Prolog
Prolog:
Asahi POV:
Ich erinnerte mich als wäre es erst gestern gewesen. Als ich vor einem Jahr auf die Karasuno Oberschule wechselte und dem Club beitrat, dessen Sport ich schon seit jeher liebte: dem Volleyballclub.
Flashback:
Vor einem Jahr...
Ich ging nach dem Club nach Hause, es wurde bereits dunkel also beeilte ich mich.
Als ich um die Straßenecke bog, sah ich bereits zwei Polizeifahrzeuge an der Strasse vor unserem Haus stehen, mir fuhr sofort der Schrecken in die Glieder. Ich lief schneller bis ich schlussendlich rannte.
Nachdem ich endlich meinen Schlüssel gefunden hatte, die Haustüre mit zittrigen Händen auf schloß und hinein trat, hörte ich bereits meine Mutter bitterlich weinen. Ich hörte fremde Stimme sprechen.
"Es tut mir ausserordentlich Leid, dass ich Ihnen so etwas furchtbares mitteilen muss." Ich ging weiter ins Haus, lief langsam zum Wohnzimmer wo die Stimmen und das bitterliche weinen herkamen. Langsam lief ich ins Wohnzimmer, blieb abrupt stehen, das Bild das ich vorfand brannte sich in mein Gedächtnis. Meine Mutter weinte in den Armen meines Vaters, sie war förmlich zusammengebrochen. Mit dem Rücken zu mir saßen zwei Polizisten, als mich die Personen bemerkten stand mein Vater sofort auf und kam auf mich zugelaufen und nahm mich in den Arm.
Er zitterte und kämpfte regelrecht mit sich, er sprach Dinge zu mir die ich in diesem Moment nicht verstehen konnte.
"Du musst jetzt sehr tapfer sein. Wir müssen uns nun um unsere Freunde kümmern sie brauchen uns mehr denn je."
Wer rechnete bitte nach so einen schönen Tag mit so einer Nachricht.
Ich konnte oder wollte es einfach nicht glauben aber es war kein Traum es war die Wahrheit.
Jessica und ihre Mutter hatten einen schweren Verkehrsunfall, sie waren vom Besuch der Großeltern auf dem Heimweg, ein LKW Fahrer übersah eine rote Ampel und rammte das Auto von Frau Migami. Das Auto musste sich angeblich mehrfach überschlagen haben, auch wenn man sofort Erste Hilfe leistete, den Notruf absetze, kam jegliche Hilfe zu spät Frau Migami verstarb noch am Unfallort.
Ihre Tochter hatte großes Glück gehabt, bis auf die Verletzung an der linken Schulter, den blauen Flecken und Kratzern, war sie davon gekommen.
Die nächste Zeit war die Hölle für ihre Familie, für meine Familie und vor allem für mich. Ich war im Begriff womöglich meine beste Freundin zu verlieren...
Flashback Ende:
Meiner besten Freundin fiel es nicht besonders schwer sich an eine neue Umgebung anzupassen aber ihr Traum Profi Volleyballerin von nun an nur noch als Hobby fortzusetzen, ist nicht für jeden einfach, auch wenn sie es nicht anmerken lies.
Dennoch, wussten nur Maya und ich, wie es innerlich in ihr aussah.
Als ihre beste Freundin Maya, nach Nekoma zog, hatten sie nur noch per Handy Kontakt.
Die beiden waren unzertrennlich auf der Mittelschule, waren zusammen im Volleyball Club, verbrachten auch nach der Schule Zeit zusammen , spielten auch den ein oder anderen Streich, die Lehrer hatten es nicht einfach mit den beiden. Mayas Familie zog weg von Miyagi, da die Großeltern im Geschäft Hilfe brauchten und Gesundheitlich es nicht mehr schafften. Dort besuchte sie nun auch die Oberschule.
Der Abschied zwischen den beiden war das reinste Drama, aber wir leben ja im einundzwanzigsten Jahrhundert, da gab es Möglichkeiten Kontakt zu halten.
Außerdem sie hatte ja noch mich, Asahi Azumane, ihren besten Freund, jetzt zweite Klasse der Oberstufe und dass Ass im Karasunos Volleyball Club.
Ich freute mich das es ihr wieder besser ging, meine Jessica Migami, 1,70 groß, hatte haselnuss braunes schulterlanges Haar, meeresblaue Augen, sportliche Figur durch das Volleyball spielen, grad einmal 17 Jahre. Ich wusste wie ich die Kleine auf andere Gedanken bekam, meine Mama hatte ihre Lieblingskekse, Cookies mit Schokostückchen gebacken.
Ich hatte Filme organisiert und jede Menge Zuckergetränke besorgt, bald war sie wieder die Alte.
Sie war eine fröhliche, aufrichtige, liebenswürdige, hilfsbereite aber auch recht robuste, hartnäckige, aufbrausende Persönlichkeit, hatte immer ein offenes Ohr für alle und ist nicht so leicht unterzukriegen.
Unsere Familien wohnten nun schon mehrere Jahre nebeneinander aus der eine enge Freundschaft wurde.
Am Bahnhof von Miyagi, verabschiedeten wir uns von unserem Mitglied des Karasunos Volleyballclubs, eine versammelte Menschentraube sowie unser Lehrer Herr Takeda waren da. Die üblichen Verabschiedungs-Szenen wenn ein Freund die Heimat verlässt, Wir werden dich vermissen, Pass gut auf dich auf, Schreib uns sobald du angekommen bist, werde schnell wieder gesund.
Mir fiel es schwer meine beste Freundin Jessica gehen zu lassen, aber ich bin sicher das ging jedem vom Team so.
Doch nun kam wieder was Neues und größeres auf sie zu, die US Staaten.
1. Chapter
Chap 1
Jessica POV:
„Wieso ausgerechnet die USA? Warum muss ich weg von hier! Hier gibt es auch Ärzte die auf solche Verletzungen spezialisiert sind. Der Volleyball Club braucht mich, dazu kommt auch noch dass ich ein ganzes Schuljahr verpasse. Das wäre nicht fair Papa!"
Nicht an der zweiten Oberschulklasse teilnehmen zu können, da ich in die USA musste, war echt bescheuert. Ich hatte mich so bemüht und auf die Schule konzentriert damit ich nicht die erste Oberschulklasse wiederholen musste.
Ich brüllte ihn regelrecht an, so kannte ich mich gar nicht, kein Wunder nach allem was geschah.
Meine Mutter war vor einem Jahr gestorben und ich fühlte mich immer noch hilflos, meine linke Schulter bereitete mir immer noch Kopf zerbrechen.
Ich erinnere mich, damals im Krankenhaus,äußerlich sah man es mir nicht an, aber innerlich war ich ein Wrack, nachdem mir mein Papa unter Tränen mitteilte das meine Mama den Unfall nicht überlebt hatte und wir nun noch stärker zusammen halten mussten. Ich war einfach nur starr, meine Gefühle die aus mir herausbrechen sollten, brachen nicht raus, es war als sei die Zeit stehen geblieben.
Als mich meine beste Freundin Maya besuchte, merkte sie das etwas nicht stimmte. Erst nach dem meine Familie das Zimmer verließ, nahm sie mich in den Arm und meine Tränen kamen, wie ein Wasserfall. Ich war mir sicher das ich noch nie so geweint hatte in meinem Leben. Sie blieb so lange bis ich mich beruhigt hatte.
Mein Vater erfuhr von einem Spezialisten, er war der beste was die Orthopädie betraf, nur praktizierte er in Amerika.
Der Heilungsprozess in meiner Schulter lief nicht gut, ich war weiter eingeschränkt, nach diversen Besprechungen mit meinem Arzt, willigte mein Papa, ein Diesen Spezialisten aufzusuchen .
Dr. Kito meinte auch das nicht nur eine Operation, sondern auch eine Rehabilitation nötig sei, um die Schulter wieder funktionsfähig zu bewegen.
Es war die Hölle, auch wenn ich keine Probleme mit der Sprache hatte, aber war es dennoch was anderes ganz alleine in ein fremdes Land zu reisen.
Am Abend telefonierte ich mit Maya, sie hatte es erst spät Abends geschafft mich wieder zu beruhigen. Sie fragte mich was ich denn zu verlieren hatte. Das selbe hatte ich bereits von Asahi gehört.
Er und seine Familie waren seit dem Unfall, an unserer Seite. Seine Eltern halfen meinem Papa sehr ,auch wenn er glaubte wir hätten das nicht mitbekommen, sah man wie er oft mit Asahis Vater an die Luft ging und erst nach einigen Stunden zurück kam . Die geschwollen roten Augen sagten mehr als Worte.
Endlich konnte ich das Krankenhaus verlassen und am Montag wieder in die Schule gehen Nachdem Unterricht hatte ich die Volleyball Jungs beobachtet, durch den Unfall durfte ich nicht mehr spielen. Einmal erwischte mich Shimizu Kiyoko und fragte mich ob ich nicht auch Managerin des Teams werden möchte. Sie wusste wie viel mir der Sport bedeutete, schließlich geht sie mit mir in eine Klasse und wir beide waren gute Freundinnen geworden.
Ehrlich gesagt am Anfang fand ich das keine gute Idee, aber nach dem Sugawara Koshi auch noch auf mich zu kam und mich fragte was ich von der Idee hielt.
Wer konnte bei den grünen grauen Augen die ein total durchbohrten, Nein sagen.
Sein Lächeln, es war ein ehrliches und liebevolles Lächeln, ich hatte ohne darüber nachzudenken einfach ja gesagt.
Seit ich Sugawara kennen gelernt hatte, faszinierte er mich. Asahi Azumane, Daichi Sawamura und Sugawara das Dreier Team und beste Freunde. Es half mir auch auf andere Gedanken zu kommen.
Das gesamte Team lenkte mich ab, und betonten auch immer wieder, trage nichts schweres, du musst uns die Bälle nicht zuwerfen. Kiyoko stimmte den Jungs zu, so kannte ich sie gar nicht, sie ist eigentlich recht ruhig aber da wurde auch sie laut.
Der Volleyball Club unterschätzte mich, man konnte auch den Ball mit einer Hand zu werfen und die Handtücher oder Trinkflaschen tragen. Es war schön zu wissen das man solche Freunde wie sie hat, die für einen da waren und halfen.
Dennoch machten sie sich sorgen und wollten mir helfen, ich konnte es nicht mehr ertragen. Selbst Asahi ging mir auf die Nerven, seit ich wieder in der Schule war, hatte ich das Gefühl, der Typ sei ständig neben mir, egal wohin ich ging.
Wenn ich mal Schmerzen hatte oder meine Tasche zu schwer war, wurde er panisch.
Sugawara und Sawamura hatten viel Mühe ihn zu beruhigen, wenn Kiyoko nicht gewesen wäre hätte ich mein besten Freund schon längst zur Hölle geschickt.
Auch wenn Asahi mich nervte , war ich dennoch dankbar dass er da war, oft hatte er mich nachts weinen hören. Er kletterte dann immer durchs Fenster, unsere Grundstücke verband ein Baum. Also konnten wir uns immer gegenseitig besuchen wenn es recht spät war.
Meine Familie hatte sich durch den Unfall völlig verändert, Papa war nur noch zu Hause, Home Office wie er es nannte. Er dachte sogar daran wegzuziehen, jedoch verwarf er die Idee wieder, da meine Brüder Jason und Lee strikt dagegen waren.
Mein großer Bruder Jason zog wieder bei uns ein, er nahm einen Nebenjob im Mini-Markt an.
Lee, mein anderer großer Bruder, bekam sein Sportstipendium, somit waren die Unikosten schon mal geringer, er blieb ebenfalls bei uns zu Hause, hier in Miyagi. Da dachte man, man wäre seine großen Brüder los und dann sowas.
Der Tag der Abreise rückte näher. Der Abschied fiel mir schwer, was unter anderem daran lag dass ich dann die zweite Klasse wiederholen musste und neue Schüler kennen lernte.
Ich winkte meinen Brüder die in Miyagi blieben und meinen Freunden zu.
Bis in einem Jahr meine Freunde, bleibt wie ihr seid, ich werde Euch schrecklich vermissen.
2. Chapter
Chap 2
Koshi POV :
Asahi hatte viel zu gute Laune am Wochenendtraining, dass ist sehr selten bei ihm. Irgendwas war faul, Daichi sprach ihn darauf an aber er rückte mit der Sprache einfach nicht raus, ein Lächeln war die Antwort.
Es hatte sich viel getan, Ukais Enkel trainierte uns und wir hatten neue Mitglieder. Die Karasuno Volleyball Mannschaft, die Krähen wie man uns auch nannte flogen wieder. Wir sind eine richtige gute Mannschaft geworden.
Ich hatte noch niemals so viel Spaß am Volleyball spielen. Ich liebte diesen Sport.
Wir waren in zwei Teams eingeteilt.
Ich übte mit Team B, keine Ahnung woran es lag aber heute waren meine Pässe besser als sonst.
Shimizu wirkte heute sehr fröhlich, unsere Erstklässlerin Hitoka Yachi, unsere neue Managerin, kannte das gar nicht von Ihr.
Nach dem Migami weg war, war Shimizu in sich gekehrt auch wenn Sie durch Yachi wieder viel redete und auch mal wieder lachte. Dennoch sah man ihr an, dass Jessica ihr fehlte.
Wir machten grad Pause, außer unsere zwei Problemkinder, Hinata und Kageyama, sie trainierten bis zum umfallen, die beiden waren einfach verrückt.
Yachi feuerte beide an, Kageyama spielte Hinata zu, er traf den Ball mit seinem Aufsteiger, der Ball hatte ein Wucht drauf. Er änderte seine Flugrichtung und schoss in die Richtung von Yachi. „Achtung, der Ball, Yachi Vorsicht.“ riefe ich ihr noch zu.
Der Ball flog kontrolliert in die Ecke des anderen Spielfeldes. Aber wer blockte den Ball ab ?
Und da war der Grund, wer diesen Ball blocken konnte, im Karasuno Trainingsanzug und in der Position als Libero, Jessica Migami.
„Ist alles in Ordnung mit dir? Du musst aufpassen, oft passieren solche Querschläger beim Training “
Die Halle war toten still, man hätte eine Stecknadeln fallen hören können, ohne das auch nur einer mitbekommen hätte.
War das wirklich passiert oder spielte man mir einen Streich, meine Stimme war schneller als mein Gedanke, als aus meinen Mund ihr Name sprach.
Deswegen waren beide heute anders, Sie ist wieder da, endlich ist sie wieder zu Hause.
Eins muss man den beiden lassen, diese Überraschung ist Asahi und Shimizu gelungen. Herr Takeda, Daichi und ich waren sprachlos und überrascht.
Mein Körper bewegt sich von alleine, ich hoffte sehr dass dies kein Traum war, so schnell mich meine Beine trugen lief ich zu ihr.
Asahi zog sie in seine Arme, ich bin sicher dass ich bei unserer halben Portion Tränen in den Augen gesehen hatte, er vermisste Sie genauso wie wir.
Im Hintergrund standen Shimizu und Daichi , Sie begrüßte beide mit einer Umarmung, dann konnte ich sie endlich begrüßen und diese Begrüßung war anders.
Sie legte ihre Hände in meinen Nacken, ich nahm ihren nach Rosen duftendes Parfüm war. Ich drückte sie an meinen Körper, schon seit langen, ehrlich gesagt, seit sie weg war, ist mir klar geworden, was ich für sie empfand.
Ihre Hände wanderten runter zu meinen Armen, ihre Hände waren warm, ich betrachtete Jessica genauer.
Jessica war endlich zu Hause und total verändert, Sie ist ganz schön gewachsen und nicht nur das.
Ihre Frisur war jetzt dunkel braun mit hellbraunen Strähnen und gewellt aber die Länge ist geblieben, ihre Sommersprossen waren auffälliger zu sehen, sie hatte sie immer unter Make up versteckt, die Augen waren nur noch betont.
Meine Augen glitte ihren Körper entlang, Ihre Figur ist fraulicher und auch etwas mehr, also nicht das sie dick geworden ist, nein. Sie hatte sportliche Figur verloren, ich musste zu geben es stand ihr.
Aber was mich auch ziemlich überraschte, sie war fast so groß wie ich, gab es in Amerika Wachstumshormone oder was war passiert.
Ich merkte wie auch Daichi und Asahi um die Nasen rot wurden, sie haben es also auch gemerkt. Durch das Training haben wir uns auch verändert und da an Muskeln zugelegt und auch gewachsen, wir waren älter geworden und keine kleinen Jungs mehr. Da spielt schon mal der Hormonhaushalt verrückt.
Shimizu stellte Jessica den neuen Mitgliedern und dem Trainer vor. Wie nicht anders zu erwarten waren Tanaka und Noya völlig aus dem Häuschen. Sie machten nicht nur Shimizu den Hof, Nein jetzt auch noch ihr. Na das kann was werden, wenn beide im Raum sind kriegen die doch nichts mehr gebacken.
Das Training ging bis in die Abendstunden, jetzt war es Ukai klar. Wir mussten ihn versprechen dass bei zu halten und nicht wieder in alte Muster zu fallen.
Zur Feier des Tages lud Jessi uns alle zu Nikuman essen ein, die Mädchen waren weit hinter uns, Yachi fragte ihr Löcher in den Bauch, sie bekamen also das Gespräch nicht mit von uns Jungs. Die jüngeren waren ziemlich neugierig, Daichi meinte trocken darauf hin fragt sie selbst, sie beißt nicht. Kinoshita meinte vorhin, dass er mit ihr in einer Klasse ginge, na wenigstens kannte sie jemanden wenn es Montag wieder in die Schule ging, einige werden bestimmt Augen machen.
Jessica POV:
Ich versuchte die Tür zur Turnhalle vorsichtig und leise zu öffnen.
Vom Kiyoko erfuhr ich dass die Jungs am Wochenende zusätzlich trainierten, warum würde ich noch erfahren.
Die Jungs machten Pause, die Atmosphäre war der Wahnsinn, die Umgebung, das Team und auch einen neuen Trainer. Merkwürdig sein Gesicht kommt mir irgendwie bekannt vor.
Zwei jüngere, glaube Erstklässler übten grad als der Ball seine Laufbahn verlor und auf das kleine blonde Mädchen zu schoss, automatisch ging ich dazwischen und blockte den Ball ab. Sie war völlig erschrocken als ich dazwischen ging aber zum Glück war nichts passiert.
In der Halle war es ziemlich still, recht unheimlich, ich drehte mich langsam um und da war auch schon Asahi mein bester Freund, den ich sehr vermisst hatte.
So schnell „Hallo“ konnte ich gar nicht sagen, da drückte er mich schon an sich.
Er trägt immer noch den selben Duft, nach Pfefferminze, verbunden mit Schweiß, es störte mich nicht, das kannte ich ja schon.
Asahi sah irgendwie anders aus, Sawamura, Sugawara und Kiyoko holten mich ins hier und jetzt zurück.
Natürlich blieben Sawamura und Kiyoko meiner Umarmung nicht verschont und da war auch Sugawara, ich musste es einfach tun, ich legte meine Hände um seinen Nacken und zog ihn an mich. Bereits wo ich die Halle betrat, erblickte ich ihn, er war noch attraktiver geworden und an Muskeln hatte er zugelegt, gewachsen war er auch. Meine Hände streiften seine Arme entlang, ich wollte einfach in seiner Nähe sein. Seit ich weg war konnte ich viel nachdenken und eins ist mir bewusst geworden, Sugawara hatte mir sehr gefehlt.
Kiyoko stellte mich dem Team vor, eigentlich wollte Sawamura aber sie war nun mal schneller, es störte aber keinen weil man bei ihr sofort merkte das Kiyoko wieder sie selbst war.
Sie erzählte mir was passiert sei und sich verändert hatte, jetzt weiß ich auch woher Ukai Keishin mir bekannt vor kam. Der Enkel des schrägen Alten Ukais., da konnte unser Team nur besser werden. Sie, Wir alle, hatten uns Verändert.
Ich schlug dem Team vor nach dem Training, wie üblich zu Nikuman einzuladen, dieser Nishinoya Yuu und Tanaka Ryunosuke waren völlig aus dem Häuschen, als wäre das was besonderes. Aber es scheint auch weiterhin Tradition geblieben zu sein im Team.
Es war schön wieder hier zu sein, allein die Atmosphäre machte es einfach , das war mein zu Hause und nie wieder möchte ich es verlassen.
Hitoka Yachi unsere neue, dritte, Managerin fragte mir Löcher in den Bauch, die kleine war richtig niedlich, sie spornte das Team noch mal richtig an.
Ob es dann nicht reicht wenn wir zwei Managerinnen haben, eine dritte ist doch völlig überbewertet.
Kiyoko ahnte anscheinend mein Gedanke da sie meinte ich sollte mir das ja aus den Kopf schlagen, ertappt meinte ich nur ich wüsste nicht was sie meinte.
Hitoka und Sie redeten sofort auf mich ein, das ich zum Team gehörte und auch bleiben sollte, sonst bekäme ich richtig Ärger.
Im Laden von Ukai angekommen holten Sawamura und ich die Teigtaschen, er war also der Captain des Teams, hatte anscheinend die Jungs gut unter Kontrolle.
Ich kenne das, ging mir auch so mit meinem Team, jeder Tag brachte eine neue Herausforderung.
Am Montag ging es wieder in die Schule das war meine neue Herausforderung, aber ich hatte schon mal jemanden den ich kannte, Kinoshita Hisashi war mit mir in einer Klasse, somit war die Nervosität weg geblasen.
3. Chapter
Chap 3
Jessica POV:
Eins hatte mir überhaupt nicht gefehlt das nervige klingeln des Weckers, wer bitte kam auf die Idee vor der Schule zu trainieren, der Ukai war genauso wie der alte Sack.
Vom Jetlag immer noch gezeichnet, ging ich ins Bad, die übliche Prozedur, putzte Zähne, wusch mein Gesicht, cremte mich ein, trug Wimperntusche und Kajal auf, zog meine Schuluniform an und legte etwas Parfüm auf.
Ich nahm meine Tasche und holte Asahi ab, ich erzählte ihm von meiner Operation und der Reha, was ich sonst noch in Amerika erlebt hatte und mit wem ich in Amerika Freundschaft geknüpft hatte. Von weitem sah ich das Sawamura und Sugawara schon warteten.
Ich erinnerte mich, Kiyoko wohnte auf der anderen Seite der Stadt, also trafen wir sie erst am Schultor.
Kinoshita wartete bereits auf mich vor dem Eingang des Schulgebäudes um mit mir gemeinsam in unserer Klassenraum zu gehen. Herr Takeda rufte mich zu sich und stellte mich der Klasse vor, man war mir das peinlich, Drittklässlerin wurde zur Zweitklässlerin, es war nicht zum Aushalten.
Aber Glück im Unglück Kinoshita saß neben mir, gab mir seine Unterlagen und somit konnte ich dem Stoff schnell folgen. Es war eher eine Wiederholung aber das hatte was gutes, in einigen Fächern konnte ich meine Noten verbessern, bis auf ein Fach. Ich hasste es, verstand nur Bahnhof, Mathe lag mir einfach nicht, stand damals bereits fest und auch heute noch.
Heute fragte ich mich noch wie ich die Aufnahmeprüfung an der Karasuno Oberschule geschafft hatte.
Kinoshita zog meine Aufmerksamkeit auf sich, er fragte ob alles ok sei, auch wenn es kindisch klang, aber Tränen standen mir in den Augen. Das war nicht fair, am ersten Tag und gleich stand in der letzten Stunde ein Überraschungsmathetest an.
Deprimiert und lustlos liefen wir Richtung Turnhalle, Asahi und Noya, wie ich ihn nennen sollte, kamen uns entgegen
Ich schüttete beiden mein Herz aus, Asahi wurde sofort panisch bis Kinoshita ihm erklärte das mit mir alles ok sei nur halt der Überraschungstest, wie ich ihn nannte, mich fertig machte. Noya stimmte mir völlig zu, da erfuhr ich dass er ebenfalls kein Genie in Mathe war, ich fiel dem Kleinen in die Arme, somit war ich nicht die einzige auf dieser Welt, die dieses Fach verfluchte. Er wurde ziemlich rot im Gesicht, schien so als wäre der kleine recht schüchtern.
Keine zwei Wochen später, 25 Punkte, durchgefallen, mein Kopf lag auf meinem Tisch.
Die Umgebung um mich herum ausgeschaltet, aus meinem Mund kam ein Stöhnen nach dem anderen. Mir war alles egal, ich wollte nur noch sterben.
Es klingelte, Schulschluss, Noya und Tanaka, wie sie ihn alle nannten kamen in unserem Raum und sprangen mit einem Satz übervorsorglich vor mich, sie fragten aufgewühlt wer mich so fertig gemacht hatte.
Ich war deprimiert und fertig zu gleich. Ennoshita Chikara packte beide am Kragen, sie sollten nicht so ein Aufstand machen. Narita Kazuhito fragte mich was los sei. Kinoshita erzählte ihnen das der Test für mich nicht gut ausfiel.
Zerknüllt warf ich den Test einfach weg, dabei merkte ich nicht das Yamaguchi Tadashi und Tsukishima Kei bei uns im Raum standen.
Sie wollten wissen wie es bei uns lief, da Hinata Shoyo und Kageyama Tobio durchgefallen waren.
Tsukishima fing an zu lachen, mir reichte es, noch so einen Spruch dann Schädelbruch. Was bildete der sich ein, nur weil er gut in der Schule war hieß das noch lange nichts. Tsuki wie ich ihn inzwischen nannte, bekam eine gewaltige Kopfnuss.
Koshi POV:
In der Halle warteten wir Drittklässler wie immer auf die anderen, von weitem hörte man eine aufbrausende Person. Uns wurde sofort klar was geschehen sein musste. Tsukishima hatte Jessi mal wieder auf die Palme gebracht und ich dachte schon unsere anderen beiden Problemkinder wären das Problem.
Jessica verstand sich richtig gut mit dem Team, es war immer was los beim Training, jeder Tag brachte eine neue Überraschung mit sich.
Kinoshita gab uns ein Zeichen sie nicht auf ihre Laune anzusprechen, Daichi konnte es nicht sein lassen, er musste es ja tun und fragte wie der Test lief.
Oh man wenn Blicke töten könnten, wäre Daichi jetzt nicht mehr hier.
Wir zogen uns nach dem Training um, sie wartete an der Treppe die zum Clubraum zu uns führte. Die Erstklässler liefen an ihr vorbei, wünschten ihr noch einen schönen Abend. Auf dem nach Hause weg, war es wie immer, die jüngeren redeten über den Volleyball was sie noch hier und da verbessern konnten. Jessica war immer noch deprimiert, sie tat mir richtig leid.
Asahi klopfte mir auf die Schulter und zwinkerte mir zu, was bitte sollte denn das.
Er und Daichi liefen mit den Zweitklässlern vor um Nikuman zu holen.
Ich blieb stehen, sie lief in mich hinein, zum Glück bekam ich ihre Hand zum packen bevor sie Bekanntschaft mit dem Boden machte.
In Brautstil Position, konnte ich ihr in die Augen schauen, sie waren wunderschön. Auch wenn sie nicht so leuchteten, wie heute früh, dennoch strahlten sie eine Art Wärme aus. Sie blickte mich kurz verwirrt an, entschuldigte sich bei mir für die Situation eben. Es war ihr unangenehm, dennoch verwickelte ich sie in das Thema was ihr Test betraf.
Ihre Schulter verspannte sich, sie erzählte mir dass sie ihrem Vater versprach, die zweite Chance zu nutzen um ihre Noten zu verbessern. Das Wiederholen des zweiten Schuljahres eine Chance war auf eine gute Universität zu kommen.
Seit dem Unfall war ihr Durchschnitt gefallen, zu mindestens hatte Asahi sowas mal erwähnt, als wir drei ein Konsolen Abend bei ihm veranstalteten.
Mir kam die Idee, würde zwar etwas stressig werden aber wofür waren Freunde da.
Ich blieb stehen, sie ebenfalls und drehte sich zu mir um. Eine leichte Brise ging, es brachte ihre Uniform und ihre Frisur in Bewegung, sie sah einfach wunderschön aus.
Mir wurde ganz anders, aber ich musste mich zusammen reißen.
„Du sag mal...“ ich wurde leicht nervös, „was....hmm...wie würdest du das finden wenn ich dir nach dem Volleyball Training, zwei mal in der Woche Nachhilfe gebe?“
Sie legte ihre Kopf leicht schief und schien darüber nachzudenken.
Ich hörte mein Herz rasen, wieso musste sie mich so ansehen, es machte mich völlig nervös, meine Hände fingen an zu schwitzen.
„Ich, hmm.., naja ich meine....wenn das für dich in Ordnung ist, würde ich das Angebot gerne annehmen“.
Ich fand das süß wenn sie verlegen schaute, somit zeigte sie auch mal ihre weibliche Seite.
„Es macht mir nichts aus, wäre mir eine Ehre Ihnen zu helfen Sunshine“ grinste ich sie an, um die Situation etwa zu lockern, Sie hasste den Kosenamen.
Wir hatten den selben Englischlehrer und er erzählte uns das es in der zweiten Klasse eine Schülerin gäbe, die sehr gut Englisch spreche als wäre es ihre zweite Muttersprache. Daichi und ich sahen uns an, wir wussten um wen es sich handelte. Darauf nannte er sie immer Sunshine, da sie seine Lieblingsschülerin wurde.
„Wie bitte, wie nanntest du mich gerade? Glaubst du wirklich ich würde jetzt noch auf deinen Vorschlag eingehen.“ meinte sie etwas eingeschnappt.
Sie versuchte mich in den Bauch zu boxen, ich wich ihren Schlag aus um mich dann lustig darüber zu machen dass sie mich nicht traf.
Ich legte beide Hände hinter meinen Kopf und lief weiter „ Tja schade, dann musst du wohl weiter dich von Noya und Tanaka trösten lassen“ lächelte ich ihr frech entgegen.
„ Nein , bitte.... bitte nicht...die beiden sind eine Katastrophe... du wärst meine letzte Hoffnung und ich würde mich revanchieren. Dafür dass du deine Zeit nur für mich opfern würdest“ zwinkerte sie mir zu.
Anscheinend konnten wir beide dieses Spiel gut, sich gegenseitig zu necken.
Wir tauschten unsere Handynummern, seit sie wieder hier war hatte sie eine neue bekommen.
Die anderen bekamen das mit und wollten natürlich auch gleich Nummern tauschen. Daichi fügte sie auch in unsere Blogchat hinzu, darin tauschten wir uns immer aus zwecks Volleyball, Yachi und Shimizu waren auch in dem Blog.
4. Chapter
Chap 4:
Koshi POV:
Meine Mutter war manchmal echt peinlich, vor allem wenn ich Freunde mitbrachte, sie wusste immer wie sie mich auf die Palme brachte.
Allein als Sie das Babyfotoalbum von mir aus dem Schrank zog und es Jessi zeigte, war das eine peinliche Situation, schließlich war Jessi nicht meine feste Freundin.
Aber es schien sie nicht zu stören, im Gegenteil, mit Begeisterung und Freude begutachtete sie das Album. Ob Jessi auch so eins hatte, vielleicht sollte ich mal ihren Bruder Lee fragen, war doch recht nur fair wenn sie auch ihres sah, ich grinste vor mich hin, mit dem Hintergedanken: Rache ist süß.
Jessi lief mit den Fotobuch die Treppen hoch in mein Zimmer, man hörte ein Lachen und Kichern.
Warum war meine Mutter nur der Meinung dieses Fotoalbum mit teilweise prekären Bildern die mehr als peinlich waren, Jessi mitzugeben damit sie es in Ruhe anschauen konnte.
In den Moment bereute ich es dass ich meine Mutter gebeten hatte uns etwas zu Essen zu machen, was wir in der Pause zwischen unseren Aufgaben essen konnten.
Ich, als Baby, auf den Bauch liegend, mit einer Rassel in der Hand und lachte in die Kamera, nackig, das war das Problem. „ Also eins muss man lassen, du hattest damals schon einen schönen Hintern“ grinste sie mich mit dem Foto in der Hand an.
Perplex und sprachlos schaute ich sie an. Das hatte sie eben nicht wirklich gesagt oder?
Sie lächelte mich an, es war ein ehrliches Lächeln von ihr, das Lächeln was mir am meisten gefehlt hatte, als Jessi in den Staaten war.
In meinem Zimmer versuchte ich sofort an das Foto heran zu kommen. „Würdest du mir bitte das Foto wieder geben?“ sagte ich ihr. „ Oh nein...“ lachte sie, „ ... die Pose muss ich mir erst in meinem Kopf einprägen“. „ Was? Vergiss es, gib das endlich her.“ „Aber warum denn, findest du das von deiner Mutter nicht bezaubernd, dass sie mir dein Babyalbum zeigte?“ grinste sie frech.
„Das, mein lieber Suga, wird von nun an mein Lieblingsbild von dir „
Leicht genervt, versuchte ich bedrohlich ihr gegenüber aufzutreten und machte einen Schritt auf sie zu, „ Gib mir das Foto zurück.“
Ich sah in ihren Augen keine Angst, keine Furcht, nein, es war etwas anderes. Ihre Augen erinnerten mich irgendwie an das Meer, dieses Ozeanische Hellblau. Ich wollte ihr das Foto entreißen aber keine Chance, wir lieferten uns ein gekappel. Für Außenstehende musste es seltsam aussehen, das wir uns um ein Foto stritten.
Ich bekam das Foto endlich zu greifen und hob es mir lachend über den Kopf, so dass Jessi nicht mehr heran kam. „ Na also, geht doch, wehe du erzählst den anderen davon.“
Sie gab nicht auf, sie sprang immer wieder an mir hoch, um das Foto wiederzubekommen. Sie hatte jedoch keine Chance, da ich einige Zentimeter größer war.
„Das würde ich nie tun, du kennst mich, habe ich dich je in eine peinliche Situation gebracht „ lachte sie dabei.
Sie stützte sich auf meine Schulter ab damit sie höher springen zu konnte.
Sah recht amüsant aus was sie da tat.
Ich verlor dabei das Gleichgewicht und fiel mit Jessi in den Armen rücklings auf mein Bett. Ich machte meine Augen wieder auf und unsere Gesichter waren nur wenige Zentimeter voneinander getrennt. Ich spürte die Wärme die von ihrem Körper aus ging, es fühlte sich an als würde die Luft enger werden. Meine Hand bewegte sich, meine Finger fingen an sie sanft am Rücken zu streicheln. Es war als verlor ich jegliche Kontrolle über mein Körper.
„Was ist denn da oben los, ist alles in Ordnung bei euch ?“ Als die Stimme meiner Mutter die zweideutige Situation störte, sprang Jessi vom Bett herunter, so als, wenn sie sich an mir verbrannt hätte. Ich selbst sprang genauso so schnell auf und rief meiner Mutter durch die geschlossene Tür entgegen, das alles in Ordnung sei.
Zwischen Jessi und mir entstand eine peinliche Stille, ich sah wie sich ihr Brustkorb schnell hob und senkte, sie war mit sich beschäftigt und starrte gegen die geschlossene Tür. Mein Herz raste in meiner Brust, ich versuchte die Atmung so anzupassen um mich wieder zu entspannten, bevor meine Mutter doch noch auf die Idee kam nachzuschauen weshalb wir so einen Lärm veranstalteten.
„Hmm... wir sollten weitermachen“ Kratzte ich mich verlegen am Kopf und schaute leicht über meine Schulter zu ihr, vielleicht bildete ich es mir nur ein aber ich glaubte eine Röte um ihre Wangen zu sehen. Wir setzten uns wieder an den Tisch, bedacht darauf mehr Abstand als vor dem Essen zwischen uns zu haben. Ich hatte Angst das sie mein rasendes Herz hören konnte.
Ich begleitete Jessi zur Haustüre nachdem sie sich bei meiner Mutter für das Essen und die Gastfreundschaft bedankt hatte. Wie ich nun mal bin bot ich ihr an sie nach Hause zu begleiten, sie lehnte das jedoch vehement ab da sie noch etwas für ihren Bruder Lee im Kombini besorgen musste.
Ich schaute ihr hinterher bis sie aus meinem Blickfeld verschwand. Erst dann schloss ich die Tür und ging zurück in mein Zimmer.
Jessica POV :
Zu Hause angekommen, ging ich unter die Dusche, danach auf mein Zimmer, ich rubbelte mir die Haare mit meinem Handtuch trocken.
Während ich dies tat schaute ich auf meinen Schreibtisch wo sich der Briefumschlag von Frau Sugawara befand.
Was hinderte mich daran Diesen zu öffnen, darin war schon keine Rechnung für das Essen,
sagte ich zu mir selbst. Ich öffnete ihn und glaubte meine Augen nicht, diese Frau war der absolute Hammer. Ein Lächeln breitete sich auf meinen Lippen.
Bei den Erinnerungen an das was in Sugas Zimmer passierte, wurde mir ganz anders und eine Gänsehaut bildete sich an meinem gesamten Körper aus. Konnte es wahr sein? War es nur Einbildung? Oder sogar ein Traum?
Es war aber wahr, ich hatte mich in den besten Freund meines besten Freundes verliebt.
Bevor ich nach Amerika ging, hatte ich gemischte Gefühle für ihn empfunden, sie waren mir rätselhaft und machten mir Angst, aber dann Verstand ich es und sie waren deutlicher geworden.
Am nächsten Morgen weckte mich mein großer Bruder, ich würde noch zu spät zum Volleyball Club kommen.
Ich fühlte mich Schweiß gebadet, als wäre ich ein Marathon gelaufen.
Der Traum dieser Traum, was hatte das nur zu bedeuten. Ich war so verwirrt, was sollte ich nur tun. Eine kalte Dusche würde mir jetzt helfen einen klaren Kopf zu bekommen und dann auf zur Sporthalle.
Unter der Dusche kam mir die Erinnerung, gestern bei Suga zu Hause und der Traum von letzter Nacht. Sugawara fiel mit mir rückwärts auf sein Bett, unsere Körper nebeneinander liegend, unsere Lippen die sich fast berührten.
Seine grün- grauen Augen schauten in meine, ich spürte seinen Atmen auf meinen Lippen, seinen Eukalyptusgeruch wahrnehmend. Ich liebte diesen Duft vor allem an ihm.
Sein linker Arm ruhte auf meinem Rücken, seine Hand bewegte sich, da fingen seine Finger an mich sanft am Rücken zu streicheln. Meine rechte Hand ruhte auf seinem Brustkorb, durch das T-Shirt spürte ich jede Faser seiner Muskeln, das Training zeigte seine Wirkung. Wie gerne würde ich meine Finger über diese Streifen lassen. Meine Augen flogen zu seinen Lippen, wie sich wohl schmeckten?
Die Stimme seiner Mutter holte mich ins hier und jetzt zurück, ich sprang von Koshis Bett runter. Mein Puls raste, mein Herz klopfte wie wild gegen meine Brust, meine Atmung unkontrolliert.
So war es passiert aber in meinem Traum spielte sich diese Szene wieder auf, mit dem unterschied das uns niemand störte.
Es war anders, ganz anders. Wir lagen noch immer auf seinem Bett und sahen uns in die Augen, seine Finger berührten mein Gesicht um mir eine Strähne hinter das Ohr zu legen. Seine Hände waren so weich, obwohl er Volleyball spielte. Er legte sie an meine Wange, ich kuschelte mein Gesicht in die Handfläche von ihm. Ich schloss meine Augen und genoss dieses Kribbeln in mir, was er nur mit einer leichten Berührung in mir auslöste.
Keine Ahnung warum aber ich musste meine Augen öffnen, die Zeit blieb einfach still zu stehen.
Seine linke Hand strich sanft zum meinem Nacken, er überbrückte die letzten Millimeter zwischen uns und küsste mich. Ich wehrte mich nicht, im Gegenteil, ich wollte gar nicht dass er aufhörte. Leicht berührte seine Zunge meine Lippen, bat um Einlass, ich öffnete leicht meine Mund und unsere Zungen spielten. Er drehte uns dass ich unter ihm lag, seine Hand streifte sanft über mein Körper bis zu meiner Hüfte. Meine Körper fühlte sich an als würde er in Flammen stehen, dieses unbeschreibliche Gefühl.
Er unterbrach den Kuss um Luft zu holen und weil er mir anscheinend was sagen wollte,denn er setzte zum sprechen an. Er hauchte leicht meinen Namen, „Jessica.... ich....ich lie....“
Meine Bruder Lee hämmerte gegen die Badezimmertür ob ich fertig sei, da auch andere ins Badezimmer müssten. Erschrocken und Antwort gebend das ich gleich fertig war, fühlte es sich dennoch an als sei es Real gewesen.
Was machte Sugawara nur mit mir, ich sollte mit Asahi reden, genau es war mal wieder Zeit für einen beste Freunde Abend. Ich duschte zu Ende und machte mich fertig für die Schule.
5. Chapter
Chap 5:
Jessica POV:
Eine Woche später, in der Mittagspause versuchte ich überall im Schulgebäude Asahi zu finden.
Ich traf auf einen ehemaligen Klassenkameraden, schon komisch, eigentlich sollte ich nun auch Drittklässlerin sein. Wir unterhielten uns kurz, da fiel mir ein, dass ich zu Asahi wollte. Da ich nicht unhöflich sein wollte entschuldigte ich mich bei ihm und suchte weiter.
Endlich fand ich ihn, auf der Dachterrasse, Sawamura, Tanaka und Sugawara waren auch hier.
Mein Herz raste schon wieder, jedes Mal wenn ich Suga sah, drehte mein Körper völlig durch. Es war wie eine Achterbahnfahrt.
Ihre Gesichter sahen besorgt aus, ob was im Trainingslager am Wochenende, vorgefallen war, was Kiyoko und ich nicht mitbekommen hatten?
Hitoka war auch merkwürdig, sie wirkte in sich gekehrt, als fühlte sie sich wegen etwas schuldig.
Ich bekam mit wie Asahi sagte das sich jemand im Trainingslager geprügelt hatte. Moment mal geprügelt, wer.... und was war passiert?
Tanaka bejahte dies, ich ging auf die Gruppe zu, „Wer hat sich geprügelt? Geht es Hitoka deswegen so schlecht ?“ sagte ich wütend.
Meine Tonlage war nicht gerade die höflichste, aber keiner tat unserer kleinen Weh, niemand, da wurden wir Mädels unausstehlich. Sollte auch nur einer ihr zu nahe kommen, bekam er es mit Kiyoko und mir zu tun.
Der Volleyball Club wusste das auch, für uns war Hitoka wie eine kleine Schwester geworden.
Sugawara legte mir seine Hand auf meine linke Schulter „ Hinata und Kageyama hatten am Abend in der Halle noch trainiert und baten Yachi ihnen zu helfen. Doch irgendwas lief schief und sie fingen an sich zu prügeln. Yachi war hilflos und suchte uns auf, sie traf auf Tanaka und er regelte es. Zwar nicht auf die ruhige Art aber geschadet hat es den beiden nicht“.
Er konnte so gut mit Worten umgehen die einen beruhigten.
Ich entspannte mich etwas, dennoch war ich wütend auf die beiden.
„Oh man, deswegen war sie so traurig und nicht wirklich anwesend beim Training. Ich werde nachher mit ihr reden, dass sie sich keine Schuld geben muss, dass die beiden nun mal so sind.“ Die Jungs schenkten mir ein Lächeln.
„Was machst du denn eigentlich hier? Es weiß doch niemand dass wir hier oben sind Jessica“ fragte mich Sawamura.
„Wie... Ach ja.... ich wollte Asahi sprechen“. Worauf hin die angesprochene Person etwas irritiert schaute.
„ Naja seit ich wieder aus den USA zurück bin, hatten wir nicht wirklich Zeit und meine Familie meinte wir könnten doch mal wieder alle zusammen grillen, als Welcome Back Party.“
Wieder sprach ich einige Wörter auf Englisch, jedes Mal wenn ich mit Mimi skypte, vergaß ich wo ich war. Mimi war eine gute Freundin geworden, wir lernten uns in den USA bei der Reha kennen. Sie war ein Jahr älter, war im einen Schwimmclub und ging auf die Uni.
Natürlich war dass nur eine Ausrede mit der Willkommen zurück Party.
Ich konnte ja schlecht was sagen während die betroffene Person anwesend war.
„Du, ich brauch mal deinen Rat, ach ja, übrigens ich bin in deinen Besten Freund verknallt.“ Die Blicke von ihnen stellte ich mir bildlich vor, Sugawara Anblick wäre es aber wert.
Sawamura, Tanaka und Sugawara ließen uns alleine, das wir uns nachher beim Training sehen würden. Asahi blicke bohrten mich, das spürte ich, dass beste Freunde Gespür.
„ Willkommens Party, was besseres ist dir nicht eingefallen Jess?“
Oh nein da war er wieder dieser Kosename, den er mir immer gab wenn ich etwas dummes angestellt hatte oder einfach nur mit ihm allein reden wollte.
„ Nein, Problem damit? Außerdem könnte ich das genauso sagen. Wieso hast du mir nicht erzählt was die zwei Banausen gemacht hatten. Hast du auch mal an Hitoka gedacht ? „
Er machte schon wieder dieses ängstliche Gesicht, also echt, er ist unser Ass im Team da sollte er Standhaftigkeit zeigen.
„ Und... wie wäre es mit heute Abend, bei dir, du besorgst den Zucker und ich die Filme ?“ fragte ich Asahi und mit ein „Klar, es ist immer schön mit dir mal alleine Zeit zu verbringen, ohne das die anderen immer dabei waren.“ somit waren wir beide heute nach dem Training verabredet.
Koshi POV:
Endlich war das Training vorbei, heute fand ich es härter als im Trainingscamp.
Wir liefen heute ohne die Mädchen nach Hause, so konnten wir mal unsere guten Manieren vergessen.
Es war recht lustig, Hinata und Kageyama stritten sich mit Tsukishima, da er sie mal wieder gehänselt hatte.
Tanaka erzählte Noya von seiner Schwester Saeko, dass sie endlich ein Team zusammen gestellt hatte und in Wadaiko besser geworden waren.
Worauf nicht gerade jugendfreie Gespräche entstanden zwischen den beiden.
Ob sie es schafften Schule und Training unter einen Hut zu bringen?
Daichi hatte die Erstklässler zusammen gepfiffen und Ennoshita unsere Zweitklässler.
Sie drohten ihnen das Lernen nicht zu vernachlässigen da sie es sonst mit ihnen zutun bekamen.
Asahi und ich waren etwas abseits und beobachteten diese Szene, ein Lachen entwich mir, durch unsere Erstklässler war unser Team sehr aufmüpfig geworden.
Wir liefen weiter und verabschiedeten uns von den Erstklässlern, paar Ecken weiter die Zweitklässler.
Daichi, Asahi und ich holten uns noch einen Kaffee am Automaten und gingen zum dem Spielplatz wo wir als Kinder immer gespielt hatten.
„Sag mal Asahi musst du nicht los, du bist doch heute Abend bei den Migamis eingeladen ?„ meinte Daichi
„Alles gut, wenn Lee und Jason sich um den Grill kümmerten kann es sich nur um Stunden handeln. Jessi brüllte sie wieder an, ihr Vater schlichtet mal wieder den Streit, verteilt jedem seine Aufgaben und kümmert sich schlussendlich selbst um den Grill.“
„Bei denen ist immer was los oder „ lachte ich.
„Jaaa so kann man es auch nennen aber ich bin froh dass sie wieder da ist, jeder Tag bringt immer wieder neue Situationen mit sich.“ meinte Asahi.
„ Sie hat sich ziemlich verändert, meinst du nicht? Du als ihr bester Freund hast das aber bestimmt schon gemerkt. Sie ist auf jedenfall nicht mehr die kleine Erstklässlerin von früher.“
Daichi sprach dass an was mir seit dem Tag als sie wieder da war, aufgefallen war, also ging es nicht nur mir so.
Unser Verhältnis, an dem Abend bei mir zu Hause, hat an unser beider Gefühle zum Vorschein gebracht.
Ich gab Jessi weiterhin Nachhilfe und bei jeder kleinen Berührung, wenn ich ihr Aufgaben erklärte, zuckte sie zusammen. Ihr Gesicht wurde verlegen und ihre Atmung wurde unruhiger, vielleicht bildete ich es mir nur ein aber mochte sie mich mehr als nur einen guten Freund?
Wir schauten in den Sternenhimmel, bin ich wirklich in sie verliebt?
Seit sie nach Amerika ging, fühlte sich alles so leer und lustlos an, der Tagesablauf war immer gleich.
Nach einem Jahr kam sie nach Hause, stand plötzlich in der Halle und mein ganzer Körper, füllte sich mit Leben, dieses Lächeln, ihr Lächeln. Als wäre ich aus einem tiefen Loch gezogen worden.
Ja, ja ich bin in Sie verliebt und dass nicht erst seit sie wieder da ist. Jeden Tag hoffte ich dass es kein Traum war, dass sie nicht wieder verschwand, alles nur Einbildung war. Sie hatte mein Leben verändert.
6. Chapter
Chap 6
Jessica POV:
„Das wurde auch mal Zeit dass der Herr nach Hause kommt, was habt ihr denn nur solange getrieben?“ Ich wartete bereits vor Asahis Haus, er erblickte mich und rannte zu mir.
„ Entschuldige bitte, Daichi, Suga und ich haben uns noch unterhalten.“
Kaum zu glauben wie er sich entschuldigte, wie ein kleines Kind und das sollte das Ass von Karasuno sein. „ Schon gut, jetzt bist du ja da, wollen wir ?“ wir gingen hinein und wir begrüßten seine Eltern.
Ich ging bereits hinauf in sein Zimmer, während er unseren Abendsnack aus der Küche holte.
Er kam mit einen großen Tablet rein und stellte es auf den kleinen Tisch in seinem Zimmer.
„Ich geh noch schnell duschen, such du doch schon mal ein Film raus. Aber...wehe es ist was gruseliges, du weißt ich mag solche Filme nicht.“ verzog er ängstlich sein Gesicht.
„ Keine Sorge mir ist heute nicht nach Gruselgeschichten, im Gegenteil, ich brauch eher deinen Rat.“
Ich lehnte mit dem Kopf auf seiner Schulter, mein Körper in einer Decke eingehüllt. Wir schauten die Musketiere, einer meiner Lieblingsfilme, in einer Szene lernte D´Artagnan, Constance kennen. „Selbst in der Zeit war es wohl schon üblich die Gefühle wie Karten auf den Tisch zu legen.“
„ Wie meinst du das denn, sag bloß du hast dich verliebt, hast du jemanden in Amerika kennen gelernt?“ Ich schaute ihn entsetzt an, sah aber das er mich seltsam anlächelte.
„ Nein habe ich nicht, keine Angst du und Maya wärt die ersten die das wüssten.“ Ich streckte ihm die Zunge raus und entspannte mich wieder.
Ich liebte diesen Film, einer für alle und alle für einen, der Zusammenhalt der vier erinnerte mich an meine Volleyball Mannschaft. Die beste Mannschaft die man sich nur wünschen konnte, aber jetzt geht jeder seinen eigenen Weg, lernt die Welt draußen kennen, neue Umgebung , neue Freunde, neue Erfahrungen und Gefühle.
„Asahi bitte sei mir nicht böse, aber wir müssen reden, es ist mir sehr wichtig und ich bitte dich mich ausreden zu lassen.“ Während ich ihm das sagte setze ich mich aufrecht hin und legte die Decke mehr um meinen Körper. Ich setze mich ihm gegenüber damit ich jede Reaktion von ihm Beobachten konnte. Er schaute mich an, nahm die Fernbedienung und hielt den Film an. Ich hatte seine Aufmerksamkeit und er nickte. Diesen Ausdruck mochte ich an ihm, stark, zuverlässig und aufrichtig.
Asahi war immer für mich da und ich dankte jeden Tag dafür dass ich ihn kennengelernt hatte.
„ Es braucht viel Mut, ich weiß nicht wie... ich...“
Wie soll ich es ihm nur sagen, warum ist das so schwierig?
„Sag es mir, du brauchst keine Angst haben, ich werde dich nicht verurteilen.“
Er fuhr meinen linken Arm entlang und legte dann seine Hand auf meine Schulter ab.
Mir kamen leicht die Tränen, er zog mich in seine Arme und hielt mich einfach.
„ Wenn es dich so sehr mitnimmt, dass dir Tränen laufen, muss es was ernstes sein.“
Ich schniefte in meine Jacke, es ist ernst, weil ich nicht weiß wie du reagierst.
Gemeinsam saßen wir nun da, ich versuchte mich zu beruhigen, er versuchte es ebenso.
„ Asahi, ich habe mich in deinen besten Freund verliebt. Ich habe mich in Sugawara Koshi verliebt.“
Mir kamen die Tränen, sie liefen einfach nur noch, ich konnte sie nicht zurück halten. Er drückte mich noch mehr an seine Brust, strich mir sanft über den Rücken. Es war eine angenehme Stille, kein Hass oder Wut war zu spüren.
Ich merkte wie er entspannt die Luft aus seinem Brustkorb pustete.
„Weinst du deswegen, dachtest du etwa ich verkrafte dies nicht?“
Immer noch an seinem Brustkorb liegend gab ich nur ein Nicken zur Antwort.
„Jessi du bist meine beste Freundin, wieso sollte ich dir da böse sein oder verärgert? Da kennst du mich aber schlecht. Ehrlich gesagt macht es mich sogar etwas traurig.“
„Mir tut es leid und ich wusste nicht wie ich es dir sagen sollte, ich fühle mich verwirrt.“
„ Du bist also in unseren Suga verliebt, seit wann und wie ist das passiert ?“
So kannte ich ihn, er nahm kein Blatt vor dem Mund und wollte sofort alles wissen ohne darüber nachzudenken.
„ Naja ich mochte ihn schon als ich ihn das erste mal sah, als wir auf die Karasuno kamen. Und jetzt als wir uns alle wieder gesehen hatten, sind diese Gefühle einfach zum zerreißen.
In dem Jahr wo ich weg war hatte ich viel über diese Gefühle nachgedacht. Mimi war meine einzige Vertraute und meinte zu mir ich soll den Gefühlen auf Grund gehen. Das tat ich auch, er hatte sich so verändert, ich hatte mich verändert. Die Zuneigung zu Sugawara war stärker geworden, seit dem Vorfall bei ihm zu Hause, war ich mir noch nie so sicher. Ich habe mich in Sugawara verliebt.“
Asahi hörte mir zu, er war einfach für mich da, genauso wäre es andersrum wenn er mich brauchte.
Er drückte mich von seinem Körper weg, sah mich an und lächelte.
„ Du bist echt unglaublich und deshalb wolltest du also reden. Und ich dachte es sei sonst was passiert, du bist mir eine, ehrlich.“
„ Du bist mir nicht böse dass ich mich in deinen besten Freund verliebt habe?“
„Du Dummerchen....Auuuw das tat weh“ , ich musste ihn für das Wort schlagen, er hatte ja keine Ahnung. Wenn er selbst mal verliebt ist wollte ich ihn an unser Gespräch erinnern, darauf kann er sich verlassen.
„Du wirst Sugawara doch nichts verraten oder ? Ich meine, ich weiß nicht mal ob es auf gegenseitig beruht! Obwohl ich das Gefühl hatte dass er mich auch mehr als nur eine gute Freundin mag.“
„Asahi wieso machst du so ein komisches Gesicht? So als wüsstest du etwas und darfst es mir nicht sagen ? „
„Wie... i...ich... ich weiß nicht was du meinst oder wie du darauf kommst“
„Ass wie lange kennen wir uns schon, also raus damit.“
Er verheimlicht mir irgendwas und dass werde ich rauskriegen, hier und jetzt, komme was wolle.
„Also los sag es mir, was weißt du Asahi raus damit oder ich werde dich verprügeln.“
Ich konnte es nicht glauben, das erklärte wie er reagiert hatte, wie er sich mir gegenüber verhielt.
Mit einem Kissen in den Armen lag ich auf meinem Bett und starrte an die Decke.
Mein ganzer Körper zitterte, als wäre dies ein Film nach Hollywood Art, in meinem Bauch flogen die Schmetterlinge nur so umher.
Oh man, was mache ich denn nur, wie sollte ich mich verhalten, was sollte ich sagen.
„Arrrrrrrrg , man dass ist doch zum verrückt werden, warum musste ich das tun, wieso zum Teufel habe ich das nur gesagt. Ich hasse dich Asahi.“
Mit leichter Wut, warf ich mein Kissen gegen die Wand, sprang von meinem Bett auf und lief auf und ab.
„ Ok, tief durchatmen, morgen ist wieder Nachhilfe bei ihm angesagt, Konzentration Jessi, das wird schon“ sprach ich mit mir selbst um mir Mut zu machen.
„ Sag mal geht es auch ein bisschen leiser, ich hatte gerade eine anstrengende Schicht hinter mir.“ mein Bruder Jason stand vor mir, das hatte mir gerade noch gefehlt. „ Was war denn los? Lee meint, seit du wieder von den
Azumane’ s zurück bist, dass du wie ein Wirbelwind ins Zimmer gerannt bist.“
„ Ich bin so verwirrt, warum passieren mir immer solche Dinge“, mit diesem Satz fiel ich mit dem Gesicht voran auf mein Bett.
Ich merkte wie meine Matratze sich leicht senkte, na toll, jetzt kommt das Große Bruder Gespräch.
„Also los erzähl, muss ja was wichtiges sein wenn es dich so zum kochen bringt.“
„Sei ehrlich, wie hast du Sofie gesagt dass du sie magst ?“ oho das war doch konkreter als gedacht.
Jason blickte mich nicht gerade erfreut an, er holte mehrmals tief Luft, wenn er dies tat sollte man aufpassen und schnell die Beine in die Hand nehmen.
„ Verstehe, du magst also einen Jungen...“ Stille, Stille die mir noch viel mehr Angst bereitete als so ein Mathetest.
„Nun, der Tag ist also doch gekommen, zwar recht früh aber was soll man machen.“
„ Häää, wieso zu früh, ich bin 17 werde bald 18, also bin ich sehr wohl reif für eine Liebe.“
Was dachte sich mein Bruder, dass ich als alte Jungfer ende?
„ Ach komm so war dass auch wieder nicht gemein, los komm her.“
Er breitete seine Arme auf, das Zeichen dass er nicht gerne seine kleine Schwester verlieren wollte.
Ich kuschelte mich in seine Arme und wir unterhielten uns, später kam Lee hinzu, mit der Begründung es sei zu ruhig und machte sich sorgen, nicht dass er noch die Polizei oder den Krankenwagen rufen musste.
Also echt, ich brauchte eindeutig ein größeres Bett mit den beiden war es zu klein und eng. Aber so waren wir Migamis, wir hielten zusammen und sprachen über jedes Problem.
Jason bat mich mit Sofie zu sprechen, weil gewisse Dinge einfach Frauenkram war. Das Wort Antibabypille brachte ihn fast zum kochen und als Lee auch noch meinte er kaufte eine Packung Kondome mehr, war alles vorbei.
Mein Vater kam mal nach Hause, denn nun stand er auch in meinem Zimmer,
„Was ist denn hier los und Jessica du gehörst schon längst ins Bett.“
Lee erzählte ihm eiskalt was los sei, aber mein Vater hatte es besser aufgenommen als Jason. Mit den Satz Gynäkologe, Doppelte Verhütung und mach mich nicht zum Großvater, war es geklärt.
Unser Vater hatte ziemlich lange gebraucht Jason wieder runter zu bringen. Das Bild im Wohnzimmer war der Beweis als ich heute Morgen ins Wohnzimmer lief.
Zu viele leere Bierflaschen und eine leere Flasche Sake, na das Bereuten beide heute wohl zutiefst. Ich machte mit meinem Handy ein Beweisfoto bevor ich mir mein Essen schnappte und zur Schule lief.
Das musste ich unbedingt Asahi zeigen und ihm erzählen was gestern noch geschah.
Koshi POV:
Eins stand fest, ich werde unser Ass heute beim Training kräftig schwitzen lassen.
Nach der SMS von gestern Abend, dachte ich, ich müsste ihn sofort umbringen.
Ich wusste er meinte es nur gut und dass er zwischen zwei Stühlen saß, er war von uns beiden der beste Freund.
Asahi Azumane ; 22:06Uhr
Hey Suga, ich muss Dir unbedingt was beichten! Es war wirklich nicht mit Absicht.
Bitte melde dich bei mir sobald du die Nachricht gelesen hast. 0:–}
Koshi Sugawara ; 22:08Uhr
Hi Asahi, was ist passiert ? Hast du dich etwa um den Grill gekümmert und dabei was in Brand gesetzt. XD
Asahi Azumane ; 22:09 Uhr
Nein, Nein, es ist nix abgefackelt keine Sorge : D
Es kann sein das es schlimmer als ein abgefackelter Grill ist.
Tut mir wirklich leid.
Koshi Sugawara ; 22:11 Uhr
In wie fern schlimmer? Oh mein Gott…
Du hast beim Essen machen mitgeholfen ?
Asahi Azumane ; 22:14 Uhr
Noch schlimmer glaub ich...Mir ist was rausgerutscht was dich betrifft.
Koshi Sugawara ; 22:15 Uhr
Wie meinst du dass denn?
Asahi Azumane ; 22:17 Uhr
Ich habe mich bei Jessica irgendwie verplappert.
Es war wirklich keine Absicht Koshi, du musst mir glauben!
Bitte 0:-(
Koshi Sugawara ; 22:19 Uhr
Wie verplappert, was hast du ihr erzählt? Ich hoffe nicht dass was ich denke denn sonst bekommst du mächtig Ärger mit mir.
Asahi Azumane ; 22:14 Uhr
Es tut mir so leid Koshi wirklich, es ist im Affekt passiert.
Sie war so aufgebracht und da ist es mir rausgerutscht.
Koshi Sugawara ; 22:20 Uhr
Moment mal, Aufgebracht wegen mir? Was hast du ihr erzählt ? :0
Asahi Azumane ; 22:22 Uhr
Ja wegen Dir, da ist mir das dann halt rausgerutscht, dass du in sie verliebt bist.
Tut mir leid Koshi.
Koshi Sugawara ; 22:24 Uhr
DU HAST WAS! Wie, Was, Wieso...ich meine...Warum hast du das getan? Was wird sie jetzt von mir denken und was glaubst du wie ich ihr gegenüber treten soll?
Was hast du dir dabei nur gedacht.
Asahi ich könnte Dir grad echt eine reinhauen. }: (
Asahi Azumane ; 22:26 Uhr
Jessica war so aufgebracht und durcheinander, ich wusste nicht wie ich ihr sonst die Angst nehmen konnte.
Es tut mir wirklich leid.
Koshi Sugawara ; 22:29 Uhr
Die Angst nehmen? Vor was? Vor mir? Mache ich ihr Angst?
Asahi Azumane ; 22:31 Uhr
Nein nur… Naja sie weiß im Moment nicht wie sie mit dir umgehen soll. Ist ja auch neu für sie.
Koshi Sugawara ; 22:33 Uhr
Meinst du etwa, sie mag mich ?
Asahi Azumane ; 22:34 Uhr
NATÜRLICH MAG SIE DICH!
Koshi Sugawara ; 22:36 Uhr
Das sie mich mag das weiß ich, wir sind schließlich Freunde.
Asahi Azumane ; 22:38 Uhr
Naja... Sie mag dich mehr als nur mögen und darum war sie ja so aufgebracht, da ist es mir dann auch rausgerutscht. :-p
Koshi Sugawara ; 22:40 Uhr
Du willst mir also sagen, deine beste Freundin ist in mich verliebt ?
Asahi Azumane ; 22:41
Ja, Nein, Vergiss was ich geschrieben habe. Es tut mir leid.
Koshi Sugawara ; 22:45
Wie soll ich das vergessen Asahi, du weißt ich bin in deine beste Freundin verliebt.
Wie soll ich mich jetzt verhalten?
Das hast du ja gut hinbekommen, ich wollte es ihr persönlich sagen.
Ich hoffe Ukai fordert uns morgen richtig beim Training, vor allem dich mein Freund.