Hi
Nach langen hin und her habe ich mich nun doch dazu entschlossen „Spiel noch einmal mit mir“ hoch zuladen. Leider ist die Geschichte noch nicht fertig gestellt, daher weiß ich nicht wann ich wieder ein neues Kapitel Hochladen werde. Aber dennoch möchte ich sie euch nicht vorenthalten. Sie spielt kurz nach „Die Hunde von Baskerville“. Sherlock und John sind bereits zusammen. Wie immer wurde die Geschichte nicht Beta gelesen, also verzeiht den ein oder andern Fehler. Nur die Idee ist mein. Alles andere, insbesondere die Charaktere, gehören den Machern von Sherlock (BBC) & Arthur Conan Doyle.
Ich hoffe ihr habt Spaß am lesen und vielleicht lasst ihr auch ein Review da.
LG
Mai
1.
„John … mach dieses Ding aus.“ murmelte Sherlock verschlafen. Es konnte doch nicht sein, dass er, Sherlock Holmes, um 5:00 Uhr in der frühe von einem so unangenehmen Geräusch geweckt wurde, nur weil sein Freund zur einer Fortbildung musste. Nach einer gefühlten Ewigkeit verstummte das nervige Gedudel von Johns Handy. Endlich konnte er weiterschlafen. Allerdings nicht lange, da er merkte wie jemand ihm sanft über die Harre strich. Natürlich konnte es nur sein Lebensgefährte sein. Dieser flüsterte ihm zu dass er jetzt ginge und sich nach seiner Ankunft in Brighton melden würde.
Der Detektiv wollte sich schon wieder in seinen Gedankenpalast begeben, da schlafen ohne John so gut wie unmöglich war, so hörte er von diesem nur noch ein „bis dann“ und das leise schließen der Tür.
John seufzte als der die Treppe hinunter ging. So kannte er seinen Freund nun mal und, um ehrlich zu sein, er wollte ihn doch auch gar nicht anders haben. Denn in genau diesen Sherlock hatte er sich verliebt. Zum Glück fuhr das bestellte Taxi grade vor, als er aus der Haustür trat. Da es ausgerechnet nun anfing zu regnen, beeilte er sich seinen Kopper in das Auto zu verstauen. Bevor er jedoch selber in den Wagen stieg, sah er noch einmal nach oben zu den Fenstern ihrer gemeinsamen Wohnung. Er konnte nicht anders als schmunzeln. Denn er sah, wie Sherlock hinter dem Fenster schnell zurück wich.
Watson kam lange Zeit nichts verkehrt an der Taxifahrt vor. Erst als das Auto in einer dunkeln Sackgasse ein fuhr wurde er aufmerksam. Er beugte sich zum Fahrer vor. „Ähm … ich wollte eigentlich zum Flughafen“ merkte er vorsichtig an. „Tut mir Leid. Bevor ich Sie abgeholt habe, würde mir noch einen bessere Auftrag angeboten, mein Herr.“ Das fiese Lächeln auf dem Gesicht des Mannes konnte John nicht sehen.
„Dürfte ich Sie höflichst bitten nun auszusteigen?“ Natürlich verstand Watson nicht was das sollte. „Soll ich etwa den Rest zu Fuß laufen?“ „Nein, aber Blutflecken gehen so schlecht aus dem Leder raus.“ Jetzt wurde dem Arzt doch mulmig zumute.
Was sollte er tun? Seine Waffe hatte der Ex- Soldat natürlich nicht dabei. Würde er sich gegen den Mann, der etwa in seinem Alter war, verteidigen können? Wahrscheinlich. Aber wetten würde er nicht darauf. Also tat er, was der Fahrer von ihm wollte und stieg aus. Wahrscheinlich würde man seine Leiche in den nächsten Stunde, oder Tagen, aus der Themse fischen und nichts ahnend Lestrade alarmieren. Das würde für den Inspector sicherlich doch ein Schock sein. Ob dieser dann Sherlock informieren würde?
John zwang sich diesen Gedanken nicht weiter zuführen. Sie würden ihn, bei einem drohenden Kampf nur ablenken. Aus den Augenwinkeln nahm eine flüchtig Bewegung wahr. Er wollte den Schlag grade noch abwehren, doch es war zu spät.
Keine sorge! Mein Schreibstill neigt dazu, mit jedem Kapitel, immer länger zu werden. Zumindest die bisher geschriebenen. TBC?
Hi
Hoffe ihr habt wieder Spaß beim lesen.
LG Mai
Kapitel
2
Durch das frühe aufstehen, bekam Sherlock auch schnell langweile. Natürlich war Lestrade ausgerechnet diese Woche, mit Mycroft, im Urlaub und auch sonst war kein Fall in Sicht.
An solchen Tagen würde er normalerweise etwas mit John unternehmen, wenn dieser nicht grade arbeiten war. Der Arzt hatte dies eingeführt, nachdem Mrs. Hudson ihnen gedroht hatte sie aus der Wohnung zu werfen. Da sie nicht noch mehr Einschusslöcher in der Wand tolerieren könnte. Da die Vermieterin für einige Tage bei ihrer Schwester war, würde nichts gegen weitere Schussübungen einzuwenden sein, doch dann wäre auch Ärger mit John vorprogrammiert. Das wollte er nach Möglichkeit vermeiden.
So wanderte der Dunkelhaarige von einem Zimmer zum anderen und versank dort jeweils in seinen Gedanken.
Als John erwachte hatte er furchtbare Kopfschmerzen. Daher beschloss er auch die Augen geschlossen zuhalten. Aber auch in der Bauchgegend hatte er große Schmerzen. Da er Arzt war wusste er, dass dies kein gutes Zeichen war.
Er musste wissen wo man ihn hingebracht hatte, also öffnet er langsam die Augen. Was die Kopfschmerzen doch verdoppelte.
In dem Raum, in dem er sich befand, war es zwar dunkel, doch er konnte erkennen, dass es noch Tag war. Jedoch er fand kein Fenster, wo das Licht hinein kommen könnte.
Es dauert einige Minuten, bis er verstand dass sein Gefängnis komplett aus Holz bestand.
Nun nahm er auch einen ungewöhnlichen Geruch und ein nicht alltägliches Geräusch wahr. Er hatte es! Es roch nach dem Meer und es waren Wellen zuhören. John war also in einer Hütte die am Meer lag eingesperrt.
- John du bist in Topform! Sherlock wäre stolz auf dich! - dachte er sarkastisch.
Er musste schlucken Allein bei dem Gedanken an den Detektiv kamen ihm fast die Tränen.
Watson wollte sich hinsetzen, doch dies ließen seine Schmerzen nicht zu. Von seiner Position aus konnte er die Wunde nicht richtig erkennen. Allerdings schien sie momentan nicht mehr zu bluten. Was schon mal gut war.
Er sah wieder zur rechten Seite. Den Laptop und das Handy, das dort lagen hatte er bis jetzt erfolgreich ignoriert. Die beiden technische Geräte waren so in seiner nähe platziert, dass er sie gut benutzen konnte. John graute Furchtbares.
Als sein Handy klingelte, er schrak Sherlock. So sehr war er in Gedanken versunken. Erst versuchte er es nicht zu beachten, aber da seine Konzentration eh schon weg war, sah er nach wer ihn störte.
- NUMMER UNTERDRUCKT-
Stand auf seinem Display. Es war, laut der Uhranzeige, schon Nachmittag. Also könnte es John sein. Aber warum war dann seine Nummer nicht zu sehen?
Er nahm ab und meldete sich.
„Sherlock Holmes.“
„Hallo.“
Diese Stimme erkannte er sofort.
„John.“
„Nicht ganz.“
Das verstand Sherlock nicht. Es war eindeutig John. Was sollte das werden? Instinktiv wusste er, dass er nun vorsichtig sein musste. Denn da stimmte etwas nicht.
„Bitte?“
„ Ich habe mir nur seine Stimme ausgeliehen.“
Sherlock blieb für einige Sekunden die Luft weg, da er genau wusste, was jetzt kam.
„Jim Moriarty. Guten Tag Sherlock.“
Hi
Schon kommt No. 3!
Erst ein Mal das letzte. Aber ich hab schon Ideen wie es weiter gehen könnt. Lasst euch überraschen! ;)
LG
Mai
Kapitel
3
„Jim Moriarty. Guten Tag Sherlock.“
Der angesprochene musste erst einmal tief durchatmen. Zwar hatte er damit gerechnet, aber dennoch war es ein schock für ihn. Er war durchaus in John verliebt. Somit hatte er nun ein großes Problem. Es machte den Detektiv sehr angreifbar. Das wusste auch Moriarty. Aber wie konnte dieser von ihrer Intimen Beziehung zueinander wissen? John war nun schon zum zweiten Mal, zur der Spielfigur des Verbrechers geworden.
„Was wollen Sie?“ fragte Sherlock.
„Spielen. Beim letzten Mal mussten wir ja leider mittendrin abbrechen.“
Da Sherlock merkte, dass John nicht flüssig sprach, kam er so zu dem Schluss, dass dieser wohl Moriartys Nachrichten vorlesen musste.
Zudem hörte er aus der Stimme auch Angst und Panik raus. Wobei dieser versuchte es so gut wie möglich zu verstecken und sich durchaus tapfer gab.
Aber da war noch was anders. Sherlock stoppte seinen Gedankengang. Das durfte doch wohl nicht wahr sein.
- Dieses Schwein – dachte er innerlich.
„Geht es John gut?“
Diesmal musste er eine ganze weile auf die Antwort warten. Was ihm sehr viel länger vorkam, als es in Wirklichkeit war.
„Nein.“
Eine kurze Pause entsandt, bevor John weiter sprach.
„Ich will ja, dass Sie sich schön anstrengen.“
„In Ordnung. Wir spielen. Gleich Regel wie beim letzten Mal?“
Er versuchte seine Gefühle so gut es ging außen vor zulassen. Hoffentlich verstand John das. „Ich bin empört wir sind in Runde zwei! Es wird schwieriger. Viel schwieriger!“
Das hatte der Dunkelhaarige befürchte. Moriarty wollte mehr. Wie alle Verbrecher.
„Was bedeute das für mich?“
„Nun, Sie haben 24 Stunden Zeit. Ab… Jetzt!“
„Gut. Weiter?“ Sherlock gab sich unbeeindruckt.
„Wie? Ah! Sie wollen einen Fall den Sie dann lösen müssen. Zu einfach! Diesmal sind es gleich mehrere.“
Watson brach ab. Da musste etwas stehen, was auch ihn erschreckte.
„John.“ sagte Sherlock sanft.
Wobei er nur hoffen konnte, Moriartys Zorn nicht noch mehr zu entfachen.
„Drei Wörter.“
John schluckte.
„Jedes der drei Wörter führt Sie zu einem neuen Fall. Nun, ein paar kleine Hinweise könnte ich Ihen schon geben, aber dafür müsste Ihr „Haustier“ allerdings etwas leiden.“
Er zwang sich ruhig zubleiben. Was dies Mal nicht einfach war.
„Drei Morde also.“
„Lassen Sie sich überraschen, Sherlock.“
Da Moriarty es weder verneint noch bejah hatte, musste also noch mehr dahinter stecken.
„Zusätzlich mussten Sie rausbekommen wo Sie … Johnny Boy… abholen können. Und noch etwas: Alle drei Fälle haben irgendwie mit Ihrem Freund zutun. Dadurch entsteht ein „Schlüssel“ mit diesem können Sie dann, wenn Sie soweit überhaupt kommen, auch die…“
Wieder unterbrach John den Redefluss.
„Auch die…Was?“ fragte erfordern. Zwar tat Sherlock sein Freund leid, aber die Zeit spielte nun mal gegen sie.
„Auch die … Bombe, auf der Dr. Watson grade sitzt, entschärfen.“
„Gut. Wie sind die drei Wörter?“ er blieb sachlich, schließlich wollte er endlich anfangen.
„Halt! Noch was. Diesmal keine Hilfe von der Polizei, besonders Lestrade, oder Ihren Bruder.“
„Die sind eh im Urlaub.“ sagte er nüchtern.
„Ich weiß.“
Woher wusste er das?
„Gut es folgen die drei Wörter. Ich hoffe Sie haben etwas zum schreiben.“
„ Ich werd es mir auch so merken.“
Hörte er etwa von John ein unterdrücktes kichern?
„Die Wörter sind:
- PARTY
- ZAUBERN
- SCHÄFERHUND
Ich und sicherlich auch John, wünschen Ihn viel Vergnügen.“
Damit wurde die Leitung unterbrochen. Moriarty hatte wohl aufgelegt. Natürlich hatte Sherlock schon eine Idee, wo er beginnen würde. Bevor er die Wohnung verlies, nahm er noch John Waffe mit.
Er war sich sicher. Langeweile würde er nun nicht mehr haben.
Was meint ihr? TBC?
Hi
Ersten mal ein Mal liebes Danke an alle Lesern. Ein Kapitel hab ich noch für euch.
Besonderheiten dieses Kapitels sind: Das Pub mit der Showeinlage – ich weiß nicht ob es so was in GB gibt, aber nehmen wir es jetzt einfach mal an.
Zudem lernt ihr heute eine neue Hauptperson kennen. Wie findet ihr sie?
Also bis nächsten Mal und viel Spaß!
LG
Mai
Kapitel
4
Was tat man nicht alles für den Liebsten? Sherlock seufzte schwer. Seit fast einer Stunde saß er nun schon hier nutzlos im Pub herum. Er konnte nichts tun als zu warten und den Auftritt der Sängerin zu „genießen“. Danach würde der Magier Marxos, der eigentlich Rafael Dunn heiß, auftreten.
Als er auf dem Weg hier her war, hatte Sherlock noch eine SMS des Verbrechers erhallten. Dieser würde sich in den nächsten Stunden noch mal melden, um nach seinen Fortschritten zu fragen. Bis dahin hatte der Detektiv noch etwas Zeit, aber er wollte Moriarty, dann nicht nur eine Lösung präsentieren, sondern Marxos auch bloß stellen.
Der Zauberkünstler war schon seit einigen Wochen in der Yellow Press. Da angeblich nach jedem seiner Auftritte Wertsachen aus dem Publikum verschwunden sein sollten. Doch nie konnte man ihm was nachweisen.
Gut das John und er sich vor ein paar Tagen über Marxos unterhallten hatten. Sonst hätte er nicht einmal diesen Anhalspunkt.
Sherlock lehnte sich ein wenig zurück und lauschte der Sängerin. Ihre Stimme war sehr angenehm. Obwohl der Detektiv die Augen geschlossen hatte wusste er, dass die hellen Augen der Frau ihn fixierten. Er hatte sie sofort erkannt und er wusste, dass es anders herum genau der gleiche Fall war. Natürlich war die junge Frau in den letzten Jahren älter geworden, doch sie war noch genau so schön wie damals. Ihr letztes zusammen Treffen war nun mehr als acht Jahre her. Das war auf der Beerdigung seines Vaters gewesen.
Die Musik wurde leiser und auch die Sängerin verstummte. Stattdessen setzte großer Beifall ein. Allerdings waren auch mehr Männer da. So konnte es auch sein, dass der Applaus eher dem kurzen Rock und dem knappen Oberteil galt, als ihrer Fantaschtischen Stimme.
Wie Sherlock solche Männer anwiderte. Würde John in einem männlichen sexigen Outfit vor ihm stehen, würde er sich nicht so aufführen.
Nachdem sich die Herren einigermaßen beruhigt hatten, verkündigte eine Stimme, über Mikrofon, das sich der Auftritt von Marxos um einige Minuten verzögen würde.
Mittlerweile war die Sängerin auf dem Weg zu ihm.
- Konversation: Unausweichlich! -
Sherlock sah absichtlich zur Bühne, während sie eher kam.
„Ist hier noch frei?“ fragte sie und deutete auf den Stuhl neben Sherlock.
„Offensichtlich.“
Die junge Frau nahm dies als ja und setzte sich. Jetzt erst sah er sie richtig an.
Ihre dunkeln Locken umrammten ihr schmales Gesicht.
Sie sah hübsch aus, aber nicht gut.
Ihre Haut war blasser denn je - Sorgen.
Ringe unter den Augen - Lange Nacht.
Eine Tränenspur auf der linken Wange – Sie hatte vor ihrem Auftritt geweint.
Und sie hatte um einiges abgenommen.
Wegen den Sorgen, welcher Art, auch immer?
Ja, aber da sie in Pubs auftrat und sie anscheinend seit längeren nicht mehr beim Frisör war, waren es wohl Geld sorgen.
Warum hatte sie Mycroft nicht gefragt, ob er ihr helfen konnte.
Er sah sie sich genauer an.
Ein Kussfleck auf dem Unterarm. Sie war bei seinen Bruder gewesen. Die beiden hatten sich gestritten. Danach hatte sie jemanden ihre „körperlichen“ Dienste angeboten. Sie hasste es bei dem ältern Holmes zubetteln. Obwohl ihr immer noch ein Teil des Erbes zustand. Ob Sherlock mal mit Mycroft darüber reden sollte?
Sie biss sich auf die Unterlippe – Es war ihr wieder sehr unangenehm.
„Und? Was habe ich in den, sagen wir mal letzten 48 Stunden, getrieben?“
Länger war der Streit mit Mycorft nicht her? Dass erklärte auch seinen plötzlichen Urlaub.
„Woher soll ich das bitte wissen?“ erwiderte der angesprochene mit einer engelsgleichen Unschuldsmiene.
Die junge Frau verdrehte die Augen.
„Ich bitte dich Sherlock! Ich kenn dich seit deiner Geburt! Mittlerweile weiß ich es, wenn du mich deduziert!“
Damit spielte sie mal wieder darauf an, dass sie eigentlich fünf Jahre älter war, als er selber.
„Also was hatte ich zum Mittagessen?“ forderte sie ihn heraus.
„Du warst Vorgesten bei Mycroft.“ sagte er kühl.
Ihr Blick trübte sich augenblicklich. Schnell sah sie zur Seite.
„Tut mir Leid, Charlotte.“
Die angesprochene sah überrascht auf.
„Seit wann entschuldigst du dich?“
Doch dann ging ihr ein Licht auf.
„Du bist verliebt!“
Nun war es an Sherlock, schnell wegzuschauen.
„Wie heißt sie? Wie habt ihr euch kennen gelernt? Seit ihr überhaupt schon zusammen?“
„Charlotte! Ich frag dich auch nicht nach deinem Liebesleben aus!“
„Nein. Du deduziert es! Und nenn mich endlich wieder Lolo.“ konterte sie und seufzte.
„Gut. Dann sag mir weniges, warum du in einem Pub bist?“
„Was geht dich das an?“ fuhr er sie an.
Schützen hob sie ihre Hände hoch. Aber trotzdem provozierte sie ihn weiter.
„Ich kann es auch Mycroft erzählen.“
Das entlockte dem dunkelhaarigen nur das heben der Augenbraun.
„Wie alt sind wir? Vier?“
„Diese Mütze die du auf einigen Pressefotos träges, steht dir.“ wechselte sie das Thema. Bekam aber dafür nur ein verächtliches schnaufen als antwort.
„Was denn? Sie gefällt mir halt. Da fällt mir ein… Der letzte Blogeintrag, von deinem Mitbewohner, war echt gruselig. Müsste dieser Dr. Watson dich nicht eigentlich begleiten? Ich würde ihn gerne Kennlehren.“
„Du liest Johns Blog.“ stellte Sherlock fest.
„Klar! Ich bin ein großer Fan. Er kann echt gut schreiben.“
Ein lächeln erschien auf Lolos Gesicht und er erkannte das es ehrlich gemeint war.
Sherlock wurde still und sah weg.
„Was ist los?“ fragte Lolo besorgt.
„John wurde entführt.“ gab er leise von sich.
„Was?! Da sitzt du noch hier rum? Du musst sofort zur…“ Sherlock unterbrach sie mit einer Handbewegung.
„Es steckt Moriarty dahinter.“
Lolo sagte das erste was ihr einfiel.
„Scheiße.“
„Also keine Polizei.“ meinte Sherlock ernst.
„Aber das hält dich doch sonst nicht davon ab. Es sei denn…“ sie stockte kurz.
„Ach so ist das! Weiß er von deinen Gefühlen?“
- Da sagt sie immer sie könnte nicht gut deduzieren. - dachte sich der Detektiv. Doch so leicht wollt er es ihr auch nicht machen.
„Ich weiß nicht wovon du redest.“
„Stell dich nicht dümmer, als du bist, Sherlock! Er weiß es, oder?“
„Wir sind erst seit ein paar Wochen zusammen.“
Auf Lolos Gesicht erschien ein herzliches Lächeln.
„Ich freue mich für dich. Ich würde dir gerne dabei helfen, ihn…“ sie würde unterbrochen, da das Licht gedämmt wurde.
Der Auftritt des Magiers würde gleich beginnen.
In dem Moment nahm jemand ungefragt an ihrem Tisch Platz. Sherlock betrachtete den Fremden, mit der Sonnenbrille, von der Seite. Ihm blieb kurz die Luft weg, zudem spannte sich sein ganzer Körper an. Doch bevor er etwas sagen oder unüberlegtes tun konnte, sah der Mann ihn mit einem arroganten Lächeln an.
„Ich bin hier, um mir Ihren Auftritt anzusehen Sherlock.“
James Moriarty hatte es doch tatsächlich gewagt persönlich hier zu erscheinen.
TBC?
Hi
Endlich melde ich mich wieder zurück und hab ein neues Kapitel dabei. Lange habe ich mit mir selber gekämpft, wie ich es so schreiben soll. Diese Version hat gewonnen. Hoffentlich gefällt sie euch.
Ein herzliches Dankeschön an alle Lesern.
Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch euch allen!
LG
Miji
Kapitel
5
„Du kennst diesen Typen?“ rief Lolo überrascht aus.
„Nun ja…“ begann Sherlock, wurde aber von Moriarty unterbrochen.
„Wir hatten doch eine Mange Spaß damals im Schwimmbad Sherlock!“ um seine Aussage zu unterstreichen schlug er dem Detektiven freundschaftlich auf die Schulter.
„Heißt das…?“ die Stimme der jungen Frau zitierte.
„Ja. Darf ich vorstellen: James Moriarty. Das ist Charlotte Jane Holmes. Meine Schwester.“
„Ich weiß.“ meinte der andere Mann.
Was wusste er denn noch alles über ihn? Erst der Urlaub von Mycroft mit Lestrade und jetzt auch noch das er eine Schwester hatte. Es gab nur zwei Möglichkeiten. Entweder Moriarty hatte seine „Hausaufgaben“ gemacht oder er sagte es einfach nur so. Vermutlich um ihn zu verunsichern.
In diesem Moment fing auch schon die Show an. Sherlock beobachtete den Zauberkünstler erst einmal eine Weile stillschweigen. Marxos war nicht schlecht, das musste Sherlock ihm schon lassen. Als der Zauberer fragte, ob jemand aus dem Publikum ihm assistieren würde, sah der brünette seine Chance gekommen. Den günstigen umstand das seine Schwerster grade anwesend war, konnte er sich zu nutzte machen.
Er beugte sich zu Lolo hin.
„Los. Melde dich.“
„Warum sollte ich das tun?“ fragte Lolo verwirrt.
„Mach es einfach.“
„Ich…Oha. Du hast was vor.“
Sherlock nickte unauffällig.
„Für deinen Freund.“ seufzte sie und hob die Hand.
„Da haben wir ja schon eine freiwillige.“ sagte Marxos und zeigte auf Lolo und deutete ihr, dass sie auf die Bühne kommen sollte. Diese zögerte noch einen Moment, gab sich dann aber doch noch einen Ruck. „Kommen Sie, Miss. Ihnen wird schon nichts geschehen.“
Nachdem Lolo die Bühne betreten hatte, betrieb der Magier noch ein wenig smalltalk mit ihr. Machte aber mit seiner Show recht schnell weiter. Obwohl Sherlock ihn weiterhin beobachtete fiel ihm nichts Verdächtiges auf. Zu seinem einigem erstaunen.
Es war nur eine kurz, unscheinbare Bewegung, die wahrnahm. Doch diese lies den Detektiven auf die richtige Spur kommen.
Sherlock verlor sich in seinen Gedanken bis ihn das Räuspern von Moriarty zurückholte. Nun merkte er erst, dass der Auftritt sich langsam dem Ende zuneigte.
„So. Kommen wir zum Schussakt. Die zerteilte Jungfrau.“ verkündete Marxos.
Das war Sherlocks Gelegenheit! Rasch erhob er sich.
„Tut mir leid. Aber dazu wird es heute nicht mehr kommen. Zum einen werde ich nicht zulassen, das sie meine Schwerster zerstückeln…“
Ein lachen ging durch die Menge.
„Und zum andern, ist sie definitiv keine Jungfrau mehr.“
Das Lolo tiefrot wurde, ignorierte er einfach. Mittlerweile war er auf die Bühne getreten.
„Zudem möchte der Herr da unten in dem braunen Anzug sicherlich seine Brieftasche wiederhaben, oder? Dem Herren in der hinteren Ecke fehlt sicherlich die Taschenuhr seines verstorbenen Großvaters schmerzlich. Und dem dort, ist das fehlen seines Handys sicher auch noch nicht aufgefallen.“ Dabei zeigte er auf die Personen die er meinte.
Diese wiederum schauten sofort nach, ob die genanten Objekte auch wirklich fehlten. Tatsächlich entsprach es der Wahrheit.
„Wie wussten Sie das?“ wurde der brünette aus dem Publikum gefragt.
„Der grossteil von Ihnen liest anscheinend keine Yellow Press. Sonst wüssten Sie, dass Marxos verdächtig wird, während seine Auftritte, Gegenstände vom Publikum zu entwendete.“
„Das ist einen falsche Anschuldigung! Rufmord!“ schrie Marxos dazwischen.
„Wie soll das gehen? Er war doch die ganze Zeit über auf der Bühne?!“ rief jemand.
„Das ist der Grund warum er noch frei rum läuft.“
Während Sherlock sprach, wollte Marxos fliehen, doch er kam nur runter von der Bühne, denn dort wurde er von Sicherheitskräften des Lokals aufgehalten.
„Nun, er selber bestiehlt die Leute ja auch nicht. Sondern, in diesem Fall, Miss Avendeen. Als Kellnerin kommt sie unbemerkt an ihre Gäste ran. Da die meisten von Ihnen von der, wie ich zugeben muss, gelungenen Show abgelenkt waren, wird er Diebstall erst später gemerkt. In der zwischen Zeit hätte sie die Gegenstände verstecken können.“
„Sir. Ich lege für jeden meiner Angestellten meine Hand ins Feuer. Rose war es nicht!“ Verteidigte der Betreiber der Gaststätte die junge Dame.
„Nun, normale Menschen, wie Sie, können anderen auch nur vor dem Kopf schauen.“
„Sherlock!“ zischte Lolo.
Doch dieser ließ sich nicht ablenken.
„Haben Sie nicht bemerkt, dass der Ehrering am Finger von Miss Avendeen fehlt? Das sie einen trug ist offensichtlich. Mit einer Scheidung gehen meist auch Finanzielle Probleme einher. Grundsätzlich ist jeder bestechlich und somit käuflich.“
Der Wirt sah seine Angestellte scharf an. Sie stand eingeschüchtert neben der Bar und starrte auf dem Boden.
„Stimmt das Rose?“
„Ja.“
„Und hat dich Marxos dazu angestiftet?“
„Ja.“
„Das ist nicht wahr!“ schrie der beschuldige.
„Ruft die Polizei!“ befahl der Wirt.
In diesem Moment stand Moriarty klatschend auf.
„Großartig. Das war einfach mal wieder Ihre Liga, Sherlock. Aber wie ich Ihnen bereits sagte, Sie sollten besser nicht mit den Gesetzeshütern in Kontakt kommen.“
Auf einmal exportierte etwas genau vor Moriarty und eine weiße Rauchwolke breitete sich im gesamten Gästeraum aus.
Hi
Frohes neues Jahr euch allen!
LG
Mji
Kapitel
6
Sherlock reagierte schnell und hielt sich mit dem einen Arm den Mund und die Nase zu. Mit der anderen Hand griff er nach Lolo. Gemeinsam liefen sie zur nah gelegenen Hintertür. Da durch die Explosion eh ein durcheinander herrschte, bemerkte auch niemand ihr plötzliches verschwinden.
Sie rannten einige Strassen weiter, in Richtung des Flusses. Bis der Detektiv sich sicher sein konnte, das weder die Polizei, noch sonst wer sie verfolgte. Denn da war sich Sherlock sicher. Moriarty war nicht ohne einen Scharfschützen, der auf ihn aufpasste, dort gewesen.
Nach einer Ecke presste er sich und Lolo an eine Häuserwand. Ihr beider Atem ging stoßweise. Erst nach einigen Minuten bekam er wieder Luft. Lolo hatte da deutlich mehr Probleme. Doch so langsam ging es ihr wieder besser.
„Sherlock! Musste das sein!“ fauchte seine Schwerster ihn an.
Dieser verstand jedoch nicht wo drauf sie hinaus wollte. So sah er sie nur fragend an.
„Mann! Meine Tasche ist noch in dem Gebäude! Mit meinen Ausweis, meinen Geld und, das wichtigste, meinen Handy!“
„In deiner Wohnung wirst du doch wohl noch etwas Bares haben. Früher hattest du auch immer unter deinem Bett, eine Schachtel mit Kleingeld.“
Da staute Lolo nicht schlecht.
„Du… du wusstest von meinem Geheimversteck?!“
„Selbstverständlich. Mycroft im Übrigen auch.“
Nun klappte ihre Kinnlade nach unten. Dazu fiel ihr nun wirklich nichts mehr ein.
In diesem Moment klingelte Sherlocks Handy.
- NUMMER UNTERDRÜCKT –
Es war also wieder Moriarty. Er ging ran und stellte auf Lautsprecher, so dass auch Lolo mithören konnte.
„Hallo.“
„Sherlock. Ich habe eine Überraschung für Sie. Sozusagen als Belohnung.“
Natürlich war es John der wieder mit ihm sprach.
„Und zwar gib es einen gratis Tipp von mir. Durchsuchen sie alle Ihre alten Fälle, die sie in den letzten sechs Jahren gelöst haben. Denn einmal haben lagen Sie falsch.“
„Als würde ich mich irren?“
„Sherlock, auch Sie sind nur ein Mensch. Ich jedoch, bin ein Gott und weiß die Wahrheit.“
Der Detektiv musste sich stark zusammen reißen um nicht laut los zu lachen. John und Lolo ging es genauso.
Allerdings musste Moriarty doch was mitbekommen haben.
„Also das war der letzte Tipp, denn Sie jemals von mir erhalten haben.“
„Da ist wohl jemand eingeschnappt.“ konnte sich Sherlocks Schwerster nicht verkneifen.
John stöhnte laut auf.
„John!“ kam es sofort von dem brünetten. Lolo hielt sich vor schreck den Mund zu.
„Nein…“ flüsterte sie.
„Miss Holmes, wenn Sie schon mitspielen wollen, dann würde ich Ihnen raten sich besser in Zaum zuhalten.“ hörten sie auf einmal Moriartys Stimme.
„Tut mir leid.“ mehr brachte die junge Frau nicht raus. Sauer starrte Sherlock sie noch immer an. Doch dann kam ihm sein verletzter Freund wieder in den Sinn.
„Was ist mit John? Was haben Sie mit ihm gemacht?“
„Ist schon gut Sherlock.“ hörte dieser wieder John. „Es war plötzlich ein stechender schmerz in der Wunde. Aber jetzt geht es wieder.“
Sherlock jedoch merkte, das sein Partner gegen die Schmerzen ankämpfte. Wie gerne hätte er ihm diese abgenommen.
„John…“flüsterte er.
Lolo konnte sehen wie sehr ihr Bruder versuchte seine Gefühle zurück zuhalten. Darum legte sie ihm eine Hand auf dem Arm. Das gab Sherlock die nötige Kraft, die er brauchte.
„Melden Sie sich in fünf Stunden noch mal. Dann werde ich wissen, wo ich einen Fehler gemacht habe.“ sagte er, als er sich wieder gefasst hatte. „Aber solange lassen Sie die Finger von John.“
Statt einer Antwort vernahmen die Geschwister nur noch ein besetzt zeichnen. Moriarty hatte aufgelegt.
„Sherlock…“ sprach Lolo ihn an, doch sie wusste nicht, was sagen sollte.
„Wir…“ er unterbrach sich und sah Lolo an. Diese kannte ihren Bruder gut genug, um aus seiner Mimik zu lesen.
„Ich helfe dir.“
„Es könnt gefährlich werden.“
„Dem bin ich mir bewusst. Was sollen wir als nächstes tun?“
„Hast du einen Laptop?“
Lolo nickte nur.
„Gut, denn brauch ich. Wir sollten so schnell wie möglich zu deiner Wohnung. Bevor die Polizei deinen Ausweis findet.“
Gemeinsam machten sie sich auf dem Weg. Sherlock hatte die ganze Zeit nur einen Gedanken: JOHN.
Hi
Ich hoffe euch gefällt die Auflösung zum Fall SCHÄFERHUND.
Leider bin ich mir nicht sicher, ob das alles realistisch ist. Also wenn ihr einen Fehler findet sagt es ruhig. Denn nur Moriarty ist Gott. ;)
Aber ich freue mich auch so über jeden Kommentar und jeden Favoriteneintrag.
Viel Spaß beim Lesen.
LG
Miji
Kapitel
7
Mittlerweile war es schon weit nach Mitternacht. Sherlock saß im Schneidersitz auf dem Hotelbett und sah auf dem Bildschirm des Laptops. Er hatte schon seit knapp einer Stunde die Lösung und wusste auch nun, was es mit dem Schäferhund auf sich hatte.
Lolo seufzte. Sie hatte es doch geahnt. Kaum hatte sie Kontakt mit Mycroft aufgenommen, schon trat auch ihr jüngerer Bruder in Erscheinung und brachte ihr Leben vollkommen durcheinander.
Nachdem sie aus ihrer Wohnung den Computer und Bargeld geholt hatten, machten sie sich auf dem Weg zum Bahnhof. Da sie, dank Handyordnung, wussten wo John sich aufhielt. Sherlock war sich sicher das der Ort ungefähr stimmte. So ging es von dort mit dem Zug nach Brighton. Schnell hatten sie ein Hotel mit zwei Einzelbetten gefunden. Als Sherlock die Antworten auf alle Fragen gefunden hatte, lehnte er seinen Oberkörper entspannt gegen das Kopfende des Bettes. Nun hieß es warten.
Die junge Frau erschrak, als Sherlocks Handy die Stille durchbrach. Doch statt ran zugehen, unterdrückte er den Anruf. Lolo sah wie der dunkelhaarige genervt mit den Augen rollte.
„Was sollte das denn jetzt? Hoffentlich war das nicht Moriarty.“ meinte sie.
„Dann hätte ich sicherlich niemals aufgelegt. Es war Mike Stamford. Er hatte sich am Flughafen mit John verabredet. Anscheinend haben sie ihn schon vorher entführt.“
„Toll und dieser Mike Stamford macht sich jetzt sorgen um deinen Freund. Du hättest es ihm sagen müssen.“
„Und riskieren das er die Polizei informiert? Niemals!“
Lolo ließ es. Was sollte sie auch dazu sagen? Ihr Bruder hatte ja eigentlich Recht.
Nach etwa einer weiteren halben Stunde kam endlich der ersehnte Anruf. Sherlock nahm ihn entgegen.
„Ich hoffe Sie haben eine zufrieden stellend Antwort für mich.“ hörte er John.
„Die habe ich.“ sagte der Detektiv selbstbewusst und begann mit seiner Ausführung.
„Vor einigen Jahren bekam ich von Lestrade einem Fall, bei dem er meine Hilfe brauchte. Es war einer unserer ersten gemeinsamem Arbeiten. Darum gab er mir auch nur eine Akte, in der alle wichtigen Daten zu finden waren.
Mark Taggarts wurde während er schief angeschossen und verlor so sein linkes Bein. Doch wer war es?
In dieser Nacht waren noch zwei andere Personen anwesend. Zum einem seine Schwester Tilly Taggarts. Ihr gehörte das Haus auch. Ihr Bruder wurde im Krieg verwundet und zog erst einmal bei ihr ein. Das erklärt auch woher die Waffe kam.
Zum anderen übernachtete in dieser Nacht auch ein guter Freund von Mark dort. David Linton. Zwar hatte auch die Schwester des Opfers ihre Gründe gehabt, ihren Bruder dies anzutun, da das Verhältnis der beiden nicht grade das Beste war. Aber Linton und Taggart hatten sich am Abend zuvor gestritten. Es muss wohl um Geld gegangen sein.
Zudem waren auch dessen Fingerabdrücke auf der Pistole. Dass er die Waffe angefasst hatte, gab Linton auch zu. Also war er in meinen Augen der Täter.
Leider hatte ich damals noch nicht alle Informationen. Im laufe des heutigen Abends konnte ich so einiges herausfinden.
David Linton war nicht der Täter. Mark Taggarts hat sich das selber angetan.
Wahrscheinlich hatte er noch eine ältere Rechung mit Linton offen und wollte sich so rächen.
Doch wie konnte Taggarts dies vortäuschen? Erstmal muss man wissen, dass er sein Bein schon im Irak verloren hatte. Wie erkläre ich später. Zudem hatte er eine Prothese mit der er sehr gut laufen konnte. Kaum einer konnte einen unterschied feststellen. Seiner Schwester und dem Freund hatte er es wohl verschwiegen. Er hatte sich in der damaligen Nacht selber angeschossen, sein angebliches Bein das auch dort war, war das von einer Leiche. Vermutlich ist er über Sie, Moriarty, drangekommen.“
„Dafür braucht man doch nur Sherlock Holmes zu sein. Du bringst auch immer Leichenteile mit nach Hause und bewahrst sie dann im Kühlschrank auf.“ wurde er von John unterbrochen.
„Danke. Das wollte ich nicht wirklich wissen. Jetzt ist mir schlecht.“ meinte Lolo dazu.
„Darf ich nun vorfahren? Die Sanitärter, sowie der Notarzt haben auf Facebook zugegeben, diesbezüglich bestochen worden zu sein. Wie passt nun der Hund ins Bild? Ganz einfach. Taggarts war damals bei einer Familie im Irak zum essen eingeladen und wurde dort von deren Schäferhund gebissen. Durch mangelnde Hygiene bei der Wundversorgung verlor er das Bein.
Wie gesagt. Es war einer der ersten Fälle, die mir Lestrade gegeben hatte. Daher war ich doch sehr froh, über das vertrauen, dass er mir entgegen brachte. Ich hab nicht weiter darüber nachgedacht und habe so niemand anderes als Tilly Taggarts und David Linton als Täter in betracht gezogen. Ich gebe zu, dass dies ein Fehler war.
Aber sobald die ganze Sache hier abgeschlossen ist und ich mir sicher bin, dass John außer Gefahr ist. Werde ich zu Lestrade gehen und den Fall von neuem aufrollen. Dann wird Linton endlich wieder frei kommen.“
„Das können sie gern tun, aber es wird diesem nichts nutzen.“ meldete sich auf einmal Moriartys Stimme.
„Wieso nicht?“ mischte sich Lolo ein.
„Weil Mark Taggarts sich vor einem Monat das Leben nahm und weil David Linton vor drei Tagen im Gefängnis von einem Mithäftling getötet wurde.“
Damit beendete der Verbrecher das Gespräch.
TBC? Was meint ihr?
Hi.
Ja, ich schreibe immer noch. ^^
Nach einer ziemlich langen Pause melde ich mich zurück.
Zwar habe ich zu Zeit nur diese Kapitel fertig, doch denke ich, dass ihr euch schon bald auf ein spannendes ende freuen könnt.
Diesmal habe ich für die Mystrade Fans unter euch, mir etwas einfallen lassen. Hoffentlich gefällt es euch.
Ich bemühe mich wirklich Rechtschreibfehler (& Co) im Rahmen zuhalten. Also bitte vergibt mir die übriggebliebenen.
So jetzt aber viel lesevergnügen mit Kapitel 8.
LG
Miji
Spiel noch einmal mit mir
Kapitel
8
Lolo lag auf dem Bett des Hotels und sah sich gelangweilt irgendeine Frühstückssendung an. Wären Sherlock unter der Dusche war. Plötzlich ging dessen Handy. Sofort nahm Lolo es und sprang auf. Sie klopft an die Tür zum Badezimmer.
„Sherlock! Dein Handy!“
„Moriarty?“ fragte ihr Bruder. Was Lolo wegen dem Wasserrauschens kaum verstand. Sie sah auf dem Display eine Nummer, also konnte es nicht Moriarty sein.
„Nein!“ schrie die Dunkelhaarige laut. Da Sherlock ihr auch nach einigen Sekunden nicht antwortet, ging Lolo ran.
„Hallo. Hier ist der Anschluss von Sherlock Holmes. Was kann ich für Sie tun?“ meldete sie sich.
„Guten Tag. Harry Watson hier. Ähmm… Also eigentlich wollte ich schon gerne mit Sherlock sprechen.“
„Tut mir leid, aber er ist grade verhindert. Kann ich etwas ausrichten?“
In genau diesem Moment ging die Badezimmertür auf und Sherlock kam nur mit einem Handtuch, um die Hüften bekleidet, heraus.
„Also ich wollte ihn eigentlich etwas fragen.“ sprach die Frau am anderen Ende der Leitung schon weiter.
Der Dunkelhaarige sah seine Schwester fragend an. Diese zuckte mit den Schultern. Sherlock deutete ihr, ihm das Telefon zu geben.
„Einen Augendblick. Sherlock ist grade rein gekommen.“ unterbrach Lolo Harry und gab das Handy weiter.
„Hallo.“ sagte Sherlock nur.
„Seine Pläne haben sich kurzfristig geändert. Wenn er nicht ans Telefon geht, so ist das nicht mein Problem.“ meinte der Detektiv nachdem er kurz schweigend zugehört hatte.
Sherlock legte auf.
„Oh, das war wieder mal sehr einfühlsam von dir.“ kritisierte Lolo das Verhalten ihres Bruders.
„Es war nur Harry. Meine Schwägerin in spe.“
„Sherlock! Grade sie macht sich doch sorgen! Du solltest sie noch mal anrufen.“
„Lolo, ich habe besseres zu tun, wie du weißt. Es bleibt nicht mehr allzu viel Zeit. Außerdem könnte grade sie die Polizei einschalten.“
Seine Schwester seufzte genervt. Mit einer Geste deutete sie auf das Telefon.
„Gib mir mal das Handy.“
Wären dessen genoss ein Herr, die ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres, auf der Terrasse seines Anwesens, welches deckt am Strand von Brighton lag.
Obwohl er eigentlich nicht lauschen wollte, hörte er jedoch mit, was sein Partner am Telefon mit seinen Kollegen besprach. Natürlich konnte er sich zusammenreimen, worum es ging. Endlich legte der Inspektor auf.
„Es ging um meinen Bruder.“
Dies war keine Frage, sondern eine Feststellung. Grimmig verzog Lestrade den Mund.
„Mittlerweile gelte ich auf der Arbeit schon als `Holmes Flüsterer`.“
Auf beiden Gesichtern erschien kurz ein Lächeln. Mycorft wurde als erster wieder ernst.
„Was hat er angestellt?“
Greg setzte sich auf dem Stuhl, der neben dem seines Freundes stand.
„Er hat wohl einen Fall gelöst. In irgendeinem Pub. Statt jedoch seine Aussage zumachen, ist er abgehauen. Dabei hat er wohl auch eine wichtige Augenzeugin mitgenommen.“
Lestrade zögerte einen Moment bevor er weiter sprach. Dies bleib von Mycroft nicht unbemerkt.
„Was noch?“
„Nun, Sherlock wurde von einem unsern verdeckten Ermittler erkannt. Von dieser anderen Person hat man den Ausweis gefunden. Es war eine gewisse Charlotte Holmes.“
„Wenn man diese beiden mal alleine lässt...“
stöhnte Mycorft. Doch dann besang er sich auf seine gute Erziehung. Er wusste, dass er Gregory eine Erklärung schuldig war.
„Charlotte ist meine jüngere Schwerster.“
Lestrade staunte nicht schlecht.
„Wann wolltest du mir denn von ihr erzählen?“
Statt einer Antwort wurde er einfach geküsst.
Doch obwohl ihm dieser Kuss, mehr als nur gefiel, unterbrach Greg diesen. Er sah seinem Freund fest in die Augen.
„Du machst dir Sorgen um die beiden.“ kam diesmal von dem älterem die Feststellung.
Mycorft hatte schnell gelernt, dass er seinem Freund gegenüber Gefühle, jeglicher Art, nicht verheimlichen braute und konnte. So nickte er einfach nur.
„Es ist immer einer meiner Agenten in Sherlocks nähe, wenn Dr. Watson nicht in der Stadt ist.“
Die unausgesprochenen Wörter verstand Lestrade auch so.
„Erkundige dich ruhig ob er… Probleme hat. Wir können ihm jeder Zeit helfen.“
„Danke.“ flüstertet Mycoft leise und gab Greg noch einen kurzen Kuss, bevor er aufstand und in das Haus ging um zu telefonierten.
„Ja, ist gut. Wir treffen uns dann in einer Stunde dort. Machen Sie auf jeden Fall schon mal Ihre Aussage bei der Polizei. Bis später Miss Watson.“ damit beendet Lolo das Gespräch.
Missmutig sah Sherlock sie an.
„Was?“ wurde er bissig von ihr gefragt.
„Denkst du wirklich es wäre eine gute Idee, einen Mordfall in einer Bibliothek zu besprechen?“
„Mir fiel auf der schnelle nichts anderes ein.“ verteidigte sich die junge Frau.
„Wie wäre es zum Beispiel mit einem Café? Gut das wäre zwar langweilig, aber…“
„Dann hab ich ja ganz in deinem Sinne gehandelt.“ wurde er unterbrochen.
„Du solltest dir was anziehen, Sherlock. So, nehme ich dich nämlich nicht mit.“ Mit dieser Bemerkung spielte Lolo darauf an, das ihr Bruder immer noch, mit nur einem kurzen Handtuch bekleidet, durch das Hotelzimmer lief.
Langsam öffnete John die Augen. Alles hatte sich verändert. Er war nicht mehr in dieser Holzhütte. Sondern in einer Höhle. Man musste ihn hierher gebracht haben, als er ohnmächtig war. Was war bloß in den letzten Stunden passiert? Ob Sherlock mittlerweile weiter gekommen war? Nachdem nun die Sache mit dem HUND geklärt war. Auch wenn das ganze sehr tragisch war, so blieb immer noch der Tipp mit der PARTY übrig. Irgendwie hatte er dabei ein ganz mieses Gefühl. Warum nur? War es, weil nun mehrmals eine Frau in Sherlocks nähe war, als sie miteinander telefonierten? Wer war sie? Natürlich wusste John, dass er keinen Grund zu Einfersucht hatte. Doch wusste der Arzt auch, dass Sherlock sie niemals in diesen Fall miteinbeziehen würde, wenn er dieser Frau nicht vertrauen würde. Also ließ dies nur den Schluss zu, dass die beiden sich schon seit längere Zeit kennen mussten.
Doch warum hatte Sherlock ihm bisher noch nie etwas von dieser unbekannten erzählt?
Vor allem, wenn das ganz doch eigentlich ganz harmlos war?
Energisch schüttelte John den Kopf, um diese Gedanken los zu werden. Momentan gab es wichtiger Dinge, um der er sich Sorgen machen musste. Das Wasser in der Höhle stieg unaufhörlich an. DAS sollte ihn mehr beunruhigen, als sein Liebesleben.
Hallo
Nun ist es soweit! Dies wird das vorletzte Kapitel sein. Doch nur von Part 1 der Trilogie. Ja, ich hab mich dazu endschossen, jede der Story Line gesondert hochzuladen. Genauer werde ich beim nächsten Mal darauf eingehen.
Der Krimi rund um PARTY hat mir dies Mal besonders Kopfzerbrechen bereitet. Daher hoffe ich, dass ihr über keine Logikfehler stolpern werdet. Wenn doch einfach was sagen. ^^
Also viel Vergnügen und wir lesen uns beim (ersten) Finale wieder.
LG
Miji
Kapitel
9
Schweigen saßen Sherlock und Lolo im Taxi nebeneinander. Sie waren auf dem Weg zur Bibliothek, um sich mit Johns Schwester zu treffen.
„Dir macht es wohl wirklich nichts aus, was?“ unterbrach Lolo die Stille.
„Du meinst, weil Mr. Taggarts und Mr. Linton gestoben sind.“ stellte der Detektiv fest.
„Faktisch gesehen trifft mich keinerlei Schuld. Weder bin ich für die Haftbedingungen in Großbritannien, die solche Straftaten zulassen, verantwortlich. Noch kann man mich für einen Selbstmord beschuldigen.“
„ Aber in gewisser Weise hast du die beiden in diese Situation gebracht.“ warf Lolo ein.
„Nein, Charlotte. Ich habe nicht den Hund auf Taggarts gehetzt und sein Bein habe ich ihm auch nicht abgeschossen!“ Sherlock war im Laufe des Satzes ein wenig lauter geworden.
„Außerdem war ich damals, bei der Bearbeitung, noch sehr jung und unerfahren gewesen.“ kam es leise von dem Dunkelhaarigen.
Lolo wollte ihrem Bruder eigentlich auch keinerlei Vorwürfe machen. Sie ärgerte sich nur über sein verhalten. Daher war sie froh, über die Einsicht, der er nun zeigte. So sah sie wieder aus dem Fenster.
Nach einer weiteren halben Stunde, die mit schweigen gefüllt war, kamen sie endlich an. Da Sherlock förmlich schon aus dem Taxi gesprungen war, bevor es gänzlich zum Stillstand gekommen war, blieb Lolo nichts anderes übrig, als selber zu bezahlen.
Da Harry draußen vor dem Eingang wartete, sah sie die beiden kommen. Kaum war Sherlock in ihrer Reichweite, holte die blonde Frau aus und verpasste ihm eine Ohrfeige. Dies Mal war selbst der Detektiv überrascht und hielt sich verwundert die schmerzende Wange.
„Wie?“ kam es von der Frau gefährlich leise.
„Wie kannst du es wagen mich nicht sofort zu informieren? Vor allem nicht zur Polizei zugehen? Es geht hier immerhin um das Leben meines Bruders!“
Lolo war mittlerweile bei den beiden angekommen und war ebenfalls sehr über das Temperament, von Harry Watson überrascht. Natürlich bemerkte sie die Zuschauer, die diese Szene auf sich zog.
„Ähm… Sorry?“ brachte Sherlock nur vor. Die Äußerung machte Harry nur noch wütender. Doch bevor diese Auseinandersetzung noch mehr eskalieren konnte, griff Lolo ein.
„Miss Watson. Schön Sie kennen zu lernen. Wir sollten erst einmal rein gehen. Dort können wir in Ruhe über alles reden.“
So betraten sie gemeinsam die Bibliothek.
An der Informationstheke wies sich Sherlock als Mycorft Holms aus. Zu gerne hätte Lolo gewusst, woher ihr jüngerer Bruder den Ausweis hatte. Aber in diesen Fall war dieser sehr nützlich, da sie einen kleinen privaten Raum zu Verfügung gestellt bekamen. Dort konnten sie ungestört reden.
Als die Mitarbeiterin sie dorthin führte, traf Scherlock der giftige Blick seiner Schwester.
„Was denn? Der Nachname stimmt doch immerhin.“ flüsterte er ihr zu. Lolo vertrete nur die Augen.
„Das Geschlecht und die Dreistigkeit auch.“
Nach einigen Minuten waren die drei endlich ungestört. Doch auch gleich trat eine unangenehme Stille ein. Um diese schnell möglichst zu beenden, ergriff Lolo als erste das Wort.
„Also, Miss Watson…“
„Harry, bitte.“
„Gut. Harry Sie wollten mit Ihrem Bruder sprechen, weil Sie hier im Ort wegen einem Mord verdächtig werden. Was ist denn genau passiert?“
Harry seufzte einmal tief und fing dann an zu erzählen.
„Ja, ich es immer noch nicht glauben, dass SIE tot sein soll. Aber ich fang lieber von vorne an.
Nun seit etwa einem Jahr, treffe ich mich immer mit einer Gruppe von Antialkoholikern. Wir kommen nicht alle aus London. Sondern auch aus anderen Städten. Einmal im Monat treffen wir uns abwechselnd bei einem von uns. Unsere Gruppe besteht aus 8 Personen. Mich eingeschlossen.
Vorgestern hatten wir wieder eine unsere „Anti-Alko-Party“. Diesmal halt bei Lara Benson. Außerdem waren noch Vanessa Hayward, Olivia Sanders, Tom Morgan und Adrian Blair anwesend. Die anderen konnten leider nicht kommen. Der Abend an sich verlief ganz normal. Halt ohne irgendwelche Vorkommisse.
Gegen 22 Uhr verabschiedete sich Olivia als erstes. Sie hat Kinder und der Babysitter muss ja auch bezahlt werden. Ihr Mann kommt immer sehr spät von der Arbeit zurück.
Tom ging als nächstes, da er noch weit fahren musste. Er kommt aus Dover. Das muss so um 22.15 Uhr gewesen sein.
Vanny, Adrian und ich haben uns hier je ein Hotelzimmer genommen. Die beiden sind so um 23.30 Uhr ins Hotel mit dem Taxi gefahren.
Während ich die Nacht bei und mit Lara verbrachte. Als ich um etwa 4.30 Uhr wach wurde, lebte sie noch. Denn Lara wurde durch mein rum gekramte auch geweckt und sie fragte mich, wieso ich nicht zum Frühstück bliebe. Das wollte ich nicht.
Die Empfangsdamme im Hotel, konnte sich noch an mein spätes kommen um 5.00 Uhr erinnern. Zum Glück.
Am nächsten Morgen wollte ich mich dann noch einmal richtig von ihr verabschieden. Doch als ich an ihre Wohnungstür ankam, war diese nur angelehnt. Obwohl ich mir ganz sicher war, dass ich die Tür fest zugezogen habe. Mir kam das schon merkwürdig vor. Im Schlafzimmer habe ich sie dann gefunden… Es war so grausam… Der Mörder oder auch Mörderin… hat ihr …die Kehle… durchgeschnitten.
Ich konnte einfach nicht… sofort die Polizei rufen. Diese wurde dann… von der Putzfrau… alarmiert.“ Nun war es um Harrys Beherrschung gänzlich geschehen und sie fing zu weinen an. Sanft legte Lolo ihr die Hand auf dem Arm.
„Das muss wirklich furchtbar gewesen sein für Sie.“
Sherlock, der die ganze Zeit mit dem Handy gespielt hatte, meldete sich nun auch endlich zu Wort.
„Wir müssen also doch zur Wohnung von Benson. Sofort.“
„Aber wir können Harry doch nicht einfach hierlassen. In ihrem Zustand.“ warf Lolo ein.
„Wir nehmen sie mit. Beruhigen kann sie sich im Taxi.“ Damit war ihr Bruder schon aus der Tür.
Am Tatort angekommen untersuchte Sherlock die Wohnung ganz genau. Dabei erregte nicht nur die vermeintlichen Beweise seine Aufmerksamkeit, sondern auch ein kleines Bild an der Wand im Schlafzimmer. Dieses Bild wurde eindeutig mit dem Fingen und mit dem Blut des Opfers gemalt.
Lolo und Harry hielten sich in dieser Zeit lieber im Wohnzimmer auf. Dem Pförtner hatte Sherlock erzählt das er von der Polizei war. Wieder einmal musste der Ausweis von Lestrade herhalten. Zwar konnte Lolo dies nicht gut heißen, aber in diesem Fall musste sie wieder ein Auge zudrücken.
Nach über einer Stunde war Sherlock anscheinend fertig und setzte sich zu den beiden Frauen.
„Harry. Hat jemand von euch an dem Abend geraucht?“ fragte Sherlock ohne Umschweife.
„Nur Vanny und ich. Wir nehmen beide dieselbe Marke. B & H.“
„Hast du wären du hier warst, jemals im Badezimmer geraucht?“
„Nein. Aber wer raucht schon im Bad?“
„Der Täter, der sich nach seiner Tat im Bad säubert.“
„Also war es Vanny. Sie hatte vor einigen Wochen was mit Lara. Doch Lara hat sie dann verlassen. Das wäre ein Motiv.“
„Gut, aber so etwas fällt selbst den Beamten auf.“
„Will du damit sagen, dass jemand bei der Polizei der Frau geholfen hat, Sherlock?“ fragte Lolo verwundert.
„Nein. Nur das die Polizisten hier Idiotien sind. “
Sherlock zog aus seiner Manteltasche eine Plastiktüte, in der ein blutiger Handschuh war. Seine ursprüngliche weiße Farbe konnte man kaum noch erkennen.
„Vanny hat vermutlich nicht so große Hände, oder? Diesen hier hab ich in dem Küchenmüll gefunden. Harry, Lolo kommt euch diese Art von Handschuh bekannt vor?“
Beide Frauen überlegten kurz.
„Ja. Solche benutzt man im Krankenhaus. Es muss also Vanessa sein.“ meinte Harry dann.
„Dann haben wir noch das.“ Nun kam aus Sherlocks Mantel eine Tüte, wo ein roter Schuhabsatz drin war, zum Vorschein.
„Laut Twitter ist Miss Hayward dieses Missgeschick vorgestern Abend beim Aussteigen aus dem Taxi passiert. Ich habe ihn unter dem Bett gefunden.“
„Aber sind das nicht zu viele Zufälle?“ fragte seine Schwester.
„Ja, Hayward ist Ärztin. Da sollte sie schon etwas schlauer sein. Der wahre Täter hatte ein großes Problem. Zum Öffnen der Tür hat er eine seiner Kreditkarten benutzt. Dabei ist dieses Stück abgebrochen. Jedoch konnte er das abgebrochene Stück in der Dunkelheit nicht wiederfinden.“ Der Detektiv legte ein Taschentuch auf den Tisch.
„Und wer ist es?“ fragten beide Frauen gleichzeitig.
„Lara Benson war freiberuflich als Autorin für Frauenmagazine tätig. Bei ihrer Recherche muss sie auf etwas gestoßen sein. Das muss einem der Promis, oder wer auch immer, absolut nicht gefallen haben. Da sich dieser Fall sich wohl auch in die höchsten Regierungskreise gezogen hätte, musste sie… sagen wir mal zum Schweigen gebracht werden.“
„Woher weißt du denn dass sie an so etwas dran war?“ fragte seine Schwester skeptisch.
„Nun die ersten Berichte darüber lagen schon der Redaktion vor. Alles andere ist ihrem Tagebuch zu entnehmen.“
„Das bringt uns dem Täter aber nicht näher.“ meinte Harry dazu.
„Harry, wer von euer Gruppe, ist als letztes dazu gestoßen und wann?“ wurde die blonde Frau von Sherlock gefragt.
„Adrian Blair. Er kam genau vor zwei Monaten zu unserer Gruppe. Carson hat ihn mit in die Gruppe gebracht. Aber Adrian ist doch Anwalt. Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen. “
„Der Beruf einer Person hat damit rein Garnichts zu tun. Er, wie auch dieser Carson, wurden vermutlich gut bezahlt.
Alle anderen hatten ein gutes Alibi. Du, Harry, wurdest gesehen, als du in dein Zimmer gegangen bist. Olivia Sanders lag die ganze Nacht neben ihrem Mann im Bett. Zudem kam er fast gleichzeitig mit seiner Frau nach Hause. Tom Morgan hatte auf der Heimfahrt einen Autounfall und liegt noch immer im Krankenhaus.
Deine Vanny wiederrum wurde bis Morgens 5.30 Uhr in der Hotelbar gesehen. Wo sie sich betrank. Soviel dazu.
Mr. Blair jedoch, wurde von einem Obdachlosen beobachtet, wie er in jener Nacht um das Haus schlich. Außerdem…“ Sherlock wickelte langsam den Gegenstand aus dem Taschentuch aus.
„Steht ausgerechnet auf diesem abgebrochenen Stück sein Nachname drauf.“
„Aber was, wenn man die zerbrochene Karte bei ihm findet?“ fragte Harry.
„Diese Kreditkarte wurde bei der Bank schon als verloren gemeldet.“
„So weit, so gut. Aber wie geht es jetzt weiter?“ wollte Lolo von ihrem Bruder wissen. Während dieser fast schon aus der Tür war.
„Lolo, du und Harry werde mit den Beweisen zu Polizei gehen.“
„Was machst du in der Zwischenzeit?“
„John retten. “ Schon war der Detektiv unterwegs und lies die beiden Frauen ziemlich verdutzt zurück.
Hi
Es ist vollbracht!
Nun ist auch endlich das letzte Kapitel fertig. Ob Sherlock seinen John noch retten kann, lest ihr nun.
So ich wünsche euch viel Vergnügen.
LG
Miji
Kapitel 10
Endlich war Sherlock an sein Ziel angekommen. Dieser Teil des Strandes lag abseits, so dass sich hier her kaum Touristen verirrten. Er selber kannte diese Gegend aus seiner frühsten Jugend. Damals hatte der junge Sherlock, die umliegenden Höhlen erforscht. Dabei hatte er auch die Malereien entdeckt. Seine Nachforschung ergab, dass jene Gemälde aus einer früheren Zeit stammten. Natürlich wurde dieser Fund gleich Mycroft per Post mitgeteilt. Sein älterer Bruder ging damals in ein Elite Internat. Doch Mycroft tat dies als „alberne Kindereien“ ab. Das war das erste Mal, dass Sherlock von seinem Bruder maßlos enttäuscht wurde. Diese und andere unschöne Erinnerung stiegen unaufhaltsam in Sherlock hoch. Doch er rief sich innerlich schnell wieder zur Ordnung. Schließlich ging es hier um Johns Leben und außerdem hatte er mit seiner Jugend schon lange abgeschossen.
Der Dunkelhaarige sah erneut auf sein Handy. Diese Blutzeichnung im Schlafzimmer von Ms. Benson hatte er schon damals gesehen, in einer der Höllen. Irgendwas sagte ihm, dass er dort seinen Freund finden würde. Auf einmal meldete sich wieder sein Handy. Er nahm ab, ohne auf die Nummer zu achten.
„Verdammt! Bist du nun ganz von allen guten Geistern verlassen?! Hier alleine rum zu laufen, ist doch….“
„Mycroft?“ fragte der Detektiv verwundert.
Woher wusste sein Bruder wo er war? Er sah sich nach allen Seiten um. Da erkannte er ihm und Lestrade in einiger Entfernung hinter ihm zulaufen. Darum legte er auf, ohne seinen älteren Bruder zu Ende sprechen zu lasen. Schon bald hatten die beiden Männer den Jüngeren eingeholt.
„Warum verfolgst du mich?“ wurde der ältere Holmes auch gleich von seinem jüngeren Bruder angeblafft.
„Damit du nicht noch mehr Dummheiten begehst. Was sollte die Sache im Pub? Nicht genug das du vor der Polizei weg läufst. Nein. Du ziehst auch noch Charlotte mit rein.“
„Ich hab keine Zeit mir dein Gerede anzuhören.“ meinte Sherlock kühl und wandte sich um zum Gehen. Doch so schnell gab Mycroft nicht auf. Er folgte ihm einfach und somit auch Lestrade.
„Wo willst du hin?“
„Dort hin.“ sagte Sherlock und hielt ihnen sein Handy mit dem Foto der Blutzeichnung entgegen.
„Das war doch einer deiner Albernen Kinderscherze damals. Was willst du da?“
„Das geht dich rein gar nichts an!“
Diesmal verlor Sherlock die Fassung. Doch Mycroft schreckte nicht zurück.
„Dann hör mit diesen Spielchen auf.“
„Für mich ist das kein Spiel mehr.“
In seinen Gedanken mischte sich der Schrei von John neulich. Wieder wurde ihm bewusst, dass ihm nicht mehr viel Zeit blieb. Er merkte, dass er angefangen hatte zu weinen. Schnell wischte sich der Brünette die Spuren weg, in der vagen Hoffnung, dass sein Emotionaler Ausbruch unbemerkt bleiben würde. Was natürlich nicht der Fall war. Gregory verstand als erster.
„Was ist mit John?“ fragte er sanft.
So wie John und Sherlock von seiner Beziehung mit Mycroft wussten, so war auch es auch umgekehrt. Auch Mycroft und er wussten, von der Beziehung, die Sherlock und John führten.
„Mir bleibt nicht mehr viel Zeit, dann…“ Sherlock ließ den Satz absichtlich offen.
„Ich werde eine Suchmannschaft herbeordern.“ meint Mycoft sofort und greif schon nach seinem Handy.
„Nicht! Wenn du das tust, bringt ER John auf jeden Fall um. Die Hölle ist nicht mehr weit weg. Ich werde das erledigen und ihr haltet euch zurück.“
Obwohl der Detektiv nun schneller ging, wurde er weiterhin verfolgt.
Nach kurzer Zeit stoppte Sherlock endlich. Vor ihnen lag ein kleiner See, dessen Wasser eindeutig in eine Hölle floss.
„Da sind wir. Das Wasser ist schon stark gestiegen… hoffentlich bin ich nicht zu spät.“ sagte Sherlock mehr zu sich als zu den anderen beiden.
„Wie willst du da rein komm? Der Weg am Rand ist doch viel zu schmal…“ fragte Lestrade.
Die Holmes Brüder sahen sich an. Beide nickten, umso den Gedanken, dem jeweils anderen zu bestätigen. Schon zog Sherlock seinen schwarzen Mantel und seine Schuhe aus.
„So wie ich als Kind rein gekommen bin.“ meint der jüngere Holmes und ging ins Wasser.
„Bist du Lebensmüde?! Das Wasser hat doch sicherlich noch nicht mal als 10 C.“
„Ich würde es auf 9,5 schätzen“ meinte Sherlock.
„Sherlock! Mycroft sag doch auch mal was.“
„Viel Glück Sherlock. “ war alles was der angesprochene zu sagen hatte.
Sherlock holte noch einmal tief Luft und taucht dann ab.
Ihm kam die Strecke länger vor als damals. Wahrscheinlich weil lange nicht mehr getaucht war und somit komplett aus der Übung war. Endlich sah er ein Licht, das von der Oberfläche kam. Er hatte sein Ziel erreicht. Nach Luft schnappend tauchte Sherlock auf und sah sich einem mehr als verwunderten John Watson gegenüber.
Dieser saß auf einer keinen Insel und wunderte sich doch sehr über seinen Besucher.
„Sherlock…“ sagte er schwach.
„John...“
Sherlock kraxelte auf die Insel. Sanft legte er seine Hand an Johns Wange.
„Ich…“
„Komm… komm her…“ flüsterte der jüngere und zog John in eine Innige Umarmung. Am liebsten hätten sie den anderen nicht mehr losgelassen, doch noch war der Arzt in Gefahr. Bevor der Dunkelhaarige seinen Liebsten gänzlich losließ, küsste er ihn behutsam. Da söhnte John auf. Jetzt erst bemerkte auch Scherlock die bauchwunde.
„Du bist verletzt.“
„Tolle Freistellung Sherlock.“
„Wir müssen hier raus.“
„Du ja… ich werde es nicht schaffen.“
Verständnislos sah der Detektiv seinen Freund an. Dieser nickte in die Richtung, in die Sherlock blicken sollte. Holmes folgte Johns Augenpaar und entdeckte sogleich die Bombe. Es waren mehrere Päckchen C4, an denen eine Zeitanzeige befestigt war. Diese stand auf 00:00:50. Doch daneben war ein Netbook auf dem eine Seite geöffnet war, um dort ein Passwort einzutragen. Ein Wort mit sechs Buchstarben musste es sein. Sherlock rückte ein Stück weg und beugte sich über den PC. In seinem Kopf arbeitete es fieberhaft.
„Sherlock du solltest verschwinden. Es bringt doch nichts wenn du auch… Bitte… Lass mich einfach hier… Es ist in Ordnung für mich… Mir reicht es schon, dass ich dich noch einmal sehen durfte… Dir darf nicht auch noch was passieren… Ich… Ich liebe dich doch…“
Der Detektiv belendete alles aus, auch den weinenden John. Er hatte mittlerweile eine Vermutung, aber ein Puzzlestückchen fehlte noch. Da ging ihm ein Licht auf. Es war zwar unwahrscheinlich, aber es war auch sein einziger Anhaltspunkt.
„Sherlock. Sag mal, hörst du mir überhaupt zu?“ fragte John genervt. Sherlock drehte sich nun zu dem älteren um.
„John, kennst du eine Ärztin namens Dr. Vanessa Hayward?“
Der gefragte überlegte kurz. Für Sherlock Geschmack jedoch zu lange.
„John!“
„Ja Doch! Ja. Sie war mit mir in Afghanistan.“
So schnell wie Sherlock nur konnte tippte er sechs Buchstaben in die freien Felder. S O L D A T. Soldat. Die Zeitanzeige stoppte auf 00:00:01.
Endlich waren sie in Sicherheit. Als Sherlock mit John in Schlepptau wieder aus der Höhle kam, wimmelte es am ganzen Strand von Menschen. Die meisten waren Polizisten oder Sanitäter. Aber auch Reporter und Schaulustige waren darunter. Selbst Lolo und Harry waren da. John wurde von seiner Schwester erst mal fest umarmt. Minuten später ließ sie ihn los. Nun gesellten sich auch Mycroft und Greg dazu.
„Hier Sherlock.“ sagte Lolo und hielt ihrem Bruder ein Handy hin.
„Es war eine sehr gut Idee, mir dein Handy mitzugeben. So hatten wir alle Internett Adressen, wo du deine Nachforschungen zu Lara Benson gemacht hattest. Sonst hätte uns die Polizei niemals geglaubt.“
„Die Karte darin ist neu. Behalt es. Du hast es dir verdient.“
„Sherlock, willst du mir nicht deine Freundin vorstellen?“ fragte John, der notdürftig versorgte war und nun liegend im Krankenwagen auf seinen Abtransport wartete.
„John… darf ich dir meine älter Schwester Charlotte Jane Holmes vorstellen.“
John klappte die Knielage runder. Was hatte er sich für Sorgen gemacht? Alles wäre möglich gewesen. Aber DAS? Nein, daran hätte er im Leben nie gedacht.
„Na toll. Noch eine Holmes…“ kommentierte John.
Alle in der Runde mussten herzlich lachen. So kam es, dass niemand den Polizisten merkte, der sich mit einer gezückten Waffe nährte. Alle bis auf Sherlock. Einen Augenblick später hatte dieser Johns Waffe zu Hand. Er war schneller und schoss dem Angreifer ins Bein. Dieser schrie und fiel nach hinten zu Boden.
Wenige Sekunden später war der Mann verhaftet. Wären er jammerte, dass er doch nur bezahlt worden wäre.
„Sherlock. War das meine Pistole? Die eigentlich sicher in der abgeschlossenen Schublade sein sollte…?“ fragte John streng.
Doch noch bevor sich der jüngere rechtfertigen musst, klingelte sein Handy. Er zog sich ein Stück zurück und nahm ab.
„Hallo.“
„Nicht schlecht Sherlock.“
Moriarty.
„Was?“
„Aber das Spiel ist noch lang nicht zu ende. Noch sind Sie sehr angreifbar.“
„Wer?“
„Eine Familie hatte ich nie, warum sollten sie dann eine haben?“
Sherlock sah auf und direkt in eine Kamera. Er merkte wie ihm eine Hand auf die Schulter gelegt wurde. Mycroft.
„Sherlock. Alles in Ordnung?“ fragte dieser.
„Dies war nur der erste Streich. Der zweite folgt schon bald…“
Hörte Sherlock den Verbrecher sagen und wie dieser fies lachte. Da wusste er auf wen Moriarty es als nächstes abgesehen hatte…
Ende?
Halt!
Noch nicht wegklickern!
So endet Teil 1 der Game – Trilogie. Wie bereits angekündigt wird es weiter gehen. So viel kann ich nun schon verraten: Es wird wieder sehr spannend werden. ; ) Es würde mich sehr freuen, wenn ihr dort weiterlesen würdet.
Bleit Gesund und munter. Wir lesen uns dann in „Politiker ärgere dich nicht“.
LG
Miji