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Meine Liebe, ein Fischschwanz und Ich

von

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Kapitel 1

Die Musik war laut. So laut das man sich nur schwer unterhalten konnte. Ein leichter Wind lies die Gäste der Party leicht frösteln. Ich stand mit meiner besten Freundin Nadine etwas abseits. Sie ließ den blick über die Lichter im Garten wandern. Verträumt schaute sie auf jemanden, jedoch konnte ich nicht ausmachen auf wen. „Und sonst? Wie läuft es in der Liebe, meine liebe?“, riss ich ich sie aus ihren Gedanken und nippte an meinem Whisky-Cola.

„Ach....“, sie seufzte, „...wie soll es schon laufen?“. Ich merkte wie schwer ihre Zunge schon war und bereute meine Frage sofort wieder. Ich wusste das sie einem Typen verfallen war. Das würde heute Abend tränenreich enden. Tja so ist das mit dem Alkohol. Ehe ich etwas entschärfendes erwidern konnte, sprudelte es aus ihr heraus. „Es ist Mark, aber ich weiß nicht mal ob er mich überhaupt kennt. Er hängt doch immer bei den Deppen 'rum und wieso überhaupt ich? Warum ich?“. Ihre Augen glänzten feucht. Ich breitete die Arme aus. Sie nahm das Angebot der Umarmung an, jedoch nicht ohne zuvor ihren Barcadi hinunter zu stürzen. Ich seufzte. „Das schaffst du schon. Ich mein, du bist hübsch, intelligent und überhaupt. Wenn er dich nicht sieht ist er selber schuld.“, versuchte ich sie zu trösten. Dabei habe ich sie selber einmal nicht so gesehen, wie sie mich hätte gerne sehen wollen. Vor zwei Jahren hatte sich Nadine in mich verliebt. Ich habe nichts gemerkt, erst als es zu spät war und unsere Freundschaft vor dem Ende stand. Aber mit vielen Gesprächen hatten wir es geschafft. Sie hat sogar meine Freundin akzeptieren können. Nadine ist noch immer auf der Suche. Dies ist das einzige Thema, bei dem ich ihr nicht helfen kann. Zu groß ist die Angst etwas falsches zusagen und sie damit zu verletzten.

Ich spürte wie Nadine sich beruhigte. Wir standen noch etwas länger einfach nur da und ich schaukelte sie zur Musik, bis sie sich von mir löste. Sie richtete ihren verwischten Maskara gekonnt mit den Händen und schaute mich fragend an. Ich strich ihr einen letzten Krümel weg und nickte lächelnd. Wir verstanden uns manchmal einfach auch ohne Worte. „Willst du auch noch was?“, fragte sie. „Noch mal das gleiche wenn du schon so fragst“. Ich grinste und sah ihr nach. Ihre langen braunen Haare, ihre enge blaue Jeans, das schwarze Top. Sie sah gut aus. Sehr sogar. Ich nestelte an der Brusttasche meiner Jacke herum. Warum packte ich nur meine Zigaretten immer dort hin wo ich sie am schlechtesten wieder heraus bekam? Endlich hatte ich es geschafft, zog eine Zigarette heraus und zündete sie an. Ich nahm einen tiefen Zug und blies den Raus langsam wieder heraus. Nadine kam mit den Getränken zurück, warf einen vernichtenden blick auf meine Zigarette zuckte aber dann mit den Schultern. „Ist dir eigentlich schon einmal aufgefallen das uns hier so gut wie keiner anspricht?“, stellte sie fest und drückte mir mein Glas in die Hand.

Ich zuckte mit den Schultern und nahm einen Schluck. Nadine tat es mir gleich. „Weißt du so ist das wenn man...“. Weiter kam ich nicht. Mein Handy vibrierte. „...Moment.“. Mein Handy zeigte mir eine neue Mitteilung an. Ich öffnete sie. Huhu Schatz. Alles gut? Habt ihr Spaß auf der Party? Komm doch nachher noch vorbei. Meine Mum ist nicht da. Ich liebe dich!!. Ich überlegte.

Nadine rollte mit den Augen. „Von Nina?“

Ich nickte nur.

„Ich versteh das nicht. Sie bombardiert dich ja quasi mit Sms oder Anrufen. Da ist doch was im Busch, da kannst du mir Sagen was du willst!“

„Ich versteh das ja auch nicht. Ich...“, sie unterbrach nicht.

„Dann frag sie doch! Ich verstehe das sowieso nicht warum du denkst das das so schwer ist. Liegt es vielleicht daran das sie erst 16 ist?“

„Nein“, widersprach ich,“es ist einfach nur so, ich habe das Gefühl als um gibt sie so eine, eine,eine Aura.“ Nadine guckte mich verständnislos an.

„Ja eine Aura. Du hast ja recht. So geht das wirklich nicht weiter. Das ist zu viel des guten. So hält das nicht mehr lange.“ Nun war ich es der seufzte. „Ich fahr da gleich noch mal vorbei.“

„Um die Uhrzeit?“

„Ihre Mutter ist nicht da.“

„Oh.“

Wir verfielen in ein schweigen. Ich schaute auf die Uhr.viertel nach Zwei. „ Du wollen wir uns nicht langsam aus dem Staub machen? Es ist schon Viertel nach und so klasse ist das hier nun auch wieder nicht.“ Sie überlegte. „Ich denke ich bleibe noch. Aber fahr du ruhig.“ Sie lächelte. Wir wussten beide das es okay war. So war das nun mal bei uns. Ich küsste sie auf die Wange und trottete zu meinem Fahrrad. Ich schwang mich auf das Fahrrad und fuhr los. Jetzt bemerkte ich erst wie viel ich doch getrunken hatte. Zum Glück war es zu Nina nicht allzu weit. Also auch mit leicht betrunkenem Kopf machbar, wenn man nicht gerade von der Polizei aufgegriffen wird.

Kapitel 2

Es verlief alles reibungslos. Ich fuhr die kurze Auffahrt hinauf zu Ninas Haus.Es war nicht groß, strahlte aber dafür ein Gefühl der Geborgenheit aus. Alles wirkte alt und abgenutzt und chaotisch. Ich musste lächeln. Leiste lehnte ich mein Fahrrad gegen die Hausmauer. Ich kletterte über den Gartenzaun und lief auf die andere Seite des Hauses. In Ninas Zimmer brannte noch Licht. Ich lief den Weg zurück und klingelte an der Haustür. Durch das Milchglas in der Tür sah ich wie das Flurlicht an ging und eine Gestalt sich der Tür näherte. Die Tür ging auf. „Guten Abend schöne Dame“, sagte ich mit einer Verbeugung und grinste sie an. „Guten Abend edler Herr“, erwiderte sie und machte einen Knicks. Dann fielen wir uns in die Arme und ich küsste sie zärtlich. Sie trug eine Männer Boxershorts aus Seide und ein weites T-Shirt. Die helle Haut ihrer glatten Beine leuchtete fast im fahlen Licht. Ich spürte das ihr Kalt wurde.

„Los komm rein“, sagte sie mit einem lächeln und nahm meine Hand. Sie zog mich die schmale Treppe hinauf. Mit blieb kaum Zeit die Tür mit einem geübten vorsichtigen tritt ins Schloss fallen zulassen. In ihrem wie immer ordentlichen Zimmer ließ sie mich auf ihr Bett fallen. „Ich bin gleich wieder da“. Sie küsste mich schnell und verschwand im Bad. Ich seufzte und schaute mich um. Ich bemerkte wie müde ich doch eigentlich war. Sollte ich sie jetzt schon fragen? Ich ließ mich auf ihr Bett fallen. Ich betrachtete die Holzdecke. Dicke, schwere alte Holzbalken zogen sich dort durch die Räume. Ich höre wie sich die Tür des Badezimmers schloss und richtete mich auf. Als sie das Zimmer betrat lächelte sie. Also sie aber meinen blick sah erlosch dies. „Was ist los Jörn?“.

„Ich muss mit dir reden Kleines. Setz' dich bitte zu mir“ Ich klopfte neben mir auf das Bett. Ich wusste das dies der Moment war vor dem sie Angst hatte, aber es musste sein und würde nicht so ablaufen wie sie sich es gerade ausmalte. Das schwor ich mir in diesem Moment.

Sie setzte sich. Ihre Anspannung war so stark das ich sie schier hätte greifen können.

„Ähm. In letzter Zeit. Nun ja. Mir ist aufgefallen das du. Wie sage ich das jetzt am besten? Anhänglich bist.“ Blankes entsetzen stand in ihren Augen. Und abermals an diesem Abend sah ich wie sich Augen mit Tränen füllten.

„Hey Hey so war das jetzt aber nicht gemeint liebes.“ Ich Nahm ihr Gesicht in meine Hände und wischte mit den Daumen vorsichtig die Tränen Weg. Ich lächelte sie sie an. Sie versuchte es aber es missglückte. Ich spürte das mehr dahinter steckte. Aber das konnte nur sie mir sagen. Und nur dann wann wie es wollte. Ich fuhr fort. „Also und deswegen wollte ich fragen ob alles okay bei dir ist. Und dir sagen das ich nur dich liebe. Wenn du mir etwas sagen musst dann kannst du das tun. Egal was. Ich werde dich dann immer noch lieben meine kleine.“

„Wirklich egal was?“, kam es wie aus der Pistole geschossen.

Ich nickte.

„Gut. Aber nicht hier. Und nicht heute. Und du versprichst mir mich dann immer noch zu lieben?“

Sie hat einen großen Schritt getan. Einen für sie sehr wichtigen schritt, dachte ich.

„Ja natürlich liebste“ Ich küsste sie auf die Stirn. Sie schien sich etwas zu entspannen.

Sie kuschelte sich an mich. So saßen wir da. Und redeten als wäre nie etwas gewesen. Schließlich zog ich die Schweren Stiefel aus und schlüpfte aus meiner Jeans. Wir kuschelten uns in ihr Bett und schliefen Arm in Arm ein.
 

Später wachte ich davon auf, das Nina mich küsste und an meinem Ohr knabberte. Ich Grinste richtet mich langsam auf, drehte sie auf den Rücken und küsste sie. Ihre langen naturblonden Haare lagen gewellt um ihren Kopf. Ihre dunkel blauen Augen in denen ich mich so gern verlor, erinnerten an einen Ozean. So tief. So blau. Ich beendete meinen Kuss mit einem zärtlichen Kuss auf ihre Spitze Nase. Ich richtet mich auf und guckte sie an. Ihr T-Shirt war hoch gerutscht und zeigte ihren flachen Bauch. Der Stoff sammelte sich vor ihren Brüsten. Ich lächelte. Das Zimmer wurde vom Sonnenlicht geflutet. Es war wunder schön. Mein blick viel auf meine Armbanduhr.

„Ach verdammt. Ich muss los Süße. Tut mir leid.“, ich bedauerte es wirklich und das wusste Nina auch.

„Warum? Was steht auf einen Samstag denn noch wichtiges an das du deine Prinzessin schon verlässt?“

„Ich hab meiner Mum versprochen ihr heute ihr Holz zu spalten. Außerdem kommt Kai nachher noch zum schrauben vorbei.“

„Okay du Held. Dann zieh dich mal schnell an und mach das du los kommst“, Sie kicherte und küsste mich, „Ich für meinen Teil gehe jetzt schön duschen.“

Sie kletterte geschickt aus dem Bett. An der Tür drehte sie sich noch einmal um.

Ihr blick wurde ernst. „Wegen dem was...ich dir zei...sagen wollte. Ich schreib dir ne SMS okay? Ich liebe dich“, Sie warf mir eine Kusshand zu und verschwand. Es war normal das ein abschied so verlief und ich fand es okay. Was ich jedoch irritierte war, das sie eindeutig zeigen sagen wollte. Ich grübelte weiter während ich meine Sachen anzog und mich auf den weg zu meiner Mutter machte.

Ein großer Berg Eichenholz erwartete mich.Meine Mutter war nicht zu Hause. Wahrscheinlich einkaufen wie jeden Samstagmorgen. Ich wusste wo alles war und richtete mit Hackblock und die Axt zurecht und machte mich an die Arbeit. Ohne ein Frühstück kam ich schnell ins schwitzen. Umso erleichterter war ich als ich eine Sms bekam. Es war keine von Nina. Kai sagte Bescheid das er heute doch nicht konnte. Ich schrieb ihm zurück das es okay sei, da ich heute Abend ohne hin tot ins Bett fallen würde. Ich hackte weiter.

Die Zweite kleine Pause wurde von einer SMS von Nina verursacht.

Heute Abend um 20:00 an unserem See im Wald. Bring bitte decken mit und was man sonst noch für einen langen Abend braucht. Ich liebe dich. Verlass mich nicht.

Ich las die Nachricht drei mal. Was zum Henker hatte das nun wieder zu bedeuten. Hatte es etwas mit dem zu tun was sie mir „zeigen“ wollte? Ich dachte darüber nach während ich weiter das Holz massakrierte. Zwischen durch brachte mir meine Mutter Wasser und Brötchen die sie gekauft hatte.

Als ich das letzte mal das Beil hernieder sausen ließ kam ich zu dem Schluss, das es etwas mit dem zu tun haben musste was sie bedrückte.Etwas anderes konnte es wirklich nicht sein. Ich schrieb ihr zurück das ich da sein würde.

Ich duschte mich. Das Wasser spülte nicht nur den Dreck von meinem Körper, sondern auch die Müdigkeit. Ich fühlte mich wie neugeboren und bereit auf das was auch immer kommen würde. Was könnte es schon sein? Wir werden es schon schaukeln.

Ich legte mein großes Standhandtuch und mehrere Decken in meinen großen Rucksack. Dich dachte nach. Was Könnte man noch gebrauchen? Ich war mein Messer mit in den Rucksack. Feuerzeug und Kippen? Gut. dann los.

Kapitel 3

Unser geheimer See hatte das Wort „geheim“ wirklich verdient. Keiner von den Jugendlichen aus der Umgebung hatte ihn bisher gefunden. Viel zu anstrengend soweit querfeldein zu laufen. Man konnte sicher sein dort ungestört zu sein. Viele Dinge habe ich dort mir Nina und meinen engsten Freunden schon erlebt. Ich trug mein Rad mit durch das Dichte Unterholz. Einglück das der Sommer immer näher kam, so war es noch hell genug um sich nicht zu verlaufen. Ganz plötzlich wurde es heller. Ich war da. Eine kleine Lichtung. Grünes Gras um gab einen kleinen, klaren See. Ein kleiner Bach speiste ihn. Ich suchte Nina. Am anderen ende des Sees War eine kleine Standmuschel aufgebaut. Ich lief hin. Nina kam mir entgegen und viel mir um den Hals. „Danke das du gekommen bist“ flüsterte sie. Ich spürte das sie sehr nervös war. „

„Ja klar“, meinte ich lächelnd.

„Breitest du schon mal die decken und so aus? Ich hol ein wenig Holz“

Ich tat wie mir geheißen. Es war schon immer so das Nina das Holz holte. Sie war wie versessen darauf nicht immer die „frauentypischen Sachen„ wie sie es nannte machen zu müssen.

Als sie mit dem Holz wieder kam verlangte sie mein Feuerzeug. Ich drückte es ihr in die Hand und sah zu, wie sie aus Birkenrinde einen Anzünder formte und damit das Holz in Brand setzte. Dann setzte sie sich vor mich auf die Decke und schaute mir ernst in die Augen.

„Also Jörn.“, sie machte eine Pause, „was ich dir zusagen habe...ist nicht leicht für mich.“

Sie begann vor Nervosität zu zittern und Tränen rannen ihre Wangen hinunter. Doch sie wischte sie energisch weg.

Sie fuhr fort. „Du hast mir versprochen das du mich lieben wirst, egal was passiert.“

Ich nickte eifrig. Ich konnte nichts sagen. So energisch redete sie. Es schien ihr wichtig zu sein, das sie die Führung hatte.

„Gut. Dann ist die Zeit gekommen, an der du es erfährst. Aber ich muss dich warnen! Es kann nicht leicht für dich werden. Verspreche mir das du hier bleibst. Ich werde ein paar Minuten nicht ansprechbar sein...“ Sie begann Schuhe, Jeans und ihre Unterwäsche auszuziehen. Sie stand auf und streckte mir die Hand entgegen. Perplex ergriff ich sie. Wir gingen zum Ufer des Sees. Hier war der Boden Sandig. Fast ein Strand. Allerdings ein sehr schmaler Strand. Nina zitterte. Kurz vor dem Wasser blieb sie stehen. Ließ meine Hand los und drehte sich zu mir um. Mit verzweifelten Augen schaute sie mich an, zog meinen Kopf hinunter und küsste mich. „Warte hier.“

Sie lief in den See. Ließ sich fallen, so das ihr ganzer Körper mit Wasser bedeckt war. Schnell stand sie auf und rannte wieder aus dem Wasser. Sie legte sich auf den Sand. Die Beine eng an einander. Ein letzter blick zu mir, dann schloss sie die Augen.

Und was jetzt geschah, raubte mir den Atem.

Unter ihrer Haut ab der Hüfte abwärts schien es plötzlich zu brodeln. Ihre Beine Schienen zu verschmelzen und in die Länge gezogen zu werden. Ihre Füße wuchsen schnell zusammen und warfen einen Fächer. Zeitgleich begannen viele hunderte grüner und blauer Schuppen sich aus ihrer Haut zu bohren. Als ich erneut dahin schaute wo einmal ihre Füße waren erkannte ich eine Flosse die ebenfalls grün und blau schillerte. Verzweifelt schaute ich in Ninas Gesicht. Sie lag ruhig da nur sie atmete sehr schnell. Nun waren offenbar alle schuppen da. Ich wusste es instinktiv. Wie zur Bestätigung klatschte ihre Flosse einmal auf den Boden. Ich schaute erneut auf Ninas Gesicht. Ihre Augen hatte sie immer noch geschlossen. Atmete jedoch immer ruhiger. Ich musterte ihren, nun ja, ihren Fischschwanz. Es gab keinen zweifel das es einer sein musste. Bis zum oberen Teil ihrer Hüfte war alles Schuppen bedeckt. Ich schätzte Ninas jetzige Länge. Und staunte. Es mussten ca. 2 Meter sein! Sonst war sie nur knapp 1,60 Meter. Ihr Schwanz schien kräftig aber war nicht zu dick und passte zu ihrem Sonstigen Körperbau. Ihre Flosse schien ebenfalls sehr stark zu sein und war etwa 1.5 Meter breit. Alles schillerte grün bläulich.

Nun erlaubte ich mir meine Gefühle zu zulassen. Zu meinem erstaunen stellte ich fest, das ich weder Angst, Abscheu noch Ekel empfand. Nur Überraschung und Faszination. Es schien mir wie eine Richtigkeit zu sein.

Jetzt schlug Nina ihre Augen auf.Ich ließ mich auf die Knie fallen und küsste sie, bevor sie etwas hätte sagen können. Währen wir uns küssten schmeckte ich Tränen. Ich schlug die Augen auf und löste meine Lippen von ihren. „Hey du brauchst nicht zu weinen“. Ich lächelte sie an. Zaghaft erwiderte sie mein lächeln. „Bist du nicht geschockt oder findest das Ding nicht ekelig?“, in ihrer Stimme klang ehrlicher Unglaube.

Ich schüttelte den Kopf. „Ich habe es irgendwie gewusst. Deine Augen. Und dein „Ding“ wie du es nennst … ist wunder schön.“ Ich schaute auf ihre Flosse.

Sie zog ihren Schwanz zu sich und legte ihre Flosse neben sich. Sie lächelte mich an. „Danke liebster. Kannst du mich zu unserem Lager tragen? Ich muss aus diesen Nassen Pullover raus.“ Sie strecke ihren Schwanz wieder und ich hob sie vorsichtig hoch. Es war das erste mal das ich ihren Fischschwanz berührte. Es fühlte sich wunderbar an. Die vielen kleinen Schuppen waren weich aber fest. Sie war nicht viel schwerer als sonst, was mich überraschte. Als ich sie in den arme hielt schmiegte sie sich an mich. Ich setzte sie auf den Decken ab. Das Feuer brannte noch und so legte ich ein Stück Holz nach und setzte mich zu ihr. Sie versuchte den Nassen Stoff herunter zu bekommen. Offenbar hatte sie die Transformation etwas geschwächt, so das ich ihr half. Sie trug keinen BH. Sie griff nach einem Handtuch und wischte sich das Wasser vom Oberkörper, anschließend legte sie sich auf die decken und legte ihren Schwanz erneut neben sich, damit er nicht zu nahe ans Feuer kam. Ich schaute sie an. Ihre nassen Haare, die blauen Augen die so wunderbar zu ihrer Flosse passten, ihre Brüste und schließlich ihren schillernden Schwanz. Nina bemerkte es.

„Er scheint dir wirklich zu gefallen. Man ich hätte nie gedacht das du das so locker auf nimmst...ich habe gedacht ich verliere dich.“

„Nein, ich habe dir doch mein Wort gegeben. Außerdem. Wie ich schon sagt. Es schien mir so. So normal. Sicher war ich überrascht und am Anfang verängstigt. Aber dann. Als würde ich es von Anfang an wissen. Und er steht dir wirklich gut. Sehr gut sogar. Deine...deine Schuppen passen wunderbar zu deinen Augen.“, erwiderte ich schnell. Mein Herz pochte.

„Das ist merkwürdig. Aber danke. Man muss echt aufpassen und ihn regelmäßig pflegen.“, sagte sie stolz und musste lachen. „Wie das klingen muss für dich...“

„Es klingt neu.“, auch auch musste lachen.

Plötzlich wollte ich ihren Schwanz an fassen, ihn berühren, fühlen. Sie Schien es zu merken und legte ihre Flosse auf meine Knie. Ich berührte ihre Flossen spitzen. Sie waren hart aber elastisch. Ich erschrak als sie Plötzlich die Spritzen bewege. Sie lachte und hielt wieder still. Ich fuhr mit den Fingern die Starken Muskeln hinab zu ihrem Schwanz. Er war warm und weich.jede einzelne Schuppe fühlte ich unter meinen Händen dahin gleiten. Ich spürte wie Nina es genoss. Nun fuhr ich mit beiden Händen über den Übergang vom Fisch zum Menschlichen Körper. Es war nahtlos. Sie legte ihren Fischleib um mich und zog sich an mir hoch. Schnell legte ich meinen rechten Arm um sie, um sie zu stützen. Ich küsste sie, so tief und innig das ich das Zeitgefühl verlor. Sie erwiderte meinen Kuss.

Als sich unsere Lippen von einander lösten, zog sie auch ihren Fischschwanz um mich weg, drehte sich um und setze sich auf meinen Schoß. Ihren Schwanz legte sie lang, rollte aber ihre Flossenspitzen etwas ein wegen der wärme des Feuers.

„Sag mal warst du schon immer...eine...Meerjungfrau?“, fragte ich unschlüssig.

„Hmm. So kann man das nicht sagen. Aber meinen Schwanz bekam ich mit 13. Ich war baden, und als ich aufwachte, hatte ich eine solche Panik das ich sogar nach meiner Mutter schrie. Ich habe irgendwie gewusst das es das beste war.“

„und dann?“

„..Hat sie mir alles erklärt.“

Sie Sah meinen fragenden blick.

„Meine Mutter...nun ja sie hat das gleiche Problem. Das gab es in unserer Familie seid Jahrhunderten.“

„Wow“, mehr brachte ich nicht heraus.

„Ja. Sie hob mich aus der bade Wanne und legte mich auf mein Bett. Ich weinte, aber ich hörte ihr zu. Sie sagte das sie unglaubliche Schuldgefühle hatte es mir nicht früher gesagt zu haben, mich nicht vorbereitet hat.

Naja. Es tat am Anfang alles noch weh. Aber das verging. Und es begann sich richtig anzufühlen.

Seid dem muss ich mich jede Woche mindestens ein mal verwandeln. Sonst kann es auch ohne Wasser unkontrolliert passieren und ich werde zickig wie nichts Gutes.“

„Und wie machst du das immer ein mal in der Woche? Kommst du hierher?“

Sie schüttelte den Kopf. „Nein. Meistens in der Badewanne oder im Pool im Keller. Das ist aber nicht so schön irgendwie. Ich habs auch schon mal in unserem Gartenteich gemacht. Das war schon besser.“

„Und wie...verwandelst du dich wieder zurück?“

„Dazu braucht es Zwei Vorraumsetzungen. Erstens: mein Schwanz muss trocken sein, und zweitens: ich muss es wollen.“, Sie kicherte.

„Ich bin baff. Meine Freundin ist eine zuckersüße Meerjungfrau.“, ich küsste sie begeistert.

„Jörn? Das darf aber niemand wissen. Wirklich niemand.“

„Versteht sich von selbst Süße.“

Ich legte mich nach hinten, so das Nina auf meinem Bauch lag, und betrachtete die aufgehenden Sterne. Es war alles so surreal das ich meine Hand erneut auf Ninas Schwanz legte. Tatsächlich. Ich Seufzte zufrieden. Was für ein Verrückter Tag! Aber ein Schöner Tag.

Ich fuhr mit der Hand über Ninas Rücken und kraulte ihre Haare. Über uns funkelten die Sterne.

Das Feuer brannte langsam nieder, ich schlug die Decke um uns. Wir kuschelten uns aneinander und redeten leise. Trotz unserer nähe wurde es langsam kälter.

„Wollen wir nicht langsam zurück? Es wird langsam kalt und der Weg ist nicht zu unterschätzen.“

„Aber zu erst muss ich etwas erledigen“; sie zwinkerte mir zu.

Sie bedeutete mir auf zu stehen. Sie legte sich lang auf die Decke und schloss die Augen. Es geschah nach einigen Sekunden. Die Transformation begann sich in den Schritten rückwärts zu wiederholen. Die Schuppen schienen sich wieder in die Haut zu ziehen. Ihre Flosse schrumpfte, eben so wie ihre Beine. Der einstige Schwanz spaltete sich in zwei Beine. Ihre Flosse war wieder zwei Füßen gewichen. Als letztes verschwanden die Schuppen von ihrer Haut.

Ich staunte diesmal mehr, da alles schneller ging. Unschlüssig blieb ich stehen. Was sollte ich tun? Ich entschied mich ihre Klamotten zusammen zu suchen. Ich fand sie zusammen geknüllt unter einem Handtuch.

Als ich mich wieder zu Nina umdrehte, schlug sie gerade benommen die Augen auf. Vorsichtig richtete sie sich auf und lächelte mich an.

„Hier deine Sachen“, ich setzte mich neben sie.

„Moment meine Beine sind noch etwas taub.“

„Verständlich bei der Tortur.“

„Ich habe es bisher nur bei meiner Mutter gesehen. Und ich denke ja du hast recht“, sie kicherte vergnügt. „Aber das ist es mir wert!“, fügte sie hinzu.

Sie begann zu zittern und auch mir schauderte es. Ein Wind zog langsam auf und dunkle Wolken schoben sich vor die Sterne.

„Schnell zieh dich an, das könnte noch was werden.“

Schnell schlüpfte sie in ihre Sachen während ich alles zusammen legte verstaute. Bei der Standmuschel ging mir Nina zur Hand die fertig war.

Sie stand noch etwas unsicher, was sich aber von Minute zu Minute besserte. Im Wald war es so dunkel, das man die bekannte Hand vor Augen nicht sehen konnte. Ich knipste meine Taschenlampe an die ich in meinem Rucksack immer rumschleppte.

„Weißt du sicher wo wir lang müssen? Das sieht für mich hier alles gleich aus.“, Nina schob ihr Hohllandfahrrad dicht hinter mir.

„Ich denke schon. Gleich da vorn müsste der Waldweg kommen. Von dort aus können wir fahren.“

In Horrorfilmen würde genau jetzt etwas passieren, dachte ich. Ich wartete nur darauf das einer von uns stolperte und sich etwas brach, oder das wir doch nicht den Weg finden würden.

Doch offenbar hatte der Tag genug Überraschungen für mich gehabt. Wenige Minuten später erreichten wir den Waldweg.

Kapitel 4

Nina lies es nicht aus meinen Orientierungssinn mit ironischem Spott zu loben.

Gemeinsam führen wir aus dem Wald und wieder in unsere kleine Stadt.

Mein Haus würden wir als erstes erreichen. Nina mit der ich Hand in Hand für, drückte meine Hand kurz vor meiner Straße plötzlich etwas fester. Ich wusste genau was kommen würde.

„Nina du weißt das ich morgen arbeiten muss. Und deine Mutter, was wird die sagen wenn du nicht nachhause kommst?“

Sie schwieg eine Weile auch als wir in die Straße einbogen in der ich meine kleine Wohnung hatte. Es war ein kleine Mietshaus, mit 3 Wohnparteien. Zwei der Wohnungen waren groß. Die kleinere der Drei bewohnte ich. In der Wohnung im Erdgeschoss wohnte eine junge Familie mit einem zweijährigen Sohn. Die zweite Wohnung lag im ersten Stock und somit unter mir. Ein Ehepaar das viel reiste, sie erzählten mal das es aus beruflichen Gründen war. Es war mir auch egal. Ich hatte somit mein eigenes ungestörtes Reich. Es bestand aus einer kleinen Küche, einem Badezimmer mit Dusche und einer Badewanne. Ja ich hatte sogar eine Badewanne. Ein glücklicher Zufall. Mein Wohnzimmer war gleichzeitig mein Schlafzimmer.

Nun standen also Nina und ich vor meinem Haus.

„Also. Mum kommt erst morgen Abend wieder und ich hab sie angerufen und gesagt das bei bei dir bin.“

Ich seufzte. Ich hätte es mir denken können.

„Und was ist mit der Schule?“

„Morgen ist frei. Da schreiben doch die Abi-Schreiber.“

„Ist das schon wieder soweit?“

Sie nickte und grinste breit. Sie wusste das sie mich gebrochen hatte.

„Weg schicken kann ich dich doch sowieso nicht mehr“

„Richtig“, sagte sie bestimmt.

Wir stellten unsere Fahrräder hinter das Haus. Bepackt mit unseren Sachen schlichen wir den Flur entlang um, zuvor hatte ich mit höchstem Geschick die Tür aufgeschlossen. Das war mit all den Sachen nicht einfach. Nina erging es nicht besser. Wir gingen so leise wie möglich nach oben zu meiner Wohnung.

Dort stellten wir unseren Kram in meinem Miniatur Flur ab.

„Man, hier merk ich erst wie kalt es doch eigentlich ist“, stellte ich fest, als mich die wäre mit kleinen Nadeln leicht in die Fingerspitzen und ins Gesicht stach.

„Das merkst du erst jetzt?“

„einen spezial Kakao?“

„Gerne! Hast du noch ein paar Klamotten von mir hier?“

„Guck mal in meinen Kleiderschrank, ich hab dir mittlerweile schon eine ecke frei Gemacht.“, ich sprach es mit leichtem Widerwillen aus.Tatsächlich fand ich es gut. Das sollte sie aber nicht wissen. Nachher zog sie hier noch ganz ein.

Ich Stellte einen Topf mit Milch auf meinen alten, kleinen Herd. Während die Milch nur langsam warm wurde, suchte ich das Kakaopulver und die Flasche meines guten Scotch Whiskys heraus. Ich stellte alles bereit zusammen mit zwei großen Porzellanbechern auf den Küchentisch. Ich rührte die Milch währen dich härte wie Nina in meinem Kleiderschrank suchte.

Ich rührte die Milch die bald kochen würde geduldig. Ich fühlte mich plötzlich dreckig und wollte nur noch unter die dusche und aus meinen dreckigen Klamotten raus. Ein Gang durch den Wald war nun mal kein Zuckerschlecken. Erste blasen schlugen aus der Milch, genau richtig. Ich verteilte sie auf die Becher. Kakaopulver dazu und mit einem kräftigen Schuss Whisky verfeinern. Mit den beiden Bechern ging ich in mein Wohnschlafzimmer.

Nina saß auf meinem Bett. Sie Trug ihre blaue Jogginghose und ihren leuchtend roten BH, den sie ein mal bei mir vergessen hatte und entschied das er hier gut aufgehoben war. So war sie eben. Mir viel auf das das Decken licht nicht eingeschaltet war. Stattdessen hatte sie meinen Kerzenständer entzündet. Ich stellte den Kakao auf meinen Nachttisch.

„Du süße ich muss eben duschen und aus den Klamotten raus.“

„Dann los bevor ich beide ausgetrunken hab“

Ich schoss mit einer imaginären Pistole auf sie und verschwand im Bade Zimmer. Im Spiegel betrachtete ich mein Gesicht. War das alles wirklich passiert?

Ich zog mich aus und duschte.

Las ich nur mit einem Handtuch bekleidet an meinem Kleiderschrank nach einer meiner Pyjama Hosen suchte, spürte ich Ninas blicke. Ich ignorierte es und zog mich an. Ich streifte mir noch ein T-Shirt über und drehte mich erst jetzt zu Nina um die mich zuckersüß anlächelte.

„Was hast du ausgefressen?“, fragte ich scherzhaft.

„Nichts Nichts“, sie grinste schelmisch.

Ich nahm Anlauf und sprang zu ihr aufs Bett. Sie schrie auf und ich kitzelte sie. Sie lachte und versuchte sich zu wehren was ich aber nicht zu ließ. Dann fanden unsere Lippen sich für einen langen und leidenschaftlichen Kuss. Ich ertappte meine Hand wie sie über den festen, harten Stoff ihres BHs wanderte und dort liegen blieb. Aus als wir von unsren Lippen abließen und uns tief in die Augen schauten. Es war warm. Das warme, flackernde licht spiegelte sich in ihren Augen. Sie war so wunderschön.

„Liest du mir etwas vor?“, flüsterte sie.

Ich lächelte sanft. „Herr der Ringe?“

„Oh ja bitte“

„Weißt du noch wo wir stehen geblieben sind?“

„War das nicht Seite 356...oder 358?“

Wir fanden die Seite und ich las ihr vor. Ich hatte das Buch schon oft gelesen und ich liebte es einfach.

Irgendwann schlief Nina ein. Auch meine Augen wurden schwer. Ich legte das Buch zur Seite und betrachtete meine Freundin. So friedlich lag sie da. So verdammt hübsch.



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