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Adrian Crowen

von

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Adrian Crowen

Erschöpft, traurig und leer. So fühlte ich mich. Ich wusste nicht wie lange ich bereits auf das frische Grab schaute, während der Regen mich längst durchnässt hatte, es war mir egal. Serena Crowen 12.02.1960-31.07.1993, stand auf dem Grabstein. Ich seufzte nochmal und blickte in den dunklen Himmel hinauf. Das kalte Wasser, welches mir ins Gesicht floss, fühlte ich kaum. Müde senkte ich meinen Blick wieder zum Grab und zog meinen Zuaberstab. Lautlos ließ ich weiße Rosen erscheinen, die Lieblingsblumen meiner Mutter. „Wir müssen los, Mr. Crowen.", ich drehte mich um und blickte zu einem großen Mann der ganz in Schwarz gekleidet war. Seine dunklen Augen blicken mich direkt an. Ich nickte. „Ich bin bereit, Professor Snape.", der Mann nickte, hielt mich am Arm fest und apparierte mit mir ins MACUSA. Dort wurden noch einige Dinge geregelt, Mom hatte bereits Monate vor ihren Tod alles vorbereitet, damit es mir gut gehen würde, wenn sie mal nicht mehr da wäre.
 

So dauerte das ganze nur eine halbe Stunde, dann verließ ich Amerika mit dem Professor. Durch einen Internationalen Portschlüssel, tauchten wir in einem kleinen Dorf auf. Hier schien die Sonne noch, war aber bereits am untergehen. „Willkommen in Schottland, Mr. Crowen. Das hier ist das Dorf Hogsmeade. Wir müssen nun zum Schloss hoch, wo uns Professor Dumbledore erwartet.", ich nickte. Auf dem Weg zum Schloss, dachte ich an die letzten Tage. Mom war schwer krank, Krebs im Endstadium, das konnten auch wir mit der Magie nicht heilen. Ich war bei ihr, bis es zu ende ging. Einen Tag später tauchte Prof. Snape auf und erklärte mir, wie es nun weiter gehen würde. Scheinbar war er ein alter Freund meiner Mutter, außerdem hatte sie wohl bereits einige Briefe geschrieben, die für Prof. Snape, Prof. Dumbeldore und für mich waren. In einem der Briefe für mich, erklärte sie mir, dass ich von nun an nach Hogwarts gehen sollte. Sie wusste, ich wollte nie meine Heimat verlassen, doch hatte ich in England noch Familie und die brauchte ich, ihrer Meinung nach, jetzt.
 

Ich wusste von wem sie sprach. Ich war nicht begeistert, doch wollte sie es als letzten Wunsch, das ich nach Hogwarts gehe. Das wäre nie passiert, wenn sie nicht gestorben wäre, aber das Leben spielt nach seinen eigenen Regeln und da ich Mom liebe, würde ich ihren Wunsch erfüllen. Es waren ja nur noch 2 Jahre, dann war ich 17 und könnte gehen, wohin ich wollte. Ich merkte gar nicht wie schnell wir das Schloss betreten hatte und blinzelte, als Prof. Snape mir sagte stehen zu bleiben. Verwirrt blickte ich mich um und erkannte, dass wir vor einem Wasserspeier standen, der einen Eingang bewachte.
 

„Konfettistangen.", sagte der Mann und der Wasserspeier schob sich zur Seite, wo er eine Wendeltreppe freigab.

„Kommen Sie.", ich folgte schweigend dem Professor die Treppe hinauf. An einer Tür klopfte er kurz an, dann betraten wir ein wirklich großes Büro. Die Wände waren voller Regale und Bilder, Bücher, seltsame Geräte, ein großes Fenster. Ich versuchte dieses Büro mit dem meiner Schulleiterin zu vergleichen, doch das war nicht möglich. Dieses Büro hier war so viel älter, die Magie war so viel stärker. Gut Hogwarts war auch über 1000 Jahre alt, Ilvermorny knapp 300. „Ah, Severus, gut dass ihr da seit.", Professor Albus Dumbledore, war ein sehr alter und großer Mann mit langem weißem Haar und Bart. Seien blauen Augen hinter der Halbmondbrille funkelten fröhlich. Ich hatte natürlich schon von diesem Mann gehört, auch bei uns in Amerika war er eine Berühmtheit. Dumbledore galt ja nicht umsonst als größter Zauberer unseres Jahrhunderts.
 

Der Direktor von Hogwarts war aber nicht die einzige Person die hier war. Neben Prof. Snape, dem Direktor und mir selber, waren noch zwei Rothaarige Personen anwesend, so wie eine streng aussehende ältere Dame und ein Teenager mit schwarzen wirren Haaren, Grünen Augen und einer runden Brille. Das musste wohl Harry Potter sein. „Mr. Crowen, würden sie bitte ihre Kapuze abnehmen?", mahnte mich Prof. Snape. Ich nickte und nahm die Kapuze meines Umhangs ab, hatte gar nicht mehr gemerkt das ich die noch aufgesetzt hatte. „Verzeihung, Sir.", ich schob meine Kapuze nach hinten, so das mich jetzt alle richtig sehen konnten. Die rothaarige Frau keuchte erschrocken auf. „Maam?", keine Ahnung was diese Frau hatte, aber sie blickte mich so missbilligend an, als hätte ich eine Katze getreten. „Junger Mann, was hast du mit deinen Haaren gemacht?!", verwirrt blinzelte ich die Frau nur an, dann wandte ich mich an Prof. Dumbledore. „Äh...was?", der Direktor lächelte mich an.
 

„Nun, es scheint als wenn unsere liebe Molly ein kleines Problem mit deiner Frisur hat mein Junge.", jetzt verstand ich was hier los war. Stimmt ja, die Briten waren ja viel konservativer als wir Amerikaner. Wobei wenn ich da an die Nomaj dachte. „Nun, Mrs?"

„Weasley. Molly Weasley. Ich werde dich morgen am besten zu einem Frisör bringen das geht ja gar nicht."

„Mrs. Weasley, bei allem Respekt. Wie ich mich kleide, oder meine Frisur trage, geht nur mich etwas an. Sie brauchen daher nicht mit mir zu einem Frisör gehen, vielen dank." mit einer Hand fuhr ich mir durch die Haare, ich war glücklich mit der Frisur. Gut einige der Lehrer in Ilvermorny hatten sich auch beschwert, aber es gab in der Schulordnung keine Regel die besagte, wie sich die Schüler ihre Haare machen mussten. Meine roten Haare waren nicht mehr so lang wie ich sie noch vor 2 Monaten getragen hatte. Ich hatte mir eine Mohawk Frisur machen lassen. ich mochte es.
 

Mrs. Weasley stemmte ihre Fäuste in die Hüften und sah mich mit einem Blick an, den nur eine Mutter drauf hatte. „Junger Mann, mit so einer Frisur, wirst du dich nur lächerlich machen. Morgen früh werde ich dich zur Frisörhexe bringen, es wird dir gut tun, ich hier anständig zu kleiden. Was sollen die Leute den von dir denken? Was sollen die Leute von deiner Familie denken?"

„Molly liebes, bitte.", versuchte der rothaarige Mann die Frau zu beruhigen. Scheinbar war er ihr Ehemann. Ich selber grinste nur und lehnte mich in den Stuhl zurück, auf dem ich zwischenzeitlich Platz genommen hatte. „Nun, was die Leute von mir denken, ist mir ziemlich egal, Mrs. Weasley. Was meine Familie angeht, meine Mutter ist tot. Sowohl meine Ziehmutter, als auch meine leibliche Mutter, daher können beide mir ihre Meinung nicht mehr sagen, wobei meine Mom kein Problem mit meiner neuen Frisur gehabt hätte, da sie selber gerne einiges ausprobierte.", erklärte ich sachlich, dann wandte ich mich dem Direktor zu. „Ich sollte mich wohl erst einmal vorstellen, oder?", der alte Mann nickte mir zu, dann wandte ich mich wieder an die Gruppe Menschen hier.
 

„Wenn ich mich erst einmal vorstellen darf. Ich bin Adrian Crowen. Ich wurde am 30 Juni 1979 Geboren und lebte bis heute in Amerika. Allerdings wurde ich nicht unter dem Namen Crowen geboren, sondern als...Potter." die Anwesenden sahen mich, mit Ausnahme von Prof. Snape und Dumbledore, geschockt an. Besonders Harry sah aus wie ein Fisch auf dem Trockenen. „Du...du bist...du...mein..."

„Sehr wortgewandt, Mr. Potter wie immer.", schnarrte Prof. Snape leise was mich schmunzeln ließ. Scheinbar hatte der Mann einen sehr düsteren Humor, genau wie ich manchmal. Prof. Dumbledore räusperte sich so das sich alle ihm zuwandten. „Ja, dieser Junge Mann hier ist Adrian Potter. Er ist dein älterer Bruder, Harry. Sicher fragt ihr euch, warum er nicht hier aufgewachsen ist, bei Onkel und Tante? Nun, damals als Voldemort die Potters suchte, war Adrian noch ein Kleinkind und bei seiner Patentante Serena Crowen. Zu erst sollte er nur zu Besuch dort bleiben, dann zum Schutz, bis Lily und James sich nicht mehr verstecken mussten. Leider kam es ja anders. Damals sollte Adrian auch bei den Dursleys leben, zusammen mit Harry damit beide zusammen aufwachsen konnten, doch Serena als Adrians Patentante war völlig gegen diesen Beschluss. Zwar konnte sie Harry nicht zu sich holen, doch Adrian blieb bei ihr und lebte fortan in Amerika.", ich nickte zustimmend. „Mom hat mich auch adoptiert. Zwar bin ich noch ein Potter, werde den Namen auch weitergeben, doch vom Gesetz her bin ich auch ein Crowen und das mit Stolz." die Erwachsenen sahen mich lange an, dann sprach zum ersten mal die ältere Dame, die sich als Minerva McGonagall vorstellte. „Sie sehen ihrer Mutter ähnlicher als ihrem Vater, Mr. Potter. Oder bevorzugen sie Mr. Crowen?"

„Crowen, bitte. Mit dem Namen Potter verbinde ich nicht genügend, ich werde ihn später offiziell wieder annehmen, aber erst wenn ich 17 bin." erklärte ich.
 

„Herr Direktor, Mr. Crowen hatte einen langen Tag, wie wäre es, wenn er sich für heute zurück ziehen kann?"

„Du hast recht, Severus. Adrian, wir haben ein Zimmer für dich vorbereitet, ich möchte auch nochmal mein herzlichstes Beileid für den Tod deiner Mutter aussprechen.", ich nickte dem Direktor zu, stand auf und verabschiedete mich. An der Tür blieb ich nochmal stehen und sah Harry an. „Ich werde morgen noch einiges zu tun haben, aber vielleicht können wir uns vor Schulbeginn ausgiebig unterhalten?", mein Bruder nickte nur, dann folgte ich Prof. Snape in das für mich bereitete Zimmer. Es war groß, gemütlich und warm. Ich dankte dem Professor und sah mich um. Mein Gepäck war bereits hier, scheinbar hatte man es hier her gebracht. Ob Hogwarts auch Hauselfen hatte? Bestimmt. Ich packte meine Sachen aus, ging schnell duschen und legte mich dann erschöpft ins Bett. Jetzt fühlte ich die Erschöpfung anstatt der Leere in mir. Kaum hatte ich mich hingelegt, war ich auch schon eingeschlafen.

Vorbereitungen

Aufmerksam hörte ich dem Kobold zu, als dieser mir eine Auflistung aller Gegenstände vorlas, die ich von meinen Eltern geerbt hatte. Die letzte Nacht und der heute Morgen in Howarts waren wirklich schön. Ich hatte ein wenig mit Harry gesprochen, aber ich musste zugeben, irgend etwas an ihm störte mich. Vielleicht war es seine Haltung Prof. Snape gegenüber, oder aber das er mich über unsere Eltern ausfragen wollte. Letzteres konnte ich ihm kaum beantworten, da ich selbst kaum noch Erinnerungen an beide hatte. Ich erinnerte mich an rote Haare, gründe Augen und ein liebevolles Lächeln einer schönen Frau. An unseren Vater erinnerte ich mich dagegen noch weniger. Prof. Snape hatte mich freundlicherweise begleitet und nun saßen wir in Gringotts. Der Professor war nicht mit im Raum, da er kein Familienmitglied, oder mein Vormund war. Lange brauchte dieser Termin aber nicht. Eigentlich hatte ich nun Zugriff auf das Schulverlies das meine Eltern eröffnet hatten, gleichzeitig wurde dieses mit dem, welches meine Mutter, Serena, für mich eröffnet hatte, zusammengelegt. An das Familienverlies der Potters und der Crowens, kam ich erst, wenn ich Volljährig war.
 

Nach 2 Stunden war alles geregelt, so verließ ich mit dem Professor die Bank. Da Prof. Dumbledore mir bereits die Schulliste für das 4. Jahr gegeben hatte, kaufte ich schnell alles ein was ich brauchte. Ich kaufte mir dieses mal sogar eine Eule, früher hatte ich immer die Schuleulen gebraucht, oder meinen Freunden in den Ferien über die Post geschrieben die auch Eulen hatten. Ich sah nie einen Grund eine selber zu brauchen, doch nun wo ich nicht nur auf eine andere Schule ging, sondern auch noch in einem anderen Land lebte, würde ich eine brauchen die Internationale Flüge schaffte. Ich hatte mir eine große Braune Eule, einen Uhu, gekauft. Dieser war speziell ausgebildet wurden, um auch sehr lange Flüge zu schaffen und war noch jung genug, um viele Jahre seinen Job zu machen. Ich hatte etwas überlegen müssen, wie ich den Eulerich nannte, habe mich dann aber für Ares entschieden.
 

Leider hatte Mrs. Weasley mit einer Sache recht behalten, meine Frisur zog ständig Blicke auf sich. Ich hörte die Leute tuschen und sah einige strenge Blicke, lächerlich, ich musste lachen. Gegen Nachmittag waren wir wieder im Schloss, genau richtig zum Mittagessen. „Adrian, ich müsste dich kurz sprechen."
 

„Ja, Prof. Dumbledore?", der Schulleiter war neben mich getreten und sah mich aus seinem Blauen Augen an. Manchmal hatte ich das Gefühl, als würden diese Augen mich durchleuchten. „Ich habe die letzten Dinge im Ministerium geregelt, leider muss ich dir mitteilen, dass das Ministerium darauf besteht, das du deinen Geburtsnamen annimmst. Ich weiß, du wolltest als Mr. Crowen hier zur Schule gehen, leider hat die Familienabteilung da ein Problem mit. Du könntest dich weigern, aber dann würde man dir das Pottererbe aberkennen und ich denke das wäre nicht fair.", ich schnaubte nur, Bürokraten! Aber gut, dann war es eben so. „Wenn ich muss, Professor. Allerdings werde ich den Namen Crowen nicht aufgeben. Ich nehme gerne einen Doppelnamen an, wenn das Ministerium damit ein Problem hat, sollen sie sich halt aufregen. Ich werde meine Mutter nicht vergessen oder ihren Namen aussterben lassen, nur weil irgend welche Bürohengste meinen Macht über mich zu haben.", der Direktor lächelte breit und nickte. „Ich denke das lässt sich regeln. Sie sind nicht der erste Schüler hier, der einen Doppelnamen führt, also wird das kein Problem sein. Eine Sache noch, wollen Sie heute Abend in meinem Büro den sprechenden Hut aufsetzen und in ein Haus eingeteilt werden, oder wollen sie am 1. September offiziell mit den Erstklässlern eingeteilt werden?", ich dachte genau darüber nach. Wie sollte ich es machen? Ich würde so oder so für ziemlich viel Aufsehen sorgen, alleine deswegen, weil ich der Bruder des „Jungen-der-lebt" war. Ach auch egal. Ich zuckte die Schultern, „Von mir aus am 1. September.", Dumbledore nickte und begab sich dann wieder zum Lehrertisch.
 

„Warum hast du dich nicht einfach heute einteilen lassen?", Harry hatte sich neben mich gesetzt und sah mich fragend an. Ich füllte mir noch etwas auf meinen Teller bevor ich antwortete. „Weil es keinen Unterschied machen würde. Ich werde am Begrüßungsfest eh vorgestellt, da werden alle wissen wer ich bin, da ich den Namen Potter tragen werde. Gut es wird ein Doppelname, aber Potter kennt hier jeder. Also ist es Egal ob ich vorher eingeteilt wurde und mich dann zu meinem Haus setze, oder ob ich mit den Erstklässlern eingeteilt werde."
 

„Nun, du wirst eh nach Gryffindor kommen, da macht es wohl wirklich keinen Unterschied.", ich hob fragend eine Braue und schüttelte den Kopf. „Wie kommst du darauf, dass ich nach Gryffindor komme?"
 

„Na weil du mein Bruder bist.", sagte Harry als wäre damit alles erklärt. Ich schnaubte nur und widmete mich wieder meinem Essen. Scheinbar glaubte mein Bruder, ich wäre genau so einer wie er. Oh ich sah seine Tugenden, aber auch seine Fehler und diese hatte ich nicht. Prof. Snape hatte mir einiges über Harry erzählt, so gut er es konnte, ohne in zu verspotten. Scheinbar war Harry nur ein mittelmäßiger Schüler, der schon einige Regeln gebrochen hatte, zusammen mit seinen beiden Freunden. Die Abenteuer der drei hatte der Professor mir in einer Kurzfassung erzählt. Ich wusste nicht ob ich lachen, oder weinen sollte, wie konnte man nur so dumm sein? Zu mindestens konnte ich Prof. Snape dahin gehend beruhigen, das ich ein ASS in Zaubertränke war. Ich hatte bis jetzt in all meinen Prüfungen nur Ohnegleichen gehabt. Dafür war ich eine Niete in Geschichte der Zauberei. Ich war auf den Unterricht von Prof. Snape gespannt. Laut Harry war er sehr unfair und bevormundete sein eigenes Haus, vor allem auf Harry und seine Freunde hatte er es immer abgesehen. Das war etwas, was ich an meinem Bruder nicht leiden konnte, dieses Gejammer. Dann war Prof. Snape eben ihm gegenüber unfair, na und? Ich hatte zwei Seiten angehört und beide zeigen einen Hass aufeinander, der mir schleierhaft war. Welchen Grund der Professor auch hatte, es war nicht meine Angelegenheit. So lange er als Lehrer seinen Job machte, war es mir egal, ob er die Schüler mochte. Vor allem als Lehrer für Zaubertränke musste er streng sein, das war meine alte Lehrerin auch. Ein Fehler beim Brauen konnte zu einer großen Katastrophe führen. Und wenn Harry, so wie seine beiden Freunde, sich nicht anstrengten, dann durfte er eben nicht erwarten, nett behandelt zu werden. Wie sagte dieses Nomaj Sprichwort noch gleich? „Das Leben war kein Ponyhof" oder so. nach dem Mittagessen wollte Harry mit mir fliegen, doch ich hatte kein Interesse daran und ging lieber in die Bibliothek. Ich wollte mich auf das kommende Schuljahr vorbereiten, sollte mein Lieber Bruder auch tun, aber der ließ alles schleifen. Nicht mein Bier.

Häuserwahl

Der 1. September kam schneller als gedacht. Den Tag über hatte Prof. Dumbledore nochmal mit mir den Abend besprochen, so würde ich mit Prof. McGonagall auf die Erstklässler warten, mit ihnen in die Große Halle kommen und dann als erstes eingeteilt werden. Harry war einige Tage vorher zu den Weasleys gereist, um dort die letzten Tage mit seinen Freunden zu verbringen. Auch mich hatte man eingeladen, doch ich hatte abgelehnt, da es sich in meinen Augen nicht lohnte für keine Woche das Schloss zu verlassen, nur um dann wieder hier her zu reisen. Nächstes Jahr vielleicht. Ich hatte bereits meinen Freunden Briefe geschrieben, da ich als ich abreiste nicht wirklich dazu kam, mit ihnen zu sprechen.
 

Am Abend stand ich dann in meiner Schulrobe bekleidet neben Prof. McGonagall. Die Erstklässler würden bald eintreffen, während Klasse 2 bis 7 bereits da waren. Natürlich hatten mich viele Schüler schief angesehen, manche hatten mich sogar angestarrt. Ich ignorierte die Schüler so gut ich konnte, konnte mich einer gewissen Nervosität jedoch nicht erwehren. Ich strich mir immer wieder durch die Haare, die wieder etwas länger geworden waren. Gut das es in Hogsmeade einen Frisör gab, da würde ich mich beim ersten Hogsmeade Wochenende mal melden.
 

Als die Erstklässler endlich angekommen waren, schauten sie mich erstaunt an, doch Prof. McGonagall hatte schnell die Aufmerksamkeit der Kinder. Ich hatte schnell gemerkt das diese Frau sehr streng war, aber auch eine Frau die es liebte zu unterrichten. Man sollte es sich mit ihr aber nicht verscherzen. Zielstrebig führte uns Prof. McGonagall in die Große Halle. Diese war wunderschön geschmückt, hell und warm. Die Schüler saßen bereits an ihren Tischen, während die neuen sich neugierig umsahen. Vor dem Lehrertisch stand ein kleiner dreibeiniger Stuhl auf dem ein alter Hut lag. Dieser Öffnete seinen Mund und fing an zu singen.
 

„Ihr denkt, ich bin ein alter Hut,
 

mein Aussehen ist auch gar nicht gut.
 

Dafür bin ich der schlauste aller Hüte,
 

und ist's nicht wahr, so fress ich mich, du meine Güte!
 

Alle Zylinder und schicken Kappen
 

sind gegen mich doch nur Jammerlappen!
 

Ich weiß in Hogwarts am besten Bescheid
 

und bin für jeden Schädel bereit.
 

Setzt mich nur auf, ich sag euch genau,
 

wohin ihr gehört - denn ich bin schlau.
 

Vielleicht seid ihr Gryffindors, sagt euer alter Hut,
 

denn dort regieren, wie man weiß, Tapferkeit und Mut.
 

In Hufflepuff dagegen ist man gerecht und treu,
 

man hilft dem andern, wo man kann, und hat vor Arbeit keine Scheu.
 

Bist du geschwind im Denken, gelehrsam auch und weise,
 

dann machst du dich nach Ravenclaw, so wett ich, auf die Reise.
 

In Slytherin weiß man noch List und Tücke zu verbinden,
 

doch dafür wirst du hier noch echte Freunde finden.
 

Nun los, so setzt mich auf, nur Mut,
 

habt nur Vertrauen zum Sprechenden Hut"
 

nachdem der Hut fertig war, stand Prof. Dumbledore auf und begrüßte alle. „Meine Lieben Schüler, bevor wir mit der Einteilung der Erstklässler beginnen, muss ein Neuzugang eingeteilt werden, der ab diesem Jahr Hogwarts ab der 4. Klasse besuchen wird. Bitte begrüßen Sie mit mir, Adrian Potter-Crowen.", die Schüler flüsterten aufgeregt miteinander, hier und da hörte ich machte reden. „Ein Potter?"
 

„Der sieht wie ein Weasley aus."
 

„Was sind das den für Haare?"
 

„Oh der ist ja süß."
 

„In wie weit der wohl mit Harry Potter verwand ist?"
 

ich setzte mich auf den Stuhl und bekam von Prof. McGonagall den Hut aufgesetzt. Gleich darauf hörte ich die Stimme des Hutes in meinem Ohr flüstern.
 

„Oh das ist ja ein interessanter Kopf. Ich sehe sehr viel von deinen Müttern hier, dass macht es mir nicht einfach dich einzuteilen. Du bist schlau wie Lily, aber auch Stur wie Serena. Gleichzeitig hast du die Liebe für Zaubertränke von beiden, oh das ist schwer. Von deinem Vater James erkenne ich außer deinem Talent in Verteidigung gegen die dunklen Künste nicht viel."
 

„Was mich nicht wirklich stört.", flüsterte ich was den Hut kichern ließ.
 

„Nun, du bist sehr intelligent, lernst viel, aber du bist nicht von Büchern besessen. Ravenclaw würde zwar passen, aber es wäre nicht das perfekte Haus für dich. Hufflepuff fällt auch aus, da du zwar treu bist, aber nur deinen wenigen Freunden gegenüber, außerdem kämpfst du, wenn es sein muss wie ein Drache. Gryffindor könnte passen, du hast an sich alles was Godric sich wünschen würde, jedoch...hm...nein es gibt nur ein Haus in das du passt. Godric würde mich dafür anzünden, aber Salazar wäre begeistert von dir. Ich sehe deine List und sehe wie du agierst, wenn du dich bedroht fühlst. Du lässt dir nichts sagen, greifst auch aus den Schatten an, wenn es dir hilft deine Ziele zu erreichen. Du bist nicht feige, doch du bist keiner der frontal angreift. Wärst du jetzt noch ein Reinblut, würde Salazar dich adoptieren, wobei, wenn du so bleibst wie du bist und dich nicht selbst verlierst, würde er dich so oder so an seine Seite als seinen Erben holen. Vor allem da sein aktueller Erbe...", der Hut verstummte.
 

„Ich weiß was dieser Lord getan hat und ich glaube einfach nicht das Lord Slytherin es gutheißen würde, wenn Zauberer und Hexen abgeschlachtet werden. Das er Muggelgeborene nicht mag, verstehe ich und ich finde es auch eine Schande das wir uns verstecken müssen, aber das Leben läuft selten so wie wir es wollen. Ich mag nur ein Halbblut sein, aber ich lasse mich deswegen nicht von anderen wie Dreck behandeln. Reinblüter gibt es bei uns in Amerika auch und auch da gibt es Idioten, aber ich sehe nicht wie das Blut einen besser macht. Ich urteile erst über einen Menschen, wenn ich seine Taten gesehen habe.", der Hut lachte.
 

„Ja, genau so sollte es sein. Wer weiß, vielleicht wird das alte Haus wieder so wie es einmal war, wenn du deine Platz dort angenommen hast. Allerdings wirst du kämpfen müssen, doch das wird nicht das Problem sein. Nun, viel Glück und Erfolg in deinem Haus"
 

Die Halle war still, wartete wohl das der Hut mich endlich einteilte. Ich konnte Harry sehen, der mich fragend ansah. Scheinbar war er verwirrt, warum ich nicht gleich zu den Löwen gekommen bin, doch gleich würde er geschockt sein, so wie die meisten hier. „Dein Haus wird...SLYTHERIN!", als der Hut mein Haus verkündet hatte, war es still. Ich nahm ihn ab und gab ihm Prof. McGonagall, während meine Robe durch Magie die Farben und das Wappen Slytherins annahm. Hoch erhobenen Hauptes ging ich zu meinem Neuen Haus und setzte mich an den Tisch. Es dauerte einige Sekunden, dann begann Prof. McGonagall die Erstklässler einzuteilen. Ab und an sah ich zu Harry hinüber und erkannte den enttäuschten Blick. Das braunhaarige Mädchen neben ihm, sah mich neugierig an, wären der Rothaarige mich Feindselig ansah. Nun, ich würde mich nicht beschweren.

Der Platz im Haus

Es war völlig dunkel, als ich meine Augen öffnete. Kurz war ich verwirrt, wo war ich? Doch schnell viel mir wieder ein, dass ich mich in meinem Zimmer in Slytherin befand. Gestern war die Willkommensfeier für die neuen Schüler in Hogwarts und auch ich war einsortiert worden. Slytherin. Das Haus der Reinblüter, dunklen Zauberer und der Bösen. Ich schnaubte leise und stand auf. Ich hatte schon genug von diesem Haus gehört, doch kümmerte ich mich nicht um dieses Gerede. Während ich meiner morgendliche Routine nachging, dachte ich an den gestrigen Abend zurück. Nachdem wir die große Halle verlassen hatten und im Gemeinschaftsraum angekommen waren, hatte uns Prof. Snape begrüßt und einige Worte gesprochen. Kurz und knapp, so kannte ich den Mann bis jetzt. Er erklärte die Regeln, sagte wir sollen zusammen halten und was er von uns als Schüler erwartete. Kaum war er gegangen, wandten sich einige Schüler gegen mich und versuchten mir meinen „Platz" zu zeigen. Darunter nicht nur ältere, sondern auch ein jüngerer Schüler. Blondes kurzes Haar, graue Augen, die Beschreibung passte auf Draco Malfoy. Harry hatte mir von dem Kerl erzählt und mein Bruder hatte nicht übertrieben. Ein arroganter Bengel der glaubte etwas besseres zu sein, weil er ein Reinblüter war. Ich als Halbblut und noch als Potter, hatte hier nichts zu suchen, war hier falsch und sollte am besten zu den Löwen, wo ich hingehörte. Zu erst hatte ich diese Trottel nur ignoriert, solche Leute gab es auch auf meiner alten Schule und mit denen war ich auch immer fertig geworden. Als dann einer, der Ähnlichkeit mit einem Troll hatte, mir seinen Zauberstab auf die Brust setzen wollte, wurde ich ernst. Beleidigungen ignorierte ich, so etwas zeugte nur von wenig Verstand und einem kleinen Geist, aber bedrohen ließ ich mich nicht. Ehe dieser Troll schauen konnte, hatte ich seinen Stab aus seiner Hand geschlagen, ihm am Arm gepackt und zu Boden geschleudert. Mom hatte immer darauf bestanden, das ich auch den Kampfsport der Nomaj machte und sie hatte recht behalten. Diese Zauberer und Hexen hier, hielten die...Muggel ja für primitive Affen, Pech wenn man dann nicht merkte, wie weit diese sich entwickelt hatten.
 

Auch einige andere ältere Schüler wollten mich dann angreifen, doch ich war nicht umsonst der beste meines Jahrgangs was Duelle anging. Schnell hatte ich diese Idioten außer Gefecht gesetzt. Gut, ich hatte sicher auch Glück das ich die anderen Überrascht hatte, wenn mich alle gleichzeitig angreifen würden, hätte ich meine Probleme, doch der gewünschte Effekt war erreicht. Ich hatte klar gemacht, das ich kein Spielzeug und kein Opfer war. Danach war ich in mein Zimmer gegangen. Laut Prof. Snape gab es ab dem 3. Jahrgang jeweils 2 Einzelzimmer für Jungen und Mädchen. Man musste selber sehen, wer diese bekam. Ein Junge in meinem Jahr wollte wohl das nicht besetzte Zimmer nehmen, hatte mich sogar angeschnauzt das er mehr Rechte hätte, da er aus dieser oder jener Familie stammte, doch das kümmerte mich nicht. Ein Ganzkörperklammer und das Zimmer gehörte mir. Das war das Haus Slytherin. Man musste sich beweisen. Einfluss, Geld, Macht, List und Gerissenheit, das brachte mich in diesem Haus weiter. Gut, Einfluss hatte ich keinen, Geld hatte ich, würde es aber nicht für Idioten ausgeben. List und Gerissenheit, nun...ich würde mich nicht unterkriegen lassen.
 

Fertig angezogen begab ich mich in den Gemeinschaftsraum, wo bereits einige andere Schüler warteten. Um 7:30 Uhr gingen wir geschlossen in die große Halle zum Frühstück. Heute war Montag, was bedeutete ab heute würde der Unterricht beginnen. Während wir still frühstückten, kam Prof. Snape zu uns und reichte uns die Stundenpläne. Schnell überflog ich die Liste. Als erstes hatten wir heute eine Doppelstunde Verwandlung mit den Löwen zusammen. Scheinbar hatten wir fast alles mit den Löwen zusammen, außer am Donnerstag Astronomie, das hatten wir mit den Dachsen. Leider hatten wir erst am Mittwochen Zaubertränke darauf freute ich mich bereits. Ich war gespannt wie streng Prof. Snape wirklich war und wie weit die Schüler hier waren. Hoffentlich nervten mich nicht zu viele, ich mochte es beim Brauen nicht, wenn ich unnötig gestört wurde. Meine Freunde hatten immer gescherzt das ich irgend wann Tränkemeister werden würde, bei meiner Besessenheit beim Brauen. Eine Idee, die ich sogar begrüßte. Tränke zu erforschen, neue zu erschaffen, dass war ein echter Beruf. Mal sehen was kommen würde, ich hatte ja noch 3 Jahre zeit.

Erster Unterricht

Prof. McGonagall war eine strenge, aber faire Lehrerin, die genau wusste was sie tat. Heute sollten wir damit anfangen, Tiere in komplizierte Gegenstände zu verwandeln, dazu hatte sie uns Käfer gegeben, die wir in Schmuck verwandeln sollten. „Da Sie nun alle ihre Käfer haben, werde ich ihnen nun den Zauber erklären. Konzentrieren Sie sich und sprechen Sie deutlich den Spruch: „Transmutatio" dazu bewegen Sie ihren Stab genau so!", sie zeigte uns die Stabbewegung und dann übten wir. Da Verwandlung nie meine größte Stärke war, schaffte ich es bis zum Ende des Unterrichts gerade mal, meinen Käfer Silbern zu färben. Ich würde den Zauber auf jeden fall üben müssen. Ich war gerade auf dem Weg zum Zauberkunst Klassenzimmer, als ich gerufen wurde.
 

„Adrian, warte mal!", ich drehte mich um und sah meinen Bruder, samt seiner beiden Freunde auf mich zukommen. Schnell schaute ich auf meine Uhr und erkannte, dass ich noch 10 Minuten hatte, bevor der Unterricht begann. „Hi, Harry. Hör mal, ich weiß das du mit mir reden willst, aber ich muss zum Unterricht und ihr sicher auch. Wie wäre es, wenn wir uns beim Mittagessen unterhalten? Ich komme dann zu euch, okay?", Harry wollte erst etwas sagen, doch sein rothaariger Kumpel kam ihm zuvor. „Als ob wir eine Schlange an unserem Tisch wollen."
 

„Ron, bitte!", ich rollte nur mit den Augen über dieses kindliche Verhalten. Ich blickte den Weasley an und grinste nur. „Nur weil ich Grün trage, bin ich niemand anderes als vorher, Mr. Weasley. Ich weiß um die Feindschaft unserer beiden Häuser und empfinde diese als lächerlich. Was auch immer zwischen Godric Gryffindor und Slazar Slytherin vorgefallen ist, ist über 1000 Jahre her. Beide sind schon lange tot und trotzdem gibt es diesen Kleinkrieg noch heute."
 

„Ihr Schlangen seit doch alle Schwarzmagier und Todesser!", fauchte Weasley mich laut an. Harry und Granger wollten ihn wohl beruhigen, doch dieser sah mich weiter mit solchem Hass an, als hätte ich ein unschuldiges Baby getötet. Ich zuckte nur mit den Schultern und wandte mich zum gehen, sprach aber noch über meine Schulter hinweg zu den dreien. „In jedem Haus gab es Todesser, Weasley. Sirius Black war ein Gryffindor und doch hat er unsere Eltern verraten. Barty Crouch Junior war ein Ravenclaw, also ist dein Argument schwachsinnig.", damit bog ich um eine Ecke und machte mich schnell auf zum Klassenzimmer. Später würde ich mit Harry sprechen, egal wie viele Löwen sich darüber aufregen würden. Dieser Kleinkrieg zwischen Schlangen und Löwen war mir egal, ich hatte weder die Geduld, Zeit, noch Lust diesen mitmachen zu müssen.
 

Prof. Flitwick war etwas lockerer als Prof. McGonagall, so lange man seinen Unterricht nicht störte. Er war ein Meister seines Fachs, außerdem habe ich von Prof. Snape gehört, dass Prof. Flitwick ein ehemaliger Duell Champion war. Vielleicht konnte ich mir einige Tipps holen, oder ihn darum bitten mir etwas zu zeigen. Duelle hatten mich schon immer interessiert, daher wäre es unbezahlbar von einem Meister etwas beigebracht zu bekommen. Prof. Flitwick ließ uns den Incendio, so wie den Aqamenti üben. Der Professor war wirklich ein sehr guter Lehrer, selbst wenn ich diese Zauber schon konnte, das Lernen half mir, mich nochmal zu bessern.
 

Nach Zauberkunst ging es erst einmal zum Mittagessen. Zu meiner großen Enttäuschung gab es heute nur Kartoffelsuppe, Linseneintopf oder Bohneneintopf. Unglücklich sah ich auf die Auswahl, da ich nie ein großer Suppenfan war. „Na dann das geringere Übel.", seufzte ich und nahm mir etwas Kartoffelsuppe.
 

„Bist wohl kein Freund von Suppen oder?", mein Blick ging zur Seite, ein schwarzhaariges Mädchen mit braunen Augen, saß neben mir. Ich nickte nur. „Ja, ich mag Suppen nicht wirklich, aber man muss ja essen."
 

„Genau. Entschuldige ich hab mich nicht vorgestellt, Tracy Davis.", sie hielt mir die Hand hin. Ich nahm sie und schüttelte sie, war dabei etwas verwirrt, dass eine Slytherin so freundlich sein konnte. Okay, ich kannte ja nicht alle, alle konnten ja nicht reinblütige Deppen sein. Sie grinste weiter.
 

„Ich bin ein Halbblut, so wie du, außerdem kümmert mich dieses Gerede von den anderen nicht. Ein echter Slytherin ist kein Reinblüter der „besser" ist als alle anderen, sondern eine Person die ihre Ziele mit Gerissenheit und Zielstrebigkeit verfolgt.", ich lachte. „Endlich mal jemand der es versteht. Ich hatte schon Sorge, dass alle in unserem Haus solche Deppen wie Malfoy sind.", auch Tracy lachte.
 

„Nein keine Sorge. Ja die meisten sind ziemliche...nun sagen wir sie haben ihre eigene Ansicht auf die Welt, aber die Wahrheit sieht eben anders aus."
 

„Danke das du so freundlich von uns Reinblütern redest, liebe Tracy.", sagte ein Mädchen mit langen blonden Haaren und blauen Augen, die kühl auf Tracy hinabschaute und eine Augenbraue hob. Tracy grinste nur breit. „Liebe Daph, du willst mir doch nicht wirklich sagen, das Menschen wie Malfoy normal sind, oder?", das blonde Mädchen rollte nur mit den Augen und setzte sich Tracy gegenüber, um sich etwas zu essen zu nehmen. „Stimmt. Aber bitte, vergleiche nicht alle von uns mit Malfoy.", sagte sie und sah mich dann an. „Daphne Greengrass.", sie nickte mir höflich zu. Ich nickte ebenfalls.
 

„Adrian Crowen-Potter."
 

„Wie kommt es zum Zweitnamen?", fragte Daphne mich. Ich erzählte ihr bei wem und wo ich aufgewachsen war und das ich den Namen Potter nur mit angenommen hatte, weil das Ministerium mich dazu gezwungen hatte. Wir drei unterhielten uns einige Zeit, bis ich meinen Bruder und seine beiden Freunde sah, die in die Halle kamen und sich an ihren Haustisch setzen. „Ihr entschuldigt mich kurz, meine Damen, aber ich müsste etwas mit meinem Bruder besprechen.", schnellen Schrittes begab ich mich zum Tisch der Löwen, die Blicke der anderen Schüler dabei ignorierend. Sicher warteten sie schon auf Ärger, immerhin war ich ja ein böser Slytherin und die machten nur Ärger. Dumme Kinder. Bei den Löwen angekommen, tippte ich Harry kurz auf die Schulter. „Hey, Harry. Du wolltest mit mir reden?", mein Bruder nickte, doch bevor er antworten konnte, motze Weasley wieder herum, dabei hatte er gerade seinen Mund voller Kartoffelbrei. Scheinbar gab es bei den Löwen etwas anderes als bei uns, schade. „Verpisch disch, du schlangche!", angewidert sah ich den Rothaarigen an. Hatte er keine Manieren gelernt? „Schluck erst runter, du Ekel. Außerdem geht es dich nichts an, wenn ich mit meinem Bruder spreche.", ich sah wieder zu Harry. „Vielleicht ist jetzt nicht die richtige zeit, ihr habt sicher Hunger. Wie wäre es, wenn wir uns heute Abend nach dem Abendessen in der Bibliothek treffen würden? So um 19 Uhr?"
 

„Gute Idee. Da haben wir noch 2 Stunden zeit bis die Ausgangssperre anfängt. Aber jetzt nur eine Frage, warum Slytherin?", ich grinste und zuckte mit den Schultern.
 

„Der Hut meinte ich würde genau in dieses Haus passen, da ich wohl einiges an Eigenschaften mitbringen würde, die Salazar Slytherin gerne im Haus hatte. Gut ich bin „nur" ein Halbblut, aber ganz ehrlich Harry, dieses Gehabe um reines Blut ist völliger Unsinn. Wenn du dich mal erkundigst, wie es um England International steht, dann wirst du feststellen, dass ihr hier auf der Insel nicht sehr beliebt seit."
 

„Wie meinst du das?", fragte mich nun das braunhaarige Mädchen. Ich zuckte mit der Schulter. „So wie ich es meine. Schaut euch nur mal eure Gesetzte an, die sind teilweise sogar Illegal in anderen Ländern, aber ihr mit eurer „Tradition" denkt, ihr hättet die absolute Macht. Außerdem bildet sich das Britische Ministerium gerne etwas darauf ein, dass Hogwarts die älteste magische Schule der Welt sei, was schon einmal nicht stimmt. Also Harry bis heute Abend.", mein Bruder nickte mir zu und ich ging wieder zu meinem Haustisch, wo mich Tracy gleich ausfragte, was ich bei den Löwen wollte. Ich sagte ihr das ich später mit meinem Bruder reden würde, er wollte sicher so einiges noch von mir wissen, was ich ihm in den Ferien nicht erzählt hatte. Nach dem Essen ging es erst einmal wieder in den Unterricht, Geschichte der Zauberei. Der Unterricht war genau so tot, wie unser Lehrer und es gelang mir gerade so, nicht mit dem Kopf auf meinen Tisch zu fallen und zu schlafen. Das würde sicher nicht mein liebster Unterricht werden.

Standpunkt festlegen

Müde betrat ich nach dem letzten Unterricht den Gemeinschaftsraum. Der Tag war lang gewesen, dabei war es erst der erste Tag für uns. Ich wollte jetzt nur noch meine Tasche in mein Zimmer bringen, dann zum Abendessen gehen und zum Schluss in die Bibliothek, wo ich mich mit Harry treffen würde. Ich hoffe er kommt alleine, da ich keine Lust auf seine beiden Freunde hatte. Ich wollte gerade in Richtung meines Zimmer gehen, als ich ein Prickeln auf meiner Kopfhaut spürte. Wenn das passierte, war es meisten so das ein Zauber auf mich zuflog. Ich wirbelte schnell herum, zog gleichzeitig meinen Zauberstab und beschwor einen Schild herauf. „Protego!", drei Zauber prallten an meinem Schild ab, während drei Jungs ihre Stäbe auf mich richteten. Malfoy, Crebbe und Goyle, natürlich.
 

„Was bildet ihr drei euch eigentlich ein!"
 

„Du dreckiges Halbblut solltest wissen, wo du hingehörst! Wir werden dir zeigen das Reinblüter um Welten besser sind als du und die Schlammblüter.", schnarrte Malfoy überheblich grinsend. Mein Blick wurde kalt, in mir brodelte es. Das man im Krieg aus dem Hinterhalt angriff verstand ich, aber diese drei waren einfach nur feige Gören, die dachten über mir zu stehen. Nicht mit mir!
 

Ich ließ meinen Zauberstab schnell herum wirbeln und stecken, wie eine Kobra die zubeißt. Nonverbal schoss ich einige Flüche gegen die drei, wobei Dick und Doof von einem Stupor getroffen wurden. Malfoy konnte meinen Stupor abwehren, doch ich ließ nicht nach. „Stupor!", rief ich laut, doch schwang ich meinen Stab schnell nochmal und schickte einen Fesselzauber auf Malfoys Beine. Den Stupor wehrte er wieder ab, doch dann wurden seine Beine zusammen gebunden und er fiel zu Boden. „Expelliarmus!", und schon hatte ich den Zauberstab des Blonden. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie ein anderer Schüler seinen Stab auf mich richtete, was mich noch wütender machte. Scheinbar musste ich hier zeigen, dass ich an der Spitze stehen wollte und würde. Ich wirbelte herum, schoss drei Schockzauber auf den Kerl, von dem einer traf und gewann.
 

„Was ist hier los?!", Prof. Snape hatte den Gemeinschaftsraum betreten scheinbar hatte ihn jemand gerufen.
 

„Sir, Potter hat Malfoy, Crebbe, Goyle und Smith ohne Grund angegriffen!", log einer der Slytherins und zeigte anklagend auf mich. Ich schnaubte nur verächtlich und sah meinem Lehrer fest in die Augen. „Das ist eine Lüge, Sir. Ich bin hier rein gekommen, um meine Tasche in mein Zimmer zu bringen und wurde von den drei da angegriffen. Als ich Malfoy zu Letzt entwaffnet hatte, wollte dieser da...Smith, mich angreifen."
 

„Du dämliches Halbblut lügst! Du bist nicht willkommen in unserem ehrenvollem Haus, greifst uns einfach..."
 

„Ich bin bereit unter Veritaserum auszusagen!", rief ich gleich dazwischen. „Oder Sie, Professor, können Legelimenz an mir nutzen.", Prof. Snape blickte mir streng in die Augen. Nach ein paar Sekunden wandte er sich an die vier auf dem Boden Liegenden Schüler und weckte sie. Gleich wollten sie mir die Schuld geben, doch der Professor brachte alle zum Schweigen. „Unser Haus sollte zusammen stehen. Wenn es Probleme gibt, dann lösen wir das nur hier! Malfoy, wenn Sie jemanden angreifen und dieser sich wehrt, sollten Sie sich nicht beschweren, wenn ihr Gegner besser ist."
 

„Aber, Sir! Dieses Halbblut..."
 

„Dieses Halbblut ist der zukünftige Lord Potter, du Idiot!", rief ich dazwischen. Kalt sah ich Malfoy in die Augen, dann blickte ich mich im Gemeinschaftsraum um. „Ich warne euch hier und jetzt, jeder, der mich angreift wird es bereuen. Ich bin nicht mein Bruder. Ich bin kein Held, der sich zurück hält. Ich werde euch verfluchen, euch weh tun, und es gibt NICHTS was ihr dagegen tun könnt. Schreibt doch euren Eltern, wenn ihr wollt. Ich kümmere mich einen Scheiß, um eure Traditionen, Verbindungen oder sonstiges! Das Haus Slytherin ist ein Haus der List, des Ehrgeiz und der Macht. Ich habe Macht, werde mehr Ansammeln und wenn ich dafür kämpfen muss.", dann holte ich tief Luft und sah meinen Lehrer an. „Ich werde keine Regeln brechen, Sir, aber ich werde mich nicht mit Stupor oder Beinklammern begnügen, wenn eine ganze Gruppe gegen mich agiert. Ich werde tun, was ich muss, um mir den Platz hier zu sichern, der mir zusteht.", damit ging ich in mein Zimmer, schmiss meine Tasche auf mein Bett und verließ den Gemeinschaftsraum wieder um in die Bibliothek zu gehen.

Bis er es lernt

Die Tage zogen nur so dahin, da merkte man kaum wie der Unterricht einen forderte. Seit ich meinen kleinen Kampf im Gemeinschaftsraum hatte, haben die meisten mich in Ruhe gelassen. Gut Malfoy hat immer wieder versucht mir dumm zu kommen, aber mit diesem Frettchen würde ich immer und immer wieder den Boden wischen, bis er endlich begriffen hatte, das ich stärker war als er. Das Gespräch mit Harry am gleichen Abend war kurz, aber wir konnten uns gut aussprechen. Er war zwar nicht froh darüber, dass ich eine Schlange war, warnte mich vor den anderen Slytherins und versuchte zu mindestens einmal, mich zum Wechsel nach Gryffindor zu überreden. Ich war nur froh, dass seine beiden Freunde nicht dabei waren, obwohl Weasley meinen Bruder wohl daran hindern wollte, mit mir zu sprechen. Ich hatte Harry erklärt das ich kein Gryffindor war, das wir beide unterschiedlicher waren, aber das musste ja nicht bedeuten, dass wir keine Freunde werden konnten.
 

Keine Ahnung was ich von den beiden Freunden meines Bruders halten sollte. Die ganzen letzten Tage, wo ich mich ab und an mit Harry getroffen hatte, sei es beim Essen oder einfach in einem Gang zum Unterricht, war es Weasley der mich beleidigte und Harry immer wieder sagte, er solle sich von „der schleimigen Schlange“ fernhalten. Das Mädchen hingegen, Granger, schien mich zu beobachten. Sie sagte nichts, doch ich hatte das Gefühl, sie wartete nur auf ein Anzeichen das ich etwas böses oder verbotenes tun würde. Ich würde sicher nie gut Freund mit den beiden werden, aber so lange sie mir sonst aus dem Weg gingen, würde ich das auch, damit war ich glücklich.
 

Dafür sprach ich oft und viel mit Tracy und Daphne. Beide waren klug, Tracy etwas faul, freundlich, auch wenn sie es nicht immer zeigten, gerade Daphne trug die Maske der Eiskönigin. Ich mochte die beiden, außerdem half ich Daphne gerne mit Malfoy, der wohl der Meinung war, sie wäre sein Eigentum, seine zukünftige Verlobte, doch da wehrte sie sich strickt gegen. Das Frettchen musste schon den ein oder anderen Eiszauber auf seine Männlichkeit einstecken, doch er lernte nicht dazu. Vielmehr beschwerte er sich dauernd und drohte uns mit seinem Vater. Solche Leute waren mir zu wieder. Feiglinge ohne Rückgrat. Davon kannte ich einige aus meiner alten Schule, die nahm ich nie ernst. Wie sagten die Muggel? Hunde die bellen, beißen nicht, oder so.
 

Aktuell war Unterricht für Zaubertränke und ich liebe es. Ich habe es vermisst zu brauen und verstand einfach die Schüler nicht, die sich hier keine Mühe gaben. Wer keine Lust hatte Zaubertränke richtig zu machen, der sollte den Unterricht meiner Meinung nach Verlassen. Gerade die Gruppe Slytherin/Gryffindor, machte es nicht immer leicht. Dieser ständige Streit zwischen den Häusern störte nur und war in den anderen Klassen schon störend, hier war er aber gefährlich. Prof. Snape schlich leise durch unsere Reihen, murmelte hier und da etwas und verhinderte so gut er konnte, dass es zu einer Katastrophe kam. Die brodelnde Flüssigkeit, die Farben und der Dampf, alles daran hatte mich schon immer interessiert. Ich war völlig in meine Arbeit versunken, da spürte ich jemanden hinter mir. Damit mein Trank nicht ruiniert wurde, beachtete ich die Person nicht, es war sicher der Professor der meinen Trank untersuchen wollte. Heute sollten wir den einen Trank gegen eine Lebensmittelvergiftung brauen, dafür musste ich jetzt nur noch die Alraunenwurzel in 3cm große Stücke schneiden und hinzufügen.
 

„Die Zeit ist um.“ Prof. Snape stellte sich wieder vor die Klasse und sah uns wie immer kühl an. „Wie ich sehe, habe ich hier wenigstens einige Schüler, die keine völligen Schwachköpfe sind und wie immer sind es die Slytherins, die am besten abgeschnitten haben. Mr. Crowen, ihr Trank ist beinahe perfekt, allerdings haben sie eine halbe Umdrehung vergessen, das wird dafür sorgen, dass ihr Trank etwas länger braucht als normal. Allerdings ist Ihr Trank der beste von allen hier, nehmen sie daher 5 Punkte.“ ich nickte und ärgerte mich dennoch innerlich, über mich selbst. Ich wusste ich hatte etwas vergessen und dann das! Das würde mir nicht wieder passieren. Ich packte meine Sachen zusammen und wollte gerade die Klasse mit den anderen Verlassen, um nun zu Kräuterkunde zu gehen, wurde aber von meinem Hauslehrer aufgehalten. „Mr. Crowen, einen Moment bitte.“

„Was kann ich für Sie tun, Sir?“, ernst sah mich mein Hauslehrer an.

„Ich habe von Mr. Malfoy eine Beschwerde über Sie erhalten. Angeblich haben Sie ihn grundlos angegriffen, da ich Mr. Malfoy allerdings kenne, weiß ich das dies nicht wirklich stimmt. Können Sie mir sagen, was dieses mal vorgefallen ist?“, ich seufzte nur und stützte mich am Schreibtisch meines Lehrers ab. Seit ich hier war, versuchte Malfoy mir das Leben schwer zu machen und langsam ging meine Geduld mit diesem Balg wirklich zu ende. „Malfoy war mal wieder der Meinung, ich müsste vor ihm knien, da er ja ein „mächtiges“ Reinblut sei. Als ich ihm sagte, er wäre nichts weiter als ein Drittklässler der mir nicht gewachsen wäre, griff er mich, mal wieder, an. Wie Sie wissen, Sir, muss ich mir meinen Platz in Slytherin erkämpfen. Ich bin ein Halbblut, dazu noch der Bruder von Harry Potter, also zweifach ein ziel im Schlangenhaus. So langsam habe ich auch keine Geduld mehr mit Malfoy, aber was soll ich tun? Wie oft muss ich ihn noch zu Boden werfen, bis er kapiert, dass ich nicht unter ihm stehe?“, Snape schnaubte und grübelte wohl. „Ich weiß was Sie meinen, Mr. Crowen. Leider sind die Malfoys durch ihre lange Geschichte sehr...von sich selbst überzeugt. Das war bei Dracos Vater schon so und soweit ich weiß, auch bei dessen Vater. Ich weiß selber wie schwer es ist, sich in Slytherin Respekt zu verschaffen, gerade als Halbblut. Ich weiß das es weiter zu Kämpfen kommen wird, ich bitte Sie nur darum, schwere Verletzungen, wenn möglich, zu vermeiden. Sollten ihre Hauskameraden zu brutal werden, melden Sie das bitte. Ich dulde diese Kämpfe, aber ich dulde es nicht, wenn meine Schüler sich gegenseitig verstümmeln oder gar umbringen.“, ich nickte.

„Ich werde mich so lange mit leichten Zaubern wehren, wie ich es für nötig erachte, Sir. Sollte mich ein Schüler jedoch mit schwarzer Magie angreifen, und wir beide wissen, viele der Schlangen können das, werde ich mich entsprechend wehren und mich dann bei ihnen melden.“, ernst sah mich mein Hauslehrer an, ich hob gleich abwehrend meine Hände. „Ich werde keine dunklen Flüche benutzen, die Lebensgefährlich sind. Und selbst die leichten würde ich nur, im absoluten Notfall einsetzen. Ich tendiere eh mehr zu grauer Magie.“

„Ich hoffe es, Mr. Crowen. Schwarze Magie ist hier in England zum größten Teil verboten und der Schulleiter sieht diese in der Schule nicht gern.“, ich zuckte nur mit den Schultern. „Bei allem Respekt, Sir, aber diese Gesetzte gegen dunkle Magie in diesem Land, sind völliger Mist. Aber ich werde hier keine politische Diskussion starken, dafür fehlt uns beiden sicher der Nerv. Alles was ich sage ist, ich werde meine Magie nicht verstümmeln, nur weil irgend jemand Schnappatmung bekommt.“

„Ich hoffe einfach, dass es nie dazu kommt.“

„Ich auch, Sir.“

„Gut, Sie können gehen. Ich werde mich nochmal mit Mr. Malfoy unterhalten, allerdings wird es für Sie nun noch schwerer, da er eine Niederlage nicht akzeptiert.“, ich zuckte mit den Schultern und ging zur Tür. Nochmal drehte ich mich zu meinem Lehrer um. „Dann wird sich klein Draco so lange eine blutige Nase holen, bis er gelernt hat das ich über ihm stehe.“, dann verließ ich die Klasse und machte mich schnell auf den Weg in die Gewächshäuser. Wenn ich mich beeilte, würde ich es noch gerade so schaffen, bevor die Stunde beginnen würde.

Katastrophales Quidditch

Das Wetter war scheiße. Es stürmte schon den ganzen Tag, der Wind war kalt und der Regen wurde dadurch nur stärker. Ich verstand einfach nicht, warum das Quidditch Spiel für heute, nicht einfach verschoben wurde? Quidditch. Ich hatte nie verstanden was die Leute daran fanden. Das Fliegen war toll, ja, aber dieses Spiel selber war so langweilig. Außerdem ging es so lange, bis jemand den Schnatz gefangen hatte, und das konnte Monate dauern. In Ilvermorny hatte ich auch nie wirklich einen Spiel beigewohnt, nur wenn mein Kumpel Sam gespielt hat und selbst dann nur, wenn es wirklich schönes Wetter war. Vor allem machte ich mir Sorgen wegen der Dementoren, die zwar nicht auf das Schulgelände dürfen, doch bei so vielen Leuten wie hier im Stadion, wäre es für diese Monster einfach zu verlockend als das diese sich an irgend welche Regeln halten würden. Ein kalter Schauer rann meinen Rücken herab, als ich an diese Monster dachte. Wie konnte das Ministerium nur so dumm sein? Sirius Black war vielleicht gefährlich, aber Dementoren? Auroren wären hier viel sinnvoller gewesen, aber nein, der Minister hatte ja diese tolle Idee.
 

//Man ich hätte drinnen bleiben sollen, aber ich hab´s Harry ja unbedingt versprechen müssen//, dachte ich gelangweilt und wirkte nebenbei den Zauber neu, der meine Kleidung trocknete und einige Zeit trocken halten würde. Plötzlich gab es lautes Geschrei was nicht mit dem Spiel zu tun hatte. Einige Schüler richteten ihre Blicke weiter in den Himmel und zeigten auch hinauf, was war den los? Ich folgte den Fingern und sah nach kurzer Zeit, was da los war. Ich erbleichte und mein Herz raste, da fiel doch wirklich mein Bruder aus dem Himmel! Scheinbar war er vom Besen gefallen, schlimmer noch, er schien bewusstlos zu sein, doch warum? Schnell sah ich den Grund und mir wurde schlecht. Dutzende Dementoren verfolgten den fallenden Körper meines Bruder, kein Wunder das Harry nicht bei Bewusstsein war. Diese Monster sollten nicht hier sein, aber wie ich es mir bereits dachte, kümmerten die sich nicht um Regeln. Es war ihnen einfach nicht möglich so einer Ansammlung von Gefühlen zu widerstehen. Selbst aus der Entfernung spürte ich die Kälte und die Geistigen Auswirkungen dieser Wesen, aber ich musste mich zusammen reißen. Ich riss meinen Zauberstab in die Luft und erinnerte mich an eine meiner schönsten Erinnerungen. Damals als ich 7 Jahre alt war und mit Mom in einem Magischen Zoo war, wo ich erkannt hatte, das ich mit einer Tierart reden konnte. Es war ein toller Tag und seit dem sprach ich so oft ich konnte mit den Tieren.
 

„Expecto Patronum!“, aus meinem Zauberstab schoss ein Blau glühender Fuchs, der sich gleich auf die Dementoren stürzte. Ein schneller Blick auf die Tribünen zeigte mir, dass ich nicht der einzige war, der einen Patronus schickte. Der von Prof. Dumbledore war sogar ein Phönix! Gleichzeitig fing der Schulleiter Harry mit einem anderen Zauber auf, so das sein Sturz abgebremst wurde, auch wenn der Aufprall sicher einige Prellungen und blaue Flecken nach sich ziehen würde.
 

Eine Halbe Stunde später stand ich zusammen mit dem Gryffindor Team im Krankenflügel und wartete darauf, dass mein Bruder aufwachte. Ausnahmsweise lies mich sogar Ronald in Ruhe. „Unglaublich das die Dementoren aufs Spielfeld kamen! Die hatten doch das Verbot hier…“

„Die Dementoren kümmern sich nicht um Verbote, Ms. Granger.“, unterbrach ich die Freundin meines Bruders. Innerlich kochte ich vor Wut auf den Minister, dass der wirklich glaubte diese Biester unter Kontrolle zu haben. Lächerlich!

„Prof. Dumbledore war sehr Wütend. Ich habe ihn noch nie so gesehen. Glaubt ihr, der Minister zieht die Dementoren nun ab?“, ich schnaubte verächtlich.

„Ja, wenn hier ein Reinblüter aus einem alten Haus liegen würde, dessen Eltern viel Einfluss haben und noch leben würden. Sicher Harry ist für euch alle der Held, aber der Minister wird die Dementoren erst abziehen, wenn Black gefasst wurde. Aber glaubt mir, das WIRD Konsequenzen für den Minister haben.“

„Was meinst du?“, ich zuckte nur die Schultern und wandte mich der Tür zu, an dieser angekommen sah ich nochmal zu meinem schlafenden Bruder.

„Wenn Harry aufwacht, sagt ihm ich kümmere mich darum, auch wenn es noch etwas dauern wird.“, damit verließ ich den Krankenflügel und begab mich erst einmal in die Bibliothek. Ich wollte nochmal etwas nachschlagen und sobald ich Gewissheit hatte, würde ich einen Brief an Gringotts schreiben. Ich hatte einen Plan und den würde ich auch durchsetzen, ich hatte nicht vor mich aufhalten zu lassen, egal wie schwierig das ganze werden würde.

Adrians Plan

Grinsend schloss ich das dicke Buch, welches ich die letzten 2 Tage studiert hatte. Mein Bruder war zwischenzeitlich wieder wach und ich hatte auch mit ihm gesprochen. Gryffindor hatte das Spiel verloren, worüber sich vor allem Malfoy und seine Diener lustig machten, doch das war mir egal. Meine Nachforschungen hatten sich als Wahr ergeben, nun musste ich nur noch den Kobolden schreiben, um herauszufinden, ob dieses Gesetz noch aktiv wäre. Wenn ja, dann könnte ich im Sommer einige Leute verärgern und meinen Bruder so wie mich in eine bessere Position bringen. Dennoch musste ich aufpassen, selbst wenn alles so klappen sollte, wie ich es geplant hatte, würde es nicht einfach werden. Laut diesem Buch, welches die Gesetzte des magischen Britanniens zusammen fasste, besonders die für die Reinblütigen Familien, konnte ich die Position als Familienoberhaupt der Potters annehmen, Dieses Gesetz war uralt und schien selten benutzt worden zu sein, aber es war gültig...hoffte ich. Wenn ja, dann würde ich mein Erbe annehmen und wenn das klappen sollte, auch die Vormundschaft für meinen Bruder. Das bedeutete für Harry, nie wieder Dursleys. Das Problem dabei war nur, ich musste beweisen das ich Geistig auch alt genug war, also das ich die Fähigkeiten hatte, meinen Posten als Oberhaupt anzunehmen. Das würde allerdings nicht schwer werden, da ich schon immer sehr ernst war und meinem Alter voraus. Das sagte Mom zu mindestens immer.
 

Natürlich war mir klar das es einige geben würde, die meine Emanzipation nicht gerne sehen werden, aber ich hatte laut dem Gesetz das Recht dazu. Dennoch würde ich alles still und heimlich mit den Kobolden regeln, da das Ministerium nicht sofort wissen musste, das ich mich emanzipieren lassen würde und einmal durchgesetzt, konnten die es nicht wieder rückgängig machen. Dafür würde ich jetzt erst einmal Gringotts schreiben, hoffentlich ging alles sehr schnell. Ich schrieb schnell einen Brief an die Kobolde und ging in den Eulenturm, wo ich Ares suchte, welcher schon länger keine Briefe mehr austragen konnte. Ich rief ihn, er landete schnell vor mir und sah nicht gerade fröhlich aus.
 

Ares kreischte mich erst einmal sauer an, als ich ihm den Brief gab. Er war sauer, dass ich so selten einen Auftrag für ihn hatte. „Tut mir leid, Ares, aber ich kenne in diesem Land niemanden um ihm zu schreiben und meinen Freunden in Amerika kann ich auch nicht jeden Tag schreiben. Aber bitte, bring das hier nach Gringotts und warte auf eine Antwort.“, ich kraulte meiner Eule nochmal am Kopf, dann flog er los. Hoffentlich würde alles klappen wie ich wollte, da ich keine Lust hatte, die nächsten Jahre irgend jemanden als Vormund zu haben. Ich vermutete nämlich, dass sich Prof. Dumbledore darum bemühte, damit ich zusammen mit Harry zu den Dursleys gebracht werden kann. Allerdings war ich 14, daher konnte ich einen Vormund ablehnen, wenn ich mit diesem nicht zurecht kommen würde. Doch das hätte dann den Nachteil, das man mir irgend wann einen aufzwingen würde, egal was ich wollte. Noch war ich minderjährig daher konnte ich nicht „alleine leben“ weil ich ja noch „ein Kind“ war. Innerlich grauste es mir schon davor, bei den Muggel leben zu müssen. Ich würde sicher nicht den ganzen Sommer bei wenig Nahrung und Wasser den Haushalt schmeißen, nur weil meine Fetten Verwandten sich einen schönen Tag machen wollten. Ich verstand nicht, warum Harry sich das bieten ließ, aber ich war nicht Harry. Würde es zum äußersten kommen und ich im Sommer bei den Dursleys leben müssen, würde ich denen gleich klar machen, dass die nicht so mit mir umspringen können, wie mit Harry.
 

Und sollte alles schief gehen und ich bis ich 17 war warten muss, dann war es eben so. ich hatte Geduld und die 3 Jahre würden schnell vergehen. Da ich heute nichts mehr zu tun hatte, machte ich mich auf den Weg in den Gemeinschaftsraum. Vielleicht lese ich noch ein Buch, oder gehe mal früh schlafen. Oder ich musste wieder mal zeigen, das ich mir die Führung des Hauses nehmen würde, je nachdem wie viele Idioten mal wieder versuchen würden mir zu zeigen, dass sie so viel besser waren als ich.
 

Als ich den Gemeinschaftsraum betrat, wurde ich Merlin sei dank mal nicht angegriffen, oder anders genervt. Lag vielleicht auch daran, dass der ganze Raum ziemlich leer war. Ich sah Daphne und Tracy an einem Tisch sitzen und Schach spielen, also setzte ich mich stillschweigend dazu. Die beiden nickten mir kurz zu, kümmerten sich, jedoch weiter auf ihr Spiel.
 

Gegen 22 Uhr ging ich dann schlafen, morgen war Samstag also Wochenende und nächste Woche wäre das erste Hogsmeade Wochenende. Gut das ich eine Erlaubnis hatte, Mom hatte wohl wirklich lange vorher geplant mich nach Hogwarts zu schicken, wenn sie stirbt. Nun das kam mir ja jetzt zugute, also beschwerte ich mich nicht. Ich war eh schon gespannt auf den Honigtopf von dem ich nur gutes gehört hatte.

Emanzipiert

Kaffee. Wer auch immer dieses Göttergetränk erfunden hatte, sollte auf einer goldenen Schokofroschkarte verewigt werden. Ich brauchte morgens meistens 3 Tassen Kaffee, bis ich wirklich wach war, außer am Wochenende da waren es nur 2 Tassen. Das Flattern von Flügeln erregte die Aufmerksamkeit der Schüler als Ares vor mir landete. Er hatte einen Brief von Gringotts dabei, das ging ja mal schnell. Ich gab ihm etwas Speck und nahm dann den Brief an mich, den ich gleich lesen wollte. Mal sehen was die Kobolde zu sagen hatten.
 

- Sehr geehrter Mr. Crowen-Potter.

Wir von Gringotts waren sehr erstaunt als Sie uns ihre Frage schickten, sehen aber auch das Potenzial dahinter. Es wird Sie sicher freuen zu erfahren, dass das Gesetzt, welches Sie angesprochen haben, noch immer aktiv ist, auch wenn es seit mehr als 200 Jahren nicht mehr angewendet wurde. Das Ministerium hat sich nie die Mühe gemacht, besagtes Gesetz zu löschen, daher können Sie sich direkt bei uns emanzipieren lassen. Jedoch wird das auch einige Nachteile mit sich ziehen, da das Ministerium von ihrer Emanzipation erfahren wird. Zwar kann diese niemand rückgängig machen, aber es wird zu unangenehmen Fragen kommen. Außerdem müssen wir Ihnen mitteilen, dass Prof. Dumbledore bereits die Vormundschaft für Sie beantragt hat. Da sie bereits 14 Jahre sind, wäre in den nächsten Tagen ein Brief des Ministerium für Sie angekommen, indem Sie darüber in Kenntnis gesetzt worden wären, das Sie nun einen neuen Vormund haben, so das Sie, wenn nötig, dagegen ihr Veto einlegen können. Ich rate Ihnen so schnell wie möglich nach London zu kommen und mit uns zu sprechen, damit wir ihre Emanzipation durchführen können, sofern der Test den wir durchführen müssen belegt, das sie magisch und Geistig dazu in der Lage sein werden, die Position als Lord Potter einzunehmen. Da Sie zur Zeit in der Schule sind, werden Sie dem Direktor und ihrem Hauslehrer bescheid geben müssen, seien Sie sich aber gewiss, das keiner von beiden ihnen verbieten kann zu uns zu kommen, da dies eine Persönliche Angelegenheit ist. Am besten Sie kommen an einem Wochenende, da dort kein Unterricht stattfindet. Wir haben jederzeit einen Termin für Sie frei. Mit freundlichen Grüßen,

Logrock Verlismanager der Potter. -
 

ich grinste breit und las den Brief nochmal durch. Tja das war doch mal gut, auch wenn ich etwas sauer darüber war, dass Dumbledore mein Vormund sein wollte. Gut ich hatte damit gerechnet, aber es wirklich zu wissen, ist dann doch etwas anderes. Nun zum Pech des Schulleiters, würde daraus wohl nichts werden. Mit dem Brief ging ich zum Lehrertisch an dem der Direktor und Prof. Snape saßen und erklärte ihnen die Situation. Während mein Hauslehrer nur nickte und mir anbot mich zu begleiten, versuchte der Direktor mir das ganze auszureden. „Adrian mein Junge, ich denke nicht, dass das eine gute Idee ist. Du bist zu jung, um die Führung deines Hauses…“, ich unterbrach den Professor direkt.

„Prof. Dumbledore, ich werde nächsten Sommer 15 und bin daher alt genug. Ich mag erst 14 sein, aber ich bin kein kleines Kind mehr. Außerdem ist mir bewusst, dass ich nicht alle meine Pflichten sofort erfüllen kann. Ich werde mich darum kümmern, einen Stellvertreter zu ernennen, der mich im Gammot und im Schulbeirat vertritt, bis ich mit der Schule fertig bin.“

„Herr Direktor, Mr. Crowen hat jedes Recht dazu sich emanzipieren zu lassen, sofern der Test den er machen muss beweist, dass er die geistige und magische Reife dazu hat. Dieses Gesetz mag alt sein, ist aber noch gültig.“, erklärte Prof. Snape. Ich nickte ihm zu.

„Ich werde noch heute aufbrechen, Prof. Snape, dürfte ich ihren Kamin benutzen, um in die Winkelgasse zu reisen?“

„Dürfen Sie. Ich werde Sie auch begleiten.“

„Danke, Sir.“
 

Prof. Dumbledore wollte wohl noch etwas sagen, aber Prof. Snape und ich machten uns direkt auf den Weg. Eine halbe Stunde später saß ich in einem kleinen Büro in Gringotts und ließ mir von dem Verliesmanager meiner Familie erklären, wie dieser Test ablaufen würde. Es war nicht schwer, ich musste keine Fragen beantworten, außer ob ich wirklich sicher war, diesen Test machen zu wollen. Ich musste nur einige Tropfen Blut auf ein Pergament fallen lassen, dieses würde erkennen, ob ich reif genug war, emanzipiert zu werden. „Wenn Sie die geistige und magische Reife haben, wird das Pergament grün leuchten. Wenn sie keines von beiden haben, dann rot. Bei magischer reife, aber vom Geist her noch zu jung sind, dann leuchtet es blau. Umgedreht leuchtete es dann gelb.“, erklärte mir der Kobold. Ich nickte und gab das Blut ab, jetzt mussten wir 10 Minuten warten.
 

Eine Stunde später verließen Prof. Snape und ich die Bank, wobei ich ein breites Grinsen im Gesicht hatte. Der Test war positiv, ich war geistig und magische reif genug und hatte daher sofort die Emanzipation beantragt. Der ganze Profess war schnell gegangen. Ich musste ein Dokument unterschreiben, Logrock, Prof. Snape und ein Angestellter des Ministeriums der dafür gerufen wurde, waren Zeugen und unterschrieben ebenfalls. Ich war nun emanzipiert. Ich trug sogar den Lord Ring meiner Familie, was das ganze offiziell machte. Eine genau Auflistung all der Gegenstände die sich im Familienverlies befanden, würde ich in den nächsten Tagen erhalten. Jetzt musste ich schauen, wer die Pottersitze im Gammot und im Schulrat einnehmen würde, bis ich mit Hogwarts fertig war. Prof. Dumbledore hatte sich die letzten Jahre um alles gekümmert, wobei der Mann eher dafür gesorgt hatte, dass die Familiengeschäfte vernünftig weiterliefen, wobei die Kobolde geholfen hatten. Die Sitze die meine Familie hatte, hatte der Professor mit zwei seiner Verbündeten besetzt, etwas was ich ändern würde. Ich war nicht wütend auf den Direktor, er hatte nichts getan, was illegal oder moralisch falsch war. Er hatte kein Geld verschoben, hatte das Erbe meiner Eltern nicht angefasst, nur die Sitze in den letzten Jahren genutzt, um dafür zu sorgen, das manche Gesetzt, die die dunkle Fraktion haben wollten, nicht angenommen wurden. Leider hatte er dadurch eine Patt Situation erschaffen, warum es im Ministerium kaum voran ging. Auch das würde ich ändern. Meine Eltern mochten zur hellen Seite gehören, doch ich tat dies nicht. Ich war nicht dunkel, aber auch nicht hell. Ich sah mich eher als Grauer Zauberer, daher würde ich jemandem als Stellvertreter nehmen, der auch eher zur Grauen Fraktion gehörte.
 

Auch da hatten die Kobolde mir geholfen. Scheinbar war die Potter Familie mit der Greengrass Familie seit Jahrhunderten verbündet und Lord Greengrass war der Anführer der grauen Fraktion. Ich musste ihm erst schreiben, aber das würde ich noch heute machen. Ich würde mich mit ihm treffen müssen, wenn er die Zeit dazu hatte. Ich hoffte wirklich der Mann wäre bereit mir zu helfen, sonst hätte ich erst einmal ein Problem.

Zukunft der Potterfamilie

„Mr. Crowen, der Direktor würde Sie gerne sprechen.“, leicht erschrocken sah ich von dem Buch über Verteidigung gegen die Dunklen Künste auf, das ich zur Zeit studierte. Dafür hatte ich mich in die Bibliothek gesetzt, wo man die meiste Ruhe hatte. Mein Blick fiel auf Prof. Snape, der mich mit seinen dunklen Augen auffordernd ansah. Ich war zwar etwas abgelenkt gewesen, aber dieser Mann konnte sich auch dann anschleichen, wenn man völlig auf der Hut war. „Ich gehe davon aus, Sir, das Prof. Dumbledore mich nochmal dazu überreden möchte, meine Emanzipation rückgängig zu machen, oder ihm zu mindestens weiterhin die Kontrolle, über die Potter Sitze im Gamot und im Schulrat zu behalten.“

„Das wäre möglich, Mr. Crowen. Bitte begleiten Sie mich, wir beide haben noch anderes zu tun, als den Direktor warten zu lassen.“, ich seufzte und packte das Buch ein, dann folgte ich meinem Hauslehrer ins Büro des Direktors.
 

„Ah, Adrian, Severus! Danke das ihr so schnell gekommen seit, bitte setzt dich, Adrian. Severus, danke du kannst gehen.“

„Das ist nicht nötig, Professor. Ich weiß warum Sie mit mir sprechen wollen und meine Antwort ist nein.“, ich hatte keine Lust mich auf irgend welche Gespräche einzulassen, wenn es sich nur darum drehte, dass der Mann nicht Glücklich damit zu sein schien, dass ich nun legal erwachsen war. Dumbledore seufzte und schien müde zu sein.

„Adrian, versteh doch bitte, du bist zu jung, um das Oberhaupt deiner Familie zu sein. Du bist keine 15! ich will dir und deinem Bruder nur helfen, ich schwöre es.“, ich nickte.

„Ich glaube ihnen, Sir, aber die Entscheidung ist gefallen. Die Magie selbst hat mich für reif genug erklärt, um emanzipiert zu werden. Nichts und niemand, nun zu mindestens kein Mensch, kann das wieder rückgängig machen. Sollte Lady Magic der Meinung sein, ich sei nicht bereit, dann würde ich ihr Urteil anerkennen. Da ich aber den Test der Emanzipation bestanden habe, hat unsere Göttin wohl kein Problem damit.“

„Das mag sein, Adrian, aber du bist noch ein Schüler. Du kannst nicht die Sitze im Gamot und im Schulrat benutzen, wenn du gleichzeitig im Unterricht sein musst.“, wieder nickte ich. „Das stimmt, Sir. Darum bin ich bereits dabei jemanden darum zu bitten, die Sitze für mich stellvertretend zu nutzen.“
 

Hier runzelte Dumbledore die Stirn und sah mir direkt in die Augen. Ich spürte einen leichten Druck in meinem Kopf. Wütend zogen sich meine Augenbrauen zusammen und nur mit Mühe konnte ich meine Stimme beherrschen. „Prof. Dumbledore, ich werde jetzt einfach mal so tun, als wenn ich nur leichte Kopfschmerzen habe. Sollten Sie es jedoch jemals wieder wagen, meine Gedanken, OHNE meine Erlaubnis lesen zu wollen, werde ich Sie dafür anzeigen. Egal wie hoch angesehen Sie sind, auch Sie müssen sich an Internationale Gesetze halten. Sie haben Glück das ich als Erwachsen gelte, sonst wäre die Strafe noch höher.“, Prof. Snape schnaubte und stellte sich neben mir, dabei glühten seine Schwarzen Augen den Direktor wütend an. „Albus!“, der Direktor hob nur seine Hände und der Druck in meinem Kopf ließ nach. „Ich entschuldige mich, Adrian, du hast recht. Dennoch, die Potter Sitze sind derzeit schon besetzt, dafür habe ich gesorgt, damit es im Ministerium nicht zu Problemen kommt.“
 

„Dazu hatten Sie allerdings kein Recht, Sir. Als älterer Potter und damit der Erbe der Familie, hätten die Sitze an meine Mutter als mein Vormund gehen sollen. Natürlich lebten wir in Amerika, was das ganze schwer gemacht hätte, aber Mom hätte jemanden wählen können, um die Sitze zu nutzen und genau das habe ich auch vor.“

„Nun, Adrian, die Helle Fraktion hat bereits jemanden der die Sitze weise nutzt, so das es im Ministerium für die dunkle Fraktion schwerer ist, unmenschliche Gesetze zu erzwingen.“, ich schnaubte nur.

„Richtig, die „Helle“ Fraktion, aber genau da liegt das Problem, Sir. Ich werde der Hellen Fraktion die Sitze entziehen und…“

„Adrian, du kannst doch nicht der Dunklen Frak…“

„Und sie der Grauen Fraktion geben!“, ich hasste es einfach unterbrochen zu werden. Geschockt sah mich der Direktor an. „Ja, Sir, Sie haben richtig gehört. Diese Pattsituation die seit Jahren hier im Ministerium herrscht ist nicht hinnehmbar. Natürlich ist sie besser, als wenn die Todesser die Kontrolle hätten, aber auch nicht perfekt. Daher habe ich bereits jemanden Geschrieben, der von meiner Familie als Freund angesehen wird, hoffentlich wird er sich bereit dazu erklären mir zu helfen, sonst muss ich mir etwas anderes einfallen lassen.“

„Aber Adrian, die Potters sind eine Helle Familie und das seit Jahrhunderten. Ich bin mir sicher, du wirst verstehen, wenn die Sitze der Potters auch in der Hellen Fraktion am besten aufgehoben sind.“, ich schüttelte nur genervt den Kopf. „Meine Erzeuger mögen einen hellen magischen Kern gehabt haben, aber ich habe einen Grauen. Ich bin auf der neutralen, grauen, Seite, Sir. Ich werde die Potters in Zukunft auf die Graue Seite führen, egal welche Kerne die zukünftigen Potters haben werden. Bedenken Sie bitte auch, ich bin der Erbe der Crowens. Die Crowens werden, wenn ich Kinder habe, eine Nebenlinie der Potters sein. Vielleicht werden manche der hellen Fraktion angehören, andere der dunklen das weiß ich nicht, aber ich selber werde die Potters nun als Graue Fraktion aufbauen.“

„Aber…“

„Kein Aber, Sir!“, unterbrach ich den Schulleiter.

„Es steht ihnen nicht zu, sich darüber zu beschweren. Meine Familie geht Sie nichts an, Sir. Ich respektiere Sie, Professor, aber Sie hatten nie das Recht die Familiengeschäfte zu übernehmen, auch wenn ich ihnen dankbar bin, da so nichts liegenblieb oder verloren ging. Aber ich bin nicht mit allen ihren Entscheidungen einverstanden, Sir. Wie auch immer, meine Entscheidung ist endgültig und nicht zu ändern. Wäre es das nun?“, Dumbledore sah geschlagen und müde aus, nickte nur und entließ mich. Zusammen mit meinem Hauslehrer verließ ich das Büro und begab mich in den Gemeinschaftsraum, ich wollte noch etwas lernen und dann mal raus gehen. Wurde wieder zeit das ich meinen Körper wieder trainiere. Auch wenn ich jetzt gewonnen hatte, war ich mir sicher, Dumbledore würde weiter versuchen, wieder die Kontrolle über meine Familie zu bekommen. Er meinte es gut, aber seine Ziele waren nicht meine und daher auch nicht die der Familie Potter.

Unterhaltung mit Daphne

„Ist es wahr?“, ich blickte von den Flammen im Kamin ins Gesicht von Daphne, die mich fragend ansah und dabei den heutigen Tagespropheten in der Hand hielt. Heute kam ein Artikel heraus, der meine Ernennung zum neuen Lord Potter beinhaltete. Ich nickte ihr zu. „Ja ist es. Ich habe mich emanzipieren lassen, damit Prof. Dumbledore nicht auch mein Vormund wird, außerdem habe ich keine Lust mich von irgend jemanden kontrollieren zu lassen.“, erklärte ich. Das blonde Mädchen setzte sich in den Sessel neben mir und sah mich neugierig an. „Was hast du nun vor?“

„Ich werde weiter hier zur Schule gehen, auch wenn ich nun wieder gehen könnte, aber Erstens: lohnt es sich nicht. Zweitens: war es der letzte Wunsch meiner Mutter, sollte sie vor meiner Volljährigkeit sterben, dass ich meine Ausbildung in Hogwarts beende und Drittens: wäre es nur anstrengend jetzt wieder alles nach Amerika zu schicken.“

„Du weißt das jetzt vieles schwerer wird, oder? Viele der älteren Familien werden versuchen dich zu benutzen, um mehr Macht zu erlangen. Es wird Heiratsverträge geben, die dich, oder deinen Bruder, in eine Ehe mit irgend welchen Töchtern zwingen. Vor allem dein Bruder wird als „Held“ die bevorzugte Beute solcher Leute sein.“, ich seufzte und nickte. Daphne hatte recht, ich wartete eigentlich nur auf solche Verträge, oder andere Post solcher art. darum hatte ich die Kobolde beauftragt, solche Post zu untersuchen, damit ich nicht irgend welche Zwangzauber, Portschlüssel, oder verfluchte Post erhielt. Das kostete zwar einiges, war es aber wert.
 

„Und wie willst du an den Gamot, oder Schulratsitzungen Teilnehmen? Du bist selber noch Schüler.“

„Deine Familie und meine sind früher verbündete gewesen, daher habe ich bereits einen Brief an deinen Vater geschrieben.“, erstaunt sah Daphne mich an, schien dann aber zu überlegen und stimmte mir zu.

„Dad sagte mir mal etwas darüber, das die Potter und Grengrass Familie sogar geplant hätte sich zu verbinden, es aber nie eine Möglichkeit gab. Als ich geboren wurde warst du nicht mehr im Land und deine Familie, außer deinem Bruder, tot. Wäre also alles gut verlaufen, wären wir sicher heute Verlobt.“

„Nur, wenn wir es auch wollen.“

„Hm?“

„Ich habe mich mal schlau gemacht, was ihr hier in England so treibt was magische Verträge angeht. Wusstest du, dass wenn unsere Väter einen Heiratsvertrag unterschrieben hätten, wir beide einverstanden sein müssen? Wären wir es nicht, weil man uns dazu zwingen will, hätten unsere Väter ihre Magie verloren.“, ihre Augen weiteten sich und ihr Mund öffnete sich leicht.
 

„Wirklich? Davon habe ich noch nie gehört das ist…“

„Wäre es bekannt, würden die Familien größere Probleme haben. Den Kindern wird gedroht und gesagt, wenn sie nicht heiraten würden sie enterbt werden und ihre Magie verlieren. Die Wahrheit ist aber, es wären die Väter, Mütter, die den Vertrag unterschrieben, die ihre Magie verlieren würden. Darum werde ich auch keinen Vertrag für Harry machen, auch wenn ich das „Recht“ dazu hätte. Ich könnte zwar einen Machen, aber wenn Harry nicht will, bin ich am Arsch.“

„Adrian, achte auf deine Sprache.“, sagte Daphne, aber ihr Blick war mehr belustigt als streng. Ich grinste breit und zwinkerte ihr zu.
 

„Das musst du öffentlich machen, das würde vieles ändern. Besonders für mich.“

„Was meinst du?“, sie seufzte und rieb sich müde über das Gesicht.

„Malfoy. Er meint immer ich wäre sein Eigentum, seine Verlobte und das sein Vater mit meinem Vater einen Vertrag aushandelt. Das wird nie passieren, da Dad Lucius nicht leiden kann, außerdem weigere ich mich. Und jetzt weiß ich, dass ich nicht dazu gezwungen werden kann, selbst wenn mein Dad sich irgend wann doch dazu entscheiden würde, einen Vertrag mit Malfoy zu unterschrieben. Es täte mir zwar leid, ich liebe meinen Vater, aber lieber opfere ich seine Magie, als das ich zu einem Brutkasten und Schmuckstück werde. Denn genau das wäre ich, wenn Draco mein Ehemann wird.“

„Ich verstehe was du meinst. Ich finde es ekelhaft, wie hier mit vielen Mädchen umgegangen wird. Ihr seit Menschen, keine Gegenstände, aber das sehen viele dieser alter Knacker nicht, ihnen geht es nur um Einfluss, Geld und Macht. Ich möchte später eine Frau haben, die nicht nur an meiner Seite steht, sonder mir auch den Rücken deckt und mir, wenn ich mal Mist baue, in den Hintern tritt. Ich möchte keine Frau, die nur über die neueste Mode redet, oder welches Model gerade angesagt ist. Ich möchte eine kluge Frau, mit der ich mich auch unterhalten kann, die Humor hat und Kinder liebt. Außerdem ist es mir egal, ob ich einen Sohn oder eine Tochter habe, dieses Erbschaftsgesetz was ihr hier habt, ist völliger Unsinn. Natürlich geht der Familienname mit dem Sohn weiter, aber das heißt nicht, das nicht auch eine Frau das Oberhaupt einer Familie sein kann.“

„Da gebe ich dir recht, aber das Gamot würde es nie zulassen, dass diese alten Gesetze geändert werden.“, ich schnaubte.
 

„Doch kann ich. Mein Ziel ist es England ins 20. Jahrhundert zu bringen und wenn ich diese alten Trottel an den Haaren dahin schleifen muss.“

„Damit würdest du viele Traditionen beleidigen und dir dutzende Feinde machen.“, mahnte sie mich, doch ich zuckte nur mit den Schultern. „Tatsache ist, wenn England sich nicht verändert und anpasst, werden die Muggel unsere Welt eines Tages finden. Ich weiß, viele von den Reinblütern sehen Muggel als minderwertig an und selbst die Hexen und Zauberer, die Muggelfreundlich sind, würden eher lachen, aber es ist Fakt, das Muggel uns überholt haben.“

„Wirklich? Ich meine, Muggel haben einiges erfunden das weiß sogar ich, aber uns überholt? Mit unserer Magie sind wir doch viel besser.“, ich lachte leise und beschloss ihr demnächst mal einige Bücher aus der Muggelgeschichte zu kaufen. Wir beide unterhielten uns noch eine Weile, dann begab sich Daphne in ihr Zimmer. Ich blieb noch vor dem Kamin sitzen und dachte daran, wie ich meine Pläne noch zu meinen Lebzeiten voran bringen könnte. Daphne hatte mit einer Sache recht, ich würde mir viele Feinde machen, aber das war mir egal. Am ende würde England im aktuellen Jahrhundert sein, ob nun freiwillig oder durch Zwang.

Treffen in Hogsmeade

Hogsmeade Wochenende. Jeder der durfte, freute sich wohl hier rauf. Ich war auch gespannt wie es wohl sein würde, allerdings hatte ich zu aller erst einen Termin mit Daphnes Vater. Lord Greengrass hatte mir gestern geantwortet und um ein persönliches Treffen gebeten. Dem war ich nicht abgeneigt, so konnte ich den Mann persönlich kennenlernen, welchem ich die Potter Sitze im Gamot und im Schulrat anvertrauen würde, damit diese in meinem Namen geführt werden konnten.
 

Prof. Dumbledore hatte doch wirklich nochmal versucht mich dazu zu überreden, ihm weiterhin die Potter Sitze anzuvertrauen. Der Mann war wirklich hartnäckig, aber ich hatte mich entschieden. Meine Familie würde einen neuen Weg gehen, basta! Leider hatte der Professor mir mitgeteilt, dass ich nicht die Vormundschaft für meinen Bruder annehmen konnte. Ich hatte es versucht, immerhin war ich das Oberhaupt unserer Familie, jedoch war das Ministerium trotz meiner Emanzipation der Meinung, ich wäre noch zu jung, um mich um meinen Bruder kümmern zu können. Das hieß für Harry leider, er würde weiterhin bei den Dursleys leben müssen, zu mindestens bis ich 17 wäre, dann war ich nicht nur vom Gesetz her ein Erwachsener, sondern auch vom alter her, was bedeuten würde, das Ministerium MUSSTE mir die Vormundschaft überlassen, ob sie wollten oder nicht. Aktuell konnte ich aber nichts für meinen Bruder tun, außer im Sommer dafür sorgen, dass die Dursleys aufhörten ihn wie einen Sklaven zu behandeln.
 

Der Weg nach Hogsmeade war nicht angenehm. Es war kalt und es regnete leicht, dazu spürte man die Anwesenheit der Dementoren. Prof. Snape und McGonagall waren mit der Gruppe Schüler unterwegs ins Dorf, damit nichts passierte. Ronald und Hermine waren auch dabei, während Harry im Schloss bleiben musste, da unser Onkel die Erlaubnis nicht gegeben hatte und auch da konnte ich ihm nicht helfen, da ich nicht sein Vormund war. Aber auch selbst wenn, die Erlaubnis würde erst im nächsten Schuljahr gelten, scheiß Regeln.
 

Ich fröstelte und wirkte einen weiteren Wärmezauber, dazu zog ich meinen Umhang fester um meinen Körper, aber durch die Dementoren wurde es einfach nicht warm. Es war keine körperliche Kälte, nicht alleine. Es war vor allem ein kaltes Gefühl im Inneren. Diese Monster schadeten jedem der in ihrer Nähe war. Der Minister war wirklich ein Trottel, wenn er glaubte es wäre die beste Idee, diese Monster hier her zu schicken, um Black zu fangen. Einige Auroren hätten es doch auch getan, diese wären auch besser für die Gesundheit der Schüler, aber nein, der Minister konnte scheinbar nicht denken.
 

In Hogsmeade angekommen begab ich mich gleich in das Gasthaus „Die drei Besen“ wo ich mich mit Mr. Greengrass treffen würde. Ich betrat das Gebäude indem es herrlich warm war und suchte den Schankraum ab. Es waren einige Leute hier, aber es war nicht zu voll. In einer Ecke, hinten im Raum, sah ich einen Mann sitzen der meine Aufmerksamkeit wollte. Zielstrebig ging ich zu dem Mann hin und setzte mich auf einen Stuhl an den Tisch. Der Mann hatte kurze blonde Haare und braune Augen. Ein gepflegter Bart umrahmte sein Gesicht. Die Kleidung die er trug war von bester Quallität. Seine Augen sahen mich aufmerksam an, als ich mich setzte. „Mr. Greengrass, es freut mich, dass Sie einem Treffen zugestimmt haben.“

„Ich gebe zu, Mr. Crowen, ich war überrascht. Ich wusste nie was aus dem älteren Sohn der Potters geworden war, es freut mich das es Euch gut geht.“

„Meine Patentante war eine tolle Mutter.“ Madame Rosmerta kam zu uns und nahm unsere Bestellungen auf. Für mich ein heißes Butterbier und für Mr. Greengrass einen Feuerwhisky
 

„Ich habe mir euren Brief einige male durchgelesen und mir auch überlegt, ob ich eure Bitte erfülle.“, fing er an, als wir wieder alleine waren. Ich lehnte mich leicht zurück und sah ihn gespannt an.

„Wie haben Sie sich entschieden?“

„Ich bin bereit zu helfen, immerhin waren unsere Familie seit Jahrhunderten verbündete. Aber sag mir, warum ich?“

„Eben aus dem Grund das unsere Familien verbündet sind. Außerdem sind Sie der Anführer der Grauen Partei, dass pass mir sehr gut.“, er hob seine Augenbrauen und schien überrascht zu sein. Ich grinste leicht und faltete meine Hände zusammen. „Die Potters mögen meist Helle Zauberer und Hexen sein, doch das trifft nicht auf alle zu. Meine Großmutter Väterlicherseits war eine geborene Black, also ganz klar eine Hexe aus einer dunklen Familie. Ich selbst bin, wie meine Patentante, ein Grauer Zauberer, außerdem sehe ich diese Trennung von Schwarz und Weiß nicht so gerne, auch wenn ich verstehe warum dies getan wird. Ich weiß auch das Prof. Dumbledore die Pottersitze für das Gamot und den Schulrat inne hält, bzw Stellvertreter für diese gewählt hatte. Diese gehören aber zur Hellen Fraktion, was ich nicht schlimm finde, immerhin wurden so viele Gesetze verhindert, die die Todesser und andere eher negative dunkle Familien, sonst gerne beschlossen hätten. Gleichzeitig aber, steht das Gamot vor einer Pattsituation und das möchte ich ändern, dafür brauche ich Sie, Sir.“
 

wir schwiegen als wir unsere Getränke bekamen, dann sprach Mr. Greengrass. „Die aktuelle Situation frustriert meine Partei seit Jahren. Auch wir haben viele Gesetze vorgeschlagen, die vor allem Muggelgeborenen und Halbblüter helfen würden, auch magischen Wesen, aber es geht nicht voran da keine eindeutige Entscheidung getroffen wird. Mit den Sitzen der Potters, hätten wir eine Stimme mehr und damit könnten wir einiges ändern.“, ich grinste breit und trank einen Schluck. „Genau das will ich. Dieses Land war mal groß, aber es steht still und das ist schlecht. Ich weiß das nicht alles was wir wollen von jetzt auf gleich möglich ist, aber wenn wir nur eine einige Stimme mehr haben, können wir etwas ändern. Da ich noch Schüler bin, kann ich leider nicht selbst an den Treffen des Gamots und des Schulrates teilnehmen, dafür wollte ich Sie als meinen Stellvertreter. Außerdem möchte ich Sie bitten, mir später zu helfen in der Politik Fuß zu fassen.“
 

„Das kann ich tun.“, wir beide besprachen noch über 2 Stunden Pläne und Ideen, bis wir uns verabschiedeten. Ich machte noch schnell einige Besorgungen im Dorf, bevor ich dann wieder ins Schloss ging. Auf dem Weg dachten Dick und Doof doch wirklich, sie könnten mich überfallen, am ende lagen sie im Schnee und ich ging meines Weges. So langsam machte es keinen Spaß mehr, diese beiden Idioten zu verfluchen, sie lernten einfach nicht dazu. Muss an der Inzucht liegen. Im Gemeinschaftsraum angekommen packte ich meine Einkäufe erst einmal in mein Zimmer, bevor ich mir ein Buch schnappte und mich vor den Kamin setzte. Der Tag war doch wirklich gut verlaufen.

Adrian's Meinung zu Mugglen

Ungläubig hörte ich meinem Bruder zu. Wir saßen wiedermal zusammen beim Mittagessen und er erzählte mir leise von dem was er gehört hatte. Ich konnte nur den Kopf schütteln, hatte man ihm den gar nichts gesagt? „Du willst ihn aber nicht wirklich suchen, oder?“, fragte ich, wobei ich mir nicht sicher war, ob Harry wirklich nein sagen würde. Mein Bruder seufzte tief und schüttelte den Kopf.

„So wie ich mein Glück kenne, wird Black mich zuerst finden. Ich kann es nur nicht fassen, er war ihr Freund. Mein…“, ich legte Harry beruhigend eine Hand auf die Schulter. „Ich wusste es bereits, dachte du würdest es auch wissen, sonnst hätte ich dich im Sommer darauf vorbereitet.“, ungläubig sah mich Harry an, dann kurz wütend und dann wieder resigniert.
 

„Mir sagt doch nie jemand was. Ich hab erst mit 11 erfahren, dass ich ein Zauberer bin, vorher dachte ich auch Mom und Dad wären bei einem Autounfall gestorben, weil Dad betrunken war.“, mein Blick verdunkelte sich und eine starke Wut kam in mir hoch. Wie konnten die Dursleys nur solche Schweine sein? Ich wusste von klein auf an, wie meine Eltern gestorben sind. Ich wusste von klein auf an, dass ich ein Zauberer war. Hier sah man mal wieder wie Harry behandelt wurde. Er war für die Briten ein Held, aber niemanden kümmerte es, wie er aufgewachsen war. Zwar hatte Harry immer bestätigt das die Dursleys zwar nicht freundlich waren, aber nie extrem gewalttätig gewesen sind. Allerdings glaubte ich es ihm nicht so ganz, da ich die Flecken gesehen habe. Es waren nur wenige und dort, wo man sie nicht zu leicht sehen konnte, aber sie waren da. Außerdem war mein Bruder zu vorsichtig, so als würde er jederzeit einen Angriff erwarten. Wobei, wenn man 3 Jahre schon auf Hogwarts war, und jedes Jahr etwas passierte was einem das Leben kosten konnte, wäre ich da wohl nicht anders.
 

„Wie willst du überhaupt in der Politik Fuß fassen, wenn du noch Schüler bist?“, fragte mich Granger. Auch wenn sie wie die meisten Löwen, nicht gerade erfreut darüber war, dass ich hier an ihrem Tisch saß, schien sie es noch am besten ignorieren zu können. Weasley hatte, wie fast immer, einen Riesen Terz gemacht, weil ich ja „eine böse Schlange“ bin. Ich hatte schon lange beschlossen die Blicke der Löwen zu ignorieren. Lustiger weise, waren es die Weasley Zwillinge und die kleine Schwester von denen, die scheinbar gar keine Probleme mit meiner Anwesenheit hatten. Klar die Zwillinge machten ihre Scherze, aber es war nie böse gemeint. Ich mochte die beiden und war gerne bereit ihnen bei einem Streich zu helfen, vor allem wenn dieser gegen Malfoy und seine Leute gerichtet war.
 

„Ich habe einen Stellvertreter der die Sitze der Potters so lange verwaltet, bis ich mit der Schule fertig bin. Vorher hatte Prof. Dumbledore dafür gesorgt, dass die Sitze unserer Familie der Hellen Fraktion angehören, aber das habe ich geändert.“

„Sicher hast du dich den Todessern angeschlossen!“, fauchte Ronald mich gleich an, doch ich ignorierte ihn und sah meinen Bruder direkt an. „Unsere Familie wird von nun an zur Grauen Fraktion gehören, Harry. Damit das klar ist, es ist mir egal ob du einen Hellen Kern hast und weiter auf der Seite unseres Schulleiters bist, unsere Familie wird neutral sein.“, sagte ich ernst.
 

„Aber, Adrian! Wieso? Moment, Prof. Dumbledore hatte unsere Sitze?“, ich nickte. „Er ist dein Vormund in der magischen Welt, Harry und er wollte meiner werden. Doch da ich nun emanzipiert bin, hat sich das erledigt. Ich wollte sogar die Vormundschaft für dich haben, damit ich dich von den Dursleys weg bekomme, leider hat das Ministerium etwas dagegen, da ich trotz dem Gesetz erst 14 bin. Leider ist das sogar ein Punkt, den ich völlig nachvollziehen kann, aber sobald ich 17 bin, werde ich dich von den Muggeln weg holen.“, ein kurzes Flackern der Hoffnung sah ich in den grünen Augen meines Bruders, dann aber auch gleich wieder Enttäuschung das es noch so lange dauern würde. „Warum solltest du Harry von seiner Familie weg holen? Sicher die Dursleys sind nicht die...nettesten Menschen, aber es sind doch eure Verwandten, eure Familie! Außerdem ist Harry dort sicher...meisten.“, argumentierte Granger, sah dabei aber auch nicht sehr überzeugt aus. Glücklich war sie also auch nicht damit, das Harry jeden Sommer bei den Muggeln bleiben sollte.
 

„Zurück zu dir, Harry. Da Prof. Dumbledore noch immer dein Vormund ist, kann er entscheiden wo du im Sommer leben wirst, aber er kann nicht mehr alles alleine entscheiden, ohne mit mir zu sprechen. Ich kann zwar nichts an deiner momentanen Wohnsituation großartig ändern, aber z.b könnte Prof. Dumbledore dich nicht einfach auf eine andere Schule schicken, sagen wir Beauxbatons, dass müsste er mit mir besprechen und ich müsste dann mein Okay geben.“, erklärte ich weiter.

„Warum sollte Prof. Dumbledore, Harry nach Frankreich schicken?“, fragte Granger. Ich rollte mit den Augen, wusste dieses Mädchen nicht was es heißt ein „Beispiel“ zu nennen?

„Das war ein Beispiel, Granger. Fakt ist nur, Prof. Dumbledore mag noch der Vormund von Harry sein, hat aber nicht mehr die alleinige Kontrolle. Ich weiß das ist völlig verwirrend, aber so ist es, noch. Wie gesagt, sobald ich 17 bin, werde ich Harry´s Vormund sein, dann kann das Ministerium sich sträuben wie Sie wollen. Es sind jetzt schon einige nicht glücklich mit mir als Potter Oberhaupt, Gringotts hatte schon mit einigen verfluchten Briefen zu tun, die mir geschickt wurden, aber ich lasse mich von solchen Leuten nicht einschüchtern. Potter Manor werde ich im Sommer, oder in den Weihnachtsferien, wieder aufbauen lassen, es wurde im letzten Krieg von den Todessern stark beschädigt.“

„Potter Manor?“, fragte Harry verwirrt. Ich seufzte nur, wieso hatte Dumbledore meinem Bruder nichts, aber auch GAR NICHTS erklärt?
 

„Wir sind eine uralte, und bis Dad Mom geheiratet hat, reinblütige Familie, Harry. Natürlich haben wir ein Manor. Ich bin selber noch nicht mit unserer gesamten Familiengeschichte durch, aber das was ich bis jetzt so gelesen habe zeigt mir, das unsere Wurzen weit zurück reichen. Bis jetzt geht unsere Familie bis zur Zeit der Gründer zurück und ich bin noch lange nicht fertig mit dem Familienbaum. Es macht mich sauer, dass Prof. Dumbledore dir nichts erzählt hat, dich zu Muggeln geschickt hat die Magie hassen! Diese Menschen sind der Beweis dafür, das magische Kinder, nichts in Muggelfamilien zu suchen haben.“

„Hey, meine Eltern sind auch Muggel!“, regte sich Granger auf, doch ich zuckte nur mit den Schultern.
 

„Ausnahme. Deine Eltern sind vielleicht stolz auf dich, aber viele Muggeleletern sind es nicht. Viele magische Kinder in Nicht-magischen Familien leiden, weil die Muggel nicht mit der Magie umgehen können, manche rufen sogar noch Priester um einen Exorzismus durchführen zu lassen, was einfach nur krank ist. In Amerika hätte man dich in eine magische Familie gebracht, sobald man gemerkt hatte das du magisch begabt bist.“

„Ihr entführt Kinder?!“, rief Granger aufgebracht, was einige Schüler zu uns sehen ließ. Ich lachte nur humorlos.

„Die MACUSA RETTET Kinder!“, laut genug das die Halle mich hören konnte, sagte ich ihr klar ins Gesicht,

„Wenn ein Kind in einer Muggelfamilie geboren wird und dieses Kind über Magie verfügt, sollte es sofort aus der Familie entfernt werden und in eine magische Familie gebracht werden. Ich bin zwar dafür das wir uns weiter entwickeln und nicht im Mittelalter hängen bleiben, aber die Muggel sollten nichts mit unserer Welt zu tun haben. Wir haben eigene Traditionen, eine eigene Geschichte und das sollte auch so bleiben. Hier in England mag es ja meistens völlig veraltet sein, aber in manchen Punkten verstehe ich die Traditionalisten sehr gut. In Ilvermorny feiern wir zum Beispiel kein Weihnachten oder Halloween, sondern Yule und Sanhaim. Wir sind Zauberer und Hexen, warum sollten wir uns also an Christliche Feiertage halten?“, Granger sah mich mit offenen Mund und großen Augen an, ich hatte sie wohl geschockt. Gut sie konnte mal darüber nachdenken.
 

Da es bald zum Unterricht ging, stand ich auf, nahm meine Tasche und verabschiedete mich von Harry. Wir würden uns heute sicher nochmal sehen, spätestens zum Abendessen.

Die nächsten Tage vergingen ohne große Ereignisse. Die Schüler tuschelten zwar ab und an über mich, da ich meine Meinung über Muggel schließlich laut in der großen Halle verkündet hatte, doch was wollten die Leute tun? Mich verhaften? Meine Ansicht über Muggel waren besser, als die der Todesser, da ich weder der Meinung war, Muggel wären dumme Tiere, noch gehörten sie und die Muggelgeborenen ausgerottet. Mr. Greengrass hatte mir noch einen Brief geschickt indem stand, dass ich in den Weihnachtsferien an einer Gamotsitzung teilnehmen musste, damit ich offiziell meine Stellung einnehmen und ihn als meinen Stellvertreter anerkennen konnte. Das war reine Formsache und wäre schnell erledigt. Ich hatte bereits meinem Hauslehrer und dem Direktor bescheid gegeben und das Okay bekommen, am besagtem Tag die Schule für einige Stunden verlassen zu können.
 

Heute hatte ich nichts mehr zu tun. Es war Sonntag, die Hausaufgaben waren erledigt und ich wollte einfach etwas Ruhe und Frieden, daher hatte ich mich im Gemeinschaftsraum vor den Kamin gesetzt und mir von den Hauselfen eine Tasse heißen Kakao mit Sahne machen lassen. Da es draußen immer kälter wurde, noch kälter als sonst schon, tat dieses heiße Getränkt wirklich gut.
 

Leider wurde meine Ruhe gestört, als die nervige Stimme, eines noch nervigerem Reinblutes zu hören war. „Potter, ich muss mit dir reden!“, Draco Malfoy stand plötzlich neben mir, flankiert von Dick und Doof und sah mich verächtlich an. Ich rollte nur mit den Augen und nahm einen Schluck meines Getränks ehe ich antwortete. „Was willst du, Malfoy?“ Malfoy warf kommentarlos ein Schriftstück auf den kleinen Tisch neben mir, ich sah es kurz an und erkannte ein offizielles Schreiben. „Du wirst die Pottersitze an meinen Vater abtreten, damit er dein Stellvertreter sein kann. Damit kann die dunkle Fraktion endlich den ganzen Dreck aus der magischen Welt schaffen, also los Potter, unterschreib es, oder es wird dir leid tun.“, dabei knackten Dick und Doof mit ihren Fingerknöcheln, wollten wohl besonders bedrohlich auf mich wirken. Ich stellte meine Tasse auf das Schriftstück und stand langsam auf, dabei blickte ich Malfoy in die Augen und straffte meinen Körper. Es war wohl mal wieder soweit, der nachgemachten Blondine eine Lektion in Sachen Demut zu zeigen und ihm vor allem die Hackordnung in unserem schönen Haus beizubringen.
 

„Jetzt hör mir gut zu, Draco. Ich weiß ja nicht ob das ständige blondieren dein Hirn geschädigt hat, also werde ich es dir deutlich und gaaaanz langsam erklären. Ich werde dieses Stück Dreck nicht unterschreiben. Dein Vater wird nicht der Stellvertreter der Potter Familie werden, unter anderem da ich bereits einen habe. Du und deine beiden Idioten da, seit mir nicht gewachsen also droht mir nicht, sonst wird es für euch drei echte, und vor allem langanhaltende, Konsequenzen haben.“, ich sprach als würde ich mit einem kleinen Kind reden. Einem kleinen, geistig zurück gebliebenen Kind. Das bleiche Gesicht von Malfoy wurde immer röter, es sah zu lustig aus. „Crabbe, Goyle!“, die beiden Idioten traten sofort auf mich zu und wollten mich mit ihren Fäusten angreifen, doch ich war vorbereitet. Ohne Probleme wich ich den Schlägen aus, packte Goyle am Arm und drehte ihn so, dass er in den Schlag seines Kumpels gedrängt wurde und voll eine auf die Nase bekam. Dabei zog ich ihm die Beine weg, so das er auf dem Rücken landete, gleichzeitig verpasste ich Crabbe mit meinem Ellenbogen einen Schlag. Es knackte und der dicke Kerl viel jammernd zu Boden, wobei ich sich die blutende Nase hielt.
 

Malfoy hatte derweil seinen Zauberstab gezogen und auf mich gerichtet, doch ich brauchte nichts viel zu tun, da er direkt darauf kreischend zu Boden ging, sich die Männlichkeit haltend. Grinsend sah ich zu Daphne, die gerade ihren Zauberstab weg steckte, scheinbar hatte sie ihren berühmten Frostzauber, der ihr den Spitznamen Eiskönigin einbrachte, auf Malfoy gewirkt. Soweit ich weiß, war es auch nicht das erste mal, da das Frettchen ein klares „Nein ich heirate dich niemals“ nicht verstehen wollte. Ich verbeugte mich galant vor meiner Mitschülerin. „Ich danke euch, My Lady.“, sie grinste süffisant und sah dann auf die drei Trottel und seufzte. „Ihr drei seit eine Schande für unser Haus.“, hisste sie Malfoy kalt an, der sie wütend anstarrte.
 

„Du miese kleine Schlampe! Na warte, wenn du erst meine Frau bist, werde ich dir zeigen, wo du zu stehen hast du..argh!“, ich hatte Malfoy einfach in die Eier getreten damit er still war. „Halt die Klappe du unterbelichtete nachgemachte Blondine. Und hör auf Daphne zu drohen, sonst bekommst du richtig Ärger mit mir.“, ja es war nicht richtig jemanden zu treten der schon am Boden lag, aber dieser Kerl machte mich noch mal Wahnsinnig! Wie konnte man nur so dumm sein? Tracy hatte unterdessen Prof. Snape bescheid gegeben, damit er sich um die drei kümmerte, so das ich mich wieder meiner Tasse Kakao widmen konnte. Das Schriftstück zeigte ich natürlich meinem Hauslehrer, damit er den Grund wusste, warum die drei, wieder mal, auf dem Boden lagen und bluteten. Snape schüttelte nur den Kopf über so viel Dummheit. Er würde sich um die Strafe für die drei kümmern, also genoss ich meine neue Ruhe, dieses mal in Gesellschaft der beiden Damen.

Die nächsten Tage vergingen ohne große Ereignisse. Die Schüler tuschelten zwar ab und an über mich, da ich meine Meinung über Muggel schließlich laut in der großen Halle verkündet hatte, doch was wollten die Leute tun? Mich verhaften? Meine Ansicht über Muggel waren besser, als die der Todesser, da ich weder der Meinung war, Muggel wären dumme Tiere, noch gehörten sie und die Muggelgeborenen ausgerottet. Mr. Greengrass hatte mir noch einen Brief geschickt indem stand, dass ich in den Weihnachtsferien an einer Gamotsitzung teilnehmen musste, damit ich offiziell meine Stellung einnehmen und ihn als meinen Stellvertreter anerkennen konnte. Das war reine Formsache und wäre schnell erledigt. Ich hatte bereits meinem Hauslehrer und dem Direktor bescheid gegeben und das Okay bekommen, am besagtem Tag die Schule für einige Stunden verlassen zu können.
 

Heute hatte ich nichts mehr zu tun. Es war Sonntag, die Hausaufgaben waren erledigt und ich wollte einfach etwas Ruhe und Frieden, daher hatte ich mich im Gemeinschaftsraum vor den Kamin gesetzt und mir von den Hauselfen eine Tasse heißen Kakao mit Sahne machen lassen. Da es draußen immer kälter wurde, noch kälter als sonst schon, tat dieses heiße Getränkt wirklich gut.
 

Leider wurde meine Ruhe gestört, als die nervige Stimme, eines noch nervigerem Reinblutes zu hören war. „Potter, ich muss mit dir reden!“, Draco Malfoy stand plötzlich neben mir, flankiert von Dick und Doof und sah mich verächtlich an. Ich rollte nur mit den Augen und nahm einen Schluck meines Getränks ehe ich antwortete. „Was willst du, Malfoy?“ Malfoy warf kommentarlos ein Schriftstück auf den kleinen Tisch neben mir, ich sah es kurz an und erkannte ein offizielles Schreiben. „Du wirst die Pottersitze an meinen Vater abtreten, damit er dein Stellvertreter sein kann. Damit kann die dunkle Fraktion endlich den ganzen Dreck aus der magischen Welt schaffen, also los Potter, unterschreib es, oder es wird dir leid tun.“, dabei knackten Dick und Doof mit ihren Fingerknöcheln, wollten wohl besonders bedrohlich auf mich wirken. Ich stellte meine Tasse auf das Schriftstück und stand langsam auf, dabei blickte ich Malfoy in die Augen und straffte meinen Körper. Es war wohl mal wieder soweit, der nachgemachten Blondine eine Lektion in Sachen Demut zu zeigen und ihm vor allem die Hackordnung in unserem schönen Haus beizubringen.
 

„Jetzt hör mir gut zu, Draco. Ich weiß ja nicht ob das ständige blondieren dein Hirn geschädigt hat, also werde ich es dir deutlich und gaaaanz langsam erklären. Ich werde dieses Stück Dreck nicht unterschreiben. Dein Vater wird nicht der Stellvertreter der Potter Familie werden, unter anderem da ich bereits einen habe. Du und deine beiden Idioten da, seit mir nicht gewachsen also droht mir nicht, sonst wird es für euch drei echte, und vor allem langanhaltende, Konsequenzen haben.“, ich sprach als würde ich mit einem kleinen Kind reden. Einem kleinen, geistig zurück gebliebenen Kind. Das bleiche Gesicht von Malfoy wurde immer röter, es sah zu lustig aus. „Crabbe, Goyle!“, die beiden Idioten traten sofort auf mich zu und wollten mich mit ihren Fäusten angreifen, doch ich war vorbereitet. Ohne Probleme wich ich den Schlägen aus, packte Goyle am Arm und drehte ihn so, dass er in den Schlag seines Kumpels gedrängt wurde und voll eine auf die Nase bekam. Dabei zog ich ihm die Beine weg, so das er auf dem Rücken landete, gleichzeitig verpasste ich Crabbe mit meinem Ellenbogen einen Schlag. Es knackte und der dicke Kerl viel jammernd zu Boden, wobei ich sich die blutende Nase hielt.
 

Malfoy hatte derweil seinen Zauberstab gezogen und auf mich gerichtet, doch ich brauchte nichts viel zu tun, da er direkt darauf kreischend zu Boden ging, sich die Männlichkeit haltend. Grinsend sah ich zu Daphne, die gerade ihren Zauberstab weg steckte, scheinbar hatte sie ihren berühmten Frostzauber, der ihr den Spitznamen Eiskönigin einbrachte, auf Malfoy gewirkt. Soweit ich weiß, war es auch nicht das erste mal, da das Frettchen ein klares „Nein ich heirate dich niemals“ nicht verstehen wollte. Ich verbeugte mich galant vor meiner Mitschülerin. „Ich danke euch, My Lady.“, sie grinste süffisant und sah dann auf die drei Trottel und seufzte. „Ihr drei seit eine Schande für unser Haus.“, hisste sie Malfoy kalt an, der sie wütend anstarrte.
 

„Du miese kleine Schlampe! Na warte, wenn du erst meine Frau bist, werde ich dir zeigen, wo du zu stehen hast du..argh!“, ich hatte Malfoy einfach in die Eier getreten damit er still war. „Halt die Klappe du unterbelichtete nachgemachte Blondine. Und hör auf Daphne zu drohen, sonst bekommst du richtig Ärger mit mir.“, ja es war nicht richtig jemanden zu treten der schon am Boden lag, aber dieser Kerl machte mich noch mal Wahnsinnig! Wie konnte man nur so dumm sein? Tracy hatte unterdessen Prof. Snape bescheid gegeben, damit er sich um die drei kümmerte, so das ich mich wieder meiner Tasse Kakao widmen konnte. Das Schriftstück zeigte ich natürlich meinem Hauslehrer, damit er den Grund wusste, warum die drei, wieder mal, auf dem Boden lagen und bluteten. Snape schüttelte nur den Kopf über so viel Dummheit. Er würde sich um die Strafe für die drei kümmern, also genoss ich meine neue Ruhe, dieses mal in Gesellschaft der beiden Damen.

Offizieller Gamot betritt

Ein letztes mal richtete ich den Kragen meiner Robe und holte tief Luft. Heute war es soweit, heute würde ich meinen Platz im Zaubergamot einnehmen und Lord Greengrass als meinen Stellvertreter anerkennen. Das ganze war zwar schon den nötigen Menschen bekannt, aber es musste noch einmal offiziell gemacht werden. „Bereit?“, Marcus Greengrass stand neben mir, er legte eine Hand auf meine Schulter und ich nickte.

„So bereit, wie man sein kann. Bringen wir es einfach hinter uns.“, Marcus nickte, zusammen betraten wir den Großen Gamotsaal, wo die die anderen Gamotmitglieder bereits auf uns warteten. Auch Prof. Dumbledore war anwesend, immerhin war er der oberste Hexenmeister Britanniens.
 

Während Marcus auf seinen Platz ging, begab ich mich in die Mitte des Raums. Dumbledore sorgte schnell für Ruhe, dann fing es an. „Werter Zaubergamot. Heute wollen wir einen neuen Lord in unserer Mitte begrüßen. Adrian Potter, wenn auch erst 14 Jahre, wurde vor einigen Wochen emanzipiert. Er hat den Test der Magie und des Geistes ausgeführt und bestanden, die Kobolde von Gringotts haben uns eine Kopie des Testergebnisses geschickt, so das wir alles prüfen konnten. Alles ist legal und richtig.“
 

Es gab einige die nicht begeistert waren, aber da ich im Recht war, konnte ich meinen Platz einnehmen. Gerade wollte ich meinen Eid leisten, als jemand sich räusperte. Ich blickte zu dem Geräusch und sah eine...ähm Frau, die die Robe einer Angestellten trug, allerdings war ihr Kragen pink. „Ja, Madame Umbridge?“, fragte Prof. Dumbledore.

„Nun, Professor, können wir einem Kind wirklich diese Verantwortung geben? Mr. Potter mag zwar den besagten Test gemacht haben, aber ich denke er ist noch lange nicht bereit diese Pflichten anzunehmen. Ich finde das Ministerium sollte den Sitz der Potters noch inne halten, bis Mr. Potter volljährig ist.“, säuselte die Frau mit einer ekelhaften hohen Stimme und einem Lächeln bei dem es mir eiskalt den Rücken hinunter läuft.

„Mr. Potter-Crowen, mag zwar noch jung sein, doch der magische Test hat uns gezeigt, dass unser junger Freund bereit ist die Führung seiner Familie anzunehmen. Außerdem hat sich Mr. Potter-Crowen ja auch einen Stellvertreter gewählt, der in seinem Namen an den Gamotsitzungen vertritt, so lange er noch in der Schule ist.“, erklärte mein Direktor.
 

Umbridge verzog nur den Mund, was sie noch hässlicher machte, doch sagte nichts mehr. Ich konnte so also meinen Eid leisten und mich dann neben Mr. Greengrass setzen. Nun war ich offiziell das Oberhaupt meiner Familie und die Pottersitze gehörten nun zur grauen Fraktion. „Nun, da dies erledigt ist, ich heiße Sie nochmal herzlich willkommen Lord Potter, können wir uns ja mit der ersten Tagesordnung befassen.“ Prof. Dumbledore wollte gerade anfangen von einer Liste vorzulesen, als sich eine Ältere Dame von der hellen Fraktion von ihrem Platz erhob. Sie sah sehr streng aus und trotz ihres wohl hohen alters sah man in ihren Augen noch Kraft. „Das ist Augusta Longbottom, eine strenge aber faire Frau. Sie gehört zwar zur Hellen Fraktion, ist aber einigen Ideen unserer Fraktion nicht gleich abgeneigt. Sie überlegt genau und stimmt dann ab. Durch sie konnten wir zu mindestens kleinere Gesetzte für unsere Seite beschließen.“, flüsterte mir Marcus zu.
 

„Ja, Lady Longbottom?“

„Herr Vorsitzender, da Lord Potter nun Mitglied der Grauen Fraktion ist, hat diese eine Stimme mehr als die Helle oder Dunkle Fraktion. Die Gesetze sagen daher, dass nun ein neuer Gamotvorsitzender der grauen Fraktion gewählt werden muss.“ Dumbledore schien nicht begeistert nickte aber und rief nun unsere Fraktion dazu auf, einen Vorsitzenden zu wählen. Es ging ganz schnell und Marcus wurde der neue Vorsitzende und hatte daher die Pflicht die heutigen Tagespunkte abzuarbeiten. Es war ziemlich langweilig, da es keine neuen Gesetzte gab, die besprochen wurden, allerdings gab es zwei Punkte die mein Interesse weckten. Zum einen sollten die Auroren mehr finanzielle Mittel bekommen. Da unsere Fraktion nun eine Stimme mehr hatte, wurden die weiteren Mittel für die Auroren genehmigt, auch wenn es dennoch knapp war. Scheinbar war nicht nur die dunkle Fraktion dagegen, mehr Geld auszugeben, denn auch einige aus der Hellen Fraktion und einer aus meiner Fraktion war dagegen. Dennoch würden die Auroren in den kommenden Wochen mehr Gold erhalten. Das würde dafür sorgen, dass mehr Auroren ausgebildet und besser ausgerüstet werden konnten. »Nehmt das ihr gierigen Arschlöcher!«, dachte ich mir grinsend.
 

Der zweite Punkt bestand darin, dass ein Turnier im nächsten Jahr stattfinden sollte. Das Trimagische Turnier sollte in Hogwarts stattfinden, dazu würde man Beauxbatons und Durmstrang einladen. Zwar würde die Abteilung für magische Spiel und Sportarten die meiste Arbeit haben, doch es sollte beschlossen werden, wie viele Geldmittel ihnen zur Verfügung gestellt werden sollte. Ich hatte von diesem Turnier gehört und war gegen die Wiederbelebung dieser Blutspiele. Leider wurde ich überstimmt und so würde nächstes Jahr dieses Todesturnier in Hogwarts Stattfinden. »Wieso habe ich nur ein ganz mieses Gefühl bei dieser Sache?« sonst passierte heute nichts mehr und so war ich, nach einem kurzen Besuch bei Gringotts, vor dem Abendessen wieder in Hogwarts.

Ende des Schuljahres

Wütend lief ich direkt auf den Krankenflügel zu, alle Schüler die mir begegneten machten einen großen Bogen um mich, war auch besser so. wie konnte mein Bruder nur so dumm sein? Das restliche Jahr war relativ ruhig vergangen, bald waren Ferien und was machte Harry? Er hatte Sirius Black gefunden, dieser hatte wohl Ronald entführt und anstatt einen Lehrer bescheid zu sagen, waren Harry und Hermine ALLEINE hinter einem gefährlichen Verbrecher her! Und als wenn das nicht schon genug wäre, stellte sich Prof. Lupin als Werwolf heraus. Ich hatte nichts gegen Werwölfe, aber jemand ohne Rudel, der diesen Bescheuerten Banntrank nahm, musste ihn unbedingt die letzte Nacht vergessen. Ich danke Merlin das Prof. Snape dabei war und die drei Dummköpfe retten konnte.
 

Am Krankenflügel angekommen sah ich Granger und meinen Bruder die gerade hinein wollte und von Prof. Dumbledore angesprochen wurden. Moment, sollte Harry nicht auf der Station liegen? Immerhin hätten diese Verfickten Dementoren ihm fast die Seele genommen, ein Grund warum ich Fudge bald mal einen Heuler schreiben werden. „Harry!“, die drei drehten sich um, mein Bruder sah nicht begeistert aus, musste an meinem wütenden Gesicht liegen. Als ich vor meinem Bruder stand, verpasste ich ihm erst einmal einen Klappst auf den Hinterkopf. „Hey!“, beschwerte er sich, doch ich verpasste ihm gleich noch einen.

„Sag mal bist du bescheuert oder was?! Wie kommt ihr auf die dämliche Idee Black alleine verfolgen zu wollen?“

„Er hatte Ron, außerdem ist das ganze nicht so wie du glaubst, Adrian. Lass mich bitte erklären.“, und so erklärte mir mein Bruder was passiert war.
 

Black war nicht der Verräter an unseren Eltern, sondern Peter Pettigrew, der sich all die Jahre als Krätze bei den Weasleys versteckt hatte. Er hatte Black herein gelegt, die Muggel getötet und so dafür gesorgt das Black nach Askaban kam. Ich runzelte die Stirn, dass ganze machte doch keinen Sinn. Das wäre doch bei der Verhandlung heraus gekommen, das sagte ich auch. „Sirius hatte nie eine Verhandlung. Alle gingen davon aus das er der Verräter war und so kam er einfach nach Askaban!“, beschwerte sich Harry.
 

„Wenn das stimmt, dann ist das ein Skandal.“, ich seufzte nur und schüttelte den Kopf.

„Ich weiß nicht wo Black jetzt ist, nur das ihr ihn wohl befreit habt, wieder etwas dummes. Aber gut, ich werde bei der Gamotsitzung im Sommer diesen Fall ansprechen. Lord Greengrass wird mir dabei sicher helfen.“

„Als ob der Minister das zulässt. Wir haben es ihm gesagt, Sirius sei unschuldig, doch niemand glaubt uns.“, beschwerte sich Granger, was mich nur schnauben ließ.

„Fudge ist ein Idiot. Ich kümmere mich darum. Ich verspreche nichts, aber ich sehe was sich machen lässt.“, damit schickte ich die beiden in ihren Gemeinschaftsraum und ging selber in mein Zimmer, um einen Brief an Marcus zu schreiben. Wenn das ganze stimmte, dann würde das Ministerium durchdrehen. Fudge würde alles versuchen das ganze unter den Tisch fallen zu lassen, um nicht als Trottel dastehen zu müssen, aber ich wusste ein paar Wege wie ich Sirius, vielleicht, helfen konnte. Dafür brauchte ich nicht nur Marcus Hilfe, sondern auch die von Madame Bones und Mr. Scimgeour, der ja der Leiter der Auroren Abteilung war.
 

Die letzten tage bis zu den Ferien vergingen schnell. Ich hatte bereits eine Antwort von Marcus erhalten, dieser würde sich mit Madame Bones in Verbindung setzen, dennoch würde es nicht einfach werden. Immerhin mussten wir erst einmal wissen, wo Black überhaupt war. Und selbst dann, musste er sich mindestens der Leiter der magischen Strafverfolgung stellen, diese würde ihn verhören und dann, und nur dann, würden wir eine ehrliche Verhandlung für ihn erwirken können. Aber selbst wenn das alles klappe, blieb das Problem das Pettigrew verschwunden war, also...ach das ganze war doch zum Kotzen ich hasste Politik einfach. Mit was man sich nicht alles abfinden musste, wenn man zum Adel gehörte und dann noch die Welt verbessern wollte. Naja zu mindestens das Land.
 

Als wir alle am letzten Tag im Zug saßen, suchte ich als erstes meinen Bruder auf um ganz kurz mit ihm zu sprechen. Ich würde ihn später zu den Dursleys begleiten, nicht um bei denen zu leben, sondern um mal einiges klar zu stellen. Außerdem hatte ich ihm ein Angebot gemacht, welches er freudig angenommen hatte. Zwar war ich nicht sein Vormund und konnte daher nicht entscheiden wo er während der Ferien wohnen sollte, aber ich konnte ihm zu mindestens helfen, schöne Ferien zu haben. Mir war es egal, ob sich hinterher jemand beschweren würde, mein Bruder verdiente auch mal Ruhe und schöne Ferien also würde ich ihm diese Geben. Gleichzeitig konnte ich ihm so helfen stärker zu werden. Aber leider musste er dennoch eine Woche bei den Dursleys bleiben, damit der Blutschutz, den ich für ziemlichen Mist halte, aktiv bleibt. Ich war schon etwas gespannt auf die drei Muggel, oh wie sehr ich darauf wartete ihnen mal die Meinung zu sagen, das würde lustig werden. Die restliche Fahrt verbrachte ich bei Daphne und Tracy, auch Astoria, Daphnes Schwester die dieses Jahr ihr erstes Schuljahr angefangen hatte, war kurz bei uns. Zum Glück ließ uns Malfoy in Ruhe, den brauchte ich nun wirklich nicht mehr, war mehr als Froh ihn 2 Monate nicht sehen und vor allem Hören zu müssen.

Die Dursleys

Als wir am frühen Abend endlich in London angekommen waren, begleitete ich Harry vom Bahnhof. Nachdem wir uns von unseren Freunden verabschiedet hatten verließen wir das magische Gleis und betraten das Muggel Kings Cross. Harry der neben mir ging wirkte etwas nervös, sicher machte er sich sorgen, was unser Onkel tun würde, wenn ich mit ihm fertig bin. „Keine Sorge, Harry, ich werde ihnen nur klar machen, dass du nicht mehr ihr Hauself bist. Außerdem denk dran, nur diese Woche.“, ich grinste meinen Bruder an und legte beruhigend eine Hand auf seine Schulter. Er entspannte sich sichtlich und nickte mir zu. „Ich hoffe nur, dass Prof. Dumbledore dir dann keine Schwierigkeiten macht.“, ich schüttelte nur den Kopf.
 

„Prof. Dumbledore mag dein Vormund sein und er kann entscheiden wo du in den Ferien wohnen musst, aber er hat nicht zu entscheiden was du in deinen Ferien tust. Außerdem bin ich praktisch erwachsen, also hast du jemanden dabei, der auf dich aufpasst. Als dein Familien Oberhaupt und Bruder, habe ich jedes Recht mit dir in den Urlaub zu fahren, ohne das Dumbledore da etwas gegen sagen kann. Du brauchst seine Erlaubnis nicht, ich gebe sie dir.“

„So einfach?“

„Ja. Wenn er oder das Ministerium damit ein Problem haben, werde ich ihnen den Mittelfinger zeigen und klar machen, dass du zwar nicht bei mir wohnen kannst, aber was wir in unserer Freizeit tun, geht niemanden etwas an. Also entspann dich und vor allem, lass dir nichts mehr gefallen. Du bist ein Zauberer und die drei sind nur Muggel.“

„Das klingt noch immer, als wenn du Muggel nicht mögen würdest, Adrian.“, ich seufzte das war etwas schwer zu erklären.
 

„Ich hasse Muggel nicht, wenn es das ist was du meinst. Ich kenne ein paar Muggel die wirklich nett und super sind, aber sie gehören einfach nicht in unsere Welt. Ich bin auch ähnlicher Meinung wie viele Reinblüter, dass wir uns nicht verstecken sollten, aber leider sieht die Realität anders aus. Muggel können nicht mal unter sich in Frieden leben, ach was sage ich, wir können das ja auch nicht, also sehe ich ein Zusammenleben zwischen Muggel und Zauberern als nicht gegeben. Noch nicht. Vielleicht irgend wann, aber nicht zu unseren Lebzeiten.“
 

es dauerte etwas, aber dann sah ich eine großen sehr fetten Mann mit riesigem Schnauzer auf uns zukommen. An seiner Seite waren ein Junge der genau so Fett war wie der Mann und eine sehr dürre Frau mit langem Hals. „Das sind sie.“, flüsterte Harry mir zu. Wie konnte diese Frau mit unserer Mom verwand sein? Ich hatte Fotos von Lily Potter gesehen und diese war eine Schönheit, aber diese...Petunia war...naja jedem seinen Geschmack. Als wir die drei Muggel erreicht hatten, wirkte ich unauffällig einen Zauber damit uns niemand bemerkte und zuhörte. „Da bist du ja Bursche! Wer ist das? Einer deiner Freak Freunde?“

„Nein, Vernon, das ist der ältere Sohn meiner verkommenen Schwester. Dumbledore hatte mir vor Monaten einen Brief geschrieben und mich darum gebeten auch ihn während der Ferien aufzunehmen.“, das Gesicht meines Onkels wurde dunkel und er sah mich mit seinen kleinen Schweinsaugen wütend an.

„Das kann dieser alte Kauz vergessen! Wir nehmen nicht noch so einen Freak auf.“, er wollte Harry packen, doch ich zog meinen Stab und hielt ihn an seine Kehle. Leise, aber laut genug das die drei mich verstanden sprach ich zu diesem Fettsack, meine Augen kalt auf ihn gerichtet. „Jetzt hör mir mal genau zu, Muggel. Ich werde sicher nicht bei euch leben, der Brief den Prof. Dumbledore geschrieben hatte, war wohl vor meiner Emanzipation und er hat euch wohl nicht informiert. Mein Name ist Adrian Crowen-Potter, Lord Potter für euch. Ich bin nur hier, um euch darüber zu informieren das ihr meinen Bruder ab sofort nicht mehr wie Dreck behandeln werdet.“

„Du darfst nicht zauber, Freak!“, zischte Petunia, doch ich sah sie kalt an.
 

„Kann es sein das du dumm bist? Ich sagte doch gerade das ich emanzipiert bin, also vom Gesetz her Volljährig und wäre ich es auch körperlich, würde ich Harry keinen Tag bei euch lassen, leider geht es nicht anders. Also hört mir zu. In einer Woche werde ich Harry abholen, er verdient einen schönen Sommer, in dieser Zeit lasst ihr ihn in ruhe. Ihr werdet ihn nicht als Hauself missbrauchen. Ihr werdet ihn nicht verletzen, glaub mir Fettsack ich hab die Flecken gesehen und wenn ich könnte, würde ich dich ohne zu zögern foltern. Es wird zeit euch daran zu erinnern, warum ihr früher solche Angst vor uns hattet.“

„Lass meinen Dad in Ruhe!“, rief der Fette Junge und wollte sich auf mich stürzen, doch ich wich seinem Schlag aus und beförderte ihn ohne Probleme zu Boden. Niemand bemerkte uns dank meines Zaubers.

„Dudders!“

„Ich hab euch gewarnt. Also nochmal. In einer Woche komme ich Harry holen und wehe ich sehe auch nur den kleinsten blauen Fleck, der nicht von seiner eigenen Schusseligkeit kommt, dann werde ich sauer. Ihr müsst auch nicht für ihn Kochen, eine Hauselfe wird ihn drei anständige Mahlzeiten bringen. Seine Sachen wird er behalten, Hedwig wird raus dürfen, ich werde das ihr euch daran haltet, oh und vor allem, wagt es nicht euch bei Dumbledore zu beschweren, es würde euch nichts bringen.“, ich nahm meinen Bruder nochmal in die Arme und wünschte ihm eine ruhige Woche. Mein Onkel sah aus als würde er gleich explodieren, aber das war mir so was von egal. „Wenn etwas sein sollte, ruf einfach Kiki, sie wird dir helfen und mich benachrichtigen.“

„Ähm, bekomme ich dann keinen Ärger? Letztes Jahr war doch auch ein Hauself bei mir und…“, ich winkte ab.

„Ja das weiß ich doch, aber keine Sorge ich habe alles geregelt. Ich lasse dich sicher nicht mehr alleine Brüderchen, denn egal wie viele Meinungsverschiedenheiten wir haben, wir sind Familie. Und glaub mir, sobald ich 17 bin, hohle ich dich von diesen Muggeln weg, egal was Dumbledore da sagt.“

„Danke, Adrian.“, ich nickte und sah die drei Muggel nochmal warnend an, dann verabschiedete ich mich nochmal von Harry und apparierte weg. Gut das ich die Erlaubnis hatte und die Prüfung machen konnte, auch wenn ich diese art des Reisens nicht mochte. Mir wurde dabei schlecht, aber so ging es am schnellsten. Für diese Woche würde ich in einem Hotel nächtigen, wo ich bereits alles für die Reise nach Amerika vorbereiten würde. Die Flugtickets hatte ich bereits besorgt, 1. Klasse natürlich, wenn schon sollte Harry auch mal etwas genießen dürfen. Auch hatte ich so einige Pläne mit meinem Bruder, darunter einen Besuch im Magical Helling Hospital in L.A, ich wollte das Harry mal richtig untersucht wurde, da ich mir vorstellen konnte, das er noch nie bei einem Arzt war, außer Madame Pomfrey vielleicht.
 

In dieser Zeit erwartete ich auch immer eine Nachricht, oder sogar einen Besuch von Dumbledore, von wegen ich sollte die Dursleys besser behandeln, Harry würde dort bleiben, bla bla bla. Ich hatte mich erkundigt, ich durfte mit ihm in den Urlaub reisen, ohne das ich jemanden bescheid geben musste, oder er die Erlaubnis brauchte. Dieser alte Mann sollte also die Füße still halten, ich würde mich um meinen Bruder kümmer so gut ich konnte.

Ab in den Urlaub

Eine Woche war es her, seit ich Harry bei den Dursleys lassen musste. Nun war es soweit wir beide würden in den Urlaub fliegen. Es war zwar schon 20 Uhr, aber der Flieger würde in 3 Stunden losfliegen, also hatte Harry den Tag noch etwas zeit gehabt und ich konnte auch noch einiges klären. Meine Hauselfe Kiki brachte mich in den Ligusterweg, damit mich niemand bemerkte hatte Kiki einen kleinen Zauber genutzt. Die Umgebung kotzte mich bereits an, alles sah gleich aus, penibel und so...langweilig. Wie konnte man hier nur wohnen wollen? Um nicht länger als nötig hier sein zu müssen, klopfte ich an die Tür.
 

Es dauerte nicht lange da hörte ich die schweren Schritte und die Tür wurde aufgerissen. Mein Fetter Onkel stand vor mir und sah mich wütend an. „Was willst du Freak?“ zischte er wütend, was mich kalt ließ.

„Ich bin wegen Harry hier. Je schneller mein Bruder herkommt, desto schneller seit ihr uns los, Muggel.“

„Der Bengel bleibt hier, dieser Dumbledore hat ihm verboten dich zu begleiten, wegen der Sicherheit für ihn oder so.“, ich lachte nur kalt und sah meinen Onkel verächtlich an.

„Dumbledore hat hier kein Mitspracherecht, Dursley. Harry kommst du!“, rief ich ins Haus, hörte aber keine Antwort.

„Ich sagte doch der Bengel bleibt hier!“, Dursley wollte die Tür schließen, doch ich zog meinen Zauberstab und schockte den Fettsack einfach und betrat das Haus. Durch den Lärm kamen meine Tante und mein Cousin dazu, doch die beiden schockte ich auch gleich. Ich hatte keinen Nerv für solche Leute.
 

„Kiki!“, die kleine Hauselfe kam direkt.

„Ja, Mr. Adrian Sir?“

„Kannst du mir Harry´s Zimmer zeigen?“

„Natürlich, Sir. Junger Meister Harry wurde hier trotz eurer Warnung nicht gut behandelt. Kiki hat das schlimmste verhindert, doch die Muggel haben ihn die ganze Woche eingesperrt, doch Kiki hat sein Zimmer in eine schöne Wohnung verwandelt.“, wütend blickte ich auf die Muggel, dankte Kiki aber für ihre Weitsicht. Die Hauselfe zeigte mir das Zimmer von Harry und ich sah bald rot! Mindestens 8 Schlösser hingen an der Tür, ich glaub mein Schwein Pfeift, was denken die Muggel sich eigentlich? Und zu denen sollte Harry zurück, wegen dem Blutschutz? Am Arsch Dumbledore, das werde ich keinen weiteren Sommer zulassen, mir doch Latte, ob das Ministerium mich nicht für Alt genug hält, um der Vormund meines Bruders zu sein. Ich wollte ja nach den Regeln spielen, aber das ist vorbei.
 

Mit einem Schwenk meines Stabes verschwand die Tür und ich sah Harry auf einem gemütlichen Sessel sitzen, sein Koffer bereits gepackt.

„Da bist du ja, Adrian. Danke das Kiki hier war, sonst…“, ich winkte ab.

„Schon gut, Brüderchen. Komm lass uns gehen in 3 Stunden geht unser Flieger nach New York.“, Harry nahm seinen Koffer und gemeinsam verließen wir das Haus der Dursleys, die noch immer geschockt auf dem Boden lagen. Kiki würde sich darum kümmern, auch würde sie Harry´s Zimmer wieder zurück verwandeln. Dieses mal nutzen wir den Fahrenden Ritter, ein Monster auf vier Rädern, um nach London zu kommen. Das war meine erste, und wenn ich es verhindern konnte, auch letzte Fahrt mit diesem Bus. Unterwegs erzählte mir Harry das seine Freunde und auch Dumbledore ihm geschrieben hatten. Vor allem der Direktor schrieb ihm, dass er fast die ganzen Ferien bei den Dursleys bleiben musste, erst die letzte Woche würde er zu den Weasleys dürfen. Ich winkte nur ab und erklärte ihm, dass ich es nicht zulassen würde, dass er je wieder zu diesen Muggeln musste.
 

„Wie willst du das schaffen? Dumbledore ist mein Vormund.“

„Und ich dein Familienoberhaupt. Ich wollte nach deren Regeln spielen, aber damit ist Schluss. Ich hab den Dursleys gesagt sie sollen dich in Ruhe lassen, nicht dich einsperren. Du bist ein Kind, kein Gefangener.“

„Onkel Vernon hat sich auch nicht an deine Warnung gehalten, er hat mir alles abgenommen und den in den Schrank gesperrt, der früher mein Zimmer war, dann hat er mich in meinem Zimmer eingesperrt. Kiki hat mir da sehr geholfen, sie hat alles zu mir gebracht, mein Zimmer gesichert und mich bekocht, sonst wäre ich diese Woche ohne Essen gewesen. Auch Hedwig konnte fliegen und die Aufgaben die mir die Dursleys aufzwingen wollten, hat Kiki schnell erledigt.“, ich knurrte wütend als ich das hörte. „Und darum gehören magische Kinder nicht in Muggel Familien.“

„Du weißt das Hermine…“, ich winkte ab.

„Eine Ausnahme. Dennoch zeigen die Dursleys mal wieder, dass ich recht habe und die MACUSA es schon richtig macht.“
 

Um das Thema zu wechseln erzählte ich Harry was wir alles in Amerika tun können. Auch erzählte ich ihm, dass wir als erstes ins Krankenhaus gehen würden, was ihm gar nicht behagte, doch ich ließ nicht locker. „Du bist nicht gesund, Harry, dass haben wir den Muggeln auch zu verdanken. Keine Sorge danach wird es dir besser gehen, außerdem kann ich mir vorstellen, das du gerne ohne Brille leben willst. Auch kaufen wir dir erst einmal richtige Kleidung und, sofern du willst, einen neuen Zauberstab. Die in Amerika sind nicht von der MACUSA überwacht, so kannst du in den Ferien zaubern.“

„Aber ich dachte das Ministerium könnte nur prüfen, wo und nicht wer, gezaubert hat?“

„Das stimmt auch so, nur dass die Zauberstäbe eurer Minderjährigen noch mehr mit Zaubern belegt sind, so dass das Ministerium eine Meldung bekommt, wann ihr zaubert. Dieser Zauber zeigt aber auch nur an, wo gezaubert wird und da gerade Muggelgeborene in Muggelgegenden leben, merken die das sofort. Das ganze ist völliger Müll und in meinen Augen illegal, da es schon an totaler Überwachung grenzt, aber so war es hier wohl schon immer.“

„Und dafür der neue Stab?“

„Genau. Sicher kann das Ministerium noch immer die Magie erkennen, aber Magie ist überall. Mit deinem neuen Stab, werden die nicht wissen das du gezaubert hast. Dennoch solltest du nicht unbedingt vor lauter Muggeln zaubern, dass darf man in Amerika auch nicht, außer das eigene, oder anderer, Leben ist bedroht.“
 

nachdem die Fahrt endlich vorbei war, fuhren wir mit dem Taxi zum Heathrow Airport. Wir mussten uns etwas beeilen, da der Verkehr so schlecht war, dass wir nur noch eine Stunde hatten, bis unser Flieger losging. Zum Glück schafften wir es, auch dank etwas Magie. Rechtzeitig um 23 Uhr saßen wir also im Flugzeug in der 1. Klasse und konnten uns entspannen. Der Flug nach New York würde knapp 8 Stunden dauern, also würden wir zwischenzeitlich etwas Schlafen können. Harry schlief auch bereits eine halbe Stunde später ein, er war wohl doch müder als erwartet. Ich selber las noch etwas in meinem Buch und legte mich dann um 2 Uhr Nachts selber hin.

Willkommen in den USA

Völlig gerädert stiegen Harry und ich aus dem Flieger. Es war gerade mal 1 Uhr morgens in New York, obwohl es in London bereits 6 Uhr war. Ergo hatten wir nicht den besten Zustand. Oh das würde uns später noch umhauen, aber jetzt wollten wir erst einmal nur weg hier. Mit unserem Gepäck, das meiste hatte Kiki bereits in mein Haus gebracht, verließen wir den Flughafen und nahmen uns ein Taxi. Zwar wollte ich direkt nach hause, aber ich bin völlig müde, daher suchte ich erst einmal ein Hotel oder Motel, wo wir die Nacht bleiben konnten. Leider war das Glück nicht auf unserer Seite, so mussten wir länger suchen und fanden erst gegen 3:30 Uhr ein kleines Motel, wo wir die Nacht über bleiben konnten. Wie kam es, dass eine so große Stadt wie New York, kein freies Hotel hatte? Lady Magic musste sich einen Spaß erlauben, oder wir hatten einfach Pech.

Im Motel angekommen, mieteten wir unser Zimmer, kaum das wir dort waren, warfen wir uns einfach aufs Bett und schliefen sofort ein. Erst sehr spät an diesem Tag wachten wir wieder auf, laut dem Wecker war es bereits 14 Uhr Nachmittags. Mein Magen knurrte laut vor Hunger, also scheuchte ich Harry, der noch immer pennte, aus dem Bett. „Komm Bruder, wir wollen doch nicht hier bleiben. Steh auf, wasch dich und dann gehen wir Mittagessen!“, Harry grummelte nur und versuchte sich aufs Bett zu setzen. Er brauchte zwei Versuche bis er saß. „Wie spät?“, nuschelte er.

„14 Uhr, also komm.“ eine halbe Stunde später, saßen wir in einem kleinen Lokal und genossen ein verspätetes Mittagessen, danach war erst mal eine Stadtbesichtigung angesagt. Immerhin sollte Harry auch was von New York sehen, bevor wir weiter reisen würden. „Wo steht dein Haus eigentlich?“, fragte mich Harry irgend wann.

„In Colorado. Wir apparieren dort hin, bist du schon mal appariert?“, Harry schüttelte den Kopf na klasse. „Das wird nicht ganz so schön werden, es fühlt sich etwas...eigen an. Als wenn du durch einen Schlauch gezogen wirst, den meisten wird dabei auch schlecht. Keine sorge, es wird mit der Zeit besser.“, erklärte ich.

„Na ich bin mal auf dein Haus gespannt.“

„Es ist das Haus, indem ich aufgewachsen bin. Es ist recht groß, aber nicht protzig. Zwei Stockwerke, ein kleiner Garten und ein kleines Gewächshaus. Mom und ich haben alleine Gelebt, die Hauselfen ihrer Familie, also meiner Stiefgroßeltern, haben das alte Familienanwesen gepflegt. Kiki gehört zu diesen Hauselfen und wird uns beiden während unseres Urlaubs helfen, ich kann nämlich nicht kochen, außer wenn es darum geht, Brote zu schmieren oder etwas aufzuwärmen.“

„Ich musste früher immer für die Dursleys kochen. Das kochen selber gefällt mir, aber ich habe es gehasst für die zu kochen. Vor allem da die immer gegessen haben, wie Schweine.“

„Und du hast nie etwas abbekommen.“, knurrte ich. Die Dursleys machten mich wütend und das Dumbledore darauf bestanden hatte, Harry dort hin zu bringen auch. Aber das war vorbei, ich würde meinen Bruder nie wieder zu den Muggeln schicken, egal was Dumbledore oder das Ministerium dazu sagten.
 

Gegen Abend brachte ich uns in mein Haus, wo wir von Kiki bereits mit einem Abendessen erwartet wurden. Nach dem Essen zeigte ich Harry sein Zimmer, es war ein kleines Gästezimmer, aber es reichte ihm völlig, da es bei weitem schöner war, als die Kammer, die die Dursleys ihm überlassen hatten. Morgen würden wir zu einem Heiler gehen, danach würde ich mit Harry einen neuen Zauberstab besorgen und dann, dann konnte der Urlaub richtig beginnen.

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Was eine Untersuchung alles hervorbringt

gewachsen zu sein. „Das ist gut, damit wirst du in der Schule sicher auch bessere Ergebnisse erzielen. Wie sieht es mit deinem alten Stab aus?“, Harry nahm diesen und wirkte einen Zauber, aber es schien nicht das zu passieren, was er wollte. „Er will mich nicht mehr.“,sagte er und wirkte etwas traurig dabei. Verständlich dieser Stab hatte ihn seit knapp 4 Jahren begleitet.

„Bewahre ihn als Erinnerung auf, oder zerbreche ihn, deine Entscheidung.“
 

Harry brauchte eine weile, entschied sich aber seinen alten Stab nicht zu zerbrechen. Er würde ihn in seinem Verlies einlagern lassen, vielleicht würde der Stab in Zukunft einen neuen Besitzer wählen. Der Stab war zwar etwas teuer, aber das war mir die Sache allemal wert. Die restlichen Ferien würde ich Harry so gut ich konnte unterrichten und bei allem wo ich ihm nicht helfen konnte, gab es in Amerika ja zum Glück Sommerkurse die man belegen konnte. Vielleicht sollte ich auch einige annehmen, mein Wissen etwas auffrischen wäre sicher gut, besonders wenn ich daran dachte, dass Voldemort sicher irgend wo dort draußen war. Irgend was sagte mir, dass dieser Irre eines Tages zurück kehren würde und da wollte ich das Harry bereit war, denn egal wie es laufen würde, Voldy wäre hinter meinem Bruder her und anders als die Briten, wollte ich das er bereit war, wenn die Zeit gekommen war. Ich war mir sicher Dumbledore wusste auch das Voldemort zurück kommen würde, aber warum unterrichtete er Harry dann nicht? Dachte er, es wäre noch viel Zeit? Oder sollte Harry gar nicht kämpfen? Ich wusste es nicht und lange darüber nachdenken brachte mir auch nichts, also würde ich einfach auf Nummer sicher gehen und mit meinem Bruder trainieren, nur für den Fall der Fälle.

Wieder zurück

Die Wochen in Amerika waren wirklich schön. Harry und ich haben viel unternommen. Wir haben nicht nur gelernt und trainiert, nein wir haben uns verschiedene Sehenswürdigkeiten angesehen, waren in Museen, in Freizeitparks, Muggel und magisch, hatten einfach Spaß. An unserem letzten Tag in Amerika waren wir noch in der MACUSA, nun war ich Harry´s offizieller Vormund. Der Beamte der dafür zuständig war, war zu erst abgeneigt, immerhin sind wir nur Teenager, doch als ich ihm die Dokumente zeigte, die mich als emanzipierten Erwachsenen und sogar englischen Lord auswiesen, war das ganze schnell erledigt. Harry und ich hatten einen magischen Vertrag unterzeichnet, dazu noch der Beamte als Zeuge. Dieser Vertrag ernannte mich zu Harry´s Vormund und konnte nur in Kraft treten, wenn beide, Vormund und Mündel, freiwillig unterzeichneten. Dieser Vertrag war legal, nicht rückgängig zu machen, außer wir beide einigten uns, und was das wichtigste war, in der ganzen magischen Welt anerkannt. Das bedeutete das weder das britische Ministerium, noch Dumbledore, ja nicht mal die IVZ, diesen Vertrag auflösen konnten. Magie war doch was schönes.
 

Dumbledore würde sicher bald ebenfalls ein schreiben erhalten, indem stand, dass ich nun Harry´s Vormund war. Die Kobolde von Gringotts würden ebenso ein Dokument erhalten, so wie auch die Familienabteilung des Ministeriums. Oh ich freute mich schon auf die Gesichter der Leute, wenn sie merkten, dass sie nichts ändern konnten. Für Harry bedeutete das, keine Dursleys mehr. Der Blutschutz der auf dem Haus lag, würde auf unser Manor übergehen, immerhin teilen wir beide das Blut von Lily Potter, also würde Dumbledore auch da keinen Fuß ins Haus bekommen.
 

„Schade das wir schon zurück müssen.“, murmelte Harry als wir im Flieger nach London saßen.

„Wieso, ich dachte du vermisst deine Freunde?“

„Das tue ich, aber hier war ich einfach nur Harry, nicht der Junge der Lebt.“, ich nickte und verstand. Endlich konnte Harry mal ein Teenager sein, ohne das man ihn verachtete, oder Erwartungen an ihn hatte. Ich boxte ihn leicht gegen die Schulter. „Na komm Bruder, wir können immer wieder reisen, wenn du magst auch in andere Länder.“

„Darauf freue ich mich schon.“, meinte Harry erfreut.
 

Wir kamen um 4 Uhr Morgens in London an, dieses mal verschwendeten wir nicht unsere Zeit damit, uns ein Hotel zu suchen, sondern mieteten uns ein Zimmer im Tropfenden Kessel. Der Wirt, Tom, war bereits auf den Beinen so bekamen wir schnell ein Zimmer. Der Tag würde anstrengend werden, immerhin würden bestimmte Leute schnell mitbekommen, das wir beide wieder im Land waren. Einen Brief konnten wir nicht schicken, da Hedwig und Hermes, von Amerika bis England fliegen mussten. Harry war besorgt ob seine Freundin es schaffen würde, aber ich war optimistisch. Hermes war für so etwas ausgebildet worden, also würde er auf Hedwig achten.
 

Nachdem wir einige Stunden geschlafen hatten und ein spätes Frühstück zu uns genommen hatten, betraten wir die Winkelgasse. Oder eher wir wollten es, als Prof. Snape durch die Tür in den Schankraum kam und zu uns trat. „Guten Morgen, Professor. Ich hoffe ihre Ferien waren angenehm?“, der düstere Mann sah uns kühl wie immer an, nickte aber.

„Auch ihnen einen guten Morgen, Mr. Crowen. Mr. Potter. Meine Ferien waren erträglich. Prof. Dumbledore hat mich hier her geschickt, um ihnen ihre Schulbriefe zu bringen, außerdem wünscht der Schulleiter sie beide heute Abend zu sprechen. Dafür bringe ich sie nach dem Einkauf zu den Weasleys.“, ich trank meinen Kaffee aus und nickte zustimmend.

„Das trifft sich gut, ich habe einige ernste Wörter mit Prof. Dumbledore zu sprechen.“, mein ernster Blick richtete sich auf den Professor, so das er gleich wusste wie ernst ich es meinte. Harry schien es nicht als angenehm zu empfinden, dass uns Prof. Snape beim Einkaufen begleitete, doch da musste er halt durch. Wir brauchten 2 Stunden bis wir alles hatten, danach aßen wir zu Mittag und verbrachten den restlichen Tag damit, uns über das neue Schuljahr zu unterhalten und was dieses Jahr alles passierte. Ich hatte Harry natürlich von dem Turnier erzählt was dieses Jahr in Hogwarts stattfinden würde und wie sehr ich dies für eine dumme Idee hielt. Ich warnte ihn gleich seinen Namen nicht in den Feuerkelch zu werfen, da es viel zu gefährlich war, als das man sein Leben riskieren sollte. „1000 Galleonen und „ewiger Ruhm“ sind es nicht wert vielleicht getötet zu werden.“, streng sah ich meinen Bruder dabei an, dieser nickte und winkte auch gleich ab.

„Ich habe sicher nicht vor mein Leben für so etwas zu riskieren, nur um für andere eine Show zu bieten. Mein leben ist schwer genug, nein danke.“, ich seufzte erleichtert, immerhin war Harry kein Idiot.
 

„Allerdings habe ich das Gefühl, das ich irgend wie in dieses Turnier kommen werde, so wie ich mein Glück kenne.

Ich wette irgend jemand, oder irgend etwas, wird meinen Namen in den Kelch bringen und dann werde ich gewählt. Aber zum Glück kann ich mich weigern, da du mir ja sagtest, einen magischen Vertrag muss man freiwillig eingehen.“, ich verzog mein Gesicht und brummte nur. Wenn es da nur so einfach wäre.

„Ich ahne schlimmes?“, meinte Harry ebenso wenig begeistert.

„Leider ja. Es stimmt, im Normalfall könnte dich niemand zwingen einen magischen Vertrag zu unterzeichnen, beim Feuerkelch aber. Der Feuerkelch ist ein uraltes magisches Artefakt, er wählt die Champions nicht durch ihre Unterschrift, sondern durch ihre Magie. Das heißt, wenn jemand seinen Namen in den Kelch wirft, testet dieser die Magie desjenigen und prüft, ob dieser würdig ist. Also halte deinen Namen raus, bitte. Der Kelch kümmert sich nicht darum, ob du deinen Namen selber in die Flammen gibst, oder jemand anderes.“

„Das ist...kompliziert.“, stöhnte Harry und rieb sich die Schläfen. Ich musste ihm zustimmen. Manchmal konnte Magie wirklich kompliziert sein und das schlimmste an diesem Gespräch war, auch ich glaubte das Harry irgend wie zum Champion werden würde.
 

Gegen 17 Uhr holte uns Prof. Snape ab und brachte uns zu den Weasleys. Es war eine Ländliche Gegend. Ein sehr großes Feld in dessen Mitte ein Haus stand, welches eindeutig durch Magie zusammen gehalten wurde. Der „Fuchsbau“ wie Harry mir erklärte, war auf seine art beeindruckend. An der Haustür angekommen, wurde diese gleich geöffnet und Mrs. Weasley stand vor uns. „Harry! Schön das du hier bist.“, sofort war mein Bruder in einer festen Umarmung gefangen und ich war froh ignoriert zu werden. Als ihr Blick aber auf mich fiel, sah sie mich wütend an, stemmte ihre Hände in die Hüften und hielt mir einen Vortrag.
 

„Was bei Merlin hast du dir gedacht! Du holst Harry einfach aus seinem sicheren Zuhause, verschwindest einfach mit ihm in ein anderes Land, wo weiß was passieren konnte!“, ich blieb unbeeindruckt und betrat einfach das Haus bevor ich ihr antwortete. „Ich dachte mir so etwas wie, Harry verdient schöne Ferien weit weg von den Muggeln, die ihn mal wieder in sein Zimmer gesperrt hatten, nur um ihn wiedermal als Sklaven zu missbrauchen.“

„Unsinn! Die Dursleys sind vielleicht nicht die nettesten, aber das ist übertrieben.“, ich schnaubte nur.

„Natürlich wissen Sie es besser als ich, immerhin war ich ja nur dort.“

„Du hast die Dursleys angegriffen, das wird noch Ärger für dich geben junger Mann.“, ich winkte ab.

„Nein wird es nicht, da ich meinen Bruder befreien musste. Außerdem habe ich sie nur geschockt, Kiki hat sie wieder befreit also hören Sie auf so zu tun, als wenn ich den Avada genutzt hätte. Es ist eh egal, Harry wird nie wieder zu den Dursleys zurück kehren.“

„Ich verstehe nicht, wie du darauf kommt, Adrian?“, Albus Dumbledore stand im Wohnzimmer und sah mich streng an, doch das kümmerte mich nicht. Ich zog einfach nur das Dokument mit der Vormundschaft hervor und reichte es ihm. Eigentlich müsste er es bereits wissen, aber wer weiß ob er darauf geachtet hatte.
 

Dumbledore las sich das Dokument genau durch und wurde immer bleicher. Dann sah er mich erschrocken an, ich konnte nur breit grinsen. „Das Ministerium wird das nicht akzeptieren, Adrian. Du magst ein Lord sein, emanzipiert, aber du bist zu jung. Du kannst nicht…“, ich unterbrach den alten Mann einfach, da ich keine Lust auf eine lange Diskussion hatte. „Ich kann, Professor. Dieses Dokument wurde mir von der Amerikanischen MACUSA ausgestellt. Es ist ein magischer Vertrag, Harry hat ihn freiwillig unterzeichnet. Er ist gültig, kann nicht geändert werden und hat Internationalen Status. Das Ministerium kann also schreien und fauchen, Harry ist nun mein Münden, ich bin sein Vormund also wird er bei mir in den Ferien leben. Es gibt nichts, absolut NICHTS was Sie oder sonst jemand dagegen tun könnten. Aber wenn wir schon sprechen, ich habe einiges erfahren und ich hoffe bei Merlin, dass Sie, Professor, nichts wussten.“

„Was meinst du, Adrian?“

„Harry´s Narbe.“, sagte ich nur. Dumbledore wirkte sofort viel älter, also wusste er etwas.

„Darüber sprechen wir unter vier Augen.“, meinte ich nur und wandte mich Harry zu.

„Genies deine restlichen Ferien Bruderherz, ich werde mit Prof. Dumbledore nach Hogwarts reisen wir müssen einiges klären. Wir sehen uns dann in neuen Schuljahr wieder.“

„Du bleibst nicht hier?“, ich schüttelte den Kopf. „Nein. Die Weasleys sind deine Freunde, nicht meine, außerdem sehe ich das es hier nur Stress geben wird. Ich werde in den Tropfenden Kessel zurück kehren, nächsten Sommer wohne wir dann in unserem Manor, die Kobolde meinten das alles im Januar, spätestens Februar fertig sein sollte.“, dann sah ich den Schulleiter wieder an.

„Sollen wir?“, er nickte nur und zusammen verschwanden wir durch den Kamin in sein Büro.



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Kommentare zu dieser Fanfic (10)

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Von:  Lalamai
2026-05-10T08:37:45+00:00 10.05.2026 10:37
Ich freue mich dass es endlich weiter geht. Ich liebe diese Fanfiction total mach weiter so.
Von:  Isamu_17
2025-08-13T15:47:50+00:00 13.08.2025 17:47
Freut mich das es so gut für Adrian läuft.
Ich mag graue Magie auch mehr. Nicht alles was nicht gut oder weiß ist, ist schlecht. Wie bei StarWars. Graue Machtnutzer sind am besten, sie wissen um ihre Gefühle, lassen sie auch zu, aber sich nicht von diesen beherrschen.
Antwort von:  Katthani22
29.10.2025 19:59
Danke für das Kompliment
Antwort von:  Lalamai
10.05.2026 10:37
Es geht weiter
Von:  Isamu_17
2024-11-06T22:14:51+00:00 06.11.2024 23:14
Wowi. Ich mag deine Geschichte jetzt schon mega.
Weiter so.
Antwort von:  Katthani22
07.11.2024 00:13
Danke
Antwort von:  Lalamai
10.05.2026 10:38
Es geht weiter
Von:  Isamu_17
2024-11-06T13:10:25+00:00 06.11.2024 14:10
Eine echt interessante Idee. Bin gespannt wie es weiter geht
Antwort von:  Katthani22
06.11.2024 22:15
Es wird weiter gehen in ein paar Stunden
Von:  Lunarry
2024-11-06T12:20:34+00:00 06.11.2024 13:20
Vor allem scheint Prof. Snape besser mit Adrian klar zu kommen als mit seinen jüngeren Bruder
Antwort von:  Lalamai
10.05.2026 10:38
Es geht weiter
Von:  Lunarry
2024-11-06T12:19:39+00:00 06.11.2024 13:19
Einfach zu gut das Kapitel
Antwort von:  Lalamai
10.05.2026 10:38
Es geht weiter


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