„Du bist wirklich gut vorbereitet“, sagte Mai schließlich. „Ich habe dich unterschätzt.“

Xenia lächelte leicht. „Danke. Ich lerne schnell. Ich will wirklich jede Chance nutzen, besser zu werden.“

Seto, der aus der Distanz zusah, bemerkte die Interaktion. Sein Blick blieb kalt und abweisend, doch ein inneres Stirnrunzeln zeigte, dass er die Tatsache registrierte, dass Xenia nicht nur stark, sondern auch sozial geschickt war – ein Umstand, den er nur selten bei Duellanten sah.

Joey, der wieder am Rand auftauchte, grinste breit. „Also Mädels, das wird spannend. Ihr beide gegen das Turnier? Ich will nicht zu viel Chaos verursachen… okay, vielleicht ein bisschen.“

Xenia und Mai lachten, während Seto seinen Blick auf das Spielfeld zurückrichtete. Kalt, arrogant, abweisend – aber wachsam.

Als die Halle sich langsam leerte, kehrten Xenia und Erina in ihre WG zurück. Mai winkte ihnen zum Abschied, und Joey folgte ihnen später mit einem weiteren „lustigen“ Kommentar über Setos strenge Miene.

In der WG setzte sich Xenia auf das Sofa, die Hände auf den Karten ruhend, und dachte an Seto Kaiba. Kalt, arrogant, abweisend – und dennoch faszinierend. Sie spürte, dass er mehr als nur ein Gegner sein würde, dass seine Präsenz sie herausfordern und gleichzeitig motivieren würde.

Alltag, Duelle, kleine Freundschaften und Beobachter – all das verschmolz zu einem Teil ihres neuen Lebens, in dem nichts so einfach war, wie es schien.
 

Die Sonne war noch nicht hoch am Himmel, als Xenia ihre Karten auf dem Küchentisch der WG ausbreitete. Erina bereitete gerade das Frühstück vor, während Xenia jedes einzelne Detail ihrer Deck-Kombinationen durchging. Heute stand ein besonderes Duell an – nicht nur ein weiterer Gegner, sondern vielleicht ihr bisher größter Test: Mai Valentine hatte angekündigt, sie persönlich herauszufordern.

„Bist du bereit?“, fragte Erina, während sie Kaffee einschenkte. „Du musst vorsichtig sein, Mai ist ein harter Gegner.“

Xenia nickte. „Ich weiß. Aber ich habe trainiert. Ich will sehen, wie gut ich wirklich bin. Außerdem… ich will keine Angst zeigen.“

Gerade in diesem Moment vibrierte ihr Handy. Eine neue Nachricht von Seto Kaiba erschien:

Vergiss nicht, Fukuda: Präzision schlägt Emotion. Sei nicht zu sehr von deinem Gegner abgelenkt.

Xenia spürte ein leichtes Ziehen in ihrer Brust. Kalt, arrogant, abweisend – wie immer. Doch tief in ihr wusste sie, dass seine Worte Bedeutung hatten. Sie atmete tief durch und schob die Karte, die sie im Kopf bereits für den entscheidenden Zug vorgesehen hatte, an den Rand ihres Decks.

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In der Turnierhalle war die Atmosphäre elektrisierend. Das Publikum murmelte gespannt, als Xenia die Plattform betrat und Mai ihr bereits charmant zuwinkte.

„Bereit, Xenia?“, fragte Mai, ein selbstsicheres Lächeln auf den Lippen. „Ich hoffe, du bist genauso gut, wie man sagt.“

„Ich bin bereit“, antwortete Xenia mit fester Stimme, während sie ihre Karten auslegte.

Seto Kaiba stand wie immer am Rande der Plattform, Arme verschränkt, Gesichtsausdruck kühl und abweisend. Kein Lächeln, kein Kommentar – nur seine scharfen Augen, die jeden Zug registrierten.

Joey stand ein paar Schritte entfernt und grinste breit. „Wow, das wird spannend! Ich wette, sie werden sich gegenseitig überraschen.“

Xenia konzentrierte sich und begann das Duell. Mai setzte auf ihre klassischen Strategien – schnelle Angriffe, psychologisches Spiel und gelegentliche riskante Kombos, die überraschen sollten. Doch Xenia hatte ihre eigenen Taktiken perfektioniert. Sie reagierte blitzschnell, konnte die Angriffe abwehren und gleichzeitig eine Gegenstrategie aufbauen.

„Interessant“, murmelte Seto, die Augen unverändert kühl. „Sie denkt mehrere Züge voraus. Sie verliert nicht die Kontrolle, auch wenn der Gegner versucht, sie aus dem Konzept zu bringen.“

Joey lachte leise. „Sag mal Kaiba, du siehst fast aus, als würdest du ihr ein bisschen zugucken, nur aus Spaß.“

Seto drehte den Kopf kaum merklich und ließ ein kühles Lächeln spielen. „Nur Analyse. Und vielleicht… eine geringe Neugier.“

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Das Duell erreichte seinen Höhepunkt. Mai setzte alles auf eine riskante Kombination, doch Xenia reagierte perfekt. Mit einem präzisen Zug drehte sie das Spiel zu ihren Gunsten, und die Menge brach in Jubel aus.

Mai lachte leicht, eine Mischung aus Anerkennung und Spaß. „Nicht schlecht, Xenia. Du hast wirklich Talent.“

Xenia atmete schwer, das Herz noch immer rasend. „Danke, Mai. Du bist eine großartige Gegnerin.“

Seto Kaiba, wie immer kühl, nickte leicht. „Effizient. Präzise. Kein Fehler. Das ist selten.“

Joey, der wie ein kleiner Wirbelwind am Rand stand, rief laut: „Siehst du, Seto? Ich hab’s dir doch gesagt! Sie ist unglaublich!“

Seto ignorierte ihn, die Augen noch immer auf Xenia gerichtet. Abweisend, arrogant – und doch… war da etwas, das ihn hielt.

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Später kehrten Xenia, Erina und Joey in die WG zurück. Mai hatte sich verabschiedet, ihr charmantes Lächeln noch immer in Xenias Gedanken. Joey, wie immer, brachte Chaos in die Küche, während Erina versuchte, Ordnung zu halten.

Xenia setzte sich auf das Sofa, die Karten auf dem Tisch, und dachte über das Duell nach. „Mai ist stark, clever… und ein harter Test für mich.“

Erina nickte. „Und Seto Kaiba? Er beobachtet dich ständig, oder?“

Xenia errötete leicht, wich aber aus. „Nur… er gibt mir ein Gefühl, dass ich mich weiter verbessern muss. Mehr nicht.“

Doch tief im Inneren spürte sie das Ziehen der Herausforderung, das Knistern der Spannung. Alltag, Duelle, Rivalitäten und stille Beobachter – alles verschmolz zu einem Leben, das intensiver war, als sie es je erwartet hatte.

Die Nacht senkte sich über Domino City, die WG war erfüllt von dem Duft von frisch gekochtem Essen, Karten und leiser Musik. Xenia wusste, dass jeder neue Tag neue Duelle, neue Herausforderungen und vielleicht neue Erkenntnisse über Seto Kaiba bringen würde – kalt, arrogant, abweisend… und dennoch faszinierend.
 

Der Morgen begann wie jeder andere in der WG. Sonnenstrahlen fielen durch die Vorhänge und tauchten das Wohnzimmer in warmes Licht. Xenia saß am Couchtisch, Karten in der Hand, und überprüfte jede Kombination, während Erina in der Küche das Frühstück vorbereitete.

„Du bist wieder früh dran“, bemerkte Erina, während sie die Pfanne wischte. „Bereitest du dich schon auf Seto Kaiba vor?“

Xenia nickte, die Augen auf ihre Karten gerichtet. „Ja. Ich will keinen Fehler machen. Ich muss wissen, wie ich auf ihn reagieren würde, egal was passiert.“

Erina seufzte leicht, schüttelte den Kopf und lächelte. „Du bist wirklich ehrgeizig. Aber denk daran, auch kleine Pausen zu machen.“

Xenia lächelte schwach, wusste aber, dass ihre Konzentration kaum nachlassen durfte. Jeder Zug, jede Strategie musste sitzen, besonders wenn Seto Kaiba auf dem Spielplan stand – kühl, arrogant, abweisend, aber gleichzeitig unbestreitbar stark und beeindruckend.

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Joey tauchte gerade in der Küche auf, ein breites Grinsen auf dem Gesicht und einen übertrieben großen Becher Kaffee in der Hand. „Hey, ihr zwei! Ich dachte, ich bringe etwas Energie rein. Und hey, Xenia, ich habe gehört, dass du bald gegen Seto Kaiba spielst. Mach dich bereit für ein wenig… psychologisches Chaos.“

Xenia verdrehte die Augen. „Chaos ist das Letzte, was ich jetzt brauche, Joey.“

„Ach komm, ein bisschen Spaß muss sein. Und wer weiß – vielleicht hilft dir mein Chaos sogar, deinen Gegner zu überraschen“, antwortete Joey mit einem breiten Grinsen.

Erina schüttelte nur den Kopf, während Xenia sich wieder auf ihre Karten konzentrierte. „Danke, Joey. Ich brauche tatsächlich keine Ablenkung, ich konzentriere mich besser alleine.“

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Später in der Turnierhalle bereitete sich Xenia mental auf das bevorstehende Duell vor. Sie überprüfte ihre Kombinationen, stellte mögliche Strategien auf und visualisierte jede mögliche Reaktion von Seto. Er war wie immer am Rand der Plattform, Arme verschränkt, Gesichtsausdruck kühl und abweisend. Kein Lächeln, kein Kommentar – nur dieser durchdringende Blick, der jedes Detail ihres Spiels analysierte.

Xenia spürte, wie ihr Herz schneller schlug, doch sie ließ sich nichts anmerken. Sie hatte trainiert, war vorbereitet und wusste, dass jede Unsicherheit ihr zum Verhängnis werden konnte.

Joey, wie immer, konnte es nicht lassen, laut zu rufen: „Hey, Seto! Sieht aus, als würde sie jeden deiner Moves vorhersehen!“

Seto drehte den Kopf kaum merklich zu Joey, die Augen scharf. „Analyse. Nicht Unterhaltung. Sie ist noch nicht perfekt, aber sie hat Potenzial.“

Xenia atmete tief durch und stellte sich auf die Plattform. „Ich bin bereit“, murmelte sie leise zu sich selbst.

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Während des Duells zeigte sich, wie sehr Xenia gelernt hatte. Sie reagierte blitzschnell, konnte Setos aggressive Angriffe abwehren und gleichzeitig Gegenstrategien entwickeln. Jeder Zug war durchdacht, jede Karte präzise gelegt.

Seto beobachtete sie unverändert kühl, arrogant und abweisend. Kein Lob, keine Anerkennung – und doch registrierte er alles. Ihr Spiel war sauber, effizient, stark. „Interessant“, murmelte er leise. „Sie entwickelt sich schneller, als ich erwartet habe.“

Joey, der die ganze Zeit neben der Plattform stand, lachte leise. „Kaiba, du kannst es nicht zugeben, oder? Sie ist gut, ja, gut!“

Seto ignorierte ihn, die Augen weiterhin auf Xenia fixiert.

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Nach dem Duell kehrte Xenia erschöpft, aber zufrieden in die WG zurück. Erina bereitete das Abendessen vor, Joey brachte wieder Chaos in die Küche, während Xenia ihre Karten sortierte und die Strategien des Tages noch einmal durchging.

„Du warst großartig heute“, sagte Erina, während sie das Essen servierte. „Aber vergiss nicht, auch ein wenig zu entspannen.“

Xenia nickte, ein schwaches Lächeln auf den Lippen. „Ja… aber ich muss besser werden. Für Seto Kaiba. Und für mich.“

Joey grinste von der anderen Seite des Raumes. „Siehst du, Xenia? Ich bringe wenigstens ein bisschen Spaß in diesen ernsten Alltag.“

Xenia lachte leise, während sie die Karten weglegte. Doch in ihrem Kopf kreisten weiterhin Setos kühle, arrogante und abweisende Blicke. Es war herausfordernd, einschüchternd – und gleichzeitig faszinierend.

Alltag, Training, Turniere – alles vermischte sich zu einem Leben, in dem jede Begegnung, jedes Duell, jede Karte eine Bedeutung hatte. Und tief in ihrem Inneren wusste Xenia, dass Seto Kaiba mehr als nur ein Gegner für sie sein würde.

Die Morgensonne war noch blass am Himmel, als Xenia in der kleinen Küche der WG stand und das Frühstück vorbereitete. Erina saß am Tisch, eine Tasse Kaffee in der Hand, und beobachtete sie.

„Du bist wieder früh dran“, sagte sie lächelnd. „Schon wieder an deinem Deck gefeilt?“

Xenia nickte, legte eine Karte nach der anderen auf den Tisch und überprüfte Kombinationen. „Ja. Ich muss sicher sein, dass ich auf alles vorbereitet bin. Besonders auf Seto Kaiba. Ich kann keinen Fehler machen.“

Erina seufzte leise und lächelte. „Du bist wirklich ehrgeizig. Aber vergiss nicht, auch ein bisschen Alltag zu genießen. Ein Duellant zu sein heißt nicht, dass du ständig angespannt sein musst.“

Xenia nickte nur, zu sehr auf ihre Karten konzentriert. Sie wusste, dass jeder kleine Fehler sie das Duell gegen Seto kosten könnte. Die Herausforderung war nicht nur das Turnier – es war, gegen einen Gegner zu bestehen, der so kühl, arrogant und abweisend war, dass er jeden Nervenzusammenbruch sofort erkennen konnte.

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Später, in der Turnierhalle, bereitete sich Xenia auf das nächste Duell vor. Mai Valentine war erneut anwesend. Sie stand lässig an ihrer Plattform, ihr typisches charmantes Lächeln auf den Lippen, während sie ihr Deck überprüfte.

„Bereit, Xenia?“ fragte Mai, als Xenia sich ihr näherte. „Ich hoffe, du bist genauso schlagfertig wie beim letzten Mal.“

„Ja“, antwortete Xenia ruhig. „Ich bin bereit.“

Seto Kaiba stand am Rand der Plattform, wie immer mit verschränkten Armen und kühl abweisendem Blick. Kein Lächeln, kein Kommentar, nur seine durchdringenden Augen, die jede Bewegung von Xenia beobachteten.

Xenia spürte die Spannung in der Luft. Sein Blick war wie ein Messer, das ihre Entscheidungen analysierte, jede Unsicherheit entdeckte und jeden Zug kritisch bewertete. Sie musste fokussiert bleiben.

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Das Duell begann, und Mai eröffnete mit einer Kombination aus schnellen Angriffen und psychologischen Tricks. Xenia reagierte sofort, konterte geschickt und baute eine Gegenstrategie auf, die ihre Erfahrung und Vorbereitung widerspiegelte.

Die Zuschauer waren gebannt, jeder Zug wurde kommentiert, jede Überraschung mit Applaus belohnt. Xenia spürte, wie ihre Hände leicht zitterten, doch ihr Verstand blieb klar. Sie musste präzise spielen, jede Karte bedacht wählen – und gleichzeitig die ständige Präsenz von Seto Kaiba im Hinterkopf behalten.

„Effizient“, murmelte Seto leise, die Augen unverändert kühl. „Keine Schwäche. Interessant… sie entwickelt sich schneller, als ich gedacht hätte.“

Mai lachte leise und nickte anerkennend. „Nicht schlecht, Xenia. Du bist besser, als ich erwartet habe.“

Xenia atmete schwer, aber zufrieden. „Danke, Mai. Dein Spiel war herausfordernd. Ich habe viel gelernt.“

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Nach dem Duell kehrte Xenia in die WG zurück. Erina bereitete das Abendessen vor, während Xenia die Karten des Tages sortierte und analysierte. Es war ein Moment der Normalität, doch gleichzeitig war da diese Spannung, die Seto Kaiba immer hinterließ – kühl, arrogant, abweisend, und doch faszinierend.

Xenia setzte sich auf das Sofa, die Karten vor sich ausgebreitet. „Jeder Tag ist ein Schritt näher an ihm“, murmelte sie leise. „Ein Schritt näher, auf Augenhöhe zu sein.“

Erina legte eine Hand auf ihre Schulter. „Und du bist schon weit gekommen. Vergiss das nicht.“

Xenia nickte, doch tief in ihrem Inneren wusste sie, dass das Training, die Duelle und die Begegnungen mit Seto sie ständig fordern würden. Alltag, Routine, Training – alles war Teil eines größeren Spiels, in dem jeder Zug zählte und jeder Blick Bedeutung hatte.

Die Nacht senkte sich über Domino City, die Straßen wurden still, und in der kleinen WG duftete es nach frisch gekochtem Abendessen. Xenia legte ihre Karten beiseite, schloss kurz die Augen und bereitete sich mental auf den nächsten Tag vor – auf neue Duelle, neue Herausforderungen und auf Seto Kaiba, dessen kühle, arrogante und abweisende Präsenz immer stärker in ihrem Leben spürbar wurde.
 

Der Tag begann wie jeder andere in der WG. Die ersten Sonnenstrahlen fielen durch die Vorhänge und tauchten das Wohnzimmer in sanftes Licht. Xenia saß am Küchentisch, Karten ausgebreitet, und überprüfte sorgfältig jede Strategie, die sie für das bevorstehende Duell entwickelt hatte.

„Du wirkst heute besonders fokussiert“, bemerkte Erina, während sie den Frühstückstisch deckte. „Bist du nervös?“

Xenia schüttelte den Kopf. „Nein… nicht nervös. Aber ich will perfekt vorbereitet sein. Mein Gegner heute ist stark, und ich darf keinen Fehler machen.“

Erina lächelte leicht. „Du bist wirklich ehrgeizig. Aber vergiss nicht, auch kleine Pausen zu machen. Du kannst nicht immer auf Hochtouren spielen.“

Xenia nickte nur. Sie wusste, dass sie jeden Moment nutzen musste, um stärker zu werden – besonders wenn sie Seto Kaiba irgendwann gegenüberstand. Seine kühle, arrogante und abweisende Art ließ keine Schwäche zu.

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In der Turnierhalle wartete bereits ihr Gegner: ein erfahrener Duellant, berüchtigt für seine komplexen Strategien und unvorhersehbaren Züge. Neben der Plattform stand Mai Valentine, charmant wie immer, und beobachtete neugierig das bevorstehende Duell.

„Bereit, Xenia?“ fragte Mai, ein leichtes Lächeln auf den Lippen. „Ich hoffe, du machst mich heute nicht langweilig.“

„Ich bin bereit“, antwortete Xenia ruhig, während sie ihre Karten auf das Feld legte.

Seto Kaiba stand wie immer am Rand, die Arme verschränkt, Blick kühl und abweisend. Keine Mimik, kein Kommentar – nur die scharfen Augen eines Duellanten, der jede Bewegung analysierte. Xenia spürte die Spannung, als wäre die Luft selbst dichter geworden.

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Das Duell begann. Der Gegner eröffnete mit einer riskanten Strategie, die viele Überraschungen und schnelle Züge enthielt. Xenia reagierte sofort, konterte geschickt und baute nach und nach ihre Gegenstrategie auf. Jeder Zug war präzise, jeder Angriff kalkuliert.

Die Zuschauer waren gebannt, jeder Zug wurde kommentiert, jede Wendung des Spiels mit Applaus honoriert.

Seto Kaiba beobachtete sie unverändert kühl. „Sie bleibt ruhig. Sie verliert nicht die Kontrolle, selbst unter Druck. Interessant… sehr interessant.“

Mai, die Xenia die ganze Zeit über beobachtet hatte, klatschte leicht in die Hände. „Beeindruckend. Du hast wirklich viel gelernt seit unserem letzten Duell.“

Xenia lächelte schwach. „Danke, Mai. Ich wollte mich verbessern. Dein Spiel war eine gute Herausforderung.“

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Das Duell erreichte seinen Höhepunkt. Der Gegner setzte alles auf einen letzten riskanten Angriff. Xenia überlegte nur einen Herzschlag, dann zog sie die entscheidende Karte und konterte perfekt. Das Publikum hielt den Atem an, bevor der Jubel ausbrach.

Mai lachte leise und nickte anerkennend. „Du bist besser, als ich gedacht habe.“

Seto Kaiba, wie immer kühl, nickte kaum merklich. „Effizient. Keine Fehler. Sie ist stärker, als ich erwartet hatte.“

Xenia atmete tief durch. Sie war erschöpft, aber zufrieden. Dieses Duell hatte ihr gezeigt, dass sie gewachsen war – nicht nur in der Technik, sondern auch in der mentalen Stärke.

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Nach dem Turnier kehrte Xenia in die WG zurück. Erina bereitete das Abendessen vor, während Xenia die Karten noch einmal durchging. Der Alltag kehrte zurück, aber die Erinnerung an Setos kühlen, abweisenden Blick ließ sie nicht los.

„Du bist unglaublich stark geworden“, sagte Erina, als sie das Essen servierte. „Aber denk daran, du musst nicht immer alles allein schaffen.“

Xenia nickte, ein schwaches Lächeln auf den Lippen. „Ich weiß… aber ich will bereit sein. Für jeden Gegner. Besonders für Seto Kaiba.“

Die Nacht senkte sich über Domino City. Die kleine WG war erfüllt vom Duft des Essens, der Wärme des Alltags und der leisen Gedanken, die Xenia immer wieder zu Seto Kaiba führten – kühl, arrogant, abweisend… und dennoch faszinierend.

Sie legte ihre Karten beiseite, schloss die Augen kurz und bereitete sich mental auf den nächsten Tag vor – auf neue Duelle, neue Herausforderungen und auf die Begegnungen mit Seto Kaiba, die sie mehr beschäftigten, als sie sich eingestehen wollte.

Der Morgen in der WG begann ungewöhnlich still. Xenia saß am Küchentisch, die Karten vor sich ausgebreitet, ihre Finger glitten über jede einzelne Karte, als wollte sie jede Bewegung schon im Voraus planen. Erina bereitete Frühstück vor, sprach kaum, beobachtete sie nur mit einem leichten Lächeln.

„Heute ist es also soweit“, sagte Erina. „Du wirst gegen Seto Kaiba antreten.“

Xenia nickte, die Augen weiterhin auf ihr Deck gerichtet. „Ja. Ich muss mich beweisen. Nicht nur ihm, sondern auch mir selbst.“

„Du bist bereit“, sagte Erina. „Und vergiss nicht – es geht nicht nur darum, zu gewinnen. Beobachte, lerne, wachse.“

Xenia lächelte, doch in ihrem Herzen spürte sie ein Kribbeln. Kalt, arrogant, abweisend – Seto Kaiba würde sie analysieren, jede Schwäche aufspüren und jede Unaufmerksamkeit bestrafen. Doch sie wollte nicht zurückweichen.

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In der Turnierhalle war die Atmosphäre elektrisierend. Die Zuschauer hielten den Atem an, als Xenia die Plattform betrat. Mai Valentine stand in der Nähe, lächelte und schien die Spannung zu genießen.

„Bereit, Xenia?“, fragte sie charmant. „Ich bin gespannt, wie du gegen ihn spielst.“

Xenia nickte. „Ich muss konzentriert bleiben. Kein Fehler.“

Seto Kaiba war bereits am Rand der Plattform, die Arme verschränkt, die Augen kühl und abweisend. Kein Wort, kein Lächeln – nur dieser durchdringende Blick, der alles zu sehen schien. Xenia spürte, wie ihr Herz schneller schlug, doch sie ließ sich nichts anmerken.

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Das Duell begann. Seto eröffnete mit einer mächtigen Strategie, die sofort Druck auf Xenia ausübte. Jede seiner Karten war präzise gewählt, jeder Angriff berechnend. Doch Xenia blieb ruhig, reagierte geschickt und baute nach und nach ihre eigene Gegenstrategie auf.

Die Menge war gebannt, jeder Zug wurde kommentiert, jede Wendung mit Applaus honoriert. Xenia spürte, wie die Anspannung wuchs – nicht nur wegen der Herausforderung des Spiels, sondern wegen Setos unnachgiebiger Präsenz.

„Interessant“, murmelte Seto leise, seine Augen unverändert kühl. „Sie bleibt ruhig, auch unter Druck. Sie hat sich weiterentwickelt… schneller, als ich erwartet hätte.“

Mai, die das Duell aufmerksam verfolgte, nickte anerkennend. „Sie ist gut. Sehr gut. Aber Kaiba wird sie testen, bis sie an ihre Grenzen stößt.“

Xenia ließ sich nicht ablenken. Jeder Zug musste sitzen. Jede Karte war entscheidend. Sie erinnerte sich an die Trainingsstunden in der WG, an die Strategien, die Erina ihr gezeigt hatte, und an jede Lektion, die sie gelernt hatte.

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Das Duell erreichte seinen Höhepunkt. Seto setzte alles auf einen riskanten, aggressiven Angriff, der viele überraschen konnte. Xenia überlegte nur einen Herzschlag und zog dann die entscheidende Karte, die Setos Strategie konterte und das Gleichgewicht des Spiels drehte.

Die Zuschauer hielten den Atem an, bevor sie in Jubel ausbrachen. Xenia spürte Erleichterung, Stolz und Adrenalin zugleich.

Seto Kaiba, wie immer kühl, nickte kaum merklich. „Effizient. Keine Fehler. Sie ist stark… sehr stark.“

Xenia ließ ihre Schultern sinken, erleichtert, aber immer noch fokussiert. Sie hatte nicht nur ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt, sondern auch das erste Mal gespürt, dass sie Seto auf Augenhöhe begegnen konnte – trotz seiner abweisenden, arroganten Art.

Mai trat näher, lächelte und klopfte Xenia auf die Schulter. „Gut gemacht. Du hast wirklich gelernt, die Kontrolle zu behalten.“

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Zurück in der WG war der Abend ruhig. Erina bereitete das Abendessen vor, Xenia sortierte die Karten des Tages und reflektierte das Duell. Die Routine des Alltags half ihr, wieder zu Boden zu kommen, doch die Erinnerung an Setos kühle Präsenz ließ sie nicht los.

„Du hast es geschafft“, sagte Erina. „Du bist bereit. Mehr als bereit.“

Xenia nickte, ein Lächeln auf den Lippen. „Ja, aber das war nur der Anfang. Seto Kaiba wird nicht einfach aufgeben.“

Die Nacht senkte sich über Domino City. In der kleinen WG war alles still, nur das leise Rascheln der Karten erinnerte daran, dass Xenia weiter trainieren und wachsen würde. Kalt, arrogant, abweisend – Seto Kaiba hatte ihr mehr gegeben als nur ein Duell: eine Herausforderung, die sie antrieb, stärker zu werden, cleverer zu denken und vielleicht irgendwann… ihm näher zu kommen, als sie es je erwartet hätte.
 

Die Sonne war längst aufgegangen, als Xenia in der WG in der Küche stand. Ein leichter Geruch von frisch gebrühtem Kaffee hing in der Luft, während sie das Frühstück vorbereitete. Erina saß am Tisch, die Hände um die Tasse gekrallt, und beobachtete Xenia mit einem sanften Lächeln.

„Du wirkst heute… ruhiger“, sagte Erina. „Nach dem Duell gestern. Hast du geschlafen?“

Xenia nickte, ihre Gedanken jedoch noch immer bei Seto Kaiba. „Ein bisschen. Aber mein Kopf war voller Züge, Strategien und Szenarien. Ich kann nicht aufhören, darüber nachzudenken.“

Erina seufzte leise. „Du bist unglaublich ehrgeizig. Aber du darfst nicht vergessen, dass auch Ruhe ein Teil der Vorbereitung ist. Man kann keinen klaren Kopf haben, wenn man sich ständig überanstrengt.“

Xenia lächelte schwach. „Ja… ich weiß. Aber irgendwie… motiviert mich das alles, besonders er.“

„Seto Kaiba?“ Erina hob eine Augenbraue. „Der kalte, arrogante Typ? Er motiviert dich?“

Xenia errötete leicht. „Ja… es ist seltsam. Aber es ist mehr als nur das Duell. Seine Präsenz zwingt mich, besser zu sein. Keine Fehler zu machen.“

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Später erreichte eine Nachricht von Mai Xenia: „Treffen wir uns kurz auf der Plattform? Ich habe ein paar Tipps für deine Strategie, falls du erneut auf Kaiba triffst.“

Xenia nickte innerlich. Mai hatte eine Art, Strategien zu erklären, die präzise und gleichzeitig subtil war. Ihre Ratschläge konnten den entscheidenden Unterschied machen.

Auf der Plattform wartete Mai bereits, ein leichtes Lächeln auf den Lippen. „Bereit, Xenia?“

„Ja. Ich möchte alles lernen, was ich kann“, antwortete Xenia und legte ihr Deck aus.

Mai nickte anerkennend. „Gut. Beobachte Kaibas Züge genau. Er ist abweisend, arrogant und kühl – aber jede seiner Handlungen hat einen Grund. Wenn du seinen Rhythmus erkennst, kannst du seine Angriffe vorhersehen.“

Xenia konzentrierte sich. „Ich werde es versuchen.“

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Während Mai ihre Tipps erklärte, beobachtete Seto Kaiba am Rande der Plattform die Szene. Seine Arme waren wie immer verschränkt, sein Blick kühl und abweisend. Er machte keine Anzeichen, dass er die Unterhaltung zwischen Xenia und Mai verfolgte – und doch registrierte er jedes Detail.

Xenia spürte, wie sich ihr Herzschlag beschleunigte, obwohl kein Duell stattfand. Setos Präsenz war wie ein ständiger Schatten, der sie gleichzeitig herausforderte und faszinierte.

Mai lächelte leicht. „Du bist konzentriert, aber nicht angespannt. Das ist gut. Halte das für morgen, wenn ihr erneut aufeinander trefft.“

Xenia nickte. „Danke, Mai. Deine Tipps helfen mir wirklich.“

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Zurück in der WG setzte Xenia sich auf das Sofa, sortierte ihre Karten und reflektierte über die letzten Duelle. Erina brachte Tee vorbei und setzte sich neben sie.

„Du hast dich wirklich verändert seit deiner Ankunft hier“, sagte Erina. „Du bist stärker, fokussierter… und irgendwie selbstbewusster.“

Xenia lächelte. „Ja… aber es ist noch nicht genug. Ich will bereit sein. Für Kaiba. Und für alles, was noch kommt.“

Die Abenddämmerung senkte sich über Domino City, und die WG war erfüllt vom Duft des Tees, der Ruhe des Alltags und dem leisen Rascheln der Karten. Xenia wusste, dass jeder Tag neue Herausforderungen bringen würde – neue Duelle, neue Strategien und die unausgesprochene Spannung zwischen ihr und Seto Kaiba. Kalt, arrogant, abweisend… und dennoch unverkennbar präsent in ihrem Leben.

Xenia erwachte an diesem Morgen ohne Wecker. Die Sonne schien durch die Vorhänge und tauchte die WG in warmes, goldenes Licht. Kein Training, kein Turnier, kein Druck – nur ein freier Tag, den sie mit Erina verbringen konnte.

„Guten Morgen, Schlafmütze“, rief Erina aus der Küche. „Kaffee oder Tee?“

Xenia lächelte verschlafen. „Tee bitte. Heute ist endlich mal ein freier Tag.“

Erina stellte zwei dampfende Tassen auf den Tisch, während Xenia sich an den Küchentisch setzte. „Freier Tag? Hört sich nach einem Luxus an. Wie willst du ihn verbringen?“

Xenia lehnte sich zurück und atmete tief durch. „Vielleicht einfach… nichts tun. Karten sortieren, ein bisschen lesen, vielleicht später spazieren gehen.“

Erina grinste. „Klingt nach einem Plan. Dann machen wir’s uns gemütlich.“

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Der Vormittag verging langsam. Xenia sortierte ihr Deck, probierte ein paar neue Kombinationen aus, ohne den Druck eines Duells im Nacken zu spüren. Erina saß daneben, las ein Buch und machte ab und zu Kommentare zu Xenia’s Spielzügen.

„Weißt du, Xenia“, sagte Erina, „du bist immer so konzentriert. Es ist fast, als würdest du die Karten atmen hören.“

Xenia lachte leise. „Vielleicht… oder ich höre nur auf mein Bauchgefühl.“

Erina schüttelte lachend den Kopf. „Ich glaube, du hörst mehr auf Seto Kaiba als auf dein Bauchgefühl.“

Xenia errötete leicht und senkte die Augen auf ihr Deck. „Vielleicht ein bisschen.“
 

Mai Valentine war in der Stadt unterwegs. Sie war eine bekannte Duellantin. So war es kein Wunder, dass die Leute sie erkannten und von ihr ein Autogramm wollten. Manche wollten auch ein Foto mit ihr. Ein junger Mann sprach sie an. „Hätten Sie einen Moment Zeit?"

Mai blieb stehen. „Was wollen Sie?"

Der Mann lächelte. „Sie sehen echt gut aus. Sind Sie Model?"

Mai schüttelte den Kopf. „Nein ich bin eine Duellantin."

„Haben Sie Interesse an einer Modelkarriere?", fragte der Mann. „Ich könnte Ihnen da weiterhelfen."

Mai winkte ab. „Nein danke, ich bin daran nicht interessiert."

Der Mann ließ nicht locker. „Ach kommen Sie schon! Das ist eine einmalige Chance. Sie sollten sie nutzen."

„Haben Sie was an den Ohren?", rief Mai. „Ich habe Nein gesagt!"

Der Mann hob beschwichtigend die Hände. „Schon gut, schon gut. War ja nur ein Angebot.“ Sein Lächeln wirkte nun verkrampft, und einige Passanten hatten die Szene bemerkt und blieben stehen.

Mai verschränkte die Arme. „Dann hören Sie mir jetzt genau zu. Ich lasse mich nicht bedrängen. Wenn ich Nein sage, dann meine ich das auch.“ Ihre Stimme war ruhig, aber scharf wie eine Klinge.

Der Mann nickte hastig. „Verstanden. Tut mir leid.“ Ohne ein weiteres Wort drehte er sich um und verschwand in der Menge.

Ein paar Leute atmeten hörbar auf. Ein Mädchen mit einer Kamera trat schüchtern näher. „Ähm … Valentine-san? Könnte ich vielleicht trotzdem ein Foto mit Ihnen haben?“

Mai entspannte sich ein wenig und lächelte knapp. „Klar. Das ist kein Problem.“ Sie stellte sich neben das Mädchen, das vor Freude strahlte, und nach dem Foto bedankte es sich überschwänglich.

Als die Menge sich langsam wieder zerstreute, ging Mai weiter die Straße entlang. Unglaublich, dachte sie. Manche Leute hören einfach nicht zu. Doch sie ließ sich die Laune nicht verderben. Sie hatte schon ganz andere Situationen gemeistert.

Am Ende der Straße blieb sie stehen und blickte auf ihr Spiegelbild in einem Schaufenster. „Ich bin eine Duellantin“, murmelte sie und zog leicht an ihrer Jacke. „Und genau das reicht mir.“ Mit neuem Selbstbewusstsein setzte sie ihren Weg fort.
 

Am Nachmittag entschieden sie, einen Spaziergang durch Domino City zu machen. Die frische Luft und die Sonne halfen Xenia, den Kopf frei zu bekommen. Erina plauderte über alltägliche Dinge, kleine Witze und Geschichten aus ihrer eigenen Vergangenheit, während Xenia ihr aufmerksam zuhörte.

„Es ist schön, mal so einen Tag zu haben“, sagte Xenia, als sie auf einer Parkbank Platz nahmen. „Kein Turnier, kein Training, keine Ablenkung… nur wir und die Stadt.“

Erina nickte. „Ja. Du musst auch mal Luft holen. Du bist sonst immer so… fokussiert.“

Xenia lächelte, die Gedanken noch immer bei den Duellen, bei Seto, bei der Herausforderung, die er für sie bedeutete. Kalt, arrogant, abweisend – aber gleichzeitig faszinierend. Sie wusste, dass er nicht hier war, um sie zu beobachten, und doch fühlte sie seine Präsenz in Gedanken.

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Zurück in der WG bereiteten sie gemeinsam Abendessen zu. Die Küche war erfüllt vom Duft von frisch gekochtem Essen, das Klirren von Pfannen und vom leisen Lachen der beiden.

„Weißt du, Xenia“, sagte Erina, während sie Gemüse schnitt, „du bist wirklich gewachsen, seitdem du hier bist. Nicht nur als Duellantin, sondern auch als Mensch.“

Xenia blickte auf, überrascht. „Meinst du wirklich?“

Erina nickte. „Ja. Du bist stark, konzentriert, aber du vergisst nicht, auch die kleinen Dinge zu genießen. Heute war so ein Tag, und es hat dir gut getan.“

Xenia lächelte und fühlte sich für einen Moment leicht. Der Druck des Turniers, die kühle Abweisung von Seto, die ständigen Strategien – all das schien für ein paar Stunden in weiter Ferne.

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Am Abend saßen sie auf dem Sofa, Tee in der Hand, und ließen den Tag ausklingen. Xenia dachte über Seto Kaiba nach, über seine kühle, arrogante Art, über seine ständigen Analysen und die unausgesprochene Spannung zwischen ihnen. Doch heute war es anders. Heute war sie ruhig, zufrieden – sie hatte einen freien Tag genossen, Freundschaft erlebt und sich selbst ein kleines Stück mehr kennengelernt.

„Danke, Erina“, sagte Xenia leise. „Heute war schön.“

Erina legte ihre Hand auf Xenias Schulter. „Immer gerne. Manchmal sind die freien Tage genauso wichtig wie die Duelle.“

Xenia nickte, lehnte sich zurück und sah aus dem Fenster in die untergehende Sonne von Domino City. Seto Kaiba würde weiterhin eine Herausforderung sein. Aber heute, nur heute, war sie einfach Xenia. Ruhe, Freundschaft und kleine Momente – ein freier Tag inmitten ihres chaotischen Duellantenlebens.

Der Morgen begann hektisch. Xenia wachte früh auf, die Erinnerungen an den gestrigen freien Tag noch frisch, doch heute wartete das Turnier. Ihr Herz schlug schneller, als sie sich auf den Weg zur Turnierhalle machte. Der Duft von frisch gebrühtem Kaffee in der WG und das ruhige Lächeln von Erina hatten ihr gutgetan – doch nun galt es wieder, fokussiert zu sein.

„Bereit?“, fragte Erina, als sie Xenia die Haustür öffnete.

Xenia nickte, die Hände um ihr Deck gekrallt. „Ja. Heute wird es ernst. Ich muss alles geben.“

Erina drückte kurz ihre Hand. „Vergiss nicht, ruhig zu bleiben. Du hast das Zeug dazu.“

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In der Turnierhalle war die Spannung sofort spürbar. Zuschauer drängten sich, die Luft war voller Erwartung, und Xenia spürte das vertraute Kribbeln in ihrem Magen. Neben der Plattform stand Mai Valentine, die sich diesmal bewusst als Beobachterin positioniert hatte. Ihr charmantes Lächeln wirkte fast wie eine Beruhigung, doch Xenia wusste, dass Mai auch jede ihrer Strategien analysieren würde.

„Konzentriert bleiben“, murmelte Mai. „Kaiba beobachtet alles. Jede Kleinigkeit kann er nutzen.“

Xenia nickte stumm, legte ihr Deck aus und atmete tief durch.

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Seto Kaiba erschien wie aus dem Nichts am Rand der Plattform. Seine Präsenz war unverkennbar: Arme verschränkt, kühler, abweisender Blick, der alles zu erfassen schien. Kein Wort, kein Lächeln, nur diese stille, dominante Ausstrahlung, die jeden anderen duellierenden Gegner einschüchterte.

Xenia spürte, wie ihr Puls schneller wurde, doch sie ließ sich nichts anmerken. Heute war sie vorbereitet. Heute wollte sie nicht nur reagieren – sie wollte agieren.

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Das Duell begann. Seto eröffnete mit aggressiven Angriffen und komplizierten Strategien, die viele Anfänger leicht überfordert hätten. Xenia jedoch blieb ruhig, analysierte jede Karte, jedes Risiko. Sie setzte ihre eigenen Kombos gezielt ein und begann, die Aktionen von Seto zu antizipieren.

Mai beobachtete interessiert. „Gut. Du reagierst nicht nur, du kontrollierst das Tempo. Perfekt.“

Seto Kaiba, unverändert kühl und abweisend, nickte kaum merklich. „Interessant. Sie hat gelernt, nicht nur zu verteidigen… sie denkt mehrere Schritte voraus.“

Xenia spürte eine Mischung aus Adrenalin und Zufriedenheit. Seto war nicht nur ein Gegner – seine kühle Präsenz trieb sie an, jede Entscheidung perfekt zu machen. Jeder Blick, jede Bewegung schien sie zu analysieren, doch sie ließ sich nicht einschüchtern.

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Das Duell erreichte seinen Höhepunkt. Seto setzte alles auf einen mächtigen, riskanten Angriff, der Xenia unter Druck setzen sollte. Doch Xenia reagierte schnell, zog die entscheidende Karte und konterte perfekt. Die Menge hielt den Atem an, bevor der Jubel ausbrach.

Seto Kaiba, immer noch kühl und abweisend, betrachtete Xenia mit einem leichten Stirnrunzeln, das mehr Anerkennung als Ärger ausdrückte. „Effizient. Kein Fehler. Sie hat sich verbessert… deutlich.“

Mai lächelte leicht. „Gut gemacht. Du hast ihn gezwungen, sich anzupassen.“

Xenia atmete schwer, ließ die Schultern sinken. Sie hatte nicht nur das Duell überstanden, sondern auch das Gefühl, Seto ein Stück näher auf Augenhöhe begegnet zu sein.

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Zurück in der WG war alles ruhig. Erina bereitete Tee, während Xenia die Karten noch einmal sortierte. Der Alltag half ihr, wieder zu Boden zu kommen, doch in ihrem Kopf spielte sich das Duell noch einmal ab.

„Du bist stark geworden“, sagte Erina. „Und nicht nur als Duellantin. Du hast gelernt, Kontrolle zu behalten.“

Xenia nickte, ein schwaches Lächeln auf den Lippen. „Ja… aber Seto Kaiba ist noch immer eine Herausforderung. Und das wird er bleiben.“

Die Sonne sank über Domino City, und die WG war erfüllt vom Duft des Tees, der Ruhe des Alltags und der leisen Nachwirkungen des Turniers. Xenia wusste, dass jeder neue Tag neue Duelle, neue Herausforderungen und neue Begegnungen mit Seto Kaiba bringen würde – kühl, arrogant, abweisend… und gleichzeitig faszinierend.
 

Der Nachmittag war ungewöhnlich still in der WG. Xenia saß am Schreibtisch in ihrem Zimmer, das Fenster leicht geöffnet, sodass eine sanfte Brise die Vorhänge bewegte. Vor ihr lag ein Brief – sauber gefaltet, formell, schwer. Ihre Mutter hatte geschrieben. Schon zum dritten Mal in diesem Monat.

„Du hast ihn noch immer nicht geöffnet?“, fragte Erina und blieb im Türrahmen stehen.

Xenia schüttelte den Kopf, ohne aufzusehen. „Ich weiß schon, was drinsteht. Es ist immer das Gleiche. Kritik. Vorwürfe. Und… irgendeine Lektion, wie ich mein Leben angeblich besser führen sollte.“

Erina trat ein, setzte sich aufs Bett. „Du solltest dich nicht fertig machen lassen. Sie weiß nicht, wie du wirklich bist.“

Xenia zuckte mit den Schultern und sah hinaus auf die Straße. Menschen gingen vorbei, das Leben draußen schien leicht, normal. Ganz anders als die Schwere, die sich jedes Mal in ihr breit machte, wenn sie an ihre Mutter dachte.

„Manchmal wünschte ich, es wäre anders“, flüsterte Xenia. „Aber seit Papa gestorben ist… hat sich einfach alles verändert.“

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Ihr Vater war gestorben, als sie gerade einmal sechs Jahre alt war. Ein plötzlicher Unfall – und plötzlich war die Welt ein Stück dunkler geworden. Ihre Mutter hatte den Verlust nie richtig verarbeitet. Stattdessen hatte sie alles in sich hineingefressen, bis nur noch Bitterkeit übrig blieb.

Als Xenia acht war, hatte ihre Mutter erneut geheiratet. Ein Mann namens Kenji, freundlich, ruhig, vernünftig – das komplette Gegenteil der emotionalen Unruhe ihrer Mutter. Xenia mochte ihn. Er hatte nie versucht, ihr Vater zu sein, aber er war immer respektvoll und fair geblieben.

Doch ihre Mutter… war geblieben, wie sie war. Kalt, kritisch, distanziert.

Und je älter Xenia wurde, desto mehr prallten ihre eigenen Träume mit dem zusammen, was ihre Mutter für „richtig“ hielt.

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„Also willst du den Brief gar nicht erst lesen?“, fragte Erina vorsichtig.

Xenia griff den Umschlag, drehte ihn zwischen den Fingern, als würde er brennen. „Ich weiß, was drinsteht. 'Xenia, du solltest mehr Verantwortung übernehmen. Xenia, du solltest nicht mit Erina zusammenleben, sie tut dir nicht gut.' Immer das Gleiche.“

Erina verzog den Mund. „Tja… immerhin bin ich konsequent in ihrer Meinung.“

Xenia lachte kurz, wenn auch schmerzlich. „Sie glaubt, du wärst ein schlechter Einfluss. Dass du mich… ablenkst. Oder verführst, unvernünftige Entscheidungen zu treffen.“

Erina legte ein Hand aufs Herz und tat übertrieben empört. „Ich? Ein schlechter Einfluss? Ich koch für dich, ich halte dir den Rücken frei und ich höre mir immer deine endlosen Strategien an.“

„Ich weiß.“ Xenia lächelte schwach. „Aber meine Mutter sieht nur… dass du freiheitsliebend bist, offen, laut, selbstständig. Alles, was sie nicht ist.“

„Genau deshalb kommen wir so gut klar“, entgegnete Erina sanft.

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Xenia seufzte und legte den Brief schließlich beiseite. „Ich will nicht, dass sie wieder versucht, mein Leben zu kontrollieren. Ich hab mich entschieden auszuziehen. Ich hab mich entschieden, meinen Weg zu gehen.“

„Und du bist nicht allein“, sagte Erina. „Egal, was sie sagt.“

In diesem Moment vibrierte Xenias Handy. Eine neue Nachricht. Sie griff danach – und als sie las, stockte ihr der Atem.

Von: Mama

Wir müssen reden. Es geht um deine Zukunft. Und um Erina. Ich mache mir Sorgen. Bitte komm vorbei.

Xenia starrte auf den Bildschirm, das Herz schwer.

„Und? Was ist es diesmal?“, fragte Erina vorsichtig.

Xenia zeigte ihr die Nachricht. „Sie will, dass ich zu ihr komme. Natürlich geht es wieder um dich.“

Erina schwieg einen Moment, dann sagte sie ruhig: „Wenn du willst, gehe ich mit. Wenn du das nicht willst, gehst du alleine. Und wenn du gar nicht hingehen willst, dann gehst du nicht, Punkt.“

Xenia schloss die Augen. Ein Teil von ihr wollte hingehen – ein anderer wollte weglaufen.

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Später am Abend, als sie zusammen am Tisch saßen und das einfache Abendessen genossen, das Erina gekocht hatte, schien die WG trotz der Schwere ein sicherer Ort zu sein. Ein kleiner Hafen im Chaos ihrer Vergangenheit.

„Weißt du“, sagte Erina schließlich, „deine Mutter hat vielleicht Angst, dich zu verlieren. Oder dass du Fehler machst. Aber am Ende ist es dein Leben, Xenia. Du musst entscheiden, wohin du gehst.“

Xenia nickte. „Ich weiß. Und ich glaube, ich muss ihr das sagen.“

Sie sah auf ihre Duellkarten, die ordentlich am Tischrand lagen. Das Turnier, die Strategien, Seto Kaibas kühle, abweisende Art – alles wirkte plötzlich klarer, greifbarer.

Xenia war dabei, ihren eigenen Weg zu gehen.

Und niemand – nicht einmal ihre Mutter – durfte sie davon abbringen.

Der Morgen nach der Nachricht ihrer Mutter fühlte sich schwer an. Als Xenia die Augen öffnete, klebten die Gedanken von gestern noch an ihr wie kalter Nebel. Im Wohnzimmer hörte sie Erina bereits klappern – vermutlich bereitete sie Frühstück zu, wie fast jeden Tag.

Xenia zog sich langsam an, lief barfuß in die Küche und fand Erina am Herd, die in einer Pfanne Omelett wendete.

„Guten Morgen“, sagte Erina sanft, als hätte sie schon geahnt, dass Xenia heute vorsichtig behandelt werden musste.

„Morgen“, murmelte Xenia und ließ sich auf einen Stuhl fallen.

Erina stellte ihr einen Teller hin, dann setzte sie sich ihr gegenüber. „Schwerer Tag?“

Xenia nickte. „Ich… überlege, ob ich hingehen soll. Zu meiner Mutter.“

Erina antwortete nicht sofort. Sie beobachtete Xenia, als würde sie die passende Stelle suchen, um einzugreifen. „Du musst dich zu nichts zwingen. Vor allem nicht heute. Du hast ein wichtiges Duell.“

„Ich weiß.“ Xenia ließ die Schultern hängen. „Aber es fühlt sich falsch an, so zu tun, als wäre alles in Ordnung. Sie wird nicht aufhören, Erina. Dieses ständige… hineinreden.“

Erina lehnte sich zurück. „Sie hat Angst, die Kontrolle zu verlieren. Aber du bist erwachsen. Es ist dein Leben, Xenia. Und du machst das gut.“

Xenia atmete tief ein. „Ich hoffe es.“

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Später, in der Turnierhalle, war die Stimmung angespannt wie immer. Zuschauer liefen geschäftig herum, Lichter flackerten, und die Plattformen summten leise im Hintergrund.

Xenia atmete den vertrauten Geruch ein – Karten, Plastik, Metall, Spannung. Ein Ort, der sich fast wie ein zweites Zuhause anfühlte. Ein Ort, an dem ihre Vergangenheit keine Rolle spielte.

Mai Valentine entdeckte sie sofort.

„Xenia! Da bist du ja.“

Sie wirkte entspannt, leicht, fast fröhlich – ganz im Gegensatz zu Xenia.

„Alles okay?“, fragte Mai, als sie nähertrat und Xenia musterte.

Xenia zwang sich zu einem Lächeln. „Ja. Nur… viel im Kopf.“

„Hm.“ Mai schob sich eine Haarsträhne hinter das Ohr. „Dann konzentriere dich auf das Hier und Jetzt. Gefühle können warten – Gegner nicht.“

Eine typische Mai-Antwort. Direkt. Ehrlich. Und irgendwie tröstlich.

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Dann bemerkte Xenia ihn.

Seto Kaiba stand am Rand der Halle, die Arme verschränkt, der Blick scharf wie Klingen. Er sagte nichts, natürlich nicht. Kaiba sprach nie, wenn Worte nicht absolut nötig waren. Und trotzdem fühlte sich sein Anblick an wie eine Prüfung.

Kühl.

Arrogant.

Abweisend.

Unerschütterlich.

Er schien nicht einmal überrascht, Xenia zu sehen. Eher so, als hätte er erwartet, dass sie auftaucht – trotz allem.

„Du siehst abgelenkt aus“, sagte er schließlich, ohne die Arme zu lösen.

Xenia hob das Kinn leicht, eine fast unbewusste Trotzreaktion. „Ich bin konzentriert.“

Seto verzog die Lippen kaum sichtbar – ein Ausdruck, der vermutlich als Skepsis gemeint war. „Ablenkung führt zu Fehlern.“

„Ich mache keine Fehler“, antwortete Xenia ruhig.

„Noch nicht“, erwiderte Seto und wandte sich ab, als wäre das Gespräch bereits beendet.

Xenia spürte eine Mischung aus Trotz und Antrieb in sich aufsteigen. Genau dieser Mann war der Grund, warum sie stärker werden wollte. Warum sie jeden Abend trainierte. Warum sie sich nicht von ihrer Mutter beirren lassen durfte.

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Das Duell begann.

Ihr Gegner war stark – bekannt für unberechenbare Kombos, die viele Duellanten in die Knie gezwungen hatten.

Xenia zwang sich zur Ruhe.

Sie lenkte ihre Gedanken weg von ihrer Mutter, weg vom Brief, weg von der Vergangenheit.

Nur das Feld, ihr Deck, ihre Strategie.

Sie spielte schneller als sonst, präziser.

Jeder Zug war eine Antwort auf das Chaos, das in ihr tobte.

Mai beobachtete aufmerksam.

Seto beobachtete eiskalt.

Und Xenia… spielte.

Schließlich zog sie die entscheidende Karte. Mit einem eleganten, perfekt getimten Zug drehte sie das Duell komplett.

Die Menge jubelte auf, die Plattform vibrierte unter ihren Füßen.

Sie hatte gewonnen.

Trotz allem.

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Als sie die Halle verließ, fühlte sie eine Hand leicht an ihrer Schulter.

Mai.

„Du warst gut“, sagte sie. „Ruhig. Fokussiert. Aber… du hast etwas zu klären.“

Xenia nickte langsam. „Ich weiß.“

Mai lächelte. „Denk daran: Man kann nicht duellieren, wenn man sein Herz nicht im Gleichgewicht hat.“

Dann ging sie.

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In der WG angekommen sank Xenia aufs Sofa. Erina setzte sich zu ihr, wartete, drängte nicht.

„Wie war’s?“

Xenia lächelte müde. „Ich hab gewonnen.“

„Natürlich hast du das.“

Sie legte ihre Karten beiseite und starrte an die Decke.

„Ich glaube… ich muss morgen zu ihr gehen.“

Erina nickte nur. „Und ich bin da. Egal wie du dich entscheidest.“

Xenia atmete tief ein, tief aus.

Ihre Vergangenheit war schwer, aber ihr Weg lag vor ihr.

Und sie würde ihn gehen.

Mit eigenen Schritten.
 

Es war noch früh am Morgen, als Xenia sich vor dem Spiegel fertig machte. Das Licht im Badezimmer war kühl, fast hart, und betonte die Schatten unter ihren Augen. Sie hatte kaum geschlafen. Der Gedanke an das Treffen mit ihrer Mutter nagte die ganze Nacht an ihr.

Erina lehnte an der Tür, die Arme vor der Brust verschränkt, besorgt und dennoch ruhig.

„Du musst heute nicht stark sein“, sagte sie. „Du musst nur ehrlich sein.“

Xenia atmete tief ein. „Das ist das Problem. Ehrlich sein macht alles komplizierter.“

„Manchmal muss man etwas kaputt machen, damit es wieder heilen kann,“ antwortete Erina sanft.

Xenia lächelte schwach. Erina hatte eine Art, Dinge poetisch und brutal ehrlich zugleich auszudrücken.

„Danke… dass du mitkommst.“

„Immer.“

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Der Weg zu dem Haus, in dem Xenia aufgewachsen war, fühlte sich seltsam unwirklich an. Die Straßen waren vertraut und doch fremd, wie Erinnerungen, die man zu lange nicht berührt hatte.

Als sie vor der Haustür stand, zögerte sie.

Erina legte eine Hand auf ihren Rücken. „Bereit?“

„Nein… aber ich mache es trotzdem.“

Xenia klingelte.

Die Tür öffnete sich schneller, als sie erwartet hatte.

Ihre Mutter stand da – hochgewachsen, streng, ordentlich wie immer, das dunkle Haar perfekt gesteckt. Ein Blick, der mehr sagte als Worte.

Erina lächelte höflich.

Ihre Mutter nicht.

„Xenia. Endlich.“ Die Stimme war ruhig, aber kalt. „Du hättest früher kommen können.“

Xenia schluckte, trat ein. „Ich hatte zu tun.“

Der Flur roch nach Reinigungsmittel und Lavendel – exakt wie früher.

Zu sauber.

Zu geordnet.

Zu eng.

Kenji kam um die Ecke, ein warmes, ehrliches Lächeln im Gesicht.

„Xenia! Schön, dich zu sehen.“ Er umarmte sie leicht, nicht aufdringlich.

Dann nickte er Erina freundlich zu. „Erina, richtig? Willkommen.“

Xenias Mutter verzog bei der Umarmung kaum sichtbar das Gesicht.

Erina bemerkte es.

Xenia auch.

Sie setzten sich ins Wohnzimmer. Die Atmosphäre war so angespannt, dass man sie hätte schneiden können.

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„Also“, begann Xenias Mutter schließlich. „Wir müssen etwas Wichtiges besprechen.“

Xenia stieß die Luft aus. „Natürlich müssen wir das.“

Ihre Mutter verschränkte die Hände. „Ich mache mir Sorgen um dich. Sehr große Sorgen. Du lässt dich zu sehr beeinflussen. Du verlierst den Fokus, du… driftest ab.“ Ihr Blick glitt kurz, scharf und verurteilend, zu Erina.

Erina richtete sich auf, sagte aber nichts.

„Ablenken lasse ich mich nicht“, sagte Xenia ruhig.

„Doch“, antwortete ihre Mutter sofort. „Du bist impulsiver geworden. Und diese… Unabhängigkeit… sie tut dir nicht gut.“

„Mutter, ich bin zwanzig.“

„Und trotzdem triffst du Entscheidungen, die ich nicht nachvollziehen kann.“

„Du musst sie nicht nachvollziehen“, erwiderte Xenia.

Kenji atmete hörbar aus, als wolle er die Spannung entschärfen. „Vielleicht sollten wir—“

„Nein“, unterbrach Xenias Mutter ihn und lehnte sich nach vorne. „Xenia, ich will, dass du wieder nach Hause kommst. Diese WG, diese Freundin, dieses… Turnierleben… das ist kein Zukunftsplan. Das ist ein Spiel.“

Xenia fühlte, wie etwas in ihr brach. Ein alter Schmerz. Ein alter Druck.

„Es ist mein Weg“, sagte sie. „Und ich werde ihn gehen.“

„Mit ihr?“ Ihre Mutter deutete auf Erina.

Erina hob leicht das Kinn. Sie musste nicht sprechen – ihre Haltung sagte alles.

„Ja“, antwortete Xenia. „Mit ihr. Sie ist meine Freundin. Meine Unterstützung. Und du hast kein Recht, sie zu verurteilen.“

Ein kurzer Moment der Stille.

Schwer.

Dichter als die Luft.

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Xenias Mutter richtete sich auf. „Dann mach, was du willst. Aber wundere dich später nicht, wenn du scheiterst.“

Xenia spürte die Tränen in ihren Augen, aber sie kämpfte dagegen an.

„Ich bin nicht mehr das kleine Mädchen, das du formen kannst. Ich entscheide heute selbst.“

Kenji räusperte sich. „Vielleicht… sollten wir alle einen Moment—“

Aber Xenia stand bereits auf. „Ich gehe.“

Erina erhob sich sofort, blieb aber dicht bei ihr.

Ohne sich umzudrehen verließ Xenia das Haus.

Erina folgte ihr.

Als die Tür hinter ihnen ins Schloss fiel, atmete Xenia erleichtert und gleichzeitig erschöpft auf.

Sie zitterte leicht.

Erina legte ihren Arm um sie. „Du warst mutig. Und ehrlich.“

Xenia wischte sich die Augen. „Ich fühle mich… leer.“

„Dann füllen wir das wieder. Mit Dingen, die du selbst wählst.“

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Später, in der Turnierhalle, wollte Xenia sich ablenken. Sie sah sich um – und entdeckte ihn.

Seto Kaiba.

Wie immer allein.

Wie immer kühl, arrogant, abweisend.

Er musterte sie kurz, unlesbar, dann sagte er trocken: „Du siehst erschöpft aus.“

„Ich hatte… einen schwierigen Morgen.“

„Zu viele Emotionen lenken ab“, bemerkte er knapp.

„Ich bin immer noch konzentriert.“

„Dann zeig es.“

Xenia atmete tief durch.

Und zum ersten Mal seit Stunden fühlte sie Klarheit.

Setos Kälte tat fast gut.

Sie war wie ein Gegenpol zu dem emotionalen Sturm, aus dem sie kam.

Sie hob das Kinn. „Ich bin bereit.“

Seto nickte kaum sichtbar. „Dann verschwende meine Zeit nicht.“

Typisch Kaiba.

Und doch – seine Worte wirkten wie ein Anker.

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Zurück in der WG lag Xenia später erschöpft im Bett.

Erina setzte sich zu ihr und strich ihr durchs Haar.

„Du hast heute so viel durchgemacht“, sagte sie.

„Ich weiß.“ Xenia sah an die Decke. „Aber… ich glaube, ich habe das Richtige getan.“

Erina lächelte. „Hast du.“

Xenia schloss die Augen.

Zum ersten Mal seit langer Zeit fühlte sie sich… frei.

Die Turnierhalle war heute voller als sonst. Menschen drängten sich dicht an dicht, Stimmen hallten durch den Raum, überall klapperten Karten, klickten Duellterminals und leuchteten Monitore auf. Ein energiegeladenes Chaos, wie nur Turniere es erzeugen konnten.

Xenia stand am Rand der Haupthalle und zog sich die Haare zu einem lockeren Zopf zusammen. Sie hatte heute kein eigenes Match, aber Joey schon. Und angeblich war es ein Duell, das über seinen weiteren Platz im Turnier entscheiden würde.

Erina stand neben ihr, schlug die Arme hinter dem Kopf zusammen. „Ist schon verrückt, wie dieser Ort jeden Tag mehr wimmelt.“

„Es ist ein großes Turnier“, sagte Xenia ruhig, doch sie war abgelenkt.

Joey hatte sie gestern informiert, dass seine Freunde aus Domino City anreisen würden. Berühmte Duellanten… und Legenden, wenn man die alte Battle-City-Historie studierte.

Xenia war gespannt – und ein wenig nervös.

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„XENIA! ERINA!“

Joeys Stimme durchschnitt das Stimmengewirr wie eine sirrende Klinge. Er rannte auf sie zu – wie immer laut, energiegeladen, unübersehbar.

„Hey, ihr zwei!“ Joey grinste breit. „Kommt mit. Ich muss euch jemandem vorstellen.“

Xenia lächelte, Erina winkte locker.

Sie folgten Joey durch die Menge, vorbei an Duellstationen und wartenden Spielern, bis sie in einen ruhigeren Bereich gelangten – und dort standen sie.

Drei Personen.

Und Xenia erkannte sie sofort, obwohl sie sie nur aus Videos, Interviews und alten Aufzeichnungen kannte.

Yugi Muto. Klein, ernst, mit den typischen dreifarbigen Haaren und einem freundlichen Blick.

Tea Gardner. Warm, aufmerksam, voller positiver Energie.

Tristan Taylor. Groß und mit einer Ausstrahlung, als würde er immer zuerst handeln und dann denken.

Joey stellte sich breitbeinig vor sie, stolz wie ein Pfau.

„Also, das hier ist Xenia – meine neue Rivalin, Freundin und Turnier-Kollegin. Und das ist Erina – Xenias Mitbewohnerin und… äh… ihre Stimme der Vernunft.“

Erina lachte laut. „Wow. Das hat er echt über mich gesagt?“

Yugi trat freundlich näher. „Hallo Xenia. Joey hat schon einiges erzählt.“

„Ich hoffe nur Gutes“, sagte Xenia schmunzelnd.

„Kommt drauf an“, mischte sich Tristan ein. „Er erzählt meistens nur Chaos.“

„Hey!“, protestierte Joey.

Tea machte einen kleinen Schritt auf Xenia zu. „Schön, dich kennenzulernen. Joey meinte, du seist eine beeindruckende Spielerin.“

Xenia wurde etwas warm ums Herz. Joey und Komplimente – das gab es nicht jeden Tag.

„Danke. Ich bemühe mich.“

„Nein, du bist gut“, warf Joey ein. „Und heute seht ihr, wie ich gut bin! Ich werde den Typen da vorne fertig machen!“

Er zeigte auf die Arena.

Xenia folgte seinem Finger – und die Anspannung in der Halle war deutlich spürbar.

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„Duellanten, bitte bereitmachen! Das Match der Hauptgruppe beginnt in wenigen Minuten!“

Joey rieb sich die Hände. „Okay. Okay. Fokus Joey. Fokus.“

Xenia legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Du schaffst das. Denk nach – nicht nur draufhauen.“

„Hey! Ich denk immer nach!“

Tristan brachte ein Geräusch hervor, das stark nach unterdrücktem Lachen klang.

Yugi schüttelte den Kopf, warm und ruhig. „Joey. Du bist stark. Vertrauen in dich selbst ist gut – aber bleib konzentriert.“

Joey holte tief Luft. „Ja. Du hast recht.“

Er ging zur Arena, stolz und doch leicht nervös.

Tea, Yugi, Tristan, Xenia und Erina setzten sich in die Zuschauerreihen.

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Das Duell

Joeys Gegner war ernst, ruhig, und einer von denen, die ihre Strategie nie zeigten, bis es zu spät war.

Joey aber…

Joey spielte mit Herz.

Er war impulsiv, ja.

Aber er war nicht dumm.

Er rechnete, er analysierte – und Xenia bemerkte fasziniert, wie viel Erfahrung er im Laufe der Jahre gesammelt hatte.

Er spielte mutig.

Er spielte intuitiv.

Er spielte wie Joey Wheeler – nur erwachsener.

„Er ist besser geworden“, murmelte Xenia leise.

„Er hat viel trainiert“, antwortete Yugi. „Und er glaubt an sich. Das ist seine größte Stärke.“

Erina lehnte sich vor, die Stirn gerunzelt. „Oha. Das sieht eng aus.“

Und tatsächlich – Joey stand kurz davor, in eine Falle zu laufen.

„Joey… nein… NICHT DIESE KARTE!“, rief Tristan laut.

„Sh!“ Tea boxte ihm leicht in die Seite. „Er muss das alleine schaffen.“

Joey hielt inne, Karten in der Hand.

Sein Blick wanderte über das Feld.

Dann sah er kurz in Richtung seiner Freunde.

Er sah auch zu Xenia – und sie nickte kaum merklich.

Joey atmete tief ein.

Und wählte den anderen Zug.

„JAWOHL!“, schrie Tristan sofort.

„Das war richtig“, murmelte Yugi zufrieden.

Eine geschickte Kombination – ein Überraschungszug – und Joey drehte das Match komplett.

„Und DAS ist mein Sieg!!“

Joey knallte die finale Karte auf das Feld.

Die Halle explodierte in Jubel.

Xenia sprang unwillkürlich auf, ein breites Lächeln auf den Lippen.

„Joey! Du hast es geschafft!“

Yugi klatschte, Tea applaudierte stolz, Tristan schrie so laut, dass die ersten Reihen sich umdrehten.

Joey stand auf der Duellplattform, schwitzend, strahlend, voller Triumph.

Sein Lächeln war so breit, dass man dachte, es würde nie wieder verschwinden.

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Als Joey zu ihnen kam, immer noch völlig gehyped, blieb Xenia plötzlich stehen.

Ihr Blick fiel auf die Seite der Halle.

Seto Kaiba.

Wie immer alleine, wie immer streng, wie immer unnahbar.

Er hatte das Duell beobachtet.

Natürlich ohne Applaus, ohne sichtbare Regung.

Joey folgte Xenias Blick – und sofort verzog er das Gesicht.

„Ugh. Der Typ.“

Kaiba kam näher, die Schritte ruhig, kalt, kontrolliert.

Sein Blick streifte Joey, als wäre er ein lästiger Fleck.

„Wheeler“, sagte Kaiba knapp. „Dass du gewonnen hast, war… überraschend.“

„Hey! Das war pure SKILL!“

„Nenn es, wie du willst.“

Joey funkelte ihn an, bereit zum Streit.

Aber Kaibas Blick glitt bereits weiter – direkt zu Xenia.

Dieses flüchtige, prüfende, analytische Sehen.

„Du bist heute nicht an der Reihe“, stellte Kaiba fest. „Dann solltest du trainieren. Nicht trödeln.“

Xenia hob leicht das Kinn. „Ich wollte Joey unterstützen.“

„Emotionale Prioritäten“, sagte Kaiba kühl. „Ineffektiv.“

Er drehte sich um und ging ohne weiteres Wort.

Erina starrte ihm nach. „Der ist ja frostiger als ein Tiefkühlschrank.“

Joey schnaubte. „Der Kerl ist einfach… das Schlimmste.“

Yugi lächelte sanft. „Kaiba ist Kaiba.“

Tea nickte. „Er zeigt halt wenig von dem, was er denkt.“

Xenia schwieg.

Doch in ihr arbeitete etwas.

Kaibas Worte klangen nach – nicht verletzend, aber fordernd.

Wie immer.

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Nach dem Duell

Die Gruppe ging gemeinsam durch die Halle.

Die Atmosphäre war warm, vertraut – und Xenia fühlte sich fast überrascht, wie schnell sie sich bei Joeys Freunden wohlfühlte.

Yugi stellte ihr Fragen über ihr Deck.

Tea sprach über ihre WG.

Tristan fragte, ob sie Joey mal im Training zusammengeschlagen habe.

„Äh… ja. Einmal.“

Tristan prustete. Joey stöhnte.

„Ich muss mich revanchieren!“, rief Joey dramatisch.

„Kannst du ja versuchen“, sagte Xenia grinsend.

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Als sie sich schließlich verabschiedeten, blieb Xenia einen Moment lang stehen.

Erina legte eine Hand auf ihre Schulter. „Neue Freunde.“

„Ja.“ Xenia lächelte. „Und ein guter Tag.“

Zum ersten Mal seit Wochen fühlte sie sich leicht.

Sicher.

Verbunden.

Aber tief in ihrem Inneren dachte sie an Kaibas Blick.

An seine Worte.

An die Herausforderung, die in seiner Kälte lag.

Und sie wusste:

Ihre Wege würden sich noch öfter kreuzen.

Xenia stand vor der schweren Glastür von Seto Kaibas Büro. Die Skyline von Domino City glitzerte hinter den Fenstern, ein Meer aus Lichtern, das die ganze Stadt wie ein pulsierendes Herz wirken ließ. Der Raum war still, nur das leise Summen der Klimaanlage und das ferne Geräusch von vorbeifahrenden Autos drangen hinein.

Seto saß hinter seinem massiven Schreibtisch, die Finger verschränkt, die Miene unverändert kühl und abweisend. Sein Blick glitt kurz über Xenia – scharf, analytisch, wie ein Messer, das alles durchdrang.

„Kaiba… danke, dass ich hereinkommen durfte“, begann Xenia vorsichtig.

„Ich habe dir die Einladung geschickt, nicht um höflich zu sein“, antwortete Seto trocken, ohne aufzusehen. „Es gibt Dinge, die wir klären müssen.“

Xenia schluckte. „Ich… wollte nur… wissen, wie du meine Fortschritte siehst.“

Seto lehnte sich zurück, verschränkte die Arme hinter dem Kopf. „Du bist besser geworden. Sehr viel besser. Aber… du bist unberechenbar. Manchmal lässt du Emotionen deine Entscheidungen bestimmen, statt Logik und Strategie.“

Xenia senkte den Blick. „Ich weiß. Aber… es ist schwer, alles auszublenden. Nicht nur beim Duell – auch… in meinem Leben.“

Seto erhob eine Augenbraue, sein Blick bohrte sich in sie. „Emotionen sind Schwäche, Xenia. Sie führen zu Fehlern. Man darf sie nicht zulassen.“

Xenia schluckte. „Manchmal… kann ich sie nicht ausschalten. Ich hatte heute ein Duell zu beobachten – Joey. Und ich habe mir Sorgen gemacht, nicht nur als Duellantin, sondern als… Freundin.“

Ein kaum sichtbares Zucken spielte an Kaibas Mundwinkel. „Du bist… emotional investiert. Sehr ungewöhnlich.“

Xenia hob den Blick. „Ich weiß. Aber ich möchte das auch nicht ändern. Ich bin nicht wie du, Kaiba. Ich habe nicht den Luxus, alles auf Logik zu reduzieren.“

Seto schwieg einen Moment. Dann stand er langsam auf, ging zum Fenster und verschränkte die Arme vor der Brust. Er starrte hinaus auf die Stadt, die Lichter spiegelten sich in seinen Augen.

„Vielleicht…“, begann er nach einer Weile, „hast du auch Stärken darin. Deine Emotionen – wenn du lernst, sie zu kontrollieren – könnten dich… unvorhersehbar und gefährlich machen.“

Xenia konnte ein kleines Staunen nicht verbergen. „Gefährlich… für wen?“

Er drehte sich zu ihr um, die Augen ernst, aber unverändert kühl. „Für deine Gegner. Und manchmal… für dich selbst. Wenn du sie falsch einsetzt.“

Xenia trat einen Schritt näher. „Ich will lernen, sie richtig einzusetzen. Ich will besser werden… nicht nur im Duell, sondern auch ich selbst.“

Seto musterte sie einen langen Moment. Die Stille war fast greifbar, schwer wie Blei. Dann nickte er kaum merklich. „Gut. Ich werde dir helfen. Aber nur, wenn du bereit bist, alles zu akzeptieren, was du lernen musst. Kein Raum für Ausreden.“

„Ich bin bereit“, sagte Xenia fest.

Kaiba drehte sich wieder zum Fenster, diesmal mit einer fast unmerklichen Entspannung in der Haltung. „Vergiss nie: Stärke entsteht nicht nur aus Macht, sondern aus Kontrolle – über dich selbst. Und… über andere.“

Xenia nickte, nahm die Worte in sich auf. Sie spürte eine Mischung aus Respekt, Bewunderung und… etwas, das sie nicht ganz einordnen konnte.

Seto brach die Stille schließlich. „Du wirst dich weiterentwickeln, Xenia. Aber vergiss nie, dass jede Schwäche, jedes Zögern, jede Unklarheit sofort ausgenutzt wird. Du bist stark. Aber stark reicht nicht. Nicht in dieser Welt.“

„Ich verstehe“, sagte Xenia. „Und ich werde daran arbeiten.“

Kaiba wandte sich schließlich von der Stadt ab, sein Blick wieder kühl, abweisend und wie immer unergründlich. „Gut. Dann verschwende meine Zeit nicht weiter. Geh. Trainiere. Werde besser.“

Xenia atmete tief ein, dann drehte sie sich um und verließ das Büro.

Als sie die Glastür hinter sich schloss, spürte sie die Schwere der Worte – und gleichzeitig einen seltsamen Antrieb, der tief in ihr brannte.

Sie wusste: Seto Kaiba war kalt, arrogant und abweisend. Aber irgendwie… glaubte er an ihr Potenzial.

Und das war mehr, als sie jemals erwartet hatte.
 

Xenia gähnte, als sie sich aus dem Bett schälte. Heute war ihr freier Tag – ein seltener Luxus zwischen Turniervorbereitungen, Training und den ständigen Verpflichtungen, die sie sich selbst auferlegte.

Erina saß bereits am Küchentisch, ein Tablet vor sich und ein dampfender Becher Kaffee in der Hand. „Guten Morgen, Schlafmütze“, sagte sie mit einem Lächeln. „Heute hast du wirklich nichts vor. Wirklich gar nichts.“

Xenia streckte sich, die Augen halb geschlossen. „Das ist… ungewohnt. Ich glaube, ich weiß gar nicht, was ich mit so viel Zeit anfangen soll.“

Erina schmunzelte. „Dann fangen wir mit Frühstück an. Ich hab Croissants und Kaffee gemacht. Und danach können wir überlegen, was wir noch anstellen.“

Xenia nickte und setzte sich. Der Duft von frischgebackenem Gebäck und Kaffee füllte die kleine WG-Küche. Es war gemütlich, fast heimelig. Ein Moment, der so kontrastierte zu den hektischen Turnierhallen, zu Kaibas kühler Präsenz und zu Joeys lauten Duellen, dass Xenia kurz vergaß, wie angespannt sie in letzter Zeit gewesen war.

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Nach dem Frühstück setzten sich beide auf das Sofa, jeder mit einer Tasse Kaffee in der Hand. Erina scrollte durch ihr Tablet, Xenia starrte aus dem Fenster auf die Straße.

„Weißt du“, begann Xenia langsam, „ich hätte nie gedacht, dass ein freier Tag so… beruhigend sein kann.“

Erina lachte leise. „Das ist genau der Grund, warum wir WG-Leben mögen. Keine Aufsicht, kein Druck – nur wir und unsere Entscheidungen.“

„Und trotzdem…“ Xenia seufzte. „Selbst jetzt denke ich an das Turnier, an Kaiba… an Joeys Match gestern.“

„Und?“, fragte Erina neugierig.

„Ich will besser werden. Ich will nicht, dass Kaiba denkt, ich sei unkontrolliert oder schwach. Und ich will mich selbst nicht enttäuschen.“

Erina legte ihre Tasse beiseite und strich Xenia durch das Haar. „Dann nutze die Ruhe heute. Genieße sie. Lass die Gedanken sortieren. Manchmal ist das die beste Vorbereitung auf alles, was kommt.“

Xenia lächelte schwach. „Du hast recht. Ich sollte es einfach genießen.“

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Später machten sie einen kleinen Spaziergang in der Nachbarschaft. Die Sonne stand hoch am Himmel, die Luft war frisch und angenehm, und für einen Moment fühlte sich die Welt normal an – nicht voller Turniere, Duellstrategien und komplizierter Beziehungen.

„Weißt du“, sagte Erina, während sie an einem kleinen Park vorbeigingen, „manchmal vergesse ich, dass du so jung bist. Du hast schon so viel durchgemacht – deine Mutter, Kaiba, dein Training…“

Xenia nickte. „Ja… manchmal vergesse ich das auch selbst. Aber es tut gut, das zu hören.“

„Und ich bin froh, dass wir zusammen hier sind. WG-Leben hin oder her – wir passen gut zusammen.“

Xenia grinste. „Das tun wir wirklich.“

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Zurück in der WG setzten sie sich wieder aufs Sofa, diesmal mit einem Kartenspiel in der Hand. Nicht Duellkarten – echte, einfache Karten. Humor, Lachen und kleine Wettbewerbe füllten den Raum. Erina gewann das erste Spiel, Xenia das zweite. Danach endeten sie lachend in einem Patt.

„Weißt du“, sagte Xenia, „so ein freier Tag… das hat gefehlt. Ich fühle mich… leicht.“

„Das ist gut“, sagte Erina. „Du brauchst das. Wir alle brauchen es. Und morgen geht es wieder weiter – Training, Turnier, Kaiba.“

Xenia nickte, ein leises Lächeln auf den Lippen. „Morgen also zurück in die Realität. Aber heute… ist unser Tag.“

Sie lehnte sich zurück, genoss das Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und normalem Alltag. Für einen Moment war die Welt einfach – ohne Druck, ohne Erwartungen, nur sie beide, ihre kleine WG, und die Freude an den kleinen Dingen.

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Draußen glühte die Abendsonne durch die Fenster. Xenia blickte nachdenklich hinaus auf die Stadt, die langsam in warme Farben getaucht wurde. Kaiba, das Turnier, Joeys Duelle – all das wartete auf sie. Aber für jetzt war alles still. Alles leicht.

Und das reichte. Da klingelte ihr Smartphone. Sie holte es heraus. Kaiba hatte ihr eine Nachricht geschickt.

Komm zu mir ins Büro. Ich muss mit dir reden.

„Von wem ist die Nachricht?“, wollte Erina wissen.

„Von Kaiba“, antwortete Xenia. „Er will mit mir persönlich reden.“

Erina wunderte sich. „Jetzt, um diese Uhrzeit? Es ist schon spät.“

„Ich gehe trotzdem“, sagte Xenia.

Xenia zog ihre Jacke über und schloss die Tür hinter sich, ohne ein weiteres Wort zu sagen. Erina stand noch im Türrahmen, die Stirn in Falten gelegt, aber sie sagte nichts. Sie wusste, dass es keinen Sinn hatte, Xenia aufzuhalten, wenn sie einmal etwas beschlossen hatte.

Draußen war die Luft kühl, und die Stadt wirkte unter dem goldenen Schein der Abendsonne wie in ein Gemälde getaucht. Xenia spürte, wie sich ihre Gedanken immer wieder um das gleiche Thema drehten: Kaiba. Was wollte er von ihr? Warum jetzt?

Sie ging die Straßen entlang, vorbei an den beleuchteten Schaufenstern und den wenigen Menschen, die noch unterwegs waren. Jeder Schritt fühlte sich an, als würde er sie näher an etwas Unbekanntes führen.

Als sie schließlich vor Kaibas Bürogebäude stand, blieb sie kurz stehen. Das Gebäude wirkte im Licht der Straßenlaternen noch kühler und strenger als sonst. Kaiba hatte etwas an sich, das immer wie eine Herausforderung wirkte – und heute Abend schien diese Herausforderung besonders deutlich.

Sie betrat den Aufzug und drückte den Knopf für den obersten Stock. Während der Aufzug nach oben fuhr, spürte sie, wie ihr Herz schneller schlug. Sie versuchte, ruhig zu bleiben, doch ihre Gedanken sprangen von einer Möglichkeit zur nächsten.

Was will er von mir? Hat es etwas mit dem Turnier zu tun? Oder… mit Joey?

Der Aufzug stoppte, und die Türen glitten auf. Kaibas Büro war dunkel, bis auf das Licht, das durch das große Fenster fiel und den Raum in ein warmes, aber gedämpftes Glühen tauchte. Xenia trat ein.

Kaiba saß hinter seinem Schreibtisch, in einer Haltung, die nichts von Nervosität zeigte. Er hatte die Hände auf dem Tisch gefaltet, und seine Augen blickten sie ruhig an, als wäre er bereits seit Stunden hier und hätte nur auf sie gewartet.

„Du bist spät dran“, sagte er ohne eine Spur von Emotion.

Xenia schloss die Tür hinter sich. „Es ist nicht zu spät. Du hast mich doch angerufen.“

Kaiba nickte langsam. „Ich weiß. Setz dich.“

Xenia ging langsam um den Schreibtisch herum und nahm auf dem Stuhl Platz, der ihr gegenüberstand. Die Stille zwischen ihnen war schwer, aber nicht unangenehm. Es war eher eine Art Erwartung, als würde etwas Wichtiges gleich geschehen.

Kaiba lehnte sich zurück und fixierte sie. „Du bist gut. Sehr gut.“

Xenia runzelte die Stirn. „Danke… aber warum sagst du mir das?“

Kaiba ließ die Worte einen Moment hängen, bevor er fortfuhr. „Ich habe dich beobachtet. Nicht so, wie du es dir vorstellst – nicht heimlich, nicht auf eine unschöne Weise. Ich habe deine Duelle gesehen, deine Entscheidungen. Du bist nicht wie die anderen. Du hast… Potential.“

Xenia schluckte. „Potential wofür?“

Er drehte sich wieder zu ihr um. „Ich will, dass du mir eine Frage beantwortest.“

Xenia richtete sich auf. „Welche?“

Kaiba trat einen Schritt näher. „Wenn du die Wahl hättest, alles zu gewinnen – aber dafür etwas zu verlieren, das dir wichtig ist… würdest du es tun?“

Xenia starrte ihn an. Ihre Gedanken rasten. Was könnte sie verlieren? Joey? Erina? Ihre eigene Freiheit?

Sie atmete langsam aus, ließ ihre Augen nicht von ihm abwenden. „Was meinst du genau?“, fragte sie schließlich, doch ihre Stimme war fest.

Kaiba lächelte kaum merklich – ein Lächeln, das eher wie ein Funken in einer kalten Dunkelheit wirkte. „Ich meine: Du hast eine Chance. Eine Chance, die nicht jedem gegeben wird. Ich biete dir etwas an, das du dir vielleicht nie erträumt hast.“

Xenia schluckte. „Was?“

Kaiba ließ seinen Blick über sie gleiten, als würde er jede Reaktion analysieren. „Du weißt, was ich bin. Du weißt, wofür ich stehe. Aber du weißt nicht alles. Ich habe ein Ziel, das weit über ein gewöhnliches Duell hinausgeht. Und ich brauche jemanden, der nicht nur stark ist – sondern auch… entschlossen.“

„Du willst mich rekrutieren“, sagte Xenia, mehr als Feststellung denn als Frage.

„Nicht rekrutieren“, korrigierte er sie. „Ich biete dir ein Bündnis an.“

Xenia spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Bündnis. Das war ein Wort, das in diesem Kontext mehr bedeutete als nur Zusammenarbeit. Es bedeutete Verpflichtung. Verantwortung. Vielleicht sogar… Gefahr.

„Warum ich?“, fragte sie.

Kaiba lehnte sich wieder zurück, seine Finger verschränkten sich. „Weil du etwas hast, das ich brauche. Nicht nur Talent. Du hast Prinzipien. Du bist bereit, Dinge zu riskieren. Und das ist selten. Die meisten Menschen weichen zurück, sobald es ernst wird.“

Xenia sah ihn misstrauisch an. „Und was ist das, was du willst?“

Kaiba fixierte sie mit einem Blick, der nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Herausforderung in sich trug. „Ich will den besten Duellanten der Welt finden. Nicht nur den, der gewinnt. Den, der versteht, was es bedeutet, wirklich alles zu riskieren.“

„Und du denkst, ich könnte das sein?“

„Ich weiß es“, sagte er. „Aber du musst mir beweisen, dass du bereit bist.“

Xenia spürte, wie ihr Magen sich zusammenzog. „Worauf genau soll ich mich einlassen?“

Kaiba stand auf. Die Bewegung war ruhig, aber unmissverständlich. Er ging zum Fenster und blickte hinaus, als würde die Welt außerhalb seines Büros ihm Antworten geben. Dann drehte er sich wieder zu ihr um.

„Ich werde dir eine Aufgabe geben“, sagte er. „Eine, die dich testet. Nicht nur deine Fähigkeiten als Duellant, sondern auch deine Bereitschaft, Opfer zu bringen.“

Xenia schluckte. „Was für eine Aufgabe?“

Kaiba trat wieder einen Schritt näher. Seine Stimme wurde leiser, aber härter. „Du wirst gegen jemanden antreten, der dir nahe steht.“

Xenia fühlte, wie sich etwas in ihr zusammenzog. „Nein.“

Kaiba blieb ruhig. „Es ist nicht verhandelbar.“

„Du willst, dass ich gegen Joey antrete?“, fragte sie, obwohl sie es kaum aussprach.

Kaiba nickte. „Du wirst gegen ihn duellieren. Und nicht nur duellieren – du wirst gewinnen.“

Xenia sprang auf. „Das ist unmöglich!“

„Für dich ist es möglich“, sagte Kaiba, und seine Stimme war so kalt, dass sie ihr eine Gänsehaut über den Rücken jagte. „Du bist gut. Sehr gut. Aber du musst lernen, dass Talent allein nicht reicht. Du musst bereit sein, Dinge zu verlieren. Und du musst entscheiden, ob du bereit bist, alles zu riskieren… um zu gewinnen.“

Xenia fühlte, wie ihr Atem flach wurde. „Warum willst du das?“

Kaiba trat noch näher, bis sie den Hauch seiner Präsenz spürte. „Weil du eine Wahl hast. Und ich will sehen, welche du triffst.“

Xenia stand da, die Hände geballt, und sah ihn an, als wäre er plötzlich nicht mehr der Mann vor ihr, sondern ein Spiegel ihrer eigenen Angst.

„Wenn ich verliere“, sagte sie, „dann…“

Kaiba ließ den Satz hängen. Er wollte, dass sie ihn selbst vervollständigte.

Xenia schloss die Augen für einen Moment. Bilder blitzten in ihrem Kopf auf: Joeys Gesicht, wenn er realisierte, dass sie gegen ihn antreten musste; Erinas besorgter Blick; ihre eigene Angst, ihn zu verletzen. Und dann, ganz tief darunter, eine andere, schmerzliche Wahrheit: Wenn sie gewinnt, was bleibt dann von ihr?

Sie öffnete die Augen wieder, und in ihnen lag Entschlossenheit.

„Das ist viel zu riskant. Da mache ich nicht mit.“

„Gut. Wie du willst. Das ist deine Entscheidung.“

Da packte Kaiba Xenia und drückte sie an die Wand. „Ich will dich hier und jetzt." Seine Lippen fanden ihre, zögerlich zuerst, dann entschlossener und ein Schauer lief ihr den Rücken hinunter.

Xenia riss scharf die Luft ein, überrascht von Kaibas plötzlicher Nähe. Ihr Herz schlug schneller – nicht nur vor Aufregung, sondern auch, weil sie nicht wusste, was genau in ihm vorging.

„Kaiba…“ brachte sie hervor, ihre Hände gegen seine Brust gedrückt, um sich zu orientieren.

Er hielt inne, sein Atem warm an ihrem Ohr, doch seine Augen suchten ihre – wartend, prüfend.

Ein kurzer Moment voller elektrischer Spannung verging.

„Sag etwas“, murmelte er, diesmal leiser, kontrollierter.

Ein ungewohntes Zögern schlich sich in seine Stimme.

Xenia schluckte, ihre Gedanken wirbelten.

„Ich… will nur verstehen, was hier gerade passiert.“

Kaiba löste seinen Griff ein Stück, blieb aber nah genug, dass sie die Wärme seines Körpers spürte.

„Was passiert“, sagte er mit diesem kühlen, konzentrierten Ernst, den sie nur zu gut kannte, „ist, dass ich aufgehört habe, so zu tun, als würde ich dich nicht wollen.“

Sein Blick war scharf – aber offen, verletzlich auf eine Weise, die er sonst nie zeigte.

Kaibas Worte hingen noch in der Luft, schwer und warm wie ein Versprechen.

Xenia spürte, wie ihr Puls in den Ohren rauschte.

„Du willst mich…?“, fragte sie, fast ungläubig.

Kaibas Blick verengte sich minimal, als würde er jedes Detail ihres Ausdrucks speichern.

„Seit längerem, als ich mir eingestehen wollte.“ Seine Stimme war tief, zurückgehalten, als koste es ihn Überwindung, so ehrlich zu sein.

Er beugte sich etwas vor, ohne sie zu berühren — doch die geringe Distanz ließ ihr Atem stocken.

Sie konnte den feinen Duft seines Parfums riechen, spürte die Spannung seiner Haltung, als müsse er sich selbst zurückhalten.

„Und du?“ Seine Finger strichen kaum spürbar über ihre Hand, als würde er testen, ob sie sich zurückzieht.

„Du drückst mich nicht weg.“

Xenia schloss kurz die Augen, suchte nach Worten, doch ihr Körper war schneller.

Ihre Finger krallten sich leicht in den Stoff seines Jacketts, ein winziger Impuls, der ihre Antwort verriet.

Kaiba schnaubte leise, überrascht und zufrieden zugleich.

Er legte seine Stirn gegen ihre — eine Berührung so sanft, so ungewohnt intim, dass sie eine Gänsehaut bekam.

„Wenn du willst, dass ich aufhöre…“, sagte er, „dann sag es jetzt.“

Sein Atem strich über ihre Lippen.

Die Spannung war fast greifbar, wie ein Funke kurz vor dem Überspringen.

Xenia öffnete die Augen und traf seinen Blick — direkt, klar.

„Ich will nicht, dass du aufhörst.“

Kaiba hob leicht das Kinn, ein selbstsicheres, aber zartes Lächeln spielte um seine Lippen.

Seine Hände fanden behutsam ihre Taille, hielten sie nah, aber nicht aufdringlich.

Jeder Herzschlag zwischen ihnen schien die Zeit langsamer laufen zu lassen.

Xenia spürte, wie seine Präsenz sie völlig einnahm – stark, unerschütterlich, aber gleichzeitig … so verletzlich in diesem Moment.

Sie wagte es, ihre Stirn leicht gegen seine zu legen, den Duft seines Parfums tief einzuatmen.

Kaiba murmelte, seine Stimme ein rauer Flüsterton.

„Und doch… gerade jetzt… du machst es mir schwer, mich zurückzuhalten.“

Seine Finger strichen eine lose Strähne aus ihrem Gesicht, als würde er sie bewahren wollen – nicht nur berühren.

Xenia fühlte ein Ziehen in ihrer Brust, ein Kribbeln, das sie nicht benennen konnte.

„Kaiba…“ hauchte sie. „Ich…“

Die Worte blieben ihr im Hals stecken. Sein Blick zwang sie, sich zu konzentrieren, sich ihm ganz zu öffnen.

Kaiba senkte das Kinn noch ein Stück, ihre Lippen beinahe berührend, und ein winziges Lächeln huschte über sein Gesicht.

„Du musst nichts sagen. Sei einfach hier… mit mir.“

Die Spannung zwischen ihnen knisterte wie Strom. Ein Hauch von Nähe, ein Atemzug, ein Blick – und die Welt draußen schien zu verschwinden.

Kaiba verharrte einen Moment, seine Stirn noch immer an ihrer, die Augen halb geschlossen, als ob er die winzigen Details ihres Gesichtsausdrucks studierte, als könnten sie ihm Antworten auf Fragen geben, die Worte nicht ausdrücken konnten. Xenia spürte den Druck seiner Nähe, warm, unerschütterlich, und doch nicht fordernd – eine paradoxe Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit, die sie gleichzeitig einschüchterte und beruhigte.

„Du… machst es mir nicht leicht,“ murmelte sie, fast ein Flüstern, die Worte kaum hörbar, doch in der Stille des Hotelzimmers klangen sie wie ein Versprechen.

Kaiba schnaubte leise, ein Ton, der mehr Überraschung als Verlegenheit enthielt. „Ich wollte auch nicht leicht sein,“ erwiderte er. Seine Stimme war tief, langsam, jede Silbe bewusst gesetzt. „Aber… du bist es.“

Er zog sie einen Hauch näher, so dass sie fast spürte, wie sein Herz gegen ihres pochte. „Jeder Versuch, dich fernzuhalten, war… sinnlos.“ Kaiba schloss die Augen, dann öffnete er sie wieder, und seine blauen Augen bohrten sich in ihre. „Es gibt nichts, was ich mehr will, als dich hier, bei mir.“

Xenia schluckte, ihre Hände zitterten leicht, als sie über seinen Brustkorb strichen. „Und wenn ich mich verliere…?“, fragte sie, ihre Stimme leise, verletzlich.

„Dann… verlieren wir uns zusammen,“ antwortete er, und ein seltenes, sanftes Lächeln huschte über sein Gesicht. Kaiba neigte den Kopf, ihre Lippen so nahe, dass sie den flüchtigen Hauch seines Atems auf ihrer Haut spüren konnte. „Aber ich will, dass du dich findest… bei mir.“

Die Luft zwischen ihnen vibrierte, dicht, elektrisch. Xenia fühlte, wie sich eine Wärme in ihrer Brust ausbreitete, ein stilles, unaufhaltsames Feuer. Sie legte ihre Hände auf seine Wangen, spürte die Härte seiner Züge, die gleichzeitig so viel Nachgiebigkeit in sich trugen.

„Ich vertraue dir“, sagte sie.

Kaiba schloss die Distanz, ihre Lippen berührten sich nur leicht, fast prüfend, ein zögerndes Erkunden, das voller Bedeutung war. Sein Arm legte sich um ihre Taille, zog sie sanft an sich. Jeder Atemzug, jedes leise Murmeln, jeder Blick vertiefte die Verbindung zwischen ihnen, machte den Moment intensiver, als hätte die Welt draußen aufgehört zu existieren.

Er löste den Kuss nur minimal, seine Stirn noch immer an ihrer. „Du bist… wichtiger, als ich es mir je eingestehen wollte,“ murmelte er. „Mehr, als ich je zugeben würde.“

Xenia spürte, wie sich eine Mischung aus Erleichterung, Aufregung und roher Nähe in ihr ausbreitete. Sie wusste, dass dieser Moment alles verändern würde – und doch wollte sie nichts anderes, als genau hier zu sein, genau so, genau mit ihm.

Kaiba senkte den Blick auf ihre Lippen. Dann, langsam, zärtlich, zog er sie wieder in einen Kuss, der alles sagte, wofür Worte nicht ausreichten: Begehren, Vertrauen, das Gefühl, endlich angekommen zu sein.

Sie standen dicht beieinander und er konnte ihren Herzschlag hören. Ihre Finger fanden seine, suchten nach Halt, nach Nähe. Ein leichtes Lächeln huschte über ihr Gesicht und sie spürten beide dieses prickelnde Ziehen, das jede Berührung intensiver machte.

Er zog sie sanft an sich und ihre Lippen trafen sich erneut, zuerst zaghaft, dann fordernder, als hätten sie all die unausgesprochenen Worte der letzten Wochen in diesen Moment gepackt. Wärme breitete sich in ihrer Brust aus und sie lehnte sich gegen ihn, spürte die Vertrautheit und das kleine Abenteuer zugleich.

Kaiba nahm ihren Arm. „Komm, wir gehen woanders hin.“

Sie gingen draußen über den Parkplatz. Kaiba ging zu seinem Auto. „Steig ein.“

Während der Autofahrt blickte Xenia aus dem Fenster. „Wo fahren wir hin?“

„Zum Hotel“, antwortete er. „Dort werden wir übernachten.“

„Wie lange bleiben wir dort?“

„Nur eine Nacht.“

Ihr Handy machte ein Geräusch. Erina hatte ihr eine Nachricht geschickt. Xenia, wo bist du? Ich mache mir Sorgen.

Xenia schrieb zurück. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen, Erina. Ich bin im Hotel. Morgen bin ich wieder zu Hause.

Wenig später waren sie angekommen und betraten die Eingangshalle des Hotels. Kaiba buchte ein Doppelzimmer und bezahlte. Danach gingen sie zu ihrem Hotelzimmer und schlossen die Tür auf.

„Ich würde gern mehr von dir sehen“, sagte Kaiba.

Er griff in seine Manteltasche und holte ein Kondom raus.

Xenia schluckte. „Willst du mit mir Sex haben?“

Kaiba nickte. „Ja, was denn sonst? Hast du etwa ein Problem damit?“

Xenia schüttelte den Kopf. „Nein.“

„Na also.“ Seine Hand glitt über ihren Rücken und ein leichter Schauer jagte ihr den Nacken hoch. Jeder Atemzug zwischen ihnen war dichter, jeder Blick ein Wort, das sie nicht aussprechen mussten. Sie spürte die Wärme seines Körpers, wie sie sich mit ihrer verschmolz, und ihr Herz schlug schneller, wild vor Erwartung.

„Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt für Sex“, sagte Kaiba. „Es ist spät am Abend und wir sind hier ganz allein. Es gibt niemand der uns dabei erwischen kann. Ich habe sicherheitshalber das Bitte nicht stören Schild an die Tür gehängt, damit wir ungestört sind. Einen besseren Zeitpunkt gibt es nicht.“

Er zog sie näher, so dass kein Zentimeter mehr zwischen ihnen blieb. Ihre Finger verkrampften sich leicht in seinem Rollkragenpullover, während sein Blick ihr tief in die Augen bohrte und doch war da kein Druck, nur ein stilles Einverständnis, ein gegenseitiges Einfinden. Ein leises Lächeln huschte über ihre Lippen, als ihre Körper sich langsam, fast wie ein Tanz, bewegten, jeder Atemzug, jede kleine Berührung ein vorsichtiges Abtasten, ein Entdecken.

Die Welt draußen war vergessen. Alles, was zählte, war die Spannung, die sich aufbaute, das Prickeln auf der Haut, das leichte Zittern der Finger, die vertraut, aber neugierig umarmten. Es war kein Sturm, sondern ein stetiges, heißes Ziehen zueinander, das alles um sie herum vergessen ließ. Und als er sie festhielt, spürte sie, wie die Distanz zwischen ihnen endgültig verschwand, ersetzt durch Nähe, Verlangen und ein stilles Versprechen, das in ihren Blicken brannte.

Xenia wachte auf. Sie lag im Bett und der Platz neben ihr war leer. Sie hatte tatsächlich Sex mit Kaiba gehabt. Sie fragte sich, ob das gut oder schlecht war. Kaiba hatte keine Nachricht hinterlassen. Er war einfach gegangen.

Langsam setzte sie sich auf und zog die Decke enger um sich. Ein Teil von ihr fühlte sich leicht und befreit, als hätte sie etwas gewagt, das sie schon lange in Gedanken getragen hatte. Doch ein anderer Teil war unsicher, unsicher über die Konsequenzen und darüber, was das für ihre Beziehung zu Kaiba bedeutete.

Xenia ließ die Decke langsam wieder auf ihre Schultern sinken und blickte auf das leere Kissen neben sich. Ein leises Seufzen entwich ihr. Sie konnte das Bild von Kaibas Gesicht nicht aus ihrem Kopf bekommen – dieser entschlossene, fast unnahbare Blick, der jetzt in ihren Gedanken nachhallte.

Sie überlegte, was sie als Nächstes tun sollte. Ihr Blick fiel auf den kleinen Notizblock, der auf dem Nachttisch lag – leer. „Typisch Kaiba…“, murmelte sie bitter. Die Worte schmeckten nach Enttäuschung. Sie kannte ihn gut genug, um zu wissen, dass er kein Mensch war, der leicht Gefühle zeigte – aber das machte die Leere, die er hinterlassen hatte, nicht weniger schmerzhaft.

Sie konnte sich entscheiden, in Selbstmitleid zu versinken, oder sie konnte handeln – irgendetwas tun, das ihr das Gefühl gab, die Kontrolle zurückzugewinnen.

Langsam stand sie auf, ihre Füße berührten den kalten Boden, und sie ging zum Fenster. Draußen war es noch früh am Morgen, und die Stadt lag in einem ruhigen Dunst. Die Straßen waren fast leer, und die ersten Sonnenstrahlen spiegelten sich in den Glasfassaden der Hochhäuser. Ein Gefühl der Klarheit begann sich in ihr auszubreiten, als würde der Morgen ihr die Möglichkeit geben, über alles nachzudenken.

Es war still, zu still. Kein Anruf, keine Nachricht – nur das Echo seiner Abwesenheit. Xenia fragte sich, ob sie etwas falsch gemacht hatte, oder ob Kaiba einfach so war, wie er immer war: distanziert und unerschütterlich. Er war immer so unnahbar, so kontrolliert, dass es fast unmöglich schien, seine wahren Gefühle zu erkennen.

Das Telefon vibrierte plötzlich auf dem Nachttisch. Hoffnung stieg in ihr auf, aber es war nur eine Nachricht von der Rezeption, dass das Frühstück bereit sei. Sie seufzte. Vielleicht war das alles nur eine flüchtige Begegnung gewesen, ein Moment, den Kaiba genauso schnell vergessen hatte, wie er gegangen war.

Aber tief in ihrem Inneren wusste sie, dass sie mehr wollte. Mehr Klarheit. Mehr von ihm. Und obwohl sie sich vornahm, es locker zu sehen, konnte sie das Gefühl nicht abschütteln, dass irgendetwas noch nicht gesagt war – etwas, das zwischen ihnen hing wie ein unausgesprochenes Geheimnis.

Sie zog ihr Handy aus der Tasche und überlegte, ob sie Kaiba schreiben sollte. Soll ich einfach tun, als wäre nichts passiert? Oder soll ich ehrlich sein?

Ihre Finger zitterten leicht, als sie den Bildschirm betrachtete. Sie wusste, dass egal, welche Entscheidung sie traf, sie sich damit irgendwie festlegen würde.

Xenia atmete tief ein und lehnte sich gegen das Fenster. Irgendwie spürte sie, dass sie nun eine Entscheidung treffen musste – ob sie das Risiko einging, alles auf den Tisch zu legen, oder ob sie versuchte, die Dinge wie bisher weiterlaufen zu lassen. Doch eines war klar: Nach dieser Nacht würde nichts mehr so sein wie zuvor.

Sie setzte sich auf die Bettkante, die Hände in den Schoß gelegt. In ihrem Kopf raste alles: Habe ich einen Fehler gemacht? War das ein Ausrutscher? Oder habe ich endlich das getan, was ich schon lange wollte? Sie spürte gleichzeitig Erleichterung und Angst – ein seltsames Ziehen zwischen Freiheit und Unsicherheit.

Wenn Kaiba dachte, er könne einfach verschwinden, ohne dass sie Antworten suchte, hatte er sich geirrt.

Es war Zeit, Kaiba selbst zu konfrontieren.

Ein leises Klopfen an der Tür riss Xenia aus ihren Gedanken. Sie spannte die Schultern an und ihr Herz begann schneller zu schlagen, während sie zur Tür ging.

Kaiba öffnete die Tür ohne ein Wort, seine Augen kalt und durchdringend. Er trat ein, seine Bewegungen präzise und kontrolliert, als würde jede Geste genau geplant. Die übliche Arroganz, die ihn umgab, war wie eine unsichtbare Rüstung, die ihn noch größer und unnahbarer erscheinen ließ.

„Du hast mir eine Nachricht geschrieben?“ Seine Stimme war kühl, beinahe distanziert, und doch lag darunter diese unbestimmte Intensität, die ihn immer umgab. Kaiba trat nicht ein, sondern lehnte sich nur leicht in den Rahmen, als würde er jeden Schritt genau abwägen – ob er ihn überhaupt machen wollte.

Xenia, die noch im Morgenmantel am Bett stand, konnte ein Schaudern nicht unterdrücken. „Ja… ich… ich wollte reden“, stammelte sie.

Kaiba ließ ein knappes Lächeln aufblitzen, das eher wie ein Spott wirkte. „Reden? Ich bezweifle, dass wir über irgendetwas reden müssen, das gestern Nacht passiert ist.“ Er trat einen Schritt näher, kalt und selbstsicher. „Ich bin nicht hier, um deine Gefühle zu besänftigen.“

Xenia schluckte, aber sie weigerte sich, zurückzuweichen. „Ich will nur wissen… warum du gegangen bist, ohne etwas zu sagen.“

Er hob die Augenbraue, sein Blick durchdringend. „Weil ich es wollte. Wir hatten unseren Moment. Ich habe keinen Grund, hier zu bleiben oder dir etwas zu erklären. Es liegt nicht in meiner Natur, sentimentale Notizen zu hinterlassen. Und es liegt auch nicht in meiner Natur, mich an Dinge zu binden.“

Xenia schluckte. Ein Teil von ihr wollte wütend werden, schreien, dass er unverschämt sei. Aber dieser Blick, diese unnahbare Haltung, ließ sie erstarren. Kaiba war wie immer – unbeeindruckt von Gefühlen anderer, völlig sicher in seiner Welt.

„Dann gehst du jetzt einfach wieder?“, fragte sie, mehr zu sich selbst als zu ihm.

Kaiba drehte sich nur leicht, als würde er ihre Frage nicht wirklich hören. „Wenn du willst, dass ich bleibe… musst du mir einen Grund geben. Nicht dass ich es nötig hätte.“ Seine Stimme war ruhig, aber eiskalt, und hinter jeder Silbe lag die Botschaft: Ich bin der, der entscheidet.

Xenia spürte, wie ein unruhiges Feuer in ihr auflodert. Kaiba hatte sie verletzt – und gleichzeitig war da diese seltsame, unerklärliche Anziehung, die sie nicht ignorieren konnte.

Xenia verschränkte die Arme vor der Brust und trat einen Schritt näher, so nah, dass sie fast seine kühle Präsenz spüren konnte. „Weißt du, Kaiba…“, begann sie, ihre Stimme fest, aber mit einem Anflug von Verletzlichkeit, „es ist nicht besonders charmant, einfach zu gehen und nichts zu sagen. Nicht nach… dem, was passiert ist.“

Kaiba sah sie an, seine Augen wie scharfe Kristalle, die jeden Versuch, ihn zu berühren, abwehrten. „Charmant? Ich habe keinen Grund, charmant zu sein. Wir haben das getan. Ende der Geschichte.“

Xenia biss sich auf die Lippe. „Ende der Geschichte? Wirklich? Glaubst du nicht, dass wir vielleicht… reden sollten? Du kannst nicht einfach so tun, als wäre nichts passiert.“

Kaiba machte einen Schritt zurück, behielt jedoch diese unerschütterliche Haltung bei. „Ich habe nichts zu sagen, was du hören willst. Und selbst wenn, es würde dich nur enttäuschen.“ Seine Stimme war ruhig, aber wie ein kalter Windstoß, der jede Wärme wegblies.

Er musterte sie einen Moment lang, als würde er versuchen, ihre Gedanken zu durchschauen und ließ ein trockenes Lachen entkommen. „Das ist für mich keine große Sache was gestern passiert ist. Ich habe getan, was ich wollte.“

Xenia spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Ein Teil von ihr wollte wütend auf ihn sein, ein anderes wollte ihn anflehen, dass er sie nicht so abweisend behandelte. „Für dich keine große Sache?“, fragte sie.

Xenia spürte, wie Wut in ihr aufstieg, aber sie wollte ihn nicht nur anbrüllen – sie wollte ihn treffen, dort, wo seine Arroganz und Kälte ihm am meisten weh tun konnte. „Also ist das alles für dich nur ein Spiel? Ein Abenteuer, das du abhaken kannst, während ich… ich steh hier mit Fragen, die du nicht beantwortest?“

Kaiba schwieg. Nur für einen Moment. Dann nickte er fast beiläufig, als bestätige er ihr Vorwurf, ohne die geringste Reue zu zeigen. „So ist es. Ich bin nicht hier, um mich mit deinen Gefühlen zu beschäftigen.“

Xenia spürte, wie ihr Herz raste. Wütend, verletzt – aber auch… fasziniert. Kaiba war wie eine Mauer, kalt und unerschütterlich. Und doch, irgendwie, konnte sie spüren, dass hinter dieser Kälte etwas lauerte, das schwer zu greifen war.

Xenia biss sich auf die Lippe, versuchte ihre Gefühle zu ordnen. „Also… es bedeutet dir wirklich nichts?“

Er schüttelte den Kopf. „Das ist nicht das Problem. Ich bin nicht hier, um dich zu beruhigen oder deine Erwartungen zu erfüllen. Ich handle nach meinem Willen. Wenn dir das nicht passt… nun, das ist dein Problem, nicht meins.“

Trotz seiner Abweisung fühlte Xenia ein seltsames Ziehen in der Brust. Es war wie ein Funke, der zwischen Ärger und Faszination hin- und hersprang. „Du bist so… unmöglich“, sagte sie.

Kaiba ließ ein weiteres trockenes Lachen hören, die Kälte in seinen Augen ungebrochen. „Unmöglich? Aber das ändert nichts daran, dass gestern passiert ist. Akzeptier es, oder geh. Ich zwinge dich zu nichts.“

Xenia fühlte eine Mischung aus Wut, Verletzlichkeit und… seltsamer Anziehung. Sie wusste, dass er sie herausforderte – auf seine typische, arrogante Weise – und dass sie genau das gleichzeitig frustrierte und elektrisierte.

In diesem Moment wurde ihr klar: Kaiba würde sich nicht ändern, nicht für sie, und doch… war genau das ein Teil dessen, warum sie sich zu ihm hingezogen fühlte.

Xenia richtete sich auf. „Weißt du was, Kaiba?“ Ihre Stimme war ruhig, aber bestimmt. „Ich bin nicht irgendein Spielzeug, das man nach Belieben benutzt und dann wegschiebt. Ich habe Gefühle, ob dir das passt oder nicht.“

Kaiba sah sie an, seine Augen funkelten, als würde er überlegen, wie er reagieren sollte. „Gefühle… hm.“ Er ließ ein spöttisches Lächeln aufblitzen. „Du glaubst wirklich, dass das hier etwas ändert?“

„Es ändert alles“, entgegnete Xenia, die jetzt auf Augenhöhe mit ihm stand. „Nicht, weil ich Drama machen will, sondern weil ich ehrlich zu mir selbst bin. Ich kann nicht einfach so tun, als wäre gestern egal. Und ich werde nicht zulassen, dass du mich so kalt behandelst, nur weil es dir passt.“

Kaiba lehnte sich einen Moment zurück, verschränkte die Arme und studierte sie wie ein Gegner im Schachspiel. „Interessant… du hast mehr Rückgrat, als ich gedacht hätte.“ Seine Stimme war kühl, doch ein Anflug von Respekt schimmerte darin durch. „Aber sei vorsichtig. Dieses Spiel ist nicht für die Schwachen.“

Xenia lächelte leicht, ein funkelndes, selbstsicheres Lächeln. „Vielleicht. Aber ich bin nicht schwach. Ich weiß, was ich will, und ich werde nicht einfach abwarten, bis du dich entscheidest. Wenn wir das klären wollen, dann jetzt – oder wir lassen es bleiben.“

Kaiba schwieg einen Moment. Dann kam er einen Schritt näher. „Du bist… unglaublich hartnäckig“, sagte er, seine Stimme noch immer kühl, aber mit einer Spur Anerkennung. „Das gefällt mir – irgendwie.“

Xenia spürte, wie sich die Spannung zwischen ihnen verdichtete. Sie hatte ihm die Stirn geboten, ihn herausgefordert, und gleichzeitig war da diese seltsame Nähe, die trotz seiner Abweisung nicht verschwinden wollte.

Kaiba neigte den Kopf leicht. „Gut. Dann reden wir. Aber erwarte keine sanfte Unterhaltung. Ich sage dir nur die Wahrheit – und sie wird nicht bequem sein.“

Xenia nickte, ihr Herz schlug schneller. Endlich. Keine Spielchen mehr. Keine Ausreden. Jetzt würde sich zeigen, wohin sie wirklich standen – und wer von beiden bereit war, das Risiko einzugehen.

Xenia stand ihm gegenüber, die Arme verschränkt. „Ich erwarte nur Ehrlichkeit. Nicht mehr, nicht weniger.“

Er schnaubte leise. „Ehrlichkeit, hm… Gut. Gestern… es war… wie soll ich sagen… interessant. Nicht, weil ich große Gefühle habe, sondern weil du… anders bist. Hartnäckig. Unerschrocken. Und ich mag das… auf meine Art.“

Xenia spürte, wie ihr Herz schneller schlug. „Auf deine Art?“

Kaiba nickte knapp. „Ja. Ich zeige keine Schwäche. Ich zeige keine Gefühle, außer sie sind nützlich. Aber das ändert nichts daran, dass ich die Zeit mit dir genossen habe – und… dass ich es nicht bereue.“

Xenia hob eine Augenbraue. „Du genießt also, aber willst nicht zeigen, dass es dich berührt?“

Kaiba verschränkte die Arme und sah sie mit diesem typischen kühlen Blick an, der gleichzeitig arrogant und abweisend war. „Warum sollte ich? Gefühle sind Schwächen, die man ausnutzen kann. Ich werde nicht weich. Aber ich erkenne an, dass… du mir wichtig bist, auf eine Weise, die ich nicht einfach ignorieren kann.“

Xenia lächelte leicht, spürte die Mischung aus Stolz und Erleichterung in sich. „Also bist du zu stolz, um es zuzugeben, aber du willst trotzdem, dass ich bleibe?“

Kaiba ließ ein trockenes Lachen hören. „Vielleicht. Aber ich sage es dir nur einmal: Ich verlange keine Liebe, keine Verpflichtungen. Ich sage nur, dass ich dich… respektiere.“

Er ging zur Tür. „Ich habe Dinge zu erledigen. Aber du solltest wissen, dass es mir egal ist, wie du die Nacht interpretiert hast.“

Xenia war fassungslos. „Ist das alles?“

Kaiba nickte knapp, drehte sich dann zur Tür. „Das ist alles. Ich werde keine weiteren Worte verschwenden.“

Bevor er ging, blieb sein Blick noch einen Moment auf ihr ruhen. Eiskalt, unnahbar – aber da war ein Funken… etwas, das sie nicht ganz deuten konnte. Dann war er weg, und die Stille des Hotelzimmers schlug wieder zu, während Xenia hinter sich die Tür schloss und schwer atmend zurückblieb.
 

Die nächsten Tage verliefen merkwürdig. Kaiba war nach wie vor kühl, arrogant und abweisend, wie Xenia es kannte, doch unter dieser harten Schale lag ein neuer Respekt – und eine subtile Aufmerksamkeit, die er kaum zugeben würde.

Xenia bemerkte es sofort. Kleine Dinge: Er brachte ihr Kaffee, ohne dass sie darum bat. Er wartete, bis sie fertig war, bevor er ins Gespräch kam, anstatt sie zu überrumpeln. Kaiba war nach wie vor Kaiba – stolz, distanziert, unnahbar – aber diese kleinen Gesten waren wie winzige Brücken zwischen ihnen.

Eines Abends saßen sie in Kaibas Büro auf dem Sofa, die Stadtlichter funkelten unter ihnen. Xenia zog die Beine an, die Arme um sie geschlungen, während Kaiba neben ihr saß, die Hände auf den Knien, den Blick auf den Horizont gerichtet.

„Du bist… seltsam ruhig heute“, bemerkte Xenia.

Kaiba schnaubte. „Ruhe bedeutet nur, dass ich nicht über dich genervt bin. Verwechsle das nicht mit Freundlichkeit.“

Xenia lachte. „Natürlich nicht. Ich kenne dich. Ich weiß, dass das deine Art von Aufmerksamkeit ist.“

Er sah sie kurz an, dann wieder weg. „Vielleicht. Oder vielleicht… mag ich es einfach, in deiner Nähe zu sein.“

Xenia spürte ein Prickeln in der Brust. Kaiba sagte nicht „Ich mag dich“, er sagte es nicht direkt, aber die Worte trugen genau die Bedeutung, die sie erahnte. Seine Art war unverkennbar: kühl, arrogant, abweisend – und doch ehrlich auf seine eigene Weise.

Xenia rückte etwas näher, die Augen funkelnd. „Weißt du, ich mag es, dass du so bist. Dass du dich nicht verstellst. Ich will dich nicht ändern, Kaiba. Ich will nicht, dass du weich wirst – nur, dass wir ehrlich miteinander sind. Ich will, dass wir wissen, worauf wir stehen – und dass wir keine Spielchen mehr spielen.“

Kaiba sah sie an, die Kälte in seinen Augen gemildert durch ein kleines, fast schelmisches Funkeln. „Du bist wirklich hartnäckig… aber das macht dich interessant. Dann lass uns ehrlich bleiben. Keine Spielchen. Dann reden wir weiter – direkt, ehrlich, und ohne Ablenkungen.“

Xenia nickte, spürte die Spannung zwischen ihnen, diese Mischung aus Abweisung, Stolz und unerwarteter Nähe. Es war kein romantischer Moment im klassischen Sinn, aber es war ein Moment echter Verbindung – Kaiba-typisch kühl, aber durchzogen von einem Funken von etwas, das vielleicht Liebe sein konnte, wenn man den Mut hatte, es zuzulassen.

Xenia lächelte, fühlte sich sicher, aber gleichzeitig wussten beide, dass ihre Beziehung ein Drahtseilakt war: intensiv, prickelnd, voller Spannung und Stolz. Kaiba würde sich nicht ändern, und sie auch nicht. Aber gerade das machte die Verbindung zwischen ihnen so explosiv und unwiderstehlich.
 

Xenia saß mit Joey in einem Cafe. Das Café war erfüllt vom Klirren von Tassen und Gesprächen. Xenia rührte gedankenverloren in ihrem Cappuccino, während Joey ihr gegenüber saß und mit vollem Mund von seinem letzten Duell erzählte. „Und dann, Xenia, zieh ich genau im richtigen Moment die Karte – bam! – sein Gesicht hättest du sehen sollen!“

Xenia lächelte schief. „Joey, du hast mir diese Geschichte schon dreimal erzählt.“

Bevor Joey etwas erwidern konnte, fiel ein Schatten auf den Tisch. Eine vertraut kühle Stimme durchschnitt die gemütliche Atmosphäre. „Wie unerquicklich laut.“ Langsam hob Xenia den Blick. Neben ihrem Tisch stand Seto Kaiba, geschniegelt wie immer, die Arme verschränkt, der Blick herablassend. Joey, der gerade einen Schluck Kaffee nahm, verzog das Gesicht. „Na super… genau der Typ, den ich am wenigsten sehen wollte.“

Xenia lächelte nervös, versuchte die Spannung zu entschärfen. „Kaiba, Joey… ihr kennt euch ja schon“, sagte sie, wobei sie beiden einen Blick zuwarf, der gleichzeitig warnend und entschuldigend war.

Joey lehnte sich zurück, verschränkte die Arme und grinste spöttisch. „Ich glaube, wir hassen uns eher.“

Kaiba ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. „Dann halte dich besser zurück“, sagte er kühl, „oder du wirst es bereuen.“

Xenia spürte, wie die Situation eskalierte, und wusste, dass sie schnell handeln musste, bevor ein öffentlicher Streit ausbrach. Sie griff nach Joeys Hand und sagte: „Kommt schon, wir setzen uns zusammen. Es gibt keinen Grund, sich hier zu streiten.“

Joey warf Kaiba einen missbilligenden Blick zu, aber zu seiner Überraschung nickte Kaiba nur, zog die Augenbrauen hoch und setzte sich widerwillig an den Tisch.

Xenia atmete erleichtert auf, doch innerlich wusste sie, dass dies nur der Anfang eines langen, spannungsgeladenen Nachmittags war…

Joey starrte Kaiba immer noch misstrauisch an, während Kaiba mit seiner üblichen Arroganz einen Schluck Espresso nahm. Xenia versuchte, die angespannte Stimmung zu lockern: „Also… Joey, du musst verstehen, dass Kaiba manchmal… na ja, etwas direkt ist.“

„Direkt? Er ist unhöflich, eingebildet und glaubt, dass die ganze Welt ihm gehört!“, platzte Joey heraus.

Kaiba hob nur eine Augenbraue und erwiderte trocken: „Und du bist laut, chaotisch und offenbar unfähig, deine Impulse zu kontrollieren. Eine perfekte Beschreibung, Joey Wheeler.“

Joey sprang halb auf, die Hände in die Hüften gestemmt. „Hey! Ich bin vielleicht laut, aber wenigstens rede ich nicht wie ein Arroganz-Lexikon auf zwei Beinen!“

Xenia seufzte und legte beiden die Hände auf die Tischkante. „Genug! Ich will nicht, dass ihr euch hier an die Kehle geht. Wir sind hier, um Kaffee zu trinken, nicht um… äh… Krieg zu führen.“

Kaiba lehnte sich zurück und verschränkte die Arme. „Wenn er sich benimmt, werde ich mich zurückhalten“, sagte er kühl.

Joey warf Kaiba einen skeptischen Blick zu, dann nickte er widerwillig. „Na gut, aber wehe, du versuchst, mich zu übertrumpfen, Kaiba. Ich habe deine Spielchen durchschaut.“

Xenia lächelte gezwungen und griff nach ihrer Tasse. „Vielleicht… vielleicht setzen wir einfach auf ein friedliches Gespräch. Joey, erzähl uns von deinem neuesten Duell. Kaiba, willst du auch zuhören?“

Kaiba runzelte die Stirn, doch ein Funken Interesse blitzte in seinen Augen auf. „Ich höre… aber nur, um deine Fehler zu sehen.“

Joey grinste breit, völlig unbeeindruckt. „Perfekt. Dann werde ich dir zeigen, dass man auch ohne ein milliardenschweres Imperium ein echter Champion sein kann!“

Xenia konnte nicht anders, als zu lachen. Sie lehnte sich zurück und beobachtete das ungleiche Duo, das sich langsam auf ein Gespräch einzulassen schien, auch wenn die Spannung noch immer in der Luft knisterte. Joey begann enthusiastisch zu erzählen, wie er beim letzten Duell gegen einen besonders kniffligen Gegner eine clevere Kombination von Monstern eingesetzt hatte, die ihn fast den Sieg gekostet hätte.

„Und dann, an der allerletzten Karte, habe ich den schwarzen Rotaugendrachen ausgepackt und… BOOM! Sieg!“ Joey schlug mit der flachen Hand auf den Tisch, sodass der Espresso ein wenig spritzte.

Kaiba zog die Stirn zusammen und ließ einen leichten, spöttischen Ton anklingen: „Hmm. Interessant. Du verlässt dich also auf Glück und einzelne mächtige Karten. Typisch.“

Joey funkelte ihn an. „Typisch? Hör zu, Kaiba, bei dir dreht sich doch alles nur um Geld und Kartenwerte. Ein echtes Duell lebt von Mut und Kreativität!“

Xenia griff schnell wieder ein, bevor es eskalierte: „Okay, okay… hört auf, euch gegenseitig zu provozieren. Kaiba, Joey will nur zeigen, wie clever er ist. Joey, Kaiba hört nur zu, weil er vielleicht ein paar Tricks lernen will.“

Kaiba nickte langsam, sein kühler Blick blieb jedoch kritisch. „Tricks? Ich lerne nur von den Besten. Mal sehen, ob du mithalten kannst, Wheeler.“

Joey lehnte sich zurück, grinste breit und legte die Arme verschränkt auf den Tisch. „Mach dich bereit, Kaiba. Ich verspreche dir, du wirst überrascht sein. Und Xenia… ich glaube, du wirst deinen Frieden mit uns niemals finden, wenn wir nicht ein bisschen Chaos verbreiten.“

Xenia lachte, schüttelte den Kopf und nahm einen Schluck Kaffee. „Tja… Chaos scheint hier wohl ein Grundzustand zu sein. Aber zumindest sitzen wir alle noch am Tisch und trinken Kaffee. Für wie lange, weiß ich nicht.“

Kaiba hob die Tasse, ein kaum merkliches Lächeln auf den Lippen. „Solange du keine dummen Ideen hast, Xenia, könnte dieser Nachmittag tatsächlich interessant werden.“

Joey spitzte die Lippen und grinste verschmitzt: „Interessant? Warte ab, Kaiba. Ich habe ein paar Moves auf Lager, die du garantiert noch nicht gesehen hast…“

Xenia schmunzelte. „Seht ihr, es wird doch noch ein netter Nachmittag. Vielleicht schaffen wir es ja sogar, dass ihr beide mal nett zueinander seid… zumindest für fünf Minuten.“

Joey verzog das Gesicht. „Ich soll zu dem reichen Pinkel nett sein? Vergiss es. Da mach ich nicht mit."

Kaiba schüttelte den Kopf. „Ich auch nicht."

Xenia seufzte. „Na gut, dann eben nicht.“

Kaiba sah sie an. Sein Blick war kühl und durchdringend. „Ich hätte nicht erwartet, dich in Begleitung eines drittklassigen Duellanten in einem zweitklassigen Café zu sehen.“

„Hey!“ Joey sprang halb von seinem Stuhl auf. „Wen nennst du hier drittklassig, Kaiba?!“

Ein paar Gäste drehten sich neugierig um.

Xenia seufzte leise. „Könnt ihr zwei nicht einmal im selben Raum sein, ohne euch zu streiten?“

Kaibas Augen funkelten amüsiert. „Ich stelle nur Fakten fest.“

„Deine Fakten kannst du dir sparen!“, fauchte Joey. „Wenn du so viel zu sagen hast, dann lass uns draußen duellieren!“

„Joey…“ Xenia legte warnend eine Hand auf seinen Arm. Sie kannte diesen Tonfall. Wenn die beiden erst einmal anfingen, gab es kein Zurück mehr.

Kaiba beugte sich leicht vor, ein überlegenes Lächeln auf den Lippen. „Ein Duell gegen dich wäre Zeitverschwendung."

Xenia spürte, wie sich die Spannung am Tisch wie aufgeladene Elektrizität staute.

Joeys Stuhl kratzte laut über den Boden, als er endgültig aufsprang. „Zeitverschwendung?! Ich zeig dir gleich, was hier ’ne Verschwendung ist!“

Ein leises, kollektives Murmeln ging durch das Café. Jemand zückte sogar neugierig sein Handy.

Kaiba verzog keine Miene. „Setz dich, Wheeler. Dein impulsives Verhalten bestätigt nur meine Einschätzung.“

„Du—!“

„Genug.“

Xenias Stimme war nicht laut, aber scharf genug, um beide für einen Moment innehalten zu lassen. Sie stand langsam auf, stellte ihre Tasse mit einem leisen Klirren ab und sah erst Joey, dann Kaiba an.

„Das hier ist ein Café. Menschen trinken hier Kaffee. Sie tragen keine Duel Disks.“

„Noch nicht,“ murmelte Joey trotzig.

Kaibas Blick glitt zu Xenia zurück, musterte sie prüfend. „Du verteidigst ihn?“

„Ja, ich verteidige Joey“, erwiderte sie trocken. „Und meine Nerven.“

Ein kaum sichtbares Zucken ging über Kaibas Lippen – fast ein Lächeln. Fast.

Joey verschränkte die Arme. „Weißt du was, Kaiba? Wenn du so überzeugt bist, dass ich unter deinem Niveau bin, dann beweis es. Heute Abend. Offizielles Duell. Keine Ausreden.“

„Joey…“ Xenia warf ihm einen warnenden Blick zu.

Kaiba schwieg einen Moment. Dann zog er langsam sein Smartphone hervor. „Die KaibaCorp-Duellarena ist heute Abend frei.“ Seine blauen Augen funkelten kalt. „21 Uhr. Wenn du unbedingt eine weitere Niederlage brauchst, um zu lernen.“

Joey grinste schief. „Heh. Bring deine Taschentücher mit.“

Die Atmosphäre vibrierte. Selbst die Gäste, die kein Wort verstanden hatten, spürten die Herausforderung in der Luft.

Kaiba steckte das Handy zurück. „Und du?“ Seine Aufmerksamkeit richtete sich wieder auf Xenia. „Wirst du diesem Schauspiel beiwohnen?“

Sie zögerte. Sie wusste genau, was ein Duell zwischen diesen beiden bedeutete.

„Wenn ich nicht komme,“ sagte sie schließlich ruhig, „legt ihr am Ende noch die halbe Stadt in Schutt und Asche.“

Joey lachte. „Siehst du? Sie weiß, dass ich gewinne!“

„Das habe ich nicht gesagt.“

Kaiba richtete sich auf. „Dann bis heute Abend.“ Seine Stimme war glatt wie Stahl. „Verspätet euch nicht. Ich dulde keine Unpünktlichkeit.“

Mit einer eleganten Drehung verschwand er zur Tür hinaus. Die Glocke über dem Eingang klingelte leise – ein beinahe ironischer Kontrast zu der aufgewühlten Stimmung, die er hinterließ.

Joey atmete tief aus. „Ich schwöre, eines Tages wisch ich diesem Typen das Grinsen aus dem Gesicht.“

Xenia setzte sich wieder und nahm einen ruhigen Schluck ihres inzwischen lauwarmen Cappuccinos.

„Joey?“

„Ja?“

„Bevor du heute Abend Kaiba besiegst…“

Er grinste breit. „Ja?“

„Erzähl mir bitte nicht noch ein viertes Mal die Geschichte mit der ‚perfekt gezogenen Karte‘.“

Für einen Moment war es still – dann brach Joey in schallendes Lachen aus.

Doch tief in Xenias Magen blieb ein Knoten.

Sie kannte Seto Kaiba gut genug, um zu wissen:

Wenn er selbst ein Duell vorschlug, dann hatte er bereits einen Plan.

Der Abend kam schneller, als Xenia lieb war.

Die Lichter der Stadt spiegelten sich in den Glasfassaden des KaibaCorp-Hauptgebäudes, das wie ein leuchtender Monolith in den Himmel ragte. Schon von Weitem wirkte es weniger wie ein Bürokomplex als wie eine Herausforderung an die Welt selbst.

„Mann… jedes Mal, wenn ich das sehe, krieg ich ’nen Komplex,“ murmelte Joey und starrte nach oben. „Der Typ muss echt alles übertreiben.“

„Er übertreibt nicht,“ sagte Xenia ruhig. „Er plant.“

Joey blinzelte. „Das klingt irgendwie unheimlicher.“

________________________________________

Die Arena im Inneren war nahezu leer – nur vereinzelte Techniker standen an den Konsolen. Offenbar hatte Kaiba das Duell nicht öffentlich angekündigt. Keine Presse. Keine Zuschauer.

Nur sie.

In der Mitte der Plattform stand er bereits. Perfekt aufrecht. Die Arme hinter dem Rücken verschränkt. Sein weißer Mantel fiel wie eine Rüstung um seine Schultern.

„Ihr seid pünktlich“, stellte Kaiba fest, ohne sie zu begrüßen.

„Spar dir deine Sprüche“, knurrte Joey und aktivierte seine Duel Disk. Das vertraute Surren erfüllte die Halle. „Ich bin bereit.“

Kaibas Blick glitt kurz zu Xenia, die am Rand der Plattform stehen blieb. „Beobachte genau“, sagte er. „Heute lernst du etwas über den Unterschied zwischen einem Anfänger und einem Profi.“

„Ich lerne vor allem etwas über männliche Egos“, murmelte sie.

Die Projektoren erwachten zum Leben. Holografische Linien zeichneten das Spielfeld nach. Lebenspunkte erschienen über ihren Köpfen.

4000 – 4000

„Ich fang an!“ Joey zog seine Karten mit einem entschlossenen Ruck. „Ich beschwöre den Flammen-Schwertkämpfer im Angriffsmodus!“

Ein feuerspeiender Krieger materialisierte sich, die Klinge brennend erhoben.

Kaiba blieb unbeeindruckt. „Vorhersehbar.“

„Und ich setze eine Karte verdeckt! Dein Zug!“

Kaiba hob langsam seine Hand und zog eine Karte. Für den Bruchteil einer Sekunde glaubte Xenia, ein kaum merkliches Funkeln in seinen Augen zu sehen.

„Ich aktiviere eine permanente Zauberkarte.“

Das Spielfeld veränderte sich. Metallene Strukturen erhoben sich aus dem Boden, digitale Anzeigen flackerten auf.

„Das ist neu“, murmelte Joey.

„Ein Prototyp“, sagte Kaiba kühl. „Exklusiv entwickelt von KaibaCorp. Sie verstärkt Drachenmonster mit jedem Spielzug.“

Joeys Gesicht verzog sich. „Du und deine Drachen…“

Kaiba legte die nächste Karte auf das Feld.

Die Halle erzitterte.

Mit einem ohrenbetäubenden Schrei zerriss ein gewaltiger, weißer Drache die holografische Realität – Schuppen wie poliertes Elfenbein, Augen glühend wie Eis.

Der Blue-Eyes White Dragon breitete seine Flügel aus und füllte die Arena mit gleißendem Licht.

Xenia spürte, wie ihr Herz einen Schlag aussetzte.

Es war nicht nur ein Monster.

Es war Kaibas Stolz. Sein Symbol. Seine Besessenheit.

Joey knirschte mit den Zähnen. „Na schön… dann wird’s eben ’n Drachenbraten.“

Kaibas Mundwinkel zuckten. „Greif an.“

Der Drache holte tief Luft. Energie sammelte sich zwischen seinen Kiefern.

Xenia wusste, was jetzt kam.

Und sie wusste auch, dass Kaiba heute nicht einfach nur gewinnen wollte.

Er wollte etwas beweisen.

Die Explosion aus weißem Licht raste auf Joeys Monster zu – und im letzten Moment begann die verdeckte Karte vor Joey zu leuchten.

„Jetzt!“, rief Joey. „Ich aktiviere meine Fallenkarte!“

Ein gleißendes Energiefeld schob sich vor den Flammen-Schwertkämpfer, verzerrte den Angriff des Blue-Eyes White Dragon und schleuderte einen Teil der Wucht zurück.

Kaibas Lebenspunkte flackerten auf.

4000 → 3600

Joey grinste breit. „Nicht schlecht, was?“

Kaiba senkte kaum merklich den Blick auf sein Duel Disk-Display. „Ein netter Reflex.“ Seine Stimme blieb ruhig. „Aber ein Reflex ersetzt keine Strategie.“

Xenia verschränkte die Arme. Sie kannte diesen Tonfall. Kaiba war nicht verärgert. Er war… interessiert.

„Mein Zug.“

Er zog eine Karte – langsam, kontrolliert. Keine Spur von Hektik.

„Ich opfere meinen Drachen.“

Joey riss die Augen auf. „Was?!“

Der weiße Drache löste sich in Lichtpartikel auf.

„Um zwei weitere Drachen zu beschwören.“

Das Spielfeld erzitterte erneut. Zwei identische Gestalten aus blendendem Weiß materialisierten sich – ihre Flügel warfen scharfe Schatten über die Arena.

„Nein…“, murmelte Joey.

„Und nun“, fuhr Kaiba fort, „fusioniere ich sie.“

Ein Strudel aus Energie riss die beiden Monster empor, verschmolz ihre Körper, verdichtete ihre Kraft. Ein dreiköpfiges Ungetüm brach aus dem Licht hervor, jede Schnauze mit pulsierender Energie erfüllt.

Der Blue-Eyes Ultimate Dragon brüllte – ein Klang wie berstendes Metall.

ATK: 4500

Joeys Lebenspunkte blinkten noch immer bei 4000.

„Das… ist nicht fair“, presste er hervor.

„Im Duell gibt es kein Fair, “ erwiderte Kaiba kühl. „Nur Sieg und Niederlage.“

Xenia spürte ein leichtes Ziehen in der Brust. Kaiba spielte heute nicht aus Spaß. Jede Bewegung war kalkuliert. Jede Karte ein Statement.

„Angriff.“

Drei Energiestrahlen bündelten sich – weiß, grell, vernichtend.

Joeys Flammen-Schwertkämpfer wurde in Sekundenbruchteilen ausgelöscht. Die überschüssige Wucht traf ihn frontal.

4000 → 3500 → 2000 → 0

Das Licht erlosch abrupt.

Stille.

Nur das leise Surren der Arena-Systeme war zu hören.

Joey stand noch einen Moment reglos da, die Augen auf das Display geheftet. Dann ließ er die Schultern sinken. Seine Duel Disk deaktivierte sich mit einem mechanischen Klicken.

„Tch…“ Er lachte leise, schief. „Okay. Das war ’n harter Treffer.“

Kaiba deaktivierte sein eigenes Gerät. „Wie erwartet.“

„Du hättest mich auch einfach K.O. schlagen können,“ murrte Joey. „Wäre billiger gewesen.“

„Ich verschwende keine Energie auf Mittelmaß.“

„Hey—“

„Joey.“ Xenias Stimme war sanft, aber bestimmt.

Er atmete aus. „Ja, ja… ich weiß.“

Kaiba trat näher. Sein Blick ruhte nicht auf Joey – sondern auf Xenia.

„Du wolltest sehen, was der Unterschied ist“, sagte er ruhig. „Das war er.“

„Was für ein Unterschied?“, fragte sie.

„Zwischen einem Anfänger und einem Profi.“

Für einen Moment lag etwas anderes in seinen Augen. Kein Spott. Kein Hochmut.

Er wollte, dass sie es verstand.

Joey steckte sein Deck zurück in die Hülle. „Nächstes Mal gewinn ich“, sagte er trotzig.

Kaiba drehte sich halb ab. „Du wirst nie gut genug sein um mich zu besiegen.“

„Du bist unmöglich.“

„Und trotzdem Sieger.“

Xenia trat einen Schritt vor. „War das alles, Kaiba?“, fragte sie ruhig. „Oder ging es dir um mehr als nur einen Sieg?“

Ein leises Schweigen breitete sich aus.

Dann antwortete er, ohne sie anzusehen:

„Ich verliere nicht.“

Eine kaum wahrnehmbare Pause.

„Und schon gar nicht vor dir.“

Bevor sie etwas erwidern konnte, setzte er sich in Bewegung. Sein Mantel wirbelte hinter ihm, als er die Plattform verließ.

Joey sah ihm nach. „Weißt du…“ Er kratzte sich am Hinterkopf. „Manchmal glaub ich, der hat sie nicht mehr alle.“

Xenia blickte auf das leere Spielfeld, wo eben noch drei Drachen gestanden hatten.

„Bist du mit Seto zusammen?“, fragte Mokuba.

Xenia verschränkte die Arme und sah demonstrativ zur Seite. „Wie kommst du denn darauf?“

Mokuba grinste breit. „Na ja… mein Bruder redet über niemanden so viel wie über dich. Das ist schon verdächtig.“

Xenia hob eine Augenbraue. „Kaiba redet über mich? Das würde ich ja zu gern hören.“

„Nicht so, wie du denkst“, sagte Mokuba schnell. „Mehr so… strategisch. Aber trotzdem. Für Seto ist das schon ziemlich viel.“

„Aber das heißt noch lange nicht“, entgegnete sie, „dass wir zusammen sind.“ In Gedanken sah sie Setos kühlen Blick vor sich, dieses kaum merkliche Zucken seiner Mundwinkel, wenn er glaubte, niemand würde es bemerken.

„Aber es heißt auch nicht, dass ihr es nicht seid“, entgegnete Mokuba frech.

In diesem Moment öffnete sich die Tür mit einem leisen Zischen. Seto trat ein, mit dem gewohnten, selbstsicheren Ausdruck im Gesicht.

„Mokuba, ich hoffe, du verschwendest deine Zeit nicht mit belanglosen Gesprächen.“

„Ganz und gar nicht!“, rief Mokuba fröhlich. „Ich habe Xenia nur gefragt, ob ihr zwei zusammen seid.“

Stille.

Setos Schritte hielten abrupt inne. Sein Blick glitt langsam zu Xenia. „Was für eine absurde Annahme.“

„Sehe ich genauso!“, warf Xenia hastig ein.

Mokuba sah zwischen ihnen hin und her, offensichtlich amüsiert. „Komisch. Ihr klingt beide ziemlich nervös für zwei Leute, die angeblich nichts miteinander zu tun haben.“

Seto schnaubte. „Nervös? Ich? Lächerlich.“

Xenia hob trotzig das Kinn. „Vielleicht solltest du Mokuba beibringen, keine Gerüchte zu verbreiten.“

„Vielleicht solltest du lernen, dich nicht so leicht aus der Fassung bringen zu lassen“, entgegnete Seto kühl.

Ihre Augen trafen sich – ein stilles Kräftemessen. Doch diesmal lag etwas anderes darin. Etwas, das selbst Setos perfekte Fassade nicht ganz verbergen konnte.

Mokuba seufzte theatralisch. „Ihr seid unmöglich.“

Xenia warf ihm einen bösen Blick zu. „Das sagt der Richtige.“

Seto wandte sich zur Tür. „Wir haben Wichtigeres zu tun als über kindische Fantasien zu diskutieren.“ Er hielt kurz inne. „Xenia, komm mit mir mit.“

Sie blinzelte überrascht. „Jetzt?“

Mokuba lachte. „Aha.“

Xenia warf ihm einen warnenden Blick zu, bevor sie Seto durch die Tür folgte.

Mokuba blieb zurück, die Hände in den Taschen, ein breites Grinsen auf den Lippen. „Also wirklich, großer Bruder…“, murmelte er zu sich selbst, „du bist unmöglich.“

Der Gang war still, nur das leise Klicken ihrer Schritte hallte von den Wänden wider. Seto ging mit seiner typischen Selbstsicherheit voraus, doch Xenia bemerkte etwas in seinem Verhalten, das sie selten sah: ein kaum wahrnehmbares Zögern, als würde er genau abwägen, wie er sich ihr gegenüber verhalten sollte.

„Wohin gehen wir?“, fragte Xenia schließlich, die Arme locker verschränkt.

Seto blieb stehen und sah sie direkt an. „Wir müssen etwas besprechen. Etwas Wichtiges.“ Seine Stimme war ruhig, aber seine Augen hatten diese unnachgiebige Intensität, die man nur bei jemandem sah, der die Kontrolle über die Situation behalten wollte.

Xenia spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Nicht vor Angst, sondern aus einer Mischung aus Neugier und… etwas anderem. Sie konnte nicht genau sagen, was.

„Wichtig?“, wiederholte sie vorsichtig. „Geht es um ein Duel Monsters-Turnier oder… um… uns?“

Seto schnaubte leise, ein Ausdruck, der irgendwo zwischen Belustigung und Verlegenheit lag. „Es geht nicht um das, was du denkst.“ Er drehte sich weg und begann, den Gang hinunterzugehen, „aber ich möchte, dass du genau zuhörst.“

Xenia folgte ihm, immer noch skeptisch. Sie wusste, dass Seto selten seine wahren Absichten offenlegte – und noch seltener, wenn es um persönliche Dinge ging.

„Kaiba…“, begann sie, „du weißt, dass du nicht einfach…“

„Ich weiß“, unterbrach er sie scharf, aber nicht unfreundlich. „Deshalb will ich, dass wir das hier jetzt einmal klären. Ohne Ablenkungen. Keine Gerüchte, keine Beobachter.“

Xenia nickte, spürte, wie die Spannung zwischen ihnen wuchs, aber auch eine merkwürdige… Erwartung. Es war, als ob dieser Moment etwas ändern würde. Etwas, das beide nicht direkt aussprechen mussten, aber beide längst spürten.

Seto öffnete die Tür zu einem kleinen, fast leeren Büro. Die Luft darin roch nach Papier und Leder, nach der stillen Dominanz, die Seto überall hinterließ. Er deutete auf einen Stuhl. „Setz dich.“

Xenia tat, wie ihr geheißen, und sah ihn herausfordernd an. „Also… worüber reden wir wirklich?“

Seto schloss die Tür hinter sich, trat langsam um seinen Schreibtisch und ließ sich auf den Stuhl gegenüber nieder. Für einen Moment herrschte Stille, nur unterbrochen von dem leisen Summen des Ventilators. Dann sprach er, seine Stimme tiefer, ernsthafter:

„Über uns.“

Xenia schluckte, ihre Augen weiteten sich kaum merklich. „Über uns…?“

Seto nickte knapp, aber in seinen Augen lag etwas, das sie noch nie zuvor bei ihm gesehen hatte.

Seto lehnte sich zurück, die Finger leicht ineinander verschränkt. „Xenia… ich will, dass du mir ehrlich antwortest. Keine Ausflüchte.“

Xenia hob eine Augenbraue. „Ehrlich antworten? Kaiba, du bist derjenige, der…“

„Ich weiß, was du sagen willst“, unterbrach er sie scharf, aber diesmal nicht kühl, sondern bestimmt. „Aber das hier ist anders. Keine Strategien, keine Spiele. Nur wir beide. Also…“ Er hielt einen Moment inne, seine Augen bohrten sich in ihre. „…was fühlst du wirklich?“

Xenia spürte, wie ihr Herz einen Schlag aussetzte. Sie hatte sich nie vorstellen können, dass Seto Kaiba, der immer so unnahbar und selbstsicher war, sie auf diese Weise direkt anspricht. Die Luft schien plötzlich dichter, jeder Atemzug schwerer.

„Ich…“ Sie stockte, kämpfte gegen die Mischung aus Nervosität und etwas, das wie Aufregung in ihr aufstieg. „Ich weiß nicht, ob ich… sagen kann, dass es nichts ist.“

Seto nickte langsam, als hätte er genau das erwartet. „Gut. Dann sind wir schon weiter als viele andere, die sich vor der Wahrheit drücken.“ Seine Stimme war leise, aber jedes Wort hatte Gewicht. „Ich will nicht, dass du denkst, ich spiele ein Spiel. Ich will, dass wir es ehrlich versuchen.“

Xenia sah ihn an, und für den ersten Moment in all den Monaten, in denen sie ihn kannte, wirkte Seto verletzlich. Kein Pokerface, keine Fassade – nur er. Direkt. Echt.

„Versuchen…?“, wiederholte sie vorsichtig, ein Lächeln, halb herausfordernd, halb nervös, auf den Lippen. „Also willst du wirklich… dass wir…“

„Ja“, sagte er schlicht. „Keine Ablenkungen, keine falschen Vorstellungen. Nur wir beide. Punkt.“

Ein leises Lachen entwich Xenia. „Du machst es einem wirklich nicht leicht, Seto Kaiba.“

Er schnaubte, aber diesmal mit einem Hauch von Humor. „Ich mache nie etwas leicht. Aber das hier… das ist es wert.“

Und in diesem Moment, in der stillen Nähe des Büros, wusste Xenia, dass etwas begonnen hatte, das niemand so leicht unterbrechen konnte – nicht Mokuba, nicht Gerüchte, nicht einmal Setos eigene Angst davor, Gefühle zuzulassen.

Seto lehnte sich vor, sein Blick weich, aber intensiv. „Also… bist du bereit, ehrlich zu sein, Xenia?“

Xenia atmete tief ein. „Ja… Kaiba. Ich bin bereit.“

Für einen Moment schien die Welt stillzustehen, als ob sie beide die Schwere und Bedeutung dieser Worte spürten. Dann trat Seto einen Schritt näher, und die Distanz zwischen ihnen schrumpfte.

Seto machte keinen weiteren Schritt, doch die Spannung zwischen ihnen schien fast greifbar. Xenia spürte, wie ihr Herz schneller schlug, während sie ihn direkt ansah – nicht mehr die kühle Fassade, die sie gewohnt war, sondern jemand, der ebenso nervös und gespannt war wie sie selbst.

„Du… meinst das ernst, oder?“, fragte sie.

„So ernst wie nie zuvor“, antwortete Seto. Seine Stimme war ruhig, doch jedes Wort vibrierte von Bedeutung. Er ließ den Blick nicht von ihr ab. „Ich habe meine Gründe, warum ich immer alles kontrolliere… aber bei dir… kann ich das nicht. Ich will es nicht kontrollieren.“

Xenia spürte ein warmes Gefühl in ihrer Brust, ein Stolpern, das sie überraschte. Sie hatte nie gedacht, dass sie Seto so verletzlich sehen würde. Ein Lächeln stahl sich auf ihre Lippen, halb amüsiert, halb berührt.

„Also… was jetzt?“, fragte sie und hob die Augenbrauen. „Fangen wir einfach an… uns kennenzulernen?“

Seto nickte knapp. „Ja. Und keine Ablenkungen. Keine Spielchen.“ Seine Hand bewegte sich langsam, fast zögerlich, und legte sich auf den Tisch, nur wenige Zentimeter von ihrer entfernt. „Nur wir. Punkt.“

Xenia spürte, wie ihre Handflächen warm wurden. Ein Teil von ihr wollte sofort die Distanz schließen, ein anderer kämpfte mit dem Gefühl der Unsicherheit – so viel wie sie auch gespürt hatte, sie wusste, dass dies der Moment war, den sie beide schon lange vermieden hatten.

„Nur wir… also wirklich nur wir“, wiederholte sie, ein kleines, fast schelmisches Lächeln auf den Lippen. „Dann fangen wir wohl besser an, Kaiba.“

Er erlaubte sich ein seltenes, fast unmerkliches Lächeln. „Gut. Dann lass uns ehrlich sein – keine Masken.“

Die Spannung löste sich langsam, aber das Knistern blieb. Für einen Augenblick standen sie einfach da, einander gegenüber, jede Unsicherheit, jedes unausgesprochene Gefühl zwischen ihnen, und doch war klar: Nichts würde so sein wie zuvor.

Die Turnierhalle war wie elektrisiert, als Seto Kaiba die Arena betrat. Jeder Schritt des mächtigen Duellanten ließ die Luft knistern, als würde seine Präsenz selbst die Atmosphäre verändern. Die Menge zog die Köpfe ein, ehrfürchtig und gleichzeitig gespannt.

Xenia saß in der ersten Reihe, neben Erina, und beobachtete aufmerksam. Ihr Herz schlug schneller, nicht vor Angst, sondern wegen der puren Intensität, die Kaiba ausstrahlte.

„Wow… er sieht… unnahbar aus“, sagte Erina.

Xenia nickte. „Wie immer. Aber er ist unglaublich fokussiert. Ich kann sehen, wie jeder Muskel, jede Bewegung… geplant ist.“

Joey, der in einer anderen Reihe saß, konnte nicht widerstehen, laut zu rufen: „Los, Kaiba! Zeig, dass du der Beste bist!“

Kaiba warf Joey einen eiskalten Blick zu, der selbst den lautesten Jubel dämpfte. Dann wandte er sich seinem Gegner zu – ein erfahrener Duellant, bekannt für aggressive Strategien und riskante Combos.

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Das Duell begann. Kaiba eröffnete wie immer schnell, selbstbewusst und strategisch, jeder Zug präzise, wie ein perfekt geschliffenes Schwert. Xenia spürte, wie die Spannung in ihrem eigenen Körper wuchs.

„Er ist… methodisch“, murmelte sie. „Jeder Zug sitzt. Keine Fehler, kein Zögern.“

Erina nickte. „Man merkt, dass er alles unter Kontrolle hat.“

Kaibas Gegner ließ sich nicht einschüchtern. Mit schnellen, cleveren Angriffen versuchte er, Lücken zu finden. Doch Kaiba reagierte sofort, blockte, konterte, setzte seine Monstereffekte ein, als hätte er jeden Zug des Gegners schon vorhergesehen.

„Beeindruckend“, sagte Xenia. „Er sieht die ganze Partie wie ein Schachspiel.“

„Und er liebt es, Druck auszuüben“, fügte Erina hinzu.

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In der Mitte des Duells zog Kaiba eine Karte, die Xenia kurz innehalten ließ. Sein Blick traf den ihren. Kalt. Analytisch. Abweisend, wie immer. Aber hinter dieser Fassade blitzte etwas durch – fast so, als wolle er sehen, wie sie reagierte.

Xenia spürte einen Funken Nervosität, aber sie ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Stattdessen nickte sie fast unmerklich. Kaiba sah kurz weg, konzentrierte sich wieder auf das Feld.

Jeder Zug von Kaiba war eine Demonstration von Überlegenheit – aber nicht überheblich, nicht arrogant in seiner Machtdemonstration. Jede Entscheidung war präzise, konsequent, unerschütterlich.

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Der Gegner griff erneut an, ein riskanter Zug, der alles auf eine Karte setzte. Die Menge hielt den Atem an. Kaiba reagierte blitzschnell, konterte und löste eine Kettenreaktion aus, die das Duell komplett drehte.

„Unglaublich“, murmelte Xenia. „Er liest seinen Gegner, er sieht alles… er zwingt ihn in die Defensive.“

Erina lehnte sich nach vorne. „Das ist der Grund, warum er so gefürchtet wird.“

Kaiba zog die finale Karte, setzte den entscheidenden Schlag an, und die Arena explodierte in Jubel. Kaiba hatte gewonnen – souverän, dominant, unvergleichlich.

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Nach dem Duell ging er in die Nähe der Tribüne, seine Augen trafen Xenia. „Du beobachtest zu viel“, sagte er kühl, ohne Emotionen in der Stimme.

Xenia hob die Hand leicht zur Verteidigung. „Nur… um zu lernen.“

Er verzog kaum merklich die Lippen. „Lernen allein reicht nicht. Du musst verstehen, was Kontrolle bedeutet. Und wann man Emotionen zulässt – oder unterdrückt.“

Xenia nickte. „Ich verstehe.“

Er wandte sich ab, stolz, unnahbar, und verschwand aus der Arena, so plötzlich wie er erschienen war.

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Joey stieß einen tiefen Seufzer aus. „Mann… der Typ ist unglaublich.“

„Du hast recht“, sagte Xenia. „Und das ist genau der Grund, warum ich ihn beobachten muss. Wenn ich stärker werden will… muss ich von ihm lernen – nicht nur beim Duell, sondern bei allem, was er tut.“

Erina legte einen Arm um Xenia. „Dann fang an. Schritt für Schritt.“

Xenia sah hinaus auf das Feld, das nun wieder von jubelnden Fans gefüllt war.

Sie spürte die Herausforderung, die Kaiba in seiner Kälte zurückgelassen hatte.

Und sie wusste: Ihr eigener Weg würde härter, anspruchsvoller, aber auch klarer werden – weil sie ihn selbst bestimmte.

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Die Sonne stand tief über Domino City, als Xenia in die Turnierhalle zurückkehrte. Heute war ihr eigener Einsatz gefragt, und obwohl sie schon viele Duelle gesehen hatte, fühlte sich die Aufregung anders an, wenn es um sie selbst ging.

Erina begleitete sie, wie immer ein ruhiger Anker inmitten des Chaos. „Also, heute geht es los. Nervös?“

Xenia schüttelte den Kopf leicht. „Nicht nervös… eher gespannt. Ich will sehen, wie weit ich mich entwickelt habe. Wie viel ich von allem lernen konnte – besonders von Kaiba.“

Erina lächelte. „Du bist bereit. Ich glaube an dich.“

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Joey wartete bereits mit Yugi, Tea und Tristan in der Nähe der Arena. Als er Xenia sah, rief er laut: „Hey, Xenia! Bereit, mich mit deinem Können zu beeindrucken?“

„Nur, wenn du aufhörst, laut zu sein“, erwiderte Xenia grinsend.

Yugi lächelte. „Xenia, es ist gut, dich wieder zu sehen. Ich bin gespannt auf dein Duell.“

Tea nickte zustimmend. „Wir wissen, dass du hart trainierst. Also nur Mut.“

Tristan legte Joey kurz eine Hand auf die Schulter. „Mach keinen Unsinn, Joey. Lass Xenia glänzen.“

Joey zog eine Grimasse. „Hey, ich bin nur hier, um moralische Unterstützung zu geben!“

Xenia konnte ein Lächeln nicht unterdrücken. Die Atmosphäre war ungezwungen, warm, aber gleichzeitig spannungsgeladen.

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Bevor das Duell begann, bemerkte Xenia eine Bewegung am oberen Rand der Tribüne. Kaiba.

Er stand wie ein Schatten, die Arme verschränkt, die Augen kühl auf sie gerichtet. Kein Applaus, kein Jubel – nur ein prüfender Blick.

Xenia spürte, wie sich eine Mischung aus Nervosität und Entschlossenheit in ihr ausbreitete.

„Er beobachtet mich wieder“, sagte sie.

„Dann zeig ihm, wozu du fähig bist“, sagte Erina.

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Das Duell beginnt

Xenia nahm ihre Position an der Duellplattform ein, während ihr Gegner bereits kampfbereit wartete. Die Menge summte vor Erwartung.

Joey, Yugi, Tea und Tristan beobachteten gespannt von der Tribüne. Joey konnte kaum still sitzen, seine Hände zu Fäusten geballt. „Los, Xenia! Zeig ihnen, wie es geht!“

Xenia atmete tief durch. Jede Bewegung, jeder Atemzug war bewusst. Sie konnte die Kälte von Kaibas Blick spüren, auch ohne dass er ein Wort sagte. Sie erinnerte sich an das Gespräch im Büro, an seine Worte über Kontrolle und Strategie.

„Konzentriere dich“, murmelte sie. „Nur nicht ablenken lassen…“

Das Duell begann, und Xenia spielte methodisch, taktisch und kontrolliert – ganz anders als noch vor wenigen Jahren. Jeder Zug war durchdacht, aber sie ließ ihre Intuition mit einfließen, die sie von Joey und seinen Matches gelernt hatte.

Kaiba beobachtete weiterhin aus der Ferne. Die Art, wie er jede Karte analysierte, jeden Zug prüfte, wirkte wie ein stilles Urteil – aber kein Kommentar, kein Ratschlag. Nur Prüfung.

Xenia spürte den Druck, aber gleichzeitig auch die Freiheit. Sie war nicht mehr die Person, die Kaiba einmal nur als Herausforderung gesehen hatte. Sie war jetzt eigenständig, stark genug, um eigene Entscheidungen zu treffen.

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Je länger das Duell dauerte, desto mehr spürte Xenia, dass sie nicht nur gegen ihren Gegner kämpfte, sondern gegen sich selbst. Jede Unsicherheit, jede alte Angst, jede kleine Schwäche musste sie überwinden.

Joey, Yugi, Tea und Tristan feuerten sie immer wieder an, gaben ihr Energie und Moral, ohne sich in das Duell einzumischen.

„Du hast es drauf, Xenia!“ rief Joey. „Zeig ihnen, wer hier spielt!“

Xenia lächelte kurz, fokussierte sich dann wieder auf das Spielfeld.

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Am Ende des Duells, nach einer Serie riskanter, aber kluger Züge, gelang es Xenia, ihren Gegner zu besiegen. Die Menge jubelte, aber ihr Blick ging sofort zu Kaiba.

Er war immer noch da, wie eine Statue, kalt, abweisend, unnahbar. Doch diesmal… nickte er leicht. Ein kleines Zeichen, kaum wahrnehmbar, aber für Xenia wie ein Triumph.

„Du hast Fortschritte gemacht“, sagte er schließlich, kühl, aber mit einem Hauch von Anerkennung in der Stimme.

Xenia atmete tief ein, spürte Stolz und Erleichterung zugleich.

Erina grinste breit. „Siehst du? Ich hab’s dir doch gesagt. Du bist bereit.“

Joey sprang auf, rannte fast zu ihr und umarmte sie. „Xenia… du bist unglaublich! Ich hab’s gesagt, dass du es drauf hast!“

Yugi, Tea und Tristan klatschten, alle strahlten.

Xenia fühlte sich stark, selbstbewusst – und spürte gleichzeitig, dass das Spiel mit Kaiba noch lange nicht vorbei war.
 

Die WG war still. Nicht die angenehme Ruhe eines entspannten Tages, nicht die gemütliche Stille nach einem langen Abend – sondern jene Art von Stille, die zwischen den Wänden hing wie kalter Nebel.

Die Art von Stille, die weh tat.

Xenia saß auf ihrem Bett, die Knie angezogen, die Stirn gegen die Hände gedrückt. Schon seit zwei Tagen hatten sie und Erina kein Wort miteinander gewechselt. Kein Guten Morgen, keine Fragen, kein gemeinsames Frühstück. Nur schweigende Schritte, geschlossene Türen und ein Gefühl, das schwerer war als jede Niederlage in einem Duell.

Sie hörte die leisen Geräusche im Flur: Erina, die ihre Tasche nahm. Die Wohnungstür, die sich öffnete. Ein kurzer Moment, in dem Xenia hoffte, dass Erina vielleicht… vielleicht doch an ihre Tür klopfen würde, irgendetwas sagen würde.

Aber die Tür fiel ins Schloss.

Und Xenia blieb in der Stille zurück.

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Die Worte, die alles veränderten

Es war nicht einmal ein großer Streit gewesen – jedenfalls nicht anfangs.

Nur eine Meinungsverschiedenheit.

Nur ein unbedachtes Wort.

Nur ein verletzter Moment.

Sie hatten über Xenias Trainingszeiten gesprochen, über das Turnier, über Kaiba – über alles, was Xenia in letzter Zeit so sehr beanspruchte.

„Du bist nie mehr hier“, hatte Erina gesagt. „Nie präsent. Du hörst mir nicht zu, du bist ständig in Gedanken bei irgendwem und irgendwo anders.“

Xenia hatte sich angegriffen gefühlt. „Ich versuche mein Bestes! Ich kann nicht immer für alles da sein!“

„Nein, aber du bist gar nicht mehr da.“ Erinas Stimme war gebrochen gewesen.

„Du verlierst dich selbst in diesem ganzen Turnierdruck. In Kaiba. In allem.“

Und Xenia… hatte das Falsche gesagt.

„Du verstehst nicht, was es heißt, Ziele zu haben.“

Stille.

Schock in Erinas Augen.

Und dann der Rückzug.

Seitdem: Funkstille.

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Ein Tag voller Leere

Xenia stand irgendwann auf, ging in die Küche und blieb dort stehen. Alles sah normal aus – zwei Stühle, zwei Tassen auf dem Regal, das kleine Fenster, das die Nachmittagssonne hereinscheinen ließ.

Aber es fühlte sich an wie ein Ort, der nur noch halb existierte.

Sie machte sich Kaffee, stellte aber fest, dass sie kaum einen Schluck herunterbekam.

Jeder Gedanke führte zurück zu Erina.

Zu der Stille.

Zu dem Blick, der so verletzt gewesen war, dass Xenia ihn nicht ertragen konnte.

Sie warf sich die Jacke über und verließ die Wohnung. Sie musste raus. Weg von der Stille, weg von der Schwere.

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Am Flussufer

Ohne groß nachzudenken, landete sie am Flussufer, einem Ort, den sie und Erina früher oft besucht hatten.

Dort hatten sie gelacht, geweint, Zukunftspläne gemacht.

Heute war es nur ein stiller Ort, an dem sie hoffte, Klarheit zu finden.

Xenia setzte sich auf die Mauer und starrte auf das Wasser.

Alles in ihr war ein Durcheinander – Wut, Traurigkeit, Schuld, Enttäuschung.

„Vielleicht hat sie recht…“, murmelte Xenia.

„Vielleicht habe ich mich wirklich verloren.“

Sie dachte an das Turnier.

An Kaiba.

An die eiskalten Worte und die strengen Erwartungen.

An die Art, wie sie sich immer mehr beweisen wollte – ohne darauf zu achten, wen sie dabei verletzte.

Sie presste die Lippen zusammen.

Es war nicht fair, Erina vorzuwerfen, sie würde nichts verstehen.

Erina war immer für sie da gewesen.

Immer.

„Warum habe ich das gesagt…?“

Sie schloss die Augen, und zum ersten Mal seit Tagen spürte sie, wie sich Tränen lösten.

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Ein unerwarteter Besucher

„Hey…?“

Xenia fuhr zusammen.

Joey stand ein paar Meter entfernt, die Hände in den Hosentaschen, ein besorgter Ausdruck im Gesicht.

„Ich hab dich gesucht“, sagte er vorsichtig. „Yugi meinte, du würdest vielleicht hier sein.“

Xenia wischte sich schnell die Tränen von den Wangen. „Ich wollte einfach… nur nachdenken.“

Joey setzte sich neben sie, ließ aber etwas Abstand, wie jemand, der spürt, dass Nähe gerade vorsichtig dosiert werden muss.

„Erina?“, fragte er.

Xenia nickte.

„Streit?“

Sie nickte wieder, dieses Mal langsamer. „Wir… reden nicht. Seit Tagen nicht.“

Joey atmete tief durch. „Hey… weißt du… es ist okay, mal Mist zu bauen. Jeder tut das. Aber… du bist nicht der Typ, der Leute aufgibt.“

Xenia lächelte traurig. „Vielleicht habe ich sie aufgegeben. Und es gar nicht gemerkt.“

„Dann merkst du es aber jetzt.“ Joey schob ihr sanft mit der Schulter. „Also, was immer passiert ist… du kannst es reparieren. Wenn du’s wirklich willst.“

Die Worte trafen sie – aber nicht hart. Eher wie eine warme Hand auf der Schulter.

Ein Gefühl, das sie stabilisierte.

„Danke, Joey… wirklich.“

Er grinste. „Hey, dafür hat man Freunde. Selbst wenn man Rivalen ist.“

Xenia lachte leise. Zum ersten Mal seit Tagen.

Als die Sonne langsam unterging, stand Xenia auf.

„Ich muss zurück“, sagte sie. „Ich muss das klären.“

Joey nickte. „Das wirst du. Und… falls du reden willst, ich bin da. Yugi und Tristan auch. Tea sowieso.“

Xenia lächelte. „Danke.“

Dann machte sie sich auf den Weg zurück zur WG.

Sie wusste nicht, ob Erina da war.

Sie wusste nicht, ob Erina reden wollte.

Sie wusste nur eines:

Sie würde es versuchen.

Weil Erina ihr nicht egal war.

Weil Freundschaft nicht an einem verletzten Moment zerbrechen durfte.

Und weil Funkstille nur heilt, wenn einer den Mut hat, das erste Wort zu sagen.
 

Die Wohnung war dunkel, als Xenia zurückkam. Nur das warme Licht aus dem Wohnzimmer sickerte in den Flur.

Sie hielt kurz inne, das Herz schlug ihr bis zum Hals. Ihre Hand zitterte leicht, als sie den Schlüssel aus dem Schloss zog.

Sie wusste nicht, ob Erina hier war.

Und noch weniger, ob Erina bereit war, sie anzuhören.

Xenia nahm all ihren Mut zusammen und ging ins Wohnzimmer.

Erina saß auf dem Sofa, eine Decke um die Schultern gelegt, die Augen auf ihr Tablet gerichtet.

Doch als Xenia den Raum betrat, sah Erina sofort auf.

Der Blick der beiden traf sich – voll Schmerz, Scham, Sehnsucht nach Frieden.

„Hey…“, brachte Xenia hervor, ihre Stimme kaum mehr als ein Flüstern.

Erina nickte nur. „Hey.“

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Zwischen den Worten

Xenia setzte sich langsam auf den Sessel gegenüber, ließ Erina Raum. Die Stille war schwer, aber nicht feindlich – eher verletzlich.

„Ich… wollte reden“, begann Xenia vorsichtig.

Erina legte das Tablet zur Seite. „Ich weiß.“

Xenia senkte den Blick. „Ich habe dir wehgetan. Mit dem, was ich gesagt habe. Es tut mir leid, Erina. Wirklich.“

Erina schloss die Augen, atmete tief durch. „Ich war auch unfair. Ich war wütend. Und… ich war verletzt. Ich wollte dich nicht kritisieren. Ich… hatte Angst, dich zu verlieren.“

Xenia hob den Kopf. „Mich verlieren?“

„Ja.“ Erina schnaubte leise. „Du bist ständig unterwegs, im Turnier, im Training. Du bist… nicht mehr die Xenia, mit der ich in diese WG gezogen bin. Du bist unter so viel Druck… und dann ist da Kaiba.“

Xenia spürte Hitze in ihrem Gesicht. „Kaiba hat nichts damit zu tun.“

Erina hob eine Augenbraue. „Ähm… doch?“

Xenia öffnete den Mund, dann wieder schloss sie ihn.

Denn Erina hatte recht. Nicht in dem Sinne, dass sie und Seto schon ein Paar waren – aber er beeinflusste Xenia.

Sein Blick.

Seine Worte.

Seine Erwartungen.

Und ihr Wunsch, besser zu sein.

Für sich selbst.

Und vielleicht… auch für ihn.

Xenia räusperte sich. „Er… motiviert mich. Und er macht mich wütend. Und gleichzeitig…“

Sie brach ab.

Erina musterte sie lange.

„Du magst ihn.“

Xenia schluckte. „Ich weiß es nicht. Er ist… schwierig. Arrogant. Kalt. Aber gleichzeitig… ich will, dass er mich sieht. Dass er mir glaubt.“

Erina lächelte schwach. „Ich wusste es.“

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Die Versöhnung

Die Stille war dieses Mal warm.

Sanft.

Erleichtert.

Xenia stand auf und setzte sich neben Erina aufs Sofa.

„Ich will dich nicht verlieren“, sagte sie leise.

„Du bist meine beste Freundin. Und ich brauche dich mehr als alles andere.“

Erina legte die Arme um sie, zog sie in eine feste Umarmung.

„Du wirst mich nicht verlieren“, flüsterte sie.

„Aber du musst mich auch zu dir lassen. Auch wenn du in einer anderen Welt unterwegs bist.“

Xenia nickte heftig und drückte die Arme um sie.

Die Spannung, die tagelang zwischen ihnen gehangen hatte, löste sich endlich.

Nach einer Weile löste Erina sich von ihr.

„Also… das Finale kommt. Du musst dich darauf konzentrieren.“

Xenia atmete tief ein. „Ja. Morgen ist das Halbfinale. Und dann… wenn ich gewinne… stehe ich im Finale.“

Erina lächelte stolz. „Und du wirst gewinnen. Ich weiß es.“

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Ein unerwarteter Anruf

Als Xenia sich später in ihr Zimmer zurückzog, klingelte ihr Telefon.

Ein Blick aufs Display ließ ihr Herz kurz aussetzen.

Seto Kaiba.

Sie nahm ab.

„Hallo?“

„Ich habe gehört, du hast heute nicht trainiert“, sagte Kaiba, ohne Begrüßung, seine Stimme wie immer kühl, kontrolliert, aber mit einem unerkennbaren Unterton.

„Ich hatte… Dinge zu klären.“

„Persönliche Angelegenheiten?“

Xenia zögerte. „Ja.“

Ein kurzer Moment Stille.

Dann:

„Gut. Emotionale Ablenkung ist hinderlich, besonders vor dem Halbfinale. Ich nehme an, du hast es gelöst?“

Xenia musste lächeln. „Ja. Wir haben uns ausgesprochen.“

„Dann erwarte ich morgen keine Unsicherheiten“, sagte Kaiba.

Dann, etwas leiser, fast unmerklich:

„Ich will, dass du gewinnst. Zeig mir, dass ich mich nicht irre.“

Xenia spürte, wie ein warmes Gefühl durch ihren Brustkorb flutete.

„Ich werde dich nicht enttäuschen.“

„Gut.“

Ein Klick.

Das Gespräch war vorbei.

Aber sein Nachhall blieb.

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Ein ruhiger Abschluss

Xenia legte das Handy weg und setzte sich auf ihr Bett.

Seit Tagen hatte sie sich schwer gefühlt – voller Druck, voller Schuld.

Aber heute… war etwas leichter geworden.

Erina war wieder da.

Alles war noch nicht perfekt, aber es war heilbar.

Und sie selbst fühlte sich wieder geerdet.

Bereit.

Bereit für das Halbfinale.

Bereit für das Finale.

Bereit, zu beweisen, dass sie stark genug war – für das Turnier, für ihre Träume und für alles, was noch zwischen ihr und Seto Kaiba entstehen sollte.

Sie legte sich hin, schloss die Augen und atmete tief.

Zum ersten Mal seit langem wusste sie genau, wer sie war.

Und was sie wollte.
 

Die Turnierhalle bebte vor Energie. Das Summen der Zuschauer, das blendende Licht, die Anspannung in der Luft – alles verschmolz zu einer einzigen Welle, die sich über das gesamte Gebäude legte.

Heute war der Tag des großen Finales.

Der Tag, an dem Xenia alles geben musste.

Erina, Yugi, Joey, Tea und Tristan standen für sie bereit, jeder von ihnen voller Stolz und Nervosität.

„Du packst das“, sagte Joey und drückte ihre Schulter.

„Wir glauben an dich“, fügte Yugi hinzu, seine Stimme warm wie immer.

Xenia nickte, obwohl ihr Herz raste.

Sie hatte den ganzen Morgen trainiert, meditiert, sich konzentriert – aber als sie die Finalarena betrat, wurde ihr klar, dass nichts sie wirklich darauf vorbereiten konnte.

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Der Gegner

Ihr Finalgegner war ein Mann, der bereits zwei große nationale Turniere gewonnen hatte:

Hiroshi Tenma – ein Duellant mit einem Ruf für brutale Offensivstrategien und unberechenbare Combos.

Sein Deck war schnell, direkt, zerstörerisch.

Xenia atmete tief ein, als er ihr gegenübertrat.

„Ich habe gehört, du seist die Nachwuchshoffnung des Turniers“, sagte Hiroshi mit einem spöttischen Grinsen.

„Ich hoffe, du bist bereit zu verlieren.“

Xenia erwiderte seinen Blick ruhig. „Ich bin bereit, alles zu geben.“

Die Menge jubelte, als die beiden sich auf ihren Plattformen positionierten.

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Seto Kaiba

Aus dem Augenwinkel sah Xenia ihn.

Seto stand oben auf der VIP-Tribüne, die Arme verschränkt, seine Haltung selbstbewusst und ruhig – doch seine Augen waren wie ein kaltes, fokussiertes Messer.

Er beobachtete sie.

Jeden Atemzug.

Jeden Schritt.

Und als sie kurz zu ihm hochsah, war da ein winziges Zeichen:

Ein kaum merkliches Nicken.

Ein Versprechen.

Eine Erwartung.

Xenia richtete sich auf.

Ich werde dich nicht enttäuschen.

„Duell!“

Beide aktivierten ihre Duell-Disks, und das Feld erstrahlte im Licht des Systems.

Xenia eröffnete defensiv – kontrolliert, klug, methodisch.

Sie wusste, Hiroshi würde sofort zum Angriff übergehen.

Und genau das tat er.

Mit einer aggressiven Kombo riss er in Runde zwei bereits 3000 ihrer Lebenspunkte weg.

Joey sprang fast von der Tribüne. „Hey! Was soll das?! Das war viel zu früh!“

Yugi blieb ruhig. „Xenia kennt seinen Stil. Das ist kein Fehler – das ist eine Analysephase.“

Erina presste die Hände gegen den Mund. „Bitte, Xenia… bleib ruhig…“

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Der Wendepunkt

Xenia atmete tief.

Ein Teil von ihr zitterte – aber der andere brannte.

Sie erinnerte sich an Kaibas Worte, an seine eiskalte Logik.

Kontrolle. Immer Kontrolle. Lass dich nicht treiben. Lass ihn sich verausgaben.

Und genau das tat Hiroshi.

Er griff zu schnell an.

Er öffnete Lücken.

Xenia nutzte sie.

Sie baute ein Feld auf, das aus einer scheinbar harmlosen Kombination von Kontrolleffekten und taktischen Beschwörungen bestand – und plötzlich, innerhalb eines einzigen Zuges, drehte sich das gesamte Duell.

Die Menge raste.

Tea sprang auf. „Das ist unglaublich!“

Joey brüllte: „Das ist MEINE Rivalin!“

Hiroshi knirschte mit den Zähnen. „Nicht schlecht… aber ich bin noch nicht fertig.“

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Der entscheidende Schlag

Das Duell ging weiter, gnadenlos, Zug um Zug, bis beide kaum noch Karten in der Hand hatten. Hiroshi setzte seine ultimative Karte ein – ein Angriff, der kaum zu blockieren war.

Die Zuschauer hielten den Atem an.

Erina zitterte.

Joey fluchte.

Yugi schloss die Augen.

Xenia sah nach oben – genau dahin, wo Seto stand.

Er sah sie ebenfalls an.

Sein Blick war hart, aber nicht kalt.

Er sprach keine Worte, aber Xenia hörte die unausgesprochene Botschaft deutlich:

Vertrau dir.

Sie griff in ihr Deck.

Zog.

Eine Karte glitzerte.

Ihre letzte Chance.

Vielleicht ihre beste.

Sie spielte sie aus – und das Feld explodierte förmlich in Licht, als eine perfekt vorbereitete Konterkombo aktiviert wurde.

Es war riskant.

Riskanter als alles, was sie je getan hatte.

Aber es funktionierte.

Der Angriff wurde neutralisiert.

Und im gleichen Zug eröffnete sich ein Fenster – ein einziges, klares Fenster für ihren finalen Schlag.

Xenia holte tief Luft. „Das ist mein letzter Zug.“

Sie setzte ihre letzte Karte.

Ihre stärkste Kombination.

Das Publikum hielt den Atem an.

Die Arena vibrierte.

Hiroshi starrte in Schock.

Und dann –

Explosion.

Hiroshis Lebenspunkte fielen auf Null.

Ein gleißender Ton ertönte.

Das Duellfeld ging aus.

Stille.

Eine Sekunde.

Zwei Sekunden.

Dann –

Jubel.

Ohrenbetäubend.

Unendlich.

Der Laut, den Xenia nie vergessen würde.

Sie hatte gewonnen.

Das Turnier.

Alles.

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Kaibas Blick

Xenia stand keuchend auf der Plattform, die Hände auf die Knie gestützt. Der Schweiß tropfte, ihr Herz schlug wie ein Trommelfeuer.

Die Menge feierte sie.

Ihre Freunde liefen auf sie zu.

Joey hob sie fast hoch.

Yugi drückte ihre Hand.

Erina umarmte sie fest und weinte.

Doch Xenia sah nach oben.

Dorthin, wo Seto stand.

Er hatte seine verschränkten Arme gelöst.

Er sah sie nicht mehr an wie eine Schülerin oder Konkurrentin.

Sein Blick war hart, klar, tief – und voller unausgesprochenem Respekt.

Und etwas anderem.

Etwas Warmem.

Etwas Gefährlichem.

Er nickte.

Dieses Mal deutlicher.

Und Xenia wusste:

Das Turnier hatte sie gewonnen.

Aber was nun zwischen ihr und Kaiba begann, würde alles verändern.
 

Nach ihrem hart erkämpften Sieg wurde Xenia Fukuda von den Fans und Zuschauern wie eine Heldin gefeiert. Plakate mit ihrem Bild wurden hochgehalten, und laute Jubelrufe hallten durch die Halle. Kinder winkten mit selbstgebastelten Karten, während ältere Duellanten ihr respektvoll zunickten.

Reporter drängten sich um sie, wollten Interviews, Fotos und ihre Gedanken zum Turnier erfahren. Xenia lächelte bescheiden, aber in ihren Augen funkelte Stolz. „Es war ein unglaublich hartes Duell“, sagte sie, „aber ich konnte es dank meiner Freunde und meines Trainings schaffen.“

Sogar Seto Kaiba, der normalerweise kein Wort des Lobes für andere übrig hatte, trat vor. „Du hast dich wirklich als würdig erwiesen, Xenia. Dieses Turnier gehört heute dir.“

Die Feierlichkeiten dauerten bis spät in den Abend. Feuerwerke erhellten den Himmel, und überall erklangen Rufe nach Autogrammen und Fotos. Xenia fühlte sich wie auf Wolken – nicht nur wegen des Sieges, sondern auch wegen der Anerkennung, die sie von allen erhalten hatte. Es war der perfekte Abschluss eines Turniers, das sie nie vergessen würde.

Der Jubel hallte noch immer in Xenias Ohren, selbst als die Turnierhalle sich langsam leerte.

Scheinwerfer flackerten, Mitarbeiter bauten das Duellfeld ab, und die Zuschauer strömten in Wellen nach draußen.

Xenia stand inmitten des Lärms und doch fühlte sie sich wie in einer eigenen Welt – still, schwebend, voller Adrenalin und Staunen.

Sie hatte gewonnen.

Sie hatte gewonnen.

Erina hielt ihre Hand wie ein Schutzschild. „Xenia, du hast es geschafft! Du hast wirklich—“

Ihre Stimme brach, Tränen liefen über ihr Gesicht.

Xenia lachte und weinte gleichzeitig. „Ich weiß… ich kann es selbst kaum glauben.“

Joey sprang vor ihr herum wie ein hyperaktiver Welpe. „Okay, Xenia, ich geb’s zu! Du hast mich offiziell geschlagen. Also, nicht mich persönlich, aber—“

„Joey“, unterbrach Tristan, „du redest wieder Unsinn.“

Yugi trat vor, warm wie immer. „Du warst unglaublich, Xenia. Du hast uns alle beeindruckt. Und du bist deinem eigenen Weg gefolgt… bis zum Ende.“

Xenia nickte, immer noch überwältigt.

Aber inmitten aller Glückwünsche, aller Umarmungen und des Lichts fehlte etwas.

Oder besser: jemand.

Seto Kaiba war nicht gekommen.

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Die Einladung

Als die Halle schließlich fast leer war, kam ein Mitarbeiter in einem KaibaCorp-Outfit auf sie zu.

„Fukuda-san? Kaiba-sama möchte Sie sehen. In seinem Büro.“

Xenias Herz rutschte in den Magen.

Erina drückte ihre Hand. „Geh. Wirklich. Du willst das.“

Joey schnaubte. „Der Typ hätte wenigstens hier runterkommen können!“

Yugi legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Joey… das ist Kaiba.“

Xenia atmete tief ein und machte sich auf den Weg.

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Der Weg zu ihm

Kaibas Büro lag hoch oben in der Arena, fast wie ein Thronraum ohne Prunk.

Die Gänge waren still, kühl.

Jeder Schritt hallte.

Xenia fühlte sich plötzlich wieder wie das Mädchen, das am Anfang des Turniers nur beobachtet hatte.

Doch jetzt war sie Champion.

Eine Siegerin.

Und sie würde ihn nicht mehr mit Unsicherheit betreten.

Sie klopfte.

Eine Stimme, tief und kontrolliert:

„Komm herein.“



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