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[Itachi/Sasuke | Wettbewerb]
von

Vorwort zu diesem Kapitel:
Willkommen zu meiner neuen - kurzen - FanFiction "Besucher". Es ist mal wieder etwas zu Itachi & Sasuke, weil die Zwei bei mir derzeit einfach zu kurz kommen.

Diese FanFiction ist ein Beitrag zu Cute_Sasus Wettbewerb, bei der man eine AU Shounen-Ai FanFiction schreiben soll, wo Sasuke den Part des Uke übernimmt. Komplett anzeigen

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Prolog ▷ Ein Blick in den Kalender

Sasuke riss eine Seite aus dem Wandkalender in seinem Zimmer und warf sie achtlos in den Mülleimer unter seinem Schreibtisch – der gar nicht weit von ihm entfernt stand. Sein Blick lag auf der darunter liegenden Seite – dem Datum des heutigen Tages – jedoch nahm er die Zahl gar nicht wahr, auch nicht die Schriftzeichen, die den Namen des Monats bildeten. Nichts sah er wirklich, nur den großen, roten Kreis um die schwarze Zahl herum. Ein Zeichen, dass er sich in den letzten Jahren eingeprägt hatte. Er hatte sich die Zeit genommen um jeden Tag rot einzukreisen an dem er seinen Bruder besuchen konnte. Doch auch wenn dieser Tag gekommen war, konnte er keine überschwängliche Freude verspüren.
 

Einsamkeit zerrte an seiner Seele und ließen ihn zurück in einem tristen, grauen Leben, ohne die wärmenden Farben einer Familie – eines Menschen den er liebte.

Kapitel 1 ▷ Siebzehnter Zweiter

Sasuke stand vor seinem Wohnzimmertisch und überlegte, ob er irgendetwas vergessen hatte. Ausweis – Fahrkarte – Portmonee – Handy – Noch etwas? Ihm fiel nichts ein was er vergessen haben könnte. Viel konnte er eh nicht mit zu seinem Bruder nehmen. Deswegen war es unnötig überflüssige Sachen mit ein zu packen.
 

Der junge Mann strich sich durch sein schwarzes Haar, dass im Licht einen mitternachtsblauen Schimmer hatte, er trug einen einfachen, schwarzen Pullover aus Baumwolle mit einem weitem Ausschnitt und darunter ein weißes T-Shirt, dessen Kragen man sehen konnte. Die Hose die er trug war eine einfache blaue Jeans, die er schon lange besaß und nicht nur ausgeblichen, sondern stellenweise auch dünn und aufgetragen war, weswegen er darunter eine Winterleggins trug.
 

Sasuke sah auf die Uhr und bemerkte, dass er ein wenig zu spät war. Seine Bahn würde bald kommen und auch wenn die Station nicht weit von seiner kleinen, drei Zimmer Wohnung entfernt war, wollte er nicht unbedingt durch den Meter hohen Schnee rennen, der letzte Nacht frisch gefallen war. Der Winter hatte die Welt immer noch fest in seinem Griff.
 

Er drehte sich um und zog seine Winterjacke ruckartig von seiner Couch, wobei etwas klirrend auf den alten Holzboden fiel und genau in dem Moment wusste er, dass er etwas vergessen hatte: Seinen Wohnungsschlüssel. Wobei er ihn ja nicht wirklich vergessen hatte, wenn er die ganze Zeit in seiner Jackentasche gewesen war.
 

Ohne weiter darüber nach zu denken zog Sasuke die Jacke an und hob den Schlüsselbund auf um ihn in seiner Tasche verschwinden zu lassen. Sein Portmonee befand sich in seiner linken Gesäßtasche, zusammen mit seinem Ausweis und seiner Fahrkarte. Sein Handy hingegen in der Rechten. Er tastete noch einmal alles ab um sicher zu gehen, dass alles an Ort und Stelle war und ging dann zur Wohnungstür.
 

Er sah sich noch einmal in dem nicht allzu großem Wohnzimmer um und verließ dann seine Wohnung um – so hoffte er – noch die Bahn zu erwischen um pünktlich zu sein.
 

Die Straßen waren noch nicht vom Schnee geräumt worden, genauso wenig wie die Schienen der Straßenbahnen weil er in einem recht ärmlichen Bezirk wohnte. Der Vorteil war jedoch, dass er die Bahn nicht verpasste, wobei die Kehrseite der Medaille war, dass er dennoch verspätet an dem Treffpunkt angekommen war.
 


 


 

Er stand vor den hohen und alten Steinmauern, die so abstoßend und abschreckend wie eh und je wirkten. Ein Ort an dem er auf keinen Fall leben wollte und wenn er nicht wegen seines Bruders hier wäre, würde man ihn hier niemals zu Sicht bekommen. Warum auch? Hier konnte man nicht einfach so einziehen weil man es wollte.
 

Sasuke trat auf das Tor zu – einem großem aus Stahl – direkt daneben befand sich eine kleine Hütte, mit einem großen Fenster, an dem man vorsprechen musste.
 

»Guten Tag«, murrte eine unfreundliche Männerstimme hinter dem Fensterglas in das kreisförmige Löcher geschnitten worden waren, damit man sich unterhalten konnte. »Was willst du Junge?«
 

Nicht nur die Mauer war unfreundlich, auch die Leute die hier arbeiteten und lebten – mit Ausnahme seines Bruders.
 

»Ich habe einen Besuchstermin.«
 

»Ach … Ist das so?«
 

»Ja. Mein Name ist Uchiha Sasuke. Ich bin der jüngere Bruder von Uchiha Itachi.«
 

»Tzzz. Du schon wieder.«
 

Was sollte das denn bedeuten? Wollte dieser Mann ihm damit etwa sagen dass er hier nicht willkommen war?
 

»Kennst dich hier ja aus, Zwerg. Geh rein.«
 

»Vielen Dank.«
 

»Beeil dich.«
 

Sasuke nickte und wand sich dann dem Tor zu. Ein Signal ertönte und eine rote Lampe leuchtete auf, ehe das Tor zu den Seiten hin auf ging und er hinein gehen konnte.
 

Auch hinter dem Tor war alles kalt und unwirtlich. Die Wände waren mit Metall verkleidet worden, es gab weder Fenster, noch Bilder. Nur Überwachungskameras und Menschen die einen entweder unfreundlich ansahen, oder traurig die Wand anstarrten. Zu letzteren hatte Sasuke einst auch gehört und wenn er mit der Zeit und seinen Besuchen bei seinem Bruder nicht mehr Distanz dazu gewonnen hätte, dann würde er noch immer so sein.
 

Sasuke trat an ein weiteres Fenster hinter dem eine Frau mit langen, rosafarbenen Haaren saß. Ihr Name war Haruno Sakura, sie war 34 Jahre alt und arbeitete hier schon seit sein Bruder eingezogen war.
 

»Guten Tag Sasuke-kun«, sagte sie lächelnd und strich sich eine Haarsträhne hinter ihr rechtes Ohr. »Ich habe dich schon erwartet«, sie deutete auf ihr Buch in dem sie Sasukes Namen, seine Adresse und die Besuchszeit eingetragen hatte.
 

»Ich bin etwas spät.«
 

»Wegen dem Wetter?«
 

Sasuke nickte, während Sakura aufstand und zu der Tür direkt neben dem Fenster ging. Sie kam aus ihrem Büro heraus, schloss dieses ab und trat an den Jungen herum. Sie war nicht mal einen ganzen Kopf größer als Sasuke. »Das kann ich gut verstehen. Ich bin mit dem Auto hier und musste schon früher als normal los fahren«. Sagte sie und lächelte, dann wies sie zu einem Schalter. »Komm, lassen wir deinen Bruder nicht länger warten.«
 

Sasuke folgte ihr zu dem Schalter an dem sie einen Zettel hervor holte. »Du kennst die Fragen ja bereits, also?«
 

»Ich habe nichts dabei, bis auf das Nötigste«, sagte er und kramte alles was er dabei hatte aus seinen Taschen. Sakura notierte sich das Hab und Gut des Jungen und reichte ihm eine kleine Kiste aus einer stabilen Pappe.
 

»Ich werde die Sachen wegsperren, wie immer.«
 

Sasuke nickte zustimmend und packte seine Sachen in die Kiste.
 

»Nun los, geh zu deinem Bruder.«
 

»Bis später«, sagte Sasuke und hob seine Hand, ehe er sich abwandte und den kahlen, traurigen Flur entlang ging.
 

Am Ende des Ganges wartete eine Gittertüre aus schweren Eisenstangen und zwei unfreundliche, hochgewachsene Männer.
 

»Name?«, murrte der Rechte.
 

»Uchiha Sasuke.«
 

»Du willst zu Uchiha Itachi?«, fragte der Linke und Sasuke nickte nur.
 

»Gut«, der rechte Mann nahm einen Schlüsselbund von seinem Gürtel und öffnete das Gittertor. »Folge mir.«
 

Zusammen mit dem Mann schritt Sasuke durch das offene Tor – welches hinter ihnen krachend zufiel – und wurde durch einen engen Flur geführt, an dem links und rechtes in knappen Abständen Eisentüren in der Wand eingelassen waren. Sie gingen den ellen lang erscheinenden Flur entlang, bogen mehr mals um Ecken und gelangten an einer Tür an, die zu einem etwas größeren – bis auf mit einem Tisch und vier Stühlen eingerichteten – leeren Raum gehörte.
 

»Setz dich hin. Dein Uchiha Itachi kommt gleich«, wies der Mann den Jungen an und ließ ihn in dem unfreundlichen Raum allein.
 

Sasuke hasste ihn – genauso wie er diesen ganzen Gebäudekomplex hasste - und er war froh, wenn er nie wieder hier her kommen musste, doch wann das sein würde, wusste er nicht. Er musste auf seinen Bruder warten und sich in Geduld üben – etwas was er noch nie gekonnt hatte.
 

Der Junge nahm auf einem der unbequemen Stühle platz und wartete. Er wartete und wartete. Sasuke hatte keine Ahnung wie lang er an dem kalten, leeren Tisch saß und wartete, aber es kam ihm wie eine Ewigkeit vor, bis die Tür geöffnet wurde und sein älterer Bruder den Raum betrat.
 

»Sasuke«, sagte Itachi. In seinem mageren Gesicht konnte man die ehrliche Freude über den Besuch ablesen, auch wenn er nicht unangekündigt war. Er hatte die ganze Zeit gewusst, wann sein Bruder kommen würde, schließlich schrieben sie sich Briefe. »Du bist wieder ein Stück gewachsen.«
 

»Jetzt beweg dich Uchiha«, sagte der Mann und schubste den älteren der beiden Brüder in den Raum, damit er die Tür zumachen und abschließen konnte.
 

»Es tut mir Leid Sir«, sagte der wohlerzogene, junge Mann und wand sich seinem Begleiter zu. »Ich habe meinen Bruder so lang nicht mehr gesehen, dass ich alles andere um mich herum völlig vergessen habe.«
 

»Spare dir das«, meckerte der Mann und hielt fordernd seine Hand hoch.
 

Itachi verstand die Geste ohne jeglicher Worte und hielt ihm seine beiden Hände hin, damit dieser ihn von den Handschellen befreien konnte.
 

»Vielen Dank Sir, die Dinger sind einfach tierisch unbequem.«
 

Sasuke sah zur Seite. Er hasste es seinen Bruder so zu sehen. In seiner Rolle als Gefangener – Als Mörder – Als Sträfling. Doch auch wenn er für ihn immer der liebevolle und fürsorgliche große Bruder bleiben würde, konnte er dieses Bild nicht ignorieren. Es war einfach allgegenwärtig.
 

»Ich freue mich wirklich dich zu sehen Sasuke.«
 

Der junge Uchiha schreckte aus seinen Gedanken auf. »Ich mich auch.«
 

»Jetzt setz euch endlich hin!«, fuhr der Wärter sie an. Die Männer hier waren alle unfreundlich. Laut Itachi aber auch nur um klar zu machen wer hier das Sagen hatte. Damit die Häftlinge Respekt vor ihnen hatten.
 

Die beiden Brüder folgten der Anweisung ohne große Einwände, oder Umschweife. Berühren durften sie sich eh nicht. Das hatte Sasuke früh lernen müssen, aber nur schwer akzeptieren können – als kleines Kind. Körperkontakt war strengstens untersagt.
 

»Du bist gewachsen Sasuke.«
 

»Das sagtest du bereits Oniisan.«
 

»Sei doch nicht so niedergeschlagen Sasuke«, Itachi lächelte den Jüngeren an und beugte sich etwas vor. »Willst du nicht aufhören mich Oniisan zu nennen? Du bist doch kein kleines Kind mehr.«
 

Sasuke schüttelte den Kopf und sah zum Fenster. Es war winzig und außen waren dicke Eisenstangen angebracht worden. Draußen schneite es schon wieder.
 

»Es sind fast zehn Jahre.«
 

»Ich weiß.«
 

»Wahrscheinlich nenne ich dich immer noch Oniisan in der Hoffnung, dass es irgendwann da weiter geht, wo es aufgehört hat.«
 

»Sasuke ...«, Itachi streckte die Hand nach der seines Bruders aus, doch bevor er diese berühren konnte, wies der Wärter ihn unfreundlich dazu auf, den Kontakt zu unterlassen.
 

»Wie lange muss ich noch warten, ehe du nach Hause kommst?«
 

»Zu lange Sasuke«, flüsterte Itachi. »Zu lange ...«

Kapitel 2 ▷ Vierzehnter Dritter

Itachi strich sich die Haare aus der Stirn – wobei Sasuke ihn genaustens beobachtete um keine seiner Bewegungen zu verpassen.
 

»Ich sollte dringend zum Augenarzt gehen«, merkte der Ältere an und wartete auf eine Reaktion seines Bruders – den man am besten mit der Farbe blaugrau beschreiben konnte. Trüb und traurig, ohne jegliche Freude in seinem Leben.
 

Sasuke sah dem Älteren in die Augen, fast schon als könnte er die Sehstärke seines Bruders ablesen. »Meinst du, du brauchst eine neue Brille?«
 

Itachi zuckte mit den Schultern und zog seine alte, abgegriffene Brille aus seiner Hemdtasche um sie aufzusetzen.
 

»Warum sagst du das dann, wenn du keine Ahnung hast? Du musst doch eine Vermutung haben und sagen können ob diese Brille nicht mehr reicht!«
 

»Naja«, fing Itachi an und musste etwas schmunzeln. Sein Bruder war so verbissen und stur – da war kein Platz mehr für das fröhliche Kind, das er einst war. »Ich sehe dein Lächeln nicht mehr Otouto.«
 

Sasuke stutzte. Sein Lächeln? Itachi sah sein Lächeln nicht mehr und deswegen bereitete er ihm solche Sorgen? »Du verarschst mich doch.«
 

»Ganz gewiss nicht Sasuke.«
 

Schweigen trat zwischen ihnen ein. Das war nicht gerade selten. Es kam immer mal vor, dass sie während der Besuchszeit einfach nur da saßen und sich ansahen. Ohne zu reden. Weil sie sich an einander satt sahen.
 

»Ich verstehe es nicht«, murmelte der Jüngere und sah zum Fenster. Er konnte einen Baum sehen, der bereits voller dicker Knospen war – der Frühling kam näher.
 

»Was verstehst du nicht Otouto?«
 

»Dass du noch so fröhlich sein kannst, obwohl du hier bist. Ich kann einfach nicht lächeln, solang du nicht bei mir bist.«
 

»Aber jetzt bin ich hier Sasuke, ich bin bei dir und du bist bei mir, deswegen freue ich mich und kann lächeln.«
 

Sasuke sah seinen Bruder an. Für einen kurzen Moment war in den dunklen Augen des jüngeren Bruders ein Leuchten zusehen, doch das erlosch ganz schnell wieder. Schneller als es gekommen war. »Das ist Blödsinn Itachi«, gab er murrend von sich. »In ein paar Minuten werde ich wieder gehen und dann bin ich nicht mehr da. Was ist dann mit deinem Lächeln?«
 

»Du wirst wiederkommen, deswegen kann ich mir mein Lächeln bewahren.«
 

Sasuke war von seinem Stuhl aufgestanden und hatte mit seinen Handflächen auf die Tischplatte geschlagen. So heftig, dass sein Bruder sich erschreckt hatte. »Das ist totaler Schwachsinn Itachi!«, der Jüngere war wütend und schien den Tränen nahe zu sein. »Ich werde wieder gehen, kommen und gehen. Ich bin nur ein paar Minuten hier. Wir reden über belanglose Dinge, wie ich in der Schule bin, meine Noten, die Klausuren, ob ich mich gesund ernähre, dass es noch lange dauert bis du nach Hause kommst, dass du mich lieb hast und an mich denkst … Oder das du eine Brille brauchst weil du mein Lächeln nicht siehst.«
 

Itachi schwieg, denn er konnte beim besten Willen nichts darauf sagen. Was sollte er machen? »Es ist für uns beide nicht einfach Otouto. Ich kann nicht das tun was ich will. Nicht an deinem Leben teilhaben. Deswegen musst du mir davon berichten.«
 

»Das ist doch nicht das Problem.«
 

»Was ist es dann Sasuke?«
 

»Ich will das du bei mir bist. Ich brauche dich!«, sagte er, während er innerlich damit kämpfte nicht los zu weinen. »Das hier reicht mir nicht. Schon lange nicht mehr.«
 

»Sasuke ...«, Itachi wollte die Hand heben um seinen Bruder zu berühren, doch ehe es dazu kam, ertönte ein Schriller Laut und der Wärter im Raum meldete sich zu Wort: »Die Besuchszeit ist vorbei.«
 

Sasuke biss sich auf die Unterlippe. Wiedereinmal musste er gehen und seinen Bruder hier zurück lassen, obwohl er das nicht wollte. Bis er seinen Bruder wieder zurück bekommen würde, dauerte es sicherlich noch ewig. Viel zu lang.
 

»Ich komme wieder so schnell ich es kann.«
 

»Darauf werde ich jeden Tag warten.«
 

Sasuke nickte. »Geh zum Arzt, lass deine Augen untersuchen und dann lass mir die Ergebnisse zuschicken, damit ich dir eine neue Brille kaufen kann.«
 

»Wenn ich dann dein Lächeln wieder sehen kann.«
 

»Das kann ich dir nicht versprechen Oniisan.«
 

Sasuke wand sich zu dem Wächter hin um den Raum zu verlassen. Es war jedes Mal schmerzhaft seinen Bruder hier zurück zu lassen. Auch wenn er wusste, dass er ihn wiedersehen würde – auch wenn es nur für ein paar Minuten war, vor allem deswegen – war es jedes mal schwer zu gehen, ohne wie ein kleines Kind ihm um den Hals zu fallen.
 

»Sasuke?«
 

Der Junge hielt inne und drehte sich noch mal zu dem Älteren um.
 

»Es sind nur noch sechs Jahre Sasuke.«
 

»Immer noch sechs Jahre.«
 

»Neun Jahre sind schon herum. Die letzten sechs schaffen wir auch noch.«
 

»Ich hoffe doch.«
 

»Du musst nun wirklich gehen«, mischte sich der Wachmann ein. Er hielt dem jungen Uchiha die Tür auf und wollte ihn mit Gesten seiner freien Hand zum gehen drängen.
 

»Schon gut«, murrte der Jüngere. »Wir sehen uns Oniisan.«
 

»Bis zum nächsten Mal Otouto. Ich freue mich schon.«
 

Sasuke verließ den Raum ohne sich noch einmal nach seinem Bruder umzusehen, denn das würde die ganze Sache nur noch schwerer machen. Er ging also hinaus und erschrak sich bei dem Zufallen der schweren Tür. Wie er dieses Geräusch hasste – genauso wie alles andere an diesem Ort auch.
 

Zusammen mit dem Wachmann ging er den langen Flur entlang bis hin zum Gittertor durch das er ihn hinaus ließ, ehe er zurück in den Besuchsraum ging um Itachi zurück in seine Zelle zu bringen.

Sasuke kannte die Zelle seines Bruders gar nicht. Er hatte sie nie gesehen und irgendwie war er auch froh darüber. Itachi hatte ihm ja auch nie etwas erzählen wollen.
 

Quietschend ging das Tor zu und erst jetzt wagte sich Sasuke sich umzudrehen. Er hatte sich in der Vergangenheit oft ausgemalt wie es sein würde wenn er Itachi mit nach Hause nahm. Der Tag seiner Entlassung hatte ihn bis in seine tiefsten Träume verfolgt, jedoch wirkte er immer noch ungreifbar fern.
 

»Steh hier nicht wie angewurzelt herum!«, sagte der Wächter, der nun alleine das Gittertor bewachte. »Geh weiter.«
 

»Liebend gern«, erwiderte Sasuke und setzte nun seinen Weg alleine fort.
 

Am Empfang saß Sakura, die wohl ihre Schicht begonnen hatte während Sasuke bei seinem Bruder gewesen war. Sie lächelte ihn hinter der Scheibe an und wirkte glücklich.
 

»Ich habe deine Sachen erkannt«, sagte sie und hob die Kiste an, an der ein Zettel hing auf dem der Mann zuvor in unordentlicher Handschrift „Uchiha Sasuke“ geschrieben hatte. »Ich habe gehofft dich zu treffen«, sagta Sakura
 

»Warum?«, fragte der Uchiha und beobachtete wie Sie von ihrem Stuhl aufstand und zu ihm heraus kam.
 

»Ich wollte dich nur etwas fragen«, sagte sie und reichte ihm seine Box. »Wir kennen uns schon so lang.«
 

Skeptisch sah Sasuke sie an. Das wurde hoffentlich kein Geständnis, denn der Altersunterschied zwischen ihnen war enorm. Sie war eine erwachsene Frau und – hatte sie nicht einen Mann, oder zumindest einen Freund? Auch wenn sie sagte, sie würden sich so lange kennen, wusste Sasuke eigentlich kaum etwas von ihr. Wobei ihm das nicht einmal wichtig war.
 

»Außerdem wirkst du immer so niedergeschlagen.«
 

Auch hier konnte Sasuke kaum mehr tun als sie skeptisch anzusehen, doch eher weil er sich dabei ziemlich dämlich vor kam, also kümmerte er sich darum seine Sachen wieder an sich zu nehmen und wieder in seinen Taschen zu verstauen.
 

»Dein Bruder sagte dass er sich Sorgen um dich macht.«
 

»Wann hast du mit Itachi gesprochen?«
 

»Vor ein paar Tagen als ich die Briefe eingesammelt habe.«
 

»Hmm.«
 

»Auf jeden Fall meinte er, du würdest nicht raus gehen und nur in deiner Wohnung hocken und da dachte ich mir, ich lade dich einfach ein«, sagte die junge Frau lächelnd. »Ich habe diesen Monat Geburtstag. Am 23. um genau zu sein und dann will ich ein wenig feiern. Wann weiß ich noch nicht, aber wenn du dabei wärst, wäre das klasse. Wir werden sicherlich viel Spaß haben.«
 

Es dauerte etwas bis Sasuke sich regte, doch dann zuckte er mit den Schultern. »Ich denke nicht, dass ich kommen sollte.«
 

»Warum nicht?«
 

»Ich bin viel jünger als du und wahrscheinlich auch als deine Gäste. Verglichen damit bin ich noch ein Kind und passe ein eine Gesellschaft von Erwachsenen nicht hinein.«
 

»Darum geht es doch gar nicht Sasuke-kun«, sagte Sakura. »Du kannst dich doch nicht so zurück ziehen. Du musst auch mal raus gehen! Du brauchst Freunde.«
 

»Warum glaubst du das beurteilen zu können?«, fragte Sasuke mit gerunzelter Stirn. »Mir geht es gut, du brauchst dir also keinerlei Sorgen um mich zu machen.«
 

»Aber Sasuke-kun.«
 

»Vielen Dank für deine Einladung«, der junge Uchiha verneigte sich vor der Frau und wand sich dann ab. »Ich werde mit meinem Anwalt sprechen damit ich einen neuen Besuchstermin bekomme.«
 

»Sasuke-kun … Denk noch mal darüber nach! Du bist wirklich willkommen und mir macht es auch nichts aus, dass du erst 16 bist, aber wenn du immer nur darauf wartest dass dein Bruder entlassen wird wirst du kaputt gehen.«
 

»Es ist meine Sache, Sakura-san«, sagte Sasuke und versuchte mit seinen Worten, seiner Tonlage und seiner Körperhaltung Abstand zwischen sie zu bringen. »Ich werde auf meinen Bruder warten und was mit mir ist, geht nur mich etwas an. Ich bitte dich darum, dich nicht weiter einzumischen.«
 

Sasuke ging los um diesen ungemütlichen Ort zu verlassen. Das was er gesagt hatte stimmte: Er würde auf seinen Bruder warten, weil er nichts und niemand anderes in seinem Leben brauchte.

Kapitel 3 ▷ Zweiundzwanzigster Vierter

Sasuke trat an die Wand mit den ganzen Briefkästen der Bewohner die in diesem Hause lebten und öffnete seinen. Hinter der Aluminiumtüre kamen drei Umschläge zum Vorschein: Einer mit Werbung, einer von seinem Vermieter und der letzte von seinem Anwalt.
 

Von dem geldgierigen Anwalt hatte er erst in den letzten Tagen einen Brief mit dem neuen Besuchstermin bei seinem Bruder bekommen, also musste es – sofern es keine Absage des Termins war – etwas anderes sein. Eine Rechnung, die weiß Gott viel zu früh dran wäre, oder ein- Sasuke wagte sich gar nicht daran zu denken was es wohl möglich sein könnte. Hinsichtlich der Dicke des Umschlags könnte es sehr wohl der Fall sein, doch bei seinem Glück im Leben – und damit meinte er seine allgemeine Lage: Eltern tot, einziger Verwandter im Gefängnis und er lebte in einer winzigen 3-Zimmer-Wohnung, weil der größte Teil seines Gehalts für den Anwalt drauf ging.
 

Sasuke konnte es nicht abwarten den Umschlag zu öffnen und zu lesen was darin stand, nur nicht hier auf offener Straße. Die Leute redeten eh schon über ihn. Man bezeichnete Sasuke als „Mörderbrut“ und dachte er würde es nicht mitbekommen. Doch einem Uchiha etwas zu verschweigen war schier unmöglich.
 

Der junge Uchiha schob die Umschläge in seine Schultasche und ging in das große Mehrfamilienhaus in dessen oberen Stockwerk Sasukes Wohnung lag.
 

Seine Schultasche landete auf der alten Couch – blieb da jedoch nicht lange, sondern rutschte hinab auf den Boden wo der Inhalt verteilt wurde – den Brief von dem Anwalt hielt Sasuke in den Händen. Seine Finger zitterten und er wusste nicht ob er ihn wirklich öffnen sollte. Was stand darin? Worte die ihm Freude, oder Hass bescherten? Oder schürten sie seine Sehnsucht, die er kaum unterdrücken konnte.
 

Er müsste kochen. Seit dem Frühstück in der Schule hatte er keinen Bissen mehr zu sich genommen. Aber das hier war wichtiger. Viel Wichtiger.
 

Ohne einen weiteren Gedanken zu verschwenden riss er den Umschlag auf und zog einen weiteren heraus, zusammen mit einem Blatt Papier auf dem ein ausgedruckter Text stand: Eine Nachricht von seinem Anwalt.
 

Uchiha Sasuke-san,
 

hiermit übersende ich Ihnen einen Brief Ihres Bruders Uchiha Itachi-san aus dem Gefängnis.
 

Hochachtungsvoll …
 

Sasukes Gefühl hatte ihn also nicht betrogen: es war ein Brief seines Bruders. Seit so langer Zeit. Es war auch das erste Mal seit langem, dass sie sich zwei ganze Monate nicht mehr sehen würden. Vielleicht hatte Itachi ihm deswegen diesen Brief zugeschickt weil er es ebenfalls nicht erwarten konnte.
 

»Ein Brief von Niisan«, dachte er und betrachtete den Umschlag. Er war mit Tesafilm versiegelt und zerknittert, weil ihn schon viele Hände gehalten und überprüft hatten. Natürlich wurden die Briefe die ein Häftling schrieb, oder bekam überprüft, bevor sie in die vorbestimmte Hände gerieten.
 

Sasuke sah auf die Vorderseite, auf die Itachi in seiner sauberen Handschrift seinen Namen geschrieben hatte. Außerdem war ein roter Stempel mit den Zeichen für „Geprüft & in Ordnung“ draufgedrückt worden, als Bestätigung das er versendet werden konnte. Außerdem hatte man in die linke, untere Ecke Itachis Sträflingsnummer notiert, damit man ihn zusenden konnte.
 

»Es ist so lange her, dass ich etwas von dir in den Händen gehalten habe Oniisan«, murmelte Sasuke und hielt sich den Umschlag an die Nase. Er roch keine Spur nach seinem Bruder, nur nach einem Gewirr aus verschiedenen Gerüchen, weil ihn zu viele Leute gelesen hatten. Enttäuschung machte sich in ihm breit. So gesehen war dieser Brief nur ein Tropfen der in ein – fast schon überfülltes – Fass fiel und den Wasserspiegel weiter anhob. Er wollte seinen Bruder zurück haben auf den er schon viel zu lang verzichten musste. Er wusste noch nicht einmal ob sie wirklich noch Brüder waren. Es stand nur auf dem Papier, war nur ein Wort.
 

»Ich bin Uchiha Itachis Bruder.«, »Er ist mein Bruder.«, »Itachi ist mein großer Bruder.«, all diese Sätze hatten seinen Sinn, ganz sicherlich. Sie machten jedem klar, dass sie zusammen gehörten. Sie waren Brüder und würden es immer bleiben. Aber Sasuke zweifelte, dass es diese Bindung wirklich zwischen ihnen gab. Es war eben nur noch ein Titel für das Papier.
 

Sasuke öffnete den Umschlag und zog das Papier heraus auf dem Itachi seine Nachricht für ihn geschrieben hatte. Auch hier waren zahlreiche Spuren der Überprüfung zu sehen. Ein Zeichen dass Itachi nicht Frei war und in gewisser weise nahmen sie auch Sasuke seine Freiheit. Zwar sperrte man ihn nicht in eine Zelle mit Gitterstäbe, doch man nahm ihm seine Rechte nach Geborgenheit, die Nähe der Person die er liebte und sein Briefgeheimnis.
 

Jeder normale Mensch würde sich dagegen auflehnen, dass andere ihre Briefe mitlasen, doch Sasuke hatte kein Recht dazu. Egal wann er seinem Bruder schrieb, wurden die Texte überprüft. Alles was ins Gefängnis gebracht wurde, oder dieses verließ wurde kontrolliert.
 

Der Schüler setzte sich an seinen Schreibtisch um den Brief von seinem Bruder zu lesen. Auf dem Papier war ebenfalls ein Stempel aufgedrückt worden. Rechts oben in der Ecke, sodass er das Datum – des Tages an dem Itachi diesen Brief verfasst hatte – nicht mehr lesbar war.
 

Er strich das Briefpapier glatt – dass wahrscheinlich genauso wenig nach Itachi roch wie der Umschlag – und fing an zu lesen. Langsam um sich jedes einzelne Wort- jede Silbe einzuprägen.
 

Mein geliebter, kleiner Bruder,
 

Sasuke las diese vier Worte mehrmals. Sie besaßen allein schon so viel Wichtigkeit, dass in der Brust des Jungen ein Klos heranwuchs. Er war sein geliebter, kleiner Bruder.
 

Ich weiß das dieser Brief nur ein geringer Trost für dich – und auch für mich – ist, denn der Tag an dem wir uns wiedersehen ist noch so weit entfernt. Ein Monat, auch wenn es mir wie Jahre vor kommt. Ich wüsste viel lieber, dass du früher kommen würdest – oder noch viel besser: Dass ich dich jeden Tag sehen könnte.
 

Genau das ist es was Sasuke ihm jedes Mal sagte. Sasuke wollte seinen Bruder bei ihm wissen, wollte das sie ihr Leben zusammen lebten, ohne einen Tisch der sie trennte, Mauern die sie davon abhielten in einer Wohnung zu leben, Gitter die es verhinderte das sie sich berührten. Doch er musste sich gedulden, etwas was der Junge nie gelernt hatte und nun schien es Itachi genauso zu ergehen. Es war vielleicht nicht schön, aber es freute Sasuke, dass sein Bruder sich genauso fühlte wie er.
 

Genauso wie ich mir wünsche dir das sagen zu können, was ich will, doch aus gegebenen Gründen kann ich es nicht. Ich werde dazu gezwungen dir meine Gefühle und Gedanken im Verborgenen zu schicken, weil sie nur für dich bestimmt sind und für niemanden anderen, der diesen Brief mitliest.
 

Etwas dass er ihm sagen wollte, aber nicht konnte weil ihre Briefe kontrolliert wurden?
 

Der Klos in Sasukes Brust wurde größer und etwas warmes breitete sich in seinem Körper aus und entfachten ein merkwürdiges Gefühl in ihm. Er wusste nicht wie er es benennen wollte. Sasuke konnte noch nicht einmal sagen ob er solche Gedanken überhaupt haben durfte, die von den gelesenen Worten ausgelöst wurden.
 

Genauso wie du, sehne auch ich mich nach dem Ende meiner Haftzeit. Ich ersehne den Tag an dem ich endlich nach Hause kommen kann und dann – das kannst du mir glauben – wird alles besser Otouto. Noch sechs Jahre. Ich weiß ich habe das schon viel zu oft gesagt, aber es stimmt. Es sind nur noch sechs Jahre. Die Hälfte haben wir schon längst geschafft und vielleicht entlassen sie mich wegen guter Führung früher?

Ich vermisse dich wirklich Sasuke, jedoch bereue ich es nicht, dass ich hier bin, denn dass würde bedeuten, dass ich meine Tat damals bereuen würde und dafür war sie zu wichtig für uns – vor allem für dich.

Du magst unsere Familie vielleicht vermissen, weil du zu klein warst um das ganze Ausmaß dieses hinterlistigen und gefährlichen Clans zu verstehen, doch glaub mir, wir beide und alle anderen sind besser dran ohne einen Yakuza-Clan dem es nur darum geht möglichst viel Macht an sich zu reißen.
 

Sasuke wusste warum Itachi ins Gefängnis gegangen war. Der Ältere hatte zwar damit gewartet es ihm zu erklären bis er alt genug war um alles zu verstehen, jedoch hatte er nie an der Unschuld seines Bruders gezweifelt. Itachi hat mit dem Mord an ihrer Familie wohl möglich auf langer Strecke einen Krieg verhindert. Alles verstand er zwar immer noch nicht. Zum Beispiel wogegen seine Familie vor gegangen war. Was wollte der Uchiha-Clan bekämpfen und warum wollte er all die Macht?
 

Und wie konnte Itachi all das hinter ihrer Familie erkennen und das mit gerade einmal zwölf Jahren, wenn Sasuke es noch nicht einmal mit sechzehn verstehen konnte? Wie konnte er in Kindesalter eine solche Entscheidung fällen? Und wie war er u einer solchen Tat fähig gewesen?

Das war das Einzige, was Sasuke nicht wusste und wohl auch nie erfahren würde.
 

Es war ein langer Weg bis hier hin Sasuke, und ich denke es hat sich wirklich gelohnt. Wir haben sicherlich noch ein ganzes Stück vor uns, doch auch wenn wir uns höchstens einmal im Monat sehe,n können wir uns sicher sein, dass es alles ein Ende haben wird.

Nicht nur du sehnst dich nach einem gemeinsamen Leben, auch ich kann diesen Tag kaum noch erwarten und verzehre mich danach dir gegenüberstehen zu können. Ich weiß dass du genauso fühlst und das ist der Grund warum wir das schaffen werden Sasuke.

Nur noch sechs Jahre und dann werden wir wieder zusammen sein. Dann haben wir beide unsere Familie zurück und müssen uns nie wieder trennen.

Es wird uns niemand mehr trennen können.
 

Es erwartet, voller Sehnsucht unser Wiedersehen,

dein dich liebender Bruder.
 

Sasuke saß lange Zeit nur da, ohne das er sich rührte. Er wusste nicht was er denken sollte. In diesen paar Zeilen stand viel mehr, als man herauslesen konnte. Itachi sehnte sich auch nach einem Ende dieser Zeit, jedoch wünschte er sich nicht es ungeschehen zu machen, weil das bedeutete das seine Tat niemals stattfand.

Sie wünschten sich beide eine gemeinsame Zukunft, die sie erst dann antreten konnten, wenn sie diese letzten sechs Jahre überstehen konnten.
 

»Ach Oniisan«, murmelte Sasuke und legte seinen Kopf auf den Tisch neben dem Brief seines Bruders, den er noch oft lesen würde, so oft wie es nur ging, denn wenn er die Worte las die auf diesem Blatt stand, hatte er das Gefühl Itachi wäre bei ihm. Er hörte seine Stimme und spürte seinen sorgenvollen, leidenden Blick auf sich ruhen.
 

Itachi fühlte das Selbe wie er. Er liebte ihn, er sehnte sich nach ihm und ihnen beiden blieb nichts anderes übrig als darauf zu warten das sie sich wiedersehen konnten.

Kapitel 4 ▷ Zehnter Fünfter

Sasuke hatte die letzten zwei Monate darauf gewartet, dass er seinen Bruder endlich wieder sehen konnte. Natürlich war der Brief den er von ihm bekommen hatte für ihn wichtig und wertvoll. So wertvoll, dass er ihn immer bei sich trug – in seinem Portmonee – aber es reichte nicht. Vor allem nach dieser Nachricht musste er ihn sehen. Auch wenn er ihn nicht berühren durfte.
 

Berühren – jedes Mal wenn Sasuke dieses Wort in Zusammenhang mit seinem Bruder benutzte, kam er sich vor als wäre er notgeil. Natürlich musste man es nicht so deuten, dennoch kam Sasuke nicht drum herum an intime, oder innige Berührungen zu denken. An einen Kuss-
 

»Geht es dir nicht gut Sasuke?«, fragte Sakura besorgt. »Du bist so rot. Hast du etwa Fieber?«
 

»Ernsthaft? Fieber?«, ging es Sasuke durch den Kopf. Das woran er dachte war in keinem Fall mit Fieber oder etwas ähnlichem zu vergleichen. Und wenn sie es wüsste, dann wäre sie wohl nicht mehr so freundlich zu ihm. Ob man ihn auch zu einer Haftstrafe verurteilen würde, wenn seine Gedanken ans Licht kommen würden?
 

»Nein es ist alles okay. Vielleicht liegt es an der Wärme.«
 

»Es ist wirklich warm. Hier geht es noch, aber draußen ist es viel zu heiß. Dabei ist noch nicht einmal Sommer.«
 

Sasuke legte sein Portmonee in die Schale, sowie sein Handy und seinen Schlüsselbund. »Kann ich dann?«
 

Sakura tastete seine Taschen in der Hose ab, dann nickte sie. »Geh ruhig du kennst dich hier ja schon aus. Ach und, heute hat er mal wieder Dienst.«
 

Er – das bedeutete Hatake Kakashi stand an der Schleuse, was Sasuke einen angenehmen Übergang bereiten würde. Er kannte Kakashi schon genauso lang wie Sakura und auch wie die junge Frau war er ihm positiv gesinnt und unterstützte ihn und seinen Bruder wo es nur ging. In seiner Gegenwart war es ihnen sogar gestattet sich zu umarmen. Die Nähe die Sasuke so ersehnte war plötzlich in greifbar.
 

»Danke für die Information«, sagte Sasuke so nüchtern, als wäre es nichts besonderes. Er war noch nie gut darin seine Gefühle vor anderen – außer seinem Bruder – offen zu zeigen. Er wollte es auch nicht, denn in der Vergangenheit hatte er lernen müssen, dass ihm nur Mitleid dargeboten wurde. Mitleid gepaart mit Verachtung. Wieso konnte es keiner verstehen, dass Sasuke immer noch seinen Bruder besuchte? Warum war es in den Augen der Anderen eine Beleidigung seiner verstorbenen Eltern? Selbst die entferntesten Verwandten lehnten ihn deswegen ab.
 

Der unfreundliche Flur, erschien Sasuke dieses Mal gar nicht mehr so lang wie sonst zu sein. Schon früh konnte er Kakashis Stimme – gedämpft von dem Mundschutz den er immer trug – hören und es bereitete ihm Hoffnungen. Er würde Itachi nicht nur sehen, sondern auch seine Arme spüren können und das nur wegen der Gutmütigkeit dieses Mannes.
 

Eigentlich war er durchgehend von der guten Laune anderer abhängig.
 

»Ah, Sasuke«, sagte Kakashi als er den Uchiha sah. Er stand an dem Gittertor, dass den „öffentlichen Teil“ des Gefängnisses von den Zellenbereich abschnitt. »Wir haben uns lang nicht mehr gesehen.«
 

»Fast sechs Monate«, antwortete der Jüngere.
 

»Ja, ich hab immer andere Schichten gehabt. Viele Nachtschichten muss ich sagen.«
 

Sasuke zuckte mit den Schultern. »Begleitest du mich?«
 

Der Grauhaarige sah zu seinem Kollegen, der daran kein allzu großes Interesse zu haben schien. »Na dann komm Sasuke.«
 

Kakashi öffnete das Gittertor und ging vor, wissend das Sasuke ihm folgen würde.
 

»Es ist doch eine Schande, dass du hier drinnen hockst, statt draußen das schöne Wetter zu genießen.«
 

Sasuke zuckte mit den Schultern und sagte nichts weiteres dazu. Jedoch lief er hinter Kakashi, sodass er die Geste nicht sehen konnte. »Es ist nicht schlimm. Mein Bruder ist mir wichtiger als das Wetter.«
 

»Hmm«, gab der Wärter von sich und sah durch ein Fenster hinaus in den Innenhof. »Naja, vielleicht kann man das ja auch mal miteinander kombinieren.«

Kakashi blieb stehen und sah den jungen Uchiha abschätzend an. »Bei deinem blassen Teint tut dir das sicherlich gut mit deinem Bruder auf dem Hof spazieren zu gehen.«
 

»Draußen?«, Sasuke sah ebenfalls zum Fenster hinaus. »Das geht?«
 

Der Wärter lachte. »Ja, das geht. Wir haben draußen einen Gang, der ist zwar eingezäunt und man hat auch keinerlei Möglichkeit um die Richtung spontan zu wählen, aber es ist an der frischen Luft und ihr kriegt ein wenig Sonne ab«, Kakashi kratzte sich am Hinterkopf. »es ist vielleicht etwas übertrieben wenn man es als einen „Spaziergang“ betitelt, aber besser als nichts ist es alle Male.«
 

Sasuke nickte zustimmend. »Und das geht einfach so?«
 

»Eigentlich sollte das von deinem Anwalt vorher angemeldet werden, aber immer wenn es so warm ist, kommt es vor, dass ich so etwas einfach verschwitze.«
 

Der junge Uchiha sah in das zwinkernde Auge des Älteren und konnte seine Gedanken gerade nicht ordnen. Er war zwar wieder einmal auf die Gutmütigkeit einer anderen Person angewiesen – man hatte ihm zu vor nicht nicht einmal von dieser Möglichkeit erzählt – aber auch wenn es unangenehm war, mochte Sasuke diese Vorzüge die Kakashi ihm bot doch schon.
 

»Ich bring dich schon mal hin und dann hole ich deinen Bruder.«
 

Kakashi geleitete Sasuke zum „Hof“ und setzte ihn vor einer Eisentür ab.
 

»Bis gleich. Wander' hier nicht herum.«
 

Warum sollte Sasuke das tun? Er sah dem Älteren hinter her, bis dieser hinter einer Ecke verschwunden war. Er mochte diesen Ort nicht und wollte gar nicht wissen unter welchen Umständen sein Bruder leben musste. Es würde ihn wahrscheinlich nur verrückt machen und das erschwerte die Lage der beiden Brüder lediglich nur.
 

Sasuke wand sich der Tür zu und sah durch die Gitterstäbe hindurch hinaus. Es war wirklich nur ein umzäumter Weg, der um den Hof herum führte. Mehr „Ausgang“ wurde da nicht ermöglicht. Dabei war es ihm ein Bedürfnis mit Itachi einmal „auszugehen“. Ins Kino, oder sonst irgendetwas. Der junge Uchiha zog sich so zurück, dass er keine Ahnung davon hatte was jugendliche in seinem Alter in ihrer Freizeit unternahmen.
 

Eigentlich war er das reinste Trauerspiel.
 

»Otouto.«
 

Sasuke reagierte sofort auf die Stimme seines Bruders und wand sich in die Richtung in der Kakashi verschwunden war. Dieser kam mit Itachi an seiner Seite – dessen Hände wieder einmal in Handschellen steckten – auf den Jüngeren zu. Auch ein Hatake Kakashi konnte nicht jede Regel ignorieren, selbst wenn er es nur gut meinte.
 

»Oniisan«, murmelte Sasuke. Seit diesem Brief sah er Itachi das erste Mal. Er stand ihm das erste Mal seit dem gegenüber und musste das Bedürfnis ihm um den Hals zu fallen unterdrücken. Er würde ihm gerne so viel sagen und selbst wenn sie da draußen im Gang waren konnte er es nicht. Solange Itachi seine Zeit hier absaß, würden sie sich nie so nahe sein.
 

»Du siehst gut aus Sasuke«, sagte Itachi und lächelte. »Ist es nicht toll das wir ein wenig raus an die frische Luft kommen?«
 

Der Jüngere nickte. Itachi stand direkt vor ihm und sah glücklich aus. Wie jedes Mal wenn sie sich trafen. Diese unmissliche Lage – in der sich hauptsächlich Sasuke befand – schien ihm nichts auszumachen. Das sein Bruder ihm etwas vor spielte wusste er jedoch schon seit einiger Zeit.
 

»Wirst du den die um behalten?«, Sasuke sah auf die Handschellen und dann zu Kakashi, der mit dem Kopf schüttelte. Er hielt den Zeigefinger seiner rechten Hand vor seinen Mundschutz und zwinkerte ihm zu.
 

»Komm schon«, forderte Itachi seinen jüngeren Bruder auf und wies mit einem Kopfnicken zur Eisentür. »So lange bist du gar nicht hier, also lass uns die Zeit die wir haben ausnutzen.«
 

Sasuke nickte zustimmend und kurz darauf schloss Kakashi die Tür auf und bat sie heraus zu gehen. »Eigentlich muss ich mit euch gehen, aber ich werde hier stehen bleiben«, erklärte der Mann und hielt sich die Hände an die Stirn um zu verhindern dass seine Augen von der Sonne geblendet wurden. »benehmt euch also, schließlich vertraue ich euch.«
 

»Vielen Dank Hatake-san«, sagte Itachis und ließ sich von dem Wärter die Handschellen abnehmen. »Lass uns einen kleinen Spaziergang machen Otouto.«
 

Sasuke nickte etwas zurückhaltender. Es war ungewohnt und irgendwie merkwürdig, dass sein Bruder ihn zu einem Spaziergang aufforderte. Itachi ging einfach vor und streckte sich, während Sasuke ihm nach sah. Wenn die Gitter um sie herum nicht wären, dann könnte man glatt meinen, sie würden wirklich spazieren gehen. Aber der Zaun holte Sasuke in die Wirklichkeit zurück.
 

»Versuch es einfach auszublenden Sasuke. Genieße diesen Moment und mach dir den nicht durch das Umfeld kaputt.«
 

Der junge Uchiha sah zu dem Wärter hinter sich, der kurz die Uhr an seinem Handgelenk betrachtete. »Jetzt hau schon ab. Die Zeit kann ich nämlich nicht für euch anhalten.«
 

Sasuke nickte und holte dann zu seinem Bruder auf. »Kakashi weiß von nichts zwischen uns oder?«
 

Itachi schielte zurück. »Nein, er weiß rein gar nichts.«
 

»Warum hilft er uns dann so?«
 

Der Ältere zuckte mit den Schultern. »Er will nett sein und ich glaube, er macht sich Sorgen um dich.«
 

»Hmmm.«
 

»Ich mir im Übrigen auch Sasuke.«
 

Sasuke nickte. Er war sich im klaren dass er seinem Bruder nur unnütze Sorgen bereitete. »Es wird besser, dass verspreche ich dir.«
 

»Das ist schön.«
 

Sasuke ging neben seinem Bruder und sah immer mal wieder nach links und nach rechts zu den Gitterzäunen. Links neben ihm war der Hof, auf dem die Gefangenen ihren Freigang genießen konnten. In einem Brief hatte Itachi ihm davon erzählt, dass er den Hof mied. Bei dem was sich da tummelte, konnte Sasuke das auch verstehen.
 

»Ey Uchiha! Hast du dir da ein Betthäschen für die Zeit nach der Haft gesucht?«, rief ein hochgewachsener, breiter Mann mit Narben im Gesicht. Seinen Körperbau konnte man sehr gut mit dem Begriff „Schrank“ beschreiben.
 

»Süßen Jungen hast du da! Reich den mal rüber!«, rief ein anderer. Wer das war, konnte Sasuke nicht ausmachen.
 

»Hör einfach nicht hin«, flüsterte Itachi mit einem leisen Knurren in der Stimme. Es war ungewohnt ihn so zu hören. »Aber es gefällt mir, dass sie gleich bemerken, dass du zu mir gehörst.«
 

Sasuke spürte wie Itachi unauffällig seine Hand nahm. Er verschränkte ihre Finger ineinander und drückte diese mit sanftem Druck zusammen. »Ich habe schon immer dir gehört und so wird es auch bleiben«, flüsterte Sasuke zurück.
 

Sie durften ihre Gefühle vielleicht nicht offen aus leben, aber das Wenige was sie hatten genossen sie in vollen Zügen.

Kapitel 5 ▷ Fünfter Sechster

Der Sommer kündigte sich durchwachsen an. Mal regnete es Stunden oder gar Tage lang und dann schien die Sonne, sodass die Hitze fast schon ins unerträgliche anstieg. Heiß – Kalt – Heiß – Kalt. Das Wetter konnte sich nicht wirklich entscheiden und auch die Wettervorhersagen waren nicht immer ganz zuverlässig, weswegen die meisten darauf keinen Wert legen und zumindest einen Regenschirm dabei haben.
 

So auch Sasuke.
 

Es war einer seiner letzten Schultagen vor den Sommerferien, auch wenn es nicht nach Sommer aussah und vor allem nicht nach Ferien. Draußen schüttete es, als hätte es seit Jahren nicht mehr geregnet und man konnte nur noch wenige Meter weit sehen.
 

Zwei Mädchen – die vor dem Uchiha an den Tischen saßen – konzentrierten sich nicht auf den Unterricht und tuschelten miteinander aufgrund des schlechten Wetters und nicht nur sie waren genervt von dem andauerndem Regen: Auch ihre Lehrerin Mitarashi Anko blickte zum Fenster hinaus und seufzte.
 

»Das ist ja ein gutes Zeichen für eure Sommerferien. Da könnt ihr froh sein, wenn ihr genügend Hausaufgaben bekommt, die ihr erledigen müsst.«
 

Die Schüler murmelten genervt und ein paar beschwerten sich darüber.
 

»Ich kann euch schon verstehen. Als ich noch Schülerin war, habe ich auch nicht viel von den Sommerhausaufgaben gehalten«, die Frau lachte und hielt dann ihr Lehrbuch hoch. »Konzentrieren wir uns lieber wieder auf den Unterricht, als auf das Wetter.«
 

In Sasukes Nähe saß jedoch ein Schüler der sich nicht wieder beruhigen und konzentrieren konnte. Er hatte jedes Mal damit Probleme daran überhaupt zu denken. Er gehörte zu den Schülern die knapp vor Ende der Ferien mit den Aufgaben anfingen und sie dann nur halb und Fehlerhaft übergaben. Bei Aufsätzen hatte er schon des öfteren das Thema komplett verfehlt.
 

Als Kinder hatten sie viel Kontakt gehabt. Hatten miteinander gespielt und gelernt. Da waren die Aufgaben des Anderen auch weit aus besser ausgefallen als jetzt. Doch seit Itachi im Gefängnis war, hatte Sasuke sich von seinem damals besten Freund zurück gezogen und den Kontakt abgebrochen. Naruto hatte das zwar nicht gefallen, doch gegen Sasukes Sturkopf konnte niemand etwas tun, nicht einmal Itachi.
 

Auch wenn Mitarashi-sensei versuchte den Unterricht weiter zu führen und die Konzentration der Schüler und Schülerinnen auf sich zu lenken, mit der Erwähnung der Ferien und der Hausaufgaben – vor allem dieser – war es so gut wie unmöglich, noch irgendetwas außer dem Unterrichtsende zu organisieren.
 

Während alle anderen Schüler sich aus dem Klassenraum begaben, wartete Sasuke noch ein wenig, denn er hatte keine Lust sich durch den überfüllten Flur zu drängen und da ihn zu Hase eh niemand erwartete, brauchte er sich nicht zu beeilen.
 

»Sasuke«, sagte eine Jungenstimme.
 

Der Uchiha erkannte schon wer es war, reagierte aber trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – nicht und kontrollierte lieber sein Handy nach ungelesenen Nachrichten.
 

»Sasuke«, in der Stimme des ungebetenen Gastes lag nun mehr Nachdruck. Sie war drängender und wahrscheinlich würde er auch nicht nachgeben, ehe Sasuke nicht reagiert hatte.
 

Der Uchiha legte sein Handy auf dem Tisch – keine Nachricht war während des Unterrichts eingegangen – und starrte einige Augenblicke auf seinen Handrücken. Warum konnte der Kerl nicht einfach gehen, wo er doch so offensichtlich ignoriert wurde?
 

»Mensch Sasuke«, sagte der Andere und seufzte. »Was soll das? Was habe ich dir getan?«
 

»Muss ich den einen Grund haben, damit man mich in Ruhe lässt?«, erwiderte Sasuke kalt. Nun würde er den Blondschopf vor ihm niemals los werden.
 

»Ich habe als dein bester Freund eine Erklärung verdient!«, es war ein Vorwurf den Sasuke definitiv verstand, aber es nicht als sein Problem ansah.
 

»Ich bin dir keine Erklärung schuldig Naruto.«
 

»Du bist ein verdammter Idiot. Was ist nur los mit dir?«
 

Eine Diskussion mit Uzumaki Naruto zu beginnen war ein trauriges Unterfangen. Allein schon weil er von Sachen die er sich in den Kopf gesetzt hatte nicht abzubringen war. So gesehen besaß Naruto einen eben so großen Sturkopf wie Sasuke.
 

Der junge Uchiha stand auf und schulterte seine Schultasche um den Raum zu verlassen. Vielleicht verstand Naruto ja das. Doch danach sah es ganz und gar nicht aus.
 

»Wir haben immer alles zusammen gemacht Sasuke und ganz plötzlich warst du weg!«, sagte Naruto und folgte Sasuke wie ein Schatten.
 

»Du nennst das plötzlich?«, der – nur ein halbes Jahr – ältere Junge konnte seinen Spott nicht verbergen. Hatte Naruto den wirklich keine Ahnung warum Sasuke sich zurück gezogen hat? Für so dumm hatte er ihn nun wirklich nicht gehalten. »Gerade du solltest wissen was in meinem Leben passiert ist.«
 

»Natürlich weiß ich was los war! Ich kann dich auch verstehen und weiß wie du dich fühlst, aber deswegen hättest du mich nicht aus deinem Leben ausschließen müssen!«
 

»Wie oft soll ich es dir noch sagen?«, fuhr Sasuke den Blonden an ohne nur einen Augenblick anzuhalten. Die anderen Schüler auf dem Flur warfen ihnen verwunderte Blicke zu. »Du hast keine Ahnung wie es mir geht und wie ich mich fühle! Geschweige denn was in mir vor sich geht!«
 

»Das redest du dir ein! Mikoto war für mich wie eine Mutter! Meine Eltern sind auch tot Sasuke!«
 

»Du hast sie nie kennengelernt!«
 

»Meinst du das macht es für mich einfacher?«
 

Sasuke schwieg und ging stur gerade aus auf die Treppe zu, um durch den Haupteingang zu verschwinden. Er musste dringend mit seinem Anwalt sprechen, weil er noch immer keinen neuen Besuchstermin für seinen Bruder hatte. Er wollte einfach nur zu Itachi. Er war der einzige wichtige Mensch in seinem Leben.
 

»Sasuke bitte. Du kapselst dich ab! Lebst im Schatten und leidest lediglich vor dich hin!«, sagte Naruto flehend, doch sein ehemaliger Freund reagierte nicht darauf. »Du lebst doch nur noch für deinen Bruder, der im Knast sitzt!«
 

Sasuke blieb ganz plötzlich stehen, sodass Naruto beinahe in ihn rannte. Vor ihnen war die Treppe die ins untere Geschoss führte und um sie herum unzählige Mitschüler.
 

»Früher«, fing Naruto an. Da Sasuke stehen geblieben war schöpfte er Hoffnung ihn erreichen zu können. »Früher haben wir zusammen Fußball gespielt und von einer Karriere als Profispieler geträumt und du hattest – hast – schon immer ein wahnsinniges Talent gehabt und nun … Du hast alles weggeworfen. Deine Träume und deine Zukunft und hältst an dem … Mörder deiner Familie fest. Warum?«
 

Sasuke atmete – gezwungen – ruhig ein und aus. Warum sollte er nun nicht an die Decke gehen? Naruto beleidigte ihn und auch seinen Bruder. Vor allem Itachi. Er war so ahnungslos. »Weil er es nicht wissen kann. Ich weiß es doch auch nicht warum Itachi das gemacht hat.«
 

»Sprich mit mir. Verrat mir was los ist.«
 

»Es ist meine Sache was ich tue und was nicht. Ich habe keine Lust darauf mit euch irgendwelchen kindischen Träumen nachzujagen und meine Zeit zu verplempern.«
 

Naruto schluckte. »Du bist es doch der deine Zeit verplempert! Du wirfst dein Leben weg und verbringst deine Zeit bei einem Verbrecher im Gefängnis.«
 

Es ging schnell- Sasuke drehte sich um und packte Narutos Kragen an dem er ihn hoch zog. Sofort mischten sich andere Schüler ein und brachten die beiden auseinander.
 

»Du hast gar keine Ahnung von mir oder von Itachi.«
 

»Dann sag es mir doch! Schließ' mich nicht aus deinem Leben aus!«
 

Sasuke seufzte und hob seine Tasche vom Boden auf, die bei dem kleinen Handgemenge heruntergefallen war. Er hatte nicht den Nerv dazu Naruto in sein Leben zu lassen, doch was blieb ihm anderes übrig?
 

Plötzlich vibrierte sein Handy in seiner Hosentasche und alles war vergessen. Wer sollte ihn anrufen wenn nicht der Anwalt?
 

Sasuke wand sich von Naruto ab und nahm den Anruf entgegen.
 

»Hallo. Ich habe auf Ihren Anruf gewartet Motomiya-san.«
 

Das Telefonat zwischen Sasuke und seinem Anwalt dauerte einige Minuten in denen Sasuke kaum Worte von sich gab.
 

»Was?«, fragte er plötzlich. »Das geht nicht! Warum sollte ich meinen Bruder nicht besuchen können?«
 

Dann war es wieder ruhig.
 

»Ja … Ja … Ist in Ordnung.«
 

Sasuke sah nicht wirklich begeistert aus, eher niedergeschlagen.
 

»Bitte tun Sie das. Vielen Dank für Ihre Mühe«, Sasuke legte auf und ging dann einfach, so als hätte er die Auseinandersetzung mit Naruto komplett vergessen, jedoch war er einfach nicht in der Stimmung sich weiter mit ihm zu befassen.
 

»Sasuke! Wo gehst du nun hin?«, rief Naruto, doch der Uchiha ging einfach weiter. Erst hinunter ins erste Obergeschoss, dann ins Erdgeschoss zum Haupteingang.
 

Es regnete immer noch in strömen und schien nicht aufhören zu wollen. Der Himmel bestand anscheinend lediglich aus einer dunklen Regenwolke. Fast schon wie in einem dieser „Weltuntergangs“- Filmen in denen die Menschen gegen Naturkatastrophen kämpfen mussten. Zum Glück hatte Sasuke es nur mit negativen Nachrichten zu tun.
 

»Was ist los?«, fragte Naruto als er neben Sasuke im Eingang stehen blieb. »Was für ein beschissenes Wetter.«
 

»Mir egal«, sagte Sasuke und entnahm seiner Schultasche den Regenschirm. »Geh nach Hause und lass mich in Ruhe Naruto.«
 

Der junge Uchiha spannte den Regenschirm auf und trat hinaus in den Regen um selbst nach Hause zu gehen. Doch das er Naruto nun nicht los werden würde – besonders da es ihm so ganz offensichtlich schlecht ging – hätte er wissen müssen.
 

»Ich gehe nur ein Stück mit dir zusammen.«
 

»Mach doch was du willst.«
 

»Werde ich auch.«
 

Schweigen trat ein, es waren nur der Regen und die anderen Schüler, so wie den Verkehr zu hören.
 

»Wer war das denn am Telefon?«, fragte Naruto. »Schlechte Nachrichten wegen deinem Bruder?«
 

»Und wenn? Was interessiert dich das?«
 

»Ich kenne dich und Itachi länger als ich denken kann.«
 

Sasuke schwieg. Naruto war der Sohn einer Freundin seiner Mutter. Klar hatten sie sich da früh kennengelernt. Wie oft hatte Mikoto gesagt das sie Naruto gerne aufnehmen würde? Viel zu oft.
 

»Itachi war damals doch noch ein Kind gewesen oder? Zwölf Jahre oder so.«
 

»Ja war er.«
 

»Wie kommt es dann das er so hart bestraft wurde?«
 

Verwundert sah Sasuke zu Naruto der versuchte so unauffällig wie möglich unter Sasukes Regenschirm mitzulaufen.
 

»Es hätte doch für ihn ein Jugendgesetz gelten müssen oder nicht?«
 

Der Uchiha nickte und erklärte ihm dann die Situation: »Itachi wollte es so. Er hat darum gebeten wie ein Erwachsener bestraft zu werden.«
 

»Oh- Das … Irgendwie passt es zu Itachi. Er war ja schon immer so … gewesen. Nicht das er viel Scheiße gebaut hat, aber ihm war es ja immer wichtig gewesen das man die Konsequenzen zu seinen Taten trägt.«
 

»Ja das stimmt.«

Epilog ▷ Dreiundzwanzigster Siebter

Mit voller Wucht warf Sasuke den Papierklumpen gegen die Wand und gab dabei einen Laut von sich, der verdächtig nach dem Knurren eines Tieres klang.
 

Er war wütend. Wütend auf seinen Anwalt – Motomiya-san – wütend auf die Situation und auf sein Schicksal. Das sollte nun der zweite Monat sein in dem er seinen Bruder nicht zu sehen bekommen sollte – das hatte ihm dieser Brief mitgeteilt. Im letzten hatte man ihm schon seinen Besuchstermin abgesagt und nun war er in genau der selben Situation. (Mit dem Unterschied das sein Anwalt dieses Mal einen Brief geschickt hatte statt persönlich anzurufen.)
 

Am liebsten würde er alles kurz und klein schlagen – wobei er eigentlich nicht der Typ für solche Wutausbrüche war – es konnte doch nicht sein, dass man ihm zwei Mal hinter einander sein Besuchsrecht verwehrte! Einen Monat über vielleicht – das hatte ihm der Anwalt schon mal gesagt – aber direkt danach noch einmal? Das war ein schlechter Scherz!
 

Das Schlimmste war, dass Sasuke dagegen rein gar nichts tun konnte. Klar wurde ihm eingeräumt dagegen anzugehen, doch das brachte in der Regel nicht sehr viel. Bisher hatte es noch nie geklappt. Eine Absage blieb eine Absage.
 

Aber vielleicht lag es auch an dem Vorteil den Kakashi ihm bei seinem letzten Besuch verschaffen hatte. Zwar hatte noch nie jemand ein Sterbenswörtchen darüber verloren, doch hatte der Wärter ihm jedes Mal vor dem regelwidrigem Handeln gewarnt. War das also die Bezahlung für ihren spontanen Spaziergang? Dabei war dieser umzäumte Gang es nicht einmal wert das Sasuke nun zwei Monate der Sehnsucht ausgesetzt war und von ihr zerfressen wurde.
 

Dramatisierte er da nicht gerade etwas? Itachi müsste es genauso gehen wie ihm und er saß in einem etwas größerem Kaninchenkäfig da seine Zeit ab. Wohl möglich mit einen aufdringlichem Mitbewohner. So wie man Sasuke hinter her rief, würde ihn das noch nicht einmal wundern, wenn man Itachi ebenfalls zu nahe trat – außerdem hörte man doch immer die gruseligsten Schauergeschichten über Sträflinge.
 

Vergewaltigungen.
 

Prügeleien.
 

Drogen.
 

Man sagte ja, dass Vergewaltiger von Frauen und Kindern – vor allem von Kindern – ein schlechteres Leben unter ihren Mitgefangenen hatten und das war Itachi ja nicht. Er hatte lediglich- Mehrere Morde begangen. Das Itachi auch nie irgendetwas über seine Haftzeit erzählte, sondern nur wie sehr er Sasuke vermisste, hatte der Jüngere auch keine Ahnung was er da drinnen erleiden musste. Vielleicht zollten die Anderem ihm auch ihren Respekt, weil der Uchiha bei seiner Tat so jung gewesen war.
 

Sasuke hatte keine Ahnung was Itachi durchmachen musste und das war auch so von dem Älteren gewollt. So gesehen wurde der Jüngere von seinem Bruder ausgeschlossen wie er es mit Naruto tat – mit dem er auch jetzt noch nicht wieder Kontakt haben wollte. Er konnte es einfach nicht.
 

Der Uchiha sah zum Kalender. Ausgerechnet den heutigen Tag hatten sie ihm gestrichen, dabei war dieser doch um so wichtiger als alle Anderen. Sasuke wollte diesen mit seinem Bruder verbringen, auch wenn es nur eine Stunde war. Er hatte letzten Monat schon nicht zu Itachis Geburtstag bei ihm sein können – selbst wenn der Termin viel zu früh gewesen wäre – und dann wurde der zu Sasukes ebenfalls abgesagt.
 

Er ließ sich auf die Couch sinken und verschränkte seine Arme. Der Tag war hinüber. Komplett gelaufen und dieser Geburtstag war mit Abstand der Schlimmste von allen – wenn die Male der Vergangenheit denn überhaupt als Geburtstage bezeichnet werden konnten. Wer „feiert“ schon gerne in einem Gefängnis?
 

Jedes Jahr war er zu Itachi gegangen, hat sich von ihm gratulieren lassen, mit ihm wie an jedem anderen Besuchstag geredet und war dann wieder nach Hause gegangen, wo er auf den nächsten Besuchstermin gewartet hatte und nun saß er hier ohne zu wissen wann er seinen Bruder überhaupt wiedersehen konnte. Ahnten diese Typen eigentlich was sie ihm und Itachi damit antaten?
 

Die Sehnsucht nagte an Sasuke, das konnte er am ganzen Körper spüren. Es fühlte sich an wie unzählbar viele Ameisen die über seinen Körper krabbelten und in seine Haut zwickten um zu prüfen ob dieser etwas essbares war. Ein wirklich widerliches Gefühl, weswegen Sasuke sich auf der Couch wand um die eingebildeten Ameisen los zu werden – es brachte jedoch nichts. Gar nichts.
 

Der Junge drehte sich auf den Bauch und drückte sein Gesicht in eines der Couchkissen um laut schreien zu können – ohne dass er seine Nachbarn damit belästigte. Diese Einsamkeit, dieses Warten, das alles machte ihn fertig und er wusste keinen Ausweg um ihm zu entkommen. Wie sollte er das alles überstehen? »Noch sechs Jahre«, dachte Sasuke und drehte seinen Kopf zur Seite. Zum einen weil er dringend Luft schnappen musste und zum anderen weil er das Bild von seinem Bruder und ihm – aus ihrer Kindheit – sehen wollte, dass auf dem Fernseher stand.
 

Alte Erinnerungen, das war ihm als Einziges von seinem Bruder geblieben. Alte Bilder, zu klein gewordene Klamotten, alte Plüschtiere – wobei Itachi nur eines gehört hatte, den Rest hatte er immer Sasuke geschenkt – Bücher, Schulhefte – er hatte so gut wie alles von damals behalten. Es war alles verpackt in Kisten – bereit es wegzuschmeißen, doch Sasuke brachte es nicht über sich das zu tun. Würde er sich von all diesen alten Erinnerungen trennen, hieß es, er würde die Vergangenheit wegwerfen und die war ihm doch als Einziges geblieben. So nah und doch weit entfernt, unerreichbar – zerbrochen.
 

Sasuke spürte eine Träne über seine Haut rin und wischte sie weg. Wann hatte er das letzte Mal geweint? Er konnte sich nicht mehr erinnern. Als Kind hatte er oft geheuelt, geflennt und kaum aufgehört. Es war ihm nicht einmal möglich gewesen zur Schule zu gehen – verständlicher Weise – doch mit der Zeit hatte er das in den Griff bekommen und nun lag er hier und weinte?
 

Er vermisste Itachi, weil er ihn liebte. Das war die ganz einfache Erklärung für die Situation. Wie sollte man ohne einen geliebten Menschen leben? Das ging nicht! Unzählige Studien und Tests hatten doch bereits bestätigt, dass Menschen ohne Kontakte zu geliebten Menschen nicht leben konnten. Wie Blumen ohne Wasser gingen sie ein und so war es auch mit Sasuke. Diese Besuchszeiten bei Itachi reichten nicht – ganz und gar nicht.
 

»Vielleicht«, murmelte Sasuke und drückte sein Gesicht wieder in das Couchkissen. »Vielleicht sollte ich arbeiten gehen«, dachte er und legte sein Kinn auf das Kissen, sodass er gerade aus sehen konnte. »Dann sitze ich nicht nur hier herum und kann meine Gedanken etwas ablenken, wenn das überhaupt möglich ist.«
 

Unmotiviert erhob sich Sasuke in eine aufrichtige Position und griff nach dem Telefon das auf dem Wohnzimmertisch vor ihm lag. Es dauerte einige Augenblicke bis er sich dazu durchringen konnte die Telefonnummer seiner Vorgesetzten – Akimoto Sayaka – zu wählen um darum zu bitten arbeiten zu dürfen.
 

Sayaka-san konnte ihm jedoch nicht zu sagen. Sie vertröstete ihn und erklärte, dass sie alles geplant hatte und nichts für ihn zu tun wäre – derzeit – sollte sich daran jedoch etwas ändern wollte sie sich melden. Doch davon hatte Sasuke genau gar nichts. Er war also weiterhin zum herumsitzen verdammt, ohne etwas tun zu können. Allein mit seiner Einsamkeit und seinen unglaublich schrecklichen Gedanken, die ihn zu erschlagen drohten.
 

Was sollte er tun?
 

Sasuke fühlte sich so klein wie seit langem nicht mehr. Ein kleines Blatt, dem nichts anderes übrig blieb als ein Spielball des Windes zu sein. Wehrlos und schwach – dabei waren diese Wörter nicht einmal wirklich zutreffend für ihn. Eigentlich war er alles andere als wehrlos und schwach, wo er die letzten Jahre doch sehr gut alleine klar gekommen war und sich ohne die Hilfe von Außenstehenden durchs Leben schlug. Doch jetzt wo er nichts gegen seine Situation tun konnte, war es eine treffende Beschreibung für ihn.
 

Sein Handy klingelte und jagte dem jungen Uchiha einen Schrecken ein, weswegen er nicht direkt dran ging. Wer oder was sollte es schon sein? Naruto – wobei er nicht einmal seine Handynummer haben sollte – oder irgendeine Institution die ihm zur Feier seines Geburtstags Prämien andrehen wollte?
 

»Uchiha«, sagte er nüchtern als er sein Handy an sein Ohr hielt und den Anruf angenommen hatte.
 

»Motomiya hier«, ertönte die Stimme von Sasukes Anwalt aus dem Lautsprecher des Mobiltelefons. Er wirkte ein wenig gehetzt und nervös, ganz anders als sonst. »Sind Sie zu Hause?«
 

»Ja«, Sasuke verkniff sich ein gereiztes »Wo sollten ich sonst sein?«, auch wenn er immer noch wütend wegen des ausgefallenen Termins war. »Warum fragen Sie?«
 

»Haben Sie vor das Haus zu verlassen?«
 

So langsam wurde die ganze Sache merkwürdig. Wollte er irgendetwas mit ihm besprechen? Gab es etwas wichtiges? War etwas mit Itachi passiert? War ihm wohl möglich etwas zugestoßen? Hatte man ihm etwas angetan?!
 

»Was ist mit meinem Bruder?!«, platzte es aus Sasuke heraus.
 

»Nichts, es ist alles in Ordnung mit Ihrem Bruder«, erklärte der Anwalt, jedoch konnte das Sasuke nicht wirklich beruhigen. »Kann ich eben bei Ihnen vorbei kommen?«
 

»Ja natürlich. Ich bin zu Hause und werde auf Sie warten«, murmelte Sasuke. Es musste etwas passiert sein, dass sein Anwalt ihm nicht am Telefon sagen konnte, doch was konnte das sein? »Ist es schlimm Motomiya-san?«
 

»Gewiss nicht«, sagte der Anwalt und klang nun ganz anders. »Ganz und gar nicht. Ich bin gleich bei Ihnen.«
 

Sasuke legte auf und auch wenn die letzten Worte des Mannes viel besser geklungen hatten, verließ ihn das schlechte Gefühl nicht. Er war noch immer besorgt um den Zustand seines Bruders. In diesem Gefängnis konnte wer weiß was passieren und er würde es nicht einmal mitbekommen. Ahnungslos. Sasuke war vollkommen ahnungslos.
 

Es dauerte – für Sasuke war es eine Ewigkeit – wirklich nicht sehr lange bis es an der Tür klingelte und Sasuke angespannt zu dieser ging um sie zu öffnen. Seine Hände waren am zittern, ohne das er es verhindern konnte als er die Klinke hinunterdrückte und gleichzeitig den Knopf für den Türöffner unten betätigte.
 

Die Haustüre wurde geöffnet und er konnte Schritte hören. Von mehreren Personen. Drei oder vier, genau konnte er es nicht sagen. Warum kam sein Anwalt in Begleitung? Wieso hatte er ihm nichts davon gesagt? War es die Polizei? Hatte man doch von seinen Gefühlen für seinen Bruder erfahren? Aber sie hatten doch nichts schlimmes getan. Würden sie ihn verhaften nur weil er und sein Bruder Händchen gehalten hatten?
 

Sasuke lauschte ob er Stimmen vernehmen konnte, doch bis auf die Schritte war es still und die Nervosität des jungen Uchihas stieg ins unermessliche an- und dann waren ganz plötzlich Stimmen zu hören, die er nicht verstehen konnte und danach war es für einen Augenblick still, ehe nur noch eine Person – das konnte Sasuke an den Schritten erkennen – weiter die Treppen hinauf ging.
 

»Motomiya-san«, sagte Sasuke und versuchte sich seine Verwunderung nicht anmerken zu lassen. Er hatte keine Ahnung was hier gespielt wurde.
 

»Sasuke-san«, erwiderte der Mann und lächelte. Er war genauso nervös wie am Telefon und seine Augen huschten immer wieder zur Treppe die er so eben hinauf gekommen war, ehe er zu Sasuke an die Tür trat. »Ich will Ihnen erst einmal zu Ihrem Geburtstag gratulieren. 17 Jahre jung und schon so selbstständig-«
 

Sasuke sah an seinem Anwalt vorbei zur Treppe, was dem Älteren wohl nicht entgangen war.
 

»Ist etwas Sasuke-san?«
 

Der Junge überlegte kurz was er machen sollte. Sollte er warten bis sein Anwalt von selbst offenbarte wer ihn da begleitet hatte, oder sollte er ihn darauf ansprechen? Er entschied sich für letzteres: »Ich habe mich nur gefragt warum ihre Begleitung im Treppenhaus wartet.«
 

»Begleitung?«, Motomiya-san versuchte anscheinend den Unwissenden zu spielen.
 

»Ich habe Schritte gehört«, sagte Sasuke und sah den Älteren mit einem festen und ernsten Blick an, woraufhin der Anwalt sich geschlagen gab und seufzte.
 

»Na gut, eigentlich sollte es eine Überraschung sein, aber das haben wir wohl ein wenig falsch eingeplant«, Motomiya-san ging zum Treppengeländer und winkte hinab, darauf hin erklangen wieder Schritte und Sasuke wartete angespannt darauf wer diese Begleitung war.
 

Die erste Person die Sasuke sah war Hatake Kakashi und sein Hals drohte sich zuzuschnüren. Was suchte der Gefängniswärter hier? Wollten sie ihn also doch holen?
 

»Alles gute zum Geburtstag«, sagte Kakashi und ging auf den Uchiha zu. Hinter ihm trat noch eine Person herauf, wegen der Sasukes Herz beinahe aussetzte: Itachi.
 

Itachi folgte noch ein weiterer Mann, doch diesem schenkte Sasuke so wenig Beachtung, dass es nicht mehr benötigte als die Information, dass er da war.
 

Sasuke konnte es nicht glauben wen er da sah. Sein Bruder. Vor seiner Haustüre. Zwar in Begleitung zweier Gefängniswärter und ihrem Anwalt, aber er war hier. Frei. Der junge Uchiha konnte sich kaum zusammenreißen nicht auf Itachi zu zustürmen und ihm um den Hals zu fallen – dass sein Körper sich anscheinend nicht bewegen wollte und vor Freude erstarrt war, spielte ihm jedoch zu.
 

»O-oniisan ...«, seine Stimme war so dünn und brüchig, sie klang nicht einmal nach der Seinen.
 

»Otouto«, erwiderte Itachi. »Alles gute zum Geburtstag.«
 

Auch der ältere der beiden Brüder schien die Situation – die Szene – mit zu nehmen, auch wenn er viel gefasster wirkte und wohl von all dem schon länger von dieser Aktion gewusst hatte.
 

»Was ist ..? Wieso ..? Wie kannst du ..?«, fragte Sasuke seinen Bruder der zu nichts weiterem in der Lage war als ihn anzulächeln.
 

»Darf ich erklären?«, fragte der Anwalt der Brüder und niemand hatte irgendwelche Einwände dagegen, weswegen er weiter sprach: »Es handelt sich hier um einen Hafturlaub von 2 Tagen. Ihr Bruder bat mich das geheim zu halten, deswegen wurde der heutige Besuchstermin auch abgesagt.«
 

»Ich dachte dies wäre ein besseres Geschenk für dich Otouto.«
 

Augenblicke vergingen in denen Sasuke seinen Bruder nur ansah. Er konnte nichts sagen. Wie denn auch? Sein Bruder sollte nicht hier sein und dennoch stand er vor ihm. Ohne Handschellen, ohne diese schreckliche Häftlingskleidung, sondern in einer blauen Jeans und einem schwarzem Hemd – wo auch immer er diese Sachen her hatte, sie standen ihm definitiv.
 

»Ich bin so froh«, murmelte Sasuke. Er hatte viel lauter sprechen wollten, aber seine Stimme schien ihm nicht zu gehorchen. Tränen liefen dem Jüngeren über die Wangen. Tränen des Glücks. Sasuke war so glücklich wie lange nicht mehr. »Du bist hier.« Auch wenn es nicht für immer war, war es mehr als sich der Jüngere je erhofft hatte, so mitten in der Haftzeit seines Bruders. »Warum hast du mir nichts erzählt?«
 

Während Itachi sprach ging er auf seien Bruder zu: »Weil es doch sonst keine Überraschung wäre«, und umarmte seinen jüngeren Bruder. Er drückte ihn fest an sich und vermittelte Sasuke das Gefühl, dass nichts auf der Welt sie noch trennen konnte. »Ich bin froh hier bei dir zu sein, wenn auch nur für kurze Zeit.«
 

»Ich bin so froh, das du bei mir bist«, sagte Sasuke und klammerte sich an seinen großen Bruder. Seine Finger krallten sich in den Stoff des Hemdes. »Danke. Danke. Danke ...«


Nachwort zu diesem Kapitel:
Und hier seit ihr, am Ende meines kurzen Prologs. Ich wollte wenige Informationen übermitteln um meinen Plott noch etwas spannender zu gestalten. Aufmerksame Leser werden jedoch den Wettbewerb von Cute_Sasu gefunden haben und wissen dass der Wettbewerb gar nicht mehr so lange geht. Deswegen wird es keine all zu lange Story werden. Es soll etwas kurzes und "wundervolles" werden.

Ich versuche mich hier bei an etwas anderem. Ein Setting, dass ich bisher weder gelesen, noch irgendwo bearbeitet habe. Es gibt es, definitiv, nicht nur in FanFiction, sondern auch im realem Leben.
Dabei werde ich versuchen es nicht zu verharmlosen und es soweit es geht in die originale Story zu Naruto einzubinden.

Momentan bin ich noch mitten in meinem Praktikum, dass noch 10 Tage lang geht, erst dann habe ich Sommerferien und da es nur noch drei Wochen sind, weiß ich nicht ob ich die Story bis zum Abgabetermin des Wettbewerbs fertigstellen kann. Die Kapitel werden wohl kürzer werden, als man es von mir gewohnt ist, dafür werden sie aber auch in kürzeren Abständen online gestellt werden, als bei meinen anderen Werken. Es ist eben kürzer.

Es würde mich freuen, wenn ihr mir Feedback hinterlässt, damit ich daran lernen kann.

Liebe Grüße
 Rizumu


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Nachwort zu diesem Kapitel:
Ich will ganz zu Anfang dieses Nachwortes sagen, dass ich diese FanFiction liebe. Diese ganze Szenerie und das Feeling. Ich bin froh, dass ich diesen Plott ausgearbeitet habe und mich dazu entschieden habe ihn zu schreiben. Was wäre mit der Geschichte passiert, wenn ich sie aufgeschoben hätte? Unglaublich.

Das die Szene zwischen Itachi und Sasuke so kurz ist, hat einen Hintergrund, bzw. dient es dem Feeling. Sasuke kann Itachi schließlich nicht einfach so sehen, nicht wie er es will und braucht. (Was später noch präsenter wird.)

Nun aber zu dem unbehaglicherem: Ich habe ANGST davor, dass ich die ganze Szenerie kaputt mache, weil ich sie zu kalt darstelle und der totale Leie bin. (ZUM GLÜCK, muss ich sagen!)
Hier seid ihr gefragt: Was sagt ihr dazu? Es ist das erste Mal, dass ich so etwas schreibe und hätte gerne etwas Feedback. Ist es zu unrealistisch? Übertreibe ich es?

Ab wann habt ihr denn zu 100% gewusst über was ich schreiben werde? Und wehe ihr kommt mir mit "Seit dem Prolog", dann heule ich Rotz und Wasser! (Mein schöner Verschleierungsplan!)

Ach und Sakura ist eine von Sasukes Vertrauten. Es gibt noch einen, der erst später vor kommen wird. Wer das aber ist, werdet ihr später erfahren.

Für Wort 594 gilt mein Dank der Awesome Devi, die mir den wundervollen Vorschlag gemacht hat. Jeder der mir das richtige Wort sagt (per ENS) wird von mir geknuddelt.
Ich freu mich echt drüber, weil es einfach besser ist als das was ich herausgesucht habe und dieses "Wortspiel" ist einfach wundervoll :)~

Gut, gut, ich werde mich dann an Kapitel Zwei machen, damit es bald weiter geht.

Vielen Dank für die Favorieten Einträge von euch. Es freut mich, wenn euch die FanFiction gefällt! ;3; (Ich schreibe jedem ins Gästebuch, wenn der Steckbrief den offen ist und bedanke mich "persönlich". ;))
Hoffe ihr bleibt mir weiterhin treu und begleitet mich und die Uchihakyōdai durch dieses dunkle und unbekannte Setting.


Liebe Grüße
 Rizumu


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Nachwort zu diesem Kapitel:
Und da gibt es nun schon das Zweite Kapitel, früher als man es von mir gewohnt ist. Ich versuche immer direkt nachdem ein Kapitel auf Animexx freigeschaltet wurde das Nächste zu schreiben. Da alle wohl nur 1.500 Wörter besitzen werden, wird es wohl auch nicht lange dauern. Dafür habe ich dann eher das Gefühl, dass die Kapitel schlechter sind. Man.

Dieses Kapitel diente nicht darum um irgendwie SasuSaku reinzuprügeln, sondern nur um Sasukes Leben etwas mehr klar zu machen. Er ist ein Einzelgänger, der sich nicht für Freunde interessiert und auch keine braucht. Er fixiert sich nur auf seinen Bruder.
Ist mir das gelungen? Sollte ich mir eher mehr Zeit nehmen für die Kapitel?

Ich möchte mich noch mal für die Kommentare bedanken und die ganzen Favoeinträge. Es freut mich, dass euch die FanFiction gefällt und hoffe das es auch so bleiben wird. Ich werde mir Mühe geben, wie immer eigentlich :)

Da es schon spät ist und ich spontan fertig geworden bin, weiß ich gar nicht was ich noch schreiben soll. Das dritte Kapitel ist bereits geplottet und ich werde es dann auch anfangen zu schreiben, sollte ich mich nicht dazu entscheiden dieses Kapitel noch einmal zu überarbeiten.

Liebe Grüße
 Rizumu


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Nachwort zu diesem Kapitel:
Es tut mir wirklich leid, dass dieses Kapitel so lang gedauert hat. Genau Zehn Tage nach der veröffentlichung des zweiten Kapitels. Ich wollte sie eigentlich in kürzeren Abständen hochladen und dann macht mir das Praktikum einen Strich durch die Rechnung. Außerdem bin ich immer noch nicht ganz sicher, ob ich nicht das zweite Kapitel überarbeiten sollte. (was ich wohl spätestens machen werde, wenn die Geschichte komplett abgeschlossen ist.)

Aber dafür habe ich mir besonders viel Mühe bei diesem Kapitel gegeben. Ein Brief von Itachi. Ein Brief der noch mehr Enthüllt und gleichzeitig muss ich sagen: ich werde wohl nicht weiter auf den Grund eingehen warum Itachi die Familie ermordet hat. Zumindest ist es bisher nicht geplant.

Ich habe versucht den Brief so gefühlvoll wie möglich zu verfassen und damit auch die mangelnden Brüder-Szenen aus dem letzten Kapitel zu entschädigen. Sie werden jedoch auch weiterhin wenig Zeit zusammen verbringen. Das geht ja auch nicht wirklich.

Der nächste Besuch findet am 10.05. statt und ein neuer Charakter wird vorkommen. (Natürlich müsst ihr nicht bis Mai warten, dass das Kapitel veröffentlicht wird. Es kommt wenn es fertig ist.)
Ich hoffe das ich euch da wieder begrüßen darf und das euch dieses Kapitel besser gefallen hat als das Zweite.

Liebe grüße
 Rizumu



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Nachwort zu diesem Kapitel:
„Die Kapitel kommen in kurzen Abständen“, hat sie gesagt.

„Das wird nicht so lange dauern“, hat sie gesagt.

„Ein, oder zwei Tage, höchstens drei oder vier“, hat sie gesagt.

„Sobald ein Kapitel freigeschaltet ist, lädt sie das nächste hoch“, hat sie sich gedacht.



Und was ist am Ende raus gekommen? Das dritte Kapitel ist am 27.07. freigeschaltet worden und welchen Tag haben wir nun? den 16.08. Es ist wirklich traurig und es tut mir wirklich leid. Es war nicht geplannt, dass ich dieses Projekt über die Sommerferien in die Schulzeit mitnehme und nun wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben.


Das vierte Kapitel! Vier von insgesammt Sieben Kapiteln. Das heißt es fehlen noch Zwei. (Der Prolog plus Vier Kapitel ergibt Fünf. Sieben minus Fünf ergibt Zwei.) Es ist traurig und irgendwie habe ich auch Angst das ich mit dem Ende alles kaputt mache. Ich mein, es ist so eine schöne und traurige Geschichte und dann der Schluss. Dann ist ein Ende doch immer schwer. (Ja, es ist schon alles geplant, nur hab ich vor der Umsetzung Angst.)

Und irgendwie ist es auch immer wieder schwer sich von einer Geschichte zu verabschieden. Da ich aber momentan so viele Projekte am laufen habe und ich gar keinen Überblick besitze, bin ich froh, wenn sich da ein wenig Luft untermischt.

Ich will nun aber definitiv wieder mehr ItaSasu schreiben und mich diesem Pairing widmen. Habt ihr irgendwelche Settings die ihr mir als Inspiration zuwerfen wollt? Schreibts mir in eine ENS :D

Wir sehen uns dann am Fünften Sechsten wieder und freuen uns auf eine "neue" Bekanntschaft!


Liebe Grüße
 Rizumu



P.S.: Hier mal ein wenig Werbung für den Uchiha FanFiction Zirkel :)


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Nachwort zu diesem Kapitel:
Und erneut sehen wir uns zu einem Kapitel von "Besucher" wieder. Dem letzten Kapitel, denn hier nach folgt nur noch der Epilog mit dem großem Ende und einem Tag den ich gerne an dem entsprechendem Datum released hätte, doch da ich so trödeln musste, hat es nicht geklappt. Mein Zeitmanagement ist grausam. Wirklich. Ich brauch ne Sekretärin.

Diesmal ist Itachi nur erwähnt worden, was hoffentlich nicht so schlimm ist wie ich es finde, aber es hätte einfach nicht gepasst. Ich wollte mich auf Sasuke konzentrieren und halt ähm ... Ja.

Itachi hat sich also gewünscht härter bestraft zu werden als es müsste, weil er die Konsequenzen tragen wollte. Wobei er eigentlich damit nicht nur sich, sondern auch Sasuke bestraft. Eigentlich ganz schön fies, aber dann auch wieder sehr ... typisch. Zumindest trau ich das meinem Itachi zu.

Für den Epilog habe ich mir noch mal ein wenig viel Drama ausgedacht. Für Sasuke wird es noch einmal ein Auf und Ab werden und außerdem scheint sein Anwalt nicht mehr für ihn zufriedenstellend zu arbeiten. Ihn verlässt das Vertrauen in Motomiya-san und überlegt einen Neuen zu suchen. Es geht ja nicht das er Itachi nicht mindestens einmal im Monat sehen darf und selbst das ist zu wenig.

Es fehlt also nur noch der Epilog und dann ist mein Wettbewerbsbeitrag beendet. ich hoffe ich schaffe das auch noch bis zum 1.9. Daran zweifle ich nämlich so ziemlich, aber es wird nichts daran ändern, dass ich diese FF beende. Selbst wenn ich das nicht mehr zum Einsendeschluss schaffe.

Wir sehen uns also am Dreiundzwanzigsten Siebten wieder :)


Liebe Grüße
 Rizumu


P.S.: Hier noch ein Mal einwenig Werbung für den Uchiha FanFiction Zirkel :)



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Nachwort zu diesem Kapitel:
Oh mein Gott! Epilog-chan ist fertig und ... und ... und ich weiß nicht. Es war so, argh ;___;
Ich finde diese ganze Geschichte so traurig und dennoch wundervoll. Ich mag sie. Sie ist klein aber fein und seit langem habe ich wieder das Gefühl was richtig gutes hinbekommen zu haben. (Ob es für den Wettbewerb gereicht hat weiß ich noch nicht.)

Ich bin mir nicht sicher ob ich es wirklich so traurig bekommen habe wie ich es geplant hatte und es von dem Wettbewerb gewünscht wurde.
Aber ich muss sagen das dieser Epilog mich aus einem heftigen Kreatief geholt hat, oder ganz krass: Er hat mich vor einem FanFiction-Burn-out bewahrt. Bis vor kurzem hätte ich eher geheuelt als nur einen Satz für eine FanFiction zu schreibe und es ist auch eher Mist bei heraus gekommen als irgendetwas vorzeigbares, doch bei diesem Epilog bin ich mir sicher, das es keine Scheiße ist.
Ich mag ihn, es hat mir Spaß gemacht ihn zu schreiben und ich präsentiere ihn mit ganzem Stolz!

Ich schreibe in letzter Zeit vermehrt Hetero Storys. OneShots zu SasuSaku, oder die Hinata FanFiction, aber irgendwie habe ich ItaSasu dabei ganz vergessen und aus den Augen verloren. Dabei ist dieses Pairing doch meine eigentliche Leidenschaft ... Also will ich mich mehr darum kümmern. Vielleicht eher "Offscreen", was heißt das ich nicht so viel und/oder schnell veröffentlichen werde, erst nach kompletter Fertigstellung. Aber es wird was kommen.

Die nächsten Aktionen die anstehen sind der Naruto-FanFiction-Adventskalender wo von mir auch was kommen wird. Wann und was wird sich dann zeigen wenn ich dran bin. (Ich weiß selber noch nicht wann ich dran bin, aber was ich schreiben möchte/werde, das steht bereits fest.)

Vielleicht wird es jetzt erst einmal ruhiger um mich (bleiben) aber dafür werde ich mehr im Hintergrund arbeiten und mich wieder finden :)
Ich bin kein SasuSaku-Autor. Definitiv nicht. (Nichts gegen das Pairing, ich mag es, aber mir liegt das Pairing einfach nicht.)

Bis zum 1.11. werde ich die Zeit nutzten und Fehler ausmerzeln, damit sie zum Ende auch wirklich vorzeigbar ist. Vielleicht werde ich mir bis dahin auch schon einen Betaleser gesucht haben, der mit mir ein paar (teils doch sehr) verschobene ItaSasu FanFictions kontrolliert, aber das wird die Zeit zeigen.

Ich hoffe ihr habt genauso viel Spaß an dieser FanFiction gehabt wie ich und sie konnte euch ein Lächeln auf die Lippen zaubern :)

Bitte haut mich nicht wegen dem Ende, aber was anderes hat für mich einfach nicht in das Setting gepasst! Es tut mir Leid :/



Liebe Grüße
 Rizumu



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Kommentare zu dieser Fanfic (29)
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Von:  Cute_Sasu
2015-02-06T15:29:39+00:00 06.02.2015 16:29
Ich freue mich wirklich sehr, dass du an meinem Wettbewerb teilgenommen hast!
Zuerst: Das komplette Drum & Dran: Deine Charakterbilder und das Titelbild sind sehr schön. Die Beschreibung dazu ist zwar wenig, aber für die Story die du dir ausgesucht hast, ausreichend.

Ich hoffe du nimmst es mir nun nicht böse, dass dieses Kommi im Gegensatz zu den Anderen sehr kurz ist. Aber dies hat eigentlich nur etwas Gutes zu bedeuten!
Deine FF hab ich von Anfang an immer mitverfolgt. Ich weiß nicht genau warum, aber sie hatte mich fasziniert. Schon allein die Idee ist man etwas anderes. Deswegen werde ich jetzt nicht zu jedem Satz in deiner FF etwas sagen. :D
Das Einzige was ich Schade finde – aber das hast du ja selbst bemerkt und sogar gefragt ob es in Ordnung wäre – ist das es kein richtiges Shonen-ai ist. Man könnte auch denken es ist normale Bruderliebe.

Dennoch hast du sehr gute Arbeit geleistet und ich vergebe einfach einen 4ten Platz, obwohl dies nicht geplant war. :D Preis = 50 KT
Antwort von:  Rizumu
25.02.2015 18:55
Ach, ich empfand es als Anreiz mal die Schattenseiten von ItaSasu zu zeigen. Eben das sie es nicht dürfen, dass sie sich verstecken müssen und es eine Straftat ist. Es ist eigentlich Ironie, dass Itachi, obwohl die beiden schon zu genüge unter der Trennung leiden, überhaupt zulässt Gefühle für Sasuke zu haben und das hat er, beide. Sie haben es nur nicht öffentlich gezeigt, oder ausgesprochen. Sasuke hingegen hatte ja dahingegen direktere Gedanken.
Eine nahe gehende "Sex"-Szene hätte nicht in das Setting gepasst und ich habe durch aus versucht eine solche Szene einzubauen, doch der einzige Part wäre der Epilog gewesen, in den es nicht gepasst hätte. Klar, wäre es nach mir gegangen hätte Itachi ihn gleich in die Wohnung geschoben um ihn gegen die Haustürdrücken zu können udn ihn zu vernaschen ;D
Aber das hätte die Szene des Wiedersehens kaputt gemacht.
Auch ein "Sasuke holt sich aus Frust und Einsamkeit eine herunter" hätte nirgends herein gepasst. Das wäre schrecklich gewesen.
So gesehen habe ich einfach nur die Gefühle dargestellt und mit jedem Kapitel beweisen wollen wie stark die Gefühle sind und wie Sasuke darunter leidet.

Ich hatte diese Idee direkt als ich deinen Wettbewerb gefunden habe. Drama ... Und darauf habe ich mich wohl fixiert und ich denke das konnte mir sehr gut gelingen :D
Das entnehme ich dem Feedback.
Außerdem denke ich das diese FanFiction zu einem meiner Besten Werk zählt und wenn es hier nur an den "mangelnden" Shounen-Ai Elementen gescheitert ist, kann ich mich da nur bestätigt fühlen.

Da du wohl der Auslöser zu dieser FanFiction gewesen bist, muss ich mich für diese Inspiration bedanken und du darfst sie dir auf gewisser Art und Weise gewidmet sehen :)

Mir hat es Spaß gemacht die FF zu schreiben, ich konnte gar nicht aufhören daran zu arbeiten. Ich glaub ich würde jetzt noch daran schreiben wenn ich könnte.
:)

Vielen Dank für deine Rückmeldung und dem Extra Platz :D~
Das ist doch auch was feines <3
Antwort von:  Rizumu
25.02.2015 18:56
Außerdem ist ist Lilithen auf Platz eins, das ist wundertoll *_*~
Von:  salud01
2014-10-10T20:27:14+00:00 10.10.2014 22:27
eine schöne ff, leider ist sie schon zuende, wäre toll gewesen wenn da noch etwas kommt, ich habe sie auf einen ruck durchgelesen weil ich so gespannt wie es weiter geht.
Aber es bleiben so viele fragen offen!!!
Wie gesagt schöne ff, wenn sie weiter gehen würde wäre ich überglücklich hehe ^^"
Antwort von:  Rizumu
10.10.2014 22:34
Vielen Danke für dei Lob, es freut mich das dir die Geschichte geallen hat und es tut mir Leid, dass sie nur so kurz ist :X

Ich weiß noch nicht wann, aber ich denke es wird definitiv eine Fortsetzung geben :)
Besonders wenn sie so gefragt ist.
Von: abgemeldet
2014-10-10T13:19:44+00:00 10.10.2014 15:19
Schön, schön, schön, wunderschön und nochmal schön!!!!!
Der Epilog war echt toll :D
Am Anfang hab ich total mit Sasuke mitgefühlt und dachte nur oh Mann jetzt sieht er Itachi wieder nicht. :(
Und dann... DANN kam da Itachi die Treppen hoch und gah ♥_♥ Das war so ein herzzerreißend schöner Moment :D
Du hast ein wirklich gutes Ende gewählt, auch wenn ich gerne noch mehr von der Geschichte gehabt hätte :(
Die FF hätte von mir aus ruhig noch 50 Kapitel länger werden können ;D
Dein Schreibstil ist einfach nur super und ich freu mich schon auf weitere FFs von dir! ;)
Ganz liebe Grüße,
Mary
Antwort von:  Rizumu
10.10.2014 15:34
Das wird ja nicht meine einzige FanFiction hier auf Animexx sein, oder meine letzte. :)
Derzeit werde ich aber eher für mich schreiben, ehe ich sie veröffentlichen werde, weil ich mich in einem heimtückischen Kreatief befinde :/
Ich kann nicht versprechen das ich regelmäßig hochladen kann, deswegen ...



Es freut mich tierisch das die FanFiction so gut ankommt. Ich hätte auch gerne mehr Kapitel geschrieben, aber nun ja. Vielleicht gibt es ja noch eine Fortsetzung, dazu hätte ich auch sehr viel Lust :)
Von: abgemeldet
2014-10-10T10:14:40+00:00 10.10.2014 12:14
Ahhhh omg omg omg der Epilog Q-Q
Ich hab so darauf gewartet und dann bekommt ich ne ens und ohne Witz ich hab kurz gequieckt hahah :3
Boah~ so viele Gefühle aufeinmal
Antwort von:  Rizumu
10.10.2014 12:17
Ja, es hat so lange gedauert ._.
Weil ich einfach so ... kaputt war.
Es tut mir Leid >/////<
Dafür hab ich mir Mühe gegeben .3.
Antwort von: abgemeldet
10.10.2014 12:17
Ohhh man kack Handy, ich war noch nich fertig -_-
Soo, wo war ich...achja Gefühle haha
Echt so viele aufeinmal, und ich dachte zwischen drin nein das tut sie nich, sie lässt sasuke nich zu itachi, oh nein er sieht ihn nie wieder :(
Und dann der Anruf und bääh Itachi vor der Tür, gott das war so toll :D
Die FF war echt super toll geschrieben und ich drück dir ganz dolle die Daumen das du den Wettbewerb gewinnst :3
Antwort von: abgemeldet
10.10.2014 12:18
Ja das merkt man das war echt das beste kapitel find ich :3
Antwort von:  Rizumu
10.10.2014 12:20
Arw, böses, böses Handy >3<

Danke für dein Lob. Ich mag die FF auch sher gern udn das Ende war so ... Es hat mich angeschrien so geschrieben zu werden und das war so wundervoll ;3;~
Es freut mich das ich dich damit erfreuen knnte :)
Antwort von: abgemeldet
10.10.2014 13:46
Bitte bitte :3

Zum Glück hats dich so angeschrien, sonst wäre es Vllt nicht so wundervoll geworden :)
Von:  gfgdestroyer
2014-09-01T00:17:30+00:00 01.09.2014 02:17
Huhu =) bis jetzt gute ff =) zu deiner frage ich wusste es ab: "Er stand vor den hohen und alten Steinmauern, die so abstoßend und abschreckend wie eh und je wirkten. Ein Ort an dem er auf keinen Fall leben wollte und wenn er nicht wegen seines Bruders hier wäre, würde man ihn hier niemals zu Sicht bekommen. Warum auch? Hier konnte man nicht einfach so einziehen weil man es wollte"
Ich gehöre aber eher zu den Blitzmerkern :D dein Prolog hat auf jeden Fall nicht zu viel verraten =)
Antwort von:  Rizumu
01.09.2014 06:24
Ab da durfte man es ja auch erraten : D
Das hab ich auch ganz oft, dass ich auf die Sachen kommen, ehe sie wirklich offiziell sind.

Freu mich das dir die FF gefällt und hoffe das es auch so bleiben wird :)
Von: abgemeldet
2014-08-24T12:04:54+00:00 24.08.2014 14:04
Waaaaaaaaaaaaas??? Nur noch der Epilog?? Wieso ?? :'(
Das Kapitel war auf jeden Fall wieder richtig schön und du hast Szene zwischen Naruto und Sasuke wirklich gut rüber gebracht! :)
Ich freu mich schon auf den Epilog! :)
Liebe Grüße
Antwort von:  Rizumu
24.08.2014 14:21
Weil alles ein Ende hat ;_;
Und man soll bekanntlich aufhören wenn es am Schönsten ist. Außerdem musste ich den Abgabetermin am 1.9. einplanen ._.
Von:  Bettykings
2014-08-24T00:31:13+00:00 24.08.2014 02:31
haaaaa???' :)
naja


gutes kapi
Antwort von:  Rizumu
24.08.2014 14:20
wieso haaaa? ._.
Antwort von:  Bettykings
24.08.2014 19:31
ich war nur kurz auf... wie sagt man ,,, Aussetzer?
;) keine sorge deine Ff ist echt super :)
Von: abgemeldet
2014-08-23T19:35:04+00:00 23.08.2014 21:35
Heeey :P
ich bin wieder haha ^^

Als allererstes: yay Naruto is da, der aufdringlichste Mensch den ich kenne und trotzdem so lieb :)
Natürlich will er nur helfen aber Mr-ich-bin-zu-cool-für-hilfe ist sich ja zu fein XD
Aber so kennen wir den lieben sasuke ja :D
Und der tut mir so leid, jez darf der arme nich mal mehr seinen Bruder besuchen, du magst es ihn zu quälen wenn du sagst du hast noch mehr Drama für den Epilog oder?
Ich freu mich schon auf das nächste Kapitel :3
Bis dahin ^-^/
Antwort von:  Rizumu
23.08.2014 22:33
ich will ihn weinen sehen!!! >3<
Sasuke soll heulen. So muss das sein.


Naja, Sasuke eben :/

Ich hab totale Angst vor dem letztem Kaptitel/Epilog ;_; Ich hoffe ich kriege das so hin wie ich es mir denke und das es dann auch gefällt.
Antwort von: abgemeldet
23.08.2014 23:22
Hahha so muss es sein XD
Mir ist echt schon oft aufgefallen das viele immer nur sasuke quälen ich frag mich nur wieso? XD

Ach was :)
Das schaffst du sicher und das es gefällt weiß ich jez schon :)
Ich versteh nicht wieso die Autoren die wirklich gut sind sich immer so einen Druck machen ;)
Antwort von:  Rizumu
23.08.2014 23:23
"wirklich gut"?
+verkriecht sich unterm Tisch+
Antwort von: abgemeldet
24.08.2014 00:27
Jaaaa wirklich sehr gut sogar ;)
Mach dir nich immer so viele Sorgen :D
Von:  Tanahy-hime
2014-08-17T00:22:34+00:00 17.08.2014 02:22
Einfach nur Traurig und gleichzeitig schönes Kapitel, so wie jedes Kapitel eben super schön traurig . Kakashi ist hier echt nett, dass er wegen denn beiden gegen so viele regeln verstößt :D Ich denke jeder würde sich Sorgen um Sasuke machen.
naja, ich freu mich schon aufs nächste Kapitel❤️.
Ps: hab ein neues Handy und kann deshalb keine emojis (smylis[schreibt man das so? :P]machen)

Lg😘 Mischi =^.^=
Antwort von:  Rizumu
18.08.2014 11:24
Vielen Dank für dein Kommentar :)
Freut mich das dir die FF immer noch gefällt.
Von: abgemeldet
2014-08-16T13:46:25+00:00 16.08.2014 15:46
Wow *-* Das war echt ein voll schönes Kapitel!!
Boa der "Schrank" und seine blöden Kommentare -.-
Der vermiest Itachi die Laune :-/
Aber schön, dass sie ihre gemeinsame Zeit trotzdem genießen können! :)
Bin gespannt wies weitergeht und freu mich waaaahnsinnig aufs nächste Kapitel!!
Ganz liebe Grüße
Antwort von:  Rizumu
16.08.2014 15:49
Ah vielen lieben Dank :)

ich hab immer das Gefühl, dass das ItaSasu was ich da biete zu wenig ist ._."
da schäm ich mich so.
Antwort von: abgemeldet
16.08.2014 16:42
Nein es ist nicht zu wenig :) Zumindest jetzt noch nicht. ;) Ich finds schön, dass du die FF so aufbaust und alles langsam und nur kleine Annäherungen machst. :) Es gibt eh so viele Knall-auf-Fall Geschichten, da ist deine jetzt schön "erfrischend" ;)
Brauchst dich nicht schämen, dein Schreibstil, deine FF, die Idee und die Umsetzung sind super! :)


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