Zum Inhalt der Seite

Something to hide...

von

Vorwort zu diesem Kapitel:
Na, verirrt? Ganz und gar nicht! Und damit...
Herzlich willkommen! :)
Viel Spaß wünsche ich dir beim lesen!
Ihr wisst ja das übliche Hobby Schreiber geplappere - ich lese gerne eure Kommentare deshalb ...
Lasst mich wissen was ihr denkt, Feedback, Korrektur? Logikfehler? Gerne her damit :)
VG :3
Skadii Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Halli Hallo zusammen :)
Ich hoffe ihr habt Spaß beim lesen!
Bitte sagt mir wenn ihr schwierigkeiten habt die chat-Dialoge zu lesen oder zu verstehen.
Ich habe Spaß daran auf diese Art Gespräche zwischen den beiden aufzubauen, trotzdem ist es nicht ganz einfach es so aufzubauen, dass es auch richtig beim leser ankommt.
Habt ihr denn schon eine Vermutung um wen es sich hier bei Restless123 handeln könnte? :D

Ganz viel Grüße an alle da draussen :)
Skadii Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Hallo zusammen!

Vielen Dank für die ersten paar Favoriten von euch :)
Liebe Grüße gehen raus.
Wir gehen in die 3te Runde... Kapitel drei ist ... wild! :D
Wild im Sinne von... die Kacke ist am dampfen! xD
Ich hoffe ihr bleibt dabei :) Viel Spaß weiterhin!

VG
Skadii Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Hallo zusammen,
wir gehen in die 4te Runde :D
Danke an 2 neue Favoriten.
Wir werden sehen was passiert... jetzt ist das ganze jedenfalls nicht mehr so anonym wie geplant.
LG Skadii Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Danke an Favorit Nr 5 :3
Und los gehts... viel Spaß beim lesen!
LG Skadii Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Soooo viele Tolle Kommentare :3
Vielen Dank!
Ich will nicht lange Blabla, deshalb ...
VIEL Spaß beim lesen!!!
LG Skadii Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Hallo zusammen :D
Das Kapitel ist etwas länger geraten.
Hatte ja auch zwei Tage Zeit :) - die Arbeit hat nicht weniger zugelassen.
Viel Spaß beim lesen!
LG
Skadii Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Jetzt, nach den Prüfungen habe ich endlich mal wieder Zeit zu schreiben und diese Geschichte brennt darauf fortgesetzt zu werden. :)
Viel Spaß an alle die dabei sind!
VG Skadii Komplett anzeigen

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

Seite 1 / 1   Schriftgröße:   [xx]   [xx]   [xx]

1.

Wie haben sie alle.

Geheimnisse.

Sie die Schatten unserer Persönlichkeit, die versuchen in das Licht zu treten.

Sie sind all das was wir sein könnten, aber nicht sein dürfen.

Sie sind der Wunsch nach der Hauptrolle und doch spielen sie nur hinter den Kulissen.

Manch einer mag Mutig sein und lässt den Vorhang fallen.

Aber die meisten von uns verbergen sie ein Leben lang.
 

Das Mobiltelefon von Hinata vibrierte, während sie in Gedanken an ihrem morgendlichen Kaffe nippte. Himawari und Boruto hatten bereits von einer halben Stunde das Haus verlassen. Der Geruch von Waffeln erfüllte die Küche und zeitlich piepte das Waffeleisen für eine letzte Portion, die sie sich aus den letzten Teigresten zusammen gekratzt hatte. Sie hiefte die dampfende Waffel aus dem Eisen auf einen Teller und bestrich sie mit Apfelmus. Der Frühstückstisch sah aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Überall lag Puderzucker verstreut, Himawari hatte Milch ausgeschüttet und Hinata fiel zu ihrem ärger auf, dass der kleine blonde mal wieder mit dem Schoko Streichmesser in das Marmeladenglas gewandert war. Sie wollte nicht Monkig sein, doch das leben als Mutter hatte sie es werden lassen. Seufzend riss sie sich das erste Herz von ihrer Waffel und biss ab. Der Teig war ihr gelungen, leider hatte sie sich in der Menge ein wenig verschätzt. Ein Glück war Naruto diese Woche auf dem großen Hokagetreffen im Eisenreich, sonst hätten sie die drei hungrige Mäuler an diesem Morgen aus dem Haus gefressen. Das Mobiltelefon vibrierte erneut. Neugierig griff sie schließlich danach, während sie noch an der Waffel kaute. Sie tippte den Code ein und öffnete die App.
 

Restless123: Morgen.

Restless123: Schon wach?
 

Hinata lächelte, bevor sie zur Antwort die Daumen über die Tastatur bewegte.
 

Lilac_: Gerade am Frühstücken. Und du?
 

Sie knippste ein Bild vom Tisch und sendete es ab.
 

Restless123: Wow... Raubtierfütterung? Jedenfalls sieht der Tisch danach aus...

Lilac_: Du hast es erfasst. Die Kinder waren heute in eile... hast du schon gegessen?

Restless123: Ich hatte einen Kaffe und ein Croissant. Mein Kind ist nie in Eile... die schreibt Zeitmanagement ganz groß. Manchmal kann ich selbst nicht fassen wie spiessig die kleine ist...

Lilac_: Immer noch besser als meiner. Der braucht vier Wecker um morgens aus den Federn zu kommen...der vierte schellt vom anderen Ende des Zimmer, damit er gezwungen ist aufzustehen, um ihn auszuschalten.

Restless123: Es gibt jetzt Matratzen die einen aus dem Bett schütteln...

Lilac_: Die gibt es?

Restless123: http://schütteldichwach.kogak
 

Neugierig drückte Hinata auf den Link und betrachtete die Homepage. Ein kurzer Werbeclip zeigte einen tief schlummernden Jungen, dessen Körper wortwörtlich zur Weckzeit aus dem Bett geschüttelt wurde. Sie lachte und scrollte ein wenig weiter um sich den Preis anzusehen.
 

Lilac_: Wow, was glaubst du wie viele Wecker ich für diesen stolzen Preis kaufen und meinem Sohn ins Zimmer stellen kann?

Restless123: Haha... du bist grausam!

Lilac_: Eher sparsam! :D

Restless123: Ich sehe mir gerade deine Hand an...

Lilac_: Meine Hand?

Restless123: Ja das Bild, dass du mir geschickt hast ist etwas ungeschickt fotografiert. Ich kann deine Hand am Rand des Tisches sehen...
 

Fast schon panisch öffnet Hinata das Album um sich das Bild genauer anzusehen. Tatsächlich hatte die Hyuuga ihre Hand versehentlich abgelichtet. Ihr Armband und der Ehering waren darauf zu erkennen. Ein Glück spiegelte sie sich in keinem der Gläser auf dem Tisch, sie musste in Zukunft vorsichtiger sein.
 

Restless123: Du hast zierliche Hände.
 

Hinatas legte das Mobiltelefon zur Seite. Kaum hatte sie die Nachricht gelesen, war ihr Gesicht rot angelaufen.
 

Restless123: Und blasse Haut.
 

Hinatas Herz pochte wild. Es fühlte sich gefährlich vertraut an, nachdem sie etwas persönliches von sich geteilt hatte. Aber das war es bereits seit Monaten zwischen ihnen. Vituell-Vertraut, soweit es dieses Wort gab und man es so beschreiben konnte. Kennengelernt hatte sie Restless123 aus einem Beitrag in einem Forum. Das Forum nannte sich -Q and A- was für Question und Answer stand. Man konnte hier unter verschiedenen Kategorien Sachbezogene Fragen stellen und bekam von der Community Rat oder Hilfe. Ein bisschen lächerlich kam sie sich schon vor, als sie ein Bild ihrer traurigen Zimmerpflanze hochgeladen hatte mit der Frage >Was mache ich falsch?<. Restless123 hatte ihr schließlich mit den Worten >Vermutlich alles... du weißt aber schon das man Pflanzen gießt und ihnen kein Glas Wasser hinstellt?< geantwortet. Am Anfang hatte sie sich so sehr darüber geärgert, dass aus dem Beitrag eine kleine Argumentation geworden war. Vom öffentlichen Post waren sie schließlich in die Postfächer gewandert und von da aus dauerte es nicht mehr lange bis sie sich Chatnachrichten schrieben. Einfach weil man sich auf diesem Wege fiel schneller beschimpfen konnte. Restless123 nannte sie seit da an liebevoll Schwarzer Daumen oder Killersynthese. Und Hinata nannte ihn Troll, da trolling das einzige war, dass er bezweckt hatte. Im Grunde konnte sie sich selbst nich erklären wie daraus Vertrautheit entstanden war. Vertrauen unter gewissen Vorraussetzungen. Regeln, die sie zum Schutze ihres Privatlebens selbst aufgestellt hatten.
 

1. Keine Namen

2. Keine Bilder

3. Keine Stimmen

Ganz einfach. Oder?
 

Restless123: Killersynthese?

Lilac_: Entschuldige, das mit dem Bild war nicht meine Absicht.

Restless123: Lass es mich ausgleichen … rechts oder links?

Lilac_: Nein Resti du musst das nicht tun!

Restless123: Rechts oder links?

Lilac_: Hmm... links?

Restless123: Einen Moment … ich muss sie nur noch eben in Schale werfen :D Schließlich muss ich dir meine Hand von der Schokoladenseite zeigen.

Lilac_: Du bist ein Spinner.
 

Im Chatfesnter ploppte ein Ladebalken auf, wohin Hinata kurz darauf ein Bild erhielt. Aufgeregt legte sie das Mobiltelefon zur Seite und starrte Löcher darauf. Sollte sie es wirklich öffnen? Schließlich betätigte sie den öffnen Button und sah sich das Bild neugierig an, aber darauf war nichts zu erkennen als ein loser Pulloverärmel, den Resti scherzeshalber auf einer vermutlichen Tischunterlage abgelegt hatte. Seufzend rief sie den Chat wieder auf.
 

Lilac_: Trollst du wieder herum?

Restless123: Nein, garnicht!

Lilac_: Ich habe dir doch gesagt du musst das nicht tun... jetzt bin ich ein wenig verärgert.

Restless123: Was? Nein! Du verstehst das falsch!

Lilac_: Du meinst du bist nicht in deinen Kleiderschrank gesprungen hast dir einen schicken Pulover gepickt und hast mir dann ein Bild davon gemacht um meine Vorfreude auf deinen Arm zu zerstören?

Restless123: Das wäre Absurd! :D NEIN! Vertrau mir dieses Bild beinhaltet etwas intimes privates, dass dir eine Menge über mich verrät.
 

Hianata wirft erneut einen Blick auf das Bild. Kann jedoch nichts erkennen.

Restless123: Hattest du wirklich Vorfreude?

Lilac_: Ein bisschen... ich kann einfach keine Hand erkennen ...bist du sicher du hast mir das richtige Bild geschickt?
 

Nervös starrt sie auf das Mobilgerät. Die drei Punkte, die andeuten, dass er tippt werden angezeigt. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit als seine Antwort endlich eintrifft.
 

Restless123: Ich bin mir sicher. Ich habe nämlich keinen linken Arm.
 

Der Hyuuga fällt das Telefon aus der Hand. Beschämt vergräbt sie ihr Gesicht zwischen den kalten nervösen Händen. Tatsächlich war ihr diese Option nicht in den Sinn gekommen. Aber Restless hatte nicht gelogen, es verriet eine Menge über ihn! Und obwohl eine fehlende Hand nicht auf einem Bild zu sehen sein konnte, vervollständigte sie ein Virtuelles Bild von ihm, dass sie ganz allein in ihrem Kopf hatte. Ein verheirateter Familienvater mit einer Tochter, dessen linker Arm fehlte. >Einer von vielen<, die er sein konnte schrumpfte plötzlich auf >Einer dem …<

Wie vielen Menschen war sie wohl schon begegnet, deren Arm fehlte? Ganz zu schweigen von ihrem eigenen Ehemann der ihn beinahe auch verloren hatte.
 

Lilac_: Ohgott... bitte Entschuldige meine absurde Unterstellung! Mir kam nicht in den Sinn, dass dir ein Arm fehlen könnte.

Restless123: Ist schon gut … findest du es … merkwürdig?

Lilac_: Nein! Auf keinen Fall! Ich frage mich wie es dazu gekommen ist. Und ob es dir schwer fällt …

Restless123: Ich habe ihn im großen Krieg verloren und nein er erinnert mich an etwas das ich dafür wieder gefunden habe.

Lilac_: Du meinst es war ein Opfer das du bringen musstest?

Restless123: Richtig :) Hast du etwas im Krieg verloren?

Lilac_: Einen Menschen, der mir sehr wichtig war. Aber wie du habe ich auch etwas gewonnen

Restless123: Ein Glück. Was ist es, dass du gewonnen hast?

Lilac_: Meinen Mann. Und du?

Restless123: Einen Freund.
 

Der Chat verstummte.

Hinata schließt die Spülmaschine, in die sie das restliche schmutzige Geschirr vom Frühstück eingeräumt hatte. Sie beginnt leise zu laufen. Ihre Hände gleiten über das Bücherregal im Wohnzimmer. Auf einem der Bücher kommt sie zum halt und zieht es am Bücherrücken heraus. Nostalgisch betrachtet sie den Einband. Es ist kein klassischer Roman, sondern eines ihrer Skizzenbücher. Etwas das viele nicht wussten, und was ihr früher unter dem strengen Regime ihres Vaters nicht erlaubt war. Sie liebte es zu zeichnen. Mit der Zeit wurde es weniger und als Mutter vergisst man die persönlichen Freizeitaktivitäten und füllt diese stattdessen mit Elternzeit auf. Nichts was sie je bereute, doch jetzt wo sie die einzelnen Seiten mit den Portrait Skizzen durchblätterte verspürte sie den großen Drang wieder einen Bleistift in die Hand zu nehmen. Im Zimmer von Himawari stibitze sie sich einen ihrer und setzte sich raus auf die Veranda. Weil es schon Herbst in Konoha war wehte ein leichter Wind und brachte die vielen Laubblätter im Garten durcheinander. Ohne groß darüber nachzudenken ließ sie sich leiten und Zeichnete darauf los. Sie formte den Körper eines Mannes, dessen Statur groß und Athletisch war. Sie kleidete ihn in eine der Shinobi Uniformen, die sie zu Kriegszeiten getragen hatten. Anschließend setzte sie an zu einem Gesicht, schenkte dem Soldaten ein lächeln und ein Konoha Stirnband. Bei den Haaren war sie sich zuerst unschlüssig, entschied sich aber nach langem überlegen für eine etwas wildere Frisur. Zuletzt zeichnete sie die Hände des Soldaten, zu dem er sich schließlich entwickelt hatte. Die rechte zeichnete sie vollständig, dabei erinnerte sie sich daran, wie schwer es doch war diese zu zeichnen. Den linken ließ sie aus. >Restless Soldier<, schreib sie über die Skizze und betrachtete sie im Abschluss. Bei Anblick darauf musste sie lächeln. Hinata holte das Mobiltelefon aus den Seitentaschen ihren langen Kleides und knipste ein Bild davon, dass sie an den Chat sendete. Noch bevor sie das Telefon wieder aus der Hand legen konnte vibriere es bereits zurück.
 

Restless123: Du kannst zeichnen?

Lilac_: Ich bin ein wenig aus der Übung.

Restless123: Hast du dieses Bild in deinem Kopf wenn du mich dir vorstellst?

Lilac_: So in etwa.

Restless123: Ich muss dich enttäuschen ich lächle deutlich weniger :D

Lilac_: Also bist du mürrisch?

Restless123: Ist das schwer zu glauben?

Lilac_: Tatsächlich ja! Ich meine du hast diesen Troll in dir aber ich hatte den Anschein in unseren Unterhaltungen du wärst lustig.

Restless123: Hmm.. ich schätze das liegt wohl an dir. Du hast mir von Anfang an keine andere Chance gelassen. Ich meine wer lädt schon ein Bild von einer jämmerlich vertrockneten Pflanze im Internet hoch? :D

Lilac_: Da siehst du es. Du hast diese fiese aber dennoch lustige Ironie!

Restless123: Ich zeige diese Seite ungern. Ich glaube die anderen haben aufgrund ihrer Vorurteile nichts zu lachen wenn sie mich ansehen. Und wenn ich ihnen keinen Grund dazu gebe, mache ich es ihnen leichter.

Lilac_: Um Himmels Willen das ist ja schlimmer als Selbstfolter. Es ist nichts dabei andere vom Gegenteil zu überzeugen. Gib ihnen eine Chance dich zu mögen alter Griesgram :)

Restless123: Aber dich musste ich nicht überzeugen?

Lilac_: Wer sagt denn das ich dich mag?

Restless123: … fieser Schachzug! :D
 

Restless123: Magst du mich denn?
 

Das Gesicht der Hyuuga färbt sich erneut. Unsicher und nervös, nimmt sie ihr eigenes pochendes Herz war. Sie wirft den Kopf in den Nacken und betrachtet das Windspiel, dass über ihr auf der Veranda spielt. Beschämt verdeckt sie ihre Ohren, und glaub auf diesem Weg das verräterische Klopfen los zu werden. Erneut greift sie nach dem Mobiltelefon und ruft die virtuelle Tastatur auf. Sie betrachtet die vielen Buchstaben und geht Millionen von Antworten in ihrem Kopf durch.
 

Lilac_: Ich bin mir nicht sicher ob ich das darf...

Restless123: Ich verspreche dir, hier dürfen wir alles!

2.

Die Melodie der Waschmaschine rüttelte die Hyuuga wach, nachdem sie sich auf den Buchstaben im Bildschirm verloren hatte. Sie nahm tief Luft und beschloss das Mobiltelefon ausser Reichweite zu bringen. Sonst würde sie es heute zu nichts mehr bringen, bevor die Kinder nach Hause kamen. Während sie die Wäsche aus der Maschine in den Trockner räumte schwirrte ihr ununterbrochen die Frage von Restless im Kopf umher. Mochte sie das kleine anonyme virtuelle Abenteuer, dass sie beide erlebten? Wäre es das gleiche, wenn es nicht Restless, sondern ein anderer User wäre? … oder war es tatsächlich er, den sie mochte? „Reiss dich zusammen!“, sprach sie sich selbst zu und vergrub den Kopf in einem der nach Weichspüler duftenden Handtücher. Sie fragte sich flüchtig, wie er wohl riechen würde. Schüttelte aber im nächsten Moment den Gedanken ab und warf das feuchte Handtuch zu den anderen in den Trockner. Das unaufgeräumte Zimmer von Boruto brachte das Blut in ihr zu kochen. Nachdem sie einen Blick unter das Bett des kleinen blonden geworfen hatte, trafen sie gleich mehrere Schläge gleichzeitig. Es hatte doch tatsächlich die Arbeiten des vergangenen halben Jahres unter dem Bett versteckt, nachdem Hinata ihn mehrmals nach den Ergebnissen gefragt hatte. „Das darf nicht wahr sein...“, knurrte sie und betrachtete die Arbeiten in ihrem Schoß. In keiner der vier Arbeiten hatte er auch nur 10 Punkte erreicht. Ihr Blick wanderte von den Arbeiten auf das übel, welches ihrer Meinung nach dafür verantwortlich war. „Play...Station....“, knurrte sie. Ihre normalerweise weißen Augen leuchteten Blutrot auf, während sie sich auf das Übel zubewegte. Ihre Faust entflammte in einem tiefen blau, während sie ihre Wut und das Chakra auf einen Punkt konzentrierte. Mit aller Kraft holte sie aus und schlug der Konsole ein Loch mitten durch. Die zerstörte Elektronik flimmerte auf und ein paar kleine Funken flogen durch das Zimmer. Damals schon sorgte die Konsole für eine kleine Meinungsverschiedenheit zwischen ihr und Naruto, letztendlich hatte Hinata doch nachgegeben und stimmte einer Anschaffung zu Freuden Borutos zu. Eine Erinnerung seines strahlenden Gesichts überkam sie, als sie ihm diese zum zwölften Geburtstag überreicht hatten. In ihrer geöffneten Faust bröckelten die übrigen Kunstoff und Elektrikteilchen. Die Wut, die sie soeben auf ihren Sohn empfunden hat ging nun gegen sich selbst. Die Hyuuga zeigte es ungern, doch in ihr schlummerte eine Kämpferin. Erziehung war nunmal kein Zuckerschlecken und obwohl sie im Herzen eine Träumerin war, so verlangte die Rolle als Mutter Verantwortung zu übernehmen. Nachdem sie sich gesammelt hatte, plagte sie das schlechte Gewissen. Liebevoll strich sie die Bettdecken ihres inzwischen 15 jährigen Chaoten glatt. Dabei musste sie den wütenden Gedanken zur Seite schieben, bei dem sie sich fragte, wann er wohl endlich selbst Ordnung in die Hand nehmen würde. Das Zimmer von Hanabi war stets Ordentlich und gepflegt. Fast schon akribisch sortierte sie ihre Spielsachen. Hanabi hatte eine Vorliebe für Plüschtiere. Das ganze Zimmer war davon überladen. Manchmal fragte sie sich ob sie in einen Greifautomaten gefallen war. Lächelnd griff sie nach einer Nachbildung von Kurama, der Hinata einen Miniatur Schal gestrickt hatte. Nachdem die Wohnung gesaugt war ließ sie sich in den Lesesessel im Wohnzimmer fallen. Sie warf den Kopf in den Nacken und betrachtete die Uhr, die im Moment das einzige tickende Geräusch von sich gab. Der Zeiger stand auf halb 12. Noch war genug Zeit den Ausrutscher von eben zu ersetzen. Der Elektrofachmarkt in der Innenstadt Konohas hatte offen und Boruto hatte sich heute mit Sasuke nach der Schule zu einem Spezial Training verabredet. Sie eilte zu ihrem Mobiltelefon, dass sie um es aus dem Weg zu schaffen in der Küchenschublade zwischen den Geschirrtüchern versteckt hatte. Sich ihren Kontostand genauer anzusehen um abzuwägen, ob die Konsole das Budget sprengte war nur eine ausrede um nachzusehen ob er sich gemeldet hatte.
 

Restless123: Bin ich zu weit gegangen?

Restless123: Okay, schon verstanden! Ich werde diese blöden Bemerkungen in Zukunft sein lassen... ich hoffe du bist mir nicht böse.

Restless123: Ich hoffe trotzdem du magst mich.

Restless123: Übrigens, so eine lahme Shinobi Uniform hab ich nie getragen :D ich bevorzuge meinen eigenen Kleidungsstiel. Du siehst du liegst also ziemlich daneben was deine virtuelle Vorstellung von mir betrifft. Und was soll das mit diesen Haaren? Der Typ hat doch ganz eindeutig in die Steckdose gefasst... erinnert mich an die schreckliche Frisur meines ehemaligen Meisters.

Restless123: Meine Tochter hat mir mal erklärt, dass wenn eine Person eine andere Ignoriert und ihre Gefühle nicht zum Ausdruck bringt man das in der heutigen Sprache Ghosting nennt.

Restless123: Ist dir das schonmal passiert?

Restless123: JA, IST AUCH FÜR MICH EINE GANZ NEUE ERFAHRUNG!

Restless123: Die Großbuchstaben sind mir so raus gerutscht :D

Restless123: Ich hoffe eine deiner Pflanzen vertrocknet jämmerlich... ich hab das Gefühl du lässt mich hier auch auf halber Durststrecke vertrocknen.

Restless123: Wusstest du das ich so etwas noch nie gemacht habe? Ich schreibe keinen verheirateten Frauen und vertreibe mir damit meine Zeit in den wilden dreißigern. WIRKLICH NICHT! Ich liebe mein Kind und meine Frau. Aber irgendwie gehört das hier mir ganz allein.

Restless123: Ich habe das Gefühl ich kann sein wer immer ich möchte mit dir. Ich kenne das Gesicht selbst nicht, dass ich hier zeige. Im Grunde bin ich ein furchtbarer Mensch. Ich bin verschlossen, kühl, ignorant und zynisch. Die Ironie über die du lachen kannst ist in Wahrheit fieser Sarkasmus der andere Verletzt. Ich begegne niemandem auf Augenhöhe, sondern stelle mich über alles. In gewisser Weise strahle ich Arroganz und Missachtung aus. Es gibt nur eine Hand voll Menschen denen ich vertraue... ist es nicht irgendwie komisch das du dazugehörst?
 

Am Ende der Nachrichten angelangt, huscht ein lächeln über ihre Lippen. Sie versucht es zu verbergen, doch es war ganz eindeutig da.
 

Lilac_: Ein schreckliches Selbstbild, was du da von dir hast... Und trotzdem hat es mich erwärmt ... ich schätze wir sind beide ein wenig komisch.

Restless123: Du bist zurück!?

Lilac_: Entschuldige ich musste dich zur Seite legen. Die Wäsche war an der Reihe und das Zimmer meines Sohnes hat ausgesehen als ob eine Naturkatastrophe darin gewütet hätte.

Restless123: Du meinst schlimmer als der Frühstückstisch?

Lilac_: Viel schlimmer!...

Restless123: Oh... verstehe. Und dein Sohn weiß schon das Mama Hurricane durchs Zimmer gefegt hat?

Lilac_: Mama Hurricane... xD Du wirst es nicht glauben aber ich gehöre zu der introvertierte Sorte Menschen. Meine Stürme wüten im inneren. Meine Kinder sind so ziemlich die einzigen die es schaffen das ich komplett aus der Haut fahre. Ich bin also nicht wirklich gut darin über Gefühle zu sprechen.

Restless123: Ich schätze dann Therapieren wir uns irgendwie gegenseitig :D TROTZDEM das beantwortet nicht meine Frage. Sohn/ Hurricane/ weiß er schon bescheid?

Lilac_: Nein... nicht wirklich. Okay zugegeben ich hab ein wenig die Fassung verloren...

Restless123: Okay misses Introvertiert... du hast ''ein wenig'' die Fassung verloren?

Lilac_: Ja mir ist da was beim Putzen herunter gefallen.
 

Hinata knippste eben ein Bild der zerstörten Konsole und schickte es an den Chat.

Es vergingen ein paar schweigsame Sekunden. Panisch rief sie das Bild erneut auf um sicher zu gehen, es war nicht wieder etwas zu sehen, dass man nicht sehen sollte.
 

Restless123: … okay...

Lilac_: Ohgott bitte sag nicht einfach so ''okay''... du klingst ganz und gar nicht >okay<.

Restless123: Ich bin mir noch nicht ganz sicher wie ich Anfangen soll xD Also 1. Ist dir bewusst das du da eben 700 Kronen demoliert hast? 2. Du musst nicht IN die Konsole Boxen du hättest dir auch ganz einfach ein Kampfspiel herunter laden können :D … 3. Wie genau wirst du das deinem Sohn erklären? Du solltest den Part ''herunter gefallen'' auf jeden fall noch etwas ausschmücken, denn so glaubt dir das sicher kein Mensch, der auch nur eine funktionierende Hirnzelle besitzt.

Lilac_: Ein Glück hat mein Sohn sowas überhaupt nicht...

Restless123: xD ich kann nicht glauben das du gerade über dein eigenes Kind lästerst!

Lilac_: ICH HABE 4 ARBEITEN GEFUNDEN UND IN KEINER DAVON HAT ER MINDESTENS 10 PUNKTE ERREICHT!

Restless123: Wow... Chepeau! xD Glaub mir, um das zu durchschauen muss er auch kein Einstein sein.

Lilac_:Okay, okay ich hab ja schon verstanden. Ich wollte mich sowieso auf den Weg machen und eine neue besorgen.

Restless123: Ich muss dich enttäuschen liebes... die sind aktuell überall ausverkauft und schlecht zu bekommen.

Lilac_: Du machst Witze...

Restless123: Ich mache keine Witze. Schon, aber nicht jetzt. Es gibt keine. Vertrau mir.

Lilac_:Was mache ich denn jetzt … >.<

Restless123: Challange :D Du fängst damit an und erklärst ihm wieso du es getan hast.

Lilac_: Und im Gegenzug nennst du mir 3 Eigenschaften an dir, die du magst!

Restless123: Das hat hier am Ende noch wirklich was von einer Therapiesitzung.

Lilac_: Also?

Restless123: Accepted!

Lilac_: Gut :) ich werde dich für eine weile aus der Hand legen müssen meine Tochter kommt bald von der Schule und ich muss das Abendessen vorbereiten.

Restless123: Ist gut, ich mache mich auch bald auf den Weg. Meine Patrouillie ist zu Ende und ich bin verabredet.

Lilac_: Komm gut nach Hause und pass auf dich auf.

Restless123: Ich muss auf euch alle aufpassen, da kann ich mich nicht noch um mich selbst kümmern :D

Lilac_: Sagte der Mensch, der sich selbst als Ignorant bezeichnet hatte.

Restless123: Bis bald?

Lilac_: Bis hoffentlich bald.
 

Hinata betrachtete was sie zusammen getippt hatte und zögerte den Absende Button zu betätigen. Restless hatte sie aber darum gebeten ihre Gefühle mitzuteilen, vielleicht war dies also ein Anfang?
 

Lilac_:Ich mag dich.

Restless123: Ein Glück. Ich hatte dir ja versprochen. Hier dürfen wir alles. Ich mag dich auch.

3.

Stirnrunzelnd betrachtete der Uchiha seinen Schüler. Nicht eines seiner Kunais hatte er heute in das Bullseye getroffen. Im Grunde war der Mini Blondschopf ein sehr guter Schüler, doch heute schien in etwas zu bedrücken. Nachdem zwei weitere Messer im weit entfernten Busch landeten, entschied Sasuke sich das elend nicht weiter anzusehen. „Du verschwendest meine Zeit kleiner...“, Borutos Lauscher spitzten sich und der nächste Wurf traf Kinderleicht ins schwarze. „Schon besser ...“, „Die Prüfung ist kein Zuckerschlecken, solltest du sie bestehen wollen dann nimm das ganze ein wenig ernster...“, Augenrollend wandte sich sein Schüler ihm zu, „Ja klar, weil du sie ja auch mit links bestanden hast“, die Uchiha hatte sich wohl verhört, „Ich kann die Kunais auch noch mit einem Arm ins schwarze treffen, außerdem, um dich zu trainieren hat es offensichtlich gereicht.“ Sasuke wusste, der junge meinte es nicht so. Manchmal war er eben auf Krawall aus, ganz wie sein chaotischer Vater eben. Der Apfel fiel eben doch nicht weit vom Stamm. „Hmmm...“, brummte Boruto, „Hast du... ich meine ...“, strachelte er schließlich umher, „Was?“, „HAT DIR EIN MÄDCHEN MAL DIE LIEBE GESTANDEN?“, brach es schließlich lauthals aus ihm heraus. Sasuke räusperte sich um ein schmunzeln zu unterdrücken. „Da gab es schon einige... ich fande dein Vater konnte einem auch gefährlich auf die Pelle rücken. Manchmal hatte sein Gerede von Freundschaft einen kleinen fast schon romantischen Beigeschmack...“, mit großen Augen betrachtete sein Schüler ihn, „Eww! Das ist ja widerlich!“, seine Mundwinkel verzogen sich kritisch und er schüttelte den Gedanken angeekelt ab. Offensichtlich war der Junge zu blond um zu begreifen das er ihn auf dem Arm nahm. Noch so eine Eigenschaft die nicht von irgendwoher kam. „Aber wie war das mit den Mädchen!“, „Wie soll das schon gewesen sein, ich hab eine davon geheiratet...“, Boruto fuchtelte wild mit den Armen, die Antwort seines Meisters schien ihn nicht zufrieden zu stellen. „ICH MEINE WOHER WUSSTEST DU, DASS SIE DIE RICHTIGE IST!?“, „Boruto du bist fünfzehn... ich bezweifle stark das du jetzt schon wissen musst mit welcher Frau du dich den Rest deines Lebens herumschlagen willst...“, „Aber meine Mutter wusste es doch auch schon! Und Paps sagt Sakura hatte auch schon immer Gefühle für dich...“, zustimmend nickte Sasuke, „...hmm... da hast du wohl recht.“ Eine Weile starrten sie sich gedankenversunken an. „Und? Woher wusstest du das du sie auch mochtest?“, „Ich wusste es nicht“. Ein großes Fragezeichen macht sich auf der Stirn des jungen breit, „Aber du weißt es doch jetzt? Wie?“, der Uchiha wirkt unbeholfen. Verwirrt kratzt er sich am Hinterkopf, „Naja du hast da dieses Gefühl in dir … sagen wir du weißt es einfach!“, „Häää?“, ächzt sein Schüler und zerrte an seiner ohnehin schon wilden Frisur, „Ach verdammt...“, brummt er und kickt eines der Kieselsteine quer über den Übungsplatz. „Ich dachte wenigstens du kannst es mir erklären. Meine Eltern will ich nicht Fragen das wäre peinlich...“. „Möchtest du sie beschützen?“, fragt Sasuke ihn, sein Schüler nickt zustimmend, „Mhm... ich möchte nicht das sie verletzt wird.“ „Und bist du der, der sie selbst am meisten verletzt?“, die Augen seines Meisters verweilen tiefschwarz auf seinen. Wieder nickt der blonde zustimmend, „Ja, ich bereite ihr eine Menge ärger...“, „Gut“, stimmt Sasuke ihm zu. „Denkst du hin und wieder an sie?“, die Frage beantwortet der junge mit ein paar rot unterlaufenen Wangen. Beschämt wendet er das Gesicht ab. Für einen kurzen Augenblick schmunzelt sein Meister. Sasuke schnippst ihm verspielt gegen die Stirn, „Von wem ist hier eigentlich die Rede?“, „Das geht dich nichts an!“, brummt er und nimmt die Kunais wieder zur Hand um die Trainingsstunde mit ein paar letzten Treffern zu beenden.
 

Sasuke hatte dem Neunschwänzigen versprochen während seinem Aufenthalt im Eisenreich nach seiner Familie zu sehen. Etwas was sie beide füreinander taten. Viel öfter war der Uchiha durch seine Spionage unterwegs, auch hier war es für Naruto selbstverständlich nach Sakura und Sarada zu sehen. Hinata kramte einen weiteren Teller aus dem Hängeschrank in der Küche, „Iss doch mit uns zu Abend!“, forderte sie lächelnd. In Windeseile hatte sie Besteck und Geschirr zusammen gestellt und deutete auf den freien Platz am Esstisch. „Bitte!“, betonte sie, nachdem er zögerte. „Nagut...“, Sasuke nahm Platz. „Ich hab mich mit den anderen auf Discord verabredet, gehe duschen und esse nachher im Zimmer...“, murmelte Boruto und schlenderte am Esstisch vorbei, „WAS?“, brach es urplötzlich aus seiner Mutter heraus und sie stellte sich ihm in den Weg. Die Hände in die Hüften gestemmt stotterte sie, „Iss doch etwas mit uns, wenn Sasuke schon hier ist!“, Boruto schob sie zärtlich zur Seite, „Nein Ma, die anderen warten schon...“, Boruto schloss die Zimmertüre hinter sich. Der Uchiha beobachtete, wie Hinata nervös an ihrem Zeigefinger kaute. Was hatte sie bloß? Es wurde Totenstill...

„MAAAAAAAA!“, brüllte es plötzlich aus dem Zimmer in das der junge eben noch verschwunden war. Die Zimmertüre schlug auf und der blonde stürmte wie gestochen zurück in die Küche. „WOHER KOMMT DAS LOCH IN MEINER PLAYSTATION?“, das Gesicht der Hyuuga wird blasser als ohnehin schon. „W....welches Loch?“, stachelt sie. Borutos Alarmglocken sind nicht die einzigen, die in diesem Moment los gehen. Der Uchiha erhebt sich aufgeregt von seinem Platz am Tisch, „Hast du gerade Playstation gesagt?“, seine Stimme schneidet das Wort des Jungen wie ein Messer. „JA! DA IST EIN VERDAMMT GROSSES LOCH IN MEINER KONSOLE!“, „U...Unfall!“, antwortete seine Mutter nervös. „Unfall?“, erwidert Boruto verwirrt. Neugierig streckte Hanabi den Kopf aus ihrem Zimmer und beobachtet das Schauspiel. Zu ihrer Freude entdeckt sie Sasuke und stürmt willkommen heissend auf ihn ein. „Onkel Sasu!“, ruft sie freudig und wirft sich ihm um den Hals. Der Uchiha gerät für einen kurzen Augenblick aus dem Gleichgewicht, fängt aber sich und die Tochter des Neunschwänzigen sicher auf. „Sasuke... würdest du uns für einen kurzen Augenblick entschuldigen...“, die Mutter den Blondschopfs beugt sich entschuldigend und zerrt ihren Sohn im nächsten Moment in das Kinderzimmer aus dem er eben noch gekommen war.
 

„Ich erkläre dir das...“, knurrt Hinata wütend und zeigt mit dem Ausgestreckten Finger auf die demolierte Konsole, „...wenn du mir die hier erklärst!“. Sie hebt die zerknitternden, mit rotem Marker übersäten Arbeiten vor Borutos Nase und ballt wütend die Faust. Das blaue Feuer darin wirft bereits Funken. Die Präsenz seiner brodelnden Mutter hinterlässt Eindruck. Zappelnd und schützend wirft er die Hände vor sich, „...verdammt...“, flüstert er auf frischer Tat ertappt. „Kannst du mit diesen miesen Noten überhaupt noch zur Chunin Prüfung zugelassen werden?“, lügen scheint aussichtslos, jetzt wo alles aufgeflogen war. „Schwierig...das ist noch nicht entschieden...“, antwortet er seiner Mutter leise. Die Hyuuga hatte ihn jedoch sehr gut verstanden, „Schwierig?“, betont sie wiederholend. „Am meisten enttäuscht mich, dass du mich belogen hast!“, „...die Noten sind nicht wichtig. Habe ich etwa jemals von dir verlangt der beste sein zu müssen?“, ihre Augen glitzern traurig. „Mama..“, flüstert er und streckt seine Hand tröstend nach ihrer aus. Zuerst zögerlich, doch dann lässt Hinata es zu. „Es tut mir leid...“, „Aber hast du deswegen wirklich gleich die Playstation kaputt machen müssen?“. Seufzend nimmt die Mutter ihren Sohn in den Arm und streicht ihm behutsam über den Kopf. Zärtlich lässt sie ihre Finger durch die Strähnen gleiten, „Tut mir auch leid, aber ich war wirklich sauer“, „...ich versuche eine neue zu besorgen. Ich weiß sie sind aktuell nicht einfach zu bekommen aber dein Vater hat sicher eine Idee wie man in Position eines Hokages einen Elektrofachmarkt bestechen kann!“, sie zwinkert ihm verspielt zu. Boruto nickt einverstanden, „Schon gut... ich sollte vermutlich lernen und trainieren, dass ist jetzt wichtiger.“
 

Hanabi und Boruto waren nach dem gemeinsamen Abendessen wieder in ihre Zimmer verschwunden. Sasuke hatte eine kleine Portion Spaghetti gegessen und saß nun Stillschweigend am Tisch. „Kann ich dir noch etwas zum trinken anbieten?“, die Stimme der Hyuuga rüttelte ihn wach und warf ihn schließlich zurück ins geschehen. Er wandte ihr den Kopf zu und zufällig trafen sich ihre Blicke. „Sake“, brach es unerwartet klar aus ihm heraus. Hinata griff nach kurzen Gläsern und füllte diese mit dem erfragten Reiswein. „Kampai“, stießen sie an und tranken die Gläser in einem Zug aus. Sasuke versank für ein paar Sekunden in seinem Mobiltelefon. Etwas stimmte nicht mit ihm. Während sie eine weitere Portion Sake einschenkte vibrierte ihr Mobiltelefon in ihrer Hosentasche. Das Geräusch war laut, da die Vibration vom Holzstuhl verstärkt wurde. Gedanklich schweifte sie ab und fragte sich ob es Restless war der ihr schrieb. Es vibrierte erneut. Die Hyuuga spürte die Augen des Uchihas auf sich, ihre Blicke trafen sich erneut. „Willst du nicht ran gehen?“, fragte er. „Schon gut... das kann warten“, erwiderte sie Gastfreundlich und schenkte ihm ein flüchtiges lächeln. „Vielleicht ist es wichtig“, „Mhm, du hast recht...“, gab sie schließlich nach und zückte das Gerät hervor. Die Nachricht hätte auch von Naruto sein können, aber das war sie natürlich nicht. Auf dem Bildschirm leuchtete der blaue Hintergrund der Q and A App und auf dem Messenger leuchtete eine rote 1. Hinata vergewisserte sich, dass Sasuke ihr nicht auf den Bildschirm sehen konnte, dann öffnete sie den Chat.
 

Restless123: Hast du mal versucht den Durst deiner Pflanzen mit Sake zu löschen?
 

Verwirrt betrachtete sie die Worte. War es Zufall? Ihr Blick wanderte über den Tisch. Flüchtig knippste sie ein Bild vom Tisch und ihrem gelehrten Glas, dann sendet sie es an ihn.
 

Lilac_: Nein, aber beim eigenen Durst klappt das ganz gut...
 

Der Ladebildschirm leuchtete auf und ein Bild von Restless kam auf direktem Wege wieder zurück an sie. Schmunzelnd und neugierig öffnet sie es. Auf dem Bild... das war sie! Wie konnte das sein?. In ihrer Küche! An ihrem Tisch mit den leeren Gläsern, die sie soeben ausgetrunken hatten! Es dauert wenige Sekunden, dann begann auch die Hyuuga endlich zu verstehen.

Wie vielen Männern konnte sie schon begegnet sein, denen ein Arm fehlte? Restless Soldier war...

Hinata hob den Kopf vom Bilschirm, der ihre blasse Haut erhellte. Schwarze Augen trafen auf Weiße.
 

„Sasuke!“, bricht es schließlich aus ihr heraus, wie ein Vogel aus seinem Käfig.

4.

Hinata drückte Hanabi einen zärtlichen Kuss auf die Stirn und verabschiedete sie in den Schlaf als sie leise hinter sich die Türe vom Kinderzimmer zu zog. Im Zimmer von Boruto brannte Licht, als sie eintrat. Der blonde saß lässig im Pyjama auf seinem Bett und sprach in Zimmerlaufstärke mit jemandem auf seinem Mobiltelefon. Neugierig trat Hyuuga ein, nachdem sie die Stimme zugeordnet hatte. „Ma!“, rief Boruto, nachdem er sie lehnend an der Türe entdeckte, „Komm Pap's hängt gerade an der Leitung!“, die Hyuuga beugt sich und setzt sich neben den blonden. Boruto schwenkt die Frontkamera des Geräts ein wenig in ihre Richtung, sodass ihrer beider Köpfe auf dem Screen zu sehen waren. Von der anderen Seite strahlen sie ein paar hellblaue Augen an. „Liebling!“, betont der ältere Blodnschopf und lächelt freudig. Das Gesicht der Hyuuga wird rot, sie räuspert sich, „Du siehst müde aus...“, „Ach naja...“, verlegen kratzt sich der Hokage am Kopf, „Heute wurde heftig diskutiert … Diskussionen liegen mir nicht das weißt du doch. Ich bin mehr so der macher!“, Hinata nickt verständnisvoll. „Worüber habt ihr diskutiert?“, fragt der junge Uzumaki neugierig. Hinata streicht ihm liebevoll durchs Haar, „Du weißt doch das dein Vater nicht mit dir über Politische Angelegenheiten sprechen darf...“, akzeptiert aber genervt rollt dieser die Augen. „Hast du etwas gegessen?“, nickend stimmt Naruto am anderen Ende zu, „Ja, aber die haben hier ganz andere Essgewohnheiten. Ich vermisse deine Küche!“, „Baaah... das wird mir hier zu schleimig...“, flucht Boruto und verzieht das Gesicht. Wütend ballt seine Mutter eine Faust, die knisternden blauem Flammen bringen ihn zum schweigen. „Ärger deine Mutter nicht du weißt ihr Schlag trifft härter als deiner und meiner zusammen...“, „... du sagst es...“, Boruto schielt heimlich zu der demolierten Playstation hinüber, Hinata nimmt ihn rechtzeitig und bevor Naruto Fragen stellen kann, in den Schwitzkasten und verpasst seinem Sturkopf eine flüchtige Birnen-Quetsche. Boruto jault auf, „Ich bin ja schon ruhig, ich bin ruhig!“. Narutos lachen erfüllt ihrer beider Ohren, sie trennen sich von einander. „Ich haue mich mal aufs Ohr. Knuddle deine Schwester von mir!“, „Gute Nacht Liebling. Mach deiner Mutter keinen ärger!“, mahnt er ihn, dann legt er auf.
 

Etwa eine Stunde später ist es ruhig im Haus. Die Kinder schlafen und die Hyuuga hat sich mit dem Skizzenbuch auf die Veranda im Garten gesetzt. Es ist bereits dunkel, doch die Lampe spendet Licht. Unglücklicherweise lockt sie auch noch ein paar letzte Hartnäckige Schnaken an, die eigentlich um diese Jahreszeit alle schon in Starre verfallen sein sollten. Aus diesem Grund zündet sie sich eine Zitronenduftende Kerze an, die verspricht die Stechmücken fern zu halten. Ein Glück hält sie was sie verspricht. Der Geruch ist zwar stark, aber dennoch angenehm. Heute Mittag war der Uchiha gegangen. >Verdammt!<, waren die letzten Worten, die er erwiderte. Hinata schielte auf das Mobiltelefon, nachdem sie sich in Gedanken verloren hatte. Von allen Menschen, die er hätte sein können, da war er ausgerechnet Sasuke. Aber er was so anders! Und somit hatte er mit keinem Wort gelogen, als er sich beschrieben hatte. Kalt, karg, gefühllos, zynisch, waren alle Worte die er geschrieben hatte. Tatsächlich wirkte er so auf andere. Die Hyuuga wusste, dass es nur ein Fell war, dass er trug um nicht unter der Bürde zu erfrieren. Sakura, Sarada, Naruto und Boruto gegenüber war er aufgeschlossener als zu den anderen. Zu behaupten er war liebevoll, wäre übertrieben. Er war eben zugänglicher. Man kann dem Uchiha kein Geheimnis von den Lippen lesen, stattdessen sprach er mehr durch seine Augen. Komisch, dass das Hinata jetzt in den Sinn kam. Sie ertappte sich selbst dabei ein paar dunkles Augen auf Blatt skizziert zu haben. Es waren nicht die Augen von jemand persönlichem. Schließlich stand dort kein Name auf dem Blatt Papier. Aber brauchte es das überhaupt? Wie sagte man so schön die Augen waren schließlich das Tor zur Seele. Sie nippte an ihrer abgekühlten Tasse Tee und warf einen Blick auf den Sternen losen Nachthimmel. Wie es kommen musste vibrierte es plötzlich. Sie betrachtete den schwarzen Display, so als kostetet es sie Überwindung. Er konnte es nicht sein oder? Mit der aufgeflogenen Anonymität war auch die Freundschaft und das was sie hatten in die Brüche gegangen. Nichts über was sie nun sprachen konnte nun verhindern, dass sie nicht das Gesicht des anderen vor Augen hatten. Ein Gesicht war ein Stempel. Ein Gesicht setzte Vorurteile voraus, denn so waren wir Menschen nunmal gestrickt. Sie entsperrte das Gerät und öffnete die App.

Die Nachricht war von ihm.
 

Restless123: Nachdenklich, kontrolliert und fürsorglich.
 

Hinata leuchtet sofort ein, dass die drei Begriffe der Teil seiner Challange waren. Und im Gegenzug nennst du mir 3 Eigenschaften an dir, die du magst! Erinnert sich die Hyuuga an ihre geschrieben Worte zurück.
 

Lilac_: Warum?

Restless123: Meine Nachdenklichkeit verleiht mir die Kraft in mich zu gehen und die Dinge von mehreren Seiten zu betrachten. Zugleich arbeitet mein Verstand mit Kontrolle, wo wir auch schon beim nächsten Punkt sind. Ich treffe kontrollierte Entscheidungen und gebe ungern die Kontrolle aus der Hand. Durch Kontrolle erlange ich Macht und Macht sorgt dafür das ich die Menschen beschützen kann, die mir wichtig sind. Meine Familie und Freunde.

Lilac_: Hast du denn jemals die Kontrolle verloren?

Restless123: Einmal. Und das hat mich etwas gekostet.

Lilac_: Du meinst es hat dich deinen Arm gekostet?

Restless123: Ja, und viele Leben. Das ich diese Kontrolle zurückerlangt habe, habe ich nur einem Menschen zu verdanken.

Lilac_: Zu wissen wer ich bin... nimmt dir das die Kontrolle?

Restless123: Vermutlich. Jetzt kann ich mich nicht mehr hinter Anonymität verbergen.

Lilac_: Es geht mir genauso. Du hättest jeder sein können... aber jetzt bist du Sasuke.

Restless123: Und du bist Hinata.
 

Schweigen bricht über den Chat ein. Die Finger der Hyuuga liegen auf der virtuellen Tastatur, doch kein Wort schafft es in den Chat. Sie legt es zur Seite und starrt darauf. Minuten vergehen.
 

Restless123: Es gibt etwas das stille Menschen wie du und ich gemeinsam haben.

Lilac_: Was soll das sein?

Restless123: Das was wir von uns Preis geben, ist nur ein Bruchteil des Eisbergs, der über Wasser ragt. Der Rest davon ist verborgen. Unter Wasser. Geheimnisse.

Lilac_: Vermutlich. Aber es wäre kein Geheimnis mehr wenn wir es zugeben.

Restless123: Tut mir leid, dass ich einfach auf gestanden und gegangen bin...

Lilac_: Ist schon gut. Vermutlich wäre ich das auch, aber du hast es vor mir heraus gefunden. Es war die Playstation oder?... die muss mich verraten haben.

Restless123: Es war die Playstation.

Lilac_: Verdammt.
 

Hinata legt erneut das Mobiltelefon aus der Hand. Ihre Finger fahren über die Skizze, die sie angefertigt hatte. Nachdenklich reibt sie sich die Schläfen und seufzt. Seufzen war inzwischen zu einer neuen Lieblingsbeschäftigung von ihr geworden. Jetzt konnte sie das Gesicht des Shinobis einfach gegen die Gesichtszüge des Uchihas eintauschen. Die Haare in Ordnung bringen, die ihm zur hälfte im Gesicht hingen. Sie drehte den Bleistift um und setzte den Radiergummi an den passenden Stellen an und löschte die genannten Dinge aus. Die Krümel des Radiergummis wischte sie vom Papier und setzte erneut zum Zeichnen an. Das Gesicht des Uchihas schwebte in ihren Gedanken und sie zog die Striche nach. Merkwürdig, dass sie sich selbst an ein kleines Narbendetail auf seinem Unterkiefer erinnern konnte. Auch das zeichnete sie ein. Zuletzt leuchtete sie die überarbeitete Skizze ab und schicke sie in den verstummten Chat.
 

Restless123: Fast. Das grinsen ist immer noch falsch!

Lilac_: Ich finde das lächeln steht dir ganz gut.

Restless123: Hast du mich jemals lächeln sehen?

Lilac_: Noch nie. Aber ich stelle es mir vor.

Restless123: Du stellst es dir vor?
 

Hinata reisst ertappt die Augen auf. Ihre Wangen unterlaufen rot.
 

Restless123: Was stellst du dir denn noch so vor?

Lilac_: Nichts. Das war nur für die Zeichnung.

Restless123: Lügnerin.

Lilac_: … ich lüge nicht.

Restless123: Du verlierst die Kontrolle.

Lilac_: Nein, DU verlierst die Kontrolle.

Restless123: Oh, jetzt sind wir schon bei Großbuchstaben. Wie darf ich mir das Vorstellen? Ein schreien? Ein zischen? Ein strenger Ton?

Lilac_: Das war die Autokorrektur.

Restless123: Du bist eine unfassbar schlechte Lügnerin. Der Blondschopf kauft dir das vielleicht ab, aber nicht ich. Ich weiß ja nicht welche Sprache du eingestellt hast. Aber mir wäre keine einzige bekannt, bei der nach einem Komma ALLES in Großbuchstaben geschrieben wird.

Lilac_: SASUKE ICH STELLE MIR NICHTS VOR!
 

Stille. Das Herz der Hyuuga pocht wild.
 

Restless123: Wieso nicht? Glaubst du etwa nicht, dass ich mir auch nur einmal dein Gesicht vorgestellt habe, seitdem wir miteinander schreiben?

Lilac_: Aber du hast dir nicht mein Gesicht vorgestellt. Du hast dir irgendein Gesicht vorgestellt.

Restless123: Was ändert das schon?

Lilac_: Alles.

Restless123: Alles? Was genau?

Lilac_: Das macht es irgendwie persönlicher.

Restless123: Oh-Kay Killersynthese. Und die letzten Monate die wir miteinander geteilt haben waren das etwa nicht? Als du noch nicht wusstest wer ich bin? Wir sind morgens aufgestanden und das erste, dass wir getan haben ist dem jeweils anderen zu schreiben. Du hast mich vermutlich in den Backofen gestellt um dich auf deinen Alltag konzentrieren zu können.

Lilac_: Ich habe dich nicht in den Backofen gepackt. Das wäre brutal. Ich habe dich in eine Schublade zwischen Geschirrhandtücher gepackt.
 

Hinata zögert bevor sie das getippte abschickt. Schließlich tut sie es doch...
 

Lilac_: Wie hast du mich dir vorgestellt?

Restless123: Willst du etwa das ich dich male? Das könnte übel enden...

Lilac_: Nein schon gut. Beschreib es mir...

Restless123: Durchschnittliche groß, blass, mittellanges braunes Haar. Schlank, zierlich. Lächelnd und Lebhaft. Ich hab dich irgendwie immer mit Gartenarbeit in Zusammenhang gebracht. Totaler Schwachsinn bei dir würde letztendlich kein Unkraut überleben. Aber das hat dieser Post aus dir gemacht. Deine Stimme hell und Melodisch und deine Ausstrahlung liebevoll und fürsorglich.

Lilac_: Und was davon ist jetzt noch übrig?
 

Gespannt starrt die Hyuuga auf die drei Punkte die sich bewegen. Er tippte.
 

Restless123: Wieso fragst du mich nicht einfach was du wirklich wissen willst?

Lilac_: Aber das tue ich doch...

Restless123: Nein du umschreibst die Dinge. Ich will das du genau so fragst wie du es dir gedacht hast.

Lilac_: Wurdest du enttäuscht?

Restless123: Nein überrascht.

Lilac_: Ich hasse es, dass ich deine Antworten weder positiv noch negativ zuordnen kann.

Restless123: Das ist weil du die falschen Fragen stellst.

Lilac_: FINDEST DU MICH SCHÖN?

Restless123: Kein Grund zu schreien... ich versteh dich auch in Kleinbuchstaben.

Lilac_: Siehst du... du tust es andauernd. Ich bin müde und habe keine Kraft mehr darüber nachzudenken wie ich meine Fragen richtig stelle.

Restless123: In gewisser Weise bist du es.
 

Die Hand der Hyuuga wandert an ihre Brust. Fast fühlt es sich so an als war ihr Herz für einen Moment ausgesetzt. Oder war es doch der Atem der aussetzte? Immer wieder liest sie die Worte von ihm durch, nur um sich zu vergewissern.
 

Lilac_: Du bist nicht bei Verstand. Du weißt nicht was du da schreibst!

Restless123: Natürlich nicht. Ich verliere die verdammte Kontrolle.

5.

Vor 5 Monaten...
 

Der Uchiha stöberte die Kategorien der >Q and A< App durch. Kommunikation und Erziehung waren Schlagworte nach denen er suchte. Das Ergebnis war überwältigend über 300 Seiten verfasste Fragen und Diskussionsrunden zum Thema. Er las die aufgeführten Überschriften nacheinander durch.

1. Wie dringe ich zu meiner Tochter durch?

2. Tochter hat ersten Freund. Wie Thema Verhütung ansprechen?

3. Wie Pubertät in den Griff bekommen?

4. Tochter macht was sie will. Grenzen setzen?

5. Wie suche ich das Gespräch zu meiner Tochter?

Letzteres erschien ihm am vernünftigsten gestellt und genau das wonach er suchte. Er drückte auf den Beitrag und begann die Frage zu lesen:
 

Liebe Community, Liebe Eltern,

die Beziehung zu meiner Tochter ist versteift. Gespräche sind oberflächlich und ich schaffe es nicht zu ihr durchzudringen. Meist bevorzugt sie ihre Mutter, diese wirft mir jedoch vor, mich nicht genügend mit ihr auseinanderzusetzen. Ich möchte ja, aber ich weiß nicht wie. Habt ihr ähnliche Erfahrungen? Wie habt ihr diese Blockade gelöst? Was muss ich bei einer Tochter im Pudertierenden alter beachten?

Danke und Grüße

Pubertyiskillingme
 

Sasuke schmunzelte über den Nicknamen. Na, immerhin war die Plattform anonym. Nicknamen wurden wild gewählt und bescherten ihm nicht zum ersten mal einen Lacher. Manche Fragen hatten mehr was von einem anonymen Beichtstuhl, erst gestern hatte er gelesen wie jemand eine Umfrage zu einem speziellen Fetischismus gestartet hatte. Aus reiner Neugier hatte er den Beitrag auf gerufen. Hätte er es bloß nicht getan, denn seither bekam er ununterbrochen Werbung für Netzstrumpfhosen, High Heels und Fesselspielzeug. Wer auch immer diesen verdammten Werbe Algorithmus geschrieben hatte, soll verdammt sein! Dachte Sasuke. Seit da an achtete er darauf, nicht mehr aus dem Hauseigenen W-Lan zu surfen. Sobald Sakura Wind davon bekamen war zu Hause die Hölle los. Womöglich würde die Pinkhaarige am Ende noch das Starter Paket Fifty Shades of Grey bestellen, weil sie auf den dummen Gedanken kam er würde sie vielleicht betrügen oder er hatte spezielle Vorlieben von denen sie noch nichts wusste. Für diese Art von Sex war sie die falsche. Sakura bevorzugte Zärtlichkeiten. Vielleicht war er tatsächlich neugierig wie es sich anfühlen würde jemand unter Kontrolle zu haben während dieser sich wehrte. Sex hatte schließlich etwas unkontrolliertes. Die Neugier in ihm war eine kleine Flamme die er versuchte zu ersticken.
 

Sasuke widmete sich wieder zurück dem Beitrag und begann die Antworten daraus zu lesen. Die meisten waren völlig unbrauchbar. Eine davon war besonders dämlich.
 

Lieber Pubertyiskillingme,

Ich empfehle einen Vater-Tochter Tag. Vielleicht einen gemeinsamen Urlaub? Ihr solltet euch beide öffnen, gemeinsame Zeit sollte hier ein guter Ansatz sein! :)

LG Lilac_
 

Muss ich mir jetzt jedes mal frei nehmen um meine Tochter besser zu verstehen? - dachte Sasuke und seufzte genervt. Sarada war besonders Kommunikativ, das hatte sie eindeutig von ihrer Mutter. Gedankenübertragung würde so vieles einfacher machen, schließlich war er kein Meister der Worte. Der Uchiha drückte auf den Nicknamen des Beitragsverfassers und wurde auf dessen Profil weiter geleitet. Natürlich stellte sich heraus, dass sie eine Frau war. Es gab nicht viele Angaben, die man zur registrierung auf >Q und A< benötigte, aber das Geschlecht und eine E-Mail Adresse waren nötig. Die Email blieb verborgen, aber das Geschlecht zu statistischen Zwecken nicht. Lilac_ war ebenfalls wie er erst seit ein paar Tagen Mitglied. Ihre Page war im Grunde leer, bis auf eine Frage, die sie gestellt hatte. Die Frage fiel unter die Kategorie Pflanzen, Zimmerplfanzen und Pflege. Betitelt war sie mit der Überschrift: Was mache ich falsch?. Neugierig klickte er darauf. Der Beitrag öffnete sich und er las die Frage.
 

Liebe Gründäumler :)

Ich besitze eine Monstera Deliciosa! Wie ihr auf dem beigefügten Bild erkennen könnt.
 

Sasuke öffnete das Bild und verzog skeptisch die Brauen. „Da ist absolut nichts zu erkennen... das Ding ist vertrockneter als eine Scheibe Brot in der Wüste! Und grün … ist es schon lange nicht mehr...“, er las weiter...
 

...leider lässt diese ein wenig die Blätter hängen :(

Was genau fehlt ihr? Was mache ich falsch?

Jeder Tip ist hilfreich! :)

LG Lilac_
 

Vermutlich war es die übertrieben dumme Freundlichkeit an ihr, die ihn Rasend machte. Ein blinder mit Handschuhen konnte ertasten, dass diese Pflanze noch nie in ihrem Leben auch nur ein Schluck Wasser gesehen hat! Sein Daumen tippte auf das Kommentarfeld und er verfasste eine Antwort:
 

Lieber Schwarzdäumlerin,

Tja... was hast du wohl falsch gemacht?...

Vermutlich alles... du weißt aber schon das man Pflanzen gießt und ihnen kein Glas Wasser hinstellt? Diese Monstera sieht in der Tat Monströs-trocken aus! Ich bin mir nicht sicher ob diese Planze noch weiß was trinken bedeutet, auch wenn man sie in eine Wasserwanne stellt.

LG Restless123
 

Der Uchiha sendete das Kommentar ab und belächelte sich selbst und seinen Sarkamus, der ihm im Moment Genugtuung war. In der Zwischenzeit kleidete er sich für Arbeit ein. Heute war er für die Patrouillie an den Westtoren noch Konoha zugeteilt. Eigentlich hasste er den Job, denn er war schrecklich Langweilig. Die Spionage musste er erst einmal aufgeben, nachdem Sakura ihn gebeten hatte mehr für die Familie da zu sein. Manchmal wenn es Auffälligkeiten gab schickte Naruto ihn los. Der Neunschwänzige versuchte darauf zu verzichten vor allen auf Sakuras persönliche bitte hin. Was er jedoch wollte, hat keiner gefragt. Natürlich liebte er Sarada und Sakura. Aber die beste Art seine Fürsorge zu zeigen, lag eben darin zu tun was er am besten konnte. Für Sicherheit sorgen. Nicht nur vor den Stadttoren des Dorfes, dazu musste er weiter gehen. Wer weiß welches kranke Schwein sich in einem abgelegenen Ort damit beschäftigte wie er das ganze Dorf in die Luft jagen konnte. Schon klar, die Welt war sicherer geworden. Die Menschen friedvoller. Aber das glaubte der Uchiha auch nur, wenn er es mit eigenen Auge gesehen und sich davon überzeugt hatte. Vertrauen ist gut, doch Kontrolle besser. Etwas das ihn sein Shinobi Dasein gelehrt hatte.
 

Soeben löste er einen seiner Kollegen an den Stadtmauern ab, dessen Namen er nicht einmal kannte. Mehr als ein nicken teilten sie nicht miteinander. Mehr wollte er auch nicht. Er wollte seine Ruhe um für Ruhe zu sorgen. Freunde brauchte er keine, denn die Menschen hatten ein Bild von ihm, dass war ganz eindeutig von ihren Augen abzulesen. Sie alle hatten ihm nicht verziehen was er zum großen Krieg beigetragen hatte. Naruto, Sakura und Sarada waren genug. Außerdem der kleine nervige Uzumaki Junior, den er Trainierte und seine Schwester Himawari. Die Mutter der Kinder und Narutos Ehefrau Hinata, war nicht besonders aufgeschlossen und abgesehen von ihrer bedingungslosen Liebe zu Naruto konnte Sasuke ihr nicht wirklich aus den Karten lesen. Sie verstand sich allerdings sehr gut mit Sakura und in gewisser Weise waren sie alle eine große Familie, die zwar nicht das Blut miteinander verband. Dafür aber ihre Vergangenheit.
 

Sasuke hatte es sich auf dem Posten bequem gemacht, als er ein vibrieren in seiner Dienstjacke wahrnahm. Er nahm es augenblicklich in die Hand, da er glaubte es könnte etwas wichtiges von der Zentralen Dienststelle der Konoha Polizei sein. Das war es aber nicht, stattdessen leuchtete dort der Banner der >Q and A< App auf. Er öffnete sie und drückte auf das Benachrichtigungssymbol. Es öffnete sich der vor kurzem Kommentierte Beitrag und die darauf verfasste Antwort der Verfasserin.
 

Lieber Restless-Troll,

Monströs-trocken? Was für ein dämlich-sarkastisches Wortspiel. So weit war ich selbst schon, sonst hätte ich diese Frage nicht gestellt.

Danke für nichts!
 

Dämlich? Fluchte der Uchiha innerlich. Sofort wappnete er sich für eine Antwort.
 

Liebe Killersynthese,

Ich fand meinen Beitrag überaus Hilfreich – jedenfalls wenn sie bis hierhin noch nicht verstanden haben, dass ihre Pflanze jämmerlich vertrocknet ist. Dazu muss man kein Biologe sein.

Ich empfehle jetzt ich eine Frage zu den besten Gießkannen zu eröffnen. Ich wette sie können von den Erfahrungen anderer profitieren.

Hochachtungsvoll

Restless123
 

Kaum hatte er die Nachricht abgeschickt, da klingelte das Benachrichtigungszeichen erneut. Statt eines weiteren Beitrags, hatte ihm jemand in den Chat geschrieben. Neugierig öffnete er und las die Nachricht.
 

Lilac_: ?
 

Dort stand ein Fragezeichen. Nicht mehr und nicht weniger.
 

Restless123: ??

Lilac_: Sie scheinen ja ein ganz schlauer zu sein. Spaß beim trollen?

Restless123: Schlau ja. Trollen?

Lilac_: ... Trolling? 20 Jahrhundert? Emotionale Provokation und absichtlich Unruhe stiften.

Restless123: So nennt man das heute? Zu meiner Zeit nannte man das konstruktive Kritik.

Lilac_: Ja, leicht zu verwechseln mit Mobbing...

Restless123: Heutzutage braucht man aber auch wirklich für alles ein Wort.

Lilac_: Ja das dachte ich auch. Ich bezeichne diese Sorte Mensch aber auch gern als „Arschlöcher“ :D

Restless123: … bringen sie mich nicht dazu es zu tun!

Lilac_: Was zu tun?

Restless123: Sie zu melden! :D Noch ein fieses Wort und ich schreibe den Supportteam, dass ich mich aufs übelste gemobbt fühle.

Lilac_: Na dann schauen wir doch mal wer zuerst auf den Meldebutton drückt. :D

Restless123: Fordern sie mich nicht heraus. Ich bin schnell...
 

Mit dieser Unterhaltung soll es ein Problem gegeben haben. Sie wurden gemeldet. Sie sind bis auf weiteres gesperrt, solange bis das Problem gelöst ist oder der Nutzer selbst die sperre aufhebt. Bei Fragen melden sie sich bitte bei unserem Technischen Support!
 

Wütend betrachtete der Uchiha den Chat. Die Virtuelle Tastatur wurde ausgeblendet und es gab nicht mehr die Möglichkeit eine private Chatnachricht zu verfassen. Einige Sekunden in Stille zogen vorbei, als es plötzlich wieder vibrierte.
 

Lilac_: Kleiner Vorgeschmack :D Wer war jetzt schneller?

Restless123: Fieser Schachzug. Ich bin auf diese dämliche App angewiesen sonst finde ich nie wieder eine Antwort auf meine vielen Fragen... :D

Lilac_: Vielleicht kann ich helfen?

Restless123: … das bezweifle ich. Killersynthese.

Lilac_: Auf eine passiv Agressive Art sind sie ja ganz amüsant xD

Restless123: Freut mich, dass wenigstens einer von uns beiden sich amüsiert …

Lilac_: Was beschäftigt dich?

Restless123: Dich? :D Kennen wir uns?

Lilac_: Nein und vermutlich ist das auch besser so xD … ich nenne sonst niemanden ein Arschloch.

Restless123: Oh, Lucky me :D im Normalfall greife ich auch keine Zimmerpflanzen und ihre Besitzer an.

Lilac_: Ich würde mich auch nicht mit meiner Monstera anlegen wollen.

Restless123: Das Ding ist im Eimer, erlös es endlich und schmeiss es auf den Kompost. Da kann es wenigstens noch vor sich hin vegetieren und noch zu was nützlichem werden.

Lilac_: Das hat irgendwie etwas tiefgründiges. Vielleicht werde ich das wirklich tun. Aber noch habe ich nicht aufgegeben! :D
 

Der Uchiha zögerte, schließlich sendete er doch noch seine verfasste Frage ab...
 

Restless123: Hast du Kinder?

Lilac_: Zwei kleine echte Monster. Und du?

Restless123: Eine Tochter. Im Pubertierenden alter...

Lilac_: …....... :D

Restless123: Gestern erst hat sie mir gesagt ich würde mich kein bisschen für unsere Familie interessieren.

Lilac_: Und?

Restless123: Natürlich tue ich das. Ich bin einfach nicht gut darin es zu zeigen.

Lilac_: Vielleicht solltest du ein wenig mehr Zeit mit ihr verbringen? Ein gemeinsamer Ausflug?

Restless123: Irgendwie hatte ich befürchtet das du das sagst …

6.

Die Hyuuga kniete im Gang zwischen den Gewürzen. Das Curry war ihr aus gegangen und Boruto hatte sich für heute ein schlichtes Cocos Curry gewünscht. Unglücklicherweise gab es nicht mehr die Marke, die sie sonst immer kaufte. Unentschlossen wechselten ihre Augen zwischen zwei Angeboten, als es plötzlich in der Seitentasche ihres langen Rocks vibrierte. Sie zückte das Mobiltelefon.
 

Restless123: Was tust du?
 

Lilac_: Einkaufen. Ich versuche mich für ein Curry zu entscheiden.
 

Sie knippste ein Bild der beiden Angebote und sendete es an ihn.
 

Restless123: Nimm das rechte. Das andere schmeckt fad...
 

Hinata schnappte sich schließlich wie geraten das rechte und warf es in den kleinen geflochtenen Korb den sie an ihrem Arm trug. Jetzt nur noch zur Kasse und dann ab nach Hause. Die Kassiererin wirkte, als hasse sie ihren Job so lieblos zog sie die paar Produkte über den Barcode Scanner. Als sie den Strichcode nicht auf anhieb erwischte murmelte sie und seufzte. Hinata bezahlte mit der Karte, was ihr womöglich eine menge Zeit einsparte. Sie wollte sich besser nicht vorstellen wie lange es noch gedauert hätte, wenn sie auch noch das Kleingeld hätte zusammen zählen müssen.
 

Eilig machte sie sich auf den Weg nach Hause, schlupfte im Flur aus den Stiefeln und stellte die Tüte mit den Einkäufen auf dem Küchentresen ab.
 

Lilac_: Habe ich! Danke! Bin wieder zu Hause.

Restless123: Bist du etwa gerannt?

Lilac_: Nein! Wie kommst du darauf?

Restless123: Du schreibst als wärst du ausser Puste.

Lilac_: Wie bitte liest sich jemand der >aus der Puste< ist?

Restless123: Na genau so. Du steckst mich in Backöfen, was sollte dagegen sprechen, dass du nach Hause rennst um mir schreiben zu können.

Lilac_: Du bildest dir zu viel ein...

Restless123: Ich bin ein Meister der Einbildung. Illusionen sind mein Fachgebiet Hyuuga Prinzessin.

Lilac_: ...das ist bestimmt schon über fünfzehn Jahre her, dass mich jemand so genannt hat. Boruto nennt mich neuerdings „Chun Li“ - ich habe keinen blassen Schimmer wer oder was das sein soll!

Restless123: https://www.google.de/search?q=Chun+Li&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=2ahUKEwi2sruzu8j9AhXlgP0HHamFCFIQ_AUoAXoECAEQAw&biw=1280&bih=737&dpr=2#imgrc=06avOjs0CXZP3M

Lilac_: Ist das eine Frau oder ein Mann?

Restless123: Eine Frau mit einer Menge Muskeln.

Lilac_: ...das ist sicher wieder eine Anspielung auf meine Schlagkraft und der Playstation...

Restless123: Irgendwie wird mir der kleine ja immer sympathischer.

Lilac_: Mein Gott! Gerade den Link geöffnet ...sehe ich etwa SO aus??

Restless123: Naja vielleicht nicht ganz so. Aber ihr habt tatsächlich etwas gemeinsam...

Lilac_: Was?

Restless123: Jedenfalls nicht die Steroide in den Oberschenkeln und den Armen...

Lilac_: ALSO WAS?

Restless123: Das solltest du Boruto fragen, schließlich hat der sich was dabei gedacht.

Lilac_: Nein ich frage dich! Wir sind ehrlich zueinander schon vergessen? Ich therapiere dich... du therapierst mich.

Restless123: Danach verliere ich ganz sicher die Lizenz zum Therapeuten...

Lilac_: Sasuke sag es mir!

Restless123: Du gibst wirklich keine Ruhe oder?

Lilac_: Nein.

Restless123: Du wirst nur rot wenn ich es dir sage, dann steckst du mich wieder zu den Geschirrhandtüchern und ich langweile mich den Rest des Tages hier auf meinem Posten.

Lilac_: Ich verspreche dir ich werde nichts von all dem tun!

Restless123: Es sind die Brüste.
 

Soeben räumte Hinata den Einkauf in den Kühlschrank, nebenher laß sie die Nachricht die bei ihr ankam. Peinlich berührt weiteten sich ihre Augen. Sie hielt die Luft an, so als würde es helfen, dann nahm sie das Telefon und verbannte es zu den Karotten in das Fach für Gemüse. Wie ein Pfeil schoss sie aus der Küche in ihr Schlafzimmer und ließ sich dort auf ihr Kissen fallen. Aufgeregt quiekte sie hinein und ließ dem Scham freien lauf.
 

Boruto und Himawari saßen hungrig am Esstisch, während sie ihnen das Curry auf Tellern anrichtete und vorstellte. Genussvoll atmete der Uzumaki Junior den Dampf ein und nahm einen bissen. Seine Schwester tat ihm gleich. Der junge schmatzte als hätte es seit Wochen nichts mehr zu essen bekommen. Nicht nur seine Schwester betrachtete ihn genervt auch Hinata selbst hob angespannt die Brauen. „Liebling...“, zärtlich berührte sie seinen Arm, „... würdest du den Mund beim kauen schließen...“, „Bitte“. Das Wort >Bitte< kostete sie eine Menge Überwindung, stattdessen hätte sie ihm gerne mit dem Löffel eins über gezogen. Gedanklich hatte sie es getan, entschied sich aber am Ende doch für den Weg der Geduld. „Wash?“, verwundert hob der Blondschopf das Gesicht, während ihm Reis am Mund klebte, „Er isht tsu!“, Himawari flunkerte ihn böse an, „Er ist eben nicht zu! Du bist genau wie Papa, ein Ferkel beim essen!“, Boruto erwiderte ihren bösen Blick, „Tue ich gar nicht!“, Hinata mischte sich unter die beiden bevor es noch am Tisch zu einem Streit ausartete. Boruto hasste schließlich nichts mehr als mit seinem Vater verglichen zu werden. „Wie war die Schule?!“, beide rollten gleichzeitig mit den Augen, doch die Ablenkung zeigte Wirkung. „Wie immer...“, murmelten sie synchron. Himawari war eine gute Schülerin, doch bei Boruto war sich Hinata nicht mehr sicher nach dem letzten Befund. „Ach stimmt ja...“, warf der blonde doch noch ein, kramte mit seinen vom essen fettigen Fingern in seinem Rucksack der am Tisch lehnte und zückte ein zerknülltes Blatt hervor. „Da!“, bäffte er, „... irgendwer muss da mit mir hin...“, neugierig nahm Hinata den Fresszettel an sich, den bildlich eine Kuh gekaut und wieder ausgespuckt hatte. Sie las die Einladung Gedanklich:
 

Sehr geehrte Eltern,

im Rahmen eines Schulprojektes veranstalten wir ein Eltern-Kind Seminar.

Ihr Kind gehört zu den besten und hat sich für das Projekt qualifiziert!

Hierbei geht es darum die Bindung von Eltern und Kind im gemeinsamen Training zu stärken.

Erstklassige Jonin unserer Schule werden sie auf einer Reise mit ihrem Kind unterstützen.

Abreise ist der kommende Montag um 7 Uhr am Hafen Konohas.

Die Reise geht nach Tsuki no Kuni, der Insel des Mondes.

Eltern und Schüler kommen in einer Herberge unter. Sie werden dort versorgt.

Die Rückreise wird am Freitag angetreten.

Wir bitten um Teilnahmebestätigung und Mitteilung des Elternteils, welches das Kind begleiten wird.

Wir freuen uns auf sie!

Mit freundlichen Grüßen

Die Schulleitung
 

Name des begleitenden Elternteils:____________

Name des Schülers:____________

Unterschrift Erziehungsberechtigter:____________
 

Hinata sah nachdenklich über den Rand des Fresszettels in Richtung ihres Sohnes. Dieser war seufzend in den Stuhl gerutscht und rollte die Augen, „Ich weiß was du jetzt sagen wird...“, die Hyuuga legte die Einladung zur Seite und griff nach seiner Hand, „Ich bin so stolz auf dich!“, brach es schließlich aus ihr heraus. Ihre Augen spiegelten glasig, während sich darin ein paar Freudentränen sammelten. Der junge verschränkte die Arme und brummte, „Du hast die Playstation völlig umsonst demoliert... die letzten vier arbeiten hab ich verhauen aber nur weil es da einen kleinen Konflikt gab der mich ablenkt hat...“, besorgt legte seine Mutter den Kopf zur Seite, „Steckst du in Schwierigkeiten?“, „Nein... Sarada und ich ...wir hatten eine kleine Meinungsverschiedenheit... aber sie hat sich inzwischen eingekriegt und spricht wieder mit mir.“ „Oh...“, stöhnte Hinata. Himawari hatte den beiden neugierig zugehört, „Boruto ist verlieeeebt! Boruto ist verlieeeeeebt!“, stichelte sie und hüpfte lebhaft auf ihrem Stuhl auf und ab. Provozierend pikste sie ihren Zeigefinger in die Seiten ihres Bruder, der fuhr genervt zusammen, „Lass das! Ich bin überhaupt nicht verliebt!“, schmunzelnd betrachtete sie den blonden, dessen Wangen rosa angelaufen waren.
 

„Himawari...“, flüsterte Hinata und stupste ihre Tochter warnend unter dem Tisch an sie solle sich ihrem Bruder gegenüber zurücknehmen. Sie verstand die Geste, verstummte, aber grinste dennoch Siegreich über beide Ohren. „Du solltest deinen Vater anrufen und ihm davon erzählen! Er wird sich freuen dich begleiten zu dürfen!“, der blonde schüttelte den Kopf, „Pap's schafft es nicht... er sagt er kann nächste Woche keinen Urlaub nehmen weil weitere Kage Sitzungen stattfinden...“, Enttäuschung machte sich in seiner Stimme breit, „Ich schätze ich werde nicht mit können... wir können Himawari nicht allein lassen.“ Seine Schwester spitzte die Ohren, „Wieso nicht?! Du kannst doch mit Mama hin gehen! Und mich schickt ihr zu Tante Hanabi und Opa!“, Hinata dachte kurz darüber nach. Tatsächlich würden sich ihre Schwester und ihr Vater über ein wenig Zeit mit ihrer Nichte und Enkelin freuen. Schließlich nickte sie, „Das ist ein guter Vorschlag Liebling“, stimmte sie ihrer Tochter nun zu. Himawari grinste breit, „Was sagst du dazu Bruderherz?“, Boruto sah abwechselnd zwischen seiner Mutter und Schwester hin und her, „Papas Kampf Skills hätten auf jeden Fall mehr Eindruck hinterlassen...“, murmelte er noch immer ein wenig enttäuscht. Blaue Flammen blitzten in den Fäusten seiner Mutter auf, die sie zusammengeballt auf dem Tisch liegen hatte. Die Stäbchen darin, mit denen sie eben noch gegessen hatte schmolzen dahin. „Ich hab mich wohl verhört junger Mann...“, knurrte sie. Schnell sprang Boruto von seinem Stuhl und schoss wie ein Pfeil auf sein Zimmer, „EINVERSTANDEN!“, brüllte er zum Abschluss und zog die Türe hinter sich ins Schloss.
 

Himawari half Hinata den Tisch abzuräumen. Sie reichte ihrer Mutter soeben den letzten Teller, welchen sie in die Spülmaschine räumte um die Arbeit zu beenden. Unerwartet schlang die kleine Hyuuga die Arme um ihre Mutter und schmiegte sich an sie, „Mama...“, hauchte sie, Hinata strich über ihre zierlichen blassen Hände, „Was ist los liebes?“, mit großen Augen wandte sie sich ihr zu, „...ich hab da etwas mitgebracht...“, ihre Stimme war ein vorsichtiges hauchen. Ein großes Fragezeichen machte sich auf der Stirn ihrer Mutter breit. „Versprich mir nicht auszuflippen!“, noch während sie die Worte sagte eilte sie bereits ins Zimmer und kam kurz darauf zurück. Sie lugte Vorsichtig aus der Flurecke in die Küche, so als warte sie gespannt die Reaktion ihrer Mutter ab. Etwas schmiegte sich um ihre Beine. Es war weiß und flauschig und … es miaute. Himawari hob die weiße Katze an und drückte sie ein wenig, als war sie ein neues Kuscheltier an sich, „Darf ich sie biiiiiiiiiiitteeeee behalten!“, quängelte sie. Seufzend warf Hinata den Kopf in den Nacken, sie nahm tief Luft, „Oh Hima.... eine Katze?“, die Augen der kleinen wurden noch größer, noch durchdringender, „DARF ICH???“. Hinata rieb sich die Schläfen, es fühlte sich an als würde sie plötzlich ein Stechender Kopfschmerz überkommen. Schließlich setzte sie ihren Kopf in Bewegung und tat was sie eigentlich gar nicht wollte, weil sie ihrem Schützling nichts unterschlagen konnte. Sie nickte.
 

„JAAAAAAAAAA!“, brüllte die kleine und hüpfte aufgeregt im Kreis.

„Gib ihr etwas Milch...sie hat sicher hunger...“

Himawari griff aufgeregt in den Kühlschrank, doch statt einer Milchpackung zückte sie etwas anderes hervor.

„Mama?! Was macht dein Handy im Kühlschrank?“
 

Nervös griff Hinata danach, und riss es ihr aus der Hand „Aa..aaa.ch... DA ist es!“, stotterte sie. Stirnrunzelnd betrachtete sie ihre Tochter. Plötzlich ertönte der schrille Ton der Hausklingel und riss beide aus der unangenehmen Situation. Himawari rannte an die Freisprechanlage, „Hallo?“, grölte sie hinein.

„Ich bin es. Ich wollte kurz nach euch sehen“, ertönte sie Stimme des Uchihas hindurch. Aufgeregt presste die kleine den Knopf um die Türe zu öffnen. Ein klicken war zu hören und man nahm leise Schritte aus dem Flur war. Nervös fuchtelte die Hyuuga mit den Händen umher, umso näher die Schritte kamen. >Badezimmer!< dachte sie und wollte soeben los flitzen. Sie rannte und stolperte. Wie Seife flutschte sie über die vor kurzen polierten Flurböden und landete wie auf einem Präsentierteller direkt vor den Füßen des Uchihas.

7.

Himawari brach in lautes Gelächter aus, während Hinata sich auf allen vieren versuchte aufzurichten. Ihr Gesicht, reifer als eine Tomate, versuchte sie unter ihrem Pony zu verstecken. Nur ganz kurz erhaschte sie die schwarzen Augen des Uchihas, ehe sie sich sofort wieder weg drehte. Er sagte nichts. Das machte es nicht besser. Sein Ausdruck war steinern wie immer. Die Hyuuga ließ ihre Hüfte knacken und renkte sich wieder ein. Kurz blitzte sie Himawari warnend an, nachdem diese sich noch immer vor lachen krümmte. Sie verstand die Geste, versiegelte ihre Lippen und tappte mit ihrer neuen Pelzigen Begleitung in Richtung Kinderzimmer.
 

„Möchtest du...“, leitetet die Hyuuga ein, doch der Uchiha fiel ihr ins Wort, „Du hast dich nicht mehr gemeldet...“, sie starrten einander an. „I...ich habe Abendessen für die Kinder gemacht“. „Hm“, summte der Uchiha, „Gut, ich wollte mich nur vergewissern das alles in Ordnung ist“ Als er schon wieder kehrt machen wollte griff Hinata an das Ende seines Mantels und zupfte vorsichtig daran. Verwundert wandte sich Sasuke ihr zu. „Du kommst sicher direkt von der Arbeit! Komm setz dich und iss etwas, wir haben noch Cocos Curry da!“, sie lächelte verlegen, „Irgendwie bleibt immer so viel übrig wenn Naruto nicht da ist...“

„Ich habe Sakura versprochen mit ihr und Sarada zu Abend zu essen“, beinahe enttäuscht ließ Hinata den Saum seines Mantels los und nickte. „... dann lasse ich dich mal los springen, du solltest die beiden nicht warten lassen“, der Uchiha hatte sich trotz angekündigter Verabschiedung noch immer keinen Zentimeter vom Fleck bewegt. Er fixierte einen Punkt am Oberarm von Hinata, der einen roten Abdruck aufwies. Sicher würde die Stelle über Nacht zu einem blauen Fleck heranreifen. Es sah jedenfalls schmerzhaft aus. Wäre er weniger kalt, hätte er sie nach ihrem wohlergehen gefragt. Stattdessen zischte er, „In geschlossenen Räumen wird nicht gerannt... hat dir das keiner beigebracht?“, „Äh... doch. Ich war in Eile“, „Wieso? Konntest du nicht abwarten mich zu sehen?“, die Farbe im Gesicht der Hyuuga fuhr auf wie ein Aufzug. „I...ich war auf dem Weg zu Toilette! Das hatte nichts mit dir zu tun!“, spitz grinste Sasuke. Weil er so viel größer war als sie, beugte er sich über sie und flüsterte, „Ich glaube du steckst in Schwierigkeiten Killersynthese.“

„D...du etwa nicht? Wieso bist du überhaupt gekommen?“ Eine Weile starrten sie einander an. „Ich sagte doch ich wollte kurz nach euch sehen“, „Aber du warst gestern erst hier“, „Gestern war gestern. Heute ist heute“, murmelte Sasuke. Sie lächelte, „Du darfst auch morgen wieder nach uns sehen“, vielleicht war es Einbildung, doch Sasuke verspürte ein flüchtiges kribbeln. Er wandte sich schließlich ab und schlupfte in seine Stiefel. Fast war er durch die Türe gegangen, da warf er noch einmal den Kopf über die Schulter, „Pack Eis drauf, wenn du morgen nicht blau wie ein Avatar aussehen willst!“
 

Sarada und Sakura deckten gerade zum Abendessen den Tisch, als dieser durch die Türe eintrat. Die Pinkhaarige lächelte ihm zur Begrüßung zu, „Du kommst gerade richtig! Ich habe eine Miso Suppe gekocht!“, schweigend nahm er Platz. Sarada trug einen Teller für sich und ihren Vater zu Tisch. Sie setzte sich neben ihn. „Wie war die Arbeit?“, fragte Sakura, während sie zuletzt am Tisch ihren Platz eingenommen hatte. „Nichts los...“, antwortete er, während er den ersten Bissen probierte. Die Suppe schmeckte ein wenig fad. Er entschied sich dazu, es Sakura nicht zu sagen. Es würde Sakura nur verunsichern und mit dem nächsten mal würde sie sich unnötig verkünsteln.
 

„Mama, hast du die Suppe denn überhaupt gewürzt?“, bemängelte nun anstelle seiner, Sarada das essen. Die Pinkhaarige schielte zur Arbeitsplatte hinüber. Sie seufzte, als ihr bewusst wurde, dass sie die Miso Paste vergessen hatte. Das wichtigste überhaupt. Ansonsten war es schließlich keine Miso Suppe, sondern nur aufgekochtes Wasser. „Verdammt! Das hab ich ganz vergessen!“, stöhnte sie. Sarada lachte, „Das macht doch nichts!“, auch Sasuke stimmte ihr nickend zu. Schlechten Gewissens kramte Sakura ein paar Gewürze aus dem Schrank und stellte sie auf den Esstisch, „Hier zum nachwürzen...“.
 

Auf Netflix lief Inuyasha. Vertieft hafteten die Augen seiner Tochter auf dem TV. Als eine Filmsequenz von Sesshomaru eingeblendet wurde, dem Bruder des Halbdämons Inuyasha, übersprang die junge Uchiha die Szene. „Der einzige der wirklich was drauf hat und du überspringst die Szenen...“, murmelte ihr Vater. „Ich kann ihn nicht leiden...“, zischte Sarada, „...er ist emotionslos und langweilig“, „Und außerdem ist er fies!“.
 

Autsch... hatte seine Tochter da gerade von einem Anime Charakter oder doch von ihrem eigenen Vater gesprochen? Jedenfalls fühlte es sich nach einem ganz persönlichen Schuss an. „Das war klar...“, brummte ihr Vater. „Witzig, mutig, laut, warmherzig, romantisch, stark und fürsorglich muss er sein!“, schwärmte seine Tochter, während das Gesicht von Inuyasha den Bildschirm füllte. „Was für ein Cocktail von einem Mann soll das sein...“ Die kleine wandte das Gesicht vom Bildschirm ab, „Ein richtiger Mann eben...“, „...jedenfalls nicht einer wie du es bist...“, knöpfte sie flüsternd an. Autsch... und noch ein treffer. Sasuke schluckte schwer. Sakura hatte genau gehört, was sie gesagt hatte. Mit gekreuzten Armen stellte sie sich vor den TV, „Du wirst dich bei deinem Vater entschuldigen!“, „Wieso? Hab ich etwa gelogen?“
 

Verdammt! Dachte der Uchiha. Kein Zweifel, die keine schwarzhaarige war definitiv seine Tochter. „Sofort! Sarada!“, betonte die Pinkhaarige streng. Sarada rollte genervt die Augen und wandte sich mehr gezwungen als freiwillig ihrem Vater zu. „Schon gut Sakura...“, „Ehrlichkeit sollte nicht entschuldigt werden“, bemerkte Sasuke. Vater und Tochter starrten einander an. Das Thema war hiermit beendet, auch Sakura akzeptierte und forderte ihre Tochter kein weiteres mal mehr auf. „Keine Ahnung was Boruto bloß an dir bewundert...“, murmelte sie zum Abschluss.
 

Sarada hatte sich ins Bett verabschiedet. Statt in Worte packte sie in einen flüchtigen Wangenkuss die Entschuldigung. Überrascht sah Sasuke ihr hinterher, als sie ins Zimmer schlich. „Gute Nacht!“, rief er bevor die Türe zufiel. Durch einen winzigen Spalt warf sie ihrem Vater ein Augenzwinkern zu. Flüchtig huschte dem Vater ein lächel über die Lippen. Immerhin hasste sie ihn nicht wirklich. Sasuke erkannte sich in vielen Charakterzügen selbst, doch sie besaß auch die Liebenswürdigkeit ihrer Mutter. Natürlich war er ihr nicht böse, wegen dem, was sie ihm an den Kopf geworfen hatte. Das konnte er gar nicht.
 

Die Pinkhaarige reichte ihm einen Brief und forderte ihn auf, diesen zu lesen. Es war die selbe Einladung, die auch Boruto erhalten hatte. „Ein Eltern-Kind Seminar?“, Sakura stimmte nickend zu, „Ich möchte das du Sarada dorthin begleitest!“. Sasuke hob die brauen, „Ich? Du weißt bestimmt, dass sie sicher lieber mit dir dorthin möchte...“, Sakura legte ihre Hand auf seinem Oberschenkel ab, „Sie wird fünfzehn Sasuke! Du hast so viel Wertvolle Zeit mit ihr verpasst, dass wird euch beiden gut tun und du wirst sie besser kennenlernen können!“, „Außerdem besitzt sie das Sharingan! Wer ausser dir, wird besser mit ihr trainieren können?“. Der Uchiha ging in sich und dachte darüber nach. Wahrscheinlich hatte Sakura recht.Und wie war das noch gleich mit der gemeinsamen Zeit und dem Ausflug? Das war fast so, als bot ihm das Schicksal eine Chance. Auch wenn er nicht wirklich an Schicksal glaubte. Sasuke nickte, „In Ordnung, ich werde sie begleiten.“
 

Sakura war neben ihm eingeschlafen. Die Pinkhaarige schnarchte in einem gleichmäßigen Takt. Im Fernseher lief noch immer Greys Anatomy. Ihre Lieblingsserie. Sasuke fragte sich ob diese Serie nach 19 Staffeln wohl endlich ihr Ende finden würde. Noch eine weitere und er würde selbst dafür Sorgen, dass jeder der Darsteller bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. Seufzend schaltete er den Fernseher aus und dankte Gott, dass er nun endlich erlöst war. Er griff nach seiner Frau und trug sie ins Schlafzimmer, deckte sie zu und schloss die Türe hinter sich.
 

In der Küche überkam ihn der Hunger. Im Kühlschrank suchten seine Augen, deshalb nach etwas essbarem. Jedenfalls würde er die Reste der “Miso Suppe“, Sarada überlassen. Nachdem die kleine so frech war, war das nur verdient. Er entdeckte einen fertigen Grießpudding, welchen er herauszog und es sich damit auf dem Sofa bequem machte. Genussvoll Löffelte er den ersten bissen. Es war ruhig im Zimmer. Einen Blick auf die Uhr geworfen, verriet diese ihm das es bereits nach 23 Uhr war.
 

Der Uchiha war ein Nachtmensch. Er bevorzugte die späten Abend und Nachtstunden, in denen die Stille über einem ausbrach. Die Lichter in den Nachbarschafts Häusern gingen aus. Man konnte den Straßenlaternen zusehen, die sich wie ein Flutwelle einschalteten und den letzten Spaziergängern Licht boten. Das Laub rauschte auf der Veranda im Garten und wurde vom Wind zusammengekehrt. Es hatte beinahe etwas Meditatives. Während er den Grießpudding zu Ende gelöffelt hatte fragte er sich was die Hyuuga wohl machte. Ob sie wohl auch noch wach war? Unsicher wandte er das Mobiltelefon in seiner Hand. Ein paar mal hatte er bereits den Bilschirm ein und wieder aus geschaltet. Fast so, als hoffte er, dass eine Nachricht ein flatterte. Doch es geschah nicht. Wieso nicht? Hatte er etwas falsches gesagt? Nach einem weiteren mal wenden gab er letztendlich nach und öffnete die App. Überrascht entdeckte er innerhalb der App eine 1 auf seinem Chatsymbol. Aber wieso hatte das Telefon keinen Signalton von sich gegeben? Er öffnete den Chat...
 

Lilac_: Danke das du heute nach uns gesehen hast. Boruto hatte nach dir gefragt, als du bereits weg warst. Ich habe versprochen dich von ihm zu grüßen.

Lilac_: Gute Nacht. Schlaf schön.
 

Sasuke schrieb...
 

Restless123: Schläfst du schon?

Lilac_: Nein

Restless123: Ich habe keine Benachrichtigung erhalten, dass du mir geschrieben hast. Irgendwie habe ich die Einstellungen für die Banner und Signaltöne zurückgesetzt...

Lilac_: Vielleicht lässt du es so?

Restless123: Wieso?

Lilac_: Ich meine wegen Sakura... nicht das sie auf dumme Gedanken kommt.

Restless123: Mein Mobiltelefon ist Passwort geschützt.

Lilac_: Aber man kann die Banner lesen …

Restless123: Worauf willst du hinaus Killersynthese, etwa das ich dich vor meiner Frau verheimlichen sollte?

Lilac_: Ich möchte nur nicht das sie sich Sorgen macht. Sie und ich sind schließlich Freundinnen.

Restless123: Tja, dass sind Naruto und ich auch.

Lilac_: … du sollst nichts vor ihr verheimlichen, dass habe ich nie gesagt.

Restless123: Du hast es nicht gesagt, aber du hast es so gemeint.

Lilac_: … du entschiedest nicht wie ich was meine.

Lilac_: Mach was du möchtest.

Restless123: Oh siehe da, unsere Prinzessin fährt aus der Haut.

Lilac_: Du trollst wieder. Ist irgendwas vorgefallen?

Restless123: Nein.

Lilac_: Du hast irgendetwas. Du kannst es mir sagen, wenn du möchtest.
 

Nachdenklich glitten Sasukes dunkle Augen über die Tastatur. Er überlegte, dann tippte er...
 

Restless123: Gibt es da etwas das wir verheimlichen müssen?
 

Der Chat verstummte. Kein tippen, kein Wort. Keine Symbole.
 

Restless123: Wo auch immer du mich hin gesteckt hast, nimm mich raus und sprich mit mir.

Restless123: Du kannst dich nicht ständig hinter roten Wangen verstecken.

Lilac_: Ich möchte nichts kaputt machen.

Restless123: Was genau?

Lilac_: Die Freundschaft. Menschen die uns wichtig sind.

Restless123: Das wird nicht passieren.

Lilac_: Woher willst du das wissen?

Restless123: Weil du mein Geheimnis bist.

Restless123: Du hast dir also völlig Grundlos sorgen gemacht Prinzessin.

Lilac_: Fühlst du dich manchmal genauso mies wie ich?

Restless123: Ja, aber dann kann ich es doch nicht lassen und schreibe dir.

Restless123: Würdest du also endlich damit aufhören mich ständig in irgendwelche Schubladen zu stecken?

Lilac_: Ich versuche es! Heute hast du einen Ausflug in die Gemüsekühltruhe gemacht.

Restless123: Ich sollte mich also warm anziehen. Wir sind nicht mehr weit entfernt vom Backofen.

Lilac_: … der war peinlich flach! XD

Restless123: Du hast recht. Der war flacher als die Polizei erlaubt.

Lilac_: Oh Gott, wirst du wohl damit aufhören? Du bringst mich noch dazu wirklich bei der Polizei anzurufen. Die sollen dich dann wegen der miesesten Witze des Abends festnehmen xD

Restless123: Stell dir vor... am Ende muss ich mich selbst festnehmen. Hier schütteln sich Ironie und Sarkasmus die Hände.

Lilac_: Manchmal kann ich nicht glauben das du es bist. Du bist so anders...

Restless123: Du meinst -lustig-?

Lilac_: JA :'D … und dann stehst du vor mir und verziehst KEINE Mundwinkel.

Restless123: Sagt gerade du... du bekommst kaum einen anständigen Satz ohne zu stottern auf die Reihe. Und hier schreibst du manchmal ganze Romane.

Lilac_: Und du liest sie!

Restless123: Wir sind also ganz anders. Darauf wollen wir hinaus oder?

Lilac_: Vermutlich. Das ist das heutige Fazit der Sitzung.

Restless123: Ist sie denn schon vorüber? Ich glaube ich hab mein Glas Ironie für heute noch nicht ganz geleert.

Lilac_: Ist es denn halb leer oder halb voll?

Restless123: … ich hasse Fangfragen...
 

Lilac_: Sasuke?

Restless123: Hm?

Lilac_: Ich glaube nicht, dass du zynisch bist. Du bist viel mehr, als das was du zeigst.

Restless123: Und du hast viel mehr zu erzählen als du sagst.

Lilac_: Sehr guter Einwand!

Restless123: Das zerstört ein wenig die Atmosphäre die wir gerade geschaffen haben … aber okay... raus damit schwarzer Daumen.

Lilac_: Boruto hat mir heute einen Zettel gebracht, der sah aus als wenn eine Horde Nilpferde drüber gerannt wäre ABER sei es drum... er hat sich für ein Projekt qualifiziert. Nächste Woche werde ich mit ihm für fünf Tage an einem Eltern-Kind Seminar teilnehmen.

Restless123: Du kannst dein Mobilgerät zu Hause lassen...

Lilac_: Was, nein, wieso denn? Wir werden uns natürlich trotzdem schreiben :)

Restless123: Du brauchst mir nicht zu schreiben, weil ich nämlich auch dort sein werde.
 

Oh Gott... dachte der Uchhia.

Das bedeutete Schwierigkeiten.

8.

Es ist Montag morgen. Hinata sehnt sich nach einem Kaffee, der nun in der Küche auf der Arbeitsplatte vor sich hin vegetiert, da Boruto mal wieder alle seiner Wecker gekonnt ignoriert hatte. Zugegeben war auch die Hyuuga eine leidenschaftliche Langschläferin. Schliesslich war der morgen und die Vorbereitung viel zu knapp bemessen. 

 

Zahnpasta Reste klebten am Spiegel im Bad, welche sie nicht mehr geschafft hatte weg zu putzen, weil Boruto mal wieder Sprinkleranlage während seiner morgendlichen Routine gespielt hat. Himawari haben sie bei ihrem Vater und ihrer Schwester abgeladen. Die kleine war so begeistert, dass es nicht einmal eine Sekunde den Anschein machte, sie würde Hinata und ihren Bruder vermissen. Zum Glück hatte Hinata über das Wochenende die Koffer rechtzeitig zusammengepackt, ansonsten wäre dieser morgen noch in einem völligen Desaster geendet.

 

„Maaaaa…“, gähnt Boruto. 

Hinata wuschelte ihrem verschlafenen Bengel durch die ungekämmten Haare und summt, „Hm?“ 

„Ach… nicht wichtig…“

„Mir aber schon!“, erwidert sie und lächelt. 

Boruto zeiht die Mundwinkel zu einer Schnute, er wirkt nachdenklich ehe er mit der Sprache heraus rückt, „ich hätte es einfach cool gefunden, wenn Paps uns hier verabschiedet hätte…“

Hinata nickt verständnisvoll, „ich weiß…“, erwidert sie, „dein Vater hat eine große Verantwortung, es hilft sich daran zu erinnern, dass er es für unsere Sicherheit tut.“

„J-aaaaa…“, stöhnt er, „trotzdem…“

„… dass heisst nicht das dein Vater dich nicht liebt. Das darfst du niemals vergessen!“ 

Boruto wirft die Hände in den Nacken und lächelt. Er sieht dabei ein wenig aus wie sein Vater, als er noch jung und wild war. Hinata war klar, dass da so viel mehr war, dass in seinem Kopf herum schwirrte, aber Boruto war stark. Er war durchaus in der Lage seine Gedanken zu sortieren, auch wenn ihn manchmal der Frust überkam. Es war mehr als verständlich.

 

Hinatas Herz flattert flüchtig, als sie aus der ferne die Umrisse des Uchihas erkennt. Das flattern verstummt Augenblicklich, als ihr bewusst wird, dass seine Hand mit Sakuras verschränkt ist. Sarada fuchtelte wild mit dem Arm, als sie Boruto und die Hyuuga entdeckt. Sie setzte zum Sprint an und wirft sich Hinata überraschend freudig um den Hals. Boruto verschränkte die Arme vor der Brust und prustete verärgert, „nicht du Nervensäge…“, es war offensichtlich, dass er es nicht so meinte und es nur sagte um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. 

 

„Deine Brille ist neu! Sie steht dir!“, bemerkt die Hyuuga mit einem Kompliment. Die kleine Uchiha strahlt, „ja wir waren erst letzte Woche beim Optiker…meine Seeschwäche hat zugenommen, deshalb brauchte ich jetzt stärkere Gläser…“ 

„Tss… kein Wunder, du triffst ja auch kein Ziel mehr, selbst wenn es direkt vor deiner Nase steht!“

„Boruto!“, Hinata flunkert ihren Sohn wütend an. 

Auch die Augen der Uchiha Tochter brennen besorgniserregend. Das Sharingan darin leuchtet auf. 

„Blindschlange!“, provoziert der Blondschopf. Und dann ist es auch schon zu spät und sie jagen sich quer über das ganze Hafengelände. 

 

„Junge Liebe…“, flüstert Sakura und stupst Hinata in die Seite. Hinata zuckt für einen kurzen Moment zusammen, da sie beide nicht kommen gehört hat. 

„Ja…“, erwidert sie nüchtern und lächelt flüchtig, „ich schätze Boruto weiss noch nicht so richtig wie er damit umgehen soll… wie er mit Sarada umgehen muss…“ 

Sakura lacht, „denk mal nur an unsere Zeit zurück! Ich glaube das wussten wir auch nicht!“ 

„Stimmt!“, die kratzt sich verlegen am Hinterkopf, gleichzeitig versucht sie den Blick zum Uchiha zu vermeiden. 

„Ausser du, bei dir hatte ich immer das Gefühl du wusstest genau das du und Naruto füreinander bestimmt wart! Ich wünschte ich hätte die Reife und Ruhe besessen, die du immer ausgestrahlt hast!“ 

„Ach… du hältst zu viel von mir…“, murmelt Hinata und versteckt ihr rot unterlaufenes Gesicht. 

„Doch!“, bestätigt ihre Freundin, „kein Grund dich zu verstecken liebes!“ 

„Deine Freundin ist kurz davor in die Luft zu gehen!“, bemerkt der Uchiha und grinst spöttisch. 

Sakura lacht über seine Bemerkung, „wenn du wüsstest, wenn Hina sauer ist, dann geht sie in die Luft!“ 

Sasuke beisst sich auf de Unterlippe, „was du nicht sagst? Und ich dachte immer deine Schläge sitzen…“ 

„Ja, aber Hinas Schläge zerschmettern…“ 

„Wohnungen? Einrichtungen? Konsolen? Berge?“, zählt der Uchiha auf und nimmt dabei neugierig das Gesicht der blauhaarigen ins Visier. 

„Ja…“, lacht Sakura, „Kosolen?“, knüpft sie schließlich noch an, „wie kommst du denn jetzt auf Konsolen?“ 

„Einfach so…“

 

Etwa fünfzehn Minuten später dockt die Fähre an. Die Kinder stürmen alle das Schiff und besetzten die besten Plätze am obersten Deck, mit bester Aussicht auf das Wasser. 

„Also…“, leitet die Pinkhaarige ein und drückt Hinata an sich, „Eltern-Kind Seminar, ihr macht das schon!“ 

Hinata erwidert ihre Umarmung und lächelt, dann beugt sich Sakura zu ihr ans Ohr und flüstert, „…könntest du ein Auge auf Sarada und Sasuke werfen? Die beiden kriegen sich gerne in die Haare…“ 

„Natürlich…“, flüstert die Hyuuga und lächelt. 

„Und du!“, sie wirbelt herum zu ihrem Mann, dessen Coolness in nichts zu übertreffen ist. Er trägt seinen schwarzen langen Mantel, die Haare hängen ihm zur hälfte im Gesicht und er wirft einen herablassenden Blick auf die vielen grölenden Kinder, schließlich mustert er seine Frau, „hm?“, stöhnt er. 

Sakura stupst ihn mit ihrem Finger auf die Brust und mahnt, „du wirst dich um Sarada kümmern! Das ist deine Chance! Vermassle es nicht!“ 

Sasuke kneift den Finger seiner Frau und lächelt spöttisch, „und wenn nicht?“ 

Sakuras Stirn kräuselt sich sichtlich angespannt, „wenn nicht wirst du eine ganze Weile auf dem Sofa schlafen, von da aus hat man nämlich einen wunderbaren Blick ins Schlafzimmer, wenn ich beide Matratzen für mich beanspruche!“

Hinata dreht den Kopf zur Seite, als ihr bewusst wird wie intim das Gespräch der beiden ist. 

Sakura drückt ihrem Mann einen letzten Kuss auf den Mund und verabschiedet sich mit einer Umarmung von Hinata, dann stürmt sie auf ihre Tochter und presst sie an ihre Brust, als wäre sie ein Stofftier und kein Mensch. Saradas Augen quillen beinahe über den Rand der Brille hinaus. 

„Pein-lich!“, krächzt die kleine Uchiha und drückt sich von ihrer Mutter weg. Sakura beugt sich zu Boruto und flüstert ihm etwas ins Ohr, dass ihn Augenblicklich knallrot anlaufen lässt. 

„Ich bin dann mal weg!“, brüllt sie zum Abschied und überlässt dem Haufen an Chaoten seinem Schicksal. 

 

Die Koffer wurden auf die Fähre beladen und beinahe alle haben einen Platz gefunden. Kakashi Hatake, der Schulleiter der Konoha Akademie begrüsst Schüler und Eltern, ausserdem stellen sich die Leitenden Jonin vor, welche die Schüler während des Seminars ausbilden. Hinata begegnet bekannten Gesichtern wie Kiba Inuzuka und Shino Aburame. Eine Medic Nin Namens Momoko Akio ist ebenfalls vertreten.

 

Etwas später, als Ruhe eingekehrt ist und die meisten sich in den Innenraum der Fähre begeben haben, steht Hinata noch immer draussen am Deck und knipst ein Bild von dem Ausblick über dem Wasser. Sie öffnet den Chat mit Naruto und sendet ihm das Bild. Sie wartet einen Moment, doch wie erwartet bleibt der Status der Nachricht ungelesen. 

 

Er war gestern Abend noch einmal in das Eisenreich aufgebrochen. Wie sich heraus stellte waren sich die Kage nicht einig geworden, welcher der verschiedenen Maßnahmen sie zuerst ergreifen wollten. 

 

Zum einen ging es darum die Schulen und Universitäten zu renovieren und ein Programm zu schaffen, dass es auch Kriegsweisen ermöglichte ausgebildet zu werden. Dieser Punkt war dem Uzumaki besonders wichtig, da er sich sehr gut in die Lage der Kinder hineinversetzen konnte. Zum anderen war es wichtig die Handel zwischen den Ländern zu fördern und Ressourcen zu teilen. Dies war jedoch schwierig, da die Kriminalität nach dem Krieg stark zugenommen hat und die Handelsrouten unsicher waren. Noch dazu fehlte Geld, da sich die meisten Dörfer im Krieg schwer verschuldet hatten. 

 

Hinata war froh, dass ihr Mann dieser schwierigen Aufgabe gewachsen war. Naruto besaß das nötige Feuer um Veränderungen ins Rollen zu bringen. Manchmal verstrickten sich die Kage zu sehr in der Theorie, ohne etwas ins Rollen zu bringen. Wiederum war es wichtig Strategisch vorzugehen, weshalb Shikamaru Nara genau der richtige Berater an seiner Seite war. Er würde sich für den richtigen Weg entscheiden, darin war sie sich Sicher. Sie hatte Naruto nicht nur einmal dabei zugesehen, wie er die Dinge zum besseren Veränderte. Veränderungen waren wichtig. Jetzt, wo sie alle Kinder und Familie hatten, war Sicherheit, alles was zählte. 

 

Das Mobiltelefon in ihrer Hand vibrierte. 

Restless123: Worüber denkst du nach? 

Hinata windet sich, kann Sasuke jedoch nirgends entdecken. 

Lilac_: Tue ich nicht.

Lügt sie und möchte den Bildschirm sperren, jedoch lässt eine Antwort kaum eine Sekunde auf sich warten. 

Restless123: …wann hast du beschlossen mir aus dem Weg zu gehen?

 

Hinata seufzt in sich hinein, ihre Finger berühren die Tastatur, doch statt etwas zu tippen, oder ihm zu erklären dass sie verunsichert ist, sperrt sie das Handy und lässt es in ihre selbst gestrickte Umhängetasche gleiten. 

 

Aber warum war sie das eigentlich? Über das Wochenende war der Chat zwischen ihnen verstummt. Sie war mit Vorbereitungen für das Seminar beschäftigt und obwohl sie eigentlich das Gespräch zum Thema “Verheimlichung“ abgeschlossen hatten, fühlte es sich noch immer so an als wenn es genau das war, was sie taten. 

 

>Gibt es etwas das wir verheimlichen müssen?<, hatte er geschrieben und sie damit ins grübeln gebracht. Ihn heute mit Sakura und Sarada zu sehen, wie glücklich sie in ihrer kleinen Familie waren, stimmte sie nachdenklich und sie fragte sich ob es das alles Wert war. Obwohl sie sich noch nicht einmal bewusst war, welchen Wert Sasuke in ihrem Leben hatte. Alles was sie wusste war, dass sie ihn vermisste, wenn sie nicht miteinander schrieben. Manchmal stellte sie sich vor, dass er anstelle von Naruto heim kehrte, und die Kinder sich ihm um den Hals warfen. Aber das waren wieder nur eine ihrer wilden Tagträume. 

 

Erschrocken fährt die Hyuuga zusammen, als sie jemand an der Schulter stupst. Das Gesicht das ihr breit zulächelt ist ihr bekannt. 

„Hina!“, die Wangen des Inuzukas strahlen rot. 

Die Hyuuga legt den Kopf zur Seite und erwidert, „Kiba!“

„Sag bloß du bist Borutos Begleitung?!“

„Ach, naja… das bin ich!“

„Wahnsinn! Dein Junge hat echt was auf dem Kasten! Kommt ganz nach seinem Vater!“ 

Hinata nickt, „freut mich das Boruto einen positiven Eindruck hinterlassen hat!“ 

„Ist doch klar, bei den Genen! Das endlose Chakra eines Uzumakis und noch dazu das berühmte Kekkei Genkai Byakugan, welches er in sich trägt! Ich glaube jeder von uns hätte ihn gerne persönlich trainiert, deshalb waren wir so enttäuscht, als wir erfahren haben, dass er sich für Sasuke entschieden hat!“

„Wieso? Wo ist das Problem?“, platzt es aus ihr ungewohnt schnippisch heraus. Selbst Kiba kräuselt verwirrt die Stirn, „naja… er hat ne menge Mist gebaut und wir denken nicht das er der richtige dafür ist den Kindern ein gutes Vorbild zu sein… ich weiß er ist ein Freund von Naruto, aber…“ 

„Wir alle bauen mal Mist!“, bemerkt sie streng. 

Es wird still um die beiden. 

„Kein Grund jemanden für seine Fehler der Vergangenheit zu Verurteilen. Sasuke hat Buße getan, er hat auf seinen Arm verzichtet und er hat fast drei Jahre im Konoha Gefängnis verbracht, bis Naruto ihn endlich heraus geholt hat. Er hat sich mehr als bewiesen und während seiner Zeit bei der Anbu und heute bei der Stadtwache gibt er sein bestes das Dorf zu beschützen. Ich finde es nicht richtig, dass du ihn dafür verurteilst! Erzählst du Sarada etwa auch, ihr Vater sei ein schlechtes Vorbild für sie!?“

Kibas Kinnlade steht offen. So klare und kritische Worte hat er selten von seiner ehemaligen Teamkollegin gehört. Gleichzeitig regt es ihn zum nachdenken an. Fast schon beschämt zieht er den Kopf zur Seite und murmelt, „du hast recht… entschuldige!“ 

Hinata nickt, „schon gut, jeder sagt man etwas, worüber er nicht nachgedacht hat.“ 

Sie lächelt und lässt Kiba mit seinen Gedanken allein zurück. 

 

Etwa gegen Mittag, als die Sonne sich dem Horizont nähert, weil die Herbsttage kürzer waren, knurrt ihr Magen. Weil Hinata weiß, dass auch Boruto seine geregelt Mahlzeiten gewohnt ist, kramt sie eine Vesperdose aus der Tasche. Als wenn Boruto es riechen konnte, steht er kaum zwei Sekunden später vor seiner Mutter und spitzt die Nase. Auch Sarada, die dicht hinter ihm steht wirft einen hungrigen Blick auf die Lachs Onigiri, weicht aber ertappt dem Blick der Hyuuga Clanerbin aus. Hinata drückt die Dose der Uchiha Tochter in die Hand und lächelt, „hier, für dich! Ich weiß das deine Mutter seit Monaten in Nachtschicht arbeitet.“ 

Saradas Augen werden glasig, doch die emotionale Stimmung kippt als die quengelige Stimme des Blondschopf Bengels den Moment durchbricht, „und was ist mit mir?“, wimmert er bemitleidenswert, „Sarada hat sowieso schon viel zu viel auf den Rippen und ich bekomme sie kaum hoch, wenn wir in der Gruppe trainieren…“ 

Hinatas Faust holt aus und erwischt die Birne des Bengels. Es ertönt beinahe wie eine Kirchenglocke. 

„Du…“, knurrt seine Mutter, „…ich setze dich und deinen Vater für die nächsten vier Wochen auf eine Haferschleimdiät! Ich denke die Vitamine könnten den restlichen Hirnzellen in deinem Kopf helfen nicht völlig zu verbrennen!“ 

Sarada hält die Hand vor den Mund und unterdrückt ein kichern, schließlich verfällt sie in ein herzliches lachen. 

„Und ich dachte meine Mutter braucht eine Klangschalentherapie!“, sie grinst und streckt die Vesperdose ihrem Freund entgegen, „denkst du etwa ich kann das alles alleine essen? Deine Mutter hat für ein ganzes Rudel gekocht!“

Sie nehmen beide die Treppe auf das Deck nach oben. 

 

„Das war nett von dir…“

Die Stimme lässt Hinatas Herz einen Sprung machen. Sie muss den Kopf gar nicht erst zur Seite drehen. Allein am Duft kann sie erkenne, dass es der Uchiha ist, der ihr Gesellschaft leistet. 

„Das?“, sie streckt dem Uchiha die Dose entgegen und schüttelt sie leicht um ihn dazu zu animieren sich ebenfalls zu bedienen. 

„Nein, ich meine das was du zu Kiba gesagt hast“ 

Hinata schaut zu ihm auf. Ihre Augen treffen sich. Neugierig verliert der Uchiha sich in ihren. Auch wenn er nichts ausser endlose Weite darin erkennen kann. Sie sind beinahe so klar, dass er sich selbst in ihnen spiegelt. 

„Ach das…das hast du gehört?“, murmelt sie und beisst von einem der Onigiri ab. 

„Du hast wohl vergessen, dass ich binnen Sekunden durch den Raum wandern kann ohne von irgendwem gesehen zu werden.“ 

„Hmm…“, summt Hinata, „das ist nicht ganz richtig… wenn ich mein Byakugan aktiviert hätte, hätte ich deine Bewegungen wahrnehmen können.“

„Aber das hast du nicht!“ 

Hinata lächelt, „leider nein. Ich sollte lernen etwas gewiefter in deiner Gegenwart zu sein. Ich denke ich bin ein wenig aus der Übung. Inzwischen kann ich nur noch Mama sein.“ 

Sasuke greift nach einem Onigiri, ganz flüchtig streift seine Hand die der Hyuuga, welche die Vesperdose hält. Es wird ungewohnt warm. Er unterdrückt das Gefühl und nimmt stattdessen einen grossen bissen von dem Reissnack. 

„Du bist so viel mehr als nur eine Mutter…“

„Naja…“, Hinatas Augen suchen das weite, noch konnte man den Hafen von Konahe erkennen, wenn auch nur ganz winzig, „ich denke jeder von uns ist so viel mehr. Ich bin eine Mutter, eine Frau, eine Clanerbin, eine Freundin, eine Schwester und eine Tochter.“

„Aber was davon bist du für mich?“, flüstert Sasuke. 

Seine Stimme durchfährt sie wie ein Blitz. So schnell, dass ihr klar wird, dass er das Rinnegan angewendet hat. Das Haar der Clanerbin fliegt durch die Luft. Sie aktiviert das Byakugan. blaues Chakra durchströmt sie und dann kann sie es sehen. Der Uchiha hat die Seiten getauscht. Er steht nun rechts von ihr. Seine Finger berühren eine ihrer Haarsträhne, die in Zeitlupe durch die Luft fliegt. Ihre Blicke begegnen sich, sie lächeln beide, doch dann ist der Moment vorbei und Sasuke ist verschwunden. Hinata erkennt seinen schwarzen Mantel der durch die Türe zum unteren Deck verschwindet. Alles was zurückbleibt ist die wärme und der Duft, der die Clanerbin einhüllt wie eine leichte Decke aus Seide. Aber kurz darauf ist alles schon wieder verflogen. 


Nachwort zu diesem Kapitel:
Da stand unsere Hinata aber auf der laaaaaaangen Leitung :D ... Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Dieses stolpern ist eine ganz klassische Anime Szene :D
Auch in meiner Geschichte darf auf die Schnauze brettern NICHT fehlen.
Ich hoffe ihr habt alle das Desaster vor Augen :D
Es kann nur schlimmer werden! Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Ich persönlich musste ja ZUM GLÜCK ... noch nie mit meinen Eltern auf ein Seminar xD
ABER ich freue mich irgendwie das Thema schön ausführlich für euch aus zu schreiben.
Hab da auch schon was witziges im Kopf :D
Ich hoffe ihr bleibt dabei!
Danke fürs lesen <3
LG Skadii Komplett anzeigen

Fanfic-Anzeigeoptionen

Kommentare zu dieser Fanfic (5)

Kommentar schreiben
Bitte keine Beleidigungen oder Flames! Falls Ihr Kritik habt, formuliert sie bitte konstruktiv.
Von:  Polaris
2023-03-11T21:11:23+00:00 11.03.2023 22:11
Du kannst so schnell schreiben wie du willst, mich schreckt das nicht ab. ;)
Ich kann das übrigens total nachvollziehen, dass du an der Story dranbleiben musst und das ist auch gut so! Abgebrochene Geschichten sind immer schade ...

Oh Sarada ist ja mal wieder herzallerliebst. Irgendwie hab ich manchmal das Gefühl, sie hat Sakuras verdrängten Frust über Sasuke mit der Nabelschnur aufgesaugt. xD

Das Chatgespräch (die Therapiesitzung?) zwischen Hinata und Sasuke war gegen Ende hin echt süß, aber es ist ja schon eine echt verzwickte Situation, in der sie sich da befinden, auch wenn ja eigentlich noch gar nichts passiert ist. Ich finde es jedenfalls gut, dass du dir mit den Beiden so viel Zeit lässt. Alles andere wäre unrealistisch und würde nicht zu ihnen passen, zumal beiden ihre Familien ja das Wichtigste sind.
Ich bin mal gespannt, wie das bei diesem Seminar wird und was du Witziges geplant hast.

Übrigens habe ich diesmal keine Zeitfehler finden können und das Textbild ist auch echt angenehm so mit den Absätzen. :)
Von:  Polaris
2023-03-08T15:01:41+00:00 08.03.2023 16:01
Du haust hier ein Kapitel nach dem anderen raus, da komme ich ja kaum hinterher! :D

Bin jetzt aber wieder auf dem neuesten Stand und kommentiere die letzten 3 Kapitel einfach in einem Rutsch.
Und es wird interessant! Dass Sasuke einfach das Gespräch da weiterführt, hat mich überrascht, aber es passt irgendwie zu ihm und ist Teil seines, äh, komischen Charmes.

Und wie er einfach genau weiß, was er schreiben muss, um Hinata aus der Fassung zu bringen. Ich hab ja das Gefühl, er steht da ein bisschen zu sehr drauf, wie sie sich windet. :D
(Sakura bestellt hoffentlich schon das 50 Shades Starter Paket? xD)

Ich hab mir ja von Anfang an gewünscht, dass du das Kennenlernen nochmal aufgreifst und ich hab es schon vermutet, dass Sasuke ursprünglich nach Erziehungstipps gesucht hat.
Die Monstera Deliciosa tut mir Leid. *nach meiner eigenen schiel*

Finde es ja witzig, dass beide sich direkt gegenseitig melden wollten und dann ist Hinata auch noch die erste, die beleidigend wird, oje.

Ich ahne ja schon, wo das mit dem Eltern-Kind-Seminar hinführt …
Das Highlight war hier auf jeden Fall Hinatas Handy im Kühlschrank und deine Umschreibung, dass sie wie ein Stück Seife über den Fußboden flutscht. xD Ein Klassiker und das Bild kriege ich jetzt nicht mehr aus dem Kopf.

Noch ein letztes Mal zu Sasukes Schreibstil: Ich muss sagen, dass er mir ohne die ':D' wohl wirklich besser gefällt, die hast du ja in den letzten Kapiteln fast weggelassen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich den Smiley immer mit einem fetten Grinsen assoziiere und ich einen fett grinsenden Sasuke irgendwie gruselig finde? xD

Antwort von:  Skadii
09.03.2023 23:39
Hallow Polaris!
Jaaa ohje xD daran musst du dich gewöhnen... mich haben schon ein paar andere in alten FF's auf meinen Schreibwahn hin gewiesen. Bitte fühl dich dadurch nicht gestresst xD du musst natürlich nicht jedes mal ein Kommentar schreiben (auch wenn mich das natürlich super happy macht und ich mich freue) :D
Bei mir ist das so wenn ich einmal anfange muss ich durchziehen. Ich setze mich dann auch in der Regel jeden Abend hin und Tippe für 1-2 Stunden. Tue ich es nicht verfliegt die Idee und die Story und ich finde angefangene - unbeendete Storys immer so traurig :O Aber auch mir ist das öfter passiert .... ich hab einen ganzen Keller voller FanFicition-Leichen x'D ...

Ich glaub ich muss Sakura noch ein bisschen mehr aufgreifen xD die kam bisher noch zu kurz. Aber ich nehme das mit dem Starter Paket mit xDDD

Ohgott bist du auch so eine Pflanzen-Killerin? ... *hust* ... so einen Grünen Leichen Keller hab ich auch...

Ich glaub auch mir gefällt er besser ohne. Das war ein guter Tipp :) ich hab im nächsten Kapitel übrigens versucht deinen Rat mit den Abschnitten nochmal umzusetzen. Ich GLAUBE ich habs jetzt :D

Tatsache ein grinsender Sasuke ist schon ein bisschen creepy xD

Lasse dir dir besten Grüße da und wünsche dir mit dem kleinen Donnerstag einen schönen Start in das Wochenende für morgen :)

Skadii
Von:  Carmion2
2023-03-07T07:29:27+00:00 07.03.2023 08:29
So hat also das Schicksal seinen Lauf genommen. 😊
Antwort von:  Skadii
07.03.2023 19:38
Ja ich wollte unbedingt schrieben wie die beiden sich kennen gelernt haben :) nicht unter den besten Bedigungen aber wer weiß :D
LG Skadii
Von:  Polaris
2023-03-06T22:51:25+00:00 06.03.2023 23:51
Hallo, ich schon wieder. :D
Nachdem du so nett auf meinen gestrigen Kommentar geantwortet hast, habe ich hier jetzt auch mal reingeschaut, weil mir die Idee der FF gefällt. Bin außerdem neugierig, wie du dieses Pairing umsetzt.

Sasuke als Forentroll kaufe ich dir 100% ab.
Die Chat Dialoge mag ich persönlich sehr und ich kann mir vorstellen, dass das Spaß macht, die zu schreiben. Ich bin mir nur nicht sicher, ob ich Sasuke den Gebrauch von :D zutraue, ich sehe ihn eher wie jemanden, der sich weder um Emojis noch um Groß- und Kleinschreibung schert.
Du bringst das gut rüber, was die Beiden antreibt, sich weiterhin heimlich zu schreiben. Den Reiz der Anonymität und die Möglichkeit, sich von der Person loszulösen, in der man sich festgefahren fühlt. Zumindest merkt man, dass beide irgendwie nicht wirklich zufrieden in ihrer Haut sind, aber noch nicht so recht wissen, was da eigentlich los ist.
Bei der Playstation musste ich lachen. Und dann geht die schöne Anonymität flöten. :O Hinata stand echt übel auf dem Schlauch.

Weiter habe ich noch nicht gelesen, das hole ich demnächst nach.

Aber du musst aufpassen, dass du beim Schreiben in der richtigen Zeit bleibst. Ab und zu wechselst du von der Gegenwart in die Vergangenheit und andersrum.
Und kann es sein, dass du mit 'Grimmsgramms' eigentlich Griesgram meinst? Ich musste da kurz innehalten und rätseln, bis es mir aufging. xD

Noch ein kleiner Tipp wegen der Absätze: Als Faustregel mache ich immer welche vor jeder wörtlichen Rede, auch wenn die Leute mit sich selbst quatschen, dann geht das nicht so im Textfluss unter und damit sind schon mal die dicksten Blöcke etwas gelockert. ;)
Antwort von:  Skadii
07.03.2023 19:37
POLARIS! HALLO! :D
Du bist Herzlich Willkommen hier in den Kommentaren meiner Fanfics.
Das mit den Zeiten ist ein super Hinweis! Kennst du das... du schreibst und schreibst und dann liest du es dir 10 mal durch. Ich lasse es mir teilweise von Siri vorlesen wenn ich es im Epup Format herunter lade und trotzdem gehen mir die Zeiten flöten. Das ist wie ein Fluch. Und irgendwann weiß ich gar nicht mehr in welcher Zeit ich eigentlich jetzt schreiben will- wollte- AHHH xDD Ich werde weiterhin ein scharfes Auge darauf werfen und mich verbessern - hoffentlich. Danke auch für deinen Tip mir den Absätzen!

Ja ich gebe dir recht Sasuke würde vermutlich keinen Wert auf Rechtschreibung und Emojis legen. Allerdings glaube ich könnte der Charme flöten gehen wenn ich es ganz weg lasse. Ich könnte es aber mal in meinem nächsten Kap versuchen und dann meldest du dich wie du es findest (ich kauf dich hier noch ein haha)

Das mit der Anonymität ging mir während der ersten Kapitel soooo lange durch den Kopf. Ich wollte es länger am Leben erhalten aber ich dachte mir... so eng wie er in der Familie steckt durch seine Freundschaft zu Naruto und als Meister Borutos, da kommt es mir unrealistisch vor wenn es nicht schon längst von einem der Bilder heraus gefunden hätte. Also hab ich es mit der Playstation aufgelöst. Wahrscheinlich nicht optimal aber ich hoffe der ein oder andere hat was zu lächeln gehabt xD

Oh Gott... das hat sich SO richtig angehört xD Und jetzt wo du mich darauf hinweist denke ich ...?!?!?!?.... xD Ich werde das sofort ausbessern xD... das ist ja mal sowas von peinlich :'D

Danke und ganz liebe Grüße
Grimmsgrams die 1
Von:  Carmion2
2023-03-06T22:21:30+00:00 06.03.2023 23:21
Ein tolles Kapitel.
Ich hätte nicht erwartet das Sasuke zuerst schreibt und da weiter macht wo sie aufgehört hatten.
Auch wie der Chat sich zwischen den Beiden weiter entwickelt, finde ich sehr gelungen. 😁
Antwort von:  Skadii
07.03.2023 19:18
Hallo Carmion2! :3 vielen lieben dank freut mich das du die Chat Dialoge magst.


Zurück