Zum Inhalt der Seite

Der Prinz und der Magier in der Welt von Ghibli

von

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

Seite 1 / 1   Schriftgröße:   [xx]   [xx]   [xx]

Kapitel 1

Das einstmals friedlich Reich wurde von einem schrecklich Krieg überzogen, Bomben und schwer beschädigte Kriegsschiffe überfluten das Land und diese blutige Auseinandersetzung, die sich mittlerweile über die ganze Welt erstreckte, drohte immer schlimmer zu werden.
 

Hauro der ein mächtiger Magier war und einst sein Herz an den Feuerdämon Calcifer verkaufte, um die Kräfte zu erlernen die er nun besaß, verwandelt sich von Zeit zu Zeit in ein vogelähnliches Wesen, um den Krieg zu beobachten, wurde dabei aber oft gezwungen gegen die gefährlichen Flugschiffe zu kämpfen.
 

Allerdings kam die Zeit, dass auch er sich nicht länger dagegen wehren konnte, selbst in den Krieg einzutreten. Nachdem schließlich ein Bote nach dem Anderen erschien, um ihm auf ihre Seite in den Krieg zuziehen, entschied er sich für die Flucht.
 

Mit Hilfe seiner fast unendlichen Kraft und Calcifer öffnete er eine Tür in eine andere neue, Fremde Welt und andere Zeit.
 

Als er sich allerdings an dem neuen Ort, der als feudales Japan bezeichnet wurde, einige Tage umsah, musste er feststellen dass auch in dieser Welt ein Krieg tobte, dieser Krieg war zwar nicht so schrecklich und grausam, wie der der in seiner eigenen Welt herrschte, allerdings war er nicht minder blutig.
 

Nachdem der Zauberer dies bemerkte, beratschlagte er sich mit dem einzigen Menschen, der ihm aus der anderen Welt begleitet hatte, und seinem Feuer Calcifer.
 

Markl, der eine Waise war und von Hauro als sein Schüler aufgenommen wurde, war dafür, zu bleiben, da er schon zu viel des grausamen Krieges aus ihrer Welt miterlebt hatte, wollte er sein Glück, lieber in einer neuen Welt wagen, denn hier kannte sie niemand oder würde sie zu etwas zwingen.
 

Dem Feuer wiederum war es gleich. Er ging dahin, wo das wandelnde Schloss hinging und das war in der Regel auch die Umgebung, in der sich der Zauberer aufhielt.
 

Hauro überlegte daraufhin, was er eigentlich wollte und da er eigentlich nur in die andere Welt und nicht in dem Krieg in ihrer Welt zurück wollte, beschloss in dieser Welt, die etwas rückständiger, als ihre war, zu bleiben und diese mit seinem Zauberlehrling zu erforschen.
 

Anfangs steuerte er nur sein Schloss durch, das feudale Reich, bewegte sich mit Markl über die Märkte und fand schon etwas Gefallen, an dieser Welt, die so ganz anders war, als seine eigene.
 

Allerdings missfiel ihn die Tatsache, dass hier Hunger, Not und Sorgen größer waren, als in seiner eigenen Welt jemals zuvor.
 

Da er nichts besser machen konnte, überlegte er, in dieser Welt, in eine andere Stadt zu ziehen, schließlich war diese neue Welt riesig und würde noch mehr Abenteuer für sie bieten.
 

Doch bevor dies passieren konnte, stieß er einige Tages später, auf seinen Streifzügen mit Markl, schließlich auf einen jungen bewusstlosen Mann der einen schrecklichen Fluch in sich trug, welcher ihn sehr bald töten würde.
 

Als Hauro, den schönen aber bewusstlosen Jungen im Wald liegen sah, konnte er nicht anders. Er und Markl, nahmen ihn in ihr Schloss und betteten ihn, in eines der unzähligen Zimmer.
 

Was dem Jungen nun allerdings fehlte, wusste er nicht. Er hatte keine Wunde von irgendeinem Kampf davon getragen, im Gegenteil, außer die Fluchmale wahr sein Körper makellos.
 

Ashitaka, der junge Prinz des Emishi-Stammes, wurde bei der erfolgreichen Verteidigung seines Dorfes durch den Angriff eines zum Dämon gewordenen Keilers von einem tödlichen Fluch befallen.
 

Nachdem er den riesigen Naturgeist, der dem Wahnsinn verfallen war, getötet hatte, um sein Volk zu beschützen, war er nach einer Verwundung, nun dem unvermeidlichen Tod ausgeliefert.

Schweren Herzens, machte sich der Junge auf, sein Dorf zu verlassen, um in der Fremde nach Heilung zu Suchen.
 

Er reiste zusammen mit seinem Reittier Jakkul, weit in den Westen und gelangte schließlich in die Heimat des Keilers Nago, eines ehemaligen Beschützers des Waldes.
 

Auf seinem weiteren Weg, geriet er schließlich in den Angriff, von riesigen Wölfen, die ebenfalls Beschützer des Waldes waren und einem verwilderten Mädchen.
 

Die Drei griffen gemeinsam eine Handelskarawane an, wobei Ashitaka versuchte einige der Männer zu retten, dabei, beanspruchte er, aber seinen Körper und den darin befindlichen Fluch zu sehr und so verlor er bei dieser Aktion nicht nur die Männer, Jakkul, als auch irgendwo im tiefen Wald das Bewusstsein.
 

Nachdem der junge Prinz, wie fast jede Nacht davon geträumt hatte, wie der Keiler oder mehr der Fluch des Keilers sein Fleisch von den Knochen brannte, erwachte er schweißgebadet in einem fremden Bett, in einem ungewöhnlichen mit Krimskrams gefülltem Zimmer, was er noch nie zuvor gesehen hatte.
 

Der Junge überlegte was geschehen war und kam zu dem Punkt, dass er sich, bis er das Bewusstsein verloren hatte, im Wald befunden hatte.

Er hatte versuchte, fremde Männern, die von Wolfsgottheiten angegriffen worden, das Leben zu retten.
 

Bevor er allerdings weitere Vermutungen anstellen konnte, wie er hergekommen war oder wo er sich überhaupt befand, stürzte ein junger, großer und schlanker Mann mit blauen Augen ins Zimmer.
 

Hauro hatte sofort gespürt, dass der Junge erwacht war, weil er das Zimmer des Mannes mit einem Zauber belegt hatte, dieser hatte ihm sofort informiert, als der junge Mann aus seinem Schlaf erwacht war.

Dies galt als reine Vorsichtsmaßnahme, denn auch wenn er sich für den Jungen interessierte und gut aussehend fand, konnte er kein Risiko eingehen, da er nicht wusste, was er für ein Mann war und was seine Ziele waren.
 

Als der ehemalige Prinz, der alle Würden aufgeben musste, den blonden jungen Mann, der nur wenige Jahre älter war, als er, erblickte suchte nach seinem Schwert, fand es aber nicht.
 

Der Gastgeber, registrierte sofort das sein Gegenüber Angst vor ihm hatte und versuchte ihm diese zu nehmen. „Sei unbesorgt. Ich möchte nichts Böses von dir, tatsächlich habe ich dir geholfen, als du bewusstlos im Wald gelegen hast und dich gepflegt.“
 

Ashitaka blickte sich um und den Fremden an. Nachdem er die ruhige Sprechweise seines Gegenübers bemerkt hatte, beruhigte er sich auch wieder und bedankte sich. „Verzeih mein Verhalten, aber wir sind in Zeiten, indem man vorsichtig sein muss. Vielen Dank, dass du dich um mich gekümmert hast. Mein Name ist Ashitaka. Ich komme weit aus dem Westen. Und wie ist dein Name?“
 

Hauro bemerkte jetzt erst, dass er vergessen hatte sich überhaupt vorzustellen und holte das sofort nach. „Verzeih. Mein Name ist Hauro und ich bin nicht von hier.“
 

Ashitaka blickte, den Fremdling und seine Kleidung, ganz genau an. „Das dachte ich mir schon. Hier sieht es anders aus, als ich es kenne. Kann es vielleicht sein, dass du aus dem Osten kommst? Ich habe gehört, die Menschen, dort, leben ganz anders als wir und haben einen anderen Kleidungsstil.“

Der Zauberer, der sich nicht verraten wollte, stimmte dem jungen Mann einfach zu.
 

Nachdem sie sich noch einige Minuten still gemustert hatten, stand der junge Prinz auf und wollte weiter sein Ziel verfolgen, doch ihm gelang es kaum, sich auf den Beinen zu halten. Der junge Mann musste von Hauro gestützt und wieder aufs Bett gesetzt werden.
 

Ashitaka verzog, das Gesicht vor Schmerzen, entschuldigte sich aber bei seinem Gegenüber für die Umstände.
 

Hauro schüttelte mit dem Kopf. „Du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Das ist nicht deine Schuld? Das ist der Fluch in dir. Ich fühle, dass er mit jeder Minute in dir erstarkt.“
 

Der Prinz war sprachlos. Woher wusste dieser Mann von seinem Fluch und sprach ihm darauf an. „Woher weißt du das?“
 

Hauro überlegte und antwortete, schließlich. „Ich habe besondere Fähigkeiten, allerdings möchte ich erst einmal darauf nicht weiter eingehen. Aber ich spüre in deinem inneren, wie der Fluch in dir kocht und dich, wahrscheinlich bald den Tod übereignen. Wie ist das überhaupt mit dir passiert?“
 

Der junge Mann überlegte, aber irgendwie vertraute er seinem Gegenüber und so berichtete er von seinem Schicksal.
 

Der Zauberer hörte während der Erzählung genau zu und nachdem der Prinz geendet hatte, erwiderte er. „Soweit ist, es also in dieser Welt gekommen, dass ein unschuldiger Junge, der einfach nur sein Volk verteidigt, einfach verletzt und durch diese Verwundung, an dem Tod übereignet wird.“
 

Ashitaka schüttelte mit dem Kopf. „Ich denke, dass hier in dieser Situation niemand schuld ist. Selbst der Keiler war nicht schuld, in seinem Körper, steckte ein Stück Eisen, welches ihm solche unendlichen Schmerzen bereitet hatte, dass er sich in einen Dämon verwandelt hatte und mein Dorf und ich, waren einfach nur Kollateralschäden.“
 

Hauro, war beeindruckt von den Worten, des jungen Mannes und wusste, dass er sich an dem Tag, als er ihm bewusstlos gefunden und einfach mitgenommen hatte, nicht in dem Jungen getäuscht hatte und fiel ihm ganz euphorisch um den Hals.
 

Ashitaka, war davon völlig überfordert und wollte darauf etwas sagen, Hauro, ließ ihn aber nicht zu Wort kommen. „Weißt du was? Ich werde dir helfen, deinen Fluch loszuwerden.“
 

Ashitaka war weiterhin völlig überfordert. „Aber das kann ich nicht annehmen, ich kenne dich schließlich nicht und bin dir schon durch meine Bewusstlosigkeit, genug zu Last gefallen.“
 

Hauro ließ von den Jungen, den er gerade erst kennengelernt hatte ab und ergriff stattdessen seine Hände. „Du fällst mir nicht so Last. Ich kümmere mich gerne um dich, denn ich mag dich sehr gern.“
 

Ashitaka lief rot an. „Wie kannst du mich mögen? Wir kennen uns doch kaum.“
 

Hauro lies auch weiterhin nicht ab von dem jungen Mann. „Ich habe einfach eine sehr gute Menschenkenntnis und weiß, dass du ein guter Mensch bist und dass du es wert bist gerettet zu werden.“
 

Mit diesen Worten ließ der Magier, von seinem Gast ab und bugsierte ihn zurück ins Bett. „Du hast doch bestimmt Hunger. Ich werde dir erst einmal Frühstück machen. Sei bitte aufgeschlossen, ich denke nicht, dass ich Frühstück so hinbekomme, wie du es kennst, deswegen koche ich dir, Frühstück wie ich es gerne mag. Was hältst du von Eiern und Speck?“
 

Ashitaka war immer noch überfordert und nickte einfach nur. Hauro erwiderte noch, bevor er aus dem Zimmer stürmte. „Okay, dann werde ich gleich mit dem Frühstück zurückkommen. Du musst übrigens noch Markl und Calcifer kennenlernen. Markl ist mein Lehrling und Calcifer ist ein Dämon.“
 

Auch hiermit konnte der Junge nichts anfangen und so erwiderte er. „Du hast einen Lehrling? In was unterrichtest du deinen Lehrling?“

Hauro erwiderte, dass er ihm das später erklären würde und verließ stürmisch das Zimmer.
 

Während der merkwürdige Junge verschwunden war, besah Ashitaka, sich seinen Körper. Er bemerkte, dass sein Fluch, welchen er bis Dato nur am Arm trug, sich mittlerweile bis hat zu seiner Brust ausgebreitet hatte.
 

Der Junge wusste nun, warum er vor Schmerzen bewusstlos geworden war. Er fragte sich in dem Moment, wie lange es noch dauern würde, bis er nicht mehr in der Lage war aufzustehen und schließlich sterben würde.
 

Ashitaka resignierte und fragte sich, ob es jetzt schon so weit gekommen war, da er sich so schwach fühlte, wie noch niemals zuvor in seinem Leben.
 

Nachdem er sich auf das weiche Bett, welches er noch nie so erlebt hatte, zurücklegte und anfangen wollte, zu verzweifeln, besonders weil ihm gerade erst bewusst wurde, dass er seinen Freund Jakkul bei dem Angriff der Wölfe, verloren hatte, tauchte auch das blonde Energiebündel mit einem Teller und einen Jungen, der Roten Haare trug und vielleicht 10 Jahre alt war, auf.
 

Nachdem der Junge vorgestellt wurde, und einige Worte mit Ashitaka gewechselt hatte, wurde er auch schon wieder aus dem Zimmer geschickt und Ashitaka wurde von Hauro gezwungen, Spiegelei mit Speck zu essen.
 

Tatsächlich hatte er diese Speisen wirklich noch nie zusammen gegessen, aber sie schmeckten ihm trotzdem hervorragend.

„Was hast du jetzt vor?“, wollte Hauro wissen, nachdem der Prinz, die einfach Mahlzeit gegessen hatte.
 

Ashitaka der sich zuvor für das Essen bedankt hatte und nicht daran glaubte das Hauro ihn helfen konnte, antwortete. „Es gibt unweit vom Wald eine Eisenhütte und die Herrin Eboshi soll Mitschuld am tot es Keiler haben. Ich möchte Sie mit ihren Taten konfrontieren und mit ungetrübten Blick die Wahrheit sehen. Außerdem will ich herausfinden was es mit dem Wolfsgottheiten auf sich hat, bei ihrem Angriff ist mein Freund Jakkul verschwunden.“
 

Hauro war über den Mut seines Gegenübers beeindruckt, wollte aber nicht das er dabei starb. „Nein, ich will nicht, dass du, wieder hinausgehst in die kalte Welt und stirbst. Wie gesagt wir werden gemeinsam einen Weg finden, dich zu heilen und das von hier aus. Ich bin Zauberer und ich werde diesen Fluch von dir nehmen.“
 

Ashitaka war skeptisch. „Bist du dir sicher, dass du das kannst? Ich weiß nicht wie lange ich noch habe und ob ich es solange schaffe bis wir einen Weg gefunden haben.“
 

Hauro lächelte breit. „Natürlich. Ich bin der beste Zauberer der Welt und schaffe alles. Natürlich nicht sofort, ich muss erst einmal meine Bücher befragen. Du kannst dich in der Zeit aber hier ausruhen solange du willst.“
 

Ashitaka sah seinen Gegenüber aus großen Augen an. „Ich kann doch nicht faulenzen, während du die ganze Arbeit machst. Ich finde schon einen Weg, mich nützlich zu machen.“
 

Hauro war skeptisch, wenn er daran dachte, dass der Junge vorhin nicht einmal alleine aufstehen konnte. „Aber übertreib es nicht.“
 

Ashitaka nickte und schon am nächsten Tag, als der Zauberer, in seine Bücher vertieft war, nahm der Prinz all seine Kräfte zusammen und zog in den Wald, um dort etwas zu Essen zu jagen.
 

Außerdem hoffte er seinen Freund doch noch irgendwo wiederzufinden und dass er nicht beim Angriff getötet worden war, allerdings wurde er dabei enttäuscht.
 

Jakkul, blieb verschwunden, der Junge hatte die Vermutung, dass er gestorben war und sich die Wölfe den Kadaver abgeholt hatten.
 

Er war über den Gedanken innerlich so zerrissen, versuchte aber nicht weiter an seinen alten Freund zu denken und brachte einen großen stattlichen Hirsch nach Hause, in das eigentümliche Schloss was Beine hatte.
 

Am Morgen hatte er auch den letzten Bewohner, den Dämon Calcifer kennengelernt und sich sofort mit ihm arrangiert, obwohl in seinem Inneren alles danach schrie, dass er so schnell wie möglich vor dem Dämon verschwinden sollte, konnte er das nicht. Der eigentümliche Mann, mit den ungewöhnlichen Kräften, eines Hexers hatte es ihm angetan.
 

Nachdem er seine Beute in der etwas verschmutzten Küche, die er mit Hilfe des Zauberlehrlings erst einmal aufgeräumt hatte, ausgeweitet hatte, begann er ebenfalls mit Markl Hilfe das Tier zuzubereiten und haltbar für die nächsten Tage zu machen.
 

Mit dem kleinen Zauberlehrling hatte sich der Junge recht schnell angefreundet, er erinnerte ihn, an die Kinder aus seinem Dorf, mit denen er immer gespielt hatte.
 

Nachdem sie das Abendessen fertiggekocht hatten, war sich der Prinz nicht zu Schade im Haus etwas Ordnung zu machen, wobei er sich ebenfalls den Jungen zu Hilfe nahm, denn er wusste genau was bedenkenlos gereinigt werden konnte.

Kapitel 2

Als der Abend hereingebrochen war, setzten sich die Drei zusammen und aßen das Wild, was Ashitaka gejagt und mit Markls Hilfe zubereitet hatte.
 

Die drei unterhielten sich noch lange angeregt, bis es schließlich für Markl an der Zeit war schlafen zu gehen.
 

Die beiden Männer, die noch gar nicht müde waren, beschlossen daraufhin sich noch etwas in der Umgebung umzusehen, bei der Gelegenheit könnte der Prinz dem Zauberer mit den Baumgeistern bekannt machen.
 

Hauro erwiderte auf den Anblick der weißen kleinen Wesen: „Na, das sind aber lustige Gesellen. Und das sind wirklich Geister, sind sie gefährlich?“
 

Ashitaka lächelte. „Sie sind nicht gefährlich, Sie zeigen nur, dass der Wald gesund ist.“
 

Nun richtete der Prinz seine Worte an die friedlichen Waldgeister. „Bitte Lasst uns die nächste Zeit in eurem zu Hause wohnen. Wir versprechen den Wald zu Ehren und nur zu nehmen, was wir zum Überleben brauchen.“
 

Hauro war von dem Schauspiel, dem hübschen Prinzen, der liebevoll mit den Wesen sprach, so beeindruckt, dass er nichts sagen konnte. Er nahm stattdessen Ashitaka bei der Hand und drückte diese ganz fest.
 

Der Junge Prinz sah den Magier an, sagte aber nichts darauf, denn diese Geste bewies ihn, dass der Magier mehr für ihn empfand als nur reine Freundschaft.
 

Ashitaka, der sich am Morgen noch mit dem Gedanken gequält hatte, was das war, was er für den Magier fühlte, ergriff er nun die Initiative und küsste den Magier auf die Lippen. Dieser Kuss war zärtlich und schüchtern und wurde genauso von dem Magier erwidert.
 

Der Prinz erwiderte, nachdem er Moment vorüber war, darauf. „Hauro, Ich mag dich sehr gern.“

Der Magier antwortete glücklich mit ähnlichen Worten. „Ashitaka, ich mag dich auch sehr gerne."“
 

Mit diesen Worten auf den Lippen gingen, die beiden jungen Männer, noch tiefer in den den von den Baumgeistern magisch erleuchteten Wald und hielten sich dabei fest an den Händen.
 

Auf ihrem Weg stahl, sich immer mal wieder, einer der Jungen, vom anderen, einen Kuss, allerdings hielten sie inne, als sie ein riesiges Wesen bemerkten, was über die Lichtung spazierte.
 

Der Prinz, der ein erfahrener Jäger war, zog den Magier so schnell, er könnte in einige Büsche, um sie dort zu verbergen.
 

Hauro wollte daraufhin etwas freches erwidern, doch Ashitaka hielt ihm sanft den Mund zu, um ihn zum Schweigen zu bringen.
 

Er Junge mit den schwarzen Augen, hatte in diesem Moment Angst, dass wieder die Wölfe auftauchen und ihn einen weiteren Freund nehmen würden.

Was sie allerdings sahen, war ein großes hirschähnliches Wesen, was an ihnen vorüber ging, sie aber völlig ignorierte.
 

Beide Männer beobachteten fasziniert dieses Wesen, mit dem staatlichen Geweih und dem fast menschlichen Gesicht, was übernatürlicher nicht sein könnte.
 

Nachdem das Wesen verschwunden war, verließen sie nach diesem Ergebnis, sich immer noch an den Händen haltend, den Wald.
 

Auf ihrem Rückweg wollte der Magier, wissen. „Weißt du was das für ein Wesen ist?“

Ashitaka überlegte. „Auf meinem Weg hierher, habe ich einen Wandermönch getroffen und dieser Mensch erzählte mir von einem riesigen hirschähnlichen Wesen, welches der Gott des Waldes sein soll. Es herrscht über dieses Gebiet und soll in der Lage sein, nach belieben, tot und leben zu schenken. Er wäre als nächstes mein Ziel gewesen, nachdem ich in der Eisenhütte nicht weitergekommen wäre. Ich wollte ihn bitten den Fluch des Keilers von mir zu nehmen.“
 

Der Magier nickte. „Was es hier alles gibt, eure Welt ist wirklich ein magischer Ort, aber es ist trotzdem besser, wenn wir uns von ihm fernhalten. Wie gesagt, ich finde einen Weg, den Fluch, von dir zu nehmen, es ist nur noch eine Frage der Zeit. Ashitaka nickte und gemeinsam machten sie sich wieder auf dem Weg zurück ins Schloss.

Dort angekommen legten sich die beiden jungen Männer sofort in ihren Zimmern schlafen.
 

Der Magier hatte zwar mit dem Gedanken gespielt, sich einfach mit in Ashitakas Bett zu schmuggeln, aber er empfand es, letztendlich noch viel zu früh und so schliefen beide in ihren Zimmern ein.
 

Der nächste Tag verlief ähnlich wie der vorige, Hauro, verbrachte den ganzen Tag damit, nach einer Lösung für dem Fluch zu suchen, da aber noch einiges an Essen vom Vortag übrig war, entschloss sich Ashitaka zusammen mit Markl auf dem benachbarten Markt zu gehen, um dort vielleicht etwas Reis und anderes Gemüse einzukaufen.
 

Als sie dort angelangt waren, konnte Ashitakas Freude nicht größer sein, denn dort erkannte er, dass sein lieben Freund Jakkul, doch nicht von den Wölfen gerissen und gefressen worden war. Er stand hier zum Verkauf.
 

Der Prinz ging sofort zu seinem Reittier und beide freuten sich übermäßig und während Jakkul den Prinzen abschleckte, umarmte dieser seinen Freund leidenschaftlich.
 

Der Mann, der Jakkul gefunden und nun verkaufen wollte, ging aber schnell dazwischen. „Was soll das, weg von der Ware.“
 

Der Prinz versuchte, ruhig zu bleiben, auch wenn es in ihm kochte, wie konnte man seinen Freund nur als Ware bezeichnen. „Das ist ist mein Reittier, ich habe es aus meiner Heimat mitgebracht. Es ist mir im Wald abhanden gekommen. Ich möchte es gerne zurückhaben.“
 

Der Mann lachte hämisch. „Das kann jeder erzählen. Ich habe ihn gefunden, gefangen und gefüttert. Jetzt ist er meiner. Wenn du ihn zurückhaben willst, verkaufe ich ihn dir aber gerne.“
 

Nun war es der Zauberlehrling, der sich einmischte. „Ihr könnt doch nicht, von ihm verlangen, dass er seinen eigenen Freund zurückkauft. Gebt ihm Jakkul doch einfach so zurück. Man siehe doch, dass sie einander vertraut sind.“
 

Der Mann hatte allerdings keinen einsehen, im Gegenteil. Er wollte hingehen und den vorlauten Jungen schlagen. Ashitaka, ging aber rechtzeitig dazwischen und verhinderte schlimmeres. „Lass nur Markl, wir wollen hier keinen streit.“
 

Mit diesen Worten reichte er dem Mann etwas Gold, was er zum Glück noch aus seiner Heimat hatte und hatte somit seinen Freund zurück.
 

Nachdem die Beiden auch noch einiges Obst und Gemüse und einige Kleidung gekauft hatten verließen sie den Markt so schnell sie konnten.
 

Ashitaka hatte vorher schon erlebt, dass das Gold was er auf dem Markt gegen Essen verteilte, Diebe anlockte und auch diesmal war es nicht anders.
 

Diese Diebe, verfolgten sie einige Minuten, gaben allerdings die Verfolgung schnell auf, nachdem die beiden Jungen im Geäst des Waldes verschwunden waren.
 

Die anderen Menschen trauten sich wiederum nicht in den Wald, da dort die Monster herstellten und die Angst zu groß war.
 

Die beiden Jungs ließen sich von dem letzten Ereignis nicht stören und sammelten auf ihren Weg noch einige Beeren und Kräuter.
 

Als sie zu Hause angekommen waren, wurden sie sofort freudig von Hauro begrüßt. „Da seit ihr ja endlich, ich habe schon auf euch gewartet, weil ich einen Spruch gefunden habe. Ich kann Ashitaka noch heute von den Fluch der ihn quält befreien.“
 

Der Prinz war überglücklich, erst hatte er seinen Freund wieder gefunden und dann sollte er auch noch heute geheilt werden, am liebsten hätte er den Magier umarmt und geküsst, allerdings war das der falsche Augenblick.
 

Ashitaka suchte stattdessen nach die richtigen Worte, bevor er aber etwas sagen konnte, war der Magier an ihn herangetreten und streichelte Jakkul. „Wie ich sehe ist unsere kleine Familie gerade größer geworden und wenn ich mich nicht täusche ist das bestimmt dein Freund Jakkul.“
 

Der Prinz nickte. „Ich habe ihm auf dem Markt gefunden und hoffe, dass er auch mit hierbleiben darf?“
 

Der Magier lächelte. „Auch für ihn, wird es einen Platz geben. Ich bereite derweil alles für den Spruch vor, du und Markl konnte die alte Holzkammer für Jakkul benutzen, sie ist ohnehin leer.“
 

Ashitaka nickte, packte mit Markl die Mitbringsel weg und sauberen die Kammer für das Reittier. Nachdem Jakkul noch mit frischem Gras und Kräuter versorgt wurde, aßen die drei Männer gemeinsam zu Abend.
 

Nachdem alle satt und der Abwasch getätigt war, ging Markl noch etwas in den Wald, um die Baumgeistern zu studieren, während die anderen beiden Männer sich vorbereiteten den Fluch zu bekämpfen.
 

Die beiden Männer trafen sich in der weitläufigen Bibliothek von Hauro, wo dieser schon alles vorbereitet hatte.
 

Bevor sie allerdings beginnen könnten, musste Ashitaka sein Hemd ablegen und sich mit freien Oberkörper auf einen Stuhl setzen, dabei erkannte der Magier, dass das Mal, an seinem Körper noch größer geworden war.
 

Hauro nahm sich fest vor, dass das nie wieder passieren würde und bereite sich selbst vor und legte das Buch bereit was er für seinen Zauber brauchte.
 

Als sich die beiden abgestimmt hatten, begann Hauro seinen Spruch zu referieren, Energie floss daraufhin aus seinen Händen und in den Prinzen, der von dem Zauber erleuchtet wurde, hinein.
 

Nach einigen Sekunden wurde Ashitaka wieder von dem Leuchten verlassen und kehrte wieder in die Fingerspitzen von Hauro zurück.
 

Der Magier lief nachdem er seine Energie zurück hatte, auf seinen Prinzen zu und begutachtete ihn, dabei stellte er fest, das der Fluch zwar verschwunden war, der hübsche Prinz aber tiefe Narben an Brust und Oberarm davon getragen hatte.
 

Hauro wurde davon so traurig, dass ihm die Tränen in die Augen liefen. „Es tut mir so leid, der Fluch ist zwar verschwunden, aber du hast nun Narben an den Stellen wo die Male vorher waren. Ich werde versuchen...“
 

Ashitaka umarmte und unterbrach ihn. „Die Narben interessieren mich nicht, alles was für mich zählt, ist das mein Liebster mich vor dem Tod errettet hat. Oder findest du sie so hässlich, dass du mich nicht mehr willst?“
 

Hauro schüttelte mit dem Kopf. „Nein ich nehme dich, so wie du bist, ich wollte dich aber komplett heilen, aber der Fluch hatte sich schon zu tief in deine Haut gefressen.“
 

Ashitaka streichelte das Haupt des Magiers. „Danke, das du dich so um mich bemüht hast, aber weißt, du das ich seit der Keiler mich verletzt hat, keinen schmerzfreien Tag mehr hatte. Jeden Tag sind sie schlimmer geworden, aber jetzt sind sie wie weggeblasen.“
 

Der Magier war überrascht und überwältigt zugleich und küsste seinen Prinzen voller Leidenschaft. Ashitaka erwiderte den Kuss und bemerkte, dass das Hauro seine Brust mit seiner Hand begutachtete. Bevor er allerdings weitermachen konnte stürmte Markl freudig ins Zimmer.
 

Die beiden Männer ließen schnell von einander ab und hörten sich Markel freudiges Geplapper an. „Ich habe mit den Baumgeistern gespielt und dieser kleine Kerl, ist jetzt mein Freund, darf er auch ein Teil unserer Familie werden?“
 

Hauro der froh war, dass der Junge nichts bemerkt hatte, er wollte es ihm lieber ganz seriös beibringen und nicht von ihm in flagranti erwischt werden. „Natürlich, wenn der kleine wirklich seine Heimat verlassen will, ist er bei uns willkommen.“
 

Markl freute sich über alle Maßen, erkundigte sich aber auch nach Ashitaka. Dieser bestätigte ihm, dass es ihm wieder gut ging und er endlich fluchfrei war. Markl würde dann aber traurig. „Wirst du uns dann jetzt wieder verlassen?“
 

Hauro erstarrte bei der Frage. Daran hatte er überhaupt nicht gedacht, würde der Prinz wirklich bei ihm bleiben, nachdem er geheilt war, oder lieber seinen rechtmäßigen Platz als Prinz in seinem Stamm einnehmen?
 

Ashitaka erwiderte freudig. „Ich wollte eigentlich hier bei euch bleiben, besonders weil ich mich in in Hauro verliebt habe. Ich hoffe das ist in Ordnung für dich.“
 

Markl freute sich, das der Junge den er so lieb gewonnen hatte, bei ihnen blieb. „Na klar, ist das in Ordnung für mich, außerdem habe ich so etwas schon geahnt, ihr wart die letzten Tage nicht gerade subtil.“
 

Hauro war froh über das Gehörte, außerdem war er ebenfalls froh, dass er nun Markl nicht mehr erklären musste, dass er und Ashitaka nun zusammen waren.
 

Hauro war glücklich, dass er sich vor einigen Wochen entschieden hatte, in dieser Welt zu bleiben, schließlich hatten sie hier ihre Familie vergrößert und er hatte seine große Liebe gefunden.
 

Allerdings wusste er, dass sie in dieser Welt nicht ewig bleiben konnten. Da auch hier der Krieg herrschte und er nicht wollte, dass er oder Ashitaka sich genötigt fühlten, diesem beizuwohnen.
 

Allerdings war das ein Problem für einen anderen Tag, denn heute war das Leben einfach nur schön.

Kapitel 3

Die nächsten Tage vergingen recht geruhsam und geregelt, während Ashitaka sich stets um das Essen, den Haushalt und Jakkul kümmerte, setzte Hauro sein Magier- Training mit seinem Lehrling Markl fort, nachdem sie alle gemeinsam jeden Tag Frühstück gegessen hatten.
 

Erst am abends kamen die Drei wieder zum gemeinsamen Abendessen zusammen und während Markl, durch die Anstrengung des Training, immer recht früh zu Bett ging, waren es nur noch Hauro und Ashitaka, die viel Zeit am Abend miteinander verbrachten.
 

In diesen friedlichen Abendstunden, die nur ihnen gehörten, erzählten sie sich alles und so erfuhr Ashitaka endlich das Hauro nicht aus seiner Welt, sondern aus einer parallelen anderen Welt, kam.
 

Allerdings nahm dieser es gelassen, es machte ihm nichts aus, im Gegenteil, es war ihm egal, wo er herkam. „Ich will nur nicht, dass du mich von heute auf morgen, wieder alleine lässt und ohne mich in deine Welt zurückgehst.“
 

Hauro hatte das ganz und gar nicht vor, denn auch er empfand zu viel für den Prinzen, um einfach allein zu gehen.
 

Der Magier erfuhr wiederum, dass Ashitaka sogar schon in seinem Heimatdorf verlobt war und fragte traurig. „Möchtest du nicht wieder zu deiner Geliebten zurück, jetzt wo du geheilt bist?“
 

Ashitaka schüttelte daraufhin mit dem Kopf. „Nein, ich habe sie zwar gemocht, aber geliebt habe ich sie nie, ich war nun mal ein Prinz und musste für Nachkommen sorgen und sie hatte gemäß der Dorfältesten, die besten Voraussetzungen, mir einen starken Sohn zu gebären. Ich war tatsächlich zum ersten Mal verliebt, als ich dir begegnet bin. Zuvor war es für mich einfach nur ein Wort.“
 

Hauro war überrascht wie mitfühlend und wortgewandt der junge Prinz doch war, dass er selbst, in dieser Situation nicht sauer war.
 

Hauro schämte sich, nachdem er die Worte seines Geliebten hörte, für seine Vergangenheit, in dem er mit einem Mädchen nach dem anderen ausgegangen war, allerdings war das nun auch egal, denn dem ehemaligen jungen Prinzen machte auch die erneuten Beichte, nichts aus, solange er ihn treu war, nachdem sie jetzt ein Paar waren.
 

Hauro, wiederum würde es nun im Traum nicht einfallen, nachdem er seine wahre Liebe gefunden hatte, diese zu betrügen, hatte er, dadurch auch die Erklärung, warum er stets nach nur einer Verabredung mit den Mädchen, mit denen er gegangen war, schon wieder Schluss gemacht hatte, keine von ihnen hatte er je geliebt oder lieben können, anders als bei seinem süßen Prinzen aus der feudalen Welt.
 

Nachdem sie schließlich in der ersten Nacht nur geredet hatten, entschieden Sie sich dazu, in der zweiten Nacht schon das Bett in Ashitakas Zimmer gemeinsam zu teilen.
 

Allerdings passierte zwischen den beiden jungen Männern, außer ein paar schüchternen Berührungen und Küssen rein gar nichts, jedoch gefiel es den beiden jungen Männern, so gut, dass sie ab diesem Tag nicht mehr alleine schlafen wollten.
 

Der Zauberer fühlte sich wie im siebten Himmel, er wünschte sich, dass es ewig so weitergehen würde, aber jede schöne Zeit, muss einmal ein Ende haben und ihre endete, mit einem Schock.
 

Ashitaka beschloss schließlich einige Tage nach seiner Heilung, eines morgens in den Wald zu gehen, nachdem er mit seinem Geliebten Hauro und dem jungen Markl zusammen Frühstück gegessen hatte.
 

Er wollte einige Beeren und Pilze sammeln und vielleicht hatte er das Glück, dass ihm ein schöner fetter Hase oder ein großer Vogel, über dem Weg lief, welchen sie, des abends essen konnten.
 

Allerdings lief dem geübten und furchtlosen Jäger, statt der gesuchten Tiere eine der Wolfsgottheiten über den Weg.
 

Ashitaka versuchte sich, Aug in Aug mit dem Monsterwolf, nicht zu rühren, denn er hatte sofort auf den ersten Blick festgestellt, dass dieser Wolf noch wesentlich größer war, als die, die er bei dem Angriff auf die Handelskarawane hatte beobachten können.
 

Er überlegte, was er nun tun sollte und kam, zu dem, in seinen Augen einzigen Weg. Er verbeugte sich vor dem Wolfsgott und sprach ihm unterwürfig an. „Bitte, starke und stolze Gottheit, lass mich den Wald durchqueren. Ich bin nur auf der Suche nach etwas zu essen, ich werde niemanden etwas tun und nur nehmen was ich brauche. Ich werde in wenigen Minuten auch sofort wieder verschwinden.“
 

Die Wolfsgottheit lachte über seine Worte. „Junge, selbst wenn du wolltest, könntest du mir nichts tun. Außerdem ist das mein Wald und ich töte jeden Menschen, der sich hierin befindet.“

Ashitaka schluckte und konnte keinen Ton mehr herausbringen, was sollte er jetzt tun?
 

Der Prinz konnte es in der Regel mit allem aufnehmen, doch mit einer Wolfsgottheit zu kämpfen, würde nur seinen Tod bedeuten.

Er überlegte und wusste, dass es eigentlich nur zwei Wege gab, die beide seinen Tod bedeuten würden: Denn wenn er weglief, würde dieser riesige Gott ihn, binnen von Sekunden eingeholt haben. Sollte er kämpfen, würde er keine zwei Hiebe seines Schwertes durchführen können, ohne dass er ebenfalls sein Leben verlor.
 

Allerdings fiel ihm nach kurzen Überlegungen, noch eine dritte Variante ein und so entschied er sich, mit der Gottheit, weiter zu sprechen. „Bitte, lass mich leben der Waldgott weiß, dass ich hier bin und lässt mich und meine Kameraden am Waldrand gewähren.“
 

Die Wolfsgottheit schien nun wirklich überrascht zu sein. „Du lügst mich doch an. Du lügst, wie jeder Mensch von euch lügt.“
 

Ashitaka hatte ein schlechtes Gewissen, weil er durchschaut war, aber andererseits musste der Waldgott sie bemerkt haben, sonst wäre er nicht der Waldgott und so sprach er weiter. „Ich lüge nicht. Wir haben unser Lager schon vor Tagen am Waldrand aufgeschlagen und bis jetzt lässt er uns gewähren, weil wir mit dem Wald im Einklang leben. Wir tun niemanden, etwas zu leide. Wir nehmen nur aus dem Wald, was wir zum Leben brauchen und wahren damit, das natürliche Gleichgewicht.“
 

Die Wolfsgottheit erwiderte nichts mehr darauf und so wusste Ashitaka, dass er einen wunden Punkt getroffen hatte und sich vielleicht durch Reden aus dieser Situation noch retten konnte. „Ich bitte dich, lass mich gehen. Ich bin sicher, dass der Waldgott mich hier und heute nicht sterben, sehen will.“
 

Damit hatte der ehemalige Prinz nun die Wolfsgottheit so verunsichert, dass sie von ihrem Vorhaben, ihn zu töten, abrückte. „Du hast gewonnen. Mensch, lege dein Schwert und deinen Bogen nieder und verlasse diesen Wald sofort. Wenn ich dich noch einmal hier antreffe, werde ich dich töten. Dann mag auch der Waldgott sagen was er will.“
 

Der ehemalige Prinz nickte, legte langsam seinen Bogen und sein Schwert vor der Gottheit ab, verbeugte sich noch einmal und nahm dann die Beine, in die Hand und floh so schnell, er konnte aus dem Wald.
 

Der Junge, war sonst nicht der ängstliche Typ, aber er hatte jetzt, nachdem er sich in Hauro verliebt hatte, so viel zu verlieren, dass er in diesem Moment von Furcht gezeichnet war.
 

Nachdem er wieder aus dem Wald und am Schloss angekommen war, konnte er nicht mehr, er war so außer Atem, dass er sich träge auf die Wiese fallen ließ und sich einfach nur völlig außer Atem ausruhen musste.
 

Das blieb auch den Bewohnern des Schlosses nicht verborgen, Markl und Hauro wussten, dass etwas passiert sein musste und eilten sofort nach draußen. Hauro kniete sich vor Ashitaka und ergriff seine Hand. „Was ist passiert?“
 

Der Prinz, wollte das Geschehen totschweigen, da er nicht wollte, dass sein Magier sich aus Angst, um ihn sorgte.
 

Allerdings ließ der Magier nicht locker. „Es muss doch irgendetwas passiert sein. So aufgelöst habe ich dich noch nie gesehen, nicht mal, als du den Fluch in dir getragen hast.“
 

Nachdem Ashitaka, Hauro noch zweimal belogen hatte, rückte er schließlich, abgehackt, mit der Sprache heraus. „...Ich kann nie wieder in den Wald gehen...“ Nachdem er nicht weitersprach hinterfragte dies, der Magier.
 

Ashitaka drehte sich weg und sprach schließlich weiter. „Ein großer Wolf hat mich im Wald angesprochen. Er wollte mich töten. Ich konnte mich nur herausreden, indem ich ihm eine Geschichte über den Waldgott erzählt habe und das er wüsste, dass wir hier sind und uns nicht tot sehen will. Zum Glück hat sie mir geglaubt und hat mich gehen lassen. Sie hat mir aber meine Waffen abgenommen und mich schworen lassen, dass ich mich nie wieder in den Wald begeben darf, sonst wäre es mein Tod.“
 

Hauro bekam nun panische Angst, er wollte seinen geliebten Ashitaka nicht verlieren und so nahm er den Gedanken wieder auf, den er einige Wochen zuvor schon gehegt hatte und sprach es aus. „Vielleicht sollten wir einfach in eine andere Welt weiter gehen und dies alles hier vergessen.“
 

Markl und Ashitaka sahen sich gegenseitig sprachlos an. Der Prinz fand zuerst seine Worte wieder. „Aber wo sollen wir hin? In diesem Land ist es überall so wie hier. Auch wenn es z.b anderswo, keine großen gefährlichen Gottheiten gibt, ist der Krieg doch überall, all gegenwärtig. Der einzige Ort, der nicht mit Krieg überzogen ist, ist mein Heimatort, aber ich weiß nicht ob ich da überhaupt zurück darf. Ich habe alle Ehren als Prinz ableben müssen, als ich verflucht wurde.“
 

Hauro überlegte, erwiderte darauf, aber. „Das war auch nicht mein Ziel. Ich möchte in ein Land, wo Frieden herrscht, in dem es keinen Hunger gibt und in dem niemand leiden muss.“
 

Ashitaka sah Markl wieder an und sagte dann zu Hauro. „Gibt es so eine Welt, denn irgendwo?“

Der Jüngste in der Gruppe nickte eifrig. „Ja, wir waren jetzt schon in zwei Welten und keine davon war friedlich.“
 

Der Magier überlegte, nahm die Unterhaltung aber nicht weiter auf. Er wollte, dass jeder von ihnen in das Schloss zurückkehrte und steuerte es soweit vom Wald weg, wie er nur konnte, allerdings auch soweit von den Menschensiedlungen weg, wie es ging, denn er traute keiner Seite.
 

In dieser Nacht gelangt es keinem der beiden jungen Männer, auch nur in den Schlaf, abzudriften. Sie unterhielten sich noch lange und Ashitaka offenbarte eng an den Magier geschmiegt. „Eigentlich hatte ich nie Angst vor dem Tod, das lag daran, dass ich zwar zuständig für ein ganzes Volk war, weil ich ihr Prinz war, aber immer allein war. Meine Eltern, sind schon, sehr früh gestorben. Meine Mutter kurz nach meiner Geburt im Kindbett und mein Vater, als ich noch ein kleines Kind war, in einem aussichtslosen Feldzug, um ein Stück Land, was wir Jahre später, ohnehin verloren haben. Heute allerdings war es anders. Ich wollte nicht sterben, weil ich dich wiedersehen wollte. Gerade bin ich außerdem so aufgelöst, dass ich am liebsten weinen würde.“
 

Der Magier streichelte seinem Prinzen behutsam über das Haar und drückte ihn ganz fest an sich. „Glaube mir, du musst bald keine Angst mehr haben. Ich werde eine Welt finden, in der wir alle glücklich und in Frieden leben können. Ich hoffe, es ist für dich okay, wenn du deine Heimat vielleicht nie wieder siehst?“ Ashitaka ließ sich komplett in die Berührung seines Freundes fallen und nickte einfach nur.

Kapitel 4

Noch am nächsten Tag, als Markl und Ashitaka noch schliefen, setzte der Magier seinen Plan mit Hilfe, des Feuers Calcifer, in die Tat um.
 

Nachdem er zuvor noch überprüft hatte, dass sie alles brauchten, um einige Tage, ohne Proviant zu finden, überleben würden und es Jakkul in seinem eigenen Zimmer gut ging, sprach er einen mächtigen Zauber und erschuf, eine neue Tür, durch die sie in eine neue Welt eintauchten.
 

Nachdem die beiden Jungen schließlich aufgestanden und alle gemeinsam gefrühstückt hatten, beschlossen Sie die neue Welt zu erkunden. Da sie aber, in der Umgebung unsicher waren, beschlossen nur Ashitaka und Hauro hinauszugehen.
 

Markl sollte zu Hause bleiben, auf das Schloss aufpassen und sich um Jakkul kümmern. Die beiden jungen Männer, die sich an der Hand hielten, wollten sich in dieser fremden Welt auf keinen Fall verlieren, stolzierten eine wundervolle blühende Blumenwiese entlang, bis sie schließlich zu einer Art vereinsamten Vergnügungspark kamen.
 

In diesem eigenwilligen Komplex, den beide niemals so gesehen hatten, standen Unmengen Kostbarkeiten aufgetürmt, einfach herum.

Doch keiner der beiden rührte aus Angst vor Gift oder anderen schädlichen Elementen die Speisen an.
 

Sie gingen stattdessen einfach schweigend, aber sich nicht loslassend weiter und konnten ein riesiges farbenfrohes Gebäude in der Ferne sehen.
 

Nun sprach, endlich einer der beiden jungen Männer, die bis dato nur geschwiegen hatten. Der Magier sah seinen Freund tief in die Augen. „Ich finde alles an diesem Ort verdächtig. Aber was sagst du? Sollen wir trotzdem weitergehen?“
 

Ashitaka überlegte kurz, legte die Hand an das Schwert, was ihm sein Geliebter am Morgen gegeben hatte, schließlich hatte er seines im Wald ablegen müssen, und erwiderte. „Lass es uns zumindest erst einmal versuchen. Wenn es gefährlich wird, habe ich immer noch das Schwert und du deine Magie. Im Zweifelsfall, können wir aber auch immer noch fliehen.“
 

Die beiden gingen weiter, bis sie schließlich eine Brücke erreicht hatten, die Sie zu dem prunkvollen Gebäude führen würde.
 

Vor dem eigentümlichen Gebäude, könnten die beiden dutzende Menschen ähnlich Kreaturen, in der Ferne hektisch umher laufen sehen.
 

Ashitaka und Hauro hielten inne, beide sahen nur Monster in den ungewöhnlichen Wesen, bevor sich die beiden allerdings, zu einem nächsten Schritt entscheiden konnten, wurden Sie von einem Jungen, der um die zwölf Jahre alt sein musste, aufgehalten. „Halt! Ihr solltet nicht da hingehen. Ihr solltet auch nichts in dieser Welt Essen. Sonst könnt ihr diese, nie wieder verlassen.“
 

Hauro sprach den unbekannten Jungen, der eine alte Aura ausstrahlte, an. „Wir sind nicht von hier, kannst du uns sagen, was das hier für eine Welt ist?“
 

Der Junge antwortete schnell. „Wir befinden uns in der Götterwelt und das hier ist ein Badehaus der Götter. Es wird geleitet, von Yubaba, sie ist eine rücksichtslose alte Hexe und wird, wenn sie euch einmal in ihren Fängen hat, kein Mitleid mit euch haben.“
 

Ashitaka ergriff das Wort. „Du musst keine Angst haben, wir werden nicht weitergehen. Wenn es so ist wie du sagst, wollen wir auch gar nicht hier bleiben. Aber das was du erzählst, kann es sein, dass es dir vielleicht ähnlich ergangen ist?“
 

Der fremde Junge, mit den grünen Haaren und schwarzen Augen, überlegte, ob er wirklich den zwei Fremden seine Lebensgeschichte erzählen sollte, entschloss sich aber dazu es doch zu tun.
 

Er fand diese beiden jungen Männer, so sympathisch und ihm gefiel, dass sie sich nicht verstellten und an den Händen hielten. „Ja, mir ist etwas ähnliches passiert. Ich bin eigentlich hierher gekommen, um ein Zauberlehrling zu werden. Ich habe damals mit Yubaba gesprochen und sie nahm mich, zwar als Lehrling an, versklavte mich aber und zwang mich Böses zu tun. Allerdings mache ich das jetzt nicht mehr. Eine liebe Freundin hat mich von diesem Bann erlöst und jetzt kann ich mein eigenes Leben weiterleben und mir einen neue Meister suchen, der mich in der Magie unterrichtet.“
 

Hauro riss die Augen weit auf. Das war für ihn nicht das erste Mal, das plötzlich ein verlorener Junge vor ihm stand, der gerne die Zauberei erlernen wollte, genauso war es mit Markl, er war auf einmal da und bat ihn, ihn zu unterrichten.

Dieser Junge hatte ihn zwar noch nicht gebeten, ihn zu unterrichten, aber er wollte ihn als Schüler für sich gewinnen, da er eine fast so reine Aura, wie die von Ashitaka besaß. „Wie heißt du Junge?“
 

Der Junge beantwortete auch diese Frage, bereitwillig. „Mein Name ist Nigihayami Kohakunushi ich bin ein Flussgeist, der sich in einen Drachen verwandeln kann. Ihr könnt mich aber Haku nennen.“
 

Hauro freute sich. „Hallo Haku. Ich bin Hauro und das ist mein Geliebter Ashitaka. Wir kommen aus einer anderen Welt, eigentlich auf der Suche nach einer friedlichen Heimat. Wartest du mal kurz hier und lässt mich mit Ashitaka etwas besprechen?“
 

Der Magier wartete nicht auf eine Antwort und zog seinen Freund, von dem jungen Flussgeist weg und plapperte auf Ashitaka ein. „Was hältst du davon, wenn wir den Jungen mitnehmen? Er scheint ein lieber Junge zu sein und ist auf der Suche nach einem Lehrer, mir würde es nichts ausmachen, zwei Zauberlehrlinge zu haben.“
 

Ashitaka nickte und lächelte sanft. „Wenn er das will, nehmen wir ihn mit, er ist genauso verloren wie jedes einzelne Mitglied unserer Familie und wird hervorragend zu uns passen. Aber wir müssen uns dringend eine neue Welt suchen, wenn es wirklich so ist, wie Haku sagt, sind wir hier genauso unsicher wie in meiner oder deiner Welt.“
 

Die beiden jungen Männer gingen wieder zurück zu dem Jungen und unterbreiteten ihm, dass was Hauro sich ausgedacht hatte.
 

Der Flussgeist überlegte, ob es wirklich das war, was er wollte, nachdem Chihiro ihn aus den Fängen der Hexe befreit hatte, hätte er sie am liebsten in ihre Welt begleitet, aber dort hatte er keine Daseinsberechtigung mehr, nachdem der Fluss, der nach ihm benannt wurde und seine Heimat war, zugeschüttet wurde.
 

Da er aber auch nicht wusste, wo er sonst hingehen sollte, besonders weil er auch nicht länger in dieser Welt bleiben wollte und er die beiden jungen Männer wirklich sehr sympathisch fand, beschloss er mit ihnen zugehen.
 

Gemeinsam machten sich die drei, nach der Zusage von Haku, nun wieder auf den Weg nach Hause.
 

Die zwei Fremdlinge, wurden allerdings von Haku zur Schnelligkeit gemahnt, da sie nicht mehr an diesem Ort sein durften, sobald die Sonne unterging, weil sie sonst verschwinden würden. Wenn man in seiner Welt nichts aß, war man zum verschwinden verdammt, wenn man aber etwas aus der Götterwelt aß, war man in der Hand von Yubaba.
 

Nachdem sie, als ob nichts gewesen wäre, wieder zurück auf ihrem Schloss waren, stellte Ashitaka ihren neuen Freund erst einmal Markl, Jakkul und Calcifer vor, sie waren zwar in Eile, aber so viel Zeit, sich bekannt zu machen, musste sein.
 

Als nächstes sammelte Hauro seine Jungs um sich und sprach erneut den Spruch, den er schon so viele Male gesprochen hatte und gemeinsam wechselten sie schließlich in eine neue und erneut unbekannte Welt.
 

Nachdem der Spruch vollendet war und sie aus dem Schloss traten, konnten sie erneut einen wundervollen Wald sehen, der dem in Ashitakas Welt gar nicht so unähnlich war.
 

Die versammelten Jungen unterschiedlichster Alters, beschlossen das wandelnde Schloss heute aber nicht mehr zu verlassen und gingen gesammelt wieder in das Innere.
 

Nachdem das Schloss wieder betreten hatte, zeigten Ashitaka und Hauro gemeinsam, dem Neuankömmling sein Zimmer.
 

Kurze Zeit später verließen sie ihn dann wieder den Jungen der sich in einen Drachen verwandeln konnte, um ihn sich erst einmal mit seiner neuen Situation vertraut machen zu lassen.
 

In der Zwischenzeit, bereitete Ashitaka mit der Hilfe von seinem Geliebten, dass Abendbrot, was schon seit gestern aus ihrem Vorräten bestand, da Ashitaka nichts aus dem Wald mitbringen konnte, für Sie alle zu.
 

Nachdem das erledigt war, wurden alle versammelt und sie aßen zum ersten Mal alle gemeinsam mit einem neuen Familienmitglied.
 

Ashitaka und Hauro hielten sich bei dem Gespräch, was sich dabei entwickelte im Hintergrund und ließen Markl und Haku sich unterhalten, da sie sich verstehen mussten, wenn der Magier sie gemeinsam unterrichten musste, was aber relativ gut klappte, da die beiden Jungen auf einer Wellenlänge zu sein schienen.
 

Nachdem das Essen schließlich beendet war, war der Redefluss von Markl aber immer noch nicht erloschen und so zogen er und Haku sich gemeinsam in sein Zimmer zurück, um dort noch ein wenig über die Magie zu reden, die er schon erlernt hatte, Haku im Gegenzug sollte ihm von seiner Magie erzählen.
 

Ashitaka wiederum sah den beiden Jungen, die hintereinander, hinter der Zimmertür von Markl verschwunden waren, skeptisch hinterher und flüsterte Hauro ins Ohr. „Meinst du, man kann die beiden alleine lassen? Ich mache mir Sorgen. Ich will niemanden etwas unterstellen, aber wir kennen ihn schließlich nicht. Er wirkt zwar sympathisch, aber auch irgendwie verschlossen, was ist, wenn der Markl etwas tut?“
 

Hauro, flüsterte wiederum seinem Geliebten ins Ohr. „Natürlich kann so etwas passieren, aber ich glaube nicht daran. Er ist ein lieber Junge und würde so etwas nicht tun, sollte er, aber doch etwas wagen und unserer Familie Leid antut, wird er meine Zorn kennenlernen und das wird ihm ganz und gar nicht gefallen.“
 

Ashitaka nickte und flüsterte weiter. „Du hast Recht, jetzt habe ich aber schon irgendwie ein schlechtes Gewissen, dem Jungen unterstellt zu haben, Markl etwas anzutun, schließlich hat er wie wir alle einiges in seinem Leben durchgemacht und uns sogar geholfen.“
 

Hauro küsste seinen Freund liebevoll auf die Lippen. „Du musst dich nicht schämen. Du hast dich nur um Markl gesorgt. Genau dafür liebe ich dich gerade noch mehr. Schließlich hast du dich sogar, um Haku gesorgt und dich in ihm, hineinversetzt.“
 

Nachdem die beiden noch den Abwasch erledigt hatten, ließen sie die beiden Jungen unter sich und gingen gemeinsam in das Zimmer was Ashitaka bewohnte, dort redeten sie diesmal nicht so lange miteinander wie am Vorabend, sondern verloren sich schnell in wilden Küssen und Umarmungen.
 

Die beiden konnten gar nicht genug voneinander bekommen und so taten sie etwas, was sie sich die letzten Tage nicht getraut hatten, sie zogen sich gegenseitig aus und erforschten die Körper des jeweils Anderen.
 

Die beiden Jungen berührten sich gegenseitig so lange und intensiv, bis sie nicht mehr konnten und völlig erschöpft. einschliefen.
 

Allerdings wachte Hauro, nach nur zwei Stunden schon wieder auf, obwohl er eine sehr schöne Zeit mit seinem Geliebten verbracht hatte, hatte er nichtsdestotrotz einen schlimmen Albtraum.
 

Er träumte, dass die neue Welt in die Sie diesmal geraten waren und die keiner von ihnen kannte, nun noch viel schlimmer war als die, in der sie zuvor waren. Er beschloss nun doch etwas nach draußen zu gehen, um sich in der Gegend umzusehen.
 

Nachdem er sich vergewissert hatte, dass Ashitaka immer noch selig schlief, zog er sich an und verließ so leise wie möglich sein Schloss.
 

Der mächtige Magier blickte sich außerhalb um und konnte außer Wald und die Lichtung, in der sie sich befanden, nichts ausmachen.
 

Er beschloss, einige Schritte hinein, in den Wald zu gehen und sich dort, etwas umzusehen, was er allerdings in diesem Wald sah, verschlug dem wortgewandten Mann die Sprache.

Kapitel 5

Hauro, war sprachlos, er sah mitten in der Nacht im Wald ein kleines Mädchen.
 

Dieses dunkelhaarige Mädchen, was völlig in schwarz gekleidet, hielt einen Besen in der einen Hand und suchte mit der Anderen, völlig panisch nach irgendwas.
 

Der Magier beobachtete wie sie dabei ständig von Raben, die sie umkreisten, angegriffen wurde und ihr dabei tiefe Wunden in ihre Haut gekratzt wurden.
 

Nachdem der Magier das nicht länger ertragen konnte, verjagte er mit Hilfe eines kleinen geschickten Zauberspruchs, die Krähen von dem kleinen Mädchen.
 

Dieses höchstens 10 jährige Kind schien, dass nicht einmal bemerkt zu haben, sondern schien nur weiter vehement Irgendetwas zu suchen.
 

Hauro überwand langsam die letzten Meter zu dem Mädchen und sprach es sanft an. „Kleines, was ist mit dir? Die Krähen haben dir weh getan, du musst doch Schmerzen haben, aber dich scheint, dass nicht zu interessieren.“
 

Das Mädchen schien dem Mann, der plötzlich vor ihr aufgetaucht war, nun erst zu bemerken. Das kleine Kind, das eigentlich Angst, vor einem fremden Mann, der sie alleine im Wald ansprach, haben sollte, antwortete herzzerreißend. „Ich suche eine schwarze Plüschkatze, um meinen Jiji zu retten.“
 

Hauro sah sie schief an. „Was ist denn ein Jiji?“
 

Das kleine Mädchen wurde immer nervöser und immer hektischer. „Mein Kater, jede Hexe hat einen Begleiter und Jiji, ist meiner. Ich muss ihn wiederfinden, weil ich ihn so lieb habe.“
 

Der Magier, sah das Mädchen aus großen Augen an, er hatte doch tatsächlich im Wald eine kleine Hexe getroffen, was war das mal wieder für ein Zufall, er zog magische Wesen, also förmlich an.
 

Aber auch wenn es so war, wollte er der kleinen Hexe helfen. „Sag mir, wie das Plüschtier was du suchst aussiehst.“
 

Nun wurde das Mädchen zum ersten Mal misstrauisch. „Warum sollte ich und wer sind sie überhaupt? Ich habe eigentlich keine Zeit, mich mit ihnen zu unterhalten, da ich meine Katze nur zurückbekomme, wenn ich meinen Auftrag erledige.“
 

Hauro lächelte sie trotzdem weiter liebevoll an. „Ich bin Hauro und ich bin ein mächtiger Magier, ich kann dir helfen bei deinem Problem. Ich werde dir eine Plüschkatze zaubern, wie die die du brauchst. Dann kannst du deinen Freund holen und wenn das Geschehen ist, werde ich dich sogar von deinem Wunden heilen und du erzählst mir im Gegenzug, etwas von deiner Welt. Meine Freunde und ich sind neu hier. Wir kennen uns überhaupt nicht aus und wollen Antworten auf Fragen, die uns brennend interessieren.“
 

Kiki schluckte, sie war zwar weiter misstrauisch, hatte gerade aber keine andere Chance. Eigentlich hatten ihre Eltern, ihr beigebracht vorsichtig bei Fremden zu sein, aber bei diesem jungen Mann, der eine wirklich einzigartige magisch Aura ausstrahlte, konnte sie das nicht.
 

Sie beschriebt dem Mann, nachdem sie sich entschieden hatte, wie das Plüschtier aussah und dieser hatte binnen von Sekunden ein perfektes Duplikat hergestellt.
 

Gemeinsam flogen die beiden schließlich, Kiki auf ihrem Besen und Hauro durch einen Zauberspruch der ihm fliegen ließ, zusammen zum Haus ihrer Auftraggebers, dort warte Jiji, von einem freundlichen Hund gerettet, schon auf sie und so konnte der Austausch gegen die Plüschfigur problemlos vonstatten gehen.
 

Als der sprechende Kater seine Kiki, die er schon von Kindesbeinen an, kannte sah, konnte er sich nicht mehr halten. Er rannte mit Trainern in den Augen, auf sie zu und sie umarmten sich minutenlang.
 

Das Schauspiel, ging so lange, bis der Tierbegleiter der Hexe, den Mann, der mit seiner Freundin gekommen war, bemerkte. „Wer ist das Kiki?“
 

Kiki machte die beiden miteinander bekannt und erläuterte kurz, was es mit dem Mann, mit dem blonden Haaren auf sich hatte.
 

Hauro verbeugte sich kurz vor der Katze und erwiderte. „Es ist mir eine Freude und nun, komm, liebe Kiki, lass mich wie versprochen, deine Wunden heilen und im Gegenzug erzählst du mir von deiner Welt.“
 

Das Mädchen wollte sein Versprechen halten und mit dem Magier mitgehen, doch der Kater war skeptisch. „Wo willst du sie mit hinnehmen? Sie bleibt schön hier.“
 

Der Magier lächelte weiter und erklärte sich. „Ich möchte sie mit auf mein Schloss nehmen, wo ich ihre Wunden heilen und sie mir und meinen Freunden von ihrer Welt erzählen kann.“
 

Bevor ihr Freund wieder reden, ergriff Kiki nun das Wort? „Ich habe es ihm versprochen und glaube mir Jiji, wenn er mir hätte etwas antun wollen, hätte er es schon lange tun können. Schließlich ist er ein mächtiger Magier, stell dir vor, er brauchte zum fliegen nicht einmal einen Besen nur einen Zauberspruch.“
 

Nachdem der Kater Kikis Begeisterung bemerkte, versuchte er nicht weiter, sie davon abzuhalten, zu gehen. „Nun gut, dann gehen wir, aber nur gemeinsam und wenn du es wagst, Kiki auch nur irgendetwas anzutun oder sie auch nur schief ansiehst, werde ich dir nicht nur die Augen, sondern dein schönes Gesicht zerkratzen. Der Magier nickte und gemeinsam flogen sie nun gemeinsam zu seinem Schloss.
 

Die beiden konnten schon von oben sehen, dass sich drei Jungs und ein Steinbock ähnliches Wesen vor dem eigentümlichen und Bund zusammengeschusterten Schloss, versammelt hatten.
 

Die Hexe und der Kater hatten Angst und wollten am liebsten nicht landen, doch der Magier sprach ihnen Mut zu. „Das sind meine Jungs und sie habe sich wegen mir vor dem Schloss versammelt. Ich habe, glaube ich gerade für Ärger gesorgt, ich bin in der Nacht einfach weggegangen und sie sorgen sich bestimmt gerade um mich.“
 

Das Trio flog gemeinsam schneller und landete blitzschnell, bevor die Jungen die eifrig durcheinander sprachen, auch nur aufbrechen konnten.
 

Ashitaka der schon auf dem Sprung war, bemerkte seinen Geliebten zuerst.

Er rannte daraufhin, auf diesen zu und ergrifft die Hände seines Magiers und sprach mitfühlend auf ihn ein. „Was ist passiert, als ich aufgewacht bin? Warst du einfach weg? Ich habe das ganze Schloss durchsucht und auch keiner der Jungs hatte dich gesehen oder wusste wo du warst, ich wollte gerade aufbrechen, um dich zu suchen.
 

Hauro spürte die zitternden Hände seines Freundes, er hatte sich wirklich Sorgen um ihn gemacht und so gab er, diesen, um ihn zu beruhigen, einen Kuss auf die Lippen. „Das tut mir leid. Ich wollte dich nicht ängstigen, ich konnte nicht schlafen und wollte diese Welt auf eigene Faust etwas erkunden. Eigentlich wollte ich auch nicht so weit gehen. Ich wollte nur kurz im Wald herumlaufen und dann habe ich aber dieses kleine Mädchen getroffen, was von Krähen verletzt wurde und habe ihr bei ihrem Problem geholfen.“
 

Ashitaka hatte sich mittlerweile beruhigt. „Das ist wirklich lieb von dir und wenn ich das höre, kann ich dir auch gar nicht böse sein.“
 

Hauro, lächelte und wusste in seinem Inneren, dass er sich gerade noch ein Stück mehr in seinem geliebten feudalen Prinzen verliebt hatte.
 

Hauro, wandte sich aber ohne den Körperkontakt zu seinem Freund zu unterbrechen, an das kleine Mädchen, was immer noch tief gezeichnet von den Wunden der Vögel war. „Kiki, das ist mein Geliebter und fester Freund Ashitaka und die beiden Jungs sind meine Zauberlehrlinge Haku und Markl. Aber jetzt komm bitte erst einmal her. Ich werde dich heilen, wie versprochen.“
 

Das kleine Mädchen folgte mit ihrem Kater im Arm, den Jungs in das Schloss, was von außen wie ein wild zusammengestellte Monsterhaus aussah.
 

Im Inneren angekommen, brachte Ashitaka erst einmal seinen geliebten Jakkul zurück in seinen Stall, während die Anderen sich in die Küche begaben.
 

Dort angekommen bugsierte Hauro, das Mädchen auf einen Stuhl und begann sie mit leisen flüsternden Zaubersprüchen zu heilen.
 

Der Prinz war nach einigen Minuten auch zu ihnen gestoßen und machte dir zusammen mit den Zauberlehrlingen Haku und Markl, erst einmal ein verfrühtes Frühstück für sie.
 

Nachdem das fertig und Kiki geheilt war, setzten sie sich zusammen und Kiki erzählte von ihrer Welt.
 

Nachdem Kiki erfahren hatte, dass sie sich nicht verhört hatte, und Hauro wirklich aus einer anderen Welt kam und jeder einzelne der anwesenden Jungen ebenfalls, offenbarte sie noch mehr.
 

„Bei uns ist es das normalste von der Welt, dass es hier Hexen gibt, mit 13 ist es die Aufgabe jeder Hexe ihre Familie zu verlassen und für ein Jahr auf sich selbst gestellt zu leben? Ich befinde mich gerade in meinem Hexenjahr. Es ist zwar schwer, aber ich schaffe es schon irgendwie, denn ich halte mich mit einem Lieferservice über Wasser, bei dem ich alles an den vorbestimmten Ort liefere. Aber ihr wolltet, noch mehr über meine Welt wissen, wir befinden uns gerade in bedenklichen Zeiten, es brodelt zwischen den vereinzelten Nationen. Kriegsfahrzeuge sind überall am Himmel zu sehen und der entscheidende Konflikt kann jeden Moment ausbrechen, aber wir lassen uns davon nicht unterkriegen, versuchen unser Leben einfach so weiterzuleben wie bisher.“
 

Hauro resignierte, über das Gehörte. „Ich verstehe das nicht. Wir sind jetzt schon in der mit meiner Welt eingerechneten, 4. Welt und überall, wo es Menschen gibt, gibt es auch Krieg. Ich verstehe nicht, was die Menschen davon haben, sich in blutigen Kriegen zu bekämpfen.“
 

Ashitaka schluckte und fühlte sich verpflichtet darauf etwas zu sagen. „Leider ist es so, dass viele Menschen mit dem was sie haben, einfach nicht zufrieden sind, um dann mehr zu bekommen, benutzen Sie den einfachsten Weg, den sie kennen und der einfachste Weg ist nun mal, der des Kampfes, gegen dem der mehr besitzt. So wurde es mit meinem Stamm auch gemacht. Wir hatten riesige Ländereien, bis nur noch ein Stück Land übrig war. So wurde es mir zumindest erzählt. Dann gab es blutige Kriege und man nahm uns immer mehr von unserem Land weg, die ältesten erzählten mir, dass viele unserer jungen Männer bei diesen Auseinandersetzungen gestorben sind und tatsächlich war ich der einzige junge Mann in meinem Dorf, sonst gab es nur alte, einige Männer, die wegen Krankheit nicht kämpfen konnten, Frauen und Kinder. Man sagte mir ebenfalls, dass ich nur dem Krieg entkommen bin, weil ich der Prinz bin und den Stamm fortführen sollte. Sonst wäre ich wahrscheinlich auch schon in einer Auseinandersetzung, um Land, gestorben."
 

Hauro war völlig schockiert, als er das gehörte noch einmal in seinem Kopf wiederholte, wenn sein Ashitaka, nicht der Prinz des Stammes gewesen wäre, wäre er schon längst tot.
 

Allerdings wollte er sich damit nicht weiter beschäftigen und äußerte dafür etwas anderes. „Ich hatte wirklich gehofft und dass wir endlich mal auf eine Welt stoßen würden, in der kein Krieg herrscht, aber anscheinend ist es hier wie überall. Lasst uns abstimmen, ob wir unser Glück hier versuchen oder weiter wollen. Die Jungs stimmten ab und waren einstimmig dafür diese Welt wieder zu verlassen.
 

Nachdem sie sich einig waren, versuchten die schließlich, die kleine Kiki dazu zu überreden, sie zu begleiten, doch vergeblich, sie liebte ihre Welt und wollte ihre Eltern und ihr Umfeld nicht verlassen.
 

Hauro begleitete schließlich, dass Mädchen gemeinsam mit seinem Geliebten durch den Wald, bis zu der Stadt, welche sie gerade bewohnte.
 

Gemeinsam und händchenhaltend, liefen sie wieder durch den Wald nach Hause und genossen, die wenigen Minuten, die sie in dieser Welt noch verbringen würden und hofften, dass die Welt, in die als sie als nächstes Reisen würden, eine bessere sein würde.

Kapitel 6

Schon am nächsten Tag nachdem sie wieder gemeinsam gefrühstückt hatte, durchschritten sie die nächste Tür, auf der Suche nach einer Welt, die nicht von Krieg oder gefährlichen Dämonen gezeichnet war.
 

Jeder von ihnen war schon voller Vorfreude, doch als sie das Schloss verlassen hatten, verließ diese sie augenblicklich, nachdem sie nur einen Hauch der Luft eingeatmet hatten.
 

Die Jungen fingen in der gelblich nebligen Luft, die nur eine verrottete Landschaft andeutete, sofort an zu Husten.
 

Keiner von ihnen konnte ordentlich atmen und so stürmten sie sofort wieder ins Haus und verrammelten die Tür hinter sich, doch die Sicherheit, wurde nicht lange anhalten, jeder von ihnen, war sich sicher, dass die faulige Luft auch bald in ihr Schloss eindringen würde, wenn Sie noch lange hier blieben.
 

Der Magier war der Erste, der Jungen, der seine Sprache wieder fand. „Diese Luft, sie riecht nach Fäulnis und Verderbnis. Was ist nur mit dieser Welt passiert, hat das etwa auch ein verheerender Krieg ausgelöst? ...“
 

Ashitaka unterbrach seinen Freund. „Glaube mir, mich würde das auch interessieren, aber wir können nicht hierbleiben, um das herauszufinden. Wir müssen so schnell wie möglich in die nächste Welt weitergehen, bis diese giftige Luft, die bestimmt nicht gut für unsere Körper ist, wenn wir zu viel davon einatmen, eindringt. Außerdem haben wir noch ein genauso schlimmes Problem. Wir müssen in der nächsten Welt, unbedingt etwas zu essen finden. Wir haben heute morgen alles was wir noch hatten, aufgegessen. Wir hätten, in der Welt von Kiki wenigstens unsere Vorräte auffüllen sollen. Allerdings bringt es nichts, sich darüber jetzt Gedanken zu machen, lass uns bitte schnell in eine neue Welt wechseln und dort sofort aufbrechen um unsere Vorräte aufzufüllen, egal wie es in dieser Welt aussieht, dann schlimmer als in Dieser, kann es nirgendwo anders sein.“
 

Was keiner der Anwesenden wusste oder jemals erfahren sollte, war, dass Hauro recht hatte. Diese Welt war tatsächlich durch Kriege, in eine postapokalyptische Zukunft verwandelt wurden, in der, ein Großteil der Erde vom „Meer der Fäulnis“ bedeckt, einem riesigen, giftigen Pilzwald, der sich ständig ausdehnt und bis in die letzten, der von den wenigen noch lebenden Menschen bewohnten Landstriche zu überwuchern droht, all das und von Nausicaä, der Prinzessin des „Tals der Winde“ würde, keiner der Jungs etwas erfahren, da der Magier, noch bevor eine weitere Minute verstreichen konnte, sie schon in eine neue Welt und durch eine neue Tür transferiert hatte.
 

Nachdem ihr Schloss nun wieder auf sicherem Boden stand, traten diesmal nur Ashitaka und Hauro in die neue Welt nach draußen.
 

Die beiden jungen Männer hatte Glück, denn anders als in der anderen Welt, wo man durch die dicke Luft kaum etwas sehen konnten, war hier wieder alles normal.
 

Allerdings wollte Ashitaka, hier auf Nummer sicher gehen, er machte mit seinem Liebsten aus, dass er erst einmal allein in den Wald gehen würde, um dort zu erforschen und nach essbaren zu suchen.
 

Als der Magier das hörte widersprach er vehement. „Ich kann dich doch nicht alleine gehen lassen, was ist, wenn dir irgendetwas zustößt. Ich muss gerade wieder daran denken, wie ich dich damals im Wald des Waldgottes, in deiner Welt gefunden habe. Damals, warst du den Tode nahe, durch den Fluch gezeichnet.“
 

Ashitaka nahm, die Hände seines Freundes, der einige Zentimeter größer war, als er und erwiderte. „Du musst keine Angst, um mich haben. Ich habe auch vorher ohne dich überlebt, ich schaffe das schon. Ich habe meinen Bogen und mein Schwert. Ich werde den Wald etwas erkunden, uns etwas zu essen suchen und versuchen mich in eine Menschensiedlung durchzuschlagen, um nach Informationen zu suchen. Außerdem werde ich nicht alleine gehen. Ich werde Jakkul mitnehmen.“
 

Hauro war davon nur minder beeindruckt, denn was sollte Ashitakas geliebtes Reittier tun, wenn er von mehreren Männern angegriffen und getötet werden würde?
 

Aber er konnte noch so sehr bitten und betteln, Ashitaka ließ nicht mit sich reden, er wollte weiterhin seine Familie beschützen und erst einmal alleine gehen. „Mach dir keine Sorgen. Du kannst, wenn ich weg bin die Zeit nutzen, dich um die Jungs kümmern und mit ihnen einige Zaubersprüche einstudieren. Schließlich ist ihr Training als Zauberlehrlinge in letzter Zeit viel zu kurz gekommen, da würde ich ohnehin stören.“
 

Der Magier sah dann als nächstes nur noch, wie sein Freund sich auf sein Reittier schwang, von dannen ritt und Minuten später auch schon in dem tiefen Wald, der sich erneut vor ihrem Schloss ausbreitete verschwand.
 

Ashitaka ritt so schnell, er konnte durch den weitläufigen Wald und prägte sich dabei seine Umgebung ein, damit er auch wieder nach Hause zu seiner Familie finden würde. Der junge Mann, ritt ungefähr eine Stunde und so lange bis er an eine belebte Gegend kam.
 

Diese kleine mit Menschen versehende Ortschaft, war kaum besiedelt und ärmlich anzusehen. Ashitaka sah sich um und konnte am Himmel, ein riesiges Schloss schweben sehen, allerdings entschied er sich dafür, dieses nicht weiter auf dem Grund zu gehen, sondern wandte sich an einen alten Mann der auf einer Bank seine Zeit, Tod schlug.
 

Von diesem erfuhr er, dass in dieser Welt ebenfalls ein furchtbarer Krieg geherrscht hatte und immer noch herrschte. Diese Auseinandersetzung hatte einem Großteil der Menschheit, dass Leben gekostet und hatte diese Welt hart und brutal werden lassen.
 

Des Weiteren berichtete ihm der alte Mann, dass es in dieser Welt riesige schwer bewaffnete Flugmaschinen aus Metall, wie auch in Kikis Welt, gab.
 

Nachdem der Einheimische ihm nichts mehr berichten konnte und er in diesem Ort, wo es an alles fehlte keine Nahrung aufzutreiben konnte, ritt er wieder zurück in den Wald.
 

Der Prinz wollte dort, wie er es schon in seinem zu Hause getan hatte, einige Früchte und Beeren sammeln und Tiere jagen.
 

Nachdem er einige Stunden später, einen riesigen Sack voller Pilze und Beeren, die aussahen wie eine Mischung aus Erdbeeren und Himbeeren, Pilze und wildes Gemüse gesammelt hatte und einige fette Wesen die Hasen gar nicht so unähnlich waren, gejagt hatte, wollte er sich wieder auf dem Weg nach Hause begeben, bis er im Gebüsch ein merkwürdiges Rascheln ausmachte.
 

Eigentlich wollte Ashitaka nichts riskieren und sofort auf sein Reittier steigen und einfach davon reiten, allerdings hörte er Sekunden später noch ein jämmerlicheres Geräusch, was nur ein verletztes Wesen ausstrahlen konnte.
 

Der ehemalige Prinz zog sein Schwert und kämpfte sich vorsichtig in die Büsche vor ihm. Als er sah, was dort lag und geräuschvoll wimmerte, steckte er das Schwert ein und nahm das verletzte Tier, was in dieser Welt als Fuchseichhörnchen bekannt war und eher einem Katzenwesen ähnelte und einige Blessuren davon getragen hatte, und wahrscheinlich noch ein Junges war, auf den Arm.
 

Ashitaka streichelte das Wesen, blickte sich aber gleichzeitig um und spitzte seine Ohren, ob er irgendwo ein Wesen was zu diesem passte, hörte oder sah.
 

Allerdings könnte er auch nach weiteren Minuten nichts ausmachen, was auch nur ansatzweise die Mutter des kleinen war und als er nicht wusste, was er noch tun sollte, bemerkte er, dass das Wesen in seinen Armen sich an ihn ankuschelte, konnte er nicht anders. Er steckte es unter sein blaues Hemd, damit es, es warm hatte und er problemlos nach Hause reiten konnte
 

Der ehemalige Prinz, kehrte schließlich in den Abendstunden zurück und wurde schon von seinem Geliebten, der vor dem Schloss nach ihm Ausschau hielt, erwartet.
 

Dies lies den Prinzen nur noch an Tempo zulegen und er gab Jakkul. sie Sporen, als er vor seinem liebsten angekommen war, stieg er von Jakkul, und umarmte ihn.
 

Auch wenn er nur ein paar Stunden weg gewesen war, war er es nicht mehr gewohnt, so lange von seinem Freund getrennt zu sein.
 

Die beiden sahen sich leidenschaftlich an und wären am liebsten übereinander hergefallen, um sich gegenseitig zu vergewissern, dass sie beide da waren, allerdings konnten sie das nicht, da Haku und Markl nun auch zu ihnen traten.
 

Die Beiden waren wie ihr Meister, ebenfalls krank vor Sorge gewesen, Ashitaka, dankte ihnen und spannte sie sogleich ein, dass was er mitgebracht hatte, in ihre Küche zu bringen, damit sie dann auch gemeinsam Abendessen konnten.
 

In dieser Zeit hatte der Magier den Oberkörper seines Freundes misstrauisch, beäugt, denn dort wo die Brust des Jungen in der Regel saß, bewegte sich etwas. „Was hast du da?“
 

Ashitaka hatte wegen der Wiedersehensfreude schon fast vergessen, dass sie jetzt ein neues Familienmitglied hatten.
 

Er holte, das verletzte Wesen aus seinem Hemd hervor und präsentierte seinen neuen Freund, den er den Namen Nago gegeben hatte, zu Ehren des Keilers, welchen er in seiner Heimat töten musste, um sein Dorf zu retten.
 

Der Magier sah das kleine Wesen an und dann seinen Geliebten. „Na dann ist unsere Familie also schon wieder größer geworden.“
 

Ashitaka nickte, drückte, das Wesen an sich und lächelte. „Ja, aber der kleine Nago braucht, ärztliche Versorgung. Ich weiß nicht warum, aber er ist verletzt, kannst du ihn bitte heilen.“
 

Hauro gab seinem Liebsten einen Kuss auf die Wange. „Ich mache alles was du willst und dieses kleine Ding zu heilen, ist nur ein Klacks und mir eine Ehre, wenn es dich glücklich macht.“
 

Nachdem der kleine Nago geheilt war und sie gemeinsam gekocht und schließlich alles verzehrt hatten, hatte Ashitaka von dem berichtet, was er erfahren, hatte.
 

Dabei resignierte Hauro fast. Ashitaka machte ihm aber Mut und so blieben sie noch eine Nacht und verabschiedeten sich dann in die nächste Welt.

Kapitel 7

Am nächsten Morgen fanden sich die Bewohner des eigentümlichen Schlosses in einer völlig neuen Welt wieder. Diese neue Welt, mit dem riesigen Laubbäumen, sah sehr friedlich und harmonisch aus.
 

Dieser fremde Ort schien so friedlich zu sein, dass diesmal der Zauberer sogar seinen beiden jungen Zauberlehrlingen gestattete, allein in dieser Welt umherzuziehen.
 

Hauro wiederum würde mit Ashitaka seinen eigenen Weg gehen und mit ihm eine romantisches Verabredung verbringen.
 

Bevor die Zweiergespanne, allerdings loszogen, versprachen sie sich gegenseitig, sobald die Sonne vollständig untergegangen war, zum Schloss, was ihr Zuhause darstellte zurückzukehren, um sich in dieser Welt nicht zu verlieren.
 

Sie verständigten sich auch dahingehend, dass ihre Kräfte nur zur Selbstverteidigung eingesetzt werden durften.
 

Ashitaka und Hauro waren schließlich die ersten, die das Schloss in eine unbekannte Richtung verließen.
 

Der Magier hatte einen wunderschönen romantischen Tag für Sie geplant und wollte sogar ein Restaurant mit seinem Freund aufsuchen, um dort genüsslich miteinander zu essen und einen Tee zu trinken.
 

Allerdings wurde dies von einem kleinen der Fuchseichhörnchen torpediert. Das kleine Wesen sollte eigentlich mit Jakkul und Calcifer, Zuhause bleiben und auf das Schloss aufpassen, während es völlig entvölkert war, allerdings wurde daraus nichts.
 

Die beiden jungen Männer, liefen, nichts ahnend, sich an den Händen haltend, während sie einen wunderschönen Weg der von Reisfeldern umsäumt war, entlang, als der kleine Nago plötzlich zwischen ihnen auftauchte.
 

Nago, der nach seiner Heilung viel zu anhänglich war, wollte nicht alleine im Schloss zurückbleiben und war ihnen von Anfang an gefolgt, da er Ashitaka viel zu lieb gewonnen hatte.
 

Beide ließen sich davon, aber nicht stören, schließlich war Nago, nur ein kleines Haustier und würde ihre Verabredung nicht völlig ruinieren, sie lachen und flüstern sich verführerische Worte zu, während sie dem kleinen Nago, dabei zusahen, wie er sich spielend in den Feldern wälzte.
 

Nach einigen Metern konnten die beiden in dem Feld eine ältere Dame beobachten, die eigentlich schon, viel zu alt sein sollte, um harte Feldarbeit zu erledigen. Allerdings schien die Frau, es gerne zu tun und sich dabei nicht zu beschweren.
 

Die Frau sah, auf einmal auf, um ihren Rücken von der harten Arbeit zu strecken, dabei erblickte sie die beiden Männer und sprach sie unvermittelt an. „Seid ihr nicht ein wenig zu alt, um euch freundschaftlich an den Händen zu halten?“
 

Hauro sah seinen Ashitaka verliebt und überglücklich an und erwiderte. „Was meinen Sie? Wir sind ein Paar und lieben uns über alles. Halten sich hier Liebende nicht an den Händen?“
 

Die alte Frau erschrak und bekam plötzlich riesige Augen. „Oh, nein, meine armen Jungs, ich persönlich habe nichts gegen, eure Liebe, aber in der Gesellschaft, seid ihr nicht anerkannt. Ihr müsst aufpassen, wenn es jemand anders sieht, wird man euch töten oder wenn ihr Glück habt, vor Gericht stellen.“
 

Ashitaka und Hauro sahen die alte Frau verdutzt an. Der Prinz fand schließlich in seiner Schockiertheit zuerst seine Worte wieder. „Warum sollte man uns töten. Nur weil wir einander gern haben?“
 

Die alte Frau trat näher zu ihnen hin, saß sich verstohlen um und flüsterte jetzt nur noch. „Es ist hier unter Strafe verboten, gleichgeschlechtliche Beziehungen einzugehen. Vor einigen Jahren, als ich noch ein junges Mädchen war, gab es einen schrecklichen Weltkrieg, bei dem solche Individuen wie ihr gegen den Rest der Menschheit gekämpft haben. Allerdings haben sie verloren und seit dem Tag als ein Friedensvertrag ausgehandelt und unterzeichnet wurde, war es unter Todesstrafe verboten worden, gleichgeschlechtliche Beziehungen einzugehen.“
 

Da Magier sah die alte Frau noch einmal inständig an, er bedankte sich aufrichtig bei ihr, für den Hinweis.
 

Hauro faste danach, seinen Freund an beiden Händen, drückte ihm einen Kuss auf die Lippen. „Es tut mir zwar leid, Liebster aber ich glaube diese Welt, ist auch nichts für uns. Ich will mich nicht verstecken. Ich will offen vor allem, meine Liebe zu dir bekunden und mich nicht verstecken.“
 

Ashitaka erwiderte den Kuss, nickte ihm freudig zu und gemeinsam, drehten sie sofort wieder um und begaben sich wieder auf dem Weg nach Hause.
 

Nachdem sie schließlich auch den kleinen Nago eingefangen hatten und er lieblich auf Ashitakas Arm schlief, erwiderte er. „Was meinst du? Sollen wir gleich losgehen und die Jungs suchen und sofort in die nächste Welt weitergehen? Ich will nicht, dass ihnen etwas passiert.“
 

Hauro ließ Ashitakas Hand nicht los, während sie weiter den malerischen Weg entlang liefen. „Ich glaube nicht, dass das nötig ist, schließlich laufen sie nicht, wie wir, Händchen haltend durch die Gegend und selbst wenn sie in Schwierigkeiten geraten, ist Haku, durchaus in der Lage sich zu wehren. Als du in der letzten Welt auf der Suche nach etwas zu essen warst, habe ich die Jungs intensiv getestet und Haku, hat solches Potenzial, wie ich es noch niemals zuvor bei jemand anderes gesehen habe. Sei also unbesorgt.“
 

Den Rest des Weges, legten die beiden schweigend zurück. Allerdings waren sie, sich jetzt schon sicher, dass sie diese Welt, schon bald wieder verlassen würden.
 

Hakus und Markls Ausflug gestaltete sich etwas anders, sie bewegten sich erst einmal nur durch den dichten völlig überwucherten Wald.
 

Sie wollten sich die riesigen Bäume, die es dort zur genüge gab, einmal ansehen und den Wald nach Kräutern, Beeren und etwas essbaren durchsuchen.
 

Die beiden Jungs, waren es leid, dass sie nicht auch helfen konnten, dass es immer die beiden älteren Jungs waren, die sich aufopferungsvoll, um sie kümmerten und sogar ihr Leben riskierten, um etwas zu essen zu finden.
 

Während sie weiter suchten, fragte Markl, Haku, wie aus heiterem Himmel. „Warst du eigentlich schon einmal verliebt, ich war noch nie verliebt. Eigentlich hatte ich auch nie Interesse daran, aber wenn ich Hauro und Ashitaka, jeden Tag so sehe, wie sie glücklich sind, habe ich auch irgendwie das Bedürfnis, irgendwann einmal jemanden kennenzulernen, den ich lieben kann.“
 

Haku der sich an sein neues zu Hause gewöhnt, mit allen Bewohnern arrangiert und sich mit Markl sogar angefreundet hatte überlegte.
 

Der ehemalige Drache, war schon einige Jahrhunderte alt, war bis jetzt aber nur ein einziges Mal, verliebt und zwar in ein Menschenmädchen. „Ihr Name war Chihiro, sie war ein Menschenmädchen was in die Welt, gekommen ist, in der ich zuletzt gelebt habe. Erst war sie mir gleichgültig. Sie war in Gefahr, aber ich wollte sie nur retten, weil ich mir eingeredet hatte, dass ich Mitleid mit ihr haben sollte. Aber eigentlich fühlte ich nichts, weil meine Gefühle durch eine böse Hexe blockiert waren. Jedoch, ließ sie sich von meiner kalten Art, nicht abschrecken und erlöste mich sogar von meinem Schicksal. Nachdem ich dann schließlich wieder, als ich selbst erwacht bin, merkte ich, dass ich für sie Gefühle entwickelt hatte, aber ich habe sie ihr niemals gestanden. Ich konnte es einfach nicht. Sie war noch ein halbes Kind und wollte mit ihren Eltern wieder nach Hause, in ihre eigene Welt zurück. Nachdem sie schließlich die Pfoten der Welt, in der ich lebte verlassen hatte, habe ich sie nie wieder gesehen. Ich denke, so im Nachhinein, dass sie tatsächlich meine erste große Liebe war, aber jetzt bin ich offen für alles. Allerdings werde ich mich nicht unter Druck setzen. Ich weiß aber eines, wenn ich eine weitere große Liebe gefunden habe, wird es mich treffen wie ein Blitz, aber ich werde mir darüber erst Gedanken machen, wenn wir unsere Welt, die frei ist von allen, Vorurteilen und allen Krieges gefunden, haben.“
 

Markl war beeindruckt und sah seinen Freund mit offenem Mund an. „Das ist Toll!, du bist so fantastisch. Am liebsten möchte ich auch so sein, wie du. Schließlich bist du mir, nicht nur, in Intellekt sondern auch in der Magie überlegen.“
 

Haku lächelte und rügte ihn. „Erzähle bitte nicht so einen Unsinn. Ich mag vielleicht etwas besser in der Magie sein als du, aber mehr nicht. Ich bin schließlich, aber auch um einiges älter. Nur weil ich aussehe wie ein zwölfjähriger Junge, bedeutet es nicht, dass ich 12 bin, wir Drachen altern nur wesentlich langsamer als ihr, also mach dir keine Gedanken. Ich hatte einfach bis jetzt schon mehr Zeit zum üben.“
 

Während die Jungen vertieft, in ihre Gespräche und die Suche waren, fanden sie plötzlich ein riesiges graues behaartes Wesen, was im Wald laut schnarchend schlief.
 

Markl fragte fasziniert in einem flüsternden Ton. „Was ist das für ein Wesen, so etwas habe ich noch nie gesehen, aber es sieht auch nicht aus, wie eines der Monster, welches wir aus der Welt von Ashitaka kennen.“
 

Haku überlegte und nach einigen Worten durchfuhr ihm ein Geistesblitz. „Ich habe so ein Wesen auch noch nicht gesehen, aber wenn ich so darüber nachdenke, als ich damals, als Drache eines Sees, in der Welt von Chihiro war, konnte ich einmal einen Blick in ein altes Märchenbuch werfen. Dort gab es ein Wesen, was diesem gar nicht, so unähnlich war und es trug den Namen Totoro.“
 

Wissend gingen die beiden Jungen vorsichtig näher auf das unbekannte Wesen, was vielleicht den Namen Totoro trug, vielleicht aber auch nicht, zu und beobachteten, wie sein großer Mund auf und zu ging, während es schlafend weiter schnarchte.
 

Die beiden fanden den Anblick so lustig, dass sie weiter auf das Wesen zu gingen und jegliche Vorschicht vergaßen, bis sie schließlich vor dem flauschigen Unbekannten standen und auf ein weiteres kleineres Wesen, was Totoro, ähnelte, aber viel kleiner und blau, war, standen.
 

Nachdem kurz darauf noch ein weiteres Wesen auftauchte, was diesmal weiß und noch kleiner war und nun zwei Wesen vor ihnen standen und sie musterten, wurden die Jungen nun doch vorsichtiger.
 

Allerdings war dies überhaupt nicht nötig, da die beiden Kreaturen sich plötzlich auf sie stürzten, jedoch nicht im Kampf, sondern im Spiel.
 

Minuten lang lachten die beiden Jungen, während sie mit den kleinen Wesen auf der Lichtung die Totoro als sein Schlafplatz auserkoren hatte, fangen spielten.
 

Dieses Spiel ging so lange bis schließlich der größte der Totoros erwachte und sich wuchtig auf seine Hinterbeine hievte, was die Erde erbeben ließ.
 

Er sah sich schlaftrunken um und da man ihn so unwirsch aus seinem Schlaf erweckt hatte, schrie er die beiden Neuankömmling, die das verursacht hatten, an.
 

Allerdings fürchtete sich keiner der beiden Jungen im Gegenteil, sie lachten nur noch mehr und nachdem Totoro, noch zweimal einen Schrei losließ, begann er auch zu lachen und schließlich spielten sie zu fünft auf der Lichtung.
 

Die jungen bemerkten wegen ihres Spiels, erst zu spät, dass die Sonne schon fast untergegangen war und sie es nie rechtzeitig zum vereinbarten Zeitpunkt zum Schloss schaffen würden.
 

Haku und Markl gerieten leicht in Panik, schließlich wollten sie nicht, dass die anderen Beiden, die für Sie so etwas wie Eltern-Ersatz waren, aufgeregt nach ihnen den Wald durchsuchten.
 

Doch dies bemerkte der freundliche Totoro und Pfiff, in eine Pfeife, die er aus seinem Fell, herausholt hatte.
 

Nachdem der Ton erklang, tauchte binnen von einigen Sekunden plötzlich ein riesiges Katzenwesen vor ihnen auf, und lies eine Tür in seinem Inneren erscheinen.
 

Haku erwiderte als er das mit Banken ausgestattete Innere sah, darauf. „Ganz wie in einem Bus. So etwas kenne ich aus der Welt von Chihiro. Das hier ist also quasi ein Katzenbus.“
 

Nachdem die beiden Jungen und auch die Totoros eingestiegen, waren rasten, sie in Lichtgeschwindigkeit zu ihrem Schloss und die Menschen verließen einige Meter vor dem Schloss dem Katzenbus wieder.
 

Haku und Markl winken ihren neuen Freunden noch kurz zu, bis sie schließlich in der Ferne verschwunden waren.
 

Nachdem ihre Freunde nicht mehr zu sehen waren, eilten sie zum Schloss zurück, wo Ashitaka und Hauro schon auf Sie warteten.
 

Die beiden Jungen erzählten, daraufhin freudig, was ihnen widerfahren war und Ashitaka brach es fast das Herz, ihnen sagen zu müssen, dass sie eigentlich nicht in dieser Welt bleiben wollten. Dem Magier ging es allerdings anders, er wollte und konnte nicht in dieser Welt bleiben und auch auf die beiden anderen, so sehr er sie doch lieb gewonnen hatte, konnte er dabei keine Rücksicht nehmen.
 

Allerdings musste sich keiner der beiden Vorwürfe machen, da die Zauberlehrlinge verstanden, warum sich diese Welt wieder verlassen mussten und es in einigen Tagen auch würden.

Kapitel 8

In dieser Welt blieben die Bewohner des eigentümliches Schlosses, allerdings etwas länger, als geplant und als in den anderen Welten.
 

Der Magier wollte unbedingt, dasselbe Erlebnis genießen, was seine Zauberlehrlinge schon hatten. Er suchte gemeinsam mit den beiden Jungen mehrere Tage stundenlang nach dem Wesen, allerdings gelang es ihnen nicht auch nur eine der Kreaturen wiederzufinden.
 

Ashitaka machte sich in dieser Zeit mit Jakkul auf den Weg, um ihre Nahrungsbestände weiter aufzufüllen.
 

Die beiden Jungen Markl und Haku hatten zwar einige Beeren aus dem Wald mitgebracht, aber man wusste nie, wie die nächste Welt aussehen würde und ob sie dort überhaupt die Möglichkeit hatten etwas zu essen zu finden.
 

Ashitaka durchquerte den Wald und nahm alles, was er an Obst, Gemüse, Früchten und kleinen Tieren im Wald fand mit, kochte, pockelte und kellerte wieder, zu Hause angekommen ein, was er konnte. Was sich so nicht verarbeiten ließ, machte er haltbar in dem er Speisen für einige Tage vorkochte.
 

Auf einem dieser Streifzüge gelangte der ehemalige Prinz, schließlich auch an eine geheimnisvolle, tief in einen Berg geschlagene, Höhle.
 

In dieser Höhle, die wohl früher einmal von jemanden bewohnt wurde, fand er viele eigenartige Gegenstände, mit denen er nichts anfangen konnte, welche aber wegen ihres Alter, wahrscheinlich von Zeiten des Krieges herrührten.
 

Er sah sich alles an und erkannte dann aber plötzlich, in einer Ecke, einem Haufen goldfarbener Barren, schließlich als das Gold wieder, was er auch aus seiner Heimat kannte und da er wusste, dass es ihnen vielleicht irgendwann, helfen würde, steckte er, Zwei davon ein.
 

Er sah sich noch genauer um und fand viele Gegenstände, mit denen er erneut nichts anfangen konnte und entschied sich nichts weiter aus der Höhle mitzunehmen.
 

Des abends als die Bewohner wieder alle beisammen waren und ausgiebig, dass verzehrt hatten, was der Prinz mitgebracht und zubereitet hatte, gab Ashitaka das gefundene Gold an Hauro weiter und erzählte ihm, was er gefunden hatte.
 

Der Magier war genau derselben Meinung, wie er, sie, wussten nie, wann man einen solchen Schatz einmal gebrauchen konnte.
 

Nachdem Sie den Schatz in einer Schublade verstaut hatten, legten sich die Beiden, wie jeden Abend gemeinsam in ein Bett, zum schlafen nieder.
 

Die beiden Jungen umarmten und küssten sich und hofften, dass Sie schon bald ein festes zu Hause gefunden haben würden, wo sie endlich glücklich und sie selbst sein konnten.
 

Hauro zog Ashitaka, eng an sich und flüsterte ihm ins Ohr. „Ich denke, die nächste Welt wird unser neues zu Hause werden. Ich spüre es einfach.“
 

Ashitaka lächelte und nickte an der warmen Brust seines Magiers, bis die beiden schließlich schnell eingeschlafen waren.
 

Am nächsten Morgen, Ashitaka, war schon wie jeden Morgen dabei das Frühstück zu machen, kam der Magier als letztes in die Küche und verkündete. „Wir beenden nun die Suche nach Totoro und werden in die neue Welt weiterziehen. Ich habe diesmal, wirklich ein gutes Gefühl, dass wir endlich eine Welt finden, in der wir uns alle zu Hause fühlen können.“
 

Nachdem sie schließlich, gemeinsam ihre Mahlzeit genossen und sich fröhlich unterhalten hatten, sprach der Magier erneut den Spruch, der sie durch eine Tür in eine neue Welt führen sollte. Allerdings sprach er ihn diesmal inbrünstiger, mit mehr Macht und mit mehr Elan als sonst, fast so als würde er sich erhoffen, dass die Worte, die er an alle gerichtet hatte, endlich war werden würden.
 

Die vier Jungen verließen freudig das Haus und fanden sich diesmal nicht wie üblich, in einer schönen Lichtung im Wald wieder, sondern in einem Innenhof umringt von Gebäuden.
 

Hauro fürchtete, sie in Gefahr und einen Fehler gemacht zu haben und wollte seine Freunde sofort wieder in das Schloss schicken, doch plötzlich tauchte vor ihnen ein sonderbares katzenhaftes Wesen auf, was gekleidet war, wie ein edler Gentleman und begrüßte, sie. „Ich bin Baron Humbert von Gikkingen und ich heiße euch ganz herzlich im Katzenbüro bekommen.“
 

Die Anwesenden blicken, den kleinen katzenhaften Gentleman an und schwiegen, bis der Magier als erstes das Wort ergriff. „Hast du keine Angst vor uns? Du heißt uns einfach so in willkommen, was ist, wenn wir deine Welt und alles um dich herum zerstören wollen?“
 

Der Baron behielt sein freundliches Lächeln bei und sprach ganz sanft auf die Neuankömmlinge ein. „Ich habe keine Angst vor euch und auch ihr müsst keine Angst haben. Ihr seid hier sicher, denn, dass Katzenbüro ist ein verzauberter Ort und um hierher zu gelangen, muss ein Mensch reinen Herzens sein. Dadurch, dass es euch also hierher verschlagen hat, kann ich sicher sein, dass ich euch vertrauen kann.“
 

Hauro lächelte und auch die anderen schlossen sich ihm an, keiner von ihnen hatte, hatte Grund an den Worten des Barons zu zweifeln. „Also können wir hier bleiben und sind in Sicherheit, das wäre, das erste Mal für uns, dass wir wirklich an einem sicheren Ort sind. Wir sind durch die unterschiedlichsten Welten gereist und hatte unser Zuhause, in den verschiedenen Welten und sind auf der Suche nach einer neuen Heimat, indem wir in Ruhe und Frieden leben können.“
 

Der Baron machte plötzlich große Augen. „Eure Geschichte klingt wirklich interessant, ihr müsst mir mehr bei einem wunderbaren Tee erzählen. Vielleicht kann ich euch auch helfen, euer Ziel zu erreichen, denn unser Leitfaden ist: Solltest du mal in irgendein mysteriöses Ereignis verwickelt sein oder ein Problem nicht lösen können, wird es für dich immer einen Ort geben, wo du dich hinwenden kannst.“
 

Ashitaka nahm seinen geliebten Hauro an der Hand und richtete, das Wort an den Baron. „Das ist ein wunderbarer Leitfaden.“
 

Die Gruppe, trat gemeinsam in das Haus des Barons ein, was eigentlich viel zu groß für die Menschen war und ließen sich vom Baron einen wundervoll, duftenden und wohlschmeckenden Tee in winzigen kleinen Tassen einschenken.
 

Nachdem schließlich jeder von ihnen auch mit Kuchen versorgt war, begann Hauro aufgefordert vom Baron seine Geschichte zu erzählen, bis er schließlich an die Stelle kam, wo er Ashitaka traf.
 

Dieser gab dann wiederum nachdem er alles erzählt hatte, was mit seiner Welt zu tun hatte, das Wort an Markl und Haku weiter, die wiederum ihre Geschichten erzählten.
 

Nachdem schließlich alle geendet hatten, war der Baron zum ersten Mal in seinem Leben sprachlos. So etwas, hatte er noch nie erlebt, er wurde zwar von einem magisch begabten Menschen, der ihm, einer Katzenpuppe, Leben eingehaucht hatte, erschaffen, aber einen so mächtigen Magier, der ungehemmt durch fremde Welten reisen konnte, einen Prinzen, der von einem tödlichen Fluch besessen war und mit einem Magier zusammen und mit zwei jungen Zauberlehrlinge waren und einer davon, ein ehemaliger Drache war, hatte er noch nie erlebt.
 

Nachdem alle Fragen des Barons beantwortet waren. Wollte nun der Magier wissen, wie es in dieser neuen Welt aussah. „Gibt es hier Kriege oder Monster und könnten Ashitaka und ich ohne um unser Leben zu fürchten, in dieser Welt ohne uns zu verstecken leben?“
 

Der Baron nickte, als er die Fragen verstanden hatte und antwortete wahrheitsgemäß. „Früher gab es einmal in dieser Welt, Kriege aber das haben wir schon lange überwunden, wir befinden uns in einer Neuzeit, die von Technik und allen möglichen Fortschritt gekennzeichnet ist und tatsächlich braucht ihr euch nicht zu fürchten, hier nicht akzeptiert zu werden. Wir akzeptieren alle Arten von Beziehungen und Lebewesen. Ob es böse Monster in dieser Welt gibt, kann ich gar nicht so genau sagen, aber bis dato, habe ich noch nie eines getroffen, was wahrhaftig böse war.“
 

Hauro freute sich über das ganze Gesicht. Allerdings wollte er, bevor er eine Entscheidung traff, diese Welt erst einmal kennenlernen. „Das klingt wirklich gut und viel zu schön um wahr zu sein. Vielleicht könnten wir uns endlich, an diesem Ort, ein neues Leben aufbauen. Könnten wir vielleicht unser Schloss erst einmal in eurem Innenhof belassen, während wir uns in dieser neuen Welt umsehen?“
 

Der Baron freute sich über seine neuen Gäste. „Gerne gebe ich euch so lange Obdach, wie ihr es benötigt. Allerdings müsst ihr mir im Gegenzug versprechen, immer Sympathisanten und Helfer, des Büros der Katzen zu sein.“
 

Die Jungen nickten im Einklang, woraufhin Ashitaka allerdings doch noch einmal das Wort ergriff. „Gerne, solange wir, den Unschuldigen und den Schwachen helfen können. Aber wenn du im Moment noch keine Aufgabe für uns hast, wie wäre es, wenn Hauro und ich uns etwas in der Stadt umsehen?“
 

Der Magier war sofort Feuer und Flamme für den Vorschlag. Doch bevor er etwas erwähnen konnte, war es der Baron, der die Freude etwas dämpfte. „Ihr könnt euch selbstverständlich in der Stadt umsehen, so zu viel, ihr wollt, allerdings könnt ihr weder alleine gehen, noch so wie ihr jetzt seid.“
 

Der Magier fühlte sich sofort angegriffen und seinen Freund beleidigt und antwortete etwas zu Barsch. „Was ist denn an uns nicht richtig?“
 

Der Baron behielt seine normale Sprechweise bei und erwiderte. „Natürlich ist alles richtig an euch, aber Ashitaka kann in unserer Welt nicht mit einem Schwert an seiner Hüfte herumlaufen. Die Menschen würden Angst bekommen und eure Kleidung, ihr werdet in dieser Welt einfach zu sehr für aufsehen sorgen.“
 

Hauro Verstand jetzt und kam sich schon fast dumm vor, so die Fassung verloren zu haben. „Ach so, war das gemeint. Ich dachte schon, dass in dieser Welt doch nicht alles so gut ist, wie es klang.“
 

Der Baron schüttelte vehement mit dem Kopf. „Nein, ich habe euch nur die Wahrheit erzählt. Ich werde einen meiner meiner Freunde Muta, bitten euch zu leiten und zu begleiten. Kleidung findet ihr in dem gelben Haus schräg gegenüber. Dort gibt, es allerlei Dinge aus der Menschenwelt und tonnenweise Kleidung. Das Gebäude mag von außen klein aussehen, aber es ist verzaubert und ist von innen riesig.“
 

Gemeinsam trat die Gruppe wieder nach draußen, wo der Baron, der eine zahme krähe mit dem Namen Toto, der obendrein ebenfalls sprechen konnte, losgeschickt hatte, um seinen Freund zu holen.
 

Nachdem dass erledigt war, unterhielten sie sich noch einige Minuten, angeregt miteinander.
 

Ashitaka, war in der Zeit, wieder in das Schloss getreten, um nach Nago und die Jakkul zu sehen, die sich mittlerweile gemeinsam den Stall von Jakkul teilten, damit der Prinz wieder etwas Privatsphäre mit seinem Magier hatte.
 

Als der junge Mann fertig war, lief er gemeinsam mit seinem Magier zum beschriebenen beschrieben Haus, wo sie sich einige Sachen aussuchten und sich diese dort, sofort anzogen.
 

Nachdem sie aus dem Gebäude traten, waren sie kaum wieder zu erkennen. Ashitaka trug eine beige Jeans, ein blaues Shirt und eine rot Jacke, mit blauen Karos.
 

Hauro hatte sich wiederum, in eine schwarze Jeans, ein weißes Shirt und eine in blaue Jacke mit roten Caros gekleidet, seine Kette, die Ohrringe und den Ring, den er immer Trug, hatte er nicht abgelegt.
 

Nachdem sie schließlich fertig waren, wartete der wohlgenährte weiße Kater Muta schon auf sie, um sie in die Welt außerhalb des Katzenbüros zu geleiten.
 

Er würde dabei ihr Führer sein und ihnen alles über die neue Welt erklären. Gemeinsam griffen sich die Männer nun an den Händen und waren bereit, ein neues Abenteuer in einer neuen Welt zu erleben.

Kapitel 9

Herausgeputzt in die Kleidung einer anderen Welt, machten sich die beiden jungen Männer zusammen mit dem Freund des Barons auf, die neue Welt außerhalb des Katzenbüro zu erforschen.
 

Nachdem sie schließlich, das fremde Haus verließen, war es für sie, wie, als hätten sie eine Kulturschock erlitten. Überall um sie herum konnte man Hochhäuser, Autos, Straßen und alle möglichen modernen Gerätschaften sehen.
 

Die Jungen waren so sprachlos und überfordert, das Muta ihnen erst einmal erklären musste, was das alles war und wie diese Welt aufgebaut war.
 

Der Magier war beeindruckt. In seiner Zeit begann der Fortschritt schon um sich zu greifen, er kannte von dem Straßen der Stadt seiner Welt, Flugmaschine, Autos und auch Züge waren für ihn nichts besonderes, für den Prinzen, aus einem feudalen Reiches, war allerdings alles völlig neu. In seiner Welt gab es keinerlei Technologie, einzig und allein Schusswaffen, waren ihm bekannt.
 

Allerdings ließen beide sich nicht, von dem fremden Umfeld beirren. Sie hielten sich weiter an den Händen und mischten sich in die Menschenmengen.
 

Nachdem sich die Beiden die Menschen, die bunt gekleidet und allesamt wunderhübsch waren, angesehen hatten, schwiegen sie während der Kater immer weiter vor ihnen her lief. Allerdings blieben ihnen die Worte ihrer Mitmenschen nicht verborgen.
 

Jedoch waren, die die sie überholten nicht unhöflich. Im Gegenteil viele Mädchen lächelten sie freundlich an oder flüsterten ihren Begleitungen zu, dass sie die beiden jungen hübschen Männer, für ein wunderbares Paar hielten.
 

Als der Magier das hörte, lachte er übers ganze Gesicht und flüsterte seinem Ashitaka ins Ohr, was er gehört hatte.

Der Prinz war zwar immer noch, von dem lauten Geräuschen, die er so nicht, aus seiner Welt kannte, überfordert freute sich aber, dass sie in dieser Welt akzeptiert wurden, wie sie waren.
 

Das ungleiche Dreiergespann, lief immer weiter, bis sie schließlich in eine unbelebte Gasse kamen in der sie alleine waren. Dort angekommen, konnten sie endlich frei miteinander reden.
 

Ashitaka war der Erste, der das Wort an den weißen etwas dicklichen Kater richtete. „Ist es immer so laut hier? Und, die vielen Menschen, sind es immer so viele hier?“
 

Der Kater, der sich vor seiner Antwort umgesehen hatte, dass sie wirklich alleine waren, berichtete. „Ja, es ist die meiste Zeit so laut, dass ist das Problem in der Neuzeit und in der größte Stadt, Japans in Tokio, zu leben. In dieser Stadt, leben glaube die meisten Menschen auf der ganzen Welt und zu den Geschäftszeiten, sind es mit der arbeiteten Bevölkerung, sogar noch mehr."
 

Ashitaka schluckte und hoffte, dass er sich jemals, an diesen unsagbaren Krach gewöhnen würde und hinterfragte weiter. „Kann man in dieser Welt, wirklich ein gutes Leben, in Sicherheit und Freiheit führen?“
 

Der Kater sah den Jungen mit den schwarzen Haaren an. „Tatsächlich denke ich, dass ich als Kater und auch ihr als Menschen, hier frei und gut leben könnt und auch an diesen Geräuschpegel und die vielen Menschen werdet ihr euch mit der Zeit gewöhnen.“
 

Der Prinz nickte nur und sagte danach nichts mehr. Diese Stille, nahm sein Freund als Gelegenheit und erwiderte selbst seine Gedanken. „Der Baron deutete an, dass es in dieser Welt auch Konflikte und Kriege gab? Was kannst du mir dazu sagen!“
 

Der Kater sah sich erneut um, bevor er antwortete. „Ich bin ehrlich, für die Belange der Menschen, habe ich mich nie sonderlich interessiert. Ich weiß nur, dass es früher einmal Kriege gab und das ist auch noch heute vereinzelte Konflikte, in andren Ländern gibt, aber nenn mir eine Welt, wo so etwas, nicht existiert. Wir waren vor kurzem, der Baron, ein Menschenmädchen und ich im Königreich der Katzen, dass ist eine parallele Welt, die zu unserer existiert und in der nur Katzen leben, selbst dort, gab es kriegerische Auseinandersetzungen, allerdings konnten sie recht schnell aus dem Welt geräumt werden.“
 

Der Magier nickte. „Ja, tatsächlich, bin ich bis jetzt in jeder Welt, in der ich war, auf irgendeine Art, Krieg oder auf Ablehnung gestoßen. Aber ich denke, dass uns hier zumindest keine Ablehnung erwartet. Außerdem, ich bin ich neugierig. Ich habe gerade so viel unglaubliches gesehen, was mich interessiert.“
 

Muta nickte vehement. „Hier gibt es wirklich sehr viele interessante Dinge, zum Beispiel das unglaublich leckere Essen, die verschiedenen Menschen oder Filme.“
 

Als Muta in die ratlosen Gesichter der Jungen sah, fiel ihm wieder ein, dass sie aus Welten kamen, wo es so etwas nicht gab. „Stellt euch ein Buch vor, was in laufende Bildern umgesetzt wurden ist. Menschen spielen dabei auf einer Art Leinwand die Geschichten der Bücherhandlungen nach.“
 

Ashitaka war es nun der plötzlich große Augen bekam. „Du meinst so etwas wie Puppenspiel oder Kabuki-Theater?“
 

Der Kater, fühlte sich verstanden. „Genau nur, dass man es jederzeit ansehen kann und nicht auf die Öffnungszeiten eines Theaters angewiesen ist.“
 

Nach dieser gemeinsamen Erkenntnis zogen, die Drei weiter und besuchten einige Geschäfte. Dabei stellten sie fest, dass sie in dieser Welt noch dringend etwas brauchten, nämlich Geld.

Wie jede Gesellschaft, beruhte, auch diese auf einem Zahlungsmittel und die Jungen waren sich schnell einig, dass Sie hier, nicht einfach in den Wald gehen, Tiere jagen oder Früchte für das Abendessen sammeln konnten.
 

Sie würden sich wohl einen Job suchen und Geld verdienen müssen. Hauro sah Ashitaka nach dieser Erkenntnis bedrückt an. „Was denkst du darüber? Ich will nicht, dass wir in dieser Welt verhungern!“
 

Ashitaka lächelte seinen Freund an und blickte ihn tief in seine Augen. „Ich denke, das werden wir hinkriegen, ich scheue mich vor keiner Arbeit und für den Anfang haben wir unser Gold und nicht nur die Barren, die ich gefunden habe. Ich habe immer noch einiges von dem Gold, was ich aus meinem Dorf mitgenommen habe.“
 

Er sah daraufhin Muta an. „Was denkst du, mit unserem Gold, können wir, hier bestimmt auch etwas anfangen?“
 

Der Kater sah sie verdutzt an. „Gold ist das wertvollste Material hier. Wie viel habt ihr denn. Ashitaka überlegte kurz. „Ich habe ungefähr ein Dutzend Nuggets, in der Größe meines Fingernagels und zwei große Barren, die ich gefunden habe.“
 

Der Kater flippte fast aus. „Ich glaube davon könnt ihr mehrere Jahrzehnte sorgenfrei leben ohne zu groß zu arbeiten.“
 

Die beiden Jungen freuten sich über die Erkenntnis, doch Ashitaka erwiderte erneut. „Ich würde trotzdem meinem Leben gerne einen Sinn, durch eine anständige Beschäftigung geben. Hauro, du hast mir doch einmal erzählt, dass du in deiner Welt, Zaubersprüche, Tränke und alle möglichen magischen Utensilien verkauft hast. Was hältst du davon, wenn wir hier auch etwas ähnliches machen? Wir eröffnen einen Zauberladen in den Menschen, ihr Glück förmlich kaufen können.“
 

Hauro riss die Augen weit auf und lächelte vor Glück. „Oh mein Gott, das ist eine großartige Idee. Auf so was hätte ich wirklich Lust. Natürlich müssen wir noch unsere zwei Zauberlehrlinge fragen, aber ich denke, dass sie mit so etwas auch sehr zufrieden sind. Allerdings müssen wir auch mit dem Baron sprechen. Ich glaube, dass wir für den Anfang Hilfe von ihm bei der Orientierung brauchen.“
 

Plötzlich, mischte sich der Kater wieder ein. „Da braucht ihr keine Angst zu haben. Wenn ihr hier bleiben wollt, wird der Baron euch nicht im Stich lassen. Tatsächlich habe ich auch schon eine Idee. Wir haben vor einigen Wochen, das Mädchen Haru gerettet, ich habe euch, vorhin schon einmal von ihr, erzählt und weil wir sie gerettet haben, schuldet Sie uns etwas und ich denke, das es für den Anfang gut ist, wenn wir sie euch zur Seite stellen, sie ist auch ein Mensch und kann euch in diesen Bereichen besser beraten. Ich werde dem Vorschlag sofort, den Baron unterbreiten, wenn wir wieder im Büro sind. Apropos, es wird langsam dunkel und ich denke, das es für uns besser ist, wieder ins Katzenbüro zurückzukehren.“
 

Die Jungen stimmten zu und gemeinsam klärten sie in das wundersame vom Baron bewohnte Büro zurück.

Dort angekommen, worden sie schon hoffnungsvoll erwartet, Haku und Markl waren heilfroh, ihre beiden älteren Freunde wiederzusehen.
 

Nachdem sie sich alle, mit dem Baron, dem weißen Kater und der entsprechenden Krähe Toto zum Abendbrot im Schloss versammelt und alle erfolgreich bekocht hatten, besprachen sie das weitere Vorgehen.
 

Der Magier erläuterte seinen Zauberlehrling, was er gesehen hatte und dass er und Ashitaka sich einig waren, endlich die Welt, die sie schon lange gesucht hatten, gefunden zu haben.
 

Als die Jungen hörten, was es in dieser Welt alles gab und dass sie bunt und aufregend war, wollten beide ebenfalls einen Neuanfang in dieser Stadt, welche sich Tokio nannte, wagen und auch den Plan eines Zauberladens, fanden sie so aufregend, dass sie am liebsten, diesen schon am nächsten Tag eröffnet haben.
 

Nachdem die beiden Jungen schließlich endlich verstummt waren, war es der weiße Kater, der dem Baron um Erlaubnis fragte, ob er seinen Plan, den er Ashitaka und Hauro draußen schon offenbart hatte, in die Tat umsetzen durfte.
 

Der Baron antwortete daraufhin freudig überrascht. „Muta, das war wirklich sehr umsichtig und pfiffig von dir, ihnen das vorzuschlagen. Haru wird es eine Ehre sein. Wenn ihr wollt, könnt ihr euren Zauberladen, auch hier im Bereich des Katzenbüros eröffnen. Es gibt hier noch einen freien Platz, ihr wärt, dann Teil unserer magischen Welt.“
 

Der Magier war davon begeistert. „Das klingt hervorragend, ich kann das Schloss mit meiner Magie auch so modifizieren, dass es zwar immer noch so aussieht, wie es aussieht, von den Menschen, aber als ein anderes Haus erscheinen wird.“
 

Der Kater, dem Magie nicht fremd war, war beeindruckt, über die Macht des jungen Mannes und fragte. „Wie lange brauchst du, um das umzusetzen.“
 

Hauro zwinkerte dem Katzenbaron glücklich zu. „Ich kann es nach dem Essen gleich versuchen. Ich denke, dass ich einige Minuten brauche, aber dann haben wir unseren schönen kleinen Zauberladen. Wir müssen ihn dann nur noch von innen etwas einrichten und brauchen wahrscheinlich auch noch eine Kasse und andere Kleinigkeiten. An Verkaufsmaterial wird es uns allerdings nicht fehlen. Ich habe so viel Kram im Haus zusammen gesammelt und ich kann mit den Jungs zusammen Tränke und Talismane herstellen.“
 

Ashitaka überlegte was er in Zukunft tun sollte, er war mit keinem dieser wundersamen Gaben gesegnet, allerdings kam ihm dann die Idee, die er laut äußerte, nachdem sein Freund mit seinen Träumereien fertig war. „Und ich werde, dann die Sachen als euer Gesicht im Laden verkaufen. Außerdem werde ich den Laden und auch das Schloss immer sauber und ordentlich halten.“
 

Der Magier war von dieser Idee angetan und umarmte seinen Geliebten. „Oh mein Gott, das wird so schön werden, die Mädchen werden uns die Türen einrennen, wenn so ein hübscher junger Mann ihnen unsere Sachen verkauft. Ich denke tatsächlich, dass viele nur kommen werden, um dich zu sehen, aber sie werden Pech haben, denn du gehörst ganz allein mir.“
 

Nachdem die beiden fast nur noch in ihrer Welt gefangen waren und sich, einige Pläne zuflüsterten, unterhielten sich, die Anderen angeregt weiter.
 

Nachdem das freudige Geplauder verstummt war, verließen alle das Schloss, Jakkul und Nago wurden mit nach draußen gebracht und auch Calcifer, musste das Schloss auf einer Schaufel verlassen.
 

Nachdem kein Leben mehr im Schloss war, konnte, der Zauberer gewogen werden, der das Gebäude so anpassen und modifizieren sollte, dass es, zu dem Grundstück und zu dem äußeren der anderen Häuser passte.
 

Bunte Lichter erstrahlten und flossen in das Schloss, bis es geschehen war und die Bewohner betraten wieder die Behaus, der Magier setzte Calcifer wieder in seine Feuerstelle und passte den vorderen Verkaufsraum an diese Welt an.
 

Nachdem schließlich alle das Schloss wieder betreten hatten, waren sie über die sonderbare Verwandlung, so fasziniert das der Magier erklären musste wie er das gemacht hatte.
 

Allerdings hielt er diese sehr kurz, da es schon sehr spät war und sie alle endlich schlafen gehen wollten.
 

Nachdem die beiden Liebenden unter sich waren, konnten sie endlich aufatmen, beide waren froh, dass sie sich endlich dazu entschieden hatte, in einer Welt, sesshaft zu werden auch wenn der Magier Bedenken hatte.
 

Hauro war nicht entgangen, dass sein Geliebter sich bei ihrem Ausflug einige Male, als es sehr laut wurde, besonders stark, an ihm geklammert hatte und hinterfragte, das nun. „Meinst du, du wirst es in dieser Welt aushalten? Es ist alles so laut und schrill und du kennst das nicht, weil es in deiner Welt ländlich und ruhig war.“
 

Ashitaka lächelt seinem Freund an. „Ich finde es schön, dass du dich um mich sorgst, aber das ist absolut nicht nötig. Ich werde mich schon irgendwann daran gewöhnen und dann wird es so sein, als ob ich nie etwas anderes erlebt hätte.“
 

Hauro sah seinen Freund an, auch wenn es schwer für Ashitaka werden würde, würde er sich die größte Mühe geben seinem Freund bei der Eingewöhnung zu helfen und wechselte das Thema. „Ich frage mich ob, unsere zwei Jungs auch solche Probleme bei der Eingewöhnung haben werden.“
 

Ashitaka überlegte kurz. „Das kann ich mir nicht vorstellen. Sie sind fast noch Kinder. Kinder gewöhnen sich schnell an neue Dinge.“
 

Der Magier stimmte ihm zu, wollte dann aber absolut gar nichts mehr sagen, er wollte einfach nur noch seinen Liebsten bei sich spüren und küsste ihn leidenschaftlich auf die Lippen.
 

Der Prinz erwiderte diesen stürmischen Kuss und die beiden kamen schnell dahingehend, sich gegenseitig liebevoll am ganzen Körper zu Liebkosen, dies ging soweit, bis sie sich schließlich in Liebe vereinigt und sich dieser, die halbe Nacht hingegeben hatten.

Kapitel 10

Am nächsten Morgen läutete es schon in aller herrgottsfrühe an der Tür und der Magier fühlte sich genötigt selbst aufzustehen da sein, Prinz noch völlig ermattet in seinen Träumen, ruhte.
 

Nachdem er sich eine Hose und einen Morgenmantel übergeworfen hatte und schließlich schwerfällig an der Eingangstür angekommen und Sie geöffnet hatte, konnte er ein junges Mädchen mit braunen Haaren davor stehen sehen. „Ja bitte, wie kann ich dir helfen.“
 

Das junge Mädchen verbeugte sich und stellte sich so gleich vor. „Ich bin Haru und der Baron, des Katzenbüros hat mich geschickt, euch bei der Eingewöhnung zu helfen.“
 

Der Magier erinnerte sich sofort an den Namen und bat das junge Mädchen, was wahrscheinlich im Alter von Ashitaka sein musste und somit ein Jahr jünger als er war, herein.
 

Er plauderte kurz mit ihr, bedankte sich für die Hilfe und brachte sie in die Küche wo sie warten sollte. Der junge Mann stürmte daraufhin nach oben und holte das ganze Haus aus dem Bett.
 

Die Jüngeren machten sich in Windeseile fertig und begaben sich zu Haru in die Küche.
 

Dort angekommen, stellten sie sich der Reihe nach vor und bereiteten gemeinsam mit Haru ein Frühstück vor und genossen, dass essen miteinander und schmiedete dabei Pläne für den Tag.
 

Hauro wollte, dass sie alle gemeinsam losgehen, wobei Haru ihnen schon einiges im Vorfeld, erklärte. Sie brauchten um in Japan unbeschwert leben zu können, Ausweispapiere, außerdem sollte das Mädchen sie mit allem möglichen Dingen des Haushalts und was sie sonst noch brauchten ausstatten.
 

Ihr erster Weg sollte sie, allerdings zu einem Goldschmied führen, wo sie das Gold von dem Muta, dem Baron und der Baron ihr erzählt hatte, zu Geld machen konnten, damit sie, die Dinge bezahlen und in dieser Welt leben konnten.
 

Alle waren mit dem Plan einverstanden, nur Ashitaka lehnte ab, er wollte sich langsam an die neue und für ihn viel zu laute Welt gewöhnen und machte mit den Anderen aus, dass er sich derweil um dem Zauberladen kümmern würde.
 

Hauro sagte ihm, in welchen Zimmer er Regale und Möbel fand und aus welchem Zimmer er das Verkaufsmaterial ausräumen und in den Verkaufsraum einräumen konnte.
 

Gemeinsam traten sie nun zu fünft zur Tür, allerdings blieb Ashitaka zurück, winkte ihnen noch zum Abschied und erhielt von seinen Geliebten obendrein einen Abschiedskuss.
 

Der Prinz schloss die Tür hinter sich wieder und machte sich um seine Freunde, diesmal keine Sorgen, da er sich sicher war, dass ihnen in dieser Welt nichts passieren würde und so widmete er sich seine Aufgabe.
 

Er schleppte ein Regal, nach dem anderen in den zukünftigen Verkaufsraum, staubte und wusch sie ab und begann sie dann sogar mit allen möglichen Materialien zu befüllen.
 

Nachdem das alles erledigt und gerade einmal drei Stunden vergangen waren, suchte er im ganzen Schloss noch einige Möbelstücke, die den Raum noch fehlten. Der Prinz wurde auch schnell fündig und wuchtete diese auch allein in den Raum und war dann soweit fertig, dass alles bereit war bei Bedarf schon morgen zu öffnen.
 

Der Prinz begutachtete seine Arbeit noch einmal und begab sich danach zu Jakkul und Nago.
 

Das kleine Fuchseichhörnchen sprang ihn sofort an, nachdem er die Tür geöffnet hatte und verkroch sich sofort unter seinem Oberteil, damit der Prinz sein Haustier, so schnell nicht wieder loswerden konnte.
 

Nachdem Ashitaka schließlich Jakkul seine Zügel umgelegt hatte, führte er ihn auf den Innenhof des Katzenbüros, wo er nach einigen Minuten den Katzenbaron erblickte.
 

Er stand vor seinem Büro und beobachtete alles um sich herum, als er allerdings den Prinzen und sein Reittier erblickte, ging er auf sie zu.
 

Ashitaka versuchte sich sofort zu zurecht fertigen. „Ich hoffe es ist für dich okay, wenn ich Jakkul ein wenig hier draußen rumlaufen lasse, es ist überhaupt nicht gut für ihn, die ganze Zeit nur eingesperrt zu sein.“
 

Der Katzenbaron hatte nichts dagegen. „Das kann ich verstehen, niemand möchte gerne eingesperrt sein. Sage mir, warum bist du eigentlich alleine hier, warum bist du nicht mit den Anderen, mitgegangen, die für euch neue Welt, kennenzulernen.“
 

Ashitaka überlegte. „Ich könnte jetzt natürlich Lügen und sagen, dass ich den Verkaufsraum für unseren Laden vorbereiten wollte, was ich natürlich auch gemacht habe, aber eigentlich wollte ich nicht mit. Ich möchte mich langsam in dieser lauten Welt in meinem Tempo zurechtfinden.“
 

Der Baron lächelte. „Auch das kann ich verstehen. Wenn man nicht aus so einer Welt kommt, kann es sehr ungewöhnlich und beängstigend sein.“
 

Der junge Mann ging kurz in sich, wollte das Thema aber nicht weiter aufgreifen, deswegen sprach er ein Anderes an, was ihn ebenfalls Beschäftigte. „Du hast gestern etwas von Aufgaben für das Katzenbüro erwähnt, was haben wir dabei zu tun?“
 

Der Baron verstand den Wink und ging nicht weiter darauf ein. „Auch dabei müsst ihr keine Bedenken haben, wir stehen einfach nur denen bei, die Hilfe brauchen und Notleiden sind, zur Seite, so wie Haru damals, sie wurde von Katzen in ein anderes Reich entführt und wir, Muta und ich, haben sie schließlich gerettet. Von euch erwarte ich irgendwann auch solche Heldentaten. Es geht also einfach nur darum, denen die Hilfe brauchen diese zu geben. Allerdings muss ich sagen, muss keiner von euch dies unter Einsatz seines Lebens tun, bei mir ist das etwas anderes. Ich bin nur eine Puppe, aber ihr seid lebende und fühlende Wesen.“
 

Der Prinz aus einer anderen Welt sah den Katzenbaron an. „Mach dich nicht so klein. Du hast vielleicht einmal als Puppe begonnen und wurdest in ein lebendes Wesen verwandelt, allerdings hast du dir doch eine eigene Seele erarbeitet und hast einen eigenen Willen.“
 

Der Baron nickte einfach nur und lud Ashitaka zum Tee in sein Haus ein. Da seine Freunde immer noch nicht wieder da waren, nahm er die Einladung dankend an.
 

Zur gleichen Zeit kehrten auch die drei fehlenden Bewohner, des wandelnden Schlosses zurück, beladen, mit allerlei Dingen des täglichen Lebens und auch eine Kasse hatten sie mitgebracht, ohne Haru, die zur Schule musste, zurück und betraten den Laden wieder.
 

Die Drei waren, nachdem sie die Tür hinter sich geschlossen hatten, sprachlos, was der junge Prinz in den Stunden, in denen sie sich fast nur vergnügt hatten, erreicht hatte.
 

Der Laden war mittlerweile so weit fertig, dass er schon morgen hätte eröffnet werden konnte. Der Magier stellte freudig die altertümliche Kasse, die er für sein Geschäft gekauft hatte, auf den Tresen, den Ashitaka dort aufgestellt hatte und rannte durch das Haus auf der Suche nach seinem Liebsten.
 

Jedoch gelang es ihm nicht diesen irgendwo zu finden und er brach schon leicht in Panik aus. Als nächstes suchte er den Stall von Ashitaka Jakkul und Nago auf, aber auch diese waren weg.
 

Nachdem er dort auch nichts fand, ging er in den Innenhof, wo er Jakkul vor sich hinlaufen fand. Der Magier atmete auf, da Jakkul, hier war, konnte auch, sein Freund nicht weit sein.
 

Er blickte sich um, nachdem er Ashitaka allerdings nicht sah, betrat er das Haus, in denen der Baron sie am Tag zuvor zum Tee eingeladen hatte.
 

Der Magier war dann einfach nur erleichtert, denn genau dort fand er diesen auch, wo er mit dem Baron freudig Tee trank.
 

Ashitaka freute sich, als er seinen Freund, erblickte. „Ihr seid also wieder da!“
 

Hauro stürzte auf Ashitaka zu. „Ich habe mir Sorgen gemacht, als du nicht im Haus warst.“
 

Ashitaka lächelte. „Das musst du doch nicht. Schließlich sind wir hier sicher.“
 

Der Magier nickte und erzählte sogleich was sie erlebt hatten.
 

Zuallererst waren sie nicht mehr auf Haru angewiesen, sie waren zwar dankbar für ihre Hilfe, aber nachdem sich herausgestellt hatte, dass diese Welt, in der Haku früher einmal gelebt hatte, dieser gar nicht so unähnlich war, also war er ihre neue Bezugsperson und Haru konnte beruhigt ihr Leben weiterleben.
 

Das Gold, was der Magier mitgenommen hatte, hatte sie eingetauscht und ein Bankkonto eröffnet und eine EC-Karte beantragt.
 

Diese EC-Karte hatten sie gleich dazu benutzt, um einige Dinge einzukaufen, darunter eine Kasse und einige Dinge des Alltags, darunter Kleidung und sogar einen Fernseher, den sie in der Küche aufhängen würden.
 

Ebenfalls hatte Haru ihnen allen Handys aufgedrückt, durch die sie sich, wenn Sie einmal nicht zusammen waren, erreichen konnten und die sie schneller mit der neuen Welt verbinden würde.
 

Ashitaka hörte aufmerksam allem zu, bis sein Freund schließlich zum Ende gekommen war. „Dann hattet ihr wirklich einen sehr erfolgreichen Tag.“
 

Hauro nickte. „Ja, aber das musst du gerade sagen. Du hast den ganzen Laden schon fertig eingerichtet. Ich musste nur noch unsere Kasse aufstellen und wir könnten praktisch schon morgen eröffnen.“
 

Ashitaka lächelte darauf nur und wollte seinen Liebsten für das Lob, einen Kuss geben, doch dazu kam es nicht, weil sich das Fuchseichhörnchen aus seinem Oberteil nach draußen grub und den entstehenden Kuss von beiden Seiten abbekam.
 

In den nächsten Tagen, beschäftigten sich die jungen Männer nur noch mit der Neuzeit, sie wollten, bevor sie ihren Laden eröffneten, so viel, wie möglich in Erfahrung bringen, um sich nicht als Menschen, aus einer fremden Welt, zu entlarven.
 

Dazu gehörte auch, dass jeder von ihnen seine Kleidung aus der alten Heimat in Calcifers Feuer warf und nur noch die Sachen der neuen Welt trugen, in der sie nun lebten.
 

In diesen Tagen, hatte sich auch, Ashitaka gemeinsam mit seinem Geliebten für einige Stunden hinaus gestohlen, um sich an diese Welt zu gewöhnen und auch ihm gelang es, langsam aber sicher, sich an die Welt, die nun ihre Heimat war, heimisch zu fühlen.
 

Dann war es nun endlich soweit, der Zauberladen war noch gefüllter als zuvor und sollte an diesem Tag eröffnen.
 

Nachdem Ashitaka als Gesicht des Ladens, diesen öffnete, verschlug es ihn dem Atem, mit so vielen Besuchern, schon am ersten Tag hatte sie nicht gerechnet.
 

Was sie allerdings auch Haru und dem Katzenbaron zu verdanken hatten, die für Sie kräftig, die Werbehaupttrommel gerührt hatten.
 

Viele Besucher des ersten Tages blieben daraufhin, Stammkunden und der Laden, der neben allen Arten von Tränken und Zauberanhängern fast alles verkauften, was mit Magie zu tun hatte, wurde ein absoluter Renner, in der Stadt Tokio.
 

Die bunt zusammengewürfelte Familie war aus der Stadt mittlerweile gar nicht mehr wegzudenken und hatte endlich in dieser Welt ihre neue Heimat gefunden.



Fanfic-Anzeigeoptionen

Kommentare zu dieser Fanfic (0)

Kommentar schreiben
Bitte keine Beleidigungen oder Flames! Falls Ihr Kritik habt, formuliert sie bitte konstruktiv.

Noch keine Kommentare



Zurück