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Dere Type Figurenzeichnung

Eine Oneshot-Sammlung
von

Vorwort zu diesem Kapitel:
TW: Fragwürdiges Verhältnis zu Essen, implizierte Essstörung, unbewusster Trigger Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
TW: Implikation möglicher Suizidgedanken, Erwähnung von Stressessen
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Viel Spaß beim Lesen. Komplett anzeigen

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王子デレ(OUJIDERE) intro: Kazunomiya Kairu

Schönen guten Tag, werter Pöbel.

Wie es scheint, hat sich ein weiterer dazu entschlossen, dem Dere Type Weltschmerz-Projekt einen Besuch abzustatten. Es ist mir eine Ehre, mit dir Bekanntschaft zu machen, Fremder.
 

Sicherlich werde ich nicht absolut alles, was mich ausmacht, in einer solch kurzen Vorstellung preisgeben können noch würde mir wohl dabei sein, doch da ich bis zum Hals mit von der Partei bin, gebe auch ich, Kazunomiya Kairu, hiermit mein Bestes.

Ich wäre dir sehr verbunden, wenn du davon absehen würdest, dich über meinen Vornamen lustig zu machen.

Freilich könnte man die Aussprache der beiden Kanji dafür mit dem englischen Namen "Kyle" in Verbindung bringen, doch zwischen meiner Familie und dem englischsprachigen Raum existiert meines Wissens nach keinerlei Zusammenhang.

Auch, wenn ich von dem Tee aus jener Gegend selbst dann nicht genug kriegen würde, wäre Gift in meiner Tasse. *kichert*
 

Nur ein Scherz, ich würde niemals wissentlich Substanzen in meinen Körper lassen, die mir das Leben kosten könnten.

Schließlich bin ich viel zu atemberaubend schön, um auf solch ungehobelte Weise abzutreten.

Einen solchen Verlust darf ich meiner Umwelt doch unmöglich zumuten, oder?

Darum sollte ich ihrer weiterhin würdig sein und pfleglich mit mir umgehen.

Ein gepflegtes Äußeres ist der Schlüssel zu einem gelungenen Leben, davon bin ich fest überzeugt.
 

Ich weiß, meine engelsgleichen Gesichtszüge verleiten dazu, aber solltest du mit deinen ungewaschenen Pfoten einfach zulangen, zögere ich nicht, dir in schmerzhafter Manie eine Lektion zu erteilen.

Habe ich mich klar ausgedrückt?

Selbiges gilt für mein Haar. So lang und seidig es auch ist, so ist es keine Einladung, einfach daran zu ziehen.

Das ist mir wirklich schon mal passiert, kannst du dir das vorstellen?

Welch schamloses Begängnis!
 

Doch ich kann es mir nicht leisten, einen langfristigen Groll gegen so eine Frechheit zu hegen, schließlich jagt das einem ganz schreckliche Falten auf die Stirn.

Hach, du wirst niemals verstehen, wie anstrengend es ist, so malerisch gut auszusehen.

Nein, du hast nicht den Hauch einer Ahnung davon.

Nur traurig, dass mir all jenes eines Tages grausam entrissen wird.

Wenn ich auf mich achte, mich gesund ernähre und Sport treibe, werde ich alt und darf nichts von dem behalten, was mir jetzt noch lieb und teuer ist. Ganz schön paradox.
 

Aber darum liebe ich das Klavierspielen.

Denn die Musik bleibt mir im Gegensatz dazu noch ein ganzes Stück länger erhalten.

Wenn es dir nichts ausmacht, könnte ich auch für dich etwas spielen.

Ich wäre nicht abgeneigt, dich noch einmal begrüßen zu dürfen.
 

Gehab dich wohl~

鬱デレ(UTSUDERE) intro: Bokuga Shuichiro

Wie bitte?

Bin ich jetzt dran?

Meinetwegen, aber erwarte nicht so viel, okay?

Du bist hier, weil du dich für das Dere Type Weltschmerz-Projekt interessierst, oder?

Wieso frag ich eigentlich, ich meine, wieso solltest du sonst hier sein?
 

Ich will nach Hause. Obwohl ich mich jetzt eigentlich vorstellen sollte, ist mir vor lauter Scham eigentlich fast nur nach Heulen.

Beiß die Zähne zusammen, Shuichiro!

So heiße ich nämlich. Bokuga Shuichiro.

Mein Nachname?

Das ist mein Nachname!

Manchmal irritiert das die Leute etwas, weil sie zuerst an das Personalpronomen, oder wie das heißt, denken, aber man schreibt es wie in Suibokuga, der Maltechnik.

Ob sich mit dem "Shui"-Teil, weil das ein bisschen wie Sui klingt, bewusst ein Scherz erlaubt wurde, das weiß ich aber nicht.

Nicht, dass ich fragen könnte.
 

Ich bin praktisch der letzte noch lebende Beweis dafür, dass diese Blutlinie existiert hat, was deprimierender klingt als es wahrscheinlich ist.

Wenn ich ehrlich sein soll, wäre dieser Welt vermutlich eher geholfen, wenn so ein hässliches, depressives Scheusal wie ich sich nicht fortpflanzen würde.

Sorry, manchmal sollte ich einfach die Fresse halten.
 

Mir fehlt es an Selbstwertgefühl und die Dinge, die ich wirklich kann, sind an einer Hand abzählbar, aber dafür will ich umso verzweifelter beweisen, dass ich es wert bin.

Meinen Freunden von Nutzen sein und aus eigener Kraft ein selbstbestimmtes Leben führen können, so eine Person wäre ich gerne.

Es ist vielleicht ein bisschen anmaßend, so zu reden, aber ich meine es so!

Ich will dafür gelobt werden, dass ich mein Bestes gegeben habe, auch wenn es vielleicht nicht gut genug ist.
 

Manchmal, wenn meine Wut und meine Traurigkeit zu schwer für mich sind, zeichne ich.

Nicht herausragend gut, aber darin bin ich besser als die meisten, die ich kenne. Das ist mein Steckenpferd.

Am liebsten zeichne ich Frauen und Vögel, wegen der Rundungen. Offengestanden finde ich, dass solche Kurven zu ziehen, etwas Beruhigendes hat.

Lach ruhig über mich, aber mir hilft es tatsächlich. Und es ist ja nicht so, als würde ich das, was ich zeichne, dabei herabwürdigen wollen. Ich bin gut zu Vögeln – *prustet* vögeln – und für Frauen bin ich grundsätzlich auch keine Bedrohung… schätze ich.

Es ist auch okay, wenn sie nicht wie Supermodels aussehen oder sogar moppelig sind.

Ich bin der Letzte, der an der Stelle irgendwelche Anforderungen stellen sollte.

Auch du könntest niemals zu hässlich für mich sein.

Falls du also mal Modell stehen magst oder so, du weißt, wo du mich findest.
 

Vielleicht sieht man sich ja!

Qualitätszeit mit Akira und Hitomi [Schreibübung August '24]

Es war keine Option, sich am Wochenende einfach nur auszuruhen. Nicht, dass er hätte ruhen können, ehe er wieder zufrieden mit sich war.

Seine Lungen brannten und beinahe wäre er gestolpert, doch er kam trotzdem konsequent an sein Ziel.
 

"Neue Bestzeit!", lobte ihn Hitomi und grinste. Akira erwiderte es.
 

In den frühen Morgenstunden zu trainieren, hatte er vermisst. Und auch wenn es kein Fußball war, es war besser als gar nichts zu tun.

Der Steg, der hinter seiner Freundin anfing, sah aus, als würde das Wasser darunter ihn verschlingen wollen. Wie eine Person, der man die Hand reichte, nur damit die sich dann den ganzen Arm krallte.
 

"Alles okay?", Hitomi näherte sich und fuhr Akira durch die verschwitzten weißen Strähnen. Dieser nickte nur.
 

"Mit dir doch immer.", seine grauen Augen sahen in ihre. Sie wusste nicht mit Sicherheit, was dahinter vor sich ging.
 

"Bleiben wir, bis die Sonne aufgeht?", Akira hoffte, sie würden das. Das Wasser würde glitzern und funkeln und er wäre glücklich darüber.
 

"Wo wir schon mal hier sind.", das deutete er als ein Ja.
 

"Eine bessere Freundin kann man nicht haben.", seufzte er.
 

"Wie beschissen war denn deine letzte Beziehung?", lachte Hitomi und auch wenn sie das nicht gewollt hatte, tat sie Akira damit weh.
 

Die Erinnerungen daran waren grauenvoll, und doch zeitgleich zu kostbar, um sie wegzuschmeißen. Ein Fluch, der ihm die Farbe aus den Haaren getrieben hätte, wenn zuvor welche darin zu finden gewesen wäre.
 

"Sorry, der war niedrig.", sie wandte den Blick ab, doch Akira griff nach ihrer Schulter.
 

Er wollte kein Schwächling sein, den sie gezwungen sah, in Watte zu packen.

Winterspeck schmilzt wie der Schnee bei Tageslicht [Schreibübung Januar '25]

Kein Sommerkörper war es wert, sich vor Schulbeginn noch zu erkälten. Überhaupt war vom Sommer an und für sich ja sowieso noch nichts zu sehen.

Wieder einmal fragte sich Akira also, wieso um alles in der Welt es ihn trotzdem bei der beißenden Außentemperatur nach draußen verschlagen hatte. Bis ihm wieder einfiel, wie egal ihm der Grund dafür eigentlich war.
 

Als Sportler ging man nun einmal raus, wenn der Rest der Welt Besseres mit seiner Zeit anzufangen wusste.

Wahrscheinlich würden Shuichiro oder Kairu heute trotzdem noch mit dem Hund rausgehen.

Ihnen über den Weg zu laufen, war demnach gar nicht so abwegig. Die fiese Winterluft war nicht schuld daran, dass er auf diese Vorstellung hin das Gesicht verzog.
 

Es war nicht so, dass er etwas gegen die beiden hatte. Seit der Eskalation letzten Frühling hatte sich zwischen den Jungs und ihm etwas gebildet, dass er eine echte Freundschaft nennen konnte. Gerade mit Kairu, dem zukünftigen Patriarchen der widerlich reichen Kazunomiya-Familie befreundet zu sein, war nichts, was jeder dahergelaufene Depp von sich behaupten konnte.

Zumal dessen komplizierte Persönlichkeit es auch schwer zuließ, dass jeder dahergelaufene Depp ihm die Stirn bieten konnte, wie Akira es getan hatte. Aber in der Hinsicht half nichts dergleichen.
 

Wenn es darum ging, sich fitzuhalten, mochte er es nicht, wenn ihm irgendjemand, den er kannte, dazwischenfunkte.

Das Joggen glich Akira einer Erweiterung für seine persönliche Selbstbefriedigung. Daran wollte er schlicht niemand anderen teilhaben lassen, egal wie viel Verständnis man ihm an der Stelle auch entgegenzubringen vermochte.
 

"Hey, Egaoshita-kun!", oh nein, dachte Akira, als er die infame Stimme seiner Schulkameradin hörte.

Am liebsten wäre er davongerannt, hätte so getan, als wäre Sanaes Begrüßung geradewegs an ihm vorbeigegangen, doch ihre Blicke trafen sich bereits und verloren sich ineinander.
 

"Hallo Genkihara", murmelte er zerknirscht und hätte sich dafür verprügelt, wenn er ein anderer gewesen wäre.

Das Letzte, was er wollte, war, seine irrationalen Gefühle an einer unschuldigen Freundin rauszulassen.
 

"Na, auch fleißig drauf und dran, das Festtagsessen abzutrainieren?", entweder bemerkte sie seinen Konflikt nicht oder sie ignorierte ihn. Aber ihr Lächeln schien aufrichtig und warm.

Instinktiv nickte er fast, machte aus der Kopfbewegung in letzter Sekunde jedoch noch schnell ein falsches Niesen.

Sanae wünschte ihm Gesundheit und er bedankte sich schüchtern.

Wenn sie nur wüsste.
 

"Entschuldigung? Ich laufe immer, auch wenn ich mich nicht einen Monat lang mit geilem Scheiß vollgestopft habe.", korrigierte er ihre Annahme, damit es nicht so aussah, als hätte sie recht mit ihr.

Immerhin war er nicht gezwungen, ihr direkt ins Gesicht zu lügen.
 

"Das ist die richtige Einstellung, Kollege!", er sah ihr förmlich an, wie die Motivation in haushohen Wellen durch sie floss. Irgendwie niedlich, wie viel Begeisterung sie für ihn übrig hatte.
 

"Aber ist dir nicht kalt so?", fragte sie ihn erschrocken und blickte auf die rosaroten Finger ihres Freundes.
 

"Ach, das ist doch nichts", versuchte Akira, sie zu beruhigen. Seine Augen wurden groß, als Sanaes Hände ruckartig nach den seinen griffen.
 

"Blödsinn, wenn das so weitergeht, fallen dir noch ganz bestimmt die Finger ab!", warnte sie ihn völlig außer sich.
 

"Keine Sorge, Genkihara, die haben schon so einiges hinter sich", witzelte er, woraufhin ein bedrohliches Brummen aus ihrem Kiefer an sein Ohr drang.
 

"Also schön", murmelte sie, ließ von ihm ab und wedelte ihm mit ihrem rechten Handschuh vor der Nase herum. "Du wirst ihn nehmen, Egaoshita-kun, denn es ist scheißekalt~", säuselte sie, wie um ihn zu hypnotisieren. Akira lachte.
 

"Du bist bescheuert", sachte zog er den Handschuh aus ihrem Griff und war erstaunt darüber, wie gut er passte. "Sind nicht deine, kann es sein?", theoretisierte er.
 

"Nö, gehören meinem Vater", es war rauszuhören, wie lieb sie besagten hatte, was ihm unbegründet Angst einjagte, für den Fall, dass er den Handschuh auf welche Weise auch immer verlieren sollte.
 

"Was dagegen, wenn ich dir beiwohne?", wollte sie wissen und streckte ihre bloße Hand nach ihm aus. Akira biss hinein.
 

"Uah, du bist doch kein Hund!", entfuhr es ihr verstört.
 

"Gut so, die Viecher sind gruselig", mit entsetztem Blick begutachtete Sanae die Bissspur, die Akira an ihr zurückgelassen hatte. "Aber ich steh in deiner Schuld für den endgeilen Handschuh, also klar, gehen wir", kam er auf ihr Angebot zurück.
 

"Vorausgesetzt, du lahme Ente kannst mir das Wasser reichen", triezte er sie mit einem schiefen Grinsen.
 

"Na klar kann ich das!", die Entschlossenheit, mit der sie das sagte, erlaubte ihm keinen Zweifel.
 

Schließlich joggten sie schweigend nebeneinander durch die Gegend. Und zu Akiras Überraschung war das gar nicht so übel wie er zunächst angenommen hatte. Vielleicht lag es daran, dass auch Sanae eine Sportlerin war wie er, was die Unannehmlichkeit etwas annehmlicher machte. Es fühlte sich gut an. Anders, aber nicht grauenhaft. Was diese Tätigkeit für ihn eigentlich bedeutete, konnte und sollte Sanae gar nicht so genau wissen, aber für den Moment schien das okay zu sein.
 

Sie verlangte nicht mehr als er ihr gab, genau wie er auch nicht mehr verlangte als sie ihm willig war zu geben. Er wäre niemals von sich aus auf die Idee gekommen, nach einem ihrer Handschuhe zu fragen. Manchmal machte ihm diese reinherzige Seite an ihr Angst, entriss ihm den Boden unter den Füßen, sodass er stürzte.

Tiefer und tiefer, zurück in seine Hilflosigkeit.
 

Dass es jedoch Sanae im Speziellen war, die ihm an diesem Tag zur Hilfe kam, fühlte sich an wie eine Begegnung des Schicksals.

Denn wenn es irgendwen gab, der ihn erwischen sollte, dann war sie möglicherweise das kleinste Übel von allen.

Denkbar, dass dies der Grund für ihn war, wegzulaufen, da er selbst nach all der Zeit vor nichts mehr fliehen wollte als vor sich selbst.

Dark Stics und der Beginn einer Freundschaft [Schreibübung Februar '25]

Das Blut war nicht das Problem. Es störte ihn nie, solange es nur das seine oder nur in wenigen Mengen zu sehen war. Dieses aber war viel zu viel und es war fremd. Wie die Person an sich, die ihn aus der Gefahr geschubst hatte.

Wo sie doch ihm galt, wo doch er es verdient hätte. Als Strafe für seinen fehlenden Selbsterhaltungstrieb.
 

Shuichiro schob sich aufgeregt einen weiteren Dark Stic in den Mund und zerkaute ihn wüst.
 

"Mädchen hassen Jungs, denen man das Stressessen ansieht", die Krankenschwester gab ihm ein hämisches Grinsen.
 

"Ist mir egal, sollen sie mich doch hassen", murmelte Shuichiro mit vollem Mund.
 

Die Person hinter der Tür, die ihn vor dem Aufprall bewahrt hatte, mit ihren langen grünen Haaren und der kurvigen Statur, durfte ihn, so entschied er, aus tiefster Seele hassen.

Schließlich hätte es sein können, dass sie irreparable Schäden aus der Sache davontrug. Schäden, die Shuichiro zu verantworten hätte.

Gewiss, sie hätte allen Grund dazu.
 

"Ey, Besuch!", kündigte die Krankenschwester mit der Feinfühligkeit eines Quarterbacks an.
 

"Er oder sie kann reinkommen", kam es leise zurück.
 

"Sie gehört ganz dir", säuselte die Krankenschwester und erntete daraufhin das genervte und buchstäbliche Augenrollen eines pinken Augenpaares. Allmählich ging ihm ihre übertrieben laszive Art gegen den Strich.
 

Zögerlich betrat Shuichiro den Raum, nachdem er hastig sichergegangen war, dass Itsuki ihn nicht sah. An Tagen wie diesen wollte er diesem Mann unter keinen Umständen gegenübertreten. Die Tür fiel ins Schloss und es wurde still im Raum.
 

"Du bist doch der Junge von neulich, nicht wahr? Hans Guck-in-die-Luft", von nahem klang die Stimme des Mädchens seltsam erleichtert, als wenn es nicht vor kurzem eins mit einem LKW geworden wäre. Shuichiro nickte.
 

"Ich wollte mich persönlich bei dir entschuldigen. Das hätte nicht passieren dürfen. Du musst mir auch nicht vergeben oder so, ich... ich wollte nur, dass du weißt, wie leid es mir tut. Mehr ist da nicht", murmelte er.
 

"Sind das Dark Stics?", fragte sie und eine nicht rauszufilternde Neugier färbte die Frage, ließ das Mädchen geradezu sehnsüchtig wirken. "Entschuldigung, aber ich liebe diese Teile", lachte sie verhalten, wobei er merkte, dass sich ihre Mimik dabei leicht den Schmerzen hingab.
 

"Du kannst den Rest haben, wenn du willst!", bot Shuichiro an. "Als Entschädigung für die Schmerzen, die du meinetwegen ausharren musst.", er kam sich dumm vor. "Ich weiß, dass alle Dark Stics der Welt nicht reichen, um dich gesund zu machen, aber wenn es heißt, dass ich dir dadurch auch nur ein kleines bisschen entgegenkommen kann, werde ich das tun, das schwöre ich!", das Grinsen der Patientin wurde breiter.
 

"Musst doch nicht gleich schwören, Mensch... wie ist dein Name?",
 

"Bokuga!", schoss es aus ihm heraus. "Ich heiße wirklich so"
 

"Bokuga-kun also, interessant", auf eine Weise mochte er es, wie die Fremde seinen Namen sagte. Als würde sie ihm neuen Glanz verleihen.
 

Verstohlen näherte sich Shuichiro dem Krankenbett und reichte ihr die kakaohaltige Köstlichkeit.
 

"Bist ein ganz Lieber", bemerkte sie mit einem Lächeln.
 

"Ich bleibe lebensmüde auf dem Straßenverkehr stehen, so jemand ist nicht lieb", entgegnete Shuichiro ernst.
 

"Schon okay, du hast mein Verständnis",
 

"Behalt es ruhig", sie schüttelte entschieden den Kopf.
 

"Im Ernst, ich verstehe dich. Denn um ehrlich zu sein, mir geht es womöglich ähnlich.", das hatte Shuichiro nicht erwartet. "Nichts von dem, was an diesem Tag hätte passieren können, wäre annähernd so schrecklich wie das, was ich von damals kenne. Also bin ich froh, dass ich dir helfen konnte und du mir Süßigkeiten vorbeibringst",
 

"Du bist hier diejenige, die ganz lieb ist.", nuschelte er. "Wie heißt du eigentlich?",
 

"Chika", sie sagte es, als hätte sie den Namen sich eigenhändig erlesen und wäre stolz darauf. Ein amüsiertes Lächeln zupfte an seinem Mundwinkel.
 

"Oh, du kannst es ja doch!", bemerkte sie überrascht.
 

"Was denn?",
 

"Fröhlich sein!",
 

"Du bist doof", schnaubte er.
 

Sie gehörte mit Sicherheit nicht zu den Mädchen, die ihn hassen würden, nur weil der Stress in seinem Leben ein wenig zu gelegentlich in seine Speiseröhre fand. Überhaupt schien sie ihn kein bisschen zu hassen. Und dieser Nichthass fühlte sich wie Sommerferien an. Vor Glück wurde ihm beinahe übel.

Aber vielleicht war es auch nur der exzessive Konsum von Dark Stics, die sein Gegenüber offenbar genauso liebte wie er es tat.


Nachwort zu diesem Kapitel:
Der erste Versuch eines Intros! So ungefähr äußert sich die Persönlichkeit unseres blauhaarigen Schulprinzen.
Was die Catchphrase "Welch schamloses Begängnis!" angeht, bin ich mir noch nicht 100% sicher, aber das zeigt sich dann im Laufe des Projekts.
Seid mir schön lieb zu ihm!
Neue Visuals zu ihm sind auch noch geplant.
Während ich das schreibe, chillt sein neuestes Charakterdesign neben meinem Arm und ich kann nicht erwarten, das in Farbe umzusetzen. Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Dieser Oneshot ist in einem Schreibworkshop entstanden, den meine Schule geschmissen hat.
Ich muss zugeben, es war sehr surreal, das vorzulesen. Junge, was war ich peinlich berührt 0///0
Aber ich finde, ich habe mich ziemlich tapfer angestellt.

Um ehrlich zu sein, erinnere ich mich nicht mehr klar an den Zusammenhang der Szene, weswegen ich zum Beispiel den Anfang nicht ganz erklären könnte. Für den Kanon ergibt es Sinn auf eine Weise, aber ein wenig wirr sieht das natürlich trotzdem aus.
Ein paar Grammatikfehler habe ich jetzt, im Oktober, noch ausgebessert, um weitere Verwirrungen zu vermeiden.

Aus meiner Sicht ist das Ding aber gar nicht so doof geraten, weswegen ich es euch hier präsentieren wollte.
Ich für meinen Teil freue mich auf den ersten Auftritt von Hitomi in der Serie und ihre Beziehung mit Akira.
Das Pairing bockt übelst und ich hatte echt Spaß an der Szene.

Lasst mir doch gerne eure Meinung in den Kommentaren da.
Lob und Kritik, immer her damit! Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Frohes neues Jahr auch von meiner Seite!
Ich hoffe, ihr seid alle ganz wunderbar in 2025 hineingerutscht und falls nicht, hoffe ich, es geht schön für euch weiter.
Wie ihr unschwer erkennen könnt, hatte ich dieses Mal Lust auf einen Oneshot mit Sanae.
Hier habe ich auch das erste Mal seit dem OUJIDERE intro Kairus neuen Namen in einem Text verwendet (Veteranen wissen, dass er nicht schon immer so hieß lol).

An der Stelle hoffe ich, dass ihr meinen Boy Akira ein wenig besser kennenlernen konntet und die Dynamik mit ihm und Sanae euch genauso bockt wie mich^^

Ehrlich, als Autor bin ich schon derbe verblüfft, was aus dieser Figur mittlerweile geworden ist. Ich wäre wohl nie darauf gekommen, dass dieser Charakter jemals so wichtig werden würde wie er es jetzt ist.
Von daher kann ich es kaum erwarten, mehr mit ihm zu machen.
Sollte es irgendwann tatsächliche Akira-Fangirls (und -boys) geben, habe ich meine Sache auf jeden Fall gut hingekriegt haha

Beste Grüße und einen schönen Abend,
~Yukiho Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Wer damals zu 1.0-Zeiten dabei war, dürfte sich vielleicht noch an die LKW-Szene mit Chika erinnern.
Damals hat sie den Protagonisten beschützt und wurde dabei selbst verletzt. Dieser Teil ihrer Persönlichkeit ist überraschend gut gealtert, von daher wollte ich nochmal etwas damit machen.

Die Dark Stics - absichtlich so geschrieben, kein Tippfehler rofl - sind unschwer erkennbar ein Abklatsch von Pockys.

Dass Shuichiro auf die Teile steht, ist auch ziemlich gut gealtert, von daher, na ja, ihr könnt es euch denken.

Die beiden nochmal in ein Krankenhaus-Setting zu platzieren, ist sehr nostalgisch für mich. Das letzte Mal ging es unserem Boy Shuichiro dort nämlich gar nicht gut und Chika ist für ihn da gewesen.
So wie ich die Szene damals geschrieben habe, würde ich das heutzutage zwar nicht mehr tun (dazu später mehr in der MSTing-Lesung), aber ich habe trotzdem warme Erinnerungen daran, da ich sie zu der Zeit mal mit einem guten Freund von mir durchgespielt habe.
Shoutout geht raus an die Person. Danke dafür nochmal! <3 Komplett anzeigen

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