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Crossover Epistle Universe: Das Theater der Märchen

von

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Die Raserei der Zeit im Theater der Märchen

Sonntag, 26. Oktober 2025
 

Mein liebster, bester Visionärer Einser,
 

heute bin ich sehr ruhig, weil das Wetter diesig und klamm ist. Der Himmel ist mausgrau. Kein Wunder: Der November nähert sich mit großen Schritten. Im Spätherbst ist das Wetter bekanntlich metaphorisch gesehen ein Grund zum Heulen. Du kannst es dir bestimmt denken.

Kurz vor dem Jahresende rast die Zeit wie gestört – selbst Sailor Pluto hat keinen Ratschlag, wie man den Alltag langsamer takten kann. Dementsprechend sind Wissenschaftler erst recht ratlos und wundern sich: „Warum vergeht die Zeit immer schneller?“

Diese Frage mag zwar rhetorisch klingen, ist sie aber nicht. Die Herrscherin von Erde und Mond, Neo-Königin Serenity hat Sailor Pluto und eine Forschergruppe vor wenigen Stunden beauftragt, den Grund hinter dem beschleunigten Zeitfluss zu finden. Dies habe ich soeben beim Hörfunksender „Theaterbericht Wissenschaft“ erfahren.

In der Zwischenzeit bereitet sich Wolfgang Amadeus Mozart, der im Universum des Theaters der Märchen ein Luftgeist ist, mit viel Extraversion auf das Jahr 2026 vor. Ende Januar 2026 wird Mozart 270 Jahre alt und diesen Anlass darf er sich nicht entgehen lassen. Der musikalische Luftikus blickt seit September dauernd auf seine magische Taschenuhr Pamina. Gelegentlich seufzt Herr Mozart: „Sapperlot, Pamina – welcher Depp hat am Zifferblatt herumgedreht, sodass ich Angst vor der Raserei der Zeit haben muss?“

Da Mozart ein guter Kollege von Neo-Königin Serenity ist, hat er Ehrfurcht vor Sailor Pluto. Trotzdem darf der geniale Luftgeist die Forschergruppe um Sailor Pluto mit viel Humor begleiten, so eine Eilmeldung im Radio. Normalerweise hat Mozart keinen Respekt vor der Obrigkeit. Aber Neo-Königin Serenity ist da eine Ausnahme, weil sie die Kunst wertschätzt.

Weißt du, ich bewundere Herrn Mozart seit meiner Zeit im Muschel-Kindergarten. Es ist für eine Meerjungfrau ungewöhnlich, dass sie einen Luftgeist als Vorbild hat. Jedoch muss ich Folgendes gestehen: Ich bin dir sehr dankbar, dass du meine Leidenschaft für Geistes- und Sozialwissenschaften teilst. Dies ist nicht verwunderlich, weil du mein liebevoller Meerjungmann mit dem Hang für Gesellschaft und Literatur bist. Das kann ich nicht oft genug betonen.
 

Viele Grüße mit rubinroten Schuppen

Deine Harmonische Vier
 

PS: Morgen in vier Wochen hast du Geburtstag, mein liebster Grenzflussbewohner!

Die Zeitumstellung in Deutschland

Sonntag, 26. Oktober 2025
 

Mein liebster Visionärer Einser,
 

am heutigen Morgen bin ich mit einem Schwindelgefühl aufgewacht. Als ich nach dem Aufstehen das Radio einschaltete, meldete der Radiosender „Theaterbericht Neuigkeiten“ folgende Schlagzeile: „Chronobiologen für Abschaffung von Zeitumstellung“. Ich finde, wenn die Politik den Forderungen der Chronobiologen und der Zeitwächterin Sailor Pluto nachginge, hätten alle Bewohner des Theaters der Märchen einen gesünderen Biorhythmus.

Vor allem in Deutschland sorgt die Debatte um die Zeitumstellung für jede Menge Zunder. Da fragt man sich durchaus: „Warum können sich die Machthaber nicht einig werden, wenn es um den zeitlichen Rhythmus geht?“

Obwohl wir seit heute wieder in der Winterzeit leben, vergeht der Alltag viel schneller als vor ein paar Tagen. Die Raserei der Zeit macht mir große Sorgen, wie ich dir bereits in einem früheren Brief schrieb. Neo-Königin Serenity, ihre gute Freundin Sailor Pluto und der Luftgeist namens Wolfgang Amadeus Mozart sind der Sache hinterher. Dies habe ich in den Nachrichten des Vorabends im Hörfunk erfahren.

Mir ist Folgendes bewusst: Um mich im gestörten Fluss der Zeit sinnvoll zu beschäftigen, schreibe ich dir regelmäßig Briefe. Dies ist die zweite schriftliche Mitteilung, die heute an dich gerichtet ist. Wenn ich schon von der Blitzgeschwindigkeit des Alltags rede, muss ich diese Tatsache anmerken: Es zieht heute ein Sturm in Deutschland vorbei. Ich frage mich: „Was hat dieser Sturm zu bedeuten?“

Während der Wind pfeift, denke ich mir: „Bestimmt ist der Luftgeist Wolfgang Amadeus Mozart erzürnt. Denn er kann mit Neo-Königin Serenity fühlen, wenn es um die Raserei der Zeit in einer Ära der Volksverdummung geht.“

Am Anfang der 2020er-Jahre spürte man den Zorn der Herrscherin von Erde und Mond zum ersten Mal: Damals bekamen die Leute den Befehl, dass sie sich distanzieren sollten. Angeblich zum Wohle der Gesundheit, da ein fieses Teilchen grassierte. Jedoch gefiel dieses Dekret der Regentin von Erde und Mond gar nicht, weil darunter die Kunst litt. Aufgrund dieser Gemeinheit des Teilchens durfte Herr Mozart nicht öffentlich auftreten. Deshalb fühlte sich der Komponist wie in einem Vogelkäfig und musste Masken tragen.

Im Jahre 2021 saßen Neo-Königin Serenity und Herr Mozart mit einem Abstand von mindestens anderthalb Metern in einem Konferenzsaal. Dabei trugen sie Masken. Irgendwann wurde Serenity II. und dem Musikgenie die Distanz zu blöd und beide murmelten erbost: „Wie lange erträgt die Seele Abstand? Das ist hier die Frage!“

Und nun, kurz bevor das Jahr 2025 endet, denkt man sich: „Seit dieser Krise am Anfang des Jahrzehnts ist das kollektive Zeitgefühl surreal verzerrt!“ Falls der Wahnsinn die Zeit infiziert hat, benehmen sich die modernen Menschen seltsam. Darum kann ich Neo-Königin Serenitys Wut nachvollziehen.

Während es stürmt und Mozart sich über die moderne Popkultur aufregt, sollte ich lieber abtauchen und flussbettfertig machen. Morgen stehen einige Verpflichtungen an, die ich gerne mit dir teilen möchte. Als Meerjungfrau ist man sehr tiefgründig, aber auch mitfühlend. Deswegen muss ich mir jetzt eine Pause am Ende des Tages gönnen.
 

Viele Grüße mit rubinroten Schuppen

Deine Harmonische Vier
 

PS: Was machen deine älteren Brüder so? Ich wette mit dir, dein ältester Bruder ist höchstwahrscheinlich für einen guten Witz zu haben. Meine Wenigkeit hat unbedingt Aufmunterung nötig!



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