Prolog (Überarbeitet)
Anna, Elsa, Kristoff, Olaf und Sven hatten es tatsächlich geschafft. Der verwunschene Wald war befreit, und Arendelle stand noch. Anna nahm den Heiratsantrag von Kristoff an, und Elsa beschloss, dass ihre kleine Schwester eine würdige Königin für Arendelle abgeben würde, jetzt wo sie selbst ihren Platz als fünfter Geist und somit als Brücke zwischen der Welt der Menschen und der der Elementargeister eingenommen hatte. Gesagt - Getan. Erst wurde gekrönt, und dann wurde geheiratet. Circa ein Jahr später kam dann Luna zur Welt, und die frisch gebackenen Eltern, Anna und Kristoff, hätten nicht stolzer sein können.
Schon bald darauf wurden alle bei der Taufe anwesenden Gäste Zeugen eines kleinen Wunders. Die kleine Prinzessin griff mit ihren Händchen giggelnd nach dem Taufwasser und verwandelte dieses kurzerhand in Eis. Nun war klar, dass die Elementargeister und Athohalan wohl auch Anna, wie schon Jahre zuvor ihre und Elsas Mutter Iduna, für ihren selbstlosen Einsatz zur Befreiung des verwunschenen Waldes gesegnet haben mussten. Die Tochter des Königspaars war also, ähnlich wie Elsa, offensichtlich dazu in der Lage, Eis und Schnee zu beherrschen.
Anna und Kristoff wurde allerdings ebenfalls schnell klar, dass sie ihrer Kleinen nicht dasselbe antun wollten, das Elsa in ihrer Kindheit hatte durchmachen müssen, weil ihre Eltern sie aus Unwissenheit vor sich selbst und anderen schützen hatten wollen. Deshalb beschlossen die beiden kurzerhand, die inzwischen zwei Jährige in die Obhut ihrer Patentante Elsa zu geben, damit sie dort ganz unbeschwert im verwunschenen Wald, umgeben von Elementarmagie, aufwachsen und von dessen Wächterin lernen konnte, ihre Kräfte zu verstehen und zu nutzen.
Seitdem sind bald vier Jahre vergangen, und die Geschichte, die ich euch nun erzählen möchte, beginnt früh am Morgen von Lunas sechstem Geburtstag. Der verwunschene Wald, der einst von Dunkelheit umhüllt war, erstrahlte in den warmen Farben des Sonnenaufgangs, Gale pfiff einer lauen Sommerbrise gleich durch die Bäume, während eine ganz besonderer Tag seinen Anfang nahm.
der große Tag
Elsa lag friedlich schlafend in Ihrem Bett, als Sie plötzlich von einer kleinen Gestalt mit rotbraunen Haaren, die von unzähligen weißblonden Strähnen durchzogen waren, etwas unsanft aus Ihren Träumen gerissen wurde, weil diese sich ungeduldig auf Sie warf.
"Tante Elsa wach auf, wach auf, wach auf!"
Ein Schmunzeln huschte über das Gesicht der hübschen Blonden doch ohne die Augen zu öffnen drehte Sie sich auf die Seite, wobei Ihre Nichte zwangsläufig von Ihrem Rücken herunter rutschte, und nuschelte, nur für die Kleine hörbar:
"es ist noch früh am Morgen Luna, schlaf noch ein bisschen"
Doch die Kleine wollte nicht so schnell aufgeben, hatte sie doch das Temperament und den Sturkopf von Ihrer Mutter geerbt. Ganz aufgebracht legte sich die Kleine den Handrücken Ihrer rechten Hand auf die Stirn und seufzte theatralisch:
"Athohalan ruft mich... und ich muss folgen!"
und fügte dann mit etwas mehr Nachdruck hinzu:
"Heute ist mein sechster Geburtstag... Du hast es mir versprochen!"
Elsa richtete sich lächelnd auf, umarmte Ihren kleinen Schützling und meinte versöhnlich:
"Also gut, dann los!"
Kurze Zeit später saßen die beiden auf dem Rücken von Nokk, der zielsicher dem vereisten Fluss Athohalan entgegen ritt. Elsa hielt Luna, die vor Ihr saß, gut fest, denn der kleine Wirbelwind war ganz aufgeregt und wäre sonst noch vom Eispferd gefallen, so sehr zappelte Sie rum:
"Woa Tante, Athohalan ist fantastisch!"
Am Ufer angekommen hob Elsa Ihre Nichte von Nokk herunter, legte Ihre Stirn an den Nasenrücken des Wassergeistes um sich bei Ihm für den sicheren Transport zu bedanken und nahm dann Ihren kleinen Schützling an die Hand, damit die Kleine nicht gleich losstürmen konnte. Elsa führte Luna in die Tiefen des gefrorenen Flusses. Die Kleine durfte selbst hin und wieder bei kleinen Aufgaben Ihre Kräfte zum Einsatz bringen. Genau wie Elsa war nämlich auch Luna mit der Gabe Eis zu manipulieren geboren worden, doch im Vergleich zu der ehemaligen Königin von Arendelle wuchs Luna ganz ohne Angst auf und Elsa war stolz darauf, wie viel die Kleine schon konnte.
Als die beiden in der Halle der Geister ankamen beschwor Elsa, unter den staunenden Kinderaugen der kleinen Luna, Skulpturen aus Eis, die vergangene Ereignisse zeigten. Neugierig lief Luna herum und ließ die Szenen auf sich wirken.
Da war z.B. die Hochzeit von Anna und Kristoff zu sehen. Wie glücklich Ihre Mama und Ihr Paps aussahen, Mama hatte ein wunderschönes Brautkleid an und Tante Elsa stand gerührt und stolz im Hintergrund.
Eine andere Szene zeigte Anna und Kristoff, wobei Kristoff hinter Anna stand und Ihr vorsichtig und behutsam die Hände auf den gewölbten Bauch gelegt hatte. Annas Hände lagen auf Kristoffs und die beiden hatten glücklich lächelnd die Augen geschlossen.
Dann sah Luna wie Ihre Eltern zusammen mit Ihrer Patentante um ein Taufbecken versammelt waren und ganz erstaunt drein blickten, als die kleine Babyversion von Luna giggelnd die Hand nach dem Taufwasser ausstreckte und dieses zu Eis gefrieren ließ.
Eine weitere Gruppe von Skulpturen zeigte Königin Anna und König Kristoff, die vertrauensvoll die Kleine Luna in die Obhut von Elsa gaben, damit Ihr Kind von seiner Tante lernen könnte seine Kräfte zu verstehen und zu nutzen.
Das war inzwischen vier Jahre her. Luna hatte im verzauberten Wald bei Elsa, den Northuldra und den Elementargeistern eine wundervolle Kindheit und lernte jeden Tag etwas mehr über Ihre außergewöhnliche Gabe.
"Nun möchte ich es versuchen... bitte bitte bitte"
rief die Kleine forsch, schaute Ihre Tante aber mehr bettelnd als fordernd an.
"In Ordnung. Komm her... konzentrier dich" Elsa kniete sich hinter Luna, legte Ihre Arme und Hände unter die des Mädchens und zeigte Ihr, wie Sie die Skulpturen heraufbeschwören konnte.
Was dann passierte fand allerdings auch Elsa ungewöhnlich. Denn statt das sich aus dem Wasser des Nebels Figuren zu formen begannen, so wie es normalerweise bei Ihr geschah, öffnete sich plötzlich eine Art Durchgang an einer Wand der Halle.
(schon wieder) zu weit gegangen
Neugierig gingen die beiden "Eisbändigerinnen" auf diesen Durchgang zu. Es schien sich um einen schmalen Gang zu handeln, der zuerst im Dunkel lag, doch mit jedem Schritt ins Innere des Tunnels wurde dieser ein kleines Stück mehr erleuchtet. Elsa stellte fasziniert fest, dass auch hier Skulpturen aus Eis an der Wand zu ihrer Linken aufgereiht waren, die Szenen zeigten, jedoch kam keine einzige dieser Szenen Elsa oder Luna auf Anhieb bekannt vor.
Eine dieser z.B. zeigte Honeymaren und Ryder, wobei Honeymaren ihrem Bruder wohl lachend auf dem Rücken schlug, der sich, offenbar überrascht durch irgendetwas, an seiner Suppe verschluckt haben musste.
Eine weitere Szene zeigte Luna, die in eine warme Decke gehüllt, an Nokk gelehnt auf dem Erdboden saß, umringt von allen Northuldra, die Ihr ein Geburtstagsständchen sangen.
Es kam Elsa immer komischer vor und so ging Sie den Gang weiter entdeckerisch entlang ohne auf Luna zu achten, die ihr, zunehmend zitternd vor Kälte, die Lippen und Finger schon blau, zögerlich folgte.
Die nächste Szene ließ Elsa endgültig zu der Erkenntnis kommen, dass sich diese Skulpturen eindeutig von denen unterschieden, die Sie zu erschaffen pflegte, denn das bewegte Bild zeigte Arendelle, wie es vom Meer aus von einer Kriegsflotte mit Kanonenkugeln angegriffen wurde.
"Luna, meine Kleine, das ist nicht die Vergangenheit, ich glaube du kannst die Zukunft sichtbar machen, zumindest eine kleines Stück weit!"
Besorgt und doch fasziniert wand sich Elsa noch einer weiteren Szene zu doch beim Anblick dieser wurde ihr mulmig. Die letzte Szene zeigte sie selbst, im Kampf mit einem Soldaten! Erst war sie erschrocken darüber, was sie in naher Zukunft dazu wohl verleiten sollte, gegen einen anderen Menschen zu kämpfen, doch dann fiel Ihr Blick auf das Gesicht des Angreifers.
Es schien eine junge Frau zu sein und irgendetwas an ihrem entschlossenen Gesichtsausdruck faszinierte Elsa so sehr, dass Sie an die Skulptur heran trat um das Gesicht der Fremden mit Ihren Händen berührte. Erst da bemerkte sie wie blau Ihre Finger schon waren, drehte sicb ruckartig zu Luna um, nur um erschrocken festzustellen, dass ihr Schützling bereits halb erfroren auf dem Boden kauerte.
Schnell war Elsa bei ihr, schloss die bibbernde Luna in Ihre Arme und hob Sie hoch, um Sie schnellstmöglich aus der Eishöhle zu tragen. Draußen angekommen wartete Nokk bereits auf die beiden um Sie zum Festland zurück zu bringen.
Mit besorgtem Blick drückte Elsa ihre Nichte die ganze Zeit fest an sich und machte sich selbst große Vorwürfe wieder einmal zu weit gegangen zu sein. Aber was sie gesehen hatten, beunruhigte den fünften Geist noch mehr, Arendelle war in Gefahr und damit der verwunschene Wald wahrscheinlich gleich mit.
Ryder und Honeymaren saßen gerade beim Frühstück, als sie Nokk sehr schnell auf sich zu reiten kommen sahen. Ryder erkannt zuerst, dass mit Luna etwas nicht zu stimmen schien und vor Schreck und Sorge verschluckte er sich prompt an seiner Suppe. Honeymaren die wusste, dass Ryder insgeheim für Elsa schwärmte, dachte zuerst, er hätte sich aus reiner Überraschung und Nervosität verschluckt und klopfte Ihm nun lachend auf den Rücken, damit Ihr Bruder die Ankunft der Eiswächterin überlebte.
Elsa sah die Szene und fühlte sich noch mehr in Ihrer Vermutung bestätigt, das Luna Athohalan einen kleinen Blick in die Zukunft entlockt hatte. Sie brachte Nokk neben den beiden zum Stehen und rutschte mit Luna in den Armen eilig von dessen Rücken herunter.
Nun erkannte auch Honeymaren, dass etwas Schlimmes passiert sein musste und erhob sich, um Elsa besorgt zu fragen, was den passiert sei.
"Das erkläre ich euch später. Ich muss Yelana sprechen. Kümmert Ihr euch bitte um Luna?"
Honeymaren nickte und nahm Elsa die kleine Luna ab, bevor Sie in eine Richtung zeigte, wo Sie vermutete, dass sich die Anführerin der Northuldra momentan aufhielt.
Ein Schneemann mit Liebeskummer?!
In einem anderen Teil des Landes, genauer gesagt im königlichen Schloss von Arendelle, ahnte niemand etwas von den Geschehnissen in Athohalan. Kristoff hatte Mühe seine aufgeregte Frau zu beruhigen, die es kaum erwarten konnte heute Nachmittag das Geburtstagsfest für Ihre geliebte Tochter auszurichten. Anna wuselte über den Innenhof des Schlosses und dekorierte mal hier, dann da und delegierte Bedienstete mal dazu dies und jenes zu tun.
"Beruhig dich Schatz, es wird alles perfekt sein, wenn Elsa und Luna heute Mittag hier eintreffen"
Anna schien Ihn aber gar nicht zu hören, den Sie lief einfach an Kristoff vorbei, weiter geschäftig die Feierlichkeit organisierend. "Frauen und Mütter, da kann man wohl nichts machen"
meinte er etwas hilflos zu Sven, der neben Ihm stand und Sie beschlossen Anna erst mal in Ruhe zu lassen. An stattdessen begaben Sie sich auf die Suche nach dem kleinen Schneemann Olaf.
Sie fanden Ihn am Pier sitzend, wie in letzter Zeit öfter, recht nachdenklich, das Meer beobachtend.
"Hallo Olaf" meinte Kristoff freundlich. Olaf hob langsam den Kopf und antwortete melancholisch
"Hallo meine Freunde. Wollt Ihr euch zu mir setzen?" Kristoff setzte sich antwortlos auf die eine Seite Olafs und Sven ließ auf der anderen nieder. Olaf seufzte und meinte:
"die Vorbereitungen für die Geburtstagsfeier sind in vollem Gange. Das ist ein freudiger Tag, aber irgendwie ist mir gar nicht zum Feiern zu Mute. Kristoff, du bist doch schon sehr lange bei Anna, sag mir, wie ist es jemanden an seiner Seite zu haben, der einen so nimmt, wie man ist und sich mit Ihm freut und lacht? Manchmal wünsche ich mir auch so jemanden."
Kristoff war leicht überfordert mit der Frage. Heute war einfach so viel los... Anna drehte fast durch wegen dem Geburtstag und dann hatte er auch noch einen Schneemann mit Liebeskummer, anderes konnte man diese Melancholie nicht erklären, neben sich sitzen. Kristoff verstand nicht viel von Magie, aber er hatte früh die Vermutung gehegt, dass Olafs Verhalten, Gedanken und Emotionen eng mit Elsas zusammenhingen, die Ihm vor Jahren mit Ihrer Magie Leben eingehaucht hatte. Konnte es also sein, dass Olaf Elsas Gefühlszustand wiederspiegelte? Fühlte sich Elsa im verwunschenen Wald einsam? Wünschte Sie sich jemanden an Ihre Seite so wie er seine Anna bei sich hatte? Er kam nicht mehr dazu gründlicher darüber nach zu denken, denn auf einmal stand Olaf abrupt auf, zeigte auf den Horizont und rief freudig:
"Schaut mal, sind das alles Gäste für Lunas Geburtstag? Na da wird ja was los sein im Schloss. Kommt Leute, lasst uns Anna Bescheid sagen, dann kann Sie Gäste begrüßen."
Kristoff kniff die Augen zusammen und tatsächlich konnte auch er jetzt eine ganze Flotte an Schiffen ausmachen, die sich zielstrebig Arendelle näherten. Aber im Gegensatz zu Olaf beunruhigte diese Entdeckung den König von Arendelle eher und er sprang auf um Anna Bescheid zu geben. In seiner Eile das Schloss zu erreichen und Anna über den "Besuch" zu informieren sah er nicht noch einmal zurück aufs Meer. Sven und Olaf jedoch, die am Pier zurück geblieben waren, taten dies und wurden dadurch Zeuge, wie ein Schiff sich aus der Flotte löste und eine andere Richtung einschlug, die Richtung in der der verwunschene Wald lag.
Zukunft wird Vergangenheit
Elsa: "Yelana, ich muss mit dir reden!"
Kristoff: "Anna, es ist wichtig! Eine Schiffsflotte nähert sich Arendelle und ich kann mich nicht erinnern, dass wir so viele Menschen aus anderen Königreichen zu Aroras Geburtstagsfeier eingeladen haben!"
Elsa: "ich war mit der kleinen Luna bei Athohalan. Ich glaube Luna kann dem Fluss einen kurzen Blick auf die Zukunft entlocken."
Kristoff: "Anna, wir sollten uns das genauer ansehen, solang die Schiffe noch etwas weiter von uns entfernt sind."
Elsa: "Eine Szene, die wir sahen ist schon eingetroffen. Die dritte zeigt einen Angriff auf Arendelle, ich muss meine Schwester und Kristoff warnen."
Zeitgleich reagierte Anna und Yelana auf die Sorge der beiden anderen. Yelana schrieb einen Brief und faltete Ihn für Gale zu einer Papierschwalbe zusammen, damit dieser den Brief per Luftexpress zu Schloss befördern konnte. Anna riet Kristoff, Sven und Olaf zu holen und sich dann mit den Soldaten auf eine mögliche Evakuierung der Stadt vorzubereiten. Sie selbst stieg auf einen der Türme des Schlosses hinauf um sich selbst das Geschehen auf dem Meer draußen besser anschauen zu können. Sie bediente sich dazu dem Blick durch ein Fernrohr, welches an der Mauer des Turmes auf einem Sockel angebracht war.
Als Anna durch das Fernrohr sah, konnte Sie neun Schiffe ausmachen. Bei genauerem Hinsehen erkannte Sie die Flagge von Pitzbühl....
was wollte der alte Baron nach all den Jahren der stillgelegten Handelsbeziehungen von Arendelle?
Anna späte weiter und da fiel es ihr wie Schuppen von den Augen, als Sie die Flagge des mittleren Schiffes erkannte. Die südlichen Inseln.... Hans natürlich, wo er auftauchte, das wusste Anna inzwischen sehr genau, lauerten Gefahr, Missgunst und Racheattentate. Warum er allerdings unter der Flagge seines Heimatkönigreiches segelte, war Ihr ein Rätsel... Hatte das Königreich der südlichen Inseln Ihm nicht, nach seiner Aktion hier in Arendelle, den Status als Prinzen aberkannt? Die letzte Information, die Sie über Ihn erhalten hatte, war gewesen, dass er, nachdem er dort zum Stallburschen degradiert worden war, verschwand und munckelnde Stimmen Ihn am Hof des Herzogs von Pitzbühl herumschleichen hatten sehen. Das er dort gewesen sein könnte, wurde immer wahrscheinlicher, aber was wollte er dann hier, in Begleitung der Pitzbühler Soldaten vor allem? Egal was es sein könnte, etwas Gutes konnte es Ihrer Erfahrung mit diesem hinterhältigen Lügner auf keinen Fall sein und deshalb war auf jeden Fall Vorsicht geboten.
Sie rief einem Ihrer Soldaten zu:
"Ich glaube nicht, dass uns diese Schiffe einen freundlichen Geburtstagsbesuch abstatten wollen, evakuiert zur Sicherheit die Stadt, schnell!"
Da flog eine kleine Schwalbe aus Papier an Anna und dem Soldaten vorbei. Das musste eine Nachricht von Ihrer Schwester sein, vielleicht wusste Elsa ja mehr. Geschwind verfolgte Anna die Schwalbe um Sie einzufangen und stolperte im Laufen über Ihren langen Rock. Aber geschafft, Sie lag auf dem Boden, den Brief in Ihrer Hand. Schnell entfaltete Sie Ihn und las die geschwungenen Zeilen. Zeit über die Nachricht nachzudenken hatte sie nicht, den just in dem Moment, als Sie dien Brief las, donnerte die erste Kanonenkugel auf die Mauern des Schlosses von Arendelle und schlug mit einem ohrenbetäubende Krachen genau dort ein, wo Sie und ihr Soldat eben noch gestanden waren. Sie ließ den Brief fallen, rappelte sich auf und nahm die Beine in die Hand. Der Brief segelte zu Boden und darauf stand in knappen Worden, typisch Yelana, geschrieben:
"Arendelle wird angegriffen, bringt euch schnell in Sicherheit!"
Verteidigung ist der beste Angriff
Elsa hatte Yelana auch noch von den restlichen Bildern in der Eishöhle erzählt und die beiden waren sich sicher, dass es besser wäre auch die Northuldra und Luna in Sicherheit zu bringen. Als Sie fast bei den anderen waren, hörten Sie plötzlich, wie die Northuldra sangen...
"die zweite Szene..." dachte Elsa besorgt und sah, als Sie zusammen mit Yelana den Dorfhauptplatz erreichten, wie die Northuldra einen Kreis um Luna gebildet hatten um Ihr ein Geburtstagständchen dar zu bringen. Erleichtert stellte Elsa fest, dass es, wie in der Vision Athohalans vorausgesehen, Luna schon wieder besser zu gehen schien, denn Sie saß aufrecht, fest in Idunas Tuch eingewickelt an Nokks Seite gelehnt, der sich neben Ihr nieder gelassen hatte und Bruni hatte für die Kleine ein Feuer entzündet, an dem Sie sich aufwärmen konnte.
Yelana unterbrach die Geburtstagsstimmung eindringlich, wenn auch ungern, indem Sie in die Mitte des Kreises trat und laut rief: "Northuldra, hört mich an, ganz Arendelle ist in Gefahr, auch wir... wir müssen die Kinder, die Alten und unseren kleinen Schützling hier sofort bei den Steinriesen in Sicherheit bringen, wir dürfen keine Zeit verlieren!"
Die Northuldra waren sofort verstummt, als Ihre Anführerin das Wort an Sie gerichtet hatte und machten sich nun daran die Kinder und die älteren auf Rentiere zu setzen, um sich mit Ihnen auf den Weg zu den Steiriesen zu machen.
Elsa ging auf Luna zu, die ein ängstliches Gesicht zur Schau stellte und kniete sich vor Ihr auf den Waldboden. Gerade als Sie die Kleine in Ihre Arme geschlossen hatte, waren auch schon die ersten Kanoneneinschläge dumpf aus dem entfernten Arendelle zu hören.
"Oh nein, Mama, Paps, Sven, Olaf,..." die Kleine hielt nur mit Mühe die Tränen zurück.
"Schhhh... mein kleiner Schatz, deine Eltern, Olaf und Sven sind schon von Yelana und Gale gewarnt worden und bestimmt auch längst in Sicherheit. Ich bringe dich jetzt zu deinen Freunden, den Steinriesen, komm meine Kleine, es wird alles gut, ich beschütze dich!"
Luna wollte erst protestieren, dass Sie auch kämpfen könne und helfen wolle, aber da kam das Besonnene Ihres Vaters Kristoff durch. Sie nickte und ließ sich von Elsa aufhelfen. Nokk erhob sich ebenfalls, doch gerade als Elsa die kleine Luna auf dessen Rücken heben wollte, um Sie in Sicherheit zu bringen, schoss plötzlich ein Pfeil aus dem nichts auf das Pferd seitlich zu und ließ den zu Eis gefrorenen Körper des Tiers zersplittern wie Kristallglas. Erschrocken drückte Elsa Luna schnell an sich und wich einen Schritt zurück. Bevor Sie über Nokk nachdenken konnte flogen auch schon weitere Pfeile in Ihre Richtung, die Sie mit Hilfe eine heraufbeschworenen Eiswand aufhielt. Schnell brachte Elsa Luna hinter sich und machte sich bereit für den Kampf, von dem Sie ja schon wusste das er Ihr bevor stand, von dem Sie aber noch, wie sich jetzt herausstellte, überflüssigerweise gehofft hatte, dass er nicht unausweichlich war.
Elsa nutzte die Kräfte der Elementargeister um die Angreifer auf Abstand zu halten. So ließ sie Gale die Pfeile unschädlich machen und zu einer Windhose werden, der die Soldaten von den Füßen fegte. Bruni entzündete einen Kreis aus Rosa Flammen um Elsa herum und schreckte so die Soldaten ab. Doch einer war hartnäckiger als die anderen, wahrscheinlich der Anführer. Er sprang über die Flammen hinweg und attackierte Elsa direkt und erbarmungslos. Schnell formte Elsa aus Eis ein Schild an Ihrem Unterarm um das Schwert abzublocken. Luna hatte indessen eine Idee und verwandelte kurzerhand den Waldboden in eine Schlittschuhbahn. Damit hatte der Angreifer nicht gerechnet und in dem Moment, in dem das Schwert von Elsas Schild abprallte wurde der Soldat nach hinten geschleudert, kam ins Rutschen und landete auf dem Rücken. Dabei ging auch sein Helm verloren. Nun erkannte Elsa die junge Frau, die Sie in der Eishöhle schon gesehen hatte.
"Ich will nicht kämpfen, ich will dir nicht weh tun, lass uns darüber reden, vielleicht ist alles nur ein Missverständnis!"
Versuchte Elsa nun auf die junge Frau beschwichtigend einzureden, denn weh tun wollte Sie Ihr auf keinen Fall, aus irgend einem Grund hätte Sie sich das selbst nie verziehen, der jungen fremden Frau Schaden zugefügt zu haben.
"Halts Maul Hexe! Ich falle nicht auf dein liebliches Äußeres und deine süßen Lügen herein. Ich mache dem Spuk nun ein Ende... Stirb!"
Immer weiter attackierte die junge Frau Elsa, auch wenn Sie sich schwer tat, auf dem spiegelglatten Boden Fuß zu fassen. Elsa war insgeheim von der Willenskraft der jungen Frau beeindruckt, auch wenn Ihr völlig klar war, dass Ihr Ziel Elsa und Lunas Ableben war. Schlag um Schlag prallte an dem Eisschild ab und Elsa verließen allmählich die Kräfte. Sie hätte die junge Frau sehr wohl mit Ihren Eiskräften unschädlich machen können, aber es wiederstrebte Ihr so sehr, dass Sie lieber in der Offensive blieb und Luna und sich so gut es möglich war verteidigte. Plötzlich gab das Schild unter einem besonders heftigen Schlag nach und zerbarst in 100er kleiner Eissplitter, von denen auch die junge Frau getroffen wurde. Sie zuckte kurz zurück, holte dann aber wieder aus. Elsa ließ sich auf die Knie fallen, riss die Arme schützend vor Kopf und Oberkörper, schloss die Augen und erwartete den Schmerz des Schwertes.
geklährte Unklarheiten
Doch der Schlag blieb überraschender Weise aus. Anstatt dessen vernahm Sie direkt über Ihr ein lautes metallisches Geräusch, als wenn Metall auf Metall trifft. Sie öffnete vorsichtig die Augen und sah über sich, dass sich wenige Zentrimeter über Ihr zwei Klingen kreuzten, die Ihrer Angreiferin und die von
"Leutnant Matthias" seufzte Elsa erleichtert auf und ließ die Arme sinken. Leutnant Matthias stand seitlich von Elsa/Luna und dessen Angreiferin und hatte mit einer gekonnten Bewegung, praktisch in letzter Sekunde, das Schwert der jungen Frau abgeblockt.
"Onkel?" Kam es ungläubig von der jungen Frau, die verunsichert einen Schritt zurück machte und dabei promt ausrutschte und auf dem Hintern landete.
"Hallo Annika!"
*Einige Zeit zuvor*
Anna stolperte die Gänge entlang und zuckte jedes Mal wie vom Blitz getroffen zusammen als der nächste Kanonenkugeleinschlag das Schloss erzittern ließ. Im Innenhof wartete schon Kristoff zusammen mit Olaf und Sven aus Sie. Kristoff schloss Anna besorgt in seine Arme und fragte nach Ihrem Befinden.
"Mir geht gut... Aber wir müssen Arendelle verteidigen... die können uns doch nicht einfach ohne Grund angreifen!"
Sie wollte schon die Ärmel und den Rock raffen und nach draußen marschieren um den Angreiffern die Stirn zu bieten, aber Kristoff hielt Sie mit Mühe zurück.
"Wer sind die, was konntest du oben auf dem Turm in Erfahrung bringen?"
"Es sind die Schiffe des Herzogs von Pitzbühl und... Hans!"
Kristoff war ratlos, was wollte denn eine offentsichtliche Allianz von Pitzbühl und den südlichen Inseln von Arendelle? Anna fragte ob die Dorfbewohner schon evakuiert sind und Kristoff nickte. Dann meldete sich der kleine Schneemann plötzlich zu Wort:
"Leute, ich glaube wir haben noch ein anderes Problem! Sven und ich haben beobachtet, wie sich ein Schiff aus der Flotte gelöst und Richtung verwunschener Wald abgebogen ist!"
Anna war sofort wieder voller Sorge um Elsa, Luna und die Northuldra, aber Kristoff war so geistesgegenwärtig, Sie aufzuhalten und stattdessen nach Leutnant Matthias rufen zu lassen, der den Auftrag bekam zum verwunschene Wald zu reiten und nach dem Rechten zu sehen.
"Wir kommen mit!" Verkündete Olaf und schwang sich auf Svens Rücken. Anna und Kristoff blieben alleine im Schloss zurück.
*Flashback Ende*
Die junge Frau, Annika hieß Sie also, so hatte Sie der Leutnant genannt, saß auf Ihrem Hinterteil und starrte ihren "Onkel" ungläubig an. Elsa rief mit letzter Kraft Gale zurück, ließ die Eisschicht auf dem Waldboden verschwinden und lockte Brunni zu sich. Erschöpft umklammerte Sie die Kleine Luna und beobachtete das Minenspiel Ihrer Angreiferin. Annikas Blick huschte zwischen Leutnant Matthias, Elsa und Luna und dem kleinen Salamander, der sich auf Elsa zuschlängelte, Annika nochmals anfauchte und sich dann entspannt in den Haufen Schneeflocken fallen ließ, den Elsa für Ihn erschuf, hin und her.
Leutnant Matthias fasste sich ein Herz und ging einen Schritt auf seine Nichte zu um Ihr auf die Beine zu helfen. Kaum stand die junge Frau wieder aufrecht, sprudelte es aus Ihr heraus wie ein Wasserfall, mit einem Tonfall, der irgendwo zwischen Unglauben, Hysterie und Wut pendelte.
"Onkel du lebst? Mein Vater hat mir immer erzählt der verzauberte Wald hätte dich verschluckt, als du den Königssohn von Arendelle vor den Northuldra beschützen wolltest. Wir dachten du bist tot... und jetzt stehst du hier und nimmst diese Hexen in Schutz!"
"Annika, beruhige dich, ich kann dir alles erklären, aber jetzt steck doch erstmal das Schwert weg und ruf deine Männer zurück. Anna, Elsa, Kristoff und Luna sind nicht deine Feinde!"
Feind oder Freund?
Plötzlich schoss ein Rentier zwischen den Bäumen heraus versuchte vor der Gruppe zu bremsen und ein Schneemann wurde dabei aus dem Sattel geschleudert und landete direkt in Annikas Armen.
"Hallo ich bin Olaf und ich liebe Umarmungen"
Annika war vollends überfordert und stieß den sprechenden Schneemann verwirrt schnell wieder von sich. In was für einer Freakshow war Sie denn hier gelandet. Olaf wollte schon zu einer seiner berühmten Erzählungen ansetzen, da er schnell bemerkte, dass die Frau noch nicht über alle Ereignisse Bescheid zu wissen schien, aber Elsa hielt Ihn gekonnt auf.
"Olaf, wie wäre es, wenn du und Sven Luna zu den Trollen bringt, bis das Chaos hier vorüber ist"
Leutnat Matthias nickte, das war eine gute Idee, half Luna auf Svens Rücken und wollte die drei schon alleine losschicken, als Elsa in anwies, die Dreier Gruppe zu begleiten.
"Ich komm hier schon klar, denke ich, gib auf die Kleine Prinzessin und Ihre Freunde acht"
Leutnant Matthias willigte widerwillig ein und die vier verschwanden im Wald. Annika und Elsa blieben zurück. Elsa ließ Bruni ein neues Feuer entfachen und bot Annika an sich zu setzten. Misstrauisch steckte die junge Frau endlich Ihr Schwert weg, rief Ihre Soldaten dazu auf es Ihr gleich zu tun und ließ sich dann ebenfalls vor dem rosanen Feuer nieder.
"Eigentlich ist er ja ganz niedlich, wenn er nicht gerade als tödliche Feuerwalze auftritt" (wer das Zitat erkennt ist ein echter Disney Freak ;-)
meinte Annika gedankenverloren und versuchte Ihre Hand nach dem kleinen Salamander auszustrecken, der Sie allerdings nur ängstlich anfauchte.
"Warte, Versuch es mal damit" bot Elsa freundlich an und reichte Ihr die Hand um in der Ihren eine kleine Menge Schneeflocken entstehen zu lassen. Als Annika nun erneut die Hand nach dem kleinen Brandstifter ausstreckte, sah dieser zuerst misstrauisch zu Elsa, die aufmunternd nickte und dann zu den verlockenden Schneeflocken, bevor er in Annikas Hand auf eben diese sprang und sich wollig brummend in Ihnen vergrub. Annika huschte ein Lächeln über die Lippe und Elsa stellte schnell fest, das Ihr die junge Frau so viel besser gefiehl.
"Also Hexe, erzähl, was ist hier los?" Elsa verdrehte belustigt die Augen wegen der Bezeichnung Hexe, ging allerdings nicht weiter darauf ein, sondern began stattdessen damit Annika, so kurz wie möglich zu erzählen, was nacheinander passiert war.
" mein Name ist Elsa und ich bin die Wächterin des verwunschenen Waldes und Athohalans, dem vereisten Fluss, der die Vergangenheit und wie ich auch erst heute morgen erfahren habe, bis zu einem gewissen Grad die Zukunft offenbaren kann. Ich bin die Brücke zwischen den Menschen und den Elementargeistern Feuer, Wasser, Luft und Erde, die diesen Wald zusammen mit den Northuldra, dem Volk der Sonne, bewohnen. Bruni hier ist der Geist des Feuers, das Pferd, das Ihr vorher mit einem eurer Pfeile zum Zerspittern gebracht habt ist Nokk, der Wassergeist und die Windhose, die euch zu schaffen gemacht hat, ist Gale, der Geist der Luft/des Windes.
Meine Schwester Anna und Ihr Mann Kristoff regieren gemeinsam das Königreich Arendelle. Damals, als wir die Northuldra und die Soldaten von Arendelle, darunter war auch dein Onkel, Leutnant Matthias, hier im verwunschen Wald antrafen, erfuhr ich durch Athohalan, das König Egnar, unser Großvater die Northuldra betrogen und einen riesigen Staudamm errichtet hatte lassen, getarnt als Geschenk, aber eigentlich dazu da, das Vertrauen der Northuldra zu gewinnen um Sie dann zu vernichten. Unsere Mutter Iduna war eine Northuldra, Sie hat unseren Vater, Prinz Agnar, einen Sohn Arendelles, vor der Wut der Elementargeister gerettet, bevor diese den Wald versiegelten. Über dreißig Jahre lang konnte niemand in den Wald hinein oder hinaus. Anna hat dann die Sicherheit Arendelles aufs Spiel gesetzt um den Verrat unserers Großvaters wieder gut zu machen und den Staudamm zerstört. Der Wald war dadurch befreit, ich nahm meinen Platz hier im Wald ein und Anna wurde Königin. Für Ihre selbstlose Tat wurde Sie von den Elementargeistern gesegte und deshalb besitzt Ihre Tochter Luna ähnliche Kräfte wie ich. Anna und Kristoff entschieden, dass Luna nicht so mit Ihren Kräften aufwachsen sollte, wie ich es in jungen Jahren musste und haben mich deshalb mit Ihrer Erziehung und Ausbildung betraut. Deshalb ist Luna seit ca. vier Jahren hier bei mir und den Northuldra im Wald."
Annika schwieg und beobachtete nachdenklich den kleinen Feuersalamander, der inzwischen auf dem Schneehaufen in Ihrer Hand friedlich eingeschlafen war.
"Na gut" meinte Sie schulterzuckend
"mein Vater Markus, der Zwillingsbruder von Matthias, er diente zu der Zeit als mein Onkel verschwand am Hof in Pitzbühl, hat mir erzählt, der Herzog von Pitzbühl, der alte seniele Knacker habe das Verschwinden meines Onkels immer anders dargestellt. Ich habe mich nur auf diese Mission eingelassen, weil ich Rache nehmen wollte für den Tod meines Onkel, aber da der ja quicklebendig ist und mir versichert hat, dass Ihr keine Feinde seit, sehe ich keinen Grund mehr gegen euch zu kämpfen."
Elsa war froh darüber, das Annika ihr anscheinend glaubte.
"Während wir hier sitzen und plauschen attackiert dieser Waschlappen Hans mit den Männern der Pitzbühler Armee allerdings weiter Arendelle, also was schlägst du vor?"
Hans also, das hätte sich Elsa schon fast denken können. Sie erhob sich und meinte entschlossen:
"Ich muss zu meiner Schwester und Ihr helfen"
"Na gut, gehen wir!" Meinte Annika ebenso entschlossen. Elsa war verwirrt:
"warum willst du mir plötzlich helfen? Gerade eben wolltest du mich noch töten!"
"Nun ja" meinte Annika lächelnd, streckte die Hand aus und legte den kleinen Bruni behutsam von Ihrer auf Elsas Hand zurück
"so übel bist du gar nicht und ich konnte eh nicht so wirklich glauben, dass so ein hübsches Geschöpf wie du eine kaltblütige Hexe sein könnte. Außerdem fand ich es mutig, wie du dich schützend vor das kleine Mädchen gestellt hast und in Kauf genommen hättest, von mir verletzt zu werden, nur um Sie zu beschützen!"
Elsa wurde rot um die Nase und schlug verlegen die Augen nieder
"Danke"
nuschelte Sie, setzte Bruni vorsichtig auf seinem Schneehaufen ab, stand in einer fließenden Bewegung auf und wand sich zum Teich.
"Was hast du jetzt vor?"
Fragte Annika, es klang aber eher neugierig als böse.
"Willst du etwa nach Arendelle Laufen?"
Erwiderte die Wächterin der Elemente nur schmunzelnd und rief Nokk zu sich, der nur Sekunden später, unter den staunenden Augen von Annika, auch schon über das Wasser auf Elsa zugeritten kam. Sie begrüßte Ihn respektvoll, Strich im durch die Mähne, wodurch er sich von Wasser in Eis verwandelte und stieg dann elegant auf seinen Rücken. "Was ist mit dir?"
Annika hatte kein eigenes Pferd, deshalb kam Sie auf das Eispferd zu, Elsa verstand und reichte Ihr die Hand, sodass Annika hinter Ihr aufsitzen konnte.
"Dann mal los!"
eine Allianz oder doch nicht?!
Es fühlt sich erstaunlich gut an, dachte Elsa etwas peinlich berührt, während Nokk schnurrstraks Richtung Arendelle galoppierte, Annika hinter sich sitzen zu haben und wie Sie Ihre Arme um Elsas zierliche Taille geschlungen hatte um nicht von Nokk herunter zu fallen. Annikas Soldaten hatten von den Northuldra Rentiere bekommen, die Ihre Reiter brav, dem Eispferd folgend, auf Ihrem Rücken Richtung Schloss trugen. Auf dem Weg kamen Sie auch über die neu errichtete Brücke, die die Bewohner von Arendelle in Zusammenarbeit mit den Northuldra und den Elementargeistern errichtet hatten, nachdem der Staudamm zerstört worden war. Für Siteseeing war momentan allerdings wirklich keine Zeit und so musste Annika sich damit begnügen, das imposante Bauwerk im Vorbereiten zu bewundern. Irgendwann, wenn das alles hier vorbei war würde Sie sich von Elsa die ganze Geschichte erzählen lassen. Annika war selbst überrascht über das Vertrauen, was Sie der Elementarwächterin nach so kurzer Zeit entgegen brachte und wie gut es sich anfühlte, die blonde mit den Armen umschlossen zu halten. Es kam Ihr, so kurz danach, schon so unwirklich vor, dass Sie Elsa wirklich hatte töten wollen. Nein, als Verbündete an der Seite der hübschen jungen Frau fühlte Sie sich entschieden wohler. Viel zu schnell endete der rasante Ritt über Stock und Stein, Felder, Wiesen und durch Wälder, als die beiden, dicht gefolgt von Annikas Soldaten, am Schloss ankamen.
Die Wachen erkannte sofort Elsa auf Ihrem treuen Eispferd und öffneten das Tor. Im Innenhof war das Donnern der einschlagenden Kananonenkugrln beinah ohrenbetäubend. Kaum war Elsa von Nokk heruntergestiegen fand Sie sich auch schon in den Armen der völlig aufgelösten Anna wieder, die Sie schluchzend an sich drückte.
"Hey, alles gut, mir fehlt nichts"
"und Luna?" Kam es gequälend von der Königin Arendelles
"ist mit Leutnant Matthias, Olaf und Sven bei den Trollen in Sicherheit"
Anna sah man die Erleichterung förmlich an, doch dann entdeckte Sie Annika und deren Soldaten, die soeben ebenfalls von Nokk und en Rentieren abgestiegen waren.
"Und wer ist das?"
"Das ist Annika, die Nichte von Leutnant Matthias, Sie will uns helfen"
Anna wollte schon anfangen Annika auszufragen, da kam auch Kristoff dazu, umarmte Elsa kurz zur Begrüßung und meinte Sie hätten jetzt keine Zeit für Erklärungen, er wisse nicht, wie lange die Mauern des Schlosses den Angriffen noch stand halten würden.
Anna strafte sich und der Kummer war vergessen, ein Plan musste her.
"Ich könnte die Schiffe einfach vereisen" schlug Elsa vor.
"Keine gute Idee" meinte Annika entschieden.
"Du kämst gar nicht nahe genug an die Schiffe ran um Sie unbemerkt mit Eis außer Gefecht zu setzen und wenn Sie dich entdecken, bist du selbst mit deinen Kräften gehörig in der Unterzahl. Wenn du schon nicht an deine eigene Sicherheit denkst, dann muss ich das halt für dich übernehmen, also Nein, viel zu riskant!"
Annika warf Elsa einem entschuldigenden Blick zu. Elsa verstand es und wurde sogar ein bisschen rot um die Nase Annikas Führsorge wegen - Sie hatte ja recht.
Anna griff plötzlich nach Elsas Händen und meinte bestimmt:
"Dann , lass den Fjord gefrieren, so wie du es schon einmal getan hast"
Elsa war unsicher, Sie wusste nur zu gut, was das letzte Mal passiert war, als Sie versehentlich den Fjord eingefroren und damit Arendelle in einen ewigen Winter gezwungen hatte.
"Das ist schon besser... Ich kenne diese Kriegsschiffe und die Kanonen darauf sehr gut, eine Abkühlung würde uns sicherlich Zeit verschaffen und die Kanone außer Gefecht setzen. Und bei dieser Version bringt sich Elsa wenigstens nicht unnötig selbst in Gefahr, bin dabei"
meinte Annika entschlossen und Elsa fügte sich der Entscheidung. Es war riskant, aber im Vergleich zu damals beherrschte Sie Ihre Kräfte inzwischen vollständig und hoffte einfach, dass es dieses Mal leichter werden würde, Arendelle wieder aufzutauen.
"In Ordnung, ich gehe runter zum Fjord."
"Und ich komme mit" meinte Annika und folgte Elsa zu dem Ausgang im hinteren Teil des Innenhofes, der direkt zum Ufer des Fjords führte. Kristoff streichelte den Rentieren, jedem einzelnen, dankbar den Kopf, schickte Sie dann zurück in den verwuschenen Wald. Dabei beobachtete er die beiden sich entfernenden jungen Frauen, nahm dann tröstenden seine Frau Anna in den Arm und meinte versöhnlich:
"Elsa ist in guten Händen. Lass uns rein gehen, hier wird es gleich sehr kalt" Anna nickte und folgte Ihrem Mann ins Innere des Schlosses, in einem Raum, der am weitesten vom Kampfgeschehen entfernt lag. Annikas Soldaten standen ein bisschen hilflos im Innenhof herum und beschlossen dann, es sich erstmal dort wo Sie gerade standen gemütlich zu machen und die weiteren Befehle Ihrer Anführerin abzuwarten.
Schnee im Frühling
Elsa holte einmal tief Luft, bevor Sie sich darauf konzentriere den Fjord einfrieren zu lassen.
"Du hast das also schon mal gemacht?"
Fragte Annika hinter Ihr neugierig.
"Ja, allerdings war ich damals noch eine völlig verängstigte Jugendliche, die Ihre Kräfte als Fluch ansah" meinte Elsa unsicher.
"Ich habe damals bei meiner Krönung die Nerven verloren, als meine kleine Schwester aus heiterem Himmel auf die Idee kam, Hans, damals noch Prinz der südlichen Inseln, zu ehelichen" "Ach daher kennt Ihr euch also?" Annika machte ein nachdenkliches Gesicht.
"Hans ist irgendwann einfach am Hof des Herzogs in Pitzbühl aufgetaucht und dort herum geschlichen, rückblickend wahrscheinlich bis er sich sicher war, dass der Herzog von Pitzbühl immer noch dem Wahn verfallen ist, du wärst eine Hexe."
"Dann kam auch noch ein Spion des Herzogs mit der Nachricht von seiner Mission zurück, dass es jetzt wohl eine zweite "Hexe" in Arendelle geben sollte, da er sich auf der Taufe von Prinzessin Luna eingeschlichen und mitbekommen hatte, wie die kleine wohl vor allen Gästen das Taufwasser zu Eis gefrieren ließ. Als der Herzog das hörte, war er vollens außer sich und brüllte durch den ganzen Saal, dass dieser Gefahr endlich ein Ende gesetzt werden müsse. Das hat sich Hans wahrscheinlich zu Nutze gemacht. "
Elsa drehte sich zu Annika um und nickte bedächtig. Ja, so wurde ein Schuh drauß, jetzt machte auch Hans Rolle in dieser Sache einen Sinn, aber was sie immer noch nicht so ganz verstand war: "und wie passt dein Plan Rache an MIR zu nehmen da rein, für den mutmaßlichen Tod deines Onkels? Das hättest du doch schon viel früher tun können?!"
Annika griff sich verlegen an den Kopf und ließ ein schiefes, etwas gequältes Lächeln sehen, als sie daran erinnert wurde, weswegen sie ursprünlich hier her nach Arendellle gekommen war.
"Nun ja, in mir brodelte schon lange der Rache Gedanke, aber bis vor Kurzem hielt mich mein Pflichtgefühl in Pitzbühl bei meinem Vater"
Elsa sah die Trauer, die kurz Annikas Gesicht verdunkelte und ohne darüber nachzudenken näherte sie sich Ihrer Begleiterin und legte Ihr tröstend eine Hand auf die Schulter.
"Ich dachte, dass ich jetzt nimanden mehr habe und als Hans meinte, sie bräuchten noch einen Anführer für eine Spezial Truppe, die im Hintergrund des Angriffs auf Arendelle, dich und die kleine Prinzessin suchen und unschädlich machen sollten, da habe ich mich sofort freiwillig gemeldet"
Annika senkte reumütig den Kopf. "Aus dem blinden Rachegedanken heraus hätte ich beinahe ein unschuldiges Kind und dich getötet!"Elsa legte auch die andere Hand auf Annikas Schulter, kam Ihr vorsichtig noch näher, neigte etwas den Kopf, damit Annika Ihr trotz, dass Sie beschämt den Kopf hängen ließ, in die Augen schauen musste und meinte aufmunternd: "Ich verzeihe dir"
Annika versank kurz in den gütigen blauen Augen und konnte immer weniger verstehen, wie sie dieses reine Wesen hätte töten können. Elsa hielt dem Blick stand und versuchte in den braunen Augen zu lesen, was Annika gerade dachte. Sie hätte noch eine Weile mit der Soldatin so verharren können, aber Sie erinnerte sich an Ihre Aufgabe und strafte die Schulter.
"Dann lass uns mal die Dinge zurecht rücken"
lächelte Elsa verschmitzt, schluckte dann aber nochmal hörbar, als sie sich zum Fjord wand.
Annika straffte sich ebenfalls und wollte, als Zeichen der Dankbarkeit für Elsas Vergebung Ihrerseits nun auch etwas aufmuterndes beisteuern, deshalb rief sie so zuversichtlich wie möglich "Jetzt wird es dir ja umso leichter fallen, da du jetzt reifer und stärker bist, du packst das schon"
Elsa wurde rot um die Nase, mit so viel Support von einer praktisch Fremden hätte sie nun doch nicht gerechnet. Jetzt waren sie wohl quitt. Sie glaubte zwar auch Anna und Kristoff und Luna, das sie gut war so wie sie war, aber ein Lob von jemand anderem außerhalb der Familie zu hören, war eben nochmal etwas völlig anderes.
Lächelnd konzentrierte sie sich, setzte mutig einen Fuß auf die Wasseroberfläche. Eine Schneeflocke erschien an dieser Stelle, das Eis breitete sich sofort und in einer unglaublichen Geschwindigkeit über den Fjord aus. Sofort wurde es merklich kälter und zu Erleichterung der beiden Frauen verstummten schon kurze Zeit später die Kanonen, es hatte funktioniert.
Elsa drehte sich zufrieden zu Annika um und fragte schelmisch "wie wäre es noch mit einem niedlichen kleinen Schneegestöber zu Ehren unserer ungebetenen Gäste?" Annika grinste nur und nickte.
Schon formte Elsa in Ihren Händen einen Schneeball und schickte Ihn gen Himmel, der sich darauf hin sofort zu verdunkeln begann und da fielen auch schon die ersten weißen Flöckchen, der Wind frischte auf.
"Gut gemacht" lobte Annika beeindruckt und anerkennend, reichte Elsa die Hand, damit sie ans Ufer zurück klettern konnte.
Dabei rutsche plötzlich ihr vorderer Fuß weg, sie sah sich selbst schon auf dem Erdboden liegen, doch Annika fing sie geschickt auf, hielt sie fest, als wolle sie sie umarmen. Elsas Gesicht machte einer Tomate Konkurrenz und Annikas lässiger Spruch "Ich weiß ja, dass ich umwerfend bin, aber deshalb musst du mir nicht gleich um den Hals fallen!" der natürlich scherzhaft gemeint war, machte es nicht besser.
Elsa rappelte sich auf, machte sich, leider, von Annika los, meinte grummelnd, dass sie beide wohl zu den anderen zurück gehen und das weitere Vorgehen besprechen sollten. Annika hielt Ihr daraufhin wortlos, aber breit grinsend die Tür zum Innenhof auf und folgte Ihr dann schweigend.
Hildegard
Inzwischen waren Leutnant Matthias, Sven, Olaf und Luna bei den Trollen eingetroffen. Granpappi begrüßte die Kleine Luna und ließ sich von Ihr die Ereignisse zeigen.
"Mut wird unsere größte Waffe sein. Aber auch Zusammenhalt und Liebe ist wichtig, nur dann haben wir alle eine Chance diesen Angriff zu überstehen"
Granpappi sprach wie immer in Rätseln, aber Luna hatte Ihn verstanden. Alles würde gut werden, ganz bestimmt. Plötzlich wurde es spürbar kälter und dicke Flöckchen begannen von Himmel zu fallen.
"Es schneit!" Stellte Olaf zwar völlig überflüssigerweise aber dafür umso freudiger fest und Leutnant Matthias war sofort klar, das musste Elsas Werk sein. Keine schlechte Idee, vielleicht ließe sich dadurch Zeit gewinnen. Er war ein bisschen verstimmt zum Babysitter degradiert worden zu sein, aber die königliche Familie zu beschützen war seit je her seine Aufgabe gewesen und Luna dabei zu zusehen, wie sie sich am Schneegestöber ihrer Tante erfreute, stimmte Ihn sofort wieder milde, ließ ihn seinen Unmut gleich wieder vergessen.
"Hey Olaf... Willst du einen Schneemann bauen?"
Grinste die Kleine über beide Backen und begann mit der Unterstützung von Olaf und Sven größere und kleinere Kugeln aus Schnee zu formen. "Oder wie wäre es mit einer Schneefrau?" Meinte die Kleine nun frech und vollendete Ihr Werk mit einer Karotte, die sie von den Trollen zur Verfügung gestellt bekam. Dann setzte sie sich hinter die Schneefrau, die ja schon süß aussah mit dem rundlichen Gesicht, der kleinen Stubsnase und dem Körper, de wie ein Kleid geformt war.
"Hallo ich bin... wie soll die Schneefrau denn heißen? Olaf, hast du eine Idee?" Olaf lief langsam um die Schneefrau herum und rief dann auf einmal freudig aus "Hildegard!" Da erwachte die Schneefrau doch tatsächlich wie Olaf zum Leben und erwiderte genau so fröhlich: "Olaf! Liebst du Umarmungen genau so wie ich?"
Olaf wurde ganz verlegen, doch dann lief er auf Hildegard zu und die beiden umarmten sich innig. Was für ein schöner Anblick, eine Gefährtin für Olaf, hatte der Tag heute doch das ein oder andere Gute parat. Während Olaf und Hildegard damit beschäftigt waren sich kennen zu lernen, kamen plötzlich die Trolle auf Luna zu und riefen im Chor:
"Alles Gute zum Geburtstag kleine Prinzessin" und sie führten sie an einen eilige aufgebauten Geburtstagstisch, um mit Ihr zu feiern. Darüber konnte Luna für einen kurzen Moment die Sorgen um Ihre Eltern, Ihre Tante und Arendelle vergessen, dafür war Sie den kleinen Steinwesen sehr dankbar.
eine Allianz oder doch nicht?! Teil 2
Währendessen waren Elsa und Annika zu Anna und Kristoff ins Schloss zurück gekehrt und überlegten, was als Nächstes zu tun wäre.
"Ich denke Arendelle sollte sich ergeben" meinte Annika plötzlich ganz gerade heraus. "Und wozu soll das gut sein?" erwiderte Anna wenig überzeugt.
"Annikas Idee ist gar nicht schlecht, wenn wir Hans ins Schloss locken können, können wir ihn vielleicht auch überwältigen. Wenn Hans keine Befehle mehr gibt, geben die Soldaten aus Pitzbühl vielleicht auf und ziehen ab" meinte Kristoff überlegend.
"Oh Nein, auf gar keinen Fall, ich werde diesem hinterhältigen Lügner auf keinen Fall mein Königreich kampflos übergeben" Annas ganzes Temperament, dass Sie in Ihrer Zeit als Königin und Mutter mühevoll zu zügeln gelernt hatte, entlud sich in dieser Aussage, sie stämmte die Fäuste in die Hüften, während sie Ihren Mann abwartend ansah, dass er ihr zustimmen würde.
"Anna, mein Liebling, ich verstehe deinen Ärger, aber das ist ein guter Plan, wie sonst sollen wir erreichen, dass die Pitzbühler Soldaten und Hans Ihren Angriff nicht fortsetzen, sobald Sie eine Möglichkeit gefunden haben dies zu tun" Kristoff versuchte beschwichtigend auf seine, vor Wut regelrecht schäumende Ehefrau einzuwirken und Annika, die die beiden skeptisch beobachtete flüsterte Elsa zu: "Ist die immer so?!"
Elsa nickte nur und lächelte versöhnlich.
"Süße, pass mal auf" Annika näherte sich Anna, deren Gesicht bei der der Bezeichnung "Süße" sofort noch eine Spur wütender aussah... "Entschuldige ich meinte natürlich, eure königliche Hohheit" probierte es Annika dann, was nur bedingt half. Sie trat auf Anna zu und legte kumpelhaft einen Arm um Ihre Schulter.
"Wir kriegen das schon hin. Wir tun ja nur so als ob" Anna war immer noch nicht überzeugt und wiederholte Ihre Ansicht: "Ich sagte Nein, es muss eine andere Lödung geben, als sich einfach zu ergeben!"
"Nun ja, die gibt es... aber das wird dir nicht gefallen... Na gut du hast es ja nicht anders gewollt Rotschopf"
Meinte Annika plötzlich und noch ehe sie den Satz ganz ausgesprochen hatte, hatte sie auch schon ein Messer aus Ihrem Gürtel gezückt, hielt es Anna an die Kehle.
Kristoff erschrank sofort, wollte seiner Frau zur Hilfe kommen aber Annika gab Ihm zu verstehen, dass er sich besser nicht von der Stelle rührte, wenn Ihm das Leben seiner Königin lieb war. Elsa beobachtete das Tun Ihrer Begleiterin mit einer Mischung aus Entsetzen und Misstrauen. Hatte sie sich tatsächlich so in der Schwarzhaarigen getäuscht? Hatte Sie sich so sehr gewünscht, dass Annika zu den Guten gehörte, dass Sie Ihr blind vertraut hatte?
Annika rief Ihre Soldaten zu sich und ordnete an die weißen Flaggen zu hissen. Dann rief sie einen der Arendeller Soldaten zu sich und befahl im, Ihren Soldaten zu zeigen wo die Kerker in diesem Schloss ware, damit Ihre Soldaten das Königspaar dort hin bringen könnten.
Als die Soldaten Anna und Kristoff weggebracht hatten, glitt Annikas Blick auf Elsa, die Sie misstrauisch musterte. "jetzt zu dir Hexe. An deiner Stelle würde ich hier verschwinden, sonst überlege ich es mir vielleicht, ob ich dich doch noch ausschalte. Du hast meinen Onkel gerettet, deshalb lass ich dich laufen, vorerst!"
Elsa wusste nicht so recht, was Sie jetzt tun sollte, weglaufen oder Kämpfen. Alles an Annika war plötzlich wieder so abweisend, aber als sie ihr noch einen Moment in die Augen geschaut hatte, nickte sie ergeben und verließ das Schloss.
Verlohren?!
Hans Blick ruhte grimmig auf dem Schloss von Arendelle. Das hatte Elsa ja mal wieder fein hinbekommen. Das Eis und der Schnee blockierte die Schiffe und weil das Schießpulver gefroren war, der starke Wind das Anzünden von Feuer unmöglich machte, saßen er und seine Mannschaft seit einer gefühlten Ewigkeit kampfunfähig vor der Küste Arendelles fest. Eigentlich hatte er gehofft, Annika und Ihre Truppe würden Elsa und die andere kleine Hexe rechtzeitig ausschalten, aber irgendwas musste da wohl schief gegangen sein. Wenn man nicht alles selber macht, ärgerte er sich maßlos über seine unzuverlässigen Soldaten.
"Weiße Fahnen, Arendelle hießt weiße Fahnen, ich glaube das heißt Sie geben auf" rief plötzlich ein total durchgefrorener Soldat aus dem Auskuck herunter. Vielleicht hatten Annika und Ihre Soldaten Ihren Job ja doch erledigt, dachte sich Hans triumphierend und wies ein paar Männer an mit Ihm an Land zu kommen.
Wenig würdevoll schlitterte die Kleine Gruppe stolpernd und rutschend in Richtung Pier wo tatsächlich Annika bereits auf Sie wartete. "Melde erfolgreiche Übernahme des Schlosses" salutierte Annika vor Hans, dachte allerdings wohl nicht im Traum daran, dabei Hans und den Soldaten auf den Steg zu helfen.
"Was ist mit Anna und Elsa?" Fragte Hans schwer atmend, als er endlich neben der Soldatin auf dem Steg stand. "Königin Anna und König Kristoff befinden sich in unserem Gewahrsam, die beiden Hexen sind gefohlen, wir haben aber schon die Verfolgung aufgenommen. Sie werden uns nicht entkommen."
"Na immerhin" meinte Hans hochnäsig und Schritt an Annika vorbei Richtung Schloss.
Dort angekommen ließ sich Hans siegessicher im Thronsaal auf dem Thron nieder, forderte die Vorführung der Gefangenen. Annika ließ vier Soldaten Anna und Kristoff in den Thronsaal führen. Die Soldaten hatten Mühe damit die temperamentvolle Königin fest zu halten, die sofort, als Sie Hans sah auf Ihn losgehen und Ihn verprügeln wollte.
"Na na na Anna, begrüßt man so etwa einen alten Freund?"
Hans konnte es nicht lassen, nach dem er sich vergewissert hatte, das die Soldaten Anna fest im Griff hatten, auf die Königin von Arendelle zu zu gehen, Ihr grob unters Kinn zu fassen. Sie wand sich aus seinem Griff und schneller als Hans kucken konnte hatte er auch schon eines ihre Knie zielsicher zwischen den Beinen. Er krümmte sich vor Schmerz zusammen und während Kristoff in lautes Lachen ausbrach, mussten alle anderen im Raum sich das Lachen äußerst krampfhaft verkneifen.
"Na warte, wenn ich mit Elsa und eurer kleinen Tochter fertig bin und dieser Winter ein Ende hat, seit Ihr beiden die ersten, die ich als neuer König von Arendelle öffentlich hinrichten lasse" Hans schleppte sich mit schmerzverzerrtem Gesicht zurück zum Thron und ließ mit einer Handbewegung und dem Befehl
"In den Kerker mit Ihnen" das Paar abführen.
kein Plan ist auch einer
Elsa hatte sich draußen am Fjord versteckt und schlich jetzt vorsichtig zurück ins Schloss. Wie gut, dass Sie hier aufgewachsen war, dadurch kannte Sie alle die geheimen Gänge, Türen und Fenster, durch die Sie unentdeckt in den Thronsaal gelangen konnte, wo Sie Hans und Annika vermutete.
Sie konnte Annnikas Verrat immer noch nicht so ganz fassen, aber der Grund warum Sie trotzdem hier beim Schloss geblieben war, war die ganz leise Hoffnung, dass Sie tatsächlich ein Augenzwinkern in Annikas Augen gesehen hatte, als Sie Ihr nochmal in die Augen gesehen hatte, bevor Sie gegangen war.
"Also, wenn das ein Plan sein sollte, dann will ich gar nicht wissen, was Annika macht, wenn Sie mal total Planlos oder eher Kopflos in eine Situation rein rennt, so wie ich es von Anna zur Genüge gewohnt bin"
dachte Elsa nur zweifelnd bei sich. Sie hatte den Thronsaal erreicht und versteckte sich in einer dunklen Nische, von der aus Sie genau hören konnte, was dort gesprochen wurde. Sie bekam gerade noch mit, wie Hans plötzlich schmerzerfüllt aufkeuchte und konnte sich mit einem hämischen Grinsen gleich denken, dass Anna dafür verantwortlich war.
Dann verfolgte Sie gespannt das Gespräch zwischen Annika und Hans.
"So und jetzt zu dir Annika" meinte Hans streng. "Wie kann es sein, dass dir Elsa und Annas Tochter entkommen konnten? Du sollst doch angeblich die fähigste Soldatin deines Ranges sein, ich habe mehr erwartet!"
Elsa, erstarrte in Ihrem Versteck und hielt die Luft an. Was würde Annika nun über Ihre Begegnung im Wald erzählen? Würde Sie mit Hans darüber lachen, dass Sie so schnell das Vertrauen der "blauäugigen" Elementarwächterin bekommen hatte? Doch nichts der Gleichen geschah, denn Annika antwortete kühl und souverän:
"wir haben die Hexe wohl unterschätzt. Es schien, als wäre Sie auf unseren Angriff vorbereitet gewesen, wer weiß, was Sie noch für Magie beherrscht."
"Was habt Ihr eigentlich gegen Sie, das Ihr so unbedingt Ihren Tod wollt, wenn ich mal so frei sein darf zu fragen?"
"Was ich gegen Sie habe fragt Ihr?"
Hans wirkte beinahe belustigt, diese kleine Soldatin schien wirklich von gar nichts eine Ahnung zu haben.
" Elsa ist ein Monster, damals vor 10 Jahren hatte Sie Arendelle in einen ewigen Winter gezwungen, so in etwa wie jetzt auch wieder und dazu noch beinahe ihre Schwester Anna getötet. Sie ist eine rücksichtlose, kaltherzige Hexe und nun will Sie weitere Hexen ausbilden und mit Ihrer Armee andere Königreiche überfallen und einnehmen. Das muss ich selbstverständlich verhindern!"
Hans dachte damit sei alles klar und wollte die junge Soldatin schon fort schicken um ein wenig in Ruhe seinen Triump genießen zu können, aber da begehrte Annika plötzlich, wenn auch noch zögerlich und schüchtern auf. "Aha, Sie müssen Elsa ja gut kennen. Aber was wäre wenn Elsa in Wirklichkeit ganz anders wäre?"
Elsa in Ihrer Nische wurde hellhörig, was zum Schneemann hatte Annika bloß vor?
"Vielleicht ist Elsa ja gar kein selbstsüchtiges kaltherzige Monster. Ja vielleicht ist sie ja ein ganz liebevolle, fürsorgliche, sensible und schüchterne Person, die immer das Wohl anderer über Ihr eigenes stellt und sich zur Not selbst opfern würde um Ihre liebsten zu schützen."
Elsa luckte vorsichtig aus Ihrem Versteck hervor und sah den verträumten Ausdruck auf Annikas Gesicht. Sie fühlte sich geschmeichelt und wurde rot, aber wenn das gerade eine Liebeserklärung sein sollte, dann hätte Annikas Timing nicht schlechter sein können, dachte die blonde besorgt.
"Ja vielleicht..." fuhr Annika unbeirrt fort
"wünscht sich Elsa ja insgeheim jemanden, der Sie beschützt und für Sie da ist, wenn Sie mal nicht stark sein kann."
Hans war ganz verwirrt.
"Woher willst du das wissen, du kennst diese Hexe doch gar nicht, also nimm Sie gefälligst nicht in Schutz!"
"Oh Hans..." Annika kam langsam auf Hans zu, der immer noch auf dem Thron saß.
"Ich muss Sie nicht in Schutz nehmen, Elsa kann sich wunderbar selbst verteidigen. Bei dir sehe ich da allerdings schwarz."
Sie trat noch näher an Ihn heran und zog ihr Schwert.
"Ich konnte dich von Anfang an nicht riechen, Prinz Hans, verstoßen vom Königreich der südlichen Inseln. Du bist ein aufgeblasener Waschlappen, ein neidischer Feigling, der anderen Ihr Glück nicht gönnt. Ich an Stelle deiner Familie hätte auch dafür gesorgt, dass du niemals König von irgendeinem Land wirst und auch jetzt werde ich zu verhindern wissen, dass du dir Arendelle unter den Nagel reißt"
"Wie kannst du es wagen?"
Hans sprang auf, er war überfordert und überspielte das mit Wut.
"Wachen, ergreift die Verräterin!"
Die Wachen stürmten auf Annika zu, doch ganz plötzlich verwandelte sich der Boden unter Ihnen in eine Spiegelglatte Eisschicht und sie kamen ins Rutschen und Straucheln.
"10 gegen eine ist doch unfähr, gleichen wir die Verhältnisse doch mal aus"
sprach Elsa und trat aus Ihrem Versteck hervor.
Elegant glitt Sie über das Eis und blieb neben Annika stehen.
"Perfektes Timing, ich bin froh, dass meine Show vorher wohl doch nicht so überzeugend war" lächelte Annika Sie an.
"Jedenfalls besser als deins und glaube mir, wenn ich dir sage, dass es mir bis gerade eben schwer fiehl nicht an deine "Show" zu glauben"
nuschelte Elsa kaum hörbar mit einer sichtbaren Röte im Gesicht.
Hans war total perplex brüllte dann aber seine Soldaten an:
"worauf wartet Ihr noch, tötet die Hexe!"
Die Soldaten, fast schon ulkig aussehend wacklig auf dem rutschigen Boden, gingen wieder zum Angriff über. Annika und Elsa stellten sich Rücken an Rücken und wehrten geschickt die Soldaten ab. Plötzlich stürmte Hans mit gezücktem Schwert auf Annika zu, die gerade durch eine anderen Angreifer abgelenkt war. Noch ehe Annika reagieren konnte, hatte Elsa Sie auch schon hinter sich gebracht und wehrte Hans Schlag mit einem Eisschild ab. Der Schlag war allerdings so heftig, das Elsa zur Seite geschleudert wurde, wo Sie reglos liegen blieb. Annika ging nun wutembrant auf Hans los und attackierte Ihn mit Schlägen. Sie hatte Ihn schon sichtlich in die Ecke gedrängt als plötzlich die Flügeltür des Thronsaals aufging und eine kleine Armee von Soldaten Arendelles den Raum stürmten. Sie stürzten sich auf Hans und seine Wachen und rangen Sie zu Boden, Wiederstand war zwecklos. Annika war ein bisschen verwirrt, bis Sie Königin Anna und König Kristoff ebenfalls durch die Flügeltür kommen sah. Gott sei dank dachte Sie erleichtert und lief dann sofort zu der am Boden liegenden Elsa. Vorsichtig drehte Sie sie auf den Rücken und bettet Elsas Kopf auf Ihrem Schoss. Zum Glück öffnete Elsa sogleich die Augen und lächelte Annika beinahe liebevoll an.
"Das war sehr leichtsinnig von dir, du hättest dich böse verletzten können."
Elsa zuckte nur mit den Schultern und richtete sich von Annika gestützt vorsichtig auf.
"Du hättest das Selbe für mich getan"
meinte Sie versöhnlich und Annika nickte ergeben.
Alles wie damals?
Anna beobachtete die beiden und lächelte wissend, doch dann wurde Ihr Blick wieder ernst und Sie wand sich Hans zu. "Hans, hiermit klage ich, Anna Königin von Arendelle dich des Hochverrates an und verurteile dich zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe."
"So leicht werdet Ihr mich nicht los" protestierte der ehemalige Prinz, schlug mit den Ellenbogen die Wachen, die Ihn links und rechts festhielten nieder, bemächtigte sich einem Ihrer Schwertern und flüchtete aus dem Thronsaal.
Elsa sprang auf und stürmte sofort hinterher und Annika folgte kopfschüttelnd. An der Klippe neben dem Fjord endete Hans Flucht auch schon wieder abrupt. Mit erhobenem Schwert stand er mit dem Rücken zur Klippe und funkelte Elsa böse an, wie ein in die Ecke getriebener Tier.
"Endstation Hans, ergibt dich einfach, vielleicht lässt Königin Anna dann ja milde walten" Hans stürmte auf Sie zu, doch Elsa ließ Ihn ins Leere Laufen und traf Ihn mit einem gezielten Eisblitz an der Hand, so dass er vor Schmerz aufheulte und das Schwert fallen ließ.
"Ich bin nicht mehr die ängstliche junge Königin, die Angst vor Ihrer Gabe hat. Unterschätzt mich nicht Prinzchen. Ich rate dir wirklich dich zu ergeben, meine Geduld für solche Scherze ist für heute eindeutig aufgebraucht!"
"Was du nicht sagst Eisschleuder, das ich nicht lache!" Hans Lachen war beinahe hysterisch.
"Du hast nur Glück gehabt, dass du bis jetzt nicht noch einen deiner anderen Freunde schockgefrostet hast" Elsa erstarrte bei den bösen Kommentaren, die der ExPrinz Ihr um die Ohren schlug.
"Du bist eine Gefahr für alle Menschen in deiner Umgebung, glaubst du tatsächlich, dass je ein Mensch in deiner Nähe dauerhaft bleiben kann, ohne zu riskieren, dass du mal wieder austickst und einen Eispfeil nach Ihm wirfst?!"
Annika, die das Ganze von einiger Entfernung mitbekam, allerding aber durch den dichten Schnee nur Hans Stimme hören konnte, machte sich Sorgen, dass Elsa ernsthaft Hans bösen Worten Glauben schenken könnte."Tu den Meschen, die du angeblich so sehr liebst endlich den Gefallen und verschwinde, du schadest Ihnen mit deiner Anwesenheit nur!"
Elsa ließ die Schultern hängen und wurde unaufmerksam. Das nutzte Hans und stürzte sich erneut auf Elsa und riss Sie zu Boden. Doch er hatte in dem dichten Schneetreiben nicht gesehen, dass die beiden der Klippe gefährlich nahe gekommen waren. Elsa versuchte vor Hans und vorallem der Klippe wegzukrabbeln, aber Hans, der durch den Schnee ins Rutschen kam, griff nach Ihrer Schleppe und zog Sie somit unausweichlich mit ins Verderben.
das, was alles auftauen lässt
Elsa versuchte verzweifelt sich in den Schnee zu krallen, um zu verhindern, dass Sie durch Hans Gewicht an Ihrer Schleppe die Klippe hinabgezogen wurde, doch Sie rutschten gemeinsam immer weiter.
Hans begann schon damit sich an Ihr hochzuziehen und meinte irre lachend "wenn ich falle, dann nehme ich dich mit oder besser du fällst alleine, dann sind dich alle endlich los!"
Elsa hatte keine Kraft mehr, erst die Angst um Ihre Nichte heute Morgen, als Sie diese halb erfrohren von Athohalan weg bringen musste, weil SIE mal wieder zu weit gegangen war. Sie hatte leichtsinnig Ihren geliebten Schützling in Gefahr gebracht.
Dann hatte Sie die Schläge ertragen um wenigsten Luna eine Weile vor Annikas Angriffen zu schützen und dabei auch noch aus Rücksicht auf Ihre Angreiferin auf Ihre Eismagie verzichtet. Es hatte Sie all Ihre Körperliche Energie gekostet, die Kleine zu schützen und gleichzeitig nimanden ernsthaft zu verletzten.
Dann der Schlag von Hans vorhin, der Sie auf den Boden (der Tatsachen) befördert hatte un der immer noch in Ihrem Schädel dumpf wummerte.
Sie hatte heute alles getan um zu beschützen und zu behüten und dabei niemanden mit Ihrer Magie zu verletzen, doch letzten Endes hing Sie jetzt hier und Ihr einziger Gedanke war, wer in Zukunft Luna betreuen würde, wenn Sie nicht mehr da wäre.
Hans hatte während dessen fast geschafft über Sie hinweg wieder nach oben auf sicheren Boden zu klettern. Doch plötzlich stand da Annika, die Ihm einen kräftigen Tritt mit dem Fuß ins Gesicht verpasste und Ihn so aus dem Gleichgewicht brachte. Er fiel.
Annika kümmerte sich nicht weiter um Ihn sondern zog Elsa mit aller Kraft zurück auf die Klippe.
"Nun sind wir wohl quitt" meinte Elsa erschöpft und späte über die Klippe in dessen Tiefen Hans nicht mehr zu sehen war. "Noch nicht ganz!"
Lächelte Annika verschmitzt und bevor Elsa noch Fragen konnte warum denn nicht, griff Annika sanft mit Ihren Händen nach Elsas Gesicht und küsste Sie. Elsa war erstmal total perplex, doch dann schloss Sie ergeben die Augen und genoss einfach die zärtliche Brührung. Sie war Balsam für Ihre geschundene Seele, Hans Worte hatten Sie schon sehr verunsichert.
Durch den Kuss abgelenkt bemerkten die beiden jungen Frauen nicht, wie der Schneesturm um Sie herum sich legte und wie Schnee und Eis zu schmelzen begannen.
"
Ahhhh!" Elsa und Annika schreckten auf und wanden beide synchron den Kopf, wo Anna und Kristoff standen. Anna hatte sich den Laut der Verzückung einfach nicht verkneifen können. Endlich hatte auch Elsa einen Partner oder in diesem Fall eher eine Partnerin für sich gefunden. Ein schöneres Happyend konnte es wohl kaum geben.
jetzt gibt es wirklich was zu Feiern
Elsa wurde rot wie eine Tomate und Annika konnte sich das Lachen nicht verkneifen. Schnell half Sie Elsa auf die Beine und legte besitzergreifend einen Arm um Sie.
Plötzlich rief eine Stimme vom Ufer des Fjords:
"Mama, Paps, Tante, ähm ander Tante, hier bin ich"
Anna und Kristoff stürmten sofort zum Ufer um Ihre kleine Tochter in die Arme zu schließen, die dort auf Nokks Rücken saß.
"Hey!"
Kam es dann auf einmal auch aus anderen Richtung vom Schloss her. Da waren Olaf, Sven, Leutnant Matthias und eine fremde Schneefrau?! "Darf ich vorstellen, das ist Hildegard und Sie liebt auch Umarmungen" stellte Olaf stolz seine Gefährtin vor. Annika schloss erstmal Ihren Onkel in die Arme und Elsa war ganz fasziniert von Olafs Gefährtin.
"Hildegard, hat Luna dich erschaffen" die putzige Schneefrau nickte schüchtern. Elsa war unglaublich stolz auf Ihren kleinen Schützling und ging zu dem glücklich strahlenden Trio hinüber um Aurora zu beglückwünschen und zu umarmen.
"Feiern wir jetzt endlich meinen Geburtstag?"
Fragte die Kleine plötzlich auffordernd in die Runde und alle begannen zu lachen. Als dann auch noch Oaken wie aufs Stichwort auftauchte und fröhlich ausrief: "die Geburtstagstorte für die Kleine Prinzessin, wie bestellt, ja?" Da kringelten sich wirklich alle vor Lachen auf dem Boden.
Als sich alle wieder beruhigt hatten gingen Sie ins Schloss zurück und endlich konnte die Geburtstagsfeier starten. Annika klärte das mit den Pitzbühler Soldaten und machte Ihnen klar, dass weder die kleine Aurora noch Elsa eine Bedrohung für Pitzbühl darstellten. Die Soldaten wurden dann kurzerhand auch zur Geburtstagsfeier eingeladen und damit war das Thema erledigt.
Über die Schäden am Schloss störte sich momentan keiner, alle waren einfach nur froh, dass es gut ausgegangen war. Aufräumen konnte man auch morgen noch. Wirklich alle waren zur Feier erschienen, die Bewohner von Arendelle, die Trolle, die Northuldra, Snowball und die Minisnows, ja sogar die Elementargeister. Alle waren da und feierten den Geburtstag der Prinzessin, aber vor allem feierten Sie, das sich mal wieder gezeigt hatte, das man mit Mut, Liebe und Zusammenhalt alles überstehen kann.
Epilog
*Eine Woche später*
Elsa, Luna und Nokk kamen gerade von Athohalan zurück, als Luna schon von Weitem Ihren Vater Kristoff zusammen mit Sven im Dorf der Northuldra ausmachen konnte. Anna war immer noch damit beschäftigt die Aufräumarbeiten in Arendelle zu koordnieren, deshalb kam er heute seine Tochter alleine besuchen. Ganz aufgeregt war Luna fast nicht mehr auf dem Eispferd zu halten und als Nokk endlich bei Kristoff ankam sprang Sie von Ihm runter, direkt in die Arme Ihres Vaters.
"Hallo meine Süße, was habt Ihr heute wieder über die Zukunft erfahren?"fragte Kristoff scherzhaft, kassierte sofort einen strafenden Blick von Elsa, die sich geschworen hatte, das so eine gefährliche Aktion definitiv nicht absichtlich wiederholt werden sollte. Luna kniff als Antwort ihrem Vater in die Nase und meinte in einem kindlich strenge belehrenden Tonfall:
"Paps, du weist doch dass das gefährlich ist, wir wollen doch Tante Elsa nicht nochmal so einen Schrecken einjagen!" Kristoff lachte über die altklugen Worte und den strengen Blick seiner Tochter und nickte entschuldigend.
"So, was machen wir denn heute Schönes?"
wechselte der König von Arendelle geschickt das Thema.Luna ging sofort darauf ein, fing an zu erzählen, was Sie entdeckt hatte und was Sie Ihrem Vater alles zeigen wollte.Kristoff zwinkerte Elsa frech zu und meinte dann beiläufig, nachdem er Luna wieder auf dem Boden abgesetzt hatte zu Ihr, bevor er sich von seiner Tochter an der Hand davon zerren ließ:
"Ich habe übrigens noch jemaden mitgebracht, schau mal unten am Ufer des Dunkelmeers nach!"Elsa schluckte, wurde rot. Kristoff kicherte wegen Ihrer Reaktion und folgte dann ergeben seiner Tochter um mit Ihr den Tag zu verbringen. Elsa rief Nokk zu sich, begab sich mit einem mulmigen Gefühl im Magen zum Ufer des Dunkelmeeres. Dort stand Annika, dieses Mal hatte Sie ein Pferd bei sich. Sie schaute gedankenverloren hinaus auf die Eisfläche hin zu Atohalan, den Sie in der Ferne vermutete. Elsa dachte erst, Sie hätte Ihre Ankunft gar nicht bemerkt, doch dann drehte Annika den Kopf in Ihre Richtung und ein Lächeln erhellte Ihr zuvor nachdenkliches Gesicht.
Sie kam auf Elsa zu, die sich anschickte von Nokk herunter zu steigen. Dieser schien heute aber in Scherzlaune zu sein und warf Sie regelrecht ab. Annika fing Elsa geschickt auf, die Nokk einen bösen Blick zuwarf, der belustigt schnaubte und dann rüber zu dem anderen Pferd trabte um den beiden ein bisschen Privatsphäre zu lassen. "Heute haben sich wohl alle gegen mich verschworen" murrmelte Elsa verstimmt, schielte, wieder mal rot um die Nase, zu Annika hoch, die immer noch die Arme um Sie gelegt hatte.
"Nein, ich glaube eher, dass er dir damit einen Schubs in die richtige Richtung geben wollte" lachte Annika und wie zu Bestätigung war ein Schnauben aus Nokks Richtung zu hören. Elsa verdrehte die Augen und wand sich aus der durchaus angenehmen Umarmung.
"Hast du in Pitzbühl alles für dich regeln können"
fragte Sie nun, um das Gesprächsthema vorest in eine, für Sie angenehmere Richtung zu lenken."Ja, meinen Posten als Soldatin am Hof des Herzogs von Pitzbühl bin ich los" Annika grinste, als Sie Elsas schuldbewussten Blick sah. "Also ich finde das gar nicht so schlimm" meinte Sie beschwichtigend.
"Mein Onkel ist hier in Arendelle und deine Schwester hat mir schon einen Posten in der Armee von Arendelle angeboten"Elsa wirkte beruhigter. "Ich habe aber abgelehnt" Jetzt machte Elsa große Augen.
"Warum das denn?""Nunja, ich sehe meinen Platz eher hier im verwunschenen Wald, genau gesagt an der Seite der selbstlosen Wächterin. Schließlich muss ja jemand dafür sorgen, dass Sie nicht bei jeder kleinsten Bedrohung allzu bereitwillig Ihren Kopf hinhält."
Elsa war total überfordert. Annika wollte hier bei Ihr bleiben. Sie hatte sich, auch wenn der Kuss auf der Klippe wirklich schön gewesen, war, nicht wirklich viel Hoffnungen gemacht, Hans Worte hatten Sie doch tiefer getroffen, als Sie zugeben wollte. "Annika, ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist, ich weiß nicht, ob du dich hier wirklich wohl fühlen könntest!" Elsa wirkte fast verzweifelt. Sie musste einfach aussprechen was Ihr durch den Kopf ging.
"Vielleicht hatte Hans ja recht, vielleicht ist es ja wirklich in meiner Nähe zu gefährlich! Vielleicht ist es besser, wenn ich Menschen, die mich noch nicht so lange kennen und noch nicht so genau wissen wie ich ticke, nicht zu nahe an mich ran lasse. Ich könnte dich verletzten und das ist das Letzte was ich möchte!"
Das wollte Sie wirklich nicht. In Elsa kämpfte der Wusch, dass Annika, bei der Sie sich so unglaublich wohl fühlte bei Ihr blieb mit dem Wunsch Sie vor Ihr zu schützen.
"Komm mal her"Annika griff nach Ihrer Hand und zog Elsa wieder in eine Umarmung. "Erinnerst du dich daran, was ich im Thronsaal zu Hans gesagt habe, darüber was ich über dich denke?" Elsa nickte unsicher, sie konnte sich an jedes einzelne Wort erinnern. "Ich hab das alles ernst gemeint. Ich möchte diejenige sein, die dich beschützt und für dich da ist, wenn du mal nicht selbst stark genug dazu bist!"
Elsa wurde nch röter. "und ich möchte darauf aufpassen können, dass meine geliebte Elementarwächterin nicht zu selbstlos sich immer gleich überall für alle anderen opfern will" Sie zwinkerte und Elsa stockte der Atem. "Geliebte" hatte Annika gerade von Liebe gesprochen? Bevor Annika das Ganze noch weiter ausführen konnte legte Elsa Ihr schnell einen Finger auf die Lippen und sagte nur versönlich: "Ich dich auch"
Annika war erst kurz verwirrt, doch dann breitete sich wieder dieses Lächeln über Ihr Gesicht aus. Ohne ein weiteres Wort griff Sie langsam nach Elsas Gesicht und Elsa, die dieses Mal vorbereitet war schloss ergeben die Augen. Nun war alles an seinem Platz, Anna und Kristoff, Olaf und Hildegard und Elsa und Annika.
