Fast Perfekt!
Ein Summen erklang in der ganzen Wohnung. Mimi summte die ganze Zeit Weihnachtslieder, während sie den Baum dekorierte. Sie war richtig am strahlen, als sie dann endlich fertig war. Sie stemmte ihre Hände in die Hüfte und betrachtete zufrieden, den fertig dekorierten Baum. „Perfekt!“ Sie blieb noch etwas so, wendete sich dann aber an den Tisch, der jetzt aufgeräumt werden musste. Auf die Schnelle packte sie, die ganzen Sachen, die übrig geblieben waren, zurück in die Tüte und stellte die Tüte danach wieder in den Schrank. Erleichtert und auch etwas erschöpft, lies sie sich auf die Couch fallen. „Kaum zu Glauben, es ist schon wieder Weihnachten... wie die Zeit immer so schnell vergeht..“ Verträumt starrte sie aus dem Fenster. „Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Schnee...“ Seufzend wendete sie sich vom Fenster ab, genau in dem Moment erklang ein piepen. Mimi steuerte sofort die Küche an und holte die Plätzchen aus dem Ofen. „Auf die Sekunde genau..einfach perfekt!!“ Strahlend suchte sie eine Keksdose raus und wartete dann noch darauf, dass die Plätzchen etwas abkühlten.
„Mimi mein Schatz?“ Als Mimi die abgekühlten Plätzchen auf dem Wohnzimmertisch platziert hatte, kam ihre Mutter zu ihr. „Die sehen ja köstlich aus.“ Mimi freute sich und schaute erwartungsvoll zu ihrer Mutter. „Willst du eins probieren?“ Satoe schüttelte den Kopf und schaute liebevoll ihre Tochter an. „Später, dein Vater und ich wollten gerade los.“ Mimi wendete sich sofort zur Uhr und seufzte einmal. „Ach ja...“ Dabei wirkte Mimi richtig traurig. „Ihr habt ja den Tisch reserviert..“ Satoe legte ihre Hände auf Mimi's Schulter und lächelte sie aufmunternd an. „Sieh es positiv mein Schatz.. einen Abend alleine zu verbringen, kann doch auch schön sein. Du kannst dir in Ruhe Filme anschauen.. oder du kannst doch Sora einladen und ihr macht euch einen schönen Mädelsabend..“ Mimi seufzte erneut und wendete sich von ihrer Mutter ab. „Matt hat Sora auf ein Date eingeladen.. und bevor du was sagst, die anderen haben auch alle schon was geplant.“ Mimi lehnte sich an die Fensterbank an und richtete ihren Blick in die Ferne. „Aber ich freue mich wirklich, dass ihr beiden endlich mal wieder ausgehen könnt... ich werde mich schon irgendwie beschäftigen.“ Lächelnd drehte Mimi sich zu ihrer Mutter. „Und nun ab mit euch! Nicht, dass ihr eurer Date noch verpasst!“ Sie musste dabei etwas grinsen und schob dabei ihre Mutter zur Eingangstür, wo ihr Vater schon gewartet hatte.
Nachdem ihre Eltern gegangen waren, hatte sie sich einen Kakao gemacht und machte es sich danach auf der Couch gemütlich. An solchen Tagen war sie ungern alleine, sie langweilte sich deswegen auch richtig. Seufzend starrte sie dann auf ihr Handy. Als Hintergrundbild hatte sie ein Bild von sich mit Palmon. Sie lächelte schwach, da sie sich an früher zurück erinnerte. „Schade, dass du nicht hier sein kannst..“ Kurz seufzte Mimi. „Ach Palmon...“
Pure Langeweile...
„Und wie findest du das?“ Tai verdrehte genervt die Augen, Kari dagegen drehte sich einmal und präsentierte richtig stolz ihr Kleid. „Ein ganz normales langweiliges Kleid....“ Richtig unmotiviert ging Tai an seiner kleinen Schwester vorbei, um sich aus der Küche eine Flasche Wasser zu holen. Er nahm einen großen Schluck und lehnte sich danach an der Wand an. „Mein Schatz das Kleid ist wunderschön, es steht dir richtig gut.“ Tai wendete seinen Blick zu seiner Mutter, die richtig begeistert von Kari's Kleid war. Wieder verdrehte er die Augen und ging dann stöhnend zurück in sein Zimmer. „Wenn ihr eine Modenschau veranstalten wollt, dann tut das bitte in ihrem Zimmer!“ Etwas gereizt darüber, dass er keine Ruhe in seinem Zimmer haben konnte, lies Tai sich auf seinem Bett fallen. Kari verdrehte etwas die Augen. „Bruderherz es ist Weihnachten, da darfst auch du gut gelaunt sein.“ Kari war dabei das Zimmer zu verlassen, Tai war von ihrem Spruch richtig genervt und packte sich ein Kissen. Er warf es Kari entgegen, doch sie hatte rechtzeitig die Tür hinter sich zugemacht und das Kissen traf deswegen nur die Tür.
„Tai wir gehen dann mal!“ Tai zuckte etwas zusammen und verließ danach sofort sein Zimmer. Er schaute überrascht seine Eltern an, die gerade dabei waren die Eingangstür aufzumachen. „Jetzt schon? Ist es nicht etwas früh?“ Yuuko fing an zu lachen. „Zu früh? Wir sind eher zu spät.“ Sein Vater deutete nun auf die Uhr. „Hast du mal auf die Uhr geschaut?“ Unglaubwürdig drehte Tai seinen Kopf zur Uhr und traute dabei seine Augen nicht. „Das kann doch nicht sein... bedeutet es... Kari ist auch schon weg?“ Lächelnd nickte Yuuko ihm zu. „Tk hat sie vor einer Stunde abgeholt.“ Fassungslos lehnte sich Tai an die Wand an. „Ich muss eingeschlafen sein..“ Er seufzte kurz und schaute dann wieder zu seinen Eltern. „Na dann... habt einen schönen Abend..“ Yuuko kicherte etwas. „Danke mein Schatz und grüß Matt von mir.“ Tai verdrehte die Augen. „Er hat heute keine Zeit... ich werde also zuhause bleiben..“ Seine Eltern waren sichtlich überrascht. „Aber ihr..“ „Kein aber, er hat heute schon was anderes vor.“ Tai unterbrach seine Mutter und ging etwas geknickt zurück in sein Zimmer und lies sich dann ins Bett fallen.
Seufzend starrte Tai an die Decke, er langweilte sich sehr. Normalerweise ging er zu Weihnachten immer mit Matt einen Trinken, doch heute hatte Matt keine Zeit für ihn, da er Sora auf ein Date eingeladen hatte. Unmotiviert setzte Tai sich nun vor seiner Konsole und fing an ein Fußballspiel zu zocken, aber lange hielt er es nicht aus. Irgendwann schaltete er die Konsole aus und legte sich gelangweilt und unmotiviert auf sein Bett. „Das ausgerechnet heute alle was zu tun haben...“ Er starrte auf sein Handy, dabei bildete sich ein leichtes grinsen auf seinen Lippen. „Ach Agumon...“
Ein Weihnachtswunder?
Seufzend betrachtete Mimi den extrem großen und schön dekorierten Weihnachtsbaum, der mitten in Tokio stand. „Wie schnell einem die Weihnachtsstimmung vergehen kann...“ Sie dachte an letztes Jahr, dabei bildete sich ein leichtes lächeln auf ihren Lippen. „Letztes Jahr war alles verschneit, die Lichter kamen dadurch besser in Geltung und viel wichtiger..“ Sie machte eine kurze Pause und wendete sich dann zum gehen. „.. ich war nicht alleine..“
„Fest der Liebe und der Freundschaft..“ Tai war schon richtig genervt von den ganzen gut gelaunten Menschen um ihn herum. „Freundschaft und Liebe... das ist einfach nur lächerlich...“ Er tritt gegen eine Dose, die auf dem Boden lag und ging schlecht gelaunt weiter. „Und am Ende verbringt man Weihnachten doch alleine...“ Plötzlich blieb er stehen und drehte sich um, er folgt mit seinem Blick ein Pärchen, dass gerade an ihm vorbei gelaufen war. „Schatz, das Essen war einfach super, danke für diese tolle Einladung.“ Das Mädchen war bei ihrem Freund eingehackt und strahlte richtig. „Ich habe noch eine Überraschung für dich.“ Tai verdrehte die Augen und ging genervt weiter. „Ich Kotze gleich, wenn das so weiter geht..“
Mimi und Tai lehnten sich beide an einer Wand an und richteten ihren Blick in den Himmel. Es war schon dunkel draußen und vereinzelt konnte man einige Sterne sehen.
Mimi seufze kurz und starrte weiterhin nachdenklich in den Himmel. Es war zwar kalt, aber das störte sie nicht, lieber war sie draußen in der Kälte, als zuhause, wo ihr die Decke fast auf den Kopf gefallen wäre. „Ein Weihnachtswunder wäre jetzt nicht schlecht.“ Als sie sich gerade von der Wand wegdrücken wollte, um weiter durch die Straßen zu gehen, bemerkte sie etwas. Ihre Augen weiteten sich und fingen an zu Strahlen. Eine Sternschnuppe flog an ihr vorbei und das nutze Mimi sofort aus. „Unglaublich...“ Sie wünschte sich was und schaute dann lächelnd in den Himmel. „Wenn es dieses Weihnachtswunder tatsächlich gibt... dann wird es doch nicht so ein schlechtes Weihnachten...“ Kurz schloss sie ihre Augen, wendete danach ihren Blick zum Weihnachtsbaum, der so groß war, dass man den von überall sehen konnte und machte sich kurz danach wieder auf ihren Weg.
Auch Tai musste seufzen. Es war das erste Weihnachten was er alleine verbringen musste. Das erste mal, dass weder seine Freunde, noch seine Familie Zeit hatten. „Selbst Kari hat ein Date... und was ist mit mir? Ich laufe alleine und planlos durch die Straßen. Kann der Tag nicht endlich enden... bitte lass ein Wunder geschehen...“ Sichtlich genervt, dass nichts spannendes passierte, wollte er gehen, doch dann bemerkte auch er die Sternschnuppe. Auch Tai's Augen weiteten sich, er wollte es in dem Moment nicht richtig glauben, wünschte sich dann aber doch noch schnell was. „War das etwa..“ Kurz schluckte er und realisierte nun, dass tatsächlich eine Sternschnuppe an ihm vorbei geflogen war. „.. ein Weihnachtswunder?“
Christmas with You
Tai und Mimi starrten auf den Boden und gingen ihren Weg, es war noch früh und keiner der beiden war müde und das machte die ganze Situation nicht einfacher. Um sie herum nur glückliche Menschen, die Weihnachten zu zweit oder mit ihrer Familie verbrachten und dann auch noch das. Beide liefen in jemanden rein.
Tai war sofort aufgebracht. „Sag mal geht es noch!“
„Du bist doch in mich hineingelaufen!“ Zickig hob Mimi den Kopf an.
Beide schauten ihren Gegenüber an. Beide konnte in dem Moment nicht glauben, wer vor ihnen stand. Die Augen von beiden weiteten sich. „Du?“ Mimi musste einige mal blinzeln, sie schaute Tai genau an. „Was machst du den hier Tai?“ Sichtlich überfordert kratze sich Tai am Hinterkopf. „Naja.. also..“ Dabei wurde er richtig rot und sein Herz fing an schneller zu klopfen. „Also.. wie soll ich sagen..“ Mimi's Herz schlug nun auch immer schneller. „Wolltest du nicht mit deiner Fußballmannschaft zusammen Weihnachten feiern?“ Tai fühlte sich erwischt und wendete seinen Blick sofort von Mimi ab. „Und was ist mit dir? Du wolltest doch mit deiner Familie Weihnachten feiern!“ Auch Mimi fühlte sich erwischt, sie wurde knallrot und wendete ihren Blick in die andere Richtung. „Naja... wie soll ich sagen..“ Ein schweigen entstand zwischen den beiden, das auch einige Minuten anhielt. Gleichzeitig wendeten die beiden ihren Blick zum jeweils anderen, sie schauten sich an und plötzlich fingen beide an zu lachen. „Prinzessin, da haben wir beide wohl unsere Freunde angelogen...“ Mimi musste dabei kichern und nickte Tai gleichzeitig zu. „Und was machen wir beide jetzt?“ Tai grinste sie richtig an, wobei Mimi überrascht die Augen aufriss. „Wir beide?“ Tai war etwas verwundert, doch er behielt sein grinsen. „Naja es ist ja mehr als offensichtlich, dass wir beide Weihnachten bisher alleine verbracht haben. Ich finde das können wir jetzt ändern... Immerhin ist Weihnachten das Fest der Liebe.“ Bei den Worten drehte Mimi's Herz fast durch. „Taichi...“ Beide wurden rot, Tai kam ihr dann etwas näher. „Du Idiot.. du kannst doch nicht einfach so was sagen..“ Tai merkte, dass sie immer unsicherer wurde, kam ihr dann trotzdem noch etwas näher. „Und was, wenn ich es ernst meine?“ Tai war ihr nun sehr nahe, so nahe, dass sich ihre Körper fast berührt hätten. „Ehrlich gesagt Mimi.. da gibt es etwas...“ Tai ging dann einen Schritt zurück. Er wollte ihr eigentlich sagen, was er über sie denkt, doch er zögerte. „Naja.. was ich sagen wollte..“ Mimi nahm nun sanft seine Hände und schaute ihm tief in die Augen. „Weißt du eigentlich, dass mein Herz gerade verrückt spielt? Und du bist daran Schuld!“ Etwas überfordert schaute er Mimi ebenfalls in die Augen. „Dadurch, dass du mir so nahe kommst und dann was du sagst.. Tai.. ich..“ Tai unterbrach sie, indem er sie ganz nah zu sich zog und sie dann sanft küsste. Gleichzeitig fielen die ersten Schneeflocken vom Himmel, die immer mehr wurden. Schnell wurde alles um sie herum weiß und dann lösten die beiden auch langsam ihren Kuss. Sie schauten sich tief in die Augen und lächelten sich an. Nach kurzem schweigen gestanden die beiden sich gleichzeitig ihre Gefühle. „Ich liebe dich!“ Beide schauten sich verliebt an und waren in dem Moment richtig glücklich. „Tai ich freue mich gerade so.. ich dachte es wird ein schlimmes Weihnachtsfest aber jetzt..“ Tai gab ihr zufrieden einen kurzen Kuss und lächelte sie danach an. „Es ist das beste Weihnachtsfest, den es ist...“ Mimi unterbrach sich kurz und schaute Tai verliebt an, der nun richtig ungeduldig war. „Ja es ist?“ Kurz kicherte Mimi, gab ihm noch einen schnellen Kuss und schaute ihn wieder verliebt an. „Christmas with You“