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Wunderkind

von

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Wie alles begann

Alles ist dunkel. Es ist kalt. Lediglich der Schein von ein paar Kerzen in dem kleinen Zimmer erhellt die tiefschwarze Nacht. Und da ist es wieder, schweres Atmen, schon eher ein Keuchen und dann wieder derselbe Ausruf “Zuko!!“. Sie versucht ihre Augen zu öffnen, versucht zu erkennen was um sie herum geschieht aber sie kann es einfach nicht, viel zu schwer sind ihre Augenlider. Plötzlich legt sich ein Schatten über ihr Gesicht und sie hört eine vertraute Stimme “Ayumi-chan! Schläfst du etwa?!“ hört sie die besorgte Stimme ihres Freundes welcher sich zu ihr nach unten beugt. Tatsächlich war sie eingeschlafen als sie auf einer Wiese lag und die wärmenden Sonnenstrahlen genossen hat. Sie setzt sich langsam auf und seufzt während sie in die fragenden Augen ihres Freundes schaut.
 

“Ich hatte wieder diesen merkwürdigen Traum..“ gibt sie ihm nur kurz und knapp eine Antwort. Immerhin ist er ihr bester Freund seit sie denken kann und kennt alle ihre Ängste und Träume nur zu gut. Wissend runzelt er die Stirn und streckt seiner Freundin die Hand entgegen. Dankend nimmt sie seine Hand an und lässt sich von ihm auf ihre Beine ziehen. Das Mädchen streckt sich verschlafen und streicht sich eine schwarze Haarsträhne aus dem Gesicht. “Hast du das Training mit deinem Vater für heute beendet?“ fragt sie interessiert. Der Junge, mit den zu einem losen Pferdeschwanz zusammen gebundenen Haaren, nickt eifrig. “Er hat mir ein richtig cooles Jutsu beigebracht!“ prahlt er dann ein bisschen. Die Augen des kleinen Mädchens beginnen zu funkeln “Was echt?! Welches? Zeigst du es mir? Bringst du es mir bei?“ sie kann ihre Aufregung kaum zurück halten als sie ihn mit Fragen bombardiert. Ihr Kumpel grinst daraufhin breit ehe er sie an der Hand packt und mit sich schleift. “Nicht hier.“ ist seine Antwort auf ihren fragenden Blick und laut lachend laufen die beiden nun Hand in Hand über die Wiese.
 

Bei einem kleinen See angekommen halten sie schließlich an. “Warum sind wir hier her gekommen?“ stellt Ayumi gleich ungeduldig ihre Frage. “Hier kann ich dir das neue Jutsu zeigen!“ entgegnet ihr, ihr Freund und geht sogleich auf den kleinen Steg welcher sich am Ufer des Sees befindet, während er ihr mit einer Handbewegung zu verstehen gibt, dass sie in sicherer Entfernung stehen bleiben soll. Gespannt sieht sie dabei zu wie er Fingerzeichen formt “Feuerversteck: Jutsu der flammenden Feuerkugel!“ ausruft und anschließend eine große, kugelförmige Flamme aus seinem Mund schießt. Stolz dreht er sich zu seiner Freundin um als er sein Jutsu beendet hat “Das ist das Jutsu der großen Feuerkugel.“ ist seine Erläuterung dazu als Ayumi gar nicht mehr aus dem Staunen heraus kommt. “Bring es mir bei! Bitte bring es mir bei!“ leuchten ihre Augen nun voller Ehrgeiz und ihr Kumpel kichert amüsiert.
 

Die beiden Freunde gehen zuerst die Fingerzeichen durch welche benötigt werden um dieses Nin-Jutsu auszuführen. Das kleine Mädchen konzentriert sich auf ihr Chakra, formt die Fingerzeichen und startet ihren ersten Versuch. Allerdings ist es bei ihr gerade mehr ein kleines Flämmchen und kann bei Weitem nicht mit der gewaltigen Feuerkugel ihres Freundes mithalten. Etwas frustriert runzelt sie die Stirn, lässt sich aber nicht entmutigen. Immer und immer wieder formt sie die Fingerzeichen und bläst mit aller Kraft Feuer aus ihrem Mund. Von mal zu mal wird die Feuerkugel auch etwas größer, doch ihre Chakra Reserven neigen sich dem Ende zu. Erschöpft keucht sie etwas und versucht wieder zu Atem zu kommen um einen neuen Versuch zu starten doch ihr guter Freund unterbricht sie indem er ihr seine Hand sachte auf die Schulter legt. “Lass uns für heute aufhören. Sonst überanstrengst du dich noch. Außerdem wird es schon dunkel.“ sagt der kleine Junge freundlich. Eigentlich möchte sie noch etwas weiter trainieren weil sie mit ihrer Leistung nicht zufrieden ist aber da sie ohnehin nicht mehr genug Chakra hat um weiter zu üben hört sie auf den Rat ihres Freundes.
 

“Lass uns schnell zurück gehen bevor wir Ärger bekommen.“ sagt der kleine Junge und gemeinsam treten sie den Heimweg an. Sie laufen durch die Straßen des Dorfes Konoha Gakure´s doch bleiben nicht lange unbemerkt “Da steckt ihr also!“ hören sie eine mahnende Stimme. Die beiden bleiben wie erstarrt stehen //Mist. Erwischt.// denkt sich das kleine Mädchen auf frischer Tat ertappt als sie sich langsam zu der Stimme umdrehen. Eine junge Frau nähert sich den beiden. “Itachi! Du weißt doch genau, dass du nachts nicht alleine draußen sein sollst. Muss ich mir denn immer Sorgen machen?“ sie schüttelt dabei seufzend den Kopf. “Das Abendessen ist auch schon fertig. Beeilen wir uns damit es nicht kalt wird.“ fügt sie noch hinzu. “Ich komme, Mutter.“ antwortet ihr Sohn hastig. Immerhin ist es ihm unangenehm auf frischer Tat ertappt worden zu sein und vor seiner Freundin wollte er auch keine Standpauke bekommen. Das kleine Mädchen lächelt gequält ihrem Kumpel zu als sich dieser noch mal zu ihr umdreht und zum Abschied winkt.
 

Sie will gerade nach rechts in eine Seitenstraße abbiegen als die Stimme von Itachi´s Mutter nach ihr ruft “Wo bleibst du, Ayumi? Du darfst gern zum Essen mitkommen.“ Freudestrahlend schließt das kleine Mädchen zu Itachi und dessen Mutter auf. Sie freut sich sehr über die Essenseinladung. Zumal bei ihr Zuhause ohnehin niemand auf sie warten würde. Gemeinsam betreten die drei das Haus von Fugaku und gehen ins Esszimmer. Dort sitzt bereits Itachi´s Vater am Tisch und wartet ungeduldig. In einer Krippe am anderen Ende des Raumes liegt friedlich schlafend der kleine Bruder von Itachi und genießt das sorgenfreie Leben eines Babys. “Guten Abend Uchiha-sama!“ grüßt sie respektvoll den Mann des Hauses und verbeugt sich dabei leicht. Dieser nickt daraufhin anerkennend und bittet alle sich an den Tisch zu setzen damit sie mit dem Abendessen beginnen können. Fugaku entgeht während des Essens nicht, dass die rechte Hand Ayumi´s leichte Verbrennungen aufweißt und so bittet er nach dem Essen seinen ältesten Sohn in ein Nebenzimmer um mit ihm unter vier Augen zu sprechen.
 

Mikoto, die den ernsten Gesichtsausdruck ihres Mannes bemerkt hat möchte vermeiden, dass Ayumi etwas davon mitbekommt oder sich dafür verantwortlich fühlt und bittet sie daher, ihr beim Abwasch zu helfen. Das junge Mädchen steht ohne zu zögern auf und hilft ihrer Gastgeberin beim Abwasch. Es ist nicht das erste Mal, dass sie bei Itachi´s Familie zu Abend isst und dort Zeit verbringt. Immerhin ist der Junge ihr bester Freund und da Ayumi selbst keine Familie hat darf sie immer wieder mit hier her kommen und Mikoto kümmert sich um sie als wäre sie ihre eigene Tochter. Sie war zu deren Lebzeit die beste Freundin ihrer Mutter. Zumindest hat sie das hier und da mal erzählt. Das kleine Mädchen nutzt die Gunst der Stunde wo sie ja gerade allein sind “Mikoto-san? Ich habe in letzter Zeit immer wieder einen komischen Traum. Alles ist verschwommen. Ich höre eine Frau, Zuko rufen aber ich kenne diesen Namen nicht. Ich erinnere mich auch nicht, diese Situation erlebt zu haben. Hat das etwas mit meiner Vergangenheit zu tun?“ fragt sie dann mit großen, nach Antworten suchenden Augen.
 

Mikoto blickt das kleine Mädchen traurig an. Eigentlich sollte sie nicht darüber reden aber sie ist jetzt alt genug um es besser verstehen zu können. Anders als bei den vielen Malen vor einigen Jahren als sie immer wieder nach ihren Eltern gefragt hat und dem Grund warum sie keine hat. “Weißt du, Ayumi, Zuko ist der Name deines Vaters. Ich weiß nicht warum du dich daran erinnern kannst. Du warst noch ein Baby. Du wurdest in einer kalten Novembernacht geboren. Dein Vater war auf einer Mission außerhalb des Dorfes. Ich hatte deine Mutter schon ein paar Tage nicht mehr gesehen und wollte nach dem Rechten sehen. Da habe ich sie schreien hören. Ich bin zu ihr gerannt um ihr zu helfen. Sie lag im Bett, im Arm hatte sie ein kleines, neugeborenes Mädchen. Immer wieder rief sie nach deinem Vater, der nicht bei ihr sein konnte. Ich habe versucht sie zu beruhigen und nach einem Arzt gerufen. Leider war sie zu schwach und erschöpft und der Arzt kam nicht rechtzeitig an. Bevor sie starb küsste sie ein letztes Mal deine Stirn und legte dich in meine Arme. Sie sagte `Lebewohl Ayumi´ bevor sie für immer ihre Augen schloss.“ einen kurzen Moment hält die Frau mit den langen, schwarzen Haaren inne ehe sie mit Tränen in den Augen weitererzählt “Ich habe ihr auf ihrem Sterbebett geschworen, dass ich mich um dich kümmern würde..“ sie räuspert sich kurz. “Vielleicht hörst du in deinen Träumen die Stimme deiner Mutter, welche nach deinem Vater ruft. Bis heute ist unklar was mit deinem Vater geschehen ist. Er ist von seiner letzten Mission auf die er geschickt wurde nie zurück gekehrt und auch Suchteams konnten ihn nicht finden. Ich weiß nicht ob das die Antwort ist, die du hören wolltest, aber so hat es sich in der Nacht deiner Geburt zugetragen, meine kleine Ayumi.“ aufmunternd legt sie dem kleinen Mädchen ihre Hand auf den Kopf und wuschelt ihr etwas durch die Haare.
 

“Du weißt, dass du immer hier her kommen kannst wenn du traurig oder einsam bist, oder?“ das kleine Mädchen nickt schwach. Sie weiß es sehr zu schätzen, dass sie auf sie achtet und auch dass sie so viele Male zum Essen kommen durfte. Und wenn ihr nicht nach Gesellschaft war, brachte Mikoto ihr Essen vorbei damit sie nie hungrig schlafen gehen musste. Das Leben als Waise war oft einsam und sie hat sich oft gefragt warum ausgerechnet sie keine Eltern hatte. In ihrem jungen Leben musste sie schon so einiges an Leid ertragen doch die Freundschaft zu Itachi hat ihr immer wieder neue Hoffnung gegeben. Oder besser gesagt war es der schwarzhaarige Junge welcher ihr immer wieder Hoffnung gab wenn sie am Boden lag und nicht wusste wie es weiter gehen sollte. Im Nebenzimmer führt Fugaku derweil eine ernste Unterhaltung mit seinem Sohn “Hast du ihr etwa das Jutsu gezeigt?“ Itachi versucht sich erst dumm zu stellen aber der durchdringende Blick seines Vaters gibt ihm zu verstehen, dass er die Wahrheit bereits kennt. Also kein Grund zu lügen. Er blickt betreten zu Boden. “Ich habe dir doch schon mehrmals gesagt, dass du deine Zeit nicht mit ihr verschwenden sollst, Itachi. Sie ist bei weitem nicht so talentiert und begabt wie du es bist, sie ist den Aufwand nicht wert. Sie wird nie eine große Konnoichi, dafür ist sie zu schwach. Also verschwende keine Zeit diese Illusion für sie am Leben zu erhalten.“ ermahnt er seinen Sohn ernst zur Vernunft. “Aber Vater! Ayumi-“ will er gerade damit beginnen seine Freundin zu verteidigen doch sein Vater stoppt alle Erklärungsversuche mit einer einzigen Handbewegung und einem genervten Seufzen. “Konzentriere dich lieber auf dich selbst und auf dein eigenes Training. Ende der Diskussion.“ beendet er damit die Unterredung mit seinem Sohn und verlässt dann das Zimmer ohne sich darum zu kümmern was sein Sohn dazu zu sagen hat.
 

Im Esszimmer angekommen richtet er dann das Wort an das junge Mädchen “Es ist schon spät Ayumi. Du solltest besser nach Hause gehen. Itachi muss bald schlafen gehen um für die Akademie morgen fit zu sein.“. Mikoto möchte gerade noch ihre Einwände erheben sie allein in der Nacht nach Hause zu schicken, doch ihr Mann schüttelt nur den Kopf. Das junge Mädchen, welches gerade ihr Gespräch mit Mikoto beendet hat, nickt zustimmend. Sie bedankt sich höflich für das leckere Abendessen und zieht sich dann ihre Schuhe an um das Haus zu verlassen. Sie verbeugt sich noch mal zum Abschied und läuft dann schnell die Straße hinunter, biegt in ein paar Gassen ab und am Ende eines langen, schmalen Weges steht sie dann schließlich vor ihrem Elternhaus welches verborgen zwischen Bäumen umringt liegt. Es ist schon etwas herunter gekommen aber ist immerhin besser als gar nichts. Da sie hier wohnen geblieben ist hat sie zumindest manchmal das Gefühl nicht komplett allein zu sein, dass ihre Eltern irgendwie doch bei ihr sind. Sie geht in ihr Zimmer und legt sich auf ihr Bett. Auf ihrem Nachttisch steht ein kleiner Bilderrahmen mit einem Foto darin. Es zeigt einen Mann und eine Frau die einander glücklich in den Armen halten. Sie hat sie zwar nie kennen gelernt, aber Mikoto war so nett ihr dieses Foto ihrer Eltern zu geben. “Mutter, Vater..“ flüstert sie nur als sie sich den Bilderrahmen an die Brust presst und weint sich dann leise in den Schlaf.
 

In dieser Nacht träumt sie von ihren Eltern, womöglich auch weil Mikoto ihr von den Ereignissen nach ihrer Geburt erzählt hat. Sie weiß, dass ihre Mutter tot ist. Aber was ist mit ihrem Vater? Wollte er sie nicht und ist deswegen fort gegangen? Wurde er von feindlichen Shinobi getötet? Oder ist er vielleicht noch am Leben und irgendwo da draußen? Aber warum kommt er dann nicht zurück? Fragen über Fragen und auch in ihren Träumen findet sie keine Antworten darauf. Früh am nächsten Morgen macht sich Ayumi auf den Weg zu dem kleinen See. Sie möchte weiter trainieren und ist fest entschlossen das Jutsu heute zu meistern. Bei Itachi sieht das alles immer so leicht aus aber er wird schon sehen, dass sie es auch hinbekommt. Und insgeheim hofft sie auch, dass er dann stolz auf sie sein würde. Eifrig beginnt sie wieder damit das Jutsu der großen Feuerkugel zu üben und nach ein paar Stunden gelingt es ihr schließlich und sie formt einen beachtlichen Feuerball. Sie fängt vor Freude an zu lachen und lässt sich dann auf der Wiese zuerst auf ihren Po und dann auf den Rücken plumpsen. Das kleine Mädchen schaut den Wolken nach die über den Himmel hinweg ziehen und lauscht dem Gesang der Vögel die in der Nähe in den Baumkronen sitzen. Der Erschöpfung geschuldet dauert es nicht lange ehe sie einschläft. Und wieder einmal ist es kein anderer als Itachi, der sie beim schlafen erwischt. Er stupst sie vorsichtig an nachdem er sich neben sie gekniet hat “So kann aus dir ja kein großer Ninja werden wenn du immer am Schlafen bist.“ neckt er seine Freundin mit stichelndem Unterton. Ayumi öffnet die Augen und blinzelt verschlafen. Schnell setzt sie sich auf. “Itachi-kun! Ich hab es geschafft! Ich kann das Jutsu!“ platzt es dann mit stolz geschwellter Brust aus ihr heraus. Der junge Uchiha blinzelt ungläubig und will einen Beweis sehen. Gesagt, getan, springt das junge Mädchen auf ihre Beine und präsentiert ihm dann stolz das neu erlernte Jutsu. “Wow das war super!“ gibt er anerkennend zu und die beiden beginnen zu lachen. “Wie war es heute in der Akademie?“ fragt das kleine Mädchen neugierig. “Das wüsstest du, wenn du selbst hingehen würdest.“ sagt er dann mit raus gestreckter Zunge.
 

Ayumi schaut ihn böse an “Du weißt, dass ich nicht mit dir zum Unterricht gehen kann! Die anderen Kinder machen sich doch immer lustig über mich..“ ihre Worte werden zum Ende des Satzes hin immer leiser. Da sie als Waise aufgewachsen ist haben die anderen Kinder sie nie wie ebenbürtig behandelt. Da sie obendrein noch sehr unsicher und schüchtern im Umgang mit anderen ist und deswegen in ihrem Verhalten nach Außen oft komisch wirkt, wird sie von den anderen Kindern lieber gemieden. Itachi ist der einzige der sie immer gut behandelt hat, ohne irgendwelche Vorurteile. Er ist der einzige Freund den sie hat und der beste den sie sich wünschen kann. Sie verlässt selten die Mauern ihres geschützten Zuhauses. Nur mit Itachi an ihrer Seite traut sie sich das zu. Klar hat Itachi auch versucht sie seinen Freunden vorzustellen, wie z.B. Shisui, aber da versteckt sich Ayumi lieber hinter ihrem besten Freund und redet nur das Nötigste, da sie sonst ohnehin vor Nervosität anfangen würde zu stottern. “Ja ich weiß. Deswegen bringe ich dir ja alles bei.“ sagt Itachi aufmunternd und legt ihr dabei seine Hand auf ihren Kopf. Die junge Uchiha lächelt zufrieden und schon beginnen die beiden damit durch zu gehen was Itachi heute im Unterricht gelernt hat und bauen zu dem ganzen theoretischen Kram auch gleich praktische Übungen mit ein. Ayumi trainiert sehr gerne mit Itachi. Er ist ein sehr geduldiger Lehrer und weiß mit ihrem Sturkopf umzugehen. Er zwingt sie zu Pausen wenn er merkt, dass sie an ihre Grenzen kommt, welche sie selbstverständlich nicht zugeben würde und achtet darauf, dass sie sich stets verbessert. Sie hat ja sonst niemanden, daher sieht er sich ein wenig in der Pflicht diese Rolle für sie zu übernehmen. Immerhin muss man innerhalb eines Dorfes doch zusammen halten und einander helfen. Und innerhalb des selben Clans umso mehr.
 

Er weiß selbst nur zu gut wie schwer die Last auf den Schultern ist die man als Shinobi zu tragen hat. Wenn Kinder die Probleme der Erwachsenen ausbaden müssen. Auch er musste schon viel Leid ertragen in dieser kriegerischen Zeit. In Ayumi hat er eine treue Begleiterin gefunden mit der er reden, lachen und Unsinn machen kann. Einfach Kind sein und im Hier und Jetzt leben und die gemeinsame Zeit genießen in dem sonst doch eher harten Leben eines Shinobi. Ayumi bewundert Itachi sehr für seine Entschlossenheit und hat sich geschworen eine starke Konnoichi zu werden um kämpfen zu können - um die zu beschützen die ihr wichtig sind. Doch ihre Unsicherheit im Umgang mit Menschen steht ihr dabei nur all zu oft im Weg. Niemals könnte sie wie Itachi einfach in den Unterricht gehen mit den schweren Blicken der anderen Schüler auf sich lastend, das Tuscheln, das Kichern, die Beleidigungen. Das könnte sie nicht aushalten. Zu allem Überfluss neigt sie bei starken emotionalen Ausbrüchen dazu ein Stück weit die Kontrolle über ihren Geist zu verlieren und setzt eine Kraft frei von der sie nicht weiß, sie zu besitzen und an welche sie sich danach auch nicht mehr erinnern kann. Seit sie einmal 3 Jungs aufs Übelste verhauen hat nachdem sie von deren Schubserei und in die Ecke treiben genug hatte, wollten andere Eltern sie auch nicht in der Nähe ihrer Kinder haben und nannten sie eine Gefahr für die Allgemeinheit und wollten nicht, dass sie eine Ausbildung zur Konnoichi beginnen darf. Die angewiderten Blicke die man ihr zugeworfen hat wird sie nie vergessen. Und dabei ist sie doch nur ein kleines Mädchen.

Der Angriff auf Konoha

Nachdem sie ihr gemeinsames Training beendet haben begleitet Ayumi ihren besten Freund nach Hause. Dieser muss nämlich auf Sasuke aufpassen, da seine Eltern ein wichtiges, Clan-Internes Treffen haben zu welchem sie müssen. Das kleine Mädchen findet Itachi´s kleinen Bruder absolut niedlich und wollte deswegen helfen auf ihn aufzupassen. Die Stunden vergehen und die Nacht bricht an. Die junge Uchiha verabschiedet sich von ihrem Freund nachdem sie stundenlang mit Sasuke gespielt und ihm Schlaflieder vorgesungen haben, da sie nicht besonders gerne im Dunkeln nach Hause geht. Immerhin liegt ihr Haus doch etwas abseits von den anderen Häusern und Laternen gibt es auf dem letzten Stück Weg dorthin auch nicht. “Willst du nicht hier bleiben? Ich mag es nicht wenn du alleine nach Hause gehst..“ beginnt der Junge seinen Satz “..aber Vater hat mir verboten mit Sasuke weg zu gehen.“ er schaut bittend in die großen Augen seiner Freundin, die Nacht über doch hier zu bleiben da er den Befehl seines Vaters nicht missachten möchte. Das kleine Mädchen schüttelt selbstbewusst den Kopf “Du weißt doch, dass dein Vater es nicht mag wenn ich all zu lange hier bin. Außerdem bin ich durch das ganze Training mit dir schon super stark geworden! Ich habe gar keine Angst wenn ich jetzt nach Hause gehen muss.“ antwortet sie ihm dann mit einem breiten Grinsen auf den Lippen.
 

“Wir sehen uns morgen, Itachi-kun. Da kannst du mir wieder zeigen was du in der Akademie gelernt hast!“ kichernd winkt sie ihm noch ein letztes Mal zu ehe sie dann schnell die Straße hinab läuft. Sie wollte vor ihrem Kumpel zwar stark und unerschrocken wirken, aber so ganz wohl fühlt sie sich alleine im Dunkeln nicht. Sie hat ein komisches Gefühl in der Magengegend und beeilt sich nun umso mehr um nach Hause zu kommen. Sie lässt die belebten Straßen des Dorfes und deren darauf umher wuselnden Bewohner hinter sich und biegt auf den kleinen Weg zu ihrem Zuhause ab. //Gleich bin ich da.// stellt sie dabei in Gedanken erleichtert fest. Die Freude währt allerdings nur kurz als ein lauter Knall die Stille der Nacht durchschneidet, gefolgt auf panisches Geschrei und die Geräusche wild umher laufender Menschen. //Was war das?!// Ayumi versteinert vor Angst und beginnt am ganzen Körper zu zittern. Der Lärm wird lauter und kommt näher. Schnell klettert sie auf einen hohen Baum um besser sehen zu können was im Dorf vor sich geht. Die junge Uchiha reißt schockiert die Augen auf als sie einen riesigen Fuchs mit neun Schwänzen erblickt die wild umher schlagen. Voller Rage greift er das Dorf an doch ein paar mutige Shinobi stellen sich ihm in den Weg und versuchen ihn davon abzuhalten weiteren Schaden anzurichten.
 

Panisch klettert sie den Baum hinab und rennt in Richtung des Dorfes zurück. Sie muss unbedingt zu Itachi! Doch weit kommt sie nicht als sich der Boden vor ihr auftut und eine seltsame, weiße Kreatur aus diesem hervor kommt und ihr den Weg versperrt. “Wer bist du?! Lass mich durch oder ich werde gegen dich kämpfen müssen!“ versucht sie ihre Worte möglichst selbstbewusst auszusprechen und doch kann man ihre brüchige Stimme dabei nicht überhören. Ayumi zieht ein Kunai aus ihrer Tasche und nimmt ihre Kampfhaltung ein. Es ist das erste Mal, dass sie einem Feind gegenüber steht. Sie hat unfassbare Angst und ihre Hände, die das Kunai festhalten, zittern wie das Laub der Bäume im Wind. Der Unbekannte kommt immer näher und lässt sich von ihr nicht beeindrucken, ist sie doch nur ein kleines Mädchen. “Zetsu wird dich jetzt mitnehmen. Also sei ein liebes, kleines Mädchen.“ mit diesen Worten kommt der Fremde bedrohlich auf sie zu. Vor lauter Angst lässt sie das Kunai fallen und versucht weg zu laufen. “Itachi!!!“ ruft sie dabei laut um Hilfe doch niemand kann sie hören. Zu laut ist der Lärm welchen der Angriff des Neunschwänzigen verursacht.
 

Zetsu braucht nur ein paar Schritte bis er zu dem kleinen Mädchen aufgeschlossen hat und packt sie dann an ihrem T-Shirt um sie daran in die Luft zu heben. Das kleine Mädchen strampelt wild um sich bei dem Versuch zu entkommen und ruft immer wieder um Hilfe und das scheint dem weißen Fremdling auf die Nerven zu gehen da er ihr kurzerhand einen Schlag in den Nacken versetzt und sie daraufhin in Ohnmacht fällt. Endlich ruhig, nimmt er sie in seine Arme und verschwindet mit ihr wieder genauso schnell im Erdboden, wie er zuvor aufgetaucht war. Weit entfernt von Konoha Gakure taucht er in einer Höhle wieder auf und legt dort das kleine Mädchen auf den Boden. “Gut gemacht.“ ertönt daraufhin eine Stimme als Ayumi wieder langsam das Bewusstsein erlangt. Verwirrt schüttelt sie den Kopf da sie nicht so ganz begreifen kann was geschehen war. //Wo bin ich hier?!!// sie blinzelt mehrmals als sie versucht im halbdunkel der Höhle etwas zu erkennen. Als sich ihre Augen nach und nach an die Dunkelheit gewöhnen erkennt sie zwei Umrisse vor sich. Zitternd geht sie etwas näher auf selbe zu. Der eine entpuppt sich als ihr Entführer, daher schreit sie laut auf und läuft in die andere Richtung. Doch wieder einmal wird sie von seinem starken Griff festgehalten und zurück gebracht. Am Kragen ihres Shirts gepackt hängt sie nun in der Luft als sich die zweite Gestalt zu erkennen gibt, da diese aus dem Schatten der Höhlenwand heraus tritt.
 

Ayumi betrachtet den alten Mann mit langen Haaren ehe es aus ihr heraus platzt “Wer bist du? Wo bin ich? Ich möchte wieder nach Hause!“ nach ihrem Satz beginnt sie bitterlich zu weinen. Die zuvor noch sehr harten Gesichtszüge des alten Mannes werden etwas weicher “Du bist hier weil ich dich gerettet habe. Hast du etwa vergessen, dass euer Dorf angegriffen wird, Kind?“ auf diese Aussage hin beginnt sie noch viel mehr zu weinen. “Schluss jetzt! Weinen ist etwas für Schwächlinge. Bist du schwach?“ stellt er ernst seine Frage und der Tränenfluss des kleinen Mädchens verebbt langsam. Sie wischt sich die Tränen von den Wangen als Zetsu sie wieder auf dem Boden absetzt und los lässt. “Aber mein Freund ist noch dort. Ich muss ihm doch helfen!“ bittet sie den Fremden sie gehen zu lassen doch anders als erwartet beginnt dieser nur hämisch zu lachen “Was könntest du denn schon ausrichten? Du bist doch nur ein kleines Mädchen und würdest sofort sterben.“ die Realität trifft sie wie ein Faustschlag in die Magengegend und ihr wird übel.
 

“Deinem Freund geht es gut. Und du solltest dankbar sein, dass ich dich gerettet habe, Kind.“ der alte Mann blickt sie erwartungsvoll an. Dankend verneigt sich die schwarzhaarige etwas “Bist du sicher, dass es ihm gut geht? Woher willst du das wissen?! Und du hast mir immer noch nicht verraten wer du bist!“ stellt sie dann schnippisch fest. Amüsiert schmunzelnd geht der Fremde in die Hocke um auf einer Augenhöhe mit ihr zu sein ehe er antwortet “Ich lebe schon sehr lange auf dieser Welt. Solche Dinge weiß ich einfach. Ich bin wie du ein Ausgestoßener und dennoch Teil deiner Familie. Mein Name ist Madara Uchiha.“ das junge Mädchen lässt die Worte kurz sacken. Sie überlegt einen Moment und blickt ihn mit großen Augen an “DER Madara Uchiha?“ sie erinnert sich mit Itachi einst einen Ausflug zu dem großen Wasserfall gemacht zu haben an welchem zwei Statuen der Gründer Konoha´s an je einer Seite des Wasserfalls in Stein gemeißelt sind.
 

Auf der einen Seite steht dort der erste Hokage Hashirama Senju und auf der anderen Madara Uchiha. Itachi hatte ihr damals alles erzählt was er darüber wusste. Etwas verärgert kneift der Fremde seine Augen zusammen “Wie viele meinst du wohl, dass es gibt?! Natürlich bin ich der Echte.“ genervt über ihre Frage schüttelt er den Kopf. Aber sie ist ja nur ein kleines Mädchen, woher sollte sie es denn auch besser wissen. “Warum wohnst du hier? Und warum kann ich nicht zurück ins Dorf? Bitte lass mich zurück gehen. Ich will nach Hause!“ fleht sie mit weinerlicher Stimme. “Genug!“ herrscht Madara sie streng an “Du kannst erst zurück wenn du stärker geworden bist. Dann werden wir alle nach Konoha gehen. Bis dahin bist du hier in Sicherheit und wirst von mir trainiert werden. Und jetzt schlaf.“ sichtlich genervt über die ganze Fragerei des kleinen Mädchens wendet er ein Gen-Jutsu an um sie schläfrig zu machen. Ayumi wird augenblicklich müde als sie in die hypnotisierenden, roten Augen des alten Mannes blickt und als sie kurz davor ist einfach umzufallen wird sie von Zetsu zu einer alten Decke getragen die in einer Ecke der Höhle liegt und auf selbe gelegt.
 

Als sie tief und fest schläft kehrt mit Hilfe von einem anderen Zetsu ein junger Mann in die Höhle zurück. Er trägt einen schwarzen Mantel und eine weiße Maske, welche schwarze Streifen hat. “Du bist zurück? Also warst du nicht erfolgreich nehme ich an, Obito?“ will Madara ernst wissen. Der Jugendliche namens Obito nimmt seine Maske ab und wirft dem Mitgründer Konoha´s nur einen kurzen Seitenblick zu. “Es lief nicht ganz wie geplant. Es ist dem vierten Hokage gelungen Kyuubi zu versiegeln. Ich musste mich erst einmal zurück ziehen.“ Er lässt seinen Blick durch die Höhle schweifen bis er dann das kleine Mädchen erblickt “Ist sie das?“ fragt er ungläubig und mit hoch gezogener Augenbraue “Ich meine, wie alt wird sie sein? Vielleicht 5, 6 Jahre? Sicher, dass sie die richtige ist?“ fragt er weiter. “Zetsu ist sich ganz sicher. Zetsu beobachtet das Mädchen schon seit ihrer Geburt.“ wirft die weiße Gestalt dann in die Unterhaltung mit ein, sichtlich verärgert über das Misstrauen Obito´s. “Dass du es heute nicht zu Ende bringen konntest ist ärgerlich. Aber wir haben immer noch unseren Plan B.“ antwortet Madara dann nachdem er sich kurz überlegend das Kinn hielt. “Für heute sollten wir uns jetzt alle ausruhen. Der Angriff des Neunschwänzigen sollte für genug Chaos und Unruhe in Konoha gesorgt haben. Fürs Erste.“ er richtet seinen Blick dann ebenfalls auf das schlafende Kind “Spürst du es nicht? Ihr Chakra? Auch wenn es jetzt noch sehr schwach ist. Sie ist zweifelsohne das Wunderkind.“ Der junge Uchiha rollt genervt die Augen “Wie du meinst.“ nuschelt er nur leise ehe er sich weiter ins Innere der Höhle zurück zieht um sich schlafen zu legen und von den Geschehnissen des heutigen Tages auszuruhen. Zetsu und Madara tun es ihm gleich und schon bald darauf ist es in der Höhle völlig still und nur das gleichmäßige Atmen der schlafenden Bewohner ist zu hören.
 

Ayumi wird in dieser Nacht von vielen Albträumen geplagt. Meist kommt darin der Neunschwänzige Fuchs vor, welcher das Dorf verwüstet und alle Bewohner auslöscht. Sie sieht den leblosen Körper ihres besten Freundes. Als sie ihn berührt ist er ganz kalt und seine Augen sind ausdruckslos und leer. Das kleine Mädchen rüttelt ihn an der Schulter im Versuch ihn zu wecken, doch vergebens. Schweißgebadet schreckt die junge Uchiha aus ihrem Traum hoch. Als sie wieder zu Atem kommt und sich etwas beruhigt wird ihr klar, dass sie nur einen Albtraum hatte. Sie schaut sich in der kalten Höhle um. Die ersten Sonnenstrahlen erhellen diese bereits ein bisschen. Sie hört leises Atmen und daraufhin fällt ihr wieder ein, dass sie gestern ja entführt und hierher gebracht wurde. Mucksmäuschenstill schleicht sie auf Zehenspitzen durch die große Höhle bis sie bei einem kleinen Gang ankommt. //Vielleicht geht es da nach draußen?// stellt sie sich in Gedanken die Frage und schleicht entschlossen weiter. Am Ende des Ganges angekommen wird dieser zu ihrer großen Enttäuschung allerdings von einem riesigen Felsbrocken verschlossen. Das wäre ja auch zu einfach gewesen.
 

Trotzdem tastet sie den Felsen ab, auf der Suche nach irgendwelchen Schwachstellen oder einem kleinen Spalt durch den sie sich vielleicht hindurch zwängen könnte. Sie ist so konzentriert darauf einen Ausgang zu finden, dass sie gar nicht mitbekommt nicht mehr alleine zu sein. “Du kannst suchen so viel du willst. Du kannst nicht entkommen.“ ertönt eine kalte Stimme hinter ihr. Schnell dreht sich das kleine Mädchen um und blickt in ein rot funkelndes Auge. Diesen Jungen hat sie zuvor allerdings noch nie gesehen. Von seiner Präsenz etwas eingeschüchtert bleibt sie wie angewurzelt stehen. Sie kann ihren Blick nicht von dem durchdringenden Sharingan ihres Gegenübers abwenden und legt den Kopf leicht schief. Ohne auf eine Antwort zu warten dreht sich der junge Mann auch schon wieder um und geht den dunkleren Gang der Höhle zurück “Komm schon. Du solltest dich erstmal waschen.“ spricht er seine Worte nur kurz und knapp und rümpft dabei die Nase. Möglicherweise ist es der Angstschweiß des kleinen Mädchens dessen er sich entledigen möchte. Immerhin hatte sie einen auf den nächsten Albtraum in der vergangenen Nacht und das geht nicht spurlos an einem vorbei. Sie möchte nicht allein zurück gelassen werden und läuft dem Fremden dann schnell hinterher. Neben ihm angekommen greift sie nach dem Ärmel seines Mantels und hält selbigen fest. Obito betrachtet sie daraufhin nur kurz aus dem Augenwinkel heraus und geht einfach weiter.
 

Die junge Uchiha denkt ja gar nicht daran seinen Mantel los zu lassen und tapst in kleinen Schritten schnell hinter dem jungen Mann her um den Anschluss nicht zu verlieren. Immerhin könnte man in den ganzen verschiedenen Tunnelsystemen hier drin schnell die Orientierung verlieren. An einer kleinen Quelle angekommen bleibt der Fremde dann endlich stehen. Er nickt mit dem Kopf in Richtung der Quelle und gibt ihr damit zu verstehen, dass sie sich dort waschen kann. Da hier auch ein paar Tücher liegen, geht Ayumi davon aus, dass sich die anderen Männer ebenfalls hier waschen. Schließlich lässt sie den Mantel des Teenagers los und beginnt sich mithilfe eines Tuches abzuwaschen. Der Tatsache geschuldet, dass das Quellwasser verhältnismäßig kalt ist, erschaudert sie dabei etwas und bekommt eine Gänsehaut. Dem wachsamen Sharingan des jungen Uchiha´s entgeht keine ihrer Bewegungen während er locker an der Wand lehnt und darauf wartet, dass sie fertig wird.
 

Das Mädchen mit den schwarzen Haaren dreht sich zu ihrem Begleiter um und wieder starrt sie lange in dessen rotes Auge. Sein anderes Auge hat er schon die ganze Zeit über geschlossen gehabt. “Gehörst du auch zu meiner Familie? Wie heißt du?“ fragt sie ihn interessiert doch der Junge seufzt daraufhin nur genervt und dreht sich dann um ohne sie weiter zu beachten. Er geht ins Innere der Höhle zurück, dicht gefolgt von dem kleinen Mädchen “Halt! Bitte warte auf mich!“ ruft sie ihm hinterher doch er tut so, als würde er sie gar nicht hören. Im Zentrum der Höhle angekommen werden sie bereits von Madara erwartet. Gerade als sie wieder zum Stehen kommen, tut sich neben dem kleinen Mädchen der Erdboden auf und zum Vorschein kommt wieder der weiße Zetsu von gestern. Ayumi erschreckt sich über dessen plötzliches Erscheinen und versteckt sich Schutz suchend hinter Obito. Der Junge ist davon sichtlich genervt und packt das Mädchen am Kragen um sie sich vom Leib zu halten. Er setzt sie auf dem Boden ab und schiebt sie dann noch ein Stück weit von sich weg “Glaub ja nicht, dass ich hier den Babysitter spielen werde!“ richtet er dann seine Worte an Madara, welcher die ganze Szene mit hochgezogener Augenbraue beobachtet.
 

“Du wirst dich um sie kümmern, wie ich mich damals um dich kümmerte. Wir werden sie trainieren und stark machen, damit wir unseren Plan in die Tat umsetzen können.“ spricht der alte Mann seine Worte ruhig und entschlossen aus. “Warum soll ICH mich um sie kümmern?! Du wolltest sie doch unbedingt holen, also mach das doch selbst!“ meckert der junge Uchiha dann entnervt los. In der Zwischenzeit meldet sich Zetsu zu Wort indem er das kleine Mädchen betrachtet “Du musst keine Angst vor Zetsu haben. Zetsu isst nur manchmal kleine Kinder.“ und ihm ist bei dessen Aussage gar nicht bewusst, dass diese die Angst des Kindes noch viel schlimmer macht. “Zetsu hat dir etwas mitgebracht.“ fügt er dann noch hinzu und hält der kleinen Uchiha ein paar Reisbällchen hin. Ayumi ist zuerst skeptisch aber da weder Madara, noch Obito etwas dazu sagen, geht sie davon aus, dass von der weißen Kreatur keine Gefahr ausgeht und nimmt das Essen dankbar an.
 

Im Nu sind die Reisbällchen verspeist. Sie hatte wirklich großen Hunger. “Wie ich bereits sagte, wirst du mich bei ihrem Training unterstützen, Obito. Vergiss nicht, dass du ohne meine Hilfe gar nicht mehr hier wärst.“ beendet er seinen Satz mit mahnendem Unterton. Wieder seufzt Obito genervt los “Was willst du daran trainieren? Sieh sie dir an. Sie ist gerade mal 5 und ein absolut nutzloses Kind.“ motzt der Schwarzhaarige dann seinen Mentor an. Ayumi schnaubt daraufhin verärgert und verschränkt die Arme vor ihrer Brust “Ich bin schon 6! Und außerdem habe ich einen Namen! A-Y-U-M-I!“ erklärt sie ihren Namen dann langsam und deutlich und dreht sich schließlich etwas eingeschnappt von den beiden Männern weg. “Vergiss nicht, sie ist die Hoffnung des Uchiha Clan´s.“ fährt Madara unbeeindruckt fort. Die kleine Uchiha dreht sich neugierig um “Wie sollte ich eine Hoffnung sein? Ich beherrsche ja noch nicht mal das Sharingan.“ nuschelt sie leise vor sich hin. Der alte Mann legt ihr sachte eine Hand auf den Kopf “Jetzt magst du noch schwach sein. Aber in dir schlummert großes Potenzial. Du hast die Veranlagung alle 5 Element-Chakren frei zu setzen. Es fehlt dir nur am richtigen Lehrer um diese Stärke kontrollieren zu können.“ bei dem Wort Lehrer muss sie sofort wieder an Itachi denken und ein Kloß formt sich in ihrem Hals “Bitte darf ich zurück ins Dorf gehen? Ich möchte wissen ob es meinem Freund gut geht.“ sie faltet bittend die Hände und sieht den alten Mann dabei mit großen, unschuldigen Augen an.
 

“Genug davon. Ich sagte dir doch, dass du erst zurück gehen kannst, wenn du stärker geworden bist. In Konoha Gakure möchte dich doch ohnehin niemand haben. Oder hast du dich je willkommen gefühlt? Diese Welt ist kalt und grausam, man kümmert sich nur um die, die stark sind. Ich werde dich stark machen, damit du zurückkehren kannst. Bis es so weit ist musst du dich gedulden. Du hast besondere, heilerische Fähigkeiten aber davon verstehst du noch nichts weil du noch zu klein bist, Kind.“ Der Gründer Konoha´s sieht sie durchdringend an und tätschelt dabei leicht ihren Kopf “Mach dir keine Sorgen um deinen Freund. Er ist stark, deswegen hat er überlebt.“ beendet er dann seine Erklärung und auf seinen letzten Satz hin, hellen sich ihre Augen ein wenig auf. Sie kann sich nicht erklären warum, aber sie glaubt ihm. “Nun sei ein braves Kind und beginne mit deinem Training. Du hast mein Wort, dass du in dein Dorf zurückkehren darfst, sobald du stark genug bist.“ sind seine letzten Worte ehe er wieder in das Dunkel der Höhle verschwindet ohne ein weiteres Wort zu sagen.

Das Training beginnt

Sichtlich genervt schüttelt Obito den Kopf und schaut dann auf das kleine Mädchen herab “Zuerst werden wir uns mit der Chakra-Kontrolle beschäftigen.“ Zetsu entfernt sich etwas von den beiden und lässt sich dann auf seine Beine sinken um den beiden zu zuschauen. Das möchte er sich nicht entgehen lassen. “Was weißt du denn schon über heilerische Fähigkeiten, Mädchen?“ stellt der junge Uchiha sogleich seine Frage. “Ayumi. Kannst du dir das nicht merken? Ayumi.“ antwortet sie ihm mit verärgertem Gesichtsausdruck. “Ich werde mir deinen Namen merken wenn du es wert bist.“ sagt der Jugendliche daraufhin nur kühl. Das kleine Mädchen legt verdutzt den Kopf schief “Und wann ist das?“ bohrt sie noch einmal nach. “Wenn du kein schwaches Mädchen mehr bist.“ antwortet Obito spöttisch und das ist zwar nicht ganz die Antwort die sie gerne gehabt hätte aber so ist es nun mal. Immer noch etwas beleidigt, erzählt Ayumi ihm dann alles was sie über Chakra-Kontrolle und die heilerischen Jutsus weiß. Die beiden üben ein wenig doch die junge Uchiha kann sich gar nicht so richtig aufs Training konzentrieren. Zu viele Rätsel wirft das Gesicht ihres Lehrers auf.
 

Irgendwann kann sie es sich einfach nicht mehr verkneifen und stellt neugierig ihre Fragen “Was ist mit deinem Gesicht passiert? Hast du nur auf einer Seite das Sharingan? Und warum lebst du hier bei Madara-san? Kennt ihr euch schon lange?“ Obito hat nicht wirklich Lust darauf, ihr von sich zu erzählen und ignoriert daher einfach ihre Fragen. “Du solltest dich lieber mit dem Training beschäftigen.“ entgegnet er ihr nur kurz und knapp. Ayumi schaut traurig zu Boden, ist dann eine Weile still in der sie überlegt “Schon gut, wenn du nicht mit mir sprechen willst, Obito-san. Ich bin es gewohnt, dass mich die Menschen ignorieren.“ ist ihre Antwort auf sein Verhalten und im Anschluss schenkt sie ihm ein breites Lächeln. Als der junge Uchiha in ihre großen, traurigen Augen schaut, erkennt er darin die Einsamkeit, mit der er selbst in jungen Jahren zu kämpfen hatte. Er weiß wie furchtbar dieses Gefühl ist einfach nur akzeptiert und ´wahrgenommen´ werden zu wollen. Auf die Erkenntnis hin, dass er ihr gerade genau dasselbe antut wie er es nie wieder spüren wollte, legt er seine Hand auf ihren Kopf “Es tut mir leid. Ich rede nur nicht sonderlich gerne über meine Vergangenheit weil sie sehr schmerzhaft ist.“ Ayumi sieht ihn überrascht an, damit hatte sie nicht gerechnet. Obito setzt sich im Schneidersitz auf den Boden und bedeutet ihr, sich ihm gegenüber ebenfalls zu setzen. Anschließend erzählt er ihr, ohne Namen zu nennen, von seiner Kindheit, seiner Ausbildung zum Shinobi, seiner letzten Mission wo er unter Felsen begraben und seine rechte Körperhälfte komplett zerquetscht wurde und auch davon, dass er seinem Teamkameraden in Folge dessen und weil er annahm dort zu sterben, sein linkes Auge schenkte.
 

Das kleine Mädchen hält sich entsetzt die Hände vor den Mund als sie seiner Geschichte lauscht und kann gar nicht so richtig glauben, was sie da hört. “Madara hat mich gerettet. Er hat mich hierher gebracht und mit Hilfe von Zetsu und Zellen Hashirama´s wieder hergestellt. Ich habe viel trainiert nachdem ich wieder in der Lage dazu war aber zu Anfang war ich lange Zeit ans Bett gefesselt. Dann hörte ich, dass meine ehemaligen Teamkameraden in einen Hinterhalt gelockt und umzingelt wurden. Ich wollte schnell zu ihnen und mit Hilfe von Zetsu gelang es mir die Höhle zu verlassen.“ er schaut dabei kurz zu Zetsu und richtet sein Auge dann wieder auf das kleine Mädchen “Ich war nicht schnell genug dort. Als ich ankam war meine Teamkameradin bereits tot. Getötet von unserem eigenen Kameraden.“ auf diese Aussage hin ballt er seine Hände zu Fäusten und schließt sie so fest zusammen, dass man die Knöchel knacken hört. Er schluckt angespannt, da diese Erinnerung zu schmerzhaft ist. “Du hast sie sehr lieb gehabt oder?“ fragt Ayumi mit einer kindlichen Unschuld in der Stimme. Obito reißt daraufhin geschockt sein Auge auf “Was weißt du denn schon darüber?! Du bist doch nur ein Kind!! Niemals könntest du diesen Schmerz verstehen!!“ schreit er sie dann zornig an.
 

Das junge Mädchen kneift erschrocken die Augen zusammen. Sie wollte ihn nicht wütend machen. “E-es tut mir leid!“ stottert sie ihre Entschuldigung und macht sich dabei ganz klein. Der Junge beruhigt sich wieder etwas und atmet tief durch “Danach bin ich wieder hierher gekommen. Madara hat einen Plan, wie man alle Kämpfe, alles Leid aus der Shinobi-Welt schaffen kann. Damit alle zufrieden und glücklich leben können wie in ihren Träumen.“ beendet er dann seine Erzählung. Das Mädchen mit den schwarzen Haaren schaut ihn vorsichtig an “Aber wie soll das funktionieren? Was ist das für ein Plan?“ möchte sie wissen doch Obito schüttelt den Kopf und legt ihr seine Hand auf die Schulter “Das werden wir dir später erzählen. Dafür bist du noch zu klein und würdest es nicht verstehen. Lass uns jetzt mit dem Training fortfahren.“ meint er dann mit für seine Verhältnisse sogar recht freundlicher Stimme. Das junge Mädchen mustert sein Gesicht abermals und hebt dann zaghaft eine Hand. Mit ihren Fingerspitzen fährt sie vorsichtig über die Narben seiner rechten Gesichtshälfte ehe sie dann ganz aufrichtig sagt “So schlimm ist es nicht, Obito-san. Du bist trotzdem noch hübsch.“ Der junge Uchiha weitet daraufhin überrascht das Auge und schüttelt dann nur mit einem leichten Grinsen auf den Lippen seinen Kopf “Tze. Genug davon. Konzentrieren wir uns wieder auf das Wesentliche.“
 

Er zieht ein Kunai aus seiner Tasche und sticht sich damit in die linke Hand. Blut tropft diese nun hinab. Ayumi reißt schockiert die Augen auf “Warum hast du das gemacht?!!“ sie ist ganz aufgeregt und versteht die Welt nicht mehr. “Genug vom theoretischen Teil. Heile die Verletzung.“ sagt er nur ernst. “Aber das kann ich doch gar nicht!!“ ihre Hände beginnen zu zittern und ihre Atmung beschleunigt sich. Obito zieht sich das Kunai aus der Hand und streckt sie dem Mädchen entgegen “Denk daran was wir besprochen haben. Konzentriere dich auf die Wunde und dann auf dein Chakra und heile die Verletzung.“ Die Schwarzhaarige schluckt angespannt und schaut sich die Wunde genauer an. Sie konzentriert sich auf ihr Chakra und den starken Wunsch, seine Blutung zu stoppen und die Wunde zu verschließen. Ihre Hände werden von einem hellen, grünen Chakra umgeben und langsam beginnt sie damit seine Hand zwischen die ihren zu nehmen und wie durch ein Wunder verebbt die Blutung und die klaffende Wunde schließt sich Stück für Stück. Als sie fertig ist seufzt sie erschöpft und Obito hält die geheilte Hand in die Luft “Du kannst es doch, Mädchen.“ lobt er sie dann anerkennend und Ayumi kommt aus dem Freudestrahlen gar nicht mehr heraus. Noch nie zuvor hat sie eine so tiefe Wunde geheilt. Sonst waren es immer nur kleine Kratzer wenn sie sich beim Spielen im Wald an den Ästen oder Dornenranken verletzt hatte. Zufrieden mit dem Ergebnis, steht Obito vom Boden auf und reicht ihr eine Trinkflasche. Gierig trinkt sie das frische Wasser und bedankt sich bei ihrem Lehrer. Er streckt ihr die Hand entgegen um sie dann auf ihre Beine zu ziehen. Ohne ein weiteres Wort zu sagen geht der junge Mann tiefer in die Höhle hinein, dicht gefolgt von Ayumi.
 

In einem versteckten Teil der Höhle erkennt sie die Umrisse von Madara, welcher auf einem Bett sitzt. Sie treten näher an ihn heran und dann erkennt das kleine Mädchen, dass er am Rücken mit mehreren komischen Dingen verbunden ist, die sie etwas an Wurzeln erinnern. “Was ist das?“ fragt sie gespannt und zeigt dann auf die Verbindung an Madara´s Rücken. “Nur mithilfe der Zellen Hashirama´s kann ich mich noch am Leben erhalten. Doch die Reserven neigen sich allmählich dem Ende zu. Doch du kannst mir behilflich sein, mein Kind.“ Ayumi runzelt nachdenklich die Stirn. Sie versteht das Gesagte nicht und kann sich auch nicht vorstellen wie man mit Zellen eines anderen, der ja schon lange tot ist, am Leben erhalten werden kann. Das ist wohl auch wieder etwas für das sie noch zu klein ist, deshalb hinterfragt sie es nicht weiter, würde sie davon wahrscheinlich ohnehin nur Kopfschmerzen bekommen. Der alte, gebrechliche Mann streckt ihr seine Hand entgegen. Die junge Uchiha legt vorsichtig ihre Hand in die Seine. “Konzentriere dich und versuche mir etwas Lebensenergie zu schenken.“ fordert er das kleine Mädchen dann auf seiner Anweisung folge zu leisten. Die Schwarzhaarige tut wie ihr befohlen wurde und tatsächlich fängt ihre Handfläche an zu leuchten und sie kann deutlich spüren wie Chakra von ihrem Körper in den von Madara übergeht.
 

Sie macht weiter bis ihr schwindelig wird. Als sie anfängt zu schwanken, greift Madara nach ihren Schultern um sie davor zu bewahren nach hinten umzufallen. Obito tritt schnell näher an sie heran um sie aufzufangen als sie beginnt erschöpft zusammen zu sacken. Er nimmt sie auf seine Arme und betrachtet ihr schlafend wirkendes Gesicht ehe er dann den Blick seinem Mentor zuwendet “Hat es funktioniert? Ist es so, wie du es vorhergesehen hast?“. Madara nickt daraufhin leicht und schließt seine Hände mehrmals zu Fäusten und betrachtet dann seine geöffneten Handflächen “Meine Energiereserven wurden mit ihrem Chakra wieder aufgefüllt. Allerdings hat sie diese Kraft noch zu wenig unter Kontrolle und daher geschieht der Austausch indem sie ihr eigenes Chakra opfert.“ der alte Mann hält sich überlegend das Kinn. “Diese Fähigkeiten müssen wir weiter ausbauen und verbessern. So wie es jetzt ist könnte sie selbst dabei sterben wenn sie zu viel Chakra opfert. Und dann wäre meine Quelle des Lebens versiegt.“ beendet er nachdenklich seinen Satz und steht vom Bett auf. “Leg sie in mein Bett. Sie soll sich ausruhen und wieder zu Kräften kommen.“ und mit diesen Worten verschwindet er auch schon in Richtung des Zentrums der Höhle nachdem er sich von der Verbindung an seinem Rücken gelöst hat.
 

“Wohin gehst du?“ fragt Obito und Madara antwortet “Ich möchte sehen was ich mit ihrem Chakra anstellen kann.“ und lächelt dabei leicht. Der junge Uchiha legt das kleine Mädchen ins Bett und deckt sie vorsichtig zu. Anschließend folgt er Madara und wartet gespannt ab. Der Mitgründer Konoha´s formt Fingerzeichen und erzeugt mit seinem Atem einen riesigen Feuerball. Nach Anwendung des Nin-Jutsus grinst er zufrieden. Es ist schon Ewigkeiten her, dass er selbst Jutsu´s anwandte. Dafür war sein Körper schon lange zu gebrechlich und verbraucht und um seinen nahenden Tod nicht noch zu beschleunigen ruhte er sich viel aus und bewegte sich nur das Nötigste. Auch Obito´s Training übernahm damals zum größten Teil Zetsu, zumindest was den körperlichen Teil anging. Madara selbst erteilte Anweisungen und gab Verbesserungsvorschläge da er das Training mit wachsamen Augen überwachte. Wohl wissend, dass er den jungen Uchiha brauchen würde, um seinen Plan in die Tat umsetzen zu können. Madara beschließt auch seinen Körper auf die Probe zu stellen und gibt Obito die Anweisung einen kurzen Nahkampf gegen ihn auszutragen.
 

Die beiden tauschen Tritte und Schläge aus und der Schwarzhaarige ist erstaunt über die neu gewonnene Beweglichkeit seines Mentors. Nach einer Weile beenden die beiden ihren Trainingskampf und der alte Mann wirkt durchaus zufrieden mit dem Ergebnis. Natürlich kommt es bei Weitem nicht an seine Stärke von damals heran, in seiner glorreichen Zeit als gefürchteter Shinobi, doch für die kleine Menge an Chakra die er bekommen hat, ist die Wirkung doch beachtlich. “Es wird eine Freude werden ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Die geheimen Schriftrollen die ich vor langer Zeit in meinen Besitz bringen konnte werden uns dabei von großem Nutzen sein.“ spricht der alte Mann seine Gedanken laut aus. “Fürs Erste sollte ich es aber nicht übertreiben und mein Chakra schonen.“ beschließt er dann und bespricht mit Obito wie das Training der kleinen Uchiha in den nächsten Tagen gestaltet werden soll. Als sie einen Plan aufgestellt haben, begibt sich Obito zu seinem Schlafplatz um sich auszuruhen. Immerhin ist es auch schon mitten in der Nacht, was die fortschreitende Dunkelheit und eintretende Kühle in der Höhle erklärt.
 

Madara begibt sich ebenfalls zu seinem Bett, in welchem das kleine Mädchen noch seelenruhig schläft. Da sie noch so klein ist nimmt sie in selbem nicht besonders viel Platz weg. Der alte Mann setzt sich neben sie in das Bett, verbindet sich wieder mit der Energiequelle von Hashirama´s Zellen und lehnt sich mit dem Rücken gegen die Wand. Er schließt die Augen, doch nach einer Weile wird er auf Ayumi´s zitternden Körper aufmerksam. Aus dem Augenwinkel heraus kann er sehen, dass sie sich die Decke vom Körper gezogen hat als sie sich seitlich hinlegte. Er schüttelt den Kopf während er ihr die Decke bis zu den Ohren nach oben legt und sie wieder zudeckt. Anfangs dachte er, sie vielleicht geweckt zu haben weil sie sich kurz bewegte und den Namen ihres besten Freundes murmelte, doch dann hat sie sich lediglich dichter in die wärmende Decke gekuschelt und einfach weiter geschlafen. Madara selbst friert in der Höhle längst nicht mehr, dafür lebt er hier schon viel zu lange und hat sich an die dort herrschenden Temperaturen gewöhnt. Gedankenverloren betrachtet er die kleine Uchiha noch eine Weile, ehe er dann wieder seine Augen schließt und auch bald darauf einschläft. In der ganzen Höhle ist es still während sie in völlige Dunkelheit getaucht wird. Die Nacht ist so wolkenverhangen, dass es nicht mal die Strahlen des Mondes schaffen, in die Höhle vorzudringen.
 

Am nächsten Morgen streckt sich Madara erst einmal gähnend und bemerkt dann, dass ihn irgendetwas am Aufstehen hindert. Als er nach unten blickt sieht er Ayumi, die sich wohl irgendwann in der Nacht mit dem Kopf auf seinen Schoß gelegt haben muss. Ganz friedlich liegt sie da, doch für so etwas hat der alte Mann keine Zeit. Er räuspert sich, aber da das die Kleine nicht weckt steht er kurzerhand einfach auf und schubst sie somit von seinem Schoß. Erschrocken öffnet das kleine Mädchen die Augen und blinzelt müde. “Madara-san, müssen wir denn schon aufstehen?“ will sie gähnend wissen und der große Mann nickt daraufhin nur leicht. Die kleine Uchiha steht wider willens auf und reibt sich die müden Augen. Ohne auf sie zu warten geht Madara bereits in Richtung des großen, hohen Raumes in der Mitte der Höhle. Immerhin ist es Zeit, Ayumi´s Training fortzusetzen. Obito erwartet die beiden bereits. “Guten Morgen Obito-san!“ lächelt die Schwarzhaarige ihn fröhlich an. “Guten Morgen.“ erwidert dieser etwas mürrisch. Er scheint wohl eher kein Morgenmensch zu sein. Während sich der alte Mann auf einem steinernen Thron niederlässt, stehen sich Obito und das kleine Mädchen gegenüber. Sie beginnen erst wieder mit ein paar Übungen der Chakra-Kontrolle und dann übt er ein paar Sachen der Sparte Tai-Jutsu mit ihr. Er lässt zuerst sie angreifen um zu analysieren wo ihre Schwachstellen liegen und greift dann die junge Uchiha an um zu sehen wie sie sich verteidigt. Er gibt ihr immer wieder Tipps wie sie ihre Kampfhaltung und Balance verbessern kann und wie sie Tritte und Schläge ihres Gegners am besten kontern oder abblocken kann. Der Mann mit den langen Haaren beobachtet das Ganze schweigend und ist mit ihren Fortschritten relativ zufrieden. Wenn man bedenkt, dass sie ja gerade einmal 6 Jahre alt ist. Ihr Potenzial ist jedenfalls ausbaufähig.
 

Gegen Mittag möchte Obito gerade mit einer neuen Lektion beginnen, als der Magen des kleinen Mädchens unüberhörbar laut knurrt. Der junge Mann schmunzelt daraufhin leicht “Wir sollten eine kleine Pause machen. Ich werde uns etwas zu Essen besorgen.“ sind seine Worte ehe er dann den dunklen Gang der Höhle entlang geht und kurz darauf verschwunden ist. Ayumi geht auf Madara zu und kniet sich dann vor ihm auf den Boden. Mit fragenden Augen blickt sie den alten Mann an. “Erzählst du mir was von deiner Kindheit? Was ist das für ein Traum von dem Obito gesprochen hat? Und wie war das früher so? Warst du sehr stark? Ich habe die großen Statuen am Wasserfall gesehen! Die sind richtig cool!“ sprudelt es aus der jungen Uchiha geradezu heraus. Madara, der mit den Händen seinen Gehstock festhält, grinst amüsiert “So klein und schon so viele Fragen.“ als er in ihre neugierigen Augen schaut, erinnert ihn das ein bisschen an seinen kleinen Bruder der ihn früher nach seinen Kämpfen und neuen Jutsu´s fragte und es immer gar nicht erwarten konnte bis sein Bruder ihm alles haargenau erzählte. In Nostalgie schwelgend beginnt er dann zu erzählen “Ich wurde in Zeiten des Krieges geboren, wohlhabende Staaten schickten gegen Geld Shinobi in den Krieg um für sie Kämpfe zu bestreiten und Schlachten zu gewinnen. Natürlich wurden hierfür nur mächtige und starke Clan´s angeheuert. Und so standen sich unzählige Male der Uchiha- und der Senju-Clan gegenüber. Ich freundete mich mit einem gleichaltrigen Jungen an, wir trainierten oft zusammen. Das Blutvergießen, der Verlust von geliebten Menschen, wir wollten eine Welt erschaffen, in der man friedlich miteinander leben kann, eine bessere Welt. Leider stellte sich heraus, dass mein guter Freund, mit welchem ich denselben Traum teilte, dem Senju-Clan angehörte. Ich entschied mich für das Wohl meines Clan´s und gegen Hashirama. Wodurch wir von da an Feinde waren. Nach unzähligen Kämpfen wollte der Senju-Clan Frieden schließen. Deren Clan-Oberhaupt war natürlich Hashirama und auf Seiten unseres Clan´s hatte ich die Führungsrolle eingenommen. Die Mehrheit meiner Verbündeten war für das Friedensangebot, also schlossen wir einen Pakt und gründeten Konoha Gakure.“ beendet er seine Erzählung.
 

Das kleine Mädchen hat die ganze Zeit über interessiert zugehört “Und was ist dann passiert? Warum bist du nicht im Dorf geblieben, Madara-san?“ will sie neugierig wissen. “Nichts verläuft je nach Plan in dieser verfluchten Welt. Ich habe erkannt, dass Shinobi dazu verdammt sind ihr gesamtes Leben auf dem Schlachtfeld zu verbringen, weil sich die Welt nicht verändern lässt. Wir Uchiha´s wurden aufgrund unserer Stärke und Fähigkeiten von vielen gehasst und gefürchtet und auch die vielen vorangegangenen Schlachten gegen die Senju´s haben nicht gerade dazu beigetragen die Gemüter zu beruhigen. Manches kann man eben nie verzeihen.“ er unterbricht seinen Satz kurz weil er bei seiner Aussage unweigerlich an seinen jüngeren Bruder Izuna denken muss. “In Konoha konnte es keinen Frieden geben, daher habe ich das Dorf verlassen.“ das kleine Mädchen nickt leicht “Und Hashirama wurde zum ersten Hokage ernannt.“ fügt sie zu seinem Satz hinzu, schließlich hat sie aufgepasst als ihr Itachi von der Entstehung des Dorfes und deren jeweiligen Hokage erzählte. Der alte Mann schaut sie durchdringend an “Das ist wahr. Ich zog durch die Welt um meine Fähigkeiten zu verbessern. Überall auf der Welt war ich gefürchtet, wussten sie doch über meine Stärke Bescheid. Ich konnte mir viele verschiedene Techniken aneignen, was mich noch mächtiger machte.“ Die Augen des kleinen Mädchens funkeln vor Aufregung “Wie cool! Zeigst du mir welche von deinen starken Jutsu´s? Werdet ihr mir solche auch beibringen? Und was ist denn nun mit deinem Traum von einer friedlichen Welt, wie willst du das schaffen?“ löchert sie den alten Mann dann weiter.
 

“Eins nach dem anderen. Erst müssen wir deine grundlegenden Fähigkeiten verbessern. Noch hast du nicht annähernd genug Chakra um meine oder Obito´s Jutsu´s ausführen zu können ohne danach in Ohnmacht zu fallen. Und von dem Plan wie wir meinen Traum in die Realität umsetzen können erzähle ich dir wenn du ein bisschen älter bist. Das würdest du jetzt noch nicht verstehen, Kind.“ bei seinem letzten Satz legt er ihr sachte seine Hand auf den Kopf und tätschelt diesen leicht. Zwar hat er ihr nicht die ganze Wahrheit erzählt, aber das konnte noch warten, dafür war sie immerhin wirklich noch zu jung und die Dinge liegen jenseits ihrer Auffassungsmöglichkeit. In der Zwischenzeit ist Obito in die Höhle zurückgekehrt und hat für alle Anwesenden etwas zu Essen dabei. Friedlich sitzen die drei nebeneinander und verspeisen den Fisch am Stiel, nachdem Ayumi diesen mit ihrem Feuerkugel-Jutsu schön geröstet hat. Immerhin wollte sich Madara ja auch zeigen lassen welche Feuer-Jutsu´s die junge Uchiha bereits beherrscht. Zumal der Uchiha-Clan für seine mächtigen Feuer-Jutsu´s berühmt und berüchtigt ist. Als sie aufgegessen haben widmen sie sich wieder dem Training der kleinen Uchiha. Zusätzlich zum Tai-Jutsu bauen sie jetzt auch noch Ziel- und Wurfübungen mit Ayumi´s Shuriken und Kunai mit ein. Zetsu dient hierfür als bewegliches Ziel.

Einfach vergessen?

[Dieses Kapitel ist nur Volljährigen zugänglich]

Neue Erkenntnisse

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Die Reise beginnt

Als Ayumi im Morgengrauen erwacht muss sie feststellen, dass das Bett bereits leer ist. Ob Obito wohl bereits aufgebrochen ist? Müde gähnend streckt sie sich einmal kurz und steht dann sogleich auf. Als sie ihre Beintasche angelegt und deren Inhalt auf Vollständigkeit überprüft hat, geht sie durch die Höhle, bishin zu Madara´s Schlafplatz. Leise tapst sie näher heran um zu sehen ob ihr Mentor ebenfalls schon wach ist oder womöglich noch schläft. “Bist du bereit deine Reise anzutreten?“ ertönt seine tiefe Stimme. Als er sich im Bett aufsetzt sieht Ayumi, dass er am Rücken bereits wieder mit seiner Energiequelle verbunden ist. Zögerlich nickt sie mit dem Kopf. “Soll ich dir noch mal etwas Lebensenergie schenken bevor ich gehe?“ fragt sie besorgt doch der alte Mann schüttelt nur leicht den Kopf “Mach dich jetzt auf den Weg. Ich werde hier auf dich warten. Pass auf dich auf, mein Kind.“ sind seine letzten Worte als er ihr eine Hand auf den Kopf legt. Die junge Uchiha nickt einverstanden und verbeugt sich zum Abschied dann noch mal vor ihrem Lehrmeister. Schnellen Schrittes geht sie dann durch die halbdunkle Höhle, bis ins Zentrum wo sie bereits den Umriss eines Mannes stehen sieht. “Oni-san!“ ruft sie freudig aus und läuft dann das letzte Stück auf ihn zu. Immerhin hatte sie schon befürchtet er wäre zu seiner Mission aufgebrochen ohne sich von ihr zu verabschieden.
 

Als sich der Mann schließlich zu ihr umdreht bleibt sie verdutzt stehen. Der Mann der vor ihr steht trägt einen langen schwarzen Mantel, der geziert ist von roten Wolken und trägt eine orange Maske welche nur auf Höhe des rechten Auges ein kleines Loch hat. “Oni-san?“ spricht sie den Fremden vorsichtig an und dieser zieht sich dann die Maske vom Gesicht. “Warum bist du so komisch angezogen?“ möchte das Mädchen neugierig wissen und Obito lächelt etwas als er antwortet “Diese Kleidung brauche ich für meine Mission. Hierfür ist es wichtig, unerkannt zu bleiben. Es ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber falls sich unsere Wege während deiner Reise kreuzen sollten und du mich in dieser Kleidung siehst, musst du so tun als würden wir uns nicht kennen. Und von allen anderen in solcher Kleidung musst du dich unbedingt fernhalten und dich vor ihnen um jeden Preis verstecken. Verstanden?!“ die junge Uchiha versteht zwar nicht so ganz was es mit dieser ganzen Geheimnistuerei auf sich hat, nickt aber einverstanden. “Ich habe noch etwas für dich.“ sagt er mit einem sanften Lächeln auf den Lippen und zieht unter seinem Mantel dann ein Kurzschwert hervor. Das ist jenes, mit welchem sie bereits mehrere Male trainiert und damit gegen Obito und Zetsu gekämpft hat. Die Schwarzhaarige nimmt das Schwert dankend an und befestigt es an ihrem Gürtel. Ihr entgeht nicht sein besorgter Gesichtsausdruck und mit einem breiten Grinsen auf den Lippen fragt sie dann “Machst du dir etwa Sorgen um mich?“ und stupst dabei mit ihrem Ellenbogen leicht in seine Rippen um ihren Worten etwas mehr Nachdruck zu verleihen.
 

Schnell dreht der junge Mann sein Gesicht zur Seite und räuspert sich “Sei nicht albern. Ich dachte nur, dass es nicht schaden könnte wenn du es dabei hast. Dann kannst du auf deiner Reise auch gleich deinen Schwertkampf verbessern, welcher ja noch deutlich zu wünschen übrig lässt.“ antwortet er nur trocken und das junge Mädchen blitzt ihn daraufhin böse an. Es hätte so ein schöner Moment werden können aber nein, damit hat ihr Mentor diesen eindeutig zu Nichte gemacht. Genervt rollt sie mit den Augen. Amüsiert über ihre Reaktion lacht Obito kurz auf und wuschelt ihr dann durch die Haare “Pass einfach gut auf dich auf, Ayumi.“ flüstert er dann fast unhörbar in ihre Richtung. Nun ist es die junge Uchiha der die schwere ihrer anstehenden Reise gerade noch mal so richtig bewusst wird. Mit einem Stechen in den Augenwinkeln fällt sie Obito um den Hals und hält ihn ganz fest. //Fang jetzt ja nicht an zu weinen Ayumi!!// ermahnt sie sich in ihren Gedanken dazu stark zu sein. Was gar nicht so leicht ist wie gedacht.
 

Der junge Mann legt ebenfalls seine Arme um das kleine Mädchen und drückt sie noch ein letztes Mal fest an sich, ehe er sie dann loslässt. Nach einem kurzen Moment der Stille blickt ihn die Schwarzhaarige mit hoffnungsvollen Augen an “Versprich mir, dass wir uns alle wieder hier treffen werden!“ stellt sie dann ihre Forderung an ihren Lehrer und dieser grinst selbstbewusst als er ihr dann seinen kleinen Finger entgegen streckt. Ayumi kichert daraufhin amüsiert, einen Kleiner-Finger-Schwur haben die beiden bereits des Öfteren geschlossen und bisher hat ihr Freund diese auch immer eingehalten. “Also abgemacht!“ platzt es dann entschlossen aus dem Mädchen heraus bevor sie dann ihre ineinander verhakten Finger wieder voneinander lösen. In der Zwischenzeit kommt Zetsu aus dem Erdboden neben den beiden hervor und Ayumi blinzelt irritiert. Er sieht ganz anders aus als sonst. Eine Hälfte ist wie gewohnt weiß, doch die andere ist schwarz und zudem befinden sich links und rechts von seinem Körper Blätter, deren oberes Ende dem Maul einer Fleischfressenden Pflanze ähnelt.
 

“Das ist Zetsu´s normales Aussehen.“ erklärt das pflanzenähnliche Wesen dann und Obito fügt hinzu “In dieser Form ist Zetsu deutlich stärker, weil er dann vollständig ist und kann dich somit besser beschützen.“ Ayumi mustert ihn neugierig und stellt dann fest, dass beide Männer denselben Mantel tragen. “Und warum bekomme ich keinen solchen Mantel?“ meckert sie dann etwas enttäuscht da sie sich ausgeschlossen fühlt. “Zetsu muss mir bei meiner Mission helfen. Deswegen kann er nicht die ganze Zeit über bei dir sein. Solltest du ihn aber brauchen, konzentriere dich auf das Mal an deinem Handrücken und er wird sofort zu dir kommen.“ erklärt der junge Uchiha dann. Verstehend nickt das Mädchen den beiden zu und als Zetsu ihr andeutet sich neben ihn zu stellen damit sie endlich aufbrechen können, schaut sie lächelnd zu Obito “Bis bald, Oni-san.“ Sagt sie winkend als sie dann auch schon gemeinsam verschwinden und der junge Uchiha sein Kamui einsetzt um sich ebenfalls auf seine Mission zu begeben.
 

Als sie draußen angekommen sind schaut sie sich in der Umgebung um. Nichts hier kommt ihr bekannt vor daher stellt sie sogleich neugierig ihre Frage “Wo sind wir hier Zetsu?“. Das zweifarbige Wesen antwortet, dass sie sich am Rande des Feuerreiches befinden. Das kleine Mädchen kramt darauf ihre Karte aus der Tasche und lässt sich von ihrem Partner den genauen Standpunkt darauf zeigen. “Das heißt, dass sich in der Nähe ein Schrein befindet.“ stellt sie dann fest als sie sich diese genauer anschaut und ihr Gegenüber nickt daraufhin nur leicht ehe er beginnt los zu gehen. Etwas unwohl ist ihr schon bei dem Gedanken jetzt draußen, in der großen, weiten Welt zu sein, wo sie zuvor viele Jahre ihres Lebens in dem Schutz der Höhle verbrachte. Aber Obito hat Recht, sie ist stärker geworden und mit Zetsu an ihrer Seite wird sie diese Reise auf jeden Fall bewältigen können. Voller Tatendrang folgt sie dann schnellen Schrittes ihrem Verbündeten, bis sie schließlich aufgeholt hat und neben ihm geht. Die beiden achten darauf sich zwischen dichten Bäumen und deren Schatten zu bewegen um nicht sofort alle Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Während sie gehen erklärt ihr Zetsu den Plan “Der Tempel ist noch bewohnt. Zetsu wird sich versteckt halten und Ayumi muss ein Gen-Jutsu anwenden um die Menschen zu hypnotisieren die, die Kammer mit den Schriftrollen bewachen. Dann wird Zetsu sich hinein schleichen und die Rolle stehlen können, ohne dass es jemand mitbekommt.“ beendet er seine Erklärung und das Mädchen lässt die Knöchel in ihren Händen knacken.
 

Bereit, loszulegen. Gen-Jutsu´s sind eine ihrer Spezialitäten. Sie warten auf den Schutz der Dämmerung ehe sie sich ihrem Zielort weiter nähern und nach einer Weile können die beiden auch schon leise Stimmen hören. Zetsu gibt ihr ein Zeichen um sich bereit zu machen und verschwindet dann sogleich. Ayumi springt auf einen Baum und versteckt sich hinter dessen dichten Blättern. Von hier oben kann sie sich einen besseren Eindruck verschaffen. Sie aktiviert ihr Sharingan und scannt die Umgebung. Sie sieht viele Menschen in selber Kleidung, alle haben sie eine Glatze, weshalb sie davon ausgeht, dass es sich hierbei um Mönche handeln muss. Der Schrein wird von einem gewaltigen Tor verschlossen. Dieses zu zerstören würde zum einen zu viel Chakra verbrauchen und zum anderen alle Bewohner alarmieren und auf den Plan rufen. Sie könnte allerdings spielend leicht von dem Baum der ihr als Versteck dient auf die große Mauer springen welche den Tempel umgibt und von dort aus weiter schleichen. Sie sucht weiter die Umgebung ab und in einem weiter hinten gelegenen Teil, fern ab von den am großen Vorplatz trainierenden Mönchen, erblickt sie eine Treppe die nach unten führt in eine Art unter dem Erdboden versteckten Raum. Sie ist sich sicher, dass dort die Schriftrollen versteckt sein müssen.
 

Entschlossen an ihrem Plan fest zu halten wartet sie noch einen Moment ab bis der Zeitpunkt am günstigsten erscheint und springt dann mucksmäuschenstill aus ihrem Versteck und auf die große Mauer. Die Mönche sind so in ihr Training vertieft und fühlen sich, ob ihrer Zahl bewusst, sicher genug, dass niemand so verrückt sein würde sie anzugreifen. Die junge Uchiha nutzt die Schatten der einsetzenden Dunkelheit um schnell die Mauer entlang zu laufen und dann schließlich von selber herab zu springen. Da sie die Statur eines Kindes hat, fällt es ihr auch leichter sich hinter irgendwelche Gegenstände zu ducken die sie auf ihrem Weg zu dem Eingang des Schreins vorfindet. Mit schnell schlagendem Herzen schleicht sie die Treppe hinunter und wundert sich ein wenig darüber, noch keiner Wache begegnet zu sein. An den Seiten des Ganges befinden sich brennende Fackeln welche immer nur ein kurzes Stück des Weges erhellen, ehe sie dann wieder ein Stückchen in Dunkelheit zurücklegen muss. So einfach hatte sie sich die erste Mission nicht vorgestellt. Doch weil sie sich zu früh gefreut hat, kommt es wie es kommen muss und als sie den unterirdischen Flur bis zu dessen Ende entlang läuft, stehen da natürlich zwei Mönche, die die schwere Holztür bewachen.
 

Ayumi bleibt im Schatten stehen als die beiden sie bemerken und in ihre Richtung schauen. “Wer ist da?“ will der eine direkt energisch wissen und die junge Uchiha beginnt mit weinerlicher Stimme zu sagen “Ich kann meine Mami nicht finden.“ und beginnt dann etwas zu schluchzen. Der zweite Mönch entspannt sich sogleich “Wo ist denn deine Mami? Ich werde dich zu ihr bringen.“ verspricht er dann dem Mädchen welches im nächsten Moment aus dem Schatten heraus tritt. Die beiden Mönche starren perplex in ihr Sharingan und sind damit auch schon in ihrem Gen-Jutsu gefangen. Als die beiden regungslos da stehen konzentriert sich das Mädchen auf das Mal welches sie mit Zetsu verbindet und kurz darauf taucht ihr Partner auch schon neben ihr auf. Anerkennend nickt er leicht und geht dann sogleich auf die schwere Tür zu. Er rüttelt etwas daran doch sie ist verschlossen. Ein großes Eisenschloss versperrt sie. Die junge Uchiha denkt einen Moment nach und setzt dann ihren Feuer-Atem ein um das Schloss allmählich schmelzen zu lassen. Zetsu legt es vorsichtig auf den Boden um keinen Lärm zu machen und öffnet dann die große Tür. Die beiden Mönche bekommen derweil von ihrem Gen-Jutsu vorgespielt, dass sich eine Katze in den unterirdischen Gang verirrt hat und nun schnurrend um deren Beine streicht, in der Hoffnung Streicheleinheiten zu bekommen.
 

Zetsu kommt mit einer Schriftrolle in den Händen wieder aus dem Zimmer und gemeinsam verschwinden sie dann im Erdboden nachdem er die Tür wieder zu gemacht hat und tauchen weit entfernt wieder an der Oberfläche auf. Ayumi löst das Gen-Jutsu auf und als die verwirrten Mönche versuchen zu begreifen was da gerade passiert ist, sind die Schwarzhaarige und ihr Kamerad bereits außer Reichweite um aufgespürt zu werden. “Wir haben´s geschafft Zetsu!“ ruft das Mädchen freudig aus und das schwarz-weiße Wesen nickt leicht. Er will keine Zeit verschwenden einen sicheren Unterschlupf für die restliche Nacht zu suchen und die beiden haben Glück eine kleine Höhle zu entdecken. Der Eingang getarnt von dichtem Gestrüpp, beschließen sie, hier ihr Nachtlager aufzuschlagen. Zielstrebig betreten sie die Höhle und in deren Inneren entzündet Ayumi dann, mit Hilfe von ein paar Ästen die sie mitgenommen hat, ein kleines Feuer.
 

Zetsu öffnet sogleich die Schriftrolle und gemeinsam lesen die beiden gespannt welche Geheimnisse diese wohl beinhalten mag. Das Mädchen legt die Stirn in tiefe Falten, denn das Gelesene ergibt für sie keinen Sinn. “Um die spirituelle Gabe des Feuers zu meistern, muss ich Flammen erschaffen die nichts verbrennen? Das ist ein Widerspruch in sich. Wie soll das denn funktionieren? Feuer verbrennt nun mal alles, das ihm in den Weg kommt, daher doch auch der Name.“ spricht sie ihre Gedanken mürrisch aus. Zetsu gibt ihr daraufhin eine Kopfnuss “Erst ausprobieren und lernen und nicht schon vorher alles schwarz malen.“ ermahnt er das junge Mädchen dann während sie sich den schmerzenden Kopf reibt. “Ja schon gut. Ich werde ja üben!“ beklagt sich die Schwarzhaarige etwas genervt. “Zetsu wird solange Wache halten.“ meint er dann nur kurz ehe er in Richtung Höhleneingang geht und sich dort aufpassend positioniert damit sie in Ruhe und ungestört üben kann.
 

Die halbe Nacht hat sie sich bereits um die Ohren geschlagen in dem Versuch das Chakra ihrer Flammen so zu kontrollieren, dass es zwar brennt, aber nichts verbrennt. Natürlich hat es nicht funktioniert, sie weiß auch gar nicht so recht wie sie es anfangen soll und je mehr missglückte Versuche sie macht, umso frustrierter wird sie. Wütend schnaubend kickt sie die Äste mit denen sie geübt hat quer durch die Höhle “So ein Mist! Wie soll das denn gehen?!!“ ruft sie dabei genervt aus und schüttelt den Kopf. Als bereits der nächste Tag anbricht ist sie von dem Üben so erledigt, dass sie einfach nur noch schlafen will. Zetsu, der mal nachsehen wollte ob sie es mittlerweile geschafft hat, wird von einem mies gelaunten Mädchen empfangen. Skeptisch hebt er eine Augenbraue als er die vielen angekokelten Äste bemerkt die in der Höhle verstreut liegen. “Vielleicht sollte Ayumi sich erst einmal ausruhen?“ wirft er seinen Vorschlag dann mit schief gelegtem Kopf ein. Das kleine Mädchen wollte nichts lieber hören als das und gähnt müde “Aber musst du denn nicht auch schlafen, Zetsu?“ fragt sie leise. Ihr Partner schüttelt verneinend den Kopf und dreht sich wieder um, um sich zu seinem Wachposten zu begeben.
 

Die junge Uchiha legt sich daraufhin auf den Boden und rollt sich ganz klein zusammen. Was würde sie für eine Matratze tun. Sie hofft sehr auf ihrer weiteren Reise zumindest ab und an mal in einem Gästehaus oder ähnlichem übernachten zu können. Sie seufzt leise. //Was Obito und Madara wohl gerade machen?// stellt sie sich in Gedanken die Frage ehe ihr dann vor Erschöpfung die Augen zu fallen und sie friedlich einschläft. Sie wälzt sich hin und her während draußen bereits die Mittagssonne am Himmel steht und beschließt dann nach ein paar Stunden unbequemen Schlafes aufzustehen. Jetzt ist ihre Laune sogar noch schlechter als sie davor ohnehin schon war. Grummelnd geht sie zum Eingang der Höhle an welchem Zetsu immer noch Wache hält und fragt ihn wie der heutige Tagesplan aussieht. “Du hast dir gemerkt was in der Schriftrolle steht?“ fragt er direkt und die junge Uchiha nickt leicht. “Dann wird Zetsu sie mitnehmen und ins Versteck von Madara zurück bringen. Damit niemand Verdacht schöpft wenn Ayumi von Fremden aufgehalten wird.“ beginnt er dann zu erklären.
 

Das Mädchen betrachtet ihn fragend “Und was soll ich solange machen?“ will sie ungeduldig wissen und Zetsu zieht darauf die Karte aus ihrer Tasche. Er deutet auf einen Punkt ehe er hinzufügt “Ayumi wird dort hin gehen. Dort ist es sicher. Dort kannst du weiter üben bis Zetsu wiederkommt.“ meint er nur ernst und die Schwarzhaarige nickt zustimmend “Werde ich lange allein sein?“ fragt sie unsicher und der Pflanzenmann tätschelt daraufhin ihren Kopf um sie zu beruhigen. Nun gut, dann macht sie sich eben erstmal alleine auf den Weg. Sie ist viel stärker geworden und da sie weder ein Stirnband Konoha´s trägt, noch offizielle Kleidung des Uchiha-Clan´s mit dessen Fächer darauf abgebildet, sollte sie auch keine Probleme bekommen. Wirkt sie so ja einfach nur wie ein normales, kleines, unschuldiges Mädchen. Zumal sie ohnehin so unbemerkt und unauffällig wie möglich reist. Die beiden verabschieden sich noch von einander und gehen dann getrennte Wege.

Die erste Aufgabe

Ayumi fühlt sich sichtlich unwohl so ganz allein unterwegs zu sein. War sie die letzten Jahre ihres Lebens ja behütet im Schutz der Höhle aufgewachsen. Sie lässt ihre rechte Hand die ganze Zeit über auf dem Griff ihres Kurzschwertes ruhen, bereit es jederzeit ziehen zu können. Als sie schon eine Weile unterwegs ist setzt die Dämmerung ein und taucht den Himmel in ein dunkles rot. Als Kind hat sie es geliebt bei Sonnenuntergang draußen zu sitzen und die vielen schönen Farben am Himmel zu beobachten während die Sonne hinter dem Horizont verschwindet. Die Schwarzhaarige wirft noch mal einen Blick auf ihre Karte und stellt erleichtert fest, dass sie nicht mehr all zu weit entfernt sein kann. Schon seit ein paar Stunden marschiert sie durch tristes, offenes Gebiet, Nur hier und da steht mal ein einsamer Baum und weit und breit weder Tiere, noch Menschen zu sehen.
 

Aber so ist es ihr auch lieber. Je weniger Kontakt zu Fremden, umso besser. Zumal sie sich ja auch vor einem Mann namens Danzo in Acht nehmen soll der wohl überall und nirgends Spione hat die für ihn arbeiten. Da Obito und Madara mit dem Angriff des Fuchsgeistes auf das Dorf vor einigen Jahren ihr Verschwinden vertuschen wollten, denkt sie wird es wohl das Beste sein ihre Fähigkeiten des Uchiha-Clan´s zu verbergen. Da sonst vermutlich Verdacht geschöpft werden könnte ob es sich bei ihr um das kleine Mädchen von damals handelt. Die junge Uchiha will nichts riskieren und trägt daher auch einfach nur eine schlichte, dunkelblaue Hose die bis knapp über die Knie reicht und einen dunkelblauen, dünnen Pullover. Tatsächlich ist das die Kleidung, die Obito früher trug, nur eben ohne das Logo ihres Clan´s auf der Rückseite des Pullis. Als sie aus ihren alten Klamotten raus gewachsen ist hat sich der junge Mann eines Tages in sein altes Haus inmitten des Dorfes geschlichen und ein paar seiner alten Kleidungsstücke für Ayumi mitgenommen. Sein Kamui ist überaus nützlich, gerade auch um in bestimmten Situationen lautlos auftauchen und wieder verschwinden zu können. Die junge Uchiha ist überaus stolz, dass sie seine Sachen tragen darf und auch im Kampf bieten sie genug Bewegungsfreiheit und sind komfortabel.
 

Das Mädchen klettert einen steinigen Bergpass hinauf und etwas weiter oben, umringt von großen Felsen, entdeckt sie den Eingang zu einer Höhle. Sie wirft noch mal einen schnellen Blick auf die Karte, ist sich aber sicher, dass das die markierte Stelle sein muss bei welcher sie auf Zetsu warten soll. Neugierig geht sie hinein und schaut sich um. Gerade groß ist sie nicht aber als Versteck sollte sie schon reichen. Ayumi geht noch mal nach draußen und läuft die Stellen ab an welchen sich Gestrüpp und Büsche zwischen den Felsen befinden um diese abzuschneiden und mitzunehmen. Immerhin braucht sie brennbares Material um ein Feuer zu entzünden und weiter üben was in der Schriftrolle steht muss sie ja auch noch. Entschlossen geht sie wieder ins Innere der Höhle und während sie ein paar der Äste zu einem Haufen zusammen schichtet, lässt sie die anderen einzeln liegen. Das junge Mädchen kniet sich auf den Boden nachdem sie mit dem geschichteten Holz ein Lagerfeuer entfacht hat und beginnt sogleich damit ihr Chakra zu konzentrieren und mit den Ästen zu üben. Einen auf den anderen verkokelt sie und fragt sich ob diese Übung je jemand meistern konnte.
 

Etwas frustriert seufzt sie auf und übt aber weiter. //Wie zum Teufel soll das funktionieren?? Feuer, welches nicht brennt… Das ist absolut unlogisch!// stellt sie in Gedanken fest und würde am liebsten vor Zorn losheulen. Sie fragt sich, ob sie das Chakra vielleicht anders konzentrieren soll? Damit es anders durch ihren Körper fließt. Oder sollte sie sich anstatt auf das Feuer an sich vielleicht eher auf den Ast konzentrieren und darauf dass jener nicht verbrannt wird? Fragen über Fragen und alles was sie davon hat sind Kopfschmerzen und schlechte Laune. //Wo steckt Zetsu eigentlich so lange? Sonst ist er doch auch immer so schnell.// denkt sie sich dann mürrisch ehe sie den Blick wieder auf die angekokelten Äste richtet. Die Schwarzhaarige beschließt nun etwas ganz anderes zu versuchen als sie sich ihre Hände anschaut. Sie krempelt sich den Pullover bis zu den Ellenbogen nach oben und betrachtet dann die Handinnenfläche ihrer rechten Hand. Mit der linken Hand umfasst sie ihr rechtes Handgelenk um das Chakra besser konzentrieren zu können und schon im nächsten Moment hält sie einen kleinen Feuerball in der Hand. Allerdings nicht lange, da dieser ihre Haut verbrennt und als sie kurz schmerzlich aufschreit und ihre Hand schüttelt um das Feuer loszuwerden bleiben rote Stellen zurück.
 

Sie pustet sachte auf ihre pochende Hand und heilt diese anschließend. Als sie dabei zusieht, wie ihre Handfläche wieder ihre normale Farbe annimmt, fällt der Groschen //Moment! Was ist, wenn ich das Chakra des Feuers mit einem anderen kombinieren muss?// ehrgeizig starrt sie wieder auf ihre Hand um abermals einen Feuerball in ihrer Handfläche zu erschaffen, dieses Mal konzentriert sie sich aber darauf zusätzlich etwas von ihrem Wasser-Chakra hinzuzufügen. Als Folge verdampft das Feuer einfach nur als es sich mit dem Wasser vermischt und zurück bleibt dichter Rauch der Ayumi husten lässt als sie diesen einatmet. Dieser Versuch war wohl nichts. Sie überlegt angestrengt wie es funktionieren könnte und mit welchen Elementen sie noch einen Versuch wagen könnte. Blitz ist schon mal raus da dieser an der Statik des Feuers nichts verändern würde. Wasser war ja bereits ein Reinfall und Wind kann sie auch direkt von der Liste der Möglichkeiten streichen da dieser das Feuer ja nur weiter anheizen und mächtiger werden lassen würde. Sollte sie es also einmal mit Erde probieren? Grübelnd startet sie einen neuen Versuch doch die Energie des Erd-Chakras erstickt das Feuer noch bevor es überhaupt anfangen konnte zu lodern.
 

Das junge Mädchen rollt genervt mit den Augen. Na toll, so viel dazu, nun hat sie alle Elemente durch und noch immer keine Lösung für die Aufgabe gefunden. Sie überlegt eine Weile und hält sich dabei nachdenklich das Kinn. //Vielleicht funktioniert es ja wenn ich es mit meiner heilerischen Fähigkeit kombiniere?// gedacht, getan konzentriert sie sich ein weiteres Mal auf ihre Handinnenfläche und das Feuer und dieses Mal aber darauf, die Flamme von ihrem Heil-Chakra umschließen zu lassen. Und tatsächlich verbrennt sie sich dieses Mal nicht sofort die Hand. Die beiden unterschiedlichen Chakraflüsse aufeinander abzustimmen ist deutlich komplizierter als alles andere das sie bisher gelernt hat und so hält die Konzentration nicht lange an und zwischen den beiden Chakren bilden sich Risse und das Feuer dringt wieder bis auf ihre Haut hindurch und verbrennt diese abermals. In Gedanken fluchend, reibt sie sich die schmerzende Hand. Von diesem kleinen Erfolg beflügelt übt sie weiter und weiter. Sie verschwendet auch keine Zeit damit ihre Hand zwischen den Versuchen zu heilen und ignoriert den stechenden Schmerz einfach.
 

“Geschafft!“ ruft sie freudig aus als sie es endlich hinbekommen hat sich auf beides gleichzeitig zu konzentrieren und die Kontrolle darüber auch schon eine ganze Weile lang behalten konnte. Sie lässt die Flamme erlöschen und grinst zufrieden. Nun möchte sie üben ob sie diese Kontrolle auch weiter weg von ihrem Körper, wie z.B. an den Ästen aufrechterhalten kann. Enthusiastisch lässt sie wieder einen kleinen Feuerball in ihrer Hand lodern und umschließt ihn mit dem Chakra ihrer heilerischen Fähigkeit. Als das geklappt hat, beugt sie sich nach vorne und lässt den Feuerball aus ihrer Hand gleiten, hinab auf einen der dort liegenden Äste. Und tatsächlich liegt das Feuer nun auf dem dünnen Stück Holz ohne dieses aber zu verbrennen. Ihre Augen funkeln als sie realisiert, dass sie diese knifflige Aufgabe gelöst hat. Die Schwarzhaarige macht eine kurze Handbewegung und lässt die Flamme damit erlöschen. Lange hält diese Freude allerdings nicht an, als sich die Felswand neben ihr bewegt. Sie scheint gar flüssig zu werden und zum Vorschein kommt Zetsu´s Kopf. Er taucht nach und nach ganz auf und tritt aus den Felsen hervor “Ach du bist das, Zetsu.“ sagt die junge Uchiha, erleichtert darüber, dass es sich um keinen Feind handelt.
 

Ihr Begleiter betrachtet sie mit schief gelegtem Kopf “Wer sollte es denn sonst sein, wenn nicht Zetsu?“ fragt er dabei skeptisch und das Mädchen lächelt nur sanft. Mit stolz geschwellter Brust platzt es dann aus ihr heraus “Ich habe es geschafft! Ich habe es wirklich geschafft!“ und das pflanzenähnliche Wesen betrachtet sie verwirrt. Grimmig schaut sie ihn an “Die Schriftrolle? Schon vergessen?!“ motzt sie dann los da er ihr damit ihren Moment verdorben hat. Der Zweifarbige scheint sich nun zu erinnern worum es geht und was sie wohl damit meint als er sie ein paar Mal anblinzelt. Da sie das Gefühl hat er würde ihr nicht glauben, führt sie es ihm sogleich vor. Ihr Partner schaut ihn die hell lodernde Flamme und hält dann seine Hand darüber “Nicht heiß.“ stellt er dabei überrascht fest. “Ich sagte doch, dass ich es kann!“ sagt die Schwarzhaarige dann mit einem frechen Lächeln auf den Lippen. “Hier schau, ich kann es dir sogar geben.“ meint sie dann kurz und legt das Flämmchen selbstbewusst in seine geöffneten Handflächen. Allerdings funktioniert es nicht ganz so wie geplant und ihr Begleiter reißt erschrocken die Hände hoch als sie von dem Feuer verbrannt werden.
 

“Es tut mir so leid Zetsu!“ ruft sie schockiert aus. Immerhin wollte sie ihn auf keinen Fall verletzen. Das pflanzenähnliche Wesen schaut sie ernst an und gibt ihr dann eine Kopfnuss die sich gewaschen hat. “Au!“ schreit das Mädchen zwar schmerzlich und reibt sich die pochende Stelle am Kopf, sagt aber nichts weiter dazu, da sie ihm immerhin zuerst Schmerzen zugefügt hatte. Entschuldigend nimmt sie seine Hände zwischen die Ihren und beginnt dann sogleich damit seine Hände zu heilen. Mit großen, traurigen Augen schaut sie ihn dabei von unten herauf an “Es tut mir wirklich leid, Zetsu.“ entschuldigt sie sich noch mal bei ihm und er nickt daraufhin leicht. Sie versteht nicht warum es nicht geklappt hat. Bei den Ästen und bei ihr selbst hat es zum Schluss hinaus doch auch wunderbar funktioniert. Als könnte er ihre Gedanken hören, sagt ihr Trainingspartner dann mit ruhiger Stimme “Ayumi muss daran denken, dass Zetsu sein eigenes Chakra hat. Dessen Fluss muss Ayumi bei ihrer Übung mit einbeziehen.“ und die junge Uchiha weitet überrascht die Augen. Ja natürlich, warum ist sie nicht selbst darauf gekommen? Sie schüttelt schnell den Kopf über ihre eigene Nachlässigkeit und fragt ihren Freund dann ob sie einen erneuten Versuch wagen darf. Immerhin hat sie die Übung sonst ja nicht vollständig beendet.
 

Der Zweifarbige hebt skeptisch eine Augenbraue “Wenn du Zetsu wieder verbrennst, wird Zetsu dich fressen.“ sagt er ernst und nach seinen Worten bewegen sich die Blätter oberhalb seines Kopfes. Ayumi weiß nicht so recht ob er das als Spaß gemeint hat, oder ob sie die Drohung vielleicht besser ernst nehmen sollte. Sie schluckt angespannt. Er würde sie immerhin nicht wirklich fressen. Oder etwa doch? Mit etwas mulmigem Gefühl in der Magengegend formt sie abermals eine Feuerkugel in ihrer Hand und betrachtet dann Zetsu´s Hände. Sie konzentriert sich ganz fest auf seine Hände und das Chakra welches durch diese fließt. Sie aktiviert ihr Sharingan um es sehen zu können und als sie sich sicher ist, dass ihre beiden Chakren denselben Fluss haben, übergibt sie ihm die Feuerkugel. Und diesmal funktioniert es und seine Hände bleiben unversehrt. Glücklich löst sie das Jutsu auf und im selben Moment verschwindet die Flamme. Ihr Begleiter betrachtet sie zufrieden “Das hast du gut gemacht. Madara wird sich freuen davon zu hören.“ meint er anerkennend und klopft ihr dabei auf den Kopf. Er hatte bei Madara und Obito schon ein paar mal gesehen, dass sie diese Geste bei ihr machten und wollte es jetzt einmal selbst versuchen. Allerdings ist er dabei eher unbeholfen und statt einem tätscheln fühlt es sich eher an wie leichte Schläge auf den Kopf. Aber die junge Uchiha will diesen Moment jetzt nicht verderben indem sie darüber meckert und erträgt es deswegen einfach ohne eine Miene zu verziehen.
 

“Wirst du mich etwa gleich wieder allein lassen?“ fragt das Mädchen mit besorgtem Gesichtsausdruck als sie ihr Sharingan wieder deaktiviert, doch ihr Verbündeter schüttelt den Kopf “Zetsu wird nächstes Mal wenn er Schriftrollen bringt davon erzählen.“ sagt er leise und die Schwarzhaarige seufzt erleichtert. “Wo hast du eigentlich so lange gesteckt?“ stellt sie dann ihre Frage als sie nach einem kurzen Blick zum Höhleneingang feststellt, dass es bereits mitten in der Nacht ist. “Madara hat Zetsu gezeigt in welcher Reihenfolge wir die Ziele abhaken sollen.“ ist seine Erklärung für seine Abwesenheit und das junge Mädchen legt den Kopf leicht schief. “Geht es ihm gut?“ möchte sie dann etwas besorgt wissen und das pflanzenähnliche Wesen nickt daraufhin. “Du solltest jetzt schlafen.“ rät er ihr dann da sie morgen ja bereits weiter ziehen werden um ihr nächstes Ziel zu erreichen und sie dafür am besten ausgeruht sein sollte.
 

Ayumi gähnt leise und hält sich dabei eine Hand vor den Mund. Die Übung war recht Kräfte zehrend und so ist sie auch schon ziemlich müde. Sie nimmt das Kurzschwert ab und lehnt es gegen die Wand. Die junge Uchiha legt sich in Nähe des Lagerfeuers auf den Boden und benutzt ihre Beintasche dabei als Kopfkissen. Nachdem sie ihre Kunai und Shuriken aus dieser geholt und zur Seite gelegt hat natürlich. Zetsu setzt sich ebenfalls ans Lagerfeuer und bevor sie ihre Augen schließt, wünscht sie ihm noch eine gute Nacht. Die Wärme des Feuers genießend, driftet sie schnell ins Land der Träume ab als sie ruhig und gleichmäßig atmet. Zetsu bleibt noch wach bis das Feuer erloschen ist und nach einer Weile in der es vollkommen ruhig ist um die Höhle herum beschließt er ebenfalls zu schlafen und sich etwas auszuruhen. Die beiden Blätter neben seinem Kopf schließen sich und verschlingen diesen komplett darin. Hätte er keinen Mantel an, könnte man glauben, dass da jetzt einfach nur eine etwas groß gewachsene Pflanze ist.
 

Nach ein paar Stunden Schlaf erwacht Ayumi schließlich als es in der Höhle immer heller wird. Das Feuer ist schon lange aus und sie streckt sich gähnend als sie aufsteht und sich ihre Beintasche wieder anlegt und ihre Waffen hinein steckt. Als sie sich ihr Kurzschwert seitlich festbindet wirft sie einen kurzen Blick zu Zetsu. Die Blätter sind immer noch geschlossen, sodass sie sein Gesicht nicht sehen kann. Vorsichtig stupst sie mit dem Finger gegen seine Brust “Ähm, hallo? Jemand Zuhause?“ fragt sie dann flüsternd und erschreckt sich beinahe zu Tode als sich die Blätter schlagartig öffnen und sie dann von zwei Augen angestarrt wird. Sie macht einen Satz nach hinten und hält sich dann die Hand an ihre Brust mit dem viel zu schnell schlagenden Herz darin “Erschreck mich doch nicht so!! Echt jetzt!“ beklagt sie sich und beruhigt sich dann allmählich wieder. Der pflanzenähnliche Mann betrachtet sie nachdenklich. Er wundert sich darüber sie erschreckt zu haben, wen hatte sie unterhalb seiner Blätter denn immerhin sonst erwartet?
 

Nachdem er sich gestreckt hat bittet er sie ihre Karte raus zu holen und gemeinsam planen sie dann die Route zu ihrem nächsten Ziel. Ayumi fragt nachdenklich “Ist es nicht riskant am helllichten Tag unterwegs zu sein, Zetsu? Dein Mantel ist ja doch recht auffällig oder nicht?“. Ihr Begleiter wägt einen Moment die Möglichkeiten ab und schüttelt dann den Kopf. “Wir werden ein paar Tage Marsch vor uns haben bevor wir in die Reichweite eines Dorfes kommen. Zetsu kann also unbesorgt mit Ayumi gehen.“ antwortet er dem Mädchen dann entschlossen und die junge Uchiha lächelt ihn daraufhin fröhlich an. Sie kennt Zetsu ja schon ziemlich lange, zumindest die weiße Seite seines Wesens und fühlt sich in seiner Gegenwart sicher. Zumal sie auch weiß, dass er ziemlich stark ist. Gemeinsam verlassen sie die Höhle und das Mädchen blinzelt der Sonne entgegen. “Warum können wir eigentlich nicht einfach im Erdboden verschwinden und an unserem nächsten Ziel auftauchen? So wären wir doch viel schneller oder nicht?“ stellt sie dann neugierig ihre Frage und ihr Kamerad zieht skeptisch eine Augenbraue nach oben “Das verbraucht sehr viel Chakra. Und je weiter entfernt Zetsu transportieren soll, umso anstrengender ist es für Zetsu.“ erklärt er der jungen Uchiha damit weshalb sie auf die altmodische Art und Weise reisen, mit ihren Füßen. Das Mädchen verschränkt daraufhin die Hände hinter ihrem Nacken und geht dann mit ihrem Trainingspartner los, der strahlenden Sonne entgegen.

Der Schrein des Friedens

Die beiden sind schon etwa drei Tage unterwegs als sie sich ihrem nächsten Ziel nähern. Zetsu bleibt plötzlich stehen und Ayumi dreht sich daraufhin zu ihm um “Was ist denn Zetsu?“ fragt sie neugierig und ihr Begleiter antwortet mit ruhiger Stimme “Bald wird Ayumi in dem Dorf ankommen. Zetsu bleibt verborgen, bis Ayumi ein sicheres Versteck gefunden hat.“ und damit verschwindet er dann auch schon im Erdboden. Die junge Uchiha nickt einverstanden, anbetracht dessen, dass es gerade helllichter Tag ist und geht dann weiter den schmalen Weg entlang bis sie erste Häuser am Horizont erblickt. Es ist ein sehr kleines und einfaches Dorf. Das Mädchen schlendert durch die Straßen und blickt sich dabei etwas um. Es dauert auch nicht lange bis die Bewohner auf sie aufmerksam werden. Scheinbar kommen hier nicht so oft Reisende vorbei. Eine alte Frau mit Gehstock winkt sie zu sich heran “Kindchen, hast du dich verlaufen?“. Die Schwarzhaarige schüttelt den Kopf “Nein, nein. Ich bin nur auf der Durchreise.“ antwortet sie kurz und knapp da sie sich nicht sicher ist wie viel sie verraten kann.
 

“Aber wo sind denn deine Eltern? Es ist gefährlich für ein junges Mädchen alleine unterwegs zu sein.“ entgegnet ihr die alte Dame mit besorgtem Gesichtsausdruck. “Ich habe keine Eltern. Ich bin hierher gekommen weil ich nach dem Schrein des Friedens suche. Ich möchte dort für meine Eltern beten auf das sie in Frieden ruhen können.“ sagt Ayumi schnell. Das war die beste Notlüge die ihr auf die Schnelle eingefallen ist. Die alte Frau nickt verstehend “Wenn du die Straße entlang gehst kommt nach links eine Abbiegung in den Wald hinein, dort liegt der Schrein.“. “Vielen Dank.“ sagt das Mädchen und verbeugt sich leicht. “Gibt es hier zufällig ein Gasthaus oder ähnliches?“ erkundigt sich die Uchiha dann noch schnell bei der Dame und diese erklärt ihr, dass sich inmitten des Dorfes, nahe gelegen des großen Hauptplatzes ein kleines Gasthaus befindet. Ayumi lächelt freundlich als sie sich abermals bei der hilfsbereiten Frau bedankt und beschließt dann jenes erstmal aufzusuchen. Es dauert auch nicht lange bis sie besagtes Gästehaus erreicht und wirft noch mal einen kurzen Blick in das Portemonnaie ihrer Beintasche. Obito hatte ihr etwas Geld zugesteckt bevor sie aufgebrochen ist damit sie sich auf ihrer Reise versorgen kann und darüber ist sie gerade sehr dankbar.
 

Entschlossenen Schrittes betritt sie den Vorraum und trifft dort auf einen Mann welcher den Boden wischt. “Guten Tag, Herr. Haben Sie ein Zimmer frei?“ stellt sie direkt ihre Frage als sie sich höflich verbeugt. Der Mann runzelt verdutzt die Stirn und betrachtet sie einen Moment von Kopf bis Fuß “Für dich und deine Eltern?“ fragt er dann nach und das Mädchen schüttelt den Kopf “Nein. Nur für mich. Für eine Nacht.“ antwortet sie und der Mann wundert sich zwar etwas, bietet ihr aber ein Zimmer an und nachdem Ayumi dieses bezahlt hat, überreicht er ihr einen Schlüssel mit einer Nummer darauf und nickt dann schwach ehe er sich wieder dem Wischen zuwendet. Die junge Uchiha verlässt das Gasthaus und folgt dann der Wegbeschreibung der alten Dame. Sie wundert sich warum sie denn von allen Leuten nach ihren Eltern gefragt wird. Ist es etwa so ungewöhnlich, dass ein Kind alleine unterwegs ist?
 

Sie schüttelt den Kopf über ihre Gedanken und biegt dann in den Wald hinein ab. Der schmale Pfad schlängelt sich noch ein ganzes Stück durch den Wald hindurch ehe sie dann endlich einen Schrein erkennen kann. Leisen Schrittes tritt sie vorsichtig näher und schaut sich skeptisch um. //Hier soll ich Antworten finden?// sie runzelt die Stirn. Die Schwarzhaarige ist zum Glück die Einzige die sich gerade im Schrein befindet. Sie betrachtet die Opfergaben die dort liegen und fragt sich wofür die Menschen wohl gebetet haben? Das Mädchen sucht den Schrein nach irgendwelchen versteckten Zugängen und Verstecken für etwaige Schriftrollen ab, kann aber weit und breit nichts entdecken. Laut seufzend kratzt sie sich am Kopf. Sie weiß ja nicht mal, was genau sie hier suchen soll. Danach hätte sie Zetsu wohl besser mal gefragt bevor er verschwunden ist. Sie überlegt ob sie ihn zu sich rufen soll aber da es immer noch hell ist und sie nicht weiß wer sie womöglich beobachtet, hält sie das für keine so gute Idee. Ihre Tarnung darf auf keinen Fall auffliegen. Also beschließt sie, sich selbst noch etwas umzusehen.
 

Da sie nicht fündig wird zündet sie ein Räucherstäbchen an. Wenn sie schon mal da ist, kann sie ja schließlich auch beten. Sie kniet sich auf den Boden und faltet dann ihre Hände als sie ihre Augen schließt. //Oh Gott dieses Schreines, ich bete dafür, dass der Traum von Obito-san und Madara-san in Erfüllung geht und ich ihnen dabei eine Hilfe sein kann. Damit wir eine friedliche Welt für alle Menschen schaffen können.// erbittet sie dann den Segen der Gottheit des Schreines und erhebt sich dann wieder von ihren Knien. Als sie den Schrein gerade wieder verlassen will fällt ihr eine Steintafel auf, auf welcher sich eine dünne Schicht Moos befindet. Vorsichtig entfernt sie dieses um das Eingravierte der Tafel lesen zu können //Wenn die Schwäche im irdischen Körper liegt, muss man diesen trainieren um an die geistige Stärke heran zu reichen… wenn die Schwäche im Geiste liegt, muss man seinen Verstand und das Denken schärfen… nur wenn Körper und Geist in vollkommenem Einklang miteinander sind kann man den wahrhaften Frieden erlangen.// liest sie die einzelnen Worte in Gedanken und versucht deren Bedeutung zu verstehen. Stirnrunzelnd betrachtet sie die Tafel. Dass das Zusammenspiel von Körper und Geist enorm wichtig ist, auch für das Anwenden von Jutsu´s z.B., weiß sie bereits, aber was soll ihr das für ihre jetzige Mission bringen?
 

Nachdenklich legt sie den Kopf etwas schief ehe sie dann den Rückweg antritt da bereits die Nacht herein bricht. Sie kauft in einem kleinen Laden noch ein paar Reisbällchen und etwas Fisch und geht dann weiter die Ortsstraße entlang. Als sie das kleine Gasthaus betritt kramt sie den Schlüssel aus ihrer Tasche und geht dann die Treppe nach oben und den Flur entlang bis sie bei derselben Zimmernummer angekommen ist die auch auf ihrem Schlüssel abgebildet ist. Ayumi schließt auf und betritt dann das Zimmer. Inmitten des Zimmers steht ein kleines Bett, an der Wand gibt es einen Schrank, eine Kommode und ein kleines Fenster gibt es auch. Das Mädchen freut sich sehr darüber zur Abwechslung mal in einem richtigen Bett schlafen zu können. Nachdem sie die Tür von innen zugesperrt hat geht sie zum Fenster und zieht den Vorhang zu damit niemand herein schauen kann. Sie lehnt ihr Kurzschwert gegen die Wand und nimmt ihre Beintasche ab. Das Essen legt sie auf der Kommode ab und dabei bleibt ihr die feine Staubschicht die diese bedeckt nicht verborgen. Hier gibt es wohl wirklich nicht oft Gäste. Sie schmunzelt amüsiert und konzentriert sich auf das Mal an ihrer Hand um Zetsu zu sich zu rufen.
 

Ein paar Augenblicke später erscheint dann auch schon ihr Begleiter und blickt sich interessiert um. “Ein Versteck mitten in einem Haus?“ stellt er ernst seine Frage und das Mädchen bekommt ein wenig rote Wangen “Hier sind wir doch sicher. Und außerdem wollte ich mal wieder in einem Bett schlafen.“ rechtfertigt die junge Uchiha damit ihre Entscheidung und ihr Kamerad seufzt nur etwas. “Hat Ayumi eine Schriftrolle gefunden?“ fragt er dann gespannt, doch das Mädchen schüttelt den Kopf. Sie berichtet ihm, dass sie zwar den Schrein gefunden hat, aber weit und breit keine Schriftrollen, geschweige denn einen versteckten Raum oder dergleichen. Sie erzählt ihm von der Steintafel und der Weisheit die auf selbiger eingraviert war. Mehr Information werden sie hier wohl nicht finden können. Zumal diese bestimmt auch besser beschützt wären, wenn dem so sein sollte. Als ihr Magen laut zu Knurren beginnt wendet sie ihre Aufmerksamkeit dann der Tüte auf der Kommode zu. “Ich habe uns was mitgebracht!“ sagt sie freudig als sie die Tüte öffnet und dann ihrem Begleiter ein paar Reisbällchen und einen geräucherten Fisch hinhält. Zetsu nimmt das Essen dankbar an, auch wenn er es nicht unbedingt bräuchte um seine Energiereserven aufzufüllen.
 

Zufrieden und mit vollem Magen lässt sich das Mädchen dann auf das Bett plumpsen //So schön weich.// stellt sie dabei in Gedanken fest als sie sich in das weiche Kissen kuschelt. Klar kann ein Shinobi nicht immer bequem in einem Bett schlafen wenn er auf Missionen unterwegs ist, aber ab und an ist das eine willkommene Abwechslung. Ihr schmerzender Rücken wird es ihr danken da sie sich letzte Nacht in welcher sie auf einem hohen Baum ausharrte irgendwie den Nacken verrenkt hat. Zetsu bemerkt ihren zufriedenen Gesichtsausdruck “Ayumi sollte schlafen. Morgen haben wir einen weiten Weg vor uns.“ sagt er leise und das Mädchen gähnt daraufhin müde. “Möchtest du etwa nicht schlafen? Ich kann auch ein Stück rüber rutschen.“ bietet sie ihrem Trainingspartner einen Platz neben sich im Bett an doch dieser verneint. Nun gut, wer nicht will, der hat schon. Schläfrig zieht sie sich die Decke bis zu den Ohren nach oben und kuschelt sich in das weiche Bett. Es dauert auch gar nicht lange ehe ihr die Augen zufallen. Sie träumt von Madara und Obito. Sie sind alle zusammen in Konoha und Itachi kommt auf sie zu gelaufen. Sie sprechen miteinander aber Ayumi kann ihre Worte nicht verstehen. Zumindest sehen alle glücklich und zufrieden aus. Könnte ihr Leben so werden wenn Obito und Madara ihren Traum in die Realität umsetzen konnten?
 

Das pflanzenähnliche Wesen beobachtet das kleine Mädchen eine Weile während er auf der Kommode sitzt. Wachsam hört er sich um und als auch schon eine ganze Weile alles ruhig und friedlich ist, schließt er wieder seine Blätter um sich zum schlafen zurück zu ziehen. Die Nacht ist sternenklar und außer dem gelegentlichen Rufen einer Eule ist es totenstill. Ayumi wälzt sich hin und her als sie einen Albtraum hat. Sie träumt, dass der vierte Ninja-Weltkrieg ausbricht und sie daher ihre Reise abbricht um zu ihren Lehrern zurück zu kehren. Sie läuft so schnell ihre Beine sie tragen können doch als sie endlich bei der Höhle ankommt liegen vor dieser bereits die leblosen Körper Madara´s und Obito´s und als sie schließlich in Konoha ankommt ist das ganze Dorf dem Erdboden gleich gemacht und Itachi ist dem Krieg ebenfalls zum Opfer gefallen. Es riecht nach Blut und Tod und das junge Mädchen droht in Ohnmacht zu fallen wegen der ganzen Eindrücke und Emotionen die jetzt auf sie herein prasseln. Schnell atmend schreckt sie aus ihrem Schlaf hoch. Sie hält sich die Hand an die Brust und blickt sich dann ängstlich um. Es ist noch mitten in der Nacht und in der Ecke auf der Kommode sitzend, sieht sie Zetsu friedlich schlafen. Ihr Atem beruhigt sich wieder als sie realisiert, dass sie nur geträumt hat. Missmutig schüttelt sie den Kopf und hofft inständig, dass es nie dazu kommen wird. Die Schwarzhaarige legt sich wieder hin und zieht sich die Decke nach oben. Eine Weile kreisen ihre Gedanken allerdings noch um ihren Albtraum und dessen mögliche Bedeutung, ehe sie dann wieder einschläft. Der Rest der Nacht verläuft erfreulicherweise ohne weitere Albträume und so findet die junge Uchiha doch noch erholsamen Schlaf.
 

Dieses Mal ist es Zetsu, der seine Begleiterin aufwecken muss. Diese hätte womöglich noch ewig weiter geschlafen. Müde blinzelt sie ihren Partner an “Müssen wir denn schon aufstehen?“ fragt sie mürrisch. Sie war noch nie ein Morgenmensch und würde sich diese Eigenschaft wahrscheinlich auch nie aneignen. Der Zweifarbige nickt und widerwillig setzt sich das Mädchen auf und verlässt den warmen Kokon ihrer Bettdecke. Ayumi zieht sich die Beintasche an und dann werfen die beiden einen Blick auf die Karte. Ihr nächstes Ziel liegt im Wasserreich und da sie ein gutes Stück Weg vor sich haben bis sie dieses erreichen, ist es besser je eher sie aufbrechen. Die junge Uchiha streckt sich gähnend und während Zetsu verschwindet schreitet sie leise die Stufen der Treppe hinunter. Sie legt den Schlüssel auf den Tresen und verlässt dann das Gasthaus. Da sie um ins Reich des Wassers zu gelangen nach Osten gehen muss, ist die aufgehende Sonne ihr Wegweiser an diesem frühen Morgen und entschlossenen Schrittes geht sie dann auch schon los.
 

Nach einem guten Kilometer Weg taucht Zetsu neben ihr auf. Diese Entfernung zum Dorf hielt er wohl für sicher genug um sich wieder zu dem Mädchen zu gesellen. Die beiden gehen durch tristes Gebiet wortlos nebeneinander her und mit steigender Sonne, steigt auch die Temperatur. Ayumi krempelt sich die Ärmel ihres Pullovers nach oben als sie etwas zu schwitzen beginnt. Es ist zwar noch nicht Sommer und ihr Pullover ist auch eher dünn, aber während des Marsches wird ihr ja doch etwas warm. Sie beschließt sich in naher Zukunft auch ein paar Shirt´s zu besorgen. Hätte sie mal lieber welche von Obito mitgenommen. Aber dann hätte sie wiederum zusätzlich einen Rucksack mitnehmen müssen um alles verstauen zu können und jeder zusätzliche Ballast den sie sich sparen kann ist gut ihrer Meinung nach. Die junge Uchiha trinkt etwas Wasser aus ihrer Flasche und als die Mittagshitze vom Himmel herab brennt ist sie froh, dass sie demnächst einen Wald erreichen. Als sie diesen betreten ist es sogleich kühler und zwischen den dichten Bäumen fühlt sie sich sogleich wohler. So frei auf offenem Feld hat sie sich irgendwie immer beobachtet und etwas schutzlos gefühlt. Doch da ihr Begleiter sich die ganze Zeit über normal verhalten hat, ist sie nicht weiter auf dieses Bauchgefühl eingegangen und hat es ignoriert.
 

Als sie an einem kleinen Bach vorbei kommen füllt Ayumi ihre Wasserflasche auf und auch Zetsu trinkt etwas als sie eine kurze Verschnaufpause machen. Die angenehme Kühle des Waldes will das pflanzenähnliche Wesen nutzen als er dann das Wort an das Mädchen richtet “Zetsu wird jetzt mit Ayumi trainieren.“ sagt er dann beschließend und die junge Uchiha nickt einverstanden. Immerhin ist es wichtig auch während der Reise in Form zu bleiben. Um keine Aufmerksamkeit zu erregen verzichten die beiden aber auf Nin-Jutsu und setzen lediglich Tai-Jutsu ein und auch das Kurzschwert wird mit ins Training integriert. Das Mädchen blockt und kontert Tritte und Schläge ihres Begleiters. Es ist das erste Mal, dass sie mit ihm trainiert seit seine beiden Hälften zusammen gefügt sind und sie muss feststellen, dass er nun deutlich stärker ist. Die Schwarzhaarige ist einen Moment unachtsam und kann den Tritt ihres Trainingspartners daher nicht rechtzeitig abwehren. Sie wird am Bauch getroffen und nachdem sie ein paar Meter nach hinten durch die Luft geflogen ist, knallt sie unsanft gegen einen Baum. Sie keucht schmerzlich auf und wischt sich den Schweiß von der Stirn als sie sich wieder von ihren Knien erhebt. “Für heute sollten wir aufhören.“ meint der Zweifarbige mit schief gelegtem Kopf und als die Nacht anbricht suchen die beiden Schutz auf einem hohen Baum. Ayumi lehnt sich gegen den dicken Stamm nachdem sie sich hingesetzt hat. Wieder nichts mit einem bequemen Bett. Sie grummelt missmutig und umschließt ihren Oberkörper dann mit ihren Armen um sich warm zu halten. Nachts wird es ja doch noch relativ frisch. Zetsu setzt sich dicht neben sie, so könnte er sie zumindest auffangen falls sie zu tief einschlafen und vom Ast fallen sollte. Während er die Nachtwache übernimmt, schläft die junge Uchiha ein, erschöpft vom Training und nach ein paar Stunden runzelt der Zweifarbige nachdenklich die Stirn, als das Mädchen im Schlaf dann ihren Kopf gegen seine Schulter lehnt. Er stört sich nicht sonderlich daran und lässt die Schwarzhaarige daher weiter schlafen.

Unverhofft kommt oft

[Dieses Kapitel ist nur Volljährigen zugänglich]

Im Wasserreich

Die beiden Männer starren sich entsetzt an als sie realisieren, dass sie sich gegenseitig angegriffen haben. Ayumi hat im letzten Moment das Jutsu des Tausches angewendet und während der eine Gegner die spitze seines Dolches nun in einem Stück Holz stecken hat, hat der andere an diesem vorbei mit seinem Schwert dessen linken Unterbauch durchbohrt. Der Dieb spuckt Blut aus und fällt dann kraftlos zu Boden. Die junge Uchiha taucht blitzschnell hinter dem noch stehenden Mann auf. Seine Hände zittern als er sein Schwert geschockt fallen lässt. Kurzerhand springt sie nach oben und versetzt ihm einen Schlag in den Nacken welcher ihn ausknockt. Die Schwarzhaarige seufzt erleichtert. Wären das keine gewöhnlichen Männer, sondern Shinobi gewesen, wäre das sicher nicht so glimpflich ausgegangen.
 

Ihr Blick wandert von einem zum anderen und als sie feststellt, dass keiner mehr kampftauglich ist geht sie zu dem Lagerfeuer. Die Fische sind bereits etwas angekokelt da sie während des Kampfes ja niemand im Auge hatte, aber immerhin sind sie noch essbar. Hungrig nimmt sie sich zwei Fische am Stiel mit und als sie durch das Dunkel der Nacht wandert, beginnt sie diese hungrig zu verspeisen. Hätten sie sich lieber nicht mit ihr angelegt. Denkt sie sich schweigend und fragt sich zeitgleich ob Obito und Madara jetzt wohl stolz auf sie wären? Zumindest ein kleines bisschen? Na gut, man kann diesen Kampf natürlich nicht mit einem Kampf zwischen Shinobi vergleichen, aber doch konnte sie Techniken aus ihrem Training umsetzen. Das sie dort auch des Öfteren gegen Obito und Zetsu gemeinsam angetreten ist, kam ihr heute auf jeden Fall zu Gute. Auch wenn sie diese Umstände während des Trainings meist als etwas unfair empfand.
 

Zufrieden mit ihrer Leistung geht sie weiter bis sie einen Flusslauf erreicht, vor welchem sich ein paar Felsen auftürmen. Sie ärgert sich zwar immer noch etwas darüber, dass die Männer sie gefangen nehmen konnten, aber immerhin ist sie unbeschadet entkommen und das ist das Einzige was im Endeffekt wichtig ist. Ayumi betrachtet die Felsen nachdenklich und beschließt dann hier ihr Lager für die restliche Nacht aufzuschlagen. Die Schwarzhaarige setzt sich in den Schatten der Felsen und zieht ihre Knie dabei dicht an ihren Körper heran. Sie schlingt ihre Arme um ihre Beine und legt ihr Kinn dann auf ihren Knien ab. Die Nacht war bisher ja doch recht ereignisreich, daher lässt sie auch ihr Kurzschwert und ihre Beintasche an ihrem Körper. Sicher ist sicher.
 

Das Mädchen lauscht noch eine Weile dem Ruf einer Eule, ehe sie dann die Augen schließt und einschläft. Als die ersten Sonnenstrahlen das Blätterdach des Waldes durchbrechen, wacht Ayumi auf und streckt sich verschlafen //Autsch// jammert sie in Gedanken als sie ihren schmerzenden Nacken wahrnimmt. Damit hätte sie aber rechnen können, immerhin ist die Schlafposition die sie gestern wählte nicht gerade bequem. Murrend verlässt sie ihr Versteck und wäscht sich ihr Gesicht in dem Fluss. Das kalte Wasser hat zumindest den Effekt, dass sie sogleich hellwach ist. Sie trinkt ein paar Schluck und füllt sich dann ihre Flasche auf ehe sie weitergeht. Bis auf die Auseinandersetzung mit den Dieben ist ihre Reise bisher äußerst friedlich verlaufen. Und wenn es nach ihr geht kann das auch so bleiben. //Wie lange werde ich wohl noch brauchen?// fragt sie sich in Gedanken und wünscht sich dass Zetsu endlich wieder auftaucht. Bis es dazu kommt wird es aber wohl noch eine Weile dauern und sich dessen bewusst, rollt Ayumi genervt ihre Augen.
 

Etwa 5 Tage sind vergangen seit sich die Wege von der jungen Uchiha und ihrem Begleiter getrennt haben. Ab und an kam sie an kleinen Dörfern vorbei wo sie ihren Proviant wieder aufstocken konnte und sich mithilfe ihrer Karte auch wieder orientieren konnte ob sie denn überhaupt noch auf dem richtigen Weg ist. Inzwischen hat sie die dichte Waldlandschaft auch hinter sich gelassen und geht seit gestern über offene Felder und Wiesen. Sie genießt die wärmenden Sonnenstrahlen als sie abermals einen kleinen Ort erreicht. Wenn man es überhaupt so nennen kann da sie dort nur zwei Häuser vorfindet. Sie grüßt lächelnd einen älteren Herrn welcher auf einem Stuhl sitzt und Fischernetze zusammen flickt. Als sie näher kommt kann sie hinter den Häusern bereits das Meer sehen. Es besteht kein Zweifel daran, dass sie sich im Wasserreich befindet, kann also auch nicht mehr all zu weit von ihrem Ziel entfernt sein. Sie fragt den alten Mann nach dem Standort wo sie sich gerade befindet und ob es eine Möglichkeit gibt von hier zu den kleinen Inseln zu gelangen welche in der Nähe Kiri Gakure´s liegen.
 

Der Fremde erklärt, dass man nur per Boot die Inseln erreichen kann und dass sein Sohn eigentlich jeden Moment zurück kommen müsste. Dieser hatte nur den frisch gefangenen Fisch auf dem Marktplatz an deren Ufern verkauft. Ayumi ist froh, dass der Mann keine weiteren Fragen stellt und während sie auf die Rückkehr seines Sohnes warten, hilft sie ihm dabei das Fischernetz zu entwirren und verknotete Stellen zu lösen. Zu ihrer Erleichterung kann sie dann bald den Motor eines Bootes hören und kurz darauf legt an dem kleinen Steg dann selbes Boot an. Ein junger Mann springt auf den Steg und geht dann auf die beiden zu. Stirnrunzelnd betrachtet er das Mädchen und nach einem kurzen Gruß bittet ihn sein Vater darum, die Schwarzhaarige zu den kleinen Inseln zu bringen. Er betrachtet das Mädchen skeptisch, tut aber wie von ihm erbeten und sagt sie solle ihm zum Boot folgen. Immerhin wollte er wieder Zuhause sein bevor es dunkel ist.
 

Die junge Uchiha schaut ihn erleichtert an und springt dann nach ihm auf das kleine Boot. Der Fremde startet den Motor nachdem er das Boot losgebunden hat und schon fahren sie in die große Weite des Ozeans hinein. Ayumi, die ganz vorne sitzt schließt einen Moment die Augen und atmet die salzige Meeresluft ein. Noch nie zuvor hat sie das Meer gesehen. Sie kannte es nur aus Erzählungen. Mit funkelnden Augen blickt sie in die Wellen welche im Sonnenschein zu glitzern scheinen und ist von dem Anblick wie hypnotisiert. “Warum willst du zu den Inseln? Und warum ist ein kleines Mädchen wie du alleine unterwegs?“ stellt der Fremde dann skeptisch seine Frage und betrachtet sie dabei durchdringend. Die Schwarzhaarige dreht sich zu ihm um als sie dann antwortet “Meine Eltern und ich waren Wanderer. Sie wurden von Banditen getötet und meine Mutter flehte mich mit ihren letzten Worten an davon zu laufen und zu unserer Familie zu flüchten.“ traurig wendet sie den Blick dann ab und hofft, dass er ihr diese Geschichte abkauft.
 

“Und deine restliche Familie lebt auf einer der Inseln?“ fragt er dann vorsichtig und Ayumi nickt leicht “Ich weiß leider nicht auf welcher, das konnte Mutter mir nicht mehr sagen. Ich weiß nur, dass sich auf selber Insel ein Tempel befand. Da bin ich als Kind manchmal mit meiner Tante zum beten hin gegangen bevor wir dann Reisende wurden.“ erklärt sie dem jungen Mann damit ihre Situation und dieser blickt sie verständnisvoll an. “Dann weiß ich auf welche Insel du musst.“ sagt er mit einem sanften Lächeln auf den Lippen und das junge Mädchen strahlt daraufhin fröhlich. Sie kann ihre Freude kaum im Zaum halten und grinst breit. Der Mann ändert ein wenig den Kurs des Bootes und die junge Uchiha richtet ihren Blick wieder auf die Wellen vor ihnen. Sie fühlt sich ein bisschen schlecht weil sie ihn angelogen hat. Lügen wird in letzter Zeit irgendwie zur Gewohnheit. Aber wenn sie ihre Herkunft und den wahren Grund ihrer Reise geheim halten soll, muss sie sich ja irgendwas einfallen lassen damit niemand Verdacht schöpft.
 

Sie schippern noch eine Weile über das Meer als dann endlich der Umriss einer Insel zu erkennen ist. Zielstrebig steuert ihr Begleiter das Boot auf einen dort im Wasser liegenden Steg zu, stellt den Motor ab und kommt dann genau daneben zum Stehen. Ayumi kramt in ihrer Tasche, sie möchte sich gern erkenntlich zeigen und ihm zumindest ein bisschen Geld für die Überfahrt geben. Das wohl erahnend schüttelt er energisch den Kopf “Behalt dein Geld, Kind.“ meint er mit sanfter Stimme und Ayumi lächelt ihn freundlich an. Sie tritt vom Boot auf den Steg und bedankt sich bei dem Fremden. Gerade als sie los gehen will, richtet dieser das Wort an sie “Wenn du wieder aufs Festland zurück willst..ich fahre jeden Tag um die Mittagszeit alle kleinen Inseln ab und verkaufe die gefangenen Fische.“ bietet er ihr damit eine Rückfahrt an und das Mädchen nickt dankbar. Immerhin muss sie ja irgendwie wieder von hier weg kommen und schwimmen wird sie bestimmt nicht. Dafür ist die Strecke zum einen zu weit und zum anderen wimmelt es in der Tiefe des Ozeans bestimmt nur so von Haien. Bei dem Gedanken erschaudert sie schlagartig und winkt dem Fremden dann noch ein letztes Mal zu, ehe sie sich umdreht und dann den Steg entlang geht bis sie auf der Insel angekommen ist.
 

Sie kann hören wie der Motor gestartet wird und wie das Boot über die Wellen hinweg plätschert. Am Ufer angekommen geht sie ein Stück durch den Sand und betrachtet das Meer an dessen Horizont eine große, rot leuchtende Sonne dabei ist unterzugehen. Sie bestaunt den Anblick und wünscht sich so etwas öfters sehen zu können. Und dann am besten mit Obito, Madara und Zetsu zusammen. Die drei sind zu ihrer Familie geworden und in Momenten wie diesen vermisst sie, sie ganz besonders. Sie schluckt den sich formenden Kloß in ihrem Hals hinunter und ermahnt sich dazu stark zu sein. Als sie den Strand weiter entlang geht kommen steinige Klippen in ihr Sichtfeld. Eine erstaunliche Insel, dafür dass sie relativ klein ist zumindest. Noch bevor die Nacht die Umgebung in völlige Dunkelheit taucht kann sie zwischen den Felsen einen Eingang zu einer Höhle entdecken. Zumindest vermutet sie, dass es eine ist. Um dem auf den Grund zu gehen springt sie die steile Felswand hinauf bis sie bei dem kleinen Vorsprung angekommen ist. Und tatsächlich findet sie dort eine Höhle vor. Ayumi vergewissert sich erst, dass diese unbewohnt ist und geht dann hinein. Im Inneren angekommen lehnt sie ihr Kurzschwert an die felsige Wand und setzt sich dann auf den Boden. Mit an die Wand gelehntem Rücken und Kopf schließt sie dann die Augen und lauscht noch eine Weile dem Rauschen des Meeres ehe sie dann einschläft.
 

Die Nacht verlief ruhig ohne irgendwelche Störungen oder Albträume und so ist die junge Uchiha auch überaus ausgeruht als sie am nächsten Morgen von dem Geschrei der Möwen geweckt wird. Sie reibt sich die Augen und steht dann auf. Entschlossenen Schrittes verlässt sie die Höhle und macht sich dann auf die Suche nach dem Tempel. Sie kommt an ein paar Palmen vorbei welche sie neugierig betrachtet, sieht aber auch ein paar normale Bäume. Als die Sonne weiter den Himmel hinauf klettert, steigt damit auch die Temperatur und Ayumi kommt ganz schön ins Schwitzen. So tropisches Wetter ist sie gar nicht gewöhnt. Auch die Luftfeuchtigkeit ist hier ganz anders als auf dem Festland. Da bevorzugt sie dann ja doch die Wetterverhältnisse in Konoha Gakure. Auch wenn sie dort keinen Sonnenuntergang am Meer beobachten kann. Sie geht noch eine ganze Weile durch dichten Dschungel und erblickt dann zu ihrer Erleichterung endlich den gesuchten Tempel.
 

Wurde ja auch Zeit. Freudig tritt sie näher an den Tempel heran und schaut sich aufmerksam in der Umgebung um. Sie kann keine verdächtigen Bewegungen sehen oder hören also beschließt sie den Tempel zu betreten. Allerdings muss sie darauf achten wo sie ihre Beine hinsetzt da der Tempel schon halb verfallen und von dichtem Moos und Lianen verhüllt ist. Mit ihrem Kunai bahnt sie sich einen Weg ins Innere des Tempels und staunt nicht schlecht über die Größe des Raumes. Hier sieht alles unauffällig aus. Stirnrunzelnd sucht sie den Raum nach versteckten Türen oder dergleichen ab aber kann keine entdecken. //Na super.// denkt sie sich seufzend und lehnt sich dann gegen eine Statue als sie sich nachdenklich das Kinn hält. Zu ihrem Schreck klappt der Arm der Statue nach vorne, scheinbar ist Ayumi zu schwer und hat diese mit ihrem Gewicht wohl kaputt gemacht. Erstaunt beobachtet sie wie sich vor der Statue der Boden auftut und eine Wendeltreppe die nach unten führt zum Vorschein kommt. Scheinbar war der Arm der Statue ein Schalter welcher den Geheimgang öffnet. Sachen gibt’s.
 

Die Schwarzhaarige schluckt nervös und geht dann vorsichtig die Treppe nach unten. Unten angekommen sieht sie auf einer Art Altar eine Schriftrolle liegen. Das muss die sein die sie sucht. Glücklich nimmt sie die Schriftrolle an sich und öffnet diese sogleich. Aufgrund der Dunkelheit in diesem unterirdischen Versteck kann sie allerdings nicht all zu viel erkennen. Also geht sie die Treppe schnell wieder nach oben, auch weil sie nicht weiß wie lange der geheime Zugang geöffnet bleibt, ehe er sich wieder schließt. Oben angekommen betrachtet sie die Schriftrolle und muss feststellen, dass diese vollkommen leer ist. //Waaaas?! Soll das ein Scherz sein?!// meckert sie in Gedanken dann los und schnaubt verärgert. Der ganze Weg umsonst? Die junge Uchiha versteht die Welt nicht mehr, steckt die Schriftrolle aber erst einmal ein. Mit einem dumpfen Geräusch welches in dem leeren Tempel von Wand zu Wand hallt, schließt sich der Zugang zum Versteck der Schriftrolle und das ist auch der Moment in dem Ayumi bemerkt, dass sie nicht allein ist. “Wer ist da?“ stellt sie ihre Frage, unsicher ob sie die Antwort überhaupt wissen will. Mit viel Glück ist es einfach nur irgendein wildes Tier, welches hier im Dschungel Zuhause ist. Sie bekommt keine Antwort. Sie wägt ihre Möglichkeiten ab und blickt sich dabei angespannt in dem Tempel um. Vielleicht ist da ja auch gar niemand und sie bildet sich das gerade nur ein. Doch manchmal ist Flucht die beste Verteidigung und so wartet sie gar nicht erst darauf heraus zu finden wer sie hier entdeckt hat und stürmt dann auf den Ausgang des Tempels zu. Sie war schon immer ziemlich schnell und mit dem Adrenalin das gerade ausgeschüttet wird, ist sie noch schneller.
 

Die Schwarzhaarige hat den Ausgang schon fast erreicht als sie ein surrendes Geräusch hört. Gerade noch rechtzeitig dreht sie sich um und kann im letzten Moment einer Kette ausweichen an deren Ende sich eine scharfe Spitze befindet, die dann im Boden einschlägt und stecken bleibt. Das Mädchen weitet die Augen und folgt mit ihrem Blick dann der Kette bis zu deren Ende. //So viel zu einem wilden Tier.// stellt sie in Gedanken klar wie falsch sie mit dieser Hoffnung lag. Aus dem Schatten der Tempelsäulen treten drei Männer hervor. Sie tragen dunkle Umhänge, Atemmasken und zu allem Überfluss auch Stirnbänder mit dem Zeichen Kiri Gakure´s darauf. Na wunderbar. “Wir wissen, dass du die Schriftrolle gestohlen hast. Gib sie zurück oder es wird dir schlecht ergehen.“ fordert einer der Shinobi sie damit dann auf ihr Diebesgut wieder zurück zu geben. Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen lässt er die Kette dann wieder zu sich zurück schnalzen und diese scheint dabei in seinem Arm zu verschwinden. Zumindest kann Ayumi nicht sehen worum es sich dabei genau handelt da dieser von dem Ärmel des Mantels versteckt wird. //Verdammt! Ich bin definitiv im Nachteil. Drei gegen mich. Was soll ich tun?// fragt sie sich als sich Schweißtropfen auf ihrer Stirn bilden. Es sieht immerhin nicht gut für sie aus wenn es zu einem Kampf kommen sollte. Andererseits kann sie ihnen auf keinen Fall die Schriftrolle überlassen. Sie schluckt nervös als sie zwischen den Männern hin und her schaut.

Drei gegen eins

[Dieses Kapitel ist nur Volljährigen zugänglich]

Glück im Unglück

Als Zetsu abermals das Stück Verband im Meer getränkt hat und auf ihre Stirn legt, stellt er fest, dass ihr Fieber etwas gesunken ist. Ayumi öffnet langsam die Augen und blinzelt dann ein paar Mal. “Zetsu?“ stellt sie ungläubig ihre Frage als sie seine Umrisse neben ihr erkennt. Der Zweifarbige weitet erleichtert die Augen “Ayumi ist wach. Wie schön.“ meint er dann ehrlich und das Mädchen versucht sich aufzusetzen. Allerdings ist sie noch sehr geschwächt und fällt wieder nach hinten um. Zetsu legt seinen Arm um ihre Schultern und hilft ihr dann dabei sich aufzusetzen. Die junge Uchiha keucht angestrengt als ihr, ihr Kamerad dann eine Wasserflasche hinhält. Nach dem hohen Fieber ist es wichtig ihren Flüssigkeitshaushalt wieder schnellstmöglich aufzufüllen. Dankend nimmt sie die Flasche an und leert den Inhalt in einem großen, langen Schluck.
 

“Was ist passiert?“ stellt das pflanzenähnliche Wesen neugierig seine Frage und die Schwarzhaarige antwortet ihm “Ich habe in dem Tempel nach der Schriftrolle gesucht, leider haben mich drei Shinobi aus Kiri Gakure entdeckt und mich in einen Kampf verwickelt. Bevor ich sie abschütteln konnte hat mich einer mit einem vergifteten Shuriken erwischt. Zumindest gehe ich davon aus, dass Gift darauf war. Und die Rauchbombe die sie geworfen haben war vermutlich auch giftig.“ nach ihrer Erklärung hustet sie ein paar Mal und beginnt wieder etwas zu zittern. “Hat Ayumi die Ninja´s besiegen können? Und wo ist die Schriftrolle?“ stellt der Zweifarbige dann mit schief gelegtem Kopf seine Frage. Die junge Uchiha betrachtet ihn aus dem Augenwinkel heraus “Sie waren alle kampfunfähig als der Tempel eingestürzt ist, ich weiß nicht ob sie überlebt haben. Und die Schriftrolle habe ich in der Tasche.“ sagt sie dann stolz. Ihr Begleiter starrt einen Moment nachdenklich ins Leere “Wir sollten besser von der Insel verschwinden. Zu gefährlich entdeckt zu werden wenn die Feinde überlebt haben.“ sind seine Worte als er dann entschlossen aufsteht und sich seinen Mantel anzieht. Er hält ihr eine Hand hin und zieht sie dann auf ihre Beine nachdem sie diese ergriffen hat. Die Schwarzhaarige wankt ganz schön und kann sich kaum auf ihren Beinen halten. Das Gift und dessen Nachwirkungen haben ihren Körper wohl noch nicht ganz verlassen. Zetsu geht daraufhin in die Hocke und schaut sich über seine Schulter zu ihr um als er nur kurz und knapp “Komm.“ sagt.
 

Das Mädchen geht ein paar Schritte auf ihn zu und legt dann ihre Arme um seinen Hals. Zetsu greift zeitgleich nach ihren Beinen und steht dann auch schon auf. Ayumi hält sich so fest sie kann und drückt sich dabei an seinen Rücken. Anschließend verschwinden die beiden auch schon im Erdboden und tauchen ein gutes Stück entfernt zu der Höhle wieder auf dem Festland auf. Es setzt bereits das Morgengrauen ein und der Zweifarbige schaut sich in der Umgebung um. Er fragt seine Begleiterin ob sie irgendwo hier in der Nähe ein Versteck weiß und das Mädchen blickt sich angestrengt um. Sie stellt fest, dass es hier aussieht wie in dem Wald den sie durchquerte bevor sie ans Meer gekommen ist. Sie deutet mit dem Finger in Richtung Westen und erzählt Zetsu dabei von der kleinen Holzhütte. Das pflanzenähnliche Wesen nickt leicht und geht sogleich los, mit Ayumi huckepack.
 

Die Stunden vergehen aber noch bevor der Wald von Sonnenstrahlen komplett erhellt ist erreichen sie das kleine Häuschen. Zetsu überprüft erst, dass niemand hier ist und betritt dann mit der jungen Uchiha auf seinem Rücken das Haus. Im Inneren angekommen lässt er sie auf dem Bett runter. Ayumi legt sich sogleich wieder hin und hält sich ihre Hand an die Stirn. Auf seinen besorgten Gesichtsausdruck sagt sie dann “Mir ist noch ziemlich schwindelig und mein Kopf fühlt sich an als würde er explodieren. Ich glaube ich muss noch ein bisschen schlafen.“. Ihr Partner schaut schuldbewusst drein, wäre er doch nur eher zu ihr gegangen. Dann wäre das nicht passiert und es hätte ja auch noch viel schlimmer ausgehen können. Bei dem Gedanken daran erschaudert er etwas. Nicht auszumalen was Obito und Madara wohl mit ihm angestellt hätten wenn Ayumi gestorben wäre. Schnell schüttelt er den Kopf, diese Gedanken sind dann doch zu furchteinflößend. “Ayumi ruht sich aus und Zetsu wird Wasser und etwas zu Essen besorgen.“ meint er dann ernst und die junge Uchiha nickt schwach und schließt auch gleich darauf ihre Augen. Völlig ausgelaugt fällt sie in einen traumlosen Schlaf.
 

Als sie das nächste Mal ihre Augen wieder öffnet sitzt Zetsu neben ihr. Wäre das ihre erste Begegnung würde sie sich ziemlich darüber erschrecken so angestarrt zu werden, aber das ist sie von ihm mittlerweile gewohnt. Genau so wie sein fehlendes Feingefühl wenn es um Gesten der Zuneigung geht. Nur bei dem Gedanken an sein ´Kopftätscheln` bekommt sie schon Kopfschmerzen. Ihr Begleiter erkundigt sich sogleich nach ihrem Befinden als er sie interessiert mustert. “Es geht mir schon etwas besser. Danke, dass du auf mich aufgepasst hast, Zetsu.“ sagt sie dann leise und schenkt ihm dabei ein breites Lächeln. Sie setzt sich auf und ihr Partner hält ihr sogleich die aufgefüllte Wasserflasche hin. Ayumi trinkt etwas und bekommt dann ein Stück Brot und etwas Reis mit Gemüse in einer Schüssel hingehalten. Das Mädchen runzelt die Stirn als sie das Essen betrachtet. Sie geht nicht davon aus, dass Zetsu dieses gekocht hat, also wird er es wohl irgendwo gestohlen haben. Die Schwarzhaarige hofft, dass er niemanden verletzt hat um an das Essen zu kommen und ihre Gedanken wohl erahnend sagt ihr Begleiter schnell “Zetsu hat es gestohlen.“.
 

Die junge Uchiha seufzt erleichtert auf. Gestohlen ist immer noch besser als jemanden dafür getötet zu haben. Hungrig beginnt sie zu essen, auch wenn es inzwischen längst kalt ist. Als sie aufgegessen hat bedankt sie sich abermals für seine Hilfe und kramt dann die Schriftrolle aus ihrer Tasche. Als sie diese öffnet ist immer noch kein Inhalt zu erkennen. Nur eine leere Seite. Das pflanzenähnliche Wesen betrachtet diese ebenfalls und nimmt sie dann an sich. Er betrachtet sie aus jedem erdenklichen Blickwinkel und rollt sie dann wieder zusammen und so fällt ihm auf, dass sich auf der Außenseite ein kleines Siegel befindet. “Zetsu denkt, dass Ayumi erst das Siegel aufheben muss.“ spricht er seine Gedanken dann laut aus und das Mädchen betrachtet ihn mit schief gelegtem Kopf. Das Siegel war ihr bisher noch gar nicht aufgefallen. Wobei sie im Eifer des Gefechts auch gar nicht die Zeit hatte, sich die Schriftrolle genauer anzuschauen.
 

//Ein Siegel also, hmm?// sie denkt eine Weile nach als ihr dann eine Idee kommt. Das Siegel hat die Form eines Fingerabdrucks und da es sich um eine Schriftrolle aus dem Wasserreich handelt beschließt sie, Wasser-Chakra in ihre Fingerspitze zu leiten. Das Mädchen legt dann vorsichtig ihren Zeigefinger auf das Siegel und siehe da, fängt dieses sogleich an aufzuleuchten. Ayumi weitet überrascht die Augen und öffnet die Rolle dann. Wie von Geisterhand erscheinen in dieser nun nach und nach Schriftzeichen. Erstaunlich was es alles gibt. Geradezu vor Neugierde platzend beäugen die beiden nun das Geschriebene. “Um die Spirituelle Gabe des Wassers zu meistern…“ beginnt Zetsu damit vorzulesen “…muss man Wasser erschaffen, welches fließt aber gleichzeitig nicht nass ist.“ beendet Ayumi den Satz.
 

Grimmig legt sie ihre Stirn in Falten. Was ist das denn auch schon wieder für eine bescheuerte Aufgabe? Zuerst das mit dem Feuer, nun mit Wasser. Sie kommt sich ein bisschen verarscht vor. Hätte sie vorher gewusst, was sie auf dieser Reise alles für blödsinnige Dinge lernen muss, dann wäre sie wohl nicht aufgebrochen. Oder zumindest nicht alleine. Das ist ihr echt zu doof und laut schnaubend lässt sie sich wieder zurück ins Bett fallen. //Das darf doch nicht wahr sein!! Sind das ab jetzt immer so bekackte Aufgaben? Was soll mir das denn bringen?!// tut sie ihrem Unmut dann zumindest in ihren Gedanken kund. Sie ist noch nicht in der körperlichen Verfassung sich jetzt mit dieser Aufgabe auseinanderzusetzen. Zetsu rollt die Schriftrolle wieder zusammen und verstaut sie dann in seinem Mantel.
 

Ayumi gähnt müde und entschuldigt sich dann bei ihrem Kameraden dafür, dass sie noch immer nicht ganz fit ist. Dieser betrachtet sie verständnisvoll und rät ihr dann sich weiter auszuruhen und noch etwas zu schlafen. Er würde solange wieder Wache halten. Die junge Uchiha nickt einverstanden und als sie sich in das Kissen des Bettes kuschelt fallen ihr die Augen bereits wieder zu. Der Zweifarbige setzt sich solange an den Tisch am Rande des Raumes und hat seine Partnerin aufmerksam im Blick. Man konnte ja immerhin nicht wissen ob das Gift noch irgendwelche Spätfolgen entwickeln würde. Aber so wie es jetzt aussieht hat das Mädchen da wohl Glück gehabt.
 

Die junge Uchiha träumt wieder von Madara und Obito. Sie kehrt von ihrer Reise zurück und die beiden sind stolz, dass sie es geschafft und ihre Aufgabe erfüllt hat. Auch wenn sie sich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht so wirklich bewusst ist, was diese überhaupt ist. Sie lächelt fröhlich als sie sich dann zusammen mit ihren beiden Lehrern nach Konoha aufmacht. Das ist das Letzte was sie in ihrem Traum sieht, ehe sie aufwacht. Die Schwarzhaarige schaut sich in dem Zimmer um nachdem sie sich aufgesetzt hat. Sie reibt sich verschlafen die Augen und stellt fest, dass es bereits später Nachmittag ist, zumindest was den Stand der Sonne angeht. Ayumi steht auf und geht dann in die Mitte des Raumes um sich dort im Schneidersitz auf den Boden zu setzen. Zetsu betrachtet sie stumm. “Du kannst dich ausruhen. Ich werde ein bisschen üben.“ entgegnet sie ihrem Partner mit freundlicher Stimme. Dieser wartet auch nicht lange und als sich die Blätter um seinen Kopf schließen wendet Ayumi ihre Aufmerksamkeit nun ihrem Chakra zu.
 

In Gedanken geht sie nochmals die Anweisung der Schriftrolle durch und bekommt direkt wieder miese Laune. Warum muss denn immerhin auch sie sich damit rum schlagen? Hätte das nicht auch Obito erledigen können? Zumal er ja viel erfahrener und stärker als sie ist. Es wird wohl seinen Grund haben weshalb sie diese Aufgabe von Madara bekommen hat. Aber wer weiß ob er überhaupt wusste was in den Schriftrollen steht die sie finden soll. Mit allen Informationen die sie ihr zuteil werden ließen waren ihre Lehrer eher wortkarg und erzählten ihr nur das Nötigste. Um sie somit zu schützen oder ob es einen anderen Grund dafür gibt, weiß sie nicht. Das Mädchen beginnt damit sich auf den Fluss des Chakras zu konzentrieren doch wie erwartet ist das Wasser welches sie beschwört nass, immer und immer wieder. Etwas frustriert seufzt die junge Uchiha auf. Sie erinnert sich zurück an ihre Übungen mit dem Feuer. Muss sie hierfür etwa auch verschiedene Chakren miteinander kombinieren? Ayumi beschließt es zu versuchen und fügt dem Wasser-Chakra zuerst etwas von ihrer heilerischen Fähigkeit hinzu. Allerdings verändert sich dadurch an der Beschaffenheit des Wassers absolut gar nichts. Das wäre ja auch zu einfach gewesen.
 

Als sie aus ihrem Mund abermals einen kleinen Wasserstrahl in ihre dann zu einer Mulde geformten Handflächen abgegeben hat, betrachtet sie das Wasser einen Moment. Feuer kann sie von vorneherein vergessen. Das würde durch das Wasser gelöscht werden und einfach nur verdampfen. Das hatte sie ja bereits bei ihrer ersten Übung versucht. Mit Erd-Chakra startet sie einen neuen Versuch doch als die beiden Elemente sich in ihren Händen vereinen entsteht einfach nur eine braune Matschpampe. Etwas angeekelt schüttelt sie den Schlamm ab. Davon nicht entmutigt fügt sie dem Wasser sogleich das nächste Element hinzu. Zu ihrem Nachteil hat sie davor aber nicht großartig nachgedacht, was sie im selben Moment bereut. Die Schwarzhaarige hat nun nämlich Blitz-Chakra hinzugefügt. Ihr stellt es schlagartig die Haare zu Berge als ihr Körper von einem Blitz durchzuckt wird. Klar, Wasser leitet und verstärkt Elektrizität. Es schüttelt sie noch ein paar Mal ehe die Wirkung des Blitzes nachlässt. Über ihre Nachlässigkeit schüttelt sie missmutig den Kopf. Wie konnte sie daran denn nicht vorher denken.
 

Als letzte Möglichkeit bleibt ihr also nur noch Wind. Ayumi legt den Kopf leicht schief als sie sich ihre zerzausten Haare etwas glättet. Die junge Uchiha startet einen erneuten Versucht und kombiniert das Wasser nun mit Wind. Am Anfang ist der Wind allerdings zu stark und schleudert das Wasser durchs ganze Zimmer. Es spritzt sogar bis zu Zetsu. Vorsichtig dreht sie sich in seine Richtung. Sie hofft ihn nicht geweckt zu haben doch dieser schläft seelenruhig weiter. Also wagt sie den nächsten Versuch. Dieses Mal ist der Wind aber zu schwach und das Wasser schlägt lediglich kleine Wellen in ihren Händen. Schließlich versucht sie sich auf den Fluss der beiden Chakren und die Menge des Wind-Chakra´s zu konzentrieren. Es dauert eine Weile aber dann schafft sie es das Wasser in einer Art Wirbelwind einzuschließen. Sie sieht wie sich das Wasser im Inneren bewegt und umher sprudelt, ihre Handflächen werden allerdings nicht nass. Hat sie die Aufgabe damit also gemeistert? Das wird die Schwarzhaarige später Zetsu fragen sobald dieser wieder wach ist. Sie übt noch ein paar Mal und weitet überrascht die Augen. Bei der jetzigen Übung hat sie den Fluss des Wind-Chakra´s und dessen Stärke verändert und daraufhin ist das Wasser in ihrer Hand gefroren. Zufrieden mit ihrer bisherigen Leistung erhebt sie sich von ihrem Po und streckt sich dann ein paar Mal.
 

Es ist bereits Nacht als Zetsu wieder erwacht. Als er Ayumi nirgends entdecken kann steht er schnell auf und verlässt dann das Haus. Die junge Uchiha steht auf der Lichtung und macht Zielübungen. Sie wirft ihre Shuriken und Kunai auf die umliegenden Bäume nachdem sie diesen zuvor kleine Zielmarkierungen eingeritzt hat. Das Mädchen läuft zu ihrem Partner als sie diesen bemerkt. “Hallo Zetsu. Ich wollte dich nicht wecken deswegen habe ich hier trainiert.“ erklärt sie dann schnell den Stand der Dinge und berichtet ihm auch sogleich von ihrem Erfolg bei der Aufgabe aus der Schriftrolle. Der Zweifarbige lässt sich ihre Fortschritte demonstrieren und ist der Meinung, dass sie die Aufgabe damit erfüllt hat. Zufrieden betrachtet er das junge Mädchen. Seit er sie damals entführt und zu Madara gebracht hat, hat sie sich sehr verändert. Sie ist stärker geworden und bemüht sich stets sich weiter zu entwickeln. Auch ist sie inzwischen gewachsen und brauchte neue Kleidung.
 

“Was ist denn?“ fragt sie ihren Partner irritiert als dieser sie so lange mustert. Das pflanzenähnliche Wesen schüttelt nur den Kopf ehe er antwortet “Wir werden weiter gehen.“. Ayumi schaut ihn etwas verwirrt an. Schnell packt sie ihre Shuriken und Kunai wieder ein und läuft ihm dann hinterher in das Dunkel der Nacht hinein. Im Schutz der völligen Dunkelheit können sie unauffälliger Reisen, daher legt ihr Kamerad wohl wert darauf jetzt weiter zu gehen. Da sie noch einige Ziele vor sich haben hinterfragt das Mädchen seine Entscheidung auch nicht weiter. Zumal es ihr auch gesundheitlich wieder gut geht. Sie kann von dem Gift nichts mehr spüren und fühlt sich fit und erholt. Was sie auch ihrem Begleiter zu verdanken hat. Nach einer Weile kann sie ihre Neugierde allerdings nicht mehr zurück halten “Wo gehen wir denn als nächstes hin?“ will sie interessiert wissen.
 

Der große Mann betrachtet sie aus dem Augenwinkel heraus “Wir gehen wieder ins Wasserreich. Es gibt dort einen weisen Lehrmeister der Ayumi viele nützliche und mächtige Wasser-Jutsu´s beibringen wird.“ beginnt er seine Erklärung und die Schwarzhaarige runzelt daraufhin die Stirn. “Wenn Ayumi das beherrscht, werden wir ins Blitz-Reich gehen.“ beendet das pflanzenähnliche Wesen dann seinen Satz und richtet seinen Blick wieder nach vorne. “Wird dieser Lehrmeister mir denn so ohne weiteres die Techniken des Wassers beibringen? Ist es denn eine gute Idee zurück zu kehren nach der Auseinandersetzung mit den Shinobi aus Kiri Gakure?“ stellt sie dann besorgt ihre Fragen an ihren Partner. “Unser Ziel ist weit von Kiri Gakure entfernt und dieses Mal wird Zetsu, Ayumi nicht alleine lassen. Alles andere sehen wir, wenn wir dort sind.“ beruhigt der Zweifarbige damit die junge Uchiha und leise gehen sie durch den dichten Wald, in welchem nur ab und zu der Ruf einer Eule zu hören ist.

Techniken des Wasserverstecks

Inzwischen sind gut eineinhalb Jahre vergangen seit Ayumi und Zetsu durch das Wasserreich reisen. Und noch ahnt die junge Uchiha nicht welche Konsequenzen die Aktivierung des Sharingan in ihrem Kampf gegen die Shinobi aus Kiri Gakure haben würde. Der letzte Mann gegen den sie kämpfte konnte sich nämlich rechtzeitig aus dem Tempel retten ehe dieser zusammen stürzte und ist anschließend in sein Dorf zurück geflohen. Dort berichtete er dann Mizukage von den Geschehnissen. Politisch gesehen sorgte dies für Spannungen da die einzigen Uchiha die es gibt in Konoha Gakure leben und das allseits bekannt ist. Andererseits trug sie kein Stirnband des Dorfes weshalb Mizukage erst einmal davon absah sich mit dem Hokage in Verbindung zu setzen.
 

Allerdings befand sich unter den Vertrauten die von der Sache in Kenntnis gesetzt wurden auch ein Spion von Danzo. Jener ließ ihm deshalb eine Nachricht mittels eines Falken zukommen, bezüglich eines nicht registrierten Uchiha-Kindes und Danzo sandte sogleich mehrere Spione aus das Kind zu finden und zu ihm zu bringen. Immerhin war er der Annahme, dass es sich hierbei um das vor Jahren spurlos verschwundene Wunderkind handeln könnte. Bisher hatten Zetsu und die Schwarzhaarige allerdings Glück nicht gefunden zu werden da sie nie lange an einem Ort bleiben und Danzo ja auch nicht bekannt ist, weshalb das Mädchen auf Reisen ist. Das pflanzenähnliche Wesen lässt seine Begleiterin in letzter Zeit immer öfter alleine um Obito bei der Ausführung ihres Plans helfen zu können. Zumal Ayumi ohnehin damit beschäftigt ist die vielen verschiedenen, nützlichen und mächtigen Techniken des Wassers zu lernen. Dafür folgt sie Gemunkel der Bevölkerung um geeignete Lehrmeister hierfür zu finden. Diese manipuliert sie für die Dauer ihrer Zusammenarbeit mit Gen-Jutsu´s damit sie ihr die Techniken bereitwillig beibringen. Auch erledigt sie immer wieder mal kleine Aufträge um sich ein bisschen Geld dazu zu verdienen. Von Liebe und Luft lebt es sich immerhin schwierig.
 

Es ist Hochsommer und die Mittagssonne brennt erbarmungslos vom Himmel. “Lass uns fürs Erste eine Pause machen und das Training fortsetzen wenn es etwas abgekühlt hat.“ ertönt dann eine freundliche Stimme. Ayumi nickt dankend und setzt sich in den Schatten eines großen Baumes. Seit gut 9 Monaten hat die Schwarzhaarige eine ehemalige Konnoichi aus Kiri Gakure als Lehrmeisterin. Mithilfe ihres Gen-Jutsu´s hat sie ihr weisgemacht die Tochter ihrer verstorbenen Schwester zu sein. Nachdem diese in einem Kampf gefallen ist, lebte die junge Frau alleine und zurückgezogen im Wald. Der Verlust ihrer Schwester hat sie zutiefst erschüttert, nicht einmal für Sozialkontakte kann sie genug Kraft aufbringen. Zu groß die Überwindung. Das kam der jungen Uchiha äußerst gelegen. So würde auch niemand Verdacht schöpfen. Dass es die Frau, die seit dem Tod ihrer Schwester in Isolation lebt, gibt hat Ayumi in dem nächstgelegenen Dorf erfahren, als sich dort zwei ältere Damen darüber unterhalten haben. Also musste sie nichts weiter tun als das Zuhause der Frau zu finden und sie dann mit einem Gen-Jutsu zu beeinflussen. Die Schwester gab es ja wirklich, nur hatte diese nie eine Tochter. Es war ein leichtes für die Schwarzhaarige ihr diese Erinnerungen einzupflanzen. Immerhin sind Gen-Jutsu´s ihre Spezialität.
 

Unter vorgegaukeltem Grund stärker werden zu wollen um ihre Mutter rächen zu können, erklärte sich die Frau schließlich bereit das Mädchen zu trainieren und ihr alles beizubringen was sie weiß. Mit einem liebevollen Lächeln auf den Lippen hält ihr die Frau mit blonden, schulterlangen Haaren dann ein Eis am Stiel hin als sie wieder aus dem Haus zurückgekommen ist. Aufgeregt nimmt Ayumi das Eis an sich und beginnt zufrieden daran zu lecken. Schokolade, ihre Lieblingssorte. Die Frau mit den silberblonden Haaren setzt sich neben sie ins Gras und ihre grünen Augen betrachten sie einen Moment ehe sie dann sagt “Du bist schon viel stärker geworden. Bald kann ich dir nichts mehr beibringen.“. Das Mädchen betrachtet sie mit schief gelegtem Kopf als sie anerkennend eine Hand auf ihre Schulter gelegt bekommt. Fröhlich grinst sie als sie dann ihr Eis aufisst. Von Madara und Obito gab es eher selten Lob, dafür wurde sie immer sofort für ihre Fehler getadelt. Daher sind anerkennende Worte zur Abwechslung auch mal schön. Ayumi steht dann auf und geht in Richtung Wald los. “Wo willst du denn hin, Mina?“ fragt die Silberblonde mit verdutztem Gesichtsausdruck. Ayumi hatte ihr selbstverständlich nicht ihren echten Namen verraten und heißt seit Beginn ihres gemeinsamen Trainings daher Mina.
 

“Ich muss ins Dorf. Ich habe einem Ehepaar versprochen bei den Garten- und Feldarbeiten zu helfen.“ antwortet die junge Uchiha kurz und knapp und ihre Lehrerin nickt verstehend. Ohne ein weiteres Wort zu sagen macht sich Ayumi dann auf ins Dorf das nur ein paar Kilometer entfernt hinter dem dichten Wald liegt. Sie beginnt sogleich mit Unkraut jäten, hilft die Felder zu pflügen und Samen auszusäen und gießt zu guter Letzt noch das Kräuterbeet der Frau ihres Auftraggebers. Überaus dankbar betrachtet das alte Ehepaar das vollbrachte Werk des Mädchens. Sie selbst sind für diese Aufgaben längst nicht mehr fit genug und da die Schwarzhaarige ihr Gespräch darüber zufällig mitbekommen hat, hat sie ihnen ihre Hilfe angeboten. Die alte Dame hält ihr eine kleine Tüte, gefüllt mit verschiedenem Gemüse hin. Ayumi nimmt die Tüte auf ihren linken Arm und bekommt dann von dem alten Mann noch etwas Geld, welches sie schnell in ihre Tasche steckt. Die junge Uchiha verbeugt sich dankend und tritt dann den Rückweg an.
 

Bei dem Haus angekommen sitzt ihre Lehrerin vor selbem auf einer Bank. “Ich bin wieder zurück. Schau was ich bekommen habe.“ ruft die Schwarzhaarige freudig aus und die Blonde betrachtet sogleich den Inhalt der Tüte. “Daraus können wir uns die nächsten Tage etwas Gutes kochen.“ sagt die Frau mit den silberblonden Haaren fröhlich. Nach dem Tod ihrer Schwester ist sie in eine schwere Depression gestürzt. Sie lebte die Jahre danach sehr minimalistisch. Hatte oft tagelang gar nichts gegessen und hat nur wenn es zwingend notwendig war ihr Haus verlassen. Einkäufe in dem Dorf und dort womöglich mit anderen Menschen reden zu müssen wurden zur Mammutaufgabe. Da sie Ayumi davon erzählt hat, hat sie sich seither um Erledigungen im Dorf gekümmert und dafür ist ihr die Blonde überaus dankbar. Das Mädchen kramt in ihrer Tasche und zieht dann einen Großteil des erhaltenen Geldes heraus um es ebenfalls ihrer Gastgeberin zu geben. Diese schüttelt energisch den Kopf “Du sollst das Geld das du verdient hast doch selber behalten.“ meint sie stirnrunzelnd und die Schwarzhaarige beharrt darauf, dass sie dieses annimmt. Immerhin hat sie einen Teil ja selbst behalten. Grummelnd nimmt sie das Geld schließlich an und als sie ebenfalls die Tüte mit dem Gemüse bekommen hat, geht sie ins Haus. Sie ruft noch über ihre Schulter zurück “Trainiere was wir vorhin geübt haben. Ich werde uns solange etwas kochen.“.
 

Da es bereits dämmert ist es zum Glück auch nicht mehr so heiß. So geht ihr das Training deutlich besser von der Hand. Sie hat es schon immer gehasst zu schwitzen. Da fühlt sie sich immer so eklig. Aber im Sommer ist es ganz egal was sie tut, da fängt man ja schon fast bei jeder kleinen Bewegung an zu schwitzen. Als sie das Jutsu endlich beherrscht, übt sie es noch ein paar Mal und geht dann zu dem kleinen Bach um sich zu waschen und etwas zu trinken. Ihre Gastgeberin kommt schließlich aus dem Haus mit zwei Schüsseln in der Hand. Sie ruft Ayumi zu sich und gemeinsam essen sie dann Nudelsuppe mit Gemüse während sie nebeneinander auf der Bank sitzen. Schon allein bei dem Geruch läuft ihr das Wasser im Mund zusammen. Und schmecken tut es sogar noch besser. Als sie fertig sind stellen sie die Schüsseln zur Seite und Ayumi soll demonstrieren ob sie das Jutsu inzwischen kann.
 

Die beiden stehen sich nun gegenüber und die Schwarzhaarige formt Fingerzeichen. Anschließend hält sie eine Wasserpeitsche in der Hand und nachdem sie diese ein wenig umher geschwungen hat, fesselt sie damit die Hellblonde. Stolz über ihren Erfolg löst die junge Uchiha das Jutsu dann auf und schaut ihre Lehrerin erwartungsvoll an. Diese lächelt zufrieden und wuschelt ihr dann durch die Haare. “Das war das letzte Jutsu das ich beherrsche. Nun habe ich dir alles beigebracht, was ich weiß.“ meint sie dann leise und das Mädchen betrachtet sie mit großen Augen. Wenn sie nun alles gelernt hat, bedeutet das, das Ende ihrer gemeinsamen Zeit. Immerhin gibt es dann keinen Grund mehr für sie noch weiter hier zu bleiben. Sich über die Schwere dieser Tatsache bewusst beginnt sich ihr Magen zusammen zu ziehen und sie versucht nicht weiter darüber nach zu denken. Die Silberblonde bittet sie hier zu warten und verschwindet dann wieder im Haus. Als sie wieder kommt, hält sie einen kleinen Karton in der Hand. Mit sanftem Lächeln auf den Lippen übergibt sie diesen an das Mädchen. Skeptisch betrachtet Ayumi diesen und fragt sich was sie damit soll. Ihre Lehrerin lacht amüsiert “Na, mach schon auf, du Dussel.“ und mustert sie dann gespannt.
 

Die junge Uchiha öffnet das Paket und zum Vorschein kommt ein zusammen gefaltetes Kleidungsstück. Neugierig hält die Schwarzhaarige es in die Luft und als es sich auseinander faltet blinzelt sie ungläubig. In ihren Händen hält sie ein Qipao Kleid. Es hat eine wunderschöne, dunkelblaue Farbe, geziert von goldfarbenen Nähten und Saum. Verdutzt schaut sie ihre Lehrmeisterin an. “Du trägst immer dieselbe Kleidung. Und ich dachte, eine hübsche, junge Dame könnte ruhig auch mal ein anderes Outfit vertragen.“ erklärt diese damit ihr Geschenk und die Schwarzhaarige weiß gar nicht so recht was sie sagen soll. “Du sollst doch für mich kein Geld ausgeben.“ nuschelt sie verlegen und die Grünäugige strahlt daraufhin fröhlich “Ich habe es selbst genäht nachdem ich deine Maße genommen habe als du schliefst. Da du wohl gerne blau trägst habe ich das als Vorlage genommen.“ sagt sie dann zwinkernd und drängt sie dazu es nun endlich anzuprobieren. Es ist ihr zwar etwas peinlich, aber schließlich schlüpft sie aus ihrem dünnen Pullover und den Shorts und steht dann nur noch in Unterwäsche da, ehe sie in das Kleid schlüpft.
 

Es passt wie an gegossen und reicht ihr bis zu den Knien. An den Seiten ihrer Oberschenkel hat es für bessere Bewegungsfreiheit Schlitze. Die Silberblonde hält ihr nun auch ein dunkelblaues Band hin, welches sich noch in dem Karton befand. Aus einem Stoffrest hat ihre Gastgeberin noch ein Haarband genäht. Sie stellt sich hinter Ayumi und bindet ihr dann mithilfe des Haarbandes ihre hüftlangen, schwarzen Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen. Anschließend geht sie dann um die junge Uchiha herum und betrachtet sie genauestens. “Es steht dir hervorragend! Ein hübsches Mädchen sollte sich nicht in Jungs-Klamotten verstecken.“ meint sie dann ehrlich und die Schwarzhaarige bekommt leicht rote Wangen. Es stimmt, sie ist inzwischen mit ihren fast 15 Jahren eine Teenagerin, aber über solche Dinge wie ihr Aussehen hat sie sich nie sonderlich Gedanken gemacht. Da dies für ihre Aufgabe ja eher keine Relevanz hat. Nur erkennen durfte sie niemand. Außerdem hat sie gerne die Kleidung von Obito getragen. Da fühlte es sich immer an, als ob er irgendwie doch bei ihr wäre und das spendete ihr Trost und sie fühlte sich nicht so alleine.
 

Die beiden setzen sich auf die Bank und betrachten den Sternenhimmel. “Weißt du, Mina. Ich bin so froh, dass du bei mir bist. Seit Rika getötet wurde, wollte ich das Leben einer Konnoichi hinter mir lassen. Und damit auch die ständige Angst abermals einen geliebten Menschen zu verlieren. Ich hatte mich hier verkrochen und wollte mit niemandem mehr etwas zu tun haben. Als du deinen Vater verlassen hast nachdem du von ihrem Tod erfahren hast und zu mir gekommen bist, hatte ich wieder eine Aufgabe. Ich habe mich von Nutzen gefühlt. Du bereicherst mein Leben und hast mir mein Lachen wieder zurück gebracht. Ich hoffe sehr, dass es dir hier gefällt und du bei mir bleiben willst. So ist ein bisschen was von meiner Schwester immer noch bei mir.“ sagt die Frau mit den grünen Augen dann mit nostalgischem Gesichtsausdruck und Ayumi schießen Tränen in die Augen.
 

Die ehrlichen Worte der jungen Frau berühren sie zutiefst. Auch wenn sie weiß, dass ihre gemeinsame Zeit zu einem Ende gekommen ist. Aber das kann die Silberblonde ja immerhin nicht wissen. Sie wischt sich schnell die Tränen von den Wangen. “Habe ich etwas falsches gesagt, meine kleine Mina?“ fragt ihre Lehrerin besorgt und die junge Uchiha schüttelt den Kopf. “Nein. Es ist nur, das Kleid ist so schön, ich weiß nicht ob ich das verdient habe. Und ich vermisse Mutter so sehr.“ antwortet sie mit in Tränen erstickter Stimme. Verständnisvoll betrachtet die Blonde das junge Mädchen. Sie kennt den Schmerz des Vermissens nur zu gut. Sie räuspert sich kurz ehe sie dann lächelnd sagt “Ich habe dir das Kleid gerne geschenkt. Du siehst bezaubernd darin aus. Heute war ein anstrengender Tag, lass uns schlafen gehen. Morgen können wir weiter reden.“. Einverstanden steht die junge Uchiha auf und in dem Haus angekommen geht sie sogleich in das Gästezimmer, welches seit ihrer Ankunft hier ihr Schlafplatz ist und die Blonde verschwindet in ihr eigenes Zimmer.
 

Die Stunden vergehen und es ist vollkommen still in dem kleinen Haus. Entschlossen steht Ayumi vom Bett auf und nimmt sich ihren Rucksack. Sie packt sorgsam Obito´s Kleidung hinein. Ihre Oberschenkel wickelt sie in Verbände ein und bindet sich dann ihr Kurzschwert an der Beintasche fest. Mucksmäuschenstill tapst sie aus dem Zimmer und lauscht an der Tür der blonden Frau. Nur deren Schnarchen ist zu hören. Also geht sie leise die Treppe hinunter und den Flur entlang zur Haustür. An der Kommode bleibt sie stehen. Auf dieser stehen zwei Bilderrahmen. Einer mit einem Foto von ihrer Lehrerin und deren älterer Schwester und der andere mit einem Foto von Ayumi und ihr. Es versetzt ihr einen Stich ins Herz aber sie kann das Bild nicht hier lassen.
 

Vorsichtig verstaut sie den Bilderrahmen in ihrem Rucksack. Dieser ist wirklich eine gute Investition gewesen. Wehmütig denkt sie an die ganzen Trainingseinheiten zurück. Sie hat viele Wasser-Jutsu´s gelernt, wie z.B. das Jutsu des Wasserdoppelgängers, das Jutsu der Wasserpeitsche, des großen Wasserfalls, der explodierenden Wasserschockwelle und viele mehr. Zudem hat ihr die Blonde auch das Kochen beigebracht und sie haben viele schöne Stunden zusammen verbracht. Mit Tränen in den Augen schließt die junge Uchiha leise die Tür hinter sich. //Es tut mir leid Seiran. Ich hoffe, dass du auch alleine glücklich sein kannst. Danke für alles.// denkt sie sich dann als sie ein letztes Mal zu dem Haus zurück schaut und dann im dichten Wald verschwindet.
 

Erst als sie ein gutes Stück entfernt ist löst sie das Gen-Jutsu auf. Es war sehr anstrengend dieses die ganze Zeit über aufrecht zu erhalten. Aber das hatte sie auf ihrer bisherigen Reise schon des Öfteren tun müssen. Allerdings war sie bei keinem auserwählten Lehrer so lange wie bei der blonden Frau. Wenn diese aufwacht wird sie sich nicht an die gemeinsame Zeit erinnern können. Daher musste sie auch das Foto mitnehmen auf welchem sie gemeinsam abgebildet sind. Ayumi fühlt sich wie ein schlechter Mensch weil sie die Frau ausgenutzt hat um ihrem Ziel näher zu kommen. Aber was hätte sie denn für eine Wahl gehabt? So war es der einfachste Weg. Die Schwarzhaarige beschließt nicht weiter darüber nach zu denken und geht dann stumm weiter, behütet in den Schatten der Dunkelheit.

Unerwartete Wendung

Gut drei Monate ist es her seit sie im Blitzreich angekommen ist. Für die Überquerung des Meeres hat sie sich als blinder Passagier auf einem Schiff versteckt. Sie war heilfroh als sie endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Das stete Wanken des Schiffes im Wellengang hat bei ihr Seekrankheit ausgelöst und ihr war fast permanent übel. Mit Gänsehaut denkt sie an dieses Gefühl zurück. Ayumi schüttelt den Kopf über diese Gedanken und schaut dann noch mal auf ihre Karte. Eigentlich müsste sie den Schrein doch schon erreichen. Nachdenklich schaut sie sich in der Umgebung um. Die Landschaft hier ist sehr steinig und erinnert schon eher an ein Gebirge. Sie geht den Weg weiter entlang und zwischen einem Felsspalt kann sie schließlich einen schmalen Durchgang entdecken.
 

Ob dahinter wohl der Schrein liegt? Mutig quetscht sie sich durch die kleine Öffnung hindurch bis sie schließlich an eine Sackgasse kommt. Na super. Den Weg hätte sie sich also sparen können. Die Schwarzhaarige seufzt missmutig und geht dann wieder zurück. Sie hält inne als sie Stimmen hört. Mit angehaltenem Atem hört sie wie die Schritte und Stimmen der Fremden lauter werden als sie dann schließlich genau an dem Spalt vorbei gehen. Die junge Uchiha wartet noch eine Weile in der es vollkommen still ist ehe sie sich aus ihrem Versteck heraus traut. Das war knapp. Sie blickt sich aufmerksam um und geht dann weiter den Pfad entlang. Der Berg wird immer steiler und als sie dann endlich die Umrisse eines Schreins entdeckt atmet sie erleichtert auf. Leider scheint ihr aber jemand zuvor gekommen zu sein da dieser komplett zerstört ist. //So ein Mist.// flucht sie in Gedanken los und beginnt dann sich in den Trümmern umzusehen.
 

“Suchst du etwas bestimmtes?“ ertönt dann eine fremde Stimme und Ayumi dreht sich schlagartig um. Verdammt. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass sich jemand näherte, so vertieft war sie in ihre Suche. “Wer will das wissen?“ fragt sie skeptisch und mustert den Fremden dabei durchdringend. Ihr gegenüber steht ein junger Mann, vielleicht ein paar Jahre älter als sie, mit braunen, kinnlangen, zerzausten Haaren. Zu allem Überfluss trägt er auch ein Stirnband Kumo Gakure´s. Ergebend hält er seine beiden Hände in die Luft “Kein Grund zickig zu werden. Ich bin Nurui.“ sagt er dann mit einem Lächeln auf den Lippen als er ein paar Schritte näher kommt. Die junge Uchiha überlegt angestrengt was sie als nächstes sagen soll und schaut dann in die braunen Augen ihres Gegenübers. Sie beschließt es auf die freundliche Art zu versuchen. “Hallo. Ich bin Mina. Ich befinde mich auf meiner Reise eine Priesterin zu werden und muss hierfür alle möglichen Schreine und Tempel besuchen um mich spirituell weiter zu entwickeln, verstehst du?“ bewusst nutzte sie wieder ihren Decknamen und hofft, dass ihr der Fremde diese Geschichte abkauft. Das war das Beste was ihr auf die schnelle eingefallen ist.
 

Der junge Mann betrachtet sie prüfend. “Ich verstehe. Deswegen trägst du auch kein Stirnband, richtig?“ fragt er dann nach und die junge Uchiha nickt schnell “Richtig. Wir Priester sind an keine Nation gebunden. Wir helfen denen die Hilfe brauchen.“ antwortet sie selbstbewusst und der Braunhaarige lächelt freundlich. “Ich habe noch nie verstanden warum Kinder Priester werden wollen und warum sie auf diese Reise der spirituellen Findung alleine geschickt werden, aber davon habe ich schon mal gehört. Freut mich, dich kennen zu lernen Mina.“ sagt er nett und hält ihr dabei seine Hand entgegen. Ayumi schüttelt diese leicht. “Ich befinde mich auf meiner eigenen Reise musst du wissen. Um stärker zu werden um mein Dorf und die, die mir wichtig sind beschützen zu können.“ spricht er dann mit stolz geschwellter Brust weiter. “Oh, dann bist du wohl richtig stark oder Nurui?“ will die Schwarzhaarige dann mit leuchtenden Augen wissen. Der Fremde lacht und kratzt sich dabei verlegen am Kopf “Nun ja, es gibt bestimmt einige die stärker sind als ich, aber ein Schwächling bin ich nicht.“ und nach seiner Aussage beginnen dann beide zu lachen.
 

Das Mädchen ist immer noch etwas skeptisch “Aber. Musst du denn ganz alleine stärker werden? Hast du keinen Sensei oder Kameraden die mit dir trainieren?“ stellt sie misstrauisch ihre Frage doch der Fremde schüttelt verneinend den Kopf. Ayumi hatte schon mal davon gehört, dass die Ausbildung der Kumo Gakure Shinobi etwas härter ist, als die in Konoha. Konnte ihr ja nur Recht sein. Sie deutet mit dem Daumen hinter sich zu den Überbleibseln des Schreins “Weißt du, was hier passiert ist?“ fragt sie neugierig und der Braunhaarige legt den Kopf etwas schief als er antwortet “Der Schrein wurde im letzten Ninja-Krieg zerstört. Das hier ist ein abgelegener Bergpass wo eigentlich nie jemand lang kommt außer den Bewohnern des nächsten Dorfes. Deswegen wurde er nicht wieder aufgebaut.“ erklärt er dann wie es zu den Ruinen kommen konnte. Na wunderbar. Also gibt es hier wohl nichts zu finden. “Ich kenne aber noch ein paar andere Schreine hier im Blitzreich. Wenn du willst, können wir gemeinsam gehen. Ich helfe dir bei deiner Reise und du hilfst mir bei meinem Training. Abgemacht?“ fragt er dann hoffnungsvoll und nach kurzer Überlegung willigt die junge Uchiha ein.
 

Sollte ihr irgendetwas komisch vorkommen könnte sie ja immer noch fliehen und wieder alleine weiter gehen. Außerdem strahlt sie der Fremde so aufrichtig an, dass sie nicht anders kann als seinen Vorschlag zu akzeptieren. Zetsu hat sich schon ewig nicht mehr blicken lassen. Als sie sich das letzte Mal sahen haben sie vereinbart, dass er nur erscheinen würde wenn Ayumi nach ihm ruft also ist die Wahrscheinlichkeit, dass er jeden Moment aus dem Erdboden auftauchen könnte sehr gering. Er ist genug damit beschäftigt Informationen für Madara´s Plan zu sammeln. Nurui betrachtet die Wolken die am Himmel vorüber ziehen und schaut dann in Ayumi´s Richtung. Er ist sich sicher, dass demnächst ein Sturm aufzieht und sie daher einen sicheren Unterschlupf suchen sollten. Da Gewitter im Gebirge oftmals heftiger ausfallen als im Flachland. Erleichtert darüber, dass er bisher keinen Verdacht geschöpft hat, gehen die beiden dann nebeneinander her, weiter der Spitze des Berges entgegen. Da er zu wissen scheint was er tut, hinterfragt die Schwarzhaarige es nicht weiter und schon kurz darauf erreichen sie an der Spitze des Berges den Eingang zu einer Höhle. Der Braunhaarige kennt sich hier in der Gegend aus und wusste daher genau wo er hingehen musste.
 

Im Inneren der Höhle liegen ein paar Blätter und Äste und diese schichten die beiden nun zu einem kleinen Haufen zusammen. “Ich werde am Eingang Fallen platzieren damit uns niemand überraschen kann. Kannst du solange Feuer machen?“ fragt er Ayumi dann und diese nickt leicht. Mit einem ihrer Feuer-Jutsu´s könnte sie kinderleicht ein Feuer entfachen aber da sie keine Aufmerksamkeit erregen will lässt sie das lieber sein und beginnt auf die altmodische Art und Weise Feuer zu machen. Indem sie zwei Stäbchen gegeneinander reibt. Zum Glück klappt das auch relativ schnell und als Nurui zurück kommt bewundert er sie für ihre Flinkheit diese Aufgabe zu erledigen. Die beiden setzen sich nebeneinander hin und Ayumi reibt sich ein wenig ihre Arme. Immerhin ist es bereits Herbst und die Nächte kühlen sehr schnell ab. Und hier oben auf einem Berg noch mal etwas schneller wie sie findet. “Hast du keine Jacke?“ fragt ihr Begleiter verdutzt und das Mädchen schüttelt den Kopf.
 

“Als ich von Dieben ausgeraubt wurde haben sie mir einen Großteil meiner Sachen gestohlen. Und ich habe es leider völlig vergessen mir eine neue zu besorgen. Bisher war es ja noch nicht wirklich kalt.“ antwortet die junge Uchiha als sie ihren Blick dann auf die Flammen richtet. “Ich weiß, wo man Kleidung besorgen kann. Gleich morgen werden wir dort hin gehen.“ sagt er freundlich und das Mädchen lächelt daraufhin leicht. “Aber sag mal, hast du nicht Angst, so ganz alleine unterwegs zu sein?“ stellt der Braunhaarige dann gespannt seine Frage. Ayumi überlegt einen Moment. “Hmm, manchmal ist es schon etwas unheimlich. Aber bevor ich meine Reise begonnen habe, wurde mir ein bisschen Nahkampf beigebracht und ein paar Jutsu´s beherrsche ich auch um mich verteidigen zu können.“ antwortet sie dann mit schief gelegtem Kopf und tätschelt dabei dann den Griff ihres Kurzschwertes. Verstehend nickt der Fremde ehe er dann sagt “Wenn du willst, kann ich dir Jutsu´s beibringen. Und solange wir gemeinsam unterwegs sind, werde ich natürlich auf dich aufpassen.“ er grinst nach seinen Worten breit und Ayumi weitet überrascht die Augen. Besser könnte es ja gar nicht laufen. So muss sie ihm nicht einmal mit einem Gen-Jutsu etwas vorspielen.
 

Als sie noch darüber nachdenkt ist lauter Donner zu hören und kurz danach erhellt auch schon ein Blitz den Nachthimmel. Die junge Uchiha zuckt zusammen weil sie sich erschrocken hat und Nurui lächelt amüsiert. “Keine Angst, das ist nur ein Gewitter. Hier in den Bergen gibt es oft Gewitter das ist ganz normal. Dir kann nichts passieren.“ versucht er sie damit zu beruhigen. Beschämt wendet sie ihren Blick von ihm ab “Ja ich weiß. Ich war nur nicht darauf vorbereitet.“ nuschelt sie dann verlegen. “Also Mina, welche Jutsu´s kannst du denn?“ wechselt der Braunhaarige damit dann das Thema um sie nicht noch mehr in Verlegenheit zu bringen. Die junge Uchiha schaut ihn daraufhin wieder an “Ich kann ein paar Wasser-Jutsu´s. Wasserdoppelgänger zum Beispiel.“ antwortet sie ernst und der Junge reibt sich nachdenklich das Kinn “Von Wasser-Jutsu´s habe ich leider keine Ahnung. Aber ich kann einige Blitz-Jutsu´s. Und im Tai-Jutsu kann ich dir bestimmt auch noch ein paar Sachen beibringen.“ sagt er dann grinsend und Ayumi muss daraufhin anfangen zu lachen “Ja. Das würde mich sehr freuen.“ sagt sie mit ehrlicher Stimme und die beiden lächeln sich an.
 

Sie unterhalten sich noch eine ganze Weile in der es draußen vor der Höhle nur so stürmt und die Schwarzhaarige ist überaus froh ihn getroffen zu haben. Wer weiß ob sie alleine dieses Versteck gefunden hätte. Es donnert und blitzt unaufhörlich und zu allem Überfluss hat es auch noch begonnen heftig zu regnen. Draußen würde sie bei diesem Unwetter nicht sein wollen. Nach ein paar Stunden angeregter Unterhaltung mit viel Lachen gähnt sie müde und die beiden beschließen schlafen zu gehen. Der Eingang ist immerhin geschützt also muss auch niemand Wache halten. Die beiden lehnen sich an die Wand und Ayumi ist froh jetzt nicht mehr alleine zu sein. Ihr neuer Bekannter ist wirklich lustig und könnte sich zu einem wertvollen Trainingspartner entwickeln. Von seinen Standortkenntnissen der verschiedenen Tempel hier im Blitzreich mal ganz abgesehen. Zufrieden seufzt sie leise auf als sie dann ihre Beine ausstreckt und ihren Oberkörper mit ihren Armen umschließt um die Körperwärme besser bei sich behalten zu können. Sie kann hören wie die Atmung von Nurui etwas langsamer und ruhiger wird und geht daher davon aus, dass er eingeschlafen ist. Sie starrt noch eine Weile an die Decke der Höhle, welche ab und an noch von dem Aufleuchten von Blitzen erhellt wird bevor sie dann ebenfalls ihre Augen schließt und einschläft.
 

Das Feuer erlischt nach einer Weile und das Gewitter tobt noch bis in die frühen Morgenstunden doch daran hat sie sich nicht weiter gestört. Ayumi wird schlagartig aus ihrem Schlaf gerissen als sie an der Schulter gerüttelt wird. Mit rasendem Herzen stellt sie fest, dass Nurui der Übeltäter ist, welcher neben ihr kniet und sie aufweckt. “Ich wollte dich nicht erschrecken. Aber bis zu der Stadt wo wir dir eine Jacke kaufen können ist es ein weiter Weg deswegen sollten wir losgehen.“ flüstert er dann mit leiser Stimme und die Schwarzhaarige reibt sich verschlafen die Augen. Gähnend erhebt sie sich und nachdem sie sich gestreckt hat verlassen sie dann auch schon die Höhle. Es riecht nach nasser Erde und der Boden ist der Regenmengen geschuldet noch ganz feucht. “Nach dir.“ fordert sie ihren Begleiter dann auf die Richtung vorzugeben und gemeinsam gehen sie den Bergpass dann wieder hinunter.
 

Die Schwarzhaarige muss sich an die Energie des jungen Mannes erst gewöhnen. Sie, wo in der früh lieber ihre Ruhe haben und nicht angesprochen werden will, hat es hier mit einem Menschen zu tun der scheinbar von Sonnenauf- bis Untergang den Mund auf hat und freudig vor sich hin plappert. Doch Ayumi will nicht unhöflich sein deswegen sagt sie nichts dazu und lässt ihn erzählen. Der Braunhaarige berichtet ihr von seiner bisherigen Ausbildung, was er schon alles gelernt hat und an welchen Orten er schon war und welche Missionen er schon ausgeführt hat. Er verschränkt seine Hände hinter seinem Kopf als er das Mädchen dann neugierig betrachtet. “Genug von mir. Woher kommst du eigentlich?“ will er dann wissen und die junge Uchiha seufzt leicht. Eigentlich hatte sie gehofft, dass er nun endlich genug erzählt hätte und sie nun eine Weile einfach in Stille nebeneinander her gehen könnten aber da hat sie sich getäuscht.
 

“Ich wurde im Wasserreich geboren. Daher wurden mir auch Jutsu´s basierend auf Wasser beigebracht. Und Tai-Jutsu habe ich mir zum Großteil selbst beigebracht indem ich die Kinder aus Kiri Gakure beobachtet habe und sie nachgeahmt habe.“ antwortet sie mit nach vorne gerichtetem Blick und das reicht ihm wohl als Antwort weil er nichts weiter sagt. Man mag es nicht glauben aber das Gespräch hat einiges an Zeit tot geschlagen und als die Mittagssonne am Himmel steht erreichen sie endlich die kleine Stadt von welcher der Braunhaarige gesprochen hat. Ayumi achtet nicht sonderlich darauf wie sie sich benimmt da sie hier niemand kennt. Zumal sie in Begleitung eines Kumo Gakure Shinobi ist wird ohnehin keiner Verdacht schöpfen oder weitere Fragen stellen. Sich dessen bewusst geht sie selbstbewusst neben ihrer neuen Bekanntschaft her und betrachtet neugierig die ersten Stände, die ihre Waren an der Straße präsentieren.
 

Nurui wird hin und wieder von Bewohnern der Stadt gegrüßt und schon bald erreichen sie ein Geschäft, welches wie ein Kleiderladen aussieht. Der Braunhaarige lächelt sanft und betritt dann vor ihr den Laden und hält ihr die Tür auf. Interessiert schlendert die Schwarzhaarige durch die Gänge und betrachtet dabei die angebotenen Kleidungsstücke. Als sie schließlich bei den Jacken und Mänteln ankommen probiert sie einen grauen Umhang an. Er reicht ihr bis zu den Waden, hat eine Kapuze, ein Band welches ihn am Hals schließt und dank des Schlitzes an der Vorderseite kann sie ihre Arme unter selbem hervorstrecken wenn sie z.B. kämpfe müsste, gleichzeitig kann sie ihn aber auch geschlossen halten. Der Umhang hat angenehm weichen Stoff und ist schön warm. Der Braunhaarige betrachtet sie durchdringend ehe er sagt “Eine gute Wahl. So einen habe ich auch.“ und dabei auf seinen Rucksack deutet.
 

Ayumi beschließt den Umhang zu kaufen und da es früher oder später Winter werden wird kauft sie auch gleich noch eine lange Hose. Als Pullover kann sie immerhin auch den von Obito weiterhin tragen. Zur Vorsicht nimmt sie dann aber doch auch noch einen dickeren Pulli mit und als sie alles bezahlt hat seufzt sie missmutig. Das war echt nicht billig. Qualität hat wohl ihren Preis. “Wollen wir eine Kleinigkeit essen gehen?“ stellt der Braunhaarige seine Frage doch noch ohne auf eine Antwort zu warten packt er sie am Arm und zieht sie schon mit sich. Sie bleiben vor einem kleinen Teehaus stehen und setzen sich an einen freien Tisch. Nurui bestellt ihnen grünen Tee und dazu essen sie ein paar Reiskuchen. Ihr fallen die Blicke der anderen auf und da ihr diese etwas unangenehm sind spielt Ayumi dann mit dem Saum ihres Kleides.
 

Dem Braunhaarigen entgeht nicht ihr verlegener Gesichtsausdruck und deswegen sagt er schnell um die Stimmung aufzulockern “Keine Sorge. Sie fragen sich bestimmt nur wie ich an eine so niedliche Begleitung komme.“ und hätte die junge Uchiha gerade Tee im Mund gehabt, hätte sie ihn vermutlich über den ganzen Tisch gespuckt. Wie kann er denn auch nur so etwas Seltsames sagen? Sie und niedlich. Mit hoch roten Wangen schüttelt sie dann den Kopf. “Können wir dann wieder weiter gehen?“ presst sie ihre Frage dann hervor und nachdem sie gezahlt haben verlassen sie das Teehaus. Der Braunhaarige kratzt sich nachdenklich am Hinterkopf als er sagt “Lass mal überlegen. Der nächste Tempel von hier ist etwa zwei Tagesmärsche entfernt. Bist du bereit aufzubrechen?“ und die Schwarzhaarige nickt eifrig. Alles besser als hier weiter den neugierigen Blicken der Stadtbewohner ausgesetzt zu sein. Der Junge nickt einverstanden und gemeinsam gehen sie dann in Richtung Süden, aus dem Trubel der Stadt in tristes, verlassenes Gelände hinein.

Weggefährte

Es ist bereits der dritte Tempel den die beiden gemeinsam besucht haben seit sie ihre gemeinsame Reise vor etwa zwei Monaten begonnen haben. Dass sich Nurui hier in der Gegend so gut auskennt erleichtert ihr wirklich die Suche. Er ist ein begabter Kämpfer und hat wirklich Talent was die Blitz-Jutsu´s angeht. Auch wenn sie sich beim Training zurück halten muss um ihn bezüglich ihrer Story zur Priesterin in Ausbildung nicht misstrauisch werden zu lassen und schon gar nicht darf er erfahren, dass sie eine Uchiha ist weshalb sie auf ihr Sharingan voll und ganz verzichten muss. Da sie in seiner Anwesenheit nicht so offensichtlich nach geheimen Schriftrollen suchen darf wartet sie damit immer bis er eingeschlafen ist und schleicht sich dann nochmals zu dem Tempel. Meist schlagen sie ihr Lager für die Nacht immer ganz in der Nähe zu diesen auf und so kann sie sich raus und wieder zurück schleichen bevor er erwacht.
 

In einem der Tempel konnte sie eine Schriftrolle finden. Darin stand wie nicht anders zu erwarten wieder eine dieser merkwürdigen Aufgaben. Einen Blitz erschaffen, der nicht statisch ist. Sie geht davon aus, dass sie hierfür Blitz- und Erd-Chakra miteinander kombinieren muss da Erde ja bekanntlich Blitze ableitet. Ausgerechnet die beiden Elemente die sie am wenigsten gut beherrscht. Aber das kann sie ohnehin erst üben wenn sie wieder alleine unterwegs ist. In den anderen beiden Tempeln konnte sie leider keine geheimen Verstecke finden. Nur so spirituelles Zeug welches dort in Steintafeln eingeritzt war wie zum Beispiel ´Womit du dich verbindest, wird zu deinem Geist. Was du siehst, wird zu deiner Perspektive. Was du sagst, wird zu deiner Wahrheit.´ und so weiter. Wenn sie so darüber nachdenkt hat sie seit Beginn ihrer Reise ziemlich oft gelogen, macht sie das also zu einer Lügnerin der niemand mehr vertrauen wird, selbst wenn es für ihre Aufgabe nötig war? “Hallo? Erde an Mina.“ sagt der Braunhaarige als er mit seiner Hand vor ihrem Gesicht rum fuchtelt. Die junge Uchiha blinzelt ihn verdutzt an. Hatte er etwa mit ihr gesprochen als sie in Gedanken versunken war?
 

“Ich habe dich gefragt ob wir zur Abwechslung mal was entspannendes machen wollen nachdem wir mit unserem Besuch in dem Tempel fertig sind?“ fragt er dann mit einem Lächeln auf den Lippen. Die Schwarzhaarige legt verdutzt den Kopf schief. “Was meinst du mit entspannend?“ hakt sie skeptisch nach. “In dem Ort hier in der Nähe gibt es ein Erholungsbad mit heißen Quellen und so was. Ich dachte… vielleicht hättest du ja Lust… also..“ der Braunhaarige kann seinen Satz gar nicht ganz zu Ende sprechen und blickt verlegen zur Seite. “Du möchtest mit mir baden gehen?“ fragt die junge Uchiha stirnrunzelnd. “Ja. Also ich meine nein! Nicht mit dir. Also doch schon aber Männer und Frauen haben getrennte Bäder!!“ stottert er mit roten Wangen hervor und Ayumi kann nicht anders als über diesen Anblick zu kichern. Sonst gibt er sich immer so selbstbewusst. Diese Seite von ihm findet sie überaus niedlich. “Gern. Aber was sind heiße Quellen?“ will sie dann neugierig wissen. Der Braunhaarige betrachtet sie verdutzt und erklärt ihr dann schnell was es mit den heißen Quellen auf sich hat.
 

Ayumi´s Augen beginnen zu strahlen. //Waaaaaaas? Es gibt wirklich warmes Wasser zum Baden?! Das klingt fantastisch!// denkt sie dann mit breitem Grinsen auf den Lippen. Das Quellwasser in der Höhle wo sie die meiste Zeit mit Madara lebte war immer eisig kalt und auch sonst wenn sie sich in Seen, Bächen oder Flüssen gewaschen oder gebadet hat war das Wasser immer eher kalt. “Abgemacht. Dann lass uns gleich aufbrechen.“ sagt Nurui dann freudestrahlend und so gehen die beiden dann in Richtung des kleinen Örtchens. Es ist früher Nachmittag als sie in dem Ort ankommen und es dauert auch nicht lange bis zwei Jungs und ein Mädchen auf sie zu gelaufen kommen. Sie fallen dem Braunhaarigen um den Hals und begrüßen ihn überschwänglich. Nurui stellt sie als alte Freunde vor und Ayumi verbeugt sich höflich. Die beiden Jungs sind im selben Alter wie ihr Begleiter, das Mädchen ist deutlich jünger. Die Schwarzhaarige schlussfolgert daher, dass sie wohl die kleine Schwester von einem der Jungs sein muss. Neugierig wollen sie wissen was ihren alten Freund hierher zurück verschlagen hat und dieser berichtet, dass er mit seiner Weggefährtin zu den heißen Quellen gehen wollte.
 

Die jungen Männer betrachten sie interessiert “Ist sie deine Freundin, Nurui? Du alter Schlingel deswegen warst du solange weg, was?“ fragt einer dann mit schelmischem Gesichtsaudruck und Ayumi bekommt rote Wangen. Was? Sie seine Freundin? Nein, das verstehen die ganz falsch. Der Braunhaarige kratzt sich verlegen am Hinterkopf als er selbst rote Wangen bekommt. “Nein, nein, Mina ist meine Begleiterin.“ winkt er damit schnell ab. Um diese Situation nicht noch unangenehmer werden zu lassen räuspert er sich und beschließt dann, dass sie jetzt am besten zu dem Bad weiter gehen. Seine beiden Freunde entschließen sich dazu sie zu begleiten und auch das kleine Mädchen lässt sich nicht davon abbringen. Die fünf stehen dann vor dem Eingang zum Bad und Ayumi schaut sich gespannt um. Von der Dame am Empfang bekommt dann jeder ein Handtuch gereicht und schließlich stehen sie vor den beiden Zugängen zu den Bädern. Links für die Männer und rechts für die Frauen. Sie vereinbaren sich nachher wieder beim Eingang zu treffen und ganz aufgeregt greift das Mädchen nach der Hand der Schwarzhaarigen und zieht sie sogleich mit sich.
 

Da Ayumi noch nie in einem öffentlichen Bad war ist sie etwas unbeholfen und beobachtet genauestens was das kleine Mädchen macht. Weil sie immer noch in ihren Klamotten da steht wird sie stirnrunzelnd betrachtet. Als sie dann erklärt noch nie in einem solchen Bad gewesen zu sein, nickt die Kleine verstehend und erklärt ihr dann dass sie sich ausziehen muss und sich dann das Handtuch um den Körper wickeln sollte bis sie in einer der Quellen sind. Die junge Uchiha blinzelt ungläubig. //Was nackt??!! Oh je. Na zum Glück haben die Männer ihren eigenen Bereich.// sie schluckt angespannt über diese Gedanken. Es ist ihr zwar etwas unangenehm aber schließlich zieht sie sich aus und wickelt sich dann das Handtuch um den Körper. Es reicht ihr bis knapp über den Po. Etwas mehr Stoff wäre ihr schon lieber, aber hilft nichts. “Was so willst du gehen? Du solltest deine Haare offen tragen. So werden sie im Wasser schön seidig glatt.“ meint das kleine Mädchen dann und Ayumi öffnet sogleich die Schleife ihres Haarbandes. Das Mädchen bewundert ihre schönen, hüftlangen Haare und gemeinsam gehen sie dann ins Freie, wo sie auch gleich mehrere Quellen vorfinden.
 

Sie dampfen und blubbern und die beiden Mädchen entscheiden sich dann für eine Quelle am hinteren Ende des Bades, welche noch komplett frei von anderen Menschen ist. Die Kleine lässt das Handtuch fallen und hüpft sogleich ins Wasser. Sie beginnt vergnügt umher zu planschen als Ayumi noch einen Moment zögert. Als sie sichergestellt hat, dass gerade niemand in ihre Richtung schaut, lässt sie das Handtuch schnell fallen und steigt in das heiße Wasser. Überrascht weitet sie die Augen. Sie muss zugeben, dass es überaus angenehm, wenn auch sehr ungewohnt ist. Nachdem sich das Mädchen am Rand der Quelle auf einen Felsen im Wasser gesetzt hat, macht es ihr die junge Uchiha nach und lässt sich soweit in die Quelle sinken bis nur noch ihr Kopf und ein kleiner Teil ihres Halses heraus schauen. Die beiden Mädchen genießen den Moment der Stille und Ayumi kann spüren wie sich ihre vom Training etwas verspannten Muskeln allmählich entspannen. Die Schwarzhaarige hätte Zuhause auch gern so eine heiße Quelle. Das ist wirklich toll. An dieses wohlige Gefühl könnte sie sich gewöhnen.
 

Nach einer Weile kann sie leise Stimmen hören und spitzt daher ihre Ohren. “Sag mal Nurui, wo hast du so eine Schönheit aufgegabelt?“ kann sie dann die Stimme eines Jungen hören. Offenbar befindet sich hinter der steinigen Mauer der Bereich der Männer. “Ich habe sie vor einer Weile bei einem Schrein getroffen. Sie ist eine Priesterin in Ausbildung und befindet sich auf ihrer Reise der spirituellen Findung. Ich habe ihr angeboten sie zu begleiten und ihr zu helfen damit sie ihr Ziel bald erreichen kann.“ kann sie die nächste Stimme dann Nurui zuordnen bevor sie dann jemanden lachen hört. “Bist du blöd? Wenn du sie magst solltest du ihr besser nicht dabei helfen. Weißt du denn nicht, dass Priesterinnen keine Partner haben dürfen? Sie verschreiben sich einzig und allein ihrem Glauben, für alles andere ist da kein Platz.“ wirft ihm einer seiner Freunde dann an den Kopf. Und bisher hatte der Braunhaarige darüber wohl noch gar nicht nachgedacht. Er hält sich überlegend das Kinn “Du hast Recht. Und wenn sie hier im Blitzreich alle Tempel besucht hat, wird sie weiterziehen. Vielleicht kann ich sie überzeugen hier zu bleiben?“ sagt er dann seufzend und blickt in die Leere. “Da ist wohl jemand verliebt, was?“ neckt ihn sein Freund dann und nach kurzer Stille in der Ayumi sich nicht einmal traut zu atmen antwortet er dann “Liebe? Ich weiß nicht. Das ist alles so neu. Aber wenn sie lächelt, habe ich so ein warmes Gefühl in der Brust und wenn ich sie ansehe, dann beginnt mein Herz schneller zu schlagen. Ich verstehe es ja selbst nicht.“.
 

Und jetzt ist es das Herz der jungen Uchiha welches schneller schlägt. Sie hält sich erschrocken eine Hand vor den Mund. Ihr war nicht bewusst, dass Nurui sie mögen könnte oder, dass sie solche Dinge in ihm auslöst. Empfindet sie dasselbe? Sie findet ihn lustig und ist gerne mit ihm unterwegs. Er kennt sich im Blitzreich gut aus und ist ihr eine große Hilfe beim Erlernen der Blitz-Jutsu´s. Sie hat sich an seine Gesellschaft gewöhnt. Aber, ist das Zuneigung, gar Liebe? Und steht ihr so etwas überhaupt zu? Immerhin ist ihr einziges Ziel doch ihre Reise schnell zu beenden um dann wieder zu Madara und Obito zurückkehren zu können. Damit sie den beiden dabei helfen kann ihren Traum, Realität werden zu lassen. Sie klatscht sich mit ihren Händen gegen die Wangen und schüttelt dann den Kopf. Nur nicht das Ziel aus den Augen verlieren. Sie muss so schnell es geht wieder zu ihren Lehrmeistern zurückkehren. Das ist ihre Aufgabe. Alles andere ist unwichtig. Immerhin sind die beiden und irgendwie auch Zetsu, doch ihre Familie und die Einzigen auf die sie sich wenn es hart auf hart kommt verlassen kann.
 

Auch wenn sie in letzter Zeit immer wieder das Gefühl hat das irgendwas fehlt. Irgendwas das zu ihr gehört und aber verloren gegangen ist. Weil sie sich dieses Gefühl allerdings nicht erklären und auch niemanden dazu befragen kann, hat sie die Gedanken daran ausgeblendet und sich wieder mit ihrer eigentlichen Mission beschäftigt. Während ihrer Gedankengänge ist sie so tief ins Wasser gerutscht, dass ihr Mund unter Wasser kleine Blubberbläschen macht. Genug mit Baden. Entschlossen steigt Ayumi aus der Quelle und wickelt sich in das Handtuch. Das kleine Mädchen tut es ihr gleich und nachdem sie sich wieder angezogen haben, verlassen sie dann auch schon das Bad um draußen vorm Eingang zu warten. Gerade als sie ihren Kopf schüttelt um überschüssiges Wasser aus ihren Haaren loszuwerden, kommen auch die drei Jungs aus dem Bad. Nurui kann nicht anders als sie anzusehen und bekommt bei dem Anblick rote Wangen weshalb er schnell den Kopf weg dreht.
 

Die fünf gehen gemeinsam die Straße entlang und unterhalten sich noch ein bisschen. Der Braunhaarige erzählt, dass er hier in diesem Dorf aufgewachsen ist und aber schon vor Jahren nach Kumo Gakure gegangen ist um ein starker Shinobi zu werden. Das erklärt zumindest warum sich die vier kennen. Etwas wehmütig denkt sie an ihr altes Leben zurück. Sie hatte damals nur Itachi und seine Familie. Die anderen Uchiha´s wollten nichts von ihr wissen und dem restlichen Dorf war sie mehr als egal. Allerdings gab es da noch eine nette Frau mit wunderschönen, langen, roten Haaren, die ihr auch ab und an etwas zu essen gab und sogar ein paar Mal anbot bei ihnen wohnen zu können damit sie nicht ganz allein leben müsste. Doch Ayumi hat immer höflich abgelehnt weil sie in dem Haus ihrer Eltern bleiben wollte. Schnell schüttelt sie den Kopf. Warum denkt sie denn in letzter Zeit so oft über ihr altes Leben nach? Auch wenn sie bei Madara und Obito viel trainieren musste um stärker zu werden, ist sie dankbar von ihnen vor Danzo gerettet worden zu sein und war glücklich bei ihnen.
 

So gerne würde sie wieder zu der Höhle gehen und da weitermachen wo sie vor ihrer Reise aufgehört hatten. Sie fehlen ihr. Deshalb beschließt sie, sich noch mehr zu beeilen um schnell wieder nach Hause zu können. Die Freunde verabschieden sich als sie bei ihrem Haus angekommen sind und Nurui geht dann zusammen mit Ayumi weiter bis er vor einem kleinen Häuschen stehen bleibt. “Hier wohnt meine Großmutter. Sie hat sich um mich gekümmert seit meine Eltern im Krieg gestorben sind. Immer wenn ich in der Nähe bin, besuche ich sie.“ sagt er mit strahlendem Lächeln auf den Lippen ehe er hinzufügt “Hier können wir schlafen.“. Entschlossen klopft er an die Tür und nach einer Weile wird diese von einer kleinen Frau geöffnet. Das Alter steht ihr deutlich ins Gesicht geschrieben aber ansonsten macht sie einen sehr lieben Eindruck. Nurui begrüßt seine Oma und als die beiden sich umarmen erhascht sie einen Blick auf die Schwarzhaarige. Neugierig will sie wissen wer seine Begleitung ist und Ayumi stellt sich daher schnell vor. Die alte Dame bittet die beiden schließlich herein und nachdem sie zum Abendessen eingeladen wurden zeigt der Braunhaarige ihr dann sein altes Kinderzimmer.
 

“Du kannst im Bett schlafen. Ich werde auf dem Boden schlafen.“ meint er entschlossen und die junge Uchiha schüttelt energisch den Kopf “Das kommt nicht in Frage. Ich bin zu Gast also werde ich auf dem Boden schlafen!“ stellt sie dann gleich klar und Nurui schmunzelt darüber nur als er ihr mit seinem Zeigefinger gegen die Stirn klopft “Was wäre ich denn für ein Gentleman wenn ich dich auf dem Boden schlafen lassen würde? Dafür würde mir meine Oma garantiert eine verpassen. Sie mag zwar nicht so aussehen aber sie hat es faustdick hinter den Ohren.“ sagt er dann mit einem frechen Zwinkern und Ayumi kann nicht anders als zu Lachen. Zu komisch ist die Vorstellung davon. “Also leg dich gefälligst hin und schlaf.“ sagt er ernst als er sich dann aus dem Schrank einen Futon holt und es sich sogleich auf dem Boden gemütlich macht. Die Schwarzhaarige schaut verlegen weg als sie sich dann ins Bett legt. Sie zieht sich die Decke bis zu den Ohren nach oben, kann aber nicht so recht einschlafen. “Psst. Nurui. Du bist also ein Waise? Fehlen dir deine Eltern manchmal?“ flüstert sie dann leise.
 

“Ich war noch sehr klein als meine Eltern starben deswegen erinnere ich mich kaum noch an sie. Sie waren gewöhnliche Bauern ohne Kampferfahrung. Deswegen habe ich mir geschworen ein starker Shinobi zu werden um alle die mir lieb sind beschützen zu können.“ antwortet er leise und nach kurzer Pause fragt er dann “Hast du Eltern? Vermisst du sie so weit weg von Zuhause?“. Die junge Uchiha schluckt angespannt und starrt schweigend an die Decke. Sie weiß nicht was sie antworten soll. Einerseits will sie ihn nicht anlügen. Zumindest nicht mehr als ohnehin schon. Andererseits darf sie auch nicht zu viel von sich Preis geben um ihre Tarnung nicht auffliegen zu lassen. “Es ist okay, wenn du nicht darüber reden willst. Dann vielleicht ein anderes Mal, Mina.“ sagt er verständnisvoll und ihr Herz wird ganz schwer. Das ist ja noch nicht mal ihr richtiger Name. Sie dreht sich zur Seite und nachdem sich beide noch eine gute Nacht gewünscht haben, schlafen sie auch schon bald ein. Eigentlich sollte sie sich darüber freuen endlich wieder in einem richtigen Bett schlafen zu können, aber irgendwie hat das heute einen bitteren Beigeschmack.

Unbekannte Gefahr

Am nächsten Morgen haben Nurui und Ayumi beschlossen eine Weile hier zu bleiben um zu trainieren. Die heißen Quellen eignen sich hervorragend zum Entspannen nach einem anstrengenden Tag und auch die Tatsache ein festes Dach über dem Kopf zu haben hat sie zu der Entscheidung verleitet noch eine Weile in seinem Geburtsort zu bleiben. Sehr zur Freude seiner Großmutter. Auch verbringen seine Freunde Daiki, Kyosuke und die kleine Akane öfters Zeit mit ihnen. Es fühlt sich ein bisschen so an, als wäre sie eine ganz normale Teenagerin. Abgesehen davon, dass sie sich in ihrer Ausbildung zur Konnoichi, oder für ihre Tarnung, zur Priesterin befindet.
 

Die Tage werden inzwischen immer kälter und es wird bestimmt nicht mehr lange dauern bis es zum ersten Mal schneit. Die junge Uchiha hat deswegen ihr Outfit den Wetterbedingungen angepasst und trägt heute deswegen anstatt ihres Kleides, wieder die kurze Hose und den feinen Pullover Obito´s. Ihr entgeht nicht sein prüfender Blick daher stellt sie gleich ihre Frage “Stimmt etwas nicht, Nurui?“ und legt dabei den Kopf leicht schief. Der Braunhaarige wedelt etwas mit seinen Händen umher als er antwortet “Nein, nein. Ich fand nur, dass dir das Kleid besser stand.“ und dann lächelt er sie aufrichtig an. Mit Komplimenten konnte sie noch nie gut umgehen weswegen sie schnell das Thema wechselt nachdem sie sich geräuspert hat “Wollen wir dann weiter trainieren?“. Kopfschüttelnd lacht der Braunhaarige und nimmt dann wieder seine Kampfhaltung ein. Die beiden beginnen mit Tai-Jutsu und binden dann Waffen mit ein. Nurui ist ein begnadeter Schwertkämpfer und so kreuzen sich ihre Klingen.
 

Ayumi konnte sich schon einiges von ihm abschauen. Wobei sie bestimmt noch viel schneller lernen könnte wenn sie ihr Sharingan aktivieren und seine Bewegungen kopieren würde, aber das ist ein anderes Thema. “Pass auf, jetzt zeig ich dir eine Spezialtechnik.“ sagt er ernst und lässt dann Blitz-Chakra in die Klinge seines Schwertes fließen. Diese wird nun von Blitzen umhüllt und Ayumi staunt nicht schlecht. So hat sie das noch nie gesehen. Lange Zeit seine Technik zu bewundern hat sie allerdings nicht als er sie wieder angreift. Als sich ihre Klingen dieses Mal kreuzen, geht die Elektrizität auf ihre Klinge über und ein Rest davon erreicht sie über den Griff ihres Kurzschwertes. Erschrocken lässt sie ihr Schwert fallen und betrachtet dann ihre zuckende Hand. Ihre Kämpfe sind ohnehin etwas unfair da er mit einem normal langen Schwert kämpft und sie mit einem Kurzschwert, aber das macht das ganze noch ein bisschen unfairer.
 

“Bringst du mir das bei?“ fragt sie aufgeregt als sie ihr Schwert wieder aufhebt. Der Braunhaarige nickt einverstanden. “Das ist eigentlich ganz leicht wenn du die Grundkenntnisse des Blitz-Chakra´s beherrscht.“ sagt er zwinkernd und streckt ihr dabei die Zunge raus. Ja, das ist wirklich nicht ihre Spezialität. Seit sie gemeinsam trainieren hat sie es gerade mal geschafft das Jutsu des Blitzschlages zu lernen wobei sie mit ihrer Faust eine elektrische Entladung erzeugt um damit ihre Gegner zu treffen, ansonsten beherrscht sie eher nur eine jämmerliche Anzahl an Blitz-Jutsu´s und auch die Stärke dieser Angriffe lässt deutlich zu wünschen übrig. Nur zu gerne hätte er ihr das Jutsu der Blitz-Schattendoppelgänger beigebracht aber das verbraucht unheimlich viel Chakra. Und für mächtigere Jutsu´s fehlt es ihr an einem stabilen Grundgerüst.
 

Immer wieder kommt es vor, dass sie sich beim Üben von auf Blitz basierenden Jutsu´s selbst schockt weil irgendwas mit dem Chakrafluss nicht so richtig stimmt. Als ob es von irgendetwas blockiert wäre. Zu ihrem motivierten Gesichtsausdruck kann er allerdings nicht nein sagen und so zeigt er ihr, was sie machen muss. Die ersten Versuche schlagen jedes Mal fehl und Ayumi schockt sich selbst mit den Blitzen. Die junge Uchiha betrachtet ihre schwarze, etwas angekokelte Handfläche und schnaubt missmutig //Bei ihm sieht das so einfach aus. Was mache ich denn falsch?!// meckert sie dann in Gedanken und schüttelt den Kopf. Ihr Trainingspartner schlägt vor eine kurze Pause zu machen und kramt dann einen Verband aus seiner Tasche um ihre Hand vorsichtig damit einzubinden. Die Schwarzhaarige könnte sich im Nu ohne große Anstrengung heilen, aber das kann sie ihm natürlich nicht auf die Nase binden. Sie bedankt sich mit roten Wangen bei ihm und dann setzen sie sich auf den Boden um kurz auszuruhen.
 

Nach einer Weile kommt Daiki auf sie zu und setzt sich neben die beiden. “Ach da steckt ihr. Habt ihr schon das Neueste gehört?“ fragt er dann ungeduldig und die zwei schütteln den Kopf. Immerhin würde er aber zumindest gleich berichten was es denn für Neuigkeiten gibt. “Ich konnte vorhin ein paar Reisende die unsere Quellen besucht haben hören wie sie darüber redeten in welch gefährlichen Zeiten wir doch leben. Und dass es wohl irgendeine Organisation aus gesuchten Schwerverbrechern gibt die Angst und Schrecken verbreitet.“ flüstert er dann nachdem er sich vergewissert hat, dass niemand außer den beiden zuhört. Die junge Uchiha runzelt verwirrt die Stirn. Was sollte das für eine Organisation sein? Und welches Ziel verfolgen sie? Nachdenklich schaut sie zu Nurui welcher genauso ratlos drein schaut wie sie. “Und du denkst, dass die Fremden die Wahrheit sagen?“ stellt der Braunhaarige dann skeptisch seine Frage. Daiki zuckt mit den Schultern. Er konnte ja nicht wissen ob die Durchreisenden Recht hatten mit dem was sie sagten. Viele Leute aus den unterschiedlichsten Orten kommen hier durch um dem Bad einen Besuch abzustatten. Ob man alles glauben sollte was man von Besuchern aufschnappte war die andere Frage.
 

“Man kann sie aber wohl schnell identifizieren da sie lange schwarze Mäntel mit roten Wolken darauf tragen. So können wir uns zumindest in Sicherheit bringen falls wir so komische Typen sehen sollten.“ fügt er seiner Erklärung dann noch hinzu. Ayumi´s Herz scheint stehen zu bleiben und sie kann nicht atmen. //Mäntel mit Wolken?? Aber, Obito und Zetsu tragen doch solche…gehören sie zu diesen Verbrechern?! Aber warum? Was ist ihr Ziel? Haben sie mir deswegen nie erzählt was der Plan ist?!!// Angst steigt in ihr auf als sie versucht ihre Gedanken zu ordnen. Nein, das kann nicht stimmen. Obito ist doch kein Schwerverbrecher. Aber die Mäntel sind in ihrem Design recht einzigartig, eher unwahrscheinlich, dass ausgerechnet diese zufälligerweise auch von dieser Organisation als Kleidung ausgesucht werden. Die junge Uchiha bekommt ein flaues Gefühl in der Magengegend. “Alles in Ordnung, Mina? Du musst dich nicht fürchten. Selbst wenn wir auf solche Kerle treffen sollten, werde ich dich beschützen.“ sagt Nurui entschlossen und klopft sich dabei mit der Faust gegen die Brust.
 

Die Schwarzhaarige hat nicht mal Zeit zu antworten weil sie von einem panischen Kyosuke unterbrochen werden “Nurui!! Schnell! Akane ist in Gefahr!“ presst er hervor ohne dazwischen Luft zu holen. “Was meinst du damit?“ will der Braunhaarige schnell wissen und sein Freund erzählt ihm, dass seine Schwester bei dem Tempel war um zu beten und als er sie abholen wollte, waren da zwei Fremde die sie in ihrer Gewalt hatten. Blitzschnell springt er auf seine Beine und rennt dann auch schon los. “Warte! Es ist zu gefährlich!“ ruft Ayumi ihm hinterher. Ihre Augen sind vor Angst weit aufgerissen. Was, wenn dort am Tempel Typen aus dieser Organisation sind von der sie gerade gehört haben? Wenn es Schwerverbrecher sind, sind sie zweifelsohne richtig stark. Könnten sie diesen Kampf gewinnen? Wohl eher nicht. Und außerdem hat Obito doch gesagt, dass sie sich dringend von diesen Leuten fernhalten muss!
 

Ihre Hände beginnen zu zittern als der Braunhaarige nur über seine Schulter zurück ruft “Wenn ich ihr nicht helfe tut es niemand! Dafür bin ich doch Shinobi geworden! Du kannst gern hier bleiben wenn du Angst hast!“. Kalter Schweiß formt sich auf ihrer Stirn. Sie macht sich große Sorgen wer da wohl die Eindringlinge sind. Andererseits kann sie Nurui doch nicht alleine kämpfen lassen. Die Bewohner des Dorfes sind alles normale Leute. Niemand könnte ihnen helfen. Der Braunhaarige wartet nicht auf eine Antwort und sprintet weiter in Richtung des Tempels. //Scheisse!!!// ruft die Schwarzhaarige in Gedanken aus und rennt ihrem Begleiter dann hinterher. Bald schon hat sie zu ihm aufgeschlossen und bei ihrem Ziel angekommen sehen sie zwei Männer.
 

Einer von ihnen hält das kleine Mädchen am Kragen ihrer Jacke in die Luft. “Sag uns endlich, wo die Schriftrolle versteckt ist, wenn du weiter leben möchtest!!“ schreit er sie dann an und das Mädchen beginnt vor Furcht zu weinen. “Immer noch so stur, was?“ sagt er dann hämisch lachend und hält sie immer weiter in die Luft bis sie anfängt zu husten weil sie nur noch schwer Luft bekommt. “Lasst sie sofort runter und verschwindet von hier!“ brüllt Nurui dann los und als sich die beiden nun in deren Richtung drehen können sie erkennen, dass sie keine Mäntel mit Wolken an haben. Puh, noch mal Glück gehabt. “Was wollt ihr von ihr? Lasst sie gehen!“ fordert der Braunhaarige die Fremden dann auf und diese beginnen wieder zu lachen. “Wenn ihr sie so dringend haben wollt, bitte. Es wurde eh langweilig mit ihr zu spielen. Vielleicht seid ihr ja viel versprechendere Spielgefährten.“ entgegnet ihnen der eine nur kalt als er das Mädchen dann in ihre Richtung schleudert.
 

“Akane!“ ruft Ayumi aus als sie das Kind dann auffängt und sicher auf dem Boden absetzt. Schnell erkundigt sie sich nach deren Befinden und in diesem Moment erscheinen auch Daiki und Kyosuke. Schnell läuft das Mädchen weinend zu ihrem Bruder. Nurui befiehlt seinen Freunden zu fliehen und sich zu verstecken. Im Kampf wären sie ohnehin eher Hindernis als Hilfe. Die drei machen wie von ihnen verlangt und dann sind es an dem Tempel nur noch der Braunhaarige, die junge Uchiha und die beiden Fremden. Sie tragen keine Stirnbänder aber an ihrer Bewaffnung kann Ayumi erkennen, dass es sich um Shinobi handeln muss. Vielleicht Abtrünnige? Sie schluckt angespannt als sie die beiden nicht aus den Augen verliert. Nurui lässt die Knöchel in seiner Faust knacken “Ich frage euch noch mal. Wer seid ihr und was wollt ihr hier?!“ zischt er seine Worte dann regelrecht und so wütend hat ihn die Schwarzhaarige noch nie erlebt. Die Eindringlinge wechseln einen kurzen Blick “Wir haben gehört, dass es in dem Tempel hier eine geheime Schriftrolle geben soll. Die wollen wir haben. Unser Boss interessiert sich brennend dafür. Also her damit.“ antwortet einer der Fremden dann mit bedrohlichem Unterton.
 

“Hier gibt es keine Schriftrollen! Und selbst wenn, würde ich euch die bestimmt nicht überlassen. Da ihr wohl nicht von alleine verschwinden wollt, werde ich euch wohl aus dem Dorf prügeln müssen.“ warnt der Braunhaarige die beiden noch ein letztes Mal. Weil darauf keine Reaktion seitens der Gegner kam setzt Nurui zum Angriff an und springt auf die beiden zu. Er hüllt die Klinge seines Schwertes in Blitze und verlängert diese damit auch. Während er den Mann auf der linken Seite nun in einen Kampf verwickelt, widmet sich Ayumi dem auf der rechten Seite um ihrem Begleiter den Rücken frei zu halten. Von Obito würde sie für diese unbedachte Vorgehensweise bestimmt eine Kopfnuss bekommen. Ohne zu analysieren so blind in einen Kampf zu laufen ohne die Stärken des Gegners zu kennen. Nurui und der Fremde liefern sich einen Schwertkampf und die junge Uchiha ist erstaunt wie gut ihr Gegner seine Angriffe abwehren kann. Das ist allerdings nicht der richtige Zeitpunkt um Unachtsam zu werden also konzentriert sie sich wieder auf ihren Gegner. Die beiden tauschen Tritte und Schläge aus, doch irgendetwas ist komisch. Ihr Gegenüber versucht die ganze Zeit sie auf Abstand zu halten. Er zieht sein Kunai und Ayumi kann gerade noch rechtzeitig nach hinten weg springen um nicht erwischt zu werden. Noch während sie in der Luft ist wirft sie Shuriken nach ihm doch er kann diese abwehren.
 

Bevor sie auf dem Boden landet formt er mit fiesem Grinsen auf den Lippen Fingerzeichen und spuckt aus seinem Mund dann eine dickflüssige Flüssigkeit welche sogleich den ganzen Boden in der näheren Umgebung benetzt. Die junge Uchiha kann nicht ausweichen und landet mit ihren Füßen dann in der Pfütze. Als sie wieder auf ihn zu sprinten will stellt sie fest, dass sie ihre Beine nicht bewegen kann. Sie klebt fest. Was ist das nur für eine Flüssigkeit? Laut lachend ist sich ihr Gegner seines Sieges sicher als er mit gezücktem Kunai auf sie zugeht. //Denk nach! Wenn dieser Glibber nicht nur klebrig sondern auch ölig ist, würde er hervorragend brennen. Damit könnte ich ihn also erwischen.// überlegt sie sich in Gedanken einen Plan.
 

Ihr Feind schreitet durch die Pfütze ohne irgendwelche Probleme dabei zu haben. //Ich darf meine Feuer-Jutsu´s doch nicht anwenden. Verdammt!! Was mach ich denn?!// versucht sie auf Hochtouren eine Lösung zu finden während ihr Gegner immer näher kommt. Wenn er darin gehen kann muss es irgendeine Möglichkeit geben der klebrigen Masse zu entkommen. Sie leitet Chakra in ihre Fußsohlen so wie sie es gemacht hat als sie lernte übers Wasser zu gehen aber es ändert sich nicht viel. Die Masse ist zäher als gedacht. Ihr kommt eine riskante Idee. Schnell macht sie Fingerzeichen und schlägt dann mit ihrer Faust fest auf den Boden während sich aus dieser ein Blitz entlädt. Wie erwartet wird dieser über die klebrige Flüssigkeit weiter geleitet. Er erwischt zwar auch Ayumi, trifft aber auch ihren Gegner. Die Macht der freigesetzten Elektrizität in Verbindung mit der Flüssigkeit sorgt dafür, dass er das Jutsu nicht länger aufrecht erhalten kann und die Pfütze verschwindet nach und nach.
 

Die junge Uchiha ist die erste die sich wieder aufgerappelt hat. Mag womöglich auch daran liegen, dass sie sich bei ihrem Training schon des Öfteren selbst geschockt hat und deswegen vielleicht ein Stück weit abgehärtet ist. Schnell formt sie Fingerzeichen um dann das Jutsu der Wasserpeitsche anzuwenden. Sie fesselt ihren Widersacher damit und knallt ihn mit voller Wucht gegen einen Felsen. Als sie zu Nurui schaut wird dieser in einem gewaltigen Wirbelwind gefangen gehalten. Sein Körper ist bereits von mehreren Schnittwunden geziert. So schnell sie kann läuft die Schwarzhaarige auf seinen Gegner zu und tritt nach ihm. Er kann zwar ausweichen, muss damit aber sein Jutsu auflösen und Nurui ist wieder frei. Ayumi attackiert ihn mit ihrem Kurzschwert und nachdem ihre Klingen mit einem lauten, metallenen Geräusch gegeneinander geknallt sind, springen beide ein Stück weit nach hinten um etwas Platz zu schaffen.
 

Nurui hustet etwas und erhebt sich von seinen Knien. “Geht es dir gut?“ stellt das Mädchen besorgt ihre Frage und der junge Mann nickt nur schwach als er sich Blut aus dem Gesicht wischt. Die Fremden stehen nun nebeneinander, bereit die beiden wieder anzugreifen. Und wer weiß, welch miese Tricks sie womöglich noch auf Lager haben. Ayumi will nicht darauf warten was ihnen als nächstes einfällt und formt Fingerzeichen. Sie wendet das Jutsu des Wasserdrachengeschosses an und entschlossen formt ihr Begleiter ebenfalls Fingerzeichen und fügt ihrem Wasserdrachen nun Blitz-Chakra hinzu. So erschaffen die beiden einen mächtigen Kombi-Angriff und schließen ihre Gegner in einem drachenförmigen Strudel aus Wasser und Blitz ein. Als ihr Angriff beendet ist fallen ihre Feinde zu Boden. Einer ist noch in etwas besserer Verfassung und legt den Arm seines Kameraden um seine Schulter. “Wir ziehen uns zurück. Wir müssen Lord Danzo Bericht erstatten.“ nuschelt er seine Worte dann seinem Mitstreiter zu ehe er eine Rauchbombe wirft und die beiden dann auch schon verschwunden sind.
 

Die junge Uchiha hustet etwas als sie den Rauch mit ihrer Hand weg wedelt. //Danzo, hab ich das richtig gehört?// sie schluckt nervös. Ein Glück hat sie ihr Sharingan nicht aktiviert. Sonst wäre alle Mühe der Tarnung umsonst gewesen. Da hat sie ja noch mal Glück gehabt. Nurui lässt sich dann auf seinen Po fallen und atmet schwer. Die Schwarzhaarige mustert ihn besorgt. Das Jutsu mit dem rasiermesserscharfen Wind hat ihm ganz schön zugesetzt. Seine Kleidung ist an vielen Stellen zerschnitten und er blutet auch. Ayumi kniet sich neben ihn und legt dann ihre Hände über seinen Oberkörper. “Was-“ will der Braunhaarige gerade fragen was sie vorhat als diese ihm nur den Finger auf den Mund legt und ihn damit um Ruhe bittet. Sie beginnt dann damit seine Wunden zu heilen, sehr zu seinem Erstaunen. Ungläubig betrachtet er seine verheilten Schnitte und blinzelt dabei mehrmals. “Weißt du, Priesterinnen sind nicht so wirklich für Kämpfe gemacht oder starke Angriffs-Jutsu´s. Dafür können wir ein wenig heilen.“ erklärt die Schwarzhaarige dann lächelnd. Gemeinsam stehen sie auf und stützen einander als sie sich auf den Rückweg zum Dorf machen. Der Kampf und vor allem ihr letzter Kombinationsangriff hat ja doch einiges an Chakra gekostet.

Grade nochmal gut gegangen

Ein Hügel noch und dann sind sie wieder in dem Dorf. Nurui beäugt sie skeptisch “Wir haben gerade einen Kampf hinter uns und du hast nicht mal einen Kratzer abbekommen. Ich wusste gar nicht, dass Priesterinnen so stark sind.“ spricht er seine Gedanken dann laut aus. Ayumi schluckt angespannt “Nun ja, ich hatte wohl einfach Glück, dass mein Gegner keine so starken Jutsu´s beherrscht hat. Außerdem hatte ich ja einen guten Lehrer.“ sagt sie dann und zwinkert ihm frech zu. Scheinbar kauft er ihr das ab weil er nichts weiter dazu sagt. Als sie den Hügel überquert haben kommen schon seine drei Freunde angelaufen und wollen sogleich wissen ob es ihnen gut geht. “Ich hatte ja solche Angst vor den bösen Männern!!“ schreit Akane dann weinend während sie Nurui fest umarmt. Sie reicht ihm gerade mal bis zum Bauch. Dieser Anblick ist äußerst niedlich daher kann die junge Uchiha nicht anders als zu schmunzeln. Danach fällt die Kleine dann auch der Schwarzhaarigen um die Beine und drückt sie fest als sie sich bedankt.
 

Ayumi streichelt sachte ihren Kopf und versichert ihr, dass sie nun keine Angst mehr haben muss. Sie weiß nicht warum, aber diese Geste hat sie von Seiten Obito´s oder Madara´s immer als äußerst tröstend empfunden als sie noch klein war und da sie dem Mädchen das selbe Gefühl vermitteln möchte, hat sie es mal ausprobiert. Als sie noch eine Weile draußen stehen beginnt es zu schneien. Feine, kleine Schneeflocken rieseln vom Himmel und die fünf bestaunen die weißen Flocken. Vor allem Akane kann ihre Freude kaum zurück halten als sie damit beginnt sie zu fangen. Die junge Uchiha springt vergnügt mit Akane auf ihren Schultern über die Wiese deren Boden schon bald von einer feinen Schneeschicht bedeckt ist. Nurui und seine Freunde betrachten das Spektakel amüsiert. Die Schwarzhaarige lässt das Mädchen dann wieder runter und bis es anfängt zu dämmern unterhalten sie sich noch etwas. “Wollen wir ein kleines Lagerfeuer machen?“ schlägt der Braunhaarige vor doch Ayumi schüttelt den Kopf. “Da bin ich raus. Ich bin schon ziemlich müde. Aber lasst euch nicht aufhalten.“ sagt sie mit einem Lächeln auf den Lippen. Ohne auf Widerworte zu warten geht sie dann auch schon in das Haus seiner Großmutter. Sie mag die kalte Jahreszeit nicht sonderlich. Zum einen friert sie schnell und zum anderen kommt man je nachdem wie viel Schnee liegt nur mühsam voran.
 

Die junge Uchiha legt ihre Beintasche und das Kurzschwert in eine Ecke des Zimmers und lässt sich dann aufs Bett plumpsen. Nurui bestand nach wie vor darauf, dass sie in diesem schlafen sollte und da sie inzwischen weiß wie dickköpfig er sein kann diskutiert sie deswegen nicht weiter mit ihm. Während sie an die Zimmerdecke starrt kann sie hören wie die vier draußen vor dem Haus wohl Holz aufschichten. Seine Großmutter hat in ihrem Vorgarten eine kleine Feuerstelle um welche sich auch ein paar Felsen zum drauf sitzen befinden. Dann ist es eine Weile still und die Schwarzhaarige fragt sich was die da wohl wieder anstellen. Mittlerweile ist es draußen schon dunkel und Ayumi dreht sich zur Seite um zu schlafen. Heute ist kein guter Tag. Je eher sie also schläft und dieser damit vorbei ist, umso besser. Beinahe wäre sie vor Schreck aus dem Bett gefallen als plötzlich die Zimmertür auffliegt. “Komm mit Mina!“ fordert der Braunhaarige sie dann auf ihm zu folgen doch diese grummelt nur mürrisch. “Ich möchte schlafen. Ich bin erschöpft vom Kampf.“ entgegnet sie ihm dann etwas zickig doch er lässt nicht locker.
 

Entschlossen stellt er sich neben sie, packt sie an den Handgelenken und zieht sie dann mit einer schwungvollen Bewegung aus dem Bett und auf ihre Beine. “Nurui was ist denn das Problem? Kannst du mir was auch immer so wichtig ist, denn nicht auch morgen zeigen?“ will sie dann grummelnd wissen und ihr Freund schüttelt den Kopf. Er greift sich ihren Mantel und legt ihn ihr sogleich über die Schultern. Was auch immer er vorhat, es findet wohl draußen statt. Dabei hatte sie doch gesagt, dass sie alleine das Lagerfeuer machen sollen. “Hopp, hopp. Beweg dich.“ sagt er ernst als er dann hinter ihr geht und ihr nachdem sie über die Treppe nach unten gegangen sind, die Augen zuhält. “Was soll das denn werden? Willst du mich entführen?“ fragt sie kichernd und lässt es aber zu ohne ihn zu unterbrechen. Die junge Uchiha kann hören wie die Haustür geöffnet wird und ohne zu warten schiebt der Braunhaarige sie dann auch schon nach draußen. Sie kann das knistern von Feuer hören, also haben sie das Lagerfeuer wohl bereits entzündet. Er nimmt seine Hände dann von ihren Augen und als Ayumi kurz blinzelt sieht sie vor dem Feuer Kyosuke, Daiki und Akane stehen. Das kleine Mädchen hält eine Torte in den Händen mit einer brennenden Kerze darauf.
 

Die Schwarzhaarige schaut sich über ihre Schulter zu Nurui um “Was? Woher?“ beginnt sie dann zu fragen und ihr Begleiter grinst schelmisch “Ich hab dich doch vor einer Weile schon mal gefragt wann du eigentlich Geburtstag hast.“ sagt er dann zwinkernd. “Und das hast du dir gemerkt??“ fragt sie und blickt ihn mit großen Augen an. “Natürlich. Oder denkst du ich würde deinen Geburtstag vergessen? Leider hat sich die Feier aufgrund des Zwischenfalls etwas nach hinten verschoben. Ich hoffe du freust dich trotzdem.“ erklärt er dann aufrichtig und Ayumi bekommt ganz feuchte Augen. Sie schluckt den Kloß in ihrem Hals hinunter und nachdem sie sich zu ihm umgedreht hat, umarmt sie ihn ganz fest. “Danke, Nurui! Du weißt gar nicht, was mir das bedeutet.“ presst sie mit tränenerstickter Stimme hervor und der junge Mann bekommt hochrote Wangen.
 

Das war nicht ganz die Reaktion mit der er gerechnet hatte. “Aber, aber. Kein Grund zu weinen. Lass uns lieber den Kuchen essen.“ sagt er nach einem kurzen Räuspern und wischt ihr mit seinem Daumen die Tränen von den Wangen. Fröhlich nickt die junge Uchiha und wendet sich dann den anderen zu um sich ebenfalls zu bedanken. Der Kuchen sieht eher nach einem Unfall aus und an bunten Streuseln sind schon eher zu viele als zu wenige drauf. Die Freunde erzählen ihr stolz, dass sie diesen selbst gebacken haben und Akane hat ihn verziert. Was die ganzen bunten Streusel erklärt. Schmunzelnd betrachtet sie den Geburtstagskuchen. Rein optisch könnte er bei keinem Schönheitswettbewerb gewinnen, aber der Wille zählt. Die fünf sitzen dann ums Lagerfeuer herum, essen den Kuchen, welcher wirklich gut schmeckt, unterhalten sich und lachen vergnügt. //Danke Leute.// denkt sich Ayumi und bekommt wieder feuchte Augen. Schnell schüttelt sie den Kopf um sich über diesen schönen Moment lieber zu freuen.
 

Itachi war der Einzige der ihren Geburtstag nie vergessen und ihr auch immer Kleinigkeiten geschenkt hat. Ihr allererstes Kunai hat sie zum Beispiel von ihm bekommen. Der Griff von diesem ist mit rotem Verband eingewickelt gewesen und das besitzt sie auch heute noch und hat es auch auf ihrer Reise dabei, nur Kämpfen tut sie damit nicht weil sie nicht riskieren möchte es kaputt zu machen. Mit Madara und Obito hat sie nie Geburtstag gefeiert. Eine sinnlose Zeitverschwendung wie Madara fand. Allerdings hatte ihr Obito an diesen Tagen dann heimlich Süßigkeiten zugesteckt. Sie weiß noch als Madara das einmal mitbekommen hat, dann durften sich beide eine Standpauke anhören von wegen unnützem Unfug und Verweichlichung. Partner in Crime sozusagen. Das hat die beiden aber ein bisschen enger zusammen geschweißt. Lächelnd denkt sie an diese Zeiten zurück als die vier dann ein Geburtstagslied für sie singen. Etwas beschämt bekommt sie einen hochroten Kopf und hält sich ihre Hände vors Gesicht. Nach beendetem Ständchen fangen sie dann alle an zu lachen und genießen diese unbeschwerte Zeit.
 

Als das Feuer erlischt trennen sich die Wege der Freunde und Ayumi geht zusammen mit Nurui wieder ins Haus. In dessen Zimmer angekommen lässt sie sich zufrieden ins Bett fallen und der Braunhaarige schlüpft unter die Decke auf seinem Futon. In der Zeit in der sie alleine unterwegs war hat sie ihre Geburtstage nie gefeiert. Zu einsam hätte sie sich dabei gefühlt, so weit weg von Zuhause und ihrer Familie. Hätte Nurui sich auch nicht daran erinnert, hätte sie den Tag einfach wie jeden anderen auch beendet und nichts weiter dazu gesagt. Ayumi starrt an die Zimmerdecke als der Braunhaarige zu kichern beginnt. “Das nenn ich mal einen Tag. Erst haben wir´s diesen Dieben so richtig gezeigt und dann noch deinen Geburtstag gefeiert. Wie krass unser Kombi-Angriff war! Hast du gesehen was wir da geschafft haben? Wir sind ein starkes Team!“ meint er ehrlich und lächelt sie dabei breit an. “Auch wenn du bei der Ausführung von Blitz-Jutsu´s noch immer eine ziemliche Niete bist.“ fügt er hinzu und die Schwarzhaarige wirft ihm deswegen dann ihr Kissen an den Kopf. Beide beginnen zu lachen und als sie ihr Kissen zurück bekommen hat legen sich beide schlafen. Das war wirklich ein ereignisreicher Tag. Mit einem Lächeln auf den Lippen schläft das Mädchen dann schließlich ein und auch Nurui begibt sich ins Reich der Träume.
 

Die beiden blieben noch etwa drei Monate in seinem Geburtsort um sicher zu stellen, dass die feindlichen Shinobi nicht vielleicht doch noch mal auftauchen. Da in dieser Zeit aber alles ruhig war sind sie danach weiter gezogen um ihre Reise fortzusetzen und ihre Ziele zu erreichen. Gut zwei Jahre ist das nun her und Ayumi ist sichtlich froh, dass der Schnee mittlerweile weg geschmolzen ist und der Winter Platz für den Frühling macht. Sonniges Wetter ist ihr wirklich tausendmal lieber als diese nass-kalte Jahreszeit. Fröhlich summend schreitet sie den Wanderweg entlang und streckt sich in den wärmenden Sonnenstrahlen. Gerade waren sie in einem kleinen Schrein und da dort nirgends ein Versteck oder der Hinweis zu einer Schriftrolle war, hat die junge Uchiha beschlossen weiter zu gehen. Sie beherrscht inzwischen einige Blitz-Jutsu´s, allerdings sind diese bei ihr wesentlich schwächer als wenn Nurui selbe ausführt. Sie haben wie besessen geübt aber so richtig gelingen will es nicht.
 

Ayumi erinnerte sich daran, dass Madara ein Siegel vermutet welches ihr Chakra blockiert und hat deswegen das Blitz-Element ein Stück weit aufgegeben. Dafür hat sie sich auf ihre Wasser-Jutsu´s konzentriert und diese verbessert. Ganz zu schweigen von ihrem Schwertkampf. Der Braunhaarige ist hierbei wirklich ein guter Lehrer. Und auch er hat sich während ihrer gemeinsamen Reise verbessert und ist stärker geworden. Ab und an erledigten sie kleine Aufträge um sich etwas Geld zu verdienen und auch an ihren Kombi-Angriffen haben sie gefeilt. “Sag mal, Mina. Was hast du denn als nächstes vor?“ stellt Nurui dann unsicher seine Frage. Die Schwarzhaarige betrachtet ihn mit schief gelegtem Kopf ehe sie antwortet “Das war der letzte Schrein den ich besuchen musste. Damit bin ich mit meinen Aufgaben hier im Blitzreich fertig.“. Ihr Begleiter bleibt stehen und richtet seinen Blick auf den Boden. Ayumi bleibt ebenfalls stehen und dreht sich zu ihm um. “Also wirst du jetzt gehen, oder?“ nuschelt er besorgt und die junge Uchiha wird augenblicklich traurig. Sie wussten beide, dass dieser Tag kommen würde. Dennoch hat er sich als guter Freund und treuer Begleiter erwiesen. Sie wird seine unbeschwerte Art und vor allem sein Lachen vermissen.
 

Sachte legt sie ihm eine Hand auf die Schulter “Nurui. Ich muss noch in viele andere Länder, zu vielen Tempeln und Schreinen um meine Ausbildung beenden zu können.“ sagt sie leise und schaut dabei zur Seite. Sie könnte es nicht ertragen in sein trauriges Gesicht sehen zu müssen. Der Braunhaarige legt seine Hand auf die ihre, welcher immer noch auf seiner Schulter liegt “Komm mit mir nach Kumo Gakure. Ich habe gesehen wie stark du bist. Du könntest doch stattdessen eine Ausbildung zur Konnoichi machen. Dann könnten wir weiterhin gemeinsam Aufträge erfüllen. Wir sind zusammen so stark. Warum willst du überhaupt Priesterin werden? Willst du dein ganzes Leben lang alleine bleiben?!“ platzt es dann aus ihm heraus als er sie mit roten Wangen ansieht. “Wir wissen beide, dass das nicht geht. Es tut mir leid.“ spricht sie ihre Worte ruhig und nimmt dann auch ihre Hand von seiner Schulter. Alleine bleiben? Darüber hat sie eigentlich nie sonderlich nachgedacht. Ihr einziges Ziel ist es, Madara und Obito zu unterstützen und das kann sie nicht wenn sie bei ihm bleibt.
 

Wie ihre Zukunft aussieht wenn sie ihr Ziel erreicht haben weiß sie doch selbst nicht. Nur, dass sie ja in Wirklichkeit keine Priesterin wird und deswegen auch nicht alleine leben muss. Aber das weiß ihr Partner ja nicht. Außerdem wäre es zu gefährlich mit ihm nach Kumo Gakure zu gehen. Dort wimmelt es ja nur so von Shinobi. Wer weiß wie lange ihre Tarnung da bestehen könnte? Nein, viel zu riskant. Sie will ja auch Nurui nicht in Gefahr bringen wenn raus kommt wer sie wirklich ist und dass er sie begleitet ist auch ausgeschlossen weil er damit dann sein Dorf verraten würde und ein Abtrünniger wäre. Ayumi schaut sich über ihre Schulter zu ihm um “Lass uns weiter gehen, ja?“ fragt sie dann leise und der junge Mann nickt leicht mit dem Kopf. Die ganze Zeit über hatte er verdrängt, dass früher oder später ihr Abschied kommen würde. Er hat sie so lieb gewonnen aber sich nie getraut es ihr zu sagen. Zu groß die Angst abgewiesen zu werden. Und da sie fest vor Augen hat Priesterin zu werden hätte sie da für ihn ohnehin keinen Platz gehabt. Er ballt die Hände zu Fäusten und schweigend gehen die beiden dann nebeneinander her. Sie erreichen schon bald eine kleine Stadt und gehen dort erst eine Kleinigkeit essen und dann in ein großes Gästehaus. An der Rezeption bekommen sie mitgeteilt, dass es nur noch ein freies Zimmer mit einem Doppelbett gibt. Mit etwas roten Wangen bezahlen sie für das Zimmer und gehen dann schon die Treppe nach oben und in das gemietete Zimmer.
 

Die Schwarzhaarige legt ihre Ausrüstung ab und setzt sich sogleich ins Bett. Mit pochendem Herzen legt sich dann auch Nurui ins Bett und starrt gegen die Zimmerdecke. Sie haben den ganzen Weg kein Wort gesagt und die junge Uchiha wüsste auch gar nicht was sie sagen sollte um es nicht noch schlimmer zu machen. Sie versucht eine harte Schale zu bewahren und es nicht zu nah an sich heran zu lassen. Ihr Begleiter dreht sich dann zur Seite und wendet ihr damit den Rücken zu. Ayumi legt sich ebenfalls hin und betrachtet ihn noch lange. Beide können die Stille nicht aushalten, schlafen können sie aber auch nicht. Zögerlich legt das Mädchen dann ihre Fingerspitzen an seinen Rücken als sie nuschelt “Es tut mir wirklich leid, Nurui.“. Der Braunhaarige ist zwar noch wach, bringt es aber nicht übers Herz ihr zu antworten. Zu groß ist der Schmerz den er gerade in seiner Brust verspürt. In dieser Nacht schlafen beide sehr unruhig und die junge Uchiha träumt wieder lauter wirres Zeug.
 

Da sie ohnehin keinen erholsamen Schlaf erlangen, beschließen sie bereits im Morgengrauen weiter zu ziehen. Nach einer Weile in der sie schweigend nebeneinander gingen ist Nurui dann der Erste der etwas sagt “Wo wirst du als nächstes hin gehen?“ stellt er seine Frage und Ayumi schaut ihn nachdenklich an ehe sie antwortet “Als nächstes werde ich ins Erdreich gehen. Und du wirst nach Kumo Gakure gehen um deine Ausbildung fortzuführen, oder?“. Der junge Mann nickt und betrachtet sie dann durchdringend “Ich werde ein mächtiger Shinobi werden und dich irgendwann holen kommen.“ sagt er dann und das breite Grinsen welches sie schon vermisst hat ist wieder auf seine Lippen zurück gekehrt. Er nimmt sie fest in den Arm und die Schwarzhaarige erwidert seine Umarmung genau so stark. Ihre Augenwinkel beginnen zu brennen “Ich danke dir für alles. Für die ganze schöne Zeit und alles, was ich mit dir zusammen erleben durfte. Ich würde mich freuen wenn wir uns eines Tages wieder sehen, mein Freund.“ sagt sie dann ehrlich und daraufhin drückt er sie nur noch fester.
 

Schnell trocknet sie ihre Augen als die beiden einander los lassen. Ayumi dreht sich bereits von ihm weg um aufzubrechen, als er sie am Handgelenk packt und zu sich herum wirbelt. Noch bevor sie reagieren kann küsst er hauchzart ihre Wange “Pass gut auf dich auf, meine kleine Mina.“ sind dann seine letzten Worte ehe er sich von ihr abwendet und mit hinter dem Kopf verschränkten Armen losgeht. Die junge Uchiha legt eine Hand auf ihre Wange während sie, ihm verlegen und mit geröteten Bäckchen hinterher sieht. Zu gerne würde sie ihm alles erzählen, ihre Vergangenheit, ihre Aufgabe, einfach alles. Aber das darf sie nicht und dass er sie trotzdem so mag obwohl sie ihn die ganze Zeit über angelogen hat bricht ihr das Herz. Schließlich trennen sich ihre Wege. Ayumi geht in Richtung Westen und Nurui weiter in Richtung Norden, in Richtung Kumo Gakures.

Im Erdreich

[Dieses Kapitel ist nur Volljährigen zugänglich]

Nichts als Sand

//Warum hast du mich hier zurück gelassen Obito? Hätte ich euch nicht begleiten können? Wir stehen doch auf derselben Seite…oder nicht?// wird sie dann von Gedanken gequält. Auch wenn sie froh ist, dass der Schwarzhaarige rechtzeitig erschienen ist um schlimmeres zu verhindern, so wäre sie doch gerne mit ihm gegangen. Was hat es mit diesem ganzen Kram eigentlich auf sich? Sind sie wirklich in zwielichtige Machenschaften verwickelt? Und warum erzählt ihr eigentlich nie jemand Genaueres darüber? Früher hieß es immer weil sie dafür noch zu klein ist und es nicht verstehen würde. Aber da ist sich die junge Uchiha gar nicht mehr so sicher. Ist sie womöglich nur Mittel zum Zweck? Die Schwarzhaarige gibt sich selbst eine leichte Ohrfeige. Worüber zerbricht sie sich da immerhin auch den Kopf. Andererseits war der Blonde ein Abtrünniger, also können die Missionen dieser Organisation ja eigentlich nicht so ganz legal sein wenn man sich hierfür mit solchen Leuten abgibt. Kopfschüttelnd steht die junge Frau auf und beschließt weiter zu gehen.
 

Im Erdreich hat sie alle Hinweise und Schriftrollen gefunden also ist ihr nächstes Ziel das Windreich. Bis dahin ist es aber ein weiter Weg daher sollte sie besser keine Zeit verlieren. Zumindest liegt ihr das Wind-Element wesentlich besser als Erde und Blitz. Daher hofft sie, dass sie die Aufgaben dort schneller erledigen kann und die Wind-Jutsu´s schnell beherrschen wird. So führt sie ihr Weg nun in Richtung Süden. Ayumi´s Magen beginnt zu grummeln und deswegen wirft sie schnell einen Blick in ihren Rucksack. Nichts essbares mehr dabei. Abgesehen von den Nahrungspillen. Bei dem Gedanken stellen sich die Härchen an ihren Armen auf. Hilft wohl nichts. Bis zum nächsten Dorf ist sie mit Sicherheit verhungert. Zumindest wenn sie den Aufzeichnungen auf ihrer Karte glauben kann. Mürrisch nimmt sie dann ein paar der Pillen aus der Dose und schluckt diese dann schnell runter. Die junge Uchiha wird ganz grün um die Nase als sie sich den Magen reibt. //Oh igitt. Das ist so widerlich.// beklagt sie sich dann in Gedanken und trinkt ein paar Schlucke Wasser nach um den Geschmack aus ihrem Mund zu spülen. Ihr hallen Obito´s Worte durch den Kopf ´Medizin die helfen soll, schmeckt nun mal bitter.´ und sie rollt mit den Augen. Auch wenn sie scheußlich schmecken, erfüllen sie ihren Zweck. Ayumi hat keinen Hunger mehr und fühlt sich energiegeladen. Umso besser. Dann kann sie ja weiter gehen.
 

Als die Schwarzhaarige nach ein paar Tagesmärschen dann endlich das Windreich erreicht atmet sie erleichtert auf. Immerhin ist dieses Land mit seinen Tempeln und Schreinen ihre letzte Station bevor sie dann endlich wieder nach Hause kann. Über diese Tatsache überaus erfreut, spaziert sie mit großen Schritten weiter. Auf ihrer Reise hat sie die unterschiedlichsten Gegenden und Klimazonen kennen gelernt. Von Wald und Wiesen über Dschungel, Küsten, Gebirge, Einöden und den vier Jahreszeiten geschuldet auch Temperaturen von sehr kalt bishin zu sehr warm. Sie hat viele nette Leute getroffen, aber auch viele denen sie am liebsten nie mehr begegnet. Man kann durchaus sagen, dass sie an dieser Reise gewachsen ist und sich weiter entwickelt hat. Spirituell wie auch körperlich gesehen.
 

Je tiefer sie ins Reich des Windes geht, umso mehr verändert sich die Landschaft in eine Wüste. Weit und breit keine Bäume zu sehen. Von Bächen oder Flüssen mal ganz abgesehen. Laut ihrer Karte müsste sich hier in der Nähe eigentlich ein kleines Dorf befinden. Ayumi hält sich die Hand über die Stirn um bei steigender Sonne etwas besser sehen zu können. Sie ist jetzt schon seit Tagen unterwegs aber kann dieses verfluchte Dorf einfach nicht finden. Noch dazu sieht hier in dieser Wüste mit den Sanddünen alles so gleich aus. Sie kann nicht mal mit Sicherheit sagen ob sie nicht vielleicht im Kreis gelaufen ist. Die Sonne brennt vom Himmel herab und die junge Frau schwitzt sich halb zu Tode und dabei ist noch nicht mal Sommer. Mit welchen Temperaturen wird sie da dann wohl rechnen müssen? Zwar hat die junge Uchiha noch Nahrungspillen, aber Wasser ist ihr schon vor einer ganzen Weile ausgegangen. Sie konnte auch nirgends ein Versteck oder dergleichen finden und musste unter freiem Himmel schlafen. Alles was sie sieht ist Sand, Sand und noch mehr Sand. Erschöpft sinkt sie auf ihre Knie und fällt dann mit dem Gesicht voraus in den Sand. Sie weiß, dass sie hier jetzt nicht liegen bleiben und einschlafen darf, aber sie kann nicht anders und schließlich verliert die Schwarzhaarige dann das Bewusstsein.
 

Als Ayumi wieder erwacht ist es angenehm kühl. Sie liegt in einem dunklen Raum und blinzelt perplex. //Wo bin ich hier?// stellt sie sich in Gedanken die Frage als sie sich in dem Zimmer umschaut. Neben ihrem Bett sitzt ein Mann, welcher vom Alter her ihr Vater sein könnte. “Schön, du bist wach. Geht es dir besser?“ fragt er mit freundlicher Stimme und hält ihr ein Glas Wasser hin. Zuerst skeptisch siegt dann aber doch ihr Durst und gierig trinkt sie das Glas in einem großen Schluck leer. Wenn er sie hätte töten wollen, hätte er das bestimmt längst getan. Wofür denn auch darauf warten, dass sie erwacht? “Ich schulde ihnen wohl meinen Dank. Sie haben mich gerettet, stimmt´s?“ spricht sie dann leise ihre Worte weil ihr Mund immer noch ganz trocken ist. Der Fremde lächelt sanft “Das stimmt. Ich war mit meinen Söhnen auf dem Rückweg vom Einkaufen als sie dich im Sand liegen sahen.“ erklärt er damit dann wie sie sie gefunden haben. Neugierig kommen nun auch die beiden Söhne des Mannes näher ans Bett heran und betrachten sie mit großen Augen.
 

“Dann muss ich mich wohl auch bei euch bedanken. Vielen Dank.“ sagt die Schwarzhaarige dann freundlich und die beiden verstecken sich schüchtern hinter ihrem Vater. Der eine scheint wohl so um die 5 Jahre alt zu sein und der andere wird nicht älter als 8 sein. Ihre Skepsis gegenüber Fremden kann sie ihnen also nicht verdenken. “Du hattest Glück, dass du nicht weit von unserem Zuhause entfernt warst. Sonst hätten wir dich wahrscheinlich nicht gefunden.“ sagt der Familienvater dann ernst und betrachtet sie dabei nachdenklich. “Wie kann es sein, dass ich euer Haus nicht gesehen habe? Alles was in meiner Umgebung war, war Sand.“ platzt es dann neugierig aus ihr heraus. “Das liegt daran, dass unser Zuhause versteckt in einer Sanddüne liegt. Wir wohnen hier allein, deswegen ist es besser unentdeckt zu bleiben. Schon alleine zum Schutz meiner Söhne.“ spricht er seine Worte dann ruhig und Ayumi nickt leicht. Deswegen konnte sie hier also nichts finden. In der Wüste herrschen nun mal ganz andere Bedingungen als anderswo auf der Welt und so bleibt einem nichts anderes übrig als sich anzupassen. Dass das Haus versteckt in einer Düne liegt erklärt zumindest auch weshalb es kühl und halbdunkel ist.
 

Als sie alle einander vorgestellt wurden schließt die junge Uchiha nachdenkend ihre Augen und als sie diese wieder öffnet blicken ihre drei Retter direkt in ihr Sharingan. Sie wendet ein Gen-Jutsu an um etwas über die Vergangenheit der Familie zu erfahren. Der Vater war früher ein gefürchteter Shinobi Suna Gakure´s, ebenso seine Frau. Allerdings kehrte diese von einer Mission nicht mehr zurück und um seine Söhne vor dem Schicksal des oft sehr kurzen Leben eines Shinobi zu bewahren, hat er das Dorf hinter sich gelassen und lebt seither mit den beiden hier versteckt. Zumal er Suna Gakure ja nicht so einfach verlassen hätte dürfen. So ist das also. Möglicherweise ist auch die Anbu-Einheit hinter ihm her. Wer weiß? Jedenfalls liegt ihm viel daran weiterhin im Verborgenen zu bleiben und auch Ayumi´s Ziel ist es ja, unentdeckt zu bleiben. Das könnte die junge Frau durchaus zu ihrem Vorteil nutzen. Sie deaktiviert ihr Sharingan und löst das Gen-Jutsu dann auf.
 

“Was wolltest du eigentlich hier in der Wüste?“ stellt der Erwachsene interessiert seine Frage. “Ich wurde in der Nähe Ame Gakure´s geboren. Meine Mutter wurde während dem letzten Krieg von Ninja aus Konoha Gakure getötet als sie mich beschützen wollte. Seither trainiere ich viel und sammle Informationen über die Mörder meiner Mutter damit ich sie rechen kann.“ Ayumi macht eine kurze Pause in der sie ihren Gegenüber betrachtet “Ich weiß, das ist vielleicht kein ehrvoller Weg. Aber damit möchte ich meiner Mutter die letzte Ehre erweisen damit sie in Frieden ruhen kann. Ich hatte gehofft im Wind-Reich einen Lehrer zu finden, der mir neue Jutsu´s beibringen kann damit ich noch stärker werde.“ beendet sie damit dann ihre Erklärung. Einer der beiden Jungs zupft dabei am Oberteil seines Vaters “Aber Papa, du bist doch ein Shinobi. Du kannst dem Mädchen doch helfen.“ platzt es dann mit großen Augen aus ihm heraus. Die junge Uchiha tut ganz überrascht als sie dann den Mann hoffnungsvoll ansieht. Sollte er nicht freiwillig zustimmen, könnte sie ihn immerhin auch mit einem Gen-Jutsu dazu bringen sie zu unterrichten. Aber das ist nicht nötig da er bereits zustimmend nickt.
 

Er glaubt ihre Geschichte wohl und fragt dann direkt nach “Vermutlich beherrscht du das Element Wasser wenn du in der Nähe Ame Gakure´s geboren wurdest nehme ich an?“. Die junge Uchiha nickt leicht und antwortet dann “Meine Mutter hatte mir alles beigebracht was sie weiß. Und da ich das Gefühl habe, auch Wind meistern zu können bin ich hierher gekommen. Wo könnte ich hierfür denn auch bessere Lehrmeister finden?“. Die beiden Jungs werfen dann in die Unterhaltung mit ein, dass ihr Vater einst ein großer Shinobi war und ihnen auch schon einiges beigebracht hat und auch immer noch jeden Tag mit ihnen trainiert damit sie sich schützen können. Besser hätte es ja nicht laufen können. Hatte ihre Ohnmacht in der Sonne ja doch etwas Gutes. “Es ist bereits Abend. Wenn du möchtest können wir direkt mit dem Training beginnen. Jetzt ist es zumindest kühler.“ schlägt der Mann dann vor und Ayumi steht sogleich auf.
 

Ganz aufgeregt laufen die beiden Jungen schon voraus nachdem sie sich ihre Beintaschen umgeschnallt haben. Die Schwarzhaarige lächelt sanft. So jung und so viel Energie. Vor deren Zuhause angekommen stehen sie wieder im Sand und der Mond, sowie die zahlreichen Sterne erhellen den Nachthimmel. Der Vater erklärt, dass er rund um ihr Zuhause Fallen aufgebaut und versteckt hat, womit sich niemand unbemerkt heran schleichen kann. Beachtlich. Während sich Ayumi und der Familienvater der Chakra-Kontrolle widmen, beginnen die Jungen mit Zielübungen und laufen dabei voller Tatendrang hin und her. Zuerst beginnen sie mit einem leichteren Jutsu. Der Mann formt Fingerzeichen und umgibt seine Hand mit Wind-Chakra. Er erklärt, dass der Schlag eine kräftige Schockwelle erzeugt, welche sogar Risse im Boden erzeugen kann. Sehr beeindruckt probiert es die Schwarzhaarige gleich mal selbst aus. Sie braucht nur ein paar Versuche bis es dann genauso aussieht wie bei ihrem Lehrer. Ein Glück, dass ihr das Element Wind besser liegt als Erde und Blitz.
 

Als nächstes bringt er ihr dann das Windversteck Jutsu der Sturmhand bei. Hiermit kann sie Gegenstände die sich in der Luft befinden beschleunigen und diese damit gefährlicher machen. Das üben sie mit Shuriken die er zuvor in die Luft geworfen hat und auch das klappt ganz wunderbar. Ayumi ist über ihre Erfolge so beflügelt, dass sie noch weiter trainieren möchte. Ihren Ehrgeiz lobend zeigt er ihr dann ein etwas schwierigeres Jutsu. Ihr Lehrer formt Fingerzeichen, saugt dann Luft in seine Lungen und bläst dann einen starken Windstrahl wieder aus. Er erklärt, dass diese Vakuumtechnik dem Gegner tödliche Schnittwunden zufügt und Ayumi ist froh, dass er diese einfach nur in die Luft und nicht auf sie abgefeuert hat. Dieses Jutsu ist etwas anspruchsvoller weil es auf die richtige Menge und den korrekten Fluss des Chakras ankommt. Es dauert eine Weile bis sie es beherrscht. Schwer atmend steht sie im Sand als sie es dann endlich hinbekommen hat. Zufrieden betrachtet sie ihr Gastgeber und meint dann aufrichtig “Du hast wirklich Talent. Ich habe damals länger gebraucht um das zu lernen.“ und daraufhin lächelt die junge Uchiha glücklich.
 

Die beiden Jungen sind in der Zeit ihres Trainings längst eingeschlafen und liegen aneinander gekuschelt im Sand. Ihr Vater beschließt das Training für heute zu beenden und nimmt dann auf jeden Arm einen seiner Söhne. Die Schwarzhaarige stapft ihm dann hinterher bis sie wieder im Inneren ihres Zuhauses sind. Der Mann legt seine beiden Söhne auf ein großes Bett und zündet dann eine kleine Kerze an. Ayumi kann erkennen, dass es sich bei ihrem Zuhause um einen einzigen großen Raum handelt. In einer Ecke befindet sich eine kleine Kochecke und ein Esstisch, weiter im Inneren eine Couch und ein paar Sessel und Bücherregale und dort wo die beiden Jungs liegen ist ein großes Bett. Der Vater erklärt, dass er mit seinen Söhnen gemeinsam im Bett schlafen wird und dass sie derweil in seinem Bett schlafen kann und zeigt mit seinem Kinn dann in die andere Ecke des Raumes. Dankend nimmt die junge Frau das Angebot an und begibt sich dann zu dem Bett. Kurz darauf erlischt das Licht der Kerze und alle schlafen zufrieden und leise atmend.
 

Gut 3 Wochen ist es nun her, dass Ayumi Zuflucht bei der kleinen Familie fand. Der Vater hat ihr viele starke Wind-Jutsu´s beigebracht und sie haben jeden Tag in der Kühle der Nacht bis zum Abwinken trainiert während sie in der Hitze des Tages dann meist geschlafen haben. Die junge Uchiha verabschiedet sich von dreien als sie beschlossen hat weiter zu ziehen. Ihr Gastgeber hat ihr alle Jutsu´s beigebracht die er kennt und die Schwarzhaarige hat ihm erzählt, dass sie nun noch die Tempel und Suna Gakure besuchen und erkunden möchte ehe sie sich nach Konoha Gakure aufmacht. Die beiden Jungen betrachten sie enttäuscht. Sie hatten sich inzwischen mit ihr angefreundet und sind etwas traurig, dass sie jetzt gehen muss. “Kopf hoch. Auf dem Rückweg werde ich hier vorbei kommen und euch besuchen. Versprochen.“ sagt Ayumi dann lächelnd und die Augen der beiden Kinder beginnen zu strahlen.
 

Die junge Konnoichi durfte sich noch etwas Proviant und Wasser einpacken und mit beginnender Dämmerung marschiert sie dann los. Sie winkt der Familie noch so lange bis sie hinter den Sanddünen verschwunden sind und richtet ihren Blick dann wieder nach vorne. Sie kramt ihre Karte raus und orientiert sich dann kurz. Die Kühle der Nacht ist eine willkommene Abwechslung da es von Tag zu Tag heißer wird. Als am nächsten Tag dann die Mittagssonne am Himmel steht erreicht sie endlich ein kleines Dorf. Sie erkundigt sich nach dem Standort und gibt sich als Pilgerin auf der Suche nach dem Tempel aus. Die Menschen hier im Windreich sind deutlich misstrauischer als die in den Bergen und so muss sie sich immer vorher schon genau überlegen was sie zu wem sagt. Die Schwarzhaarige erhält eine kurze Wegbeschreibung und fragt dann auch gleich noch nach einem Gasthaus um dort später dann die Nacht verbringen zu können.
 

Sie folgt dann der Beschreibung des Ehepaares und erreicht auch bald schon den Tempel. Zu ihrem Bedauern befinden sich aber auch andere Menschen hier. Also wird sie erstmal nicht nach irgendwelchen Schriftrollen suchen können. Missmutig seufzend kniet sie sich dann hin und gibt vor zu beten. Eigentlich könnte sie dafür beten, dass sich die anderen Leute hier in Luft auflösen aber ganz so einfach funktioniert das leider nicht. Dann wird sie wohl im Schutz der Dunkelheit wieder kommen müssen. Nachdem sie fertig ist geht sie wieder in das kleine Dorf zurück und kauft sich erstmal eine Kleinigkeit zu essen. Anschließend geht sie in das Gasthaus und bezahlt ein Zimmer. Schnurstracks geht sie in ihr Zimmer und schließt die Schiebetür hinter sich. Müde setzt sie sich auf das Bett und schaut aus dem Fenster. Bis zum Abend sind es noch ein paar Stunden. Sie könnte also durchaus noch etwas schlafen bevor sie dann wieder zu dem Tempel geht. Müde gähnend legt sich die Schwarzhaarige dann auf den Rücken und schließt ihre Augen. Es ist so unfassbar warm. In der unterirdischen Wohnung der Familie wo sie zuletzt lebte war es deutlich angenehmer. Nun ja, jammern bringt sie auch nicht weiter. Ayumi rollt sich dann auf die Seite und genießt das leichte Lüftchen, welches ab und an durchs Fenster herein weht und über ihr Gesicht streicht. Und so dauert es auch gar nicht lange bis die junge Frau einschläft.

Eine Falle?

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Ausbildung beendet

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Aufbruch nach Hause

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Ein Albtraum

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Ein Erfolg?

Am nächsten Morgen will sie sich aufsetzen, merkt aber, dass sie etwas daran hindert. Da ihre Augen verbunden sind, muss sie feststellen, dass es sich bei dem gestrigen Tag leider nicht einfach nur um einen schlechten Traum handelte. Sie seufzt leise und tastet dann mit ihren Händen vorsichtig das Etwas auf ihrem Bauch ab. Die junge Frau fährt mit ihren Fingern dann durch kurze Haare und beginnt sofort etwas zu schmunzeln. Obito hat gestern ihren Kopf gestreichelt bis sie eingeschlafen ist und als er sie ein bisschen beim Schlafen beobachtete, muss er selbst eingeschlafen sein. Er kniet zwar noch neben ihr, hat seinen Kopf und Arme aber auf ihrem Bauch abgelegt und umarmt sie, als ob sie ein Kissen wäre. Zu gerne würde sie den Anblick sehen können. Als die Schwarzhaarige etwas kichert, öffnet der junge Mann seine Augen und gähnt leise.
 

Die Konnoichi grinst ihn frech an und er setzt sich schlagartig auf “Oh, tut mir leid.“ presst er etwas peinlich berührt hervor und räuspert sich dann. “Danke, dass du bei mir geblieben bist.“ sagt die Schwarzhaarige aufrichtig und setzt sich dann ebenfalls auf. “Wie fühlst du dich?“ will der junge Mann sogleich wissen. Nachdenklich kratzt sich die Frau an der Wange ehe sie antwortet “Den Umständen entsprechend würde ich sagen. Aber zumindest tun mir meine Augen heute nicht mehr weh.“. Obito beschließt ihr daraufhin den Verband abzunehmen. Behutsam wickelt er diesen ab und Ayumi lässt ihre Augen noch einen Moment geschlossen und blinzelt dann vorsichtig. Ihre Augen sind allerdings schwarz daher kann ihr Lehrer nicht erkennen wie es um ihr Sharingan steht. Er bittet sie daher, ihr Ewiges Mangekyo Sharingan zu aktivieren und die Schwarzhaarige tut wie von ihr verlangt. Der junge Uchiha schaut sich ihre Augen genau an. Sie ähneln sehr denen von Madara. Einziger Unterschied, dort wo Madara in den 3 Tomoe-förmigen Mustern jeweils ein rundes Loch hat durch welches das rot des Sharingan hindurch sichtbar ist, sind diese Löcher bei ihr komplett geschlossen und damit schwarz.
 

Zufrieden mit dem Ergebnis oder mehr dem Erfolg der Transplantation, nickt er mehrmals mit dem Kopf. Ayumi kann es noch immer nicht so ganz glauben und legt daher ihre Fingerspitzen vorsichtig auf ihre Haut, direkt unterhalb der Augen. Obito steht sogleich auf und streckt ihr seine Hand entgegen um sie dann hoch zu ziehen. Was er nun wohl vor hat? “Hast du gestern irgend eine Veränderung gespürt?“ stellt er gespannt seine Frage und die junge Frau betrachtet ihn mit leicht schief gelegtem Kopf. “Außer meinem Nervenzusammenbruch meinst du?“ entgegnet sie ihm dann etwas neckisch und der junge Uchiha rollt genervt die Augen. “Ich glaube, ein Teil des Siegels ist gebrochen. Es ist noch nicht ganz verschwunden. Ich kann es noch spüren. Aber gestern, als ich Madara da sitzen sah…“ sie kneift ihre Augen zusammen und schluckt angespannt ehe sie weiterredet “…konnte ich spüren, dass das Chakra nun fast vollkommen ungehindert zum Herzen fließen kann. Eine deutlich größere Menge als zuvor. Ich fühle eine ungeahnte Kraft in mir. Eine Stärke die ich fürchte nicht kontrollieren zu können.“ und nach ihrem Satz blickt sie verunsichert in die Augen ihres Lehrers. “Was, wenn ich es nicht kontrollieren kann? Was wenn ich wieder vollkommen die Kontrolle über mich verliere…meinen Verstand…wie damals…“ betreten wendet sie den Blick von ihm ab und der junge Uchiha legt ihr aufmunternd seine Hand auf die Schulter. “Fürchte dich nicht vor deiner Kraft. Du hattest mir mal von dem Vorfall erzählt. Das liegt schon so lange zurück und du bist doch inzwischen so stark geworden und kein unreifes Kind mehr.“ versucht er sie damit zu ermutigen, ihre Stärke anzunehmen. “Aber, was wenn ich es nicht kann? Wenn ich dich verletze?! Oder alle, die sich dann in meiner Nähe befinden?!“ ruft die Schwarzhaarige dann schon fast aus und ihre geballten Fäuste beginnen zu zittern.
 

Bei dem Vorfall vor vielen Jahren wurde sie immer wieder von denselben Jungen drangsaliert und gehänselt. Sie haben sie geschubst und als sie am Boden lag auf sie eingetreten und darüber gelacht. Die Konnoichi spürte, wie Wut in ihr hoch kochte und der Wunsch, sich an diesen Bengeln zu rächen. Schließlich wurde dadurch ein Stück ihrer eigentlichen Kraft freigesetzt und sie hat die drei Jungs aufs Übelste vermöbelt. Erst als Erwachsene dazu kamen, konnten sie ihr Einhalt gebieten und sie bändigen. Nach diesem Vorfall wurde entschieden, dass sie nicht die Ninja Akademie besuchen und keine Konnoichi werden darf weil es zu gefährlich wäre. Sie zu unberechenbar ist. Damals war es nur ein Minimum das freigesetzt wurde, nun ist es wesentlich mehr. Ayumi hat furchtbare Angst, dass etwas derartiges wieder passieren könnte. Niemals könnte sie es sich verzeihen Obito oder Zetsu zu verletzen, wenn zu dem Zeitpunkt vielleicht auch gar nicht bewusst. Die beiden sind immerhin die Einzigen die sie noch hat.
 

Ihr guter Freund legt seine Hände um ihre zitternden Fäuste und die junge Frau schaut ihn mit weit geöffneten Augen an. “Hab keine Angst. Mit dieser Stärke kannst du uns bei unserem Ziel helfen. Und solltest du den Verstand verlieren, bin dieses Mal immer noch ich da um dich aufzufangen. Ich werde nicht zulassen, dass du dich verlierst, Ayumi.“ gibt der Mann mit den kurzen Haaren dann fest entschlossen von sich und die junge Frau ist von seinen Worten sehr berührt. Sie nickt als sich auf ihren Lippen ein Lächeln formt. Mit Obito an ihrer Seite kann sie das schaffen. Da ist sie sich ganz sicher. “Dafür müssen wir aber zuerst Madara zurück holen.“ spricht er dann weiter. Die junge Uchiha weitet überrascht die Augen “Aber wie?“ stellt sie unsicher ihre Frage. “Hast du vergessen, welche Fähigkeiten du besitzt? Deswegen haben wir dich doch auf deine Reise geschickt, du Wunderkind.“ sagt er frech zwinkernd nachdem er das letzte Wort ganz besonders betont hat. Ayumi runzelt die Stirn. Sie ist sich nicht sicher, ob sie erfüllen kann, was ihre Lehrer da von ihr verlangen. Zumindest hat sie es noch nie zuvor gemacht. Und hat sie überhaupt diese Fähigkeit für welche die beiden Männer sie immer gelob priesen haben?
 

Ohne auf eine Antwort zu warten marschiert der Mann mit den kurzen Haaren dann schon los in Richtung des großen Höhlenabteils. Die Konnoichi läuft schnell hinter ihm her und bleibt dann aber wieder ein paar Meter vor dem Thron stehen. Heute ist es deutlich heller in der Höhle. Nur der Oberkörper und Kopf ihres Mentors ist noch in den Schatten der Höhlenwand getaucht. Sein Unterkörper ist bereits gut sichtbar. Die junge Frau schluckt angespannt und hält sich eine Hand vor den Mund. Sie kann es nicht ertragen ihn anzusehen und wendet den Blick schnell ab. “Wa- wann ist er gestorben?“ fragt sie mit stockender Stimme. “Vor etwa zwei Jahren.“ antwortet der junge Uchiha trocken. //Vor zwei Jahren? Dann sollten eigentlich nur noch Knochen übrig sein…aber gestern, hat es sich noch so nach Fleisch angefühlt.// stellt sie in Gedanken fest. Wenn auch etwas härter und eiskalt.
 

Hat das Klima hier in der Höhle etwa dazu beigetragen, dass er nur zum Teil verwest ist? Fest kneift sie ihre Augen zusammen als ihr wieder total übel wird. Warum tun ihre beiden Lehrer ihr das nur an? “Was stellst du dich denn so an? So schlimm ist es nun wirklich nicht. Komm her.“ reißen sie dann Obito´s Worte aus ihrem Gedanken Wirrwarr. Sie schluckt noch einmal und geht dann mutig näher heran. Das Herz schlägt ihr bis zum Hals als sie dann in das Gesicht ihres verstorbenen Mentors blickt. Auch wenn es aufgrund der Schatten dunkler und nicht so deutlich zu erkennen ist, muss sie feststellen, dass er überhaupt nicht verwest ist. Tatsächlich sieht es so aus, als ob er einfach nur mit geschlossenen Augen und auf dem Schoß gefalteten Händen da sitzen würde. //Wie ist das möglich?// fragt sich die junge Konnoichi und blickt dabei irritiert ihren Freund an. Da er wohl erahnt was sie denkt, schmunzelt er leicht und sagt dann “Dank der Zellen Hashirama´s verfällt sein Körper nicht. Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.“.
 

Puh. Ein Glück. Würde er da nur noch als Skelett oder schlimmer noch von Maden halb zerfressen vor ihr sitzen, wäre sie garantiert in Ohnmacht gefallen. Aber so ist es zum Glück ja nicht. Erwartungsvoll schaut Obito sie an. “Na los, hol ihn zurück.“ fordert er sie dann etwas ungeduldig auf und die Schwarzhaarige schaut ihn deswegen grimmig an. Ja wie denn bitte? Noch nie zuvor hat sie das gemacht. Laut Obito´s Aussage gestern, braucht sie dafür das Ewige Mangekyo Sharingan. Das hat sie mittlerweile dank Madara´s Geschenk ja. Und alle 5 Elemente müssen im Einklang zueinander fließen. Soweit, so gut, aber wie soll sie verdammt noch mal seine Seele finden? Von der Situation überfordert seufzt sie laut auf. Nun ja, probieren geht über studieren, was soll denn immerhin schon schief gehen?
 

Sie formt das Fingerzeichen um ihr Chakra zu konzentrieren. Die Schwarzhaarige fühlt in sich hinein, fühlt den Fluss der verschiedenen Element-Chakren und konzentriert sich dann auf den Körper des alten Mannes. Jedoch spürt sie absolut gar nichts, keine Seele, keine spirituelle Kraft, nichts. Warum funktioniert es nicht? Sie öffnet verunsichert die Augen. Sie hat ihr Ewiges Mangekyo Sharingan sogar aktiviert, also wieso tut sich nichts? Hat sie diese Fähigkeit etwa doch nicht? Heißt das, dass ihr Mentor für immer verloren ist? Angst kommt in ihr hoch und ihre Atmung beschleunigt sich. Der junge Mann stellt sich neben sie und legt eine Hand auf ihre Schulter. “Versuch es noch mal. Konzentriere dich auf deine spirituelle Gabe, darauf wie sich deine Seele anfühlt und dann auf seine.“ spricht er ihr etwas Mut zu und lächelt sie dabei an. Der hat gut reden, von ihm wird ja auch nicht verlangt einen Toten zurück zu holen.
 

Ayumi atmet ein paar Mal tief durch um sich zu beruhigen. Aufregung ist hier wahrscheinlich das Letzte, das sie gebrauchen kann. Sie konzentriert sich wieder auf ihr Chakra indem sie es mit Hilfe des Fingerzeichens kanalisiert, dieses Mal benutzt sie dafür aber beide Hände. Mit geschlossenen Augen konzentriert sie sich dann darauf wie sich ihre Seele anfühlt und tatsächlich kann sie einen Unterschied zu ihrem Chakra wahrnehmen. Die Schwarzhaarige kneift ihre Augen fest zusammen als sie versucht die Seele Madara´s zu finden. Die Konnoichi wird geradezu überwältigt von den ganzen Seelen die sie plötzlich spüren kann. Ob diese wohl die ganze Zeit verloren umher schweben auf der Suche nach ewiger Ruhe? Welche davon ist denn nun seine? Die Schwarzhaarige stellt sich in Gedanken nun ihren Mentor vor. Sein Aussehen, seine Stimme, sein Gesicht und darauf, dass sie sich so sehr wünscht ihn zurückzuholen.
 

Beinahe hätte sie die Hoffnung aufgegeben als sie dann endlich seine Seele gefunden hat. Sie ist sich sicher, dass es die Richtige ist. Es fühlt sich sehr vertraut an und sie bekommt ein warmes Gefühl ums Herz. Schnell öffnet sie ihre Augen und konzentriert sich dann darauf die Seele, welche über seinem Körper schwebt, nun mit diesem zu verbinden. Sie wieder Eins werden zu lassen. Der Mann mit den kurzen Haaren weitet etwas erschrocken die Augen als er seine Kameradin betrachtet. Ihre Augen leuchten in einem hellen, weiß-bläulichen Schimmer und auch ihr Körper leuchtet in derselben Farbe und Helligkeit. //Bitte kehre in deinen Körper zurück. Ich wünsche mir Madara so sehr zurück!!// fleht die Konnoichi in ihren Gedanken. Das Letzte das sie sieht, ist die Seele welche in dem Körper der vor ihr sitzt verschwindet. Dann verlässt sie die Kraft. Das Leuchten ihrer Augen und um ihren Körper herum ist schlagartig verschwunden. Diese Aufgabe hat sie extrem viel Chakra gekostet und sie fühlt sich total erschöpft und ausgelaugt. Ihre Arme fallen seitlich an ihrem Körper hinunter als sie beginnt zu taumeln. Bevor sie umfallen kann legt Obito einen Arm um ihre Schultern und stützt sie.
 

Gespannt blicken sie in Madara´s Richtung. Hat es funktioniert? Hat die Schwarzhaarige es etwa geschafft? Ein paar Momente tut sich absolut gar nichts und die beiden gehen davon aus, dass es ein Fehlschlag war. Doch dann erkennen sie eine leichte Bewegung im Schatten der Höhlenwand. Der Mann, der zuvor noch leblos auf dem Thron saß, steht nun auf. Irgendwie wirkt er größer als sie es in Erinnerung hat. Der Mann mit den langen Haaren streckt seine Hand nach ihr aus und legt sie dann sachte auf ihren Kopf “Das hast du gut gemacht, Kind.“ ertönt dann eine Stimme die einerseits bekannt klingt, andererseits aber auch anders. Er tritt ein paar Schritte näher an die junge Frau heran als er dabei sachte ihren Kopf streichelt und nun taucht auch sein Gesicht aus den Schatten heraus auf. Ayumi bekommt rote Wangen als sie ihn mit weit aufgerissenen Augen anstarrt. Vor ihr steht Madara, allerdings nicht der, den sie kennt.
 

Anstatt eines alten Mannes mit dem gewohnt faltigen Gesicht und den dazugehörigen weißen Haaren steht da nun ein junger Mann mit schwarzen Haaren und leichtem Grinsen auf den Lippen. Ihr Herz pocht ihr bis zum Hals als sie sein schönes Gesicht betrachtet. Und das da vor ihr soll wirklich Madara sein? “Willkommen zurück.“ sagt Obito freundlich und die junge Frau blickt ungläubig zwischen beiden hin und her. Ist das womöglich nur ein Traum? Wie kann es immerhin sein, dass Madara so jung ist? Hat sie bei der Seelenrückführung etwas falsch gemacht? “Aber wie, warum, weshalb, ich meine-“ beginnt sie dann zu stottern als der große Mann seine Hand wieder von ihrem Kopf nimmt. “Du fragst dich wohl, weshalb ich anders aussehe als du mich kennst?“ fragt er dann ruhig und die Konnoichi nickt eifrig. “Nun. Du hast dir gewünscht meine Seele zurück zu holen. Und ich habe mir gewünscht, in dieser Form Wideraufzuerstehen. Ich hatte in einer Schriftrolle davon gelesen, dass die Seele nach dem Tod des irdischen Körpers weiter altert und dass es an der Willenskraft der Seele liegt, wie alt der Körper sein soll in den sie zurückkehren will. Aber dass es tatsächlich möglich wäre überrascht mich.“ gibt der Mitgründer Konoha´s dann ehrlich zu.
 

“Dank dir können wir unseren Plan einer friedlichen Welt in die Tat umsetzen. Ich bin stolz auf dich.“ sagt der Mann mit den langen Haaren dann als er sie mit leicht schief gelegtem Kopf anschaut und dabei lächelt. In seinem Blick liegt Güte und Wärme, was absolut untypisch für ihn ist. Das ist zu viel des Guten. Ihre Gesichtsfarbe ähnelt nun der einer Tomate. Da schaut dieser gut aussehende Mann sie nun an, lächelt charmant und lässt sie dabei nicht aus den Augen. Das alles zusammen, plus die Anstrengung die seine Auferstehung ihr abverlangt hat, führt nun dazu, dass sie das Bewusstsein verliert und ihr Körper an Obito´s Seite zusammen sackt. Da er sie die ganze Zeit über ja schon gestützt hat, konnte sie zumindest nicht umfallen. Kopfschüttelnd legt er sie sich über seine Schulter und trägt sie dann zu ihrer Matratze um sie darauf zu legen. Eine Pause hat sie sich nun wirklich verdient. Als er im Höhleninneren ankommt sitzt Madara bereits wieder auf seinem Thron.
 

“Sie hat es tatsächlich geschafft. Du hattest mit allem Recht.“ sagt der junge Uchiha dann bewundernd. “Eine glückliche Fügung, dass alles so lief wie geplant. Das habe ich auch dir zu verdanken, Obito.“ gibt der Mann mit den langen Haaren dann zu und ballt seine Hände mehrmals zu Fäusten als er diese betrachtet. Sein Körper befindet sich nun in dem Alter seiner glorreichen Zeit. Als er weltweit gefürchtet und berüchtigt war, seine Stärke betreffend. Um seinen Traum wahr werden zu lassen, erachtet er diese Form für am geeignetsten. Da seine Seele jetzt längere Zeit von seinem Körper getrennt war sind seine Energiereserven allerdings gleich null. Es wird einiges an Zeit in Anspruch nehmen bis er sich regeneriert hat und wieder bei vollen Kräften ist. Und dann, dann endlich wird sein Traum wahr werden. Zufrieden begibt er sich dann langsam zu seinem Bett um sich auszuruhen. Der Mann mit den kurzen Haaren geht dann zu ihrem Schlafbereich und wuschelt seiner Freundin durch die Haare bevor er sich auf sein Bett setzt. Das hat sie immerhin richtig gut gemacht. Er beschließt über sie zu wachen, während sie sich erholt und schläft.

Der Plan

Ayumi verschläft den ganzen restlichen Tag und auch einen Teil der Nacht. Es hat sie wirklich einiges an Chakra gekostet Madara zurück zu holen. Müde blinzelt sie ein paar Mal und schaut dann zur Seite, wo sie Obito auf seinem Bett herum lümmeln sieht. “Na, endlich wieder erwacht?“ stellt er neckisch seine Frage. Die Schwarzhaarige setzt sich auf und streckt sich erstmal. “Obito. Sag, hab ich das alles nur geträumt oder ist das wirklich passiert?“ fragt die junge Frau unsicher und der Mann mit den kurzen Haaren wuschelt ihr leicht durch die ihren. “Nein, es ist kein Traum. Du hast wirklich Madara´s Seele zurückgeholt.“ antwortet er lächelnd. Die Konnoichi reibt sich die Schläfen und denkt an den gestrigen Tag zurück. Ihr kommt das Gesicht des Mitgründers Konoha´s wieder in den Sinn.
 

Seine vollen, langen, schwarzen Haare. Seine männlichen Gesichtszüge und weit und breit keine Falten zu sehen. Nicht mal winzig kleine. Nicht zu vergessen das Lächeln mit welchem er sie nach seiner Auferstehung bedacht hat. //Dieses Lächeln.// versucht sie sich in Gedanken noch mal genauestens daran zu erinnern und bekommt augenblicklich wieder rote Wangen und ihr Herzschlag beschleunigt sich. //Was ist denn nur los mit mir?! Das ist doch immer noch Madara. Den ich schon so lange kenne.// grübelt sie weiter nach was diese ganzen komischen Gedanken bedeuten sollen. Immerhin ist er doch immer noch derselbe, abgesehen davon, dass er jetzt eben um einiges jünger ist. “Aua.“ wird die Schwarzhaarige dann aus ihren Gedanken gerissen als Obito ihr mit dem Finger gegen die Stirn geschnippt hat. “Schön, dass du mich jetzt doch bemerkst. Ich habe dich gefragt, ob du Hunger hast?“ fragt der junge Uchiha dann. Die Konnoichi schüttelt den Kopf. Hunger hat sie gerade wirklich nicht.
 

“Sag mal Obito, jetzt bin ich doch schon viel stärker. Darf ich also nach Konoha gehen?“ stellt sie mit hoffnungsvollem Blick ihre Frage. Skeptisch zieht ihr Freund eine Augenbraue nach oben “Weshalb willst du nach Konoha?“ stellt er dann eine Gegenfrage. Die Schwarzhaarige rollt genervt mit den Augen als sie antwortet “Ich möchte Sasuke suchen. Vielleicht weiß er, wo ich Itachi finden kann. Ich muss mit ihm sprechen. Ich muss wissen ob er es wirklich getan hat und noch viel wichtiger, warum.“. Der junge Mann seufzt genervt “Und du denkst, er würde dir einfach all deine Fragen beantworten? Willst du, dass er dich auch tötet?“ spricht er seine Worte dann kalt und abschätzend. Ayumi schüttelt leicht den Kopf und wendet den Blick zur Seite ab “Das würde er nicht tun!“ presst sie dann entschlossen hervor. “Bitte. Ihr sagtet ich darf zurückgehen wenn ich erst stärker geworden bin.“ fügt die Konnoichi dann noch hinzu und betrachtet ihren Kameraden durchdringend. “Ich werde auch aufpassen, diesem Danzo nicht in die Arme zu laufen.“ sagt sie und faltet bittend die Hände.
 

“Ich glaube nicht, dass dafür jetzt der richtige Zeitpunkt ist. Danzo wurde zwar getötet aber erst einmal sollten wir uns um unseren Plan kümmern.“ meint er dann schulterzuckend und die Schwarzhaarige blickt ihn enttäuscht an. “Getötet? Wer hat ihn getötet? Und erzählt ihr mir dann wenigstens mal, was das für ein Plan ist?“ motzt sie dann etwas genervt los und der Mann mit den kurzen Haaren nickt. Er steht auf und geht dann direkt zu dem Schlafbereich seines Mentors. Unterwegs hat er ihr nur noch an den Kopf geworfen, dass laut Gerüchten zu urteilen, Sasuke für Danzo´s Tod verantwortlich ist. Die Konnoichi folgt ihm schnellen Schrittes. Madara, der noch im Bett liegt, dreht seinen Kopf etwas zur Seite als er seine beiden Schüler kommen hört. Fragend blickt er die beiden an. “Ayumi wollte über unseren Plan informiert werden. Sie ist jetzt schon groß genug meint sie.“ sagt Obito mit frechem Grinsen auf den Lippen und tätschelt ihr dabei den Kopf um sie etwas zu ärgern. “Lass das doch.“ grummelt die junge Frau genervt als sie seine Hand von ihrem Kopf schüttelt. Erwartungsvoll schaut sie dann zu dem Mitgründer Konoha´s.
 

Dieser schließt kurz überlegend die Augen als er dann beginnt zu sprechen “Wie du weißt möchte ich eine neue, bessere Welt schaffen. In der Shinobi nicht mehr kämpfen müssen, es keinen Hass und kein Leid mehr gibt und jeder friedlich und glücklich leben kann.“ und die Frau nach seinen Worten abschätzend ansieht. “Ja, das weiß ich. Aber WIE willst du das schaffen? Solange Menschen mit unterschiedlichen Interessen und Vorstellungen zusammenleben, wird es immer auch Streit geben. Man kann nicht immer derselben Meinung sein.“ sagt die Schwarzhaarige leise. Madara schmunzelt daraufhin etwas “Kluges Kind. Deswegen werde ich das Zusammenleben auf der Welt verändern.“ erklärt er dann und die Konnoichi runzelt verwirrt die Stirn. Wie soll das denn funktionieren?
 

“Du weißt ja bereits, dass das Kekkei Genkai unseres Clan´s über verschiedene Fähigkeiten verfügt. Eine davon ist das Tsukuyomi.“ erklärt der Mann mit den langen Haaren dann weiter und die junge Frau nickt verstehend. Sie haben ihr früher schon davon erzählt. Hierbei handelt es sich um ein mächtiges Gen-Jutsu in welchem der Anwender die Gesetze von Raum und Zeit beliebig verändern kann. Eine illusionäre Gedankenwelt sozusagen. Sobald ein Gegner also in das Mangekyo Sharingan schaut welches man benötigt um das Jutsu anwenden zu können, ist er auch schon darin gefangen und kann vom Anwender gefoltert werden, mit Ängsten oder traumatischen Erlebnissen konfrontiert werden. Und das, wo in der realen Welt nur einige Sekunden vergehen. Auch wenn es ein Gen-Jutsu ist, fühlt sich der Schmerz der einem darin zugefügt wird täuschend echt an und ist die reinste Tortur. Die Härchen an ihren Armen stellen sich auf. In diesem Jutsu möchte sie am liebsten nie gefangen sein. Grausige Vorstellung. Aber sie begreift nicht ganz wie ihm das bei seinem Plan helfen soll?
 

Gerade als sie nachfragen will, spricht der Langhaarige weiter “Wenn ich erst wieder bei vollen Kräften bin, werde ich das Endlose Tsukuyomi anwenden. Dafür brauche ich aber zuerst das Chakra des Zehnschwänzigen und muss mein Rin´ne Sharingan erwecken. Oder Obito, da er bereits ein Rin´negan besitzt. Da das Auge dann auf den Mond projiziert wird, wird jedes Lebewesen auf der Welt in dessen Bann gezogen. Damit kann ich sie auf ewig kontrollieren. Es wird also nie mehr Kriege und Leid geben.“ beendet er seine Erklärung. Die junge Frau versteht gar nichts mehr. Ein neues Sharingan, ein Zehnschwänziger und dann soll der Mond helfen ein so mächtiges Gen-Jutsu auszuführen das alle Menschen und Tiere in seinen Bann nimmt? Das ist doch unmöglich.
 

“Aber, Madara. Wie soll das denn funktionieren? Wenn du alle Menschen in deinem Gen-Jutsu gefangen nimmst, dann bekämpft sich zwar keiner mehr, aber dann lebt auch keiner mehr. Es sind doch dann alle nur Marionetten, willenlose Puppen die in deinem Jutsu eingesperrt sind.“ Äußert sie ihre Bedenken. Es muss doch noch einen anderen Weg geben um für Frieden sorgen zu können. “Und überhaupt, was hat es mit dem Zehnschwänzigen auf sich? Ich dachte es gibt nur neun Bijuu?“ fragt die Schwarzhaarige dann stirnrunzelnd. “Das ist nicht ganz richtig. Wenn man alle Bijuu zusammenfügt, entsteht daraus der Zehnschwänzige mit schier endlosem Chakra.“ bringt sich nun der Mann mit den kurzen Haaren in die Unterhaltung mit ein und tauscht dann einen viel sagenden Blick mit Madara. “Die Gerüchte sind also wahr. Die Organisation die ihr Unheil trieb und seither nach und nach alle Jinchuuriki der Bijuu verschwanden, das wart ihr?“ will Ayumi dann wissen und schluckt angespannt.
 

Obito nickt und die junge Frau weiß gar nicht so recht was sie darauf sagen soll. “Das ist doch völlig verrückt!“ platzt es dann aus ihr heraus als sie sich ungläubig mit ihren Händen den Kopf hält. Dass die beiden eine Welt ohne Krieg, Hass und Leid schaffen wollen ist ja überaus löblich, aber dafür alle Lebewesen für den Rest deren Lebens in einem Gen-Jutsu einsperren? Nein, das kann nicht richtig sein. “Denkt ihr, die Menschen werden das zulassen? Werden sich bereitwillig gefangen nehmen lassen? Wenn der Zehnschwänzige noch riesiger und mächtiger ist als der Neunschwänzige, dann wird das niemandem verborgen bleiben. Sie werden kämpfen und euch aufhalten wollen!“ appelliert sie dann an die Vernunft ihrer Familienmitglieder. “Ein paar Verluste wird es sicher geben, sollten sich diese schwächlichen Maden erdreisten, sich meinem Traum in den Weg zu stellen.“ sagt Madara nur kalt und betrachtet sie gleichgültig. Ayumi ballt ihre Hände zu Fäusten “Es muss doch auch einen anderen Weg geben. Lasst uns doch mit ihnen reden. Wir werden bestimmt eine Lösung finden!“ meint die Konnoichi hoffnungsvoll.
 

Die beiden Männer tauschen einen kurzen Blick ehe sie die Köpfe schütteln. “Ich lebe schon sehr lange auf dieser Welt. Die Menschen ändern sich nicht. Es gibt keinen anderen Weg. Das ist die einzige Möglichkeit für Frieden.“ sagt Madara ernst. “Genug jetzt. Denk nicht so viel darüber nach. Haben wir den Plan erst ausgeführt, wirst du glücklich und zufrieden sein, vertrau mir.“ richtet der Mann mit den langen Haaren dann das Wort an die junge Frau. Wie sollte sie darüber denn nicht nachdenken? Sie kann doch nicht zulassen, dass alle Menschen und Tiere für den Rest ihres Lebens in einem Gen-Jutsu eingesperrt sind. Ist das seine Vorstellung von einer besseren Welt? Die Schwarzhaarige ist sich nicht sicher ob sie die beiden Männer noch kennt. Wollten sie ihr deswegen nicht schon früher davon erzählen wenn sie danach gefragt hat? Weil sie sie brauchten um Madara zurückholen zu können und damit ja auch etwas von ihrer Gunst abhängig waren? Die junge Uchiha fühlt sich gerade wie ein Werkzeug welches nur benutzt wurde solange es eben zu gebrauchen war. Sie hatten doch so viele schöne Momente zusammen. Ist ihnen das alles nichts wert? Sie sind doch ihre Familie.
 

Ihr schwirrt nun so vieles durch den Kopf, dass sie Kopfschmerzen bekommt. Mit geschlossenen Augen reibt sie sich ihre Schläfen. Wie soll sie ihre beiden Lehrmeister nur davon überzeugen, dass es auch anders geht. Ohne solch harten Geschütze aufzufahren. “Ich möchte keinen Krieg! Ich möchte nicht, dass Menschen sterben müssen. Ich will euch nicht verlieren, ihr seid die Einzigen die ich habe!!“ platzt es dann aus ihr heraus als sich ihre Augen mit Tränen füllen. Verstehen die beiden Männer denn nicht, dass sie Angst hat? Obito´s Gesichtszüge werden weicher als er ihren traurigen Blick bemerkt. Er legt seine Hand auf ihre Schulter. “Sieh der Realität ins Auge. In dieser Welt gibt es keinen Frieden. Den Zusammenhang von Wirkung und Ursache kann man nun mal einfach nicht trennen. Frieden gibt es nicht ohne Kriege. Da wo Liebe ist, wird es auch Hass geben. Im Endlosen Tsukuyomi ist das anders. Dort gilt diese Realität nicht und jeder kann glücklich sein ohne, dass dies für einen Anderen Traurigkeit bedeutet. Hab Vertrauen. Alles wird sich zum Guten entwickeln.“ sagt Obito dann ruhig und bedacht doch Ayumi schlägt seine Hand von ihrer Schulter.
 

“Wenn ihr mir nicht helfen wollt, werde ich eben selbst eine Lösung finden! Ich werde euch beweisen, dass es auch anders geht!“ sagt die Konnoichi fest entschlossen und dreht sich dann um ohne auf eine Antwort zu warten. Schnell läuft sie durch die Höhle bishin zum versiegelten Eingang nachdem sie sich ihre Beintasche und das Kurzschwert angelegt hat. Sie ist gerade so wütend und aufgewühlt, dass sie es gar nicht in Worte fassen kann. Ohne groß darüber nachzudenken springt sie in die Luft und etwas weiter oben an dem Felsen schlägt sie mit ihrer Faust fest dagegen und lässt dabei auch eine große Menge ihres Chakras hinein fließen. Der Felsbrocken zerspringt teilweise und es entsteht eine Öffnung die groß genug ist, dass sie sich hindurch zwängen kann.
 

“Soll ich sie aufhalten?“ fragt der Mann mit den kurzen Haaren seinen Mentor. “Nein. Lass das Kind sich abreagieren. Sie wird wieder kommen.“ antwortet Madara knapp. Diese Unterhaltung war nervenaufreibend und anstrengend. Er muss sich erstmal weiter erholen. “Mach dir keine Sorgen. Sie ist uns gegenüber so loyal und verbunden, dass sie schon keine Dummheiten anstellen wird.“ fügt er noch hinzu ehe er dann die Augen schließt. Der junge Uchiha lässt seinen Lehrer also in Ruhe damit dieser sich ausruhen und weiter zu Kräften kommen kann. Ayumi ist derweil schon auf dem Weg nach Konoha. Da die Sonne bereits aufgeht wollte sie keine weitere Zeit verlieren. Danzo ist zwar wohl aus dem Weg geräumt und keine Gefahr mehr für sie, trotzdem ist sie wachsam.
 

Die junge Konnoichi schleicht durch einen dichten Wald als sie sich plötzlich verfolgt fühlt. Sie kann jemanden spüren. Eine mächtige Präsenz. Und dieser Jemand bemüht sich auch gar nicht erst diese zu verstecken. “Komm schon raus, damit ich dich sehen kann. Oder bist du dafür zu schüchtern?“ spricht die Schwarzhaarige ihre Worte laut und deutlich aus als sie stehen bleibt. Als Antwort hört sie belustigtes Kichern. Kurz darauf tritt ein junger Mann aus den Schatten der Bäume hervor. Er trägt eine dunkelblaue Hose, hat sich ein blaues Tuch um die Hüften gebunden und trägt einen lilafarbenen Seilgürtel. Sein Hemd ist grau und hat einen Stehkragen und auch ein Schwert trägt er bei sich. “Was schleichst du dich denn so durch den Wald? Was ist dein Ziel?“ richtet der Fremde seine Worte an die Schwarzhaarige. “Ich wüsste zwar nicht, was dich das angeht. Aber ich muss dringend nach Konoha Gakure.“ antwortet die Konnoichi selbstbewusst. Sie denkt ja gar nicht daran sich von diesem Teenager einschüchtern zu lassen. “Und was willst du dort? Du kommst doch gar nicht aus Konoha. Ich habe dich noch nie dort gesehen.“ löchert er sie dann weiter mit Fragen und beobachtet jede ihrer Bewegungen.
 

“Ich suche Sasuke Uchiha. Ich muss-“ die Konnoichi kann ihren Satz gar nicht zu Ende sprechen weil der junge Mann bereits mit gezogenem Schwert auf sie zu sprintet. Schnell zieht sie ihr eigenes Kurzschwert und wehrt seinen Hieb damit ab. “Was zum?!“ will sich Ayumi gerade aufregen, muss dann aber von ihm weg springen als er nach ihr tritt. Die beiden kreuzen immer und immer wieder ihre Klingen miteinander und springen danach wieder ein Stück weit voneinander weg um einen neuen Angriff starten zu können. Wobei der Junge derjenige ist, der angreift, Ayumi wehrt eigentlich die ganze Zeit nur ab.
 

Über den Kampf wohl äußerst erfreut beginnt der Jugendliche dann während er wieder auf sie zuspringt zu sagen “Wie passend. Ich bin Sasuke Uchiha.“ und die Schwarzhaarige weitet überrascht die Augen. “Was? Aber warum kämpfen wir dann? Hör auf! Ich bin es doch!“ presst die junge Frau hervor als sie seinen Schwerthieb abermals blockt und ihn dann mit einem Tritt in den Magen ein paar Meter von sich weg schleudert. Der junge Mann kneift verdutzt seine Augen zusammen. Wer sollte sie sein? Er erinnert sich nicht daran sie zu kennen. Entschlossen den Kampf zu beenden steckt sie ihr Schwert wieder weg und hebt die Hände ergebend in die Luft. “Ich bin es doch. Ayumi. Ayumi Uchiha.“ sagt sie schnell und zeigt während sie ihren Namen nennt dann mit dem Zeigefinger auf sich selbst. Der Jugendliche mustert sie verwirrt. Der Name sagt ihm nichts. “Uchiha? Willst du mich verarschen? Du lügst!“ platzt es dann aus dem Schwarzhaarigen heraus und die Konnoichi beschließt es ihm zu beweisen indem sie ihr Sharingan aktiviert.
 

“Unmöglich. Wie kann das sein? Alle Uchiha´s wurden getötet!“ bringt er seine Worte dann mit bebender Stimme hervor. Er glaubt seinen Augen nicht trauen zu können. Die junge Frau geht ein paar Schritte auf ihn zu. “Ich wurde damals entführt. In der Nacht in der der Neunschwänzige das Dorf angegriffen hat. Ich war viele Jahre in der Welt unterwegs und bin vor kurzem zurück gekommen.“ beginnt die Konnoichi zu erklären. Sasuke schüttelt den Kopf “Und das soll ich dir glauben? Wie kommt es, dass ich mich an dich nicht erinnern kann?“ fragt er dann mit allmählich reißendem Geduldsfaden. “Sasuke du Idiot! Du warst damals noch ein Baby! Itachi und ich haben öfters auf dich aufgepasst. Ich habe dir Schlaflieder vorgesungen!“ meckert Ayumi dann los. Sie kann es nicht fassen, dass er sich so absolut gar nicht an sie erinnert. Aber gut, er war damals ein Baby und wird sich wahrscheinlich an gar nichts aus dieser Zeit erinnern können. “Woher kennst du meinen Bruder?“ fragt er stutzig und steckt dabei sein Schwert ebenfalls weg.
 

Die junge Frau betrachtet ihn mit schief gelegtem Kopf ehe sie antwortet “Itachi war mein bester Freund. Er hat mit mir trainiert und ich war auch manchmal bei euch zum Essen.“. Der Jugendliche versucht sich fest an seine Kindheit zu erinnern und tatsächlich fällt ihm ein wie sein Bruder öfter mal traurig ein Foto anschaute bevor er es wieder in die Schublade seiner Kommode legte. Darauf war er als kleiner Junge mit einem etwa gleichaltrigen Mädchen abgebildet. Er erzählte ihm, dass er sie verloren hat und alles tun würde sie zurückholen zu können. Er ging damals nämlich davon aus, dass sie gestorben sei. Der Schwarzhaarige schüttelt den Kopf und blickt seine Gegenüber missmutig an “Gut ich glaube dir, fürs Erste. Du hast mich gefunden, also was willst du?“ stellt er direkt seine Frage. “Ich will reden.“ bekommt er von ihr als Antwort. “Gut, reden wir.“ sagt er dann mit vor der Brust verschränkten Armen und die beiden gehen näher aufeinander zu.

Wiedergeburt aus Schmutziger Erde

Die junge Uchiha betrachtet ihn einen Moment lang und lächelt dann sanft “Du bist ganz schön groß geworden, Sasuke.“ sagt sie freundlich doch der Jugendliche reagiert nicht darauf. “Weshalb willst du mit mir reden?“ stellt er abermals seine Frage. Die Schwarzhaarige kommt also direkt zum Punkt. “Ich habe Gerüchte gehört. Darüber, dass Itachi unseren Clan ausgelöscht haben soll.“ die Konnoichi macht eine kurze Pause in welcher sie ihn durchdringend anblickt “Ausgenommen dich, versteht sich. Ist das wahr?“ beendet sie dann ihren Satz und der junge Uchiha betrachtet sie abschätzend ehe er leicht nickt. “Aber, warum hat er das getan? Wo ist er? Ich muss dringend zu ihm!“ sagt sie entschlossen und schaut den Jugendlichen erwartungsvoll an.
 

Sasuke kratzt sich am Hinterkopf und antwortet dann “Das geht leider nicht, fürchte ich.“ entgegnet er der jungen Frau kurz und knapp. Stirnrunzelnd betrachtet sie ihn ehe sie fragt “Und warum nicht?“ der Junge schaut für ein paar Sekunden zur Seite ehe er dann wieder in ihre Augen schaut “Weil ich ihn getötet habe.“ sagt er trocken ohne eine Miene zu verziehen. “Du hast was?!! Aber warum?!“ platzt es aus der Konnoichi heraus als sie ihn mit weit geöffneten Augen mustert. “Das ist eine lange Geschichte. Aber du sagtest es ja bereits. Er hat unseren Clan ausgelöscht. Ich wollte Rache und habe diese nach vielen Jahren des harten Trainings dann auch bekommen.“ beginnt er zu erklären und der jungen Frau stockt dabei der Atem. “Leider habe ich erst später erfahren, dass es gar nicht so war wie ich dachte. Was der wahre Grund war, weshalb er tat, was er tat.“ beendet er seine Erklärung und schaut dabei reumütig zu Boden. Die Konnoichi legt sachte ihre Hand auf seine Schulter. “Kannst du mich zu ihm bringen? Ich weiß, das klingt total verrückt, aber wenn du mich zu seinem Körper bringst, kann ich ihn zurück holen.“ spricht sie ihre Worte ruhig und bedacht. Der Jugendliche reißt schockiert die Augen auf. Will sie ihn immerhin gerade verarschen? Und was meint sie damit überhaupt?
 

“Ich habe ihn von Hass geleitet und ohne die Wahrheit zu kennen getötet und du willst mir erzählen, dass du ihn zurück holen kannst?!! Lass solche Scherze besser die sind nämlich keinesfalls lustig!“ spricht der junge Uchiha seine Worte zum Schluss dann mit drohendem Unterton. “Ich weiß, das klingt total unglaubwürdig aber was hätte ich für einen Grund dich anzulügen? Vertrau mir. Er war mein bester Freund, ich möchte ihn so gerne Wiedererwecken! Und du hättest dann die Möglichkeit dich mit ihm auszusprechen und dein Gewissen zu erleichtern.“ versucht die junge Frau ihn dann mit diesen Argumenten zu überzeugen. Der Schwarzhaarige schüttelt den Kopf. “Keh. Als ob dieser Trick bei mir ziehen würde. Wollte ich seinen Körper zurück holen, könnte ich auch zu Orochimaru gehen. Er beherrscht dieses Jutsu auch. Aber mein Bruder soll doch nicht nur eine körperliche Hülle sein. Ich will den echten Itachi wieder haben.“ zischt er dann durch zusammen gepresste Zähne.
 

“Aber das kann ich erfüllen. Er ist dann keine Marionette ohne eigenen Willen oder dergleichen. Er ist der echte Itachi mit all seinen Gefühlen und Erinnerungen! Bitte glaub mir. Ich habe diese Gabe die es mir erlaubt Tote wieder zu erwecken. Ich habe bereits eine Seele wieder mit ihrem Körper verbunden. Ich habe meinen Lehrmeister wiedererweckt. Bitte lass es mich bei Itachi auch tun! Alles was ich brauche ist sein Körper.“ bittet die Konnoichi dann mit gefalteten Händen. Der junge Uchiha kneift fest die Augen zusammen als er darüber nachdenkt. Kann es stimmen was sie sagt? Oder ist das womöglich nur eine Falle? Aber, eine Falle wofür? Fragen über Fragen. Laut seufzend gibt der Junge dann von sich “Ich weiß zwar, wo ich ihn begraben habe, aber da dürfte inzwischen nur noch ein Skelett übrig sein.“. Nachdenklich legt sie die Hand an ihr Kinn. Ob es mit einem Skelett auch funktioniert? Gute Frage. “Ich bin mir nicht sicher, ob es auch mit einem Skelett funktioniert. Aber wir könnten es doch versuchen?“ gibt die Konnoichi dann mit grübelndem Unterton von sich. Bei dem Gedanken ihren besten Freund aus Kindheitstagen dann womöglich als Skelett vor sich stehen zu haben erschaudert sie am ganzen Körper.
 

“Das scheint ja eine sehr interessante Gabe zu sein von der du da sprichst. Oder ist es womöglich viel mehr ein Jutsu?“ ertönt dann eine Fremde Stimme. Beide drehen sich zu der Stimme um und sehen dann einen Mann mit weißer Haut, langen, schwarzen Haaren und schlangenähnlichen Augen. “Orochimaru, du hier?“ richtet Sasuke seine Worte dann an den Fremden als dieser näher an die beiden heran tritt. Ayumi blinzelt perplex. Ist dieser Mann tatsächlich Orochimaru? “Ich kam zufällig hier vorbei weil ich nach Konoha Gakure wollte. Da blieb mir eure Unterhaltung nicht verborgen und ich muss sagen ich finde sie sehr spannend. Erzähl doch ein bisschen mehr darüber, Kindchen.“ richtet der Fremde seine Worte dann erwartungsvoll an die junge Frau.
 

Die Konnoichi schluckt angespannt “Ich wurde als Wunderkind geboren. Laut meinem Lehrmeister ist das äußerst selten und auch nur alle 150 Jahre unter bestimmten Voraussetzungen möglich und auch nur innerhalb des Uchiha Clans. Diese Wunderkinder sollen wohl entweder mit sehr hoher Regenerationsfähigkeit gesegnet sein was sie schier unbesiegbar macht, oder aber mit besonderen spirituellen und heilerischen Fähigkeiten. Welche in der Lage sind, Tote zurück zu holen.“ erklärt die Schwarzhaarige dann langsam. “Ich habe von dieser Sage gehört. Ein Untergebener meinerseits hatte diese Information einem Spion von Danzo abluchsen können. Allerdings nahm ich an, dass es sich dabei um ein Märchen handeln würde und habe dem nicht weiter Beachtung geschenkt.“ gibt der Langhaarige dann zu und betrachtet sie interessiert. “Das Jutsu der Wiedergeburt aus schmutziger Erde ist ein verbotenes Jutsu. Es verstößt gegen die Gesetze der Natur. Wie ist es dann wohl in deinem Fall?“ stellt er mit schiefem Grinsen auf den Lippen seine Frage.
 

Die junge Frau überlegt einen Moment. “Nun ja, wenn ich die Seele mit ihrem Körper verbinde, kann ich deren Erinnerungen oder Entscheidungen nicht beeinflussen. Sie haben ihren eigenen Willen und dieselbe Persönlichkeit wie vor dem Tod. Ich schenke ihnen also ein zweites Leben. Deswegen würde ich es nicht unbedingt als moralisch verwerflich betrachten.“ antwortet sie ruhig. “Zumal das auch nur ein einziges Mal funktioniert. Stirbt der Mensch den ich erweckt habe, bleibt er damit für immer tot. Und das Ritual geschieht auch im Austausch mit meinem Chakra und meiner eigenen Lebenszeit wenn ich das richtig verstanden habe.“ fügt sie dann noch hinzu.
 

Die beiden Männer tauschen einen fragenden Blick. “Du sagst also, wenn ich dir seinen Körper hierher bringen würde, könntest du den ursprünglichen Itachi Uchiha wiedererwecken?“ will sich der Langhaarige dann noch mal vergewissern und die Konnoichi nickt eifrig. Der große Mann betrachtet dann Sasuke durchdringend ehe er das Wort an ihn richtet “Sollen wir es versuchen?“ und ihn abschätzend betrachtet. Der junge Uchiha überlegt was er tun soll. Kann sie wirklich den originalen Itachi zurück holen? Können sie dann alles klären wofür nach dessen Tod keine Gelegenheit mehr war? Er ballt die Hände fest zu Fäusten und kneift die Augen zusammen. Gefühlt vergeht eine Ewigkeit in der ihn Ayumi angespannt betrachtet ehe er dann nickt und damit wohl seine Zustimmung gibt. Zu groß ist das Bedauern seinen Bruder getötet zu haben. Vor allem nachdem er die Wahrheit über die genauen Umstände die zu seinen Handlungen führten erfahren hat.
 

Orochimaru überzeugt die beiden davon zu ihm mitzukommen um das Jutsu durchführen zu können. Immerhin braucht er dafür ja einen Wirtskörper. Gesagt, getan eilen die drei zu seinem Versteck und Ayumi sieht gespannt zu wie der Langhaarige sein verbotenes Jutsu anwendet. Als Wirtskörper diente hierfür ein Klon den er im Labor selbst erzeugt hat. Auch wenn das den Anblick nicht erträglicher machte. Nachdem er mit der Hand auf den Boden geschlagen hat, tut sich aus selbem ein Sarg hervor. Ayumi und Sasuke stehen nun nebeneinander und blicken angespannt zu dem Sarg, dessen Deckel in diesem Moment zu Boden fällt und diesen damit öffnet. Zum Glück ist da nicht nur ein Skelett zu sehen sondern ein junger Mann mit langen Haaren, welcher einen dunklen Mantel trägt. Bei genauerem Betrachten ist die Haut seines Gesichtes allerdings von mehreren Rissen geziert und als er seine Augen öffnet muss sich die Schwarzhaarige einen kleinen Aufschrei verkneifen.
 

Das Weiß in den Augen ist nämlich komplett schwarz, lediglich das Sharingan in beiden Augen macht dort nun einen Farbunterschied aus. Sasuke beginnt beim Anblick seines Bruders zu zittern. Die Konnoichi sah ihn zuletzt, als sie Kinder waren, dennoch besteht kein Zweifel daran, dass er es ist. Total von der Situation überfordert bekommt sie kein Wort heraus. Itachi schaut erst zu Sasuke und dann zu Ayumi und versteht nicht so ganz wie es sein kann, dass er hier ist. “Sasuke, wer ist die Frau da neben dir? Ist sie eine Feindin?“ stellt der junge Mann misstrauisch seine Fragen, doch sein kleiner Bruder bringt keinen Ton heraus. Wütend geht die Schwarzhaarige auf ihn zu und ohne etwas zu sagen holt sie mit der rechten Hand aus und verpasst ihm eine Ohrfeige. “Wie kannst du das nur fragen, du Idiot!“ schreit sie dann verletzt und schlingt ihre Arme fest um seinen Hals. Sie kann sich nicht beherrschen und beginnt zu weinen während sie ihren Kopf gegen seine Brust presst.
 

Itachi öffnet überrascht die Augen als er wie versteinert da steht. “Ayumi?“ wispert er seine Frage als er ungläubig in die Leere starrt. Die junge Frau nickt als Antwort mehrmals und presst sich noch etwas fester an ihren alten Freund. Der junge Uchiha ist von seinen Gefühlen so überwältigt, dass er nicht weiß, was er sagen soll. Immerhin hatte er die ganze Zeit über angenommen, dass sie in der Nacht in der das Dorf angegriffen wurde, gestorben ist. Er legt nun auch seine Arme um seine Freundin und drückt sie fest an sich als ihm ebenfalls ein paar Tränen die Wangen hinab laufen. So stehen die beiden eine Weile da bis sich Sasuke dann schließlich räuspert. Ihm ist das etwas unangenehm. Die zwei Kindheitsfreunde lassen einander dann los und lächeln glücklich. “Ich verstehe es nicht. Warum bin ich hier?“ stellt Itachi dann verwundert seine Frage und die Konnoichi erzählt ihm dann im Schnelldurchlauf von ihrem Plan ihn wiederzubeleben, also, so richtig.
 

Stirnrunzelnd legt er den Kopf schief. Er ist sich nicht sicher ob das funktionieren kann. Aber da er ihren Dickkopf kennt und weiß, dass sie sich von nichts aufhalten lässt wenn sie sich mal was in den Kopf gesetzt hat, willigt er ein ohne darüber zu diskutieren. Ayumi lässt voller Tatendrang die Knöchel in ihren Händen knacken und bittet alle Anwesenden dann um Ruhe damit sie sich konzentrieren kann. Anschließend aktiviert sie ihr Ewiges Mangekyo Sharingan, formt mit beiden Händen das Fingerzeichen zur Chakrakonzentration und schließt dann die Augen. Genau wie bei Madara konzentriert sie sich in erster Instanz auf den Fluss ihrer Chakren und deren Zusammenspiel, dann auf das Gefühl ihrer Seele und dann auf die von Itachi. Allerdings muss sie diese diesmal nicht so lange suchen, weil ein Teil davon bereits in dem Wirtskörper steckt und sich der andere Teil von dieser angezogen fühlt. Die Konnoichi konzentriert sich darauf beide Teile zusammen zu fügen und sie mit dem Körper wieder Eins werden zu lassen.
 

Sasuke und Orochimaru beobachten gespannt das Schauspiel während der Körper der jungen Frau wieder von hellem, weiß-bläulichem Licht umgeben wird. Sie öffnet ihre Augen, welche wiederum in derselben Intensität leuchten und konzentriert sich dann auf Itachi´s Körper. Ayumi kann spüren, dass es vollzogen ist und lässt ihre Arme dann erschöpft sinken als das Leuchten verschwindet. Die drei betrachten neugierig den vor ihnen stehenden Mann. Sein Aussehen verändert sich. Die Risse in seinem Gesicht sind verschwunden und auch das Weiß ist in seine Augen zurück gekehrt. Itachi blinzelt mehrmals perplex und betrachtet seine Hände. Er ist wirklich wieder da. Kaum zu glauben. Die junge Frau geht ein paar Schritte zurück und lehnt sich dann gegen die Wand. Das war wieder ziemlich anstrengend. “Ich kann nicht glauben, dass es funktioniert hat. Ich danke dir.“ richtet Sasuke seine Worte dann an die Schwarzhaarige und auch Itachi bedankt sich bei ihr.
 

Auch wenn er es immer noch nicht in Ordnung findet, dass sie dafür einen Teil ihrer Lebenszeit geopfert hat. “Wie kommt es, dass du noch lebst, Ayumi? Ich dachte der Fuchsgeist hätte dich erwischt weil ich dich nirgends finden konnte. Und warum kannst du so etwas?“ stellt der Uchiha mit zusammen gebundenen Haaren seine Fragen und blickt betreten zur Seite. Die junge Frau lächelt sanft “Als der Neunschwänzige das Dorf angriff wurde ich entführt. Ich wurde versteckt gehalten von denen die über meine Gabe Bescheid wussten. Oder zumindest vermuteten, dass ich diese habe. Sie wollten nicht, dass Danzo mich in die Finger bekommt.“ beginnt Ayumi dann zu erzählen und fügt hinzu “Ich musste die ganze Welt bereisen und nach versteckten Schriftrollen und Tempeln suchen um meine Fähigkeiten entwickeln und erlernen zu können. Seit kurzem bin ich von dieser Reise wieder zurück.“ ihre drei Zuhörer nicken verstehend. “Um Danzo musst du dir keine Gedanken machen den habe ich erledigt als ich hinter sein schmutziges Spiel kam.“ wirft Sasuke dann mit ein.
 

“Aber, wer sind die, die Bescheid wussten und dich entführten?“ fragt Itachi skeptisch und die junge Frau schluckt angespannt. Sie darf ihre Familie nicht verraten, andererseits gehören Itachi und Sasuke zum selben Clan, sind so gesehen also auch ihre Familie. Verlegen spielt sie mit dem Saum ihres Rockes während sie seinem Blick ausweicht. “Das ist doch unwichtig. Viel wichtiger ist, warum hast du unsere Clan-Mitglieder getötet? Das wollte ich dich schon die ganze Zeit fragen.“ presst sie dann angespannt hervor. “Vater plante einen Aufstand und wollte den Hokage stürzen. Es gab schon so viel Krieg und so viel Leid, ich konnte nicht zulassen, dass es in unserem Dorf zum Krieg der Uchiha´s gegen die restlichen Shinobi kommen würde. Danzo stellte mich vor die Wahl, entweder den Putsch zulassen infolge dessen alle Uchiha Mitglieder getötet werden würden, oder es selbst in die Hand zu nehmen und unseren Clan auszulöschen und dafür Sasuke am Leben lassen zu dürfen.“ er macht eine kurze Pause und seufzt tief “Diese Machtbesessenen Alten. Ich wollte nicht, dass unser Dorf ins Chaos gestürzt wird. Krieg, Tod und Verzweiflung. Ich wählte das Leben meines kleinen Bruders. Danach habe ich Konoha verlassen.“ beendet Itachi seine Erklärung. Der jungen Frau stockt der Atem und sie hat am ganzen Körper Gänsehaut. Das ist ja furchtbar. Sie hätte nicht vor diese Wahl gestellt werden wollen. Wofür hätte sie sich in seiner Situation wohl entschieden? Ein Glück, dass Danzo bereits getötet wurde, bringt dieser doch nur Zerstörung und Unheil.
 

“Es tut mir leid, dass ich nicht da war. Dass ich nichts tun konnte.“ nuschelt die Konnoichi dann betreten. “Wichtig ist doch, dass wir nun alle wieder hier sind. Ich bin so froh, dass du nicht gestorben bist! Du hast mir so gefehlt!“ spricht Itachi seine Worte aufrichtig aus und der jungen Frau versetzt es einen Stich ins Herz. Sie wendet den Blick ab als sich ihre Augen mit Tränen füllen “Das sah aber nicht so aus. Ich habe euch gesehen, dich und das Mädchen.“ murmelt sie kaum hörbar und der junge Mann weitet überrascht die Augen. Er weiß sofort, welche Situation sie meint. “Dieses eigenartige Chakra warst du? Ich habe gespürt, dass da jemand ist aber es hat sich überhaupt nicht nach dir angefühlt. Sonst wäre ich sofort zu dir gekommen.“ sagt er ruhig, als er seine Hand vorsichtig an ihre Wange legt.
 

Gut möglich, dass es sich anders angefühlt hat da sie zu diesem Zeitpunkt ja im Inneren von Zetsu war. Ayumi beißt sich auf die Lippe ehe sie antwortet “Ich wollte eigentlich zu dir laufen aber da du ja bereits eine neue Freundin hattest, wollte ich nicht stören.“ und nach ihrem Satz bahnt sich dann eine Träne einen Weg ihre Wange hinab. Der junge Uchiha schüttelt den Kopf als er erst die Träne mit seinem Daumen wegwischt und sie dann fest in seine Arme nimmt “Dumme Ayumi. Du bist meine beste Freundin. Du störst nie. Aber, weshalb bist du nicht schon eher geflohen und zurück gekommen?“ will er dann ernst wissen und die Schwarzhaarige atmet tief ein. “Es war mir verboten. Ich hätte dieses eine Mal auch gar nicht dort sein dürfen.“ antwortet sie still. “Wir haben einiges nachzuholen.“ sagt der Mann mit den zusammen gebundenen Haaren und lächelt dabei sanft. Ja, das haben sie.

Die Vereinbarung

“Deswegen wollte ich nach Konoha gehen. Zum einen wollte ich Sasuke finden damit ich die Wahrheit über die ganzen Gerüchte die unseren Clan betreffen erfahre. Und zum anderen wollte ich mit dem derzeitigen Hokage verhandeln. Ich möchte zurück ins Dorf.“ fängt die Konnoichi dann an zu erklären. Als sie an ihr aktuelles Zuhause denkt, was die versiegelte Höhle ist, schüttelt sie mit dem Kopf. Dort kann man nicht für immer bleiben. Man braucht doch ein richtiges Zuhause, ob Haus oder Wohnung ist jetzt mal zweitrangig, aber zumindest ein richtiges Dach über dem Kopf. Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe oder eben die Möglichkeit etwas unternehmen zu können. Wie es in einem normalen Dorf eben üblich ist. All die Jahre war sie bei Madara und Obito Zuhause, aber nun wo ihre Reise beendet ist, möchte sie sich nicht länger in der Höhle verstecken müssen.
 

Sie muss eine Möglichkeit finden zusammen mit ihrer Familie nach Konoha zurück kehren zu dürfen und das bevor Madara seinen Plan in die Tat umsetzt. Die Schwarzhaarige ist fest entschlossen ihm zu zeigen, dass es auch anders funktionieren kann. “Du wurdest damals entführt, hast das Dorf also nicht als Abtrünnige verlassen. Außerdem bist du keine Gefahr für das Dorf, ich wüsste nicht, weshalb du nicht zurück gehen dürftest.“ meint Itachi dann während er sich überlegend das Kinn hält. “Es bin ja nicht nur ich. Es gibt da noch drei Leute dich ich gerne mit ins Dorf nehmen würde.“ nuschelt Ayumi dann weiter. Die drei Männer tauschen irritierte Blicke untereinander aus. “Etwa deine Entführer?“ fragt Sasuke dann skeptisch und die junge Frau bekommt leicht rote Wangen. “So ist das nicht. Sie taten es doch nur um mich zu beschützen.“ beginnt sie dann zu erklären “In den ganzen Jahren sind sie zu meiner Familie geworden. Sie haben auf mich Acht gegeben und sich um mich gekümmert.“ rechtfertigt sie damit ihre Entscheidung und spielt nervös mit ihren Fingern.
 

“Wer sind diese Menschen, Ayumi?“ stellt Itachi dann seine Frage und die Konnoichi wendet verlegen den Blick ab “Das ist doch unwichtig. Ich möchte einfach nur klären ob wir ins Dorf dürfen. Je schneller desto besser. Ich würde so gerne mit euch im Uchiha Viertel leben.“ sagt sie dann lächelnd. Der junge Mann mit den zusammengebundenen Haaren fährt sich nachdenklich durch die selben “Ich denke nicht, dass das so einfach geht. Ich habe damals als Abtrünniger Konoha verlassen nachdem ich…“ er macht eine kurze Pause und räuspert sich “…nach der Sache mit unserem Clan eben.“ spricht er dann etwas beschämt weiter. “Aber, du machtest es doch im Auftrag von Danzo. Wenn wir das mit dem Hokage besprechen, sollten wir doch eine Möglichkeit finden oder nicht? Lasst es uns doch wenigstens versuchen, ja?“ stellt die junge Frau dann ihre Frage in die Runde als Itachi etwas zu Wanken beginnt. Schnell greift Sasuke nach seinen Schultern damit er nicht nach hinten umfallen kann und Ayumi ergreift die Hand ihres besten Freundes.
 

“Was ist mit dir?“ fragt sie erschrocken. “Ich fühle mich ziemlich schwach. Ich glaube ich bin zu lange gestanden.“ erwidert der junge Uchiha dann. Die Schwarzhaarige erklärt, dass das normal ist und sich der Körper nach der Seelenrückführung erst wieder vollständig erholen und zu Kräften kommen muss. Je länger die Seele vom Körper getrennt war, umso länger dauert es. Orochimaru bietet der Konnoichi an, sie nach Konoha Gakure zu begleiten, da er dort ohnehin etwas im Krankenhaus erledigen wollte. Die junge Frau ist damit einverstanden und richtet dann das Wort an die beiden Uchiha´s “Ihr habt sicher auch einiges zu besprechen. Lasst euch Zeit.“ sagt sie dann mit einem breiten Grinsen auf den Lippen. Sie ist wirklich froh, dass ihr bester Freund wieder lebt. Auch wenn sie inzwischen beide erwachsen sind, fühlt es sich an als wäre es erst gestern gewesen als sie über die große Wiese gelaufen sind und Jutsu´s geübt haben.
 

Entschlossen verlassen Orochimaru und Ayumi dann dessen Unterkunft nachdem sie Itachi noch zu einem Bett geleitet haben um sich auszuruhen und mit seinem Bruder sprechen zu können. Da die Konnoichi von der Wiederbelebung ihres besten Freundes allerdings selbst noch ziemlich erschöpft ist, kommen sie nur in gemächlichem Tempo voran. Der Langhaarige ist neugierig was es mit ihrer Fähigkeit auf sich hat und löchert sie den ganzen Weg lang. Die Konnoichi beantwortet ihm alle Fragen oder zumindest die, auf welche sie die Antwort kennt und als die Dämmerung einsetzt kommen sie dann endlich zu den Toren Konoha´s. Die beiden Wachen begrüßen sie und da ihr Begleiter erklärt, dass sie zu ihm gehört, lassen sie sie durch ohne weitere Fragen zu stellen. Die Schwarzhaarige blickt sich staunend um. Das Dorf hat sich in ihrer Abwesenheit ziemlich verändert. Einige Häuser wurden neu gebaut.
 

Lediglich die ganzen älteren Gebäude sind ihr noch vertraut. Wie ein paar kleine Lebensmittelgeschäfte und Ichiraku´s Nudelshop zum Beispiel. Hier hat sie früher die ein oder andere Portion Ramen gegessen. Nostalgisch beginnt sie zu lächeln. Ihr Blick wandert dann zu den riesigen, in Stein gehauenen Köpfen der Hokage. Moment mal, da ist ein Gesicht dazu gekommen. Irritiert legt die junge Frau den Kopf schief. Als sie im Dorf lebte, war Minato Namikaze der vierte Hokage. Wer also ist die Frau? Orochimaru bemerkt ihren fragenden Gesichtsausdruck und lächelt sanft “Minato wurde getötet als der Neunschwänzige Konoha verwüstet hat. Der Hokage der dritten Generation wurde ebenfalls vor einigen Jahren getötet. Die derzeitige fünfte Hokage ist Tsunade.“ erklärt er kurz und knapp. Ayumi blinzelt perplex. Hier hat sich ja einiges getan, seit sie weg war. Das Leben eines Shinobi ist gefährlich und oft nur kurz, das wird ihr jetzt umso mehr bewusst.
 

Als die beiden dann weitergehen ist die junge Frau mit ihren Gedanken allerdings ganz woanders und prallt deswegen gegen einen Dorfbewohner. “Oh Entschuldigung.“ spricht sie peinlich berührt schnell aus und der Jugendliche dreht sich zu ihr um als er anfängt zu schimpfen “Hey, hast du keine Augen im Kopf?“. Ayumi bekommt rote Wangen als sie verlegen den Blick abwendet. “Na, na. Sie hat sich doch entschuldigt, Naruto.“ sagt dann ein Mann mit grauen, aufgestellten Haaren. Der Junge mit den blonden, stacheligen Haaren kratzt sich daraufhin am Hinterkopf als er sich bei der jungen Uchiha entschuldigt. Die beiden erkundigen sich, was Orochimaru hier her treibt und wer seine Begleiterin ist. “Ich heiße Ayumi. Und ich bin hierher gekommen, weil ich wieder zum Dorf gehören möchte.“ sagt sie entschlossen und die beiden betrachten sie interessiert. “Was heißt WIEDER?“ fragt der große Mann sogleich und die Schwarzhaarige antwortet ihm “Das ist eine lange Geschichte. Bitte, ich muss zum Hokage.“.
 

Der Mann mit den aufgestellten Haaren kratzt sich am Kinn “Lady Tsunade fühlt sich schon seit einer Weile nicht so gut. Ich bin ihre Stellvertretung. Kakashi Hatake. Also warum gehen wir nicht erstmal in mein Büro und klären alles weitere dort?“ meint er ruhig und betrachtet sie abschätzend. Die Konnoichi nickt einverstanden und der Blonde besteht darauf die beiden zu begleiten. Orochimaru verabschiedet sich derweil da er andere Sachen zu erledigen hat und macht sich dann auf zum Krankenhaus. Auf dem Weg zum Büro schaut sich Ayumi neugierig um. Immerhin war sie schon ewig nicht mehr hier. Ganz aufgeregt tapst sie den beiden Männern hinterher und schließlich sind sie an ihrem Ziel angekommen. Kakashi setzt sich an den Schreibtisch und betrachtet sie durchdringend. Sie wird das Gefühl nicht los ihn zu kennen und auch sein Name ist ja eher selten. Mit schief gelegtem Kopf schaut sie ihn sich genauer an. Kommt aber nicht so recht darauf.
 

“Na dann erzähl mal, was dich hierher führt.“ ermutigt er die junge Frau dann und die Schwarzhaarige schluckt kurz angespannt. “Das klingt vielleicht alles etwas verrückt aber lasst mich bitte bis zum Ende erzählen. Danach beantworte ich dann Fragen.“ beginnt die Uchiha und erzählt dann mit ruhiger Stimme weiter “Ich bin Ayumi Uchiha. Ich wurde vor vielen Jahren hier in Konoha geboren und bin die ersten Jahre meines Lebens auch hier aufgewachsen. In der Nacht, in welcher der Neunschwänzige Konoha angegriffen hat, wurde ich entführt. Entführt damit Danzo mich nicht in die Finger bekommt. Ich weiß nicht, ob ihr davon schon mal gehört habt, aber in Reihen des Uchiha Clan´s ist es möglich, dass so genannte Wunderkinder geboren werden. Ich bin ein solches und damit Danzo sich meine Macht nicht aneignen kann wurde ich aus dem Dorf geschleust. Ohne, dass er etwas über meinen weiteren Aufenthaltsort mitbekommen hat. Ich war die letzten Jahre dann auf einer Reise um die Welt, oder mehr meiner Ausbildung meine Fähigkeiten betreffend. Jetzt beherrsche ich diese Kraft und habe mein Ziel damit so gut wie erfüllt. Allerdings möchte ich nicht länger in dem Versteck leben wo ich nach meiner Entführung Zuflucht fand. Ich möchte wieder nach Konoha zurück kehren und ein normales Leben führen. Wie früher.“. Naruto betrachtet sie mit zusammen gekniffenen Augen als dann aus ihm heraus platzt welchen Schwachsinn sie da denn erzählt und dass das doch alles gar nicht sein kann weil Sasuke der einzige Uchiha ist der noch lebt.
 

Kakashi will dann alles über ihre Fähigkeit wissen, was ihm die junge Frau auch sogleich erzählt und auch, dass sie Itachi wiedererweckt hat. Wenn er doch nur hier wäre, dann könnte sie es beweisen. “Itachi hat die Ermordung seines Clan´s nur wegen Danzo durchgeführt. Ihm blieb zum Wohle des Dorfes keine andere Wahl. Ich möchte hiermit darum bitten, dass er ebenfalls zurück kommen darf und kein Abtrünniger mehr ist.“ bittet die Konnoichi und blickt den Grauhaarigen hoffnungsvoll an. “Angenommen, du sagst die Wahrheit und Itachi Uchiha lebt. Dann könnten wir auch darüber sprechen ihn wieder aufzunehmen. Mir ist bekannt, wie es sich damals wirklich zugetragen hat und aus welch niederen Beweggründen Danzo gehandelt hat.“ meint Kakashi dann ernst und das Gesicht der jungen Frau hellt sich schlagartig auf. Damit fällt ihr schon mal ein großer Stein vom Herzen. “Aber warum bist du nicht früher zu uns gekommen? Wer sind deine Entführer?“ stellt er dann skeptisch seine Fragen. Die junge Frau erklärt, dass sie das zum jetzigen Zeitpunkt nicht verraten kann um sie zu schützen, dass sie aber ihre Familie sind und ebenfalls ein friedliches, glückliches Leben anstreben und sie, sie deshalb ebenfalls nach Konoha bringen möchte. Oder sich eben wünscht, dass sie ebenfalls hier leben dürfen.
 

Es vergehen endlos scheinende Minuten in denen der maskierte Mann nachdenkt. Immerhin muss er das Dorf schützen und demnach in den Interessen des Dorfes handeln. Andererseits hat sie Konoha damals nicht freiwillig verlassen. Zumindest probeweise sollte er es also erlauben, aber wer sind die, die sie mitbringen will? Sind sie womöglich eine Bedrohung für das Dorf? Ayumi grübelt derweil selbst etwas und dann fällt es ihr wie Schuppen von den Augen. “Jetzt weiß ich wieder, woher ich Sie kenne. Sie sind doch der begabte Shinobi der schon mit 13 Jahren Jonin wurde oder irre ich mich? Der Schüler von Minato Namikaze, richtig?“ platzt es dann neugierig aus der Schwarzhaarigen heraus. “Ja, das ist richtig.“ entgegnet er ihr überrascht und mustert sie dann genau. “Früher hatte ich ganz lange Haare und noch keinen Pony.“ sagt die Konnoichi grinsend und Kakashi erinnert sich gelegentlich ein kleines Mädchen bei Kushina gesehen zu haben. Sie erzählten, dass sie keine Eltern hat und die Rothaarige deswegen des Öfteren Essen zu der Kleinen brachte.
 

Begreifend lächelt er sanft. Sie ist also das kleine Mädchen von damals. Wie schnell die Zeit doch vergeht. Der Blonde betrachtet sie missmutig als er den Namen seines Vaters hört. Jetzt betrachtet sie auch den Jugendlichen genauer. “Du erinnerst mich ein bisschen an Minato.“ spricht sie dann lächelnd ihre Worte. “Wäre auch kein Wunder. Immerhin ist er mein Vater.“ murmelt er in seinen nicht vorhandenen Bart hinein. Die Schwarzhaarige weitet überrascht die Augen “Dein Vater?! Dann war Kushina also mit dir schwanger?“ stellt sie erstaunt ihre Frage da die Rothaarige schwanger war bevor Ayumi das Dorf verlassen hat. Der Junge verschränkt seine Arme vor der Brust als er nickt “Woher kennst du überhaupt meine Eltern?“ will er dann irritiert wissen. “Ich habe zusammen mit deiner Mutter manchmal bei dem Training von Sensei Minato´s Schülern zugesehen. Da ich keine Eltern habe, hat sich deine Mutter manchmal um mich gekümmert und mir richtig leckeres Essen gebracht.“ erzählt sie ihm dann etwas aus ihrer Vergangenheit.
 

“Ich habe erfahren, dass dein Vater verstorben ist. Das tut mir leid.“ meint sie dann aufrichtig. Naruto klärt sie dann darüber auf, dass seine Mutter damals ebenfalls gestorben ist und die junge Frau hält sich erschrocken eine Hand vor den Mund “Das ist ja schrecklich. Das tut mir wirklich leid, Naruto.“ fügt sie hinzu und der Junge beginnt bereits wieder zu lächeln. Immerhin kann man die Vergangenheit nicht rückgängig machen. Ayumi blickt betreten zu Boden als ihr dann eine Idee kommt. “Ich habe euch doch von meiner Gabe erzählt. Wenn wir mit Hilfe von Orochimaru die Körper deiner Eltern beschwören würden, dann könnte ich sie wiederbeleben. Du hättest deine Eltern dann wieder bei dir. Es kostet mich zwar einiges an Chakra und da die beiden schon lange tot sind auch etwas meiner eigenen Lebenszeit, aber den Gefallen würde ich euch tun. Als kleinen Bonus dafür zusammen mit meiner Familie in Konoha leben zu dürfen sozusagen.“ schlägt sie den beiden Männern dann vor und wartet gespannt auf eine Antwort.
 

Die beiden tauschen ungläubige Blicke und gerade als sie weitere Fragen stellen wollen, fliegt die Tür auf und Sasuke kommt herein. Alle im Raum begrüßen ihn und Ayumi ist froh, dass er es hier her geschafft hat. “Ich habe wegen Itachi schon mit ihnen gesprochen. Sie wollten das weiter mit dir und deinem Bruder bereden um eine Lösung zu finden.“ sagt die Schwarzhaarige lächelnd. “Ist es also wahr, Sasuke?“ fragt Kakashi sogleich seinen Schüler und dieser nickt. “Ich sagte doch, dass es wahr ist. Weshalb sollte ich lügen?“ will die Konnoichi dann wissen. “Wo ist Itachi überhaupt?“ stellt sie dann ihre Frage an den jungen Uchiha. “Nachdem wir uns ausgesprochen haben hat er sich schlafen gelegt. Er ist noch in Orochimaru´s Versteck um zu Kräften zu kommen. Dort ist er sicher.“ antwortet Sasuke ernst und blickt dann abwechselnd in die Gesichter von Naruto und Kakashi. “Ich denke nicht, dass sie uns oder dem Dorf schaden will. Sonst hätte sie es längst tun können. Außerdem kommt sie ursprünglich doch aus Konoha Gakure. Ich denke das sollten wir mit in Betracht ziehen.“ sagt der Schwarzhaarige ruhig und die Männer tauschen abermals Blicke untereinander aus.
 

“Ich bitte euch. Wir möchten einfach nur in Frieden leben können.“ bittet die Konnoichi dann mit gefalteten Händen. “Im Uchiha Viertel sind doch ohnehin Häuser frei.“ wirft Sasuke mit ein und die junge Frau lächelt ihm dankend zu. Schön, dass zumindest er auf ihrer Seite ist. Kakashi seufzt laut auf “Nun gut. Du darfst auf Probe ins Dorf zurück kehren und auch deine Begleiter mitbringen sobald du guten Willen bewiesen und Naruto´s Eltern zurück geholt hast. Er hat es verdient seine Eltern wieder zu bekommen.“ spricht er seine Worte bestimmend aber dennoch ruhig und Ayumi lächelt bis über beide Ohren. “Einverstanden! Heute schaffe ich das leider nicht mehr weil ich bei Itachi´s Wiederbelebung zu viel Chakra verbraucht habe aber morgen kann ich mein Versprechen einlösen!“ meint sie enthusiastisch und die Männer nicken einverstanden. “Orochimaru soll mit zwei Klonen morgen hier her kommen. Ich denke morgen Mittag sollte ich erholt genug sein.“ schlägt sie dann vor und damit haben sie dann eine Vereinbarung. Kakashi legt als Treffpunkt noch das Dach des Hokage Gebäudes fest und so trennen sich ihre Wege. Naruto eilt zu Orochimaru um ihm ganz aufgeregt alles zu berichten und Sasuke geht derweil wieder zu seinem geschwächten Bruder um auf ihn Acht zu geben.

Riskantes Vorhaben

Es ist bereits früher Abend als Ayumi das Dorf wieder verlässt. Sie grinst bis über beide Ohren. Schließlich hat sie es geschafft. Sie darf mit ihrer Familie wieder in Konoha leben sofern sich alle friedlich verhalten und nicht aus der Reihe tanzen. Also kein Grund für einen Krieg oder die Umsetzung Madara´s Plans. Zumindest hat sie es schon so gut wie geschafft, morgen muss sie nur noch ihren Teil der Vereinbarung erfüllen und schon kann ihr normales Leben wieder beginnen. So normal wie es ein Shinobi eben haben kann. Als die Schwarzhaarige dann endlich wieder bei der Höhle ankommt nachdem sie einen kleinen Umweg gemacht hat auf welchem sie auch immer wieder verpuffte um woanders aufzutauchen, sie konnte ja schließlich nicht wissen ob jemand geschickt wurde um sie zu verfolgen, zwängt sie sich wieder durch die Öffnung am Eingang. Die junge Uchiha denkt zwar nicht, dass Kakashi jemand zum spionieren hinterher geschickt hat, aber sie wollte kein Risiko eingehen und auch Obito und Madara nicht verraten indem sie ihr Versteck auffliegen lässt. Niemals könnte sie es sich verzeihen wenn ihnen wegen ihr etwas zustoßen würde. Von positiver Energie beflügelt tänzelt sie geradezu in den großen Hauptraum der Höhle. Dort sitzen Madara und Obito auf dem Boden und betrachten eine große Landkarte welche ausgebreitet vor ihnen liegt und besprechen irgendwas. Als die beiden Männer ihre Schritte hören blicken sie zu ihr auf. Ayumi stellt mit schief gelegtem Kopf ihre Frage “Was macht ihr da?“ und die beiden Uchiha´s tauschen einen viel sagenden Blick.
 

“Wir besprechen unsere nächsten Schritte. So ein Plan will immerhin gut durchdacht sein und fordert viel strategisches Wissen und Kalkulationen von unerwarteten Ereignissen.“ antwortet Obito dann ruhig und gelassen. Die Schwarzhaarige runzelt die Stirn. Sie wollen ihren Plan also immer noch durchführen. Gut, dass sie in Konoha Gakure war um alles nötige zu klären. Fröhlich grinsend schüttelt sie den Kopf “Das wird nicht nötig sein. Ich habe eine Lösung für unser Problem gefunden!“ beginnt sie dann stolz zu erzählen und jetzt sind es die beiden Männer die ihre Stirn runzeln. “Was hast du getan, Ayumi?“ stellt der Kurzhaarige angespannt seine Frage. “Ich war in Konoha und habe mit dem Hokage gesprochen. Ich muss ihnen nur einen Gefallen tun und dann dürfen wir in Konoha leben, genauer gesagt im Uchiha Viertel! Ist das nicht toll?! Und das ganz ohne Krieg und Gewalt.“ berichtet die Konnoichi dann überaus zufrieden mit ihrem Verhandlungsgeschick.
 

Doch anders als erwartet beglückwünschen sie die beiden Männer nicht. Schnell stehen sie beide auf und starren die Frau fassungslos an. “Was hast du getan, Kind?! Hast du ihnen verraten wer wir sind und womöglich noch wo wir uns verstecken?! Hast du ihnen von dem Plan erzählt?!“ knurrt Madara sie dann wütend an. Obito packt sie an den Schultern und schüttelt sie ein bisschen in der Hoffnung sie damit wohl wach zu rütteln “Was hast du dir nur dabei gedacht?! Du hast uns verraten!“ platzt es dabei ungehalten aus ihm heraus. Die Schwarzhaarige schluckt angespannt “Nein! Ich habe euch nicht verraten! Weder habe ich etwas von dem Plan erzählt, noch wer ihr seid! Was denkt ihr denn von mir?!“ ruft sie enttäuscht aus “Ich wollte doch nur, dass wir eine friedliche Lösung finden können ohne kämpfen zu müssen! Ich möchte doch nur mit euch im Dorf leben, wie eine richtige Familie und mich nicht länger hier verstecken müssen!“ fügt sie noch hinzu und schüttelt dann Obito´s Arme von ihren Schultern als sich ihre Augen mit Tränen füllen.
 

“Du dummes Mädchen, ich sagte dir doch, dass es keine andere Lösung für eine friedliche Welt gibt. Ich dachte das hättest du verstanden. Scheinbar bist du dafür doch noch zu naiv und unerfahren. Ich lebe schon sehr lange und die Menschen ändern sich nicht. Ich habe es vor langer Zeit mit deiner träumerischen Methode versucht aber es funktioniert nicht.“ sagt Madara dann kalt und die Konnoichi ballt ihre Hände zu Fäusten. “Welchen Gefallen musst du ihnen tun?“ will Obito dann wissen und das Mädchen blickt erst zu Boden und dann ihren Freund wieder an. “Ich habe versprochen als Zeichen des guten Willens Minato und Kushina zurück zu holen. Naruto hätte dann seine Eltern wieder und wir dürften zurück nach Konoha. Dann müssten wir nicht kämpfen und niemand würde Risiko laufen verletzt zu werden.“ nuschelt sie dann verlegen. Sie tat das alles doch nur für ihre Familie, warum also wird sie dann so angeschnauzt? Obito weitet überrascht die Augen als er den Namen seines früheren Lehrers hört.
 

Auch Madara weiß über diesen Bescheid und welche Stärke dieser besitzt. Es wäre eine Katastrophe wenn sie zusätzlich auch noch gegen den gelben Blitz von Konoha antreten müssten. Alles unnötige Anstrengungen. “Sie sind tot seit der Neunschwänzige Konoha verwüstete. Wie stellst du dir das vor? Wenn du sie wiederbelebst könntest du selbst dabei sterben, verstehst du das nicht?!“ meint der Kurzhaarige dann ernst und betrachtet sie mit finsterem Gesichtsausdruck. “Ich dachte, ich wollte doch nur..ich habe gedacht wir könnten…“ beginnt die junge Uchiha dann zu stammeln und wird von einem ziemlich wütenden Madara unterbrochen “Du solltest aufhören zu denken und das tun, was wir dir sagen! Nur wenn wir an unserem Plan festhalten kann es Frieden geben, versteh das doch endlich! Ich verbiete dir, nach Konoha zurück zu gehen. Du wirst auch keinen Wiederbeleben, verstanden?! Entweder du hilfst uns bei der Umsetzung des Plans, oder du bleibst hier bis wir damit fertig sind und kommst uns nicht in die Quere!“ knurrt er verärgert.
 

Ayumi laufen nun Tränen über die Wangen nach unten “Ich habe langsam das Gefühl, dass ihr unbedingt kämpfen wollt! Ich wollte doch nur einen Krieg vermeiden! Ich will euch nicht verlieren!“ schreit sie dann wütend und Obito´s Gesichtszüge werden etwas weicher “Ayumi, versteh doch, dass es nur so funktionieren kann. Es wäre zu gefährlich die beiden zurück zu holen. Vertrau uns einfach.“ sagt er dann ruhig und mit besänftigender Stimme. Die junge Frau schüttelt entschlossen den Kopf “Ihr habt mir gar nichts zu befehlen! Ich bin alt genug meine eigenen Entscheidungen zu treffen und das was ihr vorhabt ist nicht richtig!“ spricht sie dann mit zitternder Stimme aus und wendet sich von beiden ab. Zielstrebig macht sie sich auf zu ihrem Schlafplatz. Der Kurzhaarige hat ihr zwar noch hinterher gerufen aber sie will gar nichts mehr von ihren Lehrern hören. Diese alten Sturköpfe. Da hat sie sich doch so angestrengt eine Lösung zu finden und dann ist es auch wieder nicht richtig.
 

Die Schwarzhaarige kann auf keinen Fall zulassen, dass es zu einem Krieg kommt. Sie muss sich etwas einfallen lassen das zu verhindern. Bei ihrer Matratze angekommen legt sie sich mürrisch hin nachdem sie ihre Ausrüstung abgelegt hat und zieht sich die Decke bis zu den Ohren nach oben. Da sie viel zu aufgewühlt ist um zu schlafen liegt sie auch noch wach als einige Zeit später Obito zu seinem Bett kommt. Er setzt sich auf die Bettkante und betrachtet die junge Frau eine Weile. “Versteh doch, dass wir nur dein Bestes wollen, Ayumi. Es wäre zu riskant jemanden Wiederzubeleben der schon so lange tot ist.“ richtet er leise seine Worte an sie. Die Konnoichi denkt gar nicht daran ihn anzusehen und dreht sich zur Seite mit dem Rücken zu ihm. Nach einer kurzen Pause versucht Obito sein Glück noch mal als er sie bei ihrem Namen nennt. “Ich will nicht mehr darüber reden! Wenn ihr unbedingt kämpfen wollt, dann macht das. Ich weiß, dass das falsch ist deswegen werde ich da nicht mit machen!“ motzt sie dann genervt los und zieht sich anschließend die Decke über den Kopf. Sie hat keine Lust mehr darüber zu sprechen.
 

Der junge Uchiha seufzt laut und mustert sie mit hochgezogener Augenbraue. Es hat wohl keinen Sinn weiter zu reden. Seine Schülerin begreift nicht, dass Frieden nur durch das Endlose Tsukuyomi erreicht werden kann und dazu zwingen zu kämpfen werden sie sie nicht. Dann muss sie eben solange hier in der sicheren Höhle bleiben bis alles vorbei ist. Sie war ja schon als Kind recht stur wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat aber jetzt wo sie erwachsen ist, hat dieser Dickkopf ganz neue Dimensionen erreicht. Nie zuvor hat sie ihm oder gar Madara widersprochen. Wie das wohl enden wird? Wortlos legt sich der junge Uchiha dann hin und starrt noch eine Weile an die Decke der Höhle ehe er dann einschläft. Als Ayumi seine veränderte Atmung bemerkt schlüpft sie mit dem Kopf wieder unter der Decke heraus. Das wurde aber auch Zeit. Ist schon ziemlich warm geworden. Missmutig seufzend dreht sie sich auf den Rücken. Wie soll sie ihre beiden Lehrer nur davon überzeugen es auf ihre Art zu versuchen? Fragen über Fragen. Erstmal sollte sie sich aber eine Mütze voll Schlaf gönnen damit sie für Morgen fit und erholt ist. Nach einer Weile schläft sie auch endlich ein und in der vertrauten Höhle ist es friedlich still. Am nächsten Morgen wird sie von Obito geweckt, welcher sie vorsichtig an der Schulter rüttelt. Mürrisch grummelnd öffnet sie die Augen. “Was ist denn?“ stellt sie etwas genervt ihre Frage und ihr Freund betrachtet sie irritiert. Dass sie immer noch schlechte Laune hat ist ungewöhnlich. Früher war sie nie so lange bockig. Ob das wohl mit der Pubertät zusammen hängt? Wobei sie damit doch eigentlich schon durch sein sollte.
 

Nachdenklich hält er sich das Kinn während er sie durchdringend betrachtet und fragt dann ob sie Frühstück möchte. Die Konnoichi schüttelt den Kopf. Hunger hat sie jetzt nun wirklich nicht. “Willst du etwa den ganzen Tag im Bett bleiben?“ richtet der Kurzhaarige dann seufzend seine Frage an sie. “Na und? Selbst wenn ich den ganzen Tag liegen bleibe wär es doch egal. Ich hab meine Ziele ja schließlich erreicht und jetzt nichts mehr zu tun.“ grummelt sie genervt. Obito schüttelt den Kopf “Ist ja schon gut du kleine Zicke. Dann bleib halt liegen. Warum hast du eigentlich dein Chakra unterdrückt? Seit du zurück bist hast du es verborgen.“ fragt er dann interessiert und betrachtet sie gespannt. “Auf meiner Reise musste ich mich immer verstecken. Das ist halt jetzt so ne Angewohnheit.“ antwortet sie nur kurz und knapp. Der Kurzhaarige geht neben ihr in die Hocke und schnippt ihr gegen die Stirn “Wir meinen es nicht böse Ayumi. Wir wollen dich beschützen und dafür sorgen, dass du in einer friedlichen Welt leben kannst.“ sind seine Worte ehe er dann aufsteht und ihren Schlafbereich verlässt. Er macht sich ins Höhleninnere auf um dort mit seinem Mentor die nächsten Schritte zu besprechen und wann sie ihren Plan am besten in die Tat umsetzen. So etwas will sorgsam durchdacht und vorbereitet sein. Wenn sie jetzt also einfach so lospreschen würden wären die vielen Jahre voller strategischer Planung umsonst gewesen und sie hätten sich die Mühe sparen können. Allerdings fragen sie sich auch wo Zetsu bleibt, er ist bisher noch nicht zurück gekehrt und Obito konnte ihn auch nirgends finden.
 

Als ein paar Stunden vergangen sind beschließt die Konnoichi aufzustehen. Sie wird sich von ihren Lehrmeistern nicht verbieten lassen es auf eine friedliche Art zu versuchen. Mucksmäuschenstill formt sie Fingerzeichen um eine Schattendoppelgängerin zu erschaffen. Diese legt sich auf die Matratze und deckt sich zu. So sollte auf den ersten Blick zumindest niemand Verdacht schöpfen. Entschlossen formt sie dann abermals ein Fingerzeichen um zu verpuffen und ein gutes Stück entfernt von der Höhle wieder aufzutauchen. Dass die Schwarzhaarige ihr Chakra schon die ganze Zeit über verborgen hat ist für sie nun von Vorteil. So sollten Obito und Madara erstmal also nichts mitbekommen. Schnell macht sie sich auf den Weg nach Konoha und als sie noch ein gutes Stück von dessen Toren entfernt ist, verpufft sie wieder um dann auf dem Dach des Hokage-Gebäudes wieder aufzutauchen. Dort wird sie bereits von Kakashi, Naruto und Orochimaru erwartet, welcher auch zwei Klone bei sich hat. Die Anwesenden begrüßen einander und Ayumi berichtet nochmals wie das Vorgehen nun aussehen wird und welche Risiken es möglicherweise mit sich bringt.
 

Orochimaru wendet dann sein Jutsu der Widergeburt aus schmutziger Erde an und nachdem die Sargdeckel fallen stehen da nun Minato und Kushina, welche sich irritiert umsehen. “Mutter, Vater.“ nuschelt Naruto berührt und bekommt feuchte Augen. Minato will sogleich wissen was es damit auf sich hat das sie nun hier sind und sein Sohn weiht ihn sogleich in den Plan der Wiederbelebung ein. Die Rothaarige weitet geschockt die Augen als sie dann Ayumi´s Namen ausruft. Die junge Uchiha zuckt erschrocken zusammen. Immerhin hat sie noch gut in Erinnerung wie wütend die Frau werden kann die ihr gegenüber steht und wie unheimlich sie dann ist. “Du bist so groß geworden. Eine hübsche, junge Frau, Ayumi.“ spricht sie dann mit sanfter Stimme und breitem Lächeln auf den Lippen. Die Schwarzhaarige lächelt verlegen und reibt sich ihren Arm. “Sensei Namikaze. Sie müssen bitte eine Barriere errichten in welcher wir drei eingeschlossen sind. Es könnte sein, dass meine Verbündeten nach mir suchen und mich aufhalten wollen euch zurück zu holen. Deswegen müssen wir uns beeilen.“ erklärt sie ruhig und der Blonde ist einverstanden als er sogleich Fingerzeichen formt und eine undurchdringbare Barriere um seine Frau, Ayumi und sich selbst errichtet.
 

Gerade noch rechtzeitig. Die Schwarzhaarige kann spüren, dass Obito versucht hat sie zu erreichen. Ihre Abwesenheit ist also aufgeflogen. Nun heißt es keine Zeit mehr verlieren. Voller Tatendrang formt sie dann ein Fingerzeichen um ihr Chakra zu konzentrieren und schließt dann ihre Augen. Zum Glück muss sie die Seelen nicht lange suchen da ein Teil ja bereits in deren Körper steckt und sich der andere daher ganz in der Nähe aufhält und durch die Luft schwebt. Der Körper der jungen Konnoichi beginnt wieder zu leuchten als sie sich darauf konzentriert die beiden Seelen wieder mit deren Körper zu verbinden. Als sie die Augen öffnet und Minato, sowie Kushina dabei konzentriert betrachtet, leuchten auch ihre Augen wieder in diesem hellen, weiß-bläulichen Licht. Dieses Mal ist es allerdings gar nicht so einfach. Liegt vermutlich daran, dass es zwei Seelen sind und dass sie schon so lange vom Körper getrennt sind.
 

Die Schwarzhaarige strengt sich so fest an wie sie kann und nimmt nun sogar ihre zweite Hand dazu um das Fingerzeichen zu verstärken. //Komm schon. Nur noch ein bisschen!// denkt sie entschlossen als dann Blut aus ihrer Nase läuft. Die Rothaarige betrachtet sie ängstlich “Ayumi hör auf! Es ist zu gefährlich!“ bittet sie die Konnoichi damit aufzuhören um ihre eigene Gesundheit nicht aufs Spiel zu setzen. Aufgeben kommt ja mal gar nicht in Frage. Warum traut ihr eigentlich nie jemand etwas zu? Immer hört sie nur es sei zu gefährlich. Mit aller Kraft konzentriert sie sich auf die Seelenrückführung ehe dann das helle Licht verschwindet. Blut läuft ihr aus Mund, Nase und Augen und sie keucht erschöpft als ihre Arme kraftlos nach unten fallen. Alle schauen gespannt auf Minato und Kushina und tatsächlich hat es funktioniert. Sie nehmen ihr normales Aussehen an und können ihr Glück kaum fassen. Des erschöpften Zustandes nach der Auferstehung geschuldet kann Minato seine Barriere allerdings nicht mehr länger aufrecht erhalten und sie verschwindet.
 

Ayumi wird ganz schwindelig und ihre Knie geben nach. Bevor sie umfallen kann eilt der vierte Hokage zu ihr und schließt sie in seine Arme. Auch Kushina gesellt sich dazu und legt ihre Arme fest um die junge Uchiha. “Hab vielen Dank! Das können wir niemals gut machen, Ayumi.“ sprechen die beiden fast gleichzeitig aus als sich Tränen in ihren Augen sammeln. Auch Naruto beginnt vor Freude zu weinen und Kakashi´s Gesichtszüge werden weich als er die Szene mit großen Augen betrachtet. Kushina legt die Hand an ihre Stirn und teilt den anderen mit sich ziemlich schwach zu fühlen. Ayumi erklärt, dass das völlig normal ist und sie sich erst einmal ausruhen müssen. Nach ihrem Satz beginnt sie zu husten und spuckt dabei viel Blut aus. Geschockt läuft Naruto los um einen Arzt zu holen und Minato schüttelt sie etwas an den Schultern um sie wach zu halten. Das war sehr Kräfte zehrend und die junge Frau hat in diesem Moment wirklich Angst zu sterben als sich plötzlich alles so leicht und unwirklich anfühlt.
 

Kurz darauf erscheint mithilfe seines Kamui´s dann Obito neben der Schwarzhaarigen und schlägt nach dem Blonden. Um seine Frau zu schützen, springt Minato mit Kushina im Arm ein Stück weit von den beiden weg. Ayumi schaut zu ihrem Freund und lächelt leicht “Siehst du. Ich sagte doch, dass ich es kann. Nun können wir in Frieden leben.“ stottert sie angestrengt und verliert dann das Bewusstsein. Die Konnoichi fällt nach vorne und Obito greift sie um die Schultern und drückt sie fest an sich damit sie nicht auf den Boden fällt. “Du dummes Mädchen. Wir sagten doch, dass der Preis für ihre Wiederbelebung zu hoch ist!“ spricht er seine Worte kalt und ernst aus und beim Klang seiner Stimme weitet Kakashi die Augen. Kann es etwa sein? Nein, das ist unmöglich. “Wer bist du? Finger weg von Ayumi!“ herrscht Minato ihn dann an und Obito wendet sich nun den Umstehenden zu. Er trägt seinen schwarzen Mantel und eine weiße Maske mit zwei Gucklöchern für seine Augen. Böse blitzen diese die Beteiligten an “Wer ich bin werdet ihr noch früh genug erfahren.“ der Schwarzhaarige macht eine kurze Pause “Hiermit erklären wir euch den 4.ten Ninja-Weltkrieg! Mit Konoha werden wir beginnen und dann die ganze Welt unterwerfen!“ spricht er seine Worte dann laut und mit drohendem Unterton. Noch ohne auf eine Antwort zu warten werden er und Ayumi an seiner Seite dann in sein Kamui eingesaugt und verschwinden von der Bildfläche ehe die Konoha Ninja´s etwas dagegen unternehmen können.

Widerstand zwecklos

Geschockt bleiben die vier zurück im Versuch zu begreifen was da gerade passiert ist. Kakashi versucht angestrengt die Präsenz des Fremden zurück zu verfolgen aber keine Chance. Weit und breit nichts. Ist das etwa die Familie von der Ayumi erzählt hat? Die, die sie mit nach Konoha nehmen möchte um dort zu leben? Es muss so sein. Zumal sie weder verängstigt, noch eingeschüchtert war von seinem enormen Chakra und auch keinen Versuch unternommen hat ihm zu entkommen. Irgendwie kam dem stellvertretenden Hokage die Stimme bekannt vor aber irgendwie auch nicht. Ist alles nur Einbildung? Kushina hält sich geschockt ihre Hand vor den Mund “Aber was wird denn nun aus der kleinen Ayumi? Wir müssen sie doch retten.“ spricht sie ihre Gedanken mit ernster Stimme aus. Die Umstehenden nicken zwar, haben aber keine Ahnung wo sie sich befindet. “Kakashi, meinst du macht er seine Ankündigung wahr?“ richtet der Blonde dann seine Frage an seinen ehemaligen Schüler. Der Grauhaarige seufzt leicht und wägt die Möglichkeiten ab. “Ich denke nicht, dass es nur ein Bluff war. Wir sollten besser Vorkehrungen treffen und auch die anderen Kage informieren, Minato-Sensei.“ sagt er dann mit ruhiger Stimme.
 

Der Hokage der 4.ten Generation nickt zustimmend, doch auch ihn überkommt jetzt das Schwächegefühl dessen Nebenwirkung die Wiederbelebung mit sich bringt. Naruto kehrt soeben mit einem Arzt zurück und schaut sich dann verdutzt um. Er hat von dem Fremden immerhin nichts mitbekommen. Schnell bringt ihn Kakashi auf den Neuesten Stand und der Jugendliche weitet besorgt die Augen. Sie müssen sich nun beeilen um sich auf den wohl nahenden Krieg vorzubereiten. Nachdem sie sich bei Orochimaru für dessen Hilfe bedankt haben, ohne ihn wäre die Auferstehung von Naruto´s Eltern immerhin nicht möglich gewesen, erklärt dieser, dass er sich bei dem Krieg nicht einmischen wird. Immerhin hat dieser Konflikt nichts mit ihm zu tun. Nach seinen Worten macht er sich auch schon wieder auf den Weg zu seinem Versteck. Naruto bringt seine Eltern dann in seine Wohnung damit sie sich erholen können und bittet sie darum sich in einem Schutzbunker zu verstecken falls der Kampf Konoha erreichen sollte solange sie noch so geschwächt sind und erklärt ihnen, dass die Wiederbelebung nur ein einziges Mal funktioniert und er sie nicht noch mal verlieren will. Minato und Kushina betrachten ihn besorgt. Sie wollen auch nicht, dass ihr Sohn stirbt und was wäre man für ein Shinobi wenn man nicht für sein Dorf kämpft wenn es darauf ankommt? Aber in ihrem jetzigen Zustand könnten sie nicht viel ausrichten, damit hat er Recht.
 

Obito taucht derweil in der versiegelten Höhle auf und legt Ayumi sogleich auf ihre Matratze. “Madara! Ich brauche deine Hilfe!“ ruft er ins Innere der Höhle und es dauert auch nicht lange bis der Langhaarige erscheint. Die Konnoichi hat viel Blut verloren und ihre Atmung geht sehr flach. “Was ist geschehen?“ stellt der Mitgründer Konoha´s irritiert seine Frage und der Kurzhaarige berichtet ihm im Schnelldurchlauf was vorgefallen ist. Madara lässt die Knöchel in seinen Händen knacken als er selbe zu Fäusten ballt. Dieses dumme Mädchen. Was hat sie sich immerhin dabei gedacht ihr Leben so leichtfertig aufs Spiel zu setzen?! Missmutig legt er die Stirn in tiefe Falten als er sich neben die junge Frau kniet. Er fühlt ihren Puls doch kann an ihrem Handgelenk keinen finden. Also legt er seine Finger an ihren Hals und spürt dort einen sehr schwachen Puls, ihre Haut ist auch schon ganz blass und kalt. Wenn sie sich nicht beeilen wird sie es nicht überleben.
 

Auch wenn sie sich seinem Befehl widersetzt hat, gehört sie doch zur Familie und deswegen will er sie nicht einfach sterben lassen. Auch weil sie für die Durchführung seines Plans wichtig ist. Schließlich kann man einen Shinobi der nahezu jede Verletzung augenblicklich heilen kann ja immer gut auf seiner Seite gebrauchen. Er legt seine Hände auf ihre Brust und ihren Bauch und beginnt dann damit Chakra in sie hinein fließen zu lassen und Obito tut es ihm gleich. Die beiden Männer konzentrieren sich darauf auch Zellen von Hashirama welche sich in ihnen befinden mit hinein fließen zu lassen um ihr bei ihrer Regeneration zu helfen. Der Körper der jungen Frau beginnt dabei ein wenig zu zittern und ihre Atmung geht keuchend. Es dauert eine ganze Weile ehe die Behandlung der beiden Uchiha´s Wirkung zeigt. Die Atmung der Schwarzhaarigen geht wieder ruhig und gleichmäßig und auch die rosige Farbe kehrt allmählich in ihr Gesicht zurück. Erleichtert hören ihre beiden Lehrer dann damit auf ihr Chakra zu übertragen und betrachten sie still. Ab jetzt kann sie sich von selbst regenerieren. Grade noch mal gut gegangen.
 

“Was machen wir jetzt?“ richtet der Kurzhaarige seine Frage an Madara. “Bis sie sich vollkommen erholt hat, wird sie uns nicht in die Quere kommen. Die heutige Nacht ist noch kritisch aber wenn sie die überstanden hat, sollte sie über den Berg sein.“ erklärt der Langhaarige ruhig. “Allerdings sind es schlechte Neuigkeiten, dass sie Minato Namikaze zum Leben erweckt hat. Wir müssen unseren Angriff beginnen noch bevor er zu Kräften gekommen ist. Bring mich zum Zehnschwänzigen. Wir werden ihn erwecken und dann versiegeln, damit wir ihn auf dem Schlachtfeld einsetzen können.“ fügt er dann noch hinzu und Obito nickt leicht. Sie beschließen am Abend wieder zu kommen um nach der Konnoichi zu sehen und verschwinden sogleich mittels Kamui zu dem Versteck des Zehnschwänzigen. Dort angekommen beginnen sie sogleich damit ihn zu erwecken da sie glücklicherweise ja bereits alle neun Bijuu vollständig oder teilweise in ihrem Besitz haben und in der steinernen Statue versiegeln konnten.
 

Die monströse Gestalt des Zehnschwänzigen erwacht zu Leben und die beiden versiegeln ihn wie damals den Neunschwänzigen um ihn dann mithilfe des Jutsu´s des Vertrauten Geistes in ihrem Kampf beschwören zu können. Kakashi hat in der Zwischenzeit Tsunade informiert und da sich diese wieder besser fühlt hat sie umgehend die Kage der anderen vier Reiche in Kenntnis über den drohenden 4. Ninja-Weltkrieg gesetzt und nun bereiten sich alle Nationen auf Hochtouren auf den anstehenden Kampf vor. Sie haben beschlossen Seite an Seite zu kämpfen um ihre Gegner, bei welchen noch unklar ist um wen es sich handelt, schnellstmöglich aufhalten zu können. Immerhin müssen sie überaus stark sein wenn Ayumi immer nur von drei Familienmitgliedern erzählte und diese sich über ihre Kraft und den damit verbundenen Sieg wohl derart sicher sind, dass sie zu dritt den vereinten Nationen den Krieg erklären. Auch blitzte unter der Maske des Fremden ein Sharingan und ein Rinnegan heraus, das kann also auch nichts Gutes verheißen.
 

Spät am Abend kehren die beiden Uchiha´s dann wieder in die Höhle zurück nachdem sie noch geplant haben wann sie mit ihrem Angriff beginnen und wie sie dabei in den verschiedenen Situationen vorgehen. Immerhin konnte man ja nicht wissen ob sich diese niederen Maden zusammenrotten um eine stärkere Einheit zu bilden oder ob sie zuerst nur in Konoha einmarschieren und für Chaos und Verwüstung sorgen. Beim Gedanken an die ganzen Schwächlinge schüttelt Madara den Kopf. Wer es wagen sollte sich ihm in den Weg zu stellen, wird den nächsten Tag nicht mehr erleben. Auf keinen Fall will er sich von der Erfüllung seines Traumes abhalten lassen. Die beiden Männer beschließen damit bis zum nächsten Tag zu warten. Immerhin hat die Versiegelung des Zehnschwänzigen einiges an Chakra gekostet und auch die junge Konnoichi zu retten ging nicht spurlos an ihnen vorbei. Entschlossen sein Ziel bald zu erreichen geht der Langhaarige zu seinem Schlafplatz um sich für die morgige Schlacht auszuruhen.
 

Obito geht ebenfalls zu seinem Bett und kniet sich einen Moment neben die Schwarzhaarige. Er legt die Hand auf ihre Stirn und seufzt erleichtert. Sie hat kein Fieber und auch wenn sie ihr Bewusstsein noch nicht wiedererlangt hat, sieht es so aus, als ob sie einfach nur schlafen würde. Er ist überaus froh, dass sie nach der Wiederbelebung der beiden Konoha Shinobi nicht gestorben ist. Auch wenn sie die letzten Jahre voneinander getrennt waren ist sie wie eine Schwester für ihn und er möchte sie nicht verlieren. Nicht so wie damals Rin. Er wird sie um jeden Preis beschützen. Auch wenn ihr kleiner Dickkopf ihm diese Aufgabe oftmals erschwert. Lächelnd streicht er ihr durch die Haare und legt sich dann ebenfalls schlafen um für den großen, morgigen Tag fit zu sein. Ayumi wird in ihrem Unterbewusstsein von schrecklichen Bildern geplagt. Es herrscht Krieg. Ihre Familie und die Ninja´s aus Konoha stehen sich im Kampf auf Leben und Tod gegenüber. Die Schwarzhaarige konnte einen Kampf nicht verhindern und verliert damit jegliche Hoffnung auf ein friedliches Leben in ihrem Heimatdorf zusammen mit ihren Lehrmeistern. Ihrem geschwächten Körper geschuldet liegt sie zwar ohne jegliche Regung da, es läuft ihr aber eine einzelne Träne die Wange hinab.
 

Am nächsten Morgen schleicht sich Obito aus ihrem Schlafbereich um sie nicht zu wecken und schreitet sogleich in den großen Raum der Höhle. Madara erwartet ihn bereits. Er trägt eine schwarze Robe mit dem Zeichen des Uchiha Clan´s auf dem Rücken, eine dunkle Hose, zusätzlich einen roten Harnisch mit vielen Metallplatten zum Schutz in dem nahenden Kampf und Obito holt mithilfe seines Kamui einen orange-braunen Gunbai aus einer anderen Dimension zu sich und übergibt ihn seinem Mentor. Der Gunbai ist mit einer langen Kette versehen und zufrieden nimmt Madara diesen auf seinen Rücken. Obito trägt wie zuletzt üblich eine dunkle Hose und den dunklen, wadenlangen Mantel mit Stehkragen. Auch trägt er wieder die weiße Maske mit den beiden Gucklöchern und hat sich mittels Kamui zuvor ebenfalls einen Gunbai als Bewaffnung besorgt. Nachdenklich schaut der Kurzhaarige in die Richtung aus welcher er zuvor gekommen war.
 

“Was machen wir mit ihr?“ stellt er vorsichtig seine Frage und sein Mentor schnaubt genervt. “Da sie uns bei unserem Kampf wohl nicht unterstützen wird, ist es das Beste wenn sie hier bleibt.“ antwortet Madara entschlossen. Obito hebt skeptisch eine Augenbraue “Ich denke nicht, dass sie freiwillig hier bleiben wird.“ bekundet der junge Mann damit seine Bedenken. Der Langhaarige grinst leicht “Das habe ich mit einkalkuliert. Keine Sorge, dafür habe ich vorgesorgt. Sie ist ohnehin noch zu geschwächt um etwas ausrichten zu können.“ beendet der Mitgründer Konoha´s damit seine Erklärung und der Kurzhaarige runzelt verdutzt die Stirn. Was er wohl damit meint? Gerade als die beiden die Höhle verlassen wollen, hören sie leise Schritte. Ayumi stützt sich mit ihren Händen an der Wand der Höhle ab und setzt langsam einen Fuß vor den anderen um zu ihren Familienmitgliedern zu gehen. Bei deren Anblick ahnt sie nichts Gutes. “Madara, Obito. Bitte geht nicht. Ich möchte nicht, dass ihr gegen die anderen kämpft. Ich habe das alles doch nur getan damit wir für immer zusammen bleiben und in Frieden leben können. Bitte vergebt mir.“ fleht sie ihre beiden Verbündeten dann mit gefalteten Händen an.
 

Obito betrachtet sie mitfühlend. Er mag es nicht wenn sie traurig ist. Aber er kann es nicht ändern. Sie können erst Frieden erleben, wenn sie ihren Plan ausgeführt haben. Deswegen kann er nun auch gar nichts sagen um sie zu trösten und wendet seinen Blick daher ab. Madara geht ohne ein Wort zu sagen auf die Konnoichi zu und betrachtet sie mit kaltem Gesichtsausdruck. Geht das nun schon wieder los. Und dass sie ihm nicht gehorcht hat verärgert ihn insgeheim immer noch. Bei der jungen Frau angekommen legt er seine linke Hand sachte auf ihren Kopf und betrachtet sie durchdringend. Die großen Augen der Schwarzhaarigen blicken hoffnungsvoll in die Augen ihres Lehrers. “Bitte geht nicht.“ fleht sie dann abermals mit leiser Stimme als ihr Tränen über die Wangen nach unten laufen. Der Mann mit den langen Haaren streicht sachte über ihren Kopf “Ich möchte nicht, dass du mir in die Quere kommst, Kind. Wir werden dich holen kommen wenn wir unseren Plan vollendet haben.“ spricht er seine Worte ruhig und bestimmend und im Hals der jungen Frau formt sich ein Kloß als sie den Kopf schüttelt.
 

Sie will einfach nicht, dass sich die beiden in einen Kampf begeben und womöglich getötet werden. Sie möchte aber auch nicht, dass andere sterben müssen. Gibt es nicht schon genug Leid? Gerade als sie protestieren möchte, wendet Madara mit seiner rechten Hand das Jutsu der ´Fünf Elemente Versiegelung´ an und mit von lila Chakra umhüllten Fingerspitzen schlägt er dann fest gegen ihren Bauch. Die junge Uchiha keucht schmerzlich auf und starrt ihn mit fragenden Augen an. Sie fällt dann erst kraftlos auf ihre Knie und dann noch vorne um und bleibt regungslos liegen. Der Kurzhaarige kommt schnell näher. “Was hast du getan?“ stellt er skeptisch seine Frage doch der Langhaarige zuckt nur mit den Schultern. “Da bereits ein Siegel auf ihr liegt, habe ich diese Technik angewandt um ihren Chakrafluss zu beeinflussen. Sie sollte sich also erstmal nicht bewegen können und deutlich geschwächt sein. Genug Zeit, unseren Plan auszuführen ohne, dass sie uns in die Quere kommt.“ erklärt er mit ernstem Tonfall und der junge Uchiha nickt verstehend.
 

Ayumi liegt wieder mal ohnmächtig in der versiegelten Höhle als Madara und Obito diese verlassen um in den Kampf zu ziehen. Sie durchqueren karges Gebiet welches schon eher einer Wüste ähnelt und springen dann auf einen hohen Felsen welcher aus dem harten Boden hervor ragt. Die Shinobi Konoha´s haben Obito´s Drohung wohl ernst genommen da sie spüren können wie sich viele hunderte Präsenzen ihrem Aufenthaltsort nähern. Amüsiert betrachtet Madara die ganzen Würmer welche wohl glauben es mit ihm aufnehmen zu können, als sich diese mutig in mehreren Gruppierungen vor ihm und seinem Verbündeten aufreihen. “Ihr wagt es, euch mir in den Weg zu stellen? Erbärmliche Maden wie ihr sind nicht mal meine Aufmerksamkeit wert.“ spottet der Langhaarige dann siegessicher mit breitem Grinsen auf den Lippen. Von irgendeinem aus der Menge kommt der Ausruf wen sie denn überhaupt vor sich haben, wenn er ja so von sich überzeugt ist und das Lächeln des Uchiha´s wird geradezu dämonisch. “Ich bin Madara Uchiha. Und ihr solltet besser um euer Leben winseln!“ meint er ernst und unter den versammelten Ninja´s bricht Getuschel aus. Etwa DER Madara Uchiha? Aber wie ist das möglich? Dieser müsste doch schon längst tot sein. Zumindest glaubten alle, dass er tot ist.
 

Obito staunt nicht schlecht über die Panik die sein bloßer Name unter den Shinobi auslöst. Womöglich hat er ihn bislang etwas unterschätzt. Der Mitgründer Konoha´s aktiviert sein Ewiges Mangekyo Sharingan und Obito aktiviert ebenfalls seine beiden Augenfähigkeiten. Erwartungsvoll und wohl erfreut über den nahenden Kampf lässt Madara die Knöchel in seinen Händen knacken als er den Blick über die aufgereihten Truppen schweifen lässt. Sogar die fünf Kage kann er erkennen. Das wird ein Spaß. Obito betrachtet ihn aus dem Augenwinkel heraus. “Wenn du wirklich so stark bist. Zeig es mir. Zeig mir die Kraft eines Gottes.“ fordert er seinen Mentor dann auf, seine Macht unter Beweis zu stellen und Madara tut nichts lieber als das. Wenn die vereinten Nationen denken, dass diese paar Shinobi ausreichen um ihn aufzuhalten haben sie sich gewaltig getäuscht. Um ihnen schon mal direkt zu Beginn Respekt einzuflößen, beschwört er sein Susanoo und als ob dieses nicht schon gewaltig genug wäre mit seinen zwei Körpern und vier Armen, führt er damit das Jutsu der ´Planetaren Zerstörung aus´. Kurz darauf erstarren seine Gegner als sie einen riesigen Meteoriten am Himmel erblicken welcher auf sie herab fällt.
 

Der Kazekage schluckt angespannt als er sich fragt ob das die Kraft eines Gottes ist. Die Kraft Madara Uchiha´s. Mit vereinten Kräften gelingt es ihnen Teile des Meteoriten zu zerstören ehe dieser auf den Boden kracht. Der Tsuchikage schaffte es zwar mit seiner geheimen Technik den ersten gigantischen Brocken soweit unschädlich zu machen aber wird von dem zweiten der direkt hinterher kam dann eiskalt erwischt und darunter begraben, so wie viele andere Shinobi auch die der gewaltigen Masse nicht rechtzeitig ausweichen konnten. Da er die Schar seiner Feinde nun etwas ausgedünnt hat, löst er sein Susanoo wieder auf und springt von dem hohen Felsen herab. Auf dem Boden angekommen geht er dann entschlossen auf die erste Einheit der Feinde zu während er sie dabei fest im Blick hat. Seine Gegner schlucken angespannt, anderen läuft Schweiß über die Stirn und wieder andere beginnen zu zittern. Als der Langhaarige dann auf die erste Front zustürmt tun diese es ihm gleich und es dauert nicht lange bis Madara durch die ersten hindurch wütet. Sie kreuzen Klingen, er teilt Schläge und Tritte aus und schafft es mühelos das eine um das andere Mal den Angreifern zu entgehen.

Der Krieg hat begonnen

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Endloses Tsukuyomi

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Wer ist der Unbekannte?

Als er seinen Blick auf Madara richtet, wirft der Mann welcher zuvor fast von ihm zerquetscht wurde mit letzter Kraft ein Shuriken auf ihn und sackt dann leblos zusammen. Der Wurfstern verletzt den Fremden am Arm und Blut läuft diesen deshalb hinab. “Akuma!“ ruft Seiran erschrocken aus als sie auf ihn zuläuft. Madara und Ayumi werden stutzig als die Wunde an seinem Arm zu dampfen beginnt und sich sogleich von selbst verschließt. Die Schwarzhaarige hat so etwas noch nie gesehen. Den Langhaarigen erinnert das sehr an seinen alten Freund und Rivalen Hashirama //So ist das also.// denkt er sich grinsend. Gerade als sich die zwei Männer wieder attackieren wollen, gehen die Blonde und Ayumi dazwischen. Die Schwarzhaarige steht nun mit ihrem Rücken an dem der Blondine und betrachtet Madara mit finsterem Gesichtsausdruck. Auf der anderen Seite schaut Seiran ihren Verbündeten grimmig an. “Schluss jetzt! Wir werden jetzt erstmal reden!“ befiehlt die junge Uchiha dann mit fester Stimme und wird auch nicht mit sich verhandeln lassen was das angeht.
 

Der Langhaarige und Akuma schauen über die Köpfe der beiden Frauen hinweg in die Augen des jeweils anderen. Und ja, wenn Blicke töten könnten würden nun beide tot umfallen. Gerade, dass keine Blitze zwischen ihren Augen hin und her fliegen. Ayumi stemmt ihre Hände in die Hüften um ihren Lehrmeister zu ermahnen sich jetzt zu benehmen. Seiran ballt ihre Hände zu Fäusten und ist ebenfalls fest entschlossen einen weiteren Kampf zu verhindern. Fast zeitgleich drehen die beiden Männer dann den Kopf eingeschnappt zur Seite nachdem sie die beiden Frauen betrachtet haben und geben dabei nur ein “Hmpf!“ von sich. “Gut, dann reden wir eben.“ motzen beide Männer fast zeitgleich und im Anschluss darauf werden Ayumi´s Gesichtszüge weich und sie lächelt wieder. Akuma rammt sogleich sein Schwert in den Boden und erzeugt damit um sie herum einen gewaltigen Kreis aus grauen Amaterasu Flammen, welche wieder sehr an Nebel erinnern, damit sie niemand bei dem Gespräch stört. Orochimaru, der es nicht lassen konnte doch auf das Schlachtfeld zu eilen um seine alte Teamkollegin zu unterstützen, taucht nun mit den zumindest etwas geheilten Kage am Schauplatz des Geschehens auf. Tsunade lässt sich von Kakashi erklären was hier vorgefallen ist. Da sie mit den ganzen Verwundeten und erschöpften Shinobi ohnehin nichts ausrichten könnten, ordnen die fünf Kage eine Waffenruhe für die Dauer des Gespräches an. Wohl wissend, dass sie der Stärke ihrer Gegner nichts entgegen setzen können.
 

Da alle Beteiligten auf der sicheren Seite sein wollen, lassen sie jeweils ihre Sharingan´s aktiviert um im Notfall schnell reagieren zu können. “Madara Uchiha also. Solltest du dann nicht schon lange tot oder zumindest ein alter Mann sein?“ stichelt Akuma dann in Richtung des Langhaarigen und grinst dabei frech. Er weiß immerhin, wer der echte Madara Uchiha ist da sein Vater ihm natürlich von der Geschichte seines Clan´s erzählt hat. “Das ist eine lange Geschichte. Aber vor dir steht wirklich der wahre Madara.“ wirft die Konnoichi ein und danach herrscht erst einmal Stille. Madara, Obito und Ayumi stehen nebeneinander auf der einen Seite und die beiden Neuankömmlinge stehen ihnen mit etwas Abstand gegenüber. Es herrscht eine Weile Stille in der niemand so recht weiß, womit man denn nun anfangen soll. Ayumi räuspert sich “Deine Wunde vorhin, sie hat sich von selbst verschlossen. Wie hast du das gemacht?“ will sie sogleich von dem großen Mann wissen. Jetzt hat sie auch mal Zeit, ihn aus der Nähe zu betrachten.
 

Er trägt eine schwarze Hose mit ebenso schwarzen Sandalen, ein rotes Tuch ist wie ein Gürtel um seine Hüften geschlungen an welchem er auch sein Kurzschwert befestigt hat und er trägt offen einen wadenlangen, schwarzen Mantel der in der Innenseite rot ist. Am Oberkörper trägt er weder Pullover noch Shirt und gibt somit freie Sicht auf seinen überaus durchtrainierten Körperbau. Seine Haare sind schwarz und oben etwas länger, welche er nach hinten gegelt trägt und an den Seiten sind sie deutlich kürzer. Jetzt, wo sie alle relativ nah aneinander stehen, erkennt die junge Uchiha auch, dass er sogar ein bisschen größer als Madara ist. Der Unbekannte betrachtet sie abschätzend “Dafür muss ich nichts machen, das geschieht von ganz allein.“ antwortet er kurz und knapp. “Wer bist du, Jungchen? Und weswegen bist du her gekommen?“ hakt Madara dann nach und lässt ihn nicht aus den Augen. “Mein Name ist Akuma. Akuma Uchiha. Und ich sagte doch schon, dass ich nur aus einem Grund hergekommen bin. Um Danzo zu töten und damit Vergeltung zu üben!“ spricht der muskulöse Mann seine Worte dann mit fester Stimme. Seiran steht dicht neben ihm und schaut derweil zwischen Madara, Obito und der Schwarzhaarigen hin und her. “Uchiha?! Wie ist das möglich? Ich habe noch nie etwas von einem Uchiha mit deinem Namen gehört.“ wirft Obito dann in die Unterhaltung mit ein.
 

Etwas genervt rollt Akuma mit den Augen “Ja, schon klar. Ihr könnt auch nichts von mir wissen weil mein Vater mich direkt nach meiner Geburt aus Konoha Gakure geschleust hat ohne, dass jemand was davon mitbekommen hat.“ pampt er dann ein bisschen gereizt. Was soll denn auch die ganze Fragerei? Immerhin ist er doch nur her geeilt weil er raus bekommen hat, dass Danzo in Konoha untergetaucht war und gehofft hatte, ihn dort anzutreffen um ihn töten zu können. “Warum hat dich dein Vater weggebracht?“ will Ayumi dann neugierig wissen. “Um mich zu beschützen weil Danzo hinter meiner Kraft her ist. Zumindest hat er gesagt, dass wir nicht ins Dorf zurückkehren können solange ich diese Macht nicht beherrsche und kontrollieren kann. Auch um meine Mutter zu schützen.“ erklärt Akuma ernst als er sich eine Schachtel Zigaretten aus seiner Manteltasche zieht und sich sogleich eine anzündet um während des Gespräches zu rauchen. Immerhin scheint das hier eine längere Angelegenheit zu werden. “Wie alt bist du?“ will die Konnoichi dann weiter wissen. Alle sehen ihn erwartungsvoll an. “Ich wurde vor einer Weile 22. Warum ist das wichtig?“ stellt Akuma dann eine Gegenfrage.
 

Obito schaut nun zu seiner Kameradin “So alt wie du, Ayumi.“ und spricht dabei seine Gedanken laut aus. Die junge Frau schluckt angespannt. “Wie ist der Name deines Vaters?“ fragt sie ihn dann und der Fremde hebt verdutzt eine Augenbraue. Wollen sie hier immerhin seine ganze Lebensgeschichte erfahren oder was? Seiran, die seine Anspannung bemerkt, legt sachte ihre Hand auf seinen Arm um ihn zu beruhigen. “Mein Vater heißt Zuko. Zuko, Uchiha.“ meint er mit ruhiger Stimme. Die Schwarzhaarige weitet geschockt die Augen als sie eins und eins zusammen zählt. “Das ist auch der Name meines Vaters!“ platzt es aufgeregt aus ihr heraus. Misstrauisch betrachtet sie der Fremde daraufhin. Sein Vater hat ihm nie erzählt, dass er eine Schwester hat. Lügt sie ihn womöglich an? Andererseits ist sein Vater aber nach seiner Geburt mit ihm geflohen und ist seitdem nie mehr in Konoha gewesen. Möglich wäre es also. “Das kann nicht sein! Willst du mich hinters Licht führen?“ schnaubt er dann verärgert. Versucht sie immerhin sich über ihn lustig zu machen? Die Konnoichi schüttelt schnell den Kopf “Es ist wahr! Seit meiner Geburt habe ich immer und immer wieder denselben Traum. Meine Mutter ruft nach Zuko, meinem Vater, ehe sie stirbt. Das passierte kurz nach meiner Geburt aber ich kann es dir beweisen! Ich kann dir mit einem Gen-Jutsu meine Erinnerung an meine Mutter und jene Nacht zeigen!“ versucht sie den jungen Mann dann zu überzeugen, es sich zeigen zu lassen.
 

Akuma ballt seine Hände zu Fäusten. Er kommt sich etwas verarscht vor. Andererseits möchte er aber auch wissen, ob was dran ist. Einverstanden nickt er leicht und betrachtet sie durchdringend. Ayumi lächelt sanft und zeigt ihm dann gleich mithilfe eines Gen-Jutsu´s ihre gesamten Erinnerungen an die Nacht ihrer Geburt. Er kann den von der Frau gerufenen Namen hören und dann auch das Gesicht dieser sehen. Tatsächlich, es ist das Gesicht seiner Mutter an welches er sich ebenfalls noch dunkel erinnert. Immerhin hat er es nur ein einziges Mal gesehen. Der Mann schluckt angespannt. Wie kann das sein? Hat sie vielleicht mit ihrem Jutsu seine Erinnerung manipuliert? Aber was hätte sie für einen Grund dazu? Fragen über Fragen. Der muskulöse Mann betrachtet sie mit zusammen gekniffenen Augen als sie ihr Gen-Jutsu beendet. Er scheint ihr immer noch nicht so ganz zu glauben. Ayumi ihrerseits ist sich aufgrund der ganzen Info´s allerdings sicher, dass er ihr Bruder sein muss. Madara grübelt eine Weile ehe er dann das Wort an den jungen Mann richtet “Hast du schon einmal was von der Sage des Wunderkindes gehört?“ und dieser runzelt skeptisch die Stirn. “Ja, davon habe ich gehört. Diese Wunderkinder konnten nur entstehen, weil vor vielen, vielen Generationen eine weibliche Uchiha das Kind eines Senju ausgetragen hat. Durch die beiden mächtigen Blutlinien entstand zum ersten Mal ein Wunderkind und durch Weitervererbung kam es dann immer wieder mal zu solchen. Solange dieser gewisse Blutanteil zumindest noch in kleinster Form vorhanden war. Weil ich ein solches Wunderkind bin, musste er mit mir fliehen und mich versteckt halten.“ entgegnet er entspannt.
 

Moment, er behauptet das Wunderkind zu sein. Aber wie ist das möglich? Die Schwarzhaarige dachte bis dato, dass sie das Wunderkind ist. Immerhin hat sie doch diese Gabe und ihre beiden Lehrmeister haben ihr das auch immer wieder bestätigt. Der Langhaarige fährt dann fort “Unter bestimmten Vorraussetzungen kann inmitten des Uchiha Clan´s ein Wunderkind geboren werden. Laut Sage ist dieses männlich, aber wenn ihr beiden Zwillinge seid, ist es möglich, dass deine Gabe auch deine Schwester beeinflusst hat.“ nachdenklich hält er sich das Kinn. “Diesen Wunderkindern wird nachgesagt über extrem hohe Regenerationsfähigkeiten zu verfügen, was deine Selbstheilung von zuvor erklären würde, oder aber mit besonderen heilerischen und spirituellen Fähigkeiten ausgestattet zu sein, wie es bei Ayumi der Fall ist. Das alles spricht sehr dafür, dass du in dir einen Teil Ashura´s Chakras trägst, weswegen du dich selbst regenerieren kannst. Ayumi trägt Indra´s Chakra in sich wie Obito und ich schon vor einer Weile herausgefunden haben. Äußerst interessant, dass obwohl ihr Zwillinge seid, ihr zwei sich unterscheidende Chakra-Komponenten habt.“ Madara macht eine kurze Pause in welcher er zwischen den beiden jungen Uchiha´s hin und her schaut. “Dein Vater sagte, dass er dich schützen und deine wahre Kraft verstecken wollte. Ich kann spüren, dass auf dir dasselbe Siegel lastet, wie auf ihr. Dann war es also euer Vater, der euer besonderes Chakra versiegelt hat.“ schlussfolgert der Mitgründer Konoha´s dann.
 

Akuma überlegt angestrengt und versucht sich an die Zeit mit seinem Vater zu erinnern. “Vater sagte ´wenn euer Chakra wieder vereint ist, wird das Siegel brechen und die ganze Stärke und wahre Macht der Fähigkeit zum Vorschein kommen´. Eigentlich dachte ich immer, er hätte damit vielleicht Mutter und mich gemeint.“ erzählt er dann stirnrunzelnd. Die Augen der Konnoichi hellen sich auf. “Er meint bestimmt unser Chakra!“ gibt sie aufgeregt von sich. Das könnte auch erklären warum Madara es in der ganzen Zeit nie geschafft hat, ihr Siegel zu entfernen. Wenn das nur funktioniert indem sie und Akuma ihre Chakren miteinander verbinden, dann kann es anders ja auch gar nicht funktionieren. Aber, wie verbindet man das Chakra miteinander? Entschlossen geht sie näher auf ihren Bruder zu. Sie hat es einfach im Gefühl, dass er ihr Bruder ist. Das würde auch erklären warum sie immer das Gefühl hatte, das irgendetwas fehlen würde.
 

“Vielleicht müssen wir uns berühren?“ meint sie dann leise und der durchtrainierte Mann mustert sie misstrauisch. Glaubt sie immerhin ernsthaft, dass sie Geschwister sind? Oder viel mehr noch Zwillinge? Seiran blickt ihn mit weit geöffneten Augen an. Stimmt das immerhin alles? Das Gespräch hat bis hier hin eine sehr spannende Entwicklung gemacht. Grummelnd streckt Akuma dann seinen Arm mit geballter Faust der Konnoichi entgegen. Dann versuchen sie es halt. Was kann schon passieren? Ayumi schluckt nervös und hebt dann ebenfalls ihre Faust in die Luft. Mit vor Aufregung zitterndem Arm drückt sie dann vorsichtig ihre geballte Faust gegen die Seine um mit ihm einen Fauststoß auszuführen. Alle Umstehenden betrachten sie gespannt. Doch nichts passiert. Absolut gar nichts. Akuma seufzt genervt auf. Die reinste Zeitverschwendung. Er wusste doch, dass ihre ganze Story nicht stimmen kann. Er entfernt seine Faust dann wieder von der Ihren, nimmt einen tiefen Zug seiner Zigarette und pustet den Rauch dann seitlich aus.
 

Die Schwarzhaarige überlegt angestrengt warum es nicht funktioniert hat. Vielleicht müssen sie es auf eine andere Art und Weise versuchen. Ihr ewiges Mangekyo Sharingan funkelt ihn entschlossen an als sie dann ihre Hand, mit Handfläche voraus, in seine Richtung hält. Sie will sich von dem kleinen Fehlschlag nicht entmutigen lassen. “Bitte lass es uns so versuchen.“ spricht sie den großen Mann dann freundlich an und dieser seufzt abermals auf. Er weiß nicht, was das ganze bringen soll. Sein Blick wandert zu seiner Begleiterin und als diese ihm ein aufforderndes Lächeln schenkt, will er mal nicht so sein. Er öffnet dann ebenfalls seine Hand und streckt sie der Schwarzhaarigen entgegen. Dieses Mal ist etwas anders. Ihre beiden Handflächen scheinen sich geradezu voneinander abzustoßen. Beide müssen sich sichtlich anstrengen um ihre Hände Millimeter für Millimeter näher aufeinander zu, zu bewegen. Auf der Stirn der Konnoichi bilden sich Schweißperlen und ihr gesamter Arm beginnt zu zittern. Akuma, der körperlich deutlich trainierter ist als sie, beginnt ebenfalls leicht mit dem Arm zu zittern.
 

//Komm schon! Nur noch ein bisschen!// denkt die Schwarzhaarige angestrengt während der abstoßende Effekt ihrer beiden Hände immer stärker wird. Dann endlich haben sie es geschafft und die beiden Handflächen liegen aneinander. Akuma und Ayumi verschlingen ihre Finger ineinander und mit einem Mal geht eine gewaltige Druckwelle bestehend aus Chakra von den beiden ab. Der Boden unter ihren Füßen wird eingedrückt und Obito, Madara, sowohl Seiran werden von deren Kraft ein Stück nach hinten gedrückt und halten sich ihre Arme schützend vors Gesicht. Was passiert da gerade? Das Chakra der beiden ist ganz deutlich zu sehen und kreist wild um die beiden herum. Bei Akuma hat es dieselbe Farbe wie dessen Amaterasu und sieht nebelmäßig aus, bei Ayumi ist es weiß-bläulich, wie wenn sie ihre Fähigkeit der Wiederbelebung einsetzt. Auch kann es jeder auf dem Schlachtfeld spüren. Die beiden Chakraströme verschmelzen dann zu einer einzigen, mächtigen Aura. Die Schwarzhaarige starrt überwältigt in die Augen ihres Gegenübers. Sein Mangekyo Sharingan verändert sich. Zusätzlich zu dem üblichen Aussehen, wird dieses nun von an mehreren Stellen von lila Kreisen geziert. Akuma stellt erstaunt fest, dass sich die Augen der jungen Frau ebenfalls verändern. Genau wie bei ihm sind dort nun auch lilafarbene Kreise zu sehen.
 

Es ist also wahr, die Frau die vor ihm steht, ist wirklich seine Schwester. Er kann es gar nicht fassen. Als der Strom aus Chakra wieder verebbt, fühlen sich die beiden so stark wie noch nie zuvor. Sie lassen einander los und Ayumi betrachtet verdutzt ihre beiden Hände als sie versucht zu begreifen was da gerade passiert. Ist das also ihre eigentliche Stärke? Absolut faszinierend. Der Boden direkt um sie herum ist kreisrund eingedrückt und die beiden steigen aus dem Loch heraus. Die Konnoichi geht zur ihren Lehrmeistern und Akuma stellt sich neben die Silberblonde. Er betrachtet seine geballte Faust als er nachdenkt “Wenn ich jetzt meine wahre Macht erlangt habe und meine Gabe nun viel stärker ist…“ er kratzt sich an der Stirn und richtet dann seinen Blick auf Madara. “Hey alter Mann, durchbohre mich mit dem Schwert deines Susanoo. Ich will wissen ob meine Fähigkeit nun wirklich stärker ist!“ befiehlt er dem Mitgründer Konoha´s dann schon fast es somit auf die Probe zu stellen und grinst dabei selbstbewusst.
 

“Nein! Bist du verrückt?!“ rufen die beiden Frauen wie aus einem Munde als sie ihn fassungslos anstarren. Es gibt doch immerhin auch andere Wege um das heraus zu finden. Das Schwert des Susanoo ist gewaltig und würde seinen Körper mitsamt allen Organen komplett zerfetzen. Und da ist es wieder, das fiese Grinsen Madara´s als er seinen Gegenüber amüsiert betrachtet. Ohne weitere Zeit verstreichen zu lassen erweckt er die Vorstufe seines Susanoo, mehr sollte er für diese Aufgabe immerhin nicht brauchen und seine Wesenheit rammt Akuma sogleich sein Schwert durch den Körper. “Das ist dafür, dass du mich vorhin ignoriert und unseren Kampf einfach abgebrochen hast.“ meint der Langhaarige dann nur breit grinsend.

Ist es nun vorbei?

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Neue Verbündete

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Eine treue Gefährtin

Gut vier Monate sind vergangen seit Akuma von Seiran in den Künsten der Wassertechniken unterrichtet wird. Der muskulöse Mann hat schon einiges gelernt und beherrscht die Wasser Jutsu´s auf einem hohen Niveau. Auch seinem Sharingan zum Dank lernt er sehr schnell, da er die Techniken ja kopieren kann. Dafür muss er sie nur ein einziges Mal gesehen haben. Da er weiß wie schwer sich die Frau mit den silberblonden Haaren dabei tut einkaufen oder viel mehr unter Leute zu gehen, hat er seit seiner Ankunft bei ihr diese Dinge erledigt. Die beiden haben über ihre gemeinsame Zeit eine enge Bindung aufgebaut. Immerhin waren sie ja auch 24/7 zusammen. Nur zum Schlafen gingen sie getrennte Wege. Akuma hat gerade sein Training beendet und wäscht sich in dem kleinen Bach als die junge Frau freudestrahlend auf ihn zugeht. Ihre Hände hält sie dabei verdächtig hinter ihrem Rücken.
 

Akuma zieht skeptisch eine Augenbraue hoch als er ihr breites Grinsen sieht. “Was?“ fragt er irritiert. Irgendetwas führt sie doch im Schilde. Als sie dann direkt vor ihm steht holt sie ihre Hände hinter dem Rücken hervor und hält in diesen einen großen Berg, zusammengefalteten Stoffs. Auffordernd drückt sie ihm diesen in die Hände und betrachtet ihn dann mit funkelnden Augen. Der junge Uchiha seufzt leicht auf und schüttelt dabei den Kopf. Manchmal kann sie wirklich niedlich sein, mit dieser kindlichen Aufregung in den Augen. Neugierig faltet er das schwarze Stück Stoff auseinander und dieses entpuppt sich als Mantel. Außen ist er pechschwarz und auf der Innenseite in kräftiges rot gehalten. “Für mich?“ fragt er verdutzt und die Konnoichi nickt eifrig. Seiran hat es nicht mit ansehen können ihn länger in diesem zerfetzten Umhang herum laufen zu sehen. Auch wenn er immer sagte, dass er auf so was wie Kleidung keinen Wert legt und während seiner Reise halt das getragen hat, was er kriegen konnte, wollte sie ihm etwas nähen das er gebrauchen kann. “Ich habe ihn selbst gemacht. Eigentlich sollten die Maße passen, aber schlüpf vorsichtshalber mal lieber rein.“ meint sie lächelnd und der große Mann wird etwas rot um die Nasenspitze. Damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet.
 

Er schlüpft in den Mantel hinein und dieser reicht ihm bis zu den Waden. Auch hat er einen Stehkragen und an den etwas weiteren Ärmeln ist das letzte Stück umgekrempelt, sodass roter Stoff den Abschluss bildet. Er hat ein angenehmes Tragegefühl und passt wie an gegossen. Der junge Uchiha mag sich gar nicht vorstellen wie viel Stoff sie dafür gebraucht haben muss und vor allem wie viel Arbeitszeit da drin steckt, da er ja doch 1,90m groß ist. “Du hättest dir doch nicht solche Umstände machen müssen. Ich danke dir.“ nuschelt er etwas verlegen und legt dabei sachte seine Hand auf ihren Kopf. Die Silberblonde schenkt ihm nun ein Lächeln, so warmherzig und aufrichtig, wie er es noch nie zuvor gesehen hat.
 

Der muskulöse Mann bedankt sich nochmals für den Mantel und schlüpft dann aber aus dessen Ärmeln raus. Er mag es lieber ihn locker hängend über den Schultern liegen zu haben. So könnte er ihn in einem Kampf zum Beispiel schnell abwerfen wenn er ihn denn stören oder behindern sollte. Da er eine schwarze Hose mit einem roten Tuch welches er um die Hüfte geschlungen hat trägt hat sich die Konnoichi an diese Farben bei der Herstellung des Mantels gehalten. Damit konnte sie dann nichts verkehrt machen, dachte sie. “Er steht dir wirklich gut.“ meint die junge Frau dann mit leicht geröteten Wangen. Das Abendrot weicht bereits der Dunkelheit der Nacht und so beschließen die beiden dann wieder ins Haus zu gehen um den heutigen Tag zu beenden. Wie immer essen sie gemeinsam und unterhalten sich dabei über alles Mögliche. Sie wünschen sich eine gute Nacht und im Anschluss darauf verschwindet dann jeder in sein Zimmer um sich schlafen zu legen. Morgen ist ja immerhin auch noch ein Tag.
 

Der große Mann starrt gedankenverloren an die Zimmerdecke. Es wird das Beste sein, wenn er morgen seine Reise fortsetzt. Er war schon lange genug hier. Zumal er noch die Tempel im Blitz- und im Erdreich besuchen muss um möglicherweise Antworten auf die Frage zu seiner Fähigkeit zu finden. Das wird noch mehr als genug Zeit in Anspruch nehmen und außerdem will er ja so schnell wie möglich herausfinden wo sich dieser Mann namens Danzo aufhält damit er ihn zur Strecke bringen kann. Ein paar seiner Spione konnte er schon erwischen aber da diese ihn jedes Mal aufs Neue nicht verraten wollten, blieb ihm nichts anderes übrig als sie zu töten. Immerhin sollte er ja nicht erfahren wo sich der Uchiha aufhält. Sonst wäre ja seine Trumpfkarte des Überraschungseffektes dahin. Er denkt noch eine Weile nach ehe er dann seine Augen schließt und einschläft. Früh am nächsten Morgen steigt ihm ein angenehmer Geruch in die Nase als er sein Zimmer verlässt und die Treppe nach unten geht. Seiran steht in der Küche und bereitet gerade Frühstück zu. Das macht sie schon seit gefühlt einer Ewigkeit jeden Morgen aufs Neue. Sie ist wirklich eine Frühaufsteherin. Verschlafen gähnt Akuma erstmal und wünscht ihr dann einen guten Morgen. Die Frau mit den silberblonden Haaren lächelt ihn fröhlich an als sie ihm entgegnet “Guten Morgen. Setz dich, Frühstück ist gleich fertig.“.
 

Dem muskulösen Mann ist aber so gar nicht nach essen zumute. Die Konnoichi bemerkt seinen aufgewühlten Gesichtsausdruck “Was hast du denn?“ fragt sie besorgt als sie dann das Omelett mit Gemüse auf den Tisch stellt. Der junge Uchiha wendet seinen Blick ab und kratzt sich am Hinterkopf “Seiran. Es ist an der Zeit weiter zu ziehen. Je schneller ich mich auf den Weg mache, umso besser.“ sagt er bedacht und schluckt danach angespannt. In den Augen der jungen Frau spiegeln sich gerade viele verschiedene Emotionen auf einmal wieder. Einen Moment herrscht völlige Stille. “Gut. Ich werde dich auf deiner Reise begleiten.“ meint sie entschlossen und betrachtet ihn dabei durchdringend. “Nein. Das ist zu gefährlich. Ich muss Danzo finden und außerdem noch die ganzen fremden Tempel abklappern.“ versucht der Schwarzhaarige damit an ihre Vernunft zu appellieren. Mit finsterer Miene stemmt die Konnoichi ihre Hände gegen die Hüften “Na und? Ich bin doch kein Schwächling! Ich werde dir helfen!“ platzt es ungehalten aus ihr heraus. Der große Mann blinzelt verdutzt. Wieso sollte sie ihm denn auch helfen wollen? “Wir werden lange unterwegs sein. Vielleicht kommen wir nie wieder hier her. Was wird dann aus deinem Zuhause?“ will er dann von ihr wissen und die Frau mit den silberblonden Haaren zuckt mit den Schultern. “Mir egal wie lange es dauert. Seit meine Schwester gestorben ist habe ich hier nichts mehr, das mich hält. Also werde ich mit dir kommen, Ende der Diskussion!“ meint sie dann mit vor der Brust verschränkten Armen.
 

Der große Mann seufzt entnervt. Sollte er sie wirklich dem Risiko seiner Wanderschaft aussetzen? Man konnte ja immerhin nie wissen auf wen oder was sie da womöglich treffen. Nachdenklich hält er sich das Kinn. “Bitte lass mich mit dir gehen. Das ist alles, was ich mir wünsche.“ nuschelt die junge Frau dann und der Schwarzhaarige seufzt abermals laut auf ehe er dann einverstanden nickt. Da das alles ist, was sie hören wollte, strahlt sie nun wieder wie ein Honigkuchenpferd. “Na gut, wenn das jetzt ja geklärt ist, sollten wir frühstücken bevor es kalt wird und dann aufbrechen!“ sagt sie enthusiastisch und Akuma muss darüber amüsiert den Kopf schütteln. Diese Frau, ein Sturkopf der Ihresgleichen sucht. Aber das mag er auch so an ihr. Ihre Verbissenheit wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat. Nachdem sie sich gestärkt haben packen sie zwei Rücksäcke zusammen und verlassen dann das kleine Haus. Das Foto von Rika und ihr hat Seiran eingepackt. Das ist das Einzige, das sie nicht zurücklassen möchte. Die Sonne scheint und die Vögel zwitschern als die beiden dann auch schon los gehen. Nach einer Weile fragt die Frau mit den silberblonden Haaren dann wo sie als erstes hin wollen. Akuma erklärt, dass sie zuerst die Tempel im Blitzreich abarbeiten, da dieses von Wasserreich aus das nächst gelegene ist und dann nur noch die Tempel im Erdreich vor sich haben. Sie vereinbaren noch unterwegs keinem Fremden gegenüber etwas von Akuma´s Wundergabe zu erwähnen und auch nicht, dass er zum Uchiha Clan gehört und geben sich einfach als reisendes Pärchen aus, falls jemand fragen sollte. Mit dieser Tarnung würden sie am wenigsten auffallen.
 

Als sich der Tag dem Ende neigt erreichen sie die Grenze des Wasserreichs und organisieren sich eine Mitfahrgelegenheit auf einem Schiff um aufs Festland im Blitzreich zu kommen. Da das Schiff erst am nächsten Morgen ablegt mieten sie sich in einem Gasthaus ein Zimmer. Um den Schein des verliebten Pärchens zu wahren mieten sie ein Einzelzimmer mit einem Doppelbett. Akuma denkt sich eigentlich nichts weiter dabei und so gehen die beiden dann in das Zimmer. Sie legen ihre Ausrüstung ab und der junge Uchiha bemerkt ihre roten Wangen. Er hatte den Plan nicht ganz zu Ende gedacht. Bisher haben sie noch nie zusammen in einem Bett geschlafen. Wozu auch? In Seiran´s Haus hatte jeder sein eigenes Zimmer. “Ich kann auch auf dem Stuhl schlafen wenn dir das lieber ist.“ richtet der muskulöse Mann dann das Wort an seine Begleiterin.
 

Diese schüttelt schnell den Kopf. “Nein, nein! Ich meine…“ sie macht eine kurze Pause in der sie verlegen zur Seite schaut “…das Bett ist doch groß genug. Und wenn du im Sitzen schläfst tut dir morgen bestimmt alles weh.“ fügt sie dann noch leise hinzu und blickt ihn dann fürsorglich an. Akuma schluckt angespannt. Nun gut, wenn sie es denn so möchte. Er legt seinen Mantel ab, zieht sich seine Schuhe aus und setzt sich dann nur mit seiner Hose bekleidet ins Bett. Seiran zieht sich ihre Stiefel aus und tut es ihm gleich. So sehr sie sich auch bemüht kann sie es nicht lassen seinen trainierten Körper einen Moment lang zu mustern. Jetzt ähnelt ihre Gesichtsfarbe schon der einer Tomate und schnell legt sie sich dann hin und zieht sich die Decke bis zu den Ohren nach oben. Der junge Uchiha legt sich dann ebenfalls hin und so liegen sie nun Rücken an Rücken da. Für beide ist die Situation ungewohnt und neu und ihre Herzen schlagen aufgeregt etwas schneller als sonst. Es dauert eine ganze Weile bis sie sich einigermaßen an diese Nähe des Anderen gewöhnt haben und dann schließlich einschlafen. Die Nacht verlief friedlich und im Morgengrauen beginnen sie dann ihre Reise ins Reich der Blitze.
 

Sie waren ein gutes halbes Jahr im Blitzreich unterwegs. Sehr zu dem Enttäuschen des jungen Uchiha´s konnten sie leider in keinem der Tempel irgendwelche Schriftrollen oder irgendetwas anderes Nützliches finden. Auch von Danzo oder seinen Spionen gab es weit und breit keine Spur. Wirklich viel an Jutsu´s blieb ihm dort auch nicht zu erlernen. Das Blitz-Element ist nach dem Element des Feuers sein mächtigstes. Kinderleicht entwickelte er hierbei neue Jutsu´s oder erlernte welche indem er sie kopierte. Leider sind sie ab und an auch skeptischen Shinobi Kumo Gakures begegnet. Manchmal konnten sie ihnen die Weltreise eines verliebten Pärchens glaubhaft verkaufen, manchmal nicht. Dann kam es zum Kampf. Auch wenn sich Akuma im Anschluss um die Drecksarbeit kümmerte damit Seiran das nicht mit ansehen musste, hatten die einzelnen Kämpfe doch den Vorteil, dass er die Jutsu´s der feindlichen Shinobi kopieren konnte und so immer wieder etwas dazu lernen konnte.
 

Seit er alleine oder dann im späteren Verlauf eben mit Seiran unterwegs ist, hat er noch nie einen Kampf verloren. Wenn er sein Sharingan während eines Kampfes aktiviert hat, war das auch das Letzte was sein Gegenüber noch sah ehe er ihnen dann ein schnelles und schmerzloses Ende bereitete. Der muskulöse Mann ist schon deutlich stärker geworden als er es früher war. Sein Vater wäre sicher stolz auf ihn. Das hofft er zumindest. Auch Seiran hat sich verbessert und die beiden sind in Kämpfen wirklich ein gutes Team. Sie agieren ohne sich großartig absprechen zu müssen. Als wüssten sie instinktiv was der andere als nächstes tut. Der Schwarzhaarige ist froh, dass er ihr erlaubt hat ihn zu begleiten. Sonst wären beide sicherlich auch sehr einsam, so ganz allein. Er denkt an die Nacht zurück in welcher er sie kennen lernte. Die Nacht, in der sich seine hübsche Begleiterin das Leben nehmen wollte. Er ballt die Hand zur Faust. Ein Glück war er rechtzeitig zur Stelle um sie zu retten. Ob ihre Begegnung wohl Schicksal war?
 

Über diese Gedankengänge muss er schmunzeln. “Was?“ will die Frau mit den silberblonden Haaren sogleich wissen und lächelt sanft. “Nichts, nichts.“ antwortet ihr der große Mann und hebt seine Hände dabei ergebend in die Luft. Im Erdreich haben sie jetzt, nach etwa einem Jahr auch endlich den letzten Tempel besucht. Und wie auch nicht anders zu erwarten, fanden sie da wieder einmal nichts. Das einzig Gute an der Suche im Erdreich war ein zufälliger Zusammenstoß mit drei von Danzo´s Spionen. Die Kerle scheinen auch überall auf der Welt verteilt zu sein. Die ersten beiden wollten wie gewohnt den Aufenthaltsort ihres Meisters nicht preis geben. Der dritte hat im Angesicht des nahenden Todes dann doch eine lockere Zunge bekommen und dem muskulösen Mann berichtet, dass sich Danzo in Konoha aufhält. Also ist das sein nächstes Ziel, so viel steht fest.
 

Nachdenklich gehen die beiden Partner nebeneinander her. Der Kampf zuvor hat zumindest mal wieder für etwas Abwechslung gesorgt. “Hast du gesehen, wie leicht wir sie besiegen konnten? Wir sind ein unschlagbares Team!“ meint die Frau mit den silberblonden Haaren dann mit strahlenden Augen. “Ja, das sind wir.“ gibt der junge Uchiha anerkennend zu. Es stimmt, sie haben beide einige starke Jutsu´s drauf und auch an einigen Kombinationsangriffen haben sie gefeilt und diese stetig verbessert. Auch, dass sie sich blind verstehen und ihre Taktiken wortlos aufeinander abstimmen können, macht sie zu unangenehmen Gegnern. Die meisten feindlich gesonnenen greifen aufgrund dessen Statur vorrangig Akuma an um ihn zuerst zu erledigen. Wegen seiner Regenerationsfähigkeit bringt ihnen das aber absolut gar nichts und die Kämpfe scheinen gar aussichtslos zu sein. Für die Gegner des Uchiha´s versteht sich. Und auch wer es wagen sollte die Frau an seiner Seite zu verletzen hat nichts mehr zu lachen.
 

Auch wenn sie ein paar Jahre älter ist als er und ihr viele Wasser-Jutsu´s beigebracht hat, betrachtet er sie als gleichgestellt. Die beiden sind wie Yin und Yang. So verschieden und doch ergänzen sie sich perfekt. Er hat ihre Seele befreit, die so zerbrochen und verzweifelt war und ihr gezeigt, dass das Leben lebenswert und kostbar ist. Sie im Gegenzug hat sein Herz geheilt, welches einzig und allein von dunklem Hass umhüllt und zerfressen war und es mit ihrer liebevollen und aufrichtigen Art Stück für Stück geheilt und wieder Licht in seine Dunkelheit gebracht. Seiran weiß längst, dass sie für ihren muskulösen Weggefährten mehr als nur Freundschaft und Kameradschaft empfindet. Doch sie traut sich nicht es ihm zu sagen.
 

Er ist eher von der zurückhaltenden Sorte wenn es um Gefühle geht und spricht auch sonst eher wenig. Daher ist sie nicht sicher ob er womöglich das gleiche empfindet. Die Konnoichi will aber auch nicht riskieren ihre Freundschaft und das enge Band, das zwischen ihnen besteht kaputt zu machen indem sie mit der Tür ins Haus fällt. Zumindest hat er nicht abgelehnt sie mitzunehmen, das kann ja eigentlich schon mal kein so schlechtes Zeichen sein. Oder? Und was wird eigentlich geschehen, wenn er sein Ziel erreicht und seinen Vater gerächt hat. Wo wird er dann hingehen? Und wird er sie dann immer noch bei sich haben wollen? Fragen über Fragen. Die hübsche Konnoichi beschließt sich den Kopf jetzt nicht darüber zu zerbrechen und die Dinge optimistisch auf sich zukommen zu lassen. Entschlossen schlagen die beiden dann auch schon den Weg nach Konoha Gakure ein. Sein Ziel in greifbarer Nähe und fest in seinem Blick.

Das Aufeinandertreffen

[Dieses Kapitel ist nur Volljährigen zugänglich]

Der Beginn eines normalen Lebens?

Es vergehen ein paar Stunden bis Ayumi dann erwacht. Sie hat sich hin und her gewälzt und konnte nicht so wirklich gut schlafen. An ihre Träume kann sie sich zwar nicht erinnern aber irgendwie ist sie aufgewühlt. Mit müden Augen schaut sie sich in dem Zimmer um. Obito ist nicht mehr bei ihr also hat er sich wohl ebenfalls schlafen gelegt als die junge Frau dann endlich im Reich der Träume war. Die Konnoichi streckt sich etwas und beschließt dann nach unten zu gehen um sich ein Glas Wasser zu holen. Da sie die anderen nicht wecken möchte tapst sie ohne Licht einzuschalten die Treppe nach unten. Der Mond welcher durch die großen Fenster herein scheint erhellt die Räume genug sodass sie nirgends drüber fällt oder dagegen läuft. Von der offenen Küche aus wirft sie einen Blick ins Wohnzimmer und kann sehen, dass dessen Schiebetür zum Garten hin offen steht. Merkwürdig wie sie findet also geht sie leise zur Tür um nach dem Rechten zu sehen.
 

Draußen auf der hölzernen Terrasse kann sie den Umriss einer vertrauten Person erkennen, welche am Boden sitzt und in den Himmel schaut. Die Schwarzhaarige zögert zuerst, geht dann aber entschlossen nach draußen und bleibt etwas hinter dem Mann stehen. “Darf ich mich zu dir setzen?“ fragt sie leise. Der Mann, der ihre Anwesenheit längst bemerkt hat, lässt seinen Blick gen Himmel gerichtet als er nur kurz und knapp antwortet “Wenn du das möchtest.“. Also setzt sich Ayumi nun neben ihn auf den Rand der Veranda und ihre Füße berühren das weiche Gras ihres Gartens. Etwas unsicher legt sie ihre Hände auf ihren Schoß und spielt verlegen mit ihren Fingern. Ihr Vertrauter mustert sie aus dem Augenwinkel heraus, sagt aber nichts weiter. “Also, weißt du Madara…“ beginnt sie dann zu sagen “…ich wollte nicht ungehorsam sein und mich dir widersetzen.“ fügt sie mit leiser Stimme hinzu. “Ich wollte einfach nur, dass nicht noch mehr Menschen sterben müssen. Ich wollte deinen Traum einer friedlichen Welt wahr werden lassen. Hier, in dem Dorf das du zusammen mit Hashirama gegründet hast. Damit wir alle in Frieden leben können.“ spricht sie weiter und schaut dabei in den Nachthimmel. “Ich hoffe du kannst mir irgendwann verzeihen, dass ich deinen Plan durchkreuzt habe weil ich es auf meine Weise versuchen wollte.“ versucht die junge Frau damit ihr Handeln zu erklären und schaut ihn dann mit großen, traurigen Augen an.
 

Madara dreht seinen Kopf nun zur Seite um sie anzusehen. Einen Moment lang mustert er ihr Gesicht und legt dann seine Hand auf ihren Kopf. “Du dummes Mädchen. Du musst noch sehr viel lernen was das Leben betrifft. Zugegebenermaßen habe ich erkannt, dass meine grobe Plandurchsetzung vielleicht auch nicht ganz der richtige Weg war.“ spricht er seine Worte dann ruhig und streicht ihr dabei etwas durch die Haare. Wie sehr sie das vermisst hat. Aus welchem Grund auch immer kann er ihren großen, bittenden Augen aber auch ihren Wunsch nicht verwähren. “Ich habe entschieden Konoha und der Welt noch mal eine Chance zu geben sich zu beweisen. Wenn es denn das ist, was dich glücklich macht, Ayumi.“ beendet er seinen Satz und schenkt ihr dann ein warmes Lächeln. Ayumi kann seine vom Mondlicht erhellten Gesichtszüge genauestens erkennen und sein Lächeln sorgt dafür, dass ihr der Atem stockt und ihr Herz schneller zu schlagen beginnt. Mit hochroten Wangen dreht sie ihr Gesicht dann schnell wieder nach vorne. “Ich danke dir.“ presst sie hervor als sie dann wieder in den sternenklaren Himmel schaut. Madara hat auch früher oft auf einem Hügel gesessen und während der Nacht die Sterne und den Mond betrachtet. Da konnte er immer gut nachdenken und zu innerer Ruhe finden. Der Langhaarige welcher seine Arme vor der Brust verschränkt hat betrachtet die junge Uchiha noch mal flüchtig aus dem Augenwinkel heraus. Er erinnert sich an den Traum welchen sie während des Endlosen Tsukuyomi hatte und beginnt zu schmunzeln. Auch wenn sie andere Ansichten hat wie er, was das Erreichen des Weltfriedens in der Shinobi Welt angeht, so hat sie doch ein gutes Herz.
 

Ayumi ist sehr glücklich darüber, dass er ihr wohl nicht all zu böse zu sein scheint. Zufrieden lehnt sie ihren Körper dann vorsichtig gegen Seinen und legt ihren Kopf an seine Schulter. So wie sie es früher ab und an getan hat. Sie ist so froh ihn und auch Obito kennen gelernt zu haben. Auch wenn ihr Weg bis hierhin oftmals steinig und schwer war, so ist sie in der ganzen Zeit doch gewachsen und hat viel dazu gelernt. Keinen Tag möchte sie missen. Ihre beiden Lehrmeister haben sie mehr oder weniger zu der Frau gemacht, die sie heute ist. Als der Langhaarige ihr glückliches Lächeln sieht gibt er sich einen Ruck und legt dann sachte seinen Arm um ihre Schultern. Ayumi´s Herz beginnt schneller zu schlagen und gemeinsam betrachten sie dann schweigend den Nachthimmel und genießen die Stille. Mit einem Mal lehnt der Körper der jungen Konnoichi dann schwerer gegen Seinen und er betrachtet sie mit fragendem Gesichtsausdruck.
 

Die Schwarzhaarige ist eingeschlafen und der Mitgründer Konoha´s schmunzelt amüsiert. Schon als kleines Mädchen ist sie oft in den unmöglichsten Positionen eingeschlafen. Behutsam hebt er sie auf seine Arme und trägt sie dann rein. Mit seinem Fuß schiebt er leise die Schiebtür zum Garten wieder zu um sie nicht zu wecken. Während er dann die Treppe hochgeht mustert er sie abermals. Sie ist nicht mehr das kleine Mädchen von früher. Zum einen ist sie deutlich gewachsen und schwerer geworden und zum anderen sieht sie mittlerweile auch wie eine junge Frau aus und nicht länger wie ein kleines Kind. Wie schnell die Zeit doch vergeht. Kopfschüttelnd geht er dann in das einzige Zimmer bei welchem die Tür einen Spalt offen steht und legt sie vorsichtig aufs Bett. Als er sie zudeckt dreht sie sich leicht und murmelt etwas Unverständliches vor sich hin ehe sie zufrieden lächelt. Madara streicht ihr noch einmal sachte durchs Haar ehe er dann ihr Zimmer verlässt und leise die Tür hinter sich schließt. Er sollte sich jetzt ebenfalls ausruhen also zieht er sich in sein eigenes Zimmer zurück um sich schlafen zu legen. Akuma hält derzeit Seiran im Arm und die beiden schlafen friedlich. Sein Kurzschwert hat er allerdings griffbereit ans Bett gelehnt. Sicher ist sicher. Und so herrscht dann wieder vollkommene Ruhe und nur der Ruf einer Eule ist ab und an zu hören.
 

Am nächsten Morgen fühlt sich Ayumi fit und ausgeruht als sie die Augen öffnet. //Nanu? Ich bin in meinem Zimmer? Hat Madara mich her gebracht?// stellt sie sich in Gedanken die Frage weil sie in ihrer letzten Erinnerung mit ihm gemeinsam auf der Veranda saß und die Sterne betrachtete. Schmunzelnd hüpft sie die Treppe hinunter. Sie hat sich in den Kopf gesetzt einkaufen zu gehen. Dafür sollte ihr Geld noch reichen. Ihre Beintasche und das Kurzschwert hat sie allerdings in ihrem Zimmer gelassen. Zum Einkaufen sollte sie beides ja nicht brauchen. Wenn die Geschäfte noch in etwa so verteilt sind wie es früher der Fall war, dann sollte sie sich schon zurecht finden. Entschlossen verlässt sie dann das Uchiha Viertel und schreitet durch die Straßen Konoha´s. Sie grüßt die anderen Dorfbewohner, fühlt sich aber schnell beobachtet. ´Das ist sie. Das ist eine vom Uchiha Clan.´, ´Sie soll den Krieg beendet haben.´, ´Lady Tsunade hat erlaubt, dass sie wieder hier im Dorf leben dürfen weil sie die Verletzten und Gefallenen gerettet hat.´, `Dieses ganze Pack.´ sind nur ein paar der Dinge die sie dem Getuschelt der Dorfbewohner entnehmen kann.
 

Es wird schwer werden ihr Vertrauen zu gewinnen. Das wird Zeit brauchen. Die Schwarzhaarige schluckt angespannt. Zum Glück erreicht sie dann endlich einen kleinen Lebensmittelladen. “Sag Ayumi, bist du es wirklich?“ wird sie dann von der alten Frau hinter dem Tresen angesprochen. Die Konnoichi legt verdutzt den Kopf schief und betrachtet sie lange. Dann fällt es ihr wieder ein. Die Frau hat den Laden damals schon geführt. Da sie nun deutlich älter ist, hätte sie sie beinahe nicht wieder erkannt. Lächelnd nickt Ayumi auf ihre Frage und die alte Dame lächelt ebenfalls. “Wie schön, mein Kind. Ich dachte du wärst damals gestorben als der Fuchsgeist Konoha angriff. Es ist ein Wunder.“ meint sie erleichtert und die Schwarzhaarige entspannt sich wieder etwas. Die Frau hat ihr früher des Öfteren Lebensmittel oder Brot zugesteckt das an dem Tag nicht verkauft wurde und sonst weg geschmissen worden wäre. Die beiden plaudern ein bisschen und dann verlässt die Konnoichi den Laden der lieben Omi und macht sich wieder auf zum Uchiha Viertel.
 

Als sie das Anwesen betritt und schnurstracks in die Küche geht, sitzt dort bereits Itachi am Tisch und trinkt Tee. Stirnrunzelnd betrachtet er die voll gepackten Einkaufstüten. “Es ist noch so früh und du warst schon einkaufen?“ stellt er neugierig seine Frage und seine Freundin nickt fröhlich. “Ich wollte uns allen Frühstück machen.“ sagt sie dann aufgeregt und räumt die Tüten aus. Itachi gesellt sich zu ihr als sie beginnt Gemüse zu schnibbeln. “Und? Wie war es nach so langer Zeit wieder durch Konoha zu wandern?“ hakt er interessiert nach und die junge Frau schweigt einen Moment. Sie erinnert sich an die abwertenden Blicke und das Getuschel hinter ihrem Rücken. Erfreulicherweise gab es aber auch den ein oder anderen der sie ganz nett und unbefangen gegrüßt hat. “Nun ja. Ich denke viele sind mit unserem Aufenthalt hier nicht einverstanden. Es wird dauern ihr Vertrauen zu gewinnen, denke ich.“ erklärt sie dann und schaut dabei in die Augen ihres Kindheitsfreundes. Itachi legt ihr eine Hand auf die Schulter “Es sollte dich nicht kümmern was die anderen denken. Du bist eine Uchiha. Über uns wurde schon immer getuschelt.“ beginnt er dann sie aufzumuntern. “Man kann es nie jedem Recht machen, Ayumi. Außerdem haben wir doch uns.“ meint er dann noch und schenkt ihr ein breites Lächeln.
 

“Du hast Recht!“ entgegnet sie ihm grinsend und kocht dann auch schon weiter. Als der Duft der kochenden Miso Suppe nach und nach das ganze Haus erfüllt kommen auch schon die ersten Neugierigen in den offenen Wohn- und Essbereich. Akuma betrachtet verdutzt seine Schwester und nachdem sie einander einen guten Morgen gewünscht haben bittet sie ihn und Seiran sich doch schon mal zu setzen. Den Tisch hat Itachi bereits gedeckt und nimmt gerade einen Schluck seines Tees. Auch Obito und Madara kommen nun durch die Tür und Ayumi lächelt fröhlich. “Setzt euch. Frühstück ist gleich fertig.“ sagt sie schnell und als alle sitzen stellt sie dann den Topf mit der Suppe auf den Tisch und gibt jedem Etwas in die Schüssel. Sasuke will sich gerade an der Tür vorbei schleichen als sein großer Bruder das Wort an ihn richtet “Und was glaubst du wo du hin gehst? Komm und frühstücke mit uns.“ meint er ruhig und der junge Uchiha kneift die Augen etwas zusammen “Keh. Ihr mit eurer heilen Welt. Ich habe keine Lust da mitzuspielen.“ entgegnet er seinem Bruder kalt. “Sasuke. Ich sagte setz dich und iss mit uns.“ befiehlt Itachi dann schon fast und murrend setzt sich der jüngste im Bunde dann dazu.
 

Prüfend richtet er dann seinen Blick auf Akuma “Sorry übrigens, dass ich dir bei Danzo zuvor gekommen bin. Wir hätten den Versager auch gern gemeinsam kalt machen können.“ sagt Sasuke dann und der muskulöse Mann betrachtet ihn mit schief gelegtem Kopf. “Wie kam es eigentlich dazu?“ will Akuma dann wissen und Sasuke ist bereit es ihm zu erzählen. Immerhin hat er rein gar nichts mit dem Krieg zu tun der vor kurzem noch getobt hat und auch die Auslöschung ihres Clans betreffend war er unbeteiligt. Daher hat er zu ihm noch eher einen Draht als zu Madara und Obito. Welchen er immer noch nicht ganz traut. “Wie du ja wahrscheinlich weißt ist Danzo für die Ermordung unseres Clans verantwortlich. Er hat Itachi erpresst und dazu angestiftet. Mein Bruder wurde als Abtrünniger verachtet und doch war er eigentlich der Held Konoha´s. Das machte mich krank und ich habe alles daran gesetzt diese miese Ratte so schnell wie möglich zu finden und zu zerquetschen.“ beendet der Jüngste der Uchiha´s dann seine Erklärung. “Ich verstehe. Nun, gut, dass dieser machtgierige Mensch niemandem mehr schaden kann.“ sagt Akuma nickend und lächelt den Jüngsten dann leicht an.
 

Auch wenn er insgeheim gerne selbst Danzo getötet hätte. Immerhin hat er wegen ihm so viel Leid erfahren und seine Schwester ja auch. Ihr gesamtes Leben wäre wohl anders verlaufen wenn dieser Mann nicht gewesen wäre. Andererseits hätte er dann auch Seiran nie kennen gelernt. Man muss es also positiv betrachten. Obito schaut dann zwischen der Frau mit den silberblonden Haaren und dem großen Mann hin und her. “Und? Ist sie nun deine Freundin oder nicht?“ meint der Kurzhaarige mit etwas stichelndem Unterton und die Wangen der jungen Frau werden schlagartig rot. Das würde sie ja immerhin auch interessieren wie er das sieht. Akuma räuspert sich kurz “Ich sagte doch gestern bereits, dass sie meine Weggefährtin ist.“ und wendet etwas verlegen den Blick ab. “Na, wenn das so ist. Würde es dich ja bestimmt nicht stören wenn ich sie auf ein Date einlade, richtig?“ fragt Obito dann frech zwinkernd und Ayumi´s Zwillingsbruder platzt beinahe der Kragen. Nur nichts anmerken lassen. Denkt er sich als er entschlossen aufsteht. Wortlos verlässt er das Haus und geht hinter diesem auf und ab. An der Grenze zu ihrem Grundstück liegen ein paar große Felsen die wohl seit der Erbauung dort zurück gelassen wurden. Er ballt seine Hand zur Faust und schlägt dann fest gegen die Felsen welche dadurch zerschmettert werden.
 

Im Inneren des Hauses kann man deutlich eine Erschütterung spüren und auch ein Knall ist zu hören. //Was macht er da draußen denn?// denkt sich Ayumi stirnrunzelnd und mustert dann Obito. “Wieso hast du das gefragt?“ will sie dann flüsternd von ihm wissen als sie sich zu ihm beugt. Dieser grinst frech als er antwortet “Warte nur ab.“ und zwinkert dann verräterisch. Der führt doch was im Schilde. Seufzend schüttelt die Konnoichi den Kopf als dann Akuma das Esszimmer wieder betritt. “Was war denn draußen los?“ fragt sie ihren Bruder interessiert und dieser tut ganz unschuldig als er sagt “Nichts, nichts.“ und dann die leeren Schüsseln von ihm und Seiran in die Küche bringt. Obito steht ebenfalls auf um sein Geschirr weg zu bringen und stellt sich dann dicht neben Akuma. “Hör mal. Wenn du sie wirklich magst, solltest du ihr das sagen. Ein gut gemeinter Rat meinerseits unter zwei Uchiha´s. Ich habe mich nie getraut meiner Liebe zu gestehen was ich empfinde und dann wurde sie getötet. Meine Gefühle nehme ich also mit ins Grab. Mach nicht den selben Fehler wie ich.“ flüstert er ihm die Worte dann zu und lächelt gequält.
 

Akuma wird leicht rot um die Nasenspitze. Was er fühlt? Darüber hat er noch nie so wirklich nachgedacht. Er ist nicht gut, was das Ausdrücken von Gefühlen angeht und ist ja doch eher auch ein Mann der wenigen Worte. Zudem weiß er auch nicht, ob sie dasselbe empfindet oder nicht. Zu viel steht auf dem Spiel wenn er da was überstürzt. “Wie lange kennt ihr euch jetzt?“ hakt Obito nach. Der muskulöse Mann überlegt einen Moment. “Seit ein bisschen mehr als zwei Jahren.“ antwortet er leise. “Und da wart ihr tagtäglich zusammen und gemeinsam in der Welt unterwegs richtig?“ fragt Obito gespannt und Akuma nickt zustimmend. Der Kurzhaarige ist sich sicher, dass die Silberblonde etwas für den Uchiha empfindet. Das verrät ihm ihre Körpersprache und wie sie sich in seiner Gegenwart verhält. “Dann wird es höchste Zeit würde ich sagen. Bevor sie dir noch ein anderer weg schnappt.“ meint er grinsend und Akuma versteht nun, worauf er die ganze Zeit hinaus wollte. Das Gespräch hat ihm die Augen geöffnet. Er ist entschlossen mit Seiran darüber zu reden wenn sich eine passende Gelegenheit ergibt.

Vorbereitungen

Inzwischen ist gut eine Woche vergangen seit der großen Schlacht. Alle haben sich schon etwas eingelebt und gewöhnen sich langsam an ihr neues Leben im Anwesen des Uchiha Viertels. Auch wenn Sasuke gegenüber Madara und Obito noch immer misstrauisch ist und sie alle auch weiterhin unter Beobachtung durch die ANBU Einheit stehen, so ist das Leben in Konoha doch schon sorglos, gar friedlich. Seiran und Ayumi haben sich angefreundet, was auch nicht allzu verwunderlich ist da sie ja schon während der Zeit als ihre Schülerin gut miteinander ausgekommen sind. Bislang ist die Silberblonde aber nicht dahinter gekommen. Das Gen-Jutsu der Schwarzhaarigen mit dem sie die junge Frau damals belegte war also wohl doch ausreichend stabil. Die beiden Frauen kommen gerade vom Shopping zurück als sie von einem ANBU Shinobi eine Schriftrolle in die Hand gedrückt bekommen mit der Bemerkung, dass diese von Lady Tsunade persönlich ist. Stirnrunzelnd betrachten sie diese neugierig und nehmen sie mit ins Haus.
 

Madara sitzt im Wohnzimmer und ließt, während Itachi sich einen Tee zubereitet. Akuma und Obito sind im großen Garten und trainieren ein wenig miteinander. Ayumi rollt das Stück Papier gespannt auf und ließt dann zusammen mit Seiran dessen Inhalt. Madara betrachtet sie mit schief gelegtem Kopf. “Obito, Akuma, kommt mal bitte schnell.“ ruft die Schwarzhaarige die beiden und sogleich betreten sie das geräumige Wohnzimmer. “Was gibt’s?“ will ihr Bruder neugierig wissen. “Das ist eine Nachricht vom 5.ten Hokage. Als Zeichen des guten Willens wird Konoha Gakure ein Friedensfest ausrichten zu welchem alle Nationen eingeladen sind. Wir sollen auch hin gehen.“ beginnt sie zu erklären. “Es steht da auch, dass das Fest aus platztechnischen Gründen dort ausgerichtet wird wo der Kampf stattfand und dass wir bei den Vorbereitungen helfen sollen und uns deswegen am besten direkt dorthin begeben sollen. Die Feier findet in 2 Tagen statt und den anderen Kage ließ Tsunade wohl schon eine Einladung zukommen.“ beendet sie dann ihre Erklärung.
 

Alle tauschen sie verdutzte Blicke. Ob die anderen Reiche wohl an so einem Fest interessiert sind? Gute Frage. Aber für gute Beziehungen kann es wohl nicht schaden. Ayumi räumt dann zuerst schnell die Lebensmittel ein und bringt im Anschluss ihre gekauften Klamotten in ihr Zimmer. Dort hat sich auch einiges verändert seit sie dieses bezogen hat. Sie hat ein bisschen dekoriert und ein paar Vorhänge in kräftigen Farben aufgehängt damit nicht alles so steril und kalt wirkt. So fühlt es sich gleich wärmer und wohnlicher an. Madara seufzt etwas. Er hat wohl nicht gerade Lust da in der Einöde bei irgendwelchen Vorbereitungen für das Fest zu helfen. Aber hilft nichts. Gemeinsam treten die fünf dann den Weg zum Ort des Geschehens an und dort angekommen wuseln bereits einige Leute umher. Sasuke ist seit ein paar Tagen schon auf einer Mission unterwegs deswegen mussten sie ihm nicht Bescheid sagen.
 

Die Schwarzhaarige sieht in einem kleinen Grüppchen Kushina, Sakura und Naruto zusammen stehen und geht schnell zu ihnen. Freundlich grüßt sie alle drei und die Augen der Rothaarigen leuchten etwas auf. Sie freut sich sehr die kleine Ayumi wieder zu sehen. Auch wenn diese mittlerweile größer ist als die Rothaarige. Sie plaudern ein bisschen und die junge Uchiha fragt nach womit sie helfen können. Auf dem großen Gelände werden bereits an verschiedenen Stellen hohe Holzberge pyramidenförmig aufgeschichtet. Dort sollen dann am Abend Lagerfeuer entzündet werden. Drum herum sollen mehrere Baumstümpfe gelegt werden um sich darauf setzen zu können. Auch werden schon einige Stände aufgebaut. Mit funkelnden Augen hört Ayumi zu was hier alles errichtet werden soll. Sie war schon seit einer gefühlten Ewigkeit auf keinem Fest mehr. Zuletzt als sie klein war mit Itachi auf dem Kirschblütenfest. Und das ist schon sehr, sehr lange her. Sie kann es kaum erwarten bis es endlich so weit ist. Die Männer beschließen dann beim Aufbau der vielen Holzbuden zu helfen wo dann die verschiedensten Leckereien und Gerichte serviert werden sollen und Ayumi sowie Seiran helfen dann dabei die Lagerfeuerstellen zu errichten.
 

Den ganzen Tag wurde fleißig aufgebaut und hergerichtet. Nun fehlt nur noch der letzte Feinschliff wie das Dekorieren der einzelnen Stände, Aufhängen von Laternen und Lampionketten für die gemütliche Atmosphäre und das Vorkochen der verschiedenen Gerichte. Auch wenn manche der Helfer Obito und Madara skeptisch beäugt haben, haben die beiden tatkräftig mit angepackt und waren sich nicht zu schade ihre Hände schmutzig zu machen. //Das ist doch schon mal ein guter Anfang.// denkt sich Ayumi lächelnd. Da die Männer jetzt nicht mehr wirklich helfen können gehen sie zurück nach Konoha. In einem Zelt das als Küche eingerichtet wurde helfen Ayumi und Seiran dann den anderen Frauen Konoha´s beim zubereiten der Köstlichkeiten. Sie arbeiten in einer Fünfergruppe zusammen mit Sakura, Kushina und einer jungen Blonden die ihnen als Ino vorgestellt wurde. Natürlich albern sie dabei auch ein wenig herum und haben viel zu lachen. Die Schwarzhaarige schätzt diese entspannte Zeit sehr. So wie man es in einem normalen Leben eben öfter genießen kann. Und ihr Herz möchte vor Freude explodieren.
 

So lange hat sie sich danach gesehnt wieder in Konoha zu sein und ein Leben zu führen in welchem sie sich nicht weiter verstecken muss und einfach sie selbst sein kann. Dass ihre beiden Lehrmeister ebenfalls bei ihr sind erfreut die junge Frau noch mehr. Ein Leben ohne die beiden könnte sie sich nicht mehr vorstellen nach allem was sie zusammen schon erlebt und durchgemacht haben. In diesen Momenten fragt sie sich auch immer wieder wo denn eigentlich Zetsu abgeblieben ist. Die Schwarzhaarige hat ihn über das Mal an ihrer Hand schon mehrmals gerufen aber bisher ist ihr pflanzenähnlicher Freund nicht erschienen. Auch Madara und Obito haben keine Ahnung wo er sich derzeit wohl aufhält. Was die junge Frau doch auch etwas beunruhigt. Doch ihre beiden Lehrmeister versichern ihr dann immer wieder, dass Zetsu kein Schwächling ist und durchaus alleine klar kommt und sich früher oder später dann bestimmt auch wieder blicken lassen wird.
 

“Puuuuh. Haben wir´s jetzt endlich geschafft?“ meint die Frau mit den silberblonden Haaren etwas erschöpft. So viele verschiedene Sachen und vor allem diese Menge an Essen hat sie bisher noch nie gekocht. Auch wenn es Spaß gemacht hat dabei die anderen Frauen aus ihrer Kochgruppe etwas näher kennen zu lernen, so war es doch auch anstrengend. Zufrieden betrachten sie ihr Tagwerk und nicken einander anerkennend zu bevor sie dann den Heimweg antreten. “Mensch Ayumi, dass du mal so groß werden würdest.“ beginnt Kushina dann zu sagen “Aber deine süßen Bäckchen hast du behalten.“ fügt sie nostalgisch hinzu und kneift der Schwarzhaarigen dabei etwas in die Wange. “Da ist überhaupt nichts süß!“ beginnt Ayumi dann etwas verlegen zu motzen als sie hochrote Wangen bekommt. Die fünf fangen dann gleichzeitig an zu lachen und die junge Uchiha schüttelt grinsend den Kopf. Also wirklich. Was denkt sich Kushina denn?
 

Während sie sich angeregt unterhalten und kichern erreichen sie dann schließlich die Tore Konoha´s. Nachdem sie sich verabschiedet haben gehen Ino, Sakura und Kushina weiter die große Straße in Richtung des Dorfzentrums entlang und Seiran sowie Ayumi biegen auf eine Seitenstraße zum Uchiha Viertel ab. Fröhlich kichernd erreichen sie dann ihr Anwesen und ein etwas ungeduldiger Akuma erwartet sie bereits vor der Tür. “Da seid ihr ja endlich.“ meint er nur knapp und Ayumi beginnt frech zu grinsen. “Hast du dir etwa Sorgen gemacht? Keine Angst, ich pass schon auf deine kleine Seiran auf wenn du nicht da bist.“ meint sie dann zwinkernd und mit etwas stichelndem Unterton. Die Silberblonde hat ihr längst im Vertrauen erzählt, dass sie etwas für ihren Bruder empfindet und da dieser noch nicht ausm Arsch gekommen ist ihr mal zu sagen was Sache ist, ärgert ihn seine Schwester damit gerne ein bisschen um ihn zu ermutigen.
 

“Was? So ein Unsinn! Ich wollte nur sichergehen, dass ihr nicht zu lange weg bleibt. Das Essen ist immerhin schon fertig.“ presst er dann schnell hervor und räuspert sich danach kurz. Dass ihn seine Schwester auch immer in so unangenehme Situationen bringen muss. Das ist doch echt peinlich. Seiran kann nicht anders als über seine Verlegenheit zu kichern und gemeinsam betreten sie dann das Haus. Es riecht schon richtig gut und am Esstisch sitzen bereits die restlichen Familienmitglieder versammelt. Ausgenommen Sasuke, welcher noch auf Mission außerhalb des Dorfes ist. Ganz aufgeregt erzählt Ayumi dann was sie alles zubereitet haben und wie sehr sie sich schon auf das Fest freut. Und dass sie unbedingt in einem Kimono hingehen möchte. Ganz traditionell eben. Seiran wirft ein, dass das eine hervorragende Idee ist und so vereinbaren sie am nächsten Tag shoppen zu gehen um etwas Passendes zu finden.
 

Sie essen zusammen und die junge Uchiha strahlt übers ganze Gesicht. So muss sich also ein ganz normales Familienleben anfühlen. Wunderschön. Nach und nach zieht sich dann jeder in seinen Bereich zurück und Ayumi kümmert sich um den Abwasch. Zufrieden summend trocknet sie die Teller ab und Itachi hilft ihr dabei. “Meinst du, dass es Sasuke gut geht?“ stellt sie leise ihre Frage und der langhaarige Mann lacht amüsiert “Du hast dir schon als Kind immer wegen allem Sorgen gemacht. Keine Sorge. Er ist stark. Er wird wohlauf zurück kommen.“ ist sich ihr Kindheitsfreund ganz sicher und lächelt sanft. “Ja, du hast Recht.“ stimmt sie ihm zu und nachdem sie aufgeräumt haben begibt sich Itachi in sein Zimmer nachdem er ihr eine gute Nacht wünschte.
 

Ayumi ist noch nicht müde und möchte dringend etwas gegen ihre verspannten Schultern tun. Sie eilt ins Bad um sich ein Handtuch zu holen. Entschlossen verlässt sie dann das Haus und am hinteren Ende des Grundstücks angekommen erreicht sie dann ihre selbst errichtete Quelle. Als Akuma die Felsen zerschmettert hat, bildete sich darin ein halbrundes Loch, welches man perfekt als Wanne nutzen kann. Zum Schwimmen ist es zu beengt aber rein setzen und die Seele baumeln lassen kann man auf jeden Fall und ca. drei Leute hätten auch zusammen darin Platz. Mithilfe eines Wasser-Jutsu´s hat die Schwarzhaarige sie mit Wasser gefüllt und die hauseigene Wohlfühloase steht jedem Familienmitglied zu freier Verfügung. Die junge Uchiha wendet dann das Jutsu des Feueratems an nachdem sie Fingerzeichen formte um das Wasser auf eine angenehme Temperatur zu bringen. Seit sie mit Nurui in den heißen Quellen war würde sie das am liebsten jeden Tag machen.
 

Das Wasser beginnt zu blubbern und zu dampfen und da die anderen wohl schon schlafen zieht sie sich schnell aus um dann in das heiße Wasser zu steigen. Sonst trägt sie immer einen Bikini wenn sie dort baden geht. Man kann ja nie wissen wer vielleicht spontan um die Ecke kommt. Die Schwarzhaarige steigt in die Quelle und setzt sich dann auf einen kleinen Felsen, sodass nur noch ihr Kopf und der obere Teil ihrer Schultern raus schauen. Das heiße Wasser umarmt ihre verspannten Muskeln und sie könnte sich gerade nichts Schöneres vorstellen. Eine ganze Weile genießt sie die Entspannung mit geschlossenen Augen ehe sie dann ein Platschen hört. Scheinbar ist noch jemand ins Wasser gestiegen. Überrascht öffnet sie ihre Augen und dreht den Kopf zur Seite. Sie bekommt hochrote Wangen als sie den trainierten und vor allem nackten Oberkörper Madara´s erblickt. Schnell steht sie auf und dreht sich von ihm weg während sie sich ihre Hände vor die Brüste hält. “Madara! Was machst du denn hier? Ich meine…“ beginnt sie zu stottern und der Langhaarige schmunzelt amüsiert. “Wonach sieht es denn aus? Ich wollte ein Bad nehmen.“ meint er ruhig und betrachtet ihren Rücken. Jetzt wo sie steht reicht ihr das Wasser noch etwa bis zur Hälfte ihres Rückens. Da Madara größer ist konnte sie von ihm sogar noch den Bauchnabel erkennen. //Ob er wohl auch nackt ist??!!// denkt sie schon fast panisch als sie versucht ihren Herzschlag wieder zu beruhigen.
 

Kopfschüttelnd richtet er dann das Wort an die junge Uchiha “Was hast du denn? Früher musste ich dir auch öfter mal den Rücken waschen weil du selbst nicht dran gekommen bist.“ meint er schmunzelnd. Er weiß echt nicht, was sie gerade für ein Problem hat. “A-aber damals war ich noch klein! Mittlerweile kann ich das doch ganz alleine! Ich bin gleich fertig mit Baden dann hast du die ganze Quelle für dich!“ stottert sie dann hervor und wagt es nicht sich umzudrehen. “Ach, ist das so? Bist du schon so groß, dass du das jetzt alleine schaffst?“ fragt er neckisch und mustert sie genau. “Ja! Siehst du!“ stammelt sie halbwegs selbstbewusst ihre Worte und greift dann mit ihrer rechten Hand nach hinten und demonstriert ihm, dass sie jede Stelle ihres Rückens damit erreichen kann. Anders als erwartet kommt Madara näher und greift ihr Handgelenk um sie mit einer schnellen Bewegung zu sich umzudrehen.
 

Während ihr linker Arm weiterhin ihre Brüste bedeckt starrt sie ihn mit weit geöffneten Augen an. Was hat er immerhin vor? //Er ist so nah!!// stellt sie in Gedanken fest als ihr Herz zu rasen beginnt. Interessiert mustert der Langhaarige ihre Gesichtszüge. “Was bist du denn so nervös Ayumi? Ich bin´s doch nur.“ flüstert er geradezu und betrachtet sie durchdringend. “Ich weiß es doch selbst nicht! Ich meine, ja, du bist immer noch Madara aber irgendwie auch nicht!“ murmelt sie unsicher ihre Worte. Klar, der Mann vor ihr ist immer noch Madara Uchiha aber damals war er ein alter, gebrechlicher Mann. Sie hat ihn immer als ihren Mentor und Teil ihrer Familie betrachtet den sie stolz machen und zu dem sie aufschauen will. Seit sie ihn wiederbelebt hat, sieht er komplett anders aus. Sein Charakter hat sich dadurch zwar nicht geändert aber sein verändertes Aussehen beschert ihr ein ums andere Mal Herzrasen und rote Wangen.
 

Er formt ein fieses Grinsen auf seinen Lippen als er seinen Kopf zu ihrem führt. “Ich weiß weshalb. Deine Blicke bleiben mir immerhin nicht verborgen, kleine Ayumi.“ raunt er in ihr Ohr und die Konnoichi traut sich nicht einmal mehr zu atmen. Mit großen Augen sucht sie Antworten in seinem Gesicht. Was meint er damit wohl? Wenn sie es doch selbst nicht weiß. Sein Grinsen wird noch etwas breiter als er ihr mit seiner freien Hand eine Haarsträhne aus dem Gesicht streicht. Stück für Stück kommt er mit seinem Gesicht näher und die junge Frau schließt von der Situation etwas überfordert ihre Augen. Der Schwarzhaarigen scheint das Herz stehen zu bleiben als sie dann seine Lippen auf den Ihren spürt. In ihrem Kopf herrscht nun die reinste Achterbahnfahrt und in ihrem Bauch tanzen Schmetterlinge. Passiert das immerhin gerade wirklich?
 

Zu Anfang war der Mitgründer Konoha´s noch sehr vorsichtig und sanft, da sie sich aber nicht entzieht oder Widerworte gibt, umschließt sein Arm nun ihre Hüfte und zieht sie etwas dichter an sich. Ayumi legt ihre Hände an seine Brust als er sie dann etwas fordernder küsst. Zwar versteht sie die Welt nicht mehr, aber es fühlt sich gut an. Am liebsten hört dieser Moment nie auf, wenn es nach ihr geht. Noch nie wurde sie auf den Mund geküsst. Und dann auch noch mit solch brennender Leidenschaft, möglicherweise gar Verlangen? Ihre Welt beginnt sich zu drehen als sie versucht das alles in ihrem kleinen Köpfchen zu verarbeiten. Die Konnoichi hat das Gefühl als würden ihre Knie nachgeben deswegen legt sie ihre Arme um seinen Nacken um sich festzuhalten. Madara raunt in den Kuss und die beiden stehen nun Bauch an Bauch gepresst da. Seine Finger streicheln sacht über ihren Rücken und das beschert ihr eine Gänsehaut die sich über den gesamten Körper zieht. Obwohl sie bis zum Bauchnabel in blubbernd heißem Wasser steht.

Das Friedensfest

Ayumi wacht erst aus diesem Tagtraum auf, als sie mit dem Kopf allmählich unter Wasser rutscht und ihr dieses nun in die Nase blubbert. Kopfschüttelnd klatscht sie mit den Händen gegen ihre Wangen als sie sich wieder aufrecht hinsetzt. Was hat sie da denn immerhin auch fantasiert? Als ob das jemals passieren würde. //Mensch Ayumi reiß dich mal zusammen.// ermahnt sie sich in Gedanken selbst und versucht sich wieder auf das heiße Wasser zu konzentrieren. Mit geschlossenen Augen kann sie nun aber wirklich ein Platschen des Wassers hören. Irritiert öffnet sie die Augen und dreht ihren Kopf in Richtung der Geräuschquelle. Zu ihrem Entsetzen steht da Madara bis zum Bauchnabel in der kleinen Quelle. Und dieses Mal bildet sie es sich nicht ein. Erschrocken dreht sie sich mit hochrotem Kopf von ihm weg als sie zu stammeln beginnt was er denn hier will.
 

Die Schwarzhaarige steht mit dem Rücken zu ihm und ihr Herz schlägt so schnell, dass sie Angst hat es könnte ihr jeden Moment aus der Brust springen. Der Mitgründer Konoha´s geht auf sie zu und legt dann sachte eine Hand auf ihre Schulter. “Was hast du denn? Als du noch klein warst habe ich dir doch auch den Rücken gewaschen. Kein Grund jetzt schüchtern zu sein.“ richtet er dann flüsternd das Wort an sie und der jungen Frau schießt nun noch mehr Schamesröte ins Gesicht als sie es davor schon tat. Nicht exakt die selben Worte aber doch sehr viel Ähnlichkeit zu ihrem Tagtraum von vorhin. //Wird es also passieren? Konnte ich in die Zukunft sehen und er wird mich wirklich küssen??!!// schießen ihr die Gedanken durch den Kopf und das ist dann doch etwas zu viel und sie wird ohnmächtig. Der Langhaarige bemerkt rechtzeitig, dass etwas nicht stimmt und greift sie dann schnell von hinten als sie beginnt zusammen zu sacken. Er fragt sich was die Konnoichi wohl hat als er sie auf seine Arme hebt und dann zu ihrem Zimmer bringt.
 

Die junge Uchiha blinzelt perplex als sie wieder zu sich kommt //Nanu? Ich bin in meinem Zimmer?// und fragt sich wie sie hier her gekommen ist. Sie setzt sich auf und bemerkt, dass etwas anders ist. Als sie an sich herab schaut kann sie sehen, dass sie eine Robe trägt. Und diese sieht aus wie die, die Madara zuvor beim Abendessen getragen hatte. “Du bist wieder wach. Wie fühlst du dich?“ zerschneidet dann eine Stimme ihre Gedankengänge. Ayumi´s Blick findet sich in Madara´s dunklen Augen wieder. Er kommt näher an das Bett heran und legt vorsichtig eine Hand auf ihre Stirn “Dein Gesicht ist immer noch ganz rot. Ich glaube, du warst zu lange in dem heißen Wasser. Da kann der Kreislauf schon mal nachgeben.“ meint er lächelnd und nimmt dann seine Hand wieder von ihrer Stirn. Die Konnoichi nickt schwach und beginnt verlegen zu lachen. Wenn er wüsste, dass sie einfach nur zusammen gesackt ist weil sie zuvor von ihm fantasiert hat. Na Prost, Mahlzeit. Das würde sie nicht erklären wollen. Nuschelnd bedankt sie sich bei ihm fürs Zurückbringen und mustert ihn dann fragend “Aber, warum trage ich deine Robe?“ will sie neugierig wissen.
 

Der Mitgründer Konoha´s trägt nämlich nur seine Hose und ein Shirt. Schmunzelnd nimmt der Langhaarige dann ein Stück Stoff in die Hand. “Eigentlich wollte ich dir das anziehen aber…“ er macht eine kurze Pause in welcher er ihn in die Luft hebt “…ich hatte den Eindruck, dass der niemals passen würde.“ beendet er dann seine Erklärung und betrachtet sie mit hochgezogener Augenbraue. In der Hand hat er ihren Body und blickt fragend zwischen der Konnoichi und dem Stück Stoff hin und her. “Willst du damit sagen, dass ich fett bin?!! Das ist Stretch-Stoff!! Es ist normal, dass sich der ungetragen zusammen zieht und so klein aussieht!!“ beginnt die Schwarzhaarige dann zu schimpfen. Also wirklich. Was denkt er sich denn dabei? In diesem Moment fällt ihr auch auf, dass sie unterhalb seiner Robe komplett nackt ist. Was Sinn ergibt da sie ja gebadet hat ehe sie das Bewusstsein verloren hat. “D-du, du hast m-mich versucht anzuziehen?!“ stottert sie dann beschämt hervor. Das bedeutet immerhin, dass er sie nackt gesehen hat! Und das wohl auch mehr als nur flüchtig. Sie schreit entsetzt auf und wirft ein Kissen nach ihm als sie “Perversling!“ ruft.
 

Der Langhaarige fängt es auf ehe es ihn im Gesicht trifft und blinzelt sie verdutzt an. Was hat sie denn immerhin nun schon wieder? Da es ihr augenscheinlich wieder besser geht beschließt er dann ihr Zimmer zu verlassen. Leise schließt er die Tür hinter sich und beschließt dann sich jetzt ein entspannendes Bad zu gönnen. Zuvor hatte er davon ja nicht all zu viel. Mit pochendem Herzen greift Ayumi den Stoff seiner Robe. Womöglich hat sie gerade etwas überreagiert. Madara hatte bestimmt keine bösen Absichten und hat sie sogar auf ihr Bett gelegt damit sie sich erholen kann und abgewartet bis sie aufwacht. Davon, dass er sie vorm Ertrinken bewahrt hat mal ganz abgesehen. Sie wird sich später bei ihm entschuldigen. Die Konnoichi kuschelt sich ein wenig in seine Robe wobei ihr sein Geruch in die Nase steigt. Einer der ihr wohl vertraut ist und schon immer bewirkte, dass sie sich wohl und geborgen fühlte. Ein bisschen kuschelt sie sich noch in den Stoff ehe sie die Robe dann auszieht und sich ihr Schlafshirt sowie eine kurze Schlafhose anzieht. Als sie dann bei Madara´s Zimmer klopft bekommt sie keine Antwort. Vorsichtig öffnet sie die Tür um zu sehen, dass sein Zimmer leer ist. Mit schief gelegtem Kopf geht sie dann hinein und legt seine Robe zusammen gefaltet auf sein Bett. Danach tapst sie wieder in ihr Zimmer und kuschelt sich sogleich unter die Bettdecke. Was war das denn zuvor auch wieder für eine komische Situation. So was kann auch wieder nur ihr passieren. Mit leicht roten Wangen schließt sie dann die Augen und während sich ihr Herzschlag auch wieder normalisiert, driftet sie ins Reich der Träume ab und schläft dann ruhig und friedlich.
 

Die Zeit verging wie im Flug und heute ist es endlich so weit. Das Friedensfest findet heute Abend statt. Seiran hat sich beim shoppen für einen hellgrünen Kimono entschieden welcher perfekt zu ihren Augen passt und darauf verteilt sind ein paar goldene Blätter abgebildet. Ayumi hat sich einen Kimono in kräftigem rot besorgt welcher von schwarzen und weißen Rosen geziert ist. Zufrieden betrachten die beiden Frauen ihr Spiegelbild nachdem sie sich noch gegenseitig geschminkt und frisiert haben. Ayumi trägt einen geflochtenen, seitlichen Zopf und Seiran eine süße Hochsteckfrisur mit Haarnadeln an welchen Perlen baumeln. Da sowieso alle aus dem Hause Uchiha gemeinsam auf das Fest gehen musste die Silberblonde Akuma auch nicht extra fragen ob er mit ihr hin gehen möchte. Hübsch sein wollte sie für den heutigen Abend aber trotzdem. Die Schwarzhaarige weiß zwar nicht für wen sie sich so aufgetakelt hat aber zur Abwechslung findet sie das auch ganz schön. Als die beiden die Treppe hinunter gehen werden sie bereits von den restlichen Familienmitgliedern erwartet. Diese haben sich bei der Wahl ihrer Kimonos aber eher an schlichte Farben wie schwarz, grau und dunkelblau gehalten. “Oh wow. Na sieh mal einer an!“ platzt es dann aus Obito heraus als er die zwei bemerkt und mustert. “Da hat sich aber jemand raus geputzt. Ihr seht bezaubernd aus. Nicht wahr?“ sagt er dann mit frechem Grinsen und stupst Akuma mit seinem Ellenbogen in die Rippen. Mit leicht roten Wangen schaut der muskulöse Mann zur Seite als er “Ja. Sieht gut aus.“ hervor presst. Sasuke hat es rechtzeitig von seiner Mission zurück geschafft und kann daher auch mit auf das Friedensfest gehen. Gemeinsam gehen die sieben dann auch schon los und Ayumi strahlt bis über beide Ohren. Ihr erster Ausflug gemeinsam, als Familie.
 

Auch wenn der jüngste der Uchiha´s Obito und Madara gegenüber nach wie vor misstrauisch ist, wirft er ihnen zumindest keine bösen Kommentare mehr an den Kopf. Auf dem Festplatz tummelt es bereits vor Leuten und die Augen der jungen Frau beginnen vor Aufregung zu strahlen. Es dauert auch nicht lange bis Naruto und Sakura angelaufen kommen nachdem sie die Gruppe entdeckt haben. Freundlich grüßen sie einander. “Wow hier ist ja schon ganz schön was los!“ meint Ayumi überrascht. So viele Leute. Und nahezu jedes Reich ist mit zahlreichen Gästen gekommen. //Ob Nurui wohl auch kommt?// hallt der Schwarzhaarigen die Frage durch den Kopf. Naruto nickt zustimmend. “Ja oder? Das Fest ist ein voller Erfolg. Die Einzigen die nicht kommen sind das Blitzreich hat Oma Tsunade gesagt.“ meint der Blonde und damit wäre ihre Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihrem alten Freund und Partner dahin. Der Jugendliche erklärt noch schnell, dass Lady Tsunade nichts weiter dazu gesagt hat, was die Gründe für die Absage des Raikage betrifft und Schulter zuckend macht sich Team 7 dann auf den Weg um sich die verschiedenen Stände anzuschauen.
 

Itachi sagt nichts weiter dazu, immerhin ist er froh, dass sein Bruder überhaupt mit gekommen ist. Das Fest im Zeichen des nationenübergreifenden Friedens wird die letzte Amtshandlung Tsunade´s sein. Nach ihr wird in ein paar Tagen dann nämlich Kakashi zum 6.ten Hokage ernannt. Die 5.te Hokage richtet eine kleine Ansprache an alle Versammelten in der sie sich für deren Erscheinen bedankt und den neu gewonnenen Frieden und die starke Einheit der Nationen feiern möchte und ehrt dann auch alle Kage die mit vor Ort sind. Die kleine Gruppe holt sich etwas zu essen und Ayumi wechselt etwas unruhig von einem Bein auf das andere. Eigentlich würde sie gerne um den ganzen Festplatz schlendern und sich die Stände anschauen aber dazu hat ihre Familie wohl nicht wirklich Lust. Madara betrachtet das Ganze ohnehin als Zeitverschwendung und geht irgendwie davon aus, dass die anderen Reiche damit nur überprüfen wollen ob er und Obito noch zu Konoha gehören. Der ein oder andere wird nach deren herber Niederlage sicher auf Rache aus sein. Wobei sie absolut dumm wären es erneut gegen sie zu versuchen. Man hat ja beim ersten Mal schon gesehen wohin das führt.
 

“Du kannst dich ruhig umschauen gehen, Ayumi. Wir halten so lange einen Platz an einem der Lagerfeuer frei.“ meint Obito dann mit sanfter Stimme und die junge Frau beginnt vor Freude zu strahlen. Das wollte sie hören. Ganz aufgeregt packt sie dann Seiran am Handgelenk und schon sind die beiden Konnoichi laut lachend in der Menge verschwunden. Mit funkelnden Augen betrachtet die Schwarzhaarige die ganzen Sachen die zum Verkauf angeboten werden und Seiran muss über diesen Anblick kichern. Ihr wohnt geradezu eine kindliche Unschuld inne. Das erinnert sie ein bisschen an sich selbst als sie früher mit ihrer großen Schwester auf Festen war. Als sie sich dann alles angeschaut und noch ein paar Süßigkeiten verspeist haben gehen sie wieder zurück und halten Ausschau nach ihrer Familie. Auch haben sie an einem der Stände kleine Gläschen und eine Flasche Sake mitgenommen. Ayumi hat solchen noch nie getrunken und ist überrascht wie gut dieser von innen heraus wärmt. Was es damit wohl auf sich hat?
 

Da so viele Leute eingeladen wurden hat Konoha an mehreren Stellen große Lagerfeuerhaufen errichtet damit auch jeder irgendwo drum herum einen Platz finden kann. Jetzt wo es dunkel ist, leuchtet das Feuer noch heller und auch die ganzen Lampions und Laternen schaffen eine Atmosphäre zum Wohlfühlen. Und dann, endlich, können sie bei dem fünften Lagerfeuer das sie ansteuern ihre Familienmitglieder erkennen. Madara sitzt ganz außen auf einem Baumstamm, daneben Obito, dann Akuma, Sasuke und Itachi. Sie können sehen, dass Ino fragt ob sie sich zwischen Sasuke und Akuma setzen darf und Seiran entgeht auch nicht der schwärmerische Blick den sie ihrem muskulösen Partner zuwirft. Dass aus ihren Augen keine Herzchen geflogen kommen ist schon alles. Die Silberblonde beißt fest ihre Zähne zusammen als sich ihr Körper anspannt. Die flirtet doch wohl nicht wirklich mit ihrem Akuma?! Ayumi betrachtet sie grinsend und tippt ihr auf die Schulter “Na los. Bevor sie ihn dir weg schnappt.“ meint die Schwarzhaarige neckisch und die Frau mit den silberblonden Haaren geht zielstrebig auf Akuma zu. Entschlossen macht sie sich neben Akuma Platz “Entschuldige, dass ich solange gebraucht habe.“ spricht sie ihre Worte fast schon melodisch während sie seinen Arm umgreift und macht der blonden Teenagerin damit ziemlich deutlich, dass weitere Annäherungsversuche ihrerseits nicht erwünscht sind. Unschuldig blinzelnd nimmt sie dann einen großen Schluck ihres Sake und lächelt zufrieden. Das hat sie doch immerhin gut hinbekommen da Ino und Sakura nun abziehen und ihres eigenen Weges gehen.
 

Die Schwarzhaarige beginnt etwas zu kichern als sie ihrer Freundin dann einen Daumen hoch zeigt und ebenfalls ihren Sake trinkt. Da beide Frauen leer haben, füllt sie noch mal nach. Wie gut, dass sie gleich eine ganze Flasche gekauft hatte. Dieses Zeug ist wirklich gut. Warum hat sie das früher nie probiert? Seiran hält immer noch den Arm ihres Partners fest also formt sich ein freches Grinsen auf den Lippen der jungen Uchiha. “Jetzt sag doch mal, Brüderchen. Seiran sieht doch absolut umwerfend aus oder nicht? Nur für dich hat sie sich so hübsch gemacht.“ teilt sie ihrem Bruder dann mit und ihre Freundin wird hochrot im Gesicht als sie sie fassungslos anstarrt. Das hat sie jetzt nicht wirklich gesagt oder? Zwinkernd fügt Ayumi dann noch hinzu “Wenn du nicht willst, dass dir ein anderer zuvor kommt, solltest du ihr mal sagen was du empfindest. Du magst sie doch sehr, hab ich nicht Recht mein Brüderchen?“. Auf das rote Gesicht Akuma´s fängt sie an zu kichern. Es macht ihr Spaß ihn in Verlegenheit zu bringen. Und wenn er dafür dann mal seine Gefühle zum Ausdruck bringt, umso besser. Seiran schaut ihn mit großen Augen an. “Stimmt es? Magst du mich?“ will sie dann hoffnungsvoll wissen und als er sich in ihren wunderschönen Augen spiegelt wendet er etwas verlegen den Blick ab.
 

“Ein großer, mächtiger Uchiha und kann sich seine Gefühle nicht eingestehen?“ wirft Obito dann stichelnd mit ein. Ohne, dass er es kontrollieren könnte, manifestiert sich die Vorstufe von Akuma´s Susanoo und mit dem knöchernern Arm dessen zerschmettert er den großen Felsen vor welchem sie sitzen indem er drauf haut. Alle in der Nähe machen große Augen. Was hat es damit immerhin auch auf sich? Doch gleich im Anschluss verschwindet seine Wesenheit wieder. Das war wohl bloß einem kurzen Emotionsausbruch geschuldet den er anders nicht kompensieren konnte. “Ja. Ich mag dich.“ gibt der muskulöse Mann dann nuschelnd zu als er seine Partnerin dann wieder ansieht und diese kann ihr Glück kaum fassen. Ayumi beginnt sehr mit sich zufrieden böse zu lachen. Das hat sie doch immerhin gut eingefädelt, nicht wahr? Obito steht auf und schüttelt den Kopf. Er nimmt ihr das inzwischen halbleere Glas aus der Hand und zieht eine Augenbraue nach oben “Wie viel hast du davon schon getrunken? Gib mir die Flasche besser.“ meint er grinsend und die junge Frau betrachtet ihn empört. “Waaaaaaas? Gerade wo es so lustig ist?! Wir sollten das öfter trinken. Das macht so ein schön warmes Gefühl im Bauch.“ spricht sie ihre Worte dann schon leicht angetrunken aus. Kein Wunder, sie hat immerhin noch nie zuvor Alkohol getrunken.
 

“Das ist unser erstes richtiges Fest als Familie also lasst uns anstoßen!“ ruft sie freudig aus und amüsiert lächelnd wollen ihr die übrigen Uchiha´s den Spaß nicht verderben. Sie stoßen an und laut lachend feiern sie dann den heutigen Abend. Man muss nicht erwähnen, dass noch einiges mehr an Sake fließt als sie sich ausgelassen von der Stimmung des Festes mitreißen lassen. Alle die gekommen sind haben Spaß und es gibt kein böses Blut. Das soll eine neue Ära einläuten. Ohne Kriege und ohne Hass. Auch wenn der Raikage das offensichtlich nicht so sieht, haben die anderen doch gute Laune und amüsieren sich. Für den Anfang ein gutes Zeichen wie Ayumi findet. Als inzwischen schon gute Mengen an Alkohol getrunken wurden, philosophiert ein gut angeschwippster Obito mit Itachi über den Sinn des Lebens, welcher sich lachend die Hand aufs Gesicht schlägt. Sasuke ist mit Naruto und Sakura und den anderen Shinobi ihres Jahrgangs unterwegs als Seiran und Ayumi zusammen zu der Musik die gespielt wird vor dem Lagerfeuer tanzen.
 

Total ausgelassen und ohne ein Wässerchen trüben zu können lacht die Schwarzhaarige aus tiefstem Herzen als sie dann etwas erschöpft ihren Tanz beenden. Madara betrachtete das ganze mit schmunzelndem Gesichtsausdruck und Akuma wird wieder einmal klar wie wunderschön seine Kameradin doch ist, so im Schein des Feuers. Seiran setzt sich dann gut angeheitert dicht neben Akuma und kuschelt sich eng an seinen Arm. Der muskulöse Mann bekommt direkt rote Wangen. So fordernd kennt er sie gar nicht. Was wohl am Alkohol liegen mag. Etwas Hilfe suchend richtet er seinen Blick auf Madara welcher beginnt fies zu Grinsen. “Tja, du Grünschnabel. Du hast noch viel zu lernen was Frauen betrifft.“ meint er grinsend und im selben Moment setzt sich Ayumi auf seinen Schoß und schlingt einen Arm um seine Schultern als sie zufrieden grinst. “Ja weil es bei dir ja auch so viel besser läuft, alter Mann. Du brauchst gerade reden.“ gibt Akuma dann stichelnd zurück und in diesem Moment stapft eine gut gelaunte Tsunade vorbei. “Ihr habt beide keine Ahnung von Frauen!“ meint sie ernst und schüttelt den Kopf ehe sie dann genau so schnell verschwunden ist wie sie aufgetaucht war während die beiden Männer sich ratlos anschauen und wie aus einem Munde aussprechen “Was haben wir ihr denn getan?!“.
 

“Ach Madara. Ich bin so glücklich! So richtig, unfassbar glücklich.“ stammelt eine etwas betrunkene Ayumi dann ihre Worte und meint alles absolut ehrlich. Sie nimmt einen großen Schluck Sake und als ihr Glas leer ist nimmt Madara ihr dieses schnell weg. “Genug Sake für heute.“ meint er lächelnd als er sie mit hochgezogener Augenbraue betrachtet und die Schwarzhaarige schaut ihn eingeschnappt an. “Manno. Sei doch kein Spielverderber Madara. Es ist doch gerade so lustig!“ meint sie dann mit einem breiten Grinsen auf den Lippen doch ihr Lehrmeister duldet keine Widerworte. Es heißt ja nicht umsonst, dass Shinobi sich vor Alkohol in Acht nehmen sollen. Wobei das wohl auf alle Menschen zutrifft. Gerade als er sich fragt warum sie nicht protestiert, kann er sehen, dass sie bereits eingeschlafen ist. Ihren Kopf hat sie an seine Brust gelehnt und ihr Arm umgreift immer noch seinen Nacken. Er richtet seinen Blick zu Akuma, wessen Begleiterin ebenfalls an ihn gelehnt eingeschlafen ist. Die beiden tauschen einen viel sagenden Blick als sie die beiden dann jeweils auf ihre Arme heben. Das war´s für heute mit der Party. “Na los Obito, wir gehen nach Hause.“ bedeutet der Mitgründer Konoha´s damit dann ihm zu folgen und dieser schüttelt den Kopf. “Was? Nein. Grade ist es doch total entspannt. Ich werde noch ein bisschen hier bleiben.“ meint er und ja, auch er hat bereits mehr als genug getrunken. “Nein, nein. Genug Spaß für heute. Ab nach Hause.“ sagt Itachi kopfschüttelnd und packt den Uchiha dann am Kragen um ihn mit sich zu ziehen. So treten die sechs dann mit zwei schlafenden Frauen im Gepäck den Heimweg an.

Eine neue Herausforderung

Seit gut zwei Wochen leben die Uchiha´s zusammen in Konoha. Seiran und Akuma haben sich einander noch etwas mehr angenähert seit der große Mann am Lagerfeuer zugab, sie ebenfalls zu mögen. Auch wenn es für beide noch etwas ungewohnt ist, kann man sie doch ab und an Händchen halten sehen. Was Ayumi sehr niedlich findet. Die Konnoichi freut sich sehr für ihren Bruder. Immerhin hat es doch jeder verdient glücklich zu sein und jemanden zu haben den man liebt und von dem man auch geliebt wird. Ob sich die Schwarzhaarige je trauen wird Madara ihre Gefühle zu gestehen? Auch wenn er in letzter Zeit immer mehr eine menschliche Seite von sich zeigte und nicht wie sonst die harte Schale mit dem noch härteren Kern, so ist für ihn das einzig wichtige doch Stärke und damit verbunden Macht. Noch nie hat sie ihren ehemaligen Lehrmeister von einer Frau oder Freundin erzählen hören. So etwas hatte in seinem Leben wohl keinen Platz. Also wäre es eine sehr dumme und naive Vorstellung zu glauben, dass er ihre Gefühle erwidern könnte. Missmutig seufzend bereitet sie dann weiter das Abendessen für die große Familie zu. Tatkräftige Unterstützung erhält sie hierbei von Seiran. Die beiden sind sehr gute Freundinnen geworden und machen in ihrer Freizeit viel gemeinsam. Mal abgesehen vom Trainieren. Was gerade Akuma und Obito in dem großen Garten des Anwesens tun. Akuma kommt mit allen sehr gut zurecht und schätzt es sehr, starke Gegner fürs Training zu haben mit denen er sich messen kann. Wo die Männer auch gerne bereit sind ihre Kräfte unter Beweis zu stellen. Am besten hat er sich aber wohl mit Sasuke angefreundet. Die Tatsache, dass dieser Danzo getötet hat, nach dessen Leben der große Mann ja schon so lange getrachtet hat war so etwas wie eine erste direkte Verbindung, ein Draht zwischen den beiden. Madara sitzt auf der Veranda und beobachtet interessiert das Training der beiden Uchiha´s. Auch wenn derzeit Frieden herrscht, heißt das ja immerhin nicht, dass man einrosten sollte.
 

Akuma wendet sein Jutsu der flammenden Feuerkugel an, welche Obito mithilfe seines Kamui einfach verschwinden lässt. “Hat dir schon mal jemand gesagt, dass diese Technik echt nervig ist.“ wirft ihm der muskulöse Mann dann an den Kopf und grinst frech als er kurz den Kopf schüttelt. Sasuke der gerade nach Hause gekommen ist betrachtet die beiden mit skeptischem Blick. “Akuma. Kann ich dich mal sprechen?“ will der Jüngste im Bunde wissen und die beiden Männer unterbrechen ihr Training kurz. Obito stellt sich neben Madara als er die kurze Pause nutzt um etwas zu trinken. Akuma geht auf den jungen Uchiha zu und bei ihm angekommen beginnt dieser zu murmeln “Sag mal, wie kommt es eigentlich, dass du die beiden einfach so akzeptierst? Verspürst du keine Wut oder Hass weil sie Krieg erklärt haben?“. Der große Mann hält sich nachdenklich das Kinn. “Nun ja, die Meinungsverschiedenheit wurde aus der Welt geschafft. Das Thema Krieg ist gegessen also besteht doch kein Grund weiter in vergangenem zu verweilen. Lieber sollten wir gemeinsam der Zukunft entgegen blicken oder nicht?“ meint Akuma dann ruhig und betrachtet den Jüngsten dabei abschätzend. “Auch wenn alles friedlich wirken mag. Ich trau den beiden nicht.“ teilt Sasuke dem großen Mann damit seine Meinung die beiden betreffend mit. “Ach denen kannst du schon trauen. Hey Obito, alter Mann, kommt mal kurz.“ meint Akuma dann entschlossen und lächelt leicht. “Was willst du, Grünschnabel?“ murrt der Mitgründer Konoha´s etwas genervt. Zwischen den beiden ist eine Art Hassliebe entstanden könnte man sagen. Es vergeht kein Tag an dem Akuma nicht versucht den Ältesten der Uchiha´s aufs Korn zu nehmen und fast schon Standard geworden nennt ihn Akuma stichelnd immer alten Mann oder Opa, während Madara ihn als unreifen Bengel oder Grünschnabel bezeichnet. Die Männer stehen einander nun gegenüber als Akuma dann das Wort ergreift “Sasuke sagt, dass er euch nicht traut. Und ich denke das sollten wir klären.“.
 

Genervt seufzt der Jüngste auf. Muss das denn immerhin sein? Obito runzelt die Stirn “Du traust uns nicht?“ fragt er nach und der Jüngste verschränkt die Arme vor der Brust als er zustimmend nickt. Obito kratzt sich etwas am Hinterkopf. “Ich weiß, dass du nicht gut auf uns zu sprechen bist weil wir Konoha angreifen und die Welt unterwerfen wollten um Frieden zu schaffen. Aber diesen Plan haben wir längst verworfen. Und das friedliche Leben haben wir nun doch hier im Dorf. Kein Grund beunruhigt zu sein.“ beginnt der Kurzhaarige zu erklären. “Wir sind ein Clan, eine Familie und sollten zusammen halten um gemeinsam das Dorf zu beschützen.“ fügt er noch hinzu. Madara nickt zustimmend. Dem hat er nichts hinzu zu fügen. Sasuke mustert die beiden skeptisch als Akuma ihm auf die Schulter klopft. “Außerdem bin ja immer noch ich hier. Ich habe den alten Mann einmal aufgehalten und würde es wieder tun. Also keine Sorge!“ meint der muskulöse Mann lachend und meint seine Worte auch durchaus ernst. “Einverstanden. Ich werde ihnen eine Chance geben sich zu beweisen.“ meint Sasuke nur kurz und knapp und dann trainiert er zusammen mit Akuma und Obito. Ein Dreierkampf ist zur Abwechslung mal was Neues und macht die ganze Sache gleich viel interessanter. Gut, dass der Garten des Anwesens ausreichend Platz dafür bietet. Akuma kämpft mit der Vorstufe seines Susanoo und wehrt damit das Jutsu der flammenden Feuerkugel Sasuke´s ab. Anstatt zwei gegen einen anzutreten kämpft hier jeder gegen jeden. Obito nutzt sein Kamui um die beiden jüngeren etwas zur Verzweiflung zu bringen und auch die Klingen von Sasuke´s und Akuma´s Schwertern kreuzen sich das eine ums andere Mal. Das Kräftemessen der drei dauert mittlerweile schon eine ganze Weile an. Während sie sich immer wieder attackieren und auch manche ihrer Jutsu´s dabei zum Einsatz bringen, beäugen die ANBU Shinobi die gerade zur Überwachung der Uchiha´s postiert sind diese mit hochgezogener Augenbraue. Auch wenn das gerade nur Sparing ist und keiner ernst macht, hat man die Ninja´s der Uchiha doch lieber auf seiner Seite und nicht gegen sich stehen wenn es zu einem Kampf kommt. Fleißig trainieren sie weiter bis Seiran dann alle zum Essen ruft und gemeinsam sitzen sie dann alle an dem großen Tisch und unterhalten sich während sie sich das Abendessen schmecken lassen.
 

Am nächsten Tag ziehen dicke Wolken über den Himmel hinweg als Akuma und Ayumi zum Hokage gerufen werden. Kakashi hat dieses Amt inzwischen übernommen und Obito als seinen Berater auserkoren. So arbeiten die beiden also schon seit einer Weile wieder zusammen und versuchen ein Stück weit die Zeit von damals nachzuholen. Gerade als Obito angefangen hat sich mit Kakashi zu verstehen, wurde er während der Mission unter den Felsbrocken begraben und ihr gemeinsamer Weg war damit zu Ende. Nun haben sie die Möglichkeit noch mal von vorne zu beginnen. Also ist es nicht verwunderlich, dass der Kurzhaarige neben Kakashi steht als die beiden Zwillinge das Zimmer des 6.ten Hokage betreten. Sie grüßen einander und warten dann gespannt, was ihnen der Grauhaarige wohl mitzuteilen hat. “Eine Bedingung von Lady Tsunade war es ja, dass ihr für Konoha Gakure als Shinobi arbeiten werdet. Die Kage der anderen Reiche haben uns über ein paar Missionen informiert die es zu erledigen gäbe. Als Zeichen der Versöhnung ist vorgesehen, dass ihr beiden diese Missionen erfüllt. Da Madara das Dorf ja nicht verlassen darf und Obito hier an meiner Seite gebraucht wird.“ erklärt der Hokage dann den Stand der Dinge. Moment mal, die Nationen verfügen doch über ihre eigenen Shinobi, also weshalb sollen diese Aufträge dann sie und ihr Zwillingsbruder durchführen? “Meister Hokage, verstehe ich das richtig wenn ich annehme, dass wir die Drecksarbeit erledigen sollen, für welche den Kage ihre eigenen Leute zu schade sind?“ spricht die Schwarzhaarige ihre Gedanken dann laut aus. “Du weißt doch, dass du mich Kakashi nennen kannst wenn wir unter uns sind. Aber ja, so in etwa könnte man das verstehen.“ entgegnet er den Geschwistern dann und Ayumi schläft beinahe das Gesicht ein. //Deren ernst? Nicht zu fassen!// meckert sie in Gedanken los als Akuma ihr die Hand auf die Schulter legt. “Das ist doch kein Problem, Schwesterchen! Egal wo, egal gegen wen, wir reißen denen den Arsch auf!“ meint er überzeugt und lässt dabei seinen anderen Arm kreisen während er breit grinst. Na das Selbstvertrauen würde sie auch gern mal haben.
 

“Obito und ich haben uns lange deswegen beraten. Ihr eignet euch hervorragend weil du alle Verletzungen heilen kannst.“ beginnt Kakashi zu erklären und schaut dabei Ayumi an “Und du sozusagen unverwundbar bist.“ beendet er seinen Satz und richtet seine Augen dabei auf Akuma. “Ein besseres Team würde mir für so knifflige Aufgaben also nicht einfallen.“ fügt er lächelnd hinzu und betrachtet die beiden abschätzend. “Sollten unerwartete Schwierigkeiten auftreten oder Unmögliches verlangt werden, können wir die Vereinbarung jederzeit aufheben. Euer Wohlergehen steht für uns da an erster Stelle. Wir würden euch schließlich nicht blind links in den Tod schicken.“ meint Obito dann noch ergänzend und die beiden Geschwister tauschen nachdenkliche Blicke. Sollten sie es tun? Es könnte immerhin riskant werden. Und wer weiß, was sie im Endeffekt genau erwartet. Doch weiter darüber nachdenken kann die Konnoichi nicht als Akuma bereits fest entschlossen eine Faust in die Luft streckt. “Wir sind dabei!“ ruft er dabei breit grinsend aus und kann es scheinbar kaum erwarten loszulegen. Ayumi ballt ihre Hand zur Faust und verpasst ihm eine Kopfnuss. “Kannst du vielleicht auch erstmal mich fragen bevor du so was einfach entscheidest?!!“ platzt es verärgert aus ihr heraus und ihr Bruder reibt sich die schmerzende Stelle am Kopf. Entschuldigend hält er die Hände in die Luft und lacht verlegen. “Schon gut, schon gut. Aber du hast Kakashi und Obito doch gehört. Wir eignen uns perfekt für diese Aufgabe. Zumal die anderen Kage irgendwo auch der Meinung sind, dass du den Krieg erst möglich gemacht hast weil du Madara zurückgeholt hast.“ begründet er damit seine Entscheidung und die Schwarzhaarige seufzt laut auf. Hilft wohl nichts. “Gut. Einverstanden.“ sagt sie dann mürrisch und der 6.te Hokage betrachtet sie mit zufriedenem Gesichtsausdruck. “Madara wird die Organisation und Planung eurer Missionen übernehmen. Er war schon immer ein guter Stratege und kann Risiken gut abschätzen.“ sagt Obito ernst und die beiden Zwillinge nicken leicht. Damit wäre das also beschlossen. “Und, wann geht es los?“ will Ayumi dann wissen. “Wir wollten zuerst mit euch darüber sprechen ob es überhaupt in Frage käme. Da wir das nun wissen werden wir Falken zu den Kage schicken und sie darüber informieren. Dann werden wir weitere Anweisungen erhalten.“ sagt Kakashi freundlich und die beiden verbeugen sich ehe sie dann sein Büro verlassen. Damit wäre ja erst mal alles geklärt.
 

Akuma entgeht nicht ihr grübelnder Gesichtsausdruck als sie zum Uchiha Viertel zurückgehen. “Keine Sorge. Was auch immer uns erwartet, ich werde an deiner Seite stehen und nicht zulassen, dass dir etwas passiert. Versprochen.“ meint der muskulöse Mann breit grinsend und daraufhin muss auch die junge Frau anfangen zu lächeln. Es wird bestimmt auch schön sein Zeit allein mit ihrem Bruder verbringen zu können. Immerhin waren sie 22 Jahre voneinander getrennt. Um nicht zu sagen, dass sie in der Zeit nicht einmal etwas von der Existenz des anderen wussten. Also gibt es viel nachzuholen. Und bisher haben sie ja noch alles überstanden. In ihrem Zuhause angekommen berichten sie dann ihren Familienmitgliedern von ihrer bevorstehenden Aufgabe. “Aber, wie lange wirst du denn dann weg sein? Und ist es gefährlich?“ stellt die Silberblonde ihre Frage an ihren Freund und betrachtet ihn mit traurigen Augen. Akuma legt sachte seine Hand auf ihren Kopf. “Na, na. Wir wissen doch selbst noch nicht wann es los geht und was wir dann machen müssen. Das erfahren wir alles in den nächsten Tagen. Mach dir keine Sorgen. Mich kann doch nichts unterkriegen.“ meint er dann mit stolz geschwellter Brust. “Ja den Angeber kann so schnell ja nichts verletzen. Und wenn doch, bin ja immer noch ich da.“ fügt Ayumi dann lächelnd hinzu. “Kann ich euch denn nicht begleiten?“ fragt die Frau mit den silberblonden Haaren erwartungsvoll und der muskulöse Mann schüttelt darauf energisch den Kopf. “Kommt ja gar nicht in Frage. Das ist viel zu gefährlich für dich. Du wirst schön hier bleiben und aufpassen dass Zuhause alles rund läuft, ja?“ meint Akuma und lächelt sie sanft an. Etwas widerwillig nickt die Konnoichi. Auf diese Missionen wird sie ihn wohl wirklich nicht begleiten können. Nun gut, jetzt müssen sie ohnehin erst mal abwarten was auf sie zukommt. Schweigend beobachtet Ayumi die Szene. Es muss schön sein, so eine Bindung zu jemandem zu haben. Unauffällig lässt sie ihren Blick zu Madara schweifen und als sich ihre dunklen Augen treffen, bekommt sie Herzklopfen und wird etwas rot um die Nasenspitze. Der Mitgründer Konoha´s betrachtet sie verwundert und die junge Frau wendet schnell den Blick ab. Nicht, dass er noch unangenehme Fragen stellt.
 

Eine Woche später, an einem verregneten Tag trainiert Ayumi wie in alten Zeiten mit Obito. Ihr ist nicht entgangen, dass er in letzter Zeit recht still ist. Als sie eine kurze Pause machen richtet die junge Frau daher das Wort an ihn. “Willst du darüber reden?“ fragt sie vorsichtig und der Kurzhaarige runzelt nachdenklich die Stirn als er sie durchdringend betrachtet. “Ich sehe doch, dass dich irgendetwas bedrückt. Du kannst mit mir über alles reden, Obito.“ sagt die Schwarzhaarige mit einem sanften Lächeln auf den Lippen. Der junge Mann überlegt einen Moment und starrt dabei in die Ferne. “Weißt du, nun sind wir zwar hier und leben ein friedliches Leben. Ich habe auch Kakashi wieder an meiner Seite. Aber Rin hat es mir nicht zurück gebracht. Im Endlosen Tsukuyomi hätte ich wieder mit ihr vereint sein können. Dort wäre sie nie gestorben und ich hätte ihr auch endlich meine Gefühle gestanden.“ meint er etwas traurig und starrt dann auf den Boden. Rin. Die Konnoichi weiß, dass das seine Teamkameradin war die vor seinen Augen gestorben ist. Die, die er mehr als alles andere geliebt hat. Allerdings hat Ayumi dieses Mädchen nie getroffen oder kennen gelernt. Es zerreißt ihr das Herz ihren treuen Freund so leiden zu sehen. Nach wie vor ist er wie ein Bruder für sie. Sie wird sich etwas einfallen lassen. Behutsam legt sie ihre Hand auf seinen Oberschenkel “Ich werde dafür sorgen, dass du wieder glücklich bist.“ meint sie entschlossen und schenkt ihm dann ein aufrichtiges Lächeln. Der Kurzhaarige betrachtet sie mit weit geöffneten Augen. “Ich habe nicht gesagt, dass ich unglücklich bin, so wie es jetzt gekommen ist.“ sagt er leise. Es ist eben nur so, dass ihm Rin nach wie vor sehr fehlt. “Also mach dir keine Gedanken um mich.“ antwortet er als er seine Hand auf ihren Kopf legt und ihr etwas durch die Haare wuschelt. Zumal es mit einem hohen Risiko verbunden wäre sie zurück zu holen da die junge Uchiha seine ehemalige Kameradin zum einen nicht kennt und ihr Tod zum anderen schon sehr lange zurück liegt. Also wird er es wohl den Rest seines Lebens bereuen müssen ihr seine Liebe nicht gestanden zu haben. Und auch, dass er nicht rechtzeitig da war um sie retten zu können.
 

Obito und Ayumi tauschen dann wieder Schläge und Tritte aus und kreuzen dann auch ihre Klingen. Das wachsame Sharingan welches in den Augen beider funkelt lässt ihnen keine Bewegung des Gegenübers entgehen, selbst wenn diese noch so gering ist. Die Schwarzhaarige wirft ein paar Shuriken nach ihrem Freund, welche dieser sogleich mit seinem Kamui in eine andere Dimension verschwinden lässt. Belustigt schmunzelt er. “Du solltest doch mittlerweile wissen, dass das bei mir nicht funktioniert, kleine Ayumi.“ meint er mit stichelndem Unterton und grinst dann breit. Gerade als sie weiter trainieren wollen kreist ein Falke über ihr Haus. Der Hokage verlangt nach ihnen. “Akuma, wir müssen los!“ ruft die Schwarzhaarige schnell ins Haus wo ihr Zwillingsbruder gerade mit Seiran auf der Couch sitzt und fernsieht. Etwas genervt steht der muskulöse Mann auf und streckt sich kurz. Gemeinsam gehen die beiden zum Gebäude des Hokage. Dicht gefolgt von Obito. Erfreulicherweise lässt der Regen etwas nach und der Himmel klart allmählich auf. Etwas aufgeregt schaut Ayumi den Wolken hinterher die über ihre Köpfe hinweg ziehen. Was sie nun wohl erwarten wird? Akuma ist wie immer das Selbstbewusstsein in Person und es macht den Anschein, dass er es gar nicht erwarten kann zu erfahren was denn nun ihre erste Aufgabe ist. Vor dem Büro des Hokage angekommen klopfen sie kurz an und betreten dann zu dritt das Zimmer. Kakashi sitzt hinter seinem Schreibtisch und grüßt die Gruppe freundlich. “Schön, dass ihr so schnell kommen konntet. Ich habe Rückmeldung der anderen Kage erhalten und eure erste Mission steht fest.“ meint der Grauhaarige ruhig und betrachtet die beiden Geschwister prüfend. Neugierig gehen sie näher an seinen Schreibtisch heran. Akuma zündet sich eine Zigarette an und steckt dann eine Hand lässig in seine Hosentasche. Ayumi verschränkt ihre Arme vor der Brust und Obito lehnt sich entspannt gegen die Wand als die beiden Zwillinge dann vom 6.ten Hokage mitgeteilt bekommen was ihre erste Mission als Team sein wird.
 

- ENDE -
 

~ Fortsetzung folgt ~


Nachwort zu diesem Kapitel:
Hallo ihr Lieben :) Hiermit hat meine Fanfiction ihr Ende erreicht. Es gibt allerdings einen zweiten Teil, an dem ich bereits arbeite und die ersten Kapitel auch schon in der Fanfiction ´Wunderkind 2´ hochladen werde. Wer also gerne da rein schauen möchte, dem verlinke ich den zweiten Teil der Story in der Beschreibung :) Ich würde mich auf euch freuen ^^ Komplett anzeigen

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