2 Jahre später
Kohta ging an die Tür und der Schatten verriet seine Hoffnung und da stand sie vor ihm nackt mit ihren wundervollen, feurig roten langen Haar.
Der Körper wohl geformt, aber vernarbt mit Einschussnarben.
"Oh.." meinte er und wirft sich gleich an sie. Wie sehr hatte sie ihm gefehlt.
Ihre Verliebtheitsgefühle aus der Kindheit waren auch noch da, aber eben auch die Last, seine Familie getötet zu haben.
"Wie sehr hast du mir gefehlt, komm bitte herein."
Dass sie die Mörderin seiner Familie war, war ihm nicht mehr so wichtig. Er hatte ihr verziehen, nur müsste sie sich selbst verzeihen.
"Bitte komm herein" meinte er und warf ihr eine Decke um.
"Im Schrank sind noch Klamotten deiner Größe." meinte er. Er hatte das Bedürfnis, sie zu küssen, was er auch riskierte. Mehr als wegstoßen konnte sie nicht, aber zu seiner Überraschung, tat sie es nicht, sondern erwiderte den Kuss und legte die Arme um seinen Körper. Die Hörner waren ebenfalls nachgewachsen.
Er genoss die Berührung durch ihren nackten Körper, auch regte sich da was in der Hose.
"Die Anderen sind noch da. Können es ja später fortsetzen.." stammelte er schüchtern und Lucy ging hoch, um sich Kleidung anzuziehen, die sommerlicher wirkten.
Dann ging sie zu Kohta herunter.
"Und das Militär?" fragte Kohta.
"Suchen mich nicht. Denken, ich wäre in der explodierten Forschungseinrichtung umgekommen."
"Du hast doch nicht etwa.." stammelte Kohta.
"Ich musste, um zurück zu dir zu kommen und die Experimente zu beenden."
"Verstehe.."
Kohta war dennoch erleichtert und hoffte, dass die Regierung oder andere nicht genauer hinschauen würden, um seine Lucy als Waffe zu missbrauchen, denn den momentanen Politikern ist alles zuzutrauen.
die zerstörte Forschungseinrichtung
Kakuzawa sah sich die Überreste seines Forschungszentrums an, wo kein Stein mehr auf den anderen stand und neben vergrabenen Leichen auch ab und zu mal ein Leichenteil zu sehen war.
"Was war hier Los?" wollte er wütend wissen und die einzigen, die außer ihm noch anwesend waren, waren Agenten und Polizisten und der Premierminister. Sämtliche Angestellte waren unter den Trümmern begraben.
"Wie es scheint, sind sämtliche Forschungssubjekte entkommen, alte wie neue und untergetaucht." meinte der Agent nachdem er von dem Leiter der Polizei eine kurze Rückmeldung bekommen hatte.
"Wie bitte?"
Kakuzawa war nicht erfreut, dass er nun alles verloren hatte. Das Forschungszentrum hatte sein Vermögen geschluckt und jetzt?
"Tötet jeden Dicloni, den ihr finden könnt, aber pronto. Die verdienen es nicht mehr zu leben."
Ja sie sollten seinen Hass spüren. Ihm war es dabei egal, ob auch unschuldige darunter litten.
Er wollte Rache und würde sie auch bekommen. Politisch war er auch bestens vernetzt. Dabei war es ihm auch egal, wenn Unschuldige darunter litten, die nichts dafür können. Wenn er sich ärgerte, litten in der Regel viele darunter.
/Hätten wir sie doch nur getötet,/ dachte er.
/Dann wäre uns das ganze erspart geblieben. Und ich würde jetzt nicht vor Trümmern stehen./
"Kakuzawa?" eine Stimme, die er nicht kannte, stand hinter ihm.
"Ja?"
"Was möchten sie der Presse sagen?"
"Sagen sie der Presse, dass es einen feigen terroristischen Anschlag der Silpetiten gegeben hat und unschuldige Mitarbeiter getötet haben. Die jetzt Schuld daran sind, dass Kinder ohne Mütter und Väter aufwachsen müssen."
Der Vertraute schwieg kurz.
"Und wie wollen sie mit den Klägern umgehen, die von Ihnen eine lebenslange Witwen- oder Witwerrrente wollen und Schmerzensgeld, weil die Sicherheit scheinbar nicht gewährleistet war."
Man sah seinen hasserfüllten Blick.
"Wie bitte?"
"Nun ja, uns errichten Sammelklagen."
"Geben sie die Dokumente mir, dass überlege ich mir etwas."
die Rede
Der Premierminister trat ans Rednerpult in den gefüllten Saal von Politikern, Wirtschaftsbossen und Journalisten. Alles wurde auch live ausgestrahlt.
"Meine Lieben Bürgerinnen und Bürger, es gibt eine neue Bedrohungslage. Nämlich eine gefährliche Spezies ist aus dem der Sicherheitsverwahrung entkommen und sie muss zum Fortbestand unserer Menschheit vernichtet werden. Es wurden Lager errichtet, die extra errichtet wurden. Sobald Menschenähnliche Dicloni gesichtet werden, schalten sie die Behörden ein und wir werden sie dann mitnehmen.
Ein besonders gefährliches Exemplar ist entkommen. Deren Vernichtung steht an der ersten Stelle.
Deshalb wird der Notstand ausgerufen."
Die Rede ging noch weiter und auch Kohta hatte die Rede im Fernsehen laufen und wollte schon weiter schalten, doch Kaede, Nyu oder Lucy hielten ihn auf.
"Nicht, ich will das hören." meinte sie.
Kohta, der gerade eben auf der Couch ihren Körper spürte und seine Unschuld an sie verloren hatte, nahm sie in den Arm. Er wra auch der einzige, der sie so berühren durfte.
"Ich werde das nicht zulassen."
"Es ist besser, wenn ich gehe, ich möchte dich nicht in Gefahr bringen und dir nochmal einen Verlustschmerz herbeiführen."
Kohta fragte sich, was in der Zwischenzeit geschehen war, dass sie so weich wurde, da er sie härter in Erinnerung hatte.
"Du wirst nicht gehen. Ich möchte nicht, dass du irgendwo hin fliehen musst und wenn du gehst, komme ich mit dir."
Das wäre eine Überlegung, irgendwo weit weg ganz von neu anzufangen. Über die Grenze und dann vielleicht nach Europa.
In dem Moment hörte man "Wir werden einen Gipfel mit den anderen Staatschefs einberufen, dass die sich beteiligen werden. Amerika und Russland haben ihre Hilfe bereits zugesagt, aber ich bin überzeugt, dass die EU uns auch in dieser Bedrohung beistehen wird.
Ich danke Ihnen."
Da ging dann auch schon das weitere Programm weiter. In dem Moment drückte Kaede auf die Fernbedienung, die den farbigen Bildschirm in ein schwarzes Bild verwandelten.
Als er wenig später am Fenster hinaussah, sah er Jeeps von der Arme vorbeifahren.
Er merkte, wie Lucy auf der Couch unruhig wurde. Kaede wusste, wer in der Rede gemeint war.