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Schuld

JCU
von

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Schuld

Vorwort:
 

Da der Osterhase und die Zahnfee sich in ihrer Einsamkeit nicht unähnlich sind, spukt seit Tagen diese Szene durch meinen Kopf. Ich habe 'Mann im Mond - Akt 4' noch nicht gesehen, sondern warte das er auf YT kommt. Es sind eben nur meine Gedanken über ein mögliches Zusammentreffen.
 

Da ich seit Jahren nichts mehr wirklich geschrieben habe, bin ich gut eingerostet, aber dass hier musste ich niederschreiben.
 

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Die spätsommerliche Abendsonne streifte ihr Licht über die Baumkronen des Märchenwaldes und tauchte alles in ein sanftes orange. Inmitten des Waldes in tiefer Stille stand das 'Hotel zum Zahn' einsam wachend auf der Lichtung und warf das Licht gleisend hell von den Fenstern zurück.
 

Kein fröhliches Vogelzwitchern. Kein Summen von Insekten. Kein Leben wagte sich in die Nähe des Hotels. Das letzte Geschehen hatte alles erstarren lassen. Jenes Ereignis, welches sich im Hotel abspielte und im weitläufigen Garten sein Ende fand.
 

In Gedanken verloren kniete die Zahnfee vor einem der Stalagmiten, an Handgelenken und Hals durch magische Ketten an ihn gebunden. Unter sich die weißen Gabionensteine, welche sich schmerzvoll an seine Beine schmiegten. Eingeschlossen in einem magischen Kreis aus rot leuchtenden Blüten der Mohnblume.
 

Er konnte nicht verstehen wie man ihn so leicht in den Rücken fallen konnte. Wieder und wieder war er die letzten Ereignisse durch gegangen

Der Besucher der ihm half sich mit Dark zu vereinigen. Der Raub seines Zepters. Die Rückkehr vom Hüter des Mondes. Warum hatte die Zahnfee nicht erkannt was Oskar wirklich mit seinem Besuch beabsichtigte? Waren seine Menschenkenntnisse eingestaubt? Oder war er einfach zu sehr auf Dark fokussiert gewesen um die Bedrohung direkt vor sich zu erkennen?
 

„Argh!“ Ein leichter Schmerz pochte gegen seine Stirn und holte die Zahnfee aus ihren Gedanken in das Hier und Jetzt zurück. Tief atmete er ein und aus in der Hoffnung so den Schmerz zu lindern. Dann hielt er inne. Er war nicht mehr alleine.

„Bruder...“ Es war ein leichtes die Energie des Osterhasen zu erkennen. Doch stimmte was nicht. Sein Bruder war still. Bewegte sich nicht. Sagte nichts. Etwas düsteres umgab seine Präsenz. „Wa-“

Mitten im Wort erstarrt blickte die Zahnfee auf die selbe Klinge, welche Oskar ihm in den Körper gestoßen hatte, als der jüngere Bruder in sein Sichtfeld trat.
 

Entsetzten durchströmte die Zahnfee. Den Blick vom Mohnblumendolch abwendend blickte er auf um dem Osterhasen ins Gesicht zu schauen. Die schwarze Maske verhinderte jeden Augenkontakt und die Zahnfee verengte die Augen vor Enttäuschung und Schuld. Sein Bruder war nicht er selbst. „Es tut mir leid...“

Sein jüngerer Bruder war verloren und es lag in Zahnfees Verantwortung. „Ich habe versagt, Fips.“
 

Die Zahnfee konnte ihn nicht länger ansehen und starrte auf das Gras. Der Griff des Osterhasen um den Dolch wurde fester.

Erneut trat Stille ein. Dieses Mal jedoch erfüllte die Zahnfee ein mulmiges Gefühl. Sein Bruder stand ihm gegenüber. Benahm sich besessen wie er war so ungewohnt anders und hatte zudem die Waffe in der Hand, welche die Zahnfee außer Gefecht setzte. Ihm waren die magischen Wunden an seinem Bruder nicht entgangen. Zwei tiefe Stiche trug er mit sich. Dieser Dolch konnte der Zahnfee gefährlich werden.
 

Pochende Schmerzen im Kopf veranlassten die Zahnfee aufzuschauen, während er instinktiv zur Seite versuchte zu weichen. Die Ketten gaben nicht viel Fluchtraum. Einzig die telekinetischen Kräfte der Zahnfee verhinderten, dass der leuchtende Dolch sich ihn seinen Leib bohrte, als der Osterhase blitzschnelle zum Angriff übergegangen war.

Wissend, dass gerade Dark einen Teil seines Körpers übernommen hatte um sie beide zu schützen, ätzte die Zahnfee unter den Schmerzen des Bannkreises. Der Osterhase legte sein ganzes Gewicht gegen die Kräfte Darks und kam Millimeter für Millimeter näher.

„Fips...!“ Die Zahnfee würde nicht lange gegen seinen Bruder ankämpfen können. Das es überhaupt möglich war, bewies wie viel Macht er durch Dark besaß. Doch nie wollte er seine Kräfte noch einmal gegen einen seiner Brüder einsetzen.
 

„Fips... hör auf...“ presste die Zahnfee zwischen gepressten Zähnen hervor. Die Schmerzen in seinem Körper begannen ihn langsam zu übermannen. „STOP!“ grollte es tief aus der Kehle der Zahnfee und ihre Augen verloren jegliches Weiß. Kraftvoll stieß er den Osterhasen von sich.
 

Sich mehrmals überschlagend blieb der Osterhase mehrere Meter entfernt im Gras liegen. Nicht lange jedoch und er richtete sich wieder auf. Bereit erneut auf die Zahnfee loszugehen. Jedoch hatte er den Dolch nicht mehr an sich. Ausschau haltend erspähte der Osterhase den Dolch paar Meter seitlich von der Zahnfee im Gras liegend. Die Zahnfee indes schien zu versuchen sich aus ihrer Gefangenschaft zu befreien. Um ihn herum schwebten lose Steine und Gräser in der Luft. Einzig die Mohnblumenblüten und die Stalagmiten waren fest auf dem Boden.
 

Gerade zum Sprung zum Dolch ansetzend, bevor die Zahnfee Erfolge erzielte, stoppte der Osterhase in seiner Bewegung. „Aufhören!“ Julien Bam beugte sich, Osterhase und Zahnfee im Blick behaltend, zum Dolch herab. Hinter ihm Joon mit dem Stab der Zahnfee im Gepäck.
 

Die Besinnung zurück bekommend senkte die Zahnfee ihren Zorn wodurch ihre Kraft nach lies, so dass alles schwebende wieder zu Boden fiel. Murrend neigte er den Kopf beim Anblick der Fremden. Als die beiden eine schreckhafte Bewegung machten, wandte sich die Zahnfee dem Osterhasen zu. Er war nicht mehr da. Schweigend und innerlich seufzend starrte die Zahnfee an die Stelle wo sein Bruder eben noch stand.
 

...
 

ENDE

Alternativ 1: Drohung der Zahnfee

Das hier ist ein alternatives Ereignis meiner Geschichte nachdem Osterhase sich der Zahnfee gezeigt hat.
 

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Den Dolch fest in der Hand trat der Osterhase an die Zahnfee heran. Mit forderndem Blick streckte dessen Bruder sich ihm entgegen, soweit die Ketten ihn ließen. Die Zahnfee war ungeachtet der aussichtslosen Situation ein Kämpfer. Gekettet am Stein-Obelisken kniete er vor dem jüngeren, der eigenen Kräfte durch den Bannkreis beraubt. Sich der Gefahr durch den Mohnblumendolch mehr als bewusst blickte er dem Osterhasen trotzig entgegen.
 

Deutlich den Druck des Eisenriegels an der Kehle spürend, folgte die Zahnfee dem Vorhaben des Osterhasen. Wie dieser den linken Arm hob und den Dolch von sich streckte. Einen Meter Distanz wahrend, richtete der Osterhasen den Dolch an die Kehle der Zahnfee. Die Spitze des Dolches drückte sachte gegen die bleiche Haut. Ausreichend um der Zahnfee einen Schauer über den Rücken zu jagen. Dennoch blieb er seinem Bruder entgegengestreckt.
 

„Angsthase.“ knurrte der ältere als nichts geschah. Der Osterhase holte aus und schlug zu. Die Augen aus Reflex zukneifend spürte die Zahnfee wie sich der eiserne Druck an der Kehle löste und er selbst leicht nach vorne kippte. Die Magie der Klinge knapp an seinem Hals vorbei gleitend, stockte ihm der Atem.

Verwirrt riss die Zahnfee die Augen auf und sah die leuchtende Spitze der Klinge im toten Winkel. Mit gemischten Gefühlen folgte er den Bewegungen des Osterhasen, der einen Schritt nach hinten setzte. Wieder nach vorne schnellend, traf Metall auf Metall und der feste Halt zur Rechten der Zahnfee verlor sich. Ins Gras fallend durchfuhren Schmerzen den so lange regungslosen Körper ob der plötzlichen Bewegung.
 

Wieder auf Abstand betrachtete der Osterhase seinen nun am Boden liegenden Bruder,wie dieser stöhnend um die Kontrolle des tauben Körpers rang. Ihn gewähren lassend, stand der Osterhase wie ein Schatten auf der weiten Lichtung. Knurrend richtete die Zahnfee sich mit zitterndem Arm vom Boden abstützend auf.

Seinen Bruder direkt ansehend lagen Zorn und Verwirrung im Blick der Zahnfee. Den Griff um den Dolch verstärkend, sprang der Osterhase vor und presste seinen überraschten Bruder gegen den Stein-Obelisken.
 

„Was soll das werden?“ fragte die Zahnfee knurrend, den eisernen Riegel der Kette gegen den kraftvollen Arm des Bruders eingetauscht und die Klinge seitlich am Hals habend. Keine Antwort erhaltend entwich dem Älteren ein Schnaufen. „Was willst du hören?“ kam es murrend von der Zahnfee. Jedes Wort konnte seinen Tod bedeuten. Wenn sein Bruder überhaupt noch irgendwo in diesem fremdgesteuerten Körper drin steckte. „Ich war unachtsam...“ entwich es stockend zwischen zusammengepressten Zähnen.
 

Der Druck am Hals löste sich und der Osterhase distanzierte sich wieder. Sofort rang die Zahnfee hustend nach Luft, während dessen seinen Bruder im Blick behaltend. Den nächsten Angriff hätte die Zahnfee in seinem Zustand nicht abwehren können, hätte er ihm gegolten. Doch schlug die Klinge nun gegen die letzte Fessel und die Zahnfee stürzte erneut zu Boden. Diesmal die Schmerzen und die Taubheit der linken Seite ignorierend, rollte er zur Seite um Abstand zu gewinnen. Kniend machte er sich bereit für einen weiteren Angriff Seitens des Osterhasen. Dieser jedoch stand nur da und betrachtete den Dolch in seiner Hand. Sich der Zahnfee zuwenden, machte dieser sich bereit.
 

„FIPS!“ entrann es seiner Kehle als der Osterhase floh und die Zahnfee Aufgrund wackeliger Beine in die Hocke sank und den Oberkörper mit den Arme stützen musste.
 

ENDE


Nachwort zu diesem Kapitel:
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