Zum Inhalt der Seite

Mit anderen Augen

Leon & Vanessađź’“
von

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

Seite 1 / 1   Schriftgröße:   [xx]   [xx]   [xx]

EifersĂĽchtig?

Die wilden Kerle hatten es doch tatsächlich geschafft, denn sie bekamen ihre eigenen Trikots und würden schon bald gegen die waschechte Nationalmannschaft antreten. Zu dem wildesten Trio der Liga gehören die Wirbelsturmtormaschine in der Dimension acht und Leons neuer bester Freund, Deniz die Lokomotive. Natürlich Leon der Slalomdribbler, Torjäger sowie auch bester Blitzpasstorvorbereiter auf der Welt und ihr Anführer. Das Schlusslicht bildet das einzige Mädchen in der wildesten Fußballmannschaft Vanessa oder auch die Unerschrockene und Königin des Albtraumpasses bzw. Nessie genannt. Nach dem Sieg gegen die angeblich unbesiegbaren Sieger, hatte die Honigblonde von allen Teammitgliedern den Schwur gefordert und diese waren sofort damit einverstanden. Auf Camelot saßen sie schließlich zusammen und Leon nahm ein Messer in die Hand, bevor er sich mit den Worten „Jeder der die wilden Kerle verlässt“ in den Daumen ritzte. Dann reichte er das Schneidgerät an Vanessa weiter, wonach diese hinzufügte „Ist ein Verräter“ und es ihm gleich tat. Deniz war der Nächste, wobei er ernst sagte „Und wird dafür strengstens bestraft“ und nach einem Schnitt in den Daumen das Messer an Markus übergab. Dieser meinte grinsend „Es sei denn er ist ein Weichei“ gab nach dem Schnitt in seinen Daumen das Schneidgerät an Marlon weiter und jener tat es den Anderen nach dem Satz „Und tritt auf der Stelle“ gleich. Mit den Worten „In einen Bastelverein für Weihnachtsschmuck ein“ beendete Maxi den Schwur grinsend und Raban fügte hinzu „Aber als letzte Warnung” bevor Joschka erläuterte „Würde er den schwarzen Punkt erhalten.” Sobald auch die beiden Jüngsten einen Daumen eingeritzt hatten, drückten alle ihre Finger auf die Zettel mit der jeweiligen Trikotnummer und hinterließen ihre blutigen Abdrücke auf den Verträgen. Hinterher klebten sie sich gegenseitig Pflaster über die Schnitte und kletterten anschließend aus ihrem Baumhaus, ehe sie sich auf ihre Räder schwangen.

 

Der Anführer fuhr wie immer an der Spitze und radelte gemeinsam mit den seinem Team zum Teufelstopf, um dort zu trainieren. Allerdings wurde ihr Plan durchkreuzt, weil Juli nach der Vereinskasse suchte und seinem Mannschaftskapitän einen Brief vom DFB in die Hand gab. Also lasen sie den gefalteten Zettel laut vor und blickten sich dabei im Stadion um, wonach der Blitzpasstorvorbereiter fluchte „Kacke verdammte, dafür bring ich die um!” Nachdenklich ließen sich alle der Reihe nach auf den Boden sinken, bis Joschka seufzte „Leon, das können wir niemals bezahlen” und der Erwähnte antwortete „Das stimmt, wir nicht! Aber er, ich rede von ihm Mr. Hausarrest oder boah da fliegt mir ja glatt der Globus vor den Kopf.” Auf den verzweifelten „Nein, nur über meine Leiche!” Kommentar von dem Mann mit dem härtesten Schuss der Welt, bestimmte der Slalomdribbler entschlossen „Doch, Maxi!” und befahl hinterher allen „Ihr besorgt Haargel und Sonnenbrillen! Kramt eure Kommunionsanzüge raus und bringt eure Sparschweine mit. Wir treffen uns dann vor Maxis Bank! Den Rest erledige ich.“ Jedoch änderte Leon kurzzeitig den Treffpunkt, weswegen sich alle bei ihm und Marlon zu Hause versammelten. Im Bad stylten sich die Jungs und gingen nach dem sie fertig waren zu ihren Fahrrädern raus, um dort auf die Turteltauben ihres Teams zu warten.

 

Denn ihr Mannschaftskapitän stand noch in seinem Zimmer und schimpfte lautstark vor sich hin „Wie können diese Schlipsträger freiwillig tagtäglich diese blöden Krawatten tragen? Die lassen sich doch so beschissen binden” wobei Vanessa ihn leise kichernd beobachtete. Kopfschüttelnd trat die Unerschrockene schließlich auf ihn zu und meinte amüsiert „Warte, Leon! Ich helfe dir, sonst wird das nie was” ehe sie ihm die Krawatte band. Dabei musterte der Erwähnte seine Teamkameradin, biss sich nervös auf die Unterlippe und säuselte ein „Danke, Nessie.” Im Gesicht der Honigblonden bildete sich sogleich ein Lächeln und ihre rehbraunen Augen verloren sich in den Schokoladenbraunen ihres Gegenübers, bis sie sich beide verlegen abwandten. Als auch die letzten zwei endlich startklar waren, radelten sie gemeinsam mit Sonnenbrillen und gestylten Haaren zur Bank von Herrn Maximilian. Während die Jungs in schwarzen Anzügen gekleidet waren, trug das einzige Mädchen unter ihnen ein weißes Kleid und weiße niedrige Stöckelschuhe dazu. Alle hatten ihre Sparschweine dabei und ihr Anführer sagte zu dem Mann mit dem härtesten Schuss „Keine Angst, Maxi! Wir machen deinem Vater ein Angebot was er nicht ablehnen kann” bevor sie das Gebäude betraten. Wenige Minuten später hatten sie es tatsächlich geschafft Maxis Vater oder wie Leon ihn immer bezeichnete Mister Hausarrest einen Deal vorzuschlagen und bekamen von ihm das Geld für den Umbau des Stadions für das Spiel gegen die Nationalmannschaft, unter der Bedingung dass sie bei einer Niederlage am Samstag in einen Bastelverein für Weihnachtsschmuck eintreten sollten. Freudig jubelnd rannten die wilden Kerle aus der Bank, schnappten sich ihre Räder und fuhren davon. Ihr Ziel war die Eisdiele von Leon und Marlons Vater, wo sie ein Modell von ihrem Teufelstopf bauen wollten. Die Jüngsten genehmigten sich noch einen leckeren Eisbecher und die Älteren erläuterten inzwischen den Aufbau des neuen Stadions, sowie auch die Aufteilung der Mannschaft vom dicken Michi.

 

Vor dem Ice Dieler erschien wenig später jedoch eine Skatergang und deren Anführer verführte die Königin des Albtraumpasses mit einem Flammenden Auge der Hexe, weswegen der Slalomdribbler sichtbar verärgert reagierte. Jener starrte die Unerschrockene daraufhin sauer an und die Anderen aus seiner Mannschaft machten sich lustig über ihre eigentliche Freundin, bis diese keifte „Ihr könnt mich mal! Shitte, ihr seid ja noch Kinder.“ Weil Vanessa auch noch aus Wut den Tisch mit dem Stadion Nachbau um warf, sprangen die Jungs sofort „Hey“ brüllend auf und Leon schrie wütend „Du brauchst gar nicht mehr wiederkommen! Hast du das gehört? Nie wieder.“ Obwohl er es im selben Moment schon bereute und ihr sehnsüchtig hinterher blickte, ließ er es sich nicht anmerken. Nun saß der wilde Kerle Anführer schweigend mit seinen restlichen Teamkameraden auf der Treppe vor der Eisdiele und starrte mürrisch auf das zerstörte Stadionmodell runter, während ihm immer wieder die Szene mit Gonzo Gonzales im Kopf herum spukte. °Denn sobald dieser Typ nach dem Satz „Hey ho, bei meiner alten Freundin Staraja Riba“ so tat als würde er die paar Stufen der kleinen Treppe runter fallen, hatten alle wilden Kerle noch gelacht. Aber als dieser Dreadlocks-Typ Vanessa umrundete und dabei nachdenklich fragte „Wie konnte ich dich nur bisher übersehen?“ fiel dem Slalomdribbler der verliebte Blick seiner Teamkameradin auf. Außerdem spürte der Mädchenhasser Nummer 1 Wut in seinem Bauch, weil dieser Fremde bei seiner Vorstellung „Ich bin Gonzo Gonzales der blasse Vampir“ eine Honigblondehaarsträhne hinter das Ohr der Unerschrockene gestrichen hatte und jene „Das … das ist ein sehr schöner Name“ stammelte. Dann begann dieser möchtegern Vampir die Königin des Albtraumpasses auch noch am Oberarm festzuhalten, während er raunte „Hier willst du mal lecken? Das ist eine echt diabolische Mischung, das ist transsylvanisches Gift“ und ihr sein Eis unter die Nase hielt. Aber das Schlimmste kam zum Schluss, denn Nessie leckte tatsächlich an dem Eis und Leon fühlte einen schmerzhaften Stich tief in seinem Herzen.°

 

Der Slalomdribbler wurde aus seiner Erinnerung gerissen, als Deniz seufzte „Das war es dann wohl” und Marlon „Ohne Vanessa werden wir am Samstag verlieren” hinzufügte. Erst dann mischte er sich mit „So ein Quatsch, wir haben die Tore geschossen und nicht sie” ein. Schließlich diskutierten die drei noch ein wenig, bis der wilde Kerle Anführer schnaubte „Klugscheißer” und mit seinem neuen besten Freund zu Juli ins Baumhaus verschwand. Nachdem sie beim Aufenthaltsort der Flammenmützen angekommen waren, sahen sie sich um und entdeckten den blassen Vampir mit der Unerschrockenen zusammen. Gerade als Gonzo Vanessa küssen wollte, spürte der Blitzpasstorvorbereiter erneut einen Stich im Herz und rief wütend „Das reicht!” Sichtbar genervt unterbrach er dabei das „Heyho, bei meiner alten Freundin Staraja...” Geschwafel, indem er „Vergiss die Hexe, Gonzales! Wir glauben nicht an Gespenster” schnaubte und dann an seine einzige Teamkollegin gewandt befahl „Wir fordern, dass du zurück kommst. Sofort!” Weil Leon allerdings von Pickels am Kragen gepackt und zischend „Was passiert dann?“ gefragt wurde, spie er diesem ins Gesicht „Ich rede nicht mit dir, Pickelpinoccio. Ich rede mit Vanessa.“ Kurz darauf wurde er los gelassen und hörte wie Gonzo zu der Königin des Albtraumpasses sagte „Und du kannst deine Freunde begleiten. Los, hau ab. Du bist frei kleiner Stern! Aber wenn du hier bleibst, ist es für immer das ist dir doch klar?” wonach er selbst hoffnungsvoll „Vanessa!” rief. Sein Herz pochte heftig, als er in die rehbraunen Augen sah und sich darin fast verlor. Schließlich radelten die beiden Jungs niedergeschlagen aus der Nebelburg und das wildeste Mädchen blickte ihnen hinterher. Die wilden Kerle hingegen richteten ihren Teufelstopf derweil in ein Stadion um und bauten eine waschechte Baustrahler Flutlichtanlage, bevor ihr Anführer sich dafür entschied der Verräterin einen schwarzen Punkt zu geben. Trotzdem wollten sie die Honigblonde unbedingt zurück haben und gaben ihr deshalb bis zum nächsten Tag noch Zeit, doch jene ließ sich nicht umstimmen.

 

Die beiden Freunde hatten den anderen wilden Kerlen, von ihrem missglücktem Versuch ihre einstige Kameradin zurück zu holen erzählt und saßen nun erneut zusammen in der Eisdiele. Leons Gedanken kreisten ununterbrochen um Vanessa, während er mit seinem Eislöffel Marshmallows umher schnippte und zusammen mit seiner Mannschaft schweigend am Tresen saß. Als dann auch noch der Plan vom Talentsucher für den Fußballverbund schief gelaufen war und sie alle eine Standpauke erhalten hatten, herrschte erneutes Schweigen vor der Eisdiele. „Kacke verdammte, Papa!“ fluchte der brünette Anführer resigniert, ehe er letztlich „Kannst du uns helfen?“ murmelte und ein Funken Hoffnung auf seinem Gesicht widerspiegelte. Der Gefragte antwortete darauf bestimmend „Ne, das kann ich nicht. Aus dem Schlamassel könnt ihr euch nur alleine rausholen. Ihr müsst die Hosen runter lassen!“ und schaute in die verwirrten Gesichter der Jungs, bis die Lokomotive geschockt „Oha, einen Moment!“ rief. Obwohl der zweifache Vater ernst sagte „Nein, Deniz. Ihr habt Vanessa belogen und zwar so richtig erbärmlich, schaut euch doch mal an! Und wenn euch das Mädchen noch irgendwas glauben soll, dann bliebt euch nichts anderes übrig. Ihr müsst die Hosen runter lassen!“ erkundigte sich sein jüngster Sohn verunsichert „Aber, das meinst du nicht wörtlich?“ und deshalb erklärte er weiter „Ne, das wäre zu einfach." „Ich spreche von dem, das muss die Hosen runter lassen!“ erläuterte der Eisdielenbesitzer weiter, drehte sich um und zeigte dabei auf sein Herz. Da die wilden Kerle anscheinend immer noch nicht verstanden hatten was er meinte, setzte er sich verkehrt herum auf einen Stuhl und seufzte „Jungs, ihr habt gar keine andere Chance. Ihr müsst Vanessa eure Gefühle beweisen, das Mädchen hat sich verknallt!“ Weil Raban aber sarkastisch „Oh und wie sie das hat!“ stöhnte, redete der Familienoberhaupt weiter „Ja, aber vielleicht irrt sie sich ja. Vielleicht liebt sie einen anderen!“ und sah nebenbei seinen Zweitgeborenen grinsend an. Die Blicke seiner Mannschaft schienen nun Leon förmlich zu durchbohren, weswegen dieser protestierte „Jetzt rede keinen Stuss! Hört ihr? Das stimmt nie im Leben!“ und sein Vater enttäuscht schlussfolgerte „Das ist aber Schade, das wäre nämlich genau das was ihr jetzt braucht. Ich mein einen Liebesbrief und zwar einen Echten.“

Kämpfe um alles was dir wichtig ist und was dir etwas bedeutet!

Weil er wütend auf seinen Vater und seine Mannschaft war, radelte der wilde Kerle Anführer mit den Gedanken *Wieso soll ausgerechnet ich einen Liebesbrief schreiben? Kacke verdammte, haben die Anderen etwa Recht und ich bin wirklich in Vanessa verknallt?* zur Nebelburg. Dort kletterte er wieder auf das Dach, sah gezwungen dabei zu wie Vanessa mit Gonzo fangen spielte und ihn dann im Schlafnetz küsste. Bei diesem Anblick wurde ihm schlecht und deswegen wandte er sich rasch von den Beiden ab, um zu seinen Team zurück zu fahren. Für ihn stand seine Entscheidung fest, denn er wollte die Königin des Albtraumpasses wieder bei sich haben und da konnte kommen was wolle. Er würde seine Kameradin nicht bei den Flammenmützen lassen, dafür war sie ihm viel zu wichtig und so musste er sich eingestehen dass er wirklich eifersüchtig auf diesen blassen Vampir ist. Auf dem Weg zu seinen Freunden versprach er deshalb gedanklich *Ich werde um Vanessa kämpfen und wenn es das Letzte ist was ich tue. Dafür lege ich meine beiden Beine, meine Seele und mein ganzes Herz ins Feuer* und befahl dann Deniz den er als Einziger vor der Eisdiele traf „Dann ruf sie zusammen! Ich warte auf Camelot“ bevor er zu dem Baumhaus der Reiks fuhr. Nur wenige Minuten später trudelten auch die anderen Jungs ein und gesellten sich zu ihm, wobei die Jüngsten unter ihnen Bücher für Verliebte mitschleppten die Raban von seiner Mutter stibitzt hatte.

 

Schlussendlich saßen die wilden Kerle auf Camelot zusammen und bekamen von dem Held jeder eins von den Ratgeber Büchern in die Hand gedrückt, worüber sie sich lustig machten. Doch irgendwann riss dem Anführer der Geduldsfaden und deshalb befahl er beim Aufstehen streng „Hey, Stopp! Wir sind nicht zum Spaß hier, ich muss einen Brief schreiben. Ich mein … einen Brief … einen ...!“ ehe er sich „Ach Kacke Verdammte! Ich hab keinen blassen Schimmer wie das überhaupt geht!“ fluchend auf den Bretterboden sinken ließ. Nach einigen vergangenen Schweigesekunden fragte Deniz durch die Runde „Also los, wer traut sich als Erster?“ und meinte dann auffordernd „Markus, du bist der Coolste von uns!" worauf jener „Ich glaub mir wird schlecht!“ antwortete. Aber weil die Lokomotive nicht locker ließ, gab der Torwart sich geschlagen und schlug grinsend „Ähm, mein netter Freund Vanessa?“ vor. Daraufhin lachten fast alle und Leon rief freudig „Ich hab's! Wie wäre es mit ihrem Hinterradreifen?“ wobei er sich auf eine Holzkiste setzte. Während der Slalomdribbler das Gesagte aufschrieb, witzelte sein Bruder „Das ist gut! Mein netter Freund, Vanessa. Ich liebe deinen Hinterradreifen“ und Tippkick fügte noch scherzend „Deinen extra breiten Hinterradreifen“ hinzu. Die beiden letzteren lachten danach im Chor „Ich mein, wenn dann schon richtig!“ und klatschten mit High Five ab, bis der Blitzpasstorvorbereiter „Verflixt! Was lacht ihr denn so? Das war doch gar nicht so schwer“ fragte. Doch als ihn die Blicke seiner Mannschaft trafen verlor der wilde Kerle Anführer seinen Mut wieder, schmiss dann das nun zerknüllte Papier weg und seufzte resigniert „Okay, okay. Ist ja schon gut, ich hab's kapiert.“ „Leon, jetzt denk doch mal nach!“ forderte Juli ihn daraufhin vorsichtig auf und Deniz sagte „Denk an sie, denk an Vanessa!“ Gehorsam schloss der Brünette seine Augen und erinnerte sich an das erste Tor welches die Königin des Albtraumpasses geschossen hatte, bevor er fragend meinte „An Fußball.“ Allerdings schien diese Antwort den Jungs nicht zu gefallen, weswegen er erneut seine Lider schloss und an die erste Begegnung zurück dachte. „An ihre Augen“ startete er einen neuen Versuch, blieb dabei allerdings in seinen Gedanken versunken und hörte nur wie sein bester Freund sich erkundigte „Bist du da sicher?“ Also erinnerte Leon sich an seinen ersten Kuss zurück und an das Strahlen im Gesicht von Vanessa als diese ein Tor geschossen hatte, ehe er fest entschlossen antwortete „Ja, an ihre Augen.“

 

„Und was fühlst du dabei?“ wollte nun der Streuner wissen und der wilde Kerle Anführer erklärte „Dass ich will dass sie bei mir ist. Versteht ihr das? Wenn Vanessa da ist, dann … dann … dann ist das so als würde die ganze Welt bunter sein.“ Demnach forderte Juli von ihm „Los schreib das auf!“ wonach Leon sich richtig hinsetzte und der Aufforderung nach ging. „Liebe Vanessa“ fing er an zu schreiben, bis er „Nein, das ist falsch” schnaubte und es durch strich. Nach kurzer Überlegung, korrigierte er es mit „Geliebte Vanessa“ und schrieb noch „Ohne dich ist die ganze Welt nur noch schwarz, weiß“ dazu. Dann hörte er wie sein Bruder „Weil deine Augen wenn du gehst die Farben mitnehmen“ sagte und Juli hinzu fügte „Und ohne dein Lachen, die Sonne nicht scheint“ bevor Maxi mit „Und der Wind zum Sturmregen wird“ weiter machte. Mit einem verwirrtem Blick auf die leuchtenden wilde Kerle Logos über den Herzen seiner Freunde und einem angeekelten „Jetzt ist mir schlecht“ rang sich Markus nach Deniz „Ohne dich, fehlt jedem Kampf den ich kämpfe der Grund“ Vorschlag schließlich dazu durch um „Und meinem Herzen das Feuer“ zu sagen. „Ich kann dich nicht zwingen dass du zurück kommen sollst, aber ...“ setzte der Slalomdribbler fort und stoppte nachdenklich, bis Raban ihm mit „Ich bitte dich“ weiter half und er „Mit allem was ich habe und was mir etwas bedeutet“ fort fuhr. „Für immer“ fügte der Held noch schnell hinzu, ehe der Blitzpasstorvorbereiter den Liebesbrief mit „Dein Leon“ beendete. Deniz grinste seinen besten Freund daraufhin stolz an, bevor Joschka fragte „Terrortouristische Monsterschleimbacke und davon ist gar nichts gelogen?“ und sich nun alle ihm zu wandten. „Okay, Leon. Jetzt wird es ernst, lass uns Vanessa den Brief bringen und dann treffen wir uns alle wieder hier!“ schlug die Lokomotive letztlich vor, stand auf und legte dem Anführer eine Hand auf die Schulter. Jener erhob sich ebenfalls, ehe sie zu zweit zur Nebelburg fuhren und dort auf das Dach kletterten.

 

Sobald der wilde Kerle Anführer die Unerschrockene mit dem blassen Vampir dicht beisammen in einem Schlafnetz liegen sah, fühlte er ein heftiges Ziehen in seiner Brust und sein Herz schien zu vereisen. Tief durchatmend blickte er auf den Brief in seiner Hand und betete innerlich *Bitte, ich will Vanessa zurück haben und deswegen muss es klappen!* während er merkte wie sein Körper sich anspannte. Dann nahm er von seinem besten Freund die Ballschleuder und zielte damit genau ins Netz, ehe er darauf feuerte. Er hielt augenblicklich den Atem an und sah zutiefst erleichtert zu wie der Brief bei seiner Teamkameradin landete, wobei er sich aber fragte *Kacke verdammte, warum bin ich nur so nervös und warum liegt dieser Gonzales bei ihr? Ich sollte neben ihr liegen und nicht er.* Durch den Aufprall wurde Vanessa sofort wach und blickte sich um, bis sie den Brief entdeckte. Vorsichtig legte sie Gonzos Arm der besitzergreifend auf ihr lag zur Seite, setzte sich auf und nahm den Brief in die Hand. Doch als Vanessa gerade den Zettel entfaltet hatte und ihn lesen wollte, fragte der blasse Vampir plötzlich ob sie gute Nachrichten von ihren Freunden bekommen hatte. Als dieser nach dem geöffneten Brief greifen wollte fauchte die Unerschrockene ihn an „Hey, der ist für mich!“ und blickte dann nach oben. Leon nahm daraufhin seinen ganzen Mut zusammen und stand aus seiner Hocke auf, um sich Vanessa zu zeigen. Ihre rehbraunen Augen trafen schließlich auf seine Schokoladenbraunen und er spürte wieder dieses Kribbeln in seinem ganzen Körper, bis jener Moment durch ein Rascheln von Papier zerstört wurde. Weil Gonzo behauptete dass alles gelogen sei und das eigentlich wildeste Mädchen es ihm auch noch zu glauben schien, zerbrach Leons Herz in tausend Teile. Schlussendlich drehte der Blitzpasstorvorbereiter sich um, rannte zu seinem Fahrrad und grübelte auf dem Weg zu Camelot nun gedanklich *Was kann ich denn dafür, wenn der dicke Michi sich nicht an meine Regeln gehalten und stattdessen seine angeblichen Glücks-Ohren mitgenommen hatte? Das wird ihm noch leid tun, man hat ja gesehen wie viel Glück sie ihm gebracht hatten und deswegen bekommt er einen Platz im Käfig!* Im Garten von Familie Reik stieß der wilde Kerle Anführer seinen älteren Bruder beiseite und schmiss sein Fahrrad in den Dreck, bevor er wütend über die Hängebrücke ins Baumhaus verschwand.

 

Was er aber nicht wusste war dass die Königin des Albtraumpasses seinen Brief doch las und dabei beobachtet wurde. Leon ließ sich auf seiner Holzkiste in der Ecke des Baumhauses nieder, zog die Knie an seinen Körper und fluchte „Das war eine blöde Idee gewesen, ich hätte ich mich nie darauf einlassen sollen! Vanessa hält doch lieber zu ihrem Gonzo, anstatt uns zu helfen das Spiel Morgen zu gewinnen.” Deniz setzte sich zu seinem besten Freund, um ihn mit „Sie möchte dir glauben, Leon. Aber wie soll sie das wenn es dir nur ums Fußballspiel geht?“ aufzuklären und kurz danach gesellten sich auch die anderen Jungs zu ihnen. Das sein eigener Bruder diesen Gonzales cool fand, gefiel dem Blitzpasstorvorbereiter überhaupt nicht und deshalb senkte er betreten sein Haupt. In der Nebelburg hatte die Unerschrockene den Liebesbrief zu Ende gelesen und dachte darüber nach zurück zu kehren, obwohl der Flammenmützen Anführer es mit der alten Hexe Staraja Riba verhindern wollte. Weil sie diesem alles erzählt und ihre Freunde hintergangen hatte, fühlte sie sich schuldig. *Würden sie und vor allem Leon mir das jemals verzeihen?* fragte sie sich, als Gonzo gegangen war und sie wieder alleine ließ. Sie konnte ja nicht ahnen dass dieser zu den wilden Kerlen ging und sie belauschte. Auf Camelot murmelte der Slalomdribbler traurig „Das war's dann wohl. Verflixt, Gonzales ist fünfzehn und ich bin erst zwölf” und eine Träne floss nebenbei über seine rechte Wange. Seine Mannschaft sah ihn mitleidig an, ehe Joschka mit einem Kinderbuch ins Baumhaus stolperte und Raban anfing zu lesen. Die Jungs lachten über die Geschichte der Hexe, bis plötzlich das Licht aus ging und der blasse Vampir vor ihnen erschien. Jener trat „Das passiert, wenn man meine alte Freundin auslacht und es wird noch viel schlimmer. Vanessa kommt nicht, das soll ich euch sagen” drohend auf die Jüngeren zu, blieb vor dem Brünetten stehen und behauptete „Das soll ich dir sagen, sie glaubt dir kein Wort.” Als Leon fragte „Ach ja und warum sagt sie mir das nicht selbst?” antwortete er „Das wird sie, glaub mir! Sie kommt Morgen und sie freut sich darauf euch verlieren zu sehen” und verließ mit dem schwarzen wilde Kerle Fußball in der Hand das Baumhaus. Die wilden Kerle fuhren alle nach Hause, um vor dem morgigen Tag ausgeschlafen und fit zu sein. Nur der wilde Kerle Anführer konnte nicht schlafen und musste ständig an Nessie denken, ehe er irgendwann doch ins Land der Träume reiste. Vanessa lag schon im Schlafnetz und schlief seelenruhig, bis sie von einem Geräusch geweckt wurde.

Entscheidung

Als Vanessa Gonzo mit dem schwarzen wilde Kerle Fußball erblickte, wurde sie stutzig und folgte ihm deswegen mit ausreichend Abstand in einen spärlich beleuchteten Raum. Dort kniete der blasse Vampir vor einer furchteinflößenden Kreatur, hielt jener die schwarze Kugel hin und sprach „Dieser Ball ist für dich und ihm folgen noch acht hübsche Jungs.“ Kurz bevor er den Fußball übergab brummte er „Halt! Aber nur, wenn ich das Mädchen dafür bekomme!“ verbeugte sich und fragte dann „Na, was ist, alte Hexe? Ist das kein transsylvanischer Packt?“ Der Unerschrockenen lief ein eiskalter Schauer über den Rücken, weil es plötzlich blitzte und donnerte. *Was hat Gonzo mit Leon und den anderen Jungs vor, will er sie etwa wirklich opfern? Das darf ich nicht zulassen, sie sind alle meine Freunde und ich liebe diesen sturköpfigen wilde Kerle Anführer doch* schoss es ihr augenblicklich durch den Kopf, wonach sie sich rasch umdrehte und wieder ins Schlafnetz legte. Allerdings konnte sie nun nicht gleich schlafen, da ihre Gedanken um Leon und die anderen Jungs kreisten. Doch sobald sie Jemanden neben sich erblickte, schloss sie ihre Augen und döste irgendwann ein. Am Samstag versammelten sich ihre Jungs vor Camelot und radelten gemeinsam zum Stadion des SV1906, um das alles entscheidende Spiel endlich hinter sich zu bringen. Ihre Gegner und auch deren Trainer warteten bereits fertig in Trainingsanzügen gekleidet auf dem Fußballplatz, weswegen sie sich beeilen sollten. Der Schiedsrichter führte die Jüngeren in eine Umkleidekabine die allerdings aussah als hätte eine Bombe eingeschlagen und schnaubte auf die „Wir wollen sofort eine andere Kabine!“ Forderung des Slalomdribblers nur „Beeilt euch lieber! Ich gebe euch zwei Minuten und dann pfeife ich an. Ist das klar?“ Nachdem er den Raum verlassen hatte, fluchte Deniz „Ostanatolische Zwergpudelpisse!“ und Markus schrie dem Trainer hinterher „Dafür werdet ihr heute verlieren!“ Schließlich begannen sich die Jungs auszuziehen, weswegen ihr Anführer „Los, Raban! Hol die Trikots! Ich verspüre gerade eine ungeheure Lust Fußball zu spielen!“ befahl und der Erwähnte „Ja und wie ich die spüre. Der SV1906 hat sich gerade ein Ticket in die Hölle bestel...“ ansetzend den Koffer öffnete. „Raban, was ist?“ erkundigte sich Leon alarmiert, als der Held „Hippopotamusbullenpropellerschwanzmist“ schimpfte. Der Gefragte deutete „Da...Da...“ stammelnd mit dem Zeigefinger in den leeren Koffer und auf einen Zettel mit der Aufschrift: Hallo, ihr Kleinen. Gonzo war hier und ich warne euch nochmal, er ist überall!

 

Weil es an der Umkleidezimmertür klopfte und der Schiedsrichter ankündigte dass die zwei Minuten um sind, fragte Deniz „Na, Bravo und was machen wir jetzt?“ „Was sollen wir jetzt tun?“ erkundigte sich nun auch Marlon, worauf ihr Mannschaftskapitän an sich herunter blickte und nach kurzer Überlegung bestimmte „Wir ... wir… ähm, spielen natürlich so wie wir sind!“ „Ist das dein Ernst?“ wollte Juli ungläubig wissen, aber auch Markus protestierte „Wir sind nackt!“ und Maxi schrie entsetzt „Bis auf die Unterhosen sind wir alle nackt!“ Jedoch grinste der Slalomdribbler und meinte fest entschlossen „Ich weiß, uns fehlen nur noch die Schuhe“ ehe er mit seinem Team den Fußballplatz betrat. Weil die Älteren über sie lachten, spie Leon denen wütend entgegen „Was glotzt ihr denn so blöd?“ und befahl gereizt „Fangen wir an!“ Den wilden Kerlen bleib also nichts anderes übrig als in Unterhosen Fußball zu spielen und wirklich alles zu geben, doch ihre Gegner foulten und nutzten ihre Chance die Jüngeren öffentlich zu blamieren. Schon bald zogen ein „Yeah!“ und „Das war die Eins!“ Jubelruf vom Dach die ganze Aufmerksamkeit auf sich, denn dort stand Gonzo mit seinen Teamkameraden. Sogar Vanessa tauchte dort auf und sah auf ihre eigentlichen Freunde hinunter, während diese sich außer ihrem Anführer wieder auf das Fußballspiel konzentrierten. Nach dem 2:0 stand der Blitzpasstorvorbereiter immer noch unbeweglich auf dem Platz und starrte auf das gegenüber liegende Dach hinauf, wo bereits zwei Kreuze mit ihren Trikots aufgestellt waren. Leons schokoladenbraune Augen trafen auf Vanessas rehbraune, während er „Bist du jetzt endlich zufrieden, ist es das was du willst?” zur Unerschrockenen hoch schrie und vorwurfsvoll hinzu fügte „Verflixt, ohne dich werden wir Heute alles verlieren.“ Ein unangenehmer Schauer rieselte über den Rücken der Honigblonden, als sie die Wut und Verzweiflung im Gesicht des damaligen Mädchenhassers Nummer 1 erkannte.

 

Nachdem das dritte Tor gefallen war setzte Leon sein Gespräch per Gedankenübertragung fort »Nicht nur das Spiel, Vanessa. Ich werde alles verlieren« worauf die Erwähnte gleichermaßen antwortete »Aber, du kannst mich nicht zwingen!« und der Slalomdribbler erwiderte »Ich weiß, aber ich bitte dich.« Das 4:0 bekam keiner von den Beiden mit, weil sie so vertieft in ihr telepathisches Gespräch waren und dabei ununterbrochen Augenkontakt hielten. Erst als der Trainer „Halbzeit, es steht 5 zu 0“ ankündigte, hörte der wilde Kerle Anführer wie Juli sich mit „Leon, was sollte das?“ beschwerte und blickte seiner Mannschaft kurz hinterher. Dann gestand er letztendlich wieder an Vanessa gewandt „Ich brauche dich! Siehst du das denn nicht?” wonach diese den Blickkontakt abbrach und der damalige Mädchenhasser Nummer 1 mit gesenktem Haupt den Platz verließ. Sobald das Fußballfeld wie leer gefegt war, wurde der Königin des Albtraumpasses schmerzlich bewusst dass ihre wilden Jungs es ohne sie wirklich nicht schaffen konnten und nur sie ihnen helfen kann. Denn ihre männlichen Teamkollegen würden kein Wort mehr mit ihr sprechen und sie wahrscheinlich auch nie mehr ansehen wollen, wenn sie alles verlieren. Tränen sammelten sich in ihren braunen Augen, als sie sich an den wohl für Markus peinlichsten Moment zurück erinnerte und dies veranlasste sie dazu sich zu fragen *Gonzo hat all meinen Freunden die Trikots geklaut und was tue ich? Ich schaue dabei zu wie Leon und die Anderen vom SV1906 fertig gemacht werden! Was bin ich nur für eine Freundin?*

 

In der Umkleidekabine herrschte Schweigen, bis der Blitzpasstorvorbereiter fluchte „Kacke verdammte, ich will nicht verlieren! Nicht gegen diesen Mistkerl, habt ihr gehört?“ und nebenbei mit seiner Hand eine leere Plastikflasche vom Tisch fegte. „Das kann ich verstehen“ erklang plötzlich eine bekannte Mädchenstimme und zog die Aufmerksamkeit aller Jungs sofort auf sich, denn Vanessa betrat den Raum. Jene blickte in die überraschten Gesichter ihrer Freunde und fauchte genervt „Was guckt ihr denn so blöd? Leon hat Recht! Los, Marlon hol den Edding raus für die wilden Tattoos!” ehe sie ihrem Anführer den leeren Mülleimer mit dem Befehl „und du sammelst die Dreck-Klumpen ein die hier überall herum liegen, ihr alle macht das!“ in die Hände drückte. Anschließend nahm sie ihr Stirnband ab, blickte sich um und meinte lächelnd „Und dann wird geschminkt!“ Ohne jegliche Widerworte gehorchten die Jungs ihrer Freundin und begannen aufzuräumen, ehe sie sich bemalten. Noch bevor sie zurück auf das Spielfeld gingen, hauchte der Slalomdribbler zur Königin des Albtraumpasses „Danke, dass du wieder da bist” und jene schenkte ihm ein entschuldigendes Lächeln. Als die wilden Kerle nach draußen traten, warteten schon alle und staunten. „Los, Jungs! Jetzt heizen wir ihnen mal so richtig ein! Leon, schieß los!“ spornte die Unerschrockene ihre Freunde an, wonach der Erwähnte „Alles ist gut“ rief und sein Team mit „Solange du wild bist!“ antwortete. Dann fing der Anführer mit „Sei wild“ an und seine Mannschaft erwiderte „Gefährlich und wild!“ ehe Leon „1...2...3!“ sagte. Dabei liefen sie immer näher auf die Älteren zu, blieben vor ihnen stehen und brüllten dann aus voller Kehle „Raah!“ Vor Schreck traten ihre Gegner und der Schiedsrichter zurück, bevor sie alle wieder mit dem Fußballspiel begannen. Weil die wilden Kerle aufgeholt hatten, drohte der Trainer seiner Mannschaft vom SV1906 „Ihr seid doch Kartoffelkicker, ihr Weichbürger! Euch ziehe ich gleich Ballettröckchen an” und blickte fassungslos zu den Jüngeren. Am Ende gewannen die wilden Kerle tatsächlich das Spiel mit 6 zu 5 und fielen jubelnd über Maxi der das letzte Tor geschossen hatte her, während ihre Gegner niedergeschlagen auf den Rasen sanken. Im Anschluss holten sie sich ihre Trikots zurück, zogen diese an und wollten im Teufelstopf ihren Sieg feiern. Doch dort erwarteten sie bereits Maxis Vater und Gonzo mit seiner Truppe, wobei letztere sie mit Farbballons abwarfen.

 

Sobald Herr Maximilian fort gefahren war, drehten sich die wilden Kerle wieder zum Teufelstopf um und ihr Mannschaftskapitän brüllte „Gonzales, du Mistkerl. Zeig dich, wenn du dich traust! Gonzo, ich rede mit dir!” Der Gerufene stichelte „Hey ho, kleiner Clown! Warum bist du so sauer, hat dich Vanessa denn vor nichts gewarnt?” wonach der Slalomdribbler seinen Kopf zur Unerschrockenen drehte und verwirrt fragte „Was meint er damit? Vanessa, was meint er damit?” Doch statt der Gefragten antwortete der blasse Vampir darauf triumphierend „Oho, das ist ganz einfach sie hat mir alles erzählt” und stellte die Jüngeren vor die Wahl ob sie ihren Bolzplatz jetzt sofort oder in einer Woche zurück kriegen wollen. „Okay, was willst du von uns?” rief der Torjäger daraufhin gereizt und statt Gonzo antwortete nun Vanessa ihm „Er ... er will mich” ehe sie sich erkundigte „Was willst du, willst du dass ich bleibe?” Weil der Brünette nur verwirrt „Was, wie bitte? Ich weiß nicht” stotterte, ging die Königin des Albtraumpasses „Okay, verstehe” murmelnd zum Teufelstopf runter und die Flammenmützen öffneten für sie das Tor. Erst jetzt schien der wildeste Kerl unter Tausenden zu verstehen was die Honigblonde von ihm wissen wollte und sein Herz pochte heftig, während er grübelte *Was mache ich nur? Vanessa hat uns verraten und trotzdem will ich sie nicht noch einmal verlieren!* Gerade als er los rennen wollte, wurde er von seinem Bruder und seinem besten Freund aufgehalten. Beide versuchten auf ihn einzureden und zu verhindern dass er die Verräterin zurück holte, damit sie ihr Stadion wieder kriegen. Letztlich schnaubte der Anführer „Ist mir doch egal, so ein wilder Kerl will ich nicht sein” und riss sich los, ehe er „Vanessa! Vanessa, warte!” brüllend den Hügel hinunter lief. Vor ihr stehend hauchte er „Ich will das nicht, bitte!” bis Gonzo sich mit „Und ich will das auch nicht, Vanessa. Du gehörst hierher zu mir. Vanessa, du bist mein Mädchen. Mein wunderschönes und fantastisches Mädchen” ein mischte und er nun flehte „Vanessa, ich bitte dich!“ Leon verkrampfte, als er sah wie Gonzo sich „Und dann kriegen diese Kinder ihren Spielplatz zurück” sagend zur Honigblonden runter beugte und sie küssen wollte.

RĂĽckeroberung des Teufelstopfes

Dem damaligen Mädchenhasser Nummer 1 fiel ein Stein vom Herzen und ein erleichtertes Grinsen breitete sich auf seinen Lippen aus, weil seine Teamkollegin ihren Gegenüber mit „Tut mir leid, Gonzo! Aber das ist kein Spielplatz, das ist unser Stadion” endlich von sich weg drückte. Hinterher wandte diese sich zu den restlichen Flammenmützen um und rief drohend „Habt ihr das alle gehört? Das ist unser Stadion und wir holen es uns zurück!” ehe sie mit dem Slalomdribbler abklatschte. Während die beiden Verliebten zu ihren Freunden auf den Hügel gingen, befahl der blasse Vampir seinen Leuten frustriert dass sie das Tor schließen sollten und verschwand im Teufelstopf. Auf die „Und was machen wir jetzt?” Frage von Marlon, antwortete Vanessa entschlossen „Wir schlagen Gonzales mit seinen eigenen Waffen” und sagte „Leon, komm mit!” zu dem Torjäger. Bevor sie alle zu ihren Fahrrädern zurück liefen, befahl die Unerschrockene den restlichen Jungs dass sie sich später in der Eisdiele treffen wollten und radelte anschließend mit dem Auserwählten zur Nebelburg. Weil der wildeste Kerl jedoch zögerte dort hinein zu gehen, stichelte das wildeste Mädchen belustigt „Hast du etwa Angst, Herr Anführer?” und der Gefragte schnaubte erbost „So ein Quatsch!” Letztlich betraten die Zwei das Gebäude und die Honigblonde lotste den Brünetten mit der Aufforderung „Weißt du? Das ist verrückt, absolut irre! Das musst du einfach sehen! Na, komm schon! Sonst glaubst du mir nicht” ihr zu folgen, wobei jener sich ständig umsah. Sobald sie den geheimen Raum betreten hatten, blieb der Mannschaftskapitän wie erstarrt stehen und als seine Gegenüber fragte „Und was sagst du jetzt?“ antwortete er nur „Wow, das gibt es doch nicht.” „Und ob es das gibt, er meint es absolut ernst” sagte die Königin des Albtraumpasses, hob den schwarzen Fußball auf und gab diesen mit der Erklärung „Hier. Das ist der Grund, warum er gegen dich kämpft. Wenn er dich opfert, gibt sie ihm die Kraft” seinem eigentlichen Besitzer zurück. Dieser meinte nur verwirrt „Ich verstehe kein Wort” worauf seine Geliebte „Denk doch mal nach!” vorschlug und direkt vor ihm stehen blieb.

 

Sein Herz pochte doppelt so schnell wie sonst und in seinen Gedanken grübelte Leon *Wie soll ich denn nachdenken, wenn du direkt vor mir stehst und mich mit deinen Augen fesselst?* bevor er sich nervös erkundigte „Ich meine ... welche Kraft und wozu?” Anstatt ihm eine richtige Antwort zu geben, stellte Vanessa ihm eine Gegenfrage „Ja, wozu braucht er die denn wohl?” und brachte ihn erneut ins Grübeln. *Muss Nessie denn immer in Rätseln sprechen? Mein Kopf ist gerade wie leer gefegt* beschwerte der Mannschaftskapitän sich gedanklich, blickte der Unerschrockenen dabei tief in die rehbraunen Perlen und stotterte dann „Und ... was machen wir jetzt?” Seine Kameradin schien sich über seine Nervosität zu freuen, weswegen sie dachte *Ich finde es richtig lustig, wenn Leon so nervös ist* und fragte „Ja, was wohl?” Weil ihr Gegenüber immer noch keinen Plan hatte, seufzte sie in Gedanken *Okay, ich sollte ihm mal auf die Sprünge helfen, sonst stehen wir Morgen noch hier!* und erklärte ihm „Wir schicken die Hexe zu ihm. Los komm mit!” Zusammen holten sie das Kostüm von Staraja Riba und fuhren dann zu den Anderen zum Treffpunkt, um ihnen von ihrem Plan zu erzählen. Vor der Eisdiele hörten sie wie der Besitzer seufzend feststellte „Also hier, hier und hier stehen die Notausgänge, ich meine die Katapulte. Die Zugbrücke ist zu, die Wachtürme sind alle besetzt und die Flammenmützen sind doppelt so viele” und Raban schimpfte „Hottentotten Albtraumnacht” bevor der zweifache Vater meinte „Genau. Das schafft ihr nie im Leben, die Festung ist uneinnehmbar für euch.” „Für uns, aber nicht für Staraja Riba” mischte sich nun die Königin des Albtraumpasses in das Gespräch ein und stellte den Hexenkopf auf den Tisch, während der Slalomdribbler das dazugehörige Gewandt ablegte. Hinterher besorgten sie alles was sie für ihren Schlachtplan brauchten, bevor sie Joschka und Raban durch ein mit Spinnweben ausgefülltes Rohr schicken wollten.

 

Nach längerem Zögern ließen sich diese schließlich doch dazu überreden, den Plan in die Tat umzusetzen und auf das Signal ihrer Freunde zu warten. Sobald die ersten Rauchbomben zur Ablenkung in den Himmel geschossen wurden, krabbelten die beiden kleineren Kerle ungesehen aus der Röhre und versteckten sich hinter Willis altem Wohnwagen. Während ihre Freunde die unter den Kostümen der Donnerschlagriesen steckten von den Flammenmützen mit Farbballons ab geschossen wurden, schlüpften Raban und Joschka in das Gewandt der Hexe. Die anderen wilden Kerle in ihren Kostümen hingegen fingen die Ballons auf und Juli rief mit tiefer Stimme „Den will ich nicht, Gonzo. Den kriegst du zurück!” bevor sie alle gleichzeitig die gefüllten Luftballons zurück warfen. Kurz danach krabbelten die beiden Jüngsten im Hexenkostüm auf den blassen Vampir zu und sagten mit verstellter Stimme „Pickels hat recht gehabt, Gonzo! Das war ein Fehler! Ein tödlicher Fehler, Gonzo! Mach dich bereit dein Ende naht!” worauf der Erwähnte rief „Vergesst den ganzen Hokuspokus! Hört ihr, das sind die Kinder!” Allerdings bestand die gespielte Hexe darauf dass der Flammenmützen Anführer zu ihr kommen und sich selbst davon überzeugen sollte. Jener trat auf sie zu, zog die Maske ab und wich dann erschrocken zurück. Überlegen zischte Staraja Riba „Jetzt habe ich dich, Gonzo. Jetzt bist du dran” und auch in den anderen wilden Kerlen kehrte wieder die Siegesstimmung zurück. Denn Juli rief mit tiefer Stimme „Die Hexe will deine Opfer nicht mehr!” und Leon brüllte ebenfalls mit verstellter Stimme „Die Hexe will dich, Gonzo! Dich und deine Kumpanen!” bevor sie Fake-Bomben in den Teufelstopf warfen. Nachdem der blasse Vampir seinem Team befohlen hatte endlich das Tor zu öffnen, hielten die verkleideten Erfinder ihm einen Zettel hin und fauchte „Und jetzt unterschreib das aber dalli! Oder willst du auf die Alligatoren-Rotzklippe?” Gerade als der Ältere unterschrieben und das Tor runter gelassen hatte, stürmten die restlichen der wilden Kerle jubelnd ins Stadion. Auf die „Hey, einen Moment! Das geht nicht” Beschwerde von dem blassen Vampir, riss Leon ihm den Zettel aus der Hand und bestimmte „Dafür ist es zu spät.”

 

An seine Freunde gewandt, befahl der Slalomdribbler letztlich „Hört alle her!” und verkündete feierlich „Hiermit erkläre ich Gonzo Gonzales meine Kapitulation!” Dann gab er den Zettel der Unerschrockenen und diese las weiter „Ich werden den Teufelstopf räumen!” ehe sie ihn wieder ihrem Kapitän reichte. Jener setzte mit „Ich erkläre die wilden Kerle zu den Herrschern der Stadt!” fort, übergab anschließend seiner Teamkollegin den Zettel wieder und die Honigblonde beendete den Text mit „Und ich werde ihnen ab sofort und für immer dienen!” „Bei meiner alten Freundin” hauchte Raban mit Hexenstimme und setzte dann mit normaler Stimme „Staraja Riba” fort, worauf Joschka grinsend fragte „Gonzo, warum sagst du das denn nicht sofort?” Alle wilden Kerle lachten amüsiert darüber, während der Gefragte nur stumm und niedergeschlagen zu Boden blickte. „Alles ist gut” begann Vanessa schließlich zu sprechen und hielt ihrem Anführer die Hand hin, wonach der Brünette einschlagend erwiderte „Ja, aber nur solange du wild bist.” Plötzlich trat der Blitzpasstorvorbereiter näher auf die Königin des Albtraumpasses zu und raunte „Das bist du doch oder?” sodass dass diese kurz grübelte *Ob er Heute anders reagiert, als damals? Ich riskiere es einfach!* und ihm statt eine Antwort zu geben ihre Lippen kurz auf seine presste. Jetzt hieß es nur noch auf seine Reaktion zu warten, aber zu ihren Glück küsste Leon sie sogar länger und mit geschlossenen Augen zurück. Auf die angewiderten Kommentare von den Jüngeren ihres Teams reagierten sie gar nicht, denn sie konzentrierten sich nur auf ihre heftig pochenden Herzen und die Schmetterlinge die in ihren Bäuchen herum flatterten. Als die beiden Turteltauben sich voneinander lösten, blickten sie den Flammenmützen hinterher und traten dann nach vorne. Währenddessen verließ der blasse Vampir mit seiner Gefolgschaft das Stadion, drehte sich aber noch einmal zu den Jüngeren um und verbeugte sich vor ihnen. Sobald die Älteren gegangen waren, spielten die wilden Kerle noch ein wenig Fußball im Teufelstopf und feierten dann ihren Sieg. „Bevor wir alle Heim fahren, müssen wir hier noch aufräumen und sauber machen!” bestimmte der Slalomdribbler und als dies erledigt war verabschiedeten sich die Freunde von einander, ehe sie nach Hause radelten.

 

Leon fuhr noch mit zu Vanessa und wurde von deren Oma mit einer herzlichen Umarmung empfangen, ehe er sich von seiner Freundin mit einem Kuss verabschiedete. Danach radelte er zu einem speziellen Laden und entdeckte schließlich etwas was er kaufte, bevor er Abends müde ins Bett fiel. Am nächsten Tag schlenderten ein Junge und ein Mädchen händchenhaltend durch die Stadt, um einige Besorgungen zu machen. „Nessie, ich mag es nicht wie diese Typen dich anstarren und dir hinterher pfeifen!” schnaubte ein genervter wilde Kerle Anführer, als er die Blicke der Jungs sah und ihre Pfiffe vernahm. Die Erwähnte blieb daraufhin stehen, trat vor ihren Freund und fragte „Bist du etwa eifersüchtig, Leon? Damals warst du es ja auch gewesen. Oder hast du mich nur zurück geküsst, weil du wolltest dass Gonzo und sein Team aus dem Teufelstopf verschwinden?” Statt ihr zu antworten umfasste der Gefragte sachte mit seiner rechten Hand ihr Kinn, beugte sich zu der Königin des Albtraumpasses hinunter und küsste sie gefühlvoll. Dabei spürte er wie sie siegessicher schmunzelte und ihre schlanken Finger sich in seine braunen Locken verkrallten, während Vanessa sich immer dichter an ihn drängte. Beide schlossen sogleich ihre Lider und vertieften den Kuss mit mehr Wildheit, um zu zeigen dass sie ein Paar sind. Aus diesem Grund schlang der Blitzpasstorvorbereiter nun seinen rechten Arm besitzergreifend um die Taille der Unerschrockenen und platzierte seine linke Handfläche auf ihrer rechten Pobacke. Kurzzeitig öffnete er seine Augen, verengte diese zu Schlitzen und warf den männlichen Zuschauern einen vernichtenden Blick zu der bedeuten sollte: Das ist mein Mädchen, sucht euch gefälligst ein Anderes! Als das wildeste Pärchen sich atemlos von einander trennte, raunte der Brünette „Ich habe eine Überraschung für dich” und antwortete auf die „Was denn für eine Überraschung?” Frage der Honigblonden mit „Das verrate ich dir nicht! Die kriegst du erst, wenn wir bei mir zu Hause sind!”

Besuch bei Hadschi Ben Hadschi und das Spiel gegen die Nationalmannschaft

Nachdem sie die Besorgungen in Oma Schrecklichs Küche gebracht und eingeräumt hatten, ging das junge Pärchen händchenhaltend zu Leon nachhause. Dort verschwanden die Beiden sogleich in seinem und Marlons gemeinsamen Zimmer, wo der Slalomdribbler seine Freundin bat ihre Augen zu schließen. Jene tat natürlich was von ihr verlangte wurde und spürte wenig später einen heißen Atem im Gesicht, ehe sie merkte wie ihr etwas um den Hals gehangen wurde. Als sich Lippen auf ihre pressten, wickelte die Unerschrockene ihre Arme um den Nacken des damaligen Mädchenhassers und ließ sich rücklings auf das Bett fallen. Dabei riss sie ihren Freund mit sich und jener schaffte es gerade noch rechtzeitig sich neben ihr abzustützen, um nicht komplett auf ihr zu landen. Nach dem Kuss rappelte der Torjäger sich hoch, pustete eine verirrte Strähne aus dem Gesicht der Honigblonden und raunte „Ich liebe dich, Nessie und du darfst deine Augen wieder öffnen! Als Zeichen meiner Liebe und Treue, möchte ich dir diese Barbiepuppen-Bein-Kreuz-Kette schenken.” Die Angesprochene gehorchte sofort und warf einen neugierigen Blick in den Herzausschnitt von ihrem schwarzen Top, bevor sie ein „Danke für die Kette und auch für deinen Liebesbrief, Leon” heraus brachte. Ein breites Grinsen und ein Rotschimmer zierte das Gesicht des Erwähnten, bis er seine Geliebte abermals küsste. Leicht atemlos erkundigte sich der Blitzpasstorvorbereiter „Was hältst du davon wenn wir am Nachmittag mit den Jungs zu Hadschi fahren?” worauf die Königin des Albtraumpasses verdutzt fragte „Seit wann willst du denn meine Meinung hören, Herr Anführer?” und der Gefragte ehrlich antwortete „Seit du meine Freundin bist.” Mit einem festen Knuff in seine Seite und einem gespielten Aufschrei von Leon, gluckste Vanessa nachdenklich „Idiot, aber meinetwegen können wir zu ihm fahren. Vielleicht kann er uns ja Trikots für das Spiel gegen die Nationalmannschaft nähen.” „Ach, stimmt ja” seufzend ließ sich der wilde Kerl neben das wildeste Mädchen fallen und verschränkte die Arme hinter seinem Kopf, bevor er ihr gestand „Ich muss dir etwas beichten, Nessie. Denn ich habe den Brief nicht alleine geschrieben, die Jungs haben mir dabei geholfen. Nur der Anfang, der erste Satz und die letzten Zeilen nach Feuer waren wirklich von mir. Na ja, die letzten Sätze auch nur mit Hilfe von Raban.”

 

„Geliebte Vanessa. Ohne dich ist die ganze Welt nur noch schwarz, weiß. Ich kann dich nicht zwingen, dass du zurück kommen sollst. Aber ich bitte dich, mit allem was ich hab und was mir etwas bedeutet. Für immer. Dein Leon” erinnerte sich die Honigblonde augenblicklich an den Liebesbrief zurück, neigte sich über den verblüfften Slalomdribbler und blickte dabei tief in seine schokoladenbraunen Augen. Als sie ihre linke Handfläche auf seinem Brustkorb platzierte, meinte die Unerschrockene „Ich finde es sehr erwachsen von dir, dass du so ehrlich zu mir bist und es kam ja von Herzen. Ihr seid nun mal ein eingespieltes Team und übrigens hatte ich noch nie einen Liebesbrief erhalten, deiner war also der Erste. Trotzdem möchte ich mich auch noch bei dir für die rosa Pumps bedanken, denn ohne die hätte ich wahrscheinlich damals verloren und dann hättet ihr mich nie in eure Mannschaft aufgenommen” und spürte wie das Herz des Brünetten raste. Verlegen drehte der wilde Kerle Anführer seinen Kopf zum Fenster hin und seufzte „Ich bekam mehr Liebesbriefe als mein Bruder, aber die Schreiberinnen hatten sich später alle umentschieden und zu mir gesagt dass ich ihnen einfach zu kindisch wäre” weswegen die Königin des Albtraumpasses ihn mit „Weißt du, Leon? Ich bin lieber mit einem kindischen Freund zusammen, als mit so einen brutalen Schlägertypen und Verbrecher!” aufheiterte. Daraufhin blickte der Erwähnte ihr wieder in die rehbraunen Augen, ehe er gluckste „Übrigens hattest du nur gewonnen, weil ich von deinen rosa Pumps abgelenkt worden war!” und einen Faustschlag auf den Solarplexus erhielt. Ein gespieltes „Aua, das gibt bestimmt ein blaues Fleck” huschte über seine Lippen, während er nun über die getroffene Stelle rieb und seiner Freundin einen vorwurfsvollen Blick zu warf. Jene setzte sich ruckartig auf, knetete ihre Hände und fragte verunsichert „Bereust du es etwa mich in deine Mannschaft aufgenommen zu haben, Leon?”

 

Diese Frage verursachte bei dem Gefragten ein unangenehmes Stechen mitten im Herz, weshalb er sich ebenfalls auf setzte und seine Freundin „Nessie, du bist das Beste was mir je passiert ist und ich würde alles für dich tun!” flüsternd in seine Arme zog. Daraufhin lehnte die Angesprochene ihren Kopf an seine Brust, blickte zu ihm hoch und fragte „Okay, würdest du mich dann bitte los lassen?” Weil sie als Antwort nur ein „Niemals” zurück bekam, kicherte sie „Aber wir müssen doch den Anderen noch Bescheid geben, dass wir zu Hadschi fahren wollen! Oder hast du das etwa schon vergessen, Herr Anführer?” und schon war der wilde Kerl „Kacke verdammte” fluchend vom Bett aufgesprungen. Rasch packte der Slalomdribbler die Hand seiner Geliebten, zog sie hoch und rannte dann mit ihr die Treppe runter. In der Küche traf er auf seinen Bruder und rief diesem zu „Marlon, wir fahren in 20 Minuten zum Teufelstopf. Ich werde schnell die Jungs informieren!” bevor er mit seinen Freunden telefonierte. Tatsächlich waren alle pünktlich dort erschienen und Leon teilte ihnen mit, dass sie Hadschi einen Besuch abstatten wollten. Also radelten sie gemeinsam zu dem Gemüsehändler, Erfinder und Freund von Willi. Sobald sie Werkstatt erreicht hatten, traten sie ein und wurden von einem älteren Mann mit Schnurrbart begrüßt. Während sie alle so zusammen saßen und Hadschis berühmten Schokomucku tranken, berichtete der Mannschaftskapitän von der Verteidigung ihres Baumhauses. Sowie auch von dem gewonnen Fußballspiel gegen die unbesiegbaren Sieger, von dem Angriff der Flammenmützen und von der Rückeroberung ihres Teufelstopfes. Nebenbei hielt er mit seinem freien Arm die Königin des Albtraumpasses auf seinen Schoß fest und merkte wie sie ihren Rücken an seine Brust lehnte, wonach er ihr einen Kuss in den Nacken hauchte. Anschließend kam er auf das eigentliche Thema zurück, weswegen sie überhaupt da waren und erklärte „Hadschi, in sieben Tagen spielen wir gegen die Nationalmannschaft und dafür brauchen wir neue Trikots! Kannst du uns vielleicht welche nähen? Ich würde sie dann sobald sie fertig sind abholen.” „Tut mir leid, aber ich habe im Moment leider keine Zeit dafür. Ihr müsst eure Alten noch einmal anziehen!” seufzte der Gefragte, worauf die wilden Kerle nickten und sich von ihm verabschiedeten. Weil sie noch etwas Zeit hatten trainierten sie im Stadion und aßen hinterher noch Eis im Ice Dieler, bevor sie nach Hause gingen. Dies taten sie die darauffolgenden Tage auch und deswegen rückte das Spiel gegen die Nationalmannschaft immer näher, denn Heute war es dann schon soweit.

 

Wie am Vortag abgesprochen trafen sich alle wilden Kerle auf Camelot und versuchten sich gegenseitig Mut zu machen, schließlich ging es um die Meisterschaft. Es würden viele Zuschauer und auch frühere Gegner auf dem Bolzplatz sein, also durfte nichts schief gehen. Ihre Trikots waren gewaschen und in einem Koffer verstaut worden, so wie beim Spiel gegen den SV1906. „Kacke verdammte. Heute spielen wir gegen die echte Nationalmannschaft und ich war noch nie so nervös wie jetzt” gab der Blitzpasstorvorbereiter nach einiger Zeit zu, während er beide Arme um seine Freundin geschlungen hielt und deren unverwechselbaren Duft einatmete. Die Honigblonde verschränkte daraufhin ihre Finger mit seinen und erklärte ihrem Freund schlussendlich „Nicht nur du, Leon. Ich glaube wir sind alle ziemlich nervös” worauf die restlichen Jungs nur zustimmend nickten. Weil Vanessa die Barbiepuppen-Bein-Kreuz-Kette an diesem Tag nicht tragen wollte, wurde sie natürlich darüber ausgefragt und antwortete darauf mit „Die Kette ist mir viel zu wertvoll.” Eine halbe Stunde später verließen dann alle gemeinsam das Baumhaus und radelten zum Teufelstopf, um sich für das Fußballspiel vorzubereiten. Die Zuschauertribünen waren schon bis auf den letzten Platz besetzt, als Leon mit seinem Team das Stadion erreichte und im schwarzen Zelt welches als Umkleidekabine diente verschwand. Sobald die beiden Mannschaften in Trainingsklamotten durch das Tor vom Bolzplatz liefen und das Fußballfeld betraten, wurden sie von lautem Gekreische der Fans begrüßt. Raban und Joschka sprachen in ein Rohrtelefon, das zu den Megaphonen die an der Baustrahler Flutlichtanlage hingen verlief. Der dicke Michi, Dampfwalze und der mächtige Kong waren in Sicherheitssperren untergebracht worden. Während die unbesiegbaren Sieger also eingesperrt in Käfigen steckten, standen die Flammenmützen auf den Dächern und jubelten ihren ehemaligen Feinden zu.

 

Nach ihrem Schlachtruf begaben sich die restlichen wilden Kerle auf ihre Posten, um auf den Anpfiff und den Beginn des Spiels zu warten. Ihr Mannschaftskapitän hatte den Ball und dessen Freundin stand ihm gegenüber, weil sie Anstoß hatten. Kaum erklang der schrille Pfiff aus der Pfeife des Schiedsrichters und schon gab Leon den Fußball an Vanessa ab, wonach diese zu Maxi schoss. Jener rannte an den Gegnern vorbei, bis er hörte wie ihm sein Anführer „Maxi, Vanessa ist frei!” zurief und er den Ball zu seiner besten Freundin spielte. „Vanessa die Unerschrockene flankte über den Platz, auf Deniz die Lokomotive und die lässt sich die Bälle nie mehr weg nehmen. Nein, die haut ihn direkt in den Strafraum hinein! Auf Leon! Ratz, fatz und das ...” schallten die Stimmen von Joschka und Raban immer im Wechsel aus den Megaphonen, ehe sie gleichzeitig „Das ist ein Toor!” in die Rohrtelefone kreischten und die Flammenmützen auf den Dächern herum sprangen. Auch die Jubelschreie ihrer eigenen Mannschaft und deren Fans waren nicht zu überhören, denn der wildeste Kerl unter Tausenden hatte den Ball im gegnerischen Tor versenkt. Kurz danach klatschte der Slalomdribbler mit den Kindern die am Rand standen ab, bevor er auf das Spielfeld zurück lief. Noch im Rennen schlang er seinen linken Arm um den Nacken seiner Geliebten und stürmte mit ihr zusammen über den Fußballplatz, bis sie gemeinsam zu Boden fielen. Seine Teamkameraden, außer den Jüngeren die ihre Ansagen machen mussten stürzten sich auf ihr Anführerpaar und begruben diese unter sich. Aber die Freude währte nicht lange, denn ihre Gegner holten schnell auf und irgendwann stand es schon 7:1. Weil dem Slalomdribbler diese plötzliche Wendung überhaupt nicht gefiel, zog er sich seine normalen Klamotten an und verschwand aus dem Stadion. Sein Team hingegen versuchte den Rückstand wieder aufzuholen, jedoch hatten sie nicht die geringste Chance und so gewann die Nationalmannschaft mit 25 zu 1. Weil ihr Geliebter einfach abgehauen ist, war die Unerschrockene wütend und sprühte an die Bretter des Teufelstopfes: Leon du bist ein Verräter – Vanessa. Hinterher schlug sie „Lasst uns zu Hadschi fahren!” vor, worauf die restlichen Jungs ihr schweigend folgten und dem älteren Erfinder bei einer Tasse Kakao von ihrer Niederlage berichteten. Als Vanessa Hadschi erzählte das Leon abgehauen ist, war allen klar dass sie ohne ihren Anführer keine Mannschaft mehr waren und lösten deshalb die wilden Kerle auf.

 

Ende



Fanfic-Anzeigeoptionen

Kommentare zu dieser Fanfic (0)

Kommentar schreiben
Bitte keine Beleidigungen oder Flames! Falls Ihr Kritik habt, formuliert sie bitte konstruktiv.

Noch keine Kommentare



ZurĂĽck