Die erste Mission
Die beiden Zwillinge warten gespannt was Kakashi als nächstes zu verkünden hat. Ihre erste Mission wird eine im Auftrag der Mizukage sein. In schwer zugänglichem Gebiet eines Dschungels sollen sie ein Forscher Ehepaar von ihrer Erkundungstour sicher ins Dorf zurück begleiten. Da aufgrund möglicher Entdeckungen des Paars mit Feindkontakt zu rechnen ist, sollen Ayumi und Akuma die Aufgabe der Leibwächter übernehmen. Die beiden hören zu was der 6.te Hokage vorzulesen hat und tauschen dann viel sagende Blicke. “Wir sollen einfach nur zwei Leute zurück ins Dorf eskortieren? Das ist ja langweilig. Ich hatte mir etwas mehr Action erhofft.“ gibt Akuma zu und bläst dann seinen Zigarettenrauch aus dem Mund. Ayumi rollt genervt die Augen “Hast du nicht gehört? Das liegt mitten im Dschungel und es ist davon auszugehen, dass andere deren Forschungsergebnisse klauen wollen. Also werden wir bestimmt auch kämpfen müssen.“ richtet sie das Wort an ihren Bruder und schüttelt etwas mit dem Kopf. Der muskulöse Mann betrachtet sie abschätzend “Ja, das hab ich gehört. Aber was wird uns da erwarten? Die wissen ja nicht, dass wir geschickt werden um für deren Schutz zu garantieren. Also werden sie nicht die Elite hin schicken. Das wird bestimmt nicht mal für ein gutes Sparring reichen.“ antwortet er gelangweilt und seufzt leise. Die junge Konnoichi seufzt ebenfalls “Du bist einfach unverbesserlich, was?“ meint sie dann ruhig und nun ist es Kakashi, der das Wort ergreift. “Seid doch froh, je einfacher die Aufgabe umso schneller könnt ihr wieder zurück kommen.“ sagt er mit freundlicher Stimme. “Er hat Recht. Und auch wenn es auf den ersten Blick wie ein Kinderspiel aussieht, solltet ihr es trotzdem nicht auf die leichte Schulter nehmen.“ fügt Obito ihm hinzu. “Meine Rede.“ sagt Ayumi und legt ihrem Zwillingsbruder ihre Hand auf den Arm “Du wirst in deinem Leben als Shinobi noch genug Kämpfe austragen müssen. Also freu dich auch über weniger gefährliche Aufträge.“ sagt sie schmunzelnd. Ergebend hält Akuma die Hände in die Luft. Da haben sie ihn überstimmt. Also kein Grund weiter darüber zu meckern. “Das wäre dann erstmal alles.“ meint Kakashi ruhig und die Geschwister nicken leicht. “Madara wird die Planung für eure Mission übernehmen. Geht am besten gleich zurück und besprecht alles nötige.“ sagt Obito freundlich und drückt den beiden noch eine Schriftrolle mit allen nötigen Informationen und einer Lagebeschreibung in die Hand. Die beiden winken noch zum Abschied ehe sie das Hokage Gebäude dann verlassen.
Obito bleibt noch bei Kakashi. Immerhin ist er die Rechte Hand des 6.ten Hokage und hat einiges mit ihm zu planen und zu besprechen. Ayumi und Akuma gehen derweil zurück ins Uchiha Viertel. Bei ihrem Anwesen angekommen gehen sie sogleich ins Wohnzimmer, wo Madara wie erwartet am großen Tisch sitzt und Tee trinkt. Der Mitgründer Konoha´s hebt seinen Blick als er die beiden kommen sieht. “Hey alter Mann! Wir haben endlich unsere erste Mission!“ platzt es fröhlich aus dem muskulösen Mann heraus. Madara verdreht genervt die Augen “Wie oft soll ich dir denn noch sagen, dass du mich nicht alter Mann nennen sollst, du Grünschnabel.“ entgegnet er ihm mürrisch. “Ach komm schon. Wenn ich dich nicht ab und an ärgere wäre dir doch langweilig.“ stichelt der Kurzhaarige weiter und Ayumi schmunzelt etwas über diesen Anblick. Auch, wenn die beiden es nicht zugeben würden, können sie nicht miteinander und aber auch nicht ohne einander und das ständige Necken gehört auch schon mit zur Tagesordnung. Eine Hassliebe hat sich zwischen den beiden Uchiha´s entwickelt könnte man sagen. Die Schwarzhaarige ist froh, dass ihr Leben gemeinsam mit ihrer Familie hier in Konoha Gakure bisher so friedlich verlaufen ist und sich alle so gut eingelebt haben. Das ist das Leben, welches sie sich schon so lange gewünscht hat. Um das kleine Geplänkel der beiden zu unterbrechen räuspert sie sich kurz “Wir sollen im Wellenreich zwei Forscher sicher von ihrer Expedition zurück begleiten und möglicherweise müssen wir sie vor feindlichen Ninja´s beschützen die an deren Forschung gelangen wollen.“ erklärt sie dann schnell. Der Langhaarige hält sich nachdenklich das Kinn “Ich verstehe. Also befinden sie sich wohl in einem der Dschungel dort?“ wirft er seine Frage in den Raum und die Zwillinge nicken zustimmend. “Setzt euch.“ gibt der Mitgründer Konoha´s den beiden dann die Anweisung Platz zu nehmen und steht schnell auf um zur Kommode am anderen Ende des Wohnzimmers zu gehen. Er öffnet eine Schublade und kramt eine Karte hervor.
Ayumi und Akuma setzen sich an den Tisch auf welchem Madara sogleich die große Karte ausbreitet. Gemeinsam vergleichen sie die Karte mit den Info´s die sie von Obito mitbekommen haben und markieren dann einen Bereich in welchem sich ihre Zielpersonen aufhalten müssten. “Soweit ich weiß, gibt es in diesem Dschungel Bestien. Zumindest bin ich welchen begegnet als ich dort auf der Durchreise war.“ meint Akuma nachdenklich und seine Schwester betrachtet ihn irritiert. “Bestien? Was meinst du damit?“ fragt sie gleich nach und schluckt angespannt. Das klingt immerhin alles andere als schön. Der muskulöse Mann neigt den Kopf etwas ehe er antwortet “Na, Bestien eben. Überdurchschnittlich große Kreaturen. Wie Schlangen, Spinnen, Käfer. Einige sind friedlich und gehen Konfrontationen eher aus dem Weg. Eine Schlange wollte es drauf ankommen lassen und hat mich hinterrücks attackiert.“ er macht eine kurze Pause ehe er weiter erzählt “Nun, was soll ich sagen? Gegrillt hat sie gar nicht so schlecht geschmeckt wie sie aussah.“ nach seiner Aussage grinst er breit und der jungen Konnoichi wird allein bei der Vorstellung daran schon schlecht. “Oh igitt. Na hoffentlich begegnen wir keinen so ekligen Krabbeltieren und können die beiden schnell zurück bringen. Und ich nehme definitiv einen großen Vorrat an Nahrungspillen mit. Ehe ich eine Schlange oder einen Käfer esse, sterb ich lieber!“ meint sie etwas empört und wundert sich zeitgleich darüber wie diese großen Kreaturen überhaupt zustande kommen. Sie erinnert sich an die unliebsame Begegnung mit dem riesigen Skorpion in dem unterirdischen Tunnel im Windreich und schaudert auf. Nein danke. Solche Begegnungen können ihr gern gestohlen bleiben. “Ihr solltet am besten gleich packen und euch dann auf den Weg machen. Damit wir aber miteinander kommunizieren können..“ beginnt Madara seinen Satz und nimmt dann jeweils eine Hand von Ayumi und Akuma in Seine “..werden wir ein Siegel verwenden.“ beendet er seinen Satz und auf dem Handrücken der beiden leuchtet jeweils ein Symbol auf. Ähnlich wie das, welches die Konnoichi damals mit Zetsu verbunden hat.
Der muskulöse Mann betrachtet seine Hand verdutzt. “Wenn wir uns auf das Mal konzentrieren, weiß Madara wo wir sind und kann uns finden und zu Hilfe eilen sollte es nötig sein. So eines hatte ich auch bekommen bevor ich mich auf meine Reise begeben habe. Das funktioniert prima.“ erklärt Ayumi ihrem Bruder dann was es damit auf sich hat. “Oder in dem Sinne Obito, ich darf Konoha ja nicht verlassen. Er wird ebenfalls ein solches Mal bekommen um mit euch verbunden zu sein. Außerdem können wir euren Standort damit auch finden ohne, dass ihr euch auf das Mal konzentriert und jederzeit zu euch gelangen.“ fügt der Langhaarige ihrer Erklärung hinzu und die Augen des jungen Uchiha weiten sich überrascht. Er wusste nicht, dass es so was gibt. Überaus nützlich wie er findet. “Sofern Obito nicht zu beschäftigt mit seinen Aufgaben als Berater des Hokage ist, kann er euch nach abgeschlossenen Aufträgen auch mit Hilfe seines Kamui hierher zurück bringen.“ sagt der Mitgründer Konoha´s mit ruhiger Stimme und die Augen der jungen Frau weiten sich. “Geil! Dann müssen wir ja vielleicht gar nicht so viel latschen wie ich befürchtet hatte!“ ruft sie schon beinahe erfreut aus. Sie erinnert sich an ihre jahrelange Reise zurück auf welcher sie sämtliche Tempel und Schreine der verschiedenen Reiche aufsuchte um ihre Fähigkeit und die Jutsus der fünf verschiedenen Elemente weiter zu verbessern und zu erlernen. Neun Jahre war sie hierfür unterwegs. Nach der ganzen Rennerei können ihr längere Wanderungen also gestohlen bleiben. Um nicht zu sagen, dass sie ihr zum Hals raus hängen. Andererseits freut sie sich aber darüber Zeit mit ihrem erst vor kurzem gefundenen Zwillingsbruder verbringen zu können. Gemeinsame Reisen schweißen immerhin zusammen heißt es doch und nach 22 Jahren in denen sie getrennt voneinander und ohne Wissen über die Existenz des anderen gelebt haben, gibt es auch einiges nachzuholen.
Die beiden sehen dabei zu wie das kräftige Mal immer mehr verblasst, bis es schließlich nicht mehr zu erkennen ist. Die junge Konnoichi wundert sich gerade wo Zetsu nach all der Zeit eigentlich abgeblieben ist. Er ist spurlos verschwunden ehe der 4.te Ninja Weltkrieg begann und ist seither auch nicht zurückgekommen. Das Mal welches die beiden miteinander verbunden hat ist auch verschwunden und das bereitet der Schwarzhaarigen bis heute Unbehagen. Madara und Obito beruhigen sie zwar immer wieder, dass Zetsu nicht so schwach ist wie sie vielleicht denkt und dass er als Spion unter Madara öfter mal für längere Zeit untergetaucht ist ehe er dann wieder auf einmal auf der Matte stand aber das beruhigt die Konnoichi nicht unbedingt. Immerhin war er in den Jahren ihrer Reise ihr Begleiter und war auch davor in ihrer Kindheit schon bei ihr als Trainingspartner und Freund. Zu weiteren Gedankengängen kommt sie allerdings nicht weil Seiran durch die Tür kommt und die drei stirnrunzelnd betrachtet. “Was macht ihr da? Müsst ihr etwa schon für eure erste Mission aufbrechen?“ stellt sie neugierig ihre Fragen als sie näher kommt. “Ja. Wir werden packen und dann gleich aufbrechen.“ antwortet Akuma ihr lächelnd. Die Silberblonde verengt die Augen etwas “Was ist das für eine Mission? Wie lange werdet ihr weg sein?“ hakt sie nach und ihr Freund schmunzelt amüsiert. “Wir müssen zwei Forscher aus einem Dschungel im Wellenreich zurück in ihr Dorf begleiten. Das sollte ein Kinderspiel sein.“ erklärt der große Mann und tätschelt sich dabei seinen Bizeps während er breit grinst. Beide Frauen verdrehen die Augen. Er und sein grenzenloses Selbstbewusstsein in seine Stärke. “Wir werden ein paar Tage weg sein. Aber mach dir keine Sorgen. Akuma kann durch seine Regenerationsfähigkeit eigentlich nicht ernsthaft verletzt werden und im Zweifelsfall bin ja immer noch ich als Vernünftige da um ihn zu bremsen oder notfalls heilen zu können.“ versucht die Schwarzhaarige ihre Freundin damit zu beruhigen. So ganz einverstanden ist diese immer noch nicht damit, sie nicht begleiten zu können. Immerhin war sie die letzten Jahre als treue Weggefährtin und Kampfpartnerin an Akuma´s Seite. Ihn jetzt alleine gehen zu lassen, wo sie einander doch erst vor kurzem ihre Gefühle füreinander gestanden haben, versetzt ihr einen Stich ins Herz. Aber sie hat versprochen sich in der Abwesenheit der Zwillinge darum zu kümmern, dass hier im Anwesen alles glatt läuft und beklagt sich deswegen nicht weiter.
Akuma wollte außerdem verhindern, dass ihr etwas zustößt. Da sie ja wissen, dass die anderen Kage sie als Zeichen des guten Willens Aufträge ausführen lassen für die ihnen deren eigenen Shinobi zu schade sind. Es könnte also durchaus hässlich werden. Und es kämpft sich nun mal einfacher wenn man nicht auch noch auf den Schutz der Freundin achten muss, sondern sich voll und ganz auf den Kampf und seinen Gegner konzentrieren kann. Und wo wäre sie besser geschützt als hier in Konoha Gakure inmitten des Uchiha Viertels und deren starken Bewohnern? Der große Mann schlägt sich dann mit der geballten Faust gegen seine Handinnenfläche “Ja richtig! Wir brauchen noch einen coolen Namen für unser Team, Schwesterchen!“ meint er etwas aufgeregt und die junge Konnoichi runzelt irritiert die Stirn “Warum denn das? Das Team besteht doch eh nur aus uns beiden.“ entgegnet sie ihm wesentlich weniger enthusiastisch und das hat zur Folge, dass er mürrisch die Stirn in Falten legt. “Na weil jedes starke Team einen coolen Namen hat. Die Leute sollen in Erfurcht erstarren wenn sie den Namen hören.“ antwortet er energisch und die junge Frau klatscht sich ihre Hand ins Gesicht. Da sie genau weiß, dass er sich nicht umstimmen lassen wird, beschließt sie mit zu spielen. “Also schön. Und was schwebt dir dann für ein Name vor?“ fragt sie mit hochgezogener Augenbraue und ihr Bruder strahlt zufrieden. “Team Fumetsu (jap. für unsterblich).“ sagt er kurz und knapp und rollt dann mit der Augenbraue “Na? Na? Das hat doch einen schönen Klang oder? Mit diesem Team legt sich doch keiner freiwillig an!“ meint er grinsend und die junge Uchiha seufzt leise auf. “Dir ist aber schon klar, dass wir nicht unsterblich sind, oder?“ fragt sie skeptisch doch ihr Bruder winkt nur ab. “Natürlich. Aber ich bin mit meiner hohen Regenerationsfähigkeit nur schwer verwundbar und du kannst jede Verletzung heilen und sogar Widerbeleben. Die perfekte Kombo und unbesiegbar!“ sagt Akuma fröhlich und seine Schwester beschließt ihm diesen Spaß zu lassen. “Also abgemacht! Team Fumetsu!“ wiederholt er es noch mal und streckt ihr seine geballte Faust entgegen. Ayumi ballt ebenfalls ihre Faust und so schlagen die beiden dann ihre Fäuste gegeneinander. “Team Fumetsu ja? Warum wundert mich nicht, dass so etwas von dir kommt, du Grünschnabel? Allerdings nützt ein unsterbliches Team auch nichts gegen einen Gott.“ sagt Madara stichelnd und verschränkt die Arme vor der Brust. “Vergiss nicht, dieser Gott sah gegen mich ganz schön alt aus.“ kontert Akuma gekonnt und zwischen den Augen der beiden Uchiha schießen Blitze hin und her.
“Dann lass uns mal schnell packen damit wir los können. Wir treffen uns wieder hier, Mister Unsterblich.“ sagt Ayumi um die angespannte Stimmung etwas aufzulockern und kichert zum Schluss ihres Satzes etwas. Gesagt, getan bereiten die beiden Zwillinge alles vor und treffen sich dann wieder in dem großen Wohnzimmer. Ayumi hat sich einen großen Vorrat Nahrungspillen in einen Rucksack gepackt, zusätzlich ein paar Wasserflaschen, Verbandszeug, ein paar Seile und einen leichten Regenmantel. In ihrer Beintasche hat sie wie sonst üblich ein paar Shuriken und Kunai. Ihr Kurzschwert hat sie gerade an ihrem Gürtel befestigt als Akuma die Treppe runter kommt. Dicht gefolgt von Seiran. Skeptisch hebt der große Mann eine Augenbraue. “Du willst einen Rucksack mitnehmen? So lange werden wir doch auch nicht unterwegs sein.“ meint er feststellend. “Ich bin lieber vorbereitet und habe zu viel als zu wenig dabei. Außerdem ist der Rucksack nicht schwer. Es stört also nicht, wenn ich ihn mitnehme.“ begründet sie damit ihr Handeln. “Bis bald Madara. Und pass gut auf alles auf solange ich nicht da bin, Seiran.“ sagt die Konnoichi lächelnd und hebt zum Abschied die Hand. Der Mitgründer Konoha´s nickt schwach. Immerhin ist er sich sicher, dass die beiden auf dieser Mission keine all zu großen Schwierigkeiten haben werden. Weiß er doch besser als viele andere über deren spezielle Fähigkeiten als Wunderkinder der Uchiha Bescheid. Die Silberblonde schlingt ihre Arme um ihren Freund und vergräbt ihr Gesicht an seiner Brust “Pass auf dich auf und kommt heil zurück, ja?“ murmelt sie leise und der junge Uchiha legt sachte seine Hand auf ihren Kopf. “Natürlich. Du kennst mich doch.“ sagt er selbstbewusst und betrachtet sie liebevoll ehe er sich dann aus ihren Armen löst.
Akuma trägt lediglich seinen Mantel, welcher locker über seinen Schultern liegt und hat sein Kurzschwert dabei. Mit Shuriken oder Kunai kämpft er ohnehin nicht und hat daher auch keine dabei. Aber was er natürlich mitgenommen hat sind Zigaretten. Wenn er zwischendurch nicht ab und an rauchen kann wird er ziemlich ungemütlich. Das haben die restlichen Uchiha Clan Mitglieder und vor allem Seiran die ihn jahrelang begleitete schon mit bekommen. Nachdem sie sich verabschiedet haben wartet Seiran noch bis sie die Zwillinge nicht mehr sehen kann und verschwindet dann wieder zurück ins Haus. An den Toren zu Konoha angekommen nicken die beiden Uchiha´s den Torwächtern noch kurz zu und verschwinden dann auch schon in Richtung Osten, wo das Wellenreich liegt. “Was meinst du wohl, was uns dort erwartet?“ fragt Ayumi neugierig und ihr Bruder betrachtet sie aus dem Augenwinkel heraus. “Heiße Temperaturen, wahrscheinlich auch eher hohe Luftfeuchtigkeit und bestimmt das ein oder andere Krabbeltier.“ entgegnet er kurz und knapp. Die Schwarzhaarige seufzt auf “Was uns da landschaftstechnisch erwartet weiß ich selber, Baka. Ich meinte, ob du glaubst, dass wir auf Feinde treffen?“ stellt sie ihre Frage damit nochmals. Der große Mann zuckt mit den Schultern. “Keine Ahnung. Ich weiß ja nicht was die beiden dort erforschen und wer sich dafür interessieren könnte.“ er verschränkt die Arme hinter dem Kopf. “Wenn wir allerdings auf Shinobi stoßen, sollten es besser starke sein, damit ich auch mal wieder ein bisschen Spaß habe.“ fügt er breit grinsend hinzu. Ja man kann sagen was man will, er redet zwar nicht viel aber er ist einem guten Kampf gegenüber nie abgeneigt. Schmunzelnd gehen die beiden dann nebeneinander her während die Sonne immer mehr hinter den Horizont verschwindet und nach und nach die Dunkelheit der Nacht über das Feuerreich herein bricht.
Mitten im Dschungel
Sie sind bereits seit ein paar Stunden unterwegs und bewegen sich mittlerweile in völliger Dunkelheit. Einzig der Mond erhellt ihren Pfad welcher durch dichten Wald führt. Ayumi entgeht nicht, dass ihr Bruder immer unruhiger wird. Irgendetwas scheint ihm wohl nicht ganz zu passen. Nachdenklich neigt die Schwarzhaarige den Kopf. “Was hast du denn?“ will sie sogleich wissen. Der muskulöse Mann seufzt genervt auf. “Nichts.“ antwortet er und starrt dabei stur geradeaus. Die Konnoichi verengt die Augen “Nichts also ja? Warum schaust du dann so angepisst?“ hakt sie nach. “Ich schau überhaupt nicht angepisst!“ schnauzt ihr Bruder sie dann an. Ayumi zieht eine Augenbraue hoch. “Ach nein? Willst du nicht mal eine rauchen? Dann hast du bestimmt wieder bessere Laune.“ schlägt sie ihm dann vor. Tatsächlich hat er die ganze Zeit über noch keine geraucht, worüber sie sich wundert. Der große Mann seufzt abermals und verschränkt dann die Arme vor seiner Brust “Ich will jetzt aber keine rauchen!“ meckert er. Die junge Frau weitet perplex die Augen. Das sind ja mal ganz neue Töne, dass er nicht rauchen will. Sie hat einen Verdacht woran das liegen könnte. Ayumi beginnt fies zu grinsen als sie ihm mit ihrem Ellenbogen in die Seite pufft. “Könnte es möglicherweise daran liegen weil du kein Feuerzeug dabei hast? Hmm?“ fragt sie mit stichelndem Unterton und ihr Bruder errötet etwas um die Nasenspitze. “So ein Quatsch! Daran liegt es nicht!“ beginnt er sogleich zu protestieren und wendet schnell den Blick ab. Die Konnoichi fühlt sich damit in ihrem Verdacht bestätigt. Ohne anzuhalten nimmt sie ihren Rucksack von ihren Schultern und kramt darin herum. “Hier.“ sagt sie schließlich mit triumphierendem Grinsen auf den Lippen als sie ihm eine Schachtel Streichhölzer hinhält. Der muskulöse Mann betrachtet sie aus dem Augenwinkel. Immerhin hat sie ihn durchschaut da er wirklich sein Feuerzeug Zuhause vergessen hat und deswegen seit ihrem Aufbruch noch keine einzige geraucht hat. Was seine Laune mehr und mehr in den Keller wandern ließ. Aber zugeben wollte er das nicht deswegen hat er geschwiegen.
“Danke.“ murmelt er leise als er die Schachtel an sich nimmt. “Tja. Gut wenn man einen Rucksack mit allen möglichen Dingen mitnimmt, nicht wahr? Was würdest du nur ohne mich machen?“ will sie grinsend wissen und zwinkert frech. Der junge Uchiha schüttelt missmutig den Kopf “Ja ist ja schon gut. Ich werde nie mehr in Frage stellen was du auf Missionen mitnimmst und was nicht.“ sagt er etwas grummelnd. Während Ayumi sich den Rucksack wieder auf den Rücken schnallt holt ihr Zwillingsbruder seine Zigarettenschachtel aus der Tasche seines Mantels, holt sich eine raus und steckt sie sich in den Mund. Er entzündet ein Streichholz und macht sich damit die Zigarette an. Erleichtert jetzt endlich rauchen zu können nimmt er einen tiefen Zug und schließt dabei die Augen. Das wurde immerhin auch Zeit. Die Konnoichi betrachtet ihn schmunzelnd. Wie einfach man seine Laune doch verbessern kann. Was bei Akuma die kleinen Glimmstängel bewirken, sind bei Ayumi definitiv Süßigkeiten jeglicher Art. So haben beide Zwillinge ihr eigenes, kleines Laster. Nach einer Weile hat er fertig geraucht und seufzt zufrieden. Das tat gut und hat die Nerven entspannt. Die junge Frau kramt die Karte aus ihrer Beintasche und orientiert sich. Sie befinden sich auf dem richtigen Weg, oder gehen zumindest in die richtige Richtung. Die Stunden vergehen in denen sie schweigsam nebeneinander her gehen. Zwar befinden sie sich noch im Feuerreich, aber man konnte ja nie wissen welche Gefahren wohl hinter dem nächsten Felsen lauern mochten. Und da unterscheiden sich die Geschwister grundlegend. Auf der einen Seite ist da Ayumi, die Kämpfen lieber aus dem Weg geht und in erster Linie versucht eine friedliche Lösung für jedes Problem zu finden und auf der anderen Akuma, der liebend gerne kämpft um seine Stärke unter Beweis zu stellen und am liebsten wohl erst drauf hauen und dann nachfragen würde wo eigentlich das Problem liegt. Den Großteil der Nacht sind sie bereits durch den Wald gewandert als sie beschließen eine kurze Pause einzulegen und sich auszuruhen. Die Schwarzhaarige ist die Erste die sich eine Mütze voll Schlaf gönnt als sie am Fuße eines großen Baumes sitzt und ihren Rücken so bequem wie möglich gegen dessen Stamm lehnt. Ihr Bruder hält so lange Wache und nach einer Weile tauschen sie dann und Akuma erholt sich etwas.
Nach ein paar Tagen sind sie dann endlich im Wasserreich angekommen und haben auch die Überfahrt zur Insel ihres Zieles hinter sich gebracht. Akuma ist froh endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu haben da er leicht seekrank wurde. Voller Tatendrang stapft er los in den dichten Dschungel hinein. “Hey! Warte doch mal! Wollen wir nicht erst Mal auf der Karte nach sehen in welche Richtung wir müssen?“ ruft Ayumi ihm hinterher als sie zu ihm aufschließt. “Nicht nötig. Der alte Mann und du meinten doch, dass sie sich in diesem Dschungel hier aufhalten müssten oder nicht?“ sagt er mit schief gelegtem Kopf. Seine Schwester nickt leicht. Wenn Madara hören würde, dass er ihn wieder alten Mann nennt, dann würde es was setzen. “Dann müssen wir nicht auf die Karte gucken. Wir werden sie auch so finden. Wer weiß wo sie während ihrer Expedition überall unterwegs sind. Lass uns einfach losgehen und dann werden wir sie schon finden. Notfalls fälle ich mit dem Schwert meines Susanoo ein paar Bäume um einen besseren Überblick zu haben.“ meint er und grinst dabei. Die junge Uchiha zieht eine Augenbraue nach oben. Immerhin hat sein Susanoo genug Power um den halben Dschungel platt zu machen. “Das war ein Scherz, oder?“ fragt sie unsicher nach und betrachtet ihn durchdringend. Kopfschüttelnd legt der muskulöse Mann seine Hand auf ihren Kopf und wuschelt ihr etwas durch die Haare. “Natürlich war das ein Scherz.“ meint er amüsiert lachend. “Wobei es auf diese Weise definitiv schneller gehen würde.“ fügt er schulterzuckend hinzu und grinst breit. “Du bist unmöglich.“ sagt die junge Uchiha und verdreht ihre Augen. Damit hat er nicht ganz Unrecht, aber wie ein Berserker den Urwald abzuholzen ist natürlich keine Option. Die Stunden vergehen und der Dschungel wird immer dichter.
Die beiden bahnen sich mit Hilfe ihrer Kurzschwerter einen Weg durch die vielen hoch gewachsenen Sträucher und Lianen und auch die Temperatur und Luftfeuchtigkeit klettern weiter nach oben. “Boah wie nervig…ich hasse so schwüle Hitze wie die Pest!“ schimpft die junge Konnoichi etwas als sie sich mit der Hand Luft zu wedelt. “Schwitzt du denn gar nicht mit deinem Mantel?“ fragt sie neugierig und betrachtet den großen Mann dabei aus dem Augenwinkel. “Nein. Er hängt ja nur lässig über meinen Schultern und ist vorne geöffnet. Außerdem habe ich mich in der ganzen Zeit in welcher ich ihn trage längst daran gewöhnt.“ entgegnet er nur kurz und knapp. Stimmt ja, Seiran hatte den Mantel für ihn angefertigt noch bevor sie ihre gemeinsame, Jahre andauernde Reise angetreten haben. Da er keinen Pullover oder Hemd trägt und unter dem Mantel sozusagen oberkörperfrei unterwegs ist, wird ihm wohl auch nicht so schnell warm. Die beiden machen eine kurze Pause um etwas zu trinken als sich Ayumi beobachtet fühlt. Nervös schaut sie sich in der Umgebung um. “Da ist doch irgendwas.“ nuschelt sie leise und stupst dabei ihrem Zwillingsbruder gegen die Schulter. Akuma sieht auf und horcht “Hm? Ich glaube das bildest du dir nur ein, Schwesterchen.“ sagt er schmunzelnd. “Du brauchst keine Angst haben du kleiner Feigling. Egal wer sich uns in den Weg stellt, ich werde alle besiegen.“ meint er selbstbewusst und lässt dazu demonstrativ die Knöchel in seinen Fingern knacken. Gerade als seine Schwester ihn dazu ermahnen will die Dinge mal etwas ernster zu nehmen, schießt ein Schatten zwischen einem der Bäume hindurch. Schnell springen die beiden zur Seite um dem Angriff auszuweichen. “Was hab ich gesagt?!“ ruft Ayumi ihrem Bruder zu und dieser winkt gelangweilt ab. Vor den beiden schlängelt sich eine riesige Schlange zwischen den Bäumen hindurch. Sie starrt die beiden an und öffnet dann zischend ihr Maul. Zum Vorschein kommen riesige, spitze Zähne von welchen eine trübe Flüssigkeit tropft. Na bravo, hierbei handelt es sich wohl um eine Giftschlange. Gerade als sie einen Angriffsplan schmieden wollen vibriert der Boden zu ihrer rechten Seite und eine weitere, genau so große Schlange kommt auf sie zu.
“Akuma, du übernimmst die vor uns und ich die andere.“ gibt Ayumi die Anweisung und der muskulöse Mann nickt einverstanden. Er freut sich, dass es nach tagelangem Fußmarsch nun endlich ein bisschen Action gibt. Ayumi zieht ihr Kurzschwert und hechtet auf die Schlange zu. Gekonnt weicht sie deren Angriffen aus und schafft es, sie ein Stück weit von Akuma und der anderen Schlange weg zu locken, damit ihr Bruder genug Platz zum Kämpfen hat. Die Schwarzhaarige schaut in ein verärgert zischendes, weit geöffnetes Maul und setzt dann ihr ´Jutsu der Flammenden Feuerkugel´ ein welche genau im Rachen des Ungetüms landet. Unter Schmerzen krümmend lässt sie erstmal von Ayumi ab. Die Konnoichi nutzt diesen kurzen Moment um zu schauen wie es ihrem Bruder ergeht. Dessen Widersacher schnellt mit dem Kopf auf ihn zu um ihn zu packen doch Akuma ist schneller. Er aktiviert die Vorstufe seines Susanoo. Seine Wesenheit bildet einen knöchernen Brustkorb und zwei knöcherne Arme. Eine Hand packt die Schlange direkt hinter ihrem Kopf und hält sie fest noch bevor sie ihn verschlingen kann. Außer sich vor Wut schlägt die Schlange wild mit ihrem Schwanz umher um sich aus dieser Lage zu befreien und reißt damit auch den ein und anderen Baum um. Ayumi schafft es gerade noch rechtzeitig weg zu springen als der Schwanz der Schlange auf den Boden schlägt wo sie noch gerade stand. “Hey! Kannst du nicht ein bisschen aufpassen?!“ ruft sie ihrem Zwillingsbruder zu. Das war immerhin knapp. Und sie muss sich schließlich auf ihren eigenen Gegner konzentrieren. “Was kann ich denn dafür, dass die so randaliert?!“ ruft der große Mann über seine Schulter zurück. Genug gespielt wie er findet. Sein Susanoo, welcher die Schlange noch immer fest gepackt hat, schleudert diese nun gegen den nächsten Baum. Er deaktiviert seine Wesenheit und hechtet auf die Bestie zu. Flink springt er von Baum zu Baum um so hoch genug in die Luft zu kommen. Mit gezogenem Kurzschwert stößt er sich dann von dem Ast ab an welchem er gerade noch kopfüber hang und fliegt mit einem Affenzahn auf die Schlange zu. Den Griff seines Kurzschwertes nimmt er fest in beide Hände und rammt dann die Klinge seines Schwertes mit einem schmatzenden Geräusch in den Kopf des Ungetüms. Die schiere Wucht des Aufpralls hat zur Folge, dass sein Gegner sofort tot ist. Die Schuppen an dessen Kopf waren nicht hart genug um seine Schwertklinge vom Eindringen abzuhalten. Mit einer geschmeidigen Bewegung zieht er sein Schwert wieder raus und schüttelt mit einer ruckartigen Handbewegung das Blut von dessen Klinge ehe er es wieder in die Scheide zurück steckt.
Ayumi´s Gegenüber qualmt zwar noch immer etwas aus dem Maul, hat sich aber wieder soweit aufgerappelt um einen erneuten Angriff zu starten. Schnell schlängelt sie zwischen den Bäumen hindurch und hat die Schwarzhaarige dabei fest im Blick. Die Konnoichi hat nicht vor diesen Kampf noch länger hinaus zu zögern. Sie wartet ab, bis sie nur noch ein kleines Stück entfernt ist und springt dann hoch in die Luft. In der Luft macht sie einen Salto und leitet dann Blitzchakra in die Klinge ihres Kurzschwertes. Die Schlange die zu schnell war um ihren Angriff abzubrechen, befindet sich mit dem Kopf genau unter der jungen Frau als diese dann auf selbem landet. Entschlossen rammt sie die Klinge durch die Schuppen der Bestie und das hinein geleitete Blitzchakra hat zur Folge, dass die Schlange nun von einem starken Stromstoß durchzuckt wird. Ayumi ist wirklich froh, dass Nurui ihr dieses Jutsu beigebracht hat als sie gemeinsam durchs Blitzreich gereist sind. Eine sehr nützliche und effektive Technik. Die Schlange windet sich und zuckt noch eine Weile ehe sie dann völlig ruhig daliegt während Rauch von ihrem Körper aufsteigt. Die junge Uchiha zieht die Klinge raus und macht sie sauber bevor sie das Kurzschwert dann wieder weg steckt. Akuma kommt bereits auf sie zu. Die Arme etwas gelangweilt hinter seinem Nacken verschränkt. “Wie denn das war´s schon? Wie langweilig. Ich musste mich nicht mal halbwegs anstrengen. Bestien sind auch nicht mehr das, was sie früher mal waren.“ jammert er seufzend und schüttelt enttäuscht den Kopf. “Hör auf zu meckern. Das war doch jetzt auch schon ein bisschen Abwechslung.“ meint Ayumi kopfschüttelnd. Als die beiden weiter gehen wollen beginnt der Boden abermals zu vibrieren. Dieses Mal sind es viele, etwas kleinere Schlangen die von allen Richtungen auf sie zu kommen. “Weil du auch nie deine Klappe halten kannst!“ zischt die Schwarzhaarige genervt und verengt dabei die Augen. Mindestens dreißig Schlangen sind nun ihre Gegner. Zwar um ein gutes kleiner als die beiden vorigen aber dennoch jede so um die vier Meter lang. Man kann also davon ausgehen, dass die beiden Zwillinge sich hier in der Nähe deren Nestes befanden und die kleinen Schlangen wohl die Babys der beiden großen von zuvor waren.
“Grade als ich dachte der Spaß wäre schon vorbei!“ ruft der muskulöse Mann grinsend aus. Er ist aber auch der Einzige der sich darüber freut, dass der Kampf nun noch etwas weiter geht. Ein paar der Schlangen schalten sie mit ihren Kurzschwertern aus. Für den Rest hat Ayumi bereits eine Idee. “Bruder. Lass uns einen Kombinations-Angriff machen um das hier schnell hinter uns zu bringen.“ schlägt sie vor und formt sogleich Fingerzeichen um ein Jutsu anzuwenden. Kurz darauf bricht ein riesiger Wirbelwind los der alle noch lebenden Schlangen darin einschließt. Ihr Bruder nickt einverstanden und führt dann ebenfalls Fingerzeichen aus und bläst im nächsten Moment einen riesigen Schwall aus Feuer in den Tornado. Als ob der schneidende Wind nicht schon schlimm genug gewesen wäre, werden die kleinen Bestien nun in einem Wirbel aus Feuer und Wind eingeschlossen. Die Zwillinge beenden nach einer Weile ihren kombinierten Angriff und die Schlangen fallen eine nach der anderen leblos zu Boden. Schön angekokelt. Zufrieden mit ihrem Werk streckt sich Ayumi etwas. “Wo ich das gerade so sehe…“ beginnt Akuma zu sagen und legt sich dabei eine Hand an den Bauch. “…wollen wir vielleicht eine Kleinigkeit essen?“ beendet er damit seinen Satz und deutet dabei auf die vielen Schlangen. Die junge Frau betrachtet ihn entsetzt und hält sich eine Hand vor den Mund. “Oh wie eklig! Das ist doch jetzt wohl nicht dein ernst?!!“ platzt es angeekelt aus ihr heraus. Ihr Bruder weiß nicht warum sie sich so anstellt. “Ich hab dir doch gesagt, dass ich schon mal eine Bestienschlange verspeist habe die mich angegriffen hat. Die schmecken echt nicht so schlecht wie sie aussehen. Ein bisschen wie Hühnchen.“ meint er grinsend und reibt sich seine Hände. Wer kann denn einer Portion gut durch gegrilltem Fleisch widerstehen? Hungrig macht er sich ans Werk und schneidet sich ein paar Stücke der frisch gegrillten Leckerbissen heraus. Die junge Frau dreht sich schnell in die andere Richtung als er damit beginnt das Fleisch gierig hinunter zu schlingen. “Oh ich glaube mir wird gleich schlecht.“ murmelt sie leise während sich in ihrem Magen Übelkeit ausbreitet. Das kann er doch gerade immerhin nicht wirklich machen oder?
In der Unterzahl?!
“Weshalb stellst du dich so an? Die schmecken echt gut. Besser als deine Nahrungspillen auf jeden Fall.“ meint Akuma überzeugt als er den letzten Happen des gegrillten Fleisches verspeist. Ayumi wartet noch bis sie keine Schmatzgeräusche mehr hört ehe sie sich wieder zu ihrem Bruder umdreht. “Können wir dann langsam weiter?“ fragt die Schwarzhaarige etwas ungeduldig. Immerhin haben sie ja eine Mission zu erfüllen und je eher sie die beiden Forscher finden und in ihr Dorf zurück bringen können, umso besser. “Ja, ich komm ja schon.“ sagt der muskulöse Mann besänftigend als er sich seinen Mantel dann wieder ordentlich über die Schultern hängt. Gerade als sie weiter ziehen wollen treten zwei Personen aus dem Dickicht heraus. Beide tragen sie große Hüte mit Moskitonetzen daran befestigt und sehen auch vom übrigen Kleidungsstil her wie die gesuchten Forscher aus. Akuma beäugt sie abschätzend. Seine Schwester ist die Erste, die das Wort ergreift. “Herr und Frau Hitoshi?“ ruft sie den beiden entgegen und diese neigen den Kopf ehe sie nicken. “Wir wurden geschickt um Sie nach Kiri Gakure zurück zu bringen.“ redet die Schwarzhaarige weiter. Der Mann und seine Frau, welche vom Alter her so Mitte dreißig sein dürften, tauschen einen verwirrten Blick miteinander aus. “Was denn sind die 90 Tage Expedition etwa schon vorbei? Die Zeit verging ja wie im Flug!“ spricht die Frau ihre Gedanken dann laut aus. Akuma und Ayumi runzeln verdutzt die Stirn. Ihre beiden Gegenüber machen wirklich einen etwas verwirrten Eindruck. Der Mann kommt dann näher und betrachtet die ganzen getöteten Bestien Schlangen. “Liebling sieh nur! Das sind die, die wir schon lange gesucht haben. Die letzte Kreatur die auf unserer Liste fehlt.“ meint er freudig und kramt sogleich ein Notizbuch hervor. “Seid ihr etwa für das Sterben der ganzen Schlangen hier verantwortlich?“ richtet er dann seine Frage an die Zwillinge. Die beiden blinzeln perplex. Meint er diese Frage etwa ernst? Immerhin sind sie die Einzigen Menschen weit und breit also wer zum Teufel sollte denn sonst für das Ableben der Bestien verantwortlich sein wenn nicht sie? Akuma nickt nur schwach um ihm seine Frage damit zu beantworten. “Waaaas?! Aber warum habt ihr das denn getan? Es gibt nicht mehr so viele Exemplare davon. Sie sind äußerst selten und ihr habt sie alle eliminiert.“ platzt es ungehalten aus der Frau heraus. “Nun, sie haben uns attackiert. Töten oder getötet werden. Und von solchen Viechern lasse ich mich bestimmt nicht umbringen.“ antwortet Akuma nur kalt und Ayumi muss sich ein Lachen verkneifen. Immerhin würde die Redewendung ´Fressen oder Gefressen werden` in diesem Fall auch sehr gut zutreffen wie ihr Bruder bewiesen hat.
“Oh wie unhöflich. Wir sind Akuma und Ayumi und wurden beauftragt Sie sicher zurück zu bringen.“ sagt die Konnoichi dann als sie sich leicht verbeugt und ein Stück auf die beiden zu geht. Ihr Bruder nickt lediglich leicht. Genug Höflichkeit wie er findet. Erst jetzt fallen den beiden die riesigen Kadaver der beiden ausgewachsenen Schlangen auf und sie erstarren vor Schreck. “Was so riesig können die werden? Das übersteigt alle bisherigen Aufzeichnungen dazu um Längen!“ beginnt der Mann seinen Satz und richtet seinen Blick dann auf die beiden Geschwister. “Und die habt ihr ganz alleine besiegt? Alle?“ will er skeptisch wissen und die Zwillinge nicken zustimmend. “Ein Kinderspiel.“ haucht Akuma grinsend und rollt dabei eine Schulter. “Nun. Wir brauchen ohnehin nur einen Giftzahn für Forschungszwecke und ein paar Schuppen.“ spricht der Forscher dann weiter und geht vorsichtig auf eine der ausgewachsenen Schlangen zu. Vor deren Maul angekommen betrachtet er aufgeregt die Zähne. Ein Giftzahn hat eine Länge von gut einem Meter. Etwas zögerlich legt er seine Hände daran und packt ihn dann richtig im Versuch ihn der Schlange aus dem Maul zu reißen. Da das nicht klappt holt er ein Messer aus seiner Tasche und beginnt dann im Zahnfleisch der Schlange rum zu schneiden im Versuch den Zahn damit lockern zu können. Akuma schüttelt missmutig den Kopf. Was soll das immerhin auch werden wenn es fertig ist? “Braucht ihr den ganzen Zahn oder reicht ein Teil davon?“ fragt er als er ebenfalls zum Maul der Bestie geht. “Am Besten wäre der ganze Zahn.“ entgegnet ihm der Forscher und der große Mann nimmt ihn daraufhin an den Schultern und schiebt ihn ein Stück weit weg. Ohne zu zögern umfasst er den Zahn der Schlange und reißt dann einmal fest daran. Mit einem schmatzenden Geräusch zieht er den kompletten Zahn mitsamt daran hängender Giftdrüse aus dem Maul der Kreatur ohne, dass er sich dafür großartig anstrengen müsste. Seine reine Körpergröße ist schon einschüchternd aber der durchtrainierte Körperbau und Berg an Muskeln mit denen dieser bepackt ist machen den jungen Uchiha zu einem Monster was reine Körperkraft angeht. Die ganzen Jutsu´s die er beherrscht und seine Gabe als Wunderkind mal außen vor gelassen.
Die beiden Forscher freuen sich wie kleine Kinder an Weihnachten. “Sogar mit Drüse! Das ist mehr als wir uns erhofft haben!“ rufen sie wie aus einem Munde. Der große Mann übergibt ihm den Zahn und die beiden beginnen sogleich damit die Giftdrüse vom Zahn zu trennen und sicher in einem gekühlten Behälter zu verstauen. Der Zahn wird in ein Tuch gehüllt und an den Rucksack gebunden. Anschließend schneidet Akuma mit seinem Kurzschwert noch ein paar Schuppen des Reptils ab, welche die beiden dann in ihren Rucksack packen und damit hätten sie ihre Aufgabe hier erfüllt. Ayumi beobachtete derweil aufmerksam die Umgebung damit sie nicht in einen Überraschungsangriff oder dergleichen verwickelt werden. Gemeinsam gehen die vier dann los in Richtung Kiri Gakure. Akuma geht voraus, links neben ihm der Mann, hinter diesem geht Ayumi und rechts neben ihr seine Frau. So geht jeweils ein Zwilling außen um beide Seiten abzudecken. “Wie schön, dass wir zum Ende unserer Expedition die Bestienschlange noch finden konnten. Damit ist ein Traum wahr geworden.“ sagt die Frau mit freundlicher Stimme und die Schwarzhaarige lächelt sanft. Eine Weile gehen sie schweigsam durch den Dschungel, welcher dann auch endlich etwas lichter wird und man wieder mehr Platz und vor allem bessere Sicht hat. Gerade als sich die Konnoichi darüber freuen will, dass auch die Luftfeuchtigkeit etwas nachlässt hat sie ein beklemmendes Gefühl. Die Schwarzhaarige will gerade das Wort an ihren Bruder richten, als bereits ein Schatten mit gezogenem Katana auf diesen zu hechtet. Akuma reagiert blitzschnell, blockt den Schwerthieb mit seinem halb gezogenen Kurzschwert ab und zieht es dann komplett aus der Scheide. “Schlechte Idee uns anzugreifen.“ spricht er seine Worte mit bedrohlichem Grinsen auf den Lippen und fixiert den Angreifer dabei fest mit seinem Blick. Ein weiterer Gegner der von der Seite angerannt kommt verwickelt Ayumi in einen Schwertkampf. Die Konnoichi pariert seine Schwerthiebe und schafft es dann ihren Widersacher mit einem kräftigen Tritt in den Magen von sich weg zu schleudern. Die beiden Männer ziehen sich ein Stück weit zurück um sich neu zu formieren. Diesen Moment nutzt die junge Uchiha um sie sich genauer anzusehen. Anhand ihrer Masken kann man erkennen, dass es sich dabei um ANBU, so genannte Jagdninja handelt. Das Symbol auf deren Masken lässt die Schwarzhaarige allerdings stutzig werden.
“Warum seid ihr hier? Was ist euer Auftrag? Wir wurden von Mizukage persönlich damit beauftragt Herr und Frau Hitoshi nach Kiri Gakure zurück zu bringen. Das offizielle Schreiben hierüber haben wir dabei. Ihr seit ebenfalls aus Kiri. Also warum seid ihr hinter den beiden her?“ stellt sie sogleich ihre Fragen und sieht dabei zwischen den beiden hin und her. Das ergibt nämlich absolut keinen Sinn. Weshalb sollten Jagdninja hinter Forschern ihres eigenen Dorfes her sein. Zumal ja Akuma und sie damit beauftragt wurden sich um deren sichere Rückkehr zu kümmern. Schützend stellt sich Ayumi jetzt neben ihren Bruder und schaut über ihre Schulter zu dem Ehepaar. “Ihr bleibt hinter uns.“ gibt sie den beiden als Anweisung und richtet ihre Augen dann wieder nach vorne. Einer der beiden ANBU Shinobi lacht amüsiert auf ehe er sagt “Aber, aber. Da habt ihr etwas völlig falsch verstanden. Wir sind nicht hinter den Forschern her, sondern hinter euch!“ und zeitgleich treten weitere maskierte Shinobi zwischen den Bäumen hervor um sich zu ihren Kameraden zu gesellen. Die Augen der jungen Uchiha wandern zwischen den einzelnen hin und her. //10 Stück.// zählt sie in Gedanken die Anzahl ihrer Feinde und ihr Bruder tut es ihr gleich. “Warum hinter uns? Wir sind auf Wunsch der Mizukage hier und haben eine Durchreiseerlaubnis.“ hakt die Konnoichi noch mal nach. “Das geht euch nichts an. Ihr braucht nur zu wissen, dass wir euch jetzt ausschalten werden und dann wird uns das Wunderkind begleiten.“ spricht einer mit monotoner Stimme und nickt mit seinem Kopf dann in Richtung von Akuma. Richtig, laut der Sage des Uchiha Clan´s handelt es sich bei dem Wunderkind welches nur alle 150 Jahre und auch nur unter bestimmten Umständen geboren wird, um einen männlichen Erben dieser besonderen Fähigkeiten. Außenstehende wissen nicht, dass Ayumi als seine jüngere Zwillingsschwester und da sie sich in der selben Fruchtblase befanden ebenfalls das Glück hatte ein Wunderkind zu werden. Das ist ein Geheimnis welches nur der Uchiha Clan an sich und Vertraute wie der 6.te Hokage und dessen enge Vertraute wissen. Und das soll auch so bleiben. Man weiß ja nicht was einem das möglicherweise mal für einen Vorteil bringt. Akuma hat sich auch gewünscht es geheim zu halten um seine Schwester damit zu schützen. Genau vor solchen Situationen in welcher sie sich gerade eben befinden.
Der muskulöse Mann richtet seinen Blick auf seine Schwester “Wie ich dich kenne, willst du einem Kampf eher aus dem Weg gehen richtig?“ spricht er seine Worte ruhig und betrachtet sie fragend. Die Schwarzhaarige nickt leicht. “Dann sollten wir wohl sehen, dass wir schnell von hier weg kommen.“ meint er seufzend und Ayumi bildet sich ein, ein bisschen Enttäuschung heraus zu hören. Er hat sich bestimmt schon darüber gefreut sich mit anderen Gegnern messen zu können die anspruchsvoller sind als die Schlangen zuvor. Da die Konnoichi diejenige ist, die in hitzigen Situationen noch am ehesten einen kühlen Kopf bewahrt und alle möglichen Szenarien zu verschiedenen Vorgehensweisen in ihrem Köpfchen durchgeht, hat sie stillschweigend ohne darüber sprechen zu müssen, die Führungsrolle in Team Fumetsu übernommen. Auch wenn ihr Bruder leidenschaftlich gerne kämpft, vertraut er auf ihre Entscheidungen und nimmt auch diese nun ohne zu murren hin. “Denkt ihr wir werden euch einfach so entkommen lassen? Ihr seid klar in der Unterzahl. Ob ihr kämpft oder nicht, ihr werdet heute, hier sterben!“ ruft einer ihrer Gegner siegessicher aus. Damit sieht die ganze Sache schon anders aus. Im Nachhinein soll sich ja keiner beschweren, dass sie es nicht zuerst auf die friedliche Variante versucht hätten. Die Konnoichi nickt ihrem Bruder mit einem viel sagenden Blick zu und er scheint genau zu verstehen was sie ihm damit mitteilen will. Um ihnen etwas Zeit zur Flucht zu verschaffen formt er Fingerzeichen und rammt dann sein Kurzschwert in den Boden von welchem dann eine gewaltige Feuerwand auf ihre Gegner zuschnellt. Um diesen Angriff abzuwehren tun sich mehrere der ANBU zusammen und setzen das Jutsu der Wassersäule ein um damit das Flammenmeer aufzuhalten. Ein lautes Zischen ist zu hören und dann wird die gesamte Umgebung in dichten Nebel gehüllt, entstanden durch das verdampfen des Feuers.
Diesen Vorteil will Ayumi nutzen und erschafft sogleich zwei Schattendoppelgänger welche das Forscher Ehepaar ein Stück weit weg in sichere Entfernung bringen und sie beschützen. Man konnte ja immerhin nicht wissen wie viel wahres an den Worten der Jagdninja dran ist. Die Schwarzhaarige aktiviert ihr Ewiges Mangekyo Sharingan um auch in dem dichten Nebel ihre Gegner fest im Blick zu haben. Ein weiterer Vorteil den sie ihrem Kekkei Genkai zu verdanken hat. “Passt auf! Er verfügt über das Sharingan!“ ermahnt der Truppenführer seine Kameraden zur Vorsicht. Sie wissen allerdings nicht, dass sie es mit zwei Leuten aus dem Uchiha Clan zu tun haben. Tja, Pech gehabt. Ohne zu zögern taucht Ayumi dann hinter einem der Feinde auf und schlitzt ihm mit einer schnellen Bewegung mit ihrem Kunai die Kehle auf. Ein schmatzendes Geräusch ist zu hören und noch ehe seine Mitstreiter begreifen was gerade passiert ist, ist die Schwarzhaarige auch schon wieder verschwunden. Um nicht länger blind ausgeliefert zu sein wendet einer der ANBU dann ein Jutsu des Windverstecks an um mit einem starken Luftstrahl der aus seinem Mund schießt den Nebel in seiner unmittelbaren Umgebung aufzulösen. Akuma hat inzwischen ebenfalls sein Ewiges Mangekyo Sharingan aktiviert und lässt seinen Nacken knacken. Bereit loszulegen. “Was zum? Wo ist die Frau hin?!“ knurrt einer ihrer Gegner dann als er ihren gefallenen Kameraden sieht und die Konnoichi nirgends erblicken kann. Ohne Zeit verstreichen zu lassen nutzt Einer einen Überraschungsmoment und taucht blitzschnell vor dem muskulösen Mann auf und rammt ihm sein Schwert durch den Bauch.
“Wo sie auch stecken mag…damit ist dein Ende besiegelt. Wir sollen dich tot oder lebendig zurück bringen. Tot bevorzuge ich allerdings, damit du keine Probleme machst.“ spricht der Jagdninja seine Worte kalt und schaut grinsend in das Gesicht des Schwarzhaarigen. Dieser bleibt allerdings ganz gelassen stehen ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Und das wo er gerade durchbohrt wurde. “Du denkst also wirklich, dass ein Angriff mit diesem Zahnstocher ausreichen würde um MIR schaden zu können? Lächerlich.“ gibt Akuma belustigt von sich und starrt dann in die Augen seines Feindes. Geschockt blickt dieser in zwei funkelnde Augen ehe er sich dann schnell zurück zieht und ein paar Meter von seiner Zielperson weg springt. “Was ist das für ein Sharingan? Was hat das zu bedeuten?!“ ruft er zornig aus während sich der junge Uchiha das Schwert aus dem Bauch zieht und sich seine Wunde bereits im nächsten Moment beginnt von selbst zu verschließen und dabei feiner Dampf drum herum aufsteigt. “Versteht ihr jetzt, dass ihr diejenigen seid die von Anfang an in der Unterzahl waren?“ will der Schwarzhaarige wissen während sich ein teuflisches Grinsen auf seinen Lippen abzeichnet. Zum einen konnte Akuma sein Kekkei Genkai in dem Maße weiter entwickeln, dass er Träger des Ewigen Mangekyo Sharingan ist und zum anderen wurde dieses abermals verbessert als er und seine Schwester, die sich im 4.ten Ninja-Weltkrieg wieder gefunden haben, ihre beiden Chakraflüsse vereint haben und somit aus zwei von ihrem Vater bei deren Geburt versiegelten, halben Kräften, wieder eine vollständige entstehen haben lassen. Was sich dadurch zeigt, dass ihre rot/schwarzen, für das Sharingan und Mangekyo Sharingan typischen Farben der Augen zusätzlich von mehreren, lilafarbenen Akzenten geziert sind. Ähnlich wie beim Rinnegan. Die Wundergabe des männlichen Zwillings zeigt sich durch eine extrem hohe Regenerationsfähigkeit, er ist also nahezu unverwundbar und seine Verletzungen heilen je nach Ausmaß und Größe in windes eile ohne, dass er dafür etwas tun müsste und bei dem weiblichen Zwilling wurde die Wundergabe des Heilens und unter gewissen Vorraussetzungen auch der Widerbelebung vererbt. Mit Hilfe dieser gelang es ihr auch den toten Madara Uchiha zurück zu holen, welcher dann zusammen mit Obito den 4.ten Ninja-Weltkrieg erklärte und dann in einer erbitterten Schlacht den Vereinten Ninja-Nationen gegenüber stand.
Der junge Uchiha schmunzelt leicht und zeigt dann auf den Gegner, welcher ihm die Frage stellte wo seine Schwester abgeblieben ist. “Guck doch. Sie ist genau da.“ meint er entspannt und sein Gegenüber findet das ganz und gar nicht lustig. “Willst du mich verarschen?! Das kann überhaupt nicht sein! Das-“ beginnt er zu schimpfen und wird dann allerdings mitten in seinem Satz unterbrochen als er von hinten von einem Kurzschwert durchbohrt wird. Abermals ist das typisch schmatzende Geräusch zu hören wenn hartes Metall auf weiches Fleisch trifft und damit fällt dann der zweite der ANBU Shinobi leblos zu Boden. Die junge Konnoichi verschwindet auch dieses Mal wieder genau so schnell wie sie zuvor aufgetaucht ist ohne ihren Gegnern die Möglichkeit eines Gegenangriffes zu ermöglichen. Jetzt reicht es dreien der noch verbliebenen Kämpfer und sie stürmen zeitgleich auf Akuma zu. In freudiger Erwartung lässt er die Knöchel in seinen Fingern knacken und aktiviert die Vorstufe seines Susanoo. Noch bevor sie sich eine andere Taktik einfallen lassen können, holt der Arm seiner Wesenheit zu einem Schlag aus und dessen knöcherner Arm trifft die Angreifer mit dessen Rückhand und schleudert sie mehrere Meter weit durch die Luft und gegen die nächsten Bäume. Ayumi nimmt derweil die übrigen Jagdninja in einem starken Gen-Jutsu gefangen als das Einzige was sie durch den Nebel sehen können ihre funkelnden Augen sind und macht sie damit bewegungsunfähig. Anschließend leitet sie Blitzchakra in die Klinge ihres Kurzschwertes, springt auf die drei zu die das Susanoo ihres Bruders ausgeknockt hat und rammt das Schwert in den Boden. Sie selbst hält sich kopfüber am Griff ihres Schwertes fest um nicht selbst geschockt zu werden und macht für die Dauer des Jutsu´s sozusagen einen Handstand auf ihrem Schwert. Die Shinobi werden von der Rest-Elektrizität getroffen und ihre Muskeln beginnen unkontrolliert zu zucken. Danach bleiben sie gelähmt liegen. Die Konnoichi springt auf ihre Beine und ist für einen kurzen Moment unaufmerksam. Das nutzt der Truppenführer der Einheit und stürzt sich hinterrücks auf sie. Blitzschnell hält er ihr sein Kunai an die Kehle um sie davon abzuhalten seine Kameraden zu töten. “An deiner Stelle würde ich mich jetzt nicht bewegen du kleines Miststück!“ zischt er seine Worte zornig doch die Langhaarige kann daraufhin nur kichern. “Was gibt es da zu lachen verdammt noch mal?!“ knurrt er merklich angepisst und die Konnoichi schaut daraufhin nur über ihre Schulter zu ihm zurück. Er hat nämlich die wachsamen Augen ihres Bruders und die Reichweite dessen Wesenheit außer Acht gelassen. Die Hand seines Susanoo packt ihn und hält ihn ganz fest damit er nicht auf dumme Ideen kommt. Ein kurzer Schulterblick verrät ihr, dass ihr Bruder alles im Griff hat und so macht sie sich daran mit Seilen die feindlichen Shinobi zu fesseln und legt hier ganz besonderen Wert auf die Hände, damit sie keine Jutsu´s anwenden können. Damit wären dann bis auf den einen welchen der Schwarzhaarige in seiner Mangel hat, alle noch lebenden gefesselt und kampfunfähig.
Wurden wir verraten?
“Nun zu dir, du Schwächling. Du sagst uns jetzt warum ihr meinen Kameraden zur Mizukage bringen sollt. Was steckt dahinter? Warum will sie ihn, das Wunderkind haben? Belügst du mich, wird er einen deiner Kameraden töten. Belügst du mich ein zweites Mal, wird ein weiterer sterben. Und so weiter, bis nur noch du allein übrig bist. Also wähle deine Worte weise.“ spricht Ayumi ihre Worte mit drohendem Unterton und zieht ihm zeitgleich seine Maske vom Gesicht. “Nur über meine Leiche werde ich das verraten!“ ruft ihr Gefangener zornig aus und spuckt dann auf den Boden zu ihren Füßen. Akuma lässt die Hand seines Wesens etwas fester zupacken und der Feind hustet daraufhin etwas Blut aus. Alles passierte so schnell und als sich der Nebel nun vollständig auflöst und verzogen hat, muss er feststellen, dass ein Teil seines Teams bereits tot ist, während die anderen kampfunfähig und gefesselt sind. “So eine Scheisse!“ ruft er erbost aus und seine Augen funkeln dabei böse. “Sie hat dich was gefragt.“ sagt Akuma mit fester Stimme und versucht ihn damit zum Reden zu bewegen. Doch stur wie ein Esel schüttelt er nur mit dem Kopf. “Niemals werde ich euch etwas verraten. Da werdet ihr mich schon töten müssen!“ faucht der Truppenführer und wenn das sein Wunsch ist, will der junge Uchiha mal nicht so sein. Die Hand seiner Wesenheit zerquetscht ihn und lässt den leblosen Körper dann achtlos zu Boden fallen. Sie haben ihm ja die Wahl gelassen. Seufzend betrachtet Ayumi ihren Bruder. Dieser zuckt nur mit den Schultern. “Was denn? Du hast ihn gehört. Er hätte niemals geredet.“ ist seine Entschuldigung für sein Handeln. “Außerdem musst du ganz leise sein. Was hast du denn da angerichtet sag mal? Tze, tze, tze. Die sonst ach so gutmütige Ayumi wurde ja zur kleinen Assassinin.“ fügt er schmunzelnd hinzu. Die Schwarzhaarige hebt eine Augenbraue “Nun ja, wir sind ja auch Shinobi. Und du hast es ja gehört. Sie hätten uns nicht so einfach davon kommen lassen.“ versucht sie sich damit zu rechtfertigen. Der große Mann tätschelt ihr sachte den Kopf. “Das sollte ja kein Vorwurf sein Schwesterchen. Ich finde das hast du gut gemacht. Ich bin stolz auf dich.“ sagt er mit sanfter Stimme und die junge Konnoichi wird etwas rot um die Nasenspitze. Mit Komplimenten und Lob konnte sie noch nie sonderlich gut umgehen und wurde schnell verlegen. Und jetzt wo ihr Bruder ihr das so vor Augen führt muss sie zugeben, dass dieses Verhalten eigentlich so gar nicht zu ihrem Kampfstil passt. Was sie da wohl geritten hat? Eigentlich ist immerhin der muskulöse Mann für sein hartes Durchgreifen in Kämpfen bekannt. Ganz nach dem Motto ´erst zuschlagen und dann nachfragen´.
“Aber mal ehrlich. ANBU sind auch nicht mehr das was sie mal waren. Das war absolut langweilig und nichts Besonderes. Ein bisschen mehr Action hatte ich mir eigentlich schon erhofft.“ sagt der junge Uchiha dann etwas enttäuscht und verschränkt die Arme hinter seinem Kopf. “Fang bloß nicht wieder damit an.“ meckert seine Schwester los und rollt genervt mit der Augenbraue. “Was machen wir mit den anderen?“ fragt ihr Bruder und deutet dabei auf die restlichen Kiri Gakure ANBU. Ayumi zuckt mit den Schultern. “Lass sie liegen. Wenn wir weg sind werde ich mein Gen Jutsu auflösen. Die werden dann schon gesucht und gefunden wenn sie nicht nach Hause zurückkehren um vom Erfolg ihrer Mission zu berichten.“ beginnt die Schwarzhaarige zu sagen und fügt dann noch hinzu “Oder in ihrem Fall Misserfolg der Mission. Wir werden jetzt erstmal unser Forscher Pärchen zurück bringen und den Auftrag damit ausführen.“. “Wenn die ANBU wirklich im Auftrag der Mizukage gehandelt haben, denkst du sie werden uns dann einfach gehen lassen? Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sie uns auflauern und in einen Hinterhalt locken bevor wir es nach Konoha zurück schaffen.“ bekundet der junge Uchiha seine Bedenken. “Für den Fall habe ich mir schon was einfallen lassen, Brüderchen. Vertrau mir.“ sagt die Langhaarige lächelnd und das reicht dem muskulösen Mann wohl als Antwort. Mit ihrem Vorhaben einverstanden gehen die beiden Zwillinge dann dort hin wo die Schattendoppelgänger der Konnoichi das Ehepaar bewachen. “Ist es vorbei? Konntet ihr sie besiegen?“ fragt die Frau mit besorgtem Gesichtsausdruck. Akuma beißt die Zähne zusammen und packt dann ihren Mann am Kragen. Er hebt ihn so weit in die Luft, dass seine Beine den Boden nicht mehr berühren. “Vielleicht steckt ihr da ja auch mit drin, hm? Woher wussten sie denn wo wir sind?“ spricht er seine Worte bedrohlich und betrachtet ihn misstrauisch. Der Forscher schluckt nervös als er seine Antwort stammelt. “W-wir haben wirklich nichts damit zu tun! Wir wissen doch selbst nicht, was die von euch wollen!“ beteuert er seine Unschuld und seine Frau betrachtet den muskulösen Mann mit flehendem Blick. “Lass ihn runter Akuma. Ich denke nicht, dass die beiden etwas damit zu tun haben. Sieh sie dir doch mal an.“ richtet die Schwarzhaarige ihre Worte ruhig an ihren Bruder und löst dann ihre Schattendoppelgänger auf. Dieser seufzt genervt auf und lässt den Mann dann wieder runter als er ein leises “Nichts für Ungut, ja?“ nuschelt. Da hat sie immerhin Recht. So verplant wie die beiden sind könnten sie damit niemals etwas zu tun haben. Für seine Verdächtigung entschuldigen würde er sich aber nicht.
“Wir bringen euch jetzt zurück.“ erklärt die Schwarzhaarige kurz und schweigend treten sie dann den Weg ins Dorf an. Akuma nutzt den Moment der Ruhe um sich eine Zigarette aus der Tasche zu holen und zündet sich diese sogleich an. Er nimmt ein paar tiefe Züge und schaut dabei in den Himmel. Die Konnoichi wedelt sich den Rauch aus dem Gesicht und beginnt leicht zu husten “Musst du denn unbedingt in meine Richtung rauchen?“ motzt sie den jungen Uchiha an und verengt dabei die Augen. “Ja sorry wenn der Wind den in deine Richtung weht, Prinzessin.“ motzt er zurück wobei er das Wort Prinzessin ganz besonders betont und wird dafür von ihr gegen die Schulter geboxt. “Ich gebe dir gleich eine Prinzessin!“ zischt die Konnoichi verärgert und muss dann aber doch anfangen zu lachen. Da ihr Bruder gerade so tut als hätte ihr Schlag ihm wirklich weh getan und ganz theatralisch das Gesicht verzieht. “Du bist manchmal so ein Depp.“ murmelt die Schwarzhaarige und schüttelt ihren Kopf. Auch wenn sie sich typisch für Geschwister auch ab und an zanken, so harmonieren sie auch und ergänzen sich in Kämpfen perfekt. Sie haben geradezu ein blindes Verständnis dafür was der andere im Kampf wohl als nächstes machen wird und können sich somit perfekt aufeinander abstimmen. Ob das damit zusammen hängt, dass sie Zwillinge sind, oder ob es eine andere Ursache dafür gibt sei mal dahin gestellt. Hauptsache es funktioniert. Und es funktioniert gut wie es ist. Es tritt bereits die Dämmerung ein als die beiden Uchiha´s dann zusammen mit dem Ehepaar die Tore zu Kiri Gakure erreichen. “Ab hier schaffen wir es auch alleine.“ schlägt die Frau vor doch Ayumi schüttelt mit dem Kopf. “Nein schon gut. Wir liefern euch bei der Mizukage ab, holen uns unseren Stempel, dass der Auftrag ausgeführt ist und treten dann die Heimreise an.“ erklärt die Schwarzhaarige damit den Plan und ihr Bruder betrachtet sie aus dem Augenwinkel. Will sie immerhin geradewegs in deren Büro spazieren wo sie doch scheinbar seine Festnahme in Auftrag gegeben hat? Nun, sie wird sich in ihrem kleinen Köpfchen sicherlich etwas dabei denken deswegen hinterfragt er ihre Entscheidung nicht weiter.
Zielstrebig betreten die vier dann das Mizukage Gebäude und werden direkt durch gewunken. In deren Büro angekommen kommt Ayumi direkt auf den Punkt. “Wir haben Herr und Frau Hitoshi sicher und wohlbehalten zurück gebracht. Wenn ihr dann so freundlich wärt uns einen Stempel und eure Unterschrift zu geben dann treten wir unverzüglich die Heimreise an und rauben nicht länger etwas Ihrer kostbaren Zeit.“ spricht die junge Frau ihre Worte überaus freundlich und grinst dazu etwas. Der Mizukage steht die Verwunderung deutlich ins Gesicht geschrieben was die beiden Geschwister hier in ihrem Büro machen. Oder wohl eher warum sie da nicht gefesselt und geknebelt stehen. Um sich nichts weiter anmerken zu lassen setzt sie ein strahlendes Lächeln auf und unterschreibt dann auf dem Auftragszettel welchen Ayumi ihr hingelegt hat und stempelt diesen auch. Zufrieden packt die junge Uchiha diesen dann wieder in ihre Beintasche und verbeugt sich mit ihrem Bruder kurz ehe sie dann das Büro verlassen. Auch wenn der muskulöse Mann ihr gerne seine Meinung gegeigt hätte und gefragt was das ganze überhaupt sollte, hat er sich ein Beispiel an seiner Schwester genommen und hat geschwiegen. Stumm gehen die beiden nebeneinander her, verlassen das Gebäude und schlendern dann durch die Straßen Kiri Gakures. Akuma neigt seinen Kopf etwas in ihre Richtung “Wie sieht dein Plan aus? Denkst du nicht, dass wir noch mit einer Überraschung rechnen müssen?“ flüstert er ihr zu. Die Schwarzhaarige schenkt ihm einen kurzen Seitenblick. “Sie werden nicht so dumm sein uns hier mitten im Dorf anzugreifen. Bis sie neue Shinobi auf uns hetzt haben wir noch einen Moment Zeit. Da wir nicht wissen ob an der Aussage des ANBU Führers was dran ist sollten wir nicht überstürzt Schlussfolgerungen ziehen. Ich finde aber auch, dass sie einen verdächtigen Eindruck gemacht hat.“ antwortet sie ihrem Bruder mit leiser Stimme. “Sobald wir das Dorf verlassen haben werfe ich ein paar Rauchbomben. Dann werden wir lossprinten und wenn wir in sicherer Entfernung sind Obito zu uns rufen. Klar soweit?“ beendet die Konnoichi damit ihre Erklärung und der Schwarzhaarige nickt zustimmend.
Gesagt, getan wirft Ayumi ein paar Rauchbomben auf den Boden sobald sie durch das große Eingangstor getreten sind. Versteckt im Rauch der Explosion hechten die beiden dann auch schon los in Richtung Westen. Die Richtung in der ihre Heimat liegt. “Zu langsam, Schwesterchen.“ sagt Akuma nur, packt sie kurzerhand und wirft sie sich über die Schulter. “Was soll das denn werden wenn es fertig ist?“ ruft die junge Frau erschrocken aus und beginnt etwas zu zappeln. “Hör auf zu zappeln oder willst du, dass ich dich fallen lasse? So sind wir schneller. Halt dich fest. Ich verlass mich darauf, dass du mir den Rücken deckst.“ gibt er ihr dann als Anweisung. Festhalten? Ja woran denn bitte? Sie hängt immerhin über seiner Schulter, Beine vorne an seiner Brust und ihr Oberkörper hinten an seinem Rücken. Da ist nicht viel mit festhalten. Aber zumindest kann sie so direkt sehen falls sie verfolgt werden. Und Jutsu´s kann sie zumindest auch anwenden da ihre Hände frei sind. “Verstanden.“ gibt sie nur kurz von sich und schon im nächsten Moment beschleunigt der muskulöse Mann und legt noch mal ordentlich an Tempo zu. Die Konnoichi wundert sich ein bisschen warum er mit diesem Berg an Muskeln überhaupt so schnell laufen kann aber ihr soll es recht sein. Als sie ein gutes Stück Weg hinter sich gebracht haben wird Akuma langsamer und hält dann schließlich an. Er lässt seine Schwester wieder runter und diese nickt ihm dankend zu. Gemeinsam konzentrieren sie ihr Chakra dann auf ihren Handrücken wo Madara vor ihrer Abreise ein Siegel platziert hat welches die Zwillinge mit ihm und Obito verbindet und warten dann ab. Immerhin sollte er ja davon ausgehen, dass es dringend ist wenn sich beide zugleich auf ihre Verbindung zu ihm konzentrieren um ihn zu rufen. Als Berater des 6.ten Hokage hat er zwar allerhand zu tun aber dafür wird er sich dann wohl Zeit nehmen.
Ganz wie Ayumi vermutet hat, dauert es auch nicht lange bis ihr alter Freund mit Hilfe seines Kamui vor den beiden erscheint. “Warum habt ihr mich gerufen? Was ist passiert?“ will er sogleich wissen und sucht die Umgebung nach irgendwelchen Bedrohungen ab. “Das erzählen wir dir später. Lass uns erst schnell von hier verschwinden.“ drängt die Konnoichi dann ein wenig und der Kurzhaarige nickt verstehend. Er stellt sich nahe an die Zwillinge und aktiviert dann die Fähigkeit seines Kamui. Alle drei werden in dessen Strudel ein gesogen und verschwinden von der Bildfläche des Wasserreiches. Weit entfernt in Konoha Gakure tauchen sie dann im Garten ihres Anwesens wieder auf. “Danke Obito.“ sagt die junge Frau lächelnd und ihr alter Freund aus Kindheitstagen legt sachte seine Hand auf ihren Kopf. An diese Art zu Reisen könnte sie sich gewöhnen. Das geht super schnell und ist überhaupt nicht anstrengend. Zumindest nicht für sie. Madara, der die Ankunft der drei als Erstes bemerkt hat, schiebt im Wohnzimmer die Tür zum Garten auf und betrachtet sie erwartungsvoll. “Was macht ihr denn schon wieder zurück? Und weshalb hat Obito euch her gebracht?“ will der Langhaarige sogleich wissen. “Jetzt lass uns doch erstmal rein kommen, Opa.“ sagt Akuma grinsend und schiebt sich dann an ihm vorbei, rein ins Wohnzimmer. Auf Madara´s Stirn formt sich eine Zornesfalte. “Opa, ja?!“ grummelt er genervt und ballt dabei die Faust. Die Jugend von heute, einfach keinen Respekt wie er findet. Und das wo er doch der Geist der Uchiha, ein Gott ist. “Hallo Madara.“ sagt die Konnoichi mit breitem Lächeln auf den Lippen und das verbessert seine Laune wieder. Als sie dann alle im Wohnzimmer sind berichtet ihnen Ayumi was vorgefallen ist. Von dem Überfall der ANBU Einheit und dem merkwürdigen Verhalten der Mizukage als sie in ihr Büro rein geschneit sind um sich die erfolgreiche Ausführung ihrer Mission unterzeichnen zu lassen. Der Mitgründer Konoha´s hält sich nachdenklich das Kinn. “Das ist überaus verdächtig. Will sich das Reich des Wassers etwa die Macht des Wunderkindes zu Eigen machen? Aber was hätten sie für einen Nutzen davon? Es ist ja nicht so, dass sie eure Kräfte übernehmen könnten wenn sie euch töten.“ spricht er seine Gedanken laut aus und sieht in die Runde.
“Den Krieg haben sie verloren. Und die sie nur Akuma kämpfen gesehen haben gehen sie davon aus, dass er das Wunderkind ist und haben keine Ahnung, dass Ayumi ebenfalls ein solches ist. Vielleicht haben sie vor Akuma zu erpressen sobald sie ihn in ihrer Gewalt haben um seine Stärke so dann für ihre Zwecke einsetzen zu können.“ wirft Obito in die Unterhaltung mit ein. “Ja das wäre möglich. Aber warum dann das ganze Geheuchel wegen Frieden innerhalb der Nationen nachdem der 4.te Ninja-Weltkrieg beendet wurde? Akuma und ich führen doch sogar Missionen für die anderen Kage aus die eher mit Drecksarbeit zu tun haben wofür ihnen die eigenen Shinobi zu schade sind als Zeichen des Guten Willens und zur Wiedergutmachung.“ sagt die Schwarzhaarige und legt dabei den Kopf etwas schief. “Du musst noch viel über diese Welt lernen, kleine Ayumi. Die Realität sieht oft ganz anders aus als das, was sie einem versprechen und vorspielen.“ entgegnet ihr der Mitgründer Konoha´s und verschränkt die Arme vor der Brust. “So oder so müssen wir dem Hokage Bericht erstatten. Am besten gleich. Zumal ich auch vorher mitten aus einer Besprechung verschwinden musste als ihr mich gerufen habt.“ fügt Obito hinzu und die Geschwister nicken. Während Madara in Gedanken versunken ist und sich an den großen Esstisch setzt, brechen Obito, Akuma und Ayumi zum Hokage Gebäude auf. Schweigend gehen sie durch die Straßen Konoha´s bis sie schließlich bei ihrem Ziel angekommen sind. Obito klopft an der Bürotür des 6.ten Hokage an und gemeinsam betreten sie dann den großen Raum. Kakashi sitzt an seinem Schreibtisch und betrachtet die drei fragend. Da Akuma kein Mann der vielen Worte ist übernimmt Ayumi das Reden und erzählt dem Grauhaarigen dann bis ins kleinste Detail was während ihrer Mission alles vorgefallen ist. Kakashi hört aufmerksam zu und nickt immer wieder. “Ich verstehe. Nun, das ist eine Sache die nationenübergreifend ist. Es war ein Angriff bei welchem nach eurem Leben getrachtet wurde deswegen kann ich das nicht einfach stillschweigend hin nehmen. Ich werde überprüfen ob das wirklich im Auftrag der Mizukage erfolgt ist oder ob es da womöglich jemanden gibt der im Hintergrund die Fäden zieht und ihr das anhängen möchte um für Unruhe zu sorgen.“ spricht er seine Worte ruhig und bedacht. Die Konnoichi überreicht ihm jetzt auch die Bestätigung über den ausgeführten Auftrag. “Ich werde mich darum kümmern und euch informieren sobald ich neue Erkenntnisse dazu habe. Ihr solltet jetzt erstmal nach Hause gehen und euch ausruhen. Das habt ihr euch verdient.“ sagt Kakashi lächelnd und im Anschluss verlassen die Geschwister dann sein Büro. Obito bleibt noch, da er zuvor ja aus der Besprechung gerissen wurde und meint nur, dass er später dann nach kommt. Die Schwarzhaarige verschränkt die Arme hinter ihrem Kopf. “Was für ein Tag. Bin ich froh wenn wir wieder Zuhause sind und ich erstmal schlafen kann.“ murmelt sie müde vor sich hin als dann ihr Magen beginnt zu knurren. “Und was Vernünftiges Essen.“ fügt sie leise hinzu und so wandern die zwei dann durch die Straßen ihres Dorfes bis sie dann an den Toren zum Uchiha Viertel ankommen.
Auf ein Neues
Zielstrebig gehen sie zu dem Anwesen in welchem sie schon seit ein paar Wochen zusammen leben. Als sie selbes diesmal betreten, erfüllt allerdings ein schmackhafter Geruch das Erdgeschoss des Hauses. Ayumi folgt ihrer Nase in die große Wohnküche, wo Seiran gerade dabei ist das Abendessen zu kochen. “Schön, dass ihr wieder zurück seid! Madara hat mir erzählt, dass ihr vorhin schon kurz hier wart deswegen dachte ich mir fange ich gleich mit dem Abendessen an.“ sagt die Silberblonde freundlich und betrachtet die Schwarzhaarige mit geneigtem Kopf. Jetzt betritt auch Akuma den Raum und die junge Frau eilt direkt zu ihm und schlingt ihre Arme um ihn. “Ich bin ja so froh, dass es dir gut geht.“ gibt sie ehrlich zu und betrachtet ihn mit großen Augen. Der muskulöse Mann legt ebenfalls seine Arme um die junge Frau und umarmt sie einen Moment ehe er sich dann leicht räuspernd wieder von ihr löst. “Na was hast du denn auch erwartet? Als ob diese Missionen anstrengend für uns wären. Keh, dass ich nicht lache.“ prahlt der Schwarzhaarige dann ein bisschen, sich seiner immensen Stärke durchaus bewusst. Die Frau mit den silberblonden Haaren schüttelt missmutig den Kopf “Irgendwann wird diese Übermütigkeit dein Fall sein Akuma. Pass einfach immer gut auf dich auf, ja?“ bittet sie ihn damit dann etwas vernünftiger zu sein. Die junge Uchiha beobachtet die Szene schmunzelnd. Die beiden sind zusammen einfach zu niedlich wie sie findet. Ayumi beginnt damit den Tisch zu decken als sich Seiran wieder dem köchelnden Eintopf und Reis widmet. Akuma geht erstmal auf die Veranda um eine zu rauchen und die milde Abendluft zu genießen. “Ihr seid schon zurück? Konntet ihr den Auftrag ausführen?“ fragt Itachi, welcher gerade zur Tür rein kommt. Die Konnoichi lächelt sanft als sie antwortet “Natürlich. Was denkst du denn? Allerdings sind ein paar Unvorhergesehene Dinge passiert.“. Fragend hebt der Mann mit den zu einem losen Pferdeschwanz zusammen gebundenen Haaren eine Augenbraue. “Was ist denn passiert?“ hakt er sogleich nach. “Das würde mich auch interessieren.“ fügt dann der Jüngste der Uchiha´s, Sasuke, hinzu. Die drei setzen sich an den großen Esstisch als Ayumi dann von ihrer ersten Mission die sie zusammen mit ihrem Bruder hatte erzählt. Akuma, der inzwischen fertig geraucht hat, geht dann ebenfalls zu seiner Familie und setzt sich dazu.
“Sehr eigenartig. Welches Motiv könnte sie für diesen Hinterhalt haben? Und ist sie der einzige Drahtzieher oder steckt vielleicht noch mehr dahinter?“ spricht Itachi seine Worte ruhig und hält sich dabei nachdenklich das Kinn. Das ist eine gute Frage. Darüber zerbricht sich Ayumi auch schon die ganze Zeit den Kopf. Seiran stellt gerade das Essen auf den Tisch als auch Obito und Madara rein kommen und gemeinsam isst die große Familie dann zu Abend. “Gibt es irgendwelche neuen Info´s, Obito?“ richtet die Konnoichi dann das Wort an ihren alten Freund. Der Kurzhaarige schüttelt mit dem Kopf. “Nein, nichts. Kakashi hat bereits einen Falken mit einer Nachricht nach Kiri Gakure geschickt und wartet auf Antwort der Mizukage. Bis dahin heißt es abwarten.“ antwortet er ruhig und betrachtet sie dabei durchdringend. “Wer auch immer dahinter steckt, sie werden uns nicht kriegen, das steht ja schon mal fest.“ wirft Akuma selbstbewusst in die Unterhaltung mit ein. Auch wenn die Vereinten Nationen den 4.ten Ninja-Weltkrieg den Obito und Madara angezettelt haben verloren haben, so sollte man diese Sache doch ernst nehmen. Vor allem wo danach doch die Rede von Frieden war damit es keinen weiteren Hass und Vergeltung geben muss. Das alles ist der Schwarzhaarigen äußerst suspekt und sie wird sich wohl noch eine ganze Weile den Kopf darüber zerbrechen. “Wie auch immer. Das war gute Zusammenarbeit, Bruder. Ich bin schon gespannt was uns als nächstes erwartet.“ sagt die junge Uchiha lächelnd als sie vom Tisch aufsteht. Der große Mann grinst leicht und dann schlagen sie ihre geballten Fäuste aneinander. Anstatt mit den Händen abzuklatschen hat er die Variante mit den Fäusten schon immer bevorzugt. Etwas geschafft von den Ereignissen der letzten Tage wünscht Ayumi ihrer Familie eine gute Nacht und verschwindet dann sogleich die Treppe nach oben. Da sie nun ohnehin abwarten müssen welche Antwort der 6.te Hokage erhält, beschließt Akuma ebenfalls sich etwas auszuruhen. Da der Tisch bereits abgeräumt ist, folgt ihm Seiran schnellen Schrittes. Immerhin ist sie froh, dass er nun endlich wieder Zuhause ist. Da will sie natürlich so viel Zeit wie möglich gemeinsam mit ihm verbringen.
Während die Schwarzhaarige unter der Dusche steht und sich heißes Wasser auf den Körper rieseln lässt, verkrümeln sich nach und nach auch die restlichen Familienmitglieder in ihre Zimmer. //Ich bin ja gespannt was Kakashi erfährt. Wird sie ihm die Wahrheit sagen? Wie geht es jetzt weiter? Auch wenn wir das heute gut im Griff hatten…wer weiß was uns nächstes Mal erwartet?// spuken der Konnoichi dann Fragen durch den Kopf auf welche sie keine Antwort findet. Missmutig seufzend dreht sie dann das Wasser ab nachdem sie sich den Schaum vom Körper gewaschen hat. Sie steigt aus der Dusche und wickelt sich in ein Handtuch ein nachdem sie ihre Haare ein wenig trocken gerubbelt hat. Danach geht sie in ihr Schlafzimmer und schließt die Tür hinter sich. Nachdem sie in ihr kurzes Nachthemd geschlüpft ist lässt sie sich aufs Bett plumpsen und kuschelt sich in das weiche Kissen. Zeitgleich ein paar Zimmer weiter betrachtet Seiran ihren Freund nachdenklich. Dieser liegt ganz entspannt, nur noch mit seiner Hose bekleidet, auf dem Rücken und hat die Arme hinter seinem Kopf verschränkt. Die Silberblonde setzt sich zu ihm aufs Bett. “Wenn sie dich, das Wunderkind, in ihren Besitz bringen wollen, werden sie sich von der Niederlage heute bestimmt nicht davon abhalten lassen. Sie werden es bestimmt wieder versuchen. Was, wenn sie dich in einen Hinterhalt locken sobald ihr zu eurer nächsten Mission aufbrecht? Kann ich nicht doch mitkommen um ein Auge auf dich zu haben?“ spricht sie ihre Worte dann leise und schaut bittend in die dunklen Augen des muskulösen Mannes. “Das kommt ja gar nicht in Frage! Du wirst schön hier bleiben wo du sicher bist! Außerdem lasse ich mich nicht einfach so gefangen nehmen. Du weißt doch wozu ich im Stande bin. Außerdem ist Ayumi auf diesen Missionen auch immer mit dabei. Mach dir keine Sorgen Süße, ja?“ sagt er mit beruhigender Stimme und legt dabei sachte seine Hand auf ihren Kopf. Auch wenn das nicht ganz die Antwort ist, die sich die junge Frau erhofft hat, nickt sie leicht und setzt ein Lächeln auf. Er hat Recht. Er ist stark und durch seine Gabe als Wunderkind beinahe unverwundbar. “Na komm.“ haucht der Schwarzhaarige und streckt seine Arme nach ihr aus. Seiran schmunzelt etwas und kuschelt sich dann an die Brust ihres Freundes. Akuma streichelt sanft über ihren Rücken und es dauert auch nicht lange bis die beiden dann friedlich einschlafen. Auch Ayumi ist eingeschlafen und so ist es in dem Haus der Uchiha´s nun vollkommen ruhig.
Ein paar Tage sind seit dem Zwischenfall im Wasserreich vergangen. Die Mizukage hat Kakashi gegenüber ihre Unschuld beteuert und dass sie nichts mit dem Ganzen zu tun hat, sie werde aber Nachforschungen anstellen um der Sache auf den Grund zu gehen und das aufzuklären. Ja wer´s glaubt. Das stinkt doch alles bis zum Himmel. Kakashi selbst hat ebenfalls eine Sondereinheit damit beauftragt die Sache gründlich zu durchleuchten. Bis sie allerdings handfeste Beweise haben müssen sie sich professionell verhalten. So kommt es, dass sich die beiden Zwillinge abermals in dem Büro des 6.ten Hokage wieder finden. Dieser hat nämlich vom Tsuchikage deren nächsten Auftrag erhalten. Schweigend hören die beiden Geschwister zu worum es sich bei diesem handelt. “Wir sollen also einfach nur eine Frau zurück in ihr Dorf begleiten? Nichts weiter?“ fasst Ayumi einmal kurz zusammen. Der Grauhaarige neigt den Kopf “Ja, das ist richtig. Mehr wird von euch nicht verlangt.“ antwortet er entspannt. Die Konnoichi verengt daraufhin ihre Augen. Da ist doch was faul. “Um sie zu erreichen, müsst ihr die Schlucht des Todes durchqueren. Es ist also nicht so einfach wie es sich auf den ersten Eindruck anhört.“ fügt Obito hinzu und die Langhaarige erschaudert etwas. Das hat ihr gerade noch gefehlt. Selbst war sie zwar noch nie dort, sie hat aber schon etliche Geschichten darüber gehört. Ein steiler Bergpass und schwer zugängliches Gebiet. Schon unzählige Menschen sind an den Klippen dort in den Tod gestürzt. Die Konnoichi schluckt angespannt. Beruhigend legt ihr Zwillingsbruder seine Hand auf ihren Kopf. “Keine Sorge, das schaffen wir doch mit Links. Wir begleiten die Frau nach Hause und verschwinden wieder. Ein Kinderspiel.“ sagt er selbstbewusst und grinst dabei breit. “Der Bergpass an sich ist gefährlich genug und die Zielperson wird bestimmt keine Konnoichi, sondern eine normale Frau sein. Das heißt wir müssen auf dem Weg nicht nur auf unsere Schritte, sondern auch auf die von ihr achten.“ spricht seine Schwester ihre Gedanken laut aus und der muskulöse Mann zuckt daraufhin mit den Schultern. “Selbst wenn. Ich denke wir haben schon schlimmeres hinter uns gebracht.“ antwortet er ernst und verschränkt dann die Arme vor seiner Brust.
Sein grenzenloser Optimismus lässt sie jedes Mal staunen. Oder eher sein Vertrauen in seine Stärke und sein Können. Von dem Selbstbewusstsein würde sie sich gerne ein paar Scheiben abschneiden. “Ihr habt ein paar Tage Marsch vor euch, daher solltet ihr euch am besten gleich auf den Weg machen.“ schlägt Kakashi vor und die Zwillinge nicken einverstanden. “Du hast nicht zufällig Lust uns mit Hilfe deines Kamui einfach schnell hin zu bringen, oder Obito?“ stellt die Konnoichi ihre Frage und betrachtet ihren alten Freund dabei bittend. “Leider habe ich dafür keine Zeit, Ayumi. Ich muss mich mit Kakashi noch um so viele Dinge kümmern und was genau hinter dem Angriff der ANBU Einheit auf euch steckt wissen wir ja auch noch nicht.“ erklärt der Kurzhaarige damit weshalb er die beiden mal nicht eben schnell zu ihrem Zielort bringen kann. Nun gut, einen Versuch war es ja wert. Gerade als sich die beiden umdrehen richtet der 6.te Hokage noch mal das Wort an sie “Seid auf der Hut. Da wir immer noch nicht wissen was hinter dem Angriff steckt und ob womöglich noch mehr mit drin stecken, müsst ihr mit allem rechnen. Seid vorsichtig.“. “Verstanden.“ sagen die beiden wie aus einem Munde und verlassen dann auch schon wieder das Hokage Gebäude um nach Hause zurück zu kehren um für die Reise alles Nötige zusammen zu packen.
Während Akuma es wieder einmal nicht für nötig erachtet etwas mitzunehmen außer seinem Kurzschwert und seinem Mantel, packt sich Ayumi wieder einen kleinen Rucksack mit Wasser, Nahrungspillen und Verbandszeug. Zusätzlich zu dem Kurzschwert, den Shuriken und Kunai die sie von Haus aus immer dabei hat. In der Eingangshalle treffen sie sich wieder und die Schwarzhaarige betrachtet ihn frech grinsend. “Und? Hast du dieses Mal an dein Feuerzeug gedacht?“ fragt sie mit stichelndem Unterton und ihr Bruder verengt die Augen. “Ja. Hab ich.“ motzt er ein bisschen. Musste sie das Thema denn auch unbedingt ansprechen? Madara, der als Stratege alle Missionen von Team Fumetsu plant wurde schon im Vorfeld von Obito über den Auftrag im Erdreich aufgeklärt. Auf einer Karte gingen sie die Route durch auf welcher sie ihr Ziel am schnellsten erreichen und sonst gibt es dazu eigentlich nicht so viel zu sagen. Seiran umarmt dann zuerst Ayumi und dann Akuma fest und wünscht ihnen viel Glück für diese nächste Mission. Erwartungsvoll schaut die Konnoichi in Madara´s Richtung. Sie würde sich freuen wenn er auch mal etwas wärmer werden und auftauen würde. Er war zwar auch in der ganzen Zeit in welcher sie bei ihm aufgewachsen ist und unter seinen wachsamen Augen trainiert hat immer eher distanziert und kühl im Umgang mit anderen, aber seit dem Zwischenfall während des 4.ten Ninja-Weltkrieges zeigt er ja doch ab und an eine etwas menschlichere Seite von sich. Oder zumindest gab es da schon so die eine oder andere Situation an die sich Ayumi erinnert.
Dem Mitgründer Konoha´s entgeht nicht der Blick seiner ehemaligen Schülerin und er beschließt sich einen Ruck zu geben. Er geht zu der jungen Konnoichi und legt seine Hand auf ihren Kopf, so wie er es auch früher öfter tat, als sie noch ein Kind war. “Kommt unverletzt zurück.“ sagt er mit seiner gewohnt ruhigen Stimme und die Augen der Schwarzhaarigen leuchten vor Freude auf. “Ja, ja alter Mann. Ich passe schon gut auf deinen kleinen Liebling auf.“ gibt Akuma amüsiert von sich und rollt mit der Augenbraue. “Red keinen Stuss und sieh zu, dass du Land gewinnst Bengel!“ grummelt Madara verärgert. Immerhin kann es der junge Uchiha auch einfach nicht lassen ihn immer wieder auf die Palme zu bringen mit seinen Kommentaren. Es scheint ihm wirklich Spaß zu machen den Mitgründer Konoha´s zu ärgern. Es vergeht kein Tag an dem es nicht mindestens eine Stichelei zwischen den beiden gibt. Ayumi schenkt ihm ein strahlendes Lächeln und verlässt dann gut gelaunt zusammen mit ihrem Bruder ihr Zuhause im Uchiha Viertel. Es ist bereits kurz vor Mittag als die beiden durch die Eingangstore ihres Dorfes nach draußen schreiten und sich dann in Richtung Nord-West aufmachen. Dort wo das Erdreich liegt, mit der Sonne im Rücken.
Zwei Tage sind sie nun schon unterwegs in denen nichts nennenswertes passiert ist. Auch heute ist alles friedlich und ruhig, die Sonne scheint und die Vögel zwitschern. Ein Tag wie aus einem Bilderbuch. Da sich auch bald der Herbst ankündigt ist es zumindest nicht mehr so heiß wie noch vor ein paar Wochen. “Am Rande des Feuerreichs gibt es eine kleine Stadt. Ich schlage vor, dass wir dort in einem Gästehaus übernachten bevor wir weiter ziehen. Auf dem Bergpass werden wir nirgends eine Möglichkeit haben zu schlafen deswegen sollte die letzte Nacht davor erholsam und bequem sein.“ meint Ayumi leise und betrachtet ihren Bruder dabei aus dem Augenwinkel. “Ja, von mir aus.“ gibt Akuma ihr als Antwort als er Zigarettenrauch auspustet. Seine Schwester hat organisatorisches Geschick und plant alle Dinge gerne schon im Voraus. Er verfährt da ja eher nach dem Prinzip ´Jetzt lassen wir´s erst mal auf uns zukommen und dann sehen wir schon wie wir es machen´. Eine weitere Eigenschaft wo sich die beiden Zwillinge grundlegend voneinander unterscheiden. Die Schwarzhaarige nickt leicht und als die untergehende Sonne den Himmel immer mehr von einem blau in ein dunkles orange und dann rot taucht, erreichen sie die kleine Stadt von welcher die Konnoichi sprach. In dem Gasthaus angekommen mieten sie für die Nacht ein Zimmer mit zwei Einzelbetten und beschließen dann eine Kleinigkeit essen zu gehen.
Entspannt schlendern sie durch die Straßen und können sich gar nicht so recht entscheiden wo sie denn zum essen gehen sollen weil es von überall her so lecker duftet. “Ich möchte gerne in das Steakhaus. Das Barbecue sieht richtig lecker aus.“ schwärmt der muskulöse Mann und deutet mit dem Finger in Richtung des Restaurants. Die Schwarzhaarige legt den Kopf schief “Was denn, Barbecue? Ich hätte eher Lust auf Sushi.“ sagt sie und deutet dabei auf ein kleines Lokal an welchem sie gerade vorbei gegangen sind. “Ach was. Ein Mann braucht Fleisch um bei Kräften zu bleiben.“ meint der junge Uchiha entschlossen und tätschelt dabei seinen Bizeps. Die junge Frau rollt genervt mit den Augen. Ist das immerhin gerade sein ernst? Kopfschüttelnd hat sie dann eine Idee. “Lass uns das bei einem Match entscheiden.“ sagt sie grinsend und ihr Bruder kommt neugierig näher. “Ein Sparring also um zu entscheiden wo wir essen? Ich bin dabei!“ meint er grinsend. “Hast du sie noch alle? Nein. Schere-Stein-Papier.“ antwortet sie und verdreht dabei leicht die Augen. Nun gut, dann eben kein Kampf. Die Geschwister stehen einander nun gegenüber und beginnen mit ihrem Match. Zu Ayumi´s Enttäuschung gewinnt ihr Bruder und so gehen sie gemeinsam Barbecue essen. Mit voll gegessenen Bäuchen gehen sie dann ins Gästehaus zurück. Sichtlich zufrieden legen sie in ihrem Zimmer angekommen ihre Waffen ab und lehnen diese gegen die Wand und legen sich dann schlafen um für den nächsten Tag und die anstrengende Wanderung durch die Schlucht des Todes ausgeruht zu sein.
Die Schlucht des Todes
Früh am nächsten Morgen sind die Zwillinge weiter gezogen um ihre Mission schnellstmöglich beenden zu können. Als es allmählich zu dämmern beginnt sind sie längst im Erdreich angekommen und die Umgebung wandelt sich immer mehr in steiniges Gebirge. Die Geschwister wandern über einen steilen Bergpass nach oben und dann erstreckt sich vor ihnen die so genannte Schlucht des Todes. Der Pfad läuft hier nämlich genau an der Außenseite eines Berges entlang und ist so schmal, dass man diesen seitlich entlang schreiten muss. Während man in seinem Rücken eine hohe Felswand hat, ist an der Bauchseite ein tiefer Abgrund wo es mehrere hundert Meter in die Tiefe geht. Wer hier seinen Halt verliert und runter fällt, dessen Tod ist besiegelt. Sofern man nicht zufällig ein Shinobi ist und auf Tricks zurückgreifen kann um sich an der Felswand fest zu halten zumindest. Da sie nicht unnötig Chakra verschwenden wollen, habe sie beschlossen den Weg auf die altmodische Art und Weise zu überqueren, mit ihren Füßen. Ayumi betrachtet den Pfad genau. “Vielleicht sollten wir die Nacht noch abwarten und am Morgen auf die andere Seite gehen?“ stellt sie ihre Frage an ihren Bruder. Da es bereits dämmert und die Nacht herein bricht wird es ja stetig dunkler werden und der schmale Weg den sie beschreiten müssen noch schlechter sichtbar. “Ach mach dir nicht ins Hemd Schwesterchen. Selbst wenn wir darauf warten, dass die Sonne hoch am Himmel steht wird die Schlucht deswegen nicht weniger tief und der Weg auch nicht breiter. Also lass uns das einfach schnell hinter uns bringen. Ich gehe auch vor.“ bietet der große Mann an und die Konnoichi nickt einverstanden. Da hat er immerhin Recht. Um die Überquerung etwas zu erleichtern nimmt die Schwarzhaarige den Rucksack von ihrem Rücken und trägt ihn nun anders herum, vor ihrer Brust. Somit kann sie sich mit dem Rücken dicht an die Felswand drücken und hofft so ihr Gleichgewicht besser ausbalancieren zu können. Akuma macht wie versprochen den Anfang und stellt sich seitlich hin als er dann Schritt für Schritt den schmalen Weg entlang geht. Selbst bei Ayumi´s Füßen ist nicht mehr viel Platz zwischen Zehenspitzen und Abgrund und ihr Bruder ist ja doch um einiges größer und breiter als sie, schon allein bei den Schultern.
Ihm scheint das alles überhaupt nichts auszumachen. Ganz lässig schiebt er sich Stück für Stück vorwärts als würde er das jeden Tag machen. Seine Schwester dagegen ist von Höhenangst geplagt und wagt es gar nicht nach unten zu schauen. //Alles gut, keine Panik. Solange ich nicht nach unten sehe, sehe ich auch nicht wie weit der Boden entfernt ist.// versucht sich die Schwarzhaarige in Gedanken Mut zu machen. Doch das genaue Gegenteil ist der Fall. Je weiter sie auf dem Pfad entlang gehen, umso stärker wird auch der Wind der ihnen dabei entgegen weht. Ein Stein unterhalb Ayumi´s Fuß löst sich und poltert mit lautem Getöse in die Tiefe. Die Konnoichi schluckt nervös als sie versucht ihren Herzschlag wieder zu beruhigen. Diese ganze Situation findet sie äußerst beunruhigend. Da wäre ihr ein Kampf gegen feindliche Shinobi tausendmal lieber. Eine starke Windböe zischt an ihnen vorbei und die junge Uchiha verliert einen Moment lang das Gleichgewicht. Ihr vor die Brust geschnallter Rucksack macht das leider auch nicht besser und sein Gewicht zieht sie mit sich. //Scheisse!// ruft sie in Gedanken aus und kneift fest ihre Augen zusammen. Wenn sie hier schon abstürzt, dann will sie es zumindest nicht sehen wo sie auf dem nächsten Felsen aufschlägt. Anders als erwartet fällt sie aber nicht und spürt auch nicht wie sämtliche ihrer Knochen beim Aufprall brechen. Irritiert öffnet sie die Augen wieder und dreht den Kopf zur Seite. Ihr Bruder hat rechtzeitig bemerkt, dass sie Schwierigkeiten hat und sein starker Arm vor ihrer Brust drückt sie fest zurück gegen die Felswand. “Alles okay?“ fragt er besorgt und betrachtet sie durchdringend. Die Schwarzhaarige nickt schwach als ihr ein bisschen übel wird. Das war immerhin mehr als knapp. “Was ist denn passiert? Wieso wärst du beinahe gefallen?“ hakt er nach und die junge Frau schluckt leicht. “Danke, dass du mich abgefangen hast. Die Windböe hat mich das Gleichgewicht verlieren lassen.“ antwortet sie nur kurz und knapp. Mit schief gelegtem Kopf betrachtet der muskulöse Mann sie einen Moment “So ein großer Rucksack hat eben auch Nachteile nicht wahr. Gerade in solchen Situationen. Aber, wie konntest du dein Gleichgewicht verlieren? Leitest du etwa kein Chakra in deine Fußsohlen?“ will er verdutzt wissen. So macht er das immerhin schon die ganze Zeit um hier auf diesem schmalen Weg besseren Halt zu haben. Der Konnoichi schießt augenblicklich Schamesröte ins Gesicht. Daran hat sie überhaupt nicht gedacht. Was für ein Anfängerfehler. “D-das hab ich total vergessen!“ meckert sie dann etwas und ärgert sich dabei über sich selbst.
Akuma beginnt herzlich zu lachen. Damit hat er nicht gerechnet. “Nun, dann weißt du ja, was du jetzt tun solltest.“ spricht er seine Worte grinsend und richtet seinen Blick dann wieder in die andere Richtung um weiter zu gehen. Wie peinlich. Das wird er ihr bestimmt ewig vor halten und sie damit aufziehen. Etwas beschämt leitet die Langhaarige nun ebenfalls Chakra in ihre Fußsohlen und tapst dann ihrem Bruder hinterher. Leise seufzend streckt sie sich einmal kurz und schnallt sich ihren Rucksack wieder auf den Rücken als sie dann endlich auf der anderen Seite angekommen sind. Der Schwierigste Teil der Reise wäre damit immerhin schon geschafft. Der Weg ist nun wieder breit genug um nebeneinander her gehen zu können und so nutzt der große Mann die Zeit um sich eine Zigarette anzuzünden. Der Abendhimmel wird immer dunkler als ihr Weg dann durch eine Schlucht führt. Links und rechts türmen sich hohe Felswände auf. Hier kann man zumindest nirgends runter fallen, da man ja selbst ganz unten ist. Das ist der Schwarzhaarigen wesentlich lieber. Nach einer Weile endet der Pfad durch die Schlucht und vor ihnen liegt eine offene Fläche. Man kann bereits ein paar Häuser erkennen und irgendwo dort muss sich auch die Frau befinden, welche sie nach Hause bringen sollen. Stirnrunzelnd gehen die Geschwister näher auf die Häuser zu. Das sieht hier alles eher unbewohnt aus und die fünf Häuser die hier stehen sehen auch eher marode aus. “Bist du dir sicher, dass wir hier richtig sind?“ stellt der große Mann gleich seine Frage. Ayumi wirft einen Blick auf ihre Karte. “Ja. Das ist der Ort der uns als Ziel genannt wurde. Das sind die einzigen Häuser die hinter der Schlucht des Todes liegen.“ antwortet sie skeptisch und hebt dabei eine Augenbraue. Äußerst merkwürdig. Gerade als sie besprechen wollen was sie nun denn tun sollen, öffnet sich die Tür von einem der Häuser und heraus tritt eine kleine, alte Omi. Das Gesicht voller Falten und einen Gehstock in den Händen an welchem sie sich festhält. “Seid ihr etwa die netten Leute die mich zurück bringen sollen?“ fragt sie mit gebrochener Stimme und schenkt ihnen ein breites Lächeln.
“Ja das sind wir. Guten Abend.“ sagt Ayumi mit fester Stimme und verbeugt sich leicht. Ihr Bruder tut es ihr gleich und die alte Frau schmunzelt etwas “Ich hatte nicht erwartet, dass mich so junge Leute zurück bringen würden.“ spricht sie ihre Worte bedacht und sieht zwischen den beiden hin und her. “Machen Sie sich keine Sorgen. Wir sind jung aber bestens geeignet und fähig Sie sicher nach Hause zu geleiten.“ antwortet die Konnoichi freundlich und die alte Dame nickt einverstanden. “Sollen wir noch auf den Anbruch des nächsten Tages warten bis wir aufbrechen?“ fragt die Schwarzhaarige höflich doch die Omi schüttelt verneinend den Kopf. “Nein schon gut. Mir macht es nichts aus in der Nacht unterwegs zu sein. Ich möchte euch ja auch nicht unnötig mehr von eurer kostbaren Zeit stehlen als ohnehin schon.“ sagt sie und lächelt dabei sanft. “Wie Sie wollen. Weshalb sind Sie eigentlich hier? So ganz alleine?“ will die junge Uchiha neugierig wissen. “Ich kam vor ein paar Jahren hier her um mich um meine kranke Schwester zu kümmern. Wir wurden hier geboren und sie wollte nicht von hier weg. Damals wurde ich von freundlichen Shinobi über den Bergpass hierher gebracht und auch Lebensmittel haben sie immer wieder vorbei gebracht. Jetzt wo meine Schwester verstorben ist, gibt es für mich keinen Grund mehr länger hier zu bleiben. Allerdings hat sich keiner der Shinobi bereit erklärt mich über den Pfad der Todesschlucht zu tragen. Da ich mittlerweile selbst sehr in die Jahre gekommen bin schaffe ich das alleine nicht mehr und habe deswegen beim Tsuchikage Hilfe angefragt.“ erklärt die kleine Oma dann und geht mit ihrem Gehstock Schritt für Schritt vorwärts. “Das mit eurer Schwester tut mir leid.“ meint Ayumi leise und betrachtet sie mitfühlend. “Keine Sorge, Omi. Ich trage euch über die Schlucht und wenn Ihr jetzt unterwegs schon schlapp machen solltet trage ich euch da selbstverständlich auch.“ fügt der muskulöse Mann dann hinzu und lächelt leicht. “Vielen Dank Jungchen. Aber noch schaffe ich es alleine.“ antwortet die von der Zeit gezeichnete Frau lächelnd. Sieh an, sieh an, ihr Bruder kann ja ein richtiger Gentleman sein wenn er will. Eine Weile gehen sie schweigend nebeneinander her während es immer dunkler wird. “Sag, zu welcher Familie gehörst du, Jungchen? Du strahlst etwas Mächtiges aus. Bestimmt kommst du aus einer großen Familie?“ stellt die alte Frau neugierig ihre Frage. Akuma dreht sein Gesicht zur Seite um sie anzusehen. “Danke für das Kompliment. Ja, es stimmt. Ich gehöre zum Uchiha Clan.“ beantwortet er damit ihre Frage mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen. Überrascht weitet die Dame ihre Augen einen Moment. “Ein Uchiha also.“ wiederholt sie damit seine Worte und richtet ihren Blick wieder nach vorne.
Zur selben Zeit, weit entfernt, in Konoha Gakure bricht ebenfalls die Nacht herein. Madara befindet sich auf einem kleinen Spaziergang um die frische Abendluft zu genießen. Eine Gruppe Kinder spielt vergnügt auf der Straße und ihr Lachen erfüllt die Luft. Der Langhaarige schmunzelt leicht. Noch vor ein paar Wochen hat er zusammen mit Obito immerhin Krieg geführt gegen die Vereinten Shinobi Nationen. Wer hätte gedacht, dass sich die Dinge so entwickeln würden und er heute zusammen mit Obito und Ayumi im Uchiha Viertel mitten in dem Dorf leben würde das er vor langer Zeit zusammen mit Hashirama Senju gegründet hat. Und auch, dass Ayumi während des 4.ten Ninja-Weltkrieges ihren verschwundenen Zwillingsbruder gefunden hat ist eine glückliche Fügung gewesen. Madara wird aus seinen Gedanken gerissen als er eine mächtige Präsenz wahrnimmt. Nur einen Augenblick später ist eine Explosion zu hören und von dem Haus vor welchem die Kinder spielen stürzen Mauerteile zu Boden. Der Mitgründer Konoha´s reagiert blitzschnell, springt zu den drei Kindern und hebt sie auf seine Arme um sie in Sicherheit zu bringen noch bevor sie von den herab fallenden Trümmern erschlagen werden. Vorsichtig setzt er die Kinder wieder auf dem Boden ab und erkundigt sich ob es allen gut geht. Die beiden Mädchen und der Junge weinen zwar, sind sonst aber mit dem Schrecken davon gekommen und nicken eifrig. Die umstehenden Dorfbewohner bedanken sich bei Madara und nehmen die Kinder in ihre tröstenden Arme. //Was zum Teufel geht da vor sich?// stellt sich der Schwarzhaarige in Gedanken die Frage als er sich schnellstmöglich zu den Toren Konoha´s aufmacht. Allem Anschein nach werden sie nämlich angegriffen da von überall im Dorf Explosionen zu hören sind. Madara ist der Erste der die Eingangstore erreicht. Direkt im Anschluss erscheinen dann auch die beiden Brüder, Sasuke und Itachi neben ihm. Im Dorf ist reger Lärm zu hören als Shinobi beginnen die Zivilisten zu evakuieren und in die Sicherheitszonen zu bringen.
“Obito, wir sollten auch aufbrechen um nach dem Rechten zu sehen.“ richtet Kakashi das Wort an seinen alten Freund. “Du bist der Hokage. Also wirst du schön hier bleiben bis wir Informationen über die Art des Angriffs und unseren Feind erhalten. Ich konnte damals nichts ausrichten um dich und Rin zu beschützen. Heute werde ich nicht noch mal denselben Fehler machen. Lass mich dich dieses Mal beschützen, Kakashi. Und das hier.“ bittet der Schwarzhaarige und betrachtet ihn dabei durchdringend. “Außerdem musst du unsere Streitkräfte befehligen und das geht nun mal am besten von hier aus. Zumal ich spüren kann, dass SIE bereits an den Toren sind um das Dorf zu verteidigen. Also mach dir keine Sorgen.“ fügt er noch hinzu und der Mann mit den grauen Haaren nickt einverstanden. Immerhin ist Obito ja nicht ohne Grund sein Berater. Die beiden verlassen allerdings das Büro um sich auf dem Dach des Hokage Gebäudes zu positionieren und sich einen besseren Überblick verschaffen zu können. Während Kakashi den einzelnen Truppen Befehle gibt was sie in dieser Situation nun zu tun haben, kümmert sich Obito darum, dass er nicht von herum fliegenden Gebäudeteilen getroffen wird. “Irgend eine Ahnung wer auf die schwachsinnige Idee kommt unser Dorf anzugreifen?“ richtet Sasuke dann das Wort an Madara. Der Langhaarige schüttelt den Kopf. Er ist immerhin auch gerade erst hier eingetroffen. Lange rätseln müssen sie aber nicht da ihnen mehrere, in dunkle Mäntel gehüllte Menschen gegenüber treten. Die Kapuzen ihrer Mäntel haben sie tief ins Gesicht gezogen und auch da sie allesamt Masken tragen können die drei Uchiha´s nicht erkennen um wen es sich bei ihren Angreifern denn nun handelt. “Ihr Maden wagt es das Dorf versteckt hinter den Blättern anzugreifen?“ richtet Madara seine Worte mit drohendem Unterton an die Fremden. Es herrscht Stille in der sich keiner der Angreifer bewegt. “Seid ihr einfach nur besonders dumm oder lebensmüde uns gegenüber zu treten? Hat es euch jetzt etwa die Sprache verschlagen?!“ knurrt Sasuke genervt und Itachi legt ihm daher sachte eine Hand auf die Schulter. Mit prüfendem Blick sieht er zwischen den Fremden hin und her “Was ist euer Anliegen? Wer schickt euch?“ stellt er seine Frage mit ruhiger Stimme.
Nach einer Weile tritt einer der Maskierten dann ein Stück nach vorne und beginnt zu sagen “Wer wir sind ist für euch nicht weiter von Belang. Ihr müsst nur wissen, dass wir hier sind um das Wunderkind der Uchiha an uns zu nehmen. Wo ist der Mann? Das Kind der Sage? Händigt ihn freiwillig aus und wir werden euer Dorf und deren Bewohner verschonen.“. Seine Maske sieht anders aus, als die der anderen Mantelträger. Deren Masken sind weiß, seine jedoch ist schwarz und vom Zentrum der Maske nach außen hin ziehen sich mehrere goldfarbene Striche, welche etwas an Sonnenstrahlen erinnern. Die drei Schwarzhaarigen tauschen einen amüsierten Blick aus. “Wunderkind? Wer soll das sein? Noch nie davon gehört. Sicher, dass ihr im richtigen Dorf seid?“ fragt der jüngste der Uchiha mit stichelndem Unterton und betrachtet seine Gegenüber abfällig. “Ich wiederhole mich ungern. Ihr habt jetzt die Möglichkeit uns das Wunderkind auszuhändigen, ansonsten wird euer Dorf dem Erdboden gleich gemacht. Das ist die letzte Warnung.“ richtet der Fremde dann abermals seine Forderung an die drei Schwarzhaarigen. Wer auch immer diese Typen sind, sie wissen von der Sage des Uchiha Clans und auch davon, dass es aktuell ein Wunderkind gibt. Um genau zu sein zwei da Ayumi als Akuma´s Zwillingsschwester ebenfalls das Glück hatte etwas von der Gabe abzubekommen. Aber das wissen die Fremden offenbar nicht. Was so wahrscheinlich auch besser ist.
Wer also sind diese Leute und was wollen sie mit dem Wunderkind wenn sie es denn dann in ihrer Gewalt haben? Itachi versucht das Geheimnis hinter ihnen zu lösen aber kommt nicht so recht darauf. Dafür hat er zu wenig Informationen. Eins steht aber schon mal fest, sie würden ihnen niemals verraten wo sich Akuma befindet. Und da er momentan ja zusammen mit seiner Schwester auf einer Mission und weit weg von Konoha ist, können sie ihn auch gar nicht ausliefern. “Ihr maßt euch an Konoha Gakure zerstören zu können? Wie töricht! Da müsst ihr zuerst an uns vorbei ihr niederen Maden!“ sagt Madara dann mit teuflischem Grinsen auf den Lippen. Immerhin wissen die wohl nicht wen sie da gerade vor sich haben. Vor ihnen steht niemand geringeres als ein Gott. Und als direkte Unterstützung hat er zudem Itachi und Sasuke Uchiha bei sich. Die Maskierten sind also offensichtlich nicht besonders schlau sich mit ihnen anzulegen, oder aber sie haben irgendein starkes Ass im Ärmel welches es ihnen erlaubt so hochmütig zu sein. Was von beidem wird es wohl sein?
Wer sind die Fremden?
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Ein Hinterhalt
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Training im Gebirge
Ayumi und Akuma sitzen an einem kleinen Flusslauf und lassen sich über Feuer gegrillten Fisch schmecken. Seit gut einer Woche sind sie nun im Erdreich unterwegs seit der Auseinandersetzung mit der ANBU Einheit Iwa Gakure´s. Sie hielten die Augen offen nach den vermeintlichen Geheimen Schriftrollen, konnten bisher aber nichts diesbezüglich finden. Die Schwarzhaarige verdreht bei dem Gedanken daran genervt die Augen. Von Schriftrollen die sie finden muss um deren Inhalt zu studieren und zu erlernen hat sie die Schnauze mehr als voll. Immerhin hat sie die letzten neun Jahre ihres Lebens damit verbracht durch die verschiedenen Reiche zu reisen um im Auftrag Madara´s ihre Wunderkind Gabe perfekt meistern zu können. Auf weitere Suchen kann sie also gut verzichten. Der muskulöse Mann richtet dann das Wort an seine Schwester als sie aufgegessen haben. “Schluss mit faulenzen. Lass uns ein bisschen trainieren bis Obito uns die nächste Mission mitteilt.“ meint er entschlossen und steht auf. Etwas missmutig steht die Schwarzhaarige dann auch auf. Immerhin bevorzugt ihr Bruder eine völlig andere Art des Trainings als sie es normalerweise macht. Beide haben sie ihre Stärken und Schwächen und gemeinsam wollen sie an ihren Schwächen arbeiten um so im Kampf noch unangenehmere Gegner zu sein.
Akuma´s Schwäche liegt in Gen-Jutsu´s. Er verlässt sich bei Kämpfen auf seine schiere Muskelkraft, wo ihm im Tai-Jutsu kaum einer etwas vormachen kann und starke Nin-Jutsu´s. Eine seiner mächtigsten Trumpfkarten ist hierbei sein Susanoo welches er in verschiedenen Formen beschwören kann, je nachdem welche er davon eben gerade benötigt. Am mächtigsten ist hier aber die perfekte Form seiner Wesenheit. Außer ihm beherrschen diese Form des Susanoo lediglich Madara und Sasuke. Dem jungen Uchiha ist aufgefallen, dass sich seine Wesenheit verändert hat seit er im 4.ten Ninja-Weltkrieg seinen Chakrafluss mit dem seiner Zwillingsschwester vereint hat und die beiden somit aus zwei halben, versiegelten Kräften, wieder eine komplette geformt haben. Die Rüstung seines Susanoo hat sich verändert und wurde robuster, zudem ist es stärker als zuvor, kann also auch problemlos Berge zerschlagen (je nach deren Masse) und das Schwert der Wesenheit kann er in Flammen einhüllen die er nun auch weg schleudern kann. Wie Flammenschnitte sozusagen. Ayumi hat leider nicht sonderlich Talent was das Beschwören ihrer Wesenheit betrifft. Ihre Stärke lag zusätzlich zu ihren Nin-Jutsu´s schon immer in den Gen-Jutsu´s. Auch hat sie mit Weiterentwicklung ihres Sharingan zum Mangekyo Sharingan die Fähigkeit des Tsukuyomi erlangt. Welche ihr bisher schon öfters gute Dienste erwiesen hat. Man kann also sagen, dass die Spezialgebiete im Kampf der Geschwister unterschiedlicher nicht sein könnten.
“Na komm, Schwesterchen. Wir werden ein bisschen an deinem Susanoo arbeiten.“ sagt der große Mann grinsend. Die Konnoichi rollt die Augen. “Muss das sein? Ich könnte dir doch auch ein neues Gen-Jutsu beibringen?“ schlägt sie vor und daraufhin rollt der Schwarzhaarige genervt mit den Augen und schüttelt den Kopf. Das haben sie immerhin gestern den ganzen Tag versucht. Heute also werden sie das Beschwören der Wesenheit trainieren. Beide Uchiha´s aktivieren ihr Ewiges Mangekyo Sharingan und formen Fingerzeichen. Akuma´s Susanoo erscheint in Gestalt eines halben Körpers. Kopf, Brust und zwei Arme dessen Skelett von Muskeln bedeckt ist und zum Schutz in eine Rüstung gehüllt ist. Zudem hält es in einer Hand ein Schwert. Die junge Frau strengt sich an so gut es geht. Bei ihr erscheint allerdings nur eine sehr verkümmerte Gestalt eines Wesens. Es besteht lediglich aus einem Skelett, Brustkorb mit ein paar Rippen und nur einem knöchernen Arm. Nicht mal für ein Schwert hat es gereicht. Das Schmunzeln ihres Bruders hat zur Folge, dass die verärgert schnaubt “Das ist doch scheisse. Ich kann das eben einfach nicht.“. Bei ihm sieht das immer so einfach aus. Weshalb also klappt es bei ihr nicht?
Der muskulöse Mann betrachtet sie lächelnd. “Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Mein Susanoo sah am Anfang genau so aus wie deines. Nur wenn du immer wieder übst, kannst du besser werden. Keine Sorge, ich helfe dir. Gemeinsam werden wir das schaffen.“ spricht er seine Worte aufmunternd. Die junge Frau beschließt es nochmals zu versuchen und konzentriert sich noch mal so gut sie kann auf die Form ihres Wesens. Und siehe da, es besteht zwar immer noch nur aus einem Skelett, hält in der Hand jetzt aber zumindest auch ein Schwert. Das ist doch schon mal ein Anfang. Etwas stolz beginnt sie zu grinsen. “Sehr gut. Dann konzentriere dich jetzt auf´s Blocken und Zuschlagen.“ entgegnet der große Mann auffordernd und lässt seine Wesenheit sogleich einen Schwerthieb ausführen. Es gelingt ihrem Susanoo den Hieb mit dessen eigenen Schwert zu blocken doch die Wucht drückt sie ein Stück weit nach hinten. Sie hat alle Mühe dem stand zu halten und sich nicht zurück drängen zu lassen. “Sehr gut. Weiter so.“ sagt Akuma lächelnd und die beiden Klingen der Wesenheiten kreuzen sich abermals. Man muss nicht erwähnen, dass der junge Uchiha nicht im Geringsten ernst macht aber das ist auch nicht wichtig. Immerhin geht es hier nur darum, dass sie ein Gefühl für ihr Wesen entwickelt und lernt es richtig einzusetzen.
Das Sparring der beiden Susanoo dauert nun schon eine Weile an und Ayumi wird immer besser und auch etwas selbstbewusster. Die Schwarzhaarige beschließt in die Offensive zu gehen und springt auf ihren Bruder und dessen Wesen zu. Schmunzelnd lobt der Uchiha ihr Engagement als er den Schwerthieb mit seinem eigenen blockt. Mit einer schwungvollen Bewegung stößt er sein Schwert nach vorne und schleudert die Schwarzhaarige mit ihrem Wesen damit ein Stück weit zurück. Vielleicht lässt er sich auch ein kleines bisschen mitreißen als er dann auf sie zuspringt und sein Susanoo zu einem Schwerthieb ausholt. Ayumi´s Wesenheit schafft es gerade noch rechtzeitig ihr Schwert hoch zu reißen um den Hieb zu blocken. Allerdings steckt in diesem dieses Mal so viel Power, dass sie meterweit nach hinten geschleudert wird, gegen den nächsten Felsen knallt und ein großes Loch in selben reißt. Die Konnoichi keucht schmerzlich auf als sich ihr Susanoo auflöst und der Berg hinter ihr zu bröckeln beginnt und riesige Felsen davon herab stürzen. In dem Gebirge ist lautes Grollen und Getöse zu hören während die Felsen nach unten fallen und auf den Boden knallen und damit eine ordentliche Staubwolke aufwirbeln.
“Scheisse!“ ruft ihr Bruder aus als er dabei zusieht wie seine Schwester inmitten des Gerölls verschüttet wird. Das war nicht seine Absicht. Inmitten eines Gebirges zu trainieren hat eben nicht nur Vorteile. Das Erdreich besteht aber nun mal zum Großteil aus Gebirgslandschaften, daher bleiben den Zwillingen da nicht viele andere Möglichkeiten den Ort ihres Trainings betreffend. Ayumi hustet und wedelt mit den Händen den aufgewirbelten Staub weg als wieder Ruhe einkehrt. Sie konnte den herab fallenden Brocken ausweichen indem sie sich weiter ins Innere des Lochs zurückgezogen hat aber der Eingang ist nun verschüttet. Seufzend legt sie ihre Hand an das Geröll. “Ayumi! Geht es dir gut?!“ kann sie durch die Felsen hindurch die Stimme ihres Bruders hören. “Ja, alles in Ordnung.“ antwortet sie schnell um ihn zu beruhigen. “Geh ein Stück zurück, ich werde dich raus holen!“ gibt er der Schwarzhaarigen dann die Anweisung und diese tut wie von ihm verlangt und bringt sich nun in sichere Entfernung. Neugierig schaut sie sich etwas um. //Eigenartig. So weit hat er mich doch nicht hier rein geschmettert. Das sieht aus wie eine Höhle.// denkt sie für sich und kann im nächsten Moment einen lauten Knall hören.
Akuma´s Susanoo hat mit seiner Faust ein Loch in die Felsbrocken geschlagen welche den Zugang versperrt haben. Schnell geht er auf sie zu und mustert sie einmal von oben bis unten. Er will sicher gehen, dass es ihr wirklich gut geht. “Schau mal Akuma, sieht so aus als hätten wir durch deine brachiale Gewalt eine versteckte Höhle gefunden.“ sagt die Schwarzhaarige und deutet dabei auf den Tunnel hinter sich. Der muskulöse Mann neigt neugierig den Kopf. “Ja, sieht ganz so aus.“ spricht er seine Worte ruhig und betrachtet sie fragend. Was soll er mit dieser Information jetzt immerhin anfangen? “Lass uns nachsehen wohin dieser Tunnel führt.“ schlägt die Konnoichi vor und streckt sich dabei etwas. Immerhin soll es angeblich ja irgendwo im Erdreich geheime Schriftrollen zu finden geben. Also sollten sie das lieber überprüfen. Einverstanden nickt der große Mann nur kurz und knapp und so gehen die beiden Geschwister dann nebeneinander den schmalen Pfad entlang, wessen Tunnel tiefer ins Innere des Berges führt. Eine gruslige Atmosphäre ist das hier ja schon. In diesem Halbdunkel. Die Schwarzhaarige bekommt eine leichte Gänsehaut als sie dann eine etwas größere Höhle erreichen. Angespannt schaut sie sich um und sucht die Umgebung nach möglichen Fallen ab. Düster fällt ihr hierzu nämlich ihr Abenteuer in dem Tunnel unterhalb eines Tempels im Windreich ein. Akuma bemerkt, dass seine Schwester in Gedanken ist, als er sie einmal kurz an ihren Schultern packt um sie zu erschrecken. Die Konnoichi quiekt erschrocken auf und der muskulöse Mann muss daraufhin herzhaft lachen. “Erschreck mich doch nicht du Arsch!“ ruft sie empört aus als sie sich ihre Brust mit dem viel zu schnell schlagenden Herz hält. Grimmig schaut sie den Uchiha an während dieser ergebend seine Hände in die Luft hält. “Tut mir leid aber diese Gelegenheit konnte ich mir nicht entgehen lassen.“ entschuldigt er sich schmunzelnd und die Langhaarige schüttelt seufzend den Kopf. “Wie alt bist du eigentlich?“ pampt sie ihn dann etwas an. “Ach komm, so schlimm war´s jetzt auch nicht. Lass uns mal schauen was wir hier drin finden können.“ schlägt er vor und so beginnen sie damit das Höhleninnere zu inspizieren.
Sie gehen ein Stück weiter und können dann einen etwas größeren Felsen erkennen auf welchem etwas zu liegen scheint. Neugierig treten sie näher an selben und schauen sich das genauer an. Tatsächlich liegen auf dem Stein zwei Schriftrollen. Da man hier drin nur schemenhaft erkennen kann worum es sich dabei handelt beschließen die Zwillinge die Fundstücke mit raus zu nehmen wo sie besseres Licht haben. Jeder nimmt sich eine der Schriftrollen und schnellen Schrittes verlassen sie dann die Höhle wieder. Draußen angekommen steht die Sonne hoch am Himmel und die beiden müssen ein paar Mal blinzeln um sich an die Lichtverhältnisse zu gewöhnen. “Der teils einstürzende Berg blieb bestimmt nicht unbemerkt. Wir sollten erstmal von hier verschwinden um nicht doch ungebetene Gäste zu bekommen. Und dann werden wir nachsehen was in unseren Errungenschaften geschrieben steht.“ sagt die junge Frau nachdem sie die möglichen Konsequenzen abgewägt hat und steckt dann beide Schriftrollen in ihre Beintasche. Der große Mann nickt schwach und im Anschluss sprinten sie davon. Sie fliegen geradezu über die Felsen der Berglandschaft bis sie dann etwas offeneres Gebiet erreichen. Die Konnoichi hält an. Hier sollten sie jetzt weit genug entfernt sein um ungestört einen Blick in die Schriftrollen werfen zu können.
“Na dann wollen wir doch mal sehen, was wir hier haben.“ platzt es ungeduldig aus der Konnoichi heraus. Sie halten Schriftrollen in der Hand die ziemlich verwittert aussehen, sie scheinen offenbar schon alt zu sein. An der Außenseite befindet sich ein Siegelaufkleber auf welchem etwas geschrieben steht. Neugierig ließt Ayumi laut vor “Das Jutsu kann nur von einer einzigen Person erlernt werden. Ob der Öffnende allerdings dazu in der Lage ist, es zu erlernen ist damit nicht gesagt.“ sind die Worte die auf ihrem Siegel stehen. Interessiert neigt sie den Kopf zu ihrem Bruder. “Die Verbindung muss mit Blut besiegelt werden. Sobald der Inhalt der Schriftrolle gelesen wurde, wird diese verschwinden.“ ließt der große Mann dann vor was auf seiner geschrieben steht. Die beiden tauschen stirnrunzelnd einen Blick. Handelt es sich dabei wirklich um die Schriftrollen von denen Obito ihnen erzählt hat? Die Konnoichi hält sich nachdenklich das Kinn. “Man muss es mit Blut besiegeln und sie verschwindet sobald sie gelesen wurde.“ wiederholt sie dann die Worte. “Es ist nicht garantiert, dass man das Jutsu erlernen kann. Sollte man für das Jutsu ungeeignet sein verschwindet sie mitsamt ihren Geheimnissen.“ fügt die junge Frau dann noch hinzu. Das macht die ganze Sache etwas kniffliger. Woher sollen sie denn immerhin wissen wer sich für das jeweilige Jutsu eignen würde. Und ob sie überhaupt lernen können was darin geschrieben steht. Nachdenklich schließt die Langhaarige einen Moment lang ihre Augen. “Wir müssen die richtige Wahl treffen. Aber wer soll welche Schriftrolle öffnen?“ spricht die Konnoichi ihre Gedanken laut aus und schaut dabei fragend zwischen beiden Schriftrollen hin und her.
“Nun, Vater hat immer gesagt ich solle mich in unklaren Situationen auf mein Bauchgefühl verlassen.“ wirft der muskulöse Mann ein und seine Schwester betrachtet ihn abschätzend. Kann man so eine Angelegenheit immerhin mit seinem Gefühl entscheiden? Einen Versuch ist es ja zumindest wert. Die Zwillinge schließen also ihre Augen und konzentrieren sich auf die beiden Schriftrollen. Ayumi fühlt sich eher zu der hingezogen die ihr Bruder in der Hand hält und andersrum ist es dasselbe. Mit wieder geöffneten Augen tauschen sie dann die beiden Rollen aus. Am Ende der Anweisung befindet sich ein kleiner Fingerabdruck. Anscheinend muss man hier das Blutsiegel platzieren. Entschlossen zieht Akuma sein Kurzschwert aus der Scheide und schneidet sich damit in den Daumen. Mit dem Blut welches sich auf diesem formt, drückt er dann auf die Stelle des Fingerabdruckes und das Siegel, welches die Rolle verschlossen gehalten hat, löst sich in Luft auf. Das hat also schon mal funktioniert. Die Schwarzhaarige schluckt angespannt und holt sich dann ein Kunai aus ihrer Beintasche. Sie schneidet sich dann ebenfalls in den Daumen und drückt diesen dann auf den Fingerabdruck ihres Siegels. Auch bei ihr verschwindet selbes und die beiden Zwillinge nicken einander zu als sie dann entschlossen die Schriftrollen aufrollen um zu sehen welches Geheimnis sie bewahren. In beiden steht geschrieben, dass man nach Erlernen der Geheimtechnik keine Fingerzeichen mehr formen muss um Jutsu´s jeglicher Art anzuwenden. Es reicht aus wenn man sich lediglich auf jeweiliges Jutsu konzentriert oder aber dessen Namen ausspricht. Akuma liest gespannt die Überschrift seiner Rolle ´Geheim-Technik: Jutsu der tobenden Blitze´. Es steht dort geschrieben, dass diese Geheimtechnik die Elemente Blitz, Wasser und Wind miteinander vereint. Also muss man diese logischerweise beherrschen um es anwenden zu können. Was allerdings kein Problem darstellt da er und seine Schwester als Wunderkinder unter anderem damit gesegnet sind alle fünf Chakra Elemente inne wohnen zu haben und sie über die Jahre zu beherrschen gelernt haben. Der Anwender soll damit Blitze beschwören können die er gezielt auf seine Gegner herab fahren lassen kann. Zudem kann er um diese zu verstärken Starkregen aus beschworenen Gewitterwolken nieder prasseln lassen und auch mit starken Sturmböen seine Widersacher von den Beinen reißen. “Krass.“ murmelt er seine Worte als er dann weiter ließt wie er diese Geheime Technik erlernen und anwenden kann.
Die Konnoichi liest derweil in ihrer Schriftrolle ´Geheimtechnik: Jutsu der brennenden Erde´ und weitet überrascht die Augen. In diesem Jutsu werden die Elemente Feuer, Erde und Wind vereint. Im Großen und Ganzen kann man damit Erdbeben erzeugen, den Boden kontrollieren und formen um damit seine Gegner anzugreifen oder abzuwehren und aus dem aufgerissenen Boden lodern Flammen empor, welche man mit Hilfe des Windes kontrollieren kann um damit Feuerkugeln zu formen die aus der brennenden Schlucht heraus schießen oder als stärkste Angriffsformation einen Feuerdrachen. Wie gebannt ließt sie weiter was sie alles tun muss um diese mächtige Technik anwenden zu können. So stehen die beiden schweigsam nebeneinander während sie den Inhalt ihrer Schriftrollen studieren. Obito hatte also Recht. Oder viel mehr diese seltsame Organisation die, die Kage zur Zusammenarbeit bewegen wollte um an das Wunderkind und eben diese geheimen Schriftrollen zu kommen. Als letztes auf der Seite ist dann abermals ein Fingerabdruck abgebildet. Die Zwillinge quetschen jeweils ihre Daumen ein bisschen zusammen um den kleinen Schnittwunden noch ein paar Tropfen Blut entlocken zu können und drücken ihre Daumen dann wieder auf den vorgegebenen Abdruck. Allerdings lösen sich die Schriftrollen nicht auf sondern beginnen zu brennen. Die Uchiha´s lassen sie kurzerhand fallen und sehen dabei zu wie sie in Feuer aufgehen und nach und nach komplett verbrennen ohne, dass auch nur ein kleinster Rest davon übrig bleibt. Aufgeregt erzählen sie einander was dort Geheimes geschrieben stand und sind hoch motiviert die Geheimtechnik zu erlernen um damit noch mächtiger zu werden. Sollten sie es allerdings nicht hin bekommen wird ihnen wohl niemand glauben, dass sie die tatsächlich gefunden haben da es nach deren Verbrennen keine Beweise dafür gibt. “Lass uns das gleich ausprobieren, Schwesterchen!“ platzt es aus dem muskulösen Mann heraus. Die Schwarzhaarige bewundert ihn für seinen Enthusiasmus und lächelt amüsiert. “Einverstanden.“ entgegnet ihm die Langhaarige grinsend und die beiden Uchiha´s setzen sich im Schneidersitz auf den Boden um zu üben.
Die Geheimtechniken
Ein paar Tage sind vergangen seit sie die Schriftrollen gefunden haben und seither üben sie jeden Tag fleißig die geheime Technik zu erlernen. Was allerdings gar nicht so einfach ist. Der heutige Abend ist sehr wolkenverhangen. Ein Gewitter zieht auf. Die perfekte Gelegenheit damit Akuma seine Geheimtechnik üben kann. Es wäre immerhin sehr ungewöhnlich wenn bei strahlendem Sonnenschein ein Gewitter punktuell an einer Stelle aufziehen würde. Und da die beiden keine weiteren Überraschungsangriffe provozieren wollen wo sie ja nicht wissen ob der Tsuchikage weiterhin hinter dem Wunderkind her ist halten sie sich eher bedeckt. Ayumi geht ein paar Schritte von ihrem Bruder weg. Wenn dieser sein Jutsu ausführt, wird er selbst nämlich teils von Blitzen eingehüllt und von diesen erwischt zu werden ist äußerst schmerzhaft wie die Schwarzhaarige bereits feststellen musste. Der muskulöse Mann formt Fingerzeichen, sagt “Geheimtechnik: Jutsu der tobenden Blitze“ und im Anschluss britzeln mehrere kleine Blitze um seine Hand herum. Als er diese dann Richtung Himmel streckt, verdunkelt sich selber und weitere schwarze Wolken ziehen auf. Der junge Uchiha konzentriert sich auf einen einzelnen Felsen und lässt einen Blitz auf diesen herab schnellen. Der Felsbrocken wird in viele kleine Teile zersprengt als der Blitz seine Elektrizität in selben entlädt. Die junge Frau staunt nicht schlecht. Das hat doch immerhin schon mal gut funktioniert. Besser als alle bisherigen Versuche. “Und jetzt diesen Felsen da.“ gibt die Konnoichi als Anweisung und deutet dabei auf einen anderen Felsen. Ihr Bruder nickt einverstanden, konzentriert sich dann abermals nachdem er das Fingerzeichen formte und ein weiterer Blitz schießt aus den dunklen Wolken heraus. Dieses Mal klappt es mit dem Zielen allerdings nicht so gut und der Blitz schlägt genau dort ein wo Ayumi steht. Noch im letzten Moment konnte die Konnoichi das ´Jutsu des Tausches´ anwenden und so wird von der geballten Elektrizität lediglich ein Stück Holz zerfetzt. “Sag mal kannst du nicht besser aufpassen?! Du hättest mich beinahe gekillt!“ schimpft die Schwarzhaarige dann los als sie neben ihrem Bruder wieder auftaucht. Dieser kratzt sich verlegen am Hinterkopf. “Tut mir leid, das war keine Absicht!“ entschuldigt er sich schnell und lächelt dabei gequält.
Kopfschüttelnd stemmt die Langhaarige ihre Hände an die Hüften. Genug mit seiner Geheimtechnik für heute. Nun ist also sie dran mit üben. Entschlossen formt Ayumi Fingerzeichen, ruft dann aus “Geheimtechnik: Jutsu der brennenden Erde“ und schlägt mit der Handfläche auf den Boden. Der Boden unter ihren Füßen beginnt zu wanken. Eigentlich hatte die Schwarzhaarige den Felsen anvisiert den ihr Bruder zuvor verfehlt hatte, doch leider ist sie auch noch nicht so treffsicher was das angeht. Ein Riss in der Erde zieht sich genau in Richtung ihres Bruders und beide können gar nicht so schnell schauen wie sich der Riss verbreitert und der Boden unter seinen Füßen weg bröckelt. “Echt jetzt?!“ sind seine letzten Worte als er dann in die Tiefe stürzt. Die Konnoichi reißt schockiert ihre Augen auf während aus den Rissen hohe Flammen heraus schlagen. “Akuma!! Es tut mir so leid! Das wollte ich nicht!“ ruft die Langhaarige entsetzt aus. Immerhin geht sie davon aus mit diesem vom eigentlichen Ziel abgekommenen Jutsu für den Tod ihres Bruders verantwortlich zu sein. Und das wo sie sich doch gerade erst wieder gefunden haben. Oder besser gesagt haben sie im 4.ten Ninja-Weltkrieg in welchem sie sich gegenüberstanden, zum ersten Mal von der Existenz des anderen erfahren. Mit zitternden Knien lässt sie sich auf den Boden vor der brennenden Schlucht sinken und beginnt zu schluchzen. Die Schwarzhaarige hatte sich doch so gefreut ihren leiblichen Bruder gefunden zu haben, nach 22 Jahren in denen sie getrennt voneinander lebten. Die Missionen die sie gemeinsam als Team Fumetsu durchführen sollten sie doch näher bringen und ein Stück weit auch die verlorene Zeit aufholen lassen. Und nun, muss sie seinen Tod verantworten. Bei dem Gedanken daran wird ihr ganz schlecht. Was wird Seiran wohl sagen? Die Silberblonde war jahrelang die treue Weggefährtin von Akuma und ist seitdem sie sich am Lagerfeuer beim Friedensfest ihre Gefühle füreinander gestanden haben seine feste Freundin. Wenn sie das erfährt wird sie der Schwarzhaarigen sicher den Kopf abreißen. Was Ayumi nachempfinden kann. Wäre die Situation anders rum würde sie wahrscheinlich dasselbe tun. Wehmütig vergräbt die junge Uchiha ihre Nägel im Boden als sie das Jutsu dann aufgelöst hat und die Flammen verebben und überlegt wie es denn nun weiter gehen soll.
“Ähäm. Also wenn du dann fertig bist mit heulen, könnten wir uns wieder auf das Training konzentrieren.“ kann sie dann eine vertraute Stimme hören. Schnell dreht sie sich um, um da niemand anderes als ihren Bruder stehen zu sehen. Schnell springt sie auf ihre Beine. “Warum bist du hier? Ich dachte…ich hätte dich erwischt…“ sagt sie dann mit tränenerstickter Stimme als sie den muskulösen Mann umarmt. “Das Jutsu des Tausches. Ich beherrsche das auch.“ entgegnet er nur knapp und legt dann seine Hand auf ihren Kopf. “Als ob ich mich von so was erwischen lassen würde. Also wirklich. Ich hab schon ein bisschen mehr auf dem Kasten.“ grummelt der junge Mann dann etwas. “Bin ich froh.“ spricht die Konnoichi ihre Worte erleichtert und seufzt dabei leicht. “So mächtig diese Geheimtechniken auch sind, sollten wir sie im Kampf erst dann einsetzen wenn wir sie auch wirklich beherrschen. Sonst ist das zu riskant und bringt jeden in Gefahr der sich in unserer Nähe befindet.“ meint die Langhaarige dann mit ernster Stimme und ihr Zwillingsbruder nickt zustimmend. Die beiden Uchiha´s schauen in den Himmel. Es wird wohl bald anfangen zu regnen. Sie beschließen das Training für heute zu beenden und ziehen sich in die kleine Höhle zurück die sie gefunden haben als sie sich hier in der Umgebung nach einem Lager für die Nacht umgesehen haben. Mit ein paar aufgehäuften Ästen entzünden sie ein Feuer und machen es sich gemütlich. So gemütlich wie man es sich auf blankem Erdboden eben machen kann. Da sie schon länger an keinem Dorf oder einer Stadt vorbei gekommen sind und sich hier in dem tristen Gebirge auch nicht wirklich etwas fangen lässt, bleiben den beiden also nur ein paar von Ayumi´s Nahrungspillen zum Essen übrig. Etwas angewidert kaut die Schwarzhaarige auf den Pillen herum ehe sie diese dann schnell runter schluckt. Wenn da mal jemand welche entwickeln würde die besser schmecken wäre das schon ein großer Vorteil. Aber da verhält es sich wohl wie bei Medizin, wenn sie gut helfen soll, dann schmeckt sie nun mal bitter. Akuma isst ebenfalls ein paar der kleinen Pillen und erschaudert dabei etwas. “Da war mir der Fisch von letztens deutlich lieber.“ sagt er grinsend und streckt sich dann etwas. “Ja da hast du Recht. Alles besser als Nahrungspillen.“ antwortet ihm seine Schwester leise und lehnt sich dann mit dem Rücken an die Wand der Höhle. Draußen tobt bereits ein Gewitter und sie sind froh hier drin einen trockenen Unterschlupf gefunden zu haben.
Die Zwillinge genießen einen Moment die Stille und den Frieden ehe ein ihnen bekanntes Geräusch die Stille durchschneidet. Obito taucht mit seinem Kamui in der Höhle auf und betrachtet die beiden freundlich. “Obito! Schön, dass du da bist.“ platzt es aus der jungen Frau heraus als sie auf ihre Beine springt und ihren alten Freund sogleich umarmt. Sie freut sich wirklich ihn zu sehen. Akuma und sie sind schon eine ganze Weile von Zuhause weg. Da tut es gut, bekannte Gesichter zu sehen. “Yo.“ meint Akuma freundlich und nickt dabei in seine Richtung. Der Kurzhaarige erwidert die Umarmung der Konnoichi und tätschelt dann etwas ihren Kopf. “Wie ich sehe geht es euch gut.“ richtet der ältere der Uchiha´s dann das Wort an die Geschwister, welche leicht nicken. Die beiden setzen sich dann und zu dritt sitzen sie dann nebeneinander vor dem kleinen Feuer. “Kakashi hat eine neue Mission für euch erhalten. Dieses Mal vom Raikage. Ihr sollt einen Gefangenen nach Iwa Gakure bringen. Die ANBU seines Landes werden ihn an der Grenze vom Blitzreich dann entgegen nehmen. Der Gefangene ist wohl relativ mächtig und hat schon einige seiner Shinobi auf dem Gewissen. Arbeitet wohl mit schmutzigen Tricks, deswegen will er keine weiteren seiner Leute opfern. Ihr müsst euch bei ihm melden. Dort wird euch dann der Gefangene gebracht.“ beginnt Obito zu erklären. Ayumi schnauft missmutig “War ja klar, dass wir die Drecksarbeit erledigen dürfen. Wenn die ANBU ihn doch sowieso an der Grenze aufgabeln, warum holen sie ihn dann nicht gleich selbst ab? Wie nervig.“ grummelt sie verärgert. Das Blitzreich war auch das Einzige, welches nicht zum Friedensfest Konoha´s nach beendetem 4.ten Ninja-Weltkrieg gekommen ist. Das kann ja heiter werden dem Raikage gegenüber treten zu müssen. Von ihrer gemeinsamen Reise mit Nurui, einem Shinobi Kumo Gakure´s weiß sie auch, dass die Ausbildung der Shinobi dort deutlich härter ist als die bei ihnen. Und auch hat er erzählt, dass er Raikage nicht sonderlich kompromissbereit ist, egal um was es geht. Er hat seine feste Meinung und sein Wort ist Gesetz. Also keiner mit dem man sich gerne anlegt. “Welcher Gefangene könnte uns denn schon gefährlich werden?“ witzelt Akuma selbstbewusst und stupst ihr dabei gegen die Schulter. “Wer weiß ob das überhaupt stimmt oder ob es wieder eine Falle ist. Und außerdem weißt du doch was letztes Mal passiert ist als wir auf die ANBU Iwa Gakures gestoßen sind. Das stinkt doch schon wieder bis zum Himmel.“ sagt die Langhaarige und verengt dabei etwas die Augen.
“Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass sie keine Chance hatten, ja.“ antwortet ihr Bruder entspannt und zündet sich dann eine Zigarette an. “Gibt´s dazu eigentlich schon irgendwelche neuen Erkenntnisse Obito?“ stellt die junge Frau dann ihre Frage und betrachtet ihn dabei mit schief gelegtem Kopf. Der Kurzhaarige schüttelt den Kopf. “Nein leider noch nichts. Unsere Nachforschungen haben weder zu dem Zwischenfall im Wasserreich, noch zu dem hier im Erdreich irgendetwas Neues ergeben. Auch fehlt von den maskierten Mantelträgern seit deren Angriff auf Konoha jede Spur.“ beantwortet er damit die Frage der Konnoichi. Auch wenn das nicht die Antwort ist, die sie gern gehabt hätte, nickt sie leicht. “Deswegen solltet ihr auch dieses Mal wieder vorsichtig sein. Und falls ihr Hilfe braucht, konzentriert euch auf das Mal welches uns verbindet.“ spricht er seine Worte ruhig und sieht dann hintereinander beide Geschwister an. “Ja, Papa. Wenn wir Hilfe brauchen kontaktieren wir dich schon.“ sagt Akuma mit stichelndem Tonfall, betont das Wort Papa ganz besonders und rollt dabei mit den Augenbrauen. “Vielleicht muss dich der Papa mal übers Knie legen wenn du immer so frech bist.“ sagt der Kurzhaarige herausfordernd und grinst breit. Die Konnoichi schüttelt genervt den Kopf. Immerhin sind die beiden zum einen weder Vater und Sohn und zum anderen können sie es einfach nicht lassen sich über den anderen lustig zu machen. Aber die Schwarzhaarige ist ja froh, dass sie so gut miteinander auskommen. Sie selbst lebt ja schon lange mit Obito und Madara zusammen. Seit sie sechs Jahre alt ist um genau zu sein. Die beiden waren in der Vergangenheit ihre Lehrmeister und haben sie in der versiegelten Höhle fernab von Konoha groß gezogen ehe sie sich dann auf ihre lange Reise aufgemacht hat bei welcher sie von Zetsu begleitet wurde. Akuma kam erst im 4.ten Ninja-Weltkrieg dazu und lebt seitdem zusammen mit seiner Freundin mit in der Familie der Uchiha´s im Anwesen ihres eigenen Viertels innerhalb der Mauern Konoha Gakure´s.
“Ach übrigens Obito, du wirst nicht glauben was wir die Tage beim Training gefunden haben.“ sagt Akuma mit stolz geschwellter Brust und breitem Grinsen auf den Lippen. Der Kurzhaarige zieht skeptisch eine Augenbraue hoch. Was sollte das immerhin auch sein? “Die Geheimen Schriftrollen von denen du erzählt hast. Es stimmt auch, dass sie jeweils eine Geheimtechnik enthalten. Die letzten Tage haben wir bereits damit verbracht die Technik zu erlernen.“ fügt der muskulöse Mann hinzu doch der Älteste hier im Bunde kann das nicht so recht glauben und schaut daher fragend in die dunklen Augen Ayumi´s. Diese versichert ihm, dass es stimmt was ihr Bruder sagt und dann erzählen sie ihm bis ins Detail wie es dazu kam, dass sie die Schriftrollen gefunden haben und welche Fortschritte sie bisher gemacht haben im Versuch die Technik zu erlernen. Der Kurzhaarige staunt darüber nicht schlecht und beschließt Madara und Kakashi davon zu berichten sobald er wieder Zuhause ist. Immerhin ist das eine wichtige Information die ihnen nicht vorenthalten bleiben sollte. “Der Raikage erwartet eure Ankunft so schnell wie möglich. Das war eigentlich alles, das ich euch mitteilen wollte.“ fügt Obito dann noch hinzu.
“Was denn du gehst schon wieder?“ fragt Ayumi leise. Immerhin ist er doch gerade erst aufgetaucht. Der Mann mit den kurzen Haaren betrachtet sie mit sanftem Lächeln auf den Lippen. “Wie du weißt habe ich als Berater des Hokage viel zu tun. Und auch die Nachforschungen bezüglich dieser Maskenträger nehmen einiges an Zeit in Anspruch. Beendet die Mission einfach schnellstmöglich und kommt dann nach Hause zurück.“ schlägt er vor und wuschelt ihr etwas durch die Haare. Das hat sie immer getröstet als sie noch ein Kind war und bis heute kann er sich diese Geste einfach nicht abgewöhnen. Mit den neun Jahren die er älter ist als sie und auch in der ganzen Zeit in welcher er sich um sie gekümmert hat als sie gemeinsam in der versiegelten Höhle lebten, hat er sich zu einer Art großen Bruder für sie entwickelt. Deswegen stört es sie auch nicht weiter wenn er das macht. Sie findet es sogar noch genau so beruhigend wie damals. Die Konnoichi setzt ein Lächeln auf und nickt zustimmend. “Grüß Zuhause alle schön, ja?“ bittet die Schwarzhaarige ihn lächelnd als ihr alter Freund sich wieder auf seine Beine erhebt. Obito nickt. “Mach ich. Passt auf euch auf.“ meint er leise und Akuma hebt zum Abschied die Hand als der Kurzhaarige dann mit Hilfe seines Kamui wieder verschwindet. “Wenn wir doch schnellstmöglich beim Raikage aufkreuzen sollen, warum hat er uns dann nicht mit seinem Kamui hingebracht?“ stellt Ayumi ihre Frage und hebt dabei eine Augenbraue. Ihr Bruder schmunzelt amüsiert “Du hast doch gehört, dass er viel zu tun hat. Na los, machen wir uns auf den Weg.“ schlägt der große Mann dann vor und die Schwarzhaarige nickt zustimmend. Sie machen das Lagerfeuer aus und schreiten dann aus der Höhle ins Dunkel der Nacht hinein. Die Konnoichi orientiert sich am Stand des Mondes und gemeinsam schlagen sie dann den Weg in Richtung Osten ein. In Richtung des Blitzreiches mit Sternen und einem Mond welcher den Nachthimmel erhellt als einzigen Wegweisern.
Ein paar Tagesmärsche später haben die Zwillinge dann endlich das Blitzreich erreicht. //Ob ich wohl Nurui treffen werde?// spukt der jungen Frau die Frage durch den Kopf und dabei formt sich ein Lächeln auf ihren Lippen. Er war ein paar Jahre lang ihr Begleiter und wurde zu einem guten Freund als sie durch das Blitzreich reiste um dort die einzelnen Tempel und Schreine zu besuchen. In seinen Augen um ihre Reise der spirituellen Findung abzuschließen um dann Priesterin werden zu können. Offiziell aber um geheime Schriftrollen zu finden die ihr dabei helfen die fünf Elemente perfekt zu beherrschen um damit dann ihre Gabe als Wunderkind entwickeln zu können. Aber das durfte auf Befehl von Madara niemand wissen also hat sie Nurui die Geschichte mit der Priesterin erzählt weil das, das Erste war was ihr in dem Moment der Begegnung mit ihm eingefallen ist. Sonst hat sie die anderen Leute mit denen sie auf ihrer neunjährigen Reise zu tun hatte eben mit einem Gen-Jutsu an der Nase herum geführt oder sich eine andere glaubhafte Lüge einfallen lassen um sie nicht misstrauisch werden zu lassen. Einerseits würde sie ihren alten Freund gerne wieder sehen, andererseits weiß sie nicht was sie ihm dann erzählen sollte weshalb sie jetzt zusammen mit einem Shinobi unterwegs ist um im Auftrag Konoha´s Missionen für die anderen Kage auszuführen. Immerhin ist das meilenweit von den Aufgaben und dem Leben einer Priesterin entfernt.
Fremden gegenüber halten sie ihre Identität betreffend, dass sie Zwillinge sind zwar geheim, aber stutzig würde er deswegen wahrscheinlich trotzdem werden. Nurui war schon damals sehr scharfsinnig und sie würde ihn nicht weiter anlügen wollen. Das hat ihr damals schon so im Herzen wehgetan. Zumal er ihr an dem Tag wo sich ihre Wege trennten auch sagte, dass er ein starker Shinobi werden würde um sie dann zu sich zurück zu holen. Vor ihrem Inneren Auge sieht sie ganz deutlich sein strahlendes Lächeln, welches er ihr immer wieder schenkte und welches sie vermisst seit sich ihre Wege trennten. “Woran denkst du?“ stellt Akuma seine Frage mit schief gelegtem Kopf. Ihm ist nicht entgangen, dass seine Schwester in Gedanken wohl meilenweit entfernt ist. “Ach nichts. Ich habe mich nur gefragt, wie uns der Raikage wohl gegenüber treten wird.“ presst sie dann schnell als Antwort heraus. Um die Sache mit Nurui konnte sie sich immerhin noch Gedanken machen wenn sie sich dann tatsächlich über den Weg laufen sollten. “Keine Sorge, ich hab deinen Rücken.“ sagt der muskulöse Mann lächelnd und entschlossenen Schrittes betreten die beiden dann Kumo Gakure nachdem sie an deren Eingangstoren die offizielle Einladung des Raikage vorgezeigt haben welche ihnen Obito gegeben hat.
Beim Raikage
Mit etwas mulmigem Gefühl geht Ayumi neben ihrem Bruder her. Sie fühlt sich beobachtet und das seit sie durch die Tore Kumo Gakure´s getreten sind. Natürlich sind die Zwillinge Shinobi aus einem anderen Ninja-Dorf, was generell nicht so gerne gesehen ist in der eigenen Heimat, aber immerhin sind sie auf Anforderung des Raikage hier. Also kein Grund sie so abschätzend zu beäugen wie sie findet. Zumal sie ohnehin von zwei Kumo Gakure Shinobi begleitet werden seit sie das Dorf betreten haben. Damit fühlt sich die Schwarzhaarige selbst ein bisschen wie der Verbrecher den sie hier abholen sollen. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichen sie dann endlich das Raikage Gebäude und werden drinnen angekommen direkt zu ihm durch geschickt. Akuma legt seiner Schwester beruhigend die Hand auf die Schulter und betritt dann als Erster das Büro des Raikage. Die Konnoichi folgt ihm und schließlich bleiben die beiden dann nebeneinander stehen. Der Raikage sitzt hinter einem massiven Holztisch und hebt nur kurz den Blick als er die Besucher eintreten hört. Er legt einen Stapel Papiere zur Seite und betrachtet die beiden dann durchdringend.
“Was denn der soll es sein? Das Wunderkind der Uchiha über den sich alle das Maul zerreißen?“ dröhnt seine tiefe Stimme durch den Raum. “Ich hatte ihn mir irgendwie größer vorgestellt. Und kräftiger. An ihm kann ich nichts besonderes erkennen.“ fügt er schmunzelnd hinzu und betrachtet den Schwarzhaarigen dabei herausfordernd. Ayumi blinzelt ungläubig, meint er das gerade immerhin ernst? Ihr Bruder ist 1,90m groß und verfügt über einen durchtrainierten, von Muskeln bepackten Körperbau und er meint er hätte jemand kräftigeren erwartet? Wie groß und muskulös sollte seiner Meinung nach das Wunderkind denn sein? “Ich weiß zwar nicht was das mit meiner Erscheinung zu tun haben soll, aber man sollte mich besser nicht unterschätzen. Das ist der Größte Fehler den man machen kann.“ entgegnet ihm der Uchiha nur ernst und schaut ihm dabei kalt in die Augen. “Wunderkind hin oder her, wir sind gekommen um die Mission auszuführen für die ihr beim Hokage angefragt habt.“ wirft die junge Frau mit ein und betrachtet ihn dabei skeptisch. “Hat auch lang genug gedauert bis ihr endlich hier wart. Ein bisschen schneller hätte das schon gehen können.“ spricht der Raikage seine Worte mit stichelndem Unterton. Akuma´s Kiefer spannt sich an. Was soll das immerhin auch werden? Wenn er gegen ihn antreten will soll er es doch einfach sagen. Dann gehen sie vor die Tür und er reißt ihm den Arsch auf. Damit hätte er überhaupt kein Problem. Die Schwarzhaarige bemerkt die Anspannung ihres Bruders und legt ihm beruhigend eine Hand auf den Arm.
“Na wie dem auch sei. Ihr wisst ja bestimmt, dass ihr einen Gefangenen Iwa Gakure´s ausliefern sollt. An der Grenze des Blitzreichs werden euch die ANBU Iwa´s empfangen und euch die Begleitperson abnehmen. Das sollte doch eine leichte Aufgabe sein für jemand so talentiertes wie einen Uchiha, oder? Wenn du doch so ein mächtiges Wunderkind bist wie die Leute sagen, weshalb muss dich dann eine Frau begleiten? Dein persönlicher Medizin-Ninja, falls du unterwegs einen Kratzer abbekommst?“ stichelt der Raikage weiter. Ayumi verdreht genervt die Augen. Was ist denn sein Problem? “Nur zu eurer Information, ich bin mehr als ein Medizin-Ninja. Und da wir im selben Team sind, treten wir alle Missionen im Doppelpack an. Wenn es das war, würden wir jetzt gerne die Begleitperson sehen damit wir aufbrechen können.“ spricht die Konnoichi ihre Worte ruhig und hält dem bohrenden Blick des großen Mannes stand ohne mit der Wimper zu zucken. Das war wohl nicht die Reaktion die ihr Auftraggeber gern gehabt hätte da er verärgert mit der Zunge schnalzt. Er gibt seinen Gefolgsleuten mit einer Handbewegung zu verstehen, dass sie nun den Gefangenen herein bringen sollen und nur ein paar Augenblicke später öffnet sich die Tür hinter ihnen und ein Mann in Handschellen betritt den Raum. Skeptisch mustern ihn die Zwillinge. Die Kleidung die er trägt sieht eher schäbig aus und auch sein Gesicht und die Arme werden von blauen Flecken und Abschürfungen geziert. Daher ist anzunehmen, dass er als feindlicher Shinobi eines anderen Reiches hier in Kumo Gakure gefoltert wurde um wer weiß welche Informationen aus ihm heraus zu kitzeln. “Die Handschellen solltet ihr ihm besser dran lassen. Es sind Spezialanfertigungen die dem Träger Chakra entziehen sobald er versucht in irgendeiner Art und Weise ein Jutsu anzuwenden.“ erklärt ein Berater des Raikage dann schnell was es mit diesen klobigen Dingern an seinen Handgelenken auf sich hat. Verstehend nickt Ayumi und da es nichts weiter zu sagen gibt, verlässt sie dann zusammen mit ihrem Bruder und dem Gefangenen das Büro wieder um nach draußen zu gehen. Sie hatte ja vorher schon ein ungutes Gefühl was den Raikage betrifft, aber in echt ist er noch unsympathischer als sie ihn sich vorgestellt hat. Nur gut, dass sie den jetzt los sind. Für´s Erste zumindest.
Die drei verlassen die Tore Kumo Gakure´s als sich die Schwarzhaarige noch ein letztes Mal umsieht. //Und hier lebt Nurui also?// stellt sie sich in Gedanken die Frage und schüttelt dann leicht den Kopf. Unter dem Raikage würde sie nicht arbeiten wollen. Ein richtiges Ekelpaket. Vielleicht liegt das aber auch nur daran, dass sie und ihr Bruder aus dem Uchiha Clan stammen und er obendrein den 4.ten Ninja-Weltkrieg gegen Madara und Obito Uchiha verloren hat. Männer und gekränkter Stolz waren schon immer zwei Dinge die nicht so gut zueinander gepasst haben. “Hast du einen Namen?“ stellt die Konnoichi neugierig ihre Frage an den Gefesselten. Dieser schüttelt mit dem Kopf und sieht emotionslos zu Boden. Wie denn? Er hat keinen Namen? Stirnrunzelnd betrachtet sie ihn einen Moment lang. Nun, wenn er seinen Namen nicht verraten will, dann besteht ja auch kein Grund ihren eigenen Namen zu nennen. Aus Höflichkeit würde sich das zwar eigentlich so gehören aber immerhin handelt es sich hier ja um einen Gefangenen den sie an dessen Heimatland zurück ausliefern sollen. Wer weiß, was er angestellt hat oder tun wollte als er den Shinobi Kumo Gakure´s in die Finger gefallen ist.
Akuma verschränkt die Arme vor der Brust als sie dann den Weg in Richtung Westen einschlagen. Die Sonne wandert über den Himmel während sie wortlos nebeneinander her gehen. Akuma auf der einen Seite der Begleitperson und Ayumi auf der anderen. Die Reise verläuft still und friedlich als sie dann am Abend ihr Nachtlager aufschlagen. Geschützt unter hohen Bäumen setzt sich der muskulöse Mann auf den Boden, lehnt sich mit dem Rücken gegen einen Baumstamm und schließt die Augen. Die Zwillinge haben vereinbart, dass Ayumi die erste Wache für diese Nacht übernimmt und so hat ihr Bruder nun ein wenig Zeit zu entspannen. Der Gefangene setzt sich ebenfalls hin. Der Marsch war anstrengend für ihn und er sieht erschöpft aus. Weiß der Geier was die während seiner Gefangenschaft mit ihm gemacht haben. “Hast du Durst?“ stellt die Konnoichi ihre Frage und lächelt dabei sanft. Der Mann sagt nichts, schaut sie einfach nur an. Da es weder ja, noch nein heißt, beschließt sie entgegen kommend zu sein. Die Schwarzhaarige holt eine Wasserflasche aus ihrem Rucksack, schraubt sie auf und hält sie dem Mann entgegen. Dieser runzelt verdutzt die Stirn, nimmt die Flasche dann aber und trinkt diese gierig in einem Zug leer. Er muss wirklich Durst gehabt haben. Der etwas mitgenommene Mann öffnet den Mund um etwas zu sagen, aber kein Ton ist zu hören. Stattdessen macht er eine Geste mit den Händen und verbeugt sich etwas. Ayumi weitet überrascht die Augen. Könnte es sein, dass er nicht sprechen kann?
Das wäre eine Möglichkeit. Immerhin hat er den ganzen Weg über kein einziges Wort gesagt. Auch als sie im Büro des Raikage waren tat er das nicht. Nachdenklich legt die Langhaarige den Kopf etwas schief. Die Konnoichi packt die leere Flasche wieder ein. “Hast du Hunger? Wir haben leider nur ein paar Nahrungspillen, aber…“ und zu weiteren Erklärungen muss sie gar nicht ausholen da der Fremde bereits energisch mit dem Kopf nickt. Lächelnd holt die junge Frau ein paar der Nahrungspillen aus ihrer Tasche und gibt sie dem Mann in die Hände. Dankend nickt er mit dem Kopf und verspeist diese sogleich. Die schmecken scheußlich bitter aber bei ihm könnte man meinen sie seien das reinste Festmahl. Ayumi bekommt etwas Mitleid. Wer weiß wann er zuletzt etwas zu Essen oder Trinken bekommen hat als er sich in Gefangenschaft befand. Von der Folter die er offensichtlich über sich ergehen lassen musste mal ganz abgesehen. “Mach dir keine Sorgen ich übernehme die Nachtwache. Du kannst also beruhigt schlafen und ein bisschen zu Kräften kommen.“ spricht sie ihre Worte ruhig und trägt dabei ein sanftes Lächeln auf den Lippen.
Von ihrer Aussage wohl erleichtert, schließt der Mann dann seine Augen und es dauert auch nicht lange bis er eingeschlafen ist. Er muss völlig fertig gewesen sein. Die Langhaarige streckt sich etwas als dann die Stimme ihres Bruders die Stille der Nacht durchschneidet. “Warum bist du so nett zu ihm?“ will der muskulöse Mann wissen und öffnet eines seiner Augen um sie anzusehen. “Ich weiß, er ist ein Gefangener den wir überführen sollen. Aber trotzdem tut er mir leid. Ich meine…er wurde bestimmt gefoltert so wie er aussieht. Außerdem hat er uns nichts getan.“ versucht die Konnoichi damit ihr Handeln zu begründen. “Madara wollte eine Welt ohne Kriege und Hass kreieren. Ich helfe ihm dabei so gut ich kann und da sollten wir doch als Erstes einen würdevollen Umgang mit unseren Mitmenschen haben oder nicht?“ stellt sie ihrem Bruder dann eine Gegenfrage und betrachtet ihn abschätzend. “Ja, da magst du Recht haben.“ antwortet ihr der große Mann nur kurz und knapp ehe er sein Auge dann wieder schließt um ebenfalls etwas zu schlafen. Nach ein paar Stunden löst er die Konnoichi dann ab und hält Wache während sie sich eine Mütze voll Schlaf gönnt.
Als am nächsten Morgen die ersten Sonnenstrahlen durch das Blätterdach der Bäume brechen blinzelt die Schwarzhaarige ein paar Mal. Gähnend steht sie auf und streckt sich leicht. “Guten Morgen.“ nuschelt sie ihre Worte eher undeutlich, man kann aber verstehen was sie mit selben sagen wollte. Akuma steht lässig an den Baum gelehnt da und raucht eine seiner Zigaretten als er kurz die Hand hebt. Er und seine Zigaretten. Kopfschüttelnd richtet die Konnoichi dann den Blick auf ihre Zielperson und diese ist ebenfalls bereits wach. Er lächelt freundlich und nickt mit dem Kopf als sich ihre Blicke treffen. Er kann also wohl wirklich nicht sprechen. “Wenn du so weit bist, können wir ja weiter gehen.“ sagt Akuma mit ruhiger Stimme und bläst dabei Zigarettenrauch aus seinem Mund. “Aber zuerst…“ fügt er hinzu als er auf den Mann zugeht und kurzerhand die Handschellen zerbricht welche ihn fesseln. Die junge Uchiha hebt verwundert eine Augenbraue, sagt aber nichts weiter dazu. Der muskulöse Mann ist sich wohl sicher, dass er ihnen auch ohne die Chakrafressenden Handschellen nicht gefährlich werden kann und da er in letzter Zeit bestimmt schon genug mitgemacht hat, ist es so wesentlich angenehmer für ihn. Dankend nickt der schlanke Mann ihrem Bruder zu und reibt sich die beiden Handgelenke, welche von roten Fesselmalen geziert sind. Zu dritt führen sie dann ihre Reise an die Grenze des Blitzreichs fort. Immer wieder legen sie kurze Pausen ein und die Schwarzhaarige orientiert sich am Stand der Sonne, dass sie weiterhin in die richtige Richtung gehen. Seit gut zwei Tagen sind sie nun schon unterwegs als sich die Landschaft abermals etwas verändert. Von einer dichten Waldlandschaft die sie gerade verlassen ist nun offene Graslandschaft zu erkennen. Mit ein paar Hügeln und Bächen hier und dort. Sie müssen sich also schon nahe der Grenze befinden. Und gerade als sich Ayumi fragt wo genau die Übergabe stattfinden wird tauchen noch ein paar hundert Meter von ihnen entfernt maskierte Shinobi auf. Sie machen sich keine Mühe sich anzuschleichen und auch da sie geradewegs auf die kleine Gruppe zu kommen, gehen die Zwillinge davon aus, dass es sich dabei um die ANBU Einheit Iwa Gakure´s handeln muss.
Als sie sich einander weiter annähern können sie auf den Masken das Symbol Iwa Gakure´s erkennen und die Schwarzhaarige atmet erleichtert auf. Die letzte Auseinandersetzung mit den Jagdninja´s des Erdreichs hat sie noch gut in Erinnerung und lässt daher ihre Hand auf dem Griff ihres Kurzschwertes ruhen. Bereit, es jederzeit ziehen zu können. Ihr Bruder dagegen ist völlig entspannt und hat die Hände locker in den Hosentaschen stecken als er die ihnen entgegen kommenden gespannt mustert. “Wir sind hier um unseren Kameraden abzuholen.“ sagt einer der ANBU dann kurz und knapp und deutet in dessen Richtung. Die Konnoichi nickt leicht. Damit haben sie ihre Aufgabe hier also erfüllt. Irritiert stellen die Jagdninja fest, dass ihr Gefolgsmann keinerlei Handschellen trägt und schauen dabei zwischen den Geschwistern hin und her. “Von ihm ging für uns keine Gefahr aus. Und so ist es doch wesentlich angenehmer für euren Kameraden. Da ihr ja ohnehin hier seid um ihn nach Hause zu holen, hättet ihr ihm diese doch sowieso abgenommen.“ erklärt die Langhaarige schnell um nicht für noch mehr Verwirrung zu sorgen. Ihre Gegenüber sagen dazu nichts weiter, bestätigen aber mit einer Unterschrift auf dem Auftragszettel, dass die beiden die Aufgabe erfüllt haben. Die Schwarzhaarige lächelt dem Mann noch einmal zu, ehe sie sich dann zur Seite in welcher Süd-West liegt dreht, um mit ihrem Bruder zusammen die Heimreise anzutreten. Erleichtert jetzt wieder bei seinen Kameraden zu sein winkt er den Zwillingen zum Abschied zu. Ein Stück weit sind sie schon von der Einheit entfernt doch Ayumi hat ein komisches Gefühl bei der Sache und auch ihr Bruder lässt seine Deckung oben. Als sich die Konnoichi noch mal umdreht ist es allerdings schon zu spät. Einer der ANBU Shinobi hat den Mann kurzerhand an seinem Hals gepackt und ihm mit einer schnellen, kräftigen Bewegung das Genick gebrochen. Der Körper des Mannes fällt leblos nach vorne um und das Geräusch der brechenden Wirbelsäule wird der jungen Frau wohl für immer im Gedächtnis bleiben.
“Warum habt ihr das getan?! Er ist doch euer Kamerad!“ ruft die Langhaarige entsetzt aus und starrt die Gruppe mit weit aufgerissenen Augen an. Am liebsten würde sie zu ihnen laufen und ihnen die Antwort raus prügeln. Ihr Bruder hält sie an der Schulter zurück. “Das ist nicht unsere Angelegenheit. Das ist wohl die Strafe wenn man gefangen genommen wurde und sie davon ausgehen, dass so Geheimnisse ihres Landes an feindliche Reiche gedrungen sind.“ spricht er seine Worte ernst und betrachtet sie durchdringend. So hart das auch klingt, hat er damit wohl Recht. “Er kann doch nicht mal reden! Bestimmt hat er Kumo Gakure überhaupt gar nichts verraten! Wie denn auch?!“ platzt es ungehalten aus ihr heraus und ihre zornerfüllten Blicke durchbohren die Jagdninja geradezu. Diese kümmern sich aber nicht weiter um ihr Gezeter, nehmen den Toten auf ihre Schultern und verpuffen dann auch schon. Das Einzige, das zurück bleibt, ist eine Staubwolke. “Ich weiß das war nicht schön und sicher auch nicht angemessen. Aber es gehört nicht zu unserer Aufgabe uns da einzumischen, Schwester.“ sagt Akuma sanft und legt seine Hand auf ihren Kopf. Die Langhaarige kneift die Augen etwas zusammen und atmet tief durch. //So ein Ende hat er nicht verdient. Er hat sich so über das Wasser und die Nahrungspillen gefreut. Diese kleinen Aufmerksamkeiten. Sein Lächeln war so ehrlich. Ob er wohl Familie hatte?// Schnell schüttelt die Schwarzhaarige den Kopf um diese Gedanken los zu werden.
“Komm. Lass uns nach Hause gehen. Die anderen warten sicher schon.“ schlägt der muskulöse Mann vor und die junge Uchiha nickt einverstanden. Etwas bedrückt gehen die Zwillinge dann nebeneinander her. Mit wachsamen Augen und Ohren. Man kann ja immerhin nicht wissen ob sie vielleicht doch noch in einen Hinterhalt gelockt werden. Der Schwarzhaarige bemerkt, dass sie in Gedanken immer noch bei der Sache der Übergabe ist. “Freust du dich schon wenn wir endlich wieder Zuhause sind? Wieder in einem vernünftigen Bett schlafen. Und auf Madara?“ sagt er mit etwas stichelndem Tonfall um sie aufzuheitern und pufft dabei mit dem Ellenbogen in ihre Seite. Seine Schwester schmunzelt leicht. “Ich weiß zwar nicht was du mir damit sagen willst…ich freue mich nämlich auf jeden, der Zuhause auf uns wartet…aber, ja. Ich freue mich schon sehr.“ antwortet sie lächelnd. “Und du freust dich doch sicherlich darauf, Seiran wieder in deine Arme schließen zu können, richtig?“ fragt sie mit frechem Grinsen auf den Lippen und daraufhin wuschelt ihr der große Mann durch die Haare in dem Versuch seine Verlegenheit zu überspielen. “Sei nicht albern.“ presst er seine Worte hervor und beschließt, sich eine Zigarette zu gönnen während sie weiter gehen.
Wer hätte das gedacht?
Es setzt bereits Dämmerung ein als die Zwillinge dann etwas kargeres Gebiet durchqueren. Hier und da türmen sich noch ein paar Felsen auf als sie die Gebirgslandschaft allmählich verlassen. Da es sehr danach aussieht, als ob es bald heftig regnen würde, hat sich Ayumi schon vor einer Weile ihren Regenumhang aus dem Rucksack geholt und angezogen. Der schützt sie zumindest auch ein bisschen vor dem kalten Wind, welcher ihnen entgegen peitscht. Das sind eben die Nachtteile der herbstlichen Jahreszeit. Sehr wechselhaftes Wetter und im Gebirge alle male. Etwas genervt schnalzt die junge Frau mit der Zunge als sie in den immer schwärzer werdenden Himmel blickt. Dichte Regenwolken ziehen auf. “Wollen wir nicht doch lieber irgendwo Unterschlupf suchen?“ richtet sie das Wort an ihren Bruder. Der muskulöse Mann betrachtet sie aus dem Augenwinkel heraus. “Das ist doch nur ein bisschen Regen. Wir sind doch nicht aus Zucker.“ antwortet er grinsend. “Außerdem möchte ich nach Hause. Wir sind schon viel zu lange hier im Blitzreich.“ fügt er grummelnd hinzu. Allein beim Gedanken an den Raikage bekommt er schlechte Laune. Was bildet der sich auch ein wer er ist? Missmutig seufzt die junge Uchiha auf. Sie hat wirklich keine Lust hier in ein Unwetter zu geraten. Andererseits möchte sie aber genau wie er schnellstmöglich nach Hause. Nun gut, sie hat an ihrem Umhang ja zumindest eine Kapuze, welche sie bereits aufgesetzt hat und kuschelt sich nun in den wärmenden Stoff. Nach ein paar Metern bekommt die Konnoichi ein beklemmendes Gefühl und schaut sich aus den Augenwinkeln heraus wachsam in der Umgebung um. Ein Blick zu ihrem Bruder verrät ihr, dass er dasselbe spürt da er ebenfalls mit seinen Augen die Umgebung abcheckt. Ein Stück entfernt knien hinter einem Felsen sieben Shinobi der ANBU Einheit Kumo Gakure´s in einem Halbkreis. “Unsere Zielperson ist der Mann. Wir sollen ihn gefangen nehmen und zum Raikage bringen. Tot oder lebendig. Sein Kekkei Genkai ist das Sharingan also seid wachsam und seht ihm nicht in die Augen. Ich weiß nicht welche Rolle die Frau an seiner Seite spielt. Von ihr war keine Rede. Um sie werde ich mich kümmern. Ihr kümmert euch um den Mann.“ gibt der Anführer der Gruppe seine Anweisung und seine Kameraden nicken einverstanden.
Auf dem Boden zwischen den Zwillingen landet eine kleine Bombe und nach deren Explosion wird alles in direkter Umgebung in dichten Rauch gehüllt. Die Schwarzhaarige beginnt zu husten als sie das Gefühl hat der Rauch würde ihr die Atemwege zuschnüren. Mit Tränen in den Augen springt sie ein Stück weit aus dem Rauch raus um Luft holen zu können. Akuma tut es ihr gleich und kann gerade noch rechtzeitig sein Kurzschwert ziehen als ein Schatten auf ihn zuhechtet. Ihre Klingen kreuzen sich und im Anschluss ist der muskulöse Mann von sechs Schatten eingekreist. “Akuma!“ ruft die Konnoichi aus und läuft zu ihm um ihn zu unterstützen während sie ihr Sharingan aktiviert. Aus dem Augenwinkel kann sie zu ihrer Rechten eine Bewegung wahrnehmen und springt hoch in die Luft als ein Blitz auf sie zu geschossen kommt um diesem auszuweichen. Als sie wieder auf dem Boden landet, steht ihr Angreifer bereits direkt vor ihr. Schnell zieht sie ihr Kurzschwert und mit einem metallenen Geräusch prallen die Klingen der beiden aufeinander. Die Schwarzhaarige hat keine Zeit um nachzufragen was die von ihnen wollen da ihr Angreifer sie bereits in einen Schwertkampf verwickelt. Bei welchem sie mit dem Kurzschwert etwas im Nachteil ist. Das eine ums andere Mal kreuzen sich ihre Klingen während sie über die offene Landschaft sprinten.
Er ist wirklich gut was die Führung des Schwertes anbelangt, das muss sie ihm lassen. An seiner Maske kann sie erkennen, dass er zur ANBU Einheit Kumo Gakure´s gehört. Wie sie schon befürchtet hat, sind sie nun wohl doch noch in einen Hinterhalt gelockt worden. Welchen mit Sicherheit niemand anderes als der Raikage in Auftrag gegeben hat. Ein Blick zu ihrem Bruder lässt sie erkennen, dass dieser bereits sein Susanoo aktiviert hat und sich mit diesem seine sechs Angreifer vom Leib hält und damit deren Angriffe in Tai-Jutsu, als auch die auf Wind und Blitz basierenden Nin-Jutsu´s abwehrt. “Töte sie nicht!“ ruft sie ihm zu und ist sich nicht sicher ob er das überhaupt hören konnte. Zum wiederholen bleibt ihr allerdings keine Zeit als ihr Gegner Fingerzeichen formt und dann das ´Jutsu des Blitzschlags´ ausführt. Dabei hüllt er seine Hand in Blitze und schießt sie der jungen Frau in einem Strahl aus Blitzen entgegen. Er war es also, der sie auch zuvor damit angegriffen hat. Wind-Jutsu´s sind effektiv gegen Blitz-Jutsu´s also formt die Konnoichi ebenfalls Fingerzeichen um dann das ´Jutsu des Sturmwinds´ auszuführen. Mit Hilfe ihres Kurzschwertes schleudert sie seinem Angriff damit einen kräftigen Windstoß entgegen und kann sein Jutsu damit auflösen.
Akuma wird derzeit von allen Seiten gleichzeitig angegriffen und die Schwarzhaarige weitet erschrocken die Augen. Sie muss schnell etwas unternehmen. Nach Ausführung der benötigten Fingerzeichen bläst sie der Gruppe dann eine flammende Feuerkugel entgegen. Wodurch zwei seiner Widersacher von ihrem Angriff ablassen müssen um nicht getroffen zu werden. Ihr eigener Gegner nutzt diesen kurzen Moment in welchem sie sich nicht auf ihn konzentriert und taucht genau neben ihr auf. Er holt mit seinem Schwert aus und zielt genau auf ihren Körper. Wenn sie nicht getroffen werden und sterben will, muss sie also ausweichen und ihr ´Jutsu der flammenden Feuerkugel´ beenden. //Scheisse!// flucht sie in Gedanken als sie ihr Jutsu abbricht und nach hinten weg springt, weg von dem Schwertkämpfer. Die Wesenheit ihres Bruders schleudert drei seiner Feinde durch die Luft und packt sich die anderen drei mit seinen Händen. Damit wäre der Kampf auf deren Seite wohl entschieden da lediglich einer der ANBU Shinobi wieder aufsteht und ihm schwer keuchend sein Schwert entgegen streckt um ihn abermals heraus zu fordern.
Die Konnoichi knallt beim Zurückweichen gegen einen massiven Felsen und ist mit dem Rücken an diesen gepresst nun in der Falle. Der Mann hält ihr die Spitze seines Schwertes an die Kehle und ihr gefriert das Blut in den Adern. “Ich töte sie, wenn du dich nicht ergibst!“ ruft er dann in Richtung Akuma´s und neigt seinen Kopf dabei etwas zur Seite. Als sie seine Stimme hört, geht ihr ein Licht auf. Sie dachte schon die ganze Zeit, dass ihr dieser Kampfstil irgendwie bekannt vorkommt. “Nurui? Bist du es?“ stellt sie gleich ihre Frage und hebt ergebend ihre Hände in die Luft nachdem sie ihr Kurzschwert fallen gelassen hat. Ihr Gegenüber richtet seinen Blick nun wieder auf sie und da er sie wohl nicht zu erkennen scheint, greift sie mit den Händen vorsichtig ihre Kapuze um sie sich vom Kopf zu ziehen und damit den Blick auf ihr Gesicht frei zu geben. “Mi-na? Aber was…wie ist das möglich? Was ist mit deinen Augen?“ spricht er seine Fragen dann mit mehreren kleinen Pausen zwischen den Worten. Richtig. Er kennt sie ja nur unter ihrem Decknamen den sie während ihrer Reise benutzt hat um unerkannt zu bleiben. Er denkt wohl, seinen Augen nicht trauen zu können da er die Maske dann abnimmt um die junge Frau besser sehen zu können. Glücklich lächelt die Schwarzhaarige als sie in das bekannte Gesicht ihres alten Freundes und Weggefährten schaut.
“Ayumi! Wer ist der Kerl?!“ knurrt ihr Bruder seine Worte ungehalten als er zwischen beiden hin und her schaut. Die Konnoichi neigt den Kopf. “Er ist ein alter Freund. Mit ihm war ich gemeinsam hier im Blitzreich auf Reise.“ erklärt sie dem Schwarzhaarigen damit schnell den aktuellen Stand. “Ich bin es wirklich. Ich glaube, ich muss dir ein paar Dinge erklären.“ meint sie ruhig während sie ihren Gegenüber ansieht und der Braunhaarige senkt sein Schwert. “Ja, allerdings.“ sind seine Worte als er sein Schwert dann wieder in die Scheide steckt. Der letzte noch stehende Gegner Akuma´s wirft einen skeptischen Blick zu seinem Teamführer. “Nurui?! Was zum Teufel machst du denn?!“ platzt es aus ihm heraus. “Erkennst du sie denn nicht?“ richtet der Braunhaarige seine Frage an seinen Kameraden und dieser überlegt einen Moment ehe es ihm dann auch klar wird. Ayumi sieht an ihm vorbei zu dem anderen Mann. “Daiki?“ fragt sie sogleich da ihr seine Stimme ebenfalls vertraut vorkommt. Und nun ist es ihr Bruder, der mehr als verwirrt zwischen den dreien hin und her schaut. “Ich habe eine Idee.“ sagt die Konnoichi kurz und knapp und geht dann ein Stück auf die drei Jagdninja´s zu welche sein Susanoo in der Hand hält und mit einem entschlossenen Blick in deren Augen nimmt sie alle in einem Gen-Jutsu gefangen.
Die anderen beiden die noch am Boden liegen sind bewusstlos also braucht sie sich um diese nicht weiter zu kümmern. Akuma löst seine Wesenheit auf nachdem er die in einer Illusion gefangenen auf dem Boden abgelegt hat und so stehen sich nun Ayumi, Akuma, Nurui und Daiki gegenüber. Der gute Freund Nurui´s nimmt nun ebenfalls seine Maske ab und schaut misstrauisch zwischen den beiden Geschwistern hin und her. “Nurui. Warum habt ihr uns angegriffen? War das ein Auftrag vom Raikage?“ stellt die Schwarzhaarige neugierig ihre Frage. Der Braunhaarige nickt schwach. “Wir sollten das Wunderkind der Uchiha´s um jeden Preis zu ihm bringen. Mehr weiß ich dazu leider auch nicht.“ antwortet er ehrlich und die Konnoichi nickt verstehend. Dann hat er wohl genau das selbe Angebot von der mysteriösen Organisation erhalten wie Gaara. Wobei es sich dabei ja eher um eine Drohung handelt. “Das ist mein Bruder, Akuma. Es stimmt, dass er das Wunderkind ist. Ich als seine Zwillingsschwester aber ebenfalls. Nur weiß von meiner Existenz als solches niemand und das soll auch so bleiben. Und mein richtiger Name ist Ayumi, nicht Mina.“ beginnt die Langhaarige zu erklären und deaktiviert dann ihr Sharingan.
Ihr alter Freund schaut fragend in die dunklen Augen, welche er aus der Vergangenheit nur zu gut kennt. “Du hast also einen Bruder. Stammst vom Uchiha Clan ab und bist obendrauf ein so genanntes Wunderkind.“ er macht eine kurze Pause und fügt dann hinzu “Was hast du mir noch alles verheimlicht? Und womit hast du mich noch angelogen?“ und in seinem Tonfall ist deutlich Enttäuschung heraus zu hören gemischt mit etwas Wut. Schuldbewusst sieht die junge Frau einen Moment zu Boden ehe sie wieder in seine Augen schaut. “Es tut mir leid. Ich war nicht auf Reisen um eine Priesterin zu werden. Ich war in den verschiedenen Reichen unterwegs um nach geheimen Schriftrollen zu suchen um meine Gabe als Wunderkind erlernen zu können. Aber das musste streng geheim bleiben um die zu schützen die mich bis zu diesem Zeitpunkt aufgezogen haben. Und dass ich einen Bruder habe, hab ich selbst erst im 4.ten Ninja-Weltkrieg erfahren in welchem wir uns plötzlich gegenüber standen.“ sagt sie ehrlich und lächelt dabei sanft. Der Braunhaarige nickt leicht. Dennoch sind das viele Informationen die er erstmal verarbeiten muss.
“Dann warst das auf dem Schlachtfeld wirklich du? Ich dachte, ich hätte dich einfach nur verwechselt. Wie hätte es denn auch sein können, dass sich eine Priesterin auf einem Schlachtfeld wieder findet. Aber…sag nicht, dass die, die dich großgezogen haben Madara und Obito Uchiha sind, die den Krieg ausgerufen haben?“ stellt er seine Frage ernst und betrachtet sie dabei abschätzend. Die junge Frau nickt mehrmals. Immerhin ist genau das der Fall. Seufzend schüttelt der Schwertkämpfer mit dem Kopf. Wer hätte gedacht, dass die Dinge sich so entwickeln würden? Und was tatsächlich hinter der Teenagerin mit hüftlangen, schwarzen Haaren und diesen schönen dunklen Augen steckte. Etwas eingeschnappt verschränkt der Braunhaarige seine Arme vor der Brust. “Deswegen wolltest du auch nicht bei mir im Blitzreich bleiben weil du eine Mission auszuführen hattest und wieder zurück musstest zu deiner Familie, richtig?“ hakt er dann nach und wendet seinen Blick dabei ab. Er muss wohl denken, dass ihr die gemeinsame Zeit mit ihm nichts bedeutet hat. Dass sie ihr keine schönen Erinnerungen eingebracht hat. “Es tut mir wirklich leid, Nurui. Ich wollte dich nicht belügen. Aber ich wollte unbedingt meinen Lehrmeistern dabei helfen ihren Traum von einer Welt ohne Hass und Kriege in die Realität umzusetzen. Dafür musste ich meine Aufgabe erfüllen und konnte nicht riskieren, dass der Plan scheitert.“ sagt die Schwarzhaarige und beißt sich leicht auf die Unterlippe. “Ich wollte dir so gerne sagen weshalb ich wirklich auf Reisen bin, woher ich komme und wer ich bin…“ sie macht eine kurze Pause in welcher sie betreten zu Boden sieht. “Aber ich durfte ihren Traum einfach nicht aufs Spiel setzen. Weil das auch mein Traum ist. An dem Tag, an dem wir getrennte Wege gingen wollte ich dir hinterher laufen und dir alles erzählen. Vielleicht kannst du mir das irgendwann ja verzeihen.“ nuschelt die Schwarzhaarige ihre Worte bedrückt und schluckt leicht.
Ohne Vorwarnung schlingt der Braunhaarige dann seine Arme um ihre Schultern und zieht sie in eine Umarmung. “Mi- ich meine Ayumi. Ich bin so froh, dass du wohlauf bist. Seit unsere gemeinsame Wanderschaft vor ein paar Jahren endete verging kein Tag an dem ich mich nicht fragte wie es dir wohl geht und ob du inzwischen schon eine Priesterin geworden bist.“ spricht er seine Worte ruhig und schmunzelt dabei leicht. Die Konnoichi legt dann ebenfalls ihre Arme um ihren alten Freund. “Auch wenn du mir deine wahre Identität verheimlicht hast, tatst du das um die zu schützen die dir wichtig sind. Dafür habe ich Verständnis. Ich bin froh, dass sich unsere Wege nun doch wieder gekreuzt haben. Wenn der Anlass dafür auch leider kein erfreulicher ist.“ sind die Worte des Braunhaarigen als er sie dann wieder loslässt. Der Schwertkämpfer betrachtet sie einmal von oben bis unten. “Du hast dich verändert. Und gewachsen bist du auch ein bisschen.“ sagt er lächelnd und die Konnoichi errötet etwas. “Natürlich bin ich noch gewachsen! Damals war ich eine Teenagerin, jetzt bin ich erwachsen…also echt. Wie kommst du denn immer auf so was?“ grummelt die Schwarzhaarige und wendet etwas beschämt den Blick ab.
Würde man ihr Äußeres von damals mit ihrem Erscheinungsbild von jetzt vergleichen, hat sie ihre hüftlangen Haare abgeschnitten, diese reichen ihr jetzt noch bis zur Brust und auch ein paar cm gewachsen ist sie seitdem. Nurui dagegen hat noch dieselbe Frisur wie damals. mittellange, braune Haare die er offen trägt und noch immer das breite Grinsen auf den Lippen welches es immer geschafft hat sie aufzumuntern wenn sie einen schlechten Tag hatte. Daiki dagegen hat sich ziemlich verändert. Er ist größer geworden und seine silbergrauen Haare die schulterlang sind, hat er am Hinterkopf zu einem Zopf geflochten während eine Seite kurz rasiert ist. Ayumi schaut erst in die braunen Augen Nurui´s und dann in die blauen von Daiki. “Ich wusste gar nicht, dass ihr bei der ANBU Einheit seid. Wie kam es dazu? Vor allem du, Daiki? Du warst doch damals kein Shinobi.“ stellt die Schwarzhaarige interessiert ihre Fragen und Akuma beschließt, sich eine Zigarette anzuzünden. Der Kampf ist ja offensichtlich vorbei. Er bemerkt den fixierenden Blick des Blauäugigen als er den Rauch in die Luft bläst und hält ihm dann seine Zigarettenschachtel hin. “Auch eine?“ sind dabei die Worte des muskulösen Mannes und Daiki nimmt dankend eine Kippe an um dann ebenfalls zu rauchen.
Entspannt setzen sich die vier dann auf den Boden. “Ich habe meine Ausbildung beendet, wurde zum Jonin ernannt und wollte aber noch weiter aufsteigen. Als ANBU Shinobi darf man sich auch über die Grenzen des Blitzreiches hinaus bewegen ohne dafür eine Mission haben zu müssen. Und ich hatte dir bei unserer Trennung ja gesagt, dass ich stark werden würde und dich dann holen komme. Da du aber gar keine Priesterin geworden bist, konnte ich dich natürlich auch in keinem der Tempel und Schreine finden.“ sagt Nurui lächelnd und wuschelt ihr dabei durch die Haare. Ja, das hatte er damals gesagt. Aber die Langhaarige dachte nicht, dass er dieses Ziel nach all den Jahren noch verfolgen würde. “Meine Geschichte weshalb ich Shinobi wurde ist leider nicht so schön.“ beginnt Daiki dann seinen Satz und bläst Zigarettenrauch aus seinem Mund. “Eines Tages kamen die Fremden wieder zu unserem Schrein. Sie töteten Akane und Kyosuke der versuchte sie zu beschützen. Nurui war zu diesem Zeitpunkt längst nach Kumo Gakure zurückgekehrt und ich konnte nicht das Geringste tun um meinen Freunden zu helfen. An dem Tag habe ich mir geschworen ein starker Shinobi zu werden und bin nach Kumo Gakure gegangen um meine Ausbildung zu beginnen.“ beendet der junge Mann damit seine Erklärung und Ayumi hält sich geschockt eine Hand vor den Mund. “Das tut mir wirklich leid.“ murmelt sie leise und betrachtet die beiden Männer mitfühlend. Immerhin waren Akane und ihr Bruder Kyosuke ihre Freunde aus Kindheitstagen und sind im selben Dorf aufgewachsen. “Daiki ist ein Naturtalent und konnte schnell alle nötigen Prüfungen ablegen um ebenfalls in die Reihen der ANBU aufgenommen zu werden und seitdem ist er in meinem Team und meine Rechte Hand.“ sagt Nurui anerkennend und legt ihm dabei eine Hand auf die Schulter. Die Konnoichi nickt verstehend als ihr Blick dann über die anderen Shinobi schweift. Immerhin wurde der Braunhaarige mit seinem Team hier her geschickt um eine Aufgabe zu erfüllen. Und die lautet ihren Bruder zum Raikage zu bringen. “Und…was machen wir jetzt?“ stellt die junge Frau unsicher ihre Frage und die vier tauschen untereinander fragende Blicke aus. Akuma wird sie nämlich sicher nicht begleiten und gefangen nehmen lassen schon gleich gar nicht. Wenn Nurui mit leeren Händen zurück kommt wird das aber sicher auch Konsequenzen mit sich ziehen. Also was tun?
Was nun?
“Wenn wir unsere Mission nicht beendet haben, werden wir bestraft. Andererseits werden aber auch Gefangene in unserem Dorf nicht gerade mit Samthandschuhen angepackt.“ sagt Nurui und fährt sich dabei mit den Händen durch die Haare. “Auch wenn du wirklich stark bist, könnte es inmitten Kumo Gakure´s schwierig werden zu fliehen. Zumindest wenn man keine Zivilisten mit rein ziehen will.“ wirft Daiki in die Unterhaltung mit ein und nickt Akuma dabei anerkennend zu. “Ja, dass Gefangene bei euch nicht gut behandelt werden konnten wir an dem Mann sehen den wir ausliefern sollten.“ sagt Ayumi stirnrunzelnd und sieht dann zwischen den drei Männern hin und her. Was sollen sie nun also tun? “Zu Anfang war mir egal was mit der Zielperson passiert sobald wir diese dem Raikage ausgeliefert haben. Ein Auftrag wie jeder andere auch. Aber da er dein Bruder ist und du da jetzt auch mit drin hängst, ändert das die Sache gewaltig. Auch wenn ich ein Shinobi des Blitzreiches bin, möchte ich diesen Auftrag nicht ausführen. Aber wenn wir so zurück kommen…“ der Braunhaarige unterbricht sich in seinem Satz und schaut dann fragend in die Augen seines Kameraden. Der Blauäugige mustert ihn einen Moment wortlos ehe er dann sagt “Ich bin nur nach Kumo Gakure gegangen weil ich wusste, dass du dort sein würdest, Nurui. Ich werde dir folgen, egal wohin der Weg uns führt.“. Das zu hören sorgt bei seinem Teamführer wohl für Erleichterung. Immerhin sind die beiden Freunde seit sie denken können und wurden im selben Dorf groß. Die Schwarzhaarige hört aufmerksam zu und hält sich nachdenklich das Kinn. “Wenn euch eine Strafe erwartet sobald ihr ohne meinen Bruder zurückkehrt…kommt doch mit uns mit. Wenn ich mit Kakashi spreche und ihm die Situation erkläre, könnt ihr bestimmt auch bei uns unter kommen. Weit weg von der Reichweite des Raikage.“ schlägt sie dann vor und betrachtet die beiden abschätzend. Akuma bläst Zigarettenrauch in die Luft als er sich dann ebenfalls zu Wort meldet “Das ist eine gute Idee. Starke Kämpfer können wir immer gebrauchen und meine Schwester scheint euch zu vertrauen.“.
Die beiden ANBU Shinobi tauschen nachdenkliche Blicke miteinander aus. Der Braunhaarige lässt seinen Blick über seine restlichen Teamkollegen schweifen. “Aber was machen wir dann mit ihnen?“ spricht er seine Gedanken laut aus und seufzt dabei etwas. Immerhin ist er der Teamführer und in der ganzen Zeit in welcher sie gemeinsam Aufträge ausführten, sind sie zusammen gewachsen und wurden zu einer Art kleinen Familie. Er würde nicht wollen, dass sie seine Fehler ausbaden müssen. “Lass mich mit Kakashi sprechen. Bestimmt finden wir auch eine Lösung für deine Teamkollegen. Sofern diese dem Raikage nicht treu ergeben sind.“ spricht die Konnoichi ermutigend und lächelt sanft. Kakashi ist der 6.te Hokage und da er ja sagte, dass die Sicherheit von ihr und ihrem Zwillingsbruder im Vordergrund steht was diese Aufträge für die anderen Kage angeht, würde er doch bestimmt eine Möglichkeit finden Nurui und sein Team aufzunehmen wenn diese ja von ihrer Mission und damit verbunden Ayumi und Akuma ab gelassen haben. In diesem Moment werden auch die beiden Jagninja´s wach die bewusstlos waren. Verwirrt schauen sie zwischen den vieren hin und her die am Boden sitzen und sich zu unterhalten scheinen. “Captain. Was hat das zu bedeuten?“ will einer sogleich wissen. Nurui dreht seinen Kopf in deren Richtung. “Es gibt keinen Grund zu kämpfen. Wir werden euch alles erklären.“ sagt er mit ruhiger Stimme und schaut dann mit viel sagendem Blick die Schwarzhaarige an. Diese versteht seine stille Aufforderung und in ihren Augen funkelt das Sharingan auf um die beiden dann ebenfalls in einem Gen-Jutsu gefangen zu nehmen, ehe sie ihr Kekkei Genkai dann wieder deaktiviert.
Immerhin müssen die vier ja erstmal selbst zu einer Entscheidung kommen was nun am besten gemacht wird. Daiki bläst Zigarettenrauch hoch in die Luft und seufzt dabei etwas. “Ich werde dir folgen Nurui. Egal wofür du dich entscheidest.“ wiederholt er damit nochmals seine Worte von zuvor. Die braunen Augen des Schwertkämpfers schauen tief in die dunklen Augen der Konnoichi. “Weshalb führt ihr eigentlich Missionen für die anderen Reiche aus?“ will er wissen und schaut dann zwischen den Geschwistern hin und her. “Nachdem der 4.te Ninja-Weltkrieg beendet war und meine Familie wieder in Konoha aufgenommen wurde, sollten wir als Zeichen des neu entstandenen Friedens Aufträge für die Kage der anderen Reiche ausführen um Guten Willen zu zeigen und wohl auch aus versöhnungstechnischen Gründen.“ erklärt die Schwarzhaarige schnell. “Allerdings wurde vor kurzem Konoha angegriffen, von einer fremden Organisation die hinter dem Wunderkind her ist. Unser Dorf sollte ihn ausliefern aber da wir zu diesem Zeitpunkt bereits unterwegs waren kam es zu einem Kampf zwischen diesen Maskenträgern und den Shinobi Konoha´s. Was genau dahinter steckt versuchen wir heraus zu finden. Fest steht, dass der Kazekage ebenfalls von dieser Gruppe aufgesucht wurde. Mit der Drohung er solle dabei helfen das Wunderkind an sie zu übergeben oder aber sie würden Suna Gakure zerstören.“ beendet die Langhaarige damit ihre Erklärung und der Mann mit den silbergrauen Haaren kratzt sich nachdenklich an der Wange.
“Es wäre denkbar, dass der Raikage denselben Besuch bekam und wir deswegen um jeden Preis das Wunderkind zu ihm bringen sollten.“ richtet er das Wort an seinen Freund und dieser nickt zustimmend. Das wäre zumindest eine logische Erklärung für das Ganze hier. Der Braunhaarige schaut nachdenklich in den Himmel. “Ayumi. Ich möchte mich euch anschließen. Ich werde mit jedem meiner Teamkameraden einzeln sprechen um die Dinge aufzuklären und heraus zu finden wer von ihnen uns begleiten möchte. Ich kann sie nicht einfach zurück lassen.“ sagt er mit ernstem Tonfall und schaut dabei jeden einzelnen seiner Kollegen an. Die Konnoichi nickt zustimmend. Sie kann verstehen, dass er sich für sie verantwortlich fühlt. Schon vor ein paar Jahren als sie selbst gemeinsam mit ihm durchs Blitzreich reiste, hat er sich immer sehr verantwortungsbewusst verhalten und sich immer darum gekümmert, dass es ihr gut geht. Diese fürsorgliche Art hat sie schon damals sehr an ihm geschätzt. Vermutlich geht er in seinem Köpfchen schon wieder alle möglichen Szenarien durch wie sich diese Entscheidung auf den weiteren Verlauf seiner Geschichte und derer seiner Teamkameraden auswirken könnte. Er ist schon immer alles sehr durchdacht angegangen. “Wenn ihr euch uns anschließen wollt, denkt ihr, ihr könnt aus dem Raikage noch ein paar Informationen raus kitzeln? Zu dieser Organisation und was sie von mir, oder in dem Sinne mir und meiner Schwester wollen?“ stellt Akuma direkt seine Frage und schaut dabei die zwei Jagdninja´s an. Beide nicken. Nachfragen und schauen was sie dazu in Erfahrung bringen können würden sie auf jeden Fall. Zumal sie auch nicht einfach jetzt sofort mit ihnen verschwinden können. Zumindest müssen sie noch mal zum Raikage um ihm Bericht zu erstatten um die ganze Sache nicht so auffällig wirken zu lassen. “Wenn wir uns euch angeschlossen haben, wie soll es dann weiter gehen?“ stellt Daiki neugierig seine Frage, lässt die Zigarette auf den Boden fallen und tritt diese aus, nachdem er sie aufgeraucht hat. “Wir können mit dem Hokage sprechen ob ihr uns begleiten könnt.“ schlägt der muskulöse Mann vor und schaut dabei zu seiner Schwester. “Mhhh ich weiß nicht, Akuma. Das wäre wohl ein bisschen auffällig wenn wir dann plötzlich noch zwei Mitstreiter haben. Die meisten stören sich ja schon daran, dass ich dich begleite. Und da der Raikage sie bestimmt nicht einfach so gehen lassen wird, müssten sie bestenfalls weiterhin Masken tragen wenn sie sich außerhalb Konoha´s befinden um nicht erkannt zu werden.“ äußert die Langhaarige damit ihre Bedenken.
Der große Mann hält sich nachdenklich das Kinn “Sie sind ANBU Shinobi und beide sehr fähig, wie ich das bisher sehen konnte. Warum infiltrieren sie nicht die anderen ANBU Einheiten der Reiche? Damit wir herausfinden können wer noch alles in dieser Sache mit drin steckt und ob die anderen vielleicht weitere Informationen zu dieser Organisation und deren Aufenthaltsort haben.“ schlägt er vor und verschränkt dabei seine Arme vor der Brust. “Die gehen mir nämlich ziemlich auf die Eier. Wenn die das Wunderkind unbedingt wollen, sollte ich da vielleicht mal rein platzen und mir jeden einzelnen vor knöpfen, meinst du nicht?“ fügt er mit breitem Grinsen auf den Lippen hinzu. Die Konnoichi weitet überrascht die Augen. Heute hat ihr Bruder ja wirklich mal gute Ideen. Bis auf das mit dem rein platzen in das Versteck der Organisation versteht sich. Er redet auch mehr als sonst. “Dafür bräuchte man aber mit Sicherheit ein Siegel und den Fingerabdruck des Raikage um das offiziell aussehen zu lassen. Und vergiss nicht, dass sie stark sind. Obito hatte uns doch von den Fähigkeiten erzählt die er und auch die anderen im Kampf gegen sie sehen konnten. Und da haben sie bestimmt noch nicht alle Geschütze aufgefahren.“ sagt sie nachdenklich. “Darum werden wir uns kümmern. Lasst das nur unsere Sorge sein.“ sagt der Blauäugige selbstbewusst und grinst dabei etwas. Irgendwie würden sie schon an den Fingerabdruck ihres Chef´s kommen. Damit wäre Kakashi bestimmt auch einverstanden. Und um die Organisation kümmern sie sich dann, wenn es so weit ist. Die vier nicken und damit wäre es also beschlossen. Die ersten Regentropfen prasseln vom Himmel herab als sie sich alle wieder von ihren Beinen erheben und hinstellen. Die Konnoichi macht sich allerdings etwas Sorgen. “Bist du sicher, dass euch nichts passieren wird, wenn ihr mit leeren Händen zum Raikage zurückkehrt? Er machte auf mich nicht gerade den Eindruck als ob er es gerne hätte enttäuscht zu werden.“ spricht sie ihre Worte besorgt und schaut dabei in die braunen Augen ihres alten Freundes. Nurui legt seine Hand auf ihren Kopf und wuschelt ihr etwas durch die Haare. “Mach dir keine Sorgen, Ayumi. Daiki und ich werden das schon hinkriegen und dann zu euch kommen.“ sagt er mit sanftem Lächeln auf den Lippen und versucht sie damit zu beruhigen.
Die Schwarzhaarige murrt leise als sie sich ihre Haare wieder glatt streicht. “Dann lasst mich euch wenigstens das hier geben.“ sagt sie auffordernd und nimmt dann die Hand Nurui´s. Die junge Uchiha formt ein Fingerzeichen und im Anschluss erscheint ein Schriftzeichen auf ihrem, sowie auf Nurui´s Handrücken. Zu Beginn kann man es noch ganz deutlich erkennen, ehe es dann immer heller wird und anschließend vollkommen verblasst und unsichtbar ist. Der Braunhaarige runzelt verdutzt die Stirn. “Durch dieses Mal sind wir miteinander verbunden. Wenn du dich darauf konzentrierst und Chakra hinein leitest, kann ich spüren wo du bist und wir können euch zu Hilfe kommen. Leider funktioniert es bei mir nicht über so weite Distanzen wie bei Madara oder Obito und ich kann die Verbindung damit auch nur zu einer Person aufrechterhalten und auch nur in eine Richtung. Aber das ist ja nur für den Übergang. Später kann euch Obito bestimmt mit demselben Mal ausstatten, durch welches wir mit ihnen verbunden sind.“ erklärt die Konnoichi lächelnd. Ihres funktioniert zwar nur in dem Sinne, dass Nurui ihr, seinen Standort mitteilen kann und er aber nicht den ihren wahrnehmen kann, aber das ist zumindest besser als nichts. Zumal sie ja nicht wissen wie der Raikage auf ihre fehlgeschlagene Mission reagieren wird. Für diese Verbindung dankbar, lächelt der Schwertkämpfer ebenfalls. Akuma hebt verwundert eine Augenbraue. Er wusste nicht, dass sie diese Technik auch beherrscht. Wenn auch nicht so ausgeprägt wie Madara und Obito. “Da die Distanz beschränkt ist, werden wir in der Nähe bleiben. Sollte also irgendetwas passieren und ihr in Gefahr sein, rufe uns, verstanden?“ fordert die Langhaarige ihren alten Freund dann auf, das auch wirklich zu tun und betrachtet ihn durchdringend. Auf seinen Lippen formt sich selbes breite Grinsen welches sie vermisst hat seit sich ihre Wege vor ein paar Jahren trennten. “Du musst dir keine Sorgen machen. Wir schaffen das. Und notfalls werde ich dich natürlich rufen. Versprochen.“ sagt der Braunhaarige mit besänftigender Stimme und hält dann seinen kleinen Finger in die Luft. Ayumi grinst zufrieden und hakt dann ihren kleinen Finger mit seinem ein. Mit diesem ´Kleiner-Finger-Schwur´ ist die Sache also beschlossen.
Es beginnt etwas stärker zu regnen und die Schwarzhaarige setzt sich schnell ihre Kapuze wieder auf um nicht komplett durchnässt zu werden. “Etwa einen Kilometer von hier in dieser Richtung befinden sich Ruinen eines längst verlassenen Tempels. Da findet ihr Unterschlupf.“ sagt Nurui und die Zwillinge bedanken sich für diesen Tipp. “Sobald wir weit genug entfernt sind werde ich das Gen-Jutsu auflösen und eure Kameraden werden aufwachen. Ich habe ihnen in der Illusion vorgespielt, dass wir einen Kampf hatten in welchem ihr klar unterlegen wart und dann in dem Gen-Jutsu gefangen genommen wurdet damit wir genug Zeit haben um zu fliehen. Wann denkst du, dass ihr zu uns stoßen werdet? Nur damit wir wissen wie lange wir uns hier in der Umgebung versteckt halten sollen.“ fragt Ayumi und schaut dabei zwischen den beiden ANBU Shinobi hin und her. “Spätestens in drei Tagen werden wir zu euch kommen. Mehr Zeit werden wir nicht brauchen um uns auf die Abreise vorzubereiten und die nötigen Informationen zu beschaffen. Wartet am besten bei den Ruinen dann finden wir euch schneller.“ beschließt Nurui und im Anschluss umarmen er und seine alte Weggefährtin sich kurz. Die Schwarzhaarige umarmt dann auch Daiki zum Abschied und dreht sich in die vorgegebene Richtung um aufzubrechen. “Passt auf euch auf.“ sind ihre Worte als sie über die Schulter zu den Männern zurück schaut.
Akuma macht mit beiden Männern einen Fistbump und verschwindet dann auch schon gemeinsam mit seiner Schwester in der Dunkelheit der Nacht. Nurui und Daiki setzen ihre Masken wieder auf und gehen zu ihren Teamkameraden um auf deren Erwachen zu warten. Was auch nicht all zu lange dauert. “Hey. Alles in Ordnung?“ stellt der Teamführer dann seine Frage an einen der gerade wieder zu sich kommt. Natürlich will er sofort wissen, was denn überhaupt passiert ist und Nurui, sowie Daiki erklären ihren Kameraden sogleich was vorgefallen ist. Genau so, wie Ayumi es ihnen gesagt hat. Die Geschichten müssen sich ja immerhin decken um glaubhaft zu sein. Der Regen wird etwas heftiger und auch Blitze durchschneiden das Dunkel der Nacht. “Los, lasst uns nach Kumo Gakure zurückkehren.“ schlägt der Braunhaarige vor. “D-der Raikage wird nicht erfreut sein, dass wir versagt haben.“ spricht einer der Jagdninja´s seine Worte etwas stotternd aus und die anderen nicken zustimmend. “Lasst das mal meine Sorge sein. Wir waren zu wenige um es mit diesem Gegner aufnehmen zu können. Nächstes Mal wird uns dieser Fehler nicht wieder passieren. Ich bin der Truppenführer also übernehme ich die Verantwortung.“ versucht er die Männer damit zu beruhigen. “Danke, Captain.“ sagen diese wie aus einem Munde und treten dann gemeinsam die Heimreise an. Heute Nacht wird er ihnen den Vorschlag der Flucht nicht machen, das wären wohl zu viele Informationen auf einmal. Zuerst werden er und Daiki sich um die Planung kümmern und dann mit ihren Kameraden sprechen ob sie ihnen folgen oder in Kumo Gakure zurück bleiben wollen.
Ein gutes Stück entfernt erreichen die Zwillinge dann endlich die Tempelruinen. Gerade noch rechtzeitig. Der Wind wird nämlich stärker und über ihren Köpfen tobt geradezu ein Gewittersturm. Schnell verschwinden die beiden ins Innere des alten Gemäuers bis sie eine Stelle erreichen wo das Dach noch komplett ist und sie damit vom Regen geschützt sind. Die Seitenwände halten den kalten Wind ab und Ayumi zieht ihren Regenumhang aus um diesen auszuschütteln. Da sie diesen getragen hat, ist sie lediglich an Schienbeinen und Füßen nass geworden. Also nicht all zu tragisch. Akuma, der keine Kapuze an seinem Mantel hat, wurde dagegen schon ordentlich nass und schüttelt den Kopf um das Wasser aus den Haaren loszuwerden. Die Schwarzhaarige schiebt etwas Laub und kleine Ästchen die in ihrem Versteck liegen zu einem kleinen Haufen zusammen und mit dem ´Jutsu des Feueratems` entzündet sie diesen. Ihr Bruder zieht seinen Mantel aus und legt ihn zum trocknen neben das kleine Feuer. Die Konnoichi legt ihren Umhang ebenfalls zur Seite und gemeinsam setzen sie sich dann an das wärmende Feuer. Gedankenverloren schaut sie in die Flammen. “Denkst du, dass Nurui und Daiki klar kommen?“ stellt sie ihre Frage während sich die lodernden Flammen in ihren Augen spiegeln. “Sie sind keine Schwächlinge. Außerdem hast du ihm das Mal gegeben. Wenn sie Hilfe brauchen werden sie es bestimmt benutzen. Also mach dir keine Sorgen, Schwesterchen.“ sagt der muskulöse Mann aufmunternd und legt dabei eine Hand auf ihre Schulter. “Ja, vermutlich hast du Recht.“ flüstert die Langhaarige und umschließt dann ihre angewinkelten Beine mit ihren Armen um sich etwas zu wärmen. “Und selbst wenn sie gefangen genommen werden und im Kerker Kumo Gakure´s sitzen, werde ich da kurzerhand einmarschieren und sie raus holen.“ sagt Akuma selbstbewusst und deutet dabei auf seinen trainierten Oberarm, was zur Folge hat, dass die Konnoichi kichern muss. Da sie die Einzige ist, die das Mal besitzt, kann sie nicht schlafen und muss abwarten ob Nurui mit ihr Kontakt aufnimmt oder nicht. Sie kramt aus ihrem Rucksack zwei Wasserflaschen und ein paar Nahrungspillen und dann essen und trinken die beiden Zwillinge um sich zu stärken während draußen helle Blitze den Nachthimmel durchschneiden und Starkregen gemischt mit Sturmböen über das Land hinweg fegen.
Eine stürmische Nacht
Während die Konnoichi darauf achtet ob Nurui sie womöglich über das Mal ruft, beschließt Akuma die Tarnung des Gewitters zu nutzen um seine Geheimtechnik zu üben. Einen besseren Zeitpunkt als wenn draußen wegen eines Unwetters Blitze wüten und den Nachthimmel zerschneiden kann er sich dafür nicht vorstellen. “Sei vorsichtig.“ sagt die Langhaarige noch ehe der muskulöse Mann dann den geschützten Bereich innerhalb der Tempelruinen verlässt. Draußen angekommen lässt er keine Zeit verstreichen und formt sogleich die Fingerzeichen die für diese Technik benötigt werden und ruft dann aus “Geheimtechnik: Jutsu der tobenden Blitze!“. Die Hand welche er hoch in den Himmel streckt wird in Blitze eingehüllt und nachdem er einen Felsen in seiner Nähe anvisiert hat, schießt ein Blitz vom Himmel herab und zersprengt diesen in tausend kleine Teile. Das war für den ersten Versuch der heutigen Trainingseinheit doch gar nicht mal so schlecht. Der große Mann sucht sich sogleich ein anderes Zielobjekt aus der Umgebung aus und lässt wieder einen gewaltigen Blitz in diesem einschlagen. Diesen Vorgang wiederholt er stundenlang und baut hierbei auch die Distanz zu seinen Zielen weiter aus. Immerhin ist er neugierig auf welche Distanz diese Geheimtechnik funktioniert. Erst als er einigermaßen mit seiner Leistung zufrieden ist, macht er eine kurze Verschnaufpause. Auch wenn er und seine Schwester von Haus aus über höhere Chakramengen verfügen als die meisten gewöhnlichen Shinobi, ist die Ausführung der Geheimtechnik doch recht anstrengend und verbraucht einiges an Chakra. Da der Schwarzhaarige inzwischen schon mehr als durchnässt ist, beschließt er das Training für heute zu beenden und verschwindet wieder in die Tempelruinen, wo seine Schwester wartet.
Die junge Frau lehnt mit dem Rücken an der Wand und hat die Augen entspannt geschlossen als er den vom Unwetter geschützten Raum betritt. Leise setzt er sich neben sie ans Lagerfeuer. “Und? Hat es geklappt?“ will seine Schwester neugierig wissen und öffnet dabei ein Auge um ihn anzusehen. Mit stolz geschwellter Brust berichtet ihr der große Mann dann von seinen Trainingserfolgen. “Nicht schlecht. Dann dauert es bestimmt nicht mehr lange bis du sie vollständig beherrscht.“ sagt die junge Uchiha mit sanftem Lächeln auf den Lippen und der Schwarzhaarige nickt zustimmend. Zumindest hofft er, dass er die Geheimtechnik bald meistern kann ohne dabei sich oder andere in Gefahr zu bringen weil es mit dem Zielen noch nicht so hinhaut. Nichts anderes hatte die junge Frau erwartet, neben Feuer ist Blitz nämlich das Element welches ihr Bruder am besten beherrscht. “Irgend etwas neues von Nurui und Daiki?“ stellt der große Mann direkt seine Frage. Ayumi schüttelt mit dem Kopf. Bisher hat er nicht versucht sie über das Mal zu kontaktieren. Draußen tobt weiter das Gewitter als die Schwarzhaarige ihr Auge wieder schließt und ihren Kopf nach hinten an die gemauerte Wand lehnt. “Bist du müde?“ fragt ihr Bruder und betrachtet sie dabei abschätzend. Die Konnoichi nickt schwach. “Passiert irgend etwas besonderes wenn Nurui versucht dich über das Mal zu erreichen?“ fragt er weiter. “Das Mal wird sichtbar weil es für einen kurzen Moment aufleuchtet und ich kann es auch spüren.“ antwortet die Konnoichi mit ruhiger Stimme. Akuma legt den Kopf etwas schief. “Wenn das so ist, kannst du ruhig schlafen und dich ausruhen. Ich werde für dich deinen Handrücken im Auge behalten.“ schlägt er seiner Schwester vor und diese seufzt leise als sie über das Angebot nachdenkt. Sie ist wirklich erschöpft und wenn Nurui sie rufen sollte wenn sie unausgeruht ist würde ihnen das auch nichts bringen. “Gut, ich verlass mich auf dich.“ sagt sie leise und der muskulöse Mann nickt leicht. Er ist noch nicht müde und kann daher ruhig die Wache übernehmen. So ist sie auch nicht darauf angewiesen es spüren zu können wenn er es zusätzlich aufleuchten sehen kann. Je nachdem wie tief sie schläft, könnte es nämlich gut sein, dass sie dadurch nicht wach wird und Nurui´s Hilferuf nicht bemerkt. Weshalb sie bisher auch mit aller Mühe versucht hat wach zu bleiben.
Erleichtert, dass ihr Bruder ein wachsames Auge darauf hat, dauert es auch nicht lange bis sie ins Reich der Träume abdriftet. Ihre Beine hat sie dabei fest mit ihren Armen umschlungen und macht einen entspannten Gesichtsausdruck. Der große Mann schmunzelt leicht. Wenn seine Schwester schläft kommt sie ja geradezu einem Engel gleich. Belustigt schüttelt er den Kopf und legt sich dann wieder seinen bereits am Feuer getrockneten Mantel über die Schultern als auch der letzte Tropfen Regen von seinem Körper herab geperlt ist. Früh am nächsten Morgen erwacht Ayumi wieder. Das kleine Feuer welches sie in der Nacht gewärmt hat ist längst erloschen. Sie murmelt ein leises ´Guten Morgen` und gähnt leise als sie sich streckt und aufsteht. “Guten Morgen. Die Nacht war ruhig. Dein Mal hat nicht aufgeleuchtet.“ sagt der große Mann lächelnd und das freut die junge Frau zu hören. “Wenn du möchtest, kannst du jetzt ein bisschen schlafen. Ich werde solange Wache halten und wecke dich, falls etwas passieren sollte.“ schlägt die Schwarzhaarige vor und geht schon mal in Richtung Ausgang ihres Verstecks. Immerhin möchte sie die Zeit ebenfalls nutzen um ein wenig zu trainieren. Der Schwarzhaarige steht ebenfalls auf und verlässt dann mit ihr gemeinsam den Unterschlupf. Vom Regen letzter Nacht riecht die Erde ganz frisch und die Luft ist angenehm kühl. Die ersten Sonnenstrahlen bahnen sich ihren Weg durch die restlichen Wolken am Himmel und auch Vöglein kann man bereits zwitschern hören. Akuma springt auf eine halb zerfallene Tempelmauer und legt sich kurzerhand auf diese und lässt seine Beine seitlich runter baumeln während er sich mit dem Rücken an das Gemäuer lehnt und somit in einer halb liegenden Position ruht. Er genießt die Sonne im Gesicht und schließt entspannt die Augen.
Da sich die Ruine an einem Waldrand befindet wäre es eher ungünstig ihre Geheimtechnik hier zu üben. Zumindest nicht ohne, dass sofort auffallen würde, dass da etwas nicht stimmen kann. Also beschließt die junge Frau sich ihrer verhasstesten Aufgabe zu widmen. Dem Beschwören des Susanoo. Ayumi aktiviert ihr Ewiges Mangekyo Sharingan und konzentriert sich auf ihre Wesenheit. Sie versucht diese so zu erschaffen wie es Madara und Akuma tun. Aber wie immer will es nicht so recht gelingen. Mehr als ein Skelett des Wesens mit lediglich einem Arm bekommt sie nicht zustande. Auch das Schwert welches ihr Susanoo in der knöchernen Hand hält ist eher mikrig als dass man davor Respekt haben würde. Je öfter die Konnoichi es versucht und mit jedem Mal wo es nicht so funktioniert wie sie es sich vorstellt wird sie etwas frustrierter. //Warum zum Teufel krieg ich das einfach nicht hin?! Bei Madara und Akuma sieht das immer so einfach aus. Und die beiden können sogar mühelos die perfekte Form des Susanoo beschwören! Verdammt noch mal regt mich das auf!// grummelt sie in Gedanken verärgert während sie versucht dem Trick hinter dieser Technik auf den Grund zu gehen. Nach unzähligen Fehlschlägen schließt die Schwarzhaarige ihre Augen und anstatt sich darauf zu konzentrieren eine Form der Wesenheit zu erschaffen wie sie diese bei beispielsweise ihrem Bruder hat, konzentriert sie sich nun auf ihr Inneres und versucht ein Gespür für Ihr Susanoo zu bekommen. Das Susanoo sieht bei jedem Uchiha anders aus da es sich aus der Persönlichkeit und dem Chakra des Anwenders manifestiert. Zumindest hat Madara ihr die Wesenheit so erklärt und auch Akuma stimmte dem zu. Also klappt es ja vielleicht deswegen nicht, weil der Charakter der jungen Frau eben ganz anders ist als der ihres Bruders und der Madara´s. Der muskulöse Mann ist in der Zwischenzeit längst eingeschlafen und die Mittagssonne steht ebenfalls hoch am Himmel. Die Konnoichi horcht in ihr Inneres und sucht dort nach Ansätzen ihres Wesens. Sie hat das Gefühl etwas gefunden zu haben. Ist sich aber noch nicht sicher, was genau das ist. Nach den ganzen fehlgeschlagenen Versuchen kommt es auf einen weiteren aber auch nicht mehr an. Daher fokussiert sie sich nun auf das schwache Gefühl und versucht dieses zu manifestieren.
Etwas irritiert öffnet die Schwarzhaarige ihre Augen und betrachtet verdutzt ihre Hände. Anstatt der gewöhnlichen Form des Wesens, oder zumindest dessen Versuch ein solches zu erschaffen, werden ihre Arme in eine Schicht aus Chakra eingehüllt. Nach und nach wird auch ihr restlicher Körper davon eingeschlossen und liegt wie eine Art Rüstung um ihren eigentlichen Körper herum. Etwas erstaunt bewegt die junge Frau ihre Finger und betrachtet ihre Hände aus verschiedenen Blickwinkeln. Ist das etwa die wahre Form ihres Susanoo? Anders als bei Akuma oder Madara ist es kein riesiges Geschöpf, welches deren Anwender in seinem Inneren trägt, sondern liegt bei ihr wie ein Schutzanzug um den Körper herum ohne dabei wesentlich größer als sie selbst zu sein und es fühlt sich auch viel besser und natürlicher an als die Gestalt die sie bisher damit formen wollte. Die Chakramasse in welcher sie rund herum um den Körper eingehüllt wird beträgt ungefähr 5cm. Zudem ist es von der Farbe in weiß-bläulich gehalten. Also so, wie Ayumi´s Körper auch aufleuchtet wenn sie ihre Wunderkindgabe einsetzt. //Sehr interessant.// stellt die junge Frau in Gedanken fest und beschließt diese Form Akuma zu zeigen sobald er erwacht ist. Auch weil sie herausfinden möchte was sie mit dieser Panzerung alles anstellen kann. Und das geht nun mal am besten wenn ihr Bruder sie angreift um deren Grenzen zu testen. Da die junge Uchiha vom Kampfstil her eher im Verborgenen agiert und sich ihren Gegnern nur zeigt wenn es zwingend nötig ist, oder aber in dem kurzen Moment wo sie diese zu Gesicht bekommen ehe sie diese dann ausschaltet, würde diese kleinere, unauffälligere Form des Susanoo auf jeden Fall Sinn machen. Mehr zumindest als die monströsen Wesenheiten ihrer Familienmitglieder. Falls es sich bei der Form die sie gerade sieht tatsächlich um ihr persönliches Susanoo handelt, könnte sie wenn selbes aktiviert ist, trotzdem im Verborgenen agieren ohne groß Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Das Bedarf jedenfalls weiterer Überprüfung sobald ihr Zwillingsbruder aus seinem wohlverdienten Schlaf erwacht ist. Zufrieden mit dem bisherigen Erfolg setzt sich die Konnoichi an den Fuße eines Baumes und lehnt sich mit dem Rücken entspannt gegen dessen Stamm. Nurui hat sich auch nicht gemeldet bisher, also heißt es wohl weiter abwarten.
Akuma wird nach ein paar weiteren Stunden Schlaf dann langsam wach und gähnt leise während er sich streckt. Er schaut sich in der Umgebung um und als sich die Blicke der Zwillinge treffen lächeln sie leicht. Ayumi berichtet ihrem Bruder schnell was sie beim Training ihres Susanoo zu Stande gebracht hat und etwas ungläubig hebt der muskulöse Mann seine Augenbraue. Von so etwas oder so einer Form der Wesenheit hat er noch nie gehört, geschweige denn sie gesehen. Natürlich will er sich das direkt zeigen lassen und die junge Uchiha aktiviert ihr Ewiges Mangekyo Sharingan um dann diese neu gefundene Form der Wesenheit zu beschwören. Ihr Bruder staunt nicht schlecht als er neugierig beäugt welch Anblick sich seinen Augen da gerade bietet. Er geht näher an seine Schwester heran nachdem er von der Mauer gesprungen ist und versucht sie zu berühren. Wird von dem Chakramantel aber davon abgehalten dies zu schaffen. Mit bloßen Händen kommt er nicht durch. Wie das wohl aussieht wenn er es mit einem Schwert versucht? Er fragt die Schwarzhaarige ob sie es mit verschiedenen Waffen versuchen sollen und diese nickt einverstanden. Sie vertraut ihm und weiß, dass er vorsichtig sein wird, also spricht nichts dagegen die Panzerung ihrer Susanoo Form zu testen. Ohne lang zu zögern hält der muskulöse Mann sein Kurzschwert an die Rüstung und auch dieses Mal kann er nicht zu ihrer Haut durchdringen. Ayumi konzentriert sich auf ihre Wesenheit als ihr Bruder ausholt und mit etwas mehr Schwung gegen die Rüstung bestehend aus manifestiertem Chakra schlägt. Auch dieses Mal tut sich nichts und die junge Frau strahlt vor Freude. Wer hätte gedacht, dass sie zu so etwas im Stande ist? “Das ist wirklich krass. Wenn wir wieder Zuhause sind wo wir uns nicht verstecken müssen, sollten wir üben in wiefern dein Susanoo Angriffen von meinem standhalten kann. Und was du damit sonst noch so machen kannst. Angriffstechnisch gesehen zum Beispiel.“ sagt Akuma lächelnd und legt ihr seine Hand sachte auf den Kopf. Er ist wirklich stolz auf sie. Breit grinsend nickt die junge Uchiha zustimmend.
Die Zwillinge entfernen sich ein Stück weit von den Ruinen des Tempels um zu dem Fluss zu gehen welchen sie auf ihrem Weg hierher überquert haben. Sie haben Hunger und die Schnauze voll von den Nahrungspillen. Daher beschließen die Geschwister zu fischen. “Ich kümmere mich um die Holzspieße, du um die Fische, ja?“ sagt die Konnoichi lächelnd und der große Mann schreitet sogleich zur Tat. Während sie mit einem ihrer Kunai dann ein paar Äste an einer Seite zuschnitzt damit man auf diesen die Fische aufspießen kann, stellt sich ihr Bruder an den Rand des Flusses. Er schaut sich in dem Gewässer um bis er ein paar Fische entdecken kann. Schnell formt er Fingerzeichen und führt dann das ´Jutsu des Blitzschlags´ aus. Da die Elektrizität seines Jutsu´s durch das Wasser verstärkt wird bekommen die Fische einen starken Stromschlag ab und treiben sogleich an der Wasseroberfläche. Zufrieden mit seinem Werk steigt der Schwarzhaarige ins Wasser und sammelt die Fische ein. Am Ufer hält ihm seine Schwester bereits die zu geschnitzten Äste entgegen und gemeinsam spießen sie die Fische auf. Akuma hält die Fische in die Luft und Ayumi formt Fingerzeichen um diese dann mit Hilfe ihres ´Feueratems´ schön durch zu braten. Angenehmer Duft erfüllt das Flussufer als die beiden Geschwister dann gierig beginnen die Fische zu verspeisen. Tausendmal besser als Nahrungspillen. Mit voll gegessenen Bäuchen trinken sie dann ein paar Schlucke aus dem Fluss und seufzen dann zufrieden. Ein Blick zum Himmel verrät, dass bereits Nachmittag ist. Dicke Wolken ziehen über den Himmel hinweg aber zumindest regnet und stürmt es nicht wie letzte Nacht. Ayumi sieht den Wolken die über den Himmel hinweg ziehen einen Moment hinterher ehe sie den Blick dann wieder senkt und ihren Bruder ansieht. “Meinst du geht es Nurui und Daiki gut? Kommen sie bei ihrem Plan wohl voran oder gab es irgendwelche Komplikationen?“ stellt sie ihre Frage dann gerade heraus und in ihrer Tonlage kann der große Mann auch etwas Besorgnis heraus hören. “Ich kann mir schon denken, dass du dir Sorgen machst. Du hast ja immer wieder mal von deiner gemeinsamen Reise und den Erlebnissen auf dieser mit Nurui erzählt.“ beginnt der Uchiha seinen Satz und betrachtet sie aufmunternd “Aber die beiden wissen schon was sie tun. Gib ihnen noch ein bisschen Zeit alles nötige zu erledigen. Außerdem hast du Nurui doch das Mal gegeben. Wenn sie Hilfe brauchen, wird er uns rufen. Also zerbrich dir dein kleines Köpfchen nicht zu sehr.“ beendet er damit seinen Satz und lächelt leicht. Da hat er Recht. Ayumi war schon immer ein Mensch der sich wegen allem und jedem Sorgen macht. Das liegt einfach in ihrer Natur. Und das erst Recht wenn es dabei um Personen geht die ihr nahe stehen.
In Kumo Gakure haben derweil Nurui und Daiki eine Nachricht vom Raikage erhalten. Sie sollen sich außerhalb des Dorfes bei einem Kriegsdenkmal an der Spitze eines Berges mit ihm treffen. Nachdem sie ins Dorf zurückgekehrt waren und von dem Misserfolg des Auftrages das Wunderkind zu ihm zu bringen berichtet haben war der Raikage überaus ruhig. Fast schon ungewöhnlich ruhig. Er hat sie zwar zusammen gestaucht was ihnen einfällt mit leeren Händen zurück zu kommen und ob sie denn überhaupt nichts richtig machen können, aber ansonsten folgte keine Bestrafung. Nicht wie sonst wenn sie andere Aufträge nicht zur 100%igen Zufriedenheit des muskulösen Blonden ausgeführt haben. Er ist nämlich sehr eigen was das angeht. Nachdenklich gehen die beiden Freunde nebeneinander her als sie den Pfad zur Spitze des Berges entlang schreiten. “Hast du von den anderen schon eine Antwort? Werden sie uns begleiten?“ will der Blauäugige wissen doch Nurui schüttelt mit dem Kopf. “Sie befinden sich noch auf der Krankenstation um sich von dem Kampf zu erholen. Ich wollte ihnen diese Zeit zur Genesung noch geben und dann nacheinander in Ruhe mit jedem einzeln darüber sprechen.“ entgegnet ihm der Braunhaarige ernst und sein alter Kindheitsfreund nickt leicht. Das wird so wohl das Beste sein. Was der Raikage beim Kriegsdenkmal wohl so wichtiges zu besprechen hat ist den beiden nach wie vor ein Rätsel. Zumindest konnten sie in den letzten Tagen aber schon mal ein Dokument fälschen wie sie es mit den Zwillingen besprochen hatten. Auf diesem befindet sich bereits das Siegel des Blitzreiches, nur der Daumenabdruck des Raikage fehlt darauf noch, aber an den werden sie auch noch irgendwie kommen. Als die beiden ANBU Shinobi dann endlich die Spitze des Berges erreicht haben und damit den Treffpunkt bei welchem der Raikage sie bereits erwartet, bietet sich den beiden ein schauriger Anblick der ihnen das Blut in den Adern gefrieren lässt und zur Folge hat, dass sie wie angewurzelt stehen bleiben.
Verrat
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Der Showdown
[Dieses Kapitel ist nur Volljährigen zugänglich]
Neue Verbündete
Mit dieser Technik haben die beiden ANBU Shinobi bereits während des 4.ten Ninja-Weltkrieges Bekanntschaft gemacht. Da allerdings nur aus der Ferne. Nachdem sie in den Strudel eingesaugt wurden sind sie im Blitzreich von der Bildfläche verschwunden und tauchen dann weit entfernt im Büro des Hokage wieder auf. Kakashi schaut einen Moment verwirrt zwischen seinen Besuchern hin und her. Obito hatte ihm vor seinem Aufbruch zwar berichtet, dass Ayumi und Akuma nach ihm gerufen haben und er sich deswegen schnell auf den Weg zu ihnen macht, aber dass er dann mit beiden und noch dazu zwei ANBU Kumo Gakure´s zurückkommen würde hatte er nicht erwähnt. “Meister Hokage.“ sagt Ayumi höflich und verbeugt sich leicht vor dem Grauhaarigen. Die anderen tun es ihr gleich und der Hokage will dann sogleich wissen, was es mit diesem plötzlichen Besuch auf sich hat. “Die Mission auf welche uns der Raikage geschickt hat war eine Falle. Wir konnten den Gefangenen zwar ausliefern, wurden auf unserem Rückweg aber von der ANBU Einheit Nurui´s abgefangen. Sie sollten Akuma um jeden Preis zum Raikage bringen. Tot oder lebendig.“ erklärt die Konnoichi schnell und der Grauhaarige nickt verstehend. “Während des Kampfes hat sich heraus gestellt, dass Nurui der Teamführer der Einheit ist. Wir haben den Kampf beendet um über die Hintergründe des Angriffs zu sprechen.“ erklärt sie weiter. Kakashi kann das wohl nicht so ganz glauben da er skeptisch eine Augenbraue hebt. Weshalb sollte eine ANBU Einheit denn auch ihren Befehl missachten und sich in ein Gespräch mit dem Feind oder in diesem Sinne der Zielperson verwickeln lassen? Die Schwarzhaarige bemerkt den fragenden Blick. “Die Jahre in welchen ich mich auf meiner Reise durchs Blitzreich befand war Nurui mein Begleiter und Lehrer. Wir haben uns in der ganzen Zeit angefreundet und heute dann zum ersten Mal wieder getroffen seit wir getrennte Wege gingen weil ich meine Suche im Erdreich fortsetzen musste.“ erzählt sie dann und lächelt dabei sanft. Der Braunhaarige nickt zustimmend und lächelt ebenfalls. “Daiki ist sein Freund aus Kindheitstagen. Ihn habe ich in dieser Zeit damals auch kennen gelernt.“ fügt die Konnoichi hinzu und deutet dabei auf den Mann mit den silbergrauen Haaren. Damit wäre ein Teil der Fragen aufwarf schon mal geklärt. “Und weshalb sind die beiden mit nach Konoha Gakure gekommen?“ stellt Kakashi seine Frage und betrachtet die beiden durchdringend.
“Meister Hokage, aufgrund der fehlgeschlagenen Mission das Wunderkind zum Raikage zu bringen, ließ er unsere Teamkameraden vor unseren Augen hinrichten. Er unterstellte uns Verrat und Unfähigkeit und wir sollten die nächsten sein die sterben. Da wir wussten, dass es Konsequenzen geben würde wenn wir mit leeren Händen zurückkommen und wir aber Akuma nicht ausliefern wollten, haben wir zusammen mit Ayumi und Akuma einen Plan geschmiedet. Wir wollen uns euch anschließen und verdeckt in den anderen Reichen als ANBU Shinobi arbeiten um so an Informationen zu dieser geheimen Organisation zu kommen. Es gibt nichts, das uns im Blitzreich noch hält.“ spricht Nurui seine Worte ernst und verbeugt sich dann vor dem Grauhaarigen. Daiki tut es ihm gleich. Immerhin hängt die Entscheidung des Hokage davon ab ob sie hier bleiben können oder nicht. Kakashi hält sich nachdenklich das Kinn. “Wie habt ihr es geschafft zu entkommen? So wie ich A kenne, wird er euch nicht einfach so gehen lassen.“ spricht er seine Gedanken laut aus und schaut den beiden Jagdninja´s dabei prüfend in die Augen. “Also was das angeht…“ beginnt Ayumi zu sagen und kratzt sich dabei etwas verlegen an der Wange. “Meine Schwester ahnte, dass die Dinge hässlich werden könnten und hat Nurui mit einem Mal ausgestattet um uns rufen zu können. Also sind wir ihnen zu Hilfe geeilt und haben sie in ihrem Kampf gegen den Raikage unterstütz.“ fügt Akuma etwas gelangweilt hinzu. `Ja und weiter?´ sagt der Blick des Hokage aus und die beiden Zwillinge tauschen einen kurzen Blick miteinander. “Wir haben ihn getötet.“ sagt Daiki kalt und steckt sich seine Hände in die Hosentaschen. Der 6.te Hokage weitet überrascht die Augen. Meinen sie das gerade ernst? Sie haben es tatsächlich geschafft den Raikage zu töten? Irritiert schüttelt er den Kopf. “Und wie stellt ihr euch das Infiltrieren der anderen Reiche jetzt vor? Wie soll das funktionieren?“ fragt er gespannt und schaut dabei zwischen den vieren hin und her. Der Braunhaarige holt daraufhin den Zettel aus seiner Tasche und zeigt ihn dem Hokage. Kakashi schaut sich das Dokument genauestens an und ließt was darauf geschrieben steht ehe er es ihm zurückgibt. “So sollte es funktionieren uns deren Vertrauen erschleichen zu können. Wir werden auch immer nur so lange bleiben bis wir die Antworten bekommen haben die wir suchen.“ erklärt Nurui ruhig. “Und sollte unvorhergesehen etwas passieren, sind wir mit ihnen verbunden um sie raus zu boxen.“ sagt Akuma breit grinsend und rollt dabei mit den Schultern.
“Euch ist aber schon bewusst, dass es nicht gerade dazu beiträgt eine friedliche Allianz zu formen wenn wir Spione einschleusen?“ sagt Kakashi mit skeptisch hochgezogener Augenbraue. Ayumi nickt schwach. “Das ist uns klar. Aber wie sollten wir denn anders an die Info´s kommen? So geht es wesentlich schneller als darauf zu hoffen, dass uns die Kage die Wahrheit zu dieser ganzen Sache erzählen.“ begründet die Langhaarige damit ihren Plan. Der Grauhaarige schließt nachdenklich die Augen. “Ich denke, das ist eine gute Idee. Das Schreiben sieht offiziell aus. Die anderen Kage müssen ja nicht erfahren, dass wir davon wussten.“ wirft Obito mit ein. Kakashi öffnet seine Augen wieder und betrachtet seinen Berater schweigend. Er wägt im Kopf wohl die Möglichkeiten ab die sie haben und welche Konsequenzen das Handeln haben könnte. “Da ihr in getrennten Teams arbeiten werdet, kann man die Spur die zu uns führt verbergen. Es soll niemand wissen, dass wir in die Sache involviert sind. Das würde nur zu unnötigen Spannungen zwischen den anderen Reiche und uns führen. Allerdings ist es wichtig schnellstmöglich aufzuklären wer diese Maskierten sind und welches Ziel sie verfolgen. Daher stimme ich eurem Vorschlag zu.“ sagt der Hokage ruhig und die Augen der jungen Frau beginnen vor Freude zu strahlen. “Fürs Erste soll es aber auch niemand aus Konoha wissen. Abgesehen von uns. Das bedeutet, dass ihr nicht einfach so durchs Dorf spazieren könnt. Schon gar nicht in eurer ANBU Uniform. Um das Dorf zu betreten und zu verlassen werdet ihr also Obito brauchen um mittels seines Kamui unbemerkt Kommen und Gehen zu können. Weitere Auseinandersetzungen sollten wir zwingend vermeiden.“ fügt der Hokage noch hinzu und nickt dabei in Richtung seines Beraters. Obito nickt zustimmend. Damit wären mit dem Plan also alle einverstanden. “Selbst wenn es zu einem erneuten Krieg kommen sollte, habt ihr jetzt ja mich auf eurer Seite und sie würden wieder erbarmungslos verlieren.“ sagt Akuma selbstbewusst mit leichtem Grinsen auf den Lippen. Seine Schwester schüttelt genervt den Kopf. Selbst wenn sie kräftemäßig überlegen sind, sollte weiteres Blutvergießen auf jeden Fall vermieden werden. Immerhin wollen sie doch eine neue, friedliche Welt kreieren. Der 6.te Hokage seufzt auf und räuspert sich dann leise ehe er zum eigentlichen Thema zurückkehrt. “Bleibt nur noch die Frage zu klären wo in Konoha ihr leben werdet, wenn ihr euch nicht gerade in den anderen Reichen befindet. Es gibt schon ein paar freie Wohnungen aber welche würde sich für eure Zwecke am besten eignen?“ sagt Kakashi leise und überlegt wo man die beiden am besten unterbringen könnte.
“Wir haben im Uchiha Viertel doch genug Platz. Andere Dorfbewohner außer unserer Clan Mitglieder halten sich dort nicht auf. Und wenn Obito die beiden raus und rein schleusen soll, wäre es das Beste, wenn sie bei uns im Anwesen wohnen.“ schlägt die Schwarzhaarige vor und betrachtet den Hokage dabei bittend. Dieser wirft einen fragenden Blick zu Obito, welcher schwach nickt. Gut, damit wäre das also auch entschieden. “Einverstanden. Dann kümmert euch um die Vorbereitungen und berichtet mir wann es losgeht. Obito wird mich über alles weitere am Laufenden halten.“ beendet Kakashi damit das Gespräch und als sich alle noch mal verbeugt haben, verlässt die Gruppe mit Hilfe des Kamui des Uchiha dann das Büro des Hokage um ein Stück weiter entfernt im Anwesen der Familie wieder aufzutauchen. Madara, welcher gerade im Wohnzimmer auf der Couch sitzt, ist der Erste der die Gruppe zu Gesicht bekommt. Stirnrunzelnd beäugt er die beiden Fremden und steht auf. “Madara!“ meint Ayumi erfreut darüber ihn wieder zu sehen und umarmt den Langhaarigen kurz. Der Mitgründer Konoha´s tätschelt ihr daraufhin den Kopf und lächelt leicht. “Na alter Mann, alles klar?“ beginnt Akuma sofort wieder zu sticheln und erntet dafür einen finsteren Blick Madara´s. Bevor es zu irgendwelchen Missverständnissen kommt, berichten Ayumi und Akuma dann schnell was in den letzten Tagen alles vorgefallen ist und weshalb die beiden Jagdninja ab sofort bei ihnen leben werden. “Verstehe. Nun, da habt ihr ja einiges vor euch.“ sagt der Langhaarige mit ruhiger Stimme und macht es sich dann wieder auf der Couch gemütlich. Gerade, als Ayumi den beiden zeigen will wo sie schlafen können, platzt Seiran ins Zimmer. Überglücklich, dass ihr Freund wieder Zuhause ist, eilt sie zu ihm und schlingt ihre Arme um seinen Körper. “Ich bin ja so froh, dass du wieder da bist!“ sagt sie fröhlich und umarmt ihn dabei fest. Der muskulöse Mann legt seine Arme ebenfalls um sie und erwidert ihre Umarmung. Nach einer Weile lösen sich die beiden wieder voneinander und lächeln zufrieden. So gern er auch unterwegs ist um sich mit starken Gegnern messen zu können, so schön ist es auch wieder Zuhause zu sein, bei den Menschen die einem wichtig sind.
Auch ihr wird schnell erklärt was es mit den beiden Besuchern auf sich hat und Ayumi beschließt auch Itachi und Sasuke alles zu berichten sobald die beiden wieder Zuhause sind. “Ihr seid gerade Recht zurückgekommen. Ich wollte gleich mit dem kochen fürs Abendessen anfangen.“ sagt die Silberblonde lächelnd. Ayumi lächelt sanft. “Ich helfe dir gleich. Vorher zeige ich Nurui und Daiki noch schnell ihr Zimmer.“ schlägt sie vor und die beiden Männer nicken dankbar. Der Tag war anstrengend und ihre Chakrareserven sind noch nicht vollständig aufgefüllt seit dem Kampf mit dem Raikage. Ein bisschen ausruhen würde also sicherlich gut tun. Die Schwarzhaarige geht die Treppe nach oben. Dicht gefolgt von den beiden Jagdninja´s. Da im Ersten Stock alle Zimmer belegt sind, gehen sie ins Dachgeschoss des Hauses. “Hier vorne ist das Badezimmer.“ erklärt die junge Frau als sie dann auf die Tür zeigt und geht dann weiter den Flur entlang. “Das hier ist das Zimmer.“ sagt sie nachdem sie die Tür am Ende des Flures geöffnet hat. Nacheinander gehen die drei in das geräumige Zimmer. Links und rechts befindet sich pro Seite ein Bett, ein Kleiderschrank, eine kleine Couch mit einer Kommode und einem Sessel. In der Mitte des Raumes befindet sich ein Trennregal als optischer Raumteiler. “Das ist leider das einzige Zimmer welches noch frei ist. Ich hoffe das ist kein Problem?“ fragt die Schwarzhaarige schnell und schaut dabei abwechselnd Nurui und dann Daiki an. Die beiden schütteln mit dem Kopf. “Nein, das ist überhaupt kein Problem. Das Zimmer ist riesig und mit dem Raumteiler sieht es so aus als wären es zwei separate Zimmer. Also mach dir keine Gedanken. Vielen Dank.“ sagt der Braunhaarige lächelnd und auch der Blauäugige bedankt sich für die Unterkunft. “Ruht euch ein bisschen aus. Ich hole euch wenn das Essen fertig ist.“ meint die Konnoichi lächelnd und schließt dann die Tür hinter sich. Gut gelaunt geht sie ins Erdgeschoss und in die große Wohnküche des Anwesens. Seiran ist bereits dabei das Gemüse zu schnippeln. “Was kochen wir heute denn?“ fragt die Schwarzhaarige ihre Freundin als sie sich neben sie stellt um zu helfen. “Ich wollte Reis und Curry machen.“ antwortet die Silberblonde lächelnd und das ist alles was die junge Uchiha wissen muss. Sie weiß, was sie jetzt zu tun hat. Auch in ihrer Zeit im Wasserreich haben die beiden oft zusammen gekocht. Ayumi konnte sich so manche Tricks von der Grünäugigen abschauen und diese kocht wirklich gut.
Akuma hat sich zusammen mit Obito auf die Couch gesetzt und berichtet den beiden bis ins kleinste Detail wie die Kämpfe auf ihrer bisherigen Reise ausgehen haben, dass er sich von ANBU Shinobi eigentlich schon eine etwas größere Herausforderung erhofft hat und wie liebend gern er den Raikage windelweich geprügelt hat. Der Kurzhaarige schmunzelt amüsiert. Ja, wenn Akuma kämpfen kann, ist er glücklich. “Außerdem haben wir beim Training zufällig die beiden Schriftrollen mit den Geheimtechniken gefunden!“ fügt er stolz hinzu. Obito wusste das ja bereits und hat es Madara mitgeteilt sobald er wieder zurück war. Der muskulöse Mann berichtet was es mit den Techniken auf sich hat und wie mächtig diese sind. Madara hört gespannt zu. Damit haben die beiden Wunderkinder einen weiteren Vorteil was Kämpfe angeht. Nur gut, dass die beiden die Schriftrollen gefunden haben bevor die mysteriöse Organisation an diese gelangen konnte. “Und Ayumi hat endlich die Form ihres Susanoo gefunden. Es sieht vollkommen anders aus, als unsere aber ist auch richtig heftig. Wenn sie es weiter entwickelt hat, wird sie damit bestimmt nur schwer zu besiegen sein. Heute konnte sie damit einen direkten Treffer vom Raikage einstecken ohne sich dabei zu verletzen.“ erklärt er aufgeregt und gestikuliert schon die ganze Zeit mit seinen Händen in der Luft herum um seine Geschichte etwas lebhafter zu gestalten. Das lässt den Mitgründer Konoha´s neugierig werden, immerhin weiß er wie stark der Blonde ist. Von einer anderen Form der Wesenheit hat er noch nie etwas gehört. Die beiden Wunderkinder sind wohl immer wieder für eine Überraschung gut. “So, so. Eine andere Form des Susanoo also? Das würde ich ja nur zu gern mit eigenen Augen sehen. Und mir von seiner Stärke selbst ein Bild machen.“ sagt Madara schmunzelnd und schaut dabei zu Ayumi um. Die beiden Frauen haben die Unterhaltung der Männer schmunzelnd mitverfolgt. “Das kann ich dir gerne zeigen. Aber zuerst werden wir uns ums Essen kümmern damit ihr nicht verhungert, nicht wahr?“ antwortet sie ihrem Lehrmeister grinsend und dieser gibt sich mit ihrer Antwort zufrieden. Immerhin hat er schon Hunger und die Demonstration ihrer neu erlernten Fähigkeit läuft ja nicht davon.
Das Haus wird von einem leckeren Duft erfüllt als das Essen fertig ist. Während Ayumi den Tisch deckt, stellt Seiran den großen Topf mit dem Curry in die Mitte des Tisches. Die Silberblonde holt noch den Reis um ihn daneben zu stellen während die Schwarzhaarige die Treppen nach oben eilt. Sie bleibt vor der Tür stehen und klopft an. “Essen ist fertig.“ sagt die Schwarzhaarige fröhlich und geht dann sogleich wieder nach unten. Daiki und Nurui welche es sich auf den Betten bequem gemacht hatten, setzen sich auf und verlassen dann das Zimmer um ebenfalls nach unten zu gehen. Itachi und Sasuke sind in der Zwischenzeit auch heim gekommen und bekamen direkt erzählt um wen es sich bei den beiden Fremden handelt und wie das Vorgehen für die nächste Zeit aussieht. Gemeinsam mit den beiden Jagdninja´s sitzt die große Familie am Tisch und unterhält sich angeregt während sie sich das Abendessen schmecken lassen. “Puh, war das gut.“ sagt Akuma seufzend und reibt sich dabei den voll gegessenen Bauch. Auf ihren Missionen ernähren sie sich meist von Nahrungspillen, sofern kein Dorf oder andere Einkaufsmöglichkeit für Essen in ihrer Nähe sind. Dass diese scheußlich schmecken ist kein Geheimnis und so wissen sie jedes Mal aufs Neue das gute, selbst gekochte Essen von Zuhause zu schätzen. Es ist bereits später Abend und nachdem der Tisch abgeräumt ist verschwinden Itachi und Sasuke jeweils in ihre Zimmer. Seiran geht duschen und so bleiben Madara, Obito, die Zwillinge und die beiden ANBU Shinobi zurück.
“Noch haben wir keine neuen Missionen für euch erhalten. Ihr könnt also erstmal entspannen.“ sagt Obito lächelnd. “Und die Zeit bis zum nächsten Auftrag nutzen um zu trainieren.“ fügt Madara hinzu und betrachtet den muskulösen Mann dabei frech grinsend. “Das brauchst du mir nicht sagen, alter Mann.“ stichelt Akuma zurück. “Hab ein bisschen mehr Respekt, du Grünschnabel.“ pampt der Langhaarige zurück und verengt dabei etwas die Augen. Ja, alles ist beim Alten. Besänftigend wedelt die Schwarzhaarige mit den Händen umher. “Natürlich werden wir die Zeit nutzen um zu trainieren. So wie immer eben.“ wirft sie in die Unterhaltung mit ein und schaut dabei zwischen den beiden Männern hin und her. “Wir werden schon bald aufbrechen um mit der Infiltration zu beginnen.“ sagt Nurui ernst und so beschließen sie am folgenden Tag einen Plan aufzustellen nachdem sich alle ausgeschlafen und ihre Energiereserven wieder aufgefüllt haben. Eine Sache lässt den Blauäugigen aber nicht los. “Sag mal Akuma, du sagtest zum Raikage, dass wir deine Freunde sind. Meintest du das ernst?“ stellt er direkt seine Frage. Immerhin kennt der Schwarzhaarige die beiden so gesehen ja gar nicht. “Na klar. Ihr seid die Freunde meiner Schwester und sie vertraut euch. Deswegen seid ihr auch meine Freunde.“ antwortet er grinsend und die beiden lächeln erfreut. Da für heute alles geklärt ist, ziehen sich dann nach und nach alle in ihre Zimmer zurück um sich schlafen zu legen.
Alte Zeiten
Früh am nächsten Morgen ist Ayumi die Erste die im Hause der Uchiha wach ist. Noch nicht mal die Sonne hat es hinter dem Horizont hervor geschafft. Mucksmäuschenstill hat sie sich angezogen und runter in die Küche geschlichen um sich Tee zu kochen. Mit einer Tasse frisch gekochten Tee öffnet sie die Schiebetür zum Garten und setzt sich dort auf die Veranda. Mit baumelnden Füßen schaut sie in den noch dunklen Himmel und genießt die Ruhe. “Darf ich mich zu dir setzen?“ ertönt eine bekannte Stimme und die junge Frau schaut sich um. “Natürlich.“ sagt sie lächelnd und ihr bester Freund aus Kindheitstagen setzt sich schmunzelnd neben sie. “Ich war so frei und habe mir auch einen Tee gemacht.“ sagt Itachi leise und die junge Frau nickt leicht. “Du bist früh wach. Sonst warst du doch immer ein kleiner Morgenmuffel und hättest am liebsten bis Mittag im Bett gelegen.“ sagt er grinsend und schaut ihr dabei in die Augen. Die Konnoichi betrachtet ihn abschätzend. “Ich würde nicht unbedingt sagen, dass ich ein Morgenmuffel bin. Ich bin halt nur morgens nicht so gesprächig. Und was kann ich denn dafür wenn es im Bett einfach so schön warm und bequem ist?“ stellt sie grinsend eine Gegenfrage.
Amüsiert schüttelt der junge Mann seinen Kopf. Eine Weile sitzen sie einfach nur still nebeneinander und schauen in den klaren Sternenhimmel. “Wie geht es dir?“ stellt der Langhaarige seine Frage und mustert sie dabei. “Wie es mir geht? Gut, würde ich sagen.“ antwortet Ayumi stirnrunzelnd und legt den Kopf etwas schief. “Aber warum hast du eigentlich dein Sharingan aktiviert?“ will sie neugierig wissen und der junge Mann lächelt leicht. “Das ist eine alte Angewohnheit. Ich habe es schon seit vielen Jahren permanent aktiviert. Zumal meine Sehkraft durch die mehrmalige Anwendung des Mangekyo Sharingan sehr stark nachgelassen hat und ich deswegen schon fast blind bin. Mit aktiviertem Sharingan sehe ich noch gut. Aber was ich eigentlich meinte, wie geht es dir mit dieser ganzen Sache um das Wunderkind und mit dieser Organisation die hinter deinem Bruder und in dem Sinne auch hinter dir her ist sobald sie wissen, dass es zwei Wunderkinder gibt.“ hakt er dann noch mal nach und schaut fragend in ihre dunklen Augen. Die Schwarzhaarige schaut in den dunklen Himmel als sie antwortet “Ich würde lügen wenn ich sage, dass es mich nicht beunruhigt. Ihr sagtet sie sind starke Gegner. Und nicht zu wissen was deren Absichten sind und wann sie wieder kommen bereitet mir Kopfzerbrechen. Warum kommen sie gerade jetzt? Woher wissen sie überhaupt von der Sage des Wunderkindes der Uchiha? Das sind alles Dinge die mir im Kopf umher spuken.“.
“Und deshalb bist du auch schon so zeitig auf, weil du nicht mehr schlafen konntest, richtig?“ fragt Itachi mit ruhiger Stimme und legt ihr seine Hand auf den Kopf. “Ja. Ich habe schlecht geträumt und sobald ich wach war ist das Gedankenkarussell wieder los gegangen.“ spricht sie ihre Worte seufzend und lehnt sich dann mit ihrer Schulter gegen Seine. Der junge Mann streichelt weiter über ihren Kopf. “Ich würde mir wahrscheinlich auch Sorgen machen. Das Ungewisse kann einem manchmal wirklich Angst machen. Aber du musst da nicht alleine durch. Konoha hält zusammen. Das hat es schon immer getan. Und du bist ein Teil davon, genauso wie dein Bruder.“ beginnt er mit beruhigendem Tonfall zu sagen. “Außerdem bin ich ja auch noch da um auf dich aufzupassen, wie in alten Zeiten.“ fügt er lächelnd hinzu. Ja, die guten alten Zeiten. Als sie noch kleine Kinder waren hat Itachi ihr vieles beigebracht. Verschiedene Jutsu´s, Nahkampf und auch Waffenkampf. Da Ayumi die Ninja Akademie aus verschiedenen Gründen nicht besucht hat, war ihr bester Freund ihr einziger Lehrer. Und als Waise durfte sie öfter bei ihm und seiner Familie zu Abend essen. Die beiden gingen durch dick und dünn und haben jeden Tag miteinander verbracht. Bis zu dem schicksalhaften Tag an welchem Kyuubi Konoha Gakure verwüstet hat und Ayumi in dem Durcheinander und Chaos des Angriffes von Zetsu entführt und in die versiegelte Höhle von Madara und Obito gebracht wurde. Von da an waren die beiden ihre Lehrmeister, da sie davon wussten, dass sie das Wunderkind ist und haben sie als sie alt genug war auf die große Reise durch die verschiedenen Reiche geschickt um ihre Wunderkind Gabe erlernen zu können. Seit den Kindheitstagen, wo sie mit Itachi gemeinsam an dem Steg des kleinen See´s saß und dort nach hartem Training ihre Füße in dem kühlen Nass baumeln haben lassen, ist viel passiert. Itachi hatte auf Befehl Danzo´s den Uchiha Clan ausgelöscht und einstig seinen kleinen Bruder Sasuke verschont, später wurde er dann von selbem getötet. Ayumi dagegen bereiste die verschiedenen Reiche und war für die Suche nach den geheimen Schriftrollen und das Erlernen der Jutsu´s ganze neun Jahre unterwegs.
Obito hatte derweil im Auftrag Madara´s Akatsuki gegründet um die Bijuu einzusammeln da sie diese für den Traum einer neuen, besseren Welt, ohne Kriege brauchten. Nur mit dem Chakra des Zehnschwänzigen wäre es Madara nämlich möglich seinen Plan mit dem Endlosen Tsukuyomi in die Tat umzusetzen. Als die Schwarzhaarige dann endlich zurück kam war Madara allerdings bereits verstorben und ihre Welt brach komplett zusammen. Immerhin waren Madara und Obito die Einzigen die sie noch hatte, ihre Familie. Glücklicherweise hat sie ihre Gabe da schon einsetzen können und konnte Madara wiederbeleben. Auch wenn das nur ein einziges Mal funktioniert ist Ayumi sehr dankbar für diese Gabe. Von der heilerischen Fähigkeit die damit einhergeht mal ganz abgesehen. So konnte sie nämlich auch Itachi wieder ins Leben zurückholen. Alles was sie für die Widerbelebung braucht ist der Körper der Person und eine emotionale Bindung um die Seele finden zu können. Dass Madara vor hatte den 4.ten Ninja-Weltkrieg auszurufen konnte sie ja nicht wissen. Über die genauen Absichten, oder eher gesagt wie der Traum einer friedlichen Welt in die Tat umgesetzt werden soll, haben ihre beiden Lehrer meist geschwiegen und ihr nur das Nötigste verraten. Und als wäre das nicht alles schon genug Abenteuer gewesen, ist Ayumi im 4.ten Ninja-Weltkrieg dann ihrem Zwillingsbruder über den Weg gelaufen von welchem sie bis dato gar nicht wusste, dass dieser existiert. Der ist nämlich auf das Schlachtfeld geeilt weil er sich erhofft hatte dort Danzo zu finden welcher für den Tod seines Vaters verantwortlich ist und schon seit je her nach der Kraft des Wunderkindes trachtet.
Wer hätte gedacht, dass sich das alles so entwickeln würde? Gedankenverloren schaut Ayumi in den Himmel an wessen Horizont langsam die Sonne aufgeht. “Danke, Itachi.“ murmelt die Konnoichi leise und schließt entspannt die Augen. Seit sie Itachi wiederbelebt hat, hatten die beiden nicht wirklich Zeit zu reden oder geschweige denn Zeit miteinander zu verbringen. Immer gab es irgendetwas zu tun und seit neustem erledigt Ayumi zusammen mit ihrem Bruder auch noch Missionen für die anderen Kage als Zeichen des Guten Willens nach Kriegsende und ist daher oft nicht Zuhause. Der mit den Haaren zu einem losen Pferdeschwanz zusammen gebundene Mann hat genug vom Dasein eines Shinobi und bei Kakashi dem 6.tem Hokage darum gebeten im Dorf bleiben zu dürfen ohne Aufträge ausführen zu müssen. Da Kakashi weiß wie sich die Dinge damals, die Auslöschung des Uchiha Clans betreffend, wirklich abgespielt haben, hat er diese Bitte gewährt. Die Uchiha´s leben ohnehin gemeinsam in dem großen Anwesen also ist sein Unterhalt damit gesichert. Sie genießt es Zeit mit ihrem guten Freund zu verbringen ohne sich über dieses und jenes Sorgen machen zu müssen. Auch früher hatte Itachi immer einen kühlen Kopf bewahrt wenn die Konnoichi selbst nicht mehr wusste wo oben und unten ist. Er wusste immer die richtigen Worte um sie zu beruhigen und das ist auch heute noch so.
Itachi, der seit dem Angriff des Neunschwänzigen glaubte, dass Ayumi von selbem getötet wurde weil sie danach wie vom Erdboden verschluckt war, ist auch überaus froh noch einmal die Gelegenheit bekommen zu haben zu Leben. Was er ihrer Wunderkind Gabe zu verdanken hat. Auch konnte er die Dinge mit Sasuke bereinigen seit er zurückgeholt wurde. Das wird er der Schwarzhaarigen nie vergessen. Über diesen gemeinsamen Moment dankbar schauen sich die beiden den Sonnenaufgang an und trinken dabei ihren Tee. Nach einer Weile können sie Schritte hören als eine weitere Person aus dem Wohnzimmer heraus auf die Veranda tritt. “Guten Morgen.“ nuschelt ein etwas verschlafener Nurui und betrachtet die beiden Uchiha´s fragend. Sie wünschen ihm ebenfalls einen guten Morgen und Ayumi tätschelt den freien Platz neben sich. Der Braunhaarige setzt sich neben die junge Frau und betrachtet sie abschätzend. “Das ist ja mal was ganz neues das du schon so früh wach bist, Ayumi. Normal schnarchst du um diese Uhrzeit noch.“ sagt er mit stichelndem Unterton und grinst breit. “Gar nicht wahr! Und ich schnarche nicht!“ platzt es aus der Schwarzhaarigen heraus als sie ihm gegen die Schulter boxt. Was fällt ihm auch ein so was zu behaupten? “Ich sage nur die Wahrheit also kein Grund rum zu meckern.“ entgegnet der Braunhaarige provozierend und wuschelt ihr dabei durch die Haare. Was die Konnoichi nur noch wütender macht.
Von der Szene etwas belustigt schüttelt Itachi den Kopf. “Wie steht ihr beiden eigentlich zueinander?“ will er neugierig wissen. Gestern bekamen sie immerhin nur mitgeteilt, dass die beiden ANBU Shinobi alte Freunde von Ayumi sind und ab sofort bei ihnen leben und verdeckt die Einheiten der anderen Reiche infiltrieren um Informationen zu der geheimen Organisation zu erlangen. Über die Frage etwas irritiert lässt Ayumi davon ab den Braunhaarigen für das Verwurschteln ihrer Haare zu boxen und dreht ihr Gesicht dann in die andere Richtung um Itachi anzusehen. “Ich habe dir ja erzählt, dass ich in den verschiedenen Reichen unterwegs war um dort die Jutsu´s der verschiedenen Elemente zu lernen und dabei auch nach geheimen Schriftrollen in deren Tempeln und Schreinen gesucht habe.“ beginnt sie zu erklären und ihr alter Freund nickt. “In den Jahren in denen ich im Blitzreich unterwegs war, war Nurui mein Wegbegleiter und Lehrer. Er hat mir alles beigebracht was ich über die auf dem Blitzelement basierenden Jutsu´s wissen musste und hat mit mir die verschiedenen Tempel dort besucht.“ beendet die Schwarzhaarige ihre Erklärung und lächelt sanft. “Also seid ihr Freunde?“ hakt der junge Uchiha nach und schaut zwischen den beiden hin und her. “Ja. Auch wenn es gerade eher so aussieht, als ob sie mich erwürgen wollte, sind wir gute Freunde.“ sagt der Braunäugige breit grinsend und legt dabei einen Arm um Ayumi´s Schultern. Diese nickt zustimmend. Zwar haben sich ihre Wege getrennt als sie ihre Reise im Blitzreich beendet hat um ins Erdreich weiter zu ziehen und Nurui dort bleiben musste um in Kumo Gakure seine Ausbildung zum Shinobi abzuschließen, aber dennoch fühlt es sich jetzt Jahre später so an als wären zwischen ihrem Abschied und dem Widersehen nur Tage vergangen. Es war wohl ein glücklicher Zufall, dass ausgerechnet die ANBU Einheit Nurui´s damit beauftragt wurde Akuma zum Raikage zu bringen und sich ihre Wege damit wieder gekreuzt haben.
“Wo werdet ihr eigentlich als Erstes hingehen um euch verdeckt ein zu schleußen?“ stellt die junge Frau ihre Frage an den Braunhaarigen und betrachtet ihn dabei mit großen Augen. “Das werde ich später mit Daiki besprechen. Zuerst werden wir aber noch eine Weile ausruhen bis unsere Chakrareserven wieder vollständig aufgefüllt sind.“ antwortet er ernst und die junge Frau nickt verstehend. Sie hat die beiden Jagdninja´s zwar geheilt und deren körperliche Verletzungen und Knochenbrüche behoben, den Chakrahaushalt kann sie allerdings nicht auffüllen. Das muss der Körper selbst erledigen. “Ja, das wird das Beste sein. Außerdem muss euch Madara auch noch mit dem Siegel ausstatten mit welchem auch Akuma und ich mit ihm und Obito verbunden sind. Damit wir uns überall und jederzeit spüren können um im Notfall schnell nach Hilfe rufen zu können. Zwar wird Obito da mit seinem Kamui eher bei euch sein können als wir, je nachdem ob wir zu diesem Zeitpunkt gerade zufällig in eurer Nähe sind oder nicht, aber es schadet nicht wenn wir die Verbindung auch aufrecht erhalten. Das Siegel welches ich dir gegeben habe war nur zur Überbrückung weil es nicht so gut funktioniert wie das von Madara selbst.“ erklärt die Konnoichi ruhig und lächelt dann sanft.
Als sie ihren Tee ausgetrunken hat erhebt sie sich auf ihre Beine. “Ich werde uns Frühstück machen.“ sagt sie fröhlich und verschwindet dann in die Küche. Als das Frühstück fertig ist sitzen die drei gemeinsam am Tisch als dann auch Akuma das Zimmer betritt. Nachdem sie einander einen guten Morgen gewünscht haben setzt er sich dazu um ebenfalls etwas zu essen und dabei unterhalten sie sich angeregt. “Anstatt zu essen, solltest du vielleicht lieber trainieren, du Grünschnabel.“ ertönt dann eine Stimme die sie Madara zuordnen können. Der muskulöse Mann verdreht die Augen. “Das hatte ich vor. Zuerst wollte ich mich aber stärken. So viele Muskeln brauchen Nährstoffe, wenn du verstehst, Opa.“ stichelt Akuma zurück und erntet dafür einen finsteren Blick Madara´s. Ayumi seufzt leise. Geht das nun schon wieder los. Und dann auch noch so früh am Tag. Wobei sie sich auch immer darüber amüsieren könnte wie ihr Bruder den Mitgründer Konoha´s als alten Mann oder Opa betitelt. Die Seelen können während ihrer Wiederbelebung nämlich selbst entscheiden in welcher Form sie in ihren Körper zurückkehren möchten. So ist der Körper beispielsweise mit 15 oder 50 Jahren gestorben, die Seele selbst aber altert weiter und bleibt nicht in diesem Alter stehen. Der Mitgründer Konoha´s hat sich bei dessen Seelenrückführung für den Körper seiner damaligen, glorreichen Zeit als gefürchteter Shinobi, Gott der Shinobi entschieden und ist vom Erscheinungsbild daher nicht recht viel älter als Obito mit seinen 31 Jahren. Akuma bezieht sich bei seinen Späßen aber auf das eigentliche Alter Madara´s und trotz jungen Aussehens als alt bezeichnet zu werden widerstrebt dem Langhaarigen wohl.
Nach und nach versammeln sich auch die restlichen Familienmitglieder in der großen Wohnküche und nach beendetem Frühstück beschließt Akuma zusammen mit Sasuke zu trainieren. Der große, zu ihrem Anwesen gehörende Garten eignet sich hierfür perfekt. Die Schwarzhaarige setzt sich auf die Veranda um den Trainingskampf aus nächster Nähe zu sehen. Nurui und Daiki setzen sich daneben, das wollen sie sich immerhin auch nicht entgehen lassen wenn zwei aus dem Uchiha Clan gegeneinander antreten. Obito und Madara setzen sich auf zwei Stühle um das Ganze zu beobachten nachdem der Mitgründer Konoha´s eine Barriere um das Anwesen errichtet hat damit das Training ungestört von Statten gehen kann ohne, dass sich die Dorfbewohner wundern was innerhalb der Mauern des Uchiha Viertels vorfällt. Itachi beschließt sich ein Bad zu gönnen wo das Haus ja sozusagen ohnehin gerade leer ist, während Seiran ins Dorf verschwindet um Einkäufe zu erledigen. Akuma und Sasuke liefern sich einen Schlagabtausch in Tai-Jutsu und attackieren sich hierbei mit Schlägen und Tritten. Nach einer Weile bauen sie auch Waffen mit ein und so kämpft Akuma dann mit seinem Kurzschwert und Sasuke mit seinem Schwert. Etliche Male kreuzen sich mit einem metallenen Geräusch die Klingen der beiden und Ayumi beobachtet das Ganze interessiert. Die beiden Uchiha´s kämpfen mit enormer Geschwindigkeit gegeneinander und mit bloßem Auge ist es schwierig deren Bewegungen zu folgen. “Man kann über den Bengel ja sagen was man will, kämpfen kann er.“ sagt Madara schmunzelnd und schaut dabei Akuma an. Mit einem viel sagenden Blick nickt der Langhaarige dann Obito zu. Da Akuma immer so viel auf seine Stärke gibt, wird es ihm ja wohl nichts ausmachen wenn er gegen zwei Gegner antreten muss. Ohne Vorwarnung taucht der Kurzhaarige dann mit Hilfe seine Kamui hinter dem muskulösen Mann auf und tritt nach ihm während Sasuke von vorne mit einem Schwerthieb angreift. Akuma blockt den Schwerthieb mit seinem Kurzschwert ab und blockt mit dem Unterarm der freien Hand den Tritt des Kurzhaarigen. “Ganz schön linke Nummer Obito. Außer um damit schnell von A nach B zu kommen, konnte ich dein Kamui noch nie leiden.“ sagt der große Mann mit breitem Grinsen auf den Lippen. In Trainingskämpfen stand er Obito mit dieser, ihm einen unfairen Vorteil verschaffenden, Fähigkeit schon des Öfteren gegenüber und jedes Mal aufs Neue findet er sie überaus nervig.
Sparring
Akuma kämpft nun gegen Obito und Sasuke. Auf Nin-Jutsu´s verzichten sie hierbei aber und setzen auf Nah- und Waffenkampf. Nach einer Weile steht Ayumi auf und streckt sich etwas. “Ich unterstütze dich, Bruder.“ sagt sie grinsend und springt dann schnell hinter den Rücken des muskulösen Mannes. Gerade rechtzeitig als Obito dort nämlich auftaucht um anzugreifen. Die beiden Wunderkinder die gerade noch mit dem Rücken zueinander standen stoßen sich voneinander ab und so kümmert sich Akuma jetzt um Sasuke als sie ihre Klingen kreuzen und Ayumi verwickelt ihren ehemaligen Lehrmeister in einen Nahkampf. In schnell aufeinander folgenden Schlägen und Tritten versucht sie die Deckung des Kurzhaarigen zu durchbrechen. Ein Tritt mit welchem sie auf sein Gesicht gezielt hat, wird von seinem Arm abgeblockt während er ihr Fußgelenk greift und festhält. “Du bist besser geworden. Aber wird das reichen, kleine Ayumi?“ fragt er breit grinsend und ist gespannt was sie jetzt als Nächstes vorhat. Ein Bein wird zwar festgehalten, aber sie hat immer noch das andere zur Verfügung. Entschlossen springt sie damit vom Boden ab, holt zu einem seitlichen Tritt aus und zielt auf die Schulter des Uchiha. Um nicht getroffen zu werden lässt er das Bein der Konnoichi los und springt ein Stück zur Seite. Schmunzelnd betrachtet er die junge Frau. Das hat sie gut gelöst. Ihr Bruder und Sasuke kreuzen immer wieder in einem Affenzahn die Klingen ihrer Schwerter miteinander. So hat Madara jetzt auch mal die Möglichkeit die Teamfähigkeit der beiden Zwillinge in einem Kampf zu sehen. Die ANBU Shinobi Konoha´s, die zu Überwachungszwecken der Uchiha nach dem 4.ten Ninja-Weltkrieg auf den Mauern des Anwesens postiert sind, beäugen das ganze interessiert. Wobei sie eigentlich nur Obito und Madara überwachen sollen, sehen sie natürlich auch die anderen Familienmitglieder hier und da. Da Obito, sowie Madara während des Angriffes der Maskierten auf Konoha gezeigt haben, dass sie für das Dorf kämpfen, hat Kakashi angeordnet die Überwachung aufzuheben. Das heute ist also die letzte Schicht. Zumal Obito sein Berater ist und er ihm vertraut wird das auch nicht mehr nötig sein.
Die vier trainieren noch eine ganze Weile weiter ehe Madara dann einmal kräftig in die Hände klatscht. “Genug.“ sind seine Worte und die Uchiha´s unterbrechen sogleich ihr Training. Fragend schauen sie in die Richtung des Langhaarigen, welcher das Training wie auch früher bei Obito und Ayumi mit wachsamen Augen überwacht hat. “Alter Mann, hat dir irgendwas nicht gepasst?“ stellt Akuma direkt seine Frage und betrachtet den Mitgründer Konoha´s dabei durchdringend. “Nein. Ich möchte sehen was die beiden drauf haben. Ob sie es wert sind mit unter unserem Dach zu leben.“ spricht er seine Worte kühl, mit teuflischem Grinsen auf den Lippen und nickt dabei in Richtung Nurui´s und Daiki´s. Die beiden tauschen einen verdutzten Blick miteinander. “Keine Sorge. Madara ist unser Stratege. Er hat früher auch mein Training geleitet und Obito innerhalb von ein paar Wochen vom Fähigkeitenstand eines Genin auf Hokage Level trainiert. Bestimmt kann er euch ein paar Tipps geben nachdem er sich euren Kampfstil angesehen hat.“ sagt Ayumi lächelnd und reibt sich dann etwas Schweiß von der Stirn. Nun gut, wenn das so ist haben die beiden Jagdninja´s da nichts dagegen. Sie werden ihm beweisen, dass sie keine Schwächlinge sind. Sasuke und Obito haben ihre Trainingseinheit damit beendet und setzen sich entspannt auf die Veranda.
Daiki steht auf und wirft Akuma eine Zigarettenschachtel entgegen. “Hey Akuma, wir haben noch einen Kampf offen. Letztes Mal habe ich mich ja nur zurück gehalten weil ich sehen wollte was du so drauf hast.“ sagt er grinsend und lässt dabei seinen Nacken rollen. Der große Mann fängt die Schachtel auf und steckt sie dankend in seine Manteltasche. “Das werden wir ja gleich sehen, wer sich zurück gehalten hat.“ antwortet der Schwarzhaarige ihm schmunzelnd und freut sich schon auf das Sparring. Unter den ganzen ANBU Shinobi der Einheit gegen die er im Blitzreich angetreten ist, war der Blauäugige der viel versprechendste und der, der ihm am meisten entgegen zu setzen hatte. “Dann sind wir wohl die anderen Trainingspartner.“ sagt Nurui lächelnd zu Ayumi als er ebenfalls aufsteht. Die Schwarzhaarige nickt leicht und so kämpft sie dann gegen den Braunhaarigen während ihr Bruder den mit den silbergrauen Haaren übernimmt. Da die beiden Jagdninja´s begnadete Schwertkämpfer sind nimmt Ayumi auch ihr Kurzschwert in die Hand um damit ihrem alten Freund gegenüber zu treten. Immerhin macht es am meisten Sinn im Training auch mit den Sachen zu trainieren die man normalerweise in Kämpfen benutzt. Die vier schenken sich nichts während sie über die große Fläche des Gartens hetzen und einander immer wieder attackieren. Alles unter dem prüfenden Blick Madara´s.
Der Langhaarige erhebt sich von seinem Stuhl und geht auf die Gruppe zu. “Das war für den Anfang schon gar nicht so schlecht.“ meint er dabei zu den beiden Neuankömmlingen im Hause Uchiha. “Ihr könntet eure Angriffsstärke aber noch etwas verbessern wenn ihr euch anders ausbalanciert. So zum Beispiel.“ spricht der Mitgründer Konoha´s seine Worte ruhig und macht es den beiden Schwertkämpfern praktisch vor nachdem er sich zu Demonstrationszwecken kurzerhand das Schwert von Ayumi geliehen hat. Die beiden ANBU Shinobi nicken verstehend als sie seine Bewegungen genauestens beobachten und diese sogleich nachahmen. Erstaunt öffnen sie die Augen als sie feststellen, dass es auf seine Art deutlich einfacher geht und die Schwerthiebe flüssiger von der Hand gehen. Die Zwillinge begeben sich auf die Veranda um den dreien etwas Platz zu machen und nachdem die Schwarzhaarige ein paar Gläser Wasser geholt hat um den Flüssigkeitshaushalt wieder aufzufüllen beobachten sie neugierig das Training zwischen Madara, Nurui und Daiki. Die beiden Männer treten gemeinsam gegen den Langhaarigen an und der Uchiha gibt ihnen währenddessen immer wieder Tipps und zeigt ihnen Möglichkeiten ihre Bewegungen zu verbessern. Natürlich macht er dabei nicht ernst. Aber zu Trainingszwecken ist das gerade völlig ausreichend. Nurui und Daiki sind völlig fertig und atmen keuchend als Madara ihnen anerkennend zu nickt und deren Training für heute damit beendet. Die Konnoichi lächelt fröhlich und streckt einen Daumen in die Luft so nach dem Motto ´Gut gemacht´. Akuma legt Daiki eine Hand auf die Schulter und dann zünden sich die beiden erst mal eine Zigarette an und rauchen entspannt. “Nun zu dir, Ayumi. Ich möchte mir ein Bild von deinem Susanoo machen.“ richtet der Langhaarige das Wort an seine Schülerin und schmunzelt leicht. Immerhin hat Akuma große Töne gespuckt wie toll die Form ihrer Wesenheit ist, davon möchte er sich selbst überzeugen. Das war´s also mit ihrer Pause.
Die Schwarzhaarige betritt die große Rasenfläche und stellt sich dem Langhaarigen gegenüber. Wenn er ihr Wesen unbedingt sehen möchte, dann will sie mal nicht so sein. Auch die anderen sind neugierig was es damit wohl besonderes auf sich hat und betrachten sie erwartungsvoll. Die junge Uchiha aktiviert ihr Ewiges Mangekyo Sharingan und macht dann ein Fingerzeichen um ihre Wesenheit zu beschwören. Ihr Körper wird sogleich in helles, blau-weißliches Chakra eingehüllt, welches ihren gesamten Körper wie eine Art Panzerung umgibt. Sie konzentriert sich etwas mehr und bildet an ihren Fingern dann lange, scharfe Krallen die sich aus dem Chakra ihres Susanoo manifestieren. Madara weitet überrascht die Augen. Die Susanoo der anderen Uchiha Mitglieder die er kennt sind allesamt riesige Geschöpfe mit Armen und Waffen in wessen Inneren sich der Anwender befindet. Bei Ayumi allerdings wird auf die riesige Gestalt eines Samurai ähnlichen Kriegers verzichtet und lediglich ihr Körper darin eingehüllt. Sehr interessant. Akuma hatte Recht, so etwas hat selbst er als Gott der Shinobi noch nicht gesehen. Auch die anderen betrachten die junge Frau mit weit geöffneten Augen. “Dann wollen wir doch mal sehen was du damit alles aushalten kannst.“ sagt der Mitgründer Konoha´s herausfordernd und aktiviert dann ebenfalls sein Kekkei Genkai um sein eigenes Susanoo zu beschwören. Anstatt der perfekten Form seiner Wesenheit entfesselt er aus platztechnischen Gründen nur die halbe Form bestehend aus einem in eine Rüstung gehüllten Oberkörper mit zwei Armen und einem Schwert. Er lässt seine Wesenheit zu einem Schlag ausholen und zielt dabei genau auf den Körper der Schwarzhaarigen. Ein normaler Mensch könnte dem Schwerthieb des Susanoo nicht standhalten. Allein vom Größenverhältnis her sieht es beängstigend aus. Ayumi gelingt es in ihr Wesen eingehüllt allerdings den Schwerthieb mit bloßen Händen zu blocken. Sie klemmt die Klinge dabei zwischen ihren beiden Handflächen ein und hält sie ganz fest ohne sich dafür großartig anstrengen zu müssen. Der Schwarzhaarige zieht sein Schwert wieder zurück und schmunzelt leicht.
Da die junge Frau generell eher aus den Schatten heraus agiert und in Kämpfen lieber unentdeckt bleibt sofern es sich nicht vermeiden lässt sich zu zeigen, passt diese Form des Susanoo wie an gegossen zu ihrem Kampfstil. Es stimmt also, dass die Wesenheit bei jedem anders aussieht und sich anders manifestiert da es sich an das Chakra und den Charakter des Anwenders anpasst. Das erklärt zumindest auch warum ihr Susanoo immer so kümmerlich aussah wenn sie versuchte damit die Form zu erschaffen wie es das ihres Bruders hat. Das passt eben einfach nicht zu ihrem Charakter. Ihr Lehrer möchte nun wissen was sie angriffstechnisch drauf hat und winkt sie zu sich. Dazu lässt sich die junge Frau nicht zweimal auffordern. Schnell sprintet sie auf den großen Mann zu und schlägt dann mit den Klauen ihrer Hände abwechselnd auf seine Wesenheit ein. Ein brizzelndes Geräusch ist dabei jedes Mal zu hören wenn die beiden Chakratypen der Wesen aufeinander prallen. Größentechnisch ist die Form ihres Susanoo zwar deutlich kleiner als die von ihm oder den anderen Uchiha´s, im Verhältnis der Stärke der Wesenheit steht es denen aber in nichts nach. Außerdem befindet sie sich noch in der Entwicklungsphase. Es wird sich also wahrscheinlich noch etwas verändern und möglicherweise noch andere oder ergänzende Waffen entwickeln.
Die Konnoichi, eingehüllt in ihre Wesenheit attackiert das Susanoo Madara´s immer und immer wieder bis sie dann schwer keuchend stehen bleibt und einen Moment verschnauft. Da sie die Form noch nicht so lange beherrscht, ist es sehr anstrengend für sie diese aufrecht zu erhalten und verbraucht dementsprechend viel Chakra. Sichtlich erschöpft wischt sie sich Schweiß vom Gesicht und versucht wieder zu Atem zu kommen. Der Langhaarige wechselt von seiner Kampfhaltung in eine entspannte Haltung und deaktiviert sein Susanoo, sowie sein Kekkei Genkai. Ayumi tut es ihm gleich und zufrieden mit ihrer Leistung legt er ihr seine Hand auf die Schulter nachdem er vor ihr stehen geblieben ist. “Das hast du gut gemacht.“ sagt er anerkennend und die junge Frau grinst darauf wie ein Honigkuchenpferd. Sein Lob freut sie wirklich sehr. “Das war richtig gut, Schwesterchen!“ ruft Akuma von der Seite und lächelt dabei. Madara löst die Barriere auf und schaut dann zwischen den Anwesenden hin und her. “Da wir jetzt glücklicherweise alle hier sind, sollten wir uns zusammensetzen und über die neuesten Geschehnisse sprechen.“ meint er ernst und geht direkt ins große Wohnzimmer ihres Anwesens. Dicht gefolgt von den restlichen Familienmitgliedern inklusive Daiki und Nurui.
Itachi und Seiran hatten sich vor einer Weile auch wieder auf die Veranda gesellt um das Training zu verfolgen und so sitzen jetzt alle im Wohnzimmer auf der großen Couch und den einzelnen Sesseln. Madara wartet noch bis alle sitzen ehe er dann das Wort ergreift. “Wie ihr alle mitbekommen habt, wurde Konoha Gakure von einer Gruppe Unbekannter angegriffen. Die Maskierten verlangten das Wunderkind auszuliefern.“ beginnt er zu sagen und schaut dabei dann zu Akuma. “Über die genauen Ziele weshalb sie das Wunderkind suchen haben sie geschwiegen und sich nichts weiter entlocken lassen. Wir wissen nicht wer diese Organisation ist, konnten uns aber ein Bild davon machen, wie mächtig sie sind. Sie werden auch sicher nicht locker lassen, bis sie ihr Ziel erreicht haben und es ist davon auszugehen, dass sie wieder kommen werden.“ meint er ruhig und schaut dabei zwischen den Versammelten hin und her. “Ach mach dir darum mal keine Sorgen, alter Mann. Selbst wenn sie wieder kommen, werd ich ihnen höchst persönlich den Arsch aufreißen.“ sagt Akuma grinsend und tätschelt sich dabei seinen angespannten Bizeps. Der Mitgründer Konoha´s rollt genervt mit den Augen. “Nimm das mal ein bisschen ernster, Bengel! Sie sind stark und können selbst dich töten wenn du nicht aufpasst. Es ist ein großer Fehler seine Gegner zu unterschätzen. Zumal wir auch nicht wissen was deren Absichten mit dir sind.“ ermahnt er den muskulösen Mann dann damit ernst zu bleiben und die Sache nicht zu leicht zu nehmen.
“Alles klar. Ist ja schon gut.“ meint Akuma besänftigend und hebt dabei entschuldigend die Hände in die Luft. “Wir wissen vom Kazekage, dass er die Aufforderung erhielt mit ihnen zusammen zu arbeiten um ihnen das Wunderkind auszuliefern und die geheimen Schriftrollen zu finden die geheimnisvolle Techniken enthalten. Zu unserem Vorteil habt ihr die Schriftrollen bereits gefunden.“ wirft Obito ein und schaut dabei zu den Zwillingen. “Noch dazu kommt uns zu gute, dass sie nichts von dem zweiten Wunderkind wissen. Sonst wärst du wohl auch auf ihrer Liste, Ayumi.“ beendet der Kurzhaarige seinen Satz dann und legt den Kopf etwas schief als er sie betrachtet. Laut der Sage der Uchiha ist das Wunderkind welches alle 150 Jahre und aber auch nur unter bestimmten Voraussetzungen inmitten des Uchiha Clans geboren werden kann immer männlich. Ayumi hatte aufgrund dessen, dass sie Zwillinge sind und sich dieselbe Fruchtblase teilten wohl das Glück die Wundergabe ebenfalls ab zu bekommen. Von ihrer Existenz als solches wissen nur die Mitglieder ihrer Familie, sowie der 6.te Hokage, Naruto welcher ihre Gabe mit eigenen Augen miterlebte, Orochimaru und jetzt eben auch Daiki und Nurui. Auch zum Schutz Ayumi´s soll das weiterhin so bleiben, dass es keine Außenstehenden wissen.
“Aber warum treten die Mantelträger erst jetzt auf den Plan? Und was wollen sie mit Akuma sobald sie ihn haben?“ stellt die Schwarzhaarige ihre Frage und schaut dabei in die Runde. Das sind die Fragen die sich wohl alle Beteiligten stellen und worauf sie bisher noch keine Antworten gefunden haben. Der Feind welchem Madara gegenüberstand war schon äußerst stark, noch dazu ist ihm bis heute ein Rätsel weshalb er ein Susanoo beschwören konnte. Das funktioniert nämlich nur mit dem Kekkei Genkai des Uchiha Clans. Wer also war der Fremde? Und noch wichtiger ist die Frage wer der andere Mann mit der schwarz-goldenen Maske bei ihm war. Er schien die Angriffstruppe zu befehligen und war noch mal deutlich mächtiger als der, der die Wesenheit beschworen hat. Fragen über Fragen. “Kakashi hat vorgeschlagen, dass wir mit dem Kazekage sprechen um genauere Hintergründe zu erfahren was ihm als Vorschlag der Maskierten unterbreitet wurde. Die letzten Tage musste er sich von seinen schweren Verletzungen erholen aber heute können wir bestimmt mit ihm sprechen.“ schlägt Obito vor und schaut dabei abwechselnd die beiden Zwillinge an. Nurui und Daiki nicken verstehend. “Ich bin mir sicher, dass auch der Raikage diese Aufforderung erhalten hat. Zumindest erteilte er uns den Auftrag das Wunderkind ohne wenn und aber zu ihm zu bringen und das so schnell wie möglich.“ sagt der Braunäugige mit ernstem Tonfall und sein Partner nickt zustimmend. Derselben Meinung ist er auch. Bestimmt haben auch die Kage der anderen Reiche schon Besuch von der Organisation erhalten. Das würde die ganzen zwielichtigen Aufträge erklären welche Akuma und Ayumi für diese durchführen sollten. Und um das heraus zu finden, haben die beiden Jagdninja´s angeboten sich in die Einheiten der anderen Reiche zu schmuggeln um zu infiltrieren und im besten Fall wertvolle Informationen zu der ganzen Sache zu erhalten um etwas Licht ins Dunkel zu bringen. //Wer zum Teufel sind die? Und was wollen sie von Akuma? Werden wir sie besiegen können falls sie uns erneut in einem Kampf gegenüberstehen sollten?// hallen die Gedanken im Kopf der Schwarzhaarigen als sie nachdenklich die Augen schließt. Immerhin hat selbst Madara zugegeben, dass es sich bei ihnen um starke Gegner handelt und das hat schon was zu heißen wenn es aus dem Mund des Gottes der Shinobi kommt.
Neue Informationen?
“So oder so werden wir euch nicht ausliefern. Das wäre ja noch schöner.“ sagt Obito ernst und legt der jungen Frau dabei beruhigend eine Hand auf den Kopf. “Wir sollten schnellstmöglich die Hintergründe der Gruppierung herausfinden und wo sich diese aufhalten damit wir sie zerschlagen können.“ fügt Madara hinzu und verschränkt nachdenklich die Arme vor der Brust. “Ihr werdet jetzt zu aller erst mit dem Kazekage sprechen und anschließend besprechen wir uns wie es weiter geht.“ gibt der Mitgründer Konoha´s als Anweisung und die Zwillinge nicken einverstanden. Gemeinsam stehen sie dann auf um sich zusammen mit Obito auf den Weg zum 6.ten Hokage zu machen. Die restlichen Versammelten gönnen sich nach dem Gespräch ein bisschen Entspannung und nach und nach geht jeder seinen eigenen Interessen nach. Bei Kakashi angekommen sammeln sie diesen direkt ein und gehen gemeinsam zum Krankenhaus. Dort gehen sie auf die Station auf welcher sich der Kazekage befindet. Leise klopfen sie an dessen Zimmertür an und im Anschluss wird diese von einem blonden Wirbelwind geöffnet. “Hey Naruto.“ sagen die Zwillinge wie aus einem Munde und begrüßen den Teenager mit erhobener Hand. Es war anzunehmen, dass sich der Blonde hier aufhalten würde. Immerhin ist Gaara sein Freund. “Guten Abend, Meister Kazekage.“ sagt Ayumi höflich und verbeugt sich leicht. “Kein Grund so förmlich zu sein.“ antwortet der Rothaarige lächelnd und setzt sich im Bett ein Stück weiter auf. Mit prüfendem Blick betrachtet der Kazekage die beiden Geschwister. Er kennt sie nicht und wundert sich weshalb der Hokage diese zu ihm mitgebracht hat. Akuma bemerkt den fragenden Blick des Rothaarigen. “Ich bin Akuma Uchiha, alias das Wunderkind.“ sagt er dann schnell um nicht für noch mehr Verwirrung zu sorgen. Der Kazekage weitet überrascht die Augen als er ihn durchdringend mustert. “Du hast überlebt?“ stellt er verwundert seine Frage. Immerhin weiß er, dass die Organisation hinter ihm her ist und musste ja schon am eigenen Leib erfahren wozu sie imstande sind. “WIR haben überlebt.“ antwortet der muskulöse Mann gelassen und deutet dabei mit dem Zeigefinger erst auf sich und dann auf seine Schwester die neben ihm steht. Jetzt ist der Rothaarige erst Recht verwirrt als er mehrmals zwischen den beiden hin und her schaut.
“Meine Schwester ist ebenfalls ein Wunderkind. Nur weiß das keiner und das soll auch geheim bleiben.“ erklärt der große Mann schnell und Ayumi hebt skeptisch eine Augenbraue. Dafür, dass es niemand weiß, gibt er es ja ziemlich offenkundig preis. Andererseits ist Gaara ein guter Freund Naruto´s und würde das Geheimnis daher sicher wahren. Zumal er ja offensichtlich auch nicht gemeinsame Sache mit den Maskierten machen wollte und extra nach Konoha gereist ist um den Hokage zu warnen. “Ich verstehe. Dann solltet ihr beide auf der Hut sein.“ sagt er mit ernster Stimme. Kakashi erkundigt sich nach dem Befinden des Kazekage und nachdem er erzählt, dass er noch ziemliche Schmerzen hat da die Knochenbrüche noch nicht ganz ausgeheilt sind, beschließt Ayumi ihm zu helfen. “Wenn Sie erlauben, Meister Kazekage, werde ich Ihnen dabei behilflich sein.“ bietet die Schwarzhaarige an und betrachtet ihn dabei abschätzend. “Nenn mich ruhig Gaara. Und wie willst du mir dabei helfen?“ fragt er neugierig und lächelt dabei leicht. “Oh Ayumi ist wirklich gut was das Heilen von Verletzungen betrifft. Eigentlich sollte sie hier im Krankenhaus arbeiten. Dann hätten die Ärzte im Nu nichts mehr zu tun.“ sagt Naruto breit grinsend und auf das Lob bekommt die Konnoichi etwas gerötete Wangen. Entschlossen stellt sie sich direkt neben das Krankenbett und legt ihre Hände sanft auf die Brust und den Bauch des Rothaarigen nachdem sie ein Fingerzeichen formte um ihr Chakra zu konzentrieren. Ihre Handflächen werden in helles, grünes Chakra eingehüllt und die junge Frau beginnt sogleich damit ihr Chakra in den Körper des Kazekage fließen zu lassen. Mit erstauntem Gesichtsausdruck beobachtet er die Schwarzhaarige genau als die Schmerzen immer weniger werden und dann vollkommen verschwinden. Zu Anfang hörte man noch ein leises Knirschen, die gebrochenen Knochen der Rippen haben sich nämlich neu angeordnet und sich dahin verschoben wo sie eigentlich hin gehören ehe sie dann zusammen gewachsen sind. Ayumi beendet die Behandlung und lächelt dann leicht. “Vielen Dank. Wirklich beeindruckend.“ gibt Gaara zu und Naruto pufft ihm mit dem Ellenbogen gegen die Schulter. Ganz nach dem Motto ´Hab ich doch gesagt.´.
“Aber sag Gaara, wie kam es eigentlich genau dazu, dass du jetzt hier bist. Kannst du uns das noch mal erklären?“ fragt Kakashi mit ruhiger Stimme und der Rothaarige nickt leicht. “Ich saß in meinem Büro als plötzlich zwei starke Präsenzen zu spüren waren. Noch bevor wir reagieren konnten standen sie auch schon vor meinem Schreibtisch. Sie trugen dunkle Mäntel und Masken vorm Gesicht. Sie sagten sie gehören zu einer Organisation die auf der Suche nach dem Wunderkind der Uchiha ist. Dass sie die Präsenz von diesem eines Tages ganz deutlich spüren konnten und seither alles in Bewegung gesetzt haben es zu finden.“ beginnt er zu erklären. Mit dem spüren meinten sie bestimmt die Situation des 4.ten Ninja-Weltkrieges in welchem die Zwillinge ihre Chakren miteinander verbunden haben und somit aus zwei versiegelten Kräften wieder eine vollständige machten. Die Kraft die davon ausgestrahlt wurde konnte man bestimmt noch in weiter Entfernung wahrnehmen. “Ich wollte natürlich wissen wie sie darauf kommen, dass ich weiß wer das Wunderkind ist da ich davon noch nie etwas gehört habe. Und was sie mit dem Wunderkind überhaupt wollen. Warum ihnen das so wichtig ist. Antworten erhielt ich darauf keine. Nur die Aussage, dass es auch in meinem Interesse wäre es auszuliefern da seit der Geburt dieses Wunderkindes das Kräfteverhältnis zwischen den einzelnen Reichen gestört ist und wir in klarem Nachteil wären sollte sich die Nation des Wunderkinds gegen uns stellen. Es wäre also für alle Beteiligten das Beste wenn es verschwinden würde um keinen Schaden anrichten zu können.“ erklärt der Kazekage weiter. “Ich sollte kooperieren und dabei helfen es zu finden. Ebenso wie irgendwelche Schriftrollen die keinesfalls in die Hände des Wunderkinds fallen sollten. Und falls ich mich weigern sollte, würden sie wieder kommen und Suna Gakure vernichten.“ beendet der Rothaarige seine Erklärung und schaut dabei zwischen den Anwesenden hin und her. Ayumi runzelt nachdenklich die Stirn. “Ich sagte ihnen, dass ich nichts von einem Wunderkind weiß und dass mich diese ganze Sache weder interessiert, noch etwas angeht. Daraufhin kam es zum Kampf. Es gelang mir und meinen Shinobi die beiden in die Flucht zu schlagen aber vor deren Verschwinden ließen sie noch einige Bomben in Suna Gakure hoch gehen. Wir kümmerten uns erst um die Zerstörung und den Wiederaufbau und dann habe ich mich auf den Weg zu euch gemacht. Dass ich in einen Hinterhalt geraten bin und attackiert wurde, wisst ihr ja bestimmt bereits.“ sagt er ernst und streckt sich dann etwas.
Die Zwillinge nicken zustimmend. Das hat ihnen Obito immerhin schon mitgeteilt. “Wir gehen davon aus, dass auch die anderen Kage zur Mitarbeit gezwungen wurden.“ wirft Kakashi in die Unterhaltung mit ein. “Davon ist auszugehen.“ stimmt Gaara ihm zu. “Ayumi und Akuma hatten es auf ihren Missionen für die Kage bereits mit mehreren hinterhältigen Situationen zu tun in welchen versucht wurde Akuma gefangen zu nehmen.“ erklärt der Hokage weiter und der Kazekage hält sich nachdenklich das Kinn. “Die anderen Kage sind mir unterlegen. Es kann gut sein, dass sie die Drohung ernst genommen und sich lieber für Zusammenarbeit entschieden haben.“ spricht der Rothaarige seine Gedanken laut aus. “Das klingt plausibel.“ sagt Obito und schaut dann fragend aus dem Fenster. “Mehr Informationen wer diese Leute sind oder wo sie her kamen kann ich euch leider nicht geben. Das was ich euch erzählt habe ist alles was ich weiß. Ihr könnt aber sicher sein, dass ich nicht mit ihnen zusammen arbeiten werde. Diese Entscheidung wird sich auch nicht ändern.“ sagt Gaara mit ruhiger Stimme und schaut dabei in Kakashi´s Augen. Es ist ja schon mal gut zumindest einen Verbündeten der anderen Reiche auf ihrer Seite zu wissen. “Sicherheitshalber werde ich dich mit meinem Team nach Suna Gakure begleiten und eine Weile dort bleiben. Bis wir die Umstände geklärt haben.“ sagt Naruto ernst und nickt seinem guten Freund zu. Mit Kakashi ist das offenbar bereits besprochen da dieser nichts weiter dazu sagt. Das bedeutet also, dass Naruto zusammen mit Sasuke und Sakura Konoha für eine gewisse Zeit verlassen wird um in Suna nach dem Rechten zu sehen und den Kazekage zu unterstützen, falls die Mantelträger abermals auftauchen sollten. Was nicht weiter ein Grund zur Besorgnis ist, da sich in Konoha noch genug starke Shinobi befinden um das Dorf zu verteidigen. Allen voran Madara und Obito Uchiha welche ja bereits im 4.ten Ninja-Weltkrieg gezeigt haben wozu sie fähig sind und ganz allein mit ihren Fähigkeiten die vereinten Shinobi-Nationen unterworfen und besiegt haben. Minato Namikaze hat sich in der Zwischenzeit ebenfalls vollständig von der Seelenrückführung erholt und steht damit auch als starker Kämpfer zur Verfügung.
“Gut, Gaara, das ist alles was wir wissen wollten. Wenn es dir besser geht solltest du morgen mit Naruto, Sasuke und Sakura zurück ins Windreich aufbrechen. Wir bleiben in Kontakt. Ich werde dir eine Nachricht zukommen lassen sobald wir neue Erkenntnisse zu dieser Sache haben.“ schlägt der Grauhaarige vor und der Kazekage nickt entschlossen. “Und ich werde dir eine Nachricht zukommen lassen falls ich etwas Neues erfahre.“ sagt der Rothaarige ernst und damit verabschieden sie sich dann voneinander. Kakashi macht sich zusammen mit Obito zu seinem Büro auf. Die beiden haben wohl noch etwas zu besprechen. Die Geschwister gehen also alleine zurück ins Uchiha Viertel. “Mach dir keine Sorgen. Wir werden schon raus kriegen wer dahinter steckt und sie besiegen. Uns wird nichts passieren.“ sagt Akuma selbstbewusst und versucht ihr damit Mut zu machen. “Ja da hast du wohl Recht.“ murmelt seine Schwester leise und gemeinsam betreten sie nach einem kurzen Fußmarsch dann ihr Haus. Drinnen duftet es bereits nach Abendessen und von ihrer Nase geleitet gehen sie dann in die große Wohnküche. Ayumi hilft Seiran dabei den Tisch zu decken während Akuma sich mit Madara darüber unterhält was der Kazekage zu sagen hatte. Die beiden Brüder im Hause Uchiha vertreiben sich die Zeit vorm Fernseher und Nurui sowie Daiki sind draußen im Garten und trainieren ein wenig. Sie wollten unbedingt die Techniken die Madara ihnen zeigte verinnerlichen und weiter ausbauen. Seiran ruft zum Essen und Akuma schreitet daher auf die große Veranda um die beiden ANBU Shinobi zu rufen. Gemeinsam sitzen sie dann alle an dem großen Tisch und lassen sich gebratenen Fisch, gedünstetes Gemüse und Reis schmecken. “Wir haben uns übrigens entschieden wo wir zuerst hingehen werden.“ sagt der Braunhaarige ruhig und schaut dabei in die Runde. “Als Erstes werden wir die ANBU Einheit im Erdreich infiltrieren.“ fügt Daiki hinzu. “Morgen werden wir aufbrechen um keine weitere Zeit zu verlieren.“ erklärt Nurui weiter und die Schwarzhaarige weitet überrascht die Augen. Sie wollen also so schnell schon aufbrechen?
“Madara. Würdest du Nurui und Daiki auch das Symbol geben mit welchem wir mit dir und Obito verbunden sind?“ stellt Ayumi nett ihre Frage und betrachtet ihn dabei bittend. Der Langhaarige nickt einverstanden. Ihn stört es nicht wenn sie ebenfalls das Mal tragen und schaden tut es sicherlich auch nicht in Verbindung zu bleiben. Zufrieden lächelt die junge Frau und wendet sich dann wieder ihrem Essen zu. Damit wäre das ja schon mal geklärt. “Wenn ihr das Mal tragt brauchen wir uns auch keine Sorgen machen falls wir wieder von einer ANBU Einheit in einen Hinterhalt gelockt werden. Immerhin können wir euch dann auch spüren ohne, dass ihr uns dafür extra über das Mal rufen müsst.“ sagt Akuma ruhig und die junge Uchiha nickt zustimmend. “Ja richtig. Dann brauchen wir keine Angst haben aus versehen euch anzugreifen wenn es zu einem Kampf kommen sollte.“ fügt sie hinzu und neigt dabei etwas den Kopf. Da Jagdninja´s während Missionen dauerhaft ihre Masken tragen, würden sie ihre Freunde vielleicht nicht auf Anhieb erkennen und da niemand Verdacht schöpfen soll, müssen Nurui und Daiki ebenfalls mit kämpfen und die Zwillinge angreifen. So ist das also eine gute Absicherung für beide Seiten. Als sie mit dem Essen fertig sind richtet Madara das Wort an die Versammelten. “Für euch gibt es aktuell keine neue Mission der anderen Kage. Das heißt ihr werdet erstmal hier bleiben und trainieren während die beiden damit beginnen die ANBU Einheit Iwa Gakure´s zu infiltrieren und Info´s aus dem Tsuchikage zu locken.“ sagt der Langhaarige mit ruhigem Tonfall und sieht dabei den Braun- und den Blauäugigen an. Die Männer nicken leicht. Der Mitgründer Konoha´s richtet seinen Blick dann auf die Zwillinge. “Ihr werdet in der Zwischenzeit viel meditieren um ein Gespür dafür zu bekommen wann eure Chakra Reserven komplett aufgebraucht sind und wie lange es dauert bis sie wieder aufgefüllt sind. Das ist in Kämpfen überaus nützlich und gerade jetzt wo eine Unbekannte Bedrohung vor der Tür steht wichtig. Gerade auch deswegen weil ihr die Versiegelung eures Chakra´s gelöst habt und damit auf alle Reserven zurückgreifen könnt.“ sagt er ernst und wird was das angeht auch nicht mit sich verhandeln lassen. Das kennt Ayumi schon von früher zur Genüge. In dem Fall ist es das Beste einfach zu tun was er sagt ohne sich darüber aufzuregen.
“Akuma ist doch so gut wie unverwundbar. Ich denke da brauchen wir uns um ihn keine Sorgen machen.“ sagt Ayumi schmunzelnd. “Und falls ich sterbe, kann mich Ayumi ja immer noch wiederbeleben, alter Mann.“ fügt Akuma grinsend hinzu und die beiden Geschwister tauschen einen viel sagenden Blick. Sie wissen, dass die Lage ernst ist, wollen aber ein bisschen albern. Während Madara, Akuma einen Klaps auf den Hinterkopf gibt, macht Obito selbes bei Ayumi. “Du bist nicht unverwundbar. Du regenerierst dich dank deiner Wunderkindgabe nur äußerst schnell. Also nehmt die Sache mal ein bisschen ernster.“ entgegnet ihnen der Langhaarige und seufzt etwas. “Muss ich es dir noch mal sagen, Grünschnabel? Unterschätze deine Gegner nicht. Vor allem wenn wir noch nichts über das volle Ausmaß deren Kräfte und Fähigkeiten wissen.“ ermahnt er den jungen Uchiha und dieser verdreht daraufhin genervt die Augen. “Ja, ist ja schon gut. Ich werde meditieren.“ meint er leise und hebt ergebend die Hände in die Luft. Er bevorzugt praktisches Training und meditiert eher ungern, aber dieses Mal wird es wohl nichts helfen sich drücken zu wollen. Ayumi schaut schmunzelnd zwischen den beiden hin und her. Sie ist sehr froh, dass alle so gut miteinander auskommen. Klar gibt es Meinungsverschiedenheiten und mit dem einen kommt man vielleicht besser zurecht als mit dem anderen, aber dennoch fühlt es sich an wie eine richtige, kleine Familie. Das, was sie sich schon seit so vielen Jahren gewünscht hat.
Da damit alles geklärt ist, geht Akuma nach draußen auf die Veranda. Höchste Zeit eine zu rauchen. Daiki gesellt sich dazu und gemeinsam rauchen die beiden Männer entspannt und blasen hierbei immer wieder Zigarettenrauch in die Luft. Die einzigen beiden Frauen im Haus kümmern sich darum, dass die Küche und der Esstisch wieder ordentlich sind während sich Sasuke bereits in sein Zimmer verzieht um sich auszuruhen. Naruto ließ ihn wissen, dass sie morgen Gaara zurück nach Suna Gakure begleiten. Da will er ausgeschlafen sein. Itachi macht sich zu einem kleinen Nachtspaziergang auf und Madara verschwindet in sein Zimmer um sich ebenfalls etwas Ruhe zu gönnen. Obito ist bisher nicht von der Besprechung mit Kakashi zurückgekehrt also packt Ayumi ihm eine Portion Essen in den Kühlschrank und legt einen Zettel auf den Tisch auf welchem sie schreibt wo er sein Essen findet. Seiran ist schon ziemlich müde und beschließt sich eine erfrischende Dusche zu gönnen ehe sie schlafen geht. Nurui und Ayumi setzen sich auf die Veranda und leisten Akuma und Daiki Gesellschaft. Die vier sind noch nicht müde und wollen noch ein bisschen miteinander reden. Auch über den morgigen Aufbruch der beiden Jagdninja´s. Die Schwarzhaarige richtet ihren Blick in den Nachthimmel. Heute ist er von dichten Wolken eingehüllt und man kann kaum Sterne sehen.
Meditation
“Ihr wollt also morgen schon aufbrechen?“ stellt Ayumi ihre Frage an die beiden Jagdninja´s und betrachtet sie dabei mit großen Augen. Nurui nickt leicht. “Mach dir keine Sorgen. Der Raikage ist zwar eliminiert, aber um nach außen keine Schwäche oder sich angreifbar zu zeigen wird das den anderen Reichen nicht mitgeteilt werden. Wir müssen also keine Angst haben, dass unsere Tarnung auffliegen könnte. Und du hast das Dokument ja selbst gesehen. Es sieht offiziell und echt aus.“ sagt er beruhigend und lächelt dabei sanft. Die Schwarzhaarige seufzt leise. Sie macht sich trotzdem Gedanken. Vor kurzem haben sich ihre Wege erst wieder gekreuzt, sie würde gern noch etwas mehr Zeit mit ihrem alten Freund verbringen ehe sich die Wege wieder trennen. Wenn es dieses Mal auch nur für absehbare Zeit ist. Akuma bläst etwas Zigarettenrauch in die Luft. “Mach dir keinen Kopf, Schwesterchen. Madara wird sie mit demselben Mal ausstatten, welches wir auch haben. Dann können wir ihnen jederzeit zu Hilfe eilen. Oder Obito. Außerdem haben wir eine eigene Mission um die wir uns kümmern müssen.“ richtet er seine Worte ruhig an seine Schwester. Diese hebt verdutzt eine Augenbraue. Nach ihrem Wissen haben sie aktuell keine neuen Missionen erhalten. Diese Gedanken wohl erahnend, schmunzelt er etwas. “Na, schnellstmöglich heraus finden wer hinter dieser Organisation steckt und sie ausschalten.“ fügt er grinsend hinzu und jetzt weiß die Konnoichi zumindest was er meinte. Eine Weile sitzen die vier noch auf der Veranda und unterhalten sich darüber was in den letzten Jahren so alles vorgefallen ist und was sie erlebt haben ehe sich ihre Wege wieder trafen und dann ziehen sich alle in ihre Zimmer zurück um sich schlafen zu legen. Akuma schleicht leise in das Zimmer von sich und Seiran. Da die Silberblonde bereits schläft, zieht er sich fast lautlos aus nachdem er sein Kurzschwert gegen die Wand gelehnt hat und krabbelt dann vorsichtig zu ihr ins Bett. Sachte legt er von hinten seine Arme um sie und aneinander gekuschelt fällt er dann in einen friedlichen Schlaf. Nurui und Daiki liegen bereits in ihren Betten während sie sich noch darüber unterhalten wie sie es am Besten anstellen sich das Vertrauen der Iwa Gakure ANBU Einheit und noch viel mehr des Tsuchikage zu erschleichen. Von ihrer Aufnahme in deren Truppe hängt nämlich der Erfolg oder Misserfolg ihres Vorhabens ab. Ayumi wälzt sich noch eine Weile in ihrem Bett hin und her, lauscht dem gelegentlichen Ruf einer Eule und schläft dann irgendwann auch endlich ein.
Bei Tagesanbruch stattet Madara den Braun- und Blauäugigen mit je demselben Siegel aus mit welchem auch Ayumi und Akuma mit ihm und Obito verbunden sind und die Schwarzhaarige löst das Siegel auf welches sie Nurui übergangsweise gegeben hat. Nurui und Daiki tragen ihre ANBU Uniform und haben sich noch Proviant und ein paar Flaschen Wasser für die Reise eingepackt. “Ich habe alles.“ sagt der Braunhaarige ernst als er noch mal überprüft hat ob er das gefälschte Schreiben mit Fingerabdruck des Raikage dabei hat. Daiki nickt leicht, er ist offenbar auch aufbruchsbereit. “Seid vorsichtig, ja?“ sagt die Konnoichi leise und umarmt die beiden Männer zum Abschied. “Sind wir.“ antwortet Nurui lächelnd und wuschelt ihr etwas durch die Haare. Akuma hebt eine Hand und nickt den beiden zu. “Wenn wir zurück sind, werden wir eine Revanche austragen, Akuma.“ sagt der Mann mit silbergrauen Haaren grinsend und schon im Anschluss haben sie dann das Anwesen der Uchiha verlassen und machen sich in Richtung Nord-West auf. Dort, wo Iwa Gakure und ihr erstes Ziel der Infiltration liegt. “Da ihr jetzt ja schon wach seid, könnt ihr auch mit eurem Training beginnen.“ schlägt Madara schmunzelnd vor und schaut dabei zwischen den Zwillingen hin und her. “Training?“ hakt Ayumi nach und hebt dabei skeptisch eine Augenbraue. Immerhin ist die Sonne noch nicht mal richtig aufgegangen. Der Mitgründer Konoha´s verschränkt die Arme vor der Brust. “Ja, Training. Beginnt mit Meditation um ein Gespür für euer Chakra zu bekommen. Den vollständigen Fluss diesen, seit ihr das Siegel gebrochen habt und seither uneingeschränkt darauf zugreifen könnt.“ sagt er mit ruhigem Tonfall und Akuma seufzt leise. Meditation mochte er noch nie. “Ich mache mich auf den Weg zu Kakashi. Bis später.“ sagt Obito leise und verlässt dann das Haus um sich zum Hokage Gebäude auf zu machen. Die Zwillinge beschließen dem Vorschlag des Langhaarigen nachzukommen und schieben die Tür zum Garten auf. Noch etwas müde setzen sie sich im Schneidersitz auf die Veranda, schließen die Augen und beginnen zu meditieren. Madara gießt sich in der Zwischenzeit Tee auf und setzt sich dann ebenfalls auf die Veranda um die beiden Wunderkinder bei ihrer Meditation zu überwachen. Ayumi ist es aus ihrer Kindheit gewohnt beim Training immer entweder von Madara oder Obito überwacht zu werden, manchmal auch von beiden gleichzeitig. Akuma muss sich an den Blick den er andauernd auf sich spüren kann allerdings erst gewöhnen.
Gut zwei Wochen sind vergangen seit sich Nurui und Daiki ins Erdreich aufmachten. Bisher haben sie nichts von ihnen gehört und Ayumi fragt sich, ob es ihnen gut geht oder womöglich etwas passiert ist. Die Zwillinge haben die Zeit genutzt und viel meditiert. Sie haben ein neues, verbessertes Gespür für ihren Körper und vor allem ihr Chakra erlangt. Sie trainierten oft bis zur vollkommenen Erschöpfung um dann zu sehen wie lange sie jeweils brauchen um ihre Chakrareserven wieder aufzufüllen. Genau so wie Madara es ihnen aufgetragen hat. Und je mehr sie geübt haben umso schneller hat es auch geklappt die Reserven wieder herzustellen da sie schon rechtzeitig spüren wann sie einen kritischen Punkt erreichen und daher zeitig gegensteuern können. Auch wenn Akuma es ungern zugibt, der alte Mann wie er ihn immer nennt, weiß wovon er redet. Er wird nicht umsonst Gott der Shinobi genannt. Auch sind sie das eine und andere Mal in einem Teamkampf gegen Madara und Obito oder Itachi und Sasuke angetreten. Die Kampfstile der Zwillinge sind vollkommen unterschiedlich. Akuma hat eher so eine ´Hau drauf Manier´ und Ayumi agiert lieber aus dem Hinterhalt. Aber gerade das macht die beiden so kompatibel weil jeder seine Stärke optimal einsetzen kann und zeitgleich damit die Schwäche des Anderen abdeckt. Ayumi hat auch die Beschwörung ihrer Wesenheit trainiert und kann diese nun auch schon viel länger aufrechterhalten als zuvor. Die aus Chakra manifestierten Klauen ihrer Panzerung schlagen tiefe Furchen in den Boden und durch Felsen und damit kann sie auch mächtige Schwerthiebe des Susanoo ihres Bruders abblocken. Die Zwillinge haben auch hin und wieder im ´Tal des Endes´ trainiert, genau so wie heute, um dort ihre verschiedenen Nin-Jutsu´s weiter zu verfeinern und auch Kombinationsangriffe haben sie dort geübt. Am Fuße des Wasserfalles wäscht sich Ayumi das Gesicht und trinkt ein paar Schluck während sich Akuma seinen Mantel auszieht und kurzerhand in das kühle Nass springt um sich zu erfrischen. “Pass doch auf wo du hin spritzt!“ meckert die Schwarzhaarige los da sie nun aussieht wie ein begossener Pudel. Kein Wunder wenn ein 1,90m großer Mann eine Arschbombe ins Wasser nicht weit entfernt von ihr macht. “Hab dich nicht so. Das ist doch nur Wasser und eine Erfrischung nach dem Training tut gut.“ sagt der muskulöse Mann grinsend und zwinkert dabei frech.
Während sich die Zwillinge eine Verschnaufpause gönnen, sind Nurui und Daiki ihrem Ziel bereits etwas näher gekommen. Weit entfernt im Erdreich wurden sie bereits vom Tsuchikage aufgenommen und damit beauftragt die Landeseigene ANBU Einheit zu unterstützen. Die beiden haben erklärt, dass ihre komplette Einheit im Kampf ausgelöscht wurde und sie daher Zwangsversetzt werden um in den anderen Reichen auszuhelfen. Dazu haben sie das Dokument mit Siegel und Abdruck des Raikage vorgezeigt und das war wohl alles was es brauchte um den Tsuchikage zu überzeugen. Sie trainieren schon eine ganze Weile zusammen mit der ANBU Einheit Iwa Gakure´s und lernen die einzelnen Teammitglieder nach und nach kennen. Seit knapp zwei Wochen erledigen sie mit ihnen gemeinsam Aufträge und verbringen so ziemlich die komplette Zeit eines Tages mit ihnen. Sie essen gerade zu Mittag als ihr Truppenführer auf die Gruppe zukommt. “Wir haben einen neuen Auftrag erhalten. Der Tsuchikage hat das Wunderkind ins Erdreich bestellt um sich um eine Gruppe Banditen zu kümmern. Wenn das erledigt ist sollen wir ihm auflauern und auf direktem Weg zu ihm bringen.“ richtet er seine Worte ernst an sein Team. “Letztes Mal waren wir gnadenlos unterlegen. Ein Teil der Verwundeten liegt immer noch auf der Krankenstation um sich zu erholen.“ wirft einer seiner Kameraden bedrückt ein. “Richtig. Und er wird bestimmt nicht allein unterwegs sein. Wie letztes Mal. Wir wissen zwar nicht wer die Frau an seiner Seite ist, aber sie sollte man auch nicht unterschätzen.“ spricht ein anderer seine Gedanken laut aus. Der Teamführer nickt zustimmend. “Das habe ich nicht vergessen. Aber dieses Mal haben wir Unterstützung der Kumo ANBU´s und sind besser vorbereitet. Ihr müsst dringend Blickkontakt vermeiden um dem Sharingan zu entgehen. Deswegen haben wir doch so oft mit verbundenen Augen trainiert. Und unseren entwickelten Kombinationsangriffen sollten sie nichts entgegen zu setzen haben wenn wir sie im richtigen Zeitpunkt einsetzen.“ beendet er seine Erklärung. “Ich habe gehört, dass er sehr stark sein soll.“ sagt Daiki mit ruhiger Stimme. “Es gibt immer jemanden der stärker ist. Dieses Mal haben wir eine bessere Strategie und bessere Jutsu´s um ihm die Stirn zu bieten. Kein Grund zur Besorgnis. Nächstes Mal wird er uns nicht entwischen.“ entgegnet der Teamführer der Jagdninja´s selbstbewusst und seine Truppe nickt zustimmend. Das Wunderkind soll sich warm anziehen. “Weiß man eigentlich, warum der Tsuchikage das Wunderkind so unbedingt will? Was hat es damit auf sich?“ hakt Nurui beim Anführer der Gruppe nach. Dieser schüttelt verneinend den Kopf. Genauere Info´s dazu hat er auch nicht. Aber er wird ja nicht fürs Denken bezahlt sondern dafür seine Arbeit zu machen und die besteht nun mal darin alle Aufträge des Tsuchikage ohne wenn und aber auszuführen ohne diese zu hinterfragen. Nurui und Daiki tauschen einen kurzen Blick. So viel dazu, Neues in Erfahrung zu bringen. Bei den Jagdninja´s gibt es keine Info´s zu holen. Bleibt hierfür also nur der Tsuchikage selbst.
Ayumi und Akuma müssen derweil ihre Pause beenden da Obito mittels seines Kamui bei ihnen auftaucht. “Yo, Obito. Was gibt´s?“ stellt Akuma gleich seine Frage und hebt grüßend seine Hand. Der Kurzhaarige hebt skeptisch eine Augenbraue als er den großen Mann im Wasser des Flusses planschen sieht. So warm ist es jetzt im Herbst nämlich auch nicht mehr. Was die Schwarzhaarige wohl genau so sieht da sie grimmig drein schaut und von oben bis unten durchnässt ist. Ihr Bruder hat sie also wohl nass gemacht ohne, dass sie das wollte. “Kakashi hat eine neue Mission für euch erhalten. Ihr sollt euch im Erdreich um eine Gruppe Banditen kümmern die dort in den Provinzen ihr Unwesen treibt, die Bürger ausraubt und ihre Ernten zerstört.“ beginnt Obito zu erklären und schaut dabei abwechselnd die beiden Geschwister an. Akuma steigt schließlich aus dem Fluss und schüttelt kräftig seinen Kopf um überschüssiges Wasser in den Haaren los zu werden. “Und lass mich raten, während oder nach diesem Auftrag wird ganz rein zufällig wieder eine ANBU Einheit lauern um uns abzufangen.“ sagt Ayumi und rollt dabei genervt mit den Augen. Der Kurzhaarige nickt leicht. Davon ist immerhin auszugehen. “Aber sag mal, Nurui und Daiki wollten doch zuerst nach Iwa Gakure oder?“ stellt der große Mann seine Frage. “Ja, das ist richtig. Wahrscheinlich haben sie es schon geschafft sich da einzuschleusen. Also erstmal auf das Siegel konzentrieren und überprüfen ob sie sich unter den Angreifern befinden ehe du alle windelweich prügelst.“ sagt die Konnoichi mit stichelndem Unterton und grinst ihren Bruder dabei an. “Was soll das denn heißen? Ich haue nie einfach so drauf los. Das hat schon alles Ziel und Verstand.“ entgegnet er grinsend und rechtfertigt damit seine Vorgehensweise. Auf diesen Kommentar sehen sich Obito und Ayumi mit hochgezogener Augenbraue an und schmunzeln amüsiert.
Meint er das etwa gerade ernst? Meist trifft Ayumi die Entscheidung wann es los geht und Akuma anfangen darf ihre Gegner zu verhauen. Viel Taktik seinerseits kann sie dabei nicht erkennen. “Wie dem auch sei. Ihr solltet packen und euch dann langsam auf den Weg machen.“ wirft der Kurzhaarige ein und verschwindet dann auch schon wieder mittels seines Kamui. “Ernsthaft? Obito du Arsch! Du hättest uns ruhig mitnehmen können!“ sagt Ayumi genervt und verengt dabei die Augen. Nun gut, dann müssen die beiden eben zu Fuß zurückgehen. Bei ihrem Anwesen angekommen essen sie eine Kleinigkeit und packen dann ihre Sachen für die anstehende Reise zusammen. Wobei sich das bei Akuma wie immer auf sein Kurzschwert, seinen Mantel und Zigaretten beschränkt. Ayumi dagegen hat wieder einen kleinen Rucksack gepackt mit Wasserflaschen, Nahrungspillen, einem Umhang gegen Regen und Seilen, zusätzlich Verbandmaterial und in ihrer Beintasche noch Kunai und Shuriken. Ihr Kurzschwert bindet sie sich an den Gürtel und den Rucksack nimmt sie auf ihre Schultern. “Ihr wisst was eure Aufgabe ist. Beendet die Mission und kommt wieder zurück. Und solltet ihr dabei auf Nurui und Daiki treffen, versucht unbemerkt heraus zu finden ob sie bereits Informationen beschaffen konnten.“ sagt Madara mit ruhigem Tonfall und betrachtet dabei die Zwillinge. “Verstanden, Opa.“ sagt Akuma grinsend und hält sich dabei die Finger an die Schläfe als ob er salutieren würde. Ein Auge des Langhaarigen beginnt leicht zu zucken. Warum muss er ihn denn auch immer Opa oder alter Mann nennen? Ganz schön respektlos. Vor allem wenn er das immer mit diesem stichelnden Unterton sagt. Seiran umarmt die Geschwister zum Abschied und wünscht ihnen alles Gute für die Reise. Madara verschränkt seine Arme vor der Brust und nickt den beiden zu als sie das Haus verlassen. “Bis bald.“ sagt Ayumi winkend und macht sich zusammen mit ihrem Bruder auf zu ihrer Mission.
Ein paar Tagesmärsche später sind sie dann auch im Erdreich angekommen. Die Schwarzhaarige guckt auf ihre Karte und den Kompass um sich zu orientieren. “Weiß man wo genau sich diese Banditen aufhalten sollen?“ fragt Akuma neugierig und betrachtet sie dabei durchdringend. Seine Schwester schüttelt den Kopf und antwortet dann “Nein. Die ziehen ja auch weiter wenn sie in einem Bereich fertig sind. Wir werden uns also bei den Dorfbewohnern durchfragen bis wir sie gefunden haben.“. Einverstanden nickt der muskulöse Mann und dann gehen sie eine Weile schweigsam nebeneinander her. Die Mittagssonne steht hoch am Himmel doch der Jahreszeit geschuldet ist es nicht mehr wirklich warm. Der Herbst neigt sich langsam dem Ende zu und dementsprechend wird es nicht mehr all zu lange dauern bis der Winter vor der Tür steht. Und damit verbunden der erste Schneefall. Allein bei dem Gedanken daran erschaudert die Konnoichi etwas. Sie hasst die kalte Jahreszeit. Nass, kalt und alles so trüb und duster. Davon, dass die Sonne jeden Tag nur relativ kurz mit ihrer Anwesenheit beehrt mal ganz abgesehen. Entschlossen folgen die Geschwister einer schmalen Straße bis sie dann in der Ferne erste Häuser erblicken können. Ein kleines Dorf erstreckt sich vor ihnen und als sie näher kommen können sie auch schon Schreie hören. Die beiden Uchiha sehen einander an und beschleunigen ihre Schritte dann etwas.
Im Zentrum des Dorfes hat sich eine Menschenmenge versammelt. Ayumi tut sich schwer unter den ganzen Leuten auszumachen was da gerade vor sich geht. Akuma mit seinen 1,90m Körpergröße hat kein Problem über die Menge hinweg zu sehen und bahnt sich einen Weg zum Zentrum während er die Dorfbewohner dabei bestimmt zur Seite schiebt. Seine Schwester folgt ihm und als die Dorfbewohner die Fremden erblicken machen sie ihnen bereitwillig Platz um sie durch zu lassen. Ein Mann der aussieht als wäre er das Oberhaupt des kleinen Ortes wird am Kragen festgehalten von einem ziemlich finster drein schauenden Mann mit Kapuzenumhang. Um ihn herum stehen noch weitere Männer mit gezogenen Schwertern und Dolchen und lassen ihren Blick warnend über die Menschenmenge schweifen. “Ich sage es nur noch einmal. Ihr werdet uns alle Wertgegenstände und alles was ihr an Geld habt sofort hier her bringen. Wenn ihr keinen Widerstand leistet und brav macht was wir sagen wird euch auch nichts passieren. Und auf Hilfe braucht ihr gar nicht hoffen. Als ob sich der Tsuchikage für so ein schäbiges, kleines Dorf und dessen Bewohner interessieren würde.“ sagt er lachend und schaut seinem Gefangenen kalt in die Augen. “Ihr irrt euch. Ihr werdet verschwinden ohne Widerstand zu leisten und nie mehr zurückkommen. Ansonsten wird es für euch hässlich enden.“ sagt Akuma breit grinsend nachdem er laut in die Hände geklatscht hat um die Aufmerksamkeit der Männer und Ruhe zu bekommen.
Nichts außer Banditen
[Dieses Kapitel ist nur Volljährigen zugänglich]
Das nächste Ziel
Weit entfernt hinter einer mächtigen, versiegelten Barriere befindet sich eine Art Festung eingemeißelt in einen Berg. Im Inneren wimmelt es geradezu von Maskierten die alle eifrig ihren Aufgaben nachgehen. Etwas tiefer in dem Gebäudekomplex stehen zwei Mantelträger an einem großen Tisch auf welchem etliche Papiere ausgebreitet sind. Die einzige Lichtquelle in dem fensterlosen Raum sind ein paar Kerzen. Auch generell wirkt die Festung eher wie ein riesengroßes Verließ. Nicht gerade ein Ort an dem man sich wohl fühlen würde. “Ist alles vorbereitet?“ fragt der Mantelträger mit schwarz-goldener Maske und richtet seinen Blick dabei auf sein Gegenüber. “Ja. Unserem Plan kann nichts mehr in die Quere kommen. Nur noch ein kleines Puzzleteil fehlt ehe wir unser Ziel endlich erreicht haben.“ antwortet mit einer Frauenstimme dann die andere maskierte Person und nickt leicht. Ihre Maske ist schwarz und wird auf einer Seite von einem silbernen Halbmond geziert. “Aber wo bleibt er eigentlich so lange? Sollte er nicht längst zurückgekehrt sein?“ fragt der Mann mit ruhiger Stimme und neigt dabei den Kopf etwas. “Er wird bald zurück sein. Ich kann es spüren.“ entgegnet ihm die Frau mit beruhigender Stimme und legt sachte eine Hand auf seine Schulter. So lange haben sie dafür gearbeitet ihr Ziel zu erreichen. Nun ist es in greifbarer Nähe. Alles was ihnen dafür noch fehlt, ist das Wunderkind. “Bald ist die Zeit gekommen. Die Zeit der Abrechnung. Der Vergeltung. Muhahaha!“ sagt der Maskierte und lacht danach diabolisch. Für die Zeremonie sind auch bereits alle Vorkehrungen getroffen. Von nichts und niemandem werden sie sich in die Quere kommen lassen. Auch wenn die Kage der einzelnen Reiche sehr unzuverlässig sind was die Mitarbeit angeht. Wie kann es immerhin so lange dauern eine Zielperson aufzuspüren und Ding fest zu machen? Wie es scheint muss man sich eben doch selbst um alles kümmern wenn man möchte, dass es ordentlich gemacht wird. Gemeinsam schauen sich die Maskierten dann die Zettel an die auf dem Tisch verstreut liegen und arbeiten eine Strategie, ihr nächstes Vorgehen betreffend, aus.
Währenddessen unterhalten sich irgendwo in der Einöde, Nurui und Daiki. “Hey Nurui, was ist der Plan? Was werden wir zur Mizukage sagen wenn wir in Kiri Gakure angekommen sind?“ stellt der Blauäugige seine Frage an seinen Freund. “Dieselbe Story wie wir sie auch dem Tsuchikage erzählt haben. Wir beide waren auf einer Zweiermission als unsere gesamte Einheit im Kampf gegen das Wunderkind ausgelöscht wurde. Da der Raikage ihn dafür unbedingt loswerden will und wir persönlichen Groll wegen unserer gefallenen Kameraden hegen, werden wir an die ANBU Einheit Kiri´s ausgeliehen. Um uns gemeinsam mit ihnen um dieses Problem zu kümmern und sie dabei zu unterstützen.“ beendet der Braunhaarige seine Erklärung und sieht einen Moment in den Himmel. Der Mann mit den silbergrauen Haaren hält sich nachdenklich das Kinn. “Das funktioniert aber auch nur, wenn das Wasserreich gemeinsame Sache mit der Organisation macht. Wenn nicht werden sie unsere Hilfe nicht brauchen weil sie dann mit dem Ganzen nichts zu tun haben.“ wirft er skeptisch ein. “Akuma und Ayumi hatten doch bereits eine unliebsame Begegnung mit den Jagdninja´s Kiri Gakure´s. Daher bin ich mir sicher, dass Mizukage da mit drin steckt. Keine Sorge, der Plan wird aufgehen und wir können in Ruhe infiltrieren um an wichtige Info´s zu kommen.“ sagt der Braunhaarige mit ruhiger Stimme und klingt dabei durchaus selbstbewusst. Daiki nickt einverstanden. Er sagte ihm ja bereits vor einer Weile, dass er ihm folgen würde egal wo hin der Weg auch führen mag und genau so ist es auch.
Eine Weile gehen sie schweigsam nebeneinander her ehe der Blauäugige genervt schnauft. Etwas irritiert richtet Nurui seinen Blick auf seinen guten Freund. “Was?“ stellt er sogleich seine Frage und Daiki schnauft daraufhin abermals. “Das kotzt mich alles so an!“ platzt es aus ihm heraus. “Wäre diese blöde Organisation nicht aufgetaucht und hätte den Raikage beeinflusst sich in diese Sache einzumischen, hätten wir nie den Auftrag bekommen Akuma zu ihm zu bringen. Dann wäre es nie zu dem Kampf gekommen. Nicht zum Misserfolg unserer Mission und unsere Kameraden wären nicht hingerichtet worden! Scheisse!“ knurrt er zornig und macht seinem Unmut damit Luft. Nurui legt besänftigend seine Hand auf die Schulter seines Freundes. Er weiß, wie er sich fühlt. Er selbst fühlt das gleiche. Wenn man es so betrachtet, haben sie wegen den Mantelträgern alles verloren. Ihr Leben in Kiri Gakure, ihre Kameraden, ihre Zugehörigkeit zum Blitzreich. Andererseits haben sie dafür neue Freunde und Verbündete dazu gewonnen, alte Freunde wieder getroffen und eine neue Aufgabe. “Deswegen sollten wir alles daran setzen aufzuklären wer dahinter steckt und die Schuldigen bluten lassen.“ sagt Nurui mit fester Stimme und schaut dabei tief in die Augen seines Kindheitsfreundes. Daiki nickt zustimmend und gemeinsam gehen sie dann weiter in Richtung Wellenreich.
Nach ein paar Tagen Fußmarsch erreichen Ayumi und Akuma im Morgengrauen die Tore Konoha Gakure´s. Es dauert auch nicht lange bis sie von den Wachen abgefangen werden. Da sie die Zwillinge inzwischen bestens kennen, winken sie diese nach einer kurzen Begrüßung allerdings einfach durch. Die letzten beiden Tage haben sie nicht geschlafen und sind einfach durch marschiert weil sie schnellstmöglich wieder nach Hause wollten. Wieder in einem vernünftigen Bett schlafen und nicht irgendwo zusammen gekauert in einer Höhle oder auf einem Baum. Klar hätten sie auch Obito rufen und ihn bitten können sie mit seinem Kamui mitzunehmen, aber er hat als Berater des Hokage viel zu tun. Da wollten sie ihn nicht mit so belanglosen Dingen aufhalten. Und da sie bisher keine neue Mission erhalten haben, mussten sie sich auch nicht beeilen zurück zu kommen. Mit der Aussicht auf ein flauschiges Bett in greifbarer Nähe beschleunigt die Schwarzhaarige ihre Schritte nochmals. “Da hat es aber jemand eilig.“ sagt der muskulöse Mann schmunzelnd als er seine Schwester betrachtet. “Na klar. Ich bin müde und will in mein Bett. Das schöne, kuschelige Bett.“ sagt sie verträumt und faltet dabei ihre Hände. Und dann, endlich, haben sie das Uchiha Viertel betreten und stehen vor ihrer Haustür. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen und alles ist ruhig und friedlich. Leise gehen die Geschwister rein und ziehen ihre Schuhe aus. Akuma nickt seiner Schwester kurz zu, ehe er dann lautlos die Treppe nach oben verschwindet. Leise öffnet er die Tür und schließt sie dann auch genau so leise wieder hinter sich. Seiran schläft noch und er möchte sie ungern wecken. Der große Mann löst sein Kurzschwert von seinem Gürtel und lehnt es gegen die Wand in der Ecke des Raumes. Seinen Mantel, den er locker über den Schultern hängen hat zieht er aus und hängt ihn über einen Stuhl. Nachdem er sich seine Hose ausgezogen hat, legt er sich vorsichtig aufs Bett und schlüpft unter die Decke. Er legt sich auf die Seite um die silberblonde Frau noch eine Weile betrachten zu können. Die so absolut niedlich aussieht wenn sie schläft. Unterbewusst nimmt sie die Bewegung des Bettes wahr und dreht sich um. Ihr steigt der vertraute Geruch von Akuma in die Nase und zufrieden seufzend kuschelt sie sich dicht an seine Brust. “Akuma.“ murmelt sie im Halbschlaf und schläft dann auch schon weiter. Der muskulöse Mann legt seine Arme um sie und so liegen die beiden mit den Bäuchen zueinander gedreht im Bett und es dauert auch nicht lange bis der Schwarzhaarige einschläft während er dem beruhigenden Herzschlag seiner Freundin lauscht.
Ayumi dagegen plagt noch etwas Hunger weswegen sie sich in die Küche schleicht. Leise öffnet sie den Kühlschrank um nachzusehen was dieser so zu bieten hat. Missmutig seufzend schließt sie selben wieder. Keine Essensreste übrig geblieben. Das wäre ja auch zu schön gewesen. Nun gut, im Wohnzimmerschrank sollten sich zumindest ein paar Süßigkeiten verstecken. Besser als nichts. Entschlossen tapst sie zum Schrank und öffnet ihn mit einem knarzenden Geräusch. Na super, so viel zum Unbemerkt bleiben. Ihr sticht direkt eine Packung Schokokekse ins Auge und zufrieden summend nimmt sie diese raus damit sie den Schrank wieder schließen kann. “So früh schon naschen?“ ertönt leise eine Stimme. Die Schwarzhaarige zuckt erschrocken zusammen und lässt beinahe die Kekse fallen. Mit viel zu schnell schlagendem Herzen in der Brust dreht sie sich zu der Stimme um. “Meine Güte Madara! Du hast mich zu Tode erschreckt!“ beginnt sie zu meckern und hält sich mit einer Hand dabei die Brust. Der Langhaarige schmunzelt amüsiert. Immerhin hätte sie ihn eigentlich bemerken müssen. Sie scheint wohl wirklich müde zu sein. “Warum zum, Teufel sitzt du eigentlich im Dunkeln? Wir haben da so was das nennt sich Licht weißt du?!“ fügt sie mit sarkastischem Tonfall hinzu und geht dann ein Stück näher auf ihn zu. Er sitzt in einem Sessel und hat eine Tasse Tee in der Hand. “Ich brauche kein Licht um sehen zu können. So ist es friedlicher, findest du nicht?“ fragt er stichelnd und betrachtet sie abschätzend. Dem geschuldet, dass er viele Jahre in der versiegelten Höhle lebte macht das mit dem Licht schon Sinn. Ayumi selbst hat dort auch viele Jahre ihres Lebens verbracht. Und die Lichtverhältnisse dort waren auch immer eher schummerig. Allerdings ist es schon etwas komisch hier beim Tee trinken in völliger Dunkelheit zu sitzen wie sie findet. “Du könntest dir ja zumindest die kleine Leselampe anmachen.“ sagt sie kopfschüttelnd und ihr Herzschlag hat sich inzwischen auch wieder beruhigt. “Was aber immer noch nicht meine Frage beantwortet.“ sagt der Langhaarige ernst und schaut dabei auf die Packung Kekse in ihrer Hand. “Ach das…hehe…ich hatte ein bisschen Hunger und da im Kühlschrank nichts Fertiges ist, hab ich eben geschaut was wir sonst so da haben.“ antwortet die Konnoichi und kratzt sich dabei etwas verlegen an der Wange. Sie hat keine Lust jetzt eine Predigt zu bekommen, dass es nicht gesund ist so früh schon zu naschen, oder generell so viel Süßes zu essen wie sie es gern tut.
“Tu dir keinen Zwang an. Und während du deine Kekse isst, kannst du mir berichten was auf eurer Mission vorgefallen ist. Irgendwelche interessanten Vorkommnisse?“ will der Langhaarige sogleich wissen und die junge Frau seufzt missmutig. “Muss das sein? Ich wollte nur schnell eine Kleinigkeit essen und mich dann schlafen legen. Die letzten Tage haben wir den Schlaf ausfallen lassen um schneller anzukommen. Ich will einfach nur ins Bett. Ich erzähle dir alles was du wissen willst wenn ich wieder wach bin, versprochen.“ murrt sie leise ihre Antwort und schaut ihn mit bittenden Augen an. “Ein Shinobi muss das aushalten können. Und ein Wunderkind gleich zweimal.“ beginnt er seinen Satz und betont das Wort Wunderkind schmunzelnd. “Also sei ein braves Mädchen und erzähl mir von eurem Auftrag, Ayumi.“ beendet er seinen Satz mit ruhiger Stimme und doch weiß Ayumi, dass es sich dabei um eine Aufforderung und keine Bitte handelt. Grummelnd setzt sie sich dann auf die Couch zu seiner Rechten. Sie lässt es sich allerdings nicht nehmen ihre Kekse zu verspeisen während sie ihm erzählt was während ihres Auftrages im Erdreich vorgefallen ist, dass sie die ANBU Iwa Gakure´s im Kampf eliminiert haben, abgesehen von den Eingeschleusten Nurui und Daiki versteht sich und dass diese während ihrer Infiltration dort leider keine neuen Info´s beschaffen konnten. Sie sind vom Wissenstand her also genau da wo sie vor ihrem Aufbruch waren. Madara trinkt während ihrer Erklärung seelenruhig seinen Tee und hört aufmerksam zu was seine ehemalige Schülerin zu berichten hat. Müde gähnend beendet die Schwarzhaarige ihre Erzählung und mampft einen Keks. “Zufrieden?“ will sie dann mit etwas stichelndem Unterton vom Mitgründer Konoha´s wissen. Sie hätte ihm diese ganze Story immerhin auch erzählen können nachdem sie geschlafen hat. Oder Akuma. Der war ja immerhin auch dabei. Madara nickt leicht und legt ihr sachte seine Hand auf den Kopf. “Jetzt leg dich schlafen.“ sagt er mit sanfter Stimme und das ist alles, was die junge Frau schon die ganze Zeit hören wollte. Freudig springt sie auf. “Das mach ich! Gute Nacht.“ platzt es erfreut aus ihr heraus und schon im nächsten Moment eilt sie die Treppe nach oben. In Rekordgeschwindigkeit legt sie ihre Ausrüstung ab, zieht sich die Kleidung aus und schlüpft in ihr kurzes Nachthemd. Da die Sonne bereits aufgeht und sich erste Strahlen den Weg in ihr Zimmer suchen, zieht sie die schweren Vorhänge zu um umgestört schlafen zu können. Total erschöpft lässt sie sich aufs Bett plumpsen, zieht sich die Decke bis zu den Ohren nach oben und kuschelt sich in ihr weiches Kissen. //Himmlisch.// sind ihre letzten Gedanken ehe sie in einen traumlosen Schlaf fällt.
Ein paar Tage sind vergangen seit die Zwillinge wieder zurück in Konoha sind. Alles war friedlich bisher und die freie Zeit haben sie genutzt um viel zu trainieren. Oft waren sie hierfür im ´Tal des Endes´. Akuma hat seine Geheimtechnik weiter perfektioniert und kann diese treffsicher ausführen. Ayumi hat sich so lange mit der Form ihres Susanoo beschäftigt und da fleißig weiter geübt. Die manifestierte Gestalt ihrer Wesenheit hat sich nochmals etwas verändert. Zwar trägt sie es immer noch wie eine Art Rüstung um ihren Körper herum, die Länge der Klauen ist aber inzwischen variabel, das heißt sie kann diese so manifestieren wie sie die eben gerade braucht und auch eine Waffe hat sie geschafft der ganz eigenen Form ihres Wesens hinzuzufügen. Anstatt eines Schwertes wie es die Waffe bei zum Beispiel Madara und Akuma ist, ist es bei ihr eine Sichel an wessen Ende sich eine Kette befindet. Damit kann sie diese also auch schwingen. Die Zwillinge trainieren gerade mit den Formen ihrer beiden Susanoo´s als Obito plötzlich auftaucht. “Gibt´s was Neues?“ stellt Akuma neugierig seine Frage und der Kurzhaarige nickt zustimmend. “Kakashi erhielt ein Schreiben der Mizukage. Ihr sollt für eine Mission zu ihr kommen. Und das sobald wie möglich. Es handelt sich wohl um einen Personenschutzauftrag, genaueres und um wen es sich dabei handelt wollte sie euch aber persönlich vor Ort mitteilen.“ erklärt Obito schnell und die Geschwister wechseln einen misstrauischen Blick. Mit Sicherheit handelt es sich dabei wieder um eine Falle um an Akuma ran zu kommen. Da sind sie sich sicher.
“Ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass ihr auch da wieder besonders vorsichtig sein sollt.“ fügt der Kurzhaarige hinzu und betrachtet beide durchdringend. Da das selbsterklärend ist, sagen die beiden nichts weiter dazu. “Also als nächstes ins Wasserreich.“ spricht der muskulöse Mann seine Gedanken laut aus. Auf die Überfahrt per Schiff hat er jetzt schon keinen Bock mehr. Letztes Mal wurde er aufgrund üblen Wellenganges nämlich etwas Seekrank. Entschlossen das schnell hinter sich zu bringen kehren sie zusammen mit Obito nach Hause zurück um alles für die bevorstehende Mission zusammen zu packen damit sie sich auf den Weg machen können. Im Wohnzimmer ihres Hauses sitzt Itachi auf der Couch und schaut etwas fern. “Itachi. Gut, dass ich dich treffe. Bevor wir auf unsere letzte Mission mussten und auch danach haben wir uns kaum gesehen.“ sagt sie mit freundlicher Stimme als sie zu ihm geht. “Ja, stimmt. Was gibt´s denn? Brauchst du was?“ fragt der Langhaarige seine beste Freundin aus Kindheitstagen. Schnell schüttelt die Konnoichi den Kopf. “Nein. Ich habe etwas für dich. Halt still, ja?“ antwortet sie lächelnd und legt dann ihre Handflächen vorsichtig über seine Augen nachdem sie ein Fingerzeichen formte um ihr Chakra zu konzentrieren. Sie hat erst vor kurzem von ihm erfahren, dass er wegen zu häufigem Einsatz seines Mangekyo Sharingan´s fast komplett erblindet ist und deswegen sein normales Sharingan permanent aktiviert hat. Mit ihrer Heilenden Fähigkeit möchte sie ihm gerne helfen.
“Ayumi, was?“ stellt er verdutzt seine Frage als sie ihm die Augen zuhält. Da er ihr vertraut, schließt er diese ganz entspannt und kann dann spüren wie ein warmes Gefühl von ihren Handflächen aus auf seine Augen übergeht. Es dauert auch nicht lange bis die Schwarzhaarige fertig ist. Sie nimmt ihre Hände von seinen Augen und der junge Uchiha blinzelt ein paar Mal nachdem er sein Kekkei Genkai deaktiviert hat. Ungläubig reibt er sich die Augen. Er hat seine Augenfähigkeit deaktiviert und ist aber trotzdem imstande zu sehen. Und das wo er auf beiden Seiten durch zu häufige Anwendung seines Mangekyo Sharingan´s schon fast völlig erblindet war. Das grenzt an ein Wunder. Nicht mal im Krankenhaus Konoha´s konnten sie etwas tun um sein Augenlicht wieder her zu stellen. “Hat es….funktioniert?“ fragt die Konnoichi vorsichtig und der mit seinen Haaren zu einem losen Pferdeschwanz zusammen gebundene Mann, schlingt glücklich seine Arme um ihre Schultern und umarmt sie fest. “Vielen Dank, Ayumi!“ sagt er leise und weiß gerade nicht was er sonst sagen sollte. So viele Gedanken schwirren ihm auf einmal durch den Kopf. Die beiden Freunde lösen ihre Umarmung und die Schwarzhaarige lächelt glücklich. Wenn sie ihm helfen konnte ist sie erleichtert. Hätte er ihr das doch nur schon eher gesagt, dann hätte sie sich schon früher darum gekümmert. Damit hat der junge Mann wieder deutlich an Lebensqualität dazu gewonnen. Und dass er wieder am Leben ist, hat er auch ihr zu verdanken. Wie kann er das jemals gut machen? Die Konnoichi ahnt wohl was er denkt. “Du stehst dafür nicht in meiner Schuld und musst es auch mit nichts aufwiegen. Solange du glücklich bist, bin ich das auch. Das ist Bezahlung genug.“ sagt sie lächelnd und legt dabei den Kopf etwas schief. Itachi bedankt sich nochmals und dann ist auch schon Akuma zurück welcher sich noch von seiner Freundin verabschieden wollte bevor sie aufbrechen. Entschlossen verlassen die Zwillinge ihr Zuhause und machen sich auf den Weg ins Wellenreich um ihren nächsten Auftrag als ´Team Fumetsu´ auszuführen.
Die Mizukage
[Dieses Kapitel ist nur Volljährigen zugänglich]
Die Einberufung
Nachdem sie sich das Essen schmecken ließen hält sich Akuma zufrieden den Bauch. So ein Festmahl hatten sie schon lange nicht mehr. Die Spezialitäten des Wasserreichs können sich wirklich sehen lassen, oder besser gesagt schmecken lassen. Mei hat sich mehrere Zettel bringen lassen und schreibt für jeden der Kage eine Mitteilung sich schnellstmöglich zu einem 5 Kage Gipfel einzufinden da es dringende Dinge zu besprechen gibt. Dinge, die die Organisation betreffen. Da sie nicht wissen inwieweit und ob überhaupt das Eisenreich mit dessen Anführer Mifune in die Sache involviert ist, bittet Mei alle Kage sich bei ihr im Wasserreich einzufinden. Da sowohl sie als auch die Wunderkinder sicher sind, dass alle anderen Kage von der Organisation heimgesucht wurden, gehen sie davon aus, dass auch alle zu dem Treffen kommen werden. Auf der Nachricht für Kakashi schreibt Ayumi noch dazu, dass sie die Differenzen mit Mei aus dem Weg schaffen konnten und mit ihr zusammen arbeiten. Dass sie daher noch eine Weile im Wasserreich bleiben werden um nach diesen Mantelträgern Ausschau zu halten. Und auch, dass Obito sie holen soll, sobald sie mit dem Gespräch zwischen den Kage fertig sind. Obito kennt ihre Handschrift. Also können sie sicher sein, dass die Information auch wirklich von der Schwarzhaarigen selbst kommt. Nachdem alle Nachrichten geschrieben sind, werden diese an je einem Falken befestigt, welcher sich sogleich zu seinem Bestimmungsort aufmacht um die Botschaft zu überbringen und sich dabei hoch in die Lüfte erhebt.
“Gut, damit wäre das erledigt. Und was habt ihr nun vor?“ fragt die Mizukage mit ruhiger Stimme und sieht dabei zwischen den Geschwistern hin und her. Ayumi und Akuma tauschen einen kurzen Blick miteinander aus. “Wir werden in der Nähe bleiben, falls die Organisation noch mal auftauchen sollte. Mein Siegel funktioniert leider nicht über so eine große Reichweite deswegen werden wir uns nicht weit entfernen aber damit könnt ihr uns trotzdem rufen, falls ihr Hilfe brauchen solltet.“ antwortet die Schwarzhaarige ruhig und nimmt dann sachte die Hand der Mizukage. Sie macht ein Fingerzeichen und schon im nächsten Moment erscheint auf dem Handrücken der beiden Frauen ein Symbol welches die beiden miteinander verbindet. Erwartungsvoll schaut sie ihren Bruder an, welcher ihr dann ebenfalls seine Hand reicht. Nun trägt auch Akuma das Symbol auf seinem Handrücken und anschließend verblassen alle drei nach und nach bis sie vollkommen unsichtbar sind. Da dieses mal auch Akuma in die Verbindung mit einbezogen ist muss nur einer der beiden wach bleiben um einen möglichen Hilferuf nicht zu verpassen. Da Akuma diesen dieses mal auch wahrnehmen kann. Das macht die Sache etwas einfacher. Die Mizukage weitet überrascht die Augen. Von einem Siegel zu Kommunikationszwecken zwischen den einzelnen Trägern hat sie schon mal gehört aber gesehen hat sie es bisher noch nicht. Üblicherweise schickt man Falken um Nachrichten zu überbringen oder manchmal kommunizieren die fünf Kage per Videotelefonie miteinander. Was aber eher selten vorkommt.
Die Konnoichi erklärt noch schnell wie die Anwendung des Siegels funktioniert und Mei verbeugt sich dankbar. Akuma verschränkt entspannt die Arme vor der Brust. “Gibt es denn sonst noch irgendetwas zu erledigen solange wir im Wasserreich bleiben?“ stellt er direkt seine Frage und betrachtet die Mizukage dabei abschätzend. Wenn sie schon hier sind, können sie sich ja immerhin auch nützlich machen. Die hübsche Frau schüttelt energisch den Kopf. “Ihr habt schon genug getan. Fühlt euch wie unsere Gäste und gönnt euch etwas Entspannung. Nicht weit von Kiri Gakure gibt es ein großes Bad mit verschiedenen heißen Quellen. Eine unserer Touristenattraktionen des Wasserreichs.“ gibt sie den beiden den Tipp sich dort etwas zu erholen und lächelt dabei sanft. “Da das 5 Kage Treffen nicht wie üblich auf neutralem Boden des Eisenreichs stattfinden wird, muss ich nicht sofort aufbrechen um rechtzeitig dort einzutreffen. Solltet ihr also irgendetwas brauchen, lasst es mich wissen.“ sagt sie freundlich. “Das macht es für uns auch etwas einfacher. Sonst müssten wir euch begleiten um mit dem Siegel in Verbindung zu bleiben. Sobald wir mit Kakashi und Obito sprechen konnten, werden wir nach Konoha zurückkehren. Dann weiß er immerhin Bescheid über die Vereinbarung die wir getroffen haben und dass wir deswegen abrufbereit sind und wundert sich nicht falls ein plötzlicher Ruf nach Verstärkung von euch bei ihm ankommt.“ erklärt Ayumi noch schnell das weitere Vorgehen und ihr Bruder nickt zustimmend.
Da die wichtigsten Dinge damit geklärt sind, beschließen die Zwillinge aufzubrechen. Sie wollen unbedingt die berühmten Quellen besuchen von der die Mizukage sprach. Entspannung schadet doch immerhin nie. Bis die anderen Kage im Wasserreich eintreffen wird es ohnehin ein paar Tage dauern. Obito könnte sich mit Kakashi zwar mittels seines Kamui sofort hier her teleportieren, aber da er weiß, dass die anderen Kage für ihre Reise deutlich länger brauchen, wird er bestimmt auf die altmodische Weise anreisen. Nurui und Daiki treten an die Mizukage heran und gehen vor ihr auf ein Knie. “Meisterin Mizukage. Da von dem Wunderkind keine Gefahr mehr ausgeht und eine Zusammenarbeit angestrebt wird, werden mein Kamerad und ich wieder ins Blitzreich zurückkehren. Unsere Dienste werden hier dann ja nicht weiter benötigt.“ richtet der Braunhaarige Maskierte seine Worte höflich an die hübsche Frau. Ayumi runzelt kurz die Stirn. Das hat er sich clever ausgedacht. So bleibt ihre Tarnung bestehen und sie können ihres Weges ziehen ohne verdächtigt zu werden. Mei nickt zustimmend und damit erheben sich die beiden Maskenträger wieder ehe sie den Raum verlassen um zu verschwinden. Es muss ja immerhin authentisch aussehen.
Die Zwillinge winken zum Abschied und machen sich dann ebenfalls auf den Weg. Sie sind bereits ein gutes Stück von Kiri Gakure entfernt als sie in einem kleinen Waldstück dann ein Rascheln zwischen den Bäumen hören. Akuma zündet sich entspannt eine Zigarette an. “Für ANBU Shinobi seid ihr ziemlich laut.“ stichelt er breit grinsend und kurz darauf treten zwei Schatten zwischen den Bäumen hindurch. “Wir hatten ja auch nicht vor uns anzuschleichen du Schlaumeier. Wirf mal eine rüber.“ stichelt Daiki zurück und der Schwarzhaarige wirft ihm daraufhin seine Zigarettenschachtel zu. Zufrieden zündet sich der Mann mit den silbergrauen Haaren dann ebenfalls eine Zigarette an und bläst den Rauch in die Luft. “Das hast du dir gut ausgedacht.“ sagt Ayumi anerkennend und richtet ihren Blick dabei auf den Braunhaarigen. Nurui lächelt sanft. “Mhm. Nicht nur Muskeln sondern auch Köpfchen, das weißt du doch.“ antwortet er breit grinsend als er auf seine alte Weggefährtin zugeht. Kopfschüttelnd verdreht die Konnoichi etwas die Augen. “Du alter Angeber.“ sagt sie amüsiert und haut ihm dabei leicht gegen die Schulter. Damit ist die Vierergruppe wieder vereint. “Was werdet ihr jetzt tun?“ stellt die Schwarzhaarige neugierig ihre Frage. Da zum Kage Treffen einberufen wurde, müssen sie auch keinen anderen Kage mehr um den Finger wickeln um in dessen ANBU Einheit zu kommen um an Informationen zu kommen. Geschweige denn waren sie ja bereits im Erdreich um das zu tun, ins Windreich müssen sie nicht da Gaara auf der Seite Konoha´s ist und ins Blitzreich können sie nach Tötung des Raikage nicht mehr zurück. Somit ist ihre Aufgabe als Jagdninja´s also vorbei. Zumindest was den Auftrag der Infiltration angeht. “Da das letzte Mal Erholung auch für uns schon eine Weile zurück liegt, werden wir euch zu den Quellen begleiten. Danach gehen wir nach Konoha Gakure zurück und werden im Anwesen auf neue Anweisungen vom Hokage warten.“ sagt der Braunhaarige ruhig und Daiki nickt zustimmend. Die beiden hatten das immerhin schon zuvor besprochen während sie auf die Ankunft der Wunderkinder warteten. “Und da wollt ihr in den Klamotten hin? Wäre das nicht ein bisschen auffällig?“ stellt die Konnoichi ihre Frage. Immerhin sind die beiden Jagdninja´s in ihrer Uniform unterwegs. Die Masken haben sie zwar abgenommen da sie nun unter sich sind aber an der restlichen Kleidung erkennt man nach wie vor, dass es sich dabei um die Uniform von ANBU Shinobi handelt.
Nurui hebt seinen Zeigefinger in die Luft und wedelt damit hin und her. “Tz, tz, tz aber nicht doch. Wofür hältst du uns denn? Wir haben an alles gedacht.“ sagt er grinsend und zieht hinter einem Baum einen großen Rucksack hervor. Die beiden haben hier also Wechselkleidung versteckt. Oder zumindest etwas um Kleidung aufzubewahren. Clever. Anerkennend legt ihm die Konnoichi ihre Hand auf die Schulter. Er hat wirklich an alles gedacht. Aber das war auch früher schon der Fall als sie noch gemeinsam mit ihm durchs Blitzreich reiste. Schnell legen die beiden ihre Brustwesten ab und packen sie zusammen mit den Masken und den Panzerungen der Arme in den Rucksack. Ihre Beintaschen die mit Kunai und Shuriken bestückt sind packen sie ebenfalls hinein. So tragen sie am Körper jetzt lediglich einen Pullover, eine lange Hose und das Schwert welches sie an ihrem Gürtel befestigt haben. Solche tragen aber auch Samurai oder gewöhnliche Reisende, also kein Grund diese ebenfalls abzulegen und zu verstecken. “Dann lasst uns mal weiter gehen.“ schlägt die Konnoichi vor als die beiden Männer fertig sind und zu viert machen sie sich auf den Weg zu den berüchtigten Quellen.
Ayumi und Nurui mit je ihrem eigenen Rucksack auf den Schultern. Die beiden größten Männer der Gruppe rauchen entspannt und unterhalten sich über neuste Schwertkampftechniken welche sich Daiki und Nurui während ihrer Zeit bei den Kiri ANBU abschauen konnten. Es bricht bereits der Abend an als sie das kleine Städtchen erreicht haben von welchem die Mizukage sprach. Aufgeregt gehen die vier durch den Ort und folgen dabei den Schildern die den Aufenthaltsort der Quellen aufzeigen. Bei dem Bad angekommen werden sie von einer freundlichen Frau empfangen. Sie freut sich über die Gäste da um diese Tageszeit meist nicht mehr so viele Leute kommen und berichtet der Gruppe, dass in dem Frauenbad aktuell arbeiten stattfinden und es daher nicht genutzt werden kann. Das gemischte Bad und das rein für Männer ist aber zugänglich. Ayumi überlegt einen Moment. Abgesehen von Obito und Madara als sie noch klein war, hat sie noch nie mit Männern zusammen gebadet. Ihre Gedanken wohl erahnend legt Akuma seinen Arm um ihre Schultern. “Das ist doch kein Problem. Dann werden wir eben alle ins gemischte Bad gehen. Dann bist du nicht alleine.“ sagt er selbstbewusst und grinst dabei. Seine Schwester seufzt leise. Da wäre sie eigentlich lieber alleine in dem Bad anstatt mit allen zusammen. Aber nun gut, während sie in den Quellen sitzen tragen sie ja ohnehin ein Handtuch um den Körper. Also was ist schon dabei?
Die vier bekommen jeweils zwei Handtücher mit und machen sich dann auf den Weg zu den Umkleidekabinen. Ayumi und Nurui schließen ihre Rucksäcke ein und nachdem sich alle ihrer Kleidung entledigt haben, treffen sie sich auf der anderen Seite wieder. Die drei Männer tragen das Handtuch lässig um ihre Hüften gebunden während Ayumi ihren Körper oberhalb der Brüste bis unterhalb ihres Po´s darin eingewickelt hat. Für ihren Geschmack könnte das Handtuch ruhig ein bisschen länger sein und so spielt sie etwas verlegen am Saum rum und zuppelt es immer wieder zurecht. “Na dann mal los.“ sagt Akuma fröhlich und geht schon in Richtung der Quellen. Die drei folgen ihm und steigen dann nacheinander in das heiße Wasser der Quelle. Ein Stück weit gehen sie in die Quelle hinein und setzen sich dann auf die Felsen. Akuma sitzt ganz außen, neben ihm Daiki, daneben Nurui und neben ihm Ayumi. Akuma und Daiki geben einander einen Fistbump während sie sich über diese Möglichkeit der Entspannung freuen und Ayumi schmunzelt belustigt. Die beiden kommen wirklich sehr gut miteinander aus. Seit Nurui und Daiki mit im Uchiha Viertel leben oder viel mehr mit im selben Haus wie die Zwillinge, trainieren er und der Silbergrauhaarige oft miteinander und messen ihre Stärke. Auch bauen sie immer wieder verschiedene Aufgaben mit ein um das Ganze anspruchsvoller zu gestalten. Dass beide rauchen ist wohl ein weiterer Punkt der zusammen schweißt weil sie das gemeinsam haben. Nurui war schon immer eher ein ruhiger und bedachter Zeitgenosse. Von seinem frechen Grinsen und seinen Späßen die er zwischendurch machte um die Schwarzhaarige zur Weißglut zu treiben mal abgesehen. Nach einer Weile gewöhnt sich auch die Konnoichi an diese ungewohnte Situation und schließt entspannt die Augen. Sie lässt sich so weit ins Wasser sinken, dass nur noch der obere Teil ihrer Schultern und ihr Kopf raus schaut. Tief atmet sie aus und ein während sie das heiße Wasser genießt und deutlich spüren kann wie sich nach und nach die einzelnen Muskeln in ihrem Körper entspannen.
So unterhalten sie sich vergnügt ehe sie das Bad nach ein paar Stunden dann wieder verlassen. “Ich sehe aus wie eine Omi.“ sagt Ayumi kichernd als sie auf ihre schrumpeligen Hände schaut. “Das hat aber nichts mit der Quelle zu tun.“ stichelt ihr Bruder frech und wehrt einen Faustschlag ab, der sonst eigentlich seine Schulter getroffen hätte. “Sei gefälligst nicht so frech zu deiner Schwester!“ schimpft die Schwarzhaarige als sie grummelnd ihre Faust wieder zurückzieht. Der hat Nerven sie als Omi zu bezeichnen. “Lass ihn reden. Wir wissen ja, dass du normalerweise nicht wie eine Omi aussiehst.“ wirft der Braunhaarige mit ein und wuschelt seiner alten Freundin dabei durch die Haare. Etwas verlegen räuspert sich die Langhaarige und wendet ihren Blick ab um ihre geröteten Wangen zu verstecken. Da es bereits Nacht ist, beschließt die kleine Gruppe noch zusammen Abend essen zu gehen und dann in einem Gasthaus der Stadt bis auf den nächsten Morgen zu warten ehe sich ihre Wege dann wieder trennen. Dieses Mal hat Ayumi ihren Willen durchgesetzt und so sitzen die vier in einem kleinen Lokal und lassen sich Sushi und gebratene Nudeln schmecken. Im Gasthaus hat Ayumi ein Zimmer für sich alleine während sich die Männer ein Dreibettzimmer teilen. Irgendwie nervt es die junge Frau schon, dass sich die Männer noch unterhalten können während sie ganz allein in einem Zimmer liegt. Aber sie wollte auch nicht zwingend mit einem der drei in einem Doppelbett schlafen also war das so die beste Lösung. Grummelnd zieht sie sich die Decke bis zu den Ohren nach oben und wälzt sich noch ein bisschen hin und her ehe sie einschläft.
Am nächsten Morgen trennen sich dann die Wege der vier Freunde. Ayumi und Akuma wollen zurück nach Kiri Gakure und sich nochmals mit Mei treffen, während Nurui und Daiki ihren Heimweg nach Konoha Gakure antreten um dort auf weitere Aufträge von Kakashi zu warten. Ayumi winkt den beiden noch hinterher bis sie am Horizont verschwunden sind und macht sich dann mit ihrem Bruder auf den Weg. Bisher hat die Mizukage über das Mal nicht nach den beiden gerufen also gehen sie davon aus, dass alles in Ordnung ist. Sicher sein kann man aber nie. Ein eisiger Wind bläst ihnen um die Nase und die Schwarzhaarige kuschelt sich dicht in ihren Umhang. Je eher sie in Kiri Gakure ankommen umso besser. Hier draußen in der offenen Landschaft wird man geradezu vom Wind weg geblasen. Wobei Akuma mit seiner Größe und vor allem Gewichtsklasse seine Muskulatur betreffend da eher weniger ein Problem hat als seine eher zierliche Schwester. Die Schwarzhaarige rückt näher an den großen Mann heran um seinen Windschatten auszunutzen. Akuma belächelt das amüsiert und schüttelt etwas den Kopf. Als sie dann endlich an den Toren zu Kiri Gakure auftauchen seufzt die Langhaarige erleichtert. Wurde ja auch Zeit. Nachdem die beiden Wachen sie durchgelassen haben machen sie sich schnurstracks auf den Weg zum Mizukage Gebäude.
Beim Büro von Mei angekommen klopfen sie der Höflichkeit halber an und werden auch sogleich rein gelassen. Die hübsche Frau neigt fragend den Kopf. “Ihr seid schon wieder zurück? Was kann ich für euch tun?“ fragt sie mit sanftem Lächeln auf den Lippen. “Wir wollten fragen ob es irgendwelche Neuigkeiten gibt? Oder eine Mission die wir erfüllen können?“ fragt Ayumi und betrachtet sie dabei abschätzend. Die Mizukage schüttelt den Kopf. Es gibt keine Aufträge die sie den Zwillingen anvertrauen könnte. Und neues in Bezug auf die Organisation gibt es auch nicht. “Nein. In eurer Abwesenheit war alles ruhig. Aber…“ beginnt sie zu sagen und schaut dabei aus dem Fenster. “…da es bereits Nachmittag ist. Was haltet ihr davon mir beim Essen Gesellschaft zu leisten? Hier in Kiri Gakure gibt es eine super Bar die ausgezeichnetes Barbecue serviert. Ich lade euch ein.“ fügt sie lächelnd hinzu und schon bei dem Wort Barbecue war der muskulöse Mann Feuer und Flamme. Die Schwarzhaarige kichert über seinen Gesichtsausdruck amüsiert. “Darüber würden wir uns sehr freuen, werte Mizukage.“ sagt Ayumi lächelnd und ihr Bruder nickt zustimmend. So machen sie sich dann gemeinsam mit Mei auf den Weg zu besagter Bar.
Der 5 Kage Gipfel
“Ist es denn okay mit uns essen zu gehen? Ihr habt doch sicher viel zu tun.“ fragt Ayumi leise und betrachtet die Mizukage dabei aus dem Augenwinkel. Diese betrachtet sie verdutzt. “Natürlich geht das in Ordnung. Ich bin zwar Mizukage, aber auch ich habe mal Feierabend. Außerdem wissen sie, wo sie mich finden können sollte es einen Notfall geben.“ antwortet die hübsche Frau gelassen und verstehend nickt die Schwarzhaarige. “Ich hätte schwören können, dass eure beiden Leibwächter mitkommen.“ sagt Ayumi schmunzelnd. “Das hätten sie am liebsten bestimmt auch getan. Aber wir gehen essen und es soll ein entspannter Abend werden. Außerdem haben wir doch eine Vereinbarung. Ich habe also nichts zu befürchten. Ihr Uchiha´s haltet euch doch an euer Wort, nicht wahr?“ entgegnet Mei lächelnd und die beiden Geschwister nicken zustimmend. Immerhin ist der Uchiha Clan ein ehrenvoller Clan und dieses Bild wollen sie auch nicht beschmutzen. Es dauert nicht all zu lange bis sie die Bar erreicht haben. Der Betreiber freut sich sehr über den Besuch des Dorfoberhauptes und geleitet sie zusammen mit ihren Begleitern zum hinteren Teil der Bar in einen gemütlichen Raum welcher durch Schiebetüren von dem restlichen Lokal abgetrennt ist. Somit ist man hier unter sich und hat seine Ruhe. Die drei ziehen ihre Schuhe aus und setzen sich dann auf den Boden und an den Tisch. Ayumi bestaunt die Dekoration des Raumes. Alles ist hier sehr traditionell gehalten. Das gefällt ihr. Ein Mitarbeiter der Bar entzündet sogleich den kleinen Grill inmitten des Tisches und bringt nach und nach auf kleinen Tellern verschiedene Fleischsorten, Gemüse und Reis herein. Als Appetitanreger bekommen die drei ein kleines Schälchen Sake und stoßen gemeinsam an. Die ersten Streifen Fleisch und Gemüse brutzeln auf der Grillplatte vor sich hin und der Raum wird in köstlichen Duft eingehüllt.
Die Mizukage sitzt auf der einen Seite des Tisches und auf der anderen ihr gegenüber sitzen die Zwillinge nebeneinander auf dem Boden. “Konoha Gakure wurde also auch von der Organisation aufgesucht?“ fragt Mei neugierig. Ayumi nickt. “Ja das stimmt. Akuma und ich waren zu diesem Zeitpunkt aber außerhalb des Feuerreichs auf einer Mission. Soweit Kakashi und Obito uns aufgeklärt haben, wurde ihnen gesagt, dass sie das Wunderkind freiwillig ausliefern sollen. Wenn nicht würden sie Konoha dem Erdboden gleich machen. Es kam zum Kampf aber die Maskierten konnten in die Flucht geschlagen und schlimmeres verhindert werden.“ erklärt die Schwarzhaarige ruhig. “Seitdem suchen wir nach Hinweisen wer hinter dieser Organisation steckt und wo sich diese aufhält.“ fügt die Konnoichi noch hinzu und lässt sich dann ein Stückchen fertig gebratenes Fleisch schmecken. “Ja das ist durchaus beunruhigend nicht zu wissen wer die sind und woher sie kommen. Da sie hinter dem Wunderkind her sind, haben wir anderen Reiche eigentlich nicht das Geringste mit der Sache zu tun und würden uns unter normalen Umständen einfach raus halten. Aber nach einer Machtdemonstration der Mantelträger waren wir gezwungen mitzuarbeiten. Zumindest war das in meinem Fall so. Immerhin ist die oberste Aufgabe des Kage der Schutz seines Reiches und der Menschen die darin leben.“ begründet Mei damit ihre Vorgehensweise. Interessiert mustert sie die Schwarzhaarige und betrachtet sie dabei von oben bis unten. “Aber sag mir, das gestern, als du meine Shinobi wieder ins Leben zurück geholt hast. Das war nicht die Wiedergeburt aus schmutziger Erde und auch sonst habe ich diese Technik noch nicht gesehen, geschweige denn davon gehört. Welches Jutsu war das?“ stellt sie gespannt ihre Frage und betrachtet die junge Frau dabei durchdringend. Akuma isst ruhig weiter und betrachtet seine Schwester lediglich aus dem Augenwinkel heraus. Er ist gespannt ob sie ihr Geheimnis preis gibt oder sich eine Ausrede einfallen lässt.
Die Konnoichi überlegt einen Moment. Man kann nur dann erwarten, dass jemand einem vertraut, wenn man demjenigen selbst Vertrauen entgegen bringt. Nachdem sie die Möglichkeiten abgewägt hat, beschließt sie es der Mizukage zu verraten. “Das war kein Jutsu. Das war meine Gabe. Ich bin genau so wie Akuma auch ein Wunderkind. Wir sind Zwillinge.“ löst sie das Rätsel damit auf und der Langhaarigen bleibt beinahe der Reis im Hals stecken. Hat sie das immerhin gerade richtig gehört? “Was? Wie? Moment. Du sagst, ihr seid Zwillinge und dass es anstatt einem, gleich zwei Wunderkinder gibt?“ hakt Mei nach und blinzelt dabei verdutzt. “Ja, das ist richtig. Laut der Sage ist das Wunderkind immer männlich. Ich hatte also wohl davon profitiert, dass wir im selben Mutterleib waren. Allerdings unterscheiden sich unsere beiden Gaben voneinander. Bei mir bewirkt es besondere heilerische Fähigkeiten und die Möglichkeit eine Seele wieder mit ihrem Körper zu verbinden und damit bereits gestorbene Menschen wiederzubeleben. Das ist aber sehr anstrengend und funktioniert auch nur ein einziges Mal pro Person.“ erklärt die Schwarzhaarige weiter. “Ich verstehe. Deswegen sehen sie auch ganz normal aus und haben nicht die veränderten Augen und bröckelnde Haut. Dann bin ich dir zu Dank verpflichtet. Damit hast du ihnen somit ein zweites Leben geschenkt. Eine sehr beeindruckende Gabe.“ sagt die Mizukage lächelnd und legt sachte ihre Hand auf die von Ayumi. //Ja, nachdem wir es waren die ihnen ihr erstes Leben genommen haben.// denkt die Schwarzhaarige etwas schuldbewusst und lächelt dabei gequält. In ausgelassener Stimmung essen sie die verschiedenen Köstlichkeiten welche sich in vielen Tellern auf ihrem Tisch verteilt finden lassen und trinken auch das ein und andere Schälchen Sake dazu. Nach der letzten Erfahrung mit Sake beim Friedensfest wollte Ayumi sich da eigentlich enthalten aber Mei hat diesbezüglich keine Widerrede zugelassen. Zu einem gelungenen Abend gehört nun mal auch guter Sake und da sie die Unannehmlichkeiten welche sie den beiden Uchiha´s bereitet hat damit ein Stück weit wieder gut machen möchte, hat sie den besten Sake des Hauses bringen lassen. Das Essen ist bereits verspeist und ein paar Flaschen Sake wurden ebenfalls bereits getrunken als die Schwarzhaarige für kleine Mädchen geht. Oder eher taumelt. Wirklich nüchtern ist sie nämlich nicht mehr.
//Oh heiliger…ich sollte wirklich keinen Sake mehr trinken..// denkt Ayumi kopfschüttelnd als sie sich ihren Weg zurück zu dem abgetrennten Raum bahnt. Mit leichtem Schluckauf schiebt sie die Schiebetür auf und lässt sich neben ihrem Bruder angekommen wieder auf ihre Beine sinken. “Aber, werte Mizukage -“ beginnt sie ihren Satz, wird jedoch gleich von der Langhaarigen unterbrochen. “Tz, tz, tz. Ich sagte doch bereits, dass ihr mich Mei nennen könnt.“ sagt sie mit strengem Tonfall und betrachtet die Konnoichi dabei durchdringend. Das hatte sie ihnen wirklich schon vor einer Weile angeboten aber irgendwie kommt sich die junge Uchiha dabei so respektlos vor. Nun gut, wenn sie es so möchte. “…Mei. Ich frage mich, wie kann es sein, dass eine so hübsche und starke Frau wie du alleinstehend ist?“ fragt sie mit etwas angeschwippster Stimme und legt dabei den Kopf etwas schief. Das kann sie nämlich wirklich nicht verstehen. Oh ja, sie haben an diesem Abend schon über so einiges gesprochen. Die Mizukage hält sich nachdenklich das Kinn als sie über die Frage nachdenkt. “Das verstehe ich selbst nicht. Es gibt einfach keine guten und ehrlichen Männer mehr auf dieser Welt. Die ihre Frauen auf Händen tragen.“ antwortet sie seufzend und trinkt ihr Sake Schälchen leer um sich noch mal nachzufüllen. Am Tisch herrscht kurze Stille. Mit der Antwort hat wohl keiner gerechnet. Mit vom Alkohol geröteten Wangen lässt die Mizukage ihren Blick dann über Akuma schweifen. Sie mustert den muskulösen Mann genauestens und grinst dann zufrieden. “Ich muss zugeben, du bist ein richtig Süßer.“ sagt die Langhaarige zwinkernd und legt ihre Hand dabei auf seinen Unterarm. Etwas entsetzt weitet Ayumi die Augen. “Aber Mei! Mein Bruder hat eine Freundin!“ platzt es schnell aus ihr heraus, wenn auch mit etwas vom Sake verwaschener Aussprache. “Das ist richtig.“ fügt Akuma hinzu und nickt dabei eifrig. Immerhin hat er Seiran an seiner Seite und daher kein Interesse an irgendwelchen anderen Frauen. Selbst wenn es sich hierbei um die Mizukage handelt. Etwas enttäuscht seufzt die hübsche Frau und trinkt dann ihr Schälchen aus. Die beiden Zwillinge tun es ihr gleich. Auf diese Aussage das Beste was man tun kann um die Situation nicht noch unangenehmer zu machen.
“Meisterin Mizukage. Da steckt ihr also.“ kann man dann die Stimme eines jungen Mannes hören als dieser die Schiebetür zum Separee aufgeschoben hat. Mei dreht sich zu ihm um. “Choujuurou! Komm setz dich zu uns!“ trällert sie angetrunken und ihr Leibwächter verdreht daraufhin die Augen. “Das halte ich für keine gute Idee. Ihr habt schon genug Sake getrunken. Zeit nach Hause zu gehen. Wie wollt ihr sonst morgen euren Pflichten als Mizukage nachkommen?“ will der Blauhaarige wissen und betrachtet sie dabei abschätzend, an ihre Vernunft appellierend. “Ach sei kein Spielverderber.“ murmelt die hübsche Frau etwas mürrisch doch er wird da nicht mit sich verhandeln lassen. Den strengen Blick mit dem er sie ansieht kennt sie nur zu gut. “Schön. Dann eben Ende für heute.“ sagt sie leise und hebt ergebend ihre Hände in die Luft. Soll er eben seinen Willen bekommen. Die beiden Geschwister seufzen erleichtert. Sie wollten schon vor Stunden aufbrechen und vor allem mit dem Trinken aufhören aber man konnte ihre Gastfreundschaft ja auch schlecht ablehnen. Die hübsche Frau zieht sich ihre Schuhe an und wird dann von dem Blauhaarigen gestützt um nicht umzufallen. Die Zwillinge ziehen sich ebenfalls ihre Schuhe wieder an als sie sich für das gute Essen und den Sake bedanken. “Im ersten Stock befinden sich Gästezimmer. Fühlt euch frei euch eines zu nehmen und euch auszuschlafen. Ich werde dem Inhaber Bescheid sagen.“ sind ihre Worte ehe sie dann das Zimmer zusammen mit ihrem Leibwächter verlässt.
Ayumi und Akuma verbeugen sich dankbar und schauen dabei zu, wie sie die Bar verlassen. Sie sind die letzten Gäste die noch hier waren. Der Betreiber wird also ebenfalls froh sein endlich Feierabend machen zu können. “Lass uns…schlafen gehen…“ sagt eine gut angetrunkene Ayumi und schaut dabei ihren Bruder erwartungsvoll an. Da sie nicht weiß welcher von den dreien der Richtige ist, guckt sie einfach jeden von ihnen einmal an. Oh ja, sie hatte mehr als genug Sake. Das reicht für die nächsten Monate, wenn nicht sogar das ganze nächste Jahr. Akuma hebt seinen Zeigefinger in die Luft. “Das…ist eine gute Idee…Schwesterchen.“ antwortet er mit mindestens genau so angeschwippster Aussprache. Mühsam schleppen sie sich die Treppe nach oben. Noch nie kam ihnen Treppensteigen so anstrengend vor. Und noch nie zuvor waren Treppenstufen so uneben und die Treppe so lang. Wobei das rein daran liegt, dass sie betrunken sind und ihre Sinneswahrnehmungen ihnen daher einen Streich spielen. Die erste Tür die sie oben erreichen ist auch die, die sie öffnen. Zu ihrem Glück ist das Zimmer frei und so treten sie direkt ein ohne weitere Zeit zu verlieren. Die beiden Uchiha´s breiten schnell je einen Futon auf dem Boden aus, Ayumi an der rechten Seite des Zimmers und Akuma an der Linken. Sie machen sich nicht mal die Mühe sich noch Decke oder Kissen aus dem Schrank zu holen sondern lassen sich direkt auf die Matte plumpsen. Sie stammeln noch ein leises ´Gute Nacht´ ehe sie dann fix und fertig die Augen schließen und einschlafen.
Am nächsten Tag steht die Mittagssonne bereits hoch am Himmel als die Zwillinge langsam erwachen. Die Schwarzhaarige hält sich mürrisch den Kopf. “Oh mein Schädel.“ klagt sie dabei ihr Leid und blinzelt verschlafen. Akuma sieht auch nicht besser aus. “Rede doch nicht so laut.“ motzt er leise und reibt sich dabei die Schläfen. Die beiden haben so was von einen Kater. Kommt davon wenn man so viel Alkohol trinkt. Wobei die beiden von sich aus nie so viel getrunken hätten. Die Mizukage ist sehr trinkfest und hat ein ums andere Mal die Schälchen der Geschwister nachgefüllt und sie munter zum weiter trinken animiert. Es herrschte ja so gute, ausgelassene Stimmung und die sollte doch nicht verloren gehen. “Du bist doch selbst laut.“ meckert die Schwarzhaarige zurück und in Gedanken fragen sie sich gleichzeitig wie Mei heute wohl aussehen mag und ob sie bereits wieder fit ist und ihren Aufgaben als Mizukage nachgeht oder noch schläft. Die Zwillinge gehen nacheinander ins Bad um sich etwas frisch zu machen und bedanken sich bei dem Bar Besitzer für das Zimmer und wünschen ihm einen schönen Tag ehe sie das Lokal verlassen. “Und was nun?“ stellt Akuma seine Frage und betrachtet dabei die Langhaarige. Etwas gerädert vom letzten Abend kratzt sie sich nachdenklich an der Wange. “Da die anderen Kage wahrscheinlich morgen so nach und nach eintreffen, werden wir in der Nähe bleiben. Immerhin müssen wir dann mit Kakashi und Obito sprechen.“ antwortet die Schwarzhaarige mit ruhiger Stimme und ihr Bruder nickt leicht als er sich eine Zigarette anzündet.
Genüsslich bläst er den Rauch in die Luft, welchen seine Schwester energisch mit ihrer Hand weg wedelt. Den Geruch verträgt sie jetzt wirklich nicht. Oder besser gesagt ihr Magen. Auch wenn sie von der Mizukage eine Aufenthaltserlaubnis haben, werden sie von einigen der Dorfbewohner doch misstrauisch beäugt. Daher beschließen die Zwillinge Kiri Gakure zu verlassen und sich derweil außerhalb des Dorfes aufzuhalten bis der 5 Kage Gipfel stattfindet. Entspannt liegen sie unter ein paar Palmen am Strand nachdem sie ein gutes Stück Weg hinter sich gebracht haben. Hier ist es gemütlich. Da bereits Herbst ist, ist es auch nicht mehr so schwülwarm und die Brise welche am Strand um ihre Nasen weht sorgt für ein angenehmes Gefühl auf der Haut. Eine Weile liegen die beiden Schwarzhaarigen im Sand und erholen sich noch ein bisschen vom Kater ehe sie dann gemeinsam trainieren. Wer rastet, rostet. Das hat Madara schon immer gesagt. Ayumi perfektioniert die ganz eigene Form ihres Susanoo und ihr Bruder übt die neuen Schwertkampftechniken welche ihm Daiki gezeigt hat bevor er dann mit der Vorstufe seines Susanoo die Widerstandsfähigkeit der Wesensform seiner Schwester auf die Probe stellt.
Am nächsten Tag haben sich inzwischen alle Kage im Mizukage Gebäude eingefunden. Anstelle von A ist allerdings Darui als Raikage erschienen. Zusammen mit zwei Leibwächtern. Genau genommen hat jeder der Kage zwei Leibwächter an seiner Seite, abgesehen von Kakashi. Er hat lediglich Obito dabei. Wobei der auch mehr als ausreichend ist um den Grauhaarigen im Ernstfall zu schützen und zu unterstützen. Auf Nachfrage wo A steckt wurde mit Missfallen reagiert und der Aussage, dass innerhalb ihrer Reihen ein Putsch stattgefunden hat bei welchem der Raikage ums Leben kam. Dass daran auch die beiden Wunderkinder beteiligt waren weiß zum Glück niemand da es keine Überlebenden gab die davon berichten könnten. Was ein Glücksfall für Konoha Gakure ist. Andernfalls wäre die Zusammenarbeit wahrscheinlich eher schwierig. Wobei es im Krieg immer auf beiden Seiten Verluste zu beklagen gibt und danach wird auch nicht mehr darüber gesprochen. Ob der Groll über die Taten damit allerdings verschwunden ist, ist eine ganz andere Sache. Die 5 Kage sitzen an einem großen Tisch im Besprechungsraum der Mizukage, dahinter stehen jeweils ihre Leibwächter. “Wie ihr meinem Schreiben entnehmen konntet, habe ich euch einberufen um über die geheimnisvolle Organisation zu sprechen. Wir wissen sicher alle, dass diese die einzelnen Reiche erpresst und zur Mitarbeit gezwungen hat. Mitarbeit das Wunderkind zu finden und auszuliefern.“ beginnt die hübsche Frau ihre Ansprache und sieht dabei in die Runde.
“Mein Versuch die Zielperson auszuliefern ist kläglich gescheitert. Dafür konnte ich aber ein Gespräch mit ihm führen. Konoha Gakure wurde ebenfalls von den Mantelträgern angegriffen aber sie konnten die Feinde zurück drängen ohne Verluste beklagen zu müssen. In der Unterhaltung sind wir zu dem Beschluss gekommen, zusammen zu arbeiten anstatt gegeneinander. Gemeinsam der Organisation die Stirn bieten und sie vernichten. Deswegen seid ihr hier. Um das weitere Vorgehen zu besprechen und eine Allianz zu gründen.“ beendet sie ihre Erklärung und schaut erwartungsvoll in die Gesichter der anderen Kage. “Bist du völlig übergeschnappt?! Dass sie die Maskenträger abwehren konnten war bestimmt nur Glück! Du hast mit Sicherheit selbst gesehen zu was sie im Stande sind! Es wäre völlig verantwortungslos uns jetzt dagegen zu stellen.“ bekundet Darui seine Bedenken und ist damit der Erste der spricht. “So gesehen geht euch diese ganze Sache nichts an, da das Wunderkind ein Uchiha Geborener ist und damit zum Feuerreich gehört.“ beginnt Kakashi mit ruhiger Stimme zu sagen und fügt dann noch hinzu “Allerdings hat euch die Organisation bereits in die Sache verwickelt und locker lassen werden die so oder so nicht bis sie ihr Ziel erreicht haben. Ich sichere euch die Unterstützung des Feuerreiches mit dessen Shinobi zu falls ihr mit uns zusammen arbeiten wollt. Wir garantieren euch Schutz vor der Organisation. Genau so, wie wir diesen auch Mei Terumi zugesichert haben.“.
Das Aufeinandertreffen
[Dieses Kapitel ist nur Volljährigen zugänglich]
Eine Allianz
[Dieses Kapitel ist nur Volljährigen zugänglich]
Ein Verräter?
Der Mitgründer Konoha´s lässt seine Augen etwas verengt und betrachtet die drei Uchiha´s nacheinander mit prüfendem Blick. “Willst du damit also andeuten, dass ich ein Verräter bin? Undankbarer Bengel. Ich habe dir dein Leben gerettet, vergiss das nicht!“ sagt Madara mit so kühlem Tonfall, dass er einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Dass sie denken er könnte hinter dieser Organisation stecken, oder da mit drin stecken, kränkt ihn sehr. Er, der immer nur das Beste für seinen Clan und dessen Mitglieder wollte und wessen größte Angst es war, dass andere ihm in den Rücken fallen, muss sich nun von seinen eigenen Blutsverwandten Verrat unterstellen lassen? So weit kommt es wohl noch. Seine Verärgerung darüber steht ihm deutlich ins Gesicht geschrieben. Obito hält seinem abschätzenden Blick stand. “Ich habe nie gesagt, dass du ein Verräter bist –“ beginnt er zu sagen, wird in seinem Satz dann allerdings von Ayumi unterbrochen. “Ich habe das erst recht nicht gesagt! Ich habe nie an dir gezweifelt Madara, ich wusste, dass du uns nicht hintergehen würdest.“ wirft sie schnell in die Unterhaltung mit ein. Immerhin hat sie das ja wirklich direkt abgestritten als das Thema vor den Toren Kiri Gakure´s zur Sprache kam. Der Langhaarige neigt einen Moment den Kopf um der Konnoichi prüfend in die Augen zu sehen. Obito sieht sie aus dem Augenwinkel an als er leise grummelnd “Du Schleimerin.“ sagt. Anschließend wandert sein Blick erwartungsvoll zu Akuma. Der muskulöse Mann bemerkt den Blick Obito´s. //Was habe ich denn jetzt damit zu tun?!// wundert sich der große Mann in Gedanken und der Kurzhaarige seufzt leise. Er richtet seinen Blick wieder auf seinen ehemaligen Lehrer. “Wie ich gerade sagen wollte…Akuma hat während seinem Kampf ein paar Dinge bemerkt über die wir sprechen sollten.“ erklärt er dem Langhaarigen mit ruhigem Tonfall weshalb sie jetzt hier zusammen sitzen.
Das sieht Akuma wohl als Stichwort, da er sich jetzt auch in die Unterhaltung mit ein bringt. “Der Maskierte gegen den ich gekämpft habe war sehr stark. Sein Jutsu der Feuervernichtung war fast genau so mächtig wie das von dir. Und ich kann das einschätzen weil ich im 4.ten Ninja-Weltkrieg gegen deine Flammenwand antreten und sie abwehren musste.“ beginnt er zu sagen und sieht den Langhaarigen dabei direkt an. Der Mitgründer Konoha´s betrachtet die drei zwar immer noch mit etwas verärgertem und vielleicht auch etwas vorwurfsvollen Gesichtsausdruck, hört aber zu, was sie ihm zu sagen haben. “Auch sein Susanoo sah sehr ähnlich aus wie deines. Überhaupt, sein ganzer Kampfstil und vor allem seine Präsenz als er mir sagte, dass er und ich uns gar nicht so unähnlich seien, hat mich sehr an dich erinnert.“ fügt Akuma noch hinzu und nach Ende seines Satzes sehen die drei jüngeren Uchiha´s dann alle fragend in Madara´s Gesicht. Sie denken zwar nicht, dass Madara dahinter steckt, aber sie erhoffen sich Antworten auf die Fragen wie das möglich ist und wer hinter der Maske stecken könnte. Der Langhaarige legt seine Stirn in tiefe Falten. “An meine Präsenz? Die Präsenz eines Gottes? Nein, das ist unmöglich…“ entgegnet er den Grünschnäbeln und schließt nachdenklich seine Augen. Seine Arme hat er weiterhin vor seiner Brust verschränkt. “Vor langer Zeit…“ beginnt er leise zu murmeln, unterbricht sich aber selbst in seinem Satz und verstummt wieder.
“Vor langer Zeit? Ja, was war denn da?“ hakt die Konnoichi neugierig nach und betrachtet ihn mit schief gelegtem Kopf. “Nichts war da! Nichts das euch auch nur im Geringsten etwas angehen würde!“ knurrt Madara verärgert und als er seine Augen dabei wieder öffnet werden die drei Uchiha´s vom Rinne Sharingan angefunkelt welches in beiden seiner Augen zu sehen ist. Jetzt ist er wohl wirklich wütend. Ayumi weiß gar nicht vor was sie sich mehr erschrocken hat, seinem plötzlichen Ausruf oder aber dem Kekkei Genkai welches bedrohlich zwischen ihnen hin und her schaut. Auch Akuma weiß einen Moment lang nicht was er sagen soll um den Mitgründer Konoha´s nicht noch mehr zu verärgern. “Das war nicht so gemeint.“ entschuldigt sich Ayumi schnell und wedelt dabei mit den Händen in der Luft herum. “Madara, ich weiß, dass deine Vergangenheit sehr schmerzhaft ist, aber bitte beruhige dich wieder.“ appelliert Obito an die Vernunft seines Mentors. Immerhin wollten die drei ihm mit ihren Fragen ja nichts böses. Aber das musste eben angesprochen werden. Er ist von ihnen allen der Älteste Uchiha, der schon am längsten lebt. Wenn er keine Antworten auf diese Fragen weiß, wer soll es dann wissen? Madara schließt seine Augen, atmet tief durch und als er diese wieder öffnet ist das Kekkei Genkai daraus verschwunden. “Wagt es nicht noch einmal mich einen Verräter zu nennen.“ sagt er mit eiskaltem Tonfall und auch liegt seinen Worten etwas drohendes bei. Der Mitgründer Konoha´s hat keine Lust mehr sich weiter mit ihnen abzugeben, steht entschlossen auf und verlässt sogleich das Zimmer noch bevor irgendjemand etwas weiteres zu ihm sagen kann.
Das sich öffnen und dann wieder zuknallen der Haustür verrät ihnen, dass Madara das Anwesen wohl verlassen hat. “Oh, oh. Das ist wohl ein sehr empfindliches Thema bei Opa.“ meint Akuma und blinzelt ein paar Mal. So wütend hat er den Langhaarigen noch nie erlebt. Obito seufzt leise. Er wollte nicht, dass das Gespräch so endet wie es das nun tat, aber ansprechen mussten sie es ja. Ayumi überlegt einen Moment und schaut dabei erst Obito und dann ihren Bruder an. “Ich folge ihm.“ sagt sie schnell und springt dann auch schon auf ihre Beine um ihm hinterher zu eilen. So aufgewühlt hat sie ihn noch nie gesehen. Sie möchte nicht, dass er in diesem Zustand alleine ist. Die Konnoichi läuft die Straße im Viertel entlang und sieht sich zu allen Seiten um bis sie dann endlich den Langhaarigen entdecken konnte. “Madara! Bitte warte auf mich!“ ruft sie ihm hinterher. Der Schwarzhaarige denkt ja gar nicht daran. “Geh zurück und lass mich in Ruhe, Mädchen.“ antwortet er nur kalt und macht sich nicht einmal die Mühe zu ihr umzusehen während er weiter geht. Die Konnoichi atmet angestrengt, ihre Chakrareserven sind noch nicht wieder aufgefüllt und der kurze Sprint um ihn zu finden hat sie daher ziemlich angestrengt. Sie stemmt ihre Hände an ihre Hüften während sie Luft holt. Bemüht sich aber ihm zu folgen. “Bitte, Madara.“ sagt sie mit bittendem Tonfall als sie versucht zu ihm aufzuschließen.
Der Mitgründer Konoha´s bleibt zwar nicht stehen, aber zumindest verlangsamt er sein Tempo etwas. Die junge Uchiha stützt ihre Hände auf ihre Knie während sie ein paar Mal tief Luft holt als sie dann endlich neben ihm steht. Der Langhaarige betrachtet sie aus dem Augenwinkel heraus. “Warum bist du mir nachgelaufen? Du solltest dich besser erholen.“ fragt er abschätzend und versucht wohl die Gedanken der Konnoichi zu erraten. “Ich…ich wollte einfach nicht, dass du jetzt alleine bist.“ nuschelt Ayumi etwas verlegen und wendet dabei den Blick ab. “Und wo gehst du eigentlich hin?“ fragt sie neugierig und schaut dabei in die dunklen Augen des Langhaarigen. Dieser seufzt missmutig. Als ob er einen Babysitter bräuchte. Was denkt sie sich denn? Wenn, dann wäre es wohl eher andersrum. “Und warum sollte ich nicht alleine sein? Ich wollte ein bisschen an die frische Luft.“ antwortet er und mustert sie dabei skeptisch. “Du wirkest so wütend und irgendwie auch verletzt. Ich dachte, da würde dir Gesellschaft gut tun…Frische Luft hättest du auch bei uns im Garten schnappen können.“ meint die Konnoichi stirnrunzelnd. Dann hätte sie ihm immerhin nicht hinterher laufen müssen. “Werde nicht frech. Außerdem brauche ich manchmal eine Pause von euch Grünschnäbeln.“ sagt er mit ruhiger Stimme und geht dann auch schon weiter. Dieses Mal allerdings in einem Tempo in welchem selbst die erschöpfte Ayumi gut Schritt halten kann.
Madara darf seit er wieder in Konoha lebt die Mauern des Uchiha Viertels nicht verlassen. Aber da im ganzen Viertel nur ein einziges Haus bewohnt wird, sind die Straßen wie leer gefegt und er kann ungestört spazieren gehen wann immer ihm der Sinn danach steht. Einige der Dorfbewohner sind ihm und Obito gegenüber immer noch nicht wohl gesonnen weil sie den 4.ten Ninja-Weltkrieg erklärt haben. Dass er das Dorf gegen die Maskierten verteidigt hat war bestimmt schon ein guter Anfang und Schritt in die richtige Richtung um nach und nach das Vertrauen oder mehr die Akzeptanz der Bewohner Konoha Gakure´s zu erlangen. Bis wirklich alle davon überzeugt sind, wird es aber wohl noch dauern. Die Schwarzhaarige freut sich sehr auf den Tag an welchem sie gemeinsam mit Madara durch Konoha schlendern kann. Ganz ungezwungen und ohne schief angesehen zu werden. Da ihre Familie die einzige ist, die im Uchiha Viertel lebt ist es hier einfach sehr ausgestorben und hat keine wohnliche Atmosphäre. Etwas verwirrt über ihre eigenen Gedanken schüttelt die junge Frau den Kopf. Weshalb sollte er auch mit ihr durch das Dorf schlendern wollen?
Nach einer Weile in der sie stumm nebeneinander her gingen, legt Madara endlich einen Halt ein. Sie sind am Naka-Schrein angekommen. Entschlossen geht der Langhaarige auf einen Baum zu und setzt sich auf die kleine Bank die vor selbem steht. Ayumi folgt ihm und setzt sich neben ihren Lehrmeister. Er hat sich entspannt zurück gelehnt und die Augen geschlossen, also geht die Schwarzhaarige davon aus, dass er seine Ruhe möchte. Etwas unsicher legt sie ihre Hände auf ihren Schoß und spielt mit ihren Fingern. Einerseits möchte sie ihn entspannen lassen, andererseits möchte sie wissen worüber er nachdenkt. Was ihn beschäftigt und ob sie ihm vielleicht dabei helfen kann sich besser zu fühlen. Der Mitgründer Konoha´s seufzt leise. “Wenn du etwas auf dem Herzen hast, spuck es aus. Anstatt so nervös neben mir rum zu zappeln.“ spricht er seine Worte ruhig und öffnet ein Auge um sie damit von der Seite her anzusehen. “Ich zappel überhaupt nicht nervös rum!“ sagt sie schnaubend und fühlt sich aber doch ein klein bisschen ertappt. “Es ist nur so…ich…Madara, wenn dir irgendetwas auf dem Herzen liegt, höre ich dir gerne zu. Mir ist auch aufgefallen, dass ich eigentlich gar nichts über dich weiß.“ nuschelt sie leise ihre Worte und schaut dabei auf ihren Schoß ehe sie den Blick wieder hebt.
Der Langhaarige öffnet nun auch das andere Auge und dreht seinen Kopf zur Seite um sie anzusehen. “Du möchtest also mehr über mich erfahren?“ will er interessiert wissen und schaut dabei abschätzend in ihre dunklen Augen. Die Konnoichi nickt eifrig. Madara seufzt abermals aber dennoch zeichnet sich ein leichtes Schmunzeln auf seinen Lippen ab. “Du weißt bereits, dass ich in Zeiten des Krieges aufgewachsen bin und dass ich zusammen mit Hashirama Senju den Traum einer besseren Welt, ohne Kriege hatte. Ich habe dir auch von den zahlreichen Schlachten erzählt die der Uchiha Clan und der Senju Clan gegeneinander geführt haben. Mehr gibt es über mich eigentlich nicht zu erzählen. Zumindest nichts das interessant wäre. Wie ich dann hier gelandet bin weißt du selbst.“ erklärt er ruhig und richtet seinen Blick dann in die Baumkrone. Es stimmt, dass Ayumi weiß wie sie hier gelandet sind. Sie lebte bei Madara in der versiegelten Höhle seit sie 6 Jahre alt war, wurde von ihm, Obito und Zetsu trainiert und dann mit 13 auf ihre Reise geschickt die geheimen Schriftrollen der einzelnen Reiche zu finden um die verschiedenen Elemente meistern zu können um dann zu ihm zurückzukehren. Dass sie damit ihre Wunderkindgabe gelernt hat zu meistern und Madara ins Leben zurück holte, woraufhin er seinen Plan mit dem Endlosen Tsukuyomi in die Tat umsetzte wozu er den 4.ten Ninja-Weltkrieg ausrief ist auch kein Geheimnis und noch deutlich in ihrer Erinnerung präsent. “Ja, das weiß ich. Aber was ist mit den persönlichen Aspekten deiner Geschichte? Deiner Familie? Hattest du Geschwister außer deinem kleinen Bruder? Und was hast du gemacht wenn du nicht gerade strategisch eine Schlacht geplant hast und nicht am Kämpfen warst? Hattest du…eine Frau? Eine eigene Familie?“ sprudeln die Fragen geradezu aus der Konnoichi heraus. Sie möchte unbedingt mehr über ihren Lehrer wissen, seine Vergangenheit, um ihn besser verstehen zu können. Etwas perplex legt der Langhaarige seinen Kopf schief. Dafür hat sich noch nie irgendjemand interessiert. Er hält sich nachdenklich das Kinn. “Du hast komische Fragen, Kind. Das alles hat für das Leben eines Shinobi keine Relevanz.“ antwortet er mit fester Stimme. Die junge Uchiha betrachtet ihn mit großen Augen. Diesem Blick kann er nur selten einen Wunsch abschlagen. Schon als kleines Mädchen hat sie ihn so angesehen wenn sie irgendetwas unbedingt wollte.
“Aber da du keine Ruhe geben wirst bis du das weißt, erzähle ich dir davon.“ fügt er leise hinzu und die Augen der Konnoichi beginnen vor Freude zu strahlen. “Meine Mutter starb kurz nach der Geburt meines letzten Bruders. Insgesamt hatte ich fünf Brüder. Die Zeit in der wir lebten und die vielen Kämpfe die dort geführt wurden haben dazu geführt, dass aus meiner direkten Familie nur noch mein Vater, ich und mein jüngerer Bruder Izuna übrig waren.“ erklärt er und die junge Frau wirft ein “Das ist der, der dich immer nach neuen Jutsu´s gefragt und mit dem du oft trainiert hast, richtig?“. Madara nickt leicht. Das hatte er ihr ja schon mal erzählt als sie noch kleiner war. “Ich selbst hatte in der Zeit in der ich lebte nie eine eigene Familie. Auch keine Frau oder gar eine Freundin. Dafür habe ich mich nicht interessiert. Das einzige das für mich zählte war immer stärker zu werden, der Mächtigste zu werden um meinen Traum einer friedlichen Welt Realität werden lassen zu können.“ erklärt er weiter und Ayumi sieht traurig zu Boden. Das klingt nach einem sehr einsamen Leben. Ihre Gedanken wohl erahnend legt der Langhaarige sachte seine Hand auf ihren Kopf. “Aber, aber. Du musst nicht traurig sein. Ich war glücklich. Der Traum hat mich die Hoffnung nicht aufgeben lassen und damit hatte ich ein Ziel vor Augen für das es sich zu kämpfen lohnte.“ sagt er mit fester Stimme und lächelt leicht. Ayumi bekommt etwas Herzklopfen als sie in seine dunklen Augen schaut. “Izuna wurde in einer Schlacht gegen den Senju Clan tödlich verwundet und vermachte mir seine Augen. Damit ich mit ihnen unseren Clan in eine glorreiche Zukunft führen kann. Viele Jahre später gründeten Hashirama und ich Konoha Gakure. Die Dinge entwickelten sich anders als geplant und ich fand mich in der versiegelten Höhle wieder. Eines Tages hörte ich von Zetsu, dass ein Wunderkind geboren wurde, welches er fortan überwachte. Jahre später fand ich Obito mehr tot als lebendig und nahm ihn auf. Dann weitere Jahre später kamst du zu uns und ab diesem Zeitpunkt kennst du meine Geschichte.“ beendet er schmunzelnd seine Erklärung und die junge Frau lächelt aufrichtig. Sie ist froh, dass er das alles mit ihr geteilt hat. “Das ist vielleicht nicht die schönste Kindheit die man sich vorstellen kann, aber ich möchte behaupten, dass dennoch was aus mir geworden ist. Also mach dir keine Gedanken um mich, Ayumi.“ fügt er leise hinzu und streichelt ihr dabei etwas über den Kopf.
Die junge Uchiha lächelt glücklich. Sie hatte schon befürchtet er würde sie nach dem Gespräch vorhin nicht mehr mögen weil er sie wieder Kind und Mädchen nannte anstatt ihren Namen zu benutzen. Aber das ist scheinbar nicht der Fall. Und darüber ist sie auch sehr froh. “Weißt du, Madara. Das vorhin haben wir nicht böse gemeint. Du bist der Älteste von uns und der Einzige der daher etwas darüber wissen kann, deswegen mussten wir mit dir sprechen. Auch Kakashi wollte das. Und ich würde nie denken, dass du uns verraten würdest.“ sagt sie vorsichtig und mustert ihn dabei unauffällig. Der große Mann nimmt seine Hand wieder von ihrem Kopf. “Was der Grünschnabel will interessiert mich nicht.“ sagt er nur kühl und meint damit wohl Kakashi. “Mir ist bewusst, dass ihr keine bösen Absichten hattet. Ich war in dem Moment nur etwas überrumpelt. Der Einzige der von seiner Präsenz und seinem Kampfstil starke Ähnlichkeit zu meinem hatte, war Izuna. Weil er mir nachgeeifert hat und unbedingt so sein wollte wie ich.“ sagt der Mitgründer Konoha´s und schaut dabei nachdenklich in den Himmel. “Aber das ist unmöglich. Wie ich ja bereits sagte ist er gestorben. Ich selbst habe seinen leblosen Körper beerdigt und ihn fast täglich an seinem Grab besucht um mit ihm zu sprechen und bei ihm zu sein.“ fügt er hinzu und schließt die Augen.
“Deswegen wurdest du so sauer oder? Weil Izuna dir sehr viel bedeutet hat.“ hakt die junge Frau vorsichtig nach und Madara nickt schwach. Izuna hat er in der Tat mehr geliebt als alles andere auf der Welt. Eine bessere Welt wollte er unter anderem für seinen kleinen Bruder schaffen, damit dieser in Frieden aufwachsen kann. Doch dann kam alles anders und sein Tod bewirkte eine massive Wesensänderung in dem Langhaarigen. “Ich weiß, dass du mir gegenüber loyal bist und deswegen nie denken würdest, dass ich euch verrate. Mach dir keine Gedanken, ich nehme dir das nicht übel.“ sagt er mit für seine Verhältnisse sogar sehr sanftem Tonfall und sieht ihr dabei tief in die Augen. Darüber erleichtert seufzt die junge Uchiha leise. Deswegen hat sie sich nämlich wirklich Sorgen gemacht. Madara möchte nicht weiter darüber sprechen wie es möglich sein kann, dass ein Mann so ähnliche Fähigkeiten besitzt wie er also erhebt er sich wieder auf seine Beine. Ayumi tut es ihm gleich. “Danke, dass du mir das alles erzählt hast, Madara. Das bedeutet mir viel.“ sagt die Konnoichi lächelnd und gemeinsam machen sie sich dann auf den Rückweg zu ihrem Anwesen. Die anderen werden sich bestimmt schon Gedanken machen wo sie so lange waren. Das Rätsel wer der mysteriöse Mantelträger mit den Fähigkeiten eines Uchiha ist, ist damit allerdings immer noch nicht aufgeklärt.
Wir vertrauen dir
Eine Frage spukt dem Langhaarigen allerdings immer noch im Kopf. “Sag Ayumi, kannst du dich an den Traum erinnern den du während des Ewigen Tsukuyomi hattest?“ fragt er neugierig und dreht dabei seinen Kopf zur Seite um sie anzusehen. Die Schwarzhaarige überlegt einen Moment. “Meinen Traum?“ murmelt sie dabei eher für sich als sie versucht sich daran zu erinnern. //Meint er damit den Traum in dem ich schwanger war und wir uns deshalb alle über ein neues Mitglied im Uchiha Clan gefreut haben?// fragt sie sich in Gedanken und errötet schlagartig. “Ähm..mein Traum. Wieso? Konntest du sehen was ich geträumt habe?“ fragt sie und versucht dabei so normal wie möglich zu klingen. “Ich habe das Jutsu angewendet, also ja, ich konnte die Träume von jedem sehen der darin gefangen war. Aber ich machte mir nicht die Mühe mir diese anzusehen weil sie für mich irrelevant sind. Deiner allerdings war äußerst interessant.“ sagt er schmunzelnd und die junge Frau dreht ihr Gesicht schnell wieder nach vorne um ihn nicht ansehen zu müssen. Ihre Gesichtsfarbe ähnelt nun nämlich sehr der einer Tomate. “Man träumt manchmal die verrücktesten Sachen nicht wahr?! Hehe~“ antwortet sie mit leiser Stimme und lacht am Schluss verlegen. Was ist das denn auch wieder für eine Situation in der sie sich da wieder gefunden hat?
Madara legt ihr sachte seine Hand auf den Kopf. “Ich fände es auch gut wenn der Uchiha Clan wieder zu alter Stärke zurückfindet. Nach und nach wieder mehr Mitglieder zur Familie zählen.“ sagt er ernst und meint jedes seiner Worte total ehrlich. “Ich war nur neugierig ob sich dein Traum auf jemand bestimmtes bezogen hat?“ hakt er nach und mustert sie dabei genauestens. “Madara! Das kannst du doch nicht einfach so fragen! Träume sind eine private Angelegenheit!“ meckert sie los und legt sich ihre Hände an die Wangen im Versuch ihre Scham zu verstecken. Wie kommt er denn immerhin von den vorigen Themen über die sie gesprochen haben auf dieses? Der Langhaarige schüttelt belustigt den Kopf während er ein bisschen ihre Haare wuschelt. “Das muss dir nicht peinlich sein. Aber wenn du nicht darüber reden möchtest, tun wir einfach so als hätte ich dich nie gefragt.“ sagt er mit sanfter Stimme und nimmt seine Hand wieder von ihrem Kopf. Als ob sie das einfach so vergessen könnte. Natürlich hatte sie dabei jemand bestimmtes im Kopf. Zumindest wenn sich der Traum da an die Zuneigung hält die sie bei Bewusstsein für einen gewissen Uchiha empfindet. Aber das könnte sie ihm niemals einfach so ins Gesicht sagen. Zumindest jetzt noch nicht. Dafür ist sie viel zu schüchtern. Der Mitgründer Konoha´s richtet seinen Blick wieder nach vorne während Ayumi beinahe das Herz aus der Brust springt weil es so schnell schlägt. Da wäre sie immerhin fast aufgeflogen. Bleibt nur zu hoffen, dass der Langhaarige es für´s Erste wirklich dabei belässt wie er sagte und nicht weiter nachhakt.
Den restlichen Weg gehen sie wortlos nebeneinander her und erreichen auch schon bald ihr Anwesen. Kaum sind sie durch die Haustür gegangen, streckt auch schon Akuma seinen Kopf aus dem Wohnzimmer. “Da seid ihr ja wieder.“ sagt er nur kurz und knapp und hat dieses Mal sogar seine Spitznamen für Madara weg gelassen. Er will ihn wohl nicht direkt wieder verärgern wo er doch gerade zurückgekommen ist. Ohne darauf zu reagieren geht der Langhaarige an ihm vorbei ins Wohnzimmer. Er setzt sich auf seinen Stammplatz. Einen gemütlichen Sessel und ist damit offenbar bereit das Gespräch von zuvor wieder aufzunehmen. Obito hat zusammen mit Akuma im Wohnzimmer auf die Rückkehr der beiden gewartet um heraus zu finden wie der Stand der Dinge ist. Sie sind neugierig was die beiden in ihrer Abwesenheit wohl miteinander besprochen haben, oder ob sie überhaupt gesprochen haben. Die relativ entspannten Gesichtszüge des Langhaarigen verraten ihnen zumindest, dass ihm die Gesellschaft der Konnoichi wohl gut tat und daher freuen sie sich umso mehr, dass sich die Schwarzhaarige dafür entschieden hat ihm zu folgen.
Die Zwillinge setzen sich ebenfalls auf die Couch und so sind nun wieder alle im Wohnzimmer versammelt. Obito, welcher Madara gegenüber auf der Couch sitzt ergreift als Erster das Wort. “Madara, wegen vorhin-“ beginnt er zu sagen, wird allerdings von dem Langhaarigen unterbrochen, welcher die Hand in die Luft hebt um ihn zum Schweigen zu bringen. “Ihr müsst nichts weiter dazu sagen. Das ist ein sensibles Thema. Und ich habe vielleicht ein bisschen überreagiert.“ entgegnet der Mitgründer Konoha´s mit ruhiger Stimme und schaut dabei zwischen den drei Uchiha´s hin und her. Sein ehemaliger Schüler nickt leicht. Dann nimmt er es ihnen wohl nicht übel. “Ich weiß nicht, wer der Mann ist, mit dem wir jetzt wohl schon zum zweiten Mal das Vergnügen hatten. Ich weiß auch nicht wie es sein kann, dass er Ähnlichkeiten zu mir aufweist was den Kampfstil und sein Susanoo betrifft. Ich bin genau so ratlos wie ihr.“ gibt der Schwarzhaarige zu und Obito hält sich nachdenklich das Kinn. “Sicher ist jedenfalls, dass Madara nichts mit der Sache zu tun hat. Dafür lege ich beide meiner Hände ins Feuer.“ sagt Ayumi mit ernster Stimme und fügt dann noch hinzu “Deswegen müssen wir so schnell wie möglich heraus finden wer dahinter steckt. Damit wir diese ganzen Rätsel endlich aufklären können.“.
Die drei Männer nicken einverstanden. Damit hat sie immerhin Recht. “Was habt ihr besprochen als ihr unterwegs wart?“ will Obito interessiert wissen und richtet seinen Blick dabei auf Ayumi. Er weiß, dass ihm Madara nichts verraten würde. Da kann er die Antwort noch eher aus der jungen Konnoichi raus kitzeln. Die Schwarzhaarige verschränkt ihre Arme vor der Brust. “Das geht nur mich und Madara etwas an.“ antwortet sie schnell und konzentriert sich sehr darauf nicht wieder zu erröten. “Aber ich weiß, dass er uns nicht hintergehen würde. Das spüre ich einfach.“ fügt sie fest entschlossen hinzu und hält dabei dem prüfenden Blick des Kurzhaarigen stand. Sie weiß nicht, ob Madara will, dass andere in ihre Gesprächsthemen eingeweiht werden. Er soll nicht das Gefühl haben sie würde sein Vertrauen ausnutzen. Dafür ist sie viel zu froh darüber, dass er das alles mit ihr geteilt hat. Obito seufzt missmutig. Das ist nicht die Antwort die er hören wollte. Aber gut, wenn sie beide nicht darüber reden wollen, dann ist es eben so. “Das heißt also wir werden hier rum sitzen und warten bis sie wieder auf der Bildfläche auftauchen?“ fragt Akuma und klingt dabei etwas genervt. Er kann sich jedenfalls spannenderes vorstellen. “Sie wollen das Wunderkind. Also werden sie früher oder später wieder hier auftauchen.“ antwortet Madara ruhig und betrachtet den jungen Mann dabei abschätzend. “Aber dann hieße das, dass wir Konoha und deren Bewohner gefährden solange wir hier sind.“ wirft Ayumi besorgt in die Unterhaltung mit ein und legt dabei den Kopf etwas schief. “Ja, daran haben wir auch schon gedacht seit sie das letzte Mal hier waren. Nach ihrer vorherigen Niederlage und den vielen Verlusten werden sie aber zunächst ihre Wunden lecken müssen und neue Streitkräfte mobilisieren. Also denke ich nicht, dass sie direkt den nächsten Angriff starten werden.“ spricht Obito seine Worte ruhig und bedacht. “Daher sollte es sicher sein, wenn ihr die nächsten Tage hier bleibt. Für danach haben wir uns schon einen Plan ausgedacht.“ fügt der Mitgründer Konoha´s hinzu und damit hat er die Neugierde der Zwillinge geweckt. “Ach, und was ist das für ein Plan?“ fragen die Geschwister wie aus einem Munde und schauen dabei zwischen den beiden Männern hin und her.
“Wir werden ihnen eine Falle stellen. Es wird so aussehen als würdet ihr eine Mission ausführen. Weit weg von Konoha um bei einem erneuten Kampf einen Kollateralschaden vermeiden zu können. Ihr werdet euch aufteilen um nach Hinweisen suchen zu können. Da sie Akuma wollen werden wir ihn als Köder benutzen. Wir müssen alles daran setzen zumindest einen der Mantelträger zu erwischen. Wenn die Luft rein ist wird Akuma dich rufen und ihr bringt den Gefangenen nach Konoha. Da werden wir dann mithilfe eines Gen-Jutsu´s oder der Informationsbeschaffungseinheit die Info´s aus ihm raus holen die wir brauchen. Ayumi wird in deiner Nähe bleiben falls du Unterstützung brauchen solltest.“ erklärt Obito damit ruhig den Plan. Die Zwillinge hören gespannt zu und nicken immer wieder leicht. “Wäre es nicht besser wenn ich gleich schon bei Akuma bleibe?“ stellt die Schwarzhaarige direkt ihre Frage. Ihre beiden Lehrmeister schütteln den Kopf. “Wir werden sie schneller finden können wenn wir uns aufteilen. Zusätzlich zu euch werden im ganzen Feuerreich verteilt weitere kleine Gruppen von Shinobi´s auf Spurensuche gehen. Auch die anderen Reiche werden wir in diese Suche mit einbeziehen. Wer zuerst etwas findet, wird die anderen informieren.“ entgegnet der Kurzhaarige ruhig. “Hoffentlich kommen sie diesmal mit Ninja´s die etwas mehr auf dem Kasten haben.“ sagt Akuma seufzend während er sich an den Kampf zurück erinnert. Bis auf Einen waren das alle keine wirklichen Gegner für ihn.
“Denk dran, dass wir zumindest einen von ihnen lebend brauchen.“ sagt Obito ernst und betrachtet ihn dabei mit hochgezogener Augenbraue. Der muskulöse Mann wedelt gelangweilt mit der Hand umher. “Ist ja schon gut. Ich hab´s verstanden.“ antwortet er schnell und seufzt abermals. Wie nervig. Nie wird ihm etwas Spaß gegönnt. “Ihr könnt die nächsten Tage bis zu eurem Aufbruch also nutzen um zu trainieren. Trainiert das, was euch nicht so gut liegt oder verfeinert eure mächtigsten Jutsu´s.“ wirft Madara mit ein und Ayumi schmunzelt daraufhin amüsiert. War ja klar, dass das von ihm kommt. “Außerdem bin ich gespannt auf eure Geheimtechniken.“ fügt der Langhaarige hinzu. Obito hatte ihm erzählt, dass die Zwillinge die geheimen Schriftrollen gefunden haben und auch, dass sie deren Inhalt, also das darin enthaltene Jutsu erlernen konnten, mit eigenen Augen gesehen hat er es allerdings noch nicht. Und er, der so viele verschiedene Jutsu´s erlernte und sich unter anderem damit den Namen ´Gott der Shinobi´ einhandelte, interessiert sich brennend für jede Art Jutsu die er noch nicht kennt. Was wahrlich nicht viele sind. “Kein Problem, alter Mann. Das Jutsu kann ich dir gerne vorführen. Ayumi sicher auch, nicht wahr?“ sagt Akuma breit grinsend und sieht dabei erst Madara und dann seine Schwester an. Die Konnoichi nickt zustimmend. Da hat sie nichts dagegen.
“Morgen. Lasst Ayumi erstmal wieder vollständig zu Kräften kommen.“ schlägt Obito vor und dagegen gibt es keine Einwände. “Ich werde schnell zu Kakashi gehen und ihm von unserem Vorhaben berichten.“ fügt der Kurzhaarige hinzu und schaut dabei zwischen seinen Familienmitgliedern hin und her. Diese nicken einverstanden. “Wo stecken eigentlich die anderen alle?“ fragt Ayumi und legt dabei verdutzt den Kopf etwas schief. Immerhin ist es überaus ruhig im Hause Uchiha. Zumindest wenn man bedenkt wie viele Leute hier unter demselben Dach leben. “Seiran fühlt sich heute nicht besonders deswegen ist sie schon den ganzen Tag im Bett geblieben. Ich habe vorhin nach ihr gesehen und ihr Suppe und Tee gebracht.“ antwortet Akuma und seine Schwester runzelt besorgt die Stirn. Die arme Seiran. “Sasuke ist auf einer Mission mit Team 7. Müsste aber heute noch nach Hause kommen. Die beiden Jagdninja´s habe ich zuvor zu Kakashi gebracht und werde sie wieder mitnehmen wenn ich mit ihm gesprochen habe.“ sagt Obito ruhig und Ayumi schüttelt leicht den Kopf. “Die beiden haben einen Namen Obito. Nurui und Daiki. Und wo ist Itachi?“ hakt sie nach. “Mein Namensgedächtnis ist nicht das Beste, das weißt du doch. Itachi? Keine Ahnung wo der sich wieder rum treibt.“ erklärt Obito leise und erhebt sich auf seine Beine.
Die Schiebetür zum Garten öffnet sich und herein kommt der Langhaarige. Wenn man vom Teufel spricht. “Ich habe mich nirgends rum getrieben. Ich war bei den Gräbern unserer Familie.“ sagt er nur kurz und knapp und schaut dann etwas verwirrt zwischen den anderen Uchiha´s hin und her. “Hab ich irgendwas verpasst?“ stellt er interessiert seine Frage. “Wir haben über die Organisation und unser nächstes Vorgehen gesprochen.“ antwortet Ayumi lächelnd und der mit zu einem Pferdeschwanz zusammen gebundenen Haaren nickt verstehend. “Lasst uns für heute Abend doch zur Abwechslung mal was bestellen. Geht auf mich.“ schlägt die Konnoichi vor und die im Raum versammelten Männer nicken. Es spricht nichts dagegen wenn man ab und an nicht selbst kocht. Wobei Ayumi damit eigentlich eher bezwecken wollte nicht kochen zu müssen. Darauf hat sie heute nämlich irgendwie gar keine Lust. Über die Zustimmung ihrer Familie erfreut grinst sie breit. “Wie wäre es mit Ramen?“ fragt sie fröhlich und wieder nicken die Männer. Es ist schon lange her, dass sie köstliche Ramen von Ichiraku hatte. Zu lange. Motiviert holt sie einen Zettel aus der Kommode und schreibt dann schnell auf was jeder einzelne gerne essen möchte. Von Nurui weiß sie noch von ihrer gemeinsamen Reise was er gerne isst und schreibt für Daiki einfach dasselbe auf. Da es draußen bereits dämmert und die Nacht damit immer näher rückt kann man sich ruhig schon Gedanken übers Essen machen wie sie findet.
“Wenn damit alles geklärt ist, würde ich wieder zu Seiran gehen und ihr etwas Gesellschaft leisten.“ sagt Akuma leise und seine Schwester nickt leicht. “Ja mach das. Kümmere dich gut um sie damit sie schnell wieder gesund wird.“ sagt Ayumi lächelnd und damit verlässt der große Mann dann auch schon das Wohnzimmer und geht die Treppe nach oben um dann in seinem und Seiran´s Zimmer zu verschwinden. “Ich mache mich auf den Weg zu Kakashi. Bis später.“ sagt Obito winkend und verlässt das Anwesen um sich zum Hokage Gebäude aufzumachen. Jetzt wo nach und nach alle ihres Weges gehen fragt sich die Konnoichi allerdings wie sie das ganze Essen alleine nach Hause tragen soll? Diese Gedanken wohl erahnend legt Itachi aufmunternd eine Hand auf ihre Schulter. “Ich werde dich zum Essen holen begleiten.“ sagt er lächelnd und damit funkeln die Augen der jungen Frau glücklich. Der Retter in der Not. “Wenn du möchtest können wir davor noch etwas durchs Dorf spazieren und auf dem Rückweg das Essen holen?“ schlägt ihr alter Freund vor und die Schwarzhaarige nickt eifrig. Das ist eine hervorragende Idee. Es ist lange her, dass die beiden einfach mal nur Zeit zu zweit verbracht haben wie in ihrer Kindheit damals. Es wird schön sein sich über dieses und jenes unterhalten zu können. Immerhin ist einiges passiert seit sich ihre Wege damals trennten.
Sie wurde von Zetsu entführt und lebte fortan zusammen mit Obito und Madara in der versiegelten Höhle und er wurde von Danzo dazu erpresst sich gegen seinen eigenen Clan zu stellen um den Frieden innerhalb Konoha´s aufrecht zu erhalten und musste hierfür seinen gesamten Clan töten. Abgesehen von Sasuke, dessen Leben er verschonte und das die Bedingung dafür war da mitzumachen. Er wurde zum Abtrünnigen, schloss sich Akatsuki an und wurde Jahre später von einem hasserfüllten Sasuke in einem Zweikampf getötet. Während Ayumi auf ihrer Reise war um ihre Fähigkeit als Wunderkind zu erlernen um dann zu Madara zurück zu kehren. In der ganzen Zeit die verging hat Ayumi oft daran gedacht was ihr früherer bester Freund wohl so macht und wie es ihm geht. Während er dachte sie sei beim Angriff des Neunschwänzigen auf Konoha getötet worden weil sie von da an wie vom Erdboden verschwunden war. Die Schwarzhaarige ist überaus froh mit ihrer Wunderkindgabe Verstorbene wieder zum Leben erwecken zu können. Wenn es auch nur ein einziges Mal pro Person funktioniert und mit gewissen Risiken verbunden ist. So konnte sie Madara zurückholen der während ihrer neunjährigen Reise verstarb und ebenfalls Itachi, welcher damit ein zweites Leben geschenkt bekam um alles wieder gut zu machen was er in seinen Augen Sasuke gegenüber versäumt oder falsch gemacht hat.
“Ich würde mich davor aber gerne noch umziehen. Brauchst du noch irgendwas, Madara?“ stellt sie ihre Frage an ihren Lehrer und dieser schüttelt den Kopf. “Geht nur.“ sagt er mit seiner gewohnt ruhigen Stimme und damit eilt die Konnoichi auch schon die Treppe nach oben. Zuerst verschwindet sie im Bad um sich etwas frisch zu machen und steht dann vor ihrem Kleiderschrank nachdem sie ihr Kurzschwert und die restliche Ninja Ausrüstung abgelegt hat. Immerhin ist sie jetzt ja freizeitmäßig unterwegs und kann sich dementsprechend auch anders kleiden. Kurzerhand zieht sie eine schwarze, eng anliegende Hose und einen dünnen, hellgrauen Pullover aus dem Schrank und zieht sich um. Auf der Rückseite des Pullovers ist das Symbol des Uchiha Clan´s abgebildet, welches sie mit stolz trägt. Sie freut sich schon jetzt auch auf Missionen die Kleidung ihres Clan´s tragen zu dürfen. Nun wissen immerhin alle Kage, dass sie ebenfalls eine Uchiha ist. Kein Grund mehr also diese Tatsache zu verheimlichen. Nachdem sie ihre Haare zu einem hohen Pferdeschwanz zusammen gebunden und ihren Geldbeutel eingesteckt hat, eilt sie die Treppe auch schon wieder nach unten. Itachi wartet geduldig vor der Haustür und lächelt als er seine alte Freundin kommen sieht. “Hast du alles?“ fragt er mit freundlicher Stimme und die Schwarzhaarige nickt leicht. “Bis später, Madara!“ ruft sie ins Wohnzimmer und verlässt anschließend zusammen mit Itachi das Haus.
“Am Besten gehen wir erst zu Ichiraku´s Nudelshop und geben die Bestellung auf. Bis die fertig ist können wir durch Konoha schlendern.“ schlägt Ayumi vor und damit gehen sie entspannt durch die Straßen des Dorfes. Nachdem sie die Großbestellung aufgegeben haben überlegen sie wo sie als nächstes hin gehen könnten. “Lass uns ein bisschen in der Einkaufsstraße bummeln. Vielleicht findest du ja was, das dir gefällt.“ sagt Itachi ruhig und die Augen der jungen Frau funkeln vor Aufregung. Sie hat es als Kind schon geliebt an den einzelnen Geschäften vorbei zu bummeln und sich anzuschauen was diese zum Verkauf anbieten. Nur mit dem Unterschied, dass sie sich als Kind und vor allem Waise nichts von den dort angebotenen Sachen kaufen konnte. Heute dagegen sieht das anders aus. Der Langhaarige kennt sie eben. Und wenn er ihr damit eine Freude machen kann, nimmt er das gerne in Kauf. “Na los, du Schlafmütze. Trödel nicht so.“ platzt es fröhlich aus der Konnoichi heraus während sie ihren Arm bei ihm einhakt und ihn dann auch schon mit sich zieht.
Keine halben Sachen
Ein paar der Dorfbewohner schenken ihnen fragende Blicke als sie an den Ständen vorbei schlendern. Es ist ja doch eher ungewöhnlich, dass sich Itachi außerhalb des Uchiha Viertels sehen lässt. Und Ayumi selbst kennen auch noch nicht so viele der Einwohner Konoha´s da sie mit 6 Jahren aus dem Dorf entführt wurde und erst seit ein paar Monaten wieder in Konoha lebt. Um genau zu sein seit dem 4.ten Ninja-Weltkrieg nach welchem sie zusammen mit Madara und Obito dann ein Haus inmitten des Uchiha Viertels bezogen hat. In welchem auch Itachi, Sasuke und ihr Bruder Akuma mit seiner Freundin Seiran leben. “Möchtest du denn gar nichts kaufen?“ richtet Itachi seine Worte fragend an seine alte Freundin. Das ist nun immerhin schon der 6.te Stand an dem sie einfach nur geguckt aber nichts mitgenommen hat. Die Schwarzhaarige dreht sich zur Seite um ihn anzusehen. “Nein. Ich wollte nur ein bisschen schauen was es so Neues gibt.“ antwortet sie lächelnd und richtet ihren Blick dann wieder nach vorne. “Lass uns zurückgehen. Das Essen ist bestimmt schon fertig.“ schlägt sie vor und gemeinsam holen sie dann bei Ichiraku ihre Großbestellung Ramen ab. Der Konnoichi läuft schon das Wasser im Mund zusammen als sie voll bepackt mit Schüsseln den Weg zu ihrem Zuhause antreten. Es ist Ewigkeiten her als sie zuletzt Ramen gegessen hat. Sie freut sich schon richtig darauf und summt vergnügt während sie sich vorstellt ob sie noch genau so gut schmecken wie sie, sie in Erinnerung hat.
Der junge Mann betrachtet sie amüsiert. “Mit Essen kann man dich also immer noch glücklich machen was?“ fragt er schmunzelnd und betrachtet sie dabei aus dem Augenwinkel heraus. Ayumi macht einen Schmollmund. “Also hör mal, so wie du das sagst klingt es als wäre ich ein Vielfraß. Außerdem macht gutes Essen doch jeden glücklich, oder nicht?“ stellt sie damit eine Gegenfrage und mustert ihren Begleiter gespannt. “Ja da hast du wohl Recht.“ entgegnet er nur kurz und knapp und es dauert nicht mehr lange bis sie die Tore zum Uchiha Viertel erreichen. Zuhause angekommen verteilen sie die Schüsseln auf dem großen Esstisch. Sasuke ist inzwischen von seiner Mission zurückgekehrt und auch Obito hat für heute seine Aufgaben als Berater des Hokage erledigt und sitzt nun ebenfalls mit am Tisch. Genau so wie Nurui und Daiki die gemeinsam mit Obito zurückkamen. “Wenn es euch nicht stört würde ich gerne bei Seiran essen.“ sagt Akuma mit ruhiger Stimme und schaut dabei in die Runde. “Nein iss ruhig mit ihr. Und nimm ihre Portion auch gleich mit, ja?“ sagt seine Schwester und lächelt sanft. “Soll ich mal nach ihr sehen? Ich könnte ihr bestimmt helfen damit sie sich schnell wieder besser fühlt.“ fügt sie noch hinzu und sieht den muskulösen Mann dabei fragend an. Akuma schüttelt den Kopf. “Nicht nötig. Ich habe sie vorhin schon gefragt aber sie meinte du sollst deine Fähigkeit nicht für so etwas Banales wie eine Erkältung einsetzen.“ antwortet er ruhig und lächelt leicht. Nun gut, dann eben nicht. Nachdem Akuma bepackt mit Ramen in seinem Zimmer verschwunden ist, wünschen sich die anderen Versammelten einen ´Guten Appetit´ und lassen sich ihr Abendessen schmecken.
Am nächsten Morgen ist Ayumi schon relativ früh wach und setzt sich mit einer Tasse Tee auf die hölzerne Veranda in ihrem Garten. Genüsslich schlürft sie ihren Tee während sie dabei zusieht wie die Sonne am Horizont allmählich auf geht. “Du bist früh wach.“ ertönt leise eine Stimme hinter ihr. “Guten Morgen, Madara.“ sagt die Schwarzhaarige fröhlich als sie sich zu ihm umschaut. Der Langhaarige hatte die offene Schiebetür zum Garten bemerkt und ist daher davon ausgegangen, dass die Konnoichi draußen sitzt. Er selbst hat ebenfalls eine Tasse voller Tee in der Hand und setzt sich schweigsam neben sie auf einen Stuhl. Er weiß noch von früher, dass sie morgens erstmal Ruhe und Zeit für sich braucht um wach zu werden und spricht daher erstmal nichts weiter mit ihr. Zumal er selbst ja auch kein Mann der vielen Worte ist. So sitzen sie also einfach still nebeneinander und lassen sich ihren Tee schmecken während immer mehr Sonnenstrahlen den Himmel erhellen und die Umgebung in ein angenehm warmes Licht tauchen. Auch Vöglein zwitschern ihre Melodien und nach und nach erwacht das Dorf zu Leben. Obito kommt nach einer Weile dazu und reibt sich noch etwas verschlafen die Augen. “Guten Morgen ihr zwei. Wie lange seid ihr denn schon auf?“ stellt er verdutzt seine Frage und hebt dabei eine Augenbraue. Ayumi hält ihre leere Tasse in die Luft und grinst viel sagend. Das soll ihm zu verstehen geben, dass sie seit einer Tasse auf den Beinen ist. “Verstehe.“ entgegnet der Kurzhaarige knapp und gähnt leise. “Ich werde mich gleich auf den Weg zu Kakashi machen. Nurui und Daiki sollen einen Auftrag ausführen und ich werde mit ihm das weitere Vorgehen besprechen und ob es irgendwelche Neuigkeiten zu der Organisation gibt.“ erklärt er leise und streckt sich dabei leicht. Er ist wirklich noch nicht ganz wach. Madara nickt leicht. “Ich werde solange das Training von Ayumi und dem Grünschnabel überwachen. Ich bin schon sehr gespannt auf ihre Geheimtechniken.“ spricht der Mitgründer Konoha´s seine Worte mit ruhiger Stimme und die Schwarzhaarige seufzt leise. Die Sonne ist noch nicht mal ganz aufgegangen und er redet schon wieder von Training. Wie in alten Zeiten. “Hast du etwa was dagegen einzuwenden?“ stellt er seine Frage ernst und betrachtet die junge Frau dabei durchdringend. Sie wedelt schnell mit den Händen in der Luft umher. “Nein, nein! Keine Einwände!“ presst sie schnell hervor und versucht sich damit zu retten. Sie hatte nicht gedacht, dass er das hören würde. Seine Ohren funktionieren verdammt gut, genau so wie seine Augen. Das sollte sie das nächste Mal bedenken wenn sie seufzt um ihrem Unmut Luft zu machen. “So wird es auch besser sein.“ sagt der Mitgründer Konoha´s ernst und trinkt dann seinen Tee aus.
Es dauert nicht lange bis auch die beiden Jagdninja´s im Wohnzimmer erscheinen um anschließend gemeinsam mit Obito das Haus zu verlassen und zum Hokage Gebäude gehen. “Möchtest du noch Tee?“ fragt die Schwarzhaarige freundlich doch der Langhaarige schüttelt verneinend den Kopf. Also nimmt die Konnoichi beide Tassen mit rein um sie schnell abzuspülen. “Ich werde Frühstück machen.“ schlägt die Schwarzhaarige vor und Madara nickt leicht. Er kramt ein paar Karten aus der Wohnzimmer Kommode und breitet diese auf dem Wohnzimmertisch aus. Ayumi kann sehen, dass er hier und dort Symbole einzeichnet und fragt sich was genau er da eigentlich macht. Auch rechnet er ab und an irgendetwas aus und macht sich auf einem Block Notizen. Madara hatte schon immer sehr strategisches Geschick. Alle Missionen die Akuma und sie als Team Fumetsu ausführten hat er geplant. Vom Anfang bis zum Ende hat er alles durch kalkuliert und Pläne für verschiedene Szenarien erstellt. Und auch als die Konnoichi vor vielen Jahren ihre lange Reise antrat hat er geplant in welcher Reihenfolge sie die Tempel und Schreine der verschiedenen Reiche zu besuchen hat. Von seinem Plan einer friedlichen Welt mithilfe des Ewigen Tsukuyomi, wo er Obito bis ins kleinste Detail einweihte und diesen vor ein paar Monaten schließlich auch umgesetzt hat, mal ganz abgesehen. Von strategischer Planung versteht sie nicht all zu viel. Sie denkt zwar schon erst darüber nach bevor sie einen Angriff ausführt und wägt ab welche Option hierfür am passendsten wäre, aber so wie ihre beiden Lehrmeister es machen würde sie das nicht hinbekommen. Dafür fehlt ihr wohl die Erfahrung. Da es deswegen keinen Sinn hat sich darüber weiter das Köpfchen zu zerbrechen widmet sie sich voll und ganz der Zubereitung des Frühstücks und summt dabei leise. Angezogen von dem leckeren Duft kommen Akuma und Seiran in die große Wohnküche. “Guten Morgen ihr zwei. Setzt euch, ist gleich fertig. Wie geht es dir Seiran?“ will die Schwarzhaarige gleich wissen und mustert sie durchdringend. “Morgen, Schwesterchen. Morgen, alter Mann.“ sagt Akuma mit leicht stichelndem Unterton und grinst dabei breit. “Guten Morgen. Es geht mir schon besser. Ich fühle mich nur noch ein bisschen schlapp.“ sagt sie Silberblonde beruhigend und setzt sich an den Esstisch.
Akuma hilft seiner Schwester schnell beim Tisch decken bevor auch er sich hinsetzt. Die Konnoichi hat Reis, Gemüse und Omelett gemacht. Davon reichlich, es soll ja immerhin jeder im Hause Uchiha etwas davon abbekommen. Nach einer Weile kommen auch die beiden Brüder Itachi und Sasuke dazu und lassen sich das ausgewogene Frühstück schmecken. Sasuke vertraut Obito und Madara zwar immer noch nicht ganz aber langsam taut er etwas mit ihnen auf und sucht nicht immer sofort das Weite wenn er die beiden sieht oder versucht einer Interaktion mit den beiden aus dem Weg zu gehen. “Wenn ihr fertig seid werden wir mit dem Training beginnen. Ihr habt ja so große Töne gespuckt was die Geheimtechniken angeht. Davon möchte ich mich mit eigenen Augen überzeugen.“ verkündet Madara mit seiner gewohnt ruhigen Stimme und die Zwillinge tauschen einen wissenden Blick. Gut, dass es sich bei ihrem Frühstück um eine eher leichte Mahlzeit handelt die nicht schwer im Magen liegt. “Alles klar, Opa.“ entgegnet Akuma grinsend und der Mitgründer Konoha´s kneift die Augen etwas zusammen. Wie oft soll er ihm denn noch sagen, dass er ihn nicht so nennen soll?! “Ich werde mich dem Training anschließen wenn es in Ordnung ist. Die letzten Missionen waren viel zu einfach um eine Herausforderung zu sein. Ein bisschen Abwechslung schadet sicher nicht. Außerdem ist unser letztes Sparring schon zu lange her, Akuma.“ wirft Sasuke in die Unterhaltung mit ein und schmunzelt etwas als er den großen Mann herausfordernd betrachtet. Der Schwarzhaarige zuckt mit den Schultern. “Dagegen habe ich nichts. Wird bestimmt interessant.“ antwortet er gelassen und erwidert das Grinsen des Jüngsten Uchiha´s. “Dann werde ich auch mitmachen.“ sagt Itachi leise und Ayumi lächelt zufrieden. Geteiltes Leid ist halbes Leid und so weiter. Der Mitgründer Konoha´s verschränkt seine Arme vor der Brust. Ihm ist es letztlich ja egal wer alles mit trainieren möchte. Je mehr desto besser. Dann kann man die Einheiten etwas abwechslungsreicher gestalten.
Gesagt, getan, stehen dann alle Uchiha´s in ihren Trainingsklamotten in dem großen Garten ihres Anwesens. Seiran hat sich wieder in ihr Zimmer zurück verzogen um sich noch etwas auszuruhen. Gerade als Madara Fingerzeichen formt tauchen auch Obito und Kakashi auf der Bildfläche auf. “Meister Hokage. Was führt euch her?“ fragt Ayumi neugierig und der Grauhaarige winkt zur Begrüßung kurz. “Obito hat mir erzählt, dass ihr gleich trainieren werdet und die Geheimtechnik wollte ich mir nicht entgehen lassen.“ sagt er ruhig und trotz dessen, dass er eine Maske trägt, kann man das Grinsen in seinen Worten hören. “Wenn der Hokage Zeit für so etwas hat…“ stichelt Madara amüsiert und formt im Anschluss Fingerzeichen um eine Barriere um ihr Grundstück herum zu errichten. Es würde die Dorfbewohner andernfalls wahrscheinlich ziemlich verunsichern so direkt in ihrer Nähe einen Kampf zu sehen. Da Akuma keine halben Sachen macht, selbst im Training nicht, noch mal umso mehr. Nichts was innerhalb der Barriere geschieht kann diese verlassen und genauso wenig kann etwas von draußen herein kommen. Mögliche Energien die während des Trainings freigesetzt werden, je nachdem in welchem Ausmaß, wird man aber trotzdem spüren können. “Da der Bengel dir in körperlicher Stärke überlegen ist, kannst du dich erstmal noch entspannt zurück lehnen und zusehen. Sasuke wird als Erstes gegen ihn antreten.“ gibt Madara als Anweisung und alle genannten nicken einverstanden.
Ayumi setzt sich im Schneidersitz neben Madara auf den Boden um das Spektakel zu beobachten. Der Langhaarige betrachtet sie aus dem Augenwinkel heraus und schüttelt missmutig mit dem Kopf. “Wie oft habe ich dir denn schon gesagt, dass du dich während eines Kampfes nicht auf den Boden setzen sollst, Kind?“ fragt er seufzend und fügt dann noch hinzu “Im Sitzen bist du ein leicht angreifbares Ziel.“. Die Schwarzhaarige betrachtet ihn mit schief gelegtem Kopf. “In einem Kampf würde ich mich ja auch nicht einfach so auf den Boden setzen. Aber das hier ist Training. Und so ist es doch viel entspannter.“ antwortet sie frech und streckt sich dabei leicht. “Du solltest auf ihn hören, Ayumi. Erwarte das Unerwartete. Hast du diese Trainingseinheiten etwa vergessen?“ fragt Obito grinsend als er zusammen mit Kakashi näher kommt und sich neben die beiden stellt. Die Konnoichi verengt die Augen als sie ihn ansieht. “Nein, das habe ich nicht vergessen! Wie könnte ich auch? Wag es nicht mir jetzt genauso hinterhältig wie früher eine rein zu hauen.“ sagt sie grummelnd und betrachtet ihn dabei warnend. Der Kurzhaarige hebt ergebend seine Hände in die Luft. “Ich wollte dich ja nur daran erinnern, dass jederzeit etwas Unvorhergesehenes passieren könnte.“ sagt er lachend und wuschelt dann etwas durch ihre Haare. An diese Trainingseinheiten mit Obito und Zetsu in der versiegelten Höhle erinnert sie sich noch als wäre es erst gestern gewesen. Und auch daran, dass sie sich schon früher über diese absolut widersprüchlichen Kommentare von ihm aufgeregt hat. Das Unerwartete erwarten, was ist das denn auch für eine Logik?
Während die beiden sich noch ein bisschen zanken so wie früher, beginnen Akuma und Sasuke mit ihrem Trainingskampf gegeneinander. Sie beginnen mit Tai-Jutsu um sich aufzuwärmen und bauen auch Schwertkampf mit ein. Die Klingen ihrer Schwerter kreuzen sich mit einem metallenen Geräusch immer wieder während sie alles an Platz ausnutzen was der große Garten zu bieten hat. Madara analysiert wie immer während er den Kampf der beiden Jünglinge genau beobachtet. Die beiden Schwarzhaarigen grinsen erfreut während sie abermals ihre Klingen kreuzen. Dieses Mal formt Sasuke aber Fingerzeichen und setzt mit seiner anderen Hand sein Chidori ein um damit ebenfalls nach dem muskulösen Mann zu schlagen. Akuma schafft es den Angriff mit seinem Schwertrücken abzublocken und stößt den Jüngsten im Bunde ein paar Meter weit von sich weg. Beide erachten es aber noch immer nicht für nötig ihr Kekkei Genkai zu aktivieren. Ayumi beobachtet das Ganze aufgeregt. Der Geschwindigkeit mit welcher die beiden ihre Angriffe ausführen muss man mit dem bloßen Auge auch erstmal folgen können. “Zeig´s ihm Akuma!“ feuert sie ihren Bruder ein bisschen an und grinst dabei breit. Auch wenn Sasuke zur Familie gehört, ist Akuma nun mal ihr Bruder, Zwillinge sind sie obendrein auch noch. Also klar, dass sie auf seinen Sieg hofft. Der Mitgründer Konoha´s sieht Itachi erwartungsvoll an. Das ist sein Zeichen um in dem Trainingskampf mitzumachen. Entschlossen springt er neben seinen jüngeren Bruder und damit kämpfen sie nun 2vs1. Die Brüder sind ein gutes Team und koordinieren ihre Angriffe auf das Wunderkind so, dass er gar nicht großartig Zeit zum Nachdenken hat. Itachi kämpft mit der Vorstufe seines Susanoo und Akuma hat ebenfalls die Vorstufe seiner Wesenheit beschworen um damit seine Angriffe zu kontern. Dazu mischt sich auch Sasuke immer wieder mit schnell aufeinander folgenden Angriffen bestehend aus Chidori und Schwerthieben ein. Nun haben die drei auch jeweils ihr Kekkei Genkai aktiviert um die ganze Sache etwas anspruchsvoller zu gestalten. Ayumi greift nach dem Hosenbein von Madara und zupft leicht daran. “Darf ich jetzt auch mitmachen?“ fragt sie mit großen Augen und sieht dabei zu ihm auf. Der Langhaarige nickt zustimmend als er auf sie hinab sieht und ihre Augen funkeln als sich die Blicke der beiden treffen. Na endlich. Sie hat sich jetzt immerhin schon lange genug raus gehalten.
Schnell springt die Konnoichi auf ihre Beine und läuft zu ihrem Bruder. Es ist wichtig, dass die beiden miteinander trainieren weil sie auch auf Missionen für Team Fumetsu zu zweit unterwegs sind und sich da in jeder Lebenslage aufeinander verlassen können müssen. Bei dem großen Mann angekommen machen die Geschwister einen Fistbump und nicken einander zu. Damit kämpfen die Uchiha´s dann 2vs2. Obito, Madara und Kakashi sehen gespannt dabei zu wie sich die vier immer wieder attackieren. Mal kämpft Itachi gegen Akuma und mal hat es Ayumi mit ihm als Gegner zu tun. Es wird bunt durch getauscht damit es auch nicht langweilig wird. Akuma setzt das ´Jutsu des Blitzschlags´ ein um damit Sasuke etwas auf Abstand zu bringen. Ein gutes Stück weiter formen Ayumi und Itachi Fingerzeichen und blasen einander jeweils eine ´Flammende Feuerkugel´ entgegen. Die Feuerbälle treffen sich in der Mitte und haben eine große Stichflamme zur Folge während die eine versucht die andere zurück zu drängen. Als die beiden das Jutsu beenden bleibt lediglich rauchende Erde zurück. “Du bist sehr viel besser geworden, Ayumi.“ sagt Itachi anerkennend als die beiden kurz durch schnaufen. Die Schwarzhaarige lächelt glücklich. Immerhin war er es, der ihr dieses Jutsu vor vielen Jahren beigebracht hat. Auf dem Steg des kleinen See´s an welchem sie regelmäßig zusammen trainiert haben. “Danke!“ sagt die Konnoichi fröhlich und freut sich wirklich sehr über sein Lob. Wenn man es so betrachtet hatte sie in ihrer bisherigen Laufbahn einer Konnoichi drei starke Uchiha´s als Lehrer. Als kleines Mädchen hat sich Itachi darum gekümmert ihr die Dinge die er in der Akademie oder von seinem Vater lernte beizubringen und nach ihrer Entführung haben sich Obito und Madara persönlich ihrer Ausbildung angenommen. //Da muss man ja ein starker Shinobi werden.// denkt sie grinsend und lässt die Knöchel in ihren Fingern knacken. Bereit, weiter zu machen.
Auf die Probe gestellt
Ayumi kann gerade noch rechtzeitig eine Präsenz hinter sich spüren als Obito zu einem Tritt ausholt. Blitzschnell springt die Schwarzhaarige ein Stück weit von ihrem Lehrmeister weg. “Was soll das denn, Obito?!“ meckert sie direkt los und verengt ihre Augen während sie ihn ansieht. Der Kurzhaarige schmunzelt belustigt. “Ich wollte eben auch mitmachen.“ entgegnet er ihr trocken und lässt seine Schultern kreisen. Damit muss die Konnoichi nun gegen Obito und Itachi antreten während sich ihr Bruder und Sasuke gerade einen Schwertkampf liefern. Na wunderbar. Als wäre ein Uchiha als Gegner nicht schon schlimm genug. Der Kurzhaarige verwickelt sie in einen Nahkampf in welchem er auch immer wieder sein Kamui benutzt um ihren Kontern zu entgehen. Und als würde das nicht schon reichen wird sie auch von Itachi mit Schlägen und Tritten attackiert. Die beiden Männer haben sie also in der Mangel. Sie ist zwar schnell aber ohne aktiviertes Sharingan hätte sie keine Chance die Angriffe der beiden rechtzeitig zu erkennen oder voraus ahnen zu können. Da kommt die junge Uchiha jetzt zugegebenermaßen ins Schwitzen. Auch wenn die beiden sie nicht ernsthaft verletzen würden, muss sie trotzdem alles geben um Madara zufrieden zu stellen. Er hatte auch schon während ihrer Kindheit keine milden Trainingseinheiten geduldet. Man kann nur stärker werden und über sich hinaus wachsen wenn man immer Alles gibt und bis über seine Grenzen geht. Zumindest durfte sich das die kleine Ayumi jedes Mal anhören wenn sie sich über das harte Training beklagt hat. Um sich besser schützen zu können, beschwört die Schwarzhaarige nun ihre ganz eigene Form des Susanoo und hüllt ihren Körper damit in eine stabile Rüstung durch die so schnell nichts durch kommt. Akuma und Sasuke kreuzen die Klingen ihrer Schwerter welche sie mit Blitzchakra eingehüllt haben. Durch das Zusammenprallen der beiden Chakren schießt ein gewaltiger Blitz von den Schwertklingen weg, nach oben in die Luft, ehe die beiden Männer ein Stück weit voneinander weg springen. “Das sollte ein Blitz sein?“ stichelt Akuma etwas und grinst dabei belustigt. Sasuke ist zumindest eine Herausforderung. Anders als die ANBU Shinobi mit denen sie es sonst in letzter Zeit des Öfteren zu tun hatten.
Die Konnoichi nutzt diesen kurzen Moment um zu ihrem Bruder zu springen. Entschlossen stellt sie sich mit ihrem Rücken an den Seinen. “Und, wie läuft´s bei dir so?“ presst sie hervor während sie ein paar Mal tief Luft holt. Der große Mann schaut über seine Schulter zu ihr zurück. “Könnte noch ein bisschen anspruchsvoller sein für meinen Geschmack.“ antwortet er grinsend und richtet seinen Blick dann wieder auf den Jüngsten Uchiha, welcher ihm gegenüber steht. Auf der anderen Seite, gegenüber von Ayumi stehen mit etwas Entfernung Obito und Itachi. “Wir können gerne mal tauschen.“ murmelt seine Schwester etwas gequält und hofft irgendwo ja doch, dass sie bald mal eine kleine Pause einlegen. Wenn es auch nur eine kurze ist. “Du sagtest der Kampfstil des Maskierten erinnert dich an meinen? Nun, dann sollte ich jetzt wohl auch mitmachen und euer Gegner sein. Um zu sehen ob du dem gewachsen wärst.“ spricht Madara seine Worte ruhig und doch jagen sie der Konnoichi einen kalten Schauer über den Rücken. Das hatte ja gerade noch gefehlt. Damit messen sie sich nun immerhin 4vs2. “Was denn? Du auch noch Madara? Das Training wird stetig unfairer!“ motzt die junge Frau los und macht ihrem Unmut damit Luft. “Was ist im Leben denn schon fair?“ stellt der Langhaarige als Gegenfrage während sich ein fieses Grinsen auf seinen Lippen abzeichnet.
“Jetzt wird es interessant!“ ruft Akuma schon beinahe erfreut aus und seine Augen beginnen zu leuchten. Einem guten Kampf konnte er noch nie widerstehen. Ayumi pufft ihn mit ihrem Ellenbogen. “Kannst du mal aufhören das als Spaß zu sehen?“ ermahnt sie ihren Bruder ernst doch dieser denkt ja gar nicht daran. Noch nie hatte er es mit so vielen Familienmitgliedern gleichzeitig zu tun. Das ist doch die perfekte Gelegenheit zu beweisen was in ihm steckt. “Hab dich nicht so Schwesterchen. Jetzt kannst du dich beweisen und deine Lehrer stolz machen. Du musst aufhören so viel zu denken während du kämpfst. Du musst es fühlen. Hier.“ antwortet Akuma und deutet dabei auf sein Herz. “Deswegen habe ich mich im Kampf gegen die Mizukage auch gefangen nehmen lassen. Nicht weil ich dachte du seiest schwach und würdest es nicht schaffen. Ich wollte, dass du dein Köpfchen ausschaltest und deine Kämpfe endlich fühlst, sie in jeder Faser deines Körpers spürst. Also hör auf dein Gefühl und lass uns die ein bisschen aufmischen. Leicht werden wir es ihnen sicher nicht machen, hab ich nicht Recht?“ fragt er grinsend und seine Schwester weitet überrascht die Augen. Zum einen hat sie ihren Bruder noch nie so viel am Stück reden hören, da er normalerweise auch ein Mann der wenigen Worte ist und zum anderen wusste sie nicht, dass das hinter seinem Verhalten steckte. Sie nahm irgendwie schon an, dass er dachte sie würde es nicht hinbekommen und dass er sich deswegen lieber ergeben hat. Die Dinge nun aus seiner Perspektive zu hören oder viel mehr weshalb er so gehandelt hat, berühren ihr Herz. Er wollte also nur, dass sie sich weiterentwickelt und ihr dabei helfen. “Akuma.“ murmelt die Schwarzhaarige leise und betrachtet ihn mit großen Augen. Das war die Motivation die sie brauchte. “Ja! Lass uns unser Bestes geben!“ ruft sie freudestrahlend aus und nimmt anschließend wieder ihre Kampfhaltung ein.
“Wenn ihr dann fertig seid mit eurem Kaffeekränzchen, kann es ja weitergehen.“ witzelt Obito und als wäre das das Zeichen zum Start hechten die vier Uchiha´s auf die beiden Zwillinge zu. Ayumi und Akuma nicken einander entschlossen zu und sprinten ihren Gegnern dann entgegen. Die Konnoichi wehrt zuerst einen Angriff Obito´s ab und damit dieser nicht von der Sichel ihrer Wesenheit getroffen wird muss er mittels seines Kamui verschwinden. Itachi bläst ihr abermals eine ´Flammende Feuerkugel´ entgegen, welche die junge Frau mit einer Wassersäule abblockt. Dichter Rauch steigt in den Himmel empor ehe er am Rand der Barriere welche Madara errichtete abprallt. Akuma weicht Sasuke´s Chidori aus und blockt mit seinen Armen dann einen Tritt Madara´s ab. Es ist das erste Mal seit dem 4.ten Ninja-Weltkrieg, dass Akuma und Madara einander gegenüberstehen und ihre Kräfte messen. Wobei das während des Krieges ja eher nur ein kurzer Schlagabtausch war. “Zeig was du drauf hast, Grünschnabel.“ fordert der Mitgründer Konoha´s ihn auf sich nicht zurückzuhalten. “Aber komm nachher nicht an und beklag dich wenn du deine Wunden lecken musst.“ entgegnet Akuma frech grinsend und lässt seinen Nacken rollen. Kakashi ist derweil nach wie vor stiller Beobachter und folgt mit seinen Blicken neugierig dem Spektakel welches sich ihm bietet. Wie auch nicht anders zu erwarten, rotieren die vier Männer allerdings regelmäßig und so hat es jedes Wunderkind einmal mit jedem der Uchiha´s zu tun. Nach einer Weile finden sich die Wunderkinder wieder mit dem Rücken aneinander. Ayumi schnauft schwer. Das ist anstrengender als es ihr lieb wäre. Auch wenn sie durch die Panzerung ihres Susanoo von normalem Tai-Jutsu oder Nin-Jutsu nicht direkt getroffen werden kann, so wird sie dennoch durch die Luft geschleudert und landet unsanft auf dem Boden wenn die Wucht des Angriffes nur stark genug war. Selbst Akuma musste immer wieder Treffer einstecken. Wobei die Verletzungen durch seine Wunderkindgabe im Bruchteil von Sekunden heilen und sich verschließen. Je nachdem wie groß oder schwerwiegend die Verletzung eben ist. Ein Vorteil ist aber, dass durch das stetige Einsetzen von Nin-Jutsu´s nicht nur sie, sondern auch die anderen Uchiha´s schon gewaltige Mengen Chakra verbraucht haben. Es ist also nur eine Frage der Zeit bis einem nach dem anderen die Pust ausgeht. Was bedeutet, dass der mit dem größten Chakra Haushalt diesen Kampf wohl für sich entscheiden wird.
“Lang genug gespielt. Wir sollten härtere Geschütze auffahren findet ihr nicht?“ richtet Madara das Wort an die drei Männer welche sich in seinem Team befinden. Diese nicken fast zeitgleich und daraufhin formt sich wieder dieses fiese Grinsen auf den Lippen des Langhaarigen. Würde sie nicht wissen, dass das gerade Training ist und würde sie die Männer nicht kennen, könnte Ayumi glatt Angst bekommen. So viel Entschlossenheit hat sie in den Augen ihrer Familienmitglieder schon lange nicht mehr lodern sehen. Das hier will scheinbar keiner verlieren. Auch wenn es zuvor schon keine schwachen Jutsu´s waren mit denen gekämpft wurde, werden es jetzt wohl noch mächtigere sein die den Zwillingen entgegen geschleudert werden. Sie stehen zwar Rücken an Rücken, es gibt damit also keine toten Winkel, aber die vier Männer stehen fast kreisförmig um die Zwillinge herum. Sie sind also eingekesselt und können nicht weg. Ein paar hundert Meter Abstand liegt zwischen ihnen aber. So ist zumindest nicht von weiteren Nahkampf Angriffen auszugehen.
Itachi ist der Erste der angreift. Er steht etwas rechts von Ayumi und setzt sein Amaterasu ein. Das schwarze Flammenmeer schnellt auf die Konnoichi und ihren Bruder zu. Das könnte ihm wohl so passen. Die junge Frau schlägt mit ihrer Faust auf den Boden während sie ruft “Geheimtechnik: Jutsu der brennenden Erde!“ und sich im Anschluss darauf der Erdboden auftut und eine riesige Schlucht zwischen ihr und Itachi klafft. So schnell die schwarzen Flammen kamen, stürzen sie nun in die aufgerissene Erde und können ihr damit nichts mehr anhaben. Die Schwarzhaarige konzentriert sich darauf die Erde wieder zu verschließen und zurück bleibt einzig und allein Qualm der sich nach und nach auflöst. Während sie sich darüber freut diesen starken Angriff abgewehrt haben zu können, hat Akuma es auf der anderen Seite mit Obito zu tun. Dieser formt Fingerzeichen und Akuma lässt keine weitere Zeit verstreichen als Blitze um seine Hand herum erscheinen und diese einhüllen. Er streckt seine Hand in Richtung Himmel um damit die dunklen Gewitterwolken seiner Geheimtechnik zu beschwören. “Geheimtechnik: Jutsu der tobenden Blitze!“ ruft der muskulöse Mann aus während Obito nach Ausführung des Jutsu´s mehrere Feuerringe auf ihn zuschnellen lässt. Akuma beschwört einen starken Regenschauer, welcher das Nin-Jutsu des Kurzhaarigen neutralisiert und nichts als heißen Dampf zurück lässt. Auf starke Winde während seiner Geheimtechnik verzichtet er dieses Mal aber, da diese sämtliche auf dem Feuerelement basierende Jutsu´s nur verstärken würde.
Keine Zeit unachtsam zu werden da Madara bereits Fingerzeichen formt und sein ´Jutsu der großen Feuervernichtung´ einsetzt. Er steht seitlich zu den Zwillingen, würde also beide damit erwischen. Ein Blick über ihre Schulter verrät ihr, dass Akuma gerade noch mit Obito beschäftigt ist. Damit bleibt das also wohl an ihr hängen. “Dein ernst?!“ ruft sie entsetzt aus als die riesige Feuerwand auf sie zugeschossen kommt. Schnell manipuliert sie mit ihrer Geheimtechnik den Boden und lässt eine gewaltige Erdwand aus dem Boden ragen um damit sich und ihren Bruder vor dem Jutsu des Mitgründer Konoha´s zu schützen. Und das gerade noch rechtzeitig. Auch wenn die Wand standhält, kann man die Hitze des Feuers auf der anderen Seite sehr deutlich spüren. Schweiß perlt über das Gesicht der Konnoichi als sie mit aller Kraft dagegen hält. Nicht mal zu atmen traut sie sich in diesem Moment um alle Konzentration die sie hat bei der Manipulation der Erde zu behalten. Obito hält sich schützend seine Hände vors Gesicht. Auch auf seiner Seite kann er die Hitze noch deutlich spüren. Nachdem Madara sein Jutsu beendet, sinkt Ayumi erschöpft auf beide Knie und krallt ihre Nägel in den Boden. Sie kann ihre Geheimtechnik nicht länger anwenden und die Barriere verschwindet wieder dorthin wo sie herkam ohne auch nur das kleinste Anzeichen zurück zu lassen wie es hier noch Augenblicke zuvor ausgesehen hat. “Gut gemacht, Schwester. Überlass mir den Rest.“ sagt Akuma ruhig und nickt ihr anerkennend zu, seine Hand weiter gen Himmel gerichtet. “Ich verlass mich auf dich, Bruder.“ entgegnet ihm die Schwarzhaarige keuchend als sich auch die Form ihrer Wesenheit auflöst. Sie ist am Limit und hat kaum noch Chakra übrig. “Dann lass uns doch mal herausfinden wessen Blitze stärker sind, Sasuke!“ ruft der muskulöse Mann dem Jüngsten zu und betrachtet ihn dabei herausfordernd. “Nichts lieber als das! Ich wollte mich schon immer mit dir messen, Akuma!“ ruft Sasuke selbstbewusst aus während sich ein diabolisches Grinsen auf seinen Lippen abzeichnet. Damit sich auch sonst niemand mehr einmischt und seine Schwester durchatmen kann, lässt Akuma mehrere Blitze um die versammelten Uchiha´s herum im Boden einschlagen. Nicht nah genug an ihnen dran um sie zu verletzen, aber trotzdem nahe genug um sie als Warnung zu sehen. Wenn er wollte, könnte er sie jederzeit treffen. Diesen Hinweis wohl verstehend halten sich Itachi, Madara und Obito erstmal zurück und beobachten was die beiden wohl als nächstes vorhaben.
Von den aufflackernden Chakrawellen die während des Trainings freigesetzt wurden, wurden ein paar ANBU Shinobi angelockt um nach dem Rechten zu sehen. Kakashi hat ihnen schnell berichtet, dass es sich hierbei lediglich um ein Kräftemessen handelt und daher kein Grund zur Beunruhigung besteht. Dass der 6.te Hokage sich innerhalb der Barriere zusammen mit den sechs Uchiha Mitgliedern befindet und damit außerhalb ihrer Reichweite ist, gefällt ihnen allerdings nicht so sehr. Gespannt richtet der Grauhaarige seinen Blick wieder nach vorne und damit auf Akuma und seinen ehemaligen Schüler Sasuke. “Das war ja ganz nett, aber denkst du, dass deine Blitze da mit halten können?“ will Sasuke grinsend wissen als er Fingerzeichen macht und mit hoch in den Himmel gestreckter Hand seinen ´Kirin´ beschwört. Der Anblick des riesigen Blitzdrachen lässt Ayumi´s Herz einen Schlag aussetzen als sie sich fragt wie ihr Bruder diesen Angriff kontern will. Sollte er es nicht schaffen, ist sie nämlich genau so in der Schusslinie da sie hinter ihrem Bruder auf dem Boden kniet im Versuch sich wieder etwas zu erholen. Der Jüngste der Uchiha´s bewegt seine Hand dann nach vorne um seinen Drachen damit auf Akuma zu hetzen. Mit enormer Geschwindigkeit rast das riesige Monster auf die beiden Zwillinge zu. Ayumi weitet geschockt die Augen als sie dabei zusieht wie er immer näher kommt. Akuma konzentriert sich und bündelt dann mehrere Blitze zu einem Einzigen großen zusammen welchen er auf dem Boden einschlagen lässt. Auf seinem Weg dorthin spießt er den Kopf von Kirin auf und hindert ihn damit daran sich weiter fortzubewegen. Der Zusammenprall der beiden Blitze hat eine massive Entladung von Elektrizität zur Folge und mehrere Blitze peitschen wild umher ehe der Blitzdrache von der puren Energie des Blitzes von Akuma´s Geheimtechnik schließlich aufgelöst wird. Sasuke weitet erschrocken die Augen. Noch nie konnte jemand seinen Drachen abwehren, geschweige denn auflösen. Welche Macht steckt hinter dieser Geheimtechnik? Unglaublich. //Was geht denn bei denen ab?!// stellt sich der Hokage in Gedanken die Frage während er mit hochgezogener Augenbraue zwischen den Uchiha Mitgliedern hin und her schaut. Akuma senkt seine Hand wieder und beendet damit sein Jutsu. Die dunklen Wolken verschwinden, der Regen hört auf und Madara löst die Barriere auf. “Das sind also die Geheimtechniken.“ sagt er mit gewohnt ruhiger Stimme als er auf die beiden Wunderkinder zugeht. Auch die anderen kommen näher und atmen durch während sie sich strecken. Das Training ist damit also beendet. Erschöpft legt sich die junge Frau auf den Rücken und atmet schwer. So ein Training braucht sie nicht öfter.
“Ja, das waren sie. Normalerweise beschwöre ich dabei auch kräftige Winde aber das erschien mir bei den vielen auf Feuer basierenden Nin-Jutsu Anwendern hier eher als Nachteil.“ entgegnet Akuma unbeeindruckt und lässt seinen Nacken kreisen. “Ich kann während der Anwendung der Geheimtechnik auch Feuer anwenden. Es entweder aus den Rissen in der Erde schießen lassen oder einen Feuerdrachen beschwören. Ähnlich wie Sasuke´s Kirin.“ fügt die Konnoichi hinzu und streicht sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. “Äußerst interessant.“ murmelt der Mitgründer Konoha´s eher für sich und hält sich dabei nachdenklich das Kinn. Mit diesen mächtigen Jutsu´s eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten was das Ausführen von Missionen angeht. Und im Kampf gegen die geheime Organisation sind sie sicherlich auch von Vorteil. “Auf dem Boden sitzen sollst du nicht, denkst du, dass Liegen dann besser ist?“ stichelt Obito belustigt als er auf die junge Frau hinab sieht. Wenn Blicke töten könnten würde der Kurzhaarige nun tot umfallen. Ayumi schaut ihn finster an. Dass er ihr auch nicht mal eine Verschnaufpause gönnen kann. Obito lacht auf als er seiner alten Freundin die Hand entgegen streckt. “Komm, ich helfe dir hoch.“ sagt er dabei freundlich lächelnd und die Konnoichi nimmt seine Hand tatsächlich an. Mit einer schwungvollen Bewegung wird sie auf ihre Beine gezogen. “Das habt ihr gut gemacht.“ sagt er leise und wuschelt ihr etwas durch die Haare. “In der Tat. Selbst ich muss zugeben, dass ihr diese Trainingssituation gut gelöst habt.“ fügt Madara hinzu und die Augen der Wunderkinder weiten sich überrascht. Ayumi weiß besser als jeder andere, dass Madara selten Lob ausspricht. Das muss man sich ja glatt im Kalender markieren. “Oh was war das? Ich habe es nicht richtig verstanden.“ entgegnet die Konnoichi frech. Das Lob vom Gott der Shinobi würde sie gerne ein weiteres Mal hören. “Werde nicht frech. Oder möchtest du noch eine Trainingseinheit anhängen?“ erwidert der Langhaarige mit ernstem Tonfall und damit ist das Grinsen direkt wieder aus dem Gesicht der jungen Frau verschwunden. “Nein, nein! Schon gut!“ platzt es beinahe panisch aus ihr heraus. Für noch mehr Training hat sie heute echt keinen Nerv mehr.
Wie kam es eigentlich dazu?
Gut, dass sich der Garten des Anwesens über so eine große Fläche erstreckt, sonst müssten sie für ihre Trainings nämlich immer fort gehen. Da Madara aber im Uchiha Viertel bleiben muss bis ihm die restlichen Dorfbewohner genug vertrauen nach der Sache mit dem 4.ten Ninja-Weltkrieg, könnte er das Training der jüngeren Generation dann nicht überwachen wenn sie dafür zum Trainingsgelände gehen müssten. “Das war eine gute Darstellung eurer Stärke und auch als Team agiert ihr gut. Allerdings müsst ihr euch beide noch verbessern.“ beginnt Madara zu sagen und schaut dabei abwechselnd die Zwillinge an. Akuma verdreht die Augen aber noch bevor er etwas sagen kann, redet der Mitgründer Konoha´s weiter. “Deine Wunden verschließen sich zwar von alleine wieder, deswegen solltest du dich aber trotzdem nicht leichtfertig von deinen Gegnern treffen lassen. Es kann immer irgendetwas Unerwartetes passieren. Daher solltest du dir deiner Fähigkeit nie zu sicher sein.“ mahnt er mit ruhiger Stimme und schaut dabei in die dunklen Augen des jungen Uchiha. Seine hohe Regenerationsfähigkeit verschafft ihm zwar gegen jeden Gegner und jeden Angriff einen klaren Vorteil, dennoch nützt sie ihm nichts wenn sein Körper bei einem Jutsu komplett pulverisiert wird. Denn wenn nichts mehr da ist um sich regenerieren zu können, nützt ihm auch seine Wunderkindgabe nichts mehr. “Des weiteren verbrauchen eure Geheimtechniken ungeheure Mengen an Chakra. Daher müsst ihr euch gut überlegen wann ihr sie anwendet und wie es danach mit eurem Chakrahaushalt aussieht.“ erklärt der Langhaarige weiter und die Geschwister nicken verstehend. Damit hat er Recht.
Schließlich richtet er seinen Blick auf die Konnoichi. “Der Zustand deines Susanoo strengt dich noch mehr an als er sollte. Daran musst du dringend arbeiten um ihn ihm Kampf als verlässliches Ass im Ärmel zu haben. Nicht alle Kämpfe sind in wenigen Minuten entschieden. Manche dauern eine längere Zeit an und wenn du nach Verwendung deiner Wesenspanzerung so erschöpft bist, dass du dich nicht mehr oder nur langsam bewegen kannst macht dich das zu einem leichten Ziel.“ sagt er ruhig und mustert sie dabei abschätzend. “Wie ihr seht müsst ihr noch an einigen Dingen arbeiten um einen Gott übertreffen zu können.“ mit diesen Worten beendet Madara seine Analyse des Trainings und verschränkt seine Arme vor seiner Brust. “Wart´s nur ab, alter Mann. Eines Tages wird der Gott der Shinobi von seinem Thron gestoßen. Von zwei Wunderkindern.“ entgegnet Akuma selbstbewusst und boxt seiner Schwester, breit grinsend, dabei leicht gegen die Schulter. “Stimmt´s oder hab ich Recht?“ will er von der Konnoichi wissen und diese legt den Kopf schief als sie über seine Worte nachdenkt. //Madara übertreffen? Ist das möglich?// stellt sie sich in Gedanken die Frage. Klar, sie sind durch die vielen Jahren harten Trainings zu starken Shinobi herangewachsen und auch ihre jeweiligen Wunderkindfähigkeiten sind nicht ohne, von den neu erlernten Geheimtechniken mal ganz abgesehen, aber reicht das um einem Gott das Wasser zu reichen? Die Rede ist hier immerhin von niemand geringerem als Madara Uchiha. Sie bezweifelt nicht, dass ihr Bruder es schaffen könnte. Er ist jetzt schon sehr mächtig und gibt immer 200% um noch stärker zu werden und sich stetig zu verbessern aber ob sie das schaffen würde? Ihre Spezialitäten im Kampf liegen in ganz anderen Gebieten als die von Madara oder Akuma. Außerdem war es nie ihr Ziel ihren Lehrmeister zu übertreffen. Das Einzige Ziel für das sie Jahre lang lebte war ihm und Obito bei der Verwirklichung ihres Traums zu helfen. Und wie das lief hat man ja vor ein paar Monaten gesehen.
Auch wenn ihn das in seinem Stolz etwas kränkt, muss sich Sasuke eingestehen, dass Akuma wirklich stark ist. Während dieser sich eine Zigarette anzündet, steckt der Jüngste im Bunde lässig seine Hände in die Hosentaschen und mustert ihn neugierig. “Verrat mir eines, wie zum Teufel hast du es geschafft meinem Kirin zu entkommen?! Das hat noch niemand geschafft.“ richtet er seine Frage direkt an den muskulösen Mann. “Das würde mich auch interessieren. Selbst ich konnte ihm damals nichts entgegen setzen und habe letztendlich verloren.“ fügt Itachi hinzu und erinnert sich an den Kampf gegen Sasuke zurück in welchem er tödlich verwundet wurde und schließlich seinen Verletzungen erlegen ist. Akuma bläst etwas Zigarettenrauch in die Luft ehe er antwortet “Wer weiß, vielleicht bin ich ja auch der Teufel?“ und kurz lacht. Kopfschüttelnd wird er wieder ernster. “Spaß beiseite. Ich war mir sicher, dass ich deinen Kirin nicht mit bloßen Händen abwehren kann. Da er aus Blitzen besteht, hielt ich es für die erfolg bringendste Methode ihn mit einem noch stärkeren Blitz zu neutralisieren. Was glücklicherweise funktioniert hat.“ erklärt der große Mann entspannt ehe er einen weiteren Zug seiner Zigarette nimmt.
Ayumi verengt die Augen etwas. Er war sich also gar nicht sicher ob er den Angriff damit abwehren könnte. Na ein Glück, dass es geklappt hat. Sonst wären sie beide schön durchgeröstet worden. Zumindest sofern Sasuke den Angriff seines Kirin nicht abgebrochen hätte. Jetzt meldet sich auch Kakashi zu Wort nachdem er näher an die Gruppe heran getreten ist. Gefolgt von seinen ANBU Shinobi. “Ich muss zugeben, das war der beeindruckendste Kampf den ich in meinem bisherigen Leben gesehen habe. Diese Stärke…wer sich mit Madara messen kann steht weit über allen Kage.“ sind seine Worte als er die Wunderkinder nachdenklich betrachtet. Er hatte ja schon einen kleinen Vorgeschmack ihre Fähigkeiten betreffend in dem Kampf vor den Toren Kiri Gakure´s bekommen. Das heute war aber noch mal ein anderes Niveau. Jetzt hatte er auch Gelegenheit die Geheimtechnik von Ayumi zu sehen. Und wie der Kampf der fünf Kage gegen Madara Uchiha im 4.ten Ninja-Weltkrieg ausging ist im auch noch mehr als deutlich im Gedächtnis geblieben. “Da hat er nicht Unrecht. Wer gegen den Gott der Shinobi, den Geist der Uchiha bestehen will, muss schon was drauf haben. Mehr zumindest als die kümmerlichen Versionen an Kage die dieser Zeit die Reiche regieren. Auch, wenn ich mich zurück gehalten habe da es ja lediglich eine Trainingseinheit war.“ fügt Madara hinzu und schmunzelt dabei etwas. “Ach ist das so, Opa? Wir können ja gerne noch mit unseren Susanoo gegeneinander antreten wenn du noch Chakra übrig hast.“ schlägt Akuma vor und betrachtet den Langhaarigen dabei herausfordernd. “Vielleicht ein anderes Mal, Grünschnabel.“ entgegnet er ihm gelassen. Für heute haben sie schon genug trainiert. Man muss es ja nicht gleich übertreiben. Ayumi seufzt erleichtert. Sie hat keine Lust noch weiter zu trainieren und sie weiß genau, dass sie wieder mit rein gezogen werden würde wenn die beiden abermals ihre Kräfte messen würden.
“Meister Hokage, Sie sollten langsam wieder zurück.“ meint einer der Jagdninja´s leise und der Grauhaarige nickt leicht. Als Hokage hat er genug zu tun. Das Training wollte er sich aber dennoch nicht entgehen lassen als ihm sein Berater davon erzählte. “Bitte kommt doch nachher in mein Büro. Ich möchte etwas besprechen.“ sagt Kakashi mit ruhiger Stimme und schaut dabei die Wunderkinder an. Diese nicken zustimmend, wundern sich zeitgleich aber was er wohl besprechen möchte, das er nicht hier besprechen kann. “Ich bringe die beiden gleich mit.“ sagt Obito zu seinem alten Freund und damit verschwindet Kakashi zusammen mit den ANBU Shinobi auch schon in Richtung Hokage Gebäude. Da sie nach erledigtem Training auch ein wenig Entspannung verdient haben, setzen sich die sechs Uchiha´s auf die große Veranda. Ayumi fällt auf, dass Obito sie schon seit einer ganzen Weile mustert. “Was?“ will sie irritiert wissen als sie ihren ehemaligen Lehrer fragend betrachtet. Der Kurzhaarige schüttelt belustigt den Kopf. “Ach nichts. Ich habe mich nur gerade daran erinnert wie es war als Zetsu dich entführte und zu uns brachte. Du warst ein kleines Mädchen, nicht wirklich besonders, eine kleine Heulsuse und sieh dir an wo du jetzt bist.“ sagt er grinsend und sieht sie mit einer gewissen Nostalgie in seinem Blick an.
“Ich gebe dir gleich eine Heulsuse!“ meint sie etwas eingeschnappt während sie ihre Arme vor der Brust verschränkt. Das vor den restlichen Familienmitgliedern so einfach auszuplaudern ist ihr ja doch etwas peinlich. Zumal ein guter Shinobi laut dem Regelwerk auch keine Gefühle zu zeigen hat. Weil die angreifbar machen. Ein Glück, dass Madara und Obito auf diese Regelungen aber nicht viel geben und ihre eigene Herangehensweise an Dinge haben. Da durfte Ayumi immer sie selbst sein. Sasuke runzelt die Stirn “Wie denn? Ihr habt sie entführt um sie zu trainieren? Trainiert auf dieses Level auf welchem sie jetzt ist?“ hakt der Jüngste neugierig nach und schaut dabei zwischen den drei Uchiha´s hin und her. “Nicht ganz. Wie du vielleicht mitbekommen hast war Danzo hinter der Kraft der Uchiha, insbesondere der des Wunderkindes her und hatte Ayumi seit ihrer Geburt im Auge. Uns wurden Informationen zugespielt, dass er vor hatte sie zu entführen um an ihr zu experimentieren. Also sind wir ihm zuvor gekommen und haben sie aus Konoha geschleust ohne einen Hinweis zu hinterlassen wo hin sie verschwunden ist.“ erklärt Obito und sieht den Jugendlichen dabei direkt an. “Das war die Nacht in welcher der Neunschwänzige Konoha angriff. Ich dachte Ayumi wäre ihm zum Opfer gefallen weil nach seiner Verwüstung jegliche Spur von ihr fehlte.“ wirft Itachi in die Unterhaltung mit ein und wendet nachdenklich den Blick ab. Ayumi legt ihrem alten Freund beruhigend ihre Hand auf die Schulter. Immerhin ist sie damals nicht gestorben und es geht ihr blendend.
Obito nickt zustimmend. So hat es sich damals schließlich zugetragen. “Sie war sechs Jahre alt, als wir sie in unser Versteck holten. Von da an wurde sie täglich von uns trainiert um stärker zu werden. Sie sollte lernen ihre Wunderkindgabe einsetzen zu können weil diese für unseren Plan einer friedlichen Welt ohne Kriege eine wichtige Schlüsselrolle spielte.“ erklärt der Kurzhaarige weiter. “Mit dreizehn Jahren haben wir sie dann auf ihre Reise durch die verschiedenen Reiche geschickt um die geheimen Schriftrollen zu finden die es dafür benötigte um die Gabe erlernen zu können. Zu dieser Zeit beherrschte sie bereits das Sharingan mit je drei Tomoe pro Auge.“ fügt er hinzu und Itachi hält sich überlegend das Kinn. “Das war dann also in der Zeit, als du Akatsuki aufgebaut hast um die Bijuu einzufangen.“ stellt Itachi fest und der ältere der beiden Uchiha´s nickt leicht. “Während ihrer Reise hat sie sich also selbst trainiert und verbessert oder sich hierfür passende Lehrer gesucht um sie für diese Zwecke zu nutzen. Sie hat es geschafft und mich nach ihrer Rückkehr mit Hilfe ihrer Gabe wieder zum Leben erweckt. Damit Obito und ich die Ausführung des Plans beginnen konnten. Die Erkenntnis über meinen Tod hat ihr Mangekyo Sharingan erweckt und ihr Ewiges Mangekyo Sharingan erlangte sie als Obito ihr meine Augen transplantierte welche ich ihm kurz vor meinem Tod überlassen habe um sie ihr zu geben. Das ist nämlich eine Voraussetzung um die Wunderkindgabe erwecken zu können und daher ähneln sich unsere beiden auch so sehr.“ lässt Madara in die Unterhaltung mit einfließen und betrachtet die Konnoichi dabei mit Stolz in den Augen.
Das ist der jungen Frau zu viel und sie errötet um die Nasenspitze. Was ist denn immerhin in Madara gefahren? Zweimal Lob an einem Tag, irgendwas kann doch da nicht stimmen. Äußerst ungewöhnlich. Etwas verlegen spielt sie mit ihren Fingern und wendet den Blick ab. Sasuke nickt mehrmals als er die ganzen Info´s die er gerade bekommen hat in seinem Kopf sortiert. Die Schwarzhaarige freut sich sehr, dass Sasuke das Gespräch mit ihren beiden Lehrern sucht und so aufmerksam zuhört. Bisher hat er die beiden aufgrund mangelnden Vertrauens meist gemieden und sich nur wenn es nötig war mit ihnen unterhalten. Das Gespräch jetzt kann man also wohl als einen Schritt in die richtige Richtung deuten. Auch wenn jeder der Uchiha´s seine eigene Geschichte und vor allem seine eigenen Ziele hat, so sind sie doch eine Familie und Ayumi wünscht sich nichts mehr, als dass sie alle gut miteinander auskommen. Interessiert landet der Blick des Jüngsten im Bunde auf Akuma. Gedankenverloren mustert er den muskulösen Mann. “Moment!“ platzt es aus ihm heraus als scheinbar der Groschen fällt. “Aber wie war das dann bei Akuma? Er ist doch erst seit Kurzem in Konoha und war nicht zusammen mit Ayumi unter euren Fittichen. Trotzdem ist er auf demselben Niveau wie du, Madara, wenn nicht sogar schon über dir. Wie ist das also möglich wenn er aber nicht von euch beiden trainiert wurde?“ will Sasuke wissen und schaut dabei den Mitgründer Konoha´s fragend an.
Man kann leicht eine pochende Ader an Madara´s Stirn sehen. Er mag es nicht sonderlich wenn behauptet wird jemand anderes wäre stärker als er, ihm überlegen. “Der Grünschnabel mag stark sein, aber ich bin immer noch ein Gott.“ entgegnet er nur kurz und knapp ohne weiter darauf einzugehen. “Und wie war das dann bei dir Akuma?“ stellt Sasuke seine Frage an den großen Mann und sieht ihn dabei auffordernd an. “Um eine lange Gesichte so kurz wie möglich zu halten…ich wurde direkt nach der Geburt von unserem Vater aus Konoha gebracht. Er wusste, dass ich ein Wunderkind war und auch, dass Danzo mich deswegen holen kommen würde. Es spielte uns gut in die Karten, dass Mutter Zwillinge bekommen hat und Ayumi ein Mädchen war. Da jedem der die Sage der Uchiha kennt bekannt ist, dass das Wunderkind immer männlich ist, hat er zu meinem Schutz und zu dem von Mutter und meiner Schwester den Entschluss gefasst mich weit außerhalb von Konoha groß zu ziehen. Behütet und versteckt. Zumindest so lange bis ich stark genug wäre um mit ihm gemeinsam in unser Heimatdorf zurückzukehren. Zumindest hat er mir das immer wieder erzählt. Da niemand etwas von meiner Geburt mitbekommen hat, dachte er seine Frau und Tochter wären damit sicher. Er brachte mir alles bei was ich weiß. Auch wenn wir unsere Zugehörigkeit zum Uchiha Clan vor anderen verstecken mussten als ich noch klein war, hatten wir ein gutes Leben. Ich war glücklich bei ihm.“ beginnt Akuma zu erklären und schaut für einen Moment in den Himmel während er den letzten Zug seiner Zigarette nimmt. Diese Erinnerungen sind einerseits schön, andererseits aber auch schmerzhaft.
“Eines Tages wurden wir allerdings angegriffen. Er versteckte mich mit einem seiner Jutsu´s in einem Baum damit die Fremden von meiner Anwesenheit nichts mitbekommen. Sie folterten ihn und wollten wissen wo er das Wunderkind versteckt hat. Er sagte nichts und bezahlte für sein Schweigen mit dem Tod. Als die Fremden längst verschwunden waren und er durch seinen nahenden Tod das Jutsu mit welchem er mich versteckte nicht länger aufrechterhalten konnte, konnte ich mich aus selbem befreien. Er starb in meinen Armen. Das erweckte mein Mangekyo Sharingan. Seinem letzten Wunsch entsprechend nahm ich seine Augen an mich und erweckte damit das Ewige Mangekyo Sharingan. Alles was ich über Jutsu´s oder die Gabe des Wunderkindes weiß, hat er mich gelehrt. Ich bin ihm sehr dankbar für die Zeit die ich mit ihm verbringen durfte.“ fügt der muskulöse Mann hinzu und richtet seinen Blick dann auf Sasuke. “Ich suchte natürlich nach den Verantwortlichen um mich zu rächen und die Spur führte mich zu Danzo. Weshalb ich an besagtem Tag des 4.ten Ninja-Weltkrieges auf dem Schlachtfeld aufgetaucht bin. In der Hoffnung diese Ratte dort anzutreffen und vernichten zu können.“ sagt er mit ernster Stimme und verengt die Augen etwas. Da kam ihm Sasuke zuvor. “Auch wenn du noch ein Grünschnabel bist, hast du was Kämpfen angeht schon einiges auf dem Kasten. Dein Vater muss ein beeindruckender Mann gewesen sein wenn er dir das alles völlig alleine beibringen konnte. Das alles aus dir raus holen konnte wo hingegen Ayumi, Obito und mich als Lehrmeister hatte. Ein interessanter Shinobi den ich gerne kennen gelernt hätte.“ gibt Madara zu und legt Akuma dabei anerkennend seine Hand kurz auf die Schulter. Damit hat Sasuke die Geschichte der beiden Wunderkinder nun ganz ausführlich erzählt bekommen. Er nickt leicht und bedankt sich für die Aufklärung. “Ihr solltet besser zum Hokage gehen, nicht dass er euch schon vermisst.“ schlägt der Mitgründer Konoha´s mit ruhiger Stimme vor und die Zwillinge, sowie Obito nicken einverstanden. Itachi und Sasuke gehen ins Haus zurück um sich nach dem Training etwas frisch zu machen und auszuruhen, während Madara sich wieder an die große Karte setzt und hier und da Markierungen einzeichnet. Die Zwillinge und Obito treten derweil gemeinsam den Weg zum Hokage Gebäude an um heraus zu finden was Kakashi denn so dringend mit ihnen besprechen wollte.
Zukunftspläne
Vor Kakashi´s Büro angekommen werden sie auch direkt rein gelassen. Ayumi verbeugt sich leicht als sie eintreten. “Ich lobe mir deine guten Manieren aber das müsste nach all dem was vorgefallen ist wirklich nicht sein, Ayumi.“ sagt Kakashi mit ruhiger Stimme und lächelt unter seiner Maske leicht. Er hat ihr ja auch schon des Öfteren gesagt, dass sie ihn ruhig mit Namen ansprechen kann und nicht Meister Hokage nennen muss. Aber dennoch tut sie das in den meisten Fällen. “Unsere kleine Ayumi ist eben sehr höflich. Das war sie auch als kleines Mädchen schon.“ sagt Obito schmunzelnd und erntet dafür einen düsteren Blick der jungen Frau. So wie er das sagt hört es sich so an als wäre das etwas Schlechtes. Akuma dagegen hält sich nicht lange mit solchen Gepflogenheiten auf. Seit ihm das Du vom 6.ten Hokage angeboten wurde, duzt er ihn auch. Lässig hat er seine Hände in den Hosentaschen stecken während er darauf wartet, dass Kakashi zum Punkt kommt. “Weswegen ich euch her gebeten habe.“ beginnt der Grauhaarige zu sagen und schaut dabei zwischen den Geschwistern hin und her. “Im 4.ten Ninja-Weltkrieg und auch im Kampf vor den Toren Kiri Gakure´s konnte ich mir einen Eindruck über eure Fähigkeiten machen. Ihr lebt nun schon seit einer Weile in Konoha und führt als Team Fumetsu Aufträge aus. Aber was sind eure Ziele für die Zukunft? Habt ihr euch darüber schon Gedanken gemacht? Wie soll euer Weg als Shinobi aussehen?“ fragt Kakashi neugierig und betrachtet die beiden dabei abschätzend. Die Zwillinge tauschen verdutzte Blicke miteinander ehe sie den Maskierten wieder ansehen. “Unsere…Ziele?“ hakt Ayumi nach und legt den Kopf dabei etwas schief. Nachdenklich hält sie sich das Kinn. “Nun, mein Ziel war es all die Jahre Madara und Obito bei der Erschaffung einer friedlichen Welt zu helfen. Seit der Krieg vorbei ist und sich die Dinge wieder einigermaßen beruhigt haben, finde ich es schön Missionen erledigen zu können um mich nützlich zu machen. Meinen Beitrag zu leisten.“ beginnt die Konnoichi zu erklären und fügt dann hinzu “Und auch für die Zukunft wünsche ich mir, dass der Frieden erhalten bleibt. Sofern wir diese Organisation aufspüren und unschädlich machen konnten versteht sich.“. Kakashi hört genau zu und nickt dabei leicht. “Die Frage ist strebt ihr es an weiter aufzusteigen? Oder wollt ihr euch möglicherweise einer der ANBU Einheiten anschließen? Als Zweierteam steht ihr aktuell über den gewöhnlichen Jagdninja Truppen. Das nächst höhere wäre der Posten des Hokage.“ beendet er seine Erklärung und damit macht es bei den Zwillingen Klick. Jetzt wissen sie worauf er hinaus will.
“Hab ich da was von Hokage gehört? Der nächste Hokage werde ja so was von ich! Echt jetzt!“ platzt es aus Naruto heraus während er ins Büro stürmt. “Naruto, wie oft soll ich dir sagen, dass du anklopfen sollst? Das macht man der Höflichkeit halber.“ sagt Kakashi und seufzt dabei etwas genervt. Der Blonde verschränkt die Arme vor der Brust. Was wird hier denn immerhin auch über das Amt des Hokage gesprochen? “Fallt ihr mit etwa in den Rücken Kakashi Sensei?“ fragt er entsetzt und zieht dabei eine beleidigte Schnute. Der Grauhaarige winkt seine Bemerkung lässig ab. “Aber nicht doch. Wir haben uns lediglich darüber unterhalten was die Ziele der beiden sind.“ beruhigt er damit seinen Schüler und schaut dann Akuma an. “Das Amt des Hokage? Was macht man da so?“ fragt der muskulöse Mann interessiert und sieht in die Runde. Da er seit seiner Geburt mit seinem Vater in Isolation weit abgelegen von irgendwelchen Dörfern aufgewachsen ist, weiß er nicht welche Aufgaben die einzelnen Shinobi Gruppen innerhalb der Dörfer übernehmen oder in welcher Funktion die Kage agieren. Da diese aber allen anderen Befehle erteilen, geht er davon aus, dass sie die Chef´s sind. Bisher hat er sich einfach nur daran gehalten das auszuführen was ihm aufgetragen wird ohne das weiter zu hinterfragen. “Als Hokage ist man für Konoha Gakure und seine Einwohner verantwortlich. Man muss wichtige Entscheidungen treffen und zum Schutz des Dorfes handeln. Auch kommen von überall aus dem Feuerreich oder manchmal auch anderen Reichen Aufträge rein die vom Hokage bearbeitet werden müssen.“ erklärt seine Schwester und der große Mann hört interessiert zu. “Die einzelnen Aufträge müssen in verschiedene Schwierigkeitsgrade eingeteilt werden anhand derer man, dann die Shinobi Gruppe auswählt die sich anhand derer Fähigkeiten und Eignung um den Auftrag kümmern sollen. Danach muss man den Erfolg oder Misserfolg des Auftrages dokumentieren und alles abheften. Auch wenn es zu Konflikten, Reiche übergreifend kommt muss man im Sinne seines Dorfes handeln und versuchen Verhandlungen zu führen. Der Hokage steuert also alle Shinobi Truppen und erteilt Aufgaben damit das Dorf reibungslos läuft.“ fügt Obito hinzu und legt dabei seine Hand auf die Schulter des großen Mannes.
“Weil sehr viel Verantwortung mit diesem Posten einhergeht ist der Kage meistens der stärkste Shinobi im Dorf. Eure Stärke übertrifft selbst mein Können. Deswegen wollte ich dieses Gespräch mit euch führen. Erst Recht nachdem ich euer Training gesehen habe.“ fügt Kakashi noch hinzu und sieht die beiden fragend an. “Also das hört sich ja so an als würde der Hokage ziemlich viel hier im Büro sitzen und nicht draußen an der Front kämpfen. Habe ich das richtig verstanden?“ hakt Akuma nach und kratzt sich dabei am Hinterkopf. “Das ist richtig. Der Hokage bleibt im Dorf und verwaltet die anfallenden Aufgaben. Abgesehen davon wenn zu einem Kage Gipfel einberufen wird bleibt er im Dorf und kämpft auch nur wenn es innerhalb des Dorfes zu Konfrontationen kommt oder wie im Wasserreich ein Kampf unumgänglich ist. Die Hauptaufgabe ist aber alles zu managen.“ erklärt Obito weiter und das klingt für Akuma mal so überhaupt nicht reizvoll. “Ich fühle mich geehrt, dass du mich bei deinen Überlegungen deine Nachfolge betreffend in Erwägung ziehst, aber ich denke das ist nichts für mich. Ich kämpfe gerne. Hinter einem Schreibtisch sitzend würde ich nur einrosten. Außerdem schätze ich meine Freiheit ohne an etwas gebunden zu sein.“ spricht Akuma mit ernster Stimme. “Aber du bist bereits an etwas gebunden. An Konoha.“ wirft Ayumi in die Unterhaltung mit ein. Ihr Bruder seufzt leise. “Das ist etwas anderes. Ich meine als Hokage kann ich mal nicht einfach das Dorf verlassen und durch die Gegend reisen. Wer würde denn dann die Arbeit erledigen? Ich liebe es auf Missionen zu gehen und was zu erleben, was von der Welt zu sehen. Das könnte ich als Hokage nicht mehr.“ antwortet er bedacht und sieht dann zu Naruto. “Außerdem will ich den Träumen der jungen Generation nicht im Weg stehen.“ begründet er damit seine Entscheidung und lächelt leicht. Naruto weitet erleichtert die Augen. “Selbst wenn du der nächste Hokage werden würdest, würde ich dich zu einem Kampf herausfordern und dir den Titel abnehmen wenn ich dich besiegt habe.“ sprudeln die Worte geradezu selbstbewusst aus dem blonden Teenager heraus. Darauf weiten sich die Augen des jungen Uchiha. So ist das also? “Ich wollte schon immer gerne gegen dich antreten. Vielleicht sollte ich das Amt doch annehmen, hm?“ fragt Akuma breit grinsend und mustert ihn abschätzend. “Mach was du willst, ich werde dich besiegen und der nächste Hokage werden, darauf kannst du dich verlassen!“ antwortet ihm der Blonde energisch und grinst mindestens genau so breit. Damit richtet Kakashi seinen Blick auf die junge Frau. Sie hat auf die Frage noch nicht geantwortet. “Oh nein. Für mich ist das auch nichts. Ich habe keinen Bock auf den ganzen Papierkram wenn ich ehrlich bin. Da erledige ich lieber mit Akuma oder anderen Shinobi zusammen Aufträge.“ sagt sie entschlossen und lacht danach etwas verlegen. Auf diesen ganzen organisatorischen Stress hat sie wirklich keine Lust. Sie ist froh, dass die Planung ihrer bisherigen Missionen immer Madara übernommen hat und sie sich nicht darum kümmern musste. In strategischer Planung macht Madara und Obito nun mal keiner was vor.
“Damit war auch nicht jetzt sofort gemeint. Ich wollte nur wissen ob das für einen von euch generell eine Option wäre.“ fügt Kakashi hinzu und schmunzelt unter seiner Maske leicht. Noch ist er fit und fühlt sich der Aufgabe gewachsen. Also kein Grund für einen baldigen Amtswechsel. Zumal Naruto, welcher ebenfalls ein geeigneter Kandidat für den Posten wäre noch zu jung ist um diese Aufgabe zu erfüllen. “Das war eigentlich schon alles was ich besprechen wollte. Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt.“ sagt der Grauhaarige mit ruhiger Stimme und verabschiedet damit die Wunderkinder. Sein Berater allerdings bleibt bei ihm um seiner Arbeit nachzugehen. Selbst er wusste nicht, dass sein alter Freund dieses Thema ansprechen wollte, sonst hätte er die beiden Zwillinge wahrscheinlich vorgewarnt. Gerade als die Geschwister das Hokage Gebäude verlassen eilt ihnen Naruto hinterher. “Hey ihr beiden! Wenn ihr jetzt nichts vorhabt, könnten wir doch zusammen Ramen essen gehen.“ schlägt er vor als er zu den beiden aufgeholt hat. Die Uchiha´s tauschen einen kurzen Blick und nicken leicht. Warum nicht? Freudestrahlend spaziert der Blonde mit den Geschwistern durchs Dorf bis sie bei seinem Lieblings Nudelshop angekommen sind. Bei Ichiraku. Die drei setzen sich an den Tresen und bestellen sich jeweils eine Portion. Während sie auf ihr Essen warten unterhalten sie sich ein bisschen. “Du möchtest also wirklich gegen mich kämpfen, Akuma?“ fragt der Teenager neugierig. Der muskulöse Mann nickt leicht. “Ja. Es interessiert mich, was du so drauf hast. Du bist der Jinchuuriki des Neunschwänzigen, richtig?“ will der Schwarzhaarige interessiert wissen, woraufhin Naruto nickt. Da der Blonde bereits morgen eine Mission mit seinem Team antritt, vereinbaren die beiden ihren Sparring Kampf auf dann zu verschieben wenn er wieder zurück in Konoha ist. Es dauert nicht lange bis ihre Bestellung fertig ist und so lassen sich die drei ihre Nudelsuppe schmecken. Dabei unterhalten sie sich über dieses und jenes und anschließend gehen die Zwillinge nach Hause um Madara von dem Gespräch mit dem 6.ten Hokage zu berichten. “Wenn die anderen Zuhause sind sollten wir besprechen wie euer nächster Auftrag in dem wir Akuma als Köder benutzen ablaufen wird. Auch wie wir eure Geheimtechniken optimal integrieren und zu unserem Vorteil in der Sache nutzen können.“ schlägt Madara mit seiner gewohnt ruhigen Stimme vor und die Zwillinge nicken einverstanden. Immerhin sollten sie die Verantwortlichen der geheimen Organisation so schnell wie möglich finden.
Sie können ja nicht ahnen, dass weit entfernt in der geschützten Festung zur selben Zeit Pläne geschmiedet werden um das Wunderkind nun endlich in die Finger zu bekommen um ihre Mission damit erfüllen zu können. In demselben Raum in welchem sie auch beim letzten Mal ihre Besprechung abgehalten haben, stehen nun wieder die beiden Mantelträger mit der schwarz-goldenen und schwarz-silbernen Maske. Als einzige Lichtquelle in dem fensterlosen Raum dienen ein paar Kerzen. Dieses mal befindet sich aber ein dritter Maskierter bei ihnen. Der mit der weiß-roten Maske. Er kniet mit einem Knie auf dem Boden und verbeugt sich vor den beiden Anderen. “Berichte. Konntest du das Dorf mitsamt der versammelten Kage vernichten? Warum gab es so viele Tote?“ ertönt ungeduldig eine Männerstimme hinter welcher der mit der schwarz-goldenen Maske steckt. Der kniende schüttelt leicht mit dem Kopf. “Ich bitte um Verzeihung. Bei dem Angriff auf Kiri Gakure und die Kage ist überraschend das Wunderkind aufgetaucht. Deswegen konnte ich die Mission nicht wie geplant ausführen.“ erklärt er ernst. “Das Wunderkind? Dann sind die Kage hinten angestellt. Konntest du das Wunderkind mitbringen?“ hakt der Maskierte Mann nach. “Es war uns nicht möglich ihn gefangen zu nehmen. Ich-“ er will eigentlich noch weiter erzählen, wird aber von der anderen Person auf wessen Maske sich ein silberner Halbmond befindet unterbrochen indem sie mit einer ruckartigen Bewegung die Hand hebt. “Was kann denn bitte so schwer daran sein einen einzelnen Mann zu überwältigen und hierher zu bringen?!“ meckert sie dabei und tippt ungeduldig mehrmals mit dem Fuß auf den Boden. Der mit seinem Blick zu Boden gerichtete Mann lässt sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen. “Das Wunderkind ist viel stärker als ihr berichtet habt. Seine Fähigkeiten sind sehr mächtig. Er hat es geschafft alle Untertanen einfach so und ohne große Mühe auszuschalten die ich mitgenommen habe. Ohne selbst dabei verletzt zu werden. Auch war seine Ankunft auf dem Schlachtfeld unerwartet. Nächstes Mal werde ich eine bessere Strategie planen. Jetzt wo ich mir von seinen Fähigkeiten selbst ein Bild machen konnte.“ sagt er mit ruhiger Stimme und hebt dann langsam seinen Blick. “Wie dem auch sei, steh schon auf.“ fordert die Mantelträgerin ihren Untergebenen damit auf sich zu erheben. “Inzwischen wird das Wunderkind sicher wieder in Konoha Gakure sein. Wir müssen so schnell wie möglich angreifen damit sie keine Zeit haben sich einen Abwehrplan zu überlegen. Sobald eine neue Armee Klone bereit ist, werde ich dich begleiten um den Mann gefangen zu nehmen und hier her zu bringen. Damit wir unseren Plan endlich in die Tat umsetzen können. Nach so vielen Jahren der Vorbereitung.“ befiehlt der mit der schwarz-goldenen Maske und die anderen beiden Mantelträger nicken zustimmend. “Dass er die Klone besiegen konnte wundert mich nicht. Aber du bist kein Klon und unser stärkster Kämpfer. Er muss was drauf haben wenn er dich zum Rückzug bewegen konnte. Ich bin schon sehr gespannt auf dieses Wunderkind.“ fügt er hinzu während er den Mann mit der weiß-roten Maske betrachtet und durch die beiden Gucklöcher seiner Maske hindurch kann man seine Augen böse funkeln sehen.
Gerade als sie das beschlossen haben klopft es an der Tür. Ein weiterer Maskierter betritt den Raum und verbeugt sich respektvoll vor seinen offensichtlich Vorgesetzten. “Bitte entschuldigt die Störung. Ich bin der Spion welcher das Geschehen überwacht hat. Nach dem Kampf konnte ich eine Entdeckung machen die euch vielleicht interessieren könnte. Es gab dort eine schwarzhaarige Frau die alle Verletzten geheilt hat und sogar die Toten wiederbeleben konnte. So etwas habe ich noch nie zuvor gesehen deswegen bin ich sofort hierher geeilt um euch davon zu berichten. Sie ist auch die Frau aus seinem Zweierteam.“ erklärt er damit schnell was er beobachten konnte und die beiden Befehlshaber mit den schwarzen Masken tauschen einen irritierten Blick miteinander aus. “Das ist die zweite Fähigkeit die innerhalb des Uchiha Clan´s bei den Wunderkindern vererbt wird. Wie ist das möglich, dass sie diese Gabe besitzt?“ will die maskierte Frau wissen und der Mann antwortet mit amüsiertem Tonfall “Ist doch egal. Vielleicht sind sie Geschwister und sie hat diese Fähigkeiten deswegen auch geerbt? Das entscheidende ist aber, dass wir damit einen Vorteil haben. Sag, was kannst du mir über ihre Stärke sagen?“ richtet er das Wort an seinen besten Kämpfer. “Von ihr habe ich nicht all zu viel gesehen weil mein Gegner der Mann war. Aber er ist definitiv mächtiger als sie.“ antwortet sein Untergebener ruhig. “Perfekt. Dann werden wir uns jetzt voll und ganz darauf konzentrieren die Frau gefangen zu nehmen. Ob sie nun Geschwister sind oder nicht und weshalb sie wohl ebenfalls ein Wunderkind zu sein scheint spielt keine Rolle. Wenn wir sie haben, wird er folgen. Da bin ich mir ganz sicher.“ sagt er mit bedrohlicher Stimme und der Kerzenschein lässt helle Lichter über seine schwarz-goldene Maske tanzen. “Damit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Ein guter Plan.“ fügt die Frau hinzu und legt ihrem Kameraden dabei anerkennend ihre Hand auf die Schulter. “Geh zur Krankenstation und lass deine Verletzungen behandeln. Morgen werden wir aufbrechen um die Frau in unsere Gewalt zu bringen.“ sagt der Mann entschlossen zu seinem besten Kämpfer und würde er keine Maske tragen würde man nun ein fieses Grinsen sehen, welches sich auf seinen Lippen abzeichnet.
Der Köder
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Gebt sie zurück!
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Ich werde dich finden
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