Wie kann man nur ...
Wie kann man nur auf so eine Scheißidee kommen?
Genervt fuhr er sich durch die Haare. Die Situation, in die er sich wohlgemerkt ganz alleine reinmanövriert hat, reichte eigentlich schon völlig aus um seine Laune zum Tiefpunkt zu bringen. Aber die ganzen halbnackten und plärrenden Kinder um ihn herum machten es nicht gerade besser. Warum musste es ausgerechnet der Badesee sein, wo sie sich treffen mussten? Das war doch alles nur Ruffys Schuld. Und Namis und Robins… Eigentlich die Schuld aller! Schließlich schleppten die schon seit Monaten ständig irgendwelche Typen an und versuchten ihn, natürlich ganz unauffällig, zu verkuppeln. War ja auch gar nicht verdächtigt, wenn bei ihren Treffen ständig irgendwelche fremden Kerle dabei waren und dann ganz plötzlich alle auf einmal in die Küche, ins Bad oder sonst wohin mussten und er dann alleine mit diesen schmierigen Typen im Wohnzimmer hocken musste.
Letzte Woche hatte es ihm dann gereicht. Rocaido Buggington hieß der schräge Vogel, oder wie er gern genannt werden wollte: Buggy! Der Name allein ging schon gar nicht und dann das Aussehen erst: blaue Haare... Make-Up... Und das nicht zu wenig. Der Typ hätte gut in den Zirkus gepasst, erst recht bei der schrecklichen Lache, die er gefühlt nach jedem zweiten Satz ohrenbetäubend laut von sich gegeben hat. Danach war er ausgerastet und hatte seinen Freundeskreis vor den Latz geknallt, dass sie gefälligst damit aufhören sollten, ihm ständig irgendwelche Typen vorzusetzen. Auf ihre herzergreifende Ausrede, sie wollten doch nur das Beste für ihn und das er nicht mehr alleine war, hatte er nur ohne nachzudenken erwidert, dass er doch schon längst wieder einen Freund hatte.
Zugegeben... Die Gesichter der anderen waren Gold wert gewesen... Nami hatte mit weit aufgerissenen Augen irgendwelche unsinnigen Entschuldigungen vor sich hin gestammelt und Ruffy war sein halbes Essen aus dem Mund gefallen... Okay... Der Anblick war jetzt nicht ganz so toll gewesen, zumal das ganze zerkaute Mettbrötchen auf seinem neuen Teppich gelandet war. Lediglich Robin saß wie immer nur stumm da und lächelte ihm zu. Diese Frau hat er noch nie verstanden und wird es wohl auch nie tun.
Er seufzte... Das Ende vom Lied: sie wollten ihn unbedingt kennen lernen.
Und nun saß er hier... Zwischen all den Familien, nur in Badehose bekleidet am See und wartete auf seinen angeblichen Freund. Das dieser nur ein engagierter Callboy war, durfte niemand und zwar niemand erfahren.
Zum gefühlt 100‘en mal las er sich seine Buchungsbestätigung auf dem Handy durch... Prüfte erneut, ob er auch ja nicht versehentlich die falschen Kreuze gesetzt hatte.
Die Seite hatte er von einer Kollegin irgendwann Mal erhalten. „Corbys Bekanntschaften – Agentur für Treffen, Freunde und Mehr“.... Immer noch ein bescheuerter Name für das Unternehmen, welche Männer und Frauen "verlieh"! Zugegeben, die Seite war ansprechend, nicht anstößig und wirkte durchaus seriös. Zumindest hoffte er das.
Sein besonderes Augenmerk lenkte er auf die ausgewählten Leistungen...
"Nettes Treffen"-Kreuz
"Tagsüber"-Kreuz
"Über Nacht"- kein Kreuz. Um Himmels Willen, bloß nicht! Diese Punkte waren noch einfach gewesen. Der zweite Menüpunkt, der war schon brisanter... Und genau dieser war es, den er ständig überprüfte
"Küssen" – Lange hatte er vor diesem Punkt gesessen, schlussendlich dann aber widerwillig „ja“ angekreuzt. Anders würde er es wohl nicht glaubhaft rüberbringen. Und nur, weil er den Haken setzte, mussten sie es ja nicht zwangsweise auch tun. Hoffte er… Klar, warum sollte der Kerl auch darauf bestehen! Und wenn doch, dann würde er ihm gehörig seine Schwerter zwischen die Augen schieben. Die hatte er zwar nicht mit an den See genommen, wäre wohl bei den ganzen Familien hier komisch gekommen, aber trotzdem. Irgendwas würde er schon dagegen tun könne, sollte der Typ zu aufdringlich werden.
Der nächste Punkt "Sex, Petting und Ähnliches"- NEIN! Drei mal NEIN!, konnte man aber leider nur einmal ankreuzen.
Erneut schnaufte er auf und legte sein Handy weg. Das musste aufhören. Schließlich würde Mister X gleich hier vor ihm stehen.... Woran sie sich erkennen sollten? Ein gelber Strohhut.
"Bist du Lorrenor Zorro?", erschrocken schaute er auf, als ein blonder Mann sich zu ihm runter beugte. Er schluckte... Das wird er dann wohl sein. Blonde kurze Haare, ein Auge durch den Pony verdeckt. Er war recht groß und seine Muskeln zeichneten sich unter seinem schwarzen Hemd ab.
"Hallo? Jemand zu Hause?" Eine grazile Hand winkte vor seinen Augen. Mensch! Jetzt reiß dich zusammen!
"Ja... Bin ich", knurrte er und griff nach seinem Strohhut. Der Blonde lächelte und deutete mit dem Daumen zu seinem Rücken. Dort war der Strohhut, am Hals gebunden, gerade am Rücken aufliegend.
"Na dann hat das doch perfekt geklappt. Ich bin Sanji und bin dann wohl heute deine Begleitung.“ Er hielt ihm die Hand hin, wieder dieses Lächeln aufgesetzt, von dem Zorro zugeben musste, dass es ihm gefiel. Mit festem Händedruck ergriff er die Hand. Erstmal Bloß nichts anmerken lassen. “Darf ich mich setzen?” Zorro nickte und warf den Strohhut, der neben ihm auf der Decke lag, beiseite. Sanji ließ sich elegant neben ihm fallen und schaute sich um.
“Nett hier.”
“Hm…”
“Kommst du öfter her?”
“Gelegentlich”
“Mit deinen Kindern?”
Entsetzte starrte Zorro ihn an. “Sehe ich so aus, als ob ich Kinder hätte?” Sanji legte den Kopf schief. “Wieso? Bedeuten grüne Haare etwa Impotenz?”
“BITTE WAS?” Spinnt der Kerl? Was ist das denn für ein Idiot? Wenn der so weiter macht, kann der gleich wieder gehen und ihm sein Geld zurückgeben! Doch Sanji lachte nur.
“Kann doch sein? Ich kenn mich da mit meinem 0815-Blond nicht so aus, weißt du? Mein Chef hat übrigens rosa Haare.”
“Und? Ist der auch impotent?“
„Auch?“
Zorro wurde rot. „Nein, nicht auch! Hmpf!“
Sanji lachte. “Ach komm, sei nicht beleidigt, ich wollte dich nur ein bisschen auflockern.”
Zorro schnaubte “Nur weil bei dir offenbar was locker ist, muss es ja bei mir nicht auch so sein.” Jetzt grinste der Kerl schon wieder. Was sollte das bitte?
“Na geht doch.”
Genervt schaute Zorro zum See, in dem sich gerade zwei fette Teenager eine Seeschlacht lieferten”
"Guuuut", zog Sanji lang und fuhr sich mit seinen zierlichen Fingern durch die Haare. Er zog eine Zigarette aus seiner Hemdtasche und steckte sie sich in den Mund. "Ist das okay, wenn ich…"
“Tu dir keinen Zwang an.”
"So mein schweigsamer Freund…" Sanji steckte sich die Zigarette an, nahm einen tiefen Atemzug und blies ganz langsam die Luft aus, den Kopf dabei leicht zur anderen Seite gelegt. Immerhin hatte der Kerl Benehmen. "Dann erklär doch Mal, was du dir hier so vorgestellt hast"
"Wie?“
"Na mit dem hier", sagte er und deutete kurz seinen Körper auf und ab.
"Was soll das denn jetzt bedeuten, hä?" Was zum Henker hatte ihn nur geritten diese Agentur zu kontaktieren.
Sanji erhob entschuldigend die Hände, die Zigarette immer noch im Mundwinkel
"Ruhig Blut Grüner... So war das nicht gemeint. Ich weiß doch, was du dir bestellt hast.“
“Bestellt”, echote er “Bist du ein Milchshake oder was?”
Emotionslos starrte Sanji ihn an. Hatte er ihn jetzt kaputt gemacht? Fuck! Wenn der jetzt abhaut, hat er ein Problem. Vielleicht sollte er sich entschuldigen? Doch bevor er irgendwas dahin stammeln konnte, fing der andere an zu reden.
"Ich war bisher schon vieles aber ein Milchmischgetränk ist mir neu.” Er zwinkerte. Was sollte das denn jetzt heißen? Aber immerhin nahm er es scheinbar mit Humor. “Ich meinte eigentlich, wie du dir den Nachmittag vorgestellt hast. Willst du nur wen zum Reden? Wen zum kuscheln? Soll ich dir schwimmen beibringen?” Zorros Mond klappte auf. “Ich kann schw….”
“Weißt du, dein Text im Auftrag war leider nicht sonderlich aufschlussreich." Sanji zog seine Augenbraue hoch, kramte in seiner Hosentasche und holte einen Zettel hervor.
"Brauche Freund für meine Freunde", las er daraus vor und wedelte danach mit dem Zettel in der Luft.
"Und dazu dann das gelbe Paket. Der Text hätte eher auf grün schließen lassen.” Gelb, grün .. Wie bitte? Doch bevor er fragen konnte, fuhr Sanji auch schon fort.
“Dass du es mit Worten nicht so hast, habe ich ja jetzt schon mitbekommen, aber ein wenig mehr Infos wären schon hilfreich... Was soll ich hiermit anfangen, wenn ich..." Er stockte, als Zorro ihm den Zettel aus der Hand riss und ihn sofort zerknüllte. "Spinnst du? Wedel damit nicht so rum!"
Sanji beugte sich ganz nah zu ihm vor... Zu nah... "Dann rede endlich, was du von mir willst, Marimo!“ Kurze Zeit schaut Zorro in das vor Schalk strahlende Auge seines Gegenüber.
Marimo? Was zum Teufel ist ein Marimo? Egal mit dem anderen hatte er ja schon Recht. Tief atmete er ein, bevor er für einen Moment die Augen Schloss und zu erzählen begann. Er schilderte seine nervigen Freunde, ihre penetranten Versuche ihn unter die Haube zu bringen und was ihn letztendlich rausgerutscht war. Sanji hörte seinen Worten still zu, eine weitere Zigarette rauchend.
“Verstehe. Jetzt macht deine Paketauswahl auch Sinn. Sollte kein Problem sein”, zwinkerte er ihm letztendlich zu, bevor er erneut den Rauch ausblies. “Ach komm…nun schau nicht so, wie ein Fisch kurz bevor er in den Topf kommt! Wir kriegen das schon hin.” Er boxte ihm sanft gegen den Oberarm, bevor er zügig weitersprach.
“Im Grunde gibt es nur eine Sache, die wir beachten müssen, damit das heute funktioniert.” Sanji erhob den rechten Zeigefinger. “Am glaubhaftesten ist es, wenn wir so nahe wie möglich an der Wahrheit bleiben. Je weiter wir uns davon wegbewegen, umso größer ist die Gefahr, dass wir uns verzetteln”. Zorro nickte. Das klang plausibel.
“Darum meine erste Frage: was hast du denn schon von mir erzählt?”
“Nichts”
“Wie nichts?”
“Na nichts halt”
“Kein Name, Beruf, kennenlernen? “
Zorro überlegte. Hatte er doch irgendwas erwähnt? Nein. Nach seinem “Geständnis” wurde sofort das heutige Treffen verlangt. Dann ist er so schnell wie es ging abgehauen.
“Nope…”
Sanji nickte, dann fing der plötzlich an zu grinsen, stand auf und hocke sich hinter Zorro auf das Handtuch.
“Und was wird das jetzt?” Er versteifte sich, als er Sanjis Hände auf seinen Schultern spürte.
“So verkrampft wie du bist, nimmt uns keiner das verliebte Paar ab.” Zorro spürte, wie warmen Hände begannen seine harten Muskeln zu massieren. “Außerdem hast du dafür bezahlt, dass ich dir den Tag etwas versüße.” Zorro konnte nicht verhindern, dass er sich verkrampfte. “Entspann dich”, flüsterte er ihm ins Ohr, während er damit anfing sanft seinen Rücken auf und ab zu streichen. Die Bewegungen waren tatsächlich angenehm. Langsam begann er sich zu entspannen. Sanjis Hände taten gut. Waren es erst harte, Muskeln erweichende Bewegungen, wurde er danach mit sanften Streicheleinheiten belohnt. Fast schon war er geneigt die Augen zu schließen ihr sich nur den angenehmen Händen hinzugeben. Ein leiser Seufzer entwich ihm, was Sanji schmunzeln ließ. “Na siehst du… wird doch schon besser.”
Inzwischen konnte er doch nicht mehr dem Drang entfliehen die Augen zu schließen. Weiterhin auf die wohltuenden Hände achtend. Und doch durfte er sich nicht zu tief fallenlassen, immerhin würden seine Freunde bald auch hier sein. Ob er das mit anderen Kunden auch tat? Das hier, war vermutlich noch das Harmloseste. Ob er viele Kunden hatte und ob sie auch…? Immerhin konnte man es ankreuzen, aber stand auch jeder für alles zur Verfügung? Paket Gelb, hatte er gesagt…das hing doch bestimmt damit zusammen. Warum machten die das auf der Homepage nicht eindeutiger? Ein stechender Schmerz ließ ihn in seinem Gedanken aufschrecken. Der Typ hatte ihn nicht wirklich gerade gekniffen, oder?
“Was sollte das denn jetzt?”
“Deine Gedanken konnte ich bis hier hinten hören. Frag schon, was du fragen willst.”
“Ich denke, du könntest sie hören?” Missmutig rieb er sich den Nacken. Sanji sagte nichts, zog nur eine Augenbraue hoch. Oder sogar beide? So genau konnte man das immerhin nicht sagen, schließlich lag der Pony penetrant konstant über seinem einen Auge.
Zorro winkte ab. “Schon gut.” Und Schweigen… Schweigen war gut, da konnte man immerhin nichts falsches mit sagen.
Sanji verdrehte die Augen und steckte sich die dritte Zigarette an.
“Noch eine?”
“Die letzte, versprochen.”
Er nickte. „Aber dann ist Schluss!“
„Versprochen!“ Sanji zwinkerte und Zorro musste schlucken. Der Kerl war schon irgendwie sexy, das musste er ihm lassen. Vielleicht sollte er ihn doch einfach fragen, war ja schließlich nichts dabei…eigentlich.
“Sag mal, diese Pakete, die …”
„Hey ZORRO!“, hörte er plötzlich jemanden rufen. Er drehte sich um und sah Ruffy und Robin, welche auf sie zutraten.
„Da sind sie“, flüsterte er ihm zu. Er schluckte: Es begann!
_____________
So .. Das wars erstmal. Lasst mich wissen, ob es euch gefallen hat. Ein Kapitel folgt dann noch.
Es geht los
„Hey…“, hörte er Sanji neben sich flüstern, die Zigarette bereits weggeschnippst. Er spürte, wie er die Hand sanft auf seine legte und ihm beruhigend mit dem Daumen über den Handrücken strich. „Wir schaffen das! Keine Panik!“ Zorro wollte noch etwas sagen, aber da wurde er schon von Ruffy hoch und in seinen Arm gezogen.
„Hey Alter! Schön dich zu sehen!“
„Ja“, keuchte er „nun lass mich aber los, sonst erstick ich!“
„Hoppla!“ Sofort ließ Ruffy ihn los und kratzte sich am Kopf. „Sorry, ich vergesse immer, wie kräftig ich eigentlich bin.“
Sanji stand nun ebenfalls auf und blickte Zorro erwartungsvoll an.“
„Ähm ja, das ist Sanji, mein Freund. Und das dort sind Ruffy und Robin.“ Stellte er sie gegenseitig vor.
"Wo hast du denn Nami gelassen?"
"Die verbringt den Tag heute auf dem Klo? Was ist denn da in der Box?"
"Wie jetzt Klo?"
Ruffy zuckte mit den Schultern. "Hat irgendwas Falsches gegessen oder so. Auf jeden Fall hat sie nen Mörder Durchfall."
Zorro verzog angewidert das Gesicht. "Und dann lässt du sie zu Hause leidend alleine?"
"Ich bringe ihr doch was aus der Apotheke mit." Ruffy grinste. "Ich muss mir doch schließlich dich mit deinem neuen Freund angucken. Was ist denn da nun in der Box?"
"SAG MAL GEHT‘S NOCH? Ich bin doch kein Tier in Zoo, was du...."
"Da sind Snacks für uns drin", unterbrach Sanji ihn und öffnete seine blaue Kühltasche. Zorro kratzte sich nachdenklich am Kopf. War die schon die ganze Zeit hier?
"Wow!" Ruffy bekam große Augen, als er diverse Boxen mit Obst, kleinen Broten, Salate und Dips rausholte.
"Wahnsinn!" Ruffy begann zu sabbern und hüpfte nervös auf und ab.
"Nun nimm dir schon was", zwinkerte Sanji ihm zu. Sofort stürzte sich Ruffy auf das Essen.
"Hast du das alles selber gemacht?" Robin hatte sich zu ihnen gebeugt und sich ein Stück Brot vor Ruffy nehmen können.
Sanji winkte ab. "Keine große Sache. Ich bin Koch, da mache ich das doch gerne."
"Dann hab vielen Dank, Herr Koch."
"Aber ich glaube, " Sanji drehte sich zu Ruffy, welcher weiterhin im rasanten Tempo alles wegfutterte "ich habe dann doch zu wenig gemacht."
Zorro seufzte. "Bei Ruffy kann man nur zu wenig machen! Hey Fresssack! Mach mal langsamer, wir Anderen wollen auch noch was."
Ruffys Kopf zuckte nach oben "Waff?... Ihr woh au...waff?
"Man Alter! Du Idiot spuckst uns das ganze Essen ins Gesicht"
"Wuldifung" Ruffy schluckte runter. "Das ist lecker Sanji... Ich mag dich. Hoffentlich hälst du es ganz lange mit unserem Zorro aus!"
"Alter, es reicht!" Eine Zornesader hatte sich auf seiner Stirn gebildet.
"Das schmeckt wirklich sehr lecker, danke Herr Koch." Robin hatte sich etwas vom Nudelsalat genommen und lächelte. "Wo arbeitest du denn genau?"
Während Sanji ausführlich von irgendeinem hochklassigen Sternerestaurant und deren Speisekarte berichtete, nahm auch Zorro vom Essen. Es war wirklich lecker, das musste man ihm lassen. Ob er wirklich als Koch in diesem Lokal arbeitet? Er sagt ja, er wolle so nah wie möglich an der Wahrheit bleiben und kochen konnte er definitiv... Oh ja.
Robin unterhielt sich weiterhin angeregt mit seinem Freund, also konnte Zorro es sich auch erlauben kurz die Augen zu schließen. Nur kurz Mal die Augen ausruhen, mehr nicht
Laute Musik ließ ihn aufschrecken. Kerzengerade saß er auf der Decke und schaute die anderen an. Da Ruffy sein Handy am Ohr hatte war es offenbar sein Handy, was ihn mit einem nervigen Klingelton geweckt hatte. Er schaute sich um. Sanji saß immernoch neben ihm, wo auch sonst und Robin… las ein Buch? Da kommt die her um zu gaffen und dann liest die ein Buch?
„Na wach, Schlafmütze?“
„Hä?“
„Du hast eine Stunde verpennt, Schatz!“ Sanji hatte sich tief zu ihm runter gebäugt, doch Zorro riss nur ungläubig die Augen auf. „Upps, ich….“
„So Leute! Das war Nami, ich muss los.“ Ruffy sprang auf die Füße und wollte sich gerade umdrehen, als Sanji ihn aufhielt.
„Kannst du noch kurz 5 Minuten warten?“
„Ähm, sicher, aber warum?“
„Wartet kurz.“ Flink war Sanji aufgesprungen und rannte zum anliegenden Kiosk, während die anderen ihm hinterher blickten.
„Ganz schön schnell, dein Freund.“ Hatte Zorro sich das nur eingebildet, oder hatte Robin die letzten zwei Worte irgendwie seltsam betont?
„Ja, scheint so.“
„Sanji sagte, ihr habt euch übers Internet kennen gelernt?“ Okay, jetzt war er sich sicher. Die plante doch irgendwas. Hoffentlich war das hier kein Trick. Wenn er das jetzt bestätigt, und Sanji hätte das nicht gesagt, würde er ganz schön dumm dastehen. Also entschied er, sie zweifelnd anzuschauen. Und grimmig, ja … am besten grimmig, das passt immer. „Wieso?“
„Ach, nur so! Ich dachte immer, Computer sind nicht so dein Ding!“ Zorro schnaubte. „Sind sie auch nicht, aber das heißt noch lange nicht, dass ich in der Steinzeit lebe und mit diesen Teilen gar nichts anfangen kann.“
„Ich wollte ja auch nur sagen, dass….“
„Hey, da kommt Sanji“, aufgeregt hüpfte Ruffy auf und ab.
Was hatte er denn da in der Hand? War das eine Reibe? Eilig ließ er sich auf die Decke nieder, holte einen Apfel aus der Kühltasche raus und nahm sich schnell eine leere Dose, in der vorher Brot gewesen war.
„Hey, da war noch was in der Tasche?“ Neugierig lugte Ruffy in die Kühlbox. „Tatsache, da ist ja noch Obst drin!“
Sanji begann den Apfel zu reiben. Und oh man! War der flink dabei! „Ja, noch ein bisschen für den Notfall, nimm dir ruhig was.“
„SUPER!“, strahlte Ruffy und nahm sich sofort in jede Hand eine Birne. „Lecker!“
„Sag mal, was wird denn das da, wenn es fertig ist?“ Skeptisch beobachtete Zorro, wie Sanji den kompletten Apfel in die Schale rieb.
„Für Nami!“
„Apfel bei Durchfall? Bist du verrückt?“ Zorro zeigte mit dem Finger auf seine Stirn, welchen Sanji sofort weg schnippte. „Nur, wenn man ihn in Stücken isst. Gerieben bildet der Apfel Pektin. Das bindet die Flüssigkeit im Darm und alles wird schneller wieder fest.“ Er verschloss die Dose und reichte sie Ruffy. „Bis du zu Hause bist, ist das schön durchgezogen. Sag ihr, dass sie immer mal wieder einen Löffel davon essen soll, ganz langsam.“
„Super, Danke. Er schnappte die Box, nahm sich noch einen Apfel und sprintete los.
Zorro schaute ihn mit einer Mischung aus Unglaube und Bewunderung an.
“Na da hat sich unser Zorro aber was ganz tolles an Land geholt, oder?” Robin legte die Hand unter ihr Kinn und schaute Zorro regungslos an. “Zum Glück bist du nun doch etwas zugänglicher zur Technik geworden, dafür, dass du sie sonst immer so verfluchst.”
Zorro räusperte sich. “Mag sein.”
“Es ist ja sonst schon eine Kunst, dich an dein Handy ran zu …” Jetzt langt's! Zorro sprang auf, sah kurz verunsichert zu Sanji, welcher ihn fragend anblickte und fuhr sich danach genervt durch die Haare. “Ich brauche mal eine Abkühlung. Kommst du mit?” Ohne eine Antwort abzuwarten, ging er zum See und sprang hinein. Als er wieder auftauchte sah er, wie Sanji es ihm gleich tat.
“Warum so schlecht gelaunt? Läuft doch ganz gut”, zwinkerte Sanji und schwamm auf ihn zu.
“Von wegen … Robin weiß es.”
“Meinst du?
“Ja…die Frau ist einfach … ach!” Genervt schlug er mit der Faust ins Wasser. Sie war die Blickigste von allen und ohne ihre beste Freundin Nami, die sie laufend ablenkend von der Seite anquatschte, hatten sie natürlich nun ihre komplette Aufmerksamkeit.
“Ich sehe es an ihrem Blick, die glaubt uns kein Wort!”
“Naja….”, zögerte Sanji, blickte ihn an und schwamm dann näher auf ihn zu. Plötzlich spürte Zorro, wie sich ein warmer Körper von hinten an ihn schmiegte. “Sonderlich pärchenhaft verhalten wir uns ja bisher auch nicht.“ Ganz sanft sprach er diese Worte aus, löste sich von seinem Rücken und schwamm um ihn herum, immer noch ganz dicht an ihm dran. “Schaut sie gerade her?” Zorro nickte. “Dann lass mich doch mal was probieren.” Langsam kam Sanji Zorros Gesicht immer näher. Aus Reflex zuckte er ein Stück zurück, doch Sanji legte ihm seine Hand in den Nacken und zog ihn sanft zu sich. “Ich mach ganz vorsichtig, versprochen”, flüsterte er nahe seiner Lippen. Zorro schluckte. Er musste auf seinen Mund schauen, der so nah dem seinen war. Der Drang die weichen Lippen auf seinen zu spüren wurde immer größer. “Du gibst mir ein Zeichen, wenn ich zu weit gehe, ja?” Tief schaute ihn das blaue Auge an. Ob er Kontaktlinsen trug? Man konnte doch unmöglich so blaue Augen haben. Wie gern würde er diesen Pony wegstreichen um zu überprüfen, ob das andere Auge genauso strahlte. “Okay?” Zorro nickte und langsam legten sich die sanften Lippen auf seine, bewegten sich ganz vorsichtig. Er konnte gar nicht anders, als den Kuss zu erwidern. Seine Lippen gegen die samtig weichen des anderen drückend, sich im Einklang mit ihnen bewegend. Sanjis Hand immer noch in seinem Nacken bemerkte er nicht, wie er sie beide im Wasser langsam drehte. Nur widerwillig ließ er von ihm ab, als sich seine Lippen von ihm lösten. Schmunzelnd schielte Sanji an Zorro vorbei. “Sie hat alles mit angesehen…”, flüsterte er. Noch halb in Trance wollte Zorro sich umdrehen, doch Sanji schlang erneut die Arme um ihn und vereinte zum zweiten Mal ihre Lippen miteinander. “Nur zur Sicherheit” hauchte er ihm zu, bevor er sich komplett von ihm trennte. “Sicher”, flüsterte Zorro, dem Gefühl in seinem Inneren erlegen. Ein watteartiges Gefühl hatte ihn umgeben, als wäre er weit fort und stände nicht im kalten, leicht dreckigen Seewasser. Er schluckte. Solch Kribbeln hatte er schon lange nicht mehr gefühlt. Eins war sicher: er wollte mehr davon. Sanji paddelte derweil ein bisschen im Wasser vor sich hin, scheinbar irgendwas am Strand beobachtend. Zorro grinste. Langsam tauchte er ab und überbrückte die kurze Distanz unter Wasser. Er begutachtete kurz die wohlgeformten Bauchmuskeln bevor er die Arme um seine Hüfte legte, schnell auftauchte und seinen Lippen auf die des blonden drückte. Ein überraschtes Glucksen war von demselben zu hören, bevor Zorro das Grinsen spüren konnte. Wieder bewegten sich ihre Lippen gegeneinander, schmiegten einander an und liebkosten sich, bevor Zorro sich mit seiner Zunge in den Mund des anderen stahl. Sanjis Zunge begrüßte ihn und schnell wurde ihr Kuss schneller und inniger. Tief drang Zorro in die warme Mundhöhle des anderen ein, focht einen Kampf mit der Zunge des anderen aus. Reflexartig drängte er seinen Körper an ihn, als dieser die Hand erneut in seinen Nacken legte. Zu Zorros Unzufriedenheit löste Sanji den Kuss. ”Ein bisschen viel Familie hier um uns Rum oder?”, raunte er ihm ins Ohr, was Zorro eine angenehme Gänsehaut bescherte. Es dauerte kurz, bis er die Worte Begriff und leicht errötete. Scheiße, ja! Sie waren ja hier umgeben von lauter Familien und Kindern. Mit aufgerissenen Augen schaute er sich um und seufzte erleichtert auf. Scheinbar hatte niemand ihre kleine Showeinlage mitbekommen. Es wurde keinen Kindern die Augen zugehalten und es drehte sich auch niemand beschämt weg. Lediglich Robin schaute ein wenig verlegen zur Seite .. gut so.
“Und im Übrigen”, flüsterte ihm Sanji ins Ohr „Sind wir gefährlich nahe am roten Paket dran…” er setzte einen kurzen Kuss auf seine Ohrmuschel und ließ sich dann auf den Rücken ins Wasser gleiten. “ Zorro brummte. Hatte er nicht gebucht!
Sanji lachte, bevor er plötzlich seine Augen aufriss. “Fuck”, zischte er aus zusammebgebissenen Zähnen hervor, bevor er untertauchte. Überrascht schaute Zorro zum Strand. Was war das denn jetzt? Als er sich wieder umdrehte sah er, wie Sanji gerade hinters Schilf tauchte und schwamm ihm hinterher.
“Hey? Was war denn los?”
“Nichts!”
“Das sah mir aber nicht nach “nichts” aus.” Sanji verdrehte die Augen und lugte durch das Schilf zum Strand.
“Da hinten ist jemand, den ich jetzt nicht treffen möchte.” Neugierig lugte Zorro ebenfalls durch ihr Versteck.
“Wer von denen ist es denn?”
“Der alte Mann!”
“Der graue da?” Zorro sah ihn sich genauer an. Großer Kerl, schon älter… Den Schnauzbart interessant zu zwei Zöpfen geflochten. Irgendwie hatte der was Gefährliches an sich.
“Macht der dir Schwierigkeiten?” Sanji winkte ab. “Warum verstecken wir uns dann? Oder ist das etwa ein anderer Kunde von dir?”
“Was?” Entsetzt starrte Sanji ihn an. “Natürlich nicht und selbst wenn, dürfte ich dir das sowieso nicht verraten.”
“Aha!” Toll .. Jetzt war er auch nicht viel schlauer.
“Er soll mich hier einfach nicht sehen, okay?”
“Von mir aus.” Zorro zuckte die Schultern. Offenbar wollte Sanji keine Hilfe, dann bekommt er auch keine.
“Okay, er geht in die Kantine. Lass uns wieder zurück.” Genervt verdrehte Zorro die Augen. Jedoch wurde seine Laune sicher besser, als sich Sanji nass tropfend aus dem Wasser begab. Die vielen Wasserperlen, die seine muskulöse Brust hinunter liefen… und Gerade jetzt musste Sanji sich auch noch so sexy durch die Haare fahren. Zorro schluckte. Er musste schnell an etwas anderes denken, sonst müsste er wohl oder übel noch eine Weile im Wasser bleiben.
Als sie wieder an ihrem Liegeplatz ankamen, sahen sie, wie Robin gerade ihre Sachen zusammen packte.
“Du willst schon los?”, fragte Sanji, während er sich mit dem Handtuch grob abrieb.
“Wollen nicht, aber Ruffy hat gerade angerufen.”
“Jetzt sag nicht, er hat das mit der Medizin nicht auf die Reihe gekriegt?” Zorro hatte vorhin schon seine Zweifel gehabt, ob Ruffy auch das Richtige mitbringen würde.
Robin seufzte. “Er hat sich wohl so seltsam der Apothekerin gegenüber ausgedrückt, dass die ihm etwas gegen Regelschmerzen, statt gegen Durchfall mitgegeben hat.” Zorro lachte. Hier vor seinen Freunden hatte er Namis Leiden ganz unverblümt rausposaunt, aber vor Fremden druckste er bei solchen Themen gerne mal rum. In Grund war Nami da selbst schuld daran, die hatte ihm schließlich eingebläut, dass man vor Fremden nicht alles erzählen durfte und seitdem tat er sich bei anderen Menschen schwer damit.
“Ich husch jetzt nochmal schnell in die Johannapotheke und fahre dann bei den beiden vorbei.” Sie schulterte ihre Tasche und zwinkerte den beiden zu. "Außerdem glaube ich, das frisch verliebte Paar kann etwas Zeit alleine ganz gut gebrauchen.” Sie winkte und verschwand. Zorro schluckte. Hieß das, sie glaubte ihm nun? Oder war das wieder nur so ein Spruch?
“Na das war ja ein kurzes Intermezzo mit deinen Freunden”, flüsterte Sanji und ließ sich rücklings auf das Handtuch fallen. Zorro nickte und legte sich neben ihm auf den Rücken.
“Soll ich trotzdem noch bleiben?”, hauchte er ihm entgegen, während er mit dem Zeigefinger Zorros Brust entlang fuhr. Zorro drehte Sanjis Kinn mit seinem Fingern zu ihm. “Wie viel Zeit haben wir denn noch?”
“Eine Stun…” grinsend verschloss Zorro Sanjis Mund und begann sofort einen intensiven Zungenkuss. Tief stieß er in die warme Mundhöhle, verwickelte die flinke Zunge in einen regelrechten Kampf um die Vorherrschaft, während er ein leichtes Stöhnen krampfhaft versuchte zu unterdrücken. Der Andere machte ihn einfach wahnsinnig…im positiven Sinn. Er hätte nie gedacht, dass eine so kurze Zeit ausreichte, um ihn so sehnsuchtsvoll werden zu lassen. Er genoss es, wie Sanjis Hände sanft seinen Nacken kraulten und wollte gerade seine eigenen Hände auf Wanderschaft schicken, als der Kuss Mal wieder abrupt beendet wurde. Ein Knurren entwich seiner Kehle, doch Sanji grinste ihn einfach an, wollte gerade zum Sprechen ansetzen, als Zorro ihm erneut aber nur kurz seine Lippen aufdrückte. “Ja ja, ich weiß.”
Sanji quiekte kurz leise auf, als er ihn grob an sich ran zog und Sanjis Kopf seitlich auf seine Brust drückte. “Aber das ist mit inbegriffen, oder?”
“Das geht.”
Er spürte einen Kuss auf seiner Brust, welche seine Haut zum kribbeln brachte.
Eine Weile lagen sie so da, Sanji seitlich auf Zorro, einen Arm um seine Hüfte geschlungen, während der andere sanft seine Seite auf und ab fuhr.
“Kannst du mir das mit den Paketen nochmal erklären?”
Sanji schmunzelte. “Eigentlich solltest du doch wissen, was du gebucht hast.”
Zorro brummte missmutig. “Das weiß ich auch. Aber du faselst immer was von Farben, aber auf der Website steht davon nichts.”
"Ach, ist das immer noch nicht angepasst? Aber so schwer ist das eigentlich nicht: grün - freundschaftliches Treffen, gelb - wie grün, aber mit leichten Zärtlichkeiten und rot .. Naja… du kannst es dir sicher denken.” Zorro nickte.
“Machst du das eigentlich auch?”
“Was?”
“Na rote Pakete.” Vorsichtig versuchte Zorro einen Blick auf Sanjis Gesicht zu erhaschen, doch der hatte seinen Kopf so nach unten geneigt, dass er keine Chance dazu hatte. “Manchmal”
Zorro brummte. Irgendwie gefiel ihm der Gedanke nicht. “Das heißt?”
“Du kannst mich nicht pauschal für rot buchen. Ich mache das nur für … “ er zögerte “... Besondere Kunden.”
“Würdest du..” Zorro räusperte sich. Er konnte es selbst nicht fassen, dass er diese Frage stellte. “Würdest du es für mich tun?” Sanji erhob den Kopf von deiner Brust und blickte auf. “Also…nur theoretisch, mein ich.” Verdammt…Sanji antwortete immer noch nicht. “Ach vergiss es, war ne ganz dumme..” Diesmal war es Sanji, der Zorro mit einem sanften Kuss unterbrach. “ Ich denke schon” hauchte er ihm zu, bevor er sich wieder hinlegte. War er da etwa eben ein bisschen rot geworden?
“Ist Sanji eigentlich dein richtiger Name?”
“Ja, warum?”
“Nun…” Er stockte. “Na, wenn jeder deiner Kunden deinen Namen kennt? Gerade, wenn es dieser…spezielle…Bereich ist?”
“Meistens habe ich ja nur grüne oder gelbe Kunden. Aber ja, ich gebe zu, häufig verwende ich einen anderen Namen. Das kommt halt immer auf die Person und den Auftrag an, was ich daraus mache.”
Zorro schmunzelte
“Und ich wirkte gleich so vertrauensvoll,dass du mir deinen echten Namen verraten hast?”
Sanji zuckte mit den Schultern. “Irgendwie schon.”
“Na dann hoffe ich, dass du mit deiner Einschätzung nicht irgendwann Mal daneben liegst.”
“Du brauchtest einen Alibi Freund. Da hing für dich viel dran. Ich wollte es nur nicht versehentlich versauen. Nahe an der Wahrheit funktioniert immer besser als die pure Lüge.” Zorro nickte. Das hatte er ja vorhin schon gesagt. Plötzlich schaute Zorro auf, hatte er da eben nicht …
“Dein Zwirbelbart-Freund kommt in unsere Richtung.”
“Was?” Panisch ruckte Sanjis Kopf nach oben, wurde aber von Zorro mit sanfter Gewalt wieder auf seine Brust gedrückt. “Bleib einfach still liegen.” Er griff mit seiner Hand zum Strohhut, welcher immer noch neben ihnen auf dem Handtuch lag und setzte ihn Sanji auf den Kopf. “So erkennt er dich nicht, entspann dich.” Von wegen... Zorro spürte genau, wie angespannt Sanjis Muskeln weiterhin waren. Doch der Zwiebelbart schaute sie nicht einmal an und ging einfach an ihnen vorbei. Zorro beobachtet ihn dabei aus zusammengekniffenen Augen.
“Ist er weg?”, flüsterte Sanji ihm entgegen.
“Ja, aber bleib einfach trotzdem liegen. Da hinten ist nur die Toilette, der kommt also gleich wieder.” Sanji nickte und drückte sich noch enger an ihn. es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis der Zwiebelbart den Rückweg antrat, doch dann kam er. Und schaute weiterhin nur stur gerade aus. Gut so. Er wollte Sanji gerade Entwarnung geben, als ihm etwas auffiel. Bis eben hatte der Weg vom Klo seine vollste Aufmerksamkeit und so bekam er erst jetzt die ruhigen und gleichmäßigen Atemzüge seines Kuschelpartners mit. Da war der doch tatsächlich weggepennt. Warum eigentlich auch nicht, also erlaubte es Zorro sich ebenfalls die Augen zu schließen und diesen Moment einfach nur zu genießen.
Ein wildes Fluchen ließ ihn aufschrecken. Hektisch starrte Sanji auf seine Armbanduhr. ‘“Fuck, sorry, ich muss los!” Hektisch sprang er auf und schmiss seine Sachen zusammen.
“Musst du noch wohin oder beendest du deine Dates immer so abrupt?” noch leicht verschlafen streckte Zorro seine müden Glieder.
“Was? Nein, natürlich nicht. Du hast ein viel schöneres Ende verdient, aber ich bin schon viel zu spät. Ich muss zum nächsten Termin!” Kurz drückte er seine Lippen auf Zorros…die schönen samtweichen Lippen, von denen er so gerne so viel mehr gehabt hätte, doch schon rannte Sanji im Affentempo zum Ausgang.
Lange schaute Zorro ihm hinterher und fuhr sich fahrig durch die Haare. Er konnte es immer noch nicht glauben, wie schnell dieser Typ es geschafft hatte, ihn in seinem Bann zu ziehen. Es geschafft hatte, dass er wirklich begann sich in diesen Callboy zu verlieben. ..
….
Sanji war bereits mit seinem Auto zum nächsten Termin gefahren. Sein blauer Volvo stand bereits auf einem Parkplatz in einer kleinen Luxus-Wohngegend. Er seufzte. In letzter Zeit war er hier öfter. Aber dieser spezielle Kunde bezahlte mehr als gut und umso schneller er das Geld beisammen hatte, umso besser. Er nahm die kleine Schachtel aus dem Handschuhfach. Kurz zögerte er…wenn er einfach an diesen sexy Grünhaarigen denken würde, bräuchte er diese Teile vielleicht gar nicht. Er schluckte. Nein, besser ist besser. Also nahm er sich seine Wasserflasche, nahm eine dieser blauen Pillen, schluckte sie runter und spülte mit Wasser nach. Danach begab er sich zu der protzigsten Villa in dem ganzen Viertel und drückte die Klingel. Er atmete noch einmal tief ein… er schaffte das! So wie jedes Mal. Und schon wurde die Tür geöffnet und ein älterer Herr mit grauen Haaren öffnete diese.
“Da bist du ja”, raunte er ihm zwischen seinen zwei Zigarren entgegen, als er ihn auch schon am Kragen zu sich ins Haus zog.