Vorstellung
Ein Name, ein Blut doch wie Feuer & Wasser.
2 Jahre liegen zwischen uns, aber die Wege gleichen jener unser Eltern auf individuelle weise.
Während ich wie unsere Mutter als Schauspielerin & Jungmodel durch die Weltgeschichte jette, ist mein Bruder eher wie unser Vater Bodenständig.
Doch verbindet uns neben der tiefen Geschwisterliebe, den Spleen für Rätsel und anderen Mysteriösen auch die Freundschaften unserer Eltern.
Eine von ihnen hat er im Gegensatz zu mir in all seiner Zeit als “Meitantei des Osten“ Japans vergessen, obwohl sie mehr in sein Metier fällt als in meines.
Damit das sich sicherlich vor euren Augen aufsteigende Fragezeichen auflöst, stelle ich mich euch vor:
Mein Name ist Miyu doch im Business nennt man mich Fujimine.
Bin 15 Jahre alt und eigentlich Mittelschülerin der gleichen Schule wie mein Bruder, welcher dieser als Oberschüler besucht.
Sein Name ist wie auch unsere restliche Familie über die Grenzen unserer Heimat bekannt.
Yūsaku & Yukiko Kudō
Der Kriminalautor welche für seine Reihe “Baron der Nacht“ Weltruhm erlangte, sowie die ehem. Schauspielerin haben uns viele ihrer Gaben mit auf den Weg gegeben. (Mama´s Mädchennamen zu tragen war ihre Idee.)
Meinen Bruder hingegen brauch ich nach dem Vorwort wohl nicht mehr wirklich beschreiben, denn es ist kein geringerer als der “Sherlock Holms der Neuzeit“ Shinichi Kudō
Wie ich 12 war reisten unsere Eltern mit mir in die Staaten aus, von wo ich mit Spannung den Fällen meines daheim gebliebenen Bruders beobachtete.
Wir sahen uns regelmäßig, wenn ich wegen der Prüfungen, Shootings o.ä in Japan zu tun hatte.
Die Entfernung machte uns nichts aus, denn eigentlich brauchten wir nur in den Spiegel sehen um einander in die Augen zu blicken.
So verging die Zeit.
Einladung & Heimkehr
Ich konnte mich vor Aufträgen nicht mehr retten, doch dank unserer Mutter hielt sich der Druck in Grenzen.
Nur spürte ich das etwas nicht stimmte und so saß ich eines Abends bei Papa im Arbeitszimmer und laß mir sein neues Skript durch, wie Mama verdächtig euphorisch hereintänzelte. „Musume!“
Besorgt trafen sich Dad´s und mein Blick. //Was hat sie jetzt wieder ausgefressen?//
„Du wurdest soeben vom Suzuki Unternehmen als Ehrengast auf ihre nächste Vernissage eingeladen.“
Sie neutral ansehen zuckte ich mit den Achseln, was sie schmollen ließ. „Miyu Kudō, ich verbitte mir diese Gleichgültigkeit.“
Papa schmunzelte, er liebte es, wenn sich seine beiden Damen spielerisch in den Haaren lagen. „Du weißt was ich von solchen Gesellschaften halte, Haha.“ Ich konnte es teils sogar verstehen. „Kann ich wenigstens bei Shinichi unterkommen oder findet alles im Hause des Gastgebers statt?“
Eigentlich wussten wir das der Gastgeber mich nur eingeladen hatte, um vor der Presse anzugeben.
Dennoch sollte diese Heimreise für mich andere Türen öffnen.
Besorgnis wich dem störrischen in den Augen der im Raum stehenden.
Es war kein Geheimnis was mir auf der Seele lag.
„Natürlich wirst du Zuhause wohnen. Professor Agasa wird sicherlich schon alles vorbereitet haben.“
Es war nicht lang nach unserem letzten Abschied, als plötzlich nichts mehr über meinen Bruder zu finden war und an seiner statt über die Fälle des “schlafenden Kogorō Mōri“ geschrieben wurde.
Aus eigener Recherche und den Erzählungen Shinichi wusste ich was für ein Stümper der ehem. Kommissar eigentlich ist. //Aniki…//
„Mach dir keinen Kopf kleines, Shinichi weiß zurechtzukommen.“ Lächelte Dad über einem weiteren Kapitel sitzend.
Keiner nicht mal meine Eltern selbst konnten mir trotz ihrer Erlebnisse daheim, eine einzige Frage beantworten…immer nur die Gewissheit, es würde ihm gut gehen. //Warum glaub ich es nicht?//
Mich vom Sofa erheben legte ich ihm sein bisheriges Werg auf den Tisch und gab ihm ein Kuss auf die Wange. „Wenn du das sagst Papa…ich jedenfalls finde das bisher gelesene hervorragend und bin gespannt wie der Titelheld die Wahrheit verträgt.“
An Mama vorbei gehen nahm ich sie bei der Hand. „Danke für die Auszeit!“ ehe ich mit einem „Gute Nacht!“ das Zimmer verließ.
… „Bist du sicher ihr geht es gut?“… „Was ich weiß, unsere Tochter hat stets ihren eigenen Kopf.“…
Im Flieger nach Tokio, fiel mir die Zeitschrift mit mir auf dem Cover, als “Japans Stern am Modehimmel!“ auf.
In meinen Sitz zusammensinken schob ich meine Brille zurecht. //Müssen die immer so übertreiben?//
Die Neugierde jedoch veranlasste mich etwas in diesen herumzublättern. //Nanu, der sieht ja aus wie Aniki als Kind!//
Ein Bericht über einen durch diesen kleinen Jungen gelösten Mordfall, erinnerte mich an unsere Kindheit und wie wir uns über die Lösung einiger gestellter Rätsel rauften. *Kicher*
„Bitte schnallen sie sich wieder an, wir werden in Kürze landen.“
Vom Fensteraus, sah man schon den Airport und am Ausgang zum Taxi-Platz erwartete mich eine Überraschung. „Miyu-san!“
Unweit von mir stand das kleine gelbe Auto von… „Professor welch Freude!“
Der in die Jahre gekommene Erfinder, wohnte direkt neben uns und war Freund der Familie. „Deine Mutter bat mich dich abzuholen. Sie wollte nicht das du auf dem Heimweg irgendwelchen Halunken in die Hände fällst.“
*Kopfschütteln* „Typisch Mama, dabei kann ich mich doch verteidigen und zur Not würde mein Bruder ihnen das Handwerk legen.“
Der Gesichtsausdruck des Professors sprach Bände, nur keine schönen. „Wo ist Shinichi überhaupt?“
„Er ist an einem wichtigen Fall zugange.“ Schoß die Antwort wie aus einer Pistole. Zu schnell für meinen Geschmack. „Soso… *hach* dabei habe ich ihn so vermisst.“
Mitfühlend wie immer, legte er seine Hand auf meine Schulter. „Du kennst ihn, wenn er sich in etwas verbissen hat…“ //Für wahr.// „Ist alles um ihn herum unwichtig.“
Auf der Rückfahrt gratulierte er mir zu meinem Erfolg, nur wollte ich mehr über die Hintergründe meines Bruders erfahren.
„Er wird sich sicher bei dir melden, jetzt wo du überall in den Medien präsent bist.“
Seufzend schaute ich auf die an uns vorbeirasenden Häuserreihen. „Und wenn es nur um seine Fallaufklärung ginge…ich möchte so gern seine Stimme wieder hören.“ Leicht strich ich mir über die Lider. „Baka Nii-chan!“
An unserem Haus angekommen, hievte der Professor meinen Koffer aus dem Wagen. „Komm jetzt erstmal an und wenn was ist kannst du jederzeit bei mir vorbeikommen.“
Murrend gab ich nach, nahm den Koffer und fischte den Schlüssel aus der Tasche. „Arigatou!“
Eine leichte Verbeugung genügte um seiner indirekten Bitte nachzukommen.
//Willkommen Zuhause//
Alles war an seinem Platz auch Shinichi sein Zimmer sah noch genauso aus wie in meiner Erinnerung. //Er wird sicher nix dagegen haben…//
Die Fenster weit öffnen, schauten einige Passanten nicht schlecht drein. //Ist wohl lange her, seit mein Bruder hier durchgelüftet hat.//
Rücklinks ließ ich mich auf das große Bett fallen „Ah…“, wie das Telefon plötzlich klingelte.
„Kudō“
Stille am anderen Ende. „Hallo?“
Etwas rührte sich „Entschuldigen sie die Störung, Inspektor Megure hier ich dachte den Herrn des Hauses erreichen zu können.“
Kühl fuhr ich mir durchs Haar. „Tut mir leid Inspektor, aber Aniki ist zurzeit nicht zu Gegend. Kann ich ihm etwas ausrichten?“
Dem Mann am anderen Ende schien die Luft zu fehlen. „Nein danke, richten sie ihm einfach von meinem Anruf aus.“
„Gern Hr. Inspektor & eine angenehme Schicht.“ Damit war das Telefonat für mich zu ende.
//Sicher flippt er gerade total aus, weil er mit mir gesprochen hat.//
Viel Aufregendes geschah an diesem Tag nicht mehr.
Gleich am nächsten Morgen klingelte erneut das Telefon.
„Moshi moshi“
„Nee-chan?“
Mir blieb das Herz fast stehen. „Shinichi!“
Sich vielmals bei mir entschuldigen, ließ er mich erst nicht zu Worte kommen. „Der Professor erzählte mir, du bist zur morgigen Vernissage der Familie Suzuki geladen.“
*tze* „Dachte du hast es aus einer der vielen Klatschblätter, welche sich gerade darum reißen mich zu interviewen.“ Es fiel mir schwer nicht zu weinen. „Wo bist du überhaupt? Mum & Dad sagen kein Wort, der Professor druckst rum und anstelle mich abzuholen muss ich nun allein hier im Haus die Zeit totschlagen.“
Nur was wäre er für ein Detektiv/Bruder, wenn ihm dies nicht schon längst aufgefallen wäre.
„Ich habe dich lieb & verstehe deine Sorge, doch musst du mir nicht die Starke vorspielen…“ ich hörte sein amüsiertes Lächeln. „dafür reicht deine Schauspielkunst gegenüber meinem Gespür als Detektiv nicht aus.“
Jetzt hatte er mich. „Aber dein Ego kann es mit dem deines Rivalen Kid nicht aufnehmen, dafür bist du zu sensibel liebster Bruder.“
Kabbelnd kratzte ich mit dem Vergleich zum “Phantom in the Moonlight“ an seiner Ehre als Schnüffler. „Gehörst du etwa auch zu seinen Fans?“
//Wenn er wüsste.// Resigniert verneinte ich. „Nein! Eher mehr eins deines Kollegen in Osaka.“ Und konnte sein Schmollmund direkt vor mir sehen. „Doch sind du und Papa meine wahren Helden.“
*Verlegendes Schweigen*
„Ach bevor ich es vergesse Aniki, Inspektor Megure bittet dich ihn zurück zu rufen.“
Er lachte. „Hat er sich nicht gefreut mit meiner berühmten imouto gesprochen zu haben?“
*lach* „Eher war das Schweigen der Lämmer seine Begrüßung.“ Glucksen genoss ich die Vertrautheit.
„Ich melde mich wieder sobald es geht, bleib bitte auf der Hut.“
Mein Schweigen sagte ihm alles. „Hab trotz allem viel Vergnügen und zieh dich vernünftig an.“
Seine letzten Worte gingen in einem Kichern unter. //Als ob ich nicht wüsste…//
Über Ran kannte ich die Familie Suzuki durch ihre beste Freundin & Klassenkameradin: Sonoko
Nur in unausweichlichen Situationen wie die Vernissage, wollte ich mit diesen Leuten Zeit verbringen.
Noch mit dem Telefon in der Hand schlurfte ich ins Arbeitszimmer meines Vaters.
Ich war irgendwie noch völlig müde von der Reise, jedoch wie ich kurz die Augen auf dem Sofa schloss, spürte ich einen Windhauch. „Es gibt eine Tür mit Klingel.“
„Wie der Bruder ein Morgenmuffel.“
Mich nicht rührend, trat die Person an mich heran. „Hey nicht einschlafen, dachte wir verbringen den Tag zusammen.“
Die Augen wieder öffnen, blickte ich in schöne blaue Seelenspiegel. „Hast du keine Zaubershow vorzubereiten?“
Er lachte. „Du wirst deinem Namen gerecht, Miyu. Aber Nein! Dieses Mal gibt es keinen Grund.“ Dieses klare freie Lachen hörte ich auch nur selten. „Außer du zauberst mir für morgen Abend einen aus den USA importierten Edelstein herbei.“
Dafür kassierte er eine Schelle. „Trottel!“
Weil es meinem aus Kindertagen vertrauten Freund und Sohn des Kostüm-Lehrers meiner Mutter, Kaitō Kuroba gehörte.
Zwar ähnelte er Shinichi in gewisser Hinsicht, doch waren sie wie Voll & Neumond.
„Hast du mit ihm telefoniert?“
Mich aufrichten, legte ich das Telefon beiseite. „Wenn du die Antwort kennst warum fragst du?“
„Na weil es um ihn herum so still geworden ist und diese Schnarchnase aufgetaucht ist.“
Ich schmunzelte. „Hattest wohl schon die Ehre mit ihm gehabt, wie?“ Seine fröhliche positive Art verscheuchte immer die aufkommenden Wolken meines Gemüts.
Sich auf den Teppich vor mir niederlassen, verschränkte er die Arme vor der Brust. „Sich mit dem Meitantei des Ostens zu messen, macht viel mehr Spaß, als mit dem…doch was ist mit dir, wie fühlt es sich an “Japans Stern am Modehimmel“ zu sein?“
//Themenwechsel aufgrund mieser Gefühlswelt//
„Hör auf es so zu betonen, als sei ich einer deiner Diamanten, Kaitō…reicht, wenn mich meine Mutter schon genug mit der morgigen Suzuki-Group Vernissage nervte.“
Eine Rose aus dem Nichts zaubern, beugte er sich zu mir vor. „Weil du einer bist meine kleine süße Kudō. Allein das Meitantei & du die Welt mit euren Saphiren verzaubert, sagt schon alles aus.“
Leicht verlegen nahm ich die Blume an. „Charmeur oberster Güte.“
Zufall is the Girl best Friend
Ganz Gentleman lud er mich in seine Lieblingsconfiserie ein.
„Yukiko hat dir viel von meinem Vater weitergegeben.“ Grinste er mir die Tür aufhalten.
„Einiges habe ich mir auch selbst von ihm abgeguckt.“ Nickte ich ihm dankend zu.
Uns an einen Tisch setzen, bestellten er sich das übliche nur für 2 Personen. //Er kann es nicht lassen//
Die Kellnerin war hin & weg, nur den Blick, welchen sie mir schenkte, hätte nicht abstoßender sein können.
„Wusste gar nicht, dass du so ein Frauenheld bist mein lieber.“ Ignorierte ich die Dame einfach und wandte mich meinem Geleit zu.
„Du bist auch viel zu oft außer Lande“ Zeigte er mir nun seine überheblich arrogante Seite. „Sonst wärst du mir sicherlich auch schon verfallen.“
Ohne Zögern „Kann sein, doch vergiss nicht wessen Blut ich bin.“ gab ich ihm klar Kante. „Mit nichten würde er diese Liaison dulden & deine Nachbarin würde mir ebenfalls den Hals umdrehen.“
Dies brachte ihn zum Lachen.
„Um Aoko musst du dir keine Gedanken machen, die steht mehr auf Blondinen.“
Perplex schlug ich die Lider auf. „Dabei hat sie doch all die Jahre…“, „Seit ein Austauschschüler von Möchtegern Detektiv aus England zu uns kam, redet sie über nichts Anderes als das er oder einer der hiesigen ihrem Vater zwar helfen, jedoch schön die Finger von Kid lassen sollen.“
Seine Gestikulation dabei ließ mich nun in Gelächter ausbrechen.
//Genau dies habe ich vermisst//
Beim Essen sprachen wir über alles was uns in den Sinn kam, tauschten Ansichten über bestimmte Themen aus und erzählten einander unsere Probleme.
„Du glaubst nicht was für schmierige Typen einen alles schreibt…“ Wir konnten einander lesen wie offene Bücher, ließen uns aber trotzdem unsere Geheimnisse.
Es war wie zwischen Shinichi & mir…wir mussten uns nicht voreinander verstellen.
„Entschuldigung, kann es sein das sie das Model & Schauspielerin Fujimine-san sind?“
Ein kleines braunhaariges Mädchen zog sachte an meinem Ärmel.
Lächelnd nahm ich ihr Notizbuch. „Wie heißt du denn?“
„Ayumi!“ fingen ihre Augen an zu strahlen.
Unter dem vielsagenden Schmunzeln meines besten Freundes, signierte ich der Kleinen ihr Buch, wie mir beim zurückreichen ihr Anstecker ins Auge fiel. „Das ist aber ein schicker Anstecker.“
Glücklich zeigte sie ihn mir und erzählte von ihren Freunden, mit welchen sie schon bei einigen Kriminalfällen beiwohnte. //Man könnte sie mit der “Backer Street“ Bande vergleichen.//
„Dann achtet gut aufeinander.“ Lächelte ich ihr zu, wie sie mit einer Verbeugung davonlief.
„Da hast du einem kleinen Fan eine große Freude bereitet.“ Schmunzelte Kaitō noch immer, ehe er an seinem Kakao nippte.
„Bei Kindern lasse ich gern mal mein Pokerface weg.“
Keiner um uns herum hatte seine Aufmerksamkeit auf das eben passierte gerichtet, „Da sieht man wieder wessen Blut du bist…“ schnaubte der Mittelschüler belustigt in seine Tasse. „Geschwister mit den fast gleichen Marotten.“
Gespielt eingeschnappt tat ich es ihm mit dem Kakao gleich. „Pöh…“
Der Nachmittag war trotz einiger *Gähn* Anfälle meiner Saits und blöden Kommentaren seiner Saits dazu, einfach nur schön.
„Hast du dich eigentlich schon für eine Garderobe fürs morgige Event entschieden?“
//Oh Shitt!//
An meinem Innehalten merkte er was los ist und fuhr sich lässig durchs ohnehin wuschelige Haar. „Du bist unverbesserlich.“
Die Lippen zu einer Schnutte verziehen, schaute ich ihn an. „Für den blöden Spruch, hilfst du mir gefälligst dabei.“
Zu meinem Erstaunen ergriff dieser meinen Arm und zog mich ohne, dass ich auch nur in der Lage war die Haustür zu öffnen direkt ins Ankleidezimmer meiner Mutter. //Ich will jetzt nicht wissen wie er das gemacht hat.//
Nach nur wenigen Minuten, hatte er mir 6 Kleider in die Arme gelegt. „Nun zieh dich um, ich mach uns in der Zwischenzeit ein Tee.“
Ins Bad verschwinden, versuchte ich dem ganzen Herr zu werden.
Im ersten Outfit gekleidet kehrte ich ins Zimmer zurück, wo der Magier mit einem Tablett beladen grade hereinkam. „Bei deiner Mutter ja, bei dir…NEXT!“
So ging es auch bei 3 weiteren Kleidern weiter, als er sich an meinem Koffer zu schaffen machte //Frechheit// und ein mir unbekanntes “Kleid“ zum Vorschein brachte.
Sein nachdenkliches Gesicht und der darauffolgende Wechselblick zu mir, verhieß nix gutes. „Wag es ja nicht…ah…“ Doch zu spät, noch bevor ich auf sein sündiges Grinsen reagieren konnte, hatte ich schon das besagte Kleidungstück am Leibe. „Na da sieh einer an.“
Es war schlicht, die Farbe unterstrich meine Vorzüge, nur an den Schultern zu Beginn der Ärmel angebrachten “Dekoration“ musste ich mich gewöhnen.
„Da sieht man wer in eurer Familie den Ton angibt.“ Meinte er nur nebenbei und ließ mich eine Drehung machen. „Du siehst unglaublich aus Miyu-chan.“
Auf dem beigelegten Kärtchen hatte Mutter mir den Namen des Designers aufgeschrieben, für den Fall das ich nach ihm gefragt werde.
*Dong…Dong*
„Oh ich muss los, wir sehen uns sicherlich noch vor deiner Rückreise.“ Hüpfte Kaitō vom Bett auf und schaute zur Uhr. „Dein Bruder schläft richtig bequem, hätte ich von dem Steiftier nicht erwartet.“
Böse funkelte ich ihn an. „Was verlangst du, er ist mein Bruder & das Steiftier nehme ich mal als Kosewort.“
Mir einen Kuss auf die Wange gebend verabschiedete er sich für den Abend und verschwand wie es sich gehört in einer Rauchwolke. „Du hättest auch die Tür nehmen können, Bakaitō!“
Irgendwie beschlich mich aber ein Gefühl, anstelle des Kleides lieber traditionell ein Kimono zu wählen. //Wer weiß was der alte Suzuki im Schilde führt.//
Sicher das Gewand im Schrank verstauen, fischte ich ein nicht allzu auffälligen, jedoch gut bedachten Kimono hervor. //Mama hat mehr zur Auswahl als viele Boutiquen in Paris//
Ich wusste es würde Beschwerden ihrer Saits geben, wenn sie mich so in den Zeitungen erblickt, aber was wäre ich für eine Schauspielerin, wenn ich nicht Style echt zu unseren Traditionen stehen würde.
Schließlich bin noch minderjährig und da mir das Klientel des Vorstandsvorsitzenden nicht geheuer ist:
Vorsicht ist besser als Nachsicht.
Wie recht ich mit meiner Vermutung lag erfuhr ich am nächsten Morgen via Mail meines Managements.
Der Zausel hat ohne das Wissen der Öffentlichkeit einen riesigen Rubin von seinem Geschäftspartner für diesen Abend ausgeliehen, welcher mein Antlitz als sein Ehrengast zieren sollte. //Buddha hilf//
Von der Größe her könnte er sogar ins Beuteschema meines Freundes passen, doch der hatte eine Verabredung bei Familie Nakamori zum Essen, also…
Ein finsteres Lächeln schmückte mein bis zu dem Moment müdes Gesicht. *kichert fies*
//Wer diesen Zufall nicht in vollen Zügen auskostet, verpasst oft die besten Chancen auf den Hauptgewinn.//
Geschwind machte ich mich für den Tag fertig und lief zum Professor rüber, der gerade wieder am Tüfteln war. „Guten Morgen!“
Erschrocken drehte er sich zu mir um. „Miyu…“ ihm schien der Schreck noch richtig in den Gliedern zu stecken. „Warum klingelst du nicht?“
„Tze, tze, tze…bei ihrer Arbeit hier, hören sie so gut wie gar nix und außerdem wissen sie, dass ich sämtliche Schwachstellen am Haus kenne.“
Dabei muss ich wohl wie mein Bruder ausgesehen haben, denn er fasste sich an Kopf „Ihr Beide macht mich irgendwann noch fertig.“ Dabei entdeckte er den von mir mitgebrachten Kaffee. „Arigatou!“
Mich gegen den Tisch lehnen schaute ich auf seine Werke. „Prof. könnten sie mir zu heute Abend was besorgen?“
Neugierig nippte er an seiner Tasse. „Was hast du wieder ausgeheckt?“
Fröhlich über beide Ohren strahlend, listete ich ihm alles auf. „Und wenn es keine Umstände macht, würden sie mich gegen 1 Uhr dann von dort abholen? Käme blöd rüber, wenn keiner mich armes hilfloses Geschöpf zu gegebener Stunde abholt.“ Theatralisch unterstrich ich meine letzten Worte und sah wie dem Mann die Gesichtszüge entgleisten. „Bist du von allen guten Geistern verlassen?“
Abschmetternd hob ich die Hände „Mehr Fliegen mit einer Klappe kann man nicht schlagen, Professor…“ bevor ich sie vor der Brust verschränkte. „Somit wären mir diese was schuldig und gäben nebenbei endlich Ruhe.“
Nachgebend ließ er die Schultern hängen „Du hast ja Recht, aber ist es nicht zu gefährlich ohne das nötige Knowhow?“
Wieder typisch “Kudō“ grinste ich ihn an. „Unterschätzen sie mich nicht, ich habe von den Besten gelernt...dies wird meine Meisterklausur.“
Alles lief perfekt, nun musste ich nur noch die Feinheiten checken ehe es zum Showdown kam.
//Schade das mein Bruder gerade mit Abwesenheit glänzt…hätte dem ganzen sicherlich noch ein wenig mehr Pfeffer gegeben.// „Aber man kann nicht alles haben“ sagt der Volksmund.
surprice surprice
Pünktlich fuhr mich eine Limousine des Unternehmens vors Anwesen. „Fujimine-san!“
Die Reporter traten sich schon gegenseitig auf die Füße, nur um ein gutes Bild oder ihre obligatorischen Fragen zu stellen.
Zuckersüß winkte ich ihnen zu, grüßte brav einige von ihnen und nahm die mir, vom Gastgeber gereichte Hand. „Willkommen zurück Fujimine-san, es ist uns eine Ehre sie hier willkommen zu heißen.“
//Ätzend// „Ich danke ihnen für die herzliche Einladung Suzuki-sama, schön wieder in heimischen Gefilden zu weilen.“ //Bisschen Honig ums Maul schmieren kommt immer gut.//
Höflich gab mir der alte Herr einen angedeuteten Handkuss, was ein gefundenes Fressen für die Anwesenden Paparazzi war. //Wo ist meine Sonnenbrille, wenn man sie braucht…?//
Seinen Arm reichend, führte er mich ins Anwesen, wo bereits mehrere Gäste an ihren Aperitifs hingen. Unter ihnen die Nichte von Jirokichi mit Freundin und dem kleinen Jungen, welchen ich auf der Herreise in einer Zeitschrift sah. //Putzig.//
Nach einer weiteren Ansprache auf der Bühne durch den Gastgeber, sowie kleinerem Smalltalk mit einigen der Gäste, stapfte die Erbin in großen Schritten auf mich zu. „Fujimine-san, wenn ich um ein Autogramm bitten darf!“
Musternd ließ ich den Blick über sie schweifen. „Dabei bin ich doch bloß eine kleine Göre, welche sich nur mit Hilfe ihrer wesentlich talentierteren Mutter über Wasser halten kann.“
Schamesröte trat auf ihre Wangen. Sie erinnerte sich an den Tag wo sie mir diesen Satz an den Kopf geworfen hat, weil sie wegen einer Lappalie sauer auf mich war.
Ran verkniff sich ein Lachen. „Sie hat es nicht vergessen, Sonoko!“
„Persönliches Pech würde ich sagen.“ Kommentierte der Kleine seine Hände in den Hosentaschen.
Betroffene Person ignorieren, begrüßte ich Ran freundlich mit einer kleinen Umarmung. „Schön dich wiederzusehen Mōri-san, gratuliere zum Sieg bei der letzten Meisterschaft.“
Gerührt erwiderte sie „Arigatou!“, bevor sie sich an den kleinen Mann neben sich wandte. „Conan Edogawa kennst du sicherlich, immerhin seid ihr ja über einige Ecken miteinander verwandt.“
//Bitte Was? Wie? Wer?//
Prüfend schaute ich mir den Knirps vor mir an. //Also abstreiten würde ich unsere Verbindung nicht, dafür sieht er…// Ich hielt inne //nein…das ist unmöglich…// reagierte doch bevor es zu Missverständnissen kam. „Für Wahr, doch wie ich ihn das letzte Mal sah, war er gerade ein wandelnder Meter.“
Mich zu ihm herunter kniend, strich ich ihm übers Haar. „Nicht zu glauben dich hier in Japan anzutreffen, Conan-chan…sind deine Eltern auch hier?“
Die klugen Augen hinter den Brillengläsern hatten den gleichen Schalk im Nacken, wie die meinen. „Nein! Sie haben mich allein her geschickt in der Hoffnung einen von euch anzutreffen, was leider nicht der Fall war.“
Zu Ran aufblickend, dachte ich mich will jemand hinters Licht führen. „Dann danke ich Mōri-san dafür, dass sie dich aufgenommen hat.“
Nur schien mir die Karate-Meisterin nicht den Eindruck zu machen. „Onkel Kogorō ist Detektiv und es ist so spannend ihm dabei zuzuschauen.“ Frohlockte Conan ein wenig übertrieben, doch spielte ich sein Spiel mit. „Dabei könntest du von meinem Bruder mehr lernen als von dem.“
Verlegen lächelte die Tochter des Themengebers, wie ich mich erhob, um mich an meinen Platz nahe des Familienoberhaupts zu begeben. „Dann habt noch einen angenehmen Abend ihr Drei.“
Mir den Blick des Jungen bewusst kehrte ich ihnen nach einer eleganten Verbeugung den Rücken zu. //Was wird hier gespielt…ist er der Grund, warum meine Eltern kein Sterbenswort über ihren Heimbesuch verlieren?//
Mit dem Schatz des Abends um meinen Hals stand ich einigen ausgewählten Reportern rede wie Antwort inkl. einiger Schnappschüsse für die Klatschpresse.
„Und der Einfaltspinsel Kid weiß gar nix von meinem Glück!“ amüsierte sich Suzuki Senior über seinen scheinbar genialen Plan.
„Ist es nicht eigentlich immer ihr Traum gewesen, diesem Unhold die Leviten zu lesen?“ fragte ich spitzbübisch nach.
Mir wieder ein Kuss auf den Handrücken andeuten, schaute er mir in die Augen. „Heute möchte ich ihm so eine auswischen. Der Rubin des Gottes Ares und der schönste Stern an unserem Firmament…“ einige Mikros berührten schon fast meinen Kimono. „Ihn gegenüber damit einen Vorteil zu haben, versüßt mir schon unser nächstes Aufeinandertreffen.“
//Contenance behalten Miyu, Contenance// Den Kloß im Hals hinunterschluckend, erwiderte ich „Na sie sind mir aber gewitzt Suzuki-sama“ gekünstelt hinter meiner anderen Hand lachen. //Wenn der wüsste.//
Alles verlief wie am Schnürchen, bis mich zu gegebenen Anlass ein kleines Bedürfnis dazu veranlasste den Raum zu verlassen. „Werdet ihr abgeholt Fujimine-san o. soll einer meiner Fahrer sie nach Hause bringen?“
„Zu Großzügig, nur wird Prof. Agasa dies schon übernehmen, wenn sie so freundlich währen ihm die Einfahrt zu gewährleisten.“
Unter dieser einfachen Antwort dahinfließen, nickte der Hausherr nur und gab seinem Bodyguard alle Instruktionen. //Das wäre somit auch von der Liste//
Im Bad war ich allein, so viele Damen waren auch nicht wirklich zu Gegend.
Warum nur? Ein Schelm wer Böses denkt
Möge das Spiel beginnen!
*puff… zisch… überall dichter Nebel*
Punkt Mitternacht, wie der letzte Glockenschlag übers Gelände schallte. Gingen im Anwesen alle Lichter aus.
„Ladys and Gentleman, vielen Dank für ihr erscheinen.“
Auf der Bühne ging mit Mal ein Scheinwerfer an und ließ einen ungebetenen Gast in seinem Lichte baden. „Welch Freude, dass sie mir solch Mühen abgenommen haben, Suzuki-san!“
Gelassen voller Selbstbewusstsein nahm sich die in weiß gekleidete Person das Objekt seiner Begierde „Vielen Dank und bis zum nächsten Mal.“. Grinste und ließ eine Blendgranate fallen.
„KID!!!“
Das Gebrüll des um seinen Sieg geprellten, war im ganzen Haus zu vernehmen.
Es dauerte eine Weile bis sich alle von dem eben erlebten erholt hatten, am lautesten war das Girly-Kreischen von niemand geringerem als Sonoko. //Organ liegt in der Familie…//
Im kühlen Licht des Vollmondes hockte der bekannte “Phantomdieb 1412“ auf den Dachzinnen des Anwesen und begutachtete den Edelstein akribisch. „Schade, schon wieder nicht was ich suche.“
Seufzend erhob dieser sich, wie. „Du bist immer für eine Überraschung gut Kid“ Hinter ihm der kleine Junge von der Party auftauchte. „Niemand hätte damit gerechnet dich hier zu sehen.“
„Nennen wir es Instinkt, ich fühlte das Suzuki etwas im Schilde führt und habe einfach mal improvisiert.“ Überheblich ließ Kid die Kette mit dem Rubin an seiner Hand baumeln. „Doch leider wieder nicht was ich mir erhofft hab.“
Ihm seiner Gesellschaft zuwerfend, spiegelte sich das Mondlicht für einen kurzen Augenblick im Monokel es Unruhestifters wider. „Sei so gut und gebe ihm der reizenden Prinzessin wieder…“ Conan stockte, wie sein Gegenüber fortfuhr. „sie wird sicher gleich aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen.“
Damit öffnete sich der unterm Umhang versteckte Gleiter, welcher seinen Herrn mit dem nächsten Windstoß davonfliegen ließ.
„Verdammt!“ fluchte der kleine Junge, ehe er sich wie von Kid gewollt hinunterbegab, wo eine müde dreinschauende Schauspielerin von Ran gestützt aus dem Bad geführt wurde. „Fujimine-san, geht es dir nicht gut?“
Benommen schaute ich auf den mir entgegenkommenden Knirps. „Da geht man nur kurz wohin und dann sowas…“
Lächelnd reichte Conan mir die Kette. „Aber woher?“ fragte Ran verwundert.
„Kid meinte es ist nicht das was er sucht und ich solle ihm der reizenden Prinzessin wiedergeben.“
Ihn mir wieder um den Hals legen, kamen auch schon wie die Heuschrecken sämtliche in Haus eingedrungenen Reporter.
Sonoko jammerte ihrer Freundin die Ohren voll, da Kid es sich herausnahm sie einfach zu ignorieren.
„Die hat Sorgen!“
Über die Synchronität des Satzes, schauten der Kleine und ich uns kurz fragend, dann amüsiert darüber an. //Nun bin ich mir sicher…da muss mir gleich jemand so einiges erzählen.//
Dank Suzukis eingreifen musste ich erst am folge Tag bei dem herbeigerufenen Inspektor Nakamori erscheinen. //Mein armes Ohr, es wird noch die ganze Nacht klingeln.//
„Miyu-san, ein Glück.“ Kämpfte sich mein Fahrer durch die Menge. „Die laufen hier herum, als wäre eine Bombe explodiert.“
//Hehe…//
Überrascht schaute der Prof. zu Conan. „Was machst du den hier?“ dessen Frage sich beim Blick auf Ran beantwortete.
Den Rubin zurückgebend, bedankte ich mich noch einmal, erhielt eine ernstgemeinte Entschuldigung vom Organisator, mit einer Einladung zum Brunch bei meinem nächsten Besuch und ging anschließen mit Prof. Agasa zu seinem Wagen.
„Hat scheinbar alles genaustens funktioniert.“ Meinte dieser, als wir vom Hof fuhren.
„Gut das sie den Gleiter über den Wald haben fliegen lassen, so konnten alle Spuren zur Verfolgung im Sande verlaufen.“ Lehnte ich mich in den Sitz und schaute mir das Treiben an.
//Die haben es wirklich nicht bemerkt…selbst dieser kleine Möchtegern//
In der gesamten Umgebung des Veranstaltungsortes, wurde jeder Stein zwei Mal umgedreht, dies konnte man anhand der Truppenstärke erkennen. „Aber beantworten sie mir eine Frage, Professor…“
Gewissenhaft lenkte er den Wagen durch die Nacht. „Und Welche?“
Schier gelangweilt richtete ich meinen Blick zuerst weiter aus dem Fenster. „Dieser kleine Junge vorhin, dieser Conan Edogawa…“
Man spürte die Anspannung vom Fahrersitz ausgehen. „Ran sagte er sei ein entfernter Verwandter von mir…“
Langsam wurde er nervös. „Mir ist aber keine Familie mit diesem Namen in unserer Linie bekannt…“
Sich zusammenreißen, versuchte Agasa seine Stimme nicht zittern zu lassen. „Und welche Schlussfolgerung stellt sich dir daraus?“
Nun wandte sich meine Aufmerksamkeit kühl auf ihn und sagte es ebenso kalt heraus:
„Ist Conan Edogawa, mein Bruder Shinichi?“
Sichtwechsel
„WAS KID?“ brüllte Nakamori ins Telefon. „WANN & WO?“
Auf meinem Reis kauen, beobachtete ich das Schauspiel vor mir //Wieso Kid?//
Beim weiteren Zuhören des eher analogen Gebrülls, fielen die Stichworte: “Rubin“, “Suzuki“ & “spurlos verschwunden“
Aoko packte schon mal in weiser Voraussicht die Tasche ihres Vaters. //Wenn er so drauf war vergaß er oft ¾ seiner Sachen.//
Mir gerade eine weitere Fuhre Reis in den Mund schaufeln, haute Nakamori mit beiden Händen auf den Tisch. „Dieser miese Verbrecher…das war garantiert geplant!“
//Wie denn wenn ich hier sitze und esse?//
Von Jii hatte ich keine Informationen erhalten, auch in den Medien hat Suzuki keine Lobeshymnen auf sich geschwungen.
//Wer könnte also…?//
Am nächsten Morgen in der Schule fiel mir dann der Artikel in der Zeitung auf, welchen mir Aoko zuvorkommender weise direkt vor die Nase pfefferte. „Der Kerl ist noch abgebrühter, als erwartet…“
Gähnend richtete ich meinen Blick aufs Titelblatt und sah… //Das bin ja ICH!//
Ein druckfrisches Profilbild meines alten Egos.
„Kaitō Kid überrascht bei Vernissage!“
Ich konnte mir bei besten Willen keinen Reim drauf machen, wie ich an 2 verschiedenen Orten sein konnte, ohne mich an dieses Ereignis zu erinnern.
„...bei der gestrigen Vernissage der Suzuki-Group, erschien um Mitternacht zur Überraschung aller anwesenden Gäste im Hause des Gastgebers Jirokichi Suzuki, der berüchtigte Kaitō Kid und stahl den als Leihgabe vorhandenen “Rubin des Ares“…“
Ich traute meinen Augen kaum.
„…Galant wie immer erschien der in weiß gekleidete Meisterdieb vor den Augen aller, nahm sich den Edelstein und verschwand ohne eine Spur zu hinterlassen in der Vollmondnacht….“
//Spielt mir mein Hirn gerade einen Streich?//
„…Einige Gäste waren wieder von seinem Können hellauf begeistert…keiner wurde verletzt. Nur die Schauspielerin & Model Miyu Fujimine, welche als Ehrengast zu Gegend war erlitt leichte Schwindelanfälle aufgrund einer (nach Angaben der Polizei) mit Schlafgas gefüllten Granate…"
//Bitte WAS?//
Langsam setzte sich das Puzzle zusammen, doch fehlten einige wichtige Teile.
„Wie es scheint hast du keine Aktien in diesen Fall!“ Sprach der neben mir stehende Liebling aller hiesigen Mädchen, Saguru Hakuba, „Dann lag ich mit meiner Vermutung wohl falsch.“ resigniert seufzen.
„Als ob ich dir das nicht die ganze Zeit gesagt habe.“ Grummelte ich und las mir den Artikel noch einmal durch.
„…Fujimine-san berichtete den anwesenden Reportern nur das ihr auf der Damentoilette plötzlich schwindelig wurde und erst zu sich kam, wie eine weitere Dame sie bewusstlos vorfand…“[/i/]
Es war zum verrückt werden, alles war genauso wie ich es immer zu pflegen hegte.
1 zu 1, selbst das der Rubin wieder zurück gegeben wurde… genau meine Vorgehensweise.
Was mich noch mehr irritierte, war die Tatsache: //Mein Meitantei glaubt AUCH das ich es war?!//
Und das hatte schon was zu bedeuten.
Dem Unterricht nur halbherzig folgend, ging ich nochmal jedes einzelne bekannte Detail durch.
Es gibt niemanden, außer Shinichi Kudō der so einfach in meine Rolle schlüpfen hätte können.
//Aber der ist ja gerade nicht in der Verfassung…nebenbei ist er rechtschaffender, als seine kleine Schwester. Und die wurde Opfer einer meiner Schlafgranaten.//
In der Pause schrieb ich mit Jii über dieses Thema, aber auch er kann sich nicht erinnern je darüber nachgedacht, gar recherchiert zu haben.
Also wo oder besser wer hat mir da die Show gestohlen und lacht sich jetzt gerade derb ins Fäustchen?
„Habt ihr den Kimono von Fujimine-san gesehen?“ hörte ich eine Mitschülerin in ihrer Gruppe schwärmen. „Sowas legeres und doch traditionell elegantes war sicher der Hingucker des Abends, einfach nur großartig.“
//Kimono?//
Eigentlich sollte sie doch das von ihrer Mutter beigefügte Kleid zu diesem Anlass tragen.
„Stimmt und der Rubin stand ihr ungemein, wie sagte Suzuki-sama…“ die Freundin räusperte sich. „Wenn Zwei der wertvollsten Edelsteine aufeinandertreffen, würde sogar der Meisterdieb schwach werden.“
Woraufhin die dritte im Bunde anfängt zu kichern. „Wie recht er doch hatte, Kid konnte wirklich nicht wiederstehen.“
„Ist aber schon seltsam, dass es kein Ankündigungsschreiben gab.“ Überlegte die Erste.
„Wie auch, keiner wusste bis zu diesem Zeitpunkt das der Stein sich im Hause befand.“ Unterbrach sie die Zweite. „Er muss wohl unter den Gästen gewesen sein und hat dann spontan zugeschnappt.“
Wie verliebte Teenager, schmolzen sie dahin und fingen fast an zu sabbern bei dem Gedanken an…Mich.
„Der Falke hat seine Flügel ausgebreitet um seinen Platz als Herr der Lüfte einzunehmen und jenen die ihn unterschätzt haben des Gegenteils belehrt.“ Singsang Koizumi wie aus dem Nichts neben uns.
//Hat die mich erschreckt!//
Aoko und Hakuba schauten sie ebenfalls fragend an. Sie schien in einer Art Trance zu sein. „Geb acht, denn der Falke kennt seine Umgebung und scheut nicht sich der Sonne zu nähern.“
„Hä?“ kam es laut von meiner Nachbarin und holte somit die rote Hexe aus ihren Gedanken.
//Ein kluger Falke, der keine Angst und seine Umgebung kennt?“//
Akako sprach wieder in Rätseln. //Sich kann sie damit nicht meinen, denn im Vergleich zu ihrem Versuch mich zu “vertreten“, hat die Person von gestern alle Regeln der Zauberkunst befolgt und damit sogar den Besten hinters Licht geführt.//
Ich musste herausfinden wer es war und warum…
Gleich nach der Schule stattete ich Jii einen Besuch ab.
„Junger Herr, ich habe sie bereits erwartet.“
Fröhlich ging ich auf ihn zu. „Was hast du neues, Jii?“
Vor ihm lag meine eigentliche Ausrüstung, „Dies ist ihre komplette Ausrüstung! Ich habe sie nach sichten der Zeitungen aufs Gründliche kontrolliert, aber es fehlt nichts.“
„Wer würde sich auch ins Versteck eines Meisterdiebs trauen?“ Grinste ich selbstsicher. „Eigentlich sollte ich diesem Double danken, weil er mir nun ohne Hintergedanken einige Nervensägen vom Hals gelockt hat.“
Zustimmend nickte der alte Assistent meines Vaters. „Das ist der positive Nachklang, nur wie erklären sie sich diese Nachricht?“
Erstaunt schlug ich die Augen auf. //Nanu?// Denn in seiner Hand befand sich eine Spielkarte. „Diese wurde bei einem Freund von mir hinterlassen.“
Desinteressiert winkte ich ab und setze mich in einen der Sessel. „Na und…dein Freund hat eine Spielkarte in seinem Briefkasten gefunden, was soll das mit mir zu tun haben?“
Der ernste Blick und das darauffolgende Kopfschütteln ließen mich aufhorchen. „Sag nicht, dieser Freund…“, „Doch junger Herr, er ist derjenige welcher ihren Vater und sie ausstattet.“
//Na da hol mich doch…// Dieses Double kennt nicht nur meine Vorhergehensweise, sondern auch meine Hintergründe aus dem “FF“.
//Wie Akako sagte…der Falke kennt sich aus.//
*Schauder* Da lief es einem eiskalt den Rücken runter.
Unbeirrt reichte Jii mir die Karte. „Sie ist an euch gerichtet Kaitō.“
Alles schien normal, nur die Schrift war eine andere.
„Arigatou 1412, der Spaß war groß die Show kann weitergehen und niemand weiß wer der Prinz ist. Eine Niete neue Chancen.“
Aufmerksam versuchte ich den Sinn zu verstehen, nur konnte ich kaum einen Hintergrund erkennen.
//Ganz klar ein Dankesschreiben an mich, mit dem Hinweis das ich nun ohne Sorge weitermachen kann, denn scheinbar war der Stein nicht was ich suche…// MOMENT!
Scheinbar konnte Jii meinen Gedankengang an den Augen ablesen. „Euer Double weiß wonach ihr sucht.“
Jetzt wurde die Angelegenheit richtig unheimlich.
Normalerweise kann mich nichts so schnell einschüchtern, aber diese Person scheint mehr über mich und meinen Vater zu wissen als jeder meiner Verfolger auch nur im Ansatz vermutet.
„Wer ist dieser Mann, der die Ausrüstung baut?“
„Anonym!“
//Will der mich verarschen?//
Trotz allem bitten & betteln, fiel kein einziger Name noch ein Hinweis auf diese Person.
Resigniert seufzend kippelte ich etwas mit dem Sessel, „Na wenigstens wissen wir, dass wir uns um diesen Edelstein keine Gedanken mehr machen brauchen.“ und spielte etwas mit der Karte, //Nanu?// wie mir ein sanfter vertrauter Duft in die Nase stieg. //Mh…//
Prüfend schnupperte ich an dieser, was Jii skeptisch beäugte. „Ist irgendwas junger Herr?“
Der Geruch ging von der Karte aus, zwar schwach doch würde ich ihn überall wiedererkennen. „Jii…Mach meinen Gleiter startklar, ich werde einen kleinen außerplanmäßigen Trip durch die Nachbarschaft machen.“
Nun hatte ich die Lösung.
Nicken seiner Saits.
Auf dem Weg zu meiner Antwort hätte ich mich selbst für diese Nachlässigkeit schlagen können.
//Es war direkt vor meiner Nase, es hätte so einfach sein können…. Vater vergib mir, du hast mit deiner Ansicht auf solche Frauen recht behalten.//
Freunde
Sorgsam hängte ich die geliehene Kleidung samt Zubehör in den vom Professor vorgesehenen Schrank zurück. „Wer hätte gedacht das sie für beide Seiten arbeiten Prof.“
Nebst den praktischen Accessoires, welche er für meinen Bruder entwickelte, fanden sich auch einige des berüchtigten Diebes darunter. *schmunzel*
„Wer konnte auch ahnen das nun die 2te Generation diese gebrauchen wird.“ Hörte ich ihn seufzen.
//Stimmt ja…Vater und Toichi-Sensei.//
„Die Gesichter der Beiden würde ich zu gerne sehen, wenn sie es irgendwann erfahren.“
Geschafft von den Strapazen, setzte sich das besagte Genie auf sein Sofa. „Shinichi würde dir zuerst den Kopf waschen, wenn er von dieser Aktion erfährt.“
Schmollend drehte ich mich zu ihm um. „Der denkt aber, dass es sein Rivale war und dieser wiederum wird mit Sicherheit eine Weile an dem Rätsel zu knabbern haben.“
In der Küche uns einen Kaffee bzw. Tee aufgießen, summte ich zufrieden mit mir selbst vor mich hin.
„Machen sie sich nicht so viele Gedanken.“ Zu ihm setzend, nahm ich mir eine der aus Kid´s Pistole stammenden Karte, um meinem lieben Freund ein kleines Dankeschön zu übermitteln. „Auch zwei Meister lernen nicht aus.“
*geweitete Augen* „Das ist jetzt nicht dein Ernst, Miyu-san?“
Ihm diese reichen, konnte ich nicht aufhören zu lächeln. „Wieso? Wenn sie wirklich soviel von ihren Vorgängern geerbt haben, warte ich gern auf deren Antwort.“
Meinem Gegenüber fielen keine passenden Widerworte ein. „Dir scheint es richtig Spaß zu machen, deine engsten Vertrauten hinters Licht zu führen.“
Zwinkernd streckte ich ihm kurz die Zunge raus. „Soll ihnen doch nicht langweilig werden.“
Agasa wusste genau was ich damit meinte, immerhin hatte ich die Jungs schon damals oft an der Nase herumgeführt und ihnen gerne Streiche gespielt.
Trotz allem haben sie BEIDE mich immer wie ein kleines Kind behandelt, ohne das es ihnen in den Sinn kam in mir eine ebenfalls ebenbürtige Mitstreiterin zu sehen.
„Ruhen sie sich aus, ich verabschiede mich fürs erste und danke nochmal für ihre Ehrlichkeit.“
Leicht verbeugend kehrte ich in mein Elternhaus zurück, wo mir eine wohlige Dusche den Schweiß von der Haut spülte.
//Jetzt müsst ihr es einsehen... ihr Angeber.//
Tief und fest fiel ich in einen Traumlosen schlaf.
Das Fenster weit geöffnet in Erwartung auf bestimmten “Herrenbesuch“
Kaum öffnete ich am Morgen den Briefkasten, sprang mir das Titelbild der Tageszeitung ins Gesicht.
//Da ist meine Bestätigung!//
Zusammen mit der restlichen Post, ging ich ins Haus, machte mir was zum Frühstück und genoss meinen Ruhm in vollen Zügen.
//Niemand bemerkte die Unterschiede…nicht einmal der kleine süße Conan.// Innerlich machten meine Endorphine ein Freudentänzchen.
Nun hatte ich sie alle genau da, wo ich sie haben wollte…bis auf eben jene von denen ich es erlernt hatte.
*dring…dring…*
Auf dem Telefondisplay prangte “Mama & Papa“
„Guten Morgen!“ Gähnte ich in Hörer, wo meine Mutter schier in die Luft ging. „Miyu Kudō, was hast du wieder angestellt?“
Gelassen mir nichts anhaben lassen, streckte ich meine Arme übern Kopf aus. „Wovon sprichst du Mum?“
Im Hintergrund erklang die Stimme meines Vaters. „Du hast nicht wirklich auf Kosten deines besten Freundes und zur Beunruhigung deines Bruders einen Coup durchgezogen, oder?!“
Wütend ließ ich es nicht auf mir sitzen. „Wer hat mir den nie auf meine Fragen geantwortet? Wer hat mich den immer in meinem Handeln eingeschränkt? Und warum hätte ich mir diese Chance entgehen lassen sollen, nur um so durch jemand anderes die Wahrheit zu erfahren?“
*stürmisches Schweigen*
„Aller Welt inkl. des ach so talentierten “Detektiv des Osten“ denken KID wäre es gewesen und bleiben weiterhin blind.“
Yūsaku war der Erste, welcher seine Stimme wiederfand. „Dann soll ich es also jenen diese, bei Nachfrage mitteilen?“
„Ich bitte darum!“ Entschlossenheit war aus meinen Worten herauszuhören.
„Das kann sie selbst machen...“ Gab sich meine Mutter geschlagen. „ihr nächster Auftrag findet nämlich bei ihnen in der Nähe statt und freuen sich schon auf ihren Gast.“
„Daran sehe ich keine Herausforderung.“ Nur war hiermit noch lange nicht Schluss. „Nur was hat euch dazu bewogen mich im Dunkeln zu lassen?“
Ruhig resümieren sie ihre Gründe zu dem “Stich im Herzen“ welchen sie mir damit versetzt haben.
Zwar konnte ich einiges verstehen, doch sollte es wohl noch eine Weile dauern, bis dieser überwunden war.
„Schatz, wenn herauskommt das du hinter dieser Sache steckst wirst du keine Minute mehr zum Luft holen haben.“ Mahnte Mama mich zum Schluss.
„Warten wir erstmal die Reaktion der Betroffenen ab.“ Griente ich nur, was Papa sofort heraushörte. „Du bist aber auch genau nach “Schema F“ vorgegangen…das selbst Shinichi den Unterschied nicht bemerkte, überrascht mich allerdings.“
Vorgeblich entrüstet musste ich Aniki in Schutz nehmen. „Bei seiner momentanen Größe und der vorliegenden Lage, konnte er es auch nicht wirklich erkennen.“
Lange hatten wir meine Mutter nicht mehr so lachen gehört.
Sie schien wohl Tränen gelacht zu haben, da sie sich nicht mehr einkriegte.
Nur da ich noch ein wenig Down vom Vorabend war, verabschiedete ich mich und ging mit der Zeitung bewaffnet in den Garten. //Dann wollen wir mal schauen, was die heimische Presse zu berichten hat.//
Ich war mir sicher, Shinichi noch nichts von meinem Wissen zu beichten. //Er würde sich nur den Kopf über meine Sicherheit zerbrechen.//
Vom Bild begeistert, gratulierte ich dem Fotografen mental für sein gutes Augenmerk. „Das kommt in mein Fotoalbum!“ Sie hatten mich nämlich im richtigen Moment vor dem prallen Mond einfangen können. //Was er wohl von dieser Hommage hält? *kicher*//
Da sich bis zum Abend nichts bei mir tat, beantwortete ich etwas meine Fan-Post und die war teils richtig abnorm. //Haben die mein Alter vergessen o. sind sie Pädophile?// Jene welche mir zu abartig waren, ging direkt an die Polizei.
Andere waren zuckersüß mit Bärchen o.ä. welche ich oft ans Waisenhaus oder Krankenhäuser verschenkte, damit sich die Kinder an ihnen erfreuen konnten.
Zur Entspannung setzte ich mich mit einem Buch aus der Sammlung meiner Eltern auf den zu Anikis Zimmer führenden Balkon.
Der noch volle Mond erleuchtete alles, wie die Straßenlaternen gedimmt wurden und ich in einer Wolldecke gehüllt wenig später beim Lesen einschlummerte.
„Unverbesserlich“
Behutsam hob mich jemand von der Bank, auf der ich saß und trug mich ins Haus. „Du wirst dich noch erkälten.“ Klang die tief samtig vertraute Stimme dicht an meinem Ohr.
„Und das sagt ausgerechnet du?“, murmelte ich verschlafen, an ihn schmiegen.
Auf dem Bett ablegend, setzte sich der Gast zu mir. „Ich bin nicht ohne!“
Müde öffnete ich die Lider und war kurz von dem hellen Schein welches von ihm durchs eindringende Mondlicht ausging geblendet. „Kaitō?!“
Als sich mein Blick klärte, schaute ich nicht schlecht ihn in seinem alten Ego vor mir zu sehen. //Wow!// „Wie komm ich zu dieser Ehre?“
Lächelnd meine Gedanken erahnen strich er mir über die Wangen. „Du hast mir letzte Nacht die Show gestohlen, Kudō!“
Auch wenn ich ihn schon so lange kannte, traf er damit meinen wunden Punkt. „Hab ich das?“
Zwar tat ich auf unschuldig, aber Kaitō Kid wäre nicht Kaitō Kid, wenn es ihm nicht auffallen würde. „Warum denn so verlegen, liebste Freundin?!“
Mir stieg die Wärme bis zum Scheitel. „Baka!“
Er lachte, wurde dann jedoch wieder ernst. „Warum hast du das Gestern gemacht? Dir hätte sonst was passieren können.“
*tze* „Hör auf wie mein Bruder zu reden, ihr habt selbst schuld mit eurem Gehabe. Sei eher dankbar dafür, dass dir dieser und andere nicht mehr auf der Schliche sind!“ Eingeschnappt, wie enttäuscht verschränkte ich meine Arme vor der Brust und taxierte ihn mit meinen Blicken.
Daraufhin hob sich seine linke Braue und wich etwas zurück. „Wolltest du uns damit etwa eine Lektion erteilen?!“
Nun schien der Yen gefallen zu sein.
„Shinichi & du seht immer nur ein armes verletztes Reh in mir… dabei habe ich schon mehr wie nur Gestern bewiesen, dass wir alle in unserem jeweiligen Metier auf einer Stufe stehen.“ Die herablaufenden Tränen bemerkte ich erst, wie mir eine Weiße behandschuhte Hand über die Wangenknochen strich. „Dann muss ich mich wirklich für meinen Starrsinn entschuldigen und dir danken.“ Seine Stirn an meine Lehnen schloss er kurz die Augen. „Ich hatte nur solche Angst, nachdem mir alles klar wurde und dich hier eben friedlich schlafen sah.“
Ihm das Monokel und den Zylinder abnehmen, hob ich sein Kinn an. „Nun sind WIR beide quitt!“ In seinen blauen Iren versinken, lächelte ich ihm sanft seine Geste nachahmen. „Sei trotz allem auf der Hut und wenn du Unterstützung benötigst, sag was.“
Diese Seelenspiegel funkelten beruhigt im Mondenschein. „Ein doppeltes Lottchen würde diesen Snake sicher verwirren.“
Ich grinste siegessicher, „Und nicht mal der sonst so allwissende “Holmes der Neuzeit“ hat sein eigen Fleisch & Blut unter dem Mantel des mysteriösen Diebes 1412 wiedererkannt.“ umarmte ihn dann jedoch stürmisch „Gemeinsam schaffen wir das unmögliche.“ und holte ihn so aus dem Gleichgewicht auf, dass er rücklinks nach hinten fiel. „huch!“
Eine Weile unterhielten wir uns über die kommenden Tage.
Bei Erwähnung wieder ins Ausland zu müssen, trübte sich sein Gemüt. Zwar telefonierten wir immer, schrieben einander Mails o.ä. nur so wie hier und jetzt gab es selten. „Willst du hier heute übernachten?“
Seine freche Antwort darauf:
*big smile* Er stand ohne weiteres auf, schnippte und stand in Shirt wie Hose mit einem Kulturbeutel unterm Arm vor mir. „Ich putz mir dann mal eben die Zähne!“
Beim Rausspazieren bekam er von mir ein Kissen an den Kopf. „Pfosten!“
Sein klares, helles Lachen war im ganzen Haus zu hören.
Tief durchatmen, legte ich mich zurück in mein Kissen, deckte mich zu und dämmerte langsam wieder weg.
„Schlaf schön du Gelegenheitsdiebin.“
Bedröppelt schaute Prof. Agasa am nächsten Morgen drein, wie Kaitō aus dem Haus kam und zur Schule ging. „Ohayou!“ Ihm war das noch viel zu früh.
Hingegen mir heute so schnell keiner die Laune verderben sollte.
Gemütlich hatten wir zusammen gefrühstückt, dabei erzählt er mir von seinem neuen Trick, den er bei seinem nächsten Coup zeigen wollte.
„Davon werde ich sicherlich in den Nachrichten einiges zu lesen kriegen.“ Gab ich ihm Schützenhilfe, ehe er sich aufmachte, um die Bahn zu kriegen.
„Pass auf dich auf Miyu, nicht das ich dir zur Rettung eilen muss.“
*lach* „Dafür müsstest du und Aniki über eure Schatten springen und es im Team fertigkriegen, denn wenn wird es nicht ohne sein.“
Strahlend nahm er mich in seine Arme, drückte seine Nase in mein Haar und grüßte den Nachbarn beim Verlassen des Geländes. //Der arme Prof. versteht sicher die Welt nicht mehr.//
Wie er außer Sichtweite war, sah ich zu meine Koffer neu zu bestücken. //Nächste Halt:Frankreich!//
Unerwartet
Für eine Dokumentare Neuauflage der Nationalheldin Jeanne d´Arc, flog ich gen Paris.
Ich werde wohl nie verstehen, was alle an dieser Stadt faszinierte.
Ein Modelable reihte sich wie die Nobelrestaurants ans nächste und die Sehenswürdigkeiten wie der Eifelturm oder Notre-Dame gingen in diesem scheinheiligen Getue unter.
„Miyu-chan!“
Erschlagen von dem Treiben dieser “Traummetropole“ nahm mich meine Gastmutter Chikage fest in ihre Arme.
Wie ihr Mann meine Mutter unterrichtete, unterwies sie mich während meines Aufenthalts ebenfalls in die Kunst der Verwandlung.
Sie hatte eine besondere Bindung zu diesem Ort und das nicht nur weil hier die Geschichte ums “alt Ego“ der Männer Kuroba sein Anfang nahm.
Hier fühlte sie sich mit ihrem Gatten verbunden, auch wenn es bedeutete ihren Sohn allein in Tokio zu lassen. //Hier haben die Jungs wieder was gemeinsam…sie haben ihre Freiheiten ohne Muttis Nudelholz im Nacken.//
In, wie auf den überlieferten Schauplätzen, machte der Dreh unheimlichen Spaß.
Ich studierte viel über die damaligen Künste, versuchte mich so gut es nur ging in die Person hineinzuversetzen und sprach mit vielen Menschen aus den Regionen.
„Fujimine, warum redest du nicht mit unseren Historikern?“ Hinterfragte mich der Regisseur.
„Weil mich die vorgegebenen Theorien langweilen & normale Menschen oft Hintergründe von ihren Ahnen überliefert kriegen, die Historiker nicht für voll nehmen.“
//Ein einfacheres Erfolgsrezept gibt es nicht.//
Oft besuchte mich meine Gastmutter in den Drehpausen. Sie behielt für mich den Kontakt nach Japan, wodurch ich kein Fall meines Bruders oder Coup von Kaitō verpasste.
Sie erheitert sich immer darüber, wenn die Kontrahenten einander begegnet sind. „Sie könnten wirklich Zwillinge sein. Sowas entzückendes wie ihre kleinen Neckerei erlebt man nicht häufig.“ Amüsierte sie sich stets darüber, genauso wie die meine. //Mütter*seufz*//
Wie viel Zeit ins Land gezogen war, erkannte ich erst als die letzte Szene im Kasten und die Dekoration in den Straßen, wie auch der Zustrom von Touristen erheblich zunahm. //Merry Christmas!//
„Wer wird deine Begleitung bei den Festspielen sein?“
Antwort: Mein Vater ließ es sich (trotz Einwände einiger Film-Crew-Mitglieder) nicht nehmen an der Seite seiner Tochter über den roten Teppich zu schlendern.
„Monsineur Kudō, erneut dominieren sie die Bestsellerlisten internationaler Verlage…“
Horden an Reportern hielten uns ihre Mikrofone vor die Nasen. „Wie ist es nun hier mit ihrer Tochter zu stehen?“
Ganz der Profi, beantwortete Paps ihre Fragen und überraschte mit einem klaren Statement.
„Meine Kinder sind trotz ihrer vererbten Eigenschaften zu selbstbewussten Individuen geworden: Wer könnte da nicht stolz auf sie sein?!“
//Papa//
Mich fragten sie über das Fernbleiben von Shinichi aus, woraufhin ich nur schelmisch ganz die kleine Schwester parierte. „Auch ein Meisterdetektiv wie er muss für wichtige Klausuren büffeln.“
*allg. Gelächter*
Dabei ergriff ich meines Vaters Arm und zog ihn zu mir. „Doch bleibt mein Vater die Nummer 1!“
Keiner wagte es sich mir auch nur zu nähern, weil sie den zwar ruhigen jedoch strengen Blicken des Weltberühmten Autors nicht standhielten.
Nachwirkend, stieg das Interesse an meiner Familie worauf meine Mutter dem Zuständigen PR-Leiter dazu “überredete“ die ganze Familie bei dem in Japan standfindenden Event teilhaben zu lassen.
Allein der überrumpelte Gesichtsausdruck des Leiters, wie der Männerschwarm Yukiko Fujimine in sein Meeting schneite und so einfach meinte „Wenn dann alle!“…
Ihr könnt es euch nur vorstellen *lach*
Während der Arbeiten hielt mich Prof. Agasa ebenfalls auf dem Laufenden, da Conan nicht wissen sollte, wer noch alles über ihn Bescheid wusste. Er bestätigte mir auch die bei Telefonaten im Hintergrund erscheinenden Störgeräusche. „Der Stimmentransposer kann halt nicht alle Frequenzen umändern…“ erläuterte er mir diese.
Es ging Shinichi dabei nicht besonders, auch ihm wäre es lieber mit mir von Angesicht zu Angesicht per Videochat zu kommunizieren. „Halt die Ohren steif Aniki, wenn ich wieder in Tokio bin bringe ich dir was aus Schottland mit.“
*schnaub* „Du klingst als seien die Rollen vertauscht und ich bin der Jüngere von uns.“
//Bei genauere Betrachtung, stimmt das auch.//
Mir tat es im Herzen weh. „Ich würde auch viel lieber mit dir in der Bibliothek auf dem Sofa ein gutes Buch lesen o. du spielst mir wieder was auf der Geige vor.“
Die Sehnsucht nach der Nähe des anderen schmerzte. „Dafür kochst du uns was leckeres.“ Entfleuchte ihm ein trauriges Lachen. //Aniki…//
Unser alter Freund Kid hingegen zog ihn immer etwas auf und bot ihm dafür die beste Ablenkung. //Danke Kaitō//
„Nächstes Mal werde ich ihm sein blödes Monokel vom Auge nehmen.“ Hörte ich die Kampfeslust heraus.
„Willst du denn wirklich wissen wer er ist?“
*Kurze Schaffenspause*
//Wusst ich´s doch.//
Mein Bruder war zwar an der wahren Identität des Diebes interessiert, doch würden ihm die erquickenden Auseinandersetzungen mit seinem Erzrivalen fehlen. „Du bist gemein.“
„Dafür sind kleine Geschwister da, Nii-san!“
Wer hätte ahnen können, was dann geschah…
Irgendwie schaffte er es zum Folgeauftritt in seiner normalen Gestalt zu erscheinen.
„Ani!“ fiel ich ihm am Air Port um den Hals. „Willkommen zuhause imouto!“
Ran war ebenfalls da //Wer hätte es auch anders erwartet…//, hielt sich jedoch taktvoll zurück.
Gemeinsam verbrachten wir den Tag zusammen, Ran verabschiedete sich kurzdrauf zu ihrem Training. „Schau mal in meine Tasche, ich hatte dir ja was versprochen.“
Im Auto von Agasa sitzen, kramte der Detektiv in eben besagter „Aber das ist doch…“ und holte eine kleine Schachtel hervor. „Du sagtest bei unserem letzten Urlaub, dass wir immer verbunden bleiben...“ Es war eine Herrenkette mit dem keltischen Knoten. „Ich habe die gleiche!“ zeigte ich ihm das Gegenstück zu seiner, was ihn zu Tränen rührte.
Um keine Schwäche zu zeigen schaute er sie sich genau an. „Da sind ja unsere Kanjin eingraviert!“
Stolz nahm ich die meine in die Hand. „Du hast mich, ich hab dich & unsere Eltern ihre Kinder.“
Glücklich nahm er mich in den Arm. „Arigatou!“
Den vielsagenden Blick des Professors durch den Rückspiegel bemerkte er nicht.
Zum ersten Mal seit Jahren, saß die ganze Familie beisammen am Esstisch.
Mama war mit Papa schon vorgereist, um ihren alten Klassenkameraden auf einem Klassentreffen die Ehre zu erweisen.
Penibel ging sie mit uns den Plan für den morgigen Abend durch. „Diesmal trägst du das Kleid, was eigentlich für die Vernissage gedacht war.“
„HAI!!!“
Alles verlief wie am Schnürchen, die Klatschpresse und TV-Sender rissen sich um uns.
Shinichi trug unsere Kette unter seinem Hemd, ich hingegen offen als Accessoire.
Meine Kolleginnen konnten sich an dem “Detektiv des Osten“ nicht satt sehen und fragten nach Autogrammen. Ich musste mir ziemlich oft auf die Lippe beißen nicht einen spitzen Kommentar vorzutragen.
„Waren die beim Dreh auch so anhänglich?“ fragte er mich, wie wir unter uns waren.
„Nö.. eher ein reiner Hühnerhaufen.“ *augenroll*
Kaitō versprochen, ihm die Unterschriften seiner Lieblingsschauspieler zu besorgen. Ging ich kurz zu diesen und ließ das Buch welches mir seine Mutter zugesteckt hatte signieren. „Das ist aber lieb von dir!“ bekam ich von einigen zu hören. //Nun sollte er alle haben.//
Gerade wie ich mich zu meiner Familie begeben wollte, explodierte das Nebengebäude und versetzte alle in Panik. //Was?//
Sofort wurde das Evakuierung-Protokoll durchgezogen, nur bevor ich meinen Bruder erreichen konnte, um seine mir entgegengestreckte Hand zu greifen, „Nicht so schnell Kleine!“, piekst mich etwas im Nacken.
Alles vor meinen Augen verschwamm und das Letzte an was ich mich erinnern konnte, war der verzweifelte Ruf, Shinichis. „MIYU…“
---Shinichi---
Aus der Hand meiner Schwester fiel unbemerkt ein kleines Buch, in welches sie einige anwesende Stars & Sternchen hat unterschreiben lassen. //Für wen bloß?// Dachte ich mir, nur war diese Frage überflüssig, als ich den in schwarz gekleideten Schrank von Mann neben ihr erblickte. //Wodka//
„Sieh einer an du lebst noch…“ Grummelte dieser monoton. „Das wird dem Boss aber nicht gefallen.“
Um uns wurde das Gedränge größer, da eine weite Bombe hochging. „Die Kleine nehme ich als Pfand für dein Leben mit.“, packte unsanft das vor ihm liegende Mädchen und warf sie sich über die Schulter „Wenn du brav bist, bekommst du sie vielleicht zurück.“ und wandte er sich zum Gehen. „Und sag deinem Kumpel Kid er soll beim nächsten Mal das Paket abliefern, sonst überlegen wir es uns anders.“
//Kid?//
Ausversehen lief ein alter Herr gegen mich, als ich nach einer knappen Entschuldigung aufschaute, war der Mann in schwarz verschwunden. //NEIN…nein…//
„Shinichi?!“ Neben mir stehen, wurde ich von meiner Mutter hinaus ins Freie gezogen.
„Wo ist Miyu?“
gefangener Hinweis
Verzweifelt ballte ich die Fäuste. „Kgrh…“ ich konnte meiner Mutter nicht in die Augen blicken, in welchen sich wohl Panik ausbreitete. „Wo ist deine Schwester?“
Analysierend kam Vater zu uns und nahm seine verzweifelte Frau in den Arm. „Sohn?“
In meinem Kopf rumorte es.
Woher wussten sie es?
Was hat KID damit zu tun?
Wie haben sie das alles ohne Spuren zu hinterlassen zustande gebracht?
Es dauerte einen Moment bis ich antworten konnte. „Die Männer in Schwarz…sie…sie haben Miyu mitgenommen!“
Tränen rannen der sonst so gefassten Schauspielerin die Wangen herunter. „Mein kleines Mädchen.“ Wimmerte sie an ihren Mann klammernd.
Wie die Spezialeinheit eintraf, übermittelte ich diesen gefasst meine Ansicht der mir bisherigen Zusammenhänge mit Augenmerk der Spurensicherung. „Ist gut Kudō, wir werden uns der Sache nun annehmen.“ Bei der Angelegenheit meiner Schwester sah ich mich gezwungen einige Kontakte zum FBI spielen zu lassen.
„Oh hey cool Guy, can I help you?” Grüßte eine weibliche Stimme am anderen Ende.
Sie wusste zwar nicht das ich Conan bin, doch dass dieser mir ihre Nummer gab, wenn es um die Organisation ging. „Agent Sutāringu? Kudō hier, die Männer in Schwarz haben meine Schwester entführt!“
In Kurzfassung schilderte ich was geschehen ist und keine Hoffnung in die heimische Polizei hatte.
„Conan erzählte uns schon von ihrem innigen Geschwisterbund.“ Schien die blonde Agentin zu lächeln. „Wir werden Augen & Ohren offenhalten.“
Sosehr ich ihnen glauben wollte, dieses Gefühl versagt zu haben ließ mich nicht los.
Zurück in meinem Zimmer roch ich noch das von ihr benutzte Parfüm.
Vorm Bett lagen ihre Jogginghose sowie Top, was sie zum Schlafen nutzte und… //das habe ich ja total vergessen.// Das Autogrammheft ihres besten Freundes.
Bevor ich das auf der Decke ruhende Buch zur Hand nahm, überkam mich ein angenehm vertrauter Schauer. „Bitte nicht…“
Vom Wind hereingetragen, stand hinter mir jemand bestimmtes den es ebenso schwer zu fallen schien wie mir. „Ich soll dir ausrichten, beim nächsten Mal das Paket abzuliefern oder sie werden es sich anders überlegen.“
//Warum ist er hier?//
Zwar war ich einerseits froh darüber nicht bis zu unserem nächsten aufeinandertreffen warten zu müssen, doch wie erreichte ihn die Nachricht ihres Verschwindens?
„Einer der Männer in Schwarz ist nach einer Explosion im Gemenge aufgetaucht, betäubte sie und nahm sie “als Pfand für mein Leben“ mit sich.“
Für einen Laien unbemerkt erstarrte der Junge hinter mir. „Sie war gerade dabei für ihren Freund einige Autogramme der Anwesenden zu sammeln, wie auch die 2 Bombe hochging.“
Nun mit dem Buch in der Hand, drehte ich mich zum weißen Phantom um. „Ich weiß zwar nicht in welcher Verbindung du zu den von mir gesuchten und vor allem meiner Schwester stehst…aber ich warne dich nur ein einziges Mal.“
Gefasst hielt er meinen Blick stand. „Ich verstehe deinen Zorn, Meitantei doch verstehe selbst ich nicht was deine Organisation mit mir zu tun hat.“
Es überraschte mich nicht, dass er mir so ebenbürtig gegenüberstand. Nur die sich kurz hebende Braue bei Erwähnung Miyu´s Taten, verwunderte mich dennoch ein wenig.
„Jedoch wenn es stimmt, dann liegt die Schuld ihrer Entführung nicht allein nur auf deinen Schultern, Kudō.“ Sein innehalten, sowie der Wechselblick zu dem Buch machten mir seine Gefühle in Richtung Miyu sichtbar. „…wenn dann ist es unser Beider Versäumnis!“
//Bitte?//
Erzürnt schlug ich seine auf meiner Schulter liegende Hand weg. „Was weißt du schon von meiner Schwester…“ und merkte nicht wie ich dabei die Maske fallen ließ. „was hat sie schon mit einem Dieb wie dir zu schaffen?“
Seufzend schlug er die Augen nieder. „Sie ist meine Verbündete und weiß um mich und jene die sich nun wohl mit deinen Feinden zusammengeschlossen haben.“
//WAS?// Der Schock saß tief, denn es war keine Lüge in des Magiers Augen vor mir.
Auf den Stuhl hinter sich deutend ließ er mich nicht aus eben diesen. „Darf ich mich setzen oder willst du die Wahrheit im Stehen erfahren?“
Mich aufs Bett plumpsen lassen, tat er es mir auf dem Schreibtischstuhl nach. „Dann spitze Mal die Ohren…“
Seine Erzählung glich schier einer Buchvorlage meines Vaters, bloß war es nichts als die reine Wahrheit über die Verbindung zwischen ihm und Miyu.
„Es war eine Finte um mich zu schützen, aber Zeitgleich auch eine Lektion für uns Beide, Meitantei…“ Tiefe Zuneigung wie die meine zu ihr, waren aus seinen Worten zu vernehmen.
„Eine Lektion?“ fragte ich nach.
Er nickte. „Wie es aussieht haben wir sie Beide stets nur als ein hilfloses verletztes Reh angesehen und ihr somit keinen Respekt gezollt.“ //Autsch!//
Diese Kenntnisnahme tat im Herzen weh. //Wie konnte ich nur so blind sein…//
„Kudō!“ holte mich die ernste, aber warme Stimme meines Rivalen aus der Trance. „Selbst wenn es uns nicht gefällt. In einem Sinne hat sie recht…“
„Und welchen?“ Versuchte ich nicht vor Verzweiflung die Contenance vor ihm zu verlieren.
Erhaben erhob er sich. „Wir müssen jetzt zusammenarbeiten.“
Nun verstand ich was Miyu an ihm fand. „Sie muss was geahnt haben, sonst hätte sie es nie ausgesprochen.“ //Loyalität ist eine seiner Tugenden//
*nicken* „Sie hatte immer ein Plan B zur Hand.“
Suchend schweiften meine Augen durch den Raum. //Was willst du uns mitteilen, Imouto…was ging dir für solche Situationen durch den Kopf.//
Beim Autogrammbuch haftend fiel es mir wie Schuppen von den Augen. //Kann´s sein?//
Aus einem Impuls heraus blätterte ich in diesem rum und fand eine nicht dazugehörende Seite in der Mitte des Einbandes. „Ich hab´s!“
Auf meinen Jubel hin stellte sich Kid neben mich. „Ziemlich ausgefuchst.“ Amüsierte er sich darüber.
Die Rückseite des falschen Blattes war mit einer komischen Aneinanderreihung von Buchstaben versehen, die anfangs keinen Sinn ergaben. „Das erinnert mich an ihre Hinweise bei der Schnitzeljagt!“ kommentierte er beiläufig und ließ mich aufhorchen. //Schnitzeljagt?//
Erst wusste ich nicht was er damit sagen wollte, doch da erinnerte ich mich an ihren 5ten. Geburtstag. „Gibst du mir bitte mal den Block aus der obersten Schublade des Schreibtischs.“
*gickel* „Ich eile, oh großer Meitantei.“ Dieses rief wieder den Grund auf, warum ich ihn von all meinen bisherigen Gegnern am meisten nachjagte. //Idiot!//
Mich an die Arbeit machen, fragte ich ihn ganz nebenbei. „Bist du in meine Schwester verliebt?“
„Wer weiß, wer weiß.“ Umging er jedoch die direkte Konfrontation. „Finden wir es doch heraus!“
//OK…// Da wusste es wohl jemand selbst noch nicht.
„Sonne & Mond meine Sterne sind, geben Hoffnung auch wenn sie nicht zu sehen sind…“
„Damit sind wir wohl mit gemeint.“ Griente Kid. //Scheint so.//
„Wer versucht den endlosen Knoten zu lösen, darf nicht suchen, er muss ihn finden und antworten.“
Jetzt waren wir überfragt.
//Typisch Miyu, sie nimmt irgendwelche geschichtlichen Begriffe raus…// Da ging ein Licht auf…
„Kid ich…ahrg…“ Leider ließ ausgerechnet jetzt die Wirkung des Gegenmittels nach.
„Verdammt!“ Fluchte mein Rivale.
Alles verschwamm, mein Körper brannte und was mir in Erinnerung blieb. „Yukiko, Yūsaku euer Sohn!“ //Kid kennt meine Eltern?//
---Miyu---
Langsam kam ich in einer dunkeln, karg eingerichteten Zelle zu mir.
„Welch schönes Wesen ihr mir da gebracht habt.“ Frohlockte eine männliche Stimme unweit meiner Liege. „Sie ist ja noch entzückender, wie auf den Covern.“
Vorsichtig erhob ich mich, „Wasser…“ krächzte meine Stimme, durch den ausgetrockneten Hals.
Sofort reichte mir ein Mann mit blonden Haaren, wie blaugrauen Augen, die etwas verbargen, ein gut gefülltes Glas, welches ich in einen Zug austrank. „Merci!“
Ein smartes Lächeln huschte über seine Lippen, schwieg jedoch. Dafür sprach der von dem ich weiß das er “Rum“ genannt wird. „Das wir mit euch Geschäfte machen liegt nur daran, dass wir…“, „Anokata liegt viel daran sein Ziel schnell und gründlich zu erreichen." Unterbrach der korpulente Herr ihn abfällig „Mir gefällt es ja auch nicht, aber Befehl ist Befehl.“
*Schockstarre* //Die Organisationen haben sich verbündet?//
Murrend wandte sich der Mann in schwarz zum Gehen. „Achtet auf das Gör, komm Bourbon!“
Nickend erhob sich besagte Person.
Er strahlte keine Gefahr für mich aus, doch besaß er eine Aura die nicht an ihm zweifeln lässt.
Gemeinsam mit seinem Partner verließ er den Raum.
„Ihr werdet hier eine Weile verbleiben müssen werte Fujimine-san.“ Heuchelte der Dicke „Doch sobald wir haben was unser ist, kommt ihr vielleicht wieder frei.“ und ging ebenfalls.
Entrüstet zog ich meine Beine an. //Verdammt.//
Die Kette fest umklammert, flossen Tränen in mein Kleid.
Den Block mit Stift, bemerkte ich erst wie ich mich hinlegte, um ein wenig zu schlafen.
//Wer auch immer mir dies hinterlassen hat, er würde mir sicher helfen nach draußen zu kommunizieren.// Denn in diesem finsteren Loch war weder eine Uhr noch sonst was das mir verriet wie lange ich schon hier war.
//Shinichi…Kaitō…passt bitte auf euch auf.//
Regelmäßig brachte man mir Essen & Trinken o. geleitete mich mit verbundenen Augen in ein etwas von meiner Stätte entferntes Badezimmer.
Schrittgeräusche, Abbiegungen, Stimmen, alles prägte ich mir ein für den Fall ihnen irgendwann wieder zu begegnen, denn ich war mir sicher //Irgendwas führend die im Schilde und ich soll ihnen dabei helfen.//
„Hey Fujimine-san!“ Kam eines späten Nachmittags, der junge Mann mit dem Codenamen “Bourbon“ in meine Zelle. „Ich soll schauen wie es dir ergangen ist.“
*Tze* Ihm die kalte Schulter zeigen, schaute ich auf die mir dargebrachten Blumen auf dem Tisch. „Was immer ihr vorhabt, weder mein Bruder noch Kid werden euch ins Netz gehen.“
Sich gelangweilt zu mir setzend schaute er sich kurz im Raum um. //Ob er von der Kamera in der Ecke Links von ihm weiß?//
„Dies war jedoch unser Plan…nur sollst du sie in dieses Netz locken kleine Miyu!“
Die Betonung meines Namens jagte mir indirekt einen kalten Schauer über den Rücken.
Festen Blickes trafen sich unsere Augen. „Für diesen Dienst, kommst du hier unbehelligt raus und kannst dein Leben fortsetzen als sei nichts gewesen.“
Mir schrillten sämtliche Alarmglocken. „Lieber vertraue ich aufs Können jener, als mich auf diesen miesen Deal einzulassen.“
Verschmitzt hoben sich seine Mundwinkel. „Tuff biste!“ //Wenn er nicht zu denen gehören würde, wäre er wirklich ein attraktiver Bursche.// Jedoch neigte er sich soweit zu mir vor, sodass er mir direkt ist Ohr flüstern konnte. „Nur hast du hier genauso wenig Entscheidungsgewalt, wie ich.“
*schluck* „Was willst du?“
Mit Tränen verschleierten Augen, saß ich bei seinem Verlassen zitterte wie Espenlaub an der Wand .
„Sie wird uns helfen!“
Kaito
Vollmond, wieder ein gelungener Abend, nur… sind seit der Rückwandlung Kudō und der Entführung Miyu schon mit dem heutigen, vier “Blindgänger“ zu ihren Besitzern zurückgekehrt.
Und an jeden dieser Abende fühl ich mich beobachtet. //Oh man…//
Ich erinnerte mich, an die monotone jedoch ausdrucksstarke Anmerkung der kleinen Kameradin des sich in seinem Bett von den Strapazen erholenden. „Euch verbindet wirklich mehr wie es den Anschein hat…doch hast weder du noch er die Lösung herausgefunden.“
//Nur was hat sie damit gemeint?// Ich musste dringend mit ihm sprechen.
Alle Sirenen waren bereits in der Nacht verklungen, erneut waren alle auf den alten Trick mit der Puppe reingefallen.
*leises peng* Der plötzliche Schuss ließ mich den Atem anhalten. „Sieh einer an, will der große Magier etwa mit unserem Stein entschwinden?“ //Nicht der…//
„Tut mir leid, aber es ist nicht der den ihr sucht.“ Erhob ich mich seelenruhig, was meinen Hintermann nur wütend machte. „LÜGNER! Gib ihn mir SOFORT oder stirb.“
Seicht erschien der Mond hinter einer Wolke „Wenn ihr mir nicht glaubt schaut selbst.“, in seinem Licht lag der Beweis.
*Rauschen des Windes*
Seine Pistole sinken lassen, knurrte Snake erbost „Tze…da hast du noch einmal Glück gehabt Toichi.“, gab jemanden ein Zeichen und verschwand. //Was war das?//
//…„Ein Falke hat seine Flügel ausgebreitet um seinen Platz als Herr der Lüfte einzunehmen und jenen die ihn unterschätzt haben des Gegenteils belehrt.“ …//
Der eisige Wind ließ mich frösteln. //Warum kommen mir ihre Worte wieder in den Sinn?//
Auf einer Anhöhe erblickte ich eine in schwarz gekleidete Gestalt in einen ebenso schwarzen Nobelschlitten steigen. //Lass es nur Snake sein.//
„Hey Kuroba, was beschäftigt dich die ganze Zeit?“
Hakuba war zu den Trimesterprüfung wieder im Lande, er war noch immer nicht begeistert das ich NICHT der war für den er mich die ganze Zeit hielt. //Arigatou my Lady!//
„Er macht sich immer noch Sorgen um Kudō-san.“ Schaute mich Aoko mitfühlend an. „Er vermisst seine große Liebe.“
Vergnügt quickte Momoi ihre engste Freundin bei diesem Kopfkino auf. „Ahh…wie romantisch.“
Akako hingegen schüttelte nur mit dem Kopf. „Dieses Mädchen ist unerreichbar für dich Kuroba, sie ist dir meilenweit überlegen.“
Daraufhin setzte sich Shinichi´s “Kollege“ auf seinen Platz und machte sich wieder seine blöden Notizen. „Könnt ihr mich mal mit euren Hirngespinsten in Ruhe lassen“ fauchte ich die Mädels an, was mir nur den bösen Blick unserer Lehrerin einheimste ehe der Unterricht begann.
Wir hatten bald Frühling und noch immer kein Lebenszeichen von ihr.
Nur ein mir anonym zugespieltes Video, //Was ist das?// welches Aufnahmen einer stummgeschalteten Überwachungskamera beinhaltete, in dieser sich 2 oder besser eine Person mit seinem Opfer amüsierten. //Und was hab ich nun davon?//
Beim genauen Hinschauen traf mich der Schlag direkt ins Mark. //Aber das ist doch?//
Das beim Verlassen der mir noch unbekannten Person, an der Wand kauernde Mädchen war keine geringere als jenes welches schmerzlich vermisst wird. //Was haben sie dir angetan?//
Unter dem Link stand: Du hast versagt!
Kaum schrillte die Schulglocke, schnappte ich meine Tasche auf dem direkten Weg zu Jii.
„Jii, etwas Schreckliches ist geschehen…“ Wollte ich ihm gerade von dieser Schreckensnachricht berichten, als „Yukiko-san, was machst du…“, „Keine vielen Worte ich habe hier eine Nachricht von meinem Sohn, anscheint habt ihr Zwei euch wieder irgendwelche Flausen in den Kopf gesetzt.“
Geplättet von diesem Auftritt, suchte ich erstmal mein Gleichgewicht.
//Warum müssen unsere Mütter nur so Dominat ehrlich sein, Meitantei?//
Schier monoton reichte sie mir den Brief und machte sich auf zum Gehen. „Was immer ihr vorhabt…gebt auf euch acht.“
Kurz bevor sie den Treppenansatz erreichte, fiel mir die zwar plumpe jedoch dringende Frage ein. „Ist Miyu in Schusswaffen unterrichtet?“
*stummes Nicken*
//Dann war sie es doch?!//
Nun war vieles einleuchtend, dennoch tat es auch weh. //Fortuna, hilf…//
…„Kid…Komm am Abend nach Erhalt dieser Nachricht ins Haus meiner Familie. Wir müssen reden! S.K“…
Allen Anschein nach hat auch der Meitantei dieses Video erhalten und seine Schlüsse gezogen.
//Er muss mitbekommen haben, wie ich nach seinen Eltern gerufen habe, als er vor mir zusammenbrach…Mist habe ich mich damit etwa vor ihm verraten?!//
Jii´s Blicke auf mir spürend löste ich mich vom Geländer. Die Uhr sagte mir das noch Zeit blieb, wie *klirr…zisch…peng* „AHRR…“
Was geht hier vor sich?
Meine Kugel streifte seinen Arm. „Junger Herr..."
Über unsere Kette konnte ich einiges mit anhören und da Mutter vorher bei ihnen war, blieb Jii nur die Anzeige gegen Unbekannt. //Was wirst du jetzt machen, Kaito?//
Megure´s Leute nahmen zwar alle Hinweise etc. auf, doch waren sie sich sicher das alles damit im Sande verläuft. „Du hast ihn verfehlt, Hawk.“
Gelassen ins nur wenige Straßen entfernt wartende Auto setzend, ignorierte ich den eingeschnappten Unterton des Fahrers.
*schweigen*
Um die nächste Straßenecke brausen, schaute ich leer durchs Beifahrerfenster.
„Hätte dem Schnaps-Heini fast nicht abgekauft, dass in diesem zarten Körper ein Killer steckt.“
Den Nasenrücken massieren funkelte ich ihn nur an. „Zuallererst ist Bourbon kein Schnaps, sondern ein nach Alt überbrachter nun gesetzlich vorgegebener Herstellung gebrannter, wie gelagerter Whiskey & im Volksmund heißt es das stille Wasser tief sind. Nun bring mich zurück o. der Plan geht nach hinten los.“
Die Organisationen glaubten mich in der Hand zu haben, weil sie über meinen “Partner“ ihren Zielobjekten irgendwelches belastendes Material zusandten…
Dabei merken sie nicht, wie es ist dabei selbst von anderen in die Irre geführt zu werden.
„Da sind wir, vergiss nicht für wen du arbeitest.“
Nach einem kleinen Abstecher zurück im Quartier, parkte der Fahrer vor einem großen Metalltor.
Abwinkend stieg ich aus und ging als sei nichts gewesen durch eben dieses Tor zu meinem Elternhaus. „Oh Kudō-sama, sie sind wieder Zuhause?“
Ein zwar harmlos charmanter, aber etwas unbeholfen aussehender junger Mann kam aus dem Garten auf mich zu. „Wer sind sie?“
Irgendwas an ihm schrie nach einer Falle.
„Vergebt mir, mein Name ist Okiya Subaru ihre Eltern waren so freundlich einen armen Studenten wie mich als Haussitter bei ihnen wohnen zu lassen. Freut mich ihre Bekanntschaft zu machen.“
Ich traute dem ganzen nicht, spielte jedoch mit. „Also wenn das so ist, freut mich ebenso Okiya-san meinen Namen kennen sie sicherlich.“
Er lachte, es war ehrlich bloß verließ mich dieses Gefühl der Obacht nicht. „Wer kennt die große Miyu Fujimine nicht? Sie sind ebenso begabt, wie klug.“
//Will der mich verarschen?//
Höfflich nahm er mir die Tasche ab, ließ mich eintreten und brachte sie zu meiner Verwunderung gleich in Shinichis Zimmer. „Ich mache uns einen Tee oder möchtest du einen Kakao?“
//Na da hör sich einer…// „Zu einen Kakao sag ich nicht nein, arigatou!“
Als wenn nichts gewesen wäre hatte meine Mutter schon den nächsten Auftrag an der Angel.
Irgendein reicher Schnösel hatte Vaters Roman gelesen und will diesen nun umsetzen, mit MIR in der weiblichen Hauptrolle.
Bei Telefonat am Abend mit Okiya, bat sie ihn mir den Hörer zu geben und plapperte wie ein Wasserfall drauf los. //Hat die vergessen das ich entführt wurde?//
Es in meiner Stimme vernehmen, antwortete Papa im Hintergrund „Sie tappen im Dunkeln, um den Plan nicht zu gefährden.“
//Was? Plan? Spinn ich oder bin ich hier im falschen Film?//
Jeder schien seine eigene Suppe fürs selbe Ziel zu kochen, keiner kam dabei den anderen in die Quere, alles war trotz einiger Knotenpunkte gut durchdacht.
„Mach dir keine Sorgen du bist in den besten Händen, vertrau uns.“ Verabschiedete Mama sich bevor sie auflegte.
Okiya saß dabei gelassen auf dem Sessel und lernte für die Uni.
„Sage mal Okiya-san, bist du schon meinem Bruder oder besten Freund begegnet?“
Nicht wirklich verblüfft richtete er seine Brille //Hab ich da gerade seine Augen gesehen?// „Deinen Bruder nicht, dafür einem kleinen Bengel mit genauso scharfen Verstand.“
„Conan der Frechdachs.“ *schmunzel*
Er nickte. „Und wenn sie mit Freund den Oberschüler aus Ekoda meinen, welcher sich ab und an her verirrt, dann nur im Vorbeigehen.“
Stumm gab ich mein Verständnis dar, woraufhin er „Lass dir nichts einreden und folge deinem Instinkt.“ einfach weiter paukte.
//Hä…?!// Dieser Typ war ein Rätsel, zwar verstand ich in wessen Hände sie meine Sicherheit legten, bloß wusste ich nicht warum ich mich in seiner Gegenwart oft genauso fühlte wie in der meines “Partners“.
Lächelnd wünschte ich ihm eine gute Nacht und zog mich zurück. //Kaitō scheint sich sorgen zu machen…// Der Mond schien durchs offene Fenster… //Ich habe ihn zwar nur gestreift, damit es überzeugender rüberkommt, aber…Warum tut es mir so im Herzen weh?//
Gerade wie ich mich zum Bett drehte fiel mir der Block auf dem Schreibtisch ins Auge. „Nanu, seit wann liegt der hier so offen rum?“ Dies war nicht die Art meines Bruders.
Ohne Hintergedanken, nahm ich diesen in die Hand um ihn zurück in die Schublade zu legen. //Moment…hier stimmt was nicht.//
Prüfend öffnete ich ihn.
Alles schien normal bloß etwas auf der Vorderseite irritierte mich, es fühlte sich nicht unbenutzt an, sondern…
Mit einem Bleistift fuhr ich über dieses Blatt, wo zuerst nichts zu erkennen war, bis nach der Hälfte einige Worte zum Vorschein traten, an dessen Form man die Handschrift eines mir bekannten ausmachen konnte. //Unverbesserlich…wie im Kindergarten Onii-chan//
„Wir haben unsere Lektion gelernt, pass auf dich auf S & K“
Den Block fest an mein Herz gedrückt lachte ich vor Freude auf.
Ich weiß nicht wieso aber ich wachte am nächsten Morgen zugedeckt in Shinichi seinem Bett auf, obwohl meine letzte Erinnerung der klare Sternenhimmel vom Balkon aus war.
An einer Oberschule abgelegen vom Domizil der nun nicht mehr vermissten.
Wurde am nächsten Tag eine Nachricht breitgetreten mit der, einige Personen nicht gerechnet hatten. "Schaut mal wer die weibliche Titelheldin im Romanfilm "Knights of Moonlight" spielen soll..." Jungen wie Mädchen waren aus dem Häuschen. //Wink mit dem Zaunpfahl.//
Die Alarmglocken schrillten.
Kaitō traute seinen Ohren nicht, wie Momoi vor Freude hüpfend in die Klasse kam." Fujimine-san wird neben..." mehr kam nicht bei ihm nicht an. „Es soll hierfür auch ein seltenes Juwel eingeflogen werden.“
Dem Magier/Dieb gingen die Nerven durch: //Das ist eine indirekte Einladung an Kid!//
Ganz nach dem Sprichwort:"Nachtigall ich hör dir trapsen!"
Unbewusst griff er sich an seinen verletzten Arm. Sein Instinkt vermittelte ihm eine undefinierbare Botschaft, welche scheinbar nur sein warm werdendes Herz zu verstehen schien.
Assistent Jii hatte bei seinem Eintreffen schon die nötigen Informationen parat. „Sind sie sicher, dass es keine Falle ist, junger Herr?“
Vor ihm lag ein Plan der Drehorte mit jeweiligen Zeiten. „Wir werden es sehen, denn hier gibt es viele Orte von wo aus ein Sniper zuschlagen kann.“
Ihm blieb nichts Anderes übrig als darauf einzugehen, selbst wenn es sich um eine Falle handeln sollte. //Ich muss es wissen//
Beim Frühstück, lächelte Okiya wie ich ins Zimmer trat. „Guten Morgen Fujimine-san, setzt dich ich hole nur noch schnell die Brötchen aus dem Ofen.“
Gewissenhaft werkelte er in der Küche rum. „Die Zeitungen sind voll mit dem Cast und der Ungewissheit wann der Dreh zu ihrem neuen Film starten würde.“
Mich an den Tisch setzen beobachtete ich ihn dabei. „Sollen die doch schreiben was sie wollen…*gähn*…am Ende werden sie es eh nicht für möglich halten.“
Wieso auch immer, es war ein angenehmer Morgen und man konnte sich mit ihm gut unterhalten. Manchmal glaubte ich meinen “Partner“, der mich zu dem Dreh als Bodyguard begleiten sollte, vor mir zu haben. //Das Schlitzohr hat mit Sicherheit wieder alles mit seinen Kontakten vorbereitet.//
„Hast du eigentlich schon die Aufnahmeprüfung einer Oberschule abgelegt, Fujimine-san?“
//Oh shitt, da habe ich wohl was wichtiges vergessen.//
„Scheint als wolltest du lieber weiter in der Weltgeschichte reisen, als dich festzulegen mh?“
Verlegen kratzte ich mich am Nacken. „Nunja ehrlich gesagt… interessiert mich dieser ganze Aufnahmeprüfungsdruck nicht besonders, außerdem wer ist ein besserer Lehrmeister wie das Leben selbst?“
Seine Braue heben, legte sich nach einer gefühlten Ewigkeit ein verständliches Schmunzeln auf seine Lippen. „Deine Philosophie ist bemerkenswert. Zeigt jedoch wie frei & offen dein Geist im Vergleich zu Gleichaltrigen ist.“
Nachdenklich griff ich nach einem der frischen Brötchen „Deswegen haben mir meine Eltern wohl auch in weiser Voraussicht meinen Namen gegeben.“ und fing an zu lachen in welches er einstieg.
„Dann hoffe ich das dieser Ekoda-Oberschüler deine Qualitäten versteht und nicht lange fackelt.“
Stutzig blickte ich ihn über den Tassenrand hinweg an. //Will er mir gerade durch die Blume Glück wünschen?//
Irgendwie war dieser Typ ein komischer Kerl, nur mochte ich seine Art zwar nicht direkt aber dennoch messerscharf ins Schwarze zu treffen. //Er würde sich gut bei der Sicherheitspolizei, FBI o.ä machen…wenn diese nicht so beschränkt in ihrem Denken/Handeln wären.// „Erstmal möchte ich einfach mein Leben genießen indem ich auch des Öfteren über die Grenzen schlage.“
Einverständlich füllte er mir noch Tee nach, wie es an der Tür klingelte.
Shinichi
Mein Treffen mit Kid im Hause meiner Eltern, zog sich in die Länge.
Grund der selbsternannte Meisterdieb kam erst gegen 1 Uhr morgens in mein altes Zimmer geschwebt.
Es wurmte mich jedes Mal nicht hinter seine Tricks zu kommen, obwohl sie sicher einfacher von der Hand zu gehen schien, wie vermutet.
„Du bist spät!“
Arrogant, wie selbstsicher trat er vom Mond erleuchtet ein. „Aber warum so echauffiert Meitantei? Auch ein Meister meines Fachs muss den richtigen Moment abwarten.“
//Dieser…// Sicher unbewusst krampfte er bei der Berührung mit dem Vorhang kurz zusammen. „Du bist verletzt!“
Spitzbübisch wackelte er mit seinem von weißen Handschuh bedeckten Finger. „Welch scharfes Augen du doch hast, bloß wird dir diese Erkenntnis nicht weiterhelfen.“ //Da hat er Recht.!// „Also warum hast nach mir geschickt?“
Kurz und knapp legte ich ihm alles was ich in der Zwischenzeit herausgefunden habe offen.
Ich war noch immer hinter der wahren Identität dessen dran, der auf dem Video den Raum verlassen hat. „Ich werde das Gefühl nicht los, dass mehr hinter dieser Mitteilung liegt, als uns in ihren Augen aus der Balance zu bringen.“
Kid schloss kurz die Lider. „Dann hat auch der neue Schütze in ihren Reihen seine Aufgabe in diesem Spiel.“ Mir blieb die Luft weg. „Sicherlich sollte er alle dem eine gewisse Dramatik verleihen und hat aufgrund deines aktuellen Wissen nur mich angegriffen.“
Braue hebend beobachtete ich sein zwar perfektes doch durch die Verletzung etwas angeknackstes Auftreten. „Woher soll er/sie wissen was ich weiß?“
„Vielleicht gibt es Verbindungspunkte, welche uns nicht bekannt sind.“ Riet er einfach so in blaue.
//Daran habe ich gar nicht gedacht…//
„Dem sollten wir nachgehen, aber bevor wir abschweifen…ich habe herausgefunden was Miyu uns mit der Nachricht sagen wollte.“
Für einen kurzen Moment klarten seine etwas müde dreinschauenden Augen auf und hatten ein verspieltes Funkeln angenommen. „Wenn uns die Möglichkeit offenstehen würde ihr zu begegnen, könnten wir dem Geheimnis hinter eben jenen uns verbindenden Knoten lösen.“
Intuitiv griff ich nach der Kette, welche sie wohl in ihrem Rätsel gemeint hat.
Niemand sagte ein Wort, elegant wie man ihn kennt ging Kid zu meinem Schreibtisch und holte den Block aus seiner Schublade. „Dann sollte der große/kleine Bruder ihr eine Nachricht hinterlassen, falls man sie aus irgendwelchen Gründen laufen lässt.“
Wir verstanden einander.
Als ich am Folgetag in die Klasse kam wurde ich schon von den “Detektiv Boys“ angefallen. „Conan!“
Ihre Augen strahlten, wie sie mir erzählten, dass Fujimine-san in der neu angekündigten Romanverfilmung die Hauptrolle spielen soll. //Woher wusste er das?//
Ai musterte mich mit ihrem vielsagenden Blick. Sie schien über die Zusammenarbeit mit Kid Bescheid zu wissen.
„Als ich sie zusammen mit einem Jungen in der Confiserie antraf und sie mir ein liebevolles Autogramm gab, bemerkte sie unseren Anstecker und fragte nach…“ //Wie bitte?//
„Was hast du ihr erzählt?“ harkte ich nach.
„Ich erzählte ihr von uns und das wir hierüber Kontakt halten, wenn wir getrennt sind.“ Plapperte Ayumi fröhlich weiter. „Sie hörte zu…ihr Freund oder wer es an ihrer Seite war, konnte bei ihrer aufmerksamen Haltung nur schmunzeln…“ Sie faste sich ans Kinn „Wenn ich so daran denke hätte er ihr Bruder sein können, aber seine Augen hatten ein ganz anderes Blau wie ihre.“
//KID!// Schrie mein Verstand.
„Ist sie nicht die Schwester von Ran Nee-chan vermissten Freund?“ Grübelte Mitsuhiko. „Ich glaube gelesen zu haben, dass sie einander sehr nahestehen…Ihr Vater an erster Stelle, danach folgen laut einem Bericht ihr Bruder und engster Freund.“
Schwärmend faltete die Kleinste in der Runde ihre Hände. „Dann muss dieser junge Mann an ihrer Seite der 3.te im Bunde sein.“, „Ein Oberschüler wie Kudō-san selbst, der eine gewisse Ähnlichkeit zu dem Detektiv des Osten hat.“ Fiel Ai mit ins Gespräch ein, woraufhin mein Kopf alle Puzzelteile zusammensetzte. //Meine Schwester interessierte sich für die Mikroremitter…an ihrer Seite der in Zivil gekleidete Kid, welcher wohl neben mir und Paps… „Du sagtest…dass wir immer verbunden bleiben...“// *Geistesblitz*
„Sag wann war das Treffen, Ayumi?“
In ihrer Tasche wühlen, holte sie ihr Notizbuch hervor. „Das war am Tag vor dem Event bei den Suzuki, warum fragst du?“
Abwinkend redete ich von reiner Neugierde, was sie mir alle bis auf Ai natürlich abkauften.
Der Unterricht lief ennuyant an mir vorüber. //Du hast 1 & 1 zusammengezählt und uns somit alle ganz schön hinters Licht geführt, Imouto//
Über meinen eigenen Starrsinn laut los prusten, musste ich innerlich vor diesem Fall den imaginären Hut ziehen. //Miyu hat es wirklich geschafft mich auszutricksen ohne auch nur den Hauch einer Chance hinter ihre Maske zu blicken.// Es lag wohl doch in der Familie.
Nur eine Frage blieb mir bis jetzt noch ungeklärt:
„Wer ist dieser mysteriöse Freund und somit der Phantomdieb 1412?“
Wechselblick
„Und ACTION!!!"
Unweit von Kyoto auf einem weiten Landstrich, begannen unter dem Vorwand einer Natur-Doku, die Dreharbeiten.
„Wie konntest du dich auf deren Seite Schlagen…warum hast du den Stein entwendet…“ Schier verzweifelt verlangte der Held eine Antwort auf seine Fragen. „Willst du mich für das was damals war bestrafen, Reika?“
Er war der felsenfesten Überzeugung, sein Gegenüber hätte ihn verraten und würde ihn in seiner Rolle als Untercoverermittler überführen. Nur sah er bloß die Illusion, welche sie um ihn herum aufgebaut hatte. //Wie passend.//
„Wie konnte ich was? Du warst es doch der die Wahrheit nicht sehen wollte…“ seinen Blick standhalten ließ ich mich von meinen Emotionen leiten. „All die Jahre wollte ich nur dir gehören, an deiner Seite für etwas stehen was von Bedeutung ist, jedoch..." Tränen liefen mir über die Wangen und dachte an die Wirklichkeit. „war ich für dich immer nur die Schwester deines Rivalen, eine unbedachte Randnotiz!"
Aus der Tasche meines Jumpsuite, holte ich den zuvor aus einem Herrenhaus gestohlenen Diamanten hervor. „Wegen diesem verfluchten Edelsteins musste ich meine Deckung fallen lassen…“ Ihn in meiner Hand halten huschte ein wehmütiges Lächeln über die Lippen. „Es wird zwar meinen Tod bedeuten…“
Nun kam der Moment, auf den ich gewartet habe. Alle waren an ihre Plätze, die Kameras liefen. „Nur jetzt hat sich gezeigt, wer sich von uns aus diesem Albtraum befreien konnte..."
Verträumt blickte ich ein letztes Mal auf diesen Schatz. „Keiner soll seinetwegen mehr leiden..." und deute an ihn im hohen Bogen ins Wasser zu werfen. *platsch*
„CUT!!!“
Riesen Applaus echote von den Bäumen wieder „Saubere Arbeit."
Endlich war Schluss, der Stein wurde wieder eingeschlossen.
Im ganzen Trubel lokalisierte ich jemanden unweit zwischen den Bäumen. „Lässt du mir bitte ne Minute, ich komme gleich zu euch."
Nicht unwillig in seiner Lobpreisung übers eben dargebotene, wandte sich mein Kollege zum Gehen. „So viel du magst kleines Naturtalent!"
Kaum waren seine Schritte verstummt, schien das Mondlicht alles um mich herum noch mehr in seinen Bann zu ziehen.
Gerade jetzt wurde mir wieder die Schönheit sowie auch die Magie all jenen bewusst, was sich gerade meinen Augen zeigte…
*raschel*
Als Kabelträger getarnt schaute ich mich ein wenig auf dem Set um.
Alles war so wie es Kudō-chan immer beschrieben hat. //Wo haben sie ihn versteckt?//
Eigentlich war ich nur wegen des Edelsteins hier, doch insgeheim platzte ich vor Vorfreude meine Komplizin in Aktion zu sehen.
„Wenn das mal nicht der Ehrengast dieser Party ist.“ Hinter dem Maskenwagen erschien jener Mann den ich vom Videomaterial wiedererkannte. „Ich weiß nicht was sie meinen Herr Bodyguard.“
Gelassen lehnte er sich ans Geländer der wenigen Stufen. „Ein Kabeljunge, welcher hier und nicht bei den anderen am Drehort ist, kommt mir schon etwas verdächtig vor.“
//Improvisiere…// „Ich war auch nur kurz auf dem Klo und dachte es wäre eine Abkürzung.“
Überlegen fuhr er sich durch sein helles Haar //Ob sie wirklich auf sowas steht?//„Stimmt dies ist die kürzere Strecke.“ Holte mich seine Stimme aus den dummen Gedanken. „Dann vergebe mir und seh zu das du wieder ans Set kommst.“ //Uff…Glück gehabt//
„Bin schon weg!“
Irgendetwas an seinem Verhalten störte mich gewaltig, er machte keine Anstalten mich richtig unter die Lupe zu nehmen, stattdessen lässt er mich, ohne mit der Wimper zu zucken gehen. //Hat sie was damit zutun?//
An einem vom Mondlicht funkelnden See, standen sie alle, wie die junge Schauspielerin zum Sprechen ansetzte. "Ich wollte immer nur die deine sein..."
//Mh?//
Solche Worte war ich aus den Romanen ihres Vaters nicht gewohnt, aber er war schon immer für eine Überraschung gut. „...für dich nur die Schwester deines Rivalen, eine unbedachte Randnotiz!"
Ihre Worte strotzten nur so von Emotionen, so als würde sie zu ihrem Bruder oder... mir sprechen. //Verdammt.//
Auch ihre Tränen waren echt.
//Ruhig bleiben Kaitō, das ist alles nur Fiction//
Zweifellos war sie ein Naturtalent, welche es problemlos mit ihrer Mutter aufnehmen konnte.
Sie riss jeden in ihren Bann, was man an den Gesichtern der Film-Crew deutlich lesen konnte und eigentlich war ich immer der Auffassung ich wären in der Lage “Spiel & Realität“ voneinander zu unterscheiden.
Bloß im Bruchteil eines Moments warf sie alles über den Haufen. //Miyu?!//
Ein Sturm der Begeisterung erfasste den Regisseur wie Kollegen, als die letzte Frequenz im Kasten war und den Darstellern applaudierten. //Hat sie da eben...?//
Fast hätte der Mann fürs Eintauchen des Steins aufgrund seiner Faszination seinen Einsatz verpasst, weil er so von dem Geschehen mitgerissen wurde.
Alles wurde eingesammelt, ein kompletter Rückzug nur die eben, so ausdruckstarke Titelheldin, blieb allein vor dem nur noch heller schimmernden See stehen.
Ich weiß auch nicht, doch in diesem Augenblick schien sie vor Einsamkeit in sich gekehrt mit ihren Gedanken fern ab von uns zu sein. //Was geht dir gerade durch den Kopf, Kleines?//
Vorsichtig ging ich auf leisen Sohlen auf sie zu.
„Ich muss dich leider enttäuschen…die Büchse bleibt auch weiterhin geöffnet.“
//Also doch…// „Du hast es schon wieder getan.“
Unverkennbar näherten sich seine Schritte, eine Stimme schwang wie ein verheißungsvolles Flüstern im Wind.
„Irgendwann muss es doch zu Ende sein..."
Mich nicht zu ihm drehen, blieb ich im Bann des mir dargebotenen Naturschauspiels.
*leichte Regung* „Er ist nicht hier, falls du nach meiner Eskorte suchst...sie kümmert sich gerade um andere Dinge."
*amüsiertes gickeln* „Dem bin ich gerade über den Weg gelaufen. Aufgewecktes Kerlchen muss ich sagen.“ Trotz seiner bekannt arroganten Gelassenheit schien er nicht wirklich erfreut zu sein.
„Er ist eben nicht der für den man in hält.“
Die von ihm ausgehende Wärme breitete sich auf meinem Rücken aus. „Soll das bedeuten…“
Contenance bewahren hielt meine Maske den aufkommenden Gefühlen stand. „Vergiss nicht wo wir uns gerade befinden, KID.“ Nur das Zittern meiner Stimme konnte ich nicht länger verbergen. „Es verläuft alles nach Drehbuch.“
Seine starke Hand, packte mich am rechten Oberarm und wirbelte er mich zu sich rum. „Bist du Lebensmüde…ich…wir haben Angst um dich gehabt.“
//Er hat sich jetzt nicht ernsthaft verbessert?!//
Im Mond gleißendes weiß ließ mich kurz die Lider schließen, um nicht völlig geblendet zu werden konzentrierte ich mein Blick daraufhin auf sein dunkles Hemd. „Ihr habt es also doch nicht verstanden…“ niedergeschlagen wandte ich mein Gesicht von ihm ab. „Wie hätte ich es auch nur denken dürfen.“ Eh seine Hand unter meinem Kinn mich zwang ihn anzuschauen. „Dann rede mit uns.“
Wie in den Augen Shinichi und den meinen, sah ich den gleichen Stolz, Eitel wie Sorge umeinander, was uns einander mehr als nur freundschaftlich verbannt. „Ihr tut es doch auch nicht.“
In Tränen getränkte Saphire, ließen den Meisterdieb für einige Sekunden innehalten.
Nun sah er das Ausmaß all dem nicht vorhandenen Vertrauen in jenes Wesen, welches er und sein Rivale versuchten vor jeglichen Gefahren zu beschützen.
Stumme Rinnsale zeichneten sich auf dem Gesicht der für ihn immer so starken Lady ab. „Ich…“, „Ihr seid solche Sturköpfe…“ Fauchte sie ihn auf Mal an und krallte sich in sein Jackett. „Wie hätte ich denken dürfen jemals von euch ernst genommen zu werden…ICH…die kleine Schauspielerin, welche nicht mal einfache Rätsel aufgeben kann.“
Ihre Fingerknöchel wurden deutlich heller, „Warum nehmt ihr meine Hilfe nicht einfach an? Warum…“ noch ehe ihre Knie zusammensackten und Kid sie fest an sich zog.
„Miyu, du bist uns mehr wert als es je einer beschreiben könnte…“ Schützend umfing er sie in seinen Armen. „Meitantei war völlig außer sich wie seine Feinde dich ihm vor seinen Augen entrissen haben. Du hast uns gezwungen zusammenzuarbeiten…“ Tröstlich strich er ihr übers Haar. „Es läuft zwar jetzt wesentlich angenehmer wie zuvor, nur sollte unsre gemeinsame Angst um dich nicht der Grundstein fürs große Finale werden.“
Für eine Weile verweilten sie so aneinander geschmiegt am Seeufer.
„Wir haben dich unterschätzt, das ist uns nun klargeworden, aber was hat es mit dem Video auf sich?“
Perplex blickte ich erneut zu meinem stetigen Halt auf. „Welches Video?“
Sein Handy erscheinen lassen zeigte er es mir. „Die haben es …“
„Hat er oder hat er nicht?“
Diese Ungewissheit schien ihn zu quälen, //Zwar unbewusst…// sanft legte ich ihm meine Hände an seine vor Scham oder ähnlich gewordenen Wangen. //Habe ich dir endlich dein sonst so perfektes Pokerface entrissen.//
Normal hätte ich nun lachen können und ihm damit gezeigt wer hier den Sieg eingeheimst hat, bloß wie ich in seine dem See gleich schimmernden Seelenspiegel schaute, verging dieser Einfall.
Einzig der darin vorhandene Schmerz gab mir Gewissheit.
„Ich wäre lieber gestorben als dass mich einer ohne Kampf entehrt.“
Hoffnung trat anstelle der Trauer „Du…“. Zärtlich strich ich ihm über die Wangenknochen „Wie gesagt, er ist nicht der für den man ihn hält.“, als… „Fujimine-san?!“
Wir uns voneinander trennten, damit für ihn bei Gefahr die Flucht möglich blieb.
„Passt auf euch auf, achtet auf euer Umfeld und lasst mich wissen, wenn ihr des Rätsels Lösung nahe seid.“
Erneut rief jemand meinen Namen, nur diesmal war es mein Bodyguard, der mir unweit von uns zuwinkte. „Adioe Kaitō!“
Der letzte Gruß verfehlte sein Ziel nicht, denn wie er sich in die Lüfte erhoben und in der Nacht verschwand, fing mein Partner an ganz breit zu grinsen. „Du bist wirklich mit allen Wassern gewaschen, Hawk.“
Die Kette aus meinem Kragen ziehen würdigte ich ihn keines Blickes. „Das geht dich nichts an, Bourbon.“
Gemeinsam machten wir uns auf zum mir gestellten Wohnwagen, in dem leider Besuch auf uns wartete. „Wag es nicht hier zu rauchen oder du bist mein nächstes Ziel, Gin.“
Sein mieses Todeslächeln machte die Atmosphäre nur noch erdrückender. „Seist du lieber auf der Hut, denn sonst wird dein geliebter Bruder noch wirklich das Zeitliche segnen.“
Was mich sichtlich kalt ließ. „Ich habe keine Angst vor euch, also spar dir die Drohung.“
Darüber zuckten bei Wodka nur die Mundwinkel.
//Uii der versteht also doch schwarzen Humor.//
Währenddessen saß im Wagen des Assistenten ein nachdenklicher Magier.
„Warum so schweigsam, junger Herr?"
„Mh?“ Beim aus dem Fenster schauen, bemerkte ich, dass wir gleich an meiner Schule waren.
„Ist ihnen der Coup nicht geglückt?“
Die Arme hinterm Kopf verschränken, schloss ich kurz die Lider woraufhin sämtliche Bilder vom Abend über mich hereinbrachen. //„Adioe…“//
Beim Aussteigen kam mir nur eine Frage in den Sinn. „Werd ich sie wiedersehen?“
Daraufhin Jii´s Antwort. „Eurem Vater ging es fast genauso. Heute steht ihr vor mir. Kopf hoch, wenn die Zeit gekommen ist wird sie sich zeigen."
//Jetzt fängt er auch noch an in Rätseln zu sprechen.// Nur erheiterte es mein Gemüt und kam pünktlich unter dem wachsamen Blick von Aoko wie Akako ins Klassenzimmer. „Guten Morgen!"
„Hey Kuroba, dir schaut was us der Hosentasche."
Dankend setzte ich mich an meinen Platz und holte eine meiner Karten, welche sich die Inspektorentochter gleich in Augenschein nahm aus der Hosentasche. „Der Arsch hat nicht ernsthaft vorgehabt den Diamanten des neuen Films zu stehlen."
//Hatte ich das?//
Hakuba überflog ebenfalls die Zeilen „Er hat ihn für nicht repräsentativ erklärt."
„Soll es bedeuten die Dreharbeiten haben schon angefangen?" Und schon ging das Getuschel übers gerade beliebteste Thema wieder los.
//Immer eine Nasenlänge voraus...so kenne ich meine Kleine//
Was sie aber nicht bemerkten, war die Nachricht auf der Rückseite:
„Im Schatten der Nacht hole ich was mir verwehrt blieb…M."
Geschwister
Washington
Edinburgh
Auckland
Hamburg
Während der Prüfungszeit überschlugen sich die Medien mit ihren Schlagzeilen.
Egal wo auf dem Globus...überall Spekulationen zu Kid & dem Film. //Dank meiner Quelle verlief alles wie am Schnürchen.//
Ich hingegen konnte von ironischem Gück sprechen, dass sich mein Filmpartner bei einem nächtlichen Umtrunk mit der Crew auf vereister Treppe das Bein verdrehte und die Dreharbeiten auf Dauer seiner Reha brachlagen.
So konnte ich eigentlich ohne Mitwisser gen Heime um meine Klausuren als Mittelschülerin abzulegen.
Niemanden hatte ich was davon erzählt, doch am Airport erwartete mich trotzdem eine kleine Überraschung.
Im Wartebereich hinter der Sicherheitszone, hielten einige Kinder begleitet von Prof. Agasa ein buntes “Willkommen Zuhause!“-Schild in die Luft. Unter ihnen… //Shinichi//
Winkend wollte ich gerade auf sie zugehen, als eine Dame mich scheinbar ausversehen anrempelte. „Er gehört mir, Bitch!“
Alles vor meinen Augen wurde undeutlicher „Miyu!“ ich bekam nur noch mit wie Okiya-san die Frau packte und an der Flucht hinderte.
---Shinichi---
Auch wenn meine Schwester niemanden von ihrer Heimkehr berichtete, so war unsere Mutter ein kleines Vögelchen, die dieses an ihrer tat.
Für gewöhnlich wollten nur der Prof., Okiya und ich ihr Empfangskomitee sein, jedoch waren zu diesem Zeitpunkt auch die Detektiv Boys anwesend welche sich nicht umstimmen ließen ihrem Idol eine Freude zu bereiten.
So mussten wir mit 2 Autos fahren und warteten in der Empfangshalle auf die Heimkehrende.
Sie schien in Gedanken versunken, als wir sie mit ihrem Koffer und Tasche erblickten, nur klärte sich ihr Blick beim Anblick der fröhlichen Begrüßung. „Kudō!“
Stumme Worte schwangen zwischen uns, wie sich unsere Augen trafen, //„Hat Mutter wieder gesungen?“// Schien sie Augenrollend zu denken. Woraufhin ich die Hände in der Hosentasche versenken zu den Kids blickte. //„Du kennst sie doch.“//
Ich weiß nicht warum, aber irgendwie schien sie es die ganze Zeit zu wissen.
//Das Band unter Geschwistern kann man halt nicht täuschen.//
Wie sie auf uns zusteuerte, stellte sich ihr eine Passantin in den Weg. //Mh?// Beim plötzlich erstarrten Ausdruck in den mir gleichen Augen, reagierte Akai sofort und hielt die Frau auf, während Agasa die zusammenbrechende Miyu vor dem Fall hielt. Déjà-vu
//Nicht schon wieder…nicht schon wieder…//
Sofort kümmerte sich die dortige Polizei um alles. In einer ersten Vernehmung gab die Dame zu Protokoll: In rasender Eifersucht ihrer Rivalin ein starkes Schlaf-/Beruhigungsmittel verabreicht zu haben.
Okiya sorgte sich um die Kinder, der Professor rief meine Eltern an, wie ich nach kleiner Hinterfragung des Sanitäters bei ihr blieb. „Er gehört zur Familie!“
Ai hob währenddessen das Handy der Schauspielerin auf und rief eine bestimmte Nummer an.
„Wenn du deine Freundin suchst, frage im Beika Hospital nach Kudō!“
Friedlich lag sie in ihrem Bett. „Es tut mir so leid…ich habe schon wieder versagt.“
Ein Gutes hatte dieser kleine Körper: Ich konnte mich an sie kuscheln ohne das beim reinkommenden Personal blöde Fragen aufkamen.
Wie lange ich an ihrer Seite lag merkte ich erst, wie unsere Mutter mit einem Schüler aus Ekoda, der mir bekannt vorkam, das Zimmer betrat. „Gomen.“
Ich kannte den Jungen irgendwoher, nur wollte mein Kopf keine plausible Erklärung dafür hergeben.
Er stand regungslos neben ihr, schaute auf das schlafende Mädchen und verabschiedete sich höflich bevor er mit zu Fäusten geballten Händen kehrt machte. //Kann es sein?//
„Shinichi“, „Es ist meine Schuld, ich hätte eher reagieren müssen.“, platzte es aus mir heraus, wie Mama anfing und erzählte von den Ereignissen.
„Du musst dir keine Vorwürfe machen mein Sohn.“, trat nun auch unser Vater ein, seiner jüngsten einen Kuss auf die Stirn geben. „Miyu würde es dir jedenfalls nie vorhalten.“
Zur Tür blickend, schmiegte ich mich wieder an meine Kleine/Große Schwester. „Wer war der Junge?“
Yukiko staunte. „Sag nicht du hast Kaitō vergessen, Shin-chan.“
Verneinend nahm ich die störende Brille ab.
„Er ist der Sohn von Toichi Kuroba …ihr habt früher zusammengespielt.“ nahm Papa diese entgegen und legte sie auf den Tisch. „Du erinnerst dich nicht an ihn, weil nur Miyu all die Jahre den Kontakt zu ihm hielt.“
Sachte legte er seine Hände auf unsere Häupter. „An ihrem 5.ten Geburtstag habt ihr euch gestritten, weil ihre Rätsel für die Schnitzeljagt in deinen Augen zu schwer waren.“
//Hat Kid nicht sowas ähnliches erwähnt?// „Der Arme musste euch schier auseinander zerren damit es nicht ausartet.“ Schmunzelte Mama daraufhin.
Gemeinsam verblieben wir bis die Besuchszeit vorüber war. „Ich komme morgen nach der Schule wieder.“ Streichelte ich ihre Wange bevor wir das Gebäude verließen.
Ran war entrüstet, als ich zurückkam. „Dann begleite ich dich morgen, Conan…immerhin ist sie Shinichi´s Schwester.“
In dieser Nacht fand ich keinen Schlaf.
--Normale Sicht—
Etwas Schweres lag auf meiner Brust.
Ich konnte zwar die Augen nicht richtig öffnen, aber alles hören.
Beim Klang von Ani seiner Stimme hätte ich ihn am liebsten fest an mich gedrückt, doch verweigerte mein Körper jegliche Befehle.
So fiel ich kurz darauf wieder ins Nichts.
Es war morgens, wie ich endlich zu mir kam und mich so gut es ging umschaute.
Die Blumen auf dem Tisch waren frisch, unter ihnen eine unverkennbare Rose. //Er war hier.//
Zufrieden trat ein Arzt an mein Bett. „Guten Morgen Kudō-san, wie fühlen sie sich?“
„Als wäre ich vor eine Wand gelaufen.“ Krächzte ich woraufhin man mir etwas zu trinken reichte.
„Wenn sie sich besser fühlen können sie nach Hause und sich dort weiter erholen.“
Also wartete ich bis nach dem Mittag, wo Papa mich auf eigenen Wunsch zu den Klausuren in die Schule fuhr.
Die Gesichter meiner Mitschüler waren Gold wert, aber ich konzentrierte mich auf die Blätter vor mir.
Gen Sonnenuntergang stieg ich erschöpft doch zufrieden ins Auto. „Erfolgreich?“
„Jetzt kann es jedenfalls weitergehen.“
Und so fuhren wir nach Hause, wo Conan mich bereits in der Bibliothek erwartete. „Können wir reden?“
Ich ließ ihn gar nicht weiter zu Worte kommen, sondern nahm ihn gleich in den Arm und weinte bitterlich. „Baka, Nii-san!“
Okiya brachte uns zwei Becher von seinem warmen Kakao und ließ uns in Ruhe alles besprechen.
„Ich wollte dich nicht in Gefahr bringen, es reichte schon was sie mir angetan haben.“
Kopfschüttelnd reichte ich ihm seinen Becher. „Unsere Eltern haben jedenfalls kein Sterbenswörtchen verloren. Dafür war ich Zwiegespalten, wie du mir auf der Vernissage begegnet bist und Ran meinte wir wären verwandt.“
Zwei Saphire blitzten bei der Erwähnung unsres Zusammentreffens auf. „Wo wir gerade davon reden, kann es sein das du weißt wer hinter dem Dieb 1412 steckt?“
Gleichgültig pustete ich in die Tasse. „Bin ich der Meitantei des Osten oder du?“
Er beließ es dabei, denn so wie ich drauf war, würde er nichts aus mir herausbekommen. „Ich kann dir nur sagen, dass wenn ihr nicht zusammenarbeitet weder du noch er euren Frieden finden werdet.“
Brüderlich legte er (so gut es im jetzigen Zustand möglich war) seinen Arm um mich. „Also hast du nebst Kontakt zu den Männern in Schwarz, auch das Hintergrundwissen für Kid seine Auftritte.“ Er schien zu Schmunzeln. „Du steckst voller Rätsel, imouto.“
Mich an diesen schmiegen, schaute ich zum Regal. „Aniki, zwar stehe ich unter deren Beobachtung wie potenzieller Abschussliste, jedoch die, noch jene hinter Kid wissen um ihren nahenden Untergang.“
Darüber lachen, nahm er endlich sein olles Drahtgestell von der Nase. „Und das soll mir was sagen?“
Schmollend zog ich die Unterlippe vor. „Das du mich endlich für voll nehmen sollst und einfach Vertrauen in mich hast.“
Innehaltend verstummte Shinichi, drehte sich zu mir und lehnte seine Stirn an meine. „Ich vertraue dir mein Leben an, Miyu…“ Unsere Augen hielten einander fest. „Auch, wenn ich es nicht zugeben wollte, so bist du mir in vielen Dingen einfach überlegen und selbst diesem eingebildeten Dieb ist es aufgefallen weswegen er dir so viel zutraut.“
Nun musste ich fies grinsen. „Ich lasse ihm auch keine andere Wahl.“
So nah beieinander war die Welt für uns perfekt.
Keine Verbrecherorganisationen,
keine Edelsteine,
keine durchgeknallten Fans.
Alles war friedlich, bis… „Wer oder Was ist Kaitō-kun eigentlich für dich?“
Ihm leicht errötet einen Eskimokuss geben, konnte ich nicht anders als ihn zu necken. „Das erzähl ich dir, wenn du älter bist mein kleiner Lieblings-Detektiv.“
Knistern
Die darauffolgenden Tage, verbrachte ich wie vom Arzt aufgetragen zu Hause.
Conan besuchte mich zusammen mit Ran, welche erleichtert darüber war mich wohlauf zu sehen.
„Shinichi würde sicherlich besorgt sein, wenn er davon erfahren hätte.“
Ihr einen Tee anbieten setzte ich mich ihr gegenüber. „Aniki vertraut mir wie seinem Instinkt als Detektiv, darum ist er auch nicht hier, sondern tüftelt weiter an seinen Fällen.“
Sie war halt wie eine besorgte große Schwester.
Nur einen Nachmittag wagte ich es in die Schule zu gehen, um den Aushang zu begutachten.
„Seht, Kudō ist unter der Top 5!“
Meine Mitschüler trauten ihren Augen kaum. „Was verlangt man? Selbst ihr Bruder soll nach Aussage meiner Cousine, mehr als nur ein Sport-Ass sein.“
In der Menge untergehen, bemerkte keiner meine Anwesenheit.
„Wenn die so weitermacht, kann sie sich sicher vor Uni-Anfragen nicht retten.“, meinte ein anderer. „Ich würde bei dem Pensum sicher irgendwo Tod in der Hecke liegen.“
*kicher* //Nette Todesursache…nur wer sagt das ich damit gerechnet habe?!//
Gemütlich über den Schulhof schlendern, erblickte ich an dessen Tor eine mir bekannte Person. „Amuro…“
Ihm flogen wieder die bewundernden Blicke der umhergehen/stehenden Damen zu. „Was machst du den hier?“ ihn am Arm knuffen, lächelte er mich an. „Auf dich aufpassen was sonst.“
Ruhig gingen wir nebeneinander her. „Woher wusstest du das ich nicht zuhause bin?“
„Da heute die Prüfungsergebnisse verkündet werden, war es einfach dich zu finden.“
Eigentlich bekam er kurz nach meiner Abreise mit, wer sich in der Villa im Exil befand und baute darauf seine weiteren Vorhergehens weisen auf. //Habe immer einen Plan B in der Hinterhand//
„Sie werden langsam ungeduldig, eine gewisse Panik macht sich in den Reihen beider breit.“
Mich bei ihm unterharken, schaute ich mir einige Schaufenster im Vorbeigehen an. „Dies könnte uns von Vorteil sein, denn Ungeduld war nie ein guter Berater gewesen.“
Wie jemand an seiner Kette zu spielen schien und uns so mitteilte wann wir wieder mit ihm rechnen können.
„Du behältst ihn lieber im Auge. Snake will sein Fehler revidieren.“ murmelte mein Gegenüber. „Ich werde sehen was die andere Seite unternehmen will.“
Einverstanden trennten wir uns und wie erwartet, rief man mich zu sich, um an besagter Person Seite dem Dieb bei seinem nächsten Coup Druck zu machen.
//Wer hier wohl wem Druck macht.//
So hielt ich beim nächsten Vollmond von einem Dach, unter den Lichtern des Stadttreibens, Ausschau und beobachtete wie mein Bruder geschickt dem weißen Schatten durch die engen Gassen bis ins oberste Stockwerk einer Baustelle folgte. „Ah der kleine Tantei ist mir also auch dieses Mal nicht auf dem Leim gegangen.“
„Gib mir den Stein wieder oder du landest hinter Gittern, Kid!“
//Wieso merken die Dickköpfe nicht, das sie belauscht werden…die nehmen doch sonst auch alles genau unter die Lupe.// Erheitert beobachtete ich weiter ihr zusammentreffen durchs Zielfernrohr.
Leider mischte sich der vor Zorn brodelnde in dieses Schauspiel ein. „Geb mir den Stein oder verliere mehr als nur dein Leben.“
//Wie Melodramatisch…hat er etwa vor dem Spiegel geübt?//
Schützend stellte sich das Phantom vor den kleinen Jungen. „So sehr ich auch vor deinem Auftreten erzittre, auch dieser Abend wird wie viele vor ihm Enden.“
Es erinnerte ans letzte Treffen, nur wurde Conan diesmal hinter seinem Rivalen gut versteckt Zeuge des Ganzen.
„Verschwinde, da kommt eine Security.“ Log ich und dennoch fielen Schüsse. //Geht’s noch?//
Der Boden unter Kid gab nach, Beide fielen hinunter in die Schatten. //F***//
Ohne darüber nachzudenken, ließ ich alles stehen und liegen. „Ich bleibe auf Posten!“ gab ich dem sicher mit sich zufriedenen Bescheid. „Tu das, aber der wird nicht mehr auftauchen.“
Den Motor seines Wagens in der Nacht verhallen lassen, schlüpfte ich ungesehen durch die Absperrung.
Im 3 ten. Stock des eigentlich 5 geschössigen Blocks, fand ich sie unter Staub wie Schutt begraben. „Aniki…Kid?!“
Hustend rappelte sich der Grundschüler neben mir auf. „Miyu…er hat den Fall für mich *hust, hust* abgefangen“
Ihm mein Handy reichen „Ruf Hilfe, wir müssen euch hier raus schaffen.“ Sah ich nach dem vor uns liegenden. //Er atmet nicht mehr…//
Ohne groß nachzudenken handelte ich instinktiv und begann mit der Mund zu Mund Beatmung. //Bleib bei uns…//
Wie Kid sich regte, schaute ich erleichtert ins etwas mürrische Gesicht meines Bruders. //Was hat er?//
Nach provisorischer Sicherstellung des Verletzten, hörten wir schon jemanden rufen. „Hallo!“
Gemeinsam mit Okiya brachten wir den Meisterdieb ins Auto, wo Conan sich auf den Beifahrersitz setzte damit ich mich um seinen Retter kümmern konnte. „Wenn wir nicht in Japan wären würdest du sicherlich fahren.“ stellte der Kleine beiläufig fest, denn wie er konnte auch ich ein Fahrzeug bedienen, ohne einen Unfall zu verursachen.
„Halt du dich besser ruhig…wir wissen nicht ob du nicht doch was abbekommen hast.“
Wie erwartet hatte Kid unter seiner “Dienstkleidung“ noch normale am Leib, weswegen es auf unsere Ausrede mit dem „Bei Renovierungsarbeiten von der Leiter gefallen“ in der Notaufnahme keine weiteren Fragen gab. //Götter sei Dank//
Conan fehlte bis auf einige blaue Flecke und Kratzer nichts. Er sollte trotz allem auf Folgesymptome achten. „Du warst zur falschen Zeit am falschen Ort.“
Bei ihm erzählten wir dem Arzt, er hätte die Leiter beim Versuch sie aufzuhalten auf den Kopf bekommen.
Okiya hatte Ran informiert auf die wir im Flur warteten. „Willst du immer noch wissen wer sich hinter Monokel und Zylinder verbirgt, otouto?“
Erschöpft lehnten wir uns an die Wand, auch mich hatten sie prophylaktisch unter die Lupe genommen ohne Befund.
„Was ich weiß ist das dies hier ein wichtiger Bestandteil deines Rätsels ist.“ Schmunzelnd baumelte der Knoten an seinem Daumen. „Alles weitere wird sich sicherlich noch ergeben.“ //Dieser…//
„Kudō-san?“ Der zuständige Doktor trat in mein Blickfeld ehe ich zu einer Antwort ansetzen konnte. „Wie geht es ihm?“
Freundlich lächelnd sah er mich an. „Seine Lunge hat zwar einen leichten Schock erlitten, doch wird er recht bald wieder auf den Beinen sein.“
*synchrones Seufzen*
„Ihr dürft zu ihm!“
Einverstanden folgte ich ihm, die eintreffende Karatemeisterin nahm sich jedoch des kleinen Jungen an. „Kleine Kinder gehören um diese Zeit ins Bett“, nahm sie ihn bei der Hand und verabschiedete sich. //Armes Brüderlein *shrem*//
---Kaitō---
Stille…absolute Stille.
Ich weiß das Snake auf bestimmte Punkte zu unseren Füßen zielte, dann wie ich mir im freien Fall den Kleinen schnappe und wir kurz drauf auftrafen. //Geht es ihm gut?//
Ein euphorisch-warmes Gefühl überkam mich, bevor ich mich nicht mehr erinnern konnte.
„Kaitō.“
Sanfte Hände lagen auf meinen Wangen.
Ein friedfertig inniger Duft stieg mir in die Nase und der klang meines Namens bereitete mir einen angenehmen Schauer. //Bin ich im Himmel?//
Zärtlich strichen die zierlichen Finger eine Strähne aus meinem Gesicht. „Arigatou“
Flüchtig schier wie ein Windauch legten sich weiche Lippen auf meine Stirn und diese zuvor schwache Wärme legte sich wieder um mein Herz.
Doch wie ich langsam die Lider hob, war nur das Licht der Laternen die einzige Quelle um mich zu orientieren. „Ghm…“
Ich war definitiv nicht mehr auf dieser Baustelle.
Irgendwer hat uns von da weggeholt und bei den Geräuschen sowie penetranten Geruch nach Sterillium lag ich garantiert im Krankenhaus. //Was?//
Mich abtastend bemerkte ich das ich nicht als mein altes Ego hier lag, sondern in meinem schwarzen Shirt wie Boxershort. //Also bin ich definitiv noch am Leben, aber wie…?//
Genaustens versuchte ich mich an alles zu erinnern, doch ab dem Moment nachdem mich dieses seltsame Gefühl in eine angenehme Dunkelheit driften ließ, weiß ich gar nichts mehr.
Eine leichte Regung neben mir ließ mich kurz zusammenfahren, wie meine Augen im Schummerlicht die verschwenderisch über den Armen der auf dem Bettenrand schlafenden Person liegenden Haare erblickten. „Miyu?“ //Wie kommt sie hier her?//
Mit ihr hatte ich jetzt nicht gerechnet. //Hat Meitantei sie gerufen?//
Behutsam um sie nicht zu wecken und auch um sicher zu gehen all dies nicht zu träumen, strich ich ihr übers Haupt.
---Normale Sicht---
Ich war wohl eingeschlafen, wie mir jemand vorsichtig übers Haupt strich. „Miyu?“
Müde richtete ich mich in meinem Stuhl auf und blickte nachdem ich mir die Augen rieb ins breite Grinsen meines besten Freundes. „Gut geschlafen Schneewittchen?“
Brummig verzog ich das Gesicht.
„Dir ist schon klar wie süß du mit diesem Ausdruck ausschaust oder Kleines?“
Schmollend wischte ich mir noch kurz über die Mundwinkel, da er mir schon einmal unter die Nase rieb ich würde im Schlaf sabbern. „Da du es mir immer aufs Butterbrot schmieren musst, Ja.“
Alles schien wie immer nur der Verband um seinen Kopf gab mir zu bedenken.
„Was hast du?“
Vorsichtig erhob ich mich und schaute mir diesen genauer an. „Wir hatten Angst um dich!“
Er war durchs Liegen etwas verrutscht. „Wie?“
„Du hast Shinichi vor Snake und dem Aufprall bewahrt…er will sich ein anderes Mal bei dir dafür revanchieren.“ Geschafft ließ ich mich neben ihn aufs Bett plumpsen. „Was hast du?“
Mir mit den Daumen über die Fingerspitzen fahren bemerkte ich erst jetzt welche Schrecken wir hinter uns hatten. „Ich schlottere immer noch am ganzen Körper bei dem Gedanken dich beinahe verloren zu haben.“
Aufmerksam lauschte er meinen Worten. Ihm ging irgendwas durch den Kopf, nur sein Pokerface saß wieder einmal bombenfest.
„Du warst anwesend?“
*leichtes nicken*
„Also bist du dieser Hawk von dem er einst sprach.“ Ihn schien diese Erkenntnis zu amüsieren. „Welch Ironie.“ Wie am See zog er mich in seine Arme, woraufhin alles in mir zur Ruhe kam. „Dann gehört dieser Knilch von Bodyguard also zu uns?“
*kicher* „Die ganze Zeit.“
Nachdenkliches Schweigen trat ins Zimmer.
„Dann weiß Tantei um mich?“
Mich weiter an ihn schmiegen, lauschte ich seinem ruhigen Herzschlag. „Er will dir noch immer mit eigenen Händen, Zitat “sein dämlichen Grinsen samt Monokel“ entreißen.“
//Shinichi hat auch seinen ganz eigenen Stolz, was seinen Lieblingsverbrecher angeht.//
*lach* „Dann warst also du der Falke in Akako´s theatralischen Singsang-Vision.“ Ihm fiel es schwer sich wieder einzukriegen. „Diese Hexe hätte auch wirklich mit offenen Karten spielen können.“
//Hä?//
Ich verstand kein einziges Wort. „Keine Ahnung wovon du da sprichst, doch fragen kannste sie selbst.“
Nun hielt er inne. „Musst du uns … mich wieder verlassen?“
//Er tut es schon wieder…niedlich.//
Ihm in seine blauen Himmelstiefen blicken, legte ich meine Stirn an seine. „Warum verbesserst du dich eigentlich? Zum Showdown wirst du keines Wegs allein sein.“
Für eine Sekunde glaubte ich ein Blitz fuhr über seine Iren. //Er hast sie also gelesen//
Ein spitzbübisches Lächeln erschien „Der Situation entsprechend bleibt trotzdem alles offen.“, seine Hände veränderten ihre Position sodass ich ihm nicht so leicht entwischen konnte. „Denn mir kannst du nichts mehr vormachen, Kudō.“
Vielsagend schmunzeln, ging ich auf sein Spiel ein. „Ach...hat der mysteriöse Magier vor mir etwa Angst, von der Schwester seines Rivalen in den Schatten gestellt zu werden.“
Sein Pokerface ließ nix durchsickern. „Nicht im Geringsten, eher begibst du dich damit auf dünnes Eis.“
Gänsehaut breite sich aus, wie sein warmer Atem mein Ohr streifte. „Mach ich dich nervös?“
Ruhe bewahren verharrte ich, in dem Wissen, das er mich durchschaut hat. „Ich bin bloß keine dieser Fangirls, welche du so einfach rumkriegen könntest, denn...“ mit einem Ruck an der Kette, waren die Rollen nun vertauscht. „Im Gegensatz zur Polizei, weiß ich immer wo du dich befindest, KID!“
Seine Nackenhaare stellten sich leicht auf und einander legten wir unser Gesicht in die Halsbeuge des anderen. „Du gibst echt nicht nach.“ Diese Nähe bewirkte ihr übriges. „Was ihr Jungs könnt, kann ich schon lange.“
So verharrten wir eine gefühlte Ewigkeit.
Wie sein Körper schwerer wurde und ich den schlafenden zurück ins Kissen legte. „Wir sehen uns am Tag der Entscheidung.“
Auftakt zum letzten Akt
Zurück am Filmset, hätte mich die Langeweile schier übermannt.
Okiya hatte nachdem sich im Krankenhaus um den Meisterdieb gekümmert wurde, meine Waffe vom Dach geholt und sie vorerst gut verwahrt.
Prof. Agasa musste bezüglich der Ketten, meinem Bruder Rede wie Antwort stehen. //Kaitō hat er aber nicht erwähnt.//
Amuro hielt mich weiter auf dem laufenden was die “falschen MiB“ ;) im Schilde führten.
Bloß eines gab mir zu bedenken:
//In wenigen Wochen werden die letzten zwei Edelsteine ausgestellt, welche ins Raster von Pandora fallen. Wie willst du es angehen, Kaitō?//
Ich war froh als die letzte Klappe fiel und nach der etwas skurrilen Abschlussfeier in mein Bett fiel.
*vibrier* //Mh?//
Das Handy einschalten, sah ich den Eingang einer Nachricht. //Wie passend.//
„Imouto, gerade hat Inspektor Nakaomori mich gebeten beim nächsten Coup dabei zu sein.
So wie ich dich kenne, grübelst du genauso wie ich über die Möglichkeiten, welche Kid offenliegen um sich nicht nur einen, sondern Beide unter den Nagel zu reißen. Mein Gefühl sagt mir, es wird seine vorerst letzte Show sein…“
//Shinichi?// *vibrier*
„Es wird nicht mehr das Selbe sein ohne ihn, jedoch weißt du von uns am besten, dass es so leichter für ihn werden wird. Bei mir hingegen schläft das Verbrechen nicht und hoffe…nein bin ich mir sicher auch dieses Mal wird er der Polizei trotz meiner Unterstützung entwischen.“
Gerade wie ich ihm antworten wollte, fiel mir etwas ein.
Über einen anderen Chat klärte ich diesen Gedanken. „Auch, wenn es eine totale Schappsidee ist, sei dir meiner Unterstützung gewiss.“
Bevor ich Snake über das Kontakttelefon eine Nachricht zukommen ließ:
„Wenn du deine Rache & Pandora haben willst, sei am Tag von Kid´s erscheinen an folgenden Koordinaten…. Hawk.“
Es war riskant, doch kurz vor dem Einschlafen nahm ich meine Kette zur Hand //Leider funktionieren sie auf diese Entfernung nicht doch…// und flüsterte. „Ich hab dich lieb, gute Nacht.“
---Shinichi---
Leise schier wie ein Flüstern im Traum, vernahm ich eine leise vertraute Stimme. //Ich dich auch, imouto…wir sehen uns bald wieder.//
---Miyu—
„Miyu-chan, hast du auch alle Sachen für deine Bewerbungen eingescannt?“
Am PC sitzend schüttelte ich nur den Kopf. „JA Haha, es ist auch schon alles per Mail versendet worden.“
Als ob mein Schulkollege hellsehen konnte, klingelten die Oberschulen besonders jene mit einer direkten Universitätsanbindung bei meinen Eltern sturm.
Nur wusste ich noch nicht direkt welchen Weg ich einschlagen sollte, darum ließ ich den Schulen über meine Papiere selbst die Entscheidung ob sie meiner gewachsen sind oder nicht.
Mama war zwar gar nicht davon begeistert, hingegen Paps es für eine erfrischende Entwicklung hielt.
Japan ist sehr streng was die Bildung seiner Schüler anbetraf, nur wer wie ich nie wirklich Teil dieses Systems war muss anders gesehen werden. //Türen zu ausländischen Universitäten stehen mir ja zur Not ebenfalls offen.//
Klare Vorstellungen, außer einer kleinen Überlegung für den Fall des Möglichen, gab es bei mir gerade nicht.
Erst wenn auch der letzte Akt über die Bühne gelaufen ist und der Vorhang fällt, dann würde die passende Entscheidung auch die Wahrhaftige sein.
*Applause*
Die Scheinwerfer richteten sich auf den Direktor des Museums, alles was Rang & Namen wie das nötige Kleingeld hatten, waren an diesem Abend anwesend.
Draußen standen sich die Neugierige, Reporter sowie einige Polizisten auf Abruf die Füße in den Bauch.
Es war ein riesen Spektakel und ganz besonders, weil ein gewisser Jemand diesem seine Aufwartung machen will.
Spannung schwängerte die Luft innerhalb wie draußen. //Na das ist doch genau nach deinem Geschmack mein Freund.//
Conan, Ran und ihr Vater waren ebenfalls im Saal. Kogorō konnte sich selbst unter dem Gemoser seiner Tochter nicht vom gebotenen Catering wie den alkoholischen Getränken fernhalten und hatte somit kräftig einen im T.
Keiner achtete auf den anderen, nur den klugen Seelenspiegel des kleinen Jungen entging kein einziges Detail. „Hey otouto, schon jemanden im Verdacht?“
Wissend behielt er alles im Blick. „Wenn du mich nicht so angesprochen hättest, dann dich Onee-san.“
Ihn von hinten in den Arm nehmen folgte ich seiner Aufmerksamkeit. „Baka Tentai-chan“ Und verschwand wie er sich mit großen Augen zu mir umdrehen wollte, in der Menge. //Nun ist er verwirrt.//
Es war rappelvoll, jeder wollte den Größten der beiden Steine zu Gesicht bekommen, der kleinere sollte am morgigen Abend der Öffentlichkeit präsentiert werden. //Zufall o. nicht ich lass mir diese Chance nicht nehmen.//
Mama war von vielen Verehrern umzingelt, da Papa gezwungener Maßen zuhause über seinen Aufträgen sitzen musste. //Deadline können einen schon echt aufhalten.//
Gemütlich schlenderte ich den Gang entlang, immer unter Beobachtung der umherstehenden Beamten. //Der Raum ist zwar gut bewacht, im inneren jedoch sieht es ganz anders aus…ein Glück für mich das die Toiletten am Ende dieses Ganges sind und die anderen gerade, vom Geleit der Herrschaften überfüllt.//
Ich schaute auf die Uhr: 23:55
Bald würde die Show starten, alle waren an ihren Posten.
Zurück in den Saal, wurde ich fast von den von Nakamori herbeigerufenen Verstärkung überrannt. „Ey!“
Ich musste mich an die Tür des Zweit-Saals lehnen um nicht umgeworfen zu werden. //Let´s go!//
Unbemerkt huschte ich in diesen hinein und entdeckte… NICHTS!
Nirgends war der Stein zu sehen, die Vitrine war leer. //Das war sicherlich Shinichi´s Idee.//
„Du hast dich also doch als meine Schwester ausgegeben…“ erklang aus der hintersten Ecke des Raumes die Stimme von eben bedachten. „Also kann das im Hauptraum nur dein Assistent oder aber…“, „Dein Kombinationsvermögen überrascht mich doch jedes Mal von neuem kleiner Detektiv.“ Ließ ich eine Rauchgranate fallen um als der von ihm geglaubten vor ihm zu stehen. „Doch macht es die ganze Sache für mich nur interessanter.“
Seine Armbanduhr im Anschlag versuchte er mich zu erwischen. „Das Kompliment muss ich leider zurückgeben.“ //Ach Aniki…nun tu mal nicht so.// „Auch du hast einiges auf dem Kasten.“
Spitzbübisch grinsend, schreitet ich durch den Raum. „Was willst du jetzt machen? Keiner wird dich in dem Tumult da draußen hören.“ Den Moment welchen er zum Umdenken brauchte, nutzte ich um ihn mir zu packen. „Was hast du vor du…“, „Aber, aber, du willst doch nicht das hübsche Juwel in deiner Hosentasche verlieren oder etwa doch?!“
Der Blick meines Bruders war zum Schreien. //Es hat Vorteile, seine Familie bis ins Letzte zu kennen…auch wenn Shinichi es nie zugeben würde.//
Flink griff ich ihn mir und setzte den Jungen wieder ab, als die Tür aufsprang und das Chaos richtig ausbrach. „Wie…was…INSPEKTOR!!!“
Überrascht schauten wir zu dem ungebetenen Störenfried. „Na dann verabschiede ich mich für Heute, einen angenehmen Abend noch und liebe Grüße an die Damen des Hauses.“
//Ich kann es echt nicht lassen XD//
Mit einer Blendgranate entschwand ich aus dem Raum über die Feuertreppen der Nahegelegenen Toilette aufs Dach hinaus, wo ich im Schutze der Nacht auf mein Gegenstück wartete.
//Ob ich schon nachgucken soll?//
Irgendwie bekam ich Beklemmungen. //Bitte sei es nicht…es würde alles so einfach machen.//
Wie aufs Stichwort tauchte Kid unweit von mir auf, dicht gefolgt von Shinichi.
Routiniert, hielt ersteres den Stein ins Licht. „Vergib…er ist es nicht…“ hauchte er enttäuscht.
Zitternd tat ich ihm gleich…
„Dann kannst du ihn mir ja wiedergeben.“ Grummelte Conan, wie sich sein Rivale zu ihm umdrehte.
„Tut mir leid kleiner Detektiv, dann sehen wir uns halt Morgen beim nächsten Versuch.“
Dadurch das der Kleine mit dem Rücken zu mir stand konnte ich sein Gesicht nicht sehen, bloß „Dann warst du es nicht im Nebensaal?!“
Der Magier schien verwirrt. „Warum Nebensaal?“
*tief Luft holen* „Weil er mir auf den Leim gegangen ist, Kid.“
Schlagartig lagen sämtliche Blicke auf mir. „Ich habe in der Zeit wo du deinen Auftritt hattest das Chaos und die Gewissheit, dass nur mein Bruder mit sowas rechnet, genutzt und mir den anderen gekrallt.“
In einer fließenden Bewegung stand ich vor meinem besten Freund. „Ich gebe ihn dir im Tausch zurück.“
Im Kopf des Detektives ratterte es sichtlich auf Hochtouren.
Mein Gegenüber hingegen schaute mich nur unverwandt an. „Und warum soll ich ihn dir geben? Es ist nicht Das was ich suche.“
Gespielt Lächelte ich ihn an. „Na dann wird es dir sicher nix ausmachen, wenn ich ihn mir ein wenig länger ausborge.“
„Du willst ihnen eine Falle stellen.“ Kam es prompt aus dem Munde des Jungen. „Dann ist der aus dem Nebensaal…“, „Ach Quatsch, ich will nur etwas mit den Polizisten spielen damit ihr ohne großes Aufsehen verschwinden könnt.“ Warf ich ein, wurde aber vom weißen Unhold gepackt. „Das wagst du nicht, es könnte dich…“ Nur fuhr ich auch ihm ins Wort und tauschte aus was sein sollte. „Vertraut mir doch einfach mal, denn auch ihr habt mich immer ganz nah bei euch.“
Ohne zu zögern entfaltete sich der Gleiter und aus der eben noch dunklen Gestallt wurde der Gentlemandieb in Persona, welcher mit dem Wind davontrieb. „Sayonara!“
der Stein oder das Mädchen
Nicht verstehen was sich hier gerade abspielte, schaute ich zu dem sich in seiner Sache sicheren Conan. „Meitantei?“
Verschlagen lächelte er von einem Ohr zum anderen. „Kudō!“
Erst jetzt reagierte mein Rivale und schaute entschlossen in die Richtung, in der mein Doppelgänger verschwunden war. „Würdest du das Juwel für mich bitte noch einmal ins Licht halten, Kid.“
//Mh?// Das kam jetzt unerwartet. „Ich weiß zwar nicht was du dir von einer Wiederholung versprichst, aber wenn du mich so darum bittest.“ Elegant holte ich den Stein aus meiner Tasche. //Fortuna, das ist ja…//
„Hab ich´s mir gedacht, sie hat ihn während eurer Unterhaltung ausgetauscht.“
Schulterzuckend hob ich den Stein hoch. //Nein…// Ein roter Schimmer zierte mein Gesicht:
Pandora
Für eine gefühlte Ewigkeit war mein Kopf wie leergefegt.
Alles war wie ein Albtraum, aus dem man zu erwachen schien.
Ich hatte es geschafft…nach all der Zeit hielt ich den von meinem Vater gesuchten Edelstein in Händen. //Vater…//
„Willst du da die ganze Nacht rumstehen oder hilfst du mir meine Schwester zu retten?“
Graduell drangen die Worte des neben mir stehenden ins Ohr.
„Ich folge jetzt dem Signal ihrer Kette.“ Und ehe ich mich versah, schaltete der Kleine seine Brille ein und machte den Standpunkt der eben von den Schatten verschluckten aus. „Hab sie…wenn wir uns beeilen könnte alles vor Sonnenaufgang zu Ende sein.“
Er brachte mich immer wieder zu erstaunen, dabei war ich der Magier und er mein Zuschauer. „Dann lassen wir sie nicht lange warten, kleiner Detektiv. Weise uns den Weg.“
Zeitgleich wurde in einem anderen abgelegenen Teil des Bezirks dieser jemand schon erwartet.
„Da hatte das kleine Luder also recht behalten.“
Snake war innerlich fassungslos mich bzw. Kid vor sich zu haben. „Du hast den Sturz tatsächlich überlebt.“
Ruhig hob ich die Hände, gab jedoch keine Silbe von mir.
„Sei so freundlich und folge mir, du wirst bereits erwartet.“
Schweigsam tat ich wie geheißen.
Er schien keinen Verdacht zu schöpfen, selbst wie wir ins Anwesen hinter dem Hügel kamen und die Wachen uns skeptisch musterten war keiner von ihnen wirklich aufmerksam genug um den Betrug zu durchschauen. „Der Boss wird dich gleich in Empfang nehmen.“
//Na da bin ich mal gespannt, wer hier die Fäden zieht.//
Im Innenhof deutete man mir mich in der Mitte diesem hinzuknien. „Und mir die Hose dreckig machen?“ fragte ich mit verstellter Stimme, woraufhin mir der blanke Hass entgegengeworfen wurde. //Wenn Blicke einen lynchen.// jauchzte ich innerlich.
*kränkliches Lachen*„Wie immer ein Perfektionist in sich Toichi Kuroba.“
Ein in einem Rollstuhl sitzender alter Mann, rollte aus dem Schatten des Hauses zu uns hinaus.
//Den kenn ich doch!!!//
*Flashback* „Darf ich euch den Sponsor und Gastgeber des heutigen Abends vorstellen…“
Dankender Applaus kam auf, worauf der Mann seine Hände abweisend anhob. „Bitte, bitte, zu viel der Ehre vertrag ich nun wirklich nicht.“ *erheitertes Gelächter* „Eigentlich gebührt dieser Dank ihnen alle, welche mir meinen größten Herzenswunsch erfüllt und einen Roman meines Lieblingsautors leben einhauchten.“
Sein Blick haftete an mir. „Und besonders ehrt es mich, dass keine geringere als die Tochter des Schöpfers selbst, Miyu Fujimine der Widersacherin auf ihre wundersame Weise ihren Stempel aufdrückte.“
Es war mir unangenehm in seine Gegenwart zu verweilen, denn selbst wenn meine Kollegen es nicht bemerkten, so besaß er eine erschreckend faszinierende und doch furchteinflößende Aura. *Ende*
Wie an jenem Abend behielt er mich im Auge. „Der kleine Unfall damals, hat ihnen scheinbar nichts anhaben können mein Bester…alle glaubten sie seien Tod, aber oh Wunder steht der berüchtigte Mondscheindieb Kaitō Kid leibhaftig vor mir.“
//Jetzt nur keinen Fehler machen// „Ein wenig schon, wie erklärt man sich sonst mein langes fehlen.“
Keiner der umherstehenden wagte es zu sprechen.
„Für Wahr, viele Monate sind ins Land gegangen bis Heut endlich nun mein größtes Sehnen durch ihre Hand, in die Meine fällt.“
Kühl ließ ich das Juwel vor aller Augen aus dem Nichts erscheinen. „Sie glauben also wirklich an diesen Mythos.“
Zitternd streckte mein Gegenüber mit gierigen trüben Blick „An meiner Stelle würden sie auch jedes Mittel in Betracht ziehen.“, seine Finger nach ihm aus.
Mich nicht von der Stelle bewegend erzürnte es ihn, „Geben sie ihn mir, ihnen bleibt eh keine andere Wahl…“ //Er ist ja wie besessen.// „Oder sollen wir ihrem Sohn das gleiche ihnen obliegende Glück nehmen, welches in unserer Obhut liegt?“
*Schweigen*
„Sie war uns eine große Hilfe, es ist immer wieder bemerkenswert was man alles aus inniger Zuneigung für einen geliebten Menschen tut.“ Hinter ihm regte sich was. „Doch wenn sie nicht mit uns kooperieren wollen…“ er gab ein Zeichen. „Liquidieren wir sie vor den Augen jener die sie lieben.“
*Herzrasen*
Ihm schien dieses Katz & Maus spiel zu gefallen. „Darf ich also nochmals um den Stein bitten, verehrter Meisterdieb 1412, Kaitō Kid?!“
… „Lass die Falle zuschnappen“…
Die übers Earpiece erklingende Stimme beruhigte meine angespannten Nerven. //Na dann…//
„Lieber zerstöre ich ihn, damit nicht noch mehr unschuldiges Blut vergossen wird.“
Sofort stürzten sich alle auf mich, um zu verhindern das ich mit dem Juwel entkomme. „Schnappt ihn euch!“
Leider entging ihnen im den Gemenge das Entschwinden des bis eben noch vorhandenen Weiß.
Aufs Geschehen fixiert, merkte keiner den Schatten, welcher sich aus diesem Chaos befreite, um im Zwielicht ein sicheres Plätzchen zu finden.
„STOP!!!“ schrie der Alte und ballte die Hände zu Fäusten. „Ihr Idioten…merkt ihr nicht das er euch bereits entwischt ist?“
//Uff…also mit soviel Dummheit habe ich nicht gerechnet.//
Erleichtert berührte ich die hinter mir befindliche Trennwand und schaute dem hoffnungslosen Durcheinander eine Weile zu.
Bis eine leichter Windzug mich aufhorchen ließ. //Was?//
Bloß bevor ich mich umdrehen konnte, lag eine warme Hand auf meinem Mund „Sch…alles gut.“ und zog mich mit sich. //Amuro?//
Durch einige Gänge & Türen gelangten wir schnell ins Freie. „Hier entlang.“
Draußen erhellte der Vollmond die um uns liegenden Gefilde.
Unter einem alten dicken Baum versteckt, löste sich mein Geleit nur wenige Zentimeter. „Hier sind wir vorerst unentdeckt.“
Mir nicht sicher, was er meinte drehte ich mich zu ihm um. „Das hätte auch schief gehen können.“
Nur stand da nicht der Mann dessen Stimme mir vorhin zuflüsterte. //Wie?//
„Überrascht mich zu sehen?“
Vom Luna erstrahlt, wie einst am See, fiel des Phantoms weiße Lichtgestallt ins Aug mir gleich.
Nichts sagend schaute ich in des Himmelsgleichen Iren. „Wie du sagtest: Wir haben dich immer bei uns gehabt.“
Sein Lächeln war fern jedweder ihm sonst anhängender Selbstverliebtheit noch Arroganz.
Es war voller Zuversicht wie Wärme, so wie ich es von ihm kannte.
„Hat aber ganz schön lange gedauert.“ Konnte ich darüber nur mit dem Kopf schütteln. Innerlich jedoch jauchzen vor Glück.
„Bei deinen Rätseln muss man auch immer um viele Ecken denken.“ Kam er mir ein kleinen Schritt näher und hob mein Kinn an. „Doch diesmal ist deinem Bruder die Lösung leichtgefallen.“
//Der hatte ja auch genügend Hinweise erhalten.//
Zufrieden mit mir und der Welt nahm ich Zylinder, wie Monokel ab und ließ meine langen Haare zum Vorschein kommen. „So gefällst du mir besser.“ Meinte er. „Jetzt bin ich wieder der einzig wahre Meisterdieb Kaitō Kid.“
*kicher* „Baka!“
Aufheulende Sirenen, blinkendes Blaulicht und das unverkennbare Gebrüll Nakamori drangen vom Anwesen zu uns hinaus. „Damit wären die Typen wohl erledigt.“, lehnte ich mich unbewusst an ihn.
„Aber Anokata ist mit Sicherheit entwischt und auf Rache aus.“
Zu ihm aufsehen verlangte es mir, ihm über die Wange zu streichen. „Ich habe sein Gesicht gesehen und sollte er es wagen, dann wird er nicht nur dir gegenüber treten naja eher fahren müssen.“
Vom eben gesagten nicht wirklich überrascht, schmiegte er sich an die ihn berührende Hand. „Als würde ich dich in deinem Vorhaben jemals aufhalten können.“
Gefesselt von dem dargebotenen, hielten wir für einige Atemzüge inne.
„Ach wie rührend…“
Unbemerkt hatte sich jemand an uns herangeschlichen. „Wer hätte gedacht, dass die Schauspielerin und der Juwelenköter unter einer Decke stecken.“
Schützend stellte Kaitō sich vor mich. „Snake!“
Er sah ziemlich mitgenommen aus, „Dann gehört dieser Bourbon wohl auch dazu…“ seine Kleidung war verschlissen und an seiner Stirn klafften tiefe Kratzer. „oder hat die süße Hawk ihn ebenso hintergangen?“
Schuldig wandte ich den Blick gen Boden. „Verschlagenes Luder…beinahe hättest du uns alle über die Klinge springen lassen.“ Er zog seine Waffe „Aber nun werde ich euch Beide zur Hölle jagen.“
Beim entsichern der Pistole, raschelte es hinter ihm.
„Dumm nur das die Hölle eine andere Seele fordert, Snake!“ Erwiderte ich neben meines Freundes treten. „Sie hat recht, denn über uns wacht mein Vater in jeder Vollmondnacht.“ auch er hatte das merkwürdige Aufblitzen im Gebüsch bemerkt.
„Schweigt endlich!“ polterte der Schütze //Nun zählt jede Sekunde// Ein Schuss fiel //Argh...// und hinterm weißen Umhang verborgen hörten wir nur, das Herniederfallen eines kraftlosen Körpers.
*Starre*
Zitternd klammerte ich mich an Kaitōs Brust, welcher mir beruhigend über den Rücken strich.
Eine stürmische Stille brach über uns herein, wie „Ihr könnt hervorkommen, so schnell steht der nicht mehr auf.“
Sein Cape von uns nehmen, fiel unser Augenschein auf den am Waldboden liegenden Schurken.
„Volltreffer kleiner Meitantei!“, lobte Kid seinen Rivalen.
„Dafür sind ein paar Antworten fällig.“ Steckte dieser seine Hände wie gewohnt in die Hosentaschen, wurde aber von mir in eine feste Umarmung gezogen. „Arigatou Aniki!“ Und ließ meinen Gefühlen freien Lauf.
Sie haben es geschafft, sie konnten gemeinsam mein Rätsel lösen und als Team einen kleinen Sieg gegen die Unterwelt erringen. „Was machen wir nun mit ihm?“ kratze sich Kaitō fragend am Hinterkopf.
„Die Sicherheitspolizei wird sich seiner Annehmen…“ Tippte ich mir leicht ans linke Ohr. „oder wollt ihr unsere Beute nicht, Amuro?“
Baff tauschten die Jungs vielsagende Blicke.
… „Lass ihn ruhig liegen, er wird gleich von einem der unseren eingesammelt.“…
„Lasst aber die Samthandschuhe weg, die hat der Kerl nicht im Geringsten verdient.“
Herzhaftes Gelächter kam von der anderen Seite … „Das hängt ganz von seiner Mitarbeit ab“…
„Dann hoffe ich euer Folterknecht macht gerne Nachtschicht.“
Nun fiel meinen Beiden keine Antwort drauf ein nur die Kinnlade ging runter.
… „Dann seht zu das ihr Land gewinnt und hab dank, Kudō-chan!“…
„Ein heißer Kakao tuts auch.“ Lachte ich bevor die Unterhaltung kappte.
Shinichi guckte ganz verblüfft. „Sag nicht du hast die ganze Zeit mit der Abteilung 0 zusammengearbeitet?“
So als sei es das normalste auf der Welt, hob ich die Arme. „Sie konnten mir euer beider Sicherheit garantieren und wer könnte einem so charmanten Mann wie Amuro wiederstehen.“
„MIYU!“ Kam es synchron aus ihrer Munde.
„Was?“, grinste ich breit. „Ist wie´s ist, kommt damit klar.“
Es machte unheimlichen Spaß sie zu necken, auch wenn es hier mal unter ihre Gürtellinie ging.
„Also ist das Video nur Fake gewesen?"
„Ja Shinichi! An diesem Abend kam er in meine Zelle, um nach mir zu sehen…“ (siehe Ende v. Kapitel 7)
„Er legte die Decke über uns und erzählte mir wer er ist und was ihn dazu veranlasste mich in dieses ganze Theater einzuweihen.“ Ich erinnerte mich noch sehr gut daran. „Er versicherte mir keinem von euch zweien von dieser Zusammenarbeit zu erzählen, dafür verlangte er aber lückenlose Einsicht in meine Pläne.“
Der rasch in seine Zivilkleidung geschlüpfte Magier, traute dem Braten nicht. „Er durfte dich ohne weiteres anfassen und bekam dafür noch einige Mitglieder jener die hinter mir her waren als Kirsche obendrauf? Tze dann war dir unsere Sorge also völlig gleich...“
//Autsch…//
„So würde ich es nicht sehen, Kid.“ Schaltete sich nun mein Bruder ein. „So wie ich ihn einschätze hat er Miyu nicht mal im Geringsten etwas abverlangt, dass eine Schauspielerin nicht ohnehin machen würde. Immerhin haben sie uns somit alle im Irrglauben gelassen.“
Kaitō wollte gerade Widersprechen, als „Außerdem…was fällt dir ein jene so zu verletzen, die dir gerade den Arsch vorm Knast gar Sarg bewahrt hat!“ Shinichi ihn gehörig seine Meinung auftischte. „Du bist echt unmöglich, so ein Undank hätte ich von dir nicht erwartet.“
Eine Standpauke, wie sie nur ein älterer Bruder zum Besten geben konnte. //Mama wäre stolz auf dich, Onii-san//
Kurz schauten sich die Kontrahenten böse in die Augen, jedoch schien der Kleinere von ihnen den größeren Dickkopf zu haben. „Wenn hier einer Gleichgültig ist, dann DU!“
*Stille*
Der Vorhang senkt sich
Leise sang die Nachtigall ihre zarte Symphonie.
„Amuro ist mir in der ganzen Zeit ein guter Freund geworden. Wir wissen übereinander Bescheid…“
Ein wenig verschüchtert schaute ich zu meinem alten Kameraden. „Das du jedoch vor Eifersucht so platzen würdest, hätte ich mir ehrlich gesagt nicht vorgestellt.“
Taktvoll ging Conan einen Schritt schneller, damit wir uns aussprechen konnten.
„Was hast du anderes erwartet?“ Ihm ging es sichtlich nahe. „Wir sind solange befreundet und dann kommt ein Seitenhieb nach dem Nächsten.“
Wir blieben stehen. „Ich bin dir mehr wie nur zu Dank verpflichtet Miyu-chan, dich jedoch so von einem anderen schwärmen zu hören tut...tut einfach höllisch weh.“
//Das sagt der Richtige…// „Kid…du bist mir zu Garnichts verpflichtet. Ich habe es getan, weil ich dich nicht mehr so leiden sehen wollte.“
Festen Blickes behielt ich ihn im Auge. „Hast du vergessen was ich dir am See gesagt habe…“, „Nein habe ich nicht und das macht mir Hoffnung dich nicht verloren zu haben.“ Erwiderte er diesen, //Wie?// die Zeit schien irgendwie auf mal still zu stehen. „Du sagtest du wolltest immer nur an meiner Seite sein, ich in dir aber nur eine Randnotiz, aufgrund der Verbindung zu meinem Rivalen sehe.“ //Hat der etwa meinen Text auswendig gelernt?//
Über meine Verwunderung schmunzeln, verringerte er ein wenig den Abstand, welcher sich zwischen uns gebildet hatte. „Ja ich kenne deinen Text auswendig und ja ich habe den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden.“
Festen Schrittes trat er an mich heran „Du bist eine gute Schauspielerin, dennoch…“ und hob sachte mein gesenktes Haupt an. „Für mich bist du trotzdem wie ein offenes Buch.“ //Kaitō//
Wie im Krankenhaus legten wir unsere Stirn aneinander. „Das meinte ich zwar nicht, dennoch freut es mich zu hören.“
Ruhig rauschten die Blätter im Wind.
„Du wurdest angeschossen…“ hauchte der sonst so Redegewandte mir sanft über die Wange streichen und kniete vor mir nieder um ein Tuch vor die leichte, jedoch etwas stark blutenden Wunde zu binden. //Upps…// „das sollte vorerst ausreichen.“
Zufrieden lächeln erhob sich Kid wieder. „Verzeih mir meinen Ausbruch, dir geht es sicherlich nicht anders. Immerhin werden wir Beide von vielen Verehrerinnen & Verehrern begehrt.“
Mir auf der Unterlippe knabbern, suchte ich nach den richtigen Worten. „Schwamm drüber…“ //Der Kerl kann einen echt in den Wahnsinn treiben.// „ich hätte dich nicht so mir ihm aufziehen dürfen, aber mehr wie Ehrlichkeit kann ich euch nicht entgegenbringen.“
Verständlich nahm er nach kurzem Überlegen meine Hände in die seine. „Meist erschreckend ehrlich!“ grinste er ein wenig beklommen und zog mich in seine Arme. „Gerade das macht dich aus.“
„Baka!“ ließ ich es, die Augen schließen, geschehen.
Wir wussten das Shinichi nicht weit entfernt dem ganzen mit Argusaugen und Ohren folgte.
„Willst du dann mitkommen? Immerhin schuldet er mir was.“
Klar und frei amüsierte sich meine Wärmequelle darüber. „Unter einer Bedingung“
//Ich wusste das es so kommt.// Innerlich machte ich mich auf alles gefasst. „Und welche?“
Von unserem Zuschauer ungehört, beugte Kaitō sich vor und flüsterte es mir ins Ohr. *blush*
„Dafür müsstest du jedoch einem gewissen Jemand reinen Wein einschenken.“ Wich ich nur Millimeter von ihm weg, woraufhin er mich Achselzuckend etwas fester an sich drückte. „Jetzt kann er ruhig die Wahrheit erfahren.“
Aufs Stichwort erschien der gemeinte „Ich störe nur ungern, doch wir werden bereits erwartet.“
Fragend schaute Kid mich an. „Hattest du was organisiert?“
Amuro war so frei uns eine Mitfahrgelegenheit bereitzustellen und kaum lag ich nach einer schnellen Dusche in meinem Bett, war ich auch schon eingeschlafen.
---Kaito—
Im Zimmer des von uns zuvor bei der Detektei Mōri abgesetzten, begutachtete ich das rötlich in meiner Hand schimmernde Juwel. Es war getan.
Es fehlte nur noch ein winziges Detail und mein Vater sowie alle die diesem Mythos zum Opfer fielen, konnten endlich ihren Frieden finden.
//das hätte ich alles ohne die Hilfe meiner Freunde nie in diesem engen Zeitrahmen hinbekommen.//
Eigentlich glaubte ich immer, es auf eigene Faust austragen zu müssen. Nur meinte Vater immer zu mir, dass ihm seine Ideen auch nicht immer im Schlaf kamen, sondern oft im Beisammensein mit Freunden.
„Du bist noch wach?“ erklang die Stimme der Hausherrin im Türrahmen.
„Ich bin wohl noch etwas aufgewühlt Yukiko-san.“
Mütterlich trat sie neben mich. „Verständlich, jetzt wo du deinen Vater rächen konntest.“
„Schläft Miyu schon?“ versuchte ich vom Thema abzulenken.
Seufzend legte sie sich eine Strähne hinters Ohr. „Sie ist auf der Stelle eingeschlafen.“
//Bei dem Chaos auch kein Wunder.//
Prüfende Augen lagen auf mir. „Irre ich mich oder habt ihr wieder dem armen Inspektor den Abend verdorben.“
Selbstgefällig richtete ich mich auf „Iwo, wir haben den Leuten nur eine Show geliefert, welche dem Gedenken meines Vater würdig ist.“ und schaute aus dem Fenster. „Und morgen werden die Zeitungen weltweit von diesem Spektakel berichten.“
„Und wie erklärst du mir die Verletzung an Miyu´s Bein?“
Mir sicher ihr keine Lüge vortragen zu können, schaute ich ihr direkt ins Gesicht und erzählte wie es sich zutrug. „Sie ist mutiger als man es ihr zutraut.“ Endete ich.
„Ist ja auch meine Tochter.“, straffte Yukiko stolz ihre Schultern. „Manchmal frage ich mich was sie und Shinichi noch alles von uns geerbt haben, als bereits bekannt.“
„Also wenn Miyu beleidigt ist, dann verzieht sie ihre Lippen immer zu einer Schnutte die laut Mum stark nach dir kommt.“ Erinnerte ich mich an den Nachmittag im Café, woraufhin ihre Mutter sich plötzlich bei mir einharkte. „Dann hoffe ich für dich, dass dich dies nicht allzu sehr davon abschreckt ihr endlich auch die Wahrheit zu offenbaren…“ //Die Frau macht mir gerade Angst.// „Denn Chikage und ich würden zu gerne einen Grund fürs gemeinsame Shoppen haben.“
---Normale Sicht—
Von der Sonne geweckt, schlurfte ich ein wenig verschlafen in die Küche wo Mama mit Okiya das Frühstück machte. „Guten Morgen!“
„Morgen mein Liebling, weckst du bitte unseren Gast.“ Trällerte sie, ohne auf eine Antwort zu warten. //Was hat ihr denn den Morgen versüßt?//
Vorsichtig die Treppe wieder aufsteigend, klopfte ich an die Zimmertür. „Kaitō? Frühstück wartet.“
*Keine Reaktion*
//Der schläft sicherlich noch wie ein Stein.//
Behutsam trat ich ein, öffnete die Vorhänge und ließ frischen Wind ein. „Guten Morgen mein Freund.“
*Nix*
//Wenn er sich in der Nacht davongeschlichen hat, bringt Mutter ihn um.//
„Kaitō?“ Neugierig krabbelte ich auf die Bettkannte. //Kawaii…//
Der Anblick des schlafenden Zauberers vor mir brachte mein innerliches Schulmädchen zum Kreischen.
//Wer hier wohl von uns im Schlaf sabbert.// Kicherte ich und gab ihm einen kleinen unschuldigen Kuss auf die Wange. „Aufwachen stolzer Magier, ihr Mahl ist angerichtet.“
Murrend regte er sich. „Mgh…“
Reckend wie streckend entkam sein Körper dem noch an ihm haftenden Schlaf. „Morgähn.“
*Kicher*
Mich eigentlich von der Schlafstätte meines Bruders lösen, hielten mich zwei starke Arme davon ab. „Wohin des Weges, verehrtes Fräulein?“ mich an sich ziehen ließ er mir keine Fluchtmöglichkeit. „Wo ist mein von euch erwähntes Frühstück?“
Lachend schaute ich ihn von unten her an. „Ihr müsst euch leider aus den Feder begeben, denn die werte Mutter wartet im Speisesaal auf uns.“
Ihm seitlich durch die ohnehin zause Haarpracht fahren verzog er seine Lippen zu einem Schmollmund. „Ochmann.“
Woraufhin ich nur wieder lachen musste, „Tja auch ein Meisterdieb muss sich den Regeln des Hauses beugen.“ von ihm aber weiter daran gehindert wurde mich zu erheben. „Da wir gerade beim Thema sind.“
Mir ganz nahekommen, berührten sich unsere Nasenspitzen.
„Jetzt hol ich mir, was du dir eigentlich nehmen wolltest.“
Die Braue hebend zeigte ich ihm das ich nicht wirklich verstand was er meinte.
„Du kannst mir auch nicht immer die Show stehlen, Miyu-chan.“ Erwiderte er und überbrückte die letzten Zentimeter. „Denn jetzt ist sie nämlich vorbei.“