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Chance auf Glück

von

Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Tag zusammen ^-^

Ich melde mich aus meinem Urlaub wieder mit einer neuen Story Idee
Ich hoffe diese gefällt euch auch und lest mal rein

Ein ganz großer Dank geht an Shari-Inuyokai, Miyu94 und Amaya23.
Danke euch drei, dass ihr die Story vorab gelesen habt und mich tatkräftig unterstützt mit der Umsetzung der Idee.

Im Grunde habe ich mir schon oft die Frage gestellt:
Was würde passieren, sollte der Brunnen sich nicht geöffnet haben.
Meine klare Antwort darauf war: Inu Yasha würde auf seine Kagome warten
Im Zuge dessen entstand die folgende Story.
Die Charaktere sind OOC, denn es sind für die Yokais und Hanyous 500 Jahre vergangen, bedeutet, sie haben eine Veränderung hinter sich.

Viel Spaß beim Lesen Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Mittag zusammen,

wie die meisten vermutet haben, bekommt unser Paar Besuch von Sesshomaru.

Ich hoffe dieser gefällt euch, nicht zu vergessen auch bei ihm sind 500 Jahre nicht spurlos vorbei gegangen *zwinkert*

ein paar kleinere Fragen werden hier geklärt, weitere Erklärungen kommen in den nächsten Kapitel ;)
Ich möchte euch nicht überfordern und ein wenig Spannung muss sein *kichert*

Viel Spaß beim Lesen *Kekse und Eistee da lass* Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Tag zusammen ^-^
Es ist wieder Freitag, also habe ich ein neues Kapitel für euch mitgebracht

Wie der Titel es schon sagt, geht es um das Abendessen bei Sess.
Dabei reden die miteinander und gewisse Fragen werden geklärt,
andere bleiben noch im verborgenen *kichert*

ich hoffe euch gefällt es :) Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Tag zusammen ^-^

es ist mal wieder Freitag und ein neues Kap habe ich für euch mitgebracht.
In diesem Fliegen Kago und Inu nach Amerika und treffen auf Shippo und eine Überraschung *kichert*

Ich hoffe euch gefällt Shippo *kichert*
Viel Spaß beim Lesen *Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten morgen ihr Lieben,
es ist Freitag und ein neues Kapitel habe ich für euch mitgebracht ^-^
In diesem wird die Zeit beschrieben, die Inu und Kago in Amerika verbringen

Viel Spaß beim Lesen *Kekse und Eistee da lass* Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Tag ^.^

die Arbeit hat noch etwas mehr meiner Zeit gefordert, daher kommt das Kapitel ein wenig später als gewohnt.

Ich hoffe es wird euch gefallen *Kekse und Eistee da lass* Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Morgen zusammen,

heute präsentiere ich euch den unerwarteten Besuch *zwinkert*
Kago stellt Inu natürlich zur Rede und so wie wir die zwei kennen, kocht es sich leicht hoch *grinst*

hoffe euch gefällt das Kapitel ^-^ *Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Tag zusammen ^.^

so wie der Kapitelname es hier andeutet, wird es eine kleine Überraschung geben
oder vielleicht auch zwei *kichert*

viel Spaß beim Lesen *Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Mittag zusammen ^-^

hier kommt das neue Kapitel :)
Wie viele es vermutet haben treffen unsere Helden auf Rin *kichert*

hoffe euch gefällt diese Interpretation *Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Tag zusammen,

hier kommt das neue Kapitel
Inu und Kago wollen Sess überzeugen, dass es wirklich seine Rin ist

ob es ihnen gelingt, lest selbst ^-^
*Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Tag zusammen,
da ich leider etwas unter Stress stehe, kommt das Kapitel ein wenig später als sonst.

Nun... Sess rastet natürlich aus, doch zum Glück ist Inu da, um das abzufedern.

viel Spaß euch beim Lesen *Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Tag zusammen,
hier kommt das neue Kapitel.

Wie der Titel es sagt, geht es darum wie sich Kago und Inu ihre Zukunft vorstellen würden.
Mit einigen Diskussionen *kichert*

viel Spaß beim Lesen *Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Hallo zusammen,

durch den ganzen Trubel heute morgen komplett vergessen on zu stellen ^^"

nun was soll ich sagen... Sess verbringt die ganze Nacht in dem Café, da er kaum schläft, wird es schwer für ihn sein zu verbergen was er ist
doch eine Erinnerung holt ihn ein, welche das ist, lest selbst ^-^

*Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Mittag zusammen,

hier kommt das nächste Kapitel ^-^
Wie der Name es ausdrückt, wird es darum gehen, dass Kago versucht einen Kosenamen für Inu zu finden.
Er nennt sie Juwel, und ja der Bezug zum Shiko no Tamen ist hier ausschlaggebend gewesen.

Welchen Kosenamen wird wohl unsere Kago finden?
Vor allem wie wird sie diesen finden... lasst euch überraschen *grinst* Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Tag zusammen,
verzeiht das verspätete hochladen, war den Vormittag unterwegs und kam erst jetzt zur Ruhe ^^"

Nun dieses Kapitel wird euch einen kleinen Einblick in Rins Alltag geben *grinst*
Nachdem sie Inu, Kago und Sess im Café so ausgelassen gesehen hatte, rennen ihre Gedanken etwas wirr
zudem wird sie von Träumen verfolgt, die sie noch gar nicht zuordnen kann...

hoffe es gefällt euch ^-^ Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Morgen zusammen,

hier kommt das neue Kapitel.
Wie der Name es sagt, sind Kagome und Inu nun offiziell verlobt ^-^ und der Termin wird auch noch bekanntgegeben ;)

Viel Spaß beim Lesen ^-^ Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Tag zusammen ^-^

es ist schon wieder Freitag und hier kommt auch schon das neue Kapitel

Im Vordergrund steht hier das Gespräch zwischen Rin und Sess an...
ich hoffe es mundet euch *kichert* Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Morgen zusammen ^-^
heute kommt das neuste Kapitel und es dreht sich zu beginn wieder um Sess und Rin
Etwas scheint zwischen den beiden zu sein, doch begreift Sess es noch nicht ganz, weshalb sein Biest versucht ihm zu helfen.

Lest selbst wie es von statten gehen wird *kichert*
*Kekse und Kakao da lass*

P.S. am Ende gibt es eine kleine Überraschung, mal sehen wer es bemerkt *grinst* Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Hallo zusammen ^-^

wie die meisten bereits vermutet haben, hören die Brüder etwas zusätzliches *kichert*
Wie der Titelname es verrät, ein weiterer Herzschlag ist zu hören *lächelt*

wie die drei darauf reagieren, könnt ihr nun lesen *grinst* Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Tag zusammen,
verzeiht das späte Hochladen, aber war nicht früher vom Einkauf zurück.
werde euch deshalb nicht noch länger warten lassen ^-^

Viel Spaß beim Lesen. Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Tag zusammen ^-^

gomen, dass es wieder etwas später wurde *tief verbeugt*

nun es geht weiter mit Sess und Rin, sowie den Vorbereitungen für die Hochzeit :D
Was der Kapitelname wohl ausdrückt?
Lest selbst *kichert*

*Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Mittag zusammen *verbeugt*

heute kommt das nächste Kapitel
Es geht darum, dass die beiden Frauen nach dem Perfekten Outfit für Kago suchen
hoffe sie Auswahl die ich für sie getroffen habe, wird auch euch gefallen ^-^

*Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Mittag zusammen ^-^
heute kommt das neue Kapitel
Ich stelle euch hiermit Kogas älteste Tochter Hitomi vor *zwinkert*
ich hoffe sie gefällt euch und ihr Charakter ist eine gute Mischung von ihren Eltern *grinst*

*Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Morgen zusammen ^-^

hier kommt das neue Kapitel
wie der Name es verrät geht es größtenteils darum, dass Sess und Rin das perfekte Kleid finden
wie sie beide das Kleid finden, lest selbst ^-^

*Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten morgen ihr Lieben,
da ich später unterwegs bin, kommt das Kap ein wenig früher als gewohnt.
wie schon letzte Woche erwähnt, wird es hier darum gehen was Sess Gift in seinem Körper tut und theoretisch angesprochen, wie es auf andere wirken könnte.
viel Spaß beim Lesen *Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Guten Mittag liebe Leser,

heute kommt ein Kapitel, welches mir Spaß gemacht hat es zu schreiben
Der Titel lässt vermuten, dass die Hauptdarsteller auf einem solchen sind,
deshalb lasst euch überraschen, wie es dazu kam, dass Sess dorthin geht

*Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen

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Endlich

Gedankenverloren stand Kagome im Schuppen, in dem der Knochenfresserbrunnen war. Sie blickte hinein und sah erneut nur den Boden. "Drei verdammte Jahre schon", kam es wütend über ihre Lippen. Sie ballte ihre Hände zu Fäusten und wollte ihn endlich wieder sehen. "Inu Yasha", flüsterte sie. Die Wut machte nun der Trauer Platz. Ein Schluchzen ertönte.

"Ich will ihn sehen", wimmerte sie. Tränen kullerten ihren Wangen entlang. "Ich will Inu Yasha sehen." Der Brunnen reagierte nicht, genau wie die letzten Jahre. Tag ein, Tag aus probierte sie es und immer war es vergebens. Sie hatte keinen Erfolg.

Gerade in diesem Moment betrat Inu Yasha den Schuppen durch die Tür. "Kagome", flüsterte er liebevoll und voller Freude. Die Angesprochene drehte sich schlagartig um. Blaue Augen trafen auf goldene.

"Inu?", fragte sie erschrocken. Der Mann vor ihr hatte seine Augen und seine Haare, aber seine Ohren waren weg. Geschockt schritt sie zurück. Dabei war der Brunnen direkt hinter ihr. Sie verlor ihr Gleichgewicht und wäre nach hinten gefallen, jedoch reagierte Inu Yasha blitzschnell und stand direkt vor ihr. Er schnappte nach ihrer Hand, zog sie hoch zu sich und drückte sie sanft an seine Brust.

"Wie…", begann sie und schmiegte sich unbewusst an ihn. Sie spürte die gleiche Geborgenheit und Ruhe wie bei ihm, ihrem Inu Yasha. Ihr Herz beschleunigte und sie blickte zu ihm auf in seine warmen Augen. "Was ist passiert?", fragte sie ihn zittrig und schluckte. Er lächelte sie an.

"Verzeih, dass ich dich warten lassen hab", kam sanft von ihm und er drückte sie näher ans.

"Deine Ohren…", japste sie. Kurz schloss er die Augen und ließ sie erscheinen. Kagome hielt unbewusst den Atem an. "Wie?", fragte sie und er grinste.

"Jahrelange Übung", meinte er und küsste zart ihre Wange. Ihre Augen weiteten sich, als sie seine Worte verstand.

"Wie Jahrelang?... Was ist passiert Inu Yasha?", wollte sie wissen. Er seufzte und wischte ihre Tränenrückstände weg.

"Der Brunnen hatte sich damals nicht geöffnet. Ich habe jeden Tag auf deine Rückkehr gewartet, doch...", erklärte er und legte seine Stirn an ihre. "Da ich auch nicht hindurch konnte, war mir nach 10 Jahren klar, dass auch dir der Weg versperrt war. Deshalb habe ich gewartet bis es endlich so weit war. Nun kann ich dich wieder in meine Arme schließen." Ein Lächeln lag auf seinen Lippen und Kagome sah ihn ungläubig an.

"Soll das... heißen... du hast die letzten Jahrhunderte auf mich gewartet?" Er nickte sanft und sog tief ihren Geruch ein.

"Ich hätte früher da sein können, doch dann wärst du nie in meine Zeit gekommen und ich demnach nie befreit worden", kam es flüsternd von ihm.

"Oh Inu", hauchte sie und schlang ihre Arme um seinen Nacken. "Ich habe dich vermisst!" Ein einfaches Geständnis, welches sein Blut in Wallung brachte. Sanft knurrte er und sah ihr tief in die Augen.

"Ich dich auch, Kagome", lächelte er und küsste sanft ihren Mundwinkel. Er war unsicher, ob sie diese Nähe zulassen würde. Sie verschrecken wollte er absolut nicht. Eine einzelne Träne verließ ihre Augen, die Inu Yasha mit seinem Daumen auffing. "Ich bin jetzt da und ich verlasse dich nie wieder."

Diese Worte waren für die junge Frau zu viel. Sie brach in Freudentränen aus und küsste immer wieder seine Wange, seine Lippen und seine andere Wange. "Du bist hier... bei mir", flüsterte sie immer wieder.

Sein Verlangen wuchs mit ihrer Handlung. Das nächste Mal als sie seine Lippen mit ihren berührte, erwiderte er verlangend den Kuss und drückte sie noch dichter an sich. Er wollte sie so sehr. Sein Herz hatte lang genug gelitten. Er hatte sich so lange nach ihr gesehnt und nun konnte er sie endlich in seine Arme schließen. Der Kuss zwischen ihnen wurde leidenschaftlicher und beide keuchten leicht, als Kagome nach Luft schnappte.

"Es...", begann sie, doch er verschloss ihre Lippen mit seinen. Stumm bat er mit seiner Zunge um Einlass und knurrte, als sie ihre Lippen öffnete. Sogleich nahm er ihre Zunge in Beschlag und genoss diesen Kuss. Fast entschädigter er die ganze Warterei. Nachdem sie sich erneut lösten, lächelte Kagome errötet ihn an.

"Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, Kagome. Ich bin nur froh dich jetzt wieder zu haben." Seine Stimme klang so erwachsen. Total ungewohnt für die junge Frau. Erst jetzt musterte sie ihn. Er wirkte älter. Hatte sogar ein weinrotes Hemd an und das stand ihm außerordentlich gut. Sie schluckte und blickte wieder auf. Er lächelte sie an.

"500 Jahre gehen auch an einem Hanyou nicht spurlos vorbei", lachte er leise. Fast schon ungläubig starrten ihn große Augenpaare an. Sein Lachen wurde größer. "Für euch bin ich offiziell 23", erklärte er und küsste ihre Stirn.

"Und…", begann sie und er wusste ihre Frage bereits.

"Dank meines Dämonenblutes kann ich meine Ohren verstecken und meine Haarfarbe ändern, wenn nötig. In dieser Zeit färben viele ihre Haare", amüsierte er sich und sie war sprachlos.

"Woher…", fing sie wieder an.

"Sesshomaru hat es mir beigebracht." Nun fiel Kagome aus allen Wolken.

"WAS?!", rief sie aus. Er lachte und sie stieß ihn an. "Das ist nicht witzig", schmollte sie, da sie dachte er würde sich über sie lustig machen.

"Oh, Kagome, das war kein Scherz. Mein Bruder und ich haben uns ausgesprochen und die letzten Jahrhunderte gemeinsam verbracht." Verwirrt blickte sie in seine goldenen Seelenspiegel und erkannte, er sprach die Wahrheit.

"Ich erkläre dir alles nach und nach. Lass uns bitte hier weg, sonst zertrümmere ich noch diesen Brunnen", knurrte er und sie nickte. Bevor sie sich erneut entschuldigen konnte, zog Inu Yasha sie an sich und bedeckte ihre Lippen mit seinen.

Es hatte zwar gedauert, doch wusste er, dass Kagome an dieser Situation nicht die Schuld trug. Natürlich dachte er es anfangs, dass sie ihn nicht mehr wollte, doch witzigerweise war es Sesshomaru, der Partei für sie ergriff. Inu Yasha lächelte in den Kuss hinein. Als sie sich lösten, ließ er seine Ohren verschwinden. Immer noch ungläubig darüber, dass es möglich war, griff Kagome nach oben ins Leere.

Erschrocken quietschte sie auf und er hob sie auf seine Arme. Er wollte weg von diesem Brunnen, bevor er diesen noch zerstören würde. Jedoch wollte er seine Liebste nicht verschrecken. Kagome schlang ihre Arme um ihn und schmiegte sich an seine Brust. Ihre Freude überwiegte ihre Überraschung. "Wo bringst du mich hin?", fragte sie neugierig. Das brachte ihn wieder zum Lachen.

"Ich habe dich und deine Neugier sehr vermisst." Kagome wurde rot bei seinen Worten. "Ich bring dich nach Hause. Da packst du ein paar Sachen und ich zeige dir meine Wohnung. Da können wir uns in Ruhe unterhalten."

Überrascht über seine Vernunft schmunzelte sie. Er ist wirklich erwachsen geworden., dachte sie sich und war enttäuscht, dass er sie runter ließ. Das wiederum amüsierte ihn. Er beugte sich zu ihr. "Ich trage dich danach wieder", neckte er sie und lauschte ihrem Herzschlag. Dieser beschleunigte sich sofort.

"Ich… mach…", wollte sie ihn zu Boden schicken. Er jedoch verschloss ihre Lippen. Perplex schloss sie die Augen und erwiderte den Kuss. Schnell fanden sich ihre Zungen und sie neckten sich gegenseitig.

"KAGOME!", rief eine ältere Dame erschrocken aus. Sofort lösten sie sich und blickten zu ihr.

"Mama", kam es der jungen Frau über die Lippen. "Was tust du…", wollte Manami ihre Tochter zurecht weisen. Ihr Blick wanderte zu dem jungen Mann und ihre Augen weiteren sich. "Inu Yasha?", fragte sie zögerlich. Seine Augen erkannte sie sofort, doch er sah so anders aus.

Der Angesprochene nickte und wurde von der Älteren sofort in die Arme geschlossen. "Dir geht es gut", wisperte sie erleichtert. Fast schon entschuldigend blickte Kagome zu ihm, doch er schüttelte den Kopf.

"Mir geht es gut und jetzt noch viel besser", entgegnete er und lächelte seine Liebste an. Diese würde rot.

"Ich packe schnell paar Sachen", kam es von ihr und er nickte. Während sie hoch ging, erklärte Inu Yasha Manami die Situation. Sie nickte verständnisvoll und fragte nur, ob der Brunnen nun gar nicht mehr ging. Er bejahte dies dahingehend, dass er nicht mehr funktionieren würde.

"Dann bleibt ihr mir beide erhalten", freute sie sich und er nickte. "Oh Kami, Kagome muss sich nun doch Gedanken wegen der Universität machen." Inu Yasha lächelte die Frau an.

"Mach dir keine Sorgen. Ich helfe ihr etwas passendes zu finden", versprach er und erntete ein strahlendes Lächeln.

In diesem Moment kam Kagome wieder zu ihnen. Schwerbepackt mit einem großen Rucksack. Inu Yasha schmunzelte. "Wir sind nur eine halbe Stunde von hier entfernt."

"Oh, stimmt ja…", kam es errötend über ihre Lippen. Geschickt nahm er ihr den Rucksack ab und verbeugte sich kurz vor Manami. "Ich melde mich, Mama", meinte Kagome und schnappte seine freue Hand.

"Mach das und viel Spaß", winkte die Dame ihnen hinterher, als sie das Geländer Richtung Treppe verließen. Inu Yasha hielt ihre Hand fester und fast schon automatisch schmiegte Kagome sich an ihn. Ein Lächeln zeichnete sich in seinem Gesicht ab. Endlich hatte er sie wieder an seiner Seite, doch würde das gut gehen? Er schluckte etwas und blickte zu ihr.

"Ich sollte dir vielleicht die ein oder andere Sache vorher sagen", murmelte er fast schon, doch sie verstand ihn. Sie blickte zu ihm.

"Was denn?"

"Naja... ich habe ein Auto... eine eigene Wohnung... einige Häuser überall in der Welt verteilt und Sess und ich müssen hin und wieder wegziehen, da wir ja anders altern als die Menschen", sprudelte es aus ihm heraus.

Ihre Augen weiteten sich und sie brachte nur ein genuscheltes "Ok" zu Stande.

"Alles andere erkläre ich dir in der Wohnung, da ist es sicherer", lächelte er. Am unteren Ende der Treppe führte er sie weiter. Schon vom weiten sah er, dass die Menschen mal wieder seinen Wagen bestaunten. Ein Seufzer entkam ihm. Da sie nun hinter der Masse standen und nicht weiter durchkamen, zog er Kagome dichter an sich und bahnte sich seinen Weg zum Auto durch.

"Keh, noch nie einen teuren Schlitten gesehen?", knurrte er leicht. Kagome erstarrte vor dem Auto. Vor ihr war ein roter Lamborghini. Inu Yasha öffnete den Wagen, schob den Rucksack hinein und öffnete die Tür für Kagome.

"Bitte einsteigen", lächelte er. Zögerlich folgte sie seiner Bitte und stieg ein. "Hört auf euch zu benehmen, als hättet ihr noch nie so ein Auto gesehen", knurrte er die Menge an und alle taten so als würden sie wieder ihrer Tätigkeit nachgehen. Er rollte mit den Augen und stieg ein.

Sofort fuhr er los. Kagome bestaunte weiterhin den Wagen. "Rot... als Andeutung?", wollte sie wissen und er lachte leise.

"Ich vermisse meinen Kariginu", meinte er und Kagome stimmte nun in sein Lachen mit ein. Sie blickte aus dem Fenster und erkannte das eher gehobenere Viertel von Tokyo.

"Woher...", begann sie und er meinte nur: "Später."

Nach einiger Zeit fuhr er in ein Parkhaus. Es sah fast schon so aus, als hätte Inu Yasha dort eine Abteilung nur für sich. Kagome bestaunte die anderen Fahrzeuge. "Wem gehören die alle?"

"Der blaue Lamborghini ist von Sess. Das rote Motorrad gehört mir, der Silberne Audi ist das Firmenauto. Die blau-schwarze Yamada gehört Sess. Er ist mit dem anderen Firmenwagen unterwegs. Wahrscheinlich noch bei der Uni", zählte er auf, während er parkte und beide ausstiegen. Bevor Kagome weiterfragen konnte, schnappte er sich ihren Rucksack und ihre Hand.

"Komm lass mich oben alles andere erklären." Sie nickte staunend. Gemeinsam gingen sie zum Fahrstuhl und Inu Yasha schloss die Abteilung mit den Fahrzeugen ab. Im Aufzug staunte Kagome erneut. Alles sah hier so nobel aus und sie kam sich nun sehr klein vor. Sie schluckte, als er eine Karte einsteckte. Es hieß, dass sie direkt in seine Wohnung fuhren. Wie kann er das alles sich leisten?, grübelte sie. Mit einem leichten Ruck fuhren sie nach oben.

Nach einigen Momenten öffnete sich die Tür. Kagome blieb wie angewurzelt stehen. Inu Yasha schob sie regelrecht hinein. Den Rucksack stellte er ab und umarmte sie von hinten. "Bitte fühl dich wie zu Hause", raunte er an ihrem Ohr und lächelte, als sie nickte. Kurz danach löste er sich von ihr und ging voraus.

"Hier ist das Wohnzimmer, links die Küche, Vorratskammer und Bad. Die Treppe rauf ist das Schlafzimmer mit angrenzendem Bad und rechts sind 2 Räume. Einer im Moment Ankleidezimmer und das andere steht leer", erklärte er kurz.

"Wow", nuschelte sie ehrfürchtig. Über das große Fenster konnte sie nur staunen. Die Einrichtung war sehr modern und auch hier zeichnete sich die Farbe Rot ab. Kombiniert mit Schwarz und Weiß sah es sehr edel aus.

Erneut schluckte Kagome und sah sich leicht um, bevor sie sich auf das Sofa setzte. Sie fühlte sich ein wenig erschlagen von all dem Luxus. Er bemerkte es und lächelte leicht.

"Kagome, mach dir darum keinen Kopf, bitte", flehte er fast schon. Vor ihr hockte er sich hin und hob sanft ihr Kinn an. "Sess und ich hatten 500 Jahre Zeit für all das hier zu arbeiten und ja alles legal erworben. Seit der Industriezeit arbeiten wir beide in einem Unternehmen." Ihre Augen wurden groß.

"Unternehmen?" Inu Yasha nickte.

"Sess und ich haben uns auf Archäologie spezialisiert. Wir führen Ausgrabungen durch für allerlei Museen und haben 3 Zweigstellen. Zwischen diesen wir hin und her wechseln, wenn wir zu jung wirken für die Menschen", erklärte er kurz und knapp.

Damit weckte er ihr Interesse, denn ihre Augen leuchteten auf. "Sess kümmert sich um die Finanzen, die Aufträge und die Instandhaltung der Immobilien. Ich führe Expeditionen und Ausgrabungen durch mit Hilfe einiger Freunde."

"Freunde?", wollte sie wissen und er küsste sanft ihre Lippen.

"Koga und Ayama sind in Südamerika in unserem Unternehmen die Geschäftsführer. Shippo und Ai sind in der USA die Geschäftsführer. Sess und ich hier in Tokyo." Kagomes blaue Augen wurden leicht feucht.

"Sie leben auch alle noch?", flüsterte sie und er nickte.

"Ja, unsere Dämonenfreunde leben alle noch. Verteilt in der Welt. Zur Urlaubszeit treffen wir uns und besprechen wer wohin als nächstes zieht, damit wir kein Aufsehen erregen."

"Ich bin so froh", schluchzte sie und Inu Yasha setzte sich neben sie. Sofort schloss er sie in seine Arme und sog tief ihren Geruch ein. Er konnte nicht genug davon bekommen.

"Sie freuen sich sehr dich bald auch zu sehen, doch vorher müssen wir alles andere klären." Mit leicht geröteten Augen blickte sie zu ihm auf.

"Was klären?", fragte sie zitternd.

"Wie du dir denken kannst, sind unsere Freunde Kaede, Sango, Miroku und Rin bereits tot. Ich möchte dich vorher darauf vorbereiten, denn Shippo hat Angst dich traurig zu machen, wenn er dir erzählt was er erlebt hat. Schließlich waren es auch für ihn 500 Jahre." Sie nickte als Zeichen, dass sie den Grund verstand und schluchzte.

"Weine ruhig um sie, Kagome. Doch wisse, dass alle ein schönes Leben hatten und sich gewünscht haben, dass wir uns alle irgendwann noch einmal begegnen", flüsterte er und strich ihr beruhigend über den Rücken.

Auch er dachte an die Momente zurück und versprach jedem einzelnen gut auf Kagome aufzupassen. Er gab ihr Zeit diese Nachricht zu verdauen, denn sie hatte sie alle vor drei Jahren zuletzt gesehen.

"Erzählst du mir mehr von ihren Leben?", fragte sie schließlich und sah ihn an. Er wischte sanft ihre Tränen weg und nickte.

"Natürlich, alles was du wissen willst. Wenn du möchtest, bringe ich dich auch zu ihren Gräbern. Sess und ich haben darauf geachtet, dass das Schloss unseres Vaters als Ruhestätte für sie alle bis heute und in Zukunft unangerührt bleibt."

"Das wäre toll. Würde mich gerne von ihnen verabschieden und vielleicht begegnen wir ihnen ja auch", lächelte sie und er nickte.

"Ich hoffe doch. Kiara sucht schon nach einer Spur von Sango", grinste er breit und nun konnte seine Liebste wieder lächeln.

"Kaede haben wir in Südamerika getroffen, aber sie erinnert sich nicht an früher. Koga und Ayame passen auf sie auf, damit sie auch diesmal erst im hohen Alter stirbt."

"Wirklich? Und was macht sie heute?", wurde Kagome neugierig.

"Wie immer Kräutermixen", lachte Inu Yasha und küsste ihre Stirn. "Sie ist Medizinfrau in einem Indianerstamm."

"Wirklich? Medizinfrau?", staunte die junge Frau und er nickte. Beide lachten nun, denn das war nun mal Kaedes Werdegang.

"Denkst du, du kannst dich hier bei mir wohlfühlen?", nuschelte er unsicher. Mit großen blauen Augen sah sie zu ihm.

"Inu", begann sie und legte sanft eine Hand auf seine Wange. "Ich will bei dir sein. Egal wo, egal wie, Hauptsache bei dir. Das ist mein einziger Wunsch." Schönere Worte konnte er sich nicht erträumen.

"Ich liebe dich, Kagome", hauchte er, schmiegte sich an ihre Hand und küsste die Innenseite.

"Und ich liebe dich, Inu." Liebevoll trafen sich ihre Blicke und kurz darauf ihre Lippen. Endlich hatten sie sich wieder.

Erstes Mal

[Dieses Kapitel ist nur Volljährigen zugänglich]

Frühstück

Die Sonne weckte die schlafende Schönheit. Ein wenig benommen blinzelte sie gegen das Licht. Der warme Körper neben ihr ließ sie kurz erstarren.

"Was...", murmelte sie und blickte auf. Der maskuline Oberkörper bewegte sich langsam auf und ab. Behutsam legte sie ihre Hand darauf und sah weiter hinauf. Inu Yasha lag neben ihr. Er war wirklich da. "Es war kein Traum", nuschelte sie erfreut und hörte sein Lachen. Ihre Hand vibrierte leicht.

"Nein, kein Traum", bestätigte er und lächelte sie sanft an. Leichte Röte zierte ihre Wangen.

"Ich bin bei dir", stellte sie fest. Er blickte ihr tief in die Augen.

"Und ich lasse dich nie wieder gehen." Sanft nahm er ihre Hand und zog sie dichter an sich, um ihre Lippen zu bedecken. Zögerlich, da sie noch nicht realisiert hatte, dass er wirklich da war, bei ihr, erwiderte sie den Kuss und keuchte, als seine Hand an ihrer nackten Hüfte landete.

"Ich liebe dich", seufzte sie an seinen Lippen. Lächelnd zog er sie auf sich und drückte sie an sich.

"Nun gemerkt, dass ich da bin?", neckte er sie und sie funkelte ihn leicht an. "Wir sollten duschen und uns fertig machen. Wir haben noch einiges zu bereden."

Zögerlich nickte sie. Auch wenn sie es schade fand, so hatte er Recht. "Wir werden genug Zeit für uns haben", versprach er und stahl sich einen weiteren Kuss. Nur zu gern erwiderte sie es und strahlte ihn glücklich an.

Nun war es auch bei ihr angekommen, sie war bei ihm, dem Mann den sie liebte. Auch wenn er älter war, so schien er sich selbst treu geblieben zu sein und darüber freute sie sich am meisten. Gemeinsam gingen sie duschen und erkundeten nach und nach ihre Körper, indem sie sich gegenseitig einseiften.

Beiden machte es sehr viel Spaß und die Ängste waren wie weggeflogen, denn gemeinsam würden sie alles nach und nach erlernen. Nur im Handtuch bekleidet kehrten sie ins Zimmer zurück. Kagome fischte aus ihrem Rucksack Unterwäsche und Anziehsachen. Inu Yasha ließ es sich nicht nehmen und beobachtete sie genaustens. Ihr Geruch lag in der gesamten Wohnung.

Perfekt., kam es ihm in den Sinn. Erst als sie ihren Rock anzog, kümmerte er sich darum, sich auch anzukleiden. Boxershorts, gefolgt von einer Jeans und einem einfachen Hemd. Lächelnd musterte Kagome ihn. Er sah umwerfend darin aus. "Es steht dir", meinte sie verträumt und er schmunzelte.

"Dennoch würde ich lieber mein normales Outfit tragen", brummte er und brachte sie zum Lachen. Hand in Hand begaben sie sich die Treppe nach unten ins Wohnzimmer und weiter zur Küche. Im Türrahmen blieben beide stehen. Kagomes Augen weiteten sich, als sie den Mann erblickte. Silberne Haare, die sich über seine Schultern legten.

"Sesshomaru", wunderte sie sich und schluckte.

"Morgen", kam es von ihm und er blickte zu dem Paar. "Ausgeschlafen?", neckte er mehr seinen Bruder, welcher gleich knurrte. "Ich habe gedacht wir frühstücken, während wir uns unterhalten."

Kagome war wie angewurzelt. Er war so anders. Nicht mehr so kalt und abweisend wie zuvor. Verwirrt starrte sie ihn an. "Setzt euch!", forderte er etwas rauer. Das löste ihre Starre und Kagome plumpste auf einen der Stühle. Amüsiert sah Sesshomaru zu seinem Bruder.

"Ihr Duft schränkt dich mehr ein, als ich vermutet hatte", grinste er leicht.

"Keh! Ich habe sie vermisst", nuschelte Inu Yasha und Kagome sah zwischen den Brüdern hin und her. Erst als beide saßen, verstand sie was Sesshomaru meinte und lief knallrot an. Ein Lachen entrann ihm.

"Entspann dich, Kagome. Ich habe nichts gesehen, nichts gehört und kaum was gerochen." Sein Grinsen wurde noch breiter. Die junge Dame dachte echt sie wäre im falschen Film. Sesshomaru machte sich lustig über seinen Bruder, lachte und hatte auch was von ihrer gemeinsamen Nacht mitbekommen. Inu Yasha blinzelte seinen Bruder an, bis er begriff, was dieser meinte.

"Sess... bring Kagome nicht in Verlegenheit", verteidigte er gleich seine Liebste.

"Lasst es mich nur nächstes Mal vorher wissen, dafür gibt es doch die Handys", lachte er und nahm einen Schluck Kaffee. Unfähig zu sprechen nickte Kagome nur mit ihrem hochroten Kopf.

"Entschuldige", nuschelte sie und erblickte erst jetzt den Tisch. Vor ihr stand ein Früchtetee, mehrere Brötchen und süßes Gebäck aus Europa. Verwirrt blinzelte sie und blickte zu Inu Yasha, der gerade in ein Croissant biss. Er zog eine Augenbraue hoch.

"Was?", fragte er unschuldig. Sesshomaru musste wieder lachen. Sein Bruder war wahrlich ganz anders, wenn sein Weibchen da war. Er grinste in sich hinein, da er nun viel Spaß haben werden würde. Kagomes Augen richteten sich auf den Älteren.

"Verzeih, Kagome, wir waren vor 2 Jahren noch in Europa und haben noch deren Essgewohnheiten", erklärte er sachlich. Schnitt ein Brötchen auf und reichte es ihr. Verwirrt nahm sie es entgegen und schluckte.

"Mach dir keinen Kopf, du gewöhnst dich schon dran, Miko", meinte er überspitzt kühl. Inu Yasha knurrte neben ihr und sie kicherte leise.

Als Inu Yasha seinen Saft trinken wollte, spuckte er diesen wieder aus und funkelte seinen Bruder an. "Idiot!", rief er aus und überrascht nahm Kagome das Glas und schnupperte daran. Es roch säuerlich.

"Eindeutig, deine Nase leidet noch", lachte Sesshomaru, während Kagome am Glas nippte.

"Zitronensaft", brachte sie lachend hervor und erntete einen leicht bösen Blick von ihrem Freund. "Gomen, Inu...", kam es lachend von ihr und er zog sie an sich.

"Nicht dafür", nuschelte er und küsste ihre Stirn. Zufrieden belegte sich Sesshomaru ein Brötchen mit Käse und biss hinein.

"Siehst du das Eis gebrochen."

"Was machst du so früh schon hier?", wollte Inu Yasha wissen.

"Ich sollte doch eine zweite Schlüsselkarte dir bringen, da ihr gestern beschäftigt wart, dachte ich wir essen zusammen", erklärte er wahrheitsgemäß und reichte Inu Yasha nun einen Eistee. Bevor er sich aber eingoss, roch er daran, was die anderen Beiden zum Lachen brachte. Sesshomaru hatte Recht, denn Kagome fühlte sich nun wohler und begann zu essen. Auch wenn es ungewohnt war, musste sie zugeben, dass es lecker war.

"Nun, ihr wolltet mit uns reden?", fragte Kagome Sesshomaru. Dieser zog eine Augenbraue hoch.

"Sess, einfach nur Sess", lächelte er und Inu Yasha kicherte.

"Oh ja, klar... du wolltest reden?", wiederholte sie verlegen, aber lächelte.

"Naja, da wir uns in den letzten Jahrhunderten den Menschen angepasst haben, solltest du auch wissen wie. Schließlich soll keiner merken, dass wir dämonisches Blut in uns tragen." Die Schwarzhaarige sah ihn neugierig an.

"Andere Dämonen erkennen unsere Präsens, wir leben eigentlich friedlich miteinander. Wenn einer aus der Reihe tanzt, wird er natürlich eliminiert", erklärte Inu Yasha ruhig und Kagome nickte leicht.

"Eliminieren wie töten?"

"Im schlimmsten Fall, ja, doch vorher geben wir ihnen eine Chance. Es gibt drei Gebiete, die menschenfrei sind. Wenn die Dämonen lieber dort leben wollen, helfen wir ihnen. Jedoch vermeiden wir das Blutvergießen, da es immer weniger Dämonen oder Hanyous werden", erklärte Sesshomaru ruhig und nippte am Becher.

"Also achtet ihr so gesehen auf das Miteinander?"

"Nein, wir werden nur gerufen, wenn die Dämonen zu stark sind, oder sich nicht überreden lassen. Auf jedem Kontinent gibt es einige Dämonen, die darauf achten. Ayame, Koga und der Wolfsrudel sind in Südamerika verteilt, um dort auf zu passen. Shippo, Ai und die Fuchsyokais sind in Amerika. Inu und ich sind in Japan zuständig. In Afrika sind die Panther- und Tigeryokais zuständig. Wir haben über die Jahrhunderte Verträge entwickelt, damit alle sich gegenseitig schützen können."

Kagome lauschte Sesshomarus Ausführungen und war sehr daran interessiert. "Da wir Dämonblütler langsamer altern, müssen wir hin und wieder den Kontinent wechseln. Dabei nehmen wir Namensänderungen in Kauf." Nun wurde sie hellhörig und blickte zu ihrem Freund.

"Du heißt nicht mehr Inu Yasha?", fragte sie zögerlich.

"Teils", lächelte er sie liebevoll an. "Ich habe es nur auf Inu gekürzt, damit mich keiner eventuell mit dem früheren in Verbindung bringen kann. Des Weiteren wechsle ich zu Shin oder Shino und laut Papieren sind das so gesehen mein Sohn, Enkel oder Urenkel."

Verwirrung machte sich in ihren Augen breit. "Mach dir darum keinen Kopf. Jetzt heiße ich Inu Nakamura. Bin 23 Jahre alt und habe mein Studium in der Geschichte und Archäologie letztes Jahr abgeschlossen. Arbeite mit meinem Bruder zusammen in unserem Unternehmen. Beide Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen." Sie öffnete kurz den Mund, schloss ihn aber wieder. Nickte kurz und versuchte diese Information abzuspeichern.

"Das heißt, du hast auch einen anderen Namen angenommen?", fragte sie einige Zeit später den Älteren.

"Hn", kam es von ihm und er kaute zu Ende. "Ja, offiziell bin ich Takeo Nakamura, 27 Jahre alt und Leiter des Unternehmens. Führe Ausgrabungen mit Inu durch, katalogisiere Funde, helfe in Museen und bin Gastdozent für Geschichte und Archäologie an der Uni in Tokio."

"Takeo?", fragte sie nach und er nickte.

"Sie meinten er würde zu mir passen, also habe ich ihn übernommen." Die Dame am Tisch kicherte.

"Ja er passt zu dir. Das heißt, ihr müsst alle paar Jahre das Land verlassen?", kam es etwas trauriger von ihr.

"Hn, ja nach 30 Jahren merkt man uns einfach an, dass wir anders altern", bestätigte er und sie blickte zu Inu.

"In 30 Jahren wirst du fortgehen?" Ihre Augen wurden leicht glasig.

"Ich muss, aber ich werde dich mitnehmen, wenn du das willst, Kagome", lächelte er sie liebevoll an.

"Geht das so einfach?", fragte sie nach und Inu nickte.

"Natürlich, mit genug Geld kann man alle Papiere anpassen." Kurz hellte sich ihre Miene auf, doch dann bemerkte sie das Detail. Sie wäre 48, alt und womöglich ergraut.

"Wirkt es... dann nicht komisch, dass deine Freundin... so viel älter ist als du?", stotterte sie und seine goldenen Augen wurden ganz groß.

"Oh Kago, das ist mir doch egal", murmelte er und zog sie zu sich auf den Schoss. Sesshomaru schnaubte und erntete von seinem Bruder einen bösen Blick und von Kagome einen Irritierten.

"Was denn?", fragte er unschuldig.

"Du weißt was ich meine...", begann Inu, hielt inne, als Kagomes Hand unter sein Hemd glitt. Ihre Neugier war geweckt, denn sie wollte wissen worum sich die beiden Brüder streiten wollten.

"Was genau meinst du, Sess?", fragte sie direkt. Der Angesprochene sah kurz zu Inu, dann zu Kagome. Ihr Blick machte ihm mehr Angst, da ihr Reki in ihr flatterte.

"Naja, Inu und ich haben durch unsere Tätigkeiten einiges an Informationen gesammelt. Zudem ein paar Aufzeichnungen von Vater gefunden. Es wäre möglich, dass ein Dämon oder Hanyou seine Gefährtin an sich bindet mit dem Zusatz ihr Leben zu verlängern", begann er. Große blaue Augen sahen ihn an, Verwirrung und Begeisterung spiegelten sich darin. Sie wand sich zu ihrem Freund.

"Stimmt das?"

"Kago, es ist nicht bewiesen. Es gibt die Markierung als Band zwischen einem Yokai oder Hanyou und seiner Gefährtin. Bei euch heißt das: Ehe. Als Schutz gebe ich dir ein Teil meinen Yokis ab. Es zeigt anderen Dämonen und Hanyous, dass du zu mir gehörst. Laut den Aufzeichnungen kann man das Yoki stärker konzentrieren, wodurch es den Alterungsprozess verlangsamt. Wir wissen nicht genau wie und ob es funktionieren könnte", führte Inu fort und begeistert nickte sie.

"Aber das wäre eine Möglichkeit, lass es uns doch probieren, Inu." Ihre Stimme klang entschlossener als sie vermutete. Ehrfürchtig nickte Sesshomaru. Inu sah zwischen den Beiden hin und her.

"Es könnte gefährlich werden. Wir wissen nicht wie viel Yoki nötig ist und vor allem wie dein Reki darauf reagieren wird", äußerte er seine Bedenken.

"Hättest du es mich vor 200 Jahren testen lassen, wären wir schlauer", mischte sich Sesshomaru ein.

"Keh! Niemals... damit könnte ich nicht leben und ich denke, Kagome stimmt mir da zu."

"Was meinst du?"

"Sess wollte es ausprobieren. Doch dann wäre er an eine Menschenfrau gebunden, bis einer der Beiden sterben würde, aber... ich bin der Meinung, dass dieses Band aus Liebe entstehen sollte", erklärte Inu und Kagome sah mit großen Augen zu Sesshomaru.

"Du hättest das getan? Für Inu... und mich?" Ein gleichgültiges "Hn" kam von ihm und Kagome schluchzte.

"Das ehrt dich, aber Inu hat Recht. Es sollte aus Liebe entstehen. Vielleicht klappt es auch nur, weil sich beide lieben?", fragte sie und beide Brüder waren nachdenklich.

"Wäre möglich, aber wir können es nicht sagen. Laut den Aufzeichnungen muss die Markierung vorhanden sein, nur dadurch kann das Yoki in den Körper des Gefährten eindringen." Bei diesen Worten sah Sesshomaru Kagome direkt an. Sie schluckte und nickte.

"Ich will bei Inu sein, egal wie." Wärme und Stolz durchfluteten Inus Herz.

"Ich liebe dich", hauchte er und küsste sie sanft.

"Bitte wartet, bis ich weg bin", neckte Sesshomaru die Beiden, woraufhin alle lachten.

"Da das geklärt ist, werde ich mich auf den Weg zur Uni machen. Muss noch den Stundenplan abholen. In drei Wochen fangen die Kurse an und wir haben noch ein paar Expeditionen. Damit ich sehen kann welche wir beide machen und welche Koga und Ayame durchführen können", kam es mehr als professionell von ihm und Kagome lächelte.

Auch wenn es ungewohnt war, so gefiel ihr der Umgang zwischen den Beiden. Natürlich war sie neugierig, wie es überhaupt so weit kam, doch dafür hätten sie später noch Zeit. Sesshomaru trank seinen Kaffee aus und stand auf.

"Ich ruf dich später an, Inu." Der Angesprochene nickte und ehe der Ältere abräumen konnte, sprang Kagome auf und schüttelte den Kopf.

"Das mache ich", meinte sie lächelnd.

"Wie du magst, Schwesterchen", grinste er breit, schnappte sich sein Jackett und ließ eine mehr als verdutzte Frau zurück. Inu lachte leise und rief ein "Bis später" seinem Bruder hinterher.

"Er... er... hat...", stotterte sie und Inu zog sie wieder zu sich auf den Schoss.

"Jap, für ihn gehörst du schon zur Familie, nachdem ich ihn vollgejammert habe, wie sehr ich dich vermisse." Mit glasigen Augen sah sie zu ihm und fiel ihm um den Hals.

"Ich bin so glücklich", schluchzte sie und beruhigend strich Inu über ihren Rücken. Er wartete geduldig, bis sie sich wieder gefangen hatte.

"Ich liebe dich", murmelte sie an seinem Hals und er schmiegte sich an sie.

"Ich liebe dich auch, Kago." Sie blieben noch einige Minuten nur sitzen und genossen die Wärme des anderen.

"Denkst du Sess hat uns wirklich nicht gehört?", fragte sie leise und Inu lachte.

"Er hat uns gehört, aber er ist sicher in sein Stammlokal gegangen", erklärte er und beide standen auf. Während Kagome sich um den Tisch kümmerte, blickte Inu auf sein Handy.

"Drei Expeditionen, ich hoffe wir schaffen das vor Kursbeginn", kam es nachdenklich von ihm. Danach half er seiner Liebsten. Nachdem die Küche sauber war, saßen beide auf der Coach und genossen die Ruhe.

"Ach ja die Schlüsselkarte", begann Inu und fischte nach ihr. "Beim Aufzug musst du sie nur reinstecken und es fährt automatisch hier rauf. Willst du zu Sess, musst du noch 5355 wählen." Kagome nickte und legte die Karte auf dem kleinen Tisch ab.

"Wenn du willst holen wir später noch ein paar Sachen her, oder du gehst eine Runde shoppen", lächelte er und sie sah ihn tadelnd an.

"Wieso sollte ich?"

"Naja, vielleicht willst du dir was kaufen, schließlich hast du mich lang genug versorgt mit deinem Geld", zwinkerte er ihr zu und nun war sie sprachlos. Er war wirklich erwachsener geworden. Daran musste sie sich definitiv noch gewöhnen. Lachend stupste er sie an und sah sie eindringlich an.

"Was möchtest du eigentlich nun tun?", fragte er und verwirrt blickte sie zu im.

"Was meinst du?"

"Naja, da wir definitiv nicht mehr in die andere Zeit können, was willst du mit deinem Leben hier anfangen?", definierte er seine Frage.

"Oh... darüber habe ich gar nicht nachgedacht. Vielleicht sollte ich auch studieren? Könnte euch dann unterstützen, wenn es klappen sollte." Zum Ende hin wurde sie leiser, da sie unsicher war, ob es den Beiden auch Recht war. Schließlich war sie nicht offiziell ein Teil der Familie. Inu lächelte sie liebevoll an.

"Das wäre eine tolle Idee, sofern du auch Lust hast." Begeistert nickte die Schwarzhaarige.

"Du weißt wie gern ich den Geschichten von Kaede gelauscht habe und dank euch beiden wird es nicht so schwer sein. Ihr könnt mir beim Lernen helfen." Ihr Ehrgeiz war geweckt. Ein Grinsen zeichnete seine Lippen.

"Gut, lass uns zur Uni fahren und dich anmelden, bevor die Frist endet." Überrascht blickte sie zu ihm, aber nickte. Er hatte Recht.

"Davor...", begann sie, doch er unterbrach sie.

"Wir fahren bei dir vorbei und holen deine Unterlagen."

Damit stand ihr Plan. Sie zogen sich Schuhe und eine leichte Jacke an und verließen gemeinsam die Wohnung. Mit dem Fahrstuhl kamen sie direkt ins Parkhaus. Inu geleitete seine Liebste zum Firmenwagen und hielt ihr sogar die Tür auf. Schmunzelnd stieg sie ein und er umrundete den Wagen und setzte sich.

Kaum war er am Steuer öffnete er das Abteil, fuhr los und schloss hinter sich die anderen Fahrzeuge ab. Geschickt fuhr er aus dem Parkhaus und steuerte direkt Kagomes Zuhause an.

Universität

[Dieses Kapitel ist nur Volljährigen zugänglich]

Abendessen

Natürlich kamen die Beiden verspätet am Fahrstuhl an. Überrascht stellte Kagome fest, dass der Lift direkt in Sesshomarus Wohnung führte.

"Wow", staunte die Schwarzhaarige über das majestätische Mobiliar. Inu lachte leise und zog seine Liebste direkt in die Küche. Diese Wohnung war ähnlich geschnitten wie Inus. Nur mit dem Unterschied, dass die Fensterfront noch beeindruckender war und er eine Terrasse hatte.

"Unglaublich", hörte Sesshomaru und amüsierte sich. Innerlich grinste er schon in sich hinein. So unschuldig und doch hatten sie es vor kurzen miteinander getrieben. Er gönnte den Beiden dieses Glück, doch mussten sie das ausgerechnet tun, wenn er es hören und riechen kann. Doch damit lieferten sie ihm ungewollt die Vorlagen dazu Inu auf zu ziehen.

Definitiv freute er sich schon darauf. Wurde es schließlich zu ihrer Tradition sich auf zu ziehen. ‘Pass auf, er bellt gerne zurück’, warnte ihn noch seine innere Stimme, die auch als Biest bekannt war. Genau das macht es doch so spaßig., lachte er in sich hinein und wartete geduldig, bis die Beiden endlich die Küche betraten. Als seine Gäste zu ihm kamen, staunte Kagome erneut.

"Du magst die Farbe Blau echt gern", stellte sie fest und er nickte mit seinem obligatorischem "Hn". Sie kicherte leise und das gefiel ihm. Langsam schien sie sich an den netteren Umgang gewöhnt zu haben.

"Setzt euch", meinte er und deutete auf den bereits gedeckten Tisch.

"Oh das sieht ja gut aus."

"Sogar selbst gekocht", lachte Inu und Kagome sah mit großen Augen zu Sesshomaru.

"Wirklich?" Er verdrehte die Augen und nickte kurz zur Bestätigung.

Nachdem alle saßen und sich von der gebratenen Ente und dem Reis mit Gemüse nahmen, beobachtete der Ältere die Beiden. Inus linke Hand lag auf Kagomes Oberschenkel. Ein diabolisches Grinsen stahl sich auf seine Lippen.

"Nun... wollen wir über die nächsten drei Wochen sprechen, oder habt ihr eure Triebe nicht im Griff?"

Mit großen blauen Augen blickte Kagome zu ihm auf und schluckte. Inu hatte in der Zeit etwas Reis im Mund und verschluckte sich prompt. Hustend rang er nach Luft und Sesshomaru lachte leise.

"SESS!", schrie sie ihn an und er zuckte nur mit den Schultern.

"Wenn ihr es drauf anlegt, dass ich es mitbekommen, dann rechnet mit solchen Sprüchen", grinste er breit und Inu trank schnell etwas Wasser. Erleichtert atmete er durch und sah seinen Bruder böse an.

"Keh! Verkneif es dir einfach, du bist doch nur eifersüchtig, … wenn deine Liebste bei dir wäre, würdest du auch jede Situation nutzen!", konterte Inu schon und verblüfft blinzelte die Schwarzhaarige ihren Freund an.

"Sess hat auch eine Freundin?", fragte sie nach.

"Nein, aber er verzerrt sich nach ihr so wie ich mich nach dir verzerrt habe", erklärte Inu. Sesshomaru räusperte sich.

"Das tut hier nichts zur Sache. Warnt mich wenigstens vor, ich gönn es euch alle Male, aber ich muss es nicht live mitbekommen", versuchte er abzulenken.

Auch wenn Kagome knallrot wurde, gewann ihre Neugier die Oberhand: "Wer ist es?"

Sesshomaru kniff seine Augen zusammen und presste die Lippen zusammen. ‘Das ist deine Quittung’, lachte sein Biest. "Rin", meinte Inu ruhig und bekam sofort von seinem Bruder ein Knurren.

"Das hätte Kagome nicht wissen müssen", bellte er und die Genannte sah zu Sesshomaru.

"Warte... du liebst Rin? Aber ist sie nicht...", stotterte sie und sprach ihren Gedanken nicht zu ende. Resigniert seufzte er und nickte kurz.

"Ja und ja", flüsterte er.

"Oh das...", wollte sie ansetzen, doch er winkte ab.

"Vergiss es einfach, mal was anderes...", überlegte er und vergrub seine Gefühle für seine Liebste tief in seinem Herz. "wie ging nochmal der Spruch, den du öfters benutzt hattest?"

Kagome wurde von ihm schief angeguckt und ehe Inu etwas dazu sagen konnte, kam es ihr schon über die Lippen: "Meinst du: Mach Platz!"

Mit einem leichten Knall landete der Hanyou auf dem Boden und erschrocken blickte Kagome zu ihm. Zufrieden nickte Sesshomaru und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

"Gomen, Inu... ich habe ganz vergessen, dass du die Kette noch trägst", entschuldigte sie sich bei ihrem Freund und dieser knurrte nur. Sein Knurren galt jedoch seinem Bruder.

"Man, Kagome kann sicher helfen bei der Suche nach der Widergeburt", erklärte Inu und brachte nun Sesshomaru dazu zu husten.

Er hatte gerade ein Stück Ente im Mund, die ihm nun quer saß. Sein kleiner Bruder hielt immer noch an der Theorie fest, dass jeder irgendwann wieder geboren werden könnte. Er räusperte sich und sah mit rotunterlaufenen Augen seinen Bruder an.

"Vergiss es... in den letzten Jahrhunderten keine Spur von ihr und es wird auch keine geben!", bellte er ihn an, doch Inu ließ sich nicht von ihm beeindrucken. Kagome drückte Inus Hand und ergriff vor ihm das Wort: "Wieso denkst du das Sess?"

Verwirrt über ihre Frage, vergaß er seinen Zorn und normalisierte sich wieder. Erleichtert atmete die Dame der Runde aus. "Erzähl mir alles, Sess. Vielleicht kann ich wirklich helfen", bat sie lächelnd.

Überrascht sah Inu zu seiner Liebsten und grinste. Das war seine Kagome, immer wollte sie anderen helfen. Notgedrungen seufzte Sesshomaru und biss sich auf die Unterlippe. Das Paar gab ihm Zeit von sich aus zu erzählen. Auch wenn Inu das meiste kannte, so musste sein Bruder selbst darüber reden, das wusste er.

"Ich habe es damals vergeigt, also wieso sollte ich noch eine Chance erhalten?", presste der Ältere schließlich diese Worte hervor und stand auf. Er brauchte Wein, jede Menge davon. Inu schnaubte leise und zog Kagome an sich.

"Weil jeder eine zweite Chance verdient hat? Sie mich und Inu an... die letzten Jahre habe ich nur geheult. Ich wünschte mir so sehr ihn wieder zu sehen und nun habe ich ihn wieder. Er ist mir wegen der Wartezeit noch nicht mal böse, obwohl ich es verstanden hätte", lächelte die Frau und selbst Sesshomaru hielt bei ihren Worten Inne. Inu sah sie liebevoll an und küsste ihre Schläfe.

"Wir haben unsere 2. Chance erhalten", stimmte er zu.

"Ja schon...", begann Sesshomaru und setzte sich wieder. Er vergaß dabei den Wein und sah in ihr erwartungsvolles Gesicht.

"Wäre sie wiedergeboren, dann hätte ich sie doch schon längst gerochen."

"Vergiss nicht, dass Kagome einen anderen Geruch hat als...", bewusst vermied Inu den Namen und biss sich auf die Unterlippe. Seine Freundin drückte seine Hand und sah zu ihm.

"Als Kikyo", beendete sie seinen Satz und lächelte. Sie war ihm wegen seiner früheren Liebe nicht böse, wieso sollte sie auch, schließlich hat er sich für sie entschieden und allein das zählte.

"Also wieso denkst du, dass du es vermasselt hast?", wollte Kagome nun näheres wissen und resigniert seufzte er. Inu ließ sie nicht mehr los, weil er seinen Bruder im Moment nicht einschätzen konnte. Rin war für ihn seit über 400 Jahren ein Tabuthema. Sesshomaru lachte bitter und sah Inu an.

"Entspann dich, ich werde weder sie, noch dich angreifen." Sein Blick richtete sich nun auf die Dame der Runde. "Meine Gefühle für Rin waren damals etwas wirr. Anfangs war es Bewunderung, später sah ich in ihr meinen Schützling und als Frau... ja, da verliebte ich mich in sie, vielleicht habe ich sie auch von Anfang an geliebt, aber ich wollte es nicht wahr haben genau wie Vater mich in eine Sterbliche zu verlieben", zuckte er beiläufig mit den Schultern und trank das Glas Wasser leer.

Während seine Worte in Kagomes Kopf langsam durchsickerten, entspannte sich Inu und führte fort: "Er hatte Angst auf Ablehnung zu stoßen, weshalb er seine Liebe ihr nie gestand, stattdessen..."

"Stattdessen habe ich ihr einen Fürsten gesucht. Sie war mit ihm glücklich, und dass allein freute mich", beendete Sesshomaru und die Schwarzhaarige bekam glasige Augen.

"Oh Sess... aber genau deshalb hast du, nein habt ihr vielleicht auch eine zweite Chance irgendwo und irgendwann?" Schweigen erfüllte den Raum.

"Hn", verließ es seine Lippen und er lächelte matt. "Vielleicht irgendwann und irgendwo", flüsterte er und schob alles wieder in die hinterste Ecke seines Herzens. "Genug mit dem Thema", beschloss er und Inu nickte stumm. Kagome jedoch sah Sesshomaru eindringlich an.

"Sollten wir sie finden, dann wirst du deinen Arsch bewegen und dafür sorgen, dass ihr es probiert!", drohte sie ihm mit zusammengekniffenen Augen. Mehr als überrascht sahen die Brüder sie an und schluckten, denn ihr Reki war stark zu spüren.

"Einverstanden, bis dahin kein Wort über sie", willigte schließlich Sesshomaru ein und Kagome entspannte sich.

Nun konnten sie weiter essen. Eine angenehme Ruhe entstand zwischen ihnen, bis Kagome wieder die Neugier packte: "Also wie sieht denn der Plan nun aus? Die Uni beginnt schließlich in 3 Wochen."

Inu sah zu seinem Bruder und dieser war etwas überrascht, aber er hatte sich oft anhören müssen, dass Kagome besonders war und auch mitanpackte.

"Nun...", begann der Ältere und sah zu dem Paar. "Ich habe 2 Wochen Zeit, ich würde in der Zeit in Südamerika mit Koga die Untersuchungen vornehmen. Das sollte ich schaffen. Ihr müsstet in der USA Shippo helfen bei 4 Museen die Kategorisierung zu machen. Das wird etwas länger als 2 Wochen dauern, weshalb ich es nicht tun kann, da ich früher an die Uni zurück muss. Bis zum Sommer bin ich Dozent, danach stehen zwei Expeditionen auf dem Plan. Eine werde ich machen und eine ihr, wenn Kagome mit möchte. Was danach ansteht werden wir sehen, doch ich denke wir sind damit mehr als ausgelastet."

"Ich würde gerne sehen was ihr so macht, vielleicht kann ich euch helfen und kann noch dazu lernen", kam es begeistert von Kagome, nachdem sie seiner Ausführung gelauscht hatten. Sesshomaru war für einen Bruchteil der Sekunde Eifersüchtig. So energisch und lebendig zu sein, war eine schöne Eigenschaft. Kein Wunder, dass Inu sie so sehr vermisst hat und nun jede Minute genießt., schoss es ihm durch den Kopf.

"Gut dann werden wir das so machen. Ich werde mich drum kümmern, dass Kagome ein Arbeitsvisen als Praktikantin in unserer Firma erhält, dann wird es leichter." Nun strahlte die Schwarzhaarige.

"Ich freue mich", rief sie aus und fiel Inu um den Hals.

"Das heißt, wenn bis zu den Sommerferien Komplikationen auftreffen sollten, musst du dich drum kümmern, Inu", erinnerte Sesshomaru und sein Bruder nickte.

"Geht klar, Großer", neckte er ihn und kassierte ein Schnauben. Kagome kicherte und stellte nun ein paar Fragen wie es dazu kam, dass die Beiden sich nun verstanden und einander halfen. Inu erzählte seiner Liebsten von der ersten Zeit im Dorf. Seiner Freundschaft zu einer gewissen Dame, dessen Namen er nicht nannte, doch Kagome wusste von wem er sprach.

Er hatte sie damals zum Schloss geleitet und traf zum ersten Mal nach Jahren wieder auf Sesshomaru. Zwar besuchte er oft seinen Schützling, doch immer dann, wenn Inu nicht da war. Aufmerksam hörte Kagome zu und erfuhr wie es weiterging.

"Ich habe Inu angeboten jederzeit sie besuchen zu können, wann immer er oder sie es wünschte. Diese Freundschaft wollte ich nicht zerbrechen. Sie erzählte mir einiges über das Dorf und auch über meinen Bruder", lächelnd sah Sesshomaru zu Inu. "Ich begriff, wie viel ich von ihm verlangte, ohne ihm zu sagen was der Grund für meinen Hass war. Rin sagte mir ich solle mit Inu reden und das haben wir bei seinem nächsten Besuch auch getan." Beide verschwiegen, dass er ihren Namen in den Mund nahm und so liebevoll von ihr sprach.

"Sess offenbarte mir, dass er mir die Schuld an Vaters Tod gab. Dabei wusste er nicht wohin mit seiner Wut und schlussendlich ließ er sie an mir aus", führte Inu fort. Kagomes Augen wurden groß und sie sah zwischen den Beiden hin und her.

"Oh", formte sich aus ihrem Mund und beide Brüder lachten leise.

"Ich war damals wirklich nicht fair zu Inu und ich bin froh, dass er mir das verziehen hatte", lächelte Sesshomaru ehrlich.

"Keh! Da ich den Grund kannte, konnte ich es irgendwie dann doch verstehen. Sess kannte Vater schließlich. Für mich war Vater nur ein Name, nichts weiter", zuckte der Hanyou mit den Schultern und lächelte. "Ich blieb dennoch im Dorf bei unseren Freunden, bis sie ...", er brach ab, doch Kagome wollte mehr wissen. "Nach ihrem Tod, verstreuten sich ihre Kinder im ganzen Land. Zwei Generationen hatte ich noch miterlebt, danach verlor sich die Spur, da der Geruch sich veränderte. Weshalb wir auch heute noch im Dunkeln tappen, ob und wo Sango und Miroku womöglich wieder geboren sind."

Verstehend nickte die junge Miko und lächelte. "Und danach warst du bei Sess?", wollte sie wissen und Inu lachte.

"Ich war schon nach dem Tod der beiden bei ihm. Es war schwer für mich das zu begreifen. Sess fing mich damals auf und wir beschlossen gemeinsam zu trainieren, um Frust abzubauen und natürlich, damit ich mein Yoki kontrollieren konnte." Kurz war Stille.

Sesshomaru durchbrach diese: "Ich war überrascht wie schnell er gelernt hatte und das beeindruckte mich. Nach und nach erzählte ich ihm von Vater und wir besuchten sein Grab. Wir kamen natürlich ins Grübeln, was wir all die Jahrhunderte tun sollten." Inu lachte und nahm Kagomes Hand.

"Zum Glück wusste ich wann ich dich abfangen konnte. Es war hart auch die letzten drei Jahre zu überstehen, doch Sess meinte, wenn der Brunnen nun doch aufgeht, solltest du die Wahl haben." Nun wurde sie neugierig.

"Denkt ihr, es wäre möglich gewesen, dass der Brunnen wieder aufgeht?" Sesshomaru nickte.

"In den Jahrhunderten habe ich viel gelesen und ‘magische Dinge’ funktionierten auf andere Art und Weise. Zum Beispiel der Angriff von Lady Tausendfuß kam dieses Mal einige Tage zu früh... Der Endkampf gegen Naraku einige Tage später... Deshalb vermute ich, dass es auch etwas mit dem Fluss des Baumes auf eurem Geländer zu tun hat", erklärte er und nun war die Schwarzhaarige Buff.

"Ernsthaft?" Beide Brüder zuckten mit den Schultern.

"Es kann möglich sein, aber auch komplett falsch. Es ist nicht nachweisbar, weshalb wir bis zum Schluss ausgeharrt haben", meinte Inu und lächelte. Sie nickte und begriff nur einen Teil davon.

"Dann können wir auch nicht ausschließen, dass sich der Brunnen irgendwann erneut öffnen könnte?", fragte sie unsicher und besorgt. Schließlich wohnte ihre Familie dort.

"Seit dem der Brunnen das letzte Mal damals aktiv war sind exakt 500 Jahre vergangen."

"Also durchaus möglich, dass es in 500 Jahren erneut passieren könnte, doch das kann nur die Zeit sagen...", meinte Sesshomaru und erneut kam ein "Oh" von ihr.

"Wie lange leben Dämonen und Hanyous?", wollte sie nun wissen.

"Hn", begann der Ältere. "Nun... Vater war mehr als 3000 Jahre alt als er starb... der Älteste Dämon, den ich kenne ist um die 5000 Jahre alt, also schätze ich mal, dass wir sehr alt werden können...", lächelte er und Inu grinste.

"Uralt und grau", neckte er ihn und kassierte einen spielerischen Schlag von Kagome in die Seite. "Hey!", rief Inu aus und Sesshomaru lachte.

"Bei Hanyous kommt es viel auf das Dämonenblut an. In Inu fließt Vaters Blut, also eine mächtige Blutlinie. Ich denke die meisten Hanyous werden mindestens halb so alt wie ihre vollwertige Yokais", meinte der Ältere und Kagome nickte.

"Also werden wir uns überraschen lassen wie alt und grau Inu wird", lachte sie und die Brüder stimmten mit ein.

Die Stimmung war nun ausgelassen und sie sprachen noch einige Zeit über die Vergangenheit. Die Brüder erzählten mehr über ihre Arbeit. Interessiert speicherte Kagome alles ab und freute sich sehr darüber bald Shippo begegnen zu können. Sie war zwar neugierig, was der kleine Fuchs so alles erlebt hatte, doch wollte sie ihn persönlich fragen.

Nach dem Essen räumten sie gemeinsam ab und Sesshomaru machte Kaffee und Tee. Das Paar zog sich auf die Coach zurück und genoss den schönen Ausblick aus dem Fenster. Mit einem Tablett brachte Sesshomaru Getränke zu den Beiden und etwas Gebäck. Gemütlich verspeisten sie auch die Süßware und Kagome kicherte.

"Was los?", wollte Inu wissen.

"Ich hätte mir nie erträumt mit euch beiden hier zu sitzen und Tee zu trinken", lachte sie.

"Ausnahmsweise benimmt sich Inu auch kultiviert", neckte Sesshomaru und beleidigt brachte Inu ein "Keh!" heraus. Die junge Frau kam nicht mehr aus dem Lachen raus. Es steckte die Brüder ebenso an.

"Ich freu mich echt auf die Zukunft", meinte Kagome ehrlich und Inu küsste sie sanft.

"Und ich erst", nuschelte er und sah sie lächelnd an. Einen Moment gönnte Sesshomaru den Beiden, bevor er einschritt.

"Geht bitte runter zu euch, um eure Triebe zu befriedigen", kam es ruhig von ihm, während er am Kaffee nippte. Knallrot sahen sie zu ihm. Erst jetzt fielen Kagome die Worte von vorhin ein.

"Moment... du hast uns echt gehört?", fragte sie und er schmunzelte. "INU!", rief sie aus, doch dieser zuckte mit den Schultern.

"Dämonen sind freier in Bezug auf ihre... na du weißt schon", versuchte er zu erklären, woraufhin Sesshomaru lachte.

"Oh Inu, du machst es gerade nicht besser", kam es belustigt vom Älteren. "Dämonen haben keine Probleme damit andere dabei zu hören oder zu riechen, doch ich möchte euch diese Privatsphäre gerne lassen, aber das kann ich nur, wenn ich weiß, dass ihr vorhabt..."

"Also... wir... wie...", stotterte Kagome vor sich hin und schluckte. "Es war keine Absicht", kam es kleinlaut von ihr und nun schnaubte Sesshomaru.

"Kagome, mach dir darum keine Sorgen." Er schenkte ihr ein Lächeln. "Warnt mich nur vor und ich bleibe erstmal fern", zwinkerte er und sie nickte errötet. Inu drückte seine Liebste an sich und dankte seinem Bruder.

"Da ich davon ausgehe, ihr werdet gleich wieder kuscheln, werde ich mich ins Büro zurückziehen und den Papierkram erledigen, damit wir in zwei Tagen fliegen könnte." Unfähig etwas zu sagen, nickte Kagome nur und Inu kichert, als Sesshomaru die Wohnung verließ.

"Ich fühl mich nun schlecht", seufzte sie.

"Brauchst du nicht, mein Juwel. Komm lass uns Heim", flüsterte er und sie nickte schwach.

"Wie Sess es sagte, sind Dämonen da nicht so...", begann Inu und kassierte ihren Ellenbogen in die Rippen.

"INU! Lass das, sonst kann ich nicht...", meinte sie knallrot. Der Gedanke, dass Sesshomaru wusste was sie trieben oder noch treiben würde, behagte ihr einfach nicht.

"Du gewöhnst dich dran", raunte Inu an ihrem Ohr, als sie im Fahrstuhl waren und ein Stockwerk tiefer fuhren. In ihrer Wohnung angelangt, ließ Kagome sich erschöpft auf das Sofa nieder.

"Das war heute eine Menge Information für dich, Gomen", kam es liebevoll von Inu, doch sie winkte ab.

"Danke, dass ihr mir davon erzählt habt", lächelte sie und ließ sich von ihm auf die Arme heben.

"Du solltest dich erholen", meinte er und trug sie ins Bett, nur um dort erneut über sie herzufallen.

Ai und Shippo

Am nächsten Morgen erwachte Kagome früher als Inu. Er lag auf dem Bauch und bot ihr einen schönen Ausblick. Lächelnd betrachtete sie ihn. Es kam ihr immer noch wie ein Traum vor, weshalb sie sanft ihre Hand auf seinen Rücken legte. Er war wirklich neben ihr. Liebevoll fuhr sie seine Wirbelsäule entlang.

"Ich bin da", brummte er verschlafen und drehte seinen Kopf zu ihr.

"Ent…", begann sie, doch unterbrach er sie mit einem Kuss. Automatisch schlossen sich ihre Augen und sie erwiderte seine Liebkosung. Als er sie freigab, lächelte er.

"Ich gehe nicht weg", neckte er sie und sie wurde rot.

"Es ist schön, dass du da bist." Ihre Worte waren die schönsten, die er seit Jahren vernahm.

"Du solltest Manami anrufen und ihr sagen, dass du in den nächsten Wochen nicht da bist", erinnerte er sie.

"Oh stimmt", nuschelte sie und kramte nach dem Handy. Sogleich tippte sie die Nummer ein und sprach mit ihrer Mutter. Inu stand auf und machte Frühstück fertig. Er wusste, dass seine Liebste länger brauchen würde. Er nutzte die Zeit und checkte sein Handy.

Ein Grinsen lag auf seinen Lippen. Sesshomaru hatte die Tickets am Schalter hinterlegt. Deshalb musste er sich darum nicht sorgen. Auch Shippo hatte ihn angeschrieben, ob Kagome mitkommen würde. Er kicherte leicht und schrieb, dass er seine Liebste mitbringen würde. Der Fuchsyokai freute sich sehr und wollte wissen, wann sie landen würden. Schließlich wollte er sie abholen. Eilig leitete Inu ihm die Flugbuchung weiter und bedankte sich. Auch Inu freute sich den Kleinen wieder zu sehen, obwohl er nun nicht mehr klein war.

"Wieso grinst du so?", fragte Kagome hinter ihm.

"Äh… Sess schrieb mir, wir sollen die Reisepässe nicht vergessen einzupacken."

"Oh, den muss ich noch bei Mama holen."

"Sollten wir hinbekommen", lachte Inu und verschwieg ihr die kleine Überraschung, die Shippo für sie hatte. "Lass uns essen."

Kagome nickte und staunte, da er ihr schon eine Tasse Tee gab. "Danke", hauchte sie. Gemeinsam setzten sie sich und begannen mit dem Essen. Inu hatte Reis, Gemüse, Misosuppe und etwas Fisch vorbereitet.

"Du kannst kochen?", wunderte die junge Frau sich und er lachte leise.

"Sess und ich hatten Langeweile, also haben wir kochen gelernt." Nun waren ihre Augen ganz groß.

"Und ich dachte du ernährst dich von deinen Instantnudeln", lachte sie und er musste auch lachen.

"Die Dinger liebe ich immer noch, doch wurden sie leider erst vor knapp 50 Jahren erfunden", schmollte er spielerisch. Das brachte sie nur noch mehr zum Lachen.

"Unverbesserlich", grinste sie.

"Anders wäre es doch zu langweilig." Er zuckte mit den Schultern und sah ihr Nicken. Wie sehr hatte er es vermisst mit ihr zu reden. Glücklich lächelte er sie an, während sie weiter aß.

Nach dem Essen räumten sie zusammen auf und gingen gemeinsam duschen. Sie genossen die Zweisamkeit und da Inu ihr versichert hatte, dass Sesshomaru nicht da war, ließ sie auch mehr zu. Sie liebte ihren Hanyou sehr, besonders seine Liebkosungen. Wie sollte sie da nur widerstehen und vor allem wie konnte sie davor ohne ihn leben.

Glücklich stieg sie aus der Dusche und wickelte sich ein Handtuch um den Körper. Kurz darauf kam Inu auch heraus und trocknete sich ab. Im Gegensatz zu Kagome ging er nackt zu seinem Schrank und suchte sich seine Sachen heraus. Sie bewunderte ihn, dass er so locker damit umging. Lächelnd folgte sie ihm und musterte ihn eingehend. Er hatte deutlich mehr Muskeln als zuvor. Ein herrlicher Anblick bot sich ihr und sie lief knallrot an, als sich ihre Blicke kreuzten.

“Gefalle ich dir?”, neckte er sie und unbewusst folgte ein Nicken von ihr.

“Gut, denn du mir auch”, grinste er. Einen Wimpernschlag später stand er schon vor ihr und küsste sie. “Wir sollten deinen Pass holen und die Koffer vorbereiten. Der Flug geht in der Früh.”

Immer noch errötet stimmte sie ihm zu und schlüpfte in ihre Unterwäsche. Darüber zog sie sich ein rotes, schlichtes Sommerkleid an. Ein leichtes knurren stahl sich aus Inus Brust und verlegen lächelte sie.

“Danke”, hauchte sie, während er seine Gestallt für alle tarnte. Immer noch fasziniert darüber beobachtete sie ihn und spürte diesmal leichte Wellen seines Yokis.

Danach holten sie Kagomes Reisepass bei Manami ab, sprachen mit ihr über die kommende Zeit. Inu fragte ganz formell, ob Kagome bei ihm auch einziehen dürfte, wenn sie wieder zurück wären. Natürlich hatte Kagomes Mutter keine Bedenken, da ihre Tochter nun wieder glücklich war. Jedoch mussten die beiden versprechen einmal die Woche zum Essen zu kommen, wenn sie im Land sind.

Das Paar nickte sofort zustimmend und auch sie konnten jederzeit die Beiden besuchen. Sie blieben noch eine Weile dort, bevor sie wieder heimfuhren und dort die Koffer packten. Inu bestand darauf, nur das nötigste mitzunehmen, wenn was fehlen sollte, würden sie dort einfach einkaufen gehen. Auch wenn es Kagome nicht behagte, so willigte sie ein.

Den Abend verbrachte das Paar gemütlich zu Hause. Sie genossen die Zweisamkeit. Sesshomaru gab ihnen den Freiraum und schickte Inu eine Nachricht, dass alle notwendigen Unterlagen schon bei Shippo wären. Er selbst würde ebenso am gleichen Tag abreisen, nur mit dem Unterschied, dass er seine dämonische Form dafür nutzte. Was ihm wohl keiner verübeln konnte, schließlich war es viel schöner selbst zu fliegen, als in einem Flugzeug.
 

Schon bald wurde es hell draußen und Inu weckte sanft seine Liebste. Sie grummelte zwar etwas, aber wusste, dass sie im Flugzeug schlafen konnten. Nachdem sie noch einmal alles gecheckt hatten, verließen sie die Wohnung und Inu fuhr mit dem Firmenwagen zum Flughafen. Dort ließ er das Auto stehen, gab der Security Bescheid, dass dieses bis Ende des Monats dort bleibt. Die Rechnung für die Gebühren würde später die Firma erhalten.

Kurzerhand standen sie bereits am Schalter, um ihre Tickets abzuholen. Die Dame trug noch die Nummern des Reisepasses ein und überreichte alles an die Beiden zurück. Damit gaben sie ihr Gepäck ab und checkten ein.

Eine knappe Stunde später saßen sie auch schon an Bord. Sesshomaru hatte den beiden sogar 1. Klasse Tickets besorgt. Schließlich dauerte der Flug gute 22 Stunden. Nach einigen Stunden döste Kagome ein und lehnte sich an Inus Schulter. Er küsste sanft ihren Haaransatz und las in der Zeit die Unterlagen, die ihm Shippo bereits zugeschickt hat.

Vor allen Dingen, welche Museen sie auf dem Plan hatten. Mit Shippo zusammen würden sie ausarbeiten wie lange sie in etwa brauchen würden, damit sie alle 4 Anfragen bearbeiten konnten und die Museen kontaktieren konnten. Sie mussten wissen, wann sie dort arbeiten könnten und vor allem, ob sie ungestört dabei wären oder nicht.

Einige Stunden später erwachte Kagome und die Beiden aßen eine Kleinigkeit und unterhielten sich über die bevorstehende Arbeit. Inu bemerkte ihre steigende Nervosität.

“Mach dir keine Gedanken. Shippo wird sich freuen, mein Juwel”, lächelte der Hanyou und sie nickte nur kurz.

“Wenn du das sagst, wird es so sein.” Seine Worte beruhigten sie ein wenig und sie sahen gemeinsam aus dem Fenster und kuschelten etwas. Der Vorteil an erster Klasse war einfach der angenehmere Sitz. Inu zog kurzerhand seine Liebste zu sich auf den Schoss. Die anderen ignorierte er, da sie nichts verbotenes taten. Er war froh darum, dass Kagome das zuließ, denn es war einfach schöner so die letzten Stunden des Fluges zu verbringen.

Erst einige Zeit vor dem Landefluges trennte sich das Paar und Kagome setzte sich auf ihren Sitz. Sie schnallte sich an und Inu ergriff ihre Hand.

“Gleich sind wir da”, flüsterte er und sie nickte.

“Gleich”, nuschelte sie und atmete tief durch. Ohne Probleme verlief die Landung, die Beiden stiegen aus und holten das Gepäck ab. Kagome gähnte etwas und blinzelte ihren Freund an, als dieser lachte.

“Müde?”, neckte er sie, doch sie schüttelte den Kopf und meinte, sie wäre eher erschöpft. Lachend nahm er ihr den Koffer ab.

“Bin gespannt, ob du Shippo erkennen wirst”, grinste Inu breit und mit großen Augen blickte sie zu ihm.

“Wie?”, fragte sie.

“Er holt uns.” Ihr entgleiste das Gesicht.

“Echt?!”, rief sie aus und er nickte.

“Deine Überraschung”, kicherte er. “Komm, er wartet bestimmt schon auf uns.”

Bei diesen Worten nickte sie nur und wurde nun doch wieder nervös. Tausend Fragen schossen ihr in den Kopf und sie grübelte nach. Inu führte sie durch den Sicherheitscheck hinaus zu dem Wartebereich. Er sah den kleinen Kitsune schon von weitem und sein Geruch hatte er schon in der Nase, seit sie das Gepäck abgeholt hatten. Er grinste leicht und sah zu seinem Juwel.

Sie sah sich unsicher um. Es war eine große Halle und viele Menschen liefen hier herum. Auch wenn sie in die richtige Richtung sah, doch übersah sie ihn wohl, da sie eher darauf aus war, einen kleineren Teenager zu suchen. Inu schmunzelte und flüsterte: “Er ist erwachsen geworden.”

Große blaue Augen trafen auf Gold. Sie schluckte und wurde leicht rot. Erst jetzt bemerkte sie, dass sie von 3 Jahren ausging und nicht von 500 Jahren. Verlegen nickte sie und suchte weiter. Diesmal entdeckte sie einen jungen Mann. Er hatte rötliches Haar, es war länger und fiel ihm über die Schultern. Er lutschte an einem Lolli und brachte sie so zum Kichern.

DAS war definitiv ihr kleiner Shippo. Wobei klein nun absolut nicht mehr zu dem Kitsune passte. Sie lief sofort zu ihm. Inu folgte ihr und grinste breit, als er bemerkte, dass Shippo es Kagome leichter gemacht hatte, nachdem er den Lolli in den Mund nahm. Shippo schloss Kagome direkt in seine Arme, als sie auf ihn zu lief und vor ihm stehen blieb.

“Willkommen Kagome”, flüstert er und drückte seine langvermisste Freundin an sich. Inu gab ihnen etwas Zeit. Als er Kagomes Tränen roch, sagte er: “Nicht weinen, Juwel. Shippo geht es gut wie du sehen kannst.”

Der Kitsune sah nun direkt in ihre blauen Augen. “Inu hat Recht”, meinte er und wischte ihr die Tränen aus dem Gesicht. “Kommt, ich bringe euch zu uns. Ai kocht schon fleißig”, zwinkerte er und Inu grinste.

“Perfekt. Ich habe schon Hunger.”

Diese Worte brachten Kagome und Shippo zum Lachen. Das war nun mal der Hanyou. Er ließ sich schon immer mit Essen locken. Gemeinsam verließen sie das Gebäude und Shippo brachte sie zu seinem Wagen. Inu verstaute die Koffer im Kofferraum, Kagome stieg ein und Inu ebenso.

Kurz darauf fuhr der Kitsune los. Brachte die Beiden zu sich nach Hause. Shippo bewohnte eine große Wohnung in einem der Wolkenkratzer in Hempstead. Die Fahrt war sehr schweigsam verlaufen, da Kagome fasziniert aus dem Fenster sah und die beiden Männer fast ausblendete. Das nahmen sie ihr natürlich nicht Übel. Sie war zum ersten Mal in New York.

Shippo fuhr in die Tiefgarage, parkte das Auto und gemeinsam gingen sie zum Aufzug. Dort drückte Shippo ganz routiniert die 43. Etage und somit die Höchste. Nachdem die Türen sich öffneten schritten alle drei hinaus und Kagome sah sich um. Es gab hier zwei Eingänge. Die linke Tür wurde vom Kitsune geöffnete und er trat ein. Beide Gäste folgten ihm und streiften sich die Schuhe ab.

“Bin wieder da, Ai”, kam es von ihm und die drei hörten ein leichtes Poltern. Ein Fluchen folgte. Während Kagome und Inu sich gegenseitig ansahen, lachte Shippo los und ging einfach in die Küche. Dort stand seine Frau und machte den Tisch fertig. Sein Sohn spielte mit den Plastikbechern, mal wieder warf er sie zu Boden.

“Entschuldige, es hat länger gedauert”, flüsterte der Kitsune und küsste seine Frau liebevoll.

“Macht nichts.” Sie blickte zur Tür und lächelte.

“Kommt rein ihr Beiden”, forderte er sie auf und sie kamen näher. Ai nahm Kagome direkt in die Arme.

“Willkommen bei uns.”

“Danke, Ai”, nuschelte die Schwarzhaarige. Erneut ein Scheppern und alle sahen zu dem kleinen Mann.

“Oh das ist Taiki, unser Sohn”, lächelte Shippo und Kagome sah ihn mit großen Augen an.

“Du... bist Papa?”, fragte sie erstaunt und der Kitsune kratzte sich verlegen am Kopf.

“Irgendwie schon, ja”, gestand er und Inu lachte.

“Der Kleine ist letztes Jahr zur Welt gekommen”, erklärte Ai. Sofort lächelte Kagome und beglückwünschte die Beiden. Der Kleine sah Shippo sogar sehr ähnlich.

Sogleich setzten sie sich und genossen das Essen. Ai hatte für Kagome extra japanisch gekocht. Sie unterhielten sich über alles Mögliche und es fühlte sich so an, als wäre man nie weg gewesen. Taiki spielte mehr mit dem Essen, als er es aß, aber das war normal. Schnell wurde die junge Miko neugierig und fragte die Beiden wie es dazu kam, dass sie nun ein Paar sind. Sie sahen sich kurz an und wurden rot.

“Also... das war...”, begann Shippo verlegen und Inu grinste breit.

“Wir haben uns etwa 200 Jahre nach eurer Abreise von der Insel wieder gefunden”, meinte Ai. Sie lächelte ihren Mann an.

“Ich bin damals mit den Anderen auf Reisen gegangen, um die Welt kennen zu lernen und plötzlich sehe ich Shippo. Ich habe ihn sofort erkannt. Er mich weniger...”

“Lag daran, dass du dich verändert hattest. Außer deine Augen, sie waren immer noch dieselben”, kam es verträumt vom Kitsune. Kagome lächelte und blickte zu Inu.

“Das hört sich toll an”, hauchte sie und das verheiratete Paar nickte.

“Ja, wir sind einige Male ausgegangen und haben gemerkt, dass da mehr war. Also blieb ich bei Shippo. Gemeinsam haben wir die Welt bereist.”

“Dabei wurde ich zum vollwertigen Fuchsyokai mit einer richtigen Form und erhielt den erwachseneren Körper. Nun kann ich nach Belieben meine Formen nutzen”, kam es stolz von dem rothaarigen Mann und Kagome gratulierte.

“Ich bin sehr stolz auf dich und du siehst großartig aus”, lächelte sie. Das restliche Gespräch am Tisch verlief ähnlich. Shippo und Ai erzählten, wie sie Sesshomaru und Inu unterstützten in der Firma. Später auch Teilhaber wurden und natürlich auch von ihrer Hochzeit vor 50 Jahren.

Nach dem Essen brachte Ai ihren Sohn ins Bett. Shippo und Inu gingen die Details der Arbeit durch. Sie waren sehr routiniert und verstanden sich hervorragend. Kagome kicherte leise, als sie an die vielen Male dachte, in denen sich die Beiden stritten oder sogar prügelten. Überrascht richteten beide ihre Augen auf sie.

“Entschuldigt”, lachte sie und sah wie bei ihnen die Fragezeichen im Gesicht aufpoppten. “Ich habe mich nur erinnert wie ihr damals miteinander umgegangen seid und nun... seid ihr so harmonisch”, erklärte die Miko immer noch kichernd. Die beiden Jungs sahen sich und dann sie wieder an. Nun lachten auch sie.

Ai freute sich über die Szenerie sehr. “Lass die Jungs ihren Plan machen. Komm ich zeig dir ein paar Fotos”, grinste Ai und noch bevor Shippo etwas sagen konnte, waren die Frauen schon weg.

“Ai zeigt ihr sicher nur die, die eure Familie betreffen”, beruhigte Inu ihn und der Kitsune nickte.

“Lass uns fertig machen, damit wir zügig die Jobs erledigen... wo waren wir? Ach ja hier 2 Museen, denkst du wir können das in einer Woche schaffen?” Shippo überlegte.

“Wenn wir ungestört arbeiten können ja, dann kann ich etwas Zeitersparnis rausholen, wenn wir im laufenden Betrieb arbeiten müssen... werden wir wohl doch neun oder zehn Tage brauchen.”

“Dann werden wir morgen nachfragen müssen”, kam es von Inu.

“Sieht so aus. Ihr schlaft doch hier?”, fragte Shippo und Inu grübelte nach.

“Wenn es Kagome recht ist, gern. Dann können wir morgen früh das mit den Museen klären.”

Damit stand ihr Plan fest, während Ai Kagome einige Alben zeigte. Darunter auch das Hochzeitsalbum. “Wow, wunderschönes Kleid.” Die Miko kam nicht mehr aus dem Staunen heraus. Es waren schöne Fotos dabei, auch Koga und Ayame waren auf einigen zu sehen.

“Ich freue mich, dass ihr zusammen gehalten habt”, kam es von ihr und Ai lächelte.

“Ja wir wurden eine große Familie, dank Inu und Sess. Shippo erzählte mir, dass es nicht immer so war.” Nachdenklich nickte Kagome.

“Ich bin froh, dass sie einander hatten und sie sich gegenseitig helfen. Auch wenn es etwas verwirrend ist.”

“Das glaube ich gern, aber du hast nun Zeit alles zu entwirren”, lachte Ai und sie sahen sich noch einige mehr Fotos an.

Erst als die Herren zu den Damen stießen sahen sie auf. “Na fertig besprochen?”, fragte Ai und ihr Mann nickte.

“Ja, den Rest müssen wir morgen klären und uns dann an die Arbeit machen.”

“Ich würde euch gern helfen, aber...”, begann sie, doch Inu winkte ab.

“Keine Sorge wir bekommen das zu dritt schon hin.” Dankend nickte sie Inu zu.

“Kommt ich bring euch in euer Zimmer, dann könnt ihr auch etwas erholen”, meinte Ai lächelnd und Kagome sah sie verwirrt an.

“Ihr schlaf doch hier oder?”, fragte nun Shippo. Sie sah unsicher zu Inu rüber.

“Dürfen wir?”, fragte sie und das Ehepaar lachte leise.

“Nichts lieber als das. Wir haben genug Platz hier”, kam es schon von dem Kitsune. Sofort wurde er von der Miko umarmt.

Danach brachten die Beiden ihre Gäste ins Gästezimmer und wünschten ihnen eine gute Nacht. Nachdem das junge Paar alleine im Zimmer war, seufzte Kagome erleichtert auf und ließ sich auf das Bett fallen. “Es war ein wirklich schöner Tag”, kam es glücklich über ihre Lippen und Inu lachte leise.

“Du hast dir umsonst Sorgen gemacht.”

“Ich weiß... doch es ist schön zu sehen, wie glücklich die Beiden sind.” Der Hanyou stimmte ihr zu und zog sie zu sich hoch.

“Na komm, wir sollten etwas schlafen, denn morgen haben wir noch sehr viel Arbeit vor uns. Wir sollten das so gut es geht schaffen, damit wir auch Spaß haben können.”

Müde nickte Kagome und sie zogen sich für die Nacht um. Arm im Arm schliefen sie sehr schnell ein. Der Tag war anstrengend und aufregend gewesen und doch hatten sie alle sehr viel Spaß miteinander. Die nächsten Tage werden sicher an den Kräften der Freunde zerren. Doch gemeinsam würden sie das schon schaffen.

Amerika

Die ersten Tage waren sehr anstrengend gewesen, denn sie mussten sich erstmal einen Überblick verschaffen. Leider waren viele Archive so chaotisch angeordnet, dass das richtige zu finden ein wahres Grausen war. Zum Glück waren sie unter sich und Shippo konnte mit seiner Fuchsmagie etwas Licht ins Dunkle bringen.

Kagome staunte wie gut er diese beherrschte und neckte ihn unbewusst. Das wiederum brachte Inu zum Lachen und den Kitsune zum Erröten, denn er hatte sich damals echt dumm angestellt. Tausendfach entschuldigte sich die junge Miko, doch der Fuchs winkte nur ab.

“Halb so schlimm, Kago-chan", lächelte er sie an und sie brachten Ordnung in die Sache, um besser arbeiten zu können.

Die Organisierung hatte drei Tage gedauert. Danach ging es sehr gut voran. Inu wurde sogar klar, warum Sesshomaru das nicht machen konnte, denn in zwei Wochen wäre das sicher nicht möglich gewesen. Kagome war an diesen Tagen überfordert gewesen, doch nun hatte sie auch helfen konnte. “Und so etwas macht ihr jetzt schon seit Jahrhunderten?”, wollte sie wissen und Shippo lachte.

“Ja, es macht auch Spaß. Besonders neue Ausgrabungen sind einfach eine schöne Abwechslung und so können wir unser Wissen weitergeben”, erklärte der Kitsune. Sie hatten eine kleine Pause eingelegt und Inu war was zu essen besorgen. Diese Zeit wollte die junge Miko nutzen.

“Shippo”, begann sie leise und er sah auf. “wart ihr mir wirklich nicht böse?” Ihre Frage war kaum mehr als ein Flüstern.

“Aber nein, Kago-chan. Anfangs dachte Inu zwar, dass du nicht mehr mit uns zusammen sein wolltest. Aber da der Brunnen kein einziges Mal aufging, wusste er, dass es nicht an dir lag. Wir befürchteten auch, dass der Brunnen einfach nicht mehr aufging. Anfangs waren wir alle sehr traurig.” An dieser Stelle unterbrach sich Shippo und lächelte seine Freundin an. “Sango-chan hat gesagt, egal was passieren wird, irgendwann werden wir uns alle wiedersehen und genau daran haben wir festgehalten. Natürlich fand ich das eigenartig, dass Inu und Sess sich nach einigen Jahren nun doch irgendwie angefreundet haben. Ich war sehr skeptisch, doch Inu bat mich, seinem Bruder eine Chance zu geben und so wurden wir auch irgendwie Freunde.”

Kagome lauschte den Worten des Kitsunes und musste schluchzen, denn sie war so ergriffen davon. “Shippo”, nuschelte sie und wurde gleich von dem Rothaarigen in den Arm genommen.

“Mach dir keine Gedanken darüber. Wir freuen uns alle sehr, dass du wieder da bist und gemeinsam verbringen wir unsere nächsten Jahre”, sprach er und drückte sie sanft an sich. Inu war gerade zurück gekommen und lächelte seinen Freund an. Er hatte es bereits geahnt, dass Kagome alleine mit dem Kleinen sein wollte, um ihn genau das zu fragen.

“Shippo hat Recht”, erhob er seine Stimme und beide blickten zu ihm. Kagome wollte ihre Tränen wegwischen, doch da stand Inu bereits vor ihr und küsste diese sanft weg. Errötet nickte sie und Shippo lächelte.

Damit war die junge Frau beruhigt und gemeinsam aßen sie Sandwiches. Ungewohntes Essen für Kagome, doch es schmeckte ihr wirklich sehr. Danach machten sie mit ihrer Arbeit weiter und erledigten diese so zügig wie möglich. Schließlich wollten sie auch ein wenig die Freizeit genießen. An diesem Abend würden sie gemeinsam mit Ai und dem kleinen Taiki zum Essen gehen. Als Spaßprogramm stand Bowling auf dem Plan. Da Kagome das noch nie wirklich gemacht hatte, wollten Shippo und Inu es ihr zeigen. Darauf freute sich die Schwarzhaarige natürlich sehr.

Am frühen Abend machten sie Schluss für den Tag. Während Shippo seine Familie abholen fuhr, schlenderten Kagome und Inu durch die Straßen. Eine Stunde hatte das Paar, bis sie im Restaurant sich mit den Anderen trafen. Gemeinsam sahen sie sich die Schaufenster an und leise schwärmte Kagome vor sich hin.

“Wir können auch reingehen, wenn du magst”, schlug Inu vor, doch sie schüttelte den Kopf.

“Vielleicht nächstes Mal”, kam es schüchtern von ihren Lippen. Sie fand es nicht richtig sein Geld auszugeben.

“Na gut”, seufzte der Hanyou und sie gingen weiter. Natürlich beobachtete er sie und lächelte. Ihm war durch aus bewusst, dass sie sich unwohl fühlte dabei Geld auszugeben, doch das würde er ihr schon beibringen, dass er auch für sie gespart hatte. So musste sie auf gar nichts verzichten.

Da sie kurz vor dem Treffen am Restaurant ankamen, warteten beide auf Shippo, Ai und Taiki. Nur wenige Minuten später kam die kleine Familie dazu und sie gingen hinein. Dort wurden sie an einen Tisch gebracht und bestellten sofort ihr Essen. Dabei sprachen sie über alte Zeiten und auch über die Zukunft. Taiki saß die meiste Zeit bei Shippo auf dem Schoss und Kagome wollte auch mal. Deshalb gab Shippo ihr seinen Sohn und der Kleine sah sie mit großen Augen an. Da sie schon den 4. Tag mit ihnen verbrachten, hatte er sich an die Gäste gewöhnt.

“Echt niedlich”, kicherte Kagome und spielte mit ihm. Inu beobachtete die Situation und sein Herz schlug schneller. Es wäre ein Traum eines Tages seine Liebste mit ihrem Kind zu sehen.

Verträumt bemerkte er gar nicht, dass Shippo mit ihm sprach. Das nutzte der Kitsune natürlich aus und neckte Inu: “Na, träumst du schon von deinen ganzen Kindern?”

“WAS?!”, rief Inu aus und blinzelte den Rothaarigen an. Dieser lachte laut los und auch Ai musste lachen. Nur Kagome und Inu sahen sich verwirrt an.

“Was ist los?”, fragte sie neugierig.

“Och, ich meinte nur, dass Inu davon träumt dich in Mitten eurer Kinder zu sehen”, lachte Shippo und Kagome lief knallrot an.

“Stimmt das?”, nuschelte sie und Inu reagierte wie immer mit einem: “Keh! So ein Blödsinn!” Nach diesen Worten erhob er sich und ging zu den Toiletten.

“Hör nicht auf ihn, Kago-chan. Er hat genauso ausgesehen wie Shippo, als ich die kleine Airin hielt”, lächelte Ai und Kagome sah fragend zu ihr.

“Wer ist Airin?”

“Oh entschuldige, das ist die Tochter von Ayame und Koga. Sie müsste bald 100 Jahre alt sein”, erklärte die andere Frau und Kagome lächelt.

“Also haben sie auch schon ein Kind”, gluckste die Schwarzhaarige erfreut.

“Eins?” Shippos Augenbraue ging nach oben. “Kago-chan, die Beiden waren sehr fleißig und ihre Zwillinge sind vor 5 Jahren geboren. Damit haben sie nun 10 Kinder”, lachte der Kitsune und der Miko klappte der Mund auf.

“10? Ernsthaft?”, kam es stockend von ihr und beide nickten.

“Sie sind seit knapp 500 Jahren ein Paar. Da passiert sowas schonmal”, lächelte Ai. Kagome lachte leise und knuddelte mit dem kleinen Taiki, der erfreut gluckste.

“Er mag dich, Kago-chan", meinte Shippo und sie freute sich.

“Ich mag ihn auch.”

Kurz danach kam Inu zurück zu der Gruppe und sie aßen zu Ende. Danach machten sie sich auf dem Weg zu einem der vielen Bowlingbahnen. Dort verbrachten sie einen lustigen und schönen Abend. Taiki schlief irgendwann ein, so dass auch Ai etwas aktiver mit spielen konnte. Sie machten viele Fotos und ein paar davon schickte Kagome an Sesshomaru.

Er wiederum schickte ihr das ein oder andere Bild von seiner Arbeit, ihm und Koga mit Ayame. Langsam tastete sich die junge Miko daran, diese auch an zu sehen. Das Wolfspaar hatte sich kaum verändert. Man sah ihnen nur an, dass sie erwachsener geworden sind.

“Du kannst sie jederzeit anrufen oder anschreiben”, raunte es neben ihr und sie zuckte zusammen. Sie blickte zur Seite und entdeckte ihren lächelnden Freund.

Gleich lehnte sie sich an ihn und flüsterte: “Danke, später vielleicht.”

Sie war noch nicht soweit und Inu würde sie auch nicht drängen, genauso wenig wie die anderen. Spät in der Nacht kehrten sie zurück in die Wohnung und Kagome ging gleich schlafen. Shippo und Inu durchsprachen noch die nächsten Schritte. Da der Kitsune seiner Frau auch im Büro helfen sollte, vereinbarten sie den nächsten Tag dafür.

Erst danach legte sich Inu zu seiner Liebsten und sie kuschelte sich sofort an ihn. Lächelnd beobachtete er sie, bis auch er einschlief.
 

Somit verbrachte Shippo den Tag bei seiner Frau Ai im Büro. Taiki forderte seine Eltern ganz schön, schließlich wollte er auch nicht mehr untätig irgendwo herum sitzen. Inu und Kagome waren demnach alleine im Museum.

Bis zum späten Abend arbeiteten sie fleißig den Katalog ab. Fehlendes wurde ergänzt und aktualisiert. Zum Mittag waren sie essen gegangen und zum Abend hatten sie sich ein paar Sandwiches geholt. Nachdem es nun auch schon dunkler wurde und die Beiden so gut wie alleine im Gebäude waren, neckte Inu seine Freundin. Sie hatte sich die letzten Tage geziert, da es ihr unangenehm war bei Shippo und seiner Familie mit ihrem Freund zu schlafen. Doch jetzt waren sie unter sich. Keiner würde sie stören, auch wenn der Ort sehr ungewöhnlich war.

“Bist du sicher, dass uns hier keiner hört?”, nuschelte Kagome gegen seine Lippen und Inu nickte.

“Ganz sicher. Der Nachtwärter ist ein Mensch, also wird er uns sicher nicht hören”, raunte er mit tiefer Stimme und küsste gierig die Lippen seiner Liebsten.

“Inu”, keuchte sie und er grinste. Sie wollte ihn immer in seiner natürlichen Gestalt, weshalb er sich verwandelte und sie neckend anblickte. “Schon besser”, hauchte sie und ließ sich von ihm mittreiben auf den Wellen der Sehnsucht und Lust. Es war schon einige Tage her und umso feuriger wurde ihre Vereinigung. Erschöpft ließ sich Kagome gegen ihren Hanyou fallen und keuchte.

“Wow”, verließ es ihre Lippen und er hielt sie fest. Nach einigen Momenten stellte er sie auf ihre Füße und sie zupfte ihre Kleidung zurecht. Lächelnd stahl sich Inu noch einen Kuss von seiner Liebsten.

“Ich liebe dich”, hauchte er an ihrem Mund.

“Ich dich auch”, seufzte sie glücklich und sie blieben noch einem Moment. Inu hatte sich auf den Stuhl gesetzt und Kagome auf seinen Schoss. Es war einfach wunderschön gewesen. Zusammen diesen Moment zu genießen.

Später machten sie sich auf dem Rückweg zu ihren Freunden. Dort aßen sie gemeinsam zu Abend und Shippo lächelte die Beiden an, denn er konnte sich schon vorstellen, warum sie später zurück kamen als sonst.
 

Die nächsten Tage liefen fast ähnlich ab. Jedes Mal, wenn der Kitsune bei seiner Frau im Büro war, verführte Inu seine Liebste. An den anderen Tagen unternahmen sie viel gemeinsam. Nach der Arbeit trafen sie sich zum Essen und gingen mal ins Theater, Kino oder auch in eines der vielen Musicals. Auch wenn Inu nicht gerne dort rein ging, so machte es Kagome Spaß, also ließ er sich überreden.

Natürlich nahm er sich auch Zeit mit ihr so richtig shoppen zu gehen. Er schimpfte mit ihr, denn er wollte, dass sie sich auch was gönnt. Nachdem er ihrem Deal, ihm alles irgendwann zurück zahlen, eingegangen war, war es endlich so weit. Sie bummelten durch die Einkaufsmeilen und sie fand viele kleine Geschenke und Andenken. Doch auch einige Kleider und Dessous gönnte sie sich. Zwar auch nur auf die Bitte von Inu hin, aber sie tat es.

Das Shoppen war nicht wirklich Inus Lieblingsbeschäftigung, doch Kagome so lächeln zu sehen, war es allemal wert gewesen. Es machte ihm aber auch Spaß mit ihr zusammen unterwegs zu sein. Besonders bei den Dessous hatte Inu sehr viel vergnügen, denn er liebte es, sie darin zu sehen und jedes Mal aufs Neue verschlug es ihm die Sprache. Unbewusst leckte er sich oft über die Lippen und brachte seine Liebste damit in Verlegenheit. Wobei es ihr sehr gefiel, wie er reagierte.

Wie ein Gentleman trug Inu ihre Einkäufe und Kagome blieb bei einem Juwelier stehen. Dort sah sie sich einige Schmuckstücke an und schließlich ging sie weiter. Natürlich bemerkte Inu was sie sich ansah, er war ja nicht blind. Ein Lächeln zierte seine Lippen und er folgte ihr in den nächsten Laden. Dort holte sich die junge Miko einige Blusen, Röcke und Hosen. Lächelnd beobachtete Inu sie und freute sich, dass sie nun weniger darüber nachdachte was das alles kosten würde.

Am frühen Abend waren sie wieder bei Shippo in der Wohnung. Kagome half Ai beim Kochen, während die Jungs die letzten Tage der Arbeit durchplanten. Mittlerweile war schon die dritte Woche angebrochen. Die Arbeit hatten sie fast fertig, nur noch 2 oder 3 Tage würden sie dafür brauchen. Damit hätten sie noch ein paar Tage, um gemeinsam etwas Schönes zu unternehmen.

Danach hieß es wohl oder übel erstmal Abschied zu nehmen. Doch daran wollte Kagome noch gar nicht denken, weshalb sie diese Gedanken bei Seite schob und gemeinsam mit Ai das Essen auf den Tisch brachte.

Gemeinsam aßen sie und unterhielten sich über die Arbeit und auch über die Pläne der jungen Miko. Sie berichtete, dass sie gerne Geschichte studieren würde und auch anfangen würde, sobald sie wieder zu Hause wären. “So kann ich Inu und Sess sicher auch mehr helfen”, war ihre Begründung. Der Kitsune lächelte sie an und nickte.

“So warst du schon immer, Kago-chan. Bleib bloß so wie du bist”, bat er und sie nickte.

“Was möchtet ihr denn noch machen, solange ihr hier seid?”, wollte Ai wissen. Kagome zuckte mit den Schultern und blickte zu Inu. Er hingegen lächelte.

“Ich kenne so gut wie alles hier, genau wie die Beiden, also halten wir uns nach dir, mein kleiner Juwel”, neckte er sie etwas und sie wurde leicht rot um die Nase.

Ai wollte schimpfen, doch Shippo hielt sie davon ab, denn Kagome musste lernen freier mit ihnen umzugehen und auch sagen was sie wollte. Leicht schnaubend lehnte sich die Hanyou an ihren Mann.

“Inu hat Recht, also was möchtest du noch unbedingt tun, bevor du erstmal zurück nach Tokyo fliegst und dein Studium beginnt”, kam es nun von Ai und die Schwarzhaarige überlegte.

“Sightseeing...”, nuschelte sie und alle lächelten.

“Gut, während ihr arbeitet, erstelle ich eine schöne Runde, um dir ganz New York mit den wichtigsten Punkten zu zeigen”, verließ es begeistert Ais Lippen und Shippo küsste sanft die Wange seiner Frau.

“Eine tolle Idee”, lobte er. Inu nahm Kagomes Hand und küsste diese. Nun lächelte sie ihn an und das gefiel ihm sehr. Damit würde ihre letzte Woche noch einiges mit sich bringen, weshalb sie sich zeitig ins Bett legten.

Inu konnte es sich nicht nehmen und verwöhnte sein Juwel etwas. Sie protestierte zwar, aber er versprach aufzuhören, sollten ihre Gastgeber etwas mitbekommen. Danach war sie beruhigter und ließ sich von ihm leiten und führen. Immer noch erschien es ihr wie in einem Traum. Und jedes Mal, wenn sie erwachte, kniff sie sich leicht in den Arm und begriff, das alles war wahr.

Zufrieden kuschelte sie sich in die starken Arme ihres Hanyous und konnte kaum wiederstehen ihn zu wecken, in dem sie sanft an seinen Öhrchen streichelte und zärtliche Küsse auf seiner Brust oder seinem Rücken hinterließ. Auf diese Weise mochte es Inu geweckt zu werden und er zog sie direkt zu sich, um ihr einen innigen Kuss zu stehlen.

Nach ihrer Kuschelzeit, standen beide auf, zogen sich an und grüßten ihre Gastgeber. Gemeinsam aßen sie und fuhren zur Arbeit. Sie erledigten alles gewissenhaft und gründlich. Kagome lernte immer mehr und beide Männer waren erstaunt, dass sie so schnell mit ihnen mithielt.

“Du wirst sicher eine gute Mitarbeiterin”, schwärmte der Kitsune und verlegen bedankte sie sich. So brauchten sie wirklich nur noch zwei Tage, um alles fertig zu stellen. Am dritten Tag, gaben Shippo und Inu alle Unterlagen am Museum ab und wurden gelobt für die ausführliche und vor allem schnelle Erarbeitung.

Kagome blieb an dem Morgen bei Ai und Taiki. Gemeinsam mit der Frau machten sie einige Sandwiches für ihr geplantes Picknick. Diesen Tag wollten sie in Ruhe verbringen und die nächsten zwei Tage würde das Sightseeing Programm für Kagome beginnen. Dann würden sie noch einen ruhigen Vormittag und Nachmittag haben, bevor sie zum Flieger mussten. So würden sie auch noch etwas mehr Zeit miteinander verbringen können.

Das Picknick verlief sehr ruhig mit einigen kleineren Unterbrechungen, denn Taiki wollte nicht nur rumsitzen. Er war ein lebendiges Kind und begann sogar langsam mit seinen ersten Schritten. Shippo sah nur ungläubig seinen Sohn an, während Ai sehr stolz auf ihren Sohnemann war. Kagome war mehr als entzückt und ihre Augen leuchteten.

Es war einfach großartig wie der Kleine das machte und natürlich dachte sie darüber nach ob sie eventuell auch mal in der Situation wäre. Doch sie war zuversichtlich, dass auch Inu irgendwann Kinder haben wollen würde. Die ganze Zeit über wurde sie beobachtet von ihrem Freund. Er lächelte dabei, denn sie war immer noch die gleiche Kagome. Seine Kagome.

Damit es Taiki nicht zu langweilig wurde, entschloss sich die junge Miko dazu mit ihm zu spielen. Inu erwärmte der Anblick das Herz und er half ihr etwas dabei, sich um den Kleinen zu kümmern. Auch wenn etwas unbeholfener, aber jeder musste einen solchen Umgang üben. So hatten Ai und Shippo ein wenig Zweisamkeit.

“Den Beiden würde so ein kleiner Schatz wirklich gut tun”, kicherte Ai neben ihrem Mann und er stimmte ihr zu.

“Bestimmt wird es nicht mehr all zu lange dauern, so oft wie sie sich in letzter Zeit vergnügten”, lachte der Kitsune und seine Frau stieß ihm in die Rippen.

“Psst... Kago-chan wird das sicher peinlich sein”, rügte sie ihn und er lachte leise.

“Sie wird sich daran schon noch gewöhnen”, meinte er und küsste seine Frau. “Schließlich gibt es nichts Besseres als die Liebe”, raunte er und brachte damit Ai dazu auf zu keuchen, denn seine Hand lag bereits an ihrem Hintern. Er kniff sanft hinein und sie quietschte spielerisch auf. Inu hatte das Quietschen gehört und lächelte die Beiden an.

Damit verbrachten sie noch schöne gemeinsame Momente. Kagome war sehr begeistert über die Großstadt und die vielen Orten die sie besuchten. Ai hatte sich nur auf die wichtigsten Denkmäler beschränkt, um sie nicht zu überfordern. Schließlich würde sie noch häufiger vorbei kommen, denn das stand für alle definitiv fest.

Schließlich kam auch der Tag der Abreise, auch wenn Kagome traurig war, so war sie froh über die Zeit mit den dreien. “Nicht weinen, Kago-chan. Wir telefonieren, schreiben uns und natürlich besuchen wir uns gegenseitig”, waren Shippos Worte und schniefend nickte sie. Noch einmal umarmte sie den Kitsune und auch Ai. Inu lächelte und umarmte die Beiden genauso.

“Meldet euch jederzeit bei uns”, bestätigte Ai und das junge Paar nickte. Somit stiegen sie ins Flugzeug und Kagome weinte. Inu zog sie an sich und beruhigte sie immer wieder. Es dauerte etwas bis sie schließlich nickte. Inu versprach ihr in den Ferien die beiden wieder zu besuchen. Das brachte sie wieder zum Lächeln.

Beginn des Studiums

Fast den gesamten Flug über schlief Kagome an Inu angelehnt. Er hingegen nutzte die Zeit und setzte Sesshomaru auf den neusten Stand. Auch sein Bruder schrieb das Wichtigste zurück und so vergingen die Stunden schneller. Sesshomaru hatte sich schon für die Uni vorbereitet.

Die ersten zwei Wochen würde er den Grundkurs bei den Studienanfängern verbringen und danach würde er den Kurs für die letztjährigen übernehmen. Er hätte es nie für möglich gehalten, doch das unterrichten an der Universität machte ihm Spaß. Besonders wenn es Studenten gab, die weiter dachten, als die Geschichte es hergab.

Da Inu ihm schrieb, er würde selbst mit dem Wagen vom Flughafen fahren, blieb Sesshomaru länger in der Firma. Er kümmerte sich um die Abrechnung, schließlich war der Monat fast schon rum. Lächelnd machte er sich auf den Heimweg und kochte was für die Beiden. Sie würden irgendwann mitten in der Nacht kommen, weshalb er vorsorgte und Inu benachrichtigte: ‘Essen ist im Offen, ruht euch aus, morgen gebe ich Kagome alles für die Uni mit. Gruß Sess’ Als Antwort bekam er: ‘Danke dir, wir sehen uns dann morgen Mittag, Gruß Inu’

Damit legte er das Handy beiseite und räumte sein Arbeitszimmer auf. Er beschloss den Abend gemütlich zu verbringen. Daher schenkte er sich ein Glas Wein ein, nahm eines seiner Lieblingsbücher in die Hände und las ein wenig. Trotz der modernen Technik bevorzugte er immer noch seine Bücher.

Er hatte sogar alle Pergamente von damals aufgehoben. Irgendwann wollte vielleicht Kagome darin lesen. Schließlich waren da sehr interessante Geschichten vorhanden. Einige Zeichnungen von Rin waren auch dabei. Nach all den Jahrhunderten konnte er sich nicht davon trennen, denn nur das blieb von ihrer Kindheit übrig.

Ehe er wieder zu sehr darüber nachdachte, vertiefte er sich in sein Buch und trank langsam seinen Wein. Gegen 22 Uhr hörte er den die Wohnungstür. Inu und Kagome betraten ihre Wohnung und Sesshomaru lächelte. Sie waren sicher zu Hause angekommen. Er hörte noch wie die Beiden etwas gegessen hatten und Kagome schrieb ihm eine Nachricht. Sie bedankte sich für seine Fürsorge und er musste lächeln.

Die Miko war wahrlich etwas ganz Besonderes. Nach einer knappen Stunde gingen sie zu Bett. Sesshomaru selbst blieb noch etwas wach. Er lauschte den ruhigen Atmungen seiner Familie und lächelte. Die Beiden waren seine Familie und das würde sich nicht ändern. Damals hätte er sich selbst dafür ausgelacht, doch jetzt war er froh über diese Tatsache nicht allein sein zu müssen.

Einsamkeit hatte er definitiv genug gehabt. Das wollte er nicht noch einmal haben. “Danke, Rin”, hauchte er und legte sein Buch beiseite. Das Glas stellte er noch in die Küche und ging ebenso schlafen. Er wollte morgen früher los, da er sich schon denken konnte, dass Inu Kagome sicher wecken würde.

Ein Grinsen schlich sich auf seine Lippen, wenn er nur daran dachte, wie schüchtern sie war. Hatte sich Inu bei Shippo sicher zurück halten müssen. Mit diesem Gedanken verflog seine aufkeimende Traurigkeit und er legte sich schlafen. Auch wenn er nicht viel Schlaf benötigte, so gönnte er sich diese Ruhe hin und wieder auch mal länger.
 

Am nächsten Morgen erwachte der Hanyou ausnahmsweise vor seiner schlafenden Freundin. Das sanfte Sonnenlicht ließ sie noch schöner wirken. Verträumt beobachtete er sie und seufzte zu frieden. Sie war bei ihm, nach all der Zeit war seine Kagome wieder bei ihm. Deshalb konnte er einfach nicht wiederstehen und küsste sanft ihren Rücken hinauf bis hin zu ihrem Nacken.

Sie brabbelte vor sich hin und er lächelte darüber. Er horchte kurz auf, denn er wollte sicher sein, dass sein Bruder weg war. Zu seinem Glück war Sesshomaru bereits weg und nun grinste er breiter. Tief sog Inu den Geruch seiner Liebsten ein und begann sie etwas mehr zu necken.

“Noch ein bisschen”, murmelte sie und Inu lachte leise.

“Dann geh ich duschen”, hauchte er an ihrer Haut.

Schlagartig war sie wach und blickte über die Schulter zu ihm. “Ist...”, begann sie schluckend und er nickte, da er wusste, was sie fragen würde. Kagome erhob sich und zog ihren Freund fast schon mit Richtung Bad. Grinsend folgte er ihr und war froh darüber, dass sie auch ab und zu die Initiative ergriff. Beide nahmen sich viel Zeit beim Duschen. Sie wollten ihre letzten freien Stunden nutzen.

Da Kagome am folgenden Tag bereits mit dem Studium anfangen würde, konnte keiner sagen, ob sie auch gemeinsam aufstehen würden oder die Abende zusammen verbringen würden. Für Notfälle war Inu verantwortlich, da Sesshomaru nicht so einfach aus der Uni verschwinden konnte. Jedoch eines war dem Paar klar: Jede freie Zeit würden sie nutzen, um sich zu lieben, um zu kuscheln und vor allem um zusammen zu sein.

Erst nachdem beide befriedigt und sauber waren, stiegen sie aus der Dusche hinaus und zogen sich an. Kagome entschied sich für ein rötliches Sommerkleid. Natürlich trug sie darunter die neuen Dessous aus New York und nur um Inu zu ärgern. Er knurrte leicht, als er beobachtete was sie da anzog und schnappte sich eine Jeans und ein rotes Hemd. Schmunzelnd blickte Kagome zu ihrem Freund.

“Partnerlook?”, kicherte sie und er zuckte mit den Schultern.

“Vielleicht”, kam es frech von ihm und sie lachte darüber. Die Türklingel unterbrach die Beiden und sie sahen sich fragend an.

Im nächsten Moment wurde diese auch geöffnet. “Ich bin es nur”, rief Sesshomaru und beide lachten.

“Du brauchst doch nicht zu klingeln”, lachte Inu, während das Paar nach unten schritt.

“Man weiß ja nie”, lachte Sesshomaru und prompt wurde Kagome knallrot im Gesicht.

“SESS!”, rief sie aus und er lachte nur noch mehr.

“Entspann dich, Schwesterchen. Wie schon erwähnt ist dieser Akt bei uns Dämonen nicht so verpönt. Wir reden frei darüber.” Leicht nickte sie bei seinen Worten.

“Ich versuche es”, nuschelte sie und darüber war der Ältere zu frieden.

“Ich habe Frühstück besorgt. Dann können wir uns unterhalten”, erklärte Sesshomaru und Inu deckte bereits den Tisch.

“Frühstück ist gut, ich habe einen Bärenhunger”, grinste der Jüngere und sein Bruder grinste.

“Kein Wunder”, kam es als schlichten Kommentar. Schüchtern lächelte die Miko und setzte sich, denn die Jungs wollten das alleine machen.

Während Inu alles Notwendige auf den Tisch stellte, machte Sesshomaru für Kagome einen fruchtigen Tee, für Inu stellte er frischen Orangensaft hin und für sich machte er einen Kaffee. Schön schwarz wie er ihn am liebsten trank. Nachdem alles vorbereitet war, setzten sie sich und sie begannen zu essen.

“Und wie hat dir die Arbeit gefallen, Kago?”, fragte Sesshomaru interessiert und sie lächelte.

“Anfangs war es sehr verwirrend und echt viel, aber mit der Zeit habe ich mich reingefunden und es hat wirklich Spaß gemacht. Danke, dass ich diese Erfahrung machen durfte, Sess.” Er winkte gleich ab und lächelte.

“Du gehörst doch schon zur Familie, also wird es früher oder später auch deine Firma sein”, erklärte er und Inu nickte. Diese Aussage erfreute Kagome sehr, nicht weil die Firma ihr auch gehören würde, sondern, dass sie zur Familie zählte.

Sie unterhielten sich noch über die Arbeit, die sie verrichtet hatten und auch Sesshomaru berichtete kurz wie es bei der Ausgrabung lief. Wobei es eher darum ging, dämonische Aktivitäten zu verschleiern und wichtige Clangegenstände vor den Menschen zu schützen. Sie sollten weiterhin in dem Glauben leben, dass es so etwas nicht gäbe. Kagome verstand dieses Handeln, denn alle anderen Menschen würden eher Angst und Panik bekommen. Das wäre natürlich schade.

Um von dem etwas unangenehmen Thema zu einem Besseren zu gelangen, erzählte Sesshomaru Kagome, was sie im ersten Jahr ihres Studiums erwarten würde. Gespannt hörte sie zu und war ihm wirklich dankbar, dass er sich die Zeit für sie nahm. Er hatte sogar eine kleine Mappe für sie angefertigt.

Den Rest des Tages verbrachten die drei damit zusammen etwas zu unternehmen. Kagome wollte gerne mehr von Sesshomaru erfahren, wie er jetzt war. Inu hatte nichts dagegen, denn er wusste, dass seine Liebste seinem Bruder nur helfen wollte. Ahnte er bereits schon, dass sie ihn für kühl und distanziert halten würde. Wobei als Professor musste er das auch sein. Trotzdem war es auch schön gemeinsam was zu unternehmen.

“Da wir nun eine Familie sind, möchte ich auch, dass wir gemeinsam was unternehmen”, beschloss sie einfach mal. Sesshomaru sah sie verwirrt an, aber nickte dann lächelnd.

“Ist gut, Schwesterchen”, neckte er sie und sie schlug spielerisch auf seinen Oberarm. Inu lachte leise neben seiner Freundin.

“Pass bloß auf, sonst hau ich nochmal, Brüderchen”, lachte sie und damit konnte Sesshomaru nicht mehr anders. Er lachte auch und nickte ihr zu.

Der Tag verlief sehr schön. Kagome fühlte sich wohl bei den Brüdern und strahlte immer mehr. Sie hatte sogar Sesshomaru dazu überredet den Abend bei ihrer Familie zu verbringen. Nun saßen alle gemeinsam am Tisch und Sota war begeistert nun auch den älteren Bruder kennen zu lernen. Manami begrüßte den Älteren wie alle anderen mit einer mütterlichen Umarmung. Kagomes Großvater war skeptisch, doch Sesshomaru machte keinen hell daraus, was er war, weshalb er im Haus auch seine Male zeigte. Dort mussten beide Brüder sich nicht verstellen.

Nach einiger Zeit war es fast so, als wäre es schon immer so gewesen. Kagome zeigte ihrer Familie die Fotos der letzten drei Wochen und Manami war entzückt wie Kagome strahlte, besonders als sie den kleinen Taiki in den Händen hielt. Die Brüder beobachteten nur und Sesshomaru flüsterte amüsiert: “Sie mag Kinder, also wann wird es so weit sein?” Leicht gereizt blickte Inu zu ihm und verengte die Augen.

“Kago soll erst die Uni beenden... sie ist noch jung”, zischte er zurück und der Ältere schmunzelte. Das wird noch sehr amüsant für mich., dachte er sich lächelnd und nickte schließlich. Denn sein Bruder hatte keine Lust darüber zu reden. Am liebsten hätte Inu Kagome an sich gebunden, sie geheiratet und einige Kinder, doch wollte er sie nicht drängen. Sie sollte erwachsen werden, solange konnte er jetzt auch noch warten.

Am späten Abend kehrten die drei zurück in die Wohnung. Doch ohne ein Versprechen ließ Manami sie nicht ziehen. Sie bat alle drei wenigstens einmal im Monat bei ihnen vorbei zuschauen. Sesshomaru jedoch kam der älteren Dame entgegen und meinte sie würden alle 2 Wochen den Sonntag bei ihnen verbringen, doch nur, wenn er das nächste Mal kochen dürfte.

“Liebend gern”, war ihre freudige Antwort und Kagome erfreute dies sehr. Denn nun würden sie über kurz oder lang eine große Familie werden und dazu gehörte auch der stolze und kühle Daiyokai. Auch wenn er nur noch der stolze war.
 

Die ersten Tage an der Universität waren für Kagome mehr als verwirrend. Doch dank der Unterlagen von Sesshomaru konnte sie sich nicht verlaufen. Sie fand auch sehr schnell neue Freunde. Mit ihnen hatte sie die erste Zeit zusammen in der Mensa gegessen.

Sie wollte Sesshomaru nicht auch noch in der Uni nerven, weshalb sie es sich in der Mensa gemütlich gemacht hatte. Der Silberhaarige belächelte es und sagte nichts dazu, denn es war ihre Entscheidung, zumal er kaum etwas aß, er hatte sich oft Kaffee geholt und dabei den nächsten Kurs vorbereitet.

Der jungen Miko ist auch nicht entgangen wie alle Frauen, und zwar wirklich alle, ihn anstarrten, die einen aus Neugier, die anderen mit einem gierigen Blick. Sie verkniff sich ein Lachen, als sie den tiefen Seufzer von ihm erkannte. Ihn schien das echt zu nerven, schließlich war sein Herz seit damals gebrochen. Das fand Kagome sehr traurig, denn er war eigentlich gar nicht mal so übel.

Innerlich fasste sie den Entschluss ihm zu helfen, sollte er auf seine Liebste wieder treffen. Irgendetwas sagte ihr, dass dies bald der Fall sein würde. Sie hatte es im Gefühl gehabt, dass Kami auch ihm die Chance auf Glück gönnte. Der Unterricht war für die Schwarzhaarige sehr interessant und doch gab es auch langweilige Fächer, aber da musste sie nun mal durch.

Jeden Tag wurde sie von Inu abgeholt und das freute sie ungemein. Wenn sie ihn mit seinem Auto sah, strahlte sie immer und lief sofort zu ihm. Jedoch war er oft etwas grimmiger. Sie wusste nicht wieso, denn als sie es ansprach, verneinte er und wollte nicht darüber reden. Seufzend schwieg sie dann.

Zuhause hatte er darüber auch meist kein Wort verloren, weshalb sie Sesshomaru unbedingt fragen musste. Wenn sie etwas falsch gemacht hätte, dann wollte sie das gerne ändern. Zumal er über die Markierung auch nicht wirklich sprechen wollte.

“Leider muss ich morgen weg und mich um ein Problem kümmern, mein Juwel, aber ich bin in 4 Tagen wieder da”, kam es schließlich von Inu und sie sah ihn verwundert an.

“Wie jetzt? Erst bist du so grummelig und nun willst du für 4 Tage weg?”, fauchte sie ihn an und vergaß alles andere um sich herum.

“Kago, es gibt ein paar Probleme und Sess kann wegen der Uni nicht... bitte sei mir nicht böse...”, versuchte er zu klären. Sie seufzte schwer.

“Aber nur, wenn wir danach drüber reden warum du so grummelig bist... das mag ich absolut nicht, denn wenn ich etwas falsch gemacht haben, dann...”, fing sie an, doch er unterbrach sie, indem er sie küsste.

“Du hast nichts falsch gemacht, Juwel”, versicherte er ihr und meinte schnell, er würde es danach erklären.

Am Freitagmorgen verließ Inu in der Früh die Wohnung. Er brachte Kagome noch in die Uni. “Bitte fahre später mit Sess heim”, meinte er noch und sie nickte.

Seufzend brachte sie den halben damit rum, dass sie mit ihren Freunden an der Uni sprach oder mit Ai und Ayame schrieb. Mittlerweile hatte sie auch mit den Wölfen mehr Kontakt und Ayame kannte sich schließlich mit sturen Alphatieren aus.

Gegen Mittag hatte sie eine Kleinigkeit in der Kantine gegessen. Überraschenderweise war Sesshomaru nirgends zu sehen. Nun konnte sie ihn nicht persönlich fragen, weshalb sie ihm einfach schrieb und fragte, wann er aus hätte. Seine Antwort war kurz und knapp: ‘16 Uhr’

Damit musste sie zwei Stunden auf ihn warten. Aber das machte ihr nichts aus. Die letzte Stunde brachte sie hinter sich und verzog sich in die Bibliothek. Sie schrieb auch Sesshomaru, dass sie dort lesen würde, bis er so weit war. Kagome war so sehr in ihrem Buch vertieft, so dass sie nichts anderes wahrnahm.

Sogar nicht, dass sich andere Studenten zu ihr gesellten. Darunter auch mehrere Jungs, doch sie interessierte sich definitiv nicht für sie. Für sie gab es nur Inu und das seit sei ihm begegnet ist.

Sesshomaru beendete seine Zusammenfassung und legte sie bei Seite. Danach verließ er sein Büro, schloss es ab und machte sich auf den Weg zur Bibliothek. Er wollte Kagome abholen, da er doch früher fertig war. Ihr Geruch führte ihn direkt zu ihr. Er schmunzelte, dass sie las und dennoch von anderen Studenten belagert wurde.

Glücklicherweise war Inu nicht hier, sonst würde er sicher toben. Langsam näherte er sich und wurde bereits von den Stunden neugierig angesehen. Bewusst wählte er einen vertrauten Ton. “Ich wäre soweit, Schwesterchen”, kam es über seine Lippen und sie blickte auf.

“Oh, du bist schon da?”, staunte sie, packte alles ein und umrundete den Tisch. Die anderen Studenten ignorierte sie und Sesshomaru schmunzelte.

“Ihr solltet euch mehr auf das Lernen konzentrieren als die Freundin meines Bruders anzustarren”, kam es belustig von ihm. Die Miko sah ihn mit großen Augen an und dann zu ihrem Tisch.

“Oh”, kam es verlegen von ihr. “die habe ich gar nicht bemerkt. Ohje... ein Glück war Inu nicht da”, nuschelte sie weiter und ging mit Sesshomaru nach draußen und somit zum Wagen.

Dieser seufzte leicht und fuhr direkt nach Hause. Auf der Etage von Inus Wohnung blieben sie stehen. “Wenn du möchtest kannst du gern zum Essen raufkommen, Kago”, schlug Sesshomaru vor.

Mit leuchtenden Augen nickte sie und ging in die Wohnung. Sie wollte sich etwas frisch machen. Er schmunzelte und fuhr rauf, um anzufangen zu kochen. Zwischendrin schrieb er Inu: ‘Du bist echt ein Idiot... warte doch nicht so lange... rede mit ihr, denn sie will nur dich.’

Sesshomaru verdrehte die Augen. Es war schwer für ihn seinen Bruder zu verstehen. Da hatte er endlich seine Liebste bei sich und anstatt mit ihr zu reden, verschwand er lieber. Seufzend steckte der Taisho seine Haare hoch und begann das Fleisch anzubraten, während der Reis kochte. Gemüse schneiden war der einfachste Schritt. Als dieses im Wok landete, hörte er schon seine Tür. Er sah lächelnd zum Türrahmen und Kagome kam schüchtern herein.

“Ich habe mich selbst reingelassen”, meinte sie.

“Dazu war der Schlüssel doch gedacht”, lächelte er und zeigte zum Tisch. Kagome deckte diesen und sah Sesshomaru beim Kochen zu. Es war faszinierend wie er so einfach etwas leckeres zaubern konnte.

“Ich glaube du musst mir das auch mal beibringen”, staunte sie nur.

“Jederzeit, Kago”, war seine schlichte Antwort.

Während des Essens war es ruhiger als sonst. “Was bedrückt dich, Kago?”, fragte er direkt und sie sah auf. Bevor sie erwidern konnte, verengte er die Augen. “Wehe du sagst nun: Nichts... du bist anders, also was ist los?”, wollte er wissen und sie seufzte.

Danach erklärte sie ihm ihr Dilemma. Aufmerksam hörte er zu und konnte nur mit dem Kopf schütteln oder schnauben. Inu ist echt ein Idiot., dachte er sich und blickte zu seiner ‘Schwester’.

“Du glaubst er hat kein Interesse mehr an dir? Habe ich das richtig verstanden?” Verlegen nickte sie und blickte auf ihre Hände, die in ihrem Schoss lagen. “Kago, glaub mir, Inu will nur dich. Einzig und allein nur dich. Stell ihn zur Rede. Er ist grummelig, weil er eifersüchtig ist... die Studenten flirten mit dir, auch wenn du das wohl nicht mitbekommen hast”, erklärte er und sie sah ihn verwirrt an.

“Sie tun was?!”, rief sie aus und Sesshomaru lachte.

“Oh Kago... du bist eine schöne, junge Frau, ein Magnet für Männer”, lachte er weiter und sie wurde knallrot.

“Das habe ich nicht bemerkt”, nuschelte sie und er lächelte sie an.

“Ich weiß, zeig Inu, dass du nur ihn willst und fordere dein Recht, dass er dich markiert. Schließlich liebt ihr euch beide und das ist nun mal bei uns Dämonen und Hanyous das feste Band, das uns vereint.” Erneut nickte sie verlegen und Sesshomaru wechselte das Thema.

Damit verbrachten die Beiden eine gemütliche Zeit zusammen. Sesshomaru zeigte ihr sogar ein paar alte Bücher, die Kagome sehr interessant fand. Darunter auch das Buch über die Markierung. “Darf ich es lesen bis Inu zurück kommt?”, fragte sie und er nickte zustimmend.

Unerwartete Hilfe

Kagome verbrachte das Wochenende damit zu lesen. Zuerst erfüllte sie ihre Aufgaben für die Uni. Sesshomaru sah natürlich drüber und lobte ihre saubere Ausführung. “Du wirst uns später sehr gut unterstützen können”, meinte er lächelnd.

Beide aßen zum Mittag und Abend gemeinsam. Mal bei Inu in der Wohnung und mal bei Sesshomaru. Sie wurde auch immer offener ihm gegenüber und sah in ihm den großen Bruder. Auch wenn er Sorge hatte, dass sie mit ihm nicht zurecht kam, doch sie bewies das Gegenteil. Anfangs war es ungewohnt, da Kagome ihn anders in Erinnerung hatte, aber es zeigte sich, auch er konnte sich ändern.

Der Daiyokai war beeindruckt wie schnell sich die junge Miko anpasste. Das hatte ihm Inu schon damals gesagt, denn nicht jeder findet sich in einer fremden Welt so schnell zurecht. Anfangs hatte er es nicht verstanden, doch jetzt wuchs sein Respekt für seine Schwägerin bzw. Schwester.

Umso mehr fand er, Inu sollte mit ihr über seine Ängste reden. Er seufzte als er am Montagmorgen aus der Dusche stieg und sich anzog. Seine Anzugshose war heute royal blau und sein Hemd weiß. Das Sakko nahm er so mit und seine Aktentasche. Damit begab er sich nach unten, um seine Schwester abzuholen.

Diese war fertig gestylt und wartete schon auf ihn vor der Tür. “Guten Morgen”, kam es fröhlicher über ihre Lippen und er nickte nur.

“Morgen”, entgegnete er und gemeinsam machten sie sich auf den Weg zur Uni.

“Wann hast du heute aus, Sess?”, wollte sie wissen.

“Wenn alles nach Plan läuft gegen 15 Uhr, du hattest auch bis 15 Uhr oder?” Auf diese Frage nickte sie sofort und lächelte. Sie unterhielten sich noch ein wenig. Erst als Sesshomaru auf dem Parkplatz auffuhr, stieg Kagome mit einem “Danke” auf den Lippen.

Er schmunzelte und stieg auch aus. Zog sich elegant das Sakko an und nahm seine Tasche mit. Er spürte erneut die Blicke der Frauen, doch die interessierten ihn absolut nicht, weshalb er seinen Weg fortführte zu seiner ersten Stunde.

Der Tag verlief schleppend für die Schwarzhaarige. Sie vermisste einfach ihren Hanyou, ihren Inu. Schwer seufzte sie beim Mittagessen, hatte keine Lust auf Gesellschaft, deshalb hatte sich Sesshomaru entschieden ausnahmsweise bei ihr zu sitzen. “Kago, Kopf hoch”, meinte er flüsternd und sie nickte leicht.

Er ließ sein Yoki warnend pulsieren, um die Dämonen und Hanyous von ihr fern zu halten. Gegen die Menschen war er auch so eine gute Abschreckung. Auch wenn viele ihn bewunderten und ihn anziehend fanden, so traute sich sowieso keiner ihn anzusprechen. Er war es schon von damals gewohnt. Da die Uni-Leitung wusste, dass die Frau vor ihm mit seinem Bruder ein Paar war, hatte sie nichts weiter zu gesagt. Schließlich war er ja nicht für ihre Noten verantwortlich.

“Denkst du Inu kommt heute Abend wieder?”, nuschelte sie und holte ihn damit zurück in die Realität.

“Ich denke eher morgen Mittag, er holt dich ab, da ich morgen ein Meeting nach der Uni habe”, erklärte er ruhig und trank seinen Kaffee. Die Miko seufzte und aß zu Ende.

“Die Jungs hier sind wirklich komisch”, flüsterte sie und er verkniff sich ein Lachen.

“Du hast es bemerkt”, meinte er amüsiert und sie nickte.

“Bei Kami was will ich mit diesen pubertären Idioten, wenn ich meinen Mann schon habe?” Bei ihren Worten strahlte sie und Sesshomaru nickte lächelnd.

“Nun sag das Inu, wenn er dich morgen abholt. Sei offensiver in der Öffentlichkeit, dass alle bemerken, ihr zwei seid ein Paar”, rat er ihr und trank aus. Eifrig nickte sie.

“Danke, Takeo”, verließ es ihre Lippen, da einige Leute an ihnen vorbei gingen. Es war ungewohnt diesen Namen zu benutzen, doch daran arbeitete sie.

Sogleich stand sie auf und verließ die Mensa. Erst jetzt ließ er sein Yoki fallen. Das hätte er nicht nötig, würde sein Bruder sie endlich markieren, weil dann die Dämonen und Hanyous sie in der Hinsicht meiden würden. Ein Seufzer entwich ihm und er verließ die Mensa, um im Büro seine Arbeit zu erledigen. Noch 4 Tage Schnupperstunden für die Neulinge, danach konnte er endlich das tun was ihm mehr Spaß machte.

Er liebte es über die Ausgrabungen zu sprechen, denn da entstanden die meisten Diskussionen und viele Studenten waren sehr wissbegierig. Lächelnd bereitete er alles für die Woche vor und suchte bereits Themengebiete für die kommende Woche.

Kagome hingegen quälte sich durch die letzten beiden Stunden. Ihre Sehnsucht war groß. Sie wollte ihn sehen, mit ihm kuscheln und doch blieb ihr nichts anderes übrig als zu warten. Schwer seufzend packte sie ihre Sachen. Die zwei Mädchen, mit denen sie sich gut verstand munterten sie ein wenig auf.

“Lass den Kopf nicht hängen”, war ihre Aussage und sie schmunzelte, da Sesshomaru das gleiche zu ihr sagte. Sie dankte den Beiden und lief nach draußen. Nach diesem Tag wollte sie nur noch nach Hause, ein gemütliches Bad nehmen und entspannen.

Sesshomaru wartete bereits am Wagen und nippte an seinem Kaffee, den er sich noch besorgt hatte. Praktisch dieses Getränk, jederzeit griffbereit durch die moderne Technik. Die Schwarzhaarige beeilte sich und kam schnaufend am Auto an.

“Ruhig... die paar Minuten mehr, sind nicht schlimm”, meinte er und sie kicherte.

“Ich will einfach nur Heim”, gestand sie und schenkte ihm ein Lächeln. Er nickte und öffnete ihr die Tür.

“Dann werde ich Madame nach Hause bringen”, kam es elegant über seine Lippen und sie lachte nun. Er verstand sie. Auch wenn sie noch nicht gebunden waren, so brauchte sie seine Nähe. Innerlich hoffte er, sie würde Inu dazu bewegen endlich mit ihr darüber zu sprechen.

Der Abend verlief ereignislos. Beide aßen zusammen, danach ging Kagome in die Wanne und genoss die Entspannung. Sie sehnte sich nach ihrem Liebsten und seufzte schwer. Es wäre so schön gewesen, mit ihm zusammen zu baden., schwärmte sie in Gedanken. Das jedoch musste sie verschieben.

Sofort nach dem Bad kuschelte sie sich in sein Bett und las weiter in dem Buch, das sie von Sesshomaru erhielt. Es war eine überaus interessante Lektüre. Auf dieser Grundlage konnte sie ein wenig verstehen, warum Inu bedenken hatte, doch wollte sie das aus seinem Mund hören.

In der Zeit schrieb sie vermehrt auch mit Ai und Ayame. Während Ai besonnen reagierte und ihr Mut machte mit ihm zu reden, war Ayame eher aufbrausend.

‘So ein Idiot...’ war einer der Kommentare, ein anderer: ‘wirklich... diese Hunde sind begriffsstutzig’ und wieder ein anderer: ‘Kago-chan, zeig ihm, dass du das auch willst und wenn er sich nicht sputet, dann kommt ein anderer und fordert sein Recht ein.’

In dieser Hinsicht musste die Schwarzhaarige der Wölfin zustimmen, doch würde sie es erst mit Reden probieren.
 

Wie Sesshomaru es prophezeit hatte, war Inu am Parkplatz, um sie nach der Uni abzuholen. Erneut war er eher grimmig, doch davon würde sie sich nicht abbringen lassen. Kagome verabschiedete sich von ihren Freunden und lief zu ihrem Freund. Sie sprang regelrecht in seine Arme. Damit nicht rechnet kippte der Hanyou nach hinten. Zum Glück stand da das Auto.

“Hab dich vermisst”, kam es freudestrahlend von ihr und er drückte sie an sich.

“Ich dich auch”, hauchte er. Sie streckte sich, um seine Lippen mit ihren zu berühren. Überrascht öffnete Inu seinen Mund und das nutzte die Frau in seinen Armen aus. Sie umspielte seine Zunge mit ihrer.

Nach gefühlter Ewigkeit erwiderte er endlich den Kuss und legte seine Hände an ihre Hüfte. Sie überraschte ihn immer wieder auf das Neue. Keuchend lösten sie sich beide und sahen sich verliebt an. Alles andere war ihnen egal. “Schön, dass du da bist”, hauchte sie an seinen Lippen und er lächelte. Ein weiterer Kuss folgte und er ließ sie einsteigen. Er musste sich dringend zügeln.

“Geht es dir gut?”, fragte er, um sich abzulenken.

“Jetzt ja”, lächelte sie ehrlich und er wurde leicht rot. Am liebsten würde er sie in seine Arme schließen und heute nicht mehr freigeben. Er lächelte zurück und fuhr mit ihr nach Hause.

“Hast du heute viel zu tun?”, fragte sie und Inu schüttelte den Kopf. “Dann können wir vielleicht reden?”, kam die nächste Frage leise und er sah sie verwirrt an.

“Was ist los, mein Juwel?”

Ernsthaft?, brodelte es in ihr hoch, doch sie biss sich auf die Unterlippe. “Ich mag es nicht, dass du so bist”, kam es schließlich von ihr, als sie in der Wohnung ankamen.

“Wie bin ich denn?”, spielte er das Unschuldslamm. Doch genau das brachte sie gerade um den Verstand.

“INU YASHA du verschwindest mal für paar Tage... lässt mich hier alleine...”

“Moment, Sess war bei dir”, unterbrach er sie aufgebracht.

“Aber Sess ist nicht mit mir zusammen!”, fauchte sie ihn an und kurzerhand entwickelte sich ein Streit zwischen ihnen.

Sesshomaru seufzte und wollte nach unten gehen, um das zu beenden, da stieg ihm ein besonderer Geruch in die Nase. Was machen die Beiden denn hier?, wunderte er sich und hörte wie es bei Inus Wohnungstür klingelte.

Kurz herrschte Stille, ein Klacken und dann Inus Knurren. Der Silberhaarige schlug sich an den Kopf, da sein Bruder zu sehr auf Kagome fixiert war, um die Gäste riechen zu können. Das wird spannend., dachte er sich und blieb in seiner Wohnung und lauschte weiter.
 

Kurze Zeit zuvor sahen die Streithähne zur Tür, denn es hatte sich Besuch angekündigt. Da sich Inu nicht rührte, seufzte Kagome und ging an die Tür, um sie zu öffnen. Kaum wurde ein Spalt weit auf gemacht, schon wurde die Miko von etwas oder besser gesagt jemanden angesprungen und taumelte zurück ins Wohnzimmer. Inu knurrte sofort los, während die Tür wieder ins Schloss fiel.

Überrascht realisierte sie erst jetzt wer sie umarmt hatte. “Ko... Koga...”, stotterte sie und schluckte.

“Koga! Lass Kagome los”, knurrte Inu und zog seine Liebste an sich. “Was machst du eigentlich hier?!”, schnauzte er weiter.

Koga lachte leise. “Oh Inu... ich hatte Sehnsucht nach meiner liebsten Kagome, denkst du ich halte solange ohne sie aus? NIEMALS”, grinste der Wolf diebisch. Inu knurrte ihn bedrohlich an, doch nun wurde es der Priesterin echt zu bunt.

“Mach Platz!”, kam es wütend über ihre Lippen und Inu landete auf dem Boden.

“Autsch”, klagte er vor sich hin.

“Koga lass den Schwachsinn. Du bist mit Ayame verheiratet und ich gehöre zu Inu, begreif...”, doch weiter konnte sie nicht erklären, denn Koga lachte.

“Dummerchen... aber ich habe einen Sohn, der perfekt für dich wäre, wie wäre es?”, grinste er breit und Kagome entgleisten alle Züge.

“Nicht dein Ernst, Koga!”, schimpfte sie.

“Warum nicht?”, lächelte er.

“Vater hat viel von euch erzählt, Kagome-Sama", kam es nun von einer fremden Stimme und die Schwarzhaarige sah zu der Person. Er verbeugte sich galant. “Ich bin Masaru, freut mich dich persönlich kennen zu lernen”, erklärte er, ergriff ihre Hand und küssten den Handrücken.

“Ha... Hallo Ma... Mas... Masaru”, stotterte Kagome vor sich hin und schluckte. Er sah fast so aus wie sein Vater. Das irritierte sie enorm. Inu knurrte wieder auf und zog seine Kagome zu sich.

“Nichts da... Kagome ist meine Freundin und wird meine Gefährtin”, erklärte er und Koga lachte.

“Ich denke nicht, dass sie das möchte... so wie ihr euch gestritten habt.”

Verwirrt blinzelte die Schwarzhaarige und schluckte. “Koga, das geht dich nichts an... Ich liebe Inu und will mit ihm zusammen sein... bitte begreift das...”, plapperte sie drauf los. “Auch wenn Masaru sehr niedlich ist, so kommt er einfach nicht an meinen Inu heran”, gestand sie und wurde knallrot dabei. Masaru lächelte und nickte.

“Danke für das Kompliment”, meinte er sanft.

“Dein Inu?”, fragte der Hanyou nach und sah zu ihr. Sie wand ihren Kopf zu ihm. Blau traf auf Gold.

“Natürlich bist du mein! Was denkst du denn? Dich gebe ich nicht mehr her. Ich will mit dir leben, dich lieben und... dich heiraten”, nuschelte sie die letzten Worte.

Diese brachten den Hanyou zum Schmelzen. “Oh Kago”, hauchte er und küsste sie stürmisch. Während Koga und sein Sohn grinsten, beobachteten sie die Beiden.

“Na geht doch”, kam es von Koga und er lachte. “Ich dachte echt schon ihr würdet euch trennen.”

Entgeistert blickte das Paar zu ihm. “NIEMALS”, riefen sie zeitgleich aus und nun lachten alle. Damit war das wenigstens geklärt.

“Nun aber ernsthaft”, begann Inu und sah beide Wölfe an. “Was macht ihr hier?”

Koga und Masaru sahen sich an, bevor der Jüngere anfing: “Mama und Papa haben bald ihren 500. Hochzeitstag und da wollte Papa ihr ein besonderes Geschenk machen.”

“Ayame mag doch so gerne den japanischen Schmuck und ich habe welchen in Auftrag gegeben, da dieser erst in 3 Tagen fertig ist, dachten wir uns wir besuchen euch Süßen”, lachte Koga.

“Oh ist es denn schon bald soweit?”, fragte Kagome neugierig und die Wölfe nickten.

“In zwei Monaten. Mal sehen, ob Ayame diesmal groß feiern möchte. Denn dann wäre das auch noch ein Grund warum wir hier sind. Hättet ihr Lust mit uns zu feiern?”, fragte Koga zuckersüß und hörte schon Inus Knurren.

“Ich würde gerne auch dabei sein”, meinte die Miko und Inus Knurren erstarb.

“Wirklich?”, fragte der Hanyou und sie nickte.

“Klar. Ich würde gerne Ayame wieder sehen und ich habe gehört ihr habt schon so viele tolle Kinder”, erklärte sie und schenkte Masaru ein Lächeln. Dieser nickte dankend.

“Oh das ist ja großartig, Kagome!”, rief Koga aus und schnappte sich ihre Hände. “Das wird sicher Spaß machen”, lachte er und ignorierte Inu.

“Ihr seid also bis Freitag noch hier?”, fragte die Schwarzhaarige begeistert und Koga nickte.

“Sieht so aus, aber lasst euch von uns nicht stören, wir wollten mit Sess noch paar Arbeitssachen durchgehen. Die letzte Ausgrabung war ein voller Erfolg und wir haben noch ein paar Neue rein bekommen”, erklärte er schnell, da er Inus genervtes Gesicht zu gut kannte. “Schließlich musst du noch zur Uni”, zwinkerte der Wolf und Kagome nickte.

“Prima, aber ihr kommt doch zum Abendessen vorbei oder?”, fragte sie lächelnd.

“Wie könnten wir denn da wiederstehen”, lachte Masaru und Koga stimmte mit ein.

“Also bis morgen Abend”, verabschiedeten sich diese. Eifrig nickte Kagome, während Inu neben ihr murrte: “Wenn es sein muss.”

Damit war das geklärt. Nachdem die Wölfe die Wohnung verließen, sah Kagome freudestrahlend zu ihrem Freund. “Es ist toll, dann kann ich mit ihm auch so reden”, kam es über ihre Lippen und Inu verdrehte leicht die Augen.

“Solange er seine Pfoten bei sich behält”, knurrte er und diesmal rollte sie mit den Augen.

“INU... ich habe Koga bereits gesagt, dass ich nur dich will. Du musst dir nicht unnötig Sorgen machen”, erklärte sie und legte ihre Hand an seine Wange. “Du brauchst nicht eifersüchtig zu sein...”, lächelte sie.

“Keh! Wer ist hier denn eifersüchtig”, brummte er und löste sich. “Ich geh duschen”, sagte er schnell und verschwand. Kagome seufzte. Doch dann viel ihr was ein.

Eilig ging sie in die Küche und suchte ein paar Sachen zusammen, während ihr Freund unter der Dusche war. Als Inu heraus kam und sich angezogen hatte sah er die Schwarzhaarige auf dem Sofa sitzen.

“Inu... das Wetter ist schön, wieso fahren wir nicht mit dem Motorrad weg und machen ein schönes Picknick”, schlug sie vor und er erstarrte kurz. “Ich habe mich doof verhalten und ich will nicht streiten, also was sagst du?”, meinte sie hoffnungsvoll. Dieses Lächeln war traumhaft. Er schmolz regelrecht dahin.

“Einverstanden, lass uns nicht mehr streiten.” Seine Worte erfreuten sie sehr, weshalb sie aufsprang und den Rucksack aus der Küche holte.

“Was meinst du? Ein kleiner Ausflug nur wir beide?”, fragte sie zuckersüß und er konnte nicht wiederstehen.

“Gerne, mir fehlt da sogar ein Ort ein”, grinste er und nun war Kagome erleichtert. Auch wenn es riskant war, so wären die Beiden alleine und er könnte vielleicht sich ihr anvertrauen. Hilfreich war auch, dass Koga da war, denn so konnte sie ihrem Freund beweisen, dass sie nur IHN wollte. Inu hatte sich die Haare mit einem Haargummi zusammen gebunden und schnappte sich die zwei Helme. Es freute ihn wieder eine Spritztour zu machen.

“Dann los”, meinte er und sie nickte.

Gemeinsam verließen sie die Wohnung und fuhren mit dem Aufzug zu den Garagen runter. Dort öffnete er diese und steuerte seine Yamada an. Die Miko lächelte und schulterte den Rucksack. Inu setzte seinen Helm auf und Kagome tat es ihm gleich und er lächelte. Er rollte das Motorrad raus und stieg auf. Sogleich setzte sie sich hinter ihn und schmiegte sich dicht an ihren Freund. Ihre Arme schlangen sich um seinen Bauch und er spürte ihren Körper an seinen.

Schwer schluckte er und hätte am liebsten auf das Auto bestanden, doch er wollte sie nicht enttäuschen. Er würde sich zusammen reißen. Deshalb startete er den Motor und fuhr los. Er steuerte einen abgelegenen Wald an. Dort entdeckte er einen kleinen See und es war traumhaft schön. Das würde seiner Kagome sicher auch gefallen. Nach knapp einer Stunde waren sie an ihrem Ziel. Es war später Nachmittag und die untergehende Sonne würde den Platz bald in ein traumhaftest rot und orange färben.

Nachdem beide abgestiegen waren, setzten sie die Helme ab und Kagome staunte. “Das ist wunderschön hier, Inu”, schwärmte sie und holte schnell eine Decke aus dem Rucksack und breitete diese aus. Inu stellte das Motorrad sicher ab und half seiner Liebsten.

Gemeinsam aßen sie die Kleinigkeiten, die Kagome gepackt hatte und sprachen über die letzten Tage. “Inu... ich weiß, dass du Angst hast, aber mir wird nichts passieren bei der Markierung”, begann sie und er sah sie verdutzt an.

“Wie... wie kommst du darauf?”, fragte er und ergänzte schnell, dass er keine Angst hätte.

“Inu... bitte, du liebst mich doch und ich liebe dich... also markiere mich. Jeder Dämon und Hanyou wird wissen, dass ich deine Frau bin”, erklärte Kagome, doch Inu gefiel nicht wohin das Gespräch führen würde.

“Kago... ich weiß nicht, wie du auf mein Yoki reagieren wirst...”, begann er doch unterbrach er sich selbst als er das Salzige roch.

“Du denkst ich wäre nicht stark genug, um es aufzunehmen?”, schluchzte sie. Sprachlos sah er sie an. Wusste nicht was er da sagen sollte.

“Fein... dann such dir eben eine andere!”, schniefte sie und sprang auf. Sie wollte weg, einfach nur weg von ihm. Er hielt sie für schwach und das konnte sie nicht ertragen. Nicht nachdem sie gemeinsam Naraku besiegten und das Juwel gereinigt hatten.

Markierung

[Dieses Kapitel ist nur Volljährigen zugänglich]

Überraschung

Erst am frühen Morgen kehrte der Daiyokai in seine Wohnung zurück. Die Nacht wollte er den Beiden gönnen, doch nun brauchte er eine Dusche, neuen Anzug und seine Uni-Unterlagen. Schließlich musste er zur Uni. Deshalb holte er frische Kleidung und ging ins Bad, um sich frisch zu machen.

Dabei überlegte er, ob er Kagome fragen sollte, ob sie heute wieder an die Uni geht oder noch einen Tag sich erholen möchte. Ein Seufzer entwich ihm, als er aus der Dusche stieg. Er trocknete sich ab, zog sich an und holte einen Kaffee aus der Küche.

Mit seiner Aktentasche verließ er seine Wohnung und zögerlich fuhr er ein Stockwerk tiefer. Schließlich beschloss er einfach nachzufragen, bevor er sich unnötige Gedanken machen konnte. Doch bevor er klingen konnte, wurde die Tür bereits geöffnet und Kagome strahlte ihn an.

“Guten Morgen!”, kam es von ihr und Inu brummte hinter ihr.

“Morgen.”

Der Ältere schmunzelte darüber. “Morgen ihr Beiden”, meinte er und lächelte. “Schön, dass es dir wieder gut geht, Kago.” Sie nickte und hakte sich bei Inu ein.

“Mir geht es großartig und ich will zur Uni.”

“Sehr löblich, Schwesterchen oder lieber Schwägerin”, grinste er und Inu rollte mit den Augen.

“Wie du willst”, erklärte Kagome schlicht und zu dritt machten sie sich auf den Weg zum Fahrstuhl und damit nach unten zu den Garagen.

Sesshomaru nahm den Firmenwagen, genau wie Inu. Die Schwarzhaarige setzte sich zu ihrem Gefährten ins Auto und er küsste sie, bevor er losfuhr. An der Uni ließ der Hanyou seine Liebste raus. “Ich hole dich später ab, Juwel”, kam es von ihm und er küsste sie noch einmal innig.

Ihm fiel es schwer sie für diese Zeit alleine zu lassen, doch war Kagome das Studium wichtig und es machte sie glücklich. “Ich werde auf dich warten”, hauchte sie an seinen Lippen und schnappte sich ihre Tasche. Er sah ihr noch nach, bevor er ins Büro fuhr und dort die Akten sortierte, da momentan kein größerer Auftrag da war.

Die Schwarzhaarige lief fröhlich in den Hörsaal, in dem ihre erste Stunde stattfand. Sie war einfach nur glücklich, da sie nun die Gefährtin ihres Freundes war. Natürlich wurde sie von den Dämonen und Hanyous immer wieder angesehen, aber das störte sie weniger. Diese spürten wohl Inus Yoki in ihr und das brachte sich noch mehr zum Lächeln. Den Uni-Tag brachte sie souverän über die Bühne und lief Inu in die Arme, als sie ihn endlich erblickte.

“Hab dich vermisst”, nuschelte sie an seiner Brust und spürte sein Nicken.

“Ich dich auch.” Inu hob ihr Kinn an und küsste sie anfangs liebevoll und schüchtern, doch schnell verlor ihr Kuss die Unschuld. Sie neckten sich gegenseitig mit ihren Zungen. Keuchend löste sich die Schwarzhaarige von ihm und schluckte.

“Ich liebe dich”, kam es von ihr verträumt.

“Und ich liebe dich”, erwiderte Inu und küsste noch einmal kurz ihre Lippen. “Wollen wir heute etwas shoppen fahren?”, fragte der Hanyou verführerisch und sie blinzelte. Sie wollte ihn fragen was er denn einkaufen wollte, da viel ihr ein, dass er ihr letztens versprach neue Dessous zu kaufen. Erneut schluckte sie und nickte knallrot.

Ihre Reaktion gefiel dem Silberhaarigen, weshalb er ihr die Wagentür aufhielt und sie einsteigen ließ. Danach umrundete er das Auto und stieg ein. Sogleich fuhr er in die Innenstadt. Den Wagen ließen sie in einem Parkhaus zurück. Kagome hakte sich bei ihrem Freund an und kuschelte sich an seinen Oberarm.

Sie ließ sich von ihm führen. Erst waren sie in einem Bekleidungsgeschäft und einige Kleider, Röcke, Hosen und Blusen später standen sie auch schon im Dessous-Laden. Die Schwarzhaarige schluckte, wurde leicht rot bei dem Anblick. “Probiere dich durch, Juwel”, hauchte er an ihrer Seite und überrascht blickte sie hoch zu ihm.

Diesen Moment nutzte er aus und küsste sie. Fast schon automatisch öffneten sich ihre Lippen und das gefiel Inu sehr. Sofort forderte er ihre Zunge heraus und beide verschmolzen miteinander. Erst nach diesem Kuss blickte sich Kagome um und suchte sich mehrere Ausführungen aus. Irgendwie hatte sie heute Lust neues auszuprobieren. Natürlich auch unterschiedliche Stoffe und Farben.

Interessiert beobachtete Inu seine Gefährtin und lächelte, da sie nun freier nach Sachen griff. Hin und wieder schaute sie noch auf den Preis, doch genau das machte sie doch so einzigartig. Lächelnd folgte er ihr zu gern zu den Umkleiden. Während die Schönheit in diesen verschwand, hockte sich Inu in einen der gemütlichen Sessel und wartete bis seine Liebste fertig wurde.

Dabei beobachtete er die anderen Kunden. Es waren nicht allzu viele drin, das brachte ihm einen unanständigen Gedanken ein. Nach einigen Moment war Kagome sehr begeistert von der Ausführung mit Strapsen, jedoch verzweifelte sie daran den BH zu schließen. Deshalb wollte sie Inu um Hilfe bitten.

“Inu... kannst du mir bitte beim Schließen helfen?”, meinte sie durch die Tür hindurch. Die Ohren des Hanyous zuckten und er erhob sich. Ehe er eintrat, machte er sich bemerkbar, damit sie nicht erschrak.

“Klar helfe ich dir, Juwel”, grinste er in sich hinein und schloss die Kabine wieder hinter sich. Sogleich drehte er sich um und hielt in seiner Bewegung inne.

Seine Liebste trug ein rotes Spitzenhöschen und versuchte gerade irgendwie den BH zu schließen. Ihr schwarzes Haar hatte sie sich auf die Seite gelegt und doch klappte es nicht. Unbewusst leckte er sich über die Lippen und trat dichter an sie heran. Seine Fingerspitzen berührten ihren Rücken und jagten mehrere Schauer darüber. Geschickt schloss er den BH und hörte ein leises “Danke.”

Nachdem sich seine Liebste umgedreht hatte musterte er sie nun und sein Atem stockte. Als er auch noch sich vorstellte wie sie Strapsen dazu trug, war es vorbei mit seiner Selbstbeherrschung. Ein tiefes Knurren erklang und bestimmt drückte er sie an die Kabinenwand. Er beugte sich herab um in ihr Ohr zu flüstert: “Heiß.”

Dieses kleine Wort bereitete ihr einen wohligen Schauer und sie legte ihre Arme um seinen Nacken. Im nächsten Moment küssten sie sich gierig und vertieften es in einem Zungenkuss. Währenddessen wanderten Inus Hände an ihren Seiten entlang und brachten sie zum Keuchen.

Als er sich von ihren Lippen löste sahen sich beide lustverschleiert an. “Inu”, begann Kagome, doch lächelte er nur und stahl sich einen weiteren Kuss. Dabei drückte er sich an sie, sodass sie seine Erektion an ihrem Körper spüren konnte.

Mit geröteten Wangen blickte sie in seine goldenen Augen, denn er hatte seine Tarnung fallen gelassen. “Inu...”, doch auch diesmal unterbrach er sie. Ein Finger lag an ihren Lippen.

“Es wird keiner mitbekommen, versprochen”, flüsterte er verführerisch. Seine Hände packten ihren Hintern und hoben sie leicht hoch. Überrascht keuchte die Miko auf und biss sich auf die Unterlippe. Schließlich nickte sie und erneut knurrte der Hanyou auf. Sogleich befriedigte er seine und ihre Lust mehr als ausgiebig. Es war einfach nur ein berauschendes Gefühl von ihm so eingenommen zu werden.

Völlig außer Atem klammerte sich Kagome an ihren Freund und versuchte ihre Atmung zu regulieren. Inu genoss noch diese tiefe Verbundenheit, bevor er sich zurück zog und sie langsam auf den Boden stellte. Ihr Herzschlag war noch erhöht, doch nach diesem Akt war dies nicht verwunderlich.

Noch einmal küssten sie sich, bevor Inu die Umkleide verließ, damit seine Liebste sich weiter umziehen konnte. Natürlich tarnte er sein Äußerstes wieder. Verstohlen blickte er sich draußen um und grinste, da keiner mitbekommen hatte was sie soeben getan hatten. Es dauerte nicht lange und sie kam ebenso hinaus.

Sie hatte sich wieder angezogen und hielt die Ausführungen in den Händen. “Alle?”, fragte Inu vielsagen und errötet nickte Kagome. “Ich freu mich schon darauf dich darin zu sehen”, raunte er und küsste ihre Lippen. Gemeinsam gingen sie zur Kasse und der Hanyou zahlte kurzerhand die Dessous.

Das Paar gönnte sich noch ein Abendessen außerhalb, bevor es sich auf den Weg zum Auto machte. Somit kamen sie am späten Abend zu Hause an. Kagome kümmerte sich noch um ihre Uni-Unterlagen.

Erst danach gingen sie ins Bett. Natürlich ließ sich Inu nicht zweimal bitten noch einmal mit seiner Gefährtin zu schlafen. Es verwirrte ihn, dass er so oft könnte, doch vermutete er, dass dies an der Markierung lag.
 

Den Freitag verbrachten Kagome und Sesshomaru zuerst in der Uni. Inu nutzte die Zeit, um mit Koga und Masaru die Unterlagen im Büro zu archivieren. Natürlich ließ sich der Wolf es nicht nehmen und stichelte etwas gegen Hanyou. Er liebte es einfach ihn zu ärgern. Niemand würde ihm das verbieten können. Schließlich war das sein geheimer Kompromiss. Er würde ihm Kagome überlassen und ihn weiter aufziehen.

“Dad... nun ist aber gut”, lachte Masaru, als sie zu dritt am Nachmittag vor der Uni warteten.

“Masaru, lass mir doch meinen Spaß”, grinste der Ältere und Inu verdrehte die Augen.

Zum Glück kamen schon bald die Miko und der Taisho zu der kleinen Gruppe. Sie umschlang sofort ihren Liebsten. Ein Räuspern ließ sie zusammen zucken. “Bitte haltet eure Triebe zurück, bis ihr zu Hause seid”, meinte Sesshomaru und brachte damit die Wölfe zum Lachen.

Während Inu grummelte, wurde Kagome so rot wie eine Tomate. “TAKEO!”, schimpfte er los und Sesshomaru lachte leise.

“Na kommt, lasst uns was essen gehen und die beiden Wölfe zum Flughafen bringen”, wechselte der Taisho das Thema und Koga schmunzelte darüber.

Gemeinsam machten sie sich auf den Weg zu ihrem Stammlokal. Dort verbrachten sie noch eine entspannte Zeit, um die Wölfe gebührend zu verabschieden. Kagome amüsierte sich mit Koga und seinem Sohn. Es war sehr schön gewesen mit den Beiden etwas herum zu albern. Doch leider mussten sie sich erstmal wieder verabschieden. Deshalb fuhren sie direkt nach dem Essen zum Flughafen und warteten dort, bis die Beiden an Bord gehen konnten.

“Danke für euren Besuch”, lächelte Kagome sie an.

“Jederzeit Kagome”, grinste Koga und umarmte seine Freundin. “Genießt eure Zweisamkeit, aber übertreibt es nicht, schließlich kann Takeo euch hören”, lachte der Wolf und die Frau in seinen Armen wurde wieder knallrot.

“KOGA!”, rief sie aus und boxte ihn gegen den Oberkörper. Er spielte getroffen und hielt sich die Brust.

“Das tat weh”, jammerte er und kassierte nur Gelächter und Augenrollen.

“Du Spinner”, kicherte die Miko und er lächelte nur.

“Grüß alle zu Hause lieb und hoffentlich bis bald”, meinte Kagome und die Wölfe nickten.

“Bitte nicht zu bald”, scherzte Inu und kassierte einen bösen Blick von seiner Liebsten.

“Sei brav!”, kam es streng von ihr und Sesshomaru lachte leise. Die Beiden würden sich niemals ändern.

“Kommt gut daheim an und wir telefonieren die Tage”, verabschiedete der Taisho die Beiden mit einem Handschlag.

“Das machen wir, Takeo”, lachte Koga.

Für die Schwarzhaarige war es immer noch ungewohnt den anderen Namen zu hören, doch verstand sie auch die Notwendigkeit dahinter. Noch einmal drückte sie Koga und Masaru, bevor beide Inu verabschiedeten und hinter die Scheiben gingen, um einzuchecken.

Kagome winkte ihnen noch zu, ehe sie aus ihrem Blickfeld verschwanden. Sie schniefte einige Male auf und Inu zog sie in seine Arme. “Wir sehen sie bald wieder, Juwel, bitte nicht weinen”, beruhigte er sie und sie nickte.

Eng an seiner Brust schluchzte sie noch etwas auf, bevor sie sich fasste und entschlossen in seine goldenen Augen aufsah. “Du hast Recht, Inu. Danke”, meinte sie und bekam ein Lächeln.

“Kommt lasst uns Heim”, kam es von Sesshomaru und sein Bruder nickte. So machten sich die Drei auf den Weg zum Auto. Der Taisho fuhr mit seinem Wagen und Inu mit Kagome in seinem. In kurzen Abständen kamen sie im Parkhaus ihres Wohngebäudes an. Zusammen fuhren sie auch mit dem Fahrstuhl nach oben.

“Gute Nacht, Sess”, meinte Kagome, nachdem sie mit Inu ausstieg.

“Schlaft gut”, erwiderte der Ältere es und fuhr weiter nach oben in seine Wohnung. In den letzten Tagen nutzte er diese nur zum Duschen und umziehen. Diesmal jedoch wollte er noch etwas in seinen Büchern lesen. Sein Freitagsritual. Er hoffte, sein Bruder würde ausnahmsweise nicht über seine Schwägerin herfallen.

Kagome und Inu machten es sich in der Zwischenzeit auf dem Sofa gemütlich. Die Schwarzhaarige hatte Lust auf einen Filmabend. Zu gern erfüllte der Hanyou ihr diesen und so sahen sie sich eine Komödie an. Diese lenkte die Miko auch ab, weshalb sie den Abschied leichter überwand. Erst tief in der Nacht gingen beide zu Bett.

Dieses Mal blieben sie beide brav, denn sie wollten Sesshomaru wirklich nicht zu sehr nerven mit ihren Trieben. Auch wenn es für Inu einen Reiz hatte, seinen Bruder zu ärgern, so verkniff er es sich aber diesmal. Er fürchtete sich vor der heimlichen Rache des Älteren.
 

Das Wochenende verbrachte das Paar am Strand. Dafür war Sesshomaru ihnen sehr dankbar. So konnte er sich in Ruhe für die Studenten aus dem dritten Jahr vorbereiten. Damit diese keine Langeweile bekamen überlegte er sich immer wieder neue Themengebiete. Einige beinhalteten auch Ausgrabungen, die er mit Inu durchführte. Zwar einige schon vor Jahrhunderten, aber da erzählte er einfach ein Vorfahre hätte dies getan.

Ihr Konstrukt mit den Generationen war nie aufgefallen und so konnten sie immer wieder aus eigener Erfahrung berichten. Für den Einstieg hatte er Inu gebeten mit ihm gemeinsam die erste Woche zu leiten, damit seine Studenten auch einen anderen Blickwinkel mit bekamen. Ab und zu lud er auch andere Archäologen ein.

Großteils bestanden diese aus Yokais oder Hanyous, doch auch Menschen waren unter ihnen zu finden. Da Sesshomaru gerne nach Plan arbeitete, stellte er jetzt schon die Themen für die gesamte Woche zusammen. Nachdem all das erledigt war, gönnte er sich einen gemütlichen Abend bei einem Glas Wein, seinen Aufzeichnungen und Büchern.

Die Zeit am Strand nutzte das frisch verbundene Paar aus, um zu schwimmen, im Sand zu relaxen und die ganze Nacht alle Zimmer des kleinen Hauses einzuweihen. Vor einigen Jahrzehnten hatte Inu sich dieses am Meer gekauft, um sich dorthin zurück ziehen zu können.

Nun konnte er es auch Kagome zeigen und sie war von der ersten Sekunde an verzückt gewesen. Es hatte zwar nur eine Küche, ein Bad, ein Gemeinschafstraum und 2 Schlafzimmer, doch das genügte. Schließlich würden sie dort nur ab und zu Zeit verbringen.

Zufrieden und erholt kehrten sie Sonntagabend zurück in die Stadt. Die junge Miko wollte noch etwas für die Uni vorbereiten, weshalb Inu in die Küche verschwand, um etwas zu kochen. Es war immer noch ungewohnt, dass er das konnte, doch es gefiel seiner Gefährtin sehr. Oft beobachtete sie ihn dabei und träumte vor sind hin.

In den letzten Jahrhunderten wurde er wirklich erwachsen, es machte sie unsagbar glücklich ihn so zu sehen und zu erleben. Auch wenn nach wie vor seine kindliche Ader vorhanden war und manchmal auch zum Vorschein kam, liebte sie ihn immer mehr. Genau das machte ihren Inu zu ihrem wertvollsten Besitz.

Diesmal trat sie neben ihn und sah ihm dabei zu. Fragte ab und zu, was er tat und woher er das kannte. Schmunzelnd beantwortete er ihr alles und gemeinsam aßen sie zu Abend. Es war einer der vielen Momente, die Kagome nur zu gern immer wieder wiederholen wollte. Ein Leben an Inus Seite war alles, was sie sich jemals gewünscht hatte und nun konnte sie das als seine Gefährtin tun.

Pure Freude auf die Zukunft erfüllte sie und sie kuschelte sich nach dem Essen an ihren Liebsten. “Ich liebe dich”, hauchte sie an seiner Brust.

“Und ich liebe dich, mein Juwel.” Er küsste sanft ihre Stirn und genoss diese Zweisamkeit.
 

Montagmorgen lief routinemäßig bei allen drei ab. Erst duschen, anziehen, frühstücken und die Wohnung verlassen. Im Aufzug trafen sie sich und wünschten sich einen “Guten Morgen.”

Da beide gut gelaunt waren, konnte sich Sesshomaru denken, dass ihr Wochenende hervorragend lief. Er freute sich für die Beiden und hatte sogar das Gefühl, dass Koga und Masaru extra zu Besuch da waren, um Inu einen Schubser zu geben. Innerlich grinste er und würde das nicht seinem Bruder verraten.

Wie sonst auch fuhr Sesshomaru mit seinem Wagen und Inu mit Kagome mit dem anderen. An der Uni hatten sie fast den gleichen Weg. Die junge Dame wurde noch von ihrem Freund zum Hörsaal gebracht. Mit einem innigen Kuss trennten sie sich für die nächsten paar Stunden. “Bis später in der Mensa”, hauchte sie an seinen Lippen und er nickte zur Bestätigung.

Während sie in den Saal ging, setzten die Brüder ihren Weg fort. Ihr Raum befand sich einige Meter weiter weg. “Wir fangen mit der Ausgrabung in Ägypten an?”, wollte Inu wissen, um nichts Falsches zu erzählen.

“Genau und denk dran: Urururgroßvater war daran beteiligt”, flüsterte er und der Jüngere verdrehte leicht die Augen. Als ob er dieses Detail vergessen würde.

Vor dem Raum atmeten beide durch, setzten ihr Businessface auf und gingen hinein. Sesshomaru steuerte direkt den Professoren Schreibtisch an und Inu lehnte sich an die Wand. Er würde im Normalfall erst in 20 Minuten dazu kommen etwas zu sagen, weshalb er sich im Hintergrund aufhielt.

Der Ältere packte seine Unterlagen heraus, stellte die Tasche auf dem Boden ab und wollte beginnen. Jedoch wurde er auf ein Gespräch aufmerksam. Mittlerweile verfluchte er die zu guten Ohren.

Bevor er die Damen um ihre Aufmerksamkeit bitten konnte, brachten sie ihn mit den folgenden Worten komplett aus dem Konzept: “Nun erzähl schon... wie war dein Wochenende, Rin?”

In seinem Kopf halte der Name weiter: Rin... Rin... Rin... unmöglich. Sofort blickte er auf zu der Person, die angesprochen wurde.

“Ami, nun sei nicht so neugierig, wir haben Unterricht”, kam es von ihr streng und schüchtern zugleich. Bei ihrer Stimme verkrampfte sich Sesshomaru, sein Herz schlug um einiges stärker.

Nein, unmöglich... das kann nicht... meine..., ging es in seinen Gedanken umher. Doch bevor er den Gedanken fassen konnte, setzte er sich in Bewegung und verließ den Raum. All das wurde gerade zu viel für den sonst so starken und unterkühlten Lord des Westens.

Rin?!

Inu hatte das Gespräch genauso mitbekommen und ein Lächeln zeichnete sich auf seinen Lippen ab. Sesshomarus Reaktion war auch deutlich. Es konnte nur seine Rin sein. Erst jetzt bemerkte er, dass alle zur Tür sahen, weshalb er sich räusperte und zum Schreibtisch ging.

“Entschuldigt, euer Professor wurde an gepiept und er kommt sicher gleich wieder”, begann er und blickte zu der Menge. Etwas länger blieb er bei der vermeintlichen Rin. Er konnte nicht anders als zu lächeln.

“Willkommen im Kurs Archäologie im Alltag”, begrüßte er die Studenten. “mein Name ist Inu Nakamura und ich bin Archäologe, zudem auch der Bruder eures Professors. Man könnte fast sagen, dass es so etwas wie eine Familientradition ist. Begonnen hat das alles mit der Idee und Verwirklichung meines Urururgroßvaters. Er leitete damals die Ausgrabung in Ägypten.”

Inu erzählte seinen Vortrag wie üblich flüssig und brauchte kaum die Unterlagen seines Bruders. Hoffentlich kommt er bald wieder., dachte der Hanyou und setzte fort.
 

Einige Minuten zuvor, rettete sich Sesshomaru in sein Büro. Er schloss die Tür hinter sich und lehnte daran. Seine Gedanken rasten auch jetzt noch. Das kann unmöglich sein... das ist nicht Rin... Ihr Geruch ist ganz anders..., versteifte er sich und versuchte durchzuatmen.

Jedoch roch er immer noch diese Frau, die den gleichen Namen trug. Genau es ist nur der gleiche Name, nichts weiter. Reiß dich zusammen!, versuchte er es erneut herunter zu spielen und er setzte wieder seine Maske auf. Sei wie sonst auch... Inu hat sicher unsere Ausrede benutzt., kam es ihm in den Sinn und er eilte zu den Toiletten, um sich kaltes Wasser ins Gesicht zu geben.

Erneut musste er seine Gedanken sortieren und vor allem sein Herz beruhigen. Das kann nicht Rin sein!, wiederholte er es immer wieder und atmete erneut tief durch. Danach kehrte er zu dem Hörsaal zurück.

Vor der Tür blieb er jedoch nochmal stehen, lockerte seine Krawatte und atmete erneut durch. Sogleich betrat er den Raum und stellte sich neben seinen Bruder. Der Hanyou atmete erleichtert aus.

“Entschuldigt, aber es gab ein Problem in der Firma”, meinte Sesshomaru ruhig und ein Raunen ging durch die Menge. Inu briefte kurz seinen Bruder wie weit er gekommen war. Dankend nickte Sesshomaru, doch verzog er kaum eine Mine.

“Zunächst möchte ich mich für diejenigen vorstellen, die mich noch nicht kennen”, begann der Ältere und Inu ging wieder an die Tür. Er überließ seinem Bruder somit seine Stunde und beobachtete unauffällig die vermeintliche Rin. “Mein Name ist Takeo Nakamura und ich bin bis zu den Sommerferien euer Professor im Fach Archäologie im Alltag. Mein Bruder berichtete euch bereits von der Ausgrabung in Ägypten, womit vieles begann.”

Souverän brachte Sesshomaru seinen Unterrichtsstoff über die Bühne und regte sogar tatsächlich eine Diskussion an. Das Thema war diesmal: sollten auch die Ruhestätte verschiedener Völker näher dokumentiert werden oder nicht. Die Meinungen gingen mal wieder sehr stark von einer Seite in die andere.

“Es ist ein Unterschied, ob man Ruhestätte einfach so ausgräbt, oder ob man sich den Riten der Völker anpasst und dieses Andenken ehrt”, kam der Einwand von Rin. Sesshomaru blinzelte kurz und nickte.

“Das ist der springende Punkt”, begann er und Inu lächelte, denn das wurde normalerweise von vielen übersehen. “Deshalb sollte jeder, der sich damit befasst, immer daran denken: Respekt, Ehre und Reinheit sind die drei Grundsätze gegenüber dem Andenken eines Volkes.”

Damit beendete der Professor sogar die Vorlesung, denn im nächsten Moment läutete es. Erleichtert atmete Sesshomaru aus und verabschiedete seine Studenten. Während er seine Sachen zusammen packte, bemerkte er natürlich die Blicke einiger. Als er aufsah, zählte er 9 Leute, darunter auch sie.

“Wie kann man euch weiterhelfen?”, fragte er die Gruppe direkt und bekam einige Frage gestellt. Ein paar waren auch privater Natur. Bei denen er nur schmunzeln konnte. Inu amüsierte sich darüber, doch half er lieber seinem Bruder da wieder raus zukommen.

“Tut mir leid die Damen und die Herren, aber wir müssen heute noch einige Akten katalogisieren”, erklärte der Hanyou schnell und zog seinen Bruder mit sich.

“Bis zum nächsten Mal”, winkte Sesshomaru noch und war heilfroh aus dem Saal zu kommen.

“Danke, Inu... diese Frage, ob man noch Single sei ist einfach nur lästig”, bemerkte er und Inu lachte.

“Ich weiß, Takeo”, grinste er breit und sie verschwanden so schnell wie möglich in Sesshomarus Büro.

Kaum war die Tür hinter beiden Brüdern verschlossen, fiel Sesshomarus Maske und er ließ sich müde auf den Stuhl nieder. Inu grinste breit, aber sagte erstmal nichts.

“Wag es ja nicht...”, begann der Ältere und fixierte seinen Bruder.

“Sess... sie ist es”, kam es ruhig über die Lippen des Hanyous.

“NEIN!”, donnerte der Yokai und der Jüngere seufzte.

“Komm mir nicht mit dem Geruch, Sess... denn Kagome hat auch einen anderen als Kikyo”, entkräftete Inu sogleich das erste Argument. Ein Knurren entkam dem Älteren. “Sie ist sogar eine bildhübsche, junge Frau”, grinste der Hanyou breiter und das Knurren wurde lauter.

“Lass den Unsinn... sie ist es nicht und damit hat es sich”, meinte Sesshomaru felsenfest und schüttelte den Kopf. Er brauchte einen klaren Gedanken, doch Inus Blick sorgte eher für das Gegenteil.

“Sess...”, begann der Jüngere erneut und verschränkte seine Arme vor der Brust. “Hör auf es dir einzureden, denn sie ist es... sieh ihr einmal in die Augen und du wirst es auch erkennen”, erklärte er weiter und bekam nur einen bösen Blick. “Du machst mir schon lange damit keine Angst mehr, Brüderchen”, neckte er ihn weiter.

Eine Pause entstand und Inu wurde etwas strenger: “Sehe es ein und nutz deine Chance... wer weiß, ob Rin erneut wiedergeboren wird...”

Missmutig und knurrend seufzte Sesshomaru auf. “Und wenn sie es doch nicht ist?”, zweifelte er.

“Dann wirst du das herausfinden. Bisher hast du jede Seele wieder erkannt”, antwortete Inu ruhig. Der Yokai schluckte schwer.

“Und wenn sie hier schon vergeben ist?”, kam es flüsternd über seine Lippen.

“Dann sorgst du dafür, dass sie dich will und nur dich allein”, entgegnete Inu grinsend. “Überzeuge sie von dir selbst und du wirst sehen.”

Resigniert seufzte Sesshomaru erneut auf und schloss die Augen. “Ich werde sehen, ob es SIE ist... doch lass uns SIE nicht beim Namen nennen...”, meinte er schließlich und der Hanyou grinste noch breiter.

“Also ein Codename für Rin... was schwebt dir vor?”

“Rabbit”, kam die Antwort des Älteren. Inu blinzelte.

“Rabbit?” Sesshomaru nickte.

“Genau, Rabbit.”

“Gut dann lass uns Operation: Rabbit entlarven starten”, lachte Inu und sein Bruder rollte mit den Augen. Das wird sehr interessant., dachte er sich noch und lächelte, als Sesshomaru seine Tarnung annahm.

“Auf in den nächsten Kurs”, kam es selbstsicher von ihm und gemeinsam verließen sie wieder das Büro.

“Wehe du haust wieder ab”, flüsterte Inu grinsend, da er ihren Geruch vernommen hatte. Sein Bruder schluckte schwer und atmete noch einmal durch.

“Keine Panik, ich habe mich wieder im Griff”, meinte der Ältere und gemeinsam betraten sie den Hörsaal. Es war die letzte Stunde vor dem Mittagessen.

Nachdem beide Brüder am Pult standen wurde das Getuschel leiser. Langsam konnten es beide nicht mehr hören, wie ungewöhnlich silberne Haare waren.

“Willkommen im Kurs für ‘Angewandte Archäologie’. Ich werde bis zum Sommer euer Professor sein. Mein Name ist Takeo Nakamura und heute habe ich meinen Bruder dabei”, erklärte er und Inu hob grüßend die Hand. “In diesem Kurs wird jeder Einzelne von euch ein Themengebiet erarbeiten. Nehmt dafür wirklich das, was euch interessiert.”

Im nächsten Augenblick erklärte Sesshomaru die Ziele dieses Kurses. So konnten die Studenten selbst in die Rolle eines Archäologen schlüpfen.

“Eure Arbeiten werden natürlich bewertet und die besten sechs Studenten erwartet eine Belohnung”, spornte er die Anwesenden an. Ein Raunen ging durch die Reihen, gefolgt von mehreren Fragen.

Inu schmunzelte und übernahm damit die Erläuterung: “Die besten 6 Studenten werden die Möglichkeit erhalten ihre Arbeit in die Tat umzusetzen. Wir werden denjenigen eine Reise sponsern mitsamt einer Ausgrabung und solltet ihr dabei etwas entdecken, wird dies sogar namentlich erwähnt.”

Im Saal war es plötzlich mucks Mäuschen still. Große Augen starrten die Brüder an, weshalb Sesshomaru amüsiert seine Mundwinkel nach oben zog.

“Nein es ist kein Scherz. Wer uns zeigt, dass er oder sie hart arbeiten kann. Sich für die Archäologie begeistert, wird von uns in den Sommerferien für 14 Tage in dieses Land mitgenommen. Jeder unserer Archäologen hat ein Spezialgebiet und von diesem werdet ihr begleitet. Ihr könnt so von den Erfahrungen anderer lernen.”

“Zudem bekommt ihr auch ein Empfehlungsschreiben, wenn ihr euch dort gut anstellt”, ergänzte Inu grinsend.

Nun wurde wieder angeregt diskutiert. Zwischendrin kam auch die Frage auf, welches Spezialgebiet Sesshomaru hatte. Er schmunzelte darüber und seufzte.

Bevor er antworten konnte, meldete sich Inu zu Wort: “Mein Bruder ist eine Koryphäe in jedem Gebiet.”

Blinzelnd blickte Sesshomaru zu Inu und schluckte. Das war eine gute Antwort., musste der Ältere anerkennen. Auf diese Antwort wäre er nicht so schnell gekommen.

Die restliche Zeit des Kurses verbrachten die Brüder damit, die Studenten durchzugehen. Denn für ein positives Ergebnis war auch die Anwesenheit wichtig. Auf der Liste stand ihr Name: ‘Rin Hanakuro’.

Sesshomaru schluckte, ehe er diesen laut aussprach und sich die schwarzhaarige Schönheit meldete. Ihr Duft war nicht mehr der einer Blumenwiese mit Meeresbrise gleichzusetzten. Nun war dieser lieblicher. Eine Mischung aus Sanddorn und Meeresluft. Der Geruch brannte sich tief in Sesshomaru ein und er konnte es nicht verhindern, immer wieder diesen heraus zu filtern.

Inu grinste ein wenig vor sich hin, denn das war definitiv Rin. So rein und unschuldig. Vor allem war sie ebenso eine wunderschöne, junge Frau wie damals, als sie erwachsener wurde. Nun muss ich nur noch Sess davon überzeugen., dachte er sich.

“Nutzt diese Woche, um euch für ein Thema zu entscheiden. Danach habt ihr 10 Wochen Zeit euch dieses zu erarbeiten. Natürlich stehen mein Bruder und ich euch jederzeit zur Verfügung für fachbezogene Fragen”, fasste Sesshomaru zusammen und blickte durch die Reihen.

“Hierfür haben wir eine E-Mail-Adresse angelegt: Nakamura @ Archäologie.jp”, ergänze der Jüngere und schrieb diese an die Tafel.

“Je nach Frage werden wir diese beantworten. Sie können sich Material in der Bibliothek holen oder auch in meinem Büro. Wenn jemand schon sein Thema weiß, kann er uns dieses auch gleich zu schicken. Schreibt bitte euren vollständigen Namen dazu, damit wir das zuordnen können. In diesem Sinne einen schönen Tag euch noch”, beendete Sesshomaru den Kurs.

Einige Minuten später klingelte es. “Endlich Mittagszeit”, grinste Inu, doch sein Bruder verdrehte die Augen.

“Wohl eher: Endlich Kago”, konterte er sogleich und der Jüngere wurde leicht rot. Sesshomaru liebte es Inu zu ärgern, was er auch gerne tat. Die Brüder verließen zusammen den Saal und gingen in die Mensa.

Sofort wurde Inu von Kagome beinahe umgeworfen. “Hab dich vermisst”, nuschelte sie an seiner Brust.

“Ich dich auch, Juwel”, lächelte Inu und das Paar holte sich was zu essen. Der Ältere jedoch besorgte sich nur einen Kaffee und zu dritt saßen sie an einem Tisch.

“Was gibt es neues?”, wollte die Schwarzhaarige sofort wissen. Interessiert blickte sie zwischen den Brüdern hin und her. Während Inu grinste, verkrampfte sich der Taisho.

“Nun”, begann ihr Freund. “wir haben SIE wohl gefunden.” Kagome blinzelte mehrere Male.

“R...”, wollte sie den Namen aussprechen, doch beide schüttelten den Kopf.

“Rabbit, wir haben Rabbit gefunden”, erklärte Inu und erntete einen verwirrten Blick von seiner Gefährtin. “Damit wir ihren Namen nicht benutzen. Rabbit ist das Codewort für die Kleine.”

Nun verstand die Miko was sie damit meinten. “Erzählt mir mehr...”, forderte sie und Sesshomaru seufzte.

“Ich glaube nicht, dass sie es ist”, kam es über seine Lippen und Inu schnaubte.

“Wieso glaubst du es nicht?”, wollte Kagome wissen. “Und wehe du sagst, ihr Geruch sei anders.” Bei ihrem Satz fixierte sie ihren Schwager und verengte die Augen.

Dieser schluckte schwer und verschränkte seine Arme. Sein wichtigstes Argument schlug fehl. Doch dann fiel ihm noch was ein: “Nun ja... sie ist anders, die Haare sind länger, sie ist um einiges älter, sie strahlt viel mehr, ihr Lächeln ist bezaubernder, ihre Lippen voller, ihr Geruch betörender.”

Inus Grinsen wurde nur noch breiter, doch er ließ seinen Bruder aussprechen. Kagome schmunzelte und begann zu wiederlegen: “Meine Haare waren auch kürzer und ich war jünger als Kikyo.”

Eine Pause entstand, eher die Miko fortfuhr: “Du schwärmst bereits jetzt schon von Rabbit, Takeo... Auch wenn sie nicht 100 % die von damals ist, so verliebst du dich gerade in ihre neue Version... und das ohne zu wissen, dass es wirklich sie ist.”

“Was?!”, keuchte der Ältere und schüttelte den Kopf. “Niemals... ich... ich...”, begann er und blinzelte. Seine Worte vorhin waren eindeutig die eines Verliebten. Oh Kami... ich..., ratterte es in seinem Kopf und er schluckte. Das Paar ihm gegenüber lächelte.

“Damals als ich Kagome sah, dachte ich auch zuerst es wäre Kikyo, doch schon sehr schnell erkannte ich, dass sie einfach sie war. Auch wenn wir uns am laufenden Band zankten, so verliebte ich mich immer mehr in sie. Ihre leicht gelockten Haare, ihr einzigartiger Duft, ihre strahlenden Augen und ihr Lächeln war ganz anders und doch so voller Wärme für mich”, gestand Inu. Kagomes Herz schmolz bei seinen Worten dahin.

“Trotzdem... es ist nun mal nicht sie”, beharrte Sesshomaru weiterhin auf seiner Meinung und bekam im nächsten Moment ihren Geruch in die Nase. Unauffällig zeigte Inu seiner Liebsten wer Rin sei.

“Oh... Kami... ist sie wunderschön”, schwärmte die Miko und sah nun ihren Schwager an. “Auch wenn sie es nicht sein sollte... ich bin mir sicher, Rabbit hätte gewollt, dass du glücklich bist. Für sie warst du viel mehr als nur ihr Beschützer”, versuchte sie ihn zu überzeugen.

Jedoch bevor Sesshomaru antworten konnte, kam Rin auf die drei zu und er schluckte. Er musste sich nicht umdrehen, um das zu wissen. Ihr Duft nahm zu und unbewusst nahm er ihn tief in sich auf.

“Professor Nakamura?”, fragte ihre zierliche Stimme. Alle drei sahen zu ihr hoch. Kagomes Augen weiteten sich, denn so würde sie sich die kleine Rin vorstellen, wenn sie erwachsen war.

“Ja?”, kam es etwas zögerlich von Sesshomaru. Er blickte ihr direkt in die braunen Augen und erkannte ihre Seele. Sein Herzschlag setzte aus. Für einen Moment verlor er sich darin und hätte beinahe seine Tarnung fallen gelassen, doch fing er sich wieder und blinzelte.

Sesshomaru und Rin sahen sich tief in die Augen und niemand der Beiden sagte etwas. Wissend grinste Inu und verkniff sich ein lachen, da sein Bruder das nun definitiv nicht abstreiten kann. SIE ist es. Endlich, dachte der Hanyou und schmiegte sich an seine Liebste.

Kagome lächelte bei dem Anblick und spürte Rins Unsicherheit, weshalb sie sich räusperte. “Setzen Sie sich doch”, meinte sie und zog damit die Aufmerksamkeit der 22-jährigen auf sich. Unsicher blickte diese den freien Stuhl an, doch als ihr Professor diesen zurück schob und ihr ebenso stumm den Platz anbot, setzte sie sich.

“Wegen ihrer Vorlesung”, begann Rin schüchtern und schluckte. “es ist faszinierend.” Ihre Begeisterung gewann und sie wurde sicherer. “Ich hätte nicht erwartet, dass man heute noch so vieles Neues entdecken kann. Dürfte ich Sie beide fragen welche Kultur Ihnen am meisten Spaß machte zu erforschen?” Dabei sah sie auch zu Inu. Dieser lächelte und überlegte.

“Ich für meinen Teil mochte immer die verschiedenen Stämme in Südamerika. Jede Kultur glaubte an etwas anderes und diese Hingabe hat mich sehr beeindruckt”, erklärte der Jüngere und Rins Augen leuchteten. Dann sah sie wieder zu ihrem Professor. Er hatte einen Schluck Kaffee genommen.

“Es gab vieles was mich faszinierte”, begann er und blickte zu ihr. Besonders deine Augen, dachte er verträumt, doch fasste er sich wieder. “Die Pyramiden waren sehr interessant. Die Geschichten unseres Urururgroßvaters wurden uns von unserem Großvater erzählt und sie fesseln mich noch bis heute. Ebenso finde ich die japanische Kultur sehr interessant. Wie aus einem kriegerischen Land ein solch fortschrittliches werden konnte. Sehr interessant.”

Nach dem er beendet hatte, trank er erneut etwas. Seine Kehle war staubtrocken. Ihre Wirkung auf ihn unterschätzte er maßlos. Er war von ihr wirklich eingenommen worden, ohne dass er es wollte. Wie soll ich da bloß gegen ankommen?, zerbrach er sich den Kopf und atmete kurz durch. Das Gespräch mit ihr war so erfrischend.

Sie fragte Kagome auch wer sie denn war. “Bitte nicht so förmlich. Ich habe erst mit dem Studium begonnen und bin Inus Freundin”, erklärte die Miko und lächelte. Rin nickte strahlend.

“Freut mich dich kennen zu lernen, Kagome. Ich bin Rin”, entgegnete sie und beide Frauen kicherten. Sie verstanden sich auf Anhieb. Ob das daran lag, dass Rin sich unbewusst an sie erinnerte oder nicht, konnte die Miko nicht sagen. Das war ihr aber auch egal gewesen. Wichtig war, dass es Rin war und sie würde den sturen Hund noch davon überzeugen, endlich ehrlich zu sein.

Leider verging die Zeit viel zu schnell und Sesshomaru vergaß sogar für den Moment, dass sie seine Studentin war. Es klingelte zur nächsten Stunde, deshalb erhob sich Rin schnell, viel zu schnell für den Geschmack des Taishos. “Danke für eure Zeit”, kam es über ihre Lippen und sie verbeugte sich.

Sogleich schritt sie aus der Mensa hinaus. Der Ältere sah ihr fast schon sehnsüchtig nach. Er musterte sie von Kopf bis Fuß und wieder zurück. In ihrem gelblichen Sommerkleid sah sie umwerfend aus. Es hob ihre schönen, lange Beine hervor. Diese glitt er weiter hinauf und als er an ihrem Hintern ankam, schluckte er. Mit ihrem leicht schwungvollen Gang wirkte es so betörend auf ihn.

Alles um ihn herum interessierte ihn nicht mehr, nur sie allein war präsent. Erst als Inu eine Bemerkung fallen ließ, drehte er sich zu seinem Bruder und sah ihn verdattert an: “Was?!” Die Frage stand so im Raum. Der Jüngere grinste breit und Kagome kicherte.

“Ich sagte nur: Pass auf, du sabberst gleich, Takeo”, wiederholte Inu seinen Satz und nun entgleisten seinem älteren Bruder alle Gesichtszüge.

“Hör auf mit dem Blödsinn”, kam es nach einer Weile von ihm und er erhob sich, um in sein Büro zu verschwinden. Er musste nachdenken, am besten allein.

Überzeugungsarbeit

Zurück blieben Inu und Kagome. Beide grinsten sich an. “Er ist sowas von in sie verschossen”, kicherte die Schwarzhaarige und ihr Freund nickte.

“Nun müssen wir es ihm nur noch weismachen”, lachte er und sie nickte zustimmend.

Gemeinsam verließen sie die Mensa. Inu brachte seine Freundin zu ihrem letzten Kurs und ging danach in die Bibliothek. Er wollte nachsehen ob die Bücher und Zeitschriften für Kagome gekommen waren.

Auf der Suche nach der Bibliothekarin entdeckte der Hanyou Rin an einem Tisch. Sie bemerkte ihn gar nicht, weshalb er näher ranging. Hinter ihr blieb er kurz verdutzt stehen, denn er erblickte einen Artikel über die Ausgrabung, die Sesshomaru und er vor 3 Jahren machten.

Er überlegte, ob er sie auf sich Aufmerksam machen sollte, doch da blätterte sie um. Blinzelnd starrte er zu ihrem Hinterkopf. Er schnupperte unauffällig und roch einen Hauch von Erregung. Verwirrt sah er an ihr vorbei und erblickte das Foto. Für ein paar Momente erstarrte er, doch grinste er, entschloss sich sie nicht zu stören und setzte seine eigentliche Suche fort.

Sie steht genauso auf Sess wie er auf sie... Erregt durch ein oben ohne Bild... Respekt, Brüderchen... sie will dich schon jetzt., dachte Inu und schluckte. Er erinnerte sich nicht daran wie der Fotograph ein Bild von Sesshomaru machte, während er Wasser trank. Bei der Ausgrabung war es heiß, sodass alle ihre Shirts wechselten. Diese Zeit nutzen viele auch um zu trinken.

Als das Bild plötzlich in der Reportage auftauchte, fluchte Sesshomaru natürlich, doch was sollten sie tun. Das brachte dem Älteren noch mehr Verehrerinnen ein, doch da ihn nur eine interessierte, war ihm das egal.

Inus Grinsen wurde nur noch breiter. Nur noch Sess überzeugen, dass er ehrlich zu sich selbst ist und ihr wenigstens jetzt seine Gefühle gesteht. So wäre alles perfekt., fasste Inu seinen Gedanken und fand endlich die Dame nach der er suchte.

Da alles gekommen war, verließ er die Bibliothek vollbepackt. Zielstrebig brachte er die Zeitschriften und Bücher ins Auto. Schließlich wollte er nicht mit den ganzen Sachen durch den halben Campus hin und her laufen.

Danach ging er zu Sesshomaru ins Büro, sie mussten ja noch die Woche besprechen und er wollte nachsehen, wie der sture Hund mit der Neuigkeit nun umging. Vor seiner Tür blieb er stehen und horchte, doch nichts war zu hören. Er klopfte an und betrat erst danach den Raum.

“Hey”, meinte Inu schlicht und sein Bruder sah auf.

“Da bist du ja endlich, was hat dich denn aufgehalten?”

“Och, ich habe noch Kagomes Bücher abgeholt”, meinte der Hanyou lässig und setzte sich seinem Bruder gegenüber. Dieser rollte mit den Augen.

“Hör auf zu grinsen”, kam es kühl über die Lippen des Älteren, doch schüttelte Inu einfach nur den Kopf. Damit musste der Yokai nun leben. Schnell brachten sie die Pflicht durch und besprachen wie die Woche verlaufen würde.

Somit verging die Zeit schneller und Inu konnte endlich Kagome abholen. Diese umarmte ihn stürmisch und küsste ihn ganz offen. Viele Studentinnen kicherten und die Studenten raunten nur, doch den Beiden war das egal. Seit der Markierung kam jede noch so kleine Trennung ihnen vor wie Jahre. Gemeinsam machten sie sich auf den Heimweg. Sesshomaru war bereits schon weggefahren.

Als er an einer Ampel warten musste, entdeckte er Rin. Sie wartete auf den Bus. Er widerstand, ihr anzubieten sie nach Hause zu bringen. Stattdessen seufzte er und war heilfroh in seiner Wohnung angekommen zu sein.

Dort entledigte er sich seines Anzuges, steckte seine Haare hoch und ging eiskalt duschen. Er musste wieder klar denken. Diese Rin warf ihn vollkommen aus der Bahn. Wie ist das nur möglich?, fragte er sich nach einer gefühlten Ewigkeit und sah sich im Spiegel an. Seine Maske ließ er fallen in seinem geschützten Heim. Matt lächelte er und wusch sich mit kaltem Wasser das Gesicht.

“Rin...”, hauchte er und verließ das Bad, um sich in seinem Schlafzimmer anzuziehen. Er zog sich eine schwarze Jogginghose an und ein einfaches Shirt. Danach machte er sich eine Kleinigkeit zu essen und verkroch sich mit einem Buch in seinem Zimmer. Zum Glück hörte er auch nichts von dem Paar unter ihm. Irgendwann schlummerte er ein.
 

Die nächsten Tage waren die Anstrengendsten, die der Taisho je erlebt hatte. Nicht nur seine Kurse musste er zusammen mit Inu geben, nein jede freie Minute bequatschte sein Bruder ihn auch noch. Seine Schwägerin war wenigstens so nett gewesen und verschob das auf den späten Nachmittag.

Er hatte schwer damit zu kämpfen seine Gefühle selbst zu zuordnen, da brauchte er nicht auch noch das dauernde Reden von Inu. Wobei der Jüngere natürlich Recht hatte. Das musste Sesshomaru ihm zu Gute halten. Doch musste er selbst erstmal wissen, ob er diesen Schritt denn auch gehen könnte oder nicht.

“Inu bitte... gib mir einen Tag Ruhe, morgen gehen wir schön essen und besprechen das Ganze”, meinte der Ältere und der Angesprochene überlegte.

“Einverstanden, heute lassen wir dich damit in Ruhe”, kam es schließlich von dem Hanyou und Sesshomaru atmete tief durch.

“Danke... ich weiß ihr wollt mir helfen, aber...”

“Ich weiß... ich weiß, Takeo”, lächelte Inu und Kagome überließ das Gespräch den Beiden.

“Egal wie du dich entscheidest, wir beide helfen dir wo wir können”, zwinkerte die Miko. Inu nickte und sein Bruder dankte ihnen.

Wie die letzten Tage saßen die Drei in der Mittagspause zusammen. Inu und Kagome aßen etwas und Sesshomaru trank seinen Kaffee. Es war Freitag gewesen und gleich hätten sie noch eine Stunde den Kurs ‘Angewandte Archäologie’. Innerlich war der Professor gespannt zu erfahren, welches Themengebiet sich Rin ausgesucht hatte.

Nach der Mittagspause brachte Inu seine Freundin zu ihrem Hörsaal und küsste sie noch einmal, bevor sie eintrat. Kagome wurde von ihren Freundinnen immer wieder ausgefragt. Sie sagte nur, dass sie Inu schon einige Jahre kannte, und nun waren sie frisch verliebt. Zum Glück reichte diese Erklärung ihnen.

Während Kagome ihren letzten Kurs für die Woche beendete, so waren die beiden Brüder ebenso in ihrem letzten Kurs. Diesmal diskutierten die Studenten welche Ausgrabungen von Bedeutung waren und welche nicht. Inu und Sesshomaru hörten dem Gespräch zu und mischten sich nicht ein. Jedoch mussten beide schmunzeln, denn jede Ausgrabung hatte irgendwo einen Wert.

Beiden Brüdern entging es nicht, dass Rin nicht an der Diskussion beteiligt war. Doch würden sie auch nicht nachfragen. Bevor jedoch die Stunde vorbei war, räusperte sich Sesshomaru lautstark. Alle verstummten und sahen zu ihm. “Nun... was ist euer Fazit?”, fragte er ruhig.

“Dass nicht alles was man findet wertvoll ist?”, fragte einer und Inu verkniff sich ein Lachen.

“Wie wird wertvoll definiert?”, fragte Sesshomaru weiter und brachte damit alle zum Überlegen. Doch Rin lächelte und blickte direkt in seine Augen. Kurz richtete er auch seinen Blick zu ihr und erstarrte. Hatte sie..., begann er zu grübeln, doch verwarf den Gedanken sofort und blickte wieder in die Runde.

“Kann mir keiner diese Frage beantworten?”, wollte er wissen und er bekam nur die typischen Antworten. “Wertvoll im Sinne vom Materialwert” , “Wertvoll im Sinne vom Gegenwert” oder “Nur idealer Wert”. Darüber konnte er nur die Augen verdrehen.

Zu wenige erkannten das wesentlich an der Arbeit eines Archäologen. Inu wollte schon aufklären was sein Bruder meinte, da hob Rin ihre Hand. Verwirrt sah der Ältere zu ihr und bat sie darum zu sprechen.

“Es kann keine Definition in diesem Sinne geben. Den ob etwas wertvoll ist oder nicht, liegt im Auge des Betrachters”, erklärte sie und die Mundwinkel der Brüder zuckten verdächtig nach oben.

“Genau richtig erklärt, Miss Hanakuro”, lobte Sesshomaru und blickte zu den anderen im Raum. “Nur weil etwas unscheinbar erscheint, heißt es nicht, dass es nicht wertvoll sei. Alles hat irgendwie oder irgendwo einen Wert”, vervollständigte er Rins Aussage und nickte ihr anerkennend zu.

“Um ein Beispiel zu nennen. Ein Gebäude hat nicht nur den materiellen Wert, sondern auch den spirituellen und den Erinnerungswert. Ein Ring hat den Materialwert, klar, doch wenn es ein Gegenstand von einer geliebten Person ist, dann hat diese Erinnerung für euch persönlich mehr wert”, definierte Inu die Aussage anhand von Beispielen und einige nickten. Damit schienen sie langsam zu verstehen, worin ihr Fehler lag.

“Denkt daran, uns noch zu schreiben welches Fachgebiet oder Land euch interessiert. Damit ihr auch gut arbeiten könnt”, beendete Sesshomaru die Vorlesung und wenig später klingelte es auch schon. Inu und er gingen nochmal die Liste durch und notierten die Themen von denen sie schon wussten.

Nach und nach wurde es leerer im Raum und als die Brüder ebenso gehen wollten, zog ihr Duft Sesshomarus Aufmerksamkeit auf sich. “Professor?”, fragte sie neben ihm und er blickte zu ihr.

“Ja?”, fragte er und musterte sie kurz. Sie trug eine Jeans und ein hautenges Top, darüber hatte sie ein einfaches Sweatshirt an. Trotzdem schien sie ihre Reize hervor zu heben. Unbewusst schluckte er leicht.

“Ich wollte Ihnen nur sagen, dass ich gerne mich mit Ägypten auseinander setzen möchte”, begann sie und er blinzelte. Er verstand nicht wieso sie sich ausgerechnet dafür entschloss. Das bemerkte sie, weshalb sie ausholte: “Wissen Sie... seit fast 10 Jahren bin ich fasziniert von dieser Kultur. Die Pyramiden, die Pharaonen und die Gottheiten der Ägypter haben etwas... magisches an sich.”

Sesshomaru schmunzelte etwas, aber nickte. “Ich weiß, was Sie meinen. Wir werden es uns notieren. Ein schönes Wochenende”, wünschte er ihr und sie lächelte.

“Ihnen ebenso und grüßen Sie Kagome von mir”, meinte sie an Inu gewandt und dieser nickte.

“Mache ich gern, schönes Wochenende”, kam es vom Hanyou und sie verließ den Raum. Er wollte noch etwas an seinen Bruder sagen, doch dieser kam ihm zuvor.

“Sag nichts, INU”, knurrte Sesshomaru. Der Jüngere lachte leise und machte sich auf den Weg, um seine Liebste abzuholen. Sesshomaru sah ihm nach und seufzte. Das ist nur Zufall, dachte er sich und eilte in sein Büro, um noch einige Akten für das Wochenende einzupacken.

In der Zwischenzeit hatte Inu Kagome abgeholt und sie gingen zum Parkplatz. Dort trafen sie sogar noch auf Rin. “Hallo, Rin”, kam es lächelnd von der Miko. Die Angesprochene drehte sich um und erwiderte diese Geste.

“Oh hallo, Kagome. Dann sehe ich dich heute ja doch noch”, freute sich die Ältere und umarmte die Jüngere. Es war ein wenig verwirrend, aber Rin war nun mal herzlich, genau wie damals. Kagome erwiderte die Umarmung.

“Hast du schon Pläne für das Wochenende?”, wollte die Miko wissen und Rin zuckte mit den Schultern.

“Bisher noch nicht. Da ich noch einiges vorbereiten muss, entscheidet sich sowas spontan”, erklärte sie und verstehend nickte die Jüngere.

Die Damen unterhielten sich noch, während Inu einfach nur beobachtete. Das Verhalten der Frau war wirklich wie das von Rin. Sie war so unschuldig und rein. Hoffentlich erkennt Sess das auch endlich und wird alles tun, um sein Glück mit ihr zu versuchen., kam es ihm in den Sinn.

“Darf ich fragen, warum du dich entschlossen hast Geschichte mit Schwerpunkt Archäologie zu studieren?”, wollte Kagome wissen und Rin wurde leicht rot.

“Naja... mein Großvater war begeistertet Sammler von Ausgrabungsartikeln und hat mich damit angesteckt. Er erzählte immer so euphorisch davon, welch wertvolle Arbeit das sei und irgendwie... wollte ich auch ein Teil davon sein”, fing sie an, doch Inu erkannte auch, dass da ein anderer Grund war. Jedoch würde er sie nicht darauf ansprechen.

“Faszinierend”, meinte Kagome begeistert und lächelte ihren Freund an. “Ich möchte später meinem Freund hier auch eine Hilfe sein, deshalb hatte ich mich dazu entschlossen.” Rin lächelte und seufzte leise.

“Das ist so romantisch”, flüsterte sie. “Ich freue mich wirklich hier an der Uni zu sein und dank der Nakamuras wird uns hier viel Hilfe dargeboten”, lächelte sie Inu an und er nickte.

“Jeder, der Interesse hat und uns zeigt, dass er gewillt ist auch dafür Leistung zu erbringen, wird gesponsert. Schließlich braucht unser Beruf doch neue tatkräftige Archäologen”, erklärte Inu und lächelte, wobei es mehr einem Grinsen glich.

Sesshomaru kam endlich aus der Uni raus und wollte nur noch nach Hause. Sollte Rin sich gut anstellen würde er mit ihr nach Ägypten fliegen, weil er dort alle Ausgrabungen geleitet hatte. Allein die Vorstellung setzte viel zu viel Kopfkino frei. Er schluckte und lockerte seine Krawatte, während seine schulterlangen Haare offen waren. Als er die frische Luft in sich aufnahm, bemerkte er ihren Geruch und blickte zu seinem Bruder und seiner Schwägerin. Erneut schluckte er und verdrängte alles andere.

Tief durchatmen und durch., meinte er und ging direkt zu seiner Familie. Er schnappte dabei folgende Worte von Rin auf: “Ich hoffe doch sehr, dass ich später auch Archäologin sein kann. Mein Großvater würde sich sicher sehr darüber freuen. Er ist ein großer Fan von ihrem Großvater: Toga.”

Inu sah sie mit großen Augen an und schluckte. Sesshomaru erstarrt, doch fing er sich sofort wieder. “Entschuldigt, dass ihr warten musstet”, meinte er und Kagome winkte ab.

“Ach was, Takeo... wir haben mit Rin etwas geplaudert”, erklärte sie sanft und lächelnd. “Sie erzählte uns warum sie sich für die Archäologie so begeistert.”

Verlegen blickte Rin kurz zu ihrem Professor. Sesshomaru jedoch lächelte. “Archäologie ist auch etwas Wunderbares. Nicht umsonst ist unsere Familie seit Generation damit beschäftigt”, kam es ehrlich über seine Lippen und das brachte Rin zum Strahlen.

Erneut traf es ihn unvorbereitet. Inu lächelte bei dem Bild der Beiden zusammen. Kagome schmiegte sich leicht an ihren Freund und genoss seine Nähe sehr.

“Mein Großvater verfolgte ihr Unternehmen, seit er ein kleiner Junge war”, gestand sie und wurde leicht rot. “Er hat mich mit seiner Euphorie angesteckt und ich freue mich sehr darüber, dass Sie uns diese Möglichkeiten bieten.”

Ihre Worte brachten dem Taisho einen wohligen Schauer ein. “Ich freu mich, dass wir anderen Motivation geben können”, entgegnete er und Inu räusperte sich.

“Wir sollten los, der Kunde wartet nicht gern”, meinte der Jüngere und Sesshomaru blinzelte.

“Oh schon so spät, dann sollten wir wirklich los”, kam es verwirrt von ihm und Rin sah auf die Uhr.

“Oh... ich habe meinen Bus verpasst”, murmelte sie vor sich hin. Inu und Sesshomaru bissen sich auf die Zunge, damit sie nicht reagieren konnten.

“Was ist los, Rin?”, fragte Kagome und die Angesprochene sah auf.

“Ich habe meinen Bus verpasst”, kam es lauter von ihr und Inu grinste vielsagend seinen Bruder an. Er jedoch verdrehte leicht die Augen.

“Soll ich Sie mitnehmen?”, fragte der Ältere schließlich und verwirrt sah Rin zu ihrem Professor hoch.

“Äh... nein... ich möchte Ihnen keine Umstände machen”, meinte sie etwas leise.

“Halb so wild. Mit dem Auto wird das schon gehen”, erklärte er lächelnd und Inu nickte.

“Aber wirklich nur, wenn ich Sie nicht aufhalte”, nuschelte sie und Sesshomaru schüttelte den Kopf.

“Inu, fährst du mit Kagome vor und ich komme gleich nach?”, fragte er und sein Bruder nickte zwinkernd.

Damit war das geklärt und Sesshomaru ging mit Rin zu seinem Wagen. Eigentlich wollte er nicht diese Nähe zu ihr, doch er konnte nicht anders. Er wollte sie sicher nach Hause bringen.

Im Auto sagte Rin die Adresse und Sesshomaru fuhr los, nachdem beide angeschnallt waren. Er kannte Tokio mittlerweile auswendig, weshalb er ohne Probleme dem Hauptverkehr aus dem Weg ging und über Seitenstraßen sie zu ihrem Wohnblock fuhr.

Dieser war außerhalb des Stadtzentrums, weshalb es kein Wunder war, dass sie mit dem Bus fuhr. “Vielen Dank, Professor”, kam es schüchtern vom Beifahrersitz.

“Kein Problem”, lächelte er sie an und für einen Moment trafen sich ihre Blicke. Sein Herz passte sich ihrem Rhythmus an und sie schenkte ihm auch ein Lächeln.

“Bis Montag”, verabschiedete sie sich und schnallte sich ab. Er nickte leicht und murmelte ein “Bis Montag”. Somit stieg sie aus und ging zum Wohnhaus. Vor der Tür blieb sie stehen und drehte sich um. Sie winkte ihm noch zu und er erwiderte ihre Geste. Sehnsüchtig seufzte er auf und fuhr ins Büro, um sich mit Inu und dem Kunden zu treffen.

Das Gespräch verlief sehr gut. Auch die Verspätung machte dem Kunden nichts aus. Natürlich verhandelte Sesshomaru geschickt dabei, um dem Kunden zu zeigen wie viel effektiver und sicherer ihr Unternehmen arbeitete.

Inu würde sich darum in zwei Wochen kümmern müssen, doch das kannte der Jüngere nicht anders. Die Universitätsarbeit ging immer vor und das war auch wichtig, denn nur so bekamen sie neue Mitarbeiter, bzw. konnten diese an die Partner weiter vermitteln.

Kagome war darüber weniger erfreut, aber sie wusste auch, dass dies getan werden musste. Als Ausgleich würde Sesshomaru die Beiden am nächsten Tag in ein teures Restaurant einladen. Das war ein guter Deal für das Paar. Wobei sie eher mit ihm sich unterhalten wollten, um ihn dazu zu bewegen endlich einzugestehen, dass er Rabbit jetzt schon mochte.
 

Samstagmorgen schliefen Kagome und Inu länger und genossen den Morgen gemeinsam. Sesshomaru war bereits joggen gewesen, denn er wollte ihr Treiben nicht mitbekommen. Frisch geduscht und angezogen wartete der Taisho vor der Tür seines Bruders.

Fröhlich öffnete Kagome ihm die Tür. “Gomen, Sess”, flüsterte sie, doch er winkte ab. Inu kam ebenso heraus. Gemeinsam gingen sie zum Fahrstuhl und fuhren nach unten. Sie würden mit Sesshomarus Wagen fahren, schließlich machten sie heute etwas zu dritt.

Kagome trug ein rotes Sommerkleid mit Spitzen am Dekolleté und passenden Schmuck dazu. Ihr Haar hatte sie ein wenig hochgesteckt. Inu hatte ein rotes Hemd angezogen und dazu seine schwarze Jeans. Die Haare hatte er sich etwas zusammen gebunden und hochgesteckt. Damit wirkte er älter und es stand ihm einfach zu gut. Sesshomaru trug eine royal blaue Jeans und ein weißes Hemd, welches nicht komplett geschlossen war. Seine Haare waren zu einem tiefen Zopf gebunden.

Die Fahrt und das Essen verliefen ganz gut. Zwar nervte das Paar ihn immer wieder, doch Sesshomaru mochte es irgendwie. “Ist ja gut, ihr, Nervensägen. Ich werde es Rabbit sagen, aber wenn sie kein Interesse hat, werde ich sie nicht belästigen oder überzeugen”, erklärte er schließlich und beide nickten. Damit konnten sie leben.

Nach dem Essen wollten sie noch etwas in der Einkaufmeile herum schlendern und das schöne Wetter genießen. “Oh dahinten soll es gutes Eis geben”, meinte Kagome und Inu verdrehte die Augen.

“Dann sollten wir welches holen”, lachte Sesshomaru darüber und bevor sie auch nur weiter gehen konnte, stieg ihm der vertraute Geruch in die Nase. Kagome blickte verwirrt zu den Brüdern.

“Rabbit”, flüsterte Inu und Sesshomaru bog um die Ecke, von der der Geruch kam. Inu und Kagome folgten ihm. Das Paar blieb abrupt stehen, denn Rin küsste gerade einen braunhaarigen Mann. “Ver...”, begann Inu, doch weiter kam er nicht.

Sesshomaru knurrte leise neben ihm und sein Yoki begann langsam anzusteigen.

Vergeben und verloren?!

Das Knurren wurde lauter, doch bevor irgendjemand etwas mitbekommen konnte, zerrte Inu seinen Bruder weg von dem Ort. In einer dunklen Gasse, konnte er sein Dämonenblut nutzen und brachte Sesshomaru weit weg. Geschützt vor den Blicken anderer, denn sollte er unter den Menschen ausrasten, wäre die gesamte Dämonenwelt in Gefahr und damit wäre ihre harte Arbeit umsonst.

Kagome sah den Beiden kurz nach und schluckte. Den Älteren so zu sehen, rief in ihr die Tage zurück, als sie gegen Naraku kämpften. Kurz schüttelte sie den Gedanken ab. Ihr Blick wanderte zu Rin, die mit dem Mann Händchen hielt. Sie hat einen Freund? Wieso wird sie dann von dem Foto erregt?, wunderte sich die Miko. Inu hatte ihr natürlich von seiner Beobachtung berichtet. Nun beschloss sie der Sache auf den Grund zu gehen.

Tief atmete sie durch und ging zielstrebig an den Beiden vorbei. Wenn Rin sie erkennen würde, dann könnte sie ein Gespräch anfangen und herausfinden wer der Kerl war. Zum Glück war die Miko auch taff genug das durch zu ziehen. Wobei für das Glück zweier Personen war ihr im Moment alles recht. Sie fand, dass Sesshomaru mehr als genug gelitten hatte.

“Kagome?”, hörte sie bereits Rins Stimme als sie einige Schritte vor ihr vorbei lief. Innerlich lobte sie sich selbst für den Einfall. Sie drehte sich um und erwiderte den überraschten Ausruf genauso: “Rin?”

“Was machst du denn hier?”, fragte die Ältere und sah sich unbewusst um.

“Ich war noch mit den Jungs essen, dann wurden sie leider ins Büro gerufen und nun vertreibe ich mir die Zeit”, erklärte die Miko lächelnd.

“Oh... ich verstehe”, hörte Kagome die enttäuschte Stimme der anderen Frau. Etwas blinzelnd blickte sie ihre ältere Mitstudentin an. Sie hoffte Sess zu sehen?, kam ihr der Gedanke und sie musste lächeln.

“Was machst du denn hier?”, fragte sie Rin direkt.

“Das schöne Wetter genießen und ins Kino”, erklärte Rin und der Mann neben ihr räusperte sich. “Oh entschuldige” Rin sah zu ihm, dann wieder zur Miko. “Kagome das ist mein Freund Ichiro, Ichiro das ist Kagome, sie hat begonnen Geschichte zu studieren”, verriet sie ihr somit den Namen des Mannes.

“Freut mich”, kam es freundlich über Kagomes Lippen. Der Typ jedoch kam ihr direkt unsympathisch vor, denn er hatte null Interesse an Smalltalk. Der ist ja noch schlimmer als Sess damals., wunderte sich und machte innerlich drei Kreuze, dass der Hund sich verändert hatte.

“Rin, wir sollten los, wenn du noch den Film sehen willst”, drängelte er, um der Unterhaltung zu entkommen. Die Angesprochene blinzelte und nickte.

“Stimmt... gomen, Kagome, wir sehen uns am Montag”, winkte die Ältere und sie wurde von ihrem Freund regelrecht mitgezogen. Verdutzt sah die Miko ihnen nach. Das hätte Sesshomaru nicht gefallen, wie dieser Ichiro mit ihr umging. Sie schluckte und seufzte.

Sie holte ihr Handy heraus und wollte Inu anrufen, doch sofort hielt sie inne. Wenn Sess so wütend ist, dann wird Inu ihn beruhigen., kam ihr in den Sinn und sie beschloss ihrem Liebsten zu vertrauen. Lediglich eine Nachricht schrieb sie ihm: ‘Hey Inu, ich warte zu Hause auf euch.’
 

Einige Zeit zuvor brachte Inu seinen Bruder gerade noch rechtzeitig in einen abgelegenen Wald. “Lass mich los”, knurrte der Yokai, doch der Hanyou reagierte nicht. “LASS... LOS”, donnerte der Ältere und erst jetzt löste der Jüngere sich von ihm.

Instinktiv sprang Inu nach hinten und entging so der Giftpeitsche seines Bruders. “Sess beruhige dich...”, begann er, doch den Angesprochenen interessierte das herzlichst wenig. Wütend wallte das Yoki in ihm. Seine Dämonenmale traten hervor. Die Klauen wuchsen, Gift ran an der rechten Hand entlang.

“Komm mir nicht damit...”, knurrte der Yokai und seine roten Augen fixierten den Gegner. Inu schluckte, überlegte und blieb ruhig. Er sah keinen anderen Ausweg. Verzeih, Sess, bat er in seinem Inneren und ließ sein Dämonenblut pulsieren. Erster Pulsschlag, seine Klauen wuchsen, zweiter Pulsschlag, seine Dämonenmale erschienen, dritter Pulsschlag, seine Augen färbten sich rot, vierter und letzter Pulsschlag, sein Knurren ertönte.

Beide Brüder fixierten sich. Rot traf auf Rot und ein überlegenes Grinsen zeichnete Sesshomarus Lippen. Sofort griff er den Hanyou an. Beide nahmen keine Rücksicht auf Verluste. Äste und Bäume zerbarsten unter ihren Hieben, den Inu wich Sesshomaru die meiste Zeit aus. Ab und an parierte er die Klauen mit seinen eigenen. Darauf bedacht nicht mit dem Gift in Berührung zu kommen.

Nach dem nächsten Aufprall ihrer Krallen, brachte der Ältere Distanz zwischen sich und seinem Gegner. Diesen Moment nutzte Inu aus und griff geschickt und schnell an. Dadurch wurde der Yokai unter Druck gesetzt und sein Hemd wurde zerfetzt.

Wütend knurrte dieser auf und setzte zum Gegenschlag ein. Nur knapp entwischte Inu dem Angriff und prallte gegen einen Baum, der unter der Wucht stark erschüttert wurde. “Argh!”, fluchte der Hanyou und fixierte seinen Bruder an. “Sess... bitte, beruhig dich, ich will dir echt nicht wehtun”, bat er, doch keine Reaktion.

Stattdessen griff Sesshomaru erneut an. Ich muss es versuchen., dachte sich Inu und blieb stehen. Er schloss die Augen, vertraute auf sein gutes Gehör. Sein Bruder kam näher und holte mit seiner Faust aus. Er zielte genau auf das Gesicht des Hanyous.

Im letzten Moment trat dieser zur Seite und schlug mit seiner Faust in den Magen seines Angreifers. Sesshomaru keuchte auf, spuckte und knurrte lauter auf. Inu jedoch reagierte nicht weiter, wartete, hielt still. Er traf genau den Punkt, der den Älteren zur Besinnung rief.

Das Yoki flaute ab und der Yokai normalisierte sich. Er fiel nach vorne über, doch Inu hielt ihn sicher fest, so dass er sich an ihn lehnen konnte.

“Alles wird gut, Sess”, kam es beruhigend über Inus Lippen. Er hatte sein Yoki ebenfalls runtergefahren. “Alles wird gut”, wiederholte er erneut und das Knurren verklang. Stille herrschte über dem Wald. Der Jüngere konnte nicht einschätzen wie lange sie so standen, bis sich sein Bruder endlich wieder regte.

“Ich... habe sie... verloren... erneut...”, brachte der Ältere brüchig hervor und schloss die Augen. “Sie ist in festen Händen... unerreichbar... für mich”, setzte er fort und mit zusammengebissenen Zähnen brachte er noch hervor: “ich werde mich nicht dazwischen drängen.”

“Ich weiß, Sess... doch”, machte der Hanyou eine Pause, ehe er weitersprach: “wer weiß, vielleicht verlässt sie ihn? Schließlich bist du bei Weitem besser als dieser komische Typ.” Es war ein schlechter Versuch ihn aufzubauen, das war ihm klar, doch irgendwas musste er sagen.

“Hör auf, Inu... du warst schon mal realistischer”, seufzte Sesshomaru und richtete sich auf. Der Schlag hatte echt gesessen. Es schmerzte noch etwas, doch war ihm das egal. Er machte sich mehr Sorgen um seinen Bruder. “Habe ich dich verletzt?”, fragte er ehrlich nach und Inu schüttelte nur den Kopf.

“Keh! Wir haben schon schlimmer ausgesehen”, lachte der Jüngere und Sesshomaru schmunzelte.

“Deine Frau killt mich, wenn ich dich verletze”, grinste der Ältere. Inu lachte leise und schüttelte erneut den Kopf.

“Niemals, Großer, du bist nun ein Teil ihrer Familie und diese liebt sie über alles”, meinte der Hanyou. “Komm, wir sollten zurück. Sie macht sich sicher auch Sorgen.”

Schwach nickte Sesshomaru und biss sich auf die Unterlippe. Ihm war das mehr als unangenehm, die Kontrolle verloren zu haben. Normalerweise war das kaum vorgekommen, doch irgendwie brachen all seine Gefühle über ihn herein.

Seine Rin war endlich wiedergeboren worden, doch würde er wieder nur zusehen können, wie sie ihr Leben lebt. Sie war vergeben und er hatte sie erneut verloren. Diese Erkenntnis traf ihn härter als jeder Schlag, den er früher einmal abbekam. Noch nicht einmal der Verlust seines Armes hatte solche Schmerzen verursacht.

Erst jetzt bemerkten die Brüder, dass die Sonne bereits unterging. Inu suchte nach seinem Handy und atmete erleichtert durch. “Kagome wartet zu Hause auf uns”, erklärte er und sein Bruder nickte.

Kurzerhand brachte der Ältere beide in die Tiefgarage des Wohngebäudes. Im Aufzug sahen sie erst das Ausmaß ihrer Auseinandersetzung. Beide Hemden waren zerfetzt, Inu hatte noch eine Wunde an seiner Brust, doch am schlimmsten sah wohl der Taisho aus.

Er war blass, seine Haare verdreckt, seine Hose zerschlissen und mehrere Wunden waren noch zu sehen. Doch am meisten plagte ihn das schlechte Gewissen. Er hätte seinen Bruder schlimmere Wunden zufügen können. Als ihm das bewusst wurde, schluckte er.

“Sess, es ist alles gut... wir sahen schonmal schlimmer aus”, erinnerte Inu ihn daran, doch das machte es nicht besser für den Älteren.

“Ja schon, doch wird Kagome mir das nicht verzeihen”, meinte er abwesend, denn seine Gedanken ratterten umher. Inu seufzte und war erleichtert, dass sie nun oben ankamen. Sofort zog er seinen Bruder mit zu der Wohnungstür, öffnete diese und beide schlüpften hinein. Zum Glück ungesehen, denn ihren Zustand anderen zu erklären grenzt an dem Unmöglichen.

Die Miko hörte die Tür und lief sofort zu den Brüdern. “Kami sei Dank, ihr seid wieder da”, hauchte sie, als sie Inu um den Hals fiel und ihn küsste. Er erwiderte den Kuss und lächelte seine Gefährtin an.

“Alles gut, Juwel... wir brauchten nur etwas mehr Zeit”, bemerkte Inu und sie musterte ihren Freund. Dieser sah schlimm aus. Ein Blick auf seine Wunde reichte aus, um zu erkennen, dass diese heilte. Erleichtert atmete sie durch und sah nun an ihm vorbei. Sesshomarus Aussehen war absolut nicht erfreulich gewesen.

“Es tut...”, begann er, doch da wurde er schon von der Schwarzhaarigen in die Arme geschlossen.

“Ein Glück euch ist nichts schlimmeres passiert”, hauchte sie an seiner Brust.

Verwirrt blinzelte er, während Inu lächelte. Seine Kagome war einfach die warmherzigste Person, die er kannte. Nach einigen Minuten löste sie sich und zog beide Jungs ins Wohnzimmer hinein. Sie sah sich auch Sesshomarus Wunden an und war erleichtert. Es waren keine ernsteren Verletzungen und sie heilten bereits.

“Geht erstmal duschen”, meinte sie ruhig und ging in die Küche. Immer noch verwundert sah der Ältere ihr nach, doch Inu zog ihn bereits mit sich zum Bad.

“Du zuerst... ich suche ein paar Sachen für dich raus”, erklärte Inu. Bevor der Größere widersprechen konnte, schob der Hanyou ihn bereits ins Bad hinein.

Resigniert seufzte Sesshomaru und zog die zerfetzten Kleidungsstücke aus, stellte sich unter die Dusche und ließ das warme Wasser auf deinen Körper prasseln.

Danach stieg er hinaus, rubbelte seine Haare etwas trocken und steckte diese hoch. Mit einem Handtuch bekleidet kehrte er zurück in Inus Schlafzimmer und der Jüngere lächelte.

“Sachen auf dem Bett und ich bin duschen”, erklärte dieser und verschwand im Bad, um sich auch zu erfrischen.

Zögerlich entfernte Sesshomaru das Handtuch, zog die schwarze Boxershorts an und schmunzelte, als er die schwarze Leinenhose sah. Sofort schlüpfte er hinein und zog das weiße Hemd an, welches bereit lag.

“Schon viel besser”, kam es lachend von Inu, der gerade aus dem Bad kam. Auch er hatte seine Haare hochgesteckt und kam nur im Handtuch heraus. Sofort zog er sich eine graue Leinenhose und ein rotes Hemd an.

“Danke”, flüstere der Taisho und sein Bruder winkte ab.

“Komm, ich rieche essen”, grinste Inu und der Ältere rollte mit den Augen. Inu und Essen., dachte er belustigt und sie gingen nach unten in die Küche.

Kagome lächelte beide Brüder an und nickte zufrieden. “Viel besser”, grinste sie und zeigte auf den Tisch. “Setzt euch, ich habe etwas gekocht”, meinte sie.

Beide setzten sich und Inu zog seine Liebste zu sich. Auf seinem Schoss blieb sie sitzen und blinzelte zu ihm auf. Er lächelte und sie schmiegte sich an ihn. Sesshomaru lächelte bei dem Anblick und begann zu essen. Während der Hanyou seine Gefährtin fütterte und sie ihn, sprachen sie nicht viel.

Für diese Stille war der Ältere dankbar, denn er wollte kein Mitleid von den Beiden hören. Er entschloss sich, sich wie sonst auch zu verhalten. Abstand halten zu ihr und hoffen, dass sie glücklich wird. Irgendwann werde ich vielleicht doch mit ihr zusammen sein können., hoffte er und dankte seiner Schwägerin für das Essen.

Es war zwar nicht so gut wie sein eigenes, dennoch war es lecker gewesen. “Jederzeit, Sess”, lächelte sie ihn an und sie beendeten das Essen. Gemeinsam räumten sie ab und setzten sich bei etwas Tee und Gebäck ins Wohnzimmer.

“Also...”, begann die Schwarzhaarige. “Was hast du vor, Sess?” Die Frage war ihr sehr wichtig, denn sie fühlte, dass Rin ihn mochte und nicht glücklich mit ihrem Freund war.

“Ich werde nichts weiter tun...”, meinte er und trank etwas Wasser. “Ich werde mich ihr nicht aufdrängen. Wenn sie Hilfe von mir braucht, werde ich ihr helfen, sonst werde ich nichts tun... sollte er ihr wehtun, dann werde ich ihn zerfleischen... ganz einfach.”

Kagome sah zu ihrem Schwager und lächelte. “Das heißt, du wirst ihr nichts sagen?” Er nickte. “Du wirst zusehen wie sie mit dem Typen weiter zusammen ist?” Erneut nickte er. “Du wirst ihn töten, wenn er sie falsch behandeln sollte?” Ein weiteres Nicken folgte. “Gut... dann werden wir in ein paar Wochen ein Alibi für Sess brauchen”, grinste sie ihren Gefährten an.

Beide Brüder stutzen und blinzelten. “Wie meinst du das, Juwel?”, wollte Inu wissen.

“Ganz einfach... ich bin an ihr vorbeigelaufen und sie hat mich sofort erkannt und angesprochen. Natürlich hat sie auch gleich nach Sess Ausschau gehalten und war traurig, dass du nicht da warst”, erklärte sie ruhig und der Ältere war verwirrt.

“Kago... Rin hat kein Interesse an mir, also lass das”, meinte er etwas schroffer, doch das schreckte die Miko nicht ab. Im Gegenteil, denn sie grinste noch breiter.

“Glaub mir, Sess... sie hat sich in dich verguckt und wird es auch schnell merken, dass ihr Freund eine Niete ist und sie mit dir das bessere Los haben wird... sei etwas positiver, Sess!”, ermahnte sie ihn und ließ spielerisch ihr Reki an wallen. Beide Brüder schluckten.

“Ich versuche es, Schwesterchen”, nuschelte er und sie wurde nun wieder sanft. Seit damals hatte er vollsten Respekt vor ihr, denn sie zeigte keine Angst und Furcht und genau das fand er bewundernswert.

Inu atmete erleichtert aus und küsste seine Liebste auf die Wange. “Gut gemacht”, raunte er und sie lächelte.

“Ist doch war... der Typ ist echt ein Arsch und Rin hat was viel besseres verdient”, bestimmte sie.

“Aber nur wenn sie es von sich aus will, Kago”, kam es fast schon kleinlaut von Sesshomaru. Die Miko nickte.

“Natürlich... in ein paar Wochen wird sie das auch erkennen, ihr werdet schon sehen”, lachte sie und beide Brüder rollten leicht mit den Augen. Sie hatte schon damals positiv gedacht und steckte die Beiden irgendwie mit an.

Kagome hat Recht... ich werde warten... wer weiß... vielleicht bekomme ich doch meine Chance., beschloss Sesshomaru. Damit verabschiedete er sich und dankte den Beiden.

Den Sonntag verbrachten die drei bei Sesshomaru in der Wohnung. Sie gingen einige alte Pergamente durch und Kagome war fasziniert von all der Geschichte dahinter. Beide Brüder erzählten ihr die Familiengeschichte und sie saugte jede Information auf, die sie bekam.

Es war sehr interessant gewesen. Ein Teil davon kannte sie bereits, durch Myoga, den Flohgeist, doch die Brüder zeigten ihr Aufzeichnungen von den anderen Dingen. Auch sie lernten ihren Vater von einer anderen Seite kennen und die Geschichte hatte gezeigt, dass auch die Menschen einige Kämpfe mitbekommen und festgehalten hatten.

Somit begann die neue Woche und Montagfrüh fuhr Kagome mit Sesshomaru zur Uni und Inu kümmerte sich um das Büro. Genauso legte er zurecht wie er den neusten Kundenauftrag abarbeiten könnte. Bald müsste er sie alleine lassen, doch der Kunde ging vor. Seufzend begann er mit der Sortierung der Akten.
 

Die Woche verlief wie im Fluge. Sesshomaru brachte seinen Unterricht über die Bühne, beantwortete einige Fragen und gab Tipps, wo Informationen geholt werden könnten. Für ihn machte es keinen Unterschied wer fragte, er blieb distanziert und kühl, genau wie in den letzten Jahren.

Was er nicht wusste war, dass Rin ihn die ganzen Stunden über beobachtet hatte. Sorge machte sich in ihr breit, da sie nicht verstand, wieso er plötzlich so anders war. Als sie ihre Freundin Ami fragte, war sie nur verwirrt.

“Er ist doch wie sonst auch” oder “Du bildest dir das nur ein” kam es von der anderen Frau. Jedoch war Rin überzeugt, dass etwas vorgefallen sein musste. Ihn persönlich ansprechen wollte sie nun auch nicht, da könnte er sonst was von ihr denken. Gedankenverloren saß die Schwarzhaarige in der Bibliothek. Es war Freitagnachmittag und sie wollte noch etwas lesen.

Seufzend ging Kagome in die Bibliothek. Inu war an diesem Tag aufgebrochen, um die Recherchen für den Kunden durch zu führen. Nun musste sie auf Sesshomaru warten, damit er sie mit nach Hause nehmen konnte.

Da sie zwei Stunden noch rumbringen musste, wollte sie noch ein wenig lesen und die Ruhe dafür hätte sie nur in der Bücherei. Sie suchte sich einen freien Platz aus und entdeckte sogar Rin.

Sollte ich mich zu ihr setzen?, wunderte sie sich und überlegte. Doch sie beschloss, es nicht zu tun. Sie wollte Sesshomarus Bitte befolgen, Rin nicht zu sehr zu bedrängen. Seufzend setzte sie sich einige Tische weiter und holte das Buch heraus.

Einige Zeit später hatte Rin Kagome entdeckt und beschloss zu ihr zu gehen. “Hallo, Kagome”, meinte sie und blinzelnd sah die Angesprochene auf.

“Oh... hallo Rin”, lächelte die Miko und die Ältere setzte sich zu ihr.

“Entschuldige, falls ich dich störe.”

“Aber nein, wie geht es dir?”, wollte Kagome wissen.

“Gut, danke, bei euch auch alles gut?”, fragte Rin diplomatisch korrekt. Kurz überlegte die Jüngere.

“Mir geht es gut soweit, bin nur traurig, weil mein Freund beruflich wegfahren musste. Takeo geht es gut”, erklärte die Miko lächelnd. Rin blinzelte und biss sich auf die Unterlippe. Diese Geste bemerkte Kagome sehr wohl.

“Sicher?”, nuschelte die Ältere. Kagome nickte gleich.

“Takeo hatte ein paar Probleme mit seinem Auto... du weißt doch Jungs und ihre heißgeliebten Autos”, erfand sie eine Ausrede und Rin kicherte.

“Wirklich? Sein Auto? Aber es ist doch alles gut damit”, sprach Rin laut aus.

“Ja sein blauer Flitzer”, lachte Kagome und nun wurde Rin neugierig. Kurzerhand erzählte ihr die Jüngere alles darüber und staunend wurde sie angesehen.

Auf diese Weise verging die Zeit sehr schnell. Sesshomaru machte sich auf den Weg in die Bibliothek. Er stutze, als er auch Rins Geruch in seiner Nase hatte. Die beiden Frauen unterhielten sich angeregt über irgendeinen Film. Wie typisch... Frauen und ihre Romantikkomödien., verdrehte er die Augen und grüßte die Beiden lächelnd.

Die Miko war ganz verwundert ihn schon zu sehen, doch ein Blick auf die Uhr zeigte, dass es so weit war. Natürlich bot Sesshomaru an Rin nach Hause zu fahren, mit leicht geröteten Wangen nahm sie dieses Angebot an. Kagome lächelte, während sie Rin nach Hause brachten.

Zukunftspläne

“Hör auf zu grinsen, Kagome”, knurrte Sesshomaru neben ihr, als sie zurück zur eigenen Wohnung fuhren. Rin hatten sie sicher bei ihr zu Hause rausgelassen und sind gleich aufgebrochen.

“Aber, Sess... das ist doch mehr als eindeutig... sie mag dich”, kicherte die Miko und erhielt das nächste Knurren als Antwort, denn der Taisho sah das Ganze anders.

“Vergiss es, Kago... Rin hat einen Freund und ich werde ihr das nicht verderben... definitiv nicht”, schnaubte er und umgriff das Lenkrad stärker, sodass seine Fingerknochen hervorstachen.

“Ich weiß, aber sie können sich auch trennen”, warf sie den Einwand ein und er seufzte nur. Kagome hatte Recht und das wusste er auch.

“Solange das nicht der Fall ist...”, begann er.

“Ja, ja... ich weiß, Sess”, grinste sie und erntete erneut sein Knurren.

“Bitte grinse nicht so... okay?”, bat er und sie nickte. Doch nun kicherte sie vor sich hin und das trieb ihn noch mehr zur Weißglut. “Dann grinse lieber”, lenkte er ein. Dabei lachte Kagome und grinste noch mehr. Solange bis sie zu Hause ankamen.

Dort betrat sie die Wohnung und schrieb Inu eine Nachricht, dass sie daheim wäre. Sogleich wurde sie von ihrem Gefährten angerufen und sie unterhielten sich. Das Wochenende würde der Hanyou bei dem Kunden verbringen. Auch wenn es Kagome missfiel, so verstand sie die Notwendigkeit.

Nach ihrem Telefonat kam Sesshomaru vorbei. Er hatte gekocht und wollte zusammen mit Kagome die Mahlzeit einnehmen. Es war irgendwie zur Gewohnheit geworden und das wollte er auch nicht mehr missen. Obwohl die Miko ihn sehr oft ärgerte, so hatte sie immer ins Schwarze getroffen und ihre Meinung war immer ehrlich. Das mochte er an seiner Schwägerin sehr.

“Also was machen wir am Wochenende? Da Inu nicht da ist, musst du mich nun unterhalten”, kicherte sie.

“Wie wäre es, wenn wir einige Schriften zusammen durchgehen? Ich bin mir unsicher, welches Thema ich in der Vorlesung näher erläutern müsste”, gestand er und Kagome lächelte.

“Wie wäre es, wenn du den Vortrag hältst und ich sage dir, ob ich es verstehen würde und was fehlen könnte”, erklärte sie und er dankte ihr. Die Schwarzhaarige wusste, dass ihr Schwager Ablenkung brauchte und genau das würde sie ihm geben.
 

Das Wochenende war ereignislos für Kagome und Sesshomaru. Sie gingen gemeinsam die Themen durch für seine Vorlesungen und Kagome bekam sogar Lerntipps. Sie mochte die Zeit mit ihrem Schwager, dennoch vermisste sie ihren Gefährten. Sie konnte einfach nicht verstehen wieso er immer wieder so lange weg musste.

Deshalb beschloss sie am Sonntagabend näheres von Sesshomaru zu erfahren. Da Inu auf ihre Fragen nicht reagierte oder diese einfach ignorierte, wollte sie trotzdem Klarheit haben. Es konnte schließlich so nicht weitergehen. Schon seit sie sich wieder gefunden hatten, verhielt sich Inu eigenartig. Unbedingt musste sie erfahren, warum er so war oft fast eine Woche fern blieb.

Diesmal kochten die Beiden gemeinsam. Sesshomaru zeigte Kagome ein paar Tricks und es machte so viel mehr Spaß. Lange überlegte die Miko, wie sie anfangen sollte, doch war sie sich unsicher. Es war schließlich ein sensibles Thema und sie wollte nicht indiskret ihrem Gefährten gegenüber sein. Doch all das ließ sie nicht in Ruhe.

“Sess?”, begann die Schwarzhaarige und der angesprochene blickte zu ihr.

“Was ist, Kago?”, fragte er direkt und sie schluckte. Sie deutete an, dass sie sich setzen sollten. Da das Essen schon fertig war, folgte er ihrer Bitte und sie nahmen Platz.

“Also?”, hakte der Ältere nach.

“Naja...”, druckste sie drum herum, doch ein ernsterer Blick brachte sie dazu, doch noch ihren Mut zusammen zu nehmen und weiter zu reden. “Es geht um Inu”, rückte sie mit der Sprache raus.

“Was ist mit ihm?”, fragte der Taisho und verschränkte seine Arme vor der Brust. Dabei lehnte er sich zurück und wartete bis seine Schwägerin anfing ihm alles zu erzählen.

“Wieso verschwindet er immer für einige Tage?”, kam es direkt über ihre Lippen. Sesshomaru unterdrückte ein Lachen, denn er dachte sie würde nur scherzen. “Ich meine das Ernst. Inu weicht bei der Frage aus, doch ich will wissen was los ist”, führte sie aus.

“Hn”, begann er und überlegte wie er das ausdrücken sollte ohne, dass Kagome es falsch verstehen würde. “Nun... du hast die Aufzeichnungen gelesen”, sprach er und sie nickte eilig. Sie kannte die Schriften wegen der Markierung und was dazu gehörte.

“Und weiter?”

“Kago... du hast doch sicher Aufklärung gehabt... ihr Menschenweibchen seid einmal im Monat fruchtbar...”, erklärte Sesshomaru so diplomatisch wie möglich. Er wollte es nun auch nicht direkt aussprechen. Zum Glück machte das auch Kagome für ihn.

“Du meinst... Inu verwindet, weil ich in dem Zeitraum ein Kind empfangen könnte?”, schlussfolgerte sie und der Taisho nickte sofort.

“Genau, deshalb ist er jedes Mal verschwunden”, bestätigte er ihr.

“Aber... will Inu denn keine Kinder haben?”, kam es etwas trauriger von ihr.

“Äh... das kann ich dir nicht beantworten, Kago”, erklärte Sesshomaru diplomatisch. “Ihr solltet darüber reden. Inu wirkt zwar erwachsener, aber manche Sachen machen ihm immer noch Angst. Zudem sorgt er sich viel zu viel über gewisse Dinge, darüber nachdenken vermeidet er nach Möglichkeit und demnach auch darüber zu reden”, versuchte er es zu erklären.

“Verstehe”, nickte die Schwarzhaarige und lehnte sich zurück. “Dann werde ich Inu mal zur Rede stellen, sobald er wieder da ist”, fasste sie den Entschluss.

“Gute Idee, doch nun kümmern wir uns um das leckere Essen”, lächelte er. Das Thema wechseln hatte er schon mal besser hinbekommen, jedoch war Kagome ihm dafür dankbar. Schließlich konnte ihre Frage nur einer beantworten und auf ihn musste sie nun warten.

Beim Essen unterhielten sie sich über die kommenden Tage. Denn die nächsten drei Tage würde Inu sicher nicht nach Hause kommen. Wenigstens konnte Sesshomaru ihr die Sorge nehmen, dass ihr Gefährte zu dem Zeitpunkt wirklich den Kunden fertig machte und nichts anderes.
 

Der Montag verlief bei den Verschwägerten wie immer routiniert. In der Früh fuhren sie gemeinsam zur Uni und aßen gemeinsam zu Mittag. Der Silberhaarige verhielt sich wie sonst auch, eher distanziert und professionell. Auch wenn ihm die Nähe zu Rin sehr gefiel, musste er sich zusammenreißen. Sie war vergeben und er würde sich ihr nicht aufdrängen.

Die Tage bis Mittwoch musste Kagome auf ihn warten und das tat sie in der Bibliothek und jedes Mal war sie nicht alleine. Rin war bei ihr und die Damen sprachen über alltägliches. Der Taisho musste tief durchatmen, bevor er seine Schwägerin abholen konnte. Rins Geruch raubte ihm immer wieder seine Sinne. Zu sehr war er auf sie fixiert, doch unterdrückte er dieses Verlangen.

Sie hat einen Freund, also unerreichbar für mich., redete er sich ein und versuchte ihre Gegenwart aus zu blenden. Es war zwar schwieriger, doch irgendwie klappte das schon. Meistens gingen der Silberhaarige und die Schwarzhaarige direkt nach Hause. Dadurch war es auch erträglicher. Zum Glück war kein Freitag, denn sonst hätte er sich dazu verleiten lassen, Rin nach Hause zu bringen.

Die Abende verbrachten die Beiden wie gewohnt zusammen. Sie kochten, aßen und sprachen gemeinsam. Hin und wieder lasen sie in den alten Rollen. Kagome kam immer besser mit ihrem Schwager zurecht.

“Und Inu hat sich gemeldet?”, fragte er und sie nickte.

“Er kommt morgen Nachmittag wieder”, seufzte sie am Mittwochabend.

“Na immerhin kommt er schon am Nachmittag... ich werde den Abend auswärts verbringen, dann könnt ihr in Ruhe reden”, schlug Sesshomaru vor.

“Danke, Sess, das ist lieb von dir. Ich weiß gar nicht, wie ich dir dafür jemals danken soll”, freute sich Kagome.

“Das musst du nicht, Kago”, erklärte er. “Klärt das zwischen euch... ich bin mir sicher, dass ihr gemeinsam auf einen Nenner kommt... Das Leben ist viel zu kostbar und das sage ich dir aus Erfahrung.”

Die Miko verstand vorauf er hinaus wollte und da musste sie ihm zustimmen. Sie nickte eifrig. “Das werden wir, danke nochmal für deine Ehrlichkeit”, lächelte sie, während er ihre Geste erwiderte.

“Dann sollten wir fertig essen und morgen Abend sieht die Welt ganz anders aus”, grinste er und das brachte sie zum Lachen. Sesshomaru benutzte die Weisheitssprüche der Menschen und das klang einfach nur witzig.

Nach dem Essen räumten beide ab und machten sich noch einen gemütlichen Abend. Bei einer Tasse Tee sprachen sie über die Ausgrabungen, die der Silberhaarige plante. Sechs Orte hatte er fest gemacht, dabei hatte er noch vier weitere Ziele als Zusatz. Für den Fall, dass mehr Studenten ihre Leistungen erbringen würden, wollte er diese auch belohnen. Ein Glück waren Kogas und Ayames Kinder sehr flexibel, wenn es um die Orte ging.

“Sag mal, Sess… was wirst du machen, wenn Rabbit eine von den Studenten ist?”, wollte die Schwarzhaarige wissen.

“Was soll ich schon machen?”, zuckte er mit den Schultern. “Ich werde mit ihr die Ausgrabung durchführen… so professionell bin ich doch noch.”

“Verstehe”, kam es von ihr lächelnd. “Du kannst dich ja noch zwei Monate dafür wappnen.”

“Das stimmt und zwei Wochen gehen schnell vorbei”, baute er sich selbst auf.

“Genau, da kannst du sie von dir überzeugen”, grinste Kagome breit und er nickte. Ihr Grinsen wurde noch breiter, als er einen Schluck zu sich nahm, nur um diesen wieder aus zu spucken.

“KAGOME!”, rief er aus und sah sie böse funkelnd an. Sie jedoch lachte über seine Reaktion. “Das ist nicht witzig… sie ist vergeben und ich werde sie sicher nicht in so eine Situation bringen”, brummte der Taisho.

“Ich weiß das, Sess, aber wenn sie nicht…”, begann sie, doch wurde sie direkt unterbrochen.

“Sie ist vergeben und damit stellt sich die Frage nicht!”

Resigniert seufzte sie, da es im Moment nichts brachte. Er war zu sehr ein Ehrenmann und das als der gefürchtete Daiyokai. Darüber musste sie schmunzeln. Auch wenn sie ihn verstand, hätte sie sich mehr Initiative von ihm gewünscht. Nach dem Tee ging er in seine Wohnung und las die halbe Nacht, ehe er sich schlafen legte.

Der Donnerstag verlief wie üblich. Morgens machten sie sich frisch und fuhren zur Uni. Während Kagome im Hörsaal saß, brachte Sesshomaru seine Kurse hinter sich. Mittags saßen sie zusammen in der Mensa. Die Miko aß eines der ausgewogenen Gerichten und der Taisho genehmigte sich seinen Kaffee. Dank Kagome hielten sich alle anderen Frauen zurück.

Auch wenn er ihre Blicke spürte, so war ihm das egal. Nur ihr Blick interessierte ihn und darüber freute er sich. Sie zeigte ihm so, dass er sie fesselte. Leider war das nur auf beruflicher Ebene, doch besser so als ignoriert zu werden.

Danach trennten sie sich und brachten die letzten Stunden hinter sich. Nach dem Kurs hoffte die Miko, dass ihr Gefährte sie abholen würde. Sie hatte ihn einfach zu sehr vermisst, viel zu sehr für ihren Geschmack. Er soll nicht mehr weggehen. Sie wollte bei ihm sein. Ihr war klar, dass er auch mal zu Kunden fahren musste, doch wollte sie absolute Ehrlichkeit von ihm.

Seufzend verließ sie das Gebäude und blickte direkt zu den Parkplätzen. Doch Inu war weit und breit nicht zu sehen. Erneut seufzte sie und schlenderte zu Sesshomarus Wagen. Diesmal wollte sie draußen auf ihn warten. Sie holte ihr Handy heraus und schrieb ihrem Schwager eine Nachricht, doch bevor sie diese senden konnte, wurde sie von hinten umarmt.

“Gomen”, hauchte Inu. “Ich habe mich verspätet.”

“Inu!”, rief sie aus und drehte sich in seiner Umarmung. “Endlich”, hauchte sie und küsste ihn sofort innig. Sie hatte ihn wahrlich vermisst. Sofort erwiderte er ihren Kuss und zog sie dichter an sich heran.

“Habe dich vermisst”, hauchte er an ihren Lippen.

“Dann geh nicht mehr fort”, raunte sie und legte ihre Arme um seinen Nacken. “Ich habe dich auch sehr vermisst”, grinste sie ihn an.

“Aber einer musste doch zum Kunden”, erklärte er sachlich. “Sess kann nicht, solange er noch an der Uni ist.”

“Ich weiß, Inu”, flüsterte sie und bedeckte seine Lippen mit ihren. Erst nachdem sie sich gelöst hatten, lächelte der Hanyou seine Gefährtin an.

“Lass uns Heim fahren”, meinte er und sie nickte. Kurzerhand schrieb Kagome ihrem Schwager, dass Inu sie abgeholt hatte. Sesshomaru grinste und hoffte, die Beiden würden das zwischen sich endlich regeln.

Die Autofahrt verlief relativ ruhig. Die Schwarzhaarige fragte, wie der Auftrag lief und ob er alles erledigt hatte. Dabei überlegte sie, wie sie am besten das Thema ansprechen sollte. Schließlich wollte sie nicht mit der Tür ins Haus zu fallen. Inu blockte viel zu oft unangenehme Dinge einfach nur ab.

In der Wohnung ließ sie sich seufzend auf das Sofa fallen, während Inu aus der Küche was zu trinken holte.

“Was wollen wir heute machen, Juwel?”, fragte er sie und stellte Kagome ein Glas Wasser hin. Danach setzte er sich zu ihr und nippte an seinem Glas.

“Wie wäre es, wenn wir heute einen schönen Abend zu zweit haben? Du warst so lange weg”, schlug sie vor und blickte zu ihm.

“Das hört sich toll an... dann sollte ich Sess Bescheid geben, damit er sich keine Mühen machen muss”, lächelte er und zückte sein Handy. Seinem Bruder schrieb er eine schnelle Nachricht und legte es beiseite.

“So können wir den Abend genießen und etwas reden”, kam es von Kagome und Inu sah blinzelnd zu ihr.

“Reden? Worüber denn?”, wollte er wissen und stellte sich dabei unschuldig.

“Naja... wir sind ja nun gebunden und du weißt, ich würde gerne auch offiziell für die Menschen deine Frau sein”, erklärte sie mit roten Wangen. Erleichtert atmete Inu durch, denn die Sorge konnte er ihr abnehmen.

“Hm”, überlegte der Hanyou und nahm Kagomes Hand, um diese zu umschließen. “Wie wäre es, wenn wir das in deinen Sommerferien machen? Nachdem Sess von der Tour zurück ist mit den besten Studenten?”, schlug er vor. Dabei erhellte sich ihre Mine.

“Das klingt toll, dann kann ich meine Familie darauf vorbereiten”, strahlte sie und Inu kicherte leise.

“Wir suchen später nach dem genauen Termin.”

“Gerne und wir müssen noch planen, wo wir feiern, wie wir feiern, wen laden wir ein”, kam es euphorischer von ihr und er musste sie bremsen.

“Langsam, Juwel”, lachte Inu. “Eins nach dem anderen. Morgen suchen wir den Termin heraus und dann sprechen wir mit deiner Familie”, schlug er vor.

Mit so einem vernünftigen Vorschlag hätte die Schwarzhaarige nicht gerechnet. Umso überraschter war sie und stimmte ihm schließlich zu. Ihr gefiel seine Denkweise.

“Perfekt, Inu”, lächelte sie ihn an. Sogleich umarmte sie ihn freudig und küsste seine Wange. “Ich freue mich so sehr”, flüsterte sie.

“Ich mich auch, Frau Nakamura”, grinste er breit und stahl sich einen innigen Zungenkuss von ihr. Natürlich dachte der Hanyou, dass damit die Sorgen seiner Braut nun verflogen waren. Jedoch machte er die Rechnung ohne sie.

Nachdem beide sich lösten, lächelte Kagome ihn an. “Da das geklärt ist, sollten wir noch was anderes regeln”, sprang sie über ihren Schatten. Denn das wollte sie auch noch geklärt haben. Sesshomaru hatte Recht. Sie brauchten eine gemeinsame Grundlage.

“Was ist los, Juwel?”, fragte Inu besorgt.

“Ich... will mit dir über deine monatlichen Reisen reden”, erklärte sie ruhig und sah ihn direkt an.

“Monatliche Reisen?”, fragte er nach und legte den Kopf schief. “Ich bin doch nicht jeden Monat weg”, spielte er sein Verschwinden herunter und hoffte, Kagome würde das Thema sein lassen.

“Inu... willst du mich für dumm verkaufen?”, fragte sie leicht angesäuert, weil er es doch tatsächlich nicht sah.

“Aber nein... ich bin doch nur ab und zu weg... das ist nun mal der Job”, erklärte er weiter und sie schnaubte darauf hin.

“Nicht ab und zu... du bist jeden Monat für einige Tage weg... warum gehst zu dem Zeitpunkt weg?”, fragte sie nun genauer nach und verschränkte die Arme vor der Brust.

“Keh! Ich bin doch nicht jeden Monat weg, Juwel. Du übertreibst”, beharrte er erneut auf seiner Meinung.

“INU... ich bin nicht... blöd... ich habe es sogar notiert und du bist jeden Monat zu einer bestimmten Zeit weg, WARUM?”, kam es noch deutlicher und genervter von ihr.

Oh, oh., schoss es ihm durch den Kopf und er seufzte. “Juwel... es ist nicht so wie du denkst”, begann er, doch da platzte Kagome einfach der Kragen.

Unfassbar, was denkt er sich denn nur dabei., grummelte sie. “WAS DENKE ICH DENN?”, schrie sie ihn an und schnaufte wütend. Er spielte gerade mit ihr und das mochte sie überhaupt nicht.

“Kagome... ich gehe nicht wegen dir weg”, erklärte er und sah sie liebevoll an. “Ich gehe, weil es unsere Aufgabe ist auch außen Termine wahrzunehmen.”

“INU”, brummte sie. “Sag mir endlich die Wahrheit, warum gehst du weg?” Sie klang wütend, verletzt und neugierig zu gleich. Das irritierte den Hanyou ein wenig.

“Mensch, Kagome... ich gehe wirklich nicht wegen dir.”

“Hör auf mir das weiß zu machen.”

“Aber das ist so.”

“LÜG mich nicht an, INU”, brummte sie wieder und stand auf. Sein Verhalten verletzte sie. Plötzlich fühlte sie sich wie damals, als sie immer an einander geraten waren.

“Keh! So ein Blödsinn!”, knurrte er sie an. “Ich lüge dich nicht an!”, beharrte er weiterhin.

“Aber du verschweigst mir etwas. WAS IST ES?”, schrie sie ihn wieder an und fast automatisch flackerte ihr Reki auf. Geschockt blickte Inu sie an. Schon lange hatte er sie nicht mehr so erlebt.

“Es ist nichts, Juwel”, versuchte er sie zu beruhigen, doch genau das machte es nur noch schlimmer.

“INU, ich habe mit Sess gesprochen”, knurrte sie ihn an. Bevor er jedoch auf das Gesagte reagieren konnte, konfrontierte sie ihn mit ihrer Erkenntnis: “INU, du gehst, weil ich schwanger werden könnte. WIESO gehst du weg?”

Ihr kamen die Tränen, denn sie verstand es nicht. “Willst mit mir denn keine Kinder, Inu?”, schluchzte sie. Verletzt blickte sie zu ihm. “Bin ich nicht gut genug, um dir Kinder zu schenken?”, fragte sie unter Tränen.

“WAS?!”, kam es fassungslos von ihm und er schluckte. Unfähig auf ihren Ausbruch zu reagieren, saß er auf dem Sofa und starrte seine Gefährtin an.

Kinderwunsch

[Dieses Kapitel ist nur Volljährigen zugänglich]

Schlaflos

Die Person, die eintrat, war keine andere als Rin. Ihr Duft umspielte Sesshomarus Nase und neckte ihn. Leise knurrte er und hoffte, sie würde sich nur einen Kaffee holen und ihn gar nicht bemerken. Noch einmal schluckte er schwerer und verfolgte sie mit seinen Augen.

Sie trug eine weiße Bluse mit einem schwarzen Bleistiftrock und schwarze Pumps rundeten ihr Outfit ab. Ihre Haare hatte sie locker zu einem Zopf gebunden und war dezent geschminkt. Unwillkürlich blieb er länger bei ihren Kurven hängen und schluckte erneut. Wieso ist sie nur so gekleidet?, fragte er sich selbst und versuchte sich wieder auf seinen Kaffee zu konzentrieren.

Während er daran nippte, begrüßte Rin Kisho und ging hinter den Tresen. Ungläubig beobachtete der Taisho die Szene vor sich. “Kisho... ich weiß doch wie alles funktioniert”, lachte sie und schob den Älteren Richtung Ausgang. “Beeil dich, sonst kommst du zu spät”, mahnte sie ihn noch und das schien auch den Besitzer zu überzeugen.

Das brachte den Silberhaarigen zum Schmunzeln. Diese Eigenschaft hatte sie schon damals gehabt: Hatte sie sich etwas in den Kopf gesetzt, dann führte sie es auch in die Tat um. Verträumt schloss er seine Augen und erinnerte sich an den Moment zurück, als sie ihn dazu brachte schließlich einen Schritt auf die Menschen zu zugehen.
 

Damals war sie zu ihm gekommen. Naja eigentlich brachte Inu sie zu ihm. Sie hatten den Wunsch geäußert nach ihrer Ausbildung wieder bei ihm sein zu dürfen. Da er ihr immer eingeräumt hatte selbst zu entscheiden, ermöglichte er ihr diesen auch. Er war recht unfreundlich zu seinem Halbbruder und schickte ihn einfach weg. Ungeachtet der Gefühlslage, in der sich der Hanyou befand.

“Sesshomaru-Sama... das war absolut nicht nett von euch!”, schimpfte Rin mit ihm. Nur sie durfte so mit ihm reden. In seiner Manier blickte er zu ihr und stieß sein typisches “Hn” aus.

“Euer Bruder leidet, dass Kagome nicht da ist... es sind nun schon über drei Jahre her und er vermisst sie”, erzählte sie, auch wenn er den Anschein machte, dass es ihn nicht interessierte, so hörte er doch zu. Natürlich fiel ihm auf, dass sein Bruder nicht mehr nach dieser Miko stank und er eher betrübt war. Selbst auf die Provokation war er nicht eingegangen. Normalerweise hätte er ihn angegriffen, aber da war nichts. So als ob sein inneres Feuer erloschen war.

“Das interessiert mich nicht”, kam es kühl von seinen Lippen und er führte die Kleine in ihre Gemächer. Wie immer lief sie hinter ihm her, doch sie bewegte sich anders. Fast so als würde sie nun schweben und nicht mehr so schwerfällig laufen.

Überrascht darüber hatte er sie beobachtet und musste feststellen: seine kleine Rin war nun eine junge Dame geworden. Ihr kindliches Gesicht wich einem zierlichen. Ihr Körper hatte nun viel mehr Rundungen. Kurz setzte sogar sein Herzschlag aus, als er an ihren Lippen hängen blieb, jedoch schollt er sich dafür.

“Hier wirst du wohnen, wenn du das wünscht... solltest du etwas brauchen, wird Jaken dir diesen Wunsch erfüllen”, erklärte er mit seiner kühlen Stimme, doch erkannt Rin auch die sanfte Wärme darin. Mit einem Nicken zeigte sie ihm, dass sie es verstand.

Einige Wochen vergingen und die junge Dame gewöhnte sich daran im Schloss von allen Angestellten als ‘Hime’ bezeichnet zu werden. Auffällig oft hatte sie seine Nähe gesucht und er belächelte dies. Sie wollte lernen was seine Aufgaben waren, nachdem er das Schloss wieder aufgebaut hatte. Schritt für Schritt zeigte er es ihr und sie bewies viel Fingerspitzengefühl. Schnell erkannte sie, dass er trotz allem die Menschen mied.

Um das zu ändern fasste sie den Plan, ihn ebenso Stück für Stück an die Menschen heran zu bringen. Angefangen hatte sie damit, ihn zu bitten mit ihr gemeinsam die umliegenden Dörfer zu besuchen. Wegen ihrer Ausbildung zu einer Heilerin hatte sie oftmals den Drang gehabt, den Menschen zu helfen. Auch wenn es Sesshomaru nicht gefiel, so wollte er auch für ihre Sicherheit sorgen.

Niemandem sonst vertraute er ihren Schutz an. Außer seinem Halbbruder vielleicht. Über diesen Gedanken schmunzelte der mächtige Daiyokai. An diesem Tag waren sie ausgerechnet in einem Dorf mit vielen Kindern. Diese waren dem Taisho noch mehr zu wider, als die Erwachsenen. Jedoch Rin mit diesen Kindern zu sehen, erwärmte sein Herz um wenige Grade. Natürlich wurde er kritisch beäugt, doch das interessierte ihn genauso wenig wie deren Getuschel.

“Sesshomaru-Sama, würdet ihr mit bitte helfen?”, fragte Rin ihn zuckersüß. Innerlich verdrehte er die Augen, doch folgte er wortlos ihrer Bitte. Die fassungslosen Gesichter der Bewohner entschädigten ihn sogar dafür.

“Ich denke nicht, dass ich dir helfen kann”, kam es kühl von ihm, doch Rin lächelte ihn an.

“Natürlich könnt ihr das!”, erklärte sie und führte ihn zu den fünf Patienten. Drei von ihnen waren Kinder und zwei junge Frauen, die an einer Vergiftung litten. Sesshomaru schnupperte automatisch, als ihm das säuerliche in die Nase stieg. Da begriff er ihre Worte.

“Gift”, sprach er aus und sie nickte.

“Bei den Kindern hilft die Kräutermischung, jedoch bei den beiden Frauen, lindern diese nur die Schmerzen”, klärte sie fachmännisch und zeigte ihm, welche Kräuter sie benutzte. Überraschung und Stolz fluteten sein Herz, denn sie hatte wahrlich viel gelernt. Sein Blick glitt zu den Frauen, die bewusstlos waren.

“Hn”, entkam es seinen Lippen und legte seine Hand auf Tensaiga. Nichts tat sich, weshalb er einen Mundwinkel leicht zucken ließ. “Sie leben beide... hast du das Blut von ihnen untersucht?”, fragte er und Rin nickte.

“Das Ergebnis war nicht gut, doch die Kräuter halten den Prozess auf.”

“Verstehe... würdest du noch einmal etwas Blut von ihnen nehmen... ich würde gerne sehen, welches Gift in ihnen ist”, bat er sie, da er selbst keine Hand an die beiden legen wollte. Dennoch gewillt war seiner Rin zu helfen.

Die junge Frau nickte und tat worum er sie bat. Nach einigen Momenten hatte er zwei Tücher mit Blutstropfen darauf. Beide beschnupperte er und unterdrückte den Würgereiz, da deren menschlichen Gerüche immer noch zu stark waren. Sein inneres Biest schimpfte mit ihm, er solle sich gefälligst zusammenreißen.

“Es ist ein Gift, welches niedere Dämonen auf Pflanzen geben, um diese zu verderben...”, erklärte er und Rin sah zu ihm. Verstehend nickte sie und seufzte.

“Dann können wir nichts für sie tun”, kam es traurig über ihre Lippen.

“Das habe ich nicht gesagt”, funkelte er sie leicht amüsiert an. “Ich hatte den Kontakt zu diesem Gift schon sehr früh...”, erklärte er und ließ aus seinen Krallen grünliches Sekret laufen. “Das hier ist dem ähnlich...”, begann er und Rin machte große Augen.

“Dann kann ich damit ein Gegengift machen. Kaede-Sama hat dies von Kagome gelernt und es mir beigebracht”, lächelte sie ihn an und machte sich gleich an die Arbeit. Dabei beobachtete er sie und musste feststellen, dass sie um einiges klüger, reifer und besonnener wurde.

‘Nimm sie endlich als die deine... sie ist perfekt’, raunte es ihm zu, doch er schüttelte den Kopf. Er könnte es nicht. Sie wäre sicher abgeneigt und er wollte sie nicht zwingen. ‘Du Narr... sie will dich auch... sonst würde sie nie deine Nähe suchen’, schimpfte sein Biest, doch er ignorierte es gekonnt. Viel mehr forderte Rin seine Aufmerksamkeit.

Etwas von dem Gift tropfte herunter und hätte ihren Arm getroffen, doch er hielt schützend seine Hand über ihren. “Sess... Sesshomaru-Sama", keuchte sie und blickte nach hinten zu ihm.

“Du musst besser aufpassen, Rin!”, meinte er strenger und doch mit Sorge in der Stimme. Diese nickte und dankte ihm für seinen Schutz. Diese Geste blieb nicht verborgen vor neugierigen Augen.

“Er... hat... sie tatsächlich... beschützt”, kam es ungläubig von einem älteren Mann. Das Getuschel wurde größer und verstummte erst, als Sesshomaru knurrte.

“Eure Heilerin braucht Ruhe, wenn ihr nicht wollt, dass die Damen sterben”, knurrte er sie leise, aber bestimmt an. Er trat sogar aus dem Gebäude heraus, um Rin nicht zu stören. Eilig nickten die Bewohner und zufrieden kehrte der Yokai zurück in das Haus.

Rin lächelte ihn freundlich an. “Danke euch für eure Hilfe, Sesshomaru-Sama", entkam es ihren Lippen. Sie hatte bereits das Gegengift den beiden Frauen eingeflößt und würde nun warten bis sie erwachen. In der Zwischenzeit kümmerte sie sich um die Kinder, verband ihre Wunden neu und machte ihnen was zu Essen.

Natürlich kochte sie auch für das Dorf mit und wollte dieses verteilen. Sesshomaru half ihr dabei, da er sie nicht so schwer tragen sehen konnte. Darüber kicherte die Schwarzhaarige, denn die Dorfbewohner starrten ihn ungläubig an. Gekonnt ignorierte er jedoch dies und stellte den Kessel auf dem Platz ab, an dem Rin in haben wollte.

Danach zog sich der Daiyokai zurück und doch blieb er in der Nähe. Er saß in einer der Baumkronen und wartete darauf, dass Rin fertig wurde. Jedoch dauerte es viel länger als er es erwartet hatte. Geduldig saß er auf dem Baum und blickte auf das Haus hinab, in welchem sie sich befand.

Mittlerweile wurde es dunkler und der Daiyokai ungeduldiger. Er tippte mit den Fingern gegen den Baumstamm und knurrte leise. Was treibt sie nur da drin?, grummelte er und sprang vom Baum. Seine Schritte brachten ihn diesem Haus näher und er betrat es erneut. Was er vorfand ließ ihn kurz erstarren.

Rin schlief neben den Kindern, die sich an sie geschmiegt hatten. Erst wollte er sie wecken, doch das konnte er nicht. Ohne darüber nachzudenken zog er sein Haori aus und legte es zunächst über Rin, damit sie nicht fror. Doch das Bild der Kinder mit ihr, ließ ihn seine Tat überdenken. Damit deckte er auch die Kleinen zu und streichelte Rin über die Wange.

“Hab schöne Träume”, flüsterte er und lächelte zaghaft. Danach erhob er sich wieder und ging nach draußen, um auf dem Baum wieder Platz zu nehmen. Dort würde er warten, bis sie wach wurde. Sie hatte ihn Tatsächlich dazu gebracht Mitgefühl mit den Kindern zu haben. “Ich bin wahrlich ein Narr”, murmelte er, während sein inneres Tier lachte und grinste. Es hatte seine Wahl schon damals getroffen, er wollte nur Rin an seiner Seite haben.
 

Versunken in seiner Erinnerung bemerkte er nicht, dass die wiedergeborene Rin sich ihm näherte und eine Decke über ihn legte. Erst als ihr Geruch so nah war, schlug er die Augen auf und blickte in ihre braunen Iriden.

“Verzeiht... ich... wollte euch nicht wecken”, nuschelte sie leicht rot um die Nase, doch versank sie in seinem flüssigen Gold. Lange Zeit blickten sie sich nur an, bevor Sesshomaru leicht den Kopf schüttelte.

“Du hast mich nicht geweckt... ich war nur in Gedanken versunken”, erklärte er wahrheitsgemäß.

“Oh”, entkam es Rin von den Lippen. “Dann habe ich Sie dabei unterbrochen, Gomen.”

“Nicht schlimm”, lächelte er. “Wir sind hier nicht im Hörsaal, da musst du nicht so förmlich sein, Rin”, erklärte er und sie wurde wieder verlegen.

Es verging einige Zeit und sie nickte. Da sich ein Kunde ankündigte, machte sie sich an die Arbeit. Sesshomaru fand das mehr als verwirrend, dass sie tatsächlich im Café ihr Geld verdiente. Wie schafft sie es nur, am nächsten Tag noch so fit zu sein?, wunderte er sich und beobachtete sie.

Dabei musste er auch feststellen, dass sie anders war. Obwohl ihre Art die gleiche war, so agierte sie oft anders. Genau das brachte ihn zum Lächeln. Ob sie so geworden wäre, wäre sie uns Dämonen nicht begegnet?, fragte er sich selbst und schmunzelte, als sie ihm einen Kaffee brachte.

“Danke”, sprach er und sie zwinkerte leicht, bevor sie wieder an die Arbeit ging.

In der Nacht kamen zwar weniger Kunden, doch hatte sie weniger Zeit sich um ihren Professor zu kümmern. Zu gern hätte sie erfahren, wieso er dort war und vor allem wie er es schaffte, so fit zu sein. Am Kaffee allein konnte dies nicht liegen. Sie selbst schlief einige Stunden vor, den Rest machte der Kaffee wieder wett.

Jedes Mal, wenn sie etwas Ruhe hatte, versorgte sie ihn mit Kaffee oder Kleinigkeiten zu essen. Er faszinierte sie ungemein und sie wollte unbedingt wissen, wieso das der Fall war. Bin ich wirklich von ihm besessen... so wie Ichiro es nannte?, überlegte sie hin und wieder, doch auf den richtigen Nenner kam sie dabei einfach nicht.

Sich selbst musste sie zwar eingestehen, dass er verdammt gut aussehend war und mehr als interessant, doch mehr war da nicht. Dieser Mann hatte so vieles erlebt und seine Vorfahren waren alle gute Archäologen. Auch sie wollte eine Archäologin werden und mit seiner Hilfe würde sie das sicher werden. Zu mindestens redete sie sich so ihre ‘Besessenheit’ ein.

Nur auf professioneller Ebene wollte sie mehr von ihm wissen. Sein Privatleben war sicher langweilig. Genau... langweilig und öde... bestimmt sitzt er in seiner verstaubten Wohnung und bereitet seinen Unterricht vor. Der Gedanke amüsierte Rin sehr und so konnte sie sich davon abhalten, ihm viel zu viel Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

In den frühen Morgenstunden kehrte Kisho wieder zurück und begrüßte Rin mit einem strahlenden Lächeln. “Danke nochmal, dass du für mich übernehmen konntest”, grinste er sie an und sie kicherte.

“War der Abend schön gewesen?”, wollte sie wissen und er nickte. Sofort erzählte er ihr davon.

Sesshomaru hingegen wartete ungeduldig darauf, dass sein Bruder ihn kontaktieren würde. Doch dem war nicht so. Leise knurrte er, denn er mochte es absolut nicht in die Universität zu fahren mit den gleichen Klamotten wie am Vortag. Ich muss definitiv mit den Beiden reden. Lange werde ich das nicht mitmachen., beschloss er und erhob sich. Schnell waren alle Unterlagen in der Tasche verstaut.

Bevor er jedoch zu seinem Freund Kisho gehen konnte, war er bereits bei ihm. “Takeo... du bist ja noch hier”, grüßte er ihn und damit verdrehte Sesshomaru die Augen.

“Du kennst mich... dein Kaffee ist nun mal der Beste der Stadt”, grinste er leicht und machte den Besitzer für den Moment sprachlos. Doch dann lachte dieser auf.

“Guter Scherz... muss ich dir echt lassen”, zwinkerte er lachend und selbst der Taisho musste darüber lachen.

“Nein, wirklich, dein Kaffee ist sehr gut, aber nicht der einzige Grund... mein Bruder und seine Verlobte sind seit einiger Zeit sehr aktiv...”, begann er zu erklären und sein Freund blinzelte.

“Sag bloß du musst davor flüchten?” Leicht nickte Sesshomaru und verstehend nickte Kisho.

“Das solltest du dir nicht gefallen lassen, Takeo.”

“Ich weiß, aber ich gönn es den beiden”, lächelte er ehrlich. “Aber nun muss ich los... muss noch im Büro vorbei, um mich umzuziehen.”

“Verstehe... sehen wir uns Sonntag zu eurem Brunch?”

“Diesmal am Samstag und du lernst sogar Inus Verlobte kennen. Sonntag sind wir bei ihrer Mutter zu Gast”, grinste Sesshomaru breit und das erfreute Kisho.

“Da freue ich mich schon darauf. Hoffentlich lerne ich auch bald deine Zukünftige kennen?”, zwinkerte er, doch der Silberhaarige seufzte.

“Nicht so bald, also mach dir keine Hoffnungen... keine Frau könnte mich je interessieren und diejenige welche ist leider vergeben”, erklärte er. Sein Biest knurrte. ‘Ich sage es dir gerne noch einmal... nimm sie dir endlich... sie gehört zu dir... zu uns... nur sie allein.’ Innerlich verdrehte er die Augen und verabschiedete sich lieber schnell von Kisho, bevor seine Maske noch fiel, weil sein Biest durchbrach.

Rin erstarrte, als sie seine Worte mitbekam. Keine... Frau kann seine Aufmerksamkeit erlangen? Er ist bereits in jemanden verliebt? Und obwohl sie vergeben ist, will er keine andere?, schossen ihr die Fragen durch den Kopf und sie schluckte schwer. Als er sich auch von ihr verabschiedete wurde sie traurig. Ihr Herz wog schwerer. Am liebsten hätte sie ihn gebeten zu bleiben, doch das gehörte sich wirklich nicht.

Nachdem er das Café verließ, unterdrückte sie einen lauten Seufzer. Irgendwie machten sie diese Tatsache auch traurig. Auch wenn sie nicht wusste wieso, doch schmerzte es sie zu wissen, dass sie ihn nicht beeindrucken könnte. Diesmal seufzte sie doch auf und zog Kishos Blick auf sich.

“Na interessiert, Rin?”, neckte er sie und sie sah mit großen Augen zu ihm.

“W... Was?!”, rief sie aus.

“Interessiert dich Takeo?”, fragte er direkt und Rin wurde rot.

“Nein... ja... nein...”, stotterte sie und schluckte. “Ich meine... er ist mein Professor... er hat eine großartige Karriere hingelegt. Das ist alles”, nuschelte sie und ihr Chef lachte leise.

“Soweit ich weiß, ist er nur Gastdozent”, erklärte Kisho. Rin legte den Kopf schief.

“Was heißt...”, begann sie, doch unterbrach er sie.

“Er ist immer nur bis zum Sommer an der Uni und auch nur alle 2 Jahre in der Abschlussklasse”, erklärte Kisho.

“Du scheinst ihn schon länger zu kennen.”

“So könnte man es sagen... Seit knapp 3 Jahren kommt er hin und wieder hier her. Vorher wohnte er noch in Europa, da er dort für mehrere Museen die Funde katalogisiert hatte”, erzählte er euphorisch. Rin lächelte bei seinem Bericht. Kurz herrschte Stille, ehe er wieder das Wort ergriff: “Er ist normalerweise sehr verschlossen und eher ruhig, doch sein Bruder ist ganz anders.”

“Das stimmt. Sie sind sehr verschieden”, murmelte sie und machte sich daran den Tisch abzuräumen, an dem er saß. Dabei fand sie noch zwei Blätter und unbewusst steckte sie diese ein. Irgendwann würde sie ihm diese geben und damit einen Grund haben ihm wieder nahe zu sein.
 

In der Zwischenzeit hatte Sesshomaru im Büro geduscht und sich umgezogen. Knurrend machte er sich auf den Weg zur Universität. Erst am Parkplatz bekam er eine Nachricht von Inu. Bei dieser konnte er einfach nur den Kopf schütteln. Sein Bruder hatte seine Schwägerin wahrlich die ganze Nacht beglückt und sie würden jeden Moment ebenfalls herkommen.

‘Unglaublich diese beiden... und ich muss hier mich zurückhalten.’, schimpfte sein Biest und brachte ihn zum Lachen. Gedulde dich einfach... Sollte sie jemals wieder frei sein... werden wir sie an uns binden., versprach er seinem Inneren und sein Biest grinste. ‘Einverstanden.’

Damit war ihr Pakt besiegelt und er wartete auf seinen Bruder. Er lehnte an seinem Wagen und beobachtete wie wenige Minuten später dieser auch schon auf dem Parkplatz ankam. Beide stiegen aus und begrüßten Sesshomaru.

“Gomen, Sess... es... hatte länger gedauert”, erklärte Kagome ihm und bevor Inu etwas sagen konnte, erhob sein Bruder schon das Wort.

“Na, wenn ihr das nächste Mal so lange mit einander vögelt, dann wandert vorher doch bitte aus...”, grinste er breit, während Kagome knallrot wurde. “Auch wenn ich wenig schlafe, so möchte ich das in meinem Bett tun”, führte er weiter aus und ließ die beiden verdutzt stehen.

Kosename

Es dauerte bis die beiden ihre Starre lösten. “Ich glaube wir müssen nochmal mit ihm reden”, kam es kleinlaut von der Miko und der Hanyou nickte.

“Nach der Uni... er hat Recht... er sollte auch seine Wohnung nutzen können”, schmunzelte Inu und die Schwarzhaarige schlug leicht gegen seinen Arm.

“Ihr seid echt unmöglich... aber zum Glück war er nicht da”, nuschelte sie knallrot und verabschiedete ihren Freund, um in den Hörsaal zu gehen. Inu fuhr ins Büro, um die liegengebliebene Arbeit aufzuholen.

Sesshomaru hingegen konnte sich gerade sein Grinsen nicht verkneifen. Er liebte es jetzt schon die beiden zu ärgern. Es bereitete ihm schon immer Freude seinen Bruder zu necken, doch nun war es einfach perfekt. Kagome war so leicht aus der Fassung zu bringen und das nutzte er zu gerne aus. Das wird ein Spaß werden mit ihnen darüber zu reden., grinste er leicht, während auch sein Biest sich darauf freute.

Plötzlich stieg ihm ihr Geruch in die Nase und er blickte zur Seite. Rin sprach mit ihren Freundinnen und sah durchaus fit aus. Sie trug eine schwarze Jeans und eine dunkelblaue Tunika. ‘Wunderschön wie damals’, seufzte sein Biest und er sog noch einmal ihren Duft ein, ehe er in den Hörsaal ging. Sie war im Moment einfach unerreichbar für ihn und er würde nichts daran ändern.

Am Pult bereitete er alles für die Stunde vor. Der Saal füllte sich nach und nach und auch sie war dabei. Noch einmal atmete er tief durch und begann mit dem Unterricht. Diesmal diskutierte er über die Wahrnehmung. Schließlich war es nicht einfach auf dem ersten Blick zu erkenne, was eine Bedeutung hatte und was nicht. Erneut überraschte ihn Rin mit Kleinigkeiten.

Ihre Ansichten waren durchaus korrekt und sie schien perfekt zu sein, später als Archäologin zu arbeiten. Er bewunderte wie fit sie nach der vergangenen Nacht war. Irgendwann würde er herausfinden, welchen Trick sie benutzte. Ein Lächeln lag auf seinen Lippen, als er an die Nacht zurück dachte. Es war schön ihr so nahe zu sein, auch wenn er sich sehr beherrschen musste.

Die Stunde verlief viel zu schnell und Rin wartete bis alle Studenten den Saal verließen, ehe sie nach vorne ging. “Professor”, kam es von ihren Lippen und Sesshomaru sah zu ihr auf.

“Was kann ich für Sie tun?”, fragte er in seiner Förmlichkeit. Sie wurde leicht verlegen und er schluckte.

“Sie... haben etwas im Café vergessen”, erklärte sie und reichte ihm die Blätter. Blinzelnd nahm er sie entgegen und dabei berührten sich ihre Finger. Ihr Duft umspielte ihn und ließ ihn erneut Lächeln.

“Danke... Rin”, hauchte er fast schon. Sie blickte auf ihre Hand und dann zu ihm auf.

“Gerne”, flüsterte sie lächelnd und ging. Unbewusst drückte sie ihre Hand, die er berührt hatte, an ihre Brust. So als wäre es etwas Kostbares. ‘Wir wollen sie beide... wieso tust du nichts?’, winselte sein Biest und er schüttelte den Gedanken ab.

Sie hat einen Freund und scheint glücklich zu sein.

‘Tz... sie wird rot in unserer Nähe... sie hat uns umsorgt... sie sucht unsere Nähe... sie will uns’, knurrte es in ihm, doch auch das ignorierte er. Wollte nicht diese Anzeichen anerkennen. Sie war mit einem Anderen zusammen. Das allein zählte für ihn. Den Rest des Tages verbrachte er in seinem Büro. Er hatte keine weiteren Kurse und war froh darüber gewesen.

Kagome hingegen musste sich noch durch 2 Stunden Quälen, ehe es Mittag wurde. Mit Müh und Not brachte sie diese durch und gähnte müde, als sie in die Mensa ging. Inu würde heute nicht mit ihr essen, so hoffte sie, dass ihr Schwager sie nicht alleine lässt. Wobei seid der Markierung hatte sie durchaus mehr Ruhe gehabt.

An der Essensausgabe entschied sie sich schnell für gebratene Nudeln mit Ente. Dazu einen schönen Shabu-Shabu-Salat. Damit ging sie zu einem der freien Tische und setzte sich. Von Sesshomaru war nichts zu sehen. Leise seufzte sie und begann zu essen.

“Darf ich mich zu dir setzten?”, fragte eine weibliche Stimme neben ihr und die Miko sah auf.

“Natürlich, Rin... setzt dich doch”, lächelte die Schwarzhaarige und gähnte hinter vorgehaltener Hand. Die Angesprochene kicherte leise und setzte sich neben Kagome. Über etwas Unterhaltung freute sich diese, denn anders würde sie sicher einschlafen.

“So ermüdend die Uni?”, fragte Rin amüsiert, doch Kagome schüttelte den Kopf.

“Es geht... die Nacht war einfach viel zu kurz”, gestand die Miko und aß weiter. Ihre Tischnachbarin legte den Kopf schief. Zuerst verstand sie nicht, was gemeint wurde. Als es ihr bewusst wurde, lief sie rot an.

“Bei... Kami... du hast...”, stotterte sie und Kagome nickte schüchtern.

“Mein Verlobter und ich bekamen irgendwie nicht genug”, nuschelte diese und Rin glich nun einer Tomate.

“Aber... tut das nicht weh? Seid ihr schon solange zusammen? Ist er wirklich der Richtige?”, durchlöcherte Rin sie und sie blinzelte zu der Braunhaarigen.

“Anfangs tat es etwas weh... aber Inu war vorsichtig... Wir sind fast 4 Jahre zusammen... und ja er ist der Richtige... er hat auf mich gewartet...”, kam es verträumt von der Schwarzhaarigen und Rin nickte verstehend.

Also hat er sie nicht bedrängt... nicht wie..., doch weiter konnte sie nicht überlegen, da Kagome eine Hand auf ihre legte. “Man spürt, wenn es der Richtige ist... ganz tief in deinem Herzen wirst du es spüren”, lächelte sie.

Ein Räuspern unterbrach die Miko und sie sah auf. Sesshomaru stand am Tisch und hatte eine Augenbraue erhoben. In seiner Hand war wieder nur ein Kaffee. Rin blickte auch zu ihrem Professor und ihre Röte blieb.

“Gomen, Kago... ich war im Buch vertieft”, kam es ruhig von ihm, doch die Miko spürte sein Yoki in ihm. Er war wohl nicht begeistert darüber, dass sie Rin diesen Tipp gab, doch das war ihr egal.

“Macht nichts... setz dich doch... Rin hat mir Gesellschaft geleistet”, lächelte sie ihren Schwager an und diesem entwich sein typisches “Hn”.

Rin kicherte leise und zog damit die Aufmerksamkeit auf sich. “Oh... Gomen”, entkam es ihr, doch musste sie weiter lächeln. Sie wusste nicht wieso, bei ihnen fühlte sie sich wohl und vor allem die Art ihres Professors fesselte sie immer wieder auf das Neue. Ihr war es egal, ob man dies als Besessenheit nehmen würde oder nicht.

Während ihrer Unterhaltung mit den Beiden beobachtete sie ihn. Er schien nur Kaffee zu trinken und nichts zu essen. Schon im Café fiel es ihr auf, doch nachfragen traute sie sich nicht. Sie waren so vertieft, dass sie die Zeit übersahen. Erst als es zur nächsten Stunde läutete, schreckten die Damen auf und beeilten sich.

“Bis später, Takeo”, lächelte Kagome ihn an.

“Bis später, Kago”, entgegnete er.

“Bis bald”, kam es verlegen von Rin.

“Bis später, Rin”, erwiderte er unbewusst und sie freute sich darüber. Zeigte es ihr, dass sie durchaus willkommen war. Sie wollte mehr über ihn erfahren und das würde sie auch in die Tat umsetzen.
 

Der Tag zog sich wahrlich in die Länge und danach musste Kagome auch noch länger auf Inu warten. Gähnend saß sie auf einer Bank und bekam einen Kaffee vor die Nase gereicht. Blinzelnd sah sie auf und lächelte Rin an.

“Danke... aber”, begann sie.

“Extra süß und mit viel Milch”, grinste die Ältere. Die Miko nippte daran und seufzte leicht auf.

“Lecker... ich wusste nicht, dass Kaffee auch so gut schmecken kann... Takeo trinkt ihn pechschwarz”, entkam es ihr und sie schüttelte sich leicht.

“Das habe ich schon gemerkt”, entgegnete Rin und Kagome wurde hellhörig, doch weiter nachfragen konnte sie nicht, denn sie wurde von hinten umarmt.

“Gomen, Juwel... das Telefonat ging länger”, hauchte Inu und küsste ihren Nacken. Sie kicherte leicht und blickte zu ihm auf. Dies nutzte er aus und küsste sie liebevoll. Erfreut erwiderte die Miko diesen und vergaß für den Moment, dass Rin noch bei ihnen war.

Ein Räuspern ließ sie aufschrecken und sie blickten zurück zu Sesshomaru. “Also wirklich... sucht euch ein Zimmer”, funkelte er sie leicht böse, aber auch amüsiert an.

Diese Aussage brachte Rin zum Lachen. Alle drei sahen zu ihr und mussten auch lachen. Sesshomaru hatte sie zuerst gar nicht gesehen, nur gerochen. Ihr Lächeln war noch schöner als damals und das gefiel ihm sehr.

“Du bist unverbesserlich, Großer”, meinte Inu und zog Kagome zu sich hoch.

“Wenn ihr es mir so leicht macht”, konterte er und zwinkerte seinem Bruder zu. Die Miko kicherte und sah zu Rin, die noch mehr lachen musste.

“Denk dir nichts dabei... die Beiden sind immer so”, meinte sie, doch zu ihrer Überraschung winkte die Braunhaarige sofort ab.

“Es ist schön, wenn sich Geschwister so gut verstehen”, kam es über ihre Lippen und das brachte die Anderen dazu zu lachen. Sie wusste schließlich nicht, wie es damals war zwischen den Brüdern.

“Kommt wir sollten los, einkaufen”, unterbrach Sesshomaru. Er brauchte wieder etwas Abstand zu ihr, sonst würde sein Biest ihn doch noch übermannen.

“Stimmt”, entkam es Kagome. “Bis Montag, Rin”, lächelte sie und diese erwiderte die Geste. Inu winkte der Dame zu und die drei gingen zu den Autos.

Innerlich atmete Sesshomaru durch und fuhr direkt zum Supermarkt. Inu und Kagome folgten ihm und sie besorgten einige Zutaten. Schließlich wollte der Taisho am Sonntag bei Manami kochen und dafür brauchte er noch einiges. Die junge Miko beobachtete ihn bei der Auswahl und versuchte zu erraten was er kochen würde.

Nur das Beste vom Besten wählte Sesshomaru aus und lächelte Kagome an. “Einen gewissen Standard an damals kann ich nicht ablegen”, zuckte er mit den Schultern und sie kicherte leise. So kauften sie weiter ein und verstauten diesen im Wagen.

Während Inu mit Kagome direkt nach Hause fuhr, um angeblich die Küche aufzuräumen. Wusste Sesshomaru genau, was sein Bruder vor hatte. Deshalb sollten sie auch die Lebensmittel mitnehmen, da er nun ein paar Stunden in der Stadt verbringen würde. So hätten die beiden genug Zeit, um Spaß zu haben.

Kurzerhand beschloss er die Einkaufspassage ab zu laufen. Hin und wieder fand er interessante Bücher und das würde sich am besten anbieten. Auf dem Weg zu seinem Lieblingsbuchhandel kam er auch an einem Juwelier vorbei. Im Augenwinkel blitzte etwas auf und er blickte in das Schaufenster. Dort war ein Haarkamm, welcher im Stil des alten Japans angefertigt worden war. Es erinnerte ihn an diejenige, die er damals Rin geschenkt hatte.

Ein Lächeln legte sich auf seine Lippen und er beschloss dieses zu kaufen. Irgendwann würde er es ihr schenken. Auch wenn es vielleicht für andere unangebracht aussah, so wollte er ihr eine Freude machen. Schließlich konnte man als Freund jemandem ein Geschenk machen.

Nachdem das Schmuckstück gekauft war, verließ er den Laden und ging in die Buchhandlung. Dort verbrachte er die nächsten zwei Stunden und hatte wieder drei Bücher entdeckt, die er gleich mit nahm. Danach machte er sich auf den Weg nach Hause.
 

In der Zwischenzeit hatte Inu wieder Kagome vernascht und beide duschten ausgiebig, ehe sie wirklich die Küche aufräumten und Sesshomaru eine Nachricht schickten, dass sie nun kochen würden. Da Inu sich bei ihm entschuldigen wollte, wurde der Ältere auch gleich eingeladen.

Zu gern nahm dieser das Angebot an und war nach einer halben Stunde etwa bei den Beiden in der Wohnung. “Setz dich, essen ist gleich fertig”, meinte Kagome lächelnd.

Er folgte ihr in die Küche und setzte sich. Auch wenn sie gelüftet haben, roch er noch den Akt und überlegte welchen Spruch er bringen könnte. Jedoch wurde er unterbrochen dabei. “Sess... es tut uns echt leid, dass wir in letzter Zeit so schlimm sind”, begann die Miko und setzte sich zu ihm.

“Aber irgendwie können wir beide nicht genug bekommen”, kam es fast schon kleinlaut von Inu und er stellte die gebratene Entenbrust auf den Tisch, dazu hatte er Reis und Nudeln gemacht. Zusätzlich hatte er noch eingelegte Khimchi und Algensalat.

Über die Reue in der Stimme war Sesshomaru mehr als verwundert. “Es ist halb so schlimm... wirklich ich freu mich für euch... und nach der Markierung ist man nun mal sehr aktiv”, beschrieb er die Situation. Das Paar sah sich verwundert an.

“Das liegt an der Markierung?”, fragte Kagome nach und der Taisho nickte leicht.

“Nicht nur... diese Anziehung ist stärker, je tiefer die Gefühle sind... Koga hat das mal erwähnt...”, erklärte er und sein Bruder sah ihn schief an. Weshalb er fortsetzte: “Je mehr man sich liebt, umso schneller will man eine Familie gründen...”

“Du meinst... Kinder?”, schluckte Inu leicht. Kagome legte sanft eine Hand auf die seine. Sesshomaru nickte und lächelte sie an.

“Da Kagome einmal im Monat es werden kann... müsst ihr aufpassen, solltet...”

“Schon gut... wir wollen welche haben... und haben beschlossen, wenn es passiert, dann passiert es”, unterbrach Inu ihn direkt und der Ältere lächelte.

“Freut mich zu hören...”, begann er erneut.

“Lasst uns gemeinsam überlegen wie wir das nun regeln... ich will auch nicht, dass du deine Wohnung verlassen musst... nur weil...”, kam es nun von Kagome und sie wurde von Wort zu Wort röter im Gesicht.

“Nur weil ihr vögeln wollt?”, grinste der Ältere und die Miko machte nun der Tomate eine Konkurrenz.

“SESS! Nenn es doch nicht so...”, brummte Inu und sein Bruder lachte auf.

“Wie willst du es dann nennen?”, fragte er amüsiert.

“Äh... schlafen...”, meinte Inu und nur noch mehr musste Sesshomaru lachen.

“Na gut... wenn ihr brav seid, nenne ich es so... ansonsten müsst ihr mit der anderen Betitelung klar kommen”, stellte er klar und beide nickten schließlich. “Gut... dann würde ich sagen 2 – 3 Tage müssten euch reichen, um eure Triebe auszuleben.”

“Ich hoffe doch”, murmelte die Schwarzhaarige und blickte zu Inu. Dieser nickte und lächelte.

“Klingt vernünftig.”

“Finde ich auch... und wenn ihr zwischendrin auch mal Spaß wollt, dürft ihr das jederzeit in dem Ferienhaus tun... da kommt Inu schnell hin... und ich meide den Ort”, bemerkte Sesshomaru und beide nickte.

Kurz besprachen sie noch welche Tage sie nutzen würden und damit wechselten sie das Thema. Kagome war das alles mehr als unangenehm, doch musste sie da durch. Ihr war es durchaus klar, dass sie damit nun anders umgehen musste, zu mindestens, wenn sie unter sich waren. Eines Tages wird es für sie bestimmt genauso normal sein, wie für ihren Schwager.

Nach dem Essen räumten sie ab und gingen zeitig ins, wobei Sesshomaru noch eines der Bücher las, ehe er sich ausruhte. Schlaf fand er nach wie vor nicht wie anderes es kannten. Seine Augen waren zwar geschlossen, doch war er hellwach, wie damals, denn zu der Zeit durfte man niemals Schwäche zeigen. Schlaf bedeutete unachtsam sein.
 

Am Samstagmorgen erwachte das Paar später als sonst. Sie genossen noch die Kuscheleinheiten, bevor sie sich für den Tag fertig machten. Sie wollten zusammen mit dem Taisho zum Brunch ins Café. Diesen Samstag wollten sie gemütlich verbringen.

Kurz nach 12 Uhr waren sie im Café. Kagome lernte Kisho kennen und fand ihn direkt sympathisch. Auch wenn er etwas quirlig war, so war er freundlich und nett.

“Ich bringe euch den Brunchteller”, beschloss er und ehe Sesshomaru ihn aufhalten konnte, eilte er davon.

“Er ist lustig”, lachte Kagome.

“Oh ja das ist er”, stimmte Inu zu und spielte mit Kagomes Fingern.

“Durch Zufall habe ich dieses Café entdeckt und es ist schön hier... ruhig und der Kaffee ist. Zudem hat es 24 Stunden offen”, grinste Sesshomaru breit.

“Hier her ziehst du dich also zurück?”, fragte die Miko und er nickte. Auch sie mochte den Ort sehr. Es wirkte beruhigend hier. Unbewusst ließ sie ihr Reki gleiten und lächelte, während die Brüder sie verwirrt musterten.

“Was tust du da?”, fragte der Taisho neugierig zugleich. Sie blinzelte und legte den Kopf schief. Ihr Reki verschwand und sie formte ein “Oh”.

“Gomen... ich habe nicht bemerkt...”, nuschelte sie und blickte zu dem Älteren. “Seit letztem Jahr geht meine innere Kraft unbewusst von mir aus... so als würde ich den Ort prüfen, ob er sicher ist”, kam es verwirrt von ihr.

Inu kannte diese Variation noch nicht und sah auch zu seinem Bruder. “Das ist normal... dein Körper war in der kriegerischen Epoche und dadurch wohl diesen Schutzmechanismus entwickelt... wir machen das mit unserem Yoki... deshalb wagt sich keiner, der schwächer ist an uns heran”, erklärte er ruhig.

Obwohl das nicht vergleichbar war, so waren beide Fähigkeit dazu gedacht, sich selbst zu schützen. Kagome wollte noch mehr erfahren, doch schüttelte ihr Schwager dezent den Kopf. “Später zu Hause?”, fragte sie und er nickte diesmal. Dieser Ort war nicht richtig, um über so etwas zu sprechen.

“Es hat auch sonst keiner gemerkt, Juwel”, beruhigte Inu sie, denn er hatte die Umgebung im Auge behalten.

“Es war ganz leicht zu spüren, da wir es kennen... wurden wir darauf aufmerksam”, bestätigte Sesshomaru und sie atmete erleichtert durch.

Als das Essen kam, bedankten sie sich bei dem Besitzer und dieser lächelte. Sogleich begannen die drei zu speisen. Dieses Café war auch einer der wenigen in Tokio, die auch andere Länder vertraten. Da die Brüder noch auf Europa eingestellt waren, bevorzugten sie Brötchen, Wurst- und Käseplatten, sowie Croissant und Marmelade. Diese Neuheit gefiel Kagome sehr. Zum einem schmeckte es köstlich und zum anderen machte es weniger Aufwand dies zu zubereiten.

“Oh da fällt mir auf... ich habe noch keinen Kosenamen für dich, Inu”, kam es von ihr und beide Brüder sahen zu ihr. Sie hatten ihr Essen erstmal beiseite gelegt und waren beide gespannt, was nun kam.

“Brauche ich denn einen?”, fragte Inu und sie nickte vehement. ‘Das wird ein Spaß’, grinste Sesshomarus Biest und auch er musste zugeben, dass es amüsant werden könnte. Schließlich wäre es nicht einfach einen guten und aussagekräftigen Spitznamen zu finden.

“Natürlich... du nennst mich doch auch Juwel... also will ich auch einen für dich finden”, meinte sie ernst und überlegte. “Wie wäre es mit Honigkuchen?”

Während Inu sie entgeistert anblickte, lachte Sesshomaru leise und versuchte nicht los zu brüllen. “Hm, abgelehnt also... dann vielleicht Zuckerbärchen?”

Erneut musste der Ältere lachen und kassierte einen bösen Blick von Inu, doch das war ihm egal. “Auch nicht gut? Hm... Mäuschen? Spätzchen?”, zählte sie weiter auf, doch bei jedem Spitznamen wurde Inu fassungsloser.

“Nicht verniedlichen... ich bin schließlich gefährlich”, meinte er nun ernst. Sesshomaru konnte schon fast nicht mehr, als weiter zu lachen. Seine Schwägerin war einfach zu genial und neckte seinen Bruder, ohne dass er es mitbekam.

“Gefährlicher... hmm... Brummbär... Bestie... Biest... Wolf”, kam es schließlich von ihr und Inu knurrte. Sofort sprang er auf und sah sich um.

“Wo ist dieser Vollidiot, dass er sich hier her traut”, bellte er fast schon und Sesshomaru brüllte nun vor Lachen. Genau dafür könnte er seine Schwägerin nun knutschen, doch tat er es nicht.

“Oh... Inu... du bist echt...”, brachte er mit Mühe heraus. Kagome kicherte leise und zog ihren Gefährten wieder auf den Stuhl zurück.

“Entspann dich... ich habe nur Witze gemacht, Kokoro”, hauchte sie voller Liebe und sah direkt in seine Augen. Inu beruhigte sich, als er ihre Worte begriff und lächelte.

“Kokoro?”, fragte er und sie nickte.

“Du bist mein Herz, Inu”, hauchte sie und küsste sanft seine Lippen. Lächelnd rieb sich Sesshomaru die Lachtränen weg und bemerkte erst jetzt den vertrauten Geruch, der ihn umspielte.

Verwirrung

Einige Minuten zuvor betrat Rin das Café. Kisho hatte sie gebeten in der Mittagsschicht auszuhelfen. Diesmal kam sie auch etwas früher zur Arbeit. Ab und an brauchte ihr Chef eine helfende Hand. Zudem bezahlte er sehr gut. Da die junge Frau wegen des Studiums in die Stadt ziehen musste, war sie auf den Job angewiesen.

Sie wollte ihren Eltern damit keine Umstände bereiten, deshalb hatte sie sich hier beworben. Sie brauchte nur zwei oder drei Tage in der Woche zu arbeiten und konnte damit ihren Unterhalt bestreiten. Glücklicherweise hatte ihre beste Freundin auch in Tokio ein Studium begonnen. So bezogen beide eine gemeinsame Wohnung.

Das Lachen hatte ihre Aufmerksamkeit auf die kleine Gruppe gelenkt und sie schluckte. Tatsächlich saßen dort Kagome, Inu und Takeo. Letzterer lachte ziemlich amüsiert. Irgendwie erfreute es ihr Herz ihn so frei und ungezwungen zu sehen. Doch im nächsten Moment schüttelte sie den Gedanken fort und begann mit ihrer Arbeit. Er war ihr Professor und sie hatte einen Freund. Da gehörten sich solche absurden Gedanken nicht.

“Guten Mittag, Kisho, da bin ich.”

“Rin… schön, dass du es einrichten konntest. Bringst du die Getränke zu Takeo und seinem Bruder?”

“Äh… natürlich.” Sie band sich die Schürze um und schnappte sich das Tablett. Damit bewaffnet ging sie zu dem Tisch.

“Rin”, kam es erfreut von Kagome und sie sprang auf, um die Ältere zu umarmen. Dabei wäre das Tablett beinahe runtergefallen, jedoch war Sesshomaru schnell genug, um dieses zu stützen. “Oh, gomen Rin…”, nuschelte die Schwarzhaarige, als ihr bewusst wurde, was sie beinahe angerichtet hätte.

“Nicht schlimm… danke, Professor”, kam es mit einem Rotschimmer auf den Wangen von Rin.

“Keine Ursache”, entgegnete der Ältere und musste ein Knurren unterdrücken. So etwas hätte ganz schnell ins Auge gehen können. Dabei hätten sich beide schlimm verletzten können. “Kago, du solltest besser aufpassen… Kaffee ist sehr heiß und kann Verbrennungen hervorrufen”, tadelte er sie ein wenig und doch schwang eine Menge Sorge mit seiner Stimme mit.

“Kommt nicht wieder vor, Ses… Schwager”, rettete sie sich. Sofort zog Inu seine Gefährtin an sich und überspielte damit die Situation geschickt.

“Es ist doch nichts passiert”, beschwichtigte Rin sofort, nahm das Tablett richtig und stellte die Tassen auf den Tisch. Fast schon automatisch entspannte sich Sesshomaru wieder und beobachtete sie. Ihr Charakter war immer noch der gleiche wie damals. Allein ihre Bewegungen waren anders, so viel erwachsener und lieblicher. Unvermeidlich blickte er ihr nach und seufzte sehnsüchtig.

Ich brauche sie… ohne sie bin ich verloren... aber… sie ist glücklich, auch ohne mich. Ich habe nicht das Recht dies zu zerstören., gestand er sich ein und nippte am Kaffee. Erst jetzt blickte er zu dem Paar und knurrte leise: “Kein Wort… Rabbit ist unerreichbar.”

“Im Moment… du bist bald mit ihr in Ägypten”, grinste Kagome und musste feststellen, dass diese leichte Röte selbst dem mächtigsten Daiyokai sehr gut stand.

“Bitte… mein Biest reicht mir schon aus. Es zerrt an seinen Ketten und macht mich wahnsinnig, also... können wir bitte das Thema wechseln?”

Dieser Bitte folgte sie auch und beschlossen am nächsten Tag Kagomes Familie zu besuchen. Schließlich wollte Inu auch offiziell um die Hand seiner Gefährtin anhalten. Das war eine Sache der Ehre und er wollte Manami danken, dass sie Kagome all die Zeit über so sehr unterstützt hatte. Sesshomaru würde was Leckeres kochen und stellte schon eine Einkaufsliste zusammen. Auch wenn seine Gedanken immer wieder zu Rabbit glitten.

Diese war vertieft in der Arbeit und bemerkte nur am Rande, dass die Gruppe gezahlt hatte. Als Takeo die Tür passierte, sah sie ihm sehnsüchtig nach. Sie wusste nicht wieso, aber ihr Herz wog schwerer. Am liebsten wäre sie bei ihm. Diese Anziehung zu ihm verstand sie im Moment absolut nicht. Klar er sah unglaublich gut aus und sobald sie an das oben ohne Bild dachte, wurde sie automatisch erregt. Sie verstand sich selbst nicht mehr, doch weiter grübeln konnte sie nicht, da sie weiter arbeiten musste.

Am frühen Abend wurde sie von einem anderen Kollegen abgelöst. So hatte sie noch Zeit in Ruhe einkaufen zu gehen. Da am nächsten Tag ihr Freund vorbei kommen würde, wollte sie für ihn etwas Leckeres kochen. Sie würde sich im Laden inspirieren lassen. Lächelnd machte sie sich auf den Weg und überlegte. Ob ich für Takeo auch Mal kochen könnte?, kam ihr der Gedanke. Augenblicklich blieb sie stehen und schluckte. Was denkst du da nur schon wieder, Rin… er ist dein Professor, also unerreichbar.

Diesen Gedanken musste sie akzeptieren und sich damit abfinden. Egal wie schwer es ihr auch fiel, denn es gehörte sich absolut nicht, so über einen Lehrer zu denken. Obwohl sie die Vorstellung schön fand, an seiner Seite als seine Freundin oder gar Ehefrau zu stehen. Erneut verwarf sie diesen Irrsinn und konzentrierte sich auf ihren Einkauf. Dieser lenkte sie sehr gut ab. Nach und nach wanderten die Zutaten für ein Curry in den Korb. Sie hatte irgendwie Hunger darauf und das würde sie morgen kochen.

Endlich stand sie an der Kasse und bemerkte ihre Müdigkeit. Die Arbeit hatte sie mehr geschafft als sie dachte. Nachdem sie bezahlt hatte, lief sie zum Bus und fuhr mit diesem nach Hause. Dort sortierte sie den Einkauf ein und stellte erfreut fest, dass ihre Freundin ihr eine Portion gebratene Nudeln im Kühlschrank für sie hinterließ. ‘Lass es dir schmecken’, stand auf dem Zettel und sofort holte sie dieses heraus.

Während sie die Portion aufwärmte, schrieb sie ihrer Freundin eine Nachricht: ‘Danke dir, Yashiko.’ Nach dem Essen erfrischte sich die junge Frau mit einer Dusche und machte es sich schließlich auf dem Sofa gemütlich. Sie wollte noch ihre Lieblingsserie ansehen, bevor sie schlafen gehen konnte. Irgendwie mochte sie diese Serie, in der sich ein Professor in seine Studentin verliebt hatte. Für sie gab er alles auf und das brachte sie zum Träumen.

In den Filmen war alles so schön und strahlend, doch in der Realität sah alles ganz anders aus und niemals würde das so funktionieren. Als ob es eine solche Liebe geben könnte... zudem würde keiner seinen guten Ruf für so etwas aufs Spiel setzen., blieb sie auf dem Boden der Tatsachen und lachte bitter auf. Es war so unmöglich und unwirklich und doch sehr romantisch. Ihren Professor bekam sie absolut nicht mehr aus ihrem Kopf.

Auch wenn diese Serie ihre Fantasie ganz schön forderte, so beschloss sie ins Bett zu gehen, bevor ihre Gedanken komplett abdriften konnten. Am nächsten Tag wollte sie früher aufstehen und die Wohnung schön herrichten. Sie kuschelte sich in ihre Laken und schlummerte schon bald ein. Dabei landete sie in ihrem Traum.

Kalter Windhauch umspielte ihren Körper und sie konnte ein Zittern nur schwer unterdrücken. Als sie etwas Schweres auf den Schultern spürte, blickte sie über diese. “Komm rein… du erkältet dich, Kind”, hörte sie Stimme einer älteren Dame. Diese klang sehr beruhigend, sanftmütig und warmherzig.

“Noch ein wenig länger, Kaede-sama… er hat versprochen heute zu kommen und... ich möchte warten”, bat Rin und die Angesprochene seufzte.

“Na schön, aber wenn du krank wirst, wird er dich bestimmt nicht pflegen.”

“Das… muss er auch nicht… es reicht, wenn er an mich denkt”, lächelte sie und blickte zum Mond hinauf. Jedes Mal, wenn sie diesen sah, fühlte sie sich wohl und ihr wurde immer warm um ihr Herz. Etwas enger zog sie die Decke um ihren Körper und wartete geduldig. Bisher hielt er immer sein Wort. So war er nun mal.

Einige Herzschläge später seufzte Rin und beschloss doch hinein zu gehen. Er würde sicher mit ihr schimpfen sollte sie krank werden. Sie drehte sich um und wollte den ersten Schritt gehen. “Rin”, vernahm sie seine kühle, aber auch wohlklingende Stimme. Sofort wandte sie sich zu ihm um und entdeckte ihn an einem Baum. Ihn, ihren Meister. Derjenige, der immer über sie wachte.

“Willkommen”, lächelte sie ihn an und ehe sie sich versah, stand er bereits vor ihr. Demütig neigte sie ihren Kopf und blickte nach unten.

“Du wirst krank”, stellte er schlichtweg fest. Drehte er sie leicht um und schob sie ins Innere. Sie durchschaute mittlerweile ihn, denn im Grunde seines Herzens war nicht so kalt, wie er auf alles und jeden wirkte. Schließlich sorgte er sich um sie und das hörte sie heraus.

“…aru-sama… sorgt euch nicht um mich”, bat sie und lächelte ihn an. “Ich werde nicht krank... schließlich kenne ich mich doch mit der Medizin aus.”

“Hn”, war seine Reaktion nur und er setzte sich an die Wand. Dabei setzte sich Rin mit gebührendem Abstand zu ihm. Sie begann von ihrer Ausbildung zu erzählen und auch von den ganzen Blumen, die sie in den Wäldern fand. Er blieb dabei wie immer passiv und hörte zu oder auch nicht, doch das war nicht so wichtig für sie.

“Oh... ich habe heute gekocht, möchtet ihr probieren?”, fragte sie freudestrahlend.

“Ich esse nicht... das solltest du wissen, Rin”, kam es von ihm und sie nickte eilig.

“Verzeiht... ich habe es vergessen”, nuschelte sie und erhob sich um einen Beutel voller Kräuter zu holen. “Für euch... solltet ihr euch widererwarten verwunden... diese stillen die Blutung und lindern auch den Schmerz.” Den letzten Teil flüsterte sie nur und reichte ihm den Beutel.

“Hn”, verließ es nur seine Lippen. “Du solltest schlafen... es ist spät”, wies er sie an und sie nickte. Sogleich bereitete sie ihren Futon im Nebenraum vor.

“Seid... ihr morgen... früh noch da?”, fragte sie schüchtern und traute sich nicht ihn anzusehen.

“Nein”, kam es knapp von ihm und sie wurde traurig.

“Be...sucht ihr mich bald wieder?”

“Bald”, erklärte er und sie lächelte. Diese Aussage erfreute sie und sie wünschte ihm eine gute Nacht, auch wenn sie wusste, dass er nicht schlafen würde.

Erst am nächsten Morgen erwachte sie und kontrollierte zuerst, ob er wirklich gegangen war. Traurig musste sie feststellen, dass ihr Meister gegangen war. Als sie zurück zu ihrem Futon kam, lag ein Bündel auf dem Boden und darauf eine Glockenblume. Ungläubig rieb sie sich die Augen und schluckte. Dies war tatsächlich da. Sie hatte es sich nicht nur eingebildet.

Eilig stolperte sie dorthin und bemerkte, dass die Glockenblume nicht echt war. Sie war aus Seide. Ein Lächeln lag auf ihren Lippen, denn von Kaede wusste sie, dass diese Blume Dankbarkeit ausdrückte. Als sie das Bündel öffnete, erschien ein neuer Kimono, denn sie ihm Frühling tragen konnte. Es war dem ihres Meisters ähnlich, nur dass die Grundfarbe hier rot war und die Hortensienblüten weiß. “Danke”, hauchte sie und weinte leise vor Freude und Trauer zugleich.

Plötzlich erwachte Rin und blinzelte. In ihren Augen hatten sich ebenfalls Tränen gesammelt. Als diese ihre Wange entlang liefen, schniefte sie und zog die Beine an ihren Körper. Einsamkeit erfüllte ihr Herz und sie spürte ganz deutlich diese Trauer, die sie im Traum gespürt hatte.

Was... war das nur? Wieso... war... das so... real?, dachte sie darüber nach und wischte sich über die Augen. Die Decke zog sie enger um sich und versuchte sich an den Namen des Mannes zu erinnern oder gar an sein Gesicht, doch das war alles verschwommen. Seufzend legte sie ihren Kopf auf ihre Knie und schloss noch einmal die Augen.

Egal wie sehr sie sich erinnern wollte, mehr als zusammenhanglose Fetzen war da nichts. Um auf andere Gedanken zu kommen, stand sie auf, räumte in der Wohnung auf, kochte das Curry für das Mittagessen und ging noch einmal duschen. Den Traum tat sie als solchen ab und würde keinen Gedanken mehr daran verschwenden.

Verspätet, wie sonst auch, klingelte es an der Tür. Freudestrahlend öffnete Rin diese. Sogleich ließ sie ihn hereinkommen. “Schön, dass du da bist”, hauchte sie und umarmte ihn sofort. Ein zarter Kuss folgte, den ihr Freund erwiderte. “Komm ich habe schon gekocht”, sagte sie stolz und führte ihn zu dem Tisch. Dieser war bereits eingedeckt und das mit sehr viel Liebe.

Während Ichiro sich setzte, füllte Rin das Essen auf und brachte es an den Tisch. Erst danach setzte sie sich dazu. “Lass es dir schmecken”, lächelte sie ihn an.

“Danke”, entgegnete er und so fingen sie an zusammen zu speisen. Sie sprachen nur das Nötigste und genossen das Curry. Rin liebte dieses Gericht, denn ihr Großvater hatte es ihr beigebracht mit den Worten: ‘Nur ein gutes Curry gehört auf den Tisch, um Magen zu füllen und das Herz zu erwärmen.’

Damals schmunzelte sie nur darüber, doch mittlerweile stellte sie fest, dass er recht hatte. Curry war sehr besonders und je nach Zubereitung veränderte sich der Geschmack. “Es schmeckt heute anders”, holte Ichiro sie aus ihren Gedanken und sie blickte zu ihm auf.

“Was meinst du damit... anders?”

“Es ist weicher… und doch hat es mehr Schärfe...”

“Oh… gomen… ich habe wohl zu viel…”, begann sie, doch er winkte ab. Er vertrug kaum schärfe, weshalb er nur die Hälfte essen konnte. “Das war absolut nicht meine Absicht… ich war wohl zu sehr abgelenkt”, nuschelte sie und legte ihre Stäbchen beiseite.

“Abgelenkt?”, fragte er und musterte seine Freundin. Als ihm plötzlich ein Gedanke kam. “Doch nicht etwa… von IHM”, kam es fassungslos von ihm.

Ertappt zuckte Rin ein wenig zusammen. “Ich habe über meine Hausarbeit nachgedacht… da ist noch ein Themenbereich…”, versuchte sie ehrlich zu erklären, doch davon wollte Ichiro nichts wissen. Angesäuert schlug er mit den Händen auf den Tisch und erhob sich.

“Das kann doch... nicht dein Ernst sein… willst du mich zum Narren halten?", begann er seinen Frust heraus zu lassen. “Unter der Woche hältst du mich hin, weil du für die Uni lernen willst und samstags arbeitest du den ganzen Tag und Sonntag… sollte nur mir deine Aufmerksamkeit gelten… mir allein, aber nein du denkst nur an deinen Professor…”

“Ichiro… so ist das... doch gar nicht… ich halte dich doch nicht hin… ich bin im Abschlussjahr, da muss ich Gas geben, damit ich Bestnoten erreichen kann.”

“Verkaufe mich nicht für dumm… das geht nun schon seit fast zwei Jahren so… es ist so klar, dass du mich hinhältst… schließlich willst du nicht mit mir schlafen”, knurrte er sie wütend an und verengte die Augen dabei, als er sie fixierte.

“Was… Was hat das überhaupt mit Herrn Nakamura zu tun?“, fragte sie sichtlich verwirrt.

Ehe sie sich versah, stand er vor ihr und drückte sie in den Stuhl zurück. “Denkst du wirklich… ich merke nicht, dass du auf ihn stehst… für wie dumm hältst du mich denn? Willst du dich etwa für ihn aufsparen?”, blaffte er sie an und sie schluckte. Sie war sich nicht sicher, ob er damit wirklich recht haben könnte. Jedoch schüttelte sie den Kopf, auch wenn sie etwas eingeschüchtert war.

“So ein Blödsinn… ich habe dir doch von Anfang an gesagt, dass ich bis zur Hochzeit warten will…”

“Pfff als ob…. wenn er dich fragen würde, würdest du sofort deine Beine breit machen”, kam es rasend vor Wut von ihm.

Plötzlich war nur noch ein Klatschen zu hören. Ganz automatisch hatte Rin ihre Hand erhoben und ihm eine Ohrfeige verpasst. “Rede nicht so einen Unsinn, Ichiro”, fauchte sie ihn nun an. “ER würde sicher warten… und abgesehen davon bin ich keine dieser Mädchen, die sofort mit allen ins Bett steigt, wenn du so eine willst, dann geh, verschwinde und komm nie wieder!”

Sie war wütend, enttäuscht und verletzt. Mit aller Kraft drückte sie ihn von sich. Da er noch von ihren Worten überrascht war, gelang es ihr leicht. Sofort lief sie in ihr Zimmer, sperrte dieses reflexartig ab und lehnte sich an die Tür. An dieser ließ sie sich sinken und umschloss ihre Beine. “Du Idiot… ist es… so schlimm… zu warten?”, murmelte sie und ihre Tränen liefen unvermeidlich.

Bitterlich schluchzte sie auf und bekam nicht mit, dass die Haustür sich öffnete und wieder schloss. Sie wollte Ichiro an diesem Tag einfach nicht mehr sehen. Erschöpft schien sie irgendwann wieder eingeschlafen zu sein, denn sie befand sich wieder in einer kleinen Hütte.

“Warum weinst du, Kind”, kam es sanft von der alten Dame Kaede.

“Er… ist nicht gekommen… er hat… mich bestimmt vergessen”, schluchzte Rin. Tröstend nahm Kaede sie in den Arm.

“Er hat Verpflichtungen, schließlich ist er der Lord des Westens… er wird sicher bald kommen”, flüsterte sie liebevoll, doch ihre Worte konnten sie nicht beruhigen. Schluchzer erfüllten den Raum.

“Rin!” Ein kühler Windhauch wehte durch den Raum. Sie sah auf und blickte zur Tür. Die Verwirrung stand dem Yokai deutlich ihm Gesicht, als sie sich aufrappelte und zu ihm stolperte. Schlanke Arme umschlossen seine Mitte und sie schluchzte erneut auf.

Erst als er seine krallenbesetzte Hand auf ihren Kopf legte, versiegten die Tränen und die Geräusche erstarben. Leicht streichelte er über ihr Haar. Anders konnte er sie nicht trösten. Doch diesmal beugte er sich, untypisch für ihn, zu ihr und flüsterte nur für ihre Ohren bestimmt. “Gomen, Rin.”

Worte, die er niemals benutzte, verließen seine Lippen. Erstaunt blickte sie auf und schluckte. Leicht wischte er ihre Tränen weg. “Einer Hime des Westens stehen keine Tränen”, erklärte er mit seiner kühlen Stimme und doch lag etwas Warmes darin.

“H…hai”, nuschelte sie und löste sich von ihm. Etwas magentafarbenes blitzte auf seiner Wange auf, ehe alles wieder verschwamm.

Ein Piepen riss Rin aus ihrem Schlaf und verwirrt blickte sie sich um. Sie war alleine in ihrem Zimmer. Es dämmerte bereits und ihr Herz pochte wie wild. Was war das? Sie konnte diesen Traum nicht zuordnen, doch diese tröstenden Worte gaben ihr Halt und erwärmten ihr Herz. Egal was es war, irgendwie war sie diesem Mann dankbar. Sie stand ihm nahe, zu mindestens in ihrer Fantasie.

Durch die unbequeme Lage, wie sie auf dem Boden eingeschlafen war, war sie komplett verspannt und alle ihre Knochen taten ihr weh. Deshalb beschloss sie ein Bad zu nehmen. Während das Wasser in die Wanne einfloss, räumte sie den Tisch ab und seufzte erneut, als der Streit vor ihrem inneren Auge wieder ablief. Sie konnte es immer noch nicht glauben, dass ihr Freund so etwas gesagt hatte. Wenn er dich fragen würde…, hallte es in ihrem Kopf.

“Als ob er mich so etwas fragen würde…“, seufzte sie und begab sich ins Bad. Dort entkleidete sie sich und stieg in die Wanne. Das warme Wasser brachte zum Glück den gewünschten Effekt und entspannt genoss sie die Ruhe um sich herum.

Verlobung ist offiziell

Der Montagmorgen kam für Kagome und Inu einfach viel zu früh. Sie waren noch müde und erschöpft von letzter Nacht und doch unbeschreiblich glücklich. “Ich kann es immer noch nicht fassen... in knapp drei Monaten heiraten wir”, strahlte Kagome ihren Liebsten an.

“Ich freue mich, dass deine Mutter zugestimmt hat”, lächelte Inu sie an. “Schließlich bist du noch nicht volljährig und unsere Ehe soll auch für die Menschen rechtens sein.”

“Mama weiß, wie glücklich ich bei dir bin. Vor allem ermöglichst du mir so vieles.” Mit diesen Worten kuschelte sie sich noch an ihn heran und lächelte. “Auch... wenn es traurig ist, so ist es doch so, man wird erwachsen, heiratet und gründet seine eigene Familie.”

“Das stimmt... bei den Menschen ist das so... doch nur wenige Dämonen oder Hanyous haben ein solches Privileg. Umso mehr freue ich mich auf unsere gemeinsame Zeit”, kam es ehrlich über seine Lippen und sie nickte zustimmend. Noch ein paar Minuten blieben sie im Bett, ehe sie sich fertig machten.

Schließlich musste Kagome zur Universität und Inu sollte im Büro noch einige Unterlagen durchgehen, bis Sesshomaru zu ihm kam. Fertig angekleidet verließen sie die Wohnung und strahlten den Taisho an. Dieser rollte nur mit den Augen und zwinkerte. “Kommt, genug gefaulenzt.”

“Musst du immer so mürrisch sein”, entgegnete Inu und brachte seine Verlobte zum Kichern.

“Ihr seid unverbesserlich...”, lachte sie los, als die Beiden anfingen sich zu streiten. Fragend blickten sie zu ihr und blinzelten. Doch dann mussten auch sie lachen. Definitiv gefiel dem Älteren diese Atmosphäre viel mehr.

Mit getrennten Wagen fuhren sie zur Uni und Inu verabschiedete Kagome mit einem innigen Kuss. “Bis später... Takeo nimmt dich mit, da ich bei dem Berg von Ordnern sicher die Zeit vergesse”, kam es verlegen von ihm. Sesshomaru grinste, während sie nur leise lachte.

“Nicht schlimm, Inu... bis später”, meinte sie und küsste ihn noch einmal, ehe der Hanyou wieder in den Wagen stieg und wegfuhr.

“Na komm... sonst kommst du zu spät, Kago”, lachte Sesshomaru und Kagome zuckte zusammen.

“Stimmt, ich habe in 5 Minuten schon Unterricht. Bis später, Takeo”, erinnerte sie sich, winkte ihm zum Abschied und lief los. Kopfschüttelnd sah er ihr nach und lächelte.

“Die Beiden sind unmöglich”, murmelte er und wollte ebenso ins Gebäude gehen, doch der liebliche Duft von Sanddorn umschmeichelte seine Nase. Der leichte Meeresduft erinnerte ihn an sein Schloss. Rin. Ein einfacher Name, der ihm viel bedeutete als er es jemals gedacht hätte.

Aus dem Augenwinkel heraus suchte er sie und fand sie mit ihrer Freundin auf einer Bank. Sie schien etwas müde zu wirken und Sorge breitete sich in ihm aus. Fast schon automatisch spitze er seine Ohren und lauschte dem Gespräch der Damen.

“Rin... ernsthaft... du solltest dir so etwas nicht gefallen lassen... es ist doch nichts dabei, wenn du warten willst...”, meinte Ami und versuchte ihre Freundin aufzubauen.

“Ich weiß... aber irgendwie... fühlt es sich so an, als würde ich auf der Stelle treten... ich weiß nicht mehr, was ich fühle...”, flüsterte Rin niedergeschlagen und wurde gleich in eine Umarmung gezogen.

Sesshomarus Herzschlag setzte aus und sein Biest knurrte bedrohlich auf, doch ließ er dieses nicht an die Oberfläche. Beruhige... dich... ich... wir... können... nicht... Tief atmete er durch und verschwand ins Innere, um sein Biest mit etwas kühlem Wasser zu beruhigen. Er hörte nicht mehr weiter zu, denn es ging ihn eigentlich nichts an.

Auch wenn er ihr zu gerne Leid ersparen würde, so dürfte er nicht eingreifen. Vor allem nicht hier. Schließlich war er ihr Professor und das würde sie in Verruf bringen. Das wollte er vermeiden. Sein eigener war ihm nie so wichtig gewesen. Schließlich kannte jeder ihn als den eiskalten Lord.

Rin und Ami unterhielten sich noch eine Weile und es ging ihr dadurch besser. “Du hast recht... ich werde erstmal Abstand zu Ichiro nehmen und sehen, ob ich ihn wirklich liebe oder...”

“Nicht”, vollendete Ami und drückte ihre Freundin an sich. “Gefühle ändern sich und was früher gut war, kann nun schlecht sein... also lass dir Zeit und entscheide dann.”

“Danke, Ami... ich wüsste nicht, was ich ohne dich tun sollte...”, kam es ehrlich von Rin und die Glocke ließ beide Frauen zusammen zucken.

“Oh nein... wir müssen in den Unterricht”, brachte Ami hervor und sofort erhoben sie sich. So schnell sie konnten eilten sie in den Hörsaal und Rin sah zu spät, dass jemand im Weg stand. Als sie ausweichen wollte, stolperte sie und verlor ihr Gleichgewicht.

“Ver...”, wollte sie fluchen, doch ehe sie hinfiel, wurde sie bereits aufgefangen. Goldene Augen blickten in ihre und sie schluckte leicht.

“Für zu spät kommen, gibt es keine Punkte Abzug”, erklärte Sesshomaru lässig und blickte auch zu Ami. “Ihr solltet euch nicht hetzen... zu mindestens nicht wegen der wenigen Minuten.”

“Äh... ja... klar... Herr... Nakamura”, stotterte Ami außer Atem und hastete hinein. Ihr war die gesamte Situation mehr als peinlich.

Amüsiert blickte er ihr nach, ehe er wieder zu Rin blickte. “Alles in Ordnung?”, fragte er sie und sie nickte.

“D... danke...”, nuschelt sie und vergaß für den Moment alles andere. Seine Hand ruhte noch an ihrem Rücken und diese unglaubliche Wärme war so angenehm und vertraut. “Kommt... nicht wieder... vor”, formten sich die Worte wie in Trance.

“Das freut mich zu hören”, lächelte er sie leicht an und nahm wieder Abstand. Obwohl er diese Nähe sehr genoss, musste er sich zügeln.

Als er hineingehen wollte, stockte er kurz, denn er vernahm ein leises Wimmern. Was? Wieso? Fragen, die er nicht stellen konnte, weshalb er sich auf die Unterlippe biss und hinein ging. Nicht... hier..., war sein Entschluss. Tatsächlich hatte Rin ein kaum hörbares Wimmern von sich gegeben, denn sie wollte seine Wärme und Geborgenheit zurück haben.

Schnell schüttelte sie den Kopf und konzentrierte sich darauf, was wichtig war. Als sie hinein ging, behielt er sie genaustens im Auge, obwohl er mit allen über das aktuelle Thema sprach. Es irritierte ihn, warum sie das getan hatte, doch könnte er sie das erst später fragen.

Die Stunde verlief ohne weitere Komplikationen, jedoch wuchs seine Sorge um sie. Sie war nicht ganz bei der Sache und irgendwie abwesend. Am liebsten hätte er sie darauf direkt angesprochen, aber das durfte er nicht. Ob... Kago mir den Gefallen tun könnte?, überlegte er und kam sich dabei ein wenig schäbig vor. Nein... das muss ich selbst tun... es wäre nicht fair. Mit diesem Entschluss verließ er den Hörsaal, nachdem die Stunde vorbei war. Er wollte sich in seinem Büro etwas ablenken, bevor er noch eine Dummheit begehen konnte.
 

Der Tag zog sich in die Länge und Kagome war heilfroh endlich Mittagspause zu haben. Sie hatte richtig Hunger gehabt und bestellte sich gleich zwei Gerichte. “Inu laugt dich ja richtig aus”, grinste Sesshomaru, der an seinem Kaffee nippte.

“So ein Unsinn... also wirklich”, schimpfte sie mit ihm mit knallroten Wangen. Er lachte leise und versuchte sich zu entspannen, doch das gelang ihm nicht. Ihr Geruch ließ ihn wieder unruhig werden.

Kagome sah Rin und winkte ihr kurz zur Begrüßung. Die Ältere erwiderte die Geste und setzte sich zu ihrer Freundin Ami. “Takeo?”, fragte Kagome nach einer Weile.

“Hn”, verließ es seine Lippen.

“Geht... es Rin gut?”, wollte sie leise wissen.

“Was meinst du?”

“Naja... sie sieht müde und blass aus... und isst kaum etwas... vielleicht hast du was mitbekommen.”

“Nein... ich weiß von nichts”, sagte er ehrlich und umgriff die Tasse stärker. “Es ist mir aber auch nicht entgangen, dass ihre Fröhlichkeit... irgendwie weg ist.”

“Verstehe... ob ich sie darauf ansprechen sollte?”, fragte sie unsicher. Er zuckte mit den Schultern und wollte eigentlich was sagen, doch Kagome kam ihm zuvor. “Wahrscheinlich, denkst du über genau die gleiche Frage nach... aber wenn ein Professor etwas Privates von seiner Studentin fragt, wird das sicher komisch aussehen...”

Erstaunt blickte er seine künftige Schwägerin an und nickte nur. “Das ist mein Problem... ja... sie so zu sehen... bringt nicht nur mich, sondern auch mein Biest, um den Verstand”, seufzte er und trank den Kaffee aus.

“Verständlich...”, murmelte Kagome und sah kurz zu Rin. Diese hatte nur die Hälfte ihres Gerichtes gegessen.

“Mach dir... nicht zu viele Gedanken. Iss lieber, bevor es kalt wird. Gegen 16 Uhr fahren wir ins Büro, muss bis 15:30 noch unterrichten”, holte Sesshomaru sie zurück aus ihren Überlegungen. Eilig nickte sie und aß brav weiter.

“Alles klar, werde in der Bibliothek warten”, meinte sie noch und er nickte, bevor er aufstand und die Mensa verließ. Er brauchte etwas Abstand zu ihr. Doch diese Ungewissheit nagte an ihm. Besorgt blickte Kagome ihm nach und seufzte leise. Er tat ihr so sehr leid, aber auch Rin. Deshalb beschloss sie auch bei der jungen Frau nachzufragen, warum sie so niedergeschlagen war.

Jedoch erhielt sie an diesem Tag keine Möglichkeit dazu. Wie Sesshomaru ihr mitgeteilt hatte, hatte er sie kurz vor 16 Uhr abgeholt und gemeinsam fuhren sie ins Büro. Dort arbeiteten die Männer fleißig weiter und Kagome kümmerte sich um ihre Aufgaben. Zudem half sie hin und wieder den beiden, denn sie war früher fertig. Das Sortieren und einheften, konnte sie ohne Probleme machen. Vorsorglich hatten beide alles nummeriert und danach ging sie nun vor.

Am späten Abend holten sie sich eine Kleinigkeit zu essen und fuhren nach Hause. Während das Paar es sich auf dem Sofa bei einem Film gemütlich machte, war Sesshomaru noch immer unruhig. Egal was er versuchte, er konnte Rins traurigen Ausdruck nicht vergessen. Seufzend zog er sich seine Motorradmontur an, nahm seinen Helm und die Schlüssel mit.

Als er auf seinem Gefährt saß, fuhr er direkt zum Café. Er hoffte von Kisho einen Rat zu erhalten und natürlich schwang ein bisschen Hoffnung mit, dass sie eventuell aushelfen würde. Jedoch wurde er enttäuscht, sie war nicht da, aber sein Freund und er hatte sogar ein wenig Zeit für ihn. Gemeinsam sprachen sie über alles Mögliche und für die Ablenkung war der Taisho mehr als dankbar.

“Bleibst du die ganze Nacht hier?”, neckte Kisho ihn und er blinzelte.

“Oh... es ist schon spät... Verzeih... ich habe dich wohl etwas lange beansprucht”, kam es verlegen von Sesshomaru und der Cafébesitzer lachte los.

“Das ist das erste Mal, dass du die Zeit verlierst... also was ist los?”, fragte er nach einer Weile und sein Gegenüber seufzte schwer.

“Es ist kompliziert... das erste Mal bereue ich es wirklich... ein Professor zu sein”, gestand der Yokai und nahm einen Schluck Kaffee.

“Oh... die ominöse Frau, die dich berührt hat... ist deine Studentin?”, traf Kisho direkt ins Schwarze und mit offenem Mund starrte Sesshomaru ihn an.

“Ich... nein... ach... fuck...”, brachte er heraus und umklammerte die Tasse etwas stärker.

“Takeo... selbst du bist auch nur ein Mann... Professor hin oder her... also erzähl mir, was hindert dich nicht daran es ihr zu sagen?”

“Außer dass ich ihr Professor bin?” Kisho nickte bei der Frage sofort und wartete geduldig. “Nun... sie hat einen Freund... scheint glücklich zu sein... habe ich...”, schluckte Sesshomaru und wählte seine nächsten Worte. “Habe ich das Recht sie in ein Gefühlschaos zu stoßen, nur damit es mir leichter fällt?”

Diese Frage quälte ihn am meisten. Auch wenn sein Biest zu gern Rin alles gestanden hätte, zögerte Sesshomaru immer noch und wollte sich nicht in ihr Leben einmischen. Kisho überlegte eine Weile und füllte seinem Gast noch einen Kaffee ein. “Bist du dir sicher, dass sie glücklich ist? Woher willst du wissen, dass sie nicht genauso fühlt und dir eventuell nahe sein will?”, stellte er die Gegenfrage.

‘HA!!! Endlich mal ein anderer, der genau das sagt, was ich dir versuche klar zu machen’, triumphierte sein Biest in ihm und er seufzte. “Ich weiß es nicht... als ich die Beiden gesehen habe, zerbrach alles in mir erneut... ich weiß nicht wie ich das richtig beschreiben soll, aber... sie bedeutet mir so viel mehr, als andere es sich vorstellen könnten... ihr Glück ist mir wichtiger als mein eigenes... Sie hat es verdient glücklich zu sein”, plauderte Sesshomaru ehrlich heraus.

“Verstehe... wie wäre es, wenn du sie direkt fragst, ob sie glücklich ist... wenn sie es verneint... frag nach dem Grund und dann wirst du wissen, was du tun solltest”, schlug Kisho vor und verwirrt blinzelte der Taisho.

Sie direkt fragen? Ohne ihr zu offenbaren, wie wichtig sie mir... nein uns ist?, überlegte er und nickte verstehend. “Daran könnte was Wahres dran sein... Ich werde es versuchen. Danke, Kisho”, lächelte er seinen Freund ehrlich an und dieser winkte ab.

“Nicht dafür, Takeo... ich bin mir sicher, dass SIE nicht so glücklich ist wie sie tut...”, zwinkerte er und trank seinen Milchkaffee. Große goldene Augen starrten ihn an.

“WAS?!”, kam es fassungslos von ihm.

“Ach komm... es geht hier um Rin... habe ich recht?”, grinste Kisho breit. Schwer schluckte Sesshomaru, nickte aber zur Bestätigung.

“Woher?”

“Och so wie du sie beobachtet hast und wie du mit ihr umgehst... wie du sie beschützt hast”, zählte Kisho auf und Sesshomaru lachte leise.

“Damit habe ich mich wohl verraten.”

“Das hast du... sie ist wirklich etwas Besonderes... und wenn du mich fragst... sie hätte auch was Besseres verdient als diesen möchte gern Freund.” Die letzten Worte spuckte Kisho nur so heraus und war sichtlich gegen diesen Mann an ihrer Seite.

“Wieso?”, wollte Sesshomaru wissen.

“Ach... weißt du... wenn du ihn mal länger als 10 Minuten erlebst... wirst du genauso denken... Rin ist ein liebes und fröhliches Mädchen und er genau das Gegenteil von ihr... er ist unfreundlich... immer unter Zeitdruck... hört ihr noch nicht mal zu... einfach schrecklich”, beschwerte Kisho sich und der Taisho wurde hellhörig.

Könnte es sein... dass sie wirklich unglücklich ist? Dieser Gedanke schmerzte ihn, doch auch die Worte seines Freundes. Er selbst war auch das Gegenteil zu ihr.

‘Hör auf dich so zu sehen wie wir damals waren... wir haben uns geändert...’, beschwor sein Biest ihn.

Mag sein... dennoch..., doch weiter dachte er nicht nach, schüttelte den Kopf und atmete tiefer durch. “Ich werde sie mal direkt danach fragen... aber...”

“Das kannst du nicht in der Uni”, kam es verstehend von Kisho. “Nun... sie ist am Donnerstagabend bei ihrer Schicht hier im Café und am Samstag... also kannst du sie hier abpassen”, schlug er gleich vor und Sesshomaru hätte sich beinahe an seinem Kaffee verschluckt.

“Das... hört sich... komisch an”, hustete dieser und brachte Kisho zum Lachen.

“Du sollst sie ja nicht überfallen”, lachte der Mann weiter und sorgte dafür, dass auch sein Freund darüber lachen konnte.

“Du bist unmöglich, Kisho.”

“Ach und morgen hilft sie mir auch im Lager, also wenn du bis Donnerstag nicht warten willst, komm doch morgen vorbei”, zwinkerte er noch und Sesshomaru nickte.

“Einverstanden... aber ich helfe euch bei der Arbeit, nicht dass sie sich sonst unwohl fühlt.”

“Eine sehr gute Idee, Takeo”, grinste Kisho und würde den Beiden ein wenig Privatsphäre verschaffen. Er wusste genau, dass die kleine Rin unglücklich war, nur hatte sie es noch nie so gesehen. Vielleicht erkennt sie es, wenn Takeo mit ihr darüber spricht., machte er sich Hoffnungen und verabschiedete seinen Freund.

“Bis morgen, Kisho”, lächelte Sesshomaru und verließ das Café. Er würde dem Rat seines Freundes folgen und morgen Rin fragen. Außerhalb der Universität dürfte er es schließlich. ‘Und wenn sie unglücklich ist... werden wir sie glücklich machen... egal wie!’, beschloss sein Biest und ließ nicht mit sich diskutieren. Resigniert seufzte der Daiyokai und gab sich schließlich geschlagen.

Und auch dann, wenn sie nicht an unserer Seite sein wird... ihr Glück wird immer zuerst für mich kommen., bestimmte Sesshomaru.

‘Damit habe ich kein Problem... doch, wenn sie an unserer Seite sein will... dann wirst du gefälligst ihr Herz erobern... so wie wir es schon damals tun wollten, du aber gekniffen hast...’, knurrte sein Biest und er nickte.

Einverstanden... so werden wir es machen., lächelte er und kam mittlerweile in seiner Wohnung an. Dort zog er sich aus und ging duschen, um danach direkt ins Bett zu gehen. Auch wenn er nicht schlafen würde, so würde er sich etwas Ruhe gönnen.
 

Der Dienstagmorgen lief bei den Dreien routiniert ab. Während Sesshomaru und Kagome in der Universität waren, war Inu im Büro und arbeitete den Stapel durch. Der Professor hatte an diesem Tag leider keinen Kurs mit seiner Herzdame, doch in der Mensa sah er sie. Diesmal kam er später aus seinem Büro, sodass Kagome und Rin bereits gemeinsam aßen und er sich mit seinem Kaffee zu ihnen setzen wollte.

“Darf ich den Damen Gesellschaft leisten?”, fragte er und Kagome kicherte.

“Na...Natürlich”, entgegnete Rin und sah ein wenig besser aus. Ihre sonst so blase Haut hatte wenigstens etwas mehr Farbe gewonnen.

“Und deine Freundin Ami ist heute wirklich krank?”, fragte Kagome nach.

“Leider... sie war am Abend noch schwimmen und hatte vergessen sich richtig die Haare zu föhnen”, grummelte Rin und die Miko verkniff sich ein Lachen.

“Das würde mir auch ständig passieren...”

“Wenn Inu dich nicht daran erinnern würde”, grinste Sesshomaru seine Schwägerin an. Verlegen nickte sie und genoss diese Atmosphäre sehr.

“Und wie war euer Wochenende?”, wollte Rin wissen.

“Oh... nein”, murmelte Sesshomaru und Rin blinzelte ihn an. Doch bevor sie fragen konnte, begann Kagome schon freudestrahlend zu berichten. Langsam begriff die Ältere, warum ihr Professor das sagte. So euphorisch hatte sie die junge Dame noch nie erlebt.

“Und nun heiraten wir am 10.08. Ich bin schon so aufgeregt”, gestand die Schwarzhaarige.

“Wow... ihr geht aber schnell voran...”, staunte Rin.

“Naja... Inu ist mein Herz und mein Leben... da möchte ich auch ganz offiziell seine Frau sein”, lächelte Kagome und Sesshomaru verdrehte die Augen. Diese Geste hatte Rin mitbekommen und kicherte leise.

Als er zu ihr blickte, zwinkerte sie leicht und er blinzelte, aber lächelte. “Du willst die Beiden nicht live erleben... da bekommt man irgendwann eine Überdosis”, lachte er leise und Kagome wurde etwas rot.

“Gomen, Takeo... wir bessern uns... versprochen”, kam es kleinlaut von dieser und nun lachte Rin.

“Ehrlich... gesagt... würde ich das schon gerne sehen... es gibt doch nichts schöneres als glücklich verliebte Paare”, lächelte sie ehrlich die Beiden an und etwas in ihren Augen gefiel Sesshomaru gar nicht. Es war Trauer und Sehnsucht darin. Um sich abzulenken trank er seinen Kaffee. Der Sache würde er später auf den Grund gehen, denn sonst würde er keine Ruhe finden.

Was ist das...

Nachdem beide Damen fertig mit dem Essen waren, verabschiedeten sie sich und gingen gemeinsam in ihre Unterrichtsräume zurück. Sesshomaru gönnte sich noch einen Moment, ehe auch er in sein Büro verschwand. Er tat alles, um sich abzulenken, denn er konnte ihren Ausdruck nicht vergessen. Trauer und Sehnsucht, was hat dies nur zu bedeuteten. Seine Gedanken wanderten zwischen Arbeit und Rin hin und her.

Erleichtert atmete er durch, als er bemerkte, es war endlich Zeit, um Kagome abzuholen und ins Büro zu fahren. Somit müsste er nur noch ein paar Stunden durchbringen. Das schaffe ich auch noch., munterte er sich selbst auf und packte seine Tasche. Damit verließ er sein Büro an der Uni und ging zur Bibliothek.

Kagome wartete geduldig dort wie jeden Tag auf ihren Schwager. Sie dachte, sie würde auch Rin antreffen, aber scheinbar hatte sie noch einen Kurs gehabt. Als sie Sesshomaru erblickte, stand sie auf, schnappte sich ihre Tasche und eilte zu ihm. “Gomen... ich war zu vertieft”, meinte er, doch sie winkte ab.

“Lass uns Inu helfen, dann können wir früher Heim”, lächelte sie ihn an und er nickte. Sofort machten sie sich auf den Weg ins Büro des Unternehmens.

“Endlich”, kam es erfreut von Inu und er umschloss Kagome sehnsüchtig. Überrumpelt blinzelte sie, jedoch schmiegte sie sich an ihn. Sesshomaru belächelte die Beiden und ging an ihnen vorbei, um weiter zu arbeiten.

“So lange war ich doch nicht weg”, nuschelte sie.

“Es fühlte sich ewig an”, gestand Inu und küsste sie liebevoll. Ihren herrlichen Duft hatte er wieder in sich gezogen und das beruhigte ihn.

“Das ist normal... Ihr seid frisch gebunden...”, lenkte der Ältere die Aufmerksamkeit auf sich.

“Wie?”, fragte Kagome.

“Wie sage ich das... am Anfang einer Beziehung will man rund um die Uhr zusammen sein... so könnte man die erste Zeit nach der Bindung auch nennen”, erklärte er und verstehend nickte das Paar.

“Wird es später anders?”, wollte sie wissen, denn es machte ihr ein wenig Angst.

“Kago... Koga und Ayame sind seit 500 Jahren gebunden und glaube mir... sie sind genau wie ihr beide jetzt... nur dass sie längere Zeit auch alleine auskommen... das ist der Unterschied”, grinste Sesshomaru und Inu blinzelte.

“Du meinst... wir sind auf einander angewiesen?”

“Wenn ich das richtig verstanden habe, ja... Koga bezeichnet das als innere Ruhe, wenn die Gefährtin in der Nähe ist... also könnte man es so erklären, dass nur sie dich komplett beruhigen kann... und deine Nähe gibt ihr auch Kraft und Zuversichtlichkeit... zu mindestens hat Ayame das mal gemeint. Fragt die Beiden, sobald sie zur Hochzeit herkommen. Sie können das euch sicher besser erklären.”

“Danke, Sess... das klingt genauso wie ich fühle... ohne Inu fühle ich mich leer... mit ihm stark und geborgen”, lächelte Kagome und Inu küsste ihre Schläfe.

“Ich liebe dich”, hauchte er und sie blickte zu ihm.

“Bitte sucht euch ein Zimmer...”, grinste Sesshomaru und ertappt zuckte das Paar zusammen. Das brachte ihn zum Lachen und für den Moment vergaß er seine eigenen Sorgen. Für diese Ablenkung war er sehr dankbar.

“Gomen”, nuschelte Kagome, aber er winkte ab.

“Nicht dafür, aber können wir noch die Arbeit fertig machen? Dann könnt ihr weiter machen, während ich weg bin”, zwinkerte er und Inu knurrte leise. Er mochte es nicht, wenn sein Bruder seine Liebste in Verlegenheit brachte.

“Einverstanden”, lächelte Kagome und Inu verstummte.

“Dir macht es...”

“Ach was... Sess darf das... immerhin tuen wir das doch auch”, kicherte sie und Sesshomaru lachte leise. Die beiden waren unverbesserlich und genau deshalb mochte er die Zeit mit ihnen.

“Na gut... dann sollten wir arbeiten”, grinste Inu und küsste noch einmal seine Freundin.

So machten sie sich daran den Stapel weiter abzubauen. Zwischendrin bestellten sie was zum Essen und amüsierten sich ein wenig, um die trockenen Akten sortieren zu können. Anders war das nicht möglich diese zu erarbeiten. “Und ihr macht das wahrlich seit einigen Jahrzeiten?”, stöhnte Kagome auf und beide lachten.

“Ja, früher war es einfacher... deutlich weniger Papierkram als heute”, meinte Sesshomaru und Inu nickte.

“Da mussten wir all das hier nicht machen”, bestätigte Inu und Kagome kicherte.

“Dann ist es nur jetzt so trocken?” Beide nickten und sie schmiegte sich an Inus Seite.

“Machen wir für heute Schluss”, beschloss der Ältere.

“Gute Idee... wir räumen hier auf, du kannst los”, lächelte Kagome ihn an und er blinzelte. Als er den Kopf schief legte, lachte das Paar auf.

“Wir wissen, dass du noch wohin willst”, erklärte Inu.

“Woher?”

“Na so oft wie du auf die Uhr gesehen hast... und nun los, wir sehen uns morgen”, zwinkerte Kagome.

“Na los... hau schon ab, Sess”, grinste Inu und der Angesprochene seufzte leicht. Jedoch lächelte er und bedankte sich bei ihnen.

Sogleich machte er sich auf den Weg zum Wagen. Er hatte sein Sakko ausgezogen und die Krawatte entfernt. Am Steuer atmete er tiefer durch und fuhr zum Café. Zum Glück hatte das Paar gewartet, bis er weit genug weg war. Natürlich ließ er es sich nicht nehmen, ihnen eine Nachricht zu schicken. Innerlich grinste er, als er das Auto abschloss und in Gebäude ging.

“Guten Abend, wie...”, kam es retourniert von Kisho, während er aufblickte. “Takeo, du bist schon da.”

“Je früher, desto besser”, entgegnete Sesshomaru und setzte sich an die Bar. Kisho gab ihm sofort einen Kaffee.

“Dein Eifer ist wirklich zu beneiden.”

“Willst du mich aufziehen?”, fragte er den Cafébesitzer und dieser lachte los. Schmunzelnd nippte Sesshomaru am Kaffee und hörte Kisho einfach nur zu. Er erzählte von seinen Plänen und seinem nächsten Urlaubsziel. Er hatte eine Art an sich, die Sesshomaru bewunderte. So lebendig und optimistisch. “Und deine Reisepläne im Sommer?”, wurde er aus seinen Gedanken gerissen.

“Nun... die ersten zwei Wochen bin ich mit einem Studenten aus dem Kurs unterwegs... danach stehen die Vorbereitungen für Kagos und Inus Hochzeit an. Sie heiraten am 10. August. Dafür muss ich noch einige Freunde einfliegen lassen. So als Geschenk für die Beiden”, erzählte Sesshomaru und Kisho nickte.

“Du bist ein guter Bruder... aber Kagome ist doch noch nicht 20 oder?”

“Ihre Mutter hat eingewilligt und der Antrag liegt bereits bei der Behörde, also sollte in der Woche eine Zustimmung kommen und wenn nicht...”

“Hilfst du nach”, lachte Kisho. Mittlerweile kannte er seinen Freund sehr gut. So unschuldig wie möglich zuckte Sesshomaru mit den Schultern und trank weiter seinen Kaffee. “Die Behörden wären doof, wenn sie das ablehnen, die beiden sind einfach traumhaft zusammen. Da sieht man, dass es diese einzigartige Liebe wirklich gibt.”

“Das stimmt, Kisho... nach so langer Zeit beide so zu sehen, ist wahrlich unersetzlich”, stimmte Sesshomaru verträumt zu.

“Bei dir klingt es ja fast schon so, als wären Jahrhunderte vergangen”, lachte der Cafébesitzer und beinahe hätte sich der Taisho verschluckt.

“Ach was... waren doch nur drei Jahre”, lenkte er schnell ab und hoffte sein Freund würde nicht weiter nachfragen.

“Aber auch drei Jahre können einem wie Jahrhunderte vorkommen. Wenn ich nur daran denke von meiner Shiro getrennt zu sein”, kam es von ihm und er schüttelte sich. “Nene... reicht schon, wenn sie alle paar Wochen auf Reisen ist”, grinste er und erleichtert atmete Sesshomaru durch.

“Aber auch nicht mehr lange... oder?”, fragte der Silberhaarige nach und sein Freund nickte.

“Stimmt... bis Ende des Jahres... danach ist sie endlich wieder bei mir”, schwärmte er vor sich hin.

“Und machst du ihr einen Antrag, Kisho?”

“Vielleicht? Mal sehen ob sie es auch will”, lächelte er und blickte zur Tür. Sesshomaru musste nicht dorthin sehen, um zu wissen, dass es Rin war. Ihr Duft erfüllte ihn und umschmeichelte sein Biest. Leise knurrte es und er schloss kurz die Augen.

“Ich habe mich verspätet... tut mir leid, Kisho”, vernahm er ihre Stimme, doch sein Freund winkte ab.

“Halb so schlimm, Rin. Komm setz dich und trink noch einen Cappuccino, bevor wir anfangen”, schlug ihr Chef vor und sie nickte verlegen.

“Gern... guten Abend, Professor”, grüßte sie Sesshomaru und er blickte zu ihr.

“Guten Abend... bitte nur Takeo... wir sind nicht an der Uni”, lächelte er sie an.

“Oh... stimmt... Gomen”, nuschelte sie, während Kisho ihr die Tasse hinschob. “Danke, Kisho.”

“Gern... Takeo hat angeboten uns heute zu helfen, sonst würde es zu lange dauern.”

“Wirklich... das ist aber lieb von euch... äh dir”, kam es von Rin und Kisho lachte leise. Sie wurde leicht rot um die Nase und wenn Sesshomaru ehrlich war, stand es ihr sehr gut. Es machte sie nur noch süßer.

“Trink in Ruhe aus, Rin. Takeo und ich beginnen mit den schweren Kartons”, schlug Kisho vor und bevor Rin etwas sagen konnte, erhob sich Sesshomaru.

“Kisho hat Recht. Also bis gleich”, lächelte er und war bereits mit seinem Freund verschwunden. Rin sah beiden nach und war verwirrt. Doch legte sich ein Lächeln auf ihre Lippen. Irgendwie freute sie sich schon darauf.

Deshalb trank sie eilig den Cappuccino aus, räumte ab und band sich eine Schürze um. So lief sie nach hinten und löste Kisho ab. “Ab hier übernehme ich”, lächelte sie und ihr Chef nickte.

“Alles klar, ich bin vorne, falls ihr was braucht”, meinte Kisho und ließ sie alleine. Rin sah ihrem Chef noch etwas nach und atmete tiefer durch. Sesshomaru entging dies nicht und er bemerkte ihren schnellen Herzschlag, doch dachte er sich dabei nichts.

Unbeirrt machte er weiter und brachte die letzten Kisten zu dem Regal. Ein Glück waren alle beschriftet, sodass sie nun einsortieren konnten. Es herrschte eine Stille zwischen beiden, aber diese war nicht unangenehm, eher vertraut. Rin blieb einfach Rin, auch wenn sie andere Charakterzüge hatte, so war ihr Kern der Gleiche.

Er wusste nicht wie lange sie gebraucht hatten, aber es fehlten nur noch zwei Kisten, die sie gemeinsam auspackten und in die Regale stellten. Immer wieder berührten sich ihre Finger und jedes Mal knurrte Sesshomarus Biest auf und winselte. So gut er konnte ignorierte er es und reichte Rin die nächste Verpackung. Jedoch schien sie nicht ganz da zu sein. “Rin?”, durchbrach seine Stimme die Stille und sie blickte in seine goldenen Augen.

“Ja?”, fragte sie gedankenverloren.

“Was ist los?”

“Wie?”

“Naja... du bist seit gestern nicht ganz bei der Sache... beschäftigt dich womöglich etwas?”, fragte er behutsam, aber auch direkt nach. Ertappt zuckte sie zusammen und schluckte. Ihr war nicht bewusst, dass andere mitbekamen, wie sie sich fühlte. Sesshomaru biss sich auf die Unterlippe und seufzte leise. “Du musst mir nichts sagen, aber wenn du jemanden brauchst, der dir zu hört, dann zögere nicht”, merkte er an und räumte weiter ein.

Einen Moment zögerte Rin, ehe sie ihm wieder half. Stille kehrte erneut ein und innerlich seufzte Sesshomaru. Ich war doch zu direkt... verdammt..., schollt er sich selbst und zerkleinerte den letzten Karton. Während Rin noch einräumte, brachte er die zerkleinerten Pappenstücke weg.

Nach einigen Minuten kam er zurück ins Lager und erblickte Rin an der Wand lehnend. Sie sah auf, als sie die Tür hörte. “Damit wären wir hier fertig”, lächelte er sie an. Zu seiner Überraschung schüttelte sie den Kopf. “Haben wir noch was übersehen?”

“Nein... aber... wegen dem Gespräch...”, druckste sie herum und er trat näher an sie heran.

“Es ist okey, wenn du nicht mit mir darüber...”

“Das ist es nicht”, unterbrach sie ihn und blickte auf. “Es ist nur... ich habe Probleme mit meinem Freund.”

“Oh... welche Art Probleme?” Rin wich seinem Blick aus und zeigte zu der kleinen Bank. Gemeinsam gingen sie dort hin und setzten sich. Auch wenn er seine Ungeduld spürte, versuchte er ihr die Zeit zu geben, die sie brauchte.

“Wie soll ich nur anfangen?”, seufzte sie und haderte mit sich selbst. Ich kann doch unmöglich mit ihm... über meine Gefühle sprechen... oder vielleicht doch?

“Am besten von Anfang an, Rin”, ermunterte er sie und sie schmunzelte leicht. Tief atmete sie durch und begann zu erzählen. Sie war seit zwei Jahren mit Ichiro zusammen und seit einiger Zeit war er eifersüchtig darauf, weil sie von einem anderen schwärmte. Bewusst hielt sie den Namen des anderen geheim. Schließlich wollte sie ihren Professor nicht in einen Konflikt bringen, wenn er erfahren würde, dass er der andere war.

‘Ein anderer? Etwa noch ein Rivale?’, knurrte sein Biest und zerrte an seinen Ketten. Sesshomaru ermahnte es rasch und hörte ihren Ausführungen zu. Nachdem sie fertig war, überlegte er etwas. Er versuchte dabei neutral zu wirken.

“Also... wenn ich das zusammenfassen darf: Den anderen findest du schon seit einigen Jahren toll, aber ihn ansprechen hast du dich nie getraut?” Sie nickte bestätigend. “Mit Ichiro bist du zusammen gekommen, weil er dich gefragt hatte?” Erneut nickte sie und spielte nervös mit ihren Händen. “Aber du bist nun zwiegespalten, weil der, denn du nennen wir es mal ‘vergötterst’ eventuell in deiner Reichweite wäre?” Diesmal schüttelte sie den Kopf.

“Nein... er ist außer Reichweite für mich”, seufzte sie. “Aber... ich merke, dass ich immer mehr Gefühle für ihn habe... Ichiro mag ich... aber ich glaube nicht, dass es Liebe ist”, gestand sie und blickte zu Sesshomaru.

“Okey... also wenn deine heimliche Flamme, dich fragen würde, ob du mit ihm...”

“Er würde sicher nicht fragen”, unterbrach sie ihn. Er rollte kurz mit den Augen, weshalb sie schmunzelte. Diese Geste war wirklich süß.

“Ich sagte doch, WENN... also WENN er dich fragen würde, würdest du dann mit ihm eine Beziehung eingehen?”, wollte er wissen und ohne zu zögern nickte sie. Sie wurde knallrot dabei. Es war irgendwie beruhigend, dass sie mit ihrem Freund unglücklich war, aber dass da ein Unbekannter noch war, versetzte ihm einen Stich in seinem Herz. “Dann ist es doch ganz einfach.”

“Ach ja?”, fragte sie und blinzelte. Seine Worte überraschten sie. Denn sie fand das ganze absolut nicht einfach, im Gegenteil, ihre Situation war verzwickt.

“Verlasse deinen Freund, werde dir bewusst wen du wirklich willst und sage es ihm, den du erwählt hast”, erklärte er und lächelte. Große braune Augen sahen ihn an.

“Es ihm... sagen? Das... kann ich nicht”, brachte sie heraus und senkte betrübt ihren Blick. Sie so zu sehen brach ihm das Herz, jedoch ließ er es sich nicht anmerken.

“Noch nicht... aber vielleicht in ein paar Wochen? Nimm dir Zeit, finde heraus, was du willst und dann wird es einfacher...”, versuchte er sie aufzumuntern. “Du bist noch jung, dazu noch intelligent und hübsch, du könntest sicher jeden haben.”

Seine Worte kamen einfach so über seine Lippen und als er diese begriff, schluckte er schwer. Rin blickte zu ihm und er sah ihr an, dass sie diese anzweifelte. Wenn du nur wüsstet... wie gern ich dich nun an mich ziehen würde..., drifteten seine Gedanken ab. “Jeden?”, murmelte sie und versank auch in ihre eigene Welt.

Während Sesshomaru wieder Herr seiner Sinne wurde, war sie noch am Überlegen. “Rin?”, fragte er und sie blickte zu ihm. Sie blinzelte, doch dann folgte etwas womit er absolut nicht gerechnet hätte.

“Ich könnte jeden haben? Also auch dich?”, verließ es ihre Lippen und seine Augen weiteten sich ganz automatisch. Ihre Worte schien sie noch nicht ganz realisiert zu haben, weshalb er überlegte. Aber ihm viel nichts Besseres ein, als zu nicken.

Erst nach einigen Minuten konnte er etwas sagen, ohne zu euphorisch zu klingen. “Wenn du... mich haben willst... denke ich schon, dass du sehr gute Chancen hättest”, sagte er ehrlich zu ihr. Dabei legte er eine Haarsträhne von ihr hinters Ohr und lächelte. Zu gern hätte er sie gerade geküsst, aber er hielt sich zurück.

Rin blickte ihn nur an und schluckte schwer. Meint... er... das... ernst? Ich hätte... Chancen?, schoss es ihr durch den Kopf. Unmöglich... er hat das... sicher nur gesagt, um mich auf zu muntern. “Danke... für deine Worte”, flüsterte sie und schreckte auf, als ihr Handy sich meldete. Sofort erhob sie sich und fand heraus, wer ihr geschrieben hatte.

Sesshomaru schüttelt leicht den Kopf und biss sich auf die Unterlippe. Beinahe hätte er einen Fehler gemacht. Jedoch wollte er diesen begehen. Diese Erkenntnis erschreckte ihn, weshalb er aufstand und in den vorderen Bereich zurück kehrte. Ablenkung... ich brauche Ablenkung., war sein einziger Gedanke. Sonst wird meine Maske fallen und damit auch meine Tarnung.

Über die Nachricht wurde Rin wütend. “So ein Idiot”, fluchte sie leise und besann sich, dass sie eigentlich nicht alleine war. “Gomen... ich...”, doch weiter kam sie nicht, da Sesshomaru bereits weg war. Verwirrt blinzelte sie und sah zur Tür, die in den Laden führte. Diese war nur angelehnt, daher ging sie davon aus, dass er nun vorne war.

Gedankenverloren berührte sie die Strähne, die auch er berührt hatte und lächelte leicht. Er hat Recht, genau wie Ami... ich muss das mit Ichiro beenden... aber... kann ich Takeo wirklich haben?, überlegte sie, ehe sie tief durchatmete und ebenfalls in den Laden zurück kehrte. Sofort suchte sie nach Sesshomaru und eilte direkt zu ihm.

Er saß wieder an der Bar und trank einen Kaffee. “Takeo?”, holte ihre Stimme ihn aus seinen Gedanken heraus und er blickte zu ihr. “Danke für deinen Rat... ich werde ihn beherzigen... und vielleicht... irgendwann... kann ich es ihm sagen.” Die letzten Worte nuschelte sie, doch er verstand sie klar und deutlich.

Es schmerzte ihn, dass er den Moment verpasst hatte, doch es wäre nicht richtig gewesen ihre Verwirrung so aus zu nutzen. Deshalb schluckte er seinen Kloß herunter und entgegnete ehrlich: “Freut mich... dass ich dir helfen konnte... Du kannst jederzeit mit mir über deine Probleme sprechen, wenn du willst.”

“Danke dir”, lächelte sie und legte ihre Hand auf seine. “Das bedeutet mir wirklich sehr viel.” Bei ihren Worten drückte sie diese und er lächelte zurück. Damit war er noch weiter von ihr entfernt als jemals zuvor, oder täuschte ihn dieses Gefühl vielleicht. Ihr Lächeln war es wert gewesen.

“Wir sehen uns Donnerstag, solltest du noch eine Schicht haben”, meinte er und sie nickte.

“Bis Donnerstag!” Nun verabschiedete er sich auch von Kisho und verließ das Gebäude. Draußen atmete er tief durch und versuchte sich zu erinnern, was das eigentlich zwischen den beiden nun war.

‘Idiot... du bist wirklich unfähig... warum musste ich ausgerechnet dein Biest sein’, schimpfte dieses vor sich hin.

Unfähig? Nun musste Sesshomaru lachen. Ja, ich war schon damals unfähig mit diesem Gefühl umzugehen und bin es immer noch. Gut erkannt... aber hey... wenigstens hat sie sich uns anvertraut und wer weiß...

‘Ja, ja... irgendwann und irgendwo’, seufzte sein Biest resigniert, während sein Herr nach Hause fuhr.

... zwischen uns?

Die Nacht war für den Silberhaarigen mehr als kräftezerrend. Noch immer war er sich nicht klar was das alles nun für Folgen hatte. War nun alles wirklich verloren? Rin in diesem Leben für ihn wieder verloren? Oder hatte ihre Frage doch etwas zu bedeuten? All diese Fragen schwirrten ihm in seinem Kopf umher.

‘Lass die dummen Fragen und hör auf dir den Kopf zu zerbrechen... frag sie einfach’, meckerte sein Biest, weil es nicht wollte, dass es selbst auch noch Kopfschmerzen bekam von all der Grübelei.

Willst du mich verarschen? Sie fragen? Geht’s dir noch gut?, schimpfte er und erntete nur ein Knurren darauf. Aber immerhin war Sesshomaru nun abgelenkt, weshalb es ihn zufrieden stimmte. So konnte er wenigstens den Tag überstehen und musste nur noch ab und zu an Rin denken.

Zwar war der Taisho verwundert, wie viel befreiter er sich fühlte, doch kümmerte er sich nicht weiter darum, viel mehr brachte er die Tage professionell hinter sich. Wobei Rin ihm gegenüber sich anders verhielt. Jedoch kam er nicht darauf was es war und vor allem warum.

Kagome und Inu nahmen ihm die Büroarbeit größtenteils ab, damit er sich die Tage Zeit nehmen konnte, um herauszufinden was genau sein Gespräch mit Rin zu bedeuten hatte. Inu roch Rin an seiner Hand, weshalb er erklären musste, was passiert ist. Während Kagome begeistert quietschte, grinste Inu nur und Sesshomaru bestritt mal wieder alles.

Aus diesem Grund wollte er die Zeiten im Café nutzen, um sie außerhalb der Uni auch beobachten zu können. In der Uni war sie jeden zweiten Tag bei Kagome und demnach ihm am Tisch. Außer ihre Freundinnen waren nicht da, dann war sie jeden Tag bei ihnen. Es war nicht unangenehm, sie so um sich zu haben, nein im Gegenteil. Es beruhigte ihn und Hoffnung keimte in ihm auf.

Nun wollte er nur noch erfahren, wer dieser Unbekannte war. Ein Vorteil würde sich für ihn eröffnen, sobald er dies wüsste, denn dann könnte er ihn ausstechen. Moment... was... denke ich denn da?, schluckte er am Samstag. Rin war mit den anderen Gästen beschäftigt, doch gab sie ihm immer wieder ihre Aufmerksamkeit. Mal brachte sie einen neuen Kaffee, mal was zu knabbern oder auch was zum Lesen. Überrascht sah er immer wieder ihr nach.

Sie war wirklich einzigartig. ‘Und deshalb gehört sie auch zu uns... deshalb denkst du so’, grinste sein Biest und brachte ihm zum Seufzen.

Du bist unmöglich... Über das Kompliment lachte es in seinem Inneren und er konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Auch wenn er es hasste, wenn sein Biest so aufmüpfig wurde, doch irgendwie mochte er genau das. Das klang paradox und war es wohl auch, aber das war ihm egal. Nachdem Rins Schicht geendet hatte, setzte sie sich zu Sesshomaru und sie sprachen über viele banale Dinge.

Einfach so und das erstaunte ihn. Scheinbar begann sie in ihm einen Freund zu sehen. Glücklich darüber vergaß er alles andere und amüsierte sich mit ihr. Zwischendrin fragte sie auch einige Dinge, wie seine Lieblingsfarbe und seine Lieblingsromane. Es kam so zufällig, dass er das erst viel später bemerkte. Natürlich bot er ihr auch an, sie nach Hause zu fahren.

Dankend nahm sie dies an und speicherte alles ab, was er ihr mitteilte. Sie wollte ihn besser kennen lernen. Das war der einzige Weg, der ihr einfiel, ohne Aufsehen zu erregen oder gar zu direkt zu sein. “Danke”, lächelte sie ihn an, als er vor ihrem Wohnhaus zum Stehen kam.

“Jederzeit, Rin... hab einen schönen Sonntag.”

“Danke, du auch, Takeo”, entgegnete sie und verließ den Wagen. Er sah ihr noch nach, bis sie in der Eingangstür verschwand und fuhr erst dann nach Hause.

‘Sie... sucht unsere Nähe... egal was du nun denken magst, das ist nun eindeutig... also umwirb sie endlich!’, forderte sein Biest ihn auf und er rollte mit den Augen.

Sie sieht nur einen Freund in mir... also nichts übereilen!, mahnte er sein Inneres und ging unter die Dusche. Er brauchte kaltes Wasser, um wieder klarer denken zu können. Noch war er nicht überzeugt von dem, was sein Biest sagte, denn sonst hätte sie ihm doch nicht von einem anderen erzählt.

‘Du Idiot... als ob du ihr sagen würdest: Pass auf, Rin... du bist die Frau die ich seit Jahren begehre...’, spottete sein Biest und erhielt ein zorniges Knurren. ‘Knurr mich nicht an! Sie sagte doch... dass sie es ihm nicht sagen kann...’

Aber sie hat mir doch von ihm... Nun stockte er und blinzelte. Das Wasser schaltete er ab, trocknete sich ab, wickelte ein Handtuch um die Hüfte und begann die Haare etwas trocken zu rubbeln.

‘Sie hat uns nichts von ihm verraten... nur dass sie seit einigen Jahren auf ihn steht...’, grinste sein Biest breit und fassungslos blickte Sesshomaru in den Spiegel. Mehrmals blinzelte er und schluckte.

Konnte es sein? Wir müssen das noch beobachten. Wenn sie immer noch unsere Nähe sucht... dann... dann...

‘Wirst du sie endlich umwerben’, schnurrte sein Biest nahezu. Erneut seufzte Sesshomaru und rollte mit den Augen. Dieses innere Tier war wahrlich zum Verrück werden. Doch etwas an seinen Worten war dran.

Er würde seine Herzdame definitiv im Auge behalten, so viel stand fest. Die Hoffnung gab er nicht auf, denn er wollte sie und vor allem brauchte er sie. Nur sie allein war in der Lage ihn zu beruhigen, nur sie allein erwärmte sein kaltes Herz und nur ihr allein gehörte dieses. Mit einem Lächeln ging er schlafen und freute sich darauf, mehr Zeit mit ihr zu verbringen.
 

Die nächste Woche lief fast identisch ab. Rin war immer wieder in der Mittagspause bei Kagome und Sesshomaru. Zu ihren Schichten war der Taisho im Café und hatte sie nicht aus den Augen gelassen. Immer wieder brachte sie ihm Kleinigkeiten wie schon zuvor und nur ihm alleine. Allen anderen brachte sie nur das, was geordert wurde.

‘Siehst du... nur zu uns ist sie so...’, schwärmte sein Biest wieder euphorisch. Es war wieder Samstag und er hatte sich einen Brunch bei Kisho gegönnt. Rin begann ihre Schicht genau in dem Moment, in dem er begann etwas zu essen.

Mag sein... aber in der Uni ist sie anders... ich will wissen wieso sie hier so frei mit mir umgeht und dort nicht...

‘Dann frag sie doch endlich, warum’, grinste es wieder vor sich hin und er seufzte. Kisho verabschiedete sich von ihm, da er mit seiner Freundin verabredet war und Sesshomaru wünschte ihm viel Spaß.

“Grüß Shiro von mir.”

“Mach ich, Takeo... bis bald”, grinste der Besitzer und verließ seinen Laden. Es war ein sehr schöner Tag und Sesshomaru bewunderte Rin, denn sie kam alleine sehr gut zurecht. Auch wenn sie etwas gehetzt wirkte, so strahlte sie an diesem Tag irgendwie besonders.

Ruhig nippte der Silberhaarige an seinem Kaffee und behielt sein Mädchen im Auge. Dabei fragte er sich, ob sie überhaupt Hilfe bekommen würde, denn letzte Woche war noch ein anderer Kollege da, doch jetzt schien er nicht zu kommen. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass es bereits Nachmittag war.

Rins schneller Herzschlag lenkte seine Aufmerksamkeit auf sie. Sie hatte ihr Handy in der Hand und sprach mit jemanden. Automatisch lauschte er ihr und schluckte. “Verflucht... was mache ich nun?”, murmelte sie, nachdem sie aufgelegt hatte. Ihr Kollege hatte sich eine Verstauchung zu gezogen und konnte nicht kommen.

Der Laden wurde immer voller. Schwer schluckte sie und machte sich sofort an die Arbeit. Zuerst wollte sie Kisho anrufen, aber die Kunden waren schon ungeduldig. Deshalb biss sie die Zähne zusammen und machte einen Kaffee nach dem anderen.

‘Worauf wartest du... hilf ihr... oder ruf Kisho an’, schlug sein Biest sofort vor, denn es wollte ihr irgendwie helfen. Sesshomaru jedoch hörte ihm gar nicht richtig zu, denn seine Sinne waren alle nur auf sie gepolt. Ohne groß zu überlegen, erhob er sich, räumte seinen Tisch ab und ging zu ihr hinter die Bar.

Vor lauter Kunden bemerkte sie gar nicht, dass sie das falsche Programm angemacht hatte. Der Kaffee lief über und tropfte demnach auf den Boden. Als sie zu der Maschine eilte, rutschte sie aus und drohte nach hinten zu fallen. “Was?!”, kam es überrascht über ihre Lippen.

Plötzlich spürte sie etwas Warmes an ihrem Rücken und hatte vor sich eine Männerbrust. Sie schluckte und blickte zögerlich auf. Goldene Augen musterten sie. “Alles gut, Rin?”, fragte er und sie schnappte nach Luft. Dabei sog sie seinen Duft ein und fühlte sich fast so, als wäre sie im Wald. Es erinnerte sie genau daran. An einen Wald.

“H...hai...”, nuschelte sie wie in Trance und verlor sich in seinen Seen. So flüssig und klar.

“Achte auf deinen Weg, Rin”, ermahnte er sie und sie nickte eilig. Jedoch stutzte sie kurz, denn es kam ihr vertraut vor. Leider konnte sie nicht weiter drüber nachdenken, denn die Kunden begannen wieder zu nörgeln.

Aus diesem Grund löste sie sich von ihm und wollte etwas sagen, doch er kam ihr zuvor. “Du holst einen Lappen zum Aufwischen und ich kümmere mich um die Kunden”, schlug er ihr vor und kurz klappte ihr der Mund auf. Sie wollte widersprechen, aber sie wollte auch Kisho nicht bei seinem Date stören.

Erneut nickte sie und eilte nach hinten. “So, wer wollte einen einfachen Kaffee?”, fragte er in die Runde und arbeitete damit die Kunden ab. Ein Vorteil so lange zu leben, da er einiges in der Zeit gelernt hatte. So schnell er es als normaler Mensch machen konnte, kochte er einen Kaffee nach dem anderen.

Als Rin zurück kam, wischte sie schnell den Fleck auf und brachte den Mob wieder nach hinten. Nach kürzester Zeit war sie wieder bei Sesshomaru und machte ihre Arbeit retourniert weiter. Dabei lächelte sie immer wieder ihren neuen Kollegen an und war ihm dankbar für seine Hilfe. Später würde sie sich auch bedanken, aber jetzt waren die Kunden wichtiger.

Erst am späten Abend wurde es ruhiger und Rin schnaufte einmal durch. “Das war heute wahrlich die Hölle”, seufzte sie.

“Hn”, kam es von Sesshomaru und er lehnte sich an die Arbeitsplatte. “War ich so schlecht als Mitarbeiter?”

“Was?!”, kam es blinzelnd von ihr und sie sah in fassungslos an. Die Röte stieg ihr ins Gesicht. “S...so... meinte ich das... doch gar nicht...”, murmelte sie verlegen und biss sich auf die Unterlippe.

Sesshomaru versuchte sich zu beherrschen, doch er konnte nicht anders und lachte auf. “Ich weiß, Rin... ich ziehe dich nur auf”, grinste er und kurz entglitten ihr alle Gesichtszüge, ehe sie ihre Wangen leicht aufblies.

“Das ist nicht witzig”, meinte sie und boxte spielerisch gegen seine Brust. Damit vergaß er alles andere und lachte weiter. Auch Rin begann zu lachen, denn es steckte sie an. Ihre Wut war verpufft und dieser Mann war wahrlich erstaunlich. Seine Nähe tat der jungen Frau gut und seit langem fühlte sie sich wieder frei.

“Gomen, Rin... aber es war zu verführerisch, dich zu ärgern”, gestand er und machte für sie einen Cappuccino.

“Schon gut... danke für deine Hilfe, Takeo”, kam es ehrlich von ihr. “Ich weiß nicht, wie ich dir danken soll.”

‘Mit einem Kuss?’, hechelte sein Biest und kurz erstarrte er, doch fing er sich sofort wieder.

“Nicht nötig, Rin... ich habe dir gerne geholfen”, lächelte er und reichte ihr die Tasse. “Ruh dich einen Moment aus, ehe der nächste Ansturm kommt.”

“Danke”, nuschelte sie und nahm diese entgegen.

“Ich hole Kaffee aus dem Lager... hier vorne ist alles leer.” Sie wollte ihn aufhalten, aber da war er bereits weg. Kurz sah sie ihm nach und legte verlegen eine Haarsträhne hinters Ohr.

Erst jetzt blickte sie auf den Cappuccino und schluckte. Auf dem Milchschaum war ein Kakaoherz. Verwundert musterte sie dieses, denn sie hatten keine Schablone dafür. Nur für Sterne und Blume. Hatte er es... selbst gemacht? Nur für mich?, dachte sie verträumt und nippte an der Tasse. Überrascht riss sie die Augen auf und blickte zur Tür, die zum Lager führte. Er hatte ihr einen mit Karamell gemacht, den sie am liebsten trank.

‘Und was ist nun deine Schlussfolgerung?’, wollte sein Biest wissen, während er die Kaffeebohnen aus dem Regal holte. Leicht grinste er vor sich hin.

Wenn sie mich mit roten Wangen anlächelt, sobald ich wieder zurück bin... dann denke ich... dass du Recht hast... und sie sucht wirklich unsere Nähe... aber wie soll das gehen?, überlegte er weiter und hatte zwei Säcke mit Bohnen sich unter den Arm geklemmt.

Langsam ging er wieder in den Ladenraum und fühlte die Maschinen soweit auf. Die restlichen Bohnen verstaute er an ihrem vorgesehen Platz. Als er vor die Bar ging, lächelte Rin ihn tatsächlich an. “Danke dir... für alles”, kam es von ihr und sie berührte leicht seine Hand.

“Wie... gesagt... jederzeit”, sprach er und blickte leicht zu Rin, die sich auf ihre Zehenspitzen stelle. Hauchzart berührten ihre Lippen seine Wange.

“Irgendwann... revanchiere ich mich”, flüsterte sie noch und wurde leicht rot um die Nase. Sesshomaru wollte etwas erwidern, aber sie wurden von einigen Kunden erneut unterbrochen. Rin seufzte leise und machte sich wieder an die Arbeit. Gerne hätte sie ihm noch etwas gesagt, doch das war nicht der richtige Ort dafür. Bald... sage ich es ihm., beschloss sie und lächelte vor sich hin.

Sesshomaru berührte die Wange, die sie berührt hatte und lächelte. Ich spüre doch... dass da etwas zwischen uns ist... aber... was ist das genau zwischen uns, Rin? Diese Frage ließ ihn nicht ganz los, doch es war der falsche Ort dies heraus zu finden.

‘Das nächste Mal, wenn ihr ungestört seid... frag sie’, sprach sein Biest ihm Mut zu. Diese Geste hatte auch ihn sehr berührt. ‘Sie mag dich... und sie gehört zu dir.’

Zu uns..., verbesserte er sein Biest und beobachtete seine Herzdame erneut. Sie strahlte noch mehr als zuvor. Aber... hat sie wirklich Schluss mit ihrem Freund gemacht? Und will sie wirklich mich? Oder bin ich nur Ersatz für den, den sie nicht in Reichweite hat? Die Zweifel kamen ihm wieder in den Sinn. Schwer schluckte er und schüttelte leicht den Kopf. Das würde er das nächste Mal in Erfahrung bringen, ganz bestimmt. Er wollte, dass sie ihn wollte und zwar nur ihn alleine.
 

Am Sonntag waren Kagome, Inu und Sesshomaru bei Kagomes Familie. Mittlerweile war es normal für sie alle, dass die drei jeden zweiten Sonntag vorbei kamen. Diesmal kochte Manami wieder. Dafür halfen alle zusammen beim Eindecken. Es war wirklich schön eine Familie zu haben. Auch wenn es der Daiyokai niemals zugeben würde, doch genau das vermisste er schon so lange er denken konnte.

Damals hielt er es für unnötig, doch seit er Rin begegnet war, veränderte er sich und auch seine Gefühle. Alles begann er in Frage zu stellen und öffnete immer mehr sein Herz. Jedoch zeigte er diese Seite nur seiner Familie und Rin. Verträumt beobachtete er seinen Bruder und Kagome. Manchmal war er neidisch darauf, da Inu genau wusste, wann er Kagome wieder sehen würde.

Doch jetzt empfand er nur Glück für die Beiden. Genau das wollte er auch und hoffte, dass er sich in Rins Gesten nicht täuschte. Als Kagome gähnte, erhob er sich und half Manami noch beim Aufräumen. “Das ist nicht nötig... ihr solltet Heim fahren”, kam es fürsorglich von ihr und Sesshomaru lächelte.

“Kago hat ihr reines Herz definitiv von dir”, kam es ehrlich von ihm.

“Oh... danke, Sess”, lächelte die ältere Dame. Als er seinen Bruder flüstern hörte, nickte er ihr noch zu.

“Inu hat nun auch gemerkt, dass Kago müde ist... danke für den schönen Tag, Manami und nächstes Mal koche ich”, meinte er leicht grinsend und sie nickte.

“Klar, ich freue mich schon darauf und pass bitte auf die Beiden auf.” Die letzten Worte flüsterte sie nur.

“Immer... sie sind doch Familie”, zwinkerte er und brachte damit Kagomes Mutter zum Lachen. Sie mochte den Taisho sehr. Er war zwar das Gegenteil zu Inu, oft verschlossen und wirkte einsam, aber seit einiger Zeit war er offen und glücklich. Das erfreute auch sie.

“Manami... wir werden losfahren...”, flüsterte Inu und drückte seine Schwiegermama leicht.

“Passt auf euch auf und bis bald”, entgegnete sie und ging ins Wohnzimmer. Kagome war auf dem Sofa eingeschlafen. Sanft küsste sie die Stirn ihrer Tochter. Inu hob seine Liebste mit Leichtigkeit hoch und sofort kuschelte sie sich an ihn.

Sesshomaru öffnete seinem Bruder die Tür und winkte den beiden Herren nochmal zum Abschied. Auch die Autotür machte er auf, nachdem sie bei diesem ankamen. Inu hatte seinen Engel auf die Rückbank gesetzt und stieg von der anderen Seite ein. Sesshomaru würde damit den Wagen steuern. Sofort brachte er sie alle nach Hause.
 

Die nächsten Tage liefen fast automatisch ab. In der Früh standen sie auf, Kagome und Sesshomaru waren in der Uni und Inu im Büro. Nach 16 Uhr fuhren der Taisho und die Miko zum Unternehmen, um dem Hanyou zu helfen. Bis 19 Uhr arbeiteten sie die Akten durch und machten sich dann auf den Heimweg.

Sie waren so gut darin, dass sie fast alles erledigt hatten. So hatten sie beschlossen am Donnerstag nach der Uni gemeinsam etwas bummeln zu gehen. Inu wollte mit Kagome die Eheringe aussuchen, denn am Anfang der Woche kam die Bestätigung, dass sie am 10. August heiraten durften. So euphorisch wie die Beiden waren, musste Sesshomaru einiges ertragen, weshalb er sich schnell ins Café zu Kisho rettete und damit auch zu Rin.

Auf dem Weg zum Juwelier passierten die Drei auch einen Laden für Kleinkinder. Im Schaufenster hing ein ganz süßer Strampler mit einem Delphin darauf. Sehnsüchtig seufzte Kagome auf und lenkte damit die Aufmerksamkeit beider Hunde auf sich. “Kago?”, fragte Inu verwundert und Sesshomaru deutete nur auf den Laden.

“Ich glaube... du solltest dich ranhalten und mit ihr ein Kind zeugen, bevor deine künftige Braut noch vor Sehnsucht vergeht”, neckte er seinen Bruder. Dieser lief leicht rot an und gab dem Älteren sofort Kontra. Die junge Miko lachte leise, denn die Brüder waren voll und ganz in ihrem Element.

Es stimmte, dass sie sich ein Kind von ihrem Inu Yasha wünschte, doch würde sie geduldig warten. “AUS!”, meinte sie streng und beide sahen zu ihr.

“Hn?”, kam es von beiden zeitgleich und sie schmunzelte. Unverbesserlich., dachte sie sich und grinste.

“Mach dir keine Gedanken, Kokoro... Sobald die Zeit gekommen ist, werde ich auch unser Kind unter meinem Herzen tragen und bis dahin, lass uns unsere Ringe besorgen”, lachte sie und ging zwischen den beiden hindurch. Genau in diesem Moment war etwas zu hören.

Sesshomaru spitze die Ohren und lauschte erneut. Inus Ohren zuckten leicht und beide sahen Kagome nach. Nach kurzer Zeit wandten sie den Blick einander zu und wieder zu der Miko, die stehen geblieben war und sich zu ihnen umgedreht hatte. “Was ist?”, fragte sie unschuldig.

Herzschlag

Die Brüder starrten Kagome immer noch an. Verwundert darüber kam sie zu ihnen zurück und legte den Kopf schief. “Was ist denn?”, fragte sie erneut und Sesshomaru war der erste der grinste und zu Inu blickte.

“Tja... ich glaube nun solltest du nach der Hochzeit nach einem Haus Ausschau halten”, lachte er und Inu wurde leicht verlegen.

“Ich denke auch... wetten es wird ein Junge”, grinste der Jüngere und Sesshomaru lachte auf.

“Wenn du Recht hast... dann kauf ich euch sogar das Haus”, amüsierte er sich. Kagome hingegen verstand nur Bahnhof. Verwirrt blinzelte sie und beobachtete die Brüder. Sie begriff nicht, worüber sie sprachen.

“Deal, Sess”, grinste Inu und strahlte nun seine Verlobte an. Liebevoll legte er seine Hand auf ihren Rücken und zog sie dichter an sich. “Ich liebe dich, Juwel”, hauchte er und küsste sie. Überrumpelt erwiderte sie diesen und schloss ihre Augen. Für den Moment genoss sie es sehr.

Sesshomaru lächelte und lauschte erneut. Tatsächlich, da war ein weiterer Herzschlag zu hören. Bevor das Paar ihren Kuss viel weiter vertiefen konnte, räusperte er sich und zog beide Augenpaare auf sich. “Inu du solltest ihr vielleicht auch sagen, warum wir über ein Haus reden”, grinste er breit, da er immer noch die Fragezeichen über Kagomes Kopf erkennen konnte.

“Haus... Junge? Was ist denn los, Kokoro?”, fragte sie leiser, auch wenn sie wusste, dass Sesshomaru sie hören konnte. Schließlich war er ein Inuyokai und diese waren berühmt für ihr hervorragendes Gehör.

“Gomen... ich war gerade so überwältigt”, nuschelte er und küsste sanft ihre Schläfe. “Sess und ich haben einen Herzschlag gehört”, raunte er und legte sanft seine Hand auf ihren Bauch.

“Herzschlag? Ja meinen...”, doch weiter sprach sie nicht als begriff. Ihre Augen weiteten sich und sie direkt in die goldenen ihres Zukünftigen. “Du... Ihr meint... ein...”

“Korrekt... ein weiterer... also Glückwunsch zu eurem kleinen Welpen”, lächelte Sesshomaru und Inu blickte voller Liebe und Stolz Kagome an.

“Ein... Baby... wirklich?”, hauchte sie und Inu nickte.

“Der Herzschlag ist hörbar... doch um sicher zu gehen solltet ihr einen Arzt aufsuchen”, meinte der Taisho.

“Ein Baby... wir bekommen ein... Baby”, wiederholte sie und bekam ganz glasige Augen. “Inu, wir...”

“Sch.... ja, wir bekommen ein Baby”, bestätigte er und küsste sanft ihre Augen. “Wir werden ein Termin bei einem Arzt machen und dann haben wir es schwarz auf weiß”, lächelte er und Sesshomaru grinste leicht.

“Ich kontaktiere Hitomi... vielleicht ist sie noch in der Nähe und kann Kago dazwischen schieben”, meinte er locker und Inu nickte.

“Gute Idee... danke, Sess.” Kagome schmiegte sich an ihren Gefährten und ließ ihrer Freude freien Lauf. Denn ein paar Tränen verirrten sich in ihre Augen. Sie bekam gar nicht mehr mit was die Brüder besprachen.

Im Moment war sie so glücklich über diese Nachricht, dass sie alles andere ausblendete. Unser Baby., dachte sie und legte ihre Hand auf die von Inus, die immer noch auf ihrem Bauch lag. Liebevoll drückte Inu sie an sich.

“Das wird eine Überraschung sein...”, grinste der Ältere und freute sich für die Beiden sehr. Genau das wollte er irgendwann auch haben. “Na kommt, lasst uns eure Ringe besorgen und dann ins Café zu Kisho.”

“Komm, Juwel... wir müssen noch einiges besorgen für unsere Hochzeit”, hauchte der Hanyou und küsste erneut ihre Schläfen. “Später reden wir weiter über... unseren kleinen Nachwuchs.”

“Stimmt... erst die Hochzeit”, flüsterte sie glücklich und stellte sich auf die Zehenspitzen, um ihren Liebsten zu küssen. Noch immer klang es so unwirklich, doch lächelte sie umso mehr über diese Neuigkeit.

Kagome schmiegte sich an Inus Seite, während sie weiter zum Juwelier gingen. Sie sprachen darüber, wie ihre Ringe aussehen sollten. Sesshomaru hörten ihnen zu und schmunzelte, da beide mit den Gedanken abdrifteten und sie nicht nur über die Hochzeit sprachen. Das Thema wo sie nun wohnen sollten, beschäftigte beide sehr.

“Wieso macht ihr euch jetzt schon verrückt?”, amüsierte sich der Taisho und verwundert blickte das Paar zu ihm. “Erstmal lasse ich Hitomi einfliegen, die das alles bestätigt, danach bereiten wir alles für die Hochzeit vor. Die Wohnung bietet genug Platz, dass ihr kurzfristig auch mit Kind dort leben könnt.”

Seine Ausführungen waren präzise und entsprachen der Wahrheit. “Stimmt... ich könnte das Extrazimmer in ein Kinderzimmer umwandeln, bis wir was Passendes finden”, kam Inu endlich auf die Idee, worauf Sesshomaru anspielte.

“Na also... ihr wollt aber in Tokio bleiben oder?”, wollte er daher wissen. Das Paar nickte einstimmig.

“Solange... meine Familie noch hier ist... würde ich gern in ihrer Nähe bleiben”, gestand Kagome und Inu lächelte.

“Na wunderbar... dann lassen wir doch Masaru nach was passendem suchen”, zwinkerte Sesshomaru und Inu knurrte leise. Kagome blinzelte und legte den Kopf schief.

“Kogas Sohn?”, fragte sie.

“Ja... muss das der Wolf machen?”, grummelte Inu.

“Wenn es schnell und einfach gehen soll, klar... und ja... Masaru ist Immobilienmakler und kennt sich damit bestens aus. Also warum nicht nutzen?”, zuckte der Ältere mit den Schultern. Kagome lächelte und blickte auch zu Inu.

“Sess hat Recht... es wäre so einfacher und Masaru wird doch eh zur Hochzeit eingeladen, dann soll er danach nach einem Haus für uns suchen”, lächelte sie ihn. Inu seufzte und verschränkte seine Finger mit ihren.

“Aber nur, wenn der Wolf sich benimmt!”, meinte er ernst und brachte damit seine Begleiter zum Lachen.

“Kokoro... ich gehöre zu dir... nein zu euch... zu dir und unserem kleinen”, kam es voller Liebe über die Lippen der Miko und Inu erfreuten ihre Worte sehr.

“Na also... dann los, jetzt eure Ringe besorgen, dann können wir ins Café... wollt ihr klassisch japanisch heiraten oder in einem anderen Brauch?”, fragte der Taisho und lenkte damit seinen Bruder vom Wolf ab.

“Darüber haben wir noch nicht nachgedacht”, meinte Inu ehrlich und Kagome überlegte.

“Das können wir ja gleich besprechen... erst die Ringe besorgen”, lächelte sie und die Männer nickten. Somit gingen sie hinein. Bei der ganzen Auswahl fiel es dem Paar schwer das richtige zu finden.

Sesshomaru hingegen blieb an einer Halskette hängen. Sie war schlicht gehalten und der Anhänger war eine Kirschblüte im zarten Rotton. Ob Rin das gefallen könnte?, fragte er sich selbst, doch seufzte er. Es war immer noch nicht geklärt, was genau das zwischen ihnen war und er suchte schon nach Schmuck für sie. Er biss sich auf die Unterlippe und wandte sich wieder ab.

Kagome lächelte und trat zu ihrem Schwager. “Nimm es für sie mit... früher oder später kannst du es ihr schenken”, lächelte sie und erhielt einen verdutzten Blick. Er dachte er wäre unbeobachtet gewesen.

“Das... wäre zu früh...”, murmelte er nur, doch Inu schüttelte den Kopf.

“Wenn du ihr zeigen willst, dass da mehr ist oder du dir mehr wünscht, dann schenk ihr den Schmuck”, bemerkte er und zeigte Kagome eine kleinere Auswahl an Ringen.

“Die sind hübsch... vielleicht... ist da was dabei...” Mit diesen Worten kümmerte sich das Paar wieder um ihre eigentliche Aufgabe. Sesshomaru seufzte und ließ sich die Halskette schließlich einpacken. Die Beiden hatten Recht. Früher oder später wäre es so weit und er würde ihr etwas schenken. Ob sie es annehmen würde, war allein ihre Entscheidung.

Nach einer knappen Stunde war das Brautpaar fündig. Sie hatten die perfekten Ringe für sich gefunden. Diese waren in Silber und Weißgold gehalten. Kagomes Ring hatte 3 kleinere Diamanten. Inu ordnete an, dass es nur die beste Qualität haben sollte. Die Musterung war leicht geschwungen und erinnerte beide ein wenig an eine Bogensehne. Es war wie geschaffen für sie.

“Als Gravur soll in meinem Ring folgendes stehen: An deiner Seite... und an dem hier” Sie zeigte auf Inus Ring. “...ein Leben lang”, vervollständigte sie und die Mitarbeiterin notierte sich dieses. Damit war die Auswahl getroffen und sie konnten die Ringe in knapp einem Monat abholen. Erfreut darüber lächelte sich das Paar an.

Nachdem Inu die Anzahlung getätigt hatte, machten sie sich auf den Weg zum Café. Dabei sprachen sie über alles Mögliche. Wo die Feier stattfinden sollte, wer eingeladen wird und was es zu essen geben sollte. “Und nach welchem Brauch wollt ihr nun getraut werden?”, fragte Sesshomaru mehr als interessiert, nachdem sie sich an einen freien Tisch gesetzt hatten.

“Hn... eine gute Frage”, meine Kagome nachdenklich. Sie hatte sich noch keine Gedanken darum gemacht. “Was meinst du, Kokoro?”

“Der Brauch ist doch egal... solange wir zwei danach auch für die Menschen Mann und Frau sind, hat es doch den Sinn erfüllt”, meinte er und kassierte gleich einen Schlag gegen seinen Oberarm.

“Inu... es ist nicht egal... ja es geht nur um uns beide, aber es soll doch auch... schön werden”, nuschelte sie und Sesshomaru lachte leise.

“Ist schon gut... wir überlegen uns was...”, kam es versöhnlich vom Hanyou. Als bereits schon Getränke auf dem Tisch landeten sahen alle drei auf.

“Rin”, freute sich Kagome und die ältere lächelte.

“Ich dachte mir, da nicht viel los ist... mache ich euch schonmal was fertig”, erklärte sie und stellte jedem eine Tasse hin.

“Danke, Rin”, kam es von allen dreien und sie kicherte leicht. Die Drei waren einfach toll zusammen. Sie verstanden sich sehr gut und hatten immer Spaß.

“Rin... darf ich dich was fragen?”, kam es plötzlich von Kagome und alle sahen zu ihr.

“Natürlich... was ist denn?”

“Nun, Inu und ich wissen noch nicht mit welchem Brauch wir heiraten sollen. Hast du dir denn schon mal vorgestellt wie du heiraten willst?” Sesshomaru entglitten fast alle Gesichtszüge bei der Frage. Rin wurde leicht rot und nickte verlegen.

“Traditionell japanisch... das war schon immer mein Wunsch”, meinte sie und sah leicht zu Sesshomaru. Dieser verarbeitete ihre Worte und blickte zu ihr auf.

“Aus welchem Grund?”, fragte er nach.

“Ich wollte schon immer in einem Kimono heiraten... die meisten in unserem Alter mögen es lieber modern, aber ich mag diesen Teil unserer Tradition”, gestand sie und versank dabei in seinen goldenen Augen.

“Ein Kimono steht dir bestimmt sehr gut”, verließ es ohne Bedacht Sesshomarus Lippen. Bei ihr konnte er schon lange nicht mehr klar denken. Sie lächelte und spielte nervös mit ihrem Tablett. Inu grinste leicht, während Kagome sich an ihn lehnte.

Ihrer Meinung nach gehörten die Beiden zusammen. Deshalb entbrannte in ihr ein Gedanke. “Rin?”

“Hn?”, kam es von der Angesprochenen und sie wandte ihren Blick zu der Dame am Tisch.

“Willst du meine Trauzeugin sein?”, wollte Kagome wissen. Verwundert legte Rin den Kopf schief.

Sesshomarus Augen wanderten zu seiner Schwägerin. Er verstand nicht was sie damit bezwecken wollte. Warum hat sie das vorgeschlagen?, wunderte er sich.

“Trauzeugin? Sollte das nicht eine Freundin tun?”

“Rin... du bist doch eine Freundin für mich und alle anderen wohnen viel zu weit weg”, erklärte die Schwarzhaarige wahrheitsgemäß. Denn alle anderen, die sie fragen könnte, waren im Ausland.

“Oh... und... du bist sicher... dass ich da die richtige bin?”, zweifelte die Braunhaarige ein wenig daran.

“Keine Sorge... ich bin mir sicher, Takeo hilft dir dabei... schließlich ist er doch mein Trauzeuge”, lächelte Inu zuversichtlich. Rin blinzelte und blickte zu Sesshomaru. Dieser sah das Paar mit großen Augen an, ehe er sich fing und wieder in den braunen Augen der Kellnerin versank.

“So viel... müssen wir als Trauzeugen nicht machen... also wenn... wenn du Lust hast...”, kam es etwas unsicher von ihm. Sein Herzschlag beschleunigte sich automatisch, als sie ihn anlächelte und nickte.

“Einverstanden... aber ihr müsst mir sagen, was ich machen muss... ich habe das noch nie... gemacht”, meinte Rin ehrlich. Kagome sprang sofort auf, um die Ältere zu umarmen. Sie war so glücklich darüber. Hoffnung keimte in ihr auf, dass sich dadurch die Beiden näher kommen würden. Denn nun würde Rin immer wieder mal bei ihnen zu Hause sein, um bei der Planung etwas zu helfen.

“Natürlich helfen wir da... es ist wirklich nicht viel... wenn du magst, kannst du uns auch bei den Vorbereitungen helfen. Also nur wenn du Zeit hast”, lächelte die Jüngere und ließ Rin wieder los.

“Gerne... habe eigentlich immer Zeit”, bemerkte Rin und verabschiedete sich kurz. Es waren neue Gäste eingetroffen und sie musste diese bedienen.

“Kago... warum sie?”, fragte Sesshomaru mit einer hoch gezogenen Augenbraue.

“Weil sie meine Freundin ist und... sie zu uns gehört...”, erklärte sie und nippte an dem Kakao, den Rin ihr gebracht hatte. “Zudem hätte ich sie so oder so eingeladen, also warum nicht als Trauzeugin?”

“Du bist... unmöglich”, schnaubte der Taisho, doch war ein leichtes Lächeln zu erkennen. “Solange sich keiner vor Rabbit verquatscht, ist alles gut.”

“Keine Sorge... wir werden alle informieren, dass sie die Klappe halten sollen”, bestätigte Inu seinem Bruder.

“Auf eure Verantwortung hin...” Bei seinen Worten musste das Paar grinsen. Immerhin war er schonmal soweit, dass er es drauf ankommen ließ, ob sie sich annähern oder nicht. Genau das wollten die Beiden erreichen.

Während sie ihre freie Zeit genossen, musste Rin arbeiten, doch setzte sie sich zu ihnen, sobald sie eine freie Minute hatte. Sie sprachen über alltägliche Dinge und Rin fragte das Paar über ihre Hochzeit aus. Was sie geplant hatten, wie viele Personen kommen würden und natürlich auch was sie sich wünschten.

Es fühlte sich so vertraut an und sie war gerne bei ihnen. Auch wenn sie nicht genau wusste, was das zwischen ihr und ‘Takeo’ war, so wollte sie es herausfinden. Sie zog Hoffnung aus seinen Worten, als sie über ihre Probleme mit Ichiro sprachen. Seitdem hatte sie den Endschluss gefasst, sich wirklich von ihm zu trennen. Er war nicht begeistert darüber, aber ließ sie seit ihrem letzten Gespräch in Ruhe.

Deshalb nutzte sie die Zeit, um viel mehr über ihren Professor herauszufinden. Alle seine Interviews las sie noch einmal durch und sprach viel mit ihm. Sie wollte seine Nähe und diese Geborgenheit wieder fühlen. Scheinbar wollte er das auch, denn er kam häufiger seit diesem Tag ins Café. Verträumt hatte sie ihn oft beobachtet und ehe sie sich versah, entwickelte sich mehr Gefühle für ihn.

Jedoch war sie unsicher wie sie all das zuordnen sollte. Schließlich war er noch ihr Professor und er hatte bereits eine Frau, die er liebte. Ob er mich lieben könnte?, fragte sie sich immer wieder und räumte gedankenverloren alles auf. Ihre Schicht ging langsam zu Ende und sie würde bald nach Hause gehen können. Ihr Kollege löste sie ab und sie verabschiedete sich von diesen.

Die Dreiergruppe war bereits gegangen. Kagome und Inu hatten noch was zu erledigen. Sesshomaru hingegen wartete vor dem Café auf Rin. Ihn behagte es nicht, sie heute alleine nach Hause gehen zu lassen. Deshalb wollte er sie heimbringen. Leider vergaß er sich eine Ausrede zu überlegen. Überrascht blickte Rin zu ihm.

“Takeo”, hauchte sie und er lächelte sie leicht an. “Ich... dachte du bist schon weg.”

“Eigentlich... war ich das auch... aber ich wollte dich sicher nach Hause bringen”, meinte er ehrlich und ihre Augen wurden größer. Ihr Herzschlag setzte einen Takt aus und schlug kräftiger weiter.

“Du... hättest dir... keine Umstände machen müssen”, murmelte sie und trat näher an ihn heran. Lächelnd blickte sie zu ihm auf.

“Das sind keine Umstände... komm”, lächelte er sie an und öffnete die Beifahrertür. Leise kicherte sie und stieg ein. Er ist wohl unbelehrbar... vielleicht... sind seine Worte doch wahr? Mit dieser Überlegung musste sie noch mehr lächeln. Der Heimweg verlief schweigend, doch es war angenehm und sehr vertraut. Fast so als ob sie schon ewig mit ihm unterwegs war. Er brauchte noch nicht mal zu sprechen.

Als der Wagen zum Stehen kam, wand sie ihren Kopf zu ihm. “Danke dir, Takeo.”

“Jederzeit, Rin. Wir sehen uns morgen an der Uni”, verabschiedete er sie. Nickend bestätigte sie ihm dies und stieg aus. Langsam aber sicher ging sie zur Eingangstür und öffnete diese. Glücklich atmete sie durch und machte sich auf den Weg zu ihrer Wohnung.

Ihre Freundin war mal wieder nicht da, doch hatte sie ihr erneut was zu essen dagelassen. Kichernd wärmte sie sich den Reis mit Gemüse auf und genoss das Mahl. Jedoch waren ihre Gedanken immer noch bei ihm. Ich muss wissen was das ist... ich will seine Nähe und... Doch weiter dachte sie nicht nach, denn sie wurde knallrot.

Peinlich berührt schüttelte sie die Gedanken fort und versuchte sich abzulenken. Jedoch klappte das absolut nicht, denn immer wieder stellte sie sich vor, wie es wohl wäre mit ihm zusammen zu sein. Hör auf zu träumen, Rin!, mahnte sie sich selbst. Er ist dein Professor und sicher wird er nichts mit dir anfangen... du bist einfach viel zu naiv.

Seufzend begab sie sich ins Bad und erfrischte sich nach der Arbeit. Sogleich ging sie ins Bett. Schon bald war sie in ihrem Traumland und lag bereits in seinen starken Armen. Sein männlicher Duft mit einem Hauch von Wald umspielte sie und seine Lippen lagen auf ihren. Im Traum lächelte sie vor sich hin und ließ ihrer Fantasie freien Lauf.

Dort war alles möglich und sie konnte an seiner Seite sein. Als seine Freundin, seine Geliebte und auch als seine Frau. Sie sehnte sich so sehr nach seiner Wärme, dass sie fast täglich davon träumte. Doch würde sie sich niemals trauen, ihm von all dem zu erzählen. Ihr war das alles viel zu peinlich und zu groß war die Angst, dass sie all die Zeichen falsch deutete.

Wenn dem so wäre, würde sie sich sicher zur Idiotin machen und das wollte sie definitiv nicht. Für den Moment reichte ihr seine freundschaftliche Nähe und ihre Träume. Zudem wollte sie sich nicht ausmalen, wie all das wäre ohne seine flüchtigen Berührungen. Darauf wollte und konnte sie nicht mehr verzichten. Sie brauchte ihn. Auch wenn sie nicht genau zu ordnen konnte, wieso das so war.

Vorbereitungen laufen

Am Freitagmorgen erwachte Rin aus ihrem Traum und seufzte. Gähnend kam sie in die Küche und Yashiko kicherte. “Na kleiner Morgenmuffel”, neckte sie ihre Freundin. Rin rollte nur mit den Augen und nahm sich einen Cappuccino.

“Ich habe gestern gearbeitet... da bin ich dann müde”, nuschelte sie und nippte am Becher.

“Ach die Arbeit... ich dachte schon, weil du in deinen Träumen mit dem Professor etwas Spaß hattest”, grinste ihre Gegenüber.

“WAS?!”, rief Rin aus. Yashiko lachte leise.

“Ach komm, Rin... du stehst auf ihn und ich verüble es dir noch nicht mal. Er sieht echt gut aus... Wieso sprichst du nicht mit ihm, anstatt seinen Namen jede Nacht zu stöhnen.” Bei diesen Worten wurde die jüngere der Damen knallrot und blickte in ihren Becher.

“Ha... Habe ich das wirklich?”, murmelte sie.

“Wobei dazwischen noch ein anderer Name war...”

“Doch nicht etwa...”, befürchtete Rin ihren Exfreund auch noch ausgerufen zu haben.

“Nein... einen anderen, aber ich komme nicht mehr darauf...”, meinte Yashiko ehrlich. Erleichtert atmete Rin einmal durch.

“Ein Glück... mit Ichiro will ich nichts mehr zu tun haben... was hat mich nur damals geritten”, schimpfte sie sich selbst dafür aus.

“Rin... du warst frisch an der Uni... er Absolvent... da ist es doch normal... zumal hattest du noch nie Erfahrung mit Jungs und wolltest es wohl doch ausprobieren wie es ist”, erklärte ihre beste Freundin ihr. “Seien wir ehrlich mit Ichiro warst du doch nicht wirklich glücklich... also schnapp dir den Mann deiner Träume.”

“SHIKO!”, rief Rin aus und machte einer Tomate bereits Konkurrenz. “Er ist älter und hat bestimmt kein Interesse an mir... ich meine ich bin doch...”

“So ein Unsinn... du bist perfekt so wie du bist und er ist nur 5 Jahre älter... das ist doch nichts... zumal er auch nur ein Gastprofessor ist”, bemerkte ihre Freundin und sie blinzelte. “Schon vergessen... dass er nur bis zu den Sommerferien da ist?”

“Und dann... ist er... weg?”, brachte sie abgehackt hervor. Das wäre eine Katastrophe.

“Bestimmt nicht, wenn er weiß, dass du ihn willst”, zwinkerte Yashiko und grinste, als sie bemerkte, wie es Rin langsam dämmerte.

“Aber... es wäre verwerflich, wenn er als Professor mit einer Studentin... oder?”, definierte sie ihren Zweifel.

“Was soll daran verwerflich sein? Er benotet dich nicht direkt... seine Kurse sind soweit ich weiß dazu da, um euch zu zeigen wie das im Alltag so ist und was machst du, wenn er derjenige ist, der Ägypten leiten sollte?”

“Was?! Glaubst... du wirklich?”, japste sie und blickte zur Uhr. “Ach verdammt... ich komme zu spät...”, fluchte sie los und rauschte sofort ins Bad. Über dieses Verhalten lachte Yashiko und machte für Rin noch einen Kaffee.

Seit der Mittelschule lag Rin in ihren Ohren wie toll doch dieser Archäologie war, der mitten in seinem Studium bereits Ausgrabungen gemacht hatte. Auf den Thermobecher klebte sie einen Zettel drauf und ließ ihn im Flur stehen, da sie ebenso das Haus verlassen musste. Sie hoffte sehr, dass ihre Freundin endlich erkennt, dass sie für diesen Mann schon damals Gefühle hatte.

Frisch geduscht und angezogen, flitzte sie zum Flur und zog ihre Schuhe an. Als sie den Becher erblickte, musste sie Lächeln, doch bei der Nachricht wurde sie wieder rot: ‘Küss deinen Prinzen von mir... äh ich meine Grüß ihn.’ Yashiko war ein Fall für sich selbst, aber der Gedanke gefiel ihr irgendwie. Jedoch verwarf sie diesen wieder und lief zum Bus, um zur Uni zu kommen.
 

Als Sesshomaru den Saal betrat, stutzte er kurz, da er ihren Duft vermisste. Doch ließ er sich nichts anmerken und begann den Kurs damit, dass er noch einmal Fragen beantwortete, um den Studenten Hilfeleistung zu geben für das Projekt. Schließlich war in fünf Wochen die Abgabe und jeder bekam die gleichen Chancen.

Gerade schrieb er an der Tafel die wichtigsten Punkte woran die Arbeit gemessen wird. Nicht nur Recherche, auch die Sauberkeit und die Qualität waren von Bedeutung. Zaghaft klopfte es an der Tür und kurz darauf wurde diese geöffnet. Ihr Geruch umspielte ihn sofort und er lächelte leicht, machte aber mit dem Unterricht weiter.

Zum Ende der Stunde betonte er erneut, wie wichtig die Sauberkeit und Ehrfurcht für einen Archäologen sei. Mit dem Gong beendete er die Stunde und packte seine Sachen zusammen. Nach und nach wurde es leerer, jedoch blieb ihr Geruch noch in seiner Nase, weshalb er hochblickte. Ihre Lippen formten ein ‘Gomen’ und leicht verbeugte sie sich, ehe sie den Raum verließ.

So war sie nun mal. Genau deshalb hatte er sich auch in sie erneut verliebt. Innerlich seufzte er und begab sich ins Büro, um dort die Mails zu checken und hoffen, dass er somit die Zeit schneller rumbringen würde. Jedoch zog es sich mal wieder etwas länger als gewohnt.

Als es endlich Mittagszeit war, begab er sich zu Kagome in die Mensa. Dabei musste er schmunzeln, als er bemerkte, dass sie erneut die doppelte Menge auf ihrem Tablett hatte. “Guck nicht so amüsierst... ich habe Hunger”, meinte sie gleich, denn sein Grinsen gefiel ihr absolut nichts.

“Schon klar, Miss Nakamura”, lachte er leise und trank seinen Kaffee. Sie wurde leicht rot und begann zu essen. Dabei besprachen sie noch ein paar Dinge. Darunter auch den Termin bei dieser Frauenärztin.

“Hitomi ist also Ayames und Kogas Tochter?”

“Korrekt... sie hat vor knapp 100 Jahren umgesattelt auf Frauenmedizin...”, zuckte Sesshomaru mit den Schultern.

“Davor war sie nur Ärztin?” Er nickte zur Bestätigung.

“Keine Sorge... bei ihr bist du und euer kleines in guten Händen... aber andere Frage... wie machst du das mit dem Studium?”, lenkte er sie auf ein Detail.

“Ich weiß es nicht”, seufzte sie und überlegte. “Das Kleine müsste Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres kommen... also das erste Jahr könnte ich noch abschließen... ob es möglich wäre ein Jahr zu pausieren?”

“Hn.... das müssten wir erfragen... wobei es nicht schlimm wäre... auch ohne Studium kannst du uns unterstützen... also versteife dich nicht darauf... Kinder brauchen mehr Aufmerksamkeit als man denkt”, bemerkte er und seine Mundwinkel zuckten leicht. Wissend lächelte Kagome und nickte.

“Wir werden schon eine Lösung finden... aber was ich beginne, werde ich auch zu Ende bringen”, beharrte sie und er grinste leicht.

“So kenne ich die starke Miko von damals”, zwinkerte er und sie lachte leise los. Sie mochte mittlerweile seine Sticheleien und vor allem, wenn er so offen und ehrlich zu ihr war. Weiter nippte er an seinem Kaffee.

Die Unterhaltungen mit Kagome waren immer sehr interessant und er mochte es sehr. “Also... Sonntag frage ich Rin, ob sie Zeit hat... Dienstag kommt Hitomi nach der Uni vorbei wegen der Untersuchung und Donnerstag helfe ich Inu im Büro, damit du mit Rabbit reden kannst”, zählt sie auf und grinste breit.

“Korrekt... richtig erkannt, Schwesterchen.”

“Und wirst du ihr etwas sagen?”

“Nur herausfinden, ob sie wirklich Schluss gemacht hat... alles andere wäre verfrüht”, kam es ernst von ihm. Kagome biss sich auf die Zunge, um nicht loszulachen. Bei den beiden war verfrüht einfach ein falsches Wort, doch sie verstand, was er damit ausdrücken wollte.

Er war und blieb stets ein Ehrenmann. Da sie aufgegessen hatte, machte sie sich wieder auf den Weg zu ihrem letzten Unterricht. Sesshomaru blieb noch einen Moment zurück und trank seinen Kaffee aus. Er wusste, dass er zurzeit nicht er selbst war, aber er wollte Rin auch nicht verschrecken sollte er ihr offenbaren, dass er sie liebt. Noch immer machte er sich um den andern Gedanken.

Seufzend erhob er sich und ging in sein Büro, um etwas Ablenkung zu finden. Er hatte seit Jahrhundert sich nicht um diese Dinge beschäftigt und nun war er sich unsicher, wie er am besten anfangen sollte. Jedoch wollte er weder Kagome noch Inu fragen, denn die beiden haben auch keine wirkliche Erfahrung darin andere zu daten. Sein Biest lachte in seinem Inneren und er seufzte erneut.

Kein Wort, sonst werde ich dich noch bannen., knurrte er es an, doch das Lachen wurde nur noch mehr.

‘Du bist echt witzig... kauf dir so ein komisches Buch... heutzutage gibt es doch sicher auch dazu Hilfestellungen’, meinte es amüsiert und brachte damit den Taisho durchaus auf eine Idee. Im Internet gab es sicher auch etwas zu diesem Thema.

Jedoch verwarf er seinen Gedanken danach zu suchen. Irgendwie wäre es komisch sowas zu lesen. Lassen wir es drauf ankommen, wie wir uns anstellen werden?

Sein Biest lachte und knurrte zur Bestätigung. ‘Lassen wir es drauf ankommen’, grinste es und brachte ihn damit zum Lachen. Daher lehnte er sich zurück und atmete tiefer durch. Er würde sicher keine Anleitung brauchen, um seine Herzdame für sich zu gewinnen und alles andere war eh kein Thema für ihn.

Mittlerweile wusste er, dass sie warten wollte bis zu Hochzeit und diesen Wunsch respektierte er. Für sie würde er warten. Selbst wenn es die Ewigkeit bedeuten würde.

‘Schon klar... keine Sorge... ich werde mich ihr nicht zeigen... solange du es nicht willst’, lächelte es und war froh darüber, dass er endlich einsah, wie sehr er, nein wie sehr sie beide, sie brauchten.

Zufrieden mit der Antwort begann er das Büro etwas zurecht zu räumen und seine Zeit rum zu bringen. Gegen 14 Uhr machte er sich auf den Weg zur Bibliothek, um Kagome abzuholen. Als er diese betrat, roch er bereits Rin bei ihr. Lächelnd kam er den beiden näher.

“Auch schon fertig?”, fragte Kagome ihn direkt und er nickte ihr zu.

“War nicht viel los... habe ich euch gestört?”, stellte er die Gegenfrage. Beide Damen schüttelten den Kopf. “Dann kommt... ich bring euch heim”, lächelte er und Rin wollte erst ablehnen, aber stimmte doch zu.

“Danke, Takeo”, nuschelte sie und erhob sich. Das war das erste Mal, dass sie ihn in der Uni beim Vornamen nannte. Es gefiel ihm irgendwie, auch wenn er sich wünschen würde, sie würde seinen richtigen Namen nutzen. Das würde er ihr erst sagen, wenn er sich sicher wäre, dass sie ihn so annimmt wie er war.

Gemeinsam mit Kagome brachte er Rin nach Hause und fuhr danach zum Firmengebäude. Dort wartete Inu bereits auf sie. So konnten sie noch etwas mehr der aufgestauten Arbeit durcharbeiten und könnten damit das Wochenende entspannt genießen.

“Rin hat im Übrigen zugesagt, dass sie Sonntag Zeit hat...”, kam es erfreut von der Miko.

“Super, dann kümmert ihr euch um das Mädchenkram und wir organisieren in der Zeit die Halle und die Dekoration?”, fragte Inu und seine Liebste bestätigte.

“Aber nichts aufwendiges oder kitschiges”, grinste sie noch und Sesshomaru hob eine Augenbraue hoch.

“Ich passe schon auf...”, kam es todernst vom Älteren.

“Keh! Das kann ich auch alleine...”, trotzte Inu und Kagome fing an zu lachen. Die Brüder waren einfach unbezahlbar und sie wollte keinen von beiden jemals wieder verlieren.

“Danke, Sess”, lächelte sie und küsste sanft seine Wange. Überrascht blickte er zu ihr und Inu grinste.

“Wof...”, wollte der Taisho erfragen.

“Hab dich lieb, Großer, und danke dir, dass du so gut auf mein Kokoro geachtet hast”, erklärte sie und machte ihn damit sprachlos.

“Ich danke dir”, entgegnete er und zeigte seinerseits Respekt ihr gegenüber, in dem er ihre Stirn sanft mit seinen Lippen berührte. “Ich werde auch weiterhin auf ihn aufpassen, genau wie auf dich und eure Kinder”, lächelte er sie ehrlich an. Liebevoll umarmte sie ihn und dankte ihm für seine Worte sehr.

Inu freute sich sehr darüber, dass sein Bruder endlich wieder neuen Mut gefasst hatte. Vielleicht war das genau das, was er noch brauchte, um sich mehr um sich selbst zu kümmern und damit um Rin zu umgarnen. “Lasst uns Heim fahren... ich habe Hunger”, grinste er breit und beide lachten. So war Inu nun mal.

“Also los, bevor der werdende Papa noch verhungert”, lachte der Taisho und erhob sich. Inu grinste breit und konnte es immer noch nicht glauben. Es war noch so unwirklich und doch war da ein zweiter Herzschlag bei ihr.

“Hitomi wird uns das sicher auch bestätigen, auch wenn ich mir sicher bin... immerhin habt ihr sehr gute Ohren”, lächelte sie erfreut und schmiegte sich an ihren Verlobten. “Holen wir Sonntag was zu essen oder kochen wir gemeinsam?”

“Ich würde vorschlagen wir kochen gemeinsam… nur was könnte Rin mögen?”, überlegte Sesshomaru und auch das Paar war in Gedanken versunken.

“Sie isst oft Reis mit Hähnchen und Salat”, fiel Kagome ein, als sie am Auto waren.

“Dann lasse ich mir was einfallen und werde morgen einkaufen gehen. Wieder das übliche für euch?”

“Ja bitte und vergiss die Schokocreme nicht”, kicherte sie und Inu schmunzelte.

“Und was Salzige... schon verstanden, Miss Nakamura”, grinste der Taisho und Kagome wurde leicht rot.

Damit fuhren sie nach Hause und hielten an einem Restaurant an, um etwas zu essen zu besorgen. Gemeinsam aßen sie in der Wohnung des Paares und räumten danach auf. Gleich darauf zog sich Sesshomaru in seine Wohnung zurück. Zum Glück blieb das Paar brav und verschonte ihn diesmal mit ihren Aktivitäten.
 

Den Samstag nutzten die Drei um einige Vorbereitungen zu treffen. Kagome hatte sich ein paar Unterlagen wegen Kleider besorgt und Catering, denn es sollte alles schön werden. Zudem hatte sie mehrere Karten zur Auswahl mitgenommen, um die Einladungen vorzubereiten.

Inu und Sesshomaru waren einkaufen, bestätigten Hitomi den Termin und gingen ihren eigenen Gedanken nach. Der werdende Papa freute sich sehr auf den Nachwuchs, doch hatte er auch Sorge, ob alles gut laufen würde. Schließlich war eine Hanyouschwangerschaft nicht einfach.

“Inu... Hitomi wird euch alles Wichtige mitteilen. Sie ist nun seit 100 Jahren in diesem Beruf und hat schon einiges miterlebt... sie kennt sich damit aus, also entspann dich.”

“Du hast recht... trotzdem... Kago soll nicht leiden...”, meinte er und atmete tiefer durch. Er hatte für sie noch eine Kleinigkeit besorgt und hoffte, sie würde sich darüber freuen. Zeitgleich hatte Sesshomaru die Nahrungsmittel und Getränke besorgt.

Für den Sonntag hatte er überlegt Entenbrust mit Gemüse und Reis zu machen. Als Nachtisch würde er Mochis machen. Ein paar mit Erdbeeren und einige mit grünem Tee. Er hatte mal gesehen, dass Rin diese mit ihren Freundinnen aß. Zufrieden mit der Auswahl machten sich die Männer auf den Weg nach Hause.

Dort verbrachten sie den Nachmittag gemeinsam und überlegten wegen der Einladungen. Ihre Freunde und Familie standen an erster Stelle, doch wer sollte noch dazu stoßen. Schließlich war Inu unter den Dämonen ebenso zu einer hohen Führungsposition aufgestiegen. Jedoch waren es nicht viele, die sie auch einladen mussten. Darunter waren die anderen Lords und deren Familien, aber auch ein paar befreundete Kollegen von den Ausgrabungen.

Kagome war all dies recht und sie suchten gemeinsam nach einer passenden Einladungskarte. Jedoch waren alle drei einer anderen Meinung, wie diese aussehen sollte. Daher beschloss Kagome Rin zu fragen. Mit ihrer Auswahl würde es sich entscheiden. Die Männer waren einverstanden und sie konnten sich nun etwas erholen. Während das Paar sich einen Film ansahen, kehrte Sesshomaru in seine Wohnung zurück.

Dort kümmerte er sich um den Nachtisch und las später ein Buch. Früher als gewohnt gingen alle zu Bett, doch vorher hatte Kagome Rin die Adresse geschickt, damit sie zu ihr finden konnte. Erst wollte sie Sesshomaru bitten, sie ab zu holen, aber das wäre zu viel des Guten gewesen. Später würde sie schon einfädeln, dass er sie Heim bringen würde. Das war das Mindeste, was sie tun konnte, ohne es zu übertreiben.
 

Der Sonntagmorgen begann sehr süß für Kagome. Sie wurde von Inu wach geküsst. Leise kicherte sie und schlang ihre Arme um seinen Nacken. “Mmmmh”, hauchte sie und genoss es auf diese Art geweckt zu werden.

“Guten Morgen”, flüsterte Inu voller Liebe, als er sie zum Luftholen ließ.

“Guten Morgen”, entgegnete sie und drückte ihn dichter an sich heran. “Wir haben noch etwas Zeit...”

Bei ihren Worten knurrte Inu leicht auf und erfüllte ihre stumme Bitte. Sanft und liebevoll machte er sie erneut zu der Seinen. Erschöpft lagen sie Arm im Arm. Doch plötzlich begriff Kagome was gerade geschah. Leichte Sorge breitete sich in ihr aus.

“Keine Sorge... er ist joggen”, flüsterte Inu, als er ihre Unruhe bemerkte. Er ahnte, dass sie sich sorgen machte, da sie sich hingab ohne an ihren Schwager zu achten. Erleichtert atmete sie durch und schmiegte sich noch enger an ihren Liebsten.

Währenddessen lief Sesshomaru seine Runden im Park. Er wollte den Beiden einen Moment der Privatsphäre gönnen. Jedoch schrieb er Inu eine Nachricht, dass sie durchlüften sollten, bevor er die Wohnung betreten würde. Das wäre sonst fatal für ihn und seinem Biest, sowohl Rin, als auch den Paarungsgeruch in der Nase zu haben.

Es war bereits 11 Uhr gewesen, als er wieder zurück lief. Das war die einzige Möglichkeit, die er wahrnahm, um fit zu bleiben. Trainieren konnten Inu und er nur an wenigen Tagen, ohne dass jemand Verdacht schöpfte. Weshalb er schon mit dem Gedanken spielte, ein Waldstück zu kaufen und dort einen Trainingsparcours auf zu bauen. Doch das wäre auf Dauer umständlicher.

Gerade bog er um die letzte Ecke, als er abrupt stehen blieb und auf die Bushaltestelle blickte. Dort stand gerade Rin. Scheinbar kam sie an. Ich hoffe die beiden sind fertig., geisterte es in seinem Kopf umher und er beschleunigte automatisch. Sie ging langsam in die Richtung des Wohnblocks und staunte nicht schlecht. Schüchtern legte sie eine Strähne hinter ihr Ohr und atmete tiefer durch, als sie vor der Tür stand.

Sesshomaru kam kurz nach ihr am Eingang an. “Warte... ich mache dir auf”, sprach er und sie blickte über die Schulter zu ihm.

“Ta...keo”, brachte sie überrascht hervor. Er schenkte ihr ein Lächeln, öffnete die Tür mit der Karte und hielt diese ihr auf. “Danke...”, nuschelte sie verlegen und ging hinein.

“Gern... du bist früh dran”, begann er das Gespräch und sie wurde leicht rot.

“Ich hatte Angst, den Weg nicht zu finden”, gestand sie leise und er legte den Kopf schief, während er sie zu den Aufzügen führte. Sie betätigte den Knopf und beide stiegen ein, denn er kam nur wenig später an.

“Ich hätte dich auch holen können”, meinte er und steckte die Karte ein und gab den Code für die vorletzte Etage ein.

“Ich... will keine Umstände machen”, erklärte sie und drehte sich zu ihm um. Jedoch war dies ein Fehler, denn sein Anblick raubte ihr den Atem. Nach Luft japsend musterte sie ihn. Dass er sie ebenso von Kopf bis Fuß aus checkte, bemerkte sie nicht.

Bewusstlosigkeit

Sesshomaru trug eine lockere schwarze Jogginghose, ein schwarzes Sweatshirt und darunter ein weißes Hemd. An seinem Hals lief gerade eine Schweißperle hinab. Rin schluckte schwer, denn der Anblick erregte sie. Ihr Herz schlug ein wenig schneller.

Während er sie in diesem nachtblauen Sommerkleid musterte, stieg ihm ein neuer Duft in die Nase. “Neues Parfüm?”, fragte er direkt und sie nickte mit leicht roten Wangen. Er blickte direkt in ihre Augen und bemerkte nun auch noch ihre Erregung. Schwer schluckte er und war unsicher, ob es ihm galt.

‘Man... nur du bist hier... also nimm sie... bitte’, bettelte sein Biest, doch er ignorierte es wieder.

“Gefällt es dir nicht?”, flüsterte sie unsicher ihre Frage.

“Doch... es passt zu dir... süßlich und doch...” Weiter kam er nicht, da plötzlich der Aufzug ruckelte und Rin leicht den Halt verlor. Instinktiv griff er mit einem Arm hinter ihren Rücken und drückte sie so dichter an sich. “Keine Angst... bei mir bist du sicher, Rin”, flüsterte er und sie legte ihre Hand an seine Brust.

Seine Worte und ihr Handel lösten in ihr eine Erinnerung aus. Wie in Trance war sie darin gefangen und durchlebte diese. Rin war im Wald auf Kräutersuche gewesen. Zuvor war sie in einem Dorf, um nach den Kranken zu sehen. Sesshomaru war wegen eines Dämons gegangen, um diesen zur Strecke zu bringen. Da es länger dauerte, bis er zurückkam, wollte sie die Zeit nutzen.

Fleißig sammelte sie Wurzeln und Heilpflanzen. Genauso wie Kaede es ihr beigebracht hatte. Sie achtete nicht wirklich auf ihre Umgebung und entfernte sich fast automatisch weiter vom Dorf weg. Summend verrichtete sie ihre Arbeit und lächelte zufrieden über ihre Ausbeute.

Als plötzlich ein Knurren ihre Aufmerksamkeit auf sich zog, drehte sie sich um und erstarrte für einen Moment. Ein Oni stand zwischen den Bäumen und hatte sie fixiert. Sie schluckte schwer. Ehe sie weiter denken konnte, kam er bereits auf sie zu und instinktiv machte sie auf dem Absatz kehrt. Sofort lief sie los und so schnell sie konnte trugen ihre Füße sie fort.

Weiter und weiter wurde sie gejagt und ihr einziger Gedanke galt ihrem Meister. Nach einiger Zeit übersah sie eine Wurzel und stolperte. Jedoch bevor sie zu Boden fiel, wurde sie von zwei starken Armen umschlossen. “Keine Angst... bei mir bist du sicher, Rin”, hörte sie noch und drückte sich an seine Brust.

“...maru-sama”, nuschelte sie und sackte in seinen Armen zusammen. Ihr Herz raste so schnell, dass sein eigenes kurz verkrampfte. Besorgt blickte er zu ihr hinab und hob sie auf seine Arme. Unbewusst drückte er sie so dicht wie möglich an sich. Dabei versuchte er mit seinem Yoki ihr Herz zu beruhigen, während er nach der Karte griff und sich verwandelte.

Als Lichtkugel brachte er sie beide in sein Schlafzimmer. Wegen dem Schock, registrierte er nicht, was sie von sich gab, weshalb er es ignorierte und sie behutsam in sein Bett legte. ‘Beruhige dich… ihr Puls ist stabil… womöglich mag sie keine Fahrstühle und bekam Panik, als es geruckelt hatte’, sprach sein Biest beruhigend auf ihn ein.

Möglich... ich sollte duschen... eiskalt...

‘Sonst fällst du über sie her?’, grinste es und er rollte mit den Augen. Vorsichtig deckte er Rin zu und küsste federleicht ihren Haaransatz. Innerlich hoffte er, dass es nur eine Panikattacke war und nicht viel mehr dahinter steckte.

Sofort ging er ins Bad, entkleidete sich und duschte eiskalt, um sich zu beruhigen und vor allem wieder runter zu kommen. Ihr Duft verwirrte ihn immer noch. Wieso war sie plötzlich erregt? Und dann diese Ohnmacht... Seine Gedanken ratterten hin und her, doch bekam er keine Antworten auf seine Fragen.

Als er aus der Dusche stieg atmete er tiefer durch und war erleichtert, dass das Paar unter ihm endlich fertig war. Zusätzlich umschmeichelte ihr Geruch seine Nase und das beruhigte ihn. Lächelnd steckte er seine Haare leicht hoch, zog seine Boxershorts an und seine Jeans. “Verdammt... habe ich kein Hemd mehr hier?”, fluchte er los. Nachdem er feststellen musste, dass keines mehr an dem Bügel hing.

‘Sag bloß du zierst dich’, neckte ihn sein Biest und er knurrte es an. Das war nicht der Grund. Er wollte sie nicht in Verlegenheit bringen. Kurz horchte er nach und verließ das Bad, da ihre Atmung ruhig war und ihr Herzschlag normal. Demnach schlief sie wohl noch.

Gezielt griff er in seinen Schrank und holte ein royal blaues Hemd heraus. Dieses zog er gleich an und roch erneut Erregung in der Luft. Scheinbar hatte sie ihn beobachtet, als er sich das Hemd über geworfen hatte. So gut er konnte ignorierte er es und wandte sich zu Rin um. “Wach?”, fragte er ruhig, da sie im Bett saß und ihn ansah.

Zaghaft nickte sie und musterte ihn noch einmal. Er kann absolut alles tragen., dachte sie sich und registrierte erst jetzt, dass sie in einem Bett lag. Besser gesagt in seinem Bett. Schlagartig wurde sie rot und blickte in seine Augen. Er war näher gekommen und lächelte. “Geht es wieder?”

Sie nickte und senkte den Blick. “Gomen... ich weiß gar nicht... was los war...”, nuschelte sie. Vorsichtig setzte er sich neben sie.

“Der Fahrstuhl ruckelte und du hättest den Halt verloren, also habe ich dich aufgefangen... danach bist du weggetreten...”, erklärte er ruhig und behielt sie ihm Auge, um jede Regung mit zu bekommen. “Hast du genug getrunken und gegessen heute Morgen?”, kam es fürsorglich von ihm. Ihr war es sehr peinlich, weshalb sie sich auf die Unterlippe biss.

“Ich habe nicht so viel gegessen”, gestand sie und blickte zu ihm auf. Seine Sorge ehrte sie, aber es irritierte sie auch. Warum habe ich diese Szene gesehen? Hatte ich einen Tagtraum?, überlegte sie und grübelte dabei, warum der Mann aus dem Traum ihr so vertraut war und vor allem seine Stimme.

“Dann ruh dich noch etwas aus... ich hole dir etwas zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen”, lächelte er sie an und erhob sich. Dabei ergriff sie seine Hand.

“Es geht schon wieder... bitte, mach dir wegen mir keine Umstände”, sorgte sie sich um ihn. Das war definitiv Rin, seine Rin. Sie sorgte sich immer zuerst um andere und dann erst um sich. Fast schon automatisch beugte er sich zu ihr und sah direkt in ihre Augen.

“Für dich mache ich alles”, verließ es seine Lippen und überrascht ließ sie ihn los. Mit diesen Worten hatte sie nicht gerechnet. “Ruh dich aus... vor 12 rechnen die Beiden nicht mit uns.” Auf eine Reaktion ihrerseits hatte er nicht gewartet und ging direkt nach unten in die Küche.

Kurz sah Rin ihm nach und schluckte. Seine Worte verwirrten sie ein wenig. Irgendwie wusste sie, dass er es ernst meinte. Genau das war so verwunderlich für sie. Langsam stieg sie aus dem Bett und nahm das Zimmer näher unter die Lupe. Es war groß geschnitten, hell und in dunklen Blautönen gehalten. Diese Farbe passte zu ihm.

Leicht lächelte sie, denn dieses Blau gefiel ihr auch sehr. Eigentlich sollte sie direkt ihm folgen, aber ihre Neugier war größer als ihre Vernunft. Sie wollte mehr von ihm erfahren. Wie von selbst öffnete sie seinen Schrank und stellte fest, dass nur Männerbekleidung darin war. Ist er wirklich noch nicht vergeben?, keimte in ihr die Hoffnung auf und sie blickte ins Bad.

Auch dieses war geräumig und alles ordentlich. Sogar dort deutete nichts auf eine Frau hin. Sie besann sich und ging schließlich aus dem Bad und dem Zimmer. Sie folgte der Treppe nach unten und steuerte direkt auf die Geräusche in der Küche zu. Sesshomaru hatte eine Kleinigkeit fertig gemacht und wollte es auf das Tablett stellen, doch ihr Duft umspielte ihn. Ein Lächeln lag auf seinen Lippen.

“Das... wäre doch nicht nötig gewesen”, nuschelte sie und betrat den Raum. Er jedoch stellte alles auf den Tisch und reichte ihr seine Hand, als er vor ihr stand. Kurz blinzelte sie, ehe sie ihre in seine legte. Er führte sie zu dem Stuhl und sie setzte sich.

“Ich weiß nicht, was du meinst... ich wollte noch etwas essen... würdest du mir bitte Gesellschaft dabei leisten?”, kam es ehrlich von seinen Lippen und sie kicherte leise.

“Das ist nur eine Ausrede!”, stellte sie fest und er zuckte mit den Schultern.

“Tee, Kaffee, Kakao oder was anderes?”

“Cappuccino, wenn du einen hast”, seufzte sie resigniert und er grinste. Zufrieden machte er ihr einen fertig und zauberte eine Kakaoblume auf den Schaum. Für sich ließ er einen schwarzen Kaffee laufen und kehrte mit beiden Bechern an den Tisch zurück.

Tatsächlich hatte er zweimal Besteck aufgedeckt. “Danke”, flüsterte sie und sah mit großen Augen die Verzierung an. “Du kannst echt tolle Bilder machen... wo hast du das nur gelernt?”

“Hn?”, entkam es ihm und er nippte am Kaffee. “Zu viel Zeit und wenig zu tun”, erklärte er und beobachtete sie. Rin lächelte ihn an und begann langsam zu essen.

“Wow... das ist sehr gut...”, lobte sie und er nahm dieses dankend an. “Lass mich raten... auch hier ist es so, weil du zu viel Zeit und zu wenig zu tun hattest?”, lachte sie.

Diese Aussage stimmte haargenau. Jedoch würde er ihr verschweigen, wie lange er zu viel Zeit hatte und nichts zu tun. Leise lachte er und nahm sein Besteck, um etwas zu sich zu nehmen. Er wollte, dass sie sich wohl fühlte und damit erreichte er dies auch. Ohne weiter zu diskutieren aß sie mit ihm und sie unterhielten sich über alles möglich. Rin wollte wissen, wie das Essen und das Leben in den anderen Ländern für ihn waren.

Kurz nach 12 Uhr räumten sie zusammen ab und sie nutzte die Zeit, um sich auch das Wohnzimmer anzusehen. Plötzlich erstarrte sie und bestaunte die Menge an Bücher, die sie in den Regalen erblickte. Erst jetzt wurde ihr bewusst wie belesen er war. Dabei strahlten ihre Augen. “Hast du sie alle gelesen?”

“Natürlich... viel Zeit und jede Menge Langeweile machen es möglich”, zwinkerte er und sie lachte leise. Sie war wunderschön, sobald sie lachte.

“Niemanden gehabt, der deine Langeweile vertreiben konnte?”

“Hn”, überlegte er. “Mein Bruder hat es versucht, aber rund um die Uhr und an sieben Tage in der Woche...”, lachte er und erinnerte sich an all diese Tage, an denen er Inu am liebsten erwürgt hätte, nur um seine Ruhe zu bekommen. “Nein... das wäre selbst für mich zu viel”, kam es ehrlich von ihm.

Rin lachte ebenso mit ihm darüber. Sie kannte zwar Inu noch nicht lange, jedoch hatte sie bemerkt, dass er sehr impulsiv war. Genaues Gegenteil zu ihrem Takeo. “Da war auch keine feste Freundin?”, rutschte ihr die Frage heraus. Seine Augen weiteten sich und er schluckte. Er überlegte wie er es geschickt ausdrücken sollte.

“Hin und wieder gab es da eine... aber seit einiger Zeit keine mehr... die meisten Damen hatten mehr Interesse an meinem Körper, als an einem guten Gespräch”, erklärte er wahrheitsgemäß und sie gingen in den Flur. “Wenn du... willst, kannst du... gerne zum Lesen vorbeikommen... oder dir Bücher aus ausleihen”, schlug er ihr vor und hoffte, sie dabei von dem Thema ab zu lenken.

“Gerne... danke für das Angebot, Takeo”, lächelte sie, schlüpfte in ihre Schuhe und blickte über die Schulter zu ihm. “Also... ich will einen Freund, der nicht nur das eine will und mit dem ich mich auch unterhalten kann”, verkündete sie ihm und für einen Moment war er sprachlos. Doch dann begriff er ihre Andeutung.

“Du... hast dich getrennt?” Sie nickte und lächelte.

“Er wollte etwas, dass ich ihm nicht geben konnte... also ist es so besser.” Diesmal nickte Sesshomaru.

“Das ist korrekt... ein Mann sollte auf seine Liebste warten können”, bestätigte er und sie blinzelte. Während sie zum Aufzug gingen, fragte sie schließlich nach.

“Also... wenn du eine Freundin hättest... würdest du warten, wenn sie... noch keinen... Sex will?” Die letzten Worte nuschelte sie mit einer zarten Röte an ihren Wangen.

“Hn”, überlegte er. “Solange sie auch mit keinem anderen schläft... mir also treu ist... würde ich eine Ewigkeit warten, denn eine Partnerschaft ist nicht nur der Sex... auch wenn es ein schönes Erlebnis sein kann, so gibt es wichtigeres als das”, entgegnete er ehrlich und diese Antwort erleichterte sie, denn sie ließ ihre angestaute Luft aus den Lungen heraus.

Lächelnd stieg sie in den Aufzug und er folgte ihr, steckte die Karte ein und tippte Inus Etage ein. “Und wie sollte sie... für dich sein?”, kam es unbedacht über ihre Lippen. Als sie bemerkte was sie aussprach, blickte sie verlegen zur Seite. Nun schnappte er nach Luft, doch das war ein Fehler, denn ihr verführerischer Duft umspielte ihn. Gab ihm das Gefühl der Geborgenheit.

“Sie... sollte ehrlich sein mit mir, keine Angst haben und vor allem mir vertrauen... wenn sie noch so süß ist, wie du, wäre ich überglücklich”, flüsterte er verträumt die letzten Worte und sie blickte zu ihm auf. Braun traf auf Gold.

Er findet mich süß? Dieser Gedanke manifestierte sich und sie wollte etwas sagen, doch das ‘Pling’ des Aufzugs holte beide zurück in die Realität. Beinahe hätte Sesshomaru seine Beherrschung verloren und sich einen Kuss gestohlen, doch zum Glück wurde er davon abgehalten. Er würde es sich niemals verzeihen, sollte er sie zu etwas drängen.

“Komm... Kago wartet sicher schon”, lächelte er und sie nickte gedankenverloren. Für einen Bruchteil der Sekunde wollte sie ihn berühren, ihm nahe sein und ihn küssen. Den Gedanken verwarf sie sofort und folgte ihm, als er sie zur Tür führte. Dort klingelten sie.

Es dauerte ein wenig, bis Kagome die Tür öffnete. “Hallo Rin und Takeo”, lächelte die Schwarzhaarige und ließ beide eintreten. Dabei stutzte sie ein wenig und grinste leicht. Beide trugen die gleiche Farbe. Das brachte selbst den Hanyou zum Schmunzeln. Jedoch schwiegen sie darüber, denn sie wollten weder Sesshomaru noch Rin in Verlegenheit bringen.

“Wow... es ist so schön hier”, staunte Rin, nachdem sie sich die Schuhe ausgezogen hatte.

“Stimmt... das hat Inu sehr gut eingerichtet”, erklärte Kagome und umarmte Sesshomaru wie immer zur Begrüßung. Dieser ließ es sich nicht nehmen und flüsterte ins Ohr: “Danke, dass ihr gelüftet habt.”

Sie lief knallrot an und Inu verdrehte die Augen. “Also... Takeo und ich kümmern uns um die Lokationsuche? Ihr entscheidet euch für eine Karte, das Kleid und die Hochzeitstorte?”, fragte Inu, um seine Liebste abzulenken.

“Klingt gut!”, meinte sie und holte gleich die drei Karten hervor. “Wir können uns nicht einig werden und wollten deine Meinung wissen.”

Rin blinzelte erst Kagome an und sah dann die Karte. “Hn... alle drei sind schön”, meinte sie und zeigte dann auf die linke Karte. “Aber die hier ist perfekt... sie ist leicht verspielt und doch nicht zu viel... genau wie ihr beiden”, erklärte sie und Sesshomaru grinste leicht. Sie hatte genau die gleiche genommen wie er ihnen vorgeschlagen hatte.

Inu lachte leise und Rin blickte zu ihm. “War es falsch?”

“Nein, nein... nur hast du den gleichen Geschmack wie Takeo und das ist selten”, erklärte er und sie sah zu dem Taisho. Ein zartes Lächeln lag auf ihren Lippen.

“So... selten ist es doch nicht... oder?”

“Nein eigentlich nicht”, bestätigte er ihr und versank in ihren Seelenspiegeln. Sie ist perfekt... so wie sie jetzt ist... ich hoffe meine Rin von damals, kann mir verzeihen... ich glaube ich habe mich erneut verliebt...

Während er in Gedanken versank, lächelte Rin und sah sich um. “Die Aussicht ist großartig”, bemerkte sie und Kagome nickte.

“Oh da fällt mir ein... Isst du gerne Ente? Wir wollten heute Abend kochen und hatten überlegt, was dir schmecken könnte.”

“Ente klingt himmlisch, Kago”, entgegnete Rin. “Gebratenen Reis oder Nudeln dazu, etwas Gemüse und es ist perfekt.”

“Du kochst gerne?” Die Braunhaarige nickte.

“Willst du mir später helfen?”, fragte Sesshomaru und sie nickte erneut.

“Gerne... habt ihr schon alles da?” Diesmal nickte er und sie freute sich schon sehr darauf.

“Gut... dann sind wir unterwegs und lassen euch in Ruhe aussuchen...”, meinte Inu schließlich. Beide Damen nickten und er küsste Kagome noch einmal, bevor er mit Sesshomaru die Wohnung verließ.

Rin sah den Beiden nach und bemerkte erst jetzt die Farbe des Hemdes ihres Professors. “Oh... ich...”, stammelte sie und Kagome blickte zu ihr.

“Was ist, Rin?”

“Naja... ich habe unbewusst das dunkelblaue Kleid heute gegriffen... nun trägt Takeo auch ein dunkelblaues Hemd... man könnte fast meinen...”

“Ihr tragt Partnerlook?” Knallrot nickte Rin und Kagome lächelte sanft sie an. “Wäre es denn schlimm?”

Große braune Augen sahen sie an. “Er... ist doch... mein Professor...”, brachte sie hervor. “Das... würde seinem... Ruf schaden... ich sollte mich umziehen...”, kam es kleinlaut von ihr, doch Kagome schüttelte den Kopf.

“Du siehst in diesem Kleid wunderschön aus... ist doch egal was andere denken... wichtig ist, was ihr beide denkt.”

“Du... meinst... es würde ihm nichts ausmachen?”

“Ich denke... Takeo ist es egal was andere von ihm denken... ihm war sein Ruf noch nie wichtig... viele denken auch er wäre kaltherzig”, plapperte die Schwarzhaarige drauf los und ungläubig starrte Rin sie an.

“NEIN!”, rief sie aus. “Ich... meine... er ist nicht kaltherzig... eher... zurückhaltend”, nuschelte sie peinlich berührt und spielte an ihrem Kleid. Kagome lächelte, denn diese Reaktion hatte sie erwartet.

“Das stimmt... ich will Inu überraschen... deshalb dachte ich mir, ich werde in einem Kimono heiraten und später auf ein modernes Kleid wechseln. Meinst du es könnte ihm gefallen?”, lenkte sie vom Thema geschickt ab. Dafür war Rin ihr sehr dankbar.

“Ich denke ein Kimono wird dir sehr gut stehen.”

“Auch mit einem Babybauch?”, überlegte Kagome laut und Rin starrte die junge Frau neben sich an.

“Babybauch?”, fragte sie nach und die Miko sah auf.

“Oh... ich habe wohl zu laut gedacht... ich... ähm... ja... ich glaube, ich bin schwanger...”, meinte die Schwarzhaarige und knabberte unsicher an ihrer Lippe herum.

“Das ist doch großartig... oder will Inu keine...”

“Nein, nein... Inu will schon Kinder... aber ich bin ja erst 18... also ich weiß nicht was andere darüber denken würden... dann wäre da noch die Uni”, erklärte Kagome schnell. Verstehend nickte Rin.

“Es ist egal was andere denken... ihr freut euch und das ist doch das wichtigste... wann weißt du es denn genau?”

“Am Dienstag kommt eine Ärztin vorbei und schaut, ob wir Recht haben... für dich ist das nichts verwerfliches?”

Nun blinzelte Rin. “Wieso sollte es das sein? Inu ist für dich der richtige und ihr wart ja bereits verlobt... und werdet heiraten, also ist doch alles in Ordnung”, erklärte Rin. “Ich glaube... wenn ich den richtigen an meiner Seite hätte... würde ich auch genauso handeln”, kam es verträumt von ihr und Kagome grinste leicht.

“Was noch nicht ist, kann noch werden”, meinte sie und Rin wurde noch röter.

“Vielleicht... und welchen Kimono hast du dir vorgestellt?”, nun wechselte die Ältere das Thema und Kagome spielte mit. Ihr war nun klar geworden, dass Rin sich selbst über einiges klar werden müsste, doch sie war in Sesshomaru genauso verschossen, wie er in sie.

Die Qual der Wahl

Kagome strahlte Rin an und holte zwei Kataloge hervor. “Die Farbe weiß ich schon, aber nicht welcher Schnitt”, gestand sie und Rin kicherte.

“Welche Farbe denn?”

“Inu mag rot, deshalb möchte ich auch einen roten.”

“Verstehe... dann suchen wir einen schönen Schnitt, der auch mit kleinem Babybauch zu dir passt”, lächelte Rin und Kagome nickte sofort zustimmend.

So machten sich beide Damen daran die Kataloge durchzugehen. Jede hatte kleine Postits, die sie hinein kleben konnten. Kagome hatte Rote und Rin witzigerweise Blaue. Doch darüber machte sich die Miko keine Gedanken mehr. Viel mehr kümmerte sie sich darum die Kimonos zu kennzeichnen, die ihr gefielen.

Ein Magazin nach dem anderen wurde von beiden durchgehen. “Damit haben wir schonmal die erste Auswahl... nun gehen wir durch, die wir markiert haben und sortieren aus”, schlug die Schwarzhaarige vor und Rin stimmte dem zu. So war es am effektivsten und sie verbrachten fast den ganzen Nachmittag damit ein passendes auszusuchen.

Schließlich fanden sie das perfekte Kleid für die künftige Braut. Der Kimono war in zwei Teilen unterteilt. Den Grund bildete ein weißer Unterkimono. Darüber kam ein etwas dickerer. Während dieser von außen Schwarz war, war er im Inneren rot. Auf der schwarzen Seide waren viele rote Blüten eingestickt, die ein wundervolles Muster bildeten.

“Das Haar hochstecken und eine rote Rose hinein und es wäre perfekt”, seufzte Rin verträumt.

“Das wäre perfekt... die Frisur würde auch später bleiben... dann werde ich das anmerken und nun noch das moderne Kleid...”, lächelte Kagome und holte aus der Küche Tee und etwas zu knabbern.

“Schon etwas bestimmtes ins Auge gefasst?”, wollte Rin wissen und die Schwarzhaarige überlegte.

“Hm... es sollte modern sein und nicht weiß...”, kicherte sie und auch die Braunhaarige lachte leise.

“Also rot wie die Blüten auf dem Kimono?”

“Das ist eine tolle Idee, Rin”, freute sich Kagome. So suchten beide nach passenden Kleidern und blieben an einem hängen. Es reichte vorne bis zu den Knien und hinten war es länger bis zu den Knöcheln.

“Das würde dir sicher gut stehen”, bemerkte Rin lächelnd und Kagome nickte. Sie betrachtet die dunkelroten und goldenen Blumenstickereien. Das Kleid gefiel ihr auch, besonders, weil es ein Oneshoulder war. Ab der Brust ging es weiter auseinander.

“Hoffentlich gefällt es Inu auch”, murmelte sie gedankenverloren und Rin bestätigte ihr, dass es ihm sicher gefallen würde, schon alleine, da sie diese Kleider trug.

Nachdem die Kleiderwahl für Kagome fest stand, gingen sie nun die Hochzeitstorten durch. Doch da wurden sie sich nicht so schnell einig. Weshalb sie eine Vorauswahl trafen und die Entscheidung mit den beiden Männern treffen würden. Die Zeit bis sie zurückkamen, nutzen die Damen damit zu reden.

Auch zeigte Kagome Rin die Wohnung und auch das geplante Kinderzimmer, sollten sie bis zu der Geburt kein Haus finden. “Wow... ihr habt schon alles durchdacht”, staunte die ältere Studentin.

“Naja fast... nur wegen der Uni muss ich noch schauen... theoretisch müsste die Geburt in 8 Monaten sein...”

“Das wäre noch vor dem zweiten Jahr... es wäre möglich, dass du dieses abschließt und dich dann in das Urlaubssemester umschreiben lässt... ich glaube sogar, dass ein Jahr möglich sein sollte”, überlegte Rin und Kagome lächelte sie an.

“Das meinte Takeo auch... es wäre zwar anstrengender für mich, aber ich denke mit Inu schaffe ich das.”

“Stimmt und Takeo und ich sind auch noch da, wenn es um das Lernen gehen sollte.”

“Stimmt”, lachte Kagome und war sehr beruhigt das von Rin zu hören. “Komm lass uns etwas Tee vorbereiten, bis die Jungs...”, doch weiter kam sie nicht, denn die Haustür wurde aufgesperrt.

“Wir sind wieder da!”, rief Inu, da er die Damen nicht im Wohnzimmer erblickte. Daraufhin lachten die Frauen und begaben sich nach unten.

“Willkommen daheim”, lächelte Kagome und küsste sanft Inus Lippen. Zufrieden seufzte er in diesen hinein. Sesshomaru rollte mit den Augen.

“Ihr seid echt schlimm... wir waren doch nur 4 Stunden weg”, meinte er grummelnd. Rin blickte leicht zu ihm und zuckte mit den Schultern.

“Wart es ab, sobald du deine Süße im Arm hast, wirst du auch an ihr kleben”, grinste Inu seinen Bruder an. Welcher nur eine Augenbraue hochhob.

“Dann sucht euch ein Zimmer... ich gehe kochen”, meinte er nur und automatisch steckte er sein Haar hoch, während er in die Küche ging. Rin kicherte leicht, denn das war wirklich witzig für sie.

“Ich helfe ihm mal”, erklärte sie und folgte dem Älteren. Das Paar sah den beiden nach und grinste sich gegenseitig an. Instinktiv wollte die Braunhaarige dem Taisho gefallen und das bestätigte ihre Annahme, dass sie ihn ebenso wollte wie er sie.

“Hoffentlich sagt er es ihr bald”, hauchte Inu und Kagome nickte, bevor sie erneut von seinen Lippen kostete. Sie hatte ihn wirklich vermisst und er sie.

Während das Paar etwas ihre Zweisamkeit ausnutzte, bereitete Sesshomaru alles vor. Rin beobachtete ihn und lächelte. “Darf ich dir helfen?”, fragte sie und er sah zu ihr. Erneut fiel ihm ihr Kleid auf. Sie sah sehr verführerisch aus, doch riss er sich zusammen.

“Wenn du möchtest gerne... ich mache die Ente und du das Gemüse?”, schlug er vor und sie nickte eifrig. Sie sah sich in der Küche um und schnappte sich eine Schürze. Diese band sie sich um und begann das Gemüse zu waschen, welches er vorhin bereit gestellt hatte.

Sie sprachen kein Wort miteinander und doch verstanden sie sich auch so. Nach und nach bereiteten sie alles zu und mussten nur noch auf die Ente und den Reis warten. Als sie sich mit einem Kaffee bzw. Cappuccino an den Tisch setzten, kam erst das Paar in die Küche.

“Gomen...”, begann Kagome, doch Sesshomaru winkte ab. Er war es bereits gewohnt gewesen, wie die Beiden miteinander umgehen.

“Nicht schlimm... das Essen ist in einigen Minuten fertig”, erklärte Rin und nippte an ihrem Cappuccino. Es fühlte sich sehr vertraut an mit ihnen zusammen zu sein und irgendwie wünschte sie sich genau das. Ein Teil von ihnen zu sein.

“Ihr wart ja fleißig”, lobte Inu und machte für Kagome einen Tee.

“Da wir nun zusammensitzen... Rin und ich konnten uns nicht einig werden wegen der Hochzeitstorte”, meinte die Miko und nahm dankend den Tee an. Inu setzte sich mit einem Glas Wasser an den Tisch und zog Kagome auf seinen Schoß. Da er das häufiger so machte, dachte er sich dabei auch nichts weiter.

“In wie fern?”, fragte Sesshomaru nach und trank etwas Kaffee. Dabei sah er seine Schwägerin direkt an.

“Bei all den Formen und Farben, waren wir einfach unschlüssig... ich will nichts zu Pompöses und Verspieltes, aber irgendwie...”

“Auch doch?”, grinste der Taisho und überlegte. “Möchtet ihr eine Attrappe oder wirklich eine zum Essen?”

“Ernsthafte Frage?”, kam es von Inu und Kagome lachte leise. Sesshomarus Mundwinkel zogen sich hoch. Rin blickte neugierig zwischen den Dreien hin und her.

“Stimmt... beim Essen spaßt man nicht”, merkte der Ältere an und nun begriff Rin, was los war. Sie versuchte nicht zu laut los zu lachen. “Da DU sie essen willst, dann würden die Farben Rot, Weiß und Grün gut zusammen passen... vor allem weiße Tortenböden mit roten Rosen und grünen Blättern wären perfekt.”

“Das klingt traumhaft, Takeo”, seufzte Kagome und verstand durchaus, warum diese Farben. “Was meinst du, Kokoro?”, fragte sie ihren künftigen Gatten.

“Und dazu noch rosane Perlen?”, grinste er und die Augen der Schwarzhaarigen leuchteten.

“Perfekt”, hauchte sie und lehnte sich leicht an ihn.

“Na also... damit haben wir das auch”, lächelte Rin und blickte zu Sesshomaru, der nickte.

“Ich mache später eine Zeichnung, dann können wir sehen, ob ein Konditor das hinbekommt...”

“Oder ob du es selbst machst?”, grinste Inu wissend. Beide Frauen blickten zwischen den Brüdern hin und her.

“Du... kannst auch backen?”, wollte Rin wissen und die goldenen Augen von Sesshomaru blickten zu ihr.

“Zu viel Zeit und zu viel Langeweile”, zwinkerte er und sie lachte nun wirklich los. Kagome sah schmunzelnd zu Inu und dieser nickte.

“Kannst du auch backen?”, fragte sie ihn neckend.

“Keh! Kochen reicht...”, entgegnete der Hanyou sofort.

“Für das Backen hatte er nie die Geduld, Kago”, erklärte der Yokai und bekam einen bösen Blick seines Bruders. “Sie mich nicht so an... es stimmt und leugnen hilft dir nicht.”

“Pah! Der ganze Kleinkram war mir zu anstrengend!”

Kagome kicherte leise und schmiegte sich an ihren Liebesten, sofort war er beruhig und Sesshomaru lächelte. “Unglaublich wie handzahm er werden kann”, murmelte er nur beiläufig und kassierte ein Knurren von Inu. “Ist doch war, Inu... ich finde das toll.”

Seine Ehrlichkeit verblüffte das Paar und Rin schmunzelte. Es war die richtige Entscheidung gewesen. So konnte sie die Drei besser kennen lernen und je länger sie bei ihnen war, umso mehr wollte sie auch bleiben. Ob es für mich möglich ist? An seiner Seite zu sein?, dachte sie nach und nippte an ihrer Tasse.

“Oh da fällt mir ein... Rin hat ja noch kein Kleid für die Hochzeit”, kam es plötzlich von Kagome und die Braunhaarige blinzelte.

“Äh... ich ziehe einfach ein normales Kleid an...”, meinte sie ruhig. Die Schwarzhaarige wollte etwas sagen, doch da kam Sesshomaru ihr zuvor.

“Wir können am Dienstag ein Kleid kaufen fahren... ich muss mir eh einen Anzug besorgen... und während Kago bei ihrer Frauenärztin ist, könnten wir das doch machen”, schlug er vor und Rin blinzelte ihn an.

“Oh... aber es ist nicht...”

“Unsinn... ich zahle das Kleid, als Dankeschön für deine Hilfe, denn ich wäre sicher der falsche Ansprechpartner für Kagomes Kleiderwahl”, grinste er leicht und sie wurde rot um die Nase. Das Paar hielt sich geschickt aus dem Gespräch heraus.

“Das... ist wirklich nicht nötig...”

“Ich weiß und doch möchte ich es tun, wenn du kein Kleid findest, dann kaufen wir auch keins”, beschloss er und sie wollte widersprechen, doch erschauderte sie, als sie seine Entschlossenheit in den Augen las.

“Okey”, wisperte sie schließlich und er lächelte sie an. Zufrieden über ihre Antwort nippte er weiter an seinem Becher. Sie sprachen noch über die anderen Dinge, die sie noch klären mussten. Wie die Dekoration, die sie in der Lokation machen würden.

Dabei holte Sesshomaru das Essen heraus und die Anderen deckten den Tisch ein. Gemeinsam aßen sie und sprachen über alltägliches und auch ein wenig über die Planung der nächsten Tage. Es war ein wundervoller Abend und das Wichtigste hatten die vier Person entschieden.

Da es schon spät wurde, fuhr Sesshomaru Rin nach Hause und brachte sie sogar vor die Tür. “Das wäre wirklich nicht nötig gewesen, Takeo”, lächelte sie ihn an.

“Ich weiß, ich wollte es aber”, erklärte er schlicht und sie verabschiedeten sich. Rin ging in den Wohnblock hinein und er sah ihr kurz nach.

Erst danach kehrte er zurück in seine Wohnung und atmete ihren Duft, der noch in darin lag, tief ein. Vielleicht kann ich so herausfinden, ob sie mich will und uns akzeptieren kann., ging es in seinem Kopf umher.

‘Mag sein... aber du solltest ihr direkt zeigen, wie sehr du sie liebst... vielleicht mit Blumen? Diese liebt sie immer noch’, meinte sein Biest und er rollte mit den Augen. Der Gedanke gefiel ihm durchaus, weshalb er überlegte wie er es anstellen könnte, ohne sie zu überfordern. Mit diesem Gedanken ging er zu Bett und stellte seinen Wecker ein.
 

Der Montagmorgen lief wie üblich ab und die Geschwister machten sich auf den Weg zur Uni. Während Inu weiter fuhr zum Büro, blieben Sesshomaru und Kagome an der Uni und würden später zu dem Hanyou aufschließen. Kagome ging in ihren Kurs und der Yokai begab sich zu seinem Büro, um dort sich für seinen Unterricht vorzubereiten.

Er wusste nicht wieso, aber er war gut gelaunt und freute sich schon darauf, Rin wiederzusehen. Hoffte dabei, dass sie auch eine gute Nacht hatte und erholt war. Gemütlich machte er sich auf den Weg zum Hörsaal. Je näher er diesem kam, umso stärker war ihr Geruch.

Als er den Raum betrat richteten sie fast alle Augenpaare auf ihn. Er begrüßte sie alle und begann mit dem Kurs. “Wie ihr wisst habt ihr noch knapp fünf Wochen Zeit, um eure Arbeiten einzureichen. Vergesst nicht, dass die Abgabe am 26.06. Erfolgen sollte.”

Viele grummelten und beschwerten sich, aber einigen schien es nichts aus zu machen. Dazu sagte er nichts mehr und beendete den Kurs ausnahmsweise früher. “Alle, die abgeben, werden bewerten, alle anderen haben bestimmt einige wichtige Erkenntnisse erlangt. Wir sehen uns am 26.06. noch einmal, bis dahin wird es nicht nötig sein, diesen Kurs zu besuchen. Alle Fragen schickt ihr bitte an die E-Mail-Adresse.”

Das es wirklich so war, wurde Rin auch erst jetzt bewusst. Kurz war sie traurig, dass sie ihn nicht mehr sehen würde, doch dann wurde ihr klar, dass sie ihn eigentlich jederzeit sehen konnte. Sie lächelte leicht und ließ sich von ihren Freundinnen in ein Gespräch verwickeln.

Sesshomaru hingegen machte sich auf den Weg zu Kagome. Er wollte sie in die Mensa begleiten. Überrascht sah sie ihn an, doch kicherte sie leise. “Du hast gute Laune?”, fragte sie ihn und er grinste nur leicht.

“Vielleicht”, kam es von ihm und sie gingen zur Mensa. Der Miko gefiel seine Laune sehr, weshalb sie auch nicht weiter darauf eingegangen war. Sie sprachen über Kagomes Kurse und wie sie es am besten handhaben sollte.

“Also das Urlaubsjahr muss ich definitiv nach der Geburt nehmen. Ob ich das erste Jahr noch zu Ende bringen kann, muss ich hoffen”, erklärte sie und der Taisho nickte. Das hatte er bereits auch geahnt.

“Wir werden das hinbekommen, dass du das erste Jahr normal beendest, dann das Urlaubjahr nimmst und dabei bereiten Inu und ich dich auf das 2. Jahr vor. So solltest du nicht zu viel zurück fallen”, bemerkte er und nippte an seinem Kaffee, den er zuvor sich geholt hatte.

Kagome hatte mal wieder die doppelte Portion und das brachte ihn zum Schmunzeln. Er fragte sich, wo sie diese Maße hinsteckte, denn sie hatte immer noch die gleiche Figur, wie sonst auch. “Das ist lieb von euch”, lächelte sie ihn an und aß genüsslich die Ramen, die sie sich diesmal ausgesucht hatte.

“Hitomi kommt morgen direkt nach der Uni, ich werde mit Rin ein Kleid kaufen in der Zeit”, erklärte er ruhig.

“Ich hoffe sie nimmt es auch an...”, kamen leichte Bedenken von der Schwarzhaarige.

“Das wird schon, sonst werde ich es als Entschädigung verkaufen.” Diese Aussage brachte sie zum Kichern. Er schmunzelte etwas und ließ sich nichts anmerken. Sie ging auch nicht weiter darauf ein.

Nach dem Essen brachte der Taisho die Miko zu ihrem Kurs und er selbst ging zu seinem Büro. Dort checkte er die Mails und grinste bei Hitomis Nachricht. Sie war unverbesserlich, genau wie ihre Eltern. Hoffentlich ist ihre Klappe nicht so groß wie damals., überlegte er und sein Biest lachte leise.

Zu gut kannten sie beide noch die junge Wölfin und wusste genau wie sie tickte. ‘Im Notfall musst du sie zum Schweigen bringen’, kicherte es in ihm und er schmunzelte. Aber sein Biest hatte recht. Sollte sie zu viel quatschen, würde er sie zum Schweigen bringen.

Nachdem es Zeit war, begab er sich nach unten und sah vom Weiten schon seinen Bruder, der Kagome in seine Arme schloss. Die Beiden ändern sich auch nie., grinste er und ging zu ihnen. “Sucht euch ein Zimmer”, kam es unterkühlt vom Taisho und sie zuckten leicht zusammen.

“Ta...keo...”, hauchte Kagome und wurde leicht rot.

“Lass dich nicht von ihm ärgern, Juwel”, meinte Inu und küsste ihre Schläfe.

“Kommt lasst uns heute noch arbeiten und morgen können wir entspannen”, lächelte der Ältere und sie nickten. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg, um vorzuarbeiten. Effizient und voller Elan bekamen sie einen Großteil ihrer Arbeit hinter sich.

Auf dem Heimweg holten sie was zu essen und machten sich einen gemütlichen Abend zu Hause. Sie hatten einiges am nächsten Tag vor, deshalb zog sich Sesshomaru schon bald zurück. Im Bett las er noch ein Buch und überlegte, ob er Kagome und Inu mit der selbstgemachten Hochzeitstorte überraschen sollte. Schließlich hatte er noch kein richtiges Geschenk, wobei ihm da noch etwas einfallen würde.
 

Der Dienstag begann viel zu früh für das Paar. Sie wollten noch etwas kuscheln, jedoch rief der Alltag nach ihnen. “Wir sollten aufstehen”, murmelte Inu und Kagome seufzte. Denn sie wusste, dass er recht hatte.

“Wir sollten... heute bekommen wir die eindeutige Bestätigung, dass wir bald Eltern werden”, freute sie sich und ihr Gefährte lächelte.

Sie standen auf, gingen gemeinsam duschen und neckten sich gegenseitig wie immer. Natürlich erst nachdem Sesshomaru das Haus verließ. Der Ältere wusste, dass die beiden noch immer durch den Bund aufeinander scharf waren, gönnte er ihren diese Zeit. Sie sollten ihre Lust ausleben und es genießen.

Seine Hoffnung lag darin, dass dieser Zustand bald abflachen würde. Oder ich schenke ihnen wirklich ein Haus, damit ich meine Ruhe habe., grinste er, während sein Wagen ihn zur Universität brachte.

Dort stieg er aus und verzog sich in sein Büro, um von dort aus zu arbeiten. Er hatte noch etwas Zeit, bis sein nächster Kurs beginnen würde. Er bereitete alles für Hitomi ebenso vor. Schließlich lebte sie nicht in Tokio. Gleich schickte er ihr die Adresse der Ferienwohnung, damit sie sich nach ihrem Flug dort erholen konnte.

Da ihr Flieger gegen Mittag landen würde, hätte sie mindestens drei Stunden, bis Kagome mit der Uni fertig wurde. Ein Grinsen schlich sich auf Sesshomarus Lippen, als er das Yoki seines Bruders spürte. Damit waren sie nun angekommen und die Miko verabschiedete ihren Liebsten. Sie selbst ging direkt zu ihrem Unterricht. Sie war schon sehr gespannt darauf die Tochter von Koga kennen zu lernen und mehr zu erfahren wie es ihrem Welpen ging.

Der Vormittag zog sich wie ein zäher Kaugummi und die Miko war froh, als sie zur Mittagspause gehen konnten. Sesshomaru leistete ihr erneut Gesellschaft dabei. Sogar Rin war diesmal bei den Beiden. Die Frauen sprachen aufgeregt über die Hochzeit und der Taisho hörte einfach nur zu.

Als sein Handy sich meldete, stellte er den Kaffee ab und überprüfte wer es war. “Hitomi ist gelandet...”, bemerkte er und Kagome strahlte ihn an.

“Oh wie toll... dann kommt sie mich abholen?”, fragte sie nach und er nickte.

“Inu kommt gegen 16 Uhr, Hitomi ebenso... danach könnt ihr in der Ferienwohnung die Untersuchung machen. Rin und ich fahren in der Zeit shoppen. Bleibt es noch dabei?”, wollte er wissen. Schüchtern nickte die Braunhaarige und erfreut lächelte er sie an.

Nach dem Essen verabschiedeten sie sich und jeder ging in seinen eigenen Kurs. Erst am Nachmittag kamen sie heraus und entdeckten Inu bereits. Neben ihm stand eine junge Frau. Sie hatte orangenes Haar und war sehr elegant gekleidet. “Ist... das Hitomi”, fragte Kagome und Sesshomaru nickte ihr zu.

Hitomi

Inu und Hitomi blickten zu den Dreien. “Also der Geruch ist noch nicht klar, aber der Herzschlag ist es”, bemerkte sie und Inu lächelte glücklich.

Die Drei waren innerhalb von einigen Momenten bei den Beiden. “Willkommen zurück in Japan, Hitomi”, grüßte Sesshomaru sie höflich.

“Freue mich auch wieder hier zu sein”, lächelte sie und blickte zu den Damen. “Kagome... ihr seht genauso aus wie mein älterer Bruder berichtet hat.”

“Oh... geht es Masaru gut?”, fragte die Schwarzhaarige und ihre Gegenüber nickte.

“Natürlich... er freut sich schon sehr, dich wieder zu sehen”, grinste sie breit und Inu knurrte.

“Keh! Kago gehört zu mir... der ist echt schlimmer als Koga”, grummelte und Hitomi lachte los.

“Tja, leb damit, Inu... und wer ist die junge Dame?”, fragte sie bei der Unbekannten.

“Ich bin Rin...”, entgegnete die Braunhaarige.

“Oh... du bist echt niedlich”, meinte Hitomi und umfasste Rins Handgelenke. Sesshomaru entwich ein Knurren und alle sahen zu ihm. “Was ist, Takeo? Sie ist doch eine Zuckermaus... wenn ich doch nur auf Mädels stehen würde”, lachte die Wölfin weiter und Inu prustete, genau wie Kagome.

Hitomi war definitiv Kogas Tochter. Das amüsierte Kagome sehr. “Verschrecke Rin nicht”, knurrte der Taisho die Ärztin an und sie grinste nur.

“Ach komm schon... du solltest doch wissen, dass ich auf Männer stehe, Takeo.” Mit diesen Worten kam sie ihm näher und streifte über seinen Arm. Rin wollte etwas sagen, aber verkniff es sich.

“Pass auf was du sagst und tust, sonst...”, flüsterte er eiskalt, als er sich leicht nach unten beugte. Rin blickte sofort zur Seite. Sie wollte nicht wissen, ob sie die Frau war, die ihr Professor begehrte.

Diese Geste bemerkte das junge Paar. Deshalb zog Kagome Hitomi gleich in eine Umarmung. “Komm Hitomi... ich will wissen, ob ich wirklich schwanger bin und wie es dem kleinen geht”, wechselte sie geschickt das Thema. Inu war erstaunt wie schnell Hitomi sich von seiner Liebsten vereinnahmen ließ.

Sesshomarus Lippen formten ein stilles ‘Danke’. Inu nickte und führte charmant die Damen zu seinem Auto. Rin blinzelte verwirrt, als sie das bemerkte und sah zu Takeo. Direkt in seine goldenen Augen. “Entschuldige... Hitomi... ist gewöhnungsbedürftig und definitiv die Tochter ihres Vaters”, seufzte er.

“Äh... sie ist nett...”, beschönigte Rin und er schmunzelte über diese Tatsache.

“Eher bescheuert... und bitte denke nicht, dass ich mal was mit ihr hatte, denn das würde ich nie im Leben tun...”, stellte er sofort klar und sie wurde sofort rot, da sie sich ertappt fühlte.

“Oh... ich habe... nicht gedacht... wobei... doch...”, nuschelte sie und wandte ihren Blick auf den Boden. Leicht lächelte er und reichte ihr seine Hand.

“Komm... lass uns shoppen gehen... frage mich direkt, wenn du etwas wissen willst, einverstanden?”

“Was?!”, kam es von ihr und sie blickte zwischen seiner Hand und seinen Augen hin und her.

“Du kannst mich alles fragen, was du willst... und glaube mir... wenn ich dir sage, ich hatte nichts mit Hitomi... sie ist definitiv nicht mein Typ”, erklärte er und zwinkerte leicht. Leicht lachte Rin und legte ihre Hand in seine.

“Und was ist dein Typ?”, wollte sie neugierig wissen. Er hob leicht eine Augenbraue hoch und führte sie zu seinem Wagen. Dabei überlegte er kurz.

“Hn... Äußeres ist nicht ausschlaggebend, doch braune Haare und braune Augen sind sehr faszinierend. Erinnern mich an eine Haselnuss und damit an den Baum und den Wald. Ich mag die Natur sehr, sie beruhigt einen”, erklärte er und sie wurde wieder rot.

Zwei Kriterien erfülle ich damit... Ein Lächeln lag auf ihren Lippen, als sie in den Wagen stieg. Sie hatte schon längst vergessen, dass sie eigentlich noch auf dem Universitätsgeländer waren. “Das stimmt... die Natur ist sehr beruhigend. Ich mag es in den Wäldern Wanderungen zu unternehmen”, erzählte sie ihm und er blickte zu ihr, als er am Steuer saß.

“Wirklich?” Sie nickte und lächelte. “Als ich noch klein war, ist Großvater mit mir immer in den Wäldern gewesen. Meine Eltern sind beide berufstätig und oft auf Geschäftsreisen gewesen. Deshalb war ich immer bei Oma und Opa. Sie leben auf dem Land und haben einen riesigen Wald hinter ihrem Haus”, berichtete sie.

“Das klingt nach einer schönen Kindheit.”

“Ja... ich war glücklich, auch wenn ich Mama und Papa vermisst habe”, bestätigte sie. “Und wie war es bei dir?”, fragte sie unbedacht nach und er schluckte schwer.

“Nun... meine Mutter verließ meinen Vater, da war ich noch sehr jung... Papa hat dann Inus Mama kennengelernt, sie geheiratet und da war mein Halbbruder schon da”, erklärte er halbwegs die Wahrheit. “Wir haben oft gestritten, aber rauften uns immer zusammen. Spielten oft in den Wäldern und zogen in die Stadt, nachdem Papa versetzt wurde. Als ich 20 wurde, kamen sie ums Leben und ich habe für Inu und mich gesorgt. Damals hatte ich mein Studium innerhalb eines Jahres abgeschlossen.”

“Verstehe... also keine einfache Kindheit...”, murmelt sie und er winkte ab.

“Ich habe gelernt damit umzugehen und ich bin ehrlich... ich bin froh, dass ich Inu hatte und habe... auch wenn er mich zur Weißglut bringt, so wird es einem nicht so schnell langweilig”, lachte er darüber und lenkte damit auch geschickt vom Thema ab. Rin kicherte und stimmte ihm voll und ganz zu.

“Das stimmt... ihr seid wie... Feuer und Eis...”, bemerkte sie und er blickte leicht zu ihr.

“Eis?”

“Oh... ich meine Wasser... gomen”, nuschelte sie und spielte an ihrer Tasche. Leicht lachte er.

“Das ist nicht schlimm... ich bin oft unterkühlt... und in Gedanken... das missverstehen viele leider, aber ich hatte keine Lust es jedem zu erklären”, versuchte er zu erklären.

“Nun... jeder der weiß, dass ihr früh eure Eltern verloren habt, der wird auch wissen, warum du so kühl bist... du musstest von jetzt auf gleich auf deinen Bruder achten und euren Lebensunterhalt verdienen. Auch wenn eure Eltern euch etwas hinterlassen haben, so ist das doch nicht verwunderlich”, kam es von ihr und er sah zu ihr, da er bereits auf dem Parkplatz aufgefahren war.

“Das... ist das erste Mal, nein falsch... das zweite Mal, dass es einer bemerkt”, lächelte er sie an. “Kago hat es auch so ausgedrückt.”

“Siehst du... du bist perfekt so wie du bist... trotz dieser Kühle, strahlen deine Augen so viel Wärme aus”, kam es verträumt von ihr, während sie in seinen Augen leicht versank. Zu gern würde sie ihm helfen, genau das zu sehen, was sie sah.

Überrascht über ihre Worte, blinzelte er und wurde sogar ein wenig verlegen. Diese Eigenschaft hatte er normalerweise sich nicht angeeignet, aber bei ihr war es so, als hätte er keine Kontrolle über sich. “Danke... Rin”, flüsterte er und atmete tiefer durch. “Genug mit diesem negativen Thema, lass uns shoppen gehen”, bestimmte er und sie nickte lächelnd.
 

Zur gleichen Zeit fuhr Inu die Damen zur Ferienwohnung. “Du willst wirklich, dass Sess dich noch killt, Hitomi”, lachte Inu und sie zuckte mit den Schultern.

“Ich wollte nur wissen, ob sie beide so eifersüchtig sind”, erklärte sie unschuldig.

“Und?”, fragte Kagome und Hitomi grinste nun.

“Sie hat sich abgewand, als ich ihn berührt habe und er hat mich gewarnt auf zu passen... das ist eindeutig.”

“Stimmt... hoffentlich denkt Rin nun nicht, dass du und Sess was hatten”, nuschelte Inu und die Wölfin schüttelte sich vor Ekel.

“Kami bewahre... ich und dieser sture Hund... NIEMALS! Ich kläre das später auf... schließlich bin ich ja verheiratet”, kicherte sie und Kagome blinzelte.

“Bist du? Mit einem Yokai oder einem Menschen?”, wollte sie wissen und Hitomi erzählte ein wenig von ihrem Mann. Er war wie sie ein Wolf, doch aus einem anderen Rudel. Koga hatte tatsächlich erst der Hochzeit zugestimmt, nachdem Aidan ihn besiegt hatte.

Aidan kam aus Schottland und war in Südamerika in seinem Urlaub, als sie sich das erste Mal begegneten. Im Sturm hatte er ihr Herz erobert und da war es für sie beide klar gewesen. Ayame mochte den feurigen jungen Mann sofort, doch Koga hatte Bedenken, ob er auch auf sein kleines Mädchen achten konnte.

“Das ist Koga”, lachte Kagome und Hitomi lächelte.

“Damals habe ich es nicht verstanden, aber nun weiß ich, dass Papa nur den Besten für mich wollte. Aidan hatte sich bewiesen und wir durften heiraten. Sind nun seit 10 Jahren verheiratet”, erzählte sie weiter.

“Das freut mich sehr, Hitomi. Deine Geschwister alle vergeben?”, fragte die Miko neugierig.

“Nein nicht alle, Masaru war mal in einer Beziehung, aber da hat es nicht so geklappt, seit dem bevorzugt er es lieber alleine zu sein... Akio und Airin sind auch schon verheiratet, aber die anderen nicht”, erklärte sie weiter und suchte nach den Fotos, um sie Kagome zu zeigen.

Durch die Unterhaltung kam die Fahrt ihnen nicht so lange vor und sie verstanden sich sehr gut. An der Ferienwohnung parkte Inu den Wagen und sie stiegen alle aus. Hitomi betrat die Wohnung zuerst und steuerte gleich das Bad an, um sich die Hände zu waschen, zeitgleich desinfizierte sie diese und bat das Paar es ihr gleich zu tun.

“Die Untersuchung unterscheidet sich ein wenig von einer Menschlichen, schließlich geht es hier um einen kleinen Hanyou. Im Vorfeld warne ich euch sofort: jede Schwangerschaft kann riskant sein, deshalb bekommt nicht gleich einen Schock, wenn etwas anders ist... der zusätzliche Stress wird weder dem Kind noch der Mutter gut tun”, lächelte sie sanft das Paar an und führte sie zu einem Raum.

Dieser war eingerichtet wie eine Praxis und Kagome staunte. “Hin und wieder brauchen wir solche Orte und tarnen sie als Ferienwohnungen”, bemerkte Inu und Hitomi stimmte zu.

“Deshalb haben ein paar von uns Medizin studiert nach der alten und der neuen Methode, um effektiver helfen zu können”, fügte die Wölfin hinzu und bat Kagome sich hinzulegen. Artig tat sie das und Inu stellte sich zu ihr.

“Unterscheidet sich eine Hanyou-Schwangerschaft?”, wollte die Miko wissen.

“Zur Menschlichen ja, zu einer Yokai nur geringfügig. Die Dauer ist zwischen 8 – 9 Monate. Kommt drauf an wie stark das Yoki ist, da Inu bereits ein Hanyou ist, ist es etwas schwächer, aber wir dürfen nicht vergessen, dass du eine Miko bist”, begann Hitomi und legte vorsichtig die Hand an Kagomes Bauch.

Sie schloss die Augen und ließ leicht ihr Yoki pulsieren. Kagomes Reki reagierte darauf und steuerte dagegen, doch auch etwas von Inus Yoki vermischte sich damit. Ein Lächeln lag auf den Lippen der Ärztin. “Eure Energien haben sich bereits verbunden... dadurch, dass Kagome dein Yoki annimmt wie einen Freund, harmonieren diese und schützen das Kind.”

Erleichtert atmeten Kagome und Inu durch. Schließlich war dies die größte Sorge des Paares. “Worauf müssen wir achten?”, fragte Inu, um auch das zu klären.

“Zuerst einmal, Stress vermeiden, die erste Zeit nichts Schweres heben... wie auch bei einer normalen Schwangerschaft. Solltest du Übelkeit haben, werde ich einige Kräuter zusammenstellen, die das etwas lindern können”, beantwortete die Ärztin und wies Kagome an, sich zu entkleiden, um sie gründlich zu untersuchen.

“Da das Kind Inus Yoki braucht, um zu wachsen, solltet ihr die Markierung alle 2 – 3 Wochen erneuern...”

“Aber das wird zu viel für...”

“Nein... keine Sorge, Inu... Kagome wird nicht wieder weggetreten sein, dass passiert nur beim ersten Mal, da ihr Körper das Yoki aufnimmt, womit sie nicht umgehen konnte... doch nun hat ihr Körper den Umgang erlernt und sie kann es aufnehmen”, beruhigte sie ihn und untersuchte dabei die Schwarzhaarige von Kopf bis Fuß.

“Und wenn ich zu viel ihr gebe?”, kam es leiser von dem Hanyou und Hitomi blickte zu ihm.

“Glaub mir... das wird nicht geschehen. Dein Instinkt hört auf, sobald es genug ist und vertraue darauf”, lächelte sie ihn an und widmete sich nun dem Ultraschal. Kagome hatte sich obenrum bereits angezogen, da alles in Ordnung war. Nun saß sie auf dem speziellen Stuhl, der Inu mehr sorgen bereitete als den beiden Damen.

“Das ist normal, Kokoro”, besänftigte Kagome ihren Liebsten sofort und hielt seine Hand sanft. Hitomi verkniff sich loszulachen und suchte nach der kleinen ‘Erbse’.

“Da haben wir es ja... seht ihr, dass ist euer Baby... mir der Zeit wird es wachsen und wir werden auch mehr erkennen können. Du bist in der 8. Woche”, lächelte die Wölfin und blickte das Paar an. Dieses sah sich gegenseitig an und dann den Monitor.

“8. Woche... das war...”, begann Inu und Kagome wurde knallrot, als sie begriff welcher Tag es war.

“Was war da?”, wollte Hitomi wissen.

“Nun... da habe ich Kagome markiert...”, entgegnete der Hanyou und die Wölfin sah mit großen Augen die Beiden an. Das war mehr als glücklich gelaufen für sie.

“Das ist selten”, meinte sie. “Normalerweise dauert es einige Monate, bis das menschliche Weibchen es aufnehmen kann... aber scheinbar gelten bei einer Miko andere Gesetze... interessant.”

“Oh... naja... ich war zu der Zeit in der ‘heißen’ Phase... vielleicht deshalb?”, nuschelte Kagome und die Ärztin nickte. Denn dies konnte durchaus möglich sein.

“Ich habe euch zwei Bilder gemacht... du kannst dich wieder anziehen und wir machen den Mutterpass fertig”, erklärte sie noch und die Schwarzhaarige nickte. Inu half ihr von dem Stuhl runter zu kommen.

“Äh... den Biss erneuern... dazu muss man ja... du weißt schon... schadet es dem Kleinen nicht?”, kam es verlegen über seine Lippen.

“Wenn ihr nicht täglich übereinander herfallt”, grinste sie und das Paar glich einer Tomate. “Bis zum 7. Monat ist es ungefährlich... danach sollte man es reduzieren... aber das sehen wir dann, sobald es so weit ist.”

Beide nickten und sie lachte leise. Es war einfach nur zu niedlich mit anzusehen, wie die Beiden rot anliefen. “Keine Sorge... für uns Yokai ist das etwas Natürliches... deshalb müsst ihr euch nicht schämen.”

Dankend nickte Kagome ihr zu und sie setzten sich an den Schreibtisch, um den Mutterpass zu machen. Die wichtigsten Daten wurden notiert. Geburtstermin war zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar. Je nachdem wie lange das kleine Wesen in seiner Mama bleiben wollte.

“So damit ist es nun offiziell... ihr werdet Eltern, also passt gut auf einander auf und sollte etwas sein, einfach anschreiben. Ich bin innerhalb von drei Stunden hier, wenn nötig”, lächelte sie und beide nickten. “Den nächsten Termin machen wir in knapp 4 Wochen... sollte bis dahin etwas ungewöhnliches passieren, dann melden.”

“Machen wir, danke Hitomi”, strahlte Kagome glücklich die Wölfin an.

“Jederzeit... ich freue mich sehr für euch, auch wenn das Papa ärgern wird”, lachte sie und das Paar lachte mit.

“Oh... darf ich es ihm sagen?”, grinste Inu breit und Kagome rollte mit den Augen.

“Die ändern sich wohl nie”, lachte sie und die Ärztin pflichtete ihr bei. Zwischen Koga und Inu herrschte immer noch eine Art Machtkampf, wer denn besser sei.

Während Inu an Koga eine Nachricht schrieb, unterhielten sich Hitomi und Kagome. Sie verließen auch den Raum, machten etwas Tee und aßen eine Kleinigkeit. “Oh... ich werde auch noch einen Kräutertee dir zusammen stellen, um deinen Körper zusätzlich zu stärken.”

“Danke dir... darf ich denn alles essen, oder muss ich aufpassen?”, fragte die Miko.

“Verzichte auf rohen Fisch und Fleisch... gewisse Käsesorten sind auch nicht gut, aber ich mache euch eine Liste fertig... wenn Inu und Sess noch kochen, dann sollte alles gut sein, da sie nur frische Produkte nutzen”, lächelte Hitomi und dankbar nickte Kagome.

Kaum war Inu bei den Frauen, schon klingelte Kagomes Handy. Verwirrt blickte sie darauf und lachte sofort los. Sie hatte eine Nachricht von Koga bekommen: ‘Verdammt, nun bist du wirklich an diesen Hund verloren... wie konnte das nur passieren... meine liebste Kagome.’

Inu grinste breit und Hitomi kicherte. “Spielkinder”, lachte die Miko und darauf war der Hanyou sogar noch stolz. Es machte einfach zu viel Spaß sich aufzuziehen.

“So sind wir nun mal”, zuckte er mit den Schultern und Kagome tippte eine Antwort: ‘Hey Koga, schön, dass du dich für uns freust...’

Zeitgleich informierte sie auch ihre Mutter und Shippo mit Ai. Ihnen wollte sie es persönlich sagen, bevor es die Runde machte. Alle waren sehr überrascht darüber, doch freuten sie sich natürlich mit dem Paar. Besonders Shippo, denn er hatte es gesehen, dass sowohl Inu, als auch Kagome Kinder wollten.

Ayame schickte ebenfalls ihre Glückwünsche und auch ein Bild von Koga, der vor Freude sehr gerührt war. Inu lachte darüber und sie telefonierten mit dem Wolfspaar. Es war ein sehr schöner und erfreulicher Tag für alle von ihnen. Doch ganz besonders für die werdenden Eltern. Sie hatten nun Sicherheit und Hitomi nahm ihnen die meisten Sorgen bereits schon ab.
 

Etwa zur gleichen Zeit waren Sesshomaru und Rin in einem Anzugsgeschäft. Die Braunhaarige bestand darauf zuerst für ihn das Outfit zu besorgen. “Was hast du dir denn Vorgestellt?”, fragte sie ihn und er überlegte.

“Nichts Auffälliges... vielleicht etwas in Nachtblau?”

“Du magst also blaue Gegenstände?”, kicherte sie und zuckte mit den Schultern.

“Scheinbar... irgendwie ist die Farbe einfach toll, egal ob dunkel oder hell”, erklärte er schlicht und sie gingen durch die Reihen durch. Als eine Verkäuferin ihnen helfen wollte, lehnte Sesshomaru ab. “Meine Freundin berät mich bereits sehr gut, danke für das Angebot.”

Diese Worte gefielen Rin sehr. Es klang schön, dass er sie als Freundin betitelte. Auch wenn es nur auf freundschaftlicher Ebene lag, so erfreute sie dieser Umstand sehr. Sie bemerkte auch, dass er niemandem sonst seine Aufmerksamkeit schenke. Nur ihr allein. Das ließ sie erneut vor sich hin träumen, als sie darauf wartete, dass er einen der Anzüge probierte. Sie hatte es sich auf dem Sofa bequem gemacht.

“Und?”, fragte sie neugierig und Sesshomaru sah in den Spiegel. Es war ungewohnt und doch passte es zu ihm. Er hätte nie erwartet, dass ihm dieser schnitt passen würde.

“Ich bin mir nicht sicher... was meinst du?”, wollte er wisse, als er aus der Kabine kam und ihre Augen sich auf ihn richteten. Sie erhob sich und kam dichter an ihn heran. Dass sie nichts sagte, machte ihn ein wenig nervös. Er schluckte, als ihr Duft ihm in die Nase stieg.

“Es sieht gut aus”, lächelte sie und richtete seinen Kragen und öffnete den obersten Knopf des Hemdes. “Du brauchst dazu keine Krawatte... so formell schätze ich Kago und Inu nicht ein”, bemerkte sie und öffnete noch ein Knopf. Seine goldenen Iriden waren auf ihr Gesicht gerichtet. Er wollte jede Regung mitbekommen.

“Denkst du?”, fragte er nach und sie nickte. Kurz streiften ihre Finger seine Haut und er hatte Mühe ein Knurren zu unterdrücken. Rin blickte zu ihm auf und versank in seinen Augen.

“Perfekter Anzug für dich... es entspricht mehr deinem jungen Alter”, hauchte sie und lächelte ihn.

Wenn du nur wüsstest wie alt ich wirklich bin., dachte er und lächelte. “Dann kaufen wir diesen... nun dein Kleid... es sollte doch farblich zu mir passen oder?”, zwinkerte er leicht und sie nickte leicht verlegen.

Das perfekte Kleid

Ihr Herzschlag beschleunigte sich ein wenig und sie schluckte. “Dann... solltest du dich... umziehen”, flüsterte sie. Der Augenkontakt blieb und er nickte bestätigend.

Sogleich verschwand er wieder in der Kabine und erschauderte, als er die Tür hinter sich schloss. Die Haut, die sie berührt hatte, kribbelte leicht. Wenn sie wüsste, was sie damit bei mir anrichtet...

‘Dann sag es ihr doch... komm schon... wir haben doch nichts zu verlieren’, bettelte sein Innerstes und er knurrte es leicht an.

Nein... sie hat sich erst vor kurzem getrennt und ich weiß nicht... wie unser Gift auf sie wirken könnte... Hitomi hat sicher Ergebnisse mitgebracht., bestimmte er. Schließlich war Rin ein Mensch und er wollte sicher sein, ob sein Gift auch auf seine Körperflüssigkeiten über ging. Lange hatte er dies ignoriert, denn er wollte mit keiner Intim werden, doch jetzt musste er sich wohl damit auseinander setzen.

‘Suchst du gerade nach Gründen?’, knurrte sein Biest.

Nein... aber ich muss wissen wie viel übergehen kann... oder willst du es drauf anlegen?

‘Natürlich nicht... aber ich denke nicht, dass es gefährlich sein kann... wobei...’, seufzte es und beide hofften, dass Hitomi mit ihrer Analyse fertig war.

Nachdem er umgezogen war, kam er wieder heraus. Passende Schuhe besorgte er auch gleich dazu und bezahlte das Outfit mit der Kreditkarte. Rin schluckte bei dem Preis und hoffte, er würde für sie nicht so viel ausgeben.

Gemeinsam gingen sie die Einkaufsstraße entlang. “Such dir einen Laden aus und wir sehen uns darin um”, meinte er nach einer Weile.

“H..hai”, nuschelte sie und er lächelte. Sie war durch und durch zurückhaltend. Doch wollte er ihr unbedingt ein Kleid kaufen, welches ihr gefiel.

Nach einigen Momenten blieb Rin vor einem Schaufenster stehen. Da waren einige Abendkleider ausgestellt. “Hn... probieren wir es hier drin?”, fragte sie unsicher. Sesshomaru bestätigte und folgte der Braunhaarige ins Innere des Ladens.

Er ließ ihr freie Hand und sie sah sich in Ruhe um. Doch sie fand noch nicht das, was annähernd zu Sesshomarus Anzug passen könnte. Seufzend lief sie die Reihen durch. “Nichts dabei, was dir gefällt?”, meldete er sich zu Wort und sie schüttelte den Kopf.

“Gomen... aber es ist nichts dabei, weder die Farbe noch die Form...”, erklärte sie, doch er lächelte sie an.

“Dann gehen wir zum nächsten Laden”, beschloss er.

“Hast du denn noch Zeit?”, nuschelte sie ihre Frage und spielte nervös an ihrer Tasche herum. Er hob eine Augenbraue hoch.

“Wir haben so lange Zeit, bis die Läden schließen... ich habe nur noch Freitag einen Kurs... also muss ich nichts für diese Vorbereiten und Arbeit... haben wir schon für heute fertig”, erklärte er wahrheitsgemäß.

“Und... dein Gast?”, brachte sie unsicher hervor.

“Hitomi?” Rin nickte bei seiner Frage. “So wie ich sie kenne, wird sie mit Kago quatschen, bis ihr Mann sie anruft und sich für den Tag verabschiedet”, beantwortete er und sie blinzelte ihn an. “Du dachtest... ich hätte was...”

“Nein... nein”, wehrte sie gleich ab und wurde knallrot. “Naja... zuerst schon, aber nun nicht mehr.” Sie blickte zu ihm auf und entdeckt sein leichtes Lächeln.

“Dann lass uns in den nächsten Laden... vielleicht ist da was dabei”, wechselte er das Thema und sie nickte eifrig. Ihr war das sehr unangenehm, dass sie so etwas gedacht hatte. Vor allem aber, schuldete er ihr doch keine Rechenschaft, aber wieso verspürte sie diese Eifersucht. Das konnte sie sich nicht wirklich erklären.

Sie klapperten noch die nächsten Läden ab, doch auch da wurde sie einfach nicht fündig. Leise seufzte sie und wollte schon all das abbrechen, als ihm noch ein Geschäft ins Auge fiel. “Probieren wir es noch dort drinnen? Wenn du nichts findest, dann wiederholen wir unsere Shoppingtour einfach.”

Seine Worte überraschten sie ein wenig und doch freute sie sich sehr darüber. Scheinbar war er nicht genervt von ihr und das beruhigte sie. “Wir können es versuchen”, lächelte sie und sie gingen in den Laden hinein.

Dieser sah edler aus und Sesshomaru lächelte, denn die Qualität konnte er bereits erkennen. Vieles deutete auf Seide hin. “Schau dich um”, forderte er sie an und ließ seinen Anzug und Schuhe bei dem Verkäufer an der Kasse. Er wollte ihr helfen, sollte sie Hilfe brauchen.

Staunend sah sie sich um und fand den richtigen Schnitt, den sie haben wollte, doch die Farbe war nicht die, die sie wollte. “Kann ich ihnen weiterhelfen?”, fragte eine Verkäuferin Rin. Die Braunhaarige blickte zu der etwas älteren Dame.

“Äh... ich suche nach einem Abendkleid... am besten Nachtblau und...”, begann Rin.

“Es sollte modern und die Figur meiner Freundin betonen”, beendete Sesshomaru den Satz und die Studentin blickte zu ihm auf.

“Figur betonen? Ich habe... doch keine”, nuschelte sie verlegen und er hob erneut eine Augenbraue hoch.

“Und ob du eine hast... sogar eine perfekte und wunderschöne”, entgegnete er und fuhr unbewusst mit seiner Zunge über seine Lippen. Bei Kami... sie ist sich nicht bewusst, wie sie auf Männer wirkt., dachte er sich.

Die Verkäuferin nickte und bat Rin ihr zu folgen. Perplex stolperte die junge Frau der Älteren hinterher. Sesshomaru blickte ihr nach und ließ es sich nicht nehmen, seine Herzdame erneut von Kopf bis Fuß zu mustern. Selbst in diesem Kleid sah sie verführerisch aus.

Als sie in der Umkleide verschwand, setzte er sich auf das Sofa und wartete. Die Verkäuferin brachte einige Kleider und Rin seufzte schwer. “Soll ich etwa all das anprobieren?”, fragte sie durch die Tür.

“Wenn dir der Schnitt gefällt, natürlich”, entgegnete er ruhig und versuchte sich darauf vorzubereiten, was ihn erwarten könnte. Auch wenn ich bezweifle, dass wir uns wirklich wappnen können.

Mit diesem Gedanken hatte er nicht unrecht, das wusste er zu gut. Unbewusst hielt er den Atem an, als die Tür wieder aufging. Langsam und unsicher kam Rin heraus und blickte zu ihm. Sie hatte ein langes Abendkleid an, welches ohne Träger gehalten wurde. Mit geweiteten Augen musterte er sie und sie wurde rot. “Würde das gehen?”

“Es... sieht toll aus... aber... es passt nicht zu dir”, gab er ehrlich zu und sie blickte direkt ihn an. Sie fühlte sich unwohl in diesem Kleid und das hatte er bemerkt.

“Okey... dann das nächste”, erklärte sie und verschwand wieder in der Kabine. Er hörte noch, wie sie durchatmete.

‘Holla... deine Selbstbeherrschung ist wahrlich groß... aber du hast gemerkt, dass sie selbst nicht zu frieden war”, grinste sein Biest und er nickte leicht.

Ein Kleid, in dem sie nicht sie selbst ist, bringt gar nichts., erklärte er wahrheitsgemäß und atmete tiefer durch. Der Anblick war unbeschreiblich und brachte selbst sein Blut leicht in Wallung. Doch sie sollte das Kleid genauso mögen wie er. Nur dann wäre es perfekt.

Weitere Kleider folgten, mal Oneshoulder, mal mit längeren Ärmeln, mal Kurze oder Lange, doch nichts entsprach der Braunhaarigen. Beide waren sehr wählerisch und die Verkäuferin gab ihr Bestes, um das perfekte Kleid für Rin zu finden. Mit noch einem weiteren Outfit kam sie heraus und leuchtete ihn mit ihren braunen Augen an.

Nun musterte er sie genauer. Das Kleid war wie die Anderen Nachtblau. Doch einen Unterschied gab es, denn es war vorne kurz, reichte bis zu den Knien, und nach hinten hin war es länger bis zu den Knöcheln. Sein Blick glitt höher und er bewunderte den fließenden Stoff. Es war definitiv hochwertige Seide.

Ihr Oberkörper war bedeckt von feinster Spitze, sowie ihre Arme, jedoch war der Stoff darunter leicht durchsichtig, so dass ihre Haut leicht hervor schimmerte. Perfekt., dachte er sich und erhob sich vom Sofa. “Das... ist... perfekt... es spiegelt deine Schönheit und Intelligenz wider”, bestätigte er und sie drehte sich lächelnd um ihre eigene Achse.

“Dann haben wir doch noch das Richtige gefunden”, strahlte sie ihn an und er nickte. Damit hatte sie Recht gehabt. Ihre Freude erfüllte auch ihn.

“Zieh dich um, dann gehen wir noch was essen, bevor du noch verhungerst”, grinste er sie leicht an. Sie gluckste etwas und verschwand wieder in der Umkleide. Dort zog sie sich um und lächelte glücklich. Jedoch als sie das Preisschild entdeckte, schluckte sie schwer und seufzte.

Das ist viel zu teuer... auch wenn es wirklich perfekt zu mir passt. Mit diesem Gedanken seufzte sie noch einmal und überlegte welche Ausrede sie nutzen könnte, dass ihr das Kleid nun doch nicht gefällt. Sie konnte ja nicht ahnen, dass Sesshomaru ihr seufzen sehr wohl hörte und bereits der Verkäuferin seine Kreditkarte gab.

“Takeo... hör mal”, begann sie, während sie herauskam.

“Hn?”

“Wir sollten das Kleid nicht kaufen... es wäre viel zu teuer...” Sie beschloss ihm die Wahrheit zu sagen.

“Zu spät”, kam es von ihm und ihr klappte der Mund auf. “Ich habe es bereits gekauft... Geld hat keinen Wert und verglichen mit deiner Freude, ist das ein fairer Tausch”, erklärte er schlicht und nahm ihr das Kleid ab. Damit ging er zur Kasse und die Verkäuferin tauschte das Anprobierkleid gegen ein neues.

“Vielen Dank für ihren Kauf”, kam es von ihr, als Rin zögernd dazu kam. Sie glaubte er würde scherzen, doch die Dame gab ihm die Schachtel, in der das Kleid war, sowie seinen Anzug und seinen Schuhkarton.

“Wollen wir?”, fragte er und blickte zu Rin. Sie blinzelte und schluckte.

“Du... hast es wirklich gekauft?”

“Natürlich... was mir gefällt, gebe ich selten wieder her”, bemerkte er und erneut schluckte sie.

“Aber... ich...”

“Kein Aber... sieh es als Entschädigung an, dass du als Trauzeugin herhalten musst”, schlug er vor, doch sie schüttelte den Kopf.

“Das mache ich aber gerne!”, stellte sie direkt klar.

“Und ich bereite dir gerne eine Freude... du kannst es zurückzahlen, sobald du eine Anstellung hast”, gab er ihr erneut eine Idee, wie sie damit umgehen könnte.

“Ge... genau, das werde ich machen”, beschloss sie und schloss zu ihm auf, um neben ihm zu gehen. Zufrieden zuckten seine Mundwinkel hoch.

‘Sie kann auch gerne mit einem Kuss bezahlen’, träumte sein Biest vor sich hin und er rollte mit den Augen. Es war einfach unverbesserlich. Erneut fragte er sich, warum er diesem zu viel Freiraum gab.

“Wir bringen die Sachen zum Wagen und bis dahin kannst du überlegen, worauf du Hunger hast”, sprach er nach einer Weile und sie sah zu ihm.

“Nur, wenn ich dich einladen darf”, kam es zuckersüß von ihr. Kurz weiteten sich seine Augen und er wollte etwas sagen, doch entschloss er sich einfach nur zu nicken.

Mit diesem Deal konnte er leben, wobei ihm da eine Idee kam. “Du darfst mich einladen, wenn ich dir noch Schuhe zu dem Outfit kaufen darf”, grinste er leicht und ihr entglitten kurz die Gesichtszüge.

“Ich... aber keine teuren”, nuschelte sie ergeben und willigte darauf ein. Damit konnte er umgehen.

Auf dem Weg zum Wagen sprachen sie über die Hochzeit und Rin fragte, was sie den beiden schenken könnte. Er gab ihr ein paar Ideen und bot ihr an, diese mit ihr sogar einkaufen zu fahren. “Aber nur, wenn du dafür nicht zahlst!”, funkelte sie ihn leicht an und er nickte.

“Einverstanden, wir tauschen Nummern und du schreibst mich an, sobald du Zeit hast... ich bin im nächsten Monat sehr flexibel und kaum Arbeit”, erklärte er und sie freute sich schon sehr darauf. Sie vergaß komplett, dass er ihr Professor war, denn sie benahmen sich wie Freunde.

Das gefiel ihr sehr, weshalb sie beschloss ihn entscheiden zu lassen, was sie essen sollten. Am Auto verstauten sie den Einkauf im Kofferraum und er sah sie blinzelnd an. “Hn... da gebe es ein gutes Sushirestaurant... wenn du möchtest.”

“Sehr gerne”, lächelte sie und noch eine Gemeinsamkeit kam auf. Beide mochten Sushi, wobei Sesshomaru den Fisch erst vor ein paar Jahrzenten für sich entdeckt hatte. Doch das würde er ihr nicht erzählen, zu mindestens noch nicht. Nun stiegen beide ein und er fuhr zu dem Laden.

Es war mittlerweile nach 19 Uhr und Rin hatte wirklich Hunger gehabt. Auch wenn sie diesen erst bemerkte, nachdem er es angesprochen hatte. Während der Fahrt gab er ihr seine Nummer und sie notierte diese. Jedoch benutzte sie nicht seinen richtigen Namen. Sie tippte einfach nur ‘King’ hinein. Sofort schrieb sie ihm eine Nachricht, damit er ihre Nummer hatte.

Als sein Handy Laut von sich gab, lächelte er und blickte leicht zu ihr. Zu gern hätte er gewusst, ob sie ihn unter seinem Namen gespeichert hatte, doch verkniff er es sich, sie danach zu fragen. Später... sollten wir... zusammen sein, werde ich sie fragen., beschloss er und steuerte den Parkplatz an.

Dort machte er den Motor aus und beide stiegen aus. Er reichte ihr seinen Arm, den sie dankend annahm. Gemeinsam steuerten sie das Gebäude an und betraten dieses. Sofort wurde sie an einen freien Tisch gebracht. Nur wenig später kam der Kellner mit der Karte zurück und notierte die Getränkebestellung.

Das Essen verlief überraschend angenehm. Obwohl sie kaum sprachen, fühlte es sich sehr vertraut an und Sesshomaru genoss diese Zeit mit ihr sehr. Ihre Nummer speicherte er unter ‘Rabbit’. Noch wusste er nicht, ob er ihren Namen nutzen durfte, aber er traute sich nicht zu fragen. Da sie immer darauf achtete, wie alles auf andere wirken konnte, passte er auf, dass sie nicht in Verruf kam.

Rin fühlte sich sehr wohl bei ihm und erzählte mehr von ihrer Kindheit. Auch von ihrer besten Freundin Yashiko erzählte sie und von ihrem Opa, den sie nur noch einmal im Jahr besuchen konnte, da die Uni zu viel Zeit in Anspruch nahm. Aufgeregt erzählte sie ihrem Gegenüber, wie ihr Opa sie mit in die Museen mit nahm und ihr viel über die alte Kulturen bei brachte.

“Oh... gomen... ich habe dich nun zugetextet...”, kam es mit roten Wangen von ihr.

“Nicht schlimm... dein Opa ist ein sehr interessanter Mann... Du solltest ihn bald häufiger besuchen und vielleicht darf ich ihn auch kennen lernen”, entgegnete er und nippte an seinem Kaffee. Nach dem Essen hatte er sich angewöhnt einen zu trinken und das tat er jeden Tag.

“Oh... da würde sich Opa sehr freuen... er ist ein großer Fan von deiner Ausgrabung in Ägypten... ich...” Sie blickte Sesshomaru an und schenkte ihm ein Lächeln. “Ich würde mich sehr freuen, wenn du mich mal begleitest.”

Für einen Moment setzte sein Herzschlag aus, ehe es schneller schlug. “Ist... das eine Einladung?”, fragte er nach. Sie nickte und trank an ihrem Saft.

“Vielleicht in den Weihnachtsferien?”, nuschelte sie und wurde noch röter. Normalerweise fuhr sie in den Sommerferien, aber diesmal würde sie mit sehr viel Glück nach Ägypten fliegen.

“Gerne... wenn es für deine Großeltern auch in Ordnung ist”, bestätigte Sesshomaru ihr und konnte nicht anders als zu lächeln. Diese junge Frau überraschte ihn immer wieder. Innerlich freute er sich sehr über diese Einladung.

“Bestimmt, wird er sich freuen.”

Eine Weile sprachen sie noch, bevor sie schließlich nach der Rechnung fragte. Sesshomaru hätte diese gern beglichen, aber er hielt sich zurück. Da Rin sich schlecht fühlte wegen dem hohen Preis des Kleides, sollte es ihr nun besser gehen. Tatsächlich hatte sie dadurch kein schlechtes Gewissen mehr, auch wenn sie sich schwor, die Kosten irgendwann zurück zu zahlen.

Danach kehrten sie zum Wagen zurück und der Taisho brachte sie nach Hause. Diesmal begleitete er sie bis nach oben vor die Wohnungstür. “Danke für den schönen Tag”, lächelte sie ihn.

“Ich habe zu danken, Rin”, entgegnete er und reichte ihr das Kleid. “Melde dich, sobald du Zeit hast, das Outfit zu perfektionieren mit den Schuhen”, zwinkerte er noch und sie nickte.

“Das werde ich ganz bestimmt machen.” Nach diesen Worten öffnete sie die Tür und schlüpfte hinein. Kurz blieb er noch davor stehen und machte sich auf den Rückweg. Dabei lächelte er vor sich hin, denn er war sehr glücklich darüber, wie der Tag ablief.
 

Zur gleichen Zeit sprachen Kagome und Hitomi immer noch miteinander. Es gab so vieles zu erzählen und zu erfragen. Zum Glück waren die Themen sehr abwechslungsreich, so dass auch Inu mit reden konnte. Gleichzeitig hatte das Paar die Wölfin zur Hochzeit eingeladen. Natürlich mit ihrem Gatten.

“Da werden wir sicher kommen”, freute sich Hitomi.

“Oh... wir macht ihr das denn vor Fremden wegen eurem Alter?”, wollte Kagome wissen.

“Och... Papa und Mama sind unsere Cousins und wir nach wie vor Geschwister... bis auf die beiden Jüngsten kauft man uns das alles noch ab. Manchmal rutscht dann doch Papa oder Mama raus, aber das überspielen wir”, kicherte die Ärztin und Kagome konnte es sich bildlich vorstellen.

“Es ist sicher nicht so einfach all das, oder?”

“Heutzutage ist es leichter. Vor dreihundert Jahren war es schlimmer. Die Menschen misstrauischer und viele versteckten sich. Dann haben Papa, Sesshomaru und Inu eine Möglichkeit gefunden, wie sie viele tarnen konnten. Bei denen, die es nicht konnten, wurde das durch ein Gegenstück gemacht, welches mit starkem Yoki gespeist wurde”, berichtete Hitomi und all das Wissen saugte die Miko in sich auf.

“Und Kinder wurden dann so von ihren Eltern geschützt?” Hitomi nickte.

“Genau... oder eben bei den Wölfen durch Papas und Mamas Yoki und bei den anderen durch Sesshomarus... deshalb sind die meisten Yokai und Hanyous auch auf unserer Seite. Sie verdankten dem Taisho sehr viel.”

“Das heißt ihr habt auch Feinde?”, kam es überrascht von Kagome, die zwischen Inu und Hitomi hin und her sah. Der Hanyou seufzte leise.

“Nicht wir... nur Sess... manche sind auch auf mich sauer, aber das hält sich in Grenzen”, erklärte Inu und kurz beschleunigte sich Kagomes Herzschlag.

“Warum habt ihr nie etwas davon gesagt, Kokoro?”

“Ich... wollte dich nicht beunruhigen... die Auseinandersetzungen sind nur noch hin und wieder... seit knapp 30 Jahren war auch nichts mehr passiert, Juwel”, beruhigte er sie gleich und streichelte ihren Handrücken.

“Deshalb achten wir auch auf alles... Die Wölfe in Südamerika, Asien und Europa. Die Füchse in Nordamerika und die Katzenyokai in Afrika. Viele Inuyokais gibt es nicht mehr, aber die sind in Australien im Moment”, erklärte Hitomi und lächelte Kagome an. “Mach dir keine Sorgen... wir sind sehr gut organisiert und kümmern uns um einander, denn wir sind nicht mehr viele.”

“Verstehe... aber du musst mich nicht davor schonen, Kokoro... Ich will lieber wissen womit ich zu rechnen habe und bin damit vorbereitet”, erklärte die Schwarzhaarige und ihr Gefährte nickte.

“Sess und ich werden dir alles nach und nach erklären, auch mit den geschützten Gebieten, einverstanden?”

“Einverstanden”, lächelte sie ihn an und kuschelte sich an ihn. Hitomi lächelte und freute sich sehr, dass das Paar so gut zusammen agierte.

“So nun sollten wir aber Heim, Juwel... du hast morgen Uni und ich muss noch etwas arbeiten.” Kagome seufzte doch nickte sie ergeben.

“Wie lange bleibst du, Hitomi?”

“Sicher noch zwei Tage, danach habe ich einen Termin in Hokkaido, bevor ich zurück nach Schottland zu meinem Mann fliege”, erklärte sie und das freute die Miko. So konnten sie noch ein wenig miteinander reden.

Schließlich verabschiedete sich das Paar und fuhr nach Hause. In der Garage stellten sie fest, dass Sesshomaru bereits daheim war. Zeitig gingen Kagome und Inu zu Bett, während der Taisho noch etwas las.

Das Problem mit dem Gift

Am nächsten Morgen brachte Inu Kagome zur Uni und Sesshomaru fuhr zu Hitomi in die Ferienwohnung. Die Wölfin wollte ihm noch die Ergebnisse mitteilen, die sie mit ihrem Bruder Akio herausgefunden hatte. Zu lange hatte er es vor sich hin geschoben, doch jetzt, wo er Rin als seine mögliche Gefährtin an seiner Seite haben konnte, musste er es einfach wissen.

Er hoffte, dass es eine Methode gab, sein Gift zu umgehen. Dazu brauchte er die Hilfe von den beiden Ärztegeschwistern. Schließlich hatten sie lang genug Zeit gehabt, alles genauestens zu studieren. Zum Glück konnte er später zur Uni fahren, so dass er in Ruhe mit der Wölfin sprechen konnte.

“Morgen”, gähnte Hitomi, als sie die Tür öffnete und den Daiyokai hineinließ.

“Morgen... Jetleg?”, neckte er sie und sie nickte. Zu offensichtlich war es und sie machte schonmal Kaffee für sich und ihn.

“Nächstes Mal sollte ich wirklich auf den Flieger verzichten. Der macht einen wirklich müde”, erklärte sie und Sesshomaru wusste zu gut was sie damit meinte. Einer der Gründe, warum er ebenso darauf verzichtete.

“Das stimmt... hoffe du konntest wenigstens schlafen.”

“Ja danke, das Bett ist himmlisch”, schwärmte sie und streckte sich. Sie hatte noch ihre Schlafsachen an, aber das störte weder sie noch ihn.

“Dann bin ich beruhigt... und Kago ist wirklich schwanger?” Die Ärztin nickte und erzählte ihm, worauf geachtet werden sollte. Da sie genau wusste, dass Inu nur die Hälfte mitbekam. “Verstanden... nächster Termin macht ihr noch aus? Natürlich kannst du dich wieder hier einrichten und auch länger bleiben, wenn Aidan mal frei hat”, zwinkerte er und sie nickte.

“Sehr gerne, sobald er Urlaub hat, kommen wir gerne auf das Angebot zurück”, lächelte sie ihn an und reichte ihm den Kaffee. “Und die Kleine ist wirklich die Wiedergeburt von ihr?”, wurde sie neugierig.

“Wir vermuten es, aber es spielt keine Rolle... auch wenn ich sie damals sehr geliebt habe, so glaube ich... mich jetzt immer wieder in sie zu verlieben. Sie ist anders und doch wie damals...”, versuchte er es zu erklären.

“Verstehe, also wird sie die eine sein?” Sesshomaru nickte und blickte zu Hitomi.

“Vorausgesetzt, sie will mich und ich bekomme das mit dem Gift geregelt... also wie waren eure Testläufe?”

“Nun”, räusperte sie sich und setzte sich hin. “Das Gift direkt schwankt zwischen lähmend bis hin zu absolut tödlich, aber das ist dir sicher bewusst.” Er nickte, dann das konnte er zu mindestens steuern.

“Akio hat die Vermutung aufgestellt, dass dies deinen Körper mit beeinflusst. Aber das müssen wir noch einmal testen. Ich nehme an, du hast in letzter Zeit kaum deine Gifte genutzt?”

“Korrekt... nur ein schwaches Gift im Training wie üblich”, erklärte er und sie lächelte.

“Sehr gut, dann nehme ich nochmal Proben mit von deinem Blut und Speichel.”

“Noch was?”, fragte er sicherheitshalber nach.

“Nein... wir haben herausgefunden, dass die Konzentration im Blut bei 80% ist und im Speichel und Sperma knapp 40 %, also genügt der Speichel für diesen Test. Letztes Mal hattest du einen Kampf hinter dir gehabt mit größerem Gift Einsatz. Nun hätten wir den Vergleich.”

Verstehend nickte er und nahm einen Schluck zu sich. “Dann kannst du gleich was abzapfen und Akio kann seine Theorie überprüfen.”

“Perfekt... er arbeitet auch an einem Gegenmittel, doch bei einigen Giften wird es schwer werden. Selbst mit der modernen Technik.”

“Schon verstanden... ich achte darauf, dass niemand mit meinem Blut oder Speichel in Kontakt kommt”, kam es nüchtern von ihm. Er hatte nicht vor in der nächsten Zeit Rin so nahe zu kommen.

“Ich weiß... es ist schwer, aber wir werden alles tun, um das hinzubekommen, damit du auch mit ihr richtig zusammen sein kannst”, versuchte sie ihm etwas Mut zu machen. Er zog eine Augenbraue hoch.

“Aufgeben gibt es nicht in meinem Wortschatz. Das solltest du am besten wissen”, konterte er und sie lachte leise. Zu oft hatte sie miterlebt, dass Sesshomaru immer alles hinbekommen hatte, was er anpackte.

“Sehr gut, denn ich bin mir sicher, dass spätestens mit der Markierung wird deine Gefährtin Immun sein. Dieses Band ist stärker und mächtiger als die meisten denken.”

“Das stimmt... aber sie muss den Biss überleben... und wenn ich dabei töten könnte... verzichte ich lieber auf sie, auch wenn es schwer wird...” Die letzten Worte murmelte er nur, aber die Wölfin konnte es sehr gut hören. Jedoch ging sie darauf nicht ein, da sie genau wusste, wie schwer es dem Taisho fiel über so etwas zu sprechen.

Erst seit knapp 200 Jahren wurde er ihnen allen gegenüber offener, zuvor tat er dies nur bei seinem Bruder. Wobei sie von ihren Eltern wusste, dass dies auch erst seit dem Verschwinden von Kagome und besonders nach Rins Tod damals vermehrt wurde. Sie kannte all diese Geschichten und freute sich umso mehr, dass sowohl Inu als auch Sesshomaru selbst eine zweite Chance mit ihren Herzdamen bekamen.

Sie würde sie alle so gut sie konnte unterstützen. Deshalb hatte sie sich auch auf die Gynäkologie spezialisiert, um dabei zu helfen, mehr Yokais und Hanyous auf die Welt zu bringen. Auch wenn es schwieriger war, so war es nicht unmöglich. Das hatte sie an ihren eigenen Eltern gesehen und nun auch an Kagome und Inu.

“Mach dir keine Sorgen, wir werden dir helfen, so gut wir können. Es könnte sogar helfen, wenn wir ihr Blut hätten, um zu sehen wie dieses auf das Gift reagieren würde”, bemerkte Hitomi und er trank einen Schluck Kaffee, ehe er etwas dazu erwidern würde.

“Gut möglich... aber darum werde ich sie erst bitten, wenn sie mich auch will und sie damit umgehen kann, wer oder besser gesagt was ich bin”, erklärte er ruhig und die Wölfin nickte.

“Alles klar... dann nehme ich etwas Blut und Speichel, damit ich es gleich Akio rüberschicken kann”, wechselte sie das Thema und er nickte. Damit konnte er leben und ob er nun eine Woche oder auch Monate warten müsste, war nun auch schon egal.

“Danke dir, Hitomi”, lächelte er sie kurz an und sie winkte ab. Das war für sie selbstverständlich.

“Ist doch Ehrensache, Sesshomaru”, entgegnete sie und zeigte zum Behandlungszimmer. Er trank noch den Kaffee aus und begab sich dahin. Hitomi wusch sich die Hände und folgte ihm.

Nachdem sie alles desinfiziert hatte, zapfte sie ihm Blut ab. Fein säuberlich in 10 kleine Reagenzgläser und danach nahm sie noch einige Speichelproben. In einer speziellen Box verstaute sie diese und dankte dem Silberhaarigen. “Ich habe zu danken”, nickte er ihr zu und erhob sich wieder.

“Später holt ein Bote von Akio die Proben ab. Ich habe ihm bereits gesagt, dass wir heute reden würden.”

“Gut vorbereitet, sehr gut... ich werde an die Uni fahren und dort alles vorbereiten. Wir sehen uns am Abend?” Hitomi nickte bestätigend und sie verabschiedeten sich.

Kaum kam er aus dem Gebäude, steuerte er seinen Wagen an und fuhr zur Universität. Kurz überlegte er, ob er Rin aufsuchen sollte, doch verwarf er den Gedanken. Sollte sie beim Mittagessen bei ihnen sitzen, dann müsste das ausreichen. Sie hatte ihn noch stärker in ihrem Bann als damals. Egal, ob sie meine Rin ist oder nicht... ich liebe sie und hoffe, dass es eine Möglichkeit gibt.

‘Es wird alles gut werden... sie ist stark’, versuchte er ihn darauf zu lenken, dass sie nicht irgendwer war.

Stimmt und doch muss ich aufpassen!

‘Keine Sorge... ich passe auf dich auf.’ Diese Worte brachten ihn wirklich zum Schmunzeln. Normalerweise war er derjenige, der auf seinen inneren Dämon achtete und nicht umgekehrt. Aber es beruhigte ihn und das war das Ziel gewesen.

Entschlossen führte ihn sein Weg ins Büro, in dem er einige Unterlagen sichtete. Dabei überlegte er, was er am besten tun sollte, um dem Problem Professor und Studentin zu umgehen. Normalerweise dürfte da nichts passierten, sollte mehr entstehen... aber ich will nicht, dass sie schlecht über sie reden.

‘Dann sage es dem Dekan... du bist eh ab dem 26. Juni nicht mehr angestellt hier...’, bemerkte sein Biest und blickte zum Kalender.

Stimmt... nur noch fünf Wochen... dann bin ich kein Professor mehr... also denkst du, wir sollten so lange warten? Sein Biest lachte in seinem Inneren.

‘Warten in dem Sinne, es publik zu machen... doch sie umwerben darfst du jederzeit... benutze blaue Gegenstände, dann weiß bestimmt, dass sie von dir kommen’, grinste es und brachte ihn wahrlich auf eine Idee. So könnte er ihr zeigen, dass er sich mehr vorstellen könnte.

Und wenn sie uns abweist, dann wissen wir woran wir sind., bemerkte er und es stimmte ihm sofort zu. Damit war sein weiteres Vorgehen klar. Er würde ihr zeigen, dass sie ihm mehr bedeutete, als es jemals Worte ausdrücken könnten. Doch wie er das anstellen würde, musste er sich genau überlegen.

Zur Mittagszeit verließ er das Büro und folgte Kagomes Spur in die Mensa. Sie saß bereits an ihrem Tisch. Er holte sich einen Kaffee und gesellte sich zu seiner Schwägerin. “Na hungrig?”, fragte er sie und sie kicherte leise.

“Ich hätte nicht mit dir gerechnet”, kam es ehrlich von ihr und er hob eine Augenbraue hoch.

“Warum?”, hackte er nach und sie lachte.

“Nun ja... du brauchst doch nicht mehr hier zu sein, oder bist du hier wegen ihr?” Er rollte mit den Augen und nippte an seinem Kaffee.

“Ich muss doch meinen Arbeitsplatz hier sauber verlassen”, erklärte er ruhig und lächelte seine Schwägerin an. “Schließlich werde ich nicht so schnell wiederkehren, nachdem der letzte Kurs vorüber ist.”

“Also hast du dich für Rabbit entschieden?”

“Ich habe nicht entschieden”, antwortete er und die Miko blickte direkt in seine Augen. Darin lag die Wahrheit verborgen und sie lächelte ihn liebevoll an.

“Dein Herz hat es bereits getan, als du ihr begegnet bist?”, flüsterte sie und seine Mundwinkel zuckten leicht.

“Auch wenn sie nicht die von damals sein sollte... hat sie es geschafft, dass ich sie an meiner Seite will”, erklärte er und nippte an seinem Kaffee. “Nur noch fünf Wochen, dann bin ich offiziell wieder ich und kein Professor... also werden wir in der Zeit sehen, wie sich all das entwickelt... sollte es möglich sein... werde ich sie fragen.”

Sein Entschluss stand fest und dass erfreute die Miko sehr. “Kommt Hitomi heute zum Abendessen?”, wechselte sie das Thema und er nickte. Sie sprachen noch darüber, was sie kochen sollten und Sesshomaru informierte sich, worauf er bei den Lebensmitteln nun aufpassen musste, um dem Nachwuchs nicht zu schaden.

Die Schwarzhaarige erzählte ihm alles und meinte, sie würden noch eine Liste bekommen. Er hatte das bereits von Hitomi erfahren, doch wollte er testen, ob Kagome ebenso aufgepasst hat, denn darauf musste auch sie nun aufpassen. Da sie bei ihrer Essensauswahl nun mehr acht geben musste. Den Taisho erfreute es sehr, dass sie so gut aufgepasst hatte.

Nach dem Essen brachte Sesshomaru Kagome zu ihrem Kurs. “Ich hole dich gegen 16 Uhr ab... dann braucht Inu nicht herzukommen”, meinte er und sie nickte.

Damit trennten sich ihre Wege. Kagome ging in den Hörsaal und Sesshomaru suchte nach Rin, da er sie in der Mensa nicht gesehen hatte. Als er sie in der Bibliothek ausmachte, seufzte er kurz, drehte auf dem Absatz kehrt und holte eine Kleinigkeit zu essen. Damit ging er in die Bibliothek und entdeckte sie an einem Tisch umringt von einigen Büchern.

Leicht schüttelte er den Kopf und ging zu ihr. Das Essen stellte er neben ihr ab und sie blickte zur Seite. Blinzelnd sah sie auf. “Hey... was... machst du denn hier?”, fragte sie ganz verwundert.

“Dir etwas zu essen bringen”, kam es ruhig von ihm und er lächelte leicht. “Trotz Studien, darfst du nicht vergessen deine Energien aufzufüllen.”

“Oh... schon so spät?”, fragte sie und kratzte sich verlegen an der Wange. Er schmunzelte leicht und betrachtete sie. Sie trug eine dunkelblaue Bluse und eine einfache Jeans und doch sah sie atemberaubend darin aus.

Tief atmete er durch und blickte zu den Büchern. “Noch letzte Informationen holen?” Sie nickte und dankte ihm für das Mittagessen.

“Ich sollte eine Pause machen”, bemerkte sie und stimmte ihr zu. Sie packte alles zusammen und wollte die Bücher anheben, doch das tat er dann für sie. Sie nahm lächelnd das Essen und gemeinsam verließen sie die Bibliothek. “Hast du überhaupt Zeit?”, fragte sie ihn und er blinzelte.

“Ich habe nichts mehr zu tun... also klar, habe ich Zeit”, erklärte er und sie kicherte leise. Er brachte sie zu einem ruhigeren Platz, damit sie in Ruhe essen konnten. Sein Yoki pulsierte leicht, um andere Dämonen von den beiden fern zu halten. Davon bekam sie nichts mit und widmete sich dem Essen, welches er für sie gebracht hatte.

Es war ausgewogen und genau darauf ausgelegt, ihr Energie und Kraft zu geben. Langsam aß sie etwas und blickte leicht zu ihm. Er hatte eines der Bücher aufgeschlagen und las ein wenig darin. “Willst du nichts essen?”, fragte sie. Sein Blick wanderte zu ihr und eine Augenbraue ging hoch.

“Ich brauche nicht so viel... meist frühstücke ich ausgiebig und ein gutes Abendessen genügen mir”, meinte er ruhig. Doch mit dem nächsten hatte er nicht gerechnet. Sie hielt ihm etwas hin.

“Hin und wieder sollte man kleinere Portionen auf den Tag verteilen, anstatt zwei größere”, lächelte sie ihn an. Sie war schlauer als er es vermutet hätte.

“Stimmt... vielleicht sollte ich das mal umstellen.” Nach diesen Worten nahm er den Biss an und sie nickte zufrieden. Danach aß sie weiter und er las das Buch weiter, bis sie ihm wieder etwas hinhielt.

Das erinnerte ihn irgendwie an damals, als Rin ihm immer wieder was zu essen brachte, wenn er länger im Arbeitszimmer war. Sie fütterte ihn hin und wieder, nur damit er seine Arbeit nicht unterbrechen musste. Darüber schmunzelte er und ließ sie gewähren. Es dauerte nicht lange, da war das Essen bereits leer.

“Das war köstlich”, schwärmte sie und er nickte.

“Freut mich, dass ich deinen Geschmack getroffen habe”, lächelte er sie an. “Hast du schon alles, was du brauchst für deine Abgabe?”

“Ich denke... aber ich bin mir nicht sicher, wie ich das alles zusammen setzten soll, doch das wird schon”, überlegte sie laut. Ihr Kampfgeist war stets ungebrochen.

“Hn... vielleicht habe ich noch ein Buch, welches dir weiter helfen kann”, erklärte er und sie strahlte ihn an.

“Das wäre toll, aber ich will keine Hilfe von dir...”, bemerkte sie und er nickte.

“Selbstverständlich... ich stelle dir nur die Bücher bereit, alles andere musst du selbst finden.” Begeistert nickte sie und blickte auf die Uhr.

“Ich muss noch zu einem Kurs, wenn ich danach bei dir vorbei kommen darf”, meinte sie und wollte die Bücher nehmen. Doch er winkte schnell ab.

“Ich werde auf dich warten, dann nehme ich dich mit und wir verlieren keine Zeit”, lächelte er sie an und kurz war sie verwirrt, ehe sie nickte.

“Vielen Dank dafür.” Sie erhob sich und verbeugte sich leicht. “Danke für die Gesellschaft, bis später”, kam es über ihre Lippen und sie nahm ihre Tasche, um zu ihrem Kurs zu gehen. Sesshomaru sah ihr nach und seine Mundwinkel zuckten leicht hoch.

Sie ist und bleibt einzigartig... auf sie werde ich zu gern warten, bis ich einen Weg gefunden habe, das Gift zu umgehen., beschloss er und lehnte sich zurück. Er würde noch etwas lesen, bis er sowohl Kagome als auch Rin abholen würde. Danach würden er seine kleine Schwester zu Inu bringen und mit Rin Heim fahren.

‘Das hört sich gut an... mit Rin Heim fahren’, träumte sein Biest und pflichtete ihm bei. ‘Gemeinsam schaffen wir das und Geduld ist etwas, was wir perfektioniert haben.’ Ein Grinsen erschien auf seinen Lippen, denn sein inneres Biest hatte damit recht gehabt. Sie beiden hatten wahrlich genug Übung darin.

Dank der Bücher, verlief die Zeit schneller und er hatte diese in seinem Wagen verstaut. Erst danach machte er sich auf den Weg Kagome abzuholen, da sie früher fertig sein würde. Auf den Gängen waren bereits einige Studenten und er entdeckte die Schwarzhaarige, die noch mit anderen sich unterhielt. Lässig kam er näher und sie blickte zu ihm.

“Bis morgen”, meinte sie schnell an ihre Kollegen und eilte zu Sesshomaru. Seine Nähe konnte sie mittlerweile gut spüren. Zum einem dank ihres Rekis und zum anderen dank des Males. So konnte er sich nicht an sie heranschleichen.

“Du bist schon da”, lächelte sie und er nickte.

“Komm... wir holen noch Rin ab, bevor ich dich zu Inu bringe”, kam es so beiläufig von ihm, dass ihr kurz der Mund aufklappte. Blinzelnd nickte sie und verkniff sich jeglichen Kommentar in dieser Umgebung.

Doch ein Lächeln lag auf ihren Lippen. Er sucht ihre Nähe und das ist perfekt... hoffentlich kann er ihr auch zeigen, dass er mehr für sie fühlt. Mit diesem Gedanken ging sie neben ihm her und ignorierte die dummen Blicke. Als sie sich dieser bewusst wurde, schickte sie Sesshomaru vor zum Wagen.

Er hob eine Augenbraue hoch, doch verstand er ihren Beweggrund und tat ihr den Gefallen. Vor dem Hörsaal, in dem Rin sein sollte, blieb die Schwarzhaarige stehen und wartete auf ihre Freundin. Die Miko wusste, dass die Beiden es nicht einfach haben werden.

Zu mindestens in der Welt der Menschen, denn Sesshomaru war ihr Professor, auch wenn nur für eine begrenzte Zeit, und er war einige Jahre älter als sie. Rin war zwar offiziell erwachsen, doch ein Altersunterschied war immer noch nicht gerne gesehen. Wobei wenn sie das richtige Alter des Daiyokai bedachte, musste Kagome leicht grinsen. Genau deshalb wird nicht nur sie, sondern auch Inu den beiden helfen, so gut sie können.

Sie gehörten zusammen und sobald sie das begriffen haben, werden sie jede Hilfe gebrauchen können, um für die Menschen zusammen sein zu können. Zum Glück war das bei den Dämonen weniger ein Problem. Sesshomaru durfte selbst seine Gefährtin wählen und da kein anderer sein Recht auf Rin erheben würde, wäre das bereits besiegelt.

Kagome erinnerte sich noch daran, dass Inu meinte, wenn ein anderer ebenso Rin als Gefährtin gewählt hätte, dann gebe es ein Duell und der Gewinner dürfte um die Auserwählte werben. Es klang anfangs primitiv für die moderne Miko, doch jetzt verstand sie den Sinn dahinter. So klärten Dämonen solche Streitigkeiten seit Jahrhunderten und das würden sie auch weiterhin so tun.

Tanzfestival

Es dauerte eine Weile bis Rin aus dem Saal kam. Kagome lächelte ihre neue Freundin an. Diese verabschiedete sich von ihren Freundinnen und eilte zu der Miko. “Hey... hoffe du wartest nicht zu lange.”

“Ach nur ein paar Minuten”, beruhigte Kagome sie direkt und sie gingen gleich zu den Parkplätzen.

“Und was steht heute an?”, wollte Rin wissen. Die Schwarzhaarige erklärte, dass sie Inu im Büro helfen würde und gegen 19 Uhr zu ‘Takeo’ beim Abendessen wären.

“Hitomi kommt auch noch dazu, da sie morgen Mittag nach Hokkaido fliegt. Sie wollte mir noch unbedingt das Hochzeitbild von sich und ihrem Mann zeigen”, lächelte die Miko und Rin blinzelte leicht.

“Oh das freut mich... dann könnt ihr noch zusammen sitzen. Takeo meinte, dass Inu und er Hitomi lange nicht mehr gesehen hatten.” Kagome sah zu Rin und schmunzelte. Bei ihren Worten lag keinerlei Eifersucht mehr drin und das überraschte sie ein wenig.

Hat Sess es gleich richtig gestellt?, überlegte sie, während sie sich dem Taisho näherten.

“Hallo Takeo”, lächelte Rin ihn an und er nickte, öffnete die Tür und ließ sie einsteigen. Auch Kagome hielt er die Tür auf und stieg dann selbst ein.

Sogleich fuhr er los und brachte seine Schwägerin in das Büro, in dem Inu bereits auf sie gewartet hatte. Kurz grüßte sie einander, ehe Sesshomaru mit Rin Heim fuhr. Die Fahrt verlief mal wieder schweigend, doch beide störte das nicht sonderlich. Es war eher vertraut.

In der Garage ließ er den Wagen zurück und Rin staunte. “Wow... ihr habt wirklich noch andere Fahrzeuge?”

“Na klar... ist unser Hobby etwas an den Maschinen zu arbeiten. Ab und an ist es schön, den Wind um einen herum zu spüren”, erklärte er und beobachtete Rin. Sie ging auf sein Motorrad zu und streichelte darüber.

“Mein Vater hat auch so eine... er hat mich ab und zu mitgenommen, wenn er Lust hatte zu fahren. Oft war Mama bei ihm”, teilte sie mit ihm und er lächelte.

“Wir... können auch gemeinsam mal damit fahren, wenn du willst”, schlug er verträumt vor. Ihr Blick glitt über ihre Schulter zu ihm.

“Gerne”, kam es von ihr und sie kam wieder zurück zu ihm. “Sobald das Wetter es zulässt und wir keine Uni haben”, fügte sie an und er nickte.

“Dann haben wir so etwas wie ein Date?”, fragte er und schlagartig wurde sie rot.

“Ähm... ich... weiß nicht... ob...”, stotterte sie vor sich hin und er wusste nicht wieso er das ausgesprochen hatte.

“Mach dir darum keinen Kopf... ich werde sicher nicht es als solches sehen, wenn es nicht in deinem Interesse ist”, federte er seine Worte ein wenig ab und hoffte, sie würde das nun nicht komplett missverstehen. Sie blickte in seine Augen und für einen Moment dachte sie, dass diese leicht flackerten zwischen Gold und Blau.

“Für dich wäre es ein Date, wenn ich es auch als solches sehen würde?”, wollte sie wissen. Er nickte und nahm ihre Bücher aus dem Kofferraum. Ein Lächeln lag auf ihren Lippen. Ihre Worte gaben ihr Hoffnung, doch noch fühlte sie sich nicht bereit diesen Schritt zu gehen. “Dann werden wir sehen, was es für uns sein wird”, kam es von ihren Lippen und er bestätigte.

Gemeinsam stiegen sie in den Fahrstuhl und fuhren nach oben. Während er ihre Bücher trug, hatte er ihr seinen Haustürschlüssel gegeben. Sie öffnete die Tür und ließ ihn zuerst eintreten. Auch wenn es ihm widerstrebte, so tat er es und zog geschickt seine Schuhe aus. Rin folgte ihm, schloss die Tür hinter sich und schlüpfte aus ihren Ballerinas.

Sesshomaru legte die Bücher auf den Couchtisch ab und blickte zu ihr. “Ist es okey... dass ich deine Zeit in Anspruch nehme?”, fragte sie unsicher.

“Aber natürlich... ich koche nebenbei für den Abend und du kannst dich bei den Büchern umsehen.” Mit diesen Worten ging er zu dem Regal und zog zwei Exemplare heraus. “Die hier ergänzen deine ganz gut... ich denke, damit wirst du deine Arbeit beenden können”, lächelte er und reichte ihr die Bänder.

“Danke... darf ich mir auch die anderen ansehen?”

“Klar... fühl dich wie zu Hause... willst du auch zum Abendessen bleiben? Kago, Inu und Hitomi kommen später vorbei...”

“Ich will euch nicht stören”, meinte sie und biss sich leicht auf die Unterlippe.

“Würdest du nicht”, zwinkerte er ihr zu.

“Dann... bleibe ich gern”, nuschelte sie und er freute sich über die Antwort.

“Gut... ich werde dann langsam alles vorbereiten und du siehst dich in Ruhe um”, schlug er vor und sie nickte.

“Wenn ich helfen kann, dann lass es mich wissen”, meinte sie noch.

“Das werde ich”, kam es von ihm und er ging in die Küche, um ihr einen Cappuccino zu machen und etwas Wasser bereit stellen wollte.

Rin stöberte ein wenig in dem Bücherregal rum und entdeckte einige Schätze darunter. Einige Bücher nahm sie noch zusätzlich heraus und legte sie zu den anderen auf den kleinen Tisch ab. Noch einmal ging sie die Reihen durch und bekam gar nicht mit, dass er ihr Getränke und etwas zu knabbern bereit gestellt hatte.

Da sie so vertieft war, wollte er sie nicht stören. In der Küche steckte er seine Haare hoch und begann für das Abendessen alles vorzubereiten. Er wollte Curry machen, da Hitomi das Gericht sehr mochte. Für Kagome würde er eine extra kochen, damit ihr Gericht dem Welpen nicht schaden konnte. Hin und wieder sah er nach Rin, doch sie war vollkommen in ihrem Element.

Lächelnd kochte er und vergaß dabei die Zeit. Es fühlte sich schön an, sie um sich herum zu haben und das genügte ihm. All das wirkte so als wären sie seit Jahren zusammen. Dieser Gedanke zauberte ihm ein Lächeln auf die Lippen. ‘Was nicht ist... kann noch werden’, bemerkte sein Biest und war handzahm wie noch nie.

Faszinierend wie ihre Nähe sich nicht nur auf mich, sondern auch auf dich auswirkt. Früher war es nicht so..., überlegte er und stellte den Reiskocher an. Fleisch war vorbereitet, dazu geschmortes Gemüse und die Soße fehlte noch. Diese würde er nun zubereiten. Doch zuvor machte er sich noch einen Kaffee und blickte zur Uhr. Es war bereits halb 7 und das ging sich perfekt aus.

Kaum begann er die Currysoße zu machen, lockte der Duft die Braunhaarige in die Küche. “Mmmmh, riecht das köstlich”, kam es von ihr und er blickte zur Seite. “Du machst Curry... lecker.”

“Du magst es auch?” Sie nickte eifrig und blickte in den Topf. Kurz stutzte sie und sah wieder zu ihm auf.

“Darf ich zusehen wie du das machst?” Ihre Augen leuchteten auf, als sie ihre Frage gestellt hatte und er nickte einfach nur. Geschickt begann er alles zu machen und achtete genau auf seine Schritte.

Nachdem er so gut wie fertig war, griffen beide zu einem Gewürz. “Das hast... du vergessen”, nuschelte sie und er unterdrückte ein Knurren. Eine leichte Berührung brachte sein Blut zum Rauschen. Zu gern hätte er sie an sich gezogen, doch widerstand er dem Drang.

“Stimmt”, erklärte er und würzte noch einmal nach. Danach nahm er einen Löffel und reichte ihn Rin zum Probieren. Vorsichtig nahm sie diesen in den Mund und schnurrte leicht.

“Mmmmmh köstlich”, betonte sie und er lächelte.

“Sehr gut, fehlen nur noch die Gäste”, grinste er und sie kicherte. Auf den Löffel fühlte er auch etwas auf und schmeckte noch einmal nach. Es war wirklich gut.

Als er zu ihr sah, blinzelte er, denn sie sah ihn mit großen Augen an. “Was ist?”, fragte er verwundert. Ihr Gesicht bekam einen zarten Rotschimmer.

“Na... ja... der Löffel... den ich... vorhin...”, stotterte sie und erst langsam begriff er.

“Oh”, entkam es ihm. “Das macht mir nichts aus... entschuldige, wenn...” Schnell schüttelte sie den Kopf und verließ fluchtartig die Küche. Verdutzt blickte er ihr nach und roch erneut ihre Erregung. Schwer schluckte er, doch musste er grinsen. Es gefiel ihm irgendwie, dass er so eine Wirkung auf sie hatte.

Bis es an der Tür klingelte, schien Rin die Küche zu meiden. Das amüsierte ihn ein wenig, doch sagte er nichts dazu. Er hatte sie wohl in Verlegenheit gebracht, ohne es wirklich zu wollen. Als er zur Tür ging, sah er zu Rin, die wieder in ihren Büchern vertieft war.

Damit konnte er umgehen und ihre Nähe genügte ihm. “Hey Takeo”, meinte Inu leicht schmunzelt, während Kagome den Taisho umarmte.

“Kommt rein”, lächelte er und Hitomi sah ihn verwirrt an. Jedoch sagte sie nichts dazu. Sie konnte damit umgehen ihn bei seinem ‘menschlichen’ Namen zu nennen.

“Hallo Rin”, grüßte Inu und die Braunhaarige sah auf.

“Hallo... ich hoffe es...”, begann sie.

“So ein Unsinn... je mehr desto lustiger”, meinte Hitomi und lächelte die Studentin an. Sesshomaru rollte mit den Augen, denn das war mehr als nur zweideutig ausgedrückt.

“Du änderst dich wohl nie”, seufzte er.

“Niemals... dann würde Aidan mich sicher nicht mehr mögen”, lachte sie und brachte damit alle anderen auch dazu. Da nun das Eis auch zwischen Rin und der Wölfin gebrochen war, verbrachten sie zusammen einen schönen Abend. Hitomi gab der Studentin sogar Tipps, wie sie einfach sich mit den Büchern zurecht kam.

Lächelnd beobachtete Sesshomaru seine ‘Rabbit’ und nippte am Kaffee. Es war schön gewesen, sie alle um sich herum zu haben, aber vor allem sie tat seiner Seele gut. Hitomi zeigte Kagome die Hochzeitsbilder und Rin war auch neugierig darauf gewesen.

Während die Frauen zusammen diese sichteten, räumten die Brüder alles ab. “Du bist handzahm heute”, neckte Inu und Sesshomaru funkelte ihn böse an.

“Sag kein Wort darüber, sonst vergesse ich mich noch”, knurrte der Ältere und Inu lachte los. Das war einfach nur zu komisch für ihn. Rins Nähe tat ihm sehr gut und das musste der Taisho wohl auch bemerkt haben, denn es missfiel ihm. Nicht die Tatsache, dass es so war, sondern eher, dass es andere bemerken.

“Schon verstanden, Großer”, zwinkerte Inu und machte Tee für Kagome. Sesshomaru rollte erneut mit den Augen und machte Kaffee für sich und Hitomi und für Rin einen Cappuccino. Gemütlichen ließen sie den Abend ausklinken und die Ärztin verabschiedete sich als erstes, denn ihr Mann hatte sie angeschrieben.

“Bis spätestens in 4 Wochen, ihr süßen”, kicherte sie und ehe sie antworten konnte war sie schon weg.

“Wie ein Wirbelsturm...”, nuschelte Kagome und die anderen lachten auf.

“Aidan hat ihr sicher was versautes geschickt”, flüsterte Inu und hoffte, dass Rin es nicht gehört hatte. Die Miko kicherte leise und schmiegte sich an ihren Gefährten. Der Ältere verkniff sich einen Kommentar dazu.

“Ich fahr dich noch Heim, Rin, es ist doch schon spät geworden”, meinte er stattdessen.

“Oh... nicht nötig... ich nehme den Bus”, nuschelte sie verlegen und kaute auf ihrer Unterlippe. Jedoch ließ sich der Taisho nicht umstimmen. Er half ihr die Bücher zusammen zu packen und verließ mit ihr die Wohnung, um sie nach Hause zu fahren.

Kagome kicherte und blickte zu Inu, der den ganzen Abend schon dauerhaft grinste. “Es ist schön ihn so zu erleben”, meinte er und sie stimmte ihm sofort zu.

“Komm, wir räumen hier auf und gehen schlafen. Morgen habe ich wieder Uni und du musst noch paar Akten erledigen”, grinste sie und seufzte spielerisch auf. Doch half ihr beim Aufräumen. Erst danach kehrten sie in ihre Wohnung zurück und kuschelten etwas im Bett.
 

Die nächsten beiden Tage waren fast schon zu langweilig, denn Hitomi war abgereist, Kagome und Rin waren in ihren Kursen und die Brüder im Büro. Sie arbeiteten noch einige Unterlagen durch und sortierten die Aufträge erst nach Einsatzgebiet und Wichtigkeit. Zumal musste Rin am Donnerstagabend wieder arbeiten.

Demnach hatte sie keine Zeit, um mit Kagome weiter an den Einladungen zu arbeiten. Dies erledigte die Miko in diesen beiden Tagen und am Samstagmorgen schickten sie alles per Express weg. Schließlich stand in etwas mehr als zwei Monaten die Hochzeit bereits vor der Tür. Das Paar war etwas aufgeregt, doch Sesshomaru beruhigte sie.

Sie waren alle zusammen mal wieder zum Brunch im Café. Wie so oft hatte Rin auch die Samstagsschicht gehabt und brachte den Dreien ihre Bestellungen vorbei. “Danke”, kam es nahezu synchron und die Braunhaarige lächelte.

“Meldet euch, wenn ihr noch etwas braucht.”

“Machen wir”, meinte Kagome und Rin ging zurück an die Arbeit. “Also morgen ist doch etwas außerhalb von Tokio ein Tanzfestival... ich würde da gerne hin, begleitet ihr mich?”, fragte sie zuckersüß. Während Inu leicht grummelnd nickte, wollte Sesshomaru ablehnen. So etwas war einfach nichts für ihn.

“Wenn ich mit soll, dann kommst du auch mit!”, kam es von Inu und sein Bruder zog eine Augenbraue hoch.

“Warum sollte ich? Deine Gefährtin will hin... also musst du mit”, erklärte klar und blickte Inu an.

“Och komm schon, Takeo... es wird sicher Spaß machen”, mischte sich Kagome ein.

“NEIN! Sicher nicht... da bekommt mich keiner hin.”

“Wohin bekommt dich keiner hin?”, kam die Frage von Rin, die ihm einen Kaffee hinstellte. Sesshomaru sah zu ihr auf und schluckte. Er hatte sie gar nicht bemerkt und das irritierte ihn ein wenig.

“Ich würde gerne zum Tanzfestival am Namiyoke Inari Schrein... Inu will nur mit, wenn Takeo mitkommt”, erklärte Kagome traurig. Rin blinzelte leicht und wechselte kurz mit allen dreien den Blick.

“Na wenn die zwei nicht mit dir hin wollen, dann begleite ich dich gerne dorthin”, lächelte sie die Miko an. Kagomes Augen leuchteten auf, während sie aufsprang und Rin um den Hals fiel. Die Braunhaarige kicherte leise und umarmte ihre neue Freundin.

Die Jungs sahen die beiden Frauen an und dann sich gegenseitig. Inu grinste leicht und Sesshomaru seufzte. “Überredet”, grummelte er schließlich und wieder zu den Damen. “Ich kann euch beide doch nicht alleine dorthin lassen”, erklärte er und Inu verkniff es sich loszulachen.

Lachend blickten die Frauen zu dem Taisho und seine Mundwinkel zuckten leicht. “So bekommt man dich dazu?”, fragte Rin und zuckte mit dem Schultern. Doch in seinen Augen hatte sie ihre Antwort.

“Toll dann holen wir dich morgen gegen 10 ab und fahren rüber?”, schlug Kagome vor.

“Wäre das nicht ein Umweg?”, überlegte Rin, doch Sesshomaru schüttelte den Kopf.

“Die paar Minuten sind nicht tragisch”, erklärte wahrheitsgemäß und sie erkannte seine Entschlossenheit in seinen Worten. Deshalb nickte sie und lächelte.

“Gut morgen um 10.” Mit diesen Worten ging sie wieder an die Arbeit. Kagome setzte sich wieder zu Inu und schmiegte sich an ihn. Sesshomaru sah Rin nach und atmete tiefer durch.

“Kein Wort”, kam es kühler von ihm und das Paar schmunzelte. Doch beide konnten es sich nicht verkneifen.

“Ach komm schon... sie hat dich jetzt schon an der Leine, Großer... wie wird das erst, sobald ihr gebunden seid?”, lachte Inu los und kassierte Sesshomarus Knurren.

“Niemand leint mich an... ihr entschuldigt mich”, kam es souverän über seine Lippen und er erhob sich, um mit Kisho zu reden. Er brauchte Abstand zu seinem Bruder, sonst würde er noch seine Kontrolle verlieren.

Was bildet er sich ein... nur weil Kago ihn angeleint hat, wird Rin das nicht mit uns tun., schnaubte er innerlich und lenkte sich mit einem Gespräch mit seinem Freund ab.

Kagome stupste Inu an und mahnte ihn, nicht so frech zu sein. Schließlich war das alles neu für den Taisho und er müsste sich erst einmal daran gewöhnen, dass er für sie alles tun würde, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. So verbrachten sie noch ein paar Momente, ehe das Paar durch die Einkaufmeile schlenderte und Sesshomaru sich nach Hause zurück zog.

Inu wusste, dass er einen Nerv getroffen hatte, doch musste er das ab und zu tun, sonst würde es irgendwann überbrodeln. Erst am späten Abend kehrten die Beiden auch Heim und luden Sesshomaru zum Essen ein. Nur widerwillig folgte er dieser, aber seine Stimmung hellte sich gleich auf. Sie sprachen über den Plan für den nächsten Tag. Gemeinsam würden sie Rin abholen, rüberfahren und bis zum Abend bleiben.

Nachdem das besprochen wurde, half Sesshomaru noch beim Abräumen und kehrte in seine Wohnung zurück. Inus halbe Entschuldigung hatte er sogar auch angenommen, da er wusste, wieso sein Bruder es ihm so gesagt hatte und nicht anders. Gemütlich las er noch ein Buch und überlegte dabei, was er anziehen sollte.
 

Am Sonntagmorgen erwachte das Paar früher als gewohnt. Gemeinsam duschten sie in Ruhe, aßen sogar eine Kleinigkeit, ehe sie sich fertig machten und bereits zu den Aufzügen gingen. Kagome hatte eine rote Bluse und einen schwarzen Rock an. Passend zu Inu, der ein rotes Hemd und eine schwarze Jeans an hatte.

Im Fahrstuhl stand bereits Sesshomaru, als dieser aufging. Untypisch für ihn trug er eine schwarze Seidenhose und ein weißes Hemd. “Nichts Blaues?”, fragte Kagome und er schüttelte nur den Kopf.

“Sollte Rin was Blaues anziehen... würden einige denken, wir wären ein Paar”, erklärte er nüchtern und verstehend nickte das Paar. Die nächste Frage verkniff sich die Miko, denn Rin könnte auch was Weißes anziehen.

Pünktlich um 10 fuhr Sesshomaru auf den Parkplatz und stieg gerade aus, als auch Rin bereits aus dem Gebäude kam. Sie trug einen langen Seidenrock in dunkelblau und eine weiße Bluse dazu. Der Taisho schmunzelte, doch nahm er so hin. “Schicksal”, hauchte Kagome und Inu grinste. Seine Liebste hatte recht.

“Guten Morgen”, verließ es Rins Lippen und Sesshomaru erwiderte den Gruß. Sogleich öffnete er die Autotür und ließ sie auf den Beifahrersitz Platz nehmen, da Inu und Kagome hinten eingestiegen waren.

Das Paar begrüßte den Neuzugang, während der Ältere den Wagen umrundete und selbst einstieg. Sofort fuhr er los zum besagten Ort. Der Verkehr war wie immer ein Graus, doch da musste er nun durch. Rin und Kagome plapperten aufgeregt über das Festival und die Brüder hörten nur mit einem Ohr zu. Viel zu sehr, war der eine vertieft den Wagen durch die Straßen zu manövrieren und versuchte herauszufinden, wo sie am besten parken konnten.

Nach einiger Zeit war die Gruppe angekommen, das Auto geparkt und sie bereits auf dem Weg zum Schrein. Inu hatte einen freien Platz ein paar Minuten Fußweg von dem Festival entdeckt. Bevor sie Ewigkeiten einen dichteren Platz suchen würden, entschlossen sie diesen zu nehmen. Der Spaziergang tat allen sehr gut.

Kagome und Inu gingen voraus und Sesshomaru folgte mit Rin ihnen. “Scheinbar haben wir wirklich den gleichen Geschmack”, bemerkte sie und blickte leicht zu ihm.

“Scheint so... stört es dich?”, fragte er vorsichtiger nach und sie schüttelte den Kopf. Denn es gefiel ihr sogar, dass sie ähnlich angezogen waren.

Nach knapp 15 Minuten waren sie schon mitten im Getümmel. Um sich nicht zu verlieren, blieben die Männer in der Näher ihrer Herzdamen. Auch wenn der Taisho es niemals zugeben würde, so hatte selbst er eine Menge Spaß. Vor allem steckte Rins Fröhlichkeit ihn ein wenig an. Er hatte sie zwar größtenteils nur beobachtet, doch wollte sie unbedingt mit ihm tanzen.

“Nur einmal”, betonte er und sie nickte zustimmend. Die Blicke der anderen hatte sie bereits ausgeblendet und war nur auf ihn fixiert. Etwas abseits der Menge tanzte er schließlich mit ihr und behielt sie im Auge.

Es waren ruhige, angenehme Töne und die Nähe von ihr, brachten ihn dazu sogar noch ein zweites Lied mit ihr zu tanzen. Rin legte ihre Arme um seinen Hals und war ganz dicht an seinem Körper. Seine Hände lagen auf ihrer Hüfte. Lächelnd sahen sie sich tief in die Augen, als plötzlich Rin ihn zu sich nach unten drückte.

Sie selbst stellte sich auf ihre Zehenspitzen. Ihr Herz schlug etwas schneller, als sich ihre Gesichter näher kamen und schließlich kurz ihre Lippen auf seine legte. Schon dachte er, sie würde sich wieder zurückziehen, doch sie tat genau das Gegenteil. Den Kuss intensivierte sie und überrascht keuchte er auf, sodass sie mit ihrer Zunge zwischen die Lippen glitt und seine begann zu necken.


Nachwort zu diesem Kapitel:
Damit ist das erste Kapitel beendet.
Ich hoffe, es hat euch gefallen und trifft euren Geschmack.

über Reviews und Meinungen freue ich mich sehr
*Kekse und Kakao da lass*

Die Story wird einmal die Woche hochgeladen
In diesem Sinne bis nächste Woche

Eure Seredhiel / Seren Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Das war auch schon das Kapitel

Das nächste Kapitel trägt den Namen Universität, da Kagome nun auch studieren will *zwinkert*

Lasst mir gerne eure Meinungen da

in diesem Sinne bis nächste Woche, eure Seredhiel / Seren
*Kekse und Kakao für die Wartezeit da lass* Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
So damit haben wir auch schon das Kapitel
lasst mir gerne eure Meinungen da ^-^

nächste Woche geht es weiter mit Kagomes und Inus Reise zu Shippo und Ai ^-^
ich hoffe euch wird es gefallen, was ich mir zu dem kleinen Fuchs erdacht habe

in diesem Sinne bis nächste Woche, eure Seredhiel / Seren
*Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
So das war es auch schon ^-^

Lasst mir gerne eure Meinungen oder auch Wünsche da *zwinkert*

im nächsten Kapitel beschreibe ich ein wenig die Zeit in Amerika
Bis nächste Woche, eure Seredhiel / Seren Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Ich hoffe es hat euch gefallen ^.^
Lasst mir gerne eure Meinungen und Anregungen da.

Nächste Woche geht es weiter:
Kagome beginnt mit ihrem Studium und lernt interessante, aber auch langweilige Kurse kennen *kichert*
Zudem muss Inu für ein paar Tage beruflich weg.

Lest nächste Woche rein, was noch so passieren wird ^.^

*Kekse, Kakao, Eistee und Tee bis nächste Woche da lass*
Bis dahin, eure Seredhiel / Seren Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
So damit war es auch schon diese Woche ^-^

im nächsten Kapitel wird Kagome überraschenden Besuch bekommen,
seid gespannt wer es sein wird *kichert*

Bis nächste Woche, eure Seredhiel / Seren Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Ich hoffe euch gefällt der "Besuch" *kichert*
natürlich hatte Ayame ihre Finger im Spiel, denn sie wollte Kagome helfen.

Doch das Gespräch lief etwas anders ab, als es sich Kago wohl gedacht hat.
Was wird wohl als nächstes passieren? oder besser gesagt was möchtet ihr, dass passiert?

lass mir gerne eure Meinungen und Anregungen da
*Kekse, Eistee, Kaffee und Kakao abstell*

bis nächste Woche, eure Seredhiel / Seren Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
das war es auch schon für heute *kichert*
Na was denkt ihr? Ist es seine Rin oder einfach nur irgendeine Rin? *kichert*

im nächsten Kapitel wird dies als kleine Thematik genommen.
Lasst mir gerne eure Meinungen und Wünsche da ;)

bis nächste Woche, eure Seredhiel / Seren *Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Das war es auch wieder, doch nächste Woche geht es weiter

Inu und Kago werden sicher nicht locker lassen ^.^

*Kekse und Kakao für die Wartezeit da lass*
bis nächste Woche, eure Seredhiel / Seren Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Oh Oh… da scheint jemand die Kontrolle zu verlieren...
ich glaube die Überzeugung hat gefruchtet ;)

Lass mir gerne eure Meinung oder Anregungen da

nächste Woche geht es dann weiter, bis dahin, eure Seredhiel / Seren

*Kekse und Kakao zur Nervennahrung da lass* Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Ich hoffe euch hat Kagomes Erklärung so gut gefallen wie meinen Betafeen *kichert*

Hinterlasst mir gerne eure Meinung oder/und eure Wünsche

bis nächste Woche, eure Seredhiel /Seren *Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Da hat es Inu mal wieder geschafft unsere Kagome zu verunsichern *seufzt*
Was denkt ihr kommt als nächstes *kichert*
Ob Inu aus seiner Starre rauskommt? *überlegt*

Lasst mir gerne eure Meinungen und Wünsche da

in diesem Sinne, bis nächste Woche, eure Seredhiel / Seren Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
so damit beginnt der neue Tag für unsere Helden ^-^
ich hoffe es hat gefallen und im nächsten wird Kago einen Spitznamen für Inu suchen,
seid gespannt was dabei passieren wird *kichert*

Lasst mir gerne eure Meinungen und Wünsche da ^-^

in diesem Sinne bis kommende Woche, eure Seredhiel / Seren *Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen ^.^

Lasst mir gerne eure Meinungen und Anregungen da ^-^
Das nächste Kapitel wird etwas mehr Einblick in Rins Gedankenwelt und ihren Alltag geben.

Bis nächste Woche oder morgen beim roten Faden ^-^
*Kekse und Kakao da lass* Eure Seredhiel / Seren Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Damit beginnt Rin mehr zu grübeln, ob ihre "Vernarrtheit" in Sess mehr als das ist
zudem benimmt sich ihr Freund wie ein Arsch...
Wie sollte sie sich nun verhalten?

Lasst mir gerne eure Meinungen und Anregungen da ^-^
bis nächste Woche, eure Seredhiel / Seren

*Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Das war es auch schon wieder ^.~
nächste Woche wird Sess versuchen mehr herauszufinden, warum Rin so durcheinander ist
Seit gespannt *Kekse und Kakao da lass für die Wartezeit*

Lass mir gerne eure Meinungen und Anregungen da ^-^

Bis nächste Woche, eure Seredhiel / Seren Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Na was denkt ihr... hat das Gespräch die Beiden etwas zu einander gebracht?
Lasst mir gerne eure Meinungen und Anregungen da ^-^

nächste Woche geht es weiter mit den leicht wirren Gedanken von ihnen *grinst*

*Viele Kekse und Kakaobecher da lass*

bis nächste Woche eure Seredhiel / Seren Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
das war es auch schon für heute *kichert*
Na? wisst ihr schon was Sess und Inu da gehört haben? *grinst*

Freue mich wie immer auf eure Meinungen und Anregungen.

bis nächste Woche eure Seredhiel / Seren *Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Das war es auch schon wieder ^-^
im nächsten Kapitel beginnen wir bei Rin *kichert*
seit gespannt was sie sich von ihrer Mitbewohnerin anhören darf *grinst*

lasst mir gerne eure Meinungen und Anregungen da ^-^

Bis nächstes Mal, eure Seredhiel / Seren Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Ich hoffe euch gefällt Yashiko *kichert*
tja … ich bin gemein zu Sess ich weiß, aber vielleicht begreift er ja so *pfeif*

Lasst mir gerne eure Meinungen und Anregungen da ^-^

Bis nächste Woche, eure Seredhiel / Seren *Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Damit hat Rin sich erneut an etwas erinnert ^.^
Und unabsichtlich, oder unbewusst oder doch bewusst, tragen sie sogar Partnerlook *kichert*
Und Kagome hat sie verplappert, was ihren Nachwuchs angeht *grinst*

Nächste Woche geht es bei den Damen um die Qual der Wahl, welches Outfit soll Kagome zur Hochzeit tragen.
Wie findet ihr die Idee mit dem Kimono?

Lasst mir gerne eure Meinungen und Anregungen da ^-^

In diesem Sinne bis nächste Woche, eure Seredhiel / Seren Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Damit haben wir auch schon die Überleitung zu Kogas und Ayames ältester Tochter Hitomi ^-^
im nächsten Kapitel wird es ein wenig um sie gehen, aber auch um die Untersuchung des Nachwuchses *smile*

Lasst mir gerne eure Meinungen und Anregungen da

in diesem Sinne bis nächste Woche, eure Seredhiel / Seren *Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Das war er erstmal ^-^
ich weiß gemeiner Cliff, aber Geduld ist eine Tugend, die ich gerne bei jedem ausreize XD
im nächsten Kapitel wird es sich um das perfekte Kleid für Rin drehen *kichert*
seid gespannt was Sess machen wird *grinst*

Lasst mir gerne eure Meinungen und Anregungen da ^-^

in diesem Sinne bis nächste Woche, eure Seredhiel / Seren *Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
hoffe euch hat die Shoppingtour der beiden gefallen ^.^
Lasst mir gerne eure Meinungen und Anregungen da

nächste Woche beschäftigt sich Sess mit einer Frage, die in seit Tagen wieder einholte
Welche Auswirkungen könnte sein Gift auf seinen Körper und vor allem, ob das auch auf sein Privatleben einen Einfluss haben könnte *pfeif*
was meint ihr dazu... könnte es große Auswirkungen haben? *neugierig ist*

in diesem Sinne bis nächste Woche, eure Seredhiel / Seren Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
So das war es schon mal ^-^
hoffe es hat euch gefallen
lasst mir eure Meinungen und Anregungen da

im nächsten Kapitel geht es mit dem gemeinsamen Abend weiter :)
und einer kleinen Überraschung für euch *grinst*

in diesem Sinne bis nächste Woche, eure Seredhiel / Seren *Kekse und Kakao da lass* Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Nun wie war die kleine Überraschung am Ende *kichert und sich verstecken geht*
Lasst mir eure Meinungen und Anregungen da

Im nächsten Kapitel wird der Kuss ein wenig mehr Bedeutung bekommen
Seid gespannt, was die Beiden erwarten wird *kichert*

in diesem Sinne bis nächste Woche, eure Seredhiel / Seren Komplett anzeigen

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Kommentare zu dieser Fanfic (152)
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Von:  Yuna_musume_satan
2020-01-25T09:39:35+00:00 Gestern 10:39
*BAM* au hat sich jemand gerade das Kennzeichen des Lkw gemerkt? Autsch der kam unverhofft und hat mich voll erwischt.

Nicht dein ernst rin hat sess überrumpelt und das *i suverrän als wäre es nichts, einfach spitze.
Nicht nur ähnlichen Geschmack nein auch trägt dieser Hund mittlerweile ein Halsband und rin gibt ihm seine leckerlis 😉
Einfach spitze freu mich schon aufs nächste Kapitel
Antwort von:  Seredhiel
Gestern 12:27
Lastwagen?... wo kam der denn her? *grinst*

Rin ist halt nicht das kleine niedliche Mädchen, sie ist eine Frau, die durchaus weiß, was sie will
oder es zu mindestens versucht zu wissen xD

*pssssst* lass das Sess nicht hören, aber ein Schoßhund wird er mit Sicherheit nicht,
so viel darf ich schon verraten xD

Freue mich, dass es dir gefallen hat *Kekse und Kakao da lass*
Von:  Vigeta_Lord_d_T
2020-01-25T03:12:31+00:00 Gestern 04:12
Wa wa wassssssss Sesshomaru und :
Dieser Gedanke zauberte ihm ein Lächeln auf die Lippen.:
Das schafft nur Rabbit/Rin :
Eine leichte Berührung brachte sein Blut zum Rauschen.:
O man müssen Sesshomaru und Biest leiden.

Was Rabbit und mit dem Bus nach Hause fahren: VERGISS es das lässt Sesshomaru NIEMALS ZU.

Hihihi 🤣🤣🤣🤣 für sein Rabbit macht Sesshomaru alles geht sogar zu einem Tanzfesttewall.

Ach komm schon... sie hat dich jetzt schon an der Leine, Großer... wie wird das erst, sobald ihr gebunden seid?”
AAAAAAAA 🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣 ich schmeiß mich weg vor Lachen mit kommen schon die Tränen vor Lachen. 🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣
Tja doch partnerluk. 🤣🤣🤣🤣

Was nur einen Tanz ja ja ja . Weil Sesshomaru erlauben würde das ein anderer Mann mit seinem Rabbit tanzt.


AAAAAAAA 😱😱😱😱😱😱😱😱😱😱 ein Zungenkuss das darf nicht war sein Sesshomaru Gift 40 % in sein Speichel / lähmend bis tödlich !!!!!!!😱😱😱😱 , hoffentlich sind die Auswirkungen nicht zu schlimm

Ich bin voll in Panik was wird jetzt geschehen????? Das Rin Sesshomaru küsst ist super, geil, Spitze, einfach himmlisch 👍🏻😈😈😈😈 aber ich mache mir fürchterliche Sorgen. O Frau du machst mich vertieg.


Super Kapitel. 😈😈😈😈
Antwort von:  Seredhiel
Gestern 12:14
hehe… Rabbit hat eine gewisse Macht über ihn und das kann er noch nicht mal abstreiten XD
Es ist fast so, als würde er automatisch reagieren *kichert*

Natürlich lässt Sess nicht zu, dass Rin mit dem Bus fährt, niemals um diese Uhrzeit XD

Den musste ich da bringen, der passte zu gut...
ich weiß genau, dass Sesshomaru selbst mich nun anknurrt,
weil ich ihn so als Hund abstemple, aber er ist ja ein Inuyokai *weglacht*

Ein Tanz mit Folgen *grinst*
Ich präsentiere dir den Faktor, denn Sess nicht bedacht hat XD
Rin holt sich was sie will *kichert*

*Lavendelduft gegen die Panik da lass* in einer Woche weißt du was passieren wird *kichert*
Gomen, dass ich den Cut hier habe, aber es war perfekt *grinst*

*Kekse und Kakao da lass*
Von:  Boahencock-
2020-01-24T14:49:29+00:00 24.01.2020 15:49
Wau da hat Rin sich angeboten mit kagome auf das Festival zu gehen!!! und was sol mann sagen der satz von Sesshomaru er seufzte. “Überredet”.
Und schon geht er mit😉😉 eine Frau hat eine gute überzeugungs Fähigkeit.

Wie was sie tanzen eng umschlungen, ist das schön und dan noch der Kuss der alles besiegelt..🤤🤤

Bin hin und weg.😉😉

Kaffe und Kekse verteilen.
Und gespant warten.




Antwort von:  Seredhiel
Gestern 00:05
Sess kann doch seine Liebste da nicht alleine mit den Turteltauben lassen *weglacht*
aber Rin kann ihn überzeugen zu fast allem *kichert*

Es war einfach zu verführerisch den Kuss einzubauen und ich habe verloren, doch ob das alles besiegelt weiß ich noch nicht

bin gespannt was du zum nächsten sagen wirst :D
*Kekse und Kakao da lass für die Wartezeit*
Von:  Yuna_musume_satan
2020-01-20T08:38:58+00:00 20.01.2020 09:38
Kawaii das Kapitel ist so süß ich freu mich schon auf das nächste
Antwort von:  Seredhiel
20.01.2020 10:03
oh wenn du schon dieses süß findest…
dann wird das nächste womöglich nen Zuckerschock hinterlassen xD

*sicherheitshalber viel Wasser dazustellt*

manchmal braucht man eben süße Kapitel ^^
freue mich, dass es so auch rübergekommen ist *knuff*
Antwort von:  Yuna_musume_satan
20.01.2020 11:24
*umarm dich*
Von:  Boahencock-
2020-01-17T19:56:56+00:00 17.01.2020 20:56
Rin füttert Sesshomaru, und er nimt es dankend an.

Das heißt wenn noch jemand Rin haben will dan gibt es ein Duell.

Das wird nie passieren den Sesshomaru und Rin gehören für immer zu zusammen.

Bin gespant auf das nägste kapittel.
Kaffee verteilen.
Kekse und Kakao nehmen und gespant warten.😉😉
Antwort von:  Boahencock-
17.01.2020 21:00
Das Gift Könte Probleme bereiten.
Antwort von:  Seredhiel
17.01.2020 21:08
*winkt*
Wer würde sich nicht gerne von seiner Herzdame/seinem Herzbuben füttern lassen? *hehe*

ja so könnte man das Sagen...
also sobald einer Rin ihm streitig machen will, wird es ein Duell geben *pfeif*

natürlich wird Sess das nicht zulassen, denn für ihn gehört sie bereits zu ihm *grinst*

Das Gift wird Probleme machen, aber ich denke da wird mir eine Lösung einfallen, die uns allen gefallen wird *muhahahaha*

*Kekse und Kakao für Wartezeit da lass*
Von:  Vigeta_Lord_d_T
2020-01-17T11:16:38+00:00 17.01.2020 12:16
Sein Yoki pulsierte leicht, um andere Dämonen von den beiden fern zu halten. JA JA JA Sess Bewacht sein Revier. Rabbit. HIHIHIHIHI.

Das Gift schwankt zwischen lähmend bis hin zu absolut tödlich,AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA
Gift im Blut 80% im Speichel und Sperma knapp 40 %, Ach du Unheilige Scheiße ! AAAAAAAAAAAA Das heist Sess darf Rabbit nicht mal einen Zungen Kuss Geben Das ist schlimmer als die schlimmste Folter die ich mir Aus denken kann.


OOOOOOOOOOOOOOO Rabbit Füttert King. :-) :-) :-) !!!!!!!!!!!



Wenn ein anderer Rin als Gefährtin Wählen würde, dann gebe es ein Duell !

Das ist doch ein Witz oder:.
LORD EISBERG würde denjenigen auch noch DIE Atome spalten.
Von Sess Biest ganz zu schweigen so schnell könnte keiner schauen und ein GROßER WEIßER HUND würde da stehen.!!!!!!!!
Inu würde ausflippen und zum reinrassigen Jokay werden.
Kagome würde denjenigen als Ziel scheibe für bogen schieß übungen hernemmen.

Geschweige denn Koga + Familie ! Shippo + Familie würden sofort auf der matte stehen und denn Krieg erklären!!!!

RIN gehört an Sess seite PUNKT !!!!!!!!!!!!!

Kekse und Kakau schnappen !!!! und geniessen .
Antwort von:  Seredhiel
17.01.2020 12:40
Sess ist und bleibt ein Hund und die markieren ihre Reviere *grinst breit*

Akio und Hitomi werden noch ein wenig ausprobieren, um Sess zu helfen *zwinkert* aber wer weiß, wer weiß *kichert*
aber ja im Moment sollte Sess es wohl vermeiden sie zu küssen *grinst*

Rabbit ist nun mal fürsorglich *sich erinnert an einige Szenen*

Sess hat den Vorteil, dass er in seiner Position nicht angreifbar ist *grinst*
keiner würde es wagen ihn offen anzugreifen, denn seine Verbündete sind stark :D

Rin gehört zu Sess, der Punkt ist klar und daran wird sich nichts ändern *grinst*

*noch mehr Kekse und Kakao da lass*
Von:  Vigeta_Lord_d_T
2020-01-10T19:55:10+00:00 10.01.2020 20:55
Die Shoppingtour war Spitze, das Kleid Traumhaft. Vor allem Nachtblau 🤤 ich schmelze 🤤 meine Lieblings Farbe.
Ha ha ha . Das Kleid zu teuer ?!
Rin und wenn das Kleid unbezahlbar wäre hätte Sesshomaru es für sie gekauft.

Sesshomaru hat Befürchtungen wegen seinem Gift 😱 Scheiße.
Warte mal da fehlt mir was ein 😁hihihi.

Sesshomaru hat Feinde 😱😱😱 na ich hoffe für ihre Gesundheit und ihr Leben das sie die Finger von Rin lassen sonst wind KING Sauuuuuuuuer

King ein super Spitzname.
( Kosenamen )

Eine Einladung zu Weihnachten 😁 habe schon wieder eine Idee 😁.

Ein schönes Kapitel kekse und kakau genießen.

Warte Vollendung auf das nächste Kapitel.

😈😈😈😈
Antwort von:  Seredhiel
10.01.2020 21:15
freut mich, dass dir das gefallen hat ^-^
Sesshomaru mag die Farbe auch sehr, wie man merkt *grinst*

Er muss bedenken, dass es tödlich enden könnte für alle, die intimere Berührung mit ihm haben *zwinkert*
hui auf die Idee bin ich gespannt ^-^

Feinde hat man als der Lord des Westens... ach ne Moment, da ist er ja so gesehen der Lord aller Yokais XD
Aber er hat auch genug Verbündete, so wie Hitomi es erklärt hat

Den Kosenamen habe ich lange gesucht, aber er klang passend zu ihm *grinst*
mal sehen was er selbst später dazu sagen wird *grinst*

Einladung zu Weihnachten ermöglich viel spaß *breiter grinst*
nun mal sehen, was mir dazu einfällt, noch befinden wir uns hier ende Mai *kichert*
also paar Monate haben wir da noch :D

bis bald *winkt und Kekse mit Kakao für die Wartezeit da lass*
Antwort von:  Yuna_musume_satan
17.01.2020 00:13
Ich Stimme dir voll zu Nii San besonderst der Spitzname von sess ist einfach süß
Von:  Vigeta_Lord_d_T
2020-01-03T16:37:09+00:00 03.01.2020 17:37
So jetzt ist es offiziell Kagome und InuYasha werden Eltern.
Kagome darf nicht schwer heben uns keinen Stress ausgesetzt werden. Oke das bekommt InuYasha hin.

Und in der Uni.?!

Ach ja Onkel Sessy🤣😝😝😝😝
Da wird der Wachhund komplett aus dem Zwinger gelassen.


😰😢😢😭😭😭
Normalerweise dauert es einige Monate, bis das menschliche Weibchen es aufnehmen kann... 😰😢😭
Oke kann Jokay nix machen. 😩😖😰😢😭

Sesshomaru und Rin verstehen sich super 😁😁😁😁.

Wunderschönes Kapitel.
Antwort von:  Seredhiel
03.01.2020 21:37
*winkt* ja es ist nun offiziell ^-^
Nun ja, die Uni wird Kagome schon hinbekommen
die ersten Prüfungen stehen erst im Herbst für sie an *zwinkert*

Onkel Sess wird wahrlich zum Wachhund *grinst*
spätestens sobald das kleine Wesen da ist ^^

Nun ja, bei Yokais ist das noch schwerer *weglacht*
Menschen sind einmal im Monat fruchtbar, also wird es viel Spaß machen diese Tage auszunutzen ^^
hat alles seine Vor- und Nachteile *grinst*

joah die Beiden haben ihren Spaß ^.^ und das merken sie nun auch endlich *kichert*

freue mich, dass dir das Kapitel gefallen hat ^-^
Antwort von:  Yuna_musume_satan
04.01.2020 20:07
Ich kann meinem lieben Nii-San nur zustimmen einfach geniales Kapitel
Antwort von:  Seredhiel
04.01.2020 22:43
danke schön *verbeugt und Kekse da lass*
freue mich, dass es dir auch gefällt ^-^ *Kakao dazu reicht*
Von:  Kagomeinuashalove
2020-01-03T14:29:13+00:00 03.01.2020 15:29
OMG Koga *sich schlapp lachen* Tja aber vllt solltest du noch mehr spielerische "Machtkämpfe" von den beiden machen wäre lustig
Antwort von:  Seredhiel
03.01.2020 21:32
huhu *winkt*
keine Sorge die kommen nicht zu kurz ^^
im Moment will ich nicht zu sehr hin und her springen, aber eins ist sicher, vor der Hochzeit wird ne menge Spaß auf uns zukommen *grinst*
Von:  Vigeta_Lord_d_T
2019-12-27T17:11:37+00:00 27.12.2019 18:11
Sesshomaru als Konditor zum Lachen komisch. Bin auf die Torte gespannt.

Super Kapitel.

Kekse und kakau nehmen.. lecker!!!!

😈😈😈😈
Antwort von:  Seredhiel
27.12.2019 18:14
Die Torte wird er nicht alleine Backen *grinst*
da kann man viele Sauereien während dessen anstellen *weglacht*

glaub mit, das wird durchaus sehr interessant *die Szene schon im Kopf hab*
*Kekse und Kakao da lass*
Antwort von:  Vigeta_Lord_d_T
27.12.2019 18:22
Ja Szene im Kopf habe ich auch sind aber ganz andere als deine .
( warscheinlich )
Antwort von:  Seredhiel
27.12.2019 18:24
bist du dir sicher? *grinst*
erzähle mir mehr über ENS *zwinkert*


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