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Wiedervereint

Leon & Vanessa ❤️‍🩹
von

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Die Rückkehr der wilden Kerle

Ein kleiner Junge sauste den steilen Hang hinunter, stieg von seinem Fahrrad ab und ließ es in den Dreck fallen. „Hippelpott und Tamuskiste” fluchte er fassungslos, ehe er über den Bolzplatz laufend „Verflixt, was ist hier passiert?” murmelte und sich alle Plakate die am Kiosk festgenagelt waren laut durchlas. Was dort geschrieben stand machte ihn wütend, da es hauptsächlich Beleidigungen und Herausforderungen für die wilden Kerle waren. Weil er Motorengeräusche hörte und sah wie zwei Mädchen mit Quads ins Stadion fuhren, versteckte er sich. Leon tauchte ebenfalls dort auf und blickte schockiert zu seinem ehemals besten Freund Fabi, bevor er den Vertrag der Biestigen Biester die den Titel für die wildeste Fußballmannschaft der Welt beanspruchen wollten entgegen nahm. Doch der junge Fan entriss ihm diesen und zerfetzte ihn, wobei er schnaubte „Wir verstecken uns nicht! Nicht solange ich, Nerv der Sohn der Hexe von Bogenhausen den Seitfallflugvolley beherrsche und zwar in den Winkel. Sag das deinen Biestern und sag ihnen noch was! Wir schießen euch nicht auf den Mond, wir schießen euch sofort in die Hölle!” Während in dem Jüngeren der Kampfgeist geweckt wurde und er sich auf das Fußballspiel freute, verließ der damalige wilde Kerle Anführer den Teufelstopf. Wenigstens konnte Nerv Tippkick Maximilian, Huckleberry Fort Knox und die siebte Kavallerie überreden. Denn während Maxi bei seinem Vater in der Bank arbeiten musste, waren die Reik Brüder zu drei Wochen Unkraut jäten verdonnert worden und alle wollten so schnell wie möglich diesen Strafen entkommen. Gemeinsam überlegten sie sich anschließend wer zu wem gehen sollte und teilten sich auf, um die anderen ihres Teams zurück zu holen. Auf der Go Kart Bahn hatten Marlon und Markus ihre Leidenschaft entdeckt, wo sie sich ein Rennen lieferten. Da sie scharf auf das Kart waren, wollten die Intuition und der Torwart mit den wilden Kerlen nichts mehr zu tun haben. Vanessa fing mit dem Kickboxen an, denn an irgendetwas musste sie ihre Wut raus lassen und da war ihr der Boxsack eine große Hilfe. „Ich denk nicht dran, das kannst du vergessen!” keifte die Unerschrockene auf Julis Vorschlag ihren Freund zu überreden und schnaubte „Shitte nochmal, ich habe ein ganzes Jahr auf diesen Mistkerl gewartet” da sie immer noch sauer auf den Verräter war.

 

Mit verschränkten Armen stand sie in ihrer Umkleidekabine, ehe sie sich auf einen Stuhl in der Ecke des Kampfringes setzte und das Mädchen vor sich anstarrte. Sie ignorierte die aufmunternden Worte ihres Trainers, schubste diesen beiseite und stand auf. °„Dann versteck dich doch weiter, genauso wie Leon!”° ständig wiederholte sich dieser Satz von Juli in ihrem Kopf und auch dessen Vorschlag °„Wir treffen uns Heuteabend im Teufelstopf, auf jeden Fall die die noch wild genug sind!”° brachte sie zum nachdenken. Sie war wild und das bewies Vanessa, indem sie ihre aggressive Gegnerin mit dem Satz „Ich versteck mich nicht, ich bin auch noch wild. Sehr wild sogar! Habt ihr das endlich kapiert?” beim Kickboxen nur wenige Sekunden später zu Fall brachte. Anschließend zog sie sich um, ging nach draußen und machte sich auf den Weg um ihren Freund zu suchen. Sie fragte seinen Vater und berichtete ihm von der Herausforderung, wonach der Eisdielenbesitzer ihr erklärte wo sich sein jüngster Sohn gerade aufhielt. Nach einem „Danke” und einer kurzen Verabschiedung, grübelte die Königin des Albtraumpasses unterwegs *Leon spielt also lieber in einer Countryband, anstatt seine Mannschaft zu retten! Shitte nochmal und so einen Verräter liebe ich!* Schließlich blieb sie vor einem kleinen Gebäude stehen wo Musik zu hören war, holte tief Luft und drückte die Türklinke runter. Während die älteren Leute zur Musik tanzten, stand der Jüngere in dem Rentner- Heim Tanz dich jung eingehüllt in einem silbernen glitzernden Cowboyanzug mit E-Gitarre auf der Bühne und spielte in der Countryband Wild Bones mit. Seit Leon seine Kameraden im Spiel gegen die Nationalmannschaft im Stich gelassen hatte, löste sich sein ganzes Team auf und er hörte auch nichts mehr von ihnen. Denn als er abgehauen war, lagen sie gerade mal 1 zu 7 zurück und deswegen traute er sich nicht mehr ihnen unter die Augen zu treten. Ein Jahr später fand er heraus dass seine eigene Mannschaft mit 1 zu 25 verloren hatte und das war natürlich die größte Blamage gewesen. Aber dieses Mal hatte ihn sein ehemals bester Freund Fabi herausgefordert und das mit einer Mädchenmannschaft, um die wilden Kerle zu besiegen. Ihm ging Nervs Vorwurf °„Bist du so feige? Wenn du jetzt kneifst, wird es die wilden Kerle nie wieder geben!”° und sein tränenüberströmtes Gesicht, als der Kleine ihn mit °„Okay, wie du willst! Leon, dann mache ich es ohne dich!”° angeschrien hatte einfach nicht mehr aus seinem Gedächtnis. Letztlich dachte er an seine Freundin und das schmerzte am meisten, weil er sie trotzdem noch von ganzem Herzen liebte.

 

Plötzlich öffnete sich die Tür zum Clubhaus, wonach ein heftiger Windstoß dessen Vorhänge zum wehen brachte und eine schmale Gestalt enthüllte. Leon war sofort fasziniert von der Besucherin, denn er kannte sie und vergaß dabei sogar den Einsatz für sein Gitarrenspiel. Augenblicklich blendete er seine Bandkollegen und auch alles Andere um sich herum komplett aus, da sein Blick wie hypnotisiert auf der für ihn wichtigsten Frau lag. Er musterte sie von oben bis unten und schluckte, ehe er in ihren rehbraunen Augen versank. Als die Honigblonde unmittelbar vor ihm stehen blieb, wusste er nicht was er sagen sollte und sein Herzschlag beschleunigte sich. Erst als ihn der Sänger mahnend mit „Hey, was soll das?” rügte und Vanessa schnaubte „Der Kerl hat recht und wegen so was hier lässt du dich von einer Mädchenmannschaft platt machen?” kam er endlich zur Besinnung. Doch kaum hatte sie das gesagt, wandte sich die Unerschrockene „Die Anderen warten im Teufelstopf” murrend um und verließ schleunigst den Senioren-Club. Hinter ihr hörte sie nur wenige Minuten später wie die Tür zu knallte und ihr Freund „Nessie, warte!” brüllte, bis er schließlich neben ihr her lief. „Ich ... also es tut ...” begann jener außer Atmen zu keuchen, wurde aber mit „Spar dir deine Entschuldigungen, Leon und nenn mich nicht Nessie! Ich bin nur hier, weil ich nicht möchte dass die Biestigen Biester den Titel der wildesten Fußballmannschaft der Welt an sich reißen. Außerdem bin ich im Gegensatz zu dir nicht so feige und lass meine Freunde im Stich” abrupt abgeschnitten und diese Worte stachen wie ein Messer in die Brust des wilde Kerle Anführers. Während die Königin des Albtraumpasses weiter lief, blieb der Slalomdribbler wie erstarrt stehen und blickte schuldbewusst auf den Bürgersteig runter. Er hatte sich extra beeilt, um sie noch einzuholen und sich bei ihr zu entschuldigen. Doch jetzt wusste er nicht mehr weiter, also setzte er sich allmählich wieder in Bewegung und trottete mit gesenktem Kopf hinter ihr her. Dass sie ihm nicht zu hören wollte tat ihm in der Seele weh, weswegen er nun schwieg und sich stattdessen gedanklich fragte *Sind wir überhaupt noch zusammen oder liebt sie mich gar nicht mehr und hat einen anderen Freund? Sie trägt ja nicht mal ihre Barbiepuppen-Bein-Kreuz-Kette die ich ihr geschenkt hatte. Habe ich meine Nessie etwa jetzt für immer verloren?* Kurz vor ihrem Ziel schlossen sich ihnen Raban und Joschka an, mit denen sie dann gemeinsam zum Treffpunkt liefen.

 

„Verflixt nochmal, Nerv. Es kommt keiner mehr!“ erklang aus dem Teufelstopf die Stimme von Maxi, worauf Raban der plötzlich auf den Hügel stand „Da wäre ich mir gar nicht so sicher!“ sagte und Joschka hinter ihm grinsend fragte „Potzblitz! Jetzt staunt ihr, habe ich recht?“ Mit einem triumphierenden Lächeln begann Vanessa „Dafür lege ich meine beiden Beine ins Feuer!“ wonach Juli „Meine Beine!“ wiederholte und Nerv freudig „Meine Seele!“ hinzufügte. Leon der als Letzter auftauchte, beendete den Spruch mit „Und mein ganzes Herz!“ und bekam nur den abwertenden „Hey, wie sieht der denn aus? Vanessa!“ Kommentar vom Streuner zu hören. Der Mann mit dem härtesten Schuss schlug letztlich „Kommt wir gehen! Wir gehen zu Hadschi Ben Hadschi” vor und die siebte Kavallerie fügte freudig „In seine Geheimerfinderwerkstatt” hinzu, bevor sich alle auf den Weg dorthin begaben. Während sie nebeneinander liefen wollte Huckleberry „Vanessa, wo hast du Leon eigentlich gefunden?" wissen und die Gefragte antwortete „Im Tanzsaal der umgebauten Dorfscheune auf der Bühne mit der Band Wild Bones, da waren lauter Rentner in dem Heim." Zu siebt betraten sie schließlich die Werkstatt des damaligen Gemüseverkäufers und nach einer Begrüßung, meinte der wilde Kerle Anführer „Hadschi, wir brauchen die Räder!” Der Erwähnte zeigte ihnen nach einem Streit mit dem Slalomdribbler die verschrotteten Fahrräder und weigerte sich dem Team neue Trikots zu nähen, weil diese ebenfalls kaputt waren. Erst als Maxi ihn mit „Fabi hat uns herausgefordert” auf klärte und Juli mit „Und wenn du uns nicht hilfst ...” nachsetzte, wurde er hellhörig. Doch als Vanessa auf den älteren Mann zu trat und nebenbei raunte „Dann hat er uns jetzt schon geschlagen und das mit einer Mädchenmannschaft, Hadschi. Das willst du doch nicht, oder Hadschi?” fiel die eingeschnappte Fassade des Gefragten.

 

Denn jener stotterte „Oh, oh ... oh ... beim Schlitzohren-Schnurrbart von Sir Alibaba. Das kann nicht gut gehen, das überleben wir nicht und als erstes werdet ihr verhungern!” bis er seinen Spezial Vorräte Schrank öffnete und die Unerschrockene ihrem Anführer der sie ununterbrochen beobachtete einen triumphierenden Blick zu warf. Jedoch wandte sich dieser gekränkt von ihr ab und fing an sein Fahrrad zu reparieren, um seinen Neid zu verbergen. Er wollte so gerne in ihrer Nähe sein und ihre zarten Lippen wieder spüren, doch darauf musste er wohl verzichten. Währenddessen zog der Geheimerfinder drei Kartons aus seinem Spezial Vorräte Schrank heraus und zählte auf was sich in den Tuben befindet, bevor er die Kisten an den Held übergab. Der neugierige Streuner wollte inzwischen einige Erfindungen ausprobieren, doch Hadschi nahm ihm diese weg und breitete stattdessen eine Karte mit der Erklärung „Hier sind alle Schleichwege und Geheimverstecke verzeichnet die es überhaupt gibt” aus. Nachdem Juli mit dem ersten Geheimnis-Geheimversteck-Sucher-und-Finder-Navigationsautomat der Welt in eine peinliche Situation geraten war, gab er sich mit der Karte zufrieden. Währenddessen grinste der Torjäger, als er sah dass der kleine Neuling eine kunterbunte Hose trug und unsicher an sich herunter blickte. Doch sobald er hörte wie Vanessa „Du siehst auch nicht besser aus! Shitte nochmal, wozu brauchen wir ihn überhaupt? Wir sollten Hatschi zu unserem Anführer machen, ja oder Nerv!” keifte, erstarb das Lächeln und Leon hatte das Gefühl sein Herz würde zerspringen. Denn mit jedem Wort das die Honigblonde ihm wie Gift entgegen spie, schien seine lebenswichtige Pumpe unregelmäßiger zu pochen und bald ganz aufzuhören. Nachts wo alle Anderen schon zu schlafen schienen, arbeitete der Slalomdribbler weiter an seinem Fahrrad und betrachtete seine Geliebte die gegenüber in einer Hängematte ruhte. *Ob Nessie mir jemals verzeihen wird?* grübelte er, bis diese ihm unentwegt in die Augen sah und fauchte „Kannst du nicht wenigstens die Lampen aus machen?” Als sie ihm den Rücken zu wandte, blickte er sehnsüchtig zu ihr und wurde erst durch Hadschi der ihm seine Klamotten zu warf aus seiner Trance zurück geholt. Sobald er den glitzernden Cowboyanzug gegen seine wilde Kerle Sachen eingetauscht hatte, reparierte er auch die Fahrräder seiner Mannschaftskollegen und setzte sich hinterher draußen auf die Mauer. Was er aber nicht wusste war, dass sie gar nicht mehr alle schliefen und ihm Jemand mit Sicherheitsabstand gefolgt war.

Aufbruch

Da er nicht schlafen konnte, blickte Leon in den Himmel und schluchzte leise „Womit habe ich das alles nur verdient? Mein eigentlich bester Freund Fabi will mich am Boden sehen, meine Mannschaft ist wütend und Vanessa hasst mich. Ich habe mein Team und die Frau die ich von ganzem Herzen liebe verloren, nur weil ich im Spiel gegen die Nationalmannschaft abgehauen bin. Kacke verdammte, vielleicht wären Hadschi und Nerv wirklich bessere Anführer als ich!” „Nessie, ich liebe dich!” seufzte er und schloss seine tränennassen Augen, als sich Erinnerungen an die honigblonde Schönheit in sein Gedächtnis drängten. Kurz bevor sie sich ab wandte und verschwand, hauchte die andere Person „Leon!” Am nächsten Morgen öffnete der wilde Kerle Anführer das Doppeltor, stellte sich dazwischen und blickte stolz auf seine Werke. Sobald dann das erste Sonnenlicht den Raum erleuchtete, wurden auch die Schlafmützen wach und bestaunten ihre reparierten Fahrräder. Rasch packten sie alles zusammen, verteilten noch Fallschirm-Nachrichten an ihre Eltern und radelten letztlich gemeinsam los. Trotz Regen und Gewitter, fuhren sie durch den Wald. Die Unerschrockene rutschte jedoch aus, stürzte und landete im Matsch. Ohne zu zögern eilte Leon deshalb „Vanessa, ist alles in Ordnung?” rufend zu ihr und griff nach dem Lenker, bis die Gefragte ihn mit „Ich brauch deine Hilfe nicht, ich pfeif drauf!” an schnauzte. „Was du nicht sagst!” murrte der Slalomdribbler darauf zurück und riss das Fahrrad von ihr runter, um sie zu befreien. Aber statt einem Danke bekam er nur einen wütenden Blick zu geworfen, weswegen er fragte „Was ist mit dir los?” und seine Geliebte keifte ,,Das fragst du noch? Du hast uns verlassen, Leon. Du bist ein Verräter und du wirst uns wieder verlassen!"

 

Der wilde Kerle Anführer wusste dass er einen riesigen Fehler gemacht hatte und trotzdem brannten sich diese vorwurfsvollen Worte tief in seine Seele hinein, denn ihm war zum heulen zu mute. Deswegen war er irgendwie froh dass es regnete und keiner sehen konnte wie Tränen sich über seine Wangen schlichen, als er verbittert befahl ,,Juli und Maxi, packt die Zeltplanen aus! Wir übernachten da vorne auf dem Felsen.” *Sie ist immer noch wütend auf mich. Was soll ich denn tun, damit Nessie mir endlich verzeiht?* fragte sich der Slalomdribbler gedanklich, während er mit den Jungs die Planen über die Felsen spannte und dadurch klitschnass wurde. Nachdem alle im trockenen saßen, fragte das einzige Mädchen „Und jetzt? Wenn es nicht aufhört zu regnen, kommen wir die Hügel nie rauf und erst recht nicht die Hügel dahinter” und Leon antwortete ihr entschlossen mit „Dann müssen wir den Regen vertreiben!” Hinterher wandte dieser sich an seine männlichen Teamkameraden und frischte die Erinnerungen mit „Das haben wir auch schon geschafft. Wisst ihr das noch?” auf, weswegen Nerv freudig erwiderte „Und ob ich das weiß. Da habt ihr Fußball gespielt und Maxi der hat den Globus vor den Kopf seines Vaters geschossen. Und dann war der Regen zu ende.” Doch Vanessa war nicht sehr begeistert von der Idee und schnaubte nur genervt „So ein Quatsch” bevor sie fragte „Wo willst du hier nen Globus her kriegen?” Auf diese Frage schlug der Blitzpasstorvorbereiter vor „Den brauchen wir gar nicht, wir fluchen! Wir fluchen solange, bis der Regen aufhört!” und die Unerschrockene schüttelte nur ungläubig mit dem Kopf, wobei sie „Das ist doch verrückt!” murrte. Mit „Versuch es doch einfach!” wollte ihr Geliebter sie ermutigen und auch Nerv versuchte es mit einem „Ach komm schon, Vanessa!” ehe er ,,Dreifach geölte Beulenpest!" brüllte. Joschkas ,,Und Apollokalyptische-Monster-Sinflut” fluchen, klang mehr wie eine Frage und Rabans ,,Ich glaub ich knutsch meine drei rosa Cousinen” war wohl eher als Scherz gemeint. Juli und Maxi wechselten sich bei ihrem Fluch „Beim letzten Finger meines Piranha-Zahnarztes und seiner Tante der furzenden Flunder” immer wieder ab, wobei sie sich gegenseitig angrinsten.

 

Nerv stand schließlich voller Begeisterung auf und rief „Beim Sternschnuppen funkelnden Drachenschleim!” bis er nach oben deutend ,,Vanessa, schau dir das an der Himmel wird heller!” befahl. Obwohl das Gewitter bei allen Flüchen hörbar leiser wurde und der Regen allmählich nachließ, fragte die Aufgeforderte wenig überzeugt ,,Ach ja?” Hinterher blickte sie zu ihrem Geliebten und behauptete ,,Das ist doch Kinderkram!” worauf dieser grinsend bestimmte ,,Okay, aber dann bleiben wir hier und Raban knutscht seine Cousinen!” Der Held hingegen fluchte auf den Vorschlag angeekelt ,,Schleim-glibbriger Höllen-Klobürsten Salat” und der Kleinste hockte sich draußen hin, um das einzige Mädchen mit „Vanessa!” an zu flehen. Jene gab sich letztlich geschlagen, indem sie ihnen mit ,,Okay aber wehe ihr lacht! Das ist nämlich das schlimmste Wort das ich kenne” drohte und schlussendlich „Kaninchenwattebauschbommelschwanzpo” heraus brachte. Tatsächlich versuchten die Jungs ihr Lachen zu unterdrücken, bis sie schließlich doch los prusteten und der Regen wie durch Zauberhand aufhörte. Außer dem verliebten Paar das sich nur sehnsüchtige Blicke zu warf, krochen die anderen Kerle staunend unter den Planen hervor. Ihr Anführer räusperte sich etwas später „Ich finde wir sollten jetzt schlafen! Wir müssen Morgen noch die ganze Strecke von Heute mit fahren” und blickte dabei in die rehbraunen Augen seiner Geliebten, ehe er sich gekränkt zurück zog. Maxis Vater und Nervs Mutter waren bei Hadschi, um ihn nach den wilden Kerlen auszuhorchen. Der ältere Geheimerfinder schaffte es letztlich auch Marlon und Markus zu überzeugen ihren Freunden zu helfen, indem sie ein Kart fahren durften. Die Nacht war herein gebrochen und Sterne leuchteten am Himmelszelt, wo auch schon der Mond prangte. „Kacke verdammte! Warum tut Vanessas Abweisung nur so verflixt weh?” schnaubte der wilde Kerle Anführer, während er ziellos durch den Wald rannte und sich die hervor lugenden Tränen wegwischte.

 

Wieder konnte er nicht schlafen, denn ihre Nähe machte ihn wahnsinnig und deswegen brauchte er dringend Abstand. Ihr so nah zu sein und sie doch nicht berühren zu dürfen, fiel Leon unglaublich schwer. Nach einer Weile blieb er atemlos stehen und sah sich in der Gegend um, bevor er sich auf einen umgefallenen Baumstamm setzte. Wahrscheinlich hatte seine Mannschaft nicht einmal mitbekommen dass er weg ist, aber wie sollten sie auch? Schließlich hatte er ja selbst befohlen schlafen zu gehen. Nach einiger Zeit stellte er fest „Ich sollte langsam wieder zurück, es wird bald hell!” und stand auf, wobei er fluchte „Verflixt, wo muss ich eigentlich lang?” Orientierungslos blickte er sich um und seufzte „Na Bravo, hoffentlich verlaufe ich mich nicht!” ehe er sich auf den Rückweg begab. Nachdem er sich zweimal verlaufen hatte, fand er endlich den richtigen Weg und rannte zum Unterschlupf zurück. Zu seinem Glück kam er aber trotzdem rechtzeitig bei seinem Team an und stellte erleichtert fest dass seine Freunde alle noch schliefen, also hatte niemand mitbekommen dass er weg war. Irgendwie machte ihn das schon traurig, weil keiner etwas gemerkt und ihn gesucht hatte. Wenn er sich verletzt hätte, wäre ihm keiner zu Hilfe gekommen und er hätte dann bis zum Sonnenaufgang warten müssen. *Was soll ich nur tun damit sie mir endlich verzeiht? Sie sieht wie ein Engel aus und sie ist doch meine Freundin. Ob sie mich auch noch liebt? Sie trägt jedenfalls die Barbiepuppen-Bein-Kreuz-Kette die ich ihr geschenkt habe, also muss ich ihr noch etwas bedeuten!* schoss es dem Blitzpasstorvorbereiter durch den Kopf, nachdem er sich neben die Unerschrockene fallen gelassen hatte und sie heimlich weiter beim schlafen beobachtete. Weil sich erneut Tränen aus seinen Augenwinkeln trauten, fluchte er gedanklich *Kacke verdammte! Niemand außer Nessie, hat es bisher geschafft mich zum heulen zu bringen* und rieb sich die Augen.

 

Nachdem er sich erhoben und die Zeltplanen eingepackt hatte, befahl der Slalomdribbler „Es wird Zeit aufzustehen! Wir haben noch einen langen Weg vor uns.” Doch sobald die Unerschrockene ihn mit „Seit wann bist du eigentlich wieder unser Anführer? Das sollte Juli lieber übernehmen!” anfauchte, senkte er betrübt den Kopf und fragte nach einer Weile „Juli, wo müssen wir lang?” Der Gefragte suchte auf der Karte nach dem Versteck, bevor er auf sein Fahrrad stieg und den Anderen befahl ihm zu folgen. Also fuhren alle hinter ihm her und verließen sich außerdem auf den Navigator, bis sie vor einer alten zerfallenen Hütte standen. Raban schnaufte „Dreistündiger Hexenfurz!” und Joschka fragte seinen Bruder „Juli, wo ist das Geheimversteck?” worauf jener mit „Ich weiß nicht” antwortete. Der Streuner stieg daraufhin von seinem Fahrrad ab und sah sich in der Hütte um, ehe er meinte „Ja, das müsste es sein.” Dann betätigte er einem Hebel und im Nu richteten sich einige Zelte auf, wonach sich sogar eine Feuerstelle entzündete. In der Mitte der Hütte klappte ein länglicher Tisch auf, während aus den Wänden Teller und Besteck zum Vorschein kamen. „Terroristischer-Bärenbauchspeck” staunte die siebte Kavallerie, wonach der Held voller Vorfreude bestimmte „Komm Joschka wir kochen!” und sie sich an den Grill stellten. Während ihre Freunde sich ihre Zelte einrichteten, zählten die freiwilligen Köche das Essen aus den Tuben auf „Fischstäbchen Sandwich mit Ketchup und Fette Würstchen-creme-Paste” bevor sie im Wechsel freudig fragten „Hey Jungs, Könnt ihr das riechen? Das wird ein Fest.” „Und ob es das wird, hier! Und der Sommer gehört dem der am wildesten ist" antwortete Leon darauf, während er die Teller an seine Mannschaft verteilte und schließlich seine Freundin fragte „Fang, oder findest du nicht?” Aber Vanessas „Du weißt was ich denke!” schnauben, versetzte ihm einen erneuten Stich mitten ins Herz und seine gute Laune verschwand augenblicklich. Schlussendlich setzten sich alle an den Tisch, aßen das Astronauten-Festmahl und tranken dazu die Malz-Bier-Brause von Hadschi Ben Hadschi. Sie wussten allerdings nicht, dass Maxis Vater und Nervs Mutter sie längst gefunden hatten.
 

Nach dem Essen verkrochen sich die meisten der wilden Kerle in ihr Zelt und machten es sich dort drin gemütlich, während der Held sich schließlich über das Schimpfwort von der Unerschrockenen erkundigte. Die siebte Kavallerie überlegte darum kurz und antwortete unsicher „Ähm, Kaninchenpopo-Watte-Bausch-Bums” bevor sein bester Freund fragte „Vanessa, wo hast du das her?“ Aber die Gefragte schnaubte darauf nur „Das geht euch gar nichts an!“ und wandte sich von ihnen ab, bis sie letztlich doch nachgab. „Also gut, aber wehe ihr lacht! Es ist schon ewig her. Shitte nochmal, ich glaub ich war vier oder so. Da hat mich mein Lieblingscousin zu seiner Party eingeladen“ begann sie zu erzählen und wurde aber mittendrin von den beiden Erfindern die „Hey hey und Ho ho“ riefen unterbrochen, bevor Raban noch mit „Leon, hör dir das an!“ weiter stichelte. Ihr Anführer schien jedenfalls erleichtert zu sein, weil seine Freundin noch „Eine Faschingsparty, verflixt. Ja und weil meine Oma Schrecklich nichts süßer fand als kleine Kaninchen, hatte sie mich als eins verkleidet. Sah schnucklig aus, verflixt schnucklig sogar“ einwarf und ihn dabei grinsend ansah. Doch sobald Vanessa ihre Erinnerung mit „Aber auf der Party waren alle Piraten. Überall um mich herum ganz coole Piraten und ich mit nem Kaninchen-Bommel am Po” beendet hatte, brach sie den Blickkontakt ab und legte sich schlafen. Die Jungs taten es ihr schließlich gleich und deswegen bekamen sie auch nicht mit wie vier schwarz gekleidete Männer sich ihrem Geheimversteck näherten, bis Nerv mitten in der Nacht durch ein Klimpern wach wurde.

Die Versöhnung

Nun war es bereits die dritte Nacht in der Leon nicht schlafen konnte, aber dieses Mal hielten ihn Nervs Drohung „Nein, das werdet ihr nicht! Einen Schritt weiter und ich schieße euch dahin wo es am meisten weh tut!” und einige Männerstimmen die hintereinander „Ach ja und wie willst du das machen? Du hast nur einen einzigen Ball und wir sind fürchterlich Böse” spotteten davon ab. Augenblicklich kroch der wilde Kerle Anführer aus seinem Zelt, nickte seinen beiden Freunden die ebenfalls aufgewacht waren zu und klemmte sich einen schwarzen Fußball unter seinen rechten Arm. Vanessa und Maxi taten es ihm gleich, da plötzlich ein „Schnappt euch den Zwerg!” ertönte. „Leon? Verflixt! Wo steckt ihr denn alle?” rief der Kleinste im Team in die Dunkelheit hinein, ehe der Gerufene mit „Wir sind doch schon da!” antwortete und neben ihn trat. Ihre Gegenüber schienen deswegen ziemlich verwirrt zu sein, denn einer fragte ins Mikro „Herr Maximilian, was machen wir denn jetzt?” und der Sohn des eigentlich Gefragten schlug „Wie wäre es mal mit zählen! Das könnt ihr doch, oder?” vor. Danach begann der damalige Mädchenhasser mit „1” und seine Freundin fuhr mit „2” fort, wonach er selbst es mit „3” vervollständigte. Anschließend schoss der Slalomdribbler seinen Fußball auf den Mann gegenüber und traf diesen perfekt in der Mitte seines Ziels, wonach auch die Unerschrockene einen Volltreffer beim Zweiten landete. Zu Letzt war der Mann mit dem härtesten Schuss dran und er parierte beim Dritten ebenso wie seine beiden Freunde genau in die untere Gegend, weswegen die vier Typen sich schleunigst vom Acker machten. Während sie den steilen Hügel zu ihrem Auftraggeber hoch flüchteten, schrie Nerv ihnen triumphierend hinterher „Ja, lauft nur. Lauft nur, ihr Weicheier! Und du, Mama weißt jetzt wie zart und sensibel ich bin!” und kurz danach brausten die sechs Erwachsenen davon.

 

„Maxi, wir haben deinen Vater besiegt!” stellte Leon freudig fest und legte dem Angesprochenen dabei einen Arm um die Schulter, bevor Vanessa ihm lachend mit „Und die Hexe von Bogenhausen” zustimmte. Hinterher krochen sie wieder in ihre Zelte zurück und schliefen weiter, wobei sich der Torjäger eher zum Schlafen zwingen musste. Beim Frühstück berichteten die vier ihren anderen Freunden von dem Angriff und sprangen dann alle in den See in der Nähe ihres Geheimversteckes, um sich etwas abzukühlen. Obwohl sie lieber zusammen wären, schwammen die Königin des Alptraumpasses und der Blitzpasstorvorbereiter in verschiedene Richtungen. Während sie sich über Nervs Mutter und Rabans Cousinen lustig machten, schubsten sich die restlichen Kerle gegenseitig prustend ins Wasser. Dann meinte die siebte Kavallerie entschlossen „Nerv, du bist wirklich” und sein bester Freund vervollständigte es mit „Der wildeste Kerl den ich kenne” worauf der Erwähnte fragte „Meint ihr das ernst?” „Und ob wir das meinen” antwortete Maxi dem jüngsten Mitglied, bevor er diesem „Komm! Alles ist gut” auffordernd seine Hand hin hielt und Nerv mit „Solange du wild bist” sagend bei ihm einschlug. Als der Held „Dafür leg ich meine Beine ins Feuer” rief und mit dem Neuling ein klatschte, beobachtete ihr Anführer sie nur stolz. Auf einmal verstummten alle Kerle, drehten sich um und blickten zu dem einzigen Mädchen aus ihrer Fußballmannschaft die aus dem Wasser empor stieg. Durch ihren Spruch „Meine Beine, meine Seele und mein ganzes Herz” zog Vanessa die volle Aufmerksamkeit der Jungs und besonders die ihres Geliebten auf sich.

 

Ihre Augen trafen auf die des Slalomdribblers, als sie sagte „Ich möchte mich bei dir bedanken” und jener sich erkundigte „Aber wofür?” Sobald die Honigblonde geradewegs auf den wilde Kerle Anführer zu steuerte, antwortete sie „Für alles, für die rosa Pumps. Für das Spiel gegen den dicken Michi. Für den Brief den du mir geschrieben hast und dafür dass wir die Reise hier machen” und blieb dann direkt vor ihm stehen. Verlegen auf das Wasser blickend, raunte sie anschließend „Und natürlich für das” ehe sie den Brünetten wieder ansah. Augenblicklich verlor Leon sich in Vanessas rehbraunen Augen und spürte wie sein Herz raste, weswegen er nervös „Und was?” wissen wollte. Statt ihm zu Antworten stellte seine Gegenüber grinsend die Gegenfrage „Na was wohl?” überwand die letzten Zentimeter und küsste ihren festen Freund seit langem wieder. Ein freudiges Jubeln brachte das Anführerpaar dazu den Kuss zu lösen und sich ihren Teammitgliedern zu widmen, ehe ihre Lippen erneut miteinander verschmolzen. *Wenn du nur wüsstest wie oft ich mir gewünscht hatte dich endlich wieder küssen und berühren zu dürfen, Nessie!* grübelte der damalige Mädchenhasser Nummer 1 und die Königin des Albtraumpasses seufzte gedanklich *Manchmal ist Leon echt schwer von Begriff, aber ich liebe ihn trotzdem und das wird sich auch niemals ändern!* während sie gleichzeitig die Augen schlossen. Den Beiden kam es so vor als würde ihre Haut brennen und tausend Schmetterlinge in ihren Bäuchen umher flattern, weil sie sich endlich wieder nahe waren. Nachdem sie den Kuss gelöst hatten, raunte der Blitzpasstorvorbereiter seiner Unerschrockenen „Es tut mir so leid, dass ich beim Spiel gegen die Nationalmannschaft abgehauen bin und ich würde alles dafür tun um es rückgängig zu machen. Denn ich liebe dich und ich will dich nicht noch einmal verlieren, Nessie!” ins Ohr und diese erwiderte „Ich liebe dich doch auch, Leon und mir tut es leid dass ich dir gegenüber so ...” Allerdings wurde sie vom dem Brünetten mit „Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, ich hatte es verdient und du hattest allen Grund dazu auf mich wütend zu sein. Aber ich verspreche dir, dass ich nie wieder kneifen werde!” unterbrochen, ehe jener schüchtern fragte „Kriege ich noch einen Kuss?” und seine feste Freundin ihn „Du bist kein wilder Kerl, sondern ein wilder Idiot!” schmunzelnd den Wunsch erfüllte.

 

Während ihre Freunde wie kleine Kinder weiter in dem Wasser umher planschten, küsste sich das wildeste Anführerpärchen nach langem wieder mit viel Gefühl und berauschender Leidenschaft. Deswegen bekamen sie auch nicht mit dass sie dabei beobachtet wurden, denn Fabi hatte sich mit seinen Biestern hinter den Bäumen versteckt und diese berieten sich nun darüber was sie machen sollten. Da ihre Gegner wieder ein Team waren, beschloss der ehemalige wilde Kerl „Dann werden wir das halt wieder ändern!” und Lissi erläuterte „Wir packen uns den der am meisten Schiss hat!” Nach einer kurzen Wasserschlacht, lagen alle wilden Kerle auf der Wiese und ließen sich von der Sonne trocknen. Vanessa hatte sich ganz dicht an ihren Freund gekuschelt, indem sie ihren Kopf und ihre linke Hand auf seiner nackten Brust ruhen ließ. Natürlich nutzte jener die Gelegenheit und hielt seine Arme um den Bauch seiner Freundin geschlungen, um diese besitzergreifend an sich zu ziehen. „Also Leon, was machen wir jetzt?” erkundigte sich die Honigbonde, worauf der Gefragte ihr unsicher antwortete „Ich dachte Juli wäre unser neuer Anführer” und von dem Erwähnten ein „Ich bin nur ein Streuner der die Geheimverstecke und Schleichwege findet. Du bist und bleibst unser Anführer, Leon!” zurück bekam. Kurz darauf setzte der Angesprochene sich auf, fuhr dabei mit seinen Fingerspitzen durch seine braunen Locken und befahl dann an seine Mannschaft gewandt „Okay, dann lasst uns weiter fahren!” Sofort waren alle ohne Widerspruch auf den Beinen, packten ihre Sachen zusammen und radelten dann gemeinsam los. Je tiefer sie in den Wald fuhren umso unheimlicher wurde es, denn am Wegrand standen gruselige Totems herum und dadurch wurde den Freunden klar dass sie ihr Ziel bald erreicht hatten. Die Unerschrockene meinte deswegen an ihren Liebsten gewandt „Die sehen aber nicht gerade freundlich aus und ich glaube bei Fabi ist es genauso!” und Leon erläuterte grinsend „Er will uns halt schlagen. Nur das ihm das nicht gelingt” worauf er ein unsicheres „Bist du sicher?” zurück bekam. „Hey, Vanessa! Du vertraust mir doch, oder?” fragte der Brünette empört und dass „Nein” seiner Freundin löste in ihm erneut Schuldgefühle aus, bis diese plötzlich grinsend „Nur wenn du mich in einem Wettrennen schlägst und zwar jetzt!” befahl.

 

Als seine Freundin plötzlich schneller in die Pedalen trat, rief der Mannschaftskapitän völlig überrascht „Halt! Das war nicht fair” und radelte ihr sofort nach. Wahrend das wilde Kerle Pärchen sich also ein Wettrennen lieferte, folgten ihnen ihre Freunde im gemächlichen Tempo und bemerkten nicht das die Biester den Voraus gefahrenen dicht auf den Fersen waren. Weil die Unerschrockene es liebte ihren Freund zu ärgern, stichelte sie „Na, komm schon beeil dich! Streng dich mal ein bisschen an!” und jener konterte mit „Du freust dich zu früh!” Ihr Gegenkommentar darauf lautete „Das glaube ich nicht” und Leon lachte „Aber ich glaube das” wonach die Honigblonde ungläubig rief „Ach ja? Und den letzten beißen die Hunde!” „Und wen beißen sie jetzt?” wollte der Blitzpasstorvorbereiter schon siegessicher wissen, als er die seine Freundin endlich überholt hatte und wieder an der Spitze fuhr. Darauf antwortete die Königin des Albtraumpasses „Na dich! Denn jetzt wird’s ernst” verließ den Feldweg und verschwand im Maisfeld. Der Slalomdribbler sah dies und schnaubte „Na warte! Dich krieg ich noch” ehe er ihr folgte. Leider fuhren ihnen die Verfolgerinnen auch hinter her, verteilten sich und warteten auf ihren Positionen. „Wer zuerst auf der anderen Seite ist hat gewonnen” bestimmte das wildeste Mädchen, ehe sie durch das riesige Maisfeld „Hey, Leon! Ich sehe dich gar nicht mehr. Gibst du schon auf?” brüllte und als Antwort vom Gefragten ein „Nein, ganz im Gegenteil. Nessie, ich bin schon da” hörte. Die Erwähnte gluckste nur „Ach was? Du bluffst doch nur, Leon! Ich glaub dir kein Wort, in Wirklichkeit beißen dich jetzt schon die Hunde!” wobei der Erwähnte mitten in einem platt gefahrenen Maisfeld-Kreis stoppte und von Fabis Mädchenmannschaft umzingelt wurde. „Vanessa hat Recht und wir sind die Hunde” meinte eine von den Biestern und eine weitere befahl „Packt ihn euch!” wonach ihre Freundinnen den einzigen Jungen mit samt seinem Fahrrad an ihren Quads fesselten. Vanessa die als erstes die andere Seite erreicht hatte triumphierte „Was hab ich gesagt? Du bist eine Ente. Eine Rennschnecken Ente, Leon. Hast du gehört?” worauf sie aber keine Antwort bekam und deshalb befahl „Hey, das ist gar nicht komisch. Leon? Jetzt sag doch was, Leon!” Hinter ihr tauchten endlich auch die restlichen Kerle auf und als Maxi sich bei seiner besten Freundin erkundigte was los sei, antwortete diese ihm völlig verzweifelt „Leon ist weg, wir müssen ihn suchen!”

In der Falle

Währenddessen brachten die biestigen Biester Leon in ihr Geheimversteck, banden ihn los und erklärten ihm dass er sich nur im Wald verlaufen würde wenn er vor hätte zu fliehen. Sobald der wilde Kerle Anführer also die Augenbinde abgenommen hatte, sah er sich um und erblickte auf einer Treppe seinen ehemals besten Freund. Dieser spottete „Na, wie gefällt es dir hier? Gegen das ist euer Baumhaus doch nur ein Bretterverschlag!” und der Slalomdribbler schnaubte „Ich dachte, du wolltest Fußball spielen!” worauf Fabi genervt stöhnte „Heiliger Muckefuck, du bist wirklich naiv.” Nachdem dessen Mädchen ihren Gast wie sie ihn nannten aufgeklärt hatten, wurde jener auf ein Quad geschubst und bekam eine Fußfessel angelegt. Auf die Fragen der Mädchen um ihn herum ging der Entführte gar nicht ein, denn seine Gedanken *Werden sie nach mir suchen?* waren bei seiner Freundin und seiner Mannschaft. Genau diese suchten gerade das riesige Maisfeld nach ihrem Anführer ab, bis Maxi alle zu sich rief und Vanessa einen am Ast aufgespießten Zettel durch las wo drauf stand: Sorry, ich packs einfach nicht ich hab zu viel Angst! Leon. Enttäuscht gingen die Kerle und das einzige Mädchen schließlich zu ihren Fahrrädern zurück, um sich dort zu beratschlagen. Der Gesuchte hingegen war immer noch bei seinen Gegnern und beäugte das Essen, bis er einen Nagel aus einem der Holzbänke zog. Damit öffnete er letztlich seine Fußfessel, nahm diese in die Hand und tat so als ob er sich umschauen würde. Die Entführerinnen beobachteten ihn immer nur kurz, da sie mit anderen Dingen wie Wäsche aufhängen oder Nägel feilen und Haare flechten beschäftigt waren. Jene Chance nutze der wildeste unter tausenden, ließ seine Fußfessel fallen und schwang sich auf eines der Quads. Da seine eigentlichen Aufpasserinnen seine Flucht zu spät bemerkten, schaffte er es tatsächlich bis zum Ausgang und wurde allerdings von Fabi davor empfangen. Zwei weitere Mädchen zwangen ihn jedoch zum zurück kehren und sein ehemals bester Freund forderte ihn zum Fußballsquash heraus, um ihn darin zu besiegen.

 

Unter lautem Jubel der Biester betrat der wilde Kerle Anführer letztlich den vergitterten Käfig und wollte gegen den Besten antreten, bis er erfuhr dass Lissi die beste in der Mannschaft war. Es war ein eher unfaires Spiel, denn die Biester wechselten sich dreimal ab und der Slalomdribbler musste alleine gegen seine Gegnerinnen antreten. Leon gab wirklich alles, hatte aber nicht den Hauch einer Chance und als deren Anführer fragte ob sie beide jetzt spielen wollen gab er frustriert auf. „Warum machst du das? Fabi, wir waren mal Freunde” wollte er schließlich verzweifelt wissen, bekam aber von dem Gefragten nur „Meinst du das ernst? Für mich gab es immer nur dich, Leon den Torjäger. Leon den Anführer. Leon der immer nur der Beste sein wollte und ich war da um dir diesen Wunsch zu erfüllen. Erinnerst du dich? Wer hat Vanessa in die Mannschaft geholt, obwohl du ihn dafür verprügelt hast? Wer hat dich getröstet als sie dich geschlagen hat, bei ihrem Fußballturnier. Wer hat dafür gesorgt dass wir die Mutprobe machen? Du hattest immer nur schiss, genauso wie jetzt. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie ich diesen Anblick genieße” als Begründung zurück und augenblicklich schossen dem Blitzpasstorvorbereiter die Erinnerungen seiner Kindheit durch den Kopf. Dann holte Fabi den Vertrag aus seiner Jacke raus, legte diesen auf eine Holzkiste und versprach seinem ehemaligen besten Freund sarkastisch „Hier, unterschreib das! Und ich lass dich nach Hause. Da willst du sowie so am liebsten hin, hab ich recht?” Der Brünette seufzte „Und was machst du dann? Ich dachte du wolltest die wilden Kerle besiegen!” worauf der Blondhaarige spottete „Leon, die wilden Kerle gibt es nicht mehr. Die waren nur Kinderkram, die waren ein Witz” und ihn dann stehen ließ.
 

Schweigend blickte der Erwähnte seinem ehemaligen besten Freund hinterher und dachte über alles nach, während seine eigene Mannschaft noch beim Maisfeld wartete. Nerv wollte nicht glauben das ihr Anführer sie schon wieder im Stich gelassen hatte und Juli stimmte dem Kleineren mit „Verflixt, Leon geht nicht einfach so stiften” zu, worauf Vanessa allerdings wütend schnaubte „Genau wie bei dem Spiel gegen die Nationalmannschaft? Wenn der erst einmal schiss hat dann ist der doch zu allem bereit.” Was sie natürlich wussten war, dass der angeblich Kneifende von den biestigen Biestern entführt und von seinem ehemaligen besten Freund gezwungen wurde einen Vertrag mit seinem Blut zu unterzeichnen. Zwei der Entführerinnen setzten sich rechts und links neben Leon, während sie sich schminkten. Um die volle Aufmerksamkeit des wilden Kerls zu erhalten, begannen Yvette und Anna abwechselnd zu sprechen „Stell dir doch mal vor, es wäre anders herum! Vanessa wäre hier und du wärst da draußen! Und du hättest einen Brief gefunden und in dem steht. Sorry Leon, ich pack es einfach nicht, ich habe zu viel Angst.” In diesem Moment wurde dem Angesprochenen klar warum seine Mannschaft und vor allem Vanessa ihn nicht suchen würde, denn sie dachten wahrscheinlich er wäre wieder abgehauen. Aus Wut darauf schmiss er den Vertrag auf die Holzkiste zurück, dachte an seine Geliebte mit der er sich vor kurzem erst wieder versöhnt hatte und ignorierte dabei das triumphierende „Sie werden nicht kommen, Leon!” Rufen von Fabi. Die Unerschrockene war kurz davor abzuhauen und die Suche aufzugeben, bis die Jungs sie mit dem Geheimnis-Geheimversteck-Sucher-und-Finder-Navigationsautomat aufforderten nach Leon zu suchen. Erst weigerte sie sich mit „Was hab ich gesagt? Leon ist weg” und als Juli ihr erklärte „Ja, viel zu weit weg. Wenn ich es versuche. Aber vielleicht ist es bei dir anders, Vanessa. Ich meine, denk an den See!” wonach Raban „und an den Kuss!” weiter redete, meinte sie ungläubig „Das ist doch verrückt.”

 

Nerv versprach ihr letztlich „Wir schauen auch alle nicht hin” und Maxi meinte entschlossen „Leon würde dasselbe tun” bevor Raban hinzu fügte „Dafür leg ich meine beiden Beine ins Feuer.” Kurz danach hatten sich tatsächlich alle Jungs mit dem Rücken zu ihr umgewandt und Vanessa erinnerte sich an Leons Versprechen °Aber ich verspreche dir, dass ich nie wieder kneifen werde° zurück, ehe sie „Okay, wie ihr wollt” seufzte. Dann setzte sich vor den Automaten, tippte während sie sprach „Ich suche denn den ich am meisten ...” und fügte dann in Gedanken *liebe* hinzu. Sobald die Unerschrockene fertig war mit tippen, piepste das Gerät und der Pfeil darin zeigte tiefer in den Wald hinein. Die Jungs waren sofort begeistert und schwangen auf ihre Fahrräder, um ihren Anführer zu retten. Auf dem Weg dorthin bekam die Königin des Albtraumpasses ein schlechtes Gewissen, weil sie ihrem Geliebten nicht vertraut und stattdessen gedachte hatte er wäre wirklich abgehauen. Unterdessen blickte Leon sich nach ihnen um und hatte fast die Hoffnung aufgegeben dass seine Freunde ihn suchen würden, denn ihre Gegner waren darauf vorbereitet. Die wilde Truppe fuhr derweil immer dem Pfeil nach, stoppte auf einer hohen Klippe die sich über dem Lager der biestigen Biester befand und entdeckte schließlich ihren vermissten Freund. Ohne noch weitere Zeit zu verlieren rasten sie den Berg hinab und kamen gerade noch rechtzeitig, bevor ihr verzweifelter Mannschaftskapitän unterschreiben konnte. Als sie durch das Tor fuhren, drohte die Honigblonde ihrem Geliebten „Ich warne dich, Leon. Wenn du das tust, bring ich dich um!" und ihr bester Freund schnaubte „Und ich töte dich danach noch zweimal!” Sofort sprang der Erwähnte auf, ließ dabei das Messer fallen und versuchte sein Team mit „Vanessa, pass auf das ist eine Falle!” zu warnen.
 

Doch es war leider zu spät denn das Tor fiel runter und zwei der biestigen Biester mit Waffen in der Hand positionierten sich davor. „Pechschwefliger Hippopotamospropellerschwanzmist!” fluchte Raban und kurz danach waren sie von ihren Gegnerinnen umzingelt, weil die anderen Mädchen aus ihren Verstecken raus kamen. Fabi nutzte diesen Schockmoment aus, hob das Messer wieder auf und hielt es seinem damaligen Kindheitsfreund mit der Aufforderung „Und jetzt bringen wir die Sache endlich zu Ende" hin. Jener blickte unsicher zu seiner Mannschaft hinüber, nahm das Schneidgerät in die Hand und setzte sich. Als Leon die Schneide ansetzte und sich in den Daumen ritzen wollte, betete Nerv zum Himmel „Nein, ich will das nicht. Bitte, lieber Gott!” In dem Moment durchbrach ein Gefährt das Eingangstor, denn ein Kart mit Marlon und Markus an Bord sauste hindurch. Der Torwart rief zur Begrüßung „Hey, Mädels! Schön dass ihr da seid” und Leons Bruder fügte reumütig hinzu „Wir haben schon gedacht wir kommen zu spät” bevor er die Biester mit Stinkbomben-Schleimbeuteln abschoss. Zum Glück hatten die Beiden ebenfalls verschiedene Waffen dabei und verteilten einige von denen an ihre Freunde, damit diese zurück schießen konnten. Auch der ehemalige schnellste Rechtsaußen befahl demnach seiner Mannschaft das Feuer zu eröffnen, um anzugreifen und das war die Chance für den Blitzpasstorvorbereiter sich auch etwas zum verteidigen zu holen. Nachdem den Mädchen klar wurde dass sie im Nachteil waren, beschloss deren Anführer die Netze zu spannen und die Falle zuschnappen zu lassen. Doch zum Glück schafften der Slalomdribbler und sein jüngstes Mitglied es ihn mit zwei Blutegel-Schleudern aufzuhalten. Während die Biester von Kaugummispinnfäden an Baumstämme gefesselt waren, wollte die ehemalige Nummer 4 wissen „Und was machen wir jetzt?” und sein Gegenüber die Nummer 13 antwortete „Wir machen das warum wir gekommen sind. Wir treffen uns bei euch in der Natternhöhle!” Auf den Weg zu ihrem Treffpunkt jubelten die Kerle über ihren Sieg, bis Maxi bestimmte „Los, Leon gib uns die Trikots!” und Nerv „Ja, die die Hatschi genäht hat” ergänzte. Denn der Erwähnte stieg von seinen Fahrrad, ließ es in den Dreck fallen und setzte sich vor einen Baum. Als die Jungs ihm folgen wollten, bestimmte Vanessa „Halt, wartet!” und nahm den Navigationsautomaten mit um herauszufinden was ihren Freund bedrückt.

Das Spiel in der Natternhöhle

Sobald Vanessa halb vor ihrem Geliebten kniete erkundigte sie sich bei ihm mit „Was ist?” worauf jener kurz schluckte und missmutig „Sie haben mich alle geschlagen. Selbst die Kleinste von ihnen” zu gab. Daraus schlussfolgerte die Unerschrockene mitleidig „Und jetzt hast du Angst?” und der Slalomdribbler seufzte betrübt „Ich hab euch schon mal im Stich gelassen” weswegen seine Geliebte hauchte „Da hast du Recht und wir müssen riskieren dass das nochmal passiert! Wir brauchen dich nämlich!” Kurz danach hockte die Honigblonde sich vor den Navigationsautomaten und tippte damit „Wer schießt Heute das entscheidende Tor?” ein, wonach der Pfeil auf ihren Gegenüber zeigte. „Siehst du? Und danach kannst du kneifen so oft du willst! Also was ist?” versuchte sie ihrem Anführer Mut zu machen, ehe sie ihm ihre Hand reichte und ihn hoch zog. Ein dankbares Lächeln zierte das Gesicht des Brünetten und dann hauchte er seiner Freundin als Dank einen sanften Kuss auf den Mund, bevor er die Trikots an seine Mannschaft verteilte. Nachdem sie ihre wilden Kerle Outfits angezogen hatten, gingen sie gemeinsam zur Natternhöhle runter und betraten diese direkt nach ihrem Anführer. In der Höhle war es allerdings ruhig und außer dem grünen Spielfeld fast dunkel. Sobald alle drin waren, schauten die Freunde sich um und entdeckten überall Schlangenköpfe an den Seiten. Obwohl keiner der biestigen Biester zu sehen war, sagte Markus „Ich kann sie riechen” und Marlon erklärte grinsend „Kein Wunder nach der Stinkbomben-Schleimbeutel-Kur!” Eine Mädchenstimme in der Nähe des Fußballtores fauchte kurz darauf „Ach was du nicht sagst!” und die Tür vom Eingang schloss sich wie von Geisterhand, wodurch das wildeste Team erschrocken zusammen zuckte. Wenig später hörten sie die anderen ihrer weiblichen Gegner abwechselnd sprechen „Seid wild! Nein, wilder als Wild! Sei giftig und biestig. So biestig wie Biester! Und schießt eure Gegner. Ans Ende der Welt! Bei allen Ottern, Nattern und Vipern!” bevor sie alle gleichzeitig zischten und ihr Anführer zu seinen damaligen Freunden spottete „Wir spielen zweimal zwanzig Minuten! Dann wird es euch sowieso nicht mehr geben.”

 

Nach der Aufteilung von Lissi die bestimmte dass sie selbst mit „Anna, Yvette, Kissi und Sara” spielt und der Ankündigung dass es ein fünfer Duell ist, wurden die Fußballtore vergittert. Auf die Frage was das mit den Toren sollte, bekamen die wilden Kerle nur als Antwort dass sie heraus finden sollten wie sie wieder auf gehen und deshalb befahl Leon „Markus macht euch breit! Maxi, Vanessa und Joschka.” Die restlichen Kerle und Biester die nicht aufgerufen wurden begaben sich auf die Tribüne, um ihr Team anzufeuern. Dann kam auch schon der Ball aus einem Rohr geschossen und die Spieler rannten über das Spielfeld, um sich die Kugel zu holen. Leider schafften die Mädchen es nach und nach zuerst das Tor ihrer Gegner zu öffnen, womit diese im Vorteil waren. Doch kurz danach gelang es Maxi mit einem „Dribble NS GTI wild” alle drei Logos gleichzeitig um zuschießen und das richtige Spiel beginnen zu lassen. Als Lissi auf das Tor der wilden Kerle schießen wollte, versuchte Leon sie daran zu hindern und versenkte unter den geschockten Blicken seiner eigenen Mannschaft den Fußball im Netz. „Das war ein Eigentor, Mädels. Habt ihr das alle gesehen? Leon, hat ihn selbst rein gemacht” hallten die Jubelschreie der Biester durch die Halle und auch ihr Anführer freute sich riesig darüber, denn die erste Halbzeit war somit zu Ende. Ihre Gegner setzten sich alle zu ihren eigenen Freunden und Anführer vor das Tor, während Fabi nach einem grünen Handtuch griff. Gegen den Torpfosten tretend behauptete der Slalomdribbler wütend „Kacke verdammte! Hab ich doch gesagt, wir haben keine Chance” weswegen Maxi und Marlon versuchten mit „So ein, Quatsch. Das war ein Eigentor, Leon. Das kann jedem passieren!” auf ihn einzureden. „Ich bin aber nicht jeder. Los, fragt Vanessa! Was hat der Navigator gesagt, wer schießt das entscheidende Tor?” schnaubte der damalige Mädchenhasser Nummer 1, wonach seine Geliebte ihn entschuldigend ansah und sein ehemaliger bester Freund ihm stattdessen mit „Natürlich du, Leon. Wer den sonst?! Und das tut mir echt leid, so ein Eigentor ist der Anfang vom Ende. Das fällt einen wie eine große mächtige Axt. Hier, falls du keines hast das du werfen kannst!” antwortete. Als Fabi Leon das Handtuch überreichen wollte, fauchte Markus „Zisch ab, mach ne Fliege!” und bekam nur ein „Einen Moment!” zurück.

 

Hinterher drückte der Hut-Träger dem verzweifelten Torjäger das Handtuch in die Hände und meinte sarkastisch „Denk drüber nach ich würde dir die zweite Halbzeit nur zu gerne ersparen!” wonach sich Leons Blick mit Vanessas kreuzte. Jene war schließlich die Erste, indem sie sich aufsetzte und versprach „Okay, wir tun was du sagst! Du bist unser Anführer, Leon!” Dadurch fasste der Erwähnte wieder Mut, drehte sich um und fragte den Rest seines Teams „Und ihr, meint ihr das auch?” Weil seine Mannschaft allerdings schwieg und die Gegnerische durcheinander rief „Aber natürlich meinen wir das. Du bist der Beste, Leon. Du bist unser Held. Erinnerst du dich?” dachte der Erwähnte unsicher *Sie nehmen mir das mit dem Eigentor doch übel.* Erst als Juli sich mit „Leon, Vanessa hat recht du bist unser Anführer” zu Wort meldete, sagte er „Ich verspreche euch das ihr nichts bereut” und warf das Handtuch auf den Boden. Dann befahl er „Kommt alle her!” und fasste den Entschluss „Okay und jetzt hört ihr mir zu! Nerv spielt für mich” bevor er auf die überraschte „Wie bitte?” Frage des Kleinsten mit „Du hast es selber gesagt, wenn du den Seitfallflugvolley verwandelst sind wir alle gerettet. Also mach das Ding rein und ihr helft ihm dabei, beweist diesen Biestern dass wir die Wildesten sind!” antwortete. Nach dem die wilden Kerle aufgestanden waren und einen Kreis gebildet hatten, rief der Jüngste von ihnen „Alles ist gut!” Seine Freunde beendeten es mit „Solange du wild bist” bevor Nerv „1,2,3” zählte und alle gleichzeitig „Raah” brüllten. Dann teilten sie sich auf, indem in der zweiten Halbzeit nun Markus da er ja der einzige Torwart war zusammen mit Juli, Nerv, Marlon und Raban spielte. Also verzogen sich die vorherigen Spieler auf die Tribüne und Leon gab von dort aus Anweisungen, um sein Team zu unterstützen. Während die Jungs sich über die Mädchen lustig machten, warf Anna den Ball durch einen Schlangenkopf und dieser rollte auf einer anderen Seite wieder heraus. Obwohl seine Gegnerinnen unerbittlich auf das Tor schossen, schaffte es Markus jedes mal sich schnell wieder auf zu rappeln und die Bälle abzuwehren. Gerade als Fli-Fla den Fußball ins leere Tor rollen ließ, rutschte der Streuner dazwischen und schoss ihn gerade noch rechtzeitig weg. „Ich liebe dich, Juli” schallte Nervs Stimme durch die Höhle, wonach Markus bestimmte „Und jetzt greifen wir an!” Dann schnappte der blonde Torwart sich den Ball, rannte im Alleingang bis zum gegnerischen Tor und spielte kurz davor zu Nerv.

 

Dieser versenkte in letzter Sekunde mit seinem Seitfallflugvolley Dampfhammer Booster die Kugel im gegnerischen Tor und holte damit zum Gleichstand auf, sodass es am Ende der zweiten Halbzeit 1:1 stand. Lautstark jubelnd fielen sich die Freunde in die Arme, wonach Marlon rief „Wir haben es geschafft” und Vanessa ihn mit „Nein, Nerv hat’s geschafft!” korrigierte. Wegen dem unentschieden ausgegangenen Spiel, sollte letztlich ein Revolvermänner-Duell zwischen den Anführern der beiden Mannschaften die wahren Gewinner bestimmen. Also stellte der ehemalige wilde Kerl, nach einer Erklärung der Spielregeln fest „Okay, dann fehlt mir ja nur noch mein Gegner. Leon, was ist mit dir? Du wolltest doch schon mal gegen mich spielen” und warf den schwarzen Fußball auf den Slalomdribbler. Der Gefragte antwortete darauf ernst „Aber ich habe eine Bedingung. Wenn ich gewinne, bist du wieder mein Freund!” und als der Blondschopf „Okay, dann habe ich ja nichts zu verlieren” gluckste, gab der Brünette zu „Aber ich, weißt du? Bei mir geht es heute um alles.” Dann stellten sich die beiden jetzigen Rivalen Rücken an Rücken auf und während Leon „Ich wünsch dir viel Glück!” sagte, knurrte Fabi wütend „Ich mach dich fertig, Leon! Darauf warte ich seit über zwei Jahren.” Auf Lissis Start-Zischen rannten die beiden eigentlichen Freunde los, drehten sich gleichzeitig um und schossen den Fußball in die Richtung ihrer gegnerischen Tore. Beide sprangen hoch und streckten sich, um den Ball ihres Gegners zu halten. Während der wilde Kerle Anführer aber den grünen Fußball seines Herausforderers weg schlug, landete sein eigener schwarzer Fußball mitten im Netz seines Gegenübers und sofort brach Jubel bei seinem Team aus. Als die wilden Kerle zu ihrem Anführer rannten und diesen freudig umarmten, starrten die biestigen Biester nur geschockt zu ihrem Eigenen.

 

Obwohl Leon eine Abmachung hatte, blickte Fabi ihn nur wütend an und verschwand aus der Natternhöhle. Kurz darauf folgte ihm seine Mädchenmannschaft und fuhr hinterher, damit sie herausfinden konnten wie es jetzt weiter gehen sollte. Vanessa trat derweil auf ihren Geliebten zu und verschränkte ihre Arme vor seinem Bauch, ehe sie ihm ins Ohr hauchte „Ich liebe dich so sehr, Leon.” Daraufhin seufzte der Erwähnte niedergeschlagen „Ich habe es vermasselt, Fabi hasst mich und wird wahrscheinlich nie mehr mein Freund werd…” wurde aber mit zwei Fingern auf seinen Lippen und durch den Satz „Der kriegt sich schon wieder ein!” unterbrochen. Nur wenige Minuten danach stand die Unerschrockene vor ihm, nahm seinen Kopf in ihre Hände und bestimmte schlussendlich „Es ist noch lange nicht zu spät, um sich bei ihm zu entschuldigen. Er kann noch nicht weit sein, also lasst ihn uns suchen!” „Was würde ich nur ohne dich tun? Ich liebe dich, Nessie” raunte der Torjäger darauf und zog seine Geliebte näher an sich, ehe er sie zum Dank zärtlich küsste. Fest entschlossen seinen besten Freund zurück zu gewinnen, verließ der Slalomdribbler mit seiner festen Freundin und seinen Jungs ebenfalls die Natternhölle. Um Fabi und die Mädchen zu finden, folgten sie den Reifenspuren. Tatsächlich fanden sie die Gesuchten tiefer im Wald, blieben etwas weiter entfernt auf einem Abhang stehen und hörten wie die Biester abwechselnd mit „Und was machst du jetzt? Sie waren besser als wir. Sie sind die Wildesten, Fabi” auf ihren eingeschnappten Anführer einredeten. Letztlich meldete sich der Blitzpasstorvorbereiter zu Wort und gestand während er den kleinen Hügel hinunter lief „Das stimmt und das sollten wir feiern! Ohne dich hätte ich mich nur weiter versteckt, ich hätte weiter gekniffen. Ich wäre weiter in einem Cowboyanzug herum gerannt. Ich hätte niemals begriffen, wie stark ich durch einen Freund werden kann” wonach Nerv ihn mit „Oder durch ganz viele Freunde, Fabi” unterstützte. Die beiden Anführer blickten demnach auf einen großen Hügel und entdeckten die restlichen Kerle, bis sie sich wieder gegenseitig zu wandten. Leon nahm schließlich seinen ganzen Mut zusammen und hielt dem Blonden seine Hand hin, wobei er sprach „Alles ist gut.“

Freundschaft

Mit einem „Solange du wild bist“ überwand der Erwähnte sich, hob ebenso seine Hand und schlug bei dem Brünetten ein. Die beiden Fußballer grinsten sich anschließend an, bis Vanessa nach ihrem „Leon!” brüllte und Fabi stichelte „Deine Angebetete verlangt nach dir, wir treffen uns alle im Steinbruch!” Demnach erkundigte sich der Gerufene mit „Was gibt es denn, Nessie?” lief auf seine Freundin zu und blickte in ihr strahlendes Gesicht. „Ich bin so stolz auf dich, Herr Anführer” flüsterte die Gefragte ihm ins Ohr, gab ihm anschließend einen flüchtigen Kuss auf den Mund und wollte letztendlich den Anderen folgen. Allerdings hielt der Slalomdribbler sie am Handgelenk fest und zog sie „Hey, war das etwa schon alles? Frau Butz, ich will einen richtigen Kuss!” raunend zu sich, ehe er sie nun viel länger küsste. Genießerisch schlossen sie ihre Augen und Leon legte seine Hände auf ihre Pobacken, während Vanessa ihre Arme um seinen Nacken schlang. Sobald sie sich von einander gelöst hatten, hauchte das wildeste Mädchen ihm schmunzelnd „Ich liebe dich, mein Leon” ins Ohr und der wildeste Kerl erwiderte „Und ich liebe dich, mein Seeungeheuer.” Dafür kassierte er prompt einen Schlag und beschwerte sich mit „Au, für was war das denn?” worauf die Honigblonde „Das weißt du ganz genau, Lockenkopf!” fauchte sich aber dabei ein breites Grinsen nicht verkneifen konnte. Der wilde Kerl hingegen blickte sie nur sprachlos an, weswegen die Unerschrockene amüsiert gluckste „Mund zu, sonst kommen Fliegen rein!” und er sofort gehorchte.

 

Während er sich über seinen linken Oberarm rieb, grummelte der damalige Mädchenhasser „Meine Güte, du kannst ja hart zuschlagen! Dich will ich echt nicht zum Feind haben” und seine Gegenüber erklärte deswegen „Tja, dann sei froh dass ich deine Freundin und nicht deine Gegnerin bin. Denn ich hab nämlich vor kurzen erst mit Kickboxen angefangen und deshalb solltest du dich nicht mit mir anlegen, Herr Anführer!” Darauf grinste der Erwähnte nur, bevor er nervös vorschlug „Wir sollten langsam mal zu den Jungs und Mädels gehen, Nessie! Sonst fressen die uns noch alles weg” und seine linke Hand mit ihrer Rechten verschränkte. „Das werden sie schon nicht tun und außerdem ist genug für alle da, sodass es auch für unsere Gäste reicht” versuchte die Angesprochene ihn lachend zu beruhigen und küsste ihn kurz auf die Nasenspitze, ehe sie händchenhaltend zu dem Rest ihrer Freunde schlenderten. Einige Mädchen sowie auch Kerle hatten bereits begonnen den Tisch zu decken, oder provisorische Zelte aufzubauen und die beiden Erfinder standen natürlich am Grill. Als der Slalomdribbler mit der Königin des Albtraumpasses im Schlepptau durch das Tor trat und sich letztlich zu ihnen gesellte, neckte die Intuition die beiden mit „Seid ihr endlich fertig mit herum turteln, Brüderchen?” Zwei herausgestreckte Zungen des wilde Kerle Pärchens und lautes Gelächter der restlichen Anwesenden, war die einzige Antwort auf Marlons Frage gewesen. Nach einem kleinen Wettbewerb zwischen Raban und zwei der Biester, rief Marlon sein Glas hoch hebend „Auf Fli-Fla und Sara!” Gleich danach eröffnete Fabi das Büfett mit „Dann haut mal rein, Jungs!” und Lissi ergänzte „Und Mädels!” wonach alle anfingen sich zu bedienen. Sobald sie Abendbrot gegessen hatten, bauten schließlich auch Vanessa und Leon ihre Schlafunterkünfte auf. Anschließend saßen beide Teams zusammen und redeten oder lachten über peinliche Erlebnisse, bis einige irgendwann müde wurden. Mit der Zeit leerte sich der Platz, da auch den anderen allmählich die Augen zu fielen und sich schlafen legten.

 

Am Ende des Tages blieb nur noch eine Person wach und starrte in den dunklen Himmel, bevor sie auf den vergitterten Käfig zu ging. Sofort blitzten Erinnerungen auf und eine Gänsehaut kroch über den gesamten Körper, wonach einige Phantomschmerzen sie begleiteten. „Hey, Leon! Wieso schläfst du schon wieder nicht?” fragte eine Mädchenstimme in die Dunkelheit hinein, ehe sich zwei zierliche Arme um seinen Körper schlangen und ein gehauchter Kuss in seinen Nacken ihn wohlig aufstöhnen ließ. Ohne nach zu sehen wer hinter ihm stand, verschränkte der Gefragte seine Finger mit denen vor seinem Bauch und seufzte „Ich kann nicht schlafen, es ist zu viel passiert und dass nur weil ich Mist gebaut habe.” Erst als er die Feststellung „Wir machen uns Sorgen um dich, denn es ist jetzt schon die vierte Nacht in der du nicht schläfst” hörte, löste er die kleinen Hände von seinem Oberkörper und drehte sich ruckartig um. Sofort trafen seine überraschten schokoladenbraunen Augen auf die eher besorgt aussehenden Rehbraunen seiner Verfolgerin und sein Herz begann zu rasen, als er sich erkundigte „Woher weißt du das, Nessie?” Die Gefragte antwortete darauf mit „Hadschi hatte es mir damals erzählt und beim zweiten Mal habe ich es selbst mitbekommen, weil du nicht unter der Plane lagst. Gestern wurden Nerv, Maxi, du und ich ja leider von diesen vier Typen vom Schlafen abgehalten. Aber jetzt bist du schon wieder wach und starrst Löcher in die Luft, dabei müsstest du doch eigentlich todmüde umfallen! Die Jungs und auch ich haben dir längst vergeben, also hör auf weiter in der Vergangenheit herum zu wühlen! Denn wie Juli gesagt hatte, du bist und wirst auch immer unser Anführer bleiben. Niemand kann dich ersetzen und das würde ich auch gar nicht wollen. Für uns bist du der geborene Mannschaftskapitän und ich liebe nur dich, Leon” und küsste ihren Freund, ehe sie sich voneinander lösten.

 

„Jetzt geh endlich schlafen, Herr Anführer!” forderte ihn die wildeste Frau schließlich auf, wonach der Erwähnte schnaubte „Ich bin aber nicht müde!” und bockig die Arme vor der Brust verschränkte. Wenn ihr Geliebter nicht unter Schlafmangel leiden würde, hätte die Königin des Albtraumpasses über dessen eingeschnappte Flunsch gelacht und gemeint dass er ein stures Kind sei. Jedoch zeigten die dunklen Schatten unter seinen Augen, deutlich dass er übermüdet war und dringend Schlaf benötigte. Deshalb bot die Unerschrockene ihm einige Schweigeminuten später an „Du könntest auch bei mir mit im Zelt schlafen!” worauf der damalige Mädchenhasser „Was? Aber das ist doch viel zu klein und zu eng” keuchte und sich seine Wangen kirschrot färbten. Allerdings widersprach seine Gegenüber ihm mit „Quatsch, da passen wir schon zusammen rein.” Schlussendlich packte Vanessa Leon an der Hand, führte ihn von dem Käfig weg und verschwand dann mit ihm in ihrem Zelt. Um zu verhindern dass der wildeste Kerl unter tausenden doch noch auf die Idee kommen würde zu fliehen und sich vom Schlafen zu drückten, zog sie schnell den Reißverschluss vom Zelteingang zu. Hinterher schubste sie ihren Freund längelang auf die Luftmatratze, machte es sich auf seinen Schoß bequem und verwickelte ihn in einen Zungenkuss. Ihre Finger verkrallten sich dabei in den braunen Locken des Untenliegenden und dieser stöhnte leise „Nessie” ehe sie sich eng aneinander kuschelten. Kurze Zeit später war der Slalomdribbler bereits in den Armen seiner festen Freundin eingeschlafen und diese hauchte ihm einen Kuss auf die Stirn, ehe sie „Soviel zum Thema ich bin nicht müde, Sturkopf!” raunend auch ihre Augen schloss.

 

Am nächsten Morgen oder eher Nachmittag, wachte das Anführerpaar auf und der Slalomdribbler blickte verträumt neben sich. Plötzlich spürte er zarte Fingerspitzen die unter sein Oberteil glitten und zuckte zusammen, weil er ein kurzes Brennen auf seinem Rücken spürte. Vanessa bemerkte es natürlich und bat ihn deshalb darum das T-Shirt auszuziehen, damit sie nach schauen konnte. „Leon, was ist passiert dein Rücken ist ja ganz blutig?” erkundigte sie sich, sobald er Oberkörperfrei vor ihr saß und sie die Kratzer entdeckt hatte. Der Gefragte seufzte als Antwort „Ich hatte dir doch erzählt, dass ich gegen die Biester antreten musste und sie mich alle geschlagen hatten. Aber als Fabi gegen mich antreten wollte, gab ich auf und schmiss den Ball weg. Das Spiel fand übrigens in dem Käfig statt, sozusagen ein Fußballsquash und es war anderes als im Teufelstopf zu spielen. Denn ich bin mit dem Rücken mehrmals gegen die Wand geknallt und die Kupferplatten darin waren mit kleinen Nägeln befestigt, daran hab ich mich wohl verletzt.” „Du bleibst hier und ich hole deine Sachen, danach werde ich mich um deinen Rücken kümmern!” befahl die Unerschrockene und als ihr Freund protestieren wollte fügte sie mit einem Augenaufschlag hinzu zu „Keine Widerrede!” bevor sie aus ihrem Zelt verschwand. Nur wenige Minuten später hörte der Brünette, wie die Kerle und Mädels von draußen durcheinander „Guten Tag, Vanessa. Weck, bitte unseren Anführer! Das Mittagessen ist fertig und wir wollten mit euch essen, das Frühstück habt ihr ja leider verpasst. Aber wir wollten euch auch nicht wecken, denn Leon brauchte dringend Schlaf” riefen. Seine Freundin antwortete „Ich wünsche euch allen auch einen guten Tag und danke dass ihr auf Leon Rücksicht nehmt. Wir sind gleich da” ehe diese zu ihm ins Zelt zurück kroch und seinen Rücken verarztete. Nachdem die Honigblonde fertig war, streifte sich der Torjäger sein T-Shirt über und bedankte sich mit einem Kuss bei ihr. Danach verließen sie händchenhaltend das Zelt und gesellten sich zu den Anderen an den gedeckten Tisch, bevor sie sich alle nach einer kurzen Begrüßung bedienten.

 

„Fabi, ich muss mit dir reden und zwar alleine” verlangte Vanessa nach dem Mittagessen und drückte Leon der sie misstrauisch ansah einen kurzen Kuss auf den Mund, bevor sie gefolgt von dem Erwähnten vor das Tor lief. Dort blieb sie stehen und wartete bis ihr ehemaliger bester Freund ihr gegenüber stand, ehe sie wütend schnaubte „Wie konntest du so etwas tun? Und sag jetzt nicht aus Rache! Denn das Fußballspiel im Käfig war unfair gewesen, das weißt du hoffentlich selbst und das hat er nicht verdient. Du hättest es beenden und ihn gehen lassen sollen, als du gesehen hattest wie Leon gegen die Wand geknallt ist. Er hatte sich nämlich an den Nägeln die in den Kupferplatten heraus geschaut hatten verletzt und du hast nichts dagegen unternommen, sein ganzer Rücken war aufgekratzt.” Der biestige Biester Anführer senkte sein Haupt und stotterte „Ich … es tut mir leid, wirklich. Aber davon wusste ich nichts und ich hätte es sofort beendet, wenn Leon etwas gesagt hätte” wonach seine Gegenüber seufzte „Du weißt doch wie Leon ist und dass er es nicht zugeben würde, dass er sich verletzt hat. Aber du solltest trotzdem mit ihm reden und dich entschuldigen, denn ihr solltet euch beide mal aussprechen!” Mit einem Handschlag und einer kurzen Umarmung, gingen sie wieder zu den Anderen zurück. Noch vor ihrer Abreise redeten die beiden Anführer unter vier Augen und der Blondhaarige erklärte dem Brünetten dass er nicht wieder zu seinen Freunden zurück kehrt, weil er bei seinen Mädels bleiben wollte. Also hieß es für alle Abschied nehmen, denn die wilden Kerle mussten zurück zu ihren Familien und die biestigen Biester blieben mit ihrem Anführer im Steinbruch. Maxis Vater hatte seine gerechte Strafe gekriegt, er hat Nervs Mutter geheiratet und alle waren eingeladen.

 

Ende



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