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das Gift

von

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Prolog

Keuchend geht Zorro in die Knie. Sein Umfeld nimmt er nur wage wahr. Das unter ihm Sand ist, sieht dieser noch, sowie das Meer neben ihm, wo sich der Grünhaarige gerade noch befand. Musste er all seine Kraft aufbringen, um hierher zu gelangen, mit der noch immer bewusstlosen Zoe, die über Bord ging als ein Sturm über die Mannschaft hereinbrach.

Behutsam wird Zoe in den Sandstrand gelegt. Atmet der Schwertkämpfer tief ein. Nebenbei legt sich dieser auch hin. Mustern seine Augen den klaren Himmel, der nur eins, zwei Wolken mit sich herumträgt.

Das Meer rauscht friedlich vor sich hin, als wäre vorhin nie etwas passiert, aber eine große Welle brach über sie ein und riss die Navigatorin mit, sowie auch Nami, die er in den Fluten nicht fand.

Leicht die Zähne zusammengebissen, schluckt Zorro seine starken Gefühle von Angst, sowie Wut herunter. Sein Herz klopft schneller und sein zittern kann er kaum verbergen. Die Frau, die er am meisten liebt, wurde einfach vom Meer weggespült.

Seine Unterlippe zwischen seinen Zähnen platziert, beißt er ordentlich zu, so sehr das Blut von seiner Lippe die Wange hinunterläuft, sowie sich eine Träne Richtung Boden bahnt, wo sich diese mit dem Sand vermischt.

Wischt sich Zorro kurz über die Augen, die bereits eine dritte Träne vergießt. Eigentlich ist er kein Mensch von Gefühlen, denn seit seiner Mutters tot, starb ebenso seine gesamten Gefühle. Mit der Zeit bei Ruffy, veränderte sich das ein wenig, bis Nami in sein Leben trat. Die Wand eingerissen hat sie kein bisschen, aber fand sie eine Tür, wo sie einfach unschuldig hindurch ging. Wodurch sie den wahren Zorro fand, der in Gefühlen nur so steckte.

Langsam öffnet die Rothaarige ihre Augen. Viel erkennt tut sie nicht, was der Sonne zuschulden war, die unaufhörlich auf sie niederprasselte. Blinzelt die Navigatorin ein wenig, damit sich die Iris an das Sonnenlicht gewöhnen kann. Fühlt sich ihr Körper schwer an, als wäre sie stundenlang geschwommen. Nur langsam bewegen sich ihre Fingerknochen. Auch ihr Umfeld wird stabiler. Sieht sie vor sich den blauen Himmel. Die seichten Wellen im Hintergrund, sowie ein paar Vögel zwitschern.

Lässt sie ihre Augen etwas schweifen, bis sie Zorro neben sich wahrnimmt. Seine Augen fest verschlossen, als würde dieser gerade ein Nickerchen halten. Dreht sie ihren Kopf leicht, da sie etwas an seiner Schläfe glitzern sah oder spielt ihr Kopf einen Streich?

In dem Augenblick dreht Zorro seinen Kopf in die andere Richtung. Schluckt Zoe etwas, da merkt sie das ihr Speichel ganz nach Salz schmeckt, aber das ist gerade irrelevant. Der Mann neben ihr vergießt eine Träne, was eigentlich nur eine Person zu Verschulden hat.

„Ich konnte Nami nicht retten, die ebenfalls über Bord ging.“, ertönt endlich die Stimme des Piraten. Was zwar leise ausgesprochen wurden war, aber dennoch für Zoe gut hörbar.

Schluckt Zoe ein weiteres Mal, in der Hoffnung, dass dieser Salzgeschmack verschwindet, aber leider war das nicht der Fall. Den Kopf wieder Richtung Himmel gedreht. Ohne groß darüber nach zudenken legt die Navigatorin eine Hand auf Zorro`s Finger. Keines Falls möchte sie etwas von ihm, aber vielleicht spendet sie dadurch etwas Trost: „Nami ist eine Kämpferin. Sicherlich wird sie bald hier auftauchen und dich wieder im Arm halten.“

Bei dem Gedanken lächelt Zorro etwas. Zoe hat vollkommen recht. Nami hat den Sturm getrost und treibt noch im Meer herum.

Die Hand allerdings schiebt der Grünhaarige von ihr. Bleibt, aber dennoch neben ihr liegen. Eine nette Geste von ihr, aber falls Nami jetzt auftauchen sollte, versteht sie sicherlich etwas daran falsch, was er unbedingt vermeiden möchte.

wo suchen wir?

Im Schneidersitz, die Arme über die Brust verschränkt, huschen seine Augen nach links, rechts, links, rechts, aber er nimmt nur Wasser wahr. Keine Zoe, Zorro, sowie Nami, die noch immer vermisst werden.

Wollte Ruffy die Beiden retten, aber dank der riesigen Welle versagten seine Kräfte. Ein Nachteil, wenn man so eine Frucht isst. Gut, dass Zorro reagierte, aber auch für ihn war es sicherlich unmöglich beide gerettete zu haben.

Den Kopf in den Nacken gelegt, seufzt der Strohhutträger. Wie kann er seine Freunde wiederfinden, bei dem endlosen vielen Wasser, wo keine einzige Insel zusehen ist. Eine Insel, die vielleicht in der Nähe des Sturmes liegt, aber wo das genau ist, kann Ruffy nicht mehr mit Sicherheit sagen.

„Lysop siehst du schon was?“, fragt Ruffy ein weiter Mal, als dieser sich Richtung Schiff dreht. Das viele Wasser um sie herum, macht die Situation auch nicht besser und außerdem ging gerade die Tür zum Lager auf, wohin Vivi vorhin verschwunden war, als sie meinte, sie sieht sich mal die Karte an, die Zoe noch vor dem Sturm in den Händen hielt.

„Und?“, fragt Ruffy, der vom Kopf der Galionsfigur hüpft, über die Brüstung springt und auf dem Hauptdeck stehen bleibt.

Kopfschütteln sieht der Schwarzhaarige seinen neuen Kapitän vom Ausguck an. Ein unruhiger Mensch, der nicht einmal nachts stillliegt. Seit er seine Heimat verließ, veränderte sich sein Leben komplett. Sein Dorf wurde endlich dank der Strohhutband befreit. Seine Freunde zu Hause benötigen niemand mehr, der diese gefährliche Mission fortführt und sich Opfern muss, nur damit keine weiteren Menschen gegessen werden.

Die Karte die Vivi gerade noch vor ihrem Gesicht hielt, lässt sie etwas fallen. Kann sie nicht mit Sicherheit sagen, wo sie sich gerade befindet. Kartenlesen war schon immer ihre Schwäche und so richtig interessiert hat sich die Blauhaarige auch nie, da Zoe, dass immer tat. Jetzt wo sie weg ist, könnten sie überall herumsegeln.

„Was denkst du?“, hakt Ruffy nach, der die Karte an sich nimmt. Seine Augen huschen über das Blatt, aber was hier wichtig ist damit sie einen richtigen Kurs finden, kann er auch nicht sagen.

„Leider habe ich keine Ahnung, wo wir sind und welche Insel die drei angesteuerten.“, redet Vivi Klartext, denn lügen bringt nun wirklich gar nichts, außerdem würde es der Kapitän vielleicht nicht sofort mitbekommen, aber Sanji und Lysop sind nicht so einfältig wie die Strohbirne.

Eine weitere Tür öffnet sich, die zur Kombüse führt. Wieder verschlossen, zündet sich Sanji erst einmal eine Zigarette an. Wollte dieser eigentlich etwas Leckeres kochen, aber die Vorräte werden langsam knapp. Heißt eine Insel wäre nicht schlecht, aber solange die Verlorenen nicht gefunden sind, wird es schwierig eine Insel anzusteuern.

„Leider sehe ich noch keine Insel!“, ruft Lysop von oben, der wieder durch das Fernglas sieht. Sieht er sich jeden kleinen Quadratmeter an, aber nichts kann er finden.

Sanji der seine rechten Unterarme auf die Brüstung des Balkons legt, lockert sein Schlips etwas. Wie kann man Personen am besten im Meer finden? Auch er war einmal einsam auf einer Insel mit Jeff. Wäre der alte Mann fast gestorben nur, weil der Mistkerl ihm die gesamten Lebensmittel übergab. Es ging alles gut aus, aber im offenen Meer herumzutreiben ohne Trinkwasser ist schlimmer als das, was er erlebte.

„Die drei werden es schon geschafft haben, da bin ich mir sicher. Nami ist eine Überlebenskünstlerin und Zorro passt auf Zoe schon auf.“, meint Ruffy ruhig, der die Karte wieder Vivi in die Hand drückt und sich zurück auf seinen Lieblingsplatz macht., ,,ich möchte allein sein.“

Verwirrt sieht der Koch seinen Kapitän an, der sein Gesicht tief in den Hut verbirgt. Benimmt sich Ruffy plötzlich merkwürdig. So still. Seine Körperhaltung ist entspannt. Kann er nicht sagen, was es ist, aber seine Sorgen um seine Freunde sind davon geweht wurden.

„Ein Satz, der nicht zu unserem Kapitän passt.“, erwidert Vivi, die neben Sanji stehenbleibt. Ihr Weg führt zur Kombüse, wo sie sich noch einmal in Ruhe die Seekarte ansehen möchte, in der Hoffnung, dass sie das Rätsel löst.

„Ja stimmt. Seine Art veränderte sich bei dem Satz.“, denkt Sanji etwas lauter, wobei Vivi es schon nicht einmal hört, denn sie ist längst in die Kombüse verschwunden.

Angriff

„Sag mir bitte, dass wir uns nicht verlaufen haben.“, kommentiert Zoe, die sich umsieht, als sie endlich nach gefühlten drei Stunden eine Lichtung fanden. Alles, was sie sieht, sind meterhohe, dicke Baumstämme, wo die Baumkronen kaum Licht durchlassen. Die hohen Wurzeln, die aus dem Boden herausragen, helfen dabei nicht viel. Unter ihren Füßen befindet sich nur Blätter, die schier kein Ende habe.

Die Mahlzeit, die Zorro unterwegs niederstreckte, lässt er fallen. Kratzt sich nebenbei am Hinterkopf. Sieht sich wie Zoe um, aber nirgendwo sieht er eine Höhle oder Fluss, wo sie was trinken könnten.

„Tja und jetzt?“, fragt Zoe völlig überfordert.

„Am besten wir bleiben erst einmal hier. Sammeln Holz für ein Lagerfeuer, wenn es zumindest hier etwas gibt.“, schlägt der Schwertkämpfer vor, der bis jetzt noch keinen einzigen Ast auf dem Boden sah, was eigentlich untypisch ist oder doch normal?

„Wo soll ich hier Äste sammeln. Kein einziger ist zu erkennen. Außerdem können wir doch nicht im freien Übernachten. Die Tiere hier sind unheimlich.“, schimpft die Navigatorin, die ihre Arme so dicht wie möglich an ihren Körper presst.

Nami, schießt es durch den Kopf des Grünhaarigen. Wäre sie hier, dann würden sie sicherlich schon viel weiter sein.

Hockt sich Zorro zu seiner Beute herunter, lächelt ein wenig, denn ein wenig stolz ist dieser schon, denn mit nur zwei Schwertern zu kämpfen fühlte sich komisch an. Als würde ihm etwas fehlen, aber leider kann er schlecht zurück ins Meer und es suchen.

„Hörst du überhaupt zu?“, fragt die Rothaarige leicht genervt, denn dieser Kerl neben ihr scheint noch nicht wirklich in der realen Welt angekommen zu sein.

Erst verliert er Nami, nebenbei sein Schwert, als er sie rettete. Als ihm das bewusst wurde, dass er seine Liebe aus den Augen verlor, liefen zum ersten Mal Tränen, dass alles nur weil er ihr hinter herspringen musste. Fühlt sie sich deshalb noch immer schuldig, weswegen sie es vermeidet, ihm in die Augen zusehen.

Greift Zorro plötzlich zu seinem Yubashili, stobst es mit seinem Daumen an. Erhebt sich langsam, lässt seinen Blick dabei umherschweifen. Seine Nackenhaare stellen sich bereits auf, als er spürt, dass ein Blick auf ihn ruht. Bösartig, angriffslustig und bereit jeden Augenblick zu sterben, wenn derjenige verlieren sollte.

Auf dem Absatz dreht sich der Schwertkämpfer herum, zieht in der Zwischenzeit sein Schwert ganz heraus. In dem Gebüsch kann man sich sehr gut verstecken, denkt sich Zorro, der mit jedem Schritt Zoe immer mehr Angst anjagt.

Presst sie ihre Hände noch mehr an ihrem Körper. Schluckt ein wenig, zumindest dass was ihr noch übriggeblieben ist. Durch das lange laufen, wurde ihre Sehnsucht nach Wasser immer deutlicher, aber leider bis her Fehlanzeige vom kühlen Nass.

Ein Schritt nach hinten, als Zorro an ihr vorbeigeht. Sein steifer Körper verrät ihr, dass er gerade, wie ein Tiger auf der Lauer ist. Jede einzelne Faser ist aufs töten programmiert und seine Sinne sind so scharf gestellt, was er jede kleinste Erschütterung wahrnimmt.

Woher er das alles kann, ist schon immer ein Rätsel. Würde sie sagen, dieser erlernte es bei seiner Freundin, aber seine Freunde wissen, dass er das schon vorher konnte. Blick auf der Haut spürt der Grünhaarige wie Feuer.

Stößt Zoe plötzlich mit ihrer linken Ferse gegen einen Gegenstand, der am Boden liegt. Reist Zoe die Augen auf, als ihr gesamter Körper an Halt verliert und nach hinten fällt. Ihr Arm spreizt sie von ihrem Körper, in der leidenden Hoffnung halt zu gewinnen. Setzt sie ihr anderes Bein nach hinten, was jedoch auch gegen diesen Gegenstand stößt. Keine zwei Sekunden später, fällt sie zu Boden.

Durch den plötzlichen Aufschrei ihrerseits, dreht sich Zorro zu ihr herum. Erfasst schnell die Situation, die nur Zoe passieren würde. Stolperte die Rothaarige über die Mahlzeit, die Zorro vorhin erledigte. Mit dem Po auf dem Boden aufkommend, kneift sie die Augen zusammen. Der kurze aufkommende Schmerz durchzieht ihren kompletten Körper.

Durch ein Stöhnen, vor ihr, öffnet Zoe schlagartig die Augen. Beugt sich Zorro stöhnend nach vorn, der offensichtlich Schmerzen hat. Mit den Knien fällt er auf den Boden, als eine Art Stachel aus seiner rechten Wade herausgezogen wird. Verfolgt Zoe das purpurrote Etwas, bis es zum Stehen kommt. Jetzt erst bemerkt die Navigatorin den drei Meterhohen Skorpion, der anscheinend Zorro mit dem Stachel erwischte.

Aus der Dröse tropft eine Flüssigkeit auf den Boden, die grünlich im Sonnenlicht schimmert. Gift, schießt es prompt durch Zoe’s Gehirnzellen.

Keuchend erhebt sich Zorro. Sein Körper fühlt sich schlagartig so schwer an, dass er seine gesamte Kraft benötigt um überhaupt ein bisschen geradestehen kann. Jede kleinste Bewegung ist so schmerzhaft, dass er sich zwingen muss. Zittern seine Hände, dass er ganz automatisch sein Schwert loslässt. Sieht er zu Boden, der sich vor seinen Augen immer weiterweg bewegt. Verschwommen nimmt er seine Umgebung wahr, doch jetzt schlapp zu machen, würde für Zoe noch schlechter Enden, als für ihn.

„Zorro wir müssen von hier verschwinden. Du wurdest vergiftet.“, schreit Zoe schon halb, als sie endlich steht. Macht sie ein Schritt nach vorne, als sein Knurren unüberhörbar ist. Ballt Zoe die Hände zu Fäusten. Plustert ihre Backen auf, als ein weiteres Knurren zu hören ist. Sturschädel, kommt es von ihr, was sie jedoch nicht laut ausspricht.

Zitternd führt Zorro seine Hand zu seinem letzten verbliebenden Schwert, dass Wado Ichi Mochji, wobei es mit dem Zittern jede Sekunde heftiger wird. Sein Oberkörper nimmt langsam das Zittern auf. Seine Luftröhre nimmt immer weniger Sauerstoff auf, was nur noch mehr sein Seevermögen beeinträchtigt.

„Zorro hör auf zu knurren. Wir müssen hier verschwinden!“, schimpft Zoe, die ihn jetzt fehlend ansieht. Stellte sich die junge Frau einfach vor ihm, ohne darüber nachdenken, ob dieses Meterhohe Vieh gleich wieder angreift. Greift nach Zorro’s zitternden Hand, die dadurch kein bisschen aufhört.

Schwenken seine Augenpaare so gut es eben geht zu dem Skorpion, der sein Stachel ein weiteres Mal auf die beiden zurasen lässt. Mit allerletzter Willenskraft umgreift Zorro den Oberkörper der schlanken Navigatorin, dreht sich um die eigene Achse. Kniff Zoe vor Schreck die Augen zusammen, als sie in Millisekunden auf die andere Seite gedreht wird. Zorro’s Leben zieht Revue an ihm vorbei. Der Tod seiner Mutter, sowie die Aussage von Kuina’s Tod. Die erste Begegnung mit seinem Kapitän, sowie seiner Liebe des Lebens. Wartet er auf den Schmerz, wie vorhin, als er den ersten Stich bekam, nur weil er unaufmerksam war. Hätte er sich von Zoe nicht ablenken lassen, wäre das bereits erledigt, aber er wollte sehen, ob es Zoe gut geht. Möchte er seine Freunde in Sicherheit wissen, selbst wenn er dabei drauf geht, was hier und jetzt passiert.

was nun

Der Schmerz, auf den er sich bereits vorbereitete, bleibt aus. Ein Knurren nehmen seine Ohren wahr. Lässt Zorro die Frau los, dreht sich ruckartig um, was ein verdammter Fehler war, denn seine Sicht verschwimmt schlimmer als vorhin. Sein Gehirn fühlt sich so matschig an, wodurch er leicht zur Seite kippt. Fängt er sich mit einem Schritt zur Seite auf und behält die Standhaftigkeit. Keucht er auf, denn die Aktion vorhin und jetzt haben ihn ausgelaugt. Das Gift in seinem Körper gewinnt sich immer mehr an Ausbreitung. Wie viel Liter in seiner Blutbahn schwimmt, möchte er gar nicht erst herausfinden, aber es reicht aus ihn schwachmatt zusetzten.

Ein letztes Mal erhebt er sein Blick nach vorne. Möchte dieser mit eigenen Augen sehen, warum der Stachel bei ihm nicht ankam.

Kurz hält er die Luft an, als er lange schwarze Haare sieht, die im Wind wehen. Steht sie nur da. Bewegt sie keinen einzigen Muskel. Auch das Schwert, was eindeutig das Kitesu ist, umfasst sie locker mit ihrer Hand. In der anderen hält sie eine Art Liane, sowie einen größeren Stock. Ihr Kopf etwas angehoben, sieht Nami dieses Tier bestimmt direkt in die Augen, zumindest ist das seine Vermutung.

Flackern seine Lider auf. Nimmt er seine Umgebung nicht wahr und sein angespannter Körper, verliert an Halt. Kommt er zuerst mit den Knien auf, was sein Bewusstsein schon gar nicht wahrnimmt. Seine Augenlider versiegelt er und sein Oberkörper triftet zur Seite, bis er gänzlich auf dem Boden landet. Das Blättermeer unter ihm, wirbelt kurz auf.

Kurz sticht es in Nami’s Herzen, als sie den schweren Aufprall unter ihren Füßen verspürt. Was dazu führt, dass sie ein weiteres Zucken von dem Schwert behält, wodurch sie einfach auf den Boden fallen lässt. Zoe die viel leichter ist, würde niemals so eine Vibration auslösen, Schlussfolgerung Zorro liegt auf den Boden und rührt sich kein bisschen. Bewusstlos ist ihr Gedanke, was der Skorpion jedoch nicht lies.

„Falls deine Freunde noch einmal Ärger machen sollten, bring ich die Dame dahinten ebenfalls um und hierher dich.“, schimpft der Skorpion, der ihr den Rückzuwendet., ,,jedoch, wenn du Hunger hast, darfst du in meinem Waldgebiet töten, Wolfsprinzessin.“

„Du hast mein Wort.“, meint Nami leise die tief durchatmet, als das Meterhohe Tier in den Büschen des Waldes verschwindet. Die Tiere, auf den Insel sind Menschen nicht gewohnt, weswegen der Skorpion, der das Gebiet für sich beanspruchte, außer sich war, als Zorro Nahrung für beide besorgte.

„Nami.“, ertönt endlich die Stimme von Zoe, die durch den dumpfen Aufprall die Augen wieder öffnete. Überrascht mustert die Navigatorin ihre Freundin, der es anscheinend viel besser ergeht als angenommen, jedoch keucht Zorro immer mehr auf. Schweißtropfen perlen von seiner Stirn hinunter zu Boden.

Hockt sich Zoe zu ihm herunter, die nur wenige Millimeter von ihm weg stand. Legt eine Hand auf seine Stirn, die durch den aufkommenden Wind, leicht kalt wirkt, was auch auf seinem Arm zu spüren ist, denn Nami fährt mit ihren Fingern vorsichtig über diesen.

Wenn er wach wäre, würde er vermutlich vor Schmerzen aufstöhnen, denn laut dem Tier, wird jeder Nerv von dem Gift angegriffen. Ein Gegenmittel gibt es auch, aber leider wollte der purpurfarbene Skorpion es ihr nicht verraten.

Greift die Wölfin auf die andere Seite seines Körper’s. Seine Schulter und Oberarm packt sie, dreht ihn leicht zur Seite und befiehlt Zoe, mit ihrem Körper ihn zu festigen, damit er nicht wieder auf die auf die Seite rollt.

Jedoch greift Zoe den einen Arm von Zorro, legt seine Hand unter sein Gesicht. Streckt seinen Kopf, wodurch er gleich viel besser atmet. Winkelt sein oberes Bein, dadurch sich der Körper stabilisiert.

Ihre Augen verfolgten stumm jede Bewegung der Rothaarigen. Was das nun bedeuten soll, kann Nami nicht mit Sicherheit sagen, aber fakt ist, dass Zorro nicht von ihr gestützt werden muss, womit sie beide Hände frei hat.

Durchbricht Nami den Stock, mit dem sie sich einen Bogen bauen wollte, aber Zorro benötigt ihn dringender als sie. Legt das kleinere knapp vor die Wunde. Hält Zoe das Gehölz fest, dadurch Nami die Liane um das Bein wickelt. Zweimal rum möchte sie es verknoten, als sich eine Hand auf ihre legt. Ein Zeichen dafür, dass sie mit ihrer Tätigkeit kurz aufhören soll. Dreht die Rothaarige den Stock kurz um sich selbst, bis es nicht mehr geht. Möchte sie vermeiden, dass Zorro noch immer schmerzen erleiden muss, aber das Gift darf, nicht länger in seinen Körper wandern, sonst stirbt er noch heute Nacht.

Wickelt Nami ein weiteres Mal die Liane um die Wade und dem Stock, damit dieser keine Möglichkeit mehr hat, sich zurückzudrehen. Bindet die Wölfin es endlich fest.

Als nächstes reißt Nami von der kleinen Einstichstelle, das Hosenbein leicht auf, sodass sie sich ein Überblick verschaffen kann, wie schlimm die Wunde in Wirklichkeit aussieht. Kann sie nur den Einstich erkennen, mehr nicht.

Beugt sich die Bogenschützin über die Wunde, presst ihre Lippen genau dazwischen und saugt das Gift, was sich bereits im Körper verteilte, so gut es eben geht heraus. Spuckt sie das frische Blut auf den Boden, das sich sofort mit den herumliegenden Blättern vermischt.

Schluckt Zoe etwas, aber ihre trockene Kehle wird nur minimal befeuchtet, aber das ist erst einmal zweiranging, denn Zorro’s Leben steht auf dem Spiel. Das Keuchen von Zorro, was gerade noch so laut war, verliert immer mehr an Lautstärke, als Nami ihm das Gift heraussaugt. Könnte Zoe das kein bisschen, aber da die Wölfin frisches Blut gewohnt ist, macht es ihr anscheinend nicht viel aus.

Flackern seine Augenlider ein weites Mal auf. Irgendetwas braunes nimmt sein Gehirn war, aber was das ist, kann er nicht sagen. Fühlt er seinen gesamten Körper kein bisschen mehr. Als würde er in der Luft schweben. Fühlt sich so der Tod an? Schmerzfrei, leicht?

Etwas dunkel wird es um ihn wieder. Sind seine Augen wieder zu gefallen oder offen, fragt sich der Schwertkämpfer. Ist es Nacht oder Tag?

Etwas feuchtes fühlt er plötzlich am Bein. Vielleicht Maden, die ihn bereits verspeisen, aber Zoe wird ihn doch nicht hier liegen gelassen haben, oder?

Wieder etwas Feuchtes. Möchte er unbedingt herausfinden, was es ist, bevor er die Mücke macht.

Hebt dieser so gut es eben geht an, seinen Kopf leicht nach unten, was dazu führt, dass sein Kopf sofort anfängt zu hämmern. Ignoriert er es gekonnt, sowie jedes Mal, wenn er eine Wunde von Gegner erhält.

Das kurze aufzucken in seinem Körper spürt Nami mit ihren Lippen, auch das Rascheln der liegenden Blätter nehmen ihre Ohren war. Spuckt sie vergiftete Blut ein weiteres Mal auf den Boden, wischt mit dem Unterarm über die Lippen und dreht ihren Kopf gleichzeitig zu seinem Liebsten. Nur schwach sieht er Nami direkt an, wenn man das Sehen nennen kann.

Ein Schleier verhindert das richtige Sehen, aber ein paar Konturen, kann der Schwertkämpfer erkennen. Schwarzes Haar. Ihr Markenzeichen, wenn man es so will.

Kurz lächelt der Grünhaarige über seine Gedanken. Seiner Liebsten geht es bestens. Ein rotverschmierter Mund nehmen seine Augen nur wage war. Ein kleiner Druck auf seiner Hand, lässt ihm sagen, dass es ihr gut geht. Ein weiteres Mal verliert Zorro das Bewusstsein. Sein Kopf verliert an Halt und fällt fast in die Grundposition zurück.

eine Höhle suchen

So schnell erholt sich doch keiner von Skorpions Gift, denkt Zoe, die schweigend die Szene beobachtete. Ihre Worte wären in dem Moment bei beiden nicht wirklich angekommen, sowie sie sich ansahen. Verliebt, besorgt und dennoch voller Hoffnung, dass alles gut ausgeht, oder sie hat sich getäuscht und beide haben sich verabschiedet. Schüttelt Zoe den Kopf, schlägt sich auf die Backen, um klarer denken zu können. Würde Nami es um jeden Preis verhindern, dass dieser Mann stirb und auch sie wird von ihr beschützt, sowie vorhin. Ist sie bei Wölfen großgeworden, aber schon mehr als einmal meinte Nami, dass sie alle beschützen würde, egal ob sie dabei draufging.

Sieht Zoe endlich zu der Bogenschützin, die sie mit einer hochgezogenen Augenbraue direkt ansieht. Verstehe, einer die Menschen. Für was war der Schlag gegen sie selbst? Muss sie das verstehen, oder soll sie lieber schweigen?

Seufzt Nami innerlich, schweigt lieber und macht sich weiter an ihre Arbeit, denn Zoe das Gift aussaugen zu lassen, möchte sie auf jeden Fall verhindern. Zwei Mensch gleichzeitig vor dem Tode zu bewahren, ist selbst für sie eine enorme Herausforderung. Gut, dass sie darin schon mehr Erfahrungen gesammelt hat als jeder anderer an Bord der Flying Lamb. Schon als Kind musste sie dieselbe Erfahrung machen, wie Zorro jetzt, aber im Gegensatz zum ihm wurde ihr kein Stück geholfen. Bekam auch sie nie ein Gegenmittel, wodurch sie fast draufgegangen wäre, doch jetzt im Nachgang ist sie froh darüber. Seitdem ist sie gegen jedes Gift immun. Hilft es ihr auch dabei, nach einem harten, langen Kampf, der über ihre Grenzen hinausgingen, wieder einiger Massen in die Gänge zukommen. Ein Aufputschmittel sozusagen, obwohl das Blut von Athos viel schneller hilft, aber leider spart sie sich das auf, für schlimme Wunden, die nicht so rasch heilen, wie es meist benötigt wird.

Die warme Flüssigkeit in ihrem Mund, spuckt Nami ein weiteres Mal auf den Boden. Zeigefinger, sowie Mittelfinger legt die Schwarzhaarige auf Zorro’s Halsschlagader, die sich noch immer viel zu schnell auf und ab hebt. Auch auf seiner Stirn bildeten sich in der Zeit immer mehr Schweißperlen, aber sein Körper ist kalt. Sogar eine Gänsehaut erkennt sie gut, was wohl dem Gift zuschulden ist, denn das ist für sie etwas wahrhaftig Neues.

„Lass wir hin liegen?“, stellt Zoe endlich eine Frage, die von Kopfschmerzen langsam eingenommen wird. Zeigt sie es nicht äußerlich, aber wenn sie nicht bald etwas zu trinken finden, ist sie die nächste auf der Liste, der Bewusstlosen. Sogar ihr Umfeld verschwimmt schon ein wenig, aber möchte sie auf keinen Fall, dass sich Nami noch mehr Sorgen machen muss, weswegen sie sich zusammenreißt.

Mustert Nami ihre Begleiterin unauffällig. Hat sie schon an ihrer verspannten Körperhaltung bemerkt, dass es ihr ebenfalls nicht gut geht, aber sie wurde nicht von dem Skorpion gestochen. Würde sie es sofort riechen, aber was genau dahintersteckt, muss die Wölfin wohl erfragen, denn die Navigatorin wird ihr es nicht erzählen, soviel steht fest.

„Was ist los?“, fragt Nami deshalb. Zieht die Wölfin das dritte Schwert aus dem Gürtel, damit sie den Schwertkämpfer besser auf den Rücken legen kann. Was sie auch so gleich tut, nachdem das Schwert hinter ihr abgelegt wurden war.

Erhebt sich Nami, geht auf Kitesu zu, dass sie vorhin fallen gelassen hat, weil ihre Gefühle automatisch wieder hergestellt worden waren, nachdem Zorro den Kampf gegen die Bewusstlosigkeit verlor. Mit keiner Silbe dachte sie daran, dass ihre Gefühle gegenüber ihm so stark sein würden, aber ihr Herz lehrte ihr was anderes.

Greift sie aus dem Stand, das Schwert, wobei sie ihre Gefühle wieder abstellen möchte. Doch dieses Mal ist es nicht so leicht, denn als sie auf den Rückweg ist, was gute sechs Schritt sind, sieht sie ihren Freund hilflos auf den Boden liegen.

Schluckt das Gemisch von Blut und Speichel herunter. Ruckartig hebt Nami die Hände, lässt das Schwert fallen und atmet unruhig. Spürt sie innerlich einen winzigen Einschnitt, der außerhalb nicht mal zu sehen ist. Wollte dieser Gegenstand, sie da gerade umbringen? Das ein Fluch auf dem Schwert lastet, spürte sie mit jeder Faser ihres Körpers, aber dank ihrer Fähigkeit die Gefühle einfach abzuschalten ging es, aber jetzt übernahm das Kitesu die Kontrolle über sie. War es nur eine Millisekunde, aber reichte es schon aus, ihr einen Hieb zu erteilen, denn sie wohl niemals vergessen wird.

Jetzt ist es Zoe, die eine Augenbraue hochzieht. Nami mustert und sich mehrfach fragt, was nicht mit ihr stimmt. Schon zum zweiten Mal ließ die Bogenschützin das Schwert fallen. Lieber möchte sie es nicht wissen warum, aber vielleicht ergibt sich später die Möglichkeit dazu. Ihr wäre es viel lieber, wenn sie endlich von diesem Präsenttierteller verschwinden würden, sonst kommen am Ende noch die Freunde von diesem Skorpion. Möchte sie gar nicht herausfinden, wie vieles es noch hier gibt, aber bestimmt mehr als einer.

Ihre Hände wieder um ihren Oberkörper gelegt, streicht sie sich über ihre Arme. Bildet sich schon eine Gänsehaut auf ihrer Haut, da die Sonne so langsam untergeht. Schafften es die Sonnenstrahlen so schon kaum durch das dichte Blätterdach, aber jetzt scheint es fast unmöglich zu sein. Die Temperaturen sinken wahrscheinlich auch, aber die aufkommende Dunkelheit macht der Rothaarigen mehr sorgen. Eine Höhle wäre nicht übel.

Schiebt Nami das Yubashili unter Zorro Oberschenkel. Möchte sie sein Heiligtum nicht gerade verwenden, denn wenn es durch seine Körperlast bricht, würde selbst sie dafür bezahlen müssen und das wie will sie nicht herausfinden.

Ihr Arm unter seinen Schultern geschoben, hievt Nami ihn so gut es eben geht hoch. Viel Kraft hat sie heute nicht mehr, aber die drei brauchen dringend einen Unterschlupf zum Schlafen, denn Regen kündigt sich bereits an, zumindest kann das Nami mit ihrem Körper fühlen.

Ohne das Nami etwas sagen muss, hält Zoe den Oberkörper aufrecht. Verdammt schwer, denkt sich die Navigatorin. Herausfinden, wie schwer Zorro gesamt wiegt, möchte sie nicht, aber was die Wölfin eigentlich im Sinn hat, ist sie noch nicht dahinter gestiegen.

Spreizt die Schwarzhaarige so gut es geht Zorro’s Beine, hockt sich dazwischen, mit dem Rücken zu ihm gewandt. Greift nach den Enden des Schwertes.

„Leg seine Arme so gut es geht über meine Schultern.“, meint Namina streng, die keine Wiederworte erduldet. Tauschte Nami einfach ohne jegliche Worte, denn sie allein kann den Kerl nun mal nicht tragen. Da ihre zweite oder dritte Seele ziemlich stark ist, überlies sie die Aufgabe.

Kurz den Befehl aufgeführt, erhebt sich Namina mit Leichtigkeit. Erstaunt darüber, dass Nami so stark sein kann, heftet sich ihr Blick weiterhin auf die Bogenschützin. Wie sie das macht, möchte Zoe wissen, aber erst einmal ergreift die Navigatorin das Schwert Wado Ichi Monji. Zwei Schritt entfernt liegt das andere Schwert, was Nami vorhin fallen ließ. Bückt sich die Rothaarige schon, als Namina sie davon abhält, dass sie es besser nicht anfassen sollte.

Faltengelegte Stirn, greift sie es und hebt es ohne Probleme hoch. Tritt sie nun endlich zu Nami, die sie erstaunt ansieht. Mit einem breiten Lächeln sieht Zoe die Wölfin an, geht an ihr vorbei und wandert in irgendeine Richtung, bis sie ein Räuspern vernimmt, der sie schlagartig zum Stehen kommen lässt. Dreht auf dem Absatz um, sieht dass ihre Begleiterin mit dem Kopf in eine völlig andere Richtung zeigt. Noch voller Stolz stapft sie auf Nami zu und trottet ihr hinterher. Die Wölfin kennt sich im Wald besser aus als auf dem Wasser.

der Eindringling

Noch immer dampft das Essen im Kochtopf, als Ruffy eines der vielen Deckel öffnet. Einen Teller daneben gestellt, löffelt er sich etwas Grützwurst darauf. Kartoffelmus, sowie Sauerkraut liegen bereits auf dem flachen Gedeck. Stumm verschließt Ruffy den Topf wieder, geht an den Tisch, wo er sich auf die erst beste Bank niederlässt.

Gegenüber Sanji, der in Ruhe eine raucht. So verhaltensgestört kennt er seinen Kapitän nun wirklich nicht. Spricht kein Wort, isst kaum und ist völlig in Gedanken versunken. Jeder von ihnen macht sich Sorgen um die drei Vermissten, aber ihm nimmt es noch mehr mit als den anderen drein.

Entleert der Smutje seine Zigarette mit Asche, die er in den Aschenbecher befördert und gönnt sich einen kleinen Schluck von Sake. Zorro ist richtig vernarrt in das Gebräu, was der Blonde nun wirklich nicht verstehen kann. Rot- oder Weißwein wäre jetzt angebrachter, aber leider ist der Vorrat gestern bereits ausgegangen. Zorro dagegen hat sogar noch drei Flaschen übrig, was für seine Verhältnisse nicht gerade passt, aber war er in letzter Zeit mit einer gewissen Dame beschäftigt, obwohl diese auch sehr gern dieses Gesöff trinkt.

Nippt der Koch ein weiteres Mal an seinem Glas, der es würgend herunterschluckt. Verschloss er bereits die geöffnete Flasche, verstaute sie unbedenklich im Kühlschrank und bis Zorro zurück ist, würde es wohl keiner wagen diese Pulle auch nur schief anzuschauen.

Seufzend ruht Sanji’s Blick nun auf seinen nicht so fröhlichen Kapitän. Stochert er schon seit drei Minuten in seinem Essen herum. Sein Ellbogen auf dem Tisch abgelegt und sein Kopf platzierte er in die dazugehörige Handfläche. Schiebt er mit dem Löffel, einige Sauerkrautfäden von einem zum nächsten Tellerrand.

Verzweifelt darüber, dass er Nami nicht erreichen konnte, hätte er am liebsten Laut geschrien, aber vermutlich lag sie noch nicht im Schlaf, wie er vorhin. Konzentrierte er sich auf Nami‘s Äußere, aber leider ohne Erfolg. Heute Nacht muss er wache halten, also auch keine Möglichkeit mit ihr in Kontakt zu treten.

Viel eher wurmt es ihn, dass ausgerechnet sie über Bord ging. Warum verwendet sie nicht ihre Fähigkeit, den Wind des Nordens oder verstand er es falsch? Jedoch hörte der Strohhutjunge deutlich zu, als der Häuptling von ihr erzählte, was eigentlich nicht seine Art war, aber als er anfing, dass sie eine der legend Vier wäre, sie die Macht besitzt, ihn und seine gesamte Crew unter ihren Schutz stellen könnte, wurde er doch hellhörig, aber das funktioniert nur dann, wenn noch einer Anwesend war. Vielleicht funktionieren auch ihre Kräfte danach. Also fehlte nur einer und sie hätte den Sturm verschwinden lassen können, bevor sie über Bord ging.

Eine verzwickte Angelegenheit, denkt sich Ruffy, der sich leicht in den Haaren zieht. Falls jetzt ein Marineschiff auftaucht, würden sie noch mehr in der Klemme sitzen als sowieso schon, aber darf er sich nicht unterkriegen lassen. Muss er einen Weg finden, Nami irgendwie zu kontaktieren, auch wenn das bedeutet, dass er seine Nachtwache heute abgeben muss.

Schneller als erhofft, spult Ruffy sein Abendessen hinein, beugt sich zufrieden ein kleinwenig nach hinten, dabei bedacht, nicht von der Bank zu fallen. Seine Hände stemmt er nach hinten auf die Bankkante und sieht hinauf zur Lampe, die immer heller wirkt, da es draußen immer dunkler wird.

Seine Augen wandern auf sein Gegenüber, der inzwischen endlich sein Glas leerte. Mit den Blickkontakt von seinem Kapitän fühlt sich der Koch etwas ertappt. Schluckt der Blonde den letzten Rest hinunter, ohne gleich zu würgen. Würde es ihm eine Schmach sein, jetzt vor dem Kapitän einer seiner kleinen Schwächen zu zeigen, nur wegen dieses Alkohols.

Legt Sanji ungewöhnlich sein Kopf schief, da der Blick vom Kapitän kein bisschen abreist. Auch seine Lippen formen sich wieder zu einem Grinsen, wie er es gewohnt war. Dachte der Smutje schon er sei krank oder so ähnlich, aber anscheinend wird ein Typ wie er es kein bisschen krank.

„Tue mir ein Gefallen und halte für mich heute Wache, dafür nehme ich dir zwei Schichten ab.“, spricht der Strohhutjunge endlich.

Mit einer hochgezogenen Augenbraue sieht der Koch den Jüngeren weiterhin an. Doch als er den Satz zu Ende sprach, sprang dieser auf, schnappt sich seinen Teller, wo jedoch das Besteck liegenblieb. Führen seine Schritte zum Herd, wo er sich erst einmal einen Nachschlag holt. Mit leeren Magen finden sie die drei Verlorenen auch nicht wieder.

Nur Kopfschütteln, kann Sanji dabei. Doch den Gefallen tut Sanji ihm, auch wenn er todmüde ist. Der Sturm war selbst für ihn eine größere Herausforderung, da Zorro seinen Posten verließ, musste er diesen auch noch übernehmen, aber was hätte er anders tun sollen. Wahrscheinlich wären sie gekentert, was er auf keinen Fall zulassen wollte: „Gut, ich machs.“

Ruckartig wird die Tür geöffnet. Durch den plötzlichen Aufprall zucken beide Piraten zusammen. Drehen sie sich zu dem Störenfried, der es wagt beim Abendessen reinzuplatzen. Viel erkennen können beide nicht, da die letzten Sonnenstrahlen die schlaksige Person genau von hinten Anleuchtet.

Was der Kapitän erkennen kann, ist sein breites Grinsen, auf dem Lippen, was ihn in Alarm Bereitschaft veranlasst. Wer diese Person auch ist, möchte er kein friedliches Gespräch mit beiden Anwesenden führen.

„Guten Abend.“, meint der Mann mit rauer, dunkler Stimme, die beide noch nie im Leben hörten.

wo finde ich sie?

Wie konnte er überhaupt unbemerkt auf das Schiff gelangen, fragt sich der junge Kapitän, denn vorhin standen noch Lysop und Vivi in der Nähe seines Lieblingsplatzes. Stellt er den Teller ab, greift nach seinem Hut und geht auf die Person ohne jegliche Angst zu. Würde er sicher nicht zurückstecken, denn das ist sein Revier und niemand durfte ungefragt dieses betreten.

Auch Sanji ist bereits aufgesprungen, dabei seine Zigarette in der Hand. Bleibt er hinter Ruffy stehen, der sich vor ihm stellte. Jetzt können beide endlich das Gesicht der Person erkennen. Braune, kurze, struppige Haare. In seinem schmalen Gesicht wächst ein Bart, der gerade mal drei Tage alt ist. Um seinen Hals trägt er eine schwarze Lederkette, wobei der Anhänger unter dem hochfertigen silberfarbenen Hemd steckt. Auch die restlichen Sachen, sind nicht gerade die billigsten, was Sanji sofort erkennt, aber tut das nichts zur Sache. Über dem Hemd trägt er eine schwarze Lederjacke, die bei diesen Temperaturen sehr angebracht ist. Sein Hemd steckt in einer dunkelblauen Jeans, die passend zu seinen Schuhen sind, die aus reinstem Leder besteht. Ein Mann der wenig kämpft. Wahrscheinlich lässt er seine Handlanger alles erledigen, damit seine Hände sauber bleiben, die momentan hinter seinem Rücken gefaltet sind, als würde ihn kein Wässerchen trügen. Sogar sein aufgesetztes Lächeln lässt den Koch aufmerksam bleiben. Jederzeit könnte der Mann angreifen. Sieht er nicht stark aus, aber Ruffy tut es auch nicht unbedingt.

„Was willst du?“, hinterfragt Ruffy kurz angebunden, der regelrecht die Stärke spürt, die von dem Kerl ausgeht. Wäre Zorro hier, wäre der Mann erst gar nicht so weit vorgedrungen, aber nicht nur er ist in dieser Hinsicht ein Spezialist, auch Nami ist gut darin Gefahren wahrzunehmen.

Sein Blick ließ der Braunhaarige kurz durch den Aufenthaltsraum mit angrenzender Küche schweifen. Ein großer Tisch mit zwei Bänken. Eine kleine Piratencrew also, aber das Kopfgeld des Kapitäns kann sich sehen lassen, woran er kein Interesse hegt. Viel lieber wäre ihm die Person, die auf den Namen Porgas D. Piper hört, aber anscheinend ist sie auf dem ganzen Schiff nicht anwesend.

„Boss, sie ist nicht hier!“, ruft eine unbekannte Stimme von draußen, was ihn jedoch kein bisschen ablenken lässt. Mit beiden Augen hält er weiterhin den Blick des Strohhutjungen stand. Wäre ja noch schöner, wenn er jetzt einen Rückzieher macht, denn schließlich ist er der Ältere von beiden.

„Gut geht zurück aufs Schiff.“, meint der Mann ruhig, aber dennoch bestimmend. Ohne Widerworte verschwinden die zwei Personen, die anscheinend das Schiff durchsuchten, ohne jegliche Aufmerksamkeit zu erwecken.

„Was willst du?“, wiederholt Ruffy etwas zorniger, der bereits Fäuste bildete. Jederzeit zum Angriff bereit, aber solange er nichts tut, würde er nicht der Erste sein, der zuschlägt. So ein Kerl ist er einfach nicht.

„Ich suche jemanden, aber anscheinend ist diese Person nicht bei dir an Bord.“, antwortet der sogenannte Boss endlich, der seine Finger löst, seine Hände nach vorne verlegt und ein Wanted Bild in die Höhe hebt, sodass beide es gut erkennen können.

Eine Frau mit silbrigem Haar, einem schmalen Gesicht, sowie einem frechen Grinsen auf den Lippen. Die gesuchte Summe ist bereits zerrissen worden, aber als Sanji den Namen liest, klappt seine Kinnlade herunter. Seine Zigarette fällt dabei zu Boden, die sofort aufgefangen wird.

Steht der Kerl direkt vor ihm, allerdings nahm er das Bild wieder herunter, denn anscheinend kommt dem Blonden zumindest der Name bekannt vor. Denn als sein Blick auf die Buchstaben wanderte, weitenden sich seine Augen und sein Mund öffnete sich automatisch. Ein kleiner Hinweis, der ihm endlich aufschloss, darüber gibt, wo diese Person zu finden ist.

Wirbelt Ruffy herum, der seinen Gegner aus den Augen ließ, aber wie schaffte er es? So schnell kann doch kein Mensch sein, oder? In all der Zeit als Pirat ist ihm sowas noch nicht untergekommen, aber stehen sie gerade mal am Anfang ihrer Reise. Doch wenn man Nami’s Heimatinsel bedenkt, wo es Werwölfe gibt, dürfte es ihn nicht wundern, wenn dieser Mann auch so eine Art Wolf ist.

„Wo hast du sie gesehen?“, fragt der Mann ungeduldig, denn wirklich viel Zeit möchte er auf diesen Kahn nicht verbringen. Auch sein Geduldsfaden ist nicht unbegrenzt, was er durch seinen scharfen Ton deutlich macht.

Völlig lässig darüber, dass seine Stimme zorniger klingt, nimmt Sanji seine qualmende Zigarette wieder entgegen. So eine hübsche Frau einem Kerl auszuliefern wäre unter seiner Würde, aber hierbei kann er eine Ausnahme machen, denn dieses Gesicht ist ihm noch nie untergekommen.

Schulterzuckend, zieht er genüsslich an dem Stummel, was ihm noch übriggeblieben ist, lässt den Mann allerdings kein bisschen aus den Augen: „Ich habe diese Frau noch nie gesehen.“

Das der Name ihm bekannt vorkommt, behält er für sich. Gut, dass Ruffy nicht lesen kann, sonst hätte er längst ausgesprochen, dass Nami so heißt. Jetzt ist es wohl mehr Glück, dass Nami über Bord ging, denn wer weiß was er mit ihr anstellen möchte.

Mit der Zunge befeuchtet der Mann seine Lippen, die ein wenig trocken geworden sind. Schmeckt er den Rauch der Zigarette, auf seiner Zungenspitze, was er persönlich ekelerregend empfindet.

Sehen sich beide direkt in die Augen, wobei die Pupillen des Fremden kurz kleiner wird, dabei erhebt der Mann seine Stimme: „Woher kennst du den Namen?“

Stocksteif steht der Smutje da. Kein Muskel kann der Blonde bewegen, nicht einmal klar denken. Seine Gehirnzellen fangen schnell die Frage ab, wodurch er gleichzeitig eine Antwort ausspricht, die er lieber für sich behalten wollte: „Unsere Freundin heißt so, allerdings hat sie schwarze, lange Haare, dunkelbraune Augen und ist so schön wie die Morgensonne.“

Der junge Kapitän reißt die Augen auf. Deswegen ist Sanji vorhin so starr geworden, weil die Gesuchte Porgas D. Piper heißt, was aber nicht ihre Freundin ist. Bis gerade eben sah er die Frau noch nie, wird aber von dem Kerl gesucht.

Die Arme hinter dem Rücken verschränkt, lächelt der Braunhaarige sogar ein wenig. Endlich eine winzige Spur von Piper, denn laut seinen Informationen steckt die gesuchte vermutlich in einer Schwarzhaarigen, die nicht leicht zu fangen ist, aber alles mit der Ruhe. Muss er erst einmal herausfinden, ob sie eine weitere Person in sich trägt und das kann hoffentlich der Blonde ihm beantworten: „Verstehe. Steckt zufällig eine weitere Person in diesem Körper, die vielleicht eine klein wenig Radikaler ist?“

„Nein.“, antwortet Sanji schlicht. Kann er sich zumindest nicht daran erinnern, dass jemals Nami so etwas erwähnte, aber das wäre ja nun wirklich nicht machbar, zwei Personen in einer.

Dreht sich der Mann zu Ruffy um, der bestimmt mehr weiß, denn schließlich ist er der Kapitän des Schiffes und bei sowas dürfte er Bescheid wissen. Zumindest war das in seiner Crew so, dass er als Käpt’n alles über seine Mannschaft wusste, auch wenn er sie manchmal manipulieren musste.

Knackt sein Unterkiefer, denn schon viel zu lange ist er auf dem Kahn, aber benötigt er nicht mehr allzu viel Zeit. Sieht er dem Strohhut in die Augen, wobei seine Pupillen die gleiche Form annehmen wie vorhin, fragt er zu gleich, ob sich jemand weiteres in diesem Körper befindet.

Noch kräftiger drückt Ruffy seine Faust zusammen, sodass sich die Fingernägel schmerzhaft in seine Handflächen bohren. Was für ein Mistkerl ist er eigentlich. Sanji hat ihm bereits geantwortet, aber anscheinend gibt er sich damit nicht zufrieden, zuungunsten von ihm. Wäre er lieber auf seinem Schiff geblieben, aber nein dieser Möchtegern Idiot wagte es tatsächlich hier hereinzuspazieren, sein Schiff unter die Lupe zu nehmen und noch solche bescheuerten Fragen zu stellen.

Blitzschnell hebt Ruffy kurz seinen linken Arm, donnert diese mit so viel Wucht, die er aufbringen kann, gegen den Bauch des Mannes. Durch den Schlag mit dem der Fremde nicht gerechnete, beugt er sich nach vorne. Sein gesamter Sauerstoff in seinen Lungen, wird herausgepresst und im gleichen Atemzug schwebt er über den Boden, durch die Kombüsenwand, wo er an der Reling endlich zum Stoppen kommt.

Gerade rechtzeitig sprang der Blonde aus dem Weg, sonst wäre er mitgerissen wurden. Kurz schüttelt der Blonde seinen Kopf, kann wieder halbwegs klardenken und atmet tief ein. Was genau passierte, kann er nicht mehr mit Sicherheit erklären, aber fakt ist, dass Ruffy mehr als sauer ist. Geht es hier schließlich um Nami, einer ihrer Freunde, die er gerade fast verraten hätte.

„Geh zu den anderen beiden.“, kommt es prompt von seinem Kapitän, ohne ihn anzusehen. Seine Schritte führen zu dem aufstehenden, der regelrecht unter den Trümmern begraben wurden war.

Nickt er kurz, möchte sich für sein Verhalten entschuldigen, als Ruffy den Arm zum Abwinken hebt: „Der Typ kann Menschen manipulieren, also nehme ich an, du bist ein Werwolf oder ähnliches.“

Fällt es ihn wie Schuppen vor den Augen, deshalb antwortet er wie eine Marinette, die keinen festen Willen haben. Das sowas überhaupt herumrennt, ist ihm noch immer schleierhaft, aber Ruffy sah es mit seinen eigenen Augen. Ein riesiger Wolf, der sich zurück in einen Menschen verwandelte.

Wäre es eine schöne Geschichte für Lysop, aber da Ruffy keine Ahnung von Lügen hat, glaubte Sanji damals jedes Wort. Der Mann ist also auch einer, aber sieht er verdammt menschlich aus. Keine Spur von einem Wolfsgebiss oder Ohren oder eben, was Wölfe so an ihrem Leib haben.

So ein Gegner stand ihnen noch nie Gegenüber, aber es gibt immer ein erstes Mal. Stark sind solche Viecher, laut Nami. Besiegen fast ein Ding der Unmöglichkeit, aber Ruffy muss ihn nicht besiegen. Lediglich aufs andere Schiff befördern und dann können sie davon segeln, zumindest so die Theorie, denkt sich Sanji.

Rennt Sanji endlich aus der Kombüse, als er über die Brüstung springt, wo ihn Vivi und Lysop schon erwarten. Das riesige Schiff ist kaum zu übersehen, was an ihnen angedockt ist. Die Männer, die vorhin an ihnen vorbeiliefen, musterten sie kurz und so schnell wie sie kamen, so schnell verschwanden sie auch wieder. Was sie wollten, sagten sie mit keiner Silbe, aber ließen sie beide am Leben.

„Was war das?“, fragt Lysop mit zittriger Stimme, der den Kahn noch immer mustert. Kein Mensch sieht über die Reling, auch so ist nichts zu hören. So ein Schiff kann doch nicht nur von drei Männern gesteuert werden?

Noch immer krallt sich Vivi an Lysop’s Latzhose, die wie Espenlaub zittert. Zwar sind die beiden Männer verschwunden, aber dennoch ist die Angst in ihrem Körper so groß, dass sie nicht aufhören kann zu bibbern. Das Sanji jetzt endlich in der Nähe ist, versucht sie wenigstens ihr Atmen zu kontrollieren, was sie kaum schafft, aber innerlich weiß sie, dass sie sich beruhigen muss.

Unverletzt denkt sich Sanji, der die beiden schon beim Runterspringen beobachten konnte. Kein einziger Blutfleck ziert an Vivi’s Kleidung oder freigelegter Haut. Dachte dieser schon das Schlimmste, aber anscheinend ist beiden nichts passiert.

„Ruffy hat dem Typen eine verpasst, der durch die Kombüsenwand flog.“, erwidert Sanji, der seinen Blick auf die noch immer offene Tür richtet. Wie konnte er kontrolliert werden und Ruffy kein bisschen. Ist er zu dumm dafür, oder steckt mehr dahinter? Vermutlich würde er es in den nächsten paar Minuten nicht herausfinden, aber die Frage bleibt weiterhin bestehen.

Knarrt das verbrochene Holz unter seinen Schuhen, als der Braunhaarige langsam auf den Strohhut zugeht. Das Blut, was sich in seinem Mund sammelte, spuckt er auf die Holzdielen, das sich rasch ausbreitet. Sein Hals knackt hörbar auf, als er sich etwas streckt. So ein Typ, der sich nicht manipulieren lässt, ist ihm noch nicht untergekommen, aber anscheinend hat auch er ein Geheimnis, wie diese Freundin, die vorhin glücklicherweise erwähnt wurden ist. Merkwürdig ist, dass sie anscheinend nicht hier ist, denn laut seinen Informationen geht sie keinem Kampf aus dem Weg. Vielleicht ist sie von Bord gegangen, als der Hurrikan auch über sie hereinbrach. Auch so ist seine Crew sehr klein. Besteht sie nur aus drei Mitgliedern, sowie der Kapitän selbst. Eine merkwürdige Piratencrew, aber soll es ihm egal sein, solange er das erhält, warum er eigentlich hier ist.

Stürmt Ruffy, ohne darüber nachzudenken auf den Mann zu. Seine Faust erhob der Kapitän, bleibt jedoch abrupt stehen. Dreht er seinen Kopf nach links dann rechts, aber Mistkerl bleibt verschwunden.

Erheben sich die Nackenhaare plötzlich, als der Strohhut einen fremden Atem auf dessen verspürt. Bleibt er jedoch ruhig und gefasst. Wird es verdammt schwer werden ihn loszubekommen, denn vor ihm steht ein Werwolf, der verflucht schnell sein kann. Was seine Schwachstelle ist, aber davon unterkriegen lässt er sich nicht. Wäre es ein verdammter Fehler. Da könnte er sich ja gleich einbuchten lassen.

Mit beiden Händen packt der Mann das rote T-Shirt, wirbelt ihn herum, als wäre er ein Gummiball und lässt ihn nach fünf oder sieben, so genau zählte Ruffy gar nicht mit, Umdrehungen los. Durch die Tür wird er regelrecht befördert, wo er an der nächsten Wand des Schiffes aufgehalten wird. Rutscht er die Wand hinunter und bleibt für einen kurzen Moment auf dem Arsch sitzen. Sein Keuchen ist nicht überhörbar, denn auch seine Luft wurde durch den Aufprall aus seinem Körper herausgepresst.

Nicht einmal einen Schritt konnte Sanji tun, als Ruffy bereits am Kragen gepackt wird. Die Augen seines Gegners veränderten sich schlagartig. Schlitze kann Ruffy erkennen, ebenso ein wütender Blick, der jeden Umbringt der sich im Weg stellt.

Mit einer schnellen Handbewegung, wird Ruffy losgelassen und noch im herunterflog, verspürt der Schwarzhaarige ein enormer Druck in seinem Gesicht, der sofort seine Lippe, sowie Schläfe aufplatzen lässt. Sein gesamter Körper drückt sich durch die sowie schon beschädigte Wand, bis sie gänzlich nachgibt und Ruffy die Möglichkeit verschafft endlich davonzufliegen, um der Faust zu entkommen.

Doch bevor Ruffy überhaupt die nächste Wand mit seinem Körper erreicht, wird ihm ein weiteres Mal ein Faustschlag in die Magengrube gedonnert. Auch dieser Schlag war so heftig, dass der Kapitän durch den Boden befördert wird, wo sich der ganze Staub in der Männerkabine verteilt, sowie das gesamte Holz was zu Bruch ging, ihn begräbt.

Knirschend mit den Zähnen geht Sanji auf den Fremden zu. Seine Augen sind leicht zusammengepresst und seine Haltung steif. Sein Kapitän bekommt eins nach dem anderes aufs Maul und er darf zusehen? Nicht mit ihm. Solange Zorro nicht an Bord ist, muss er wenigsten die Stellung halten.

Seine Schritte werden immer lauter, was der Mann doppelt so laut vernimmt, als normale Menschen, aber soll ihm recht sein, dass er weiterkämpfen darf, denn seine Lust darauf steigert sich mit jeder Minute.

Schneller und schneller werden seine Schritte, bis er anfängt zu rennen. Das alles nur, weil er sich hatte manipulieren lassen und Ruffy eben nicht. Springt Sanji die letzten Centimeter auf den Kerl zu, holt mit dem Bein aus und schwingt es in die Richtung des Kopfes.

Doch anstatt, den Kerl eine zu verpassen, steht der unbekümmert hinter dem Koch. Packt sein Jackett, wirft ihn über sich hinweg und lässt los. Mit voller Wucht prallt er gegen Lysop, der ihn leider nicht zum Stoppen veranlasst. Stattdessen landen beide gegen die überliegende Wand. Lysop der bewusstlos auf dem Boden liegt bleibt, wird von Sanji wachgerüttelt, was jedoch nichts bringt.

Kräftig schluckt die Blauhaarige, als sie endlich bemerkt, dass sie ohne jeglichen Schutz vor dem Mann dasteht. Kein Muskel kann Vivi bewegen, als sich eine Hand nach ihr ausstreckt. Kneift sie ihre Augen fest zusammen, hört sie noch Sanji brüllen, der solle die Finger von ihr lassen. Ruckartig erhob sich der Blonde, rennt auf die Finanzchefin zu, wobei er bemerkt, dass er immer langsamer wird.

Veränderung

Bleibt der Koch stehen, als seine Augen die Szene wahrnehmen. Die Hand von dem Fremden wird gepackt, die gerade Vivi am Kragen packen wollte.

Anscheinend ist der junge Kapitän zäher als gedacht. Seine Augen weiten sich automatisch, als würde vor ihm der Teufel persönlich stehen. Dunkelrote Iris blicken in sein Inneres. Unweigerlich schluckt er seinen Speichel herunter. Panik breitet sich durch seinen Körper. Irgendetwas ist da unten passiert. Waren es vorhin zwei schwarze, aber jetzt dunkelrote Augenpaare, die ihn seelenruhig von oben bis unten mustern.

Bewegen kann er sich kaum. Nur seine Pupillen bewegen sich minimal, bis fast kaum, aber sein restlicher Körper ist wie erstarrt. Als würde man ihn kontrollieren und nicht umgedreht. Ein beschissenes Gefühl, denkt sich der Fremde, der seine Beute ungern davonziehen lässt, aber hier muss er wohl den Rückzieher machen.

„Sieh an. Man besitzt auch Panik, als. Was genau bist du?“, hakt Ruffy nach, der weiterhin nur den Fremden ansieht. Das Vivi zu Sanji rennt, ist ihm völlig gleichgültig. Diese Frau hat kein bisschen was verbrochen, dabei belässt er es auch, aber der Kerl vor ihm, zerstörte das Schiff, womit er und sein momentaner Träger schon eine ganze Weile unterwegs sind. Schwach ist dieser Bursche kein bisschen, aber durch den Faustschlag in den Magen, beförderte ihn der Fremde direkt in sein Reich, was dazukam, dass er aus dem Schlaf erwachte.

„Ein Hybrid. Der stinksauer ist und dir gleich wieder eine verpasst, wenn du nicht sofort loslässt.“, versucht der Fremde seine Panik durch Worte zu verschleiern, aber leider ist der Mann vor ihm schon viel zu sehr in sein Inneres gedrungen, als ihm lieb ist. Eigentlich trainierte er Jahrelang darauf, dass ihm sowas nicht wieder passiert, aber anscheinend brachte das Training ihm überhaupt nichts.

Mit einer schnellen Handbewegung bricht der Kapitän mit Leichtigkeit das Handgelenk seines

Gegners, der laut aufstöhnt. Seine Hand zurückziehen möchte, jedoch hat der Strohhutjunge hat andere Pläne, die ihn erschauern lässt.

„Ich dachte die Sorte an Vampiren – Werwölfen wurden ausgelöscht, aber anscheinend habt ihr einen größeren Überlebensinstinkt, als Werwölfe selbst.“, meint Ruffy.

Erstaunt es den Braunhaarigen ein wenig, das so ein junger Mann mit Hybriden tatsächlich was anfangen kann.

Seine Freunde allerdings verstehen die Worte von ihm nicht ganz so, aber solange Ruffy den Kerl endlich von Bord vertreiben kann, ist es ihnen egal, wovon sie da sprechen. Vampire, Werwölfe, alles eine Sorte der Unmenschlichkeit, denkt sich Sanji. Schneller, kräftiger, bissiger. Doch Menschen werden immer besser sein als Vampire, denn sie besitzen Ehrgefühl, leben und sterben.

„Scheint so, als kennst du dich damit aus.“, bemerkt der Fremde, der seine Hand wieder einrenkt. Das so eine kleine Lappalie ihn so stark aus dem Konzept bringt, hätte er niemals gedacht.

Dieser Mann vor ihm ist nicht mehr der Mann wie vor fünf Minuten. Scheint er eine komplett andere Person zu sein, die sich mit Hybriden, Vampiren, Werwölfen sehr gut auskennt. Wer er allerdings ist, ist ihm ein Rätsel. Kennen sich beide von früher oder bildet er sich das nur ein. Eine Person, die vielleicht schon länger lebt als er selbst, was er sich kaum vorstellen kann. Sein Alter beträgt sechshundertsiebzig Jahren. Porgas D. Piper die Frau, die er sucht, hat ein Alter von fünfhundertvierzig und von Justus will er erst gar nicht nachdenken. Dieser ist weitaus jünger. Also wer ist er?

Knackt es ein weiteres Mal auf, was den Mann wieder aufstöhnen lässt. Wieder die Hand die sich gerade selbst heilte. Mistkerl, denkt sich der Braunhaarige. Ein Mann sollte doch Ehre besitzen und ihn sofort umbringen, anstatt ihn stundenlang zu foltern.

Mit der freien Hand greift Ruffy unterhalb des Kinnes, dreht es ruckartig um, bis es knack macht. Der Fremde verliert an Körperhaltung, fällt zu Boden und rührt sich kein bisschen mehr.

Sich krallend an Sanji festgehalten, kann Vivi es kaum glauben, was Ruffy da tat. Ohne zu zögern, brachte er einen Menschen um. Ihren Kopf in eine völlig andere Richtung gedreht, kullern ihre Tränen die Wangen entlang, wo sie vom Kinn herunter tropfen. Was ist nur passiert, fragt sich Vivi, die die Situation noch immer nicht begreift.

Der inzwischen Tode schlug vielleicht etwas härter zu, aber das ist doch kein Grund jemanden umzubringen? Nein, sowas würde Ruffy nicht tun. Nicht ihr Kapitän, der immer fröhlich ist. Alles positiv sieht, niemanden mit Gewalt vorher etwas tun könnte. Nein so ist er nicht, ruft Vivi es sich jedes Mal ins Gedächtnis.

Mit keiner Reue in den Augen, packt sich Ruffy den Mann am Hosenbund, meint dass er gleich wiederkomme, springt locker nach oben und landet auf dem Hauptdeck des anderen Schiffes. Kein Befehl von wegen legt ab oder ähnliches.

„Er brachte den Mann ohne Zögern einfach um.“, zittert Lysop leise vor sich hin, der wieder wach wurde. Was ist nur in ihm gefahren. Kennt er seinen neuen Kapitän noch nicht alt zu lange, aber eins stand fest, ist Ruffy ein ehrbarer Kämpfer, der niemanden tötet. Jetzt in diesem Augenblick tat er es ohne Skrupel. Am liebsten würde er den Kahn sofort verlassen, aber leider sind sie auf offener See, dazu Piraten. Ja Piraten bringen jeden um, der sich ihnen in den Weg stellt.

Dachte Lysop am Anfang auch, dass Ruffy so sei, aber eine Entschuldigung reichte schon aus, um ihn milde zu stimmen. Was ihn persönlich beeindruckte, aber jetzt legte sich eine Gänsehaut auf ihn, dass ihm frösteln lässt.

Stockstarr sieht Sanji dahin, wo vorhin noch der Tode lag. Was genau ist eigentlich passiert? Erst prügeln sich beide, dann hat der Gegner gegenüber Ruffy nur noch Angst. Ja in seinen Augen sah er die Panik darin. Als würde er jemanden ansehen, denn die Strohhutcrew nicht kennen. Ganz so, als hätte er in ein komplett fremdes, aber irgendwie bekanntes Gesicht gesehen. Konnte er es selbst in dem Moment nicht einschätzen.

Wusste Ruffy in dem Moment auch, wo er ansetzen musste, um dem Mann schmerzen zu erleiden, was er vorher nicht wusste. Sprach er nicht vorhin mit dem Typen irgendetwas von Vampiren – Werwölfen oder verhörte er sich da?

Ein Geräusch lässt den Koch aufwachen. War er so in Gedanken, dass er gar nicht mitbekam, dass sich die zwei anderen Fremde auf dem Weg zum Schiff machten. Sprangen sie über die Reling, landetet vor ihnen und murmeln etwas von reparieren. Ein gestreiftes, kurzes Hemd, was für die Jahreszeit sicherlich viel zu kalt ist, aber soll Sanji nicht stören. Auch seine Art karierte Badehose passt nun wirklich nicht dazu, denkt sich Sanji. Der andere ein quietsch-gelbes Shirt, dazu eine weinrote Stoffhose.

Reparieren, Reparieren, kommt es von den Beiden, als wären sie manipuliert wurden, aber wer könnte das? Vorhin schaffte es dieser Boss, aber der ist Tod und Ruffy hat nun wirklich nicht solche Fähigkeiten, denkt Sanji weiter, der am liebsten aufs andere Schiff springen würde, aber irgendwie verspürt er innerlich ein Unterhaken.

„Macht das ordentlich ihr zwei!“, ruft es plötzlich von oben. Sanji schnellt mit dem Kopf in die Richtung und kann Ruffy, der über die Reling schaut, direkt ansehen, aber nichts kommt ihn verändert vor, außer das sein Hut fehlt.

Reißt er seine Augen auf. Ohne seinen Hut, würde sein Kapitän nirgendwohin gehen. Keinen Schritt würde er wagen ohne ihn. In diesem Moment ist er auf einem völlig anderen Schiff und sein Hut liegt vermutlich noch unten bei den Trümmern, die die zwei anscheinend aufräumen sollen, da ihr Boss das Chaos verursachte, obwohl sein Kapitän eigentlich damit anfing.

Wieder zurückgebeugt, sieht sich der Mann mit dunkelroten Augen auf dem Hauptdeck um. Das kleine Hauptdeck von unten, würde mindestens vier Mal hineinpassen. Ein wahrhaft schönes Schiff, mit keiner einzigen Flagge am Hauptmast. Keine Marine, keine Piraten, also wer ist er dann? Ein Hybrid, so viel stand fest. Ebenfalls dass er Porgas D. Piper sucht, aber warum, dass verriet dieser kein bisschen.

Am Mast allerdings hängt ein schwarzes Segel, was ihn leicht grinsen lässt. Ein kleines Indiz dafür, dass dieser Mann schon einmal auf der Insel war. Ja, das war damals so toll, aufregend und mörderisch gut, dass er dieses Ereignis wohl in all den Jahren nicht vergaß. Was jedoch in der restlichen Zeit passierte, als er schlief, interessiert ihn wenig. Sein Körper lebt noch und er selbst ist endlich nach Jahrhunderten erwacht. Zumindest verrät es dem Schwarzhaarigen, denn hier auf diesem Schiff gibt es Strom. Strom für eine Lampe, die über das halbe Deck leuchtet. In seiner Zeit benutzte man noch Kerzen.

Sein Blick fällt auf einen der Türen, die ins Innere des Schiffes führen. Durch ein weiteres Lächeln stapft der Schwarzhaarige auf eine der vielen zu, denn solange die Männer da unten beschäftig sind, kann er sich ein kleinwenig umsehen. Vielleicht erhält er drinnen ein paar Informationen, wer der Kerl eigentlich ist und was er direkt möchte und vielleicht findet er auch noch so ein schwarzes Segel, falls nicht, dann nimmt er das am Mast. Wer weiß wofür man es gebrauchen kann.

was mache ich hier?

Sitzend am See, als stütze die Hände hinter ihrem Körper, den Kopf im Nacken, genießt die Schwarzhaarige die Ruhe. Das Knistern des Feuers in der Höhle, der seichte Wind um sie herum, sieht sie in den wolkenfreien Himmel, wo ihre dunkelroten Augen die Sterne erfassen.

Wie lange ist es her, dass sie frische, klare Luft schnappen konnte. Wie alt sie wohl jetzt ist, kann sie nicht sagen, aber sicher ist, dass dieser Körper genauso reagiert, funktioniert, wie ihr damaliger. Ist sie damals gestorben oder rettete Marius sie?

Bei dem Namen klopft ihr Herz wild auf. Wird ihr Körper automatisch wärmer. Legt sich eine kleine Gänsehaut auf ihre Haut, die sehr angenehm ist. Kribbelt ihr ganzer Körper und ihr inneres ist so heruntergefahren, dass sie jeden Augenblick einschlafen könnte, was sie sich allerdings nicht erlauben kann. Der Kerl mit den grünen Haaren, schwebt noch immer in Lebensgefahr und da Nami eingeschlafen ist, übernahm sie einfach mal den Körper, doch warum plötzlich?

Schwer seufzend erhebt sich die Frau mit den weinroten Augen, klopft sich den Staub ein wenig von der Kleidung, was nicht gerade viel ist. Geht auf die Höhle zu wo die zwei anderen sind und sieht sich noch einmal prüfend um. Schon vorhin viel dieser anderen Person auf, dass sie beobachtet werden, aber bis jetzt hat sich noch niemand gezeigt. Vielleicht ein Tier, dem die Höhle als Schlafplatz dient.

Kratzt sich die Frau am Kopf, betritt die Höhle, dabei schauend wie das Feuer aussieht. Lodert es noch immer vor sich hin. Zwar nicht mehr allzu kräftig wie vorhin, was dem Mangel an Holz verschuldet ist, aber dagegen kann sie ja was tun.

Greift sie zu einem Ast, denn sie in der Mitte teilt und erst einmal in die Flammen wirft. Als nächstes hockt sie sich neben Zorro, der schweißgebadet auf den kalten Boden liegt. Eine Decke unter ihm, wäre besser, aber leider haben die beiden Frauen, es noch nicht geschafft ein Tier in solchem Ausmaß zu erledigen.

Sein Fieber steigt mit jeder Stunde, was sein flacher Atem zeigt, sowie sein Zucken der durch seinen gesamten Körper gejagt wird, was man jedoch nicht äußerlich sieht. Durch eine Berührung verspürt man es nur minimal. Eine Frau wie sie bemerkt jede winzige Erschütterung, die dank des Wolfsstammes ihr lehrte.

Das inzwischen fast trockne Tuch auf der Stirn des Grünhaarigen, greift sich die Schwarzhaarige. Erhebt sich erneut und trottet zurück zum See. Am Höhleneingang bleibt sie stehen. Betrachtet sie das Gestein von ihrer rechten, was leicht rot wirkt.

Mit dem Zeigefinger fährt sie über die inzwischen eingetrocknete Stelle. Spuckt auf ihren Finger und verreibt es mit dem Daumen. Durch die Flüssigkeit verreibt es sich wesentlich besser, woraufhin sich ein Geruchsstoff ausbreitet, der ihr sofort in die Nase steigt. Schieben sich automatisch ihre Mundwinkel nach oben. Kommt ihr der Geruch vertraut vor. Wildschwein denkt sich die Frau, die ihren Weg fortführt, um eins nachdem anderen zu erledigen. Werden ihr die Huftiere schon nicht davonrennen, dafür sorgt das Meer, aber lieber wäre es ihr, wenn „sie“ das Erledigen würde, denn ihre Jagdinstinkte sind ein wenig eingeschlafen, zumindest ist es schon ewig her.

Das Tuch wieder aus dem Wasser genommen, wringt die Rotäugige es ein wenig aus, soll es schließlich eine Weile halten, sonst unternimmt sie diese Prozedur heute mehrfach, worauf sie eigentlich keine Lust hat. Jedoch nach so langer Zeit, endlich mal wieder frische Luft schnappen, ist echt nicht ohne. Wie lange diese Ausnahme anhält, hängt vermutlich mit der anderen Seele ab.

Bemerkenswert, wenn man bedenkt, wo sie sich gerade befindet. Anscheinend schreckt sie vor nichts zurück oder aber ihr Lebensweg ist mit ihren verbunden, ganz nach dem Motto deine Aufgabe bleibt auch meine. Oder sie wurde hierher vom Wasser getragen, da sie vielleicht von Bord ging, falls sie eine Seefahrerin ist. Im Grunde weiß sie überhaupt nichts von ihr.

Kann sie sich noch an den Kampf um ihr Leben erinnern. Gerade als sie erstochen werden sollte, schlug sie instinktiv die Augen auf, schaut dem Mann direkt ins Gesicht, der ihr Leben gerade beenden wollte.

Riss sie sich von den beiden anderen Männern los, die sie festhielten. Was danach kam, möchte sie eigentlich aus ihrer Erinnerung streichen. An die vielen Toten, das Blutbad, sowie das Gemetzel. Die herausgerissenen Gedärme waren selbst für sie kein schöner Anblick, aber was passiert ist, ist nun mal passiert.

Seufzend erhebt sich die Frau, geht zurück in die Höhle um den Mann das Tuch wieder auf die Stirn zulegen. Was trinken möchte der Kranke auch mal was. Vermutlich hat die Frau auch dafür gesorgt, dass sie dazu nicht weit laufen muss, was ihr allerdings vorhin nicht aufgefallen war. Gut umgesehen hat sie sich nicht wirklich, nur ganz kurz, bevor sie zum See lief, doch jetzt wäre es angebracht, schließlich soll der junge Mann nicht wegen wenig Flüssigkeitsaufnahme das seitliche Segnen. Wäre es ihr jedoch lieber, wenn die Seele, die dafür zuständig ist, mal aufwacht, um ihre Pflichten zu erfüllen.

Neben dem Schwertkämpfer sich wieder hingehockt, legt die Schwarzhaarige das Tuch auf die Stirn, als sich die Lider von Zorro schwach bewegen. Sieht die Frau genauer hin, denn sie dachte, das Licht des Feuers lässt ihre Augen trügen, aber nein, er scheint aufzuwachen. Großartig, denkt sich die Person, und Nami schläft.

Das Knistern des Feuers dringt an sein Ohr immer deutlicher, doch sein Sehvermögen ist äußert schlecht. Sieht er vor sich etwas bräunliches, was er mit seinem schmerzenden Kopf nicht definieren kann. Nur fahl ist die Umgebung mit Licht bestückt. Ob es nun an der Nacht liegt, kann Zorro nicht wirklich wahrnehmen.

Eine kurze Bewegung mit seinem Kopf reicht schon aus, um den Schmerz noch intensiver zu spüren. Am liebsten würde er sich an die Stirn fassen, aber leider bekommt er keinen Muskel in Bewegung. Ein reiner Machtkampf seinen Kopf überhaupt einen Millimeter in Bewegung zu bekommen, aber gleich ein ganzer Arm, scheint aussichtslos zu sein.

Braune Augen sehen ihn an, wenn seine Sehvermögen ihn nicht ganz im Stich lässt, denn noch immer sieht er seine Umgebung so sehr verschwommen, dass sich seine Magengrube leicht in Bewegung setzt, aber ihre vollen, roten Lippen würde er überall erkennen, selbst in diesem Zustand.

„N..“, mehr kommt nicht aus seinem Mund. Schafft er einfach nicht mehr. Ganz egal wie sein Wille stark ist. Dieser Skorpion hat alle Arbeit geleistet. Ist er gerade ein sabbernder, liegender, steifer Idiot, der sich ablenken lassen hat.

Spürt der Schwertkämpfer eine Berührung auf seinem Arm, der eindeutig zu Nami gehört. Streift sie mit dem Daumen sanft darüber, was Zorro’s Anspannung fallen lässt. Die Bewusstlosigkeit übermahnt ihn ein weiteres Mal und ohne, dass er es merkt, schläft er auch schon wieder.

wer bist du?

„Hmm!“, kommt es von dem Rotäugigen, der inzwischen die dritte Tür öffnete, aber nichts Interessantes fand. Schlägt er diese vor Wut zu, der sein Weg fortführt durch den mittelgroßen Gang, der wie ihm scheint, nur Kajüten beherbergt. Durch Lampen kann er sich gut orientieren, jedoch wie groß das Schiff eigentlich ist, wollte er nicht wissen, dafür ist er nicht ins Innere gegangen. Sein Interesse besteht allein dem schwarzen Segel, in der kleinen Hoffnung, dass er noch eins findet. Sein jetziger Besitzer dieses Körpers benötigt dieses Teil vielleicht Mal, oder eben nicht.

Durch ein leises Stöhnen bleibt der Mann stehen. Unter ihm bewegt sich etwas. Seine Mundwinkel bilden ein Lächeln. Sowas er wacht endlich auf, denkt sich der Schwarzhaarige, der den Fremden endlich loslässt.

Krachend geht der Braunhaarige zu Boden. Holzwände kann er wahrnehmen. Atmet er tief ein, zwinkert noch einmal kurz und keine Sekunde später steht er vor dem Schwarzhaarigen. Eine Augenbraue hochgezogen, sieht er Ruffy direkt in die Augen, der seine Mundwinkel nur noch weiter nach oben zieht.

„Wer bist du?“, hinterfragt der Fremde endlich. Möchte er schon sein Mörder mit Namen kennen, obwohl er vermutlich keine Antwort bekommen wird. Seine Gesichtszüge sind ernster geworden und seinen Strohhut trägt er auch nicht bei sich, dabei dachte er immer genau das wäre sein Markenzeichen, weswegen ihn alle nur Strohhut nennen, obwohl sein voller Name schon bei manchen Gegnern Eindruck hinterlässt.

Mit schweren Schritten geht der Schwarzhaarige unbekümmert auf den sogenannten Boss zu, lässt ihn jedoch keine Sekunde aus den Augen, denn schließlich ist er ein Hybrid. Ein kleines Meisterwerk der Natur. Was in all der Zeit passierte in seinem langen Schlaf, möchte er eigentlich gar nicht wissen, aber seine Schwester ist ebenfalls erwacht, was er spüren kann und die überhaupt keine Skrupel hat, jeden zu töten der sich ihr in den Weg stellt: „Das Vorstellen lassen wir lieber, denn ich denke, mein Name wird dir überhaupt nichts sagen.“

Trennen beide nur noch zwei Schritte voneinander. Könnte der Braunhaarige jederzeit angreifen, aber dass der Mann vor ihm viel stärker ist, bewies er bereits, indem er sein Genick herumdrehte, bis es gebrochen wurden war. Gut, dass sein halbes Wesen ein Vampir ist, denn sonst wäre er nicht mehr aufgestanden.

„Ich bin Zacharias.“, stellt sich der Mann vor, denn er möchte selbst entscheiden, ob und wann er jemanden mit Namen kennen möchte. Den Namen des Mannes denkt er eigentlich, aber da sich sein Wesen komplett veränderte, steckt mehr dahinter, aber was?

Überbrückt der Schwarzhaarige die zwei Schritte endlich, wobei sich Zacharias kein Meter bewegt. Möchte dieser einfach nicht ausweichen, auch wenn das Bedeutet, dass er womöglich ein weiteres Mal getötet wird.

Sein Atem auf der Haut spürt der Hybrid deutlich, der den Blick vom anderen so weit standhält. Was sein Gegenüber gerade denkt und fühlt, liest er in seinen Augen kein bisschen. Verbirgt er seine Gefühle, Emotionen und jeglichen Gedanken. Auch sein Puls, der in den Ohren vom Hybriden eigentlich zu hören sein müsste, ist fast geräuschlos. Ruhig als wäre der Mann schon schlimmeren Wesen begegnet als ihm.

„Wie heißt du?“, fragt der Hybrid ein weiteres Mal.

In seiner Stimme liegt Zorn und Boshaftigkeit, wodurch die Mundwinkel des Schwarzhaarigen nur noch mehr nach oben gehen. Macht es ihn wütend, weil er ihn stumm ansieht. Noch ein Stückchen näher tritt der Schwarzhaarige heran. Sein Gesicht schiebt sich neben dem Ohr des Blonden. Sein breites Grinsen wird noch größer: „Ich bin ….“
 

,,Merkwürdigt!“, denkt Lysop laut, der sich das schwarze Segel direkt ansieht. Viele Segel sah er schon an Mästen hängen, aber ein schwarzes sah er noch nie. Kein Bild darauf zu sehen. Kein Riss zu erkennen. Muss das Segel relativ neu sein oder es wurde nur selten benutz. Vor allem ist es nicht wie die anderen eingeholt, sondern aufgespannt, wodurch die beiden Schiffe nur spärlich vorwärtskommen.

„Was ist los, Lysop?“, hakt der Koch nach, der sich eine weitere Zigarette in den Mund schiebt. Auch ihm ist das Segel aufgefallen, aber wirklich Interesse geweckt hat es ihn nicht, aber dem Schützen umso mehr, denn seine Blickrichtung geht nur in eine.

„Dieses Segel.“, meint Lysop, den Blick endlich gelöst. Seine Beine führen ihn zu den beiden Kameraden, die noch immer damit beschäftigt sind, dass Schiff wieder See tauglich zu machen.

„Was soll mit dem Segel sein?“, fragt Vivi weiter, die nun echt nicht verstehen kann, was an einem schwarzen Stück Stoff so interessant ist. Nur ein Laken, was für die nötige Fahrt bei See tauglich ist, mehr nicht. Weder verkaufen oder Essen kann man dies, also wertlos.

Bei einen der beiden Männer angekommen, sieht Lysop gleich die Perfektion vom Reparierten. Stabil, robust und undurchlässig. Anscheinend Profi’s die das schon eine ganz Weile tun. Kein Wunder, dass Ruffy die beiden auswählte, oder er machte es nicht daran fest, wer das Schiff wieder repariert. Schließlich hat der Gegner angefangen, nicht sein Kapitän.

„Sag mal, dass Segel woher habt ihr das?“, fragt Lysop endlich, der mit begutachten, der Kombüsenwand endlich fertig ist. Empfindet er die Wand wie neu, als wäre nie einer der beiden Männer hindurchgedonnert.

das fliegende Schiff

Schluckt der Braunhaarige hart. Sieht man deutlich, wie sein ausgeprägter Kehlkopf sich dabei bewegt. Im inneren des Körper’s wird Zacharias plötzlich heiß, vor Angst. In den Augen des Strohhutjungen kann er keine Lüge feststellen. Würde er am liebsten die Frage zurücknehmen, aber leider ist das nicht mehr möglich. Die Vergangenheit kann man nicht ändern.

Dachte er immer, dass die fünf Geschwister gestorben wären. Verbrannt erzählte man sich. War er selbst noch gar nicht auf der Welt, aber die Geschichten, der fünf Geschwister machte selbst ihn Angst.

Reinblüter beherrschten eins die Welt. Mit Worten kann man es nicht beschreiben, wie sie damals über die Menschen herrschten. Vergewaltigten sie die Frauen, wobei Werwölfe entstanden. Die Frauen überlebten die Geburt dabei nicht. Grausamkeit, Hunger, Furcht und Gewalt herrschte über Jahrhunderte. Doch eines Tages erschuf die Natur was noch nie da Gewesenes. Fünflinge eines Wolfsrudels wurden geboren.

Durch einen schnellen Handgriff packt der Schwarzhaarige den Kragen des Braunhaarigen und zieht ihn automatisch zu sich heran. Der Hybrid kommt durch die plötzliche Bewegung endlich wieder zu sich. Auch seine Gedanken sind verschwunden. Als hätte man sie genommen, weit ins Meer geworfen, wo sie in den Tiefen untergehen und wahrscheinlich so lange bleiben, bis ein Seemonster sie frisst.

„Ich warte!“, meint der Schwarzhaarige endlich, der fürs Träumen keine Zeit und Lust hat. Seine Erinnerungen an die Vergangenheit kann er später tun. Geht ihn das nichts mehr an. Ist es eine Vergangenheit, die die Menschen längst vergaßen. Spricht niemand mehr darüber, was passierte. Selbst die Marine, die dafür verantwortlich war, hat bei jeder Generation ein Stückchen vergessen. Jetzt ist man an einen Punkt angekommen, wo niemand mehr weiß, warum das alles passierte.

„Ich habe keins mehr.“, meint Zacharias endlich, der wieder seine Stimme fand. Zwar heißt es Geduld ist eine Tugend, aber für diesen Sinn von Humor, hat er anscheinend nicht.

Für den Schwarzhaarigen klang die Stimme eher verängstig, was ihm eigentlich egal ist. Wollte der Gummimensch auch die Antwort nicht hören, aber auch das musste er ertragen. Innerlich dachte er sich das schon, aber ein kleinwenig, hoffte er, dass es nicht so wäre. Nun gut, dann Plan B.

„Dann nehme ich deins.“, meint der Schwarzhaarige grinsend, der es kaum erwarten kann, es in Händen zu halten. Ein so seltenes Stück bekommt man nicht überall. Werden sie auch nicht verkauft, nicht einmal auf dem Schwarzmarkt, wenn es sowas überhaupt gibt, aber sicher ist, dass er es unbedingt möchte. Wenn nötig mit Gewalt.

Schluckt der Braunhaarige ein weiteres Mal, als die Worte in sein Ohr schwingen. Was, fragt sich dieser. Was möchte er? Ist dieser Mann eigentlich noch zu retten? Wie unmenschlich ist er eigentlich? Sein Hauptsegel darf ihm niemand wegnehmen.

Die Hände zu Fäusten gebildet, knackt leicht der Unterkiefer von Zacharias auf. Angreifen würde wahrscheinlich nichts bringen, aber hier geht um sein Schiff, was verteidigt werden sollte, auch, wenn das heißt, dass der Strohhutjunge ihm ein weiteres Mal das Genick bricht. Hinterher kann er sagen, dass er alles darangesetzt hat, sein Schiff verteidigte: „Das kannst du nicht tun.“

Mit einer weiteren Handbewegung packt der Schwarzhaarige, dass Kinn von Zacharias, dreht es herum, bis es knackt. Leblos fällt der Kapitän des Schiffes zu Boden. Unberührt darüber, dass er wieder den Mann tötete, tritt der Schwarzhaarige über diesen Toden hinweg und geht weiter. Ist doch die Neugier hochgekommen, was sich im Inneren des Schiffes verbirgt.
 

Der Mund offen stehen geblieben, kann der Schütze der Strohhutbande es noch immer nicht fassen, was genau hier ab geht. Direkt vor seinen Augen, schwebt es vor ihm. Viel erkennen tut man nicht, da die Sonne längst untergegangen ist, aber der Vollmond reicht vollkommen aus, um das spektakle live zu sehen.

Das fremde Schiff, was an ihrem Schiff gebunden ist, schwebt ruhig über der Wasseroberfläche. Der leichte Wind lässt es nicht einmal straucheln. Wahrscheinlich könnte man eine Wasserwage dranhalten, die Lysop bestätigen würde, dass dieses Schiff geradlinig ist.

Auch die Zigarette von Sanji fällt aus dem Mund mitten ins Meer, denn dieser hat sich ein kleinwenig über die Reling gebeugt, damit er besser sieht, was Lysop so sprachlos werden lässt. Sowas hat selbst er noch nie gesehen, obwohl er schon viel länger auf hoher See ist als der Scharfschütze.

Vivi allerdings zieht nur eine Augenbraue hoch, als sie das schwebende Schiff vor sich sieht. Ist es beeindruckend, aber dennoch uninteressant. Am liebsten würde sie davon segeln und von den Kerlen nie wieder etwas sehen oder hören.

Zwar ist es nett, dass sie das Schiff wieder flott machen, aber sind sie noch immer Feinde. Was sie auch wollten, machte es Ruffy so wütend, dass er gleich den Kerl tötete. Nicht gerade seine Art, aber wahrscheinlich ging es nun wirklich nicht anders, sonst wären sie jetzt Fischfutter und die drei verlorenen würden sie irgendwann umsonst suchen.

„Wie ist das möglich?“, fragt Sanji jetzt doch mal, der sich wieder über die Reling zurückbeugt, die zwei Männer ansieht, die mit dem Reparieren endlich fertig geworden sind. Lange genug hat es auch gedauert, denkt sich der Koch, wodurch sie viel Zeit verloren.

„Das schwarze Segel, oder?“, hakt Lysop nach, der sich wieder gefangen hat. Zwar hörte dieser viele Gerüchte über solche Gewebe, aber anscheinend sind es keine Märchen. Sein Vater erzählte mal darüber, dass es solche Segel nur in einem Land gibt, dass so schwer zu erreichen ist, dass man nur mit solchen Stoffen dahinkommt.

Ein neues Abendteuer für seinen Kapitän, aber sicher ein Albtraum die restliche Crew, zumindest für ihn. Monster sollen sich dort aufhalten, die gern Menschen fressen.

Legt sich bei dem Gedanken automatisch eine Gänsehaut über Lysop, der ihn leicht erzittern lässt. Bekommt er plötzlich ein ungutes Gefühl in seinen Körper, womit seine Knie anfangen zu beben.

„Richtig, das schwarze Segel macht es möglich. Sobald man es einholt, setzt das Schiff auf das Meer.“, antwortet der erste Mann, der den anderen sieht.

Nickt der andere bei der Aussage: „Jedoch woher wir das haben, wissen wir nicht. War das Segel schon da, als wir das Schiff betraten.“

„Verstehe. Hätte mich schon interessiert, woher ihr das habt. Laut Gerüchten gibt es solche Segel nur an einen bestimmten Ort.“, erklärt Lysop kurz, der weiterhin das schwebende Schiff begutachtet, als würde er etwas suchen, es aber nicht finden.

„Was sucht euer Kapitän eigentlich?“, fragt der zweite Mann, der hinaufschaut. Möchte er nicht länger hier auf dem Schiff verweilen, aber solange der Schwarzhaarige an Bord ist, trauen sich beide nicht dahin. Sah der Strohhut vorhin sehr verärgert aus.

„Das wissen wir selbst nicht. Eigentlich ist er nicht so. Normalerweise kämpfen wir gegen die Gegner und verschwinden hinterher. Dass er ein Schiff betritt, kommt nur dann vor, wenn er unseres verteidigt, was in diesem Fall unnötig ist.“, erklärt Sanji kurz.

„Dürfen wir so lange hier warten, bis euer Kapitän zurückkommt?“, hinterfragt der Erste, der den Koch ziemlich ängstlich ansieht.

Grinst der Blonde die beiden etwas an. Nickt ein wenig, tritt an beide heran. Durch einen Fußtritt befördert Sanji die beiden Fremden direkt auf ihr Schiff zurück.

„Ihr Hampelmänner!“, brüllt Sanji hinterher. Schnauft der Koch etwas, richtet sich seine Krawatte etwas und schiebt seine Hände in die Hosentasche. Lässig geht er Richtung Kombüse.

„Was jetzt?“, fragt Lysop der den Koch hinterhertrottet, wie auch Vivi, der die ganze Sache unangenehm ist, hier weiterhin zu warten, bis ihr Kapitän endlich die Güte hat, wieder auf ihr Schiff zukommen.

„Ich mach uns erst einmal ein Tee und warten auf Ruffy. Ohne ihn können wir nicht weitersegeln. Lysop such mal den Hut unseres Käpt’n. Ich schätze, wenn er wieder normal ist, wird er als erstes nach ihm schreien.“, erklärt Sanji seinen Plan, wobei ihm nichts weiter anfällt. Müssen sie darauf vertrauen, dass Ruffy wieder zurückkommt und das in normaler Form.

der Steckbrief

Das linke Bein angehoben, stemmt Rotauge gegen die verschlossene Tür. Schätzt der Schwarzhaarige, dass das Zimmer von Zacharias ist, denn mit dieser Tür endet der Flur. Durch den Druck seines Beines, gibt die Holztür nach und fliegt auf die andere Seite des Raumes, wo sie krachend zu Boden fällt.

Vor ihm erstreckt sich ein chaotischer Raum, der verwüstete wurden ist. Stinkt es noch leicht nach Werwolf, wenn sich seine Nase da nicht im Stich lässt. Vermutlich suchte er hier nach dem Steckbrief, der dem jetzigen Besitzer, zeigte.

Warum sollte Zacharias auf seinem Schiff solches Chaos veranstalten? Müsste er nicht selbst wissen, wo er sein Kram aufbewahrt, oder ist er womöglich ein ungebetener Gast auf diesem Schiff und nur die beiden anderen überlebten? Doch so ein großes Schiff wie dieses wird nicht von nur drei Männern gesegelt, stellt der Schwarzhaarige fest.

Ist es gut sechs Meter lang und die breite schätzungsweise drei Meter. Da benötigt man eine ordentliche Crew, die von segeln viel Ahnung besitzt. Wo also steckt der Rest? Vielleicht unter ihm oder auf dem Schiff verteilt und verstecken sich, weil Zacharias es so wollte?

Schließt Rotauge für einen Moment die Augen. Atmet tief ein, aber Menschen kann er keine wahrnehmen, außer die beiden, die gerade an Bord kamen. Seufzend betritt der Schwarzhaarige den unaufgeräumten Raum.

Mit einem Schritt in den Raum, fühlt er zu seiner rechten, einen starken Luftzug, der die losen Blätter herumwirbeln lässt. Lässt er den Blick schweifen und reist vor Schreck die Augen auf. Bleibt dieser sogar in seiner Bewegung stehen, denn viel zu groß ist seine Neugier geworden, woher das riesige, klaffende Loch der Außenwand stammt. Nimmt es die dreiviertel Wand ein, was seine Vermutung, von Zacharias durch suchte den Raum, entfällt.

Die Winde die ungestört durch das Zimmer wehen, haben die losen Blätter herumwirbeln lassen und der vorherige Sturm tat den Rest erledigt. Sämtliche Bücher liegen auf dem Boden, so auch Seekarten und eine braune Holzkiste, die passend in eines der fünf Bücherregalen passt.

Tritt der Schwarzhaarige näher an das Loch, damit er sich einen kleinen Überblick verschaffen kann, wie schlimm das Ausmaß wäre, wenn er das schwarze Segel an sich reißen würde.

Mit dem Blick nach unten, seufzt er ein wenig. Durch den Vollmond kann der Schwarzhaarige gut erkennen, dass er es lieber bleiben lassen sollte, sonst säuft das Schiff und seine drei Mannbesatzung ab.

Mit der Hand reibt der Schwarzhaarige über seinen Nacken. Schließt ein weiteres Mal die Augen und richtet sich wieder auf. Atmet schwer, geht Richtung Ausgang, ohne sich noch einmal umzusehen. Auf diesen Kahn gibt es nichts weiter, als Seekarten, drei Männer, wovon einer ein Hybrid ist und ein kostbares schwarzes Segel, was sich dieser unter keinen Umständen holen wird. Seine jetzige Seele würde es niemals verkraften, wenn die drei Idioten wegen ihm absaufen würden.

Ein viel zu gutes Herz hat der Gute, aber auch eine so reine Seele, die nach außen strahlt. Er selbst war eher das Gegenteil, was Miranda nicht davon abhielt, ihn zu lieben. War es verdammt schwer für sie, ihn nicht anfassen zu dürfen, was sie regelrecht in Rasche brachte, aber auch er verliebte sich langsam, aber sicher in diese Frau. Anmutig, schön, intelligent, abenteuerlustig, schlagkräftig, aber auch zornig konnte diese Frau werden. Nur selten konnte man sie bändigen, aber durch ein paar Worte seinerseits konnte er sie jedoch immer besänftigen.

Stoppt dieser mit den Gedanken, als ein Blatt an seinem Bein sich verfängt. Sieht er zu sich herunter, bückt sich ein und greift nach dem wertlosen Papier. Gerade möchte er den Zettel hinter sich werfen, als er in seiner Bewegung wieder stoppt.

Seine Augen erfassen das Bild, was ihn dazu veranlasst, seinen Arm wieder hinunterzunehmen, um besser sehen zu können.

Lange schwarze Haare, volle rote Lippen, braune Augen, sowie bräunliches Gesicht kann der Schwarzhaarige erkennen. Miranda, denkt er sich, aber als er weiter seine Augen nach unten rollt, ließt er Porgas D. Piper. Lebendig gesucht mit einem Kopfgeld von 180 Millionen.

Zieht der Sandalenträger eine Augenbraue hoch. Piper so heißt Miranda also momentan. Wie er allerdings heißt, weiß er gar nicht, aber die Piraten an Bord des anderen Schiffes wissen es mit Sicherheit.

Merkwürdig ist auch, dass der Körper damals verbrannt wurden war. Sah er es mit eigenen Augen, der selbst, wurde hinterher gehängt. Eine bessere Methode zu sterben als in heißen Flammen. Wie seine anderen Brüder verstarben, weiß er nicht, denn sie lebten noch. Was das Urteil klar, dass die Fünf nacheinander sterben sollten. Warum wurde ihnen nie erzählt.

In welcher Zeit sie jetzt leben kann auch nur die Crew seines jetzigen Trägers beantworten. Würde ihn auch mal interessieren, warum sie nach so langer Zeit eigentlich wieder geboren wurden, sind und noch dazu mit ihren Seelen? War ihm damals klar, dass er seine Geschwister nie wieder sehen würde und doch steht er hier, lebendig.

Das Blatt endlich losgelassen, landet es auf Zacharias, der noch immer Tod im Gang liegt. Steigt der Schwarzhaarige über ihn hinweg, beachtet ihn nicht weiter und geht Richtung Ausgang. Kümmern muss sich der Schwarzhaarige nicht mehr um ihn, denn die Seile lösen, können auch die beiden Männer, die draußen auf ihn warten und vermutlich die nächsten Befehle.

Gut, dass er auch ein Kapitän ist, da kann er gleich an die beiden seine Fragen loswerden, obwohl er nicht wirklich weiß, ob sie ihn auch korrekt antworten, doch wenn man bedenkt, wie ängstlich sie vorhin waren, würden sie sich eine Lüge nicht trauen.

im Haus

„Nami!“, ruft es durch das Holzhaus, wo sich Ruffy schon eine ganze Weile aufhält. Die Tür nach draußen lässt sich kein bisschen öffnen, da helfen nicht einmal seine Gummikräfte, was er bereits mehrfach ausprobierte. Selbst die Fenster sind verriegelt, aber sonst scheint fast alles normal zu sein.

In der Küche steht ein Ofen, denn man befeuern muss, um warmes Essen zu bekommen. Links daneben stehen zwei Schränke, die aus Holz bestehen. In der Mitte des Raumes befindet sich ein Tisch mit fünf Stühlen, worauf Ruffy auf einen dieser sitzt.

Vier Schritte entfernt stehen zwei Betten rechts und links an der Wand. Dazwischen zwei Stühle und dahinter ein Fenster, was nicht gerade viel Licht spendet, zumindest bis zum Küchenbereich reicht es nicht gerade aus. Wie sich Leute hier zurechtfinden, ist ihm ein Rätsel, denn Lichter an der Decke befindet sich keines. Am Treppenaufgang steht eine Laterne, die gerade nicht brennt. Gut, dass die Sonne gerade etwas scheint, sonst würde der Schwarzhaarige vermutlich im Dunklen sitzen. Rechts vom Treppenaufgang fand Ruffy noch ein Waschbecken vor, aber ein Bad oder ähnliches sucht man hier vergeblich.

Wahrscheinlich kennen die Erbauer des Hauses sowas nicht oder waren sie womöglich noch nicht so weit, fragt sich der Strohhutjunge das gerade wirklich. Wie kam er hier überhaupt her? Weder die Fenster lassen sich öffnen noch die Außentür. Womöglich umgezogen und dieses Heim zurückgelassen.

Kratzt sich Ruffy am Kopf, erhebt sich von seinem Platz und geht auf das einzige Fenster drauf zu, der diesen Raum aufweisen kann. Vielleicht findet er draußen etwas, was ihn bekannt vorkommt.

Sich genau die Betten angeschaut, kann er nichts Besonderes feststellen, jedoch am Stuhl zu seiner linken. An der Lehne sieht er Einkerbungen. Senkrechte Striche. Vier. Der fünfte ist über die vier Striche quer eingeritzt. Wie viele es allerdings sind, ist für ihn ein Rätsel, denn zählen hat er nie erlernt. War es für ihn einfach nicht, dass was er lernen wollte.

Sein Blick fällt auf den danebenstehenden Stuhl, aber dieser hat keine Einkerbungen, auch nicht am Bett oder die Wände.

Schulterzuckend sieht der Strohhut aus dem Fenster, der sein Arm über seine Augen hält, weil ihm die Sonnenstrahlen direkt ins Gesicht scheinen. Ein Fluss unweit der Hütte, wenn er raten müsste, dürften es vierzig bis fünfzig Schritte sein. Die grüne Wiese, die leicht nach unten führt, leuchtet regelrecht durch die Mittags- oder Morgensonne. Wiegen die Grashalme sich leicht im Wind. Bäume kann er keine sehen, aber vielleicht sieht er mehr, wenn er einen Stockwerk nach oben geht, denkt sich Ruffy, der sich auf den Weg macht.

kennt ihr die Namen?

Das Mondlicht, das heute besonders hell strahlt, lässt den Schwarzhaarigen grinsen. Seine schlechte Laune ist wie weggeblasen. Schon immer brauchte er nur zum Mond hinaufsehen, wenn sein Gemütszustand nicht besonders war. Der Mond ist für ihn eine Kraftquelle, die ihn in der Nacht leitet, so wie die Sonne am Tag.

Sieht sich der Schwarzhaarige um, der sofort die beiden Männer erkennt. Stehen sie dicht getränkt an Deck und sehen den Mann direkt an. Vor Angst erzittern sie leicht, obwohl ihnen eigentlich nichts passiert, zumindest hat der Sandalenträger nicht vor ihnen etwas anzutun, was bei dem Hybriden anders war.

Geht der Schwarzhaarige auf beide zu, in der kleinen Hoffnung, dass sie eine Antwort haben, auf seine Fragen. Bleibt er drei Schritte vor ihnen stehen, denn die Panik in den Augen fühlt er mit seinem ganzen Körper.

„In welchem Jahr leben wir gerade?“, fragt der Kapitän der Strohhutband ernst, denn Widerworte möchte er eigentlich nicht hören.

„1658.“, antwortet der erste, der den Mann vor sich einfach nur anstarrt. Viel sagen kann er nicht, denn seine Körperhaltung verrät, dass sie ehrlich antworten sollten, sonst könnte es böse enden. Zum Leidwesen der beiden Männer.

„Monkey D. Marius oder Porgas D. Miranda schon mal gehört?“, fragt der Schwarzhaarige neugierig weiter. Wüsste er schon gern, ob sein Name noch in aller Mund ist, wie früher? Sein Ruf von damals verbreitetet sich schneller als ein Feuer aus und auch die schrecklichen Geschichten dahinter, aber war ihm das alles egal. Sein Auftrag lautete damals, vernichtet die Werwölfe und hinterher könnt ihr tun, was ihr möchtet. Als dank dafür, wurden sie allerdings hingerichtet. Undankbares Pack, aber nicht jeder Mensch war so, dass durfte selbst er erleben.

Nur Kopfschütteln können beide Männer bei dieser Frage hin. „Nein tut uns leid. Die beiden Namen haben wir vorher noch nie gehört.“, meint der zweite genauso ehrlich wie der Erste.

„Wie sieht es mit Magnar, Marcellino, sowie Mauricius aus?“, hinterfragt der Schwarzhaarige weiter. Seine Neugier auf dieses Zeitalter ist geweckt. Eigentlich gerecht, wenn man bedenkt, dass diese Personen mal die Menschheit retteten. Jeder von ihnen besahs zwei besondere Fähigkeit, die der Mutter Natur gleichkamen. Außer er! Er besahs die Fähigkeit jeden Menschen Hoffnung zu schenken, sowie ein Lächeln auf den Lippen. Egal wie schwer die Situation war, was für dramatische Erlebnisse erlebten, jedes Mal lachten die Leute wegen ihm. Auch wenn man es jetzt nicht gerade sieht, aber als er wirklich lebte, da gab es niemanden den er ihn nicht zum Grinsen animieren konnte.

Wie ein Kopfschütteln der beiden Männer, an ihm vorbeisehen. Eine Augenbraue zieht der junge Mann hoch, als er das Keuchen des inzwischen aufstehenden Mannes hinter sich hört. War dieses Mal doch länger Tod als beim Ersten Mal. Interessant, denkt sich der Schwarzhaarige, der mit einem leichten Lächeln herumdreht: „Wie interessant. Die beiden Männer haben den Namen von vorhin noch nie gehört, aber dir jagt der Name eine Heidenangst ein. Fazit dein Alter beträgt über sechshundert Jahre.“

Mit einem Schritt steht Zacharias vor Marius, der vor Hunderten Jahren ermordet wurden war. Ein Schicksal, womit niemand rechnete. Eine Gruppe von fünf Wolfsgeschwistern, die die Natur auswählte, um Frieden über das Land zubringen, als Dank wurden die Fünflinge hingerichtet: „Richtig, aber ja der Name jagt mir wirklich einen Schauer über den Rücken. Ein Name, der Jahrhunderte noch Angst und Schrecken in die Menschheit jagte, aber mit der Zeit vergaß man die Fünflinge und der Alltag kehrte langsam zurück, somit auch die Werwölfe, die anscheinend nicht mehr so populär sind, wie damals, denn dein Koch blieb vorhin ziemlich gelassen.“

Zieht Marius seine Schultern nach hinten. Sein Lächeln allerdings wird immer breiter. Amüsant denkt sich der Schwarzhaarige. Ein richtiger spaßiger Hybrid, der es bis jetzt noch nicht gelernt hat, wer hier die Oberhand in diesem Geschehen besitzt: „Du weißt bereits, dass es nicht mein Koch ist, sondern der vom Strohhut. Außerdem redest du ziemlich herablassend über ihn, der der nächste ist, der Großes bewirkt. Woher ich weiß? Nun ich stecke schließlich in ihm und kenne jeden Gegner, denn er bis jetzt besiegte, sowie Freunde, die er mit seinem Leben beschützt.“

„Und du weißt anscheinend nicht wer vor dir steht. Ein Hybrid, der weitaus über sechs Jahrhunderte eine gesamte Insel herrschte und noch dazu…“

Weiter kommt Zacharias mit dem Satz nicht. Wurde unverhofft ein weiteres Mal sein Genick gebrochen, der wieder tot zu Boden fällt. Seufzt Marius, der den Mann schon gar keine Beachtung mehr schenk. Sein Weg geht zurück zur Reling, wo er elegant hinüberspringt, nebenbei meint, dass die beiden Männer endlich den Anker lichten sollten, bevor er es sich anders überlegt. Auf dem Hauptdeck gelandet, sieht er noch einmal kurz zum anderen Schiff, wo bereits das Seile, was an der Flying Lamb befestigt wurden war, durchgeschnitten wird und davonfliegt.

wer bist du?

Eine seltsame Aura fühlt Ruffy, der noch immer durch das verschlossene Fenster sieht. Viel mehr sieht er sowie so nicht. Dreht sich der Strohhutjunge ruckartig um, legt seine Hand auf seinen Strohhut und geht auf sein Spiegelbild zu, wenn es überhaupt eins ist, denn dieses Bild hat keinen Hut auf dem Kopf.

Merkwürdig denkt sich der Sandalenträger, vorhin stand da kein Spiegel, als dieser von da loslief um aus dem Fenster zusehen. Auch in den restlichen Zimmern war kein Spiegel, nicht einmal im Bad, wo es nicht einmal eine Toilette gibt.

Lächelt der Mann vor ihm etwas. Eigentlich ist er nicht der Mann gleich über alles lacht, aber das Denken gegenüberliegenden Mannes, lässt zu, dass seine Mundwinkel weit nach oben gehen. Gerade als er die Kombüse betreten wollte, um mehr Informationen zu sammeln, stand er wieder in diesem trotzlosen Haus, wo er unmöglich entkommen kann, zumindest bis vor ein paar Minuten. Noch immer ist es im Schleierhaft, wie das überhaupt passierte, denn nach seiner Hinrichtung, würde er niemals wieder den Erdboden berühren.

„Dein Ernst? Das nennst du zu Hause? Nicht ein wenig einsam?“, hinterfragt Ruffy plötzlich aus dem Nichts heraus. Sein Gegenüber sprach bis jetzt noch kein Wort oder posierte sonst welche Gesten, nur in seiner Mimik konnte man erkennen, dass er sich freute. Worüber eigentlich und warum fragte er das überhaupt?

Kreisen seine Gedanken, aber eine wirkliche Antwort kann er sich nicht geben, aber vielleicht verschafft es dieser Mann zu einer? Scheint er sich hier auszukennen, zumindest sagt es seine Körperhaltung oder Ruffy täuscht sich einfach nur.

„Einsam ja, auch vermag ich es das hier mein zu Hause nennen zu dürfen. Verdanke ich es allerdings dir es, dass hier leben darf. Eine winzige Ecke in deinem Unterbewusstsein erschuf mir die Möglichkeit hier schon dein ganzes Leben zu verweilen. Warum allerdings es gerade heute passiert, dass du in diese kleine Ecke meinerseits kamst, kann ich dir auch nicht beantworten, aber ich denke, weil deine Freunde in Gefahr waren.“, antwortet Marius höflich.

Klang seine Worte eher wie ein vornehmender Mann von Adel oder so, bemerkt Ruffy rasch, als er bereits den ersten Satz zu Ende sprach. Ein komischer Kauz, aber was solls. Kleine Ecke seines ich, wiederholt Ruffy gedanklich, der seinen Kopf noch schiefer legt als üblich. Unvorstellbare Vorstellung, dass in ihm noch ein Mann wohnt, der auch noch so aussieht wie er selbst. Nicht viel älter, vielleicht eins, zwei Tage oder Stunden, aber jeder kann sich irren, was menschlicher nicht sein kann.

„Warum trafen wir uns nicht eher?“, hakt Ruffy nach, der es noch immer nicht versteht, was der Mann ihn eigentlich sagen möchte. Brauchte der Strohhutjunge schon immer eine längere Phase, bis er alles wirklich versteht, aber sicher ist, dass dieser Mann die Geduld aufbringen wird, es ihm zu erklären, denn schließlich stecken beide ja in einem Körper oder so.

„Nun…“, unterbricht Marius sich selbst, denn das Herumstehen bringt beiden nichts. Sich hinsetzen, alles in Ruhe erklären, macht für den Schwarzhaarigen mehr Sinn.

Folgt der weitaus jüngere Ruffy ihn einfach. Setzen sich an den Tisch wo Ruffy vorhin schon saß und sieht den Schwarzhaarigen weiterhin an. Seine Kleidung ist sogar gleich, aber kann er eigentlich seine Klamotten wechseln, fragt sich Ruffy ernsthaft, der dieses Gespräch unbedingt fortführen möchte.

„Deine Gedanken, deine Gefühle, sowie Erinnerungen sind mit meinen Verknüpft, dass weiß du hoffentlich. Ich höre also deine Gedanken und da du es mitbekamst und ihn gedanklich Anschriest, dass er deine Freunde in Ruhe lassen solle, wurde vermutlich ich geweckt.“, klärt Marius ihn auf., ,,ich heiße Monkey D. Marius und war lange vor dir da.“

Sein grinsen von Ruffy wird immer breiter. Ein Mann mit seinen Vornamen war vor ihn da und seine Gedanken kann der andere mithören? Unheimlich, wenn man denkt, was er manchmal so vor sich hindenkt.

Sieht Ruffy auf, als der gegenübersitzende laut loslacht. Kam es einfach aus ihm heraus. Wollte er wirklich nicht lachen, aber seine Gedanken sind einfach zu schräg, dass er sich das nicht verkneifen konnte.

So gelacht hat Marius seit Jahrhunderten nicht mehr. Endlich ein Mann der in seiner Liga spielt. Ein würdiger Mann der neugeboren wurden war um ihn als eine Art zu Hause nennen zu dürfen, auch wenn sein Heim kein Ausgang besitzt, zumindest bis jetzt.

Ist es ihn noch immer ein Rätsel wie dieser Strohhutjunge eigentlich hierherkam. Durch eine Tür oder Fenster sicher nicht, aber vielleicht durch sein Unterbewusstsein, wenn der Kerl vor ihm eins besitzt.

„Hmm…“, kommt es nur von Ruffy, der noch immer nicht ganz versteht, wo er eigentlich ist. In einem einsamen Haus, wo es weder eine Tür nach draußen gibt noch Fenster die Zerstört werden können., ,,nicht so schlimm. Die Leute lachen ständig über mich. Ich bin es gewohnt, aber jetzt mal zu dir. Monkey D. Marius. Wieso hat mir Opa nie von dir erzählt? Ich meine sowas sollte man doch nicht für sich behalten, oder? Ich hätte als Kind gern einen Bruder gehabt.“

„Anscheinend hast du noch nicht ganz verstanden, aber gut ich werde es dir noch einmal erklären.“, meint Marius ziemlich gelassen, wobei er sich zurücklehnt, denn so verkrampft wie er momentan dasitzt, kann das nichts werden., „Meine vier Geschwister und ich wurden als Wölfe geboren. Wir waren Wolfskinder mit vier Pfoten, einer Schnauze, einem Schwanz und zwei Ohren. Wir spielten viel miteinander und ja ab und an rauften wir uns, aber das war all unsere Instinkte, die nun mal ein Wolf aufweist.

Als wir älter wurden, schickt unsere Mutter fort, um uns ein eigenes Revier aufzusuchen, was wir lange Zeit nicht taten. Wir fühlten uns verbunden und uns aus den Augen zu verlieren, kam uns einfach nicht in den Sinn. Gemeinschaft, dass machte uns stark und dass bewiesen wir jeden Tag aufs Neue. Hungern, verdursten mussten wir nie, denn jeder von uns fünf hatte eine besondere Begabung.

Mauricius, fühlte den Boden unter seinen Pfoten. Jede noch winzige Gefahr nahm er wahr. Marcellino roch jeden Menschen, Tier, Wasser und Blut. Maurus fühlte das Wetter. Jeden noch kleinsten Regenschauer konnte er vorhersagen. Ich hörte alles, kilometerweit. Die Stadt war Meter weit weg, aber für mich klang es so, als würde ich danebenstehen und Miranda konnte jagen. Wie viel Beute sie nach Hause brachte war kaum essbar.

Eines Tages kam eine Frau in den Wald, die schwer krank war. Sie setzte sich an einen großen, starken Weidenbaum, wo auch wir fünf oft waren. Dieser Baum gab uns immer das Gefühl von Heimat oder Trost, wenn wir traurig waren, weil ein weiteres Tier zum Opfer der Menschen wurde.

Da saß nun die alte Dame, lauschte dem Wind in den Ästen der Weide, die sich hin und her wog. Miranda meinte, dass diese Weide etwas ganz Besonderes ist. Jedes Mal, wenn der Wind durch die Äste streifte, hörte wir eine sanfte Melodie. Ein Gefühl von Geborgenheit breitete sich in uns Geschwistern aus, die vor allem Miranda‘s Gemütszustand deutlich besserte. War sie manchmal so reizvoll, dass man ihr besser aus dem Wege ging.

Als wir gerade zurück von unserem Streifzug kamen, sahen wir die alte Frau, am Baumstamm sitzen. Schon mit einem Blick erkannten wir, dass sie nicht mehr lange Leben würde. Also wollten wir sie in Ruhe sterben lassen, jedoch war es Miranda, die zu der alten Dame ging. Spürte sie, dass keine Gefahr von dieser Person ausging.

Die Frau allerdings sprühte keine Angst, weder von außen noch von Innen. War sie die Ruhe selbst, als unsere Schwester den Kopf auf die Oberschenkel der Frau legte. Ließ sich sogar streicheln. Wir fünf waren so überrascht darüber, als sie das sanfte Lied, was wir in der Baumästen hörten, sang.

Durch diesen Ruhepuls, der die Frau herausstrahlte, legten wir uns zu ihr und warteten bis sie friedlich einschlief und verstarb. Schliefen wir sogar ein, da die Aura der Frau so rein wie eine Blume war. Wollten wir nicht, aber die Mutter Natur hat nun mal ihre eigenen Regeln.

Wie lange wir da lagen und schliefen, wussten wir nicht mehr so genau, aber als wir aufwachten, war nichts mehr wie vorher.“

Schnips. Reißt Ruffy die Augen auf, sein Oberkörper aufrecht in der Hängematte, keucht er vor sich hin. Kleben seine Haare vor Schweiß und auch seine Kleidung ist komplett durchnässt. Atmet Ruffy tief durch. Das war ein seltsamer Traum, denkt sich der Strohhutjunge, der die Decke von sich wirft, aus seiner Hängematte springt und erst einmal duschen muss. Riecht er sich schon selbst, was ihn persönlich nichts ausmacht, aber sicher würde Sanji dann nur wieder meckern. Tut er das auch ständig, wenn Zorro den Raum betritt, nach seinem schweißerfüllten Training.

Wie es den drei Kameraden wohl ergeht? Ob sie alle gesund und munter sind? Schwerfällig begibt sich Ruffy zu seinem Kleiderschrank, wo er sich alles herausnimmt, was er zu einer heißen Dusche benötigt.

PDM?

Den Kopf leicht angehoben, berührt eine Kokosnussschale die Lippen des Schwertkämpfers, die er unbewusst öffnet. Die bläuliche Flüssigkeit, die Nami Medizin nennt, flößt Zoe dem Kranken ein. Meinte sie durch dieses Mittel würde sein Fieber etwas zurückgehen, aber dennoch schwebt er in Lebensgefahr.

Eine weitere Medikation steht schon bereit neben ihr. Eine orangefarbene Flüssigkeit, die ihn innerlich erwärmen lässt, denn das Zittern kann Zorro kaum kontrollieren. Das Wildschweinfell, dass auf ihm liegt, hilft da auch nicht wirklich, aber wer es jedoch brachte, ist ihnen noch immer ein Rätsel. Menschen auf der Insel, gibt es keine, dass hätte Nami gerochen, aber ein Tier war es auch nicht. Der Geruch von einem anderen Tier fehlt. Fiel Nami auf, dass das Wildschwein noch nicht lange tot ist, denn das Blut ist noch nicht erstarrt. Mit der Pfeilspitze stach sie unbekümmert ins Fleisch hinein, als eine Ladung frisches Blut ihren gesamten Oberkörper besudelte.

Kam Zoe‘s Abendessen fast wieder hoch, als sie den Gestank des Blutes roch. Macht der Schwarzhaarigen diese ekelhafte Sauerei nichts aus, aber für Zoe war es ein Anblick, den sie vermutlich nie wieder vergessen wird.

Kurz um, verdonnerte die Navigatorin der Wetterexpertin zu einem Bad, gleich in dem See, der so sauber ist, dass man bis auf den Grund hinabsehen kann. Bevor Nami’s ins Wasser stieg, fühlte sie noch sauberes Wasser ab, denn es dauert ein paar Stunden, bis sich Blut und der aufgewirbelte Dreck, der durch das Bad entstehen wird, wieder legt. Das Wasser fließt an einem kleinen Bach ab und saubere Flüssigkeit kommt von einem anderen Bachlauf, wo sich der See ständig erneuern kann. Ein sauberes Filtersystem, was nur Mutter Erde erschuf, was noch völlig im Gleichgewicht ist.

Wieder den Kopf auf den Boden gelegt, kann Zoe auch nichts weiter tun als abwarten, was die Medizin bewirkt. Einen Umschlag aus Schlamm, anderen Pflanzen, die die Bogenschützin fand, stellte sie gestern Abend noch her. War es für sie ein leichtes alles zusammenzutragen und eine heilende Medikation herzustellen. Das Wissen haben ihr sicher die Indianer gezeigt oder die Wölfe, was sie jedoch nicht erfragte. Kam sie sich so lächerlich vor, als sie nur daneben saß und Nami alles weitere in die Wege leitete. Die Wölfin ist eine wahrhafte Überlebenskünstlerin. Ist die Rothaarige so froh darüber, dass Nami hierher gespült worden war und nicht auf einen der anderen Inseln, die es hier in der Nähe gibt. Kann sie sich an dreien Erinnern, die sie auf der Karte fand, bevor der Sturm über sie hinwegfegt und mit ihnen spielte, als wären sie nur ein Teil des großen Gansen.

Vielleicht spürt es Zorro, dass beide über ihn wachen und alles daransetzen, dass er so wenig wie möglich Schmerzen hat, aber leider muss es der Schwertkämpfer auch wollen. Darf er unter keinen Umständen aufhören innerlich zu kämpfen.

„Er wird das schon überleben.“, meint Nami ruhig, die leicht mit den Fingerspitzen über seine glühende Stirn fährt. Sein Fieber ist die Nacht gestiegen, was nicht gut ist, für sein geschwächten Zustand, aber durch die Medizin, die ihm Zoe bereits gab, dürfte es in ein paar Stunden etwas gesunken sein. Wäre ja nicht auszuschließen, dass Zorro hier stirb und sie es dem Kapitän beichten müssten.

Nickend bestätigt Zoe die Aussage, die ihren Blick wieder auf Lorenor richtet. Ihre Worte bleiben ihr regelrecht im Hals stecken, auch wenn es noch so klein ist. Ein Wunder das Nami noch nichts dazu sagte, aber sicherlich stört es sie nicht, denn ihre Geschwister haben bestimmt auch nicht viel geredet.

Richtet sich Zoe auf, geht auf die Feuerstelle zu und legt noch einmal nach. Das Feuer darf auf keinen Fall ausgehen. Zorro friert, obwohl es recht warm hier drin ist. Das Fleisch, was Nami kurz vor ihrem Bad noch an starken Ästen befestigte, dufte bereits verführerisch. Zwar würde sie sich jetzt über Sanji’s Kochkünste erfreuen, aber das muss nun mal warten.

„Das Fleisch ist noch nicht gut.“, meint Nami, die sich ebenfalls erhob. Setzt sich auf die andere Seite des Feuers, greift nach einer bestimmten Kokosnussschale, einen kleinen Ast und rührt darin herum. Ein paar Pflanzen zerkleinert sie zu Brei. Mit ein wenig Wasser bildet sich immer mehr Brei, die für Zorro’s Heilung gut sind, in der kleinen Hoffnung, dass er aufwacht. Sein Magen beschwert sich schon seit Stunden, aber dadurch wird dieser auch nicht wach.

An die Schulter gepackt, sieht Nami auf. Blickt in Zoe’s Gesicht. Zeigt sie mit dem Finger auf eine Stelle an der Felswand. Ihre rotierende Arbeit unterbricht die Wölfin völlig. Ihre Augen huschen über den Zweiteiler, der in die Wand eindeutig mit Blut aufgeschrieben wurden war.

Erhebt sich Nami, drückt die Schale der Rothaarigen in die Hand und meine sie solle die Arbeit fortführen. Die sechs Schritte, die dazwischen liegen, überbrückt die Schwarzhaarige von sich zur Wand.

„Zorro ist heute Nacht erwacht und fragte nach dir, Nami. P.D.M.“, liest Nami die paar geschriebenen Worte.

Zwei schlanke Arme schieben sich um ihre Taille, das Kinn bettet Zoe auf die Schultern von Nami, die ebenfalls ihre Augen über die Worte huschen lässt. Klopft ihr Herz doppelt so schnell wie normalerweise, was Nami durch ihren gesamten Körper spürt.

Die Aufzeichnung macht der Navigatorin eine Angst, nur vor was müssen sich die beiden Frauen da einstellen? Eine unsichtbare Gefahr oder sind es die Tiere auf der Insel? Doch kennt die Wölfin kein Tier der Welt das Schreiben kann.

Die kleine Berührung an ihren Händen lässt Zoe’s Herz wieder langsam werden, bis zum normalen Schlagen. Immer wieder streicht Nami mit dem Daumen über den Handrücken, wobei sie sich kein bisschen bewegt. Zoe entspannt sich endlich mal wieder, seit Stunden und die Last auf ihren Schultern verfliegt mit jeder Sekunde. Ein Gefühl, was Zoe schon längst vergaß.

Schon seit ihrer frühsten Jugend durfte sie sich nicht mehr so entspannen wie jetzt. Ihr Vater war ein Säufer, wobei die Rothaarige den Haushalt führte, sowie Hof. Viel war es nicht, aber reichte es aus, dass Zoe jeden Abend tot ins Bett fiel. Schlug ihr Vater mehrmals auf sie ein und jedes Mal wollte sie zurückschlagen, aber leider war er viel stärker als sie.

Einmal schaffte sie es wirklich ihm eine zu verpassen, was jedoch nicht ganz ohne Nachwirkungen geschah. Mit einer Schnapsflasche holt er mehrfach kräftig aus. Bohrte sich die zerbrochene Flasche in ihren gesamten Körper ein. Tief waren die Schnitte nicht, aber tat es höllisch weh.

Benommen wegen dieser Tat, rannt sie ohne halt aus dem Haus, über die große Straße, weiter in den Stadtkern, bis sie leblos am Boden liegen blieb. Wer sie aufsammelte, zum Arzt brachte, weiß sie nicht, denn als sie aufwachte, war nur der behandelte Arzt anwesend.

Erkundigte sich Zoe bei ihm, wer sie zum Arzt brachte, aber auch er kannte den Mann nicht. War er ein Fremder, den der Arzt vorher noch nie in der Stadt antraf.

Die Stille die Nami nutzt, schloss sie ihre Augen und atmet tief durch, in der winzigen Hoffnung, dass sie doch die anderen findet. Ihre Nase ist so fein, wie die eines Wolfes, wobei ihre tausend Mal besser ist.

Bäume, Gräser, Erde, Wasser, Pflanzen, Steine, Sand, Meerwasser nimmt die Bogenschützin in sich auf. Stellt sie sich wirklich vor, als würde sie am Strand stehen. Das klare Salzwasser bedecken jedes Mal ihre Füße, wenn die Wellen ins Innere des Landes sanft hineinschwappen. Sieht sie sich um, aber was sie sieht, sind Wellen, das klare Wasser und ein paar Steine, die aus dem Meer herausragen. Richtig wahrgenommen hat sie ihre Umgebung nicht ganz, aber scheinen Namina’s Erinnerungen mit ihren verbunden zu sein. Kommt sehr selten vor, jedoch der tosende Wind bewirkt vermutlich diese Parallelen zueinander.

„Vielleicht solltest du zu den Steinen zurückgehen.“, denkt Namina laut, die auch keine wirkliche Ahnung besitzt, ob das tatsächlich funktioniert.

„Zorro mit Zoe allein lassen?“, fragt Nami die Weißhaarige, die wirklich daran glaubt Ruffy oder Sanji besser riechen zu können., ,,Nein Namina. Zoe ist so schon nicht mehr dieselbe wie vor einen Tag und dass alles nur wegen Zorro’s Zustand, aber wer schrieb diese Worte?“

Schweift Namina’s Blick über die Worte an der Wand, aber wirklich antworten kann die Weißhaarige auch nicht.

Unförmig geschrieben, als würde die Person mit Schreiben ihre Probleme haben. Ganz so, als müsse sie es noch erlernen oder diejenige erlernte es bereits und übte mit diesen Worten. Doch der Satz ergibt nicht gerade Sinn. Zorro ist heute Nacht aufgewacht und fragte nach dir, Nami. P.D.M. Die letzten Buchstaben irritieren ein wenig. Porgas D. vielleicht, denkt Namina weiter, die bereits allein vor der Wand steht.

Überlebenskampf

Sanji’s Essen ist sehr lecker, aber sobald es um Fleisch geht, vermeidet sie es, denn sie erbricht jedes Mal nach einnehmen. Darüber sprach sie mit noch keinem, aber es würde sich nichts ändern. Der Kapitän würde sich sicher wieder nur aufregen und ein Streit wäre vorprogrammiert, aber auch Sanji würde sich darüber nur aufregen, weil sie diese eine Sache tut, die die Bogenschützin schon seit Jahren tat, ohne irgendwelche Streitigkeiten.

Vor Nami stehen geblieben, hockt sich Namina neben ihr hin. Grinst ein wenig in das Feuer, was noch immer brennt hinein. Diese Stille, die sie umgibt, ist angenehm. Zwar vermisst auch sie den Gummibengel, aber Ruhe und Erholung tut jedem gut.

„Vielleicht war letzte Nacht Thekla wieder umher und schrieb das an die Wand.“, überlegt Namina weiter, die es noch immer merkwürdig findet, dass dieser eine Satz an der Wand steht, jedoch Menschen hier nicht leben.

Schüttelt Nami bei der Frage mit dem Kopf. Schon ein kleiner Ansatz, aber das M passt nicht. Bei Thekla fehlt jede Spur eines M. Es muss jemand sein, der den Namen des Kranken kennt. Also jemand aus der Crew, jemand der in der Nacht jagen war. Ein Fell besorgte und sich um Zorro kümmerte. Eine Person, die in ihr steckt, denn jedoch noch nicht kennen lernte. Die mit dem Buchstaben M beginnt.

Ein Holzscheitel wirft Zoe, die aufstand um auf sich aufmerksam macht, in die Flammen des Lagerfeuers, wobei ihr eigentlich Ziel Aufmerksamkeit zu bekommen, von Nami, sich erfüllt. Sieht sie direkt zu ihr herüber, die ihren Kopf leicht zur Seite nicken lässt. Ein Zeichen dafür, dass Nami hinübersehen soll, was sie, ohne zu zögern tut.

Seine Lider zucken mehrfach auf. Versucht Zorro aufzuwachen, was ihn nur schwer gelingt. Endlich ein gutes Zeichen, denkt sich Nami, die sich mit dem linken Handrücken über ihre Lippen streicht, wodurch das frische Blut nur noch mehr verwischt wird, aber das ist für die Bogenschützin zweitrangig.

Erhebt sich die Wölfin, sowie Zoe und geht die drei – vier Schritte auf den inzwischen den erwachenden Schwertkämpfer zu. Knien sich zu ihm herunter und begutachten ihn. Fieber und Atmung noch sehr labil, so Nami’s Prognose, aber eine richtige Ärztin ist sie dennoch nicht. Sie wendet nur dass an, was ihr Vater beibrachte, mehr kann sie momentan nicht tun. Der Grünhaarige muss weites gehend allein da durch.

Sein Sehfeld ist noch immer getrübt, aber kann er Nami an seiner Seite deutlich wahrnehmen. Das Knistern, was er vorhin schon einmal hörte, ist noch nicht verglommen. Heißt im Klartext, die anderen suchen noch immer nach ihnen. Ausgerechnet er liegt hier herum, kann sich kaum bewegen, geschweigenden die Augen fünf Minuten offenhalten, weil ihn das Gift noch immer zusetzt.

Ein Wunder, dass er nicht schon tot ist, sowie er sich fühlt. Kocht sein inneres, aber die Gänsehaut sagen den Frauen ein anderes Indiz. Vom Luftholen will er gar nicht nachdenken und seine trockene Kehle tut ihm so weh, dass er sich gar nicht richtig traut seinen Speichel hinunterzuschlucken. Seine Augen nehmen kaum was war, nur verschwommene Umrandungen und eine Hand auf seiner. Würde er sie überall erkennen und auch zugreifen, aber leider sind seine Kräfte noch nicht wieder hergestellt.

„Zoe gib mir mal bitte die rote Flüssigkeit.“, meldet sich Nami endlich, mit gedämpftem Ton, denn Zorro’s Ohren dürften das nicht lange verkraften. Gut, dass Ruffy nicht hier ist, der laute Kerl würde nur Unruhe hineinbringen.

Schweigend erhebt sich die Navigatorin, geht zurück zum Feuer und greift nach der Kokosnussschale, die Nami wünschte. Ein Mittel, was Zorro ein wenig von innen hilft. Zwar nicht ganz wie ein Gegenmittel, aber so ähnlich. Da der Schwertkämpfer von Natur aus ein Kämpfer ist, dürfte es ihn wenigstens ein bisschen helfen.

Reicht es Nami weiter, die halbwegs den schweren Oberkörper anhebt, damit Zorro besser trinken kann. Kein leichtes Unterfangen, wenn man bedenkt, wie schwer der Mann ist. Stabile Knochen und die Muskeln um seinen kompletten Körper machen es da nicht leichter.

Das durfte Namina, die noch immer am Feuer hockt, gestern am eigenen Leib erfahren. Durch aus gut gebautem Mann, der sicher schon so eigene Frauen ins Bett schleifen konnte.

Schießt Nami eine Augenbraue nach oben. Sieht kurz zu ihr hinüber. Namina presste schon die Lippen zusammen, um zu sagen, tut mir leid. Wollte es nicht laut aussprechen, aber leider sind die Gedanken der beiden miteinander verknüpft, wenn Namina als Seele so herumspaziert, wie sie es gern formuliert.

Schluckweiße gießt Nami langsam die Flüssigkeit in den Mund von Zorro, der bei dem Herunterschlucken die Augen fest zusammenpresst. Zeichens Kehle schmerzt extrem, denkt Nami, die gedanklich durch den Wald streift, um dagegen ein Heilkraut zu finden, aber leider Fehlanzeige. Sieht sie sich nun doch gezwungen, die beiden für ein paar Minuten allein zu lassen. Zoe könnte gehen, aber sie kennt sich nun mal nicht mit Kräutern aus und würde sich in Schwierigkeiten begeben.

Das laute Keuchen lässt die Wölfin sagen, dass er mit seinen Kräften am Ende ist. Lange würde sein Körper das nicht mehr aushalten. Zwar könnte Zorro mental, dass überleben und geistlich sowieso, aber ob sein Körper das mitmacht, steht auf einen anderen Stern geschrieben.

Den Kopf vorsichtig zurück auf den Boden gebetet, klimmt sein Keuchen langsam ab. Falsche Position gerade. Verengte Kehle durch die leicht aufrechte Position, aber im Liegen trinken, kann man nun nicht gerade. Musste sie das selbst schon mehrfach erleben, als…

Durch eine sanfte Berührung von Zorro aus, der sein Arm mit viel Kraft zum ihrem Knie rutschen lies, lässt Nami ihren Blick zu ihm schweifen. Sehen sie sich an. Gezwungenermaßen lächelt der Schwertkämpfer etwas. Sein Blick ist jetzt etwas deutlich als beim letzten Mal. Endlich kann er seine Freundin wieder richtig ansehen. Die Medizin scheint zu helfen, denkt sich Zorro, der zumindest einen bitteren Beigeschmack in seiner Kehle schmeckt. Undefinierbar, aber wenn es hilft, möchte er sich kein bisschen beschweren. Ist er sowieso nicht der Typ Mann, der sich bei jeder Wunde gleich verarzten lässt.

Bettet Nami eine Hand auf seine noch immer warme Stirn, was man selbst durch das Kopftuch spürt. Ist sein Fieber nicht mehr gestiegen, was zumindest ein Anfang ist, aber es muss langsam sinken, sonst versagen seine lebenswichtigen Organe. Robertus erklärte es ihr einst, was sie nie richtig verstand, aber eines Tages starb ein Krieger, wegen warmer Stirn, die immer heißer wurde. Von allein kühlte sie nicht ab, was sein Tod bedeutete.

Rutschte Nami’s Hand sanft über seine Schläfe hinweg, bis zur Wange, wo sie ruhend zum Stillstand kommt. Lächelt sie traurig ihm entgegen. Fühlt er wie seine Kraft immer mehr verschwindet. Seine Gliedmaßen weiter zu bewegen ist zwecklos. Liegt er hier wie ein alter, verkrüppelter Mann, der nicht mehr allzu viel Lebensenergie besitzt. Die beiden Freunde versuchen alles Mögliche ihn am Leben zu erhalten ohne ein Gegenmittel, denn sonst würde es ihm bestimmt besser ergehen als gerade eben.

Dürften die beiden nicht länger Zeit wegen ihm hier verbringen. Das Schiff und die Crew brauchen die beiden. Die Navigatorin und die Frau die das Wetter mit ihrem Körper fühlt. Nein, sie fühlt nicht nur das Wetter, sondern auch die Natur um sie herum. Jedes Lebewesen auf den verschiedenen Inseln, nimmt sie noch vor dem Landgang wahr. Eine so unglaubliche Frau, die wahrscheinlich jeden Mann haben könnte, hat sich ausgerechnet den Mann ausgesucht, der eigentlich genau in der Ebene aufwuchs, die Nami so sehr verachtet. Bewies sie es bei sich zu Hause, als sie ein komplettes Schloss in Schutt und Asche zerlegt, nur weil ihre Tochter von dem König entführt, wurden war. Sogar die Diener, Soldaten, Mägde strafte sie mit ihrem Wutanfall.

Legen sich plötzlich zwei Lippen auf seine. Das Zorro den Kuss nicht richtig erwidert, schuldet er dem Gift, aber seine Gedanken die fließenden Zeilen schreiben, lässt Nami leicht erzürnen. Niemals würde sie einen Freund zurücklassen. Entweder gehen sie alle unter oder keiner. Entscheiden sie es selbst, für die anderen beiden mit. Bringt es niemanden etwas, wenn Zorro hier in der Höhle bleibt und sie alle weitersegeln. Nein, nicht schon wieder. Keine weitere Person darf in ihrer Nähe sterben, selbst wenn sie dabei draufgeht.

Verhindern konnte sie es damals nicht, als beide Mädchen vor ihren Augen starben, wegen eines gewissen Piraten. Ihr Körper war zu schwach, so auch ihre Seele. Zerbrach sie regelrecht nach dieser Aktion. Schwur sie sich nie wieder zu weinen oder gar zu schreien, wenn ihr jemand eine Wunde verpasst. Sich nie wieder zu beschweren, das Leben selbst in die Hand nehmend, was auch immer das heißt. Ein Versprechen, was sie einst einem kleinen, frechen Mädchen gab, die vor ihrem Tod noch lächelte.

Ihre Stirn legt Nami kaum merklich auf seine. Sehen beide einander an. Ihre Gedanken sind verflogen, als hätte die Rothaarige sie mit nach draußen genommen. Ja auch das bemerkte Nami. Ihre Schritte sind zwar leichter als die von Vivi, aber dennoch verspürt sie jeden einzelnen Tritt mit ihrem Körper.

„Du wirst hier nicht sterben, Lorenor Zorro.“, meint Nami kaum hörbar, aber für Zorro laut genug, damit er es klar verstehen kann. Der Duftstoff von Lavendel und Sand wird vom Gift übernommen, was Nami so langsam nicht erträgt, aber dennoch würde sie niemals Abstand von ihm nehmen, dafür pocht ihr Herz viel zu wild auf. Steuern kann sie es schon lange nicht mehr, aber möchte sie es auch nicht. Jede Minute möchte sie mit ihm verbringen.

Die aufkommende wärme durchflutet sein inneres. Verspürt Zorro die Ernsthaftigkeit, Traurigkeit in ihren Augen. Verlor auch sie schon einmal jemanden, der ihr wichtig in ihrem Leben oder doch mehrere Personen? Ja, mehrere Personen, die sie lieben und schätzen lernte. Menschen waren ihr zu nahegekommen, die sie mit Liebe einhüllten, aber waren sie weit aus jünger als sie selb…

Versiegeln sich seine Augen ein weiteres Mal und die Dunkelheit um ihn hüllt ihn wieder ein. Die Hand nimmt Nami von seiner Wange, wobei sein Kopf in die Richtung fällt. Noch ein Kuss auf die warme Stirn, erhebt sich die Schwarzhaarige mit dem Kopftuch in der Hand. Muss es frisch gemacht werden, außerdem scheinen sie besuch zu haben, denn Zoe letzter Schritt war eindeutig schwerer als die letzten beiden.

Inmitten der Bewegung bleibt sie jedoch stehen. Ihr zorniges Gemüt, bringt sie draußen nicht weiter. Tief ein und wieder ausatmen, denkt sich Nami, die ihre eigenen Ratschläge befolgt. Über die Schulter geblickt, sieht sie zu dem leidenden Schwertkämpfer.

Ausgerechnet er. Warum er? Wieso sagte er nichts? Zum ersten Mal durfte sie in sein inneres hineinschauen, was sicherlich nicht beabsichtig war, aber war sie einfach zu neugierig, aber jetzt wünschte sie sich, dass zurück. Warum schweigt er darüber? Vermutlich, weil sie Menschen in dieser hohen Position nicht besonders gut leiden kann, was auf gegenseitig ruht, aber lernte sie, dass nicht jeder so ist. Robertus von Thor oder sein Sohn oder er selbst. Wurde er sogar Pirat, dem das Leben nicht zuwider ist, wie manch andere behaupten. Ein gerechter Mann, der es schon oft bewies.

Lächelt sie ein wenig, als Zorro sein Kopf dreht. Flüstert er einen Namen, denn Nami nicht versteht, aber vielleicht jemand aus seiner Vergangenheit, die er ebenfalls mit der Mauer einschloss.

Noch einmal kurz durchgeatmet, geht sie weiter, hinaus zu Zoe, die mit dem Po auf dem Boden sitzt, weil vor ihr ein Dachs steht. Viel kleiner als sie selbst, aber in seinen Augen spiegeln sich Zorn und Angriff.

Keinen Muskel bewegt Zoe, in der winzigen Hoffnung, dass dieses Wildtier verschwindet ohne Ärger zu machen. Probleme haben sie wirklich mehr als genug. Schluckt die Navigatorin ihren Speichel herunter, wobei sie jetzt erst bemerkt, wie trocken ihre Kehle ist.

An Zoe vorbeigelaufen, sieht Nami geradeaus. Den Dachs völlig außeracht gelassen, schwenkt die Wölfin leicht nach links, zwischen den beiden hindurch zum Waldsee, was dadurch führt, dass der Dachs plötzlich zwei Schritte nach hinten macht. Dachse können sehr aggressiv sein, aber wenn man ihnen jedoch keine Beachtung schenkt, gehen sie freiwillig wieder.

Am See angekommen, hockt sich die Wölfin hinunter, taucht das Kopftuch erneut ins Wasser und genießt das kühle Nass. Legt das Tuch neben sich hin, ohne es auszuwringen und taucht ihre Hände ein weiteres Mal ins Wasser, bis sie den Schlammboden erreicht. Greift mit der rechten Hand nach diesem und zerreibt es zwischen ihren Fingern. Holt die volle Hand heraus, reibt dabei weiter. Die kleinen Wassertropfen auf ihrer Haut, fallen zurück in den See, die Zoe endlich aufschauen lässt.

Die kleinen Wellen, die im Wasser entstehen, verfolgt Nami mit ihren Augen. Ihr entspannter Körper, lockert sich immer weiter. Fallen die Schultern von allein, so auch ihre Augenlider. Das ihr Kopf nach vorne fällt, bemerkt sie schon gar nicht mehr.

Verschwimmt ihre komplette Umgebung.

endlich ein Hinweis

Tropft der Wasserhahn vom Spülbecken wo darin gerade Ruffy aufwäscht. Immer wieder tauchen seine Hände zu dem herumliegenden Geschirr, was vom Wasser eingenommen wurde. Die anderen sitzen am Tisch und begutachten die Karte ein weiteres Mal, in der kleinen Hoffnung, dass sie vielleicht doch das Rätsel lösen können, wobei die Frage laut, wo sind die anderen drei?

Drei Inseln lokalisierten sie. Eine Skorpion Insel, eine riesige Stadt oder Einöde. Für einen der drei müssen sich entscheiden und falls sie dort nichts finden, geht es zur nächsten. Doch zu welcher als erstes.

Ruffy der einen sauberen Teller neben sich abstellt, damit er abtropft, folgt unweigerlich die Wassertropfen, die ins Becken hineintropfen. Stoppt er in seiner Bewegung, wobei das Aufwaschwasser immer ruhiger wird. Die Tropfen schlagen auf die Oberfläche, wodurch kleine Wellen entstehen.

Seine Augen fixieren die Wellen im Becken, als gäbe es nichts anderes. Die Stimmen der anderen, blendet er vollkommen aus. Seine Körperhaltung wird immer weicher. Seine Atmung wird so flach, dass man es kaum noch sieht, ob er Sauerstoff in sich hineinpumpt.

„Lass den Weg dir weißen in den Wellen die vergeh’n…“, hört er plötzlich in sich hinein.

„Skorpion Insel!“, hört er neben sich sagen. Dreht er sein Kopf Richtung Tür, wo er eine schwache Gestalt stehen sieht.

Seine Augen mehr zusammengekniffen, verdeutlicht sich die Gestalt. „Nami!“, sagt Ruffy plötzlich. Möchte er ein Schritt zu ihr machen, als seine Knie noch weicher werden, wodurch er sein gesamtes Gewicht nicht mehr halten kann.

Sowie die Gestalt kam, so schnell verschwindet es auch wieder. Krallt er sich am Spülbecken fest, doch seine Arme sind so schwach, dass seine Ellbogen wegknicken, er an zwei Tellern stößt, die krachend nach unten Fallen.

Sanji der schon vor Wut aufsprang, holte bereits Luft, als er wahrnimmt, dass sein Kapitän zu Boden stürzt. Sein Smutje ruft zwar seinen Namen, aber dieser ist so weggetreten, dass er es gar nicht wahrnimmt. Das Spülbecken jedoch nicht losgelassen, setzt sich Ruffy ungewollt auf den Boden, lehnt sich am Küchenschrank und keucht vor sich hin.

Die Schwerelosigkeit die er gerade noch verspürte, ist verschwunden, aber die Gestalt, die sich in sein Gehirn sofort einbrannte, blieb. Stand sie vor ihm, zwar verschwommen, aber dennoch erkannt er sie, auch das Lied im Hintergrund war ein eindeutiges Zeichen.

Das Spülbecken endlich losgelassen, legt Ruffy seinen Kopf in den Nacken und grinst die herumstehenden Freunde an: „Zorro und die anderen sind auf der Skorpion Insel.“

Tod oder Leben?

Greift die stumm gewordene Zoe Nami’s nasse Hand die, ohne zu zögern die Augen öffnet, ihre Augen zu der Person dreht und lächelt sie leicht an. Geschah, dass tatsächlich, oder war das nur eine Einbildung ihrerseits. Fühlte es sich wie zu Hause an, als wäre sie in der Höhle gewesen, wo sie aufwuchs, aber kann man es so nennen, ein zu Hause, auf einem Schiff, das auf dem Meer herumsegelt? Sagte einst Robertus, dass man überall zu Hause sein kann, man muss es nur spüren und vor allem sollte man sich wohlfühlen.

Sieht die Rothaarige an Nami vorbei. Ihr Gesichtsausdruck verbesserte sich kein bisschen. Vermutlich, weil es am Dachs liegt, der neben Nami sitzt und friedlicher als vorhin zu scheinen seid.

„Meine Jungen sind hier in der Nähe der Höhle, deshalb ich hier bin.“, erklärt der Dachs endlich, der sich in der Gegend umsieht, ohne die beiden Menschen mehr zu beachten. Inzwischen ist ihr klar geworden, wer die Frau mit den langen schwarzen Haaren eigentlich ist. Eine Beschützerin jeder Tierart zumindest das, was sie hörte.

„Keine Sorge, deinen Jungen passiert nichts. Meine Freundin hat mehr Angst. Sie kennt sich im Wald nicht aus und würde nie weitergehen, als bis zum See.“, beruhigt Nami die kleine Dachsdame.

Ein lautes schrillendes Schreien ertönt plötzlich über die eigentlich ruhige Landschaft. Zoe’s Körper zuckt so heftig zusammen, dass sie sich an Nami schmiegt. Krallt sie sich in die Hand fest ein, als wolle die Navigatorin sie nie wieder loslassen. Zugekniffene Augen nehmen ihre Ohren ein weiterer schriller Schrei wahr.

Bebt ihr gesamter Körper, was Nami intensiver spürt, da sich die Rothaarige immer näher an sie heranpresst. Unglaublich, denkt Nami die mit der freien Hand über den Rücken des Dachses streichelt: „Stürme trotzen, durch Menschenmassen laufen, aber bei einem kleinen Fuchs, zitternd neben ihr sitzen. Menschen sind manchmal seltsame Wesen, nicht wahr Dachsdame?“

Durch das merkwürdige Lachen wird Zoe hellhörig. Zwar ist der schrille Schrei wieder zu hören, aber dieses Geräusch ist gleich neben ihr. Zögerlich öffnet die Navigatorin die Augen, als sie wieder ein Lachen wahrnimmt.

Der Dachs liegt inzwischen auf dem Boden, wird leicht wild gestreichelt, wodurch das gestreifte Tier solche lachenden Geräusche von sich gibt. Sieht er niedlich aus, denkt sich Zoe, die Nami weiterhin festhält. Nicht das dieser Dachs doch noch auf dumme Ideen kommt.

Zoe’s Anspannung nimmt plötzlich wieder zu, als neue Tiergeräusche in ihr Ohr dringen. Krallt sie sich erneut an Nami’s Arm, die ihren Kopf in die Richtung dreht. Hört sie genau zu, was die Fledermäuse in dem momentanen Aufenthaltsort zu sagen haben. Bevor sie ihr Quartier überhaupt beziehen konnten, musste die Wolfsprinzessin ihnen versprechen, dass den Tieren nichts passieren wird, auch dass sie niemals ihre Waffen gegen sie verwenden würde. Als Nami ihnen das Wort dazu gab, durften sie so zusagen einziehen. Zoe allerdings bekam von der Auseinandersetzung nichts mit. War sie damit beschäftigt Zorro irgendwie zu helfen.

„Scheiße!“, kommt es prompt von Nami, wobei Zoe nicht ganz versteht, was jetzt los ist. Springt Nami auf, sogleich Zoe Hände sie ganz automatisch loslassen. Gut, dass sie bereits sitzt, denn spätesten jetzt wäre sie auf ihren Po gefallen.

Ohne auch nur ein Ton zu sagen, rennt Nami wie von einer Tarantel gestochen in die Höhle, wo Zorro noch immer bewusstlos auf dem Boden liegt. Erhebt sich Zoe endlich, als sie bemerkt, dass die Dachsdame auch ihren Weg zurücklegt und geht ebenfalls in die Höhle, um nachzusehen, was Nami geritten hat, so schnell zu verschwinden.

Am Eingang der Höhle schweifen ihre Augen zu dem bewusstlosen Mann, dem das Fell was als Zudecke dient, vom Leib weggenommen wird. Ein Ohr legt Nami über die Nasespitze und eine Hand aufs Herz. Die flache Hand bewegt sich kein Millimeter und auch der Atem, der normalerweise immer an ihrem Ohr krabbelt, fehlt jede Spur. Richtet sich Nami wieder halbwegs auf: „Er atmet nicht mehr.“

Unfähig sich auch nur zu rühren, schlagen die Knie der Rothaarigen auf den Boden ab. Ihr Atem gestoppt vor Schreck, klopft ihr Herz so hart gegen ihre Brust, dass es wehtut. Der Kloß in ihrem Hals wird schlagartig größer und die Tränen fließen ihre Wangen hinunter, ohne dass sie, was dagegen tun kann.

Ihre Augen fixieren den Mann, als gäbe es nichts anderes. Atmet Nami kurz durch, als sie sich an Robertus Worte erinnert. Hörte sie damals genau zu, als weißer Mond zusammenbrach: „Weißt du, wenn ein Mensch ohne Atmung ist, hält er es drei Minuten aus, danach sterben die Gehirnzellen ab. Folge Gehirntot, wofür es keine Heilung gibt. Doch eins kann man tun, um das zu verhindern. Den Kopf in den Nacken, sodass der Hals durchgestreckt ist, dabei öffnet sich der Mund von ganz allein.“

Ohne wirklich anwesend zu sein, tut sie dem Folgeleiste, was ihr Gehirn abspeicherte. Damals half es weißen Mond, also warum nicht auch Zorro, der so viel Lebenswillen besitzt: „Luftholen, Nase zu drücken und deine Atemluft in ihn hineinpusten, sodass sich der Brustkorb erhebt, damit dein Freund so an Sauerstoff kommt, weil er selbst nicht atmet.“

Die flache Hand weiter auf der Brust gelassen, atmet Nami durch den Mund aus, sodass Zorro’s Brustkorb sich erhebt, was Nami ein weiteres Mal wiederholt.

„Nun musst du auf seinen Brustkorb dreißig Mal draufdrücken, was ein schwieriges Unterfangen ist, da die Rippen stabil sind. Dabei kommt es nicht an, ob du ihm ein, zwei Rippen bricht, es kommt darauf an, dass er weiterleben kann.“, geht es Nami weiterhin durch den Kopf.

Zehn, elf, zwölf, zwölf, zwölf. Was kam nach zwölf, fragt sich Nami wirklich, die mit den Augenwinkeln zu Zoe sieht, die vermutlich jeden Augenblick zusammenbricht. Was nicht gerade von Vorteil wäre, da sie genügend mit Zorro zu tun hat.

Achtzehn, neunzehn, zwanzig kommt die Stimme von Namina neben ihr. Gut, dass sie indem, Moment nicht allein ist, aber verdenken kann Nami es Zoe nicht, denn mit dem Tod hatte sie sicherlich noch nie zu tun. Eine schreckliche Vorstellung, wenn beide ihrem Kapitän sagen müssten, dass Zorro gestorben sei, nur weil sie beide nicht in der Lage waren, ihm zu helfen.

Bei der Zahl dreißig wiederholt Nami die Prozedur ein weiteres Mal. Sauerstoff und Herzmassage, so zumindest nannte es der König des Landes Thor.

Mutter?

„Na los! Wach endlich auf!“, schimpft da jemand neben ihm. Dreht sich der Grünhaarige im weichen Bett noch einmal herum, zieht die weiße Bettdecke noch ein Stückchen weiter höher und atmet ruhig.

Greift jemand plötzlich die Decke zieht sie von Zorro herunter, der gerade mal eine Boxershorts trägt. Zornig zieht der Schwertkämpfer eine Augenbraue hoch, rafft sich schnell auf: „Man Ruffy lass mich endlich in Ru…“

Stockt er plötzlich, als sich aufsetzte, herumdrehte und in ein blasses Gesicht blickt. Die Körperhaltung locker, lächelt die Frau ihn bei der lauten Ansage an. Ihre langen, mintgrünen Haare wehen ein wenig zur Seite, weil die riesige Balkontür geöffnet wurden war, wer das allerdings gewesen ist, ist ihm eigentlich völlig gleich.

Ihr langes schlichtes weißes Kleid, unterscheidet sich kaum mit ihrer Haut. Das einzig farbige an ihr sind die Haare, ihre braunen Augen und ihre rosafarbigen Lippen.

„Mutter!“, kommt es endlich aus Zorro‘ Mund heraus.

Lächelt die Frau ein weiteres Mal so herzerwärmend, dass Zorro’s Herz fast aussetzt. Dieses Lächeln mochte er schon immer an ihr. So warm und voller Gefühl. Fühlt er sich gleich geborgen, auch wenn sich beide nicht einmal berühren, zumindest nicht körperlich. Hat er das Gefühl, dass sein inneres umarmt wird.

„Steh endlich auf und zieh dir was an.“, kommt es von einer weiteren Stimme, die vom Bettende kommt.

Möchte er den Blick von seiner Mutter nicht entfernen, aber seine Ohren nahmen diesen Satz so deutlich war, dass er sein Kopf dreht. Bläuliche, nackenlange Haare und meeresblaue Augen mustern ihn regelrecht.

„Kuina.“, meint Zorro, der endlich zu sich heruntersieht. Stimmt wirklich. Nur ein Boxer trägt er am Leib, aber mehr nicht. Peinlich ist es ihm nicht, denn schließlich ist das Notwendigste bedeckt, zumindest aus seiner Sicht.

Sieht Zorro an Kuina vorbei, als seine Augen hinter ihr nichts weitersehen, als ein weißer leerer Raum. Nur ein Bett, dass offene Fenster, was sich eindeutig mal in seinem Zimmer befand, aber mehr gibt, es nicht.

„Was ist los, mein Sohn?“, hört der Prinz der Wüste die Frage von seiner Mutter, die sich auf die Bettkante setzt.

Geht Kuina um das Bett, wobei Zorro jeden Schritt mit seinen Augen verfolgt. Kann er es noch immer nicht fassen, dass die beiden Personen, die ihm so viel bedeuteten, neben ihm stehen, sowie sitzen: „Was ist das hier?“

Sieht die Mutter, die Blauhaarige kurz an, dann schwenkt ihr Blick wieder zu Zorro, der sie noch immer fragend ansieht: „Das ist dein Zimmer. Hast du das schon vergessen?“

Kopfschüttelnd bestätigt er die Frage, denn eigentlich wollte er was völlig was anderes wissen, aber anscheinend drückte er sich wieder einmal unverständlich aus.

„Du meinst bestimmt, weil nur dein Bett zu sehen ist, sowie das Fenster, oder?“, stellt Kuina eine Gegenfrage, die anscheinend die Frage richtig zuordnen konnte. Konnte die Indianerin schon immer in die Seelen der Menschen blicken, womit sie oft Zorro’s Fragen beantworten konnte, wo andere scheiterten.

„Ja.“, antwortet Zorro Wortkarg, denn was sollte er sonst noch antworten. Ist es ihm überhaupt schleierhaft die beiden zu sehen, da sie doch schon eine Weile tot sind.

„Ach so, dass mein Lieber ist die sogenannte Zwischenwelt.“, erklärt die Mutter kurz. Unterbricht sie sich selbst, weil eine Träne ihr die Wange herunterkullert. Wischt sie diese mit der Hand weg, aber leider fließen immer mehr Tränen aus ihren Augen.

„Du liegst im Sterben.“, holt Kuina weiter aus, denn in den Augen des Grünhaarigen kann sie erkennen, dass er es noch immer nicht versteht. Eine Zwischenwelt, die nur denjenigen Zutritt erlaubt ist, die zwischen Tod und Leben schweben. Für jeden sieht die Welt anders aus. So friedlich wie hier, haben es nicht alle.

Noch immer die Augen aufgerissen, verarbeitet Zorro den Satz noch immer. Er liegt im Sterben, wiederholt sein Kopf immer wieder, aber wirklich versteht er es nicht. Entweder ist man tot oder eben nicht.

Die Hand zu einer Faust gebildet, spürt er seine Fingernägel in seiner Handfläche, zwar sehr schwach, aber er spürt es: „Das Gift.“

Ein weiteres schluchzend lässt Zorro’s Faust lockerer werden. Sein Blick fällt auf seine Mutter, die noch immer versucht, die Tränen zu stoppen, was ihr missglück, dabei schwur sie sich stark gegenüber ihren Kindern zu sein. Ein Geheimnis, was sie krank macht, nahm sie in ihr Grab mit, aber dennoch fand es Wataru doch heraus. Brachte seine eigene Tochter um, was der Untergang von ihr bedeutet.

Wollte sie gerade in dem Moment Zorro alles erzählen, als ihre eigene Dienerin es ihr mitteilte. Brach für sie eine Welt zusammen, was sie jeden Tag quälte, bis ihr Körper nicht mehr konnte und sie eines Morgens nicht mehr erwachte.

„Es bringt dich langsam um. Die Schmerzen werden immer heftiger, aber weißt du, was der Unterschied zwischen uns bei ist?“, spricht Kuina heraus, die auf dem Weg zum Balkon ist, um besser atmen zu können. Schnürt es ihr regelrecht die Luft ab, wenn sie daran denkt, dass auch Zorro bald hierbleiben muss. Schluckt sie den Kloß herunter, versucht ihn anzulächeln, was ihr nur sehr schwerfällt: „Die Prinzessin wird dich retten, da bin ich mir absolut sicher.“

Wieder diese Prinzessin. Auf der letzten Insel sagte man schon zu Nami, Prinzessin, aber warum? Was soll das? Klar ist er mit ihr zusammen, aber momentan ist er noch Pirat, was er unter keinen Umständen verändern möchte. Sein Weg bester Schwertkämpfer der Welt zu sein, denn möchte er unter keinen Umständen aus den Augen verlieren, auch wenn das Bedeutet, dass er Ruffy um Hilfe bitten muss: „Du bist also auch so gestorben?“

Sieht Kuina ihn ein weiteres Mal an, nickt darauf. So ein hübscher Mann, denn sie einst bewunderte und sich verliebte, aber das Schicksal sollte so nicht sein, aber scheint er mit der Prinzessin glücklich zu sein, zumindest verrät es ihr das Innere.

Wie von allein fallen seine Augen plötzlich zu, sein Körper verliert an halt, der nach hinten fällt, was der Schwertkämpfer schon gar nicht mehr mitbekommt.

die Theorie

Kurz die Augen zugekniffen, sieht Ruffy tatsächlich Land vor ihnen. Zwar noch sehr klein, aber ein sicheres Zeichen dafür, dass sie bald am Ziel angekommen sind, um die drei vermissten zu retten.

Sanji, der vor der Kombüsentür steht, eine genüsslich raucht, sieht hinauf zum Krähennest, wo sein Kapitän bereits Land in Sicht herumschreit. Seufzt er ein wenig, als Lysop neben ihm stehen bleibt.

„Anscheinend ist er wieder der Alte. Hast du mit ihm schon geredet, wegen gestern Abend?“, fragt Lysop neugierig, der es irgendwie noch immer nicht glauben kann, was sein Kapitän da Tate.

Kopfschütteln lenkt Sanji sein Blick nach vorne. Darüber nachdenken bringt nicht viel, aber darauf ansprechen würde wahrscheinlich auch nichts bringen, denn wie er heute Morgen in die Kombüse kam, als würde ihm kein Wässerchen trügen. Richtig verstanden hat er es nicht, aber vielleicht kann ihm der Vizekapitän bei dem, was gestern passierte, helfen. Würde er zwar niemals Zorro’s Hilfe annehmen, aber hierbei geht es um die gesamte Crew, die es betrifft, aber erst einmal müssen sie die anderen drei finden, dass ist das Wichtigste: „Nein. Ich werde erst einmal mit Zorro in Ruhe darüber sprechen und dann mal sehen, wie er die Situation einschätzt, aber momentan scheint Ruffy der Alte zu sein. Da ist nichts mehr von dem Mann der er gestern wahr.“

„Vielleicht eine Persönlichkeitsspaltung. Kann sowas möglich sein?“, fragt Lysop weiter, sein kleines Fernrohr was er am Kopf wie eine Brille trägt benutzt, um besser sehen zu können. Ruffy hat recht, da ist wirklich eine Insel. Eine die anscheinend nur aus Bäumen besteht. Ein sicheres Zeichen dafür, dass sich Zorro verirrt hat und die anderen beiden dürfen ihn jedes Mal suchen.

„Persönlichkeitsspaltung?“, wiederholt Vivi plötzlich, die das Gespräch mithörte. Kam sie gerade die Treppen hinauf und bleibt neben Lysop stehen. Ihr Blick zum Kapitän gerichtet, lächelt sie ein wenig. Ist er wirklich wieder der Alte. Hüpft da oben herum, als wäre er auf einem Trampolin.

„Gehört habe ich schon davon, aber ob das nun Ruffy war oder nicht, er hat den Mann getötet ohne Skrupel. Sowas kennt man von Ruffy normalerweise kein bisschen.“, meint Sanji weiter, der das Thema am liebsten abhacken möchte.

Springt Ruffy vom Krähennest herunter und landet mit beiden Füßen auf dem Hauptdeck. Beide Arme ausgestreckt, dehnt sich der Gummimensch nur ein wenig: „Leute wir haben sie endlich gefunden.“

Eine Faust bildet Vivi etwas. Knackt ihr Unterkiefer gefährlich auf. Lysop geht schon ein Schritt zur Seite, als die Blauhaarige ihr Faust erhebt.

„Ruffy! Bis jetzt haben wir sie noch nicht gefunden, als mache mal nicht so ein Aufstand hier!“, brüllt die Finanzchefin ihn an.

Wird unwissend der Kopf schief gelegt, dreht sich der Kapitän um und sieht die drei von unten heran. Grinst über alle sieben Backen: „Klar sind sie dort.“

„Wieso bist du dir so sicher?“, hakt Lysop nach, der es bis noch nicht so recht verstand, woher der Gummimensch es weiß.

Rollt Ruffy seine Augen leicht nach oben. Scheint er darüber nachzudenken, ob er es sagen soll oder nicht, aber wenn sie nun schon einmal nachhaken, kann er es ihnen auch getrost erklären, obwohl er es selbst nicht so recht versteht: „Nami sagte es mir, als ich abwusch. Zwar war es nur ein kurzer Augenblick, aber sie war es.“

Mit wirklich schnellen Zügen rennt Vivi zu ihrem Kapitän, verpasst ihm eine Kopfnuss, sodass sein gesamtes Gesicht den Boden knutsch, wobei sie mehrfach zuschlägt und er dabei mehrere Beulen bekommt.

Keuchend meint Vivi, dass sie beidrehen und einen anderen Kurs nehmen, wobei sie die Rechnung nicht mit dem Kapitän machte.

Stellt er sich wieder vor ihr, schreit herum, dass sie genau dort an Land gehen und er hier die Befehle macht. Wütend sehen sich beide in die Augen.

Zornig gibt sich Vivi geschlagen, geht zum Lagerraum, wo sie knallend die Tür zuschlägt. Ein ganzer Sieg für den Strohhutjungen.

endlich ein Geruch

Mit hängenden Schultern, keuchenden Atem, lehnt sich Nami mit der Schulter an einen Baum nahe des Ofers des Sees. Ihr Körper ist völlig ausgebrannt. Das Wiederbeleben sowie sie es ins Gedächtnis einbrannte, war äußerst anstrengend, aber sie wollte nicht aufgeben. Zorro darf jetzt noch nicht sterben. Sein Traum könnte sonst nie Erfüllung gehen, was vermutlich schwierig sein wird, als Prinz der Wüste. In der Zeitung schrieben sie, dass der Ball bald stattfinden würde und er würde anwesend sein. Mit keinem Wort über die Situation sprach er bereits mit ihr, aber so langsam müssen beide darüber sprechen, denn sein Weg als Häuptling und Prinz wird für ihn nicht leicht zu finden werden. Gut, dass seine Schwester noch nicht getötet wurden war, sowie die andere. Brachte Zorro’s Vater seine Schwester Kuina einfach um, damit kein Häuptling ihm im Wege steht. Das ausgerechnet sein Sohn der nächste in dieser Position steht, weiß er zwar, aber leider weiß Zorro nichts von diesem Wissen, was sich der König zunutze macht.

Der Geruch von Zoe steigt ihr in die Nase, sowie der Zigarettengeruch von Sanji. Schwach, wegen dem Salz im Meer, aber dennoch unverkennbar. Diesen Geruch hasst sie, aber in diesem Moment ein Glücktreffer.

Leicht dreht Nami ihren Kopf zur Seite, aus den Augenwinkeln sieht sie deutlich die Navigatorin, die hinter ihr steht. Den Kopf leicht gesenkt, ihre Hände vor ihrem Körper, als würde sie betend. Ihr restlicher Körper leicht angespannt. Die Panik von vorhin, steckt noch immer in ihren Knochen, was Nami deutlich durch ihren vorherigen Schweißausbruch gut riecht.

Wieder den Kopf geradeaus gerichtet, lässt die Wölfin ihren Blick schweifen. Glitzert der See durch die Sonnenstrahlen. Am Ufer befindet sich Gras, an anderen Stellen Erde. Das Plätschern des Baches wirkt so beruhigend, dass Nami’s Gedanken völlig verschwinden. Schließt sie die Augen, um die Töne der Natur mehr wahrzunehmen. Wie vorhin entspannt sie sich.

„Zoe ich weiß deine Stimme ist weg, was mir ganz egal ist, aber Zorro braucht das Gegenmittel, sonst stirb er. Ich muss dich allein lassen, aber die anderen sind auf dem Weg hierher. Ich rieche Sanji’s Zigaretten oder wie die heißen. Falls was ist, dann melde dich und ich komme zurück.“, meint Nami kaum hörbar.

Ihre Stimme klang so zart, dass es Zoe eine Gänsehaut verschafft. Sprach Nami noch nie so einfühlsam. Als hätte man bei ihr einen Schalter umgelegt. Auf den Versen macht sie kehrt, geht auf den kleinen Holzvorrat zu, denn Nami besorgte, greift sich einen kräftigen Stock, sieht noch einmal kurz zu Zorro, der gerade seinen Kopf in ihre Richtung dreht.

Verschwitztes Gesicht und keuchender Atem verraten ihr, dass das Gift immer schlimmer wirkt. Es ist überhaupt ein Wunder, dass er bis jetzt durchhielt, aber das darf nicht sein Ende sein. Nicht jetzt schon, aber dafür wird Nami schon Sorgen, dass der Kerl weiterleben wird.

Zurück bei der Bogenschützin angekommen, klopft sie mit dem Stock so gut es geht auf den Erdboden. Dreht sich die Wölfin etwas, lehnt sich mit dem Rücken an den Stamm, lächelt ein wenig und nimmt jede Schallwelle, die Zoe mit dem Stock auslöst in sich auf.

„Noch einmal.“, meint Nami, die ohne weiterreden muss, sich mehr konzentriert. Immer wieder schlägt Zoe auf den Boden in der Hoffnung, dass es Nami auch wirklich so meint, wie sie sagt, denn hier allein zu sein, wäre für sie eine Qual.

„Gut. Ich gehe. Gib Zorro was vom roten Wasser, das blaue kannst du ans Ufer stellen. Die Tiere trinken das auch.“, gibt Nami die kleinen Befehle im sanften Ton.

Stößt sich Nami von Baum ab, als ihre Hand ergriffen wird. Sieht Nami die Rothaarige in die Augen. Spiegelt sich Angst in ihren Augen. Angst um die Wölfin, dass ihr das Gleiche passieren könne wie dem Schwertkämpfer, der jetzt um sein Leben kämpft. Angst, dass größere Tiere sie angreifen und stark verletzen.

Mit leichtem Schwung drückt Nami ihren Arm nach hinten, wodurch Zoe, nach vorne überkippt. Landet die Rothaarige an Nami’s Armen, die sie sofort umschlingen. Eine Träne kullert ihr Kinn entlang, landet auf der Schulter von Nami, was sie nicht stört. Das Gefühl von Geborgenheit macht sich wieder breit, was sie zuvor noch nie erlebte, vielleicht als Kind, aber daran hat sie keine Erinnerungen mehr.

„Mir passiert nichts. Versprochen, aber Zorro braucht uns beide. Ohne uns stirbt er. Also wache über ihn und ich wache über euch beide.“, flüstert Nami, die Zoe noch ein Stück an sich heranpresst.

Durch ein Nicken bestätigt Zoe ihre Aussage, wird leicht nach hinten geschoben, sodass sie sich ansehen. Wischt Nami die Tränen weg, lächelt ein wenig, gibt ihr ein Kuss auf die Stirn, was in Zoe so ein Kribbeln auslöst, dass ihr gesamter Körper herunterfährt. Die Anspannung, sowie Angst verflogen sich in dem Moment.

Zwinkert Zoe kurz, wobei sie endlich bemerkt, dass sie allein ist. Was sagte sie vorhin. Sanji riecht sie schon. Riecht sie nicht einmal den Baum neben ihr oder frische Gras unter ihren Füßen, wie riecht sie dann Sanji?

Rauchen

Durch ein plötzliches Niesen verliert der Koch seine Zigarette im Meer, der sich etwas über die Reling beugte. Seufzt dieser etwas auf, als er das halbe Stängel im Wasser herumschwimmen sieht. Vielleicht ein Zeichen, darüber nachzudenken, komplett aufzuhören, dann wäre Nami ihm gegenüber vielleicht etwas offener. Mit dieser Unnahbarkeit kann der Blonde nichts anfangen, wobei Zorro genau das Gegenteil tut, was er macht, wahrscheinlich sind beide deswegen ein Paar.

„Hast du dir schon ein Plan gemacht, wie wir die anderen finden?“, fragt Lysop, der sich zur Gallionsfigur begibt, wo Sanji und Ruffy sind. Sitzt Ruffy auf dem Kopf der Flying Lamb, sieht zu der Insel, die mit jedem Kilometer größer wird.

„Vielleicht sollten wir uns in zwei Gruppen aufteilen und sie suchen. Scheint die Insel zwar groß zu sein, aber ich denke bis heute Abend werden wir schon fündig geworden sein.“, schlägt Sanji vor.

„Sanji am besten zündet du dir eine Zigarette an. Nami wird uns dadurch besser finden als wir sie.“, meldet sich Ruffy zu Wort, der grinsend seine Blickrichtung nicht ändert.

Sehen sich Sanji und Lysop kurz an, dann wieder zum Kapitän. Wie soll Nami sie bitte in dem Wald sie finden, fragen sich die beiden.

„Wie soll Nami uns da finden, wenn Sanji eine Raucht?“, fragt Lysop noch immer verwundert, der es nicht versteht. Ist er schon wieder am Träumen oder wieder ein komplett anderer, sowie gestern?

„Nami nimmt jeden Geruch auf, wodurch sie die einzelnen Personen unterscheiden kann, wer sich gerade einschleicht. Deine Zigaretten sind so stark, dass es Nami bestimmt, schon längst bemerkte, dass wir auf den Weg zu ihnen sind.“, erklärt Ruffy seelenruhig, der es selbst noch nie sah, aber die Wölfin erklärte es ihm mal. Eine gute Eigenschaft, vor allem nützlich, bei der Marine oder Piraten.

Ohne darüber nachdenken, fischt sich Sanji seine Schachtel aus der Hose. Greift sich ein Stängel, zündet diese an und schiebt die Schachtel mit dem Feuerzeug zurück in die Hose. Zieht kräftig daran, wodurch der Qualm seine Lunge benebelt: „Wenn es hilft, werde ich eine nach, das andere Rauchen.“
 

An ihren Sachen wischt sich Zoe ihre leicht verdreckten Hände ab, die durch das Holz nachlegen verschmutzt wurden sind. Sieht sie zu Zorro, der seine Augen fest zukneift, keuchend seinen Kopf dreht.

„Kuina.“, spricht er leise vor sich hin, der ein weiteres Mal seinen Kopf dreht. Sein schwerer Atem, seine zugekniffenen Augen lässt Zoe nur erahnen, dass er unerträgliche Schmerzen in seinem Körper verspürt. Ein Schmerz, denn sie nicht lindern kann, aber vielleicht hilft, noch ein wenig rote Flüssigkeit. Nami meinte, dass es die Schmerzen für ein paar Minuten unterdrückt. Nun besser als gar nichts, denkt sich Zoe, die sich die warme Kokosnussschale greift.

Stellt das Schälchen auf den Boden ab, überprüft die Stirn, die nicht abkühlen möchte. Ein bisschen heißer ist er schon. Das Fieber geht nicht runter, auch die Umschläge helfen schon nicht mehr, aber darf sie Nami nicht enttäuschen. Vertraute die Wölfin schließlich ihren Freund an, die sich auf die Suche nach dem Heilmittel aufmachte.

erinnerst du dich?

Nach endlosen Kilometern des Rennens, reguliert Nami ihren Atem wieder, als sie am Ziel angekommen ist, denn jederzeit könnte dieser Skorpion, der gestern noch Zorro vergiftet, auftauchen.

Wäre für sie also besser, wenn sie ihre Sinne noch mehr schärfte. Zwar würde sie es einfacher wegstecken, aber riskieren möchte sie nichts.

Kein einziger Geruch von einem Tier nimmt ihre Nase auf, was merkwürdig ist. Scheint dieser Skorpion den anderen Tieren verboten zu haben, hierher zu kommen, aber warum? Gibt es hier nur einen kahlen Boden, ein paar Sträucher und Bäume, die so weit in den Himmel ragen, dass sie die Baumkronen gar nicht richtig sieht und somit das Sonnenlicht verschlugen.

Hockt sie sich hin, lässt ihre Hand über den Boden streifen, wobei sie etwas Erde ergreift. Reibt sie mit den Fingern über diese, wobei der Mutterboden wieder zurück auf die Erde fällt, somit feiner Staub aufgewirbelt wird, die nach Asche riecht. Asche, die schon viele Jahre alt ist, aber dennoch riecht.

Mit ihren Zehnen des rechten Fußes, schart sie etwas im Boden, in der Hoffnung, dass sie Signale zurückerhält, aber leider vergebens. Als wäre diese Gegend der Insel komplett tot, dennoch dieser Skorpion den Zorro tötet, liegt noch immer an der Stelle, wo er es fallen ließ. Ein gefundenes Fressen für Fleisch- oder Aasfresser. Hörten sie vorhin nicht ein Fuchs, der sich sicherlich daran laben würde.

Erhebt sie sich wieder und bahnt sich ein Weg weiter ins Innere Revier des Skorpiones, wenn es überhaupt seines ist. Vielleicht erhält sie da eine Antwort.
 

Den Anger gelichtet, das Beiboot klar gemacht, rudert Ruffy, mit den zitternden Lysop auf die Insel zu. Sein Schweiß auf der Stirn kann er nicht verbergen, auch die Tatsache, dass er mit Ruffy allein ist, macht die Sache nicht besser.

Zwar ist sein Kapitän wie der Alte, aber die Bilder von gestern sind noch immer in seinem Kopf fest verankert. Hoffentlich finden sie schnell die drei Verlorenen, denn an sonst, sieht es für die Crew schlecht aus. Bliebe nur dann noch die andere Insel, aber erst einmal müssen sich umsehen, um ganz sicher zu sein.

„Warum musste ausgerechnet ich mit?“, fragt Lysop nun schon x-mal.

„Man Lysop beruhige dich, setzt dich und hilf mir beim pappeln, außerdem willst du das Schiff verteidigen, wenn ein Marineschiff oder anderes Piratenschiff kommt?“, hinterfragt Ruffy, der weiterhin die Ruder in der Hand hält.

Energisch schüttelt Lysop den Kopf bei der Frage, setzt sich neben Ruffy, packt sich ein Ruder und hilft dem Strohhutjungen mit. Eigentlich könnte es Ruffy allein schaffen, aber als Team sollten sie zusammenhalten und nicht streiten, sowie es Zorro und Sanji immer tun: „Ruffy, sag mal kannst du dich noch an gestern Abend erinnern?“

Fragend sieht der Kapitän seinen neuen Freund und Kameraden an. Zieht er eine Augenbraue dabei hoch, denn die Frage scheint ihm sehr wichtig zu sein, weshalb er das Rudern kurz einstellt. Auch Lysop betätigt sich nicht mehr mit Pappeln, denn die Situation gestern Nacht beschäftig alle, zumindest die die es mitbekamen.

„Ich fiel durch den ersten Boden der Lamb und dann wachte ich im Bett auf. Warum?“, fragt Ruffy neugierig, obwohl er sich noch gut an den Traum von letzter Nacht erinnert, ganz so, als wäre es echt gewesen.

Inmitten auf einer Wiese ein kleines Häuschen mit fünf Betten darin, einer Küche, Bad, aber die Räume verlassen konnte er nicht. Zwar nahm er eine Tür wahr und auch Fenster, aber selbst einschlagen konnte er diese nicht einmal. Nicht einmal mit seiner Bazooka, was seine momentane stärkste Attacke ist.

Schluckt Lysop seinen Speichel herunter, denn das Warum, wollte dieser eigentlich nicht hören, aber leider ist die Frage gestellt wurden. Wahrheitsgemäß sollte er schon zu seinem Kapitän sein, sonst bringt die ganze Crew nichts, wenn sie nicht gegeneinander vertrauen, und da es Sanji es erst einmal weiterhin verschweigen möchte und mit Zorro dem Vizekapitän informieren will, bleibt die Frage dennoch im Raum stehen, was das gestern mit ihm war. Sicherlich kann nicht einmal Zorro eine Antwort geben, denn er war ja nicht dabei.

„Du hast den Mann von gestern Abend getötet, weil er uns angriff. Ich meine, dass war taktisch schlau von dir, aber du sagtest Sachen, wie Hybrid, Werwölfe. Gibt es solche Kreaturen überhaupt noch?“, erklärt Lysop so verständlich, dass Ruffy mit seinem Gummihirn auch versteht.

Mehrfach zwinkert Ruffy den Langnasige an, aber so wirklich versteht er die Worte, die er hörte, nicht. Er soll jemanden getötet haben? Noch nie tötete er einen Menschen. Klar haut er jeden der sich ihm und seiner Crew in den Weg stellt, aber gleich ermorden? Da muss sein neuer Kamerad aber mächtig geträumt haben: „Ich weiß absolut nicht, wo von du sprichst. Werwölfe gibt es allerdings wirklich. Wir sind damals auf Nami’s Heimatinsel einem begegnet. Er wollte mich gerade angreifen, als Nami dazwischen ging und ihn zurückverwandelte. Wie sie das schaffte, ist mir bis heute noch ein Rätsel.“

Nachdenklich über die Worte von Ruffy, sieht er auf den Boden des Beibootes. Die Arme über die Brust verschränkt, lassen sie sich weiterhin von den Wellen treiben, abseits von der Insel, die eigentlich fast zum Greifen nah war.

„Vielleicht hat das mit ihren besonderen Fähigkeiten zu tun. Du musst wissen Nami gehört zur Elite der Indianer, obwohl sie nicht einmal bei ihnen groß geworden ist. Sie gehört…“

„zu den Legendären Vier.“, unterbricht Ruffy, der sein Paddel wieder schnappte und sich wieder ans Werk macht. Sein Gesicht allerdings ist im Schatten seines Hutes verborgen.

Lysop macht es ihm nach, sieht ihn dabei fragend an: „Du weiß von ihrer Position?“

„Ja, aber die anderen wissen es nicht und dass soll so bleiben. Sie möchte einfach nicht im Rampenlicht stehen und außerdem sind wir Piraten, da hat ihre Stellung nichts zu sagen. Woher weißt du eigentlich davon?“, fragt Ruffy kurz nach, denn normal sterblich wissen davon eigentlich nichts.

„Jeder Indianer weiß darüber Bescheid, aber eigentlich dachte ich immer, dass wären nur Geschichten, aber unser Häuptling sagte mir, dass es keine sind. Diese vier sind wie fürs Töten, aufbauen und vor allem fürs Helfen wahre Krieger. Überhaupt ist es ein Wunder, dass so eine hohe positionierte Person sich was sagen lässt, denn man es genau betrachtet, dann steht sie ziemlich weit oben.“, meint Lysop nachdenklich.

„Glaub mir. Ich hatte schon so einige Dispute mit ihr, aber ich konnte mich jedes Mal durchsetzen, denn schließlich bin ich der Kapitän.“, erklärt Ruffy mit einem fetten Grinsen im Gesicht., „jedoch hast du recht. Fürs Töten muss man geboren sein, was Nami sicherlich nicht geworden wäre, wenn sie bei Menschen aufwuchs, obwohl es da auch sehr viele unterschiedliche Personen gibt.“
 

Atmet Nami ruhig ein und aus. Ein Geruch von verfaulten Eiern steckt ihr in die Nase. Eigentlich ein Duft, dem man nicht so leichtfertig ausgesetzt werden sollte, aber wenn sie ihren Freund retten will, muss sie dadurch.

Ohne weiter darüber nachzudenken, geht sie in die Höhle hinein. Ob jemand hier wohnt, kann sie nicht mit Sicherheit sagen, aber da hier in der Nähe keine Tiere sind, sowie jegliche Spur des Skorpiones fehlt, muss sie sich besser auf sich achtgeben. Eine Waffe besitzt sie nicht, wäre noch schöner, wenn sie hierher hineinspaziert und sie sofort angreift. Nicht mit ihr, dann würde sie den Respekt verlieren, denn sie sich Jahre lange erkämpfte.

Die Beuge so gut es eben geht, um ihre Nase gelegt, schreitet sie mit jedem Schritt voran. Langsam geht es vorwärts, denn ihre Sicht nach vorn ist durch den Schwefel so vernebelt, dass sie überhaupt sieht, wohin sie geht.

Bleibt Nami erprobt stehen, als sie das Klopfen im Boden spürt. Immer wieder vibriert der Boden unter ihren Füßen. Viel zu leicht füßig fühlt es sich an, worauf hin der Verdacht besteht, dass es nicht Zoe ist. Ein kleinwenig mehr bums hat die Frau dann schon, also wer könnte es dann sein? Nicht weiter darüber nachzudenken, geht Nami tiefer in die Höhle, immer der Wand entlang, damit sie nicht im Kreis herumirrt.

weitere Erinnerungen

„Zorro!“, stört schon wieder eine Stimme, die ihn beim Schlafen abhält.

„Zorro!“, kommt es prompt noch einmal, wobei der Mann endlich die Augen öffnet, denn so langsam nervt es einfach nur. Wie kann ein einzelner Mensch so hartnäckig sein. Wenn derjenige eben nicht Augen öffnet, heißt dass doch, dass dieser weiterschlafen möchte oder etwa nicht?

„Was!“, brüllt Zorro denjenigen an, der ihn schon zum dritten Mal ruft. Anscheinend gefällt demjenigen diesen Namen. Erhebt sich von seiner Liegeposition und setzt sich endlich. Im Bett wie vorhin scheint er nicht mehr zu liegen, aber dafür auf dem Erdboden. Neben ihm im Boden eingerammt das Schwert Wado-Ichi-Monji. Kuina streckte ihm die Hand aus, damit er besser aufstehen kann, was er gern annimmt.

Seine Umgebung ist nicht wie vorhin weiß, sondern sind sie auf mitten der großen Wiese, wo sie anscheinend gerade gekämpft haben. Sein Körper noch so klein, aber seine Erinnerungen sind die von heute. Ruffy, der ihn als erstes mitnahm, weil er ein gesuchter Piratenjäger war und sich gefangen ließ, wegen einer kleinen Familie, die die Marine sonst getötet hättet.

„Sei nicht zu streng mit dir, Zorro.“, meint Kuina die, Zorro wieder auf die Beine hilft. Lassen ihre Hände nicht los, sondern sehen sich weiterhin in die Augen.

„Du hast schon wieder gewonnen.“, meint Zorro sanft, der in ihre Augen weiterhin sieht. Schmerz kann er erkennen, sowie Traurigkeit. Wie vorhin bei seiner Mutter.

Lächelt sie ihn an, aber das es erzwungen ist, kann er deutlich sehen, denn Schauspielern wie er es kann, kann sie nicht: „Was ist los, Kuina?“

„Ach nichts. Ich muss nach Hause. Sehen wir uns morgen?“, fragt sie, als sie sich endlich aus dem Griff des Prinzens befreit.

Dreht sich die Blauhaarige herum, winkt noch schnell bei dem Abschied und rennt in die Richtung des Indianerdorfes. Stock und starr bleibt Zorro nur stehen. Laufen ihm Tränen die Wangen entlang, denn das war damals der Abschied der beiden. Nie wieder sah er sie darauf. Kam damals der Häuptling selbst zu ihm und überbrachte die Botschaft, die sein Leben veränderte. Mit niemanden sprach er darüber. Nicht einmal Nami seine Freundin weiß Bescheid, was er eigentlich ändern möchte, aber weiß er leider nicht wie er es über die Lippen bringen soll. Sie war tot, gestorben, an demselben Gift wie er jetzt, wenn Zoe und Nami nichts finden sollten, doch meinte Kuina vorhin, dass die Prinzessin ihn retten wird.
 

Kullert eine Träne über seine Schläfe, die durch das Feuer leicht glitzert. Fängt Zoe sie ab, die ihn verwirrt ansieht. Von was träumt Zorro denn da, fragt sich Zoe, die weiterhin sein Atem beobachtet. Würde sie am liebsten mal sein Tuch neu benässen, aber leider hat sie viel zu große Angst, dass er wieder unter einem Herzstillstand leidet.

War es vorhin nur knapp ausgegangen, aber nur weil Nami nicht aufgab. Pumpte sie immer wieder neue Atemluft in ihn hinein und massierte sein Herz, was selbst für sie kräftezerrend war. Sie selbst hätte niemals so lange durchgehalten, denn die Ausdauer, die diese Frau besitzt, ist ein Segen, zumindest in solchen Situationen.

Wieder eine Träne, die Zorro verliert. Dieses Mal tropft sie auf das Wildschweinfell. Anscheinend beschäftigt ihn irgendetwas schlimmes. Im Laufe der Zeit lernt sie Lorenor Zorro als einen gefühlskalten Mann, der sich immer Sorgen um seine Freunde macht, egal ob dabei um Sanji handelt oder sogar Vivi, die die beiden unbedingt auseinandertreiben will. Die Chancen das zu schaffen, stehen eher bei null, denn beide halten sehr gut zusammen. Selbst Sanji hat es aufgegeben, Nami hinterher zu schwänzeln, aber Vivi wird es wohl nie kapieren, aber auch sie lernt es noch, dass nicht immer alles nach ihrer Pfiffe tanzt und wenn sie sich selbst gegen Vivi stellen muss, dass ist es ihr wert und sie hat so einiges wieder gut machen, denn schließlich macht das meiste Nami allein. Sie ist ihr keine große Hilfe, denn sie kennt sich nicht einmal Heilkräutern aus oder kann ein Feuer machen, ganz zu schweigen von der Jagd.
 

„Alles liebe zum Geburtstag, mein Sohn.“, kommt es von der Königin, die neben ihrem Sohn steht. Ein gepunktetes, bodenlanges, schulterbedecktes Kleid trägt sie diesmal. Sein letzter Geburtstag, bevor auch sie stirb. Warum träumt er ausgerechnet von den letzten Tag der beiden wichtigsten Menschen in seinem Leben.

Stehen beide vor der Koppel, wo sein Pferd Daran grast. Ein schwarzer Hengst, der schon sehr heraussticht. Die anderen sind eher schmal und schmächtig, aber er ist kräftig, sowie Zorro, der jetzt neun Jahre alt ist.

„Danke Mutter, aber du hättest nicht herkommen müssen. Ich wollte sowie so zu dir, damit du dich nicht überanstrengst.“, meint Zorro besorgt, der seiner Mutter ansieht, dass es ihr viel Kraft kostet hierher zu kommen. Zwar ist es nicht weit, aber für seine Mutter sicherlich eine kleine Weltreise.

Packt die Grünhaarige, ihren Sohn an der Schulter, dreht ihn ein wenig zu ihr und umarmt ihn, was er gern erwidert. Die letzte Umarmung, denkt sich Zorro, der nicht mehr in diesem Kinderkörper steckt, sondern einfach nur danebensteht und zusieht. Wenn er das eher gewusst hätte, dann hätte er seine Mutter nie wieder losgelassen, sowie damals bei Kuina.

„Ich habe dich lieb.“, meint die Königin, als sich beide leicht trennen. Wuschelt noch einmal in den Haaren ihres Sohnes herum, lächelt sie matt an und geht wieder zurück ins Haus. Zurück bleibt ein neun Jahre alter Zorro, der Stolz auf seine Mutter ist.
 

Durch einen der vielen Büsche tritt Ruffy heraus, der abermals nach Zoe, Zorro und Nami ruft, aber bis jetzt noch keine Antwort erhielt.

Lysop hat sich seit der Ankunft an Ruffy’s Arm geklammert und bis jetzt noch nicht losgelassen. Zittern seine Knie mit jedem Schritt, denn sie tiefer in den Wald machen.

Wieder ruft der Strohhutjunge laut auf, sodass man es Kilometerweit hört.

„Siehst du! Hier sind die drei nicht. Wir sollten zurück zum Schiff gehen.“, erklingt die Stimme des Schützend zitternd, wobei er mitgeschleift wird. Eine wirkliche Wahl hat er nicht, denn wenn sich Ruffy einmal, was in den Kopf gesetzt hat, dann führt er es auch durch.

„Die drei sind hier irgendwo, da bin ich mir sicher. Nami sagte eindeutig Skorpion Insel.“, meint Ruffy sehr sicher und mit einem breiten Grinsen.

Ohne darüber nachzudenken, dass sich Lysop an ihn gekrallte, rennt der Strohhutjunge einfach weiter noch tiefer hinein. Vielleicht finden sie eine Höhle, wo sie untergekommen sind. Schließlich ist Nami ja auch in einer Höhle aufgewachsen.

Kleine Äste, die Ruffy nicht einmal ausweicht, bekommt auch Lysop ins Gesicht gepeitscht, wobei er unter Protest meint, dass Ruffy langsamer werden soll, aber da der Gummimensch darauf keine Lust, überhört er seinen Kameraden.

fast Heilmittel

Die Hand fest an ihre Nase und Mund gedrückt, damit sie nicht mehr ganz so viel Qualm einatmet. Ihren Mund geöffnet, atmet sie endlich. Zwar kann Nami etwas länger die Luft anhalten, aber auch sie stößt hier an ihre Grenzen. Tränen ihre Augen bereits durch das Gas, was die Sicht nur noch mehr einschränkt. Wie weit sie schon gelaufen ist, kann sie nicht mit Sicherheit sagen, aber eine Pflanze oder gar Tier würden selbst sie nicht überleben.

Wütend auf sich selbst, donnert Nami mit der Faust gegen die Wand, wo sie sich noch immer daran orientiert. Klar, dass hier kein Heilmittel gibt. Macht sie Kehrtwendung, als sie eine Art Sand tritt. Fühlt es sich weich an, nicht so körnig wie richtiger Sand. Sieht sie zu sich herunter, bis ihre Augen den gelblichen Staub vor sich findet.

Vorhin spürte sie das nicht. Hockt sie sich hinunter, greift mit der Hand, die nicht das halbe Gesicht verdeckt, hinein. Feiner gelblicher Staub, denkt sich Nami. Vater meinte mal, dass es auf der Erde gelblichen Staub gibt, der fast wie Sand aussieht, aber viel feiner ist. In geringen Mengen kann er gegen Vergiftung helfen, aber das Gas was dieses Zeug verursacht, sollte man nicht gerade einatmen. Gut, dass sie sich gerade die Nase und Mund zu hält.

„Super, Nami, da hast du alles richtig gemacht.“, meint Namina die als Geist neben ihr steht. Schielt die Angesprochene rüber, aber wirklich erkennen tut sie Namina nicht mehr. Ihre Sicht ist inzwischen so verschwommen, dass sie ihre Augen leicht zukneifen muss, um überhaupt etwas zu erkennen.

Nimmt sie sich eine Handvoll, erhebt sich langsam, denn sie merkt bereits, dass ihr der Sauerstoff langsam ausgeht. Wieder die Faust zurück an die Felswand gepresst, geht Nami ohne Umschweife in Richtung Ausgang, dabei verliert sie immer mehr Staub aus ihrer Hand. Ein Gefäß wäre nicht schlecht, aber leider hat sie sowas nicht bei sich, denn mit dem Gedanken der ihr gerade zugeflogen kam, rechnetet sie nicht.

Das nächste Mal verpasst sie sich ein Spritzer Drogen, dass sie im Köcher besitzt, denkt sie sich, als sie immer schneller wird. Ihr Bauch lässt sie bereits schwingen. Ihr Herz klopft so stark gegen ihr Brust, dass sie nur noch mehr Sauerstoff verbraucht, denn sie in ihrem Körper kaum noch zu Verfügung hat.

„Nami jetzt hole endlich Luft, du wirst sonst noch umkippen und hier drin sterben.“, schreit Namina sie an, denn auch ihre Kräfte schwinden langsam.

Nein, das werde ich nicht, spricht Nami sich Mut zu und rennt weiter. Wird ihr Umfeld immer kleiner und schwärzer, aber das darf es nicht gewesen sein. Nicht jetzt. Nicht heute.

Fester die Faust zugedrückt, sodass sich die Fingernägel in Handflächen bohren, damit sie den Schmerz verspürt und sie weiterläuft, ohne auch nur daran zu denken, jetzt Luft zu holen. Spürte sie vorhin schon, wie der Rauch in ihren Rachen kroch, um irgendwelche Schäden anzurichten, aber nicht mit ihr. Schon viel musste die Wölfin aushalten. Wurde sie ausgepeitscht, überdehnt, so dass ihre Haut aufrisse und mehrfach vergewaltigt, aber dass aller schlimmste wahr wohl, dass die zwei Kinder auf brutaler Art ermordetet wurden wahren und sie zuschauen musste. Hielt man ihr sogar die Augen offen, damit sie nicht wegsehen konnte. Richtet ihren Kopf in der Richtung, dass sie nicht wegsehen konnte.

Zwei Schritt nach links, öffnet Nami endlich Nase und Mund. Holt Luft und schenkt ihrem Körper den Stoff, nachdem er schon über eine Minute schrie. Die Faust fest verschlossen, fällt sie auf Knie und stützt sich mit Händen ihren Oberkörper am Boden ab. Keucht sie vor sich hin.

Brennen ihre Lungen regelrecht. Ihre Sicht ist allerdings noch immer verschwommen, aber das alles macht nichts, Hauptsache sie hat ein wenig von dem Staub.

„Nami!“, spricht plötzlich jemand neben ihr. Reflexartig stößt sie sich mit den Händen am Boden ab, dreht sich halbwegs herum und will aufstehen, aber leider hat sie die Rechnung nicht mit ihrem jetzigen Zustand gemacht. Rücklings fällt sie auf ihren Po, mit dem Rücken an die Felswand. Doch ihre Augen suchen die Richtung ab, von wo die Stimme herkam. Das laute keuchen kann sie jedoch nicht abstellen.

Wiedervereint

Ein gelber Strohhut mit rotem Band, können, ihre zugekniffenen Augen wahrnehmen. Ein Stückchen weiter darunter, schwarze Haare und noch weiter schwarze Pupillen, doch irgendetwas rotes funkelt darin, als er über das ganze Gesicht lächelt.

„Ruffy.“, hat es endlich im Gehirn der Wölfin klick gemacht. Das müssen wohl die Nachwirkungen sein, denkt sich Nami, die noch immer keucht, als wäre sie gerade fünf Runden um die Insel gerannt.

Hockt sich der Angesprochene zu ihr herunter. Platziert eine Hand auf ihre Schulter: „Ja Lysop ist auch hier. Wo stecken die anderen beiden?“

„Lysop.“, wiederholt Nami leise, die langsam ihr Atem reguliert. Dreht sie langsam ihren Kopf dahin, wohin auch Ruffy sieht, dabei die Schulter wieder losgelassen. Steht er direkt neben Ruffy, denn sie gar nicht wahrnahm.

Hebt Nami schwach den Arm hoch, worin sich noch ein wenig Schwefel befindet: „Ein Heilmittel für Zorro.“

„Heilmittel?“, hakt Lysop nach, der in seiner Umhängtasche nach einem passenden Gegenstand sucht, denn er ziemlich schnell findet. Eine kleine Dose aus einem Schneckenhäuschen. Öffnet Lysop diese und hält sie unter Nami’s Faust hin, die es vorsichtig hinein rieseln lässt.

„Zorro wurde von einem Skorpion gestochen. Er liegt im Sterben. Wir müssen zurück aufs Schiff.“, klärt Nami die beiden Freunde kurz auf.

Als nun der ganze Staub verstaut ist, erhebt sich Nami langsam. Stützt sie sich an einem Stein ab. Doch als Nami‘s Gewicht sich darauflegt, gibt der Stein nach und ihr Körper fällt wieder zu Boden. Greift Ruffy reflexartig nach ihr Hand und zieht sie zu sich heran.

Ist ihr Blick noch immer verschwommen, aber dieses rötliche Funkeln kann sie eindeutig erkennen, oder ihre Augen spielen ihr einen Streich. Drei Millimeter trennt beide noch, bis zu ihren Lippen.

Zieht Lysop eine Augenbraue hoch, als er die Nähe der beiden erkennt. Möchte er ungern Zeug von etwas werden, was beide hinterher bereuen würden, vor allem Nami, die mit Zorro ein Paar ist oder hat er die kleinen Botschaften falsch verstanden?

Räuspert sich der Langnasige etwas, um beide wieder in die Realität zu bringen. Würde es beiden nichts nützen, wenn Zorro hier drauf geht oder später die Crew verlässt, weil Nami ihn mit Ruffy betrügt.

Fahren beide auseinander, doch als Ruffy die Bogenschützin loslässt, geben ihre Knie nach und sie droht auf den Boden zu fallen. Ein weiteres Mal packt Ruffy sie, dreht sie ein wenig und keine Sekunde später, trägt er Nami auf seinen Armen.

Bettet Nami ihren Kopf an die Schulter des Kapitän’s und zeigt mit dem Finger in die Richtung wo sich Zoe und Zorro aufhalten.
 

Eine Tasse Tee in der Hand, steht Vivi noch immer am Bug und wartet auf die anderen. Sanji hat sich in die Küche verzogen. Bereitet er das Essen vor, denn wenn der Kapitän zurückkehrt mit hoffentlich den anderen, wird es erst einmal ein Festessen geben.

Rührt Sanji gerade die Suppe um, die in einem großen Topf gegart wird, als sich die Teleschnecke bemerkbar macht.

Legt er das Besteck zur Seite, geht zu der klingelnden Schnecke und nimmt mit Hallo hier spricht Sanji ab.

Indem Moment kommt auch Vivi hinein, weil langsam kühl draußen wird. Hört sie Nami’s Stimme in der Teleschnecke, die sich nicht gerade gut anhört.

„Nami hier.“

„Oh Nami Mausi geht es dir gut und wo steckt Zoe Hase, geht…“

„Klappe Sanji!“, brüllt Ruffy durch die Schnecke so ernst, dass Sanji nichts weiter sagen zu traut.

Vivi die den Lautsprecher an sich nimmt: „Vivi hier. Was ist los?“

„Sanji jetzt hör genau zu.“, meint Nami noch schwächer als gerade eben noch.

Seine Ernsthaftigkeit in seinen Augen kann Vivi regelrecht spüren. Irgendetwas muss passiert sein, wenn sich sogar Ruffy in sein Gesäusel einmischt.

„Was gibt’s?“, fragt der Koch als er den Lautsprecher wieder an sich nimmt.

„An meinem Köcher befindet sich ein Beutel, worin essbare Baumrinde ist. Lege es in heißes Wasser und koche es. Die Wirkstoffe….“

„Sind entgiftend. Ja ich weiß, aber für was brauchst du das?“, hakt Sanji nach, der es nicht ganz versteht.

„Zorro wurde von einem Skorpion angegriffen und vergiftet.“, erklärt der Käpt’n weiter.

„Das bringt uns nicht viel, denn eine Zutat benötige ich noch dazu, um ihm zu helfen.“, schlussfolgert Sanji weiter.

„Schwefel. Das habe ich in meiner Tasche. Wir sind schon auf dem Rückweg.“, klärt Lysop die beiden anderen weiterhin auf, der Nami auf dem Rücken trägt, weil Zorro für ihn viel zu schwer wäre.

„Gut. Ich werde alles vorberieten. Bis dann.“, meint Sanji, der wieder auflegt.

Vivi ist bereits auf dem Sprung nach unten in die Mädchenkabine.

„Wohin willst du?“, fragt Sanji verwirrt, denn eigentlich ist sie immer sehr langsam, wenn Nami einen Wunsch hat.

„Du hast Nami doch gehört. Zorro benötigt unbedingt diese Baumrinde. Du kannst das Wasser schon einmal erwärmen.“, erklärt Vivi, die schon die Tür schließt.

Kratzt sich Sanji am Kopf, seufzt ein wenig und macht sich ans Werk. Zumindest brauch er sich dann nicht anhören, dass er herumgeschnüffelte. Weiß Gott was er sonst noch so entdeckt, was ihn nichts geht, sondern nur seinen Rivalen

Vizekapitän

Fröhlich lächelnd geht der kleine Schwertkämpfer mit einem frisch gebackenen Kuchen in Richtung Gemach, wo sich seine Mutter derzeit befindet. Viel raus kam sie in letzter Zeit nicht, aber das ist auch kein Wunder, bei ihrem Gesundheitszustand. Leidet sie ständig am hohen Fieber, was die Ärzte nur bedingt herunterbekommen. Würde der kleine Zorro nur wissen, welche Medizin da hilft, würde er sofort losreiten, um es zu besorgen, aber leider traut kein Arzt ihm das an. Vermutlich, weil er einfach noch zu klein ist.

Der große Zorro bleibt vor der großen Tür des Gemaches stehen, denn er weiß nur zu gut, was sich hinter dieser Tür befindet. Eine Träne kullert schon wieder seine Wange herunter und tropft von seinem Kinn auf den Boden. Eigentlich ist er ein Mensch, der seine Tränen versiegelte, aber leider schafft er es nicht. Der plötzliche Tod von seiner Mutter zerbrach ihn vollständig. Verlor er Kuina und dann noch seine Mutter. Hyorie war damals fünf Jahre. Für sie war es noch schlimmer gewesen als bei ihm. Sein Kloß im Hals wird er einfach nicht los und seine Tränen kann er nicht stoppen. Gut, dass seine Freunde das hier nicht mitbekommen. Wäre es doch eine Schade für ihn. Kein Schwertkämpfer der so stolz, stur und anderen Angst anjagt nur durch seinen Blick, würde so weinen wie er.

Der schmerzliche Schrei, der von ihm durch den Flur getragen wird, lässt Zorro’s Herz nur noch mehr zuschnüren, sowie seine Kehle. Sind es keine einzelnen Tränen mehr, sondern viele kleine, die sich den Weg nach unten bahnen, wo sie eine kleine Pfütze hinlassen würden, wenn er nicht wie jetzt als Geist in seiner eigenen Vergangenheit feststeckt.
 

Seine rotes Muskelshirt wird an der Schulter immer nässer, was Ruffy kein wenig stört, aber wundert sich schon ein wenig darüber. Wird der Strohhutjunge langsamer, sodass Lysop der noch immer Nami trägt, mit der noch immer schweigenden Zoe an ihm vorbeigeht.

Dreht sich Lysop kurz zu ihm um und hakt nach, ob alles in Ordnung sei.

Nickt der Kapitän nur, bleibt kurz stehen und sieht zur Seite, wo Zorro’s Kopf über seiner Schulter ruht: „Geht schon mal vor. Ich komme nach.“

Sieht Lysop kurz zu Zoe, die nur die Achseln kurz bewegt. Dann macht sie kehrt mit Lysop und geht den Weg weiterfort, gefolgt von Lysop.

Als beide außer Reichweite sind, dass sie mithören könnte, führt Ruffy seinen Weg langsam fort, denn noch immer kullern die Tränen von Zorro auf sein Shirt, was ihm im Grunde genommen egal ist, aber wie sich der Schwertkämpfer gerade in dem Moment fühlt, ist ihm nicht egal.

„Zwar habe ich keine Ahnung, ob du mich hören kannst, aber einen Menschen zu verlieren ist für niemanden leicht zu ertragen. Auch ich habe bereits einen guten Freund verloren, sowie Nami, wenn ich das richtig erkannte. Weist, du Zorro, sowas kann man nicht allein bewältigen, dass müsstest du doch wissen. Dafür benötigt man Freunde. Freunde helfen bei so etwas. Zwar kann ich dir nicht den Schmerz nehmen, aber ich kann dir zuhören, da fühlt man sich bekanntlich leichter, wenn du überhaupt reden willst. Ich behalte es auch für mich oder du sprichst mit Nami darüber, sogar Sanji wäre für dich da.“, meint Ruffy geradeheraus.

Schwerfällig öffnet Zorro seine Augenlider. Fühlt er sofort seinen Schädel, der so hämmert, dass er es bereut sein Sehorgan geöffnet zu haben, jedoch ist die Stimme seines Kapitän’s so laut, dass er gar keine andere Wahl hatte.

Unbeirrt redet Ruffy einfach weiter. Soll er ruhig wissen, was der Kapitän schon seit Tagen über ihn denkt: „Ach, noch was, was mich vermutlich nichts weiter angeht, aber irgendetwas scheint dich zu beschäftigen. Ich weiß nicht, was es ist, aber dein Verhalten ist in letzter Zeit so angespannt. Äußerlich sieht man es kaum, aber dein innerer Kampf lässt dich kaum noch schlafen, mal von jetzt abgesehen. Du trainierst mehr und das sogar nachts. Falls es irgendetwas gibt, wo ich dir helfen kann, dann sag es einfach. Ich werde dich auch nicht verurteilen, wozu ich eh kein Recht habe. Hörst du Zorro. Deine Freunde sind für dich da, egal ob nun Vivi, Sanji oder Lysop.“

„War das ein Befehl, Käpt’n?“, fragt Zorro kaum hörbar, aber da Ruffy’s Ohr in unmittelbarer Nähe ist, klang es für ihn sehr deutlich.

Unweigerlich grinst der Gummimensch, wobei er nicht laut losschreit, denn sonst könnte Lysop noch was bemerken und das möchte er gerade nicht. Möchte er schon lange ein Gespräch wie dieses führen, aber bis jetzt ergab sich noch eine Möglichkeit. Kein Wunder bei diesem kleinen Schiff. Ständig waren die anderen in der Nähe, aber jetzt nimmt er es an: „Diese Entscheidung kannst du nur du allein treffen, Vizekapitän.“

Leicht erhebt Zorro seinen Kopf. Den pochenden Schmerz komplett ignoriert, sieht er seinen Kapitän aus den Augenwinkeln an. Sein Grinsen ist echt. Aufrichtig und ehrlich, so wie immer also.

Wie kann er ihn als Vize machen, wenn er langsam, aber sicher an diesem Gift verreckt. Ein unverständlicher Satz den wohl niemand in seiner Crew verstehen würde. Nami wäre da eine bessere Partie. Sie beschützt immer alle. Reagiert zwar immer über, aber ihr Kampfstil ist echt großartig. Das Vertrauen der Mannschaft hat sie auch auf seiner Seite, zwar nicht bei Vivi, aber das wird auch noch werden. Wie sie sich damals auf Vivi stürzte, wegen den Bienenvolk. Nur ein Stich und sie wäre erledigt gewesen, so zumindest die Aussage der Finanzchefin: „Bist du dir sicher, dass ich dein Vize werden soll? Nami wäre eine bessere Partie.“

Keucht Zorro bei dem Satz auf. War es verdammt anstrengend diese Worte auszusprechen. Auch den Kopf länger oben zu halten, ist wirklich ein Kraftakt, dem er nachgibt. Das Schlagen gegen seinen Kopf ist schlimmer geworden.

„Nami hat eine völlig andere Rolle in dieser Welt, welche das allerdings ist, muss sie dir selbst erzählen, denn ich darf es nicht, aber vorweg, sie in einer so hohen Position, da ist deine Stellung als Vize ein Witz.“, klärt Ruffy ihn ruhig auf, denn er bemerkt schon, dass es Zorro wieder in die Dunkelheit zieht.

Versinkt Zorro wieder in den Schlaf zurück, der ihn schon eine ganz Weile festhält.

Wird langsam Zeit, dass er ein Gegenmittel bekommt, bevor er wirklich drauf geht, denkt sich Ruffy, der stehen geblieben ist. Die anderen beiden stehen an einem Baum und entfernen die Rinde. Vermutlich ein Wunsch von Nami, denn sowas würde den beiden nicht einfallen.

ein weiterer Fieberschub

Endlich an Bord angekommen, liegt der Schwertkämpfer in Zoe’s Bett. Sein wieder nasses Kopftuch auf der Stirn, sowie Handtücher um die Waden gewickelt, in der Hoffnung, dass endlich dieses Fieber heruntergeht. Seine kostbaren Schwerter, neben ihm an den Kleiderschrank gestellt, sitzt Ruffy auf einen Stuhl an seinem momentanen Bett. Wartet er, bis die Medizin endlich so weit ist.

Lehnt er sich zurück, sieht sich weiterhin um, als sein Blick auf Vivi’s Bett fällt. Ein leeres Säckchen, um diese mehrere Utensilien. Unter anderem drei Spritzen. Dunkelrot, weiß, hellrot. Bei der dunkelroten Spritze ist der Kobel bereits ein bisschen heruntergedrückt wurden. Damals als sie gegen Stev kämpften, benutzte es Nami, allerdings sind die anderen noch voll. Hat sie bis jetzt den Befehl Folge geleistet. Eine gute Nachricht, was ihm sehr wichtig war, denn niemand sollte in seiner Blutbahn anderes Blut tragen, nur seine Wunden schneller heilen zu können.

Die anderen Dinge geht ihm nichts weiter an. Ein paar kleinere Steine. Vermutlich für neue Pfeilspitzen, denn sie sehen sehr scharf aus. Ein dünnes rötliches Band zusammen geschnürt mit einem elastischen Ast. Wofür sie das wohl benötigt, fragt sich Ruffy, der sein Augenmerk plötzlich auf Sanji und Nami richtet. Hält er eine Tasse in der Hand, die noch leicht vor sich hin dampft.

„Fertig?“, fragt Ruffy, der sich vom Stuhl erhebt, damit Nami ans Bett besser herankann.

Nickt der Smutje, der die Tasse weiter an Nami übergibt: „Hebe Zorro’s Oberkörper ein wenig an, Ruffy. Da kann er es seine Medizin besser trinken.“

Jetzt kommen auch Vivi, Zoe und Lysop dazu, die genau wie anderen gespannt sind, ob die Medikation auch tatsächlich hilft.

Gesagt, getan. Sitzt Zorro halb im Bett, dank Ruffy. Schüttet Nami die noch immer dampfende Flüssigkeit in den Mund des Schwertkämpfer’s, der es herunterschluckt. Zwar sind seine Augen festverschlossen, aber dennoch tut er ihnen den Gefallen.

Die Tasse bis zum letzten ausgetrunken, legt Ruffy den Grünhaarigen wieder hin. Jetzt heißt es abwarten. Die Sonne tauscht schon vor drei Stunden den Platz mit dem Mond, aber das macht ihnen nichts aus.

Sanji, der der einzige wieder nach oben geht, meint, dass er für alle eine Suppe köchelte und diese gleich hierherbringt.

Vivi folgt ihm, um ihn zu unterstützen. Teller, Besteck müssen herangeschafft werden. Lysop setzt sich aufs Nachbarbett und Ruffy zurück auf den Stuhl. Den Kram, der noch immer auf dem Bett liegt, zurück ins Säckchen gestopft.

„Sag mal Nami, das rote Band, was ist das gewesen?“, hinterfragt Ruffy jetzt doch mal.

Zieht Nami eine Augenbraue hoch, als sich beide ansehen. Rote Band wiederholt Nami in ihrem Kopf.

Greift der Schütze danach, hält es ihr vor die Nase: „Das da.“

Fasst Nami es wieder: „Ein Band für mein Bogen, falls es mal reißt. Das hinterließ mir ein Freund, bevor er die Segel setzte.“, antwortet Nami ehrlich, dabei in Ruffy’s Augen sehend in der Hoffnung noch einmal den rötlichen Funken zu erkennen, was ihr dieses Mal nicht gelingt.

War es vermutlich doch nur Einbildung, aber sie kann Sanji ja mal darauf ansprechen.

Dreht sich Nami wieder herum, als ihr Blick auf Zorro fällt, der rote Wangen aufweist. Auch seine Atmung ist gestiegen. Keucht er so laut, dass man ihn bestimmt noch oben hört. Das war gerade noch nicht. Das Band losgelassen, was auf dem Bett landet, tritt Nami zu ihm. Entfernt das Kopftuch und berührt die Stirn, wobei sie es sich auch schenken kann, denn schon nach kurzem Abstand, kommt ihr eine Witzewelle entgegen, die er vorhin noch nicht hatte.

„Lysop lass die Wanne mit kaltem Wasser ein. Zoe du gehst und holst mir frische Sachen von Zorro und zwei Handtücher. Ruffy du hilfst mir Zorro auszuziehen.“, befiehlt Nami auf so einer Tonlage, dass sich Zoe sofort auf den Weg macht. Lysop starrt sie weiterhin an, sowie Ruffy, der wie der Schütze nicht ganz versteht.

„Zorro’s Fieber steigt rasant an. Wir müssen ihn abkühlen, sonst versagen seine inneren Organe, so auch das Herz.“, informiert Nami, die bereits das T-Shirt bis zur Brust hochzog. Keine weiteren Worte sind nötig, um die beiden in Bewegung zu bringen. Rennt Lysop die Treppen hinauf, wo Vivi gerade diese hinunter möchte.

„Pass doch auf!“, brüllt Vivi ihn an, denn ihr wären fast die Teller hinuntergefallen, was Sanji nicht gerade für gutheißen würde.

„Entschuldige, aber Zorro ist in Lebensgefahr. Ich würde da jetzt nicht runtergehen.“, meint Lysop schnell, bevor er die Badtür öffnet und sich ans Werk macht.

Sieht Vivi ihm nach, geht trotz Wahrung hinunter, denn was soll so schlimm da unten sein? Die letzte Stufe erreicht, zieht Ruffy gerade das letzte Stück Stoff von Zorro herunter. Werden ihre Augen immer größer, als sie direkt auf sein bestes Stück schaut.

Kein Wunder, dass Nami mit ihm so viel…. Schon sein Oberkörper ist die Wucht, aber das da, ist echt…

„Vivi!“, kommt es etwas lauter von Ruffy, der den Blick von ihr eindeutig erkennt.

Beschämend, rot anlaufend, dreht sich Vivi weg, geht die letzte Stufe hinunter und macht Platz für die drei, die die Treppe hinaufrennen.

Endlich oben angekommen, sehen sie Sanji, der gerade mit dem heißen Topf ins Lager kommt. Ein nackter Zorro hält Ruffy da im Arm und so schnell wie er kam, so schnell verschwindet er im Bad.

Den Topf auf eine Kiste gestellt, wo eigentlich nichts passieren kann, geht er durch die offene Tür, wo das kalte Wasser langsam die Wanne befüllt. Vorsichtig wird der Schwertkämpfer dahin eingelegt.

Tippt ihn jemand an die Schulter, der sofort herumwirbelt. Steht die Navigatorin vor ihm, mit frischen Sachen und Handtüchern, die Sanji ihr abnimmt. Kann sie ja momentan nicht ins Bad: „Weist du was passiert ist?“

„Zorro’s Fieber ist schlagartig gestiegen. Wir versuchen es durch das kalte Wasser herunterzubekommen, zumindest war es Plan von Nami.“, klärt Lysop ihn auf.

„Verstehe, aber dann sollte er nicht ganz so lange darin bleiben, sonst erleidet er noch an einem kälte Schock.“, meint Sanji, der die Sachen auf den Toilettendeckel ablegt.

„Oh man dieses Gift hat es echt in sich.“, meint Ruffy der sich auf den Badewannenrand setzt.

„Gut, dass ihr ihn jetzt schon hineingelegt habt, da kann sich sein Körper langsam daran gewöhnen. Da Zorro so wieso immer kalt duscht, dürfte es ihn nicht großartig stören, aber da er mit dem Gift konfrontierte ist, weiß ich leider nicht, wie lange wir ihn da drin lassen sollten.“, schlussfolgert Sanji, der sich einfach keinen Reim daraus bildet, wo ohrplötzlich das Fieber herkommt. Das er bereits daran erlegen war, muss es mit der Medizin zu tun haben., „sag mal Nami. Die Medizin von Baumrinde und Schwefel, lösen keine plötzliche Fieberschübe aus, was hast du da also noch hineingetan?“

„Nichts. Das Fieber in seinem Körper reagiert mit der Medizin. Sein Körper wehrt sich gegen das Mittel…“

„Was den Fieberschub auslöst.“, beendet Lysop den Satz von ihr. Zwar kennt er sich noch weniger mit sowas aus, aber gehört hat er schon so einiges.

„Richtig.“, meint Nami, die den Wasserhahn wieder abdreht, denn das Wasser reicht Zorro bereits bis zur Brust., „er sollte draußen schlafen. Die kühle Luft wird im guttun.“

„Gut. Da bereite ich schon mal unser Nachlager vor, denn ich denke wir werden alle heute Nacht bei ihm bleiben. Da Nami sich auch ausruhen.“, schlägt Lysop vor, der sich wieder erhebt.

„Ich komme mit.“, meint Ruffy, der dem Schützen folgt. Die Tür schließt und die beiden anderen allein lässt.

das kurze Erwachen

Eine Zigarette aus der Packung gefischt, möchte er diese gerade anzünden, als ihm wieder Ruffy’s Worte einfallen. Nami riecht dich sicherlich schon, denn ihre Nase ist nimmt jeden Geruch auf, denn sie sich einspeichert: „Hast du was dagegen, wenn ich eine rauche?“

Sieht Nami ihn an, der sich auf den Toilettendeckel setzt. Die Sachen auf den Boden angelegt. Hockt Nami an der Badewanne. Ihre Arme über den Rand platziert, worauf ihr Kinn darauf ruht. Ihren Blick wieder auf Zorro gerichtet, der wieder normal atmet: „Seit wann fragst du?“

Lächelt Sanji ein wenig. Der Grünspahn hat alle Arbeit geleistet. Anstatt eine Frage zu beantworten, stellt sie eine Gegenfrage, genauso würde es Zorro tun.

„Ruffy meinte, dass dein Geruchsinn dem Wolf ihm nichts nachsteht. Hast du mich gerochen in diesem Wald, also die Zigarette?“, fragt Sanji direkt. Eigentlich nicht seine Art, aber neugierig ist er dennoch geworden, als er die Worte vernahm.

„Ja. Jeden menschlichen oder tierischen Geruch rieche ich und werden ihn nie wieder los. Ich kann aus weiter Entfernung Menschen riechen, da seht ihr noch nicht einmal die Insel. Ein Fluch und ein Segen.“, erklärt Nami ruhig, die ein paar Haarsträhnen von Zorro zur Seite schiebt, dabei fühlt sie die Stirn gleich ab, die noch immer glüht. Zwar ist sie schon ein wenig abgekühlt, aber sie lässt ihn weiterhin darinsitzen.

„Das klingt wirklich wie ein Fluch.“, meint Sanji, der seine Zigarette wegsteckt.

„Du kannst ruhig eine rauchen. Sanji was ist mit unserem Kapitän passiert?“, hakt Nami nach, denn es lässt sie nicht los. Dieser rote Funke in seinen Augen fiel ihr sofort auf.

Seufzt Sanji ein wenig auf. Wo soll er da anfangen? Eigentlich wollte er mit Zorro darüber sprechen, aber da Nami ihn schon direkt anspricht, kann er es ihr auch erzählen. Zündet sich eine Zigarette an und erinnert sich ungern zurück: „Gestern war so ein merkwürdiger Kerl hier aufgetaucht. Zeigt uns ein Fahndungsfoto, was aus meiner Sicht schon sehr alt war, aber ein Kopfgeld eines Piraten wird ja bekanntlich nie verjähren. Auf dem Bild stand dein Name darauf. Da du aber weder weiße lange Haare noch goldene Augen hast, muss es wohl eine andere Person sein.

Der Typ griff irgendwann an und schlug auch einmal heftig zu. Er wollte gerade Vivi ergreifen, als Ruffy ihn aufhielt. Die beiden unterhielten sie sich über Werwölfe, Hybriden und schwarze Segel. Als es Ruffy zu bunt wurde, brach er dem Mann einfach so das Genick und verschwand mit ihm auf dem Schiff, womit der Fremde kam.“

„Klingt irgendwie gar nicht nach Ruffy.“, mischt sich Zorro ein, der weiterhin seine Augen geschlossen lässt, denn das letzte Mal, als er sie öffnete, schmerzte sein Kopf einfach zu sehr.

„Stimmt. Auch die Themen, die sie hatten, passt nicht zu ihm. Werwolf ja, da Zorro und er Wolfsblut in voller großer sahen, aber über Hybriden dürfte er keine Infos haben. Das Schiff, flog es in der Luft?“, fragt Nami weiter, die den Handrücken von Zorro streichelt.

„Schiffe fliegen nicht.“, meint Zorro, der die Berührung sichtlich genießt. Entspannt er sich komplett. Schluckt er seinen Speichel herunter, dabei bemerkt er, dass sich sein Bauch total komisch anfühlt. Ist ihm schlecht und pinkeln müsste er auch mal.

„Ja es flog in der Luft.“, erinnert sich Sanji noch gut daran, weil er vorher noch nie sah, als seine Augen den Schwertkämpfer mustern. Moment spricht er damit oder verhörte er sich da? Liegt er ruhig da und scheint zu schlafen, aber welche Männerstimme redet da noch: „Sag mal Zorro bist du wach?“

„So laut wie du bist, kann man nicht schlafen.“, brummt Zorro, der sich plötzlich mit aller Kraft aufrichtet. Fühlt sich sein Körper so verdammt schwer an, aber sein Mageninhalt schießt seine Speiseröhre hinauf. Automatisch öffnet er seinen Mund, wo die letzten Essensreste aus ihm herauskommt. Viel im Magen dürfte nichts sein. Hat er das letzte Mal vor zwei Tagen gegessen, danach gab es nur Wasser.

Ein weiteres Mal übergibt er sich inmitten der Wanne. Was ihm eigentlich völlig egal ist, denn sein Körper gehorcht ihm schon lange nicht mehr. Auch das er in die Badewanne pinkelt ist dem Grünhaarige gerade egal. Verliert Zorro seine Anspannung und fällt nach vorn.

Fängt ihn Sanji ab, denn Nami ist momentan auch ziemlich geschwächt und sieht fiebrig aus, aber das liegt an ihrem Schlafmangel. Achtet der Koch darauf, dass Zorro sich weiterhin nach vorne beugt, da es gut sein kann, dass er sich ein weiteres Mal übergeben muss. Dass plötzliche zittern in seinem Körper verrät Nami, dass er dringend aus der Wanne muss. Zwar fiebert Zorro noch immer, aber nicht mehr ganz so, wie vorhin im Bett.

Den Stöpsel gezogen, fließt das Wasser wieder ab. Das Zorro wieder hingelegt wird, bekommt er gar nicht mehr mit. Ist er wieder bewusstlos geworden. Schnappt sich Nami die Brause und duscht Zorro noch einmal mit lauwarmem Wasser ab. Schnappt ein Handtuch und legt es über den Schwertkämpfer.

Hievt Sanji ihn hoch und legt ihn erst einmal auf das zweite Handtuch, was Nami auf den Boden legte. Trocknen ihn ab und ziehen ihn endgültig an, aber sein zittern bleibt bestehen.

„Ich hole ihm dann noch einen Wintermantel, damit er draußen nicht erfriert.“, meint Sanji kurz.

ungewollt geht es nach Cres

Das laute Schnarchen von Lysop und Ruffy hört man über das gesamte Deck, aber das stört den anderen kein bisschen. Klingt es wie Musik in den Ohren. Eine friedliche Nacht. Wolkenloser Himmel, strahlt der Sichelmond die schlafenden Freunde nur leicht an und die Wellen peitschen sanft am Rumpf des Schiffes. Nebel schwebt durch die Luft und umhüllt die Flying Lamb mit ganzer Besatzung.

Fliegt ein Mann, der eine Gasmaske um seinen Kopf trägt vom Himmel. Ein Tau hält er in der einen Hand. In der anderen eine Teleschnecke. Bindet das Tau an der Galionsfigur fest und sieht hinunter zu den Strohhüten, die friedlich vor sich hindösen.

„Zacharias. Die Crew schläft tief und fest. Es kann also losgehen.“, meint der Mann, der aufs Deck des Buges springt. Holt den Anker ein und heftet diesen an der Reling.

„Sehr gut. Dann wollen wir mal los. Du bleibst unten und behältst sie im Auge. Vor allem den Kapitän, ist nicht zu verachten.“, meint der Ältere, der ein Zeichen für den anderen gibt. Dreht er das Steuerrad herum und die beiden Schiff segeln auf die nächste Insel Cres.
 

The end


Nachwort zu diesem Kapitel:
so ihr Lieben. eine weitere Geschichte ist fertig und ich hoffe euch gefällt diese. Falls nicht ist auch nicht so schlimm, aber ich würde mich über ein Kommentar freuen.
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